Du bist

Vor ein paar Tagen wollte ich hier ein Lied vorstellen, das ich bereits vor einigen Jahren entdeckt hatte. Es ist von Prinz Pi. Es gefiel mir immer sehr, passte jedoch inhaltlich nie wirklich zu mir oder zu einer meiner Lebenssituationen. Nie dachte ich, dass ich einmal so eine Frau kennen lernen würde. So eine Frau, deren Lebenssituation zu meiner werden würde und deren Art so sein würde, wie sie von Prinz Pi Revue passierend besungen wird. Worum ich jetzt und heute froh wäre, wenn dies noch immer für mich gelten würde. Was würde ich dafür geben! Aber hilft nicht. Realität ist Realität!

Nur so ist es eben nicht… Heute passt der Song zu meinen jüngsten Ereignissen wie die Faust aufs Auge oder die Hand Bud Spencers gegen die Backe der vielen dumpfen Hohlköpfe. Ich wurde selbst so einer, irgendwie. Ein dumpfer Hohlkopf. Ursache und Wirkung darf ich dabei nicht außer Acht lassen. Wir Menschen müssen Verantwortung tragen (lernen) für das was wir selbst verursacht haben. Erst wurde ich ein dumpfer Hohlkopf… diese verdammt Unbewusstheit ließ ich wie einen Satan wieder Besitz über mich ergreifen.

Das Bild hier passt zu Dir. Das beschreibt Dich vollständig!

2019-04-12

Aber als wäre mein gesamter steiniger lehrreicher Weg der Persönlichkeitsentwicklung für den Allerwertesten gewesen. Mensch! Wie konnte ich in alte Muster zurückfallen! Damit meine ich noch nicht einmal mein teilweise unbewusstes Verhalten und die Unachtsamkeit gegenüber Fr. Schlange im Alltag der Beziehung. Sondern viel mehr sogar muss ich diese Selbstreflexion auf MICH und MEINE Wahrnehmung beziehen: Hätte ich die vielen negativen Vorzeichen nicht bewusster wahrnehmen müssen?! Früher die Reißleine ziehen?! Sie gar nicht erst so sehr in mein Leben lassen?! Ihr nicht mein gesamtes Herz schenken, mich völlig blank ziehen (lassen)?!

Ich hatte so viele Frauen ge-nextet. So viele! Permanenter Nachschub sicherte mir meine Unabhängigkeit und Freiheit auf dem Weg zur Traumfrau. Es gab nie einen Grund die „Nächstbeste“ zu nehmen. Warum habe ich mich aber für sie entschieden?! Nicht die Entscheidung an sich sehe ich so selbstkritisch, sondern…

WARUM ICH DIE NEGATIVEN VORZEICHEN ALLE AUSGEBLENDET HABE! Selbst dann in der Beziehung! Ich hatte ihr anfangs die ersten Unwahrheiten verziehen und auch sonst völlig wertfrei über alle Vorgeschichten hinweg gesehen. WARUM? Und immer weiter hinter ihr gestanden. Warum?! Ich könnte gerade meinen Kopf stundenlang gegen die Wand hauen. Nicht wegen Fr. Schlange! Sondern wegen mir selbst. Meine Entscheidungen sind die Ursache für mein eigenes Schicksal! Ich! Nicht sie. Sie ist egal. Was sie tat, tat sie. Nicht ich. Aber was ICH tat oder eben NICHT tat, das muss ich hinterfragen!

Warum? Damit mir das nicht einfach so wieder passiert!

Wie konnte aus einem so starken Mann ein völlig naiver kleiner Junge werden. Nur weil sie mir schöne Augen gemacht hat?! Mensch! Schäm Dich, Du Hohlkopf!
Folgerichtig, dass ich dafür die harte Faust aufs Auge bzw. die flache Hand Bud Spencers gegen meine Backe durchgezogen bekommen musste.

Nun zum Song

Nicht jeder mag deutschen Rap. Egal. Darum soll es hier nicht gehen. Wer sich für meine Ansichten und für die Gefühlswelt bezüglich Fr. Schlange interessiert, hört sich dennoch genau jedes Wort des Songs an und lässt einfach wirken. Darin steckt ein Großteil der Wahrheit, die Fr. Schlange ausmacht. Wer partout keinen Deutschrap mag, kann sich alternativ den Songtext darunter durchlesen. Das ist dann für die notorischen „solche Musik mag ich nicht!“-Neinsager.

Nun, viel „Spaß“. Aber vor allem ist dies ein weiteres Mosaiksteichen im Verstehen meiner aktuellen Situation. Für mich ein musikalischer Ausdruck meines selbst gewählten und ver“schuld“eten Schicksals, wie Prinzi Pi für sich selbst resümiert.

Die ganz besonders zutreffenden Zeilen des Songtextes habe ich in Blau markiert. Hier erkenne ich sie oder mich oder uns beide komplett wieder. Leider.
Und der Refrain passt insgesamt so sehr! Deswegen habe ich ihn in rot markiert.

 

Prinz Pi – Du bist

Ich komme wie Jimmy, gehe wie Kurt
Mit einem Knall so laut das ihn jeder hört
Altes Manowar Shirt, die Jeans mit Loch
Chucks war’n weiß, sind grau, viel gerockt
Stets mit Andrew aus Illinois in die Base
Stets mit meiner Entourage, Vinnie Chase
Blauer Stern der Jugend, Verrückte am abhäng‘
Unschuld bleibt sitzen auf der Rückbank des Mustang
Leb die Raubkopie von dem Traum der Angst
Dreh‘ mein eigenen Film, schreib mein eigenes Lied
Herz schlägt manisch seinen eigenen Beat
Viele gekriegt, viele verbraucht, Eine geliebt

Du hast die hohen Schuhe an
und trägst deine Tattoos um die Schultern und den Hals wie ein seidenes Tuch
Ich bin verliebt wie ein Junge mit dem Bauch und darunter
Weiß unter deinem Kleid warten tausende Wunder
Meine Eltern ha’m gewarnt, meine Freunde geflucht
Doch die Schrift auf deinem Rücken ist mein heiliges Buch
Ich bin das Wild in dem Scheinwerferlicht deines Blicks

Ich hab den Glauben doch mir fehlen die Beweise für dich
Die Nächte sind gegen Ende intensiver denn je
Zeit war nie so zäh wie warten drauf dich wieder zu sehen
Auf dem Boden von der Flasche liegt ein tieferer See,
als man glaubt, wenn man taucht, ist die Liebe zu seh’n
Meine Sonnenbrille sitzt im Gesicht wie geklebt
Die Kompassnadel dreht weg vom richtigen Weg
Meine Beine die sind müde von den Treppen der Frauen
Sie applaudieren immernoch für den lächelnden Clown
Und…

Du bist, alles für mich, alles das was mir Angst macht
Meine silberne Kugel, mein Kryptonit und mein Anthrax
Du bist, das was ich vom Schicksal verlangt hab
Die Patrone für mein Kopf in der Kammer der Pumpgun

Wenn der Whiskey mir nicht hilft fahr ich Nachts ohne Licht,
durch die Vorstadt auf der Suche nach dem was du nicht bist
Die Sms die ich will hast du nie abgeschickt
Unter der Laterne wartet meine Seele auf dich
Deine Augen lügen nie, nur dein Mund ist ein Dieb
Der jeden Coup mit ei’m Lächeln und ein Kuss unterschrieb
In dei’m Bett bin ich sicher vor den Klippen der Welt
Meine Rebellion ist an dein‘ Lippen zerschellt
Du bist der Abspann vom Film und ich sitze noch da
Du bist besser als du glaubst, auch wenn du es nicht magst
Ich weiß alle deine komischen Geschichten sind wahr
Der Tag hat gestimmt es war nur nicht das richtige Jahr
Was du denkst oder fühlst hast du niemals gesagt
Wir liegen auf der Decke und ich rieche dein Haar
Ich bin zuhause wo du bist, egal welches Hotel
Dein dunkler Zauber lenkt die Zeit darum fließt sie so schnell
Und…

Du bist, alles für mich, alles das was mir Angst macht
Meine silberne Kugel, mein Kryptonit und mein Anthrax
Du bist, das was ich vom Schicksal verlangt hab
Die Patrone für mein Kopf in der Kammer der Pumpgun

Meine Finger, erinnern jede Narbe von dir
Deine Augen lassen Dinge ihre Farbe verlier’n
Du lehrst mich die Wunder die die Welt mir verschwieg
Seit der Typ mit den Tafeln von dem Berg runter stieg
Die Bilder auf deiner Haut sind die Karte zu dir
Auch wenn dein Bus nie kommen wird, ich warte noch hier
Melancholie ist die Lederjacke meines Vereins
Ich trag sie weil das Leder meine Zeilen beweist
Du bist das Logo meines Clubs, die Hymne der Guten
Die traurige, rauchige Stimme der Jugend
Der Sound der Nacht, Stille und Gebell von ei’m Hund
Besser Rebell ohne Grund, als Rebell ohne Mund!
Und…

Du bist, alles für mich, alles das was mir Angst macht
Meine silberne Kugel, mein Kryptonit und mein Anthrax
Du bist, das was ich vom Schicksal verlangt hab
Die Patrone für mein Kopf in der Kammer der Pumpgun

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Das erste Date im neuen Jahr 2017

Halli hallo hallöle.

Heute steht das erste Date 2017 an. Eigentlich für 13 Uhr. Sie hat frei. Und ich auch. Daher geht das so früh schon. Mein erstes Date diesen Jahres und dann auch noch mein erstes Date während der Woche zu einer so frühen Stunde. Premiere in der Premiere. Wahnsinn. Fulminant.
Dabei bin ich eigentlich noch so müde.

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Wenn der Artikel online geht ist es 17:30 Uhr. Wie immer. Aber das Date wird bis dahin möglicherweise schon aus sein. Oder gar nicht erst stattgefunden haben. Weiß man ja nie. Sieht diesmal jedoch gar nicht danach aus. Denn…?

Denn… das Date hätte schon gestern Abend stattfinden sollen. Da es mir aber nicht so gut geht zur Zeit, haben wir es um einen Tag verschoben. Eigentlich wollte ich es partout nicht verschieben, denn das sieht immer so aus als wäre es eine Ausrede und als hätte man kein Interesse an der anderen Person. Das ist was für die Frauen. Die machen das so. Öfter als einem Mann lieb sein kann. Da stehe ich gar nicht drauf. Lieber tauche ich mit dem Kopf unter dem Arm zum Date auf als gar nicht. Was soll das denn.

Also hab ich das geschickt versucht einzufädeln. Ich hab ihr geschrieben, ob wir uns irgendwo gemütlich treffen könnten. Irgendwo, wo es warm ist und nicht laut. Alternativ bei mir zu einem frisch gebrühten Chai Latte. Ich mache echt guten Chai Latte. Wer den schon mal von mir bekommen hat, weiß das. 🙂 Frisch gemörserte Gewürze. Frischer Bio-Schwarztee. Etwas Milch. Dieser Duft… lecker… Das erinnert mich an Weihnachten.

Aber gut, nicht jede Frau kommt zum ersten Date direkt in die Wohnung eines Mannes. Nicht jede. Sie antwortete und war online. Ich schrieb ihr, dass ich sie kurz anrufe. Und oh Wunder! Sie hob ab!!! Sie hob ab!!! Wahnsinn. Sie hob ab!!! Einfach so. Eine Frau, die ans Telefon geht. Ich bin fast empört. Die traut sich aber was. So eine Draufgängerin! Okay gut, also ich hab mich jedenfalls gefreut darüber, dass wir ein paar Minuten telefoniert haben. Und sie gab mir zu verstehen, dass das völlig okay sei und wir das Date auf morgen verschieben. Und sie sehe meine gute Absicht dahinter, dass ich das Date nicht verschieben wollte. Und sie freue sich auf morgen. Na geht doch.

Zwischen drinnen musste ich einmal laut lachen. Ich fragte sie: „Sag mal, in welchem Stadtteil wohnst Du?“

Woraufhin sie fast verstört antwortete: „Warum willst Du das wissen???!!!“

Ich fragte nochmal nach, was denn so schlimm daran sei, wenn ich wüsste in welchem Stadtteil sie wohne.

Daraufhin lachte sie laut los: „Achso. Ich hab verstanden in welchem Stockwerk ich wohne?! Ich hab mich schon gewundert warum Du das wissen willst!“

„Na, ich wollte schon mal eine Drehleiter bei der Feuerwehr organisieren und bei Dir über die Balkontür einsteigen, deshalb fragte ich Dich das!“, erklärte ich sachlich und bestimmt meine Nachfrage. 😉

Wir kicherten und scherzten noch ein wenig herum und verabschiedeten uns freudig.

Na dann schauen wir mal, ob das Date zustande kommt bzw. kam und was daraus wurde. Sie ist – so wie ich das einschätze – ein sehr natürliches Mädchen. Eher lieb als böse. Irre, wenn ich Menschen fast nur noch so elementar unterscheiden kann. Gut oder böse. Wie tief ist die Welt gesunken? Oder bin ich so tief gesunken? Hm. Das wäre mal eine nachdenkenswerte ruhige Minute wert…

Wie auch immer, sei es drum. Wenn tiefergehende Charaktereigenschaften keine Rolle mehr zu spielen scheinen, ist das jedenfalls bedenklich. Entweder hab ich ein falsches Weltbild oder das Bild der Welt ist kein gutes. Als wir uns letzte Woche in einer Bar kennen gelernt haben, war sie jedenfalls zwischenmenschlich einfach lieb. Das hat in mir die Lust geweckt sie kennen zu lernen.

So einfach ist das. Ich habe keine hohen Ansprüche. Ein bisschen lieb sein reicht für mich schon. Unglaublich eigentlich, dass das umgekehrt für die meisten Frauen so schwer zu sein scheint… lieb zu sein.

Gestern morgen habe ich einen Spruch gelesen, der passt hier ganz gut:
„Menschen soll man lieben und Gegenstände benutzen. In der heutigen Welt ist es leider anders herum. Gegenstände werden geliebt und Menschen nur noch benutzt.“

Mal sehen ob sie anders ist. Die Chancen stehen jedenfalls gut. Wie vor jedem Date. Sie stehen immer gut. Immer gleich gut. Oder gleich schlecht. Eine Frage des Betrachtungswinkels. Ich sehe das Gute darin, deswegen stehen die Chancen gut, zum ersten Date des Jahres 2017.

Zitate – Muhammad Ali

Heute möchte ich ein kleines Zitat von meinem Lieblingssportler bringen. Für mich ist er nicht nur Lieblingssportler, für mich ist er eine der größten Persönlichkeiten der Menschheitsgeschichte. Für mich sogar die größte Persönlichkeit. Sicher nicht nur für mich. Für die meisten Menschen ist er als Boxer bekannt. Das war aber nur der kleinste Teil seines Wirkens. Er hat sich aufgeopfert, eingesetzt für andere und sein Herz stets am rechten Fleck gehabt. Er hat mich inspiriert in meiner Jugend. Er war und ist ein Vorbild.

Ich kenne seine Kämpfe, ich kenne seine Bücher, ich kenne seine Reden.

Einmal sagte er…

„Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter. Irgendwann wirst du Recht behalten.“

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Muhammad Ali
(* 17. Januar 1942 in Louisville, Kentucky, als Cassius Marcellus Clay Jr., † 3. Juni 2016 in Scottsdale, Arizona)

Zitat – Eckhart Tolle

Heute mal ein Zitat von einem Mann, der mich unglaublich inspiriert hat und auf mich und mein Leben mehr Einfluss hatte, als alle anderen Menschen bisher. Und das, obwohl ich ihn nicht persönlich kenne. Nicht einmal seine Bücher habe ich gelesen. Ich habe ihm aber zugehört. Sehr gut zugehört. Seinen Hörbüchern.
Auch sein Einfluss auf mein Pickup und mein Projekt ist riesig.

Ich kann jedem Menschen von Herzen nur empfehlen sich mit den Werken dieses Mannes zu beschäftigen.

Eckhart Tolle (* 16. Februar 1948 in Lünen):

„Zeit ist überhaupt nicht kostbar, denn sie ist eine Illusion. Was dir so kostbar erscheint, ist nicht die Zeit, sondern der einzige Punkt, der außerhalb der Zeit liegt: Das Jetzt. Das allerdings ist kostbar. Je mehr du dich auf die Zeit konzentrierst, auf Vergangenheit und Zukunft, desto mehr verpasst du das Jetzt, das Kostbarste, was es gibt.“

2016-11-08

 

Zitat – unbekannt

Das zweite Zitat im Blog, diesmal ohne den ursprünglichen Autor zu kennen. Vor längerem habe ich so einen ähnlichen Satz einmal gelesen. Und ich fand ihn toll.

Außerdem hat ein Kollege den an seine Bürotüre gehängt. Das fand ich cool. Wenngleich dieser Kollege einer der faulsten und wenigst qualifiziertesten ist, die ich in meinem Berufsleben je erlebt habe. Das ist schon ein Hohn.

Macht aber das Zitat an sich nicht weniger wertvoll. 😉

„Manche finden Gründe, andere finden Wege.“

20161005

Zitat – Dr. Seuss

Es wird Zeit für eine neue Rubrik. Öfter mal was Neues.
Hier werde ich das, wann immer mir etwas inspirierendes, tiefgründiges, lustiges oder einfach nur mitteilenswertes zwischen die Finger kommt, wiedergeben, was aus meiner Sicht wert ist, wiedergegeben zu werden.
Durchaus auch mal solche Schachtelsätze. 😉

Und eröffnen werde ich heute mit einem Zitat, das für meinen Weg nicht treffender sein könnte:

„Sei wer Du bist und sag, was Du fühlst. Denn die, die das stört, zählen nicht und die, die zählen, stört es nicht.“

Theodor Seuss Geisel („Dr.Seuss“), berühmter amerikanischer Kinderbuch-Autor
* 1904, + 1991

2016-09-29