Der stille Weg zurück

Der stille Weg zurück. Es ist ein Weg, der sich nach seinen ganz eigenen Gesetzen bahnt. Und zum Ziel hat, mich wieder zu mir zurück zu führen. Zurück, nur wohin zurück?

Zurück an den Ausgangspunkt der Misere! Und der Ausgangspunkt war im Prinzip die Club-Nacht des Kennenlernens der Frau aus meiner letzten Beziehung, vor ca. 2 Jahren. Da möchte ich wieder hin kommen, am Liebsten allerdings ohne die sich anschließende Schmach des weiteren gemeinsamen Lebensweges. Wenn ich die Zeit also zurückdrehen könnte, würde ich zurück springen wollen an den selben Tag… allerdings den selben Abend stattdessen in einem anderen Club verbringen. Ich betrachte die Beziehung als eine Schmach, trotz der Zeit voller toller Erlebnisse und Erfahrungen.

Warum?

Einfach weil das dicke Ende am Schluss kam. Insgesamt bringt mich die Zeit natürlich nach vorne, aber muss man wirklich jede Erfahrung im Leben machen? Muss man wirklich Bunjee Jumpen gehen, nur um „das eben auch mal gemacht zu haben“? Nein! Kein Mensch kann alles im Leben gemacht haben, was möglich ist. Man kann es sich natürlich schön reden und sich selbst suggerieren, dass es „doch als Erfahrung“ diene. Aber so sehe ich die Beziehung nicht. Kristallisiert sich für mich immer mehr heraus. Es hätte potenziell auf dieser Welt viele millionen ehrlichere Frauen gegeben. Frauen mit Charakter und Anstand. Frauen, die glücklich und froh gewesen wären, dass sie mich – so wie ich bin – „bekommen“ hätten. So eine Frau hätte es im besten Fall aus meiner Sicht werden „sollen“. Wurde es aber leider nicht.

Und nur weil es viele schöne Erlebnisse und auch viele schöne Momente in der Beziehung gab, heißt das nicht, dass das gesamte Erlebnis mit dieser Frau lebenswert war. Das war es nicht. Der Schmerz am Ende hat alles aufgewogen. Ich würde alles gerne eintauschen und zurück reisen können… Danke, aber auf diese Lebenserfahrung hätte ich gerne verzichtet! Egal wie schön die Zeiten dazwischen auch gewesen sein mögen. Das Problem dabei ist ja: Ich weiß gar nicht, ab wann sie denn nur FÜR MICH schön waren und ab wann sie eben NICHT MEHR für sie schön waren. Es ist ja auch müßig sich darüber Gedanken zu machen. Ich möchte ja bei mir bleiben, in meiner Mitte. Nicht in der Mitte anderer Menschen. Aber weil das eben nicht ergründbar ist, kann ich auch einfach ein Ei drüber hauen.

Jetzt können wir alle aber weder Zeit zurückdrehen noch sonstige Dinge ungeschehen machen. D.h. wir müssen vielmehr lernen mit den Gegebenheiten klar zu kommen, sie zu respektieren, zu akzeptieren und sie auf lange Sicht langsam aus dem eigenen Fokus dahin gleiten zu lassen… um sie… letztlich zu vergessen. Dabei helfen sicherlich neue Erfahrungen und neue Eindrücke. Aber auch die kann kein Mensch auf Knopfdruck generieren. Auch das ist wieder ein Weg für mich, bis ich wieder dahin komme, wo ich Erfahrungen und Eindrücke aktiv generieren kann.

Und so fahre ich derzeit zweigleisig

Einerseits versuche ich derzeit die angesprochenen neuen Erfahrungen und Eindrücke in meinem (neuen) Leben(sabschnitt) zu erschaffen und zu sammeln. Und andererseits versuche ich gleichzeitig zurück an die ebenfalls bereits genannte Ausgangsbasis zurück zu kehren, mental versteht sich.

Wie sah diese damalige Ausgangsbasis vor ca. 2 Jahren denn aus? Wenn wir mal nur das objektiv Beurteilbare betrachten, muss ich resümieren:

  • Ich hatte meine eigene coole große Wohnung in einer echt guten Lage in einer tollen Stadt
  • Die Wohnung ermöglichte es mir jeden Tag nach der Arbeit mich direkt ins „Getümmel“ zu stürzen (z. B. pickuppen zu gehen)
  • Ich hatte einen echt coolen Sportwagen (der allerdings zugegebenermaßen oft nur herum stand)
  • Ich hatte regelmäßig Dates, gegen Ende des Projekts Beziehung Teil 1 eher qualitativ hochwertigere als zu Beginn des Pickuppens
  • Ich hatte einen athletischen Körper, mit dem ich hochzufrieden war

Was ich allerdings viel lieber betrachten möchte, ist die subjektive mentale Situation von damals. Ich habe dazu einige meiner alten Chatverläufe aus dieser Zeit nachgelesen. Und was entdeckte ich da:

  • Ich strotzte nur vor Selbstbewusstsein
  • Ich fand meinen eigenen Lifestyle selbst schlicht und ergreifend mega gut
  • Ich hatte neben den regelmäßigen Dates vor allem auch „festere“… ja… nennen wir es „Bekanntschaften“ („Fr. Tinder“ / „Die Klette“ / und eine andere Dame aus dem Daygame, die allerdings nie einen Namen bekommen hatte)
  • Ich fühlte mich wie ein Rockstar! Und das jeden Tag! Mir gehörte die Welt.

Woher soll ein Mann wissen, welche „die Richtige“ für ihn ist?

Den letzten Aspekt aus der obigen Aufzählung möchte ich präzisieren:
Aufgrund der regelmäßigen Dates war ich auch nicht „einsam“. Ganz im Gegenteil. Teilweise war ich regelrecht froh, wenn sich eine dieser „Kontakte“ auflöste. Das lag daran, dass sie einfach nicht „die Richtigen“ für mich waren. Das war mir damals dabei stets bewusst. Allerdings brachten diese Begegnungen mir gute wertvolle Lebenserfahrungen. Ich steigerte mich nie hinein. Ich sah die Begegnungen mit den verschiedenen Frauen als wertvolle Lehrstunden meines Lebens an. Klingt poetisch, ist aber eigentlich ganz nüchtern gemeint.

Sie halfen ganz unbestreitbar beiden Seiten. Ich hatte damals viel zu geben und steckte sicherlich mit meiner positiven Lebensart an. Dafür bekam ich Lebenseindrücke und Ansichten von einer Reihe völlig unterschiedlicher Frauen zurück. Das half mir zu erkennen, was ich denn eigenlich wirklich möchte und womit ich mich wirklich wohl fühlen würde. Ja was denn eigentlich „die Richtige“ für mich wäre. Ich gebe zu, ein bisschen kostete ich das Ganze auch aus. „Spielte“ mit meinem Leben. Kein russisches Roulette, aber gewiss ein bisschen Poker. Sehr oft traf ich gar kein Blatt. Wenn ich alleine an die vielen Dates ohne Wiedersehen oder an die vielen Dateabsagen denke. Aber hin und wieder hatte ich einen Drilling (einmal sogar nicht nur im übertragenen Sinne!). Viele Rockstar-Momente. Und ganz selten dann auch mal einen Flush. Der Royal Flush allerdings steht noch aus. Der ist noch offen für meine „echte“ Traumfrau.

Wie soll ein durchschnittlicher Mann denn die Erfahrung erlangen, um so eine wesentliche Entscheidung wie wer „die richtige Frau“ im Leben ist, für sich überhaupt treffen zu können? Ohne so und so viele Frauen kennengerlernt und erlebt zu haben? Keine Chance. Vermutlich einer der Hauptgründe, warum viele Männer (und umgekehrt auch Frauen) sich mit maximal „mittelmäßigen“ Beziehungen abfinden. Am Ende verlieren nur beide Seiten. Beide Partner sind nicht glücklich, aber „es hat sich halt so ergeben“. Genau so eine Art von Beziehung wollte ich nie führen müssen. Und tat es auch nicht. Weil ich aktiv wurde und mir meine Beziehung selbst in mein Leben gezogen habe.

Ganz egal, ob sie sich dann im Nachgang als eine (einseitig) verlogene Beziehung herausstellte. Ob ich dabei verarscht wurde und menschlich respektlos behandelt wurde. Darum soll es hier nicht gehen. *Opfermodus wieder aus* Das kann man vorher nie sicher wissen. Man kann immer nur Wahrscheinlichkeiten abwägen. Und das ist das Einzige, womit ich mich noch – in Bezug auf meine vergangene Beziehung – beschäftigen möchte. Analyse der eigenen Fehler, um daraus fürs nächste Mal zu lernen. Man muss ja nicht mit Absicht zwei Mal in die gleiche Pfütze treten. Auch wenn uns dabei noch so liebevoll lächelnd täglich das Murmeltier grüßen mag.

Es geht also zusammenfassend gesagt darum, in die selbe mentale Ausgangsbasis zurück zu finden, die mir Freude in mein Leben brachte. Dazu gehört, das Selbstbewusstsein von damals wieder aufzubauen. Meinen eigenen Lifestyle (neu? oder wieder?) zu finden und danach zu leben. Und diesen dann genau so wie damals tagtäglich selbst zu feiern. Mich selbst zu feiern. Ganz, oder fast ganz, ohne Größenwahn. 😉 Meinen Körper wieder so ästhetisch aufzubauen und zu empfinden wie damals. Derzeit mache ich wieder viel Sport. Krafttraining und Ausdauer. Die meisten meiner Hemden passen mir inzwischen übrigens wieder. Die Superslim Fit Hemden noch nicht, aber die Slim Fit Hemden zumindest schon. 😉 So einfach kann man sich selbst übrigens „neu“ einkleiden. Plötzlich passen wieder viele („alte“) Hosen und Hemden. Es ist wie ein zweiter Frühling.

Und was tue ich aktuell, um „zurück“ zu mir zu finden?

Es ist eine Menge kleiner Dinge. Die Mischung macht es, denke ich.

  • Ich mache fast täglich bewusst Sport
  • Ich war zum ersten Mal im Leben beim Kosmetiker (Augenbrauen zupfen!) – also achte ich doch wieder sehr aufs Äußere
  • Ich gehe – zumindest an den freien Tagen und den letzten Feiertagen – alleine oder mit Bekannten raus, in Bars oder in Clubs
  • Ich führe vor dem Schlafengehen täglich eine Liste (eine Art Tagebuch) und notiere mir dabei mindestens 5 Dinge, die ich im Laufe des Tages gut gemacht habe. Hab ich in einem Video von einem Pickup-Coach gesehen. Vor dem Schlafengehen mache ich das deshalb, weil die Dinge sich so besser ins Unterbewusstsein einprägen. Ziel: Je öfter man sich vergegenwärtigt, dass man viele Dinge echt gut gemacht hat, desto stärker steigt das Selbstbewusstsein. Raus aus der Verlierer- oder Negativmentalität und rein in den positiven Energiefluss!
  • Ich hab mir wieder ein paar neue Klamotten gegönnt. Echt tolle Hemden. Ich trage auch wieder in der Arbeit öfter Hemden und achte generell mehr auf mein Äußeres. Das fiel und fällt auch den Kollegen auf.
  • Ich schaue täglich Videos zur Persönlichkeitsentwicklung. Themen: Selbstbewusstsein stärken, Ex-Partner loslassen, Frauen, Pickup, Lifestyle, Äußeres, Parfüm… total verschiedene wichtige Mosaik-Steine im Leben.
  • Nicht so entscheidend, aber trotzdem der Rede wert: Ich hab mir auf Tipp eines Kollegen eine Hyaluron-Hautcreme gegönnt. 35 Euro für 100ml. Soll Wunder wirken. Er schwört drauf. Ich bin gespannt. Soll wohl der letzte Schrei sein, nicht nur in Hollywood. Mal sehen. Was kostet schon die Welt.
  • usw…

Gerade zum Selbstbewusstsein kann ich sagen, dass es echt wieder am Zurückkehren ist. Vor wenigen Wochen habe ich noch massiv an mir gezweifelt und mir täglich den Kopf darüber zerbrochen, was ich denn in der Beziehung „falsch“ gemacht habe. Ich habe wirklich „Fehler“ entdeckt. Aber in erster Linie habe ich bei den meisten „Fehlern“ nur gemeint, dass es (meine) Fehler sind. Ich habe diese „Fehler“ auch völlig übergewichtet. DAS ist oder war ein wahrer Fehler. Jeder Mensch macht Dinge nicht so gut, andere dafür verdammt gut. Und in der Analyse hatte ich den Fokus fast nur auf meinen „Fehlern“, die aus meiner Sicht zum Scheitern der Beziehung führten, betrachtet.

Dabei habe ich außer Acht gelassen, dass ich mich vollkommen für die Frau, ihre Kinder und die Beziehung als Ganzes aufgeopfert habe. Tagtäglich. Aus tiefstem Herzen. Mit reiner Seele. Und DAS ist kein Fehler gewesen, sondern – davon bin ich 100% überzeugt – war und ist absolut hervorragend von mir. DAS war und ist etwas, worauf vermutlich eine große Zahl von Frauen stolz wäre. So einen Mann zu haben, der sie liebt, der für sie da ist, der 100% hinter ihr steht usw. DAS alleine sind Aspekte, die viele meiner „Fehler“ (aus Sicht der Frau) mehr als ausbügeln müssten. Aber vor allem hat die Frau nie ihren Mund aufgemacht. Und ich hatte deshalb nie die Chance etwas zu ändern. DAS ist nicht mein Fehler gewesen.

Meine rückblickenden Betrachtungen lassen mich inzwischen zunehmend sogar die Erkenntnis erlangen, dass ich… (fast) perfekt war. Das „neue“ Selbstbewusstsein trägt zu diesem „neuen“ Denken sicherlich seinen Teil bei. Deswegen arbeite ich gerade wieder jeden Tag hart an mir. Von nichts kommt nichts. Aber hey! Verdammt nochmal, ich hab mein Zeug echt gut gemacht! Ich hab mich komplett hinter die Familie gestellt, jeden Tag. Bin meinen Verpflichtungen nachgegangen und habe dabei auch die Verpflichtungen meiner Partnerin (mit ihren Kindern) stets im Blick gehabt. DAS ist doch erstmal das aller Wichtigste in einer Beziehung. Oder was?! DAS ist die Basis.

Nur Spaß und Freude zu haben geht auch. Nur Feiern geht auch. Aber das ist doch keine Basis für eine Beziehung? Das ist die Basis für eine Vielzahl One Night Stands. Genau das suchte ich aber NICHT. Und wenn die Basis erst stimmt, sollten doch danach erst für die Frau die kleinen Wehwehchen vielleicht in den Fokus rücken. Und ich finde das alles so lächerlich, also das ganze Ende der Beziehung und der vorausgegangene Betrug, dass ich das fast nicht mehr ernst nehmen kann. Ich bin froh, dass sich meine mentale Betrachtung so massiv gedreht hat. Alles andere wäre ja der Untergang!

Ich bin ein Mann. Und der bleibe ich auch. Ich bin kein Schoßhund. Und ich weiß was ich zu geben habe. Ich weiß wer ich bin. Ich hatte nur manche Aspekte in der Beziehung schleifen lassen. Ich hörte nicht mehr so gut zu und hin, das nehme ich als Verbesserungspunkt mit. Aber hauptsächlich wurde die Frau zu meinem „ein und alles“. Und DAS war sicherlich ein Fehler von mir. Denn sonst würden mir heute noch meine Superslim Fit Hemden passen und ich hätte noch immer den athletischen Körper von damals. Egal ob sie mich betrogen hat oder nicht. Was bleibt… bin ICH. Und ich bin gut. Verdammt gut. Egal was mir jemand einreden will. Punkt. Ich bin der Preis. Kein verbiegen, Prioritäten setzen! Und ich kann bei jeder Interaktion nur für die Frau gegenüber hoffen, dass sie das erkennt. Wäre gut für sie. Das muss die Einstellung sein! Ich bin kein Vampir, der Energie saugt. Ich bin bzw. werde wieder der, der Energie gibt!

2019-04-22

Das Feuer kehrt zurück

Seit ein paar Tagen merke ich, dass es wieder anfängt in mir zu brodeln. Ich spreche kaum Frauen draußen an. Nur mal wenn es sich „ergibt“, beispielsweise weil ich draußen etwas esse und am Nachbartisch eine Frau sitzt. Dabei merke ich besonders, dass ich langsam wieder in den Modus zurückkehre, der mich früher ausgemacht hat. Damals sagte ich: „Ich bin der Preis!“ Und dieses Denken ist vor ein paar Wochen noch nicht da gewesen. Ich ging draußen mit der Einstellung auf Frauen zu: „Hoffentlich findet die Frau mich toll!“ Wie bedürftig. Gar nix! Ich bin der Preis. Basta. Und ob sie cool ist oder nicht, das herauszufinden ist mein Anliegen und meine Mission. Nicht mehr und nicht weniger.

Heute hatte ich dank dem Social Game ein kleines „Date“. Mit einer 8. War nett. Aber wie Ihr ja wisst, „nett“ ist die kleine Schwester von „Arschloch“. Die Dame ist ein paar Jährchen älter als ich und hat ebenfalls… Achtung Achtung… ha ha… eine… Tochter! Tadaaaaaa. Schon wieder eine Frau mit Kind. Hehehehe. Als gäbe es keine Frauen mehr ohne Kinder und ohne Ehering. Wir haben uns gut verstanden. Aber mehr auch nicht. Ich will das Date hier nicht im Detail analysieren, allerdings hab ich recht schnell gemerkt, dass ihr Hauptaugenmerk ihre kleine Tochter ist. Danke. Läuft bei Dir. Dann werd glücklich mit Deiner Tochter. Sei Mama.

Falsches Zeitfenster. Ich suche eine Frau, eine Partnerin. Egal ob mit Kind oder nicht. Aber ich suche eine Partnerin. Das bedingt, dass die Frau auch einen Partner „aktiv“ möchte. Wenn das nicht der Fall ist, heißt es: NEXT! Trotzdem war es schön, mal wieder ein Date gehabt zu haben. Mein erstes, seit meiner letzten Beziehung. Ich gebe mir noch 1 oder 2 Wochen „Verschnauf-“ und „Selbstfindungspause“, danach gebe ich wieder Gas. Das Feuer brodelt langsam immer mehr, wie ich schon sagte. Und diese Situation will ich derzeit erstmal noch laufen lassen. Den Druck im Kessel weiter steigern.

Ich laufe ja wieder draußen herum und die letzten Tage war ich 2 mal in Clubs. Es gab über Ostern einen brutalen Männerüberschuss überall, richtig widerlich. Aber egal. Ich war draußen. Und ich habe gestern beispielsweise im Laufe des Abends mehrmals Frauen angesprochen, obwohl sie mir nicht gefallen haben. Es hatte sich einfach angeboten. Einfach so. Weil mir langweilig war und ich sowieso schon den halben Abend ohne weibliche Interaktion (aber dennoch mit Spaß) verbrachte. Da war keine Bedürftigkeit in mir. Ich hab das Gespräch gesucht, weil ICH es wollte. Weil ich Spaß wollte. Und natürlich auch ein bisschen üben wollte. Leider gab es keine hübschen Frauen. Aber ich kann nur wiederholen, was ich immer schon sagte: Die hässlichen Frauen sind auch nicht „besser“ als die Hübschen. Deswegen bleibe ich bei meiner Devise: Hauptsache hübsch! 😉

Werbeanzeigen

Ein Song für und an meine zukünftige Traumfrau

Auch wenn wir Menschen nach außen meistens hart tun, steckt in fast jedem von uns ein kleiner weicher Kern. Das trifft auch auf Männer zu. Nicht auf alle natürlich, aber auf die meisten. Was ich schon auch glaube ist, dass die meisten auch tatsächlich nur einen kleinen weichen Kern innerhalb ihrer Umschalung in sich tragen. Denn wenn ich mir manchmal so ansehe wie Menschen miteinander umgehen… oft besonders Männer mit ihren Frauen. Respektlos. Gering- anstatt wertschätzend.

Einen weichen Kern zu besitzen bedeutet für mich nicht in erster Linie selbst verletzlich zu sein, sondern viel mehr emotional mitfühlend zu sein. Sozusagen das Herz der Frau zu spüren, es zu einem großen Teil mit meinem eigenen Fühlen zu verschmelzen. Symbiose. Ich glaube außerdem, dass ich einen besonders weichen Kern habe. Und dass es nicht nur ein weicher kleiner Kern ist, sondern ein ziemlich großer. Mit relativ wenigen Schalen drum herum. In Fragen des Alltags – fernab jeder Beziehung – sind da eine ganze Menge Verschalungen drum herum. Resistent gegen Bedrohungen von außen also. Allerdings sieht das in mir ganz anders aus, wenn es um die Liebe zu meiner Partnerin geht.

Und so kommt es auch, dass ich sehr auf romantische und ruhige Musik stehe. Auch deutsche Musik mag ich gerne. So mag ich ein paar Lieder von jemandem sehr, der sicherlich nicht jedermanns Geschmack trifft. Ich spreche von Herbert Grönemeyer.

In den letzten Monaten hörte ich sehr selten Musik. Komisch eigentlich, ist mir gar nicht so aufgefallen. Vor einigen Wochen hatte ich ein paar alte Songs von James Blunt wieder entdeckt, einem weiteren Lieblingssänger. Nur die Songs von James Blunt packe ich im Moment nicht. Das ist mir zu harter Tobak. Solche Lieder kann ich nur hören, wenn ich innerlich vollkommen zufrieden und glücklich bin. Die ziehen sonst richtig runter und das geht im Moment einfach gar nicht.

Deshalb hatte ich die Songs von James Blunt auch erst vor wenigen Wochen zum ersten Mal seit Jahren abends vor dem Einschlafen im Bett liegend und kuschelnd Fr. Schlange gezeigt. Sie weinte beim Hören dieser Songs von ihm und kannte auch nicht alle seine Lieder. Im Nachhinein ist mir auch klar, warum sie weinte. Sie war gedanklich längst nicht mehr bei mir und die Songs lösten Emotionen in ihr aus, die sie in diesem Moment nicht verbergen konnte. Ich dachte, ich hätte sie emotional damit positiv getroffen und ihr wieder eine Facette mehr von mir gezeigt. Songs gezeigt, auf die ich stehe. Sie wieder ein Stück weiter in mein Herz gelassen und vielleicht auch ihr Herz wieder ein Stückchen berührt. Gefehlt! Alles anders.

Und so blicke ich nach vorne und teile heute meine Gedanken und ein Lied in Richtung meiner nächsten Traumfrau. Meiner dann eigentlichen, wirklichen, ja echten Traumfrau, hoffe ich. Nicht wieder nur eine Zwischenetappe oder Illusion. Bitte nicht wieder eine Fata Morgana. Deswegen ist das Projekt Beziehung Teil 2 eigentlich in Wahrheit gar nicht Teil 2. Eigentlich ist es noch immer Teil 1. Bzw. einfach DAS… Projekt Beziehung.

Ich muss es eigentlich so sehen: Das Projekt Beziehung hat nie wirklich aufgehört zu existieren. Ich hatte nur eine Pause gemacht, weil die Kontrollleuchte im Auto anzeigte, dass ich rechts ran fahren soll. Ohne zu verstehen warum. Das tat ich dann eben. Ich fuhr rechts ran und blieb dort fast 2 Jahre lang am Straßenrand stehen. Bin tagein und tagaus ums Auto herum gelaufen wie ein Verrückter, habe mir über alles Gedanken gemacht und mir den Motorraum angesehen und versucht den Grund für das Aufleuchten der Warnlampe zu finden. Um den Fehler auf meinem Weg zu finden. Eigentlich sogar meinen eigenen Fehler zu finden. Ich fand ihn aber einfach nicht. Das Universum hat die Warnleuchte angeschaltet. Gut gemeint. Von Anfang an. Danke dafür. Aber ohne mir verstehen zu geben wieso. Die Lampe leuchtete einfach auf und sagte: „Fahr rechts ran.“ Und ich Idiot hab die Leuchte einfach abgeklemmt. Sich um sich selbst kümmern sieht anders aus.

Zeitverschwendung irgendwie, finde ich. Viele sagen mir auch: „Sieh es nicht so. Du hattest doch unglaublich viele schöne Momente mit ihr. Behalte die positiven Dinge in Erinnerung.“ Ja. Mag sein. Aber die derbe Enttäuschung am Ende…? Der Verrat und das Gestoßenwerden ins eiskalte Wasser lösten einen Schock in mir aus. Sich auseinanderzuleben wäre die eine Sache gewesen, akzeptabel. So ist es bestimmt bei vielen Paaren. Aber so war es nicht für mich, jedenfalls fühlte sich das so nicht an. Ganz im Gegenteil. Es standen große geplante Veränderungen bevor bzw. waren schon eingeleitet. Umzug, Auto, Urlaub. Alles. Alles in Richtung immer festerer gemeinsamer Zukunft. Allerdings wie ein ahnungsloses gutmütiges Tier einfach schutzlos zu wilden Raubkatzen ins Gehege gestoßen zu werden, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Eines, das das Prädikat „besonders widerlich“ verdient hat.

Und auch wenn ich trotz intensiver Suche den vermeintlichen Grund für das Aufleuchten der Kontrollampe nicht entdecken konnte… oder wollte… stehe ich mit dem Wagen immer noch rechts am Straßenrand. Was ich aber bemerken musste und bemerkt habe: Es ist drigend ein Ölwechsel nötig! Der läuft gerade. Das wird noch ein paar Wochen dauern vermutlich. Aber dann steige ich wieder ein und fahre los. Richtung Sonne und Leben. Und in Richtung Traumfrau.

Vielleicht nicht so verbissen wie früher, vielleicht aber auch nur nicht mehr so verbissen wie am Anfang früher. Nach 1 Jahr Pickuppen damals war ich nicht mehr verbissen. Es war wirklich nur anfangs. Es war eben alles neu für mich. Frauen ansprechen, einfach so. Einfach überall. Einfach immer. Dass es anfangs eine Verbissenheit gab, habe ich durchs Reflektieren ergründet. Was wohl der Grund war, warum meine Resultate „erst“ im Laufe der Zeit besser und intensiver wurden. Und was letztlich auch Fr. Schlange in mein Leben treten ließ. Ich zog sie aufgrund meiner damaligen extrem autarken Art an. Ich war mit mir im Reinen, happy und zufrieden. Extrem selbstbewusst. Ich war damals längst nicht mehr bedürftig. Das zeigen meine alten Artikel. Die ich mir zwischendurch gerne immer wieder durchlese. Um mich selbst wieder zu entdecken. Alleine dafür hat sich das Niederschreiben meiner Erlebnisse sehr gelohnt.

Und nun… wenn sie mir begegnet… die Frau… die Traumfrau… die ich eigentlich bereits in Teil 1 suchte… also der Teil 1, der gar nicht Teil 1 war, wie sich herausstellte… dann nehme ich sie mit. Und werde zusehen, dass sie jeden Grund von dieser Erde von mir bekommt mich nicht mehr herzugeben!

Und deswegen liebe Traumfrau, geht der Song an Dich! Ich kenne Deinen Namen nicht. Ich weiß nicht wie alt Du bist oder woher Du kommst. Ich weiß nicht, ob Du schon Kinder hast, noch Kinder bekommen kannst oder Dir Kinder wünschst. Ich wünsche mir welche. Das weiß ich, nachdem ich fast 2 Jahre merken durfte, dass mir Kinder sehr liegen und ich schon ein bisschen Papa sein durfte. Und dachte, das wars… ich bin dann eben so ein „Bonuspapa“. Hätte mir gereicht, wirklich. Sollte aber nicht sein. Deswegen ist der Bonuspapa weder mehr ein Papa noch ein Bonus. Aber ich kann Papa.

Keine Ahnung, meine Traumfrau, auf welche Musik Du stehst. Keine Ahnung welchen Charakter Du hast. Ob Du meine Eigenheiten, Ecken und Kanten nicht nur akzeptieren sondern sogar schätzen kannst. Aber eines weiß ich… ich hoffe, dass Du so ein Herzmensch bist wie ich! Dann mache ich Dich zur glücklichsten Frau der Welt. Ich kann nicht nur Papa. Ich kann auch Mann.

Und deshalb dieses Lied für Dich. Lass Dich finden und wir fahren gemeinsam Richtung Sonne ins Leben. Der Ölwechsel ist erledigt. Es kann los gehen.

Lasst die Zeilen einfach wirken! Hört Euch den Song an. Komplett. Versucht dabei zu sein, mittendrinnen! Da steckt so viel Hoffnung und Zuversicht drinnen! Oder wie Xavier Naidoo schon sang: „Volle Kraft voraus!“

Und ich empfehle den Song auf 2 Arten zu hören: Erst in seiner originalen Version und danach bitte unbedingt in dieser bestimmten Live Version und da finde ich besonders das Ende einfach herausragend. Wie Herbert Grönemeyer da ab geht, das ist genau das, wie es in mir aussieht, wenn ich an sie denke… an meine zukünftige Traumfrau! Das bin ich!

PS: Den Songtext gibts unter den Videos, so könnt ihr mitlesen…

 

 

Demo (Letzter Tag)

Weiß man, wie oft ein Herz brechen kann?
Wie viel Sinne hat der Wahn?
Lohnen sich Gefühle?

Wie viele Tränen passen in einen Kanal?
Leben wir noch mal?
Warum wacht man auf?
Was heilt die Zeit?

Ich bin dein 7. Sinn,
Dein doppelter Boden,
Dein zweites Gesicht.
Du bist eine kluge Prognose,
das Prinzip Hoffnung,
ein Leuchtstreifen aus der Nacht.
Irgendwann find und lieb ich dich …

Ich bin eine deiner Farben,
kannst mich wählen, kannst sie tragen,
Kannst sie bleichen.
Verrat dir alle Geheimzahlen,
Werd dir die kühnsten Träume ausmalen,
Werd dir erklären, wovon ich nichts versteh.

Ich bin dein 7. Sinn,
Dein doppelter Boden,
Dein zweites Gesicht.
Du bist eine sichere Prognose,
das Prinzip Hoffnung,
ein Leuchtstreifen aus der Nacht.
Irgendwann find und lieb ich dich …

Das Leben fließt rot in unseren Venen,
Ich servier dir’s auf einem goldenen Tablett.
Du holst mich aus dem grauen Tal der Tränen,
Lässt alle Wunder auf einmal geschehen,
Dass mir Hören und Sehen vergeht.

Ich bin dein 7. Sinn,
Dein doppelter Boden,
Dein zweites Gesicht.
Eine Lieblingsfarbe,
Dein sportlichster Wagen,
Dein tiefster Tauchgang,
Dein Segelflug.

Du bist eine gute Prognose,
Das Prinzip Hoffnung,
Ein Leuchtstreifen aus der Nacht.
Ich find dich und lieb dich mehr als mich.
Ich lieb dich mehr als mich.
Irgendwann find ich dich.
Ich find dich oder nicht.
Ich lieb dich mehr als mich und ich finde dich.
Ich find dich oder nicht.

Das Können von Christoph Waltz

Zur Zeit habe ich es mit der Musik. Zuletzt mit „Du Bist“ von Prinz Pi. Es war in die Vergangenheit gerichtet, beleuchtete (m)eine vergangene Frau aus meiner erst nachträglich erlangten Sicht. Aus einer für mich wohl erst nachträglich erlangbaren Sicht. Denn wie ich immer mehr für mich feststelle, ist dies eine (Ein-)Sicht, die ich tatsächlich erst nachträglich erhalten konnte. Ein perfektes Schauspiel ist nicht zu durchschauen.

Einer meiner Lieblingsschauspieler ist Christoph Waltz, seine Interpretation beispielsweise der Rolle in Django ist so genial einzigartig, dass beim Ansehen dieses Films in mir gar nicht der Gedanke aufkommen kann, dass es sich lediglich um eine gespielte Rolle von ihm handeln würde. Er verkörpert auf eine so perfekte Weise das Schauspiel, lässt die Grenzen zwischen Spiel und Realität verschwimmen. Selbst – meiner Meinung nach – als bewusster Zuschauer seiner Filme gelingt es ihm, durch seine Einzigartigkeit der Darstellung seiner Rollen wieder und wieder zu faszinieren. So sehr, dass ich ihm beim Beispiel Django tatsächlich abnehme, dass hier ein echter Kopfgeldjäger vor mir steht, spricht und tut.

Tatsächlich…? Ist es nur eine künstlerisch perfekt erschaffene Illusion! Christoph Waltz hat in seinem ganzen Leben vermutlich noch nie einem Menschen ein Haar gekrümmt. Während des Films kommt es mir jedoch vor, als wäre er der perfekte und intelligente Kopfgeldjäger. Damit gelingt ihm, was nur wenigen wirklich guten Schauspielern gelingt, nämlich die perfekte Illusion zu erschaffen.

Als Kinobesucher oder auch als Zuschauer auf meiner Couch ist mir klar, dass es sich nur um einen Film handelt. Das weiß ich vorher, bevor der Film beginnt. Dass ich es vor mir mit Schauspielern zu tun habe. Dass Christoph Waltz nur eine Rolle ausfüllt. So war das aber aus meiner Sicht nicht in meiner vergangenen Beziehung. Die Frau mag die Einzigartigkeit und das großartige Talent einer Meister-Schauspielerin in sich tragen. Das sind ganz gefährliche Waffen im Umgang mit sensiblen Menschen. Einem wie mir. Christoph Waltz mag ein Schauspieler sein, er tut dies aus Berufung und sicherlich auch um Menschen zu unterhalten. Von Berufung kann ich an der Stelle bei Fr. Schlange auch sprechen.

Es gehören allerdings immer 2 Menschen zu einem Duett. Die Frage ist immer noch aktuell, wie aus mir ein Protagonist in einem Film werden konnte. Denkfalle. Wie ist das gemeint? Nun, wenn wir uns einen Film von Christoph Waltz herauspicken, wirkt alles perfekt. Er und die Nebendarsteller spielen alle die ihnen zugewiesenen Rollen. Als Zuschauer gewinnen wir dabei nicht den Eindruck, dass sich die vielen handelnden Akteure im Film Gedanken darüber machen, welche Rolle sie spielen oder ob sie nur (Neben-)Darsteller sind. Alle tun einfach. Jeder erfüllt seine Aufgaben und füllt seine Rolle aus. So wird ein Meisterwerk daraus.

In meiner Realität stellt sich das Erlebte für mich hingegen anders dar. Zunächst fühlte sich alles vollkommen real und köstlich an. Wir nennen das Liebe. Dadurch werden wir blind. Jedenfalls wir Herzmenschen. Und dann… wurde offenbar aus der Realität, die sich Beziehung nannte, eine Fiktion. Eine Illusion. Ein Film. Ein Film in dem ich zu einem Nebendarsteller wurde. Ohne zu merken, dass die Hauptdarstellerin im Hintergrund auch die Fäden als Regisserin zieht. Und das Drehbuch heimlich umschrieb.

Ein Film, der nie mit einem Happy End abschließen sollte, da es dort oben auf der Bühne keine Traurigkeit und keinerlei Drama gab. Ohne Trauer ist kein Happy End nötig. Es konnte also kein Drama sein. Es war eher ein Familien-Abenteuerfilm. Einer, der einfach schön war wie er war. Zeichnen mit Bleistift ohne Radiergummi. Weich und sanft. Bis am Ende das Tintenfass darüber ausgeschüttet wurde.

In jeder Lebenserfahrung stecken verborgene Potenziale. Richtig betrachtet, bringen sie uns nach vorne, diese Erfahrungen. Zuviel Analyse ist aber auch nicht gut, sagt Lotusblume. Sagt übrigens nicht nur Lotusblume. Ich merke, dass mir das schwer fällt… die Situation verständnislos loszulassen. Gerade nicht zu versuchen zu verstehen. Da ich glaube, dass das Verstehen auch einen großen Beitrag für meine positive Zukunft mitsich bringt. Richtig angepackt jedenfalls.

Ein Pickup-Coach sagte in einem seiner Videos letztens: „Wenn sie Schluss mit Dir gemacht hat, dann halt in diesem Moment einfach die Klappe. Hör genau zu was sie nun sagt. Hör einfach zu und halt Deinen Mund. Das was sie da jetzt sagt ist bares Gold für Dich wert! Für Deine nächste Beziehung…!“

Und unter dem Aspekt betrachte ich auch alles. Ich analysiere nur, um mich selbst zu verstehen und vorallem um in Zukunft sofort erkennen zu können, dass ich erneut zu einem Nebendarsteller in einem der Filme von Christoph Waltz gemacht werden soll. So ist Hollywood nun einmal. Falls es jemals wieder so weit kommen würde. Hätte würde könnte. Meistens kommt ja dann doch wieder alles anders… und von Hollywood habe ich absolut genug. Mir reicht auch das einfachste Landleben. Hoffentlich…

Greenhornyme schrieb mir letztens, dass ich in dieser Frau meine „Meisterin“ gefunden hätte. Ganz ehrlich, selbst Christoph Waltz hätte in dieser Frau seine Meister-Schauspielerin gefunden. Und das ohne zu merken, dass sie zugleich auch die Regisserin des Films ist… und die Drehbuchautorin…

2019-04-16

… es wäre nicht ich, wenn nicht nach jedem Rückblick auch immer der Blick nach vorne folgen würde… Und deswegen stelle ich im nächsten Artikel ein Lied für und an meine zukünftige Traumfrau vor. Einen der für mich schönsten Songs der Welt. Ein deutsches Lied…

Zwischen Aufarbeitung und Vorwärtsblick

Derzeit befinde ich mich ziemlich genau in der Mitte zwischen Aufarbeitung und Vorwärtsblick. Aufarbeitung dabei nicht rückwärtsgewandt, sondern selbst diese bereits vorwärtsgerichtet.

Ich merke, wie ich DEN totalen Knockout inzwischen weggesteckt habe. Ich brauchte ein paar Tage zum Realisieren, in dieser Zeit taumelte ich. Dann fiel ich. Dort blieb ich ein paar Tage liegen. Es kam nur kein Ringrichter. Niemand zählte mich an. Ich lag einfach da. In den folgenden Tage startete ich mehrere Aufstehversuche. Ich konnte mich immer wieder aufrichten, jedoch nicht auf den Beinen halten, die Nachwirkung des Knockouts sollte mich immer wieder einholen und erneut fallen lassen. Inzwischen stehe ich. Bislang ohne Rückfall. Auch das bin ich, inzwischen. Dank Teil 1 des Projekts Beziehung. Es hatte aus mir einen Mann gemacht.

Auch dank der lieben, gut gemeinten und aufrichtigen Kommentare zweier meiner Follower, reflektiere ich derzeit mein eigenes Verhalten in der Beziehung. Danke an Euch beide! Reflektieren tue ich fast gar nicht mehr aus der Perspektive „was hätte ich besser machen können oder müssen… damit ich die Frau und die Beziehung zu ihr hätte halten können?“ Das wäre rückwärtsgewandt. Negativ perspektivisch. Sondern ich bin inzwischen in der Perspektive „was habe ich getan, was ich selbst gar nicht bewusst wollte… und was möchte ich beim nächsten mal definitiv anders machen, um die beste Version aller Zeiten von mir selbst zu werden, zu sein und zu bleiben?“.

Ich bin zwar ein enormer Herzmensch. Aber auch ein Kopfmensch. Mein Kopf funktionierte immer schon weit über die Maßen hinaus hervorragend, eine echte Stärke. Deshalb spürte ich irgendwann auch, dass ich an meinem Herz-Dasein arbeiten möchte. Das war der Anstoß zum Projekt Beziehung (Teil 1). Es gelang mir. Wie ihr wisst, aufgrund fortwährend täglicher harter Arbeit an meiner Persönlichkeit. Ich änderte meinen Charakter, Stück für Stück. Das ist möglich. Mir muss niemand sagen, dass das nicht geht. Es geht! Und zwar sowas von! Die Frage ist nur, ob man dies dann konsequent für den Rest des Lebens beibehält oder wieder ins Unbewusste zurück fällt.

Ich hatte mich nie verstellt, vor meiner gerade zerstörten Beziehung. Ich war einfach so geworden wie ich war. Gut drauf, offen auf Menschen zugehend, wurde beliebt. Weil ich diese Geber-Mentalität ausstrahlte, die die Menschen so sehr an anderen Menschen lieben. Wenn ich auf mich selbst rückblicke, erkenne ich mich damals als einen Positiv-Energielieferanten. Ich hatte täglich Spaß, nahm alles mit Humor. Natürlich wirkte es irgendwann mal zwischendurch auch ein wenig unreal, denn das Leben ist nicht nur super lila laune mäßig. Aber die Hormone suggerierten mir das.

Spaß auf der einen Seite, bestehende Sehnsüchte auf der anderen

Und die Hormone bestimmten die aktuelle Verfassung. Es wurde zu einem Selbstläufer. So vergingen die Tage. Gefüllt mit Spaß und Freude im Leben. Mit vielen Menschen, neue Bekannte, auch viele männliche neue Bekannte. Rational betrachtet entwickelte ich meine Persönlichkeit hin zu einem besseren Selbst. Nur DIE Partnerin fehlte noch. Klar hätte ich noch ein paar Jahre Pickuppen können. Weiter schön Spaß haben. Kuriose, aberwitzige Dinge erleben usw. In mir steckte jedoch – wie heute wieder – die tiefe Sehnsucht nach meiner seelenverwandten Partnerin, sie zu finden!

Die Frage ist daher für mich, was ich aus der vergangenen gescheiterten Beziehung mitnehmen kann! Nicht von Fr. Schlange, sie ist so weit weg von mir wie der Mars von der Erde. Sondern aus den Erkenntnissen meines Ichs. Was habe ICH getan, und zwar unabhängig davon, ob SIE darauf reagierte und DESWEGEN irgendwann anfing mich zu betrügen und zu hintergehen, anzulügen und ein großes Stück weit auszunutzen. Nein, das ist nicht der Punkt. Die Frage ist: Was habe ICH getan, was ICH gar nicht hätte tun wollen, wenn ich in den Momenten meines Lebens BEWUSST gelebt und achtsamer gewesen wäre.

Nach hinten können wir nichts verändern! Aber nach vorne!

Ich bin so schonungslos offen im Umgang mit mir selbst, wie ich es auch von anderen Menschen einfordere. In meinem Umfeld weise ich andere Menschen gerne auf Verbesserungspotenziale hin. Das Recht nehme ich mir deshalb heraus, weil ich gleichzeitig mir selbst gegenüber mein größer Kritiker bin. Und ich jeden Rat und jede Kritik annehme, wenn ich darin erkenne, dass sie aufrichtig gemeint ist oder mir helfen kann. Zumindest sollten wir alle darüber nachdenken, ablehnen geht später immer noch.

Ich lamentiere nicht mehr herum und trauere, weil ich mich hier oder da „falsch“ verhalten habe gegenüber Fr. Schlange. Egal wie ich wann und wo gehandelt habe, ich tat alles aus einem reinen Herzen heraus und immer in zutiefst absolut positiver Intention. Selbst wenn ich nicht mehr der totale Positiv-Energielieferant war. Vermutlich sogar stellenweise das Gegenteil. Ich saugte bestimmt Energie ab, von ihr oder mittelbar auch von ihrem Umfeld. Sie wurde über die letzten Monate selbst immer weniger gut gelaunt, allerdings für mich alles in einem ganz normalen Maße. Es fühlte sich für mich eher „nach dem echten Leben an“. Ankommen in der Wirklichkeit. Weniger feiern und trallalala. Einfach das normale Leben. Aber normal ist vielen eben nicht gut genug.

Was ist schon normal?

Normal ist für mich Geborgenheit und Stabilität, beispielsweise. Werte zählen nicht für alle Menschen gleichermaßen. Für manche Menschen ist normal vielleicht auch, rum zu springen wie ein aufgeschrecktes Huhn. Von Kiste zu Kiste zu hüpfen, immer auf der Jagd nach Bestätigung und Anerkennung. In Wahrheit sind das aus meiner Sicht ganz starke negative Komplexe mit ganz bestimmten Ursachen. Die es dringend zu ergründen  bedüfte. Wozu ich bedingungslos bereits gewesen wäre. Aber das ist nicht mehr mein Problem.

Es geht nicht darum. Denn ich habe in der Aufarbeitung meiner jüngsten Lebensgeschichte erkannt, dass immer 2 Personen zu einer Beziehung gehören. Und beispielsweise schätzte meine Followerin Greenhory in einem ihrer Kommentare auf meinen Artikel „Wieso ist da ein Loch?“ ein, dass es sich zwischen Fr. Schlange und mir um eine toxische Beziehung gehandelt haben müsse. Wenn ich ihre beiden Kommentare korrekt verstanden habe, dann sei ich mehr Opfer innerhalb der Beziehung gewesen. Sie schrieb: „Du wurdest benutzt, benutzt dazu, ihre Grossartigkeit zu bestätigen.“

Dieser Hinweis von Dir hat mich inspiriert. Danke! Und das jedenfalls ist mit Sicherheit richtig. Ich kann sicher sagen, dass ich ihre Großartigkeit zu jeder Zeit bestätigt habe. Ab dem ersten Tag. Ich fand sie schließlich auch großartig. Ich tat allerdings eben nie etwas, um mich umgekehrt mit ihr großartig zu fühlen. Ich nahm ihr nichts. Ich gab immer. Diese Geber-Mentalität – da ist sie wieder. Ganz objektiv betrachtet kann das aber umgekehrt nicht gegolten haben, jedenfalls ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr. Kein normal tickender Mensch verlässt seinen Partner, wenn er mit ihm glücklich ist. D.h., dass sie nicht (mehr) glücklich war. Seitensprünge kommen in vielen Beziehungen vor, meistens erfährt der Partner davon auch nie etwas. Und so gesehen ist es dann für beide „nicht schlimm“, je nach moralischer Veranlagung des Fremdgehers eben. Aber seinen Partner zu verlassen, ist schon eine andere Hausnummer.

Natürlich bestätigte sie auch meine Großartigkeit über fast die gesamte Zeit. Sie hob mein Selbstwertgefühl auf ein ganz neues Level. Hollywood-reif inszeniert, muss ich im Nachgang erkennen. Sie hat das Talent für Titanic Teil 2. Wenn Leonardo DiCaprio in Teil 1 überlebt hätte, dann würden sie ihn nach einer erneuten herzzerreißenden Romanze in Teil 2 definitiv absichtlich unter Wasser drücken. So ist das doch eigentlich mit mir gewesen, oder?

Ziemlich sicher aber auch aufgrund ihres zusätzlichen Schubs bezüglich meines Selbstwertgefühls fällt es mir nach fast 2 Jahren Pickup-Pause so leicht, alle Frauen anzusprechen. Besonders die heißen Frauen. Ich merke richtig, wie in mir ein Feuer brodelt mir die Körbe ganz besonders von den optischen Leckerbissen abzuholen. Umgekehrt wird mir – etwas übertrieben gesagt – fast übel beim Gedanken, wenn ich eine optische Durschnittsfrau ansprechen müsste. Eine 5 geht heute gar nicht mehr. Ich schaffe das nicht mal um wieder zu üben. Ich schaffe das mental nicht mehr. Ich hatte vorher eine optische und noch viel mehr charismatische Sahne-Frau. Eine, nach der sich jeder Mann umdreht, wenn sie in den Raum kommt. Nicht so sehr alleine wegen der Optik. Aber das Charisma war schon… stark. Erfolge schaffen eben Ansprüche. Deswegen kann ich mich derzeit unmöglich mit dem Durchschnitt zufrieden geben, so meine derzeitige Gefühlswelt.

Sorry, aber notwendigerweise Off-Topic

Auch wenn es jetzt etwas Off-Topic wird, aber dazu fällt mir noch was ein. Mein Motto war ja damals – wie heute – „Hauptsache hübsch!“. Das hatte ich damals ja meiner Mama und jedem gesagt, der mich fragte was für eine Frau ich denn überhaupt suche. Ich hatte das hier auch schon beschrieben. Geld hab ich „genug“. Intelligent genug fühle ich mich auch, jedenfalls schaffte ich es bislang ganz gut meinen Namen fehlerfrei auf Geschäftsbriefe zu kritzeln ohne mich zu verschreiben. Ich kann Haushalt, bügeln, kochen, putzen. Das ganze Programm. Wenn es mir darum gehen würde, dass ich das nicht könnte, würde ich mir 2 mal pro Woche eine Haushaltshilfe holen. Dafür brauche ich keine Frau an meiner Seite. „Hauptsache hübsch“, ist natürlich etwas provokant. In Wahrheit müsste es heißen und heißt es auch: „Sie muss liebevoll und ein Herzmensch sein.“ Das ist meine oberste Prämisse. Aber natürlich gefolgt von einem „dabei aber Hauptsache hübsch!“.

Warum?

Ganz einfach zu erklären, wie wir jetzt erst wieder mit Fr. Schlange sehen. Wenn sie nur durchschnittlich gut ausgesehen hätte (oder womöglich gar hässlich), wäre jetzt vielleicht genauso Schluss gewesen. Schließlich gehen die unterschiedlichsten Beziehungen auseinander. Nicht nur die mit hübschen Frauen! So aber konnte ich mich jeden Tag darüber freuen sie anzusehen. Und der wichtigste Indikator für die Attraktivität einer Frau ist für mich: Wenn ich mich morgens (!!!) umdrehe und der Frau in die Augen sehe, wie ich mich dann fühle? Bei ihr dachte ich mir jeden Tag: Du bist es!

So. Und so blöd das klingt… aber wie wir sehen vergeht gerne mal alles. Die angebliche Liebe (Herz) vergeht. Geld kann gehen. Menschen werden nachlässig. Den Haushalt hatte sie immer perfekt gemacht, wofür ich ihr stets Respekt zollte. Aber all diese Dinge sind es eben nicht, die hängen bleiben. Wer denkt an die toll geputzte Küche zurück? Niemand. Wer an das tolle Essen? Vielleicht manchmal, okay. Aber am Ende bleibt was in mir zurück? Nicht der tolle Haushalt, den ich doch selbst verrichten kann und vor ihr auch verrichtet hatte. Nicht das Geld, das sie im Übrigen auch nicht hatte. Nicht die Kinder, die auch nicht einmal meine waren (und wovon eines mich auch nicht mehr wollte – irrerweise!). Nicht das Herzliche, denn mein Herz hat sie mit Füßen getreten und zerfetzt. Nein, was übrig bleibt ist eine Erkenntnis: Ich hatte eine echt heiße Frau an meiner Seite. Das klingt plump. Ist so aber gar nicht gemeint!

Warum?

Auch hier ganz einfach. Wieviele Männer geben sich mit Durschnittstussen zufrieden? Mangels Alternativen, vor allem aufgrund fehlenden Selbstwertgefühls. Mein Selbstwertgefühl war vor Fr. Schlange schon enorm. Mein Selbstwertgefühl ist – mit ein paar Wochen Abstand nach dem Aus – REIN AUF MICH SELBST BEZOGEN irgendwie sogar größer als vor Fr. Schlange. Weil ich weiß, dass ich aktiv war und mir meine „Traumfrau“ eigenständig in mein Leben zog. DAS ist es, was bleibt. Zu wissen, dass ich „gut genug“ bin für heiße Frauen. Kochen können viele oder auch viele nicht. Intelligent sind – zumindest vergleichweise – viele nicht. Das ist aber alles auch nicht wichtig, aus meiner Sicht. Herzmensch muss sie sein, sonst würde ich gar nicht mit ihr in eine Beziehung gehen können, das ist der kleinste gemeinsame Nenner, aber auch der wichtigste! Ja gut, und dann bleibt da nur noch…? Dass sie Hauptsache hübsch war. Die liebe Fr. Schlange.

Es geht dabei auch wieder gar nicht um Fr. Schlange, sondern um die mentale Einstellung in Richtung der nächsten Frau. Ich kann heiße Frauen haben. Punkt. Viel Arbeit, ja. Zuviel Arbeit? Nein! Das ist es wert, weil es eines der wenigen Dinge ist, die positiv zurück bleiben. „Schönheit vergeht“, klar. Stimmt schon auch. Aber so alt bin ich noch nicht. Da sowieso alles vergeht, selbst das Leben an sich, spielt unter dem Strich alles keine Rolle, ganz genau genommen. Herr van Onnetuschn sagt ja immer: „Am Ende kommen wir alle in dieselbe Holzkiste!“
Recht hat er unter dem Strich damit absolut. Alles ist relativ.

Zurück zum eigentlichen Thema

Die Aufarbeitung. Ich möchte für mich mitnehmen was nur möglich ist aus meiner Erfahrung und mich auf- und nach vorne richten. Ich will wieder zu mir finden. Gestern hatte ich ein gutes Telefonat mit einem alten Freund. Auch ein Spiritueller. Tut gut, solche Gespräche. Er sagte so ungefähr etwas wie: „Das ist wieder typisch von Dir. Kaum ist es aus, machst Du mit dem Pickuppen weiter. Mit dem Kopf durch die Wand!“ und „Komm erstmal zu Dir, finde die Ruhe, fühle in Dich hinein und lasse alle Gefühle zu. Geh in die Beobachterperspektive und komm mit Dir selbst absolut ins Reine, danach kannst Du weitermachen. Das ist sonst auch nicht fair der neuen Frau gegenüber, wenn Du Dich jetzt nur ablenken möchtest.“

Ja. Ich will nur in kein mentales Loch geraten und ich bin ein extremer Kämpfer geworden, durch das Projekt Beziehung Teil 1. Aufgeben kommt nicht mehr in Frage. Weil ich weiß, dass ich mir den Erfolg erarbeitet hatte – damals – und ihn mir auch heute wieder jederzeit erarbeiten kann. Und gerade auch das Erarbeiten-Möchten wieder zurück kehrt.

2019-04-11

Ich gebe zu, dass meine erste Reaktion, sofort wieder alle Frauen anzusprechen, tatsächlich eine Kompentation war. Deshalb hagelte es auch erstmal nur Körbe, vermute ich. 18 nacheinander an einem Tag sind mir vorher noch nie gelungen, so schlecht war ich nie. Aber kein Wunder, in der Verfassung.

Also nehme ich all Eure Hinweise an. Finde jetzt erstmal überwiegend zu mir zurück und den Spaß an Dingen, ganz ohne Frauen. Werde dennoch nebenbei Pickuppen, auch wenn ich weiß, dass keine großen Erfolge mit „ein bisschen Pickuppen“ möglich sind. Üben darf ich ja, so ist es ja nicht. 😉

PS: Am Wochenende hole ich meine restlichen Sachen und Möbel aus unserer (ehemaligen) gemeinsamen Wohnung. Ich sagte ihr, dass sie nicht anwesend sein sollte, damit wir einander nicht mehr sehen müssten. Dann werde ich diese Frau zumindest geplant vermutlich nur noch einmal wieder sehen, nämlich zum gemeinsamen Entsorgen restlicher Teile aus Keller und Speicher. Ich bin froh, wenn wir uns so wenig wie möglich wieder sehen. So sehr ich sie geliebt hatte, so sehr (oder umso mehr!) ist das alles aus meiner Sicht nicht im Ansatz gerechtfertigt, was passiert ist. Ich will damit nichts mehr zu tun haben. Das ist Vergangenheit. Und zwar eine von Lügen, Schauspiel und Betrug geprägte Vergangenheit.
Lebe wohl! Werde glücklich! Mach fortan ohne mich (und dafür mit so viel besseren Menschen) all die tollen Dinge, die Du mit mir niemals tun konntest und nie hättest tun können, weil ich ein so unglaublich schlechter, böser, dreister, spaßbefreiter, dummer, fauler, eiskalter Mensch war, bin, geblieben wäre und weiterhin sowieso für immer sein würde. Und sowieso nie bereit war auch nur auf einen Deiner Wünsche einzugehen. 😉

Aber hey! Die nächste Frau – hoffentlich dann die letzte in meinem Leben – werde ich wieder auf Händen tragen! Vermutlich mehr als je zuvor, wenn auch auf eine etwas andere Art. Ich werde mehr im Moment leben als bislang und mehr bei mir selbst bleiben. Nichts weniger als das hat die Traumfrau 2.0 verdient. Die nächste Frau kann nichts für die Charakterzüge von Fr. Schlange und ihre Art, stets den einfachsten, kürzesten aber auch kurzgedachtesten Weg zu wählen und so in einem Hamsterrad zu laufen. Keine Macht der Vergangenheit! Aber ich werde darauf achten nicht nur fürsorglich zu sein, sondern immer wieder Reize zu setzen in der Beziehung. Ich werde mir mindestens ein gemeinsames Hobby mit ihr suchen, vielleicht klettern. Um selbst nicht wieder einzurosten und mich auch nicht (selbst?) zu betaisieren. Bewusst und achtsam bleiben! Weil ich es mir selbst wert bin! Und dann werde ich sehen, ob die nächste Frau keine Schlange, sondern vielleicht eine echte Königin sein wird. Um das Projekt Beziehung in Teil 2 zum krönenden Abschluss zu bringen! 😉

PPS: Für Kommentare bin ich immer dankbar. Nur keine Zurückhaltung. Wir Menschen lernen aneinander! Danke.

Wild tanzende Frauen haben manchmal einen an der Klatsche

Es war Wochenende, und ich war mal wieder beim Clubgamen. Ja, ich weiß… Asche auf mein Haupt… ich war Clubgamen, obwohl ich doch wissen müsste, dass da nur… diese eine „besondere“ Sorte von Frauen anzutreffen ist.

Ich weiß, ich weiß. Wie mir auch mal mein damaliger Physio sagte: „Sie gehen doch auch nicht in den Penny, um Kavier zu kaufen“.

Gut, stimmt schon. Deswegen werde ich in Zukunft auch öfter auf ganz unterschiedliche Veranstaltungen gehen. Um mehr die „normalen“ Frauen kennenzulernen. Das ist dann zwar fast nur übers Daygamen möglich, aber die Trefferchance auf „die Richtige“ ist dabei sicher höher als beim Clubgamen. Alternativ sollte ich vielleicht öfter ins Bars gehen, anstatt in Clubs. Nur in Bars ist einfach wenig Bewegung. Da kannst Du rein, sprichst eine oder zwei Frauen – möglichst unbemerkt – an, aber dann bist Du eben auch schon „verbrannt“. Von Tisch zu Tisch zu springen, ist nicht möglich. Schwierige Sache. Hm.

Die heißeste oder zumindest auffälligste Frau im Club

Egal. Also am Wochenende war ich mal wieder in einem Club. Und ich ging erstmal eine kleine Runde umher, langsam. Beobachtend. Und dann fiel mir eine echt heiße 7,5 oder 8 auf. Wie sie da mit ihren Freundinnen tanzte. Lasziv. Hm. Drum herum viele Typen. Allerdings stehen die alle nur mit ihren Getränken um die Frauen-Traube und tun…? Nichts! Richtig. So sind sie, die Supertypen. Fast alle gleich. Nach außen hin optisch auf „dicker Macker“ machen, aber in der Realität nur glotzen statt ansprechen und handeln können.

Ich bin anders. Ich sah mich um. Langsame Bewegungen. Möglichst erhaben. Keine hektischen Dinge tun, keine Unruhe ausstrahlen. Die Situation im Club mit der lauten Musik und der Hollywood-Umgebung zwischen all den Gören einfach aufsaugen und wirken lassen. In die Mentalität der Situation eintauchen.

Na gut, dann stellte ich mich in die Nähe von ihr. Vielleicht 2 Meter entfernt. Uns trennte ein Tisch. Nicht zu viel Abstand, auch nicht zu wenig. Unsere Blicke trafen sich zum ersten Mal. Den Augenkontakt nahm ich bewusst an. Und der hielt schon mal erstaunlich lange. Kein kurzer Blick, sondern schon eher dieses typische „Abchecken“. Sie strahlte mich an. Ich grinste zurück. „Guter Start in die Nacht“, dachte ich mir. Ich beobachtete die restliche Szenerie. Drehte mich auch mal um, lief nochmal ein paar Meter in die eine und in die andere Richtung und sah mich nach weiteren Frauen um. Ist ja immer das gleiche Schauspiel: Sehen und gesehen werden. Jedenfalls in der „ehrenwerten Gesellschaft.“ Hier kennt man sich.

Ich kam wieder in ihre Nähe und nahm nochmals Blickkontakt auf. Sie tanzte wie wild. Fast in Extase. Eigentlich irgendwie auch übertrieben. Die auffälligste Person im Laden. Natürlich richten sich dann alle anderen Blicke ebenfalls auf sie. Aber ich spürte da etwas. Also blieb ich in der Situation, lächelte ihr zwischendurch zu und gestikulierte mit ihr. Spätestens an Gegengesten sieht man, ob die Frau interessiert ist. Es entstand eine kleine Körpersprachen-Interaktion. Na gut. Das war das Zeichen zum Starten für mich. Der Startschuss zum Ansprechen.

Plötzlich kam die Bedienung mit der Rechnung an ihren Tisch. Alle zückten ihre Handtaschen und legten zusammen. Ich dachte mir: „Okay, dann lass sie das Finanzielle mal machen, danach aber keine Zeit mit dem Ansprechen verlieren, bevor sie sonst weg ist!“

Und… Action!

Gesagt, getan. Als sie ihre Kohle los war, ging ich an mitten durch die ganzen Typen, zielgerade auf die heiße Frau zu und quatschte sie an. Das hätte ich schließlich nicht zulassen können, dass sie den Laden verlässt, ohne mir wenigstens einen Korb abzuholen.

Sie war ab Sekunde eins total „on“. Lächelte mich an, strahlte. Ich kam ihr sofort auch körperlich sehr nahe. Direkt in die sogenannte intime Zone, also Abstand unter 30 cm. Alpha-Verhalten. Stärke zeigen.

Ich sagte ihr, dass ich sie heiß finde, weil sie im Gegensatz zu den meisten anderen Frauen hier im Laden so eine Freude und Spaß ausstrahle. Kurzer Smalltalk. Ich stellte mich vor, hielt ihre Hand etwas länger als üblich und küsste sie direkt auf die linke und rechte Wange. Etwas, das eher selten passiert. Direkt zum Start zwei Küsschen, weil man sich vorstellt? Das ist wirklich selten. Andererseits hatten mich unsere Blickkontakte und nonverbalen Gesten vorher eindeutig gepushed. Sie war in guter Laune, natürlich auch alkoholisiert. Nachdem ich geklärt hatte, dass sie noch nicht geht, sondern weiter tanzen wollte, hatte ich keine Eile mehr. Sie sagte zu mir: „Wir gehen gleich zum Tanzen in den anderen Bereich, kommst Du mit?“

Bingo. Mega Ding! Was willst Du mehr?! Ich sagte ihr zu, in ein paar Minuten nachzukommen. Sie könne ruhig schon vorgehen. „Nur nicht bedürftig sein“, lautet die Devise.

Seht her, seht her! Wer ist die Schönste im ganzen Land?

Als ich kurze Zeit später in den anderen Bereich wechselte, befand sie sich bereits wieder mit einer ihrer Freundinnen tanzend auf einem leicht erhöhten Podest. Ich dachte mir nur: „Na gut, so eine bist Du also. Tanzen auf dem Boden reicht Dir nicht. Es muss Dich also wirklich jeder hier erhöht sehen und wahrnehmen können!?“

Ich bin von der Seite auf sie zugegangen, hab sie an der Schulter gestreichelt und kurz auf ihre Reaktion gewartet. Sie streckte mir die Hand aus, um mir zu signalisieren, dass ich ebenfalls aufs den Vorsprung steigen sollte. Die Hand nahm ich und stieg hoch. Ich kam ihr nahe, fasste ihr an die Hüften und tanzte relativ eng mit ihr. Das ging vielleicht nur 1 oder 2 Minuten so. Ihre Freundin befand sich neben uns und tanzte ebenfalls.

2019-04-09

„Endlich“ wieder mal ein kleines „Highlight“ beim Clubgamen. Eine Interaktion mit einer doch ganz heißen Frau. Ich spürte aber auch, dass mir das Ergebnis gar nicht so wichtig war. Ich freute mich schlicht über die Interaktion. Irgendwie auch klar, nach den vielen Körben aus dem letzten Daygame. Clubgame war ja noch nie meine ganz ganz große Stärke. Auch wenn ich Fr. Schlange dabei kennen gelernt hatte. Und auch die eine oder andere Dame. Aber meine Stärke ist es eben trotzdem nicht. Ich habe mir damals über die Zeit aber auch da ein ganz passables Game antrainiert.

Und dann? Ja. Haha! Es ist immer irgendwas…

Wir tanzten also Hüfte an Hüfte. Dann nahm ich ihre beiden Hände, um einen anderen Tanzmove zu bringen. Und kurz darauf drehte sie sich zu ihrer Freundin – mit dem Rücken zu mir – und tanzte lasziv mit dieser weiter. Ließ mich kurzerhand links liegen. Hab ich so auch noch nicht erlebt, allerdings habe ich auch noch nicht oft mit „fremden“ Frauen getanzt. Nach so viel Anziehung zu Beginn, im Gespräch und auch noch bis gerade… war ich etwas irritiert. Ich tanzte dann noch kurz neben den beiden weiter und stieg wieder vom Podest. War mir echt egal, ich war nur verwundert.

Anschließend ging ich wieder zu meinem Wingman zurück. Es wurde auch Zeit nach Hause zu gehen. Also drehte ich im Club noch eine Runde und vor Verlassen des Clubs ging ich nochmal zurück zur Fr. „Ich genieße kurz Deine Aufmerksamkeit – aber eigentlich bist Du mir egal“. Ich stieg wieder hoch auf den Vorsprung und sagte zu ihr: „Hey, ich muss leider los. Aber komm jetzt kurz mal mit raus, dann können wir noch 2 Minuten quatschen, bevor ich weg bin.“

Sie antwortete mir: „Nein nein, ich bleib hier.“ Damit hatte ich gerechnet, ohne es allerdings im Gesamtkontext nachvollziehen zu können. Also sagte ich: „Okay, dann machs gut. Bis irgendwann mal.“ Sie lächelte und sagte zuerst „schön Dich kennen gelernt zu haben“, gefolgt von einem verschmitzten „… hey… und behalte mich in guter Erinnerung! Wir sehen uns bestimmt mal wieder hier!“ Wir gaben uns zum Abschied wieder zwei Küsschen auf die Wange. Ende.

Hä?! Hast Du noch alle Latten am Zaun? Ich soll Dich in „guter Erinnerung“ behalten?! Hahaha. Du musst ja echt meinen, dass Dir jeder hinterher hechelt. Was für ein verkorkstes Selbstbild. Wieso in guter Erinnerung behalten? Aufgrund von was? Wegen zwei Bussis und ein paar gemeinsamen Hüftschwüngen?! Woran soll ich mich denn erinnern? Hä?! 🙂

Du Freak und Effekt-Hascherin! Eine klassische sog. Attention-Bi***!

Und die Moral von der Geschicht‘:
Gute Frauen gibt es in solchen Edel-Clubs eben (fast?!) nicht! 😉

PS: Alles gut! Es geht immer ums Machen. Ich habe gemacht! Auch wenn nicht viel Zählbares heraus kam. Aber hey, ich habe die auffälligste Frau im Club angesprochen. Das wurde sicher wahrgenommen, nicht nur von ihr… Sozialer Status und so… Ich habe mit der auffälligsten Frau im Club zumindest kurz Spaß gehabt und getanzt. Ja, war nicht lange und wurde gleich wieder abgeschoben. Aber es geht um den inneren Erfolg. Die Tussi ist mir egal. Wichtig ist, dass ICH aktiv war. Und dann wird da an einem anderen Tag auch wieder eine Frau sein, die länger mit mir… interagiert… und… tanzt… oder so… 🙂

Wieso ist da ein Loch?

Die Frage ist doch, warum wir uns nach dem Ende einer Beziehung gefühlt in einem Loch befinden. Warum da eine Leere entstanden ist, die vermeintlich unbedingt aufgefüllt werden muss.

Heute wird das ein selbstreflexionistischer Artikel. Für meinen neuen Lebensweg ein wichtiger Artikel, ein Schrittchen nach vorne in die Freiheit.

Es ist doch so, dass nach dem Ende gefühlt ein riesiges Loch entstanden ist. Objektiv betrachtet ist das auch völlig richtig. Plötzlich darf ich zwar nicht mehr mit 3 lieb gewonnenen Menschen zusammen meine Zeit verbringen. Muss umgekehrt aber auch nicht mehr auf ihre alltäglichen Herausforderung(ch)en Rücksicht nehmen oder mich engagieren. Es wird Zeit frei. Diese neu gewonnene Zeit ist das gefühlte Loch, das durch die Abwesenheit der gewohnten Tagesabläufe entstand.

Von Würmern in Fallobst

Ich merke, dass derzeit etwas in mir vorgeht. Und ich glaube, dass es sehr gut ist für meine weitere Entwicklung. 2 Jahre zurück gedacht sah es doch so aus, dass ich mich auf dem Höhepunkt meiner Persönlichkeitsentwicklung befand. Ich war selbstbewusster als je zuvor, ich hatte mehr Dates und mehr soziale Interaktionen als je zuvor. Ich hatte viele Frauen kennen gelernt.

Gut, die meisten der betroffenen sog. Frauen würde ich für eine Beziehung nicht einmal gegen Geld haben wollen. Aber egal, darum ging es ja gar nicht. Ganz im Gegenteil, es war mir klar, dass ich all das Fallobst ein Stück weit in mein Leben herein lassen müsste, um unterscheiden können zu lernen zwischen Fallobst und echt knackigen oder gar reifen Früchten. Dass ich mich nun im Nachhinein betrachtet in meiner Erstbewertung meiner Beziehung und des damaligen Beziehungsanfangs geirrt habe, ist wieder etwas ganz anderes. Das soll nicht das Hauptthema sein. Auch da habe ich gelernt.

Ich hielt also zwar kein Fallobst für eine knackige (oder reife?) Frucht, allerdings habe ich nicht gemerkt, dass sich in der vermeintlich tollen Frucht ein paar gehörige Würmer eingenistet hatten. In Zukunft muss ich eben das Obst einmal halbieren oder vierteln und einen prüfenden Blick darauf werfen, bevor ich rein beiße. Selbst Dr. Best würde das bestimmt empfehlen.

2019-04-07.png

Fakt ist allerdings eben, dass es mir gefühlt verdammt gut ging. Ich hatte das Pickuppen sogar wieder etwas zurück gefahren, weil mir damals zwischenzeitlich sogar Beschäftigungen ohne jegliche menschliche Interaktionen begannen Spaß und Freude zu bereiten. Ich sah mir beispielsweise Filme an. Alleine. Irre, ja. Alleine! Ich schaue normal nie Filme. Wenn dann gar nicht alleine, aber damals tat ich das hin und wieder. Und es fühlte sich richtig toll an. Ich hatte meine eigene Wohnung und war zufrieden und glücklich mit meiner Freiheit. Konnte tun und lassen was ich wollte. Manchmal hatte ich Bekanntschaften, wenn sie allerdings gingen, war ich nie traurig. Denn ich wusste, dass die nächste Bekanntschaft nicht lange auf sich warten lassen würde. Und ich meinem Ziel zur Traumfrau immer näher rücken würde. Zuweilen wurden mir die Bekanntschaften auch zu anstregend, ich erinnere an „die Klette“ oder auch „Fr. Tinder“. Meine Leser von früher kennen die Storys. 😉

Nun, also ich fühlte mich gut und frei. Und dann lernte ich Fr. Schlange kennen und verbrachte mit ihr die schönste Zeit meines Lebens. Hm. Ja, dafür gab es dann zwar die ganz dicke Schaufel zum Schluss, mitten ins Gesicht. Aber eine ganze Weile war es die schönste Zeit meines Lebens, das kann ich so sagen. Sie war meine Traumfrau. Und ein ganz übler Albtraum, das wusste ich jedoch zu Beginn noch nicht. In die Zukunft kann keiner sehen, auch klar. Nicht einmal ich (da ist wieder so ein bisschen dieses übertriebene Selbstbewusstsein – ein gutes Anzeichen!).

So. Nun ist Fr. Schlange weg. bzw. Fr. Schlange ist noch da, aber ich bin weg. Eigentlich ist Fr. Schlange noch da und hat einen anderen an ihrer Seite. Hr. Schlange. Aber da tat sich in mir nach der Trennung ein großes schwarzes mentales Loch auf. Ich merke, dass ich dieses Leid zu kompensieren versuche. Selbstreflexion der schonungslosen Art. Diese Leere muss unbedingt beseitigt werden. Keine Einsamkeit mehr. Hoffentlich. Jetzt. Schnell. „Ansprechen ansprechen ansprechen“, lautet die schnelle Lösung scheinbar. Aber ist es das wirklich wert? Warum denke ich so?

Leere und Fülle

Dass eine Leere entstanden ist, ist objektiv völlig unstrittig. Der Tagesablauf hat sich vollkommen geändert. Das Einschlafen ist ein anderes. Kuscheln mit… niemandem. Das Aufwachen ist ein anderes. Kuscheln mit… niemandem. Dazwischen viel Einsamkeit, trotz der Nähe zu Freunden und zur Familie. Der Magen dreht sich um. Ein beklemmendes und bedrückendes Gefühl. Den ganzen Tag, die ganze Nacht. Aber warum?
Glücklicherweise wird es täglich ein Stück besser. Inzwischen geht es mir recht gut mit der Situation. Hat Gründe, später dazu mehr.

Kurz vor Fr. Schlange, vor ca. 2 Jahren, hatte ich doch auch keine umgedrehten Mägen ertragen müssen und keine beklemmenden Gefühle der Einsamkeit. Dieses aktuell gefühlte Loch existierte damals gar nicht. Wie kann das sein? Fr. Schlange war damals nicht da. Fr. Schlange ist heute nicht (mehr) da. Dazwischen war Fr. Schlange da, gut. Aber davor und danach (jetzt!) nicht. Trotzdem ist da Leere. Warum? Und warum muss ich diese Leere ausfüllen? Oder meinen diese ausfüllen zu müssen? Irgendwie menschlich vollkommen nachvollziehbar und doch grotesk, oder?

Das Fehlen von Fr. Schlange an meiner Seite als Leere zu empfinden bedeutet, dass sie Macht über micht erlangt hat. Zweifelsfrei. Herzensmacht. Gefühlsmacht. Seelische Macht. Diese hatte sie früher nicht über mich ausüben können, schließlich kannten wir einander noch gar nicht. Der Casus Knacktus lautet also an der Stelle also: Möchte ich aktiv und bewusst Fr. Schlange diese Macht übertragen, über meine Leere- oder Füllegefühle entscheiden zu können, entscheiden zu dürfen?

Es kann nur eine Antwort geben: Ein ganz entschiedenes NEIN, verdammt nochmal!

Ganz unabhängig davon, wie sie sich verhalten hat. Verraten und verkauft zu werden ist die dunkelste Form der Zwischenmenschlichkeit. Es ist dann nur noch ein „zwischen“, aber mit Menschlichkeit hat es nichts zu tun. Nein, ganz unabhägig davon stellt sich doch die Frage der Machtübertragung.

Wie kann eine Leere beim Verlust eines geliebten Menschen entstehen, wenn ich doch früher denselben Menschen noch gar nicht an meiner Seite hatte und diese Leere auch gar nicht empfunden hatte und gar nicht empfinden konnte? Wieso fühle ich so? Was sicher ganz normal ist, vermutlich geht es fast allen Menschen so beim Verlust eines geliebten Menschen. Der Punkt ist nur, wie ich nun damit umgehe oder umgehen möchte. Wie ich mich mental damit arrangiere.

Machtübertragung an in der eigenen Realität nicht existente Personen

Wieso sollte die vergangene (Traum)Frau in meinen Gedanken so einen hohen Stellenwert genießen, dass ich sie vermissen müsse und solle. Sie interessiert es genau genommen einen feuchten Dreck wie es mir geht. Ganz so ist es vielleicht auch (noch) nicht, aber im Prinzip ist es so. Sobald all der restliche sachliche Kram erledigt ist, ist es so. Muss es so sein und wird es so sein, alleine schon deshalb, weil ich einen Fullstop mache. Jeglichen Kontakt abbreche. Das ist meine Art im Projekt Beziehung immer gewesen.

Wieso liefere ich solch eine Veranstaltung geistiger Machtübertragung ab? Ohne wenigstens – wenn schon – Eintrittsgelder dafür zu nehmen. Ich zünde gedankliche Feuerwerke der Einsamkeit, Traurigkeit und der Würdelosigkeit. Wieso?

War ich vor Fr. Schlange einsam, traurig, würdelos? Sicher nicht! Es ging mir gut. Ich befand mich in keiner wirklich festen Beziehung, insofern gab es nicht den Halt einer echten verbundenen Zweisamkeit in meinem damaligen Leben. Somit auch sicherlich nicht die höchste Form der Zweisamkeit. Aber von Einsamkeit war ich weit weg. Fr. Schlange turnte zu diesem Zeitpunkt ebenfalls durchs Nachtleben, trotz „laufender“ Ehe. Alleine. Mit ihren so aufrichtigen Freundinnen. Ihr wisst schon, die die immer Feiern gehen wollen (und ihre Partner ebenfalls zu Hause sitzen lassen). Also diese echten wirklichen Freundinnen. Die es ganz ehrlich mit ihr meinen. Also wirlich ehrlich. Wo es nur um die Freundschaft und seelische Verbundenheit geht. Nicht ums Feiern, klar oder.

Wie sie heute immer noch sagt, sind das ihre echten vielen Freundinnen und Bekannten. Deswegen hat sie auch diese Menschen jetzt jüngst alle wieder in ihr Leben gelassen, wie sie mir erst die letzten Tage „stolz“ erzählte. Sie könne gar nicht nachvollziehen, warum sie manchen Kontakt „nur wegen mir“ abgebrochen hätte. Das hätte sie nie tun sollen, ist sie sich sicher. Klar. Ich habe ihr die besten und aufrichtigsten Freundinnen und Freunde (!) der Welt vorenthalten. Ich bin schon ein ganz schlimmer Mensch, wie konnte ich nur. Besser wäre wohl gewesen, ich hätte direkt ein paar Damen aus dem Laufhaus organisiert und mit zum Feiern in ihre Gruppe geschickt. Und wäre selbst zu Hause geblieben, wie die anderen (Ehe)Männer der Frauen-Runde. Anderes Thema. Zurück zum Text.

Objektive vs. subjektive Leere

Nun. Natürlich ist da eine Leere. Die oben beschriebene objektive Leere. Aber Zeit hat auch etwas ganz Besonderes an sich. Sie vergeht objektiv immer gleich schnell. Egal was wir tun. Ob wir Sinnvolles oder Unsinniges machen. Zeit vergeht. Und manchmal wissen wir nicht, was wir mit der Zeit anstellen sollen. Wir fangen an den Kopf gegen die Wand zu hauen, immer wieder. Weil uns langweilig ist. Oder schlimmeres. Zum Beispiel weil wir uns verlassen fühlen. Einsam sind. Alleine. Traurig.

Aber das ist nicht die objektive Leere um die es geht. Die objektive Leere füllt sich automatisch aus. Ob wir das wollen oder nicht. Egal was wir tun, 24 Stunden gehen nach einem Tag vorüber. Also ist die Frage nicht in objektiver Hinsicht zu stellen, sondern in subjektiver. Aus subjektiver Sicht empfinden wir Leere dann als Leere, wenn wir nicht wissen was wir mit der „neu gewonnenen“ Zeit überhaupt anstellen sollen? Diese zusätzliche Zeit fühlt sich so unnütz an. Am liebsten wollen wir sie gar nicht. Lieber die Zeit wieder schnell zurück bringen, an den Absender, auch ohne Pfand dafür zu bekommen. Motto: „Danke, aber diese Zeit will und brauche ich nicht.“

Zu kurz gedacht. 24 Stunden sind 24 Stunden. Völlig klar. Subjektiv liegt es jetzt an mir, was ich aus der „neuen“ Zeit mache!

Krafttraining? Lesen, wenn ja, was? Wieder Filme schauen? Vielleicht doch wieder mehr auf Studium konzentrieren? Videos über Persönlichkeitsentwicklung und Pickup schauen? Zeit mit der Familie und Freunden verbringen und all die Menschen besuchen, die in den knapp 2 Jahren mit Fr. Schlange zu kurz kamen? Allerdings nicht die falschen Freunde, ihr wisst schon, sondern die guten, die richtigen. 😉 Oder einfach raus gehen und wieder pickuppen, Basketballspielen und Körbe kassieren? Egal was. Es liegt an mir, was ich tue.

Je schneller ich verstehe, dass die neue Zeit genauso kostbar ist, wie die Zeit, die ich ausschließlich Fr. Schlange gewidmet habe, desto schneller kommt die Qualität von damals wieder zurück in mein Leben. Ein Leben in (nahezu) völliger Zufriedenheit. Nämlich deshalb, weil ich wusste, dass ich nicht unbedingt eine Partnerin brauche. Weil ich mich alleine mit mir schon außerordentlich geborgen und glücklich fühlte. Geborgenheit durch Selbstzufriedenheit.

Dahin soll es wieder gehen. Und wenn ich in mich rein horche, merke ich – besonders aufgrund der jüngsten Ereignisse der letzten Tage – dass ich auf dem besten Weg dahin bin. Sicherlich am Anfang des Weges. Aber auf dem besten Weg. Ich glaube, dass ich losgelassen habe, nachdem die letzten Tage Fr. Schlange nochmal on top ganz bestimmte weitere Dinge tat. Ob ich die in einem eigenen Artikel beschreibe, weiß ich noch nicht. Aber sie haben mich angewidert, diese Geschehnisse. So sehr, dass ich nicht einmal mehr vom Loslassen spreche.

Ich bin inzwischen schon einen Schritt weiter als loszulassen. Ich habe bereits losgelassen. Es arbeitet viel in mir. Jeden Tag und jede Minute. Und ich spüre, dass ich wieder auf den richtigen Weg zurück komme. Der Weg, auf dem ich im Vordergrund stehe und wieder der Hauptdarsteller bin. Frei von gedanklicher Machtübertragung an einen anderen Menschen, dem Macht über mich in keiner Weise mehr zusteht und der diese obendrein auch nicht (mehr) mir gegenüber beansprucht. Also wozu das Ganze dann? Wozu so denken und fühlen, dass da Leere ist, „nur“ weil SIE nicht mehr da ist? Diese Macht über mich steht ihr nicht zu. Diese neue Leere kann aufgefüllt werden oder auch einfach als Leere akzeptiert werden. Ein Glas muss nicht immer gefüllt sein. Es kann auch einfach leer dastehen und ist trotzdem nicht traurig. Weder das Glas noch der Beobachter müssen traurig sein. Wichtig ist, dass das Glas bereit ist, gefüllt zu werden, wenn es Zeit dafür ist.

PS: Irgendwie wurde das hier jetzt – ganz ungeplant – ein bisschen ein versönlicher Artikel im Stile des Philosphischen Sonntags ©.

Von kleinen Schrittchen

Bis heute Morgen ging es mir mies. Ich habe schlecht geschlafen, wie seit einigen Tagen. Die Nacht von gestern auf heute war besonders übel. Ich hatte mir vor dem Einschalfen noch ein paar Videos angesehen, zum Thema Beziehungsprobleme und Pickup. Die Ansichten des Machers dieser Videos haben mir zugesagt. Ich habe mich wieder erkannt. Er wirbt dafür stets authentisch zu sein. Das auszusprechen was man fühlt. Keinen falschen Stolz oder gespielte gute Laune z.B. gegenüber dem Ex-Partner an den Tag zu legen, wenn man sich doch tatsächlich ganz anders fühlt. Man spiele sich sonst bloß selbst etwas vor, so der Coach. Auch wenn das vermutlich viele Menschen machen, aus Angst, dadurch ihre Verletzungen zu zeigen. Man solle nicht extra hart tun und sagen, dass es einem gut gehe, wenn dem nicht so sei. Und was den Ex-Partner betrifft, auch da solle man sich immer frei so verhalten, wonach einem sei. Wenn man den Ex-Partner vermisse, solle man ihm das so auch mitteilen. Frei nach dem Herzen agieren.

Ziel ist, immer auf der positiven Ebene, der Herzensebene, frei zu agieren. Sich selbst die Freiheit heraus zu nehmen das zu sagen und zu tun, wonach einem gerade ist. Wenn man sich schlecht fühlt, soll man das äußern. Wenn man sich gut fühlt, soll man sich äußern. Wenn man möchte. Nichts muss. Es geht nicht ums Hinterherrennen, sondern darum man selbst sein zu können. Immer authentisch zu sein. Egal ob man damit seine Verletzungen offen legt oder Schwächen zeigt. Denn die vermeintliche Schwäche für den einen ist für einen anderen Menschen eine unendlich große Stärke. Nach dem Motto: „Männer dürfen auch mal weinen und Schwäche zeigen, das macht sie menschlich. Und dadurch irgendwie auch menschlich männlich. Nicht nur männlich.“

Wichtig sei laut einem der Videos, das ich mir angesehen habe, sich beim Senden einer Botschaft an einen anderen Menschen vorab bereits frei vom Ergebnis macht. Immer. Das gilt für Ex-Partner wie für alle anderen menschlichen Begegnungen gleichermaßen. Dass man vorher bewusst in sich geht und sich überlegt warum man sich nun äußern möchte, also was das Ziel dahinter ist.

Danach solle ich mich frei verhalten, ganz gleich wonach mir ist. Und das tat ich. Fr. Schlange und ich telefonierten und schrieben uns die letzten Tage hin und wieder, alles rein sachliches Zeug. Möbel abholen. Versicherungskram usw. Es sind noch ein paar Dinge zu klären. Wir kommen – wie ich schon öfter schrieb – sachlich sehr gut miteinander aus. Freundlich. Noch immer habe ich das Gefühl, dass wir uns sachlich aufeinander verlassen können. Obwohl es auf der Liebesebene ein einziger Hochverrat war.

Einfach mal aufs Herz hören

Gestern Nacht vor dem Einschlafen habe ich alle Sachlichkeit einmal beiseite gelegt, auf den Rat des Persönlichkeitscoaches gehört und ihr eine kurze Nachricht geschrieben und danach sofort das Handy auf Flugmodus gestellt, wie immer vor dem Schlafengehen. Ich schrieb ihr nur drei Worte, nämlich dass sie mir fehle.

Mitten in der Nacht wachte ich auf, dachte sofort an sie und zögerte nicht lange, um zu sehen, ob sie mir antwortete. Tatsächlich. Die Antwort lautete, dass das normal sei und Zeit vergehen müsse.

Das wars. Nichts weiter. Ende. Das ist alles?! Selbst Amazon Alexa hätte mehr menschliche Wärme in ihre Antwort eingebaut. Auch wenn sie künstlich sein mag, die liebe Alexa. Mich hat die Antwort von Fr. Schlange wirklich nicht überrascht. Ich hatte mich vorher schon vom Ergebnis frei gemacht. Ich rechnete mit gar nichts. Mir war nur wichtig, mich mitzuteilen. Das tat ich. Ich war authentisch. Ich habe vermeintlich Schwäche gezeigt. Mag sein. Ich sehe es allerdings viel mehr als Stärke. Die Antwort hat weh getan, weniger die Antwort, sondern mehr die Kühle. Das Gegenteil dessen, wie diese Frau über die (fast) gesamte Beziehung hinweg zu mir war.

Sie war warmherzig, extrem warmherzig, immer darauf bedacht, dass es mir (und natürlich den Kindern) gut gehe. Sie sorgte sich um mich wenn ich Schmerzen hatte und legte großen Wert darauf zum Arzt zu gehen usw. Alles wie weggeblasen. Da ist nur noch eine Hülle. Sicherlich ist sie nur mir gegenüber so kühl. Dem Neuen gegenüber sieht das ganz sicher anders aus. Sei es ihr gegönnt. Und ihm auch. Aber ich könnte das nicht. So wenig Zwischenmenschlichkeit zu bewahren für den Menschen, dem ich vor kurzem noch so oft sagte: „Ich liebe Dich!“ Ich erwartete echt nichts. Auch keine Antwort wäre okay gewesen. Das hätte ich noch eher verstanden. Aber bin ich wirklich ein Objekt, das man einfach wegstellt und zu dem man sagt: „Das dauert bis Du mich vergisst, wird schon wieder.“ Wirklich? Ist es das, was ich mir in der ganzen Beziehungszeit mit ihr durch all meine Wärme und Aufopferung „aufgebaut“ habe? Am Ende wie ein Objekt abgestellt und ohne jedes zwischenmenschliche Taktgefühl außer Betrieb gesetzt zu werden?

Danke dafür.

Ich las die Nachricht, klappte sofort wieder meine Smartphonehülle zu, schaltete den Flugzeugmodus ein, legte das Handy weg und schlief weiter. Als ich morgens – leider wieder viel zu früh vor dem eigentlichen Wecker – aufwachte, fühlte ich mich wie gerädert und hatte sie im Kopf. Natürlich. Viel mehr aber ihre Antwort. Die Art der Anwort. Diese unglaubliche Kühle. Keinerlei menschliche Empathie. Natürlich habe ich keinen Anspruch darauf. Gar nicht. Aber ich kümmere mich derzeit auch nach wie vor „fürsorglich“ um die letzten sachlichen Aspekte der Trennung. Rufe bei Versicherungen an und mache und tue. Das ist der Dank dafür. Die harte Art gesagt zu bekommen: „Ideal, dass wir sachlich gut miteinander auskommen. Hilft ja nur. Aber zwischenmenschlich bist Du mir so egal wie ein Sack Reis in China!“

Angst vor einem Psychopathen

Dass wir sachlich miteinander umgehen können, sogar freundlich („schönen Tag“ und so) hilft ihr im Moment sicher sehr. So hat sie den Kopf frei. Sie hatte mir nach dem Ende der Beziehung gesagt, dass sie Angst vor meinen Folgereaktionen habe. Dass ich viellleicht ein „Nein“ nicht akzeptieren würde. Mensch Mädchen. Ich bin doch kein Psychopath. Ich bin – und das habe ich in der ganzen Zeit der Beziehung nie abgelegt – nach wie vor der vielleicht friedlichste Mensch in Deinem gesamten Umfeld. Ich mag unbewusst geworden sein, weil ich meine Mitte verlassen und mich selbst verloren hatte während der Beziehung. Aber ich bin ein großer Pazifist dieser Erde. Friedlichkeit ist meine Grundveranlagung, Freude mein Streben.

Seelengedanken

Nochmal, nur für Dich, auch wenn Du das nicht liest: Ich wünsche Dir alles Glück der Welt. Werde froh und glücklich, egal wie. Egal mit wem. Es gibt einen Grund warum das alles passiert ist. Meine Seele hat Dich angezogen und Deine meine. Ich verstehe den Grund dafür im Moment noch nicht. Ich verstehe den Grund für dieses vollkommen unnötige Leid nicht. Ich verstehe nicht, warum Dir, mir, uns das widerfahren ist.

Aber ich weiß, dass ich in der Vergangenheit vor Dir einen großen Fehler in meinem Leben gemacht habe, den ich bis heute noch sehr bereue. Froh und glücklich bin ich aber darüber, dass ich daraus gelernt habe. Nie wieder einem Menschen absichtlich oder mehr oder weniger unabsichtlich weh zu tun, denn mit Gefühlen anderer Menschen gehe ich nicht (mehr) leichtfertig um.
Jeder hat seine Päckchen im Leben zu tragen. Meines wog schwer. Ich glaube auch, dass diese Begegnung zwischen Dir und mir und der ganze Weg ganz ganz sicher nötig war für uns. Was Du daraus lernst weiß ich nicht. Vielleicht lernst Du etwas daraus. Vielleicht auch nicht. Du hast das nicht zum ersten Mal getan, was Du getan hast. Ich wünsche Dir, dass es Deiner Seele Frieden bringt. Mir jedenfalls gibst Du damit etwas ganz Kostbares mit, nämlich die Bewusstheit zur Selbstreflexion und Selbsterkenntnis.

Ich glaube, dass ich bis zum Beginn unserer Beziehung ein sehr negatives Karmakonto hatte. Ich glaube aber auch, dass ich in der und durch die Beziehung mein Karmakonto ziemlich in den mindestens neutralen Bereich bringen konnte. Ich habe alles gegeben für Dich und die Kinder. Alles. Und eigentlich noch mehr. Insofern ist das gut so, was ich tat. Ich bin rein. Wenn ich eine Farbe wählen dürfte, ich würde jetzt Weiß wählen.

Danke jedenfalls für Deine Antwort gestern Nacht.

Du bist nicht mehr im Ansatz der Mensch, den ich auch nur wiedererkennen kann. Das macht es mir gerade leichter loszulassen. Ich spüre, wie es mir gerade besser geht als in der Nacht und am Morgen. Ich spüre, wie es Zeit ist, loszulassen. Zeit ist, Dich allmählich vergessen zu lernen. Ich werde Erinnerungen an Dich abschließen, mir keine Bilder ansehen, keine Briefchen von früher anschauen, gar nichts davon. Ich packe alles in eine Kiste und gebe sie jemand anderem zum Verstauen. Ich will nichts davon mehr bei mir haben.

Umfeld und Vergangenheit

Und ich nehme für mich mit, dass ich bei der nächsten Frau keine Hemmungen haben darf. Damit würde ich Dir eine Macht zuteil werden lassen, die Dir nicht zusteht. Andere Frauen sind anders als Du. Nicht alle Frauen lieben den Verrat.

Ein sehr bekannter Koch, der dicke Koch im weißen Anzug mit dem vielen Ingwer, sagte einmal in einem persönlichen Gespräch zu mir: „Die Gesellschaft liebt den Verrat, aber sie hasst den Verräter.“

Dazu kann ich nur sagen: Ich mag beides nicht, weder den Verrat noch den Verräter. Ende der Durchsage.

Botschaften an Dich

Ich muss mir also bewusst sein, dass ich keine schlechten Gedanken an mangelndes Vertrauen beim Kennenlernen meiner nächsten Partnerin haben darf. Ich werde der nächsten Frau (noch) besser zuhören, vor allem über die Beziehung hinweg dies beibehalten und dabei versuchen von Anfang an hinhören, wenn es heißt die „äußeren Umstände“ zu ergründen. Ich werde nicht mehr so naiv an eine Sache herangehen, die auf lange Sicht keine Sache bleiben, sondern zu einer richtigen Lebensbeziehung werden soll. Ich werde dafür im Gegenzug von Anfang an ebenfalls offener agieren und auch meine Vergangenheit nicht verheimlichen. Etwas, das ich Dir gegenüber anfangs tat und erst Zug um Zug aufzugeben lernte. Am Ende ist es aber egal, wenn Schluss ist ist Schluss. Dann hätten wir auch einfach unsere Hüllen von Anfang an fallen lassen können und die Denkschranken aufgeben. Was solls, warum denn nicht gleich?

Es hat seinen Grund, warum ich all Deinen „Freundinnen“ und „Bekannten“ nicht traute. Von Anfang an nicht. Ich traute nicht nur ihnen nicht, sondern von Anfang an Dir nicht. Du befindest Dich aus meinem Blickwinkel in seinem Sog negativ karmatischer Menschen. Solange Du aus dem Strudel nicht heraus kommst, wird Dir das, was wir zwei erlebt haben, noch immer weiter und wieder passieren. So wie früher, so wie jetzt, auch in der Zukunft. Ich habe das nicht gewollt und mir auch nicht gewünscht. Bei Dir ist das glaube ich ganz anders. Für Dich ist es das x-te mal und stellt scheinbar Dein Lebenselexier dar. Das meine ich ganz neutral. Es ist eine Bestandsaufnahme. Mehr nicht, auch nicht weniger.

Das ist nicht meine Realität, es ist Deine. Und damit Dein Problem oder aus Deinem Blickwinkel vielleicht auch nicht Dein Problem, sondern Deine Motivation. Was auch immer Dich geritten hat, so zu sein. Tiefer konnten wir zwei leider nie auf der Ebene des Seins aufeinander zugehen, das zu ergründen. Meine Seele wäre dafür da und bereit gewesen, Dir zuzuhören. Wir Menschen sind in jeder Begegnung einander Lehrer. Ich habe von Dir gelernt. Bitterböse gelernt. Die meiste Zeit war wundervoll mit Dir, keine Frage. Vermutlich hätte es nicht lange gedauert, wenige Monate, vielleicht nur noch höchstens ein Jahr, und ich hätte um Deine Hand angehalten. So sicher war ich mir mit Dir, auch für Dich der Richtige zu sein.

Aber ich habe dank Dir gelernt, genau hinzuschauen und hinzuhören. Nicht so naiv mit den oben genannten „äußeren Umständen“ umzugehen. Es hat seinen Grund, warum all Deine Freundinnen nichts bessers zu tun haben als tagein und tagaus ihren Partnern fremd zu gehen und nur „Spaß haben zu wollen“. Und Du immer schön mittendrin. Wie eine Anführerin. Wir können uns nicht verstellen. Wer jeden Tag unter Drogenanbhängigen ist, wird nicht nur selbst einer, sondern ist es wohl längst schon. Und checkt es wohl selbst dann nicht, wenn er mal wieder nach dem Schuss benebelt in der Ecke liegt. Ich dachte, dass ich Dir helfen könnte. Was ich allerdings übersah: Es gibt gar keinen Grund für Dich, dass ich Dir helfen hätte sollen. Du willst das was Du tust mit jeder Faser Deines Körpers. Für Dich bin ich vermutlich nur eine weitere Kerbe. So wie die vielen Tatoos auf Deinem Körper. Von den meisten weiß ich bis heute nicht was sie bedeuten oder warum und woher Du sie hast. Ich hatte auch nie gefragt.

Deine Vergangenheit wollte ich respektieren und unangetastet lassen. Ich wollte Dir gegenüber wertfrei sein. Lieber mit Dir nie Deine Vergangenheit ergründen, sondern eine gemeinsame Gegenwart erschaffen. In Zukunft werde ich beachten, dass wir alle aus der Vergangenheit kommen und diese nicht einfach ablegen können. Die nächste Frau werde ich mir genau ansehen. Und ich freue mich darauf. Denn ich weiß, dass es verdammt gute Menschen da draußen gibt. Auch Frauen ohne Pseudofreundinnen und ohne Ex-Bekanntschaften. Es gibt ganz sicher solche Frauen. In meinem Umfeld und in meiner Familie wimmelt es von ihnen. Egomanie ist das, was solche Pseudofreundinnen auszeichnet. So etwas potenziert sich, wenn sie alle zusammen kommen. Du mittendrinnen. Ich konnte Dir nicht helfen. Ich sollte dir nicht helfen können. Ich brauchte Dir wohl nicht helfen. Ganz im Gegenteil, ich stand Dir offenbar für Deinen aktuellen Lebenswunsch im Weg. Du möchtest was Du tust, also tust Du was Du möchtest. Wir menschen tendieren immer dazu, das zu tun was wir wollen.

Heute ist Freitag. Und ich werde wieder raus gehen. Mal sehen wohin. Mal sehen wie lange oder wie kurz. Hauptsache raus, trotz Müdigkeit. Innerlich fühle ich mich gerade so, dass ich mich durch das Weggehen gar nicht ablenken möchte von Dir. Im Gegenteil, ich merke, wie ich in kleinen Schrittchen voran komme und merke, dass es beginnt, dass Du nicht mehr ein Teil von mir bist. Das ist es doch, was Du Dir auch wünschst. Das steckt auch in Deiner Antwort von letzter Nacht. Du bist mir fremd geworden. Schade, dass es so ist. Aber Du bist ein freier Mensch. Zumindest glaubst Du jetzt frei zu sein. Also flieg. Sei frei. Lass es Dir gut gehen.

Ich werde noch eine Weile knabbern, aber ich bin motiviert. Ich werde meine Sachen gut machen. Deine Nachricht heute Nacht war ein echtes Wachrütteln für mich. Du hast mich einmal durchgeschüttelt und fest auf den Boden gerammt.

Nun bin ich dran, selbst wenn es nur kleine Schrittchen sind. Blick geradeaus. Schultern nach hinten. Brust raus. Kinn hoch. Und dann ähnlich wie Frank Sintra, nicht „I did“ sondern „I will do it my way“.

2019-04-05