Ein lange angekündigter Rundumschlag

Hallo Welt! 😉

Ein lange angekündigter Rundumschlag…
Der letzte Artikel war vom 07.07., 17.
Heute ist der 08.08., aber immerhin noch nicht 18.
Insofern… puh… trotzdem… ein ganzer Monat Schreibpause.

Kann ich noch schreiben? Fällt mir noch was ein? Hab ich nur deshalb nichts geschrieben, weil mir nichts mehr schreibenswertes widerfahren ist? Man weiß es nicht. Aber ich weiß es.
Und deshalb räumen wir hier heute mal gnadenlos auf und holen die Zeit wieder ein.

Vollgas im Tickermodus

Ich donnere die Nachrichten nacheinander einfach durch. Die Bildzeitung würde sich freuen, wenn sie so viel Futter von der Presseagentur bekommen würde. Und wenn es die Zeit erlaubt, werde ich zur einen oder anderen Headline bei gesonderter Gelegenheit auch einen gesonderten Artikel spendieren. Aber im Moment bin ich nicht so in zeitlicher Spendierlaune. Krösus hatte es da leichter.

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Ein Mädchen im Café kennen gelernt, das erste Date noch am selben Abend zu Hause verbracht. Das, oder auch einfach nur die Frage nach „wann und wo spricht man von einem Coitus interruptus?“ Schreit förmlich nach einem eigenen Artikel.
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Und plötzlich war da ein ellenlanger Brief von Fr. Tinder in meinem Briefkasten! Totgeglaubte leben länger… Verrückt! Kurzversion: Eigentlich sei ich doch ein unglaublich toller Kerl… welch eine Ironie.
(Danke – weiß ich doch längst. Du hattest es halt nicht rechtzeitig begriffen. Was nicht schlimm ist. Mir ging es auch ohne Dich in der Zwischenzeit verdammt gut. Eigentlich sogar besser als mit ihr. Viel besser, wenn ich bedenke was ich stattdessen erlebt habe.)
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7 Milliarden Menschen. Davon sind ca. 3,5 Milliarden Männer, oder mindestens solche, die es noch werden wollen. Nahezu jeder Mann träumt sein Leben lang davon. Kaum einer erlebt es je. Und doch war sie da. Die erste Nacht zu dritt. Wie in einem Film? Ja. Definitiv! Nur besser. Total verrückt. Eine Nacht zu dritt??? Wie zu dritt??? JA! Zu dritt! Genau so wie es da steht. Projekt Beziehung. Danke Dir für die Erfahrungen, die Du mir bescherst. Ich wusste wahrlich nicht, ob ich träume oder wach bin. Es war kein Traum. Irgendwie aber auch wiederum schon. Wach war ich sicher, wie im Traum kam es mir aber vor. Referenzerfahrung.
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Ein richtig fies langweiliges Date aus dem Onlinegame gehabt. Puh. Aaaaber: Sie hat mir einen richtig richtig lohnenswerten Imbiss gezeigt. Alleine dafür hat sichs rentiert. Und das ist auch das Wichtigste, das ich für mich mitnehme: Frag die Frau vorher immer schon, ob sie einen guten Imbiss oder ein gutes Lokal kennt. Die meisten Frauen lohnen die Zeit nicht. Es ist eine Verschwendung. Aber zumindest hast Du dann gut gegessen bzw. etwas Neues kennen gelernt. Klingt lustig. Ist aber ernst gemeint. Das hab ich viel zu spät beherzigt bei all den Dates im letzten Jahr. Meistens bin ich mit den Frauen irgendwo hingegangen, wo ICH vorher wusste, dass es zumindest bezüglich dem Drumherum gut sein würde. Ein Mann muss sich jedoch immer die Frage stellen: „Was habe ich davon?“ (freies Zitat aus dem Film Revolver, siehe meine Rezension Film-Review „Revolver“)
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Das erste Semester neigt sich bis auf eine Hausarbeit dem Ende entgegen. Mit viel oder nicht so viel lernen… weniger als nötig war es jedenfalls schon. Dennoch reichte es bisher trotzdem in sämtlichen Arbeiten für eine eins vor dem Komma. Immerhin.
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Eine wundervolle Frau kennen gelernt. Inzwischen exakt 46 Dates mit ihr verbracht. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Projekt Beziehung macht auch deshalb zuletzt eine starke Pause. Schriftstellerisch allerdings nur. Deswegen – 46 Dates ! – und nicht nur wegen dem Studium gibts diese Pause. Wobei sie der Grund ist, dass ich fürs Studium nicht so viel Zeit habe wie ursprünglich geplant. Zum Bestehen hat es bisher dennoch gereicht… 😉
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Ken Jebsen und sein Team waren fleißig. Folge 35 von „Me, Myself and Media“ unter dem Titel „Kafkaeske Zeiten“. Viel Spaß. Wie immer lohnenswert! Link am Ende des Artikels.
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Ken Jebsen und sein Team waren noch fleißiger. Jedenfalls fleißiger als ich. Es gibt sogar schon Folge 36 von „Me, Myself and Media“. Diesmal unter dem Titel „History statt Hysterie: G20 im nationalen Gedächtnis „. Dass das sehenswert ist, versteht sich von selbst. Eine Auseinandersetzung mit dem G20. Ein etwas anderer Draufblick, als er sonst so durch die Einheits-Klopapier-Presse geboten wird. Link am Ende des Artikels.
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Zwischenzeitlich beim Spazieren durchs hohe Gras zum ersten Mal in meinem Leben von einer Zecke gebissen worden. Hoffentlich hat das keine schädlichen Auswirkungen für mich. Nicht wichtig für die Welt. Wichtig aber für mich.
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Zum ersten Mal im Leben hab ich mir selbst Lachs gebraten. Aus dem Ofen kenne ich das schon. Aber bisher noch nicht aus der Pfanne. Wow. Ein Hochgenuss. Olivenöl. Mit der Hautseite nach oben zuerst kurz scharf anbraten, dann runter drehen und so lange brutzeln lassen, bis die Haut kross ist. Dann drehen. Zwischenzeitlich Rosmarin ins Öl. Wer möchte kann auch noch Knoblauch drauf hauen. Und angeblich auch eine Scheibe Zitrone ins Öl legen. Hab ich nicht gemacht, sondern lieber drüber geträufelt, als das gute Stück auf dem Teller war. Beim Braten dann noch Pfeffer und Salz drüber. Fertig. Wahnsinnig einfach. Aber wahnsinnig lecker. Das Leben kann so herrlich sein. So einfach sein. So herrlich einfach sein.
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Die letzten Wochen leider keine anderen Blogs gelesen. Das fehlt mir. Hole ich noch nach! Aber hey, 46 Dates!!! Hat sie eigentlich schon einen Namen? Hm… da muss ich mir erst noch einen überlegen… schwierige Wahl. Er muss ihrer schließlich gerecht werden…
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Vielleicht habe ich irgend eine Schlagzeile vergessen. Nicht so schlimm. Dann schiebe ich sie beim nächsten Mal einfach hinterher. Aber bis dahin ist das besser als nichts.

Gut. Und jetzt zum Unwichtigsten… Wie geht es mir eigentlich?
Momentan ziemlich gut. Danke der Nachfrage. 🙂
Gut und viel beschäftigt. Qualitätszeit, gepaart mit Quantitätszeit. Ideale Bedingungen. Humus, könnte man sagen. Na dann, kann die Pflanze ja wachsen…

 

 

Der Tag an dem Frau Tinder Schluss machte

ist ja jetzt schon wieder ein paar Wochenenden her und… war für mich der schwärzeste Tag meines Lebens und ich habe mich seither nicht wieder von diesem Schock erholt. Noch immer sitze ich wie paralysiert dran und frage mich, was ich nur falsch gemacht habe. Ich! War ich zu offen, oder zu verschlossen oder war ich als Mensch insgesamt einfach nicht gut genug? Diese Fragen quälen mich.

So oder so ähnlich

… wäre es mir vor einem Jahr vielleicht noch gegangen. Gerade und bis hier her schrieb ein Stück weit mein altes Ich. Etwas überspitzt vielleicht schon, zugegeben. Das alte Ich existiert glücklicherweise nur noch in meinen Erinnerungen. Und ab nun schreibe ich. Mein neues selbiges. Herzlich willkommen in meinem Leben. Fr. Tinder hatte es ja ganz „anständig“, nach einer kurzen Abwesenheitspause, telefonisch beendet. Hüstel. Schrieb ich ja im letzten Vierteiler. Besser gesagt im vierten Teil des eigentlichen Dreiteilers. Genug der Verwirrung. Let’s go.

Wie ging es denn dann weiter? Nun, als sie anrief, befand ich mich gerade auf der Autobahn, das weiß ich noch genau. Warum? Es fühlte sich so befreiend an. Endlich diesen Ballast los haben. Dieses ständige Genörgle, diese ständigen Spitzen gegen meinen Humor und diese letztlich Die-Ganze-Welt-Macht-Es-Mir-So-Schwer-Mentalität zehrten einfach zu sehr an meinen Nerven. Nein Mädchen, niemand hat sich gegen Dich verschworen. Noch nicht einmal ich. Im Gegenteil, ich habe echt auf Dich geachtet so gut es nur ging. Dafür habe ich meine eigenen Sachen schleifen lassen. Aber gut, wäre es nicht so ausgegangen wie es ausging, wäre das ja auch komisch, bei diesen Voraussetzungen. Konnte ja gar nicht anders kommen. Gut so. Meine Cousine sagt bei jeder gescheiterten meiner Liebeleien immer nur vier Buchstaben, die ein Wort ergeben, und schickt mir dies als Bild im Projekt Beziehung-Family&Friends-WhatsApp-Chat:

NEXT

Damit ist wirklich alles Wichtige gesagt. Mehr bedarf es nicht. Sofort ohne Umschweife weiter machen. Gesagt, getan. Ein paar Kumpels angeschrieben, wegen abends. Einer sagte sofort zu. Ab ins Clubgame. Treffen jedoch erst um 22.30 im Club. Puh. Und bis dahin? Es war ja erst Nachmittag. Ich wurde müde. Gegen 20 Uhr hätte ich ihm am liebsten abgesagt. Und dann waren ja noch 2 Stunden drüber zu bringen. Hm, so passierte dann, was ich inzwischen durch mein Projekt gelernt hatte. „Lauf die extra Meile!“

Immer wenn Du mal überhaupt keinen Bock hast… steh auf und kämpfe! Tu etwas (es!) einfach trotzdem! Das ist der eigentliche und wahre Unterschied zwischen den erfolglosen und den erfolgreichen Menschen. Denn etwas tun, wozu man sowieso Lust hat, kann jeder… Das ist zu einfach. Billig. Alleine dieser Absatz rechtfertigt einen eigenen Artikel für einen meiner Philosophischen Sonntage. Muss zur Zeit aber warten.

Ich war pünktlich im Club, alleine. Der Wingman mit seinem Kumpel sollte bald eintreffen. Ich lief gar nicht groß umher, blieb im Eingangsbereich, sah mich wie immer scannend um. Da war nichts besonderes für den ersten Blick für mich dabei. Also bestellte ich mir schon mal zur Trauer des Tages etwas passendes, um die Schmerzen zu ertränken. Bitterlemon auf Eis, mein Lieblingsgetränk. Das haut so schön rein, wenn man down ist. Ironiemodus wieder aus. Hab ich das hier schon mal verraten? Hm. Nun ist es raus. Bitterlemon. Tatsächlich. Immer wenn ich aus gehe. Ich… was für ein Draufgänger, gell.

Da kam mein Kumpel mit seinem Kumpel auch schon. Kurze Begrüßung, abklatschen, umarmen. Kurzes Vorstellen. Und da standen zwei Mädels nur zwei Meter weg von mir. Ich sagte zu meinem Wing: „Lass uns mal weiter gehen, aber ich quatsche die beiden noch kurz an.“

Damit konnte ich nicht rechnen

Guter Einstieg. Situative Eröffnung. Und ich musste kleben bleiben. Geht auch ganz ohne Schleimspur. Die blonde Kleine fand ich süß. Die braunhaarige Freundin nicht. Typ Attention-Bit**. Dennoch waren sie im Doppelpack cool, und ich merkte, dass die Blonde – nennen wir sie Sweetie – mehr und mehr Interesse an mir hatte. Die geldgeile und nur so mit Job und Wohnung protzende Göre hingegen spürte, dass Sweetie ihr gerade den Rang abzulaufen drohte. Also erhöhte auch sie ihr Investment, köstlich. „Lass uns unbedingt mal Pizza essen gehen“, sagte sie zwischendurch. Ich dachte mir nur: „Ja, klar. Schau sie Dir an. Platz zwei reicht Dir wohl nicht.“

Also zusammen an die Bar, Sweetie war mega offen für mich. Sofort mit viel scharfem Humor, Sarkasmus, um die Ecke lachen. Danke, endlich mal. Endlich mal mein Humor bei einer Frau. Dachte ich bei Fr. Tinder ja auch, allerdings nur anfangs. Die Fassade begann ja bald zu bröckeln. Egal. Es gibt also auch Menschen neben Herrn van Onnetuschn, die mir da ähnlich sind. An der Bar kurz zusammen mit Sweetie getanzt. Ich hab einfach nur schrittweise durcheskaliert. Lehrbuchmäßig.

Dazwischen kam auch mal zur Sprache, was ich für gewöhnlich so trinken würde. Für sich und ihre Freundin bestellte Sweetie 15 Minuten später Gin Tonic. Ich tanzte weiter, inzwischen kam ein weiterer Kumpel in den Club zu uns dazu. Ich ließ die Mädels mal machen. Und als ich mich mal umdrehte, blickte mich Sweetie lächelnd an und streckte mir ein Glas mit Eis und eine Flasche…? Bitterlemon! entgegen. Wie süß. Jetzt hatte sie mich für sich gewonnen. Endgültig. Nicht wegen dem Getränk. Zwei Mark fufzig hab ich auch selbst gerade noch in der Hosentasche, aber ihre unglaubliche Aufmerksamkeit. Ich weiß liebe Leser, was ist daran schon besonders aufmerksam? Doch ist es! Das ist meine persönliche traurige Wahrheit, solchen Mädels begegne ich verdammt selten. Woran das liegt? Ich weiß es nicht. War für den Moment auch nicht wichtig. Ich genoss einfach, dass da mal eine Frau war, die zuhören, aufmerksam sein und sogar aktiv sein konnte. Natürlich gibt’s immer auch Haken. Beide rauchen. Also fragte sie mich (seltene Sache bei Frauen nach so kurzer Zeit!), ob ich mit raus kommen wolle. Klar. Draußen zu viert weiter gequatscht. Und nach den Kippen trennten sich die Wege. Von uns Vieren, nicht aber von Sweetie und mir. Wir blieben draußen und setzten uns im Außenbereich auf die Stühle.

Die Gesprächsinhalte wurden zunehmend persönlicher. Ich baute mehr und mehr emotionale und private Themen ein. Romantische Dinge zum Beispiel, da ich ja längst wusste, dass sie eher eine klassische Frau war, denn so eine neumodische Poweremanze. In ihren Augen sah ich ihr die sich langsam steigernde Erregung durch das Gespräch und durch die Körpersprache die ersten leichten „zufälligen“ Berührungen an. Und es war mir ein Hochgenuss damit zu spielen und die Situation zu kitzeln. Also küsste ich sie einfach… nicht. Sondern streichelte sie und massierte ihr den Nacken. Noch nicht genug der Sinneseindrücke und Gedankengänge für sie? Doch, bestimmt. Für mich? Nein.

Bewusst hab ich uns einen Platz in der Nähe der Türsteher ausgewählt. Warum? Damit diese mich dort auffällig mit einem Mädchen sehen. Wofür? Nun… Es ist eine harte Türe. Und nicht immer kam ich anfangs problemlos in den Schuppen. Je nachdem welcher Gorilla die Tür machte. Seit dem Abend erkennen sie mich wenigstens und ich muss nicht mehr unnötig ein paar Sekunden mit Warten verbringen, bis auch ich Einlass finde. Das ist Hollywood. Für so einen Gedankenwirrwarr habe ich neben Flirten, Streicheln, gestreichelt werden, Händchen halten und massieren Zeit? That’s it. Willkommen in der Welt der Persönlichkeitsentwicklung 2.0.

Irgendwann wird auch mir das schönste Spiel zu bunt und die Erregung zu hoch, um sie weiter leiden zu lassen, die Kleine. Also streichelte ich ihren Hals, zog sie zu mir und… Der Rest ist Geschichte.

Wieder drinnen im Club angekommen, tanzten wir nochmal kurz und ab da wusste auch Miss Geldgöre, dass sie heute nur Platz zwei bekommt. Ich wäre aber nicht längst auch ich, wenn ich nicht wüsste, dass Du Dir besonders Deinen Feind zu Deinem Freund machen musst. Sweetie war nur die eine Nacht bei Miss Geldgöre zu Besuch. Also in meiner Stadt. Inzwischen – auch doch durch meine Toleranz und Lebensfreude – kann ich aber nahezu jeden Menschen nehmen wie er ist und Spaß mit ihm haben. Also sorgte ich dafür, dass Miss Geldgöre sich dennoch wohl fühlte, auch mit Platz zwei. 😉 Und stellte ihr ein gemeinsames Pizza Essen in Aussicht. Urkomisch fand ich ihre Frage an Sweetie: „Sag mal, ist schon für Dich okay, wenn ich mit ihm mal zum Pizza Essen gehe, oder?“ Das ist mal ein Machtkampf und ein Ringen um Aufmerksamkeit par excellence. Sweetie schaute ganz schön verdattert aus der Wäsche.

Ich geb auch mal einen aus

Die Fame-Göre wollte noch in einen anderen Club zum Feiern weiter ziehen. Und so liefen wir des Weges zu dritt aus dem einen Club schnurstracks in den nächsten. Sweetie und ich dabei Hand in Hand. Sie hatte etwas an sich, das sich für mich nicht nur weiblich, sondern vor allem natürlich anfühlte. Und sie ließ nicht nur mit sich machen, wie fast alle bisherigen Frauen meines Projektes, sondern Sweetie war proaktiv. Vorwärts verteidigen, wie es in Neusprech heißt. Unsere (Angriffs-)Kriegsministerin Ursula lässt grüßen.
Zurück zum Thema, Sweetie streichelte, sie nahm meine Hand von sich aus. Im Club an der Bar angekommen, bestellte ich uns etwas zu trinken. Natürlich bezahlte diesmal ich. Revanche. Dann ist das auch in Ordnung. In meinem Leben habe ich noch nie einer Frau ein erstes Getränk ausgegeben, weil ich irgendwelche Absichten hatte. Wie billig ist das denn. Entweder bin ich der Preis oder nicht. Sicher ist der Preis aber nicht mein Geldbeutel.

Du kannst gerne…

An der Bar gaben wir uns weiter wie ein verliebtes Pärchen. Pattex in Reinkultur. Kaum drehte ich mich mal um, suchte ihre Hand meine. Ich nahm sie in den Arm und sie streichelte mich. Wir tanzten und genossen die Nähe, besonders die emotionale. Es fühlte sich an, als wäre sie seit langem meine Freundin und als wären wir seit langem schon und noch immer frisch verliebt. So etwas ist ein emotionales und auch zugleich unbeschreibliches Gefühl für mich. Endlich mal kein Hollywood. Weder für mich noch von ihr. So etwas habe ich in der Art noch nicht erlebt. Diese Nähe und dieses füreinander da sein. Kaum in Worte zu fassen in so einem kurzen Text.

Und unsere Geldgöre? Sie wollte sich unbedingt auch einen angeln. Dazwischen sagte sie zu Sweetie und mir: „Also Du bist mir so sympathisch, Du kannst gerne heute Nacht bei mir in der Wohnung bleiben, ihr seid so süß zusammen. Du bist eingeladen.“ Oh, das ist mal das Gegenteil von einem Blocker. Läuft bei Dir! Sweetie war damit kurz überfordert. Ihr Blick verriet umso mehr ihre Freude bei dem Gedanken daran, dass das kurze Märchen noch etwas andauern würde. Geldgörchen grinste ständig nur. Und sie selbst? Sie angelte sich ihren eigenen Prinzen. Bei ihr ging das ganz schnell, Hauptsache irgendwer. Hehe. Schwupp hatte sie einen. So läuft das also bei einer „Pickupperin“, ohne dass sie sich dessen bewusst ist, eine solche zu sein. Die Grundvoraussetzung dazu bringt sie mit. Die Zutaten heißen, ähhh, moment, ich überlege kurz…: „Weiblich“
Gut, das war jetzt nur eine Zutat. Reicht aber auch für eine Pickupperin. Mehr bedarf es für die Männerwelt gemeinhin nicht. Dafür hat die Evolution gesorgt. Es ist für ein Mädchen nicht schwer erfolgreich zu angeln. Da beißen irgendwelche Fische auch ganz ohne Köder an. Irgendwelche Männer… Der Unterschied zwischen Pickuppern und Pickuppern, übrigens. Einer, auf den ich großen Wert lege.

Einfach nur schweineteuer

Mit Sweetie in meinem Auto zur Geldgöre gefahren, ein Zweisitzer erlaubt nichts anderes. Die anderen beiden fuhren mit dem Taxi. Angekommen. Drei Zimmer Wohnung, 100 Quadratmeter, Bestlage. Puh. Mit meinem Wagen musste ich mich da in der Gesellschaft wahrlich nicht verstecken. Der machte sich da ganz gut. Hollywood ist Hollywood. Sweetie ist das egal. Gut so. Richtig so. Echt dekadent eigentlich, so wie sie wohnt. Die Gastgeberin. Wer aber mit 90.000 Jahresgehalt prahlt (brutto, die Zahl muss sich ja groß anhören), darf das Geld auch per Schaufel zum Fenster raus werfen. Meine Erlaubnis erteilt. Geile Wohnung, definitiv. Neubau vom Feinsten. Große lange Räume. Extra Bad im bzw. am Schlafzimmer. Küche im Wohnzimmer, versteht sich an der Stelle von selbst.

2017-05-28

Eine echte Freundin

Sweetie war die gesamte Zeit eine echte Freundin für mich. Meine. Und ich ihr Freund, vielleicht sogar ihr Mann. Aber eben nicht für ein ganzes restliches Leben. Und so blieb es bei einem wunderschönen und gefühlvollen Abend, einem gemeinsamen Einschlafen Arm in Arm, kuscheln und jedenfalls für mich dem Gefühl „es könnte so einfach sein“…

Sie wäre eine tolle Frau. Definitiv intelligent. Sehr fürsorglich, sehr aufmerksam, warmherzig. Eigenschaften einer potentiellen Traumfrau für den Bachelor vom Projekt Beziehung. Und dann folgt der nächste Morgen und der fällige Abschied. Zuvor richtete Frau Geldgöre ein Frühstück für vier her. Sehr gastfreundlich. Muss ich schon sagen. Frühstück mit vier Menschen, die ich vor wenigen Stunden noch nicht einmal kannte. Undenkbar früher für mich. Scheinbar normal heute. Der Abschied fiel kurz und herzlich aus. Die Aussicht auf einen Gegenbesuch meinerseits in ihrer Stadt inklusive. Womit ich natürlich nicht ernsthaft rechnete. Ihr wisst ja…

PS: Wer war Fr. Tinder nochmal?

PPS: In der Zwischenzeit, es war eine Woche vergangen, schrieben wir uns ein paar wenige Male… Und meine Frage nach einem konkreten Treffen am Wochenende, schob sie auf. Gerade viel zu tun und so. Wir würden das später noch klären. „Okay“, dachte ich mir. Ich weiß längst was das bedeutet. Und so war es selbstverständlich auch. Die Nummer mit dem Exfreund kam wieder aus der Schublade. Deshalb würde sich das nun für sie nicht richtig anfühlen, sich erneut zu treffen. Der Alte wäre nun wieder in ihrem Leben. Und sie meinte damit nicht den aus der Fernsehserie, glaube ich. Sie dankte mir nochmals sehr für den schönen Abend, wie auch schon mehrfach persönlich. Und das war es. Wie immer bisher. Wenn es nur nicht immer schon vorher irgendwie klar wäre. Entweder stirbt der Wellensittich einer Frau und kommt allem weiteren dazwischen oder der Exfreund, der eigentlich längst tot war, steigt aus seinem Grab und kommt dazwischen. Glaube ich ihr das? Unwichtig. Aber nein, natürlich nicht. Keiner Frau glaube ich mehr irgendwas. Generell nicht. Auch sonst keinem „neuen“ Menschen. Ich glaube nur noch was ich sehe und während dem ich selbst dabei bin. Alles andere ist, da wiederhole ich mich immer wieder allzu gerne, nicht meine Realität. Es ist die Realität der Frau. Aus der Welt von Grimms Märchen. Und auch diese (Lügen-?)Geschichten haben ihre Berechtigung auf dieser Welt. Sonst hätten viele kleine Kinder und liebevolle Eltern keine nette gemeinsame Unterhaltung und Gute Nacht Geschichten zum Einschlafen…

PPPS: Das erste Mal in meinem Leben, dass ich es erlebt habe, am selben Clubabend zur Frau heim zu fahren, während sie nicht alleine in der Wohnung ist. Premiere. Referenzerfahrung. Auch das ist möglich. Haken dran, weiter gehts.

Projekt politisch – KenFM – Me, Myself and Media 34

Endlich

Ein kleiner Artikel für mich, ein großer Artikel für die Menschheit. Und ein Link auf eine neue Folge von…

Me, Myself and Media!

Endlich, die letzte Folge ist lange her. Zu lange. Es kann gar nicht genug Alternativen zum Mainstream-Schund geben. Alles ist besser als wenig. Also besser mehr. Mehr Meinungen, mehr Ansichten, mehr Einblicke. Aber bitte andere als immer den gleichen Quatsch aus der Einerlei-Lügenpresse. Pluralismus nach vorne! Demokratie mal zur Abwechslung nicht nur wagen, sondern einfach mal machen. Wir haben viele Zeitungen, Zeitschriften und auch Radio- und Fernsehensender. Nur bringt das nichts, wenn sie eben in bester SED-Manier alle auf Linie eingenordet sind.

Natürlich geht es auch diesmal wieder darum, wie wir täglich, wöchentlich monatlich, jährlich und überhaupt übers Ohr gehauen, hinters Licht geführt und schlichtweg verarscht werden.

Was für ein Witz in Frankreich

Unter anderem geht’s um die Wahl in Frankreich. Persönlich bin ich davon überzeugt, dass das für Europa keine gute war. Die Wahl. Die Wahl an sich sowieso nicht, denn es ist letztlich keine. Weder in Frankreich noch in Deutschland noch sonst wo. Solange wir nur zwischen Pest und Cholera entscheiden dürfen. Gnädigerweise, muss man dazu sagen. Dürfen. So lange bleibt es eine Farce, auch nur im Ansatz von einer Wahl zu sprechen.

Was mich gerade an der französischen Wahl besonders negativ beeindruckt, ist der unglaubliche Ausgang. Auf der einen Seite haben wir eine Marie Le Pen, das Monster, vor dem uns alle warnen. Warum eigentlich? Aber auf der anderen Seite haben wir eben auch einen großen Teil der Bevölkerung, der die Schnauze von dieser EZB-Drangsalierungspolitik gestrichen voll hat. Die zu noch mehr Ungerechtigkeit und Verarmung führt. Und es schien von Anfang an knapp werden zu können. Die Wahl. Die eigentlich ja keine ist, wie ich schon sagte. Und dann? Kommt das Ergebnis und da steht sie. Nicht Le Pen, sondern sie, diese rein gewaschene samtweiche Kunstfigur von einem Banken-Eurokraten. Macron, wird die Marionette diesmal genannt. Der macht den Franzosen jetzt den neuen Präsidenten. Verstehe das wer will. Es soll also allen ernstes MEHR Europolitik und MEHR EU-Gemeinschaftshaftungspolitik gewählt worden sein? Wo doch alles gerade in Europa in Fetzen fliegt, was mühsam seit Ende des 2. Weltkriegs an Völkerverständigung und Frieden in Europa aufgebaut wurde?

April April – Verarschen kann ich mich auch selbst

Das wäre so in etwa wie wenn ein an Diabetes leidender Mensch sagt, dass er jetzt seine Diagnose bekommen hat und weiß, keine Cola mehr trinken zu dürfen und dies auch nicht mehr tun werden würde. Und flupp, öffnet er sich ne Flasche davon und lässt sie in sich rein laufen. Und dem davon fliegenden Kronkorken, sich noch in Zeitlupe drehend in der Luft, zwinkert er dabei zu.

Überall haben die Menschen die Nase voll von dieser inhumanen Einwanderungspolitik, wo Menschen auf den Meeren in Booten umkommen, wo Menschen in Syrien aus ihren Häusern gebombt werden (von uns! Ja, von uns. Unsere Waffen, unsere Logistik!) und wo es letztlich zu nichts als Spannungen in Frankreich, in Deutschland und sonst wo in Europa kommt. Aber gerade dann… Kommt dieser Mann in Frankreich nach vorne, der doch wieder nur eine Vergangenheit aus dem korrupten Bankensystem inne hat. Ja nee, is klar.

Die Insel der Glückseligen

Und deshalb ist es so unglaublich wichtig zu verstehen was da passiert. Ich weiß schon, uns geht’s ja gut und so. Klar. Kenne ich doch, diese Sprüche. Nur das haben sich die Griechen vor ein paar Jahren auch noch gedacht. Und die Spanier. Und die Portugiesen. Und die Italiener. Eigentlich alle in Europa. Aber ja, bei uns ist ja alles okay. Wir… Ja wir leben auf der Insel der Glückseligen. Stimmt’s? Uns in Deutschland kann nichts passieren. Logisch, schließlich haben wir ja… Äh was eigentlich, was denn, das uns so unabhängig macht vom Rest? Nichts. Wir gehören zur EU und zur EZB-Finanzpolitik genauso dazu wie alle anderen in €uro-pa. Alles ist mit allem verbunden. Nicht nur spirituell, sondern auch ganz sachlich. Ob wir wollen oder nicht. Wir sollten besser darauf Acht geben, dass aus der vermeintlichen Insel der Glückseligen am Ende nicht ganz real eine einsame wird. Die Enteignungspolitik von fleißig nach reich geht schamlos und unaufhörlich weiter. Mathematisch beleg- und nachprüfbar für jedermann. Schuldgeldsystem ist das Stichwort, das zur Quelle führt.

Deshalb ist es so wichtig, sich damit zu beschäftigen. Für Menschen, denen Nächstenliebe tatsächlich etwas bedeutet. Menschen wie mich. Aber auch genauso für Egoisten. Denn auch bei uns in good old Germany werden sich die Zeiten weiter und zunehmend negativ entwickeln. Der Turbolader ist in Deutschland freilich noch nicht gezündet. Ein bisschen hält der dumme Deutsche schon noch aus. Unmündig wie er ist. Aber auch der Egoist unter uns sollte sich aus purem Eigennutz mit dem System im Scheinsystem beschäftigen. „Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können…“

PS: Diesen Artikel habe ich vor kurzem bereits einmal online gestellt. Allerdings von meinem Tablet aus. Ich befand mich zu dem Zeitpunkt unterwegs im Urlaub. Irgendwie gabs dabei wohl Probleme. Daher auf diesem Wege nochmal neu.

Was bisher geschah… Fr. Tinder und ich – Teil 2 von 3

Heute gibts Teil 2 zu Was bisher geschah… Fr. Tinder und ich – Teil 1 von 3.

Erst Nähe zu einem Menschen ermöglicht echtes kennenlernen

Erst wenn man einen Menschen doch mal über längere Zeit gesehen und erlebt hat, lernt man ihn wirklich kennen. Es ist mir zu müßig hier über Macken oder sonst etwas Negatives zu Fr. Tinder zu schreiben. Jeder Mensch hat seine guten und schlechten Seiten. Aber eines ist einfach für mich im Moment klar:
Die Zeit ist bei mir so sehr knapp im Moment, dass es mich gerade einholt und hier fängt das Dilemma an. Die Zeit mit Fr. Tinder ist so ausgiebig gewesen in letzter Zeit, dass ich keine mehr für mich und noch weniger für meine sachlich zu erledigenden Dinge hatte. Sogar Briefe liegen noch immer ungeöffnet herum. Nicht erst seit gestern. So etwas kann auch mal nach hinten los gehen. Mindestens aber beschert es im Nachgang doppelte Arbeit.

Es ist zu viel. Job. Studium. Und eine… (ja was eigentlich ?)… Partnerin in spe? Aber zuviel ist es nur, wenn… ja wenn es nicht genau passt. Und seit dem vorletzten Wochenende, an dem wir durchgehend zusammen waren, wandelt sich mein Bild ein wenig. Oder auch viel. Das weiß ich noch nicht abschließend.

Ich spüre, dass ich mich zunehmend eingeengt fühle. Und das erzeugt Stress in mir. Es sind so viele kleine Dinge. Ob wir heute dies und noch das tun. Noch da oder dort hin fahren, ins Grüne. Und ja, morgen auch. Morgen dann erst dies und dann das und dann jenes und kochen auch noch. Und noch spazieren, aber nicht nur kurz.
Ich dachte mir innerlich nur: „Oh mein Gott, wann soll ein normaler Mensch das alles nur tun???!!!“

Zuviel ist zuviel

Es ist zuviel. Zuviel ist zuviel. Ich brauche mit Vollzeitjob und Studium auch mal wenigstens einen Tag am Wochenenende, an dem ich nichts, aber auch gar nichts, tun MUSS. Tun dürfen und können ist ja gut, aber das Gefühl etwas tun zu müssen?! Nein. Nicht mehr. Nein danke. Ich habe eine lange Zeit meines Single-Daseins damit verbracht zu lernen alleine klar zu kommen. Ohne, dass da jemand für mich da ist und Rücksicht auf mich nimmt. Mir einfach auch mal hilft bei meinen Dingen. Mich tröstet, wenn ich schwach bin. Mir Kraft gibt, wenn mich mal mein Mut verlässt. Mein Lachen teilt, wenn ich mich freue. Mich in den Arm nimmt, wenn ich mir Zweisamkeit wünsche. Ich habe gelernt zu verzichten. Das Leben als Asket hat seine harten Seiten. Aber Asket zu sein, heißt für mich auch mit dem Minimalsten im Leben auszukommen zu lernen und gelernt zu haben.

Und das Minimalste im Leben, es ist DAS Minimum (Tautologie!), ist man selbst!

Und Fr. Tinder legt großen Wert auf Ausgeglichenheit und Harmonie. Ich stehe auch auf Harmonie und Ausgeglichenheit. Aber nicht als Selbstzweck. Wenn ich sehe und merke, dass ich zeitlich unter Druck gerate, weil ich kaum mehr mein Zeug schaffe und sie lieber weiter schön ins Grüne fahren will, dann ist das das Eine. Wenn ich aber dann auch mal klar äußere, dass es mir zuviel wird und ich dann gesagt bekomme, dass ich „so einen unausgeglichenen Ton“ an den Tag lege und sie das gerade nicht gut findet, dann ist das das Andere.
Nur mit Meditieren und „ommmmm“ alleine erledigen sich die Alltagsdinge auch nicht. Buddhismus hin und Meditieren her. Irgendwo ist auch wieder gut. Und da ist für mich schon noch ein Unterschied zwischen Spiritualität und einem irdischen Leben in sachlicher Nüchternheit.

Und wenn ich auch nicht meine Gefühle oder Emotionen äußern soll oder darf, dann ist für mich die Herrlichkeit der Meditation an einem Punkt angelangt, der nur mehr auf philosophischer Ebene wirkt. Aber nicht in der Realität. Nicht für mich. Und die heißt für mich im Moment nun mal: Arbeit, Studium, viele angestaute unerledigte Dinge und ja… dann irgendwo ganz am Ende auch vielleicht ein bisschen ich?!

Und so bleibt ein bittersüßer Nachgeschmack nach einem eigentlich schönen Wochenende.
Wenn? Ja wenn da nicht auch ihre Ansicht bestünde, dass ich nicht ausgeglichen und entspannt genug wäre.

Und natürlich war es schön, dass sie teilweise das Frühstück hergerichtet hat. Oder dann mittags sogar (?) komplett (?) für uns gekocht hat. Und zwischendurch auch mal abgespült hat. Aber hey. Das darf sie auch, wenn sie ein paar Tage bei mir ist. Ich würde das nicht anders machen, wenn ich irgendwo zu Besuch bin. Doch halt, würde ich schon. Ich würde mehr machen. Viel mehr. Und das ist es, was ich für mich mitnehme:

Für sie und für uns habe ich mein Bestes gegeben, und meine Zeit, die ich eigentlich gar nicht habe. Auch weil ich eine Hausarbeit fürs Studium schreiben muss, mit meinem Kommilitonen zusammen.
Aber im Endeffekt habe ich mehr Arbeit Zuhause gehabt, als sie da war. Mehr Geschirr, mehr Wäsche, mehr Einkauf, mehr Zeug aufräumen, mehr dies und mehr das. Mehr Ausflüge hier und mehr Spazieren und mehr dies und mehr das. Mehr dies und mehr das, sagte ich ja schon. Aber wo ist mein Mehrwert, außer das Gefühl ständig irgendwas tun zu (fasch schon) müssen?! Ja natürlich habe ich die Zeit draußen genossen mit ihr, auch das Kochen und die Gespräche und die Zweisamkeit.

Aber meine Reifen am Auto haben sich nicht von alleine gewechselt. Also bin ich wieder über meinen Schatten gesprungen und habe den Reifenwechsel auf während der Woche verschoben. Und das Auto aber natürlich davor und danach schon dafür verwendet sie abzuholen, irgendwohin zu bringen oder heim zu fahren. Dafür reichen die Winterreifen. Wenn…? Ja wenn da nicht einfach schon der Sommer wäre bzw. der Frühling. Und der bringt nun mal einen Reifenwechsel mit sich.

Gewünscht hätte ich mir: „Hey, sieh mal. Ich weiß, dass Du einen Haufen Zeug im Haushalt zu tun hast. Geh Du Reifen wechseln, ich mache derweil hier oben die Sachen, die ich machen kann.“

Eigentlich darf das aus meiner Sicht nicht mal ein Wunsch sein, es ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Aber nicht mehr in der heutigen Zeit, da ist scheinbar alles anders.
Wenigstens hat mein Freund Herr van Onnetuschn in diesem Punkt wirklich viele Sorgen weniger. Seine bessere Hälfte kümmert sich zu Hause wirklich reizend um alles und sorgt dafür, dass er wiederum mit klarem Kopf für sie da sein kann. Liebe Freundin von Herr van Onnetuschn, ich find Dich cool. Wenn wir manchmal zu dritt draußen sind und uns über meine mehr oder weniger „phänomenalen“ Dates unterhalten, dann finde ich es einfach nur hammermäßig wenn Du dann auf meine Erzählungen gut gemeint raus donnerst: „Hau sie weg! Geht gar nicht! Wie, sie kümmert sich nicht um den Haushalt???!!!“

An der Stelle ein Bussi für Dich! Dafür, dass du bist wie du bist.
Und eines an Herr van Onnetuschn, damit Du Dich nicht vernachlässigt fühlst. 🙂

Versteht mich nicht falsch: Eine Frau, die auch nur halb so viel für ihren Mann macht wie Fr. van Onnetuschn ( 😉 ) würde mir völlig reichen! Wirklich. Irgendwas mache ich gehörig falsch! 🙂

Ist Gegenseitigkeit denn wirklich so ein Fremdwort in der heutigen Welt geworden?

Ich fühle mich einfach so, wie es das Bild hier ausdrückt:

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Woran erkennst Du gute Zweisamkeit?

„Gute“ Zweisamkeit?! Ja! Ganz einfach…

Wahrscheinlich kann ich das hier im Artikel gar nicht ganz rüber bringen, wie es ablief. Aber eines möchte ich einfach sagen: Wenn ich zu zweit bin, dann sollte sich das für mich doch besser anfühlen als alleine zu sein, nicht wahr?! Oder hab ich da etwas falsch verstanden zum Thema Beziehung bzw. Partnerschaft?! Und richtig richtig gut hat es sich für mich nur an den Tagen angefühlt, an denen wir uns nur begrenzt sahen. Nun übers Wochenende haben wir viel Zeit miteinander verbracht und es wurde zunehmend einengend.

Natürlich hat sie ihre sehr lieben Seiten. Die ich toll finde, allesamt!

Und am dem Montag morgen nach dem Wochenende gingen wir noch gemeinsam aus dem Haus. Zur Bahn. In der Wohnung war sie bereits etwas genervt, weil ich ihr nicht ausgeglichen genug war, wie sie sagte. Und in mir kam ein Gefühl des Abschieds auf, ich merkte, dass sie irgendwie froh zu sein schien, dass sie wieder gehen „durfte“?! Obwohl sie mir am Abend zuvor noch das Gegenteil mitteilte. Ich hab keine Ahnung womit ich es hier zu tun habe. Ich weiß nur, dass Stress in mir nichts positives bringt. Und ich will auch mal sagen dürfen, wenn ich etwas – mit Verlaub – SCH**** finde. Deswegen mag ich den Menschen doch genauso. Aber warum sollte ich mein Ich unterdrücken?

Wenn ich merke, dass eine Frau ins Schwimmen kommt, aus welchen Gründen auch immer, dann würde ich alles für sie tun, um ihr zu helfen. Und wenn es einfach kleine Dinge im Haushalt sind. Oder schon mal etwas vorarbeiten oder sonst etwas für sie draußen erledigen. Egal was. Aber ich würde sie nicht alleine damit lassen und gleichzeitig die gesamte Zeit für mich einfordern. Ganz im Gegenteil. Das hat mir einfach gefehlt.

Natürlich komme ich da schon selbst ins Straucheln, wenn ich mir Gedanken darüber machen muss, ob ich in dem Fall alleine besser lebe als zu zweit?! Irre.

Ich merke, dass der Artikel ab der Hälfte mehr Frustbewältigung und Stressabbau ist. Und weniger eine kleine Geschichte der Poesie. Dabei kann ich einfach auch nicht meine vollständigen Beweggründe darstellen, weil ich gar nicht auf alle Details eingehen kann. Besonders kann ich nicht fein genug abzeichnen, was in mir so viele Gefühle des Unbehagens auslöste. Es waren teilweise die Gespräche mit ihr, teilweise die Gesprächsinhalte. Und dennoch, ich muss einfach auch ehrlich sagen: Sie ist lieb. Sicher nicht nur wegen ihrer süßen Stimme. Sie ist zwischendurch einfach unglaublich lieb, sie kann so sanft und gutmütig sein. Das ist es, was es so schwer für mich macht. Sonst wäre das alles kein Problem, dann wüsste ich ja was zu tun wäre. Dann würde ich das tun, was ich immer tue, seit Beginn des Projekts Beziehung. Meine Sachen packen und weiter ziehen.
Ich sitze noch immer auf meiner Couch. Der Artikel ist fertig.

Und das Einzige, das bleibt… ist… dass mich schreiben beruhigt.

Fortsetzung folgt…

Projekt politisch – KenFM – Me, Myself and Media 33

Und endlich wieder eine neue Folge…

Es geht diesmal unter anderem um Terror, das von oben aufgedrückte Feindbild Russland, die NATO, Martin Schulz (die Mogelpackung der SPD!), den zunehmenden Überwachungsstaat und die israelische Regierung und deren ständiger Bruch des Volkerrechts.

Mein Beitrag für ein friedliches Miteinander ist täglich dafür einzustehen, dass das Bomben aufhört. Überall auf der Welt. Wahrheit tut weh, aber Wahrheit ist auch etwas, das nur von Menschen mit Herz ausgehen kann.
Jeder von uns kann das täglich im Kleinen tun und seinen Teil zum Frieden beitragen. Aufklärung ist dazu der beste Weg. Und im Kleinen heißt für mich eben auch meinen kleinen Blog dazu zu verwenden neben all den irrwitzigen Frauen-Geschichten aus dem Projekt Beziehung etwas nicht aus dem Fokus zu verlieren. Das ist der Frieden, denn das ist die Grundvoraussetzung für unser tägliches Handeln.

Im Bombenhagel lässt sich für mich als Mann ebensowenig eine Frau approachen, wie sich vielleicht für einen anderen Mann im Bombenhagel nicht gemütlich mit einer Pulle Bier in der Hand die Fußballbundesliga verfolgen lässt.

Der Vergleich hinkt? Mitnichten, und zwar in doppelter Hinsicht! Einfach mal drüber nachdenken. 🙂

Bühne frei für Ken Jebsen und eine neue spannende Folge von „Me, Myself and Media“, die dreiunddreißigste.

Was bisher geschah… Fr. Tinder und ich – Teil 1 von 3

Zunächst ein paar einleitende Worte.

Ich wünsche Euch allen frohe Feiertage. Wer mich kennt, weiß um meine wenig religiöse Ader. Daher nehme ich die freien Tage als Geschenk dankbar an und feiere die Freizeit. Und danke dem Erfinder dieser beiden Feiertage im Sinne echter arbeitsfreier Freizeit. Nutzt die Zeit mit Euren Liebsten, hoffentlich arbeitsfrei. Die Freizeit.

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Und nun zum eigentlichen Artikel…

So ähnlich oder genau so beginnen Fortsetzungen in Serien doch für gewöhnlich:

„Was bisher geschah…“

Da war also eine Frau, seit kurzem hier bekannt als Fr. Tinder. Und ihr habe ich zuletzt bereits ein dreiteiliges Date-Review gewidmet. Und die Story endete mit:

Am nächsten Tag, ich weiß nicht mehr wann, schrieb mich eine unbekannte Nummer über Whatsapp an. Wie mein Tag bisher verlaufen sei und warum ich kein Profilbild mehr in meinem Whatsapp-Profil hätte…

Und an der Stelle nehme ich nun wieder Fahrt auf, in dieser kleinen Frühlings-Romanze (oder was auch immer es sein soll).

Plötzlich jedenfalls, zwei Tage nach dem Date, zeigte Fr. Tinder wieder (?) Interesse an mir. Warum ich kein Profil-Bild mehr in Whatsapp hätte…?
Nun, das ist ganz einfach. Weil nur meine Kontakte im Handy aufgrund meiner Einstellungen mein Profilbild sehen können. Da ich ihre Nummer zuvor doch gelöscht hatte, konnte sie das Profilbild folgerichtig auch nicht mehr sehen (siehe letzer Artikel Date-Review zu Fr. Tinder – Teil 3 von 3). Die Frage ist nun also wie ich ihr das rüber gebracht habe. Besonders da wir kurz darauf wieder telefoniert hatten und sie mich darauf nicht nur per Chat, sondern auch im Telefonat ansprach. Offensichtlich roch sie, dass an dem Braten etwas faul war. Vielleicht hat sie sich deshalb nochmal gemeldet? Weil es ihr suspekt vor kam, dass mein Bild für sie nicht mehr sichtbar war? Immerhin war das auch eine Frage in ihrer Nachricht. Man wird es nie erfahren.

„Wolltest Du ab jetzt anonym sein, so dass man Dein Bild und Deinen Status nicht mehr sehen kann?“, fragte sie mich am Telefon erneut.
„Nein, mein Whatsapp hat scheinbar nicht mehr richtig funktioniert. Aber Du bist jetzt schon die dritte Person, die mir das sagt. Danke für den Hinweis.“

Seidene Fäden sind gefährlich

Warum habe ich hier geflunkert? Nicht weil ich ihr nicht per se die Wahrheit verschweigen wollte. Die Wahrheit lautet ja doch, dass ich keine Lust auf Spielchen hatte und deshalb auch keine Lust lange herum zu tun und sie deshalb gelöscht hatte.

Um loszulassen. In dem Fall etwas, das ich noch nicht mal richtig festgehalten hatte. Frei machen, wenn es sich besser anfühlt als gefühlt gefangen genommen zu werden. Von seinen eigenen Emotionen. Gefühle möchte ich leben, aber ich möchte mich weniger von meinen Emotionen lenken lassen. Es ist ein Unterschied zwischen Gefühlen und Emotionen. Ein feiner Unterscheid, mit großer Auswirkung. Und wenn ich spüre, dass dies droht, Emotionen überhand gewinnen lassen zu müssen, ist es Zeit zurück zu gehen. Mindestens einen großen Schritt. Und zu riskieren keinen Strohhalm mehr in der Hand zu halten, an den man sich klammern kann. Nenne ihn Hoffnung, diesen Strohhalm. Aber begreife auch, dass es meist nur ein Strohhalm ist, kein dünnes Seil und schon gar kein dicker Ast einer robust gewachsenen Eiche.
Hoffnung hängt meist am seidenen Faden. Und lässt Dich baumeln. Bis der Faden reißt und Du fällst. Durch das Löschen ihrer Nummer komme ich aus einer Spirale der Hoffnung und der Abhängigkeit nicht heraus, sondern ich komme gar nicht erst hinein. So einfach ist die Erklärung.

Ein kurzer Gedankeneinschub: Jetzt, da ich gerade wieder Schreibe, merke ich, wie ich mich innerlich aufgrund der Erlebnisse der letzten Tage beruhige. Es ist wie meditieren für mich. Schade, dass ich so wenig in letzter Zeit schreibe. Aber gut, dass ich sie erkenne, die Notwendigkeit dahinter und das Sprudeln meiner Gedanken als Quell der Ruhe und des Friedens. Entschleunigen um herunter zu kommen.
Und dabei höre ich, was ich oft höre, wenn ich auf meiner Couch sitze und schreibe… Musik von der Panflöte.

Die süßeste Stimme des Frühlings

In den folgenden Telefongesprächen fanden wir auf eine Art zueinander, die mich erstaunen ließ. Was mich bis heute am Meisten an ihr fasziniert, ist ihre Stimme. Sie hat die wundervollste Stimme, mit der je eine Frau persönlich mit mir gesprochen hat. Sie ist so zart und weich und manchmal auch ein bisschen hoch. Ihre Stimme klingt erfrischend naiv jung. Obwohl sie älter ist als ich. Jedes Telefonat war für mich Musik in meinen Ohren. Es war mir egal was sie erzählte, Hauptsache sie sprach.

Und inzwischen trafen wir uns wieder. Nicht nur einmal. Das zweite und das dritte Date fanden erneut draußen statt. Zum vierten Date besuchte sie mich Zuhause. Alles war so frei und einfach. Unbeschwert und leicht. Wir ließen uns aufeinander ein und nahmen uns alle Zeit der Welt, nur für uns. In den Tagen zwischen den Dates telefonierten wir bis tief in die Nacht hinein. Wir konnten nicht voneinander ablassen. Schlafmangel ersetzte oftmals seither mein Vorhaben mir täglich acht Stunden davon zu nehmen. Und ich merke, dass es mir nicht gut tut. Trotz allen Frühlingsgefühlen, die inzwischen in mir entstanden waren.

Meine private Nachricht an Lotosblume

Und da schrieb ich meiner guten Bekannten, die längst eine Freundin für mich geworden ist, eine Nachricht. Übrigens, meine einzige „echte Freundin“ in meinem Leben. Jemals. Und an der Stelle wird es Zeit auch ihr einen Namen zu geben, immerhin hatte sie hier mehrmals – wenn auch selten – bereits einen Platz in meinen Artikeln bekommen. Ich nenne Dich hier ab jetzt in ganz tiefem Respekt und voller Anerkennung für alles was Du bis hier hin getan hast, nicht nur in Bezug auf mich, aber auch, sondern auch in Bezug auf Deine Umgebung und Deine Familie, in täglich sehr wundervolle Art und Weise, Lotosblume.

Herzlich willkommen an Dich als Protagonistin, neben Herr van Onnetuschn bist Du nun die zweite Person aus meinem Privatleben hier in meinem Blog. Premiere! 🙂

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Auszug aus meiner Nachricht an Lotusblume:

“ […] Mit Fr. Tinder ist es nun anders verlaufen als zunächst gedacht. Wir haben uns inzwischen ein paar mal öfter getroffen und so gesehen viel Zeit miteinander verbracht.

Sie wirkt auf mich unglaublich beruhigend und zeigt an mir echtes Interesse, jedenfalls fühlt es sich so an. 🙂
Ich will mich nur ganz bewusst nicht so schnell hinein stürzen, bekanntlich kann der Fall danach tief werden, falls etwas doch nicht so passt.
Bisher hatte ich aufgrund ihres Verhaltens zu keinem Zeitpunkt das Gefühl misstrauisch zu sein. Und das ist mir schon viel wert. Insofern genieße ich das was gerade passiert. Wir telefonieren oft und bei mir war sie auch schon.
Ich habe das Gefühl, dass sie mir viel zeigen und beibringen kann. Und vor allem mich verstehen und mir folgen kann.
Sie fordert mich in vielen kleinen Dingen auf spielerische Art sehr heraus und das gefällt mir. Es ist kein ernstes und schon gar kein einengendes Miteinander, sondern frei und offen. Und ehrlich, merke ich. Sie agiert auch und reagiert nicht nur, wie viele andere…
Ein bisschen fühlt es sich surreal an. Ich bin es nicht mehr gewöhnt eine Frau an mich heran zu lassen. Jedenfalls nicht auf der Ebene der Gefühle, nicht in der Tiefe. Und das bereitet mir tatsächlich Angst. Ich merke, dass ich sehr vorsichtig bin. Vielleicht zu vorsichtig. Vielleicht ist es aber auch gut so. Ich weiß es nicht.
Ich merke, dass ich nicht einfach vertrauen kann. Vielleicht kommt es mit der Zeit.
Mein langes alleine Sein hat definitiv Spuren hinterlassen. Je näher wir uns kommen, desto mehr wächst gleichzeitig meine Angst, dass es „wieder mal vergebens war“ was ich tue.
Andererseits habe ich umgekehrt auch die Sorge für sie nicht „der Richtige“ zu sein, nicht mal aus Selbstzweifel, sondern weil ich echt auf Gefühlsebene ziemlich am Boden bin. Also mein Herz selbst ziemlich zugrunde gerichtet habe und nun spüre, dass es da noch einen weiten Weg gibt, um wieder in Ordnung zu kommen. Dafür kann sie nichts, gar nichts. Aber dennoch ist es so.
Schwierig. Besonders jetzt, da ich eigentlich etwas Abstand wollte von dem Thema Frauen.
Andererseits bin ich sehr gespannt, ob sie mit ihrer rücksichtsvollen und fürsorglichen Art womöglich sogar so gesehen sehr zur „Heilung“ beitragen kann. Ohne dass es ihr bewusst ist oder werden soll.

Von dem Blog weiß sie nichts. Dafür wäre es definitiv zu früh. Und ob überhaupt? Ich weiß es nicht… […]“

Aufrichtiger kann ich zum Stand bis vor kurzem nichts sagen. Das beschreibt meinen Gemütszustand exakt, jedenfalls bis zum vorletzten Wochenende. Das war, als ich begann diesen Artikel zu schreiben. Seither ist es anders, was sich bisweilen so richtig und gut anfühlte, bereitet mir seither Unbehagen.
Fortsetzung folgt…

Date-Review zu Fr. Tinder – Teil 3 von 3

Heute Teil 3 und den vollständigen Abschluss der Geschichte. Jedenfalls des ersten Dates. 🙂

Auf gehts ins große Finale.
Und ich setze die Geschichte direkt ohne viele einleitende Worte nach Teil 2 (Date-Review zu Fr. Tinder – Teil 2 von 3) fort.

Alles eine Frage der Eskalation

(An der Stelle ein kurzer Ausflug: Ja, es steht noch ein eigener Artikel zu diesem Thema an. Das habe ich versprochen. Kommt noch! 😉 )

Als wir nach dem Essen ins Auto gestiegen sind (ja, natürlich habe ich ihr hierbei das zweite Mal die Türe aufgehalten), hielt ich das erste Mal ihre Hand. Sie reagierte etwas überrascht, aber ließ meine Berührungen zu. Sie ließ sie zu. Sie erwiderte sie nicht.

Mit dem Auto an der zweiten Location angekommen, verbrachten wir noch einige Minuten mit Musikhören. Sie zeigte mir einige ihrer Lieblingslieder. Also schnell ihr Handy per Bluetooth-Verbindung mit meinem Auto verbunden. Schwuppdiwupp und sie ließ mich Eintauchen in ihre Musikwelt. Auf diese Art bestand also auf jeden Fall schon mal eine Verbindung zwischen ihr und mir! Oder jedenfalls zwischen ihrem Handy und meinem Auto. Wie auch immer. 😉

Wir lachten und lauschten. Und ich massierte ihr die eine Hand, anschließend die andere. Das genoss sie. Und dabei merkte ich zum ersten Mal, dass sie noch nicht auf dieser Ebene angekommen war. Kein Problem, also wieder einen Schritt zurück.

Wir gingen in ein Bistro, obwohl es in Anbetracht unserer inzwischen beiderseitigen Müdigkeit schon echt spät war. Es wurde ein relativ kurzer Aufenthalt. Wir setzten uns nebeneinander und wieder nahm und hielt ich ihre Hand.

Es war nicht sonderlich spektakulär, aber innerlich stellte ich völlig abseits der Müdigkeit fest, dass irgend etwas nicht mehr so war wie am Anfang. Schon seit vorhin nicht mehr, einen genauen Zeitpunkt kann ich bis heute nicht ausmachen. Ich versuche es auch nicht. Ich stelle es nur für mich fest, dass irgendwo ein „Bruch“ drinnen war.

Wenn Frau (noch ?) Zeit braucht

Draußen auf dem Weg zurück zum Auto sagte ich etwas zu ihr. Sie hatte ihre Hände in ihrem Mantel. „Wenn es nicht so kalt wäre und ich nicht wissen würde, dass Du gerade frierst, dann würde ich jetzt auf dem Weg Deine Hand halten.“

Sie sagte: „Oh. Ich bin ehrlich gesagt noch gar nicht so weit.“

Ein echtes Statement. Eines, das mein Gefühl bestätigte. Jede weitere Eskalation war damit an dem Abend unnötig, weil zum Scheitern verurteilt. Also ließ ich es.

So fuhr ich sie nach Hause, wir waren beide inzwischen noch müder und so hielten wir es kurz, verabschiedeten uns mit einer raschen Umarmung und ich fuhr zurück zu mir. Ich genoss das Alleinsein im Auto und verspürte für mich innerlichen Frieden. Damit, dass es das vermutlich wieder einmal gewesen sein könnte. Alltag inzwischen. Ich kenne das ja, es ist nicht überraschend für mich, dass ich nicht völlig überschwänglich und in Euphorie blind vor Liebe herum renne.
Das habe ich lange nicht mehr getan, mir etwas von einem Date zu versprechen oder zu erwarten. Diesmal war aber echte Vorfreude da. Aber ohne mir etwas davon zu versprechen oder mir etwas zu erhoffen. Ein Unterschied.

Vielmehr spürte ich ja, dass irgend etwas nicht ganz passte. Man könnte vielleicht sagen, dass der Funke nicht übersprang. Andererseits lief es am Anfang echt gut, aus meinem Bauchgefühl heraus. Irgendwie war das Ganze dann genau deshalb für mich etwas widersprüchlich. Erst läuft etwas so gut an und dann gibt es einen Knick, warum auch immer. Ich hab kurz darüber nachgedacht, ob es an der Müdigkeit liegen könnte. Ich reiße mich dann aber immer sehr zusammen und gebe dennoch stets mein Bestes. Und ich wusste nicht, was sie nun fühlt. Dazu passte ihre Aussage oben für mich in ein Bild, das mir signalisierte: „Es stimmt etwas nicht.“

Dennoch bin ich so, dass ich meine Anerkennung und mein Interesse signalisiere. Es hängt ja immer von beiden ab, was passiert. Ich lasse sie auf diese Art zumindest wissen, dass ich sie mag. Was sie dann daraus macht, liegt sowieso nicht in meiner Hand.
So spiele ich das Spiel. Und deswegen bin ich kein gewöhnlicher Pickupper. Ich eskaliere nicht durch bis zum Abgrund, sondern trete davor auch einen Schritt zurück. Lasse Mensch Mensch sein und Gefühle Gefühle sein und wenn Gefühle auch mal nicht da sind, dann lasse ich sie eben auch mal nicht da sein.

Dann mache ich, was ich immer mache. Ich packe meine Sachen und ziehe weiter. Einsam in die Nacht. Nicht mehr traurig, wie vor einigen Monaten, nach einem gefühlt „gescheiterten Date“. Sondern inzwischen ganz zufrieden damit, dass ich alleine sein darf. Ja, richtig. Sein darf. Nicht sein muss. Alleine weiß ich noch immer am besten für mich selbst was ich mag und was mir gut tut. Freiheit. Genug zu tun habe ich mit meinem Studium auch. Mir ist nicht langweilig. Im Gegenteil. Ich schätze meine Freizeit noch mehr als vorher, da sie knapper ist als je zuvor.

Eignen sich Themen wie Zalando und H&M besser, um das Herz einer Frau für sich zu gewinnen?

Was ich mir am nächsten Morgen dachte: „Hm… vielleicht hast Du wieder mal zu tiefgründige Themen angeschnitten.“
Selbstreflexion halte ich für enorm wichtig, es geht dabei nicht darum herauszufinden „warum sie dies oder das“ so oder so gemacht oder gesagt hat. Sondern es geht darum sich selbst weiterzuentwickeln. Enorm wichtig. Ansonsten tritt man täglich in die selbe Pfütze und vermag es nie das zu ändern. Sich zu ändern.

Und ich hab mir für alle weiteren Dates mit Frauen erst mal vorgenommen: „In Zukunft keine Gespräche mehr über ihre oder meine Ziele, Wünsche und Träume oder die Gesellschaft. Keine Kritik über nichts. Einfach immer schön „ja“ und „toll“ sagen. Ein bisschen letzter Urlaub hier, gepaart mit einer Prise Lieblingsmusik und gespickt mit dem Lieblingsessen da. Das soll an „Tiefe“ reichen.“
Ich kann auch den total oberflächlichen flüchtigen Typen spielen. Mal ausprobieren…? Definitiv ja, dachte ich mir. Warum?
Ich habe Fr. Tinder in den Tagen vor dem Date in vielen ausgiebigen Telefonaten als eine sehr tiefgründige und einfühlsame Frau kennen gelernt. Ja, zugegeben, in den Telefonaten. Aber trotzdem… etliche Stunden erlauben es auch sich über eine Telefonleitung ein Bild zu einem Menschen zu machen.
Und das Bild sagte mir: „Bei ihr kannst Du auch mal Du sein! Also sei Du!“

Das dachte ich mir aber einige Wochen vorher bei Fr. Unnahbar auch. Und das Schiff lief auf Grund. Rumps.

Und diesmal? Offenbar schon wieder.
Vielleicht waren bzw. sind meine Einschätzungen auch nur falsch. Vielleicht denke ich nur, dass ich über solche Themen mit einer Frau reden könne und tatsächlich kann ich das – jedenfalls mit der jeweiligen Dame – gar nicht. Neueste Angebote von Zalando oder H&M taugen in diesen Fällen vielleicht besser als Gespräche über alles andere.

Wie ging es weiter?

Am Tag des Dates – bzw. in der Nacht – kam von ihr keine Nachricht mehr. Nun, sie habe ich ja gut nach Hause gebracht. Und ich? Ja, ich bin auch gut nach Hause gekommen. Danke der Nachfrage. Oder eben nicht.
Jedenfalls hatte sie mich in dieser Nacht nicht mehr angeschrieben. Sie interessierte es vermutlich nicht, ob ich trotz Müdigkeit auch noch gut zu Hause angekommen bin oder aber sie hat so viel Urvertrauen zu mir, dass sie wusste, dass ich gut zu Hause angekommen sein werden würde. Was für ein Deutsch.

Ich tat es ihr gleich. Keine Nachricht. Erstmal. Man muss das respektieren, wenn eine Frau sagt „Oh. Ich bin ehrlich gesagt noch gar nicht so weit.“, dachte ich mir an der Stelle. Also trete ich einen Schritt zurück. Aufdringlich zu sein, ist nicht meins.

Und am nächsten Morgen?
Normalerweise hatten wir uns in der Früh und am Abend immer kurz eine Nachricht geschickt. All die Tage zuvor. Wie gesagt, alles war seit dem Date anders.

Also schrieb ich sie in der Früh an, warum auch nicht. Ja, ich zuerst. Was solls. Mir ist dieses Warten-Gelasse zu albern. Es kam eine kurze Antwort zurück. Keine Anzeichen oder Anstalten von ihr noch weiter Nachrichten austauschen zu wollen oder sonst etwas. Passt, dachte ich mir. Dann weiß ich Bescheid.

Was sagt Herr van Onnetuschn dazu?

Am Abend traf ich mich mit meinem besten Freund, meinen Lesern hier auch bekannt als Herr van Onnetuschn. Und wir saßen in einer Bar. Natürlich war Fr. Tinder ein Thema des Abends. Er verstand das alles auch nicht. So viele Telefonate. So viel Interesse, offensichtlich beiderseits. Und dann funkte es „mal wieder“ nicht. Er sagte zu mir, dass ich noch etwas warten soll. So nach dem Motto, „die Flinte nicht zu schnell ins Korn zu werfen“.

Lieber Herr van Onnetuschn, mein Freund, welche Flinte? Welches Korn denn?

Dazu muss ich sagen, dass es mir tatsächlich egal war, ob bei der Geschichte etwas heraus kommt oder nicht. Gleichgültigkeit auf emotionaler Ebene bezüglich dem einzelnen (!) Ergebnis hat meine Euphorie im Projekt Beziehung längst ersetzt. Es ist mir nur erst in den letzten Wochen zunehmend klar geworden. Das ist nicht schlimm, aus meiner Sicht nicht. Es ist nicht negativ gemeint, auch nicht positiv. Es ist wie es ist. Wichtig ist für mich nur die Erkenntnis: „Wenn es passen soll, dann wird es passen“.
Egal ist es mir also wirklich nicht in negativer Hinsicht! Es ist viel mehr die sichere Erkenntnis, dass der Weg wichtig ist. Und der führt nur über mich selbst. Ein einzelnes Ereignis ist nicht wichtig, besonders wenn es von außen kommt. Ich bin nämlich auch keine Aneinanderreihung von einzelnen Ereignissen, sondern ein großes Ganzes. Ein ganzes Menschenleben. Ein großes ganzes Menschenleben. Wie jeder von uns. Nur am Bewusstsein darüber mangelt es meistens und den Meisten.
Wir neigen dazu einzelne Ereignisse zu übergewichten. Und deshalb schaukelt es uns von links nach rechts, ständig wenn es etwas „Unerwartetes“ passiert. Erwarte nichts, dann schaukelt auch nichts, dann passiert auch nichts „Unerwartetes“, dann ist Dir auch „egal“ was unterwegs passiert. Ein herrliches Gefühl der Freiheit macht sich gerade in mir breit, da ich diese Zeilen schreibe.

Und so sagte ich zu ihm an diesem Abend: „Sieh mal, gestern Nacht hat sie mir nicht mehr geschrieben, anders als sonst. Heute Morgen hat sie mir kurz und knapp geantwortet. Seither nicht mehr. Heute Nacht auch nicht. Auch anders als sonst. Wenn diese Frau tatsächlich Interesse an mir hätte, wirkliches Interesse, dann würde sie mich doch mit Nachrichten, Telefonaten oder sonst etwas bombardieren. Zumindest wenn der Funke wirklich übergesprungen wäre.“

Herr van Onnetuschn schwieg.

Und ich fuhr fort, „Sieh nochmal, das ist unser bisheriger Whatsapp-Chat.“, ich machte zwei Klicks und gelöscht war er. Und weiter sprach ich zu ihm, „und schau, das ist ihr Kontakt in meinem Handy.“. Erneut zweimal aufs Display gedrückt und auch da war Fr. Tinder gelöscht.

Er sagte etwas überrascht, wobei er mich kennt wie kein zweiter auf dieser Welt:
„Meinst Du nicht, dass das ein bisschen zu früh ist?“

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Das ist Freiheit in meinem Leben. Ich definiere Freiheit für mich heute völlig anders als früher. Freiheit ist für mich eine Mischung aus innerer Frieden und äußerer und innerer (körperlicher und Gedanken-)Freiheit.

Ich sagte zu ihm: „Wenn sie wirklich möchte, dann kann sie sich melden.“
Und innerlich dachte ich mir: „Ich habe keinen Kontrollzwang. Wenn sie möchte ist gut, wenn nicht, ist auch gut.“
Es liegt nun in ihrer Hand.
Kontrolle nicht (!) zu haben, ist ein schönes Gefühl. Es befreit. Es nimmt einem die Last und die Gedanken von vielem.
„Lass ruhig die Anderen mal machen“, denke ich mir inzwischen und kann mich daran gut gewöhnen.

Normal will man(n und oft besonders auch Frau!) Kontrolle. Hat man keine Kontrolle, fühlt es sich „schlecht“ an. Man fühlt sich schlecht. Warum?
Es ist doch heute genau umgekehrt für mich an vielen Stellen des Lebens, jedenfalls in Bezug auf andere Menschen! Wozu etwas kontrollieren? Habe ich Kontrolle, dann habe ich etwas zu verlieren, die Kontrolle selbst. Und das ist für die meisten Menschen ein Problem. Verlustangst. Kontrollverlustangst.
Kein Ego, keine Kontrolle. Kein Problem.

Und so endet eine so hoffnungsvolle Geschichte tragisch?

Am nächsten Tag, ich weiß nicht mehr wann, schrieb mich eine unbekannte Nummer über Whatsapp an. Wie mein Tag bisher verlaufen sei und warum ich kein Profilbild mehr in meinem Whatsapp-Profil hätte…

Sieht so aus, als wenn…
Ja, Du vermutest richtig… 🙂

Fortsetzung folgt. Liebe Leser, und wieder einmal… Geduld bis zum nächsten Artikel. Auch wenn das Date-Review mit diesem Dreiteiler zu Ende gegangen ist… so ist es nicht das Ende der Geschichte mit Fr. Tinder. Es bleibt spannend.