Eine wie (fast) alle – Fr. Fashion

Irgendwie hat es mich erst heute gepackt, einen Artikel zu schreiben. Am Wochenende kam es ja zum Date Nr. 3 mit Fr. Fashion. Der Titel verrät natürlich schon ein bisschen was. Oder auch schon fast alles. Aber ein paar Details sind auf jeden Fall berichtenswert.

Sie kam direkt zum Start mit einer tollen Story um die Ecke: „Hey, es tut mir wirklich leid und ich weiß, dass wir uns heute Abend ganz entspannt Zeit füreinander nehmen wollten. Aber meiner besten Freundin geht es nicht gut. Sie hat gestern Abend herausgefunden, dass ihr Freund sie seit einem Jahr mit einer anderen betrogen hat.“

Es ist immer irgendwas

Info und Anekdote am Rande:
Erster Gedanke dazu in mir, innerlich schmunzelnd: „Hey! Das ist die Story, die Du als Pickupper normal bringst, wenn Du so schnell es geht das Date verlassen willst.“ Dann tust Du einfach so als hätte Dir gerade Dein bester Freund geschrieben und nimmst das als Vorwand, das Date zu verlassen. Natürlich nur, wenn Dich die Frau einfach nur tierisch langweilt. Ich habe das bisher noch nie gemacht, finde es persönlich auch albern. Wenn ich keinen Bock auf eine Frau habe, dann sag ich ihr das inzwischen direkt ins Gesicht, stehe auf (…zahle meinen Teil der Rechnung…) und gehe einfach. Egal was sie sagt. Lebenszeit ist kostbar und meine eigene mir persönlich am Meisten. An der Stelle kann ich auch auf einen früheren Artikel von mir zu diesem Thema verweisen (Meine neue Art „Tschüss“ zu sagen). Hat schon fast einen philosophischen Touch.

Das Doofe war, dass wir beide bereits einen gewissen Weg auf uns genommen hatten. Hätte mir die Trulla – äh Entschuldigung, ich meine natürlich „die Liebste“ – gesagt, dass sie so eine Story im Gepäck hat, dann hätte ich das Date sofort abgeblasen. Das bringt doch nichts. Entweder hat sie Bock auf und Zeit für mich oder eben nicht. Aber es war so, dass wir nun schon voreinander standen. Sie dann direkt heim schicken wollte ich auch nicht. Sie schob nochmal ein: „Es tut mir wirklich leid. Aber wir haben ja Zeit füreinander, nur nicht ganz so lange. Wir machen es uns entspannt und genießen die Zeit, ich muss ja auch erst gegen Mitternacht los.“

Zweite innerliche Reaktion von mir: „Hm. Wahrscheinlich wartet Dein Freund zu Hause auf Dich. So selten wie Du Dich seit dem ersten Kontakt meldest bzw. auch spontan NICHT ans Handy gehst, wenn ich einmal anrufe.“

Die ganze Story mit ihr hat mir ab dem ersten Tag bis zum Himmel gestunken. Sie habe ständig viel zu tun und ihr Terminplan sei schon ziemlich voll und sie unternehme immer so viel und bla bla. Ich glaube einfach, dass sie (mindestens) einen Typen hat. War mir aber egal, weil ich es nicht weiß. Und da ich ein freier Mensch bin, schaue ich mir Dinge erstmal frei an. Ich mache mir zwar Gedanken, aber ich lebe nicht in Interpretationen.

Jedenfalls fand ich sie noch nie Weltklasse, aber interessant genug, um ihr die Chance zu lassen, mich vom Gegenteil zu überzeugen. Hat sie nicht geschafft. Soviel vorweg. 🙂
Das Date an sich lief relativ unspektakulär. Ja, gemeinsam gekocht. Wobei ich den Hauptteil der Arbeit tat. Sie stellte sich beim Vorbereiten bzw. Kochen aber auch an wie ein Pferd, das Eier legen soll. Naja, die heutige Generation halt. Außer Tiefkühlpizza in den Ofen schieben kennt die nix und kann auch nix. Das Essen war aber gut. Ist mir gut gelungen. Muss mich durchaus selbst loben. Garnelen in Knoblauch-Öl, dazu einen gemischen Salat und ein frisches dunkles Baguette. Hm. Für die Trulla hab ich meinen sonst so stringenten Ernährungsplan für den Tag aufgegeben. Abends gibts bei mir normal nur Low Carb. Ja, es war alles okay bis dahin. Wir haben gelacht, ja. Wir haben Spaß gemacht, ja. Aber spektakulär war es nicht. Muss es ja auch nicht immer sein, schon klar. Wenn…? Ja wenn da nicht diese Sache mit der Stimmung gewesen wäre…

Wenn die Zicke zickt, aber der Mann nicht mitmacht

Sie kann zwar weder Kochen, noch fleißig sein (z. B. den Tisch von sich aus decken) noch… sonstwas (okay, der ist böse *hehe*). Dafür kann sie aber ganz gut Weißwein und sonstigen Alkohol trinken… und ihn nicht (!) vertragen. Nachdem die Gute dann doch ein paar Dinger gebechert hatte, sprach sie „komplizierte Themen an“, wurde zickig und die eigentlich relativ entspannte Stimmung kippte plötzlich. Ich hätte das Kippen verhindern können. Definitiv. Ich hätte die heiklen Themen umschiffen können. Aber nee, sicher nicht, Freunde! 🙂

Ich bin nicht mehr der Pickupper aus Teil 1. Ich bin inzwischen ganz anders drauf. Ich stehe ganz anders zu meinen Themen, zu meinem Charakter und zu meinem Ich. Und mein Ich weicht nicht aus, wenn es haarig wird, nur um… ja was eigentlich? Um etwa eine Frau in die Kiste zu bekommen, die ich mindestens mal charakterlich gar nicht toll finde? Sicher nicht. 🙂 Also – darauf angesprochen – habe ich meine Ansichten rausgedonnert, wie sie gerade daher geflogen kamen. Auf jede ihrer noch so abstrusen Ansichten gab es von mir meinen passenden Standpunkt. Ehrlich und fair, die schnellste Art mich kennen zu lernen.

Beispiel? Ob ich Kinder möge? Ja ich mag Kinder, dazu stehe ich. Ihre Aussage: „Ich hasse Kinder!“ Das ist nur ein Beispiel für viele Dinge, die da an heißer Luft von ihr in den Raum geblasen wurden. Wie kann man Kinder hassen? Hä?! Jeder von uns war mal Kind. Das würde ja bedeuten, dass sie sich selbst hasst. Wobei… jetzt wird mir alles klar! 🙂

Ich wusste zwischendurch ehrlich gesagt nicht, ob ich weinen oder lachen soll. Ausbreiten und weiter ins Detail gehen möchte ich hier gar nicht, das ist sie nicht wert, die Frau. Nicht mal als gutes Date-Review taugt das. Es war einfach gehirngewaschen, Frauen sollten lieber Karriere machen und der Mann sollte zu Hause bleiben und überhaupt hätten Mütter zu Kindern keine engere Bindung als die Väter. All solches Zeug. Wenn ich noch beim Essen gewesen wäre, hätte ich mich vermutlich übergeben müssen. Blieb mir glücklicherweise erspart.

Jedenfalls zeigte sich dann ihr wahres Ich. Plötzlich meinte ich neben Alice Schwarzer zu sitzen. Pfui Teufel. Was für ein verdrehtes Weltbild. Die leichten Emanzen-Anflüge aus den ersten beiden Dates entpuppten sich als ein großes Donnerwetter. Und das ist für mich so in etwa der größte Grund einen großen Bogen um eine Frau zu machen. Danke, aber ich bin nicht schwul. Solche Frauen überlasse ich lieber den (leider vielen) anderen speichelleckenden Schoßhunden. Die dann von so einem Mistvieh in 1000 Einzelteile zerfetzt werden. Vermutlich müssen die sich bei Fr. Fashion auch nach dem Sex bedanken, erwartet sie wahrscheinlich so. Dass man im Anschluss artig „danke“ sagt. Und ihr eine Handtasche dafür kauft. Es war an diesem Abend wirklich egal was ich sagte, auf jede Aussage – sei so noch so neutral – folgten auf Krawall gepolte Widerworte.

Sie meinte jedenfalls in ihrer zunehmend mieser werdenden Stimmung mich etwas aus der Reserve locken zu können. Sorry, schaffst Du nicht! Da musst Du früher aufstehen. 🙂 Ich bin doch längst wieder täglich im Hier und Jetzt. Und ich habe abgesehen davon stets meine Beobachter-Kamera dabei. Und wann immer es brenzlig wird, wechsle ich diese Perspektive. Wenn ich mich dann beim Sprechen selbst beobachte, kann ich mit Dir Möchtegern-Power-Emanze nicht streiten. Ich kann dann innerlich nur Schmunzeln. Hm. Irgendwie war es ihr dann selbst zu doof, so dass sie mich bat irgendetwas zu tun, um die Stimmung wieder aufzuhellen.

Innerlich dachte ich mir nur: „Du langweilst mich.“ Aber ich bin eben auch kein unfreundlicher Mensch. Mama hat mich einfach zu gut erzogen, wird mir immer wieder klar. Charakterlich bin ich weitestgehend nicht geeignet für diese Welt. Geeignet für die Generation davor, ja. Nicht für die heutige allerdings. Heute gibt es nur mehr fressen und gefressen werden. Und fressen lasse ich mich von keiner Frau mehr. Die Zeiten sind vorbei. Aus. Ende. Da könnt Ihr Euch einen anderen Dummen suchen. 😉

Sie wurde dann doch noch etwas anhänglich. Aber Lust hat das in mir keine mehr ausgelöst. Überhaupt nicht. Ich machte ihr irgendwann den Vorschlag, dass es besser sei zu ihrer Freundin zu fahren, da sie doch bestimmt schon wartete.

Der Abschied viel kurz und knapp aus. Und ich verspürte wieder diesen innerlichen Frieden in unseren letzten gemeinsamen Minuten. Denselben Frieden, den ich in Teil 1 regelmäßig verspürte. Immer dann wenn ich merkte, dass es vermutlich (oder sehr sicher!) das letzte Treffen sein würde und es kein Wiedersehen mehr gäbe. Tut gut, diese Freiheit. Diese innerliche Nicht-Verhaftetheit gegenüber einer bestimmten einzelnen Frau.

Nummern zu löschen befreit

Jetzt springen wir zum nächsten Tag. Ich ging spazieren mit einem Freund. Es war schönes Wetter. Wir genossen die Sonne und schlenderten durch die Stadt. Dabei erzählte ich ihm die Story vom Vortag. Seine Reaktion: „Und ihre Nummer hast Du bei der Geschichte noch nicht gelöscht?!“ „Stimmt eigentlich, warum nicht?“, antwortete ich mich selbstfragend.

Gesagt, getan. Weg war die Nummer. Aus den Kontakten und auch der Chatverlauf aus WhatsApp. So einfach geht das heute. Das ist meine Antwort auf das ganze Dating-Gebahren einer völlig verrückten Generation.

Und zwei Tage nach dem Date war es dann soweit. Mein Telefon klingelte. Eine unbekannte Nummer. Vermutlich hatte sie bemerkt, dass ich sie gelöscht hatte. Mein WhatsApp-Profil ist so eingestellt, dass man mein Profilbild nur sieht, wenn ich die Person in meinen Kontakten eingespeichert habe. Und gerade das hatte ich bei ihr eben nicht mehr.

Sie wollte sich entschuldigen dafür, wie das Date lief. Sie sei manchmal launisch. Sie wisse auch nicht so genau was für die Stimmungsschwankung gesorgt hatte. Eigentlich finde sie mich als Mensch mega interessant und hat sich auch nach den beiden Dates total gefreut. Und auch beim Kochen sei es toll gewesen usw. bla bla bla. Aber sie hätte jetzt das Gefühl, dass ich sauer auf sie sei. Und sie wollte nachfragen.

„Ja, nachfragen? Was eigentlich?“, dachte ich mir nur. Mit 2 Tagen Abstand lässt sich einiges klarer sehen. Also nutzte ich die „überraschende“ Gelegenheit… die gar nicht so überraschend ist… denn Frauen hassen es einfach, wenn der Mann ihnen nicht hinterherdackelt… sie kommen dann doch meistens von alleine zurück gekrochen… ist nur eine Frage der Zeit… hab ich gelernt… (siehe den Brief von Fr. Tinder damals, der plötzlich in meinem Briefkasten lag, nachdem sie „Schluss gemacht“ hatte: Ein lange angekündigter Rundumschlag). Zurück zum Text: Ich nutzte also die Gelegenheit und habe ihr einfach mal alles vor den Latz geknallt, was so Sache ist.

Ich: „Erstens fand ich es nicht toll, dass Du Dich beim Herrichten, Kochen, Abräumen und Abspülen kaum beteiligt hast. Ich stehe auf Frauen, die aktiv sind. Geht gar nicht. Zweitens ist mir meine Zeit wertvoll und ich verbringe meine Zeit nur mit Menschen, die mir gut tun. Schlechte Laune ist nichts für mich. Und auf Machtspiele stehe ich nicht. Ich weiß was ich will, darum gab es von mir auch kein Streitgespräch oder eine ellenlange Diskussion an dem Abend über irgendein belangloses Thema. Du hast eine andere Meinung? Fein. Deine Sache. Akzeptiere ich. Kein Grund sauer zu werden. Aber ich stehe auf Frauen, die genug Selbstvertrauen haben, auch Frau zu sein. Die ihre Weiblichkeit an sich selbst lieben und nicht versuchen wollen einem Mann künstlich die Stirn zu bieten. Das mag bei den Meisten da draußen funktionieren, bei mir nicht. Keine Ahnung was genau an dem Abend dazu geführt hat, dass die Stimmung kippte. Ist mir auch egal, das was ich da von Dir kennengelernt habe, ist nicht das, was ich für mich in meinem Leben brauche.“

Da war sie etwas perplex, die gute Fr. Fashion. Nun, also… ob wir denn in Kontakt bleiben könnten und „einfach mal sehen, wie wir in ein paar Tagen so denken würden“, fragte sie. Ich antworte: „Wir haben die Möglichkeit uns kennenzulernen. Wenn Du mir zeigen möchtest, dass Du ein anderer Mensch bist als der, den ich an dem Abend zugesicht bekommen habe. Aber ich sammle keine Telefonnummern. Freundschaften zu Frauen gibt es bei mir nicht.“

Sie: „Ist das dann für Dich gleich endgültig aus?“

Ich: „Das hängt von Dir ab, was Du bereit bist zu investieren. Ich brauche keine lauwarmen Geschichten. Und da Dein Prinzessinnenkalender (O-Ton, ich schwörs! *hehe*) sowieso von morgens bis abends voll geplant ist (wie gesagt, meine Vermutung: Weil sie einen – mindestens einen! – Freund hat, ich würde darauf wetten!), langweilt mich das alleine schon. Wenn Du einen Menschen kennernlernen möchtest, dann musst Du Dir dafür auch die Zeit nehmen. So interessant kann ich gar nicht für Dich sein, dass Du für eine ganze Woche im Voraus nicht weißt, wann Du mal ein paar Stunden übrig hast.“

Sie: „Ja, aber ich habe halt auch viele andere Sachen zu tun und mache auch viel mit Freunden, wir sind ja gerade erst am Kennenlernen, da kann ich doch nicht einfach alles andere hinten anstellen.“

Ich musste innerlich wieder nur schmunzeln und dachte mir: „Wenn das ein Kennenlernen sein soll, also SO… ohne Zeit miteinander zu verbringen… hahaha… was für ein Paradoxon!“

Ich: „Genau da liegt das Problem. Du meinst so viel zu tun zu haben, dass eben gar keine Zeit ist einen Menschen kennen zu lernen. Ich hab auch viel zu tun und im Moment bestimmte Prioritäten, aber Zeit für ein Date alle paar Tage nehme ich mir einfach. Und deswegen verstehe ich auch nicht was Dein Anruf soll. Im Prinzip ist doch klar, dass das zwischen uns so gar nicht geht.“

Sie: „Ich wollte Dir auf jeden Fall sagen, dass Du Dir nichts Komisches denken sollst. Du hast nichts falsch gemacht oder so. Deswegen wollte ich mich auch entschuldigen, damit da nichts zwischen uns hängen bleibt.“

Ich: „Das ist nett von Dir. Aber entschuldigen brauchst Du Dich nicht. Da stehe ich drüber. Alles okay. Mach Dir keine Gedanken.“

Sie: „Ja ich möchte nur, dass wenn wir uns mal irgendwo begegnen, dass wir uns nicht einfach aus dem Weg gehen.“

Ich: „Keine Sorge. Ich sag bestimmt hallo. Aber mehr auch nicht. Bei mir gibts nur 0% oder 100%. Dazwischen ist kein Platz.“

Sie: „Du siehst das aber generell ziemlich hart.“

Ich antworte also: „Ich weiß was ich möchte und was ich nicht möchte. Deswegen wünsche Dir einfach nur leb wohl, alles Gute, pass auf Dich auf und viel Spaß noch.“

Damit war es das dann auch.

Und so ist es, wie es bisher (fast) immer war… ich packe mental wieder einmal meine Sachen und ziehe weiter…

Auswahl gibts genug. Und unter Wert verkaufe ich mich für keine Frau. Und mein Wert ist seit dem Beziehungsaus so unendlich gestiegen. Alleine schon ganz unabhängig davon, wie andere – besonders Frauen – mich sehen. Es ist mir egal. Ich bin ich. Einen Wert zu haben, impliziert Werte zu vertreten. Man kann nicht etwas wert sein, ohne Werte zu verkörpern. Die Summe der eigenen Werte machen den eigenen Gesamtwert aus. Also geht es für mich doch ganz einfach nur noch darum, der Frau zu begegnen, die in der Lage und fähig ist (geistig und mental!), Werte im Leben überhaupt entdecken zu können. Und dann muss die Eine dazu doch nur den Blick einmal auf mich richten und hinsehen. 😉

Irgendeine wird das hinbekommen. Ich bin total überzeugt davon. Geduld, junger Padawan. In diesem Sinne wünsche ich der Frau meines nächsten Dates jetzt schon einmal viel Erfolg. Gepaart mit einem Tipp nach dem Motto vom ZDF: „Mit dem Zweiten sieht man besser!“

2019-06-11

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Ein ruhiges Wochenende vor dem heutigen Date

Neue Woche, neuer Start, neues Glück.

Das Wochenende war diesmal ruhig. Gar kein Clubgamen?! Exakt! Geht auch mal ohne. Samstag bin ich dafür wieder in die Stadt gefahren, um einfach nur ein bisschen herum zu laufen und zu schauen was in der Welt so los ist.
Es gibt übrigtens immer noch Menschen in der Stadt. Es stehen immer noch die selben Gebäude. Und auch ich bin immer noch ich.

Und was bietet sich da mehr an als auch den großen Sportgeschäften einen Besuch abzustatten?! Es war uhrzeittechnisch nicht mehr weit weg vom Ladenschluss. Wenig los. Kaum mehr Kunden unterwegs. Egal, dann schaue ich mir eben weniger die Kundinnen an, sondern mehr das Warenangebot. Und da war ich in diesem großen Kaufhaus in einem der oberen Etagen und laufe durch die Gänge. Und was zeigt mir mein Radar an? Oh! Glatte lange braune Haare. Und zumindest aus einigen Metern Entfernung erkenne ich schemenhaft ein sehr feines Gesicht. Ich denke mir in diesem Moment nur: „Könnte eine Granate sein!“

Ich erkenne, dass sie dort arbeitet. Also dass es keine Kundin ist. Auch gut. Also laufe ich etwas durch die Regale zwischen Klamotten und Sportartikel hindurch. Ihr etwas entgegen, um mehr von ihrem Äußeren zu erhaschen. Mein Blick ist fixiert auf ihr Gesicht. Und so erkenne ich immer besser, dass sie tatsächlich hübsch ist. Gute Sache. Der nächste Blick wandert nach unten. Und ich sehe… hm… dass sie nicht gerade die athletischste Figur der Welt ihr eigen nennen kann. Verdammt. „Aber sie sieht eigentlich so süß aus“, denke ich mir. Sie kommt mir näher, mit ein paar Klamotten in der Hand läuft sie in meine Richtung und fragt mich: „Kann ich helfen?“ Dabei strahlt sie über das gesamte Gesicht. Ich bedanke mich und lehne ab. Sie läuft ein paar Meter weiter.

Im nächsten Moment drehe ich um, laufe ihr ein paar Meter nach. Sie kommt an einem Kleiderständer zum stehen. Ideal.
Ich lächle sie an und sage: „Deine Aufmerksamkeit ist außergewöhnlich!“
Sie: „Echt? Findest Du?“
Ich: „Bin ich nicht gewöhnt! Ich bin gerade erst in Deine Nähe gekommen und Du hast mich schon wahrgenommen!“

Über das Kompliment freute sie sich sichtlich und so ergab sich ein ca. 5 minütiger Smalltalk. Woher sie kommt, was sie so macht, sie sei relativ neu in der Stadt. Und ja, sie würde sich gerne mit mir Treffen. Bumm. Passt. Ähhh ja, fast! Sie wisse ihre Nummer nicht auswendig und habe ihr Handy nicht dabei, sagte sie. Aber ganz süß lief sie schnell, um einen Zettel und einen Stift zu holen. Ich scherzte noch: „Das ist bestimmt dieser fiese Trick, den Frauen immer bringen, wenn sie sich den Typen vom Hals halten wollen!“ und zwinkerte ihr dabei zu. Sie bestritt es lächelnd.

Um 20 Uhr habe sie aus und dann schreibe sie mir gleich, sprudelte es nur so vor Energie aus ihr. Ich dachte mir: „Nehme ich Dir sogar ab. So wie Du wirkst. Müsste ich 5 Euro wetten, würde ich das tun. Ich glaube Du wirst Dich melden, so wie Du Dich über mein Erscheinen gefreut hast.“

Wir verabschiedeten uns und so stand es an dem Tag 1 zu 1. Ich spreche derzeit nicht jede Frau an, sondern nur dann, wenn es nebenbei einfach geht. Darüber habe ich ja immer wieder geschrieben. Es gibt andere Prioriäten für mich derzeit, Frauen sind es nicht primär. Ich mache gerade viel mehr die Reise zu mir selbst. Meine eigene Heldenreise. Darüber werde ich demnächst mehr berichten. Es geht um die Mannwerdung. Das ist eine Heldenreise.

An dem Tag ging es dann noch 2 zu 1 aus. D.h. ich habe 2 Frauen angesprochen, davon 1 Nummer bekommen. Das Ganze passierte Samstag. Heute ist Montag. Die Sportgeschäft-Frau meldete sich?

Nicht! Die 5 Euro hätte ich also verloren. Verrückt. Es ist einfach nicht vorhersehbar, auch wenn Du noch so sicher bist. Mein Fehler war nur, dass ich nicht direkt ein festes Date vereinbart habe. Aber es klang so sicher, dass sie sich melden würde. So sicher, dass ich das nicht für nötig hielt. Hinterher ist Mann immer klüger. Frauen ergreifen einfach keinerlei Initiative. Warum auch. Bei dem Überangebot an Männern. Prinzesschen auf der Erbse.

Wir lernen 2 Dinge daraus:

1. Wieder einmal: Auch „nicht dünne“ Frauen flaken (melden sich nicht mehr!). Wozu dann „nicht dünne“ Frauen überhaupt ansprechen?! Nonsens. Sie wissen es genauso wenig zu schätzen wie dünne Frauen. Und da ich auf figurbewusste Frauen stehe, bleibt mein Fokus auch darauf gerichtet. Wenn es sich ergibt, spreche ich zwar auch in Zukunft das eine oder andere Mal eine Frau an, die ein paar Kilo zu viel auf die Waage bringt… wenn sie ansonsten ein wahnsinnig süßes Gesicht hat und eine tolle Ausstrahlung. Aber das bringt es unter dem Strich einfach nicht.
Das ist ein fauler Kompromiss gegenüber meinen eigenen Prioritäten. Letztlich betrüge ich mich damit nur selbst und gebe Menschen eine Chance, die ich eigentlich gar nicht auswählen würde. Nur um dann immer wieder festzustellen, dass die Erweiterung des eigenen Auswahlkreises keinen Mehrwert bietet. Höchstens Kopfschütteln in mir selbst löst es aus. Mag überheblich klingen, was ich nun sage: Aber ich denke mir da tatsächlich immer: „Mensch Mädchen, sei doch froh, dass ich Dich anspreche.“ Wenn sie nun ein graziles Topmodel in Topmodel-Maßen wäre, würde ich das nicht so extrem sehen. Aber hey?! Hey! Schwamm drüber.

2. Gib nichts auf flakende Frauen. Hau ein Ei drüber. Sprich einfach mehr Frauen an. Sprich überhaupt Frauen an. So hab ich das am Wochenende zuvor gemacht. Nicht viele Frauen angesprochen, aber ÜBERHAUPT eine Frau angesprochen. Und deswegen habe ich heute Abend ein Date. Auch mit einem Mädchen, das in einem Kaufhaus arbeitet. Allerdings in einem anderen. 🙂 Hat sich auch zufällig ergeben, das Ansprechen. Auch sie wirkte süß.

Vorhin habe ich in der Mittagspause kurz mit ihr telefoniert. Sie war mega nervös am Telefon. Während dem gesamten Telefonat hat sie gelacht. Fand alles witzig was ich sagte. Wollte unbedingt genau wissen wo wir uns treffen und was wir dann machen würden usw. Sehr süß, wirklich. Ich mag aufgeregte Frauen. Ich mag es, die ihre Vorfreude, die in der Luft liegt, ebenfalls verspüren zu dürfen. Menschlichkeit. Und ich kann dann das tun, was ich am Liebsten tue. Führen. Das ist meine Rolle in dem Spiel. Das ist das, was ich kann. Und das ist das, worin ich mich wohlfühle. Einer Frau Stabilität bieten.

Und für heute gibt es einen Aspekt, der den Fokus vom Date letztens mit Ms. Osteuropa (Date-Review mit Ms. Osteuropa) erweitern soll.
Zuletzt galt mein Fokus während dem Date hauptsächlich folgenden beiden Dingen:
– Langsam sprechen
– Zuhören, die Frau (mehr) sprechen lassen
Und ich denke, dass mir beides sehr gut gelungen ist. Insofern: Check!

Und heute kommt zusätzlich hinzu:
– Für „Knistern“ sorgen, nicht zu freundlich sein! Sie zum Glühen bringen!

2019-05-27

Wie sagte Ms. Osteuropa beim letzten Date zu mir: „Ich bin müde und möchte heim.“
Das ist die freundliche Übersetzung von: „Du Nudel bist so scheiße langweilig, geh mir aus den Augen!“

Kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber als gottgegeben akzeptieren kann ich es. Den Moment einfach zulassen, wie er ist. Ohne Bewertung einfach hinnehmen. Hab ich von Eckhart Tolle gelernt. 😉 Und so besteht die einzige Herausforderung nur noch darin, das Beste daraus machen.

Und das wird mein Ziel heute sein. Warten wir es ab, wie ich mich schlagen werde. Das wäre dann mein zweites Date innerhalb der letzten 3 Wochen. Dafür, dass ich kaum draußen aktiv Frauen anspreche, ist das schon eine ganz gute Quote. Die angezogenen Handbremsen wirken also gar nicht so übel. Was dann wohl erst passiert, wenn ich sie löse und Vollgas das Gaspedal bis zum Bodenblech durchdrücke?! Kommt noch. Ich baue gerade mein Mindset auf.
Und so wie damals in Teil 1 des Projekts Beziehung mit teilweise 4 Dates (mit 4 unterschiedlichen Frauen) pro Woche, muss jetzt momentan auch nicht sein.

Überhaupt hab ich eigentlich für eine „feste“ Beziehung gar keine Zeit, wenn ich ehrlich bin. Mein Körper ist mir wichtiger. Mein Projekt „Maschine“ ist zu wichtig. Ich will den Sixpack um jeden Preis. Und bei all dem Training ist keine Zeit für irgend eine Hypergamie-Tussi, äh Entschuldigung, Hypergamie-Frau. Sorry. Das war jetzt über das Ziel hinaus geschossen, zu pauschal. Es gibt ja auch noch die 0,x % Frauen, die das Hypergamie-Spiel nicht spielen. Denen möchte ich absolut und sicher nicht Unrecht tun. Aber wo soll ich die finden? Ich drehe doch sowieso schon jeden Stein um.

PS: Wann immer ich am Tag eines Dates mit einer Frau telefoniert habe, hat bislang auch jedes Mal das Date stattgefunden. Gutes Omen für heute. Dennoch gilt: Abwarten. Könnte ja ein anderer Typ bis zum Date dazwischen funken. Der hat vielleicht ein tolleres Auto. Oder kann mehr Big Macs im Wettessen verdrücken und ist deswegen cooler oder er ist amtierender Weltmeister im Weitspucken, was weiß ich. 😉

PPS: Klingt unglaubwürdig? Keinesfalls! Ein ironisches unfassbares Beispiel gefällig? Ich hab eine meiner alten Bekanntschaften aus Teil 1 reaktivieren wollen. Eine Frau, mit der ich damals einige Wochen zu tun hatte. Ich hatte die Idee vorgebracht, mit ihr spontan in den Urlaub zu fliegen. Sie hielt das zunächst für einen Scherz. Da sie allerdings selbst sowieso auch noch in den Urlaub wollte, fand sie die Idee doch Klasse. Ich setzte mich ran und suchte ein paar mögliche Destinationen aus. Mallorca. Lissabon. Oder irgendwas in Griechenland sollte es werden. Und als ich dann kurz davor war, den Urlaub terminlich mit meinem Job zu klären… hm?
Telefonierten wir und sie sagte: „Auch wenn das jetzt doof rüber kommt, aber einer Freundin hatte ich vor Dir auch schon zugesagt, dass wir in den Urlaub fliegen könnten. Sie hatte sich nicht mehr gemeldet. Bis gestern Abend. Jetzt muss ich das erst mit ihr abklären. Sei mir nicht böse bitte.“
Ich: „Hm. Dann klär das mal alsbald. Sonst wird das nix. Wenn ich ja sage, dann ist es ein ja. Bis morgen muss ich das wissen, sonst plane ich anders.“
Am Tag darauf kam die WhatApp-Nachricht von ihr. Ich solle nicht böse sein bitte. Es sei nun gerade zeitlich dumm übereinander gelaufen.
Und am Wochenende sehe ich in ihrem WhatsApp-Profil in etwa folgenden Status: „Mit meinem Hasen in der Toskana!“, dazu viele verliebte Smileys und Herzen. Noch Worte Euer Ehren? Nein?! Gut, dann gehört der Zeuge jetzt Ihnen!

Date-Review mit Ms. Osteuropa

So Freunde, ein Date-Review steht an! Tadaaaaaa!

Es ist zwar eigentlich schon mein zweites Date im Projekt Beziehung Teil 2. Das erste Date zähle ich aber nicht, da ich es mir im strengen Sinne nicht selbst „erarbeitet“ habe. Mein Social Circle hatte da seine Finger im Spiel. Nehme ich natürlich auch gerne an, allerdings hat das nicht die Wertigkeit im Sinne echter Pickup- und Persönlichkeitsentwicklung.

Nun gut, also zum Auftakt ins Wochenende war es dann so weit. Sie war pünktlich, ich war pünktlich (sowieso, na klar!). Treffen in der Stadt. Ich lief in Richtung unseres vereinbarten Treffpunktes und sah neben vielen anderen Menschen eine Frau, die offenbar in ihr Handy blickte. Anfangs sah ich sie allerdings nur von hinten. Sah zunächst ihre sportlichen Sneakers, ihre knallenge dunkelblaue Jeans und dann wanderte mein Blick direkt nach oben und ich sah lange glatte dunkle Haare an ihrem Rücken hinab hängen. Nun musste ich sie erst einmal umkreisen und mich ihr von vorne nähern. Könnte sonst schließlich passieren, dass ich die falsche Osteuropäerin überfalle. Und das wollen wir ja nicht.

Die Begrüßung fiel freundlich aus, so würde ich es beschreiben. Allerdings auch keine große Sache, kurz ein Küsschen links und rechts. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie etwas unsicher war. Sie wollte sofort wissen was wir denn tun würden. Also schaltete ich sofort einen Gang runter. Ich hatte mir für diesen Tag sowieso vorgenommen ruhig und langsam zu agieren. Insbesondere sprachlich, da sie der deutschen Sprache nicht so mächtig ist. Übrigens zwang mich alten Schnellsprecher dieser Umstand tatsächlich bewusst auf mein Sprachtempo zu achten. Schlicht deshalb schon, da sie mich anderenfalls nicht verstand. Oft musste ich einzelne Wörter umschreiben. Das macht eine Konversation irgendwie auch lustig. Und so startete ich mit zwei angezogenen Handbremsen ins Date. Die erste Handbremse hatte ich schon selbst vorgenommen zu betätigen, die zweite bedingte ihre Nervosität.

Ganz Alpha-mäßig schlug ich also die Route vor und wollte ihr zunächst einen ruhigen und wirklich schönen Park zeigen. Wir verständigten uns auf einen kleinen Spaziergang mit anschließendem Abendessen. Passt soweit. Nun spazierten wir in einer viel belebten Fußgängerzone entlang. Und ich bemerkte zwei Dinge:

  1. Sie lief so nah neben mir, dass sich unsere Körper gefühlt bei jedem zweiten oder dritten Schritt leicht berührten. Das hatte ich so noch nie bei einem Date erlebt. Generell nie. Ein bisschen fühlte sich das so an wie Autoscooter in der Light-Variante, nur gerade aus. Aber ich fand es amüsant und Körperkontakt ist immer gut. Meinetwegen soll sie also Autoscooter mit mir spielen dürfen. 😉
  2. Ich achtete beim Spazieren bewusst auf die Blicke der anderen Menschen. Das ist etwas, das ich in meiner vorherigen Beziehung nach einiger Zeit (natürlich?) nicht mehr tat. Es war enorm! Es war extrem! Ich bekam so viele Blicke wie nie. Wenn ich alleine durch die Stadt laufe, habe ich immer wieder einmal Blickkontakt mit einzelnen Frauen. Allerdings natürlich nur sporadisch. Männer sehen mich auch mal an, allerdings (glücklicherweise! *hehe*) noch seltener. Nur an diesem Tag war das anders. So sehr, dass ich mir dachte ich wäre auf einem Präsentierteller und gerade vom 3-Sterne-Koch am Tisch des Abends auf dem Silbertablett serviert worden. Definitiv ein Zeichen, dass die Umgebung diese Frau heiß fand.

2019-05-19

Gerade zu diesem Punkt 2 komme ich am Ende nochmal zurück. Manch Einer wird sich jetzt schon denken können worauf ich genau zurück kommen werde. Jedenfalls alljene, die mein Leitmotto kennen… 😉

Zur Optik

Es war ein gutes Gefühl mit ihr Spazieren zu gehen. Sie ist eine attraktive Frau, zweifelsfrei. Eine top Figur und vor allem die glatten dunklen Haare sind eine Augenweide. So, das sage ich allerdings ohne für sie zu schwärmen. Es ist eine sujektiv-objektive Beschreibung meiner Wahrnehmung. Sie bekam von mir auf jeden Fall das Präsidat: „Definitiv ansehenswert.“

Wir lachten, wir hatten Spaß, wir unterhielten uns über alles Mögliche. Allerdings hatte ich das Date bewusst nicht „künstlich“ sexualisiert. Ich bin eher smart geblieben, da ich im Hinterkopf hatte: „Erstmal warm werden mit der Frau und ihr auch umgekehrt die Chance geben. Später beim Essen kommen wir uns sowieso näher und dann reicht das genauso noch. Jetzt erstmal die Sonne genießen, ein bisschen bewegen und im Moment sein.“

Zwischendurch legte sie ein paar Verhaltensweisen an den Tag, die ich allerdings etwas merkwürdig fand. Beispiel? Gerne. Also auf dem Weg durch die Stadt sagte ich zwischendurch zu ihr: „Sieh mal, da vorne ist eine Parfümerie. Ich wollte für mich sowieso noch nach einem echt guten Duft schauen, den ich entdeckt habe. Lass uns kurz rein gehen, wir spazieren danach einfach weiter.“

Ich hatte mir nicht viel dabei gedacht. Ich wollte einfach nach einem Parfüm schauen, fertig. Badabim Badabam Badabu. Mehr nicht. Kein Hokus-Pokus-Pickup-Trick des Jahrtausends. Möchte man meinen. Sie sagte zu. Wir gingen auf die Parfümerie zu und kurz bevor ich durch den Eingangsbereich gehen wollte, sagte sie: „Ah nein, ich möchte da doch nicht rein gehen. Ich möchte spazieren gehen.“

Ähhhh?! Hääääää? Was?! Erde an Mars. Was ist jetzt los? Es ist nur eine Parfümerie. Kein Bordell! Hallo?! Also ganz ehrlich mal, ich hab auch schon echt komische Dinge erlebt. Aber SO ETWAS noch nicht. Als hätte sie einen Geist gesehen. Als hätte ihr der Anblick der vielen Parfüms durch den Eingangsbereich einen Schreck eingejagt. Also ehrlich Freunde, wie soll Mann da reagieren?! Das ist so surreal, dass jede Reaktion eigentlich an sich schon lächerlich wirkt. Schleife ich sie rein (Alpha!), kommt das irgendwie nicht gerade einfühlsam rüber. Drehe ich stattdessen auf der Hacke um und spaziere mit ihr weiter, sieht das irgendwie nicht minder lächerlich aus. Keine Ahnung.

Ich wollte keine große Sache daraus machen und bin also nicht in den Laden, sondern drehte um. Warum beschreibe ich diese Szene?! Nun, sie ist sicherlich insgesamt nicht „so wichtig“. Allerdings ist das ein Date-Review aus Sicht eines Pickuppers, der sich im Rahmen dieses Projekts nichts mehr wünscht, als seine Traumfrau zu finden. Und deshalb halte ich es für besonders berichtenswert, auch speziell die Momente zu berichten, bei denen ich mir als normaler Mensch (?!) nur denken kann: „Sag mal… hat die Frau nen Sprung in der Schüssel?!“

Dieser Blog soll ein authentisches Abbild der Realität sein. Meiner Realität. Meiner kleinen Wahrheit, wie ich sie wahrnehme. Nicht mehr und vor allen Dingen keinesfalls weniger.

Also liefen wir wieder. Und irgendwann bekam ich Hunger, sie wollte allerdings noch weiter spazieren. „Gut“, dachte ich mir, „dann spazieren wir eben noch“. Da sie zwischendurch auch fragte, was ich heute noch vor hätte und wir beide davon sprachen, dass das heute auch noch länger dauern könnte mit unserem Treffen, ging ich weiterhin davon aus, dass wir danach noch etwas Essen gehen würden.

Sind alle Models so?

Nach fast 2 Stunden kamen wir auf das Thema Fotoshooting zu sprechen. Ich wusste, dass sie in ihrer Heimat als Model arbeitete, das erzählte sie mir beim Kennenlernen am ersten Tag. Sie war ganz stolz darauf und zeigte mir allerlei Bilder aus ihrem Handy. Jetzt muss ich sagen, dass die Frau enorm wandlungsfähig ist. Sie sah auf jedem Bild irgendwie völlig anders aus. Also das hat sie definitiv drauf. Von Prinzessin, über Diva, über verrucht bis verspielt kann sie alles mimen. Den Fotos nach zu urteilen wäre sie definitiv eine 9 oder 9,5. Eine Halbgöttin, könnte man sagen. In echt?

Hm… ja gut… eine 7 oder so?! Allerdings gelte ich im Bekanntenkreis als extrem anspruchsvoll und eine 7 bei mir ist bei vielen anderen Männern bereits eine 9 oder 10. Aber sie ist auch in echt hübsch, keine Frage. Aber was die heutige digitale Retuschearbeit zu leisten im Stande ist… nicht von dieser Welt! Wahnsinn. Photoshop ist schon ein Star! Macht aus 7 eine 9. Schwupp. Fertig. Deswegen sind mir echte Begegnungen dann doch lieber als Onlinegaming (Tinder und so Zeug). Auf Fotos kann dann doch jeder toll aussehen.

Sie zeigte mir also stolz ihre Bilder. Wir unterhielten uns darüber, ich neckte sie ein wenig zu einzelnen Fotos. Wir lachten. Ich würde sagen wir hatten Spaß. Punkt. Und ich freute mich wirklich darauf, endlich etwas Essen zu gehen. Schließlich hatte ich an dem Tag am Mittag schon mein Workout hinter mir und Sport macht bekanntlich hungrig.

Und dann kam etwas, das irgendwie doch immer kommt. Ihr ahnt es? Sehr gut. Eine Lebensweisheit hier aus dem Projekt Beziehung: „Es ist immer irgendwas!“ Hahahaha.

Sie sagte plötzlich: „Ich bin müde.“
Ich dachte mir nur: „What the f**k?!“ und sagte stattdessen: „Was?!“
Sie: „Ja, ich glaube ich bin schon etwas müde und möchte heim. Ich hatte einen anstregenden Tag.“
Ich: „Oookay. Das heißt Du möchtest nicht mehr Essen gehen?“
Daraufhin sie: „Ich würde noch mitkommen, um etwas zu trinken, aber so in ungefähr 30 Minuten würde ich dann gerne fahren.“
In mir kam nur der Gedanke hoch: „Tickt die noch ganz richtig, wie soll ich denn in 30 Minuten bestellen, essen und wieder abzischen?! Hab ich es eilig oder was?! Es ist Wochenende!“ und sagte stattdessen: „Ja, in 30 Minuten kann ich unmöglich etwas essen. Das macht keinen Sinn.“
Sie wurde kurz still, dachte nach… ich hörte das Oberstübchen in ihr rattern… und sie entschied sich, gleich zu fahren.
Sie fragte noch: „Und was machst Du dann jetzt?“
Ich dachte mir wieder: „Hä?! Was interessiert Dich das denn jetzt noch?!“ und antwortete stattdessen: „Ja, etwas essen eben. Ich habe hunger. So einfach. :-)“
Ich wie immer ganz der Gentleman, schlug vor: „Ich begleite Dich noch die paar Meter zu Deiner Bahn.“
Das lehnte sie ab.
„Okay“, sagte ich und kam ihr zur Verabschiedung etwas näher.
Sie (!) umfasste dabei mit ihren Händen meine Taille (in der Form etwas ungewöhnlich!), wir gaben uns ein Küsschen links und rechts.
Sie sagte noch: „Danke für den schönen Tag!“

Und im Prinzip war es das auch.
Hat sie mir seither geschrieben? Nein, natürlich nicht.
Und ich ihr? NEIN! Um Himmels Willen! Wer bin ich denn. Offenbar bin ich der langweiligste Dating-Partner der Welt. Solche Langweiler wie ich schreiben nichts von sich aus! 😉
„Ich bin dann mal müde“ ist die allgemeine Übersetzung von: „Ich finde Dich so scheiße langweilig, dass ich froh bin wenn ich Dich Knecht nicht mehr sehen muss!“

Hahaha. Natürlich hab ich mir danach Gedanken gemacht, was denn „dieses Mal“ wieder schief gelaufen sein könnte. Ehrlich gesagt hab ich keinen blassen Schimmer. Das Date lief aus meiner Sicht echt gut. Wir lachten viel, ich hatte zwischendurch sogar so ein Gefühl einer „echten Verbindung“. Das ist etwas, das im Flirten normal sehr wichtig ist. Allerdings basiert das mehr auf natürlicher Empfindung, weniger manipulativ. Und so etwas spürte ich an diesem Tag zumindest Abschnittsweise tatsächlich. Also echte Verbindung. Etwas, das ich relativ selten hatte auf Dates. Ich hatte Dates oft bewusst eskaliert, aber selten diese „Chemie“ in der Luft liegen gespürt. Ein wenig davon war da. Allerdings nicht durchgehend.

Nun zur Selbstreflexion

Ich kann mir nicht erklären wo das Problem lag. Jedenfalls weiß ich nur, dass ich es in den knapp 2 Stunden ganz bewusst (!) nicht eskaliert habe. Einfach deshalb, weil ich wusste – und so war es ja subkommuniziert -, dass ich beim Essen noch genug Zeit haben werde. Wir wollten etwas Essen gehen und anschließend noch irgendwo etwas trinken. Es sollte ein längerer Abend bzw. Nacht werden können. Also dachte mir: „Wozu die Eile?! Nicht nötig.“ Stattdessen wollte ich den Moment genießen. Mit ihr spazieren. Lachen. Vertrauen aufbauen. Kennenlernen.

Das extrem Merkwürdige ist auch: Unmittelbar bevor ihr einfiel, dass sie müde war, zeigte sie mir jene oben erwähnten Modelfotos. Das tat sie nicht lustlos sondern relativ freudig und fast überschwänglich. Es passte für mich einfach nicht zusammen, dieses Verhalten. Sie brach das Date aus meiner Sicht genau auf dem Höhepunkt ab. Das macht es so surreal. Unfassbar.

Hm. Vielleicht war es zu wenig Körperkontakt und ich habe es ihr zu wenig eskaliert? Vielleicht ist sie der Typ „Bordellschlampe“ und ich hätte sie sofort auf ein Hotelzimmer mitnehmen „müssen“? Keine Ahnung. Aber den Eindruck machte sie mir einfach nicht. Sie wirkte eher lieb, eher schüchtern. Weniger verrucht. Ich kann mich aber täuschen, kein Plan.

Ich kann (inzwischen) zwar längst beides, den harten Macker spielen oder einfach ich selbst sein. Und ich bin nun einmal der smarte Typ und kein Pickupper, der viele Bettgeschichten sammeln möchte. Und sie kam mir eben nicht wie eine Bordellschlampe vor. Keine Ahnung wie das bei ihr in ihrer Heimat ist. Keine Ahnung wie das die Männer dort machen. In unseren Bordellen gibt es viele Frauen aus ihrer Heimat, hab ich mir sagen lassen. Aber das heißt doch umgekehrt nicht, dass sie auch auf nichts anderes aus ist, als nach 30 Minuten mit mir aufs Hotelzimmer genommen zu werden? Hab ich es also zu wenig eskaliert? Hätte ich beim Spazieren gleich ihre Hand halten sollen?

Hm. Mir war einfach nicht danach. So einfach ist das erklärt. Mir war nicht danach das Date, also die Frau, schnell zu eskalieren. Ich wollte das Date bewusst genießen. Ich bin kein bedürftiger kleiner Junge (mehr). Und wenn mir nicht nach Händchenhalten ist, dann mache ich das nicht. Ende. Ich möchte erstmal die Frau kennen lernen, wenigstens ein paar Dinge von ihr wissen.

Wenn ich eine Frau sofort Küssen möchte, dann kann ich das im Club machen. Da muss ich nicht reden und kann sofort sexualisieren. Hatte ich auch schon oft genug. Aber das gibt mir nichts. Ich bin einfach nicht „so einer“. 😉 Nee, wirklich nicht. Ich habe echtes Interesse an meinem Gegenüber! Und ich möchte bitteschön gerne erstmal herausfinden, ob ich die Frau auch wirklich küssen usw. möchte.

Ist ja auch völlig egal. Mir fällt gerade ein… früher habe ich nach solchen Ereignissen immer die Nummern der Frauen gelöscht. Immer wenn ich das Gefühl hatte, dass da so oder so nichts mehr von ihr kommen wird. Ihre Nummer habe ich bisher noch nicht gelöscht. Warum eigentlich? Keine Ahnung, gute Frage. Glaube ich ernsthaft noch, dass sie sich wieder meldet? Unsere Ms. Osteuropa?! Nein. Und deshalb… Moment kurz…

Jetzt ist sie gelöscht. 🙂
Dann mal auf nimmer wiedersehen.

Danke Pickup, für Deine Optionen, die Du mir bietest. Nur zahlreich sind sie noch nicht wieder, denn dafür fahre ich zu geringe Schlagzahlen beim Gamen.

Aber gestern war ich auch wieder unterwegs. Zur Abwechslung Daygamen. 1 Korb und 1 Nummer mit Date sprangen dabei heraus. Geht doch. Wer war nochmal Ms. Osteuropa? Achja, stimmt. Das war eine (leider weitere) Frau mit Sprung in der Schüssel.

Nicht böse gemeint, ehrlich nicht. Aber anders als mit viel Humor kann ich das nicht mehr entgegen nehmen. Es hat sich bisher nichts verändert zu von vor 3 Jahren. Gut, ich darf jetzt auch nicht von einem Date auf alle schließen… aber es ist ein Indikator. Natürlich werde ich mir weiterhin Gedanken darum machen, warum sie offenbar zu wenig Anziehung empfunden hat für mich. Was ich denn „falsch“ gemacht habe beim Date. Aber bis auf das Eskalieren mag es mir einfach nicht so recht in die Birne gehen.

Egal. Gestern war ein guter Tag. Ich war gut drauf, fühle mich derzeit richtig wohl mit meinem „neuen“ Körper. Trage wieder enge Poloshirts und Hemden und der Treffer gestern beim Daygamen hat mir den richtigen Weg schon gezeigt: Voller Selbstvertrauen einfach weiter machen. Es gibt genug Auswahl. Und wenn die Frau den Jackpot nicht möchte, soll sie es eben bleiben lassen. Nicht mein Problem! Ihres!

PS: Ganz oben im Artikel kündigte ich an, dass ich nochmal auf Punkt 2 zurück komme. Da ging es darum, dass ich viele Blicke bekommen habe, mit Ms. Osteuropa. Von mir entgegen kommenden Frauen und Männern. Und was zeigt und sag mir das? Was bleibt „hängen“ vom Date? Was war gut? Na klar… Ihr wisst schon: Hauptsache sie war hübsch! 😉
Mehr hinterlassen Frauen leider selten, außer das Gefühl in mir, dass sie hübsch waren. Das ist einer der wenigen Dinge, die ich selbst in der Hand habe. Mir aussuchen zu können, welche Frauen ich daten möchte. Und ich bleibe dabei: Ich werde auch in Zukunft nur die hübschen daten. Alles andere ist wirklich Zeitverschwendung.

Dieses Date hat es mir wieder gezeigt: Die hübschen Frauen unterscheiden sich in keinem einzigen Merkmal von durchschnittlich attraktiven oder hässlichen Frauen. Außer in der Optik. Aber Sprünge in der Schüssel haben selbst die Hübschesten! 😉

PPS: Keine Sorge. Es überwiegt trotz dem Ende die Freude über mein erstes eigens erarbeitetes Date im Projekt Beziehung Teil 2. Wo eines ist, folgen viele weitere. Alles easy. Alles kein Problem. Ich nehme das als Erfolg mit. Dieses mal ein Date. Beim nächsten Mal ein Date mit Eskalation. Beim nächsten Mal ein Date mit Folgedate usw. und irgendwann gibts auch wieder eine länger laufende Liebesgeschichte oder gar… die nächste „Traumfrau“… So läuft das Spiel der Spiele eben. Locker sehen. Locker machen.

PPPS: Osteuropäischen Akzent finde ich immer noch nicht sexy. Danke.

Monogamie, Polygamie und… Teil 2 von 2

Gestern erschien Teil 1 dieses Zweiteilers, der eigentlich auch ein Drei- oder Vierteiler sein könnte oder sogar müsste (Monogamie, Polygamie und… Teil 1 von 2). Heute geht es weiter mit der Pointe und dem Abschluss einer großen Story mit ausgebreiteter gestriger Herleitung und insbesondere durch diesen zweiten Teil mit hoffentlich für Euch wirklich mehrwertspendendem Inhalt. Viel Spaß!

Was für Lehren ziehen wir aus Teil 1 des Beitrags?

Zugegeben, gestern habe ich doch nochmal relativ viel aus meinem Leben erzählt. Aber es war notwendig, um die folgenden Argumente plastisch darstellen zu können. Beispiele aus dem echten Leben sind eben keine Märchen.

Werden wir konkret und kommen zum Kern dieses Artikels. Das Prinzip der Monogamie ist etwas, das der Urzeit entstammt. Der Mann bringt das Wildschwein heim, die Frau wartet auf ihren Helden in der Höhle. Die Frau benötigt den Mann, um zu überleben. Alleine deshalb ist dafür eine Monogamie einfach zweckmäßig für die Frau. Das lassen wir als Modell mal so dahin gestellt und akzeptieren es als gegebenes Relikt. Okay? Gut. 🙂

Nun entwickelte sich die Zivilisation weiter, jedenfalls die westliche. Mit welchem Resultat? Der Mann als Ernährer wurde zunehmend unwichtiger, der Feminismus löste das bisherige Rollenbild immer weiter ab. Plötzlich soll die Frau nicht nur gleichberechtigt sein – das wäre ja gut gewesen -, sondern plötzlich soll die Frau der eigentliche Mann sein. Sie soll auch arbeiten gehen, am Besten keine Kinder mehr bekommen. Kinder sind sowieso unwichtig, notfalls importieren wir sie eben in großer Zahl aus dem Ausland. Der Deutsche braucht keine Kinder. Deutschland mit seinen Deutschen und seiner Kultur stirbt aus bzw. soll um jeden Preis ausgestorben werden. Kein Problem, als Ablösung dafür gibt es schließlich die Migration. So. Das ist jetzt mal ein politisches Statement. Lassen wir mal so stehen und nehmen auch das als Gegeben an. Okay? Nein? Auch gut. 😉

Resultat daraus ist? Die Frau ist längst nicht mehr gleichberechtigt in unserer Gesellschaft, sondern über-berechtigt. Aus unter-berechtigt wurde über-berechtigt. Und das Traurige ist: Die Frau merkt nicht einmal, dass sie der größte Verlierer dieser Entwicklung ist. Sie soll ebenfalls Karriere machen, sie soll stark sein, alleine lebt es sich auch als Frau doch sowieso viel besser. Bis irgendwann wieder die biologische Uhr dazwischen funkt und ihr so etwas wie Mutterinstinkte in das längst verloren geglaubte Bewusstsein ruft. Dann setzt die bekannte Torschlusspanik ein und plötzlich soll aus einer verkappten Karrierefrau die liebevolle Mama werden. In welcher Welt leben wir?! Geistiger Dünnschiss! Und keiner merkt es. Dafür fallen aber alle auf diesen gesellschaftlichen Trick herein. Männer und Frauen. Mann-Sein wird inzwischen verteufelt. Frau-Sein auch. Männer müssen weich(er) sein, Frauen sollen hart sein. Heraus kommt? Richtig… die Gleichmachung. Was biologisch gar nicht möglich ist. Aber die meisten Menschen merken es auch nicht, wenn geradewegs vor ihren Augen die Quadratur eines Kreises stattfindet. Das bezeichnen diese (Gut-)Menschen dann noch als Kunst. „Kann aber weg“, sage ich.

Aus Platzgründen kann ich da nicht näher darauf eingehen woher das politisch rührt, es hat rein wirtschaftspolitische und herrschaftliche Hintergründe. Aber das war in der Menschheitsgeschichte schon immer so. Oben gibt es ein paar Wenige und unten da sind wir. Anderes Thema. Würde zu weit führen, egal. Aber wen es interessiert, gerne einfach einlesen.

Kommen wir zurück zum Rollenbild von Mann und Frau. Perfekt dargestellt wird das auf natürliche Art und Weise beispielsweise in den Büchern von Eva Hermann. Tolle Frau mit tollen Gedanken. Nah an der Natur. Nah an der Weiblichkeit. Nah an der Familie. Nah am Kind. Jedenfalls sind das für diejenigen Menschen tolle Gedanken, die der damaligen Hetzjagd-Kampagne gegen Frau Hermann nicht folgten. Und ich weiß inzwischen für mich längst: Wenn in der Presse zentral gegen eine Person geschossen wird, dann ist diese Person in der Regel kein Satan, sondern eher der Heilsbringer. Aber auch das muss jeder für sich selbst bewerten. Nur wer ständig die Gedanken anderer Menschen unreflektiert als seine eigenen übernimmt, ohne es zu merken, braucht sich am Ende nicht wundern, wenn er in der Gosse landet.

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Dass das aktuelle Gesellschaftsmodell nicht funktioniert, ist jedem Menschen (Frau und Mann!) klar, der vernünftig nachdenkt. Aber die Gesellschaft hat eben das monogame Rollenbild gesprengt. Überall Pornos, Sex und Drogen. Und die staatliche Absicherung für die Frau ersetzt die damalige Situation, in der die Frau in der Höhle auf den Mann mit dem Wildschwein warten musste. Scheidung ist in. Zusammenbleiben ist out. Was daraus folgt ist klar: Die Frau kann anfangen polygam zu leben. Beobachtet mal die Werbung. Beobachtet die Zeitungsberichte. Beobachtet und nehmt das wahr, was da stattfindet. Die Familie als Konstrukt soll um jeden Preis zerstört werden. Jedenfalls bei uns im Westen.

Das Thema Seitensprünge wurde dadurch zunehmend salonfähig. Bevor mich die Frauenwelt nun zu steinigen versucht: Natürlich gingen Männer auch schon seit jeher fremd. Aber das hier ist eine Beschreibung aus Männersicht. Es geht um partnerschaftliche Betrachtungen aus dem Blickwinkel eines (aufrichtigen) Mannes, d.h. wie sich aus so einer Sicht die Damenwelt verhält. Somit aus Sicht eines Mannes, der einfach Liebe spenden und empfangen möchte. Aber als Mann in einer Welt groß werden muss, die er in weiten Teilen für falsch, verlogen und irre hält.

Die Damen konnten fortan fremd gehen, weil sie – im Gegensatz zu früher – nicht zu befürchten haben, dass der betrogene Mann mit der Keule kommt und ihr eins drüber zieht. Die Höhlenmenschen-Zeiten sind vorbei. Und so nahm das Herumgehure seinen Lauf. Wie gesagt, man betrachte sich nur einmal die Porno- und Sexspielzeugindustrie. Was es da für Zeug gibt. Und was für riesige Umsätze damit gemacht werden. Unglaublich.

Von der Monogamie zur Polygamie und zur…?

Jetzt haben wir die Themen Monogamie und Polygamie im Schnelldurchlauf abgehandelt und kommen nun zur entscheidenden letzten soziologischen gesellschaftlichen Wandlung. Der Hypergamie. Jetzt wird es wirklich interessant und spannend. Die meisten Männer da draußen haben das hier gar nicht auf dem Schirm. Und sind deshalb völlig überrascht, wenn ihre Beziehung oder gar Ehe in die Brüche geht und die Frau mit einem anderen Kerl durchbrennt. Erzählt mir bitte nichts! Ich habe das gerade erst leidvoll erleben müssen dürfen sollen. Ich weiß ein bisschen wovon ich spreche, wenigstens ein bisschen. Glücklicherweise war ich nicht in einer Ehe und ihre Kinder sind auch nicht von mir. Wirklich glücklicherweise.

Worum geht es bei der Hypergamie?

Es geht ganz einfach darum, dass die Frau letztlich fortwährend ihren Instinkten folgt und Partner-Hopping betreibt. Sie hangelt und schläft sich von Typ zu Typ, mit einem Zweck, der fast wie eine Lebensaufgabe anmutet: „Ich nehme mir den best möglichen Kerl und bleibe bei ihm, solange bis mir IRGEND ein anderer Kerl MEHR von etwas bieten kann, das ich GERADE IM MOMENT wichtiger finde.“ Und da sich die Ansprüche im Laufe der Zeit menschlicherweise ändern, ist es eben auch nur eine Frage der Zeit, bis die Frau andere Charaktermerkmale oder Statussymbole oder äußere Aspekte eines anderen Mannes „viel toller“ findet als die, die ihr (im dümmsten Falle lieber und treuer) Mann zu Hause besitzt. D.h. es ist nur eine Frage der Zeit, bis Du als Mann ausgewechselt wirst. Es ist so! Fakt.

Ich rede natürlich von Beziehungen mit „guten“ Männern. Ich rede nicht von schlagenden Männern, von Alkoholikern oder sonstigen Männern mit krankhaften Störungen. Ich rede von „einfachen“, „lieben“ und aufrichtigen „Normalos“. Um die soll es hier gehen. Um Männer, bei denen eigentlich jede Frau sagen müsste: „Toller Kerl! Fleißig, treu, intelligent…“ Tut sie aber nicht, die überwältigend große Mehrheit der Frauen. Die findet solche Männer maximal in der Anfangsphase einer Beziehung toll. Und schon bald sehr langweilig! „Zu wenig Alpha-Verhalten“, denkt sich die Frau auf Instinktebene. Gerade diese Beziehungen mit den Normalos sind leider ganz oft von vornherein zum Scheitern verurteilt. Weil die Typen einfach irgendwann „zu langweilig“ für die Frau werden. Völlig absurd, möchte man meinen. Aber ich musste auch erst jetzt meine Augen aufmachen lernen und aufwachen. Jetzt hab ich es auch verstanden. Immerhin jetzt.

Und es geht nicht nur ums Geld. Es kann auch einfach so sein, dass sie zunächst einen Typen toll findet, der keinen Wert auf Karriere legt, aber trotzdem genug verdient, dass es für sie und die Kinder bis ans Lebensende in Hülle und Fülle reicht. Der auch genug Erspartes hat. Der sein Leben im Griff hat. Der sich für die Familie Zeit nehmen möchte. Und wenn sie so jemanden JETZT GERADE toll findet, dann nimmt sie sich den. Weil sie eben gerade auch viel Zeit mit einem Typen verbringen möchte. Vielleicht weil ihr Ex-Partner sie vernachlässigt hat, jedenfalls vorgeblich. Parallelen zu meinem Fall sind hier übrigens wenn dann rein zufällig zu sehen. 😉

Und so bekommt der Mann täglich Komplimente dafür, dass er sich so viel Zeit für die Familie nimmt. Dass ihm Familie so wichtig sei usw. Und bla bla bla. Und plötzlich ist er aber irgendwann einfach „langweilig“. Warum auch immer?! Was?! Der selbe Typ, der sich so aufopferungsvoll und voller Hingabe um seine Partnerin gekümmert hat, mit dem sie täglich unendlich Spaß hatte und in den sie sich (deshalb?) Hals über Kopf verliebt hat?! Der DESHALB der tollste Mann der Welt für sie war, mit dem sie FÜR IMMER zusammen sein mochte… ja dieser Mann… ist eigentlich ja einfach nur „langweilig“ und so viel Zeit mit ihm wollte sie eigentlich von Anfang an nicht verbringen?! Geht es noch?! Erde an Mars, was läuft hier schief? Das war ihr also irgendwie sowieso schon immer zuviel Nähe??? Weniger sei da mehr für die Frau? Auch hier sind Parallelen zu meiner Story erkennbar. 😉

Und der Neue? Ja der ist vielleicht total abenteuerlustig. Der unternimmt ganz viel, jedenfalls viel mehr als der Alte. Der macht dies und das und jenes. Plötzlich ist das gemeinsame Essen am Abendtisch nicht mehr so wichtig wie früher, plötzlich ist das Abenteuer beim Kajakfahren, Seilspringen oder Wellensittich-Züchten viel cooler. Was weiß ich. Spielt ja auch keine Rolle. Das Prinzip dürfte klar geworden sein. Und die Frage ist bei so einer Frau nur: WANN empfindet sie die Aspekte, die wiederum ein ganz anderer Typ mitbringt, auch WIEDER als viel toller als die Abenteuerlustigkeit des nun bisherigen neuen Typen?! Das ist der Grund, warum Frauen immer auf der Suche sind. Warum sie nie ankommen. Besonders immer auf der Suche nach dem „noch besseren“ Mann. Und sie springen dann von einem zum anderen, wie Tarzen mit den Lianen durch den Wald. Willkommen in der völlig beschissenen Welt der Hypergamie. Die Perversion der Polygamie!

Wichtig ist dabei alles übergreifend zu verstehen: Die Frau liebt NIE Dich. Sondern sie liebt die VORTEILE, die DU ihr bietest.

Unfassbar? War es für mich zunächst auch. Dann besser den Satz bitte nochmal lesen. Und nochmal. Und dann erst im Text darunter weiter machen!

Und dies ist größtenteils dem gesellschaftlichen Wandel geschuldet. Es muss mehr, weiter und höher sein. Immer. Und wenn eines nicht mehr passt, dann wird es durch ein anderes ersetzt. Ich sage nicht, dass die Frauen das alle bewusst so ausleben. Ich glaube sogar, dass den meisten Menschen gar nicht bewusst ist, dass sie völlig unbewusst handeln. Aber es ändert nun einmal nichts daran, dass sie SO handeln. Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich. Und ich kann die ganze Theorie hinter der Hypergamie nicht im Detail beschreiben, dann müsste ich einen 100-seitigen Artikel verfassen. Bitte ggf. einfach selbst einlesen, was es mit der Hypergamie aufsich hat. Gerne auch in diesem Zusammenhang einfach nach dem Stichwort „Redpill“ suchen.

Und was soll ich als Mann oder Frau mit diesem Wissen anfangen?

Das ist die richtige Frage! Gut so! Was kann ICH nun damit tun, mit diesem Wissen? Soll ich mich umbringen, weil es offenbar die „echte Liebe“ gar nicht gibt? Doch, es gibt sie schon noch, die echte Liebe. Und zwar folgendermaßen: Ein ganz ganz kleiner Prozentsatz an Frauen (und Männern) hat es geschafft, sich von seinen Instinkten (Statusdenken, Sicherheitsdenken, Machtgehabe usw.) zu lösen und seinen Verstand zu nutzen. Zu kommunizieren. Empathisch zu sein. Und dadurch auf Werte wie Moral und Anstand, auf Beständigkeit und Zuverlässigkeit zu setzen. Das geht aber nicht durch permanente Partnerwechsel. Das funktioniert nur über echte harte Arbeit an sich selbst und mit dem Partner. Gemeinsam. Dazu muss man sich mit Themen beschäftigen, die weh tun. Sich selbst ergründen und die eigenen Lebensziele. Bewusstsein schaffen für sich und die Mitmenschen. Empathie überhaupt erst entwickeln. Ich bin zu 100% davon überzeugt, dass dies der Schlüssel ist zur langfristigen Zufriedenheit im Leben.

Jetzt kann der Mann eben versuchen SO eine Frau zu finden. Das wird natürlich sehr lange dauern, es gibt solche Frauen selten. Vielleicht wird es eine Reise, bei der das Ziel von ihm nie erreicht werden wird. Die heutige Gesellschaft macht die ständigen Partnerwechsel zu leicht. Notfalls springt der bisherige Partner als neuer Unterhaltszahler eben ein und im aller schlimmsten Notfall der Staat und alimientiert die Frau. Wozu dann beim „langweiligen“ bisherigen Partner bleiben? Ruhig öfter mal fremdvögeln und sich dabei gerne oder am Besten auch mal neu verlieben! Und nur keine Angst… kann ja nichts passieren… kann ja nur besser werden. Oder?! Der Neue ist größer oder geldiger oder lustiger oder was weiß ich.

Ganz faktisch beschrieben schläft die Frau sich im Allgemeinen hoch. Einfach mal umsehen, in der Regel hat sich da an der alt hergebrachten Wirklichkeit nichts verändert. Die Frauen sind überwältigend auffällig mit Männern in Beziehungen, die im Rang bzw. Status über ihr stehen. Warum wohl? Diesmal nicht Tarzan mit der Liane, sondern eben Jane! Da wiederhole ich mich. Mit der Liane einfach von Baum zu Baum hangeln. Bzw. als Jane einfach von Bett zu Bett hoch arbeiten. Einige pervertieren das mit purer Absicht, die meisten Frauen machen das allerdings tatsächlich schlicht unbewusst. Ich will da gar nichts überwiegend Böses unterstellen.

Die Frage ist also noch immer, was mir dieses Wissen als Mann nun nützt? Nun, es ist doch schon mal gut zu wissen, dass es im Allgemeinen keine echte Liebe gibt. Muss man eben so akzeptieren (wir klammern die 0,X % bewussten Menschen aus). Aber es gibt dafür ja den neuen Begriff der Lebensabschnittsgefährtenschaft. Wie ein Leasing-Fahrzeug. Man fährt es 2 Jahre oder 3 oder 4 und dann wird es eben ersetzt. So läuft das heute. Die Frau ersetzt Dich. Ende. Aber dieses Wissen kann der Mann auch für sich nutzen und das Beste daraus machen. Er weiß ja aufgrund des Wissens um die Ursachen auch die richtigen Gegenmittel zu finden. Hoffentlich. Redpill sei Dank.

Er muss der Frau eben ständig (nicht jeden Tag, aber oft!) ein Feuerwerk zünden. Dazu muss er zunächst an sich arbeiten und überhaupt erst einmal ein Mann werden. Das ist aber nicht damit erledigt, dass er lernt einige Frauen anzusprechen. Pickup alleine ist keine Lösung. Es ist nur ein Werkzeug auf dem weiten Weg zu sich selbst. Wie ich lernen dürfen musste. Nicht jeder Mann muss oder soll pickuppen gehen, aber wenn er sich nicht mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt, wird er verlieren. Über kurz oder lang. Ende.

Er muss einen tollen Körper haben! Krafttraining! Er muss sich kleiden, egal wann er aus dem Haus geht, als ob er auf dem Weg zum nächsten Date wäre. Egal ob seine Partnerin mitkommt oder nicht. Er sollte immer ein tolles Parfüm auftragen. Als würde er gleich die bezauberndste Frau der Welt zum romantischen Dinner einladen. Aber idealerweise ohne seine eigene Frau dabei zu haben. Mir blutet das Herz dabei, diese Zeilen schreiben zu müssen. Aber so sieht es real aus. Das habe ich erkennen müssen.

Solche Dinge nimmt die eigene Frau zu Hause wahr. Sie sieht: „Was für ein Typ?! Mega! Wie er auf sich achtet und seinen Weg geht!“ Außerdem muss er möglichst erfolgreich sein im Job. Und sich stets unabhängig zeigen. Und auch wenn er am Liebsten einfach den Abend mit der Frau kuschelnd zu Hause verbringen würde, muss er ihr einfach öfter zwischendurch klar machen: „Hör mal, ich brauche auch mal meine Zeit nur für mich. Ich möchte auch was mit meinen Freunden machen. Deswegen bin ich heute Abend erst später wieder zurück.“

Er muss sich rar machen. Und die Frau auf der anderen Seite immer wieder überraschen. Durch spontane Einladungen… wohin auch immer… ins Kino… in eine Bar… zum Tanzen… auf einen Wochenendtripp usw. Aber vor allem muss er sich „künstlich“ rar machen. Gegen jeden inneren Widerstand. Bis er diesem neuen Selbstbild am Ende tatsächlich glaubt und diesen Lifestyle tatsächlich lebt. Er muss draußen Spaß haben, besonders mit anderen Menschen – ohne seine Frau an der Seite. Diesen Lifestyle wird die Frau spüren. Sie wird merken, dass sie nur an Stelle 2 in seinem Leben steht. „Erst der Lifestyle, dann die Frau“, lautet die Devise! Und so wird sie ihm hechelnd nachlaufen, überall hin – immer. Das ist die einzig mögliche Antwort auf die Hypergamie. Nur wenn die Frau ständig das Gefühl bekommt, um Dich kämpfen zu müssen, wird sie um Dich kämpfen und Dich begehrenswert finden. Glaub es nicht, meinetwegen. Aber wundere Dich dann bitte auch nicht, wenn Du eines Tages ebenfalls (wieder?!) ersetzt wirst.

Du musst stets der best mögliche Mann sein, den die Frau bekommen kann. Dann – und nur dann – kannst Du die Frau (auch nur!) MÖGLICHST lange an Deiner Seite (be)halten. Nicht einmal dafür gibt es eine Garantie, für gar nichts. Irgendwann kommt ein Typ mit einem Ferrari um die Ecke gefahren und auch wenn er eine Wampe vor sich her schiebt und Du nicht, wird ihr möglicherweise der Ferrari einfach mehr zusagen in diesem Moment. Und das Spiel beginnt von vorne… Du wirst wieder ersetzt und es heißt wieder: „Herzlich willkommen in der Welt der Hypergamie!“ Aber zu wissen, dass eine Beziehung nur ein Zusammenkommen auf Zeit ist, zu wissen, dass ich nur ein Lebensabschnittsgefährte in den Augen der Frau bin, bringt auch Vorteile. Sich nie wieder gehen zu lassen und ständig Optionen zu haben, schafft Freiheit. Optionen haben und Optionen wahrnehmen sind zweierlei. Man(n) kann trotzdem treu sein und Rückgrat haben. Und dennoch wissen, jederzeit eine andere Frau kennen lernen zu können.

Aber wenn ich dann wieder einmal abgeschossen werde, für irgend einen Typen… der auch ganz sicher wieder nicht ihr letzter sein wird… hab ich wenigstens noch meinen trainierten Körper, meine Ausstrahlung, mein Charisma, meinen Lifestyle, meine Unabhängigkeit, meine männliche Stärke, meine eigenen Ziele und es wird nicht lange dauern und ich habe die nächste Hypergamie-Tussi an meiner Seite. Die ja durchaus auch viele Vorteile bietet. So wie ein Leasing-Fahrzeug. Nicht wahr?

Traurig? Irgendwie ja. Und irgendwie aber auch durchaus akzeptabel. Als Mann kenne ich dann die Wirkmechanismen und kann eben damit umgehen. Ich weiß, dass es eine Hülle ist, die neben mir liegt. Im besten Fall ist sie eine feminine Frau, da ich ein Alpha bin. Aber sie ist und bleibt ein instinkt-gesteuertes Wesen, das mich im Fall der Fälle am nächsten Baum aufhängen würde und meine Seele verkaufen und mich zu Satan in die Hölle schicken würde. Immerhin kann ich aber bis dahin eine schöne Zeit mit ihr haben und versuchen alle Vorteile dieser Zweisamkeit für mich zu nutzen.

Beim Autokauf ist es auch nicht anders

Wenn jemand ein Auto kauft und den heiligen Bund der Auto-Ehe eingeht, weiß er oder sie doch auch, dass es nicht das letzte Auto im Leben gewesen sein wird, oder? Dennoch erfolgt der Kauf (bzw. die Finanzierung), oder? Und dennoch macht das Fahren doch über die ganze Zeit Spaß, oder? Eben! Darum geht es. Nicht mehr, nicht weniger. Leben im Moment. Leben im Jetzt. Wo wir wieder bei Eckhart Tolle wären. Es ist eben eine Lebensabschnittsgefährtin, mehr nicht. Und was ist wenn sie doch anders tickt? Wenn sie sich vielleicht sogar mit spirituellen Themen befasst hat und selbst „die echte Liebe“ leben möchte? Wenn sie so tickt wie Du und tatsächlich für IMMER mit DIR zusammen sein möchte und alles dafür tut und dafür durch dick und dünn mit Dir gehen würde? Dann sei froh, nimm es an. Lass es zu. Vielleicht ist es tatsächlich so. Das wirst Du erst am Ende wissen, wenn sie Dich dann doch wieder nur verlassen hat. 😉

Das ist kein neu entwickelter oder entdeckter Pessimismus von mir. Ich habe einfach nur die rote Pille geschluckt und glaube an keine Zufälle mehr. Ich habe mich einfach endlich intensiv mit dem Thema Mann/Frau-Beziehungen beschäftigt. Und wer das nicht entweder längst auch getan hat oder schleunigst nachholt, wird mit großer statistischer Wahrscheinlichkeit ebenfalls (immer wieder!) sein blaues Wunder erleben. Denkt drüber nach. Seid ehrlich mit und zu Euch selbst.

Wenn also „die echte Liebe“ nur Illusion ist, dann bleibt ja nur noch „das echte Spaßhaben“ als einzige Handlungsoption. Diese Variante kann man eben greifen oder auch nicht. Es ist dann wie heiraten mit Ehevertrag.

Lasst es mich so sagen:
Als Mann sollte man nicht in ein Flugzeug mit seiner Frau einsteigen und blind los fliegen, wenn man sich nicht ganz sicher sein kann, dass sie nicht schon länger mit dem Piloten fremd vögelt. Aber noch weniger sollte Mann (!) so dumm sein und ohne Fallschirm in die Maschine steigen. Und selbst mit Fallschirm gibt es keine vollständige Sicherheit. Das einzig Sichere ist die Unsicherheit. Denn wenn sie mit dem Piloten fremd vögelt, hat sie vermutlich längst auch das Sicherungsseil deines Fallschirms durchtrennt. Das ist die Quintessenz dieser Geschichte. Auch meiner Geschichte. Dieses Artikels.

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Bildet Euch bitte fort. Bildet Euch weiter. Lest beispielsweise die Bücher von erfahrenen Pickup-Trainern oder Kiefer Art von echten Persönlichkeitsentwicklern. Egal ob Du eine Frau bist oder ein Mann. Das spielt keine Rolle. Wenn Euch Pickup-Coaches nicht so zusagen, dann gerne auch alternativ die Bücher von Beziehungstherapeuthen meinetwegen oder sonst von Menschen, die inzwischen ihre Augen geöffnet haben. Von Menschen, die sich mit Frauen, Männern und Paaren beschäftigt und deshalb die wiederkehrenden Muster verstanden haben. Die Abläufe sind immer die Gleichen. Es ist einfach zu berechenbar geworden in unserer Generation.

Aber man kann das Spiel ein Stück weit mitspielen und eine Frau an seine Seite ziehen, mit der es sich mehr lohnt zusammen anstatt Single zu sein. Eine Frau, bei der man am Ende der Beziehung wenigstens für sich sagen kann: „Wenigstens war sie hübsch!“ Das ist auch der einzige Trost, der mir in meiner ganz persönlichen Geschichte in Phase 3 geblieben ist. Passt also. Alles gut. Was solls.

Ich weiß nun, worauf ich achten muss. Nämlich weiterhin in aller erster Linie auf mich und mein Glück. Daran darf die nächste Frau dann gerne teilhaben. Falls sie „nicht SO Eine“ ist, gut. Aber wie wir wissen, sind ja alle Frauen „nicht SO Eine“. 😉 Wer sind denn dann all die SOLCHEN, wenn es nicht die eigene Frau auch ist?! Na?! Ich jedenfalls habe gelernt meine Naivität abzulegen, was dieses Thema betrifft. Ich lasse mich natürlich gerne überraschen. Es gibt ja auch einen Restprozentsatz an „erwachten“ Frauen (0,X %). Keine Frage. Natürlich würde ich mich riesig freuen, wenn ich so eine Frau kennen lernen würde. Aber es ist ja auch nicht unbedingt total verkehrt mit einer hypergamen Frau. Wie gesagt, Man(n) muss eben die Vorteile für sich aus der Partnerschaft auf Zeit zu nutzen wissen und „ihr“ Spiel vordergründig mitspielen. Um im Hintergrund der heimliche Dirigent zu bleiben. Dann kann man so eine Frau auch möglichst lange in der Beziehung haben, diese Zeit einfach intensiv nutzen und verleben. Und immer schön den Fallschirm mitnehmen… denn… Du weißt nie… ob sie nicht gerade erst aus der Kabine des Piloten zu Dir auf Deinen Schoß zurück gekehrt ist… 😉

PS: Ken Jebsen sagt immer: „Ich sehe das Leben wie ein Computerspiel! Und ich weiß ja jetzt schon, dass am Ende GAME OVER sein wird. Also scheiß drauf und mach das Beste bis dahin. Es endet sowieso tödlich!“

Wie denkt Ihr darüber? Ich freue mich über Eure Kommentare. Andere Meinungen? Gleiche Erfahrungen? Andere Ideen? Buchtipps für mich? Immer her damit! 😉

PPS: Nein, ich habe kein verkapptes Frauenbild. Bin nicht völlig frustiert. Bin auch nicht drauf und dran mir die Kugel zu geben. Es geht mir inzwischen wieder gut. Ich bin nur aufgewacht. Das ist alles. Und dafür war das Beziehungsende gut. Die Frau hat mir die Augen geöffnet und mich aus dem Tiefschlaf erwachen lassen. Es war das erst Mal in einer richtigen Beziehung für mich, dass eine Frau Schluss mit mir gemacht hat. Das kannte ich vorher nicht. Und das ist eine wertvolle Erfahrung. Keine gute, aber eine wertvolle. Aus der ich sehr wohl sehr viel gelernt habe. Und in dieser Form wird mir das Ganze nicht noch einmal passieren. Wetten?! 😉 In Zukunft weiß ich um die Wirkungsweisen der weiblichen Beziehungsmechnismen und werde sie entsprechend für mich zu nutzen wissen. Wenn ich also die Frau total toll finde, werde ich eben immer wieder für dieses „Knistern“ sorgen. Sie immer wieder überraschen. Das Spiel von Nähe und Distanz spielen. Mich rar machen, von Zeit zu Zeit. Ihr das Gefühl geben, meine wahre Nummer 2 zu sein! 😉 Und ich bin mir fast sicher, dass ich dann auch auf ganz lange Dauer ein unglaublich interessanter und begehrenswerter Mann in ihren Augen nicht nur bin, sondern BLEIBE. Verrückt, oder? Dass es so einfach ist…! Und das ist doch Trost und Seelenbalsam genug! Für denjenigen, der es endlich verstanden hat und sein Leben danach ausrichtet. Ab geht’s jetzt zum nächsten Workout… mein Körper wartet! 😉

PPPS: Zu dem Thema ist längst nicht alles gesagt. Bestimmt werde ich in irgendeiner Form noch öfter auf das Thema Hypergamie eingehen. Mal sehen. Dieser heutige Blogbeitrag hat über 4000 Wörter. Wer es bis hier her zu lesen geschafft hat, dem gebührt Respekt und Ehre! 😉

Das Gute rausziehen und verschwinden

Heute habe ich mir ein Video von einem Fitness-Coach angesehen. Und darin hat er eine ganz interessante und perfekt zu meiner Situation passende Lebenserfahrung geschildert.

Es ging um das Thema Aussehen vs. Charakter (von Frauen)

Er trainiert Frauen und Männer und begleitet sie so auf ihrem Weg zum sportlichen Fitness-Erfolg. Dabei kam er auf die Themen Aussehen und Charakter, vorrangig der Frauen, zu sprechen. Da er hauptsächlich Frauen trainiert, hat er entsprechende Erfahrung vorzuweisen. Die Beziehung zwischen Athlet(in) und Trainer verlaufe immer wieder, so sagte er, im Prinzip nach folgendem Schema:

Eine – wie auch immer geartete – körperlich unzufriedene Frau kommt zu ihm und bittet ihn darum, dass er ihr doch bitte helfen möge auf ihrem Weg eine „sexy athletische“ Frau zu werden. Da sie in ihrem Leben unglücklich und nicht erfolgreich sei. Nie wirklich etwas gewuppt bekomme und endlich aus ihrer gefühlten Abwärtsspirale ausbrechen wolle. Mimimi und so.

Dieser Coach hat sich in der Vergangenheit jedenfalls den Ruf erarbeitet, entsprechende Resultate mit seinen Schützlingen bis hin zu Meisterschaften zu erzielen. Mit seinem eigenen Erfolg als Bodybuilder kam zunehmend auch der Erfolg als gefragter Coach. Er begleitet diese Frauen dann teilweise über mehrere Jahre auf ihrem Weg zur körperlichen Höchstleistung.

Und dann passiert etwas ganz Erstaunliches. Sobald die Frauen ein gewisses Ziel erreicht haben, nämlich einen top attraktiven Körper zu besitzen, sagen sie sich von ihm los. Plötzlich wird der Kontakt abgebrochen, da sie „ja jetzt ganz gut alleine weiter zurecht kommen“ würden. Dass die geschäftliche Beziehung zuende geht, ist nachvollziehbar. Die Athleten müssen ja für nichts bezahlen, was sie nicht auch benötigen. Ganz klar. Das ist auch gar nicht der Punkt. Der Schandfleck ist aus seiner Sicht, dass – vor allem die Frauen – ab einem gewissen Level jeglichen Kontakt abbrechen, den gesamten gemeinsamen positiven Weg vergessen und das auch recht deutlich so sagen: „Ich komm jetzt alleine zurecht und brauche Dich nicht mehr! Außerdem habe ich Dich auch immer gut bezahlt und das war echt viel Geld!“

Er sagte in seinem Video, dass das den wahren Charakter vieler Frauen immer wieder offenlegt. Zu Beginn des gemeinsamen Weges bettelten die Frauen förmlich um Unterstützung, um gemeinsam dafür zu sorgen ihr Selbstwertgefühl durch entsprechende Trainingsresulstate zu steigern. Dazu sei ein harter, steiniger, langwieriger Weg mit diversen Einschnitten nötig. Der auch zwischenzeitlich öfter zu Frust bei der Frau führt, verständlich. Es komme mitunter auch zu Reibereien. Auch verständlich, bei solch einem ambitionierten Weg.

Der komplette Tagesablauf müsse geändert werden, das Thema Ernährung rücke derart in den Vordergrund, dass die Athleten aufgrund der nötigen Disziplin und dadurch folgende positive mentale Effekte auch positive Ergebnisse für sämtliche weiteren Lebensbereiche erzielen würden. Beispielsweise wären sie motivierter im Job oder in der Stukturierung der eigenen Freizeitplanungen usw. Auch das Thema Schlaf erhalte dadurch einen völlig neuen Stellenwert. Ohne guten und gesunden Schlaf ist nun einmal kein gutes Muskelwachstum möglich. Die Frauen werden – trotz oder wegen – aller Strapazen auf ihrem Weg täglich ein Stück glücklicher und zufriedener. Plötzlich seien sie in der Männerwelt überall begehrt und auch das eigene Leben laufe insgesamt „mehr wie von alleine“.

Und irgendwann einmal hat die Frau aus dem Trainer alles herausgesaugt, was aus ihrer Sicht an positiven Dingen mitzunehmen ist. Aus einer Frau mit Speckrollen wurde am Ende eine Frau, die in Bodybuilding-Wettbewerben plötzlich um die ersten Plätze kämpft. Und dann… so sagt der Coach… und ERST DANN… zeigt sich der wahre Charakter der Person. Männer seien da anders, die äußerten sich in aller Regel über Schwierigkeiten und Meinungsverschiedenheiten bereits während des gesamten gemeinsamen Weges. Frauen hingegen sammelten und stauten Frust oder Wut über die gesamte Zeit an, bis sie einen Punkt erreicht hätten, ab dem sie auch gut alleine zurecht kommen würden und machten sich vom Acker.

Ich musste sofort an meine gegenwärtige Situation denken. Kommt mir wahnsinnig bekannt vor. Alles was ich ab und mehr noch während der Beziehung gab, war stets recht, nein, war für die Frau stets absolut perfekt! So hieß es auch immer. Sie profitierte in sämtlichen Lebensbereichen enorm von mir. Ich war für die Kinder da (ihre! Kinder), für ihre Wehwehchen, für ihre Ängste und ihre Sorgen. Probleme im Job. Probleme mit ihrer Gesundheit. Probleme mit ihrem Körper. Probleme in der Bewältigung des Alltagsstresses usw. Wer hat mich denn mal gefragt, wie gut ich zurecht komme?! Eigentlich irgendwie egal.

Dabei schob ich sie in alltäglichen – vorrangig – sachlichen Dingen ganz massiv an. Ist so, ich hab mein Leben nun einmal gut im Griff und weiß wie man gerade aus läuft ohne hinzufallen. Und das hab ich ihr eben beigebracht. Rüstzeug für die Welt. Auch für die Berufswelt. Wissen und Hintergründe zu verschiedenen enorm essentiellen Lebensbereichen. Die rote Pille sozusagen. Aufwachen aus der Matrix bitte! Mit mir geht das.

Sogar für ihre letzte Gehaltsverhandlung hab ich sie über Tage vorher gecoacht und sie vorbereitet. Erfolgreich. Natürlich. Wie kann es auch anders sein! Es ist und war immer so. Was ich tue, tue ich mit Erfolg. Ich zeigte ihr nahezu in jedem Lebensbereich, wie sie mindestens eine deutliche Verbesserung für sich und die Kinder erzielen kann, oft sogar das Optimum erreicht. Und all das saugte sie auf wie ein Schwamm. Dumm ist sie nicht. Nur unbelesen, ungeübt und methodisch ungebildet. Aber das ist alles keine Kunst. Mit einem so vorzüglichen Coach an ihrer Seite… Da könnte selbst der dümmste Pinguin innerhalb von 2 Jahren beachtliche Kunststücke vollbringen. Und irgendwann… als sie alles aus ihrer Sicht Notwendige verinnerlicht und anwendbar erlernt hatte… machte sie sich vom Acker. Genau wie die Athletinnen des Fitness-Trainers.

Jetzt ist das bei dem Fitness-Trainer allerdings eben Business und kann ein Stück weit in die professionelle Welt verortet werden. Man solle es sachlich sehen und so weiter. Klugscheißereien. Ja, mag sein. Kann man alles sachlich sehen. Aber nein, kann Man(n) nicht! Wir sind Menschen! Wir alle. Frauen und Männer. Leider vergessen das die meisten Menschen. Hey. Wir sind keine Roboter!

Die Aussagen des Fitness-Trainers gelten natürlich auch unbedingt für das „echte Leben“ gleichfalls fort. Seine Aussage war auch: „Gebe einem Mann macht und Geld. Dann siehst Du seinen wahren Charakter. Und gebe einer Frau einen tollen Körper und Schönheit. Dann siehst Du ihren wahren Charakter.“

2019-04-24

Das gilt selbstredend nicht für sämtliche seiner Athleten. Männer verspüren auch nach Ende ihrer Geschäftsbeziehung auch nach Jahren oft noch eine tiefe Dankbarkeit und sie bleiben in Kontakt. Schließlich hat der Trainer aus einer kompletten Null eine Maschine gemacht. In seltenen Fällen allerdings besteht zu Frauen noch ein langfristiger Kontakt. Das sei die Ausnahme. Oft würden von ihm trainierte Frauen eines Tages selbst Athletinnen trainieren und in die Trainer-Branche einsteigen. Das sei im übrigen nicht nur seine Erfahrung, sondern auch die befreundeter weiterer Fitness-Trainer.

Ein interessantes Phänomen, wie ich finde. Und an solchen Alltagsgeschichten sehen wir überall in der menschlichen Natur bzw. Gesellschaft diverse wiederkehrende Verhaltensmuster. Diese zu verstehen hilft enorm für das eigene Leben, davon bin ich überzeugt.

Was hat der Trainer denn für Möglichkeiten damit umzugehen?

Diese Frage stelle ich mir ernsthaft. Wenn der Trainer vorher schon weiß: „Diese Frau ist gerade mental eine Null, ein Haufen Elend, so wie sie zu Kreuze gekrochen kommt und um Hilfe bettelt.“ Da sie in ihrem Leben generell und wohl auch besonders sexuell unausgelastet bzw. frustriert ist. Von einem Trainer also für das ganze weitere Leben eine Start-Motivation erhalten möchte. Viele Tage, gar Monate oder Jahre des harten Schweißes würden dafür gemeinsam fließen müssen. Harte Arbeit. Und er ist und bleibt dabei stets ihr persönlicher Motivator. Ist da, wenn es ihr schlecht geht. Wenn sie mal keine gewünschten Resulstate erzielt. Dann baut er sie auf. Immer wieder. Allerdings im Wissen, dass die Frau dafür zwar bezahlt, sich am Ende allerdings aus dem Staub machen wird. Ohne jede Menschlichkeit walten zu lassen. Keine Dankbarkeit mehr zu empfinden und dem Menschen mit dem größten Positiv-Impuls ihres Lebens den Rücken zu kehren.

Wie soll er damit nur umgehen?

Ich finde er hat nur zwei Möglichkeiten:

  1. Er steigert sich von Anfang an immer wieder neu rein. Lässt sich wieder komplett auf jede Frau ein, als wäre es seine erste Athletin, die er auf dem Weg zur Meisterschaft formen und begleiten muss. Im Wissen, am Ende wieder das totale Brett der Undankbarkeit von ihr zu bekommen. Das kann ihm aufgrund der Erfahrung ja niemand mehr nehmen. Einmal erkannt, immer erkannt. Hier würde ich sagen, dass so ein Vorgehen einen naiven Ansatz darstellt. Er kann versuchen seine Lebensfreude aus dem gemeinsamen Erfolg zu ziehen. Obwohl er weiß, dass der Erfolgsweg endlich ist und sie ihn fallen lassen wird wie eine heiße Kartoffel. Es wäre ein bisschen der Weg einer Mutter Theresa. Hingabe. Aufopferung. Und eigentlich müsste er konsequenterweise am Ende des Erfolgsweges mit der Frau auch fast darum betteln, dass sie ihm ins Gesicht spuckt. Und lächeln und sich daran erfreuen. Ich übertreibe gerade, schon klar. Aber die Message soll ankommen. Und das tut sie so garantiert.
  2. Oder aber er geht rational damit um. Betrachtet die gemeinsame Beziehung als eine Geschäftsbeziehung. Kalkuliert klar ein, dass der Tag kommen wird, an dem die Frau sich zwischenmenschlich wie das Allerletzte verhalten wird. Nimmt sich mental selbst raus und geht auf innerliche Distanz. Er weiß sogar, dass manche Frau sich sogar nachträglich schlecht über ihn auslassen wird, um sich selbst gegenüber psychisch zu rechtfertigen, dass sie diesen Trainer nicht mehr benötigen würde. Auch das berichtete er in seinem Video. Jedenfalls würde solch eine beschreibene Vorgehensweise eines Trainers klar einem rationalen Credo folgen. Also weniger Mutter Theresa, sondern mehr homo oeconomicus. Sie bezahlt. Er trainiert sie. Fertig. Sie wird irgendwann ghosten (also einfach verschwinden), das weiß er allerdings und zieht für sich seinerseits vorrangig auch nur die Vorteile dieser Zusammenkünfte für sich heraus: Nämlich, dass sie ihm so seinen Lebensunterhalt ermöglicht. Knowhow gegen Kohle. Und das auf Zeit. Fertig. Keine weitere Zwischenmenschlichkeit. Er mag sie zwar täglich nett begrüßen und auch Witze machen und die Zeit mag sich für sie schön anfühlen, allerdings ist es im Wesentlichen von seiner Seite aus „professionell gespielt.“

Fairer Deal oder?

Genau so erging es mir eben auch. Nur dass ich die Vorstufe zu Typ 1 war, jedenfalls in Bezug auf meine Beziehung. Für mich stand gar nicht zur Debetta, dass die Frau eines Tages einfach das Spielfeld verlassen würde. Wenn es regnet. Und ich da zurück bleibe. Ich glaubte an das Gute im Menschen und daran, dass die Frau es ernst meint. Meinte sie auch. Aber eben nur Lebensabschnittsgefährten-mäßig. Bis… ja bis… der Punkt erreicht war, an dem sie alles für sich mitgenommen hatte, was sie an Nützlichem von mir mitnehmen konnte. Wir sprechen hier wohlgemerkt ausschließlich von mentalen Aspekten.

Die Frage ist doch wirklich, wie dieser Trainer nun in diesem Wissen – und er ist nicht nur ein guter Athlet, sondern auch ziemlich clever und gebildet! – weiter in seinem Leben damit umgehen mag.

Ich bin überzeugt davon, dass die Schilderungen dieses Coaches auf 95% aller Frauen im übrigen echten Leben zutreffen. Eben nicht nur im Fitness-Bereich. Denn er sprach explizit vom „Charakter“ einer Frau. Davon, dass die Frau ihr wahres Gesicht stets erst dann zeige, wenn sie einen anderen Menschen (vergleichbar einer Partnerschaft) nicht mehr benötige. Die Rede ist also nicht von einem einzelnen Verhalten, sondern tatsächlich vom Charakter dieses Menschen. Das ist keine einmalige Sache. Das ist etwas Langfristiges.

Ich habe pauschal gerade auch keine Antwort darauf. Ich weiß nur, dass ich in Zukunft deutlich weniger Typ 1 sein werde. Bestimmt werde ich auch nicht plötzlich zu Typ 2. Allerdings ist eine gesunde Mischung aus beiden Varianten wohl ganz angebracht. Damit geht das Wertvollste im Leben kaputt, nämlich die kindliche Naivität… die Romantik… die Träumerei… die Einfachheit und damit auch die Freiheit. Es ist ein Dilemma.

Typ 2 möchte ich eigentlich gar nicht werden. Versuche ich es weiter als Typ 1? Oder halte ich von Beginn an emotionale Distanz? Nein, das kann es doch auch nicht sein. Oder doch zumindest erstmal? Zumindest…? Hm… zumindest so lange ich nicht zu 100% überzeugt bin, dass es „DIE RICHTIGE“ ist. DIE EINE, die nicht „so“ ist wie die anderen. Die Eine, die loyal ist und kein Blutegel, das nur das beste für sich raus zieht und sich dann einen neuen Wirt sucht. Und genau das dachte ich ja auch in meiner Beziehung von dieser Frau. Und genau da beißt sich die Katze in den Schwanz. Zum Teufel nochmal.

Von kleinen Schrittchen

Bis heute Morgen ging es mir mies. Ich habe schlecht geschlafen, wie seit einigen Tagen. Die Nacht von gestern auf heute war besonders übel. Ich hatte mir vor dem Einschalfen noch ein paar Videos angesehen, zum Thema Beziehungsprobleme und Pickup. Die Ansichten des Machers dieser Videos haben mir zugesagt. Ich habe mich wieder erkannt. Er wirbt dafür stets authentisch zu sein. Das auszusprechen was man fühlt. Keinen falschen Stolz oder gespielte gute Laune z.B. gegenüber dem Ex-Partner an den Tag zu legen, wenn man sich doch tatsächlich ganz anders fühlt. Man spiele sich sonst bloß selbst etwas vor, so der Coach. Auch wenn das vermutlich viele Menschen machen, aus Angst, dadurch ihre Verletzungen zu zeigen. Man solle nicht extra hart tun und sagen, dass es einem gut gehe, wenn dem nicht so sei. Und was den Ex-Partner betrifft, auch da solle man sich immer frei so verhalten, wonach einem sei. Wenn man den Ex-Partner vermisse, solle man ihm das so auch mitteilen. Frei nach dem Herzen agieren.

Ziel ist, immer auf der positiven Ebene, der Herzensebene, frei zu agieren. Sich selbst die Freiheit heraus zu nehmen das zu sagen und zu tun, wonach einem gerade ist. Wenn man sich schlecht fühlt, soll man das äußern. Wenn man sich gut fühlt, soll man sich äußern. Wenn man möchte. Nichts muss. Es geht nicht ums Hinterherrennen, sondern darum man selbst sein zu können. Immer authentisch zu sein. Egal ob man damit seine Verletzungen offen legt oder Schwächen zeigt. Denn die vermeintliche Schwäche für den einen ist für einen anderen Menschen eine unendlich große Stärke. Nach dem Motto: „Männer dürfen auch mal weinen und Schwäche zeigen, das macht sie menschlich. Und dadurch irgendwie auch menschlich männlich. Nicht nur männlich.“

Wichtig sei laut einem der Videos, das ich mir angesehen habe, sich beim Senden einer Botschaft an einen anderen Menschen vorab bereits frei vom Ergebnis macht. Immer. Das gilt für Ex-Partner wie für alle anderen menschlichen Begegnungen gleichermaßen. Dass man vorher bewusst in sich geht und sich überlegt warum man sich nun äußern möchte, also was das Ziel dahinter ist.

Danach solle ich mich frei verhalten, ganz gleich wonach mir ist. Und das tat ich. Fr. Schlange und ich telefonierten und schrieben uns die letzten Tage hin und wieder, alles rein sachliches Zeug. Möbel abholen. Versicherungskram usw. Es sind noch ein paar Dinge zu klären. Wir kommen – wie ich schon öfter schrieb – sachlich sehr gut miteinander aus. Freundlich. Noch immer habe ich das Gefühl, dass wir uns sachlich aufeinander verlassen können. Obwohl es auf der Liebesebene ein einziger Hochverrat war.

Einfach mal aufs Herz hören

Gestern Nacht vor dem Einschlafen habe ich alle Sachlichkeit einmal beiseite gelegt, auf den Rat des Persönlichkeitscoaches gehört und ihr eine kurze Nachricht geschrieben und danach sofort das Handy auf Flugmodus gestellt, wie immer vor dem Schlafengehen. Ich schrieb ihr nur drei Worte, nämlich dass sie mir fehle.

Mitten in der Nacht wachte ich auf, dachte sofort an sie und zögerte nicht lange, um zu sehen, ob sie mir antwortete. Tatsächlich. Die Antwort lautete, dass das normal sei und Zeit vergehen müsse.

Das wars. Nichts weiter. Ende. Das ist alles?! Selbst Amazon Alexa hätte mehr menschliche Wärme in ihre Antwort eingebaut. Auch wenn sie künstlich sein mag, die liebe Alexa. Mich hat die Antwort von Fr. Schlange wirklich nicht überrascht. Ich hatte mich vorher schon vom Ergebnis frei gemacht. Ich rechnete mit gar nichts. Mir war nur wichtig, mich mitzuteilen. Das tat ich. Ich war authentisch. Ich habe vermeintlich Schwäche gezeigt. Mag sein. Ich sehe es allerdings viel mehr als Stärke. Die Antwort hat weh getan, weniger die Antwort, sondern mehr die Kühle. Das Gegenteil dessen, wie diese Frau über die (fast) gesamte Beziehung hinweg zu mir war.

Sie war warmherzig, extrem warmherzig, immer darauf bedacht, dass es mir (und natürlich den Kindern) gut gehe. Sie sorgte sich um mich wenn ich Schmerzen hatte und legte großen Wert darauf zum Arzt zu gehen usw. Alles wie weggeblasen. Da ist nur noch eine Hülle. Sicherlich ist sie nur mir gegenüber so kühl. Dem Neuen gegenüber sieht das ganz sicher anders aus. Sei es ihr gegönnt. Und ihm auch. Aber ich könnte das nicht. So wenig Zwischenmenschlichkeit zu bewahren für den Menschen, dem ich vor kurzem noch so oft sagte: „Ich liebe Dich!“ Ich erwartete echt nichts. Auch keine Antwort wäre okay gewesen. Das hätte ich noch eher verstanden. Aber bin ich wirklich ein Objekt, das man einfach wegstellt und zu dem man sagt: „Das dauert bis Du mich vergisst, wird schon wieder.“ Wirklich? Ist es das, was ich mir in der ganzen Beziehungszeit mit ihr durch all meine Wärme und Aufopferung „aufgebaut“ habe? Am Ende wie ein Objekt abgestellt und ohne jedes zwischenmenschliche Taktgefühl außer Betrieb gesetzt zu werden?

Danke dafür.

Ich las die Nachricht, klappte sofort wieder meine Smartphonehülle zu, schaltete den Flugzeugmodus ein, legte das Handy weg und schlief weiter. Als ich morgens – leider wieder viel zu früh vor dem eigentlichen Wecker – aufwachte, fühlte ich mich wie gerädert und hatte sie im Kopf. Natürlich. Viel mehr aber ihre Antwort. Die Art der Anwort. Diese unglaubliche Kühle. Keinerlei menschliche Empathie. Natürlich habe ich keinen Anspruch darauf. Gar nicht. Aber ich kümmere mich derzeit auch nach wie vor „fürsorglich“ um die letzten sachlichen Aspekte der Trennung. Rufe bei Versicherungen an und mache und tue. Das ist der Dank dafür. Die harte Art gesagt zu bekommen: „Ideal, dass wir sachlich gut miteinander auskommen. Hilft ja nur. Aber zwischenmenschlich bist Du mir so egal wie ein Sack Reis in China!“

Angst vor einem Psychopathen

Dass wir sachlich miteinander umgehen können, sogar freundlich („schönen Tag“ und so) hilft ihr im Moment sicher sehr. So hat sie den Kopf frei. Sie hatte mir nach dem Ende der Beziehung gesagt, dass sie Angst vor meinen Folgereaktionen habe. Dass ich viellleicht ein „Nein“ nicht akzeptieren würde. Mensch Mädchen. Ich bin doch kein Psychopath. Ich bin – und das habe ich in der ganzen Zeit der Beziehung nie abgelegt – nach wie vor der vielleicht friedlichste Mensch in Deinem gesamten Umfeld. Ich mag unbewusst geworden sein, weil ich meine Mitte verlassen und mich selbst verloren hatte während der Beziehung. Aber ich bin ein großer Pazifist dieser Erde. Friedlichkeit ist meine Grundveranlagung, Freude mein Streben.

Seelengedanken

Nochmal, nur für Dich, auch wenn Du das nicht liest: Ich wünsche Dir alles Glück der Welt. Werde froh und glücklich, egal wie. Egal mit wem. Es gibt einen Grund warum das alles passiert ist. Meine Seele hat Dich angezogen und Deine meine. Ich verstehe den Grund dafür im Moment noch nicht. Ich verstehe den Grund für dieses vollkommen unnötige Leid nicht. Ich verstehe nicht, warum Dir, mir, uns das widerfahren ist.

Aber ich weiß, dass ich in der Vergangenheit vor Dir einen großen Fehler in meinem Leben gemacht habe, den ich bis heute noch sehr bereue. Froh und glücklich bin ich aber darüber, dass ich daraus gelernt habe. Nie wieder einem Menschen absichtlich oder mehr oder weniger unabsichtlich weh zu tun, denn mit Gefühlen anderer Menschen gehe ich nicht (mehr) leichtfertig um.
Jeder hat seine Päckchen im Leben zu tragen. Meines wog schwer. Ich glaube auch, dass diese Begegnung zwischen Dir und mir und der ganze Weg ganz ganz sicher nötig war für uns. Was Du daraus lernst weiß ich nicht. Vielleicht lernst Du etwas daraus. Vielleicht auch nicht. Du hast das nicht zum ersten Mal getan, was Du getan hast. Ich wünsche Dir, dass es Deiner Seele Frieden bringt. Mir jedenfalls gibst Du damit etwas ganz Kostbares mit, nämlich die Bewusstheit zur Selbstreflexion und Selbsterkenntnis.

Ich glaube, dass ich bis zum Beginn unserer Beziehung ein sehr negatives Karmakonto hatte. Ich glaube aber auch, dass ich in der und durch die Beziehung mein Karmakonto ziemlich in den mindestens neutralen Bereich bringen konnte. Ich habe alles gegeben für Dich und die Kinder. Alles. Und eigentlich noch mehr. Insofern ist das gut so, was ich tat. Ich bin rein. Wenn ich eine Farbe wählen dürfte, ich würde jetzt Weiß wählen.

Danke jedenfalls für Deine Antwort gestern Nacht.

Du bist nicht mehr im Ansatz der Mensch, den ich auch nur wiedererkennen kann. Das macht es mir gerade leichter loszulassen. Ich spüre, wie es mir gerade besser geht als in der Nacht und am Morgen. Ich spüre, wie es Zeit ist, loszulassen. Zeit ist, Dich allmählich vergessen zu lernen. Ich werde Erinnerungen an Dich abschließen, mir keine Bilder ansehen, keine Briefchen von früher anschauen, gar nichts davon. Ich packe alles in eine Kiste und gebe sie jemand anderem zum Verstauen. Ich will nichts davon mehr bei mir haben.

Umfeld und Vergangenheit

Und ich nehme für mich mit, dass ich bei der nächsten Frau keine Hemmungen haben darf. Damit würde ich Dir eine Macht zuteil werden lassen, die Dir nicht zusteht. Andere Frauen sind anders als Du. Nicht alle Frauen lieben den Verrat.

Ein sehr bekannter Koch, der dicke Koch im weißen Anzug mit dem vielen Ingwer, sagte einmal in einem persönlichen Gespräch zu mir: „Die Gesellschaft liebt den Verrat, aber sie hasst den Verräter.“

Dazu kann ich nur sagen: Ich mag beides nicht, weder den Verrat noch den Verräter. Ende der Durchsage.

Botschaften an Dich

Ich muss mir also bewusst sein, dass ich keine schlechten Gedanken an mangelndes Vertrauen beim Kennenlernen meiner nächsten Partnerin haben darf. Ich werde der nächsten Frau (noch) besser zuhören, vor allem über die Beziehung hinweg dies beibehalten und dabei versuchen von Anfang an hinhören, wenn es heißt die „äußeren Umstände“ zu ergründen. Ich werde nicht mehr so naiv an eine Sache herangehen, die auf lange Sicht keine Sache bleiben, sondern zu einer richtigen Lebensbeziehung werden soll. Ich werde dafür im Gegenzug von Anfang an ebenfalls offener agieren und auch meine Vergangenheit nicht verheimlichen. Etwas, das ich Dir gegenüber anfangs tat und erst Zug um Zug aufzugeben lernte. Am Ende ist es aber egal, wenn Schluss ist ist Schluss. Dann hätten wir auch einfach unsere Hüllen von Anfang an fallen lassen können und die Denkschranken aufgeben. Was solls, warum denn nicht gleich?

Es hat seinen Grund, warum ich all Deinen „Freundinnen“ und „Bekannten“ nicht traute. Von Anfang an nicht. Ich traute nicht nur ihnen nicht, sondern von Anfang an Dir nicht. Du befindest Dich aus meinem Blickwinkel in seinem Sog negativ karmatischer Menschen. Solange Du aus dem Strudel nicht heraus kommst, wird Dir das, was wir zwei erlebt haben, noch immer weiter und wieder passieren. So wie früher, so wie jetzt, auch in der Zukunft. Ich habe das nicht gewollt und mir auch nicht gewünscht. Bei Dir ist das glaube ich ganz anders. Für Dich ist es das x-te mal und stellt scheinbar Dein Lebenselexier dar. Das meine ich ganz neutral. Es ist eine Bestandsaufnahme. Mehr nicht, auch nicht weniger.

Das ist nicht meine Realität, es ist Deine. Und damit Dein Problem oder aus Deinem Blickwinkel vielleicht auch nicht Dein Problem, sondern Deine Motivation. Was auch immer Dich geritten hat, so zu sein. Tiefer konnten wir zwei leider nie auf der Ebene des Seins aufeinander zugehen, das zu ergründen. Meine Seele wäre dafür da und bereit gewesen, Dir zuzuhören. Wir Menschen sind in jeder Begegnung einander Lehrer. Ich habe von Dir gelernt. Bitterböse gelernt. Die meiste Zeit war wundervoll mit Dir, keine Frage. Vermutlich hätte es nicht lange gedauert, wenige Monate, vielleicht nur noch höchstens ein Jahr, und ich hätte um Deine Hand angehalten. So sicher war ich mir mit Dir, auch für Dich der Richtige zu sein.

Aber ich habe dank Dir gelernt, genau hinzuschauen und hinzuhören. Nicht so naiv mit den oben genannten „äußeren Umständen“ umzugehen. Es hat seinen Grund, warum all Deine Freundinnen nichts bessers zu tun haben als tagein und tagaus ihren Partnern fremd zu gehen und nur „Spaß haben zu wollen“. Und Du immer schön mittendrin. Wie eine Anführerin. Wir können uns nicht verstellen. Wer jeden Tag unter Drogenanbhängigen ist, wird nicht nur selbst einer, sondern ist es wohl längst schon. Und checkt es wohl selbst dann nicht, wenn er mal wieder nach dem Schuss benebelt in der Ecke liegt. Ich dachte, dass ich Dir helfen könnte. Was ich allerdings übersah: Es gibt gar keinen Grund für Dich, dass ich Dir helfen hätte sollen. Du willst das was Du tust mit jeder Faser Deines Körpers. Für Dich bin ich vermutlich nur eine weitere Kerbe. So wie die vielen Tatoos auf Deinem Körper. Von den meisten weiß ich bis heute nicht was sie bedeuten oder warum und woher Du sie hast. Ich hatte auch nie gefragt.

Deine Vergangenheit wollte ich respektieren und unangetastet lassen. Ich wollte Dir gegenüber wertfrei sein. Lieber mit Dir nie Deine Vergangenheit ergründen, sondern eine gemeinsame Gegenwart erschaffen. In Zukunft werde ich beachten, dass wir alle aus der Vergangenheit kommen und diese nicht einfach ablegen können. Die nächste Frau werde ich mir genau ansehen. Und ich freue mich darauf. Denn ich weiß, dass es verdammt gute Menschen da draußen gibt. Auch Frauen ohne Pseudofreundinnen und ohne Ex-Bekanntschaften. Es gibt ganz sicher solche Frauen. In meinem Umfeld und in meiner Familie wimmelt es von ihnen. Egomanie ist das, was solche Pseudofreundinnen auszeichnet. So etwas potenziert sich, wenn sie alle zusammen kommen. Du mittendrinnen. Ich konnte Dir nicht helfen. Ich sollte dir nicht helfen können. Ich brauchte Dir wohl nicht helfen. Ganz im Gegenteil, ich stand Dir offenbar für Deinen aktuellen Lebenswunsch im Weg. Du möchtest was Du tust, also tust Du was Du möchtest. Wir menschen tendieren immer dazu, das zu tun was wir wollen.

Heute ist Freitag. Und ich werde wieder raus gehen. Mal sehen wohin. Mal sehen wie lange oder wie kurz. Hauptsache raus, trotz Müdigkeit. Innerlich fühle ich mich gerade so, dass ich mich durch das Weggehen gar nicht ablenken möchte von Dir. Im Gegenteil, ich merke, wie ich in kleinen Schrittchen voran komme und merke, dass es beginnt, dass Du nicht mehr ein Teil von mir bist. Das ist es doch, was Du Dir auch wünschst. Das steckt auch in Deiner Antwort von letzter Nacht. Du bist mir fremd geworden. Schade, dass es so ist. Aber Du bist ein freier Mensch. Zumindest glaubst Du jetzt frei zu sein. Also flieg. Sei frei. Lass es Dir gut gehen.

Ich werde noch eine Weile knabbern, aber ich bin motiviert. Ich werde meine Sachen gut machen. Deine Nachricht heute Nacht war ein echtes Wachrütteln für mich. Du hast mich einmal durchgeschüttelt und fest auf den Boden gerammt.

Nun bin ich dran, selbst wenn es nur kleine Schrittchen sind. Blick geradeaus. Schultern nach hinten. Brust raus. Kinn hoch. Und dann ähnlich wie Frank Sintra, nicht „I did“ sondern „I will do it my way“.

2019-04-05

Und dann ist da noch Eckhart Tolle

Eigentlich ist er da nicht noch. Sondern immer noch.

Ich habe seine Hörbücher vor Jahren täglich, teils stundenlang, gehört. Als ich dann meine vermeintliche Traumfrau gefunden hatte, das ist nun knapp 2 Jahre her, habe ich nach wenigen Wochen damit aufgehört.

Ein Fehler. Mein Fehler. Ich wurde dadurch wieder mehr der Mensch, der ich früher – viele Jahre vorher – einmal war. Aber nicht der Mensch, der ich bis zum Beginn der Beziehung gewesen bin und der ich für den Rest meines Lebens bleiben wollte.

Fröhlich, bewusst, ruhig, achtsam, mitfühlend, zuhörend.

Wenn ich diese Eigenschaften mir so ansehe, fällt mir selbst auf, dass ich sie im Laufe der Beziehung durch völlige Unbewusstheit teilweise abgelegt hatte. Genau jene Eigenschaften, die ich mir Dank meiner neuen Lebenseinstellungen und Lebensweisen vorher monatelang durch Eckhart Tolle eingeimpft hatte.

Der Schlüssel zum Glück liegt nicht in der Verbissenheit. Auch wenn ich stets nur die Beziehung schützen wollte. Verbissenheit hilft da nicht. Klammern auch nicht. So groß die Liebe auch sein mag, so sehr muss ich lernen, dass ich sie nicht schützen kann. Die Liebe. Entweder schützen beide sie oder sie ist unschützbar. Strample und kämpfe ich noch so sehr um sie und um die Frau, wird aus dem herzlichen Versuch wahrscheinlich mehr ein Klammern. Für sie hat es sich wohl mehr nach klammern angefühlt, zuletzt.

Die Frage ist, warum ich nur so wurde? Ich war vorher nicht so. Und ich war auch zu Beginn der Beziehung nicht so. Aber da stand von Anfang an etwas im Raum, das mir nie so ganz aus dem Kopf ging, nämlich meiner Traumfrau Fr. Schlange von Anfang an nicht so recht trauen zu können. Anfangs gar nicht. Das ließ mich auch die Entwicklung meiner Gefühle für sie sehr zurückhalten und nur langsam aufbauen. Später wurde es besser. Sie ging auf meine Ängste ein. Angst sie zu verlieren, gepaart mit Ängsten durch sie verletzt zu werden. Sie ging immer wieder darauf ein und sprach mit mir darüber. Sie wollte mir helfen. Tatsächlich half sie mir auch. Und öffnete mein Herz immer weiter. Sie erklärte mir immer, dass sie Angst hätte mich zu verlieren. Dass ich einfach gehen würde, dass mir die Situation mit den beiden Kindern eines Tages zu viel werden würde. Und so weiter. Ich dachte mir innerlich immer nur: „Wenn Du mich schon richtig kennen würdest, wüsstest Du, dass ich Dich bis in die Ewigkeit begleiten werde!“

Es ist allmählich Zeit, mich mehr mit mir auseinanderzusetzen. Viel habe ich über sie nachgedacht und warum sie dies oder jenes getan haben mag. Wirklich erfahren werde ich es doch nie ganz. Manches ist auch nicht rational erklärbar. Aber ich kann zumindest bei mir beginnen. In mir wühlen, grübeln und fühlen. Versuchen herauszfinden, warum ich mich in der Beziehung so sehr aus meiner Mitte entfernt habe. Um es beim nächsten Mal besser zu machen.

Ich stieß inzwischen auf zwei Dinge:

1.
Ich wollte die Beziehung um jeden Preis nach außen schützen. Dazu zählten „falsche“ Freunde von ihr ebenso wie „alte Bekanntschaften“ ihrer Vergangenheit. Oder Lebensweisen, die ich für ungut hielt. Das ist vielleicht zu weit gedacht von mir, das geht über meinen Verantwortungskreis hinaus, könnte man sagen. Ich fand auch am Anfang recht schnell heraus, dass für sie das Thema „Hintergehen“ nicht unbekannt war. Sie spielte oft mit dem Verrat. Wie sollte ich so einem Menschen leicht trauen können? Fremdzugehen war ihr leider gar nicht fremd. Der Start stand unter „schwierigen Bedingungen“, zweifelsfrei. Mit solch einer Vorgeschichte wie ihrer, zweimalig verheiratet mit zwei Kindern. Aus einer aktuell gescheiterten Ehe kommend. Wilde Partys feiernd. Mehr mit „falschen Freunden“ unterwegs als darauf aus, auf sich selbst zu schauen und im Leben (endlich?) anzukommen. Ich wollte ihr Fels in der Brandung sein. Und war wohl – eine Zeit lang – ihr Fels in der Brandung. Ich lernte ihr sogar zunehmend zu vertrauen. Und just am Höhepunkt meines Vertrauens erfolgte ihr Verrat.

2.
Ich hatte im Laufe der Beziehung offenbar solch eine große Liebe für diese Frau entwickelt, dass ich sie nie wieder verlieren oder hergeben wollte. Daraus resultierten vermutlich Verhaltensweisen, die mir heute – jetzt – selbst fremd vorkommen. Ich hatte versucht, wann immer es ging, so sehr für sie da zu sein, wie nur menschenmöglich. Das war wohl zuviel. Ich wollte ihr zeigen, dass es ihr gut gehe mit mir. Ich ordnete Alltäglichkeiten dem Ziel unter, ein Familienleben mit möglichst viel gemeinsamer Freizeit zu ermöglichen. Beispiele? Sparsames Leben, um ihr zu ermöglichen auf ihren Teilzeitjob verzichten zu können. Unsere Ansichten ergänzten sich stets komplett, für sie war die Arbeit nur ein Mittel zum Zweck, das Mittel zum Leben. Sie wollte leben. Ich auch. Wir wollten miteinander leben. Viel Zeit miteinander verbringen können, jedoch nicht an fremden unterschiedlichen Orten in der Arbeit. Sondern für die Kinder da sein, gemeinsam Mittag- und Abendessen wann immer es möglich war. Also konzentrierte ich mich wieder auf meine Stärken und Hobbys, um uns das zu ermöglichen, die Finanzwirtschaft. Ich begann wieder mit der aktiven Geldanlage. Und es lief. Aber ich verbrachte eben auch viel Zeit am PC. Und mit vielen Nachrichten und Börseninformationen. Ich driftete für das Familienglück von ihr ab, ohne es offenbar gemerkt zu haben. Dadurch, dass sie dies auch nie äußerte, gab es für mich keine Chance, aus dem Strudel auszubrechen.

Heute, ein paar Wochen nach dem Aus, sehe ich noch immer keinerlei Nachrichten. Keine aus aller Welt und noch weniger irgendwelche von den Börsen dieser Erde. Und ich merke, dass ich wieder viel mehr draußen bin und trotz der Traurigkeit positiver gelaunt bin. Diese Nachrichten ziehen Menschen runter… außer… ja außer man ist vollkommen achtsam und bewusst. Ich ließ mich runter ziehen, meine Laune runter ziehen. Viele Negativmeldungen. Die sicherlich real sind, aber die nicht im eigenen Leben real sind. In der eigenen Wohnung wird – normalerweise – niemand abgestochen. Es bricht niemand ein. Wir zünden keine Bomben in unserer Küche oder betrügen einander finanziell. Gut, wir werden dafür in der Liebe betrogen, aber das ist ein anderes Thema. Diese vielen Horrormeldungen ließen mich in eine Richtung driften, die nicht gut war für mich. Weil mir der Ausgleich dazu fehlte. Ich grub mich zudem immer tiefer in die Finanz- und Börsenwelt ein. Zu Lasten der Beziehung und zu Lasten der Kinder. Ich tat nie etwas Böses, ich habe mir da absolut nichts vorzuwerfen. Ganz im Gegenteil. Mein Ziel war: So schnell wie möglich so viel Geld wie möglich zur Seite zu bringen, damit wir beide nurmehr so wenig wie möglich arbeiten müssten. Sie sollte in erster Linie zu Hause bleiben können. So war auch immer ihr Wunsch. Aber das echte Leben findet nicht am PC statt. Dieser Spagat gelang mir offenbar nicht.

Ich muss nach vorne blicken, trotz allem. Vor allem muss ich aus meinen Fehlern lernen. Der größte Fehler war nicht das Sitzen vor dem PC. Auch nicht meine Welt der Nachrichten und Börseninformationen. Kryptowährungen zuletzt auch sehr stark. Sondern mein Fehler war, keinerlei Ausgleich dazu geschaffen zu haben. Keine Meditationen mehr, kein Eckhart Tolle mehr. Börseninformationen auf der einen Seite sind dann okay, in Ordnung oder sogar gut, wenn wir öfter zu viert auf der anderen Seite beispielsweise zum Klettern gegangen wären. Oder andere Unternehmungen, genau wie zu Beginn der Beziehung. Gemeinsame freudige Erlebnisse schaffen. Wir gingen mit den Kindern oft raus in die Natur. Machten Lagerfeuer, genossen die Sonne. Genossen jeden Moment. Überall. Ich habe das alles verlernt zu schätzen. In den letzten Monaten immer mehr. Natürlich ärgere ich mich über mich selbst. Auch das beste Geld bringt einem Menschen kein Glück. Nicht einmal dann, wenn es eigentlich für die Frau und die eigene Familie gedacht ist. Denn plötzlich ist sie weg, die Familie.

Ich verlernte in meiner Mitte zu bleiben. Aus genau jener Mitte heraus lernte ich sie kennen. Diese Mitte habe ich ausschließlich Eckhart Tolle zu verdanken, seinen Ansichten und Einsichten. Ich möchte wieder der Mensch sein, der ich bereits war. Auf dem Weg befinde ich mich bereits. Viel draußen sein, Daygamen und Clubgamen sind dabei doch nicht wichtig. Wichtiger ist, dass ich wieder Spaß am Leben entwickle. Ohne Nachrichten und ohne Börse. Scheiß auf das Geld. Nun, komplett keinen Wert mehr aufs Geld zu legen, ist sicherlich auch keine gute Lösung. Aber der Spagat wäre und ist möglich, davon bin ich überzeugt. Der Ausgleich ist entscheidend. Den Ausgleich kreiere ich durch Achtsamkeit und Bewusstsein. Dafür hilft mir Eckhart Tolle. Ich verstehe nicht, warum ich so unachtsam wurde. Sie, meine Traumfrau, aus meinen Augen verlor. Obwohl ich doch immer in ihrer Nähe war. Immer greifbar, immer für sie da. Immer bestrebt ihr das bestmögliche Leben zu bieten. Ihr jeden Tag zu sagen, wieviel sie mir bedeutet.

Doch verlor ich meine Fröhlichkeit, ich wurde zu verbissen, denke ich. Ich wollte den totalen Erfolg. Und der sah so aus, dass ich möglichst viel zu Hause mit ihr und den Kindern gemeinsam Zeit verbringen wollte. Natürlich nicht jetzt. Schließlich erfordert dies einen langen Weg mit finanziellen Einschränkungen. Sie wollte hingegen jetzt leben, jetzt genießen. Ich verschob das stets in die Zukunft. Jetzt sparen, um später gar nicht mehr arbeiten zu müssen. Und wir tendierten wohl beide immer weiter auseinander. Ich bemerkte dies nicht. Sie schon, sie sagt nur nichts. Ich ging während der ganzen Zeit davon aus, dass ich das im Guten tue. Für uns. Ich irrte mich. Ich glaube auch, dass ich mir der Festigkeit unserer Beziehung zu sicher war.

2019-04-04

Das was ich für mich am meisten gelernt habe, jetzt schon, ist:

Verliere Dich nie selbst aus den Augen und aus Deiner Mitte. Dann wirst Du auch niemals Deine Mitmenschen aus den Augen verlieren können. Auf diesen Weg zurück zu finden, wird mir wieder Eckhart Tolle helfen. Er half mir damals. Er hilft mir jetzt wieder. Ich werde nicht nur Pickup-Videos ansehen, sondern unterwegs und überall auch wieder Eckhart Tolle hören. Es half mir damals loszulassen von meiner Vergangenheit. Es hilft mir hoffentlich auch dieses mal wieder. Ich bin sogar überzeugt davon. Vermutlich kehrt dann auch wieder die Gelassenheit auf dem Weg zu meiner Traumfrau 2.0 zurück.

Den totalen Erfolg zu wollen, ist zwar heldenhaft, aber Helden sterben bekanntlich meist einen Tod. Sie werden in Geschichtsbücher verewigt und werden zu Bronzestatuen gegossen. Wozu, was bringt ihnen das? Die Helden verlieren mit dem Tod das Wichtigste, das sie besitzen. Ihr kostbares Leben. Deshalb ist der totale Erfolg eine Illusion. Am Ende sitze ich mit Geld, das ich mit niemandem Teilen kann, an diesem Laptop. Dem Geld, das ich so gerne eintauschen würde, gegen mein geliebtes Leben von noch vor kurzem. Gegen Zeit. Gemeinsame Zeit.

Hätte es die Beziehung wirklich gerettet oder gar von Anfang an weiter in Glücklichkeit gehalten? Ich vermute es nicht. Denn ich bin nur ein Teil der Münze. Es gehören zwei Seiten zu einer Münze. Kopf und Zahl. Gleichberechtigt. Ich handelte moralisch absolut integer und für mich war mein Lebensinhalt das Familienglück. Über die Wahl meiner Mittel lässt sich streiten. Ich wünschte, sie hätte mit mir darüber gestritten. Dies tat sie nie. So konnte ich nicht – jedenfalls nicht alleine – bemerken, dass meine Mittel trügerisch für uns sein würden. Nur das alleine rechtfertigt auch keinen Verrat. Und vor dem Verrat steht die Entfernung und Entfremdung von einem Menschen. Die Entfremdung und Entmenschlichung stet am Anfang, der Verrat am Ende des Weges. Deshalb lege ich meinen Fokus in der mentalen Aufarbeitung meines jüngsten Lebensabschnittes auch nicht auf die Analyse des Endes der Geschichte. Ich versuche zur Quelle zu gelangen.

Nicht jeder muss diesen Artikel verstehen. Heute schreibe ich einen Artikel – diesen hier – mal wieder eigentlich nur für mich. Aufarbeiten. Vieles mag von außen wirr und unverständlich klingen. Aber es hilft mir. Ich blicke in Frieden auf alles. Und ich nehme mir vor, Eckhart Tolle nie wieder aus den Augen zu verlieren im Leben. Auch wenn ich seine Hörbücher schon so viele Male gehört habe. Sie erden mich. Das ist so nötig, ich hatte vollkommen die Bodenhaftung verloren. War mehr mit träumerischen Illusionen eines glücklichen Familienlebens beschäftigt, als das Familienleben real zu leben. Ich bin auf dem besten Weg zu mir selbst zurück. Noch ganz am Anfang.

Aber alles hat seinen Sinn und Zweck im Leben. Meine Seele musste offenbar auch dieses tragische Ereignis mit dem dahin führenden Weg erleben. Das akzeptieren zu können, wird mich Zeit kosten. Aber es wird mich befreien, früher oder später. Es ist nur so schade, dass meine kürzliche Traumfrau in der Zwischenzeit davongeglitten sein wird und schon ist. Sie ist nicht bei sich, obwohl sie meint ihr Glück jetzt durch die massive Lebensänderung erfahren zu können. Ob nund mit dem neuen Partner oder nicht, spielt dabei gar nicht die entscheidende Rolle. Ich wünsche es ihr von Herzen, dass es ihr gelingen mag.

Aber wer Eckhart Tolle folgen kann, weiß, dass das Glück nur im Jetzt zu finden ist. Alles was nötig ist, um glücklich zu sein, ist bereits da. Heute bin ich wieder der Mensch wie am Anfang der Beziehung. Ich bin bei mir, achtsam, ruhig, aufmerksam, bewusst. Nur diesen Menschen hat sie hergegeben. Eingetauscht, sicherlich gegen jemanden, mit dem sie im Moment mehr Spaß hat. Es wäre so einfach gewesen… ein Mensch der einmal achtsam war, kann das durch intensiven Austausch wieder werden. Ich wünschte, sie hätte sich intensiv mit mir beschäftigt. Anstatt den einfachsten aller Wege zu gehen und „lebe wohl“ zu sagen. Wie Eckhart Tolle sagt, finden wir dabei nicht das Glück. Wir tauschen dadurch nur Formen aus. Anstatt im Jetzt in die Tiefe zu gehen. Das wäre so einfach möglich, wenn wir Menschen miteinander intensiv aufeinander zugehen. Welch falsches Bild sie wohl von mir bekommen haben muss, die letzten Monate. Real betrachtet ist es nicht falsch, denn ich war wie ich war. Aber so war ich vorher nicht und so wollte ich nie wieder sein. Und ich bin es jetzt auch nicht mehr.

Das tut weh, diesen Menschen davongleiten zu sehen. In sein vermeintliches Glück. Doch das Kostbarste hatte sie doch längst. Menschen würden sich ihrem Partner zu liebe ändern, sagen sie. Oft aus Verzweiflung. Um etwas zu retten oder wieder gut zu machen. In mir merke ich, dass ich mich eigentlich gar nicht ändern muss. Sondern dass ich jetzt einfach wieder der bin, der ich davor schon war. Was ist nur geschehen, dass das aus mir wurde, ist die Frage.

Welche tiefgehenden Probleme trage ich offenbar mit meiner Seele umher? Ich stoße immer wieder auf die beiden Punkte Verlustangst und Vertrauen. Unabhängig davon, ob die Beziehung überhaupt haltbar gewesen wäre… denn es befinden sich immer zwei Protagonisten in jeder Geschichte… jeder mit seinen eigenen Problemen… muss ich dennoch an mir arbeiten. Mit Verlustangst und Vertrauen umgehen zu können, ist einfach möglich. Dazu darf nur etwas nicht aufkommen, Liebe. Ohne Liebe kann auch keine Verlustangst entstehen. Das kann ich für mich sehr gut beschreiben, denn damals beim Pickuppen war ich zwischendurch sogar immer wieder aktiv dabei mich von Menschen sehr leicht „zu trennen“ die mir nicht gut taten oder mit deren Handlungen ich nicht einverstanden war. Dies ist so leicht, da wir keine Bindung zu diesen Menschen haben. Fehlende Liebe. Aber soll es das wirklich sein? Keine Liebe mehr zu empfinden, nur damit keine Verlustangst und erst gar kein Misstrauen entstehen können.

Keine Ahnung welches Maß an Nähe in einer Beziehung „gut“ ist. Vermutlich wäre mir am Liebsten, wenn ich einen Menschen an meiner Seite hätte, der das selbe Maß an Bindung zu mir möchte wie umgekehrt auch ich. In meiner Beziehung sagte Fr. Schlange am Anfang schon immer warnend zu mir: „Du, ich sag es Dir gleich. Ich bin eine ganz schöne Klette! Magst Du sowas wirklich?“ Innerlich habe ich wie ein kleiner Junge Luftsprüge gemacht. Ja! Genau das mag ich wirklich! Genau das habe ich gesucht. Das habe ich mitunter am Meisten an Dir geschätzt und geliebt. Eine Frau, die vollständig mit und bei mir sein möchte. Am Ende hieß es dann von ihr: „Soviel Nähe wie Du möchtest… das bin ich nicht. Ich brauche meine Freiheiten.“

Oder wie Eckhart Tolle es sagt: „Formen kommen und gehen. Formen können sehr schön sein, wenn sie da sind. Und tragisch, wenn sie gehen. Aber das ist normal. Das Gegenständliche ist genau wie alles andere nicht für die Ewigkeit.“ Was gestern noch gut war, ist heute einfach zu viel. Und das ist so traurig mitzuerleben, dass anstatt zu kämpfen, mit- und füreinander, der Kampf vermieden und stattdessen weitergemacht wird wie bisher im Leben. Formen austauschen. Neuer Partner. Weiter gehts.

Für mich geht gar nichts einfach weiter. Ich tausche sie nicht aus. Auch wenn ich mich bereits wieder auf der Suche befinde. Ich tausche nichts. Gar nichts. Niemanden gegen niemanden. Ich habe sehr viele Emotionen zu geben und ein riesiges Herz. Das war immer so und so habe ich auch immer das Gefühl, dass ich es teilen möchte mit jemandem. Das war stets meine Triebfeder.

Ich habe aus meiner Vergangenheit – ein paar Jahre vor meiner jüngsten Beziehung – gelernt und mir gesagt, dass ich nie wieder meine Frau hängen lassen würde. Nie wieder, das kommt für mich nicht in Frage. Ich würde kämpfen bis zum Umfallen, um nicht auseinanderzureißen, was zusammen bleiben kann und zusammen gehört. Tränen fließen während des Schreibens dieses Artikels. Viele. Ich könnte immer weiter tippen, nur den Menschen, den es am meisten interessieren sollte, wird es nie erreichen. Dieser Mensch lebt woanders. Denkt woanders. Und hat sich losgerissen von diesem Band der Verbundenheit.

Mir bleibt für heute wirklich nichts Positives zu schreiben. Tut mir leid. Manchmal ist da nichts Positives. Heute nicht. Vielleicht morgen.