Zwischen Studium und den Frauen und Fr. Fashion

Eigentlich hänge ich unter Hochdruck an einer Arbeit für mein derzeitiges Studium. Eigentlich, ja. Ich habe mal wieder spät begonnen. Vielleicht zu spät. Vielleicht aber auch nicht. Wir werden sehen. Wann immer es in meinem Leben zeitlich gesehen eng wurde und ich liefern musste, habe ich noch immer geliefert. Meist sogar Höchstleistungen. Fokussieren. Eingrenzen. Beschränken. Liefern. Fertig. Und bevor ich das tue, kam mir vorhin die Idee, noch eben einen Artikel raus zu donnern. Schreiben für mich selbst bereitet mir noch immer am Meisten Freude.

Die letzte Projektarbeit gab eine 1,0. Hatte ich auch recht knapp fertig gestellt. Damals hatte ich aber auch noch Lebensgefährtin und zwei Kinder „um die Ohren“. Heute bin ich auf mich alleine gestellt. Knapp ist es vielleicht gerade deshalb, weil ich die letzten Wochen eben gerade nicht mehr die mir bis dahin so lieb gewonnenen Personen um mich herum hatte. Stattdessen musste ich wieder lernen auf mich alleine gestellt zu sein. Und dafür musste ich Prioritäten ändern. Und zunächst nur mich selbst als Menschen in den Vordergrund rücken. Die entstande Leere durch das Fehlen meiner gewohnten Menschen mit mir selbst auffüllen. Und auch das Studium weiter hinten anhängen.

Und anstatt all meine Energie in mein Studium zu investieren, habe ich es ins Studium meines eigenen Körpers investiert. Ein wenig auch in Spaß und das Kennenlernen neuer Frauen, jedoch letzteres wirklich nur sehr wenig. Naja, ich finde, dass sich die neuen Prioriäten bislang gelohnt haben. Auch wenn sie zulasten des Hochschulstudiums und meiner Projektarbeiten gehen. Einen leichten Anflug eines Sixpacks kann ich jedenfalls schon erkennen. Meine Motivation ist schon gigantisch, muss ich sagen. Bezogen auf mein Körperstudium im Selbstexperiment. Ich habe noch nichts jemals so brutal durchgezogen wie das Projekt Maschine. Wenn ich bedenke, wie ich vor wenigen Monaten noch gerne abends fast rituell Chips gegessen habe. Gerne kuschelnd, beim Filmschauen. Und mir dabei in meiner Wohlfühloase namens „eigene Familie“ meiner selbst so sicher war.

Nebenbei, eine Haupterkenntnis in aller Kürze: Alles was Du besitzt, kannst Du auch wieder verlieren. So nüchtern und sachlich sollte ich das sehen. Ich bin hingefallen. Schlecht. Ich bin aufgestanden. Gut. Mund abwischen. Weiter machen. Inzwischen sehe ich es auf meiner Reise der Persönlichkeitsentwicklung selbstreflektierend so, dass ich über mich selbst lachen muss. Was auch zuletzt an den neuen Trainern liegt, denen ich folge. Sie sind so schonungslos offen und so unglaublich hart in der Selbstreflexion, dass Granit nichts dagegen ist. Ich bin beeinflussbar von guten Leuten, zum Glück. Ja, zum Glück gibt es verdammt gute Trainer da draußen in der Welt. Die einem in 2 Wochen mehr beibringen, als man selbst in mehreren Jahrzehnten lernen könnte. Und das auch noch ausschließlich durch Video-Vorträge und Podcasts. Irre.

Jedenfalls bringen diese Menschen mich zum Sinnieren über mich selbst bzw. mein Leben. Diese Gedanken führen mich bisweilen immer öfter zu inneren Dialogen gegenüber meinem Leben, im Stile von: „Was für einen dreckigen Schicksalsschlag Du mir beschert hast! Was willst Du mir damit nur sagen?! Du willst mich kleinkriegen, gibs zu! Gib es zu! Niemals! Du bist eine widerliche Hydra. Und wenn Dir verdammter Hydra noch so viele Köpfe nachnachwachsen, ich schlag sie Dir immer wieder alle ab!“

2019-05-31

Genug des Ausflugs in die griechische Mythologie. Kommen wir zurück in die Realität. Oder verschwimmen nicht längst die Grenzen zwischen Mythologie und echtem Leben? Ist das ganze Leben nicht vielleicht eine einzige Hydra? Ist das Leben nicht irgendwie ein Kampf, in dem nur die Wenigsten je zu kämpfen begonnen, sondern sich noch vor jeglichem aufkeimendem Konflikt ergeben haben? Es ist heute kein Philosophischer Sonntag, also brechen wir hier ab. Fullstop.

Ich hatte wie angekündigt mein zweites Date mit Fr. Kaufhaus. Die ich übrigens ab jetzt Fr. Fashion nenne. Weil sie für ein Modelabel arbeitet. Fr. Kaufhaus klingt so steril, finde ich. Nennen wir sie lieber Fr. Fashion.

Zum Date selbst gibt es nicht so wahnwitzig viel zu sagen. Das Sensationelle ist: Ja, tatsächlich, es gab ein Folgedate!!! Wahnsinn! Eine Frau wollte mich also wieder sehen! Das ist doch mal ein Glas Champagner wert oder? Auf mich selbst! Prost! Auf mich, den alten Langweiler.

Ach Freunde, was gibt es Köstlicheres als Sarkasmus gegen sich selbst? Einfach geil!

Wir wollen demnächst zusammen kochen. Oho. Klingt also nach einem weiteren Date. Spricht also definitiv für die Frau, dass sie mich wiedersehen möchte. Da können sich all die anderen Damen aber mal eine Scheibe abschneiden von ihr. Ich meine all die Damen, die im Projekt Beziehung (Teil 1 und 2) meinen Weg als einmalige Dates mit ihren Leichen gepflastet haben. Ich fuhr schon einen ordentlich hohen Verschleiß. Friedhof der Kuscheltiere. Fr. Fashion muss also irgend etwas an mir entdeckt haben, was es aus ihrer Sicht Wert sein muss, mich wieder sehen zu wollen. Was das wohl ist? Vielleicht steht sie auf Langweiler? Passt. Damit kann ich dienen! 🙂

Ach Freude. Ich muss mal aufhören mit diesem Sarkasmus. Nein, im Ernst. Eigentlich freue ich mich gerade wirklich nur. Über einen wesentlichen Umstand am allermeisten. Lasst es mich so sagen, ich war in Sachen Pickup doch kaum mehr aktiv. Insgesamt so wenig, wie ich in meinen Spitzenzeiten damals als kleines 2-Tages-Pensum erfüllt hatte. Und speziell die letzten 2 Wochen habe ich kaum mehr Frauen angesprochen. Insgesamt vielleicht 5, oder so? Ich beobachte viel und suche draußen sehr den Blickkontakt. Ohne aktiv zu werden. Ich lasse mehr auf mich zukommen was das Leben zu bieten hat. Dazu zählen auch die Frauen. Und ganz besonders deshalb freue ich mich, dass das Date mit Fr. Fashion so „leicht“ entstanden ist. „Leicht“ im Sinne von „Leichtigkeit“. Kein verbissenes Hinterherrennen einer jeden Frau. Keine 100-Meter-Sprints auf offener Straße, nur um die nächste Granate noch einzuholen. Das Date, bzw. nun schon das 2. Date, ergab sich also mehr aus der Ruhe. In der Ruhe liegt die Kraft, sagt man.

Ich freue mich also darüber am Meisten, dass ich mir dieses Date (und auch das mit Ms. Osteuropa) mit so viel Gelassenheit in mein Leben zog. Fast erhaben, würde ich sagen. Und neben diesem Umstand der Freude, nehme ich aus der aktuellen Situation noch ein paar weitere Erkenntnisse bzw. offene Fragen für mich ganz persönlich mit:

  1. Ich habe in ihr eine Frau getroffen, die viel schneller (!) spricht als ich. Premiere! Das ist ein bisschen anstrengend, gebe ich zu. Jedenfalls wenn es für aus meiner Sicht um nicht so spannende Themen geht. Aber was ich auch feststellen muss ist, dass ich die Anstrengung lieber habe als Langeweile durch ein einschläääääferndeeeeeees Spreeeeechtempoooooooo. Keine Sorge, ich versuche dennoch weiterhin immer überall schööööööön langsaaaaaaaam zuuuu spreeecheeeeeeen.
  2. Unser Kontakt zwischen den Dates ist schon äußerst spärlich. Das habe ich so auch noch nie erlebt. Besonders nachdem… äh… naja… es jetzt zwischen uns nicht bei einem Eskimo-Bussi geblieben ist. Das kenne ich so nicht. Normalerweise kleben sich die Frauen dann an meine Fersen. Ich denke da beispielsweise an die Klette oder auch an Fr. Schlange. Bei Fr. Schlange war es schon sehr extrem. Ich habe das jedenfalls immer so erlebt, dass die Frauen – bereits nach den ersten Dates – stark kontaktbedürftig geworden sind. Was mir immer gut gefallen hat, da ich normalerweise genauso bin. Allabendliche Telefonate waren dann Gang und Gäbe. Und auch die eine oder andere WhatsApp-Nachricht zusätzlich untertags. Fr. Fashion handhabt das anders. Sie kommt wohl auch kontaktlos oder mit spärlichem Kontakt ganz gut klar. Ich stelle das bis hier erstmal wertfrei fest. Passt. Und jetzt führt mich das zum 3. Punkt meiner Aufzählung.
  3. Werde ich gegamed (englisch „to game“ = spielen)? Ich kann mir das im Moment nur so erklären, indem ich mir selbst die Frage stelle: Wann würde ich einer Frau nur sehr spärlich oft schreiben und auch nicht jeden Hebel in Bewegung setzen, damit so schnell wie nur möglich das nächste Date zustande kommt? Na?! Interessante Frage, oder? 😉
    Ich jedenfalls würde das nur dann tun, wenn ich auf keinen Fall eine tiefere emotionale Bindung zu diesem Menschen aufbauen wollen würde. Während den Dates ist sie sehr wohl emotional und auch durchaus… sagen wir… sinnlich. Was im Umkehrschluss für mich bedeutet, dass sie jedenfalls nicht auf der Suche nach der Beziehung ihres Lebens ist. Dazu unternimmt sie für meinen Geschmack an vielen Tagen schon zu viele andere Dinge, mit wem auch immer. Daher die interessante Frage: Werde ich gegamed? Müsste ich 5 Euro wetten, würde ich es tun. Und davon ausgehen, dass ich einer von mehreren bin.

Und mit dieser Frage entlasse ich mich selbst ins Wochenende. Und schei** auf eine Antwort. 😉

PS: Jeder soll in seinem Glauben sein dürfen. Aber eines ist klar, mich gamed niemand mehr. Definitiv nicht. Gegamed wurde ich von Fr. Schlange, schon in der ersten Nacht. Das passiert mir nie wieder. Also nicht das Ding mit der ersten Nacht. Das kann schon mal wieder passieren. 🙂 Aber zu meinen, dass nur ich der Pickupper sei… Nee. Witzig ist doch: Ich pickuppe derzeit gar nicht. Ich habe längst begonnen authentisch(er) zu sein. Ich bin draußen unterwegs, ja. Aber ich mache wonach mir ist. Ich feuere keinerlei Routinen (mehr) ab, wie es im Pickup-Jargon heißt. Keine Techniken und keine Sprüche mehr. Ich komme aus meiner Mitte. Ende. Ich bin inzwischen so gut es geht einfach nur „real“. Möchte die Frau zunächst nur sprechen und sehen, ob sie überhaupt etwas für mich sein könnte. Das ist mein Mindset, inzwischen. Und das gefällt mir verdammt gut. Und die 2 Dates mit 2 verschiedenen Frauen trotz der geringen Anzahl an Damen, die ich überhaupt angesprochen habe, zeigt mir schon den richtigen Weg.
Und wenn es so ist, dass Fr. Fashion mich tatsächlich „nur“ gamed? Läuft. Leasing-Fahrzeuge fährt man auch nicht den ganzen Tag. Car2go und DriveNow sind doch das neue Prinzip oder? Schaut mal in die Großstädte! 😉 Hab ich von Fr. Schlange gelernt, der extrem-hypergamen Hydra. Redpill. MGTOW. Danke. Nachricht ins Logbuch an mich selbst: Nimm das Leben wie es kommt, Mr. Projekt Beziehung!

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Verschiedenes. Also dies und das. Hart, aber ehrlich.

Puh. Ein paar Tage Schreibpause. Könnte man meinen!

Ihr habt mir viele Kommentare da gelassen. Danke Euch allen dafür. Deshalb hatte ich auch ohne neue Artikel zu veröffentlich einiges zu beantworten. Es ging auf meine letzten Artikel, insbesondere zu Monogamie, Polygamie und… Teil 2 von 2, ziemlich ab. Es ging aber auch in meiner Whatsapp-Gruppe ganz gut ab, Family&Friends. Wie Ihr von früher her wisst, nehme ich nicht nur mit diesem Blog die Welt mit auf meine Reise zu meiner Traumfrau. Meine Familie und engsten Freunde eben auch parallel auf einem weiteren Kanal, live und mit mehr Details. Das wäre für hier zu persönlich. Dort mache ich mich über einzelne Situationen lustig und nehme mich auch mal selbst auf die Schippe. Jedenfalls wurde auch in unserem Familienchat diskutiert, durchaus kontrovers.

Ich glaube auch, dass die meisten Menschen tatsächlich nicht verstehen (können), worum es mir tatsächlich geht. Was ich gut nachvollziehen kann. Warum sollte man auch versuchen mich zu verstehen?

Ein Beispiel: Ich bin gerade im Stadion und schaue Fußball und dann kommt plötzlich jemand und will mir sagen, dass die Regeln in dem Spiel ganz anders auszulegen sind. Wer will das schon hören? „Der Ball soll doch einfach nur ins Eckige.“ Das tut er doch regelmäßig. Bumm. Tor. Jubeln. Flasche Bier auf. Fertig.
Was soll da jetzt jemand um die Ecke kommen und mir sagen, dass ich bisher „falsch“ unterwegs gewesen sein könnte.

Schon vergessen, dass wir schon ganz oft die Sorten und die Marken gewechselt haben?

Das Bier hat doch schon immer so gut geschmeckt! Ja, kann man so sehen. Oberflächlich betrachtet. Aber hat das Bier bisher wirklich IMMER geschmeckt? Oder war das Bier in Wahrheit in unserem Leben manchmal auch schon verdorben oder einfach abgestanden? Und wie oft haben wir auch schon die Sorte und die Marke gewechselt? Schon vergessen? Alles weg? Alles wie weggefegt? Schade. Aber ja, ich kann es verstehen.

Die Wahrheit tut eben oft weh. Und so lange das Fußballspiel sich schick ansehen lässt und das Bier gut schmeckt und alle weiter feiern, warum sollte man dann sein eigenes Handeln hinterfragen? Ist doch ganz normal. Alles läuft so vor sich hin. Es gibt doch keinen Grund sich aktiv Gedanken über sich selbst zu machen, oder? Naja… bis…? Bis eines Tages die Party aus ist und Du alleine da stehst, weil alle anderen gegangen sind.

Einfacher formuliert: Möchten die Menschen einfach keine Fehler an sich selbst feststellen müssen oder möchten sie – falls sie einen Fehler erkannt haben – einfach nichts an sich ändern müssen?

Vermutlich beides. Aber überwiegt eines? Irgendetwas muss ja der Grund sein, warum wir dazu neigen andere Meinungen pauschal als „falsch“ oder „total abgedreht“ oder „extrem“ abzutun.

Ich kann auch nur vermuten, warum die meisten Menschen so sind, dass sie sich selbst oder auch abstrakt bestimmte Themen, die sie momentan vermeintlich nicht betreffen, gar nicht erst hinterfragen. Ist es die Angst? Angst sich selbst einzugestehen, dass man falsch liegen könnte? Also ist es die Angst sich einen (Denk-)Fehler einzugestehen? Oder ist es vielmehr die Angst, die sich aus der Notwendigkeit von Folgemaßnahmen aus den identifizierten Fehlern ergibt? Könnte es sich hier um klassische Fälle einer Normopathie handeln? Einfach mal nachschlagen.

Wikipedia (Vorsicht bei politischen Themen! Wikipedia ist nicht neutral! – bei vielen wissenschaftlichen Themen allerdings durchaus zu gebrauchen) sagt dazu:
„Unter Normopathie wird eine Persönlichkeitsstörung des Menschen verstanden, die sich in einer zwanghaften Form von Anpassung an vermeintlich vorherrschende und normgerechte Verhaltensweisen und Regelwerke innerhalb von sozialen Beziehungen und Lebensräumen ausdrückt.“

Mehr will ich dazu nicht sagen. Weil es mir auch nichts bringt. Soll jeder tun was er für richtig hält. Die Quittung gibts immer am Ende. So wie beim Einkaufen. Auch wenn man das nicht wahrhaben möchte, während man seinen Warenkorb immer schön weiter voll lädt.

Woher kommen denn sonst für gewöhnlich Gedankenänderungen und daraus resultierend Verhaltensänderungen? Sie entstehen sicher nicht aus dem Nichts. Meist geht ein mehr oder weniger gravierendes Ereignis voraus, vielleicht eine gravierende Veränderung der Lebenssituation. Man selbst oder ein naher Angehöriger oder der Partner wird schwer krank oder eine Beziehung geht zuende. Solche Dinge lassen uns in der Regel umdenken, das sind Klassiker. In solchen Lebenssituationen greifen wir zu Selbsthilferatgebern. Zum Buddhismus. Zur Meditation. Zur Persönlichkeitsentwicklung. Zu was auch immer. Aber ist das wirklich nötig, immer erst auf ein tragisches Ereignis zu warten? Können wir unsere doch so zahlreich vorhandenen Gehirnzellen nicht viel früher schon anzapfen? Müssen wir uns immer allem verschließen, das eigentlich so offenbar auf der Hand liegt? Müssen wir immer erst so lange zum Brunnen gehen, bis der Krug bricht?

Ich hatte heute nicht vor einen philosophischen Artikel zu schreiben. Aber die paar Fragen da oben drängen sich ja förmlich auf, wenn ich die Reaktionen mancher meiner Leser sehe. Ich erkenne ja durchaus die guten Absichten dahinter. Aber gute Absichten alleine ändern die Realität nicht. Naja, es gibt ja auch viele zustimmende Äußerungen. Die kommen dann in der Regel allerdings nicht als Kommentare unter meine Artikel und auch weniger in meiner Whatsapp-Gruppe. Sondern die bekomme ich dann persönlich mitgeteilt. Ist doch auch okay.

Präzisierungen eines jungen Redpillers

Aber nun auch nochmal ein paar Worte zu meinen zuletzt geäußerten „neuen“ Ansichten der letzten Artikel. Ansichten, die ich jüngst durch das „Aufwachen“ erlangen habe dürfen. Ja, meine Beziehung wurde mir gegenüber beendet. Soweit mal der Fakt. Aber nein, ich werde nicht weiter machen wie bisher. Das ist auch Fakt.

Ich möchte gar nicht so viele weitere Worte zu meinen letzten Artikeln verlieren. Wem Statistiken nicht reichen als hinreichender Beleg der Realität, dem ist nicht zu helfen. Eine Scheidungsquote von ca. 50% und eine Fremdgeherquote von 50 – 70 % (je nach Umfrage) müssten jedem geblendeten Menschen reichen, um sich zumindest mal dem Fokus des Lichtstrahls zu entziehen. Man kann aber auch immer weiter hinein laufen in den Laserstrahl, dann wird man eben weggelasert. Wer mir dann noch mit „Du hattest halt mal Pech, bleib cool“ kommt,  hat nichts verstanden. Tut mir leid. Das mag ja auch okay sein für manch anderen. Aber es ist nicht mein Weg. Eine Scheidungsquote von 50%, da steckt noch nicht einmal eine Aussage dazu drinnen, wieviele Menschen sich zum x-ten Mal scheiden lassen. Das gibts nämlich auch. Ständig die Biersorten wechseln (zu müssen?). Egal.

Eines nur noch dazu: Ihr müsst Euch keine Sorgen um mich machen. 🙂 Ich bin jetzt nicht abgedreht. Ich bin nicht abgestumpft. Bin nicht total verkopft. Bin nicht psychisch krank. Bin nicht zu einem verbitterten Pickupper geworden, der es der Frauenwelt heimzahlen möchte. Nichts davon. Was soll das denn? Ich beschreibe meine Realität. Das wars. Mehr nicht. Und ich habe nirgends auch nur eine verachtende Zeile über Frauen geschrieben, nicht nach meiner Weltanschauung. Ansonsten hätte ich den Blognamen geändert, z. B. zu „Projekt Heimzahlung – Eine Reise. Meine Reise. Zu so vielen Frauen wie möglich. Benutzen und liegen lassen!“. Liebe Leser, es ist alles gut. Mir geht es (inzwischen) wieder recht gut. Ich bin gerade nur dabei meine Denkmuster zu hinterfragen und aus der Vergangenheit zu lernen.

Einstein sagte einmal:
„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

Ich bin zwar nicht Einstein, aber ich bin auch nicht wahnsinnig. Und deshalb ändere ich gerade wieder einmal alles. Und zwar dahin zurück woher ich gekommen bin. Der Punkt vor zwei Jahren. Der Punkt, an dem ich in Teil 1 bereits war. Damals war ich weiter als heute. Nicht in allen Aspekten des Lebens. Natürlich war ich ärmer in Sachen Lebens- und Beziehungserfahrung. Aber ich war glücklicher, fröhlicher, hatte mehr Kontakt zu Menschen, war öfter draußen, hatte mehr Spaß und Abwechslung, habe mein Leben genossen. War ständig unterwegs. Und das hatte sich durch die Beziehung geändert. Was per se nicht schlecht ist. Aber ICH habe mich verändert. Leider teilweise zum Negativen. Ich wurde teilweise faul, träge und vielleicht auch dadurch ein Stück weit unausstehlich (?). Aber vor allem habe ich nicht an der Entwicklung meiner Männlichkeit gearbeitet. Ich hatte meine Frau an meiner Seite, das hatte mir gereicht. Und das soll, darf und kann mir hoffentlich nicht noch einmal passieren. Den Lebenssinn auf eine Frau zu reduzieren. Ich versuche dieses mal – im Teil 2 des Projekts – so an mir zu feilen und zu schleifen, dass sich bestimmte Lebenseinstellungen betonieren. Ich will auch in Zukunft immer einen guten Körper haben, weiterhin meine Freunde regelmäßig treffen, auch mal alleine raus gehen. Egal wie toll die Frau sein mag. Es muss mir einfach egal sein. Es wird mir egal sein.

Herr van Onnetuschn sagte – auch gestern auf unserem „Männerabend“ wieder einmal zu mir: „Wir sind alleine auf die Welt gekommen und wir gehen auch wieder alleine.“

Er will damit ausdrücken, dass wir verdammt nochmal auch auf UNS SELBST achten sollen. Welche Frau bleibt an Deiner Seite, wenn Du ein Bein verlierst? Welche? Mal ehrlich? Wie lange spielt sie das Spiel mit? Okay, vielleicht geht es ja mit einer Prothese. Aber was ist wenn Du halbseitig gelähmt wirst? Was ist, wenn Du keinen Sex mehr haben kannst mit ihr? Bleibt sie dann auch noch an Deiner Seite? Sicher? Oder holt sie sich mindestens den Sex woanders? Vergiss es. Wäre ich an der Seite meiner Frau geblieben? Ja verdammt nochmal. Bis zum letzten Atemzug. So bin ich. Aber so ist nicht die Welt. Akzeptieren. Abhaken. Die Welt als das begreifen was sie ist: Eine überwiegend verkappte Gesellschaft, die nichts kann außer leasen.

Verantwortlichkeiten existieren nicht mehr. Und die Ausnahmen kannst Du nicht bewusst suchen. Die kommen dann, wenn sie kommen sollen, ins eigene Leben. Also kannst Du nur versuchen so gut es geht Spaß zu haben. So waren meine Artikel gemeint. Mehr möchte ich zu meinen Artikeln im Sinne einer Präzisierung nicht mehr hinzufügen. Versteht es wie ich es gemeint habe oder lasst es einfach. Beides für mich okay. Aber ich weiß – an einigen Reaktionen -, dass es Menschen da draußen gibt, die ich damit inspirieren konnte. Und für Euch mache ich das. Nicht für die Nein-Sager. Für Euch und mich schreibe ich diesen Blog. Und aus den selben Beweggründen lese ich Artikel anderer Menschen, die es auch höchst positiv meinen mit ihren Ideen.

Meine letzten paar Artikel sind absolut positiv gemeint, sie kommen aus einer positiven Grundeinstellung für die Zukunft aus meiner Mitte. Und wer nicht geerdet ist, für den mögen sich meine Ansichten negativ anhören. Aber was positiv und was negativ ist, ist kein Fakt, sondern erfährt diese Bewertung erst durch eigene aktive Denkprozesse. Und in den kann ich nicht eingreifen, Freunde. Das muss jeder für sich selbst entscheiden, ob für ihn das Glas halb leer oder halb voll ist. Aber für mich ist es einfach halb. Punkt. Nix leer, nix voll. Halb. Realität an Erde. Einmal aufwachen bitte. Ende.

Der neue Fokus (und ich meine nicht das Schundblatt an der Tanke)

Derzeit beschäftige ich mich höchst intensiv mit einem neuen Fokus auf dem Thema Persönlichkeitsentwicklung. Es geht nicht mehr (nur) ums Pickuppen. Das Thema „Frauen Ansprechen“ kann ich inzwischen ganz passabel. Das reicht für den Haus- und Hofgebrauch. Ich beschäftige mich derzeit damit, vom Thema „Frau kennen lernen“ Abstand zu gewinnen. Und dem Thema zwangsläufig durch die Hintertüre näher zu kommen, das wird sich ganz automatisch ergeben. Wie meine ich das?

Ich beschäftige mich derzeit damit, mein eigenes Leben zu ordnen. Selbst wieder zufrieden zu sein mit mir alleine. Mir Sinnfragen zu stellen. Mir Ziele zu setzen. Mich zu ändern. Meine Zeit auch wieder gerne alleine zu verbringen. Klar auch mit Freunden. Aber auch alleine. Ich gehe oft raus, laufe durch die Stadt. Spreche auch mal Frauen an, ja. Aber ungezwungen. Nicht so besessen oder fixiert. Eher nebenbei. Ich laufe stattdessen durch die Stadt, weil ich die Sonne genieße. Oder weil ich mich mit Parfüms beschäftige und neue Düfte in Kaufhäusern teste. Oder auch einfach so gerne spazieren gehe und mir bewusst und achtsam Dinge ansehe. Mir zwischendurch einen Espresso in einer Bar gönne, einfach so. Wenn mir danach ist. Ich bewusst Menschen beobachte. Und Blicke und Reaktionen auf meine Outfits oder mein Verhalten versuche wahrzunehmen. Frauen gaffen genauso, nur dezenter. Ich verteile auch manchmal Komplimente an Frauen und Männer, ohne eine Reaktion (zumindest bei den Frauen) abzuwarten. Geben statt nehmen. Einfach weiterlaufen. Keine Bedürftigkeit. Gebermentalität. Siegermentalität. Ich konzentiere mich auch wieder mehr auf mein Studium. Und derzeit vor allem auf meinen Kraftsport und das Projekt „Maschine“.

Das Projekt „Maschine“

Derzeit dreht sich mein Tagesablauf im Großen und Ganzen um zwei Themen:

1. Was esse ich und wann esse ich es?
2. Was und wann trainiere ich?

Ich lebe zielich wie ein Asket. Süßigkeiten gibt es gar nicht. Hab ich auch noch nie gemocht. Aber es gibt auch sonst keine Knabbereien. Dafür viele nicht so gut schmeckende Eiweißshakes. Viel Fisch. Viel Skyr (eine Art Magerquark). Viele Eier. Viel Obst. Viele Nüsse. Viel Gemüse. Und wenige Kohlenhydrate.

Es ist anstrengend. Aber es ist ein geiles Gefühl, seinen Körper zu spüren. Regelmäßig Muskelkater an Stellen, an denen ich bisher nie Muskelkater hatte. Letztens war ich zur Abwechslung im Gym. War gut. Wieder etwas andere Reize. Der Brustumfang ist schon gestiegen. Arme ebenfalls. Rücken vermutlich auch, aber das sehe ich selbst nicht so gut im Spiegel. Das Körperfett schwindet langsam. Aber von einem Sixpack fehlt noch (fast) jede Spur. Obwohl ich fast täglich Bauchmuskeln trainiere. Nur das hilft nichts, solange das Fett die Muskulatur überlagert. Mein erstes Ziel ist, den Körperfettanteil so weit runter zu bringen, dass man die Bauchmuskulatur sieht. Einmal im Leben möchte ich das auch mal an mir selbst erleben düfen. Die ganzen Fitness-Youtuber haben das auch geschafft. Und die ganzen Nasen in den Hochglanzprospekten. Es ist etwas, das ich bisher noch nie so intensiv gemacht habe, auf Ernährung und Sport Wert zu legen. Aber immer alles so zu tun wie bisher, ist ganz sicher nicht mein Anspruch.

2019-05-24

Letztens kam mir auch der Gedanke, dass ich mal Fallschirmspringen möchte. Einfach so. Weil ich es bisher noch nicht getan habe. Das reicht mir als Argument. Ken Jebsen sagt dazu immer: „In die Tür und Exit!“

Solche Dinge tat ich vor meiner Zeit meiner letzten Beziehung. Ich ging in die Tür und Exit. Regelmäßig. Ich wurde dadurch unabhängig, frei und glücklich. Ganz ohne Frau. Und was war das Resultat? Ich konnte mich vor Frauen gefühlt nicht mehr retten. Ich ging raus und wusste: Das wird wieder nicht lange dauern, dann habe ich die nächste Bekanntschaft. Und die Zahl der Dates wurde weniger, dafür die Kontakte umso intensiver. Geht auch gar nicht anders. Und die Erlebnisse wurden qualitativer, teilweise auch skurriler. Es war lustig. Es war Spaß pur. Mit diesem Thema befasse ich mich derzeit deshalb am Meisten: Mit der Wechselwirkung zwischen der Unabhängigkeit eines Mannes und seinen sich daraus zwangläufig ergebenden „Erfolgen“ bei Frauen.

Nur wenn Du in Dir selbst ein Mann bist und weißt was Du möchtest, wird eine Frau das spüren. Und ich bin noch nicht an dem Punkt, an dem ich jetzt sagen könnte: In mir ist alles 100% geordnet und gefestigt und ich weiß was ich will. Ich arbeite daran. Und ich fange bei meinem Körper an.

Ich merke, dass meine engen Poloshirts und engen Hemden einfach andere Blicke aufsich ziehen als vor ein paar Monaten noch meine Pullover. Obwohl auch die nicht hässlich waren. Aber sie waren eben nicht (haut)eng. Ich zog sie an, weil meine engen Hemden nicht mehr passten. Ich fühlte mich unwohl. Auch so etwas überträgt sich dann auf eine Beziehung. Attraktivität geht flöten. So einfach ist das. Innerliche Unattraktivität wird so zur äußerlichen Unattraktivität.

Gestern sagte Herr van Onnetuschn zu mir: „Du hast echt ganz schön abgenommen. Da im Bauchbereich ist ja nichts mehr dran. Willst Du so dünn sein?!“

Ich antworte: „Keine Sorge. Dünn ist nicht das Ziel. Das Ziel ist, dass ich meinen Sixpack sehen kann. Bis dahin kämpfe ich bis zum Umfallen. Und bei mir ist das leider auch Veranlagung, d.h. ich hatte noch nie einen ganz niedrigen Körperfettanteil. Es wird ein harter Weg.“

Aber das Krafttraining gibt mir derzeit einen Tagesablauf, Stabilität. Und es hat eben mit MIR zu tun. Und nicht mit dem Pickuppen und Erfolgen bei Frauen. Im Moment geht es mir mehr darum zurück zu mir zu finden, das hatte ich schon öfter beschrieben. Aber ich bin vor ein paar Tagen auf einen anderen Persönlichkeitsentwickler gestoßen, der mir gefühlt nochmal so richtig ins Kreuz getreten hat. Danke an der Stelle an Dich, auch wenn Du meinen Blog natürlich nicht liest. Dafür gibts viele Videos von Dir, die ich mir ansehe. Du bist ein guter Mann. Ein echter Mann. Also etwas, das ich auch noch werden möchte. Ein Mann. Daran arbeite ich.

PS: Dieser Artikel ist mal wieder lang geworden. Dafür schreibe ich aber auch nicht mehr jeden Tag. Gleicht sich also aus. 😉

PPS: Zeit für die nächste Einheit Krafttraining, Schulter und Brust. Auf gehts!

PPPS: Wer sich für die zahlreichen Kommentare meines kontrovers diskutierten Artikels interessiert, hier ist alles nachzulesen: Monogamie, Polygamie und… Teil 2 von 2. Darin bin ich nochmal auf viele inhaltliche Details eingegangen, wie ich es in einem normalen Artikel nicht tun kann. Das würde den Rahmen sprengen. Interessant und bereichernd finde ich das allemale. Ich freue mich auch über jeden Kommentar, auch wenn er noch so viel Gegenwind mitsich bringt. Meistens ist es doch so: Je heftiger der Gegenwind, desto richtiger ist der eingeschlagene Weg. Stichwort Normopathie… Peace out! 🙂

Monogamie, Polygamie und… Teil 2 von 2

Gestern erschien Teil 1 dieses Zweiteilers, der eigentlich auch ein Drei- oder Vierteiler sein könnte oder sogar müsste (Monogamie, Polygamie und… Teil 1 von 2). Heute geht es weiter mit der Pointe und dem Abschluss einer großen Story mit ausgebreiteter gestriger Herleitung und insbesondere durch diesen zweiten Teil mit hoffentlich für Euch wirklich mehrwertspendendem Inhalt. Viel Spaß!

Was für Lehren ziehen wir aus Teil 1 des Beitrags?

Zugegeben, gestern habe ich doch nochmal relativ viel aus meinem Leben erzählt. Aber es war notwendig, um die folgenden Argumente plastisch darstellen zu können. Beispiele aus dem echten Leben sind eben keine Märchen.

Werden wir konkret und kommen zum Kern dieses Artikels. Das Prinzip der Monogamie ist etwas, das der Urzeit entstammt. Der Mann bringt das Wildschwein heim, die Frau wartet auf ihren Helden in der Höhle. Die Frau benötigt den Mann, um zu überleben. Alleine deshalb ist dafür eine Monogamie einfach zweckmäßig für die Frau. Das lassen wir als Modell mal so dahin gestellt und akzeptieren es als gegebenes Relikt. Okay? Gut. 🙂

Nun entwickelte sich die Zivilisation weiter, jedenfalls die westliche. Mit welchem Resultat? Der Mann als Ernährer wurde zunehmend unwichtiger, der Feminismus löste das bisherige Rollenbild immer weiter ab. Plötzlich soll die Frau nicht nur gleichberechtigt sein – das wäre ja gut gewesen -, sondern plötzlich soll die Frau der eigentliche Mann sein. Sie soll auch arbeiten gehen, am Besten keine Kinder mehr bekommen. Kinder sind sowieso unwichtig, notfalls importieren wir sie eben in großer Zahl aus dem Ausland. Der Deutsche braucht keine Kinder. Deutschland mit seinen Deutschen und seiner Kultur stirbt aus bzw. soll um jeden Preis ausgestorben werden. Kein Problem, als Ablösung dafür gibt es schließlich die Migration. So. Das ist jetzt mal ein politisches Statement. Lassen wir mal so stehen und nehmen auch das als Gegeben an. Okay? Nein? Auch gut. 😉

Resultat daraus ist? Die Frau ist längst nicht mehr gleichberechtigt in unserer Gesellschaft, sondern über-berechtigt. Aus unter-berechtigt wurde über-berechtigt. Und das Traurige ist: Die Frau merkt nicht einmal, dass sie der größte Verlierer dieser Entwicklung ist. Sie soll ebenfalls Karriere machen, sie soll stark sein, alleine lebt es sich auch als Frau doch sowieso viel besser. Bis irgendwann wieder die biologische Uhr dazwischen funkt und ihr so etwas wie Mutterinstinkte in das längst verloren geglaubte Bewusstsein ruft. Dann setzt die bekannte Torschlusspanik ein und plötzlich soll aus einer verkappten Karrierefrau die liebevolle Mama werden. In welcher Welt leben wir?! Geistiger Dünnschiss! Und keiner merkt es. Dafür fallen aber alle auf diesen gesellschaftlichen Trick herein. Männer und Frauen. Mann-Sein wird inzwischen verteufelt. Frau-Sein auch. Männer müssen weich(er) sein, Frauen sollen hart sein. Heraus kommt? Richtig… die Gleichmachung. Was biologisch gar nicht möglich ist. Aber die meisten Menschen merken es auch nicht, wenn geradewegs vor ihren Augen die Quadratur eines Kreises stattfindet. Das bezeichnen diese (Gut-)Menschen dann noch als Kunst. „Kann aber weg“, sage ich.

Aus Platzgründen kann ich da nicht näher darauf eingehen woher das politisch rührt, es hat rein wirtschaftspolitische und herrschaftliche Hintergründe. Aber das war in der Menschheitsgeschichte schon immer so. Oben gibt es ein paar Wenige und unten da sind wir. Anderes Thema. Würde zu weit führen, egal. Aber wen es interessiert, gerne einfach einlesen.

Kommen wir zurück zum Rollenbild von Mann und Frau. Perfekt dargestellt wird das auf natürliche Art und Weise beispielsweise in den Büchern von Eva Hermann. Tolle Frau mit tollen Gedanken. Nah an der Natur. Nah an der Weiblichkeit. Nah an der Familie. Nah am Kind. Jedenfalls sind das für diejenigen Menschen tolle Gedanken, die der damaligen Hetzjagd-Kampagne gegen Frau Hermann nicht folgten. Und ich weiß inzwischen für mich längst: Wenn in der Presse zentral gegen eine Person geschossen wird, dann ist diese Person in der Regel kein Satan, sondern eher der Heilsbringer. Aber auch das muss jeder für sich selbst bewerten. Nur wer ständig die Gedanken anderer Menschen unreflektiert als seine eigenen übernimmt, ohne es zu merken, braucht sich am Ende nicht wundern, wenn er in der Gosse landet.

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Dass das aktuelle Gesellschaftsmodell nicht funktioniert, ist jedem Menschen (Frau und Mann!) klar, der vernünftig nachdenkt. Aber die Gesellschaft hat eben das monogame Rollenbild gesprengt. Überall Pornos, Sex und Drogen. Und die staatliche Absicherung für die Frau ersetzt die damalige Situation, in der die Frau in der Höhle auf den Mann mit dem Wildschwein warten musste. Scheidung ist in. Zusammenbleiben ist out. Was daraus folgt ist klar: Die Frau kann anfangen polygam zu leben. Beobachtet mal die Werbung. Beobachtet die Zeitungsberichte. Beobachtet und nehmt das wahr, was da stattfindet. Die Familie als Konstrukt soll um jeden Preis zerstört werden. Jedenfalls bei uns im Westen.

Das Thema Seitensprünge wurde dadurch zunehmend salonfähig. Bevor mich die Frauenwelt nun zu steinigen versucht: Natürlich gingen Männer auch schon seit jeher fremd. Aber das hier ist eine Beschreibung aus Männersicht. Es geht um partnerschaftliche Betrachtungen aus dem Blickwinkel eines (aufrichtigen) Mannes, d.h. wie sich aus so einer Sicht die Damenwelt verhält. Somit aus Sicht eines Mannes, der einfach Liebe spenden und empfangen möchte. Aber als Mann in einer Welt groß werden muss, die er in weiten Teilen für falsch, verlogen und irre hält.

Die Damen konnten fortan fremd gehen, weil sie – im Gegensatz zu früher – nicht zu befürchten haben, dass der betrogene Mann mit der Keule kommt und ihr eins drüber zieht. Die Höhlenmenschen-Zeiten sind vorbei. Und so nahm das Herumgehure seinen Lauf. Wie gesagt, man betrachte sich nur einmal die Porno- und Sexspielzeugindustrie. Was es da für Zeug gibt. Und was für riesige Umsätze damit gemacht werden. Unglaublich.

Von der Monogamie zur Polygamie und zur…?

Jetzt haben wir die Themen Monogamie und Polygamie im Schnelldurchlauf abgehandelt und kommen nun zur entscheidenden letzten soziologischen gesellschaftlichen Wandlung. Der Hypergamie. Jetzt wird es wirklich interessant und spannend. Die meisten Männer da draußen haben das hier gar nicht auf dem Schirm. Und sind deshalb völlig überrascht, wenn ihre Beziehung oder gar Ehe in die Brüche geht und die Frau mit einem anderen Kerl durchbrennt. Erzählt mir bitte nichts! Ich habe das gerade erst leidvoll erleben müssen dürfen sollen. Ich weiß ein bisschen wovon ich spreche, wenigstens ein bisschen. Glücklicherweise war ich nicht in einer Ehe und ihre Kinder sind auch nicht von mir. Wirklich glücklicherweise.

Worum geht es bei der Hypergamie?

Es geht ganz einfach darum, dass die Frau letztlich fortwährend ihren Instinkten folgt und Partner-Hopping betreibt. Sie hangelt und schläft sich von Typ zu Typ, mit einem Zweck, der fast wie eine Lebensaufgabe anmutet: „Ich nehme mir den best möglichen Kerl und bleibe bei ihm, solange bis mir IRGEND ein anderer Kerl MEHR von etwas bieten kann, das ich GERADE IM MOMENT wichtiger finde.“ Und da sich die Ansprüche im Laufe der Zeit menschlicherweise ändern, ist es eben auch nur eine Frage der Zeit, bis die Frau andere Charaktermerkmale oder Statussymbole oder äußere Aspekte eines anderen Mannes „viel toller“ findet als die, die ihr (im dümmsten Falle lieber und treuer) Mann zu Hause besitzt. D.h. es ist nur eine Frage der Zeit, bis Du als Mann ausgewechselt wirst. Es ist so! Fakt.

Ich rede natürlich von Beziehungen mit „guten“ Männern. Ich rede nicht von schlagenden Männern, von Alkoholikern oder sonstigen Männern mit krankhaften Störungen. Ich rede von „einfachen“, „lieben“ und aufrichtigen „Normalos“. Um die soll es hier gehen. Um Männer, bei denen eigentlich jede Frau sagen müsste: „Toller Kerl! Fleißig, treu, intelligent…“ Tut sie aber nicht, die überwältigend große Mehrheit der Frauen. Die findet solche Männer maximal in der Anfangsphase einer Beziehung toll. Und schon bald sehr langweilig! „Zu wenig Alpha-Verhalten“, denkt sich die Frau auf Instinktebene. Gerade diese Beziehungen mit den Normalos sind leider ganz oft von vornherein zum Scheitern verurteilt. Weil die Typen einfach irgendwann „zu langweilig“ für die Frau werden. Völlig absurd, möchte man meinen. Aber ich musste auch erst jetzt meine Augen aufmachen lernen und aufwachen. Jetzt hab ich es auch verstanden. Immerhin jetzt.

Und es geht nicht nur ums Geld. Es kann auch einfach so sein, dass sie zunächst einen Typen toll findet, der keinen Wert auf Karriere legt, aber trotzdem genug verdient, dass es für sie und die Kinder bis ans Lebensende in Hülle und Fülle reicht. Der auch genug Erspartes hat. Der sein Leben im Griff hat. Der sich für die Familie Zeit nehmen möchte. Und wenn sie so jemanden JETZT GERADE toll findet, dann nimmt sie sich den. Weil sie eben gerade auch viel Zeit mit einem Typen verbringen möchte. Vielleicht weil ihr Ex-Partner sie vernachlässigt hat, jedenfalls vorgeblich. Parallelen zu meinem Fall sind hier übrigens wenn dann rein zufällig zu sehen. 😉

Und so bekommt der Mann täglich Komplimente dafür, dass er sich so viel Zeit für die Familie nimmt. Dass ihm Familie so wichtig sei usw. Und bla bla bla. Und plötzlich ist er aber irgendwann einfach „langweilig“. Warum auch immer?! Was?! Der selbe Typ, der sich so aufopferungsvoll und voller Hingabe um seine Partnerin gekümmert hat, mit dem sie täglich unendlich Spaß hatte und in den sie sich (deshalb?) Hals über Kopf verliebt hat?! Der DESHALB der tollste Mann der Welt für sie war, mit dem sie FÜR IMMER zusammen sein mochte… ja dieser Mann… ist eigentlich ja einfach nur „langweilig“ und so viel Zeit mit ihm wollte sie eigentlich von Anfang an nicht verbringen?! Geht es noch?! Erde an Mars, was läuft hier schief? Das war ihr also irgendwie sowieso schon immer zuviel Nähe??? Weniger sei da mehr für die Frau? Auch hier sind Parallelen zu meiner Story erkennbar. 😉

Und der Neue? Ja der ist vielleicht total abenteuerlustig. Der unternimmt ganz viel, jedenfalls viel mehr als der Alte. Der macht dies und das und jenes. Plötzlich ist das gemeinsame Essen am Abendtisch nicht mehr so wichtig wie früher, plötzlich ist das Abenteuer beim Kajakfahren, Seilspringen oder Wellensittich-Züchten viel cooler. Was weiß ich. Spielt ja auch keine Rolle. Das Prinzip dürfte klar geworden sein. Und die Frage ist bei so einer Frau nur: WANN empfindet sie die Aspekte, die wiederum ein ganz anderer Typ mitbringt, auch WIEDER als viel toller als die Abenteuerlustigkeit des nun bisherigen neuen Typen?! Das ist der Grund, warum Frauen immer auf der Suche sind. Warum sie nie ankommen. Besonders immer auf der Suche nach dem „noch besseren“ Mann. Und sie springen dann von einem zum anderen, wie Tarzen mit den Lianen durch den Wald. Willkommen in der völlig beschissenen Welt der Hypergamie. Die Perversion der Polygamie!

Wichtig ist dabei alles übergreifend zu verstehen: Die Frau liebt NIE Dich. Sondern sie liebt die VORTEILE, die DU ihr bietest.

Unfassbar? War es für mich zunächst auch. Dann besser den Satz bitte nochmal lesen. Und nochmal. Und dann erst im Text darunter weiter machen!

Und dies ist größtenteils dem gesellschaftlichen Wandel geschuldet. Es muss mehr, weiter und höher sein. Immer. Und wenn eines nicht mehr passt, dann wird es durch ein anderes ersetzt. Ich sage nicht, dass die Frauen das alle bewusst so ausleben. Ich glaube sogar, dass den meisten Menschen gar nicht bewusst ist, dass sie völlig unbewusst handeln. Aber es ändert nun einmal nichts daran, dass sie SO handeln. Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich. Und ich kann die ganze Theorie hinter der Hypergamie nicht im Detail beschreiben, dann müsste ich einen 100-seitigen Artikel verfassen. Bitte ggf. einfach selbst einlesen, was es mit der Hypergamie aufsich hat. Gerne auch in diesem Zusammenhang einfach nach dem Stichwort „Redpill“ suchen.

Und was soll ich als Mann oder Frau mit diesem Wissen anfangen?

Das ist die richtige Frage! Gut so! Was kann ICH nun damit tun, mit diesem Wissen? Soll ich mich umbringen, weil es offenbar die „echte Liebe“ gar nicht gibt? Doch, es gibt sie schon noch, die echte Liebe. Und zwar folgendermaßen: Ein ganz ganz kleiner Prozentsatz an Frauen (und Männern) hat es geschafft, sich von seinen Instinkten (Statusdenken, Sicherheitsdenken, Machtgehabe usw.) zu lösen und seinen Verstand zu nutzen. Zu kommunizieren. Empathisch zu sein. Und dadurch auf Werte wie Moral und Anstand, auf Beständigkeit und Zuverlässigkeit zu setzen. Das geht aber nicht durch permanente Partnerwechsel. Das funktioniert nur über echte harte Arbeit an sich selbst und mit dem Partner. Gemeinsam. Dazu muss man sich mit Themen beschäftigen, die weh tun. Sich selbst ergründen und die eigenen Lebensziele. Bewusstsein schaffen für sich und die Mitmenschen. Empathie überhaupt erst entwickeln. Ich bin zu 100% davon überzeugt, dass dies der Schlüssel ist zur langfristigen Zufriedenheit im Leben.

Jetzt kann der Mann eben versuchen SO eine Frau zu finden. Das wird natürlich sehr lange dauern, es gibt solche Frauen selten. Vielleicht wird es eine Reise, bei der das Ziel von ihm nie erreicht werden wird. Die heutige Gesellschaft macht die ständigen Partnerwechsel zu leicht. Notfalls springt der bisherige Partner als neuer Unterhaltszahler eben ein und im aller schlimmsten Notfall der Staat und alimientiert die Frau. Wozu dann beim „langweiligen“ bisherigen Partner bleiben? Ruhig öfter mal fremdvögeln und sich dabei gerne oder am Besten auch mal neu verlieben! Und nur keine Angst… kann ja nichts passieren… kann ja nur besser werden. Oder?! Der Neue ist größer oder geldiger oder lustiger oder was weiß ich.

Ganz faktisch beschrieben schläft die Frau sich im Allgemeinen hoch. Einfach mal umsehen, in der Regel hat sich da an der alt hergebrachten Wirklichkeit nichts verändert. Die Frauen sind überwältigend auffällig mit Männern in Beziehungen, die im Rang bzw. Status über ihr stehen. Warum wohl? Diesmal nicht Tarzan mit der Liane, sondern eben Jane! Da wiederhole ich mich. Mit der Liane einfach von Baum zu Baum hangeln. Bzw. als Jane einfach von Bett zu Bett hoch arbeiten. Einige pervertieren das mit purer Absicht, die meisten Frauen machen das allerdings tatsächlich schlicht unbewusst. Ich will da gar nichts überwiegend Böses unterstellen.

Die Frage ist also noch immer, was mir dieses Wissen als Mann nun nützt? Nun, es ist doch schon mal gut zu wissen, dass es im Allgemeinen keine echte Liebe gibt. Muss man eben so akzeptieren (wir klammern die 0,X % bewussten Menschen aus). Aber es gibt dafür ja den neuen Begriff der Lebensabschnittsgefährtenschaft. Wie ein Leasing-Fahrzeug. Man fährt es 2 Jahre oder 3 oder 4 und dann wird es eben ersetzt. So läuft das heute. Die Frau ersetzt Dich. Ende. Aber dieses Wissen kann der Mann auch für sich nutzen und das Beste daraus machen. Er weiß ja aufgrund des Wissens um die Ursachen auch die richtigen Gegenmittel zu finden. Hoffentlich. Redpill sei Dank.

Er muss der Frau eben ständig (nicht jeden Tag, aber oft!) ein Feuerwerk zünden. Dazu muss er zunächst an sich arbeiten und überhaupt erst einmal ein Mann werden. Das ist aber nicht damit erledigt, dass er lernt einige Frauen anzusprechen. Pickup alleine ist keine Lösung. Es ist nur ein Werkzeug auf dem weiten Weg zu sich selbst. Wie ich lernen dürfen musste. Nicht jeder Mann muss oder soll pickuppen gehen, aber wenn er sich nicht mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt, wird er verlieren. Über kurz oder lang. Ende.

Er muss einen tollen Körper haben! Krafttraining! Er muss sich kleiden, egal wann er aus dem Haus geht, als ob er auf dem Weg zum nächsten Date wäre. Egal ob seine Partnerin mitkommt oder nicht. Er sollte immer ein tolles Parfüm auftragen. Als würde er gleich die bezauberndste Frau der Welt zum romantischen Dinner einladen. Aber idealerweise ohne seine eigene Frau dabei zu haben. Mir blutet das Herz dabei, diese Zeilen schreiben zu müssen. Aber so sieht es real aus. Das habe ich erkennen müssen.

Solche Dinge nimmt die eigene Frau zu Hause wahr. Sie sieht: „Was für ein Typ?! Mega! Wie er auf sich achtet und seinen Weg geht!“ Außerdem muss er möglichst erfolgreich sein im Job. Und sich stets unabhängig zeigen. Und auch wenn er am Liebsten einfach den Abend mit der Frau kuschelnd zu Hause verbringen würde, muss er ihr einfach öfter zwischendurch klar machen: „Hör mal, ich brauche auch mal meine Zeit nur für mich. Ich möchte auch was mit meinen Freunden machen. Deswegen bin ich heute Abend erst später wieder zurück.“

Er muss sich rar machen. Und die Frau auf der anderen Seite immer wieder überraschen. Durch spontane Einladungen… wohin auch immer… ins Kino… in eine Bar… zum Tanzen… auf einen Wochenendtripp usw. Aber vor allem muss er sich „künstlich“ rar machen. Gegen jeden inneren Widerstand. Bis er diesem neuen Selbstbild am Ende tatsächlich glaubt und diesen Lifestyle tatsächlich lebt. Er muss draußen Spaß haben, besonders mit anderen Menschen – ohne seine Frau an der Seite. Diesen Lifestyle wird die Frau spüren. Sie wird merken, dass sie nur an Stelle 2 in seinem Leben steht. „Erst der Lifestyle, dann die Frau“, lautet die Devise! Und so wird sie ihm hechelnd nachlaufen, überall hin – immer. Das ist die einzig mögliche Antwort auf die Hypergamie. Nur wenn die Frau ständig das Gefühl bekommt, um Dich kämpfen zu müssen, wird sie um Dich kämpfen und Dich begehrenswert finden. Glaub es nicht, meinetwegen. Aber wundere Dich dann bitte auch nicht, wenn Du eines Tages ebenfalls (wieder?!) ersetzt wirst.

Du musst stets der best mögliche Mann sein, den die Frau bekommen kann. Dann – und nur dann – kannst Du die Frau (auch nur!) MÖGLICHST lange an Deiner Seite (be)halten. Nicht einmal dafür gibt es eine Garantie, für gar nichts. Irgendwann kommt ein Typ mit einem Ferrari um die Ecke gefahren und auch wenn er eine Wampe vor sich her schiebt und Du nicht, wird ihr möglicherweise der Ferrari einfach mehr zusagen in diesem Moment. Und das Spiel beginnt von vorne… Du wirst wieder ersetzt und es heißt wieder: „Herzlich willkommen in der Welt der Hypergamie!“ Aber zu wissen, dass eine Beziehung nur ein Zusammenkommen auf Zeit ist, zu wissen, dass ich nur ein Lebensabschnittsgefährte in den Augen der Frau bin, bringt auch Vorteile. Sich nie wieder gehen zu lassen und ständig Optionen zu haben, schafft Freiheit. Optionen haben und Optionen wahrnehmen sind zweierlei. Man(n) kann trotzdem treu sein und Rückgrat haben. Und dennoch wissen, jederzeit eine andere Frau kennen lernen zu können.

Aber wenn ich dann wieder einmal abgeschossen werde, für irgend einen Typen… der auch ganz sicher wieder nicht ihr letzter sein wird… hab ich wenigstens noch meinen trainierten Körper, meine Ausstrahlung, mein Charisma, meinen Lifestyle, meine Unabhängigkeit, meine männliche Stärke, meine eigenen Ziele und es wird nicht lange dauern und ich habe die nächste Hypergamie-Tussi an meiner Seite. Die ja durchaus auch viele Vorteile bietet. So wie ein Leasing-Fahrzeug. Nicht wahr?

Traurig? Irgendwie ja. Und irgendwie aber auch durchaus akzeptabel. Als Mann kenne ich dann die Wirkmechanismen und kann eben damit umgehen. Ich weiß, dass es eine Hülle ist, die neben mir liegt. Im besten Fall ist sie eine feminine Frau, da ich ein Alpha bin. Aber sie ist und bleibt ein instinkt-gesteuertes Wesen, das mich im Fall der Fälle am nächsten Baum aufhängen würde und meine Seele verkaufen und mich zu Satan in die Hölle schicken würde. Immerhin kann ich aber bis dahin eine schöne Zeit mit ihr haben und versuchen alle Vorteile dieser Zweisamkeit für mich zu nutzen.

Beim Autokauf ist es auch nicht anders

Wenn jemand ein Auto kauft und den heiligen Bund der Auto-Ehe eingeht, weiß er oder sie doch auch, dass es nicht das letzte Auto im Leben gewesen sein wird, oder? Dennoch erfolgt der Kauf (bzw. die Finanzierung), oder? Und dennoch macht das Fahren doch über die ganze Zeit Spaß, oder? Eben! Darum geht es. Nicht mehr, nicht weniger. Leben im Moment. Leben im Jetzt. Wo wir wieder bei Eckhart Tolle wären. Es ist eben eine Lebensabschnittsgefährtin, mehr nicht. Und was ist wenn sie doch anders tickt? Wenn sie sich vielleicht sogar mit spirituellen Themen befasst hat und selbst „die echte Liebe“ leben möchte? Wenn sie so tickt wie Du und tatsächlich für IMMER mit DIR zusammen sein möchte und alles dafür tut und dafür durch dick und dünn mit Dir gehen würde? Dann sei froh, nimm es an. Lass es zu. Vielleicht ist es tatsächlich so. Das wirst Du erst am Ende wissen, wenn sie Dich dann doch wieder nur verlassen hat. 😉

Das ist kein neu entwickelter oder entdeckter Pessimismus von mir. Ich habe einfach nur die rote Pille geschluckt und glaube an keine Zufälle mehr. Ich habe mich einfach endlich intensiv mit dem Thema Mann/Frau-Beziehungen beschäftigt. Und wer das nicht entweder längst auch getan hat oder schleunigst nachholt, wird mit großer statistischer Wahrscheinlichkeit ebenfalls (immer wieder!) sein blaues Wunder erleben. Denkt drüber nach. Seid ehrlich mit und zu Euch selbst.

Wenn also „die echte Liebe“ nur Illusion ist, dann bleibt ja nur noch „das echte Spaßhaben“ als einzige Handlungsoption. Diese Variante kann man eben greifen oder auch nicht. Es ist dann wie heiraten mit Ehevertrag.

Lasst es mich so sagen:
Als Mann sollte man nicht in ein Flugzeug mit seiner Frau einsteigen und blind los fliegen, wenn man sich nicht ganz sicher sein kann, dass sie nicht schon länger mit dem Piloten fremd vögelt. Aber noch weniger sollte Mann (!) so dumm sein und ohne Fallschirm in die Maschine steigen. Und selbst mit Fallschirm gibt es keine vollständige Sicherheit. Das einzig Sichere ist die Unsicherheit. Denn wenn sie mit dem Piloten fremd vögelt, hat sie vermutlich längst auch das Sicherungsseil deines Fallschirms durchtrennt. Das ist die Quintessenz dieser Geschichte. Auch meiner Geschichte. Dieses Artikels.

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Bildet Euch bitte fort. Bildet Euch weiter. Lest beispielsweise die Bücher von erfahrenen Pickup-Trainern oder Kiefer Art von echten Persönlichkeitsentwicklern. Egal ob Du eine Frau bist oder ein Mann. Das spielt keine Rolle. Wenn Euch Pickup-Coaches nicht so zusagen, dann gerne auch alternativ die Bücher von Beziehungstherapeuthen meinetwegen oder sonst von Menschen, die inzwischen ihre Augen geöffnet haben. Von Menschen, die sich mit Frauen, Männern und Paaren beschäftigt und deshalb die wiederkehrenden Muster verstanden haben. Die Abläufe sind immer die Gleichen. Es ist einfach zu berechenbar geworden in unserer Generation.

Aber man kann das Spiel ein Stück weit mitspielen und eine Frau an seine Seite ziehen, mit der es sich mehr lohnt zusammen anstatt Single zu sein. Eine Frau, bei der man am Ende der Beziehung wenigstens für sich sagen kann: „Wenigstens war sie hübsch!“ Das ist auch der einzige Trost, der mir in meiner ganz persönlichen Geschichte in Phase 3 geblieben ist. Passt also. Alles gut. Was solls.

Ich weiß nun, worauf ich achten muss. Nämlich weiterhin in aller erster Linie auf mich und mein Glück. Daran darf die nächste Frau dann gerne teilhaben. Falls sie „nicht SO Eine“ ist, gut. Aber wie wir wissen, sind ja alle Frauen „nicht SO Eine“. 😉 Wer sind denn dann all die SOLCHEN, wenn es nicht die eigene Frau auch ist?! Na?! Ich jedenfalls habe gelernt meine Naivität abzulegen, was dieses Thema betrifft. Ich lasse mich natürlich gerne überraschen. Es gibt ja auch einen Restprozentsatz an „erwachten“ Frauen (0,X %). Keine Frage. Natürlich würde ich mich riesig freuen, wenn ich so eine Frau kennen lernen würde. Aber es ist ja auch nicht unbedingt total verkehrt mit einer hypergamen Frau. Wie gesagt, Man(n) muss eben die Vorteile für sich aus der Partnerschaft auf Zeit zu nutzen wissen und „ihr“ Spiel vordergründig mitspielen. Um im Hintergrund der heimliche Dirigent zu bleiben. Dann kann man so eine Frau auch möglichst lange in der Beziehung haben, diese Zeit einfach intensiv nutzen und verleben. Und immer schön den Fallschirm mitnehmen… denn… Du weißt nie… ob sie nicht gerade erst aus der Kabine des Piloten zu Dir auf Deinen Schoß zurück gekehrt ist… 😉

PS: Ken Jebsen sagt immer: „Ich sehe das Leben wie ein Computerspiel! Und ich weiß ja jetzt schon, dass am Ende GAME OVER sein wird. Also scheiß drauf und mach das Beste bis dahin. Es endet sowieso tödlich!“

Wie denkt Ihr darüber? Ich freue mich über Eure Kommentare. Andere Meinungen? Gleiche Erfahrungen? Andere Ideen? Buchtipps für mich? Immer her damit! 😉

PPS: Nein, ich habe kein verkapptes Frauenbild. Bin nicht völlig frustiert. Bin auch nicht drauf und dran mir die Kugel zu geben. Es geht mir inzwischen wieder gut. Ich bin nur aufgewacht. Das ist alles. Und dafür war das Beziehungsende gut. Die Frau hat mir die Augen geöffnet und mich aus dem Tiefschlaf erwachen lassen. Es war das erst Mal in einer richtigen Beziehung für mich, dass eine Frau Schluss mit mir gemacht hat. Das kannte ich vorher nicht. Und das ist eine wertvolle Erfahrung. Keine gute, aber eine wertvolle. Aus der ich sehr wohl sehr viel gelernt habe. Und in dieser Form wird mir das Ganze nicht noch einmal passieren. Wetten?! 😉 In Zukunft weiß ich um die Wirkungsweisen der weiblichen Beziehungsmechnismen und werde sie entsprechend für mich zu nutzen wissen. Wenn ich also die Frau total toll finde, werde ich eben immer wieder für dieses „Knistern“ sorgen. Sie immer wieder überraschen. Das Spiel von Nähe und Distanz spielen. Mich rar machen, von Zeit zu Zeit. Ihr das Gefühl geben, meine wahre Nummer 2 zu sein! 😉 Und ich bin mir fast sicher, dass ich dann auch auf ganz lange Dauer ein unglaublich interessanter und begehrenswerter Mann in ihren Augen nicht nur bin, sondern BLEIBE. Verrückt, oder? Dass es so einfach ist…! Und das ist doch Trost und Seelenbalsam genug! Für denjenigen, der es endlich verstanden hat und sein Leben danach ausrichtet. Ab geht’s jetzt zum nächsten Workout… mein Körper wartet! 😉

PPPS: Zu dem Thema ist längst nicht alles gesagt. Bestimmt werde ich in irgendeiner Form noch öfter auf das Thema Hypergamie eingehen. Mal sehen. Dieser heutige Blogbeitrag hat über 4000 Wörter. Wer es bis hier her zu lesen geschafft hat, dem gebührt Respekt und Ehre! 😉

Monogamie, Polygamie und… Teil 1 von 2

Heute gibt es ernstere Kost. Es wird ein längerer Artikel. Den ich in 2 Teilen veröffentliche. Aber ich habe auch eine ganze Weile an dem Artikel geschrieben, insgesamt an zwei Tagen daran gearbeitet. Eigentlich sollte er schon letzte Woche erscheinen, aber ich kam nicht eher dazu ihn fertig zu erstellen.

Und nun…

Dieses „Wissen“ aus diesem Artikel ist so ernst, dass es jeder Mann kennen und im Bestfall die Erkenntnisse daraus in sein tägliches Handeln übernehmen sollte. Für Frauen ist das Thema nicht minder interessant, da sie dadurch die Möglichkeit erhalten, ihr eigenes Tun zu reflektieren. Und vielleicht aus dem unbewussten Hamsterrad auszubrechen. Denn um sie geht es im Kern dieses Beitrags, um die lieben Frauen. Die lieben Frauen und ihr (nicht so) liebes Verhalten. Es geht um die Themen Monogamie, Polygamie und… noch mehr. Und darum, warum Beziehungen wechseln. Und warum zumindest wir Männer damit „gerne“ Schriffbruch erleiden ohne zu verstehen woran das eigentlich (immer wieder) liegt.

Ein kleiner Disclaimer vorweg: Ich erhebe keinerlei Anspruch auf Wissenschaftlichkeit oder Faktentreue. Ganz im Gegenteil. Auf die verkopfte Wissenschaft gebe ich generell gar nichts. Denn jedenfalls auf dem Gebiet der Soziologie sind größteneils sowie nur links-rot-grün-verblendete (versiffte) Ideologen am Werk. Sie erforschen das, was an Ergebnissen schon längst feststeht. Sie finden keine (neuen echten) Ergebnisse, sondern machen eigene (konstruierte) Wege zu den bereits feststehenden Ergebnissen. Klassische Auftragsforschung heißt man das. Bleibt mir bitte fern mit dem Zeug!

Vielmehr habe ich die letzten Wochen Folgendes getan: Ich habe mir unzählige Videos zu den Themen Pickup, Beziehungen und den mit Beziehungen einhergehenden Illusionen angesehen. Dazu lese ich sehr viel. Die gesammelten neuen Eindrücke aus den letzten Wochen habe ich dann mit meinen bisherigen Lebenserfahrungen abgeglichen. Ich teile das – also mein Leben – in 4 Phasen ein, wobei die erste Phase für die Betrachtung hier keinerlei Rolle spielt:

  1. Die Zeit vor dem Pickuppen, d.h. vor dem Start des Projekts Beziehung
  2. Meine Zeit im Projekt Beziehung (Teil 1)
  3. Die Zeit in der Beziehung zu Fr. Schlange
  4. Die Zeit seit der letzten Beziehung (Projekt Beziehung Teil 2)

Den Start des Projekts Beziehung im Juli 2016 sehe ich dabei als Stunde Null an. Natürlich hatte ich damals einige Wochen vorher schon im Stillen mit dem Pickuppen begonnen, als blutiger Anfänger, ohne gleich diesen Blog zu starten. Bis ich verstanden habe, dass das Ding tatsächlich funktioniert. Und ab da gab es kein Halten mehr, ich wollte Vollgas geben und alles niederschreiben, was mir auf meinem Weg widerfuhr. Und bis zum Beginn des Pickuppens war ich noch immer ein naiver kleiner Junge, so würde ich mich rückblickend beschreiben. Davon ein Mann zu sein, war ich (noch) weit entfernt, meilenweit. Obwohl es mein Alter damals schon mit sich hätte bringen können. Ich glaubte an die bedingungslose Liebe und an das Gute in Mann und besonders Frau. Schließlich ist die Frau ein edles Wesen, emotional, nah an der Liebe. Näher als der Mann. Viel mehr Herzmensch als ein Mann. Kommt mir direkt lächerlich vor, wenn ich das hier gerade zum Besten gebe. Wie naiv, mein Denken. Damals!

Frauen sind genauso (oder mehr!) triebgesteuert wie Männer. Nur anders. Frauen sind emotional unterwegs, Männer rational. Eigentlich wäre damit schon alles gesagt. Aber wir gehen natürlich noch etwas ins Detail. Jedenfalls gehen Männer mehr mit ihrer Rationalität fremd und kehren – weil sie ihre Frauen wirklich (!) lieben – stets wieder nach Hause zurück und es ist für sie „kein Problem“. Frauen hingegen gehen erst fremd, verlieben sich dann dabei allerdings, in den Neuen natürlich, nicht in den bisherigen (alten) Typen. Und verlassen ihren Mann anschließend gerne, nachdem sie fremd gegangen sind. Männer machen aus dem Fremdgehen weiter kein großes Ding. Sie können Sex und Liebe trennen. Sie können ihre Frau lieben und dennoch mit einer anderen schlafen. Frauen sind da einfach anders, da sie eine andere Beziehung zur Sexualität verspüren, eine emotionalere. Sie sind deutlich weniger rein-körperlich gesteuert unterwegs. Männer haben eben ein drittes Bein, mit dem sie denken. Frauen nicht. Deswegen können Männer „einfach so“ fremdgehen. Frauen haben hingegen ein hochsensibles emotional tickendes Gehirn. Das aber ebenso leicht ausgetrickst werden kann. Sobald von einem Typen irgendwo ein bisschen Charme versprüht wird, erliegen sie diesem einfach. Also dem Charme, meine ich. Gut, und dem Typen auch. Beidem eigentlich. Insgesamt gesehen sind Frauen hinsichtlich Treue keinesfalls das „bessere“ Geschlecht. Fakt!

„Sie ist nicht SO Eine!“

Die Motive liegen schlicht anderen (hormonellen) Ursachen zugrunde. Im Resultat würde ich sogar so weit gehen zu sagen: Frauen sind die verlogeneren Fremdgeher(innen). Kennt Ihr solche Sprüche wie: „Das würde meine Frau nie tun! Sie ist nicht SO Eine!“ Das hebt eine Frau kognitiv aus Sicht des Mannes wieder auf ein unbeflecktes Podest. Was für eine Farce! Vorsicht lieber Mann. Wenn Du denkst bei Deiner Frau wäre alles anders… dann hast Du an der Stelle schon verloren. Dann wird es Dich mit großer Wahrscheinlichkeit eines Tages auch erwischen wie mich. Aber anders herum wird ein Schuh draus, ich sage es mal so: Wenn die Frau mit Dir in die Kiste gestiegen ist, dann tut sie das potenziell auch mit jedem anderen Typen. Du bist auch nur ein Mensch. Und Du bist nicht der Beste der Welt. Du bist ein Typ. Punkt. Heute Du. Morgen ein Anderer. Warum? Das beschreibe ich noch… bitte noch etwas Geduld… 🙂

Um mal auf meine eigene Geschichte zu schauen: Alles war schick und fein. Und ich war in einer langjährigen Beziehung, in dieser Phase 1, also in meiner ersten Beziehung. Um die es hier gar nicht schwerpunktmäßig gehen soll. Aber ein paar Worte dazu sind im Kontext nötig. Es war eine Beziehung mit allem, was sich ein naiver kleiner Junge in seiner kleinen verträumten Welt nur wünschen kann. Es war alles gut. Es gab keine bösen Wölfe und auch keine Alpträume. Und ja… dann machte es bumm. Die Hintergründe dazu spielen gerade nicht die Rolle. Aber so war es. Es änderte sich für mich gefühlt von heute auf morgen alles. Und plötzlich stand ich da, umgeben von jaulenden Wölfen mit fletschenden Zähnen und im freien Fall von Klippen und Hochhäusern. Einmal aufwachen bitte! Achso, ich täume gar nicht? Also ist das hier alles real?! Ich war „Schuld“ am Scheitern, das weiß ich aber auch. Das ist mein Paket, das ich für den Rest meines Lebens karmatisch mit mir herum tragen werde. Aber ich kämpfe wie ein Berserker daran, dass ich mein Karma wieder in den grünen Bereich schiebe. Darum habe ich auch in meiner letzten (zweiten) Beziehung (= Phase 3) alles für diese neue Frau getan, was mir menschenmöglich war. Ich wollte der beste Beziehungsmensch aller Zeiten sein, die beste Beziehungs-Version von mir selbst, sozusagen. Es gelang mir aus meiner Sicht vollkommen! Aus meiner Sicht. Aber eben nur aus meiner Sicht.

Ich mache es kurz, für alle, die meine alten Rückblenden von hier nicht kennen: Ich fiel noch während dem schleichenden Ende dieser ersten Beziehung in eine Depression, inkl. fast vollständigem Rückzug aus sämtlichen sozialen Interaktionen. Das ist inzwischen grob gesagt 3 Jahre her. Das Ganze depressive Dilemma zog sich einige Monate. Bis ich eines Tages auf das Thema Pickup gestoßen bin und mich vor allem dadurch lernte selbst aus der Lethargie zu befreien. Ich beschäftigte mich mit allen möglichen Aspekten der Persönlichkeitsentwicklung. Ziel war zunächst eine „neue“ Frau zu finden. Aber es sollte dann auch gleich meine (neue) Traumfrau werden müssen. Allerdings nun zum ersten Mal in meinem Leben durch systematisches Vorgehen. Ich reifte als Mensch und als Mann. Ich lernte den Umgang mit Frauen. Ich lernte ein Stück weit auch die Regeln der Verführung, dank Pickup.

Ich war allerdings auch noch weit weg von „sehr gut“, denn ich beschäftigte mich gerade einmal insgesamt vielleicht 1,5 Jahre mit dem Pickuppen, davon nur etwas über ein Jahr mit rein praktischer Erfahrung. Es war durchaus intenstiv, allerdings eben nicht sehr lange. Von großer Erfahrung kann also keine Rede sein. Aber für meine Verhältnisse waren das Fortschritte, die unbeschreiblich sind. Und es sollte zum Schluss auch klappen, ich lernte tatsächlich eine Traumfrau kennen. Die dann meine Traumfrau werden sollte. Um nach knapp 2 Jahren zu erkennen, dass es nicht meine Traumfrau gewesen war. Dass sie – aufgrund ihrer Art – gar keine Traumfrau sein kann. Nicht einmal für den neuen Typen an ihrer Seite.

Willkommen Aphrodite!

Der weiß nur noch nichts von seinem Glück. Aber das ist nicht mein Problem. Es ist seines bzw. es wird vermutlich eines Tages seines werden. Das wird er selbst noch sehen und erfahren (müssen). Grüße gehen raus an Dich, auch wenn Du das hier nicht liest Herr Schlangen-Mann. Genieße die süße Kost, die Dir diese Frau häppchenweise reichen wird, um Dich abhängig von ihr zu machen. Aphrodite war ein Dreck gegen sie!

2019-05-13

Dir wird es genauso gehen wie mir, wage ich zu prognostizieren. Und wenn nicht, sei es Dir gegönnt! Aber den Menschen, den Du nun an Deiner Seite hast… diese Frau… hat zwei Gesichter. Wie das bei Schlangen nun einmal so ist. Ich meine das alles wirklich nicht böse. Ich versuche stets nur meine aufrichtige Sicht zu beschreiben. Sie ist ein wundervoller Mensch. Genauso wie Volkswagen wundervolle und hervorragende Diesel baut. Wenn da nicht die Sache mit dem Betrügen und Bescheißen der Kunden gewesen wäre. Kunden zu betrügen und mit allen weiteren parallelen Handlungen in gutem Glauben zu lassen. Volkswagen hat eine tolle Welt vorgespielt und den Menschen gleichzeitig ein X für ein U vorgemacht. Und das konstant, lange und geplant. Ich kann von Glück sprechen, dass für mich keine „schlimmeren“ sachlichen Schäden hinterlassen wurden. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Das reicht. Körperliche Schäden hinterließ es leider schon, meine Hauterkrankung von damals hat sich wieder verschlimmert. Ich merke, dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Stress und dieser Krankheit gibt. Solche Ereignisse im Leben sind einfach toxisch. Und wir sind alle nur aus Fleisch und Blut. Da kann ich Mann sein so viel ich möchte. Ich bin verwundbar, ist so.

Jedenfalls lernte ich das Spiel der Verführung allmählich. Und erzielte gute bis sehr gute Resultate. Ich hatte in einem Jahr nicht nur mehr Interaktionen mit Frauen (und Männern) als in meinem ganzen bisherigen Leben zuvor, sondern auch mehr Erfolge mit Frauen als je zuvor. An die Qualität meiner ersten Beziehung (ich hatte so gesehen erst 2 in meinem Leben) kam trotzdem nie wieder etwas heran, nicht einmal die Zweite. Das liegt aber grundsätzlich weniger an den Frauen, sondern am Umstand, dass es in der „ersten echten Liebe“ bzw. ersten echten Beziehung nun einmal keine bösen Wölfe gibt. Jedenfalls war das bei mir so. Es gab eine bedingungslose Liebe auf einem weißen Feld. Da gab es keine Lebenserfahrungen, die beide Seiten bis dahin beziehungstechnisch hätten negativ prägen können. Jeder, der sich an seinen ersten Partner oder an seine erste Partnerin erinnert, weiß was ich meine. Man liebt von Herzen, ohne sich vorstellen zu können oder zu müssen, dass es je eines Tages auch wieder auseinander gehen könnte. So wie die eigene Mama immer die eigene Mama bleiben wird und der eigene Papa immer der eigene Papa bleiben wird.

Nun, das Pickuppen lehrte mich, auf den Pfad zu kommen, der schnurstracks in die Frauenwelt führt. Frauen ansprechen. Körbe kassieren. Noch mehr Frauen ansprechen. Noch mehr Körbe kassieren. Noch viel mehr Frauen ansprechen. Treffen! Bumm. Basketball spielen. Rockstar-Momente feiern. Die Zahl der Körbe wurde im Laufe der Zeit geringer. Die Treffer wurden mehr. Und die Resultate atemberaubend. Es war wie ein Rausch, der sich über Monate zog. Jeden Tag Adrenalin und Glückshormone! Ich genoss es. Ich wurde ein Mann. Dachte ich.

Aus einer Sicht heraus stimmt das auch: Ich wurde enorm selbstbewusst. Auch nach außen hin. Ich lernte auch alleine weg zu gehen, alleine in Clubs und Bars. Wer tut das schon?! Seid mal ehrlich zu Euch selbst. Wer tut das? Welcher Typ? 1 von 1000? Nee. 1 von 10.000 vielleicht. Sich stark fühlen kann jeder, aber wer kann schon stark handeln? Wer kann schon in einem Club oder in einer Bar, in der 4 Frauen exponiert an einem Tisch sitzen, direkt auf die Damen zugehen, sie ansprechen und sich „rotzfrech“ zu ihnen setzen, während der ganze Laden das mitbekommt?! Wer kann das? Verdammt Wenige! So einer wurde ich. Darauf war ich enorm stolz. Ich hatte mein Ego zerstört, was eine enorm gute Sache ist! Das schafft Freiheit! Ich hatte gelernt mir auch Körbe vor den Augen aller Menschen abholen zu können. Oder eben auch Volltreffer zu erzielen. Nur wer viel wagt, gewinnt auch viel. So läuft das Leben eben.

Der weiterhin naive Idiot

Und was ich dabei stets völlig außer Acht ließ, naiv wie ich im Kern noch immer geblieben war, ist das Thema Beziehung. Ich Idiot – muss ich heute sagen – beschäftigte mich ausschließlich mit dem Thema „Frauen verführen“, also mit der Ansprechphase des Pickuppens. Aber ich hatte keine Minute investiert in „wie kann ich eine Frau auch an meiner Seite halten“ bzw. „wie ticken Frauen in Beziehungen“ oder „wie funktionieren die Instinkte einer Frau außerhalb der ersten Anbahnungsversuche“. Das war mein großer Schwachpunkt… geblieben, muss ich leidlich eingestehen. Selbst Schuld! Da war ich noch der kleine naive Junge von damals aus Phase 1, siehe oben. In Phase 1 in meiner ersten Beziehung war das so noch okay, weil die Frau an meiner Seite genauso war wie ich. Naiv und ein Herzmensch. Ich sollte leider erst in Phase 4 spüren lernen müssen, dass ich nichts, aber auch gar nichts, in Bezug auf Beziehungen dazu gelernt hatte, trotz aller Erfolge beim Pickuppen. Aber das war ja auch logisch. Ich konnte ansprechen, ich konnte verführen. Aber ich konnte genauso gut oder schlecht eine Beziehung führen wie vorher. Eigentlich sogar schlechter. Da die neue Frau kein naives Mädchen war, sondern ein Raubtier. Aber ich war noch immer der brave Hase. Und Hasen werden von Wölfen nun einmal gerissen. So ist die Natur.

Ich verlebte also die Phase 2 (meine Zeit im Projekt Beziehung Teil 1) mit viel Spaß und Freude und lernte viel. Ich verlebte die Phase 3 (die Zeit in der Beziehung zu Fr. Schlange) aus oben genannten Gründen wieder ähnlich kindlich naiv wie meine erste Beziehung der Phase 1. Allerdings war meine Partnerin ein völlig anderer Mensch als es meine Partnerin in meiner ersten Beziehung gewesen war. Unvergleichbar. Für die Eine war ich der erste Freund, für die andere einer von vielen. Auch wenn sie sich redlich bemühte mir ein anderes Gefühl zu geben. Aber Realitäten kann man auf Dauer nicht leugnen und maximal auch nur falsch suggerieren. Das schafft nicht einmal ein super Schauspieler wie Christoph Waltz, das auf Dauer erfolgreich hinzubekommen. Trotz aller bester schauspielerischer Ausbildung. Und ich nehme die Realität sehr bewusst war. Es waren zwei völlig verschiedene Frauen und deshalb gab es auch große Unterschiede in der Beziehung. Ganz normal und auch gut so. Aber? Ja, eine hatte ein Herz aus purem Gold, die Andere – wie ich Naivling erst danach erkannte – beschäftigte sich auch mit Herzen. Allerdings nur damit, durch ihre gespitzten Krallen in regelmäßiger Abwechslung die Herzen ihrer eroberten Männer zu zerfetzten wie es sonst nur der Bombenhagel eines Krieges mit Kinderbäuchen zu schaffen vermag.

Es ist natürlich ein bisschen unfair die Rückblende alleine als Bewertungsmaßstab herzuhalten. Natürlich war Fr. Schlange im Nachgang betrachtet eine Schlange, nach dem Lug und Betrug und all den parallel stattgefundenen Handlungen ihrerseits, die mir eine weiter gefestigtere gemeinsame Zukunft suggerierten. Beispiele? Ein Wohnungskauf stand an. Der nächste gemeinsame Urlaub mit den Kindern war schon gebucht. Ein gemeinsames Auto hatten wir gerade erst erworben. Anfangs war sie ein Engel, aber auch nur, weil ich die Warnzeichen allesamt übersehen habe bzw. bewusst weggesehen habe. Eckhart Tolle hat aus mir einen bedingungslos akzeptierenden Menschen gemacht. Damit wurde ich stark verwundbar. Ich wurde ein Mensch, der eine Frau einfach nur lieben wollte und einfach nur Liebe empfangen wollte. Ich sah nur das Gute in der Frau. In Wahrheit aber sprang ich aus einem Flugzeug, ohne einen Fallschirm mitzunehmen. Mein Fehler. Einfach nur meiner. Fertig.

Und jetzt kommen wir zu den dahinter liegenden Mechanismen. Ich glaubte in Phase 1 bis 3 an die Monogamie. Ich glaubte daran, dass Partnerschaft bedeutet, dass man einander treu ist. Das bedeutet nicht, dass keiner Fehler macht. Meine Fehler in Phase 1 wiegen bis heute schwer genug. Aber wir Menschen lernen für gewöhnlich daraus. Das sollte doch der Sinn dahinter sein. Wir lernen aus unserem Handeln und den Erfahrungen. Und das Ziel einer Partnerschaft sollte die gelebte Monogamie sein. Oder was?! Was sonst wäre denn der Sinn einer festen Partnerschaft? So dachte ich. Also lebte ich so. Ich tat in Phase 3, also in der Beziehung, mehr und mehr für die Frau, ihre Kinder und die Beziehung als Ganzes. Ich schraubte meine eigenen Interessen etwas zurück, um dadurch das Wertvollste und Kostbarste im Leben zu erhalten und zu fördern, Liebe. Und gleichzeitig bereitet mir seit jeher das Geben mehr Freude als das Nehmen in einer Beziehung. Das klappte eine Weile auch. Und erfasste mich dann leider wie eine Bugwelle gegen Ende. Ich hatte mich eben nicht mit den Wirkmechanismen der menschlichen bzw. fraulichen Instinkte beschäftigt. Mein Fehler. Alleine mein Fehler.

Fortsetzung mit Teil 2 folgt…

Ein ganz persönlicher Dank an den Menschen, dem ich mehr zu verdanken habe, als mir damals klar war

Gestern war ich wieder mal draußen unterwegs, mit meinem Wingman. Der, der auch damals schon oft dabei war. Damals heißt im Teil 1. Wir hatten immer viel Spaß. Er ist noch immer Lebemann, noch immer Single, aber keinesfalls einsam. Er ist wirklich ein besonderer Mensch! Im Nachhinein tut es mir echt leid, dass ich ihn während der Beziehung zeitlich einfach etwas aus den Augen verloren habe. Freunde, Familie, Job, Studium und 2 (nicht einmal eigene) Kinder und die Beziehung. Wie soll das alles gleichzeitig gehen?!

Und es wäre gegangen!

Heute weiß ich wie: Mehr mit allen gemeinsam gleichzeitig machen! Mit Freundin raus, dazu die Freunde und auch die sonstige Familie mitnehmen. Fertig. Alles ist machbar. Aber ich wollte in der Beziehung meine Zeit einfach exklusiv mit meiner neuen kleinen eigenen Familie verbringen. Zweisamkeit erleben bzw. mit den Kindern Viersamkeit erleben. Für mich heißt Liebe nun einmal Liebe. Ganz oder gar nicht. Für mich ist dann jede Minute wichtig, die totale Zweisamkeit. Ob ich das auch in Zukunft so sehen werde… ich weiß es nicht. Keine Ahnung. Vielleicht würde ich zukünftig mit weniger Zweisamkeit auskommen, auf Kosten der Liebe, vermute ich. Traurig einerseits, dieser Gedanke. Schön andererseits, wenn ich mal wieder verlassen werde, zu wissen, dass ich meine eigene Welt nicht aufgegeben habe.

Irgendwie schließt sich das für mich gegenseitig aus, Liebe gegen Unabhängigkeit einzutauschen. Ich weiß wie ich bin und was ich suche. Eine tiefe Beziehung. Eine unumstößliche Basis. Aber vernachlässigen möchte ich MICH selbst nicht mehr. Wenn ich also auch in Zukunft Sport mache und die Frau nicht dabei ist… dann ist das jedenfalls in dem Moment keine Zweisamkeit. Schwierig. Vielleicht bin ich zu extrem im Bedürfnis nach Nähe. Im Vergleich zu anderen Menschen ganz sicher sogar. Aber ich suche ja auch keine normale Frau, da ich kein normaler Mann bin.

Jedenfalls geht das alles solange gut, bis die so unglaublich tolle kleine eigene Familie sich in Luft auflöst. Dann sieht man seinen wahren Kern und seinen eigenen Wert. Und Eckhart Tolle würde sagen, dass sich in so einem Moment eine Pforte auftut. Durch die man durchgehen und sie positiv nutzen kann oder eben wie die meisten Menschen nicht. Man hat jetzt die seltene Chance der Gegenwärtigkeit, zu erkennen, wer man selbst ist und in den Moment zu gehen. Tiefe zu erspüren. Und genau das passierte bei mir. Alles um mich herum war weg. Wohnung. Frau. Kinder. Sogar der Hund. Einfach alles, jedenfalls alles was nicht mir gehörte. Und Menschen gehören uns nun einmal nicht. Sie kommen und gehen wann sie möchten. Aber was bleibt, ist das eigene Ich. Und die Sache ist in diesem Moment nur, ob das eigene Ich mir alleine reicht oder nicht. Ob ich glücklich mit mir selbst bin.

Wenn ja, mögen die Menschen um mich herum zwar gehen, aber ich genüge mir dennoch. Das war bei mir anders. Ich ließ mich so sehr auf die neue eigene Familie ein, dass ich alles vernachlässigte. Selbst mein Studium habe ich um ein Semester verlängert. Der Familie zuliebe. Und habe dabei zwar stets Glück durch die Frau und die Beziehung mit ihr empfunden, den Glauben in mir getragen, dass es mir gut gehe mit dieser Frau und den Kindern. Mit dem Hund. Der Wohnung. Und der weiteren gemeinsamen Lebensplanung.

Dabei habe ich übersehen, dass ich mich zunehmend in die mentale Abhängigkeit begab. Tolle Frau hin oder her. Aber ich habe meinen Wert verloren. Egal wie sie mich gesehen haben mag. Ich gab den Sport auf, achtete weniger auf die Ernährung, weniger auf meinen eigenen Spaß im Leben.

Richtig gemacht, hätte dann auch wiederum die Frau profitiert. Aber das ist erst in zweiter Linie interessant. Wichtig ist zunächst wie es MIR geht. Ich hatte alles an zusätzlich Dingen aus meinem Leben verbannt was mich „unnötig Zeit“ kostete. Unnötig war dabei alles, was nicht zum „sachlichen Weiterkommen“ beitrug. Mein Studium schmiss ich nicht, meine Finanzen auch nicht. Aber ich vernachlässigte Freunde und Familie und soziale Kontakte. Und meinen Körper. Mit dem Resultat den inneren eigenen Wert gen 0 zu fahren. Ein Follower schrieb letztens in einem Kommentar einen schönen Satz, den zitiere ich hier gerne und wende ihn im Sinn etwas abgewandelt an: „Ich lief lachend in die Kreissäge!“

Zurück zu meinem Wingman

Vor einigen Wochen war ich mal abends weg, das war noch in der Beziehung, und habe meinen Wingman gebeten mit dazu zu kommen. Es war echt schön, ihn wieder zu sehen. Es war zu selten. Dafür, dass wir vorher im Projekt Beziehung Teil 1 wie die kleinen Kinder oft Quatsch zusammen gemacht haben, war das einfach zu wenig Wiedersehen. Ich habe mich auch bei ihm entschuldigt dafür und ihm vor ein paar Tagen gesagt, dass ich – falls ich wieder eine Beziehung eingehe – definitiv mehr Kontakt mit ihm halten werde. Mit meiner nächsten Frau gehe ich einfach öfter aus, egal ob in Bars oder Clubs. Und dann lade ich ihn einfach öfter ein mitzukommen, hab ich mir vorgenommen. Oder auch mal so in der Stadt zusammen herum zu laufen, geht ja auch.

Also an der Stelle nochmal: Es tut mir leid, dass ich Dich etwas ins Hintertreffen geraten ließ. Das war nicht korrekt von mir. Ich war blind, ich ließ mich blind machen von dieser Frau. Mein Bewusstsein kehrte ja dank dem Beziehungsaus nun schlagartig zurück. Ich reflektiere viel und denke viel nach über mich. Nicht mehr viel über sie. Sie ist Geschichte, wie Du immer zu mir sagst: „Vergiss sie, klappe das Kapitel zu. Schau nach vorne. Vergiss sie einfach. So wie sie drauf war, war klar, dass das irgendwann passieren musste. Ich hab das gleich am Anfang schon gesagt… abwarten… wie lange das hält. Such Dir die Nächste. Ende. Weg. Aus. Abschalten! Weiter gehts.“

Du bist dank Deiner einzigarten Alleinsein-Mentalität da echt locker und verdammt abgebrüht. Ich weiß, dass Du immer schon im Leben verdammt gut alleine mit allem auskommst und dabei dennoch ein mega sozialer Mensch bist. Du bist ein klasse Typ und ein Mensch, für den ich auch jederzeit nachts aufstehen würde, um Dich aus dem größten Dreck rauszuziehen. Versprochen! 🙂

Du hast mich damals über Monate mental stark unterstützt, ohne es selbst zu merken. Ohne zu nehmen. Du hast nur gegeben. Wir sind um die Häuser gezogen und Du hast mir Deine Welt gezeigt. Die Welt des Fortgehens, Feierns oder einfach nur Spaßhabens. Egal wo. Und wenn wir uns nur zwei Fahrräder ausgeliehen haben und durch die Stadt gefahren sind. Pickupper sind oft alleine unterwegs. Aber Du bist kein Pickupper. Du bist einfach von Natur aus ein Lonesome Rider. Das macht Dich stark, da Du auf niemanden angewiesen bist. Und dank Deiner natürlichen sozialen, extrem witzigen und unterhaltsamen Art, bist Du ein Gute-Laune-Magnet für alle Menschen.

Von Deiner natürlichen lebensfreudigen Ausstrahlung hätte ich gerne eine Scheibe ab. Während Du immer lachst und strahlst und so alles anziehst, das auf gute Laune aus ist, komme ich hingegen immer über den Verstand und über Tiefe an die Menschen ran. Wir sind so unterschiedlich wie es kaum anders gehen kann. Aber ich habe von Dir enorm gelernt. Deine Art hat mich damals angesteckt. Ich wurde immer sozialer. Immer lustiger. Immer offener.

Wären wir nur ein paar Mal zusammen weg gegangen, wären es nur ein paar schöne Abende gewesen. Aber Du hast mich in einer Zeit tiefer Depression dauerhaft anschub-begleitet. Dafür kann ich Dir nur unendlich dankbar sein. Natürlich ist das auch dem Umstand zu verdanken, dass Du direkt in der Stadt wohnst und sowieso immer irgendwo dort unterwegs bist. Und ich nicht weit weg gearbeitet habe und deswegen auch fast jeden Tag in der Stadt war und wir uns an vielen Tagen in der Woche trafen. Oft einfach nur für 30 Minuten auf einen Kaffee. Manchmal auch für zig Stunden in Bars und Clubs. Du hast mir Menschen vorgestellt und mir gezeigt, wie es ist, sich in Bars und Clubs zu bewegen als wäre es das eigene Wohnzimmer.

Die ganze Innenstadt wurde deshalb damals mein Wohnzimmer. Noch heute nenne ich die Innenstadt deshalb „mein Wohnzimmer“. Auch wenn es nach fast 2 Jahren Abstinenz erst einmal wieder mein Wohnzimmer werden muss. Aber ich bin ja schon dabei. Inzwischen bin ich wieder mehrmals die Woche da. Die Menschen erkennen mich zunehmend wieder. Sie begrüßen mich, fragen mich manchmal nach Dir und bestimmt auch umgekehrt. Auch die (oftmals inzwischen neuen) Türstehen erkennen mich inzwischen langsam wieder.

Damals aber war ich nicht gut drauf, kurz vor Beginn des Projekts Beziehung. Ich war ein Haufen Elend. Völlig fertig mit mir und der Welt. Besonders mit der Frauenwelt. Die Sinnfrage an sich ergab schon keinen Sinn mehr. Ich wollte einfach nicht mehr. Aber irgendwann haben sich unsere Wege wieder gekreuzt und wir trafen uns. Zu jener Zeit hatte ich mich noch innerhalb meiner eigenen 4 Wände schon ein gutes Stück aus dem Sumpf gezogen. Eckhart Tolle und so. Aber das war eben nur zu Hause. Nicht draußen.

Ganz bestimmt hattest Du auch Deinen Spaß mit mir. Da Du doch ein Stück älter bist, konnte ich Dir vielleicht auch nochmal ein paar Aspekte aus einem „jüngeren Denken“ mitgeben oder Seiten eines angehenden Pickuppers zeigen. So wie ich das damals betrieb, war das für Dich ja auch neu. Du hast zwar auch ständig Frauen um Dich herum. Aber Du bist einfach ein Natural, wie die Pickupper das nennen. Einer, der „einfach so“ und von Natur aus mit Frauen cool ist.

Später folgte noch ein gemeinsamer Mallorca-Urlaub, den ich hier auch damals literarisch zum Besten gab. Auch dieser Urlaub schob mich im Game nochmal massiv an, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt mental und beim Pickuppen schon relativ weit gekommen war.

Deswegen lass Dir sagen: Danke für alles! Du bist ein toller Mensch!

Korb auf Knopfdruck

Und zum Abschluss noch eine kleine Erzählung zu gestern Abend/Nacht. Wir trafen uns wieder mal in der Stadt, gingen in eine Bar. Und ich hatte mir vorher gedacht… ach ja… heute ziehst Du mal einen Anzug an. Ich hatte schon im Hinterkopf, dass ich am späteren Abend noch kurz auf eine Veranstaltung in einem Edelschuppen gehen würde. Mit Gästeliste und so. Da macht sich der Anzug besser. Ein paar Mal bin ich ja auch darauf angesprochen worden. Anzug fällt auf.

Wir beobachteten die Szenerie. So standen wir dann draußen mit unseren Getränken und plötzlich kam eine Frau auf mich zu und sprach mich an. Ohje. Alarmglocken. Immer verdächtig. Sie war nicht von hier. Ursprünglich auch nicht aus diesem Land. Soweit noch nichts Auffälliges. Aber eine Frau, die Männer anspricht… ist selten. Sie mag meinen Anzug gesehen haben oder vielleicht fand sie auch meinen Wingman toll. Was weiß ich. Mein Wingman und ich hatten jedenfalls Spaß und waren gut drauf. Aber ich mag keine Frauen, die rüber kommen wie selbstbewusste Männer. Also gabs in bester Pickup-Manier von mir erstmal ein oder zwei pfeffrige Kommentare, die ihr klar zeigten: „Ich bin der Mann, Du folgst mir bzw. uns. Wenn Du Spaß haben willst, bist Du hier genau richtig. Aber es läuft nach meinen bzw. unseren Regeln.“

Sie war überhaupt nicht mein Fall. Älter als ich, raucht und war außerdem auf der Suche nach einem Typen, der ihr einen Drink ausgab. Perfekt. Da bin ich der Richtige. Komm nur her. Dann wärst Du die erste Frau in meinem Leben, der ich direkt ein Getränk ausgebe. Hahaha.

Die Konversation lief schon zwei oder drei Minuten. Ich hatte ehrlich gesagt mehr Gedanken bei meinem Handy und meiner Kohle. Du kannst ja nie wissen bei solchen Frauen. Die laufen auf Mallorca auch herum und zocken die (besoffenen) Touristen ab. Dass ich keinen Alkohol trank, sondern nur Bitterlemon auf Eis, glaubte sie mir sowieso nicht. Auch so ein Grund, warum es immer gut ist, seine Sinne beisammen zu haben. Jedenfalls lief das Gespräch auf witzige Art etwas hin und her. Da mir die Frau sowieso egal war, sexualisierte ich das Gespräch sehr schnell in Richtung Silikon-Brüste usw. Ich bin normal nicht so, aber was im Moment zählt ist nur üben üben üben. 😉

Sie irgendwann: „Kann ich mit Euch was trinken?“

Ich: „Klar. Da ist die Bar. Sie gehört Dir. Bestell Dir doch was Du möchtest!“ und habe sie dabei angegrinst.

Ihr hat das nicht so gefallen, wie ich merkte. Hahaha. Nach Zigaretten fragte sie außerdem. Hab ich auch nicht. Ob ich denn keinen Alkohol trinken würde, fragte sie.

Ich, ein bisschen wie zu einem kleinen Schulmädchen: „Nee, schau mal. Zigaretten sind pfui. Alkohol ist schädlich für den Körper. Ich bin ein extrem langweiliger Mann und deswegen achte ich auf meinen Körper. Für mich kommt so Giftzeug nicht in Frage. Ich bin mir wichtig.“

Wieder musste ich einfach nur grinsen. Es war einfach zu lustig mit so einer Frau. Ich bin mir sicher, dass diese Frau für ein paar Drinks alles gemacht hätte. Aber es ist auch lustig mit so einer Situation bewusst zu spielen.

Irgendwann verlor sie das Interesse, zum Glück. Ich holte aber auch echt alle Eiswürfel aus dem Kühlfach, bis sie das verstand. Sie tat gleich zu Beginn auf cool und schleuderte mit (eigentlich gar nicht so) witzigen Aussagen um sich. Wie gesagt, das sind gefundene Elfmeter für einen Pickupper. Da gibts auf jeden blöden Spruch direkt den Konter zurück, aber mit Topping. Am Ende war sie kleinlaut und eigentlich ganz handzahm. Perfekt. Und dann war sie auch schon weg.

Nach einer Weile zogen wir von der Location weiter, beobachteten ein paar Straßenmusiker. Und plötzlich lief da eine Granate um die Ecke. Tak tak tak tak tak. Lange glatte schwarze Haare, High Heels, enge schwarze Jeggings in Lederoptik… einen massiv knackigen Hintern… hrrrrrrrrr… von hinten mindestens eine 9.

Ich: „Schau Dir die mal an. Holla die Waldfee!“

Er: „Wo?! Ah. Mmm… aaahhhh… sprich sie an, wenn Du kannst.“

Ich dachte mir nur: *Wie, wenn ich KANN?*

Ich: „Klar kann ich, aber die ist jetzt schon fast 50 Meter weiter vorne… okay, also bis gleich.“

Ich lief der Dame schnellen Schrittes hinterher, überholte sie und ging dann von vorne auf sie zu. Erst war ich mir nicht sicher, ob sie von hier ist, so wie sie in ihrem Handy suchte und stehen blieb.

Also fragte ich zunächst: „Hi. Sprichst Du deutsch?“

Sie: „Ja, warum?“, und spricht kurz ins Telefon: „Warte mal kurz bitte. Moment.“

Ich: „Schau mal, Du bist da vorne an mir vorbeigelaufen… dabei bist Du mir wegen Deiner engen Jeggings aufgefallen…“, dabei zeige ich mit meiner Hand von oben nach unten auf ihren Körper und blicke sie dabei auch von oben nach unten und wieder nach oben an „… und deswegen muss ich Dich ansprechen, um hallo zu sagen.“

2019-04-26

Sie: „Oh… ja… aber ich muss gleich sagen… ich bin vergeben.“

Da ich keine Interessenssignale bemerken konnte, hab ich es dann dabei gut sein lassen, habe sie nur kurz gefragt was sie heute Abend noch so machen würde, hab ihr einen schönen Abend gewünscht, ihr die Hand gegeben und bin wieder zu meinem Wingman zurück.

Ein Korb auf Knopfdruck. Übrigens hatte sie von vorne ein Gesicht wie eine Puppe. Barbie-Girl. Extrem geschminkt. Sehr gewöhnungsbedüftig, wenn da mal die Sonne hoch steht und es 30 Grad hat, verläuft das ganze Plastik dieser Frau wie eine Qualle an einem Mittelmeerstrand. Aber darum geht es ja gar nicht. Der rote Buzzer wurde gedrückt und ich bin los gelaufen. Passt doch.

1 zu 0. Übrigens notiere ich seit gestern wieder offiziell alle Approaches. Mal sehen, was die Statistik in einigen Wochen sagt. Damals half mir die Statistik, um die Entwicklung nachverfolgen zu können.

Später bin ich noch kurz in den Edelschuppen, sehen und gesehen werden. Und dann nach Hause. War ein guter Abend. Denn in dem Edelschuppen habe ich mit ein paar Mädls gesprochen, die dort arbeiten. Sie standen da alle auf einem Haufen. Wie gerufen. Also hab ich den mega sozialen Typen gespielt, der alle gleichzeitig unterhält. Und dann sagt die Eine doch zu mir: „Sagmal warst Du am Wochende in der Location X?“

Ich: „Hmmm… ja… wie kommst Du darauf?“

Sie: „Ich arbeite dort und war die, die Dich an den Platz geführt hat.“

Ich: „Ohhhh, stimmt. Jetzt erinnere ich mich wieder. Mädls, Ihr müsst wissen, das war so lieb von ihr, sie hat mir einen super Platz organisiert, da ich alleine war… und nicht ganz alleine irgendwo außen sitzen wollte.“

Sie: „Jaaaa… es war ein 4er Tisch und ich hab Dir dann noch extra zwei Frauen dazu gesetzt.“

Ich: *lache*… „Hahaha. Das stimmt. Du Schlingel. Hab ich sofort gecheckt, dass das Absicht war. Aber ich sag Dir was: Das waren zwei Russinnen, die kaum deutsch konnten. Ich konnte mit denen nix anfangen.“

Sie: *lacht*

Dann noch ein kurzer Smalltalk mit allen und ja.. sie hatte irgendwie Interesse an mir, hatte ich das Gefühl. Aber da ich ja jetzt weiß wo sie arbeitet… und sie mir sagte, dass ich einfach mal vorbekommen sollte, wenn sie da arbeitet… sehen wir uns bestimmt wieder… 😉

PS: Gefühlt auf dem besten Weg zurück zur alten Stärke! Yes!

Dialog mit Herrn van Onnetuschn, persönliche Einblicke und Erkenntnisse

Gleich vorab: Das wird ein längerer Artikel, knapp über 3000 Wörter. Aber ein inhaltlich wertvoller. Da das mein Tagebuch ist hier, nehme ich mir die Freiheit heraus alles nieder zu schreiben, was mir wichtig erscheint. Und dieser Artikel ist ein kleiner Meilenstein, in meiner mentalen Problem-Bewältigung, wie ich nach Fertigstellung des Artikels gemerkt habe. Deshalb habe ich ihn auch nicht gesplittet. Und es gilt noch immer was ich damals sagte: Eines Tages zeige ich diesen Blog meinem Sohn oder meiner Tochter. Dich muss und werde ich mir aber erst noch hart erarbeiten. Für Dich werde ich erst noch meine Frau finden müssen. Diesen Artikel widme ich Dir, kleiner Junge oder kleines Mädchen! Wenn Du alt genug bist, wirst Du das alles lesen. Und mich und alles verstehen. Warum ich so war und warum ich so wurde. Und warum ich bis dahin der Papa wurde, den Du nun hast. Ich freu mich auf Dich.

 

Gestern Abend war ich mit Herrn van Onnetuschn draußen, um Fußball zu schauen. Kein Pickuppen, einfach nur Fußball. Zur zweiten Halbzeit kam auch noch ein weiterer Freund dazu. Lustig wars. Gut, der Elfmeter jetzt nicht. Aber der Abend. Richtiger Männerabend. Verrückt. Kannte ich gar nicht mehr, sowas.

Und nun zum Gespräch, das ich auf der Rückfahrt mit Herrn van Onnetuschn führte. Wir telefonierten, da wir beide mit dem Auto in getrennte Richtungen unterwegs waren.

Ich sagte in etwa zu ihm: „Das ist so krass! Ich hab die alten Chats gelesen. Und ob Du es glaubst oder nicht, aber ich hab das alles verdrängt, was damals passiert ist. Irgendwie gar nicht mehr in mir präsent! Kommt mir so fremd vor!“

Er: „Was meinst Du?“

Ich: „Schau mal, kurz bevor ich sie (Fr. Schlange) kennengerlernt habe… ich hatte ständig ganz unterschiedliche Erlebnisse, Spaß und auch Frauen um mich herum. Stellenweise wurde es mir sogar zuviel. Manchmal war ich regelrecht froh, wenn ich mit einer keinen Kontakt mehr hatte.“

Er: „Ja!“

Ich: „Weißt Du noch die Eine verrückte Pferdetussi… die ich im Club kennen gelernt und zu ihr nach Hause gebracht habe, über Nacht dort war… und ein paar Tage später war sie über Nacht bei mir. Ich fand sie ab dem ersten Moment scheiße. Optisch war sie echt okay. Aber charakterlich echt scheiße. Immer schlecht drauf und so. Und ich war damals mega auf Eckhart Tolle… Ego ausblenden… einfach tun… Menschen akzeptieren wie sie sind… das Gute sehen… bla bla… und ich hab einfach immer gelächelt und sie einfach dummlabern lassen.“

Er: *Lacht*

Ich: „Und als sie über Nacht bei mir war und am nächsten Morgen in die Arbeit musste… und meine Wohnung verließ… hatte ich im Gespür, dass wir uns nie wieder sehen würden. Wir verabschiedeten uns und sie ging die Treppen runter. Ich machte die Türe zu und dachte mir: Endlich ist sie weg.“

Er: *Lacht wieder*

Ich: „Und ich wusste: Ich werde mich nicht bei ihr melden. Und ich spürte, dass auch sie sich nicht mehr bei mir melden würde. Zusätzlich hoffte ich das auch. So eine schräge Frau. Ein richtiger Energiefresser. So eine komische Frau hab ich nie wieder kennen gelernt.“

Gedankeneinschub:

Es war übrigens meine erste und bis jetzt einzige blonde Frau in meinem Leben, mit der ich mich nicht nur unterhalten habe. Auch merkwürdig eigentlich. Offenbar stehe ich auf dunkel. Obwohl es mir eigentlich egal ist.

 

Er: „Du hattest ja noch mehr Frauen zu dem Zeitpunkt, kann ich mich erinnern.“

Ich: „Ja. Es war eigentlich immer irgendwas los. Ich hab das damals gar nicht so wahrgenommen. Ich hab einfach gemacht. Hat sich frei und gut angefühlt. Und irgendwann war sie einfach da, „die Richtige“. Naja. Dachte ich halt.“

Er: „Das wird auch wieder so sein!“

Ich: „Ob Du es mir glaubst oder nicht. Aber anfangs hatte ich gar keine intenstiven Gefühle für sie. Sie war echt mehrere Wochen lang für mich gefühlt ziemlich nur Eine von Vielen. Klar fand ich sie heiß und es machte einfach Spaß mit ihr, ihre Art und so. Aber wenn ich so überlege… alleine die ganzen Begleitumstände und ihre Lebenssituation waren schon… scheiße. Aber sie war die erste und einzige Frau, die sich in Projekt Beziehung Teil 1 wirklich richtig richtig intenstiv um mich bemüht hat und jede Minute mit mir verbringen wollte. Sie hatte ja sogar extra ihre Kinder stundenweise betreuen lassen, damit wir uns irgendwie sehen können. Und deshalb hab ich mich dann irgendwann recht schnell in sie verliebt. Aber das lag an IHR. Nicht an mir. Ich war es doch gewohnt, dass es recht bald wieder auseinander geht. Weil es immer irgendwie nicht ganz passte. Und es wäre mir echt egal gewesen damals. Wenn es nach kurzer Zeit nix mehr gewesen wäre. Wirklich! Das ist so. Ich kann das gar nicht glauben, aber es war so!“

Er: „Und dann hast Du Fr. Schlange gehabt. Ich weiß noch. Du hast sogar zu Beginn Deiner Beziehung zu mir gesagt: „Weißt Du, eigentlich muss ich gar nicht in dieser Beziehung sein. Ich könnte alle haben. Wann ich will. Irgend eine oder eine andere.“

Ich: „Habe ich das IN DER BEZIEHUNG wirklich zu Dir gesagt? Hör auf!“

Er: „Jaaaa!!! Es war wirklich so. Du warst schon in Deiner Beziehung. Es war noch ganz am Anfang. Aber Du sagtest zu mir: „Ich vermisse es schon irgendwie, dass ich jetzt so festgelegt und eingeschränkt bin!““

Ich: „Das ist doch total verrückt. ICH???!!!“

Er: „Ja, glaub es mir halt. Ich weiß es noch ganz genau!“

Ich: „Da siehst Du mal. Was ist nur aus mir geworden in der Zeit?! Ich hab echt viel verdrängt und vergesse manchmal wirklich Dinge, die länger her sind. Ich bin so froh, dass Du mir solche Dinge von früher erzählst. Danke!“

Herr van Onnetuschn: „Ja, Du sagtest sogar wörtlich damals zu mir, IN Deiner Beziehung mit ihr: „Sex mit anderen Frauen wäre auch mal wieder schön.““

Ich: „Hahahaha. Das kann sein. Hab ich anfangs vielleicht echt mal gedacht und gesagt, aber Du weißt ja, dass das in der Beziehung nie ein Thema für mich gewesen wäre.“

Er: „Als ihr noch nicht in der Beziehung gewesen seid… sondern in der Kennernlernphase… da hattest Du doch auch andere Frauen weiter parallel kennen gelernt!“

Ich: „Das stimmt. Ich kann mich an einmal erinnern, da weiß ich gar nicht mehr genau wie ich das gemacht hatte. Ich hatte Besuch von der Einen aus dem Land X, Du weißt schon, über Nacht und am nächsten Tag wollte ich mich zu einem weiteren Date mit Fr. Schlange treffen… Abends telefonierten wir zu dem Zeitpunkt schon recht regelmäßig, also Fr. Schlange und ich… und deshalb hatte ich ein organisatorisches Problem, wie ich das gebacken bekommen soll. Eine zu Besuch über Nacht da, kann aber nicht parallel mit Fr. Schlange telefonieren und soll sie am nächsten Tag treffen, ohne dass es wiederum die andere mitbekommt. Aber irgendwie hab ich das gelöst. Lustig eigentlich, im Nachhinein und so wertvoll, dass wir darüber reden und ich mich dank Dir daran erinnern kann!“

Gedankeneinschub:

Ich verfolgte damals die Devise: Ich date so lange jede Frau, die mir gefällt… bis? Ja bis mir DIE EINE das klare Signal gibt, dass sie eine Beziehung möchte. Das war zu diesem Zeitpunkt noch nicht der Fall. Es war in diesem Stadium noch nicht so weit. Erst als es hieß: „Ich möchte mit Dir zusammen sein!“ habe ich sofort sämtliche anderen Kontakte abgebrochen. Tatsächlich sofort. Keine weiteren Dates mehr. Keine weiteren Frauen mehr angesprochen. Nix. Ende. Das ist mir wichtig klarzustellen. Ich habe Prinzipien und die werde ich auch in Zukunft einhalten. Ich bin kein 08/15-Pickupper gewesen und will ich auch nie werden. Sex ist nicht das Wichtigste im Leben. Und Sex mit möglichst vielen verschiedenen Frauen hat mir im Nachgang gesehen nicht mehr Spaß gebracht als in einer festen monogamen Beziehung. Das ist höchstens dann anders, wenn dieser Aspekt in der Beziehung mal zu kurz kommen sollte. Dann stimmt aber generell etwas nicht. Ich will meine Traumfrau kennen lernen. Ende. Und auf dem Weg dahin habe ich damals alles getan, was ich tun konnte, um zu sagen: „Ich lern was!“ So sehe ich das jetzt auch wieder. Ich starte nicht bei 0. Völlig klar.

Aber ich bin auch noch nicht wie damals bei 60 oder 70 Prozent. Auch damals war ich noch nicht ganz oben angelangt auf der Erfahrungs-Skala. Noch lange nicht bei 100. Ich war schon weit, würde ich sagen. Aber da gibt es auch immer noch Potenzial nach oben. Das kann man nur erreichen, wenn man alle Erfahrungen bewusst macht und annimmt. Seine Komfortzone erweitert und sich seinen Ängsten stellt. Die Größte Entwicklung im Leben ist immer nur dort möglich, wovor man die meisten Hemmungen hat. Bitte merken! Manchmal fühlte ich mich auch ein bisschen schäbig, das gebe ich schon zu. Bei dem Zeug, das ich teilweise mitgemacht und getan habe… manches tat ich einfach nur um zu lernen. Es gehört dazu, wie für ein kleines Kind das Laufen lernen und dabei hinzufallen. Nicht jedes Date war schön. Auch nicht jeder Kuss war schön. Und manches andere auch nicht.

Aber ich wusste: Ich werde eine wirklich attraktive Frau nie kennen lernen, wenn ich davor nicht alles tue, um die „attraktiven“ Frauen für mich „normal“ erscheinen zu lassen und sie mental vom Podest zu ziehen. Das ist der größte Unterschied zwischen allen (!) normalen (!) Männern und erfolgreichen Pickuppern. Es gibt keine Supergirls. Es gibt Frauen, tolle Frauen. Aber sie sind nicht toller als ich. Um nicht zu sagen: Ich bin Superman und dann schauen wir mal, ob sie auch toll ist. So wird ein Schuh draus. Mindestens mal Augenhöhe bitte. Und das geht nicht, wenn man nie tolle Frauen um sich herum hat. Um sich zu entwickeln als Mann, reicht es einfach nicht, es immer nur beim miteinander sprechen zu belassen. Irgendwie auch klar. Es ist wie eine Fremdsprache lernen. Eine Sprache kann man ein Stück weit autodidaktisch lernen, aber die Kultur wird man nur in dem Land erfahren!

Heute weiß ich: Es reicht nicht, nur ein oder zwei mal im Leben eine tolle Frau in einer Beziehung gehabt zu haben. Besonders nicht wenn es eine extrovertierte Frau ist. Damals dachte ich mir: „Geil, jetzt hab ich alles erreicht, mit dieser Einen.“ Ich war ein Narr! Muss ich heute sagen!!! Ich hatte noch gar nicht begriffen, dass das „Bekommen“ nichts mit dem „auch halten Können“ zu tun hat. Ich war gut im Bekommen, aber noch immer der total naive kleine Junge wenn es darum ging, eine Frau zu halten. Und das kann gleich 5 mal nicht gelingen, wenn es um eine attraktive und gar extrovertierte Frau geht.

Eine, um die auch andere Typen wie die Scheißhausfliegen kreisen. Eine, die überall auffällt. Eine, die selbst jedes Gespräch sucht. Solche Frauen sind eigentlich – aus meiner heutigen Sicht – einfach scheiße (in einer Beziehung). Denn ich brauche keine Puppe zum Angeben. War auch damals nicht mein Ziel. Ich hatte das nur nicht gekannt, dass eine Frau so sein könnte. Extrovertiert. Und wie ich damit umzugehen hätte. Ich war einfach nur ein kleiner Junge in solchen Sachen. Heute weiß ich was ich zu tun hätte, wenn sich so etwas wiederholt. Referenzerfahrung. Heute kenne ich die sich anbahnenden Anzeichen von „Unzufriedenheit“ in so einer Grazie. Ich würde das auf 10 km gegen den Wind riechen, wenn so eine Frau gedanklich nicht mehr ganz bei mir in der Beziehung wäre.

Ich möchte eine herzliche Frau, eine die nicht mit dem nächsten in die Kiste hüpft, obwohl sie in einer Beziehung ist. Eine Frau, die auch mal zufrieden ist im Leben mit dem was sie hat. Und mit dem was ich ihr biete. Und nicht nach anderen schaut und ständig alle Gespräche sucht… Hätte ich einen 911er Porsche gehabt, wäre es ihr irgendwann auch nicht mehr Recht gewesen und sie hätte sich einen Typen mit einem Ferrari geholt. So sind solche Frauen leider. Nichts genügt je. Nichts ist gut genug. Und der liebevolle Mann sowieso nicht.

Ich bin anders. Mir hat alles an dieser Frau genügt. Inklusiver sämtlicher negativer Aspekte. Egal ob äußerlich oder innerlich. Jeder hat „Fehler“, aber ich habe an mir über lange Zeit daran gearbeitet nicht mehr alles an anderen Menschen als Fehler zu sehen. Für mich war sie perfekt. Egal ob sie eine 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 war. Selbst wenn sie nur eine 5 gewesen wäre. Für mich wäre nie in Frage gekommen auch nur einmal eine 10 anzusprechen. Die 5 hat mir genügt. Warum auch nicht?! Was soll das?! Das nennt man Treue. Das nenne ich auch Liebe. Das ist – denke ich – einer der Hauptunterschiede zwischen den ganzen üblichen Pickuppern und mir. Es gibt auch ein paar feine Kerle da draußen beim Pickuppen. Aber die meisten – die ich auch draußen treffe – sind unaufrichtig. Den Frauen gegenüber und sich selbst gegenüber. Sie spielen etwas und tun so als ob. Aber es ist ihr leben. Sollen sie machen. Das Recht hat jeder, das zu tun was er möchte.

 

Er: „Siehst Du. Das dauert jetzt einfach nur, bis Du da wieder hin kommst. Und ich weiß, dass Du da wieder hin kommst. Du bist noch jung. Also wir beide sind noch jung. Auch wenn Du jetzt 2 Jahre der (Stief-)Familienvater warst. Aber so traurig es klingt… ich bin so froh für Dich, dass Du mit einer anderen Frau doch noch Papa werden kannst.“

Ich: *Schweigen*… „Du hast Recht. Ich möchte auch Papa werden. Jetzt erst Recht, wo ich einmal gesehen habe wie das so ist mit 2 Kindern.“

2019-04-25

Er: „Eben. Und jetzt kümmere Dich erstmal darum, dass Du zumindest wieder den ersten Erfolg einfährst. Arbeite Dich wieder rein. Lern Eine kennen. Egal ob sie nur ne 5 ist oder nicht.“

Ich: „Wäh! Ne 5?! Niemals!“

Er: „Ist doch egal! Einfach nur so! Und dann kannst Du Dir wieder die Hübschen holen!“

Ich: „Hm…“ *Stille* „Ja, vielleicht hast Du doch Recht.“

Er: „Das ist doch nur so. Hab Deinen Spaß. Dann kommt auch das Selbstvertrauen zurück und Du merkst wieder, dass Du alle haben kannst.“

Ich: „Ja. Es ist doch irre wirklich. Ich habe das Gefühl, dass der Typ damals ein anderer war als ich heute. Das ist doch total verrückt. Das war ICH. Kein anderer. Ich war das. Ich bin raus… und wusste an jedem Tag… egal ob ich daygamen war oder in Clubs oder Bars… ich wusste, dass ich fast an jedem Abend mindestens mit einer oder zwei Telefonnummern heim kommen würde.“

Er: „Ja siehst Du!“

Ich: „Ja, und was noch viel verrückter war: Gegen Ende waren es nicht mal mehr die Telefonnummern. Ich hatte die Frauen immer öfter gerade erst kennen gelernt und noch am selben Tag oder in der selben Nacht bei mir oder bei ihr in der Wohnung. Dazu kommt, dass ich auch immer weniger Frauen ansprechen musste, um solche Resultate zu haben.“

Er: „Da kommst Du wieder hin, ganz sicher!“

Ich: „Ja und das aller Irrste ist, dass ich darüber nicht einmal mehr nachdenken musste. Ich hab einfach gemacht. Wenn ich wollte, hab ich welche angesprochen, sogar immer weniger Frauen… und dabei gleichzeitig immer konstantere und schnellere Ergebnisse erzielt. Ich war in diesem Rockstar-Modus. Gar kein Zweifel daran, dass ich heute Nacht keine kennen lernen würde. Ich ging schon raus mit der Sicherheit: Achja, mal sehen wen ich heute kennen lerne. Ganz selten, dass den ganzen Abend nix rum gekommen ist. Da muss ich schon sehr faul gewesen sein und gar keine angesprochen haben. Und selbst dann… hab ich manchmal nur eine angesprochen und BUMM. So war es auch mit Fr. Schlange. Einziger Approach an dem Abend. Volltreffer.“

Gedankeneinschub:

Das ist doch wirklich nicht normal. Ich hab das alles vergessen. Das ist – auch wo ich diese Zeilen schreibe – so surreal und unglaublich für mich selbst zu beleuchten. Und ich weiß nicht, warum es mir so schwer fällt auch zu verstehen und zu erkennen, dass ich dieser Mensch einmal war. Es geht mir gar nicht darum, wieviele Frauen ich kennen gelernt habe. Oder ob sie alle eine 5 oder 6 oder 8 oder 9 oder sonst etwas waren. Es geht mir um die reine Selbstreflexion. Und ich kann mich schon irgendwie an mich selbst erinnern, an meine Person von damals. Aber es fühlt sich weit weg an. Fremd. Ich stelle mir dabei die Frage: „Wer war das denn? ICH?! Kann doch gar nicht sein!“

Herr van Onnetuschn wieder: „Also bleib jetzt cool. Arbeite wieder dafür. Schnapp mal irgendwas, was vor die Flinte kommt und bau Dich auf. Hab einfach Spaß. Denk nicht an die nächste Beziehung. Genieße Dein Leben jetzt. Und wenn Du 1 Jahr brauchst, bis Du die Richtige findest. Oder 2 oder 3. Egal. Genieße einfach. Du bist jung genug, um noch Papa in einem guten Alter zu werden. Mach einfach.“

Ich: „Du hast Recht. Ich bin ja auch schon dabei. Ich trainiere momentan viel. Achte wie ein Besessener auf meine Ernährung. Hab mein Essverhalten komplett umgestellt. Low Carb und extrem viel Eiweiß. Ich achte wieder zu 110% auf mein Äußeres. Und mein Ziel ist, körperlich eine Maschine zu werden. Nicht mehr nur athletisch wie damals. Ich geb Vollgas!“

Er: „Richtig so, ich bin jetzt zu Hause angekommen. Gute Nacht mein Freund, es war ein cooler Abend!“

Ich: „Auf jeden Fall, gute Nacht!“

 

PS: Mir ging es damals im Projekt Beziehung Teil 1 nie darum, irgendwelche intimen Details zu berichten. Das tat ich auch fast nie. So gut wie nie ging es darum wo ich über Nacht war oder nicht. Wen ich mitgenommen hatte oder nicht. Auch wenn diese Geschichten mitunter bestimmt am Interessantesten für viele Leser sein mögen. Aber ich bin kein Angeber und kein Prahler. Besonders weil ich solche Erfolge nicht einmal über lange Zeit nachweisen konnte. Ich war Anfänger-Pickupper mit einer sehr guten Entwicklung, wie ich meine. Vergleichsweise zu dem, was Pickup-Trainer aus ihrer Erfahrung so berichten. Ich war auf meinem persönlichen Höhepunkt, als ich eine Beziehung eingegangen bin. Aber dieser Höhepunkt hielt eben nicht mehrere Jahre an, wie bei anderen. Ich hatte die guten Ergebnisse erst die letzten 2, 3 oder maximal 4 Monate vor Beginn der Beziehung erzielt. Am Intensivsten wirklich erst unmittelbar vor der Beziehung.

Was ich damit sagen will?

Es ist eigentlich gar nicht auszumalen was wohl damals gewesen wäre, wenn ich diese Beziehung nicht eingegangen wäre. Wen hätte ich noch alles kennen gelernt? Wieviele „noch“ attraktiviere Frauen hätte ich gedatet? Wir können mal spinnen… was wäre die nächste „Stufe“ gewesen? Irgendwann auch mal an einen Star heran zu kommen. Eine Frau, die in der Öffentlichkeit bekannt ist. Das ist nur ein Beispiel. Dort wo ich mich umtreibe, gibt es immer wieder solche Personen. Ich bin kein Hartz4-Pickupper. Und die besten Pickupper deutschlands lernen auch regelmäßig Playboy-Models kennen. Auch nur ein Beispiel. Kommt es mir darauf an? Nein, sicher nicht. Das wisst Ihr auch. Mir ging es immer nur um mich und meine Entwicklung. Aber als Pickupper eine Entwicklung zu durchlaufen… bedeutet umgekehrt aus meiner Sicht keine Beziehung haben zu können. Entweder oder. Beziehungstechnisch habe ich kaum Erfahrung vorzuweisen. Eine lange und eine kurze Beziehung… hm… macht…? 2. Nicht gerade viel. Heißt umgekehrt nicht, dass ich nun viele weitere Beziehungen haben möchte. Mir hätte die letzte bis für mein Lebensende gereicht.

Aber ich denke, dass dieser jüngste Crash notwendig war – aus reiner Pickupper-Sicht. Denn dadurch habe ich aufgezeigt bekommen was notwendig ist, um SO eine Frau zu halten. Und wenn ich SO eine Frau halten kann, kann ich auch DIE EINE halten, die weder gleich die Beine für alle breit macht noch ständig auf der Suche nach neuen Typen ist. Das ist dann wie im Fußball. Dann hast Du Dich als das kleine Werder Bremen ganz hoch gekämpft und gelernt gegen Bayern München zu gewinnen. Selbst wenn die mal wieder einen Hoyzer-Elfmeter geschenkt bekommen.

Mir geht es also wirklich nur um die Selbstreflexion und darum wieder ein Mann zu werden. Immerhin sind mir durch die widerliche Beziehungs-Story meine Cojones abgerissen worden. Und die suche ich gerade wieder. Wird schon! Versprochen! 😉

Das Gute rausziehen und verschwinden

Heute habe ich mir ein Video von einem Fitness-Coach angesehen. Und darin hat er eine ganz interessante und perfekt zu meiner Situation passende Lebenserfahrung geschildert.

Es ging um das Thema Aussehen vs. Charakter (von Frauen)

Er trainiert Frauen und Männer und begleitet sie so auf ihrem Weg zum sportlichen Fitness-Erfolg. Dabei kam er auf die Themen Aussehen und Charakter, vorrangig der Frauen, zu sprechen. Da er hauptsächlich Frauen trainiert, hat er entsprechende Erfahrung vorzuweisen. Die Beziehung zwischen Athlet(in) und Trainer verlaufe immer wieder, so sagte er, im Prinzip nach folgendem Schema:

Eine – wie auch immer geartete – körperlich unzufriedene Frau kommt zu ihm und bittet ihn darum, dass er ihr doch bitte helfen möge auf ihrem Weg eine „sexy athletische“ Frau zu werden. Da sie in ihrem Leben unglücklich und nicht erfolgreich sei. Nie wirklich etwas gewuppt bekomme und endlich aus ihrer gefühlten Abwärtsspirale ausbrechen wolle. Mimimi und so.

Dieser Coach hat sich in der Vergangenheit jedenfalls den Ruf erarbeitet, entsprechende Resultate mit seinen Schützlingen bis hin zu Meisterschaften zu erzielen. Mit seinem eigenen Erfolg als Bodybuilder kam zunehmend auch der Erfolg als gefragter Coach. Er begleitet diese Frauen dann teilweise über mehrere Jahre auf ihrem Weg zur körperlichen Höchstleistung.

Und dann passiert etwas ganz Erstaunliches. Sobald die Frauen ein gewisses Ziel erreicht haben, nämlich einen top attraktiven Körper zu besitzen, sagen sie sich von ihm los. Plötzlich wird der Kontakt abgebrochen, da sie „ja jetzt ganz gut alleine weiter zurecht kommen“ würden. Dass die geschäftliche Beziehung zuende geht, ist nachvollziehbar. Die Athleten müssen ja für nichts bezahlen, was sie nicht auch benötigen. Ganz klar. Das ist auch gar nicht der Punkt. Der Schandfleck ist aus seiner Sicht, dass – vor allem die Frauen – ab einem gewissen Level jeglichen Kontakt abbrechen, den gesamten gemeinsamen positiven Weg vergessen und das auch recht deutlich so sagen: „Ich komm jetzt alleine zurecht und brauche Dich nicht mehr! Außerdem habe ich Dich auch immer gut bezahlt und das war echt viel Geld!“

Er sagte in seinem Video, dass das den wahren Charakter vieler Frauen immer wieder offenlegt. Zu Beginn des gemeinsamen Weges bettelten die Frauen förmlich um Unterstützung, um gemeinsam dafür zu sorgen ihr Selbstwertgefühl durch entsprechende Trainingsresulstate zu steigern. Dazu sei ein harter, steiniger, langwieriger Weg mit diversen Einschnitten nötig. Der auch zwischenzeitlich öfter zu Frust bei der Frau führt, verständlich. Es komme mitunter auch zu Reibereien. Auch verständlich, bei solch einem ambitionierten Weg.

Der komplette Tagesablauf müsse geändert werden, das Thema Ernährung rücke derart in den Vordergrund, dass die Athleten aufgrund der nötigen Disziplin und dadurch folgende positive mentale Effekte auch positive Ergebnisse für sämtliche weiteren Lebensbereiche erzielen würden. Beispielsweise wären sie motivierter im Job oder in der Stukturierung der eigenen Freizeitplanungen usw. Auch das Thema Schlaf erhalte dadurch einen völlig neuen Stellenwert. Ohne guten und gesunden Schlaf ist nun einmal kein gutes Muskelwachstum möglich. Die Frauen werden – trotz oder wegen – aller Strapazen auf ihrem Weg täglich ein Stück glücklicher und zufriedener. Plötzlich seien sie in der Männerwelt überall begehrt und auch das eigene Leben laufe insgesamt „mehr wie von alleine“.

Und irgendwann einmal hat die Frau aus dem Trainer alles herausgesaugt, was aus ihrer Sicht an positiven Dingen mitzunehmen ist. Aus einer Frau mit Speckrollen wurde am Ende eine Frau, die in Bodybuilding-Wettbewerben plötzlich um die ersten Plätze kämpft. Und dann… so sagt der Coach… und ERST DANN… zeigt sich der wahre Charakter der Person. Männer seien da anders, die äußerten sich in aller Regel über Schwierigkeiten und Meinungsverschiedenheiten bereits während des gesamten gemeinsamen Weges. Frauen hingegen sammelten und stauten Frust oder Wut über die gesamte Zeit an, bis sie einen Punkt erreicht hätten, ab dem sie auch gut alleine zurecht kommen würden und machten sich vom Acker.

Ich musste sofort an meine gegenwärtige Situation denken. Kommt mir wahnsinnig bekannt vor. Alles was ich ab und mehr noch während der Beziehung gab, war stets recht, nein, war für die Frau stets absolut perfekt! So hieß es auch immer. Sie profitierte in sämtlichen Lebensbereichen enorm von mir. Ich war für die Kinder da (ihre! Kinder), für ihre Wehwehchen, für ihre Ängste und ihre Sorgen. Probleme im Job. Probleme mit ihrer Gesundheit. Probleme mit ihrem Körper. Probleme in der Bewältigung des Alltagsstresses usw. Wer hat mich denn mal gefragt, wie gut ich zurecht komme?! Eigentlich irgendwie egal.

Dabei schob ich sie in alltäglichen – vorrangig – sachlichen Dingen ganz massiv an. Ist so, ich hab mein Leben nun einmal gut im Griff und weiß wie man gerade aus läuft ohne hinzufallen. Und das hab ich ihr eben beigebracht. Rüstzeug für die Welt. Auch für die Berufswelt. Wissen und Hintergründe zu verschiedenen enorm essentiellen Lebensbereichen. Die rote Pille sozusagen. Aufwachen aus der Matrix bitte! Mit mir geht das.

Sogar für ihre letzte Gehaltsverhandlung hab ich sie über Tage vorher gecoacht und sie vorbereitet. Erfolgreich. Natürlich. Wie kann es auch anders sein! Es ist und war immer so. Was ich tue, tue ich mit Erfolg. Ich zeigte ihr nahezu in jedem Lebensbereich, wie sie mindestens eine deutliche Verbesserung für sich und die Kinder erzielen kann, oft sogar das Optimum erreicht. Und all das saugte sie auf wie ein Schwamm. Dumm ist sie nicht. Nur unbelesen, ungeübt und methodisch ungebildet. Aber das ist alles keine Kunst. Mit einem so vorzüglichen Coach an ihrer Seite… Da könnte selbst der dümmste Pinguin innerhalb von 2 Jahren beachtliche Kunststücke vollbringen. Und irgendwann… als sie alles aus ihrer Sicht Notwendige verinnerlicht und anwendbar erlernt hatte… machte sie sich vom Acker. Genau wie die Athletinnen des Fitness-Trainers.

Jetzt ist das bei dem Fitness-Trainer allerdings eben Business und kann ein Stück weit in die professionelle Welt verortet werden. Man solle es sachlich sehen und so weiter. Klugscheißereien. Ja, mag sein. Kann man alles sachlich sehen. Aber nein, kann Man(n) nicht! Wir sind Menschen! Wir alle. Frauen und Männer. Leider vergessen das die meisten Menschen. Hey. Wir sind keine Roboter!

Die Aussagen des Fitness-Trainers gelten natürlich auch unbedingt für das „echte Leben“ gleichfalls fort. Seine Aussage war auch: „Gebe einem Mann macht und Geld. Dann siehst Du seinen wahren Charakter. Und gebe einer Frau einen tollen Körper und Schönheit. Dann siehst Du ihren wahren Charakter.“

2019-04-24

Das gilt selbstredend nicht für sämtliche seiner Athleten. Männer verspüren auch nach Ende ihrer Geschäftsbeziehung auch nach Jahren oft noch eine tiefe Dankbarkeit und sie bleiben in Kontakt. Schließlich hat der Trainer aus einer kompletten Null eine Maschine gemacht. In seltenen Fällen allerdings besteht zu Frauen noch ein langfristiger Kontakt. Das sei die Ausnahme. Oft würden von ihm trainierte Frauen eines Tages selbst Athletinnen trainieren und in die Trainer-Branche einsteigen. Das sei im übrigen nicht nur seine Erfahrung, sondern auch die befreundeter weiterer Fitness-Trainer.

Ein interessantes Phänomen, wie ich finde. Und an solchen Alltagsgeschichten sehen wir überall in der menschlichen Natur bzw. Gesellschaft diverse wiederkehrende Verhaltensmuster. Diese zu verstehen hilft enorm für das eigene Leben, davon bin ich überzeugt.

Was hat der Trainer denn für Möglichkeiten damit umzugehen?

Diese Frage stelle ich mir ernsthaft. Wenn der Trainer vorher schon weiß: „Diese Frau ist gerade mental eine Null, ein Haufen Elend, so wie sie zu Kreuze gekrochen kommt und um Hilfe bettelt.“ Da sie in ihrem Leben generell und wohl auch besonders sexuell unausgelastet bzw. frustriert ist. Von einem Trainer also für das ganze weitere Leben eine Start-Motivation erhalten möchte. Viele Tage, gar Monate oder Jahre des harten Schweißes würden dafür gemeinsam fließen müssen. Harte Arbeit. Und er ist und bleibt dabei stets ihr persönlicher Motivator. Ist da, wenn es ihr schlecht geht. Wenn sie mal keine gewünschten Resulstate erzielt. Dann baut er sie auf. Immer wieder. Allerdings im Wissen, dass die Frau dafür zwar bezahlt, sich am Ende allerdings aus dem Staub machen wird. Ohne jede Menschlichkeit walten zu lassen. Keine Dankbarkeit mehr zu empfinden und dem Menschen mit dem größten Positiv-Impuls ihres Lebens den Rücken zu kehren.

Wie soll er damit nur umgehen?

Ich finde er hat nur zwei Möglichkeiten:

  1. Er steigert sich von Anfang an immer wieder neu rein. Lässt sich wieder komplett auf jede Frau ein, als wäre es seine erste Athletin, die er auf dem Weg zur Meisterschaft formen und begleiten muss. Im Wissen, am Ende wieder das totale Brett der Undankbarkeit von ihr zu bekommen. Das kann ihm aufgrund der Erfahrung ja niemand mehr nehmen. Einmal erkannt, immer erkannt. Hier würde ich sagen, dass so ein Vorgehen einen naiven Ansatz darstellt. Er kann versuchen seine Lebensfreude aus dem gemeinsamen Erfolg zu ziehen. Obwohl er weiß, dass der Erfolgsweg endlich ist und sie ihn fallen lassen wird wie eine heiße Kartoffel. Es wäre ein bisschen der Weg einer Mutter Theresa. Hingabe. Aufopferung. Und eigentlich müsste er konsequenterweise am Ende des Erfolgsweges mit der Frau auch fast darum betteln, dass sie ihm ins Gesicht spuckt. Und lächeln und sich daran erfreuen. Ich übertreibe gerade, schon klar. Aber die Message soll ankommen. Und das tut sie so garantiert.
  2. Oder aber er geht rational damit um. Betrachtet die gemeinsame Beziehung als eine Geschäftsbeziehung. Kalkuliert klar ein, dass der Tag kommen wird, an dem die Frau sich zwischenmenschlich wie das Allerletzte verhalten wird. Nimmt sich mental selbst raus und geht auf innerliche Distanz. Er weiß sogar, dass manche Frau sich sogar nachträglich schlecht über ihn auslassen wird, um sich selbst gegenüber psychisch zu rechtfertigen, dass sie diesen Trainer nicht mehr benötigen würde. Auch das berichtete er in seinem Video. Jedenfalls würde solch eine beschreibene Vorgehensweise eines Trainers klar einem rationalen Credo folgen. Also weniger Mutter Theresa, sondern mehr homo oeconomicus. Sie bezahlt. Er trainiert sie. Fertig. Sie wird irgendwann ghosten (also einfach verschwinden), das weiß er allerdings und zieht für sich seinerseits vorrangig auch nur die Vorteile dieser Zusammenkünfte für sich heraus: Nämlich, dass sie ihm so seinen Lebensunterhalt ermöglicht. Knowhow gegen Kohle. Und das auf Zeit. Fertig. Keine weitere Zwischenmenschlichkeit. Er mag sie zwar täglich nett begrüßen und auch Witze machen und die Zeit mag sich für sie schön anfühlen, allerdings ist es im Wesentlichen von seiner Seite aus „professionell gespielt.“

Fairer Deal oder?

Genau so erging es mir eben auch. Nur dass ich die Vorstufe zu Typ 1 war, jedenfalls in Bezug auf meine Beziehung. Für mich stand gar nicht zur Debetta, dass die Frau eines Tages einfach das Spielfeld verlassen würde. Wenn es regnet. Und ich da zurück bleibe. Ich glaubte an das Gute im Menschen und daran, dass die Frau es ernst meint. Meinte sie auch. Aber eben nur Lebensabschnittsgefährten-mäßig. Bis… ja bis… der Punkt erreicht war, an dem sie alles für sich mitgenommen hatte, was sie an Nützlichem von mir mitnehmen konnte. Wir sprechen hier wohlgemerkt ausschließlich von mentalen Aspekten.

Die Frage ist doch wirklich, wie dieser Trainer nun in diesem Wissen – und er ist nicht nur ein guter Athlet, sondern auch ziemlich clever und gebildet! – weiter in seinem Leben damit umgehen mag.

Ich bin überzeugt davon, dass die Schilderungen dieses Coaches auf 95% aller Frauen im übrigen echten Leben zutreffen. Eben nicht nur im Fitness-Bereich. Denn er sprach explizit vom „Charakter“ einer Frau. Davon, dass die Frau ihr wahres Gesicht stets erst dann zeige, wenn sie einen anderen Menschen (vergleichbar einer Partnerschaft) nicht mehr benötige. Die Rede ist also nicht von einem einzelnen Verhalten, sondern tatsächlich vom Charakter dieses Menschen. Das ist keine einmalige Sache. Das ist etwas Langfristiges.

Ich habe pauschal gerade auch keine Antwort darauf. Ich weiß nur, dass ich in Zukunft deutlich weniger Typ 1 sein werde. Bestimmt werde ich auch nicht plötzlich zu Typ 2. Allerdings ist eine gesunde Mischung aus beiden Varianten wohl ganz angebracht. Damit geht das Wertvollste im Leben kaputt, nämlich die kindliche Naivität… die Romantik… die Träumerei… die Einfachheit und damit auch die Freiheit. Es ist ein Dilemma.

Typ 2 möchte ich eigentlich gar nicht werden. Versuche ich es weiter als Typ 1? Oder halte ich von Beginn an emotionale Distanz? Nein, das kann es doch auch nicht sein. Oder doch zumindest erstmal? Zumindest…? Hm… zumindest so lange ich nicht zu 100% überzeugt bin, dass es „DIE RICHTIGE“ ist. DIE EINE, die nicht „so“ ist wie die anderen. Die Eine, die loyal ist und kein Blutegel, das nur das beste für sich raus zieht und sich dann einen neuen Wirt sucht. Und genau das dachte ich ja auch in meiner Beziehung von dieser Frau. Und genau da beißt sich die Katze in den Schwanz. Zum Teufel nochmal.