Date-Review: Die Demo-Frau

Zugegeben, „Demo-Frau“ klingt nicht sehr charmant. Aber es ist die Wahrheit, dort habe ich sie nun einmal kennen gelernt. Auf einer großen Anti-Corona-Schwachsinns-Demo, ganz unter dem Motto „gebt uns unsere Freiheitsrechte wieder!“.

Inzwischen haben wir uns also tatsächlich wieder getroffen. Und ja… es war schön. Und… nun…das Aber? Nix im Leben gibt es ohne „Aber“, weißt Du doch als Leser meines Blogs. Also brauche ich es auch nicht verheimlichen. Das Aber kommt jetzt: Es war unspektakulär. Und dennoch gut so. Darauf gehen wir im Detail ein.

Kopf überlagert Bauch und Herz

Ich bin mir ehrlich gesagt auch nicht sicher, ob Bildung sich nicht negativ auswirkt auf die Gefühlswelt eines Menschen. Ich muss da nur auf mich selbst blicken. Bis vor ein paar Jahren war ich ausschließlich sachlich und analytisch unterwegs. Und habe dann erst vor wenigen Jahren begonnen mich ganz speziell mit allen anderen Dingen zu beschäftigen. Herz, Bauch, Gefühl, „sich leiten lassen“, „in sich hinein horchen“ usw. Und seither schlagen tatsächlich 2 „Herzen“ in mir und das ist auch gut so. Geht es um sachliche Dinge, bin ich fokussiert und rasiermesserscharf unterwegs. Mehr denn eh und je. Geht es hingegen um Menschen und „das echte Leben“, dann blende ich den Verstand so gut es geht aus und versuche durch Atemtechniken, Meditation und Entspannung eine Etage tiefer zu kommen und in die niedrigeren Frequenzbereiche einzutauchen. Bewusst zu werden. Sensibel. Klingt nach Hokus Pokus? Ist es nicht.

Das Date war für mich relativ anstrengend. Und ich habe den Spiegel vorgehalten bekommen, wie ich früher denn wohl während meiner Anfangsphase des extremen Dating-Lebens gewesen sein muss. Die liebe Demo-Frau hat nicht mehr aufgehört über Politik, Corona und die ganzen weltlichen Themen zu sprechen. Bzw. viel zu Fragen. Eigentlich wollte sie viel von mir zu diesen Themen wissen. Und es war echt schwierig für mich, die Themen umzulenken und auf die Dinge zu leiten, die bei einem Kennenlernen tatsächlich im Vordergrund stehen sollten. Immer wieder habe ich es versucht, immer wieder ist es mir nur kurz gelungen. Ich hatte den Eindruck, dass sie auf der Suche nach Halt war. Und auf der Suche nach Antworten. Jedenfalls in Bezug auf Ihre Weltanschuung. In diesen Ausnahmezeiten sind doch fast alle Menschen auf der Suche nach Halt. Vielleicht kam ich ihr da gelegen? Wer weiß. Antworten kann ich sicher liefern. Von Stabilität und Halt ganz zu schweigen. Aber es sind meine Antworten, auf meine Fragen des Lebens. Sie sind für mich gültig. Es ist meine Stabilität. Es ist mein Halt. Ob das alles auch für andere Menschen gültig ist? Darf bezweifelt werden.

Ich war früher sicher auch nicht anders als sie und habe mir – gerade in meiner Anfängerzeit als Pickupper – wohl die eine oder andere tolle Frau vergrault. Ich war viel zu verkopft unterwegs. Ich hatte viel zu sehr versucht über Rationalität eine Verbindung zu meinem Gegenüber aufzubauen, in dem ich versuchte, „gute Diskussionen“ oder „gute Gespräche“ zu kreieren. Wir könnten es auch „intellektuell“ nennen. Bis ich nach zig Dates irgendwann massiv angefangen habe zu hinterfragen, warum es so selten ein zweites Date mit mir gibt. Inzwischen ist es ja anders. Ein wenig könnte ich mich im Nachhinein ärgern… denn ich hatte echt unglaubliche Granaten gedatet. Da waren wahnsinnig attraktive Frauen dabei. Puh. Zum Glück ändern sich die Zeiten im Laufe des Lebens. Genügend Durchhaltewillen und Selbstreflexionsfähigkeit vorausgesetzt.

Heute ist mir klar, dass Du 5 Stunden vollkommenen Schwachsinn labern kannst und eine Frau sich unglaublich unterhalten fühlt, Spaß hat und Anziehung verspürt. Ging mir auch nur widerwillig in die Birne. Das mit dem Schwachsinn labern ist immer noch nicht so meins. Wenn ich das auch noch perfektionieren würde, wäre wohl kein Halten mehr. Aber irgendwo ist mir das dann doch zu albern und ich bin mir dafür ein Stück weit zu schade. Ich bin mir da also durchaus selbst treu geblieben und versuche immer den Spagat zwischen „Zirkusveranstaltung“ und „authentisch bleiben“ auf dem Drahtseil zu vollführen. Frauen sind nun einmal emotionale Wesen. Nicht umsonst bekommt der vorlaute Klassenkasper in der Regel die heißesten Hasen, kennst Du aus Deiner Schulzeit sicher. Nun, der Spagat gelingt mir inzwischen wohl recht ordentlich. Hin und wieder halte ich mal einen brennenden Reifen hin und dann gibt es ein kurzes Kunststück. Aber dann ist auch wieder gut. Ich versuche mit der Minaldosis klar zu kommen. Ganz ohne geht leider nicht.

An der Stelle an alle Frauen, die ich jemals gedatet habe und die mich kein zweites Mal mehr sehen wollten, muss ich einmal etwas loswerden. Das kommt nach reiflich tiefgreifender Selbstreflexion über die letzten Jahre von Herzen: „Es tut mir leid, dass ich so verkopft war und nicht verstanden habe, dass Kennenlernen nichts mit „sinnvollen“ Gesprächen zu tun hat. Wir Männer ticken eigentlich ganz anders als ihr. Gerade so ein verkopfter Kerl wie ich, hat „leider“ 20 oder 30 Dates benötigt, um das zu verstehen. Sorry, dass ich anstregend gewesen sein muss. Sorry, dass ich nicht für das „Knistern“ oder die „Stimmung“ sorgen konnte, in der ihr Euch immer rundum wohl, herausgefordert und geneckt gefühlt habt. Ich habe verstanden, dass brennende Reifen für Euch wichtiger sind als alles andere, jedenfalls in der Anfangsphase.“

Und das meine ich tatsächlich aufrichtig. Das Date mit der Demo-Frau war so ein Date, bei dem ich am Liebsten irgendwo den Stromstecker der Rechenmaschine getrennt hätte. Aber nicht bei mir, sondern bei ihr. Jetzt weiß ich mal, wie das ist, wenn jemand einfach nicht mit Sachlichkeit aufhören will! Echt anstregend. Und genau so anstregend war ich wohl damals gegenüber den Frauen während den vielen vielen Dates. Puh! Asche auf mein Haupt!

Das gibt es bei Frauen aber wirklich super selten und deswegen ist das für mich auch kein Problem gewesen mit ihr. Außerdem bringe ich genug Verständnis mit, weil ich mein altes Ich gut kenne und genauso war wie sie beim Date. Ich hatte nach einer Weile das Gefühl, dass es mir langsam „zu langweilig“ werden würde. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich grundsätzlich eine ausgesprochen große Leidensfähigkeit besitze. Und sicher nicht oberflächlich bin. Und dennoch wurde es irgendwann anstrengend. Weltordnung hier. Kapital dort. Gehirnwäsche hin. Corona-Fake-Virus dort. Alles okay. Alles recht. Alles auch meine Themen. Aber im Hier und Jetzt wollte ich die Frau vor mir kennen lernen und nicht weiter die Themen beackern, die ich sowieso tagein und tagaus beackere.

Hartnäckigkeit ist eine tolle Eigenschaft

Aber ich blieb hartnäckig, wie immer. Ich versuchte die Themen immer und immer und immer wieder umzulenken. Ein Versuch nach dem Anderen. Wenn Du dabei gewesen wärst, hättest Du mit mir mit gelitten und echt Mitleid empfunden. Ganz sicher. Du hättest Dich gewundert, wie ein Mensch so aufopferungsvoll all sein Bestes geben kann, um zumindest die Chance zu ermöglichen, dass sich zwei Menschen hinter ihrer Verkopftheit auch wahrnehmen können.

Und wie ich es beim letzten Mal im Artikel auch andeutete: Grüne und Linke sind nicht nur anstregend, sondern meistens hoffnungslos verloren. Wie ich herausgefunden habe, ist sie zum Glück keine Extremistin. Das ist schon sehr selten. Es gibt selten Grüne, die es Dir nicht auf die Nase binden. So wie bei Veganern. Da gibt es ja den Witz: „Woran erkennst Du einen Veganer?“…. „Er sagt es Dir!“. Kein riesiger Schenkelklopfer, aber einfach so wahr. Und bisweilen sehr nervig.

Und ja, sie ist Veganerin bzw. würde es gerne sein. Aber verhaltenstechnisch ist das noch im Rahmen. Ich „durfte“ meinen Cappuccino also trotzdem trinken. Und später hat sie sogar mitgetrunken. Coole „Veganerin“. 😉 Vegan zu sein und vegan sein zu wollen sind zweierlei. Sie hält es zumindest aktuell nicht konsequent durch. Hm. Meinetwegen. Es gibt viele Menschen, die Dinge gerne tun würden und sie dann letztlich doch nicht hinbekommen bzw. nicht durchhalten. Das ist normal. Normal ist für mich aber keine Herausforderung. Deswegen bin ich nicht normal.

Und… nach einiger Zeit sollte es sich dann doch noch lohnen, meine ganze Anstrengung und ich konnte doch noch die erste Mauer durchbrechen. Ich initiierte einen Location-Wechsel. Der Abend brach langsam an und so ging es thematisch auch mehr und mehr um uns, Ziele, Wünsche, Träume, Lebensgewohnheiten. Beziehungen, Erwartungshaltungen im Leben, Sex. Und so konnte ich auch anfangen etwas gelassener zu werden, da die bitterernsten Themen in den Hintergrund rückten. Es wurde zunehmend lustiger und sie taute langsam auf. Worüber ich sehr froh war. Die brennenden Reifen taten ihren Dienst.

Ich habe auf große Eskalationen verzichtet. Ein paar leichte Berührungen hier oder da. Aber ich stelle einfach fest, dass mir das Thema „Frauen“ bzw. das Daten einfach nicht mehr so wichtig sind wie früher. Das hatte ich in den Artikeln der letzten Monate immer wieder angerissen. Und nun, nach meinem ersten Date nach langer Zeit, auch praktisch wirklich gemerkt. Es fühlt sich gut an, nicht mehr aus einer Position des Bedürfnisses und Wollens etwas im Leben zu müssen. Sondern nur noch zu können. Und das ganz ohne Bedürfnisse und ohne Wollen. Ich will gar nichts mehr. Ich kann einfach. Und mache was ich möchte. Fertig. Kein Wollen. Und schon gar kein Müssen. Nach meinem Beziehungsende vor über 1 Jahr hat sich mein Weltbild geändert. Ich empfand seither nie wieder das Gefühl irgend etwas zu müssen oder gar unbedingt zu wollen.

Es geht mir nur noch um mich. Das ist die einzige Qualität, die ich im Leben empfinde. Und die einzige Konstante. Keine Ahnung ob ich mein Herz jemals wieder weit öffnen können werde. Wenn nicht? Na und. Es ist mir egal. Was macht es für einen Unterschied. Das Leben findet im Kopf statt. Dort werden Illusionen kreiert. Dort werden Illusionen zerstört. Kreierst Du keine Illusionen, kann sie auch niemand mehr zerstören. Und das sage ich vollkommen ohne jeden Hauch von Frust. Es ist eine nüchterne Feststellung. Du schließt ein Netflix-Abo ab, schaust ein paar Serien und wenn Du keinen Bock mehr darauf hast, dann kündigst Du es. Kein großer Deal. So läuft das heute.

In dem Moment, in dem Du anfängst zu Netflix eine emotionale Bindung aufzubauen, wird es heikel. Stell Dir mal vor, dass das Internet für 1 Tag ausfällt und Du keine neue Folge Deiner Lieblingsserie auf Netflix sehen kannst. Was dann? Stell es Dir einmal vor. Wahnsinn oder? Und genauso wie das Internet ausfallen kann, kann eine Beziehung auch plötzlich ausfallen. Nicht nur für 1 Tag. Misst Du Netflix keine große Bedeutung zu, ist es auch kein großes Ding. Früher gab es mal Netscape, heute gibt es den Firefox. Früher gab es Yahoo, heute gibt es Google. Verstehst Du was ich meine? Eins kommt, eins geht. Mach keinen großen Deal daraus. Ist viel einfacher so. Genieße Netflix, solange Du es hast. Und wenn es verschwindet? Dann steigst Du eben auf Amazon Prime oder Sky Go um. Easy cheesy.

Was übrigens eine Öko-Frau gerne an sich hat, habe ich beim Date festgestellt: Sie ist eine graue Maus. Keine Schminke, was ich sehr gut finde. Schlabber-Klamotten, was ich hingegen nicht gut finde. Und im Gesamtpaket dadurch optisch wesentlich weniger attraktiv als sie sein könnte. Schminke muss nicht sein. Aber ein wenig hier oder da kann man auch ohne Schminke einiges aus sich heraus holen. Das beginnt bei den Klamotten und endet beim Zurechtmachen der Haare.

„Hauptsache hübsch“?

Ich würde sie mal so beschreiben: Auf den ersten Blick ist sie optisch nichts Besonderes, dachte ich mir anfangs, als wir uns auf der Corona-Demo begegneten. Mir fiel nur ihre Natürlichkeit auf. Aber nach einigen Stunden verbrachter Zeit muss ich sagen: Wenn sich die Frau herausputzen würde, würde sie an meiner Seite durchaus auch als Granate durchgehen können. Ich bin leider aufgrund Corona derzeit zwar nicht, aber sonst doch viel in Clubs unterwegs (gewesen). Mit ihr bräuchte ich mich sicher nicht verstecken. Aber eben nicht in dem Aufzug. Schlabber-Wollpullover sind einfach kein optischer Augenschmaus. Das ist dann selbst für mich zuviel „Natürlichkeit“. Natur schön und gut. Aber ich trage für gewöhnlich Poloshirts oder noch lieber Hemden und mein Bart ist auf Kontur rasiert. Das Parfüm passt zum Anlass. Wenn ich einen Preis vergeben dürfte, dann würde sie von mir den Preis der attraktivsten grauen Maus aller Zeiten erhalten. Ich habe noch nie eine Frau gedatet, die sich optisch selbst so degradiert. Witzig eigentlich.

Für das Date habe ich übrigens zum ersten Mal seit Jahren kein Poloshirt oder Hemd getragen. Ich dachte mir vorher schon, dass das vollkommen overdressed wäre, in ihrer Anwesenheit. So entschied ich mich für ein V-Neck-Longsleeve, sehr figurbetont allerdings. Und eine figurbetonte Jeans. Es war schon witzig zu sehen, wie sie mir mehrmals auf den Hintern blickte und mich im Vorbeigehen musterte. Nun, Sportlichkeit und Fitness sind heute nicht „normal“. Ein Ei-Phone kann sich jeder Idiot kaufen. Aber Zeit in seinen eigenen Körper investieren? Bin wohl eine Rarität.

2020-05-27

Die „guten Gespräche“ und vielleicht auch die Optik machten dann unseren Altersunterschied aus ihrer Sicht wieder wett. Sie ist doch ein paar Jährchen jünger als ich und an ihrer körperlichen Reaktion auf meine Altersangabe war für mich klar zu sehen, dass es „erstmal“ ein Problem für sie sein könnte. Denn wenn sich Pupillen auf eine Aussage von mir plötzlich stark weiten, sagt das viel aus. Körpersprache kann man nicht verbergen. Nur ein Dummkopf bemerkt nicht, was ein Gegenüber an Signalen sendet. Körpersprache kann also nicht verbergen, wenn jemandem etwas „unangenehm“ ist oder „überraschend“ kommt. Aber Körpersprache kann auch nicht verbergen, wenn jemandem ein Hintern gefälllt. Das sehe ich. Du Schlingel!

Alles in allem ging das Date an einem Punkt zuende, an dem es gerade recht war. Die Dunkelheit setzte ein. Sie war mit dem Fahrrad da, ohne Licht natürlich. Ganz Öko. Und so vereinbarten wir ein Folgedate für nächste Woche. Und ich fand es amüsant zu sehen, dass sie beim Abschied etwas unsicher wurde… „wie“ denn nun der Abschied ausfüllen würde. Für mich stand vorher schon fest: Das gibt ein Küsschen links und rechts zum Abschied und gut is‘. Alles andere hätte ich als etwas „überzogen“ empfunden und unkalibriert, wie man das nennt. Wir umarmten uns und ich merkte, dass ich sie genauso gut auch hätte küssen können. Sie stand ziemlich wie angewurzelt da und… ja… was soll ich sagen… es gab von mir dennoch keinen Kuss. Ich spule kein Programm ab. Ich mache wonach mir ist. Und wenn mir nicht nach küssen ist, dann küsse ich nicht. Früher mag das anders gewesen sein. Da war ein Kuss aber auch noch eine Etappe, ein „Erfolg“, für mich. Heute gibt es keine Etappen mehr. Keine Schablonen mehr. Der Weg ist das Ziel.

Um noch ein Fazit zu liefern, zu diesem Date-Review, beschreibe ich sie mal, die liebe Demo-Frau, soweit ich sie bislang einschätzen kann. Wertfrei natürlich, es geht mir nicht um gut oder schlecht. Gut und schlecht sind Kategorien für Spinner. Wertfreiheit zählt! Los gehts:
Sie ist ein wesentlich attraktiveres Mädchen als sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Und als ihr selbst vielleicht auch bewusst ist. Anders herum wäre es nichts für mich. Ist also ganz okay so. Sie kann witzig sein. Sie ist lebendig und aufgeweckt. Manchmal frech. Sie ist im Leben aber auch relativ orientierungslos unterwegs. Sie stellt viele Fragen und will alles wissen. Viel über mich, viel über bestimmte Themen wie Ernährung und Politik. Sie ist gebildet, allerdings eher stark theoretischer Art. Was verständlich ist, sie ist nun einmal ein paar Jahre jünger als ich. Praxis benötigt Zeit. Passt aber auch zur heutigen „jungen Generation“. Viel kluges Schulwissen, wenig Straßenschlauheit. Keine Wertung, nur eine Feststellung. Sie hat ein süßes Gesicht und wenn sie mal nicht über Politik und Corona mit mir spricht, kann sie durchaus für gute Unterhaltung sorgen. Gefühlstechnisch ist sie leider eher kühl. Das ist dann auch aus meiner Sicht eines der größten Handicaps. Ich bin so gar nicht kühl und sehe meine Partnerin auch nicht als Informationsmedium. Für so etwas gibt es Google. Hoffe, dass sie das noch lernt. Das wünsche ich ihr. Wenn mir eines an meiner Partnerin besonders wichtig ist, dann die Warmherzigkeit. Und deshalb bin ich gespannt, wohin das führt. Zumindest ist sie „Hauptsache hübsch“, immerhin.

PS: Wohin es führen soll? Kein Plan. Ich habe kein Ziel mehr in Sachen Frauen. Vielleicht nehme ich es auch zu locker. Und wundere mich eines Tages, dass „der Zug abgefahren ist“ für mich. Und ich nicht doch noch Papa wurde. Aber auch das ist mir egal. Ich habe gelernt, dass der einzige Mensch auf dieser Erde, der immer zu 100% hinter mir steht… und mich darüber hinaus auch versteht (!)… ich selbst bin. Und deswegen kümmere ich mich um mich selbst wie um keinen Zweiten. Es ist schön, eine attraktive Frau zu daten. Zweifelsfrei. Wenn sie dazu noch jünger ist als ich, kommt das eindeutig positiv hinzu. Es gibt aus meiner Sicht keinen Grund mehr im Leben eines tollen Mannes, sich mit der Mittelmäßigkeit zufrieden zu geben. Eine Partnerin darf attraktiv sein. Oder wie Herr van Onnetuschn heute zu mir am Telefon sagte: „Du achtest so sehr auf Deinen Körper und auf Deine Ernährung, da darf die Frau auch einfach richtig gut aussehen und einen tollen Körper haben.“ Danke mein Freund. Jeder Andere erzählt mir sonst immer nur so einen Schwachsinn wie „naja, aber auf die inneren Werte kommt es an!“ Dachte ich mir beim letzten Mal in der Beziehung auch. Und plötzlich war sie weg, die Frau mit den „tollen inneren Werten“. Und was mir bis heute blieb…? Ist die Erinnerung an eine geile Optik. Der Rest war Illusion. Ich versuche daher stets beides zu bekommen. „Hauptsache hübsch“ und „tolle innere Werte“. Nichts Geringeres darf der Anspruch sein. Und nur weil die meisten Menschen körperlich wie Müllsäcke herumlaufen und sich ernähren wie aus der Restmülltonne hinter dem nächsten McDonald’s, heißt das noch lange nicht, dass jeder Mann seinen Anspruch so weit herunterschrauben muss. Optik sagt viel mehr über das Innenleben eines Menschen aus als man meint. Ist so. Denk drüber nach.

PS: Und beim nächsten Artikel erzähle ich etwas zu meiner erfolgreich absolvierten Diät (Mini Cut). Ich habe es vorbildlich durchgezogen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Es ist immer wieder ein GEILES Gefühl, Dinge durchgezogen zu haben. Gegen Widerstände, innere oder äußere. Am Ende des Tages zählt nur der Wille. Ein starker Wille ist ein Garant für ein geiles Leben. Fortwärts immer, rückwärts nimmer!

Tag 5 im Mini Cut und die Demo-Frau

Und weiter gehts… heute mit einem Erfahrungsbericht von Tag 5 meiner kleinen 7-Tage-Diät, dem sog. Mini Cut. Und außerdem mit ein paar Eindrücken einer Demonstration vom letzten Samstag, bei der ich natürlich vor Ort war. Und dabei – oho, wie kann es anders sein – zufällig auch eine Frau angesprochen habe. Aber der Reihe nach…

1 kg Fleisch/Fisch, 1 kg Brokkoli, 3 g Omega 3

Den ungefähren Ablauf meiner Diät beschrieb ich bereits im letzten Artikel. Jetzt geht es mir weniger um die Organisation oder die theoretischen Fakten. Sondern um harte Einblicke in die mentale und physische Situation eines bedingungslos motivierten Mannes. So wie „Hauptsache hübsch“ (ich weiß, klingt verniedlichend und ist auch genau so gemeint) für das andere Geschlecht gilt, gilt für mich selbst als nächste Station „Hauptsache Sixpack“.

Ich hatte das hier früher schon einmal thematisiert. Der Sixpack ist weder ein heiliger Gral für mich noch messe ich der Sache an sich eine besondere Bedeutung zu. Es geht mir um den Weg. Den Willen, den das erfordert. Es geht im Leben aus meiner Sicht der Dinge immer um die Psyche. Es gibt Menschen, die verlieren einen Arm und ein Bein und quälen sich solange, bis sie erfolgreich und stolz einen Marathon bestreiten. Und es gibt andere, die verlieren ihren Job und werden depressiv. Da muss doch irgend etwas in der Rübe jedes einzelnen Menschen stattfinden, das den Unterschied macht. Und genau um diesen Unterschied geht es mir. Ich möchte herausfinden. Nicht nur ein bisschen. Sondern alles. Mich und das Leben.

Am 2. und 3. Tag bekam ich leichte Kopfschmerzen. Und nach allem was ich zum Thema Low Card früher bereits gelesen hatte, sind das wohl relativ übliche Entzugserscheinungen. Der Körper rebelliert gegen die verweigerte Zuckerzufuhr. Kohlenhydrate sind aber letztlich Gift für den Körper (Stichwort Diabetes) und deswegen schadet das gar nicht, auch das einmal miterlebt zu haben. Ich stelle mir das so vor wie wenn ein Heroin-Junkie auf Entzug ist, nur natürlich wesentlich milder. Aber Junkies sind wir in unserer Gesellschaft längst, was Kohlenhydrate betrifft. Nach dem 3. Tag sind die Kopfschmerzen aber wieder vorbei, alles gut.

Ich empfinde das „Experiment“, das ich derzeit mache, als durchaus spannend. Denn im Gegensatz zu meiner eigenen Erwartungshaltung verläuft sie äußert „angenehm“. Ich rechnete vorab damit, dass mich der Hunger auffressen würde. Dass ich innerlich schier zappelig werden würde. Typische Heißhungerattacken. Bei täglich ca. 1000 kcal Defizit, hätte ich nichts anderes erwartet. Aber wie ist es in der Realität? Nichts davon. Ich habe über die ersten 4 vollen Tage und auch heute am 5. Tag nicht ein einziges Mal das Gefühl empfunden, hungrig zu sein. Ist das nicht merkwürdig? Ich nehme ungefähr die Hälfte der Energie zu mir, die der Körper benötigt und habe keinen Hunger? Wie ist das möglich?

Ich bin kein Ernährungswissenschaftler. Aber ich kann beobachten. Und ich beobachte, dass die Menge, die ich täglich esse, recht viel ist. Nennen wir es „voluminös“. 1 kg Fisch will erstmal gegessen werden. 1 kg Brokkoli auch. Offenbar ist der Magen dann ausreichend voll. Was aber – so glaube ich zu erkennen – eine größere Rolle spielt, ist der permanent extrem niedrige Blutzuckerspiegel. Der Verzicht auf die Kohlenhydrate sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiel über den Tag verteilt nicht schwankt, sondern recht kontant niedrig bleibt. Das Fleisch bzw. der Fisch enthalten sogut wie keine Kohlenhydrate und der Brokkoli ist auch nicht gerade eine Zucker-Schleuder. Offenbar ist es also keine Theorie, dass alleine der überflüssige Konsum von Kohlenhydraten in reiner Form (Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot, Haferflocken usw…) – egal in welchen Mengen – zu weiterem Hunger führt. Ein Teufelskreis.

Ich hatte 3 Tage vor Beginn der Diät den Körper auf „Normallevel“ gebracht, indem ich mich zwar bewusst, aber gemischt ernährte. Ich aß also auch Kohlenhydrate, beispielsweise Nudeln. Weil sie einfach lecker sind, das steht für mich außer Frage. Ich aß – wie sonst auch – relativ viel Magerquark oder trank auch mal einen Cappuccino. In allen Milchprodukten ist (vergleichsweise) viel Zucker enthalten (Milchzucker). Letztens war Muttertag, da griff ich auch beim Kuchen zu. Ich achtete zwar auf die tägliche Gesamtkalorienmenge und darauf, die Schwelle des täglichen Verbrauchs nicht zu überschreiten… und das gelang mir auch gut… aber die Frage ist, was das bewirkte? Vielleicht kannst Du es erraten…

Falls nicht: Ständiger Hunger! Permanent! Ich hätte den ganzen Tag mehr essen können. Mehr Quark. Mehr Obst. Mehr Brot. Mehr mehr mehr. Hauptsache irgend etwas. Auf Gurke und Paprika hatte ich dabei interessanterweise kaum Lust bzw. empfand eher eine Ablehnung dagegen. Ich hatte mehr Lust auf eine Scheibe Brot mit Käse.

Und dann ist da ja auch noch der Sport…
Ich trainiere fast jeden Tag und habe mich letztlich doch für einern 2er-Split entschieden. Unterkörper/Oberkörper. Ursprünglich wollte ich meinen 3er-Split beibehalten. Aber dann wäre jede Muskelgruppe zu selten dran gewesen, während der Diät. So trainiere ich 6 mal pro Woche und treffe jeden Muskel 3 mal in 7 Tagen. Das passt. Dafür fallen manche Übungen weg und ich trainiere mehrgelenkig und komplex, also mache Übungen, die gleichzeitig mehr als nur eine Muskelgruppe ansprechen. Dadurch kann man am Gesamtumfang je Workout einsparen, aber trifft die Hauptmuskelgruppen pro Woche öfter. Und hier geht es um den reinen Muskelerhalt und nicht um einen Muskelaufbau. Es ist schon eine massive Belastung, das Training. Das merke ich enorm. Die Kraft fehlt. Ich schaffe wesentlich weniger Wiederholungen mit wesentlich weniger Gewicht. Aber genau so war das geplant und auch klar. Also hier gibt es – im Gegensatz zur Ernährung – keine Überraschung.

Wie geht es weiter?

Ich werde mindestens meine geplanten 7 Tage vollenden. Evtl. hänge ich noch den Freitag bis Sonntag dran, dann hätte ich 10 Tage voll. Und dann ist auch gut, finde ich. Danach folgen 3 Tage Essen auf „Normallevel“, um den leeren Energiespeicher wieder aufzufüllen. Und danach mache ich mit meiner leichten defizitären Ernährung weiter, d.h. ca. 300 kcal Defizit pro Tag. Was auf Dauer auch nicht gerade einfach ist. Denn wenn man Hunger hat, empfindet man 300 kcal an zusätzlicher Nahrungsaufnahme als reinen Segen. Rein gefühlt natürlich nur.

Wenn ich bedenke, wieviele Kalorien ich derzeit am Tagesende „übrig“ habe, dann ist das schon verrückt, im Vergleich zur „normalen“ Ernährung. Ich könnte mir also beispielsweise problemlos 4 Stücke Käsekuchen zu meiner derzeitigen Diät-Ernährung rein pfeiffen und wäre gerade einmal auf „Erhaltungskalorien“. Verrückt oder? Wer isst 4 Stücke Käsekuchen am Tag? Zu 1 kg Fleisch, 1 kg Brokkoli… blanke Theorie natürlich nur. Oder obwohl… wenn ich mir die Menschen da draußen ansehe, dann machen das vermutlich sogar einige. Die lassen aber das Fleisch und den Brokkoli weg und machen aus 4 Stücken Käsekuchen 10 Stücke. Und auf den Sport verzichten sie zusätzlich… 😉

Eine kritische Warnung!

Nichts im Leben geschieht bedingungslos. Nicht einmal die Liebe. Oh, das ist ein Fass, das ich jetzt gar nicht aufmachen will. Ich stelle es nur mal als provokante These in den Raum. Das reicht.

Jedenfalls gehört zu einer gültigen Betrachtung einer Situation immer die Abwägung zwischen „gut“ und „schlecht“ bzw. zwischen „Vorteilen“ und „Nachteilen“ oder auch zwischen „Chance“ und „Risiko“. Deswegen unterscheidet sich die Börse nicht vom Dating. Wirst Du zu gierig, verlierst Du alles. Bist Du zu ängstlich, bekommst Du nichts. Gier sorgt dafür, dass Du geblendet wirst durch die Attraktivität der Dame. Du wirst betört und verfällst fast in einen dauerhaften Hypnosezustand, ohne es erkennen zu können. Weil Du einfach nicht bei Dir bist und Deinen eigenen Wert nicht kennst. Es hat keinen „Wert“, wenn eine Frau attraktiv ist. Es ist Deine Interpretation, die eine Frau für Dich selbst „wertvoll“ erscheinen lässt, weil Du sie „besonders“ attraktiv empfindest. Aber Realität und Betrug hängen hier eng zusammen. Meistens betrügen wir uns selbst. Und werden am Ende betrogen. Und deswegen geschieden, verlieren Haus und Hof und dürfen dann alle 2 Wochen für 2 Tage unsere Kinder sehen. Wenn wir Glück haben.

An der Börse ist es nicht anders. Gier frisst Hirn. Dort verrennen sich Menschen in der Gier nach mehr Profit und lassen sich mental immer stärker ein. Sie schalten jede Rationalität aus und schrotten auf diese Weise jedes Depot. Auch hier kann man Haus und Hof verlieren. Aber wie sagt ein von mir sehr geschätzer Börsen-Kommentator immer: „Wer die Hitze nicht verträgt, hat in der Küche nichts zu suchen!“. Und deswegen sind Gier und Angst schlechte Ratgeber. Auch in Bezug auf Frauen, vielleicht gerade da. Ein paar Rundungen hier und ein paar Rundungen da und fertig ist die Stolperfalle. Gut, manche Rundungen schrecken auch eher ab. Aber an den richtigen Stellen ziehen sie magisch an, Magnete sind ein Dreck dagegen.

Und was hat das mit der Diät zu tun? Ich kann bis jetzt klar feststellen, wie oben beschrieben, dass ich kein Hungergefühl habe. Was heißt das nun für mich? Ich sehe die enormen Vorteile, in kürzester Zeit relativ (!) viel reines Körperfett verlieren zu können. Dafür schinde ich mich durch täglichen Kraftsport und esse jeden Tag dasselbe. Was nicht schön ist, aber machbar. Hilfe, um das Durchhalten zu können, erhalte ich durch die Art der Ernährung. Heißhunger empfinde ich nicht. Hunger empfinde ich nicht. Dadurch ist es auch – bis auf die genannte Eintönigkeit – keine echte Hereausforderung, wie ich feststelle. Gut, ein wenig „geschwächt“ fühle ich mich über den Tag hinweg schon. Aber es ist nicht wild. Ich kenne also meine Chancen und das Positive an dieser Form der Diät.

Ich habe aber auch das Negative und die Risiken darin erkannt. Und die finde ich ziemlich heftig. Nehmen wir an, dass Du ein mental schwacher Mensch bist. Möglicherweise in einer depressiven Phase. Oder Du empfindest Komplexe, in Bezug auf Deinen Körper. Und stößt auf so eine Form einer Diät. Was macht das mit Dir? Ich habe gestern nachgedacht, was diese Form der Ernährung mit mir anstellen würde, wenn ich nicht ich wäre. Und auch nicht sonst jemand, der voll bei Verstand ist. Ein wenig bin ich über meine Schlussfolgerungen erschrocken, denn in den Händen der falschen Person kann so eine Ernährung ins Verderben führen. Denk mal darüber nach, Du isst und hast gar keinen Hunger. Ich würde vermutlich auch mit deutlich weniger als 1 kg Fleisch/Fisch und 1 kg Brokkoli täglich auskommen. Aber wäre das gesund? Mitnichten! Es wäre auf Dauer der sichere Tod.

Und deswegen gilt hier dasselbe wie an der Börse oder beim Kennenlernen von Frauen. Sei Dir über die Risiken Deines Handelns bewusst. Notfalls frage Deinen Arzt oder lese die Packungsbeilage. Aber vor allem Hör auf Deinen Instinkt und Dein gesundes Bauchgefühl. Es kann nicht gesund sein, auf Dauer so wenig Energie zu sich zu nehmen. Und auch den permanenten Körperkult der Gesellschaft empfinde ich als krankhaft. Das Problem ist aus meiner Sicht nicht, dass einige in der Gesellschaft alles dafür tun einen tollen und gesunden Körper zu entwickeln, sondern mental damit nicht klarkommen, dass sie keinen tollen Körper haben.

Es ist wie mit der Arbeitslosigkeit. Die Menschen haben Angst vor Arbeitslosigkeit und Jobverlust. Der vielleicht eines Tages eintretende tatsächliche Verlust der Arbeit hingegen ist gar nicht das Problem. Das löst natürlich diverse Neuerungen im Leben aus, die übrigens nicht immer negativ sein müssen. Aber wenn ich Dir heute sage „stell Dir vor, dass Du morgen Deinen Job verlierst!“ und Du denkst eine Minute darüber nach, dann werden sich bei Dir Ängst einstellen. Jedenfalls dann, falls Du nicht schon finanziell frei bist und von Deinen passiven Einkünften leben kannst.

Anstatt sich also um den eigenen Körper zu kümmern, ist die Pflege des eigenen Geistes der wichtigste Schritt im Leben. Habe ich jedenfalls gemerkt. Aber wer will schon gerne Stillstand? Nach dem Geist ist jetzt eben der Körper dran. Das heißt nicht, dass ich das Eine gegen das Andere ersetze. Ein toller Körper ist eine Eintagsfliege, wenn ich nicht dauerhaft weiter trainiere. Aber ein gesunder Geist ist gleichfalls nur eine Eintagsfliege, wenn ich mich nicht weiterhin ständig darum kümmere. Deswegen meine ich: Keinen tollen Körper zu haben, ist das Eine. Und auch ein kleines bisschen Geschmackssache. Aber sich ein schlechtes Gewissen einzureden und nichts dagegen zu tun… das ist einfach nur schwach. Sich selbst gegenüber. Deswegen würde ich mir wünschen, dass wir uns als Gesellschaft nicht fertig machen und stattdessen die Energie umlenken ins Positive. Und ins Handeln kommen. Ein wenig Spazierengehen kann jeder. Und tun dennoch die Wenigsten.

Ich kann hier nur sagen, was ich immer sage. Sei Dir bewusst über das was Du täglich tust. Hinterfrage Dich selbst. Ich bin mein größter Kritiker, immer. Manchmal mag ich arrogant wirken, wie mir letztens ein guter Freund wieder sagte. Aber „wie nach außen, so auch nach innen“. D.h. wenn ich mit der Gesellschaft oder einzelnen Situationen hart ins Gericht gehe, dann bin ich längst selbst durch Fegefeuer gegangen. Und das unterscheidet aus meiner Sicht auch einen „arroganten“ Menschen von einem arroganten dummen Menschen. Einer ist einfach Realist und in meiner Sicht der Dinge nicht arrogant. Ein anderer ist einfach ein Schaumschläger. Wasser predigen und Wein trinken ist nichts für mich. Und das ist auch ein Hauptgrund, woher ich meine tägliche Motivation schöpfe, die Dinge so zu tun wie ich sie tue. Anstatt anderen Menschen zuerst etwas vorzuwerfen will ich selbst erstmal einen Nachweis erbringen.

Und dann war da noch eine Demonstration und eine Frau

Wenn du es bis hier her mit dem Lesen ausgehalten hast, dann… Trommelwirbel… folgt nun nach langer Zeit wieder eine kleine Dating-Story.

Wie Du ja weißt, halte ich von diesem ganzen Corona-Fake-Schwachsinn gar nichts. Sämtliche Statistiken und Zahlen belegen, dass es weder eine Übersterblichkeit gegenüber den Vorjahren noch überhaupt irgend einen Anlass gibt, diese ganzen Freiheitsbeschränkungen und Gängelungen einzuführen sowie Maulkörbe zu verteilen. Naja, nun… einen Anlass gibt es vielleicht doch. Nämlich die Börsenwerte der Unternehmen auf Talfahrt zu schicken und sich als Finanzadel dabei die Taschen vollzustopfen. Eine Krise ist dafür immer gut, war immer so und wird immer so bleiben. Und auch ich versuche bestmöglich an dem Schauspiel teilzuhaben. Wenn schon Mauskorbpflicht und Einführung einer sozialistischen Diktatur stattfinden, dann möchte ich zumindest prozentual meinen Geldbeutel genauso füllen dürfen, wie es der Finanzadel derzeit tut. In absoluten Zahlen kann ich nicht mitspielen. Aber relativ. Und das ist auch schon etwas. Jeder fängt mal klein an.

Jedenfalls habe ich mich Samstag auf den Weg gemacht in die große Stadt. Und habe mir das Treiben der Polizei-Roboter angesehen. Warum Polizei-Roboter? Nun, ein Roboter zeichnet sich dadurch aus, dass er Dinge tut, die sein Programmierer von ihm getan haben möchte. Der Programmierer eines Polizisten ist sein Herrchen, äh Politiker. Und so verhalten sich die Polizisten wie Polizei-Roboter und tun was die Herrchen, äh Poltiker, eben so programmieren. Wenn der Politiker programmieren würde „spring auf einem Bein“, dann würden das alle Polizei-Roboter tun. Das mag in guten und friedlichen Zeiten noch in Ordnung sein. Oder gar lustig. Aber derzeit ist nicht Frieden und alles gut. Es ist Chaos und es findet aus meiner Zeit gerade ein Putsch statt. Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) putschen die „legitimen“ Regierungen der Länder dieser Erde und installieren in diesen jeweils einen diktatorischen Sozialismus. Genau genommen ist das ein Prozess, der bereits seht vielen Jahren anhält. Aber jetzt wurde der Turbo gezündet.

Egal. Weiter mit der Demo… und irgendwo stand da eine Frau herum. Eher zierlich. Sie wirkte natürlich, sowohl im Kleidungsstil als auch optisch. Und da ich mich freute wie ein Honigkuchenpferd, dass ich endlich mal wieder draußen unter vielen Menschen war… habe ich sie natürlich auch angesprochen. Und war ziemlich überrascht darüber, dass sie sehr aufgeweckt, gut gelaunt und mit einer hohen Intuition ausgestattet sein muss. Wie konnte es anders sein, sonst wäre sie ja nicht auf der Demo. Sicherlich versteht sie nicht alle wirtschaftlichen Hintergründe im Detail, aber wir unterhielten uns auch über „Bauchgefühl“. Und hier war ich mal wieder froh einen Menschen vor mir zu haben, der mehr aus dem Gefühl heraus spricht und nicht aus dem Kopf heraus.

2020-05-19

Die meisten Menschen haben zwar einen Kopf, aber nutzen ihren Verstand sowieso nicht. Deswegen sind mir Menschen mit Herz und Bauchgefühl inzwischen die wesentlich lieberen. Kein Mensch muss Daten analysieren, um zum Ergebnis zu kommen, dass der Corona Virus ein Fake ist. Das kannst Du auch alleine aus der Beobachtung und Intuition heraus feststellen (Beispiel: Kassierer mit täglich hunderten direkten Kontakten zu Menschen stehen nun nach 3 Monaten immer noch an der Kasse und sind keinen Tag krank gewesen). Gesünder ist übrigens immer das eigene Bauchgefühl. Denn der Verstand spielt einem gerne Streiche. Ein gesundes Bauchgefühl kann nicht lügen. Erfordert allerdings bewusstsein. Und da die meisten Menschen weder ihren Verstand nutzen noch bewusst sind, stehen sie Polizei-Robotern in nichts nach. Also brauchen sie sich über Polizei-Roboter auch nicht beschweren.

Wir unterhielten uns vielleicht eine halbe Stunde und liefen ein wenig umher. Und für mich war es schon eine Weile her, dass ich eine Frau „gezielt“ angesprochen habe. Corona hat mir da schon eine Pause beschert. Aber ich muss sagen, wer einmal laufen gelernt hat, kann laufen. Ich hatte mein Handy nicht dabei und gab ihr meine Nummer. Sie sollte anklingeln lassen, was sie auch tat. Als ich später zu meinem Auto zurück kam und auf mein Handy blickte, sah ich allerdings keinen Anruf von ihr. Ich dachte mir: „Na toll, dann kam ihr Anruf nicht durch.“ Es war übrigens gar nicht so einfach aus einem politischen Demo-Geschehen ein einigermaßen zwischenmenschliches Gespräch zu zaubern. Die Überleitung von Politik auf Zweisamkeit. Ich würde auch nicht sagen, dass es mir vorzüglich gelang. Jedenfalls gab ich aber mein Bestes  und hatte das Gefühl, dass es zumindest relativ gut klappte. Gespräche über Impfzwang, politische Systeme, Parteien oder Polizei-Roboter sind nun einmal nicht romantisch. Dafür aber zumindest ansatzweise Themen wie Ihre Wünsche im Leben, Ihre Lebenssituation und Ihre Interessen… 😉

Mit dabei war übrigens Herr van Onnetuschn, der das Geschehen während der ganzen Zeit einigermaßen deduldig ertrug. Aber nur einigermaßen. Die Ungeduld machte sich bemerkbar. Und, das muss ich leider schon sagen, ist sehr nervig. Denn wenn ich mit ihm oder irgend einem Freund unterwegs bin und derjenige seine Partnerin dabei hat, dann muss ich das genauso geduldig hinnehmen, dass wir nicht unter uns zu zweit unterwegs sind. Und meistens bekommt man seine vergebenen Freunde selten alleine zu Gesicht. Die Partnerinnen kleben meistens wie Kaugummi an ihren Partnern. So ist das eben, nicht immer super schön, aber Realität. Und wenn ich „live“ gerade jemanden kennenlerne, dann ist das eben ein notwendiges Übel. Aber heute hat jeder sein Smartphone dabei, da kann man sich auch mal selbst beschäftigen oder jemanden anrufen oder meditieren oder sonst etwas tun. Und froh darüber sein, dass der Freund gerade jemanden kennenlernt. Aber auch hier gilt wie überall im Leben: Wenn man sein Leben nicht bewusst genug lebt, merkt man hier gar nicht was man tut. Leider nicht 1:0 für Dich, lieber Herr van Onnentuschn. Is so. Selbstreflexion ist hier angesagt. Bist aber dennoch ein feiner Kerl. 😉

In der Tat fiel ihm auch auf, dass die Demo-Frau ziemlich aktiv war. Sie schlug für ein Treffen auch vor, dass sie gerne zu mir in die Stadt fahren könne. Von sich aus. Ich erwähne so etwas extra, da es extra erwähnenswert ist. Da so etwas normal nicht vorkommt. Überhaupt war sie ziemlich gut gelaunt und… ja… aktiv. Passend zum Demo-Anlass haben wir uns natürlich zum Abschied umarmt, mit Küsschen links und rechts, versteht sich. Tut gut, mal einen „fremden“ Menschen vor sich zu haben, der genauso nicht an diesen Schwachsinn glaubt und einem nicht schon auf 5 Meter Entfernung um weitere 5 Meter zur Seite springt, als hätte er einen Geist gesehen.

Am nächsten Tag schrieb sie mich dann doch tatsächlich an. Das kommt höchst selten vor. Normalerweise schreibt eine Frau nicht von sich aus, wie ich hier früher schon immer berichtete. Das ist immer ein gutes Zeichen und signalisiert außerordentlich starkes Interesse. Sie scheint aber viel beschäftigt zu sein, weswegen die Kommunikation zunächst eher textuell und schleppend verlief. Ich lege es ja stattdessen immer auf ein Telefonat an. Und am Telefon wirkt sie erheblich interessanter als über Textnachrichten. Für nächste Woche haben wir ein Date vereinbart. Klingt recht interessant, die Frau. Ich glaube, dass man mit ihr echt eine schöne Zeit haben kann. Aber ich bezweifle, dass unsere Ansichten sich vertragen würden. Sie mag gegen Impfpflichten und gegen den Abbau der Demokratie sein, aber wie Herr van Onnetuschn mir später sagte, hatte sie wohl auf ihrer Tasche einen Anhänger von den Grünen. Da könnte ich glatt im Strahl kot***.

Egal. Mein Plan für nächste Woche: Kein Wort über Politik und Wirtschaft. Sonne genießen. Spaß haben. Fertig. Ein Manko bringt sie sowieso mit. Und wenn Du meine vielen Stories aus der Vergangenheit kennst, dann weißt Du vielleicht schon welches ich meine? Na…? 🙂 Ja. Richtig. Natürlich. Wieder mal eine Mama. Aber was solls. So läuft das Leben. Nach 3 Monaten Corona-Quarantäne freue ich mich, wenn ich draußen unter Menschen bin. Habe ich Samstag festgestellt. Und notfalls muss man eben auch mal ein bisschen Zeit mit einer Grünen verbringen. Herr van Onnetuschn sagte an dem Tag zu mir: „Deine Aufgabe ist es jetzt, dass Du aus ihr wieder einen echten Menschen machst.“ Wir haben beide laut gelacht. Ich bin ein sehr hoffnungsvoller Kerl. Aber ich bin auch Realist. Und einen Linken oder einen Grünen kannst Du nicht mehr zur Vernunft bringen. Keine Chance, mein Freund. Nicht einmal ich. Und auch nicht der große Houdini.

Aber ich fand sie irgendwie süß, weil sie einfach nicht so verkopft war. Herr van Onnetuschn sagte zu mir: „Das ist noch ein Kind.“ So extrem würde ich es nicht sehen. Und selbst wenn…? Besser ein Kind als eine Hexe. Wieviele Männer verbringen ihre Zeit/Beziehungen mit Hexen? Puh! Und außerdem ist mir doch sowieso nicht nach Beziehung. Da gibt es andere Prioritäten. Keine Lust auf Fesseln (in keinem Sinne!). Aber Lust durchaus auf Entspannung und Unterhaltung. Und eine Frau, die jünger ist als ich, kann auch nur mein Anspruch sein. Jünger, egal ob nach Ausweis oder mental. Gerne beides. Ich habe nichts gegen einen schönen Spaziergang bei Sonnenuntergang. Sonst bin ich ja die letzten Monate immer alleine unterwegs. Etwas Abwechslung schadet gar nicht. Und worauf ich gar keine Lust habe: Mir vorher schon Gedanken um etwas zu machen, das heute noch gar nicht Sache ist. Wer weiß was bis nächste Woche ist? Leben im Jetzt. Und jetzt ist erstmal weiter 1 kg Fisch, 1 kg Brokkoli und Kraftsport angesagt. 😉

Wie es um Fr. Respektina bestellt ist

Es ist schon mega spät, jetzt, während ich diesen Artikel beginne zu schreiben. Es ist fast 0 Uhr. Und ein Telefonat mit Fr. Respektina ist gerade zuende gegangen.

Das heute wird ein etwas anderer Artikel. Es ist kein poetischer. Es ist wird einer aus der Praxis. Und es wird ein Artikel aus der Kategorie #Mindset.

Wie läuft das denn derzeit mit Fr. Respektina?

Mir geht es weniger um die Details der letzten Tage mit Fr. Respektina. Letztens verbrachte ich einen Abend bei Ihr zu Hause. Es war schön. Punkt. Mehr aber auch nicht, um ehrlich zu sein. Erwarte ich generell Weltwunder? Nein. Aber irgendwie dann doch schon ein besonderes Etwas. Ich will es aber auch nicht schlecht reden. Es war schön. Und… Punkt.

Dann hatten wir vor, aufgrund des Feiertags, uns nochmals zu sehen. Es kam ihr etwas dazwischen, wofür sie nichts kann. Jedenfalls wurde es nichts. Wir sahen uns nicht. Kommt vor. Nicht so wichtig, aus Sicht des langes Laufs. Aber wer betrachtet schon den langen Lauf, in einer Zeit, in der keiner mehr läuft. Und lange schon gar nicht.

So… da fällt mir gerade etwas ein. Letztens haben wir uns ausgesprochen, darüber wie unsere Vorstellungen von diesem „Kennenlernen“ sind. Wir hatten beide das Gefühl falsch verstanden zu werden. Da mir egal ist, ob ich eine Frau loslassen muss, gibt es bei nur geradeaus und klare Ansagen. Immer Vollgas, aber dosiert. Es stand kurzzeitig auf der Kippe, um ehrlich zu sein. Ich war kurz davor die Flinte ins Korn zu werfen. Im Laufe der Aussprache konnten wir unsere Ansichten dann jedoch doch übereinander bringen, bzw. besser gesagt sogar klarstellen, dass wir uns bislang in manchen Dingen missverstanden hatten. Und der Plan war fortan: Wir wollen einander kennenlernen, ehrlich und mit so viel möglicher gemeinsamer Zeit wie möglich.

Klingt ja alles fein, oder? Abwarten! 😉
Fr. Respektina schreibt nicht viel. WhtasApp und so. Sie telefoniert auch nicht viel. Außer unsere abendlichen Videofonate. Aber untertags…? Existiert sie für mich quasi nicht. Ist sie bei Anrufen von mir fast nie greifbar. Ruft sie maximal zurück, mit mehr oder weniger starker Verzögerung. Wie bei einer Zeitverschiebung zwischen Mexiko und Berlin. Zu ganz bestimmten Zeiten ruft sie auch mal von sich aus an. In einem ganz schmalen Zeitkorridor, an dem sie „bei ihrem durchgetakteten Tag überhaupt einmal kurz dazu kommt“. Achso. Ja, stimmt ja. Nachvollziehbar. Sie hat ja nur 24 Stunden. Und ich habe bei meinen Tagen wahrscheinlich noch mal einige Stunden mehr als sie. Was auch der Grund dafür ist, dass ich viel mehr Zeit dazu habe, mal kurz eine Nachricht zu schreiben oder warum ich lieber Telefoniere als nichts voneinander zu hören oder zu lesen. Mein Tag hat eben mehr als 24 Stunden, wusste ich bisher nur noch nicht. Danke für die Aufklärung.

Warum viele sog. „Coaches“ trotz ihrem Erfolg für mich keine sind

Es gibt doch dafür Zeitmanagement, oder? Um solche Probleme des Alltags zu meistern. Aber halt, wie gute Coaches heute sagen: „Zeit kann man nicht managen.“ Man kann seine 24 Stunden nur so aufteilen, wie man es für richtig hält. Manche Menschen bekommen dann Zeit ab. Andere eben nicht. Das ist kein Managen, denn wir haben immer genau 24 Stunden! Also auch ich. Aber eben auch Fr. Respektina. Haben die meisten Menschen aber nicht verstanden. Deswegen erzählen die meisten Coaches noch immer von der Mär des Zeitmanagements. Da sieht man mal, wie selbst hochbezahlte Coaches Zeug plappern, ohne sich Gedanken zu machen. Das ist wie mit dem Quantensprung und genauso wie mit der Olympiade. Ich lache mich jedes mal wieder halbtot, wenn Menschen davon sprechen. Okay ich gebe es zu, der Letzte hier ist nur für Hartgesottene nachzuvollziehen. 😉

Egal, es dürfen auch mal kleine Rätsel eingebaut werden. Habe ich hier übrigens noch nie gemacht. Aber coole Sache, eigentlich. Rätsel in meine Artikel einzubauen. Das würde es sogar noch interaktiver machen. Leider habe ich nicht genug Leser, die Zuschriften wären deshalb extrem rar. Aber eine mega Idee eigentlich, die Youtuber machen das inzwischen so, dass sie ganz viele Dinge verlosen. Verlosen finde ich aber albern. Da kann ja jeder teilnehmen. Wie blinde Passagiere. Aber irgend eine NGO kommt dann schon und rettet Dich. Und bringt Dir auch noch Deinen Gewinn von der Verlosung vorbei. Nun, Rätsel sind cooler! #RätselSindCooler

Die Aussprache

Ach, das war wieder so ein Gedankenausflug. Zurück zum Text. Der Tag nach der Aussprache war wie ausgewechselt. Plötzlich flatterten die Textnachrichten nur so rein. Wir telefonierten untertags. Wow. Geht doch. Doch halt?! Ja?! Zu früh gefreut… die nächsten Tage liefen wieder wie alles beim Alten. Kaum Nachrichten. Und der Gipfel war heute. In der Früh zwei kurze Nachrichten zugeflattert bekommen und den restlichen Tag keinerlei Interaktion. Nichts. Als wäre sie gestorben. Bis spät abends. Oder solche Dinge wie letztens auch schon mehrmals, dass Fr. Respektina plötzlich an einem Samstag Abend „einfach eingeschlafen ist“, obwohl wir gerade eben kurz aus dem Auto heraus telefoniert hatten und vereinbarten, dass wir in 15 Minuten in Ruhe weiter sprechen würden, wenn wir beide zu Hause angekommen sein würden. Es war noch nicht einmal 22 Uhr. Ja ne, ist klar.

Ja, lieber Bachelor vom Projekt Beziehung… „Du machst Dir da aber viel zu viel Kopf um die Sache“, höre ich es gerade beim einen oder anderen Leser laut Denken. Oder… alternativ auch: „Du stresst Dich da aber ganz schön rein! Bleib mal locker. Wie oft habt Ihr Euch bislang erst gesehen…?“ Yes. Wenn ich das Spiel nur inzwischen nicht genauso verdammt gut beherrschen würde. Es ist nie nur „ein Ding alleine“, sondern es ist die Mischung aus dem Gesamtverhalten, das mich misstrauisch werden lässt. Parallelen zu Fr. Kaufhaus werden sichtbar. Parallelen zu Fr. Schlange kommen ebenfalls hoch, wie kann es anders sein. Parallelen zu meinem eigenen Fehlverhalten, viele Jahre vor Fr. Schlange, triggert das in mir ebenfalls. Nur dass ich damals auf der „falschen Seite“ stand. Ich kenne das Spiel inzwischen aus zwei Perspektiven. Aus der Perspektive des Gelackmeierten und aus der Sicht des Lackmeierers. Für mich persönlich habe ich vor ein paar Jahren bereits beschlossen nie wieder irgendwen zu lackieren. Versprochen an mich selbst! Es muss auch wenigstens noch ein paar wenige ehrliche Menschen auf dieser Welt geben. In der trostlosen Zeit des Datinglebens.

Aber ich bin eben sensibel, wenn es… nennen wir es diplomatisch… „Ungereimtheiten“ gibt. Und das habe ich heute – leider wieder mal nur per Videochat – angesprochen. Sie hat ja kaum Zeit, die Gute. Und dabei habe ich der lieben Fr. Respektina etwas erklärt. Ich sagte ihr, dass ich ihr Lächeln süß finden würde, wie am ersten Tag. Dass sie eine intelligente Frau sei. Und attraktiv. Sie hätte mich nicht nötig. Sie würde ganz bestimmt immer wieder jemanden kennenlernen können. Sie sah mich etwas fragend an. Ich merkte, dass sie heute wie ausgewechselt war. Ich nehme ihr ehrlich gesagt kein Wort ab, von dem was sie erzählte. Details spielen keine Rolle. Sie wirkt einfach unglaubwürdig. Sich den ganzen Tag nicht zu melden, obwohl wenige Tage vorher noch vereinbart war, dass wir das fortan anders handhaben würden. Wasser predigen, Wein trinken? Ja sicher. Nicht mit mir.

Und dann holte ich kurz aus und teilte ihr unmissverständlich noch etwas mit. Nichts mehr über sie, denn das tat ich ja gerade. Ein paar Komplimente verteilen. Jetzt ging es uns mich! Und ich erklärte: „Mädchen, sieh mal. Es geht hier um Dich. Mach was Dich glücklich macht, kümmere Dich um Dich. Ich spiele keine Rolle. Sieh zu, dass Du glücklich bist. Was auch immer Dich glücklich macht. Kümmere Dich nicht um mich. Du bist eine selbstständige Frau. Und ich schaffe es auch alleine, in der Pfanne ein Spiegelei zu braten. Das bekomme ich gerade noch so in meinem Leben hin. Und weil das so ist, kann ich Dir sagen, dass ich bestimmte Dinge nicht mache. Und auch nicht nötig habe. Ich tue dann einfach das was ich früher immer tat. Ich bin dann eben wieder Freitag und Samstag nachts in dem Club A, dem Club B und in der Bar C. Da gibt es genug Mädchen, die nur spielen wollen. Ich will nicht spielen. Aber da gibt es genug davon. Ich bin kein Spieler. Aber ich komme damit klar. Mach Dir also um mich keine Sorgen. Aber sei Dir bitte klar, dass es das dann für mich war, wenn ich das Gefühl habe, gespielt zu werden.“

Ich weiß nicht ob meine Message wirklich angekommen ist. Wenn jemand spielt, spielt er. Manchmal ist ein Mensch auch in einer Situation, in der er mental nicht anders kann. Aber das ist nicht mein Problem. Ich kann mental anders. Ganz anders. Wie sagt Coach Cecil immer: #MentalIsAlles! 😉

So und darum sollte es mir im heutigen Artikel auch gehen: Was interessiert mich die eine Frau, die mir nicht das Gefühl geben kann, dass ich DER EINE bin. Suche ich IRGENDEINE? Nein. Suche ich DIE EINE? Absolut! Vielleicht interpretiere ich Dinge falsch. Vielleicht „meint sie es gar nicht so“. Darauf geschi**en. Es geht hier um mich und meine Gefühle. Es geht darum, wie Dinge bei MIR ankommen. Und letztlich, ob ich mich damit wohl und glücklich fühle. Mich interessiert nicht, ob sie den Nachbarn von gegenüber glücklich macht, ihren Chef oder sonstwen. Es geht um mich. Und das Recht nehme ich mir nicht nur heraus, sondern ich habe es gepachtet. Erbpacht. Notariell bestätigt.

Es ist ein extrem gutes Gefühl jederzeit eine Frau loslassen zu können. Ehrlich gesagt bringt es fast einen Hauch von Spaß mit sich, eine Frau loszulassen. Aber nur dann, wenn sie einfach nichts für mich ist. So wie Fr. Kaufhaus. Ihr einfach sagen zu können: „Es ist Zeit zu gehen!“. Weil ich mir nichts erhoffe. Wieso auch. Hoffnung ist etwas für die Menschen, die auf Glück angewiesen sind. In gesundheitlichen Angelegenheiten ist das manchmal nötig. Aber nicht wenn es um Beziehungen geht. Sind wir alle nur Dreck füreinander, oder wie? Ich mache mich nie wieder abhängig von irgend einer Frau. Jedes Nahrungsmittel hat ein eingebautes Ablaufdatum. Das gilt auch für Beziehungen, geplante Obsoleszenz, sozusagen. Sogar für die Phase des Kennenlernens gilt das. Nix mit Romantik, ja. Leider. So ist das Leben. #Redpill

2019-10-03.jpg

Aber was will ich mit all dem sagen? Einfach: Du kannst andere Menschen und ihr (Miss-)Verhalten nicht ändern. Du kannst unaufrichtige Menschen nicht korrigieren. Du kannst selbst ehrliche Menschen nicht korrigieren. Die sind zwar ehrlich, aber sie verhalten sich nicht so, wie es Dir gut tut. Du empfindest Dinge oder Verhaltensweisen dieser Menschen als „irgendwie nicht richtig“. Aber was kannst Du ändern? „Dein Denken!“, würden manche Persönlichkeitstrainierte jetzt sagen. „Klar, Du kannst jederzeit ändern WIE Du eine Situation betrachtest!“. Mental und so. Mindset und so. Das ist keine schlechte Aussage. Keine schlechte Antwort bzw. kein schlechter Rat. Aber ich gehe einen riesigen Schritt weiter: Ich will hier gar nichts daran kändern WIE ich es betrachte. Wenn MIR etwas nicht gut tut oder es sich FÜR MICH nicht gut anfühlt, dann ändere ich nicht meine Ansicht oder mein Gefühl. Weil ich weiß was ich will! Das ist der springende Punkt! Ich hoffe Du weißt das für Dich auch.

Sondern?

Ich kann die Situation nicht ändern. Das ist richtig. Ich könnte mein Denken aber ändern. Das ist auch richtig. Will ich aber nicht, haben wir gerade festgestellt. Also bleibt? Ich ändere nicht die Situation. Ich ändere den Menschen. Ich lasse los. Und suche mir einen neuen Lieblingsmenschen. So einfach ist das. Und früher hätte mir Pickup dazu geholfen. Da ich mich heute aber nicht mehr als Pickupper sehe, weil ich es „auch ganz natürlich“ schaffe neue Frauen kennenzulernen, ist es irgendwie einfacher als je zuvor. Ich kann das leider noch nicht statistisch unterlegen, seit Fr. Schlange. Seit dem Projekt Beziehung Teil 2. Das muss ich aber auch nicht. Ich beweise niemandem etwas, außer mir selbst. Es gibt keine Rechenschaft abzulegen. Fakefreie Zone.

Ich sagte anfangs, dass das ein mentaler Artikel wird. Darum geht es bei mir ja seit Monaten. Gehirnwäsche der besonderen Art. Der bisweilen sogar brutalen Art. Einmal spülen bitte. Reset. Nie ganz fertig, aber immer auf dem Weg. Und es ist ein so unglaublich unglaublich unglaublich befreiendes Gefühl… jederzeit… loslassen zu können. Aber nicht zu müssen. Und wenn es soweit ist, ist da eine Leere. Frei nach Eckhart Tolle. Stille, die entsteht durch die Leere. Und die Leere kann wieder mit wundervollen Dingen und Menschen gefüllt werden.

Morgen wollen wir uns treffen. Ich bin auf alles vorbereitet. Nach dem „heftigen“ Telefonat heute rechne ich mit allem. Auch mit einer Absage. Ideal, dann kann ich am Abend weggehen. Club A oder Club B oder Bar C, Ihr wisst schon… und wenn nicht? Dann verbringe ich die Zeit mit einem Menschen, bei dem ich mir nicht sicher bin, was er eigentlich möchte. Spielen oder künstlich gebremste Kennenlernphase spielen. Beides ist mir zu doof. Ich mache trotzdem mit. Mental bin ich aber nicht mehr dabei. Ich mime den stillen Teilhaber. Einfach nur zum Spaß. Um wieder einmal neue verrückte Facetten eines verrückten Lebens kennenzulernen. Wer weiß wozu das gut ist. Ich lasse mich also spielen. Meint sie. Meine aber nicht ich. Eigentlich cool, oder? Mental ist alles! 😉

Und das ist auch die Quintessenz des Artikels: Sieh zu, dass Du alleine klar kommst. Und zwar immer. Jederzeit. Überall. Lerne das Spiel. Lerne zu sehen, wirklich zu sehen, wenn jemand meint Dich zu spielen. Wie ein Computerspiel. Lerne zu sehen wenn Dich jemand verar***** möchte. Ob es tatsächlich so ist? Spielt keine Rolle. Es geht um Dein Gefühl. Deine Ansicht. Deine Sicht der Dinge. Es geht darum, ob die Frau Dir ein gutes Gefühl geben kann. Kann sie? Fein! Kann sie nicht? Lass sie los. Oder spiel mit. Aber lass Dich nicht spielen.

Und dafür ist es einfach nur Gold Wert, Optionen zu haben. Bzw. generieren zu können. Es gibt bei ca. 8 Milliarden Menschen auf der Welt, davon ca. 4 Milliarden Frauen, davon vielleicht 1 Milliarde im für mich interessanten und gebährfähigen Alter, garantiert IRGENDWO… DIE EINE… die cool ist. Die nicht spielen möchte. Bei der ich ich sein kann. Die einfach sie ist. Fertig aus, Mickey Maus. So einfach ist das. Dazu muss ich einfach nur etwas länger weiter meinen Weg gehen. Wird bestimmt noch cool. Freuen wir uns auf viele weitere Geschichten hier.

PS: Mit Fr. Distanz habe ich mich letztens nicht getroffen, wegen Fr. Respektina. Obwohl sie es mir angeboten hatte, weil sie relativ in der Nähe zu einer Schulung in einem Hotel war. Aber das ist es immer, was ich sage: „Mache Dir keine ernsthaften Gedanken zu irgendeiner Frau, solange Du nicht jeden Tag Deine Nächte mit ihr verbringst.“ Wenn sie die Richtige wäre und ist, dann ist sie nicht dort und Du bist da. Sondern sie ist neben Dir. Bedingungslos. Das alles ohne Mindfu**, auf Neudeutsch. Nicht nötig.

PPS: Ich hätte den Abend mit Fr. Distanz verbringen und ihr Angebot annehmen sollen, an dem Abend, wo es mal keine Distanz gab. 😉

PPPS: Mit Fr. Distanz habe ich seit ein paar Tagen wieder intensiveren Kontakt. Sie ist einfach cool, ich mag sie wirklich. Sie erzählt viel. Sie hat einen frechen und coolen Humor. So können sich Dinge ändern. Ich hatte sie schon fast ganz abgestoßen, nachdem sie – für mich gefühlt – nicht genug Interesse zeigte. Seither ist sie es, die ständig Kontakt sucht. Im November bin ich zwar erst wieder in ihrer Stadt. Aber inzwischen sind wir so weit, dass ich doch „bitte wieder dieses fliederfarbene Hemd“ tragen solle. Und wir könnten bei ihr kochen… danke, geht doch. Gute Frau.

PPPPS: Loslassen (können) ist der Schlüssel zu allem. Das ist so wertvoll. Aber es dauerte ein ganzes „verdammtes“ Projekt Beziehung inklusive Fr. Schlange lang, bis ich das begriffen habe. #MGTOW

Von 2 Dates und Marktwerten (Teil 3 von 3)

Im zweiten Teil dieser Serie (Von 2 Dates und Marktwerten (Teil 2 von 3)) behandelten wir das Thema Marktwerte von Frauen und Männern auf dem Datingmarkt. Außerdem gab ich sehr konkrete Ratschläge allgemeiner Art, für beide Geschlechter, um sich auf dem Tummelplatz der Liebenden bestmöglich positionieren zu können. Keine Platitüden, sondern harte Fakten. Dabei gab es sehr konkrekte Hinweise dazu, warum Vorsorge besser als Nachsorge ist. Ich schrieb außerdem zwei sehr persönliche Botschaften an alle Menschen meines bisherigen Lebensweges und außerdem an Eckhart Tolle. Desweiteren distanzierte ich mich von diesen ganzen psychologischen Verhaltensmustern und Gesetzmäßigkeiten des Datingmarktes. Es ist allerdings wichtig zu verstehen wie dieser funktioniert, was dort passiert und warum das alles so wirkt. Ablehnung bringt uns alle schließlich keinen Schritt weiter. Und zu guter Letzt gab es dann die Details des Date-Reviews mit Fr. Distanz.

Heute geht es um das Date 2 der inzwischen vergangenen Woche. Das mir viel gegeben hat. Auf ganz eigene Weise. Viel Spaß, wenn Du erfahren möchtest warum. Und wir gehen dabei auch der Frage nach, wie meine Fremdwahrnehmung derzeit aussieht. Über mich selbst – die Selbstwahrnehmung – gibt es ja ständig ellenlange Berichte von mir. Die Frage ist doch: Wie sehen mich Andere? Besonders außerhalb dieses Blogs.

Warum mir wichtig ist, wie mich Andere sehen

Ist das nicht ein Widerspruch, da ich doch sonst immer so felsenfest behaupte, mich nicht von außen triggern zu lassen und auf ablehnende Meinungen anderer Personen keinen Pfifferling zu geben? Mitnichten. Es ist kein Widerspruch, ganz einfach: Es gibt 2 Perspektiven. Die beiden oben genannten, Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung. Die zweifellos wichtigere der beiden ist das Selbstbild und die Selbstwahrnehmung. Weil wir subjektive Wesen sind und jeder Mensch für sich selbst denken und handeln muss. Niemand blickt aus den Augen Anderer (vom Themenfeld „Remote Viewing“ einmal abgesehen, aber damit habe ich mich noch nie beschäftigt). Wir sind keine Maschinen, denn die besitzen keine Selbstwahrnehmung. Jedenfalls noch nicht. Aber wir, wir schon.

Warum ist mir nun die Fremdwahrnehmung wichtig? Ist sie und ist sie auch wiederum nicht!
Hä? Wie nun?! Ganz einfach, wir nehmen zwei Fallkonstellationen an.

Beispiel 1:
Du tust etwas, von dem Du völlig überzeugt bist, etwas das Dir Spaß macht. Wir nehmen an Du bist beim Tanzen. Du tanzt für Dein Leben gerne. Du machst und tust und bist in Deinem Element. Du hast die größte Freude. Und nun kommt jemand (meistens ein Niemand) und erklärt Dir, dass Du „falsch“ tanzen würdest. Dass es „lächerlich“ aussehen würde. Dass „man so nicht tanzt“. Und sowieso wärst Du so gar nicht im Takt.

Lösung:
Gib genau null Komma gar nichts auf die Meinung dieser anderen Person! Diese Art von Meinungsäußerungen begegnen mir täglich. Überall. In der Arbeit, privat, in der Familie, ganz ganz selten selbst auch unter Freunden, hier im Blog auch. Es ist menschlich. Überall. Aber was bringt Dir das, Dir eine ablehnende Meinung zu etwas anhören… ja sogar anhören zu MÜSSEN… während Du zeitgleich die größte Freude im Leben daran hast, das zu tun was Du tust?! Nichts. Gib einfach nichts darauf. Hör es Dir am Besten gar nicht erst an, aber manchmal ist es aus sozialen Gründen nicht möglich vollkommen die Scheuklappen hoch zu ziehen. Manchmal müssen wir so einen Mist über uns ergehen lassen. Gut, dann lass Dein Gegenüber eben palavern. Geht auch vorbei. Mein Rat: Bleib bei Dir. Lass Dich nicht triggern. So lange Du Spaß und Freude daran hast, was Du tust… solange mach genau das weiter. Und je größer die Ablehnung ist, desto eher solltest Du Dir darüber im Klaren werden, dass Du mit großer Wahrscheinlichkeit alles richtig machst! Die Masse hast fast immer Unrecht! Bitte merken. Es gelten bis zum Anschlag zwei essentielle Devisen, womöglich zwei der wertvollsten Ratschläge fürs Leben:

  1. Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten!
  2. Das Feedback des Anderen sagt mehr über den Anderen aus als über Dich!

Denk darüber nach. Macht frei. Deswegen perlt negatives Feedback, das rein auf Meinungsäußerungen (!) basiert, an mir ab wie Regen von einem frisch gewachsten Lamborghini.

Und nun zur zweiten Fallkonstellation. Wo die Meinung Anderer und Dein Fremdbild plötzlich elementar wichtig werden.

Beispiel 2:
Wir nehmen wieder das Beispiel Tanzen. Du tanzt wieder für Dein Leben gerne und hast die größte Freude daran. Nun bist Du also auf dem Parkett und tanzt in einem Wettbewerb, die Weltmeisterschaft meinetwegen. Jetzt mag Deine Selbstwahrnehmung konstant gleich geblieben sein. Du empfindest Dich selbst womöglich als den besten Tänzer des Wettbewerbs, vielleicht sogar als den besten Tänzer der Welt. Alles gut. Nur hast Du jetzt eine entscheidende Komponente in diesem Fallbeispiel verändert bzw. unterliegst anderen Gesetzmäßigkeiten: Du hängst hier unmittelbar von der Gunst und dem Geschmack der Jury ab. Du magst aus eigener Selbstwahrnehmung heraus noch so toll tanzen. Das spielt aber für diesen Fall keinerlei Rolle. Faktisch ist es sogar umgekehrt: Du könntest Dich selbst als den miserabelsten Tänzer der Welt betrachten und erfüllt sein von Selbstzweifeln. Wichtig? Faktisch betrachtet nicht. Wichtig ist nur wie Dich die Anderen sehen, die Jury. Jetzt rückt das Fremdbild in den Fokus.

Lösung:
Spannend. Bevor Du überhaupt irgend etwas tust, musst Du zunächst verstanden haben auf welchem Terrain Du Dich bewegst. Spielst Du in Fallbeispiel 1 oder in Fallbeispiel 2? Ich behaupte: Die meisten Menschen merken gar nicht um was es gerade geht. Sie verhalten sich stets gleich. Sie „sind halt wie sie sind“. Klar, ist auch eine Möglichkeit. Eine kluge? Rhetorische Frage!
Du musst verstehen und wissen in wessen Show Du gerade spielst. Das Leben ist eine einzige Show. Und nichts ist schlimmer, als nicht verstanden zu haben, dass Du den ganzen Tag in ganz verschiedenen Shows spielst. Shows, deren Regeln NICHT Du machst. Du kannst entweder nach den Regeln des Regisseurs spielen und in dessen abgestecktem Rahmen gewinnen oder Du wirst täglich Deinen Kopf gegen Beton schlagen und Dich wundern, warum sich nie etwas für Dich zum Positiven ändert. „Ja, aber ich habe doch mein Bestes gegeben und verstehe nicht, warum ich so schlecht abgeschnitten habe!“ Kennst Du so vielleicht auch noch ganz gut aus Deiner Schulzeit? Aufwachen! Halloooo! Ja. Du sagst es doch. „Dein“ Bestes. Das ist aber nicht unbedingt auch „das Beste“ für den Regisseur oder für die Jury. Du hast das falsche Mindset! Eigentlich hast Du gar keins. Du bist ein unbewusster unreflektierender kleiner Junge (oder ein unreflektierendes kleines Mädchen). Nimm den Lolly aus dem Mund. Werde erwachsen. Und falls Du bereits erwachsen bist und noch tiefer in die Materie eintauchen möchtest, dann beschäftige Dich auf philosophischer Ebene gerne einmal mit dem sog. Höhengleichnis von Platon. Wikipedia oder so, zum Einstieg.

Zusammenfassung:
Feststellen, in wessen Show ich mich befinde! Sich selbst Fragen stellen: Wer ist hier der Regisseur? Nach wessen Pfeife soll ich tanzen? Wem muss meine Nase gefallen? Für wen hab ich hier zu performen? Dann schalte Deine Selbstwahrnehmung am Besten völlig aus. Sei einfach. Mach einfach. Fast wie eine Maschine. Du tust das gerade für Andere, nicht für Dich. Dein Lohn kommt danach. Wenn Du die Goldmedaille nach Deiner Performance und für Deine Show erhalten hast. Dann erst schlägt Deine Stunde.

Mir kann keiner erzählen, dass das Tanzen hier im Vordergrund steht. Du musst ja nicht zu diesem Wettbewerb fahren. Du kannst schließlich auch alleine zu Hause vor Deinem Spiegel tanzen. Dieselbe Choreografie. Oder nicht? Ich höre den Einen oder Anderen jetzt schon sagen: „Ja, aber mir ist das egal wie die Jury mich findet. Ich gebe mein Bestes, wenn es der Jury reicht, dann ist gut, wenn nicht, dann eben nicht. Mir egal. Hauptsache Spaß!“ Vergiss es, Du bist ein Narr, wenn Du so denkst. Damit nimmst Du Dich doch selbst nicht mehr ernst. Du hast den Kontext in diesem Fall nicht verstanden. Du befindest Dich in diesem Beispiel gerade in Fallkonstellation 1. Aber jeder halbwegs nicht komplett benebelte Mensch fährt nicht zu einem Wettbewerb ohne ihn nicht auch gewinnen oder bestmöglich abschneiden zu wollen. Also hör auf Dir in die Tasche zu lügen. Wenn Du wirklich kein Interesse am Ergebnis hast, dann bleib zu Hause. Und mache den Platz frei für Andere, die den Wettbewerb ernster nehmen. Aber davon gehe ich bei Dir einfach nicht aus. Sonst wärst Du nicht hier auf meinem Blog, richtig?! Richtig?! RICHTIG! 😉

Was hat das alles mit mir zu tun?

Wenn ich eine Frau date, dann muss mir die Frau gefallen. Keine Frage. Aber es gehören immer 2 Personen zu dieser Show. Es gibt 2 Regisseure. D.h. ich muss auch der Frau gefallen. Es ist – gar nicht einmal auf eine einzelne Frau bezogen – nichts anderes als ein Wettbewerb. Der Dating-Wettbewerb. Du kannst hier immer „so sein wie Du bist“ und hoffen, dass irgend eine Jury Dich toll findet. Oder Du kannst speziell für den Wettbewerb trainieren. Entscheide selbst. Ich kann nur sagen, dass ich durch den Weg der Persönlichkeitsentwicklung und die vielen Tränen und den Schweiß, den das Ganze mich gekostet hat, viel weiter gekommen bin als in meinem gesamten Leben zuvor ohne all die Anstrengung. Mach bitte nicht den Fehler zu glauben, dass ich mich verstellen würde, um einer Frau zu gefallen. Sicher nicht.

Das sind getrennte Dinge. Aber wenn ich weiß, dass Frauen nun einmal nichts von Politik, der Börse oder der Wirtschaft hören wollen, dann erzähle ich ihnen davon auch nichts, jedenfalls nicht beim ersten Date. Habe ich früher gemacht, hat aber so gar nichts gebracht. Wenn ich inzwischen (zig Dates weiter in der Entwicklung) weiß, dass Frauen emotionale Wesen sind (exorbitant stärker als Männer), dann spreche ich doch lieber über Freiheit, Wünsche, Abenteuer, Sehnsüchte. Das triggert andere Gehirnregionen. Und jetzt könntest Du wieder sagen: „Oh mein Gott!!! Du bist ja so ein abgestumpfter Pickupper, der Dinge nur sagt, damit sie der Frau gefallen. Du spielst ja mit der Frau! Widerlich! Du bist ein menschenverachtender kleiner Manipulator!“ Ich spiele gar nichts. Und menschenverachtend bin ich sicher nicht. Falls Du so denken solltest, was ich nicht glaube… aber falls, dann scroll nochmal hoch, was waren oben die beiden essentiellen Ratschläge, die ich gab? 🙂 Ratschlag 2 lautete: Das Feedback des Anderen sagt mehr über den Anderen aus als über Dich!

Sollte also jemand tatsächlich auf solche absurden Gedanken kommen, dann könnte ich das nicht ernst nehmen. Sorry. Aber ich weiß ja, dass hier durchaus auch mal ganz vereinzelt (zum Glück nur vereinzelt!) Beta-Männer mitlesen oder Möchtegern-Alpha-Frauen. Ich will für diese kleine Minderheit (!) nur klarstellen, dass ich NICHT so denke. Okay? Alles gut. Dann können wir jetzt fortfahren. Also nicht Ford fahren, sondern fortfahren. Danke. 🙂

Weiter in der Story: Ich habe mich entwickelt. Inzwischen macht es mir einfach mehr Spaß mit Frauen über Sehnsüchte, Kindheitsträume, Wünsche, Abenteuer und Reisen zu sprechen. Und über die Börse spreche ich mit anderen Menschen. So easy. Das ist die Lösung. Ich sorge weniger mehr „künstlich“ für Knistern auf Dates. Eine riesige Schwäche war das von mir früher, deshalb haben so viele Dates am Anfang kein Folgedate ergeben. Bin ich mir heute jedenfalls sicher. Ich brauchte ca. 50 erste Dates (haha, ein Filmtitel!), um das zu verstehen. Weil ich zu wenig selbstkritisch war. Ich hatte es einfach nicht verstanden. „Ich war einfach ich selbst“, so wie die ganzen tollen klugen Ratschläge von Freunden und der Familie für gewöhnlich lauten. Mit dieser Herangehensweise gewinnst Du allerdings keinen Blumentopf. Nicht einmal eine Plastikrose auf dem Volksfest. Ich hatte viele Frauen angesprochen und dementsprechend viele Dates erreicht. Ehrlich gesagt waren da Mega-Granaten dabei. Optische Sahne-Hasen. Ganz viele 7er, einige 8er, ein paar 9er. Eine 10 habe ich in meinem Leben noch nie vergeben, da bin ich zu kritisch glaube ich. 🙂 Und die Dates liefen immer relativ ähnlich ab, ich dachte mir immer nur „ich könnte einfach ich selbst sein“. Kannst Du. Aber so verlierst Du!

Das läuft überall im Leben so

Nehmen wir an, Du möchtest Geld verdienen. Und Du hast die Idee des Jahrtausends und hast einen wahnsinnig tollen neuen Kühlschrank entwickelt. Den Fluxbox-Kühlschrank-1000. Den hast Du konzeptioniert, entwickelt und produziert. Nun gehts ans Marketing und an den Vertrieb. Wie machst Du das? Ich würde mir erst einmal Gedanken machen wo Du gerade stehst. Bist Du in der Wüste oder in der Antarktis?! Ich hoffe Du verstehst die Metapher. Und ich merke, dass die meisten Menschen schlichtweg nicht das Bewusstsein besitzen, um sich über so etwas Gedanken zu machen. Die Meisten möchten Kühlschränke in der Antarktis verkaufen. Da es „sowieso schon so kalt ist!“ Hääää?! Waaaas?! Was ist das für eine Logik? Kühlschränke verkaufen wo es „sowieso schon so kalt ist“?! Waaaas? Erde an Kühlschrank-Verkäufer: „Housten, wir haben ein Problem!“

Versteh mich nicht falsch, Dein Kühlschrank ist bestimmt gut. Du bist studiert, ein echt kluges Kerlchen oder eine kluge Kerline. Aber es ist die falsche Show! Aufwachen. Nimm die Kiste mit, geh in die Wüste und Du wirst der reichste Mann von Babylon! Dein Produkt ist doch gut. Alles steckt doch längst in Dir. Aber Du musst Deine Qualitäten an den Markt adaptieren. Und nicht versuchen den Markt an Deine Qualitäten zu adaptieren. Das schaffst Du nicht. Der Markt ist der Markt. Der hat eigene Regeln. Du bist nicht der Erfinder und auch nicht der Regisseur des Marktes, merk Dir das! Aber vielleicht schadet es Dir auch nicht, wenn Du erst Deine eigenen 50 ersten Dates haben musst, um das zu verstehen! 😉 Ich zeige Dir hier nur die Abkürzung, das ist alles. Nimm es als Angebot an. Oder geh Deinen Weg weiter. Feel free.

Echte Verhaltensänderung ist möglich. Persönlichkeitsänderung. Sonst würde ich das alles doch nicht machen. Du wirst von Tag zu Tag besser. Du musst Dich mit dem von Dir gewünschten Thema in der Tiefe beschäftigen. Also habe ich angefangen zu studieren. Thema: „Wie lerne ich eine Frau kennen?“ Anfangs war es eher eine Therapie für mich, mit dem Pickuppen zu beginnen. Daraus wurde ein Selbststudium. Inzwischen könnte ich vielleicht sogar schon Dozent sein. Vielleicht bin ich es auch schon, wer weiß. Es macht mir Spaß. Und ich weiß, dass das funktioniert, was ich tue. Ich bin nur „beziehungsunerfahren“, aber nicht datingunerfahren. Das sind zwei verschiedene Dinge. Und ich bin stolz darauf, kein abgestumpfter Holzklotz zu sein. In mein Herz sind bisher nur sehr wenige Menschen hinein gekommen. Wer kann das schon von sich behaupten. Selbstwert. Selbstachtung.

Wie lief das Date 2 dieser Woche?

Ich habe bis jetzt noch kein Wort über die Frau verloren. Es gab dafür eine lange Herleitung. Du wirst später verstehen warum. Zuerst möchte ich ihr einen Namen geben, aus Respekt ihr gegenüber. Weil ich ihre Art respektvoll fand, sehr sehr respektvoll. So eine Frau habe ich so noch nie erlebt. Sie ist feminin, sie ist höflich, gut erzogen, extrem darauf bedacht, dass auch ich mich wohl fühlte. Aber das Herausragende war ihre respektvoll zurückhaltende Art. Sie war sehr darauf bedacht nichts Falsches zu sagen. Keine blöden Sprüche, kein dummes Getue. Das Gegenteil eines normalen Dates. So noch nie erlebt. Danke an den Himmel dafür, dass ich das auch noch mal erleben durfte.

Deswegen nenne ich Dich – aus respekt – einfach Fr. Respektina. 🙂

Das Date war für mich sehr besonders, da ich viel über mich lernen durfte. Und den Spiegel vorgehalten bekam. Warum? Ich frage Frauen auf Dates sehr gerne spielerisch (wichtig!) solche Dinge wie:

  • Wann war Dir klar, dass ich Interesse an Dir haben könnte?
  • Wann warst Du Dir sogar sicher, dass ich Interesse an Dir habe?
  • Wann war Dir klar, dass ich Dich wiedersehen möchte?

Und umgekehrt auch:

  • Wann hast Du Dir gedacht, dass Du mich sympathisch findest?
  • Wann hast Du Dir gedacht, dass Du mich wiedersehen wollen würdest?
  • Hättest Du mich nach einem Date gefragt, wenn ich es nicht getan hätte? Und wenn ja, wann?

Fragen dieser Art liefern Antworten, die Du von niemand anderem dieser Welt bekommen kannst. Es ist kein „was wäre wenn“, sondern Du bekommst direktes Feedback. Ich kann Dir das nur empfehlen mir gleich zu tun. Das sind Antworten, bei denen Du extrem gut zuhören musst. Halt Deine Klappe und höre Deinem Gegenüber einfach zu! Jetzt lernst Du extrem viel über Dich. Über Deine Fremdwahrnehmung! Bingo! Genau darum die lange Herleitung! Meine Texte sind kein Selbstzweck, jede Zeile ist es wert gelesen zu werden. Geduld zahlt sich hier aus. 😉

Ich kann Dir auch versichern, dass es unendlich viel Spaß macht über diese Fragen zu sprechen. Für beide ist es in der Regel eine „knisternde“ Situation, die „Wahrheit“ Preis zu geben. So war das auch an dem Tag. Wir haben gelacht, wir haben überlegt. Wir haben zugegeben. Wir waren verwundert. Wir waren überrascht. Wir haben uns gefreut. Und dabei geflirtet.

Du kannst also ein tolles Date verbringen und etwas über Dich lernen und auch dem Anderen die Möglichkeit bieten, über sich zu lernen. Und es muss nicht über Börse, Finanzen und Politik gehen. Auch wenn Du für diese Themen brennst. Es gibt also auch andere Themen, die Spaß machen. Für die Du brennen kannst. Und wenn Du damit das Ziel erreichen kannst, nämlich mit dem anderen Menschen eine tolle Zeit zu verbringen, dann tu das. Deswegen hast Du Dich weder verstellt noch bist Du ein routinierter Pickupper gewesen, der irgendwen manipuliert hat. Das wird den Pickuppern für gewöhnlich gerne vorgeworfen. Ich kann mich dem allgemeinen Vorwurf nicht einmal erwehren. Aber für mich gilt dieser Mist nicht. Ich bin ich. Mir egal, was irgendwelche anderen Typen tun.

Und wie ist nun mein Fremdbild?

Wie mich Fr. Distanz sieht, hatte ich ja schon in den beiden letzten Artikeln angerissen. Fr. Respektina hatte ich ja auf der Terasse eines Lokals angesprochen. Sie saß mit ihren beiden Freundinnen an einem 4er Tisch. Ich saß am Nachbartisch, alleine. Mit meinen Kopfhörern beim Youtube-Vorträge-Hören.

Und jetzt beschreibe ich zunächst das Ganze aus meinem Selbstbild, die Ich-Perspektive:
Ich setzte mich an den Tisch, es hätte auch andere freie Tische gegeben. Aber ich setze mich immer gerne in die direkte Nähe von Frauen. Besonders wenn sie ohne männliche Begleitung sind. Ich sprach sie sehr früh schon sehr allgemein an. „Guten Appetit“, oder „was habt Ihr da in Euren Gläsern? Kenne ich noch gar nicht!“ (es war Lillet Wild Berry). Einfacher Smalltalk. Dabei versuche ich mich auf alle 3 Damen gleichermaßen zu konzentrieren und dabei allen 3 in die Augen zu blicken. In dem Fall gefiel mir nur die spätere Fr. Respektina. Dennoch unterhalte ich mich erst einmal mit allen weiter. Mache zwischendurch auch Pausen, habe wieder meine Kopfhörer eingesetzt und weiter meinen Youtube-Vortrag angehört. Nur keine Bedürftigkeit. Bis jetzt ist ja nichts passiert, Angel auswerfen und nicht gleich wie wild versuchen sofort einzuholen. Einfach mal 2 Schritte zurück treten. Nach ein paar Minuten, als die Gerichte serviert wurden, habe ich mich wieder ins Gespräch begeben. Plötzlich passierte etwas seltenes: Fr. Respektina stellte mir vereinzelt Fragen. Das ist immer ein starkes Interessenssignal. Ich sprach etwas mehr mit ihr, danach wieder mehr mit den Anderen. Und gegen Ende wieder mehr mit ihr. Dabei drehte ich mich etwa zu Beginn des letzten Drittels der gesamten Konversationszeit etwas in ihre Richtung, da sie mir schräg gegenüber saß. Ich drehte also Füße und Körper in ihre Richtung und unterhielt mich weiterhin mit ihr und vereinzelt auch mit den anderen beiden Damen.

Und nun beschreibe ich das aus meinem Fremdbild, also aus der Fr. Respektina-Perspektive:
Ich sei von Anfang an sehr charmant gewesen, überhaupt nicht aufdringlich. Auch als ich mich zwischendurch wieder meinen Kopfhörern gewidmet hätte, fand sie das nicht merkwürdig, sondern unaufdringlich und gut. Dass ich ihnen auch genug Freiraum gegeben hatte, sich wieder untereinander zu beschäftigen. Sie hätte mich sehr früh schon als sehr sympathisch empfunden. Ihr habe gefallen, wie ich mich mit allen unterhalten habe, welche Fragen ich gestellt hätte und welche Themen ich angerissen hätte. Sie fand mich charmant, aber gleichzeitig sehr direkt und offen. Das schätze sie sehr, wenn ein Mann auch direkt sei. Ihr sei klar gewesen, dass ich Interesse an ihr hatte, ab dem Zeitpunkt, an dem ich begonnen hatte, ihr erste konkrete Fragen zu stellen, beispielsweise über ihren Wohnort und ihre Gegend. Bis dahin sei ihr das nicht klar gewesen, da ich mich mit allen 3 gleichermaßen unterhalten hätte. Übers Feiern und Weggehen am Wochenende und sonstige allgemeine Themen. Als ich allerdings anfing, mich etwas mehr ihr zu widmen, spürte sie ein intensiveres Interesse meinerseits. Außerdem hätte sie dieses Lächeln in meinem Blick bemerkt. Sie sei sehr aufmerksam und achte sehr auf ihr Bauchgefühl. Ihr wäre sehr früh (!) bereits klar gewesen, dass sie auf ein Date-Angebot von mir eingehen würde. Und absolut sicher, dass ich starkes Interesse an ihr gehabt habe, sei sie sich gewesen, als ich mich mit meinem Körper etwas in ihre Richtung drehte. Sowohl mit den Beinen als auch mit dem Oberkörper. Sie hätte es toll gefunden, dass ich sie ganz konkret nach einem Date gefragt hätte. Und sie habe sich über mein Kompliment bezüglich ihres süßen Lächelns gefreut.

2019-09-03.jpg

Was lerne ich daraus?

Nicht neu daran ist für mich wieder einmal die totale Bestätigung dafür erhalten zu haben, was der vermutlich wichtigste Leitsatz eines Mannes auf dem Weg zu seiner Traumfrau ist: ATTRACTION ISN’T A CHOICE!
Bitte aufschreiben. Merken. Einrahmen. Laminieren. Übers Bett hängen!

Dieses Date war für mich ein 6er im Lotto!
Selbstbild und Fremdbild passen hier zu 100% überein! Wie die Faust aufs Auge! Bingo!

Nicht nur, dass ich mich so verhielt, wie ich mich verhalten wollte und wie ich auch bin. Sondern es kam auch genau so an, wie ich möchte, dass ich ankommen soll. Außerdem bemerkte sie sowohl, dass ich mal ihr und mal der ganzen Gruppe mehr Aufmerksamkeit zukommen ließ als auch, dass ich meine Körpersprache und Haltung ihr zuwendete. All das tat ich bewusst. Ich ging absichtlich nicht von Anfang an nur auf sie ein, sondern unterhielt mich sogar sehr bewusst stärker mit einer ihrer Freundinnen. Wobei diese Freundin gar nicht mein Typ war.

Exakt! Genau darum ging es mir. Genau das wollte ich erreichen. Sowohl die Show mit der Verteilung meiner Aufmerksamkeit den Dreien bzw. ihr gegenüber als auch der sehr bewusste und gezielte Einsatz meiner Körpersprache waren von mir genau so gewollt und bezweckt. Und genau so kam es auch noch „charmant“, „offen“ und gleichzeitig „direkt“ an.

Nochmal, für mich ist dieses Date ein 6er im Lotto. Weil ich in dieser frühen Phase des Projekts Beziehung Teil 2 erfahren durfte, dass mein Selbstbild das repräsentiert, was an Fremdbild auch gut ankommt. Man nennt das „kongruent sein“. Authentisch. Man tut das was man tut nicht verstellt, sondern „weil man so ist“. Perfekt. Das ist für mich die größte Motivation auf meinem aktuellen Weg. Es ist für mich wie eine Auszeichnung. Dass meine Körpersprache, meine Gesprächsthemen und meine Art genau das repräsentieren was es repräsentieren soll. Eine charmante und zugleich männliche Art. James Bond näher als einem Rocker. Ihr war also von Anfang an klar, dass das eine Sache zwischen Mann und Frau werden würde. Und genau das ist mir wichtig. Dass ich als Mann wirke, nicht als Nice-Guy. Können Rocker bestimmt auch, aber ich mag es eben lieber geschüttelt, nicht gerührt.

Und gleichzeitig merke ich damit, dass mein derzeitiges starkes Mindset genau das Richtige ist. Innere Stärke strahlt aus. Zieht an. Ohne überheblich zu sein. Ich kann innerlich extrem stark sein und nach außen hin total charmant wirken. Das widerspricht sich gar nicht. Ich würde es umgekehrt behaupten: Vielleicht ist das Eine auch die Bedingung für das Andere? Zumindest wenn es authentisch sein soll. Sich selbst permanent Fragen zu stellen und neugierig zu sein, spornt mich total an. Nur dadurch kann ich lernen und als Mensch wachsen.

Wie ging oder geht es mit ihr weiter?

Um ehrlich zu sein ist mir das in der Phase nicht wichtig. Dafür habe ich zu viele erste Dates gehabt. Ich finde sie toll, das Date verflog zeitlich gefühlt wie der Wind. Es machte Spaß. Sie ist eine wirklich „andersartige“ Frau, positiv gesprochen. Aber es gibt auch hier rote Flaggen. Marktwerttechnisch betrachtet ist das nämlich wieder meine alt bekannte Nummer: Frau mit Kind(ern). Ohje. Was ist da nur los?! Was soll das, liebes Schicksal?! Warum wirfst Du mir immer Frauen mit Kindern auf den Weg?!

Aber gut, spielt sowieso nur eine untergeordnete Rolle. Der Kontakt war zunächst danach nur sehr kurz und knapp, auch wenn sie sich unmittelbar nach dem Date für den tollen Abend bedankte. Irgend etwas wirkte auf mich seither erstmal merkwürdig. Ein Telefonversuch blieb unbeantwortet. Am nächsten Tag die kurze Nachricht, dass sie schon geschlafen hätte. Auch wenn noch die Frage angehängt war, was ich denn so gemacht hätte. Jedoch kein Rückruf. Komisch, wenn ich mehr Interesse habe, dann rufe ich zurück. Oder nicht? Ich glaube ich bin einfach anders als alle anderen. Egal, geschenkt. Aber auf nochmalige Nachfrage zu telefonieren, kam Stunden später nur, dass sie unterwegs sei. Gut, auch geschenkt. Aber dann bin ich auch geschenkt. Und eigentlich war für Sonntag ein Date vereinbart. Aber ohne eine Uhrzeit oder einen Ort auszumachen, empfinde ich das nicht als große Bemühung ihrerseits. Wirkt einfach desinteressiert.

Es ist immer so: Es ist immer irgendwas, mein alt bekannter Spruch hier. Es kann noch so gut laufen auf dem Date. Aber irgendetwas stimmt danach meistens nicht mehr. Wer weiß, vielleicht nimmt sie so ein Date auch einfach nicht so ernst wie ich. Ich bin da anders. Für mich ist ein Date ein Date. Und nicht ein „ich habe mir mal kurz die Zähne geputzt“ oder „Moment, ich muss noch schnell den Müll herunter bringen“. Es ist für die meisten Menschen wohl eher mehr Pflicht als Sahnehübchen des Lebens, so ein Date. Kommt mir so vor. Es ist für mich schon ein Unterschied, ob ich mit einem Menschen Zeit verbringe oder nicht. Und Menschen lässt man nicht stehen.

Jetzt mal etwas, das ich bisher noch nie in einem meiner Artikel gemacht habe. Ich unterbreche mal kurz, rufe sie mal eben an und schreibe dann hier weiter. Live-Event! 😉

So, Telefonat vorbei. Sie hob sogar ab, Weltwunder. Also sie hätte sich nichts dabei gedacht, dass sie so kurz geantwortet hätte. Sie würde mich gerne heute sehen (zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels ist es Sonntag). Sie war sich auch nicht sicher, ob ich denn schon wach sei, da ich an den Wochenenden gerne auch feiern gehen würde. Sie entschuldigte sich dafür, dass das wohl falsch bei mir angekommen sei. Ihre Absicht sei nicht gewesen mir den Eindruck zu vermitteln, dass sie kein Interesse mehr an einem weiteren Date hätte. Da haben wir sie wieder, die Fr. Respektina. Entschuldigung sagen kann sie also. Nun, ich habe ihr am Telefon schon gesagt, dass ich damit rechnete, dass das Date heute nicht mehr zustande kommt. Und ich meine Zeit einigermaßen einplanen müsse, da ich so viele Dinge zu tun hätte. Also erklärte ich ihr, dass ich in jedem Fall zunächst noch Sport machen würde und kochen und wir uns dann erst am späten Nachmittag treffen könnten.

Was genau so stimmt. Sport und Ernährung sind sowieso die beiden größten Zeitfresser. Danach Lesen und Weiterbildung. Danach meine Finanzen. Dann ist der Tag auch ohne Date ganz gut vorbei. Wenn ich da noch ein Date reinquetschen soll, möchte ich das gerne schon einen Tag vorher wissen, besser zwei. Ich bin nicht Netflix und ich bin kein Stream, der auf Abruf bereit steht. Was ist nur aus dieser Welt geworden?!

PS: Das zweite Date mit Fr. Respektina war ebenfalls echt toll. Ich will mal noch nicht zuviele Worte darüber verlieren. Sie ist und bleibt eine interessante Frau. Etwas geheimnisvoll. Meine ersten Eindrücke haben sich bestätigt. Sie ist respektvoll. Respektina passt so. Sie bringt die klassischen femininen Attribute einer Südländerin mit. Gepaart mit deutschen Tugenden. Ideale Konstellation. War vermutlich nicht das letzte Date. Und so wie ich das sehe, sucht sie ebenfalls etwas Festes. Ob ich überhaupt schon wieder eine Beziehung möchte? Puh! Aber ich werde jetzt erstmal in den Urlaub fliegen. Komisch irgendwie, in dieser frühen Phase des Kennenlernens.

PPS: Ich würde sie schon gerne wiedersehen. Ich mag sie. Ich finde sie cool, obwohl sie gar nicht cool wirkt. Sie ist natürlich und fast komplett ungeschminkt. Das alleine macht sie schon sympathisch.

PPPS: Ihr seht also: Wie gering meine Ansprüche eigentlich sind, ist schon der Wahnsinn. Ich freue mich wie ein kleiner Junge im Süßigkeitenladen, wenn ich einfach mal einen normalen Menschen daten darf. Traurig, dass ich das so sagen muss. Schön, dass ich es gerade deswegen nach langer Zeit mal wieder erleben darf.

PPPPS: Vergleiche zwischen vergangenen Partnerinnen soll man nicht tun. Ganz vermeiden kann das aber auch niemand, glaube ich. Fakt ist aber: Im Gegensatz zu Fr. Schlange habe ich sie nicht in einem Edel-Club kennen gelernt. Sondern einfach im Alltag (Essen in einem Lokal). Das wäre ja schon mal ein besseres Omen, um nicht wieder von einem Party-Girl restlos über den Tisch gezogen zu werden. 😉 Andererseits bezweifle ich, dass mir das je wieder in der Form passieren könnte. Schließlich sind wir hier in Teil 2 und nicht mehr in Teil 1. Teil 1 handelte darum wie ich eine Frau kennen lerne. Das kann ich inzwischen. Teil 2 geht nicht mehr darum. Teil 2 geht darum, wie ich mit meiner Traumfrau glücklich bleiben kann. Nicht nur werden. Sondern bleiben. Andere Show, anderes Spielfeld. Vorhang zu. Danke.

Ein Date-Review mit Fr. Immobilia und die Frage „Wie bist Du denn drauf?“

Ja Freunde, gestern war es mal wieder so weit. Lange hat es gedauert, aber es gab mal wieder ein Date. Also gibt es auch wieder ein passendes Date-Review. Bei solch raren und exklusiven Events fällt es mir leicht, auch immer ein Date-Review zu schreiben. Das ist ja fast wie in der Wüste mit dem Regen, so selten sind meine Dates derzeit. Puhhhh! Maue Zeiten bringen viel Freiraum, den ich dann wenigstens auch individuell mit Reviews begleiten kann.

Nennen wir sie Fr. Immobilia, weil sie im Immobilien-Umfeld arbeitet. Ich hatte sie vor einigen Woche beim Weggehen kennengelernt. Wir waren uns auf Anhieb sympathisch, allerdings hatte ich sie deshalb angesprochen, da ich tatsächlich in dem Moment nichts besseres zu tun hatte. Es regnete und so musste in einem Zwischengang warten, als ich den Laden verlassen wollte. Da stand sie. Also nutzte ich die Gelegenheit für einen Plausch. Daraus entwickelte sich ein ganz interessantes Gespräch. Wir tauschten Nummern. Und wir hielten den Kontakt über Wochen per Text- und Sprachnachrichten. Ich hatte das in einem der letzten Artikel erwähnt.

Das Date ging ich restlos erwartungslos an. Die einzige Erwartung war: Ich freue mich darauf, dass ich mal wieder etwas Neues sehen dürfte. Sie wollte mir ihre Stadt und Gegend zeigen. Gesagt, getan. Die Fahrt zog sich, Stau sei Dank. Aber zum Glück habe ich ja kein Radio, sondern Youtube. Und so gestaltet sich auch eine längere Fahrt immer sehr abwechslungsreich. Videos zu Ernährung, zu Fitness, zu Business, zu Mindset, zu dies und das und Ananas.

Und dann kam dieser Moment des Wiedersehens. Ihr wisst schon. Man weiß nicht mehr ganz genau, wie die Person aussah… weil das letzte Mal einige Wochen her ist… und dann steht sie da. Sie lächelte, war locker gekleidet und nicht so Möchtegern-Business wie Fr. Kaufhaus vor ein paar Wochen (da gab es schwarze Stoffhose mit Bluse). Einfache Jeans, Sneakers, Träger-Top, drüber eine Jacke. Alles gut. Alles gut?

Nun ja, nicht ganz. Wo ist das Problem? Ich hatte sie attraktiver in Erinnerung. An dem Abend, als ich sie zum ersten Mal sah, hatte sie ein Kleid an. Kleider sind Biester, in der Lage viel zu kaschieren. Diesmal trug sie Jeans. Da kannst Du nicht viel kaschieren. Die Details sind jetzt gar nicht so entscheidend, weil es gar nicht nur um die Figur geht. Aber irgendwie hatte ich sie einfach anders in Erinnerung. Ich muss allerdings dazu sagen, dass es an dem ersten Abend auch in der Location ziemlich dunkel war. Und da ich gehen wollte, war ich vermutlich auch schon müde. Da haben meine Adleraugen wohl etwas versagt. Keine Ahnung.

Sie ist jedenfalls ein Paradebeispiel dafür, dass ein Mann Interesse an einer Frau entwickeln kann, die er optisch gar nicht so in Erinnerung hat. Wenn…? Ja wenn… die Frau einfach Frau ist und Mensch bleibt. Das reicht und schon baut sich Interesse auf. So war das bei mir auch dieses Mal. Aber Optik ist eben auch Optik. Und jeder der ehrlich ist, weiß das Optik den größten Teil des menschlichen Balz-Auswahlprozesses ausmacht. Wie wäre es sonst zu erklären, dass wir an 99,99% der Menschen vorbei laufen und uns nichts dabei denken. Und wenn dieses eine 0,01% neben uns läuft, ein Chemie-Hormon-Cocktail in die Birne schießt: „Wow! Was für ein Typ / was für eine Frau!“

Ist doch genau so und nicht anders. Falls Du eine Ausnahme bist, würde das bedeuten, dass Du mit jedem in die Kiste hüpfst, der neben Dir steht. Und Dir alles egal ist. Optik und so. Überbewertet! Tust Du das? Nein? Eben. Genau darum gehts. Optik ist der erste Schritt. Wenn die Hürde nicht überwunden wird – und das wird sie ganz ganz selten – kommt es nicht zu Schritt zwei.

Schritt zwei

Die Frage ist bzw. war also, wie ich mich fortan auf dem Date verhalten sollte. Ich dachte mir direkt zu Beginn: „Nicht mein Fall!“ Aber ich dachte mir auch: „Jetzt bist Du relativ weit gefahren und schon mal hier. Mach das Beste daraus. Außerdem ist sie ein lieber Mensch!“ Ein lieber Mensch definitiv. Aber reicht das? Klar, für einen halben Tag Stadtbesichtigung, gemeinsames Essen gehen, spazieren und reden. Für mehr? Leider nicht. Zur Optik kam noch ein zweites Ding hinzu, das echt wie ein Handicap wirkte. Ich sage es so: Wenn Du mit einem Menschen Sprachnachrichten austauschst, durchaus mehrminütige, allerdings höchstens 2 oder 3 am Tag, dann bleibt es stets relativ „spannend“. Bist Du nun der selben Person gegenüber, hast Du nicht nur 5 Minuten Monologe, verpackt als Sprachnachricht und schickst sie hin und her. Vielmehr findet nun eine komplette Konversation statt, über Stunden. Interaktiv. Live und in Farbe.

Bis jetzt wäre das noch alles schick. Nur was machen, wenn Frau einfach langweilig ist? Puhhhh! Ich hätte mit folgenden drei Konstellationen etwas anfangen können:

  • Attraktiv und interessant
  • Unattraktiv und interessant
  • Attraktiv und uninteressant

Aber unattraktiv UND uninteressant?! Oh mein Gott! An den ich im Übrigen gar nicht glaube. Aber „oh mein Gott!“. War sie trotzdem lieb, warmherzig, aufmerksam und all so etwas? Ja! Vielleicht auch gerade deswegen. Keine Ahnung. Und ich komme in so einer Situation echt ins Grübeln. Ich bin in erster Linie Mensch und nicht nur ein bisschen keine Maschine. Außerdem ist das hier Teil 2 und nicht mehr Teil 1, richtig? Ja. Okay. Teil 1 hätte vielleicht noch zu mir gesagt: „Brich das Date so schnell es geht ab, Zeitverschwendung!“ Teil 2 sagt mir: „Du bist NICHT mehr auf der Pseudo-Suche nach (D)einer Traumfrau. Illusionen sind etwas für bezahlte Zauberer in Zaubershows. Das hier ist keine Zaubershow. Es ist ein Date mit einer Frau, die Du weder attraktiv noch interessant findest. Dann nimm es als Chance, als Lernprozess und versuche etwas zu kreieren, dass es interessant genug macht, hier gerne ein paar Stunden Zeit zu verbringen.“

Und damit ist auch der mentale Druck raus. Du bist nicht mehr da, um eine Frau zu daten. Sondern Du bist da, um mit einem Menschen etwas Zeit zu verbringen, die Gegend zu sehen und ein paar Eindrücke aufzunehmen. Fertig. So war es dann auch, ging ganz gut. Witzig ist übrigens meine generelle Prioritätenverschiebung. Wir waren draußen essen. Die Portion war für meine Verhältnisse ziemlich klein, aber dafür teuer. Man könnte also sagen: „Nicht viel, dafür teuer!“ Ich war schon lange nicht mehr mit einer Frau zum Date beim Essen. Ich koche die letzten Monate immer selbst, zu Hause. Und ich weiß auch warum. Da sind die Portionen groß, gesund und extrem günstig. Essen ist – wenn Du dich täglich körperlich schindest – echt ein Highlight des Tages.

Der Abschied und woran ich wieder einmal erkannte, dass ich Mensch bin

Ich mache es kurz. Ich finde sie immer noch super lieb. Ich könnte mir sogar vorstellen mich nochmal mit ihr zu treffen. Einfach weil sie ein lieber Mensch ist. Und ich glaube, dass sie eine Frau ist, auf die ich mich verlassen kann. Keine Instagra-Fake-Tussi. Für einen Städtetrip übers Wochenende oder so wäre das schon okay. So im Sinne von „gute Freundin“. Was ich in meinem Leben noch nie gemacht habe. Und ich sage nicht, dass ich das mit ihr möchte. Aber die Beschreibung an der Stelle nur, um das etwas nachvollziehbar auszudrücken, wie ich sie empfinde.

Wir fuhren vom ursprünglichen Treffpunkt aus mit einem Auto, ihrem, zum Essen und zum restlichen Sightseeing. Also brachte sie mich auch wieder zurück. Dann ist dieser Moment, kurz bevor Du aus dem Auto aussteigst. Der Motor lief noch. Sie überlegte kurz, zögerte und sagte: „Warte, ich steige mit aus.“ Das sind die kleinen Dinge, die ich toll finde. Hat etwas mit Respekt zu tun. Dass man sich anständig verabschieden kann, anstatt halb gedreht von Sitz zu Sitz. Das soll ja durch die Rotation kein seitliches Bauchmuskeltraining werden.

Sie wirkte etwas unentschlossen, unsicher. Ich löste die Situation schnell auf, umarmte sie herzlich und drückte sie ein paar Sekunden lang. Ich tat wie ich empfand. Dann wechselten wir noch ein paar kurze Worte und ich fuhr zurück in Richtung Heimat.

Über das gesamte Date hinweg spürte ich ihr aufrichtiges Interesse an mir. Sie hörte stets aufmerksam zu und auch ich lehnte mich immer wieder gerne zurück und tat es ihr gleich. Auch wenn ich zwischendurch die Themen etwas lenken musste, damit es interessant blieb. So ließ ich mir beispielsweise übers Segeln erzählen, etwas, das ich zwar gerne einmal tun würde, jedoch noch nie getan habe.

Es tat mir etwas leid, zu sehen, dass da ein Mensch vor mir war, der mehr Interesse an mir hat. Dem ich dasselbe Interesse jedoch nicht entgegen bringen kann oder könnte. Ich glaube, dass ist die größte Erkenntnis des Tages für mich. Was genau? Zu sehen, dass mein Herz funktioniert. Mitgefühl. An den Anderen denken. In den Anderen hinein versetzen. Das ist nicht emotional dramatisierend zu verstehen. Sondern ganz real. Wenn ich bedenke wie herzlos viele Menschen miteinander umgehen. Sich verabreden, „mal schauen wie der Andere so ist“, aber sich dann nach wenigen Minuten auch gleich hygienisch-edelstahl-sauber aus dem Staub machen und das Gegenüber stehen lassen wie einen kalten nassen Hund. So war ich nie, nicht einmal in Teil 1. Mensch bleibt Mensch.

Sie bat mich noch Bescheid zu geben, sobald ich gut angekommen sein würde. Aufmerksam. Echtes Interesse, nenne ich das. Aber nochmal, mir würde sie kein Stück leid tun, wenn sie wäre wie 95% oder noch mehr Prozent der Frauen. Ist sie aber nicht. Sie ist defintiv Mensch. Und ich auch. Und vielleicht ist das Grund genug in Kontakt zu bleiben, ich weiß es nicht. Wir werden sehen. Viel mehr gibts zu diesem Date nicht zu sagen. Es war eine gute Erfahrung. Sich mit Frauen zu treffen ist und bleibt eine tolle Sache. Traumfrau hin oder Traumfrau her. Betrogen werden (oder worden sein) hier oder betrogen werden dort. Trennungen hin oder Trennungen her. „Jeder Mensch ist anders“, da ist schon auch etwas dran. Jede Partnerin ist ein neuer Abschnitt. Mit neuen Eigenheiten. Das muss ich nicht erst zugeben, denn das habe ich nie abgestritten. Es ist schön, wieder ein Date gehabt zu haben.

Die Zwischenmenschlichkeit darf bei allem, das ich derzeit tue, nicht zu kurz kommen. Nur Ernährung, nur Sport, nur lesen und bilden wären zu wenig. Alles gut für den Körper, für die Psyche. Aber nichts fürs Herz. Und ich weiß, dass auch mein Herz Nahrung benötigt. Wir sind eben Menschen. In diesem Dating-Wahnsinn der Generation-Tinder zumindest noch vereinzelne von uns.

Ab zum Clubgamen!

Dieser Teil des Artikels wird kürzer. Ich bin nach dem Date noch in die Stadt gefahren. Ich war zum Date präpariert und vorbereitet, hatte im Auto Wechselklamotten dabei. Unter anderem 3 Paar Schuhe, für jeden Anlass etwas. Und auch ein Hemd. Ich fahre mit dem Auto nicht außer Haus, ohne ein Hemd! Und Sonstiges zum Umziehen. Wozu transportieren wir sonst fast 2 Tonnen durch die Gegend und wirklich Sinnvolles ist in aller Regel nicht in der Karre?! Mir hat mein Kulturbeutel in der Vergagenheit auch schon das eine oder andere Mal hilfreiche Dienste erwiesen. Du gehst raus, Du bist nachts unterwegs und dann am Ende der Nacht froh, dass Du Deinen Kulturbeutel im Auto liegen hast. Kam nicht so häufig vor, bei mir. Das wäre übertrieben zu sagen. Das ist kein Pickup-Fake-Blog. Aber es ist anders: Wozu hast Du eine private Haftpflichtversicherung? Bestimmt nicht deshalb, weil Du jeden Tag fahrlässig Dinge anderer Menschen zerstörst. Du zahlt jahrelang ein. Aber falls Du mal etwas verschuldest, bist Du froh, dass Du sie hast. So ist das auch mit der Kulturtasche. 😉

Jedenfalls hab ich mich dann mit meinem Auto in der Nacht an den Straßenrand gestellt, die Schuhe und das Oberteil gewechselt und bin weiter zum Clubgamen gefahren. Parfüm habe ich natürlich auch immer dabei. Und zu diesem Abend im Club gibts nicht viel zu sagen. Ein paar bekannte Gesichter getroffen. Ein bisschen Smalltalk hier oder dort. Ich war ein paar Wochenenden nicht mehr weg zuletzt. Die Musik war mega, genau mein Geschmack. Ein bisschen tanzen. Aber im Wesentlichen das Tun, was ich sonst am Liebsten tue: Ausschau halten. Bis auf ein kurzes Gespräch mit einem Mädchen habe ich an dem Abend keine Situationen suchen können. Obwohl ich meine Runden drehte. Es gibt solche Abende. Nicht schlimm. Kein „um zu“, wie ich zuletzt immer sage. Es kommt, wie es kommt. Oder es kommt eben nichts. Fertig. Ich strahlte den Abend über trotzdem, weil ich „endlich“ mal wieder ausgegangen bin. Wurde auch mal wieder Zeit.

Ich ging also zurück zu meinem Auto, sperrte auf und setzte mich. Nahm aus meiner Tasche mein Tablet und schaltete Youtube ein. Um ein Video zu sehen bzw. zu hören. Da ich ja nun fahren würde. Dabei sah ich zwei Mädchen an meiner Motorhaube vorbei laufen. Sie hatten neben mir geparkt. Ich sah die Eine an und lächelte. Sie lächelte zurück und lachte anschließend mit ihrer Freundin gemeinsam, was durch meine geschlossene Fahrerscheibe zu hören war.
Ich öffnete das Fenster und fragete: „Mädls, was ist so lustig? Ich will mit lachen!“
Die große braunhaarige antwortete: „Schaust Du beim Fahren Videos?“
Ich lachte und entgegnete: „Schauen nicht, aber hören! Immer die Zeit sinnvoll nutzen!“
Sie: „Was ist das für ein Video?“
Ich: „Etwas zur Weiterbildung, nichts Langweiliges.“
Sie: „Wie heißt das?“
Ich: „Warte, ich zeig Dir das Tablet, dann kannst Du selbst schauen. Das Thema sagt Dir wahrscheinlich nichts.“
Sie blickte auf den Titel, las ihn zweimal, blickte kurz ungläubig und sagte: „Wie bist Du denn drauf???“
Ich musste laut lachen und sagte: „Ja klar, immer Gas geben im Leben! Wir leben nur einmal!“
Daraufhin sie: „Du schaust Dir mitten in der Nacht ein Video zum Thema Geld verdienen an?!“

2019-08-18

Ich: „Klar. Ich komme doch gerade aus dem Club. Das war Spaß, totale Entspannung für mich. Ich teile das ganz gut ein, weißt Du. Feiern war gerade! Jetzt ist auch wieder gut. Spaß auf der einen Seite, aber danach auch wieder Gas geben auf der anderen Seite! Gute Nacht Euch!“

Und so fuhr ich davon… mit einem Lächeln und der nicht ganz neuen Erkenntnis, dass Herz und Verstand in einer Person zu vereinen möglich ist. Nur hat derjenige es damit eben nicht ganz leicht auf dieser Welt…

PS: Habe jetzt angefangen Spanisch zu lernen. Gehirnnahrung und so. Damit nicht die klassiche Unterforderung droht. Ihr wisst schon. 😉

PPS: Ich habe mir nochmal Gedanken darüber gemacht für wen ich meine Artikel schreibe. Nachdem ich zuletzt sehr deutlich darauf angesprochen oder ankommentiert wurde. 🙂 Ist jetzt total aus dem Kontext gerissen an der Stelle und das Thema hat einen eigenen Artikel verdient. Werde ich noch machen. Aber ich kann das Endergebnis auch schon mal kurz vorweg nehmen. Ohne auf Details einzugehen. Denn letztens habe ich auf einen Kommentar geäußert, dass ich meine Artikel für diejenigen Menschen schreibe, die mich verstehen können. Das muss ich etwas revidieren. Ich schreibe nicht primär für die Menschen, die mich verstehen können. Die haben es zwar definitiv leichter, nachzuvollziehen was ich aussage. Nein, primär schreibe ich ganz grundsätzlich für die Menschen, die etwas Positives in den Dingen sehen MÖCHTEN, die ich schreibe. Die sich weiterentwickeln wollen. Und zwar auf eine Art, wie ich es tue. Weiterentwickeln kann man sich auch anders. Zum Beispiel jeden Tag 5 Bier trinken. Entwickelt halt eine Alkoholresistenz, ist also auch Weiterbildung. Weiterbildung der Leber in dem Fall. Bis zur Zirrhose, wenn gewünscht. Aber das ist nicht meine Art. Muss jeder für sich selbst wissen, was er tut. Fakt ist: Der Wille alleine zählt! Oder: „Mental ist alles!“ Und ob Du ein Mensch bist, der von seiner Grundeinstellung her positiv ist und etwas Positives in meinen Dingen und Artikeln sehen möchte und in der Lage ist auch tatsächlich zu sehen, das musst Du selbst entscheiden. Ich hoffe es von Herzen sehr. Ich gebe mein Bestes. MEIN Bestes, okay. Nur MEIN Bestes. Muss nicht das Beste für alle Menschen sein. Die Entscheidung kann ich Dir nicht wegnehmen. Ich kann nur positive, neue, andere und durchaus kontroverse Anschubmotivation leisten. Bisweilen auch provozieren, klar. Ein Stilmittel der Kommunikation. Mehr nicht. Es ist und bleibt jedoch eine Frage der inneren Einstellung, worin jeder Einzelne von uns etwas Positives sieht und vor allem sehen MÖCHTE. Und da es genug Menschen gibt, die Dinge nicht nur zur Unterhaltung lesen, sondern sich auch positiv weiterentwickeln wollen, werden hier noch ganz viele Artikel folgen. 😉

Die gefühlte Leere nach dem Erfolg

Nein, es geht hier nicht um ein Wahnsinnsereignis. Nein, ich habe keinen riesigen neuen Erfolg zu verzeichnen. Nichts, das es spektakulär zu berichten gäbe. Vielmehr geht es mir um eine übergeordnete, eine allgemeinere Selbstreflexion.

Inspiriert zum heutigen Artikel haben mich zwei Dinge:

  1.  War ich zum Zeitpunkt der Artikelerstellung unterwegs auf einer Fortbildung. Nennen wir es eine Fortbildung aus der Kategorie „ich will nicht, aber sinnvollerweise mache ich es einfach“. Viele Stunden Anreise. Kosten für eine extra Unterkunft aufgrund der notwendigen frühzeitigen Anreise. Kosten für die Fortbildung an sich. Kosten für das Benzin. Die Anreise zu dieser Fortbildung hat mich nicht inspiriert, wozu auch. Was mich inspiert hat, war die Leere und Stille am Tag vor Beginn der Fortbildung. Als ich alleine war. Im Hotel.
  2. Ein Blogartikel von Romy Hausmann von mymonk.de (Warum Du Dich nach großen Erfolgen so leer fühlst). Aus irgend einem Grund lädt sich die Webseite bei mir allerdings seit gestern nicht mehr.

Doch zunächst der Reihe nach…

Die lange Anreise bis zum Hotel habe ich – wie immer auf meinen Fahrten – mit dem Lauschen vieler verschiedener Vorträge von Youtube ganz gut gefüllt. Irgend etwas muss schließlich von den Rückenschmerzen durch das lange Sitzen beim Fahren ablenken. 37 Grad. Keine Klimaanlage. Ich bin nämlich nicht mit meinem Auto gefahren. Hätte auch nichts geändert. Das hat nämlich auch keine Klima! 😉 Die Zeiten der Sportwagen sind für mich inzwischen vorbei. Diese Zeiten stammen aus Teil 1. Heute ist Teil 2. Mit Beginn meiner letzten Beziehung ging folgerichtig Teil 1 zuende und damit auch ein großer Teil meiner damaligen Lebensführung. Ich tauschte Spaß und Freerider-Sein gegen Vernunft, als neu gebackener Stiefpapa und (für mich zumindest gefühlt Ehe-)Partner. Stiefpapa bin ich nicht mehr. Partner auch nicht. Die Vernunft ist aber geblieben. Das Freerider-Sein kehrt langsam wieder zurück. Nur ohne Sportwagen. Mal sehen.

Die Pausen jede Stunde auf der Autobahn bringen nur einen kurzen lindernden Effekt für die Rückenmuskulatur. Außerdem habe ich zum Zeitvertreib immer wieder telefoniert mit Freunden. Und Nachrichten und Sprachnachrichten mit einer Frau ausgetauscht, die ich vor kurzem kennen gelernt habe.

Der Unterschied zwischen „Mädchen“ und „Frau“

Vielleicht ein kurzer Einschub diesbezüglich:
Sie ist eine Frau, die ich menschlich echt Klasse finde. Mir fällt dabei gerade auf, dass ich meine Bekanntschaften manchmal „Mädchen“ nenne und manchmal „Frau“. Sie ist eine Frau, kein Mädchen. Das ist keine Wertung, es ist eine Feststellung. Eine, die ich am jeweiligen Charakter und an der Reife der Person festmache. Sie hat Klasse und Stil. Und das Kennenlernen war eine echt witzige Begebenheit. Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich unsere erste Begegnung in einem meiner Artikel bereits berichtet habe. Hm. Egal.

Ich hatte sie jedenfalls in einer Bar angesprochen, als sie recht gelangweilt wirkend herumstand. Ich war gerade auf dem Sprung nach draußen, um nach Hause zu gehen, allerdings konnte ich die Location nicht verlassen, da es aus allen Eimern geregnet hatte. Also habe ich die Zwischenzeit nutzen wollen und sie angesprochen. Ich rechnete mit einer bitteren Reaktion, etwas wie „ach komm, lass mich einfach in Ruhe!“. Ja wirklich, so wirkte sie. So stand sie da, angelehnt an die Wand. Genervter Blick. Keine Ahnung warum. Körpersprache ist ja meins. „Wie ansprechen“, war die Frage? Einen Mega-Korb abholen? Klar! Immer nur zu. Was solls. Schlimmer im Leben kann es nicht kommen, als Single zu sein, beziehungstechnisch betrachtet. Im schlimmsten Falle bleibe ich auch nach dem Ansprechen noch Single. 😉 Und ein Korb tut nicht weh. Der prallt ab. Yes! Früher hätte ich noch gesagt: „Abgehärtet. Hart wie Krupp-Stahl.“ Heute ist das anders, da kann ich durchaus stolz sagen: „Ja und, ein Korb. Kein Korb? Egal. Ein Korb? Egal. Ändert nichts daran, dass ich ein toller Mensch bin.“

Es ist ein mentaler Unterschied. Mindset 2.0. Ein Unterschied, der mit Worten nicht beschreibbar ist. Jedenfalls „wollte ich es wissen“. Also sprach ich sie an. Es hatte mich tatsächlich interessiert, warum sie so schlecht gelaunt ist. Und es hat mich tatsächlich interessiert, ob ich einen mega Korb bekomme. Oder nicht… Oder nicht! Ich hatte sowieso keine Gelegenheit die Bar zu verlassen, außer ich wollte mich auf eine Wildwasserfahrt mittem im Tsunami begeben. Nein danke. Dann lieber den mega Korb mitnehmen, anstatt die Zeit nur zu verbummeln. Also habe ich einfach mit dem eröffnet, was auf der Hand lag. Ihrer offenbar nicht gerade perfekten Laune. Es entwickelte sich daraus doch ca. eine Stunde Gespräch. Im Zwischengang einer Bar, wohlgemerkt! Im Stillen. Der Regen hatte in unserer Quatscherei längst aufgehört. Und sie war wieder gut gelaunt. Einen Menschen „zu heben“ hat was, ich mag das. Inzwischen tauschen wir uns täglich aus, im Moment würde ich da eher von dem Beginn einer Freundschaft sprechen als vom Beginn etwas anderem. So betrachte ich das auch, ein Kennenlernen des Menschen. Sie interessiert mich. Ich bin neugierig. Aber ich weiß auch, dass sie ein paar Jahre älter ist als ich. Ist mir aber egal, die Seele interessiert mich in dem Fall mehr als irgend ein „Ergebnis“. Ich möchte sie kennen lernen. Und sie mich. Das wars. Oder auch nicht. Was weiß ich.

Zurück zum Hotel, am Vortag der Fortbildung:
Als ich im Hotel angekommen bin, war ich ziemlich geschlaucht. Einfach fertig. Allerdings hatte ich für diesen Tag noch keinen Sport gemacht, also bin ich erstmal los gezogen. Joggen und Freiluft-Ganzkörpertraining. Nur nicht rosten. Der Sixpack kommt nicht vom Herumliegen, sondern vom sich schinden. Ich war echt müde und so wurde es zwar nur eine kurze Schinderei, aber eine wertvolle. Denn sich zu schinden, obwohl man müde ist und keine Lust hat, das unterscheidet den Macher vom… ja… nennen wir ihn… äh… „faulen Sack“.

Doch nach dem anschließenden Duschen passierte es. Ich fühlte diese Stille und Ruhe in dem gelinde gesagt doch sehr kleinen Hotelzimmer. Es war günstig, keine Frage. Es erfüllte seinen Zweck. Aber Komfort ist etwas anderes. Was gönnt man sich (eben nicht), wenn man Hotels aus eigener Tasche bezahlen muss. 😉

Stille und Einsamkeit bewirken…?

Und so saß ich auf meinem Bett und stellte fest, dass es nicht nur im Zimmer ruhig war. Ich wurde ruhig. So ruhig, dass es unbehaglich wurde. Etwas fühlte sich anders an als sonst. Die letzten Wochen zuvor war ich bereits tagein und tagaus alleine. Dabei befand ich mich in meiner neuen inzwischen gewohnten Umgebung und das Alleinsein tat vielleicht auch deshalb gut. Nun aber verweilte ich in der Fremde. Irgendwo im Nirgendwo. Gefühlt am anderen Ende des Landes. In einem (viel zu) kleinen Hotelzimmer. Alles etwas abgewirtschaftet, das Licht im Bad viel zu dunkel. Die Vorhänge alt, dafür gab es Lärm von der Hauptstraße. Sauber war es immerhin, das ist ja das Wichtigste. Und ich wurde still und nachdenklich. Einfach mal kein Youtube. Kein neuer Input. Und auch keine körperliche Anstregung durch Krafttraining.

Stille bewirkt regelmäßig etwas in uns. Besonders jedoch dann, wenn wir in der Fremde sind. So jedenfalls meine gerade getane bewusste Erfahrung. Zeit zum Nachdenken, aber viel mehr Zeit zum in sich hinein horchen. Irgendwie fühlte es sich beklemmend an. Ich weiß nicht einmal was genau. Es war ein Gefühl der Einsamkeit, vielleicht gemischt mit einem Gefühl der Orientierungslosigkeit. Vermutlich hat es damit zu tun, dass ich eine Fortbildung besuche, die ich nicht gerne besuche. Vielleicht geht es uns allen so, wenn wir etwas tun müssen, das wir nicht tun wollen, besonders an einem Ort, an dem wir nicht sein wollen, aber sein müssen.

Ich habe das Gefühl nur wahrgenommen und gar nicht versucht dagegen anzukämpfen. Das hätte ich vielleicht ganz früher noch getan, dagegen anzukämpfen. Das Gefühl versuchen zu kaschieren, zu überspielen oder auch mal zu ertränken. Heute ist das anders, da nehme ich mein Gefühl wahr als das was es ist. Nur ein Gefühl. Das gekommen ist, um ein bisschen zu bleiben. Mich vielleicht auch ein bisschen zu ärgern, wer weiß. Und schon bald wieder gehen wird. Gefühle lösen Gefühle ab. Dessen bin ich mir längst bewusst. Da ist sie wieder, die so oft von mir angesprochene Beobachterperspektive. Ich bin dankbar um meine eigene Entwicklung. Dankbar für all die Wege, Mühen, Tränen, Qualen, Diskussionen und Ausprobierereien, bis ich letzlich in den letzten Jahren dahin gekommen bin, wo ich nun stehe. Wenn wir ein schlechtes Gefühl verspüren, dann haben wir es selbst in der Hand diese Gefühle nicht zu durchleben. Sondern sie nur wahrzunehmen, zu benennen und vorüber ziehen zu lassen. Das ist Gedankenfreiheit. Und Gefühlsfreiheit.

In dem oben verlinkten Artikel geht es um Erfolg und darum, warum wir uns nach einem Erfolg so leer fühlen. Die Quintessenz ist, dass wir zwar das Erreichen eines Zieles als Erfolg definieren und auch so empfinden, jedoch dann eine Leere spüren. Warum?

Sie bringt ein Zitat, das ich hier gerne 1 zu 1 übernehme, weil es einfach passt:

„Wonach sich die menschliche Natur in ihrem Inneren sehnt, ist gar nicht Erfolg, sondern Wachstum. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Wenn wir etwas erreicht haben und uns dann plötzlich auf dem Gipfel des Berges wiederfinden, wird uns bewusst, dass es nun eigentlich keinen anderen Weg mehr gibt, als den Abstieg. Daher führen Erfolg, Ruhm und Reichtum oft zu Melancholie und Depressionen. Dabei ist es nicht so, dass wir undankbar wären oder nicht zu schätzen wüssten, was wir erreicht haben. Nur wird uns bewusst, dass es nicht das Stehen auf dem Gipfel ist, was uns erfüllt. Es war der Aufstieg.“

Die Autorin des Artikels erklärt, dass Wachstum und Erfolg voneinander getrennt zu betrachten seien. Und dass diese beiden Dinge im Wechsel stattfinden würden. Wobei in uns Glücksempfinden ausschließlich durch das Wachstum, also durch den Aufstieg auf den Gipfel des Berges, entsteht. Erfolg an sich ist also nur die letzte Spitze des Eisbergs. Und wenn man da oben auf dem Gipfel steht, kann es anschließend nur bergab gehen.

Chancen-Risiko-Verhältnis

Und was hat das mit mir und meinem Alleinsein im Hotelzimmer zu tun? Ich habe nachgedacht. Irgendwie empfinde ich meine persönliche Weiterentwicklung in den letzten Wochen als einen großen Erfolg. Aus der an sich depressiven Situation sich selbst wieder ins Lachen drehen zu können, ist ein Erfolg. Einer, den kein Mensch mit Geld bezahlen kann. Inzwischen pumpt mein Herz das Lebenselexier wieder durch meine Adern. Ich weiß, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Aber ich verspüre dabei auch, dass ich bereits Erfolg habe. Und irgendwie fühlt es sich derzeit für mich auch ein wenig so an, dass ich bereits da oben auf dem Gipfel stehe. Oder fast ganz oben.

Ich verspüre kein sonderliches Bedürfnis mehr eine neue Partnerin kennen zu lernen. Ich lerne lieber wieder Menschen kennen. Aller Art. Aber nicht speziell eine Partnerin. Wenn es doch so kommt, okay. Wenn nicht, ist es mir inzwischen egal. Weil es keine große Rolle spielt. Es würden sich lediglich negative Erlebnisse auf der einen Seite als Single mit positiven Erlebnissen auf der anderen Seite einer Partnerschaft abwechseln. Toll, oder? Ja. Zweifelsfrei. Aber es würde sich eben auch umgekehrt abwechseln. Ich müsste positive Dinge des Alleinseins tauschen gegen Negatives einer Partnerschaft.

Lassen wir auch mal den Kopf zu Wort kommen, nicht nur das Herz:
An der Börse spricht man vom Chancen-Risiko-Verhältnis. Ein kluger Investor macht den Deal nur, wenn es hinsichtlich den Chancen zum Risiko mindestens 2 zu 1 für ihn steht. Also mindestens eine 2 mal so lange potenzielle Upside einer maximal einfachen Downside gegenüber steht. Aus der Sicht ist der Deal einer Partnerschaft kaum ein 2 zu 1. Nicht einmal. Anfänglich sieht es vielleicht so aus, ja. Später…? Hm. An der Börse mache ich gerne Trades mit einem Chancen-Risiko-Verhältnis von 3:1 oder besser mehr. Also ist ein 2:1 schon nichts besonderes. Das wäre eine Durchschnitts-Frau, so betrachtet. Es wäre ein Durchschnitts-Trade. Einer, den man gerne mitnimmt. Aber er bringt nicht die ganz große Performance in den Jahresabschluss. Wäre vielleicht eine 5, wenn wir das rein auf die Optik einer Frau reduzieren. Wie groß ist die Chance, dass eine Beziehung für immer hält? Hm. 1 zu wieviel? Wieviele Partner hatte ein Mensch in der westlichen Welt, bevor er stirbt? Wieviele Beziehungen führte ein Mensch, bevor er stirbt? Wieviele Frauen hat ein Mann „verschleißen“ müssen, ohne zu merken von ihnen selbst verschlissen zu werden, bis er endlich seine „letzte“ Frau kennen lernen darf und mit ihr (vielleicht glücklich?) stirbt? Es ist einfach ein maximal schlechter Deal. Von 2:1 ist man meilenweit weg. Es ist ein 1 zu X oder 1 zu XX. An der Börse würde ich von so einem Trade die Finger lassen. Es wäre ein Zock. Mehr nicht.

Ich hatte die letzten Tage Stress bis zum Anschlag. Eine Projektarbeit termingerecht zu erledigen zum Beispiel. Wieder einmal habe ich geliefert. Ergebnis abwarten. Eine Fortbildung ewig weit entfernt über mehrere Tage hinter mich gebracht. Und dann ist zu allem Überfluss auch noch der Auspuff meines Autos kaputt gegangen und einfach abgebrochen, weil abgerostet. Ja, ich fahre eine alte Kiste. Nicht mehr (zusätzlich) einen nagelneuen Sportwagen wie in Teil 1. Brauche ich derzeit nicht. Und es war wahnwitzig wieviele Kilometer ich die letzten Tage auf den Autobahnen herunter gerissen habe. Hätte ich eine Partnerin, hätte sie organisatorisch geholfen. So war es in der letzten Beziehung. Ich wäre bei der Fortbildung gewesen. Derweil hätte sie sich um den Auspuff und die Werkstatt gekümmert. So allerdings habe ich alles alleine erledigt.

Und was habe ich dabei wieder einmal gesehen? Ich kann das alleine auch. Auch wenn es noch so anstrengend ist. Na und. Und musste mich dabei weder betrügen noch verarschen noch vereinnahmen lassen. Das soll nicht gequält klingen. Eine Partnerschaft bringt viele Vorteile mit und ist über weite Strecken echt schön. Sage ich doch auch ehrlich. Aber sie ist das eben nicht nur. Das Dicke Ende kommt (in der Regel) zum Schluss. Und das ist die Illusion, die mir in den letzten Wochen langsam aber stetig klarer wird und sich in Luft auflöst. Nochmal: Eine Partnerin zu haben, bringt Vorteile.

Und Nachteile! Du tauschst etwas gegen etwas anderes. Aber ob das Eine oder das Andere unter dem Strich einen größeren Mehrwert bringt, ist in jedem Fall noch ungewiss. Das bleibt also abzuwarten. Und zeigt sich dann im Laufe der Zeit. Aber am Ende zeigt sich (fast immer) was?

Ihr kennt mich inzwischen ja, mich und meine (neue) Einstellung… 🙂 Eben, am Ende zeigt sich (fast immer), dass alles für die Katz war. Weil es aus irgend einem Grund wieder einmal zu Ende ist. Außer man hat das Glück unter all den Bekanntschaften endlich „die Eine“ gefunden zu haben. Mit der man alt wird und gemeinsam die Erde verlässt. Unglücklicherweise kann das keiner vorher wissen. Es ist also jedes neue Mal eine weitere Reise ins Ungewisse. Und jedes Mal hauen wir uns den Kopf an. Und jedes Mal hoffen wir wieder, dass diesmal alles anders werden würde. Erst lieben wir uns. Und am Ende wünschen wir uns am liebsten eine Zeitmaschine, um zurück zu reisen. Wer mir etwas anderes erzählen möchte…? Behaltet es für Euch. Ich glaub das nicht. 😉

Und ich weiß, dass ich gerade Erfolg habe. Mein ganz persönlicher Erfolg. Wieder sehr frei zu sein. Unabhängig. Auf einem guten Weg, das spüre ich. Aber eben nicht nur auf dem Weg. Sondern teilweise schon am Ziel. Viel früher als gedacht. Und vermutlich habe ich im Hotelzimmer, alleine, deshalb eine Leere verspürt. Ich hatte mich selbst gefragt: „Und jetzt? Du brauchst keine Frau mehr. Du hast so gekämpft, um frei zu sein. Jetzt bist Du frei. Und nun?“

Gute Frage, oder? Und nun? Hm.

Zwischen Freiheit und Fesseln.

Neue Ziele anvisieren. Neue Wege gehen. Neue Erfolge verbuchen. Ich bin motiviert bis in die Haarspitzen. Ich werde wieder im finanzwirtschaftlichen Bereich angreifen und mich wieder aktiv um meine Investments kümmern. Denn Schönheit vergeht, trotz all dem „Hauptsache hübsch“. Geld aber bleibt. Aus einer 8 oder 9 oder 10 wird irgendwann auch eine alte Frau. Eigentlich ist doch alles egal, was solls. Frau hin, Frau her. Geld hin, Geld her. Was ändert es. Spaß und Zufriedenheit im Leben sind wichtig. 🙂

Und Dummheit bleibt übrigens auch. Herzlosigkeit meistens ebenfalls, erst recht. Ich will keine Entscheidung treffen zwischen erfolgreich sein in finanzieller Angelegenheit oder erfolgreich sein in Sachen Beziehung. Derzeit zieht es mich allerdings eher in Richtung Unabhängigkeit und Freiheit. Und eine Frau steht nicht gerade für diese beiden Aspekte des Lebens.

Wenn überhaupt jemand absolut verlässlich auf der Welt ehrlich sein kann, dann nur jeder Einzelne sich selbst gegenüber. Am Meisten. Ich habe mein erstes Etappenziel erreicht, noch viel früher als mir klar war. Viel früher als mir überhaupt bewusst war, dass es ein Etappenziel darstellt. Frei zu sein. Frei vom Wunsch eine Partnerin zu finden. Besonders schnell eine Partnerin zu finden. Brauche ich nicht. Nicht wieder dieses ganze Hollywood-Drama von vorne. Wieder dieses „ich liebe Dich, Du bist so toll, mit Dir möchte ich für immer zusammen sein“, gefolgt von einem „verpiss Dich“. Auch wenn letzteres so wörtlich nie gefallen ist, in Wahrheit ist das aber Tatsache und doch das, was ein „ich möchte Dich nicht mehr“ bedeutet.

Ich weiß, dass ich mich selbst möchte. Und schon habe. Wozu dann noch strampeln. Um eine Frau, die mir was geben kann? Aufmerksamkeit. Okay. Aber ich gebe mir doch längst die maximale Aufmerksamkeit. Früher hat die Frau einen großen Teil meiner Aufmerksamkeit bekommen. Die ich jetzt wieder zurück erhalten habe. Mag es der viele Sport sein, 5 bis 7 mal pro Woche.  Mag es meine konsequent durchgezogene Ernährung sein. Mögen es Ausflüge, mein nächster Urlaub oder auch meine wochenendlichen Bar- und Clubbesuche sein. Ich habe doch schon die Aufmerksamkeit von dem Menschen bekommen, der mir am Wichtigsten ist. Die von mir selbst. Wird Zeit, endlich.. Ich will nicht sagen, dass ich schon bei 100% bin. Aber nicht mehr weit weg. Und ich weiß, dass ich bei 100% ankommen werde.

Was bringen mir dann noch die weiteren Prozente einer anderen Person, die das im Fall der Fälle als Druckmittel in die Waagschale werfen wird. Die mir zwangsläufig – nicht einmal böse gemeint – Aufmerksamkeit, die ich mir im Moment selbst schenke, absaugen wird. Und sich dann aller Voraussicht nach mit all den Prozenten (wieder) aus dem Staub machen wird. Wie all die Shopper mit den Prozenten beim Mid-Summer-Sale. Statistisch betrachtet wird das höchstwahrscheinlich passieren. So wie es höchstwahrscheinlich auch nächstes Jahr wieder einen Mid-Summer-Sale geben wird. Geschichten wiederholen sich leider. Schön, dass beim Mid-Summer-Sale alle ihre Einkaufstaschen voll packen und aus dem Laden verschwinden. Ich musste kürzlich erst all meine Umzugskartons packen und verschwinden. Mein ganz eigener Mid-Summer-Sale. Ich wurde eben ausverkauft. Leider geil.

Außer…? Ich weiß es nicht. Vielleicht „außer, wenn wir aufhören irgendwelche Geschichten schreiben zu wollen“. Vielleicht passieren dann Wunder. Andere Dinge. Magische Dinge. Miracles. Keine Ahnung. Aus jetziger Sicht ist es mir auch wirklich egal. Soll eine Frau in mein Leben treten. Oder es bleiben lassen. Klar würde ich gerne Papa werden. Und wenn nicht? Dann habe ich einige Vorteile gegen einige andere eben nicht eingetauscht. Und behalte meine Nachteile ohne sie gegen andere Nachteile einzutauschen. Kein schlechter Deal, so gesehen. Nix für nix. Passt doch. Chancen-Risiko-Verhältnis von 1:1. Ein No-Deal. Ein Münzwurf. In 50 Prozent aller Fälle gewinnst Du. Wie der Brexit ein No-Event ist. Das sagte ich schon vor Monaten einem meiner Kollegen voraus. Wer nicht ganz doof ist und selbst denken kann, den überrascht das alles doch nicht. Der No-Brexit genauso wenig wie die Geschichten mit bzw. von all den Frauen. Alles also nicht schlechter als vorher. 😉

Ich glaube es ist die Zeit gekommen, in der ich nun vollständig unabhängig und frei werden kann und das auch tun sollte. Und so wie ich mein bisheriges Leben kenne, kommt genau dann wieder „die Eine“ um die Ecke. So war es beim letzten Mal. Ich hatte das damals hier beschrieben. Als ich anfing keine Freundin mehr zu wollen bzw. zumindest deutlich weniger aktiv draußen in Bezug auf Frauen zu sein… ja genau zu dem Zeitpunkt hat mich die Granate meines Lebens getroffen. Zunächst im Positiven doppelten Sinne. Um mir danach granatenartig alle Gliedmaßen zu zerfetzten. Wer mit dem Feuer spielt… verbrennt sich. Das sind eben diese Granten mit Zeitzünder. Besonders fies. Die explodieren nicht gleich, sondern dann, wenn Du es am wenigsten erwartest. Das demoralisiert den Feind ganz besonders, wenn im Hinterland die Bomben hochgehen.

Ich werde beim nächsten Mal meine Finger von Frauen lassen, die nicht aus vollständig geklärten familiären oder beziehungstechnischen Situationen kommen. Ich werde meine Finger von Frauen lassen, deren Umfeld aus nicht-integeren Party-Girls besteht. Ich werde meine Finger von Frauen lassen, die mir suggerieren, dass zwischen uns alles absolut perfekt sei. Ich werde nicht mehr wegsehen, wenn ich kleine Dinge entdecke, die mich viel mehr stutzig machen sollten, anstatt mir selbst einzureden, dass es „bestimmt eine vernünftige Erklärung“ für das oder jenes Verhalten der Frau geben würde. Nicht Wert jetzt ins Detail zu gehen, soll reichen.

Ich werde einfach nicht mehr illusorisch eine Frau kennen lernen. Ich game allerdings auch nicht mehr. Ich pickuppe also nicht mehr. Wenn ich inzwischen merke, dass hinter dem hübschen Gesicht nur eine leere Hülle steckt, bin ich weg. So einfach ist das. So habe ich das die letzten Wochen auch mit all meinen Gesprächspartnerinnen gemacht. Ich will den Menschen kennen lernen. Keine Erwartung. Vielleicht sogar das Gegenteil einer Erwartung. Ich gehe rein und schaue was passiert. Mehr nicht.

Es spart Nerven. Es spart Zeit. Und es bewahrt meine Unabhängigkeit. Es ist ein Luxus, einer Frau sagen zu „können“, dass ich sie in dem Moment nicht mehr in meiner Nähe oder in meiner Wohnung haben möchte und sie gehen solle. Wie bei Fr. Kaufhaus letztens. Wenn sie einfach dämlich, dreist, unerzogen, unaufmerksam oder eine Möchtegern-Poweremanze ist. Oder auch eine Mischung aus all den Dingen. Dann erst recht. Tschüsschen. Geh einfach. Geh mit Gott, aber geh.

Ich könnte längst joggen gehen, stattdessen soll ich mich mit ihr unterhalten oder Schlimmeres, vielleicht sogar körperlich werden? Weil ich mich selbst in so eine Situation manövriere. Weil ich ich bin. Weil ich offenbar interessant genug bin, dass man (bzw. Frau) seine Zeit mit mir verbringen möchte. Weil ich nicht einer von vielen bin. Weil ich weiß was ich möchte. Macht attraktiv. Weiß ich inzwischen doch. Die Miss Universum auf dem goldenen Podest. Drauf geschi****n. Peep. Aber wer fragt mich, ob ich sie attraktiv finde? Ihre Art? Die Optik mag okay sein, bisweilen auch granatenartig. Und weiter…?

Endstation Freiheit

Und ich sage: Geh Deinen eigenen Weg, ganz ohne Frau. Und irgendwann wird da am Wegesrand eine Frau stehen. Eine, die es nicht mit jedem für einen Fuffi macht. Sondern die da wartet, weil sie der letzte Mann mit einem Arschtritt aus dem Wagen befördert hat. Genau wie ich mit einem Arschtritt aus dem Wagen befördert wurde. Ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen, ganz im Gegenteil. Und dafür dennoch den Arschtritt bekommen. Es gibt ganz bestimmt Frauen da draußen, denen es genauso erging. Die zu schätzen wissen, wen sie nun kennen lernen dürfen und vor sich haben. Und die erkennen, dass ich jemand bin, der es Ernst meint. In allen Belangen. Zu ernst, für viele. Gerade recht ernst genug, für die eine ganz Bestimmte.

Und besonders ernst meine ich es nun mit mir. Es geht nun um neues Wachstum. Der letzte Erfolg ist verbucht. Freiheit. Ist abgehakt. Passt. Neues Ziel: Die totale Unabhängigkeit. Von allem. Bis auf von mir selbst. Mich möchte ich nie wieder hergeben müssen, nicht mal an eine Frau, die mir einreden möchte, dass ich etwas Besonderes wäre. Weiß ich schon. Nicht böse gemeint, aber ich weiß es schon. Danke für die lieben Worte. Es geht nun um mich. Und ob es auch um Dich geht, das sehen wir dann. Nicht sofort. Nicht jetzt. Sondern dann. Wachstum ist angesagt, den Gipfel hoch steigen. Auf dem Gipfelkreuz weiß ich schon, was stehen wird: „Endstation Unabhängigkeit“.

2019-07-03

PS: Ich habe mir gerade ein Glas Sekt eingeschenkt. Der erste Alkohol seit Wochen. Darf auch mal sein. Trotz Training und Ernährung und sonst was. Zum Wohl. Und auf mich selbst…! 😉

Sich jeden Tag neu zu motivieren

Wenn ich da draußen in der Welt unterwegs bin, habe ich das Gefühl, dass die alle gerne wollten, aber es nicht tun. Sie wollen immer alles Mögliche. „Ich hätte gern dies und ich hätte gern das…“, aber was genau tun sie dafür?! Nichts. Schön wärs. „Nichts“, wäre ja noch gut. Nein. Die Menschen tun alles dafür, dass sie noch weiter von ihren Träumen und Zielen weg kommen.

Beispiel?

In den vielen Gesprächen, die ich derzeit wieder vermehrt beim Weggehen führe, geht es wiederkehrend um ähnliche Themen. DAS Hauptthema ist oft das Körperliche. Da wird berichtet von Rückenschmerzen. Oder dass sich ein „paar“ Gramm zuviel auf die Hüften abgelegt hätten. Gerne auch beides in Kombination. Und während die Menschen das erzählen, schlürfen sie an ihrem Sahne-Cocktail, alternativ auch gerne einem Zucker-Cocktail (Mojito oder so). Gift also. Purem Gift.

Was für ein psychologisches Laienschauspiel. Ich wünsche mir A und tue GLEICHZEITIG B. Verrückt, oder? Und so geht es dann weiter mit der Ernährung im Allgemeinen. Wenn ich schon übergewichtig bin und vor allem, wenn ich DAS schon erkannt habe (sehr gut, immerhin!)… warum stoppe ich es dann nicht zumindest? Warum schaufele ich mir weiter kiloweise Zeug in den Magen, das das Gegenteil dessen bewirkt, was ich mir erträume?

Soll es hier heute um Ernährung gehen? Nein. Es soll darum gehen, warum Menschen A wünschen und gleichzeitig B tun. Und viel wichtiger für mich persönlich ist dabei das Thema Mann-/Frau-Beziehung. Denn dort findet das Gleiche in grün statt.

Frau wünscht sich tatsächlich (in der Regel!) A: „Ich wünsche mir einen lieben, einen netten, einen fürsorglichen, einen romantischen tollen Mann.“

Frau handelt (in der Regel!) hingegen B: „Der Typ da vorne ist mega. Der hat einen irren Körper und sein Style ist einfach cool. Die Tattoos und dieser gebräunte Teint. Hmmm… und wie der die Menschen um sich herum in seinen Bann zieht… was für ein MANN!“

Sie wünschen sich den Versorger. Sie schnappen sich (denken sie! In Wahrheit werden sie geschnappt, ohne es zu merken 😉 ) allerdings den Alpha. Der Versorger ist recht selten ein Alpha. Der Alpha versorgt nicht, außer sich selbst. Er ist, wenn ich ihm symbolisch einen Beruf zuordnen müsste, der Party-Organisator. Du kannst Gast auf seiner Party sein, klar. Da bist Du sogar durchaus willkommen. Nur solltest Du als Gast auf seiner Party eben wissen, dass er außer Dir noch viele andere Gäste „betreut“. Und vor allem, dass das hier nicht die einzige Party ist, die er „organisiert“. Im Sport würde man sagen: Du bist also sicher nicht DAS alles entscheidende Endspiel für ihn. Du bist noch nicht einmal wichtiger Teil des Turniers für ihn. Du bist nur eine Partie in einer Reihe von Turnieren. Du bist also noch nicht einmal die Kategorie 2 für ihn. Du bist auf 3 oder 4. Also sei am Ende nicht traurig, dass Du zwar den trainierten Alpha hast, aber als leere Hülle hinterlassen wirst.

Bewusstheit würde hier helfen. Schau mal genau hin.

Dunning-Kruger-Effekt

Dieses weibliche Verhalten ist definitiv ein Widerspruch in sich. Für die „moderne“ Frau. Für die Frau, die meint. Die meint dies oder dies zu brauchen und deshalb dies oder das zu tun. Ja. Meint sie. Weil sie nullkommanull bewusst lebt. Und das ist es auch, was sie am aller Meisten ablehnen würde, wenn man es ihr vorhält und sie darauf anspricht. „Nein, also ich bin nicht so. Ich mache meine Sachen immer sehr bewusst.“ Ja, ganz sicher. So bewusst, wie der Teenager total erfolgreich in seinem Job ist. Träum‘ weiter. Mein‘ weiter.

Andererseits sind es sowieso immer die anderen Menschen, die viel dümmer sind als man selbst. Man selbst ist stets viel weiter. Man selbst „ist nicht so wie die Anderen“. Da schließe ich mich und mein Denken schon mit ein, keine Sorge. Gelegentlich neige ich auch zu geistigen Höhenflügen und verliere dabei den Erdboden aus den Augen. Sagt man mir gemeinhin nach. Jedem von uns geht es manchmal so. Gut, vielleicht nicht ganz so extrem… 😉 Aber ich mache mir zumindest Gedanken darüber. Und ich bin mir bewusst, dass es da draußen auch tolle Menschen gibt, die auf vielen Gebieten mir weit voraus sind. Auch wenn ich das leider selten erlebe, dass ich Menschen treffe, die mir in Gebieten, die mich auch wirklich interessieren, ernsthaft voraus sind. Das liegt aber an meinem Naturell. Wenn mich etwas interessiert, mache ich es selbst schon zu 110%. Da wird es natürlich schwer, andere zu finden, die mir etwas beibringen können. Zu denen ich thematisch aufblicken kann.

Es ist allerdings ein großer Irrglaube zu meinen, dass man selbst IMMER besser ist als all die Anderen. Dunning-Kruger-Effekt. Wikipedia sagt dazu: „Als Dunning-Kruger-Effekt wird die systematische fehlerhafte Neigung relativ inkompetenter Menschen bezeichnet, das eigene Wissen und Können zu überschätzen und die Kompetenz anderer zu unterschätzen.“

Bin ich gerade selbst dem Dunning-Kruger-Effekt unterlegen? Mit meinen letzten paar Sätzen, zwei Absätze zuvor? Wer weiß. Aber ich mache mir Gedanken darum. Ich bin mir bewusst. Ich denke. Also bin ich. Hat dochmal jemand gesagt, oder? Viele Grüße, René Descartes.

1 + 1 = 3

Unbestreitbar klar sein muss und ist mir, dass andere Menschen eben ANDERE Dinge ganz toll können. Deshalb suche ich als Mann – so sehe ich mich selbst ! – eine feminine Frau. Meinen Gegenpart. Menschen sollten sich ergänzen. Ich glaube an die Polarität und die Erfüllung durch das Prinzip 1 + 1 = 3. Deshalb wünsche ich mir eine Frau, die zu ihrer Weiblichkeit steht und genug Selbstvertrauen hat, sich und ihre feminine Seite auszuleben. Selbstvertrauen, das nötig ist in einer Welt mit verquerten Werten. Solchen Werten, die systematisch künstlich gezüchtet wurden von Männern in Anzügen, die nur das Ziel hatten und haben, allen Frauen einen Schnurbart zu verpassen und sie so in den Kampf gegen die ursprünglichen Männer, die mit den echten Bärten, zu schicken. Verlieren tun am Ende beide. Die mit den aufgeklebten Bärten, weil sie nicht merken, dass sie Fasching spielen. Und die mit den echten Bärten, weil sie nicht merken, dass sie längst rasiert wurden.

Dieses ganze Gebahren ergibt sich erst aus der totalen Unbewusstheit. Der kollektiven Unbewusstheit einer ganzen Gesellschaft und vor allem der aktuellen Generation von Frauen (und Männern). Alles soll ablenken. Alles ist schnelllebig. Alles muss rasend stattfinden. Langsam und in Ruhe gibt es kaum mehr. Ständig läuft der Fernseher oder das Radio. Wer hält es 30 Minuten zu Hause im Wohnzimmer ohne jeden Ton aus? Wo doch bekannt sein müsste, selbst den Letzten, dass eine Fülle nur aus einer Stille entstehen kann. Wie sagt Eckhart Tolle auch so schön: „Musik, wie wir sie wahrnehmen, kann nur deshalb entstehen, weil zwischen den einzelnen Tönen gerade keine Töne stattfinden. Weil dort Stille ist. Weil da ganz viele kleine Pausen sind.“

Es ist keine Frage der Betrachtung. Sondern es ist die Betrachtung an sich, die überhaupt nötig ist. Zu verstehen bedingt zu betrachten. Betrachte ich nicht, verstehe ich nicht. Betrachte ich nicht, nehme ich nichts wahr. Betrachte ich nicht, bin ich unbewusst. Und aus einer Unbewusstheit heraus tue ich Dinge, ohne sie zu merken. Wenn ich Dich frage, was Du gestern Abend gegessen hast? Was dann? Ich muss auch kurz überlegen. Kurz, ja. Aber ich kann Dir fast aufs Gramm genau sagen was ich gegessen habe. Und in welcher Reihenfolge. Weil ich es bewusst tue. Weil ich nicht rein schaufele. Ich weiß welches Lied ich gestern beim Spazieren gehen gehört habe. Weil ich EIN Lied gehört habe, das ICH hören wollte. Weil nicht das (Internet-)Radio nebenbei läuft.

Und wenn Du überlegst, was Du gestern Abend gegessen hast… das ist doch nicht lange her… was war es? War es wenigstens in Ruhe oder eher hektisch? War es Kreuz und quer oder „geordnet“? War es so, dass es nach dem „ich bin satt“ später nochmal etwas gab? Das ist keine Anklage. Ich bin kein Richter. Ich bin nur der Beobachter. Und ich beobachte genau dieses Verhalten jeden Tag da draußen bei der Masse der Menschen. Auch wenn ich in Metaphern spreche, spreche ich hintergründig über das Verhalten von Mann und Frau beim Kennenlernen.

Es ist kein Klagen. Es ist ein beobachten. Und beobachten macht bewusst. Bewusst zu sein, ermöglicht zu erkennen. Den Unterschied zu erkennen. Und für sich selbst herausfinden zu können, was ICH in meinem Leben an meine Seite lassen möchte. Nichts zu beobachten ist auch möglich. Dann hast Du irgendwen oder besser gesagt irgendetwas an Deiner Seite, früher oder später. Dann lebst Du kein Leben, sondern wirst gelebt. Ohne es zu merken. Ja gut, dann ist es so gesehen gar nicht schlimm. Provokativ gesagt: Wenn Du nicht wenigstens bemerkst oder sogar weißt, dass Du überhaupt existierst, spielt es auch keine Rolle, wenn Du verschwunden bist oder Deine Existenz nur anderen dient.

Auch gestern war ich wieder unterwegs. Es war ein schöner Abend, nicht sehr lange, aber spaßig. Sehr unterhaltsam. Gespickt mit Unterhaltungen. Ich war in einer Bar, wie meistens. 😉 Und dort über den Abend hinweg durchgehend in Gesprächen mit Frauen. Es war fast wie beim Speed-Daten, obwohl ich da noch nie mitgemacht habe. Wäre das etwas für mich? Hm. Egal.

Rein in die Bar, direkt von einer Frau angelächelt worden. Zurück gelächt, dabei kurz und schnell die Augenbrauen hochgezogen. „Hab Dich gesehen und finde Dich attraktiv“, heißt Mann das. An ihr vorbei gelaufen, mit dem Rücken zu ihr gestellt. Sie war in ihrer Frauen-Gruppe. Nur kein Stress. Also drehe ich mich einige Sekunden später in Ruhe um und spreche sie an. Ich merke, dass da grundsätzlich Interesse ist. Aber ich merke auch, dass sie nicht mein Fall ist. Jedenfalls nicht ernsthaft. Meistens reichen ein paar wenige Aussagen, die mich zu einem „sie ist es nicht“ führen.

Vor allem merke ich aber, dass ich anders wahrnehme als früher. Früher hätte ich „durcheskaliert“ bis zum Ende. Egal „wie“ die Frau ist. Um zu? Um zu sehen, wo das Ende liegt. Ob das Ende ein Korb ist. Oder ihre Nummer. Oder eine Nummer.

Vom Teenager-Dasein

Heute ist das anders. Ich bin mir zu wertvoll geworden für so Manches. Projekt Beziehung Teil 1 war für meine persönliche Entwicklung sicher nötig. Ich habe mir Fähigkeiten beigebracht und trainiert, von denen ich heute enorm profitiere. Aber ich merke jedes Mal wieder, auch gestern Nacht, dass es längst Zeit ist für Teil 2. Sowohl im Projekt Beziehung als auch vor allem was meine Persönlichkeit betrifft. Gefühlt war ich in Teil 1 der Teenager, der da raus geht, um die Welt zu entdecken und sich selbst zu finden. Beides ist mir gelungen. Allerdings nur auf dem Niveau eines Teenagers. Für einen Teenager war ich dann recht weit, so gesehen. Aber ist sich ein Teenager denn bewusst darüber, dass er „nur“ ein Teenager im Vergleich zu Anderen ist? Machen sich Teenager darüber Gedanken? Hast Du Dir früher darüber Gedanken gemacht, dass Du noch „klein“ bist?

Gestern hat sich neben mir in der Bar ein junger Kerl, einer dieser Teenager, mit zwei Mädchen unterhalten. Ich hörte ihn sagen: „Ich bin zur Zeit echt erfolgreich in meinem Job. Und Ihr, was arbeitet Ihr?“ Typische Standard-Frage, die ich nie stelle. Mich interessiert ihr (Scheiß-)Job nicht. Ich verdiene mein eigenes Geld. Womit sie ihres verdient, interessiert mich doch nicht am Anfang. Jetzt könnte man einwerfen: „Ja, aber der Job ist doch auch Teil des Lebens dieser Person. Warum interessiert Dich das denn nicht?“ Es interessiert mich deshalb vorwiegend nicht, weil die wenigsten Menschen in unserer (westlichen) Gesellschaft den Job machen, der ihnen Spaß macht. Mir kann keiner erzählen, dass Akten sortieren geil ist. Mir kann auch keiner erzählen, dass Putzen gehen geil ist. Mir kann auch keiner erzählen, dass… Steuererklärungen zu erstellen… befriedigt. Wir Menschen haben keine Berufe. Wir haben Einkommensquellen. Wir sind Maschinen geworden (geblieben), in einer Zeit, in der das aufgrund des technologischen Fortschritts gar nicht nötig wäre.

Es ist ein totales Privileg von nur 1% der Menschen, den Job auszuführen, der ihnen wirklich Spaß macht. Im Sinne echter Berufung. Ein Job, bei dem Arbeit und Freizeit verschwimmen. Aber wenn ein Teenager etwas von Erfolg im Beruf schwafelt, spätestens dann wird klar, warum Bewusstsein nötig ist. Ein Teenager ist ein Teenager. Woher soll er wissen, dass er „nur“ ein Teenager ist. Das ist keine Abwertung, definitiv nicht. Es geht nicht um eine Bewertung im Sinne von „gut“ und „schlecht“, sondern um die Beobachtung und Wahrnehmung dessen, wo vorne und hinten oder oben und unten sind. Standortbestimmung. Es muss als Rennfahrer doch mein Ziel sein zu wissen, in der wievielten Runde ich mich befinde, oder? Wenn ich das nicht weiß und einfach immer weiter fahre, werde ich nie bemerken, dass das Rennen längst aus ist und ich noch immer stur weiter Runden drehe. Kann man machen, aber so wird man selten als Sieger aus dem Rennen gehen. Dass das „alle“ so machen, macht es nicht richtiger. Schwarmintelligenz funktioniert nur bei Tieren.

Und für mich ist dieser Teil 2 meines eigenen Lebensprojektes nötig. Witzigerweise heißt das Projekt zwar immer noch Beziehung. Aber gerade das ist für mich ziemlich in der Prioritätenskala nach unten gerutscht. Erst komme ich. Dann kommt mein Sport (Projekt Maschine). Dann kommt lange nichts. Und dann kommt der (inzwischen) stille Wunsch eine Partnerin fürs Leben zu finden. Und dazwischen kommen allerdings noch meine Familie und meine Freunde.

Vorgestern bin ich nachts nach 0 Uhr heim gekommen und hatte an dem Tag noch nicht trainiert. Also hab ich wenigstens noch 10 Minuten die Bauchmuskulatur bearbeitet. Ein gutes Gefühl. Ausreden gelten nicht. Und dass „die Anderen“ doch auch (fast) alle dick sind, interessiert mich nicht. Ich war früher auch unbewusst. Meine Beziehung hatte mich dazu gebracht. Ich hatte angefangen mein Leben nicht mehr bewusst zu leben. Ein Stück weit wurde ich gelebt. Das ist nun zum Glück vorbei. Und ich hoffe und arbeite hart daran, dass mir das nie wieder passiert. Besonders dann nicht, wenn ich „die Eine“ gefunden habe. Ich bin ein toller Mensch. Einer, der alleine schon so toll ist, dass er „die Eine“ nicht benötigt, um komplett zu sein.

2019-06-20

Auch das musste ich erkennen lernen. Halt, ich durfte es (erneut) erkennen lernen. Aber ich hatte es nach Teil 1 leider vergessen. Die Frau hatte mich eben blind gemacht. Mein Fehler. Als Mann bin ich heute nur bereit für eine Frau, die aus 1 + 1 eben genauso 3 machen möchte. Und dann sollen auch noch Kinder dazu kommen… 1 + 1 + 1 wäre dann 4, usw.

Teenager mit Falten

Es war gut gestern Nacht. Die Gespräche mit den Frauen machten Spaß. Es macht Spaß, aus dieser Location ein Stück weit mein Wohnzimmer zu machen. Und dieses Spiel mit dem sozialen Status ist pervers. Sprichst Du mit einer Frau nach der anderen, wobei Du die Frauen durchgehend zum Lachen bringst und die ganze Gruppe unterhältst… und die Frauen instiktiv Deine Nähe suchen… dann ist das schon cool. Pervers bleibt es trotzdem. Es ist natürlich ein dämliches „sehen und gesehen werden“. Es ist ein besonderes Gefühl, sich mit einer Frau eng an eng zu unterhalten und dabei gleichzeitig den eigenen Blick schweifen zu lassen und dabei die Blicke anderer Frauen zu treffen. Manchmal grinsen sie einen dann an, ganz als würden sie Dir sagen wollen: „Ich find Dich heiß.“ Ja, kann sein. Vielleicht bilde ich mir das auch ein. Aber eines ist klar: Ich kann nicht überall sein. Aber ich werde wieder da sein. Schon beim nächsten Mal. 😉

Und so hast Du viele viele Gespräche, tauschst Nummern. Spielst das Spiel wie immer ein Stück weit mit. Auch wenn Du merkst, dass „die Eine“ bisher nicht dabei ist. Klar, das Projekt Beziehung Teil 2 läuft ja auch erst seit kurzem. Die Ergebnisse sind jetzt schon verdammt gut. Fast so als hätte ich die Pause durch die letzte Beziehung nie gehabt. Aber es kostet auch Kraft. Die vielen Gespräche. Immer wieder zu erkennen, dass ich mich mit Teenagern unterhalte. Obwohl die Frauen manchmal schon Falten haben. Dunning-Kruger-Effekt? Oder auch nicht! Was solls.

Worauf es also ankommt? Sich jeden Tag neu zu motivieren! Mein HIIT-Training steht an. 30 Minuten für mich. Nur für mich. Und dazu brauche ich keine Frau.

Date-Review mit der Frau aus dem Kaufhaus

Gestern hatte ich ein Date angekündigt. Und ja, es fand auch statt. Wunder geschehen immer wieder! 😉

Vorweg gleich mal, es wurde ein recht langes Date. So lange, dass ich am Ende die letzte Bahn verpasst habe und deshalb mit dem Taxi heim fahren musste. Ist mir noch nie passiert. Buh!

Aber jetzt mal der Reihe nach: Sie war pünktlich auf die Minute (wow!). Kurze Begrüßung, Umarmung. Sie strahlte. Und ich freute mich wirklich auf das Date. Sie hatte mir nachmittags am Telefon einfach Lust gemacht auf mehr, durch ihr Lachen und ihre freudige Art.

Fan von mir selbst

Ein witziger Einschub: Ich hatte das gar nicht als etwas „Besonderes“ angesehen, aber ich habe in meinem Handy als Hintergrundbild…? Mich selbst! Ja, tatsächlich. Ein Bild aus dem Fotoshooting kürzlich. Und ich finde meine eigenen Bilder immer noch so cool, dass ich eines davon doch glatt als Hintergrundbild eingestellt habe. Sie sah das und fragte ganz erstaunt: „Du hast ein Bild von Dir selbst als Hintergrund?!“
Ich dachte mir: „Äh. Oh. Stimmt. Hm. Kommt vielleicht komisch, haben wohl die Wenigsten. Aber ich find es Hammer!“ und antwortete: „Ja klar!“

Jetzt könnte man meinen, dass das ein riesen Thema werden würde. Ob ich selbstverliebt sein könnte. Oder überheblich. Oder oder oder. Nein, ich finde mich einfach (wieder!) toll. Punkt. Mehr nicht. So toll, dass ich doch lieber mich ansehe als irgend ein Trival oder Pseudo-Strandfoto von den Malediven. Oder ein Wappen meines Lieblings-Fußballvereins. Ich muss mich jeden Tag ertragen. Also kann ich auch einfach den Spieß umdrehen und mich selbst einfach toll finden. Ich dachte mir dann in dem Moment ehrlich, dass sie das irgendwie „abschreckt“. Tatsächlich lächelte sie nur kurz darüber und das Thema war vom Tisch und kam auch nie wieder zur Sprache. Was sie sich dazu dachte, weiß ich nicht. Vielleicht irgendwas, vielleicht auch nichts. Was ich damit sagen will ist: Steh zu Dir selbst! Und wenn Du etwas tust, sei kongruent! Wenn Du Dein Bild cool findest, dann mach das. Wenn die Frau das dämlich findet? Nicht mein Problem! Wenn sie es außergewöhnlich findet? Auch gut! Mach, worauf Du Lust hast. Das ist die Devise. Ich stelle kein Bild von mir selbst rein, UM einer Frau ZU zeigen oder auszusagen: „Ich finde mich selbst toll, sieh mal!“, sondern UM ZU…? GAR NICHTS! Kein „um zu“!

Ich vermute, dass ich wohl derzeit auch einen erhöhten Testosteronspiegel habe. Das Krafttraining ist bestimmt ein Auslöser dafür. Adrenalin mit Testosteron ist wohl teuflisch. Aber dann doch lieber auf Testo als depri. Oder? Ehrlich sein, bitte. Wenn ich mich selbst betrachte, muss ich sagen: Nach dem jüngsten dicken Beziehungaus ist das schon eine irrsinnige Leistung, nach gerade einmal 2,5 Monaten so einen Schub zu machen. Ich fühle mich, als wäre ich 10 Jahre gewachsen. Vor wenigen Wochen noch fühlte ich mich so, als wäre ich auf offener See unter gegangen. Ausgesetzt worden, ganz ohne Rettungsinsel. Einfach mit einem Arschtritt raus und über Board. Kein Mensch auf dieser Welt kann in das Innenleben eines Anderen blicken. Wahrscheinlich auch gut so. Gerade deshalb versuche ich auch selbst mein größter Motivator zu sein! Wer, wenn nicht ich selbst, kann mich am Besten aus dem Dreck ziehen?

Ich schlug also direkt eine Bar zum Einstieg vor. Eine, die sie noch nicht kannte.
Ihre Reaktion: „Ja, dann gehen wir doch da hin, was Du vorschlägst.“
Ich dachte mir: „Passt. Gutes Mädchen.“
Warum? Es ist nicht so einfach das direkt in Worte zu fassen. Aber es ein Gefühl, das die Frau einem in diesem Moment direkt zum Start vermittelt. Die Botschaft dahinter lautet sub-kommunikativ: „Du bist der Mann. Wenn Du den Weg vorgibst, folge ich Dir.“

Die letzten Wochen hatte ich ja schon immer wieder mal dazu ein paar Worte verloren, wie wichtig es aus meiner Sicht ist, dass der Mann führt und die Frau sich auch führen lassen möchte (!). Sie ist definitiv eine Frau, die kein Problem damit hat ihre Meinungen klar zu äußern und dahinter zu stehen. Auch wenn sie merkt, dass ich eine andere Meinung vertrete. Das zeugt zunächst von äußerer Sträke. Im Laufe des Dates kristallisiert sich dann doch meist heraus, dass die Frau eigentlich eine eher unsichere Persönlichkeit hat. So ist das auch bei ihr. Und das ist ganz normal. Das ist okay so. Aber vordergründig ist sie stark. D.h. als Mann darf man sich dann einfach nicht von der einen oder anderen Äußerung beeindrucken lassen. Und einfach weiter im eigenen Frame und Mindset bleiben: „Ich bin der Mann. Punkt.“
Das soweit mal nur als Gedankeneinschub.

Nun zum Date an sich.
In der ersten Bar angekommen, hielt ich ihr selbstverständlich die Türe auf. Sie: „Oh, danke. Ganz klassisch!“ Ich dachte mir nur: „Oh Wunder geschehen. Endlich wieder eine Frau, die das überhaupt bemerkt!“

Eine Frau, die nicht um Führung kämpft

Wir sprachen erstmal darüber was wir uns zum Trinken bestellen möchten und sinnierten über verschiedene Getränke. Anti-Alkoholisch? Oder lieber Weißen oder Roten. Ich legte mich auf einen Weißwein fest. Sie schwankte zunächst zwischen verschiedenen Möglichkeiten und sagte dann: „Ich kenne mich bei Weißwein nicht so aus. Ich nehme einfach das Gleiche, das Du nimmst. Ich mag ja auch wissen was Dir schmeckt!“ Der hat gesessen! Das ist ’ne Ansage. Hat mich verzückt. Nicht wegen mir, sondern wegen ihr. Sie ließ mich einfach machen. Und wann immer das in meinem bisherigen Dating-Leben passierte, dass ich machen sollte und durfte, verhieß das nur Positives. Letztlich für beide.

Wir streiften verschiedene einfache Themen und kamen dabei immer weiter zu nicht gerade typischen Dating-Themen. Ich hatte mir vorgenommen, wieder – wie auch letztens mit Ms. Osteuropa – mehr zuzuhören als zu sprechen. Und langsam zu sprechen. Der Vorsatz war nicht durchhaltbar. Zumindest ersterer. Sie stellte unentwegt Fragen. Sie zeigte so viel Interesse, dass es mir schier unmöglich war weniger zu sprechen als sie. Selbst Versuche meinerseits, das Gespräch immer wieder auf sie zu lenken, umkurvte sie hartnäckig. Ich fühlte mich etwas, als wäre ich der Star des abends. Und müsste Autogrammkarten verteilen. Ohne eigentlich der Star sein zu wollen. Ich wollte eher der genießende Mann auf den hinteren mittleren Spitzenplätzen eines großartigen Konzerts sein und mich entspannt unterhalten lassen. Mich zurücklehnen dürfen und zuhören. Aber keine Chance, die Rechnung hatte ich ohne die Frau gemacht. 🙂

Sie spiegelte meine Körpersprache beispielsweise immer wieder. Außerdem streifte sie sich immer wieder durch die Haare und spielte damit. Ich liebe glatte dunkle Haare. Und ich finde das schon ein bisschen erregend, wenn die Körpersprache der Frau so eindeutig Interesse signalisiert. Früher – in Teil 1 – habe das Spiegeln der Körpersprache teilweise bewusst selbst eingebaut. Das mache ich heute gar nicht mehr bewusst. Aber sehr wohl nehme ich bewusst wahr, wenn die Frau mich spiegelt. Ich bin im Moment. Es gelingt mir nicht ein gesamtes Date lang. Aber phasenweise immer wieder. Ich versuche so fokussiert und im Moment zu sein wie nur irgendwie möglich. Und das brachte mir am Meisten Genuss gestern, die Szenerie wahrzunehmen wie sie war.

Das Gespräch verlief intensiv, witzig. Wir verstanden uns gut. Ich hatte das Gefühl, dass sie mich anhimmelt. Das, also ich, ist übrigens der selbe Junge, der beim letzten Date mit Ms. Osteuropa offenbar nocht so total langweilig gewesen sein soll. Hm. Ich weiß nur, dass ich immer noch der selbe Mensch bin, sowohl beim letzten Date mit dieser einen anderen Frau und auch gestern beim Date mit einer weiteren Frau. Ich hatte mir für gestern Abend aber auch vorgenommen, etwas mehr für „Knistern“ und „Spannung“ zu sorgen. Es gelang mir irgendwie ganz offensichtlich auch. Aber?

Selbstläufertum!

Ja, aber! Ich muss ganz eindeutig dazu sagen: Es ist einfach merkwürdig! Gestern Abend war das Ganze irgendwie ein Selbstläufer. Ich musste keine großen Feuerwerke zünden und ständig „so tun als ob“. Und sie war dennoch gut unterhalten, sogar bisweilen fasziniert. Keine Ahnung, ob ich das hier gut genug beschreiben kann, um verständlich auszudrücken worum es mir geht. Ich möchte damit sagen: Es ist ein Irrglaub zu denken, dass man als Mann alleine (!) dafür verantwortlich sein soll, die Frau zu begeistern. Mitnichten! Gestern war es einfach gefühlt ein Selbstläufer, die Frau machte mit. Und so wurde ein Tanz daraus. Und bei Ms. Osteuropa hatte ich eher den Eindruck, dass ich ein Bildhauer sein sollte oder sein müsste. Ich, bewaffnet mit Hammer und Meißel. Und sollte aus dem Klotz im Alleingang eine Figur zaubern. Wie kühl. Wie unmöglich!

Ich konnte gestern tatsächlich viel mehr ich selbst sein, obwohl ich mir vorgenommen hatte, überhaupt nicht über „Nicht-Dating-Themen“ zu sprechen. Ich wollte unbedingt nicht der nette Mann sein, der ich eigentlich bin. Ich wollte nicht zu nett sein. Nicht zu „gewöhnlich“. Und wie kam es dann? Ich war mehr ich selbst als ich dachte. Weil sie es zuließ und selbst bei Themen, die ich umschiffen wollte, immer weiter nachhakte. Selbst als ich mehrmals etwas in der Art sagte, wie beispielsweise: „Hey, mein Job ist zwar mega spannend für mich. Und ich mache total gerne was ich tue. Aber das ist doch nichts Spannendes für Dich.“, reagierte sie immer wieder in der Art wie: „Nein nein. Ich finde das total interessant. Erzähl mir unbedingt mehr davon! Ich möchte das wissen!“ Und so ging das mit Themen wie Job bis hin zu Themen wie Spiritualität und Eckhart Tolle. Es ist selten, dass ich über Tolle spreche und meinen Weg der Persönlichkeitsentwicklung. Doch sie wollte all das erfahren, ohne zugleich zu persönlich zu den Hintergründen zu werden. Sie war neugierig, allerdings überschritt sie keine Grenzen, was meine Vergangenheit betraf. Sie blieb respektvoll und hakte nicht weiter nach, wenn ich im Abstrakten bleiben wollte. Das gefiel mir.

Ich hätte mir gewünscht mehr über sie zu erfahren. Es war nicht einfach. Sie hörte nicht auf, an meinen Worten zu kleben. Ich musste meine Themen geschickt nutzen, um dadurch auf sie zu lenken. Was ihre Ziele, Wünsche und Träume sind. So bekam ich dann ab der Hälfte des Dates doch noch die Kurve zu ihr. Das war wohl auch deshalb möglich, da wir die Örtlichkeit verlagert hatten. Von Sesseln in einer Bar in eine Location, auf der wir auf einer Couch Platz nehmen konnten. Nah beieinander.

Endlich wurde etwas auch etwas körperlicher. Ich rutschte etwas rüber zu ihr. Es gefiel mir, ihre Hand zu halten. Und es gefiel mir, einen Arm um ihren Rücken zu legen. Und es gefiel ihr, dass ich sie am Rücken streichelte und leicht massierte. Das Interessanteste aus meiner Sicht spielte sich allerdings in mir ab, in meinem Inner-Game. Nicht im Äußeren. Denn ich spürte etwas Besonderes in mir, das sich bei Ms. Osteuropa schon abzeichnete:

Ich muss nicht, aber ich kann und tue – wenn ich will

Ich war nicht so gedankenfixiert auf „was muss ich als Nächstes tun“. Ich tat einfach wonach mir war. Deshalb hielt ich auch nicht die Hand der Frau meines vorherigen Dates letztens, Ms. Osteuropa. Ich hatte bei dem Date vor einigen Tagen schlicht keine Lust beim Spazieren ihre Hand zu halten. Nicht in dem Moment. Und gestern Abend hingegen war es so, dass ich die Hand der Frau halten wollte. Und dann frage ich auch nicht um Erlaubnis, sondern tue das einfach. Weil ich es will. Weil ich es kann. Allerdings reichte mir das auch genau so, das Handhalten. Im Projekt Beziehung Teil 1 taktierte ich dagegen sehr. Legte großen Wert darauf den „richtigen“ Moment zu finden, um sie beispielsweise küssen zu können. Den frühest möglichen Zeitpunkt zu „finden“ bzw. besser gesagt „zu provozieren“. Ja, Pickup war damals eine neue Welt für mich. Und die Erfahrungen, die ich machte, waren so gesehen extrem wertvoll. Auch wenn ich aus heutiger Sicht schon extrem verkopft war. Aber ich habe mich glücklicherweise weiterentwickelt.

Gestern spürte ich, dass ich sie küssen könnte, wenn ich wollte. Auf der Couch. Vielleicht auch vorher. Aber mir war nicht danach. Ich wollte den Moment genießen. Ich wollte einfach nur genießen und Gedanken ans Taktieren kamen mir nur für Sekundenbruchteile. Ich konnte solcherlei Gedanken sofort beiseite schieben und mir selbst antworten: „Das war Teil 1, das war die Vergangenheit. Du bist jetzt einen Schritt weiter. Du brauchst gar nichts. Du musst nichts. Du machst nur noch wonach Dir ist. Sei Du selbst. Bleib Du selbst. Sei glücklich mit Dir selbst.“

Und so verging die Zeit wie im Flug und ich verpasste die letzte Bahn. Was mir noch nie passierte. Ich hatte auch übersehen mich darum zu kümmern, wann die letzte Bahn kommen würde. Also musste ich mit dem Taxi heim fahren. Was ihr auch Leid tat, dass sie ebenfalls die Uhr aus dem Blick verlor und ich nun erstmal überlegen musste, welche Optionen ich hätte, um nach Hause zu kommen. Es war spät. Die Mitarbeiter in der Bar fingen an aufzuräumen und zum Ende zu kommen. Also beschlossen wir zu zahlen und raus zu gehen und nach einem Taxi für mich zu sehen. Es regnete.

Ich schlug vor, uns nochmal kurz unterzustellen zur Verabschiedung. Wir klappten unsere Schirme zu. Und ich spürte, dass es etwas unentspannt wurde, da ich kurzzeitig etwas in Hektik geriet, als ich feststellte, dass ich meine Bahn verpasste. Eigentlich wäre es nicht der Rede Wert gewesen. Objektiv betrachtet. Allerdings bin ich in meinem Leben noch nie aufgrund so einer Situation mit dem Taxi gefahren. Klingt banal, aber ich verpasse normal keine bestimmten Uhrzeiten oder Termine. Und das löste in mir etwas aus, das ich als „ungewohnt“ beschreiben würde. Nichts Dramatisches, klar. Aber neu für mich, so eine Situation. Deshalb verlor ich kurzzeitig die Orientierung und deshalb meine Entspannung. Ich kam aus dem Bauch und dem Herz plötzlich in den Kopf. Als wäre ich mit einem Eimer kalten Wassers übergossen worden.

Etwas schade für das Ende eines schönes Dates, dachte ich mir. Also versuchte ich den Abschied möglichst sanft zu gestalten. Wir sprachen kurz über den schönen Abend. Und zum Schluss nahm ich ihre Hand, blickte ihr in die Augen, beugte mich zu ihr hinüber bzw. leicht hinunter und gab ihr ein Küsschen zum Abschied auf den Mund. Dabei spürte ich, dass sie es am Liebsten nicht bei einem einfachen Küsschen belassen würde. Aber mir war genau danach, nach einem einfachen Küsschen.

2019-05-28

Nicht, weil ich grundsätzlich mit ihr nicht mehr hätten haben wollen. Sondern weil ich es derzeit genieße, dass ich nichts mehr muss. Ich habe das Gefühl, dass nach dem Ende meiner letzten Beziehung etwas in mir gestorben ist. So ehrlich bin ich. Ein Teil von mir und ein großer Teil meines Herzens sind zumindest im Moment nicht mehr da. Vielleicht auch für immer weg, ich weiß nicht. Ich gab alles und noch mehr. Und ich verlor alles und noch mehr. Und ein großes Stück weit sehe ich keinen unmittelbaren Sinn mehr dahinter – jedenfalls im Moment – nach meiner Traumfrau zu suchen. Ich habe mehr das Bedürfnis jegliche Suche aufzugeben. Und stattdessen mich selbst zu finden. Und dabei mehr zu beobachten, was auf mich zukommt bzw. was ich anziehe. Ein großartiger Persönlichkeitscoach sagt dazu: „Wenn Du ein Magnet bist, kommen die Stecknadeln zu Dir. Und nicht der Magnet folgt den Stecknadeln! Sei ein Magnet!“

Es reicht mir, dass ich den gestrigen Abend sehr genießen konnte. Und ich hatte kein Bedürfnis, die Situation – auch nicht auf der Couch in der Bar – zu eskalieren. Jedenfalls nicht weiter als mir danach war. Es reichte mir ihre Hand zu halten und sie zu streicheln. Es reichte mir, in ihre Augen zu blicken und zu spüren, dass ihr der Abend Freude bereitete. Aber ich bin kein Schulbub mehr. Und ich brauche keinem etwas beweisen. Zuletzt nicht einmal mir selbst. Ich bin auf dem Weg mir selbst zu genügen. Das reicht. Und das fühlt sich so verdammt toll an. Ich weiß, dass ich ein großartiger Mensch bin. Daran kann auch das Beziehungsende mit Fr. Schlange nichts ändern. Ganz im Gegenteil. Das Ende an sich und die Art und Weise, wie sie es enden ließ, lassen mich zurück zu mir selbst finden. Ich bin dabei mich mit der Mannwerdung zu beschäftigen. Frauen sind dabei gar kein Baustein. Sondern vielmehr und stattdessen Früchte, die ich auf dem Weg ernten kann, wenn mir danach ist. Und ich tue nur noch wonach mir ist. Das fühlt sich natürlicher an, als alles was ich zuvor je tat.

Wir wollen uns die Woche wiedersehen und haben ein Folgedate vereinbart. Schon während dem Date wurde klar, dass wir uns wiedersehen wollen. Es freut mich sehr, dass der selbe „langweilige Mr. Projekt Beziehung“, der vorletzte Woche noch abserviert wurde aufgrund jener Langeweile, gestern Abend ganz und gar nicht langweilig zu sein schien. Ich lerne daraus, obwohl es sicherlich nicht mein erstes Date im Leben war: Es gehören einfach immer 2 Menschen dazu. Wenn die Frau mitmacht, wird es ganz automatisch ein schöner Abend. Ich bin nicht David Copperfield und kann schlicht nicht im Alleingang weiße Kaninchen aus dem Hut zaubern. Es sind 2 Menschen verantwortlich für das Geschehen. Alles andere ist eine Illusion.

Nicht Selbstreflexion, sondern Fremdreflexion

Ich fragte sie übrigens auch, wie sie es empfand, als ich sie im Kaufhaus ansprach. Sie lachte und sagte, dass sie zunächst etwas gelangweilt war. Weil viele Kunden auch einfach so ein Gespräch suchen würden. Und ich stellte wohl ähnliche Fragen, was das für Artikel seien, die sie verkaufen würden usw. Aber sie merkte schnell, dass ich echtes Interesse an ihr gehabt hätte. Sie empfand es als sehr sympathisch, wie ich sie ansprach, was und wie ich es sagte und ich sei nicht mit einem „typischen Anmachspruch“ auf sie zu gekommen. Sie fand meine Art einfach toll, sagte sie. Ihr sei relativ schnell klar geworden, dass sie sich mit mir treffen wollte. Und eine Aussage von ihr fand ich faszinierend. Ich fragte sie: „Sag mal, wann war Dir klar, dass es mir um Dich geht und ich Dich wieder sehen möchte?“
Sie: „Nach 1 Minute.“
Puh! Ich musste laut lachen und sagte zu ihr: „Was??? Nach 1 Minute war mir das selbst noch nicht einmal klar!“

Da sehen wir wieder einmal: Frauen nehmen unterbewusst und auf emotionaler Ebene offenbar mehr war, als wir Männer uns rational selbst erklären können. Was für eine Lehrstunde für mich.

Ein toller Abend. Sie sorgte für mehrere Rockstar-Momente für mich. Ich freue mich, wenn wir uns wiedersehen.

PS: Ich hatte in letzter Zeit darüber nachgedacht, mir ein paar Accessoires zu besorgen. Ein Armband, einen Ring, evtl. eine Kette. Und auch eine Uhr. Gestern unterhielten wir uns auch über ihren Schmuck. Ich fand ihren Goldschmuck wirklich schön, alles aufeinander abgestimmt. Und was sagte sie zu mir? Eine Uhr würde mir gut stehen, würde gut zu meinem Style passen. Nehm ich doch gerne an, den Hinweis.

Warum ich anfange Romane zu lesen

Derzeit lese ich „Der perfekte Eroberer“ von Maximilian Pütz, vom vielleicht bekanntesten und erfahrendsten Deutschen Pickup-Trainer. Mittlerweile ist er Autor dreier solcher Bücher zum Thema Pickup und Verführung.

Dieses erste Werk von ihm stammt aus dem Jahr 2011 und obwohl ich etliche Pickup-Lektüren und -Videos kenne, fasziniert mich der Inhalt dieses Buches doch enorm. Ich hatte mich mit Maximilian Pütz bislang kaum auseinander gesetzt. Der erste Eindruck sprach schon damals – vor ca. 3 Jahren – irgendwie gefühlt gegen ihn. Er ist nicht gerade der optisch Attraktivste, ganz im Gegenteil. Kommt irgendwie auch erst mal etwas plump an. Mit zunehmendem Alter wurde er etwas übergewichtig und auch sein Klamottenstil ist mit meinem nicht gerade kompatibel. Aber er verkörper etwas, das kaum ein anderer Pickup-Trainer mitbringt: Ehrlichkeit und Authentizität. Und das habe ich erst bei näherer Betrachtung vor wenigen Tagen festgestellt.

Er lebt seinen eigenen Lifestyle, schert sich nicht um die Meinung anderer Menschen und zieht sein Ding durch. Dabei scheint er sehr integer, aber humorvoll und authentisch zu sein. Das schätze ich an ihm. Es geht in seinem Werk weniger um coole Aktionen und „wie stehe ich gut da?“-Fragen. Sondern er propagiert Freiheit, eigene Gedankenfreiheit und sich anschließende Handlungsfreiheit. Jeder Mensch sollte tun und lassen was er möchte, ohne Ängste. Und was ihn für mich so außergewöhnlich lesenswert macht: Er ist ein Positivmensch, der nach dem Motto „alles darf, nichts muss“ lebt. Das finde ich tatsächlich einzigartig. Er hält die echte Liebe hoch und ist kein „möglichst viele Frauen“-Flachleger. Und an der Stelle werden wir kompatibel.

Ihm gaben und geben Beziehungen wesentlich mehr im Leben als viele One-Night-Stands, schreibt er. Das begeistert mich. Das kenne ich so in der Form von anderen Pickuppern nicht. Ich könnte fast das Gefühl bekommen, dass er der ideale Coach für das Projekt Beziehung Teil 2 sein könnte. 🙂 Und er spricht die Dinge von ihrer natürlichen Seite an. Beispiel: Er lehrt keine auswendig gelernten Floskeln, also keine Routinen, wie es im Pickup-Jargon heißt. Sondern er lebt die Authentizität mit Leib und Seele. Und seinen eigenen Erzählungen nach ist er ein hoch emotionales Wesen.

Genau an dem Punkt hat er mich erwischt. Er predigt immer wieder, DEN wesentlichen Unterschied zwischen Frauen und Männern verstehen zu lernen. Frauen sind emotionale Wesen, Männer dagegen rationale. Klingt so banal, aber was heißt das genau? Deshalb entstünden oft keine echten Flirts. Der Mann sei meist zu roboterartig. Zu sachlich. Damit am Ziel vorbei und somit langweilig, aus Sicht einer Frau. Einer der wesentlichen Aspekte in der Beziehung zwischen Mann und Frau sei seiner Erfahrung nach die Emotionalität. Der Kontakt und das Bewusstsein für die eigenen Gefühle. Nur dadurch sei es einem Mann möglich, die Gefühle einer Frau anzusprechen und ihr Herz im Sturm zu erobern. Es klingt so einfach bei ihm. Auch in seinen Videos. Ich nehme ihm das definitiv ab. Nicht ohne Grund war er bestimmt im Laufe seines Wirkens immer wieder auch Gast in Talkshows und Sendungen als „deutschlands bekanntester Verführungstrainer“.

Und neben vielen anderen Aspekten rät er dringend dazu, eben an der eigenen Emotionalität zu arbeiten. Obwohl ich das Buch erst zur Hälfte durch habe, ist es für mich jetzt schon Gold wert. Ich werde mir die anderen beiden Nachfolgewerke auch noch organisieren. Jedenfalls gibt er eine Reihe von Tipps, wie Mann an sich selbst arbeiten kann, hinsichtlich der eigenen Emotionen. Seine Ansätze sind ganzheitlich. Erstmal sollte der Mann begreifen, dass er nicht nur alleine zurecht kommen sollte, sondern lernen sollte sich selbst zu genügen. Erst wenn er glücklich mit sich selbst sei, wäre es möglich weiteres Glück durch das Hinzukommen einer Frau im eigenen Leben zu empfinden. Anderenfalls verfalle der Mann wieder in die Beta-Rolle, werde unglücklich, sehe die Beziehung und die Frau als das einzig wahre im Leben an und wundere sich dann doch nur wieder, dass es „mal wieder“ nicht geklappt habe.

Kurzer Exkurs zu mir: Ich wurde zwar nicht betaisiert, eher die Frau wurde mein Lebensmittelpunkt. Auch keine gute Voraussetzung für das Gelingen einer Beziehung. Sich selbst schleifen zu lassen bedeutet immer auch die Partnerin schleifen zu lassen. Ich denke, dass dies eine zwangsweise Folge darstellt. Eine, die wir erst ganz spät – zu spät – erkennen können.

Ich erkenne da Parallelen zu mir: Damals vor der Beziehung war ich ziemlich glücklich mit mir selbst. Natürlich dank dem Pickuppen und meinen ganzen Erfolgen. Der größte Erfolg war für mich allerdings nicht, viele Frauenkontakte zu haben, sondern es war der Durchbruch zu meinem Selbst. Ich fand mich. Ich fand keine Frauen, sondern mich. Ich habe mich entdeckt und gelernt zu verstehen wer ich bin und was ich möchte. Dabei stellte ich fest, dass eine Frau mir nicht DIE totale Erfüllung bringen muss und auch nicht kann. Tatsächlich, so war es. Es gibt nicht DIE Erfüllung, sondern wenn dann schöne und zueinander passende Lebensumstände zwischen Menschen. Menschen kommen und gehen jedoch. Oft ungewollt. Besonders dann, wenn wir den Weg zu uns selbst verlassen. So bei mir geschehen. Die Beziehung wurde also mein Lebensmittelpunkt. Und ich war als Pickupper zuvor ein guter Zuhörer geworden, ruhig, stiller als früher. Gefühlsmensch und Herzmensch. Das lernte ich. Mich mehr am Gegenüber zu erfreuen als an mir selbst. Geben statt nehmen. Etwas, das Maximilian Pütz für Essentiell hält. Ein guter Zuhörer, aufrichtig und durchdrungen voll Liebe zu sein.

2019-04-30

Diesen Weg zu mir selbst habe ich in der Beziehung verlassen. Ich hatte aufgehört der gute stille Zuhörer zu sein. Die Frau wurde also der Lebensmittelpunkt. Alles andere wurde unwichtig. Und dies, so sagt er, sei fast immer – früher oder später das Todesurteil für eine Beziehung. Es nimmt jeden Reiz aus einer Beziehung heraus. Denn das sei der Grundstein fürs Fremdgehen. Das ist jetzt vereinfacht dargestellt. Aber ich kann das bestätigen. So war es auch bei ihr. Nicht bei mir, denn ich bin anders. Ich liebe oder liebe nicht. Und wenn ich liebe, bleibe ich dabei. Aber egal. Nicht alle Menschen sind aufrichtig und Kämpfer. Anderes Thema.

Der Autor geht schonungslos offen mit dem Unterschied zwischen Frau und Mann um, beispielsweise was eine Beziehung aus deren jeweiliger Sicht unterscheidet. Ich kann nicht alle Inhalte dieses Buches an der Stelle wiedergeben. Aber ich kann sagen was ich für mich mitnehme, jetzt schon. Bei der Hälfte. Und das ist sein Tipp, an der eigenen Emotionalität zu arbeiten. Tanzen, singen, Tagebuch schreiben, sich mehr mit Kindern beschäftigen… alles Dinge, die mit Gefühlen und Emotionen zu tun haben. Tagebuch schreibe ich ja nun wirklich recht fleißig. Meine Geschichten sind nun in der Regel nicht gerade literarisch blumige Erzählungen, allerdings spiele das nicht so die Rolle. Wichtiger sei, sich mit seinen eigenen Gefühle auseinanderzusetzen. Das tue ich hier jedes Mal.

Und dann kommt ein weiterer Wichtiger Tipp: Romane lesen! Etwas, das ich bis jetzt in meinem Leben gemieden habe wie der Teufel das Weihwasser. Zeitverschwendung, dachte ich immer. Aber Maximilian Pütz hat Recht wenn er sagt: Frauen stehen auf Gefühle. Diese werden auch durch die Sprache transportiert und erzeugt. Also solle man viele Romane lesen, gerne Liebesromane. So entwickle sich das Gefühl für die emotionale Welt. Und als Mann solle man lernen, so zu sprechen wie die Schriftsteller in solchen Büchern schreiben. Nicht geschwollen, völlig klar, sondern lernen bildgewaltig zu sprechen.

Die Frau solle sich köstlich außergewöhnlich unterhalten fühlen. Die Emotionalität ist dabei nur ein Baustein. Er benennt noch weitere. Beispielsweise: Respekt vor sich und dem Gegenüber. Das ist allerdings kein Schwachpunkt von mir. Als spiritueller Mensch respektiere ich jeden. Klassendenken habe ich nicht. Ich verhalte mich einem Anzugträger gegenüber genauso wie einem Straßenverkäufer. Auch die Selbstachtung spielt da mit rein. Das ist auch keine Schwäche. Ich war auch in der Beziehung kein Beta. Und ich zeige klare Grenzen auf, wie er auch in seinem Buch fordert. Aber man solle neben all dem vor allem aufrichtig und ehrlich lieben. Und wenn ich etwas kann, dann das. Scheinbar erdrücke ich regelrecht mit Liebe. Das ist wohl eher das Manko.

Auch solle man täglich versuchen an sich zu arbeiten. Das ist keine neue Erkenntnis. Aber er gibt auch hier wertvolle Tipps: Geh auf Arbeitskollegen zu und spreche ganz bewusst Gefühle an. Drücke Dich gefühlvoll aus und äußere Deine inneren Gefühle. Gute oder schlechte gleichermaßen. Nichts sei schlimmer als ein sachlich sprechender Roboter. Frauen langweile das. Das war mir schon irgendwie immer klar. Aber ich bin schon eher ein verkopfter Mensch, wenn es um die Interaktion mit anderen Menschen geht. Ich bin zwar ein unglaublich tiefgründiger Mensch und durchlebe auch meine Gefühle. Allerdings tue ich mir im Äußeren und Zeigen teilweise schwer. Gesehen werden kann allerdings nur was ich auch ausdrücke und zeige. Also muss ich hieran arbeiten.

Gestern gleich mal meinen Kollegen auf sein tolles Parfüm angesprochen und ihm im Verlaufe des Gesprächs gesagt, dass ich ihn sehr mag und schätze für das, was er die letzten Jahre immer wieder mal für mich getan hat. Dies zauberte ihm ein Lächeln ins Gesicht. Was mich wiederum gefreut hat. Ich hatte gegeben ohne zu nehmen. Ohne zu erwarten, dass er sich „freuen soll“. Er freute sich einfach. Ein schöner kleiner Moment. Ich tue im Zwischenmenschlichen zwar fast nie etwas in einer bestimmten Erwartung, allerdings nehme ich solche Situationen auch viel zu selten bewusst wahr und erzeuge sie gleich doppelt selten.

Und so habe ich mir gestern erstmal einen Buchtipp von einem belesenen Menschen geholt und sofort das Buch „Gut gegen Nordwind“ bestellt. Bin gespannt und freue mich auf meinen ersten Roman nach vielen vielen vielen Jahren. Den letzten las ich vielleicht in der Jugend, keine Ahnung. Ich tue das, weil ich erkannt habe, dass ich hier eine Schwäche habe. Ich bin der perfekte Sachbuchleser. bzw. auch Youtube-Video-Schauer, aber mit Romanen konnte ich bisher nichts anfangen. Deswegen kann ich vielleicht auch in beruflichen Gesprächen brilliant glänzen und alles und jeden in Grund und Boden argumentieren und durch Wissen auftrumpfen. Ich weiß, dass das mein Feld ist. Aber ich weiß jetzt besser denn je, dass ich zu sachlich unterwegs bin. Ich bin gespannt wohin mich diese Reise führt. Maximilian Pütz sagt, dass die Frauen sich reihenweise in ihn verlieben würden. Obwohl er kein Athlet oder Model sei. Seine Art fasziniere die Frauen und auch Männer gleichermaßen. Ein Baustein sei eben seine ausgeprägte Gefühlsader. Das ist doch mal ein guter Ansatz für mich, denke ich mir. Wir sind alle hier auf der Welt, um Erfahrungen zu machen. Also lasse ich mich fort auf die Erfahrung „mehr Emotion und Gefühl“ ein.

PS: Viele Grüße an Lotusblume, letztens sprachen wir noch kurz über das Thema Romane. Da siehst Du mal, wie sich unser – in diesem Fall mein – Denken doch innerhalb weniger Tage ändern kann. Plötzlich bin ich offen für etwas, wogegen ich mich mein Leben lang bewusst verschloss. 🙂

PPS: Maximilian Pütz sagt auch, dass man – wenn man von seiner Freundin verlassen wurde – doch aufhören solle mit dem Quatsch sofort wieder Frauen anzusprechen. Nur weil man Pickuppen könne und es einmal gelernt habe. Stattdessen erstmal Zeit nehmen. Zu sich kommen. Die eigenen Gefühle wirklich zulassen und dadurch verarbeiten. Es sei doch echt egal ob man nun eine neue Freundin an der Seite habe oder nicht, nachdem es aus ist. Ganz im Gegenteil, wie sei denn Entwicklung möglich, fragt er, wenn ein Mann sich sofort in die nächste Beziehung stürzt. Oder auch nur in das nächste Abenteuer. Der Werkzeugkasten sei da, das sei gut. Aber manchmal solle man ihn eine Weile verschlossen im Keller stehen lassen. Hat mir gefallen, als er das in einem seiner Videos sagte. Guter Mann. Respekt vor Dir. Und ich hatte das vor kurzem selbst erkannt. Dass es besser sei, ein paar Schritte zurück zu treten. Um dann erst wieder mit Anlauf loszusprinten. Es fühlt sich richtig an, dass ich vor ein paar Wochen die Reißleine zog und erstmal bewusst nicht mehr Frauen angesprochen habe, um meine Akkus erst wieder zu laden. Noch sind sie nicht voll. Wie auch. Aber ich merke täglich mehr, dass ich frei werde im Kopf. Und der Samstag war der erste Tag in den letzten Wochen, an dem ich spürte, dass ich „Erfolg“ an dem Abend haben werde. Die Sicherheit war da, noch nicht komplett. Aber ich fühlte sie. Es wird gerade wieder ein bisschen wie früher…

Das Gute rausziehen und verschwinden

Heute habe ich mir ein Video von einem Fitness-Coach angesehen. Und darin hat er eine ganz interessante und perfekt zu meiner Situation passende Lebenserfahrung geschildert.

Es ging um das Thema Aussehen vs. Charakter (von Frauen)

Er trainiert Frauen und Männer und begleitet sie so auf ihrem Weg zum sportlichen Fitness-Erfolg. Dabei kam er auf die Themen Aussehen und Charakter, vorrangig der Frauen, zu sprechen. Da er hauptsächlich Frauen trainiert, hat er entsprechende Erfahrung vorzuweisen. Die Beziehung zwischen Athlet(in) und Trainer verlaufe immer wieder, so sagte er, im Prinzip nach folgendem Schema:

Eine – wie auch immer geartete – körperlich unzufriedene Frau kommt zu ihm und bittet ihn darum, dass er ihr doch bitte helfen möge auf ihrem Weg eine „sexy athletische“ Frau zu werden. Da sie in ihrem Leben unglücklich und nicht erfolgreich sei. Nie wirklich etwas gewuppt bekomme und endlich aus ihrer gefühlten Abwärtsspirale ausbrechen wolle. Mimimi und so.

Dieser Coach hat sich in der Vergangenheit jedenfalls den Ruf erarbeitet, entsprechende Resultate mit seinen Schützlingen bis hin zu Meisterschaften zu erzielen. Mit seinem eigenen Erfolg als Bodybuilder kam zunehmend auch der Erfolg als gefragter Coach. Er begleitet diese Frauen dann teilweise über mehrere Jahre auf ihrem Weg zur körperlichen Höchstleistung.

Und dann passiert etwas ganz Erstaunliches. Sobald die Frauen ein gewisses Ziel erreicht haben, nämlich einen top attraktiven Körper zu besitzen, sagen sie sich von ihm los. Plötzlich wird der Kontakt abgebrochen, da sie „ja jetzt ganz gut alleine weiter zurecht kommen“ würden. Dass die geschäftliche Beziehung zuende geht, ist nachvollziehbar. Die Athleten müssen ja für nichts bezahlen, was sie nicht auch benötigen. Ganz klar. Das ist auch gar nicht der Punkt. Der Schandfleck ist aus seiner Sicht, dass – vor allem die Frauen – ab einem gewissen Level jeglichen Kontakt abbrechen, den gesamten gemeinsamen positiven Weg vergessen und das auch recht deutlich so sagen: „Ich komm jetzt alleine zurecht und brauche Dich nicht mehr! Außerdem habe ich Dich auch immer gut bezahlt und das war echt viel Geld!“

Er sagte in seinem Video, dass das den wahren Charakter vieler Frauen immer wieder offenlegt. Zu Beginn des gemeinsamen Weges bettelten die Frauen förmlich um Unterstützung, um gemeinsam dafür zu sorgen ihr Selbstwertgefühl durch entsprechende Trainingsresulstate zu steigern. Dazu sei ein harter, steiniger, langwieriger Weg mit diversen Einschnitten nötig. Der auch zwischenzeitlich öfter zu Frust bei der Frau führt, verständlich. Es komme mitunter auch zu Reibereien. Auch verständlich, bei solch einem ambitionierten Weg.

Der komplette Tagesablauf müsse geändert werden, das Thema Ernährung rücke derart in den Vordergrund, dass die Athleten aufgrund der nötigen Disziplin und dadurch folgende positive mentale Effekte auch positive Ergebnisse für sämtliche weiteren Lebensbereiche erzielen würden. Beispielsweise wären sie motivierter im Job oder in der Stukturierung der eigenen Freizeitplanungen usw. Auch das Thema Schlaf erhalte dadurch einen völlig neuen Stellenwert. Ohne guten und gesunden Schlaf ist nun einmal kein gutes Muskelwachstum möglich. Die Frauen werden – trotz oder wegen – aller Strapazen auf ihrem Weg täglich ein Stück glücklicher und zufriedener. Plötzlich seien sie in der Männerwelt überall begehrt und auch das eigene Leben laufe insgesamt „mehr wie von alleine“.

Und irgendwann einmal hat die Frau aus dem Trainer alles herausgesaugt, was aus ihrer Sicht an positiven Dingen mitzunehmen ist. Aus einer Frau mit Speckrollen wurde am Ende eine Frau, die in Bodybuilding-Wettbewerben plötzlich um die ersten Plätze kämpft. Und dann… so sagt der Coach… und ERST DANN… zeigt sich der wahre Charakter der Person. Männer seien da anders, die äußerten sich in aller Regel über Schwierigkeiten und Meinungsverschiedenheiten bereits während des gesamten gemeinsamen Weges. Frauen hingegen sammelten und stauten Frust oder Wut über die gesamte Zeit an, bis sie einen Punkt erreicht hätten, ab dem sie auch gut alleine zurecht kommen würden und machten sich vom Acker.

Ich musste sofort an meine gegenwärtige Situation denken. Kommt mir wahnsinnig bekannt vor. Alles was ich ab und mehr noch während der Beziehung gab, war stets recht, nein, war für die Frau stets absolut perfekt! So hieß es auch immer. Sie profitierte in sämtlichen Lebensbereichen enorm von mir. Ich war für die Kinder da (ihre! Kinder), für ihre Wehwehchen, für ihre Ängste und ihre Sorgen. Probleme im Job. Probleme mit ihrer Gesundheit. Probleme mit ihrem Körper. Probleme in der Bewältigung des Alltagsstresses usw. Wer hat mich denn mal gefragt, wie gut ich zurecht komme?! Eigentlich irgendwie egal.

Dabei schob ich sie in alltäglichen – vorrangig – sachlichen Dingen ganz massiv an. Ist so, ich hab mein Leben nun einmal gut im Griff und weiß wie man gerade aus läuft ohne hinzufallen. Und das hab ich ihr eben beigebracht. Rüstzeug für die Welt. Auch für die Berufswelt. Wissen und Hintergründe zu verschiedenen enorm essentiellen Lebensbereichen. Die rote Pille sozusagen. Aufwachen aus der Matrix bitte! Mit mir geht das.

Sogar für ihre letzte Gehaltsverhandlung hab ich sie über Tage vorher gecoacht und sie vorbereitet. Erfolgreich. Natürlich. Wie kann es auch anders sein! Es ist und war immer so. Was ich tue, tue ich mit Erfolg. Ich zeigte ihr nahezu in jedem Lebensbereich, wie sie mindestens eine deutliche Verbesserung für sich und die Kinder erzielen kann, oft sogar das Optimum erreicht. Und all das saugte sie auf wie ein Schwamm. Dumm ist sie nicht. Nur unbelesen, ungeübt und methodisch ungebildet. Aber das ist alles keine Kunst. Mit einem so vorzüglichen Coach an ihrer Seite… Da könnte selbst der dümmste Pinguin innerhalb von 2 Jahren beachtliche Kunststücke vollbringen. Und irgendwann… als sie alles aus ihrer Sicht Notwendige verinnerlicht und anwendbar erlernt hatte… machte sie sich vom Acker. Genau wie die Athletinnen des Fitness-Trainers.

Jetzt ist das bei dem Fitness-Trainer allerdings eben Business und kann ein Stück weit in die professionelle Welt verortet werden. Man solle es sachlich sehen und so weiter. Klugscheißereien. Ja, mag sein. Kann man alles sachlich sehen. Aber nein, kann Man(n) nicht! Wir sind Menschen! Wir alle. Frauen und Männer. Leider vergessen das die meisten Menschen. Hey. Wir sind keine Roboter!

Die Aussagen des Fitness-Trainers gelten natürlich auch unbedingt für das „echte Leben“ gleichfalls fort. Seine Aussage war auch: „Gebe einem Mann macht und Geld. Dann siehst Du seinen wahren Charakter. Und gebe einer Frau einen tollen Körper und Schönheit. Dann siehst Du ihren wahren Charakter.“

2019-04-24

Das gilt selbstredend nicht für sämtliche seiner Athleten. Männer verspüren auch nach Ende ihrer Geschäftsbeziehung auch nach Jahren oft noch eine tiefe Dankbarkeit und sie bleiben in Kontakt. Schließlich hat der Trainer aus einer kompletten Null eine Maschine gemacht. In seltenen Fällen allerdings besteht zu Frauen noch ein langfristiger Kontakt. Das sei die Ausnahme. Oft würden von ihm trainierte Frauen eines Tages selbst Athletinnen trainieren und in die Trainer-Branche einsteigen. Das sei im übrigen nicht nur seine Erfahrung, sondern auch die befreundeter weiterer Fitness-Trainer.

Ein interessantes Phänomen, wie ich finde. Und an solchen Alltagsgeschichten sehen wir überall in der menschlichen Natur bzw. Gesellschaft diverse wiederkehrende Verhaltensmuster. Diese zu verstehen hilft enorm für das eigene Leben, davon bin ich überzeugt.

Was hat der Trainer denn für Möglichkeiten damit umzugehen?

Diese Frage stelle ich mir ernsthaft. Wenn der Trainer vorher schon weiß: „Diese Frau ist gerade mental eine Null, ein Haufen Elend, so wie sie zu Kreuze gekrochen kommt und um Hilfe bettelt.“ Da sie in ihrem Leben generell und wohl auch besonders sexuell unausgelastet bzw. frustriert ist. Von einem Trainer also für das ganze weitere Leben eine Start-Motivation erhalten möchte. Viele Tage, gar Monate oder Jahre des harten Schweißes würden dafür gemeinsam fließen müssen. Harte Arbeit. Und er ist und bleibt dabei stets ihr persönlicher Motivator. Ist da, wenn es ihr schlecht geht. Wenn sie mal keine gewünschten Resulstate erzielt. Dann baut er sie auf. Immer wieder. Allerdings im Wissen, dass die Frau dafür zwar bezahlt, sich am Ende allerdings aus dem Staub machen wird. Ohne jede Menschlichkeit walten zu lassen. Keine Dankbarkeit mehr zu empfinden und dem Menschen mit dem größten Positiv-Impuls ihres Lebens den Rücken zu kehren.

Wie soll er damit nur umgehen?

Ich finde er hat nur zwei Möglichkeiten:

  1. Er steigert sich von Anfang an immer wieder neu rein. Lässt sich wieder komplett auf jede Frau ein, als wäre es seine erste Athletin, die er auf dem Weg zur Meisterschaft formen und begleiten muss. Im Wissen, am Ende wieder das totale Brett der Undankbarkeit von ihr zu bekommen. Das kann ihm aufgrund der Erfahrung ja niemand mehr nehmen. Einmal erkannt, immer erkannt. Hier würde ich sagen, dass so ein Vorgehen einen naiven Ansatz darstellt. Er kann versuchen seine Lebensfreude aus dem gemeinsamen Erfolg zu ziehen. Obwohl er weiß, dass der Erfolgsweg endlich ist und sie ihn fallen lassen wird wie eine heiße Kartoffel. Es wäre ein bisschen der Weg einer Mutter Theresa. Hingabe. Aufopferung. Und eigentlich müsste er konsequenterweise am Ende des Erfolgsweges mit der Frau auch fast darum betteln, dass sie ihm ins Gesicht spuckt. Und lächeln und sich daran erfreuen. Ich übertreibe gerade, schon klar. Aber die Message soll ankommen. Und das tut sie so garantiert.
  2. Oder aber er geht rational damit um. Betrachtet die gemeinsame Beziehung als eine Geschäftsbeziehung. Kalkuliert klar ein, dass der Tag kommen wird, an dem die Frau sich zwischenmenschlich wie das Allerletzte verhalten wird. Nimmt sich mental selbst raus und geht auf innerliche Distanz. Er weiß sogar, dass manche Frau sich sogar nachträglich schlecht über ihn auslassen wird, um sich selbst gegenüber psychisch zu rechtfertigen, dass sie diesen Trainer nicht mehr benötigen würde. Auch das berichtete er in seinem Video. Jedenfalls würde solch eine beschreibene Vorgehensweise eines Trainers klar einem rationalen Credo folgen. Also weniger Mutter Theresa, sondern mehr homo oeconomicus. Sie bezahlt. Er trainiert sie. Fertig. Sie wird irgendwann ghosten (also einfach verschwinden), das weiß er allerdings und zieht für sich seinerseits vorrangig auch nur die Vorteile dieser Zusammenkünfte für sich heraus: Nämlich, dass sie ihm so seinen Lebensunterhalt ermöglicht. Knowhow gegen Kohle. Und das auf Zeit. Fertig. Keine weitere Zwischenmenschlichkeit. Er mag sie zwar täglich nett begrüßen und auch Witze machen und die Zeit mag sich für sie schön anfühlen, allerdings ist es im Wesentlichen von seiner Seite aus „professionell gespielt.“

Fairer Deal oder?

Genau so erging es mir eben auch. Nur dass ich die Vorstufe zu Typ 1 war, jedenfalls in Bezug auf meine Beziehung. Für mich stand gar nicht zur Debetta, dass die Frau eines Tages einfach das Spielfeld verlassen würde. Wenn es regnet. Und ich da zurück bleibe. Ich glaubte an das Gute im Menschen und daran, dass die Frau es ernst meint. Meinte sie auch. Aber eben nur Lebensabschnittsgefährten-mäßig. Bis… ja bis… der Punkt erreicht war, an dem sie alles für sich mitgenommen hatte, was sie an Nützlichem von mir mitnehmen konnte. Wir sprechen hier wohlgemerkt ausschließlich von mentalen Aspekten.

Die Frage ist doch wirklich, wie dieser Trainer nun in diesem Wissen – und er ist nicht nur ein guter Athlet, sondern auch ziemlich clever und gebildet! – weiter in seinem Leben damit umgehen mag.

Ich bin überzeugt davon, dass die Schilderungen dieses Coaches auf 95% aller Frauen im übrigen echten Leben zutreffen. Eben nicht nur im Fitness-Bereich. Denn er sprach explizit vom „Charakter“ einer Frau. Davon, dass die Frau ihr wahres Gesicht stets erst dann zeige, wenn sie einen anderen Menschen (vergleichbar einer Partnerschaft) nicht mehr benötige. Die Rede ist also nicht von einem einzelnen Verhalten, sondern tatsächlich vom Charakter dieses Menschen. Das ist keine einmalige Sache. Das ist etwas Langfristiges.

Ich habe pauschal gerade auch keine Antwort darauf. Ich weiß nur, dass ich in Zukunft deutlich weniger Typ 1 sein werde. Bestimmt werde ich auch nicht plötzlich zu Typ 2. Allerdings ist eine gesunde Mischung aus beiden Varianten wohl ganz angebracht. Damit geht das Wertvollste im Leben kaputt, nämlich die kindliche Naivität… die Romantik… die Träumerei… die Einfachheit und damit auch die Freiheit. Es ist ein Dilemma.

Typ 2 möchte ich eigentlich gar nicht werden. Versuche ich es weiter als Typ 1? Oder halte ich von Beginn an emotionale Distanz? Nein, das kann es doch auch nicht sein. Oder doch zumindest erstmal? Zumindest…? Hm… zumindest so lange ich nicht zu 100% überzeugt bin, dass es „DIE RICHTIGE“ ist. DIE EINE, die nicht „so“ ist wie die anderen. Die Eine, die loyal ist und kein Blutegel, das nur das beste für sich raus zieht und sich dann einen neuen Wirt sucht. Und genau das dachte ich ja auch in meiner Beziehung von dieser Frau. Und genau da beißt sich die Katze in den Schwanz. Zum Teufel nochmal.