Blog-Statistik und die Sinnfrage (Teil 2 von 2)

Und nun die Fortsetzung zu Teil 1, Blog-Statistik und die Sinnfrage (Teil 1 von 2). Es ist mehr ein Sequel als ein zweiter Teil.

Heute wird es kitzelig

Gestern habe ich im Artikel festgestellt, dass die Besucherzahlen über die letzten Wochen auf meinem Blog ansteigen. Es ging außerdem um solche Fragen wie :
Hat sich die Qualität meiner Beiträge im Laufe der letzten Monate verändert?
Will ich überhaupt mehr Leser auf meinem Blog?
Spielen Zahlen dabei für mich eine Rolle und wenn ja, welche?
Außerdem habe ich mich freudig gezeigt über die zunehmende Zahl der Kommentare hier.

Und heute geht es weiter mit dem Thema „Zahl der Blogbesucher“ und einem Ausflug zum Thema Zahlentypen, bzw. einem Vergleich verschiedener Geldtypen.
So viel sei verraten: Die Auflistung ist nicht zugleich als Abschluss zu verstehen und mein zweiter Teil heute soll eher kitzeln als wirklich eine Antwort oder gar eine Lösung zu präsentieren. Er soll zum Nachdenken anregen. Dich, ganz persönlich.

Was hat die Zahl der Blogbesucher mit der Zahl auf dem eigenen Kontoauszug zu tun?

Es ist wie mit dem Geld. Da gibt es drei Typen von Menschen.
Und da Geld eines meiner Hobbys ist, genauer gesagt Finanzwirtschaft im Allgemeinen und Börse im Speziellen, gehe ich heute mal diesen Weg mit dem Vergleich. Keine Sorge, Geld hab ich keines. Aber reden und philosophieren darüber liebe ich. Das ist wie beim Essen. Ich muss nicht Koch gelernt haben, um zu beurteilen, ob mir das Essen schmeckt. 😉

Ich skizziere sie, die drei Geldtypen.

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Typ 1: Nennen wir ihn den Konsum-Junkie!
Sobald er Geld hat, gibt er es postwendend aus. Noch ehe er die 5 Euro in der Hand liegen sieht, sind sie auch schon für einen mehr oder weniger (meistens weniger!) brauchbaren Krimskrams ausgegeben. Das ist so das Milieu der Schuldner. Der Extrem-Konsumenten. Wenn jedem neuen Trend nachgejagt und nachgekauft wird. 5 Euro in der Hand bedeuten nach 5 Minuten 0 Euro in der Hand und oben drauf noch 10 neue Euro Schulden. Freut die Industrie und die Kapitalgeber. Freut allerdings nicht die Um- und Tierwelt. Verbrauchen, verbrauchen, verbrauchen – lautet die Devise. Er genießt in Wahrheit gar nicht so sehr das Leben, sondern den Konsum. Er könnte sich auch in eine dreckig Regenrinne setzen, wichtig ist nur, dass er ständig neuen Schund kaufen kann. Neues Ei-Phone, neue Klamotten, neuen Firlefanz. Zigaretten hier, unsinnigen zusätzlichen Füllstoff (es Nahrungsmittel zu nennen wäre eine Beleidigung) dort. Oft ist er deshalb übergewichtig. Immer kaufen, kaufen, kaufen. Egal was, immer irgend etwas. Er freut sich doch so sehr, wie ein kleines Kind, wenn er sich etwas leisten kann. Zumindest denkt er das. Und das macht ihn froh und munter.

Typ 2: Nennen wir ihn Zahlen-Junkie!
Der Zahlen-Junkie hat nur ein Ziel. Er macht den ganzen Tag nichts anderes als sich an der schier unendlich größer werdenden Zahlenkolonne auf seinem Kontoauszug zu erfreuen. Er ist gewissermaßen ebenfalls ein Junkie, nur auf andere Art. Er konsumiert, im Gegensatz zu Typ 1 fast gar nichts. Er ist ein Asket. Je größer das Scheingeld auf dem Konto, desto größer sein Ego. Viele schwarze Nullen vor einer führenden 1 bis 9 sind sein Bestreben. Hier fühlt sich der Zahlen-Junkie stark. Am meisten freut er sich, wenn das Bankkonto so dick ist, dass der Kontoauszugdrucker an seine Grenze stößt und einen Zeilenumbruch einschieben muss. Angesparte Kohle als Selbstzweck. Mehr, mehr, mehr! Er pflastert seinen Weg dabei natürlich mit Leichen, um voran zu kommen. Geiz ist geil. Mehr Geiz ist mehr geiler.

Typ 3: Nennen wir ihn Hedonist!
Der Hedonist freut sich über die dicken Zahlen auf dem Kontoauszug. Allerdings nicht aus Selbstzweck. Er ist eine Mischung aus Typ 1 und Typ 2. Allerdings eine relativ gesunde, könnte man auf den ersten Blick vermuten! Er weiß, dass er jederzeit kaufen könnte, wenn er wollte. Er konsumiert, wenn er konsumieren möchte, aber er möchte nicht oft. Er weiß, dass er könnte. Das reicht ihm. Er hat sich schon früh eine Scheibe von Typ 2 abgeschnitten. Und eine von Typ 1. Er ist sparsam und sieht hin und wieder nach, ob schon wieder ein paar Nullen mehr hinten dran stehen, auf dem Kontoauszug. Er freut sich jedoch nicht an den vielen Nullen und der dicken Zahl. Es reicht ihm, dass er weiß, dass er nicht nur könnte, sondern wirklich kann. Wann immer er will. Aber er will ja nur selten, er erfreut sich an der bloßen gedanklichen Möglichkeit. Für ihn ist das Realität genug. Das freut ihn.

Und so bleibt die Frage, welcher Kategorie man sich selbst zuordnen würde.
Nicht in Sachen Finanzen, sondern als Blogbetreiber.

Kurzer Ausflug zu Herzblatt

Stell Dir vor Du müsstest einen von den Dreien heiraten!

Nimmst Du Kandidat(in) 1, der von der linken in die rechte Tasche lebt, heute Mittag noch nicht weiß was es heute Abend zu essen gibt, der immer für ein Abenteuer bereit ist und sich dafür gerne mal einen Haufen Ärger einfängt? „Koste es was es wolle…“

Oder möchtest Du Kandidat(in) 2, der ein reicher Spießer ist. Den MacMonneysack aus Entenhausen (für die Freunde von Duck Tales). Der der Überzeugung ist, dass man alles und jeden mit Geld kaufen kann. „Die Geister, die ich rief …“. Der Leute wie Sepp Blatter kauft, um eine WM ins eigene Land zu holen. Oder eine Hillary Clinton, um auf der ganzen Welt schön weiter Krieg machen zu können. Der irgendwann alles und jeden auf der Welt gekauft hat und am Ende nicht merkt, dass er doch einsam und alleine sterben wird, obwohl ihm Tag ein und Tag aus jeder ins Gesicht lacht? Aber hey, dafür ist er stink reich!

Oder nimmst Du Kandidat(in) 3, den Träumer. Der zum Fenster raus schaut und die vielen Tiere und tollen Farben sieht. Im Frühling und im Herbst. Der ausgeglichen ist und glücklich, im Reinen mit sich, denkt er. Der es jedoch nicht für nötig hält seinen Fuß vor die Türe zu setzen, denn der Blick aus dem Fenster reicht ihm vollends, um das pure Glück zu empfinden. Spazieren gehen ist für ihn nicht nötig. Denn er weiß ja, dass er spazieren gehen kann, wenn er möchte. Er möchte aber nicht, wozu auch. Der Gedanke ans Spazieren gehen fühlt sich für ihn so real an, als würde er gerade spazieren gehen. Mit ihm kannst Du nicht viel erleben, außer gemeinsame Gedankenausflüge.

Welchen Kandidaten würdest Du wählen?

Und so, oder so ähnlich, musst Du Dich als Blogbetreiber auch selbst fragen:
Will ich überhaupt mehr Leser auf meinem Blog?
Spielen Zahlen dabei für mich eine Rolle und wenn ja, welche?

Die Antwort wird eine höchst individuelle sein. Es kann nur eine höchst individuelle sein.
Und das alleine schließt eine Fixierung auf Typ 1, 2 oder 3 aus.
Aber ob Du wirklich richtig stehst, siehst Du wenn das Licht an geht…

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Blog-Statistik und die Sinnfrage (Teil 1 von 2)

Pinky und der Brain

Mir fiel die letzten Wochen unübersehbar auf, dass die Zahl meiner Blogleser angestiegen ist und weiter ansteigt. Projekt Beziehung im Aufwind! Projekt Beziehung erobert die Welt?!
Na na! Füße still halten! Schließlich bin ich weder Pinky noch der Brain. Und dass deren immer gleichen Versuche die Weltherrschaft an sich zu reißen gescheitert sind, wissen wir dank deren 65 kläglichen Versuchen in 65 erfolglosen Folgen. Also nicht erfolglose Folgen im Sinne von erfolglose Serie, sondern erfolglose Folgen im Sinne von erfolglose Versuche in erfolglosen Folgen einer erfolgreichen Serie. Denn das war sie, erfolgreich. Die Serie.

(Anmerkung: Immer gleich kann man „immer gleich“ oder „immergleich“ schreiben. Ist wohl nach neuer Rechtschreibung Geschmacksache. Warum ich das extra erwähne? Weil ich als ausgewiesener Perfektionst selbst beim Schreiben einer Einleitung eines Blogartikels mit solchen Nebensächlichkeiten viel Zeit zubringen kann.)

Gut, die 65 Folgen habe ich hier mit meinen eigenen selbigen jedenfalls schon geknackt, dafür habe ich noch 65 Versuche – um die Weltherrschaft an mich zu reißen – übrig. Schade, dass die Serie irgendwann zu Ende ging. Und wenn ich es mir so recht überlege: Ich will weder Pinky noch Brain sein. Beide finde ich auf ihre ganz eigene Art unsexy.

Heute ein bisschen was für die Statistik-Freunde

Verhältnismäßig läuft das alles hier noch auf sehr niedrigem Niveau ab, keine Frage. Also die Zahl der Leser befindet sich auf niedrigem Niveau, will ich damit sagen. Nicht die Leser selbst, Gott bewahre. Und meine Artikel auch nicht. Die sind hochintellektuell, wie ich finde. Beide, also die Leser und die Artikel. 😉

Ohne aggressive Werbung meinerseits ist das jedoch kein Wunder. Und ich mache weder aggressive Werbung noch überhaupt Werbung für meinen Blog. Warum auch?

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Ja, warum auch?

Ich hab bewusst die absoluten Zahlen in dieser Statistik rausgelassen. Ich weiß schon, ich bin oft selbst neugierig und ertappte mich zuletzt mehrfach dabei, wie ich nochmal schnell nachgesehen habe, ob sich die Reichweite meiner Artikel erhöht hat. Aber selbst wenn… nicht…? Na und?

Und jetzt beginnt das Grübeln. Ich glaube, dass sich die Qualität meiner Beiträge im Laufe der letzten Monate verändert hat. Aus persönlicher Sicht würde ich klar sagen: Verbessert!

Objektiv würde ich sagen (schließt sich an sich schon aus! Wie kann man denn selbst über sich objektiv berichten?! Verrückt! 🙂 ), dass sich sicherlich der Inhalt dieses Blogs verändert hat. Der Fokus ist ein Anderer als zu Beginn. Anfangs ging es um das Game als solches:
Wieviele Frauen habe ich gestern angesprochen, wieviele Telefonnummern hab ich bekommen. Wieviele Dates hab ich ausgemacht? Weviele Dates hatte ich dann tatsächlich?

Zahlen hier und Zahlen da.
Zahlen sind in Wahrheit Makulatur! Nichts als Schall und Rauch!

Zahlen sind etwas für Menschen, die ganz viel weißes Papier mit schwarzer Tinte schmutzig machen. Nennen wir sie zum Beispiel Banker. Oder Bankster. Oh, wieder diese Kapitalismus-Kritik. Mensch. Reiß Dich am Riemen Junge, es geht hier nicht immer um Politik und die Systemfrage, manchmal geht es doch auch einfach um Frauen und Männer!

Also weiter ohne Politik und Systemfrage. Bleiben wir bei den nackten Frauen, äh nackten Zahlen. Wenn mir Zahlen wichtig wären, Zahlen an sich, dann müsste ich mir selbst die Frage stellen: „Was unterscheidet mich ab dem Moment von einem Zahlenjunkie?!“ Wo wir wieder bei den Bankstern wären. Da wollen wir aber nicht hin. Wir sind ja anders.

Und so stelle ich mir selbst die Frage

Will ich mehr Leser auf meinem Blog? Oder reicht es mir nicht auch schon zu wissen, dass es täglich überhaupt welche gibt? Ich bin also nicht alleine hier. Andere Menschen nehmen teil an meinem Leben. Oder anders gesagt: Andere Leben nehmen teil an meinem Leben.
Ich gehe sogar einen Schritt weiter und sage, dass es nicht nur ein „teilnehmen“ ist, sondern bisweilen sogar ein „Anteil nehmen“. Das ist mehr als lediglich teilzunehmen. Teilnehmen ist eher ein „dabei sein“. Anteil nehmen ist mehr ein „ich fühle und denke mich auch hinein“.
Ein schöner Gedanke.

Spielt die Zahl dabei eine Rolle?
Ja und nein. Eigentlich sogar nein und nein. Aber irgendwie auch ein bisschen ja.
Unmittelbar betrachtet: Nein. Denn eine Zahl ist eine Zahl. Die bringt mir per se gar nichts.
Mittelbar betrachtet: Ja. Denn, und das darf ich inzwischen regelmäßig selbst spüren, mehr Leser bedeuten auch mehr Kommentare. Und mehr Kommentare bedeuten für mich mehr andere Ansichten. Und das erweitert meinen Horizont. Bei der relativ geringen Zahl an Lesern bzw. in dem Fall besser gesagt Kommentierern ist das zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Druckbetankung für mich, aber es gibt sie… die Kommentierer(innen) und ihre Kommentare.

Und das freut mich.

Eine Hommage an den Leser

Wie ich dargestellt habe, sind Kommentare zu meinen Artikeln für mich mehr wert, als blanke Zahlen. Habe ich stille Leser, freut mich das. Habe ich aktive Leser, die kommentieren, freut mich das noch viel mehr. Denn dann nehmen die Leser nicht nur (An-)teil am Leben des Schreibers. Sondern der Schreiber auch am Leben des Lesers bzw. des dann schreibenden Lesers. Also des Lesers, der ebenfalls zum Schreiber wird. Dann tun wir einander Schreiben schreiben. Unförmlich zum Glück.

Also schreibt mir. Danke! 😉

Morgen gehts weiter mit Teil 2, der irgendwie zu Teil 1 gehört, aber irgendwie auch total für sich alleine stehen könnte.
So wie die Dollar-Trilogie mit Clint Eastwood. Die drei Teile gehören irgendwie zusammen, haben aber dennoch nichts miteinander zu tun. Und mein Zweiteiler hier hat zwar nichts mit einer Trillogie gemein, dafür ist es ein Teil zu wenig. Spannend wie die Dollar-Trillogie bleibt es trotzdem. Daher.. Fortsetzung folgt…

200!!! Ein echter Zufall!

Was für ein Zufall! 200!!!

Dieser Blog erblickte das Licht der Welt am 31.07.2016.
Heute ist der 17.02.2017.

Ich hätte mit dem Zeigefinger am Wandkalender alle Tage einzeln Revue passieren lassen und durchzählen können. Über den letzten Sommer, hinein in den Herbst und weiter bis jetzt in den zum Glück inzwischen nicht mehr nur eiskalten Winter. Und mein Wandkalender, oder viel mehr meine Zählkunst, hätte mir verraten, dass dieser Blog heute 200 Tage alt geworden ist. Rekord. Heute. Tadaaaaa!

Und jetzt kommt der echte Hit!
Meine Administrationsoberfläche in WordPress verrät mir natürlich ebenso etwas. Und zwar sagt sie mir, dass dies der 200. Artikel ist! Tadaaaa!

200 Artikel in 200 Tagen!?
Unglaublich! Verrückt! Wahnsinn! Total durchgeknallt! Absolut irre!

Während Jules Verne in 80 Tagen einmal um die Erde rum ist, hab ich das jetzt schon 2,5 mal geschafft! Nebenbei überholt. Auf der linken Spur sozusagen. Gaspedal durchgedrückt und BRRRRRR mit donnernd vibrierendem Auspuffrohr vorbei. Sorry Jules!
Ich hab Dich nie kennen gelernt. Dafür bist Du 112 Jahre zu früh gestorben oder anders gesagt, ich lebe 112 Jahre zu spät für Dich. Da Du aber Franzose warst, wäre es mit der Verständigung kompliziert geworden.

Französisch hatte ich mal freiwillig im Nachmittagsunterricht in der Schule. Das ist schon eine Zeit lang her. Gemerkt hab ich mir gar nichts davon. Vielleicht lag es auch an der alten Französisch-Lehrerin, die war didaktisch so mega schlecht wie das Kratzen der Kreide an einer alten rauhen Tafel. Pfui. Rote Karte.

Nichts gegen das Alter eines Menschen, ganz im Gegenteil. Ich stehe auf Gespräche und den Umgang mit älteren Menschen, deren Sicht auf die Dinge ist in aller Regel weit weniger ich-bezogen.
Bei der besagten Lehrerin ist es jedoch so, dass ich empfohlen hätte sie vorzeitig in den Ruhestand zu schicken. Ihr hat das Alter zwar nicht geschadet, würde ich behaupten, aber geholfen hat es ihr auch nichts. Und das ist tragisch.
Da gibts einen Spruch, den hab ich von meinem Papa, der passt gut zu solchen Situationen: „Dumm geboren und nichts dazu gelernt!“
Wenn das Alter einem Menschen schon nichts bringt, was denn dann? Wenn das Letzte, das niemand aufhalten kann, – Zeit – im Leben eines Menschen auch noch obsolet wird, weil es ihm einfach nichts bringt, die letzte Bastion sozusagen auch noch gefallen ist, dann… ja dann…?

Okay, jetzt aber schnell wieder die Kurve kriegen, vom düster neblig deprimierten Endzeit-Gefühl zum leicht verdaulichen Humor. Apocalypse not now anymore.
Wenn ich damals schon der heutige Dieter Bohlen gewesen wäre, dann hätte ich im Unterricht bei ihr auf den roten Buzzer gedrückt. MÄÄÄÄÄÄP!

Französisch klingt zwar toll, aber ich empfand es als Zumutung diese Sprache zu lernen. Nicht falsch verstehen, nichts gegen die Sprache. Sie ist schön. Sie ist nur wahnsinnig kompliziert. Das ist der Grund, warum ich froh bin mit Deutsch aufgewachsen zu sein. Deutsch ist – glaube ich – ähnlich schwer. Anders ähnlich schwer. Als Ausländer Deutsch zu lernen muss auch eine Zumutung sein. Egal ob freudig oder nicht. Zumutung bleibt Zumutung. 🙂

200 Artikel in Deutsch!
Könnte ich Französisch, hätte ich auch mal einen in Französisch rausgehauen. Kann ja noch kommen.

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Englisch ist herrlich einfach dagegen. Italienisch ist auch noch verhältnismäßig einfach. Aber Französisch…
Ich hatte aber auch noch nie eine französische Freundin, vielleicht würde ich das dann anders sehen…? Ganz sicher würde ich das dann ganz anders sehen! 😉

Von Jules Verne habe ich noch nie etwas gelesen. Am Rande jedoch mit halb offenem Auge mitbekommen, dass er da ein paar Meisterwerke für sich verbuchen kann. Aber für Romane hatte ich auch noch nie viel über. Das kommt erst im Alter wahrscheinlich…? Wenn man bis dahin als junger Rebell erkannt hat, dass alles Wissen und Verstehen auch nicht viel am großen Ganzen ändert. Dann kann man Romane lesen. Nein, das ist nicht pessimistisch gemeint, sondern real.200 Artikel in 200 Tagen. An ein paar vereinzelten Tagen gab es auch mal keinen Beitrag von mir, aufgrund Krankheit. Dafür hatte ich insgesamt über die Zeit auch sehr vereinzelt mal zwei Artikel an einem Tag veröffentlicht. Ein schöner Zufall, der sich da ergeben hat. Manche würden dabei von Wunder sprechen, 200 in 200. So exakt. So punktgenau. So magisch. So einzigartig. 😉Ist das bei 6 Richtigen im Lotto Zufall oder ein Wunder, wenn man derjenige ist, der die Gewinnbenachrichtigung erhält?
Ich will das hier nicht weiter ausführen. Das wäre stattdessen etwas für den Philosophischen Sonntag… *hehe*
Ob es in 400 Tagen dann 400 Artikel sein werden? Ich weiß es nicht. Wie auch. Aber eines kann ich sicher sagen: Mein Projekt Beziehung ging ganz anders los, als es sich bis jetzt entwickelt hat. Die Zielrichtung hat sich bis jetzt nicht verändert. Aber die Sicht auf die Dinge. Und der Weg. Und die Grautöne zwischen Schwarz und Weiß. Wundervoll! Die Zeit hat mir gut getan. Dazu morgen mehr.

Apropos hohes Alter… ich befürchte, dass ich auch im hohen Alter immer noch ein junger Rebell sein werde…! Und immer noch keine Romane mag. Aber bis dahin einen geschrieben haben werde. Vielleicht über einen jungen Rebell, der keine Romane mag.

Steigende Besucherzahlen – und ein Kommentar zu Trump

Was mir über die letzten Wochen hinweg aufgefallen ist, sind die steigenden Besucherzahlen auf meinem Blog. Darüber freue ich mich. Besonders auch über die ersten Kommentare von Euch. Ich denke, dass das für mich erst der Anfang ist. 🙂
Wann immer Euch etwas einfällt, lasst es raus. Ich nehme das gerne an und wenn es passt, dann baue ich das eine oder andere mal auch einen Artikel drum herum.

Was mir sonst so aufgefallen ist:
Wenn man nach „Projekt Beziehung“ über Google sucht, dann bin ich hinter brigitte.de mit dieser Webseite inzwischen auf Platz zwei der Ergebnisse. Das war vor einigen Wochen noch anders. Da tauchte ich recht weit hinten erst auf.
Aber nach inzwischen fast 200 Artikeln hält mich Google dann offenbar für wichtig genug, um auch mit dem Namen dieses Blogs oben zu erscheinen.

Das ist für mich dann in Zukunft angenehmer, wenn ich jemandem sagen kann: „Gib in Google einfach „Projekt Beziehung“ ein und Du kommst mit dem zweiten Ergebnis direkt hier her.“
Bisher musste ich immer umständlich den Zusatz „wordpress.com“ mit erwähnen, was nicht unbedingt intuitiv klingt und erst recht nicht intuitiv ist. Kennt Ihr sicher, das Problem.

Alles nimmt schleichend Fahrt an. Ohne aktive Werbung ist das bestimmt auch ganz normal so. Ich nenne das ein gesundes Wachstum. Es reift, es dauert und dann wird es auch gut. 🙂

Was mir ganz nebenbei aufgefallen ist: Das Schreiben macht mir weiterhin und machmal sogar noch mehr Spaß. Und ich entwickle langsam einen eigenen Schreibstil, habe ich für mich selbst jedenfalls das Gefühl. Es flutscht oft einfach, manchmal auch in ganz kurzer Zeit. Dann ist so ein Artikel auch mal in wenigen Minuten fertig. Erst das Ausfeilen eines Beitrags kostet dann wirklich Zeit und Muße. Die Ideen sprießen hingegen einfach. Ich frage mich, ob ein Artikel pro Tag von mir für einem Follower nicht zuviel ist?!

Ich selbst merke beim Korrigieren, dass das Lesen eines langen Artikels schon etwas Zeit kostet. Und aus dem Grund schaffe ich das leider auch nicht immer. Ich verlege das dann oft auf die Mittagspause, auf die Zeit auf dem Weg von und zur Arbeit oder auch auf die Zeit abends auf der Couch. Mit dem Laptop auf dem Schoß.

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Was gibt es heute sonst zu sagen, neben der Tatsache, dass die Besucherzahlen zur Zeit hoch gehen? Eigentlich nicht viel.
Es wird insgesamt alles etwas ruhiger gerade bei mir. Gefühlt ist es die Ruhe vor dem Sturm. Draußen zum Daygamen war ich schon länger nicht mehr. Das ist im Moment aber auch nicht nötig. Ich habe das Approachen ein bisschen herunter gefahren, aber natürlich nicht aufgehört.
Die Kontakte, die ich im Moment habe, reichen so erst mal. Übergangsweise vermutlich zwar nur, aber es reicht. Der Kopf ist voll. Mehr Kontakte und erst recht neue Kontakte wären da einfach zu viel.

Durch das Lesen der Blogs meiner Follower bin ich auf eine gute Idee gekommen, was meine Geschichten hier mit den Frauen betrifft. Darüber schreibe ich morgen…

Für heute reicht auch mal ein kurzer Artikel. 🙂

PS: Während ich diesen Artkel schreibe (Mitten in der Nacht), läuft bei mir gerade ZDF, wieder mal das Übliche. Ausschließliches Trump-Bashing. Unvorstellbar, unfassbar. Trump könnte sogar übers Wasser laufen und selbst dann würden die Medien hierzulande wahrscheinlich nicht das unvorstellbarste Phänomen der Menschheitsgeschichte bejubeln, sondern auch noch schreiben: „Schaut Euch diesen Vollidioten an, der ist zu blöd zum Schwimmen.“
Ich bin gespannt was die Menschen in vier Jahren sagen werden. Im Moment plappern alle den Unsinn aus den Mainstreammedien nach. Trump sei so doof. Ein Unmensch. Er sei dies und er sei das. Ein Dummkopf. Alles mögliche soll er angeblich sein, aber auf jeden Fall ein ganz fürchterlicher Präsident.
Also ich maße mir da noch kein Urteil an. Ich wäre nur schon erstaunt, wenn die vier Jahre überlebt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Der letzte „gute“ Präsident war J.F.K. Und den wollte man ganz offensichtlich auch nicht mehr. Also hat man ihn weg gemacht. Er wurde unbequem. Warum weiß fast niemand. Außer man beschäftigt sich mit Geopolitik und Finanzwirtschaft, und dabei dann mit den Untiefen seiner eingeleiteten Amtshandlungen. Die sind recherchierbar. Für jeden. Aber natürlich kostet das Mühe. Mir macht so etwas Spaß.
Zurück zu Trump.
Ich kenne diesen Mann nicht persönlich. Und deswegen schaue ich mir erstmal seine Handlungen an. Und urteile für mich danach. Nicht davor. Auch so etwas, das manchmal ganz hilfreich ist.
Aber eines ist für mich jetzt schon klar: Der Mann hat in wenigen Tag mehr FÜR sein Land getan als Angela Merkel in gefühlten 100 Jahren. Und oftmals ist Handlung wichtig, anstatt alles aus-zu-schlafen. Ob „A“ oder „B“ ist gar nicht so wichtig, Hauptsache jemand tut etwas. Kein Aktionismus wo keiner hin gehört. Aber wenn Handlungen nötig sind, dann ist es mehr als angebracht zu handeln. Wirklich egal wie, Hauptsache zu handeln. Und ob seine Handlungen gut oder schlecht sind, wird sich sowieso erst noch zeigen. Da kann man ganz geteilter Meinung sein. Alles ist besser als eine Schlaftablette an der Spitze der Regierung zu haben. Und mit Abwesenheit glänzt Trump sicher nicht. Das kann ich von uns in Deutschland nicht behaupten.
Nur diesen Eindruck habe ich eben jetzt schon: Er handelt FÜR sein Land. Seine Antrittsrede ist schon ein guter Vorgeschmack auf das was da noch kommen mag. Ich habe mir natürlich die Mühe gemacht und sie mir angehört, auf Englisch. In den deutschen Medien sind natürlich nur ein paar Fetzen aus seiner Rede zu hören. Und die werden dann entweder in der Luft zerrissen oder von all seinen Äußerungen, die jeder normal tickende Mensch gut finden würde, ist dann nichts mehr zu hören und zu lesen in der sogenannten Qualitätspresse. Und wenn man etwas von seinen Äußerunge liest, dann werden sie so hin kommentiert, dass sie sich schlecht und widerlich anhören. Dass ich nicht lache. Dann lieber die Quellen im Original selbst anschauen. Danke. Dafür brauche ich keinen Kommentator und auch keinen Journalisten.
Ja ich weiß, es tut weh anderer Meinung zu sein. Es ist irgendwie unbequem, jedenfalls fühlt es sich so an. Und ich weiß, dass es komisch ist, wenn alle Menschen sagen, dass A richtig ist und nun jemand anders kommt und das Gegenteil behauptet. Auf einmal soll  B richtig sein. Aber wenn man sich wirklich selbst die Mühe macht und eigenhändig recherchiert, sich auch mal Reden ganz im Originalwortlaut anhört (und nicht verfälscht durch die Medien!), dann kommt man von ganz alleine wirklich recht simpel darauf, dass B oft richtiger ist als A. Es hat immer einen Grund, warum alle denken sollen, dass A richtig sei. Die Quizfrage lautet also immer: „Wem nützt es?“
Mir ist das einfach zu simpel, wenn alle gegen einen sind. Das ist mir schon immer zu einfach gewesen im Leben. Auch schon in der Schule. Alle auf einen. Nein, Danke. Und fast immer hat es einen Grund, wenn die Jagd auf einen Menschen eröffnet wird. Und der ist in aller Regel kein ehrenwerter. Ganz im Gegenteil. Das hat jetzt nichts mehr mit meinem ursprünglichen Artikel zu tun. Aber wenn mir akut etwas auf der Zunge brennt, dann hau ich das hier in die Tasten. 😉

Neuer Rekord – 10 Follower!

Herzlich willkommen!

Vor einem halben Jahr habe ich nicht gedacht, dass sich jemand außerhalb meines Familen- und Freundeskreises für meine Story interessiert. Inzwischen sehe ich, dass schon 10 Menschen Interesse an meinen Texten und Teilhabe an meinem Leben haben.

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Ich freue mich darüber!
Sehr gerne würde ich erfahren, was Euch an meinem Blog gefällt. Oder auch nicht gefällt. Nicht um eine Statistik zu erheben. Nicht um in Kategorien zu denken und mir zu überlegen „was gefällt meinen Lesern und davon bringe ich dann mehr“. Sondern aus einfachem Interesse. Individuell. So wie Ihr Interesse an meinem Leben habt, so habe ich Interesse an Euren Gedanken, die zum Interesse an der Verbindung hier her führten und führen. Ihr wisst von mir wirklich relativ viel, ich schreibe ja jeden Tag was mir so passiert. Lustiges und Unlustiges. Sinnvolles und Sinnloses. Von Euch weiß ich in aller Regel nicht viel, außer Ihr habt einen eigenen Blog. Dann schaue ich da natürlich auch regelmäßig mal rein. 😉

Ohne den Anspruch zu erheben auf meine Leser eingehen zu wollen oder zu können, interessiere ich mich doch sehr für Euch. Denn auf die eine oder andere Art treten Schreiber und Leser immer in Resonanz zueinander. Oft nur anonym durch Klickzahlen. Oder etwas weniger anonym durch Likes und noch weniger anonym durchs Folgen. Follower zu sein ist auch ein Statement, wie ich finde.

Mir ist bewusst, dass ich keinen massentauglichen Blog betreibe. Keinen, der überall für Jubelstürme oder für große Umsätze der Kosmetik- oder Fleischindustrie (Rezepte mit viel Fleisch!) sorgt. Aber genau darum geht es mir ja. Mit Menschen in Kontakt zu kommen, die aus ehrenwerten Gründen einen Kontakt möchten. Auch wenn er für viele Leser nur eindimensional verlaufen soll (nur empfangen). Übrigens ist es mir im Web 2.0 genauso wichtig wie beim Day- und Clubgamen, der Kontakt zu Menschen mit ehrenwerten Absichten. 😉

Mir ist auch bewusst, dass 10 nicht viel ist. 10.000 wäre vielleicht viel? Ein Bekannter von mir hat einen Instagram Account mit mehreren zehntausend Followern. Noch dazu sieht er verdammt gut aus. Resultat: Inzwischen modelt er und wird von allerlei Firmen mit Klamotten bombardiert. Nur um von sich selbst Fotos machen zu lassen und sie bei sich online zu stellen oder der Firma zu schicken. Verrückt, dieses Web 2.0. Dazu immer diese schleimigen Texte von ihm unter jedes Bild und schon sind ihm nochmal mehrere tausend Likes garantiert. Von potenziellen Käufern, Teenies vorrangig.

Ich gönne es ihm von Herzen. Wirklich. Aber es ist Hollywood und alle fallen darauf rein. In echt bringt er kaum ein Wort raus, so schüchtern ist er. Wenn der pickuppen gehen würde, könnte wahrscheinlich die Pickup-Szene in Deutschland zu machen. Die Straßen wären leer approached. Kann er aber nicht.Zu schüchtern, wie gesagt. Ein paar Teeny-taugliche Texte reichen und schwupp… Klingelt die Kasse. Auch ein Ziel. Warum nicht.

Ja, genau solche Follower würde ich nicht wollen. 🙂 Zahlen sind mir nicht wichtig. Menschen schon.

Wann immer Euch etwas einfällt, auffällt oder es sonst irgendetwas gibt, das Ihr mit mir teilen wollt, dann tut es. Ich bin froh um jede Art der Inspiration. Und in allem steckt eine Chance selbst zu wachsen. Nutzt die Kommentarfunktion. Oder bin ich etwa schon so perfekt, dass es bei mir nichts mehr anzumerken gibt?!

Also herzlich willkommen in meinem Leben, den bisherigen Lesern genauso wie den neuen! 🙂

PS: Und als ich den Text vorbereitet hatte, waren es noch 10. Bis der Text nun online geht sind es schon 11. Bekomme ich jetzt auch Klamotten zugeschickt? 😉

Date-Review – 3 Dates mit viel Gelaber

Gestern hatte ich mein drittes Date mit einer Frau. Das ist schon mal selten. Meistens kommt es nicht einmal zu einem zweiten Date. Ich scheine eben einfach so merkwürdig zu sein, dass ich alle verschrecke! 😉

Gut, also Date Nummer 3 mit einer Frau, die zwar nett, aufmerksam, aber langweilig ist.

Ein paar Dinge sind erzählenswert. Das meiste nicht. Also erzähle ich erstmal die langweiligen Situationen aus dem Date gestern. Gut? Nee!
Also okay, überspringen wir den Teil. Kommen wir zum knackigen, interessanten, humorvollen. Hm. Auch Fehlanzeige! Na gut, also dann erzähle ich zumindest die Auffälligkeiten.

Wir trafen uns in der Stadt und liefen gemeinsam zu einem Lokal zum Essen. So ein Lokal, in dem jeder beim Eintreten seine eigene Chipkarte bekommt. Da wird dann das Essen drauf gebucht. Und beim Rausgehen bezahlt man dann. Jeder seine eigene Karte. Außer man macht einen gemeinsamen Haufen daraus. Aber dazu später mehr.

Dort angekommen und die Chipkarten empfangen, sagte ich zu ihr: „Lass uns heute mal zusammen bezahlen. Das finde ich viel schöner, als alles getrennt zu machen.“

Antwort von ihr: „Ach das muss nicht sein.Wir haben ja die getrennten Karten. Gemeinsam bezahlen können wir dann, wenn wir mal wieder irgendwo essen gehen wo man bedient wird.“

Bumm. Okay. Sehr gemeinsam, der Abend. *hüstel*

Bei der Essenswahl und der Getränkebestellung (unterschiedliche Gerichte und Getränke zu unterschiedlichen Preisen!)  an der Theke fragte der Koch nach der Speisenzubereitung: „Alles auf eine Karte?“

Und jetzt fing sie an: „Können Sie das genau halbe halbe auf die Karten buchen?“

Ich dachte mir nur: „Oh mein Gott. Wieder so eine Kühlschrank-Erbsenzähler-Frau mit ausgeprägtem Sinn für korrekt berechnete Gerechtigkeit.“ Romantik pur.
Daraufhin sagte ich ihr: „Deshalb hab ich vorhin gemeint, dass es einfacher ist, wenn man zusammen bezahlt. Dafür wechseln wir uns einfach ab. Kommt auf das Gleiche raus.“

Der Koch sah sie und mich fragend an. Und da er der deutschen Sprache nur mittelmäßig bis kaum mächtig war, konnte ich die drei Fragezeichen über seiner Stirn schon fast in Zeitlupe beim zu uns ins Gesicht springen beobachten.

Das sah sie wenigstens dann ein. Dann. Also dann wenn ein fremder (!) Koch ihr das klar macht, dann (!) sieht sie das ein. Wenn ein dreifach gedateter Mann ihr das sagt, dann natürlich nicht. Klar. Logisch. Und zeigt mir, dass die Frau mir vertraut bzw. sich auf mich einlässt. Ähmmm, nee. Eben nicht. Auch gut. Was solls. Wir wollen uns ja nicht aufeinander einlassen, sondern schön weiter getrennte Wege gehen…

(Ich weiß, ich und mein ständig übertriebener Sarkasmus, nur ich bin halt so und kann auch nicht anders. Meine Art das gedanklich zu verarbeiten. Wie, wenn nicht durch maßlos übertriebenen Sarkasmus?! Wenn es nicht irgendwie auch lustig wäre, dann könnte man darüber weinen.)

Gut, sie hielt ihre Karte hin und alles wurde auf ihren Chip gebucht. Ein wenig hab ich das in dem Moment auch so provoziert. Ich hab mich einfach zurück gehalten in dem Moment. Sie war zuvor nämlich schon so schnell und wollte alles geklärt haben, nämlich halbe halbe. Also hab ich sie machen lassen. Dann gabs für sie halt statt halbe halbe eben ganze ganze. Situationen und Spannungen aushalten kann ich.
Normal bin ich nicht so. Ich hatte die beiden Abende zuvor schon jeweils ein Getränk von ihr bezahlt. Nicht alles. Aber jeweils ein Getränk. Ich finde das kann man so machen, wenn man sich für den anderen interessiert. Dann zahlt man einfach mal ein Getränk mit. Warum nicht.

Der Abend verlief bei italienischer Standardkost recht ruhig und unspektakulär ab. Wenn ich nicht zwischendurch immer dank eingestreuter neuer Gesprächsthemen den Redefluss am Leben gehalten hätte, dann wäre es tatsächlich etwas ins Stocken geraten. Also hab ich gemacht was ich inzwischen immer dann mache, wenn es an sich sehr langweilig wird oder zu werden droht. Ich fange dann einfach an mehr über mich zu erzählen bzw. darüber was mich bewegt oder begeistert. Das habe ich früher auf den Dates so in der Art nicht gemacht. Inzwischen schon. Damals habe ich versucht die Frau dazu zu bringen von sich zu erzählen. Viele Fragen gestellt. Damit sie sich wohl und ernst genommen fühlt. Es war von meiner Seite jederzeit aufrichtig, immer. Aber dann muss ich mir eben auch klar darüber werden, dass die Themen dann noch langweiliger zu werden drohen.
Schluss damit. Bevor es langweilig wird, mache ich die Themen.

Ich denke mir das so: Wenn es schon langweilig mit einer Frau sein muss, dann soll es wenigstens um die Themen gehen, die mich noch ansatzweise interessieren. Nichts ist langweiliger als einer langweiligen Frau dabei zuhören zu müssen, dass sie sich eine mega langweilige Handtasche gekauft hat. Also geb ich einfach ein Thema vor, indem ich es in den Raum werfe. Und dann frage ich sie etwas dazu. Wenn sie was dazu sagen kann, dann lasse ich sie erzählen. Wenn nicht, dann erzähle ich was dazu. So geht der Abend mit verschiedenen Themen rum und ich hab es dann auch geschafft wenigstens nicht einzuschlafen. Schlafen kann ich nämlich zu Hause.
Auf meinem neuen Kissen, diesmal aus Dinkelkernen. Was tut man nicht alles, um seinem Nacken das Bestmögliche zukommen zu lassen. Mal ausprobieren…

Nach dem Essen bestellte ich auf meine Karte noch zwei Getränke. Dazu gleich mehr.

Nach ca. drei Stunden sind wir aufgebrochen und haben uns ans Bezahlen gemacht. An der Kasse angekommen sagte ich zu ihr: „Okay, also die Getränke zahle ich. So können wir das aufteilen.“
Woraufhin sie antwortete: „Nein nein, das zahle ich heute alles. Beim nächsten Mal dann Du.“

Bingo. Danke. Immerhin war dann der Abend für mich kostenlos. Und gleichzeitig hat die Frau auch mal etwas investiert. Das ist wichtig. Ich denke mir das so: Wenn eine Frau nicht gerade durch Emotionalität und Temperament besticht… wenn ihre Gefühlsebene also eher im Versuchslabor von Schöller oder Langnese angesiedelt ist, dann erwischt man so eine Frau vielleicht über den Geldbeutel. Also kann sie investieren… in was eigentlich? 😉

Im Laufe des Abends habe ich mehrfach versucht ihre Hand zu halten. Sie ist so mega schüchtern oder merkwürdig, jedenfalls zieht sie ihre Hand nach wenigen Sekunden stets langsam weg. So als würde sie mir sagen: „Oh, was ist das denn. Hilfe. Ohje. Nein. Ich komme damit nicht klar. Ich nehme da meine Hand mal weg.“

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Klar. Kannst Du schon machen. Genau wie Du auch mit einem Bussi links und rechts noch große Schwierigkeiten hast. Hand halten geht dann gar nicht. Verstehe ich auch. Ich würde mich auch drei mal mit einer Frau treffen, wenn ich andererseits aber ihre Hand nicht halten will. Macht ja auch Sinn, ne?

Beim ersten Date okay. Beim zweiten schon irgendwie auch nicht mehr. Beim dritten aber spätestens…? Möchte man meinen. Die Wahrheit ist doch eher so: Wenn eine Frau beim ersten Date schon nicht auftaut, dann wird sie das auch 10 Dates später nicht. Bzw. wenn sie dann auftauht, dann hast Du eine extrem mühsame Person vor Dir. Eine, die mit ihrer eigenen Sexualität große Probleme hat. Will man das wirklich? Will ich das wirklich? Wir reden hier wirklich erstmal nur von einer einfachen Berührung für ein paar Sekunden und maximal einem Kuss.

Einmal habe ich ihr ein Kompliment zu ihrem Ohrring machen wollen. Weil das prima zu ihrer Uhr passte. Es war aufrichtig so gemeint. Und so berührte ich sie an den Haaren am Ohr entlang, um auf ihr Ohrring zu zeigen. Sie schreckte total zurück, als würde ich ihr das Ohr abreißen. Es ist schon eine lustige Situation gewesen. Deswegen erzähle ich es hier. So etwas habe ich in der Form noch nicht erlebt. Dass es einer Frau „zu früh“ oder „unangenehm“ war, das ja. Das kenne ich. Aber aufschrecken? Das wirkt auf mich, als hätte da jemand ein Problem. Sie. Undzwar ein ernstes. Ich hinterfrage es nicht weiter. Es ist ja im Moment für mich nicht wichtig. Aber ich bin froh, dass ich durch solche Situationen den Menschen kennen lerne. Und das gehört nun einmal dazu.

Beim Abschied habe ich das mit dem Handhalten nochmal probiert. Nachdem ich sie zur Bahn begleitet hatte. Ich spürte, dass ein Kussversuch nicht angebracht wäre. Sie kam ja so schon selbst kaum mit der Mann-Frau-Situation klar, wie ich mehrmals merken durfte.

Und so kommen wir über ein Bussi links und Bussi rechts auch beim dritten Date nicht wirklich weiter.

Das ist Rekord! Noch nie in meinem Leben habe ich eine Frau drei mal gedatet ohne sie zu küssen. Premiere! Lasst uns darauf mit einem 2012er Domaine du Bouscat Caduce anstoßen. Ein Bordeaux. Trocken natürlich, wie alle Bordeaux. Ca. 9 Euro pro Flasche. Der Wein ist geschmacklich deutlich besser als sein niedriger Preis es vermuten lässt. Kleine Empfehlung am Rande… 😉

PS: Widerlich fand ich zwei Situationen, in denen sie mich ganz offensichtlich mit jemand anderem verwechselt hat. „Du hast mir doch schon von Deinen Eltern erzählt, was die arbeiten oder?“, kam da einmal. Ich dachte mir nur: „Nein, hab ich nicht. Sicher nicht.“ Und das zweite Ding weiß ich gar nicht mehr. Ist auch nicht so wichtig. Aber es bekommt schon ein merkwürdiges Geschmäckle, wenn eine Frau nicht mehr unterscheiden kann welcher Typ ihr was erzählt hat. Ich hab auch viele Dates, aber bisher habe ich noch immer auseinander halten können, mit welcher Dame ich welche Erlebnisse, Erinnerungen und Erfahrungen ausgetauscht habe. Wenn ich das mal nicht mehr schaffen sollte, dann muss ich es wohl in den quantitativen Olymp geschafft haben. Wie sie?! Wie sie!

PPS: Zurecht kann dann die Frage aufkommen: „Was willst Du denn dann noch mit dieser Frau?“ Ich bin ehrlich. Ich weiß es nicht. Vielleicht meine Hoffnung, dass sie (an der Stelle symbolisch für alle Frauen die ich bisher gedatet habe bzw. noch daten werde!) irgendwann aus ihrem riesigen Gefrierschrank eine Siebträgermaschine heraus zieht und mir meinen heißen Lieblings-Espresso zubereitet.

PPPS: Sonntag will sie mich besuchen kommen. Auf einen Chai-Latte und gemeinsames Kochen. Ich bin fassungslos.

Ein Samstag zum Davonlaufen

Ich und davonlaufen? Sicher nicht!

Mein Artikel heute kommt mit über 1,5 Stunden Verspätung online. Da ich vorhin noch mit einem Freund auf einen Kaffee in der Stadt war. Und wir uns etwas verquatscht haben. So ist das eben, ganz ganz selten mal kommt ein Artikel etwas später online. Aber er kommt. Außerhalb der Regel, außerhalb der Gesetzmäßigkeit.

„Gesetze sind dazu dazu, um sie zu brechen.“
Von wem stammt dieses wundervolle Zitat? Es stammt von mir selbst. 🙂

Warum ist jetzt also der Samstag zum Davonlaufen?

Naja es steht heute 5 zu 0. Das ist an sich gesehen gut so. 5 an einem Tag ist vernünftig. Aber wenn 4 davon nahezu einfach weiter gehen und sich auf keinen Fall in ein Gespräch bringen lassen, dann ist das schon irgendwie zum Davonlaufen. Zumindest für die 4.

So viele Frauen, die keinerlei Interesse an einem Gespräch haben, hatte ich hintereinander noch nie. 4 auf einen Streich. Rekord.

Und später habe ich in einem Cafe an der Bar eine Dame seitlich angetippt und sie auf ihr Buch angesprochen. Keine Reaktion. „Hm“, dachte ich mir, „passt ja heute prima zum ganzen Tag“.
Nach ein paar Minuten entstand dann doch noch ein ganz angeregtes Gespräch. Sie hatte ein Buch dabei, das mich thematisch interessierte. Es ging um den IS. Ihr wisst schon. Dieses böse Phantom, das für all die Gräueltaten auf der Welt verantwortlich ist (gemacht wird bzw. sein soll). Da mich Geopolitik sehr interessiert, frage ich dann natürlich auch gerne nach. Überhaupt im Leben finde ich es wichtig, dass man den Dingen nach geht, die einen persönlich sehr interessieren. Zu stark sind wir täglich verhaftet und lassen uns verhaften in und für Themen, die andere Menschen interessieren, nur letztlich uns selbst nicht.
Und so bin ich immer weiter auf der Suche nach Menschen, die mir in irgend einem Bereich voraus sind. Deshalb lasse ich mich so gerne inspirieren und spreche Menschen an, die etwas tun, das mich interessiert.

Ein bisschen Smalltalk über Geopolitik. Geht das? Smalltalk über Geopolitik. Ja. Geht. Auch das geht. Solange man nicht zu tief geht. Gesellschaftskonform bleiben. Dann ist Smalltalk auch darüber möglich. Bohrt man etwas. Stellt man Fragen. Hakt man nach. Dann… ja dann… ist es gerade dabei natürlich schnell vorbei mit dem Smalltalk. Das ist normal.
Nun zu Dir, da ich Dir ja sagte, dass ich auch über unsere Begegnung vielleicht ein paar Sätze schreibe. Siehst Du, schwupp und schon tauchst Du hier auf! 😉 Du bist eine Frau, mit der man sich auch über andere Dinge unterhalten kann.
Nach ein paar Minuten über Land, Leute und die Berge ging es dann kurz um meinen Blog hier. Für den ich normalerweise überhaupt keine Werbung mache, weil das gar nicht meine Absicht ist. Nur fand ich das Gespräch mit ihr einfach frei und offen. Und da sie so lieb gefragt hat, hab ich ihr die Adresse von hier verraten.

Und wenn Du magst, hinterlasse ruhig einen Kommentar oder meld Dich mal. Falls Du weiter über Geopolitik fachsimpeln möchtest. Oder alternativ auch über Land, Leute und die Berge. Auch wenn Du in Zürich sein solltest. Viele Grüße an Dich an der Stelle. 😉

Was gibts sonst noch zu sagen?
Gestern war ich natürlich wieder unterwegs zum Clubgamen. Es war mega lustig für mich, weniger wegen irgendwelchen Erfolgen, sondern weil gestern auch mal abwechslungsweise mein bester Freund mit dazu gekommen ist. War cool mit Euch, zumindest meistens! 😉

Prima ungewohnt für mich ist die Fülle an Schlaf, die ich von gestern auf heute hatte. Es wurden ganze 8,5 Stunden! Unglaublich. Das schaffe ich in letzter Zeit kaum mehr. Der Bio-Rythmus ist etwas durcheinander geraten. Aufgrund dem vielen Weggehen, aber auch ansonsten laufe ich zur Zeit biologisch nicht ganz rund. Erkältet bin ich ja auch noch leicht. Nur zu Hause sitzen macht noch mehr krank. So zieht sich zwar dank der Kälte die Erkältung etwas länger hin, dafür tue ich im Gegenzug etwas für meine Seele. Und Spaß ist definitiv Balsam für die Seele. Da bin ich mir sicher! 🙂

Klingelingeling an der Türe! Gerade kam ein Päckchen vom Postboten. Es gibt ein paar Flaschen Rum für mich. Was??? Für mich, der doch nie Alkohol trinkt?! YES! Für mich. Ich hab eine halbe Vitrine inzwischen voll mit verschiedenen Alkoholika. Und bei jeder Flasche könnte man noch denken, dass sie noch nie geöffnet wurde. So einen hohen Durchsatz habe ich. Vielleicht vergleichbar mit einem 3-Liter-Lupo. Gibts die noch? Jede Flasche einmal angenippt und gut ist! Sie sind einfach toll anzusehen. Ich liebe Design. Und jede Flasche ist ein Unikat. Und es ist kein Fusel dabei. Ich probiere gerne aus. Alles im Leben. Einfach das Gaspedal durchdrücken. Ganz einfach.
Diesmal hab ich mir gegönnt, jeweils eine Falsche von:

Pam­pe­ro Ani­ver­sa­rio Re­ser­va Ex­clu­si­va Anejo
Cu­ba­ney Ex­qui­si­to 21 Years Old
Plantation XO 20th Anniversary

2017-01-07

Die Rum-Kenner werden die Sorten kennen. Und zu schätzen wissen, habe mir die Rums von einem Barkeeper empfehlen lassen. Einem der sich auskennt. Na dann schauen wir mal. 😉

Heute Abend gehts wieder raus. Bar- und Clubgame. Viel Spaß an mich selbst. 🙂