Ein lange angekündigter Rundumschlag

Hallo Welt! 😉

Ein lange angekündigter Rundumschlag…
Der letzte Artikel war vom 07.07., 17.
Heute ist der 08.08., aber immerhin noch nicht 18.
Insofern… puh… trotzdem… ein ganzer Monat Schreibpause.

Kann ich noch schreiben? Fällt mir noch was ein? Hab ich nur deshalb nichts geschrieben, weil mir nichts mehr schreibenswertes widerfahren ist? Man weiß es nicht. Aber ich weiß es.
Und deshalb räumen wir hier heute mal gnadenlos auf und holen die Zeit wieder ein.

Vollgas im Tickermodus

Ich donnere die Nachrichten nacheinander einfach durch. Die Bildzeitung würde sich freuen, wenn sie so viel Futter von der Presseagentur bekommen würde. Und wenn es die Zeit erlaubt, werde ich zur einen oder anderen Headline bei gesonderter Gelegenheit auch einen gesonderten Artikel spendieren. Aber im Moment bin ich nicht so in zeitlicher Spendierlaune. Krösus hatte es da leichter.

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Ein Mädchen im Café kennen gelernt, das erste Date noch am selben Abend zu Hause verbracht. Das, oder auch einfach nur die Frage nach „wann und wo spricht man von einem Coitus interruptus?“ Schreit förmlich nach einem eigenen Artikel.
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Und plötzlich war da ein ellenlanger Brief von Fr. Tinder in meinem Briefkasten! Totgeglaubte leben länger… Verrückt! Kurzversion: Eigentlich sei ich doch ein unglaublich toller Kerl… welch eine Ironie.
(Danke – weiß ich doch längst. Du hattest es halt nicht rechtzeitig begriffen. Was nicht schlimm ist. Mir ging es auch ohne Dich in der Zwischenzeit verdammt gut. Eigentlich sogar besser als mit ihr. Viel besser, wenn ich bedenke was ich stattdessen erlebt habe.)
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7 Milliarden Menschen. Davon sind ca. 3,5 Milliarden Männer, oder mindestens solche, die es noch werden wollen. Nahezu jeder Mann träumt sein Leben lang davon. Kaum einer erlebt es je. Und doch war sie da. Die erste Nacht zu dritt. Wie in einem Film? Ja. Definitiv! Nur besser. Total verrückt. Eine Nacht zu dritt??? Wie zu dritt??? JA! Zu dritt! Genau so wie es da steht. Projekt Beziehung. Danke Dir für die Erfahrungen, die Du mir bescherst. Ich wusste wahrlich nicht, ob ich träume oder wach bin. Es war kein Traum. Irgendwie aber auch wiederum schon. Wach war ich sicher, wie im Traum kam es mir aber vor. Referenzerfahrung.
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Ein richtig fies langweiliges Date aus dem Onlinegame gehabt. Puh. Aaaaber: Sie hat mir einen richtig richtig lohnenswerten Imbiss gezeigt. Alleine dafür hat sichs rentiert. Und das ist auch das Wichtigste, das ich für mich mitnehme: Frag die Frau vorher immer schon, ob sie einen guten Imbiss oder ein gutes Lokal kennt. Die meisten Frauen lohnen die Zeit nicht. Es ist eine Verschwendung. Aber zumindest hast Du dann gut gegessen bzw. etwas Neues kennen gelernt. Klingt lustig. Ist aber ernst gemeint. Das hab ich viel zu spät beherzigt bei all den Dates im letzten Jahr. Meistens bin ich mit den Frauen irgendwo hingegangen, wo ICH vorher wusste, dass es zumindest bezüglich dem Drumherum gut sein würde. Ein Mann muss sich jedoch immer die Frage stellen: „Was habe ich davon?“ (freies Zitat aus dem Film Revolver, siehe meine Rezension Film-Review „Revolver“)
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Das erste Semester neigt sich bis auf eine Hausarbeit dem Ende entgegen. Mit viel oder nicht so viel lernen… weniger als nötig war es jedenfalls schon. Dennoch reichte es bisher trotzdem in sämtlichen Arbeiten für eine eins vor dem Komma. Immerhin.
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Eine wundervolle Frau kennen gelernt. Inzwischen exakt 46 Dates mit ihr verbracht. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Projekt Beziehung macht auch deshalb zuletzt eine starke Pause. Schriftstellerisch allerdings nur. Deswegen – 46 Dates ! – und nicht nur wegen dem Studium gibts diese Pause. Wobei sie der Grund ist, dass ich fürs Studium nicht so viel Zeit habe wie ursprünglich geplant. Zum Bestehen hat es bisher dennoch gereicht… 😉
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Ken Jebsen und sein Team waren fleißig. Folge 35 von „Me, Myself and Media“ unter dem Titel „Kafkaeske Zeiten“. Viel Spaß. Wie immer lohnenswert! Link am Ende des Artikels.
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Ken Jebsen und sein Team waren noch fleißiger. Jedenfalls fleißiger als ich. Es gibt sogar schon Folge 36 von „Me, Myself and Media“. Diesmal unter dem Titel „History statt Hysterie: G20 im nationalen Gedächtnis „. Dass das sehenswert ist, versteht sich von selbst. Eine Auseinandersetzung mit dem G20. Ein etwas anderer Draufblick, als er sonst so durch die Einheits-Klopapier-Presse geboten wird. Link am Ende des Artikels.
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Zwischenzeitlich beim Spazieren durchs hohe Gras zum ersten Mal in meinem Leben von einer Zecke gebissen worden. Hoffentlich hat das keine schädlichen Auswirkungen für mich. Nicht wichtig für die Welt. Wichtig aber für mich.
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Zum ersten Mal im Leben hab ich mir selbst Lachs gebraten. Aus dem Ofen kenne ich das schon. Aber bisher noch nicht aus der Pfanne. Wow. Ein Hochgenuss. Olivenöl. Mit der Hautseite nach oben zuerst kurz scharf anbraten, dann runter drehen und so lange brutzeln lassen, bis die Haut kross ist. Dann drehen. Zwischenzeitlich Rosmarin ins Öl. Wer möchte kann auch noch Knoblauch drauf hauen. Und angeblich auch eine Scheibe Zitrone ins Öl legen. Hab ich nicht gemacht, sondern lieber drüber geträufelt, als das gute Stück auf dem Teller war. Beim Braten dann noch Pfeffer und Salz drüber. Fertig. Wahnsinnig einfach. Aber wahnsinnig lecker. Das Leben kann so herrlich sein. So einfach sein. So herrlich einfach sein.
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Die letzten Wochen leider keine anderen Blogs gelesen. Das fehlt mir. Hole ich noch nach! Aber hey, 46 Dates!!! Hat sie eigentlich schon einen Namen? Hm… da muss ich mir erst noch einen überlegen… schwierige Wahl. Er muss ihrer schließlich gerecht werden…
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Vielleicht habe ich irgend eine Schlagzeile vergessen. Nicht so schlimm. Dann schiebe ich sie beim nächsten Mal einfach hinterher. Aber bis dahin ist das besser als nichts.

Gut. Und jetzt zum Unwichtigsten… Wie geht es mir eigentlich?
Momentan ziemlich gut. Danke der Nachfrage. 🙂
Gut und viel beschäftigt. Qualitätszeit, gepaart mit Quantitätszeit. Ideale Bedingungen. Humus, könnte man sagen. Na dann, kann die Pflanze ja wachsen…

 

 

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Pickup auf Spanisch

Hallo Freunde,
nach etlichen Wochen mal wieder ein Bericht von mir. Es wurde still. Und es wird erstmal relativ still bleiben. Dennoch hier einen Artikel, den ich über mehrere Wochen hinweg immer mal wieder komplettiert habe.
Es ist so viel passiert zuletzt, dass ich das nicht in einen Artikel packen könnte. Also fange ich mit diesem hier an und schieße dann in den nächsten Tagen eine kurze Zusammenfassung aller wissenswerten Randinformationen hinterher zu den letzten Wochen. So seid ihr zumindest auf dem aktuellen Stand, wenn auch nicht in der Detailtiefe. Tut mir leid, dass ich hier ziemlich kurz treten muss. Nur so viel: Es geht mir gut. Und ich freue mich wieder auf die Zeit, in der ich mehr schreiben kann… ich freue mich auf Euch. 🙂
Los gehts…

Ja, vor kurzem war ich eine ganze Woche – unglaublich, Wahnsinn, eine ganze Woche auf einmal, und dann auch noch am Stück! – im Urlaub.
Ich hab es mir geleistet. Inklusive Flug. Und mit Hotel. Sogar zum Essen gab es was. Wenn auch meist fettig und frittiert, bah!

Spontan wie ich ja inzwischen bin, habe ich gerade mal ein paar Tage vor Abflug gebucht. Auf gehts mit einem Freund nach…? Ja wohin eigentlich.

Ein Mann von Welt

Er war ja schon ein paar mal dort. Ich noch nie. Spanien sollte es werden. Genauer gesagt Mallorca! Mallorca?! Das hat mit Spanien doch nichts zu tun, oder? Da wird doch nur gesoffen und so? Ja. Auch. Nur? Nein!

Mallorca ist eine Insel, die ich bis dahin noch nie bereist hatte. Diesmal habe ich außerdem ein Reiseziel ausgesucht, das für mich noch jungfräulich war. Streng genommen habe ich es nicht mal ausgesucht, sondern bin stattdessen ganz freundschaftlich der Reiseempfehlung meines Wingmans gefolgt. Apropos jüngfräulich… ich muss natürlich dazu sagen, dass das nicht sonderlich schwer ist. Was daran liegt, dass ich bisher verhältnismäßig gesehen kaum verreist bin. Dafür bin ich völlig konträr dazu jedoch bereits einmal zu Fuß über die Alpen gelaufen. Europäischer Fernwanderweg E5… wuhuuuu. Ein Mann von Welt! Naja, nein. Reisetechnisch eher nicht. Aber dafür rede ich zumindest über die große Welt und die großen Themen der Welt schon wie ein ganz Großer. 😉

Das haben wir also ausschweifend geklärt. Ein Mann von Welt bin ich schon mal. Next Level gefällig? Klar! Auf zur Trophäe! Next stop: Elder Statesman werden!

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Next Level Pickup

Ich werde erst noch ein paar Worte zum Pickuppen schreiben, anschließend gehe ich auf Mallorca an sich ein. Es soll ja kein reiner Kultur- und Landschaftsreisebericht werden. Ich bin ja schließlich nicht der verlängerte Arm von National Geographic.

Die Reise hat mich definitiv nochmal gehoben. Mein Game. Durch neue Referenzerfahrungen. Durch andere Aktionen, verrücktere Dinge. Durch noch konsequenteres Eskalieren. Und außerdem hat es mir auch geholfen einen Teil des Ballastes in Deutschland zurück zu lassen. Eine Woche abschalten! Eine Woche saufen? Nein. Sicher nicht. Wer den Blog verfolgt, weiß ja bereits, dass ich beim Weggehen keinen Alkohol trinke. Gut, es wäre gelogen zu sagen, dass ich gar gar gar keinen Alkohol dort getrunken hätte… es war an manchen Tagen sogar mal ein Bier dabei. Den restlichen Tag gab es allerdings nur Wasser. Und das ist auch gut so. Das Leben ist ein Spiel. Und ich bin da um zu spielen. Professionelle Spieler trinken nichts. Amateure schon. Also weg mit dem Zeug und her mit dem Wasser. Gut wars. Zum Wohl!

Alle Geschichten einzeln darzustellen wäre zu aufwendig an dieser Stelle. Bis auf einen oder zwei Tage/Abende hatte ich jedenfalls täglich in Sachen Pickup genug Beschäftigung. Und auch das Kulturelle kam nicht zu kurz. Teilweise konnte ich das eine auch mit dem anderen kombinieren. Mehr dazu unten.

Die Menschen dort am Ballermann sind extrem locker drauf. Es sind sowieso fast nur Deutsche dort anzutreffen, die Verständigung ist also schon mal kein Problem. Sofern sie sich noch artikulieren können, die Suffköpfe. Hehe. Klar ist das alles eine Künstlichkeit dort, die seinesgleichen sucht. Jedem scheint die Sonne aus dem Arsch, jeder macht auf mega cool. Und ich hatte oft den Eindruck, dass – gerade die jungen Mädls – gerne mal betrunken tun, obwohl sie fast nichts gekippt hatten. Der Gruppeneffekt spielt da eine große Rolle. „Es ist halt Malle, also benehm ich mich eben auch so und mach mal einen auf Assi!“ So oder so ähnlich dürfte das Motto der meisten (jungen) Urlauber dort lauten. In Deutschland im wahren Leben ne Null, auf Malle der Star. Kam mir jedenfalls so vor. Da kann man mal die Sau raus lassen. Jemand anders sein als sonst. Klar. Kann ich aber auch haben, wenn ich zum Karneval gehe. Dafür brauch ich nicht nach Mallorca fliegen. 😉
#GesellschaftskritikAus

Um meinen persönlichen Eindruck an der Stelle etwas zurück zu nehmen und wieder objektiver zu werden: Ja, die Menschen dort sind gut drauf. Und das ist auch verdammt gut so. Natürlich hab ich das auch genutzt, um selbst zu entspannen und den Alltag aus der Heimat hinter mir zu lassen.

Es ist definitiv klar, dass die Mischung aus Alkohol, feiern, gute Laune und pickup mit konsequentem Game dort Erfolge beschert. Welcher Art auch immer. Für Anfänger, für Fortgeschrittene und für Profis gleichermaßen. Für jeden ist etwas dabei. Allerdings ist auch klar: Frauen mit Klasse sind dort selten anzutreffen. Es ist – verglichen mit dem was ich von zu Hause gewöhnt bin – schon eher eine Absteige. Aber eine rieeeesige, da gibts den Bierkönig, da gibts das Oberbayern und da gibts den Megapark. Es machte mir auch den Eindruck: „Was auf Malle passiert, bleibt auf Malle!“

Ja klar, die Traumfrau um das Projekt Beziehung zu Ende zu bringen, hab ich dort nicht gefunden. Allerdings kein Grund traurig zu sein. Der Weg ist das Ziel. Während Mallorca und auch danach – also seither – sind viele interessante Dinge passiert in meinem Leben. Insofern hat auch Mallorca seinen Anteil daran. Im Moment läufts.

Es ist schon interessant im Leben beim Frühstücken eine Frau zu sehen, die mir optisch gefällt. Und wenige Stunden später sitzen wir knutschend aufeinander.

Nirgends sonst gibt es so viele Möglichkeiten das eigene Game mal von einer ganz anderen Seite her laufen zu lassen, völligs alltagslos. Die Wahrscheinlichkeit die Traumfrau fürs Leben zu finden, ist im Ausland nun mal sehr gering. Gerade deshalb habe ich während einer Woche Urlaub auf Mallorca die Erfahrung gemacht, dass ich das Ziel an sich abermals weniger wichtig nahm. Noch deutlicher stand der Weg im Fokus. Lernen. Live. Permanent.

Ja, definitiv habe ich in Mallorca mein Game verbessert. Das sollte sich schon bald auszahlen. Dazu gibts sicher demnächst einen eigenen Artikel. Alles ist Teil von allem. Nichts ist getrennt. Wir sind nicht getrennt. Eine Handlung von heute, ist der Stein den Du ins Rollen bringst von morgen. Und das wirkt sich aus auf… alles! Nichts ist vergebens. Nie im Leben.

Als ich einen ganz normalen Menschen traf – manche würden ihn auch einen Star nennen

Da liefen mein Wingman und ich also zu zweit den Strand entlang… und sehen wenige Meter neben dem Wasser auf einer Liege einen Fußballstar. Für mich einer der ganz Großen. Und ich sagte zu meinem Wingman: „Schau mal wer da ist, das ist…“

Natürlich – ganz in Pickup-Manier – habe ich ihn angesprochen. Vor ein paar Jahren hatte ich mit diesem Fußballer bereits ein kurzes Gespräch. Er ist mir als unglaublich freundlich, lebendig und auch lebensfreudig in Erinnerung geblieben. Eine Ausnahmeerscheinung. An so einen Menschen werde ich mich immer wieder im Leben erinnern, davon gibt es nicht viele. Immer ein Lächeln auf den Lippen… wer hat das schon?

So ging ich die paar Meter auf ihn zu, habe ihn kurz begrüßt und mit ihm ein bisschen über meine Stadt gesprochen, denn er hatte bis vor nicht allzu langer Zeit mal hier gewohnt. Außerdem haben wir über unsere Begegnung von vor ein paar Jahren gequatscht. Er konnte sich daran nicht mehr direkt erinnern, nicht schlimm. Jedenfalls weiß ich, dass er hin und wieder abends auch in den Clubs unterwegs ist, in denen ich bin. Also hab ich ihm gesagt: „Wenn Du das nächste mal wieder in dem Club bist, komm ich wieder auf Dich zu.“ Er grinste breit und entgegnete: „Klar, mach das.“ Danach haben wir uns kurz abgeklatscht und ich bin weiter gezogen.

Und mein Wingman? Der hatte am Anfang gleich mal sein Handy gezückt und ihn gefragt, ob er ein Foto von ihm machen dürfte. „Oh man“, dachte ich mir nur. Natürlich wollte der „Star“ das nicht und bat darum keine Fotos zu schießen.
Das ist genau die gleiche Art von „ich stell Dich auf ein Podest!“, die alle Männer gegenüber einer gut aussehenden Frau an den Tag legen. Fürchterlich.
Er ist ein Mensch. Er ist kein Objekt. Er ist ein Mensch, der gerade Urlaub macht. Nach einer harten Saison. Der ist ein Mensch, der mal nicht der Star sein will, sondern einfach nur ein sonnentankender Strandurlauber. Und genau so hab ich ihn behandelt. Und er mich. Fertig.

Kein Podest. Kein Star. Nicht in dem Moment. Ein Mensch. Punkt.

Mit dem Roller entlang dem Unesco Weltkulturerbe

Wie oben geschrieben, habe ich auch das Pickuppen mit dem Kulturellen verbinden können.
Das liegt daran, dass ich eines abends am Ballermann ein kleines dunkelhaariges ganz süßes Mädchen gesehen habe. Sie sah mir irgendwie nicht touristisch aus. Also hab ich sie angesprochen. Sie hatte optisch etwas an sich, das mich interessiert hat. Nach zwei Sätzen war klar, dass wir auf Englisch weiter reden würden. War nicht mein erster Approach auf Englisch.
Das Gespräch war kurz, da sie nach einem harten Arbeitstag nach Hause und ich meinen Wingman nicht allzu lange alleine lassen wollte. Nummern getauscht und für den nächsten Abend direkt etwas ausgemacht.

Heraus kam ein geliehener 125er Roller und ein echt wunderschöner Tag zu zweit. Der Start war in Palma. Und es ging entlang der Küste, Straßen wie Formel-1-Rennstrecken, weit und breit kein Auto. Wer von Euch je auf Mallorca sein sollte… BITTE BITTE fahrt diese Strecke entlang! Ihr werdet an diese Empfehlung hier denken. Versprochen!

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Achja, zur Strecke. Ruhe für sich. Und nach vielen Kilometern hin und wieder mal auch ein kleines Dorf. Mediterraner Stil der kleinen Häuser am Hang. Ganz mein Geschmack. Und hinter mir die kleine Tschechin. Süß war sie. Und ich war überwältigt ob des unendlich schönen Naturbildes, das sich mir die komplette Zeit bot. Ein bisschen paradiesisch. So einen Weg entlang zu fahren, dabei festgehalten und umarmt zu werden und zu zweit die Zeit zu genießen.

Das Foto hier stammt nicht von mir, aber von der Straße aus ließ ich bei warmem Fahrtwind auf dem Roller meinen Blick immer wieder aufs Meer gleiten. Die Felsen und die Abhänge hinab. Was ich sah, sah für mich aus wie die Unwirklich selbst. Traumhaft. Als gäbe es so etwas gar nicht. So wie auf diesem Foto. Aber doch. Das war die Realität.

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Mallorca ist eine wundervolle Insel. Und jedenfalls an der Stelle gibt es keinen Alkohol aus Strohhalmen und auch keinen Ballermann. Ich war angekommen. Mit dem Mädchen auf Tour, im doppelten Sinne.

Ursprünglich hatten wir uns sogar verfahren. Wir wollten einen anderen Weg nehmen. Nur unser ausgesprochen schlechter Sinn für Navigation bescherte uns die oben eingezeichnete Route. Glücklicherweise den vermutlich schönsten Teil der Insel entlang. Denn wie ich später erfahren habe, handelt es sich bei dem Küstenstück um ein Unesco Weltkulturerbe. Passt. Dann gibt es offenbar auch andere Menschen mit tollem Geschmack. 😉

Wir trafen uns noch an einem weiteren Abend, bevor ich abreisen und unser kurzes, aber wirklich tolles Zusammentreffen hinter mir lassen musste. Was auf Malle passiert, bleibt auf Malle. Wisst Ihr noch. Oben hab ich das geschrieben. Leider trifft das auch auf die Frauen zu. Die Frauen, die Du dort triffst. Auch die bleiben auf Malle. Schade.

Auch habe ich von ihr viel über mich erfahren. Wie ich gewirkt habe. Was sie empfunden hat, als ich sie angesprochen habe. Warum dies so oder so war. Wie sie sich dabei gefühlt hat. Was sie toll an mir fand oder auch nicht so toll. Viele kleine Details. Ich frage das in den letzten Monaten öfter explizit nach. Niemand antwortet Dir auf solche Fragen ehrlicher, als ein Mensch, dem Du bereits nahe gekommen bist.

Was ich ganz nebenbei als eine große Bereicherung empfinde, ist der gemeinsame Tag auf Englisch. Das trainiert so unglaublich den Wortschatz. Für mich ehemals faulen Vokal-Pauker war das natürlich ein Offenbarungseid. Die Mädls in Tschechien können definitiv Englisch. Jedenfalls die Vokabeln besser als ich. Wo ich auch wieder merke: Es kommt auf das (Sprach-)Gefühl an. Sie hatte die Vokabeln drauf, Worte, die ich kaum benutze und selten gehört habe. Aber an der Grammatik scheiterte es regelmäßig. Ich spreche die Sprache intuitiver. Weniger gelernter. Mehr verstandener.
Und so sehe ich das auch in Bezug auf mein Thema hier im Blog. Es geht um die Intuition, nicht um das auswendig Gelernte.

Ich sagte schon vor vielen Jahren zu meinen Eltern und zu Freunden: „Ein Buch in die Hand nehmen und auswendig lernen kann jeder. Das ist nicht die Kunst.“
Deshalb langweilen mich auch Prüfungen jeder Art. Es kommt nicht auf Dein Können an. Nicht auf Dein Verstehen. Das ist beides belanglos. Jede Pappnase kann sich so lange hin setzen, bis er den letzten Rotz auch noch einigermaßen Fehlerfrei aufs Papier bringt. Das beweist gar nichts. Nichts außer die Fähigkeit stupide Zeit mit immer der selben Tätigkeit verbringen zu können. Wie ein fleischgewordener Roboter, sozusagen. Ich schweife gerade ab.
Nur das ist mir schon sehr wichtig. Auch nach tausend Approaches gibt es nicht den einen perfekten Spruch und schon gar nicht die eine perfekte Masche. Es geht um das Gefühl und die innere Haltung (zu sich selbst). Das kann man nicht trainieren. Wenn jemand ein Holzkopf ist, dann wird er es auch nach 10.000 Approaches nicht raffen. Nicht raffen worum es bei dem Ganzen geht. Und das ist der Unterschied zwischen Erfolg und… probieren. Erfolg findet im Kopf statt. Nicht durch Noten oder Bewertungen auf einem Zettel. Nicht durch die Anerkennung durch andere. Ich muss nicht auf die Anerkennung anderer warten. Ich erkenne mir meine eigene Leistung selbst am meisten an. Es ist mit Abstand einer der wesentlichsten Aspekte meiner Entwicklung im Projekt Beziehung.
Wozu noch auf einen Schulterklopfer von irgendwem hoffen und warten? Und das wünsche ich mir für jeden Menschen sehr, dass er auch auf den Weg zu dieser Erkenntnis gelangt. Es macht frei.

Danke an meinen Wingman

Auch wenn Du meine Artikel nicht liest und das hier nicht siehst… danke ich Dir trotzdem für Deine wirklich gute Idee mir das Ding mal zu zeigen. Jetzt weiß ich nicht nur wie ein Teil von Mallorca aussieht, sondern weiß auch wo ich definitiv immer wieder hin zurück kehren kann, wenn mir entweder langweilig ist oder ich einfach eine wundervolle Natur sehen möchte. Die Zeit hat mich sehr entspannt, auch wenn es phasenweise anstrengend war. Wenig Schlaf und so. Vor allem aber sind wir gesund zurück gekommen. Und mein Reisegepäck war auf dem Rückflug schwerer als zu Beginn. Gemachte Erfahrungen wiegen eben schwer. Ich hab wieder mal wichtige Schritte getan. Es geht nie um eine bestimmte Aktion. Nie um Routinen. Es geht immer um das große Ganze. Das Repertoire. Erfahrungen, die mir in den folgenden Wochen bis heute wieder Situationen beschert haben, die ich vielleicht sonst nicht in der Art bekommen hätte. Wer weiß das schon.
Ich lerne jedenfalls gerne. Und weiterhin. Übrigens: Die Cappuccini mit Dir waren lecker. Und noch dazu vor allem kostenlos. Gewusst wie. 😉

PS: Mein nächster Artikel wird ein Rundumschlag. Viele Eck- und Rahmendaten. Wenig in die Tiefe. Mehr in die Breite. Es passiert einfach viel in meinem Leben momentan. Und wenn ich nicht mehr jeden Tag schreiben kann, möchte ich Euch und mir selbst dennoch die Möglichkeit geben dennoch ein großes Stück weit an meinen Erlebnissen teilhaben zu können. Ich hoffe es geht Euch gut. Peace.

Der Tag an dem Frau Tinder Schluss machte

ist ja jetzt schon wieder ein paar Wochenenden her und… war für mich der schwärzeste Tag meines Lebens und ich habe mich seither nicht wieder von diesem Schock erholt. Noch immer sitze ich wie paralysiert dran und frage mich, was ich nur falsch gemacht habe. Ich! War ich zu offen, oder zu verschlossen oder war ich als Mensch insgesamt einfach nicht gut genug? Diese Fragen quälen mich.

So oder so ähnlich

… wäre es mir vor einem Jahr vielleicht noch gegangen. Gerade und bis hier her schrieb ein Stück weit mein altes Ich. Etwas überspitzt vielleicht schon, zugegeben. Das alte Ich existiert glücklicherweise nur noch in meinen Erinnerungen. Und ab nun schreibe ich. Mein neues selbiges. Herzlich willkommen in meinem Leben. Fr. Tinder hatte es ja ganz „anständig“, nach einer kurzen Abwesenheitspause, telefonisch beendet. Hüstel. Schrieb ich ja im letzten Vierteiler. Besser gesagt im vierten Teil des eigentlichen Dreiteilers. Genug der Verwirrung. Let’s go.

Wie ging es denn dann weiter? Nun, als sie anrief, befand ich mich gerade auf der Autobahn, das weiß ich noch genau. Warum? Es fühlte sich so befreiend an. Endlich diesen Ballast los haben. Dieses ständige Genörgle, diese ständigen Spitzen gegen meinen Humor und diese letztlich Die-Ganze-Welt-Macht-Es-Mir-So-Schwer-Mentalität zehrten einfach zu sehr an meinen Nerven. Nein Mädchen, niemand hat sich gegen Dich verschworen. Noch nicht einmal ich. Im Gegenteil, ich habe echt auf Dich geachtet so gut es nur ging. Dafür habe ich meine eigenen Sachen schleifen lassen. Aber gut, wäre es nicht so ausgegangen wie es ausging, wäre das ja auch komisch, bei diesen Voraussetzungen. Konnte ja gar nicht anders kommen. Gut so. Meine Cousine sagt bei jeder gescheiterten meiner Liebeleien immer nur vier Buchstaben, die ein Wort ergeben, und schickt mir dies als Bild im Projekt Beziehung-Family&Friends-WhatsApp-Chat:

NEXT

Damit ist wirklich alles Wichtige gesagt. Mehr bedarf es nicht. Sofort ohne Umschweife weiter machen. Gesagt, getan. Ein paar Kumpels angeschrieben, wegen abends. Einer sagte sofort zu. Ab ins Clubgame. Treffen jedoch erst um 22.30 im Club. Puh. Und bis dahin? Es war ja erst Nachmittag. Ich wurde müde. Gegen 20 Uhr hätte ich ihm am liebsten abgesagt. Und dann waren ja noch 2 Stunden drüber zu bringen. Hm, so passierte dann, was ich inzwischen durch mein Projekt gelernt hatte. „Lauf die extra Meile!“

Immer wenn Du mal überhaupt keinen Bock hast… steh auf und kämpfe! Tu etwas (es!) einfach trotzdem! Das ist der eigentliche und wahre Unterschied zwischen den erfolglosen und den erfolgreichen Menschen. Denn etwas tun, wozu man sowieso Lust hat, kann jeder… Das ist zu einfach. Billig. Alleine dieser Absatz rechtfertigt einen eigenen Artikel für einen meiner Philosophischen Sonntage. Muss zur Zeit aber warten.

Ich war pünktlich im Club, alleine. Der Wingman mit seinem Kumpel sollte bald eintreffen. Ich lief gar nicht groß umher, blieb im Eingangsbereich, sah mich wie immer scannend um. Da war nichts besonderes für den ersten Blick für mich dabei. Also bestellte ich mir schon mal zur Trauer des Tages etwas passendes, um die Schmerzen zu ertränken. Bitterlemon auf Eis, mein Lieblingsgetränk. Das haut so schön rein, wenn man down ist. Ironiemodus wieder aus. Hab ich das hier schon mal verraten? Hm. Nun ist es raus. Bitterlemon. Tatsächlich. Immer wenn ich aus gehe. Ich… was für ein Draufgänger, gell.

Da kam mein Kumpel mit seinem Kumpel auch schon. Kurze Begrüßung, abklatschen, umarmen. Kurzes Vorstellen. Und da standen zwei Mädels nur zwei Meter weg von mir. Ich sagte zu meinem Wing: „Lass uns mal weiter gehen, aber ich quatsche die beiden noch kurz an.“

Damit konnte ich nicht rechnen

Guter Einstieg. Situative Eröffnung. Und ich musste kleben bleiben. Geht auch ganz ohne Schleimspur. Die blonde Kleine fand ich süß. Die braunhaarige Freundin nicht. Typ Attention-Bit**. Dennoch waren sie im Doppelpack cool, und ich merkte, dass die Blonde – nennen wir sie Sweetie – mehr und mehr Interesse an mir hatte. Die geldgeile und nur so mit Job und Wohnung protzende Göre hingegen spürte, dass Sweetie ihr gerade den Rang abzulaufen drohte. Also erhöhte auch sie ihr Investment, köstlich. „Lass uns unbedingt mal Pizza essen gehen“, sagte sie zwischendurch. Ich dachte mir nur: „Ja, klar. Schau sie Dir an. Platz zwei reicht Dir wohl nicht.“

Also zusammen an die Bar, Sweetie war mega offen für mich. Sofort mit viel scharfem Humor, Sarkasmus, um die Ecke lachen. Danke, endlich mal. Endlich mal mein Humor bei einer Frau. Dachte ich bei Fr. Tinder ja auch, allerdings nur anfangs. Die Fassade begann ja bald zu bröckeln. Egal. Es gibt also auch Menschen neben Herrn van Onnetuschn, die mir da ähnlich sind. An der Bar kurz zusammen mit Sweetie getanzt. Ich hab einfach nur schrittweise durcheskaliert. Lehrbuchmäßig.

Dazwischen kam auch mal zur Sprache, was ich für gewöhnlich so trinken würde. Für sich und ihre Freundin bestellte Sweetie 15 Minuten später Gin Tonic. Ich tanzte weiter, inzwischen kam ein weiterer Kumpel in den Club zu uns dazu. Ich ließ die Mädels mal machen. Und als ich mich mal umdrehte, blickte mich Sweetie lächelnd an und streckte mir ein Glas mit Eis und eine Flasche…? Bitterlemon! entgegen. Wie süß. Jetzt hatte sie mich für sich gewonnen. Endgültig. Nicht wegen dem Getränk. Zwei Mark fufzig hab ich auch selbst gerade noch in der Hosentasche, aber ihre unglaubliche Aufmerksamkeit. Ich weiß liebe Leser, was ist daran schon besonders aufmerksam? Doch ist es! Das ist meine persönliche traurige Wahrheit, solchen Mädels begegne ich verdammt selten. Woran das liegt? Ich weiß es nicht. War für den Moment auch nicht wichtig. Ich genoss einfach, dass da mal eine Frau war, die zuhören, aufmerksam sein und sogar aktiv sein konnte. Natürlich gibt’s immer auch Haken. Beide rauchen. Also fragte sie mich (seltene Sache bei Frauen nach so kurzer Zeit!), ob ich mit raus kommen wolle. Klar. Draußen zu viert weiter gequatscht. Und nach den Kippen trennten sich die Wege. Von uns Vieren, nicht aber von Sweetie und mir. Wir blieben draußen und setzten uns im Außenbereich auf die Stühle.

Die Gesprächsinhalte wurden zunehmend persönlicher. Ich baute mehr und mehr emotionale und private Themen ein. Romantische Dinge zum Beispiel, da ich ja längst wusste, dass sie eher eine klassische Frau war, denn so eine neumodische Poweremanze. In ihren Augen sah ich ihr die sich langsam steigernde Erregung durch das Gespräch und durch die Körpersprache die ersten leichten „zufälligen“ Berührungen an. Und es war mir ein Hochgenuss damit zu spielen und die Situation zu kitzeln. Also küsste ich sie einfach… nicht. Sondern streichelte sie und massierte ihr den Nacken. Noch nicht genug der Sinneseindrücke und Gedankengänge für sie? Doch, bestimmt. Für mich? Nein.

Bewusst hab ich uns einen Platz in der Nähe der Türsteher ausgewählt. Warum? Damit diese mich dort auffällig mit einem Mädchen sehen. Wofür? Nun… Es ist eine harte Türe. Und nicht immer kam ich anfangs problemlos in den Schuppen. Je nachdem welcher Gorilla die Tür machte. Seit dem Abend erkennen sie mich wenigstens und ich muss nicht mehr unnötig ein paar Sekunden mit Warten verbringen, bis auch ich Einlass finde. Das ist Hollywood. Für so einen Gedankenwirrwarr habe ich neben Flirten, Streicheln, gestreichelt werden, Händchen halten und massieren Zeit? That’s it. Willkommen in der Welt der Persönlichkeitsentwicklung 2.0.

Irgendwann wird auch mir das schönste Spiel zu bunt und die Erregung zu hoch, um sie weiter leiden zu lassen, die Kleine. Also streichelte ich ihren Hals, zog sie zu mir und… Der Rest ist Geschichte.

Wieder drinnen im Club angekommen, tanzten wir nochmal kurz und ab da wusste auch Miss Geldgöre, dass sie heute nur Platz zwei bekommt. Ich wäre aber nicht längst auch ich, wenn ich nicht wüsste, dass Du Dir besonders Deinen Feind zu Deinem Freund machen musst. Sweetie war nur die eine Nacht bei Miss Geldgöre zu Besuch. Also in meiner Stadt. Inzwischen – auch doch durch meine Toleranz und Lebensfreude – kann ich aber nahezu jeden Menschen nehmen wie er ist und Spaß mit ihm haben. Also sorgte ich dafür, dass Miss Geldgöre sich dennoch wohl fühlte, auch mit Platz zwei. 😉 Und stellte ihr ein gemeinsames Pizza Essen in Aussicht. Urkomisch fand ich ihre Frage an Sweetie: „Sag mal, ist schon für Dich okay, wenn ich mit ihm mal zum Pizza Essen gehe, oder?“ Das ist mal ein Machtkampf und ein Ringen um Aufmerksamkeit par excellence. Sweetie schaute ganz schön verdattert aus der Wäsche.

Ich geb auch mal einen aus

Die Fame-Göre wollte noch in einen anderen Club zum Feiern weiter ziehen. Und so liefen wir des Weges zu dritt aus dem einen Club schnurstracks in den nächsten. Sweetie und ich dabei Hand in Hand. Sie hatte etwas an sich, das sich für mich nicht nur weiblich, sondern vor allem natürlich anfühlte. Und sie ließ nicht nur mit sich machen, wie fast alle bisherigen Frauen meines Projektes, sondern Sweetie war proaktiv. Vorwärts verteidigen, wie es in Neusprech heißt. Unsere (Angriffs-)Kriegsministerin Ursula lässt grüßen.
Zurück zum Thema, Sweetie streichelte, sie nahm meine Hand von sich aus. Im Club an der Bar angekommen, bestellte ich uns etwas zu trinken. Natürlich bezahlte diesmal ich. Revanche. Dann ist das auch in Ordnung. In meinem Leben habe ich noch nie einer Frau ein erstes Getränk ausgegeben, weil ich irgendwelche Absichten hatte. Wie billig ist das denn. Entweder bin ich der Preis oder nicht. Sicher ist der Preis aber nicht mein Geldbeutel.

Du kannst gerne…

An der Bar gaben wir uns weiter wie ein verliebtes Pärchen. Pattex in Reinkultur. Kaum drehte ich mich mal um, suchte ihre Hand meine. Ich nahm sie in den Arm und sie streichelte mich. Wir tanzten und genossen die Nähe, besonders die emotionale. Es fühlte sich an, als wäre sie seit langem meine Freundin und als wären wir seit langem schon und noch immer frisch verliebt. So etwas ist ein emotionales und auch zugleich unbeschreibliches Gefühl für mich. Endlich mal kein Hollywood. Weder für mich noch von ihr. So etwas habe ich in der Art noch nicht erlebt. Diese Nähe und dieses füreinander da sein. Kaum in Worte zu fassen in so einem kurzen Text.

Und unsere Geldgöre? Sie wollte sich unbedingt auch einen angeln. Dazwischen sagte sie zu Sweetie und mir: „Also Du bist mir so sympathisch, Du kannst gerne heute Nacht bei mir in der Wohnung bleiben, ihr seid so süß zusammen. Du bist eingeladen.“ Oh, das ist mal das Gegenteil von einem Blocker. Läuft bei Dir! Sweetie war damit kurz überfordert. Ihr Blick verriet umso mehr ihre Freude bei dem Gedanken daran, dass das kurze Märchen noch etwas andauern würde. Geldgörchen grinste ständig nur. Und sie selbst? Sie angelte sich ihren eigenen Prinzen. Bei ihr ging das ganz schnell, Hauptsache irgendwer. Hehe. Schwupp hatte sie einen. So läuft das also bei einer „Pickupperin“, ohne dass sie sich dessen bewusst ist, eine solche zu sein. Die Grundvoraussetzung dazu bringt sie mit. Die Zutaten heißen, ähhh, moment, ich überlege kurz…: „Weiblich“
Gut, das war jetzt nur eine Zutat. Reicht aber auch für eine Pickupperin. Mehr bedarf es für die Männerwelt gemeinhin nicht. Dafür hat die Evolution gesorgt. Es ist für ein Mädchen nicht schwer erfolgreich zu angeln. Da beißen irgendwelche Fische auch ganz ohne Köder an. Irgendwelche Männer… Der Unterschied zwischen Pickuppern und Pickuppern, übrigens. Einer, auf den ich großen Wert lege.

Einfach nur schweineteuer

Mit Sweetie in meinem Auto zur Geldgöre gefahren, ein Zweisitzer erlaubt nichts anderes. Die anderen beiden fuhren mit dem Taxi. Angekommen. Drei Zimmer Wohnung, 100 Quadratmeter, Bestlage. Puh. Mit meinem Wagen musste ich mich da in der Gesellschaft wahrlich nicht verstecken. Der machte sich da ganz gut. Hollywood ist Hollywood. Sweetie ist das egal. Gut so. Richtig so. Echt dekadent eigentlich, so wie sie wohnt. Die Gastgeberin. Wer aber mit 90.000 Jahresgehalt prahlt (brutto, die Zahl muss sich ja groß anhören), darf das Geld auch per Schaufel zum Fenster raus werfen. Meine Erlaubnis erteilt. Geile Wohnung, definitiv. Neubau vom Feinsten. Große lange Räume. Extra Bad im bzw. am Schlafzimmer. Küche im Wohnzimmer, versteht sich an der Stelle von selbst.

2017-05-28

Eine echte Freundin

Sweetie war die gesamte Zeit eine echte Freundin für mich. Meine. Und ich ihr Freund, vielleicht sogar ihr Mann. Aber eben nicht für ein ganzes restliches Leben. Und so blieb es bei einem wunderschönen und gefühlvollen Abend, einem gemeinsamen Einschlafen Arm in Arm, kuscheln und jedenfalls für mich dem Gefühl „es könnte so einfach sein“…

Sie wäre eine tolle Frau. Definitiv intelligent. Sehr fürsorglich, sehr aufmerksam, warmherzig. Eigenschaften einer potentiellen Traumfrau für den Bachelor vom Projekt Beziehung. Und dann folgt der nächste Morgen und der fällige Abschied. Zuvor richtete Frau Geldgöre ein Frühstück für vier her. Sehr gastfreundlich. Muss ich schon sagen. Frühstück mit vier Menschen, die ich vor wenigen Stunden noch nicht einmal kannte. Undenkbar früher für mich. Scheinbar normal heute. Der Abschied fiel kurz und herzlich aus. Die Aussicht auf einen Gegenbesuch meinerseits in ihrer Stadt inklusive. Womit ich natürlich nicht ernsthaft rechnete. Ihr wisst ja…

PS: Wer war Fr. Tinder nochmal?

PPS: In der Zwischenzeit, es war eine Woche vergangen, schrieben wir uns ein paar wenige Male… Und meine Frage nach einem konkreten Treffen am Wochenende, schob sie auf. Gerade viel zu tun und so. Wir würden das später noch klären. „Okay“, dachte ich mir. Ich weiß längst was das bedeutet. Und so war es selbstverständlich auch. Die Nummer mit dem Exfreund kam wieder aus der Schublade. Deshalb würde sich das nun für sie nicht richtig anfühlen, sich erneut zu treffen. Der Alte wäre nun wieder in ihrem Leben. Und sie meinte damit nicht den aus der Fernsehserie, glaube ich. Sie dankte mir nochmals sehr für den schönen Abend, wie auch schon mehrfach persönlich. Und das war es. Wie immer bisher. Wenn es nur nicht immer schon vorher irgendwie klar wäre. Entweder stirbt der Wellensittich einer Frau und kommt allem weiteren dazwischen oder der Exfreund, der eigentlich längst tot war, steigt aus seinem Grab und kommt dazwischen. Glaube ich ihr das? Unwichtig. Aber nein, natürlich nicht. Keiner Frau glaube ich mehr irgendwas. Generell nicht. Auch sonst keinem „neuen“ Menschen. Ich glaube nur noch was ich sehe und während dem ich selbst dabei bin. Alles andere ist, da wiederhole ich mich immer wieder allzu gerne, nicht meine Realität. Es ist die Realität der Frau. Aus der Welt von Grimms Märchen. Und auch diese (Lügen-?)Geschichten haben ihre Berechtigung auf dieser Welt. Sonst hätten viele kleine Kinder und liebevolle Eltern keine nette gemeinsame Unterhaltung und Gute Nacht Geschichten zum Einschlafen…

PPPS: Das erste Mal in meinem Leben, dass ich es erlebt habe, am selben Clubabend zur Frau heim zu fahren, während sie nicht alleine in der Wohnung ist. Premiere. Referenzerfahrung. Auch das ist möglich. Haken dran, weiter gehts.

Was bisher geschah… Fr. Tinder und ich – Teil 1 von 3

Zunächst ein paar einleitende Worte.

Ich wünsche Euch allen frohe Feiertage. Wer mich kennt, weiß um meine wenig religiöse Ader. Daher nehme ich die freien Tage als Geschenk dankbar an und feiere die Freizeit. Und danke dem Erfinder dieser beiden Feiertage im Sinne echter arbeitsfreier Freizeit. Nutzt die Zeit mit Euren Liebsten, hoffentlich arbeitsfrei. Die Freizeit.

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Und nun zum eigentlichen Artikel…

So ähnlich oder genau so beginnen Fortsetzungen in Serien doch für gewöhnlich:

„Was bisher geschah…“

Da war also eine Frau, seit kurzem hier bekannt als Fr. Tinder. Und ihr habe ich zuletzt bereits ein dreiteiliges Date-Review gewidmet. Und die Story endete mit:

Am nächsten Tag, ich weiß nicht mehr wann, schrieb mich eine unbekannte Nummer über Whatsapp an. Wie mein Tag bisher verlaufen sei und warum ich kein Profilbild mehr in meinem Whatsapp-Profil hätte…

Und an der Stelle nehme ich nun wieder Fahrt auf, in dieser kleinen Frühlings-Romanze (oder was auch immer es sein soll).

Plötzlich jedenfalls, zwei Tage nach dem Date, zeigte Fr. Tinder wieder (?) Interesse an mir. Warum ich kein Profil-Bild mehr in Whatsapp hätte…?
Nun, das ist ganz einfach. Weil nur meine Kontakte im Handy aufgrund meiner Einstellungen mein Profilbild sehen können. Da ich ihre Nummer zuvor doch gelöscht hatte, konnte sie das Profilbild folgerichtig auch nicht mehr sehen (siehe letzer Artikel Date-Review zu Fr. Tinder – Teil 3 von 3). Die Frage ist nun also wie ich ihr das rüber gebracht habe. Besonders da wir kurz darauf wieder telefoniert hatten und sie mich darauf nicht nur per Chat, sondern auch im Telefonat ansprach. Offensichtlich roch sie, dass an dem Braten etwas faul war. Vielleicht hat sie sich deshalb nochmal gemeldet? Weil es ihr suspekt vor kam, dass mein Bild für sie nicht mehr sichtbar war? Immerhin war das auch eine Frage in ihrer Nachricht. Man wird es nie erfahren.

„Wolltest Du ab jetzt anonym sein, so dass man Dein Bild und Deinen Status nicht mehr sehen kann?“, fragte sie mich am Telefon erneut.
„Nein, mein Whatsapp hat scheinbar nicht mehr richtig funktioniert. Aber Du bist jetzt schon die dritte Person, die mir das sagt. Danke für den Hinweis.“

Seidene Fäden sind gefährlich

Warum habe ich hier geflunkert? Nicht weil ich ihr nicht per se die Wahrheit verschweigen wollte. Die Wahrheit lautet ja doch, dass ich keine Lust auf Spielchen hatte und deshalb auch keine Lust lange herum zu tun und sie deshalb gelöscht hatte.

Um loszulassen. In dem Fall etwas, das ich noch nicht mal richtig festgehalten hatte. Frei machen, wenn es sich besser anfühlt als gefühlt gefangen genommen zu werden. Von seinen eigenen Emotionen. Gefühle möchte ich leben, aber ich möchte mich weniger von meinen Emotionen lenken lassen. Es ist ein Unterschied zwischen Gefühlen und Emotionen. Ein feiner Unterscheid, mit großer Auswirkung. Und wenn ich spüre, dass dies droht, Emotionen überhand gewinnen lassen zu müssen, ist es Zeit zurück zu gehen. Mindestens einen großen Schritt. Und zu riskieren keinen Strohhalm mehr in der Hand zu halten, an den man sich klammern kann. Nenne ihn Hoffnung, diesen Strohhalm. Aber begreife auch, dass es meist nur ein Strohhalm ist, kein dünnes Seil und schon gar kein dicker Ast einer robust gewachsenen Eiche.
Hoffnung hängt meist am seidenen Faden. Und lässt Dich baumeln. Bis der Faden reißt und Du fällst. Durch das Löschen ihrer Nummer komme ich aus einer Spirale der Hoffnung und der Abhängigkeit nicht heraus, sondern ich komme gar nicht erst hinein. So einfach ist die Erklärung.

Ein kurzer Gedankeneinschub: Jetzt, da ich gerade wieder Schreibe, merke ich, wie ich mich innerlich aufgrund der Erlebnisse der letzten Tage beruhige. Es ist wie meditieren für mich. Schade, dass ich so wenig in letzter Zeit schreibe. Aber gut, dass ich sie erkenne, die Notwendigkeit dahinter und das Sprudeln meiner Gedanken als Quell der Ruhe und des Friedens. Entschleunigen um herunter zu kommen.
Und dabei höre ich, was ich oft höre, wenn ich auf meiner Couch sitze und schreibe… Musik von der Panflöte.

Die süßeste Stimme des Frühlings

In den folgenden Telefongesprächen fanden wir auf eine Art zueinander, die mich erstaunen ließ. Was mich bis heute am Meisten an ihr fasziniert, ist ihre Stimme. Sie hat die wundervollste Stimme, mit der je eine Frau persönlich mit mir gesprochen hat. Sie ist so zart und weich und manchmal auch ein bisschen hoch. Ihre Stimme klingt erfrischend naiv jung. Obwohl sie älter ist als ich. Jedes Telefonat war für mich Musik in meinen Ohren. Es war mir egal was sie erzählte, Hauptsache sie sprach.

Und inzwischen trafen wir uns wieder. Nicht nur einmal. Das zweite und das dritte Date fanden erneut draußen statt. Zum vierten Date besuchte sie mich Zuhause. Alles war so frei und einfach. Unbeschwert und leicht. Wir ließen uns aufeinander ein und nahmen uns alle Zeit der Welt, nur für uns. In den Tagen zwischen den Dates telefonierten wir bis tief in die Nacht hinein. Wir konnten nicht voneinander ablassen. Schlafmangel ersetzte oftmals seither mein Vorhaben mir täglich acht Stunden davon zu nehmen. Und ich merke, dass es mir nicht gut tut. Trotz allen Frühlingsgefühlen, die inzwischen in mir entstanden waren.

Meine private Nachricht an Lotosblume

Und da schrieb ich meiner guten Bekannten, die längst eine Freundin für mich geworden ist, eine Nachricht. Übrigens, meine einzige „echte Freundin“ in meinem Leben. Jemals. Und an der Stelle wird es Zeit auch ihr einen Namen zu geben, immerhin hatte sie hier mehrmals – wenn auch selten – bereits einen Platz in meinen Artikeln bekommen. Ich nenne Dich hier ab jetzt in ganz tiefem Respekt und voller Anerkennung für alles was Du bis hier hin getan hast, nicht nur in Bezug auf mich, aber auch, sondern auch in Bezug auf Deine Umgebung und Deine Familie, in täglich sehr wundervolle Art und Weise, Lotosblume.

Herzlich willkommen an Dich als Protagonistin, neben Herr van Onnetuschn bist Du nun die zweite Person aus meinem Privatleben hier in meinem Blog. Premiere! 🙂

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Auszug aus meiner Nachricht an Lotusblume:

“ […] Mit Fr. Tinder ist es nun anders verlaufen als zunächst gedacht. Wir haben uns inzwischen ein paar mal öfter getroffen und so gesehen viel Zeit miteinander verbracht.

Sie wirkt auf mich unglaublich beruhigend und zeigt an mir echtes Interesse, jedenfalls fühlt es sich so an. 🙂
Ich will mich nur ganz bewusst nicht so schnell hinein stürzen, bekanntlich kann der Fall danach tief werden, falls etwas doch nicht so passt.
Bisher hatte ich aufgrund ihres Verhaltens zu keinem Zeitpunkt das Gefühl misstrauisch zu sein. Und das ist mir schon viel wert. Insofern genieße ich das was gerade passiert. Wir telefonieren oft und bei mir war sie auch schon.
Ich habe das Gefühl, dass sie mir viel zeigen und beibringen kann. Und vor allem mich verstehen und mir folgen kann.
Sie fordert mich in vielen kleinen Dingen auf spielerische Art sehr heraus und das gefällt mir. Es ist kein ernstes und schon gar kein einengendes Miteinander, sondern frei und offen. Und ehrlich, merke ich. Sie agiert auch und reagiert nicht nur, wie viele andere…
Ein bisschen fühlt es sich surreal an. Ich bin es nicht mehr gewöhnt eine Frau an mich heran zu lassen. Jedenfalls nicht auf der Ebene der Gefühle, nicht in der Tiefe. Und das bereitet mir tatsächlich Angst. Ich merke, dass ich sehr vorsichtig bin. Vielleicht zu vorsichtig. Vielleicht ist es aber auch gut so. Ich weiß es nicht.
Ich merke, dass ich nicht einfach vertrauen kann. Vielleicht kommt es mit der Zeit.
Mein langes alleine Sein hat definitiv Spuren hinterlassen. Je näher wir uns kommen, desto mehr wächst gleichzeitig meine Angst, dass es „wieder mal vergebens war“ was ich tue.
Andererseits habe ich umgekehrt auch die Sorge für sie nicht „der Richtige“ zu sein, nicht mal aus Selbstzweifel, sondern weil ich echt auf Gefühlsebene ziemlich am Boden bin. Also mein Herz selbst ziemlich zugrunde gerichtet habe und nun spüre, dass es da noch einen weiten Weg gibt, um wieder in Ordnung zu kommen. Dafür kann sie nichts, gar nichts. Aber dennoch ist es so.
Schwierig. Besonders jetzt, da ich eigentlich etwas Abstand wollte von dem Thema Frauen.
Andererseits bin ich sehr gespannt, ob sie mit ihrer rücksichtsvollen und fürsorglichen Art womöglich sogar so gesehen sehr zur „Heilung“ beitragen kann. Ohne dass es ihr bewusst ist oder werden soll.

Von dem Blog weiß sie nichts. Dafür wäre es definitiv zu früh. Und ob überhaupt? Ich weiß es nicht… […]“

Aufrichtiger kann ich zum Stand bis vor kurzem nichts sagen. Das beschreibt meinen Gemütszustand exakt, jedenfalls bis zum vorletzten Wochenende. Das war, als ich begann diesen Artikel zu schreiben. Seither ist es anders, was sich bisweilen so richtig und gut anfühlte, bereitet mir seither Unbehagen.
Fortsetzung folgt…

Quid pro quo – Viel Kohle gegen einen tollen Körper

So saß ich des Abends auf der Couch und telefonierte mit meinem besten Freund. Nennen wir ihn ab heute einfach Herr van Onnetuschn.

Wer ist nochmal Herr van Onnetuschn?

Da fällt mir gerade auf: Ich gebe seit meinem Artikel Frauen in Pseudonymen jeder Dame, die mehr oder weniger (neu) in mein Leben tritt, einen Namen. Möglicherweise das eine oder andere mal auch posthum, um hier im Blog besser zwischen den verschiedenen Protagonisten und Protagonistinnen unterscheiden zu können. Meist wird es wohl mehr um die Protagonistinnen gehen. Ich bin ja nicht auf der Suche nach Mr. Right, sondern nach meiner Traumfrau. No homo.

Jedenfalls bekommt mein bester Freund nun einen Namen. Besser gesagt, er bekommt ein Pseudonym. Denn einen Namen hat er ja schon. Sonst könnte ihn ja keiner ansprechen. Es gibt inzwischen zwar einen Haufen Gesetzlose in Deutschland , aber Namenlose wahrscheinlich keine.
Außer derjenige wurde als Baby im Wald ausgesetzt und von Wölfen großgezogen. Dann ist es ein klassisches Wolfskind. Soll auch schon vorgekommen sein, der Sage nach. Wobei dann interessant wäre, ob die Wolfsmama dem Kind einen Namen gibt, in Lautform, so etwas wie „aaaaahuuuuuu“. Treiben wir es auf die Spitze: Vergeben Wölfe auch zweite Namen? Sowas wie „Eugen Thorsten“ oder „Franz Xaver“ oder „Ben Luca“ (soll übrigens der beliebteste Doppelname des Jahres 2013 sein).

So, und hiermit taufe ich Dich, mein Freund. Ab heute bist Du hier im Blog Herr van Onnetuschn. Wie ich auf diesen ganz besonderen, einzigartigen, Namen für ihn komme, kann man hier nachlesen: Und dann war da noch Valentin und ein ganz besonderer Geburtstag…
Ich muss diesen wichtigen Schritt gehen, damit Du meinen Lesern ein Begriff wirst. Immer von „einem Freund“ zu sprechen ist nicht persönlich genug. Aber als Herr van Onnetuschn habe ich Dich personifiziert. Herzlich willkommen in meinem Blog. Ich werde dafür sorgen, dass Du in allen folgenden Geschichten stets eine gute Figur abgibst. Ähh, okay, das geht jetzt zu weit. Ich kann nichts versprechen, das ich nicht auch einhalten kann. Sagen wir es so: Ich werde dafür sorgen, dass Du zumindest immer eine lustige Figur abgibst. Muss Dir reichen. 😉

Quid pro quo – oder die Frage nach einer heißen Kolumbianerin

Im Gespräch ging es ausnahmsweise mal wieder um mein Daygame. Und um einen Bericht, den ich letztens las. Geschrieben von einem fortgeschrittenen recht erfolgreichen Pickupper. Dem Bericht nach sei er in Kolumbien gewesen und könne eine solche Reise zu Pickup-Zwecken nur jedem europäischen bzw. deutschen Mann empfehlen. Denn dort sei das Verhalten der Frauen exakt umgekehrt zum Verhalten der Frauen in Deutschland gegenüber deutschen Männern.
Der Pickupper beschrieb, dass kolumbianische Frauen deutsche Männer ansprechen und auch verhältnismäßig exorbitant schnell mit ihnen in die Kiste wollen. Die Aussage des Pickuppers war im Kern: „Ich empfehle so eine Reise JEDEM deutschen Mann, einfach um mal zu sehen und nachempfinden zu können, wie sich eine Frau in Deutschland fühlen müsse.“ Wie es also hierzulande für eine Frau läuft, wenn sie ihren Fuß vor die Tür setzt. Ständig angeglotzt und oft auch angesprochen zu werden. Wenn eine Frau zum Freiwild wird. Es würde den eigenen Horizont erweitern, diese Erfahrung zu machen, so dem Bericht nach.

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Das glaube ich aufs Wort. Definitiv. Es geht auch nicht darum eine Abenteuerreise dorthin zu machen. Das war gar nicht seine Intention, denke ich. Sondern tatsächlich mal einen Rollenwechsel zu vollziehen und sich für kurze Zeit mal als das Geschlecht oben auf dem Podest zu fühlen.
Um zu…? Ja, um zurück hier in Deutschland das eigene Game voran zu bringen und besser zu werden. Auch in dem zuvor mal wieder die oft von mir besagten Grenzen überschritten zu haben und so den eigenen Horizont weiter in Richtung Sonne hoch oben zu verschieben.

Konversation zwischen Hr. van Onnetuschn und mir, über geile Körper und viel Kohle

Ich sagte zu Hr. van Onnetuschn am Telefon: „Das finde ich nachvollziehbar. Die wollen sicher einfach nur die Kohle von den Männern. Ein Europäer hat gemeinhin sicherlich mehr Kohle als ein durchschnittlicher Kolumbianer. Klar, dass die Frauen sich dann einen Deutschen angeln wollen.“

Er, wortkarg: „Ja…“

Und ich holte weiter aus: „…das ist wie bei uns hier. Du siehst eine Frau, deren Optik Du Klasse findest und sprichst sie an. Was ist – um mal ehrlich zu sein – das Ziel des Ganzen. Ganz elementar gesehen und mal frei von Moral! Zumindest mittel- bis langfristig? Klar, sie in die Kiste zu bekommen. Also worauf achtest Du bei einer Frau, wenn Du sie zum ersten Mal siehst?“

Hr. van Onnetuschn: „Auf den Körper, klar.“

Ich: „Genau. Also wir Männer schauen auf das Äußere der Frau. Die Kolumbianerinnen – laut dem Bericht des Pickuppers – auf unsere Kohle.“

Hr. van Onnetuschn haute daraufhin ganz trocken Einen raus: „Quid pro quo!“

Ich, nie lateinisch gelernt, völlig verwirrt: „Quip quo tro…was???“

„Quit pro quo!“

Kurz in den Unterricht für Anti-Lateiner: „Quid pro quo“ heißt übersetzt soviel wie „dies für das“. Dem Sinne nach ist das so zu verstehen, dass jemand für eine Leistung stets eine Gegenleistung erhalten soll.

Ist das jetzt gut oder schlecht?

Also diesen Artikel kurz zusammengefasst kann man sagen:
Männer wollen einen – ich werde mal kurz sehr direkt – geilen Körper. Dieter Bohlen würde sagen: „Hammermäßig Du!“
Frauen wollen die Kohle.
Jedenfalls die im Text genannten Kolumbianerinnen, mindestens die im Text genannten Kolumbianerinnen. 😉

Ob das gut oder schlecht ist, werde ich nicht bewerten. Weil es Nonsens ist. Als Mann weißt Du, worauf Du Dich einlässt, wenn Du „eine solche“ Frau an der Seite hast. Als Frau weißt Du aber auch was Du bekommst, wenn Du „einen solchen“ Mann an der Seite haben möchtest.
Das ist definitiv ein faires Spiel. Herr von Onnetuschn trifft ins Schwarze, wenn er dazu nur sagt „quid pro quo“.

Unlustig wird es nur, wenn der Mann dann von echter Liebe ausgeht. Oder die Frau denkt, dass sie mich über den Tisch ziehen kann. MICH jedenfalls nicht. Andere Männer vielleicht, die bilden sich dann möglicherweise persönlich etwas darauf ein. Wenn sie eine Katalog-Asiatin oder Katalog-Latina kaufen konnten. Wenn sich beide darüber im Klaren sind was da gespielt wird, dann ist das ein faires Spiel. Und damit weder gut noch schlecht. Es ist ein Spiel, dessen Spielregeln beide Parteien kennen. Beide Seiten sind volljährig. Also sollen sie spielen und glücklich dabei sein.

Darf es auch ein bisschen politisch inkorrekt werden? Die Frage hat keine Antwort verdient!

Politisch inkorrekt heißt Zensur.Da ich per se für Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt bin, darf es ein auch ein bisschen von allem sein. Auch politisch. Inkorrekt gibt es nicht. Es gibt kein politisch inkorrekt. Wer maßt sich denn schon an zu sagen was richtig oder falsch ist?
Nur eine Zensurstelle. Die gibt es hier im Blog bestimmt nicht. Und deshalb darf es auch ein bisschen politisch werden. Ob korrekt oder inkorrekt hat niemand zu entscheiden. Nicht für mich jedenfalls. Ich bin meine eigene (Moral-)Instanz. Und korrekt ist immer das, was man selbst als korrekt empfindet.

Sonderbare Paare – Hässlich trifft hübsch

Schlimm wird es erst, wenn eine Seite beginnt zu heucheln und so zu tun als ginge es um echte Liebe. Und das passiert sicher öfter als gedacht. Ich denke mir das oft, wenn ich hier bei uns im Lande unterwegs bin und dann – sorry, aber – eine wenig attraktive Frau (man könnte auch hässlich sagen) und einen ausländischen Mann, mit Migrationshintergrund aus einem weit entfernten Land, Hand in Hand spazieren gehen sehe. Nennen wir ihn politisch -un-korrekt einfach Asylant.

Ganz böses Klischee jetzt, ich weiß. Nein. Kein Klischee! Ich glaube, dass das gerade täglich mehr und mehr passiert. Ist doch völlig normal. Immer mehr zugereiste Menschen wollen auch ankommen. Und bei einigen Männern ist das wie bei den einheimischen: Die sehen gut aus. Auch wenn ich eingangs schon sagte „no homo“, aber wenn ein Typ gut aussieht, dann kann ich das auch mal sagen.

Der anderen Geschlechterrolle begegne ich dann übrigens auch, oft in den Edelschuppen in denen ich zum Bar- und Clubgamen bin. Da steht dann eine Frau an der Bar und räkelt sich. Deren ethnische Herkunft ist definitiv nicht europäisch, das ist optisch einfach nicht von der Hand zu weisen, wenn sie eine dunkle Hautfarbe hat. Spricht eben nur mit geringster Wahrscheinlichkeit für eine Herkunft innerhalb Europas. Jedenfalls häuft sich dieses Bild von Monat zu Monat zunehmend. Auch eine völlig logische Entwicklung.

Ich streite nicht ab, dass es zwischen einigen dieser Paare durchaus auch „echte Liebe“ sein kann. Aber nicht umsonst gibt es seit vielen Jahrzehnten auch den Begriff der sog. Scheinehe. Das Phänomen ist zumindest nicht von der Hand zu weisen. Da aber alle diese Menschen volljährig sind, sind sie für ihr Handeln auch selbst verantwortlich. Wenn es echte Liebe ist, dann gönne ich das jedem von Herzen. Wenn sich jemand aber wie eine Weihnachtsgans ausnehmen lassen möchte, dann gönne ich ihm oder ihr das eben auch. Das Geld verschwindet ja nicht. Es hat am Ende dann einfach nur ein Anderer. 😉

Was für die Einen ein Monatslohn, das für die Anderen nur eine Flasche Schampus

Übrigens: Ich beschreibe nur was ich sehe, nicht dass hier jemand sagt ich würde irgend wen oder irgend etwas verurteilen. Nein, mache ich nicht. Ich beschreibe. Und manchmal fange ich dann auch kurz das Denken an, wenn ich eine hübsche schwarze Frau in übertrieben engem Kleid neben einem gut betuchten Mann sehe. Beide trinken Champagner.
Was ich mir dann oft denke, ist: „Diese Flasche Champagner hier kostet mehr als das Durchschnittseinkommen eines Mannes aus den meisten afrikanischen Ländern.“
Schon krass, eigentlich. Da müssen Menschen einen vollen Monat schwer schuften. Und wir saufen so eine Monatsleistung mit ein paar Schluck Sprudelgetränk einfach weg.

Wenn man in vielen Ländern dieser Erde nicht einmal 100 Euro im Monat verdient und dann in ein Land kommt, in dem Menschen das 20-fache dessen verdienen, monatlich versteht sich, muss das schon ein Kulturschock sein.
Ich stelle mir gerade vor, dass ich in ein fremdes Land auswandere, ohne jegliches Hab und Gut und dort jeder Otto-Normal-Bürger 40.000 bis 50.000 Euro im Monat netto verdient. Irre. Jedenfalls würde mir das surreal vorkommen. Alice im Wunderland.

Und wo ich nun am Ende des Artikels angekommen bin, merke ich, dass er auch für einen allsonntaglichen Beitrag im Philosophischen Sonntag herhalten hätte können…
Es ist nur eine Frage der gewünschten Betrachtung und der Pointe!
In jedem Fall ist es aber „quid pro quo“.

Experiment 2 – Vitamin D3

Mit dem Artikel Experiment – Kein Anstand, keine Erziehung habe ich soeben nachträglich eine neue Kategorie hier auf dem Blog eingeführt. Projekt Beziehung goes „Projekt Experiment“. Da kommen zukünftig alle meine Experimente rein.
Wie ich Anglizismen nicht ausstehen kann. Aber sie sind doch so schön schick. Und trendy, äh, im Trend. Ups.

Bei Experimenten muss ich doch glatt an Daniel Düsentrieb denken. Kennt ihr den noch? Den von Duck Tales. UUUUHUUU!

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Mit dem Artikel heute startet ein neues Experiment, Nr. 2. Ohne das alte abzulösen, warum auch. Das erste Experiment (im Artikel oben nachzulesen) geht es um die Erforschung der Auswirkung von Direktheit in der Kommunikationsbeziehung zwischen Mann und Frau, insbesondere auf dem ersten Date.
Auf Deutsch: Ich sag der Frau beim ersten Date zukünftig immer sofort, wenn mir was nicht passt. Charmant, aber klipp und klar. Und dann schaue ich mal, wie die Damenwelt darauf so reagiert. Anstatt mir jedes Date nur etwas dabei zu denken, wenn ich irgend eine Aktion von der Frau mal wieder merkwürdig, unpassend oder uncharmant finde. Ich finde grundsätzlich ja vieles merkwürdig, unpassend oder uncharmant. Das geht uns allen so.

Aber bisher hab ich einfach die Klappe gehalten. Wenn man sich zurücknehmen lernen möchte, lässt man einfach über sich ergehen. Ist aber irgendwie auch nicht so das Wahre, hab ich festgestellt, jedenfalls nicht auf Dauer. Für die Situation und zum Üben ist das prima, man lernt seine Komfortzone zu erweitern. Man wird geduldiger, man wird rücksichtsvoller, man wird insgesamt ruhiger. Vieles aus dieser Phase habe ich für mich übernommen. Kleinigkeiten stören mich tatsächlich nicht mehr. Einzelheiten innerhalb der Kleinigkeiten gleich zwei mal nicht mehr. Aber es hilft mir nichts auf dem Weg meine Traumfrau zu finden. Zu mir selbst finde ich damit schon, absolut. Mich selbst finde ich auf diese Art, aber nicht sie. Nicht Fr. Traumfrau.

Kann natürlich passieren, dass dem Druck nicht jede Frau stand halten kann. Den Druck erzeuge allerdings nicht ich, den macht sie sich dann selbst. Kraft ihrer Gedanken. Ich spreche nur an wenn mir etwas nicht passt oder ich etwas komisch finde.
Umgekehrt muss ich aber sagen, dass ich es auch schon öfter erlebt habe, dass mir eine Frau irgend etwas „vorwirft“. Meistens inhaltlich im Gespräch, wenn ich eine klare Meinung zu etwas habe. Dann wird schon oft mal nachgefragt wie man denn zu „so“ einer Meinung kommen könne. Ein Weltverbrechen? Nein. Im Gegenteil, eine eigene Meinung zu haben ist eine Weltverbesserung! 🙂

Direktheit sorgt in jedem Fall für eine richtungsweisende Konsequenz, es trennt die Spreu vom Weizen! Und eines gehört zu einem guten Projekt wie das Salz in die Suppe, das Zeitmanagement. Dates mit langweiligen Frauen hatte ich genug in den letzten Monaten. Dates mit uncharmanten Frauen genauso, mit merkwürdigen umso mehr. Dates mit hinreißenden und bezaubernden Frauen jedoch auch, nur mit denen ist bis jetzt nichts Ernstes draus geworden. Ob ich nicht hinreißend und bezaubernd genug für hinreißende und bezaubernde Frauen bin? Das ist wohl die Quizfrage…?

Hier ist die Antwort:

Auf meinem… hmm… ich weiß nicht… vorvorletzten Date – glaube ich – musste ich mir sagen lassen, dass ich sprechen würde wie auf einem Vorstellungsgespräch. Habe ich so noch nie gehört. Was sie aber nicht dazu sagte: Egal was ich äußerte, sie war stets gegenteiliger Meinung. Meistens noch bevor ich meinen Satz zu Ende gesprochen hatte. Kurios. Das Date hat sich mal unreal angefühlt, muss ich sagen. Natürlich wird es dann frostig. Ich hab mich dann zunehmend zurück gehalten und sie erzählen lassen. Das konnte sie gut. Sinnfrei zwar, aber erzählen konnte sie. Also ließ ich sie labern, äh erzählen. Abwechselnd ließ ich sie erzählen und dann wieder mich unterbrechen. Das ging dann eine ganze Weile so, bis es mir zu doof wurde. Dann hab ich fast gar nichts mehr gesagt. Geile Erfahrung.
Jedenfalls war das so ein Moment, bei dem Dir mal direkt was ins Gesicht geknallt wird. Ob sie das gut oder schlecht um uns meinte, spielte dabei keine Rolle. Es war der direkte Ausdruck eines Gedankens von ihr. Das nenne ich doch ehrlich. Und so wusste ich wenigstens, dass irgend etwas nicht passt zwischen uns – und zwar auch (!) aus ihrer Sicht.

Und nun zum neuen Experiment (Experimentzweivitamindedrei):
Vor ein paar Wochen habe ich eine Krankheit attestiert bekommen. Der Krankheitsverlauf ist weder prognostizierbar noch ist vorhersehbar, ob die Krankheit überhaupt geheilt werden kann. Wenigstens ist sie nicht lebensbedrohlich, wäre ja noch schöner. Ansteckend ist sie auch nicht. Wäre ja noch noch schöner.
Es wurde in zahlreichen Studien (die in aller Regel immer so gut sind wie dessen zugehöriger Auftraggeber es möchte – Lobbyismus sei Dank!) jedoch ein signifikanter Zusammenhang mit einem Mangel an Vitamin D festgestellt.
Gerade in Nord- und Mitteleuropa leiden laut übereinkommenden Untersuchungen die meisten Menschen an einem chronischen Mangel an diesem Vitamin. Vitamin D – das muss man wissen – wird im Körper selbst produziert, und zwar durch die Aufnahme von Sonnenlicht, genauer gesagt UVB-Strahlung. Dies setzt eine entsprechend ausreichende Versorgung der eigenen Haut mit Sonnenlicht voraus. In den Wintermonaten ist jedoch gerade dies ein Problem, der größte Teil der Haut ist fast permanent bedeckt (Pullover/Jacke, Mütze, Handschuhe). Damit kann – bis auf wenige Menschen, die sich auch im Winter ständig in der Sonne aufhalten – das lebensnotwendige Vitamin D nicht in genügender Menge produziert werden.

Zu diesem Zweck ist eine Zuführung durch Nahrungsergänzungsmittel unerlässlich, um gesunde Werte im Körper zu erreichen. Diese Mittel sind nicht verschreibungspflichtig und dementsprechend in den üblichen Drogerien frei käuflich. Nicht frei verkäuflich, denn ich verkaufe sie ja nicht in den Drogerien. Ich kaufe sie nur. Komische deutsche Sprache.

Ich beginne mal mit einer Tablette in der Früh und einer am Abend, eine entspricht 1000 I.E. (Internationale Einheiten). Und dann beobachte ich mal was passiert. Über Wochen, wenn nicht Monate.

Für nächste Woche möchte ich in jedem Fall eine Blutuntersuchung und darüber hinaus auch eine Hormonuntersuchung durchführen lassen. Da kommt aus den USA ein neuer Trend rüber zu uns nach Europa. Die Endokrinologe. Die Lehre von den Hormonen. Das geht weit über eine gewöhnliche Blutuntersuchung hinaus. Für solche Dinge bin ich immer offen.

Viel kann ich dazu noch nicht sagen, außer dass ich gerade ganz am Anfang mit diesem Thema stehe. Aber ich lege inzwischen mehr Wert auf meine eigene Gesundheit und meinen Körper als auf meine Gedanken. Gedanken können krank machen. Also weniger Gedanken und stattdessen mehr Körper, lautet die Devise!

Seit kurzem hab ich im Büro einen höhenverstellbaren Schreibtisch, elektrisch höhenverstellbar. Also fahre ich ein paar mal am Tag das Ding einfach hoch, arbeite im Stehen, und wenn es mir zu viel wird, fahre ich den Tisch auch wieder runter und setze mich.
Natürlich fahre ich nicht öfter hoch als runter oder öfter runter als hoch, man muss ja schließlich einmal runter fahren, um danach wieder hoch fahren zu können und vice versa.
Das ist wie wenn ein Mensch in einem Raum ist. Da können dann auch nicht erstmal zwei raus und einer muss wieder rein, damit der Raum wieder leer ist.
Ein Aufzug ist der Tisch auch nicht, also fahre ich nicht mit hoch und runter. Wobei es vielleicht sogar gehen würde, wenn ich mich vorher drauf setze. Hm, lieber nicht. Lustig wäre es aber schon.

Und was ist nun das Experiment hinter dem ganzen Ding?
Tabletten nehmen. In mich hinein horchen. Spüren wie es mir damit geht. Nicht kurzfristig, sondern mittel- und langfristig. Untermauert auf objektiver Basis durch Blutergebnisse. Total unspirituell. Fast schon schulmedizinisch. Nee, ist sogar schulmedizinisch. Schulmedizinisches Neuland für mich. Überhaupt Neuland, die Schulmedizin.
Es wird einfach Zeit mal den Fokus zu verändern, um neue Erfahrungen zu machen. Und zu experimentieren. Besonders wenn man krank ist, bzw. eine Krankheit hat. Weiter machen wie bisher bringt nichts. Jedenfalls wenn man weiß, dass man in einer Sackgasse unterwegs ist und gerade auf eine Mauer zu fährt.

Na dann… spiele ich eben in nächster Zeit mal den Daniel. Den Düsentrieb, Daniel. Geschüttelt, nicht gerührt.

Und dann war da noch Valentin und ein ganz besonderer Geburtstag…

Und dann war da doch noch etwas. Genau, Valentinstag. Also schreibe ich natürlich auch ein paar Zeilen zum Valentinstag.

Wenn heute Weihnachten gewesen wäre, dann hätte ich über Weihnachten und den tieferen Sinn und Unsinn der Großindustrie dahinter geschrieben. Moment, ich erinnere mich… Das habe ich sogar schon mal. Hier: Philosophischer Sonntag – Weihnachten 🙂

Okay. Mist. Ich probiere es nochmal. Neustart.

Wenn heute Ostern gewesen wäre, dann hätte ich über Ostern ein paar Worte verloren. Und wenn heute der Tag der Deutschen Einheit gewesen wäre, dann hätte ich auch dazu etwas in die Tasten hauen können. Ist aber nicht, weder Ostern noch Tag der Deutschen Einheit. Hm… Ich hätte aber auch über Mario Draghi und die für den kleinen Mann (also Dich und mich) desaströse – weil enteignende – EZB-Politik referieren können.

Oder auch über das Paarungsverhalten von thailändischen Erdmännchen in der Regenzeit. Wobei ich gar nicht genau weiß, ob es in Thailand Erdmännchen gibt. Aber das spielt ja auch erst mal keine Rolle. Machen unsere (meine sind es nicht!) Journalisten mit der Politik auch nicht anders, einfach darüber etwas zu schreiben, wozu sie keinen Hauch von Ahnung haben. Besonders nicht über Politik und Wirtschaft. Nicht mal einen blassen Schimmer. Oder sie sind bösartig?
Wenn das Geld nur nicht so verlockend wäre… Aber ich will keinem Journalisten etwas unterstellen. Mit meinem Blog bin ich ja streng genommen auch einer. So einer. So ein Journalist. Da fällt mir ein Zitat ein… „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“. Der Zweck heiligt offebar alle Mittel.
Damit ist doch alles dazu gesagt.

Da fällt mir ferner noch ein, dass ich mit meinem Blog im Gegensatz zu denen gar kein Geld verdiene. Hm. Könnte man mir natürlich jetzt vorwerfen, dass ich dann wohl ehrlich bin mit dem was ich hier schreibe. Schließlich verdiene ich ja nix damit. Tragisch, aber ja. So ist es. Wenn das die Anklage ist…? Dann bekenne ich mich schuldig im Sinne der Anklage! 🙂

Da kann das ja wirklich nicht schlimm sein, wenn ich Fake-News über Erdmännchen in Thailand verbreite. Oder? Fr. Dr. Schlaftablette (manche sagen auch Fr. Ferkel zu ihr, jedoch nur, um jegliche Namensähnlichkeit zu vermeiden), komme ich jetzt ins Gefängnis?
Eigentlich nicht, oder? Also noch nicht. Denn bis jetzt hab ich doch nur angekündigt, dass ich über thailändische Erdmännchen schreiben könnte. Ist der Versuch also hier auch schon strafbar? Bezogen auf die Fake-News. Und ist der Versuch dann darüber hinaus auch noch dazu schon strafbar, wenn ich etwas nur im Konjunktiv halb angekündigt habe? Denn ich hab ja nix über thailändische Erdmännchen geschrieben. Aber ich könnte.
Irre! Also nicht die Erdmännchen, die können nix dafür.

Da fällt mir ein Witz ein. Zum Konjunktiv.

Ein Finanzbeamter macht Außenkontrolle bei einem Bauern und stellt fest, dass dieser eine Schnapsbrennanlage besitzt.
Beamter: „Guter Mann, dafür müssen Sie aber Steuern zahlen!“
Bauer: „Aber wieso, ich brenne doch gar keinen Schnaps!“
Beamter: „Möglich, aber sie besitzen das Gerät dafür!“
Tags darauf geht der Bauer in die Stadt und direkt zum Finanzamt, zum selben Beamten: „Ich möchte gern Kindergeld beantragen!“
Beamter: „Wieso, Sie haben doch gar keine Kinder?“
Bauer: „Aber ich habe das Gerät dafür!“

So viel zum Thema „ich könnte, wenn ich wollte“.

Und Nu?

Zurück zum Valentinstag.

Da hab ich heute ein nettes kleines Video aus Österreich gesehen.
Darin fragt sie ihn: „Schatz, heute ist doch Valentinstag!“
Er: „Heißt Du Valentin?“
Sie: „Nein!“
Er: „Na dann halt Dei Goschn!“

Ich lass das mal so unkommentiert stehen. 😉

Und jetzt wird es persönlich.

An der Stelle Grüße ich meinen besten Freund, da vorne den, denn der hat heute Geburtstag.
„Hallo Werner!!!“ 😉
Nein, er heißt nicht Werner. Aber er weiß was ich meine, gell Jung!
Wir kennen uns seit vielen Jahren, genau genommen seit der ersten Klasse. Außer meiner Familie gibt es niemanden auf der Welt, der mich länger kennt als er. Wir haben den größten Quatsch schon miteinander gemacht. Und ich bin froh, dass er in meiner Gegenwart noch immer das kleine Kind von früher ist. Geht mir dann genauso, ich kann mit Dir Facetten des Lebens ausleben, die sonst für immer verborgen bleiben würden. In seiner Gegenwart kann ich versuchen erwachsen zu sein so sehr ich nur will, es gelingt einfach nicht.
Das wird bisweilen aberwitzig, wenn Menschen in unserer unmittelbaren Umgebung Dinge sagen und wir beide uns nur ansehen und innerlich fast platzen, weil wir uns am liebsten einfach nur laut und herzlich kringelig lachen würden.
So viele verschiedene Szenen verbinden wir mit dem Alltag, dass wir mittlerweile einfach wissen wann es dem anderen gerade gut oder schlecht geht. Die Stimme reicht. Das erste „hallo“ am Telefon reicht aus, um zu wissen in welcher Lage der Andere gerade ist.

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Ich richte jetzt ein paar Worte persönlich an Dich:

Du bist mir in meinem Leben so sehr ans Herz gewachsen, dass es mir an vielen Stellen mehr gibt, als es eine Frau je könnte. Du hast über all die Jahre die eine oder andere Frau (inzwischen viele Frauen 😉 ), aber auch den einen oder anderen Freund, an meiner Seite kommen und auch gehen sehen. Wir haben Dinge füreinander getan, die andere nie füreinander tun würden.

Legendär sind zum Beispiel unsere Fifa-Nachmittage. Damals. Du wohntest zusammen mit Deiner Freundin und ich kam mittags zu Dir. Wir setzten uns gleich an die Konsole und zockten los. Deine Freundin verließ kurz darauf das Haus, um zur Arbeit zu gehen. Spätschicht. Als sie am Abend heim kam, fand sie uns noch immer sitzend und hochkonzentriert Fifa spielend in Eurem Wohnzimmer vor. Wir zockten weiter, bis es spät Abends wurde und sie ins Bett ging. Das hielt uns nicht davon ab, einfach immer weiter zu spielen. Und als sie morgens aufstand, saßen wir noch immer da und spielten.

Was auch immer wieder in mir aufkommt und legendär ist, war Deine Show auf meinem Besichtigungstermin mit einer Wohnungsverkäuferin. Ich hatte damals vor eine Wohnung zu kaufen und ich wollte, dass Du mitkommst. Du sagtest noch vorher zu mir am Telefon: „Soll ich mitkommen, ohne duschen?“ Und keine Ahnung, ob Du dann bis zum Termin noch geduscht hast oder nicht, ich weiß es nicht mehr. Ist auch egal.
Jedenfalls trafen wir dann draußen die Verkäuferin, um uns die Wohnung zeigen zu lassen. Und ich stellte mich ganz normal vor und reichte der Dame die Hand. Daraufhin stellte sie sich Dir vor und fragte Dich wer Du seist. Und dann hast Du Einen rausgelassen: „Guten Tag, mein Name ist van Onnetuschn.“
Ich stand da und verstand die Welt nicht mehr. Hey! Das war ein Besichtigungstermin für eine Wohnung mit echter Kaufabsicht! Ich musste mich so dermaßen zusammen reißen, dass ich nicht vollends sämtliche Mundflüssigkeit auf den Asphalt vor mir auspustete.

Du bist ein irrer Vogel!

Das waren Zeiten, total verrückt. Wir hatten so viel Spaß. Damals war ich Single. Das war noch vor meiner Zeit meiner langen Beziehung. An die sich schlussendlich nach einem harten Leidensweg dieses Projekt Beziehung anschloss. Die beiden Frauen haben wir heute beide nicht mehr. Du Deine lange Beziehung nicht mehr, ich meine nicht mehr.
Aber geblieben ist unsere Freundschaft. Die für mich eine besondere ist, so besonders, dass ich dafür keine Worte finden könnte, um die tiefe Dankbarkeit und Anerkennung für Dich als Mensch auszudrücken.

Und ich will nicht nur in der Vergangenheit und in unseren entfernten Erinnerungen schwelgen. Auch heute gehen wir miteinander um wie schon immer. Auch heute noch schaffen wir neue Erinnerungen. Auch wenn die Zeit miteinander knapper geworden ist. Zeit ist das Kostbarste, das wir haben. Jeder von uns. Deshalb genieße ich es immer sehr, wenn wir uns sehen. Auch wenn wir keine Kinder mehr sind, versuche ich es in Deiner Gegenwart so gut es geht zu bleiben. Du bist kein Alltag. Du bist außergewöhnlich!

Wenn ich Dich nachts anrufe und wirklich brauche, bist Du wenige Minuten später da. So wie letztens, als mir bei meinem alten Auto (ja, ich hab zwei) die Batterie leer ging. Und es echt kalt war und ich mich einfach nur richtig mies gefühlt habe. Zwar in der Stadt, aber innerlich einfach alleine am Straßenrand.

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute zum Geburtstag. Bleib einfach nur wie Du bist. Du bist für mich perfekt so.

Du bist längst mein Bruder und ich hab Dich unglaublich lieb. 🙂