Tage im Zeitraffer und Höhenflüge?

Aufgrund meiner aktuellen studentischen Tätigkeiten als eigentlich Vollzeitbeschäftigter kommen manche Dinge gerade etwas kurz. So auch meine schriftstellerischen Betätigungen. Nicht jedoch mein Kraft- und Ausdauertraining, das mich täglich ein Stück näher in Richtung meines ersten Etappenzieles schiebt: Dem Sixpack (um jeden Preis versteht sich!)!

Ich schreibe die letzten Tage wie ein wildgewordener Berserker an der Studienarbeit, die zwingend bis spätestens Freitag fertig werden muss. Naja, was muss schon. „Sollte“, ist der richtigere Begriff. Es ist eng, es ist knapp, es wird nicht das absolut optimale Ergebnis (aus eigener Sicht) werden, aber es wird vermutlich rechtzeitig irgend eine einreichbare Version werden. Immerhin. Aber ich will den Tag nicht vor dem Abend loben. Mal sehen.

Und nun noch ein paar Worte zum Wochenende: Ich war natürlich weg, wobei man das nicht direkt Clubgame nennen kann. Da es eine Tages-Veranstaltung war. Live Musik von einem DJ. Beachclub-Feeling. Schönes Wetter. Also durchaus eine Abwechslung zu meinen sonst so stattfindenen nächtlichen Ausflügen alá Batman. Natürlich habe ich ein paar Frauen angesprochen. Natürlich hat sich etwas ergeben. Zwei Telefonnummern, davon ein direkt vereinbartes Date, wobei ich aufgrund des zeitlichen Abstands nicht davon ausgehe, dass es stattfinden wird. Frauen vergessen allzugerne und zu schnell den Mann, mit dem sie sich 30 Minuten so köstlich unterhalten haben und Spaß hatten. Und der der Traummann sein könnte, auf den sie ihr Leben lang gewartet haben. 😉 Ich habe das Date bewusst erst für nächste Woche vereinbart, da ich diese Woche keine Zeit für so einen Krims-Krams habe. Studium ist mir derzeit wichtiger. Mein Körper noch mehr.

2019-06-05

Und außerdem habe ich Samstag Abend das Date mit Fr. Fashion. Wir wollen zusammen kochen. Sie besorgt den Weißwein. Ich den Rest. Lustig ist die Frau ja schon irgendwie, sie schreibt in der Abwesendheitszeit nichts bis fast nichts, angerufen hat sie mich inzwischen einmal von sich aus, aber sobald ich sie anrufe (was ich auch nur alle 2 bis 3 Tage mal tue) habe ich das Gefühl, dass ich mit einem anderen Menschen spreche. Plötzlich ist sie total aufgeschlossen, lustig, freundlich, fürsorglich („Steht unser gemeinsames Kochen am Samstag noch? Ich wollte nur sichergehen, dass das auch für Dich klappt?“… „Wollen wir zusammen einkaufen gehen? Soll ich etwas vorher besorgen?“… „Danke für Deinen Anruf!“). Passt alles gar nicht zum sonstigen WhatsApp- und Telefonieverhalten. Da soll mal einer daraus schlau werden. Für mich wirkt das so, als solle das einfach so eine relativ distanzierte Spaß-Veranstaltung zwischen uns zwei werden. So nach dem Motto: „Wenn ich Dich sehe, gibts Vollgas. Ansonsten komm ich gut ohne Dich zurecht!“ Hab ich so noch nie erlebt, aber gut… öfter mal etwas Neues. Generation Tinder eben. Dabei habe ich sie doch eigentlich ganz klassisch (?) kennen gelernt. Also einfach im Alltag angesprochen. Für mich ist das „klassisch“. Hm.

Und das vereinbarte Date für nächste Woche, also die oben zuerst genannte Frau von der Beach-Veranstaltung, fand ich im Nachhinein gar nicht so cool. Ich weiß, ich springe gerade etwas zwischen den Themen, fällt mir auf. Aber der Artikel muss schnell fertig werden. Inhalt vor Leserlichkeit. 🙂
Jedenfalls war sie cool gekleidet. Hatte ziemlich auffälligen Kopfschmuck getragen. Und die halbe Welt dort war uns am Anglotzen. War ja schon sehr cool, jedenfalls hatte ich das Gefühl, dass ich mit ihr zusammen die Attraktion des Nachmittags war. Die Blicke der vielen verschiedenen vorbeilaufenden und nebendran stehenden Frauen sind schon außergewöhnlich. Und als dann ein Mädchen kam, um mich erstmal mit einer Umarmung und einem Bussi zu begrüßen, hat auch unsere Kopfschmuck-Angebetete verstanden, dass ich kein Axtmörder sein kann.

Ich muss mir eben auch immer die auffällig(st)en Frauen zum Ansprechen heraussuchen. Tatsächlich fand ich einfach ihren Kopfschmuck witzig. Und so ergab sich ein doch recht langes Gespräch, aus dem sie einfach nicht aussteigen wollte, wie ich merkte. Und da ich alleine unterwegs war, nehme ich grundsätzlich eine interessante Unterhaltung doch gerne mit. Aber so richtig cool war die Frau dann eben nicht. Eher spießig. Etwas selbstverliebt. Sehr pseudo-emanzipiert. Und in meinen Augen eher mehr Möchtegern-Frau-Von-Welt. Ich stehe ja eigentlich gar nicht auf Frauen, die wie lackierte Drag Queens daher kommen. Aber sie hatte irgend etwas an sich, das mich im Gespräch hielt. Vielleicht war es ihre Andersartigkeit. Keine Ahung. Tatsächlich war die Konversation aber gar nicht so spannend. Deshalb überlege ich auch das Date abzusagen. Mal sehen. Meine Zeit ist mir im Moment einfach (wieder) viel mehr Wert. 🙂

Dafür hab ich auf der Veranstaltung eben auch noch eine weitere Frau kennen gelernt. Nummern getauscht und lose vereinbart, dass wir mal was Kühles trinken gehen. Mal sehen. Falls es dazu kommt, berichte ich nach. Ich habe gar nicht das Bedürfnis mehr, irgendetwas zu „müssen“ oder zwanghaft zu wollen. Wenn ich draußen unterwegs bin, habe ich wieder mehr und mehr das Gefühl, dass meine Gelassenheit gerade besser zu mir passt und die Resultate vielleicht gerade dadurch im Moment durchaus sehenswert sind.

Jedenfalls schrieb sie mir am nächsten Tag, dass sie sich sehr gefreut hätte mich kennen zu lernen (von sich aus!). Der Teil zu ihr hier ist an sich viel zu kurz in diesem Artikel. Aber ich kann gerade nicht mehr dazu sagen als: Sie ist eine hammermäßige Frau. Leider aber eben auch ein paar wenige Jahre älter als ich. Zu alt vermutlich. Aber echt ein Gerät. In jeder Hinsicht. Hm. Vorallem menschlich, interessant. Eine Frau von Format. Aber das ist eben der Unterschied zwischen so einer jüngeren Möchtegern-Frau-Von-Welt wie im oberen Beispiel und einer tatsächlichen Powerfrau. Schön, dass mir mein neuer Lebensweg ermöglicht mit allen in Kontakt zu treten. Und wen von den vielen/wenigen Damen ich am Ende date, entscheide ich. 😉

Und gestern Nacht ging ich für 60 Minuten joggen. Zum ersten Mal seit einigen Jahren. Also nicht joggen generell. Sondern volle 60 Minuten! Aber das verbrennt nach Adam Ries etwa 650 Kalorien. Und auf dem Weg zum Sixpack ist mir jede Abkürzung recht. Es ist Anfang Juni. Mitte Juli soll es mit einem Freund nach Mallorca gehen. Mega! Zeiten und Geschichten wiederholen sich (Pickup auf Spanisch). Die Resultate nach meiner letzten Mallarco-Reise waren phänomenal (so phänomenal wie bei Pietro Lombardi!). Aber bis dahin könnte ich es noch schaffen, das mit dem Waschbrettbauch. Ich gebe mein Bestes. Versprochen an mich selbst.

Mehr gibt es mangels der Zeit nicht zu sagen. Achja, aber ich merke, dass mein Selbstbewusstsein derzeit zu neuen Höhenflügen ansetzt. Vielleicht dem Kraft- und Ausdauertraining zu verdanken. Und auch Teile meines nächsten Umfeldes machen mich derzeit auf mein verändertes Verhalten aufmerksam. Ich übertreibe manchmal, heißt es hier und da. Oder ich würde wieder beginnen Sprüche zu klopfen. Ich solle nicht so selbstverliebt sein. Solches Zeug.

Ja gut, aber die Gegenfrage muss gestattet sein: Als ich vor ein paar Wochen noch traurig und weinend meine Tage verbrachte, hatte es den selben Menschen teilweise auch nicht gepasst. Was denn nun? Beides nicht recht? Was lernen wir daraus: Mach immer das, wonach Dir ist und höre nicht auf Menschen, die Dir sagen, dass Du nicht „gut“ bist, wie Du bist. Du bist gut. Punkt! Perfekt sogar. Und wenn es eine Möglichkeit gibt, noch mehr aus Dir heraus zu holen, dann hole das heraus. Leb Dein Leben. Du weißt nämlich nie, wann Du das nächste Mal wieder betrogen wirst.

Okay, der war übel. Ich gebs zu. Nein. 🙂 Vielleicht ist mein Testosteronspiegel einfach im Moment sehr hoch. Vielleicht ist es auch der wieder zurückkehrende Erfolg bei den Frauen, der mich etwas unabhängiger erscheinen und sogar werden lässt. Vielleicht ist es die Freude über meinen „neuen“ Körper. Vielleicht mein genereller neuer – aber eigentlich alter – Lifestyle. Hemden und Parfüm bei jeder Gelegenheit und die Was-Kostet-Schon-Die-Welt-Einstellung. Vielleicht ist es aber auch eine Mélange aus all den Dingen. Und dann darf ich nicht „meinen“ aktuellen Persönlichkeitstrainer vergessen. Der hat wohl derzeit den größten Einfluss auf mich. Und zur Abwechslung heißt der einmal nicht Eckhart Tolle. Möchte man nicht glauben, ist aber so. Ich fühle mich jedenfalls täglich wohler, habe das Gefühl ich könnte Bäume ausreißen und die Welt gehört mir sowieso (bald wieder).

Verrückt oder. Vor 2 Monaten war ich noch restlos am Ende. Aber so klein bekommt mich nicht einmal eine Verflossene. Ich habe schon nicht einmal mehr Lust sie bei ihrem Pseudonym zu nennen. Vergangenheit. Lehrreich. Gut so. Bin aufgewacht. Redpill. Freiheit. Also Einigkeit und Recht und Freiheit. Nicht für die BRD, sondern für mich. Gebe jeden Tag Gas als wäre es mein letzter. Jedenfalls ist jeder Tag der Erste vom Rest meines Lebens. Wird schon. „Alles auf dem Weg“, wie Herbert Grönemeyer in Mensch sagt. 😉

Gute Nacht Freunde. Hab Euch lieb. So wie Ihr seid. Und mich hab ich auch (wieder) lieb. Bald vermutlich schon wieder mehr als je zuvor. Also vorsicht! 😉

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Monogamie, Polygamie und… Teil 2 von 2

Gestern erschien Teil 1 dieses Zweiteilers, der eigentlich auch ein Drei- oder Vierteiler sein könnte oder sogar müsste (Monogamie, Polygamie und… Teil 1 von 2). Heute geht es weiter mit der Pointe und dem Abschluss einer großen Story mit ausgebreiteter gestriger Herleitung und insbesondere durch diesen zweiten Teil mit hoffentlich für Euch wirklich mehrwertspendendem Inhalt. Viel Spaß!

Was für Lehren ziehen wir aus Teil 1 des Beitrags?

Zugegeben, gestern habe ich doch nochmal relativ viel aus meinem Leben erzählt. Aber es war notwendig, um die folgenden Argumente plastisch darstellen zu können. Beispiele aus dem echten Leben sind eben keine Märchen.

Werden wir konkret und kommen zum Kern dieses Artikels. Das Prinzip der Monogamie ist etwas, das der Urzeit entstammt. Der Mann bringt das Wildschwein heim, die Frau wartet auf ihren Helden in der Höhle. Die Frau benötigt den Mann, um zu überleben. Alleine deshalb ist dafür eine Monogamie einfach zweckmäßig für die Frau. Das lassen wir als Modell mal so dahin gestellt und akzeptieren es als gegebenes Relikt. Okay? Gut. 🙂

Nun entwickelte sich die Zivilisation weiter, jedenfalls die westliche. Mit welchem Resultat? Der Mann als Ernährer wurde zunehmend unwichtiger, der Feminismus löste das bisherige Rollenbild immer weiter ab. Plötzlich soll die Frau nicht nur gleichberechtigt sein – das wäre ja gut gewesen -, sondern plötzlich soll die Frau der eigentliche Mann sein. Sie soll auch arbeiten gehen, am Besten keine Kinder mehr bekommen. Kinder sind sowieso unwichtig, notfalls importieren wir sie eben in großer Zahl aus dem Ausland. Der Deutsche braucht keine Kinder. Deutschland mit seinen Deutschen und seiner Kultur stirbt aus bzw. soll um jeden Preis ausgestorben werden. Kein Problem, als Ablösung dafür gibt es schließlich die Migration. So. Das ist jetzt mal ein politisches Statement. Lassen wir mal so stehen und nehmen auch das als Gegeben an. Okay? Nein? Auch gut. 😉

Resultat daraus ist? Die Frau ist längst nicht mehr gleichberechtigt in unserer Gesellschaft, sondern über-berechtigt. Aus unter-berechtigt wurde über-berechtigt. Und das Traurige ist: Die Frau merkt nicht einmal, dass sie der größte Verlierer dieser Entwicklung ist. Sie soll ebenfalls Karriere machen, sie soll stark sein, alleine lebt es sich auch als Frau doch sowieso viel besser. Bis irgendwann wieder die biologische Uhr dazwischen funkt und ihr so etwas wie Mutterinstinkte in das längst verloren geglaubte Bewusstsein ruft. Dann setzt die bekannte Torschlusspanik ein und plötzlich soll aus einer verkappten Karrierefrau die liebevolle Mama werden. In welcher Welt leben wir?! Geistiger Dünnschiss! Und keiner merkt es. Dafür fallen aber alle auf diesen gesellschaftlichen Trick herein. Männer und Frauen. Mann-Sein wird inzwischen verteufelt. Frau-Sein auch. Männer müssen weich(er) sein, Frauen sollen hart sein. Heraus kommt? Richtig… die Gleichmachung. Was biologisch gar nicht möglich ist. Aber die meisten Menschen merken es auch nicht, wenn geradewegs vor ihren Augen die Quadratur eines Kreises stattfindet. Das bezeichnen diese (Gut-)Menschen dann noch als Kunst. „Kann aber weg“, sage ich.

Aus Platzgründen kann ich da nicht näher darauf eingehen woher das politisch rührt, es hat rein wirtschaftspolitische und herrschaftliche Hintergründe. Aber das war in der Menschheitsgeschichte schon immer so. Oben gibt es ein paar Wenige und unten da sind wir. Anderes Thema. Würde zu weit führen, egal. Aber wen es interessiert, gerne einfach einlesen.

Kommen wir zurück zum Rollenbild von Mann und Frau. Perfekt dargestellt wird das auf natürliche Art und Weise beispielsweise in den Büchern von Eva Hermann. Tolle Frau mit tollen Gedanken. Nah an der Natur. Nah an der Weiblichkeit. Nah an der Familie. Nah am Kind. Jedenfalls sind das für diejenigen Menschen tolle Gedanken, die der damaligen Hetzjagd-Kampagne gegen Frau Hermann nicht folgten. Und ich weiß inzwischen für mich längst: Wenn in der Presse zentral gegen eine Person geschossen wird, dann ist diese Person in der Regel kein Satan, sondern eher der Heilsbringer. Aber auch das muss jeder für sich selbst bewerten. Nur wer ständig die Gedanken anderer Menschen unreflektiert als seine eigenen übernimmt, ohne es zu merken, braucht sich am Ende nicht wundern, wenn er in der Gosse landet.

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Dass das aktuelle Gesellschaftsmodell nicht funktioniert, ist jedem Menschen (Frau und Mann!) klar, der vernünftig nachdenkt. Aber die Gesellschaft hat eben das monogame Rollenbild gesprengt. Überall Pornos, Sex und Drogen. Und die staatliche Absicherung für die Frau ersetzt die damalige Situation, in der die Frau in der Höhle auf den Mann mit dem Wildschwein warten musste. Scheidung ist in. Zusammenbleiben ist out. Was daraus folgt ist klar: Die Frau kann anfangen polygam zu leben. Beobachtet mal die Werbung. Beobachtet die Zeitungsberichte. Beobachtet und nehmt das wahr, was da stattfindet. Die Familie als Konstrukt soll um jeden Preis zerstört werden. Jedenfalls bei uns im Westen.

Das Thema Seitensprünge wurde dadurch zunehmend salonfähig. Bevor mich die Frauenwelt nun zu steinigen versucht: Natürlich gingen Männer auch schon seit jeher fremd. Aber das hier ist eine Beschreibung aus Männersicht. Es geht um partnerschaftliche Betrachtungen aus dem Blickwinkel eines (aufrichtigen) Mannes, d.h. wie sich aus so einer Sicht die Damenwelt verhält. Somit aus Sicht eines Mannes, der einfach Liebe spenden und empfangen möchte. Aber als Mann in einer Welt groß werden muss, die er in weiten Teilen für falsch, verlogen und irre hält.

Die Damen konnten fortan fremd gehen, weil sie – im Gegensatz zu früher – nicht zu befürchten haben, dass der betrogene Mann mit der Keule kommt und ihr eins drüber zieht. Die Höhlenmenschen-Zeiten sind vorbei. Und so nahm das Herumgehure seinen Lauf. Wie gesagt, man betrachte sich nur einmal die Porno- und Sexspielzeugindustrie. Was es da für Zeug gibt. Und was für riesige Umsätze damit gemacht werden. Unglaublich.

Von der Monogamie zur Polygamie und zur…?

Jetzt haben wir die Themen Monogamie und Polygamie im Schnelldurchlauf abgehandelt und kommen nun zur entscheidenden letzten soziologischen gesellschaftlichen Wandlung. Der Hypergamie. Jetzt wird es wirklich interessant und spannend. Die meisten Männer da draußen haben das hier gar nicht auf dem Schirm. Und sind deshalb völlig überrascht, wenn ihre Beziehung oder gar Ehe in die Brüche geht und die Frau mit einem anderen Kerl durchbrennt. Erzählt mir bitte nichts! Ich habe das gerade erst leidvoll erleben müssen dürfen sollen. Ich weiß ein bisschen wovon ich spreche, wenigstens ein bisschen. Glücklicherweise war ich nicht in einer Ehe und ihre Kinder sind auch nicht von mir. Wirklich glücklicherweise.

Worum geht es bei der Hypergamie?

Es geht ganz einfach darum, dass die Frau letztlich fortwährend ihren Instinkten folgt und Partner-Hopping betreibt. Sie hangelt und schläft sich von Typ zu Typ, mit einem Zweck, der fast wie eine Lebensaufgabe anmutet: „Ich nehme mir den best möglichen Kerl und bleibe bei ihm, solange bis mir IRGEND ein anderer Kerl MEHR von etwas bieten kann, das ich GERADE IM MOMENT wichtiger finde.“ Und da sich die Ansprüche im Laufe der Zeit menschlicherweise ändern, ist es eben auch nur eine Frage der Zeit, bis die Frau andere Charaktermerkmale oder Statussymbole oder äußere Aspekte eines anderen Mannes „viel toller“ findet als die, die ihr (im dümmsten Falle lieber und treuer) Mann zu Hause besitzt. D.h. es ist nur eine Frage der Zeit, bis Du als Mann ausgewechselt wirst. Es ist so! Fakt.

Ich rede natürlich von Beziehungen mit „guten“ Männern. Ich rede nicht von schlagenden Männern, von Alkoholikern oder sonstigen Männern mit krankhaften Störungen. Ich rede von „einfachen“, „lieben“ und aufrichtigen „Normalos“. Um die soll es hier gehen. Um Männer, bei denen eigentlich jede Frau sagen müsste: „Toller Kerl! Fleißig, treu, intelligent…“ Tut sie aber nicht, die überwältigend große Mehrheit der Frauen. Die findet solche Männer maximal in der Anfangsphase einer Beziehung toll. Und schon bald sehr langweilig! „Zu wenig Alpha-Verhalten“, denkt sich die Frau auf Instinktebene. Gerade diese Beziehungen mit den Normalos sind leider ganz oft von vornherein zum Scheitern verurteilt. Weil die Typen einfach irgendwann „zu langweilig“ für die Frau werden. Völlig absurd, möchte man meinen. Aber ich musste auch erst jetzt meine Augen aufmachen lernen und aufwachen. Jetzt hab ich es auch verstanden. Immerhin jetzt.

Und es geht nicht nur ums Geld. Es kann auch einfach so sein, dass sie zunächst einen Typen toll findet, der keinen Wert auf Karriere legt, aber trotzdem genug verdient, dass es für sie und die Kinder bis ans Lebensende in Hülle und Fülle reicht. Der auch genug Erspartes hat. Der sein Leben im Griff hat. Der sich für die Familie Zeit nehmen möchte. Und wenn sie so jemanden JETZT GERADE toll findet, dann nimmt sie sich den. Weil sie eben gerade auch viel Zeit mit einem Typen verbringen möchte. Vielleicht weil ihr Ex-Partner sie vernachlässigt hat, jedenfalls vorgeblich. Parallelen zu meinem Fall sind hier übrigens wenn dann rein zufällig zu sehen. 😉

Und so bekommt der Mann täglich Komplimente dafür, dass er sich so viel Zeit für die Familie nimmt. Dass ihm Familie so wichtig sei usw. Und bla bla bla. Und plötzlich ist er aber irgendwann einfach „langweilig“. Warum auch immer?! Was?! Der selbe Typ, der sich so aufopferungsvoll und voller Hingabe um seine Partnerin gekümmert hat, mit dem sie täglich unendlich Spaß hatte und in den sie sich (deshalb?) Hals über Kopf verliebt hat?! Der DESHALB der tollste Mann der Welt für sie war, mit dem sie FÜR IMMER zusammen sein mochte… ja dieser Mann… ist eigentlich ja einfach nur „langweilig“ und so viel Zeit mit ihm wollte sie eigentlich von Anfang an nicht verbringen?! Geht es noch?! Erde an Mars, was läuft hier schief? Das war ihr also irgendwie sowieso schon immer zuviel Nähe??? Weniger sei da mehr für die Frau? Auch hier sind Parallelen zu meiner Story erkennbar. 😉

Und der Neue? Ja der ist vielleicht total abenteuerlustig. Der unternimmt ganz viel, jedenfalls viel mehr als der Alte. Der macht dies und das und jenes. Plötzlich ist das gemeinsame Essen am Abendtisch nicht mehr so wichtig wie früher, plötzlich ist das Abenteuer beim Kajakfahren, Seilspringen oder Wellensittich-Züchten viel cooler. Was weiß ich. Spielt ja auch keine Rolle. Das Prinzip dürfte klar geworden sein. Und die Frage ist bei so einer Frau nur: WANN empfindet sie die Aspekte, die wiederum ein ganz anderer Typ mitbringt, auch WIEDER als viel toller als die Abenteuerlustigkeit des nun bisherigen neuen Typen?! Das ist der Grund, warum Frauen immer auf der Suche sind. Warum sie nie ankommen. Besonders immer auf der Suche nach dem „noch besseren“ Mann. Und sie springen dann von einem zum anderen, wie Tarzen mit den Lianen durch den Wald. Willkommen in der völlig beschissenen Welt der Hypergamie. Die Perversion der Polygamie!

Wichtig ist dabei alles übergreifend zu verstehen: Die Frau liebt NIE Dich. Sondern sie liebt die VORTEILE, die DU ihr bietest.

Unfassbar? War es für mich zunächst auch. Dann besser den Satz bitte nochmal lesen. Und nochmal. Und dann erst im Text darunter weiter machen!

Und dies ist größtenteils dem gesellschaftlichen Wandel geschuldet. Es muss mehr, weiter und höher sein. Immer. Und wenn eines nicht mehr passt, dann wird es durch ein anderes ersetzt. Ich sage nicht, dass die Frauen das alle bewusst so ausleben. Ich glaube sogar, dass den meisten Menschen gar nicht bewusst ist, dass sie völlig unbewusst handeln. Aber es ändert nun einmal nichts daran, dass sie SO handeln. Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich. Und ich kann die ganze Theorie hinter der Hypergamie nicht im Detail beschreiben, dann müsste ich einen 100-seitigen Artikel verfassen. Bitte ggf. einfach selbst einlesen, was es mit der Hypergamie aufsich hat. Gerne auch in diesem Zusammenhang einfach nach dem Stichwort „Redpill“ suchen.

Und was soll ich als Mann oder Frau mit diesem Wissen anfangen?

Das ist die richtige Frage! Gut so! Was kann ICH nun damit tun, mit diesem Wissen? Soll ich mich umbringen, weil es offenbar die „echte Liebe“ gar nicht gibt? Doch, es gibt sie schon noch, die echte Liebe. Und zwar folgendermaßen: Ein ganz ganz kleiner Prozentsatz an Frauen (und Männern) hat es geschafft, sich von seinen Instinkten (Statusdenken, Sicherheitsdenken, Machtgehabe usw.) zu lösen und seinen Verstand zu nutzen. Zu kommunizieren. Empathisch zu sein. Und dadurch auf Werte wie Moral und Anstand, auf Beständigkeit und Zuverlässigkeit zu setzen. Das geht aber nicht durch permanente Partnerwechsel. Das funktioniert nur über echte harte Arbeit an sich selbst und mit dem Partner. Gemeinsam. Dazu muss man sich mit Themen beschäftigen, die weh tun. Sich selbst ergründen und die eigenen Lebensziele. Bewusstsein schaffen für sich und die Mitmenschen. Empathie überhaupt erst entwickeln. Ich bin zu 100% davon überzeugt, dass dies der Schlüssel ist zur langfristigen Zufriedenheit im Leben.

Jetzt kann der Mann eben versuchen SO eine Frau zu finden. Das wird natürlich sehr lange dauern, es gibt solche Frauen selten. Vielleicht wird es eine Reise, bei der das Ziel von ihm nie erreicht werden wird. Die heutige Gesellschaft macht die ständigen Partnerwechsel zu leicht. Notfalls springt der bisherige Partner als neuer Unterhaltszahler eben ein und im aller schlimmsten Notfall der Staat und alimientiert die Frau. Wozu dann beim „langweiligen“ bisherigen Partner bleiben? Ruhig öfter mal fremdvögeln und sich dabei gerne oder am Besten auch mal neu verlieben! Und nur keine Angst… kann ja nichts passieren… kann ja nur besser werden. Oder?! Der Neue ist größer oder geldiger oder lustiger oder was weiß ich.

Ganz faktisch beschrieben schläft die Frau sich im Allgemeinen hoch. Einfach mal umsehen, in der Regel hat sich da an der alt hergebrachten Wirklichkeit nichts verändert. Die Frauen sind überwältigend auffällig mit Männern in Beziehungen, die im Rang bzw. Status über ihr stehen. Warum wohl? Diesmal nicht Tarzan mit der Liane, sondern eben Jane! Da wiederhole ich mich. Mit der Liane einfach von Baum zu Baum hangeln. Bzw. als Jane einfach von Bett zu Bett hoch arbeiten. Einige pervertieren das mit purer Absicht, die meisten Frauen machen das allerdings tatsächlich schlicht unbewusst. Ich will da gar nichts überwiegend Böses unterstellen.

Die Frage ist also noch immer, was mir dieses Wissen als Mann nun nützt? Nun, es ist doch schon mal gut zu wissen, dass es im Allgemeinen keine echte Liebe gibt. Muss man eben so akzeptieren (wir klammern die 0,X % bewussten Menschen aus). Aber es gibt dafür ja den neuen Begriff der Lebensabschnittsgefährtenschaft. Wie ein Leasing-Fahrzeug. Man fährt es 2 Jahre oder 3 oder 4 und dann wird es eben ersetzt. So läuft das heute. Die Frau ersetzt Dich. Ende. Aber dieses Wissen kann der Mann auch für sich nutzen und das Beste daraus machen. Er weiß ja aufgrund des Wissens um die Ursachen auch die richtigen Gegenmittel zu finden. Hoffentlich. Redpill sei Dank.

Er muss der Frau eben ständig (nicht jeden Tag, aber oft!) ein Feuerwerk zünden. Dazu muss er zunächst an sich arbeiten und überhaupt erst einmal ein Mann werden. Das ist aber nicht damit erledigt, dass er lernt einige Frauen anzusprechen. Pickup alleine ist keine Lösung. Es ist nur ein Werkzeug auf dem weiten Weg zu sich selbst. Wie ich lernen dürfen musste. Nicht jeder Mann muss oder soll pickuppen gehen, aber wenn er sich nicht mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt, wird er verlieren. Über kurz oder lang. Ende.

Er muss einen tollen Körper haben! Krafttraining! Er muss sich kleiden, egal wann er aus dem Haus geht, als ob er auf dem Weg zum nächsten Date wäre. Egal ob seine Partnerin mitkommt oder nicht. Er sollte immer ein tolles Parfüm auftragen. Als würde er gleich die bezauberndste Frau der Welt zum romantischen Dinner einladen. Aber idealerweise ohne seine eigene Frau dabei zu haben. Mir blutet das Herz dabei, diese Zeilen schreiben zu müssen. Aber so sieht es real aus. Das habe ich erkennen müssen.

Solche Dinge nimmt die eigene Frau zu Hause wahr. Sie sieht: „Was für ein Typ?! Mega! Wie er auf sich achtet und seinen Weg geht!“ Außerdem muss er möglichst erfolgreich sein im Job. Und sich stets unabhängig zeigen. Und auch wenn er am Liebsten einfach den Abend mit der Frau kuschelnd zu Hause verbringen würde, muss er ihr einfach öfter zwischendurch klar machen: „Hör mal, ich brauche auch mal meine Zeit nur für mich. Ich möchte auch was mit meinen Freunden machen. Deswegen bin ich heute Abend erst später wieder zurück.“

Er muss sich rar machen. Und die Frau auf der anderen Seite immer wieder überraschen. Durch spontane Einladungen… wohin auch immer… ins Kino… in eine Bar… zum Tanzen… auf einen Wochenendtripp usw. Aber vor allem muss er sich „künstlich“ rar machen. Gegen jeden inneren Widerstand. Bis er diesem neuen Selbstbild am Ende tatsächlich glaubt und diesen Lifestyle tatsächlich lebt. Er muss draußen Spaß haben, besonders mit anderen Menschen – ohne seine Frau an der Seite. Diesen Lifestyle wird die Frau spüren. Sie wird merken, dass sie nur an Stelle 2 in seinem Leben steht. „Erst der Lifestyle, dann die Frau“, lautet die Devise! Und so wird sie ihm hechelnd nachlaufen, überall hin – immer. Das ist die einzig mögliche Antwort auf die Hypergamie. Nur wenn die Frau ständig das Gefühl bekommt, um Dich kämpfen zu müssen, wird sie um Dich kämpfen und Dich begehrenswert finden. Glaub es nicht, meinetwegen. Aber wundere Dich dann bitte auch nicht, wenn Du eines Tages ebenfalls (wieder?!) ersetzt wirst.

Du musst stets der best mögliche Mann sein, den die Frau bekommen kann. Dann – und nur dann – kannst Du die Frau (auch nur!) MÖGLICHST lange an Deiner Seite (be)halten. Nicht einmal dafür gibt es eine Garantie, für gar nichts. Irgendwann kommt ein Typ mit einem Ferrari um die Ecke gefahren und auch wenn er eine Wampe vor sich her schiebt und Du nicht, wird ihr möglicherweise der Ferrari einfach mehr zusagen in diesem Moment. Und das Spiel beginnt von vorne… Du wirst wieder ersetzt und es heißt wieder: „Herzlich willkommen in der Welt der Hypergamie!“ Aber zu wissen, dass eine Beziehung nur ein Zusammenkommen auf Zeit ist, zu wissen, dass ich nur ein Lebensabschnittsgefährte in den Augen der Frau bin, bringt auch Vorteile. Sich nie wieder gehen zu lassen und ständig Optionen zu haben, schafft Freiheit. Optionen haben und Optionen wahrnehmen sind zweierlei. Man(n) kann trotzdem treu sein und Rückgrat haben. Und dennoch wissen, jederzeit eine andere Frau kennen lernen zu können.

Aber wenn ich dann wieder einmal abgeschossen werde, für irgend einen Typen… der auch ganz sicher wieder nicht ihr letzter sein wird… hab ich wenigstens noch meinen trainierten Körper, meine Ausstrahlung, mein Charisma, meinen Lifestyle, meine Unabhängigkeit, meine männliche Stärke, meine eigenen Ziele und es wird nicht lange dauern und ich habe die nächste Hypergamie-Tussi an meiner Seite. Die ja durchaus auch viele Vorteile bietet. So wie ein Leasing-Fahrzeug. Nicht wahr?

Traurig? Irgendwie ja. Und irgendwie aber auch durchaus akzeptabel. Als Mann kenne ich dann die Wirkmechanismen und kann eben damit umgehen. Ich weiß, dass es eine Hülle ist, die neben mir liegt. Im besten Fall ist sie eine feminine Frau, da ich ein Alpha bin. Aber sie ist und bleibt ein instinkt-gesteuertes Wesen, das mich im Fall der Fälle am nächsten Baum aufhängen würde und meine Seele verkaufen und mich zu Satan in die Hölle schicken würde. Immerhin kann ich aber bis dahin eine schöne Zeit mit ihr haben und versuchen alle Vorteile dieser Zweisamkeit für mich zu nutzen.

Beim Autokauf ist es auch nicht anders

Wenn jemand ein Auto kauft und den heiligen Bund der Auto-Ehe eingeht, weiß er oder sie doch auch, dass es nicht das letzte Auto im Leben gewesen sein wird, oder? Dennoch erfolgt der Kauf (bzw. die Finanzierung), oder? Und dennoch macht das Fahren doch über die ganze Zeit Spaß, oder? Eben! Darum geht es. Nicht mehr, nicht weniger. Leben im Moment. Leben im Jetzt. Wo wir wieder bei Eckhart Tolle wären. Es ist eben eine Lebensabschnittsgefährtin, mehr nicht. Und was ist wenn sie doch anders tickt? Wenn sie sich vielleicht sogar mit spirituellen Themen befasst hat und selbst „die echte Liebe“ leben möchte? Wenn sie so tickt wie Du und tatsächlich für IMMER mit DIR zusammen sein möchte und alles dafür tut und dafür durch dick und dünn mit Dir gehen würde? Dann sei froh, nimm es an. Lass es zu. Vielleicht ist es tatsächlich so. Das wirst Du erst am Ende wissen, wenn sie Dich dann doch wieder nur verlassen hat. 😉

Das ist kein neu entwickelter oder entdeckter Pessimismus von mir. Ich habe einfach nur die rote Pille geschluckt und glaube an keine Zufälle mehr. Ich habe mich einfach endlich intensiv mit dem Thema Mann/Frau-Beziehungen beschäftigt. Und wer das nicht entweder längst auch getan hat oder schleunigst nachholt, wird mit großer statistischer Wahrscheinlichkeit ebenfalls (immer wieder!) sein blaues Wunder erleben. Denkt drüber nach. Seid ehrlich mit und zu Euch selbst.

Wenn also „die echte Liebe“ nur Illusion ist, dann bleibt ja nur noch „das echte Spaßhaben“ als einzige Handlungsoption. Diese Variante kann man eben greifen oder auch nicht. Es ist dann wie heiraten mit Ehevertrag.

Lasst es mich so sagen:
Als Mann sollte man nicht in ein Flugzeug mit seiner Frau einsteigen und blind los fliegen, wenn man sich nicht ganz sicher sein kann, dass sie nicht schon länger mit dem Piloten fremd vögelt. Aber noch weniger sollte Mann (!) so dumm sein und ohne Fallschirm in die Maschine steigen. Und selbst mit Fallschirm gibt es keine vollständige Sicherheit. Das einzig Sichere ist die Unsicherheit. Denn wenn sie mit dem Piloten fremd vögelt, hat sie vermutlich längst auch das Sicherungsseil deines Fallschirms durchtrennt. Das ist die Quintessenz dieser Geschichte. Auch meiner Geschichte. Dieses Artikels.

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Bildet Euch bitte fort. Bildet Euch weiter. Lest beispielsweise die Bücher von erfahrenen Pickup-Trainern oder Kiefer Art von echten Persönlichkeitsentwicklern. Egal ob Du eine Frau bist oder ein Mann. Das spielt keine Rolle. Wenn Euch Pickup-Coaches nicht so zusagen, dann gerne auch alternativ die Bücher von Beziehungstherapeuthen meinetwegen oder sonst von Menschen, die inzwischen ihre Augen geöffnet haben. Von Menschen, die sich mit Frauen, Männern und Paaren beschäftigt und deshalb die wiederkehrenden Muster verstanden haben. Die Abläufe sind immer die Gleichen. Es ist einfach zu berechenbar geworden in unserer Generation.

Aber man kann das Spiel ein Stück weit mitspielen und eine Frau an seine Seite ziehen, mit der es sich mehr lohnt zusammen anstatt Single zu sein. Eine Frau, bei der man am Ende der Beziehung wenigstens für sich sagen kann: „Wenigstens war sie hübsch!“ Das ist auch der einzige Trost, der mir in meiner ganz persönlichen Geschichte in Phase 3 geblieben ist. Passt also. Alles gut. Was solls.

Ich weiß nun, worauf ich achten muss. Nämlich weiterhin in aller erster Linie auf mich und mein Glück. Daran darf die nächste Frau dann gerne teilhaben. Falls sie „nicht SO Eine“ ist, gut. Aber wie wir wissen, sind ja alle Frauen „nicht SO Eine“. 😉 Wer sind denn dann all die SOLCHEN, wenn es nicht die eigene Frau auch ist?! Na?! Ich jedenfalls habe gelernt meine Naivität abzulegen, was dieses Thema betrifft. Ich lasse mich natürlich gerne überraschen. Es gibt ja auch einen Restprozentsatz an „erwachten“ Frauen (0,X %). Keine Frage. Natürlich würde ich mich riesig freuen, wenn ich so eine Frau kennen lernen würde. Aber es ist ja auch nicht unbedingt total verkehrt mit einer hypergamen Frau. Wie gesagt, Man(n) muss eben die Vorteile für sich aus der Partnerschaft auf Zeit zu nutzen wissen und „ihr“ Spiel vordergründig mitspielen. Um im Hintergrund der heimliche Dirigent zu bleiben. Dann kann man so eine Frau auch möglichst lange in der Beziehung haben, diese Zeit einfach intensiv nutzen und verleben. Und immer schön den Fallschirm mitnehmen… denn… Du weißt nie… ob sie nicht gerade erst aus der Kabine des Piloten zu Dir auf Deinen Schoß zurück gekehrt ist… 😉

PS: Ken Jebsen sagt immer: „Ich sehe das Leben wie ein Computerspiel! Und ich weiß ja jetzt schon, dass am Ende GAME OVER sein wird. Also scheiß drauf und mach das Beste bis dahin. Es endet sowieso tödlich!“

Wie denkt Ihr darüber? Ich freue mich über Eure Kommentare. Andere Meinungen? Gleiche Erfahrungen? Andere Ideen? Buchtipps für mich? Immer her damit! 😉

PPS: Nein, ich habe kein verkapptes Frauenbild. Bin nicht völlig frustiert. Bin auch nicht drauf und dran mir die Kugel zu geben. Es geht mir inzwischen wieder gut. Ich bin nur aufgewacht. Das ist alles. Und dafür war das Beziehungsende gut. Die Frau hat mir die Augen geöffnet und mich aus dem Tiefschlaf erwachen lassen. Es war das erst Mal in einer richtigen Beziehung für mich, dass eine Frau Schluss mit mir gemacht hat. Das kannte ich vorher nicht. Und das ist eine wertvolle Erfahrung. Keine gute, aber eine wertvolle. Aus der ich sehr wohl sehr viel gelernt habe. Und in dieser Form wird mir das Ganze nicht noch einmal passieren. Wetten?! 😉 In Zukunft weiß ich um die Wirkungsweisen der weiblichen Beziehungsmechnismen und werde sie entsprechend für mich zu nutzen wissen. Wenn ich also die Frau total toll finde, werde ich eben immer wieder für dieses „Knistern“ sorgen. Sie immer wieder überraschen. Das Spiel von Nähe und Distanz spielen. Mich rar machen, von Zeit zu Zeit. Ihr das Gefühl geben, meine wahre Nummer 2 zu sein! 😉 Und ich bin mir fast sicher, dass ich dann auch auf ganz lange Dauer ein unglaublich interessanter und begehrenswerter Mann in ihren Augen nicht nur bin, sondern BLEIBE. Verrückt, oder? Dass es so einfach ist…! Und das ist doch Trost und Seelenbalsam genug! Für denjenigen, der es endlich verstanden hat und sein Leben danach ausrichtet. Ab geht’s jetzt zum nächsten Workout… mein Körper wartet! 😉

PPPS: Zu dem Thema ist längst nicht alles gesagt. Bestimmt werde ich in irgendeiner Form noch öfter auf das Thema Hypergamie eingehen. Mal sehen. Dieser heutige Blogbeitrag hat über 4000 Wörter. Wer es bis hier her zu lesen geschafft hat, dem gebührt Respekt und Ehre! 😉

Das Gute rausziehen und verschwinden

Heute habe ich mir ein Video von einem Fitness-Coach angesehen. Und darin hat er eine ganz interessante und perfekt zu meiner Situation passende Lebenserfahrung geschildert.

Es ging um das Thema Aussehen vs. Charakter (von Frauen)

Er trainiert Frauen und Männer und begleitet sie so auf ihrem Weg zum sportlichen Fitness-Erfolg. Dabei kam er auf die Themen Aussehen und Charakter, vorrangig der Frauen, zu sprechen. Da er hauptsächlich Frauen trainiert, hat er entsprechende Erfahrung vorzuweisen. Die Beziehung zwischen Athlet(in) und Trainer verlaufe immer wieder, so sagte er, im Prinzip nach folgendem Schema:

Eine – wie auch immer geartete – körperlich unzufriedene Frau kommt zu ihm und bittet ihn darum, dass er ihr doch bitte helfen möge auf ihrem Weg eine „sexy athletische“ Frau zu werden. Da sie in ihrem Leben unglücklich und nicht erfolgreich sei. Nie wirklich etwas gewuppt bekomme und endlich aus ihrer gefühlten Abwärtsspirale ausbrechen wolle. Mimimi und so.

Dieser Coach hat sich in der Vergangenheit jedenfalls den Ruf erarbeitet, entsprechende Resultate mit seinen Schützlingen bis hin zu Meisterschaften zu erzielen. Mit seinem eigenen Erfolg als Bodybuilder kam zunehmend auch der Erfolg als gefragter Coach. Er begleitet diese Frauen dann teilweise über mehrere Jahre auf ihrem Weg zur körperlichen Höchstleistung.

Und dann passiert etwas ganz Erstaunliches. Sobald die Frauen ein gewisses Ziel erreicht haben, nämlich einen top attraktiven Körper zu besitzen, sagen sie sich von ihm los. Plötzlich wird der Kontakt abgebrochen, da sie „ja jetzt ganz gut alleine weiter zurecht kommen“ würden. Dass die geschäftliche Beziehung zuende geht, ist nachvollziehbar. Die Athleten müssen ja für nichts bezahlen, was sie nicht auch benötigen. Ganz klar. Das ist auch gar nicht der Punkt. Der Schandfleck ist aus seiner Sicht, dass – vor allem die Frauen – ab einem gewissen Level jeglichen Kontakt abbrechen, den gesamten gemeinsamen positiven Weg vergessen und das auch recht deutlich so sagen: „Ich komm jetzt alleine zurecht und brauche Dich nicht mehr! Außerdem habe ich Dich auch immer gut bezahlt und das war echt viel Geld!“

Er sagte in seinem Video, dass das den wahren Charakter vieler Frauen immer wieder offenlegt. Zu Beginn des gemeinsamen Weges bettelten die Frauen förmlich um Unterstützung, um gemeinsam dafür zu sorgen ihr Selbstwertgefühl durch entsprechende Trainingsresulstate zu steigern. Dazu sei ein harter, steiniger, langwieriger Weg mit diversen Einschnitten nötig. Der auch zwischenzeitlich öfter zu Frust bei der Frau führt, verständlich. Es komme mitunter auch zu Reibereien. Auch verständlich, bei solch einem ambitionierten Weg.

Der komplette Tagesablauf müsse geändert werden, das Thema Ernährung rücke derart in den Vordergrund, dass die Athleten aufgrund der nötigen Disziplin und dadurch folgende positive mentale Effekte auch positive Ergebnisse für sämtliche weiteren Lebensbereiche erzielen würden. Beispielsweise wären sie motivierter im Job oder in der Stukturierung der eigenen Freizeitplanungen usw. Auch das Thema Schlaf erhalte dadurch einen völlig neuen Stellenwert. Ohne guten und gesunden Schlaf ist nun einmal kein gutes Muskelwachstum möglich. Die Frauen werden – trotz oder wegen – aller Strapazen auf ihrem Weg täglich ein Stück glücklicher und zufriedener. Plötzlich seien sie in der Männerwelt überall begehrt und auch das eigene Leben laufe insgesamt „mehr wie von alleine“.

Und irgendwann einmal hat die Frau aus dem Trainer alles herausgesaugt, was aus ihrer Sicht an positiven Dingen mitzunehmen ist. Aus einer Frau mit Speckrollen wurde am Ende eine Frau, die in Bodybuilding-Wettbewerben plötzlich um die ersten Plätze kämpft. Und dann… so sagt der Coach… und ERST DANN… zeigt sich der wahre Charakter der Person. Männer seien da anders, die äußerten sich in aller Regel über Schwierigkeiten und Meinungsverschiedenheiten bereits während des gesamten gemeinsamen Weges. Frauen hingegen sammelten und stauten Frust oder Wut über die gesamte Zeit an, bis sie einen Punkt erreicht hätten, ab dem sie auch gut alleine zurecht kommen würden und machten sich vom Acker.

Ich musste sofort an meine gegenwärtige Situation denken. Kommt mir wahnsinnig bekannt vor. Alles was ich ab und mehr noch während der Beziehung gab, war stets recht, nein, war für die Frau stets absolut perfekt! So hieß es auch immer. Sie profitierte in sämtlichen Lebensbereichen enorm von mir. Ich war für die Kinder da (ihre! Kinder), für ihre Wehwehchen, für ihre Ängste und ihre Sorgen. Probleme im Job. Probleme mit ihrer Gesundheit. Probleme mit ihrem Körper. Probleme in der Bewältigung des Alltagsstresses usw. Wer hat mich denn mal gefragt, wie gut ich zurecht komme?! Eigentlich irgendwie egal.

Dabei schob ich sie in alltäglichen – vorrangig – sachlichen Dingen ganz massiv an. Ist so, ich hab mein Leben nun einmal gut im Griff und weiß wie man gerade aus läuft ohne hinzufallen. Und das hab ich ihr eben beigebracht. Rüstzeug für die Welt. Auch für die Berufswelt. Wissen und Hintergründe zu verschiedenen enorm essentiellen Lebensbereichen. Die rote Pille sozusagen. Aufwachen aus der Matrix bitte! Mit mir geht das.

Sogar für ihre letzte Gehaltsverhandlung hab ich sie über Tage vorher gecoacht und sie vorbereitet. Erfolgreich. Natürlich. Wie kann es auch anders sein! Es ist und war immer so. Was ich tue, tue ich mit Erfolg. Ich zeigte ihr nahezu in jedem Lebensbereich, wie sie mindestens eine deutliche Verbesserung für sich und die Kinder erzielen kann, oft sogar das Optimum erreicht. Und all das saugte sie auf wie ein Schwamm. Dumm ist sie nicht. Nur unbelesen, ungeübt und methodisch ungebildet. Aber das ist alles keine Kunst. Mit einem so vorzüglichen Coach an ihrer Seite… Da könnte selbst der dümmste Pinguin innerhalb von 2 Jahren beachtliche Kunststücke vollbringen. Und irgendwann… als sie alles aus ihrer Sicht Notwendige verinnerlicht und anwendbar erlernt hatte… machte sie sich vom Acker. Genau wie die Athletinnen des Fitness-Trainers.

Jetzt ist das bei dem Fitness-Trainer allerdings eben Business und kann ein Stück weit in die professionelle Welt verortet werden. Man solle es sachlich sehen und so weiter. Klugscheißereien. Ja, mag sein. Kann man alles sachlich sehen. Aber nein, kann Man(n) nicht! Wir sind Menschen! Wir alle. Frauen und Männer. Leider vergessen das die meisten Menschen. Hey. Wir sind keine Roboter!

Die Aussagen des Fitness-Trainers gelten natürlich auch unbedingt für das „echte Leben“ gleichfalls fort. Seine Aussage war auch: „Gebe einem Mann macht und Geld. Dann siehst Du seinen wahren Charakter. Und gebe einer Frau einen tollen Körper und Schönheit. Dann siehst Du ihren wahren Charakter.“

2019-04-24

Das gilt selbstredend nicht für sämtliche seiner Athleten. Männer verspüren auch nach Ende ihrer Geschäftsbeziehung auch nach Jahren oft noch eine tiefe Dankbarkeit und sie bleiben in Kontakt. Schließlich hat der Trainer aus einer kompletten Null eine Maschine gemacht. In seltenen Fällen allerdings besteht zu Frauen noch ein langfristiger Kontakt. Das sei die Ausnahme. Oft würden von ihm trainierte Frauen eines Tages selbst Athletinnen trainieren und in die Trainer-Branche einsteigen. Das sei im übrigen nicht nur seine Erfahrung, sondern auch die befreundeter weiterer Fitness-Trainer.

Ein interessantes Phänomen, wie ich finde. Und an solchen Alltagsgeschichten sehen wir überall in der menschlichen Natur bzw. Gesellschaft diverse wiederkehrende Verhaltensmuster. Diese zu verstehen hilft enorm für das eigene Leben, davon bin ich überzeugt.

Was hat der Trainer denn für Möglichkeiten damit umzugehen?

Diese Frage stelle ich mir ernsthaft. Wenn der Trainer vorher schon weiß: „Diese Frau ist gerade mental eine Null, ein Haufen Elend, so wie sie zu Kreuze gekrochen kommt und um Hilfe bettelt.“ Da sie in ihrem Leben generell und wohl auch besonders sexuell unausgelastet bzw. frustriert ist. Von einem Trainer also für das ganze weitere Leben eine Start-Motivation erhalten möchte. Viele Tage, gar Monate oder Jahre des harten Schweißes würden dafür gemeinsam fließen müssen. Harte Arbeit. Und er ist und bleibt dabei stets ihr persönlicher Motivator. Ist da, wenn es ihr schlecht geht. Wenn sie mal keine gewünschten Resulstate erzielt. Dann baut er sie auf. Immer wieder. Allerdings im Wissen, dass die Frau dafür zwar bezahlt, sich am Ende allerdings aus dem Staub machen wird. Ohne jede Menschlichkeit walten zu lassen. Keine Dankbarkeit mehr zu empfinden und dem Menschen mit dem größten Positiv-Impuls ihres Lebens den Rücken zu kehren.

Wie soll er damit nur umgehen?

Ich finde er hat nur zwei Möglichkeiten:

  1. Er steigert sich von Anfang an immer wieder neu rein. Lässt sich wieder komplett auf jede Frau ein, als wäre es seine erste Athletin, die er auf dem Weg zur Meisterschaft formen und begleiten muss. Im Wissen, am Ende wieder das totale Brett der Undankbarkeit von ihr zu bekommen. Das kann ihm aufgrund der Erfahrung ja niemand mehr nehmen. Einmal erkannt, immer erkannt. Hier würde ich sagen, dass so ein Vorgehen einen naiven Ansatz darstellt. Er kann versuchen seine Lebensfreude aus dem gemeinsamen Erfolg zu ziehen. Obwohl er weiß, dass der Erfolgsweg endlich ist und sie ihn fallen lassen wird wie eine heiße Kartoffel. Es wäre ein bisschen der Weg einer Mutter Theresa. Hingabe. Aufopferung. Und eigentlich müsste er konsequenterweise am Ende des Erfolgsweges mit der Frau auch fast darum betteln, dass sie ihm ins Gesicht spuckt. Und lächeln und sich daran erfreuen. Ich übertreibe gerade, schon klar. Aber die Message soll ankommen. Und das tut sie so garantiert.
  2. Oder aber er geht rational damit um. Betrachtet die gemeinsame Beziehung als eine Geschäftsbeziehung. Kalkuliert klar ein, dass der Tag kommen wird, an dem die Frau sich zwischenmenschlich wie das Allerletzte verhalten wird. Nimmt sich mental selbst raus und geht auf innerliche Distanz. Er weiß sogar, dass manche Frau sich sogar nachträglich schlecht über ihn auslassen wird, um sich selbst gegenüber psychisch zu rechtfertigen, dass sie diesen Trainer nicht mehr benötigen würde. Auch das berichtete er in seinem Video. Jedenfalls würde solch eine beschreibene Vorgehensweise eines Trainers klar einem rationalen Credo folgen. Also weniger Mutter Theresa, sondern mehr homo oeconomicus. Sie bezahlt. Er trainiert sie. Fertig. Sie wird irgendwann ghosten (also einfach verschwinden), das weiß er allerdings und zieht für sich seinerseits vorrangig auch nur die Vorteile dieser Zusammenkünfte für sich heraus: Nämlich, dass sie ihm so seinen Lebensunterhalt ermöglicht. Knowhow gegen Kohle. Und das auf Zeit. Fertig. Keine weitere Zwischenmenschlichkeit. Er mag sie zwar täglich nett begrüßen und auch Witze machen und die Zeit mag sich für sie schön anfühlen, allerdings ist es im Wesentlichen von seiner Seite aus „professionell gespielt.“

Fairer Deal oder?

Genau so erging es mir eben auch. Nur dass ich die Vorstufe zu Typ 1 war, jedenfalls in Bezug auf meine Beziehung. Für mich stand gar nicht zur Debetta, dass die Frau eines Tages einfach das Spielfeld verlassen würde. Wenn es regnet. Und ich da zurück bleibe. Ich glaubte an das Gute im Menschen und daran, dass die Frau es ernst meint. Meinte sie auch. Aber eben nur Lebensabschnittsgefährten-mäßig. Bis… ja bis… der Punkt erreicht war, an dem sie alles für sich mitgenommen hatte, was sie an Nützlichem von mir mitnehmen konnte. Wir sprechen hier wohlgemerkt ausschließlich von mentalen Aspekten.

Die Frage ist doch wirklich, wie dieser Trainer nun in diesem Wissen – und er ist nicht nur ein guter Athlet, sondern auch ziemlich clever und gebildet! – weiter in seinem Leben damit umgehen mag.

Ich bin überzeugt davon, dass die Schilderungen dieses Coaches auf 95% aller Frauen im übrigen echten Leben zutreffen. Eben nicht nur im Fitness-Bereich. Denn er sprach explizit vom „Charakter“ einer Frau. Davon, dass die Frau ihr wahres Gesicht stets erst dann zeige, wenn sie einen anderen Menschen (vergleichbar einer Partnerschaft) nicht mehr benötige. Die Rede ist also nicht von einem einzelnen Verhalten, sondern tatsächlich vom Charakter dieses Menschen. Das ist keine einmalige Sache. Das ist etwas Langfristiges.

Ich habe pauschal gerade auch keine Antwort darauf. Ich weiß nur, dass ich in Zukunft deutlich weniger Typ 1 sein werde. Bestimmt werde ich auch nicht plötzlich zu Typ 2. Allerdings ist eine gesunde Mischung aus beiden Varianten wohl ganz angebracht. Damit geht das Wertvollste im Leben kaputt, nämlich die kindliche Naivität… die Romantik… die Träumerei… die Einfachheit und damit auch die Freiheit. Es ist ein Dilemma.

Typ 2 möchte ich eigentlich gar nicht werden. Versuche ich es weiter als Typ 1? Oder halte ich von Beginn an emotionale Distanz? Nein, das kann es doch auch nicht sein. Oder doch zumindest erstmal? Zumindest…? Hm… zumindest so lange ich nicht zu 100% überzeugt bin, dass es „DIE RICHTIGE“ ist. DIE EINE, die nicht „so“ ist wie die anderen. Die Eine, die loyal ist und kein Blutegel, das nur das beste für sich raus zieht und sich dann einen neuen Wirt sucht. Und genau das dachte ich ja auch in meiner Beziehung von dieser Frau. Und genau da beißt sich die Katze in den Schwanz. Zum Teufel nochmal.

Philosophischer Sonntag – Alles über nichts

Der heutige Philosophische Sonntag wird ein kurzer. Einer zum kurzen knackigen Nachdenken. Wenige Worte statt vieler.

Philosophischer_Sonntag

Heute geht es um Besserwisser und Expertentum

Das ist nicht nur auf den Job zu beziehen. Es geht auch um das Privatleben. Die Tendenz auf unserer Welt geht immer mehr in Richtung Expertentum. Wer ist denn heute noch in der Lage relativ viel selbst zu tun? Kaum tropft mal ein Wasserhahn, benötigen wir einen Handwerker. Geht mal der PC nicht, dann muss irgendwer aus der Familie oder dem Freundeskreis einspringen. Bei Versicherungen haben wir schon drei mal keine Ahnung welche nun nötig ist und welche nicht. Sofort muss der Vertreter her. Beim Kochen wird nur noch exakt nach Rezept nachgemacht. Eigene Entscheidungen auf fremdem Terrain? Fehlanzeige! Alles Beispiele aus dem Privatleben.

Und im Job sieht es noch schlimmer aus. Da gibt es zig verschiedene Experten für jedes unterschiedliche System. Egal welcher Art. In der Produktion das Gleiche. Am Fließband macht jeder Arbeiter fast nur noch einen Handgriff, dafür den ganzen Tag immer den gleichen. Wie ein Roboter. Aber seinen Nachbarn am Posten daneben kann er nicht ersetzen. Selbst in den einfachsten Tätigkeiten sind wir Experten geworden. Experte für dies, Experte für das.

Ist das wirklich gut?

Es gibt einen weisen Mann, den ich sehr verfolge. Besser gesagt seine Reden und Texte. Und er sagt so schön:

„Die Menschen wissen immer mehr von immer weniger. Bis sie irgendwann alles über nichts wissen. Dann überschlägt es sich.“

Quid pro quo – Viel Kohle gegen einen tollen Körper

So saß ich des Abends auf der Couch und telefonierte mit meinem besten Freund. Nennen wir ihn ab heute einfach Herr van Onnetuschn.

Wer ist nochmal Herr van Onnetuschn?

Da fällt mir gerade auf: Ich gebe seit meinem Artikel Frauen in Pseudonymen jeder Dame, die mehr oder weniger (neu) in mein Leben tritt, einen Namen. Möglicherweise das eine oder andere mal auch posthum, um hier im Blog besser zwischen den verschiedenen Protagonisten und Protagonistinnen unterscheiden zu können. Meist wird es wohl mehr um die Protagonistinnen gehen. Ich bin ja nicht auf der Suche nach Mr. Right, sondern nach meiner Traumfrau. No homo.

Jedenfalls bekommt mein bester Freund nun einen Namen. Besser gesagt, er bekommt ein Pseudonym. Denn einen Namen hat er ja schon. Sonst könnte ihn ja keiner ansprechen. Es gibt inzwischen zwar einen Haufen Gesetzlose in Deutschland , aber Namenlose wahrscheinlich keine.
Außer derjenige wurde als Baby im Wald ausgesetzt und von Wölfen großgezogen. Dann ist es ein klassisches Wolfskind. Soll auch schon vorgekommen sein, der Sage nach. Wobei dann interessant wäre, ob die Wolfsmama dem Kind einen Namen gibt, in Lautform, so etwas wie „aaaaahuuuuuu“. Treiben wir es auf die Spitze: Vergeben Wölfe auch zweite Namen? Sowas wie „Eugen Thorsten“ oder „Franz Xaver“ oder „Ben Luca“ (soll übrigens der beliebteste Doppelname des Jahres 2013 sein).

So, und hiermit taufe ich Dich, mein Freund. Ab heute bist Du hier im Blog Herr van Onnetuschn. Wie ich auf diesen ganz besonderen, einzigartigen, Namen für ihn komme, kann man hier nachlesen: Und dann war da noch Valentin und ein ganz besonderer Geburtstag…
Ich muss diesen wichtigen Schritt gehen, damit Du meinen Lesern ein Begriff wirst. Immer von „einem Freund“ zu sprechen ist nicht persönlich genug. Aber als Herr van Onnetuschn habe ich Dich personifiziert. Herzlich willkommen in meinem Blog. Ich werde dafür sorgen, dass Du in allen folgenden Geschichten stets eine gute Figur abgibst. Ähh, okay, das geht jetzt zu weit. Ich kann nichts versprechen, das ich nicht auch einhalten kann. Sagen wir es so: Ich werde dafür sorgen, dass Du zumindest immer eine lustige Figur abgibst. Muss Dir reichen. 😉

Quid pro quo – oder die Frage nach einer heißen Kolumbianerin

Im Gespräch ging es ausnahmsweise mal wieder um mein Daygame. Und um einen Bericht, den ich letztens las. Geschrieben von einem fortgeschrittenen recht erfolgreichen Pickupper. Dem Bericht nach sei er in Kolumbien gewesen und könne eine solche Reise zu Pickup-Zwecken nur jedem europäischen bzw. deutschen Mann empfehlen. Denn dort sei das Verhalten der Frauen exakt umgekehrt zum Verhalten der Frauen in Deutschland gegenüber deutschen Männern.
Der Pickupper beschrieb, dass kolumbianische Frauen deutsche Männer ansprechen und auch verhältnismäßig exorbitant schnell mit ihnen in die Kiste wollen. Die Aussage des Pickuppers war im Kern: „Ich empfehle so eine Reise JEDEM deutschen Mann, einfach um mal zu sehen und nachempfinden zu können, wie sich eine Frau in Deutschland fühlen müsse.“ Wie es also hierzulande für eine Frau läuft, wenn sie ihren Fuß vor die Tür setzt. Ständig angeglotzt und oft auch angesprochen zu werden. Wenn eine Frau zum Freiwild wird. Es würde den eigenen Horizont erweitern, diese Erfahrung zu machen, so dem Bericht nach.

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Das glaube ich aufs Wort. Definitiv. Es geht auch nicht darum eine Abenteuerreise dorthin zu machen. Das war gar nicht seine Intention, denke ich. Sondern tatsächlich mal einen Rollenwechsel zu vollziehen und sich für kurze Zeit mal als das Geschlecht oben auf dem Podest zu fühlen.
Um zu…? Ja, um zurück hier in Deutschland das eigene Game voran zu bringen und besser zu werden. Auch in dem zuvor mal wieder die oft von mir besagten Grenzen überschritten zu haben und so den eigenen Horizont weiter in Richtung Sonne hoch oben zu verschieben.

Konversation zwischen Hr. van Onnetuschn und mir, über geile Körper und viel Kohle

Ich sagte zu Hr. van Onnetuschn am Telefon: „Das finde ich nachvollziehbar. Die wollen sicher einfach nur die Kohle von den Männern. Ein Europäer hat gemeinhin sicherlich mehr Kohle als ein durchschnittlicher Kolumbianer. Klar, dass die Frauen sich dann einen Deutschen angeln wollen.“

Er, wortkarg: „Ja…“

Und ich holte weiter aus: „…das ist wie bei uns hier. Du siehst eine Frau, deren Optik Du Klasse findest und sprichst sie an. Was ist – um mal ehrlich zu sein – das Ziel des Ganzen. Ganz elementar gesehen und mal frei von Moral! Zumindest mittel- bis langfristig? Klar, sie in die Kiste zu bekommen. Also worauf achtest Du bei einer Frau, wenn Du sie zum ersten Mal siehst?“

Hr. van Onnetuschn: „Auf den Körper, klar.“

Ich: „Genau. Also wir Männer schauen auf das Äußere der Frau. Die Kolumbianerinnen – laut dem Bericht des Pickuppers – auf unsere Kohle.“

Hr. van Onnetuschn haute daraufhin ganz trocken Einen raus: „Quid pro quo!“

Ich, nie lateinisch gelernt, völlig verwirrt: „Quip quo tro…was???“

„Quit pro quo!“

Kurz in den Unterricht für Anti-Lateiner: „Quid pro quo“ heißt übersetzt soviel wie „dies für das“. Dem Sinne nach ist das so zu verstehen, dass jemand für eine Leistung stets eine Gegenleistung erhalten soll.

Ist das jetzt gut oder schlecht?

Also diesen Artikel kurz zusammengefasst kann man sagen:
Männer wollen einen – ich werde mal kurz sehr direkt – geilen Körper. Dieter Bohlen würde sagen: „Hammermäßig Du!“
Frauen wollen die Kohle.
Jedenfalls die im Text genannten Kolumbianerinnen, mindestens die im Text genannten Kolumbianerinnen. 😉

Ob das gut oder schlecht ist, werde ich nicht bewerten. Weil es Nonsens ist. Als Mann weißt Du, worauf Du Dich einlässt, wenn Du „eine solche“ Frau an der Seite hast. Als Frau weißt Du aber auch was Du bekommst, wenn Du „einen solchen“ Mann an der Seite haben möchtest.
Das ist definitiv ein faires Spiel. Herr von Onnetuschn trifft ins Schwarze, wenn er dazu nur sagt „quid pro quo“.

Unlustig wird es nur, wenn der Mann dann von echter Liebe ausgeht. Oder die Frau denkt, dass sie mich über den Tisch ziehen kann. MICH jedenfalls nicht. Andere Männer vielleicht, die bilden sich dann möglicherweise persönlich etwas darauf ein. Wenn sie eine Katalog-Asiatin oder Katalog-Latina kaufen konnten. Wenn sich beide darüber im Klaren sind was da gespielt wird, dann ist das ein faires Spiel. Und damit weder gut noch schlecht. Es ist ein Spiel, dessen Spielregeln beide Parteien kennen. Beide Seiten sind volljährig. Also sollen sie spielen und glücklich dabei sein.

Darf es auch ein bisschen politisch inkorrekt werden? Die Frage hat keine Antwort verdient!

Politisch inkorrekt heißt Zensur.Da ich per se für Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt bin, darf es ein auch ein bisschen von allem sein. Auch politisch. Inkorrekt gibt es nicht. Es gibt kein politisch inkorrekt. Wer maßt sich denn schon an zu sagen was richtig oder falsch ist?
Nur eine Zensurstelle. Die gibt es hier im Blog bestimmt nicht. Und deshalb darf es auch ein bisschen politisch werden. Ob korrekt oder inkorrekt hat niemand zu entscheiden. Nicht für mich jedenfalls. Ich bin meine eigene (Moral-)Instanz. Und korrekt ist immer das, was man selbst als korrekt empfindet.

Sonderbare Paare – Hässlich trifft hübsch

Schlimm wird es erst, wenn eine Seite beginnt zu heucheln und so zu tun als ginge es um echte Liebe. Und das passiert sicher öfter als gedacht. Ich denke mir das oft, wenn ich hier bei uns im Lande unterwegs bin und dann – sorry, aber – eine wenig attraktive Frau (man könnte auch hässlich sagen) und einen ausländischen Mann, mit Migrationshintergrund aus einem weit entfernten Land, Hand in Hand spazieren gehen sehe. Nennen wir ihn politisch -un-korrekt einfach Asylant.

Ganz böses Klischee jetzt, ich weiß. Nein. Kein Klischee! Ich glaube, dass das gerade täglich mehr und mehr passiert. Ist doch völlig normal. Immer mehr zugereiste Menschen wollen auch ankommen. Und bei einigen Männern ist das wie bei den einheimischen: Die sehen gut aus. Auch wenn ich eingangs schon sagte „no homo“, aber wenn ein Typ gut aussieht, dann kann ich das auch mal sagen.

Der anderen Geschlechterrolle begegne ich dann übrigens auch, oft in den Edelschuppen in denen ich zum Bar- und Clubgamen bin. Da steht dann eine Frau an der Bar und räkelt sich. Deren ethnische Herkunft ist definitiv nicht europäisch, das ist optisch einfach nicht von der Hand zu weisen, wenn sie eine dunkle Hautfarbe hat. Spricht eben nur mit geringster Wahrscheinlichkeit für eine Herkunft innerhalb Europas. Jedenfalls häuft sich dieses Bild von Monat zu Monat zunehmend. Auch eine völlig logische Entwicklung.

Ich streite nicht ab, dass es zwischen einigen dieser Paare durchaus auch „echte Liebe“ sein kann. Aber nicht umsonst gibt es seit vielen Jahrzehnten auch den Begriff der sog. Scheinehe. Das Phänomen ist zumindest nicht von der Hand zu weisen. Da aber alle diese Menschen volljährig sind, sind sie für ihr Handeln auch selbst verantwortlich. Wenn es echte Liebe ist, dann gönne ich das jedem von Herzen. Wenn sich jemand aber wie eine Weihnachtsgans ausnehmen lassen möchte, dann gönne ich ihm oder ihr das eben auch. Das Geld verschwindet ja nicht. Es hat am Ende dann einfach nur ein Anderer. 😉

Was für die Einen ein Monatslohn, das für die Anderen nur eine Flasche Schampus

Übrigens: Ich beschreibe nur was ich sehe, nicht dass hier jemand sagt ich würde irgend wen oder irgend etwas verurteilen. Nein, mache ich nicht. Ich beschreibe. Und manchmal fange ich dann auch kurz das Denken an, wenn ich eine hübsche schwarze Frau in übertrieben engem Kleid neben einem gut betuchten Mann sehe. Beide trinken Champagner.
Was ich mir dann oft denke, ist: „Diese Flasche Champagner hier kostet mehr als das Durchschnittseinkommen eines Mannes aus den meisten afrikanischen Ländern.“
Schon krass, eigentlich. Da müssen Menschen einen vollen Monat schwer schuften. Und wir saufen so eine Monatsleistung mit ein paar Schluck Sprudelgetränk einfach weg.

Wenn man in vielen Ländern dieser Erde nicht einmal 100 Euro im Monat verdient und dann in ein Land kommt, in dem Menschen das 20-fache dessen verdienen, monatlich versteht sich, muss das schon ein Kulturschock sein.
Ich stelle mir gerade vor, dass ich in ein fremdes Land auswandere, ohne jegliches Hab und Gut und dort jeder Otto-Normal-Bürger 40.000 bis 50.000 Euro im Monat netto verdient. Irre. Jedenfalls würde mir das surreal vorkommen. Alice im Wunderland.

Und wo ich nun am Ende des Artikels angekommen bin, merke ich, dass er auch für einen allsonntaglichen Beitrag im Philosophischen Sonntag herhalten hätte können…
Es ist nur eine Frage der gewünschten Betrachtung und der Pointe!
In jedem Fall ist es aber „quid pro quo“.

Für diese Woche (KW 07/2017) gibt es nur ein Ziel

Das klingt ja erst einmal ganz schön bombastisch.
„Für diese Woche gibt es nur ein Ziel“.
Klingt so wie bei Highlander: Es kann nur Einen geben!

Aber hier wird heute kein Feuerwerk gezündet. Es wird nur eine kleine Nachricht, vor allem als (Denk-)Zettel an mich selbst. Das Projekt Beziehung verpasst nun auch Denkzettel. Einen Reminder. Einen Erinnerer, auf deutsch. Eine Art Mahnmal für all die vielen sinnlos vergeudeten Stunden der letzten Jahre, die ich noch nachts wach mit allerlei unsinnigem Quatsch verbracht habe.

Daher steht diese Woche ganz im Zeichen des Schlafes.
Der Schlaf ist ein gerissener Zeitgenosse. Er lässt Dir mit zunehmendem Abend die völlige (Handlungs-)Freiheit. Er macht Dich sogar stark, sagt Deinem Biorythmus, dass Du – wenn die Sonne längst unter gegangen ist – nochmal richtig Gas geben kannst. (Anmerkung: Damit ist nicht das Pupsen gemeint.) Du fühlst Dich besser als am Morgen. Du bist fitter und kraftvoller. Du hast Elan, um Dir noch dies oder das anzuschauen. Sogar lesen ist noch locker möglich. Hoch konzentriert Fachlektüre lesen geht wie selbstverständlich von der Hand. Sinnvollen oder sinnlosen Sendungen im Fernsehen folgen allemal. Und so wechselt sich das Naturschauspiel zwischen Sonnenuntergang und Mondaufgang ab. Die beiden geben sich sichtbar die Klinke in die Hand. Und Du sitzt immer noch da. Und machst, und tust.
Manchmal bist Du um die Zeit auch noch gar nicht erst zu Hause. Dann triffst Du Dich draußen mit Freunden. Vielleicht auf ein Bier, vielleicht auch nur auf eine Apfelschorle. Wenn Du eine Frau bist, vielleicht auch auf einen Hugo. Und immer noch steht der Mond am Himmel und erleuchtet inzwischen längst die Straßen in einem weißkalten Licht, das ich sonst nur von den LED-Scheinwerfern meines Autos kenne. In geselliger Runde vergeht die Zeit schneller als Dir selbst lieb ist. Stunden um Stunden.

Und plötzlich siehst Du auf die Uhr, top fit, aber im Bewusstsein, dass Dich morgen Früh die harte grässliche Hand der Kehrseite des Schlafes treffen wird. Sie wird Dich treffen wie ein Hammer den Nagel. Auf den Kopf. Schlimmer noch als die Hand Gottes, Maradona ist sanft dagegen. Schon eher wie die Bud Spencer Faust. Der Dampfhammer. Von oben mitten auf die Birne. Bumm.

Du gehst – zu später Stunde – nach Hause. Oder Du warst zwar zu Hause, dann musst Du eben von der Couch ins Bett rüber wandern. Es wird eine Pilgerreise. Und Du willst eigentlich gar nicht. Zu schön ist der Moment. Egal ob alleine oder zu zweit. Du willst Dich festklammern, an den Film. An das Buch. Oder draußen an Dein letztes… oder doch erst mal nur vorletztes… Glas unter Freunden.

Am nächsten Tag in der Früh wachst Du auf. Du wirst vielmehr aufgewacht.

Und da kommt er. Der Hammer trifft Dich. Du drehst Dich, BRRRRRRRR BRRRRRRRR weckt Dich Dein Wecker. Er macht seinem Namen alle Ehre. Der Wecker weckt Dich nicht nur, er geht Dir auch auf den Wecker. Wer will schon gerne geweckt werden. Der Biorythmus gibt den Takt eigentlich perfekt vor: Genug Schlaf hast Du immer dann, wenn Du von ganz alleine aufwachst.
Auch das haben wir verlernt, auf unseren Körper zu hören. Anstatt auf den Kopf. Wir lassen uns lieber triggern von einem elektronischen Gerät, das unser Bedürfnis des Körpers überlisten und ausschalten soll. Schlaf lässt sich nicht überlisten. Tageweise vielleicht. Wochenweise vielleicht auch. Aber nicht monatsweise.

Der Schlaf – vielmehr der Mangel des selbigen – wird Dich einholen!

Diese Woche steht ganz im Zeichen des Schlafes.
Heute ist Montag, da ist man doch noch gedanklich im Wochenende. Also schleppt und schläft man sich erst mal rein in den Morgen am Arbeitsplatz, schläft in der Arbeit und wird dann rechtzeitig zum Arbeitsende langsam fit und wach. Soweit so gut.
Den Dienstag kann ich sowieso komplett verschlafen. Für mich gilt der Valendienstag nicht. Wie gut, dass ich partnerlos bin. Single zu sein hat Vorteile. Es bleibt mehr kostbare köstliche Zeit für den wertvollen kostbaren köstlichen Schlaf. Generell sollte man den 14.02. natürlich nie verschlafen. Das ist noch schlimmer als den Advent zu verpennen. Zumindest, wenn man sich keinen Ärger mit seinem Partner einhandeln möchte. Ob es cool kommt, wenn man am Valentinstag seinem Partner eine Schlafmütze schenkt? So eine mit Bommel?

2017-02-13

(Anmerkung: Harter Schnitt! Untypisch für eine literarische Abhandlung dieser Art an dieser Stelle.)
Ich habe nie eine spanische Frau näher kennen gelernt. NOCH nicht! 🙂
Aber ich habe mir mal diese kleine witzige mahnende Weisheit erzählen lassen:

Du wirst von Deiner Partnerin zum Essen nach Hause gerufen. Und Du hast… ja richtig! Du hast verschlafen!
Hier gibt es völlig unterschiedliche Charaktertypen. Picken wir uns zwei der Stereotypen heraus.

  1. Eine italienische Frau macht Dir richtig Terz, giftet Dich an und liefert Dir eine Szene vom anderen Stern.
  2. Aber eine spanische Frau! Eine spanische Frau!!! Die wirft Dir gleich mal direkt Deine Sachen zum Fenster raus!

Daher lautet mein Plädoyer für diese Woche: Mindestens 8 Stunden gesunden Schlaf pro Nacht!

Philosophischer Sonntag – Was eine gut gemeinte von einer echten Freundschaft unterscheidet

Es wird mit diesem Artikel ein sehr dünnes Eis, das ich betrete. So dünn, dass die meisten Menschen diesen Beitrag zwar komplett lesen, aber hierbei vermutlich mit ihrer Meinung aussteigen werden. Nicht beim Lesen des Artikels, denn dazu ist er viel zu interessant. Interessant anders. Aber die meisten Menschen werden im Anschluss aussteigen, und wenn nicht, dann spätetsens bei der Umsetzung.
Da ich aber nicht auf der Jagd nach möglichst viel Zustimmung bin, ist dieser Philosophische Sonntag für mich ein besonderer, und zwar in der Art, dass er nicht vergnügungssteuerpflichtig ist.

Es geht um die Frage, was eine gut gemeinte von einer echten Freundschaft unterscheidet. Klingt zunächst merkwürdig. Gut gemeinte Freundschaft? Echte Freundschaft? Was soll das?

Mir fällt immer wieder auf, dass Freunde untereinander Freundschaft still und heimlich folgendermaßen definieren: „Wenn Du in einer Sache nicht so denkst wie ich, dann sage ich Dir wie ich denke. Und ich will, dass Du in Zukunft auch so denkst wie ich. Denkst Du dann immer noch nicht so wie ich es will, dann bist Du nicht mehr mein Freund.“

Das gilt natürlich in einer Sache und Situation in aller Regel nicht für immer. Aber für wenige Minuten, beispielsweise für das Telefonat oder das eine Treffen, das soeben stattfindet. Es wird dann frostig im Miteinander. Es wird bisweilen auch leicht bissig. „Ja, musst Du selbst wissen wie Du weiter machen willst!“, kommt es dann mal um die Ecke gegiftet.
Kennt sicher jeder von uns.

Was steckt dahinter?

Es ist der Anspruch der einen Person zu glauben, dass seine eigene Meinung „besser“ sei als die des Freundes. Gut gemeint, eben. „Gut“ impliziert aber, dass die andere Meinung schlecht sei. Ist sie das wirklich…?
Sie ist anders. Punkt. Das wars. Nicht mehr als das. Sie ist anders.

Und in einer „gut gemeinten Freundschaft“ meine ich immer, dass das gut ist, was ICH FÜR GUT BEFINDE. Es wird ein allgemeingültiger Glaubenssatz, nennen wir es ein Dogma. In Wahrheit geht es in so einer Konstellation also gar nicht darum was der Freund wirklich will, gerade benötigt oder sich nur wünscht. Sondern es geht MIR in diesen Situationen darum, dem Freund das drauf zu drücken was ICH für richtig halte. Mit welcher Berechtigung? Wie kann ICH für IHN entscheiden was gut und richtig ist? Und noch weiter stellt sich die Frage: „Warum reagiere ich darauf mit Freundschaftsentzug?“

In einer Partnerschaft gibt es das übrigens mehr als genauso. Da äußert sich das dann letztlich in Liebesentzug, so gibts eben keine Streicheleinheiten, kein Kuscheln und keinen Sex mehr.

Und immer steckt das gleiche Muster dahinter. Dass man unzufrieden ist mit der Meinung des Anderen. Und es folgt Bestrafung dafür. Man kommt jedoch tatsächlich viel weniger mit der Meinung des Freundes nicht klar, als viel mehr mit sich selbst nicht.

Das mag ich näher erläutern: Wenn der Freund oder der Partner anders denkt als ich, dann ist das nicht schlechter oder besser. Komme ich mit der Meinung des anderen nicht klar, dann ist das MEIN Problem. Nicht seines. Denn er hat seine Meinung ja. Und die ist offenbar anders als meine. Und damit kommt wer von uns beiden nicht klar? Nochmal, richtig, ich! Also habe ICH ein Problem damit. Nicht er. Er bittet lediglich um Hilfe und Unterstützung.

Ich bin da längst anders. Komplett anders. Dank diesem langen Weg, den ich in den letzten Jahren eingeschlagen habe. Den kann ich als Weg zur eigenen Unabhängigkeit und Zufriedenheit nur gut heißen.

Wenn ein Freund eine andere Meinung hat als ich, dann nehme ich das wahr. Ich nehme es einfach nur wahr, indem ich es bemerke. Punkt. Und dann überlege und mitfühle und nachfrage, warum er so denkt. Um IHN zu VERSTEHEN.
Und wenn es anschließend darum geht, was für ihn gut oder schlecht ist, dann frage ich mich nicht in erster Linie was ICH für GUT oder SCHLECHT halte, sondern was ER für gut oder schlecht hält. Um zu…?

Und jetzt kommt der große Unterschied zwischen einigen wenigen und den meisten Freundschaften. Es ist hart das zu hören, ja ich weiß. Aber so funktioniert die Realität nun mal. Hart und ungerecht. Aber lieber echt, als gut gemeint. 😉

Der Unterschied ist nun, nachdem ich verstanden habe wie mein Freund (oder auch mein Partner) denkt, dass ich alles daran setze ihn in seinem Glauben zu bestärken und zu unterstützen. Er benötigt ganz offenbar Unterstützung. Und nicht in erster Linie immer einen klugen Ratschlag und Trick siebzehn. Keine Klugscheißereien. Das Hineinfühlen in die Situation des Anderen ist schon an sich so komplex, dass mir ein Urteil aus der Ferne gar nicht zusteht. Nicht weil es mir per se nicht zustehen würde, sondern weil ich die Situation AUS SEINER SICHT gar nicht EINFACH MAL SO nachempfinden kann.
Unterstützen kann ich nur etwas, das schon als Idee bei ihm vorhanden ist. Anderenfalls müsste ich etwas neu erschaffen. Das ist aber nicht gefragt in diesem Moment. Es geht darum für ihn da zu sein und seine Wünsche und sein Bedürfnis zu verstehen, mitzufühlen, sich einzufühlen und ihm dabei die Hand zu halten und ihm den Rücken zu stärken, bei allem was er als nächstes tut.

Das hat mit Kopf durch die Wand übrigens nichts zu tun. Denn wenn er seine Meinung ändert, von sich aus, weil er eine andere Einsicht erlangt (vielleicht auch auf einen von ihm erbetenen Ratschlag hin), dann werde ich wiederum seine Hand halten und ihm seinen Rücken stärken, wieder hinter ihm stehen. So lange, bis er die belastende Situation für sich vollständig auflösen konnte.

Es klingt bis hier hin abstrakt. Darum will ich ein Beispiel bringen.
Die meisten Menschen erfahren mindestens einen, meistens mehrmals im Leben, einen Trennungsschmerz nach dem Ende einer Partnerschaft. Und dann entsteht, zumindest wenn man derjenige ist, der das Ende nicht wollte – meistens aber für beide – eine Situation der Sehnsucht und der Leere. Und wenn man dann mit Freunden und der Familie spricht, hört man ganz ganz häufig den Spruch: „Andere Mütter haben auch schöne Töchter/Söhne!“

Was für ein Quatsch in dieser Situation! Das ist genau das Gegenteil dessen, was derjenige wirklich in diesem Moment benötigt. Er benötigt keine Ablenkung und keinen Ausweg in dieser Phase. Das kann erst später folgen. In diesem Moment ist nur pures Verständnis gefragt. Nicht mehr. Pures Verständnis und Mitgefühl in der Trauer.
Und wenn sich die Person einbildet, dass es noch nicht das wirkliche Ende der Beziehung ist, dann sollte man die Person bestärken und ihr Mut machen, um alles zu versuchen, um den eigenen Gedanken und Gefühlen nach zu gehen.
Auch wenn es relativ aussichtslos erscheint, dass man den alten Partner wieder zurück bekommt. Auch wenn MIR in diesem Moment klar ist, dass das vermutlich (!) nichts bringen wird.

Warum?

Weil es eines Tages – und das kann sehr lange dauern – so weit sein wird, dass die Person VON SICH AUS sagt, dass es nun genug ist. Genug gekämpft, genug gelitten, genug versucht.

Und meine Aufgabe als Freund ist es dann wiederum nur da zu sein, die Hand zu halten und hinter ihm zu stehen. Nicht mehr. Sicher nicht mehr. Aber eben auch nicht weniger.

Wann immer Du im nächsten Gespräch mit einem Freund oder mit dem Partner, sei es ein Telefonat oder persönlich, so eine Situation aufkommen bemerkst… derart, dass Dein Gegenüber eine Meinung zu einem Thema äußert und um Hilfe bittet, sei einfach nur für ihn da. Missachte nicht sein Denken, nicht sein (bisheriges!) Handeln. Nicht seine Absicht zum zukünftigen Handeln. Sei einfach da, halte seine Hand.

2017-02-12

Und um es mit einem sehr lebendigen Beispiel abzuschließen. Vielleicht hattest Du mal oder hast einen Hund oder kennst das Miteinander zwischen einem Hund und seinem Besitzer sehr gut. Wie reagiert der Hund auf alle Launen, positive und negative, des Menschen an seiner Seite?
Der Hund ist einfach für den Menschen da! Es ist für den Hund nicht wichtig, wie der Mensch denkt, was er denkt und warum. Der Hund hat kein Ego. Der Hund hat keine Meinung dazu. Und erst recht will er dem Menschen an der Seite seine Meinung in diesen Momenten nicht aufdrücken. Er legt sich still neben ihn, wenn er merkt, dass etwas gerade bei seinem menschlichen Freund nicht stimmt. Und ist einfach für ihn da…

Das ist für mich echte Freundschaft.