Von außen nach innen

Nun nach 3 Tagen mal wieder ein Lebenszeichen von mir.

Freitag ging es mal wieder raus, Bar- und Clubgame. Eher Barhopping und Clubgame. Mehr hin und her und Wechsel der Locations. Zählbares kam nicht heraus… ja außer… Motto des Abends war: „Interaktionen üben.“

Wir waren zu zweit draußen, mein Wingman und ich eröffneten abwechselnd Sets. Ich nahm bewusst jede ansprechbare Frau als Gelegenheit zum Üben an. Die fehlenden Interaktionen in den vielen letzten Monaten fehlen mir, ich bin noch weit weg davon wieder ganz der „Alte“ zu sein. Deswegen sprach ich in den Bars alles an, was sich gerade als Gelegenheit bot. Selbst Frauen, die ein paar Jahre älter waren als ich oder die mir auch gar nicht wirklich gefielen. Oder beides. Die Gespräche hielten einige Minuten.

2 Mal geriet ich an relativ selbstbewusste Frauen, das ist ideal zur Übung. In einem Gespräch ballerte mir die Frau 2 oder 3 Statements vor den Latz, provokante Dinge. Ich nahm diese auf und konterte sie – ich würde sagen – charmant. Sofort erhielt ich die Resonanz: „Also die meisten Männer sind dann gleich weg, wenn ich so etwas bringe.“ Meine Antwort: „Die meisten Männer machen aber auch so ein Hokus-Pokus-Ding aus einem Gespräch mit einer Frau.“

Ab da hatte sie verstanden, dass ich kein Weichei bin. Die nächsten Minuten hatten wir Spaß und tauschten uns Smalltalk-mäßig aus. Alles nichts besonderes… aber irgendwie für mich schon. Für mich waren die Gespräche an dem Abend deswegen gewinnbringend, weil meine Ziele waren:

– Möglichst Lange in den Sets zu bleiben
– Langsam sprechen, mit Pausen
– Mit tiefer Stimme zu sprechen
– Nur selten Aussagen der Frau zuzustimmen, dafür mehr das Gespräch zu beobachten. Männer neigen dazu, jeder Aussage einer Frau sofort ein: „Ja, stimmt!“ und „Ja, sehe ich auch so!“ anzufügen. NEIN! Nix da, nicht an dem Abend! Möglichst auch in Zukunft nicht mehr so oft. Das sind Verhaltensweisen von „nicht trainierten“ Männern und das zeigt Bedürftigkeit.

Ich ertappte mich zuletzt immer wieder bei solchen Verhaltensweisen. Fürchterlich. 🙂 Die meisten Männer freuen sich ja wie die Schnitzel-Kinder, wenn sie mal ein Gespräch mit einer Frau führen… dürfen (!). In hatte alleine in der einen Bar 3 Gespräche selbst initiiert. Wozu dann bedürftig sein?! Das sind die psychologischen Fragen, die sich ein Pickupper stellen muss. Bzw. sich einer stellen sollte, der wieder erfolgreich werden will.

Reiten und schießen gleichzeitig?

Ein wenig fühle ich mich wie ein in die Jahre gekommener Revolverheld. Das letzte Duell lag Jahre zurück, das Schießeisen ist inzwischen etwas angerostet. Aber er kann es noch, nur fehlt ihm die Übung und er schießt derzeit öfter daneben. Reiten auf einem Gaul verlernt man nicht. Schießen auch nicht. Aber als erster ins Ziel zu reiten und dabei auch noch alles perfekt zu treffen sind wieder eine andere Stufe. Da will ich wieder (!) hin.

Viel mehr gibts zu dem Tag auch nicht zu sagen, es geht derzeit für mich stark um meine „innere Einstellung“. Die alt hergebrachten und bekannten offenen Fragen des Lebens. Klingt hochtrabend, ist es aber nicht. Es geht für mich noch immer um die selben Fragen, um die es immer ging… wenn wir uns bewusst machen, wozu wir hier sind auf dieser Welt:

– Wer bin ich? Was macht mich aus? Wer ist dieses Ich, das gerade über sich selbst nachdenkt? Wo will ich hin? Wozu bin ich da? Warum tue ich gerade dies oder das? Was bringt mir das gerade auf lange Sicht?

Am Samstag passierte etwas Erstaunliches. Es war der erste Tag, an dem ich alleine einfach so draußen herumgelaufen bin in einem großen Shopping-Center. Geschlendert. In viele verschiedene Läden gelaufen. Menschen beobachtet. Wirken lassen. In mich selbst hineingehorcht. Halt bei einem Asiaten gemacht und mir bewusst ein paar Minuten Zeit genommen um Sushi zu essen, Maki mit Avocado. Einfach so. Ich weiß, nichts besonderes an sich. Für mich derzeit schon. Es bewegt sich gerade einiges in mir und versucht neue Wege zu erfühlen und Perspektiven zu ergründen.

Vom Ergründen der Bewusstheit

Sushi ist nicht der Punkt. Sondern die Bewusstheit. Bewusst das Sushi auszuwählen, bewusst jedes Stückchen mit den Stäbchen an den Mund heranzuführen, in Ruhe zu kauen und zu essen und zu guter letzt bewusst an die Kasse zu gehen und bewusst zu bezahlen. Jedes Geldstück aus dem Geldbeutel zu holen und der Kassiererin in die Hand zu geben.

Diese Bewusstheit hatte ich früher und hatte sie in den letzten Monaten immer mehr verloren. Und nun war es Samstag so weit, dass ich zum ersten Mal seit dem Beziehungsende wieder so etwas wie Freude entwickelt habe im Alleinsein. Dieses Gefühl hielt phasenweise nur wenige Minuten an. Natürlich kommen dann wieder Trauer aufgrund der vergangenen Situation in mir auf, gepaart mit Unsicherheiten und Ängsten betreffend dem weiteren Lebensweg. Es ist für mich ein harter Cut, sachlich gesehen. Eigene Wohnung weg. Täglicher Ablauf weg. Alleine sein. Punkt. Aber hey, immerhin gelang es mir phasenweise! Ein kleiner (großer!) Fortschritt im Vergleich zu von vor 1 oder 2 Wochen.

Ich verlagere derzeit meine Wahrnehmung zunehmend von außen nach innen. Das ist der entscheidende Aspekt auf dem Weg. Natürlich spreche ich noch Frauen an. Aber ich merke, dass ich es – die letzten Tage – aus einem anderen Fokus heraus tue. Es geht mir wieder mehr um die Interaktion und das Üben. Weniger darum DIE Frau kennen zu lernen. Ich merke – auch dank wichtiger und guter Anregungen einzelner Menschen – dass ich noch gar nicht bereit bin für eine neue Beziehung. Innerlich sträubt es mich gerade beim Gedanken daran. Zu tief sitzt die jüngste Enttäuschung. Und gleichzeit spüre ich das Begehren erst einmal wieder zu mir zurück zu finden, anstatt zu versuchen mein gebrochenes Herz einer anderen Frau zu schenken. Das wäre einfach keine gute Voraussetzung für einen neuen Start. Niemandem gegenüber.

Das Ding mit der Kamera über der Schulter

Aber ich weiß, dass ich ein totaler Kämpfer bin. Und mental zum Glück reif genug, um immer wieder einen nötigen Perspektivenwechsel durchführen zu können. Immer wieder in die Beobachterrolle zu gehen. Mit der Kamera über meine Schultern zu schweben und mich zu beobachten wie ich hier gerade diese Zeilen in den Laptop tippe. Oder in einer Bar stehe und mich beim Reden mit einer Frau selbst beobachte. Es hat eine andere Qualität im Sein, zu wissen, dass mein Körper nicht ich ist. Und ich nicht meim Körper bin. Ich bin nicht mal meine Gedanken. Ich bin die Seele, manche sagen auch Energie, die meine Gedanken beobachten kann. Damit kann ich nicht mein Gehirn sein. Und erstrecht nicht mein Körper.

Das zu wissen macht mich derzeit etwas unabhängiger von meiner Vergangenheit. Auf der einen Seite. Auf der anderen Seite tut es noch immer weh, dass ich meine vermeintliche Seelenverwandte verlieren habe müssen. Es war unnötig, einfach unnötig. Andererseits war sie eben nur vermeintlich meine Seelenverwandte. Nicht in der Realität. Sie gab sich anders als sie war. In meinem Kopf habe ich aufgrund der langen Zeit jedoch nur das „tolle“ Bild und die „tollen Erinnerungen“ an sie. Wie ich schon schrieb, geht es mir dabei in erste Linie nicht darum um sie zu trauern, sondern mit mir selbst hart ins Gericht zu gehen. Und zu hinterfragen, wie ich – diese beobachtende Seele mit der Kamera auf der Schulter – dieses Gefühl überhaupt entwickeln konnte, dass sie meine Seelenverwandte sein könnte. Was habe ICH übersehen? Was habe ICH übersehen wollen? Oder konnte ich gar nicht anders als alle negativen Anzeichen (von Anfang an!) zu übersehen? Warum ließ ich mich darauf ein und was ist nötig, um dies nicht zu wiederholen?

Auch muss ich eben eingestehen, dass wir in dem Punkt auf unterschiedlichen Ebenen unterwegs waren. So funktioniert das nicht. Wenn einer links lang läuft und der andere rechts lang. Seele hin oder Seele her. Wenn nur einer in der Lage ist, die Kamera über seine Schultern zu packen und durch die Linse auf sich selbst zu blicken… während der andere irgendwelchen tollen Momenten und Ereignissen hinterherjagt, funktioniert das auf diese Art nicht. Dann sind wir Menschen einfach auf unterschiedlichen Ebenen unterwegs. Und diese nötige Tiefe in einer Beziehung kann sich gar nicht bilden.

Na klar war ich unbewusst in der Beziehung zuletzt, sage ich ja immer wieder. Aber in mir steckt sehr wohl dieses tiefe Bewusstsein, wenn es um etwas geht. Immer wenn es brenzlige Situationen gab, betreffend „wichtiger“ Dinge… die Kinder… Schule der Kinder… Sportverein der Kinder… Arbeitssituation von ihr… ihr Stress… gesundheitliche Probleme von ihr… war ich sofort auf den Punkt da. Absolut bewusst. Kamera an, auf die Schulter damit und uns am Küchentisch beobachtend. Wie wir sprachen. Stets ihre Ängste im Blick und dazu passend nach kurzem Hineinfühlen meine möglichen Lösungswege bereits in der Hinterhand.

Wie das wohl Cristiano Ronaldo macht?

Ich denke mir das so: Wenn Cristiano Ronaldo das Haus verlässt, dann hat er auch nicht immer einen Ball am Fuß und dribbelt damit zum Auto, in einen Supermarkt oder zu den Nachbarn rüber. Und auch wenn er mit seiner Frau intim wird, dribbelt er nicht mit dem Fußball aus der Dusche ins Schlafzimmer zu seiner Frau. Wo sie im Nachtkleid auf ihn wartet. Er macht nicht erst noch 3 Kopfbälle und spielt ihr dann den Ball zu, um sie dann zu küssen. Nein.

Er ist durch und durch Fußballer, aber eben im Training und auf dem Fußballplatz. Er mag eine gewaltige Kraft haben, einen gewaltigen Kopfball und einen unglaublichen Torinstinkt. Aber doch nicht IMMER?! Beim Mittagessen steht er doch nicht nach jedem Happen von seiner Gabel auf und spielt kurz einen Pass gegen die Wohnzimmerwand. Auch wenn es lustig sein mag, sich das gerade bildlich vorzustellen. Nein. Er haut den Ball in den Winkel, dann wenn es darauf ankommt. Und zwar NUR DANN! Wenn er merkt: „Meine Mannschaft braucht mich jetzt! Es steht verdamm nochmal 0 zu 0 und ich kann und werde dieses Ding für die Jungs, den Trainer und die Fans heute entscheiden!“

Dann ist er auf den Punkt da. Die Flanke kommt… und er haut das Ding Vollspann in den Winkel. In DIESEM Moment war er vollkommen bewusst. Für ihn muss der Ball aus der Flanke gefühlt in Zeitlupe auf ihn zugekommen sein. Genug Zeit, um sich 100% bewusst zu werden, was nun für ihn nötig ist. Ende.

Und so war ich auch, wann immer es wirklich nötig wurde, war ich zu 100% da. Für alle. Für sie. Für die zwei Kinder… ja… aber irgendwie nicht für mich. Und dieses zusätzliche bisschen Bewusstheit im Alltag fehlte mir. Und daran arbeite ich derzeit. Ich spüre wieder (! wie damals vor Fr. Schlange !), dass es nicht nötig sein kann und sein darf eine Frau an der Seite zu haben, NUR um glücklich zu sein. Eine Frau sollte die Ergänzung im eigenen Leben sein, niemals der Hauptaspekt. So auch die Aussagen der vielen Trainer und Persönlichkeitsentwickler. Denn ich sehe ja, was passiert, wenn die eigene Frau oder Freundin oder Lebensgefährtin oder Lebensabschnittsgefährtin (ganz modern! zum kotzen!) plötzlich die Reißleine zieht und Du nicht mehr mehr wert für sie bist, als ihr Gefühl des Triumphs durch das Aufstellen einer weiteren Trophäe in ihrem Schrank. Du bist dann eines dieser Panini-Bilder für sie geworden. In ihrem Stickeralbum. Wieder eine Kerbe mehr. Dann stehst Du gottverlassen (oder für die unreligiösen: universumsverlassen 😉 ) alleine da. Ist das wirklich nötig?

Aber ich weiß… es gibt da draußen Seelenwesen, Energiewesen. Die Themen, die mir wichtig sind… sind auch anderen (ganz wenigen zwar nur!) Menschen wichtig. Statistisch müssten davon doch 50% Frauen sein. Da es eher „weiche“ Themen sind, sollten es sogar mehr sein. Und auf dieser Ebene ist echter Austausch möglich. Eine echte Beziehung. Nur bin ich gerade noch nicht so weit, ich bin noch nicht wieder bei mir angekommen. Ich gönne mir jetzt erst einmal die Zeit zurück zu mir zu finden. Danke an Freunde, Familie und Bekannte für Eure Hinweise. Es hat einige Tage gedauert, bis ich realisiert habe, dass ich direkt nach dem Beziehungsaus auf dem Holzweg war.

Und wie es wohl weitergeht?

In mir arbeitet viel, wie ich sagte. Derzeit mache ich mir nicht nur viele Gedanken wie ich mit dem Thema Pickuppen weiter umgehen möchte… sondern auch wie ich eigentlich mein Leben strukturieren will. Es ist jetzt die Möglichkeit da, einige Dinge so umzugestalten, dass sie sich für mich gut anfühlen. Sobald es konkreter wird, tue ich das hier kund. Ein paar verrückte Ideen sind auch dabei.

Gestern holte ich mit Freunden meine restlichen Sachen aus ihrer Wohnung. Da ist auch viel auszumisten. Ballast der Vergangenheit loszuwerden. Alles Dinge, die im Alltag zu kurz kommen. Ich will wieder frei sein. Mental frei. Und dann ist da wieder Platz, um die Freiheit zu teilen. Freiheit ist möglich. Freiheit mit Vertrauen. Nicht nur Freiheit oder Vertrauen. Ich möchte nie mehr wieder das Eine gegen das Andere abwägen oder gar eintauschen müssen. Freiheit und Vertrauen gehören zusammen. Weil ich es mir wert bin. Nicht alle Menschen sind gleich, nicht alle Frauen sind gleich. Es gibt ganz ganz sicher auch Frauen mit Anstand und Moral.

Und bis dahin sehe ich jetzt erstmal zu, dass ich aus mir statt einem abgehalfterten Revolverhelden wieder einen ganz echten mache, der sich auch als Revolverheld fühlt. Revolverhelden sind gemeinhin viel und gerne alleine. Aber am Ende schnappen sie sich dann doch die Frau ihrer Träume. Damit dürfte der Weg für mich klar sein…

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PS: Da ich heute frei habe, mache ich mich auf den Weg in die Stadt. Mal sehen, vielleicht einen Kaffee trinken und ansonsten einfach in einen Bücherladen setzen und lesen. Ich denke da an Osho…

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Wild tanzende Frauen haben manchmal einen an der Klatsche

Es war Wochenende, und ich war mal wieder beim Clubgamen. Ja, ich weiß… Asche auf mein Haupt… ich war Clubgamen, obwohl ich doch wissen müsste, dass da nur… diese eine „besondere“ Sorte von Frauen anzutreffen ist.

Ich weiß, ich weiß. Wie mir auch mal mein damaliger Physio sagte: „Sie gehen doch auch nicht in den Penny, um Kavier zu kaufen“.

Gut, stimmt schon. Deswegen werde ich in Zukunft auch öfter auf ganz unterschiedliche Veranstaltungen gehen. Um mehr die „normalen“ Frauen kennenzulernen. Das ist dann zwar fast nur übers Daygamen möglich, aber die Trefferchance auf „die Richtige“ ist dabei sicher höher als beim Clubgamen. Alternativ sollte ich vielleicht öfter ins Bars gehen, anstatt in Clubs. Nur in Bars ist einfach wenig Bewegung. Da kannst Du rein, sprichst eine oder zwei Frauen – möglichst unbemerkt – an, aber dann bist Du eben auch schon „verbrannt“. Von Tisch zu Tisch zu springen, ist nicht möglich. Schwierige Sache. Hm.

Die heißeste oder zumindest auffälligste Frau im Club

Egal. Also am Wochenende war ich mal wieder in einem Club. Und ich ging erstmal eine kleine Runde umher, langsam. Beobachtend. Und dann fiel mir eine echt heiße 7,5 oder 8 auf. Wie sie da mit ihren Freundinnen tanzte. Lasziv. Hm. Drum herum viele Typen. Allerdings stehen die alle nur mit ihren Getränken um die Frauen-Traube und tun…? Nichts! Richtig. So sind sie, die Supertypen. Fast alle gleich. Nach außen hin optisch auf „dicker Macker“ machen, aber in der Realität nur glotzen statt ansprechen und handeln können.

Ich bin anders. Ich sah mich um. Langsame Bewegungen. Möglichst erhaben. Keine hektischen Dinge tun, keine Unruhe ausstrahlen. Die Situation im Club mit der lauten Musik und der Hollywood-Umgebung zwischen all den Gören einfach aufsaugen und wirken lassen. In die Mentalität der Situation eintauchen.

Na gut, dann stellte ich mich in die Nähe von ihr. Vielleicht 2 Meter entfernt. Uns trennte ein Tisch. Nicht zu viel Abstand, auch nicht zu wenig. Unsere Blicke trafen sich zum ersten Mal. Den Augenkontakt nahm ich bewusst an. Und der hielt schon mal erstaunlich lange. Kein kurzer Blick, sondern schon eher dieses typische „Abchecken“. Sie strahlte mich an. Ich grinste zurück. „Guter Start in die Nacht“, dachte ich mir. Ich beobachtete die restliche Szenerie. Drehte mich auch mal um, lief nochmal ein paar Meter in die eine und in die andere Richtung und sah mich nach weiteren Frauen um. Ist ja immer das gleiche Schauspiel: Sehen und gesehen werden. Jedenfalls in der „ehrenwerten Gesellschaft.“ Hier kennt man sich.

Ich kam wieder in ihre Nähe und nahm nochmals Blickkontakt auf. Sie tanzte wie wild. Fast in Extase. Eigentlich irgendwie auch übertrieben. Die auffälligste Person im Laden. Natürlich richten sich dann alle anderen Blicke ebenfalls auf sie. Aber ich spürte da etwas. Also blieb ich in der Situation, lächelte ihr zwischendurch zu und gestikulierte mit ihr. Spätestens an Gegengesten sieht man, ob die Frau interessiert ist. Es entstand eine kleine Körpersprachen-Interaktion. Na gut. Das war das Zeichen zum Starten für mich. Der Startschuss zum Ansprechen.

Plötzlich kam die Bedienung mit der Rechnung an ihren Tisch. Alle zückten ihre Handtaschen und legten zusammen. Ich dachte mir: „Okay, dann lass sie das Finanzielle mal machen, danach aber keine Zeit mit dem Ansprechen verlieren, bevor sie sonst weg ist!“

Und… Action!

Gesagt, getan. Als sie ihre Kohle los war, ging ich an mitten durch die ganzen Typen, zielgerade auf die heiße Frau zu und quatschte sie an. Das hätte ich schließlich nicht zulassen können, dass sie den Laden verlässt, ohne mir wenigstens einen Korb abzuholen.

Sie war ab Sekunde eins total „on“. Lächelte mich an, strahlte. Ich kam ihr sofort auch körperlich sehr nahe. Direkt in die sogenannte intime Zone, also Abstand unter 30 cm. Alpha-Verhalten. Stärke zeigen.

Ich sagte ihr, dass ich sie heiß finde, weil sie im Gegensatz zu den meisten anderen Frauen hier im Laden so eine Freude und Spaß ausstrahle. Kurzer Smalltalk. Ich stellte mich vor, hielt ihre Hand etwas länger als üblich und küsste sie direkt auf die linke und rechte Wange. Etwas, das eher selten passiert. Direkt zum Start zwei Küsschen, weil man sich vorstellt? Das ist wirklich selten. Andererseits hatten mich unsere Blickkontakte und nonverbalen Gesten vorher eindeutig gepushed. Sie war in guter Laune, natürlich auch alkoholisiert. Nachdem ich geklärt hatte, dass sie noch nicht geht, sondern weiter tanzen wollte, hatte ich keine Eile mehr. Sie sagte zu mir: „Wir gehen gleich zum Tanzen in den anderen Bereich, kommst Du mit?“

Bingo. Mega Ding! Was willst Du mehr?! Ich sagte ihr zu, in ein paar Minuten nachzukommen. Sie könne ruhig schon vorgehen. „Nur nicht bedürftig sein“, lautet die Devise.

Seht her, seht her! Wer ist die Schönste im ganzen Land?

Als ich kurze Zeit später in den anderen Bereich wechselte, befand sie sich bereits wieder mit einer ihrer Freundinnen tanzend auf einem leicht erhöhten Podest. Ich dachte mir nur: „Na gut, so eine bist Du also. Tanzen auf dem Boden reicht Dir nicht. Es muss Dich also wirklich jeder hier erhöht sehen und wahrnehmen können!?“

Ich bin von der Seite auf sie zugegangen, hab sie an der Schulter gestreichelt und kurz auf ihre Reaktion gewartet. Sie streckte mir die Hand aus, um mir zu signalisieren, dass ich ebenfalls aufs den Vorsprung steigen sollte. Die Hand nahm ich und stieg hoch. Ich kam ihr nahe, fasste ihr an die Hüften und tanzte relativ eng mit ihr. Das ging vielleicht nur 1 oder 2 Minuten so. Ihre Freundin befand sich neben uns und tanzte ebenfalls.

2019-04-09

„Endlich“ wieder mal ein kleines „Highlight“ beim Clubgamen. Eine Interaktion mit einer doch ganz heißen Frau. Ich spürte aber auch, dass mir das Ergebnis gar nicht so wichtig war. Ich freute mich schlicht über die Interaktion. Irgendwie auch klar, nach den vielen Körben aus dem letzten Daygame. Clubgame war ja noch nie meine ganz ganz große Stärke. Auch wenn ich Fr. Schlange dabei kennen gelernt hatte. Und auch die eine oder andere Dame. Aber meine Stärke ist es eben trotzdem nicht. Ich habe mir damals über die Zeit aber auch da ein ganz passables Game antrainiert.

Und dann? Ja. Haha! Es ist immer irgendwas…

Wir tanzten also Hüfte an Hüfte. Dann nahm ich ihre beiden Hände, um einen anderen Tanzmove zu bringen. Und kurz darauf drehte sie sich zu ihrer Freundin – mit dem Rücken zu mir – und tanzte lasziv mit dieser weiter. Ließ mich kurzerhand links liegen. Hab ich so auch noch nicht erlebt, allerdings habe ich auch noch nicht oft mit „fremden“ Frauen getanzt. Nach so viel Anziehung zu Beginn, im Gespräch und auch noch bis gerade… war ich etwas irritiert. Ich tanzte dann noch kurz neben den beiden weiter und stieg wieder vom Podest. War mir echt egal, ich war nur verwundert.

Anschließend ging ich wieder zu meinem Wingman zurück. Es wurde auch Zeit nach Hause zu gehen. Also drehte ich im Club noch eine Runde und vor Verlassen des Clubs ging ich nochmal zurück zur Fr. „Ich genieße kurz Deine Aufmerksamkeit – aber eigentlich bist Du mir egal“. Ich stieg wieder hoch auf den Vorsprung und sagte zu ihr: „Hey, ich muss leider los. Aber komm jetzt kurz mal mit raus, dann können wir noch 2 Minuten quatschen, bevor ich weg bin.“

Sie antwortete mir: „Nein nein, ich bleib hier.“ Damit hatte ich gerechnet, ohne es allerdings im Gesamtkontext nachvollziehen zu können. Also sagte ich: „Okay, dann machs gut. Bis irgendwann mal.“ Sie lächelte und sagte zuerst „schön Dich kennen gelernt zu haben“, gefolgt von einem verschmitzten „… hey… und behalte mich in guter Erinnerung! Wir sehen uns bestimmt mal wieder hier!“ Wir gaben uns zum Abschied wieder zwei Küsschen auf die Wange. Ende.

Hä?! Hast Du noch alle Latten am Zaun? Ich soll Dich in „guter Erinnerung“ behalten?! Hahaha. Du musst ja echt meinen, dass Dir jeder hinterher hechelt. Was für ein verkorkstes Selbstbild. Wieso in guter Erinnerung behalten? Aufgrund von was? Wegen zwei Bussis und ein paar gemeinsamen Hüftschwüngen?! Woran soll ich mich denn erinnern? Hä?! 🙂

Du Freak und Effekt-Hascherin! Eine klassische sog. Attention-Bi***!

Und die Moral von der Geschicht‘:
Gute Frauen gibt es in solchen Edel-Clubs eben (fast?!) nicht! 😉

PS: Alles gut! Es geht immer ums Machen. Ich habe gemacht! Auch wenn nicht viel Zählbares heraus kam. Aber hey, ich habe die auffälligste Frau im Club angesprochen. Das wurde sicher wahrgenommen, nicht nur von ihr… Sozialer Status und so… Ich habe mit der auffälligsten Frau im Club zumindest kurz Spaß gehabt und getanzt. Ja, war nicht lange und wurde gleich wieder abgeschoben. Aber es geht um den inneren Erfolg. Die Tussi ist mir egal. Wichtig ist, dass ICH aktiv war. Und dann wird da an einem anderen Tag auch wieder eine Frau sein, die länger mit mir… interagiert… und… tanzt… oder so… 🙂

Beim Tanzen sieht man sich immer zweimal…

Die letzten Tage habe ich sehr viel geschrieben, so viel, dass ich nicht mehr weiß, ob ich diese „nette“ Anekdote schon zum Besten gab. Im Detail tat ich das sicher nicht, daran könnte ich mich erinnern. Aber vielleicht hatte ich es erwähnt? Ich weiß nicht genau. Egal, los geht’s.

Am letzten Wochenende bin ich zum Clubgamen raus gegangen, wie ich im letzten Artikel schon erwähnte. Sehr viel ist dabei jedoch für mich nicht rum gekommen. Aber hey, es war mein erstes Mal seit ca. 2 Jahren. Bis auf die Erkenntnis, dass ich es im Kern „noch kann“. Es. Das Ansprechen von Frauen. Allerdings hatte ich das „Vergnügen“ in der Location Fr. Schlange zu begegnen. Sie hatte mir gegenüber im „Abschiedsgespräch“ angedeutet, dass sie plane, an jenem Tag des Wochenendes mit „ihren Freundinnen“ dorthin zum Tanzen gehen zu wollen. Ich antwortete, dass ich das ebenfalls vorhätte. Genau genommen hatte ich das vorher schon mit meinem Wingman so vereinbart, ohne zu diesem Zeitpunkt das Vorhaben von Fr. Schlange zu kennen. Ihre Reaktion darauf fiel nicht sehr glücklich aus, genau genommen sagte sie halb schockiert: „Nein, tu das nicht!“

Ich entgegnete, dass es mir egal sei, ob sie auch dort wäre oder nicht. Wir würden uns aus dem Weg gehen und das wäre auch schon alles, ergänzte ich.
Nun, Angst zu haben, ist ein Gefühl, dass ich in meinem Leben grundsätzlich lieber anderen überlasse. Besonders egal ist mir, wer irgendwo „auch noch da ist“ wo ich bin. Selbst wenn es meine EX-Freundin zusammen mit dem Papst wäre.
An just jenem Abend sollte ich sehen, wer „ihre Freundinnen“ sind. Die Freundinnen waren zwei Personen. Freundin Nummer 1 war jene Freundin, in deren Haus wir erst vor wenigen Wochen noch gemeinsam ins neue Jahr hinein feierten. Ironie des Lebens.

Bevor es im Text weiter geht, noch ein Hinweis an Fr. Schlange persönlich

Ich weiß nicht, ob Fr. Schlange meinen Blog kennt. Sie weiß seit kurzem, dass ich einen Blog betrieben hatte. Das sagte ich ihr, nachdem sie sich von mir trennte bzw. ich herausfand, dass sie innerlich längst getrennt war und äußerlich bereits neu vergeben war. Urgs. Wir hatten ein einigermaßen menschliches gutes Gespräch zum Abschied. Was von ihren Ausführungen wahr oder unwahr ist, kann ich allerdings überhaupt nicht beurteilen, besonders nicht nach all den Umständen. Fr. Schlange gab im Gespräch zu, dass sie vor einigen Wochen/Monaten meinen einzigen kleinen abgesperrten Rollcontainer in unserer Wohnung geöffnet hatte. Sie fand daran Erinnerungen aus meiner Vergangenheit vor. Sie entschuldigte sich für das Verhalten, teilte mir jedoch mit, dass sie das Aufgefundene sehr verletzt habe. Ja hallo, aber das war alles aus meiner längst abgeschlossenen Vergangenheit?! Nichts davon aus der Gegenwart, alles weit zurück liegend. Und sie muss das Interpretieren angefangen haben, ob ich noch an meiner Ex-Freundin hängen würde usw. Nein, tue ich nicht! Sie ist längst glücklich vergeben und das freut mich menschlich unendlich.

Aber es ist auch nicht auszuschließen, dass Fr. Schlange in der Beziehung meine elektronischen Geräte durchleuchtet haben könnte. Dann wäre sie auf diesen Blog gestoßen. Sie bat mich außerdem, ihr die Adresse dieses Blogs zu verraten, damit sie wenigstens in Zukunft wisse, wie es mir gehe. „Nein!“, sagte ich entschieden und ergänzte: „Ich halte es so wie immer, wenn es aus ist, ist es aus. Dann regeln wir eine gewisse Zeit noch das Sachliche und dann bin ich weg. Wenn Du mich aus Deinem Leben wirfst, werde ich mit Dir nichts mehr zu tun haben. Wenn ich es Dir jetzt nicht wert bin, dass Du an meiner Seite sein möchtest, dann brauchst Du mich auch nicht zukünftig zur Gewissensberuhigung. Außerdem wird sich meine nächste Partnerin darauf verlassen können, dass ich zu meiner Ex-Freundin keinerlei Kontakt mehr pflege. Ich bin ein treuer Mensch.“

Ein paar Tage später sagte sie mir, dass sie nach meinem Blog gesucht, ihn aber nicht gefunden habe. Ich kommentierte: „Den wirst Du auch nie finden. Keine Namen, keine Orte, keine Daten.“

Liebe Fr. Schlange, falls Du diesen Blog doch eines Tages finden solltest oder ihn bereits kennst oder mitliest, dann soll es halt so sein. Dann lernst Du mich wenigstens quasi postum kennen, nach dem Tod unserer Beziehung. In der Beziehung war ich es Dir vermutlich nicht wert genug, mich wirklich richtig kennen lernen zu wollen. Eine Rolle für uns spielt das nicht mehr. Aber ich war die letzten Monate immer mehr dabei Dir aus meiner Vergangenheit zu erzählen, das ganze Pickup-Ding und so. Ich hatte angefangen Dir zu vertrauen, in jeder Hinsicht. Auch was Deine Vergangenheit mit dem anderen Geschlecht betrifft. Denn diese ist schon sehr speziell. Und GENAU zu diesem Zeitpunkt, hast Du angefangen Dich zu entfernen. Und ich hab es nicht gemerkt. Es war nicht zu vermeiden für mich, ich musste und sollte in diese Falle hinein laufen. Opferrolle schon wieder, ich weiß. Aber sei es drum. Falls Du also hier mitliest, dann wünsche ich Dir viel Spaß dabei. Es wird meine Zukunft nicht beeinflussen.

Und wer war Freundin Nummer 2?

Freundin Nummer 2 war sehr unweiblich und hatte einen Bart. Außerdem verhielten sich Freundin Nummer 2 und Fr. Schlange äußerst turteltäubchenmäßig-verliebt miteinander. Händchenhaltend und eng tanzend. Vor wenigen Wochen hingegen erst waren Fr. Schlange, Freundin Nummer 1 und ich noch gemeinsam in derselben Location zum Feiern. Alles schien ganz normal für mich, zu jenem Zeitpunkt. Keinerlei Verdacht auf Abnormalitäten.

Danke für Deine Loyalität, Fr. Freundin Nummer 1. Und ich dachte, dass wir uns immer einigermaßen sympathisch waren. Immerhin hatten wir uns die letzten Monate ein paar Mal gezielt als zwei 2er-Pärchen getroffen, weil ich mich auch mit Deinem Ehemann gut verstand. So schnell verfliegt für Dich also eine menschliche Beziehung in die Bedeutungslosigkeit. Hauptsache Du hast wieder jemanden zum regelmäßigen Feiern und Spaß haben, dafür gehst Du auch über Leichen. In dem Fall über meine. Insgesamt gingen wir (Fr. Freundin Nummer 1 mit Fr. Schlange und mir) zusammen zwar „nur“ zwei oder drei Mal zum Tanzen, in der Zeit der Beziehung, allerdings machte es mir immer Spaß mit Dir und Euch. Dir sicher auch, wie Du auch immer sagtest.

Mir ist schon klar, dass Freundinnen zusammenhalten. So wie Freunde zusammenhalten. Nichts anderes ist zu erwarten. Allerdings scheint Dir das alles nicht sehr viel auszumachen bzw. scheinst Du solch einer „Menschenaustausch-Aktion“ wenig Bedeutung beizumessen. Zwischenmenschlich traurig. Es stand nämlich der Plan im Raum, den nächsten Urlaub – womöglich im Sommer – gemeinsam zu viert zu verbringen. Weil Fr. Schlange und Du so gerne Zeit miteinander verbringen und der Ehemann von Fr. Freundin Nummer 1 auch mich sehr sympathisch finde. Deshalb sollte es ein 4er Urlaub werden (die Kinder wären derweil woanders geparkt worden).

Ich sagte spontan mein Einverständnis zu. Warum auch nicht. „Deine Freunde sind auch meine Freunde“, lautet meine Grunddevise im Leben. Denkfalle. Aus Sicht von Fr. Freundin Nummer 1 muss es dann wohl aber heißen: „Heute Du an unserer Seite, morgen schon ein Anderer.“

Danke. Dazu kann ich nur eines sagen: Das lässt tief auf Deinen Charakter blicken. Dein Ehemann tut mir leid. Der arme Mensch ist wirklich ein gerader Kerl, finde ich. Ob Du das auch bist, kann ich nur stark bezweifeln. Also kein Kerl natürlich, wenn dann eine Kerlin. Aber vom Geradesein bist Du, glaube ich, ein Stück weit weg. Ein Rückgrat zu besitzen, sieht anders aus.

Ich musste zuletzt erkennen, dass neben Fr. Freundin Nummer 1 auch die anderen sog. Freundinnen von Fr. Schlange offenbar nicht allzu viel von mir halten. Da war niemand, der irgendetwas in meine Richtung unternahm, um die Beziehung „zu versuchen zu retten“. Der Versuch zählt, sagt man im Leben. Nichts zu versuchen, zählt auch. Nur in die andere Richtung. Dann kann auch nichts Positives dabei herauskommen. Wieder etwas gelernt im Leben:

Freundinnen der Partnerin sind wohl selten auch Freunde von mir.

Es gilt aus Sicht der Freundinnen (von Fr. Schlange) eher die Devise: „Hauptsache meine Freundin verbringt Zeit mit mir, so wie ich das will, dann ist mir egal wen sie an ihrer Seite hat. Soll sie ihn notfalls zum Mond schießen. Und jetzt ab zum Feiern!“

Was fällt an dieser Devise einem klar denkenden und vor allem mitfühlenden Menschen auf? #EgoismusRegiert

Keine gute Grundzutat für eine aufrichtige Freundschaft, selbst unter Frauen. Meiner bescheidenen Meinung nach. Aber wie schrieb mir Lotusblume (Was bisher geschah… Fr. Tinder und ich – Teil 1 von 3) letztens zu diesem Thema per Whatsapp: „Zeig mir Deine Freunde, dann weiß ich wie Du tickst.“

Und dann ist da noch die Fr. Freundin Nummer 2

Über sie, bzw. besser gesagt über ihn, verliere ich gar keine Worte. Nicht wert. Das ist auch schon der ganze Absatz zu dieser Person. Ich kenne Dich nicht. Was ich (sogar direkt von Dir persönlich per Sprachnachricht) gesagt bekommen und sonst von Dir gehört und gesehen habe, erübrigt alle weiteren Worte meinerseits. Aber ich bin an jenem Abend dennoch zu Euch dreien gekommen und habe Euch allen kurz und sachlich die Hand gegeben und bin weiter gelaufen. Rückgrat haben nicht alle. Stolz und Ehre erstrecht nicht.

Aber ich habe mein Rückgrat noch. Und Stolz und Ehre kenne ich nicht nur vom Hörensagen.

Diese Austauschbarkeit innerhalb weniger Wochen ist in meinem Falle eine lehrreiche Erfahrung im Leben. Danke an Euch drei. Fr. Freundin Nummer 1, die wir auch Fr. Schlagen-Freundin nennen könnten. Oder Fr. Freundin-Schlange. Ja, Schlange trifft auch auf Dich zu. Nicht nur auf Fr. Schlange. Ich möchte nicht wissen was Deinem Ehemann mit Dir widerfährt. Wenn Du einen Betrug in Deinem engsten Freundinnenkreis gut heißen kannst und Dich aktiv an der Unterstützung beteiligst. Wenn Du, wie letztens, nach dem gemeinsamen Weggehen noch alleine im Club geblieben bist. Ich kann nur vermuten warum. Egal.

Wie gesagt, wir sind keine Kinder mehr. Wir alle machen und machten Fehler im Leben. Aber wir sollten irgendwann etwas dazu lernen. Dieses Stadium hast Du scheinbar übersprungen, bislang. Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. 1 Euro und ab damit ins Phrasenschwein, aber warten wir doch einfach. Auch wenn ich den Ausgang dieser – Deiner – (Ehe- und Lebens-)Geschichte nicht mehr mitbekommen werde. Sie interessiert mich auch nicht mehr. Das ist bereits jetzt Vergangenheit für mich. Es ist dann Dein Problem. Aber ich glaube an so etwas wie Karma.

Dann ist da noch Fr. Schlange, die mit Fr. Freundin Nummer 2 (das ist die mit dem Bart und dem halb-maskulinen Aussehen!) verliebt tanzte und händchenhaltend an mir vorbeilief. Nun, zu Fr. Schlange verliere ich zumindest in diesem Artikel auch nicht mehr viele Worte. Nur das: Was Du mit der – unserer, inzwischen ehemaligen – Beziehung getan hast… kann eigentlich nur sprachlos machen. Ich bin Dir nicht böse, wie ich Dir auch in meiner ersten Reaktion sagte. Tanz Du mit Deiner „Freundin Nummer 2“ in die Nacht hinein und sei verliebt. Genieß die Zeit. Sei glücklich. Das hat nichts mehr mit mir zu tun. Genießt Euer Leben, Eure neue Beziehung und Eure Liebe.

Und so ging Eure Nacht, die ihr unter Euch „Freundinnen“ feiern wolltet, irgendwann auch zu Ende.

Meine Nacht irgendwann auch. Danke an meinen Wingman für den tollen Abend und die ehrlichen und harten Gespräche und Deine Kritik zu mir als Person (in Bezug auf meine EX-Beziehung). Ehrliche und aufrichtig gemeinte Hinweise können Menschen nur bereichern. Und ich höre mir solcherlei Hinweise sehr genau an, um daraus zu lernen. Und ich habe bereits jetzt enorm gelernt.

(Umsetzen muss ich es nur noch, im Kleinen, im „Alltäglichen“, ich weiß, liebe Lotusblume… ich weiß. Ich werde mein Bestes geben. Danke für unser Telefonat und auch für Deine aufrichtigen, irgendwie tröstenden und zugleich zukunftsweisenden Worte. Es tat und tut gut. Wie immer. Danke.)

Und zum Abschluss dieses heutigen Artikels noch ein krönendes Häubchen:
Es tat auf eine bittere Art gut, Euch alle drei zu sehen. Referenzerfahrung. Das lässt mich bis jetzt noch mehr mental massiven Abstand zur Situation gewinnen. Abstand zu unserer ehemaligen Beziehung gewinnen. Surreal. Immer noch surreal, das alles. Aber ich war da. Ich war tanzen und hatte meinen Spaß.

Fr. Schlange sagte zu mir am Ende der Beziehung, dass wir nicht zueinander passen würden. Hätte sie „die letzten Monate erkannt“. Weil ich unter anderem nicht gerne tanzen gehen würde und oft ernst sei. Übersetzt gesagt, sei ich wohl langweilig geworden. Mag sein. Für Dich vielleicht. Aber wer war der Mann, der in dieser Nacht so viel tanzte wie in den letzten 4 oder 5 Jahren zuvor nicht mehr, selbst nicht zu meinen besten Pickup-Zeiten…? Haltung annehmen!

2019-03-28

Ein lange angekündigter Rundumschlag

Hallo Welt! 😉

Ein lange angekündigter Rundumschlag…
Der letzte Artikel war vom 07.07., 17.
Heute ist der 08.08., aber immerhin noch nicht 18.
Insofern… puh… trotzdem… ein ganzer Monat Schreibpause.

Kann ich noch schreiben? Fällt mir noch was ein? Hab ich nur deshalb nichts geschrieben, weil mir nichts mehr schreibenswertes widerfahren ist? Man weiß es nicht. Aber ich weiß es.
Und deshalb räumen wir hier heute mal gnadenlos auf und holen die Zeit wieder ein.

Vollgas im Tickermodus

Ich donnere die Nachrichten nacheinander einfach durch. Die Bildzeitung würde sich freuen, wenn sie so viel Futter von der Presseagentur bekommen würde. Und wenn es die Zeit erlaubt, werde ich zur einen oder anderen Headline bei gesonderter Gelegenheit auch einen gesonderten Artikel spendieren. Aber im Moment bin ich nicht so in zeitlicher Spendierlaune. Krösus hatte es da leichter.

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Ein Mädchen im Café kennen gelernt, das erste Date noch am selben Abend zu Hause verbracht. Das, oder auch einfach nur die Frage nach „wann und wo spricht man von einem Coitus interruptus?“ Schreit förmlich nach einem eigenen Artikel.
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Und plötzlich war da ein ellenlanger Brief von Fr. Tinder in meinem Briefkasten! Totgeglaubte leben länger… Verrückt! Kurzversion: Eigentlich sei ich doch ein unglaublich toller Kerl… welch eine Ironie.
(Danke – weiß ich doch längst. Du hattest es halt nicht rechtzeitig begriffen. Was nicht schlimm ist. Mir ging es auch ohne Dich in der Zwischenzeit verdammt gut. Eigentlich sogar besser als mit ihr. Viel besser, wenn ich bedenke was ich stattdessen erlebt habe.)
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7 Milliarden Menschen. Davon sind ca. 3,5 Milliarden Männer, oder mindestens solche, die es noch werden wollen. Nahezu jeder Mann träumt sein Leben lang davon. Kaum einer erlebt es je. Und doch war sie da. Die erste Nacht zu dritt. Wie in einem Film? Ja. Definitiv! Nur besser. Total verrückt. Eine Nacht zu dritt??? Wie zu dritt??? JA! Zu dritt! Genau so wie es da steht. Projekt Beziehung. Danke Dir für die Erfahrungen, die Du mir bescherst. Ich wusste wahrlich nicht, ob ich träume oder wach bin. Es war kein Traum. Irgendwie aber auch wiederum schon. Wach war ich sicher, wie im Traum kam es mir aber vor. Referenzerfahrung.
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Ein richtig fies langweiliges Date aus dem Onlinegame gehabt. Puh. Aaaaber: Sie hat mir einen richtig richtig lohnenswerten Imbiss gezeigt. Alleine dafür hat sichs rentiert. Und das ist auch das Wichtigste, das ich für mich mitnehme: Frag die Frau vorher immer schon, ob sie einen guten Imbiss oder ein gutes Lokal kennt. Die meisten Frauen lohnen die Zeit nicht. Es ist eine Verschwendung. Aber zumindest hast Du dann gut gegessen bzw. etwas Neues kennen gelernt. Klingt lustig. Ist aber ernst gemeint. Das hab ich viel zu spät beherzigt bei all den Dates im letzten Jahr. Meistens bin ich mit den Frauen irgendwo hingegangen, wo ICH vorher wusste, dass es zumindest bezüglich dem Drumherum gut sein würde. Ein Mann muss sich jedoch immer die Frage stellen: „Was habe ich davon?“ (freies Zitat aus dem Film Revolver, siehe meine Rezension Film-Review „Revolver“)
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Das erste Semester neigt sich bis auf eine Hausarbeit dem Ende entgegen. Mit viel oder nicht so viel lernen… weniger als nötig war es jedenfalls schon. Dennoch reichte es bisher trotzdem in sämtlichen Arbeiten für eine eins vor dem Komma. Immerhin.
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Eine wundervolle Frau kennen gelernt. Inzwischen exakt 46 Dates mit ihr verbracht. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Projekt Beziehung macht auch deshalb zuletzt eine starke Pause. Schriftstellerisch allerdings nur. Deswegen – 46 Dates ! – und nicht nur wegen dem Studium gibts diese Pause. Wobei sie der Grund ist, dass ich fürs Studium nicht so viel Zeit habe wie ursprünglich geplant. Zum Bestehen hat es bisher dennoch gereicht… 😉
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Ken Jebsen und sein Team waren fleißig. Folge 35 von „Me, Myself and Media“ unter dem Titel „Kafkaeske Zeiten“. Viel Spaß. Wie immer lohnenswert! Link am Ende des Artikels.
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Ken Jebsen und sein Team waren noch fleißiger. Jedenfalls fleißiger als ich. Es gibt sogar schon Folge 36 von „Me, Myself and Media“. Diesmal unter dem Titel „History statt Hysterie: G20 im nationalen Gedächtnis „. Dass das sehenswert ist, versteht sich von selbst. Eine Auseinandersetzung mit dem G20. Ein etwas anderer Draufblick, als er sonst so durch die Einheits-Klopapier-Presse geboten wird. Link am Ende des Artikels.
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Zwischenzeitlich beim Spazieren durchs hohe Gras zum ersten Mal in meinem Leben von einer Zecke gebissen worden. Hoffentlich hat das keine schädlichen Auswirkungen für mich. Nicht wichtig für die Welt. Wichtig aber für mich.
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Zum ersten Mal im Leben hab ich mir selbst Lachs gebraten. Aus dem Ofen kenne ich das schon. Aber bisher noch nicht aus der Pfanne. Wow. Ein Hochgenuss. Olivenöl. Mit der Hautseite nach oben zuerst kurz scharf anbraten, dann runter drehen und so lange brutzeln lassen, bis die Haut kross ist. Dann drehen. Zwischenzeitlich Rosmarin ins Öl. Wer möchte kann auch noch Knoblauch drauf hauen. Und angeblich auch eine Scheibe Zitrone ins Öl legen. Hab ich nicht gemacht, sondern lieber drüber geträufelt, als das gute Stück auf dem Teller war. Beim Braten dann noch Pfeffer und Salz drüber. Fertig. Wahnsinnig einfach. Aber wahnsinnig lecker. Das Leben kann so herrlich sein. So einfach sein. So herrlich einfach sein.
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Die letzten Wochen leider keine anderen Blogs gelesen. Das fehlt mir. Hole ich noch nach! Aber hey, 46 Dates!!! Hat sie eigentlich schon einen Namen? Hm… da muss ich mir erst noch einen überlegen… schwierige Wahl. Er muss ihrer schließlich gerecht werden…
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Vielleicht habe ich irgend eine Schlagzeile vergessen. Nicht so schlimm. Dann schiebe ich sie beim nächsten Mal einfach hinterher. Aber bis dahin ist das besser als nichts.

Gut. Und jetzt zum Unwichtigsten… Wie geht es mir eigentlich?
Momentan ziemlich gut. Danke der Nachfrage. 🙂
Gut und viel beschäftigt. Qualitätszeit, gepaart mit Quantitätszeit. Ideale Bedingungen. Humus, könnte man sagen. Na dann, kann die Pflanze ja wachsen…

 

 

Pickup auf Spanisch

Hallo Freunde,
nach etlichen Wochen mal wieder ein Bericht von mir. Es wurde still. Und es wird erstmal relativ still bleiben. Dennoch hier einen Artikel, den ich über mehrere Wochen hinweg immer mal wieder komplettiert habe.
Es ist so viel passiert zuletzt, dass ich das nicht in einen Artikel packen könnte. Also fange ich mit diesem hier an und schieße dann in den nächsten Tagen eine kurze Zusammenfassung aller wissenswerten Randinformationen hinterher zu den letzten Wochen. So seid ihr zumindest auf dem aktuellen Stand, wenn auch nicht in der Detailtiefe. Tut mir leid, dass ich hier ziemlich kurz treten muss. Nur so viel: Es geht mir gut. Und ich freue mich wieder auf die Zeit, in der ich mehr schreiben kann… ich freue mich auf Euch. 🙂
Los gehts…

Ja, vor kurzem war ich eine ganze Woche – unglaublich, Wahnsinn, eine ganze Woche auf einmal, und dann auch noch am Stück! – im Urlaub.
Ich hab es mir geleistet. Inklusive Flug. Und mit Hotel. Sogar zum Essen gab es was. Wenn auch meist fettig und frittiert, bah!

Spontan wie ich ja inzwischen bin, habe ich gerade mal ein paar Tage vor Abflug gebucht. Auf gehts mit einem Freund nach…? Ja wohin eigentlich.

Ein Mann von Welt

Er war ja schon ein paar mal dort. Ich noch nie. Spanien sollte es werden. Genauer gesagt Mallorca! Mallorca?! Das hat mit Spanien doch nichts zu tun, oder? Da wird doch nur gesoffen und so? Ja. Auch. Nur? Nein!

Mallorca ist eine Insel, die ich bis dahin noch nie bereist hatte. Diesmal habe ich außerdem ein Reiseziel ausgesucht, das für mich noch jungfräulich war. Streng genommen habe ich es nicht mal ausgesucht, sondern bin stattdessen ganz freundschaftlich der Reiseempfehlung meines Wingmans gefolgt. Apropos jüngfräulich… ich muss natürlich dazu sagen, dass das nicht sonderlich schwer ist. Was daran liegt, dass ich bisher verhältnismäßig gesehen kaum verreist bin. Dafür bin ich völlig konträr dazu jedoch bereits einmal zu Fuß über die Alpen gelaufen. Europäischer Fernwanderweg E5… wuhuuuu. Ein Mann von Welt! Naja, nein. Reisetechnisch eher nicht. Aber dafür rede ich zumindest über die große Welt und die großen Themen der Welt schon wie ein ganz Großer. 😉

Das haben wir also ausschweifend geklärt. Ein Mann von Welt bin ich schon mal. Next Level gefällig? Klar! Auf zur Trophäe! Next stop: Elder Statesman werden!

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Next Level Pickup

Ich werde erst noch ein paar Worte zum Pickuppen schreiben, anschließend gehe ich auf Mallorca an sich ein. Es soll ja kein reiner Kultur- und Landschaftsreisebericht werden. Ich bin ja schließlich nicht der verlängerte Arm von National Geographic.

Die Reise hat mich definitiv nochmal gehoben. Mein Game. Durch neue Referenzerfahrungen. Durch andere Aktionen, verrücktere Dinge. Durch noch konsequenteres Eskalieren. Und außerdem hat es mir auch geholfen einen Teil des Ballastes in Deutschland zurück zu lassen. Eine Woche abschalten! Eine Woche saufen? Nein. Sicher nicht. Wer den Blog verfolgt, weiß ja bereits, dass ich beim Weggehen keinen Alkohol trinke. Gut, es wäre gelogen zu sagen, dass ich gar gar gar keinen Alkohol dort getrunken hätte… es war an manchen Tagen sogar mal ein Bier dabei. Den restlichen Tag gab es allerdings nur Wasser. Und das ist auch gut so. Das Leben ist ein Spiel. Und ich bin da um zu spielen. Professionelle Spieler trinken nichts. Amateure schon. Also weg mit dem Zeug und her mit dem Wasser. Gut wars. Zum Wohl!

Alle Geschichten einzeln darzustellen wäre zu aufwendig an dieser Stelle. Bis auf einen oder zwei Tage/Abende hatte ich jedenfalls täglich in Sachen Pickup genug Beschäftigung. Und auch das Kulturelle kam nicht zu kurz. Teilweise konnte ich das eine auch mit dem anderen kombinieren. Mehr dazu unten.

Die Menschen dort am Ballermann sind extrem locker drauf. Es sind sowieso fast nur Deutsche dort anzutreffen, die Verständigung ist also schon mal kein Problem. Sofern sie sich noch artikulieren können, die Suffköpfe. Hehe. Klar ist das alles eine Künstlichkeit dort, die seinesgleichen sucht. Jedem scheint die Sonne aus dem Arsch, jeder macht auf mega cool. Und ich hatte oft den Eindruck, dass – gerade die jungen Mädls – gerne mal betrunken tun, obwohl sie fast nichts gekippt hatten. Der Gruppeneffekt spielt da eine große Rolle. „Es ist halt Malle, also benehm ich mich eben auch so und mach mal einen auf Assi!“ So oder so ähnlich dürfte das Motto der meisten (jungen) Urlauber dort lauten. In Deutschland im wahren Leben ne Null, auf Malle der Star. Kam mir jedenfalls so vor. Da kann man mal die Sau raus lassen. Jemand anders sein als sonst. Klar. Kann ich aber auch haben, wenn ich zum Karneval gehe. Dafür brauch ich nicht nach Mallorca fliegen. 😉
#GesellschaftskritikAus

Um meinen persönlichen Eindruck an der Stelle etwas zurück zu nehmen und wieder objektiver zu werden: Ja, die Menschen dort sind gut drauf. Und das ist auch verdammt gut so. Natürlich hab ich das auch genutzt, um selbst zu entspannen und den Alltag aus der Heimat hinter mir zu lassen.

Es ist definitiv klar, dass die Mischung aus Alkohol, feiern, gute Laune und pickup mit konsequentem Game dort Erfolge beschert. Welcher Art auch immer. Für Anfänger, für Fortgeschrittene und für Profis gleichermaßen. Für jeden ist etwas dabei. Allerdings ist auch klar: Frauen mit Klasse sind dort selten anzutreffen. Es ist – verglichen mit dem was ich von zu Hause gewöhnt bin – schon eher eine Absteige. Aber eine rieeeesige, da gibts den Bierkönig, da gibts das Oberbayern und da gibts den Megapark. Es machte mir auch den Eindruck: „Was auf Malle passiert, bleibt auf Malle!“

Ja klar, die Traumfrau um das Projekt Beziehung zu Ende zu bringen, hab ich dort nicht gefunden. Allerdings kein Grund traurig zu sein. Der Weg ist das Ziel. Während Mallorca und auch danach – also seither – sind viele interessante Dinge passiert in meinem Leben. Insofern hat auch Mallorca seinen Anteil daran. Im Moment läufts.

Es ist schon interessant im Leben beim Frühstücken eine Frau zu sehen, die mir optisch gefällt. Und wenige Stunden später sitzen wir knutschend aufeinander.

Nirgends sonst gibt es so viele Möglichkeiten das eigene Game mal von einer ganz anderen Seite her laufen zu lassen, völligs alltagslos. Die Wahrscheinlichkeit die Traumfrau fürs Leben zu finden, ist im Ausland nun mal sehr gering. Gerade deshalb habe ich während einer Woche Urlaub auf Mallorca die Erfahrung gemacht, dass ich das Ziel an sich abermals weniger wichtig nahm. Noch deutlicher stand der Weg im Fokus. Lernen. Live. Permanent.

Ja, definitiv habe ich in Mallorca mein Game verbessert. Das sollte sich schon bald auszahlen. Dazu gibts sicher demnächst einen eigenen Artikel. Alles ist Teil von allem. Nichts ist getrennt. Wir sind nicht getrennt. Eine Handlung von heute, ist der Stein den Du ins Rollen bringst von morgen. Und das wirkt sich aus auf… alles! Nichts ist vergebens. Nie im Leben.

Als ich einen ganz normalen Menschen traf – manche würden ihn auch einen Star nennen

Da liefen mein Wingman und ich also zu zweit den Strand entlang… und sehen wenige Meter neben dem Wasser auf einer Liege einen Fußballstar. Für mich einer der ganz Großen. Und ich sagte zu meinem Wingman: „Schau mal wer da ist, das ist…“

Natürlich – ganz in Pickup-Manier – habe ich ihn angesprochen. Vor ein paar Jahren hatte ich mit diesem Fußballer bereits ein kurzes Gespräch. Er ist mir als unglaublich freundlich, lebendig und auch lebensfreudig in Erinnerung geblieben. Eine Ausnahmeerscheinung. An so einen Menschen werde ich mich immer wieder im Leben erinnern, davon gibt es nicht viele. Immer ein Lächeln auf den Lippen… wer hat das schon?

So ging ich die paar Meter auf ihn zu, habe ihn kurz begrüßt und mit ihm ein bisschen über meine Stadt gesprochen, denn er hatte bis vor nicht allzu langer Zeit mal hier gewohnt. Außerdem haben wir über unsere Begegnung von vor ein paar Jahren gequatscht. Er konnte sich daran nicht mehr direkt erinnern, nicht schlimm. Jedenfalls weiß ich, dass er hin und wieder abends auch in den Clubs unterwegs ist, in denen ich bin. Also hab ich ihm gesagt: „Wenn Du das nächste mal wieder in dem Club bist, komm ich wieder auf Dich zu.“ Er grinste breit und entgegnete: „Klar, mach das.“ Danach haben wir uns kurz abgeklatscht und ich bin weiter gezogen.

Und mein Wingman? Der hatte am Anfang gleich mal sein Handy gezückt und ihn gefragt, ob er ein Foto von ihm machen dürfte. „Oh man“, dachte ich mir nur. Natürlich wollte der „Star“ das nicht und bat darum keine Fotos zu schießen.
Das ist genau die gleiche Art von „ich stell Dich auf ein Podest!“, die alle Männer gegenüber einer gut aussehenden Frau an den Tag legen. Fürchterlich.
Er ist ein Mensch. Er ist kein Objekt. Er ist ein Mensch, der gerade Urlaub macht. Nach einer harten Saison. Der ist ein Mensch, der mal nicht der Star sein will, sondern einfach nur ein sonnentankender Strandurlauber. Und genau so hab ich ihn behandelt. Und er mich. Fertig.

Kein Podest. Kein Star. Nicht in dem Moment. Ein Mensch. Punkt.

Mit dem Roller entlang dem Unesco Weltkulturerbe

Wie oben geschrieben, habe ich auch das Pickuppen mit dem Kulturellen verbinden können.
Das liegt daran, dass ich eines abends am Ballermann ein kleines dunkelhaariges ganz süßes Mädchen gesehen habe. Sie sah mir irgendwie nicht touristisch aus. Also hab ich sie angesprochen. Sie hatte optisch etwas an sich, das mich interessiert hat. Nach zwei Sätzen war klar, dass wir auf Englisch weiter reden würden. War nicht mein erster Approach auf Englisch.
Das Gespräch war kurz, da sie nach einem harten Arbeitstag nach Hause und ich meinen Wingman nicht allzu lange alleine lassen wollte. Nummern getauscht und für den nächsten Abend direkt etwas ausgemacht.

Heraus kam ein geliehener 125er Roller und ein echt wunderschöner Tag zu zweit. Der Start war in Palma. Und es ging entlang der Küste, Straßen wie Formel-1-Rennstrecken, weit und breit kein Auto. Wer von Euch je auf Mallorca sein sollte… BITTE BITTE fahrt diese Strecke entlang! Ihr werdet an diese Empfehlung hier denken. Versprochen!

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Achja, zur Strecke. Ruhe für sich. Und nach vielen Kilometern hin und wieder mal auch ein kleines Dorf. Mediterraner Stil der kleinen Häuser am Hang. Ganz mein Geschmack. Und hinter mir die kleine Tschechin. Süß war sie. Und ich war überwältigt ob des unendlich schönen Naturbildes, das sich mir die komplette Zeit bot. Ein bisschen paradiesisch. So einen Weg entlang zu fahren, dabei festgehalten und umarmt zu werden und zu zweit die Zeit zu genießen.

Das Foto hier stammt nicht von mir, aber von der Straße aus ließ ich bei warmem Fahrtwind auf dem Roller meinen Blick immer wieder aufs Meer gleiten. Die Felsen und die Abhänge hinab. Was ich sah, sah für mich aus wie die Unwirklich selbst. Traumhaft. Als gäbe es so etwas gar nicht. So wie auf diesem Foto. Aber doch. Das war die Realität.

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Mallorca ist eine wundervolle Insel. Und jedenfalls an der Stelle gibt es keinen Alkohol aus Strohhalmen und auch keinen Ballermann. Ich war angekommen. Mit dem Mädchen auf Tour, im doppelten Sinne.

Ursprünglich hatten wir uns sogar verfahren. Wir wollten einen anderen Weg nehmen. Nur unser ausgesprochen schlechter Sinn für Navigation bescherte uns die oben eingezeichnete Route. Glücklicherweise den vermutlich schönsten Teil der Insel entlang. Denn wie ich später erfahren habe, handelt es sich bei dem Küstenstück um ein Unesco Weltkulturerbe. Passt. Dann gibt es offenbar auch andere Menschen mit tollem Geschmack. 😉

Wir trafen uns noch an einem weiteren Abend, bevor ich abreisen und unser kurzes, aber wirklich tolles Zusammentreffen hinter mir lassen musste. Was auf Malle passiert, bleibt auf Malle. Wisst Ihr noch. Oben hab ich das geschrieben. Leider trifft das auch auf die Frauen zu. Die Frauen, die Du dort triffst. Auch die bleiben auf Malle. Schade.

Auch habe ich von ihr viel über mich erfahren. Wie ich gewirkt habe. Was sie empfunden hat, als ich sie angesprochen habe. Warum dies so oder so war. Wie sie sich dabei gefühlt hat. Was sie toll an mir fand oder auch nicht so toll. Viele kleine Details. Ich frage das in den letzten Monaten öfter explizit nach. Niemand antwortet Dir auf solche Fragen ehrlicher, als ein Mensch, dem Du bereits nahe gekommen bist.

Was ich ganz nebenbei als eine große Bereicherung empfinde, ist der gemeinsame Tag auf Englisch. Das trainiert so unglaublich den Wortschatz. Für mich ehemals faulen Vokal-Pauker war das natürlich ein Offenbarungseid. Die Mädls in Tschechien können definitiv Englisch. Jedenfalls die Vokabeln besser als ich. Wo ich auch wieder merke: Es kommt auf das (Sprach-)Gefühl an. Sie hatte die Vokabeln drauf, Worte, die ich kaum benutze und selten gehört habe. Aber an der Grammatik scheiterte es regelmäßig. Ich spreche die Sprache intuitiver. Weniger gelernter. Mehr verstandener.
Und so sehe ich das auch in Bezug auf mein Thema hier im Blog. Es geht um die Intuition, nicht um das auswendig Gelernte.

Ich sagte schon vor vielen Jahren zu meinen Eltern und zu Freunden: „Ein Buch in die Hand nehmen und auswendig lernen kann jeder. Das ist nicht die Kunst.“
Deshalb langweilen mich auch Prüfungen jeder Art. Es kommt nicht auf Dein Können an. Nicht auf Dein Verstehen. Das ist beides belanglos. Jede Pappnase kann sich so lange hin setzen, bis er den letzten Rotz auch noch einigermaßen Fehlerfrei aufs Papier bringt. Das beweist gar nichts. Nichts außer die Fähigkeit stupide Zeit mit immer der selben Tätigkeit verbringen zu können. Wie ein fleischgewordener Roboter, sozusagen. Ich schweife gerade ab.
Nur das ist mir schon sehr wichtig. Auch nach tausend Approaches gibt es nicht den einen perfekten Spruch und schon gar nicht die eine perfekte Masche. Es geht um das Gefühl und die innere Haltung (zu sich selbst). Das kann man nicht trainieren. Wenn jemand ein Holzkopf ist, dann wird er es auch nach 10.000 Approaches nicht raffen. Nicht raffen worum es bei dem Ganzen geht. Und das ist der Unterschied zwischen Erfolg und… probieren. Erfolg findet im Kopf statt. Nicht durch Noten oder Bewertungen auf einem Zettel. Nicht durch die Anerkennung durch andere. Ich muss nicht auf die Anerkennung anderer warten. Ich erkenne mir meine eigene Leistung selbst am meisten an. Es ist mit Abstand einer der wesentlichsten Aspekte meiner Entwicklung im Projekt Beziehung.
Wozu noch auf einen Schulterklopfer von irgendwem hoffen und warten? Und das wünsche ich mir für jeden Menschen sehr, dass er auch auf den Weg zu dieser Erkenntnis gelangt. Es macht frei.

Danke an meinen Wingman

Auch wenn Du meine Artikel nicht liest und das hier nicht siehst… danke ich Dir trotzdem für Deine wirklich gute Idee mir das Ding mal zu zeigen. Jetzt weiß ich nicht nur wie ein Teil von Mallorca aussieht, sondern weiß auch wo ich definitiv immer wieder hin zurück kehren kann, wenn mir entweder langweilig ist oder ich einfach eine wundervolle Natur sehen möchte. Die Zeit hat mich sehr entspannt, auch wenn es phasenweise anstrengend war. Wenig Schlaf und so. Vor allem aber sind wir gesund zurück gekommen. Und mein Reisegepäck war auf dem Rückflug schwerer als zu Beginn. Gemachte Erfahrungen wiegen eben schwer. Ich hab wieder mal wichtige Schritte getan. Es geht nie um eine bestimmte Aktion. Nie um Routinen. Es geht immer um das große Ganze. Das Repertoire. Erfahrungen, die mir in den folgenden Wochen bis heute wieder Situationen beschert haben, die ich vielleicht sonst nicht in der Art bekommen hätte. Wer weiß das schon.
Ich lerne jedenfalls gerne. Und weiterhin. Übrigens: Die Cappuccini mit Dir waren lecker. Und noch dazu vor allem kostenlos. Gewusst wie. 😉

PS: Mein nächster Artikel wird ein Rundumschlag. Viele Eck- und Rahmendaten. Wenig in die Tiefe. Mehr in die Breite. Es passiert einfach viel in meinem Leben momentan. Und wenn ich nicht mehr jeden Tag schreiben kann, möchte ich Euch und mir selbst dennoch die Möglichkeit geben dennoch ein großes Stück weit an meinen Erlebnissen teilhaben zu können. Ich hoffe es geht Euch gut. Peace.

Der Tag an dem Frau Tinder Schluss machte

ist ja jetzt schon wieder ein paar Wochenenden her und… war für mich der schwärzeste Tag meines Lebens und ich habe mich seither nicht wieder von diesem Schock erholt. Noch immer sitze ich wie paralysiert dran und frage mich, was ich nur falsch gemacht habe. Ich! War ich zu offen, oder zu verschlossen oder war ich als Mensch insgesamt einfach nicht gut genug? Diese Fragen quälen mich.

So oder so ähnlich

… wäre es mir vor einem Jahr vielleicht noch gegangen. Gerade und bis hier her schrieb ein Stück weit mein altes Ich. Etwas überspitzt vielleicht schon, zugegeben. Das alte Ich existiert glücklicherweise nur noch in meinen Erinnerungen. Und ab nun schreibe ich. Mein neues selbiges. Herzlich willkommen in meinem Leben. Fr. Tinder hatte es ja ganz „anständig“, nach einer kurzen Abwesenheitspause, telefonisch beendet. Hüstel. Schrieb ich ja im letzten Vierteiler. Besser gesagt im vierten Teil des eigentlichen Dreiteilers. Genug der Verwirrung. Let’s go.

Wie ging es denn dann weiter? Nun, als sie anrief, befand ich mich gerade auf der Autobahn, das weiß ich noch genau. Warum? Es fühlte sich so befreiend an. Endlich diesen Ballast los haben. Dieses ständige Genörgle, diese ständigen Spitzen gegen meinen Humor und diese letztlich Die-Ganze-Welt-Macht-Es-Mir-So-Schwer-Mentalität zehrten einfach zu sehr an meinen Nerven. Nein Mädchen, niemand hat sich gegen Dich verschworen. Noch nicht einmal ich. Im Gegenteil, ich habe echt auf Dich geachtet so gut es nur ging. Dafür habe ich meine eigenen Sachen schleifen lassen. Aber gut, wäre es nicht so ausgegangen wie es ausging, wäre das ja auch komisch, bei diesen Voraussetzungen. Konnte ja gar nicht anders kommen. Gut so. Meine Cousine sagt bei jeder gescheiterten meiner Liebeleien immer nur vier Buchstaben, die ein Wort ergeben, und schickt mir dies als Bild im Projekt Beziehung-Family&Friends-WhatsApp-Chat:

NEXT

Damit ist wirklich alles Wichtige gesagt. Mehr bedarf es nicht. Sofort ohne Umschweife weiter machen. Gesagt, getan. Ein paar Kumpels angeschrieben, wegen abends. Einer sagte sofort zu. Ab ins Clubgame. Treffen jedoch erst um 22.30 im Club. Puh. Und bis dahin? Es war ja erst Nachmittag. Ich wurde müde. Gegen 20 Uhr hätte ich ihm am liebsten abgesagt. Und dann waren ja noch 2 Stunden drüber zu bringen. Hm, so passierte dann, was ich inzwischen durch mein Projekt gelernt hatte. „Lauf die extra Meile!“

Immer wenn Du mal überhaupt keinen Bock hast… steh auf und kämpfe! Tu etwas (es!) einfach trotzdem! Das ist der eigentliche und wahre Unterschied zwischen den erfolglosen und den erfolgreichen Menschen. Denn etwas tun, wozu man sowieso Lust hat, kann jeder… Das ist zu einfach. Billig. Alleine dieser Absatz rechtfertigt einen eigenen Artikel für einen meiner Philosophischen Sonntage. Muss zur Zeit aber warten.

Ich war pünktlich im Club, alleine. Der Wingman mit seinem Kumpel sollte bald eintreffen. Ich lief gar nicht groß umher, blieb im Eingangsbereich, sah mich wie immer scannend um. Da war nichts besonderes für den ersten Blick für mich dabei. Also bestellte ich mir schon mal zur Trauer des Tages etwas passendes, um die Schmerzen zu ertränken. Bitterlemon auf Eis, mein Lieblingsgetränk. Das haut so schön rein, wenn man down ist. Ironiemodus wieder aus. Hab ich das hier schon mal verraten? Hm. Nun ist es raus. Bitterlemon. Tatsächlich. Immer wenn ich aus gehe. Ich… was für ein Draufgänger, gell.

Da kam mein Kumpel mit seinem Kumpel auch schon. Kurze Begrüßung, abklatschen, umarmen. Kurzes Vorstellen. Und da standen zwei Mädels nur zwei Meter weg von mir. Ich sagte zu meinem Wing: „Lass uns mal weiter gehen, aber ich quatsche die beiden noch kurz an.“

Damit konnte ich nicht rechnen

Guter Einstieg. Situative Eröffnung. Und ich musste kleben bleiben. Geht auch ganz ohne Schleimspur. Die blonde Kleine fand ich süß. Die braunhaarige Freundin nicht. Typ Attention-Bit**. Dennoch waren sie im Doppelpack cool, und ich merkte, dass die Blonde – nennen wir sie Sweetie – mehr und mehr Interesse an mir hatte. Die geldgeile und nur so mit Job und Wohnung protzende Göre hingegen spürte, dass Sweetie ihr gerade den Rang abzulaufen drohte. Also erhöhte auch sie ihr Investment, köstlich. „Lass uns unbedingt mal Pizza essen gehen“, sagte sie zwischendurch. Ich dachte mir nur: „Ja, klar. Schau sie Dir an. Platz zwei reicht Dir wohl nicht.“

Also zusammen an die Bar, Sweetie war mega offen für mich. Sofort mit viel scharfem Humor, Sarkasmus, um die Ecke lachen. Danke, endlich mal. Endlich mal mein Humor bei einer Frau. Dachte ich bei Fr. Tinder ja auch, allerdings nur anfangs. Die Fassade begann ja bald zu bröckeln. Egal. Es gibt also auch Menschen neben Herrn van Onnetuschn, die mir da ähnlich sind. An der Bar kurz zusammen mit Sweetie getanzt. Ich hab einfach nur schrittweise durcheskaliert. Lehrbuchmäßig.

Dazwischen kam auch mal zur Sprache, was ich für gewöhnlich so trinken würde. Für sich und ihre Freundin bestellte Sweetie 15 Minuten später Gin Tonic. Ich tanzte weiter, inzwischen kam ein weiterer Kumpel in den Club zu uns dazu. Ich ließ die Mädels mal machen. Und als ich mich mal umdrehte, blickte mich Sweetie lächelnd an und streckte mir ein Glas mit Eis und eine Flasche…? Bitterlemon! entgegen. Wie süß. Jetzt hatte sie mich für sich gewonnen. Endgültig. Nicht wegen dem Getränk. Zwei Mark fufzig hab ich auch selbst gerade noch in der Hosentasche, aber ihre unglaubliche Aufmerksamkeit. Ich weiß liebe Leser, was ist daran schon besonders aufmerksam? Doch ist es! Das ist meine persönliche traurige Wahrheit, solchen Mädels begegne ich verdammt selten. Woran das liegt? Ich weiß es nicht. War für den Moment auch nicht wichtig. Ich genoss einfach, dass da mal eine Frau war, die zuhören, aufmerksam sein und sogar aktiv sein konnte. Natürlich gibt’s immer auch Haken. Beide rauchen. Also fragte sie mich (seltene Sache bei Frauen nach so kurzer Zeit!), ob ich mit raus kommen wolle. Klar. Draußen zu viert weiter gequatscht. Und nach den Kippen trennten sich die Wege. Von uns Vieren, nicht aber von Sweetie und mir. Wir blieben draußen und setzten uns im Außenbereich auf die Stühle.

Die Gesprächsinhalte wurden zunehmend persönlicher. Ich baute mehr und mehr emotionale und private Themen ein. Romantische Dinge zum Beispiel, da ich ja längst wusste, dass sie eher eine klassische Frau war, denn so eine neumodische Poweremanze. In ihren Augen sah ich ihr die sich langsam steigernde Erregung durch das Gespräch und durch die Körpersprache die ersten leichten „zufälligen“ Berührungen an. Und es war mir ein Hochgenuss damit zu spielen und die Situation zu kitzeln. Also küsste ich sie einfach… nicht. Sondern streichelte sie und massierte ihr den Nacken. Noch nicht genug der Sinneseindrücke und Gedankengänge für sie? Doch, bestimmt. Für mich? Nein.

Bewusst hab ich uns einen Platz in der Nähe der Türsteher ausgewählt. Warum? Damit diese mich dort auffällig mit einem Mädchen sehen. Wofür? Nun… Es ist eine harte Türe. Und nicht immer kam ich anfangs problemlos in den Schuppen. Je nachdem welcher Gorilla die Tür machte. Seit dem Abend erkennen sie mich wenigstens und ich muss nicht mehr unnötig ein paar Sekunden mit Warten verbringen, bis auch ich Einlass finde. Das ist Hollywood. Für so einen Gedankenwirrwarr habe ich neben Flirten, Streicheln, gestreichelt werden, Händchen halten und massieren Zeit? That’s it. Willkommen in der Welt der Persönlichkeitsentwicklung 2.0.

Irgendwann wird auch mir das schönste Spiel zu bunt und die Erregung zu hoch, um sie weiter leiden zu lassen, die Kleine. Also streichelte ich ihren Hals, zog sie zu mir und… Der Rest ist Geschichte.

Wieder drinnen im Club angekommen, tanzten wir nochmal kurz und ab da wusste auch Miss Geldgöre, dass sie heute nur Platz zwei bekommt. Ich wäre aber nicht längst auch ich, wenn ich nicht wüsste, dass Du Dir besonders Deinen Feind zu Deinem Freund machen musst. Sweetie war nur die eine Nacht bei Miss Geldgöre zu Besuch. Also in meiner Stadt. Inzwischen – auch doch durch meine Toleranz und Lebensfreude – kann ich aber nahezu jeden Menschen nehmen wie er ist und Spaß mit ihm haben. Also sorgte ich dafür, dass Miss Geldgöre sich dennoch wohl fühlte, auch mit Platz zwei. 😉 Und stellte ihr ein gemeinsames Pizza Essen in Aussicht. Urkomisch fand ich ihre Frage an Sweetie: „Sag mal, ist schon für Dich okay, wenn ich mit ihm mal zum Pizza Essen gehe, oder?“ Das ist mal ein Machtkampf und ein Ringen um Aufmerksamkeit par excellence. Sweetie schaute ganz schön verdattert aus der Wäsche.

Ich geb auch mal einen aus

Die Fame-Göre wollte noch in einen anderen Club zum Feiern weiter ziehen. Und so liefen wir des Weges zu dritt aus dem einen Club schnurstracks in den nächsten. Sweetie und ich dabei Hand in Hand. Sie hatte etwas an sich, das sich für mich nicht nur weiblich, sondern vor allem natürlich anfühlte. Und sie ließ nicht nur mit sich machen, wie fast alle bisherigen Frauen meines Projektes, sondern Sweetie war proaktiv. Vorwärts verteidigen, wie es in Neusprech heißt. Unsere (Angriffs-)Kriegsministerin Ursula lässt grüßen.
Zurück zum Thema, Sweetie streichelte, sie nahm meine Hand von sich aus. Im Club an der Bar angekommen, bestellte ich uns etwas zu trinken. Natürlich bezahlte diesmal ich. Revanche. Dann ist das auch in Ordnung. In meinem Leben habe ich noch nie einer Frau ein erstes Getränk ausgegeben, weil ich irgendwelche Absichten hatte. Wie billig ist das denn. Entweder bin ich der Preis oder nicht. Sicher ist der Preis aber nicht mein Geldbeutel.

Du kannst gerne…

An der Bar gaben wir uns weiter wie ein verliebtes Pärchen. Pattex in Reinkultur. Kaum drehte ich mich mal um, suchte ihre Hand meine. Ich nahm sie in den Arm und sie streichelte mich. Wir tanzten und genossen die Nähe, besonders die emotionale. Es fühlte sich an, als wäre sie seit langem meine Freundin und als wären wir seit langem schon und noch immer frisch verliebt. So etwas ist ein emotionales und auch zugleich unbeschreibliches Gefühl für mich. Endlich mal kein Hollywood. Weder für mich noch von ihr. So etwas habe ich in der Art noch nicht erlebt. Diese Nähe und dieses füreinander da sein. Kaum in Worte zu fassen in so einem kurzen Text.

Und unsere Geldgöre? Sie wollte sich unbedingt auch einen angeln. Dazwischen sagte sie zu Sweetie und mir: „Also Du bist mir so sympathisch, Du kannst gerne heute Nacht bei mir in der Wohnung bleiben, ihr seid so süß zusammen. Du bist eingeladen.“ Oh, das ist mal das Gegenteil von einem Blocker. Läuft bei Dir! Sweetie war damit kurz überfordert. Ihr Blick verriet umso mehr ihre Freude bei dem Gedanken daran, dass das kurze Märchen noch etwas andauern würde. Geldgörchen grinste ständig nur. Und sie selbst? Sie angelte sich ihren eigenen Prinzen. Bei ihr ging das ganz schnell, Hauptsache irgendwer. Hehe. Schwupp hatte sie einen. So läuft das also bei einer „Pickupperin“, ohne dass sie sich dessen bewusst ist, eine solche zu sein. Die Grundvoraussetzung dazu bringt sie mit. Die Zutaten heißen, ähhh, moment, ich überlege kurz…: „Weiblich“
Gut, das war jetzt nur eine Zutat. Reicht aber auch für eine Pickupperin. Mehr bedarf es für die Männerwelt gemeinhin nicht. Dafür hat die Evolution gesorgt. Es ist für ein Mädchen nicht schwer erfolgreich zu angeln. Da beißen irgendwelche Fische auch ganz ohne Köder an. Irgendwelche Männer… Der Unterschied zwischen Pickuppern und Pickuppern, übrigens. Einer, auf den ich großen Wert lege.

Einfach nur schweineteuer

Mit Sweetie in meinem Auto zur Geldgöre gefahren, ein Zweisitzer erlaubt nichts anderes. Die anderen beiden fuhren mit dem Taxi. Angekommen. Drei Zimmer Wohnung, 100 Quadratmeter, Bestlage. Puh. Mit meinem Wagen musste ich mich da in der Gesellschaft wahrlich nicht verstecken. Der machte sich da ganz gut. Hollywood ist Hollywood. Sweetie ist das egal. Gut so. Richtig so. Echt dekadent eigentlich, so wie sie wohnt. Die Gastgeberin. Wer aber mit 90.000 Jahresgehalt prahlt (brutto, die Zahl muss sich ja groß anhören), darf das Geld auch per Schaufel zum Fenster raus werfen. Meine Erlaubnis erteilt. Geile Wohnung, definitiv. Neubau vom Feinsten. Große lange Räume. Extra Bad im bzw. am Schlafzimmer. Küche im Wohnzimmer, versteht sich an der Stelle von selbst.

2017-05-28

Eine echte Freundin

Sweetie war die gesamte Zeit eine echte Freundin für mich. Meine. Und ich ihr Freund, vielleicht sogar ihr Mann. Aber eben nicht für ein ganzes restliches Leben. Und so blieb es bei einem wunderschönen und gefühlvollen Abend, einem gemeinsamen Einschlafen Arm in Arm, kuscheln und jedenfalls für mich dem Gefühl „es könnte so einfach sein“…

Sie wäre eine tolle Frau. Definitiv intelligent. Sehr fürsorglich, sehr aufmerksam, warmherzig. Eigenschaften einer potentiellen Traumfrau für den Bachelor vom Projekt Beziehung. Und dann folgt der nächste Morgen und der fällige Abschied. Zuvor richtete Frau Geldgöre ein Frühstück für vier her. Sehr gastfreundlich. Muss ich schon sagen. Frühstück mit vier Menschen, die ich vor wenigen Stunden noch nicht einmal kannte. Undenkbar früher für mich. Scheinbar normal heute. Der Abschied fiel kurz und herzlich aus. Die Aussicht auf einen Gegenbesuch meinerseits in ihrer Stadt inklusive. Womit ich natürlich nicht ernsthaft rechnete. Ihr wisst ja…

PS: Wer war Fr. Tinder nochmal?

PPS: In der Zwischenzeit, es war eine Woche vergangen, schrieben wir uns ein paar wenige Male… Und meine Frage nach einem konkreten Treffen am Wochenende, schob sie auf. Gerade viel zu tun und so. Wir würden das später noch klären. „Okay“, dachte ich mir. Ich weiß längst was das bedeutet. Und so war es selbstverständlich auch. Die Nummer mit dem Exfreund kam wieder aus der Schublade. Deshalb würde sich das nun für sie nicht richtig anfühlen, sich erneut zu treffen. Der Alte wäre nun wieder in ihrem Leben. Und sie meinte damit nicht den aus der Fernsehserie, glaube ich. Sie dankte mir nochmals sehr für den schönen Abend, wie auch schon mehrfach persönlich. Und das war es. Wie immer bisher. Wenn es nur nicht immer schon vorher irgendwie klar wäre. Entweder stirbt der Wellensittich einer Frau und kommt allem weiteren dazwischen oder der Exfreund, der eigentlich längst tot war, steigt aus seinem Grab und kommt dazwischen. Glaube ich ihr das? Unwichtig. Aber nein, natürlich nicht. Keiner Frau glaube ich mehr irgendwas. Generell nicht. Auch sonst keinem „neuen“ Menschen. Ich glaube nur noch was ich sehe und während dem ich selbst dabei bin. Alles andere ist, da wiederhole ich mich immer wieder allzu gerne, nicht meine Realität. Es ist die Realität der Frau. Aus der Welt von Grimms Märchen. Und auch diese (Lügen-?)Geschichten haben ihre Berechtigung auf dieser Welt. Sonst hätten viele kleine Kinder und liebevolle Eltern keine nette gemeinsame Unterhaltung und Gute Nacht Geschichten zum Einschlafen…

PPPS: Das erste Mal in meinem Leben, dass ich es erlebt habe, am selben Clubabend zur Frau heim zu fahren, während sie nicht alleine in der Wohnung ist. Premiere. Referenzerfahrung. Auch das ist möglich. Haken dran, weiter gehts.

Was bisher geschah… Fr. Tinder und ich – Teil 4 von 3

Jetzt ist es Sonntag, 20:32 Uhr, und ich fange an diesen Artikel zu schreiben. Teil 4 von 3. Klingt merkwürdig, ein vierter Teil von einem Dreiteiler. Wenn dieser Artikel aber erscheint, wird Feiertag sein, der Tag der Arbeit. Den vierten Teil gibt es einfach noch kurz angefügt, so viel ist nämlich nicht passiert, dass es eine neue Serie zu Fr. Tinder und mir rechtfertigen würde. Also gibt es eine kleine Fortsetzung der bestehenden Story, mit einem fulminanten Ausgang. Fasten your seatbelts please, schnallen Sie sich an bitte.

Die Rückkehr von Fr. Tinder

Fr. Tinder war zuletzt nach ihrer 14-tägigen Reise wieder bei mir zu Hause, vier Tage lang. Während der Zeit musste ich an den meisten Tagen arbeiten, so dass wir uns meist abends nach meiner Arbeit trafen und anschließend zu mir fuhren. Morgens verließen wir immer gemeinsam das Haus. Sie ging ihren Dingen nach und ich meiner Arbeit. Am Telefon fragte sie mich vor ihrer ersten Ankunft: „Kann ich meine Yoga-Matte mitbringen? Ich hab zwei, dann kann ich eine bei Dir lassen zum Yoga machen.“ Was es damit aufsicht hat, darauf kommen wir später noch zurück.

Und bereits nach wenigen Stunden war es wieder da. Dieses Gefühl. Dieses Gefühl, das ich in den letzten drei Artikeln über sie auch schon beschrieb. Irgend etwas stimmte nicht, grundsätzlich nicht. Es fühlte sich nicht leicht an, nicht frei. Zwischenzeitlich konnte es immer wieder sehr liebevoll und harmonisch sein, allerdings stellte ich zunehmend fest, dass dies immer dann der Fall war, wenn es nicht um uns beide und unsere zwischenmenschliche Situation zueinander ging. In sachlichen Themen konnten wir verständnisvoll und bereichernd miteinander sprechen. In emotionalen Themen hingegen kam kaum mehr rechtes Verständnis auf.

Und nach zwei oder drei Tagen stellte sich ein Gefühl in mir ein, das mir sagte: „Puh. Ist das anstrengend mit ihr.“ Warum?
Fr. Tinder läuft nicht ganz rund. Sie sieht Probleme in der Bewältigung ihrer Vergangenheit, vermutlich (mindestens auch) in Bezug auf ihre gescheiterte Ehe. Ehe? Ja, Ehe. Das hab ich hier nie thematisiert, weil es für mich nicht so wichtig ist. Jedem Menschen begegne ich möglichst frei, es gibt schon genug äußerliche „Filter“, die ich an den Tag lege. Gewollt oder ungewollt. Das geht jedem von uns so. Optik und solche Dinge. Aber ob nun jemand viel Geld verdient oder wenig, oder gebildet ist oder nicht, oder verheiratet war oder ist oder nicht… was solls. „Erstmal eine Chance geben“, lautet da ganz meine Devise.

Zurück zu ihren Problemen, bzw. denen, die sie sich (selbst) macht. Sie sieht viele existentielle Fragezeichen am Horizont, Jobsituation, Familiensituation der Verwandten, Wohnungssituation. Dies und das. Und dann fühlt sie sich in Deutschland nicht so wohl wie dort, wo sie zuletzt eine Zeit lang im Ausland lebte. Dort, wo sie zuletzt 14 Tage „Urlaub“ machte. Aber irgendwie sei Deutschland doch für sie besser, weil alles geordneter sei.

Auch bei mir sei das so, sie fühle sich in meiner Nähe aufgeräumt. Alles sei so klar und so strukturiert, das gebe ihr Sicherheit und halt. Andererseits fühle sie sich aber auch nicht so frei wie in einer eigenen Wohnung.
Hm, relativ logisch, wie ich finde. Eigene vier Wände sind eigene vier Wände, andere vier Wände sind andere vier Wände. Deshalb sollte das Ziel sein beides bestmöglich zu verschmelzen. Will aus meiner Sicht heißen: Die jeweils anderen vier Wände mittel- bis langfristig zu den gemeinsamen vier Wänden zu machen.
Aber halt, nicht so schnell. Der Reihe nach.

Fleißig oder unfleißig, das ist hier die Frage

Ich bemerkte über die Tage wieder, dass ich mich zu Hause mehr einbrachte als sie. Darauf habe ich keine Lust (mehr). Also sprach ich auch das klar an. Sie sah das völlig anders. Was mir wiederum klar war. Und so diskutierten wir mehr über unsere unterschiedlichen Ansichten, anstatt zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen. Worauf ich an sich gar keine große Lust habe. Weil… ich da eine klare Meinung vertrete, und die teilte ich ihr auch mit: „Sieh mal, wenn es wirklich passt zwischen zwei Menschen, dann müssen sie sich nicht darüber unterhalten wer nun mehr oder weniger tut und ob der eine nun zwei mal abgespült hat und der andere aber dafür zwei mal öfter das Bett gemacht hat. Es passt dann einfach.“

Nur wenn es eben mal nicht passt, dann spreche ich das klar an. Besonders wenn der eine der beiden Personen arbeitet und studiert und die andere Person nicht arbeitet und auch nicht studiert. Einer hat also nicht nur für die „restliche Freizeit“ Zeit und eine schon.
Und so ging es an einem Abend auch wieder um das Thema Playstation spielen oder nicht. An zweiten Tag, an dem ich kurz mit Herr van Onnetuschn Fifa spielen wollte, ging wieder eine Diskussion los. Warum das wieder mal sein müsse, wenn sie da sei. Woraufhin ich ihr erklärte: „Du warst auch gestern da und ich habe nicht gespielt. Du wirst morgen und übermorgen vermutlich auch da sein und da werde ich wahrscheinlich nicht spielen. Was ist der Unterschied zwischen heute oder morgen oder übermorgen?“

Und so stellte ich mir nicht nur selbst die Frage: „Worüber reden wir hier eigentlich???“

Ich gönne ihr das doch immer, wenn sie sich auch mal 30 Minuten für sich selbst Zeit nehmen möchte. Ich spiele nicht 5 Stunden, sondern vielleicht 30 oder 40 Minuten.

Wehret den Anfängen

Vorsicht liebe Männer, am Anfang werden die Weichen gestellt!

Natürlich gehe ich mit diesen Dingen hier schon sehr ins Detail, mir geht es dabei in meinen Erlebniserzählungen nicht um einen Selbstzweck, sondern darum darzustellen über was für einen Käse man allen ernstes diskutieren muss. Vor Fr. Tinder war die Klette. Sie hatte ähnliche Anzeichen und Anstalten der „Vereinnahmung“ getätigt, anders zwar, aber auch. Das ist mal ein eigener Artikel wert, das Thema „Wie eine Frau still und heimlich versucht Besitz über Dich zu ergreifen.“ Vielleicht sollte ich den als schlaue Selbsthilfe-Anleitung im Stile von „5 wichtige Tipps, um sich nicht beherrschen zu lassen“ veröffentlichen.

Stoff hätte ich genug!

Und so drehte ich den Spieß um und sagte: „Was ich stattdessen echt toll von Dir fände, wäre wenn Du mir auch mal eine Auszeit gönnen und mich fragen würdest, ob Du in der Zwischenzeit etwas tolles für uns oder für mich tun könntest. Vielleicht etwas im Haushalt oder etwas kochen oder oder oder.“

Rumps, der hat gesessen. Bei ihr. Wie ich gemerkt habe.

Genug ist genug. Es ist meine Wohnung und ich hatte sie immer gerne bei mir, auch wenn es stets sehr anstrengend war. Aber irgendwann – zwischen sie abholen und hier oder dort hin bringen – ist es auch mal Zeit selbige für sich zu nehmen. Besonders wenn es nur 30 Minuten in einer Woche sind. Darüber soll man allen ernstes diskutieren? Wo doch eigentlich/angeblich sonst so gravierende Probleme in ihrem Leben existieren. Job. Arbeit. Wohnung. Familie. Ehemalige Beziehung. Und was weiß ich noch alles. Wie ich immer sage: Es ist immer irgendwas!
Das alles gegen 30 Minuten Playstation spielen gegenübergestellt…?!

Ich bin auch noch immer sehr verletzt in Bezug auf meine Vergangenheit. Aber ich ziehe niemanden runter. Im Gegenteil. Ich bot ihr nicht nur meine Hilfe an, sondern ich half ihr zwischendurch auch. Aber ich habe auch keine Lust mein Leben durch Negativität in der Lebensqualität zu senken. Und auch ein Energiefresser ist nicht mein liebstes Haustier. Also hab ich für mich beschlossen Negativenergiefresser zu meiden. Ein schönes Wort. Negativenergiefresser. Gibts auch Positivenergiefresser? Sicher. Geh mal eine Runde joggen.

Als ich sie Samstag nach Hause gefahren habe, war wieder so eine insgesamt etwas genervt wirkende Stimmung im Raum. Gerne fuhr ich sie, nachdem sie mich darum bat. Auch wenn es mit den Öffentlichen recht einfach wäre. Solche Dinge sind mir aber egal, ich mache das wirklich gerne. Schließlich gönnt sie mir es ja auch, wenn ich Fifa auf der Playstation spielen möchte, oder? 😉
Sie sprach sich zwar in den Tagen öfter aus und teilte mir ein paar mal mit, dass ich sie nicht verstehen würde, geholfen hat es uns jedoch nichts. Einige der Dinge, die sie vortrug, zeigten mir, dass sie meine Intention hinter manchen Dingen oftmals doch nicht so verstand wie ich sie positiv beabsichtigt hatte. Verständnis auf Sparflamme, sozusagen. Außerdem komme sie mit meiner ironischen Art nicht so klar. Zur Zeit, wo es ihr nicht so gut gehe, sei ihr nicht immer nach lachen zumute.
Okay, dann gehe ich damit eben in den Keller. Aber schade, dachte ich mir. Das war es doch gerade am Anfang, was ich toll an ihr fand. Ihren Humor und ihre Fähigkeit meinen Humor mitzutragen. Hm, okay.

Kein Lebenszeichen ist auch eine Botschaft

Und so verabschiedeten wir uns Samstag kurz und knapp vor ihrer Wohnung. Ich fuhr davon, zu meinen Eltern. Dort blieb ich über Nacht. Und den gesamten Samstag kam keine Nachricht. Mein Anrufversuch in der Nacht blieb erfolglos und unbeantwortet. Komisch fand ich es nicht, auch wenn es sonst immer anders war.

Gestern fuhr ich von meinen Eltern zurück im Auto. Und mein Display im Tacho zeigte einen Anruf von ihr. Also nahm ich auf der linken Spur der Autobahn das Telefonat an, drosselte etwas die Geschwindigkeit und fuhr auf die rechte Spur. Ob ich denn gerade telefonieren könne, fragte sie mich. „Klar“, sagte ich, „wie immer kann ich beim Fahren ganz in Ruhe telefonieren“.

Sie: „Ich habe nachgedacht, der Umgang zwischen uns tut mir nicht so gut. Irgendwie verstehen wir uns nicht so gut wie ich dachte. […]“

Ich kürze das hier etwas ab. Sie sprach noch drei oder vier Sätze mehr. Mich hingegen hat es nicht dazu hingerissen viel zu sagen. Ich fragte nur: „Du hast noch eine Kleinigkeit bei mir auf dem Wohnzimmertisch liegen, schick mir eine Adresse, ich schick es Dir dann zu. Alles Gute für Dich für die Zukunft.“

Ich merkte, dass sie damit nicht gerechnet hatte. Sie diskutierte bisher immer sehr gerne und sehr viel. Mir war nicht mehr nach diskutieren. Aber ich bemerkte auch, dass sie das aus dem Konzept brachte. Damit hatte sie nicht gerechnet, dass ich so kurz und knapp darauf reagieren würde.

Sie hatte aber auch nicht damit gerechnet, dass ich sehr aufmerksam war. Tags zuvor. Sie hatte alle ihre restlichen Sachen, auch ihre Yoga-Matte, wieder eingepackt und mit nach Hause genommen. Mir war klar was das zu bedeuten hatte. Ich war gedanklich längst darauf vorbereitet.

Und so ist heute der Tag der Arbeit. Für die Rechte der Arbeiter. In der Hinsicht sehe ich mich echt als Arbeiter. Wieder daygamen und clubgamen gehen, wieder von Bar zu Bar ziehen. Wieder Gas geben. Wieder Körbe kassieren, wieder Daten. Wieder ganz der Arbeiter sein.

Ein guter Anlass für mich, ich nehme das als Wink mit dem Zaunpfahl. Oder doch mit dem ganzen Zaun… auch weiterhin meine Rechte einzufordern. Ganz wie es der Feiertag auch für die Arbeiter vorgesehen hat. Das Projekt Beziehung bleibt also ein hartes Stück Arbeit für einen inzwischen abgehärteten Arbeiter. Malocher.

Was bleibt in mir zurück?

Ich fühle mich wieder frei. Keine negativen Schwingungen mehr. Keiner mehr neben mir, der mit seinem eigenen Leben nicht klar kommt und – rein aus meiner Sicht – deshalb Fehler bei anderen sucht. Keine Ahnung ob ich mit meiner subjektiven Sicht Recht habe oder nicht. Darum geht es gar nicht. Recht haben ist uninteressant. Aber es ist meine Sicht der Dinge und die zählt. Ihre zählt für sie. Meine für mich. Und wenn ich mich unwohl fühle, dann ist es gut für mich, wenn ich aktiv etwas tue um wieder ins Grüne zu kommen.

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Menschlich ist das schon schade. Ich weiß nämlich, dass sie unter anderen Umständen eine tolle Frau sein würde. Vielleicht auch für mich. Mindestens aber für jemand anderen. Ich würde vermuten, dass sie ähnliche Erfahrungen wie nun mit mir auch schon gemacht hat, bzw. mit dem nächsten Mann erneut machen wird. Ein bisschen wie in einem Kreislauf. Solange… ja solange sie nicht aus dem Strudel heraus kommt. Raus aus der Opferrolle. Das wünsche ich ihr. Und bis zu ihrem Telefonat hab ich auch versucht das bestmögliche beizutragen. Aber ich bin nicht ihr Psychiater, erst recht nicht in so einer frühen Phase. Über meine „Probleme“ bzw. Verganganheit habe ich nie etwas erzählt. Warum auch. Es sind nicht ihre Sorgen. Sie hat dafür keine Verantwortung zu tragen, also verschone ich sie damit. So denke ich in dieser Frage.

Menschlich ist es schon schade, dass es zwischen uns maximal für eine kleine Frühlingsromanze reichen sollte. Glücklich und frei zu sein (egal ob mit oder ohne Beziehung) ist aber auf Dauer wichtiger, als einem Menschen noch vor Beginn einer Beziehung beim Gesunden zu helfen und die eigenen Interessen auf Dauer zurück zu stecken.

Und deshalb ist die Story mit Teil 4 von mir auch gut zu Ende geführt. Ohne sie in die Länge zu ziehen. Das hab ich ja mit dem „Schluss-mach-Telefonat“ von ihr so gelernt, am Ende eines Kapitels einfach etwas kurz anzufügen, fertig. Ob nun zwischen zwei Menschen oder bei einem Artikel. Ein kurzes „tschüss!“.

Sachen packen, weiterziehen. Wie immer. Ganz der lonesome rider. Kein Happy-End, auch wenn ihr mir das alle so gewünscht habt. Danke Euch wirklich!
Seht es bitte positiv, es bleibt auf diese Art hier auch weiterhin spannend…

Auf eine Art ist es dennoch ein Happy-End: Ich habe mich wieder. Danke Pickup, für die Kraft, die Du mir inzwischen gibst. Die Kraft, machen zu können was ich für richtig erachte. Aussprechen zu können, was ich denke. Wievielen Menschen da draußen geht es ganz anders? Wieviele Menschen müssen sich täglich ducken, müssen ertragen und „dürfen“ etwas in einer Beziehung nicht tun, was total objektiv betrachtet „völlig in Ordnung“ wäre?

PS: Ich sehe gerade auf die Uhr. Der Artikel hat fast eineinhalb Stunden verschlungen. Die Zeit ist es mir wert. Wert um dadurch auch innerlich loszulassen. Einen lieben, aber leider aus meiner Sicht nicht freien, Menschen. Dafür bin ich es nun wieder. Frei. Auch auf diese Art frei. Anders sowieso längst. Playstation hatte ich an dem oben genannten Tag übrigens trotzdem noch gespielt. Alles hat seine Grenzen. Und die endet inzwischen spätestens bei einer Einschränkung meiner Freiheit.

PPS: Ab 22. April bin ich nach einer mehrwöchigen Approach-Abstinenz wieder nebenher bei passender Gelegenheit aktiv geworden. Bis vorgestern Nacht stand es 7 zu 0. Bis gestern Nacht 8 zu 1. Das ist meine passende Reaktion auf das Ende mit Fr. Tinder. Und dieses PPS kann ich erst heute – Montag, also am Tag nach Beginn der Erstellung dieses Artikels – ergänzen.
Es war gestern wieder so weit, so einer dieser Rockstar-Momente… Darüber werde ich diese Woche noch berichten.
(Für alle neuen Leser: 7 zu 0 bedeutet nach meiner Zählart => 7 Frauen angesprochen, 0 Telefonnummern bekommen, macht 7 exklusive Körbe, nur für mich. 8 zu 1 bedeutet => 8 Frauen angesprochen, 1 Telefonnummer bekommen.)