Die hübsche Blonde gegen Geld?

Vor einigen Tagen begann ich diesen Artikel zu schreiben. Heute veröffentliche ich ihn, nachdem ich noch ein bisschen daran gefeilt habe. So war es kürzlich an einem Sonntag Nachmittag, wie immer bereite ich sonntags die laufende Woche nach und im Laufe des weiteren Nachmittages auch stets die neue Woche vor. Es gibt eine kleine Story, die es vielleicht wieder einmal Wert ist, erzählt zu werden. Es ist nur ein minimaler Ausschnitt aus meinem aktuellen Leben. Jedoch steht es für mich sinnbildlich für die auf Langfristigkeit und Erfolg ausgelegte Lebensphase.

Schau auch mal links und rechts

Eines Abends ging ich also zum Einkaufen, das ist nun ca. 2 Wochen her. In den letzten Wochen achtete ich übrigens darauf, dass ich beim Einkaufen auch mal nach dem einen oder anderen Rehlein ausschau halte. Nicht, dass ich aktuell auf der Suche wäre – wie Du weißt. Darum geht es nicht. Ich sage stattdessen inzwischen immer, dass es wichtig ist, sich auch mal nach links und rechts umzublicken. Weg von seinen eigentlichen Kernthemen. Mein Kernthema ist nicht mehr meine Traumfrau zu finden, das habe ich in den letzten Monaten deutlich genug gemacht und immer wieder wiederholt. Um es klar zu sagen: „Traumfrauen“ gibt es nicht. Es sind Träume. Es gibt Frauen. Aber keine Traumfrauen. Aber Seifenblasen und Luftschlösser. Frauen, die wir auf Podeste stellen und ihnen Attribute wie „Traumfrau“ zuschreiben. Es sind gedankliche Projektionen der eigenen Erwartungshaltung gegenüber anderen Menschen. Menschen sind aber nicht so, wie wir sie uns vorstellen. Sondern so wie sie sind. Und wie sie wirklich sind, das wirst Du nie herausfinden.

Glaubst Du vielleicht. Ist aber nicht so. Die allermeisten Menschen wissen selbst nicht im Ansatz wer sie sind und wozu. Da gibt es ja diesen einen Mainstream-Lackaffen, diese Propaganda-Marionette, die sich Philosoph nennt, der doch schon ein paar Bücher veröffentlicht hat und eines davon klingt auch so ähnlich wie „Wer bin ich und wenn ja, wozu?“. Den genauen Titel werde ich hier nicht nennen, nur um ungewollte Verwechslungen zu real existierenden Personen zu vermeiden. Aber Du weißt sicher wen ich meine. Das ist genau die selbe Corona-Propaganda-Marionette wie die ganzen Systemhu*en im TV und in den Zeitschriften. Das hat jetzt nichts mit meinem eigentlichen Artikel zu tun. Aber bei der Frage „wer bin ich und wozu?“ musste ich einfach an diesen sozialistischen Kasper denken. Von denen diese Welt zugenüge ihr eigen nennt. Ich distanziere mich weit von den Ansichten dieser Suppenpkasper.

Nun, weiter im Text. Dadurch, dass die wenigsten Menschen sich selbst kennen, können sie auch nicht von ihrem Partner gekannt werden. So passiert es, dass sie plötzlich und völlig unerwartet Dinge tun, die niemand im Umfeld nachvollziehen kann. Mich hat dieses Schicksal vor einigen Jahren auch getroffen. Es hatte mich beinahe alles gekostet. Meinen Job, meine Gesundheit und zuletzt vielleicht noch mehr. Aber ich fand meinen eigenen Ausweg. Dem Pickuppen sei Dank. Und rasch (wir sprechen hier von einem Prozess über 2 bis 3 Jahre) merkte ich, dass das Problem nicht die Frauenwelt war. Nicht die Umgebung. Nicht das System. Nicht einmal ich. Sondern, dass ich wie ein völlig naiver Holzkopf versuchte gesellschaftlichen Mustern zu entsprechen und die Erwartungshaltung anderer zu bedienen und zu erfüllen. „Erst die Meinung der anderen, dann komme ich.“. No fu**ing way, nicht mehr! Jetzt ist jetzt. Damals war damals. Das Pickuppen würde ich heute als Einstieg in eine andere Welt sehen. Zu mehr taugt das nicht. Mit Persönlichkeitsentwicklung hat das nur anfangs zu tun. Es ist wie als Baby die ersten Schritte zu lernen, ohne hinzufallen. Definitiv wichtig. Aber reicht das alleine, um den Mount Everest zu besteigen?!

Jedenfalls drehten sich damals meine Gedanken um Dinge, die für die meisten Menschen die elementaren täglichen Fragen darstellen, wenn sie partnerlos sind. Man dürfte nicht alleine sein. Man bräuchte eine Partnerin. Man müsse sich familiär binden. Und am besten doch (endlich) heiraten. Kinder sollten auch nicht fehlen. Attraktiv und gebildet solle sie sein, die liebe Frau. Ja genau, lieb sein natürlich auch. Und fleißig. Gerne auch häuslich. Keine Schlam**. Wow. Wo gibt es denn so jemanden? Das muss ja eine Tausendsassa-Frau sein! Gut, also was musste ich als Mann tun, um endlich endlich mein so gewünschtes und gesuchtes Gegenstück zu finden? Hart an mir arbeiten. Sport. Ernährung. Mentale Entwicklung. Persönlichkeitsentwicklung. Also das Gegenteil dessen, was ich zu diesem Zeitpunkt aktiv tat. So gab ich also Vollgas. Und ich erzielte meine Erfolge. Rasch sogar, wenn ich im Nachhinein darauf blicke. Solle mir niemand sagen, dass Entwicklung nicht möglich sei. Ganz im Gegenteil. Weit über 2000 Konversationen mit Frauen, unzählige Dates, viele peinliche und lustige Erlebnisse später gelang es mir, meine vermeintliche Traumfrau zu finden. Das dauerte „nur“ ein gutes Jahr. Inzwischen ist das Traumschloss längst der Geschichte zum Opfer gefallen, weswegen ich vor knapp 2 Jahren diesen Blog wieder aus der Mottenkiste hervor holte und das Projekt Beziehung Teil 2 zu neuem Leben erweckte.

Und rasch kehrte ich in meine alten und irgendwie doch neu erlernten Muster zurück. Ich machte mich wieder fit, nachdem ich mich in der Beziehung zuvor etwas habe schleifen lassen. Sport. Ernährung. Optik. Klamotten. Vollgas und ab auf die Piste. Wieder in die Clubs, wieder in die Bars. Wieder Pickuppen in Cafés, Restaurants, Lokalen, auf dem Weg zum Zug, in Parks, in Fußgängerzonen, in Buchläden, überall. Und es dauerte wieder nicht lange, dass der Erfolg sich einstellte. Damals konnte ich mir nicht sicher sein, ich kannte das Thema „Wiedereinstieg“ noch nicht. Ich kannte den Einstieg in die Welt des Pickuppens. Aber ich wusste nicht, ob es beim „zweiten“ und „nächsten“ Mal wieder so erfolgreich verlaufen würde.

Eine völlig neue Qualität und neue Herausforderungen

Die Unterschiede stellten sich auch rasch heraus. Das Prickeln war nicht mehr dasselbe, fast nicht mehr da. Andererseits galt: „Was Hänschen einmal lernte, wird er nie mehr verlernen“. Ich lernte wieder nette Mädls kenne, mehr oder weniger nette Mädls. Ein paar davon waren auch wirklich äußerst attraktiv, keine Frage. Da war von einem ukrainischen Amateur-Model, über eine Verkäuferin in einem Designer-Store bis zur 2-fachen häuslichen Mama viel Auswahl dabei. In vielen Altersabstufungen, Haarfarben, Dialekten und sozialen Hintergründen. Nicht immer wurde etwas daraus. Mit manchen wurde es intim. Mit anderen nicht. Es war lustig. Es brachte mir neue Erfahrungen. Die wertvollste war: „Ich kann es immer noch!“ Und das hat sich bereits damals als gegeben eingebrannt und gilt noch heute. Wie ein Tattoo. Aber ich habe etwas viel Wertvolleres dabei herausgefunden: Noch immer war ich der selbe Idiot, wie die meisten Typen da draußen. Sorry, ob der klaren und ehrlichen Worte. Es ist meine Empfindung, ich kann nichts dafür. Rechne mir wenigstens an, dass ich ehrlich bin. 😉 Ich meine das nicht verächtlich. Sondern eher aus Mitleid. Weil ich selbst lange zu diesen Typen zählte. Die vollkommen idiotisch gesellschaftlichen Erwartungshaltungen hinterher laufen. Man müsse eine Frau finden. Man könne doch nicht ständig alleine seine Zeit verbringen. Was würden denn die anderen über einen denken?! Und überhaupt könne man so schwer alleine einschlafen, es würde sich so leer anfühlen. Was ein Bullsh**. Das Einzige, das bei diesen Menschen mit diesem Mindset (und bei mir lange Zeit ebenfalls) wirklich leer ist, ist der Raum in ihrem Geist. Den sie mit nichts Sinnvollem zu füllen wissen. Selbsterkenntnis. Entwicklung. Ausrichtung. Handlung. Dinge sind das, die restlos fehl(t)en.

Ich hatte nach einigen Monaten des Pickuppens irgendwie den Sinn dahinter zunehmend stärker hinterfragt. Was auch daran lag, dass ich mich mehr und mehr in die Welt der tatsächlichen Persönlichkeitsentwicklung begab. Ich beschäftigte mich immer weniger mit dem Thema „wie lerne ich eine Frau kennen“, sondern nur noch damit, wie ich mich selbst kennen lernen konnte. Um endlich zu dem zu werden, was wir Männer uns alle wünschen: Sich von einem Pseudohelden zu einem echten Helden zu entwickeln. Ganz unabhängig der Bewertung anderer. Mich interessiert die Meinung anderer über mich zunächst überhaupt nicht. Außer es ist jemand, den ich als Vorbild ansehen kann. Die Realität ist, dass man das meiste Feedback von Menschen bekommt, die auf einer anderen Entwicklungsstufe stehen als man selbst. Um es klar zu sagen: Auf einer Entwicklungsstufe, die noch erhebliches Ausbaupotential aufweist. 😉 Oder anders gesagt: Feedback erhält man meist von unten. Während die Menschen oben die Klappe halten und gar keine Zeit dafür haben, sich um das Leben anderer Gedanken zu machen. Deswegen sagt gegebenes Feedback auch mehr über den Geisteszustand des Feedback-Gebenden als über den Feedback-Empfänger aus. Denk darüber nach.

Mein Leben erhielt einen neuen Sinn. Ich gab mir selbst den neuen Sinn. Weil ich meine Ziele fokussieren lernte. Mein Ziel ist die finanzielle Unabhängigkeit. Ich habe mich für einen askethischen Weg entschieden. Den brutalst möglichen. Manche könnten dazu auch „Mönch-Sein“ sagen. Wenn es um Selbstkritik geht, spare ich an mir selbst am wenigsten. Ich drehe jede Schraube um, tüftle an den letzten Feinheiten und versuche stets das Optimum herauszuholen. Aktuell arbeite ich wieder an meinem Sixpack, den ich bis letzten Sommer erreichen wollte und bis jetzt immer noch nicht erreicht habe. Zu mehr als einem sichtbaren Bauchmuskelansatz reichte es nie. Für mich war dieser Corona-Schwachsinn ein Geschenk des Himmels. Ständig Home-Office. Viel mehr Zeit für mich. Alles hat sich entschleunigt. Gut, die Bars und Clubs fehlen mir tatsächlich inzwischen ein wenig. Aber alles andere ist im Überfluss da, vor allem Zeit. Relativ im Überfluss natürlich nur. Verglichen mit der Pre-Corona-Zeit. Und Du kannst mir glauben, dass ich die Zeit so intensiv genutzt habe wie wahrscheinlich nur wenige Menschen. Ich habe einen 40-Stunden-Job. Aber ich sitze seit 1 Jahr so intensiv an meinem Rechner, dass ich mir währenddessen im Selbststudium eine eigene Ausbildung verpasst habe. Eine Ausbildung für einen Beruf, der eigentlich keinen richtigen Titel trägt. Ich würde sagen: Hedgefonds-Manager. Täglich zwischen 3 und 14 Stunden lernen, üben, lernen, üben und danach lernen und üben. Dazu 1 Stunde Sport. Nahrungsergänzungsmittel. Saubere Ernährung. Und ich befinde mich gerade in meiner Diät-Phase. Der Sixpack ist zum Greifen nah. Noch ein paar Wochen, dann ist der Frühling da und ich habe die absolute Topform meines Lebens. Nicht nur körperlich. Und nach all der investierten Zeit an den Börsen dieser Welt, könnte ich heute ziemlich sicher bei jedem Hedgefonds arbeiten. Will ich es? Interessant wäre es. Brauche ich es? Fu** you, nein! Ich presse den Erfolg schon selbst(ständig) aus der Zitrone! Wenn Du gut werden willst, musst Du alleine klar kommen. Immer. Besonders wenn das Glas verdammt fest zu ist!

Selbst ist der Mann! Arbeitest Du für einen Hedgefonds oder eine Vermögensverwaltung (das ist die Alman-Version eines Hedgefonds, d.h. etwas für den Typ „Finanzbeamter“), so kriechst Du doch wieder jeden Tag irgendwem in den Ar***, um abends beim Verlassen des Büros auch noch „Danke“ dafür zu sagen. Also gilt: Selbst ist der Mann! Ich habe verstanden, dass eine Frau nur ein Beiwerk des eigenen Lebenswerkes sein kann. Niemals der Mittelpunkt. Genauso wie ein Kapitän sich in erster Linie um sein Schiff kümmern sollte und nicht darum, ob im Speisesaal die Glühbirnen schon alle auf LED umgestellt sind oder nicht. Meine Vergleiche mögen manchmal absurd sein. Sind sie bestimmt, gebe ich gerne zu. Es geht darum zu plakatieren, zu provozieren, zu inspirieren. Absurditäten gehören zum Leben. Nimm nicht alles so ernst. Es ist viel zu irre, um zu ernst genommen zu werden. Meine Herausforderung sehe ich inzwischen darin, mich selbst weiter zu entwickeln und täglich selbst herauszufordern. Die Herausforderung ist das Mich-Selbst-Herausfordern! Dabei meine Psyche kennenzulernen und möglichst gut in den Griff zu bekommen. Die gesamte Klaviatur des Geistes kennen und spielen zu lernen.

Die Aktien- und Kapitalmärkte ermöglichen mir das. Es ist wie ein Eliteclub, in den doch jeder Hans-Wurst Eintritt erhält. Hier weist Dich kein Türsteher ab. Hier bist Du immer herzlich willkommen. Solange Du Deine Kohle da lässt. Wehe, wenn Du vor haben solltest, tatsächlich mit Kohle unterm Arm täglich den Laden verlassen zu wollen… Wehe! Dann schlägt das Imperium bitter zu. Hier trittst Du täglich gegen die Besten an. Dein Gegner sind nicht die anderen kleinen Kapitalanleger oder Zocker. Sondern die KI-gesteuerten Hochleistungsrechner in großen Bankhäusern und Hedgefonds. Dazu die jahrelange Erfahrung einiger weniger Vollblut-Trader. Zu letzteren entwickle ich mich Stück für Stück. Mit nicht geringem Stolz, wie Du bestimmt herauslesen kannst. Die Börse ist ein Abbild der Realität, Gier und Angst sind auch hier die treibenden Faktoren. Sie wechseln sich ab. Es liegt an Dir, als Kapitän die richtige Balance im Umgang mit dem Gaspedal zu finden. Es gelingt mir immer besser. Genaue Statistiken gibt es nicht. Aber schätzungsweise 80% der Menschen verlieren Geld an der Börse. Manche sagen es seien 90% oder gar 95%. Irgendwo in dieser Größenordnung wird die Realität liegen.

Zurück zum Anfang, die Story beim Einkaufen

Und da ich meine Mission im Leben gefunden habe, nämlich meine geistige Entwicklung, an dessen Ende ich dann mein langfristiges Ziel, die finanzielle Freiheit, erreicht haben werde, geht es mir so gut wie noch nie. Ich weiß inzwischen wofür ich morgens aufstehe. Mir fehlt niemand an meiner Seite. Mir genügt ein Mensch vollkommen. Ich mir. Mit dem habe ich genug zu tun. Das ist ein irrer Typ, das kann ich Dir aus Erfahrung sagen. Wenn der etwas tut, tut er es mit einer dermaßenen Überzeugung, dass manchen auf dem Weg dabei auch mal der Atem stocken kann. Wenn ich müde werde, erhöhe ich einfach das Tempo. Ich habe inzwischen verstanden, dass Erfolg eine bewusste Entscheidung ist. Erst musst Du Dich für den Erfolg entscheiden, danach folgen die Resultate. Es ist niemals anders herum. Auch so ein schwachsinniger Irrglaube dieser Matrix-Welt. Egal in welchem Lebensbereich. Disziplin ersetzt niemals Talent. Talent ist in Wahrheit nichst als Disziplin. Das was ich seit über 1 Jahr mit höchstem Fokus täglich abliefere, ist aus meiner persönlichen Sicht übermenschlich. Ja, nenne mich irre oder größenwahnsinnig. Aber nein. Auch das gehört dazu, endlich verstehen zu lernen, sich selbst richtig einschätzen lernen können zu müssen. Um erfolgreich sein und werden zu können. Wir werden gesellschaftlich dermaßen klein gehalten und gemacht und machen uns alle gegenseitig klein, dass wir fast schon eine Antipathie entwickeln gegenüber erfolgreichen Leuten. Und vor allem gegenüber uns selbst. Denk darüber nach, ob das natürlich und gesund ist?

Es ist jedenfalls nicht normal, neben seinem Job einen zweiten Job komplett von Grund auf zu lernen. Wobei mehr Zeit in den zweiten Job fließt als in den ersten. Aber es ist meine Passion und zum ersten Mal verstehe ich, woher wahrer Erfolg auf Dauer nur kommen kann. Aus Leidenschaft. Etwas, das wir Menschen in aller Regel nicht verspüren, wenn wir einem langweiligen unnützen 9-to-5-Job nachgehen. Leidenschaft bringen wir in der Regel weder im Job noch auf der Suche nach einer tollen Beziehung mit. In Wahrheit sind wir täglich auf der Suche nach Anerkennung und Bestätigung. Man muss zumindest so viel verdienen, dass man sich einen VW Passat leisten kann. Der Standard-Wagen für den Standard-Mann. Damit die Nachbarn nichts Blödes über einen denken. Man muss sich zumindest so viel leisten können, dass eine Frau einem eine Chance gibt. Was für eine beschi**ene Verlierer-Einstellung! Niemand muss Dir irgend eine Chance geben! Du hast das vollständige Recht Dir jederzeit alles zu holen, was Du möchtest. Erfolg ist nicht patentiert. Aber warum tun wir dann alle ständig so als sei er von einigen Wenigen gepachtet? Nochmal an die vollkommen gehirngewaschene Gesellschaft: F*ck you!

Danke für Deine Geduld. Jetzt geht es wirklich an die Hauptstory. 😉 Und so stand ich zwischen den Obst- und Gemüseregalen. Und erblickte ein Mädchen unter ihrer Enten-Maske. So sehen die tollen FFP2-Masken doch aus. Wie ein Entenschnabel. Die knallrote Jacke war aber zu auffällig, ich konnte sie nicht übersehen. Dazu glatte lange blonde Haare. Schlank. Mega. Obwohl ich nicht auf Blond stehe, aber gerade deshalb muss es dann schon eine Ausnahmeerscheinung sein. Ich kümmerte mich erstmal weiter um den Einkauf und dachte mir, dass ich sie bei passender Gelegenheit ansprechen würde. Noch ehe ich mein Gemüse in den Einkaufswagen gepackt hatte, war sie verschwunden. Hm. Pech gehabt. Sie. Nicht ich. Is klar.

Nach einigen Minuten des Schlenderns im Laden, begab ich mich zum Kassenbereich. Und auf dem Weg nach draußen erblickte ich sie sitzend beim Bäcker, der in dem Supermarkt integriert ist. Na dann, vielleicht sollte sie doch noch Glück haben? Also gut, kurz mal hallo sagen geht doch immer. Wir unterhielten uns ein paar Minuten. Sie war wirklich attraktiv. Allerdings doch keine Granate. So eine dämliche Entenmaske taugt maximal dazu, die Phantasie anzuregen. Witzig finde ich, wie die Mädls immer reagieren, wenn man die eigene Maske abnimmt und sie dann darum bittet, es einem gleich zu tun. In Wahrheit sind sie doch immer alle froh, wenn sie in dieser trostlosen Zeit angesprochen werden. Nun, sie war mit der Verkäuferin bei der Bäckerei befreundet und so band ich so gut es ging ihre Freundin mit in die Konversation ein. Und irgendwann… ich bemerkte, dass da definitiv Sympathie da war… wollte ich so langsam mal zum Thema Wiedersehen kommen. Allerdings kam mir ihre Freundin damit zuvor, dass sie in einem Nebensatz den Freund der blonden Schönheit erwähnte. Hm. Sie hat einen Freund? Also doch Pech gehabt. Sie. Nicht ich. Is klar.

Ich stellte mich auch nach dieser Information beiden vor, alles andere finde ich unerzogen. Innerlich musste ich grinsen. Ich amüsierte mich prächtig, als ich erfuhr, dass sie einen Freund hatte. Ich dachte mir nur: „Schade, wirklich Dein Pech.“ Und so genoss ich dennoch das restliche abwechslungsreiche Gespräch. Aber irgendwann war dann ja auch mal gut, also zog ich weiter. Im Auto angekommen dachte ich kurz über die Situation nach und kam zu folgender Erkenntnis. Wie Du weißt, beschönige ich nichts. Der Blog hier lebt davon, schonungslos offen und ehrlich zu sein. Mein Gedanke war: „Junge, das was Du die letzten Monate außerordentliches geleistet hast, hat Dich an einen Punkt gebracht, an dem Du alles haben kannst, was Du möchtest. Ob ein neues Auto. Oder eine neue Frau oder was auch immer. Aber Du hast Deine Mission. Und die Mission ist das Einzige, das Du noch nicht erfüllt hast. Und die Mission ist der askethische Lebensweg zum Ziel der finanziellen Freiheit. Meinst Du allen ernstes, dass Du die letzten 12 Monate mit einem Mädchen an Deiner Seite auch nur im Ansatz so weit gekommen wärst?“ Mir war sofort klar, dass ich derzeit unmöglich regelmäßig Frauen daten könnte. Es ist zeitlich schlichtweg nicht möglich. Ich würde weder meinen aktiven Handel an den Börsen schleifen lassen wollen noch meinen Sport.

Dafür bin ich einfach zu erfolgreich in meiner Entwicklung. Es existiert schlicht kein Grund einen anderen Pfad zu beschreiten. Eine Frau kann mir – in Abwägung zu meinen körperlichen, geistigen und finanziellen Leidenschaften – einfach zu wenig bieten. Umgekehrt wäre es sicher anders. Ich hätte genug zu bieten, bis auf eine Sache… Zeit! Ich könnte und würde ihr ganz sicher nicht ausreichend Zeit bieten (können/wollen). Und die Wahrscheinlichkeit, dass ich mein weibliches Pendant treffe, ist und bleibt statistisch abnormal gering. Damit meine ich eine Frau, die in etwa auf Höhe meines Lebensweges ist oder gar mir voraus. Also ist die Wahrheit für mich einerseits bitter. Aber andererseits auch bittersüß: Eine Frau an meiner Seite würde mich nur aufhalten und zurück ziehen. Und auf der Haben-Seite? Sie würde mir Abwechslung in meinen Alltag bringen und mir Spaß und Freude bereiten, keine Frage. Und umgekehrt sicher auch. Ich nehme das Leben auf eine ganz andere Art als früher nicht mehr so ernst, dafür andere Dinge richtig knackig ernst. Nicht mehr ernst nehme ich alles was das „normale“ Leben betrifft. Ausgehen, Spaß haben, Zeit verbringen, Herumblödeln, Beziehungen, solche Dinge. Aber ernst – verdammt ernst – nehme ich meine endlich entdeckten großen Leidenschaften: Gesund und erfolgreich zu sein, zu bleiben und weiter zu werden. Wachsen! Menschen inspirieren. Vor allem mich. Aber nicht nur.

Jetzt kannst Du natürlich zurecht entgegnen: „Was machst Du Dir Gedanken um das blonde Mädchen. Es wäre doch sowieso nichts mit ihr geworden, weil sie vielleicht einen Freund hat oder auch weil sie möglicherweise sowieso nicht „ja“ gesagt hätte.“ Dazu kann ich nur sagen: Was spielt es für eine Rolle? Diese Blonde. Oder jene Braunhaarige? Oder das Model da vorne oder eine andere? Die meisten Menschen ersetzen sich doch sowieso ständig gegenseitig, wie Schuhpaare. Nicht, dass ich das gut finde. Das weißt Du auch. Ich bin längst wieder auf den treuen Lebenspfad zurück gekehrt. Für immer! Definitves Ehrenwort! Aber ich bin nicht der Boxsack für die (Frauen-)Welt. Ich bin nicht deren emotionales Taschentuch. Und auch nicht deren netter Zeitvertreib. Es spielt für mich keine Rolle. Kennst Du Eine, kennst Du (fast) alle. Wir sind instinktgesteuerte Triebwesen. Das wars. Mehr nicht. Ich wäre schon enorm froh, wenn ich mal einer herzlichen, natürlichen und geistig-bewusst entwickelten Frau begegnen würde. Sie müsste mir nirgends voraus sein und auch nicht einmal auf Augenhöhe. Ich wäre mit wenig zufrieden. Aber wie wahrscheinlich ist das? Es gibt doch die Männer dazu auch nicht. Und so orientieren sich beide Geschlechter aneinander. Nur wenn Du über eine ganze Gesellschaft ausschließlich Blinde paarst, macht das noch lange keine Sehenden aus ihnen. Es fehlt vollständig an Spiritualität. An Achtsamkeit, Bewusstsein und echtem Sein. Grüße, wie immer, an Eckhart Tolle. Und solange ich nicht so jemandem begegne, brauche ich doch keine Minute darüber nachzudenken mich von jemandem länger als nötig aufhalten zu lassen.

Und auf dem Heimweg im Auto sinnierte ich noch etwas weiter: „Gerade die letzten Wochen waren die erfolgsreichsten seit Beginn mit meinem „Vollzeit-Trading“ (als Zweitjob!). Wäre es das bisschen Dating wirklich Wert, das Erreichen der finanziellen Unabhängigkeit hinten anzustellen? Nur um zu? Was eigentlich? Ein bisschen Spaß? Abwechslung? Sex? Was eigentlich?“

Über konkrete Zahlen werde ich hier nicht sprechen. Viele in meinem Umfeld wissen von meiner neuen bzw. wahren Leidenschaft, aber absolute Werte spielen keine Rolle. Ich frage auch niemanden was er verdient. Wichtig sind vielmehr die Relationen. Das Prinzip ist einfach: Wenn Du kein Handwerker bist und auch sonst kein Dienstleister, bleibt nur die Börse. Geld verdienen mit Geld. So einfach würde ich das nennen. Nichts anderes ist die Börse. Und ich kenne auch viele Menschen, die mich noch so kennen wie vor einigen Jahren. Sparsam. Da hatte ich mich noch nicht sonderlich intensiv mit dem Thema Kapitalmarkt beschäftigt. Ich war also Durchschnitt, in den Finanzen genauso wie als „Mann“. Otto-Normal-Buckler eben. Hier im Blog kann ich etwas auf die Pauke hauen. Im echten Leben hingegen verschreibe ich mich weiterhin meinem Lieblingsstil des Understatements. Nicht, dass mich irgendwer falsch versteht: Ich bin von meinem Ziel der finanziellen Freiheit noch ein gutes Stück entfernt. Aber der Abstand schmilzt wie Vanielleeis in der Sonne. Wie ist das möglich? Lernen, üben, lernen, üben, lernen, üben… ständig konträr denken (!) und…? Vollgas. Im Schnitt 10 Stunden am Tag! Dazu hoher Fremdkapitaleinsatz. Meine zu Jahresanfang selbst ausgegebene Eigenkapital-Zielrendite für das laufende Jahr 2021 beträgt 20% (vor Steuern). Profis wissen wovon ich spreche: Das ist immens, wenn man es aufs Gesamteigenkapital rechnet. Nicht auf irgend ein einzelnes Portfolio. Nein, aufs Gesamtkapital!

Dazu zähle ich alles. Eigenkapital heißt auch Eigenkapital. Also zähle ich jeden Groschen rein, auch die aus der Spardose. Du kannst ja mal zusammen zählen was Dir gehört. Immobilien? Aktien? Spargeld? Lebensversicherung? Geld im Sparstrumpf? Alles addieren. Davon 20%. Das ist irre viel. Wirklich. Und im Moment liege ich bei ca. 35%, nach nicht einmal 6 Wochen im Jahr 2021. Also nicht 20% im Jahr, sondern 35% in 6 Wochen. Es ist eine pervers erfolgreiche Phase gerade. Ja. Genau deswegen gebe ich so viel Gas. Das Leben verläuft immer in Phasen, die erfolglosen ebenso wie die erfolgreichen. Wenn Du auf einer Welle reitest, reite sie aus! Den Schwung muss ich derzeit nutzen. Einerseits das Gaspedal voll durch gedrückt, andererseits ständig die Finger an der Handbremse, um die Vollbremsung einzulegen, sobald die Gewitterwolken auftauchen. Werden die auftauchen? Ganz sicher! Werde ich Schiffbruch erleiden können? Aber klar. Muss aber schon mit dem Teufel zugehen, wenn das passieren soll. Ich habe in der härtesten Marktphase des Jahres 2020 im Frühjahr mit dem Corona-Crash meine Depots auf neue Höchststände geschraubt. Klar gab es anfangs eine kleine Delle (ca. 10% Drawdown im Trading-Portfolio), aber bereits mitten im Abwärtsstrudel stand ich finanziell höher als vorher da. Wie ist das möglich? Nun… (eigener) Hedgefonds-Manager sein oder eben langweiliger Vermögensverwalter (Du weißt schon: Typ Finanzbeamter). Diese Schere geht eklatant weit auseinander. Und es ist wie immer im Leben: Man muss sich entscheiden auf welcher Seite man mitspielen möchte. Ich gebe mich nicht (mehr) mit durchschnittlich attraktiven Frauen zufrieden, also mime ich auch nicht den Finanzbeamten. So einfach ist das. Neige ich zur Überheblichkeit? Deine Entscheidung, Deine Bewertung. Ich beschreibe nur den Ist-Zustand. Es ist aber trotz oder gerade wegen allem nur eine Momentaufnahme. Aber immerhin eine süße. Auf das bisher Geleistete bin ich verdammt stolz. Aber ich ruhe mich nicht darauf aus. Ganz sicher nicht. Das ist ein Versprechen. Und ich bin mir der Risiken bewusst, keine Sorge. Ich bin schon groß, kann das ganz gut selbst entscheiden und handhaben. 🙂

Keinen Millimeter abrücken vom Fokus!

Also wozu eine Freundin? No way, Freunde. Ich hab meinen Fokus. Wenn Du Dich jetzt fragst, warum ich dann dennoch das Mädchen angesprochen habe…? Nun. Es ist für mich klar und überhaupt kein Widerspruch. Es gehört alles zum Leben. Man kann beim Fahren nicht nur geradeaus sehen, sondern muss sich auch mal nach links und rechts umblicken. Warum? Um zu erkennen, wo „geradeaus“ eigentlich ist. Um auf Spur zu bleiben. Ich schließe sicher nicht aus, hin und wieder ein Date einzuschieben. Aber es muss sich lohnen. Sie muss einfach verdammt attraktiv sein. Mein Leitspruch: „Hauptsache hübsch“ gilt nach wie vor zu 100%. Kochen kann ich selbst, mache ich jeden Tag. Putzen kann ich auch. Bügeln auch. Waschen auch. Geld habe ich genug, um mir leisten zu können was ich möchte. Meine geistige Unabhängigkeit habe ich mir in den letzten beiden Jahren (zurück-)erarbeitet. Was kann mir also eine Frau bieten? Nichts? Falsch! Sehr vieles sogar! Aber nichts, das mich entscheidend in meiner Entwicklung weiter bringen würde. Wenn sie nicht diese Ausnahme-Erscheinung ist. Wie oben schon geschrieben: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, keine geistig-bewusste oder gar spirituelle Frau kennen zu lernen? Alle anderen Frauen könnten im besten Fall das Salz in der Suppe sein, im schlechtesten Fall das Haar darin. Sie wäre im besten Fall wie die frischen Kräuter im Salat. Sie wäre wie ein leckerer Cocktail an einem Sonnenstrahlen erfüllten Tag auf der Dachterasse eines wundervollen Cafés. Aber sie wäre nicht das Gebäude. Sie wäre auch nicht die Sonne. Nicht einmal ein Teil der Sonnenstrahlen. Ich bekomme in meinem Umfeld oft gesagt, dass ich „falsch“ denken würde oder wie ich so „nur denken könne“. Leute… Leute… Puh! Wie war das mit dem Feedback? Blickt Euch um. Seht Euch Eure eigenen Beziehungen an, ganz sicher nicht böse gemeint. 90% der Beziehungen sind tot. Hüllen. Verblasste Zeiten. Konzepte, die sich überlebt haben. Seid mal ehrlich zu Euch selbst!

Ich denke sogar, dass es noch nie völlig anders war. Früher blieb man zusammen, früher spielten und beherrschten Frauen noch nicht so perfekt das Spiel der Hypergamie. Aber es gehört zur dringend nötigen Emanzipation des Mannes, mit dem kulturellen Wandel des Gender-Mainstream Schritt zu halten. In Zeiten von Frauen-Quoten müssen wir uns anpassen. Ob wir wollen oder nicht. Entweder verstehen wir, dass wir in einer vollkommenen Fake-Welt leben. In der derzeit die Frauen im Fokus der restlosen Gehirnwäsche stehen (Stichwort: Du bist mehr Wert als ein Mann! Du kannst genauso viel verdienen! Gib Deine Kinder in die Krippe! Geh arbeiten, Du Steuer-Sklavin!). Über Jahrtausende wurden die Männer ausgebeutet, indem man sie in sinnlose Kriege schickte und Schuften ließ. Damit die übrigen Frauen im Überfluss von der Herrscher-Kaste genommen werden konnten oder alternativ als Gebärmaschinen für die Nachzucht der nächsten Heeres-Armee herhielten. Der Mann hat die Pille längst geschluckt. Sterben fürs Vaterland. Nun vergreift man sich an den Frauen, wider jede Natur.

Ich klage an. Natürlich. Ich mahne. Ich zeige auf. Alles richtig. Doch ändern werde ich am System nichts können. Es gehören wie überall 2 dazu. Einer, der sich peiningen lässt und den Peiniger. Ich beteilige mich an diesem Spiel nicht mehr. Ich ziehe nur meine Konsequenzen daraus. Und die besteht in der vollständigen Selbstermächtigung. Dabei versuche ich so natürlich zu bleiben und zu sein, wie es nur möglich ist. Ein echter Held braucht keine Frau. Er steht für sich alleine. Er braucht niemanden. Zuletzt nicht einmal sich selbst. „Brauchen“ ist ein Ausdruck des „nötig habens“, es kommt nicht aus der Fülle, sondern aus der totalen Bedürftigkeit. Beziehungen scheitern daran, dass mindestens einer den anderen nötig hat. Anstatt etwas zu geben zu haben und dadurch für Mehrwert zu sorgen. Verlieren wir jemanden, sind wir traurig, weil derjenige unsere Leere nicht mehr füllt. Diese Denkweise führt zum Scheitern noch bevor eine Beziehung je beginnen konnte. Weil wir nichts über uns selbst wissen, aber meinen alles über den anderen zu wissen. Wie naiv ist das denn? Und so freue ich mich abnormal auf meinen weiteren Weg. Der von Rückschlägen gepflastert sein wird. Aber auch von enormen Erfolgen. Das fein dosierte Spiel mit dem Gas wird das Ergebnis des Rennens entscheidend. Immer weiter Richtung Horizont!

PS: Und beim nächsten Mal geht es darum, warum es nach meinen neuesten Erkenntnissen für Otto-Normal-Bürger besser ist, gar nichts anzusparen und auch niemals mit dem Investieren zu beginnen. Scherz? Kein Scherz! Auch etwas, das ich auf meinem finanziellen 2. Bildungsweg gelernt habe. Sei gespannt. Es wird vielleicht sogar ein Gamechanger für Dich. Wenn Du möchtest.

Weil ich gerade einfach Lust habe zu schreiben…

Ich sage es mal so… seit Monaten gehe ich meinen ganz eigenen Weg. Tagein und tagaus geht es für mich nur um das Thema Fortbildung, Investments und Börse. Ja und Sport, nicht zu vergessen. Für einen ganz persönlichen Jahresrückblick ist es wohl noch ein paar Tage zu früh. Aber eines kann ich jetzt schon sagen: Es ist bis jetzt das beste Jahr meines Lebens! Aus zwei Perspektiven… aber nicht aus allen. Oder doch?

Der Herrscher über die Fernbedienung

Die letzten Monate waren durchaus turbulent, was weniger an meinem Innenleben lag. Das bewegt sich seit geraumer Zeit auf einer antrainierten emotionalen Nulllinie. Würde man mich an ein Emotionen-EKG anschließen, könnte es durchaus einen durchgehenden Piep-Ton geben. Bin ich so langweilig geworden? Mitnichten. Aber ich trainiere mich und meine (Nicht-)Emotionen, was das Außen betrifft. Ich versuche sozusagen soweit es geht mit meinen Gedanken und Emotionen in mich zu kehren. Am meisten aus mir heraus gehe ich nur in meinem Job, da schaffe ich es noch nicht so konsequent das zu unterlassen. Wenn wieder einmal in unendlich langen Meetings (und inzwischen Telkos) nur heiße Luft verzapft wird. Und an den wenigen interessanten Stellen die Anderen regelmäßig durch Inkompetenz glänzen. Hier muss ich definitiv besser werden, was meine Emotionalität betrifft. Es gelingt mir zuweilen sogar, in diesen Momenten ebenfalls auf der emotionalen Nulllinie zu balancieren. Aber eben nicht immer.

Grüße gehen an der Stelle raus an Eckhart Tolle. Du wärst wirklich Stolz auf mich. Nicht im Job. Aber im Privatleben. Das beste Training ist dabei tatsächlich mein tägliches Agieren an den Finanzmärkten. Wie meine ich das? Die Einflüsse auf die vielen Kursgeschehen stammen – da stimmt mir sicher jeder zu – nicht von mir. D.h. ich beeinflusse die Börse nicht. Gegenfrage: Warum sollte das dann im restlichen Leben anders sein? Und da beginnt für die meisten Menschen das Problem, so sehe ich es jedenfalls. Die meisten Menschen nehmen sich selbst viel zu wichtig und sehen sich selbst als den Mittelpunkt der Erde. Gerne verweise ich dazu auf einen meiner früheren Artikel (Philosophischer Sonntag – Wo ist der Mittelpunkt der Erde?). Diese Ansichtsweise führt jedenfalls regelmäßig zu Niederlagen. Denn genauso wenig wie an der Börse, setzen wir nicht die hauptsächlichen Ursachen für das initiale Geschehen im restlichen Leben um uns herum. Ja, ich weiß um Bruce Lipton und Joe Dispenza, keine Sorge. Quantenphysik und so. Der Einfluss der eigenen Gedanken auf die sich daraus ergebende Materie. Gedanken erschaffen Materie. Alles schön und recht. Aber das meine ich nicht. Will heißen: Du kannst zwar die Fernbedienung bedienen, was aber in dem Programm läuft, das bestimmst ganz sicher nicht Du. Und dieses Verständnis ist den meisten nicht klar.

Ich würde mich an der Stelle sogar auf eine Diskussion mit Anhängern von Dispenza und Lipton einlassen, keine Frage. Aber bleiben wir beim Börsengeschehen, dann ist das so: Ich komme mit einem kleinen bisschen Geld um die Ecke. Und dieses bisschen Geld bewegt den Kurs nicht (nahezu nicht!). Kommt aber ein Zuckerberg, Buffet oder Musk um die Ecke, mit einem großen Geldkoffer… hm… dann sieht das anders aus. Eine große Kauforder und der Kurs geht massiv in die Höhe. Jedenfalls geht es hier in meinem Beispiel um eine Analogie zwischen dem Kapitalmarkt und dem „echten“ Leben. Insofern versuche ich immer weiter zu lernen und zu verstehen, dass ich maximal der Herrscher über die Fernbedienung bin. Nicht aber der Programmdirektor von ARD, ZDF oder sonstiger Lügenpresse. Das ist wichtig, mag es noch so plump klingen. Wenn Du sehr bewusst darauf achtest, wirst Du nämlich genau wie ich feststellen, dass wir die Ursachen für Erfolge oder Misserfolge im eigentlichen Sinne viel zu häufig bei uns selbst suchen. Das ist aber nicht korrekt, jedenfalls nicht was den wahren Ursprung des Ganzen betrifft. Nochmal: Der Ursprung bist nicht Du. Der Ursprung liegt irgendwo im Außen. Nicht im Innen. Alles was wir tun können und sollten, ist ein guter Herrscher über die Fernbedienung zu sein. Und damit haben die meisten Menschen schon die größten Probleme. Sie verwechseln das Werkzeug, also die Fernbedienung, mit dem Gefühl eines tatsächlichen Einflusses auf das Fernsehprogramm. Klingt abstrakt? Is‘ aber so. Denk‘ drüber nach.

Kurzer Exkurs zum Thema Dating und Partnerschaft: Du kannst Dein Gegenüber nicht verbiegen. Und wenn es Dir doch gelingen sollte, ist das auf Dauer für Deinen Partner und Dich nicht gesund sowie karmatisch alles andere als gut. Es gibt in Wahrheit und aus einer Fülle heraus keinen Grund sein Gegenüber ändern zu wollen. Dein Gegenüber ist Dein Gegenüber. Dein Gegenüber bist nicht Du. Du hast aber ein viel mächtigeres Werkzeug an der Hand, mit dem Du selbst bestimmen kannst, wie Dein Gegenüber ist. Besser gesagt „wer“ Dein Gegenüber ist. Das geht Dank der Fernbedienung. Du musst Dich nicht treten, nicht drangsalieren, nicht verar***en, nicht unterdrücken und nicht klein halten lassen. Ja nicht einmal heiraten lassen musst Du Dich. Tust Du es dennoch, verstehst Du das Spiel mit der Fernbedienung nur noch nicht und wirst wieder der Spielball anderer. Es sind zwei Dinge, die also zusammen kommen: Das Nichtwissen um das Spiel der Fernbedienung und das Nichtwissen um die bewusste Wahrnehmung der Emotionalität. Seinen Werkzeugkoffer nicht zu kennen, ist das Eine. Dabei aber auch noch so emotional verhaftet zu sein und sich zu lassen, ist etwas ganz Anderes. Für beides bist Du alleine verantwortlich. Nicht er, nicht sie, nicht ich. Nur Du.

99% gegenüber 1%

Das bedeutet also, dass ich mir täglich versuche bewusst zu machen, dass ich mein Leben im Inneren leben… ja nicht nur muss… sondern tatsächlich wenn überhaupt auch maximal nur kann. Das wiederum bringt mich an den Punkt zu verstehen, dass das Außen – also externe Ereignisse – weder von mir abhängen noch durch mich beeinflusst werden können. Was ich aber beeinflussen kann, ist meine Art darauf zu reagieren. Und jetzt wird es spannend. Und der beste Lehrmeister für mich sind hierfür die Finanzmärkte. Du kommst also ins „Casino“, setzt Dich an den Tisch und musst ab der ersten Minute verstehen, dass Du keinen Einfluss darauf hast, ob die Kugel als nächtes bei Rot oder Schwarz liegt. Das dauert lange, das zu begreifen. Wir sind alle so Ego-verdorben und ich-bezogen, dass sich die Balken biegen. Hätte mir das vielleicht mal früher jemand gesagt… hätte ich mir viele Jahre der Mühe erspart und wäre schneller an den jetzigen Punkt gelangt. Was das Geld betrifft und noch mehr was das Thema Frauen und Beziehungen betrifft.

Du hast aber eine ganz reale Möglichkeiten als Sieger aus dem Casino (hier als Metapher für die Börse) zu gehen. Ich will sie Dir gerne nennen. Ich kaufe mir einfach das Casino oder jedenfalls Anteile daran. Nur ein Idiot setzt sich an den Tisch, um zu spielen. Es gibt immer 99% der Menschen auf der einen Seite und 1% auf der anderen. Die Einen zocken, die Anderen kaufen sich das Casino. Das ist in jeder Lebenslage so. Um ein paar Prozent hin oder her bezüglich der Verteilung wollen wir hier nicht streiten. Aber wie hoch ist der Anteil von Unternehmern gegenüber Angestellten und Beamten, also von Sklavenhaltern gegenüber Sklaven? Wie hoch ist der Anteil der Corona-Gläubigen gegenüber den Selbstdenkern (hierfür reichen ja Grundkenntnisse zu den einfachen Grundrechenarten)? Wie hoch ist der Anteil der Milliardäre gegenüber den Armen und dem Mittelstand? Wie oft wird Bayern München Meister, im Vergleich zu Schalke 04, dem Hamburger SV oder dem Freiburger SC? Es ist immer das gleiche Spiel. 99% gegen 1%. Ob Du zu den 99% gehörst, ist zunächst in aller Regel angeboren. Aber kein dauerhaftes Schicksal, definitiv nicht. Das eigene Leben habe ich mir nicht selbst gegeben. Nur irgendwann sollte ich verstehen, dass ich mir einfach die Fernbedienung schnappen und umschalten kann.

Es verschafft unendlichen Seelenfrieden, immer weniger von äußeren Dingen beeinflussbar zu sein. Vermutlich würden mir an der Stelle 99 von 100 Menschen zustimmen und für sich selbst proklamieren, dass sie sich nicht von außen triggern ließen. Aber ist es wirklich so? Ganz sicher nicht. Eher umgekehrt. 1 von 100 vielleicht, das muss dann aber schon ein buddhistischer Mönch in einem tibetanischen Kloster sein. Der Rest der Menschen ist ein Spielball des Lebens, gesteuert von Fremden, ohne es je zu merken. Aber eben der Spielball anderer. Jemand drückt ein paar Knöpfe hier und ein paar Knöpfe da und schon gehst Du in die Luft wie ein Hefekloß. Triggerpunkte mögen toll sein, für Triggerer. Aber nicht für Dich, wenn Du der Getriggerte bist. Wer ist schon gerne der Spielball anderer? Schau einfach mal, wie es jetzt wieder an Weihnachten abläuft. Wenn irgendwer in der Runde „alte Geschichten“ hervorholt oder „unliebsame“ Themen anspricht. Gerade an Weihnachten kommen ja bekanntlich die schlimmsten Familienstreits hoch. Genau das meine ich. „Schön“ an- und ausgetriggert, „schön“ triggern lassen, besser gesagt.

Ich bin noch lange nicht am Ziel angelangt. Momentan sehe ich mich auf einem guten Weg, sehr gut mit mir selbst klar zu kommen und meine eigenen Gedanken und Gefühle ganz gut beherrschen zu können. Das ist Arbeit genug. Sobald ich in Interaktion mit anderen trete, bin ich aber eben noch lange nicht am Ziel. Das kannst Du aber trainieren, versuche ich auch jeden Tag. Beispielsweise in der Arbeit. Da hast Du einen Hohlkopf vor Dir und Du kommst mit Deinen Argumenten einfach nicht durch…? Prima. Trainiere! Trainiere emotionslos zu bleiben. Heute glaube ich erkannt zu haben, dass das der Schlüssel zum Seelenfrieden ist. Eben weil Du das Außen nicht ändern kannst. Sehr wohl aber die Fernbedienung bedienen, also schalte einfach das Programm um und sei glücklich. Beschäftige Dich mit einem anderen Thema. Lass den Kollegen stehen, wer ist das schon. Und da ist die Analogie zur Börse: Ob die Aktie steigt oder fällt kannst Du nicht beeinflussen. Aber wenn sie gegen Dich läuft, trenne Dich von ihr. Und spring auf den nächsten Zug auf, der Dich so weit befördert, dass es dicke reicht.

Und das ganz ohne Frau

An mein letztes Date kann ich mich kaum mehr erinnern, so lange ist es her. Und noch nie habe ich das so wenig vermisst. Aus meiner ganz eigenen Sicht der Dinge fühle ich mich so glücklich wie noch nie. In totaler Ruhe. Auf dem höchsten körperlichen Fitnesslevel aller Zeiten. Finanziell so erfolgreich wie noch nie zuvor. Und Single. Was will man(n) mehr? Eine Frau? Vielleicht. Jetzt? Nein.

Vorgestern an der Schlage im Supermarkt war es dann mal wieder so weit. Nach zig Monaten Pause hab ich es dann mal wieder getan. Eine Frau angesprochen, mit der tatsächlichen Aussicht sie kennenlernen zu wollen. Also nicht nur für einen beiläufigen Plausch. Nein! Doch! Oh! Sie war ganz offensichtlich mit ihrer Mutter unterwegs. Und ich nahm Blickkontakt zu ihr auf. Das ist nicht so leicht, man muss dafür schon ganz bewusst an dem Maulkorb alias Stofflappen vorbei sehen, um die potentielle Schönheit einer Frau trotzdem noch zu erkennen. Das hat was von einem Ratespiel. Nicht so krass wie bei einer Burka. Aber ähnlich. Die Augen darf man noch sehen. Den Rest muss man sich dazu denken. Na gut, sie hatte eine lange Jacke an. Und irgendwie sah mir die Hose ein wenig sportlich… äh… naja… sehr sportlich aus. Man könnte auch schlicht und ergreifend Jogginghose dazu sagen. Du weißt ja was Karl Lagerfeld dazu zu sagen hatte, nehme ich an?

„Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“

Karl Lagerfeld

Ja, dem schließe ich mich komplett an (außer zum Joggen natürlich). Aber wir leben nun einmal in einer Checker-Generation. Check one. Check two. Check nix. Aber da bin ich ja mal nicht so. Die Augen haben mir gefallen. Und ich bemerkte, dass sie auch öfter zu mir blickte. Unsere Blicke trafen sich im Laufe von 2 oder 3 Minuten zwischen den Regalen mehrmals. Echt schöne Augen. Groß. Braun. Durchaus anziehend. Die Jogginghose sprach – das muss ich zu ihrer Ehrenrettung dazu sagen – eher dafür, dass sie wenigstens eine „natürliche“ Frau sein könnte. Was mir grundsätzlich sehr sympathisch ist. Wir wollen ja eines Tages kein Tube Makeup heiraten. Bzw. ich jedenfalls eigentlich gar nicht (mehr)… heiraten… aber egal.

Und dann stand ich mit meinem Wagen in der Schlange. Und sie kam alleine mit ihrem Wagen angelaufen und reihte sich hinter mir ein. Gut. Da kann ich dann auch nicht mehr anders. Extra hin laufen tu‘ ich inzwischen ehrlich gesagt nicht mehr. Seit Monaten spreche ich keine Frau mehr aktiv an. Und dann noch extra hin laufen? Nee. Käse. Aber wenn sie dann schon mal direkt hinter mir ist? Geschenkt. Ich musste ja sowieso warten. Na gut, und das Spannendste für mich war tatsächlich die Beobachtung meines Innenlebens. „Endlich“ mal wieder eine Frau ansprechen. Und was spürte ich da, im Innenleben? Ehrlich gesagt diesen Piep-Ton, vom Anfang des Artikels. Du weißt schon, dieses Emotions-EKG mit Nulllinie. Ist das schlecht? Sicher nicht. Es heißt einfach nur, dass ich gut trainiert bin. Wenn mir inzwischen größere Trades an der Börse emotional kaum mehr etwas ausmachen, dann tut es das so ein winziges kleines Gespräch mit… – ja, mit wem eigentlich?- … sicher zweimal nicht.

Und das ist mir persönlich auch das Wichtigste an der Story. Der Rest verlief ganz nett, aber mehr auch nicht. Ich habe sie auf ihre Augen angesprochen. Eher nebenbei, sicher nicht plump. Dass sie mir aufgefallen sei usw. Sie freute sich sichtlich. Glaube ich ihr, schließlich hatte sie auch den charmantesten Mann der Stadt vor sich. Jedenfalls nahm ich kurz meine Maske (also den Maulkorb) ab und bat sie es mir gleich zu tun. Naja, der mega Fang des Jahrtausends wäre es nicht gewesen. Aber schon okay. Nun, noch ein kurzer Smalltalk. Dann kam schon ihre Mutter hinzu, die irgendwie auch schon in der Schlange anstand. Nur weiter vorne. Also folgte sie ihrer Mutter nach und war dann auch schon aus meiner Sphäre raus. Als sie zahlte, blickte sie sich noch einmal nach mir um und nickte mir zu. An ihren Augenwinkeln erkannte ich, dass sie gelächelt haben muss. So romantisch unromantisch geht also diese kleine Supermarkt-Geschichte zu Ende. Ohne dass daraus etwas geworden wäre.

Aber was bleibt ist die Erkenntnis, dass das Leben ein Wechselspiel ist. Früher war ich schüchtern, hatte Angst Frauen anzusprechen. Hatte mir aber unbedingt meine Traumfrau an meine Seite gewünscht. Heute bin ich alles andere als schüchtern. Ängste Frauen anzusprechen kenne ich ehrlich gesagt nicht einmal mehr. Emotionale Nulllinie und so. Aber nichts liegt mir ferner als eine Frau an der Backe zu haben. Jedenfalls als feste Partnerin. Ich bin zu 100% fokussiert auf mein Ziel. Und das heißt finanzielle Freiheit. Vor einiger Zeit hatte ich mir innerlich einen festen Betrag als Ziel gesetzt. Sozusagen die Summe an Geldvermögen, aus dessen Zinsen/Gewinnen ich zukünftig leben könnte, ohne mich weiter in einem Job knechten lassen zu müssen. Natürlich möchte ich dann auswandern, in ein Niedrigsteuerland (Zypern oder Georgien stehen aktuell auf meiner Beobachtungsliste). Ich bin an meinem Ziel noch lange nicht angelangt, aber auf einem guten Weg. Dazu gerne mal in einem der nächsten Artikel mehr. Was ich mir allerdings heute schon sagen kann: Der ursprünglich angepeilte Betrag ist mir inzwischen zu unrealistisch niedrig angesetzt, mit dem heutigen und jetzigen Wissen. Ich werde das – so meine Prognose – wesentlich schneller erreichen, als ich vielleicht noch letztes Jahr dachte. Ziele sollten nicht zu einfach erreichbar sein.

Genauso wie ich mich als Mann nicht mit einer 5 zufrieden geben würde. Es lohnt sich einfach nicht. Es würde nicht zum Verhältnis passen. Ich habe mehrere Jahre meines Lebens in das Training und in die Frage „wie lerne ich eine Frau kennen?“ investiert. Und tatsächlich von Fallobst bis zu modelmäßigen Frauen viel erlebt. In investierter Zeit gerechnet bin ich inzwischen auf dem Themengebiet „Kapitalmärkte“ noch weiter. Und deswegen kann ich mich nicht mehr im Ententempo fortbewegen. Es würde der investierten Zeit nicht gerecht werden. Erfolg setzt sich in erster Linie in Form von Fleiß durch. Wissen ist nicht angeboren, sondern erlernt. Wissen alleine reicht aber nicht. Talent auch nicht. Es ist die harte Knochenarbeit, die zum Ziel führt. Stehen die Treppen und den Aufzug zur Auswahl, nehme ich immer die Treppen. Niemand hat auf Dauer Glück. Und falls hier irgend ein Gutmenschen-Öko-Sozialist mitliest, an Dich sei gesagt: Nein, ich sitze nicht auf einem hohen Ross. Denn ich bin mir bewusst, dass Erfolg nicht gepachtet ist. Erfolg ist eine Kosequenz aus dem täglichen Einsatz. Und dennoch gibt es Misserfolge im Leben. Genauso wie Du eines Tages Deinen Parnter verlieren wirst (und ich meine nicht durch einen natürlichen Tod) – Stichwort Hypergamie (in Bezug auf Frauen) -, genauso wirst Du auch mal finanziell in den Dreck greifen. Das gehört alles dazu. Die Frage ist doch nur, was Du dann in dieser Situation tust, wenn Du Deine vermeintliche Traumfrau (mein Beileid für Dein Matrix-Gefangenen-Denken an der Stelle, hatte ich früher auch) verlierst. Oder was Du tust, wenn Du einen großen Betrag in den Sand gesetzt hast. Ich weiß jedenfalls was mir hilft. Es ist mein emotionales EKG. Das muss erstmal auf der Nulllinie sein, um von dort aus zu agieren. Und dann tue ich das, was ich seit meinem intensiven Einsatz am Kapitalmarkt tue: Die Fernbedienung benutzen.

Ich bin nicht das Pferd. Ich bin nicht die (Traum-)Frau. Ich bin nicht der Dreck, in den ich zweifelsfrei einmal vom „hohen Ross“ (sehe ich persönlich übrigens nicht als hohes Ross, sondern als ein Ross das mir ob der geleisteten Arbeit schlicht zusteht) fallen kann und auch werde. Aber ich habe die Fähigkeit meine Gedanken zu kontrollieren und im richtigen Moment das Programm zu wechseln. Um mich nicht in Selbstmitleid im Dreck zu suhlen. Sondern es im Falle eines Beziehungsendes mit Humor zu nehmen. Und mich daraüber zu freuen, dass ich danach wieder Single bin (wie jetzt, und das geht bald schon 2 Jahre so). Und im Falle eines Investment-Fehlschlages es vielleicht weniger mit Humor zu nehmen, sondern mehr als Lektion zu begreifen und den nächsten Trade oder das nächste Investment einfach besser zu analysieren. Und das ist mein persönlich größter Lernfortschritt dieses Jahres, vielleicht der größte meines ganzen bisherigen Lebens. Das Wissen um die Fernbedienung und die Notwendigen der emotionalen Nulllinie. Jedenfalls wenn Du Herr Deines eigenen selbstbestimmten und erfüllten Lebens sein möchtest.


PS: Es bedeutet nicht, keine Emotionen mehr empfinden zu sollen. Im Gegenteil. Emotionen sind das, was uns Menschen von Robotern unterscheidet. Es geht darum, die Schönheit der Momente zu leben. In Bewusstsein und in tiefer Emotion der Dankbarkeit und Liebe. Das kommt aus dem Innen. Nicht aus dem Außen. Das Außen darf Dich nicht triggern. Das ist der wesentliche Unterschied. Lässt Du Dich von außen triggern, bist Du verloren. Schönheit kommt von innen, sagt man. Das ist mit den eigenen Emotionen nicht anders. Emotionen aus dem Außen getriggert sind nicht schön. Meint man vielleicht. Sie sind jedoch der langfristige Untergang. Einfach weil auf Siege immer auch Niederlagen folgen. Mach Dich frei davon, Deinen Selbstwert von außen lenken zu lassen und Siege und Niederlagen von außen an Dich „herantragen zu lassen“.
PPS: Wenn Dir das alles zu verworren klingt, lies einfach Eckhart Tolle. Am besten mehrmals. Das hier ist meine eigene Interpretation seiner Lehren. Und der nahezu aussichtslose Versuch, das in eine Symbiose zwischen einem Börsen- und einem Datingleben zusammenzutragen. Meinem Börsen- und Datingleben.
PPPS: Frohe Weihnachten. Und lass Dich nicht triggern. 😉

Date-Review: Die Demo-Frau

Zugegeben, „Demo-Frau“ klingt nicht sehr charmant. Aber es ist die Wahrheit, dort habe ich sie nun einmal kennen gelernt. Auf einer großen Anti-Corona-Schwachsinns-Demo, ganz unter dem Motto „gebt uns unsere Freiheitsrechte wieder!“.

Inzwischen haben wir uns also tatsächlich wieder getroffen. Und ja… es war schön. Und… nun…das Aber? Nix im Leben gibt es ohne „Aber“, weißt Du doch als Leser meines Blogs. Also brauche ich es auch nicht verheimlichen. Das Aber kommt jetzt: Es war unspektakulär. Und dennoch gut so. Darauf gehen wir im Detail ein.

Kopf überlagert Bauch und Herz

Ich bin mir ehrlich gesagt auch nicht sicher, ob Bildung sich nicht negativ auswirkt auf die Gefühlswelt eines Menschen. Ich muss da nur auf mich selbst blicken. Bis vor ein paar Jahren war ich ausschließlich sachlich und analytisch unterwegs. Und habe dann erst vor wenigen Jahren begonnen mich ganz speziell mit allen anderen Dingen zu beschäftigen. Herz, Bauch, Gefühl, „sich leiten lassen“, „in sich hinein horchen“ usw. Und seither schlagen tatsächlich 2 „Herzen“ in mir und das ist auch gut so. Geht es um sachliche Dinge, bin ich fokussiert und rasiermesserscharf unterwegs. Mehr denn eh und je. Geht es hingegen um Menschen und „das echte Leben“, dann blende ich den Verstand so gut es geht aus und versuche durch Atemtechniken, Meditation und Entspannung eine Etage tiefer zu kommen und in die niedrigeren Frequenzbereiche einzutauchen. Bewusst zu werden. Sensibel. Klingt nach Hokus Pokus? Ist es nicht.

Das Date war für mich relativ anstrengend. Und ich habe den Spiegel vorgehalten bekommen, wie ich früher denn wohl während meiner Anfangsphase des extremen Dating-Lebens gewesen sein muss. Die liebe Demo-Frau hat nicht mehr aufgehört über Politik, Corona und die ganzen weltlichen Themen zu sprechen. Bzw. viel zu Fragen. Eigentlich wollte sie viel von mir zu diesen Themen wissen. Und es war echt schwierig für mich, die Themen umzulenken und auf die Dinge zu leiten, die bei einem Kennenlernen tatsächlich im Vordergrund stehen sollten. Immer wieder habe ich es versucht, immer wieder ist es mir nur kurz gelungen. Ich hatte den Eindruck, dass sie auf der Suche nach Halt war. Und auf der Suche nach Antworten. Jedenfalls in Bezug auf Ihre Weltanschuung. In diesen Ausnahmezeiten sind doch fast alle Menschen auf der Suche nach Halt. Vielleicht kam ich ihr da gelegen? Wer weiß. Antworten kann ich sicher liefern. Von Stabilität und Halt ganz zu schweigen. Aber es sind meine Antworten, auf meine Fragen des Lebens. Sie sind für mich gültig. Es ist meine Stabilität. Es ist mein Halt. Ob das alles auch für andere Menschen gültig ist? Darf bezweifelt werden.

Ich war früher sicher auch nicht anders als sie und habe mir – gerade in meiner Anfängerzeit als Pickupper – wohl die eine oder andere tolle Frau vergrault. Ich war viel zu verkopft unterwegs. Ich hatte viel zu sehr versucht über Rationalität eine Verbindung zu meinem Gegenüber aufzubauen, in dem ich versuchte, „gute Diskussionen“ oder „gute Gespräche“ zu kreieren. Wir könnten es auch „intellektuell“ nennen. Bis ich nach zig Dates irgendwann massiv angefangen habe zu hinterfragen, warum es so selten ein zweites Date mit mir gibt. Inzwischen ist es ja anders. Ein wenig könnte ich mich im Nachhinein ärgern… denn ich hatte echt unglaubliche Granaten gedatet. Da waren wahnsinnig attraktive Frauen dabei. Puh. Zum Glück ändern sich die Zeiten im Laufe des Lebens. Genügend Durchhaltewillen und Selbstreflexionsfähigkeit vorausgesetzt.

Heute ist mir klar, dass Du 5 Stunden vollkommenen Schwachsinn labern kannst und eine Frau sich unglaublich unterhalten fühlt, Spaß hat und Anziehung verspürt. Ging mir auch nur widerwillig in die Birne. Das mit dem Schwachsinn labern ist immer noch nicht so meins. Wenn ich das auch noch perfektionieren würde, wäre wohl kein Halten mehr. Aber irgendwo ist mir das dann doch zu albern und ich bin mir dafür ein Stück weit zu schade. Ich bin mir da also durchaus selbst treu geblieben und versuche immer den Spagat zwischen „Zirkusveranstaltung“ und „authentisch bleiben“ auf dem Drahtseil zu vollführen. Frauen sind nun einmal emotionale Wesen. Nicht umsonst bekommt der vorlaute Klassenkasper in der Regel die heißesten Hasen, kennst Du aus Deiner Schulzeit sicher. Nun, der Spagat gelingt mir inzwischen wohl recht ordentlich. Hin und wieder halte ich mal einen brennenden Reifen hin und dann gibt es ein kurzes Kunststück. Aber dann ist auch wieder gut. Ich versuche mit der Minaldosis klar zu kommen. Ganz ohne geht leider nicht.

An der Stelle an alle Frauen, die ich jemals gedatet habe und die mich kein zweites Mal mehr sehen wollten, muss ich einmal etwas loswerden. Das kommt nach reiflich tiefgreifender Selbstreflexion über die letzten Jahre von Herzen: „Es tut mir leid, dass ich so verkopft war und nicht verstanden habe, dass Kennenlernen nichts mit „sinnvollen“ Gesprächen zu tun hat. Wir Männer ticken eigentlich ganz anders als ihr. Gerade so ein verkopfter Kerl wie ich, hat „leider“ 20 oder 30 Dates benötigt, um das zu verstehen. Sorry, dass ich anstregend gewesen sein muss. Sorry, dass ich nicht für das „Knistern“ oder die „Stimmung“ sorgen konnte, in der ihr Euch immer rundum wohl, herausgefordert und geneckt gefühlt habt. Ich habe verstanden, dass brennende Reifen für Euch wichtiger sind als alles andere, jedenfalls in der Anfangsphase.“

Und das meine ich tatsächlich aufrichtig. Das Date mit der Demo-Frau war so ein Date, bei dem ich am Liebsten irgendwo den Stromstecker der Rechenmaschine getrennt hätte. Aber nicht bei mir, sondern bei ihr. Jetzt weiß ich mal, wie das ist, wenn jemand einfach nicht mit Sachlichkeit aufhören will! Echt anstregend. Und genau so anstregend war ich wohl damals gegenüber den Frauen während den vielen vielen Dates. Puh! Asche auf mein Haupt!

Das gibt es bei Frauen aber wirklich super selten und deswegen ist das für mich auch kein Problem gewesen mit ihr. Außerdem bringe ich genug Verständnis mit, weil ich mein altes Ich gut kenne und genauso war wie sie beim Date. Ich hatte nach einer Weile das Gefühl, dass es mir langsam „zu langweilig“ werden würde. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich grundsätzlich eine ausgesprochen große Leidensfähigkeit besitze. Und sicher nicht oberflächlich bin. Und dennoch wurde es irgendwann anstrengend. Weltordnung hier. Kapital dort. Gehirnwäsche hin. Corona-Fake-Virus dort. Alles okay. Alles recht. Alles auch meine Themen. Aber im Hier und Jetzt wollte ich die Frau vor mir kennen lernen und nicht weiter die Themen beackern, die ich sowieso tagein und tagaus beackere.

Hartnäckigkeit ist eine tolle Eigenschaft

Aber ich blieb hartnäckig, wie immer. Ich versuchte die Themen immer und immer und immer wieder umzulenken. Ein Versuch nach dem Anderen. Wenn Du dabei gewesen wärst, hättest Du mit mir mit gelitten und echt Mitleid empfunden. Ganz sicher. Du hättest Dich gewundert, wie ein Mensch so aufopferungsvoll all sein Bestes geben kann, um zumindest die Chance zu ermöglichen, dass sich zwei Menschen hinter ihrer Verkopftheit auch wahrnehmen können.

Und wie ich es beim letzten Mal im Artikel auch andeutete: Grüne und Linke sind nicht nur anstregend, sondern meistens hoffnungslos verloren. Wie ich herausgefunden habe, ist sie zum Glück keine Extremistin. Das ist schon sehr selten. Es gibt selten Grüne, die es Dir nicht auf die Nase binden. So wie bei Veganern. Da gibt es ja den Witz: „Woran erkennst Du einen Veganer?“…. „Er sagt es Dir!“. Kein riesiger Schenkelklopfer, aber einfach so wahr. Und bisweilen sehr nervig.

Und ja, sie ist Veganerin bzw. würde es gerne sein. Aber verhaltenstechnisch ist das noch im Rahmen. Ich „durfte“ meinen Cappuccino also trotzdem trinken. Und später hat sie sogar mitgetrunken. Coole „Veganerin“. 😉 Vegan zu sein und vegan sein zu wollen sind zweierlei. Sie hält es zumindest aktuell nicht konsequent durch. Hm. Meinetwegen. Es gibt viele Menschen, die Dinge gerne tun würden und sie dann letztlich doch nicht hinbekommen bzw. nicht durchhalten. Das ist normal. Normal ist für mich aber keine Herausforderung. Deswegen bin ich nicht normal.

Und… nach einiger Zeit sollte es sich dann doch noch lohnen, meine ganze Anstrengung und ich konnte doch noch die erste Mauer durchbrechen. Ich initiierte einen Location-Wechsel. Der Abend brach langsam an und so ging es thematisch auch mehr und mehr um uns, Ziele, Wünsche, Träume, Lebensgewohnheiten. Beziehungen, Erwartungshaltungen im Leben, Sex. Und so konnte ich auch anfangen etwas gelassener zu werden, da die bitterernsten Themen in den Hintergrund rückten. Es wurde zunehmend lustiger und sie taute langsam auf. Worüber ich sehr froh war. Die brennenden Reifen taten ihren Dienst.

Ich habe auf große Eskalationen verzichtet. Ein paar leichte Berührungen hier oder da. Aber ich stelle einfach fest, dass mir das Thema „Frauen“ bzw. das Daten einfach nicht mehr so wichtig sind wie früher. Das hatte ich in den Artikeln der letzten Monate immer wieder angerissen. Und nun, nach meinem ersten Date nach langer Zeit, auch praktisch wirklich gemerkt. Es fühlt sich gut an, nicht mehr aus einer Position des Bedürfnisses und Wollens etwas im Leben zu müssen. Sondern nur noch zu können. Und das ganz ohne Bedürfnisse und ohne Wollen. Ich will gar nichts mehr. Ich kann einfach. Und mache was ich möchte. Fertig. Kein Wollen. Und schon gar kein Müssen. Nach meinem Beziehungsende vor über 1 Jahr hat sich mein Weltbild geändert. Ich empfand seither nie wieder das Gefühl irgend etwas zu müssen oder gar unbedingt zu wollen.

Es geht mir nur noch um mich. Das ist die einzige Qualität, die ich im Leben empfinde. Und die einzige Konstante. Keine Ahnung ob ich mein Herz jemals wieder weit öffnen können werde. Wenn nicht? Na und. Es ist mir egal. Was macht es für einen Unterschied. Das Leben findet im Kopf statt. Dort werden Illusionen kreiert. Dort werden Illusionen zerstört. Kreierst Du keine Illusionen, kann sie auch niemand mehr zerstören. Und das sage ich vollkommen ohne jeden Hauch von Frust. Es ist eine nüchterne Feststellung. Du schließt ein Netflix-Abo ab, schaust ein paar Serien und wenn Du keinen Bock mehr darauf hast, dann kündigst Du es. Kein großer Deal. So läuft das heute.

In dem Moment, in dem Du anfängst zu Netflix eine emotionale Bindung aufzubauen, wird es heikel. Stell Dir mal vor, dass das Internet für 1 Tag ausfällt und Du keine neue Folge Deiner Lieblingsserie auf Netflix sehen kannst. Was dann? Stell es Dir einmal vor. Wahnsinn oder? Und genauso wie das Internet ausfallen kann, kann eine Beziehung auch plötzlich ausfallen. Nicht nur für 1 Tag. Misst Du Netflix keine große Bedeutung zu, ist es auch kein großes Ding. Früher gab es mal Netscape, heute gibt es den Firefox. Früher gab es Yahoo, heute gibt es Google. Verstehst Du was ich meine? Eins kommt, eins geht. Mach keinen großen Deal daraus. Ist viel einfacher so. Genieße Netflix, solange Du es hast. Und wenn es verschwindet? Dann steigst Du eben auf Amazon Prime oder Sky Go um. Easy cheesy.

Was übrigens eine Öko-Frau gerne an sich hat, habe ich beim Date festgestellt: Sie ist eine graue Maus. Keine Schminke, was ich sehr gut finde. Schlabber-Klamotten, was ich hingegen nicht gut finde. Und im Gesamtpaket dadurch optisch wesentlich weniger attraktiv als sie sein könnte. Schminke muss nicht sein. Aber ein wenig hier oder da kann man auch ohne Schminke einiges aus sich heraus holen. Das beginnt bei den Klamotten und endet beim Zurechtmachen der Haare.

„Hauptsache hübsch“?

Ich würde sie mal so beschreiben: Auf den ersten Blick ist sie optisch nichts Besonderes, dachte ich mir anfangs, als wir uns auf der Corona-Demo begegneten. Mir fiel nur ihre Natürlichkeit auf. Aber nach einigen Stunden verbrachter Zeit muss ich sagen: Wenn sich die Frau herausputzen würde, würde sie an meiner Seite durchaus auch als Granate durchgehen können. Ich bin leider aufgrund Corona derzeit zwar nicht, aber sonst doch viel in Clubs unterwegs (gewesen). Mit ihr bräuchte ich mich sicher nicht verstecken. Aber eben nicht in dem Aufzug. Schlabber-Wollpullover sind einfach kein optischer Augenschmaus. Das ist dann selbst für mich zuviel „Natürlichkeit“. Natur schön und gut. Aber ich trage für gewöhnlich Poloshirts oder noch lieber Hemden und mein Bart ist auf Kontur rasiert. Das Parfüm passt zum Anlass. Wenn ich einen Preis vergeben dürfte, dann würde sie von mir den Preis der attraktivsten grauen Maus aller Zeiten erhalten. Ich habe noch nie eine Frau gedatet, die sich optisch selbst so degradiert. Witzig eigentlich.

Für das Date habe ich übrigens zum ersten Mal seit Jahren kein Poloshirt oder Hemd getragen. Ich dachte mir vorher schon, dass das vollkommen overdressed wäre, in ihrer Anwesenheit. So entschied ich mich für ein V-Neck-Longsleeve, sehr figurbetont allerdings. Und eine figurbetonte Jeans. Es war schon witzig zu sehen, wie sie mir mehrmals auf den Hintern blickte und mich im Vorbeigehen musterte. Nun, Sportlichkeit und Fitness sind heute nicht „normal“. Ein Ei-Phone kann sich jeder Idiot kaufen. Aber Zeit in seinen eigenen Körper investieren? Bin wohl eine Rarität.

2020-05-27

Die „guten Gespräche“ und vielleicht auch die Optik machten dann unseren Altersunterschied aus ihrer Sicht wieder wett. Sie ist doch ein paar Jährchen jünger als ich und an ihrer körperlichen Reaktion auf meine Altersangabe war für mich klar zu sehen, dass es „erstmal“ ein Problem für sie sein könnte. Denn wenn sich Pupillen auf eine Aussage von mir plötzlich stark weiten, sagt das viel aus. Körpersprache kann man nicht verbergen. Nur ein Dummkopf bemerkt nicht, was ein Gegenüber an Signalen sendet. Körpersprache kann also nicht verbergen, wenn jemandem etwas „unangenehm“ ist oder „überraschend“ kommt. Aber Körpersprache kann auch nicht verbergen, wenn jemandem ein Hintern gefälllt. Das sehe ich. Du Schlingel!

Alles in allem ging das Date an einem Punkt zuende, an dem es gerade recht war. Die Dunkelheit setzte ein. Sie war mit dem Fahrrad da, ohne Licht natürlich. Ganz Öko. Und so vereinbarten wir ein Folgedate für nächste Woche. Und ich fand es amüsant zu sehen, dass sie beim Abschied etwas unsicher wurde… „wie“ denn nun der Abschied ausfüllen würde. Für mich stand vorher schon fest: Das gibt ein Küsschen links und rechts zum Abschied und gut is‘. Alles andere hätte ich als etwas „überzogen“ empfunden und unkalibriert, wie man das nennt. Wir umarmten uns und ich merkte, dass ich sie genauso gut auch hätte küssen können. Sie stand ziemlich wie angewurzelt da und… ja… was soll ich sagen… es gab von mir dennoch keinen Kuss. Ich spule kein Programm ab. Ich mache wonach mir ist. Und wenn mir nicht nach küssen ist, dann küsse ich nicht. Früher mag das anders gewesen sein. Da war ein Kuss aber auch noch eine Etappe, ein „Erfolg“, für mich. Heute gibt es keine Etappen mehr. Keine Schablonen mehr. Der Weg ist das Ziel.

Um noch ein Fazit zu liefern, zu diesem Date-Review, beschreibe ich sie mal, die liebe Demo-Frau, soweit ich sie bislang einschätzen kann. Wertfrei natürlich, es geht mir nicht um gut oder schlecht. Gut und schlecht sind Kategorien für Spinner. Wertfreiheit zählt! Los gehts:
Sie ist ein wesentlich attraktiveres Mädchen als sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Und als ihr selbst vielleicht auch bewusst ist. Anders herum wäre es nichts für mich. Ist also ganz okay so. Sie kann witzig sein. Sie ist lebendig und aufgeweckt. Manchmal frech. Sie ist im Leben aber auch relativ orientierungslos unterwegs. Sie stellt viele Fragen und will alles wissen. Viel über mich, viel über bestimmte Themen wie Ernährung und Politik. Sie ist gebildet, allerdings eher stark theoretischer Art. Was verständlich ist, sie ist nun einmal ein paar Jahre jünger als ich. Praxis benötigt Zeit. Passt aber auch zur heutigen „jungen Generation“. Viel kluges Schulwissen, wenig Straßenschlauheit. Keine Wertung, nur eine Feststellung. Sie hat ein süßes Gesicht und wenn sie mal nicht über Politik und Corona mit mir spricht, kann sie durchaus für gute Unterhaltung sorgen. Gefühlstechnisch ist sie leider eher kühl. Das ist dann auch aus meiner Sicht eines der größten Handicaps. Ich bin so gar nicht kühl und sehe meine Partnerin auch nicht als Informationsmedium. Für so etwas gibt es Google. Hoffe, dass sie das noch lernt. Das wünsche ich ihr. Wenn mir eines an meiner Partnerin besonders wichtig ist, dann die Warmherzigkeit. Und deshalb bin ich gespannt, wohin das führt. Zumindest ist sie „Hauptsache hübsch“, immerhin.

PS: Wohin es führen soll? Kein Plan. Ich habe kein Ziel mehr in Sachen Frauen. Vielleicht nehme ich es auch zu locker. Und wundere mich eines Tages, dass „der Zug abgefahren ist“ für mich. Und ich nicht doch noch Papa wurde. Aber auch das ist mir egal. Ich habe gelernt, dass der einzige Mensch auf dieser Erde, der immer zu 100% hinter mir steht… und mich darüber hinaus auch versteht (!)… ich selbst bin. Und deswegen kümmere ich mich um mich selbst wie um keinen Zweiten. Es ist schön, eine attraktive Frau zu daten. Zweifelsfrei. Wenn sie dazu noch jünger ist als ich, kommt das eindeutig positiv hinzu. Es gibt aus meiner Sicht keinen Grund mehr im Leben eines tollen Mannes, sich mit der Mittelmäßigkeit zufrieden zu geben. Eine Partnerin darf attraktiv sein. Oder wie Herr van Onnetuschn heute zu mir am Telefon sagte: „Du achtest so sehr auf Deinen Körper und auf Deine Ernährung, da darf die Frau auch einfach richtig gut aussehen und einen tollen Körper haben.“ Danke mein Freund. Jeder Andere erzählt mir sonst immer nur so einen Schwachsinn wie „naja, aber auf die inneren Werte kommt es an!“ Dachte ich mir beim letzten Mal in der Beziehung auch. Und plötzlich war sie weg, die Frau mit den „tollen inneren Werten“. Und was mir bis heute blieb…? Ist die Erinnerung an eine geile Optik. Der Rest war Illusion. Ich versuche daher stets beides zu bekommen. „Hauptsache hübsch“ und „tolle innere Werte“. Nichts Geringeres darf der Anspruch sein. Und nur weil die meisten Menschen körperlich wie Müllsäcke herumlaufen und sich ernähren wie aus der Restmülltonne hinter dem nächsten McDonald’s, heißt das noch lange nicht, dass jeder Mann seinen Anspruch so weit herunterschrauben muss. Optik sagt viel mehr über das Innenleben eines Menschen aus als man meint. Ist so. Denk drüber nach.

PS: Und beim nächsten Artikel erzähle ich etwas zu meiner erfolgreich absolvierten Diät (Mini Cut). Ich habe es vorbildlich durchgezogen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Es ist immer wieder ein GEILES Gefühl, Dinge durchgezogen zu haben. Gegen Widerstände, innere oder äußere. Am Ende des Tages zählt nur der Wille. Ein starker Wille ist ein Garant für ein geiles Leben. Fortwärts immer, rückwärts nimmer!

Tag 5 im Mini Cut und die Demo-Frau

Und weiter gehts… heute mit einem Erfahrungsbericht von Tag 5 meiner kleinen 7-Tage-Diät, dem sog. Mini Cut. Und außerdem mit ein paar Eindrücken einer Demonstration vom letzten Samstag, bei der ich natürlich vor Ort war. Und dabei – oho, wie kann es anders sein – zufällig auch eine Frau angesprochen habe. Aber der Reihe nach…

1 kg Fleisch/Fisch, 1 kg Brokkoli, 3 g Omega 3

Den ungefähren Ablauf meiner Diät beschrieb ich bereits im letzten Artikel. Jetzt geht es mir weniger um die Organisation oder die theoretischen Fakten. Sondern um harte Einblicke in die mentale und physische Situation eines bedingungslos motivierten Mannes. So wie „Hauptsache hübsch“ (ich weiß, klingt verniedlichend und ist auch genau so gemeint) für das andere Geschlecht gilt, gilt für mich selbst als nächste Station „Hauptsache Sixpack“.

Ich hatte das hier früher schon einmal thematisiert. Der Sixpack ist weder ein heiliger Gral für mich noch messe ich der Sache an sich eine besondere Bedeutung zu. Es geht mir um den Weg. Den Willen, den das erfordert. Es geht im Leben aus meiner Sicht der Dinge immer um die Psyche. Es gibt Menschen, die verlieren einen Arm und ein Bein und quälen sich solange, bis sie erfolgreich und stolz einen Marathon bestreiten. Und es gibt andere, die verlieren ihren Job und werden depressiv. Da muss doch irgend etwas in der Rübe jedes einzelnen Menschen stattfinden, das den Unterschied macht. Und genau um diesen Unterschied geht es mir. Ich möchte herausfinden. Nicht nur ein bisschen. Sondern alles. Mich und das Leben.

Am 2. und 3. Tag bekam ich leichte Kopfschmerzen. Und nach allem was ich zum Thema Low Card früher bereits gelesen hatte, sind das wohl relativ übliche Entzugserscheinungen. Der Körper rebelliert gegen die verweigerte Zuckerzufuhr. Kohlenhydrate sind aber letztlich Gift für den Körper (Stichwort Diabetes) und deswegen schadet das gar nicht, auch das einmal miterlebt zu haben. Ich stelle mir das so vor wie wenn ein Heroin-Junkie auf Entzug ist, nur natürlich wesentlich milder. Aber Junkies sind wir in unserer Gesellschaft längst, was Kohlenhydrate betrifft. Nach dem 3. Tag sind die Kopfschmerzen aber wieder vorbei, alles gut.

Ich empfinde das „Experiment“, das ich derzeit mache, als durchaus spannend. Denn im Gegensatz zu meiner eigenen Erwartungshaltung verläuft sie äußert „angenehm“. Ich rechnete vorab damit, dass mich der Hunger auffressen würde. Dass ich innerlich schier zappelig werden würde. Typische Heißhungerattacken. Bei täglich ca. 1000 kcal Defizit, hätte ich nichts anderes erwartet. Aber wie ist es in der Realität? Nichts davon. Ich habe über die ersten 4 vollen Tage und auch heute am 5. Tag nicht ein einziges Mal das Gefühl empfunden, hungrig zu sein. Ist das nicht merkwürdig? Ich nehme ungefähr die Hälfte der Energie zu mir, die der Körper benötigt und habe keinen Hunger? Wie ist das möglich?

Ich bin kein Ernährungswissenschaftler. Aber ich kann beobachten. Und ich beobachte, dass die Menge, die ich täglich esse, recht viel ist. Nennen wir es „voluminös“. 1 kg Fisch will erstmal gegessen werden. 1 kg Brokkoli auch. Offenbar ist der Magen dann ausreichend voll. Was aber – so glaube ich zu erkennen – eine größere Rolle spielt, ist der permanent extrem niedrige Blutzuckerspiegel. Der Verzicht auf die Kohlenhydrate sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiel über den Tag verteilt nicht schwankt, sondern recht kontant niedrig bleibt. Das Fleisch bzw. der Fisch enthalten sogut wie keine Kohlenhydrate und der Brokkoli ist auch nicht gerade eine Zucker-Schleuder. Offenbar ist es also keine Theorie, dass alleine der überflüssige Konsum von Kohlenhydraten in reiner Form (Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot, Haferflocken usw…) – egal in welchen Mengen – zu weiterem Hunger führt. Ein Teufelskreis.

Ich hatte 3 Tage vor Beginn der Diät den Körper auf „Normallevel“ gebracht, indem ich mich zwar bewusst, aber gemischt ernährte. Ich aß also auch Kohlenhydrate, beispielsweise Nudeln. Weil sie einfach lecker sind, das steht für mich außer Frage. Ich aß – wie sonst auch – relativ viel Magerquark oder trank auch mal einen Cappuccino. In allen Milchprodukten ist (vergleichsweise) viel Zucker enthalten (Milchzucker). Letztens war Muttertag, da griff ich auch beim Kuchen zu. Ich achtete zwar auf die tägliche Gesamtkalorienmenge und darauf, die Schwelle des täglichen Verbrauchs nicht zu überschreiten… und das gelang mir auch gut… aber die Frage ist, was das bewirkte? Vielleicht kannst Du es erraten…

Falls nicht: Ständiger Hunger! Permanent! Ich hätte den ganzen Tag mehr essen können. Mehr Quark. Mehr Obst. Mehr Brot. Mehr mehr mehr. Hauptsache irgend etwas. Auf Gurke und Paprika hatte ich dabei interessanterweise kaum Lust bzw. empfand eher eine Ablehnung dagegen. Ich hatte mehr Lust auf eine Scheibe Brot mit Käse.

Und dann ist da ja auch noch der Sport…
Ich trainiere fast jeden Tag und habe mich letztlich doch für einern 2er-Split entschieden. Unterkörper/Oberkörper. Ursprünglich wollte ich meinen 3er-Split beibehalten. Aber dann wäre jede Muskelgruppe zu selten dran gewesen, während der Diät. So trainiere ich 6 mal pro Woche und treffe jeden Muskel 3 mal in 7 Tagen. Das passt. Dafür fallen manche Übungen weg und ich trainiere mehrgelenkig und komplex, also mache Übungen, die gleichzeitig mehr als nur eine Muskelgruppe ansprechen. Dadurch kann man am Gesamtumfang je Workout einsparen, aber trifft die Hauptmuskelgruppen pro Woche öfter. Und hier geht es um den reinen Muskelerhalt und nicht um einen Muskelaufbau. Es ist schon eine massive Belastung, das Training. Das merke ich enorm. Die Kraft fehlt. Ich schaffe wesentlich weniger Wiederholungen mit wesentlich weniger Gewicht. Aber genau so war das geplant und auch klar. Also hier gibt es – im Gegensatz zur Ernährung – keine Überraschung.

Wie geht es weiter?

Ich werde mindestens meine geplanten 7 Tage vollenden. Evtl. hänge ich noch den Freitag bis Sonntag dran, dann hätte ich 10 Tage voll. Und dann ist auch gut, finde ich. Danach folgen 3 Tage Essen auf „Normallevel“, um den leeren Energiespeicher wieder aufzufüllen. Und danach mache ich mit meiner leichten defizitären Ernährung weiter, d.h. ca. 300 kcal Defizit pro Tag. Was auf Dauer auch nicht gerade einfach ist. Denn wenn man Hunger hat, empfindet man 300 kcal an zusätzlicher Nahrungsaufnahme als reinen Segen. Rein gefühlt natürlich nur.

Wenn ich bedenke, wieviele Kalorien ich derzeit am Tagesende „übrig“ habe, dann ist das schon verrückt, im Vergleich zur „normalen“ Ernährung. Ich könnte mir also beispielsweise problemlos 4 Stücke Käsekuchen zu meiner derzeitigen Diät-Ernährung rein pfeiffen und wäre gerade einmal auf „Erhaltungskalorien“. Verrückt oder? Wer isst 4 Stücke Käsekuchen am Tag? Zu 1 kg Fleisch, 1 kg Brokkoli… blanke Theorie natürlich nur. Oder obwohl… wenn ich mir die Menschen da draußen ansehe, dann machen das vermutlich sogar einige. Die lassen aber das Fleisch und den Brokkoli weg und machen aus 4 Stücken Käsekuchen 10 Stücke. Und auf den Sport verzichten sie zusätzlich… 😉

Eine kritische Warnung!

Nichts im Leben geschieht bedingungslos. Nicht einmal die Liebe. Oh, das ist ein Fass, das ich jetzt gar nicht aufmachen will. Ich stelle es nur mal als provokante These in den Raum. Das reicht.

Jedenfalls gehört zu einer gültigen Betrachtung einer Situation immer die Abwägung zwischen „gut“ und „schlecht“ bzw. zwischen „Vorteilen“ und „Nachteilen“ oder auch zwischen „Chance“ und „Risiko“. Deswegen unterscheidet sich die Börse nicht vom Dating. Wirst Du zu gierig, verlierst Du alles. Bist Du zu ängstlich, bekommst Du nichts. Gier sorgt dafür, dass Du geblendet wirst durch die Attraktivität der Dame. Du wirst betört und verfällst fast in einen dauerhaften Hypnosezustand, ohne es erkennen zu können. Weil Du einfach nicht bei Dir bist und Deinen eigenen Wert nicht kennst. Es hat keinen „Wert“, wenn eine Frau attraktiv ist. Es ist Deine Interpretation, die eine Frau für Dich selbst „wertvoll“ erscheinen lässt, weil Du sie „besonders“ attraktiv empfindest. Aber Realität und Betrug hängen hier eng zusammen. Meistens betrügen wir uns selbst. Und werden am Ende betrogen. Und deswegen geschieden, verlieren Haus und Hof und dürfen dann alle 2 Wochen für 2 Tage unsere Kinder sehen. Wenn wir Glück haben.

An der Börse ist es nicht anders. Gier frisst Hirn. Dort verrennen sich Menschen in der Gier nach mehr Profit und lassen sich mental immer stärker ein. Sie schalten jede Rationalität aus und schrotten auf diese Weise jedes Depot. Auch hier kann man Haus und Hof verlieren. Aber wie sagt ein von mir sehr geschätzer Börsen-Kommentator immer: „Wer die Hitze nicht verträgt, hat in der Küche nichts zu suchen!“. Und deswegen sind Gier und Angst schlechte Ratgeber. Auch in Bezug auf Frauen, vielleicht gerade da. Ein paar Rundungen hier und ein paar Rundungen da und fertig ist die Stolperfalle. Gut, manche Rundungen schrecken auch eher ab. Aber an den richtigen Stellen ziehen sie magisch an, Magnete sind ein Dreck dagegen.

Und was hat das mit der Diät zu tun? Ich kann bis jetzt klar feststellen, wie oben beschrieben, dass ich kein Hungergefühl habe. Was heißt das nun für mich? Ich sehe die enormen Vorteile, in kürzester Zeit relativ (!) viel reines Körperfett verlieren zu können. Dafür schinde ich mich durch täglichen Kraftsport und esse jeden Tag dasselbe. Was nicht schön ist, aber machbar. Hilfe, um das Durchhalten zu können, erhalte ich durch die Art der Ernährung. Heißhunger empfinde ich nicht. Hunger empfinde ich nicht. Dadurch ist es auch – bis auf die genannte Eintönigkeit – keine echte Hereausforderung, wie ich feststelle. Gut, ein wenig „geschwächt“ fühle ich mich über den Tag hinweg schon. Aber es ist nicht wild. Ich kenne also meine Chancen und das Positive an dieser Form der Diät.

Ich habe aber auch das Negative und die Risiken darin erkannt. Und die finde ich ziemlich heftig. Nehmen wir an, dass Du ein mental schwacher Mensch bist. Möglicherweise in einer depressiven Phase. Oder Du empfindest Komplexe, in Bezug auf Deinen Körper. Und stößt auf so eine Form einer Diät. Was macht das mit Dir? Ich habe gestern nachgedacht, was diese Form der Ernährung mit mir anstellen würde, wenn ich nicht ich wäre. Und auch nicht sonst jemand, der voll bei Verstand ist. Ein wenig bin ich über meine Schlussfolgerungen erschrocken, denn in den Händen der falschen Person kann so eine Ernährung ins Verderben führen. Denk mal darüber nach, Du isst und hast gar keinen Hunger. Ich würde vermutlich auch mit deutlich weniger als 1 kg Fleisch/Fisch und 1 kg Brokkoli täglich auskommen. Aber wäre das gesund? Mitnichten! Es wäre auf Dauer der sichere Tod.

Und deswegen gilt hier dasselbe wie an der Börse oder beim Kennenlernen von Frauen. Sei Dir über die Risiken Deines Handelns bewusst. Notfalls frage Deinen Arzt oder lese die Packungsbeilage. Aber vor allem Hör auf Deinen Instinkt und Dein gesundes Bauchgefühl. Es kann nicht gesund sein, auf Dauer so wenig Energie zu sich zu nehmen. Und auch den permanenten Körperkult der Gesellschaft empfinde ich als krankhaft. Das Problem ist aus meiner Sicht nicht, dass einige in der Gesellschaft alles dafür tun einen tollen und gesunden Körper zu entwickeln, sondern mental damit nicht klarkommen, dass sie keinen tollen Körper haben.

Es ist wie mit der Arbeitslosigkeit. Die Menschen haben Angst vor Arbeitslosigkeit und Jobverlust. Der vielleicht eines Tages eintretende tatsächliche Verlust der Arbeit hingegen ist gar nicht das Problem. Das löst natürlich diverse Neuerungen im Leben aus, die übrigens nicht immer negativ sein müssen. Aber wenn ich Dir heute sage „stell Dir vor, dass Du morgen Deinen Job verlierst!“ und Du denkst eine Minute darüber nach, dann werden sich bei Dir Ängst einstellen. Jedenfalls dann, falls Du nicht schon finanziell frei bist und von Deinen passiven Einkünften leben kannst.

Anstatt sich also um den eigenen Körper zu kümmern, ist die Pflege des eigenen Geistes der wichtigste Schritt im Leben. Habe ich jedenfalls gemerkt. Aber wer will schon gerne Stillstand? Nach dem Geist ist jetzt eben der Körper dran. Das heißt nicht, dass ich das Eine gegen das Andere ersetze. Ein toller Körper ist eine Eintagsfliege, wenn ich nicht dauerhaft weiter trainiere. Aber ein gesunder Geist ist gleichfalls nur eine Eintagsfliege, wenn ich mich nicht weiterhin ständig darum kümmere. Deswegen meine ich: Keinen tollen Körper zu haben, ist das Eine. Und auch ein kleines bisschen Geschmackssache. Aber sich ein schlechtes Gewissen einzureden und nichts dagegen zu tun… das ist einfach nur schwach. Sich selbst gegenüber. Deswegen würde ich mir wünschen, dass wir uns als Gesellschaft nicht fertig machen und stattdessen die Energie umlenken ins Positive. Und ins Handeln kommen. Ein wenig Spazierengehen kann jeder. Und tun dennoch die Wenigsten.

Ich kann hier nur sagen, was ich immer sage. Sei Dir bewusst über das was Du täglich tust. Hinterfrage Dich selbst. Ich bin mein größter Kritiker, immer. Manchmal mag ich arrogant wirken, wie mir letztens ein guter Freund wieder sagte. Aber „wie nach außen, so auch nach innen“. D.h. wenn ich mit der Gesellschaft oder einzelnen Situationen hart ins Gericht gehe, dann bin ich längst selbst durch Fegefeuer gegangen. Und das unterscheidet aus meiner Sicht auch einen „arroganten“ Menschen von einem arroganten dummen Menschen. Einer ist einfach Realist und in meiner Sicht der Dinge nicht arrogant. Ein anderer ist einfach ein Schaumschläger. Wasser predigen und Wein trinken ist nichts für mich. Und das ist auch ein Hauptgrund, woher ich meine tägliche Motivation schöpfe, die Dinge so zu tun wie ich sie tue. Anstatt anderen Menschen zuerst etwas vorzuwerfen will ich selbst erstmal einen Nachweis erbringen.

Und dann war da noch eine Demonstration und eine Frau

Wenn du es bis hier her mit dem Lesen ausgehalten hast, dann… Trommelwirbel… folgt nun nach langer Zeit wieder eine kleine Dating-Story.

Wie Du ja weißt, halte ich von diesem ganzen Corona-Fake-Schwachsinn gar nichts. Sämtliche Statistiken und Zahlen belegen, dass es weder eine Übersterblichkeit gegenüber den Vorjahren noch überhaupt irgend einen Anlass gibt, diese ganzen Freiheitsbeschränkungen und Gängelungen einzuführen sowie Maulkörbe zu verteilen. Naja, nun… einen Anlass gibt es vielleicht doch. Nämlich die Börsenwerte der Unternehmen auf Talfahrt zu schicken und sich als Finanzadel dabei die Taschen vollzustopfen. Eine Krise ist dafür immer gut, war immer so und wird immer so bleiben. Und auch ich versuche bestmöglich an dem Schauspiel teilzuhaben. Wenn schon Mauskorbpflicht und Einführung einer sozialistischen Diktatur stattfinden, dann möchte ich zumindest prozentual meinen Geldbeutel genauso füllen dürfen, wie es der Finanzadel derzeit tut. In absoluten Zahlen kann ich nicht mitspielen. Aber relativ. Und das ist auch schon etwas. Jeder fängt mal klein an.

Jedenfalls habe ich mich Samstag auf den Weg gemacht in die große Stadt. Und habe mir das Treiben der Polizei-Roboter angesehen. Warum Polizei-Roboter? Nun, ein Roboter zeichnet sich dadurch aus, dass er Dinge tut, die sein Programmierer von ihm getan haben möchte. Der Programmierer eines Polizisten ist sein Herrchen, äh Politiker. Und so verhalten sich die Polizisten wie Polizei-Roboter und tun was die Herrchen, äh Poltiker, eben so programmieren. Wenn der Politiker programmieren würde „spring auf einem Bein“, dann würden das alle Polizei-Roboter tun. Das mag in guten und friedlichen Zeiten noch in Ordnung sein. Oder gar lustig. Aber derzeit ist nicht Frieden und alles gut. Es ist Chaos und es findet aus meiner Zeit gerade ein Putsch statt. Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) putschen die „legitimen“ Regierungen der Länder dieser Erde und installieren in diesen jeweils einen diktatorischen Sozialismus. Genau genommen ist das ein Prozess, der bereits seht vielen Jahren anhält. Aber jetzt wurde der Turbo gezündet.

Egal. Weiter mit der Demo… und irgendwo stand da eine Frau herum. Eher zierlich. Sie wirkte natürlich, sowohl im Kleidungsstil als auch optisch. Und da ich mich freute wie ein Honigkuchenpferd, dass ich endlich mal wieder draußen unter vielen Menschen war… habe ich sie natürlich auch angesprochen. Und war ziemlich überrascht darüber, dass sie sehr aufgeweckt, gut gelaunt und mit einer hohen Intuition ausgestattet sein muss. Wie konnte es anders sein, sonst wäre sie ja nicht auf der Demo. Sicherlich versteht sie nicht alle wirtschaftlichen Hintergründe im Detail, aber wir unterhielten uns auch über „Bauchgefühl“. Und hier war ich mal wieder froh einen Menschen vor mir zu haben, der mehr aus dem Gefühl heraus spricht und nicht aus dem Kopf heraus.

2020-05-19

Die meisten Menschen haben zwar einen Kopf, aber nutzen ihren Verstand sowieso nicht. Deswegen sind mir Menschen mit Herz und Bauchgefühl inzwischen die wesentlich lieberen. Kein Mensch muss Daten analysieren, um zum Ergebnis zu kommen, dass der Corona Virus ein Fake ist. Das kannst Du auch alleine aus der Beobachtung und Intuition heraus feststellen (Beispiel: Kassierer mit täglich hunderten direkten Kontakten zu Menschen stehen nun nach 3 Monaten immer noch an der Kasse und sind keinen Tag krank gewesen). Gesünder ist übrigens immer das eigene Bauchgefühl. Denn der Verstand spielt einem gerne Streiche. Ein gesundes Bauchgefühl kann nicht lügen. Erfordert allerdings bewusstsein. Und da die meisten Menschen weder ihren Verstand nutzen noch bewusst sind, stehen sie Polizei-Robotern in nichts nach. Also brauchen sie sich über Polizei-Roboter auch nicht beschweren.

Wir unterhielten uns vielleicht eine halbe Stunde und liefen ein wenig umher. Und für mich war es schon eine Weile her, dass ich eine Frau „gezielt“ angesprochen habe. Corona hat mir da schon eine Pause beschert. Aber ich muss sagen, wer einmal laufen gelernt hat, kann laufen. Ich hatte mein Handy nicht dabei und gab ihr meine Nummer. Sie sollte anklingeln lassen, was sie auch tat. Als ich später zu meinem Auto zurück kam und auf mein Handy blickte, sah ich allerdings keinen Anruf von ihr. Ich dachte mir: „Na toll, dann kam ihr Anruf nicht durch.“ Es war übrigens gar nicht so einfach aus einem politischen Demo-Geschehen ein einigermaßen zwischenmenschliches Gespräch zu zaubern. Die Überleitung von Politik auf Zweisamkeit. Ich würde auch nicht sagen, dass es mir vorzüglich gelang. Jedenfalls gab ich aber mein Bestes  und hatte das Gefühl, dass es zumindest relativ gut klappte. Gespräche über Impfzwang, politische Systeme, Parteien oder Polizei-Roboter sind nun einmal nicht romantisch. Dafür aber zumindest ansatzweise Themen wie Ihre Wünsche im Leben, Ihre Lebenssituation und Ihre Interessen… 😉

Mit dabei war übrigens Herr van Onnetuschn, der das Geschehen während der ganzen Zeit einigermaßen deduldig ertrug. Aber nur einigermaßen. Die Ungeduld machte sich bemerkbar. Und, das muss ich leider schon sagen, ist sehr nervig. Denn wenn ich mit ihm oder irgend einem Freund unterwegs bin und derjenige seine Partnerin dabei hat, dann muss ich das genauso geduldig hinnehmen, dass wir nicht unter uns zu zweit unterwegs sind. Und meistens bekommt man seine vergebenen Freunde selten alleine zu Gesicht. Die Partnerinnen kleben meistens wie Kaugummi an ihren Partnern. So ist das eben, nicht immer super schön, aber Realität. Und wenn ich „live“ gerade jemanden kennenlerne, dann ist das eben ein notwendiges Übel. Aber heute hat jeder sein Smartphone dabei, da kann man sich auch mal selbst beschäftigen oder jemanden anrufen oder meditieren oder sonst etwas tun. Und froh darüber sein, dass der Freund gerade jemanden kennenlernt. Aber auch hier gilt wie überall im Leben: Wenn man sein Leben nicht bewusst genug lebt, merkt man hier gar nicht was man tut. Leider nicht 1:0 für Dich, lieber Herr van Onnentuschn. Is so. Selbstreflexion ist hier angesagt. Bist aber dennoch ein feiner Kerl. 😉

In der Tat fiel ihm auch auf, dass die Demo-Frau ziemlich aktiv war. Sie schlug für ein Treffen auch vor, dass sie gerne zu mir in die Stadt fahren könne. Von sich aus. Ich erwähne so etwas extra, da es extra erwähnenswert ist. Da so etwas normal nicht vorkommt. Überhaupt war sie ziemlich gut gelaunt und… ja… aktiv. Passend zum Demo-Anlass haben wir uns natürlich zum Abschied umarmt, mit Küsschen links und rechts, versteht sich. Tut gut, mal einen „fremden“ Menschen vor sich zu haben, der genauso nicht an diesen Schwachsinn glaubt und einem nicht schon auf 5 Meter Entfernung um weitere 5 Meter zur Seite springt, als hätte er einen Geist gesehen.

Am nächsten Tag schrieb sie mich dann doch tatsächlich an. Das kommt höchst selten vor. Normalerweise schreibt eine Frau nicht von sich aus, wie ich hier früher schon immer berichtete. Das ist immer ein gutes Zeichen und signalisiert außerordentlich starkes Interesse. Sie scheint aber viel beschäftigt zu sein, weswegen die Kommunikation zunächst eher textuell und schleppend verlief. Ich lege es ja stattdessen immer auf ein Telefonat an. Und am Telefon wirkt sie erheblich interessanter als über Textnachrichten. Für nächste Woche haben wir ein Date vereinbart. Klingt recht interessant, die Frau. Ich glaube, dass man mit ihr echt eine schöne Zeit haben kann. Aber ich bezweifle, dass unsere Ansichten sich vertragen würden. Sie mag gegen Impfpflichten und gegen den Abbau der Demokratie sein, aber wie Herr van Onnetuschn mir später sagte, hatte sie wohl auf ihrer Tasche einen Anhänger von den Grünen. Da könnte ich glatt im Strahl kot***.

Egal. Mein Plan für nächste Woche: Kein Wort über Politik und Wirtschaft. Sonne genießen. Spaß haben. Fertig. Ein Manko bringt sie sowieso mit. Und wenn Du meine vielen Stories aus der Vergangenheit kennst, dann weißt Du vielleicht schon welches ich meine? Na…? 🙂 Ja. Richtig. Natürlich. Wieder mal eine Mama. Aber was solls. So läuft das Leben. Nach 3 Monaten Corona-Quarantäne freue ich mich, wenn ich draußen unter Menschen bin. Habe ich Samstag festgestellt. Und notfalls muss man eben auch mal ein bisschen Zeit mit einer Grünen verbringen. Herr van Onnetuschn sagte an dem Tag zu mir: „Deine Aufgabe ist es jetzt, dass Du aus ihr wieder einen echten Menschen machst.“ Wir haben beide laut gelacht. Ich bin ein sehr hoffnungsvoller Kerl. Aber ich bin auch Realist. Und einen Linken oder einen Grünen kannst Du nicht mehr zur Vernunft bringen. Keine Chance, mein Freund. Nicht einmal ich. Und auch nicht der große Houdini.

Aber ich fand sie irgendwie süß, weil sie einfach nicht so verkopft war. Herr van Onnetuschn sagte zu mir: „Das ist noch ein Kind.“ So extrem würde ich es nicht sehen. Und selbst wenn…? Besser ein Kind als eine Hexe. Wieviele Männer verbringen ihre Zeit/Beziehungen mit Hexen? Puh! Und außerdem ist mir doch sowieso nicht nach Beziehung. Da gibt es andere Prioritäten. Keine Lust auf Fesseln (in keinem Sinne!). Aber Lust durchaus auf Entspannung und Unterhaltung. Und eine Frau, die jünger ist als ich, kann auch nur mein Anspruch sein. Jünger, egal ob nach Ausweis oder mental. Gerne beides. Ich habe nichts gegen einen schönen Spaziergang bei Sonnenuntergang. Sonst bin ich ja die letzten Monate immer alleine unterwegs. Etwas Abwechslung schadet gar nicht. Und worauf ich gar keine Lust habe: Mir vorher schon Gedanken um etwas zu machen, das heute noch gar nicht Sache ist. Wer weiß was bis nächste Woche ist? Leben im Jetzt. Und jetzt ist erstmal weiter 1 kg Fisch, 1 kg Brokkoli und Kraftsport angesagt. 😉

Von fettigen Haaren und dicken Bäuchen

Heute geht es mal eher back to the roots! So werde ich berichten über meine menschlichen Beobachtungen aus den letzten Wochen. Es wird wieder einmal schonungslos, hart, offen, aber wie immer höchst fair! Warum kann ich es fair nennen? Weil ich stets pro und kontra abwäge. Es gibt nie nur „so“ oder „so“. Der Kontext entscheidet! Und damit auch die Gültigkeit und Aussagekraft der eigenen Thesen.

Und der Artikel wird nichts mit Corona an sich und auch nichts mit meinen Aktivitäten an den Kapitalmärkten zu tun. Heute kommen also endlich mal auch wieder alle „Stammleser“ auf Ihre Kosten, versprochen. 😉
Wir werden uns also mit Dingen wie Lifestyle und dem eigenen sexuellen Marktwert beschäftigen.

Die Einen so, die Anderen so

Die letzten Wochen bin ich sportlich fleißig wie selten zuvor. Intensives Krafttraining für den Muskelaufbau und relativ viel Cardio für die Gesundheit. In diesen Zeiten ist es nicht nur wichtig nach außen hin Stärke zu zeigen (Stichwort „Fels in der Brandung“!), sondern auch seinen Geist in Balance und Stark zu halten. Cardio ist für den Muskelaufbau eher kontraproduktiv. Aber von allem das absolute Top geht nun einmal nicht, auch wenn ich mir das fast immer wünsche.

Nun, was fällt mir aber die letzten Wochen verstärkt auf? Nicht weil es sich plötzlich geändert haben würde, sondern weil ich einfach darauf achte…? Ich bin zur Zeit bei meinen Eltern und daher in meiner Heimatstadt. Das ist keine Großstadt und wenn ich dort mehrmals pro Woche durch die Stadt spaziere (Seele baumeln lassen) oder auch durch die Gegend jogge, dann treffe ich hin und wieder alte Weggefährten, ehemalige Schulkollegen, Bekannte oder Freunde von früher.

Und was soll ich sagen? Ich bin im Allgemeinen schockiert! Es ist eine Katastrophe! Fast alle sehen aus wie personifizierte Müllhalden. Nicht nur die mir bekannten Menschen von früher, auch die mehrheitlich anderen Menschen, die durch die Stadt schlendern. Am Anständigsten sehen aus meiner Sicht die älteren Menschen aus. Aber die Generation 25 bis 50 ist optisch ein einziges Desaster. Ich kann es leider nicht anders ausdrücken. Die Alten (> 70) sehen zwar anständig aus, wirken dafür aber total verstört und verängstigt. Die tun mir am meisten leid. Besonders wenn ich sie alleine herumalufen sehe. Bei einem Großteil gibt es vermutlich keinen Partner mehr. Das kann man erkennen, finde ich. Aber die Generation (genau genommen sind es ja 2 Generationen) 25 bis 50 ist nur noch hoffnungslos am Ende, so mein Eindruck. Leerer Gesichtsausdruck. Geistig abwesend. Kopf stets gesenkt ins Smartphone. Optische Müllhalden. So hart ist das, ich weiß. Aber es ist wie es ist. Ich habe das nicht erfunden. Ganz im Gegenteil, mit meinem Blog versuche ich einen Gegenpol zu bilden und kämpfe seit Jahren gegen den Wahnsinn an.

Fett in den Haaren, Fett auf den Hüften

Frauen in fettigen Haaren und Männer mit dicken Bäuchen. Ich fahre zur Zeit sehr gerne irgendwo mit dem Auto hin, habe mein Essen dabei oder kaufe mir unterwegs etwas im Supermarkt, entspanne dann bei einem Youtube-Video oder beobachte drum herum die Szenerie, während ich esse. Und wen traf ich jüngst? Einen alten Schulkameraden. Freudestrahlend begrüßte er mich. Und auch ich freute mich gleichfalls. Aber ich war perplex. Er hatte einen Ranzen bekommen, der sein T-Shirt ausfüllte wie das eines Michelin-Männchens. Allerdings nicht an den Armen, sondern nur um die Hüften herum. Ich bin schockiert! Einfach nur schockiert! Wie kann man sich so gehen lassen?

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Nicht nur das, auch fast all die anderen Typen da draußen… zerschlissene Hosen… abgetragene und schmutzige Schuhe… viel zu große T-Shirts oder Jacken… Man o man! Und dann haben sie manchmal eine Dame im Arm, die ihnen in nichts nachsteht. Die strahlt regelrecht. Allerdings liegt das nicht an deren Laune, sondern tatsächlich an dem sich in ihren fettigen Haaren reflektierenden Licht.

Frage:
Kann man sich nicht mal die Haare waschen? Wenigstens das? Corona hin oder Corona her. Ja, Corona ist total tödlich. Das wissen wir jetzt alle und glauben auch artig daran. Überall Leichen und so… und deswegen tragen wir ja auch alle artig unseren Maulkorb… bla bla bla… Aber Haare waschen kann man doch trotzdem oder ist jetzt in den Supermärkten außer dem Toilettenpapier überall auch das Shampoo ausgegangen? Außerdem sagen die Wirtschaftsdaten, dass der Onlinehandel derzeit boomt. D.h. Firmen wie Zalando oder Amazon profitieren enorm von dem Irrsinn da draußen. Also müssten die Menschen doch auch „tolle“ Klamotten tragen. Oder nennen wir zumindest „neue“ Klamotten. Aber nein, abgewetzte Schuhe bei den Männern und schlabberige Shirts so weit das Auge reicht. Warum nur? Was zum Teufel bestellen all die Leute bei Amazon und Zalando?! Und alle haben sie ordentlich Speck um die Hüften. Dabei ist der Winter doch vorbei und wir sind keine Tiere im Wald, die sich Fett anfressen müssten. Oder hab ich was verpasst? Zeit aus dem Winterschlaf zu erwachen oder nicht? Besser gar nicht erst hinein geraten… wir sind Menschen… keine Winterschlaf-Tiere.

Also ich kann nur von mir sprechen, was mich antreibt. Was andere Menschen antreibt weiß ich nicht. Ich kann es nur vermuten und kann es nur kurz und knapp ausdrücken: Offensichtlich nichts. Gar nichts. In der Wirtschaft wird von „Zombi-Firmen“ gesprochen, das sind Unternehmen, die eigentlich pleite sind, aber durch staatliche Rettungsmaßnahmen künstlich am Leben gehalten werden (auf Kosten von uns Steuerzahleridioten). Ich stelle auf ganz kleiner Ebene, nämlich durch aufmerksames Spazierengehen, fest, dass das gar nicht unser eigentliches Problem ist. Zombie-Firmen sind ein kleines Übel, gegen diese Zombie-Menschen.

Heute sind das echt harte Worte, ist mir auch klar. Aber Wahrheit ist Wahrheit und es wird nicht weniger wahr wenn ich davor die Augen verschließe. Irgendwie komme ich mir ein wenig verar***t vor, wenn ich mir überlege was für einen Aufwand ich betreibe, um gesund und in Form zu sein. Und wieviele Gedanken ich mir täglich um meine Ernährung mache. Kalorienmengen beachte, auf jegliche Kohlenhydrate verzichte und zwischen 5 bis 6 Sporteinheiten pro Woche durchjage. Dazu unzählige Artikel und Bücher lese und Youtube-Videos schaue. Und mich dennoch pflege. Geduscht bin, gekürzte und saubere Fingernägel habe, perfekt sitzende und saubere Klamotten trage. Wie mache ich das nur, im Gegensatz zu denen?! Und warum komme ich mir verar***t vor? Nicht weil ich mich ins Verhältnis zu den Anderen setze. Andere dürfen nie ein Maßstab für sich selbst sein.

Merke: Es gibt niemals eine Konkurrenz zu Dir (-> „Wo ich bin ist vorne!“)! Verar***t komme ich mir besonders deshalb vor, weil ich ja auch noch einem Job nachgehe. Bei derzeit ca. 10.000.000 (in Worten: 10 Millionen!) Arbeitslosen oder Kurzarbeitern in Deutschland – mit rasch steigender Tendenz ! – gehe ich davon aus, dass viele „der Anderen“ also mindestens 8 Stunden mehr Zeit in 5 Tagen pro Woche haben müssten als ich. Nur wofür?

Oder anders gefragt: Was machen die denn dann den ganzen Tag, wenn die all die Dinge nicht tun, die ich tue? Und nebei bin ich – ganz abgesehen von allem – auch noch zig Stunden am Tag dabei das Börsengeschehen aktiv zu managen. Neben meinem eigentlichen Job, versteht sich!

Frage ans Universum:
Hat mein Tag mehr als 24 Stunden und sind die Tage der Anderen wesentlich kürzer?

Fragen über Fragen. Antworten wird es darauf wie immer nicht geben. Weil sich niemals jemand mit den fettigen Haaren und den dicken Bäuchen klar zu seinem Status bekennen würde. Aus Sicht derer seien ihre Haare natürlich gepflegt und die dicken Bäuche seien gar nicht so schlimm… denn „da gibt es ja noch viel dickere Menschen als mich…„? Kennst Du sicher, diese Sprüche und Wahrnehmungsstörungen. Immer alles schön ins Verhältnis zu anderen setzen, dann fällt das eigene Versagen nicht so ins Gewicht. Wie kleine Kinder, die ihre Augen zu halten und rufen: „Du siehst mich nicht!“. Nur geht es hier nicht um kleine Kinder. Da ist das ja noch total süß, aber bei Erwachsenen? Da ist das einfach nur bitter und sauer.

Es geht auch anders, ganz anders!

Aber eine sehr interessante Beobachtung habe ich auch gemacht. Und das macht mir Mut und treibt mich zusätzlich an, nicht in das selbe Zombie-Loch zu fallen. Ich sehe beim Spazierengehen hin und wieder auch echt stylische Typen. In tollen Klamotten. Letztens bin ich an einem vorbei gelaufen, der hatte nahezu den selben Modestil wie ich. Er trug eine enge schwarze Lederjacke und ein Poloshirt, in Kombination mit einer engen Jeans. Und innerlich freute ich mich, dachte mir: „Endlich mal einer mit Geschmack!“ Er war offensichtlich mit einem Freund unterwegs, sie gingen nebeneinander und unterhielten sich.

Dann wanderte mein Blick einige Meter nach rechts vorne und ich sah zwei verdammt attraktive Frauen. Sehr gepflegt, sportlich, tolle Klamotten, lächelnd, um nicht zu sagen… strahlend. Die Eine lächelte mich an. Ich lächelte natürlich zurück. Und bemerkte, dass die beiden stehen blieben und nach hinten blickten. Ich verstand in diesem Moment, dass die beiden Typen, an denen ich vorbei ging, zu ihnen gehörten. War klar. Und wenn ich jetzt einfach mal Gedankenraten spielen würde, nehme ich an, dass sie sich gefreut hat, außer ihrem Partner auch mal sonst in der Stadt einen Nicht-Zombie sehen zu dürfen. Jemanden der strahlt. Der lächelt. Der gut gekleidet ist usw… Du weißt schon. Ich kann mich irren, klar. Aber ich war ja nicht der Einzige in der Stadt. Und ich sah die beiden Damen sonst niemanden angrinsen. Ganz nach dem (sehr gesunden!) Motto: „Nichtbeachtung schenkt Befreiung.“

Und so oder so ähnlich beobachte ich das die letzten Wochen ständig. Die Erfolgsformel ist recht einfach: Sieht der Typ trainiert und gut gekleidet und gepflegt aus, dann ist die heiße Braut nicht weit entfernt. Meistens läuft sie direkt neben ihm, oft Hand in Hand. Beide strahlen. Wirken glücklich.

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Jetzt kann ich mir aus der ganzen Story selbst eine Frage ableiten, um daraus etwas für mich zu schließen. Und die Frage lautet: Wenn ich mich selbst für einen gepflegten und attraktiven Mann halte, sportlich, gebildet und fleißig bin, warum zum Teufel habe ich dann keine heiße Braut an meiner Seite?

Hier kommt das Fazit an mich selbst

Nun gibt es genau zwei mögliche Antworten:
1. Ich bin weder attraktiv noch gepflegt noch sportlich oder gebildet oder fleißig oder trage anständige Klamotten! Ich leide also an einer maßlosen Selbstüberschätzung und Wahrnehmungsverzerrung.
Oder
2. Ich habe einfach keine Lust auf eine „heiße“ Braut an meiner Seite!

Wenn ich nun ein Influencer wäre, würde ich jetzt sagen: „Schreibt es mir in die Kommentare, was denkt Ihr?!“ Aber ich bin weder Influencer noch bekomme ich viele Kommentare. Also antworte ich stellvertretend für alle gleich selbst. Wie folgt…

Ich kenne meine Antwort auf die Frage. Ob sie jedoch wirklich stimmt und ich nicht doch einfach nur unter einer Wahrnehmungsstörung leide, ist eine andere Frage. Und soll ich Dir etwas sagen? Es spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, was Du selbst über Dich denkst! Alles andere ist nicht real. Mach Dir Deine eigene Realität, es lebt sich darin wesentlich gesünder und macht einfach verdammt viel mehr Spaß!

Heißt das, dass ich nie wieder eine Partnerin möchte? Nein. Sicher nicht. Aber auf absehbare Zeit bin ich raus aus dem Datingmarkt. So einfach ist das. Ich überlasse den Markt der Menschen mit den dicken Bäuchen und den fettigen Haaren lieber sich selbst. Vielleicht stolpert mir zufällig mal wieder eine attraktive Frau über die Füße, dann spreche ich sie schon an. Keine Sorge. Aber mehr ist mir das Thema nicht mehr Wert. Liebe ist die schönste Nebensache der Welt, könnte man sagen. Aber mehr auch nicht. Mehr auch nicht! Danke.

PS: Ich habe die Woche mal wieder beruflich bedingt mit Fr. Distanz telefoniert. Sie hat nun einen Partner, hat sie mir freudestrahlend erzählt. Und sie sei happy darüber, dass mir „das nichts ausmache“. Ich musste laut lachen dabei und sagte ihr: „Ganz ehrlich, das Letzte, worauf ich momentan Lust hätte, ist eine Partnerin!“ Innerlich dachte ich mir nur: „Was mir derzeit alles entgehen würde, wenn ich ständig irgendwen daten müsste?!“ Irre. Und mein zweiter Gedanke war, dass ich froh bin, dass sie nun „gut weiter“ ist. Hahaha. Das Leben ist einfach geil! 🙂

PPS: Mal angenommen, ich würde unter keinen Wahrnehmungsstörungen leiden und wäre tatsächlich einigermaßen trainiert, fleißig, attraktiv, gut gekleidet, sportlich, gebildet und kein armer Schlucker… nur mal angenommen… für einen kurzen Moment… okay? Komm bitte kurz mit auf meinen Gedankengang, ich lade Dich ein… Wäre das dann nicht so als würde man einen Ferrari das ganze Jahr nur in der Garage stehen lassen und täglich fein polieren, ohne ihn je zu fahren? Wäre es keine reine Verschwendung? Ich sehe es anders. Ich betrachte das eher wie den Umgang mit einem Mercedes Benz SL 300 „Flügeltürer“ von 1954. Wenn Du einen Wagen in der Garage hast und damit möglichst wenige Kilometer auf den Tacho jagst, dann passiert mit seinem Wert, oft erst nach vielen Jahren, über all die Zeit was? Er steigt. Du kannst natürlich auch alle Teile einfach plump verschleißen und dem Ding unnötig viele Kilometer drauf ballern. Und von Partnerin zu Partnerin wechseln. Aber ich hebe mir die Kilometer lieber auf. Für eine Frau, bei der es sich wieder lohnt. Die Beziehungsuhr kann man lange aufziehen. Aber auch da ist es wie mit jeder Schraube: „Nach fest kommt ab!“ Und ich schone meine ganz persönliche Beziehungsuhr lieber. Und auch außerhalb jeder Beziehung verschleißen andere Menschen einen selbst permanent. Nimmt man nicht so wahr, ist aber so. Auch Fr. Respektina, eine mehrmonatige Geschichte vor kurzem, war so ein Fall. Wir arbeiten uns an anderen Menschen immer ab, so sehr sie uns auch bisweilen Positives ins Leben bringen mögen. Wir sollten das nie vergessen. Wir verschleißen eineinander stets. So ist das Leben. Das kostet letztlich viele Nerven, ohne echten Mehrwert. Und wenn es nur die eigene Lebenszeit ist, die es kostet. Das Kostbarste also. Und deswegen poliere ich den Flügeltürer täglich nur und fahre erst dann wieder damit raus, wenn es sich für mich lohnt. Derzeit lohnen sich andere Dinge mehr für mich. Es ist schön, einen 1954er Flügeltürer in der Garage zu haben. Und die Zeit wird kommen, wo sich ein Ausritt dafür lohnt. Wieviele 54er Flügeltürer gibt es denn noch auf der Welt, in gutem Zustand? Es ist eine Rarität. Denk gerne kurz darüber nach. Und bis zu dem Zeitpunkt, an dem es sich für mich wieder einmal lohnt, den Wagen über deutschlands Straßen zu fahren… freue ich mich inzwischen über die viele wundervolle Zeit, die ich mir selbst für mich nehme. In dem Wissen, dass es sowieso niemals eine Konkurrenz gibt.

Geburtstagsfeier mit Herrn van Onnetuschn und Speichelleckern

Am Wochenende war es mal wieder so weit. Ich war tatsächlich außer Haus! Kann man sich das mal vorstellen? Ich, das inzwischen so brave Lamm, hat sich getraut das Haus zu verlassen! Nur warum? Was war passiert? Habe ich mein Engelchen-Dasein wieder abgelegt, um mich wieder auf die Jagd zu begeben? Und was hat der Geburtstag von Herrn van Onnetuschn mit Speichelleckern zu tun?

Kurzer Exkurs zur Frage „Wer war nochmal Herr van Onnetuschn?“:
Das ist der werte Herr, den ich bereits seit der 1. Klasse kenne. Der kleine Junge, mit dem ich so ziemlich jeden Mist veranstaltet habe, den man im Laufe seines Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalters eben so veranstalten kann. Das ist die Person, die all die Dinge von mir weiß, die sonst keiner weiß. Das ist die Person, die ich zuerst anrufe, wenn mir ein echtes Übel widerfährt, beispielsweise das Beziehungsaus mit Fr. Schlange. Das ist die Person, bei der ich mich in Jogginghose auf dessen Couch setzen und die Füße hochlegen kann, ohne mit der Wimper zucken zu müssen. Selbst wenn dessen Freundin daneben ist. Das ist die Person, mit der ich zwei Beziehungen überlebt habe. Und der mit mir auch sein damaliges Beziehungsende durchgestanden hat. Und das ist die Person, der ich sogar einen Mord beichten würde. Während ihm beim Erzählen schon sofort klar wäre, dass es zwar ein Mord, aber absolut berechtigt gewesen wäre. Wir sehen uns als Brüder, nicht als Freunde. Hat man so einen Menschen in seinem Leben, kann man auf viele andere verzichten. Das ist Luxus. Dafür bin ich dankbar.

Waren es 2 oder 3 Weine?

Herr van Onnetuschn und sein Chef hatten sich entschlossen, eine gemeinsame Geburtstagsfeier zu veranstalten und luden zum langen Stelldichein. Beim Weinspezialisten mit einem 4-Gänge-Menü (oder waren es 5?!). Wir waren uns nicht sicher, ob uns im Laufe des abends nur 2 oder doch 3 verschiedene Weine gereicht wurden. Wir sinnierten und ich hätte schwören können, dass es 3 waren. Herrn van Onnetuschn schmeckte der erste so gut, dass er nach dem vermeintlichen dritten Wein nochmal den ersten orderte. Und siehe da, der Kellner erklärte, dass es bisher nur 2 verschiedene waren. Wir hatten Nr. 1, danach nochmal Nr. 1 und danach Nr. 2 bekommen. Oder so. Aber ganz sicher bin ich mir nicht. Zwischendurch wurden auch die Gläser gewechselt und perfekt war die Verwirrung!

Jedenfalls schmeckte der erste dem Herrn van Onnetuschn so gut, denn das war ein Italiener. Mit Trauben irgendwo von einem Vulkan in Küstennähe, irgendwas mit Bimsstein. Was weiß ich. Und leicht salzig war er wohl gewesen. Wie Du merkst, habe ich davon keine Ahnung. Der Wein schmeckte. Und der Kellner goss ungefragt immer wieder nach. Das ist für mich Edel-Weinkenner schon genug Information. Mehr muss ich nicht wissen. Aber die Sache mit dem Bimsstein fand ich lustig. So beugte ich mich hinüber zu Herrn van Onnetuschn und flüstere ihm zu: „Hallo, i bims!“

Der Chef von Herrn van Onnetuschn hat einen ausgeprägten Hang zum Luxus. Von nun an nennen wir ihn in diesem Artikel der Einfachheit halber „Herr Chef“. Jedenfalls passt zu dessem Luxus-Hang auch seine Freundin. Könnte die kleine Schwester von Fr. Schlange sein, obwohl sie älter ist. Genießt die Anerkennung und den Ruhm genauso sehr. Liebt das Blitzlichtgewitter und den Reigen der Komplimente. Mir war das nach wenigen Minuten bereits suspekt. Ich frage mich: „Welche Anerkennung und wofür?“ Und da kommen wir auch schon allmählich zum großen Kritikpunkt des Abends.

Wie verhält man sich zwischen Speichelleckern?

Wer mich kennt, der weiß, dass ich auf Understatement stehe. Eher Elder Statesman denn laut und schrill. Fr. Schlange war für meine Verhältnisse damals schon als Person sehr schrill. Weniger im familiären Umfeld, weswegen sie wohl bei allen gleichermaßen beliebt war. Aber wehe Du lässt sie auf die Piste los. Da konntest Du Dir nie sicher sein, dass sie nicht plötzlich mit irgend einem Typen ihren Spaß hatte. Halt! Doch. Du konntest Dir sicher sein! 🙂

Und so fragte ich zu Beginn der Veranstaltung Herrn Chef, wer denn die vielen Personen heute Abend seien. Ob es sich eher um Freunde oder eher um Familie handeln würde. Er begann zu stammeln. Mir kam das merkwürdig vor. Ich weiß ja nicht, wie es Dir so ergeht, aber wenn ich Menschen zu einer Feier einlade, dann kann ich Dir sehr genau sagen wer wer ist und woher und wie lange wir uns schon kennen. Aber gut, vielleicht waren es hautsächlich Personen aus dem Umfeld seiner Freundin, dachte ich mir. Und daher vielleicht auch die geistige Abstinenz. Herr van Onnetuschn brachte seinerseits nur seine Freundin und mich mit.

Planerischerweise hatte Herr Chef sich vorab Gedanken zur Sitzordnung gemacht. So dass ich ganz in der Nähe bei Herrn van Onnetuschn sitzen konnte. Die einzigen beiden Personen des Abends, die ich wirklich kenne, waren er und seine Begleitung. Herrn Chef habe ich zuvor vielleicht zwei oder dreimal kurz gesehen. Der ganze restliche Haufen wir mir neu. Es war bunt gemischt. Ein Querschnitt der Bevölkerung. Das meine ich genau so. Da war alles dabei. Von Möchtegern bis Unauffällig. Manche trugen ein einfaches Shirt. Die Damen waren unterschiedlich attraktiv gekleidet. Und von den Herrn trugen manche Anzüge. Ich trug einen Dunkelblauen und ein weißes Hemd. Hemden trage ich ja immer, meist jedoch ohne Sakko. Das werde ich mir definitiv abgewöhnen! Und stattdessen öfter Sakkos tragen. Hat einfach etwas für sich. Gefällt mir. Mag ich.

2020-02-17

Nun, ich bin eher selten in für mich neuen Personengruppen zugegen. Allerdings nehme ich solche Gelegenheiten gerne wahr. Neue Kontakte. Neue Menschen. Immer gut. Herr Chef platzierte mir gegenüber zwar eine Dame, allerdings war diese deutlich älter als ich. Zudem bereits vergeben und als Person nicht wirklich interessant. Macht nichts. Wir sind ja nicht auf Frauensuche. Jedenfalls nicht mehr inzwischen. Hat also alles sein Gutes. So kann ich mich auch mit Frauen unterhalten, die mir weder gefallen noch mich in irgend einer Weise inspirieren.

Zurück zu Frage von vorhin, wer denn die vielen Personen seien. Alle kannten sie Herrn Chef mehr oder weniger. Die Betonung muss eher auf weniger liegen. Keine Familienmitglieder. Und wenn ich Einzelne nach ihrem Verhältnis zu Herrn Chef fragte, kam auch von deren Seite eher gestammel. Mir war irgendwann klar, dass das hier ein bunter Haufen von Fremdlingen war. Allerdings ein sehr speichelleckender. Warum ich dort war, war mir klar. Herr van Onnetuschn ist mein bester Freund aus Sandkastentagen. Und Herr Chef ist sein Chef. Und sie hatten vor, gemeinsam Geburtstag zu feiern. So einfach ist das. Ich wüsste allerdings nicht, was ich auf der Geburtstagsfeier von Herrn Chef zu suchen hätte, wenn ich Herrn Chef gar nicht wirklich kenne und auch sonst keinerlei Bezug zu ihm herstellen könnte.

Die Menschen dort lachten und amüsierten sich. Nun, auf Kosten des Herrn Chefs. Und ich glaube das hält als Begründung für deren Anwesenheit mehr als her. Perfekt organisiert war der Abend, wie ich schon sagte. Nach dem Essen ging es mit mehreren bereits bestellten Taxis in einen Club. Lounge war reserviert. Der Champagner kam. Eine Flasche, zwei… drei… mit Feuerwerk. Mir alles egal. Ich trinke normal gar nicht, aber an dem Abend hatte ich mich zuvor beim Abendessen auf den Wein eingelassen. Da brauchte ich nicht noch mehr, im Club sowieso nicht. Mir war eher nach tanzen und umsehen.

Der Laden war allerdings nicht meins. Die Musik war vollkommener Schrott. Entsprechend auch das Publikum. Sag mir welche Musik läuft und ich sage Dir, wie die Frauen dort aussehen. Puh! Nun… egal. Dann hab ich mir das Umsehen eben verkniffen. Und mich mehr mit Herrn van Onnetuschn amüsiert. Wir hatten definitiv unseren Spaß und ließen es uns gut gehen. Und machten uns lustig über alles Mögliche. Auch über die vielen Speichellecker in der Gruppe. Wobei uns Herr Chef persönlich leid tat. Muss man nicht vorhandene Freunde mit Luxus ertränken? Braucht man denn Freunde überhaupt? Kann man auch ohne klar kommen, zumindest zeitweise? Oder würde ich mich lieber mit Speichelleckern umgeben, nur um nicht alleine ausgehen zu müssen? Könnte ich meinen Geburtstag auch alleine feiern? Fragen, die mir danach in den Sinn kamen. Fragen, die ich für mich klar beantworten kann.

Sprich mit einer Frau immer über Beziehungen

Mir ist das alles egal. Ich komme überall gut klar und mache notfalls mein Ding. Das blieb dann auch nicht der Dame verborgen, die mir beim Essen gegenüber saß. Du weißt schon, die ältere Vergebene. Sie suchte im Club meine Nähe und wollte quatschen und tanzen. Nun, fürs Quatschen bin ich immer zu haben. Fürs Tanzen zu zweit weniger, mag ich nicht so. Kann ich auch nicht wirklich, wie Du vielleicht weißt. Allein ist der Mann. Ich hatte mir damals vorgenommen, dass ich meine Fähigkeiten im Paartanz verbessern würde. Habe ich inzwischen verworfen. Wozu. Keine wichtige Fähigkeit. Besser die Zeit investieren in Dinge, die mehr Rendite bringen. Sport. Ernährung. Oder Finanzen.

Wir unterhielten uns vor allem über Beziehungen. Das ist ein sehr empfehlenswertes Thema. Frauen können noch so langweilig sein, unintelligent oder sonst etwas. Aber beim Thema Beziehungen kommen sie alle aus sich heraus. Beim Abendessen passte das nicht, da ging es eher um allgemeinen Smalltalk. Aber nachdem der Alkohol (bei den Anderen) schon stärker geflossen war, fielen auch die Hemmungen zunehmend. Und so schneide ich spätestens dann gerne spannendere Themen an. Wir unterhielten uns über ihre Beziehung. Und über meinen derzeitigen Status. Ich sprach das, was ich denke und das was ich fühle. Wie immer. Und ich machte wieder einmal die Erfahrung, dass das scheinbar unglaublich attraktiv wirkt. Plötzlich kleben die Damen dann an Deinen Lippen und erzählen ihrerseits mit strahlenden Augen. Endlich hört ihnen wohl mal jemand so richtig zu.

Ich kann mir das nur so erklären: Die Gesellschaft beschäftigt sich größtenteils mit Objekten und fest vorgegebenen Mustern, genannt Alltag. Wenn dann einmal jemand kommt, der die emotionalen Themen in Dir triggert oder aufgreift, fühlst Du Dich nicht nur unterhalten, sondern verstanden. „Endlich jemand, den das Gleiche beschäftigt wie mich“, oder so ähnlich. Mir geht es dabei ein gutes Stück weit tatsächlich um die Erforschung weiblichen Denkens. Jedes Gespräch bietet die Chance, wieder etwas mehr von der Frauenwelt zu verstehen. Und nach ein paar Minuten bist Du soweit, dass Du sie eigentlich fragen könntest wonach Dir ist und Du würdest von ihr eine ehrliche Antwort erhalten. Selbst bei Fragen, bei denen 9 von 10 Frauen rot werden würden. Auch da glaube ich, dass die meisten Frauen froh sind, wenn sie mal mit einem Mann ernsthaft, aber nicht in bitterem Ernst, sich ganz normal mitteilen können.

Es ist nicht kalkuliert, was ich tue. Wenn ich mich hinstelle und sage, dass ich derzeit keine Beziehung möchte, da es in diesem Lebensabschnitt einfach an der Zeit sei, mich um mich zu kümmern. Und dass mir im Laufe der Jahre aufgefallen sei, dass die meisten Menschen mir nichts zu geben haben. Da sie selbst nicht wüssten wer sie sind und was sie möchten oder was ihnen gut tun würde. Sie bestätigte meinen Eindruck aus ihrer Erfahrung. Gleichzeitig versuchte ich ihr aber bei allem Individualismus klar zu machen, dass eine Beziehung aus meiner Sicht gepflegt werden müsste. Selbst wenn Kinder da seien. Besonders dann. Es könne nicht sein, dass eine Beziehung in den Hintergrund rücke, nur weil plötzlich Kinder da wären. Aus meiner Sicht sollte der Partner immer an erster Stelle stehen. Und gleichzeitig sollte jeder dennoch seine eigenen Themen fokussieren und sich selbst entwickeln können.

Ab dem Zeitpunkt wurde ich kaum mehr in Ruhe gelassen von ihr und ihren Freundinnen. Ich sollte mich unbedingt näher zu ihrem Platz begeben und mit ihnen tanzen und eine ihrer Freundinnen kennenlernen. „Nein danke!“, dachte ich mir. Die besagte Freundin war einfach nicht attraktiv. Und Attraktivität ist in meiner gegenwärtigen Situation die einzige Währung, mit der eine Frau mich bezahlen kann. Liebe war es mal. Aber das Thema ist so löchrig wie ein schweizer Käse. Wie sollen Menschen andere Menschen wirklich lieben können, wo sie sich doch selbst nicht lieben und teilweise schon selbst nicht ausstehen können? Ich habe dafür Verständnis. Also suche ich gar nicht nach echter Liebe. Mir würde schon eine Frau (gilt auch umgekehrt!) reichen, die zur Abwechslung einfach noch alle Tassen im Schrank hat. Von Liebe spreche ich gar nicht . Vergiss es. Ich suche auch nicht nach einem weißen Tiger.

Erkenntnisse des Abends

Guter Wein ist eine tolle Sache. Ein Mehr-Gänge-Menü ebenfalls. Aufmerksame Kellner sind toll. Der Chef von Herrn van Onnetuschn ist nicht arm. Seine „Freunde“ sind größtenteils gar keine, sondern elendige Speichellecker. Der letzte Clubabend mit Herrn van Onnetuschn ist über 10 Jahre her, jetzt war es mal wieder so weit, Klasse! In einer mehr oder weniger erhabenen Runde zu sitzen und sehr seriös zu tun ist das Eine, kindische Gespräche mit Herrn van Onnetuschn sind aber viel cooler. Dafür braucht es kein Mehr-Gänge-Menü oder teuren Wein. Mit, ist es aber auch gut. Habe es genossen, mal wieder unter ganz andere Menschen zu kommen. Und besonders genossen habe ich es, Herrn van Onnetuschn „in seriös“ zu erleben. Ich könnte mich innerlich wegwerfen, wenn ich Dir zusehe wie Du mit den anderen Leuten sprichst… wo ich Dich doch als ganz normales kindisches Wesen kenne! So wie ich es eben auch bin!

Danke an Herrn Chef und an Herrn van Onnetuschn für den schönen Abend und die Einladung!

PS: Lieber Herr van Onnetuschn, ich bin froh, dass wir beide keine Speichellecker sind. Und ich bin auch froh, keiner sein zu müssen. Warum müssen? Ganz einfach: Wenn ich Bock darauf hätte, mir ein 5-Gänge-Menü zu gönnen und einen Champagner mit Feuerwerk im Club, dann würde ich es tun. Tun können. Heute. Morgen. Und am nächsten Wochenende schon wieder. Nur wozu? Ich quatsche lieber mit Frauen über Beziehungen und die Unterschiedlichkeit der Geschlechter. Gibt mir mehr. Und kostet nix. Sparquote hoch halten!

PPS: Wenn das alle Wohlhabenden so sehen würden, bräuchten sie den Sch***-Luxus nicht und würden umgekehrt automatisch mehr Menschen in ihr Leben ziehen, die aufrichtiges Interesse an ihnen hätten. Generation Fake eben. Traurig. Aber auch da gilt: Nicht jammern, sondern das Beste daraus machen. Inwiefern? Jede Frau ist froh, wenn Du ANDERS bist. Also sei anders, das ist alles. Sei geradeaus. Sei klar in der Aussage, aber emotional in der Tonalität. Danke Generation Fake, Du machst die Welt so einfach zu meistern! Dank Dir ist jeder Mensch froh, wenn er einmal einen Strohhalm findet, an dem er sich festhalten kann. Nur will ich gar nicht mehr der Strohhalm für jemanden sein…

Welcome back to 2020! – Teil 1 von 2

Es ist mehr ein „Willkommen zurück“ denn ein einfaches „Willkommen“, schließlich ist das Jahr 2020 nun schon 33 Tage alt und die Hürde für mich persönlich war online größer, die Rückkehr hierher zu nehmen, als offline und real ins Jahr 2020 zu starten. Denn das Jahr läuft soweit ganz gut an bei mir. Ich hoffe bei Dir auch. Deshalb hatte ich nicht so das Bedürfnis etwas zu schreiben, aber ich war und bin derzeit auch ziemlich ausgelastet mit diversen Themen. Näheres dazu folgt…

Also herzlich willkommen zurück hier und natürlich auch willkommen im Jahr 2020, danke, dass Du weiterhin meinen Weg begleitest und teilhast bei den Abenteuern des jungen Padawan. Dass Du dabei bist, wenn ein junger Wortakrobat die Leserschaft beschäftigt, nicht nur aufgrund der zugegeben langen Artikel. Sondern stellenweise auch mal zu entzweien vermag, dabei stets unterhält, aber auch zum Nachdenken anregt und es schafft, am Ende doch immer wieder alle zu vereinen. 😉

Das Spiel mit den Reizen

Warum? Weil zwar vieles von dem, das ich so den lieben langen Tag schreibe oder tue, provoziert. Wer mich kennt, weiß allerdings, dass ich stets aus dem Herzen spreche. Und dabei in guter Absicht unterwegs bin. Ich habe im Laufe dieses Blogs selbst erst gelernt zu verstehen, dass es doch genau darum geht. Zu provozieren. Nicht Dich. Sondern mich. Mich zur besten Version meines Ichs zu provozieren. Wenn Persönlichkeitsentwicklung „bleib einfach da wo Du gerade bist“ bedeuten würde, müssten sie das Lexikon umschreiben. „Entwicklung“ bedeutet etwas zu verändern. Mich. Meine Persönlichkeit.

Das geht nur durch das Setzen neuer Reize. Bewusste neue Reize. Sich selbst nicht nur ein bisschen kitzeln. Sondern zwicken. Aufschrecken. Erschrecken. Gelegentlich auch aufschreien. Aber stets einen Schritt wacher zu werden und weiter zu kommen. Darum geht es hier. Und ich glaube inzwischen nicht nur, sondern weiß, dass das den Kern dieses Blogs ausmacht. Das hat sich entwickelt, natürlich. Wenn ich schreibe, schreibe ich mit Freude. Ich habe keine Werbeeinnahmen und vertreibe keine Produkte. Was ich mache, mache ich aus meiner Mitte.

Und ich denke, dass das die authentischste Variante ist, die ein Mensch von sich präsentieren und von sich geben kann. Und was ich die letzten wenigen Jahre erlebt habe, war oft polarisierend. Was daran liegt, dass ich in die teilweise hellen, aber oft auch sehr dunklen Geisteswinkel der Gesellschaft und ihrer Individuen vorgedrungen bin. Wer mehr als 1000 Frauen auf der Straße, in Bars oder in Cafés, in Discotheken oder auf Veranstaltungen angesprochen hat, unzählige Dates und Fehlversuche hinter sich hat… ja der ist noch lange nicht am Ziel. 1000 ist noch gar nichts, Freunde! Aber eines kann ich sicher sagen: Ich hatte so viele schöne Momente und bin in Siebenmeilenstifeln nur so gen Horizont marschiert. Dabei habe ich nicht sie gefunden, die Traumfrau. Aber mich. Den Traummann.

Ist die Traumfrau, die ich auf meinem Weg zu finden glaubte, an meiner Seite? Jetzt in diesem Moment? Nein. Gibt es sie zumindest? Sicher. Irgendwo bestimmt. 1000 sind erst der Anfang. Wie einst Udo Jürgens sang, „… ein Augenblick, ein Stundenschlag, 1000 Jahre… sind ein Tag…!“

Dankbar bin ich um die vielen schönen Dinge des Lebens und ich habe erkannt, dass ich meinen Teil davon zurückgeben möchte. Ausdruck meines Tuns ist dieser Blog. Du kennst bestimmt mein Motto: Wenn ich es schaffe, damit auch nur einen einzigen Menschen positiv mitzunehmen und ihm einen Anschub in eine gute Richtung zu geben, dann reicht mir das. Dann bin ich an der Stelle glücklich.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass es mich sehr freut, dass die Aufrufzahlen dieses Blogs selbst in meiner immerhin über zweimonatigen Abwesenheit nicht in den Keller gerauscht sind. Dazu gabs auf meinen letzten Artikel erst die Tage einen Kommentar und den dezenten Hinweis, dass ich hier doch mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben möge.

Das tue ich hiermit! 🙂 Es geht mir gut. Sehr gut. Ganz ohne Frau.

Geschichten von und mit Fr. Respektina

Nun, ich könnte sicherlich gar nicht alles niederschriftlich aufholen, um nachträglich für eine lückenlose Chronik zu sorgen. Möchte ich auch gar nicht. Ich war in all der Zeit ganz sicher nicht untätig, deswegen versuche es das Wichtigste kompakt (wie Du weißt, kann ich keine kurzen Artikel schreiben!) zu transportieren. Auch wenn es nur in einen Zweiteiler passt. Ich liebe Mehrteiler! Aber auch das weißt Du ja schon.

Manch einer fragt sich vielleicht, was mit Fr. Respektina passiert ist. Oder auch ob nichts passiert ist. Schließlich geht es hier ja immer noch primär um Frauen und deren Stellenwert in meinem Leben. Also fangen wir mit diesem Part an. Die lieben Frauen. Nun, Fr. Respektina lebt noch. Wir hatten – trotz all meiner Skepsis – immer wieder ca. alle 2 Wochen auch mal etwas Zeit zusammen verbracht. Wenn ihre Kinder anderweitig untergebracht waren. Nun ist aber Funkstille. Ich habe sie gelöscht, mal wieder.

Mal wieder?

Nun, das klingt komplizierter als es ist. Mir war das schon mehrfach genug des Guten. Jedoch kam die liebe Dame immer wieder mit allerlei Enschuldigungen und ausgestreckten Armen um die Ecke. Wie ich nun nachträglich sagen kann, ist sie ein eher (selbst-)zerstörerischer Mensch. Gut, das sind die meisten Menschen. Leider. Das alleine macht die Sache weder kompliziert noch unerträglich. Schließlich darf ein jeder sich noch selbst überlegen, ob er mit einer solchen Person seine Zeit verbringen möchte. Soll ich zuerst von mir oder von ihr berichten? Nun, der Esel nennt sich immer zuerst. Also fang ich mit mir an. Ih-ah.

Wie Du sicher weißt, mangelt es mir weder an Selbstvertrauen und spätestens aufgrund der glorreichen Lehren aus meiner letzten Beziehung – Ruhe in Frieden (also die Beziehung, nicht die Fr. Schlange) – auch nicht mehr an Achtsamkeit und Bewusstsein. D.h. was ich tue, tue ich inzwischen sehr sehr reflektiert. Was ich nicht tue, tue ich genauso reflektiert. Wenn ich also meine Zeit mit einem zerstörerischen Menschen verbringe, soll das was sein? Ich will es mal so sagen, es ist eine Herausforderung und eine Möglichkeit selbst zu weiter zu wachsen. Ich will nicht in alle Details eingehen, dafür ist sie weder interessant noch herausfordernd genug, die Gute. Nur stell Dir einmal vor, dass Du Samstag Abend bei Dir auf der Coach liegst. In Ruhe und Gemütlichkeit. Und nun komme ich daher und drücke Dir ungefragt und plötzlch eine heiße Kartoffel in die Hand. Ist das dann easy cheesy, wenn Du Dir gerade die Pfoten verbrennst? Oder hast Du dann zumindest kurzfristig eine echte Herausforderung an der Backe? Bizarres Beispiel, findest Du? Fr. Respektina ist als Person nicht minder bizarr. Nur dass sie Dir ständig heiße Kartoffeln in die Hand drückt. Und Du zunächst eben gar nicht weißt, was Du damit anfangen sollst.

Aber die Marktwirtschaft funktioniert so. Angebot und Nachfrage. Gibt es eine Nachfrage (wenn auch nur auf meiner Seite) für eine Heiße-Kartoffel-Herausforderungs-Bewältigungsmaschine, dann gibt es früher oder später auch einen Erfinder für solch ein Gerät. Und irgendwann kommt das Ding zur Marktreife. Und am Ende wird jemand reich damit. Ich bin nun Nachfrager (Kunde), Erfinder und Produzent dieser Maschine. Und die funktioniert wie eine eins. Und kann und wird ziemlich sicher nicht nur treue Dienste bei Fr. Respektina geleistet haben. Es gibt weit mehr Frauen da draußen mit einem… sagen wir… Problem bezüglich der eigenen Persönlichkeit. Die Meisten haben keine Persönlichkeit, das alleine wäre jedoch gar nicht schlimm. Problematisch wird es aber immer dann, wenn ein kleines Ding meint sich aufführen zu müssen wie ein Elefant. Und dann unbedingt im Porzellanladen die Sau herauslassen möchte. Die Frage, die Du Dir als Mann dann stellen musst, ist die: Möchte ich der Eigentümmer des Prozellanladens sein oder lieber ein Dompteur?

Okay, ich gebe zu, das ist alle sehr kryptisch niedergeschrieben. Einfach gesagt: Wenn jemand einen an der Waffel hat, dann musst Du erstmal damit umgehen können. Das ist wirklich eine Herausforderung. Erstens das zu erkennen, zweitens das zu meistern. Ich habe das alles als eine Challange an und gegen mich selbst gesehen. Es hatte teilweise etwas Meditatives an sich. Eine Weile lang war ich mir nicht sicher, was das alles soll und woher ihre „ich habe zwei Masken, die setze ich abwechseln auf, aber mein wahres Gesicht siehst Du nie“-Attitüde stammt. Bis ich langsam begriffen habe: Das sind keine zwei Masken. Das ist sie. Einfach so. Sie hat einfach einen Dachschaden. Vielleicht aufgrund ihrer letzten Trennung. Vielleicht ist es aber auch der Grund für ihre letzte Trennung. Nach allem was ich von ihr kennengelernt habe, könnte ich ihren Ex-Mann jedenfalls gut verstehen. Das ist nicht negativ gemeint, ehrlich nicht. Ich habe es immer gut mit ihr gemeint. Zu Weihnachten habe ich ihr, aus ganz bestimmtem Grund, ein Buch von Eckhart Tolle geschenkt. Hätte sie es lieber mal gelesen. Besser 100 mal. Es gibt aber auch sehr hoffnungslose Fälle. Da nützt selbst Eckhart Tolle nichts mehr, wie ich später gemerkt habe. Was mir für sie leid tut. Um mich geht es gar nicht.

Also alles gut. Ich habe einfach lernen wollen und die Herausforderung angenommen, einen neuen Menschen- bzw. Charaktertyp kennenlernen zu dürfen. Darum geht es doch. Wachsen. Besser werden. Es ist als wenn Du keinen Bock auf Kitesurfen hast, aber Dich selbst zwingst es dennoch immer wieder zu tun. Nicht verhaftet. Völlig bewusst. Probiere es aus! Ersetze Kitesurfen durch irgendwas, das Du eigentlich bizarr findest. Teste es mal. Und mache jeden Schritt bewusst. Mir hat das viel gegeben! So einfach ist das. „Die Wegen des Herrn sind unergründlich“, heißt es doch. Dasselbe gilt für die Frauen, aus meiner kleinen maskulinen Sicht. Aber man kann besser werden. Und üben, üben, üben. Darum ging es mir. Dass sie nicht ernsthaft eine Frau fürs Leben sein würde, ja nicht mal für einen Lebensabschnitt taugen, war mir schnell klar. Nur anders herum wohl nicht. Obwohl ich klare Ansagen gemacht habe. Vielleicht hat gerade das für eine magnetenhafte Anziehung gesorgt? Was weiß ich. Das war keine Absicht von mir. Ein Stück weit ist ja alles lustig. Aber irgendwann ist auch wieder gut.

Ein paar Tage Dolce Vita

Übrigens war ich nach Neujahr ein paar Tage mit ihr in Italien. Haha. Was Du Dir jetzt wohl denkst? „Wie kann der Typ mit dieser Frau auch noch in den Urlaub fahren, wo er doch kaum etwas von ihr hält?“ Nun, ich liebe dieses Land. Das ist doch Grund genug. Da ich Mailand immer schon einmal sehen wollte, nahm ich die Gelegenheit wahr, mir die Stadt mit ihr ein paar Tage anzusehen. Bot sich einfach an. Natürlich im Wissen, dass das keine Sache für die Ewigkeit sein oder bleiben wird. Entweder es macht „bumm“, wenn Du Zeit mit einer Frau verbringst, und zwar von Anfang an… oder es wird niemals „bumm“ machen. Und es machte niemals „bumm“, von Anfang an nicht. Aber es muss auch nicht immer „bumm“ machen, wie ich gelernt habe.

Erlaube mir den klaren Vergleich: Gehst Du hin und wieder ins Kino bzw. schaust Du über einen der Streaming-Anbieter Filme/Serien an? Ja? Vermutlich doch. Also. Gehört Dir deswegen das Kino oder der Streaming-Anbieter? Nein. Vermutlich nich. Vielleicht hast Du ein paar Aktien von Netflix oder Amazon, aber deswegen gehört Dir der Laden nicht. Ist die Zeit des Film/Serien-Sehens (trotzdem) schön? Ja. Na also. Mir muss nicht gleich das ganze Kino gehören, nur um mal einen Film genießen zu können. Ist jede Stelle an jedem Film toll? Ist alles immer super-spannend? Nein. Kann ein Film am Ende sich trotzdem gelohnt haben? Auch wenn man dafür 10 Euro Eintritt los ist und nicht alle Stellen super toll fand? Ja? Na also. So einfach ist das.

Vielleicht fragst Du Dich jetzt immer noch, warum ich – nach all meiner Erkenntnisse über sie – mit ihr dennoch ein paar Tage weggefahren bin. Es ist eigentlich ganz einfach, weil nicht alles immer so oder immer so ist. Nicht alles an ihr ist schlecht. Nicht alles an ihr ist gut. Der Fokus ist die Frage. Dein Fokus. Wie Du die Welt siehst, hat nichts damit zu tun wie die Welt ist. Es hat alleine damit zu tun wie Du die Welt sehen möchtest. Und wenn Du Dinge bewusst tust, findest Du auch beim Schleppen von Steinen in einem sibirischen Gulag positive Dinge daran. Jedenfalls Dinge, die Dich reifen lassen. Der einzige Unterschied ist natürlich, dass ich meine Dinge freiwillig machen oder beenden kann. Deswegen verbietet sich dabei der Vergleich zu Menschen, die gezwungenermaßen in einem sibirischen Gulag Steine schleppen mussten. Aber Du verstehst, was ich meine. Es kann sehr meditativ sein, wie ich schon schrieb. Probiere es aus. Aber mache es bewusst, mache es achtsam. Und Du wirst oft Schmunzeln können und immer wieder eigene Denkmuster erkennen. Die Du teilweise überwinden kannst oder überwinden möchtest. Jedenfalls wenn Du reifen willst.

Das hier mag ein Blog sein, der eigentlich das Thema Frau in den Vordergrund rückt. Aber auf meinem Weg habe ich erkannt, dass es niemals um Frauen geht. Oder um Männer. Sondern um Dich selbst. Es geht um Dich und Deine Persönlichkeit. Arbeite an Deiner Persönlichkeit oder Du gehst als ungeschliffener Rohdiamant in die Holzkiste, 2 Meter tief unter der Erde. Eines Tages zwar erst. Aber das ist gewiss. Es ist Deine Wahl.

Vielleicht noch ein paar Worte, was das Ganze aus ihrer Sicht so „erstrebenswert“ machte, Zeit mit mir zu verbringen. Es gehören ja immer 2 zu einer Sache zwishen Mann und Frau. Nun, ihren Äußerungen nach fand/findet sie mich wohl attraktiv, meine klaren Meinungen und Positionen zu bestimmten Dingen und meine klare Lebensführung toll. Aber sie war eben auf einer anderen Straße unterwegs als ich. Ich habe sowieso ständig versucht die Geschwindigkeit für sie zu drosseln. Damit sie hinterher kommt. Darum geht es mir gar nicht. Mir ist das egal, ob eine Frau mir voraus oder hinterher ist. Ich schaffe beides, wenn nötig. Tempo aufnehmen oder bremsen. Aber sie findet es, ihrer Aussage nach, „besonders“, dass mich nichts aus der Ruhe bringt und dass ich weiß was ich im Leben möchte und meine Ziele so klar verfolge.

Fels in der Brandung. Klar. „Danke Pickup“, wie ich immer sage. Du warst meine Einstiegsdroge. Nun bin ich süchtig, süchtig nach mehr. Mehr Persönlichkeit. Mehr Werkzeuge. Mehr Plan. Mehr Kompass. Mehr Richtung. Mehr Themen. Mehr Abwechselung. Mehr von allem. Aber nicht mehr mehr Frauen.

2020-02-02

Was ich nicht mehr brauche: Ablenkung, Zurückhaltung, manipulieren lassen, unbewusst wie ein Gummiball durch den Raum gekickt zu werden und solche Dinge. Ich denke nicht nur – nein ich bin zu 100% überzeugt! – dass das Dinge sind, denen die meisten Menschen völlig unbewusst unterliegen. Ein Leben lang, vermutlich. Manche kommen am Sterbebett zur Einsicht, dass sie nie ein echtes Leben gelebt haben. Sondern immer nur das der anderen Menschen um sie herum. Ich bin nun kein Teenager mehr, aber ich bin so froh, dass ich das selbst lernen durfte und zumindest statistisch noch einigermaßen viel Zeit vor mir habe, um meine Erkenntnisse auch in die tägliche Anwendung zu bringen.

Herz schlägt Verstand und Intelligenz

Lotusblume sagte einmal vor ein paar Jahren zu mir: „Eine Frau hat es mit Dir auch nicht einfach beim Kennenlernen, Du bist so weit, dass sich eine Frau auch mal überfordert fühlen kann, weil sie Dir nicht hinterher kommt.“

Das stimmt, den Eindruck habe ich auch immer. Damit solltest Du, liebe Lotusblume, definitiv immer Recht behalten, bis heute. Bis jetzt habe ich keine Frau in meinem Leben kennengelernt, die mir in sachlichen Dingen insgesamt voraus wäre. Aber das ist nicht schlimm, wichtig ist für mich nur, dass sie ihr Herz am rechten Fleck hat. Und idealerweise dabei keinen Sprung in der Schüssel. Und diese Kombination – man mag es nicht meinen – ist schon außergewöhnlich exquisit. Natürlich ist „Sprung in der Schüssel“ sehr plakativ ausgedrückt. Man könnte es auch milder als „unreflektiert“, „(selbst-)zerstörerisch“, „unbewusst“, „egoistisch“ und „kurzfristig denkend“ titulieren. Mir geht es also eher um die Bereiche Herz und Bauchgefühl. Ich meine nicht einfach „dumm“. Dumm ist relativ, wie alles. Dumm darf ein Mensch doch sein, warum nicht. Dumm ist nicht böse. Aber böse ist böse. Herzlos ist böse. Lieb soll sie sein, wenigstens das. (Ja ja, und Hauptsache hübsch! 😉 )

Und andere (Männer) suchen was? Einen Titel soll sie haben. Studiert muss sie sein. Vorzeigbare Intelligenz aufweisen. Idealerweise eigenes Geld verdienen. Eine finanziell gute Partie sein. Ich schei** auf all diese Dinge. Die Gesellschaft ist völlig verrückt geworden. Anders kann ich es nicht sagen. Ich werde dabei auch nicht satt, das ständig zu wiederholen.

Ich denke Du verstehst was ich meine. Aber je mehr Zeit vergeht und je mehr ich seit einigen Monaten überhaupt nicht (!) mehr auf der Suche nach einer Partnerin bin – wie ich selbst gemerkt habe -, desto deutlicher erkenne ich die großen „Grundprobleme“ unserer Gesellschaft. Wenn man sich selbst herauszieht aus dem alltäglichen „Klein-Klein“ und in die Meta-Ebene geht, werden so viele Dinge so unwichtig. Und gleichzeitig so klar. So deutlich. Nichts „muss“ mehr. Plötzlich bist Du nicht mehr gefangen in Deinem eigenen Korsett, sondern kannst Dein Leben aktiv selbst gestalten und nur noch Dinge zulassen, die Du für zulassungswürdig erachtest. Dazu gehören auch Frauen. Die letzten sprach ich im letzten Jahr an. Das ist eine ziemlich lange Pause. Fehlt mir etwas? Mitnichten.

Ein Date mit einem jungen Mädchen

Achja, aber das nur der Vollständigkeithalber, ich hatte zwischendurch auch mal ein anderes Date. Mit einer Blonden. Totale Ausnahme für mich. Ich glaube, dass ich sie hier mal erwähnt hatte. Blutjung das Ding. Aber schon Mama. Natürlich. Wer meine Storys kennt, weiß, dass ich zuletzt immer an Mamas gerate. Egal welchen Alters. Hauptsache Kinder im Schlepptau. Nun, zumindest war sie hübsch.

Ich habe ja die letzten Monate öfter mal Frauen gedatet, die älter waren. Und im Projekt Beziehung Teil 1 meistens Frauen, die knapp jünger waren als ich. Deutlich jüngere Frauen waren eher eine Seltenheit. Aber ich muss sagen: Hat was. Immernoch.

So saßen wir in einer Bar, die ich ganz gerne zum ersten Date aufsuche. Ich mache es kurz. Wir unterhielten uns über dies und das. Wie Du vielleicht weißt, stehe ich nicht auf Blond. Aber James Bond spielte auch mal den Fim „Sag niemals nie“. Offen bleiben. Und sie hatte ein ganz hübsches Gesicht, tolle lange Haare und einen heißen Körper. Genug Argumente, um ein wenig Zeit bei ein paar Getränken miteinander zu verbringen. Sie bemühte sich sichtlich mir klar zu machen, dass der Altersunterschied für sie keine Rolle spiele und sie sowieso lieber mit Älteren Zeit verbringe. Bla bla bla. Nun. Ich hatte das gar nicht zum Thema gemacht. Ist doch süß, die Kleine. Immerhin. Alles gut und schön. Aber das ändert nichts daran, dass sie eher vom Typ „Checker-Tussi“ war. Und ich stehe nicht auf so eine Art von Frauen. Da können sie den tollsten Hintern der Welt haben. Da sie aber noch als Beimischung eine Portion Überheblichkeit – mit welcher Berechtigung?! – mitbrachte, war das Thema für mich zumindest aus der Sicht erledigt.

Es war ein unterhaltsames Date. Mehr wurde nicht daraus. Auch wenn wir uns noch ein paar mal schrieben, aber da sie unmittelbar nach dem Date für 2 Wochen in den Urlaub fuhr, hat sich das Ganze verlaufen und ich habe mich da auch nicht angestrengt, um noch etwas daraus zu machen. Sie ist nicht mein Typ, maximal hübsch, aber nicht mehr. Toll trotzdem, auch mal wieder mit so einem Mädchen (Frau?) ein Date zu verbringen und – zugegeben – mich an einer meiner Haupt-Locations blicken zu lassen. Das Leben ist kein Zufall, auch wenn wir das glauben. Nimm Dein Schicksal selbst in die Hand und gestalte es. Sozialer Status spielt definitiv eine Rolle. Manche der Bedienungen in der Bar kennen mich. Und wenn sie mich sehen, sehen sie mich dort in der Bar gerne in Begleitung. Das hat schon alles seinen Sinn.

Die Guten gab es früher einmal

Ich kann die ganzen Älteren (so alt bin ich nun aber wirklich nicht!) verstehen, die gerne eine jüngere Frau an der Seite haben. Das hat was. Aber früher oder später geht es meistens doch auseinander, aufgrund des Altersunterschieds. Siehe Sky du Mont und seine Ex-Frau Mirja. Mal nur als Beispiel, nicht um zu verallgemeinern. Aber irgendwann ist der Frau der Typ dann doch zu alt. Spielt das für mich eine Rolle? Nein, nicht mehr. In meiner Welt – wo ich endlich aus der Matrix heraus bin – ist mir sowieso klar, dass fast keine Beziehungen auf ewig halten. Warum also dann nicht „Hauptsache hübsch“ potenzieren zu „Hauptsache hübsch-hübsch“? Eben.

Nimm das leben wie ein Konsument eines Streaming-Anbieters und alles ist gut. So sind die Zeichen der Zeit. Du kannst Dich nicht dagegen stellen. Es ist wie nach Gold zu suchen, in einem Claim, das schon restlos leer gebuddelt wurde. Die tollen Frauen (bzw. falls Du eine Frau bist, gilt das natürlich auch umgekehrt für Dich in Bezug auf die Männer) sind eben schon vor Jahrenzehnten vergeben worden. Das war vor meiner Zeit. Die Zeiten sind vorbei. Nun gibt es leider nur noch diesen neumodischen Rest dieser unreflektierten und unbewussten Reste-Nullwerte-Gesellschaft. Paradoxe Beispiele? Jute-Beutel tragen, weil Plastik schädlich ist, freitags demonstrieren, obwohl der Masse stattdessen ein bisschen Bildung in der Zeit in der Schule ganz gut tun würde. Sehr-Gutmenschen gegenüber allem und jedem sein, nur nicht denen gegenüber, die eine abweichende Meinung haben. CO2 soll Gift sein, aber das IPhone, das ist gesund. Ich kann da echt nur lachen und gehe konsequent meinen eigenen Weg: „You’ve mastered the selfie. Now master the self!“

Und das bringt mich schon zum nächsten großen Thema, das allerdings in Teil 2 dieses Artikels fortgesetzt wird. Es ist DAS große Thema für mich seit den letzten Monaten. Besonders in meiner Abwesenheit hier im Blog, hat sich da einiges getan. Es ist außerdem DAS Thema, das mich derzeit täglich enorm motiviert. Mehr als der Sport und die Ernährung und zigfach mehr als das Thema Frauen. Was kann das sein? Sei gespannt… 😉

PS: Keine Sorge, ich bin nicht frustriert. Überhaupt nicht. Nicht, dass da etwas falsch verstanden wird. Ich hab den geilsten Werkzeugkoffer aller Zeiten bei mir. Wann immer ich möchte, kann ich mich dessen bedienen und mir holen was ich will. Frauen gibt es genug. Sie kommen und gehen. Bleiben tun sie selten. Leider. Und wenn dann sind es die, die Du nicht unbedingt bei Dir haben möchtest. Spielt keine Rolle. Mein Werkzeugkoffer bleibt. Mir. Den nimmt mir keiner. Und ich habe gerade erst erkannt, dass da noch viel coolere andere Dinge drinnen sind, als nur eine eins zu eins Anleitung alá „wie spreche ich eine Frau an“. Definitv ein Level-Up zur Zeit bei mir. Mega! Zeit wurde es, zu erkennen, dass es Wichtigeres im Leben gibt, als die Suche nach der Traumfrau… to be continued…

Warum mir (wieder!) einmal die Knie weich wurden

Es geht um eine Geschichte von Samstagnacht. Diese möchte ich zum Besten geben. Also tue ich es. Viel Spaß und gute Unterhaltung. 🙂

Zunächst ging es mit meinem Wingman in eine Tanzbar. Es war voll, endlich mal. Zuletzt ging ich an einem Freitag aus und ich weiß nicht wie es in Deiner Stadt ist, aber hier bei mir kommt es mir so vor, als wenn die jungen Menschen ihr Ausgehverhalten restlos auf Samstag konzentrieren. Es ist freitags verhältnismäßig gähnende Leere, jedenfalls in den von mir bevorzugten Läden. Und wenn Du dann auch sowieso nur noch sehr selten ausgehst, ist es doppelt hart, wenn es an einem Freitag Abend leer ist. Immerhin ist der Aufwand der Gleiche, ob Du Freitag oder Samstag am Start bist.

Samstag war jedenfalls viel los und das ist immer gut, da lässt es sich besser unter die Masse mischen. Du kennst ja eines meiner Mottos: Reinschleichen, Auftrag ausführen, rausschleichen. Grüße an Sean Connery. 😉

Der „ich hab die Haare schön“-Contest

Und da saßen sie, die Beiden. An der Bar. Eine etwas naja… sagen wir… wohlproportionierter… und Eine eher zierlich. Welche wohl mein Geschmack ist…? Nun, ich stehe eigentlich nicht auf blond. Aber ich bin auch nicht übertrieben oberflächlich. „Jede Frau hat eine Chance verdient“, muss das Motto sein. Und „Hauptsache hübsch“ kann Frau auch in blond sein. Kann. Nun. Ich wollte eigentlich nur ein wenig Quatschen.

Da sie beide lange blonde Haare hatten, allerdings unterschiedlich lange, war mein Eröffner genauso einfach wie unterhaltsam: „Macht ihr Zwei einen Haar-Contest, wer die längeren blonden Haare hat?!“ Auf so einen Spruch siehst Du sofort was Sache ist. Du wirst Dir vielleicht denken: „Was ist das für ein plumpes Ding?!“ Nun, darum geht es aber nicht. Ich sag es anders herum: Du kannst auch wie Einstein mit der Erklärung der Relativitästheorie einsteigen, aber wenn sie Dich schei** findet, findet sie Dich schei**. Over und aus. Deswegen ist das Wichtigste: Machen! Egal was, egal welche Eröffnung, egal was Du sagst und tust. Sprich sie einfach an. Je weniger Du überlegst, desto einfacher. Nimm das Erste, das Dir in den Sinn kommt.

Ich unterhielt mich eine Weile mit der… sagen wir… Wohlproportionierten und merke was? Natürlich… dass die Kleine daneben das nicht gewohnt ist. Wenig Beachtung für sie, viel Beachtung für ihre Freundin. Sind aber auch ungeduldig, manche Mädls. Nun, irgendwann habe ich dann übergeleitet und mich mehr mit der Anderen unterhalten, der zierlichen Kleinen, die mit den längeren blonden Haaren. Ehrlich gesagt war sie schon einigermaßen angetrunken, aber es war noch ganz erträglich. Es ging recht schnell um die Themen Liebe, Partnerschaft, Kinder und Sex. Moment mal… Kinder?! Ja. Du ahnst es. Wenn Du die Artikel der letzten Monate etwas verfolgt hast… dann weißt Du, dass ich von irgend einem Heiratsgott mit einem Fluch belegt wurde. Und der heißt: „Du wirst fortan nur noch Frauen mit Kindern kennenlernen!“

Wenn ich den Typen mal treffe, der dafür verantwortlich ist… dann gibts zwischen die Hörner!

Jetzt ist sie zwar mega jung gewesen, auch echt attraktiv… aber da war sie eben doch schon Mama. Und? Ja. Getrennt. Natürlich. Wahnsinn. Was ist nur los mit der Welt. Ihr seid verrückt geworden. Alle haben sie Kinder. Alle sind sie getrennt. Und ich war lange Single bzw. bin es wieder. Habe keine Kinder und keine Frau. Wieso versucht die Natur (oder das Schicksal?) immer Menschen zusammen zu bringen, die nicht zueinander passen? Wie wäre es mal damit einfach Tetris zu spielen?

Also: Ich bin Single, unverheiratet, ohne Kinder. Gibt es vielleicht eine Frau auf der Welt, idealerweise auch ohne Kinder, die einfach nur frei und glücklich in einer Partnerschaft leben möchte? Irgendwooooo da drauuuuußeeeeeen??? Halloooooooo. Kann mich jemaaaaand höööööööreeeeeeen?

Falls ja: Hier bin ich. Falls nein: Ich finde Dich auch so. Versprochen. Dauert nur etwas in diesem ganzen Dschungel!

Nun, das Gespräch wurde langsam zum Flirt und das lief dann vielleicht eine Viertelstunde. Eigentlich wollte ich aber in den nächsten Laden, in meine Lieblingslocation. Und meinen Wingman wollte ich auch nicht die ganze Zeit alleine an der Bar lassen. Er hat mich zwar zwischendurch ständig ermuntert ordentlich Gas bei der jungen Blonden zu geben, aber ich habe ihm immer wieder gesagt: „Ich bin nicht der von früher. Ich möchte mich nur ein wenig mit den Mädchen unterhalten. Alles ohne Stress. Hauptsache ein bisschen Interaktion und Spaß. Und was dabei rauskommt, sehen wir dann. Also mach Dich locker. Sie ist zwar süß, aber übertreib es mal nicht. Es gibt viele tolle Frauen. ;-)“

Nun, wir haben noch Nummern getauscht. Und dann gings auch schon auf in den nächsten Laden. War jedenfalls bis hierhin ein guter Einstieg für den Abend, alles schön locker, so gefällt mir das am Besten. Besonders wichtig ist für mich gerade zum (Wieder-)Einstieg immer eine schnelle Interaktionen zu suchen. Ich habe kein Problem mit Ansprechängsten. Das existiert bei mir gar nicht mehr, wie ich immer wieder feststelle. Die Übung ist natürlich eine andere Sache, da bin ich inzwischen ziemlich raus. Aber dafür bringe ich eine ordentliche Portion Natürlichkeit mit. Und das ist wesentlich mehr wert, kann ich jedem Mann gleichfalls nur wünschen.

Location Nr. 2

Es war voll. Der eine oder andere Star war auch da. Die Teenies tuscheln dann immer so witzig hinter vorgehaltener Hand. Mir ist das egal. Mich interessieren Stars genauso viel wie Nicht-Stars, kein Unterschied. Deswegen quatsche ich den Einen oder Anderen auch mal an, wenn ich gerade Lust darauf habe, wie zum Beispiel damals auf Mallorca (Pickup auf Spanisch).

Frauen waren Samstag extrem viele am Start und wie immer dort extrem herausgeputzt. Einfach toll zu sehen, dieses Schaulaufen der Elfen und Gazellen. Und irgendwo dazwischen ich. Mein Sternzeichen ist ja Löwe. Passt also! 😉

Ich lief ein wenig mit meinem Wingman umher. Die eine oder andere Begrüßung hier oder dort… aber ich merke, dass die Weggeh-Pause in den letzten Monaten auch nicht an mir spurlos vorüber gegangen ist. Denn viele neue Gesichter sind mir eben unbekannt. Aber an der Türe ist noch immer dieses süße kleine Mädchen, das sich jedes Wochenende um den Einlass kümmert. Ich könnte sie ja direkt heiraten. Würde ich tun. Zum Verlieben, diese Frau. Eine mega Figur und ein zuckersüßes Gesicht. Und in ihrer Art dezent. Auf den ersten Blick jedenfalls ein Sahnestück. Ich werd das langsam angehen. Immer wenn ich zuletzt den Laden betreten habe, bin ich ein wenig später auf sie zu, um mich kurz mit ihr zu unterhalten. Inzwischen erkennt sie mich beim Einlass, was manchmal auch seine Vorteile hat. Besonders wenn der Laden manchmal brechend voll ist und die Gorillas an der Türe sonst doof Fragen stellen oder Probleme machen. So ist das halt in In-Schuppen.

Jedenfalls ging ich irgendwann zum Tanzen. Es war um die frühen Stunden noch nicht so voll. Es tanzten ein paar Frauen, und mein Wingman ist, was das Tanzen betrifft, immer recht zurückhaltend. Also bleibt nur alleine zu tanzen oder nicht zu tanzen. Und es gibt nichts affigeres denn als Mann nur da zu stehen und nichts zu tun und auf die Tanzfläche zu glotzen. Also bewege ich mich eben auch, aber von Stimmung möchte ich noch nicht sprechen. Ich bin ja kein Roboter, der von 0 auf 100 in 3 Sekunden springt. Zumal ich mich Samstag auch etwas müde gefühlt habe. Vielleicht vom Krafttraining am Nachmittag? Es war eine lange Einheit, die schlaucht schon.

Und so lief auch die passende Musik, genau das, worauf ich stehe. Black und R’n’B. Während sich die Tanzfläche langsam etwas füllte, sah ich sie. Eine Frau in einem weißen langen Kleid. Braune lange Haare. Tolle Figur. Süßes Gesicht. Wow. Das weiße Kleid hat es mir angetan, glaube ich. In der Regel laufen die meisten Frauen dort herum wie Damen vom horizontalen Gewerbe. Und das ist definitiv nicht mein Fall. Sie aber hatte Stil. Das war mein erster Gedanke. Sie bewegte sich grazil. Tanzte. Ich tanzte auch. Ich lächelte sie an, vielleicht aus 5 Metern Entfernung. Sie lächelte zurück. Passt.

Also sagte ich zu meinem Wingman: „Sieh mal, die in dem weißen Kleid. Das ist genau mein Fall. Und Lächeln kann sie auch. Mal sehen ob sie mit raus kommt.“

Und so ging das noch einige Minuten, tanzen, lächeln, tanzen. Und irgendwann war es dann soweit, ich bin hin und habe ihr genau das gesagt, was mir auch zuerst in den Kopf kam, als ich sieh sah: „Hi, ich finde, dass Du hier im Gegensatz zu vielen wirklich Stil hast. Lass uns mal kurz raus gehen. Hier ist es sehr laut, draußen können wir in Ruhe sprechen. Ich entführe Dich auch nicht, versprochen! ;-)“

Sie reagierte positiv und kam mit. Ihre beiden Freundinnen blieben derweil da. Das ist oft das größte Hindernis, die (lieben?) Freundinnen. Oft einfach nur zum Auf-den-Mond-Schießen. Draußen auf dem Gang konnten wir uns zumindest kurz in Ruhe unterhalten. Ich habe meine Stärken nicht auf dem Parkett. Sondern beim Quatschen. Und welcher Löwe begibt sich ohne Schlittschuhe schon aufs Glatteis, um eine Gazelle zu jagen? Schon mal Gazellen auf Eis gesehen? Eben.

Wie kann sie nur so eine Figur haben?

Nun, was hatte sie zu sagen? Das „Was“ war nicht so entscheidend. Das „Wie“ war entscheidender. Und was soll ich dazu sagen? Ich stehe nicht auf osteuropäischen Akzent. Ehrlich nicht. Das hab ich hier schon öfter gesagt. Hm. Ich finde, dass die Frauen aus diesen Ländern – möglicherweise gerade aufgrund ihres (unsexy) Akzents – wirken wie ein alter Kühlschrank mit defektem Eisfach. Obwohl sie sichtlich bemüht war Interesse zu zeigen. Das kommt dann bei mir nur immer nicht so an, keine Ahnung warum. Nun, dann hab ich mich darauf fokussiert meine Vorurteile beiseite zu schieben und den Menschen so zu nehmen wie er war. Kurzer Smalltalk. Was sie hier so macht und so. Bla bla. Und…? Ja, jetzt darfst Du raten, was die Frau so wenig von den anderen Damen unterscheidet, die ich zuletzt kennenlernte. Du ahnst es? Ja? Glückwünsch. Wieder einmal eine Mama. Aber mit verdammt heißer Figur.

Ich könnte mich langsam wirklich wegwerfen. Nichts gegen Euch Mamas. Es gibt bestimmt unendlich tolle Frauen da draußen, die Kinder haben. Meine eigene Mama zum Beispiel. 🙂 Mit einer Mama war ich ja selbst knappe 2 Jahre zusammen. Aber hey. Es ist jetzt Zeit für etwas Neues für mich. Etwas Eigenes. Ich dachte, ich hätte karmatisch das Thema „kümmere Dich auch mal um eine alleinstehende Frau mit Kindern, ganz aufopferungsvoll“ endgültig abgehakt. Ich hatte mein Bestes gegeben und das hatte dieser einen Dame nicht gereicht. Aber dass ich dann nur noch Frauen mit Kindern kennenlernen würde, seit einigen Monaten… das langweilt mich inzwischen wirklich. Denn ich merke ja, wie es das Kennenlernen extrem verkompliziert. Für eine Frau mit Kind ist das Kind die absolute Nummer 1 im Leben. Passt ja. Aber dann ist da eben kein Platz für einen Mann. Das ist jedenfalls meine Erfahrung inzwischen. Natürlich kann das klappen. Das sind allerdings die wenigsten Frauen, wirklich bereit einen neuen Mann gleichwertig zum eigenen Kind kennenzulernen. Oder zumindest kennenelernen zu wollen. Denn beim Wollen fängt alles an. Aber Du hast da einfach die Situation und Hürde vor Dir, der Frau beweisen zu müssen, dass Du „es ernst meinst“. So jedenfalls ihre Erwartungshaltung. Für gewöhnlich. Und ich verstehe, dass die meisten Männer keinen Bock auf fremde Kinder haben, das kommt ja noch erschwerend hinzu.

Der Unterschied zwischen Mathematik und Physik im Balzverhalten

Also fasse ich mal den Regelfall zusammen: Einerseits haben die meisten Männer schon mal grundsätzlich keinen Bock auf fremde Kinder. Das ist sicherlich „oberflächlich“, klar. Wir vergeben hier mal an der Stelle ein Minus, okay? Gut. Notiert. So. Und dann kommt der Gegenpart. Und der heißt Frau mit Kind. Und da sieht – nach meiner Erfahrung – die Welt meist so aus, dass die Frau eben ihr Kind (manchmal auch mehrere) mit weitem Abstand auf Platz 1 der Prioritätenskala stellt. Danach kommt, wie gesagt, lange nichts. Dann kommt sie. Gleich dahinter kommen ihre ganz ganz tollen vielen Freundinnen. Dann kommt wieder lange nichts (bestimmt auch aufgrund schlechter Erfahrungen) und irgendwann kommt ihr echtes (?) Interesse an die Reihe, nämlich das, einen Mann kennenlernen zu wollen. Was vergeben wir hierfür? Richtig, wieder ein Minus.

Du ahnst auch hier vielleicht, worauf ich hinaus möchte. Es ist Mathe angesagt. Und die Grundrechenarten sind doch ganz einfach, möchte man meinen. Minus und Minus ergibt? Richtig, Plus. Läuft bei Dir. Nicht! Denn es ist nicht Mathe, sondern Physik. Es geht ja nicht um Roboter, Algorythmen und Strom an oder Strom aus. Es ist Physik angesagt, vielleicht gemischt mit viel Biologie. Und in der Physik ergeben Minus und Minus? Ganz klar zwei sich einander abstoßende Teilchen.

Und das ist auch schon das Geheimnis, warum das Kennenlern-Ding zwischen Mann und Frau mit Kind nicht wirklich funktioniert. Jedenfalls meistens nicht. Und wenn dann nur mit Sand im Getriebe. Du hast auf der einen Seite den Mann, der stark veranlagt ist mit seinem dritten Bein zu denken, eine Hand stets allerdings nicht am Revolver hat, sondern schützend um seinen Geldbeutel. Und auf der anderen Seite ist die Frau mit dem Kind auf dem Arm oder an der Hand, die in erster Linie Interesse an Deinem Geldbeutel hat. Und wenn dann noch Zeit ist, vielleicht auch an Deinem dritten Bein.

Seien wir mal ehrlich, so läuft die Nummer doch. Männer sind sexuell gesteuert. Frauen hingegen sind ausgeprägte Sicherheits-Fanatikerinnen. Das meine ich beides nicht wertend, schon gar nicht mit „ab“ davor. Es ist einfach eine Feststellung. Aber wenn sich eine der beiden Seiten nicht bewegt, wird nichts passieren können. Das verstehen sie irgendwie nur alle nicht. Weder die Männer noch die Frauen. Darum: „Lieber Mann, nimm mal für einen kurzen Moment die Hand von Deinem Geldbeutel. Du musst ihn ja nicht herausrücken, aber Du musst auch nicht so tun als ginge es im ganzen Leben nur um Kohle.“ Und mein Rat an die Frauen: „Lasst doch mal kurz das ganze Sicherheitsdenken und den langen Lauf links liegen, nur kurz. Schenk dem Mann wirklich einmal echte Aufmerksamkeit, ganz ohne Vorurteile. Und gehe mal auf ihn zu, ohne ihm von Anfang an klar zu machen, dass erst Deine Kinder kommen. Achja, und frag ihn mal einfach nicht direkt nach seinem Beruf. Mensch!“

Ich sage nicht, dass es nicht fiese Männer oder Frauen gibt. Beides ist real. Aber es gibt eben auch echt tolle Kerle. Und die lassen dann vielleicht aufgrund schlechter Erfahrungen die tollen Frauen mit Kindern unbeachtet. Ich könnte aufgrund meiner eigenen Erfahrungen stark dazu tendieren. Aber ich rufe mir immer wieder ins Bewusstsein: „Nein Junge, Du wirst nicht so oberflächlich wie all die anderen Typen. Und auch wenn gefühlt 90% aller alleinerziehenden Mamas mit Kindern einen an der Klatsche haben, Du suchst die anderen 10%!“

Ich weiß schon, harte Aussage. Das mit der Klatsche. Aber sieh es mal nüchtern: Warum geht eine Frau nachts aus? Richtig, im Endeffekt auch nur um einen Mann kennenzulernen. In Wahrheit ist das so. Da kann mir jeder erzählen was er will. „Ich will ja nur mal wieder tanzen oder tolle Musik hören…“, bla bla bla. Erzähl das wem Du willst. Mir nicht. Ist aber auch egal. Fakt ist aber: Die Frauen (mit Kindern, aber ohne Mann) gehen nachts aus. Und wenn man sie dann anspricht, sind sie genauso „offen“ wie die Frauen ohne Kinder. Ist so. Meine Erfahrung. Nach ein paar hundert angesprochenen Frauen (wir gehen mit Sicherheit inzwischen steil auf die Vierstelligkeit zu!), kann ich schon von einer statistischen Signifikanz sprechen.

„Hauptsache hübsch“ vs. „Hauptsache ohne Kinder“

Was lerne ich daraus? Es ist wie mit meinem Leitspruch „Hauptsache hübsch“, den könnte (!) ich bedenkenlos ergänzen um „Hauptsache ohne Kinder“. Warum? Nun, hässliche Frauen sind genauso gnadenlos beim Körbeverteilen wie die Top Models. Und Mütter sind oft genauso verschlossen wie Nicht-Mütter. Was habe ich also davon, wenn ich versuche eine Mama kennenzulernen? Richtig, nicht viel. Und spätestens seit Anbeginn der Mannwerdung sollte Dir das Leitmotiv eines selbstbewussten Mannes klar sein. Er sollte sich nämlich stets bei allem im Leben die Frage stellen: „Was habe ich davon?“

Aber falls Du eine Frau mit Kindern bist: Verstehe Du bitte auch, dass ich genauso keinen Bock habe, mit allen 08/15-Männern in einen Topf geworfen zu werden. Nein, ich will nicht nur Sex. Stell Dir mal vor! Unglaublich, oder? Ja, ich würde mich wirklich freuen, wenn ich mal eine Frau finde, die ich „echte Liebe“ nennen könnte. Nein, ich würde Dein Kind nicht vernachlässigen. Ja, ich würde Dich trotzdem lieben. Aber ich habe einfach keine Lust mehr darauf unter Generalverdacht gestellt zu werden: „Der will doch bloß das Eine, wie alle anderen.“ Es gehören immer Zwei dazu. Zu allem. Das ist immer so. In jedem Thema. Du bekommst das, was Du aussendest. Wenn Du den Männern immer erst ein Stöckchen hinhältst, über das sie springen können müssen, damit Du sie an Dich heran lässt…. dann ist das Deine Sache. Aber ich bin kein Dressurpferd und ich springe nicht über Stöckchen. Ende der Ansage.

Nun, in Bezug auf die Frau in dem weißen Kleid ist das nicht so wichtig. Ich wollte die paar Gedankengänge da oben nur einschieben. Jedenfalls finde ich erfreulich, dass sie mit dem Thema Kind gleich von sich aus herauskam. Schön, wenn eine Frau so offen damit umgeht. Aber natürlich fehlte nicht die Aussage: „Ich komme super zurecht, alleien mit dem Kind.“ Da war er wieder, der Standardspruch aller alleinerziehenden Frauen. Wir unterhielten uns noch kurz und sie fragte, ob ich wieder mit rein zum Tanzen kommen wollte. Ich ging mit, obwohl ich auf Tanzen zu zweit keine Lust hatte.

Warum? Nicht meine Stärke. Da fehlt mir jede Übung. Alleine tanzen ist total mein Ding. Zu zweit? Puh. Der Löwe auf dem Eis… ohne Schlittschuhe… beim Gazellen jagen? Du erinnerst Dich…

Sie ging zu ihren Freundinnen und setzt sich erstmal. Es war inzwischen auch recht voll und irgendwie fühlte ich mich Fehl am Platz. Zumal ich mir nicht sicher sein konnte, wie stark ihr Interesse in diesem Moment war. Sie wollte schließlich wieder rein zum Tanzen. Sie fragte zwar, ob ich mitkommen würde. Aber das alleine heißt noch nicht viel. Nachdem sie mich ihren Freundinnen auch nicht vorstellte, wollte ich deren Runde auch nicht kalt sprengen. Also sagte ich ihr ins Ohr: „Ich lass Dich mal mit Deinen Freundinnen alleine und schaue später nochmal vorbei, habt Ihr derweil Spaß. Ich schaue nochmal raus.“

Grund war auch, dass ich in der Zwischenzeit eine süße Blonde gesehen hatte, die an mir vorbei ging. Wobei sich unsere Blicke etwas länger trafen. Das ist immer das Startsignal. Dann mache ich mich auf den Weg… für gewöhnlich… außer ich werde von einer Frau in einem weißen Kleid aufgehalten… 🙂

Draußen sah ich sie dann, die Blonde. Sitzend mit einer Freundin und einem mindestens dreimal so alten Mann neben sich. Wir sahen uns erneut an, aber wenn besetzt ist, ist besetzt. Pech gehabt. Ihres natürlich. Nicht meines.

Plötzlich wirst Du an der Hand gepackt und durch den Club gezogen

Ich lief erstmal weiter umher, einige Minuten. Irgendwann machte ich mich auf einem Zwischengang wieder auf in Richtung Tanzfläche und wer lief einige Meter neben mir zufällig des Weges? Die Dame im weißen Kleid. Ich hatte sie im Augenwinkel gesehen, aber ich wollte ihr das nicht zu verstehen geben, also drehte ich mich bewusst etwas zur Seite. Manchmal muss man den Köder auswerfen und warten. Ich wollte bewusst sehen, ob sie einfach an mir vorbeilaufen oder mich ansprechen würde. Dann weißt Du wenigstens was Sache ist. Und? Sie sprach mich an. Was ich hier machen würde und ob ich Lust hätte zu tanzen. Ähhh… ja…

Und ehe ich antworten konnte, fasste sie meine Hand, zog mich hinter sich her durch den Gang auf die Tanzfläche. Mitten ins Getümmel. Alter Schwede. Die hat mich wirklich ganz schön auf die Tanzfläche gezerrt. Wenn die so robust auch beim Kinderwagenschieben ist, dann Gnade dem Baby Gott. Da war sie also, die Situation, auf die ich so gerne verzichte. Eine Frau und ich beim Tanzen. Ja verdammt nochmal, ich gebe es zu: Das ist nicht meine Stärke, okay?! 🙂

Und sie schaffte das, was zuletzt eine Frau im Januar 2017 schaffte (Samstag bin ich an meine Grenze gestoßen – Teil 1 von 2 und Samstag bin ich an meine Grenze gestoßen – Teil 2 von 2). Ich wurde nervös. Ja, tatsächlich. Das passiert mir wirklich nur beim Tanzen. Mir würde nichts Anderes einfallen, das mich in der Interaktion mit einer Frau sonst nervös macht. Aber es ist schon für einen ungeübten Zu-Zweit-Tänzer eine heftige Herausforderung, wenn die Dame Dich in die Mitte der gefüllten Tanzfläche zieht und ihren Körper an Dich presst.

2019-11-26

Ich habe das natürlich genossen, aber genauso ungeschickt habe ich mich vermutlich angestellt. Keine Ahnung. Rythmusgefühl habe ich, aber nicht für zwei. Doof. Und irgendwie schade. Denn Tanzen ist Körpersprache. Und wir Menschen funktionieren so. Körpersprache ist so viel wichtiger als das Geblubber und Gebrabbel. Deswegen sind Berührungen bei einem Date so wichtig, nur nicht aufgesetzt oder übertrieben dürfen sie sein. Und auch so wichtig ist der Blickkontakt, ohne zu sprechen.

Nun, es hat dennoch Spaß gemacht. Mein Wingman hat sich derweil vor Freude nicht mehr eingekriegt. Er weiß ja, dass ich Tanzen mit einer Frau (mit der ich noch nicht zusammen bin) ziemlich… naja… fast… hasse. Andererseits war es natürlich toll, mit einer heißen Frau auf der Tanzfläche gemeinsam die Hüften zu schwingen.

Für mich war an dem Abend schon jetzt mehr erreicht als vorgenommen. Ich bin einfach zu wenig unterwegs in den letzten Monaten, als dass ich riesige Ergebnisse am ersten Abend erwarten würde. Dennoch war der gestrige ein guter. Später haben wir noch Nummern getauscht und über ein mögliches Date gesprochen. Ob was dabei herauskommt? Keine Ahnung. Letztlich nicht wichtig. Es kommt wie es kommt.

Fazit für den Abend?

  1. Samstags weg zu gehen ist besser als freitags! Unbedingt öfter machen! Ich muss Samstag wieder zu einem festen Standard-Ausgeh-Tag machen, so wie früher.
  2. Es gibt anscheinend nur noch Frauen mit Kindern für mich, keine Ahnung warum. Aber es nervt. Daran kann ich nichts ändern. Außer die Schlagzahl zu erhöhen. Also: Mehr Frauen ansprechen! Dann gibts auch mehr ohne Kinder.
  3. Auch ich stoße gelegentlich noch an Grenzen. Wenigstens kenne ich sie. Die Grenze ist: Ich bin ein schlechter Zu-Zweit-Tänzer. Da bin ich sehr selbstkritisch. Lohnt es sich aber wirklich hier Zeit zu investieren? Hm… wenn ich so überlege, wie oft ich mit fremden Frauen tanze…? Dann ist die Zeit anderweitig besser aufgehoben. Man(n) kann nicht alles haben und muss nicht in allem perfekt sein.
  4. Der Abend lief bombenmäßig. Und so, wie ich es seit Monaten vermutete und immer wieder bestätigt bekam (zuletzt auch mit Fr. Respektina): Ich strahle zur Zeit scheinbar etwas aus, das für verdammt gute Ergebnisse sorgt. Und diese Phase sollte ich dringend nutzen, um mehr daraus zu machen. Es wäre echt schade darum. Insofern werde ich die nächsten Wochen(enden) definitiv Gas geben. Weihnachten steht vor der Türe. Weihnachtsmärkte, Kaufhäuser… ich komme! 🙂

Wie es um Fr. Respektina bestellt ist

Es ist schon mega spät, jetzt, während ich diesen Artikel beginne zu schreiben. Es ist fast 0 Uhr. Und ein Telefonat mit Fr. Respektina ist gerade zuende gegangen.

Das heute wird ein etwas anderer Artikel. Es ist kein poetischer. Es ist wird einer aus der Praxis. Und es wird ein Artikel aus der Kategorie #Mindset.

Wie läuft das denn derzeit mit Fr. Respektina?

Mir geht es weniger um die Details der letzten Tage mit Fr. Respektina. Letztens verbrachte ich einen Abend bei Ihr zu Hause. Es war schön. Punkt. Mehr aber auch nicht, um ehrlich zu sein. Erwarte ich generell Weltwunder? Nein. Aber irgendwie dann doch schon ein besonderes Etwas. Ich will es aber auch nicht schlecht reden. Es war schön. Und… Punkt.

Dann hatten wir vor, aufgrund des Feiertags, uns nochmals zu sehen. Es kam ihr etwas dazwischen, wofür sie nichts kann. Jedenfalls wurde es nichts. Wir sahen uns nicht. Kommt vor. Nicht so wichtig, aus Sicht des langes Laufs. Aber wer betrachtet schon den langen Lauf, in einer Zeit, in der keiner mehr läuft. Und lange schon gar nicht.

So… da fällt mir gerade etwas ein. Letztens haben wir uns ausgesprochen, darüber wie unsere Vorstellungen von diesem „Kennenlernen“ sind. Wir hatten beide das Gefühl falsch verstanden zu werden. Da mir egal ist, ob ich eine Frau loslassen muss, gibt es bei nur geradeaus und klare Ansagen. Immer Vollgas, aber dosiert. Es stand kurzzeitig auf der Kippe, um ehrlich zu sein. Ich war kurz davor die Flinte ins Korn zu werfen. Im Laufe der Aussprache konnten wir unsere Ansichten dann jedoch doch übereinander bringen, bzw. besser gesagt sogar klarstellen, dass wir uns bislang in manchen Dingen missverstanden hatten. Und der Plan war fortan: Wir wollen einander kennenlernen, ehrlich und mit so viel möglicher gemeinsamer Zeit wie möglich.

Klingt ja alles fein, oder? Abwarten! 😉
Fr. Respektina schreibt nicht viel. WhtasApp und so. Sie telefoniert auch nicht viel. Außer unsere abendlichen Videofonate. Aber untertags…? Existiert sie für mich quasi nicht. Ist sie bei Anrufen von mir fast nie greifbar. Ruft sie maximal zurück, mit mehr oder weniger starker Verzögerung. Wie bei einer Zeitverschiebung zwischen Mexiko und Berlin. Zu ganz bestimmten Zeiten ruft sie auch mal von sich aus an. In einem ganz schmalen Zeitkorridor, an dem sie „bei ihrem durchgetakteten Tag überhaupt einmal kurz dazu kommt“. Achso. Ja, stimmt ja. Nachvollziehbar. Sie hat ja nur 24 Stunden. Und ich habe bei meinen Tagen wahrscheinlich noch mal einige Stunden mehr als sie. Was auch der Grund dafür ist, dass ich viel mehr Zeit dazu habe, mal kurz eine Nachricht zu schreiben oder warum ich lieber Telefoniere als nichts voneinander zu hören oder zu lesen. Mein Tag hat eben mehr als 24 Stunden, wusste ich bisher nur noch nicht. Danke für die Aufklärung.

Warum viele sog. „Coaches“ trotz ihrem Erfolg für mich keine sind

Es gibt doch dafür Zeitmanagement, oder? Um solche Probleme des Alltags zu meistern. Aber halt, wie gute Coaches heute sagen: „Zeit kann man nicht managen.“ Man kann seine 24 Stunden nur so aufteilen, wie man es für richtig hält. Manche Menschen bekommen dann Zeit ab. Andere eben nicht. Das ist kein Managen, denn wir haben immer genau 24 Stunden! Also auch ich. Aber eben auch Fr. Respektina. Haben die meisten Menschen aber nicht verstanden. Deswegen erzählen die meisten Coaches noch immer von der Mär des Zeitmanagements. Da sieht man mal, wie selbst hochbezahlte Coaches Zeug plappern, ohne sich Gedanken zu machen. Das ist wie mit dem Quantensprung und genauso wie mit der Olympiade. Ich lache mich jedes mal wieder halbtot, wenn Menschen davon sprechen. Okay ich gebe es zu, der Letzte hier ist nur für Hartgesottene nachzuvollziehen. 😉

Egal, es dürfen auch mal kleine Rätsel eingebaut werden. Habe ich hier übrigens noch nie gemacht. Aber coole Sache, eigentlich. Rätsel in meine Artikel einzubauen. Das würde es sogar noch interaktiver machen. Leider habe ich nicht genug Leser, die Zuschriften wären deshalb extrem rar. Aber eine mega Idee eigentlich, die Youtuber machen das inzwischen so, dass sie ganz viele Dinge verlosen. Verlosen finde ich aber albern. Da kann ja jeder teilnehmen. Wie blinde Passagiere. Aber irgend eine NGO kommt dann schon und rettet Dich. Und bringt Dir auch noch Deinen Gewinn von der Verlosung vorbei. Nun, Rätsel sind cooler! #RätselSindCooler

Die Aussprache

Ach, das war wieder so ein Gedankenausflug. Zurück zum Text. Der Tag nach der Aussprache war wie ausgewechselt. Plötzlich flatterten die Textnachrichten nur so rein. Wir telefonierten untertags. Wow. Geht doch. Doch halt?! Ja?! Zu früh gefreut… die nächsten Tage liefen wieder wie alles beim Alten. Kaum Nachrichten. Und der Gipfel war heute. In der Früh zwei kurze Nachrichten zugeflattert bekommen und den restlichen Tag keinerlei Interaktion. Nichts. Als wäre sie gestorben. Bis spät abends. Oder solche Dinge wie letztens auch schon mehrmals, dass Fr. Respektina plötzlich an einem Samstag Abend „einfach eingeschlafen ist“, obwohl wir gerade eben kurz aus dem Auto heraus telefoniert hatten und vereinbarten, dass wir in 15 Minuten in Ruhe weiter sprechen würden, wenn wir beide zu Hause angekommen sein würden. Es war noch nicht einmal 22 Uhr. Ja ne, ist klar.

Ja, lieber Bachelor vom Projekt Beziehung… „Du machst Dir da aber viel zu viel Kopf um die Sache“, höre ich es gerade beim einen oder anderen Leser laut Denken. Oder… alternativ auch: „Du stresst Dich da aber ganz schön rein! Bleib mal locker. Wie oft habt Ihr Euch bislang erst gesehen…?“ Yes. Wenn ich das Spiel nur inzwischen nicht genauso verdammt gut beherrschen würde. Es ist nie nur „ein Ding alleine“, sondern es ist die Mischung aus dem Gesamtverhalten, das mich misstrauisch werden lässt. Parallelen zu Fr. Kaufhaus werden sichtbar. Parallelen zu Fr. Schlange kommen ebenfalls hoch, wie kann es anders sein. Parallelen zu meinem eigenen Fehlverhalten, viele Jahre vor Fr. Schlange, triggert das in mir ebenfalls. Nur dass ich damals auf der „falschen Seite“ stand. Ich kenne das Spiel inzwischen aus zwei Perspektiven. Aus der Perspektive des Gelackmeierten und aus der Sicht des Lackmeierers. Für mich persönlich habe ich vor ein paar Jahren bereits beschlossen nie wieder irgendwen zu lackieren. Versprochen an mich selbst! Es muss auch wenigstens noch ein paar wenige ehrliche Menschen auf dieser Welt geben. In der trostlosen Zeit des Datinglebens.

Aber ich bin eben sensibel, wenn es… nennen wir es diplomatisch… „Ungereimtheiten“ gibt. Und das habe ich heute – leider wieder mal nur per Videochat – angesprochen. Sie hat ja kaum Zeit, die Gute. Und dabei habe ich der lieben Fr. Respektina etwas erklärt. Ich sagte ihr, dass ich ihr Lächeln süß finden würde, wie am ersten Tag. Dass sie eine intelligente Frau sei. Und attraktiv. Sie hätte mich nicht nötig. Sie würde ganz bestimmt immer wieder jemanden kennenlernen können. Sie sah mich etwas fragend an. Ich merkte, dass sie heute wie ausgewechselt war. Ich nehme ihr ehrlich gesagt kein Wort ab, von dem was sie erzählte. Details spielen keine Rolle. Sie wirkt einfach unglaubwürdig. Sich den ganzen Tag nicht zu melden, obwohl wenige Tage vorher noch vereinbart war, dass wir das fortan anders handhaben würden. Wasser predigen, Wein trinken? Ja sicher. Nicht mit mir.

Und dann holte ich kurz aus und teilte ihr unmissverständlich noch etwas mit. Nichts mehr über sie, denn das tat ich ja gerade. Ein paar Komplimente verteilen. Jetzt ging es uns mich! Und ich erklärte: „Mädchen, sieh mal. Es geht hier um Dich. Mach was Dich glücklich macht, kümmere Dich um Dich. Ich spiele keine Rolle. Sieh zu, dass Du glücklich bist. Was auch immer Dich glücklich macht. Kümmere Dich nicht um mich. Du bist eine selbstständige Frau. Und ich schaffe es auch alleine, in der Pfanne ein Spiegelei zu braten. Das bekomme ich gerade noch so in meinem Leben hin. Und weil das so ist, kann ich Dir sagen, dass ich bestimmte Dinge nicht mache. Und auch nicht nötig habe. Ich tue dann einfach das was ich früher immer tat. Ich bin dann eben wieder Freitag und Samstag nachts in dem Club A, dem Club B und in der Bar C. Da gibt es genug Mädchen, die nur spielen wollen. Ich will nicht spielen. Aber da gibt es genug davon. Ich bin kein Spieler. Aber ich komme damit klar. Mach Dir also um mich keine Sorgen. Aber sei Dir bitte klar, dass es das dann für mich war, wenn ich das Gefühl habe, gespielt zu werden.“

Ich weiß nicht ob meine Message wirklich angekommen ist. Wenn jemand spielt, spielt er. Manchmal ist ein Mensch auch in einer Situation, in der er mental nicht anders kann. Aber das ist nicht mein Problem. Ich kann mental anders. Ganz anders. Wie sagt Coach Cecil immer: #MentalIsAlles! 😉

So und darum sollte es mir im heutigen Artikel auch gehen: Was interessiert mich die eine Frau, die mir nicht das Gefühl geben kann, dass ich DER EINE bin. Suche ich IRGENDEINE? Nein. Suche ich DIE EINE? Absolut! Vielleicht interpretiere ich Dinge falsch. Vielleicht „meint sie es gar nicht so“. Darauf geschi**en. Es geht hier um mich und meine Gefühle. Es geht darum, wie Dinge bei MIR ankommen. Und letztlich, ob ich mich damit wohl und glücklich fühle. Mich interessiert nicht, ob sie den Nachbarn von gegenüber glücklich macht, ihren Chef oder sonstwen. Es geht um mich. Und das Recht nehme ich mir nicht nur heraus, sondern ich habe es gepachtet. Erbpacht. Notariell bestätigt.

Es ist ein extrem gutes Gefühl jederzeit eine Frau loslassen zu können. Ehrlich gesagt bringt es fast einen Hauch von Spaß mit sich, eine Frau loszulassen. Aber nur dann, wenn sie einfach nichts für mich ist. So wie Fr. Kaufhaus. Ihr einfach sagen zu können: „Es ist Zeit zu gehen!“. Weil ich mir nichts erhoffe. Wieso auch. Hoffnung ist etwas für die Menschen, die auf Glück angewiesen sind. In gesundheitlichen Angelegenheiten ist das manchmal nötig. Aber nicht wenn es um Beziehungen geht. Sind wir alle nur Dreck füreinander, oder wie? Ich mache mich nie wieder abhängig von irgend einer Frau. Jedes Nahrungsmittel hat ein eingebautes Ablaufdatum. Das gilt auch für Beziehungen, geplante Obsoleszenz, sozusagen. Sogar für die Phase des Kennenlernens gilt das. Nix mit Romantik, ja. Leider. So ist das Leben. #Redpill

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Aber was will ich mit all dem sagen? Einfach: Du kannst andere Menschen und ihr (Miss-)Verhalten nicht ändern. Du kannst unaufrichtige Menschen nicht korrigieren. Du kannst selbst ehrliche Menschen nicht korrigieren. Die sind zwar ehrlich, aber sie verhalten sich nicht so, wie es Dir gut tut. Du empfindest Dinge oder Verhaltensweisen dieser Menschen als „irgendwie nicht richtig“. Aber was kannst Du ändern? „Dein Denken!“, würden manche Persönlichkeitstrainierte jetzt sagen. „Klar, Du kannst jederzeit ändern WIE Du eine Situation betrachtest!“. Mental und so. Mindset und so. Das ist keine schlechte Aussage. Keine schlechte Antwort bzw. kein schlechter Rat. Aber ich gehe einen riesigen Schritt weiter: Ich will hier gar nichts daran kändern WIE ich es betrachte. Wenn MIR etwas nicht gut tut oder es sich FÜR MICH nicht gut anfühlt, dann ändere ich nicht meine Ansicht oder mein Gefühl. Weil ich weiß was ich will! Das ist der springende Punkt! Ich hoffe Du weißt das für Dich auch.

Sondern?

Ich kann die Situation nicht ändern. Das ist richtig. Ich könnte mein Denken aber ändern. Das ist auch richtig. Will ich aber nicht, haben wir gerade festgestellt. Also bleibt? Ich ändere nicht die Situation. Ich ändere den Menschen. Ich lasse los. Und suche mir einen neuen Lieblingsmenschen. So einfach ist das. Und früher hätte mir Pickup dazu geholfen. Da ich mich heute aber nicht mehr als Pickupper sehe, weil ich es „auch ganz natürlich“ schaffe neue Frauen kennenzulernen, ist es irgendwie einfacher als je zuvor. Ich kann das leider noch nicht statistisch unterlegen, seit Fr. Schlange. Seit dem Projekt Beziehung Teil 2. Das muss ich aber auch nicht. Ich beweise niemandem etwas, außer mir selbst. Es gibt keine Rechenschaft abzulegen. Fakefreie Zone.

Ich sagte anfangs, dass das ein mentaler Artikel wird. Darum geht es bei mir ja seit Monaten. Gehirnwäsche der besonderen Art. Der bisweilen sogar brutalen Art. Einmal spülen bitte. Reset. Nie ganz fertig, aber immer auf dem Weg. Und es ist ein so unglaublich unglaublich unglaublich befreiendes Gefühl… jederzeit… loslassen zu können. Aber nicht zu müssen. Und wenn es soweit ist, ist da eine Leere. Frei nach Eckhart Tolle. Stille, die entsteht durch die Leere. Und die Leere kann wieder mit wundervollen Dingen und Menschen gefüllt werden.

Morgen wollen wir uns treffen. Ich bin auf alles vorbereitet. Nach dem „heftigen“ Telefonat heute rechne ich mit allem. Auch mit einer Absage. Ideal, dann kann ich am Abend weggehen. Club A oder Club B oder Bar C, Ihr wisst schon… und wenn nicht? Dann verbringe ich die Zeit mit einem Menschen, bei dem ich mir nicht sicher bin, was er eigentlich möchte. Spielen oder künstlich gebremste Kennenlernphase spielen. Beides ist mir zu doof. Ich mache trotzdem mit. Mental bin ich aber nicht mehr dabei. Ich mime den stillen Teilhaber. Einfach nur zum Spaß. Um wieder einmal neue verrückte Facetten eines verrückten Lebens kennenzulernen. Wer weiß wozu das gut ist. Ich lasse mich also spielen. Meint sie. Meine aber nicht ich. Eigentlich cool, oder? Mental ist alles! 😉

Und das ist auch die Quintessenz des Artikels: Sieh zu, dass Du alleine klar kommst. Und zwar immer. Jederzeit. Überall. Lerne das Spiel. Lerne zu sehen, wirklich zu sehen, wenn jemand meint Dich zu spielen. Wie ein Computerspiel. Lerne zu sehen wenn Dich jemand verar***** möchte. Ob es tatsächlich so ist? Spielt keine Rolle. Es geht um Dein Gefühl. Deine Ansicht. Deine Sicht der Dinge. Es geht darum, ob die Frau Dir ein gutes Gefühl geben kann. Kann sie? Fein! Kann sie nicht? Lass sie los. Oder spiel mit. Aber lass Dich nicht spielen.

Und dafür ist es einfach nur Gold Wert, Optionen zu haben. Bzw. generieren zu können. Es gibt bei ca. 8 Milliarden Menschen auf der Welt, davon ca. 4 Milliarden Frauen, davon vielleicht 1 Milliarde im für mich interessanten und gebährfähigen Alter, garantiert IRGENDWO… DIE EINE… die cool ist. Die nicht spielen möchte. Bei der ich ich sein kann. Die einfach sie ist. Fertig aus, Mickey Maus. So einfach ist das. Dazu muss ich einfach nur etwas länger weiter meinen Weg gehen. Wird bestimmt noch cool. Freuen wir uns auf viele weitere Geschichten hier.

PS: Mit Fr. Distanz habe ich mich letztens nicht getroffen, wegen Fr. Respektina. Obwohl sie es mir angeboten hatte, weil sie relativ in der Nähe zu einer Schulung in einem Hotel war. Aber das ist es immer, was ich sage: „Mache Dir keine ernsthaften Gedanken zu irgendeiner Frau, solange Du nicht jeden Tag Deine Nächte mit ihr verbringst.“ Wenn sie die Richtige wäre und ist, dann ist sie nicht dort und Du bist da. Sondern sie ist neben Dir. Bedingungslos. Das alles ohne Mindfu**, auf Neudeutsch. Nicht nötig.

PPS: Ich hätte den Abend mit Fr. Distanz verbringen und ihr Angebot annehmen sollen, an dem Abend, wo es mal keine Distanz gab. 😉

PPPS: Mit Fr. Distanz habe ich seit ein paar Tagen wieder intensiveren Kontakt. Sie ist einfach cool, ich mag sie wirklich. Sie erzählt viel. Sie hat einen frechen und coolen Humor. So können sich Dinge ändern. Ich hatte sie schon fast ganz abgestoßen, nachdem sie – für mich gefühlt – nicht genug Interesse zeigte. Seither ist sie es, die ständig Kontakt sucht. Im November bin ich zwar erst wieder in ihrer Stadt. Aber inzwischen sind wir so weit, dass ich doch „bitte wieder dieses fliederfarbene Hemd“ tragen solle. Und wir könnten bei ihr kochen… danke, geht doch. Gute Frau.

PPPPS: Loslassen (können) ist der Schlüssel zu allem. Das ist so wertvoll. Aber es dauerte ein ganzes „verdammtes“ Projekt Beziehung inklusive Fr. Schlange lang, bis ich das begriffen habe. #MGTOW

Von 2 Dates und Marktwerten (Teil 3 von 3)

Im zweiten Teil dieser Serie (Von 2 Dates und Marktwerten (Teil 2 von 3)) behandelten wir das Thema Marktwerte von Frauen und Männern auf dem Datingmarkt. Außerdem gab ich sehr konkrete Ratschläge allgemeiner Art, für beide Geschlechter, um sich auf dem Tummelplatz der Liebenden bestmöglich positionieren zu können. Keine Platitüden, sondern harte Fakten. Dabei gab es sehr konkrekte Hinweise dazu, warum Vorsorge besser als Nachsorge ist. Ich schrieb außerdem zwei sehr persönliche Botschaften an alle Menschen meines bisherigen Lebensweges und außerdem an Eckhart Tolle. Desweiteren distanzierte ich mich von diesen ganzen psychologischen Verhaltensmustern und Gesetzmäßigkeiten des Datingmarktes. Es ist allerdings wichtig zu verstehen wie dieser funktioniert, was dort passiert und warum das alles so wirkt. Ablehnung bringt uns alle schließlich keinen Schritt weiter. Und zu guter Letzt gab es dann die Details des Date-Reviews mit Fr. Distanz.

Heute geht es um das Date 2 der inzwischen vergangenen Woche. Das mir viel gegeben hat. Auf ganz eigene Weise. Viel Spaß, wenn Du erfahren möchtest warum. Und wir gehen dabei auch der Frage nach, wie meine Fremdwahrnehmung derzeit aussieht. Über mich selbst – die Selbstwahrnehmung – gibt es ja ständig ellenlange Berichte von mir. Die Frage ist doch: Wie sehen mich Andere? Besonders außerhalb dieses Blogs.

Warum mir wichtig ist, wie mich Andere sehen

Ist das nicht ein Widerspruch, da ich doch sonst immer so felsenfest behaupte, mich nicht von außen triggern zu lassen und auf ablehnende Meinungen anderer Personen keinen Pfifferling zu geben? Mitnichten. Es ist kein Widerspruch, ganz einfach: Es gibt 2 Perspektiven. Die beiden oben genannten, Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung. Die zweifellos wichtigere der beiden ist das Selbstbild und die Selbstwahrnehmung. Weil wir subjektive Wesen sind und jeder Mensch für sich selbst denken und handeln muss. Niemand blickt aus den Augen Anderer (vom Themenfeld „Remote Viewing“ einmal abgesehen, aber damit habe ich mich noch nie beschäftigt). Wir sind keine Maschinen, denn die besitzen keine Selbstwahrnehmung. Jedenfalls noch nicht. Aber wir, wir schon.

Warum ist mir nun die Fremdwahrnehmung wichtig? Ist sie und ist sie auch wiederum nicht!
Hä? Wie nun?! Ganz einfach, wir nehmen zwei Fallkonstellationen an.

Beispiel 1:
Du tust etwas, von dem Du völlig überzeugt bist, etwas das Dir Spaß macht. Wir nehmen an Du bist beim Tanzen. Du tanzt für Dein Leben gerne. Du machst und tust und bist in Deinem Element. Du hast die größte Freude. Und nun kommt jemand (meistens ein Niemand) und erklärt Dir, dass Du „falsch“ tanzen würdest. Dass es „lächerlich“ aussehen würde. Dass „man so nicht tanzt“. Und sowieso wärst Du so gar nicht im Takt.

Lösung:
Gib genau null Komma gar nichts auf die Meinung dieser anderen Person! Diese Art von Meinungsäußerungen begegnen mir täglich. Überall. In der Arbeit, privat, in der Familie, ganz ganz selten selbst auch unter Freunden, hier im Blog auch. Es ist menschlich. Überall. Aber was bringt Dir das, Dir eine ablehnende Meinung zu etwas anhören… ja sogar anhören zu MÜSSEN… während Du zeitgleich die größte Freude im Leben daran hast, das zu tun was Du tust?! Nichts. Gib einfach nichts darauf. Hör es Dir am Besten gar nicht erst an, aber manchmal ist es aus sozialen Gründen nicht möglich vollkommen die Scheuklappen hoch zu ziehen. Manchmal müssen wir so einen Mist über uns ergehen lassen. Gut, dann lass Dein Gegenüber eben palavern. Geht auch vorbei. Mein Rat: Bleib bei Dir. Lass Dich nicht triggern. So lange Du Spaß und Freude daran hast, was Du tust… solange mach genau das weiter. Und je größer die Ablehnung ist, desto eher solltest Du Dir darüber im Klaren werden, dass Du mit großer Wahrscheinlichkeit alles richtig machst! Die Masse hast fast immer Unrecht! Bitte merken. Es gelten bis zum Anschlag zwei essentielle Devisen, womöglich zwei der wertvollsten Ratschläge fürs Leben:

  1. Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten!
  2. Das Feedback des Anderen sagt mehr über den Anderen aus als über Dich!

Denk darüber nach. Macht frei. Deswegen perlt negatives Feedback, das rein auf Meinungsäußerungen (!) basiert, an mir ab wie Regen von einem frisch gewachsten Lamborghini.

Und nun zur zweiten Fallkonstellation. Wo die Meinung Anderer und Dein Fremdbild plötzlich elementar wichtig werden.

Beispiel 2:
Wir nehmen wieder das Beispiel Tanzen. Du tanzt wieder für Dein Leben gerne und hast die größte Freude daran. Nun bist Du also auf dem Parkett und tanzt in einem Wettbewerb, die Weltmeisterschaft meinetwegen. Jetzt mag Deine Selbstwahrnehmung konstant gleich geblieben sein. Du empfindest Dich selbst womöglich als den besten Tänzer des Wettbewerbs, vielleicht sogar als den besten Tänzer der Welt. Alles gut. Nur hast Du jetzt eine entscheidende Komponente in diesem Fallbeispiel verändert bzw. unterliegst anderen Gesetzmäßigkeiten: Du hängst hier unmittelbar von der Gunst und dem Geschmack der Jury ab. Du magst aus eigener Selbstwahrnehmung heraus noch so toll tanzen. Das spielt aber für diesen Fall keinerlei Rolle. Faktisch ist es sogar umgekehrt: Du könntest Dich selbst als den miserabelsten Tänzer der Welt betrachten und erfüllt sein von Selbstzweifeln. Wichtig? Faktisch betrachtet nicht. Wichtig ist nur wie Dich die Anderen sehen, die Jury. Jetzt rückt das Fremdbild in den Fokus.

Lösung:
Spannend. Bevor Du überhaupt irgend etwas tust, musst Du zunächst verstanden haben auf welchem Terrain Du Dich bewegst. Spielst Du in Fallbeispiel 1 oder in Fallbeispiel 2? Ich behaupte: Die meisten Menschen merken gar nicht um was es gerade geht. Sie verhalten sich stets gleich. Sie „sind halt wie sie sind“. Klar, ist auch eine Möglichkeit. Eine kluge? Rhetorische Frage!
Du musst verstehen und wissen in wessen Show Du gerade spielst. Das Leben ist eine einzige Show. Und nichts ist schlimmer, als nicht verstanden zu haben, dass Du den ganzen Tag in ganz verschiedenen Shows spielst. Shows, deren Regeln NICHT Du machst. Du kannst entweder nach den Regeln des Regisseurs spielen und in dessen abgestecktem Rahmen gewinnen oder Du wirst täglich Deinen Kopf gegen Beton schlagen und Dich wundern, warum sich nie etwas für Dich zum Positiven ändert. „Ja, aber ich habe doch mein Bestes gegeben und verstehe nicht, warum ich so schlecht abgeschnitten habe!“ Kennst Du so vielleicht auch noch ganz gut aus Deiner Schulzeit? Aufwachen! Halloooo! Ja. Du sagst es doch. „Dein“ Bestes. Das ist aber nicht unbedingt auch „das Beste“ für den Regisseur oder für die Jury. Du hast das falsche Mindset! Eigentlich hast Du gar keins. Du bist ein unbewusster unreflektierender kleiner Junge (oder ein unreflektierendes kleines Mädchen). Nimm den Lolly aus dem Mund. Werde erwachsen. Und falls Du bereits erwachsen bist und noch tiefer in die Materie eintauchen möchtest, dann beschäftige Dich auf philosophischer Ebene gerne einmal mit dem sog. Höhengleichnis von Platon. Wikipedia oder so, zum Einstieg.

Zusammenfassung:
Feststellen, in wessen Show ich mich befinde! Sich selbst Fragen stellen: Wer ist hier der Regisseur? Nach wessen Pfeife soll ich tanzen? Wem muss meine Nase gefallen? Für wen hab ich hier zu performen? Dann schalte Deine Selbstwahrnehmung am Besten völlig aus. Sei einfach. Mach einfach. Fast wie eine Maschine. Du tust das gerade für Andere, nicht für Dich. Dein Lohn kommt danach. Wenn Du die Goldmedaille nach Deiner Performance und für Deine Show erhalten hast. Dann erst schlägt Deine Stunde.

Mir kann keiner erzählen, dass das Tanzen hier im Vordergrund steht. Du musst ja nicht zu diesem Wettbewerb fahren. Du kannst schließlich auch alleine zu Hause vor Deinem Spiegel tanzen. Dieselbe Choreografie. Oder nicht? Ich höre den Einen oder Anderen jetzt schon sagen: „Ja, aber mir ist das egal wie die Jury mich findet. Ich gebe mein Bestes, wenn es der Jury reicht, dann ist gut, wenn nicht, dann eben nicht. Mir egal. Hauptsache Spaß!“ Vergiss es, Du bist ein Narr, wenn Du so denkst. Damit nimmst Du Dich doch selbst nicht mehr ernst. Du hast den Kontext in diesem Fall nicht verstanden. Du befindest Dich in diesem Beispiel gerade in Fallkonstellation 1. Aber jeder halbwegs nicht komplett benebelte Mensch fährt nicht zu einem Wettbewerb ohne ihn nicht auch gewinnen oder bestmöglich abschneiden zu wollen. Also hör auf Dir in die Tasche zu lügen. Wenn Du wirklich kein Interesse am Ergebnis hast, dann bleib zu Hause. Und mache den Platz frei für Andere, die den Wettbewerb ernster nehmen. Aber davon gehe ich bei Dir einfach nicht aus. Sonst wärst Du nicht hier auf meinem Blog, richtig?! Richtig?! RICHTIG! 😉

Was hat das alles mit mir zu tun?

Wenn ich eine Frau date, dann muss mir die Frau gefallen. Keine Frage. Aber es gehören immer 2 Personen zu dieser Show. Es gibt 2 Regisseure. D.h. ich muss auch der Frau gefallen. Es ist – gar nicht einmal auf eine einzelne Frau bezogen – nichts anderes als ein Wettbewerb. Der Dating-Wettbewerb. Du kannst hier immer „so sein wie Du bist“ und hoffen, dass irgend eine Jury Dich toll findet. Oder Du kannst speziell für den Wettbewerb trainieren. Entscheide selbst. Ich kann nur sagen, dass ich durch den Weg der Persönlichkeitsentwicklung und die vielen Tränen und den Schweiß, den das Ganze mich gekostet hat, viel weiter gekommen bin als in meinem gesamten Leben zuvor ohne all die Anstrengung. Mach bitte nicht den Fehler zu glauben, dass ich mich verstellen würde, um einer Frau zu gefallen. Sicher nicht.

Das sind getrennte Dinge. Aber wenn ich weiß, dass Frauen nun einmal nichts von Politik, der Börse oder der Wirtschaft hören wollen, dann erzähle ich ihnen davon auch nichts, jedenfalls nicht beim ersten Date. Habe ich früher gemacht, hat aber so gar nichts gebracht. Wenn ich inzwischen (zig Dates weiter in der Entwicklung) weiß, dass Frauen emotionale Wesen sind (exorbitant stärker als Männer), dann spreche ich doch lieber über Freiheit, Wünsche, Abenteuer, Sehnsüchte. Das triggert andere Gehirnregionen. Und jetzt könntest Du wieder sagen: „Oh mein Gott!!! Du bist ja so ein abgestumpfter Pickupper, der Dinge nur sagt, damit sie der Frau gefallen. Du spielst ja mit der Frau! Widerlich! Du bist ein menschenverachtender kleiner Manipulator!“ Ich spiele gar nichts. Und menschenverachtend bin ich sicher nicht. Falls Du so denken solltest, was ich nicht glaube… aber falls, dann scroll nochmal hoch, was waren oben die beiden essentiellen Ratschläge, die ich gab? 🙂 Ratschlag 2 lautete: Das Feedback des Anderen sagt mehr über den Anderen aus als über Dich!

Sollte also jemand tatsächlich auf solche absurden Gedanken kommen, dann könnte ich das nicht ernst nehmen. Sorry. Aber ich weiß ja, dass hier durchaus auch mal ganz vereinzelt (zum Glück nur vereinzelt!) Beta-Männer mitlesen oder Möchtegern-Alpha-Frauen. Ich will für diese kleine Minderheit (!) nur klarstellen, dass ich NICHT so denke. Okay? Alles gut. Dann können wir jetzt fortfahren. Also nicht Ford fahren, sondern fortfahren. Danke. 🙂

Weiter in der Story: Ich habe mich entwickelt. Inzwischen macht es mir einfach mehr Spaß mit Frauen über Sehnsüchte, Kindheitsträume, Wünsche, Abenteuer und Reisen zu sprechen. Und über die Börse spreche ich mit anderen Menschen. So easy. Das ist die Lösung. Ich sorge weniger mehr „künstlich“ für Knistern auf Dates. Eine riesige Schwäche war das von mir früher, deshalb haben so viele Dates am Anfang kein Folgedate ergeben. Bin ich mir heute jedenfalls sicher. Ich brauchte ca. 50 erste Dates (haha, ein Filmtitel!), um das zu verstehen. Weil ich zu wenig selbstkritisch war. Ich hatte es einfach nicht verstanden. „Ich war einfach ich selbst“, so wie die ganzen tollen klugen Ratschläge von Freunden und der Familie für gewöhnlich lauten. Mit dieser Herangehensweise gewinnst Du allerdings keinen Blumentopf. Nicht einmal eine Plastikrose auf dem Volksfest. Ich hatte viele Frauen angesprochen und dementsprechend viele Dates erreicht. Ehrlich gesagt waren da Mega-Granaten dabei. Optische Sahne-Hasen. Ganz viele 7er, einige 8er, ein paar 9er. Eine 10 habe ich in meinem Leben noch nie vergeben, da bin ich zu kritisch glaube ich. 🙂 Und die Dates liefen immer relativ ähnlich ab, ich dachte mir immer nur „ich könnte einfach ich selbst sein“. Kannst Du. Aber so verlierst Du!

Das läuft überall im Leben so

Nehmen wir an, Du möchtest Geld verdienen. Und Du hast die Idee des Jahrtausends und hast einen wahnsinnig tollen neuen Kühlschrank entwickelt. Den Fluxbox-Kühlschrank-1000. Den hast Du konzeptioniert, entwickelt und produziert. Nun gehts ans Marketing und an den Vertrieb. Wie machst Du das? Ich würde mir erst einmal Gedanken machen wo Du gerade stehst. Bist Du in der Wüste oder in der Antarktis?! Ich hoffe Du verstehst die Metapher. Und ich merke, dass die meisten Menschen schlichtweg nicht das Bewusstsein besitzen, um sich über so etwas Gedanken zu machen. Die Meisten möchten Kühlschränke in der Antarktis verkaufen. Da es „sowieso schon so kalt ist!“ Hääää?! Waaaas?! Was ist das für eine Logik? Kühlschränke verkaufen wo es „sowieso schon so kalt ist“?! Waaaas? Erde an Kühlschrank-Verkäufer: „Housten, wir haben ein Problem!“

Versteh mich nicht falsch, Dein Kühlschrank ist bestimmt gut. Du bist studiert, ein echt kluges Kerlchen oder eine kluge Kerline. Aber es ist die falsche Show! Aufwachen. Nimm die Kiste mit, geh in die Wüste und Du wirst der reichste Mann von Babylon! Dein Produkt ist doch gut. Alles steckt doch längst in Dir. Aber Du musst Deine Qualitäten an den Markt adaptieren. Und nicht versuchen den Markt an Deine Qualitäten zu adaptieren. Das schaffst Du nicht. Der Markt ist der Markt. Der hat eigene Regeln. Du bist nicht der Erfinder und auch nicht der Regisseur des Marktes, merk Dir das! Aber vielleicht schadet es Dir auch nicht, wenn Du erst Deine eigenen 50 ersten Dates haben musst, um das zu verstehen! 😉 Ich zeige Dir hier nur die Abkürzung, das ist alles. Nimm es als Angebot an. Oder geh Deinen Weg weiter. Feel free.

Echte Verhaltensänderung ist möglich. Persönlichkeitsänderung. Sonst würde ich das alles doch nicht machen. Du wirst von Tag zu Tag besser. Du musst Dich mit dem von Dir gewünschten Thema in der Tiefe beschäftigen. Also habe ich angefangen zu studieren. Thema: „Wie lerne ich eine Frau kennen?“ Anfangs war es eher eine Therapie für mich, mit dem Pickuppen zu beginnen. Daraus wurde ein Selbststudium. Inzwischen könnte ich vielleicht sogar schon Dozent sein. Vielleicht bin ich es auch schon, wer weiß. Es macht mir Spaß. Und ich weiß, dass das funktioniert, was ich tue. Ich bin nur „beziehungsunerfahren“, aber nicht datingunerfahren. Das sind zwei verschiedene Dinge. Und ich bin stolz darauf, kein abgestumpfter Holzklotz zu sein. In mein Herz sind bisher nur sehr wenige Menschen hinein gekommen. Wer kann das schon von sich behaupten. Selbstwert. Selbstachtung.

Wie lief das Date 2 dieser Woche?

Ich habe bis jetzt noch kein Wort über die Frau verloren. Es gab dafür eine lange Herleitung. Du wirst später verstehen warum. Zuerst möchte ich ihr einen Namen geben, aus Respekt ihr gegenüber. Weil ich ihre Art respektvoll fand, sehr sehr respektvoll. So eine Frau habe ich so noch nie erlebt. Sie ist feminin, sie ist höflich, gut erzogen, extrem darauf bedacht, dass auch ich mich wohl fühlte. Aber das Herausragende war ihre respektvoll zurückhaltende Art. Sie war sehr darauf bedacht nichts Falsches zu sagen. Keine blöden Sprüche, kein dummes Getue. Das Gegenteil eines normalen Dates. So noch nie erlebt. Danke an den Himmel dafür, dass ich das auch noch mal erleben durfte.

Deswegen nenne ich Dich – aus respekt – einfach Fr. Respektina. 🙂

Das Date war für mich sehr besonders, da ich viel über mich lernen durfte. Und den Spiegel vorgehalten bekam. Warum? Ich frage Frauen auf Dates sehr gerne spielerisch (wichtig!) solche Dinge wie:

  • Wann war Dir klar, dass ich Interesse an Dir haben könnte?
  • Wann warst Du Dir sogar sicher, dass ich Interesse an Dir habe?
  • Wann war Dir klar, dass ich Dich wiedersehen möchte?

Und umgekehrt auch:

  • Wann hast Du Dir gedacht, dass Du mich sympathisch findest?
  • Wann hast Du Dir gedacht, dass Du mich wiedersehen wollen würdest?
  • Hättest Du mich nach einem Date gefragt, wenn ich es nicht getan hätte? Und wenn ja, wann?

Fragen dieser Art liefern Antworten, die Du von niemand anderem dieser Welt bekommen kannst. Es ist kein „was wäre wenn“, sondern Du bekommst direktes Feedback. Ich kann Dir das nur empfehlen mir gleich zu tun. Das sind Antworten, bei denen Du extrem gut zuhören musst. Halt Deine Klappe und höre Deinem Gegenüber einfach zu! Jetzt lernst Du extrem viel über Dich. Über Deine Fremdwahrnehmung! Bingo! Genau darum die lange Herleitung! Meine Texte sind kein Selbstzweck, jede Zeile ist es wert gelesen zu werden. Geduld zahlt sich hier aus. 😉

Ich kann Dir auch versichern, dass es unendlich viel Spaß macht über diese Fragen zu sprechen. Für beide ist es in der Regel eine „knisternde“ Situation, die „Wahrheit“ Preis zu geben. So war das auch an dem Tag. Wir haben gelacht, wir haben überlegt. Wir haben zugegeben. Wir waren verwundert. Wir waren überrascht. Wir haben uns gefreut. Und dabei geflirtet.

Du kannst also ein tolles Date verbringen und etwas über Dich lernen und auch dem Anderen die Möglichkeit bieten, über sich zu lernen. Und es muss nicht über Börse, Finanzen und Politik gehen. Auch wenn Du für diese Themen brennst. Es gibt also auch andere Themen, die Spaß machen. Für die Du brennen kannst. Und wenn Du damit das Ziel erreichen kannst, nämlich mit dem anderen Menschen eine tolle Zeit zu verbringen, dann tu das. Deswegen hast Du Dich weder verstellt noch bist Du ein routinierter Pickupper gewesen, der irgendwen manipuliert hat. Das wird den Pickuppern für gewöhnlich gerne vorgeworfen. Ich kann mich dem allgemeinen Vorwurf nicht einmal erwehren. Aber für mich gilt dieser Mist nicht. Ich bin ich. Mir egal, was irgendwelche anderen Typen tun.

Und wie ist nun mein Fremdbild?

Wie mich Fr. Distanz sieht, hatte ich ja schon in den beiden letzten Artikeln angerissen. Fr. Respektina hatte ich ja auf der Terasse eines Lokals angesprochen. Sie saß mit ihren beiden Freundinnen an einem 4er Tisch. Ich saß am Nachbartisch, alleine. Mit meinen Kopfhörern beim Youtube-Vorträge-Hören.

Und jetzt beschreibe ich zunächst das Ganze aus meinem Selbstbild, die Ich-Perspektive:
Ich setzte mich an den Tisch, es hätte auch andere freie Tische gegeben. Aber ich setze mich immer gerne in die direkte Nähe von Frauen. Besonders wenn sie ohne männliche Begleitung sind. Ich sprach sie sehr früh schon sehr allgemein an. „Guten Appetit“, oder „was habt Ihr da in Euren Gläsern? Kenne ich noch gar nicht!“ (es war Lillet Wild Berry). Einfacher Smalltalk. Dabei versuche ich mich auf alle 3 Damen gleichermaßen zu konzentrieren und dabei allen 3 in die Augen zu blicken. In dem Fall gefiel mir nur die spätere Fr. Respektina. Dennoch unterhalte ich mich erst einmal mit allen weiter. Mache zwischendurch auch Pausen, habe wieder meine Kopfhörer eingesetzt und weiter meinen Youtube-Vortrag angehört. Nur keine Bedürftigkeit. Bis jetzt ist ja nichts passiert, Angel auswerfen und nicht gleich wie wild versuchen sofort einzuholen. Einfach mal 2 Schritte zurück treten. Nach ein paar Minuten, als die Gerichte serviert wurden, habe ich mich wieder ins Gespräch begeben. Plötzlich passierte etwas seltenes: Fr. Respektina stellte mir vereinzelt Fragen. Das ist immer ein starkes Interessenssignal. Ich sprach etwas mehr mit ihr, danach wieder mehr mit den Anderen. Und gegen Ende wieder mehr mit ihr. Dabei drehte ich mich etwa zu Beginn des letzten Drittels der gesamten Konversationszeit etwas in ihre Richtung, da sie mir schräg gegenüber saß. Ich drehte also Füße und Körper in ihre Richtung und unterhielt mich weiterhin mit ihr und vereinzelt auch mit den anderen beiden Damen.

Und nun beschreibe ich das aus meinem Fremdbild, also aus der Fr. Respektina-Perspektive:
Ich sei von Anfang an sehr charmant gewesen, überhaupt nicht aufdringlich. Auch als ich mich zwischendurch wieder meinen Kopfhörern gewidmet hätte, fand sie das nicht merkwürdig, sondern unaufdringlich und gut. Dass ich ihnen auch genug Freiraum gegeben hatte, sich wieder untereinander zu beschäftigen. Sie hätte mich sehr früh schon als sehr sympathisch empfunden. Ihr habe gefallen, wie ich mich mit allen unterhalten habe, welche Fragen ich gestellt hätte und welche Themen ich angerissen hätte. Sie fand mich charmant, aber gleichzeitig sehr direkt und offen. Das schätze sie sehr, wenn ein Mann auch direkt sei. Ihr sei klar gewesen, dass ich Interesse an ihr hatte, ab dem Zeitpunkt, an dem ich begonnen hatte, ihr erste konkrete Fragen zu stellen, beispielsweise über ihren Wohnort und ihre Gegend. Bis dahin sei ihr das nicht klar gewesen, da ich mich mit allen 3 gleichermaßen unterhalten hätte. Übers Feiern und Weggehen am Wochenende und sonstige allgemeine Themen. Als ich allerdings anfing, mich etwas mehr ihr zu widmen, spürte sie ein intensiveres Interesse meinerseits. Außerdem hätte sie dieses Lächeln in meinem Blick bemerkt. Sie sei sehr aufmerksam und achte sehr auf ihr Bauchgefühl. Ihr wäre sehr früh (!) bereits klar gewesen, dass sie auf ein Date-Angebot von mir eingehen würde. Und absolut sicher, dass ich starkes Interesse an ihr gehabt habe, sei sie sich gewesen, als ich mich mit meinem Körper etwas in ihre Richtung drehte. Sowohl mit den Beinen als auch mit dem Oberkörper. Sie hätte es toll gefunden, dass ich sie ganz konkret nach einem Date gefragt hätte. Und sie habe sich über mein Kompliment bezüglich ihres süßen Lächelns gefreut.

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Was lerne ich daraus?

Nicht neu daran ist für mich wieder einmal die totale Bestätigung dafür erhalten zu haben, was der vermutlich wichtigste Leitsatz eines Mannes auf dem Weg zu seiner Traumfrau ist: ATTRACTION ISN’T A CHOICE!
Bitte aufschreiben. Merken. Einrahmen. Laminieren. Übers Bett hängen!

Dieses Date war für mich ein 6er im Lotto!
Selbstbild und Fremdbild passen hier zu 100% überein! Wie die Faust aufs Auge! Bingo!

Nicht nur, dass ich mich so verhielt, wie ich mich verhalten wollte und wie ich auch bin. Sondern es kam auch genau so an, wie ich möchte, dass ich ankommen soll. Außerdem bemerkte sie sowohl, dass ich mal ihr und mal der ganzen Gruppe mehr Aufmerksamkeit zukommen ließ als auch, dass ich meine Körpersprache und Haltung ihr zuwendete. All das tat ich bewusst. Ich ging absichtlich nicht von Anfang an nur auf sie ein, sondern unterhielt mich sogar sehr bewusst stärker mit einer ihrer Freundinnen. Wobei diese Freundin gar nicht mein Typ war.

Exakt! Genau darum ging es mir. Genau das wollte ich erreichen. Sowohl die Show mit der Verteilung meiner Aufmerksamkeit den Dreien bzw. ihr gegenüber als auch der sehr bewusste und gezielte Einsatz meiner Körpersprache waren von mir genau so gewollt und bezweckt. Und genau so kam es auch noch „charmant“, „offen“ und gleichzeitig „direkt“ an.

Nochmal, für mich ist dieses Date ein 6er im Lotto. Weil ich in dieser frühen Phase des Projekts Beziehung Teil 2 erfahren durfte, dass mein Selbstbild das repräsentiert, was an Fremdbild auch gut ankommt. Man nennt das „kongruent sein“. Authentisch. Man tut das was man tut nicht verstellt, sondern „weil man so ist“. Perfekt. Das ist für mich die größte Motivation auf meinem aktuellen Weg. Es ist für mich wie eine Auszeichnung. Dass meine Körpersprache, meine Gesprächsthemen und meine Art genau das repräsentieren was es repräsentieren soll. Eine charmante und zugleich männliche Art. James Bond näher als einem Rocker. Ihr war also von Anfang an klar, dass das eine Sache zwischen Mann und Frau werden würde. Und genau das ist mir wichtig. Dass ich als Mann wirke, nicht als Nice-Guy. Können Rocker bestimmt auch, aber ich mag es eben lieber geschüttelt, nicht gerührt.

Und gleichzeitig merke ich damit, dass mein derzeitiges starkes Mindset genau das Richtige ist. Innere Stärke strahlt aus. Zieht an. Ohne überheblich zu sein. Ich kann innerlich extrem stark sein und nach außen hin total charmant wirken. Das widerspricht sich gar nicht. Ich würde es umgekehrt behaupten: Vielleicht ist das Eine auch die Bedingung für das Andere? Zumindest wenn es authentisch sein soll. Sich selbst permanent Fragen zu stellen und neugierig zu sein, spornt mich total an. Nur dadurch kann ich lernen und als Mensch wachsen.

Wie ging oder geht es mit ihr weiter?

Um ehrlich zu sein ist mir das in der Phase nicht wichtig. Dafür habe ich zu viele erste Dates gehabt. Ich finde sie toll, das Date verflog zeitlich gefühlt wie der Wind. Es machte Spaß. Sie ist eine wirklich „andersartige“ Frau, positiv gesprochen. Aber es gibt auch hier rote Flaggen. Marktwerttechnisch betrachtet ist das nämlich wieder meine alt bekannte Nummer: Frau mit Kind(ern). Ohje. Was ist da nur los?! Was soll das, liebes Schicksal?! Warum wirfst Du mir immer Frauen mit Kindern auf den Weg?!

Aber gut, spielt sowieso nur eine untergeordnete Rolle. Der Kontakt war zunächst danach nur sehr kurz und knapp, auch wenn sie sich unmittelbar nach dem Date für den tollen Abend bedankte. Irgend etwas wirkte auf mich seither erstmal merkwürdig. Ein Telefonversuch blieb unbeantwortet. Am nächsten Tag die kurze Nachricht, dass sie schon geschlafen hätte. Auch wenn noch die Frage angehängt war, was ich denn so gemacht hätte. Jedoch kein Rückruf. Komisch, wenn ich mehr Interesse habe, dann rufe ich zurück. Oder nicht? Ich glaube ich bin einfach anders als alle anderen. Egal, geschenkt. Aber auf nochmalige Nachfrage zu telefonieren, kam Stunden später nur, dass sie unterwegs sei. Gut, auch geschenkt. Aber dann bin ich auch geschenkt. Und eigentlich war für Sonntag ein Date vereinbart. Aber ohne eine Uhrzeit oder einen Ort auszumachen, empfinde ich das nicht als große Bemühung ihrerseits. Wirkt einfach desinteressiert.

Es ist immer so: Es ist immer irgendwas, mein alt bekannter Spruch hier. Es kann noch so gut laufen auf dem Date. Aber irgendetwas stimmt danach meistens nicht mehr. Wer weiß, vielleicht nimmt sie so ein Date auch einfach nicht so ernst wie ich. Ich bin da anders. Für mich ist ein Date ein Date. Und nicht ein „ich habe mir mal kurz die Zähne geputzt“ oder „Moment, ich muss noch schnell den Müll herunter bringen“. Es ist für die meisten Menschen wohl eher mehr Pflicht als Sahnehübchen des Lebens, so ein Date. Kommt mir so vor. Es ist für mich schon ein Unterschied, ob ich mit einem Menschen Zeit verbringe oder nicht. Und Menschen lässt man nicht stehen.

Jetzt mal etwas, das ich bisher noch nie in einem meiner Artikel gemacht habe. Ich unterbreche mal kurz, rufe sie mal eben an und schreibe dann hier weiter. Live-Event! 😉

So, Telefonat vorbei. Sie hob sogar ab, Weltwunder. Also sie hätte sich nichts dabei gedacht, dass sie so kurz geantwortet hätte. Sie würde mich gerne heute sehen (zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels ist es Sonntag). Sie war sich auch nicht sicher, ob ich denn schon wach sei, da ich an den Wochenenden gerne auch feiern gehen würde. Sie entschuldigte sich dafür, dass das wohl falsch bei mir angekommen sei. Ihre Absicht sei nicht gewesen mir den Eindruck zu vermitteln, dass sie kein Interesse mehr an einem weiteren Date hätte. Da haben wir sie wieder, die Fr. Respektina. Entschuldigung sagen kann sie also. Nun, ich habe ihr am Telefon schon gesagt, dass ich damit rechnete, dass das Date heute nicht mehr zustande kommt. Und ich meine Zeit einigermaßen einplanen müsse, da ich so viele Dinge zu tun hätte. Also erklärte ich ihr, dass ich in jedem Fall zunächst noch Sport machen würde und kochen und wir uns dann erst am späten Nachmittag treffen könnten.

Was genau so stimmt. Sport und Ernährung sind sowieso die beiden größten Zeitfresser. Danach Lesen und Weiterbildung. Danach meine Finanzen. Dann ist der Tag auch ohne Date ganz gut vorbei. Wenn ich da noch ein Date reinquetschen soll, möchte ich das gerne schon einen Tag vorher wissen, besser zwei. Ich bin nicht Netflix und ich bin kein Stream, der auf Abruf bereit steht. Was ist nur aus dieser Welt geworden?!

PS: Das zweite Date mit Fr. Respektina war ebenfalls echt toll. Ich will mal noch nicht zuviele Worte darüber verlieren. Sie ist und bleibt eine interessante Frau. Etwas geheimnisvoll. Meine ersten Eindrücke haben sich bestätigt. Sie ist respektvoll. Respektina passt so. Sie bringt die klassischen femininen Attribute einer Südländerin mit. Gepaart mit deutschen Tugenden. Ideale Konstellation. War vermutlich nicht das letzte Date. Und so wie ich das sehe, sucht sie ebenfalls etwas Festes. Ob ich überhaupt schon wieder eine Beziehung möchte? Puh! Aber ich werde jetzt erstmal in den Urlaub fliegen. Komisch irgendwie, in dieser frühen Phase des Kennenlernens.

PPS: Ich würde sie schon gerne wiedersehen. Ich mag sie. Ich finde sie cool, obwohl sie gar nicht cool wirkt. Sie ist natürlich und fast komplett ungeschminkt. Das alleine macht sie schon sympathisch.

PPPS: Ihr seht also: Wie gering meine Ansprüche eigentlich sind, ist schon der Wahnsinn. Ich freue mich wie ein kleiner Junge im Süßigkeitenladen, wenn ich einfach mal einen normalen Menschen daten darf. Traurig, dass ich das so sagen muss. Schön, dass ich es gerade deswegen nach langer Zeit mal wieder erleben darf.

PPPPS: Vergleiche zwischen vergangenen Partnerinnen soll man nicht tun. Ganz vermeiden kann das aber auch niemand, glaube ich. Fakt ist aber: Im Gegensatz zu Fr. Schlange habe ich sie nicht in einem Edel-Club kennen gelernt. Sondern einfach im Alltag (Essen in einem Lokal). Das wäre ja schon mal ein besseres Omen, um nicht wieder von einem Party-Girl restlos über den Tisch gezogen zu werden. 😉 Andererseits bezweifle ich, dass mir das je wieder in der Form passieren könnte. Schließlich sind wir hier in Teil 2 und nicht mehr in Teil 1. Teil 1 handelte darum wie ich eine Frau kennen lerne. Das kann ich inzwischen. Teil 2 geht nicht mehr darum. Teil 2 geht darum, wie ich mit meiner Traumfrau glücklich bleiben kann. Nicht nur werden. Sondern bleiben. Andere Show, anderes Spielfeld. Vorhang zu. Danke.