Wie gewonnen, so zerronnen

Nach meinem Artikel Mein Highlight 2016 sah es doch für wenige Tage um Weihnachten herum so aus, als könnte 2016 für mich persönlich versöhnlich enden.

Auf den schönsten Tag im Jahr folgte nur drei Tage später die Ernüchterung.
Was war passiert?

Es gab ein sehr vielversprechendes Date. Mit für den ersten Tag schönem Ausgang. Auf Details bin ich in dem obigen Artikel nicht eingegangen, da es mir darum nie geht. Aber der Abend endete einfach schön. Mir geht es viel mehr um Nachhaltigkeit in Beziehung auf „die Frau“. „Die Frau“ die ich durch mein Projekt versuche zu finden. Und ich werde sie finden. Koste es was es wolle! Dazu bin ich jeden Tag mehr und mehr entschlossen.

Ich werde oft gefragt: „Wirst Du nicht müde von all dem?“
Ja, werde ich. Zwischendurch wirklich. Es kostet Energie ohne Ende. Aber ich spüre auch, dass es mir viel gibt. Mich weiter bringt. Und ich weiß, dass ich ständig besser werde. Meine Erfolge werden deutlicher. Und ich lerne mehr und mehr über mich selbst. Und meinen Umgang mit dem Leben. Ein bisschen habe ich auch das Gefühl, dass ich „der einen Frau“ näher und näher komme. Wenngleich das auch bisweilen durch heftige Rückschläge begleitet ist, aber ich spüre, dass da draußen irgendwo eine Frau genauso sucht.
Meine Nachricht an der Stelle an Dich: ICH WERDE DICH FINDEN! 🙂

Jetzt, wo ich gerade diesen Artikel schreibe, ist noch der 26. Dezember. Online geht er aus meiner Sicht also erst morgen. Und somit aus Sicht der Veröffentlichung heute. Ich habe ihn also gestern schon für heute vorbereitet, weil es mir manchmal gut tut, wenn ich Gedanken weg-verarbeiten kann, solange sie frisch sind. Mir half jeder einzelne meiner Artikel nach den vielen Tiefs in den letzten Monaten. Ich habe mir den (Bal)Last von der Seele geschrieben. So eine Art Tagebuch ist wirklich eine tolle Sache. Ich weiß nicht warum, aber es ist jedes Mal so, dass ich mich nach einem Artikel freier fühle. Zumindest nach Ereignissen wie sie nun stattgefunden haben. Das hätte ich nie für möglich gehalten, vor Beginn meines Hobbys als Amateur-Schreiberling.

Nun, verstehen kann ich das was passiert ist nicht. Es sah gut aus. Alle Vorzeichen standen auf grün. Das Interesse war da. Man hat sich am nächsten Tag sofort wieder getroffen. Man hat telefoniert und sich geschrieben. Bilder hin und her geschickt. All das Zeug das eigentlich darauf schließen lässt, dass da mehr folgt.

Und dann kam die Ernüchterung. Beim dritten Treffen. Ein bisschen bla bla und Drama von ihr und Tränen sind geflossen, bei ihr. Mir hat sie Leid getan. Es ging mir dabei nicht um mich, sondern um sie. Ich hatte angefangen sie zu mögen. Zuviel, wie ich im Nachgang feststellen muss. Es ist auch nur ein Mädchen auf meinem Weg gewesen. Das wäre die bessere Sicht. Die gesündere Sicht. Es muss (mir) klar sein, dass man eine einzelne Frau nicht mehr glorifizieren darf. Jedenfalls nicht, solange sie nicht „die Frau“ ist.

Wie gewonnen, so zerronnen. Wie das, was Dir durch die Finger rieselt.

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Ich habe sie etwas versucht zu trösten. Während sie mir sagte, dass es ihr Leid tun würde, dass sie nicht die derartigen Gefühle entwickeln könne. Paradox. Sie weinte und ich war gefasst. Das hat sie unglaublich verwundert, dass ich so ruhig blieb und völlig akzeptierte, was in dieser Situation während des Gesprächs passiert ist. Und jetzt kommen wir langsam zur Kernaussage meines Artikels.

Diese Situation – vielleicht mit etwas weniger Drama – habe ich in den letzten Monaten fast im Wochenrythmus erlebt. Inzwischen ist das fast schon zur Droge geworden für mich. Ohne ein wöchentliches Date-Absagen oder ein ich-melde-mich-nach-dem-Date-einfach-nicht-mehr-bei-ihm wäre es ja auch allzu langweilig. Es ist Standard. Trauriger Standard. Sie hatte zumindest den Mumm mir das persönlich zu sagen. Respekt. Und ging davon aus, dass es mich tief verletzten würde. Daher wohl ihre Tränen. Okay, es hat mich gekränkt, das ja. Weil ich tatsächlich begann Gefühle zu entwickeln. Das ist aber nicht ihre „Schuld“, es ist meine. Es waren meine Gefühle. Auch wenn sie zum Glück erst nur sehr klein waren. Zu vorsichtig bin ich inzwischen geworden damit. Aber hey, ich kenne diese Situation wahnsinnig gut. Genau wie ich mit einer Date-Situation inzwischen jonglieren kann, genauso kann ich mit einer Date-Absage und einem „ich kann mir leider nicht mehr zwischen uns vorstellen“ echt gut jonglieren.

Kernaussagen dieses Artikels sind aus meiner Sicht also:

  1. Glorifiziere keine Frau, solange sie nicht mit Dir zusammen ist.
  2. Entwickle keine Gefühle zu einer Frau, solange sie nicht mit Dir zusammen ist.

Und als ich nach dem „Date“ (welch in Hohn!) nach Hause fuhr, war ich noch etwas betrübt und nachdenklich. Und etwas sauer auf mich selbst. Wie ich es zulassen konnte, zwar selten – jedoch abermals -, Gefühle zuzulassen. Das letzte Mal ist mir das vor einigen Monaten passiert, bei und nach einem Date. Es hatte mich einige Tage mitgenommen. Seit dem hat mir kein einziger Korb mehr viel ausgemacht. Die aller meisten Körbe gar nichts mehr. Und das ist das was ich für mich aus diese Story mitnehme:

Was Dich nicht tötet, härtet Dich ab!

Während ich jetzt ans Ende dieses Beitrags komme, stelle ich fest, dass es nicht mehr so schlimm ist wie noch kurz nach dem Treffen. Ich blicke bereits wieder nach vorne.

Sie war erstaunt und überrascht darüber, als ich ihr beruhigend sagte: „Hör mal, es ist alles okay. Du sagst mir, dass Du nicht mehr möchtest als Freundschaft. Und ich sage Dir, dass ich keine Freundschaften zu Frauen habe. Ich werde Dich nun nach Hause fahren und danach werde ich heute Abend Deine Nummer löschen. Das wars, dann werden wir uns nie wieder sehen und alles ist in Ordnung.“

Das hat sie aus der Fassung gebracht. So etwas hätte sie noch nie erlebt, dass jemand das „einfach so“ machen könne. Sie meinte ich wäre sauer. Es wäre doch nicht nötig, dass ich ihre Nummer lösche.
Ich musste schmunzeln, innerlich. Dann erklärte ich ihr, dass ich keinesfalls sauer sei. Für mich ist alles in Ordnung, ich respektiere ihren Wunsch und das macht mir mehr Freude als mich persönlich über die Dinge zu stellen. Dann sagte ich ihr, dass ich sie weiterhin mag. Was auch die Wahrheit ist. Auch wenn man sich nie wieder sehen würde.

Ich verspürte in dem Moment des Abschieds und in den Minuten zuvor einen inneren Frieden mit der Situation. Noch nie in meinem Leben konnte ich Tiefschläge – egal welchen Ausmaßes – derart friedlich akzeptieren wie ich es heute kann. Ich bin unglaublich stolz auf mich selbst. Welch eine Ruhe und Harmonie. Selbst dann wenn mir ein Mensch gegenüber sitzt und mir quasi „lebe wohl“ sagt und dabei weint, bin ich mehr bei diesem Menschen als bei meinem eigenen Ego. Welches Ego denn schon noch. Peace.

Ich bin echt weit gekommen auf dem Weg zu mir selbst, nicht nur, aber vor allem auch durch mein Projekt hier!

Da sie deutlich jünger ist als ich, wusste ich in dem Moment aber auch, dass sie mich nicht würde verstehen können. Warum ich so gefasst sein konnte und so ausgeglichen. Das können selbst die Frauen nicht, die so alt sind wie ich. Was aber auch nicht schlimm ist. Ich bin es ein Leben lang gewöhnt, dass man nicht verstanden wird.

Ich ziehe jedenfalls eine klare Trennlinie. Das finde ich wichtig. Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie eine Freundschaft zu einer Frau und ich werde damit jetzt auch nicht anfangen. Ich bin auf keinem Abstell- oder Warmstellgleis und kein Spielzeug. Man will mich oder man will mich nicht.

Und in dem Fall will man mich nicht. Die wirklichen Gründe versuche ich längst gar nicht mehr zu hinterfragen. Weil mir bewusst ist, dass ich die Wahrheit niemals erfahren werde. An der Stelle danke ich abermals Eckhart Tolle aus tiefem Herzen. Du bist ein guter Mann. Und wie Recht Du hast mit Deiner Sicht der Dinge. Inzwischen ist es auch meine.

Eines ist mir aber auch klar geworden: Jedes Mal, wenn man wieder so ein Ding verpasst bekommt – und genau so fühlt sich das an – wird man tatsächlich härter. Es ist dank Pickup zur Normalität geworden, dass man fast täglich Körbe bekommt. Beim Ansprechen. Beim Date. Oder spätestens nach einem Date. Und es desensibilisiert. Bin ich froh darum, dass das so ist. Man wird unabhängiger vom Ergebnis und vom einzelnen Ereignis. Man lernt sein Ego abzuschalten und Dinge einfach hinzunehmen wie sie sind und sie frei zu akzeptieren.

Und während ich beim Schreiben dieser Zeilen noch etwas geknickt war, klingelte vorhin mein Handy mit einer Nachricht einer anderen Frau: „Lass uns morgen mal telefonieren, ist heute schon etwas spät geworden.“

„Ja“, denke ich mir. Dann geht das Spiel eben weiter.

PS: Das kleine Schokoherz, das ich zuvor für sie gekauft habe, habe ich ihr zum Abschied trotzdem gegeben. Das bin ich.

Ups, welche Blonde war das?

In einem meiner letzten Beiträge habe ich kurz angerissen, dass mir am Wochenende etwas Lustiges passiert ist.

Ich stehe also an der Bar und gleich dahinter ist ein Gang nach unten in Richtung der Toiletten. An mir lief eine blonde Frau vorbei und den Gang hinunter. Das habe ich aus dem Augenwinkel wahrgenommen. Alles was ich in dem flüchtigen kurzen Blick erkennen konnte, war, dass sie relativ attraktiv zu sein schien.

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Da ging sie also hinunter. Tak, tak, tak. Da ich nicht alleine unterwegs war, sagte ich zu meinen beiden Freunden, dass ich sie ansprechen werde, sobald sie wieder hoch kommt.

Ich brachte mich also in Position und dann kam die blonde Schönheit (?) nach kurzer Zeit die Treppen hoch. Tak, tak, tak.
Und ich hab mich auf sie gestürzt, mit einem direkten Kompliment als Gesprächseröffner. Und als sie ihren Kopf hebt und ich ihr in die Augen blicke, merke ich, dass es die FALSCHE Frau ist! Oh nein!

Jetzt haust Du also ein Kompliment an eine Frau heraus, die ein paar Jahre älter ist als Du und gefallen tut sie Dir auch nicht. Oh Junge.

Na gut, dann hab ich schnell gefragt: „Sag mal, haben wir uns hier letzte Woche nicht schon ewig lang unterhalten?“
„Nein, nicht dass ich wüsste.“
Perfekt, dann beendete ich mit: „Oh sorry, tut mir leid. Hab Dich wohl verwechselt.“

Mensch war mir das unangenehm. Nicht ihr gegenüber, sie ist mir ja relativ egal gewesen nach der Erkenntnis in dem Moment. Aber ich hau nicht gerne ein Kompliment an einen Menschen heraus, den ich einfach nur verwechselt habe.

So ist das Pickupper-Leben aber, es hält ständig Überraschungen bereit. Welch in Irrsinn.

Jetzt stellt sich natürlich der geneigte Leser die Frage, was denn mit der ursprünglich auserkorenen Blonden war.
Nun, die kam kurz danach ebenfalls die Treppe hoch stolziert. Tak, tak, tak. Und auch sie hab ich sofort angesprochen. Und sehr schnell gemerkt, dass sie kein Interesse hatte. Für fünf oder sechs Sätze hat es gereicht, dann haben wir das beiderseitig schnell beendet. Und ja, so hübsch war sie dann doch auch nicht. Vielleicht eine 5.

Das erste Mal, wieder eine Referenzerfahrung. Gut so.

Was ist die Quintessenz des Ganzes:
Lass Dich von blonden Frauen nicht zu schnell beeindrucken. Nur weil sie ein paar lange helle Haare hat, hat sie noch lang kein hübsches Gesicht.Und das gilt auch dann, wenn Du die Frauen verwechselst! 😉

 

Meine neue Art „Tschüss“ zu sagen

Wie gestern angekündigt, teile ich heute mal mit, wie ich inzwischen „Tschüss“ sage.

Was meine ich damit, worauf ist es bezogen?

Es geht um diesen Punkt im Laufe eines Erst-Gesprächs, an dem klar wird, dass die Frau sich nicht für mich interessiert.

Das kann ganz konkret sein zu dem Zeitpunkt an dem sie sagt: „Nein, ich möchte mit Dir nicht auf einen Kaffe gehen“ oder „ich geb meine Nummer nicht“

Was auch immer. Es geht aber auch nonverbal, wenn Du die Frau ansprichst und sie ablehnende Körpersprache signalisiert und Dich kaum ansieht und lieber desinteressiert mit ihrer Freundin oder dem Regenwurm auf dem Asphalt spricht.

Ihr versteht was ich meine.

Oft ist es so: Ich spreche eine Frau an, direkt oder indirekt. Sie reagiert mit einem Lächeln und strahlt Freude aus. Sie wird ja in dem Moment überrumpelt. Wann immer Menschen überrumpelt werden, reagieren sie auf Instinkt-Basis. Nicht überlegt. Sie handeln einfach danach was ihnen die Evolution und die Gene mitgegeben haben. Anders ist das, wenn sie Zeit hatten, sich auf ein Ereignis vorzubereiten. In meinem Fall ist es so, dass ich Frauen fast immer überrumple. Halt, stimmt nicht.

Wir müssen unterscheiden.

Bei einem direkten Approach alá „Hey, Du hast einen coolen Style. Wie heißt Du? Ich bin X.“ ist es definitiv so, dass 99% der Frauen überrumpelt sind.

Bei einem indirekten Approach ist das anders, zumindest hat die Frau dabei Zeit sich auf die Gegebenheit einzulassen. Ein ganz indirekter Eröffner wäre zum Beispiel in einem Buchladen „dieses Buch hier, hast Du das schon gelesen?“.

Zur Zeit mische ich beide Varianten regelmäßig, um in Übung zu bleiben.

Bei direkten Eröffnungen weißt Du recht schnell, ob sie „on“ ist oder nicht. Sie lächelt. Sie stellt Dir im besten Fall sogar (Gegen-)Fragen (höchst selten!), sie zeigt Interesse. Das kommt hin und wieder sogar vor. Das ist dann fast ein Sechser im Lotto. Und oft genug passiert es aber, dass nach 5 bis 10 Minuten und aller Effekthascherei ihrerseits dann die Aussage kommt: „Ich hab einen Freund, wir können uns leider nicht treffen.“

Ja danke. Hättest Du auch vorher sagen können. Klau mir doch nicht all meine Zeit. Wenn ich das dann anfangs ein paar Mal gefragt habe, einfach um zu verstehen warum die Frau sich dennoch so viel Zeit für mich nimmt, kommt meistens diese Erklärung, die ich oben auch schon geschildert habe: „Du warst so sympathisch und man kann sich doch trotzdem nett unterhalten.“

Nett unterhalten? Trotzdem? Trotzdem nett unterhalten?
Wozu???

Ich habe genug zu tun. Meine Zeit ist kostbar. Und da vorne die, siehst Du?! Da. Da vorne. Die ist mir gerade entwischt, weil Du mir 5 bis 10 Minuten geklaut hast. Sie da vorne, sie hätte meine Traumfrau sein können.

Dass das bei indirekten Approaches noch öfter der Fall ist, dass ein Gespräch länger dauert, weil ich es langsam aufbaue und sukzessive steigere, ist mir klar. Das ist das „Berufsrisiko“ eines Pickuppers. Damit muss ich leben.

So. Und jetzt kommt der einzige Punkt, den ich maßgeblich beeinflussen kann:

Wann gehe ich aus dem Gespräch raus?

Früher habe ich nach meiner Frage zu einem Treffen und ihrer Antwort im Stil von „Nein, geht leider nicht. Hab einen Freund“ meistens noch 1 oder 2 oder 3 Minuten weiter gesprochen. Damit so ein Gespräch „sozial verträglich“ ausläuft und ein Ende findet.

WOFÜR?

Wofür sozial verträglich sein? Wer sagt schon was sozial ist? Nur weil Gespräche meistens ein nettes „Ich wünsche Dir alles Gute“ und Shake-Hands beeinhalten, heißt das doch nicht, dass ich das auch machen muss.

Es gibt Pickupper, die auf Körbe sauer reagieren. Oft sogar Beleidigungen raus hauen, jedenfalls wenn die Frau etwas arg abweisend reagiert. Habe ich selbst schon gesehen. Das ist nicht meine Art. Das lehne ich ab, das passt nicht in mein Verständnis von Respekt und Achtung anderen Menschen gegenüber. Ich bin immer ein Gentleman. Immer.

Aaaber, seit kurzem mache ich es anders. Ich versuche den Spagat zwischen Gentleman und Zeitoptimierer zu sein.
In dem Moment in dem klar wird, dass das nichts wird zwischen ihr und mir, gibts von mir ein ganz kurzes „Okay, schönen Abend noch!“ und ich drehe mich direkt weg und gehe.

Das mag im ersten Moment „unfreundlich“ erscheinen, besonders wenn man noch mitten in der Konversation ist. Gefühlt „mitten in der Konversation“. Wer sagt denn wann die Mitte ist? Von welcher Konversation eigentlich?
„Hey, ich find Dich süß. Du bist mir da vorne gerade aufgefallen, als Dir Dein Eislöffel heruntergefallen ist.“
Und dann kommt zum Beispiel „Oh, ja. Danke. Aber ich hab einen Freund.“
Ist das eine Konversation? Meinetwegen.
Ich hab es aber hin und wieder (selten!) auch, dass die Frau einfach weiter geht. Ist das eine Konversation? Hm.

Nun, ist auch völlig egal. Ich mache es seit neuestem so, dass ich ihr einen schönen Abend wünsche und mich direkt umdrehe und gehe. So schnell wie der Blitz. Keine weiteren Worte. Wozu denn?

2016-12-14

Es ist doch ganz einfach, früher habe ich ans Ende solche Konversationen meistens noch ungefähr 1 Minute angehängt. Einfach damit es „nett“ zu Ende geht. Machst Du das bei 10 Approaches an einem Tag, dann sind 10 Minuten in der Tonne. In 10 Minuten spreche ich – genügend Frauen vorausgesetzt – 2 bis 3 Frauen an. Und eine davon könnte ein Treffer sein.

„Ja gut, sei doch nicht so. Das ist aber schon ein bisschen grob.“ Könntest Du Dir jetzt denken. Oder?
Finde ich aber nicht. Wer ist denn hier „schon so“. Meistens hat die Frau auch keinen Freund, sondern sie ist einfach an sich schon nicht angetan von mir. Der wahre Grund wird auch immer verborgen bleiben und spielt auch überhaut keine Rolle. Es bringt mich nicht weiter irgendwelche Gründe für irgendwas zu erfahren. Und deshalb beschäftige ich mich damit auch nicht. Was bringt mir das vermeintlich (!!!) sichere Wissen, warum sie nun „nein“ gesagt hat. Wichtig für wen? Für mein Ego?

Welches Ego denn noch?!

Aber nun zurück zur Frage, ob das nun grob ist oder nicht. Lasst es mich so sagen:

Stell Dir vor, dass Du noch 10 Minuten zu leben hast. Die letzten 10 Minuten Deines Lebens. Und Du hast ein aller letztes mal die Gelegenheit alles zu tun und zu lassen was du möchtest. Wie würdest Du die 10 Minuten nutzen wollen?

Wirklich derart, dass Du 10 wildfremden Frauen jeweils 1 Minute „nett tschüss“ sagst? Sicher???

Nie im Leben. Im wahrsten Sinne des Wortes!

Warum also sollen die 10 Minuten JETZT nicht so wichtig sein wie die 10 Minuten AM ENDE Deines Lebens? Stell Dir bitte die Frage!

10 Minuten sind 10 Minuten.

Und deshalb lautet mein Fazit nur weiterhin und mehr denn je zuvor: „Mach aus Deinem Leben was Du möchtest. Verschwende es nicht. Sei da für die Menschen, für die auch Du wichtig bist!“

Du hast Mut bewiesen ohne Ende. Du hast sie angesprochen. Sie weiß es aber offensichtlich nicht zu schätzen. Kein Problem. Also gehe ich. Wertfrei. Aber zeitoptimiert.

Nimm Deine Zeit ernst und wichtig.

Und zwar JETZT, genauso wie AM ENDE! Amen.

Viele Sets und nix blieb hängen

Gestern ging ich mal wieder ins Bargame, mit einem Kumpel.

Ich war gut drauf und hab eröffnet was das Zeug hält. Jede Frau über 5 hab ich in ein Gespräch gezogen. Das Ergebnis nehme ich vorweg, es ging 7 oder 8 zu 0 aus. Genau mit geschrieben hab ich irgendwann nicht mehr, zu beliebig verlief der Abend.

Und es war gut! Ich war danach gut drauf und bin es noch immer. Es gab Action und ich hab jede Aktion gestartet, die ich starten wollte. Nur das zählt. Es ging in die Schlacht und ich hab jeden Kampf angenommen. Zuletzt bin ich selten am Abend mit einem zu 0 nach Hause gefahren. Gestern war es so weit.

Aber was echt lustig war:

Ich komme mit meinem Kumpel in die Bar. Es ist laute Musik, wir blicken uns um. Ich fühle mich inzwischen in solchen Locations wohl, oder zumindest wohler als früher. Und dann sehe ich ein paar Meter entfernt zwei Mädls tanzen. Eine Blonde und eine Braunhaarige. Die Eine sah von der Ferne schon mega hässlich aus. Und die Blonde sah zu mir rüber und lächelte mich an. Ich konnte im Getümmel noch nicht sofort erkennen wie „hübsch“ sie ist. Puh. Jedenfalls hab ich den Blickkontakt aufgenommen und erwidert. Das ist dann dieses Knistern. Auch wenn sie mir nicht gefällt. Darum geht es mir dann gar nicht. Es geht darum selbst zu wachsen und die (sexuelle) Spannung auszuhalten. Nichts anderes ist das, wenn ein Mann und eine Frau sich anlächeln und anschauen. Es geht um Spannung.

Und dann ist die Frage wann Du weg siehst und ob Du der Erste bist der weg sieht. Nein, bin ich nicht. Sicher nicht (mehr). Jedenfalls hab ich meinem Kumpel dann gesagt, dass da zwei Mädls sind und die Eine mich ständig ansieht. Für ihn ist das dann wohl mega-neu und super krass. Weil er mit Pickuppen nichts zu tun hat. Aber er ist seit kurzem Single und deshalb gehen wir nun zusammen weg, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt. Nebenbei erzähle ich ihm was ich so mache und nehme ihn bewusst in alle Sets mit. Er kann sich abschauen was ich tue und sich das raus ziehen was er braucht, man könnte es auch Coaching nennen. Wobei er sich nicht aktiv in der Rolle sieht trainiert zu werden. Er hört mehr oder weniger zu. Eher weniger. Und dann macht er oder er macht nicht. Was für mich völlig in Ordnung ist. Er ist deutlich jünger als ich. Aber wäre ich in seinem Alter damals trainiert worden, dann wäre ich heute Lichtjahre weiter als ich seit meinem Beginn mit Pickup sowieso schon gekommen bin. Mein Leben wäre anders verlaufen, ganz ganz anders. Manches überblickt man im ganz jungen Alter aber auch einfach noch nicht. Und dann ist die Welt noch schnell und laut. Dabei liegt in der Ruhe die Kraft.

Ich gebe dennoch, ohne zu nehmen. Mir hat Pickup niemand aktiv gezeigt. Ich bin selbst darauf gekommen. Das ist noch immer der gesündeste Weg im Leben. Auf etwas selbst zu kommen, ohne Lehrer. Sei Dein eigener.

Wie ging das Ding weiter?
Nun, er wollte, dass wir unbedingt zu den zwei Mädls gehen. Ich sagte ihm: „Langsam. Der Blickkontakt ist da. Lass mich die Spannung etwas aufbauen. Es soll erst mal knistern.“ Blickkontakt mit einer Frau im Club oder in einer Bar ist selten, zumindest insofern, dass er erwidert wird. Geht mir jedenfalls so, aber ich leg auch keinen großen Wert darauf. Ich eröffne die Gespräche lieber als lange danach zu suchen ob eine Frau sich auch mal erbarmt zu schauen. Von ihrem hohen Tron aus, versteht sich. 😉

Ich bin auf keinen Blick angewiesen, ich hol die Frau da ab wo sie gerade ist. Und wenn sie mitten im Gespräch mit jemand anderem vertieft ist, dann ist das für mich auch in Ordnung. Raus da, jetzt komm ich. Wenn man Menschen etwas Gutes tun will, dann soll man es tun. Und das was ich mache ist definitiv gut. Für sie wahrscheinlich mehr als für mich, zumindest wenn sie sich auf mich einlässt. Ich bin von mir überzeugt. Und das ist etwas, das viele Männer heute wohl nicht mehr haben. Selbstüberzeugung. Emanzipation „sei Dank“. Die Frau ist alles, der Mann nichts. Eine auf dem Thron, der Andere unten. Ich mache bei diesem Gender-Mainstream-Quatsch nicht mit. Da empfehle ich übrigens gerne die Bücher von Eva Hermann. Aber das ist ein anderes Thema.

Gut, dann sag ich also zu ihm: „Okay, lass uns durch den Club gehen. Aber ich zeig Dir was. Wenn wir jetzt an ihr vorbei laufen, dann kneife ich sie in den Bauch oder in den Arm. Wir gehen aber einfach weiter, schön langsam.“

Er lachte nur.

Und einige Meter weiter sagte er dann zu mir: „Sie fand es lustig. Und hat gelacht.“

Ich weiß. Natürlich. Wie kann es auch anders sein.

Durch das vorbei Laufen und zeige ich, dass ich nicht abhängig bin. Weder von ihr, noch von sonst wem. Und dass ich jemand bin, der sich nimmt was er will. Das ist nicht gespielt. Inzwischen ist es Realität geworden, meine Realität.

Ich sagte ihm: „Pass auf, ich finde die Beiden potthässlich. Gefällt Dir Eine?“

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„Ja, die Blonde.“

„Ja gut, dann gehen wir da jetzt rein ins Set. Ich nehm die Braune, lenk sie ab und Du laberst mit der Blonden.“ Ganz einfach. Natürlich war er schüchtern und zurückhaltend. Aber schüchtern gewinnt nicht, also rede ich nicht lange rum, sondern nehme ihn einfach mit und eröffne das Gespräch.

Später erzählt mir die Blonde: „Ich hab Dich am Anfang schon gesehen.“

Ich: „Weiß ich, ich Dich auch. Und Du hast mich fast aufgefressen mit Deinen Augen.“

Sie: „Ja Du bist mir aufgefallen, weil Du hübsch bist.“

Oh, holla. Direktes Kompliment einer Frau. Selten so etwas. Das kenne ich sonst nur aus Beziehungen. Aber nicht aus einem ersten Gespräch. Danke.

Das Ende vom Lied: Die Braunhaare war ein ziemliches Monster, hat meinen Kumpel im Gespräch mit der Blonden ständig gestört. Aber sie konnte ihn nicht aufhalten. Die beiden haben zusammen getanzt und sich später auch noch geküsst. Und Nummern getauscht.

Ich bleibe dabei: Beide Mädls ultra hässlich. Aber er hatte seinen Spaß. Und das freut mich. Und um nichts Anderes geht es im Leben. Spaß zu haben und Spaß zu bereiten.

Und nebenbei hab ich den ganzen Abend approached was das Zeug hält. Bis sich die Balken biegen. Und viele Abfuhren, aber fast alle charmant, bekommen. Passt.

Später bin ich noch in ein Lokal gegangen. Da saßen zwei Mädls aus der Schweiz. Es war ein relativ langes Gespräch. Und als sie mir sagten, dass sie einen Freund haben, erzählte ich ihnen von meinem Blog. Es hat einfach gepasst. Das mache ich normal nie. Aber ich fand beide Mädls einfach sehr nett. Wir unterhielten uns über Beziehungen und über das Kennenlernen. Und Alexandra sagte mir, dass sie mir hier eine Nachricht hinterlassen wird. Liebe Grüße an der Stelle. Es war nett mit Euch beiden.
Aber es ist wie immer im Pickup: Am Ende gehe ich – trotz Deinem Versprechen hier rein zu schauen und einen Kommentar zu hinterlassen – nicht davon aus, dass Du es auch tust. Das ist Pickup. 😉

60.000 gegen 6

Gestern war ich Daygamen. Mal wieder. Wie in letzter Zeit wieder vermehrt. Es kam zu kurz über die letzten Wochen, wie ich hier schon zugegeben habe. Nur von nichts kommt eben auch nichts, daher liegt der Fokus jetzt erst mal wieder mehr darauf mehr Frauen anzusprechen und letztlich auch mehr Dates zu generieren.

Gestern war ich einigermaßen fleißig, ich glaube es ging 8 zu 1 aus, wenn ich richtig gezählt habe.

Ein interessantes kurzes Gespräch mit zwei Frauen (eher Mädls als Frauen!) war dabei, es gab zwar einen Korb von der Älteren, aber es waren zwei Bloggerinnen. Die Eine erzählte mir, dass sie über 60.000 Follower hätteund die Andere erzählte, dass sie knapp 5.000 hätte. Ja da bin ich mit meinen 6 Followern weit weg. 60.000 gegen meine 6. Das erinnert mich an den Film „Mein Name ist Nobody“ mit Henry Fonda. „Jack Beauregard“ gegen „Die wilde Horde“. Ich weiß nicht genau warum ich an diesen Film denken muss. Aber es ist so, ist aber auch echt komisch, die eine Szene darin. Die älteren Semester werden sich an diesen Film erinnern. Ich hab die Szene noch im Kopf und hier auch das Youtube Video dazu… falls ihr an meinen Gedanken teilhaben wollt. 🙂

 

Ich hab ihnen erzählt was ich so mache, dass ich nur da bin um meine Traumfrau kennen zu lernen und dass ich auch einen Blog habe. Im Gegensatz zu ihnen aber nicht um kostenlose Werbeprodukte abzukassieren, sondern um meine Mitmenschen an meiner kleinen Reise teilhaben zu lassen. Natürlich hab ich die beiden jungen verzogenen Mädls so neugierig gemacht, dass sie unbedingt wissen wollten was für einen Blog ich habe. Und natürlich habe ich es nicht gesagt. Wozu auch. Ich brauche keine Anerkennung für das was ich hier tue.

Ginge es mir hier um Klickzahlen, dann wäre das ein leichtes Spiel gewesen. Ich hätte sie bitten können per Link auf meinen Blog für etwas Bekanntheit zu sorgen. 60.000 Follower sind doch schon eine Menge. Sie war aber auch echt hübsch, die Kleine. Klar stehen da die ganzen Teeny Mädls und auch alle Jungs drauf, wenn so ein Kätzchen die Haare schön hat. Ja, mein Typ war sie gar nicht. Darum hab ich ihre Freundin angesprochen, die sicherlich weniger attraktiv war. Aber sympathischer wirkte. Im Nachgang muss ich sagen: Waren sie beide nicht, sympathisch. Aber arrogant. Sie seien gerade unterwegs zu einem Event. Ein – tut mir leid ich hab mir diesen Quatsch gar nicht gemerkt – Event. Jedenfalls gäbe es dort Champagner für sie. Ach wie schön. Ich hab zu Hause Leitungswasser. Das mag ich lieber.

Lustig fand ich dann nur wie es um das Thema Tinder ging. Die ältere der Beiden erzählte mir, dass man heute ja über Tinder seine Partner kennen lernen kann. Oder über Facebook. Ich lehne das ab, weil es unpersönlich ist. Das hab ich ihr so auch erklärt. Es ist nichts für mich, ich will der Frau in die Augen sehen können. Und ich hab ihr erklärt, dass das heute kein Mann mehr kann. Ich sagte ihr: „Zeig mir einen Typen, ich sprech ihn an, dann fragen wir ihn ob er Tinder hat. Und dann fragen wir ihn, ob er einfach so irgend ein Mädchen anquatschen würde, um ihr zu sagen, dass er sie attraktiv findet.“

Ich habe gesagt, dass unsere Generation es komplett verlernt hat miteinander zu sprechen. Und Mut hat kaum mehr ein Mann. Das war alles. Das war meine Live-Antwort auf die Aussage: „Heute macht man das über Tinder.“ Man(n) vielleicht ja. Ich aber nicht.

Die eine der beiden Mädls zeigte auf einen Jungen und meinte, dass der so aussehe als benutzer er Tinder. Den solle ich ansprechen. Ja gut, gesagt – getan. Es hat kurzzeitig für Erstaunen gesorgt, dass ich das getan habe. Einfach so.

EINFACH SO? OH MEIN GOTT. Ich hab es getan. Einfach so! Einfach so einen Menschen angesprochen. Ganz ohne Tinder und ohne Facebook?! Wie kann ich nur?! 😉

Leider hatte keiner der Jungs, die ich extra angesprochen habe, Tinder. Insofern war das kurze Social-Experiment auch wieder beendet. Ich wurde dann zwar von den beiden Mädls gefragt ob ich Psychologe sei, so wie ich rede und wirke, aber nein, das bin ich nicht. Mir ist nur mittlerweile alles egal. Kein Ego mehr. Ich quatsche alles an, jeden, überall, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Weil es keine Rolle mehr spielt.

Ich bin frei.

Fortsetzung folgt… vielleicht…

Gestern gab es einen langen Artikel über meine Erfahrungen meines Dates vom Vortag.

Dabei hab ich mich in erster Linie darüber gefreut, dass nach etlichen Date-Absagen endlich wieder mal eine Frau dabei war, die ein Date mit mir nicht abgesagt hat. Dieses Zwischenziel wollte ich erfüllen. Es muss ja schließlich jede Durststrecke auch mal zu Ende gehen. Es kann unmöglich alles ewig weiter laufen. Und das Zwischenziel habe ich erreicht. Ich habe mich – zugegeben mit relativ geringem Aufwand in den letzten Wochen (= viel zu wenige angesprochene Frauen) – wieder etwas zurück gekämpft auf meinen Weg zur Traumfrau meines Lebens.

Und das Date lief an sich gut. Wir haben vereinbart, dass wir uns nächste Woche wieder sehen würden. Und dass ich eine Thermomix-Vorstellung bekomme. Zu Hause bei mir. Da sie sich wohl ganz gut mit dem Gerät auskennt.
(Es fällt einer Frau immer wesentlich leichter wenn man ihr einen „Grund“ dafür gibt warum sie mit nach Hause kommen soll bzw. warum man sie besucht – Frauen sagen dann wesentlich einfacher zu als auf die Plumpe Frage: „Magst Du zu mir kommen?“)

Mein Artikel gestern endete mit den Worten:
„Fortsetzung folgt… vielleicht…“

Heute kann ich schon mehr dazu sagen:
„Fortsetzung folgt… nicht nur vielleicht… sondern sicher nicht…“

Denn gestern Früh kam noch eine Nachricht von ihr.
Guten Morgen. Ein Link zu einem Youtube Video. Ein Thermomix Rezept.
Fertig.

Eigentlich alles ganz nett und okay. Nicht voller Euphorie. Aber nett.

Und natürlich gab es von mir eine nette Rückantwort. Warum auch nicht. Ich bin einfach ich. Und dann… am Abend kam die Nachricht.

Sinngemäß: „Lieber X, es war gestern ein netter Abend. Aber ich kann mich noch nicht auf jemand Neues einlassen. Du möchtest ja keine Freundschaft. Du scheinst ein toller Mensch zu sein und da hast Du jemanden verdient, bei dem mehr zurück kommt als von mir. Lieben Gruß, X.“

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Ja. Läuft bei Dir.
Würde ich auch so machen. Mich zu einem Date treffen, um dann im Anschluss zu sagen, dass man sich nicht mehr sehen kann, weil ich mit dem Herzen noch woanders bin. Klar. Immerhin hat sie überhaupt so „ehrlich“ (? weiß man nie!) geschrieben. Sagen wir es so: Sie hat überhaupt geschrieben. Das kann man ihr positiv anrechnen.

Aber Achtung – Quizfrage: Warum dann überhaupt ein erstes Date?
Es gibt da für mich nur eine Erklärung. Ein bisschen Aufmerksamkeit erhaschen. Den eigenen Marktwert checken. „Ach ja. Andere Männer finden mich noch toll. Reicht mir.“

Wisst ihr, liebe Frauen (nur bezogen auf die, die mir bisher begegnet sind), Menschen sind keine Spielzeuge. Man leiht sie sich nicht aus. Sie sind nicht dazu da sie auszupressen bis zum letzten Tropfen und dann mit einem Kick in den nächsten Mülleimer zu befördern. Ich habe mich – bevor ich in dieses Single-Dasein gekommen bin – völlig aufgeopfert. Vollkommen alles investiert was mir zur Verfügung stand. Mental und körperlich. Und ich bin nicht nur einmal daran völlig zerbrochen. Am Ende stand ich zwar mit leeren Händen da. Aber ich werde mich nicht ändern. Ich werde weiter machen wie ich bin. Aufopferungsvoll und gütig sein.

Letztens hab ich mit einer guten Bekannten telefoniert. Sie sagte zu mir: „Du möchtest doch nicht, dass man Deinen Blog liest und das Gefühl bekommt Mitleid mit Dir haben zu müssen.“
Nein. Da hast Du Recht. Mitleid möchte ich nicht. Sicher nicht. Brauche ich auch nicht. Wozu denn auch. Jammern tun doch alle. Immer. Ohne etwas zu ändern. Ich jammere manchmal hier vielleicht. Manchmal auch oft. Mag sein. Aber jeden Tag, jeden einzelnen neuen Tag, tue ich etwas dafür, dass es besser wird. Ich arbeite an mir und ich arbeite an der Welt.

Man könnte aber den Eindruck gewinnen, das gebe ich zu. Danke Dir für den Hinweis. Ich schreibe ja sehr oft darüber, dass mich manches auch einfach nervt, was passiert und wie mit einem umgegangen wird. Aber es geht mir nicht um Mitleid. Wirklich nicht, liebe Leser. Das mag ich gerne deutlich sagen. Es geht mir bei alledem um zwei wesentliche Dinge:

  1. Meine eigenen Erlebnisse niederschreiben und verarbeiten. Ich für mich. Nur für mich. Allein für mich. Niederschreiben um zu verarbeiten. Das kann ich damit wirklich gut. Ich schreib es mir von der Seele. Und werde dann so manches, das mich bedrückt oder beschäftigt, einfach los. Ich packe damit Erlebnisse in Wolken und schicke sie weg. Und hier in dem Projekt gibt es verdammt viele Erlebnisse. Es ist ein Himmel voller Wolken, muss ich feststellen. Meistens Regenwolken. Mit Blitz und Donner. Zwischendurch gibt es aber auch Sonnenstrahlen. Und irgendwann wird sich der bewölkte Himmel lichten. Und dann hab ich meinen Weg nicht nur gefunden, sondern bin ihn komplett gegangen. Und angekommen. Und wenn ich niemals ankommen sollte, aber ich werde diesen Weg beibehalten. Mit purem Willen und Glauben an mich selbst. Nicht mit Willen und Glauben an Andere. Sondern an mich selbst. Nur ich bin für mich selbst verantwortlich. Und deshalb schreibe ich in erster Linie auch für mich.
  2. Euch, liebe Leser, teilhaben lassen. Teilhaben an meinen Erlebnissen. An all den Kuriositäten und Dreistigkeiten. An den bitteren Momenten. Aber auch besonders an den triumphalen Momenten. An den Situationen, die mich im Leben massiv voran schieben. Die mich als Seelenwesen weiter bringen. Und ich will Euch an meinem Schicksal teilhaben lassen. Nicht aus Sensationsgier. Oder weil ich eine voyeuristische Ader hätte, im Gegenteil. Ich lege im „echten“ Leben unglaublich viel Wert auf Privatsphäre. Datenschutz. Bargeld statt Buchgeld. Nutzung eines VPN statt surfen ohne Schutz. Verschlüsselung meiner Daten. Usw. Und zu guter letzt… im Büro rede ich gar nicht über mein Privatleben. Facebook nutze ich nicht. Ich treffe mich lieber als zu telefonieren. Und ansonsten telefoniere ich zumindest noch lieber als zu chatten. Nichts ist mir wichtiger als ein vertrauensvolles Gespräch zu zweit.
    Das alles mache ich, weil ich mir neben meinem Hauptgrund auch wünsche, dass es den einen oder anderen Leser mindestens unterhält. Und den einen oder anderen Leser vielleicht sogar mehr als nur unterhält. Nämlich inspiriert. Oder amüsiert. Ich will etwas geben. Ich bekomme nämlich in den vielen Ereignissen auch gute Dinge entgegen gebracht von all den Menschen, die mir auf meinem Weg begegnen. Diese positiven Dinge sind sicher nicht so häufig. Aber sie existieren. Ich lege meinen Fokus auf das Wahrnehmen dieser positiven Ereignisse. Für all die negativen Erlebnissen könnte man sich täglich dazu entscheiden mit diesem Projekt aufzuhören. Wirklich. Es kostet unglaublich viele Nerven und Mut ständig weiter zu machen. Jedes mal hinfallen. Jedes mal aufstehen. Mein Wille ist inzwischen Stärker als mein innerer Schweinehund. Und ich lasse mich nicht mehr von anderen Menschen von meinem Weg abbringen. Nie wieder. Mein Weg steht fest. Und wenn ich bis zum letzten Atemzug hier weiter mache. Ich bin bereit. Ich nehme jeden Korb. Ich nehme jede Demütigung. Ich nehme jede Absage und jede Verarschung hin. Jedes Gespiele und jede Aufmerksamkeitsdefizit-Tussi. Ich nehme das alles mit. Aber weiß das Universum… irgendwann komme ich an!
    Und ich will nicht nur aussaugen. Ich bin kein Staubsauger. Und auch keine Fledermaus. Keine Malaria übertragende Stechmücke. Auch wenn ich ständig das Gefühl bekomme, dass ich fast nur noch von solchen Lebewesen umgeben bin. Echten Menschen begegne ich kaum mehr.

Dabei ist das mein einziger Wunsch… einfach einem Menschen begegnen. Einer Menschin, genauer gesagt. Genau da liegt aber der Hase im Pfeffer. Ich glaube, dass das unglaublich schwer geworden ist. Einen Menschen zu finden. Nicht „den Passenden“ oder „die Passende“. Ich rede nicht von passend. Sondern schlicht weg davon überhaupt mal einen Menschen zu finden. Menschsein. Mensch. Nicht ein Lebewesen auf zwei Beinen ohne Herz und ohne Empathie. Und meist auch ohne Verstand. Sondern einfach einer Menschin.

Da fällt mir ein Zitat eines großartigen Menschen ein, dessen Vorträge ich mir immer gerne anschaue. Er sagt ja:
„Das Problem ist nicht, dass die Maschinen immer mehr wie wir Menschen werden. Das Problem ist, dass wir Menschen immer mehr wie Maschinen werden.“
Wie unglaublich wahr das ist. Ich bin anders!

Von Kumpeln, die weniger sind als das

Freitag hatte ich angekündigt, dass es heute einen Rückblick auf das Wochenende geben wird.

Starten wir mit Freitag Nacht. Da ich sehr müde war, bin ich Freitag auch nicht um die Häuser gezogen. Ich war nach der Arbeit noch etwas draußen unterwegs, hab etwas gegessen. Aber das war es dann auch schon.

Und ich hatte Freitag vereinbart, dass ich mich am nächsten Tag – Samstag – mit einem Kumpel zum Daygamen treffen würde. Wenn er nicht absagt.
Er hat abgesagt. Wie die Frauen. 1 oder 2 Stunden vorher. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht längst damit vorher schon gerechnet hätte. Inzwischen weiß ich, dass Menschen nicht verlässlich sind. Die meisten nicht. Auf manche Kumpel kann man pfeifen, sie sind für mich etwas mehr wert als das kleine bisschen Schwarze, was man manchmal an handwerklichen Tagen unter den Fingernägeln hat. Kumpel kommen ein paar Millimeter vor Fremden (vgl. meinen damaligen Artikel Kumpel oder Freund). Dann kommt lange nichts. Und dann kommen meine Freunde. Zum Glück habe ich davon nur ein paar. Das reicht.

Natürlich war ich ihm nicht böse, denn ich hatte damit gerechnet. „Es ist immer irgendwas“ (vgl. meinen ständig gültigen Beitrag Philosophischer Sonntag – Es ist immer irgendwas). Es ist nur ein Kumpel. Also kann er jederzeit absagen. Und für mich war klar, dass ich mich dann trotzdem auf die Socken mache zum Approachen. Ich hatte mir 10 vorgenommen. 10 Körbe wollte ich haben. Da ich aber etwas geschludert habe und erst recht spät aus dem Haus bin, wurde es sehr früh dunkel. Und im Dunkeln approache ich nicht gerne, weil die Frauen dann Paranoia bekommen und völlig unzugänglich werden. Für gewöhnlich. Außer man ist in Passagen unterwegs, hab ich letztens schon mal geschrieben. Denn da ist es hell.
Nun gut, gestartet habe ich mit einem 1 zu 0. Yes. Ein Korb für mich. Danke. Und beendet habe ich den Tag mit einem 2 zu 1. Yes. Kein Korb für mich. Ich hab sie in einem Kaufhaus entdeckt. Etwas unscheinbar. Viele würden wahrscheinlich sagen, dass sie nicht gerade etwas Besonderes ist. Für mich schon. Sie sah unglaublich natürlich aus. Ein Mensch. Das mag ich.
Und zu meiner großen Freude ist sie keine Deutsche. Endlich mal. Endlich mal etwas Ausländisches. In diesem Fall Osteuropa. Ausländische Frauen waren bisher kaum zugänglich, die sind nach meiner bisherigen Erfahrung oft extrem verschlossen, wenn es „ernst“ wurde. Endlich mal etwas Neues. Deutsche Frauen sind für mich wie der Gin. Mal mit und mal ohne Tonic. Immer Gin Tonic geht auch nicht. Besonders wenn ich für gewöhnlich keinen Alkohol trinke. Endlich mal was Neues. Anderer Charakter, andere Art, andere Art zu sprechen. Ich mag es, wenn Frauen einen leichten Akzent haben. Das macht menschlich.

Wir hatten Spaß. Wir haben gelacht und uns amüsiert. Und wir haben Nummern getauscht. Bisher gingen zwei Nachrichten hin und her. Nichts Weltbewegendes. Sie stellte aber von Anfang an im Gespräch viele Fragen. Auch später in ihren Nachrichten. Und sie ist und war sehr aufmerksam.
Du magst nicht die auffälligsten Klamotten an gehabt haben. Du magst nicht die unglaublichste Schminke aufgetragen haben. Du magst nicht die teuerste Kleidung getragen haben. Aber Du hattest in dem Moment Deinen Stil. Vor allem in Deiner Ausstrahlung. Und auch wenn ich zwei mal überlegen musste, ob ich Dich anspreche oder nicht… Du hattest etwas an Dir, das mich dazu bewogen hat es zu tun.

Längst habe ich kein Problem mehr mit dem Ansprechen. Es geht nie darum ob. Es geht nur noch darum wie. Spontanität trainieren muss ich auch nicht mehr extra. Es läuft nebenbei. Zwei mal bin ich hin und her gelaufen und hab sie mir angesehen. Irgendwie hab ich abgewogen. Zu schlicht war ihre Kleidung, als dass ich sie aber nicht alleine dafür ansprechen müsste. Das Gegenteil einer versnobten Ziege. Mäh.

Du bist natürlich. Du lächselst. Du hörst zu. Du bist klug. Du hast Charme und Ausstrahlung. Du bist dezent und zurückhaltend. Du hast einfühlungsvermögen und bist dennoch neugierig.

Ich find Dich süß.

The Story continues… maybe. Or maybe not. Who knows.

Am Abend wollte ich dann eigentlich in einen Club gehen. Ein anderer Kumpel hatte ich mich gefragt. Ein Kumpel, der mich schon 5 mal gefragt hat, ob ich etwas mit ihm mache. Und die ersten drei mal hab ich zugesagt und gewartet bzw. mich nach ihm gerichtet. Die letzten beiden „Dates“ nicht mehr, da hab ich zugesagt, in dem – fast – sicheren Wissen, dass er Dank seiner unglaublichen heißen-Luft-durch-die-Gegend-Pusterei sowieso nicht am Treffpunkt erscheinen wird.
Und bin meinerseits auch gar nicht mit der Absicht mich wirklich mit ihm zu treffen auf seine Vorschläge eingegangen. Das ist aber lustig. Man schreibt sich über ein paar Stunden verteilt, dass man sich trifft. Wann und wo. Und beide sagen einander zu. Und je näher der Termin rückt, desto sicherer kann ich auf mein Handy schauen, um zu warten wann seine Ausreden kommen. Oder auch mal gar keine und er taucht „einfach so“ nicht auf. Deswegen sage ich bei seinen Vorschlägen inzwischen immer direkt zu. Und mache stattdessen etwas Anderes. So wie Samstag, da hab ich einen Familienbesuch abgehalten. Das ist mir allemale mehr wert, viel mehr. 🙂
So etwas nennt man Kumpelschaft. Keine Freundschaft. Beide tun so, als wenn sie einander mögen würden.

Das Leben ist lustig.

Und als es spät wurde, dann bin ich nach Hause gefahren und hab auf dem Weg einen – Achtung (!) – Freund angerufen. Und spontan ausgemacht, dass wir gleich Fifa 17 spielen. Ja, auch ich spiele Playstation. Ein bisschen Kind darf man sein und bleiben. Und Fifa 17 ist aus meiner Sicht das Beste Fifa aller Zeiten. Der Vorgänger war hingegen vielleicht das Schlechteste aller Zeiten. Zeiten ändern sich. Zum Glück.

2016-11-29

Deshalb bleiben Kumpels Kumpels.
Und manche Freunde sind für mich wie meine Brüder. Gell Jung! 😉

PS: Natürlich rechne ich nicht damit, dass wir uns treffen. Das Mädchen und ich. Auch wenn sie von sich aus einen Besuch des Weihnachtsmarktes vorgeschlagen hat. Warum erwähne ich das hier extra? 🙂
Damit niemand meint, dass es mich treffen würde, wenn sie absagt.
Inzwischen bin ich es gewöhnt. Nach sechs Absagen in Folge, von sechs Frauen. Und nun auch noch die Absage eines Kumpels am Samstag zum Daygamen. Im Moment sagt alles ab was zwei Beine hat. Warum sagt mir eigentlich nicht mein Chef für die Woche ab… dann könnte ich wenigstens zu Hause bleiben. Wenn schon alle absagen, dann könnten es wenigstens mal „die Richtigen“ tun.

Und witzigerweise ist mir momentan dennoch nicht langweilig. Es gibt so unendlich viel zu tun und langsam sprießen meine Ideen wieder. Wie früher, vor Jahren. Da wusste ich gar nicht was ich zuerst machen sollte. Da hatte ich immer auf alles Lust. Jetzt ist es fast wieder genauso.

Mit dem Schiff in die Wüste

Gestern kündigte ich an, dass ich darüber schreibe wie es ist mit dem Schiff in die Wüste zu fahren. Und dort im Sand festzustecken.

Was meine ich damit?

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Mein letztes Date mit einer „neuen“ Frau ist lange her. Es war im September. Das sind inzwischen über zwei Monate. Wie kann das sein? Man muss das für sich auch unbedingt mal analysieren. Das will ich hier versuchen.

In der Anfangsphase meines Projektes war ich fast täglich nach der Arbeit draußen unterwegs. Mein einziges Ziel war es Kontakte zu knüpfen. Menschen kennen zu lernen. Auf Gedeih und Verderb. Und es gelang. Ich betrieb zu dem Zeitpunkt fast ausschließlich Daygame und war in der Stadt unterwegs. Dort sprach ich Frauen hauptsächlich auf der Straße an, einfach weil es da am meisten Frauen gibt. Sie laufen einfach an einem vorbei. Da muss man nur hoch picken. Pick up. Ah, schlechter Wortwitz. Jedenfalls ist das wesentlich einfacher und angenehmer als aktiv nach einer hübschen Frau zu suchen. Man kann in Buchläden gehen, man kann in Cafes gehen und man kann auch in der Bahn nach Frauen Ausschau halten. Das mache ich alles auch, aber der höchste Durchsatz an Frauen befindet sich einfach auf der Straße, in Fußgängerzonen und in Einkaufspassagen.

Da geht das alles sehr schnell. Da geht das alles sehr direkt und ohne großes bla bla hast Du eine klare Aussage. Sie will Dich wieder sehen oder eben nicht. Ich hatte mir in der Anfangsphase meiner Pickup-Karriere viele viele Telefonnummern geholt. Die Quote in dieser Art des direkten Spiels lag vielleicht bei 8 zu 1. Du sprichst 8 an und bekommst von einer dann die Nummer. Natürlich war die Flake-Quote hoch. Vielleicht kommt nur mit jeder dritten oder vierten Frau ein Date zustande. Aber sie kamen zustande. Ich hatte verdammt viele Dates in verdammt kurzer Zeit.

Darüber werde ich im Jahresrückblick einen Artikel machen. Mit meiner persönlichen Statistik.

Aus den meisten Dates ist nichts geworden, außer ein bisschen was trinken und ein bisschen was gemeinsam essen. Man könnte sich da drüber ärgern, aber das Gegenteil tue ich. Jede noch so kleine Date-Chance habe ich angenommen. Um zu lernen. Mich weiter zu entwickeln. Ich wusste und mir war klar, dass ich nicht in einer oder in zwei Monaten meine Traumfrau finden würde. Das wäre wie ein 6er im Lotto. Und Lotto spiele ich nicht. Aus Prinzip.

Es ging viel mehr darum persönlich zu wachsen und zu reifen. In die Lage zu kommen jede Frau jederzeit ansprechen und kennen lernen zu können.

Ich behaupte, dass ich diesen Punkt inzwischen erreicht habe. Jede Frau jederzeit ansprechen zu können. Auch in großen Gruppen. Es ist mir inzwischen egal. Es macht mir nichts mehr draus. Ich gehe einfach hin, eröffne meistens situativ und komme oft genug in ein (gutes) Gespräch.

Und jetzt kommt der entscheidende erste Unterschied zu vorher: Ich eröffne inzwischen meistens situativ. Nicht mehr direkt alá „hey, ich find Dich attraktiv, Du bist mir aufgefallen…“ Es geht jetzt wesentlich subtiler zu. Und das bedingt natürlich, dass die Gespräche länger werden. Bei einem direkten Approach bekommst Du sofort eine klare Aussage. Bei den situativen Gesprächseröffnungen bist Du teilweise lange im Dialog, bis sie dann irgendwann checkt worum es geht und dann erst bekommst Du eine Quittung. Das kostet Zeit. Nette Konversationen. Mehr nicht.

Apropos „nett“:
Im Job ist die Bezeichnung „also nett ist der schon“ nichts anderes als eine Übersetzung von „das ist eine totale Pfeife, aber nett ist er“.
„Nett“ kommt da direkt nach „Vollidiot“. Denkt mal drüber nach. Ist so. 😉

Jedenfalls ist der Unterschied zu früher (gerade mal 3 oder 4 Monate her?!) eben genau, dass ich nicht mehr so oft direkt eröffne. Und vor allem auch nicht mehr so aktiv approachen gehe. Ich nehme allerlei Gespräche auf dem Weg zur Arbeit oder im Supermarkt gerne an, es passiert inzwischen nebenbei. Aber nicht mehr so regelmäßig, um nicht zu sagen fast gar nicht mehr. Die letzten 6 Dates mit 6 verschiedenen Frauen wurden mir abgesagt. Das ist echt übel. Du fährst mit dem Schiff in die Wüste. Und wir reden nicht von Wüstenschiffen, übrigens meine Lieblingstiere. Ich liebe Kamele. Jedenfalls habe ich die letzten Wochen sowieso kaum mehr aktiv approached. Die wenigen Gespräche ergaben immerhin doch 6 Date-Zusagen. Und alle 6 wurden abgesagt. Am Stück. Hintereinander. Bumm. Bumm. Bumm. Bumm. Bumm. Bumm.

Das ist wirklich viel! 6 Stück etwas verteilt wäre ja vollkommen okay. Wenn ich mir überlege, dass es Wochen gab in denen ich 4 Dates an 4 Tagen hintereinander hatte, dann sind 6 Date-Absagen in Folge fast ein Abstieg aus der Champions League in die Niederungen der Holzhackerliga. Was ist nur geschehen?

Bin ich so schlecht geworden darin der Frau in die Kleinhirnrinde einzuimpfen, dass sie mich unbedingt sehen möchte?! Es lief doch sonst so gut. Einige Approaches. Einige Flakes. In Ordnung. Nicht wild. Das nächste Date wartete stets schon. Auch wenn selten viel dabei raus kam. Aber zumindest hatte ich meine Dates. Kontinuierlich.

Das ist nun anders. Ich spreche an, ich sammle Nummern und mache inzwischen auch Dates direkt aus, noch beim Kennen lernen. Und was kommt raus? Bisher nicht mehr viel. Merkwürdig.

Woran liegt das? Zufall? Pech? Schicksal? Eine Mischung aus allem?
Ich weiß es nicht. Wirklich. Sicher wissen kann ich es nicht. Selbstreflexion ist das Einzige, das man in der Situation machen kann.

Das Einzige, was ich garantiert sagen kann – völlig objektiv – ist, dass ich viel zu wenig approache. Die vielen Date-Absagen zuletzt zeigen mir eines:

Junge, zieh Dich an, genau raus vor die Türe und mach das was Du sonst auch immer gemacht hast: Sprich alle Frauen an, die Du attraktiv findest! Raus! Jetzt! Los!

Ich habe keine 100%-Erklärung. Aber 6 Absagen in Folge sind sehr sehr viel. Das ist schon echt eine Durststrecke. Das Schiff ist in die Wüste gefahren. Und da steckt es nun fest. Mitten im Sand. Und die nächste Oase ist ewig weit weg. Trotz vieler toller Konversationen. Die Meisten sind inzwischen allerdings auch im Bargame und Clubgame entstanden. Daygame betreibe ich kaum mehr. Ich hab es als Nebenbei-Beschäftigung gesehen, inzwischen. Ich geh in eine Bar und spreche dann – wenn ich schon mal da bin – einfach Frauen an. Das Resultat hat mir bisher nur nicht so gepasst. Außer dem Part, dass mir das Ansprechen immer einfacher fiel und fällt. Nichts leichter als das. Naja, das ist doch auch schon mal was. 99,9% aller Männer könnten das nicht. Ich schon. Das ist definitiv gut. 🙂

Was kann ich jetzt konkret machen?
2 Dinge oder besser 3:

  1. Den Fokus wieder verstärkt aufs Daygame legen, auch wenn jetzt Winter ist und es sehr früh spät wird. Dunkelheit macht das Approachen schwer. Frauen schalten dann in den Abwehr-Modus, im Dunkeln. Aber dann muss ich das eben verstärkt an den Samstagen und Sonntagen machen. Da ist es zumindest bis nachmittags hell draußen.
  2. Einfach viel viel viel viel viel vieeeeeeeeeeeeeel mehr ansprechen! Viel mehr Basketball spielen! Ich muss meinen Allerwertesten einfach wieder häufiger raus bekommen, raus auf die Straße! 5 Frauen in der Woche anzusprechen ist einfach zu wenig. Selbst wenn ich sehr häufig tolle lange Gespräche habe. Aber es war die letzten zwei Monate schlichtweg so, dass nie mehr als ein Date gleichzeitig auf dem Terminplan stand. Das ist zu wenig. Hat man wieder 4 oder 5 Date-Zusagen in einer Woche, dann kommen meistens auch 3 davon zustande. Hat man aber nur ein Date im Blick und das eine Date wird abgesagt, dann ist einfach Essig.
  3. Viel mehr ansprechen! Halt. Das hatte ich doch unter Zweitens schon oder? Egal. Viel mehr ansprechen!

 

Warum geht das im Job so einfach

Vor ein paar Tagen schrieb ich darüber, dass es meiner Abteilung in der Arbeit an den Kragen geht. Was hauptsächlich daran liegt, dass der bisherige Leiter seinen Job nicht gemacht hat. Nämlich schlicht den Bereich zu leiten.
Mir war das klar, dass dann früher oder später so etwas folgen würde. Dass man bei uns den Rotstift ansetzt. Ich hatte meine Kollegen und meine beiden Vorgesetzten gewarnt. Nur hören will man ja nicht immer. Macht nichts, ich kann das aussitzen… Inzwischen schon. 😉

Daher erging der Auftrag an mich eine Präsentation über unseren Bereich zu erstellen und Donnerstag vorzutragen. Innerhalb von zwei Tagen sollte das ganze Ding über die Bühne gehen. Dienstag der Auftrag. Donnerstag die Präsentation. So ist das oft im Job. Man soll dann in kürzester Zeit alles gut darstellen, was ein Anderer verbrochen und unterlassen hat. Monatelang kann jeder seinen Eiertanz aufführen. Aber man selbst soll dann in zwei Tagen liefern.

Ja gut, dann mach ich das eben. Kurz mal einen Gang runter schalten. Gaspedal durch drücken. Wie im Pickup. 40 Folien, schön untermalt mit allerlei Fakten und haste nicht gesehn.
Dann vorher noch mit den Leitern der anderen Abteilungen alles schön eingefädelt und hier und dort ein bisschen für gutes Wetter gesorgt. So funktioniert Hollywood.

Und dann der große Auftritt. Ich wusste, dass wir eigentlich keine Chance haben würden. Zu sehr stand die Meinung des Gesamtleiters schon fest, zwitscherten die Vögel schon von den Dächern. Nun gut. Durchsetzen gegen den Willen meines direkten Vorgesetzten, eine ach so lange Präsentation vorzubereiten. Bei mir gibts aber nur ganz oder gar nicht. Nix kurzes dahin Gerotztes. Wenn ich den Laden schön reden soll, dann mach ich das ganz oder gar nicht. Bei mir gibts nur das volle Programm, aber ohne Weichspüler.

Wie auch immer. Die Präsentation lief wie am Schnürchen. Gute 1,5 Stunden schön durch die Präsentation geleitet. Alle zu Wort kommen lassen. Aus einer sonst üblichen faden Vorstellung stattdessen eine offene Gesprächsrunde gemacht. Präsentation 2.0 nenne ich das. Bälle zugespielt bekommen und zurück gespielt. Fast wie Basketball. Nur hab ich keine Körbe bekommen. Wie sonst vom Pickuppen gewohnt. Sondern ich hab sie einfach versenkt. Und zwar einen nach dem anderen Korb. Das ist mein Element. Ein bisschen Hollywood eingestreut. Reden kann ich ja. Immerhin das. 😉

Resultat: Unser Leiter wechselt ab sofort die Abteilung. Neuer Leiter bin ich. Gut, war so jetzt auch nicht direkt beabsichtigt, aber es war klar, dass er wechseln würde. Nur stand nicht wirklich fest wann. Jetzt steht es fest. Ab sofort.

2016-11-12

Na also, geht doch. Glückwunsch für die Leistung, Chef. Hätte man auch mal früher drauf kommen können, den richtigen Mann an die Position zu setzen.

Es war keinesfalls absehbar, dass das am Ende so gut ausgehen würde. Aber die Situation zwischen den handelnden Personen im Raum, die Vorbereitung und die Präsenz auf den Punkt waren wohl an diesem Tag entscheidend dafür, dass eine eigentlich bereits feststehende Entscheidung nochmal revidiert wurde. So etwas kommt sehr selten vor. Aber das gibt es.

Was will ich damit sagen und was hat das mit Pickup zu tun, bzw. eben genau nicht zu tun?

Es ist so: Im Job sind solche Situationen immer mal wieder da. Nicht oft, aber sie kommen vor. Ich habe mir das diesmal seit Monaten aus dem Hintergrund angesehen und die beteiligten Akteure mit regelmäßiger Hartnäckigkeit vor dem drohenden Exodus gewarnt. Man wollte oder konnte nicht auf mich hören (mangelnder Intellekt?). Man hat das Spiel im Hintergrund nicht verstanden und auch nicht überblickt. Dafür kann ich nichts. Manche bauen sich eben rechtzeitig ihre Arche. Andere bauen sich keine und spielen nur den Noah, ohne Arche. Dann werden sie eben weg gespült. Wichtig ist für mich dabei nur, dass ich noch vor dem ersten Tag in der Abteilung verstanden hatte, wie das läuft. Zu viele Bereiche hatte ich schon gesehen. Und in Lehre für firmenpolitische Machenschaften könnte ich wohl selbst längst schon einen Kurs geben, und zwar einen für Hochbegabte. Immer hilfreich. Man muss nichts böses tun und niemandem etwas böses wollen. Aber dämliche Leute sägen sich früher oder später stets selbst ab.

Beim Pickuppen ist es manchmal ähnlich: Nicht verbissen auf die Frau schielen und unbedingt zum Erfolg kommen wollen. Sondern einfach mal in die Runde rein kommen. Hallo sagen. Ein bisschen plaudern, spüren wer denn Interesse haben könnte. Und dann einfach nur mit ein bisschen Strategie das Ding durch laufen lassen. Bis irgendwann… irgendwann… die passende Gelegenheit da ist. Und dann! Voll zuschnappen! Voll drauf. Auf den Punkt präsent.

Soweit lief das ähnlich wie beim Pickuppen.

Einen Unterschied gibt es dennoch: Im Job funktioniert so etwas sehr gut. Relativ gut wiederholbar. Weil es auf die eigenen Stärken ankommt. Äußere Faktoren sind da, aber spielen allesamt nur eine untergeordnete Rolle. In erster Linie geht es darum was ich leiste und abliefere. Und das wird bewertet.

Im Pickup ist das anders. Da werde ich auch bewertet. Aber da spielen viele hinzu kommende Faktoren eine große Rolle. Das Spiel läuft größtenteils ohne mich ab. Möchte man nicht wahr haben. Man denkt ja: „Da ist nur sie und ich!“ Aber so ist das nicht. In Wahrheit ist das so: „Da ist sieeeeeeeeeeeeeeeeeeee… und ganz da hinten am Horizont bin ein bisschen ich.“ Warum? Weil jeder noch so kleine äußere Einfluss in einer Gesprächseröffnung oder im Verlaufe des Gesprächs dafür sorgen kann, dass sie den Dieter Bohlen macht. Und auf den Buzzer drückt. MÄÄÄÄÄP. Und raus bist Du. Dann kannst Du aber schon froh sein, denn dann durftest Du wenigstens kurz auf der Bühne vor ihr tanzen. Oft ist es noch so, dass sie vorher auf den Buzzer drückt und Du gar nicht erst ins Gespräch kommst. Wie auch immer. Du wirst einfach weg-gebuzzert, noch bevor sie sich überhaupt ein Bild über Dich macht. Und eigentlich würde sie sich nichts sehnlicher wünschen als einen Menschen an der Seite, der sie erfüllt. Sie buzzert Dich weg, obwohl Du genau dieser Mensch wärst. Paradox. Und ja, ein großes Stück weit einfach dämlich.

Jedenfalls: Ich habe weniger Einfluss auf eine Frau, als mir lieb wäre. In der Masse sowieso nicht. Es sind einzelne Damen dabei, bei denen man merkt, dass man Einfluss entwickeln kann. Aber sie sind selten, und zwar so selten, dass es egal war wie gut man sein Spiel gespielt hat. Es hängt quantitativ gesehen deutlich weniger vom eigenen Können ab, was als Ergebnis raus kommt. Die Resultate sind also beim Pickuppen weniger vorhersehbar. Besonders nicht im konkreten Einzelfall.

Im Job ist das anders. Da setzt sich Qualität deutlich besser durch. In der Früh frisch rasieren. Wie immer ein schickes Hemd anziehen. Schicke Hose und saubere Schuhe. Innerliche Ruhe. Zwei Tage voll durch ackern für eine Präsentation. Vom anderen Stern. Und dann einfach das tun was man kann, plappern. Und dann am Ende steht ein Ergebnis, das die eigene Erwartung weit übertrifft.

Es war nicht das erste Mal im Leben, dass etwas im Job so rund lief.

Ich wünschte es wäre auch so einfach beim Pickuppen. Aber ich arbeite ja dran…

Wenn der Papa pickuppen geht

Wenn der Papa pickuppen geht… macht er das vielleicht, weil er das bei Mama abgeschaut hat?! 🙂

Jedenfalls ging meine Mama ja schon zwei Mal aktiv zum Pickuppen… für mich! (siehe Mein erstes 0 zu 1 und Philosophischer Sonntag – Der Unterschied zwischen “Du Arschloch” und “Sie Arschloch”)

Mein Papa kennt seit einigen Jahren eine junge Arbeitskollegin in einer der anderen Abteilungen. Sie ist genauso alt wie ich. Und bis vor kurzem ging sie davon aus, dass ich noch vergeben sei. Er schaut wohl öfter mal in dem Gemeinschaftsbüro der anderen Abteilung vorbei und versteht sich mit den Kollegen und Kolleginnen dort gut. In einem der letzten Gespräche kam dabei mein aktueller Beziehungsstatus ins Gespräch. Mein Papa hat dann aktiv angemerkt, dass ich wieder zu haben sei.

Die junge Kollegin zeigte sofort Interesse und fragte nach, ob sie denn mal Bilder von mir sehen könne. Sofort hat mein Papa bei mir nachgefragt und Bilder eingefordert. Flux hab ich ihm schnell ein paar zusammen gestellt und zugemailt.

Einen Tag später hat er sie der jungen Kollegin gezeigt. Die Reaktion viel Frauen-typisch aus: „Oh, das sind aber nette Bilder. Der sieht ja nett aus.“

Worauf hin mein Vater dann fragte, ob das nun irgendwie „weiter geht“. Ob er ihr meine Telefonnummer geben solle, damit wir irgendwie in Kontakt treten könnten. Das verneinte sie: „Nein nein, ich werde da nicht von mir aus aktiv. Sowas mach ich nicht. Schauen wir mal und warten ab.“

Jedenfalls hat sich mein Vater – erzählte er mir gestern am Telefon – dann schon gewundert, was das soll. Von nix kommt ja nix. Wie soll man denn dann einander kennen lernen.

„Papa“, hab ich gesagt, „das bedeutet mit anderen Worten in männlicher Sprache übersetzt nichts anderes als: Ich find den Typen optisch schon mal scheiße!“
So krass wollte er das nicht verstanden wissen. „Doch“, sagte ich. „Genau so ist das aber gemeint!“, beharrte ich am Telefon.
Das Spiel kenne ich doch inzwischen. Immer das Gleiche. Geschmäcker sind verschieden. Und manche Frauen leider eben an völligem Fehlgeschmack. 😉

Es ist nämlich so: Hat eine Frau Interesse an einem Mann oder ein Mann Interesse an einer Frau, dann tut JEDER interessierte Mensch in diesem Moment alles (!) dafür, damit es voran geht. Menschen sind keine Lebewesen die für Stillstand stehen. Sondern aktiv werden, sobald Emotionen ins Spiel kommen.
Die Formel lautet also umgekehrt: Keine Emotionen -> Stillstand

Jeder der frisch verliebt ist oder seinen Partner liebt, tut alles dafür, dass man dem Anderen eine Freude bereitet. Man stellt sich im Regen raus und wartet. Man fährt zig Kilometer im stärksten Schnee, nur um sich zu sehen. Man geht einkaufen für den Anderen. Man bereitet das schönste Essen vor. Man zündet Kerzen an und macht es zu Hause romantisch. Ach ja, wollen wir jetzt mal nicht zum Träumen anfangen. Aber Ihr wisst was ich meine…
Der Verstand würde sagen: „Es schneit viel zu stark draußen, Du bist verrückt. Bleib zu Hause!“
Das Herz sagt aber: „Fahr endlich los, damit ihr endlich einander wieder seht!“

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So einfach ist das. Ich hab ihn dann noch ein bisschen „getröstet“ und gesagt: „Sieh mal, solche völlig unlogischen irrationalen Reaktionen der Frauen widerfahren mir täglich. Nimm es locker. Stellen wir sie als Nummer 358 einfach eins Regal. Unternimm ja nichts mehr, sprich sie nie wieder drauf an. Hau ein Ei drüber. Begrabe das Thema.“

Das Schicksal will mir damit sagen: Sie ist es nicht wert. Also muss ich auch nicht traurig sein, bei keiner Frau. Zu mir passt sie halt einfach nicht. Daher ist das gut so, dass wir es gar nicht erst versuchen. 🙂

Sie ist bestimmt nicht exakt Nummer 358. Aber etwa in der Größenordnung dürfte sie sich bewegen. Und dann ist es auch nicht zu schade, wenn sie neben all den anderen Nein-Sagerinnen einen Ehrenplatz in meinem Regal hat. Da sie eine langjährige Arbeitskollegin von meinem Papa ist, stell ich sie sogar auf Platz 357. Ich geb ihr also einen besseren Platz als eigentlich verdient. Gedanklich natürlich nur, versteht sich. Sie mag zwar die Arbeitskollegin sein, auch schon seit vielen Jahren. Ja. Aber letztlich ist sie genauso oberflächlich wie die anderen 357 Frauen vorher. Gratulation. Einen roten Teppich bekommst Du dafür nicht von mir. Aber einen Ehrenplatz. Den ganz besonderen Platz 357. Das ist aktuell immerhin nicht der letzte Platz. Denn der ist ja bei 358. Mach ich aber nur Dir zuliebe, weil Du so toll voyeuristisch bist und meine Bilder sehen wolltest. Schauen ja. Anfassen nein. Ich wiederhole mich gerne: Generation Tinder und Facebook. Schnell ein paar Bilder anschauen und (gedanklich) nach links wischen. Zack und weg. Und schwupp kommt der nächste Mann von irgenendwoher. Gibt ja genug von uns. Mit den meisten kann man auch spielen wie mit Marionetten.

Mit mir nicht.

Danke Papa für Deine Mühen. Alles cool.
Mama ist Dir aber immer noch um eins voraus. Zwischen Euch steht es jetzt 2 zu 1 für Mama. Aber Du hast aufgeholt. Bleib am Ball. Dann wirst auch Du noch ein ganz passabler Vater-für-den-Sohn-Pickupper.

Übrigens: Ich hab nur ein Foto von der Frau gesehen und fand sie nicht unbedingt Weltklasse. Aber ich bin nicht so. Sie hätte eine Chance verdient gehabt. Man sollte mir eben vielleicht doch noch einen Heiligenschein verpassen…