Was bisher geschah… Fr. Tinder und ich – Teil 4 von 3

Jetzt ist es Sonntag, 20:32 Uhr, und ich fange an diesen Artikel zu schreiben. Teil 4 von 3. Klingt merkwürdig, ein vierter Teil von einem Dreiteiler. Wenn dieser Artikel aber erscheint, wird Feiertag sein, der Tag der Arbeit. Den vierten Teil gibt es einfach noch kurz angefügt, so viel ist nämlich nicht passiert, dass es eine neue Serie zu Fr. Tinder und mir rechtfertigen würde. Also gibt es eine kleine Fortsetzung der bestehenden Story, mit einem fulminanten Ausgang. Fasten your seatbelts please, schnallen Sie sich an bitte.

Die Rückkehr von Fr. Tinder

Fr. Tinder war zuletzt nach ihrer 14-tägigen Reise wieder bei mir zu Hause, vier Tage lang. Während der Zeit musste ich an den meisten Tagen arbeiten, so dass wir uns meist abends nach meiner Arbeit trafen und anschließend zu mir fuhren. Morgens verließen wir immer gemeinsam das Haus. Sie ging ihren Dingen nach und ich meiner Arbeit. Am Telefon fragte sie mich vor ihrer ersten Ankunft: „Kann ich meine Yoga-Matte mitbringen? Ich hab zwei, dann kann ich eine bei Dir lassen zum Yoga machen.“ Was es damit aufsicht hat, darauf kommen wir später noch zurück.

Und bereits nach wenigen Stunden war es wieder da. Dieses Gefühl. Dieses Gefühl, das ich in den letzten drei Artikeln über sie auch schon beschrieb. Irgend etwas stimmte nicht, grundsätzlich nicht. Es fühlte sich nicht leicht an, nicht frei. Zwischenzeitlich konnte es immer wieder sehr liebevoll und harmonisch sein, allerdings stellte ich zunehmend fest, dass dies immer dann der Fall war, wenn es nicht um uns beide und unsere zwischenmenschliche Situation zueinander ging. In sachlichen Themen konnten wir verständnisvoll und bereichernd miteinander sprechen. In emotionalen Themen hingegen kam kaum mehr rechtes Verständnis auf.

Und nach zwei oder drei Tagen stellte sich ein Gefühl in mir ein, das mir sagte: „Puh. Ist das anstrengend mit ihr.“ Warum?
Fr. Tinder läuft nicht ganz rund. Sie sieht Probleme in der Bewältigung ihrer Vergangenheit, vermutlich (mindestens auch) in Bezug auf ihre gescheiterte Ehe. Ehe? Ja, Ehe. Das hab ich hier nie thematisiert, weil es für mich nicht so wichtig ist. Jedem Menschen begegne ich möglichst frei, es gibt schon genug äußerliche „Filter“, die ich an den Tag lege. Gewollt oder ungewollt. Das geht jedem von uns so. Optik und solche Dinge. Aber ob nun jemand viel Geld verdient oder wenig, oder gebildet ist oder nicht, oder verheiratet war oder ist oder nicht… was solls. „Erstmal eine Chance geben“, lautet da ganz meine Devise.

Zurück zu ihren Problemen, bzw. denen, die sie sich (selbst) macht. Sie sieht viele existentielle Fragezeichen am Horizont, Jobsituation, Familiensituation der Verwandten, Wohnungssituation. Dies und das. Und dann fühlt sie sich in Deutschland nicht so wohl wie dort, wo sie zuletzt eine Zeit lang im Ausland lebte. Dort, wo sie zuletzt 14 Tage „Urlaub“ machte. Aber irgendwie sei Deutschland doch für sie besser, weil alles geordneter sei.

Auch bei mir sei das so, sie fühle sich in meiner Nähe aufgeräumt. Alles sei so klar und so strukturiert, das gebe ihr Sicherheit und halt. Andererseits fühle sie sich aber auch nicht so frei wie in einer eigenen Wohnung.
Hm, relativ logisch, wie ich finde. Eigene vier Wände sind eigene vier Wände, andere vier Wände sind andere vier Wände. Deshalb sollte das Ziel sein beides bestmöglich zu verschmelzen. Will aus meiner Sicht heißen: Die jeweils anderen vier Wände mittel- bis langfristig zu den gemeinsamen vier Wänden zu machen.
Aber halt, nicht so schnell. Der Reihe nach.

Fleißig oder unfleißig, das ist hier die Frage

Ich bemerkte über die Tage wieder, dass ich mich zu Hause mehr einbrachte als sie. Darauf habe ich keine Lust (mehr). Also sprach ich auch das klar an. Sie sah das völlig anders. Was mir wiederum klar war. Und so diskutierten wir mehr über unsere unterschiedlichen Ansichten, anstatt zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen. Worauf ich an sich gar keine große Lust habe. Weil… ich da eine klare Meinung vertrete, und die teilte ich ihr auch mit: „Sieh mal, wenn es wirklich passt zwischen zwei Menschen, dann müssen sie sich nicht darüber unterhalten wer nun mehr oder weniger tut und ob der eine nun zwei mal abgespült hat und der andere aber dafür zwei mal öfter das Bett gemacht hat. Es passt dann einfach.“

Nur wenn es eben mal nicht passt, dann spreche ich das klar an. Besonders wenn der eine der beiden Personen arbeitet und studiert und die andere Person nicht arbeitet und auch nicht studiert. Einer hat also nicht nur für die „restliche Freizeit“ Zeit und eine schon.
Und so ging es an einem Abend auch wieder um das Thema Playstation spielen oder nicht. An zweiten Tag, an dem ich kurz mit Herr van Onnetuschn Fifa spielen wollte, ging wieder eine Diskussion los. Warum das wieder mal sein müsse, wenn sie da sei. Woraufhin ich ihr erklärte: „Du warst auch gestern da und ich habe nicht gespielt. Du wirst morgen und übermorgen vermutlich auch da sein und da werde ich wahrscheinlich nicht spielen. Was ist der Unterschied zwischen heute oder morgen oder übermorgen?“

Und so stellte ich mir nicht nur selbst die Frage: „Worüber reden wir hier eigentlich???“

Ich gönne ihr das doch immer, wenn sie sich auch mal 30 Minuten für sich selbst Zeit nehmen möchte. Ich spiele nicht 5 Stunden, sondern vielleicht 30 oder 40 Minuten.

Wehret den Anfängen

Vorsicht liebe Männer, am Anfang werden die Weichen gestellt!

Natürlich gehe ich mit diesen Dingen hier schon sehr ins Detail, mir geht es dabei in meinen Erlebniserzählungen nicht um einen Selbstzweck, sondern darum darzustellen über was für einen Käse man allen ernstes diskutieren muss. Vor Fr. Tinder war die Klette. Sie hatte ähnliche Anzeichen und Anstalten der „Vereinnahmung“ getätigt, anders zwar, aber auch. Das ist mal ein eigener Artikel wert, das Thema „Wie eine Frau still und heimlich versucht Besitz über Dich zu ergreifen.“ Vielleicht sollte ich den als schlaue Selbsthilfe-Anleitung im Stile von „5 wichtige Tipps, um sich nicht beherrschen zu lassen“ veröffentlichen.

Stoff hätte ich genug!

Und so drehte ich den Spieß um und sagte: „Was ich stattdessen echt toll von Dir fände, wäre wenn Du mir auch mal eine Auszeit gönnen und mich fragen würdest, ob Du in der Zwischenzeit etwas tolles für uns oder für mich tun könntest. Vielleicht etwas im Haushalt oder etwas kochen oder oder oder.“

Rumps, der hat gesessen. Bei ihr. Wie ich gemerkt habe.

Genug ist genug. Es ist meine Wohnung und ich hatte sie immer gerne bei mir, auch wenn es stets sehr anstrengend war. Aber irgendwann – zwischen sie abholen und hier oder dort hin bringen – ist es auch mal Zeit selbige für sich zu nehmen. Besonders wenn es nur 30 Minuten in einer Woche sind. Darüber soll man allen ernstes diskutieren? Wo doch eigentlich/angeblich sonst so gravierende Probleme in ihrem Leben existieren. Job. Arbeit. Wohnung. Familie. Ehemalige Beziehung. Und was weiß ich noch alles. Wie ich immer sage: Es ist immer irgendwas!
Das alles gegen 30 Minuten Playstation spielen gegenübergestellt…?!

Ich bin auch noch immer sehr verletzt in Bezug auf meine Vergangenheit. Aber ich ziehe niemanden runter. Im Gegenteil. Ich bot ihr nicht nur meine Hilfe an, sondern ich half ihr zwischendurch auch. Aber ich habe auch keine Lust mein Leben durch Negativität in der Lebensqualität zu senken. Und auch ein Energiefresser ist nicht mein liebstes Haustier. Also hab ich für mich beschlossen Negativenergiefresser zu meiden. Ein schönes Wort. Negativenergiefresser. Gibts auch Positivenergiefresser? Sicher. Geh mal eine Runde joggen.

Als ich sie Samstag nach Hause gefahren habe, war wieder so eine insgesamt etwas genervt wirkende Stimmung im Raum. Gerne fuhr ich sie, nachdem sie mich darum bat. Auch wenn es mit den Öffentlichen recht einfach wäre. Solche Dinge sind mir aber egal, ich mache das wirklich gerne. Schließlich gönnt sie mir es ja auch, wenn ich Fifa auf der Playstation spielen möchte, oder? 😉
Sie sprach sich zwar in den Tagen öfter aus und teilte mir ein paar mal mit, dass ich sie nicht verstehen würde, geholfen hat es uns jedoch nichts. Einige der Dinge, die sie vortrug, zeigten mir, dass sie meine Intention hinter manchen Dingen oftmals doch nicht so verstand wie ich sie positiv beabsichtigt hatte. Verständnis auf Sparflamme, sozusagen. Außerdem komme sie mit meiner ironischen Art nicht so klar. Zur Zeit, wo es ihr nicht so gut gehe, sei ihr nicht immer nach lachen zumute.
Okay, dann gehe ich damit eben in den Keller. Aber schade, dachte ich mir. Das war es doch gerade am Anfang, was ich toll an ihr fand. Ihren Humor und ihre Fähigkeit meinen Humor mitzutragen. Hm, okay.

Kein Lebenszeichen ist auch eine Botschaft

Und so verabschiedeten wir uns Samstag kurz und knapp vor ihrer Wohnung. Ich fuhr davon, zu meinen Eltern. Dort blieb ich über Nacht. Und den gesamten Samstag kam keine Nachricht. Mein Anrufversuch in der Nacht blieb erfolglos und unbeantwortet. Komisch fand ich es nicht, auch wenn es sonst immer anders war.

Gestern fuhr ich von meinen Eltern zurück im Auto. Und mein Display im Tacho zeigte einen Anruf von ihr. Also nahm ich auf der linken Spur der Autobahn das Telefonat an, drosselte etwas die Geschwindigkeit und fuhr auf die rechte Spur. Ob ich denn gerade telefonieren könne, fragte sie mich. „Klar“, sagte ich, „wie immer kann ich beim Fahren ganz in Ruhe telefonieren“.

Sie: „Ich habe nachgedacht, der Umgang zwischen uns tut mir nicht so gut. Irgendwie verstehen wir uns nicht so gut wie ich dachte. […]“

Ich kürze das hier etwas ab. Sie sprach noch drei oder vier Sätze mehr. Mich hingegen hat es nicht dazu hingerissen viel zu sagen. Ich fragte nur: „Du hast noch eine Kleinigkeit bei mir auf dem Wohnzimmertisch liegen, schick mir eine Adresse, ich schick es Dir dann zu. Alles Gute für Dich für die Zukunft.“

Ich merkte, dass sie damit nicht gerechnet hatte. Sie diskutierte bisher immer sehr gerne und sehr viel. Mir war nicht mehr nach diskutieren. Aber ich bemerkte auch, dass sie das aus dem Konzept brachte. Damit hatte sie nicht gerechnet, dass ich so kurz und knapp darauf reagieren würde.

Sie hatte aber auch nicht damit gerechnet, dass ich sehr aufmerksam war. Tags zuvor. Sie hatte alle ihre restlichen Sachen, auch ihre Yoga-Matte, wieder eingepackt und mit nach Hause genommen. Mir war klar was das zu bedeuten hatte. Ich war gedanklich längst darauf vorbereitet.

Und so ist heute der Tag der Arbeit. Für die Rechte der Arbeiter. In der Hinsicht sehe ich mich echt als Arbeiter. Wieder daygamen und clubgamen gehen, wieder von Bar zu Bar ziehen. Wieder Gas geben. Wieder Körbe kassieren, wieder Daten. Wieder ganz der Arbeiter sein.

Ein guter Anlass für mich, ich nehme das als Wink mit dem Zaunpfahl. Oder doch mit dem ganzen Zaun… auch weiterhin meine Rechte einzufordern. Ganz wie es der Feiertag auch für die Arbeiter vorgesehen hat. Das Projekt Beziehung bleibt also ein hartes Stück Arbeit für einen inzwischen abgehärteten Arbeiter. Malocher.

Was bleibt in mir zurück?

Ich fühle mich wieder frei. Keine negativen Schwingungen mehr. Keiner mehr neben mir, der mit seinem eigenen Leben nicht klar kommt und – rein aus meiner Sicht – deshalb Fehler bei anderen sucht. Keine Ahnung ob ich mit meiner subjektiven Sicht Recht habe oder nicht. Darum geht es gar nicht. Recht haben ist uninteressant. Aber es ist meine Sicht der Dinge und die zählt. Ihre zählt für sie. Meine für mich. Und wenn ich mich unwohl fühle, dann ist es gut für mich, wenn ich aktiv etwas tue um wieder ins Grüne zu kommen.

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Menschlich ist das schon schade. Ich weiß nämlich, dass sie unter anderen Umständen eine tolle Frau sein würde. Vielleicht auch für mich. Mindestens aber für jemand anderen. Ich würde vermuten, dass sie ähnliche Erfahrungen wie nun mit mir auch schon gemacht hat, bzw. mit dem nächsten Mann erneut machen wird. Ein bisschen wie in einem Kreislauf. Solange… ja solange sie nicht aus dem Strudel heraus kommt. Raus aus der Opferrolle. Das wünsche ich ihr. Und bis zu ihrem Telefonat hab ich auch versucht das bestmögliche beizutragen. Aber ich bin nicht ihr Psychiater, erst recht nicht in so einer frühen Phase. Über meine „Probleme“ bzw. Verganganheit habe ich nie etwas erzählt. Warum auch. Es sind nicht ihre Sorgen. Sie hat dafür keine Verantwortung zu tragen, also verschone ich sie damit. So denke ich in dieser Frage.

Menschlich ist es schon schade, dass es zwischen uns maximal für eine kleine Frühlingsromanze reichen sollte. Glücklich und frei zu sein (egal ob mit oder ohne Beziehung) ist aber auf Dauer wichtiger, als einem Menschen noch vor Beginn einer Beziehung beim Gesunden zu helfen und die eigenen Interessen auf Dauer zurück zu stecken.

Und deshalb ist die Story mit Teil 4 von mir auch gut zu Ende geführt. Ohne sie in die Länge zu ziehen. Das hab ich ja mit dem „Schluss-mach-Telefonat“ von ihr so gelernt, am Ende eines Kapitels einfach etwas kurz anzufügen, fertig. Ob nun zwischen zwei Menschen oder bei einem Artikel. Ein kurzes „tschüss!“.

Sachen packen, weiterziehen. Wie immer. Ganz der lonesome rider. Kein Happy-End, auch wenn ihr mir das alle so gewünscht habt. Danke Euch wirklich!
Seht es bitte positiv, es bleibt auf diese Art hier auch weiterhin spannend…

Auf eine Art ist es dennoch ein Happy-End: Ich habe mich wieder. Danke Pickup, für die Kraft, die Du mir inzwischen gibst. Die Kraft, machen zu können was ich für richtig erachte. Aussprechen zu können, was ich denke. Wievielen Menschen da draußen geht es ganz anders? Wieviele Menschen müssen sich täglich ducken, müssen ertragen und „dürfen“ etwas in einer Beziehung nicht tun, was total objektiv betrachtet „völlig in Ordnung“ wäre?

PS: Ich sehe gerade auf die Uhr. Der Artikel hat fast eineinhalb Stunden verschlungen. Die Zeit ist es mir wert. Wert um dadurch auch innerlich loszulassen. Einen lieben, aber leider aus meiner Sicht nicht freien, Menschen. Dafür bin ich es nun wieder. Frei. Auch auf diese Art frei. Anders sowieso längst. Playstation hatte ich an dem oben genannten Tag übrigens trotzdem noch gespielt. Alles hat seine Grenzen. Und die endet inzwischen spätestens bei einer Einschränkung meiner Freiheit.

PPS: Ab 22. April bin ich nach einer mehrwöchigen Approach-Abstinenz wieder nebenher bei passender Gelegenheit aktiv geworden. Bis vorgestern Nacht stand es 7 zu 0. Bis gestern Nacht 8 zu 1. Das ist meine passende Reaktion auf das Ende mit Fr. Tinder. Und dieses PPS kann ich erst heute – Montag, also am Tag nach Beginn der Erstellung dieses Artikels – ergänzen.
Es war gestern wieder so weit, so einer dieser Rockstar-Momente… Darüber werde ich diese Woche noch berichten.
(Für alle neuen Leser: 7 zu 0 bedeutet nach meiner Zählart => 7 Frauen angesprochen, 0 Telefonnummern bekommen, macht 7 exklusive Körbe, nur für mich. 8 zu 1 bedeutet => 8 Frauen angesprochen, 1 Telefonnummer bekommen.)

Date-Review zu Fr. Tinder – Teil 3 von 3

Heute Teil 3 und den vollständigen Abschluss der Geschichte. Jedenfalls des ersten Dates. 🙂

Auf gehts ins große Finale.
Und ich setze die Geschichte direkt ohne viele einleitende Worte nach Teil 2 (Date-Review zu Fr. Tinder – Teil 2 von 3) fort.

Alles eine Frage der Eskalation

(An der Stelle ein kurzer Ausflug: Ja, es steht noch ein eigener Artikel zu diesem Thema an. Das habe ich versprochen. Kommt noch! 😉 )

Als wir nach dem Essen ins Auto gestiegen sind (ja, natürlich habe ich ihr hierbei das zweite Mal die Türe aufgehalten), hielt ich das erste Mal ihre Hand. Sie reagierte etwas überrascht, aber ließ meine Berührungen zu. Sie ließ sie zu. Sie erwiderte sie nicht.

Mit dem Auto an der zweiten Location angekommen, verbrachten wir noch einige Minuten mit Musikhören. Sie zeigte mir einige ihrer Lieblingslieder. Also schnell ihr Handy per Bluetooth-Verbindung mit meinem Auto verbunden. Schwuppdiwupp und sie ließ mich Eintauchen in ihre Musikwelt. Auf diese Art bestand also auf jeden Fall schon mal eine Verbindung zwischen ihr und mir! Oder jedenfalls zwischen ihrem Handy und meinem Auto. Wie auch immer. 😉

Wir lachten und lauschten. Und ich massierte ihr die eine Hand, anschließend die andere. Das genoss sie. Und dabei merkte ich zum ersten Mal, dass sie noch nicht auf dieser Ebene angekommen war. Kein Problem, also wieder einen Schritt zurück.

Wir gingen in ein Bistro, obwohl es in Anbetracht unserer inzwischen beiderseitigen Müdigkeit schon echt spät war. Es wurde ein relativ kurzer Aufenthalt. Wir setzten uns nebeneinander und wieder nahm und hielt ich ihre Hand.

Es war nicht sonderlich spektakulär, aber innerlich stellte ich völlig abseits der Müdigkeit fest, dass irgend etwas nicht mehr so war wie am Anfang. Schon seit vorhin nicht mehr, einen genauen Zeitpunkt kann ich bis heute nicht ausmachen. Ich versuche es auch nicht. Ich stelle es nur für mich fest, dass irgendwo ein „Bruch“ drinnen war.

Wenn Frau (noch ?) Zeit braucht

Draußen auf dem Weg zurück zum Auto sagte ich etwas zu ihr. Sie hatte ihre Hände in ihrem Mantel. „Wenn es nicht so kalt wäre und ich nicht wissen würde, dass Du gerade frierst, dann würde ich jetzt auf dem Weg Deine Hand halten.“

Sie sagte: „Oh. Ich bin ehrlich gesagt noch gar nicht so weit.“

Ein echtes Statement. Eines, das mein Gefühl bestätigte. Jede weitere Eskalation war damit an dem Abend unnötig, weil zum Scheitern verurteilt. Also ließ ich es.

So fuhr ich sie nach Hause, wir waren beide inzwischen noch müder und so hielten wir es kurz, verabschiedeten uns mit einer raschen Umarmung und ich fuhr zurück zu mir. Ich genoss das Alleinsein im Auto und verspürte für mich innerlichen Frieden. Damit, dass es das vermutlich wieder einmal gewesen sein könnte. Alltag inzwischen. Ich kenne das ja, es ist nicht überraschend für mich, dass ich nicht völlig überschwänglich und in Euphorie blind vor Liebe herum renne.
Das habe ich lange nicht mehr getan, mir etwas von einem Date zu versprechen oder zu erwarten. Diesmal war aber echte Vorfreude da. Aber ohne mir etwas davon zu versprechen oder mir etwas zu erhoffen. Ein Unterschied.

Vielmehr spürte ich ja, dass irgend etwas nicht ganz passte. Man könnte vielleicht sagen, dass der Funke nicht übersprang. Andererseits lief es am Anfang echt gut, aus meinem Bauchgefühl heraus. Irgendwie war das Ganze dann genau deshalb für mich etwas widersprüchlich. Erst läuft etwas so gut an und dann gibt es einen Knick, warum auch immer. Ich hab kurz darüber nachgedacht, ob es an der Müdigkeit liegen könnte. Ich reiße mich dann aber immer sehr zusammen und gebe dennoch stets mein Bestes. Und ich wusste nicht, was sie nun fühlt. Dazu passte ihre Aussage oben für mich in ein Bild, das mir signalisierte: „Es stimmt etwas nicht.“

Dennoch bin ich so, dass ich meine Anerkennung und mein Interesse signalisiere. Es hängt ja immer von beiden ab, was passiert. Ich lasse sie auf diese Art zumindest wissen, dass ich sie mag. Was sie dann daraus macht, liegt sowieso nicht in meiner Hand.
So spiele ich das Spiel. Und deswegen bin ich kein gewöhnlicher Pickupper. Ich eskaliere nicht durch bis zum Abgrund, sondern trete davor auch einen Schritt zurück. Lasse Mensch Mensch sein und Gefühle Gefühle sein und wenn Gefühle auch mal nicht da sind, dann lasse ich sie eben auch mal nicht da sein.

Dann mache ich, was ich immer mache. Ich packe meine Sachen und ziehe weiter. Einsam in die Nacht. Nicht mehr traurig, wie vor einigen Monaten, nach einem gefühlt „gescheiterten Date“. Sondern inzwischen ganz zufrieden damit, dass ich alleine sein darf. Ja, richtig. Sein darf. Nicht sein muss. Alleine weiß ich noch immer am besten für mich selbst was ich mag und was mir gut tut. Freiheit. Genug zu tun habe ich mit meinem Studium auch. Mir ist nicht langweilig. Im Gegenteil. Ich schätze meine Freizeit noch mehr als vorher, da sie knapper ist als je zuvor.

Eignen sich Themen wie Zalando und H&M besser, um das Herz einer Frau für sich zu gewinnen?

Was ich mir am nächsten Morgen dachte: „Hm… vielleicht hast Du wieder mal zu tiefgründige Themen angeschnitten.“
Selbstreflexion halte ich für enorm wichtig, es geht dabei nicht darum herauszufinden „warum sie dies oder das“ so oder so gemacht oder gesagt hat. Sondern es geht darum sich selbst weiterzuentwickeln. Enorm wichtig. Ansonsten tritt man täglich in die selbe Pfütze und vermag es nie das zu ändern. Sich zu ändern.

Und ich hab mir für alle weiteren Dates mit Frauen erst mal vorgenommen: „In Zukunft keine Gespräche mehr über ihre oder meine Ziele, Wünsche und Träume oder die Gesellschaft. Keine Kritik über nichts. Einfach immer schön „ja“ und „toll“ sagen. Ein bisschen letzter Urlaub hier, gepaart mit einer Prise Lieblingsmusik und gespickt mit dem Lieblingsessen da. Das soll an „Tiefe“ reichen.“
Ich kann auch den total oberflächlichen flüchtigen Typen spielen. Mal ausprobieren…? Definitiv ja, dachte ich mir. Warum?
Ich habe Fr. Tinder in den Tagen vor dem Date in vielen ausgiebigen Telefonaten als eine sehr tiefgründige und einfühlsame Frau kennen gelernt. Ja, zugegeben, in den Telefonaten. Aber trotzdem… etliche Stunden erlauben es auch sich über eine Telefonleitung ein Bild zu einem Menschen zu machen.
Und das Bild sagte mir: „Bei ihr kannst Du auch mal Du sein! Also sei Du!“

Das dachte ich mir aber einige Wochen vorher bei Fr. Unnahbar auch. Und das Schiff lief auf Grund. Rumps.

Und diesmal? Offenbar schon wieder.
Vielleicht waren bzw. sind meine Einschätzungen auch nur falsch. Vielleicht denke ich nur, dass ich über solche Themen mit einer Frau reden könne und tatsächlich kann ich das – jedenfalls mit der jeweiligen Dame – gar nicht. Neueste Angebote von Zalando oder H&M taugen in diesen Fällen vielleicht besser als Gespräche über alles andere.

Wie ging es weiter?

Am Tag des Dates – bzw. in der Nacht – kam von ihr keine Nachricht mehr. Nun, sie habe ich ja gut nach Hause gebracht. Und ich? Ja, ich bin auch gut nach Hause gekommen. Danke der Nachfrage. Oder eben nicht.
Jedenfalls hatte sie mich in dieser Nacht nicht mehr angeschrieben. Sie interessierte es vermutlich nicht, ob ich trotz Müdigkeit auch noch gut zu Hause angekommen bin oder aber sie hat so viel Urvertrauen zu mir, dass sie wusste, dass ich gut zu Hause angekommen sein werden würde. Was für ein Deutsch.

Ich tat es ihr gleich. Keine Nachricht. Erstmal. Man muss das respektieren, wenn eine Frau sagt „Oh. Ich bin ehrlich gesagt noch gar nicht so weit.“, dachte ich mir an der Stelle. Also trete ich einen Schritt zurück. Aufdringlich zu sein, ist nicht meins.

Und am nächsten Morgen?
Normalerweise hatten wir uns in der Früh und am Abend immer kurz eine Nachricht geschickt. All die Tage zuvor. Wie gesagt, alles war seit dem Date anders.

Also schrieb ich sie in der Früh an, warum auch nicht. Ja, ich zuerst. Was solls. Mir ist dieses Warten-Gelasse zu albern. Es kam eine kurze Antwort zurück. Keine Anzeichen oder Anstalten von ihr noch weiter Nachrichten austauschen zu wollen oder sonst etwas. Passt, dachte ich mir. Dann weiß ich Bescheid.

Was sagt Herr van Onnetuschn dazu?

Am Abend traf ich mich mit meinem besten Freund, meinen Lesern hier auch bekannt als Herr van Onnetuschn. Und wir saßen in einer Bar. Natürlich war Fr. Tinder ein Thema des Abends. Er verstand das alles auch nicht. So viele Telefonate. So viel Interesse, offensichtlich beiderseits. Und dann funkte es „mal wieder“ nicht. Er sagte zu mir, dass ich noch etwas warten soll. So nach dem Motto, „die Flinte nicht zu schnell ins Korn zu werfen“.

Lieber Herr van Onnetuschn, mein Freund, welche Flinte? Welches Korn denn?

Dazu muss ich sagen, dass es mir tatsächlich egal war, ob bei der Geschichte etwas heraus kommt oder nicht. Gleichgültigkeit auf emotionaler Ebene bezüglich dem einzelnen (!) Ergebnis hat meine Euphorie im Projekt Beziehung längst ersetzt. Es ist mir nur erst in den letzten Wochen zunehmend klar geworden. Das ist nicht schlimm, aus meiner Sicht nicht. Es ist nicht negativ gemeint, auch nicht positiv. Es ist wie es ist. Wichtig ist für mich nur die Erkenntnis: „Wenn es passen soll, dann wird es passen“.
Egal ist es mir also wirklich nicht in negativer Hinsicht! Es ist viel mehr die sichere Erkenntnis, dass der Weg wichtig ist. Und der führt nur über mich selbst. Ein einzelnes Ereignis ist nicht wichtig, besonders wenn es von außen kommt. Ich bin nämlich auch keine Aneinanderreihung von einzelnen Ereignissen, sondern ein großes Ganzes. Ein ganzes Menschenleben. Ein großes ganzes Menschenleben. Wie jeder von uns. Nur am Bewusstsein darüber mangelt es meistens und den Meisten.
Wir neigen dazu einzelne Ereignisse zu übergewichten. Und deshalb schaukelt es uns von links nach rechts, ständig wenn es etwas „Unerwartetes“ passiert. Erwarte nichts, dann schaukelt auch nichts, dann passiert auch nichts „Unerwartetes“, dann ist Dir auch „egal“ was unterwegs passiert. Ein herrliches Gefühl der Freiheit macht sich gerade in mir breit, da ich diese Zeilen schreibe.

Und so sagte ich zu ihm an diesem Abend: „Sieh mal, gestern Nacht hat sie mir nicht mehr geschrieben, anders als sonst. Heute Morgen hat sie mir kurz und knapp geantwortet. Seither nicht mehr. Heute Nacht auch nicht. Auch anders als sonst. Wenn diese Frau tatsächlich Interesse an mir hätte, wirkliches Interesse, dann würde sie mich doch mit Nachrichten, Telefonaten oder sonst etwas bombardieren. Zumindest wenn der Funke wirklich übergesprungen wäre.“

Herr van Onnetuschn schwieg.

Und ich fuhr fort, „Sieh nochmal, das ist unser bisheriger Whatsapp-Chat.“, ich machte zwei Klicks und gelöscht war er. Und weiter sprach ich zu ihm, „und schau, das ist ihr Kontakt in meinem Handy.“. Erneut zweimal aufs Display gedrückt und auch da war Fr. Tinder gelöscht.

Er sagte etwas überrascht, wobei er mich kennt wie kein zweiter auf dieser Welt:
„Meinst Du nicht, dass das ein bisschen zu früh ist?“

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Das ist Freiheit in meinem Leben. Ich definiere Freiheit für mich heute völlig anders als früher. Freiheit ist für mich eine Mischung aus innerer Frieden und äußerer und innerer (körperlicher und Gedanken-)Freiheit.

Ich sagte zu ihm: „Wenn sie wirklich möchte, dann kann sie sich melden.“
Und innerlich dachte ich mir: „Ich habe keinen Kontrollzwang. Wenn sie möchte ist gut, wenn nicht, ist auch gut.“
Es liegt nun in ihrer Hand.
Kontrolle nicht (!) zu haben, ist ein schönes Gefühl. Es befreit. Es nimmt einem die Last und die Gedanken von vielem.
„Lass ruhig die Anderen mal machen“, denke ich mir inzwischen und kann mich daran gut gewöhnen.

Normal will man(n und oft besonders auch Frau!) Kontrolle. Hat man keine Kontrolle, fühlt es sich „schlecht“ an. Man fühlt sich schlecht. Warum?
Es ist doch heute genau umgekehrt für mich an vielen Stellen des Lebens, jedenfalls in Bezug auf andere Menschen! Wozu etwas kontrollieren? Habe ich Kontrolle, dann habe ich etwas zu verlieren, die Kontrolle selbst. Und das ist für die meisten Menschen ein Problem. Verlustangst. Kontrollverlustangst.
Kein Ego, keine Kontrolle. Kein Problem.

Und so endet eine so hoffnungsvolle Geschichte tragisch?

Am nächsten Tag, ich weiß nicht mehr wann, schrieb mich eine unbekannte Nummer über Whatsapp an. Wie mein Tag bisher verlaufen sei und warum ich kein Profilbild mehr in meinem Whatsapp-Profil hätte…

Sieht so aus, als wenn…
Ja, Du vermutest richtig… 🙂

Fortsetzung folgt. Liebe Leser, und wieder einmal… Geduld bis zum nächsten Artikel. Auch wenn das Date-Review mit diesem Dreiteiler zu Ende gegangen ist… so ist es nicht das Ende der Geschichte mit Fr. Tinder. Es bleibt spannend.

2 mal 4 zu 0 aus dem Stegreif

Mitte der Woche war es wieder so weit. Ich bin mal wieder zum Daygamen raus. Nach der Arbeit. Einfach so. Los getigert, durchs Revier. So wie die Füchse, bei den Absoluten Beginnern. Wer das Lied kennt: Füchse sind gar keine Rudeltiere! 😉

Ich war gespannt auf mich selbst

Ob es mir leicht fallen würde wieder die eine oder andere Schönheit anzusprechen. Ob ich nervös sein oder werden würde.

Grund ist, dass ich seit mehreren Wochen nicht mehr am Tag bzw. Abend unterwegs war mit diesem konkreten Ziel Frauen anzusprechen. Clubgame schon noch, Daygame aber nicht mehr. Ich hatte ein paar Wochen Pickup-Pause. Die Klette kostet einfach Zeit. Und auch sie kostet die Zeit. Nicht kosten im Negativen. Kosten im Positiven. Zeit kosten. Also das Kosten der Zeit. Nicht die Kosten der Zeit. Das ist ein feiner Unterschied. Wenn man die Zeit kostet, dann ist das etwas Schönes. Wenn Zeit etwas kostet, dann ist es nicht so schön. Manchmal kommt beides zusammen. Dann kostet es zwar Zeit, aber man kostet sie zeitgleich.
Einfach gesagt, man genießt sie. Die Zeit.

Ich lese immer wieder, dass Pickupper nach einer (mehrwöchigen) Pause wieder Ansprechängste aufbauen. Das geht so weit, dass sie dann beim erneuten ersten Mal fast wieder bei null starten müssen.
Das liegt offenbar an der zuletzt unterbliebenen Desensibilisierung des eigenen Gehirns.
Ursache ist klar: Zu wenige Reize aufgrund zu weniger Übung.
Resultat ist klar: Zu wenig Übung bringt Unsicherheit vor einer nächsten Ansprech-Situation mit sich.

Das ist wie in der Schule. Wenn Du vor einer Prüfung genug lernst, dann nimmt Dir das die Angst („ich bin gut vorbereitet“). Es ist auch wie eine normale Jobsituation zu sehen, zum Beispiel eine Verhandlung. Machst du das einmal im Jahr, dann haut Dich das schon völlig aus der Bahn, wenn Du im Privatleben auch nur im Autohaus wegen 2 Prozent hin oder her feilschen möchtest. Es treibt Dir den Puls hoch, Du wirst nervös. Alles dreht sich. Die Atemfrequenz steigt. Du wirst fahl. Verhandelst Du hingegen jeden Tag im Job, dann ist das Dein Metier und Dir kann keiner mehr etwas vormachen. Verhandeln ist Dein Lebenselexier. Du bist der Profi. So wie Leon.

Wie war das also bei mir?

Ich laufe umher, sehe die erste hübsche Frau des Abends, ein schönes braunhaariges Mädchen, geben wir ihr eine 6,5, und…?

Ich trau mich nicht sie anzusprechen!

Quatsch! Natürlich hab ich sie angesprochen! Bumm. 🙂

Direkt hin und los geht’s, in einem Kaufhaus in der Lebensmittelabteilung. Ihre Reaktion fiel für mich relativ gewohnt aus. Positiv überrascht, etwas nervös. Sie. Nicht ich. Kurzer Smalltalk, aber ihr Schokoherz in der Hand hatte schon nichts Gutes für mich verheißen sollen. Sie erzählte mir, dass das ein nachträgliches Valentinstagsgeschenk sei. Für wen? Natürlich! Für ihren Freund. Läuft bei Dir. Nicht bei mir.

Glaube ich ihr sogar. Die Sache mit dem Freund ist zu oft jedoch nur so ein Schutzding. Überflüssig aus meiner Sicht. Soll die Frau einfach sagen wenn sie keine Böcke auf den Mann hat.

Ich erfinde ja auch nicht, dass ich in einem schweren Verkehrsunfall verwickelt war, nur weil ich mal 5 Minuten zu spät zu Mama nach Hause zum Essen gekommen bin. 😉
Da sag ich auch einfach ganz ehrlich: „Mama! Ich hab keinen Bock auf Dein Essen gehabt!“
Um Himmels Willen, nein! Natürlich nicht! Abgesehen davon, dass Mama gut kochen kann und gar kein Anlass dafür besteht, würde ich so eine Aussage natürlich nie treffen. Aber ich sag Mama in diesem Fall sicher genauso wenig: „Du, ich hab unterwegs noch eine Frau kennen gelernt, die habe ich eben schnell heiraten müssen. Deshalb kann ich leider nicht zum Essen zu Dir kommen. Und zwar nie mehr wieder.“

Ihr versteht was ich meine. Ein einfaches Nein tut es auch. Ohne große erfundene-Hollywood-Drama-Geschichte. Kauft Dir sowieso keiner ab. Das Ding mit dem Freund. Warum nicht? Weil im Schnitt in den Städten Deutschlands die Single-Quote insgesamt bei mehr oder weniger 50% liegt. Wenn aber 60% oder 70% der angesprochenen Frauen vorgeblich Freunde haben, dann sind das… Moment ich rechne kurz… ungefähr 6 oder 7 von 10, anstatt 5 von 10. Da passt doch was nicht. 🙄

Und so ging das dann noch drei mal weiter

Die vierte Frau des abends kam mir auf einer Treppe entgegen. Sie hoch. Ich runter. Dabei trafen sich unsere Blicke für ca. 2 oder 3 Sekunden. Unsere Augen ließen sich dabei nicht los, stattdessen bewegten sich unsere Köpfe mit. Typischer Flirtblickkontakt.

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Und für mich das totale Startsignal die Situation beim Schopfe zu packen. Also drehe ich um, gehe ihr hinterher und spreche sie an. Es wird ein spaßiges vier oder fünf minütiges Gespräch. Bis dann wieder die Nummer mit dem Freund um die Ecke kommt. Läuft bei Dir. Nicht bei mir.
Na, sie fand es aber total toll, dass ich sie angesprochen habe. Sagte sie. Und auf meine Frage, ob sie Männer immer mit ihren Blicken derart auffressen würde, lachte sie zunächst verlegen und erklärte dann: „Nein, aber schauen darf man ja mal!“

„Schauen darf man ja mal?!“

Klar darf man. Wir leben ja nicht in Saudi-Arabien. Aber SO schauen?? Hm, wenn das Dein Freund wüsste, dann würde der Dich dafür vielleicht genauso steinigen wie die Steiniger in Stein-Arabien, äh Saudi-Arabien. Übrigens: Wenn Dein Freund das machen würde, würde mich das nicht wundern, wenn Du genauso reagieren würdest.

Davon halte ich gar nichts! Weder vom Steinigen noch vom fremd-Flirten!

Ich verstehe das gar nicht, dass Frauen (und auch Männer) ständig ihren Marktwert checken wollen. Flirten ist cool. Flirten ist Bestätigung.
Als ich allerdings lange Jahre in einer glücklichen Beziehung war, war das anders. Ich hatte meine Augen stets nur für sie, die Eine. („Die Eine oder keine. Für keine andere Frau ging ich lieber in den Bau“ – Die Firma).
Ehrlicherweise muss ich einschränkend sagen: Das ging so lange so, so lange ich glücklich war. Und das war sehr sehr lange der Fall. Bis zum Ende. Egal, wie auch immer.

Was ich damit sagen will: Wenn ich in einer glücklichen Beziehung bin, dann flirte ich nicht. Punkt. Ja, flirten ist reizvoll. Flirten ist Bestätigung. „Draußen Appetit holen, Zuhause essen.“ Kenn ich auch alle, die Sprüche. Ich halte davon aber trotzdem nix. Wenn mir meine Partnerin wichtig ist und ich sie von Herzen liebe, dann liebe ich sie. Punkt. Alles andere ist aus meiner Sicht – mit Verlaub – Bullshit.

Und so ging der Abend 4 zu 0 aus. Nicht gegen mich, sondern für mich natürlich. Endlich mal wieder ein paar Körbe. Nette Körbe zum Teil. Ja, so kann man es sagen. Vier nette Körbe, die allesamt Lust auf mehr machen. Lust auf mehr Körbe. 😉

Ich lasse extra Edward Snowden einfliegen

Zeit ist im Moment nur (m)ein Problem, denn es ist ziemlich überladen gerade bei mir. Aber dazu gibts bald auch einen Artikel. So nach dem Motto: „Die wahren Hintergründe über die Abwesenheit des jungen Pickuppers…“
Es wird eine Enthüllungsstory. Dafür lasse ich extra Edward Snowden einfliegen. Der soll vorher alles leaken, klassisch per USB-Stick. Dann erfährt die Öffentlichkeit, warum ich derzeit so im Dauerfeuer stehe. Letztens benutzte ich dafür den Begriff „Druckbetankung“, der Ausdruck gefällt mir. Aber selbst wenn Edward Snowden es schaffen sollte, die wahren Hintergründe für mein Abtauchen zurück in die Welt des Otto-Normal-Mannes (also weg vom Pickuppen) ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen, so bleibt beim Leaken dieser Story die Hauptrolle doch bei mir. Sorry Edward, auch wenn Du ein Großer bist.

Das Wundervollste kommt zum Schluss

Ich bin echt stolz auf mich. So konnte ich nicht einfach davon ausgehen und nicht damit rechnen, dass mir das erste Mal ansprechen einer Frau nach dieser langen Pause gar nichts ausmachen würde. Kein bisschen nervös. Keine Hemmung. Alles gut.
Das war meine längste Pause ohne aktives Approachen, denke ich rückblickend. Und so hab ich zumindest für mich die Gewissheit, dass mir DAS HIER keiner mehr nehmen kann. Wenn man trotz langer Pause etwas wieder aus dem Stegreif sofort abrufen kann, dann hat man es geschafft es zu einer echten eigenen Stärke zu machen. Man hat sich weiter entwickelt. Und das habe ich. Deshalb bin ich stolz auf mich. Man darf sich auch mal selbst auf die Schulter klopfen im Leben. Wenn es berechtigt ist, dann darf man das, bin ich der Meinung. Keine Ansprechangst mehr. Wer die letzten Monate meine Artikel verfolgt hat, der weiß, dass mein Hauptbestreben war, zunächst das eigene Ego systematisch aufzulösen. Insofern eine konsequente und logische Entwicklung. Wo kein Ego, da keine Ansprechängste.

PS: Gestern bin ich wieder raus, wieder 4 zu 0. Macht 8 zu 0 diese Woche bisher. Einen Unterschied zu vor ein paar Wochen oder Monaten gibt es dennoch: Ich merke, dass mir die Übung fehlt. Auch wenn man Approachen kann, kommt es doch aufs „wie“ an. Und da ist es wie beim Fußball. Erst mal wieder ein paar Tage Training, dann haue ich die Bälle auch wieder in den Winkel. Also übe, junger Padawan! Möge die Macht mit Dir sein.


Was hast Du zuletzt getan, womit Du Dich selbst positiv überrascht hast?
=> Sei stolz auf Dich und klopf Dir ruhig mal selbst auf die Schulter dafür. Ehrlich.

Ende der Geschichte mit einer potentiellen Traumfrau?

Ein kurzes Statement zur einer Frau, die bisher noch keinen Namen von mir bekommen hat. Es ist mit ziemlicher Sicherheit der letzte Artikel über sie, dann bekommt sie hier „postum“ eben noch einen passenden Namen von mir.

Ich nenne sie einfach „Frau Unnahbar“.

Zuletzt schrieb ich in diesem Artikel über mein Date mit ihr:
Date-Review zu einer potentiellen Traumfrau (?)

Was ist in der Zwischenzeit passiert?
Wir hatten letzte Woche telefoniert. Etwas überraschend für mich, nach spürbar weniger Interesse ihrerseits in den folgenden Tagen nach dem Date. Dennoch schrieb sie mir, stellte weiter Fragen, wenn auch nur so selten einfallslose Dinge wie: „Wie gehts dir?“. Im Telefonat – über eine Stunde – ging es mal wieder um dies und das. Und als es am Ende darauf hinaus lief, wann wir uns wieder sehen würden, kam sie ins Herumstammeln. „Ja, also… immer wenig Zeit… bla… ich will mich da noch mit meiner Freudin treffen… ach ja, am nächsten Tag, da hab ich einen Termin am Abend, schlecht… bla… bla… bla bla bla…“.

Ganz am Ende hab ich sie auf ein Date auf letzten Freitag gestupst. Sie sagte dann fast zu meiner Überraschung zu, nach so viel Gestammel zuvor war das für mich fast nicht mehr glaubwürdig. Aber das Telefonat ging danach in Ruhe weiter, auch wenn das „Magische“ bzw. die Stimmung nicht mehr so recht aufkommen wollte. Schade, aber ich sehe es auch nicht ein ständig mehr zu geben als die Frau. Ich ziehe mich dann irgendwann eben auch mal zurück. Wenn ich merke, dass das sonst ins Ungleichgewicht geraten würde. Und das tat es durch das wenige Engagement ihrerseits in den Tagen zuvor für mich gefühlt bereits längst.

Gut, und was passierte dann am letzten Donnerstag Nachmittag?
Haha. Ja. Ihr wisst schon, genau. Richtig getippt.
Da kam die Absage. Begründung?
Die alt bekannte natürlich. „Bla bla… mir gehts nicht so gut… bla bla… ich sag dann lieber für morgen heute schon ab… Sei mir nicht böse bitte“. Ja klar. Ohne einen Vorschlag zu einem Ausweichtermin.
Toll! Sag doch einfach zu mir: „Ich hab keinen Bock mehr auf Dich, danke, tschüss.“ Nein, das kann Frau Unnahbar nicht. Glanz und Gloria gehen eben auch mal bei einer potentiellen Traumfrau verloren. In dem Moment war das für mich so. Unaufrichtigkeit mag ich nicht. Kurz gute Besserung gewünscht und nach einem Alternativdate gefragt. Wieder nur ein „bla bla“ kam daraufhin zurück und mir war alles Notwendige klar. Und seither habe ich ihr auch nichts mehr geschrieben.

Vor allem der Spruch, dass ich nicht böse sein solle. Slapstick pur! Beim nächsten Mal haue ich einem Menschen einfach direkt mit der Faust aus dem Schwung der ganzen Schulter direkt ins Gesicht, gucke dann doof und sage: „Oh tut mir leid. Sei mir bitte nicht böse, ja?“ Ich weiß nicht woran das liegt, aber es gibt wirklich so viele Menschen da draußen, die wirklich nicht mehr alle Latten am Zaun haben. Unfassbar.

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Okay, jedenfalls geht da mein Interesse innerhalb weniger Sekunden auf 0 zurück. Warum auch nicht. Frau Unnahbar macht so sehr auf mega erwachsen und besonders, dass sie bei all ihrer Besonderheit wohl die Besonderheit in mir nicht erkannt hat.
Das macht sie für mich sehr unbesonders. Ganz unabhängig davon wie sie mich findet, mag ich es aufgrund ihrer Art auch gar nicht mehr wissen. Das ist so ziemlich der größte Abtörner für mich. Geringes Interesse einer Frau an mir hat ja seinen Grund. Danke.

Meine liebe Cousine sagt zu mir in diesen Fällen immer:

NEXT!

Ja. Da hast Du recht. Auch in diesem Fall heißt es wie immer bisher… NEXT! 🙂

PS: Die Nummer von Fr. Unnahbar habe ich inzwischen einfach ohne weiteren Kommentar gelöscht.

Ein Samstag zum Davonlaufen

Ich und davonlaufen? Sicher nicht!

Mein Artikel heute kommt mit über 1,5 Stunden Verspätung online. Da ich vorhin noch mit einem Freund auf einen Kaffee in der Stadt war. Und wir uns etwas verquatscht haben. So ist das eben, ganz ganz selten mal kommt ein Artikel etwas später online. Aber er kommt. Außerhalb der Regel, außerhalb der Gesetzmäßigkeit.

„Gesetze sind dazu dazu, um sie zu brechen.“
Von wem stammt dieses wundervolle Zitat? Es stammt von mir selbst. 🙂

Warum ist jetzt also der Samstag zum Davonlaufen?

Naja es steht heute 5 zu 0. Das ist an sich gesehen gut so. 5 an einem Tag ist vernünftig. Aber wenn 4 davon nahezu einfach weiter gehen und sich auf keinen Fall in ein Gespräch bringen lassen, dann ist das schon irgendwie zum Davonlaufen. Zumindest für die 4.

So viele Frauen, die keinerlei Interesse an einem Gespräch haben, hatte ich hintereinander noch nie. 4 auf einen Streich. Rekord.

Und später habe ich in einem Cafe an der Bar eine Dame seitlich angetippt und sie auf ihr Buch angesprochen. Keine Reaktion. „Hm“, dachte ich mir, „passt ja heute prima zum ganzen Tag“.
Nach ein paar Minuten entstand dann doch noch ein ganz angeregtes Gespräch. Sie hatte ein Buch dabei, das mich thematisch interessierte. Es ging um den IS. Ihr wisst schon. Dieses böse Phantom, das für all die Gräueltaten auf der Welt verantwortlich ist (gemacht wird bzw. sein soll). Da mich Geopolitik sehr interessiert, frage ich dann natürlich auch gerne nach. Überhaupt im Leben finde ich es wichtig, dass man den Dingen nach geht, die einen persönlich sehr interessieren. Zu stark sind wir täglich verhaftet und lassen uns verhaften in und für Themen, die andere Menschen interessieren, nur letztlich uns selbst nicht.
Und so bin ich immer weiter auf der Suche nach Menschen, die mir in irgend einem Bereich voraus sind. Deshalb lasse ich mich so gerne inspirieren und spreche Menschen an, die etwas tun, das mich interessiert.

Ein bisschen Smalltalk über Geopolitik. Geht das? Smalltalk über Geopolitik. Ja. Geht. Auch das geht. Solange man nicht zu tief geht. Gesellschaftskonform bleiben. Dann ist Smalltalk auch darüber möglich. Bohrt man etwas. Stellt man Fragen. Hakt man nach. Dann… ja dann… ist es gerade dabei natürlich schnell vorbei mit dem Smalltalk. Das ist normal.
Nun zu Dir, da ich Dir ja sagte, dass ich auch über unsere Begegnung vielleicht ein paar Sätze schreibe. Siehst Du, schwupp und schon tauchst Du hier auf! 😉 Du bist eine Frau, mit der man sich auch über andere Dinge unterhalten kann.
Nach ein paar Minuten über Land, Leute und die Berge ging es dann kurz um meinen Blog hier. Für den ich normalerweise überhaupt keine Werbung mache, weil das gar nicht meine Absicht ist. Nur fand ich das Gespräch mit ihr einfach frei und offen. Und da sie so lieb gefragt hat, hab ich ihr die Adresse von hier verraten.

Und wenn Du magst, hinterlasse ruhig einen Kommentar oder meld Dich mal. Falls Du weiter über Geopolitik fachsimpeln möchtest. Oder alternativ auch über Land, Leute und die Berge. Auch wenn Du in Zürich sein solltest. Viele Grüße an Dich an der Stelle. 😉

Was gibts sonst noch zu sagen?
Gestern war ich natürlich wieder unterwegs zum Clubgamen. Es war mega lustig für mich, weniger wegen irgendwelchen Erfolgen, sondern weil gestern auch mal abwechslungsweise mein bester Freund mit dazu gekommen ist. War cool mit Euch, zumindest meistens! 😉

Prima ungewohnt für mich ist die Fülle an Schlaf, die ich von gestern auf heute hatte. Es wurden ganze 8,5 Stunden! Unglaublich. Das schaffe ich in letzter Zeit kaum mehr. Der Bio-Rythmus ist etwas durcheinander geraten. Aufgrund dem vielen Weggehen, aber auch ansonsten laufe ich zur Zeit biologisch nicht ganz rund. Erkältet bin ich ja auch noch leicht. Nur zu Hause sitzen macht noch mehr krank. So zieht sich zwar dank der Kälte die Erkältung etwas länger hin, dafür tue ich im Gegenzug etwas für meine Seele. Und Spaß ist definitiv Balsam für die Seele. Da bin ich mir sicher! 🙂

Klingelingeling an der Türe! Gerade kam ein Päckchen vom Postboten. Es gibt ein paar Flaschen Rum für mich. Was??? Für mich, der doch nie Alkohol trinkt?! YES! Für mich. Ich hab eine halbe Vitrine inzwischen voll mit verschiedenen Alkoholika. Und bei jeder Flasche könnte man noch denken, dass sie noch nie geöffnet wurde. So einen hohen Durchsatz habe ich. Vielleicht vergleichbar mit einem 3-Liter-Lupo. Gibts die noch? Jede Flasche einmal angenippt und gut ist! Sie sind einfach toll anzusehen. Ich liebe Design. Und jede Flasche ist ein Unikat. Und es ist kein Fusel dabei. Ich probiere gerne aus. Alles im Leben. Einfach das Gaspedal durchdrücken. Ganz einfach.
Diesmal hab ich mir gegönnt, jeweils eine Falsche von:

Pam­pe­ro Ani­ver­sa­rio Re­ser­va Ex­clu­si­va Anejo
Cu­ba­ney Ex­qui­si­to 21 Years Old
Plantation XO 20th Anniversary

2017-01-07

Die Rum-Kenner werden die Sorten kennen. Und zu schätzen wissen, habe mir die Rums von einem Barkeeper empfehlen lassen. Einem der sich auskennt. Na dann schauen wir mal. 😉

Heute Abend gehts wieder raus. Bar- und Clubgame. Viel Spaß an mich selbst. 🙂

„Ich muss mal hi sagen“

Gestern war ich spontan noch mit einem Freund zum Bargame und Clubgame draußen.

Erst ein Irish Pub mit Rock Musik (gar nicht meins!) und danach noch in einem Edelschuppen für die Schönen und Reichen. Hollywood-Schaulaufen der Super-Models, oder besser gesagt aller Frauen, die von sich denken sie wären welche.

Wir waren nicht lang in dem zweiten Laden. Durch meine Erkältung war ich diese Woche fast nicht aktiv. Und so haben wir ein bisschen rum geschaut, Musik gehört und uns über die Szenerie lustig gemacht.

Ich sagte dann zu ihm: „Schau mal die da vorne, die da tanzt. Das ist die hübscheste Frau im ganzen Club.“

„Oh ja, da hast Du recht. Aber die kannst Du vergessen. Schau einfach nur und genieße es. Brauchst Du nicht ansprechen. Vergiss es.“, gab er mir einen gut gemeinten Ratschlag.

„Aber den Korb nehme ich sicher heute mit. Mit Vollgas. Ich gehe hier nicht mit einem 0 zu 0 raus. Ein 1 zu 0 muss schon drinnen sein!“, erwiderte ich.

Also hab ich auch erst noch ein bisschen getanzt und nach einer günstigen Gelegenheit geschaut. Sie war mit ihren Mädls unterwegs, in einer 5er oder 6er Gruppe. Und sie waren mehr oder weniger lasziv mit sich selbst oder gegenseitig beschäftigt. Jedenfalls hab ich sie später kurz auf einem Zwischengang alleine herumlaufen sehen.
Bingo. Die Gelegenheit.

Ich gehe zwei Schitte auf die mir entgegen kommende Schönheit zu. Fasse ihr an ihr Handgelenk und eröffne mit „Hi! Du bist mir aufgefallen, ich muss einfach mal hi sagen. Und…“

„Ja hi!“, entgegnete sie mir grinsend und lief direkt weiter. Geradewegs an mir vorbei.

Ich kam also nicht mal dazu meinen Satz fertig zu sprechen.

Mein Wingman stand neben mir, hat das Ganze beobachtet und gesehen, dass ich gerade einen richtig schönen Korb eingeschenkt bekommen habe. Und die Art von ihr war köstlich. „Hi“, mit einem netten (richtig aufgesetzten) Lächeln und schwupp lässt sie mich stehen wie einen nassen Sack im Regen.

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Ich hab gelacht. Und zu meinem Wingman gesagt: „Siehst Du, genau den Korb wollte ich! So macht mir das Spaß!“

Und meiner Familie hab ich später auf dem Heimweg in der Nacht vom Auto aus in unserem Whatsapp-Chat eine Sprachnachricht geschickt. Mache ich oft ziemlich live so. Der Blog hier ist ja der tiefgründige Part meines Projekts. Aber ich hab noch einen (Live-)Whatsapp-Chat für meine engsten Freunde und meine Familie. Dort habe ich das kurz rein gesprochen und geschildert. Dabei musste ich selbst lachen, weil die ganze Szenerie so lustig war. Das Verhalten dieser Tussi und das ganze drum herum. Hollywood auf ganz ganz miesem Niveau ist das alles.
Aber so mies, dass ich mich gerne drüber amüsiere. Anfangs vor ein paar Monaten habe ich mich in dem Metier noch persönlich unwohl gefühlt. Inzwischen wandle ich auch dort, weil es ein Wandeln zwischen den Welten ist. Mein normales Leben, sprich mein Alltag, und diesem schlechten Hollywood-Abklatsch für Möchtegerns.

Das Witzigste an der Sache ist – stellvertretend für nahezu alle Approaches in diesen Edelschuppen – das Verhalten dieser Tussis. Ich sprach also in den Chat sinngemäß:

„Ich find diese Tussis so witzig. Da lassen sie Dich eiskalt einfach stehen und laufen gerade an Dir vorbei. Wenn ich unter der Woche aber die selbe Frau in der Schreibwarenabteilung in einem großen Kaufhaus anspreche, dann höre ich nur: „Oh… Du bist ja so charmant. So toll, dass Du mich jetzt angesprochen hast. Endlich mal ein Mann, der sich das traut.“

Persönlich kann ich zu solchen Tussis nur sagen: Ihr seid nicht mehr ganz knusper.
In der Nacht so und untertags so. Ehrlich mal. Ihr habt nicht mehr alle Latten am Zaun. 🙂

Später hatte ich noch ein Gespräch mit einem anderen Mädchen, das auf mich zugekommen ist. Ja, gibts auch mal. Keine Ahnung was ihre Absicht war. Ich kann es nur vermuten. In dem Fall ging es wohl um Aufmerksamkeit, wie fast immer in diesen Edelschuppen. Jedenfalls ist mein Wingman deutlich größer als ich und ziemlich gut gebaut.

Sie fragte mich – nachdem sie mir zu verstehen gab, dass sie sehr gut betucht wäre – was der Typ da neben mir ständig mache. Ob er mein persönlicher Begleiter wäre.

Ich nahm den Stein auf und warf ihn zurück: „Ach Du, keine Sorge. Der passt nur auf mich auf. Du musst keine Angst haben. Der ist nur zu meiner Sicherheit da.“

Sie bekam riesen große Augen und fragte noch mehrmals nach was das soll. Warum er das macht und warum ich so jemanden habe. Ich ging nicht weiter darauf ein und grinste mir innerlich nur einen und äußerlich auch. Wenn ich so wichtig bin, dass meine Sicherheit bedroht ist, dann hab ich eben einen Menschen an meiner Seite, der für meine Sicherheit sorgt. Verständlich oder? 😉

Die Moral von der Geschicht‘?
Ganz einfach: Die Frauen in diesen Läden wollen keinen Mann fürs Leben finden. Sie wollen keinen Typen wie mich kennen lernen. Sie wollen keinen charmanten und liebenswerten Menschen finden. Sie wollen eine Show. Sie wollen Hollywood. Sie wollen eine Story und sie wollen Luftschlösser.

Und liebe Tussis, genau das zeigt ihr mir jede Woche. Fast jeden Tag. Und ihr bekommt Eure Luftschlösser. Wenn ihr sie wollt spiel ich Euch auch den zu beschützenden reichen Kerl. Den, der einen Leibwächter dabei hat.

Das ist dann meine Art speziell Euch danke zu sagen. Danke, dass ihr so unendlich dämlich und oberflächlich seid. Es macht mir auf diese Art selbst ein Stück weit Spaß. Inzwischen schoooooon. Weil ich dadurch etwas ausleben kann, was ich selbst neu an mir entdeckt habe. Lust auf mein eigenes Improvisationstheater!

PS: Wollen die Frauen dort wirklich keinen Mann finden? Doch, sie wollen. Oberflächlich nicht. Oberflächlich wollen sie nur billige Aufmerksamkeit. Weil ihre kleinen Seelen sehr verletzt und verletzlich sind. Tiefgründig wollen sie natürlich Mr. Right finden. Das wollen wir alle. Nur stehen sie sich dazu einfach selbst im Wege. Wenn ein „hi“ nicht mehr möglich ist… Schade. Aber ich mach weiter. Irgendwann komme ich mit einem „hi“ durch! 😉

Silvester ohne Feuerwerk

Silvester was dieses Jahr für mich das gewöhnlichste Silvester-Fest meines Lebens. Es war ein Tag wie jeder andere auch. Das ist schon okay so, denn jeder Tag ist gleich viel wert. Nur war es dieses Jahr schon außerordentlich gewöhnlich.

Warum?
Nun, mit meinem Kumpel zusammen bin ich durch die Stadt gezogen. Wir dachten es wäre überall etwas los. War aber nicht der Fall. Dummerweise. Und so gingen wir erst mal gemütlich eine Kleinigkeit essen. Dann war es ca. 22 Uhr. Ich war fast so angezogen als würde ich auf einen Berg gehen wollen. Feste Schuhe, dicker Pulli. Wir rechneten damit durch die Straßen zu ziehen, so von Kneipe zu Kneipe. Irgendwie war aber alles wie leer gefegt, gefühlt zumindest.

Plötzlich klingelt mein Handy und ein anderer Kumpel fragte, ob wir auf so eine große Veranstaltung kommen wollen. Ich hatte vorher mal nach Karten geschaut. 80 Euro pro Person. Mit Essen und allen Getränken umsonst. Gut, für jemanden wie mich ist das natürlich ein fast nicht zu verachtendes Angebot. 80 Euro für ein paar Schluck Wasser. Warum nicht. Spaß beiseite, natürlich hab ich keine Karten gekauft. Auch wenn da viele Frauen sein mögen. Aber 80 Euro? Dafür kann ich 10 mal am Wochenende in den Club gehen, da hab ich mehr davon. Alkohol gibts bei mir eh nicht. Und auf so Massenfraß zum Essen hab ich auch keine Lust. Es war ja kein Lokal oder Restaurant, sondern eine Halle.

Jedenfalls war das Angebot von ihm: „Komm vorbei, ich hab einer Freundin am Einlass Bescheid gegeben, ihr könnt kostenlos rein.“

Ja, läuft bei Dir. Klasse. Danke. Socialgame hat auch was Gutes. Halt, ich hab nie behauptet, dass Socialgame nichts Gutes wäre. Es ist gut, sehr gut sogar. Eine Hand wäscht die andere. Und 160 Euro für zwei Personen nicht zu bezahlen hat auch was. Am Ende des Abends sind es bei mir dann drei Bitter Lemon geworden. Halt… und ein Red Bull.

Und als wir auf der Party waren, stellte ich fest… hoppla. Ich hab gar nicht die passenden Klamotten an. Oh wie ungünstig. Da war es dann schon 23 Uhr. Und ich sag zu meinem Kumpel: „Ich muss dringend nach Hause, mich umziehen. In den Klamotten fühle ich mich hier unwohl. In dicken Schuhen und mit Pulli kann ich nicht gamen!“

Das war natürlich etwas nervig, aber so haben wir es gemacht. Ab nach Hause zu mir und umziehen. Kurz vor 0 Uhr sind wir dann bei mir vor dem Haus und zünden einige Raketen. Geld gebe ich für so etwas nicht aus. Aber es lag eine ganze Packung auf dem Weg raus von der Party nach Hause mitten in einer kleinen Grünfläche. Was weiß ich wer die da abgelegt hat. Weit und breit kein Mensch. Gut, dann nehmen wir die eben mit. So umweltbewusst sind wir dann schon, dass wir kein Plastik in der Wiese herumliegen lassen.

Und um ca. 0:15 Uhr sind wir dann mit dem Auto zurück zur Party. Endlich in schönen Schuhen und mit einem schicken Hemd. So wie sich das gehört. 🙂

Der Abend ging gut los… 1 zu 1… 2 zu 2… Das 1 zu 1 war eine mega süße kleine Griechin. Irgendwie war sie von mir angetan, das merkte ich sofort. Sie zog mich durch den halben Club. Ich kam in Stimmung, noch bevor ich wirklich energetisch aufgeladen war. Aber sie sorgte dafür, dass ich aufgeladen wurde. Unglaublich, gebildet die Kleine. Zurückhaltend und doch offen, in einer gesunden Mischung. Ganz mein Geschmack. Eine Frau eben. Hübsch und süß. So kann man das sagen. Sie wollte aber unbedingt bei ihren Mädls bleiben und ich wollte nicht zuviel Zeit mit ihr verbringen, da ich merkte, dass der Abend noch zu früh war, um da weiter zu kommen. Also bin ich erst mal raus aus dem Gespräch und hab das nächste Set eröffnet. Ich war nicht so mega angetan durch das was sie sagte bzw. wie sie wirkte, aber sicherheitshalber kann man ja mal Nummern tauschen, dachte ich mir. Schließlich hatte sie schon etwas getrunken. Da sind Menschen manchmal anders, besser gesagt immer. 🙂

Und ab dann fiel der Vorhang. Es ging gar nichts mehr. Es gab nur noch Körbe. Und teilweise auch richtig miese und dämliche Körbe. Puh. Einmal wurde ich von einer offensichtlich eifersüchtigen neidischen kleinen Göre weggezogen, weil ich mich mit ihrer Schwester unterhalten hatte. Und wir Händchen hielten. Ich solle meine Finger von ihr lassen. Haha. Und was ich mir überhaupt einbilde, so alt wie ich schon sei. Ich musste lachen. Da waren nur ein paar Jahre zwischen uns, aber ich wurde von der Göre fast 15 Jahre älter geschätzt als ich bin. Holla die Waldfee. Was für ein Zeug hast Du den gesoffen? Wie auch immer, ich hab dann schnell eskaliert, weil solche Situationen anderenfalls tierisch Zeit kosten. Mit mir raus in einen ruhigeren Bereich wollte das Mädchen nicht, also wollte ich auch nicht länger im Set bleiben. Wenn nebendran das Monster wütet. Puh, nee danke.

Und so oder so ähnlich verlief der restliche Abend. Es wurde ein fulminantes Basketballspiel. 3 zu 2. 4 zu 2. 5 zu 2….. irgendwann stand es 15 zu 2. Nach den ersten beiden Treffern gab es noch 13 Körbe. Zwischendurch habe ich mich dann mit meinem Kumpel sogar minutenlang zurück gezogen. Einfach um wieder auf Null zu stellen und mit einem neuen Anlauf zu starten. Aber irgendwie wollte es nichts mehr werden, es blieb ein Basketballspiel. Ein schlechtes.

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Ich stelle abermals für mich fest: Je früher der Abend und je nüchterne die Menschen, desto besser ist mein Game. Je später der Abend, desto erfolgloser werde ich. Das beobachte ich nun schon seit etlichen Wochen. Daher gehe ich lieber in Bars als in Clubs. Eher früher als später. Merkwürdiges Phänomen. Aber so ist es wohl. Woran das liegt… hmm… ich weiß, dass ich mit meinem Charme punkte. Und mit meiner Gesprächsführung. Das geht im Club nicht. Da musst Du mit Energie und brachialer Gewalt in die Sets. Und das fällt mir nicht immer so leicht, vor allem das Brachiale ist überhaupt nicht meine Welt. Ich bin feinfühlig und einfühlsam. Das passt da einfach irgendwie nicht so rein.

Wie auch immer… Und als wir dann ein paar Stunden später gehen wollten… kam mir die süße Griechin von am Anfang an einer der Bars entgegen. Wir unterhielten uns abermals. Ein gutes Zeichen. Sie war genau wie ich nicht betrunken. Auch gut. Und sie ist nun erst mal eine Woche in Griechenland. Hm. Sonst hätte ich schon etwas für diese Woche vereinbart. Wenigstens hab ich am Ende des Abends nochmal mit einem lieben Menschen sprechen können. Die letzte Erinnerung bleibt ja oft noch am meisten hängen.

Und so nehme ich für mich aus dem diesmaligen Silvester 2 Nummern mit und 13 Körbe. Ein paar Raketen (auf die ich generell keine Lust habe!) und eine Erkältung. Guter Start ins Jahr. Prost.

Jahresrückblick 2016 – Teil 2 von 2

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Auf in Teil 2 meines Jahresrückblicks! Viel Spaß! 🙂
Teil 1 gab es gestern (Jahresrückblick 2016 – Teil 1 von 2).

Ich würde mich inzwischen selbst als einen Menschen beschreiben, der seinen Charakter so tiefgreifend verändert hat, wie es eigentlich gar nicht möglich zu sein scheint. Nicht mal eben kurz ein „für Dich stelle ich mich um“. Sondern ein „das bin jetzt einfach ich“. Es ist möglich seinen Charakter zu verändern. Aber es kostet Mut und viel Zeit. Das Ergebnis ist in meinem Fall jeden Aufwand wert. Ich bin so ausgeglichen und ruhig in und mit meinem Leben geworden, dass ich in letzter Zeit öfter von fremden Menschen (meist Frauen) hörte: „Du bist schon ein sehr ruhiger Mensch.“
Das höre ich dann meist während der Dates, wenn es schon etwas persönlicher und vertrauter wurde. Wenn ich hingegen noch in der Ansprechphase bin, also im Daygame oder Clubgame, dann höre ich oft das Gegenteil. Woher denn mein Mut komme. Und ob ich immer so selbstbewusst sei. Das zeigt mir, dass ich beides kann. Energie nach außen zu bringen, um Frauen anzusprechen. Und Energie in mir wirken und ruhen zu lassen, wenn ich mit einem Menschen vertraut bin.

Meine Familie sagt zwar immer mal wieder gerne zu mir: „Du redest zu viel. Keine Frau kann Dich ersthaft wollen bei Deinem vielen bla bla bla.“
Die Frauen sagen nur das Gegenteil zu mir. Lustig eigentlich. Da sieht man mal, dass man unterschiedlich wahrgenommen wird und sich auch selbst unterschiedlich verhält. Zuhause mit der Familie und unter Freunden rede ich einfach drauf los wie mir der Schnabel gewachsen ist. Da bin ich weiterhin der, der ich immer war. Draußen hingegen sehe ich mich in einer anderen Rolle. Und ich möchte meine neue Rolle auch zu meinem generellen Leben machen.

Mein Rekord liegt bei 42 Approaches in einer Woche, in der KW 32. Mein Ziel für das neue Jahr ist erstmal 43 in einer Woche und danach noch mehr. Ich habe jetzt das Handwerkszeug gelernt oder mir selbst beigebracht. Jetzt ist es umso mehr an der Zeit den Werkzeugkasten auch konsequent einzusetzen.

Was war das „Schlimmste“, was mir in 2016 beim Pickuppen passiert ist? Das werde ich oft mal gefragt. Also richtig schlimme Dinge sind mir nie widerfahren. Ich hab noch von keiner Frau eine gedonnert bekommen. Nach mir wurde auch noch nicht getreten. Ich wurde nicht bespuckt. Solche Dinge sind was für Hollywood. Die Realität sieht so aus:

„Mensch, das ist total cool von Dir, dass Du mich so ansprichst. Endlich mal ein Mann mit Mut. Und Du hast das echt charmant gemacht. Leider hab ich einen Freund. Aber bitte mach weiter so. Die Richtige wird für Dich kommen und deshalb sprich weiterhin Frauen an!“

„Leider“ hat sie einen Freund. Hehe. Ja. Höre ich tatsächlich öfter mal. Das „leider“ ist meistens nicht mit im Satz, aber kommt schon vor. Sagt auch viel aus. 🙂

Das „Schlimmste“ was mir also widerfährt sind die Situationen, in denen eine Frau einfach weiter geht, ohne mich zu beachten. Keinerlei Gefühlsregung. Da kommt man sich etwas komisch vor. Beim ersten Mal war das echt komisch. Ich dachte sie würde mich nicht hören können und hab auch noch gefuchtelt und gefragt, ob sie taub sei. Bis mir klar wurde, dass sie einfach eine Ziege war. Mähhh.
„Schlimm“ sind auch die manchmal echt fiesen Körbe, wobei fies für mich dann fies ist, wenn sie einfach überhaupt nicht zu schätzen weiß, dass es echt Mut kostet eine Frau charmant anzusprechen. Ich spreche nicht von diesen Checker-Typen mit ihrem „hey Mädchen, Du bist geil!“, da ist mir das schon klar. Aber von einem gut gekleideten, gepflegten und durchaus charmanten Mann angesprochen zu werden… da kann man meiner Meinung nach zumindest nett „nein danke“ sagen. Aber so sind viele unserer Tussis eben. Und dementsprechend werden diese Tussis dann auch ihr (Un-)Glück finden. Ich tippe nämlich, dass diese Tussis dann genau den Typ „hey Mädchen! Du bischt geil!“-Mann abbekommen werden. Das ist dann Euer Problem, liebe Tussis, nicht mehr meins. 🙂 Darum bin ich froh um all die Frauen mit Würde, Anstand und wahrer Größe. Euch gibt es noch. Und ich begegne Euch auch zwischendurch mal, wenn auch sicher nicht täglich .
Was ist sonst noch schlimmes passiert?
Nun, die vielen Körbe, die andere Menschen drum herum mitbekommen. Die waren anfangs auch sehr schlimm. Wenn 20 Menschen sehen, dass Du direkt einen Korb kassierst. Dann ist das nicht so mega cool. Aber man wächst daran. Mehr als durch jede Beförderung im Job. Mehr als durch jeden Schulterklopfer der eigenen Eltern oder von Freunden.

Und was war das „Schönste“, das ich bisher erlebt habe?
Puh. Echt unendlich viele Situationen. Die Frauen, die ich anspreche, sind alle samt schon hübsch bis sehr hübsch. Nichts unter 5,5 oder 6. Ein Date hatte ich im Juli mit einer Frau, ihr würde ich fast eine 10 geben. Die 10 bekommt von mir normal niemand. Sie auch nicht, aber wenn es etwas geben sollte, was die Skala eigentlich hätte sprengen können, dann sie. Sie war die mit Abstand hübscheste Frau, die ich in meinem Leben je persönlich gesehen habe. Ich rede nicht von „im Fernsehen gesehen“. Sondern live, echt, in bunt und Farbe und neben mir.
Mit ihr durch die Straßen zu laufen, Händchen haltend, hatte schon etwas unendlich Anmutiges an sich. Solche Blicke bekommt man nicht mal wenn man mit einem Ferrari durch die Straßen fährt. Ob ich auf Dauer damit so leben möchte, dass sich jeder Mann auf der Straße nach mir umblickt, weil ich so eine Frau neben mir habe, weiß ich nicht. Das war schon gespenstisch. Ich hatte das Gefühl, dass jeden Moment die Paparazzi irgendwo aus der Hecke kommen. Wirklich. Genau so war es.
Es war für mich eine unendlich wichtige Referenzerfahrung. So eine Frau zu daten. Und für die Neugierigen unter Euch: Ja, und auch so eine Frau zu küssen… 🙂

Und was war das „Kurioseste“, das ich bisher erlebt habe?
So richtig kurios war eigentlich gar nichts, bei genauerem Betrachten. Alles lief eigentlich so gesehen ganz „normal“ ab. Aus heutiger Sicht. In den einzelnen Situationen hingegen gab es natürlich schon Merkwürdigkeiten, die unglaublich sind. Aber dafür gibts ja meine vielen Artikel hier. 🙂
Nicht wirklich kurios, aber inzwischen bin ich so weit, dass ich Kumpels und Freunden helfen kann Frauen kennen zu lernen. Letztens war ich mit einem Kumpel zum Clubgame unterwegs und ihm gefiel ein Mädchen. Also hab ich sie angesprochen und das Gespräch so verlaufen lassen, dass die zwei zueinander finden. Und sie haben zueinander gefunden. Wenn auch nur für eine Kurzfristigkeit, aber das ist nicht in meiner Hand. Ich bin glücklich darüber, dass ich meinen Teil zur Freude anderer Menschen beitragen kann. Das reicht mir.

Und was war das „Lehrreichste“, das ich bisher erlebt habe?
Definitiv die eigenen Grenzen auszutesten und sie auch zu verschieben. Grenzen existieren nur in unserem Kopf. Hinter den Grenzen existiert eine Freiheit, die jeder von uns alleine dadurch erlangen kann, dass er seine eigenen Grenzen erstmal nur feststellt. Und sie danach im nächsten Schritt ein klein wenig verschiebt. Das geht. Jeder für sich. Jeder hat andere Grenzen. Aber Freiheit kennt keine Grenzen. Und das war für mich das Lehrreichste. Du kannst auch mitten am Tag in einem belebten Cafe eine Frau ansprechen und Dir einen Mega-Korb abholen. Kein Problem. Eigentlich nicht. Es sind nur die eigenen Gedanken, die diese Situation so „unerträglich“ erscheinen lassen. Es war doch nur ein Korb. Das ist alles. Und bevor ich sie nicht angesprochen habe, war es eben (noch) kein Korb.
Inzwischen ärgern mich Situationen sehr, wenn ich sie auslasse. Also wenn ich eine Frau sehe, die mir gefällt und ich es nicht tue. Sie also nicht anspreche. Das geht gar nicht!!! Das kommt aber inzwischen auch fast nicht mehr vor. Jede Frau, die ich ansprechen möchte, spreche ich an. Aber in mir staut sich etwas auf, wenn ich zögere. Bis ich es dann tue und sie anspreche. Dann bin ich befreit. Also die Körbe sind inzwischen total egal geworden. Nicht anzusprechen tut hingegen weh. Das ist eine völlige Verdrehung der ursprünglichen Wahrnehmung. Es ist aber inzwischen meine Realität geworden. Gut so.

Und was war das „Lehrreichste“ auf Dates, das ich bisher erlebt habe?
Es gibt da gar kein einzelnes Ereignis. Aber das was ich am meisten gelernt habe ist die Nervosität abzulegen. Vor dem Date, wenn noch Zeit ist gehe ich zum Beispiel vor dem Date noch approachen. So kann ich Pausen sinnvoll nutzen und füllen. Praktisch. Aber besonders auch im Date. Es ist klasse zu wissen, dass man mit der Situation gut umgehen kann. Man ist gelassen. Man weiß, dass das hier nicht „mein Leben“ ist. Es ist ein Date. Und vermutlich das letzte. So wie meistens. Aber das ist okay so. Und deshalb kann ich ganz entspannt sein. Mit Abstand das Lehrreichste ist es aber bewusst und gezielt eskalieren zu können. Ich schrieb hier schon öfter drüber. Bewusst eskalieren heißt einfach in einer Begegnung, auch schon vor dem ersten Date, klar zu sub-kommunizieren. Die Frau muss wissen was das hier soll. Kein Weichei-Getue von mir. Sondern sie soll und darf klar wissen, dass das hier etwas zwischen Mann und Frau ist. Das ist enorm wichtig. Streicheln, küssen, Händchen halten. Solche Dinge. Extrem wichtig, sonst verschwendet man unendlich Zeit.
Aus der Familie und selbst aus meinem Freundeskreis sagten Menschen zu mir immer wieder mal: „Geh es ruhiger an. Gib nicht so viel Gas von Anfang an.“
Ich kann dem inzwischen entschieden widersprechen. Meine erste und einzige wirkliche Beziehung zu einem Mädchen, die vor ca. 2 Jahren auseinander ging, begann genau so. Und damals hatte ich verflucht nochmal keine Ahnung vom Pickuppen. Es war einfach in mir drinnen. Ich sah dieses unendlich süße Mädchen und war fasziniert ab der ersten Sekunde. Sie war so frei und herzlich. Für sie zählte ab der ersten Sekunde nur ich. Und sonst nichts. Und es war absolut richtig sie am ersten Tag zu küssen. Wenige Stunden später fragte sie mich: „Sag mal, sind wir jetzt eigentlich zusammen?“ Wenn ich daran denke, dann bekomme ich auch jetzt noch Gänsehaut bei dem Gedanken an damals und an sie. Ja, so einfach war das. Ab dem Zeitpunkt waren wir zusammen. Und ich teilte ab der ersten Minute alles mit ihr. Und darauf bin ich wahnsinnig stolz. Dass es von Anfang an so lief wie es lief. Und ich bin stolz auf jede Minute mit ihr und stolz auf sie.
Warum erzähle ich das?
Weil ich davon überzeugt bin, dass echte Gefühle keine Wochen brauchen. Und keine zwei oder drei oder fünf Dates. Wenn es „die Richtige“ ist, dann ist ein Date genug um „zu wissen“. Oder besser gesagt um „zu fühlen“.
Deshalb ist das Eskalieren so wichtig. Nur so kann man ganz schnell herausfinden, ob die Frau mehr für einen empfindet als einen Mann nur ein bisschen als dämlichen Zeitvertreib anzusehen. Der Kuss ist eine erste Hürde. Die im Übrigen alleine genommen auch noch nichts zählt, wie ich festgestellt habe. Aber es ist dann beim zweiten Treffen klar, dass es nicht wieder so ein Kaffeeklatsch wird wie sie es mit allen anderen Typen haben kann. Eskalation ist ein Zeichen von Männlichkeit. Und das ist mir wichtig.
Was übrigens nicht heißt, dass man jede Frau beim ersten Date küssen sollte. Es ist kein „muss“. Aber wenn man selbst etwas für sie empfindet, dann sollte man versuchen herauszfinden wo die Wahrheit liegt. Und die Wahrheit ist die Frage, ob sie Interesse an mir hat oder nicht.
Deshalb bin ich davon überzeugt, dass eine frühe Eskalation (so wie es die Date-Profis und Pickupper auch beschreiben) nur gut und richtig ist. Kein Mensch sagt, dass man weiter gehen muss beim ersten Date. Dazu bin ich gar nicht der Typ. Etwas bin ich mir selbst schon noch wert! 😉 Aber es kann auch nicht sein, dass man der nette Kumpel von nebenan ist, mit dem die Frau nach Lust und Laune mal zum Kaffee trinken geht. Nein danke. Keine Freundschaften zwischen Männer und Frauen. Nicht für mich.

Gehe ich nur nach dem Optischen?
Nein nein. Sicher nicht. Ganz im Gegenteil. Ich achte sehr gesund und bewusst auf die inneren Werte einer Frau. Die meisten Frauen haben keine, das kann ich heute getrost sagen. Da gibt es keine Werte. Es gibt ein paar antrainiere Verhaltensmuster. Aber keine echten Werte. Das macht das für mich oft auch so unnötig schwer. Weil ich nach Werten Ausschau halte. Und oft merke, dass außer Job und Geltungssucht nicht viel hinter der Fassade steckt.

Und ein guter Jahresrückblick sollte auch einen Jahresausblick beeinhalten. Der folgt dann morgen…!

Und bevor dieser Artikel zu Ende geht…

Vielen Dank liebe Frauen für dieses gemeinsame Jahr mit Euch. Vielen Dank für die vielen Gespräche mit Euch. Mit Euch meine ich die vielen Frauen, denen ich täglich draußen begegne. Ihr könnt so hart sein. Und das hat mich härter gemacht. Ihr könnt aber auch so weich sein. Und das hat mich weicher gemacht. Ihr inspiriert mich jeden Tag besser zu werden. Eure vielen Körbe sind mein Antrieb immer weiter zu machen. Eure vielen positiven Reaktionen und die Erfolge zeigen mir dagegen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich danke Euch, auch wenn ich die meisten von Euch nie wieder sehen werde (außer die Frauen, die ich schon zum zweiten oder dritten mal angesprochen habe, ohne es zu merken – haha!). In jeder Interaktion steckt etwas Einzigartiges und Tolles. In jeder, davon bin ich überzeugt. Daher genieße ich meine Zeit mit Euch so sehr. Ich genieße dadurch einfach mein Leben.

Natürlich ein großes Danke an alle meiner Leser! Ich will hier nicht zu viel schleimen. Aber es gibt ein paar treue Leser und ein paar Follower. Und es ist schön, wenn ich Euch ein Stück meines Lebens mitnehmen kann.

Und jetzt noch ein paar persönliche Worte. Sie kommen besonders aus dem Herzen.

Ich habe viele soziale Kontakte aufgebaut, unter anderem einen Menschen in den letzten Monaten kennen gelernt, mit dem ich mich echt angefreundet habe. Inzwischen sehen wir uns mehrmals die Woche. Du bist ein cooler Typ. Ich mag Dich und das weißt Du, danke für die Zeit und die vielen gemeinsamen Runden in der Stadt! Du hast mich im Sommer oft motiviert, meistens täglich. Zu einer Zeit, in der ich eigentlich noch völlig am Boden war. Du hast eine positive Ausstrahlung und Energie. Nicht nur dafür danke, sondern dafür, dass Du diese Energie mit mir teilst! Auch wenn Du zwar ein Checker bist, aber das wird sich im Laufe der Jahre schon noch ändern… Du wirst auch mal älter…! 😉

Außerdem vielen Dank auch an meinen Wingman, mit dem ich teilweise zwei oder drei mal pro Woche draußen herum hänge. Bargame, Clubgame. Du bist so einzigartig. Du bist ein Unikat. Danke für Deine Art und Dein Vertrauen mir gegenüber. Es ist schön, dass wir den Kontakt so aufbauen konnten. Danke, dass Du gerade am Anfang oft noch so geduldig Geschichten aus meiner Vergangenheit über Dich ergehen hast lassen. Im Sommer war ich echt noch mega down. Du hast den größten Anteil daran, dass ich heute wieder gerade stehen kann. Weil Du mich überall hin mitgenommen hast, in Deine Welt. Zum Teil wurde es dann auch meine Welt. Heute gehe ich in einen Laden und die Leute kennen mich und die Menschen freuen sich mich zu sehen. Dafür Danke Dir!

Danke an meinen besten Freund. Du weißt, dass Du gemeint bist. Du hast Dir schon verdammt viele Frauen-Geschichten von mir anhören müssen in den letzten Monaten. Teilweise kanntest Du die Namen der Frauen meiner Dates besser als ich. Besonders in den Wochen, in denen ich 4 Dates hatte. Du bist ein prima Manager! Danke für Deine vielen tröstenden und aufopfernden Worte. Es gab immer viel zu lachen mit Dir. Nicht nur beim Fifa spielen! Du hast selbst eine harte Zeit zuletzt durchlebt und durchlebst sie immer noch. Ich werde genauso immer für Dich da sein! Ich hab Dich lieb! 🙂

Danke auch an eine besondere Frau, zu der der Kontakt nie völlig abgebrochen ist. Du weißt, dass Du gemeint bist. Danke, dass Du mich auf einige Treffen mit wirlich liebenswerten Menschen mitgenommen hast. Du hast in mir einen Stein ins Rollen gebracht und mich ermutigt. Danke für Deine stetige Ehrlichkeit mir gegenüber. Durch Dich bin ich dem Buddhismus näher gekommen. Und damit näher zu mir. Das war zu einer Zeit, in der ich völlig depressiv war. Ich war sicher mega anstregend und echt eine Belastung damals für Dich. Du weißt aber, dass ich Dich immer sehr geschätzt habe. Und das bis heute tue. Mehr als je zuvor. Du bist eine tolle Frau mit wahnsinnig viel Energie. Sei weiterhin so liebenswürdig als Mama für Deinen Familie da. Du machst das prima! Respekt! Danke für alles und ich freue mich immer, wenn wir telefonieren oder uns auch mal wieder sehen können.

Danke an die vielen Menschen in meiner Familie. Ihr seid alle so unterschiedlich. Jeder auf seine eigene Art ist etwas Besonderes. Danke für Eure Art mit meinem jetzigen Leben so offen umzugehen und mich so zu akzeptieren wie ich inzwischen bin. Und mich meinen Weg gehen zu lassen. Ohne Druck und mit Verständnis. Eines Tages werde ich auch wieder mehr Zeit mit Euch verbringen, das wird dann der Fall sein, wenn eine Frau an meiner Seite ist, die unter anderem auch auf Familie und Geborgenheit wert legt. So wie es einmal war. Genau wie ihr viele wundervolle Kinderchen habt, so möchte ich das auch. Ich bin auch nur ein Mensch wie jeder Andere. Daher… werden wir sicher wieder mehr zusammen kommen. Irgendwann. Vielleicht auch mit meinen Kindern. Wer weiß. Gegenseitige Besuche bei ihrer Familie oder eben in unserer. Eine Frau mit Werten ist in der jetztigen Welt nur kaum zu finden, aber ich bin dran und ich werde es schaffen! Was sind schon 21 Dates? Es gibt 7 Milliarden Menschen auf der Welt. Davon ist die Hälfte weiblich. Ich hab also echt noch einen ganzen Batzen vor mir und noch viele Steine zu schleppen. Da wird schon noch die Richtige dabei sein, die mich will. Und ich sie. Also bleibt cool und habt Geduld mit mir! 😉

Danke an meine Freunde und Kumpels. Ich kann Euch fast unmöglich alle einzeln hier aufzählen. Aber ich bin um Euch dankbar und froh. Und aus jedem Kumpel kann auch ein Freund werden. Also immer herzlich willkommen! 🙂

Danke auch an alle ehemaligen Kumpels und gedachten Freunde. Mit Euch habe ich nichts mehr zu tun. Weil ich Euch vielleicht nicht mehr cool genug bin. Oder zu ehrlich. Oder komisch. Oder was weiß ich. Ich bin froh, dass Ihr inzwischen nicht mehr Teil meines Lebens seid. Heuchler brauch ich nicht. Danke für alles bisher. Und danke, dass wir nichts mehr miteinander zu tun haben. Auch wenn ihr das hier wahrscheinlich sowieso nicht lesen werdet, so desinteressiert wie ihr am Leben oder zumindest an meinem Leben seid. 😉

Ein besonderer Dank an meine Eltern. Ich liebe Euch. Damit ist alles gesagt!

Jahresrückblick 2016 – Teil 1 von 2

Das Jahr geht im zwölften Monat auf den einunddreißigsten Tag zu. Zeit für das, wofür es am Ende eines Jahres für gewöhnlich Zeit ist. Für Jahresrückblicke. Und so einen gibt es hier auch.

Zuerst aber eine wichtige Zwischenmeldung. Sozusagen als Live-Ticker:
Gestern ging mein 150. Artikel online! WAHNSINN!!!

Nun freue ich mich selbst ganz besonders auf meinen eigenen Jahresrückblick. Warum?

Weil ich ein bisschen was zur Statistik sagen werde. Zu meiner ganz persönlichen Statistik seit meinem Beginn mit dem Pickuppen. Ich habe mir meine Dates in meinen Kalender notiert. Ich habe mit notiert wieviele Frauen ich angesprochen habe und wieviele Nummern ich bekommen habe.
Nur eines vorneweg: Ein bisschen ist so eine Statistik auch immer nicht ganz die Wahrheit. Denn es ist schwierig für sich selbst eine Zählweise zu finden, die „die Wahrheit“ abbildet. Deshalb gilt für diesen Artikel, wie für alle meine Artikel und genau genommen wie für alles in meinem Leben und im Leben aller Menschen: Es ist niemals DIE Wahrheit. Es ist stehts MEINE bzw. DEINE Wahrheit.
Beispiel: Ich spreche eine Frau im Kaufhaus an, sie hält ein Parfüm in der Hand. Ich sage: „Oh, den Duft kenne ich gar nicht. Ist der eher leicht oder schwer?“ Und dann kommt zurück: „Keine Ahnung, weiß ich nicht. Bin in Eile, wollte nur kurz nach dem Preis schauen.“ Dann dreht sie sich um und geht.

Das ist jetzt ein fiktives Beispiel. Aber soll ich das tatsächlich als einen Approach zählen? Hm… Oder zählt ein Approach erst als ein Approach wenn ich bis zum Ende durch eskaliert habe? Das heißt die Absicht klar wurde, dass ich sie treffen möchte? Bzw. zumindest die Absicht klar wurde, um was es hier geht?

Gute Frage, gell. 🙂
Also fang ich lieber mit der Statistik an und sage danach was dazu.

Meine Aufzeichnungen beginnen im Juli 2016. Genau genommen am 7. Juli 2016. Es war der erste Tag, an dem ich explizit nur deshalb raus gegangen bin, um Frauen anzusprechen. Ein paar mal habe ich das schon vorher gemacht, Frauen angesprochen, jedoch eher nebenbei.

Der erste Tag startete mit 4 Frauen, wovon eine ein spontanes Date war. Guter Einstieg für einen Pickupper. Damals hab ich aber auf das sofortige spontane Date noch gar keinen Wert gelegt. Das war noch nicht in meinem Werkzeugkasten drinnen, es ergab sich tatsächlich spontan. Heute versuche ich das immer sofort zu integrieren, in jede Interaktion („Hey, lass uns doch für ein paar Minuten da vorne noch auf einen Kaffee gehen. Komm mit, die machen den besten Kaffee der Stadt!“).

Erst mal ohne viele Worte hier also meine Statistik nach Kalenderwochen, wobei die KW52 logischerweise noch nicht zu Ende war, als ich die Statistik erstellt habe. 🙂

2016-12-30

Und hier nochmal im Textformat:

KW Approaches Nummern Dates
KW27 18 5 1
KW28 9 1
KW29 16 2 1
KW30 30 9 3
KW31 35 5 2
KW32 42 9 2
KW33 26 2
KW34 22 7
KW35 17 4 1
KW36 19 2 4
KW37
KW38
KW39 1
KW40
KW41 2 2
KW42 4 1
KW43 8 4 1
KW44 5 2
KW45
KW46
KW47 2 1
KW48 9 3 1
KW49 22 2 1
KW50 14 5 2
KW51 20 4 1
KW52 10 0

Macht in der Summe 330 Approaches, zu 70 Nummern und 21 Dates!

Keine Statistik taugt etwas, wenn man sie nicht erklärt. Also gibts von mir ein paar Kommentare dazu.

  1. Ich habe nicht jedes Ansprechen als einen Approach gezählt. In vielen Fällen hat die Frau es total eilig oder wird im Gesprächseinstieg abgelenkt. Manchmal kommt auch einfach ein Freund hinzu, so dass ich dann nicht weiter mache, sondern smart aus dem Gespräch raus gehe. Ich zähle so etwas nicht als Approach, denn zu keinem Zeitpunkt hat ihr klar sein können, dass ich sie kennen lernen will. Was folgt daraus?
    => Ich habe wesentlich (!) mehr Frauen angesprochen, als diese 330.
    Ich würde sagen… fast doppelt so viele. In vielen Alltagssituationen habe ich auch Frauen angesprochen, ohne dass ich mir mehr mit ihnen vorstellen hätte können. Es ging mir dabei immer um das Üben, Üben, Üben. Ansprechen im Kaffee, ansprechen an der Supermarktkasse, ansprechen im Aufzug. Egal wo. Gerade am Anfang habe ich Menschen oft einfach nur nach der Uhrzeit gefragt. Ziel dabei ist es, dass man die Ansprechangst ablegen lernt. Es geht darum Interaktionen zu üben. Oft setze ich mich auch einfach so zu einer Frau in einem Kaffee oder in einem Imbiss  und spreche mit ihr, obwohl ich sie nicht attraktiv finde. Es geht einfach um die Interaktion. Resultat heute ist, dass ich (auf meinen Dates) ständig gesagt bekomme: „Es ist echt unglaublich wie die Zeit mit Dir vergeht, man kann sich mit Dir echt über alles unterhalten.“ Bingo. Übung macht den Meister.
    Aber ganz oft ist es auch so: Ich sehe eine Frau, spreche sie an und nach den ersten 2 oder 3 Sätzen merke ich, dass sie überhaupt nicht mein Fall ist. So etwas zähle ich nicht mehr als einen Approach, weil dann schnellst möglich raus gehe aus dem Gespräch. Zeitverschwendung.
    Oft sprechen die Frauen auch mal nicht Deutsch, dann gehe ich ebenso sofort wieder raus aus dem Gespräch. Ebenso Zeitverschwendung. Wenn ich all diese Dinge zusammen zählen würde, dann würden meine Zahlen wahrscheinlich bei ca. 600 bis 800 Approaches seit Juli 2016 liegen.
    Aber ich zähle auch in Zukunft einen Approach auch weiterhin nur dann, wenn ihr (!) klar wurde, was ich von ihr wollte.
  2. Die 21 Dates beziehen sich auf ERST-Dates. Ich habe keine Dates dazu gezählt, die ein zweites oder drittes Date waren. Das bedeutet: 21 Dates mit 21 verschiedenen Frauen. Übrigens: Ich bin meinen Handy-Kalender durchgegangen und habe mir zu den Frauen damals schon immer den Vornamen notiert, einfach nur so. Heute finde ich es lustig. Bei vielen Frauen weiß ich nicht mal mehr wie sie aussahen. Bei einigen ja, aber bei vielen nicht. 🙂
  3. Die Flake-Quote ist offenbar gar nicht mal so hoch wie gefühlt. Ich hatte mal 6 Date-Absagen in Folge, darüber hatte ich hier ja auch schon geschrieben. Aber bei 70 Nummern zu 21 Dates ist die Quote echt okay. Das heißt ich brauche knapp 4 Nummern, um zu einem Date zu kommen. Gar nicht mal so wild. Wenn man dann weiß, dass aus 330 Approaches 70 Nummern raus springen, liegen wir bei einer Nummern-Quote von knapp 1 zu 5. Wir rechnen zusammen… das ergibt also bei 4 Nummern zu einem Date und einer Approach-zu-Nummern-Quote von 1 zu 5…. also dann 20 Frauen, die ich ansprechen muss, um zu einem Date zu kommen.
    Puh, das hört sich selbst für mich gar nicht mal nach so wenig an. Andererseits ist es aber auch nicht so viel. Das schaffe ich in zwei Tagen problemlos. Allerdings brauche ich dafür schon ein paar Stunden Zeit. Und die Zeit ist immer das größte Problem. Im Sommer hatte ich viel Zeit, da bin ich meistens früh aus der Arbeit raus und habe dick Minus auf meinem Stundenkonto gemacht. Im Winter ist es früh dunkel und da geht nicht so viel. Deshalb halte ich mich dann eher in Kaufhäusern auf. Da ich aber im Winter länger arbeite, bleibt nicht so viel Zeit zum Approachen. Naja, bald steht schon wieder der Frühling vor der Türe! YES!
  4. In den Kalenderwochen 37 bis 40 hab ich fast nichts mehr gemacht. Das liegt daran, dass ich meine Zeit fast ausschließlich mit einer Frau verbracht habe. Durch die Distanz allerdings hauptsächlich übers Telefon. Zu diesem Zeitpunkt war ich draußen gar nicht mehr aktiv. Das ist der ultimative Beweis für mich, dass ich im Herzen trotz Pickup weiterhin ein absolut monogamer Mann bin. 🙂
    In der KW45 und 46 war ich im Urlaub. Vor dem Urlaub hab ich schon extra nichts mehr gemacht, weil ich wusste, dass ich sowieso keine Dates vereinbaren könnte.
  5. Man sieht auch, dass die meisten Dates am Anfang meiner „Karriere“ stattfanden. Da habe ich am meisten unternommen. Es war Sommer. Ich war jeden Tag draußen. Gegen Jahresende hin ist es etwas schwieriger, weil es kälter ist. Und ich mag die Kälte nicht. Das heißt aber nicht, dass ich fauler geworden bin. Nur ich gehe auch nicht mehr ganz so extrem auf die Masse und das „Lernen“ des Ansprechens wie zu Beginn. Inzwischen dauern bei mir die Konversationen länger. Das ist ein Grund, warum ich heute einfach selten nur noch 15 Approaches an einem Tag schaffe.

Was kann ich aus meinem eigenen Jahresrückblick rausziehen?
Ideen entstehen immer aus der eigenen inneren Tiefe. Und so ist das auch jetzt. Beim Schreiben und beim Reflektieren meiner eigenen Statistik.
Was kann ich also mitnehmen?
Und warum in Teufels Namen erstelle ich für mich selbst eine Statistik? 🙂

Eine Statistik macht das eigene Handeln objektiv messbar. Es ist zwar ein Herzensthema, diese Suche nach meiner Traumfrau. Eine Beziehung ist nichts Sachliches, jedenfalls nicht eine Liebesbeziehung.
Mir geht es erstmal darum richtig richtig gut zu werden im Umgang mit Frauen. Von anderen richtig guten Pickuppern weiß ich, dass es etwa 1 Jahr dauert, bis man kontinuierlich Erfolge hat. Und ich spreche nicht von diesen Kiddys die inzwischen in den Großstädten die Fußgängerzogenen belagern (! kein Witz!) und alles ansprechen was nicht bei drei auf dem Baum ist. Selbst einfach nur ungepflegt sind, schmutzige Schuhe tragen und außer „hey krass Alter, was geht Mann?“ nichts raus bringen.
Nachchdem ich also nicht 1 Jahr für meine ersten Erfolge gebraucht habe, bin ich insofern  wohl schon mal ein Naturtalent, denn die meisten Männer scheitern am Überwinden der sogenannten Ansprechangst. Die Hürde hab ich recht früh schon genommen, da kann ich mir selbst definitiv auf die Schulter klopfen.
Nach etwa 2 bis 3 Jahren Pickuppen ist man laut deren Berichten und aus den von mir geführten Gesprächen mit manchem „Profi“ für sich selbst so weit, dass man die aller meisten Situationen „gut“ einschätzen kann und in der Regel auch „das Beste“ rausholen kann. Also zum Beispiel eine unentschlossene Frau dazu bringen kann, dass sie mich kennen lernen möchte, anstatt beim Austauschen der Nummer doch noch zu zögern. Dass man auf einem Date für Emotionalität und „Knistern“ sorgen kann, anstatt völlig aufgeregt mit sich selbst beschäftigt zu sein. Dass man mit sog. „Shit-Tests“ einer Frau gut umgehen kann und weiß, ob das nur ein dämlicher Test ist, um aus ihrer Sicht die Spreu vom Weizen zu trennen oder ob sie hier tatsächlich einfach kein Interesse mehr an mir hat. Und abgesehen davon vor allem auch dafür sorgen kann, dass Frauen Dich tatsächlich attraktiv und begehrenswert finden und eine Beziehung mit Dir möchten.

Die Statistik werde ich weiter führen, weil ich sehen möchte, ob höhere Zahlen mir gut tun oder nicht. Mehr Approaches heißen mehr Nummern und mehr Dates. Und ich will auch im neuen Jahr meine Zahlen weiterhin schön nach oben bringen. Mein Fokus im Leben liegt im Moment nur darauf. Alle anderen Aspekte des Lebens habe ich dieser einen Sache untergeordnet. Auch wenn das Ziel nur DIE EINE FRAU ist. Aber mehr Dates erhöhen die Chancen. Daher mehr Dates nicht als Selbstzweck, sondern als Weg zum Ziel!
Deshalb achte ich sehr auf meine Ernährung, meine Kleidung, Sport und insgesamt meinen gesamten Umgang und auf mein Ausgehverhalten.

Für ein irdisches Leben ist das eine Wahnsinnsleistung, was ich da abgeliefert habe. Auch wenn ich schon oft darüber geschrieben habe, es ist in erster Linie eine mentale Leistung. Pickuppen ist mehr als „einfach mal ein paar Frauen daten“.

Pickuppen bringt Dich an den Rand der Verzweiflung und an den Rand der Hoffnungslosigkeit. An den Rand der Demütigung. An den Rand der wiederkehrenden stetigen Enttäuschung und substanziellen Energielosigkeit.

Pickuppen bringt Dich aber auch zu unglaublichem Reichtum. Reichtum an Erfahrungen. Reichtum an Dir selbst zu wachsen und zu lernen. Reichtum zu Dir selbst zu finden.

Und was ich auf jeden Fall jetzt schon sagen kann, ist, dass das Leben im Jetzt unendlich wichtig ist. Und die Kunst darin liegt das Jetzt zugleich nicht zu wichtig zu nehmen. Meint irgendwer auf der Welt im Ernst, dass ich mich an die 330 Approaches noch im Detail erinnern kann??? Sicher nicht. An ein paar vielleicht noch, weil etwas haften geblieben ist. Aber sonst? Keine Ahnung. Und deshalb sollte man das „Jetzt“ wichtig nehmen. Aber nicht die einzelnen Ereignisse im Jetzt. Ein Korb vom August interessiert heute niemanden mehr, genau genommen einen Tag später schon nicht mehr. Ach was, eine Stunde oder 10 Minuten später auch schon nicht mehr. Deshalb ist es so wichtig sich von einzelnen Situationen so frei zu machen. Es sind einzelne Ereignisse, aber man sollte sein gesamtes Leben nicht wegen einem Pups eines Vogels auf einem Ast permanent umkrempeln. Es ist nur ein Pups. Fertig. Ein Korb. Ein Pups. Ein Date. Ein Pups. Solange es nicht „die Frau“ ist, ist alles nur ein Spiel. Ich nehme mich selbst nicht mehr so wichtig. Das ist die vielleicht größte Erkenntnis auf meinem Weg.

Was das Jahr mit mir gemacht hat und ein paar andere Fragen…, darauf gehe ich morgen in Teil 2 ein. Darin geht es dann zum Beispiel auch um

Was war das „Schlimmste“, was mir in 2016 beim Pickuppen passiert ist?
Und was war das „Schönste“, das ich bisher erlebt habe?
Und was war das „Kurioseste“, das ich bisher erlebt habe?
Und was war das „Lehrreichste“, das ich bisher erlebt habe?
Und was war das „Lehrreichste“ auf Dates, das ich bisher erlebt habe?

Also Geduld, morgen gehts weiter mit Teil 2 zum Jahresrückblick 2016! 🙂

PS: Gehört hier eigentlich gar nicht rein. Aber gestern war ich wieder unterwegs. Es ging 4 zu 2 aus. Und für heute Abend hab ich gestern gleich ein Date vereinbart. Sie wollte, dass wir uns erstmal treffen, ohne Nummern auszutauschen. Hab ich in der Form noch nie erlebt. Eine Frau sagt fest ein Date zu, möchte aber die Nummer nicht hergeben. Dämlich ist das insofern, weil man sich so nicht absagen könnte, falls was dazwischen kommt. Ich bin gespannt ob sie wie vereinbart heute an dem Ort am Abend stehen wird. Wer weiß. Ich werde jedenfalls da sein. Aber das ist Pickup. 😉

Von der Kunst immer wieder aufzustehen

Gestern der Artikel war sehr tiefgründig und ließ einen detaillierten Einblick direkt in meine Herzens- und Gedankenwelt zu.
Aufgrund eines Ereignisses, das nichts anderes ist als ein Korb. Ein Korb wie viele andere Körbe auch.

Das Problem war nicht das Mädchen. Das Problem sind und waren nur meine Gedanken und mein Umgang mit ihrem Verhalten. Ihr Verhalten wurde zu meinem Verhalten. Oder anders gesagt: Ich reagierte zu sehr auf ihr Verhalten. Deshalb stand ich am Ende mir selbst im Weg. Meinen eigenen Gedanken im Weg.

Gestern habe ich in einem Buchladen – gibts tatsächlich noch (!) – ein Buch aufgeschlagen und eine Textzeile daraus sprang mir ins Auge. Es ging um die Beziehung zwischen Mann und Frau. Und ich habe da etwas ganz Elementares entdeckt:

„Wir wissen nicht, was andere Menschen denken oder fühlen, wir interpretieren ihr Verhalten und sind dann wegen unserer eigenen Gedanken beleidigt.“

Ich habe selten in einem Buch einen Satz gelesen, der so vieles mit so wenigen Worten so exakt beschreibt!

Was hat das also mit den Körben zu tun und mit der Kunst immer wieder aufzustehen?

Nun, jeder Korb einer Frau ist ein Korb einer Frau. Per se nicht weniger. Jedoch auch nicht mehr. Es ist EIN Korb EINER Frau. Punkt. Na und. Darüber nachzudenken lohnt sich nicht. Überhaupt nicht. Du wirst die Wahrheit für ihre Beweggründe niemals erfahren. Alles was Du beeinflussen kannst, ist die Zahl der Körbe bzw. damit einhergehend die Zahl der „Treffer“, um irgendwann den ganz großen Fang zu landen. Oder Dich fangen zu lassen. Also auch nur so eine Frage der Ansichtsweise. 😉

Gestern hagelte es Körbe. Was für ein Basketballspiel. 10 zu 0 ging der Tag aus. Irgendwann war es selbst mir dann genug. Nicht weil ich am Boden gewesen wäre, sondern weil es Kraft kostet. Das hab ich ja schon öfter geschrieben, dass es Kraft kostet. Und ich bin schon wieder echt happy darüber, dass ich gestern so Gas gegeben habe.

Nach dem 8 zu 0 war es mir eigentlich schon genug. Aber dann kamen mir eben noch im Laufe meines Rückweges nach Hause zwei Frauen entgegen. Das mache ich in letzter Zeit öfter, dass ich dann nochmal approache, obwohl ich keine Lust mehr habe. Es geht einfach darum sich trotz der inneren Einstellung aufzuraffen und weiter zu machen. Einfach immer weiter zu machen. Egal welche inneren oder äußeren Einflüsse vorherrschen mögen. Man muss es schaffen, dass sich Ergebnisse im Leben einstellen, auch ohne vorher wochenlang wie verrückt auf den einen speziellen Marathon trainiert zu haben. Man muss immer performen können. Zumindest auf einem ganz passablen Niveau. Aber die „guten Tage“, an denen man mit einem high-energy-level unterwegs ist, gibt es sowieso auch. Es ist daher eher die Kunst auch an den miesen Tagen Leistung abzuliefern. Und zwar Leistung unabhängig von den Resultaten.

Es darf keine Rolle spielen, ob es an einem Tag ein spontanes Date gab. Oder eine oder mehr Telefonnummern. Oder ob ein oder zwei feste Dates vereinbart wurden. Einfach ansprechen, ansprechen, ansprechen. Bis der Akku leer ist. Und dann gehen immer noch ein oder zwei Approaches, zumindest auf dem Rückweg.

Gestern war ich übrigens im Solarium. Vor ein paar Tagen war ich zum ersten Mal. Gestern zum zweiten Mal. Leichte Stufe. 13 und 15 Minuten. Und als ich am Abend zu Hause in den Spiegel sah, stellte ich fest, dass ich dunkler geworden bin. Ein lustiges Gefühl. Irgendwie gefällt mir das unter der Sonnenbank sein an sich auch. Es soll ja das Glückshormon Serotonin produzieren. Auch wenn ich auf der anderen Seite weiß, dass das für die Haut schädlich ist, was da im Solarium passiert. Klar ist aber auch, dass ein bisschen Bräune attraktiver ist, als farblich ein holländischer Lochkäse zu sein. Sorry nach Holland, aber Euer Käse ist echt hell. 😉
Zurück zu der Theorie, dass Solarium-Bräune schädlich für den Körper wäre. Und Hautkrebs verursachen würde. Ja, mag sein. Kann gut sein. Wahrscheinlich stimmt das sogar. Macht jedenfalls Sinn, es ist Kunstlicht. Und alles was künstlich auf uns einwirkt, kann per se eigentlich nicht gesund sein. Nur jetzt kommt ein entscheidender Aspekt, der dabei vergessen wird. Und ich stelle den mal nur als Hypothese dagegen, denn das wird leider immer allzu leicht vergessen:

Wenn die Solarium-Bräune ein Mosaiksteinchen auf meinem Weg zum Projektziel ist, dann kostet mich das vielleicht ein Stück meiner Gesundheit, möglicherweise bekomme ich dann (früher?) Hautkrebs. Der Gefahr bin ich mir total bewusst. Andererseits stellt kein Mensch den anderen Aspekt dagegen: Weiterhin monatelang bei Wind und Wetter draußen herum zu irren und sich einen Korb nach dem anderen abzuholen. Das kostet auch Energie. Und zwar richtig richtig dicke. Da frägt keiner. Das frägt sich selbst auch niemand, wenn er in einer ähnlichen Situation wäre wie ich.

Das soll jetzt nicht überdramatisiert dargestellt werden. Es ist nur ein bisschen Solarium-Bräune. Aber es ist eine Grundsatzfrage: Gebe ich in manchen Aspekten meines Lebens bewusst ein Stück meiner Gesundheit auf? Zum Beispiel auch wenn ich samstags bis spät Nachts draußen unterwegs bin und dann am nächsten Tag mit Kopfschmerzen aufwache, aufgrund des Schlafmangels. Gesund ist das sicher nicht! Aber was ist die Alternative? Zu Hause sitzen und Trübsal blasen? Was würde mich das kosten? Letztlich doch genauso ein Stück meiner Gesundheit.

Die selben Depressionen, die ich vor meinem Projekt über viele Monate bereits hatte. Nein danke. Nicht mehr. Dann geb ich lieber von hinten ein Stück meines Lebens ab und weiß, dass ich auf meinem Weg wenigstens immer tun konnte was zu dem jeweiligen Zeitpunkt gut war und mir Spaß gemacht hat. Anstatt dauer-gefrustet durch die Gegend zu laufen und alleine aufgrund dessen hinten heraus einige Lebensjahre zu verlieren.

Über Sonnenbänke macht man sich Sorgen. Über Alkoholkonsum auch. Aber über Depressionen und den damit einhergehenden Verlust der Lebensqualität und dann auch Lebensquantität macht man sich gemeinhin keine Gedanken.

Ob das nun so oder so richtig oder falsch ist, werden wir nie erfahren. Keiner von uns. Es sind Gedanken. Mehr nicht.

Alles was ich sagen kann:
Vorgestern war ich noch etwas down, aufgrund der Geschichte mit meinem letzten Date. Gestern habe ich schon nicht mal mehr Lust gehabt mit Anderen darüber zu sprechen. Auch wenn mich ein Kumpel und ein paar aus der Familie danach gefragt haben, was denn wohl geschehen sei, mit diesem einen Mädchen und mir. Ich hatte am folgenden Tag nicht mal mehr Lust darüber zu sprechen. Sehr gut so. Es ist keine Sekunde an weiteren Gedanken wert. Keine Sekunde.

Stattdessen mache ich mir Gedanken um die Kunst immer wieder aufzustehen, so wie es die Artikelüberschrift verrät. Wie gelingt mir das? Nach so einem Rückschlag (siehe Artikel gestern) wieder aufzustehen? Nun, ganz genau kann ich es nicht erklären. Gestern holte ich mir aber schon wieder 10 Körbe ab. Ich hab einfach weiter gemacht. Äußere Einflüsse dürfen keine Auswirkung auf das eigene Innere haben. Erst dann ist man frei. Frei VON außen. Frei FÜR innen.

2016-12-28.jpg

Vermutlich besteht die Kunst darin sich etwas vorgenommen zu haben. Ein Ziel. Und das Ziel hab ich fest im Blick und laufe darauf zu. Auch wenn ich weiß, dass ich dafür einmal durch die Wüste laufen muss. Und vielleicht am Ende vertrocknet ankomme. Oder auch unterwegs umkippe. Wer weiß das schon. Aber das Ziel ist da. Es ist präsent. Es ist klar und es ist am meisten mir selbst klar. Meine Familie weiß Bescheid, dass das mein einziger Fokus im Moment ist. Und dem ordne ich erstmal alles unter.

Jeder Gang vor die Haustüre ist ein potentieller nächster Approach.

Ihr müsst also vielleicht noch eine ganze Weile geduldig mit mir sein, liebe Familie. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Ich hätte das ganze Ding auch schon gerne hinter mir. Aber es soll wohl noch nicht sein. Also mache ich weiter.

Die Kunst besteht darin immer weiter zu machen und sich selbst nicht beirren zu lassen. Einfach immer weiter Gas geben. Anstatt Gedanken für das warum und wieso zu verschwenden. MACHEN statt denken. MACHEN statt reden. MACHEN statt zweifeln.

Und wenn man wie gestern mit einem 10 zu 0 heim geht, dann kann man wahnsinnig stolz auf sich selbst sein. Dass man etwas 10 mal gemacht hat. Anstatt 10 mal zu hadern oder Ausflüchte zu finden.

Die Kunst immer wieder aufzustehen ist also nicht weniger als das Selbstverständnis ein Macher zu sein!