„Ich bin echt froh, wieder Single zu sein!“

Das Zitat der Artikelüberschrift stammt von gestern Nacht aus meinem Munde. Und es lässt erahnen, dass es gestern ein guter Abend war. Einer, den ich mit Siebenmeilenstiefeln verleben durfte.

Aber der Reihe nach. Erstmal duschen, fertig machen und anziehen. Gestern sollte es mal wieder elegant werden. Also schnappte ich mir etwas ganz Klassisches. Extrem klassisch. James-Bond-Style. Letztens habe ich übrigens in einem Video gesehen, dass psychologisch die Farbkominationen blau mit weiß oder schwarz mit weiß optimal sein sollen, was den Erfolg beim Ansprechen von Frauen betrifft. Noch besser soll es allerdings mit einem lilanen Oberteil funktionieren. Hätten diverse Studien ergeben.

Also hab ich mir die Woche gleich mal zwei dezent lilafarbene Hemden bestellt. Ich werde berichten, ob es etwas bringt, nachdem ich sie mal draußen tragen konnte… 😉 Beim Weggehen sehe ich Hemden oder Oberteile in lilatönen extrem selten an Männern. Die Herren der Schöpfung meinen wohl damit etwas homoartig rüber zu kommen. Mir egal. Ich verlasse mich da lieber auf die Wissenschaft. Und wenn die Wissenschaft sagt: „Lila ist DIE Top-Farbe, was die Resultate betrifft!“, dann mach ich das. Ich würde mir auch ein Clowns-Kostüm anziehen, dem Erfolg ordne ich alles unter.

Jedenfalls ging es erstmal in eine Tanzbar. Auf dem Weg dorthin liegt ein Imbiss. Mein Wingman war bereits dort, also kam ich mit dazu. Er war schon am Essen, ich hingegen hatte eigentlich nur einen kleinen Hunger. Und selbst wenn es ein großer gewesen wäre, hätte ich nichts Ernstes gegessen. Derzeit läuft im Projekt Beziehung parallel das Projekt „Maschine“. Und das heißt: Kraftraining und Fettreduzierung. Gut, von Krafttraining sieht man bei mir jetzt noch nicht wirklich viel. Aber die Fettreduzierung hat schon ganz gut angeschlagen. Anfangs bekam ich keinen Bissen runter, aufgrund der Trauer. Inzwischen esse ich teilweise extra mehr – extrem eiweißreich -, um schnellstmöglich wahrnehmbare Resultate zu erzielen. Ich bekomme auch von meiner Schwester gesagt: „Du bist extrem diszipliniert! Wahnsinn!“

Ja. Das bin ich. DAS bin ICH. Wenn ich etwas will, tue ich es. Und ordne dem alles unter. Am Ende sogar mich selbst, wenn es sein muss. „Ich lebe nur einmal“, denke ich mir. Und in diesem Leben möchte ich einmal auch eine Maschine sein. Ich werde bestimmt kein Bodybuilder werden und möchte das auch gar nicht. Aber einmal im Leben möchte ich eine Phase auskosten können, in der ich das ganze Hemd ausfülle und es keine Falten wirft. Warten wir es ab.

Jedenfalls bestellte ich mir einen kleinen Salat. An den Straßenverkauf kamen zwei Damen und bestellten etwas. Mein Wingman: „Hey, schau mal da. Die sind was für Dich!“

Ich: „Ja, die Rechte schon. Die Linke nicht.“

Er: „Mach!“

Und ich lief… einmal aus dem Laden raus, rum ums Eck und direkt drauf zu. Mit hoher Energie in die Gesprächseröffnung… Ich war einfach verdammt gut drauf an dem Abend. Obwohl bisher noch gar nichts los war… außer…? Ja… außer, meinem James-Bond-Style natürlich. Sie kamen nicht von hier, müssen jetzt dann auch gleich zum Bus und dann zum Zug. Egal. Die Eine eine 6,5 oder 7, sah süß aus, das Mädchen. „Würde ich heiraten“, dachte ich mir. Nach ganz kurzem Smalltalk (wo geht ihr hin, was macht ihr so…), sagte sie: „Ich komme aus der Stadt X.“

Ich: „Oh mein Gott, d.h. wenn wir heiraten muss einer von uns auf jeden Fall umziehen, so weit ist das weg!“

Sie: *lacht*

Und in dem Stil ging das noch 1 oder 2 Minuten, es war eine kurze Konversation, da sie schnell weiter mussten und ich auch in die Tanzbar wollte. Ich sagte ihr: „Hey, hör mal. Ich weiß nicht wann ich in Deiner Stadt bin oder wann Du wieder hier bist. Aber vielleicht bin ich genau der Mann, auf den Du Dein ganzes Leben gewartet hast! Und deshalb sollten wir uns wiedersehen! Lass uns Nummern tauschen.“

Sie: „Ich gebe meine Nummer nicht einfach her, aber lass uns Facebook-Kontakte tauschen.“

Ich: „Ich habe kein Facebook, so ein Zeug brauche ich nicht. Das ist nichts für echte Männer. Ich schau Dir lieber in die Augen beim Sprechen.“

Sie: „Was? Echt? Du hast kein Facebook???“

Ich: „Nee, ich steh darauf, wenn wir Menschen ehrlich sind. Wenn es passt, passt es. Wenn nicht, nicht. Auch okay. Deswegen bin ich immer persönlich.“

Sie: „Die Nummer gebe ich nicht einfach so her…“

Dabei merkte ich ihr ihre Unsicherheit an, aber da sie schnell weiter mussten, konnte ich jetzt kein Vertrauen aufbauen und sie auf die Art für mich gewinnen. Ich hatte das zu akzeptieren. Passt. Also sagte ich, was ich immer sagte, wenn eine Frau keine eindeutige positive Rückmeldung gibt: „Mädls, alles klar. Dann wünsche ich Euch noch einen schönen Abend“, dabei streichelte ich beide gleichzeitig an ihren Schultern und drehte mich direkt um und ging wieder in den Laden zurück, ohne auf eine Reaktion zu warten. Dort angekommen, waren mein Wingman und die Mitarbeiter im Laden ganz gespannt, was denn nun herausgekommen sei. „Nichts“, sagte ich, „ich habe kein Facebook, und wenn die Frau nur irgendwas über Facebook machen möchte, dann… weg damit.“

Ich aß also erst mal weiter meinen Salat. Und nach… hmmm… 2 oder 3 Minuten rief mich einer der Mitarbeiter und deutete mir, dass ich raus kommen solle. Und da sah ich wieder sie. Sie war zurück gekommen und führte das Gespräch fort: „Ich hab es mir nochmal überlegt. Du hast mich so sympathisch angesprochen, dass ich das jetzt nicht einfach so stehen lassen möchte. Gib mir Du doch Deine Nummer, dann kann ich mich bei Dir melden.“

BÄÄÄM. Hab ich so noch NIE erlebt. Dass eine Frau NACH einem Gespräch nochmal ZURÜCK kommt, um sich von MIR die Nummer zu holen. Ich war erstmal innerlich platt und erklärte ihr nochmal: „Sieh mal, ist doch alles cool. Ich bin da echt ganz relaxed. Wir schauen einfach wie es passt und alles ist in Ordnung. Auch wenn Du nicht willst, ist das doch auch kein Ding. Dann sagst Du das einfach und die Welt dreht sich einfach weiter für uns. Aber es ist halt eine einmalige Möglichkeit, die wir nutzen können uns kennen zu lernen. So sehe ich das.“

Ich hab dann auch gar nicht weiter nach ihrer Nummer gefragt, sondern ihr einfach meine Gegeben. Hat mir in dem Moment gereicht. Auch wenn mir in dem Moment klar war, dass das wie – FAST – immer ablaufen wird: Die Frau wird sich nicht mehr melden. Tat sie im Übrigen bis heute auch nicht. Ganz normal. So sind Frauen. Sich immer alle Optionen offen halten, immer ja keine Entscheidung treffen. Nicht festlegen. Lieber zögern. Genetik sei dank.

Völlig egal. Ich nehme für mich mit:

a) Ich hab eine hübsche Frau angesprochen, die meine Art und mich definitiv „sympathisch“ fand. Das ist ein super Feedback, seit den vielen Körben nach dem Beziehungsaus.
b) Sie kam von SICH AUS zurück, um sich MEINE Nummer zu holen. Noch NIE erlebt. Referenzerfahrung!

Mit dieser Motivation und der guten Laune ging es dann erst in die Tanzbar, wo sich allerdings für mich nichts ergab. Und anschließend zogen wir weiter in eine andere Bar. Dort sollte der Abend dann noch verrückter werden.

Wir kommen also dort an, ich bin vielleicht 5 Meter im Laden und sehe direkt zwei Frauen an der Bar lächeln. Ich habe noch nicht mal ein Drittel der Location wahrgenommen, tatsächlich erst frisch dort rein, außer eben dieses Lächeln der einen Frau. Ich grinse sie an, sie grinst zurück. Passt. Läuft bei Dir. Direkt drauf und los.

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Gesprächseröffnung. Und was sehe ich? Die Linke eine 6, die Rechte eine 8. Die Rechte war definitiv eine Granate, allerdings auch arrogant, selbstverliebt, extrem geschmikt… und… mal wieder eine Mama. Hahahahaha. Die Arroganz löste sich dann doch recht bald auf, nachdem sie merkte, dass ich anders bin. Ich unterhielt mich auch mehr mit der 6. Charakterlich allerdings beide nicht mein Fall. Aber sie waren zumindest nett. Ihr wisst ja was das heißt, „nett“, die kleine Schwester von Arschloch. 😉

Unwichtig. Ich hatte zwei attraktive Frauen vor mir und blieb in diesem Set doch recht lange, keine Ahnung… aber bestimmt 15 oder 20 Minuten, vielleicht sogar 30? Ich hatte kein Zeitgefühl. Gutes Aufwärmprogramm für den Abend, dachte ich mir. Ich wäre länger im Set geblieben, allerdings wollten sie einen Locationwechsel. Dort wollte bzw. konnte ich allerdings nicht mit hin. Und so trennten sich die Wege. „Nicht wild“, dachte ich mir. Wir würden uns dann später evtl. nochmal sehen. Und wenn nicht? Who cares. Übrigens sahen wir uns auch nicht mehr… Wichtig ist für mich immer nur, dass ich in den Gesprächen besser werde. Und ein Gespräch so lange unterhaltsam mit einer 8 zu führen, ist gut. Irgendwann ist wieder eine 8 oder 9 extrem angetan von mir und dann hätte ich keinerlei Erfahrung mit so einer Granate umzugehen. DARUM geht es. Üben üben üben.

Im Tanzbereich war derweil mein Wingman schon am Anbandeln mit einem Tross aus 4 Frauen. Alle älter als ich. Eine davon eine Granate. Die anderen 3 eher Fallobst. Eins von dem Fallobst hatte mein Wingman schon an der Angel. Und als ich dazu kam, leitete er die Szene irgendwie auf mich um. Mann! Was soll das?! Plötzlich fing sie an, mich zu umgarnen. Ich dachte mir nur: „Oh je, bitte nicht!“ Nun, zunächst einmal war sie deutlich älter als ich und außerdem optisch gar nichts. Aber ich erinnerte mich an die letzten Gespräche mit meinem Wing und Herrn van Onnetuschn. Besonders Herr van Onnetuschn sagte ja zu mir, dass ich für kleine Erfolge sorgen solle. Hm… muss ich das wirklich wörtlich nehmen?! „Was weiß ich“, dachte ich mir. „Im Zweifel ja.“ Ihr Säcke! Das bekommt ihr zurück!

Und so ließ ich mich von ihr separieren, sie packte meine Hand und zog mich auf eine Couch und ähhh… ja… hmm… zum Glück blieb es beim Knutschen. Scheiß drauf. Ich ging danach direkt zum Mundwaschen. Hahaha. Schäbig irgendwie, andererseits ging es mir doch gar nicht darum! Es ging um EIN Erfolgserlebnis. Es war die erste Frau, die ich nach meiner Beziehung geküsst habe. So muss ich das sehen. Außerdem wollte sie unbedingt mich. Nicht umgekehrt. Ja, ich war zig Ligen über ihr. Aber hey. Egal. Entschuldigung. Nennt es schäbig. Okay. Das Argument nehme ich an. Aber ich tat es nur für DAS Erfolgserlebnis. Alles ist besser als gar nichts. Und Herr van Onnetuschn sagte ja: „Hol Dir was vor die Flinte kommt, dann kannst Du dir auf diese Art auch wieder die heißen Frauen erarbeiten.“

Gut, also ich beließ es beim Knutschen und wir verständigten uns darauf, dass es das für den Abend auch gewesen sein wird. Sie hielt sich an den Deal und ließ mich fortan im in der Location in Ruhe. Passt. Mein Wingman hat sich derweil tot gelacht. Blöd nur, dass ich mir sämtliche Chancen bei der heißen Granaten-Freundin in dem Moment natürlich verspielt hatte. Pech gehabt. Man(n) kann nicht immer alles haben, auch wenn man will. Aber ich hatte Spaß, das ist die Hauptsache. Und ich hatte in diesem Moment – in Summe mit dem Erlebnis vor dem Imbiss – ein leichtes (! nur ein leichtes !) Gefühl wie früher… einer dieser Rockstar-Momente… und donnerte meinem Wingman entgegen: „Ich bin echt froh, wieder Single zu sein!“
Klar sagte ich das bestimmt auch teilweise aus der Laune heraus. Allerdings nicht nur! Vielmehr überkam mich in diesem Moment das Bewusstsein darüber, was ich eigentlich wieder in meinem Leben zurück gewonnen habe, nachdem meine Beziehung ins Aus lief: Meine Freiheit und Lebensfreude.
Dieses Gefühl, so war mir klar, würde ich beim nächsten Mal wieder in die Beziehung mitnehmen und DIESES MAL auch bewusst über die gesamte Beziehung HALTEN!
Ich spürte in dieser Situation: „Ich bin auf dem richtigen Weg zurück zu mir!“

Mein Wingman ging dann etwas später. Und obwohl ich an dem Abend keine passende Dame mehr für mich ausmachte, verließ ich den Laden – sogar – später als gewöhnlich. Ich packte meinen Mantel, ging in Richtung Ausgang und…

Dann standen da zwei Frauen. Eine blickte mir tief in die Augen und sagte: „Hi. Wir kennen uns!“

Darauf hin dachte ich mir nur: „Du bist eine 4 oder 4,5. Woher soll ich Dich denn kennen? Solche Frauen wie Dich spreche ich nie an! Ich kann Dich nicht kennen. Du willst mich doch nur angraben!“

Also antwortete ich: „Echt?! Cool. Kann sein. Bin oft unterwegs. Erzähl mal wo Du Dich immer so rumtreibst, dann sag ich Dir, ob wir uns von dort irgendwoher kennen!“

Sie: „Äh… ich weiß es nicht. Aber ich kenne Dich. Wir haben uns schon einmal gesehen!“

Ich: „Das ist spannend. Erzähl mir mehr davon!“

Sie: „Hmm… ich hab auch etwas getrunken… deswegen erinnere ich mich gerade nicht so gut daran.“

Ich: „Das merke ich. Schau, ich trinke keinen Alkohol.“

Sie zu ihrer Freundin: „Oh je, er sagt er merkt, dass wir Alkohol getrunken haben.“

In mir meldete sich wieder der kleine Aufpasser und flüsterte mir gedanklich zu: „Gott bewahre, was ist das denn hier. Kannst Du nicht einfach hübsch sein?!“ (Ihr kennt ja mein Motto: „Hauptsache hübsch!“ 🙂 )

Kurzer Smalltalk mit ihr und der Freundin, anschließend wollte sie auf die Toilette. Ich bot ihr meinen Arm zum Einhaken und sagte: „Das machen wir ganz oldschool, ich bring Dich hin, komm.“

Als wir uns vor dem Damenbereich trennen mussten, sagte sie: „Wartest Du hier auf mich?“

Ich dachte mir wieder nur: „Süß ist sie ja schon, die Kleine. Hahaha.“

Ich antworte: „Das sehen wir dann. Vielleicht bin ich noch hier. Vielleicht auch nicht. Geh Du mal. Lass Dich überraschen!“

Derweil quatschte ich mit ihrer Freundin, die irgendwie auch von mir angetan zu sein schien und mich auf meine Klamotten und meinen Beruf ansprach. Das war dann das… ich glaube… dritte Mal… an dem Abend, dass mich jemand auf meinen Kleidungsstil ansprach. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich mich gestern fühlte wie ein Halbgott. Ich fühlte mich wohl in meiner Haut und wohl mit meinem Style. Ich glaube, dass es – wenn es um die Eleganz geht – niemanden männlichen sonst dort gab, der mir das Wasser reichen hätte können. James Bond eben. Klar sind andere Typen muskulöser, einer trug sogar einen quitsch-bunten Anzug. Klar machen einige auf Fasching. Andere haben Tattoos und tun so als wären sie Rambo. Oder die Checker vom Neckar. Aber James Bond? Keiner! Außer mir. Das ist eine andere Liga. Einen Porsche fahren kann jeder. Aber Aston Martin?!

Als die Kleine wieder zurück war, streichelte sie mich kurz Rücken und ich scherzte mit ihr noch ein bisschen herum. Wir gingen langsam ein paar Meter weiter. Und ich dachte mir: „Hm. Auch sie ist nicht wirklich hübsch. Aber es ist später und ich will nach Hause. Ich mach jetzt einfach was nach dem Motto: High risk, high benefit!“ Also nahm ich ihre Hände, drehte sie und drückte sie leicht an die Wand und kam ihr näher.

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Dabei bemerkte ich, dass es für einen Kuss für sie zu früh war. Sie drehte ihren Kopf leicht weg. Also küsste ich an ihrem Hals entlang und stoppte, bevor ich zum Mund kam. Es war zu früh für den Kissclose. Definitiv. Es war unkalibriert. Aber es war mir egal. Ich wollte heim. Und was hatte ich zu verlieren? Eine 4,5? Eine 4,5 kann ich nicht verlieren. Die kann man höchstens gewinnen, aber niemals verlieren.

Sie war überrascht, irgendwie angetan… aber es war noch zu früh. Ich hätte ein paar Minuten mit ihr tanzen oder durch ein Gespräch weiter Vertrauen aufbauen müssen und dann hätte ich das gut durchziehen können… da bin ich mir ganz sicher. Aber das war mir alles egal. Es ging mir nur um eins: Ich wollte meine Komfortzone verlassen. Dinge tun, die ich normal nicht tun würde. Dinge, die ich fast 2 Jahre nicht mehr tat. Dinge, die in den nächsten Wochen und Monaten enorm wichtig sein werden für meine Entwicklung. Heute die 4,5. Morgen eine 6. Übermorgen eine 8. Und die wird dann vielleicht die Mutter meiner Kinder. Egal ob ich sie nun im Club kennenlerne (eher unwahrscheinlich) oder beim Daygamen (eher dort).

Ich ging mit den beiden Frauen noch ein paar Meter, umfasste sie von hinten an ihren Schultern und sprach ihr leise ins Ohr. Sie war etwas verdattert darüber, dass ich gehe. So ist das Leben eben. Mann kann nicht alles haben. Frau aber auch nicht.

Auf dem Heimweg fühlte ich mich, als hätte ich einen riesen Sprung gemacht. Und auch am Tag danach fühlt es sich jetzt so an:

  1. Hat eine Frau eine Nummer aktiv von mir gewollt und kam deshalb extra zu mir zurück.
  2. Hatte ich wieder eine Frau geküsst. Egal wie toll oder nicht toll sie nun war.
  3. Hat mich eine zweite Frau angegraben und ich habe meine Komfortzone durch hartes Eskalieren gesprengt, im Wissen sie vermutlich zu verlieren. Ich bin sozusagen ein Stück weit durch die Angst gegangen einen Move zu machen. Ich hab den Move gemacht. Passt. Bei der Richtigen würde ich das etwas kalibrierter tun und dann wird das optimal sein.

Ein verrückter Abend!

Und das coolste ist: Noch auf dem Weg von der ersten Tanzbar zur zweiten Location sagte ich zu meinem Wingman noch: „Heute Abend wird ein guter Abend! Ich hab richtig Lust etwas zu tun!“
Sollte ja auch genau so kommen.

Kann so weitergehen… wird so weitergehen! Gas geben! Immer der Traumfrau entgegen. Beim Fallobst gehts halt erstmal los. Wieder ran kämpfen…! 😉

Ein ganz persönlicher Dank an den Menschen, dem ich mehr zu verdanken habe, als mir damals klar war

Gestern war ich wieder mal draußen unterwegs, mit meinem Wingman. Der, der auch damals schon oft dabei war. Damals heißt im Teil 1. Wir hatten immer viel Spaß. Er ist noch immer Lebemann, noch immer Single, aber keinesfalls einsam. Er ist wirklich ein besonderer Mensch! Im Nachhinein tut es mir echt leid, dass ich ihn während der Beziehung zeitlich einfach etwas aus den Augen verloren habe. Freunde, Familie, Job, Studium und 2 (nicht einmal eigene) Kinder und die Beziehung. Wie soll das alles gleichzeitig gehen?!

Und es wäre gegangen!

Heute weiß ich wie: Mehr mit allen gemeinsam gleichzeitig machen! Mit Freundin raus, dazu die Freunde und auch die sonstige Familie mitnehmen. Fertig. Alles ist machbar. Aber ich wollte in der Beziehung meine Zeit einfach exklusiv mit meiner neuen kleinen eigenen Familie verbringen. Zweisamkeit erleben bzw. mit den Kindern Viersamkeit erleben. Für mich heißt Liebe nun einmal Liebe. Ganz oder gar nicht. Für mich ist dann jede Minute wichtig, die totale Zweisamkeit. Ob ich das auch in Zukunft so sehen werde… ich weiß es nicht. Keine Ahnung. Vielleicht würde ich zukünftig mit weniger Zweisamkeit auskommen, auf Kosten der Liebe, vermute ich. Traurig einerseits, dieser Gedanke. Schön andererseits, wenn ich mal wieder verlassen werde, zu wissen, dass ich meine eigene Welt nicht aufgegeben habe.

Irgendwie schließt sich das für mich gegenseitig aus, Liebe gegen Unabhängigkeit einzutauschen. Ich weiß wie ich bin und was ich suche. Eine tiefe Beziehung. Eine unumstößliche Basis. Aber vernachlässigen möchte ich MICH selbst nicht mehr. Wenn ich also auch in Zukunft Sport mache und die Frau nicht dabei ist… dann ist das jedenfalls in dem Moment keine Zweisamkeit. Schwierig. Vielleicht bin ich zu extrem im Bedürfnis nach Nähe. Im Vergleich zu anderen Menschen ganz sicher sogar. Aber ich suche ja auch keine normale Frau, da ich kein normaler Mann bin.

Jedenfalls geht das alles solange gut, bis die so unglaublich tolle kleine eigene Familie sich in Luft auflöst. Dann sieht man seinen wahren Kern und seinen eigenen Wert. Und Eckhart Tolle würde sagen, dass sich in so einem Moment eine Pforte auftut. Durch die man durchgehen und sie positiv nutzen kann oder eben wie die meisten Menschen nicht. Man hat jetzt die seltene Chance der Gegenwärtigkeit, zu erkennen, wer man selbst ist und in den Moment zu gehen. Tiefe zu erspüren. Und genau das passierte bei mir. Alles um mich herum war weg. Wohnung. Frau. Kinder. Sogar der Hund. Einfach alles, jedenfalls alles was nicht mir gehörte. Und Menschen gehören uns nun einmal nicht. Sie kommen und gehen wann sie möchten. Aber was bleibt, ist das eigene Ich. Und die Sache ist in diesem Moment nur, ob das eigene Ich mir alleine reicht oder nicht. Ob ich glücklich mit mir selbst bin.

Wenn ja, mögen die Menschen um mich herum zwar gehen, aber ich genüge mir dennoch. Das war bei mir anders. Ich ließ mich so sehr auf die neue eigene Familie ein, dass ich alles vernachlässigte. Selbst mein Studium habe ich um ein Semester verlängert. Der Familie zuliebe. Und habe dabei zwar stets Glück durch die Frau und die Beziehung mit ihr empfunden, den Glauben in mir getragen, dass es mir gut gehe mit dieser Frau und den Kindern. Mit dem Hund. Der Wohnung. Und der weiteren gemeinsamen Lebensplanung.

Dabei habe ich übersehen, dass ich mich zunehmend in die mentale Abhängigkeit begab. Tolle Frau hin oder her. Aber ich habe meinen Wert verloren. Egal wie sie mich gesehen haben mag. Ich gab den Sport auf, achtete weniger auf die Ernährung, weniger auf meinen eigenen Spaß im Leben.

Richtig gemacht, hätte dann auch wiederum die Frau profitiert. Aber das ist erst in zweiter Linie interessant. Wichtig ist zunächst wie es MIR geht. Ich hatte alles an zusätzlich Dingen aus meinem Leben verbannt was mich „unnötig Zeit“ kostete. Unnötig war dabei alles, was nicht zum „sachlichen Weiterkommen“ beitrug. Mein Studium schmiss ich nicht, meine Finanzen auch nicht. Aber ich vernachlässigte Freunde und Familie und soziale Kontakte. Und meinen Körper. Mit dem Resultat den inneren eigenen Wert gen 0 zu fahren. Ein Follower schrieb letztens in einem Kommentar einen schönen Satz, den zitiere ich hier gerne und wende ihn im Sinn etwas abgewandelt an: „Ich lief lachend in die Kreissäge!“

Zurück zu meinem Wingman

Vor einigen Wochen war ich mal abends weg, das war noch in der Beziehung, und habe meinen Wingman gebeten mit dazu zu kommen. Es war echt schön, ihn wieder zu sehen. Es war zu selten. Dafür, dass wir vorher im Projekt Beziehung Teil 1 wie die kleinen Kinder oft Quatsch zusammen gemacht haben, war das einfach zu wenig Wiedersehen. Ich habe mich auch bei ihm entschuldigt dafür und ihm vor ein paar Tagen gesagt, dass ich – falls ich wieder eine Beziehung eingehe – definitiv mehr Kontakt mit ihm halten werde. Mit meiner nächsten Frau gehe ich einfach öfter aus, egal ob in Bars oder Clubs. Und dann lade ich ihn einfach öfter ein mitzukommen, hab ich mir vorgenommen. Oder auch mal so in der Stadt zusammen herum zu laufen, geht ja auch.

Also an der Stelle nochmal: Es tut mir leid, dass ich Dich etwas ins Hintertreffen geraten ließ. Das war nicht korrekt von mir. Ich war blind, ich ließ mich blind machen von dieser Frau. Mein Bewusstsein kehrte ja dank dem Beziehungsaus nun schlagartig zurück. Ich reflektiere viel und denke viel nach über mich. Nicht mehr viel über sie. Sie ist Geschichte, wie Du immer zu mir sagst: „Vergiss sie, klappe das Kapitel zu. Schau nach vorne. Vergiss sie einfach. So wie sie drauf war, war klar, dass das irgendwann passieren musste. Ich hab das gleich am Anfang schon gesagt… abwarten… wie lange das hält. Such Dir die Nächste. Ende. Weg. Aus. Abschalten! Weiter gehts.“

Du bist dank Deiner einzigarten Alleinsein-Mentalität da echt locker und verdammt abgebrüht. Ich weiß, dass Du immer schon im Leben verdammt gut alleine mit allem auskommst und dabei dennoch ein mega sozialer Mensch bist. Du bist ein klasse Typ und ein Mensch, für den ich auch jederzeit nachts aufstehen würde, um Dich aus dem größten Dreck rauszuziehen. Versprochen! 🙂

Du hast mich damals über Monate mental stark unterstützt, ohne es selbst zu merken. Ohne zu nehmen. Du hast nur gegeben. Wir sind um die Häuser gezogen und Du hast mir Deine Welt gezeigt. Die Welt des Fortgehens, Feierns oder einfach nur Spaßhabens. Egal wo. Und wenn wir uns nur zwei Fahrräder ausgeliehen haben und durch die Stadt gefahren sind. Pickupper sind oft alleine unterwegs. Aber Du bist kein Pickupper. Du bist einfach von Natur aus ein Lonesome Rider. Das macht Dich stark, da Du auf niemanden angewiesen bist. Und dank Deiner natürlichen sozialen, extrem witzigen und unterhaltsamen Art, bist Du ein Gute-Laune-Magnet für alle Menschen.

Von Deiner natürlichen lebensfreudigen Ausstrahlung hätte ich gerne eine Scheibe ab. Während Du immer lachst und strahlst und so alles anziehst, das auf gute Laune aus ist, komme ich hingegen immer über den Verstand und über Tiefe an die Menschen ran. Wir sind so unterschiedlich wie es kaum anders gehen kann. Aber ich habe von Dir enorm gelernt. Deine Art hat mich damals angesteckt. Ich wurde immer sozialer. Immer lustiger. Immer offener.

Wären wir nur ein paar Mal zusammen weg gegangen, wären es nur ein paar schöne Abende gewesen. Aber Du hast mich in einer Zeit tiefer Depression dauerhaft anschub-begleitet. Dafür kann ich Dir nur unendlich dankbar sein. Natürlich ist das auch dem Umstand zu verdanken, dass Du direkt in der Stadt wohnst und sowieso immer irgendwo dort unterwegs bist. Und ich nicht weit weg gearbeitet habe und deswegen auch fast jeden Tag in der Stadt war und wir uns an vielen Tagen in der Woche trafen. Oft einfach nur für 30 Minuten auf einen Kaffee. Manchmal auch für zig Stunden in Bars und Clubs. Du hast mir Menschen vorgestellt und mir gezeigt, wie es ist, sich in Bars und Clubs zu bewegen als wäre es das eigene Wohnzimmer.

Die ganze Innenstadt wurde deshalb damals mein Wohnzimmer. Noch heute nenne ich die Innenstadt deshalb „mein Wohnzimmer“. Auch wenn es nach fast 2 Jahren Abstinenz erst einmal wieder mein Wohnzimmer werden muss. Aber ich bin ja schon dabei. Inzwischen bin ich wieder mehrmals die Woche da. Die Menschen erkennen mich zunehmend wieder. Sie begrüßen mich, fragen mich manchmal nach Dir und bestimmt auch umgekehrt. Auch die (oftmals inzwischen neuen) Türstehen erkennen mich inzwischen langsam wieder.

Damals aber war ich nicht gut drauf, kurz vor Beginn des Projekts Beziehung. Ich war ein Haufen Elend. Völlig fertig mit mir und der Welt. Besonders mit der Frauenwelt. Die Sinnfrage an sich ergab schon keinen Sinn mehr. Ich wollte einfach nicht mehr. Aber irgendwann haben sich unsere Wege wieder gekreuzt und wir trafen uns. Zu jener Zeit hatte ich mich noch innerhalb meiner eigenen 4 Wände schon ein gutes Stück aus dem Sumpf gezogen. Eckhart Tolle und so. Aber das war eben nur zu Hause. Nicht draußen.

Ganz bestimmt hattest Du auch Deinen Spaß mit mir. Da Du doch ein Stück älter bist, konnte ich Dir vielleicht auch nochmal ein paar Aspekte aus einem „jüngeren Denken“ mitgeben oder Seiten eines angehenden Pickuppers zeigen. So wie ich das damals betrieb, war das für Dich ja auch neu. Du hast zwar auch ständig Frauen um Dich herum. Aber Du bist einfach ein Natural, wie die Pickupper das nennen. Einer, der „einfach so“ und von Natur aus mit Frauen cool ist.

Später folgte noch ein gemeinsamer Mallorca-Urlaub, den ich hier auch damals literarisch zum Besten gab. Auch dieser Urlaub schob mich im Game nochmal massiv an, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt mental und beim Pickuppen schon relativ weit gekommen war.

Deswegen lass Dir sagen: Danke für alles! Du bist ein toller Mensch!

Korb auf Knopfdruck

Und zum Abschluss noch eine kleine Erzählung zu gestern Abend/Nacht. Wir trafen uns wieder mal in der Stadt, gingen in eine Bar. Und ich hatte mir vorher gedacht… ach ja… heute ziehst Du mal einen Anzug an. Ich hatte schon im Hinterkopf, dass ich am späteren Abend noch kurz auf eine Veranstaltung in einem Edelschuppen gehen würde. Mit Gästeliste und so. Da macht sich der Anzug besser. Ein paar Mal bin ich ja auch darauf angesprochen worden. Anzug fällt auf.

Wir beobachteten die Szenerie. So standen wir dann draußen mit unseren Getränken und plötzlich kam eine Frau auf mich zu und sprach mich an. Ohje. Alarmglocken. Immer verdächtig. Sie war nicht von hier. Ursprünglich auch nicht aus diesem Land. Soweit noch nichts Auffälliges. Aber eine Frau, die Männer anspricht… ist selten. Sie mag meinen Anzug gesehen haben oder vielleicht fand sie auch meinen Wingman toll. Was weiß ich. Mein Wingman und ich hatten jedenfalls Spaß und waren gut drauf. Aber ich mag keine Frauen, die rüber kommen wie selbstbewusste Männer. Also gabs in bester Pickup-Manier von mir erstmal ein oder zwei pfeffrige Kommentare, die ihr klar zeigten: „Ich bin der Mann, Du folgst mir bzw. uns. Wenn Du Spaß haben willst, bist Du hier genau richtig. Aber es läuft nach meinen bzw. unseren Regeln.“

Sie war überhaupt nicht mein Fall. Älter als ich, raucht und war außerdem auf der Suche nach einem Typen, der ihr einen Drink ausgab. Perfekt. Da bin ich der Richtige. Komm nur her. Dann wärst Du die erste Frau in meinem Leben, der ich direkt ein Getränk ausgebe. Hahaha.

Die Konversation lief schon zwei oder drei Minuten. Ich hatte ehrlich gesagt mehr Gedanken bei meinem Handy und meiner Kohle. Du kannst ja nie wissen bei solchen Frauen. Die laufen auf Mallorca auch herum und zocken die (besoffenen) Touristen ab. Dass ich keinen Alkohol trank, sondern nur Bitterlemon auf Eis, glaubte sie mir sowieso nicht. Auch so ein Grund, warum es immer gut ist, seine Sinne beisammen zu haben. Jedenfalls lief das Gespräch auf witzige Art etwas hin und her. Da mir die Frau sowieso egal war, sexualisierte ich das Gespräch sehr schnell in Richtung Silikon-Brüste usw. Ich bin normal nicht so, aber was im Moment zählt ist nur üben üben üben. 😉

Sie irgendwann: „Kann ich mit Euch was trinken?“

Ich: „Klar. Da ist die Bar. Sie gehört Dir. Bestell Dir doch was Du möchtest!“ und habe sie dabei angegrinst.

Ihr hat das nicht so gefallen, wie ich merkte. Hahaha. Nach Zigaretten fragte sie außerdem. Hab ich auch nicht. Ob ich denn keinen Alkohol trinken würde, fragte sie.

Ich, ein bisschen wie zu einem kleinen Schulmädchen: „Nee, schau mal. Zigaretten sind pfui. Alkohol ist schädlich für den Körper. Ich bin ein extrem langweiliger Mann und deswegen achte ich auf meinen Körper. Für mich kommt so Giftzeug nicht in Frage. Ich bin mir wichtig.“

Wieder musste ich einfach nur grinsen. Es war einfach zu lustig mit so einer Frau. Ich bin mir sicher, dass diese Frau für ein paar Drinks alles gemacht hätte. Aber es ist auch lustig mit so einer Situation bewusst zu spielen.

Irgendwann verlor sie das Interesse, zum Glück. Ich holte aber auch echt alle Eiswürfel aus dem Kühlfach, bis sie das verstand. Sie tat gleich zu Beginn auf cool und schleuderte mit (eigentlich gar nicht so) witzigen Aussagen um sich. Wie gesagt, das sind gefundene Elfmeter für einen Pickupper. Da gibts auf jeden blöden Spruch direkt den Konter zurück, aber mit Topping. Am Ende war sie kleinlaut und eigentlich ganz handzahm. Perfekt. Und dann war sie auch schon weg.

Nach einer Weile zogen wir von der Location weiter, beobachteten ein paar Straßenmusiker. Und plötzlich lief da eine Granate um die Ecke. Tak tak tak tak tak. Lange glatte schwarze Haare, High Heels, enge schwarze Jeggings in Lederoptik… einen massiv knackigen Hintern… hrrrrrrrrr… von hinten mindestens eine 9.

Ich: „Schau Dir die mal an. Holla die Waldfee!“

Er: „Wo?! Ah. Mmm… aaahhhh… sprich sie an, wenn Du kannst.“

Ich dachte mir nur: *Wie, wenn ich KANN?*

Ich: „Klar kann ich, aber die ist jetzt schon fast 50 Meter weiter vorne… okay, also bis gleich.“

Ich lief der Dame schnellen Schrittes hinterher, überholte sie und ging dann von vorne auf sie zu. Erst war ich mir nicht sicher, ob sie von hier ist, so wie sie in ihrem Handy suchte und stehen blieb.

Also fragte ich zunächst: „Hi. Sprichst Du deutsch?“

Sie: „Ja, warum?“, und spricht kurz ins Telefon: „Warte mal kurz bitte. Moment.“

Ich: „Schau mal, Du bist da vorne an mir vorbeigelaufen… dabei bist Du mir wegen Deiner engen Jeggings aufgefallen…“, dabei zeige ich mit meiner Hand von oben nach unten auf ihren Körper und blicke sie dabei auch von oben nach unten und wieder nach oben an „… und deswegen muss ich Dich ansprechen, um hallo zu sagen.“

2019-04-26

Sie: „Oh… ja… aber ich muss gleich sagen… ich bin vergeben.“

Da ich keine Interessenssignale bemerken konnte, hab ich es dann dabei gut sein lassen, habe sie nur kurz gefragt was sie heute Abend noch so machen würde, hab ihr einen schönen Abend gewünscht, ihr die Hand gegeben und bin wieder zu meinem Wingman zurück.

Ein Korb auf Knopfdruck. Übrigens hatte sie von vorne ein Gesicht wie eine Puppe. Barbie-Girl. Extrem geschminkt. Sehr gewöhnungsbedüftig, wenn da mal die Sonne hoch steht und es 30 Grad hat, verläuft das ganze Plastik dieser Frau wie eine Qualle an einem Mittelmeerstrand. Aber darum geht es ja gar nicht. Der rote Buzzer wurde gedrückt und ich bin los gelaufen. Passt doch.

1 zu 0. Übrigens notiere ich seit gestern wieder offiziell alle Approaches. Mal sehen, was die Statistik in einigen Wochen sagt. Damals half mir die Statistik, um die Entwicklung nachverfolgen zu können.

Später bin ich noch kurz in den Edelschuppen, sehen und gesehen werden. Und dann nach Hause. War ein guter Abend. Denn in dem Edelschuppen habe ich mit ein paar Mädls gesprochen, die dort arbeiten. Sie standen da alle auf einem Haufen. Wie gerufen. Also hab ich den mega sozialen Typen gespielt, der alle gleichzeitig unterhält. Und dann sagt die Eine doch zu mir: „Sagmal warst Du am Wochende in der Location X?“

Ich: „Hmmm… ja… wie kommst Du darauf?“

Sie: „Ich arbeite dort und war die, die Dich an den Platz geführt hat.“

Ich: „Ohhhh, stimmt. Jetzt erinnere ich mich wieder. Mädls, Ihr müsst wissen, das war so lieb von ihr, sie hat mir einen super Platz organisiert, da ich alleine war… und nicht ganz alleine irgendwo außen sitzen wollte.“

Sie: „Jaaaa… es war ein 4er Tisch und ich hab Dir dann noch extra zwei Frauen dazu gesetzt.“

Ich: *lache*… „Hahaha. Das stimmt. Du Schlingel. Hab ich sofort gecheckt, dass das Absicht war. Aber ich sag Dir was: Das waren zwei Russinnen, die kaum deutsch konnten. Ich konnte mit denen nix anfangen.“

Sie: *lacht*

Dann noch ein kurzer Smalltalk mit allen und ja.. sie hatte irgendwie Interesse an mir, hatte ich das Gefühl. Aber da ich ja jetzt weiß wo sie arbeitet… und sie mir sagte, dass ich einfach mal vorbekommen sollte, wenn sie da arbeitet… sehen wir uns bestimmt wieder… 😉

PS: Gefühlt auf dem besten Weg zurück zur alten Stärke! Yes!

Wild tanzende Frauen haben manchmal einen an der Klatsche

Es war Wochenende, und ich war mal wieder beim Clubgamen. Ja, ich weiß… Asche auf mein Haupt… ich war Clubgamen, obwohl ich doch wissen müsste, dass da nur… diese eine „besondere“ Sorte von Frauen anzutreffen ist.

Ich weiß, ich weiß. Wie mir auch mal mein damaliger Physio sagte: „Sie gehen doch auch nicht in den Penny, um Kavier zu kaufen“.

Gut, stimmt schon. Deswegen werde ich in Zukunft auch öfter auf ganz unterschiedliche Veranstaltungen gehen. Um mehr die „normalen“ Frauen kennenzulernen. Das ist dann zwar fast nur übers Daygamen möglich, aber die Trefferchance auf „die Richtige“ ist dabei sicher höher als beim Clubgamen. Alternativ sollte ich vielleicht öfter ins Bars gehen, anstatt in Clubs. Nur in Bars ist einfach wenig Bewegung. Da kannst Du rein, sprichst eine oder zwei Frauen – möglichst unbemerkt – an, aber dann bist Du eben auch schon „verbrannt“. Von Tisch zu Tisch zu springen, ist nicht möglich. Schwierige Sache. Hm.

Die heißeste oder zumindest auffälligste Frau im Club

Egal. Also am Wochenende war ich mal wieder in einem Club. Und ich ging erstmal eine kleine Runde umher, langsam. Beobachtend. Und dann fiel mir eine echt heiße 7,5 oder 8 auf. Wie sie da mit ihren Freundinnen tanzte. Lasziv. Hm. Drum herum viele Typen. Allerdings stehen die alle nur mit ihren Getränken um die Frauen-Traube und tun…? Nichts! Richtig. So sind sie, die Supertypen. Fast alle gleich. Nach außen hin optisch auf „dicker Macker“ machen, aber in der Realität nur glotzen statt ansprechen und handeln können.

Ich bin anders. Ich sah mich um. Langsame Bewegungen. Möglichst erhaben. Keine hektischen Dinge tun, keine Unruhe ausstrahlen. Die Situation im Club mit der lauten Musik und der Hollywood-Umgebung zwischen all den Gören einfach aufsaugen und wirken lassen. In die Mentalität der Situation eintauchen.

Na gut, dann stellte ich mich in die Nähe von ihr. Vielleicht 2 Meter entfernt. Uns trennte ein Tisch. Nicht zu viel Abstand, auch nicht zu wenig. Unsere Blicke trafen sich zum ersten Mal. Den Augenkontakt nahm ich bewusst an. Und der hielt schon mal erstaunlich lange. Kein kurzer Blick, sondern schon eher dieses typische „Abchecken“. Sie strahlte mich an. Ich grinste zurück. „Guter Start in die Nacht“, dachte ich mir. Ich beobachtete die restliche Szenerie. Drehte mich auch mal um, lief nochmal ein paar Meter in die eine und in die andere Richtung und sah mich nach weiteren Frauen um. Ist ja immer das gleiche Schauspiel: Sehen und gesehen werden. Jedenfalls in der „ehrenwerten Gesellschaft.“ Hier kennt man sich.

Ich kam wieder in ihre Nähe und nahm nochmals Blickkontakt auf. Sie tanzte wie wild. Fast in Extase. Eigentlich irgendwie auch übertrieben. Die auffälligste Person im Laden. Natürlich richten sich dann alle anderen Blicke ebenfalls auf sie. Aber ich spürte da etwas. Also blieb ich in der Situation, lächelte ihr zwischendurch zu und gestikulierte mit ihr. Spätestens an Gegengesten sieht man, ob die Frau interessiert ist. Es entstand eine kleine Körpersprachen-Interaktion. Na gut. Das war das Zeichen zum Starten für mich. Der Startschuss zum Ansprechen.

Plötzlich kam die Bedienung mit der Rechnung an ihren Tisch. Alle zückten ihre Handtaschen und legten zusammen. Ich dachte mir: „Okay, dann lass sie das Finanzielle mal machen, danach aber keine Zeit mit dem Ansprechen verlieren, bevor sie sonst weg ist!“

Und… Action!

Gesagt, getan. Als sie ihre Kohle los war, ging ich an mitten durch die ganzen Typen, zielgerade auf die heiße Frau zu und quatschte sie an. Das hätte ich schließlich nicht zulassen können, dass sie den Laden verlässt, ohne mir wenigstens einen Korb abzuholen.

Sie war ab Sekunde eins total „on“. Lächelte mich an, strahlte. Ich kam ihr sofort auch körperlich sehr nahe. Direkt in die sogenannte intime Zone, also Abstand unter 30 cm. Alpha-Verhalten. Stärke zeigen.

Ich sagte ihr, dass ich sie heiß finde, weil sie im Gegensatz zu den meisten anderen Frauen hier im Laden so eine Freude und Spaß ausstrahle. Kurzer Smalltalk. Ich stellte mich vor, hielt ihre Hand etwas länger als üblich und küsste sie direkt auf die linke und rechte Wange. Etwas, das eher selten passiert. Direkt zum Start zwei Küsschen, weil man sich vorstellt? Das ist wirklich selten. Andererseits hatten mich unsere Blickkontakte und nonverbalen Gesten vorher eindeutig gepushed. Sie war in guter Laune, natürlich auch alkoholisiert. Nachdem ich geklärt hatte, dass sie noch nicht geht, sondern weiter tanzen wollte, hatte ich keine Eile mehr. Sie sagte zu mir: „Wir gehen gleich zum Tanzen in den anderen Bereich, kommst Du mit?“

Bingo. Mega Ding! Was willst Du mehr?! Ich sagte ihr zu, in ein paar Minuten nachzukommen. Sie könne ruhig schon vorgehen. „Nur nicht bedürftig sein“, lautet die Devise.

Seht her, seht her! Wer ist die Schönste im ganzen Land?

Als ich kurze Zeit später in den anderen Bereich wechselte, befand sie sich bereits wieder mit einer ihrer Freundinnen tanzend auf einem leicht erhöhten Podest. Ich dachte mir nur: „Na gut, so eine bist Du also. Tanzen auf dem Boden reicht Dir nicht. Es muss Dich also wirklich jeder hier erhöht sehen und wahrnehmen können!?“

Ich bin von der Seite auf sie zugegangen, hab sie an der Schulter gestreichelt und kurz auf ihre Reaktion gewartet. Sie streckte mir die Hand aus, um mir zu signalisieren, dass ich ebenfalls aufs den Vorsprung steigen sollte. Die Hand nahm ich und stieg hoch. Ich kam ihr nahe, fasste ihr an die Hüften und tanzte relativ eng mit ihr. Das ging vielleicht nur 1 oder 2 Minuten so. Ihre Freundin befand sich neben uns und tanzte ebenfalls.

2019-04-09

„Endlich“ wieder mal ein kleines „Highlight“ beim Clubgamen. Eine Interaktion mit einer doch ganz heißen Frau. Ich spürte aber auch, dass mir das Ergebnis gar nicht so wichtig war. Ich freute mich schlicht über die Interaktion. Irgendwie auch klar, nach den vielen Körben aus dem letzten Daygame. Clubgame war ja noch nie meine ganz ganz große Stärke. Auch wenn ich Fr. Schlange dabei kennen gelernt hatte. Und auch die eine oder andere Dame. Aber meine Stärke ist es eben trotzdem nicht. Ich habe mir damals über die Zeit aber auch da ein ganz passables Game antrainiert.

Und dann? Ja. Haha! Es ist immer irgendwas…

Wir tanzten also Hüfte an Hüfte. Dann nahm ich ihre beiden Hände, um einen anderen Tanzmove zu bringen. Und kurz darauf drehte sie sich zu ihrer Freundin – mit dem Rücken zu mir – und tanzte lasziv mit dieser weiter. Ließ mich kurzerhand links liegen. Hab ich so auch noch nicht erlebt, allerdings habe ich auch noch nicht oft mit „fremden“ Frauen getanzt. Nach so viel Anziehung zu Beginn, im Gespräch und auch noch bis gerade… war ich etwas irritiert. Ich tanzte dann noch kurz neben den beiden weiter und stieg wieder vom Podest. War mir echt egal, ich war nur verwundert.

Anschließend ging ich wieder zu meinem Wingman zurück. Es wurde auch Zeit nach Hause zu gehen. Also drehte ich im Club noch eine Runde und vor Verlassen des Clubs ging ich nochmal zurück zur Fr. „Ich genieße kurz Deine Aufmerksamkeit – aber eigentlich bist Du mir egal“. Ich stieg wieder hoch auf den Vorsprung und sagte zu ihr: „Hey, ich muss leider los. Aber komm jetzt kurz mal mit raus, dann können wir noch 2 Minuten quatschen, bevor ich weg bin.“

Sie antwortete mir: „Nein nein, ich bleib hier.“ Damit hatte ich gerechnet, ohne es allerdings im Gesamtkontext nachvollziehen zu können. Also sagte ich: „Okay, dann machs gut. Bis irgendwann mal.“ Sie lächelte und sagte zuerst „schön Dich kennen gelernt zu haben“, gefolgt von einem verschmitzten „… hey… und behalte mich in guter Erinnerung! Wir sehen uns bestimmt mal wieder hier!“ Wir gaben uns zum Abschied wieder zwei Küsschen auf die Wange. Ende.

Hä?! Hast Du noch alle Latten am Zaun? Ich soll Dich in „guter Erinnerung“ behalten?! Hahaha. Du musst ja echt meinen, dass Dir jeder hinterher hechelt. Was für ein verkorkstes Selbstbild. Wieso in guter Erinnerung behalten? Aufgrund von was? Wegen zwei Bussis und ein paar gemeinsamen Hüftschwüngen?! Woran soll ich mich denn erinnern? Hä?! 🙂

Du Freak und Effekt-Hascherin! Eine klassische sog. Attention-Bi***!

Und die Moral von der Geschicht‘:
Gute Frauen gibt es in solchen Edel-Clubs eben (fast?!) nicht! 😉

PS: Alles gut! Es geht immer ums Machen. Ich habe gemacht! Auch wenn nicht viel Zählbares heraus kam. Aber hey, ich habe die auffälligste Frau im Club angesprochen. Das wurde sicher wahrgenommen, nicht nur von ihr… Sozialer Status und so… Ich habe mit der auffälligsten Frau im Club zumindest kurz Spaß gehabt und getanzt. Ja, war nicht lange und wurde gleich wieder abgeschoben. Aber es geht um den inneren Erfolg. Die Tussi ist mir egal. Wichtig ist, dass ICH aktiv war. Und dann wird da an einem anderen Tag auch wieder eine Frau sein, die länger mit mir… interagiert… und… tanzt… oder so… 🙂

Wieso ist da ein Loch?

Die Frage ist doch, warum wir uns nach dem Ende einer Beziehung gefühlt in einem Loch befinden. Warum da eine Leere entstanden ist, die vermeintlich unbedingt aufgefüllt werden muss.

Heute wird das ein selbstreflexionistischer Artikel. Für meinen neuen Lebensweg ein wichtiger Artikel, ein Schrittchen nach vorne in die Freiheit.

Es ist doch so, dass nach dem Ende gefühlt ein riesiges Loch entstanden ist. Objektiv betrachtet ist das auch völlig richtig. Plötzlich darf ich zwar nicht mehr mit 3 lieb gewonnenen Menschen zusammen meine Zeit verbringen. Muss umgekehrt aber auch nicht mehr auf ihre alltäglichen Herausforderung(ch)en Rücksicht nehmen oder mich engagieren. Es wird Zeit frei. Diese neu gewonnene Zeit ist das gefühlte Loch, das durch die Abwesenheit der gewohnten Tagesabläufe entstand.

Von Würmern in Fallobst

Ich merke, dass derzeit etwas in mir vorgeht. Und ich glaube, dass es sehr gut ist für meine weitere Entwicklung. 2 Jahre zurück gedacht sah es doch so aus, dass ich mich auf dem Höhepunkt meiner Persönlichkeitsentwicklung befand. Ich war selbstbewusster als je zuvor, ich hatte mehr Dates und mehr soziale Interaktionen als je zuvor. Ich hatte viele Frauen kennen gelernt.

Gut, die meisten der betroffenen sog. Frauen würde ich für eine Beziehung nicht einmal gegen Geld haben wollen. Aber egal, darum ging es ja gar nicht. Ganz im Gegenteil, es war mir klar, dass ich all das Fallobst ein Stück weit in mein Leben herein lassen müsste, um unterscheiden können zu lernen zwischen Fallobst und echt knackigen oder gar reifen Früchten. Dass ich mich nun im Nachhinein betrachtet in meiner Erstbewertung meiner Beziehung und des damaligen Beziehungsanfangs geirrt habe, ist wieder etwas ganz anderes. Das soll nicht das Hauptthema sein. Auch da habe ich gelernt.

Ich hielt also zwar kein Fallobst für eine knackige (oder reife?) Frucht, allerdings habe ich nicht gemerkt, dass sich in der vermeintlich tollen Frucht ein paar gehörige Würmer eingenistet hatten. In Zukunft muss ich eben das Obst einmal halbieren oder vierteln und einen prüfenden Blick darauf werfen, bevor ich rein beiße. Selbst Dr. Best würde das bestimmt empfehlen.

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Fakt ist allerdings eben, dass es mir gefühlt verdammt gut ging. Ich hatte das Pickuppen sogar wieder etwas zurück gefahren, weil mir damals zwischenzeitlich sogar Beschäftigungen ohne jegliche menschliche Interaktionen begannen Spaß und Freude zu bereiten. Ich sah mir beispielsweise Filme an. Alleine. Irre, ja. Alleine! Ich schaue normal nie Filme. Wenn dann gar nicht alleine, aber damals tat ich das hin und wieder. Und es fühlte sich richtig toll an. Ich hatte meine eigene Wohnung und war zufrieden und glücklich mit meiner Freiheit. Konnte tun und lassen was ich wollte. Manchmal hatte ich Bekanntschaften, wenn sie allerdings gingen, war ich nie traurig. Denn ich wusste, dass die nächste Bekanntschaft nicht lange auf sich warten lassen würde. Und ich meinem Ziel zur Traumfrau immer näher rücken würde. Zuweilen wurden mir die Bekanntschaften auch zu anstregend, ich erinnere an „die Klette“ oder auch „Fr. Tinder“. Meine Leser von früher kennen die Storys. 😉

Nun, also ich fühlte mich gut und frei. Und dann lernte ich Fr. Schlange kennen und verbrachte mit ihr die schönste Zeit meines Lebens. Hm. Ja, dafür gab es dann zwar die ganz dicke Schaufel zum Schluss, mitten ins Gesicht. Aber eine ganze Weile war es die schönste Zeit meines Lebens, das kann ich so sagen. Sie war meine Traumfrau. Und ein ganz übler Albtraum, das wusste ich jedoch zu Beginn noch nicht. In die Zukunft kann keiner sehen, auch klar. Nicht einmal ich (da ist wieder so ein bisschen dieses übertriebene Selbstbewusstsein – ein gutes Anzeichen!).

So. Nun ist Fr. Schlange weg. bzw. Fr. Schlange ist noch da, aber ich bin weg. Eigentlich ist Fr. Schlange noch da und hat einen anderen an ihrer Seite. Hr. Schlange. Aber da tat sich in mir nach der Trennung ein großes schwarzes mentales Loch auf. Ich merke, dass ich dieses Leid zu kompensieren versuche. Selbstreflexion der schonungslosen Art. Diese Leere muss unbedingt beseitigt werden. Keine Einsamkeit mehr. Hoffentlich. Jetzt. Schnell. „Ansprechen ansprechen ansprechen“, lautet die schnelle Lösung scheinbar. Aber ist es das wirklich wert? Warum denke ich so?

Leere und Fülle

Dass eine Leere entstanden ist, ist objektiv völlig unstrittig. Der Tagesablauf hat sich vollkommen geändert. Das Einschlafen ist ein anderes. Kuscheln mit… niemandem. Das Aufwachen ist ein anderes. Kuscheln mit… niemandem. Dazwischen viel Einsamkeit, trotz der Nähe zu Freunden und zur Familie. Der Magen dreht sich um. Ein beklemmendes und bedrückendes Gefühl. Den ganzen Tag, die ganze Nacht. Aber warum?
Glücklicherweise wird es täglich ein Stück besser. Inzwischen geht es mir recht gut mit der Situation. Hat Gründe, später dazu mehr.

Kurz vor Fr. Schlange, vor ca. 2 Jahren, hatte ich doch auch keine umgedrehten Mägen ertragen müssen und keine beklemmenden Gefühle der Einsamkeit. Dieses aktuell gefühlte Loch existierte damals gar nicht. Wie kann das sein? Fr. Schlange war damals nicht da. Fr. Schlange ist heute nicht (mehr) da. Dazwischen war Fr. Schlange da, gut. Aber davor und danach (jetzt!) nicht. Trotzdem ist da Leere. Warum? Und warum muss ich diese Leere ausfüllen? Oder meinen diese ausfüllen zu müssen? Irgendwie menschlich vollkommen nachvollziehbar und doch grotesk, oder?

Das Fehlen von Fr. Schlange an meiner Seite als Leere zu empfinden bedeutet, dass sie Macht über micht erlangt hat. Zweifelsfrei. Herzensmacht. Gefühlsmacht. Seelische Macht. Diese hatte sie früher nicht über mich ausüben können, schließlich kannten wir einander noch gar nicht. Der Casus Knacktus lautet also an der Stelle also: Möchte ich aktiv und bewusst Fr. Schlange diese Macht übertragen, über meine Leere- oder Füllegefühle entscheiden zu können, entscheiden zu dürfen?

Es kann nur eine Antwort geben: Ein ganz entschiedenes NEIN, verdammt nochmal!

Ganz unabhängig davon, wie sie sich verhalten hat. Verraten und verkauft zu werden ist die dunkelste Form der Zwischenmenschlichkeit. Es ist dann nur noch ein „zwischen“, aber mit Menschlichkeit hat es nichts zu tun. Nein, ganz unabhägig davon stellt sich doch die Frage der Machtübertragung.

Wie kann eine Leere beim Verlust eines geliebten Menschen entstehen, wenn ich doch früher denselben Menschen noch gar nicht an meiner Seite hatte und diese Leere auch gar nicht empfunden hatte und gar nicht empfinden konnte? Wieso fühle ich so? Was sicher ganz normal ist, vermutlich geht es fast allen Menschen so beim Verlust eines geliebten Menschen. Der Punkt ist nur, wie ich nun damit umgehe oder umgehen möchte. Wie ich mich mental damit arrangiere.

Machtübertragung an in der eigenen Realität nicht existente Personen

Wieso sollte die vergangene (Traum)Frau in meinen Gedanken so einen hohen Stellenwert genießen, dass ich sie vermissen müsse und solle. Sie interessiert es genau genommen einen feuchten Dreck wie es mir geht. Ganz so ist es vielleicht auch (noch) nicht, aber im Prinzip ist es so. Sobald all der restliche sachliche Kram erledigt ist, ist es so. Muss es so sein und wird es so sein, alleine schon deshalb, weil ich einen Fullstop mache. Jeglichen Kontakt abbreche. Das ist meine Art im Projekt Beziehung immer gewesen.

Wieso liefere ich solch eine Veranstaltung geistiger Machtübertragung ab? Ohne wenigstens – wenn schon – Eintrittsgelder dafür zu nehmen. Ich zünde gedankliche Feuerwerke der Einsamkeit, Traurigkeit und der Würdelosigkeit. Wieso?

War ich vor Fr. Schlange einsam, traurig, würdelos? Sicher nicht! Es ging mir gut. Ich befand mich in keiner wirklich festen Beziehung, insofern gab es nicht den Halt einer echten verbundenen Zweisamkeit in meinem damaligen Leben. Somit auch sicherlich nicht die höchste Form der Zweisamkeit. Aber von Einsamkeit war ich weit weg. Fr. Schlange turnte zu diesem Zeitpunkt ebenfalls durchs Nachtleben, trotz „laufender“ Ehe. Alleine. Mit ihren so aufrichtigen Freundinnen. Ihr wisst schon, die die immer Feiern gehen wollen (und ihre Partner ebenfalls zu Hause sitzen lassen). Also diese echten wirklichen Freundinnen. Die es ganz ehrlich mit ihr meinen. Also wirlich ehrlich. Wo es nur um die Freundschaft und seelische Verbundenheit geht. Nicht ums Feiern, klar oder.

Wie sie heute immer noch sagt, sind das ihre echten vielen Freundinnen und Bekannten. Deswegen hat sie auch diese Menschen jetzt jüngst alle wieder in ihr Leben gelassen, wie sie mir erst die letzten Tage „stolz“ erzählte. Sie könne gar nicht nachvollziehen, warum sie manchen Kontakt „nur wegen mir“ abgebrochen hätte. Das hätte sie nie tun sollen, ist sie sich sicher. Klar. Ich habe ihr die besten und aufrichtigsten Freundinnen und Freunde (!) der Welt vorenthalten. Ich bin schon ein ganz schlimmer Mensch, wie konnte ich nur. Besser wäre wohl gewesen, ich hätte direkt ein paar Damen aus dem Laufhaus organisiert und mit zum Feiern in ihre Gruppe geschickt. Und wäre selbst zu Hause geblieben, wie die anderen (Ehe)Männer der Frauen-Runde. Anderes Thema. Zurück zum Text.

Objektive vs. subjektive Leere

Nun. Natürlich ist da eine Leere. Die oben beschriebene objektive Leere. Aber Zeit hat auch etwas ganz Besonderes an sich. Sie vergeht objektiv immer gleich schnell. Egal was wir tun. Ob wir Sinnvolles oder Unsinniges machen. Zeit vergeht. Und manchmal wissen wir nicht, was wir mit der Zeit anstellen sollen. Wir fangen an den Kopf gegen die Wand zu hauen, immer wieder. Weil uns langweilig ist. Oder schlimmeres. Zum Beispiel weil wir uns verlassen fühlen. Einsam sind. Alleine. Traurig.

Aber das ist nicht die objektive Leere um die es geht. Die objektive Leere füllt sich automatisch aus. Ob wir das wollen oder nicht. Egal was wir tun, 24 Stunden gehen nach einem Tag vorüber. Also ist die Frage nicht in objektiver Hinsicht zu stellen, sondern in subjektiver. Aus subjektiver Sicht empfinden wir Leere dann als Leere, wenn wir nicht wissen was wir mit der „neu gewonnenen“ Zeit überhaupt anstellen sollen? Diese zusätzliche Zeit fühlt sich so unnütz an. Am liebsten wollen wir sie gar nicht. Lieber die Zeit wieder schnell zurück bringen, an den Absender, auch ohne Pfand dafür zu bekommen. Motto: „Danke, aber diese Zeit will und brauche ich nicht.“

Zu kurz gedacht. 24 Stunden sind 24 Stunden. Völlig klar. Subjektiv liegt es jetzt an mir, was ich aus der „neuen“ Zeit mache!

Krafttraining? Lesen, wenn ja, was? Wieder Filme schauen? Vielleicht doch wieder mehr auf Studium konzentrieren? Videos über Persönlichkeitsentwicklung und Pickup schauen? Zeit mit der Familie und Freunden verbringen und all die Menschen besuchen, die in den knapp 2 Jahren mit Fr. Schlange zu kurz kamen? Allerdings nicht die falschen Freunde, ihr wisst schon, sondern die guten, die richtigen. 😉 Oder einfach raus gehen und wieder pickuppen, Basketballspielen und Körbe kassieren? Egal was. Es liegt an mir, was ich tue.

Je schneller ich verstehe, dass die neue Zeit genauso kostbar ist, wie die Zeit, die ich ausschließlich Fr. Schlange gewidmet habe, desto schneller kommt die Qualität von damals wieder zurück in mein Leben. Ein Leben in (nahezu) völliger Zufriedenheit. Nämlich deshalb, weil ich wusste, dass ich nicht unbedingt eine Partnerin brauche. Weil ich mich alleine mit mir schon außerordentlich geborgen und glücklich fühlte. Geborgenheit durch Selbstzufriedenheit.

Dahin soll es wieder gehen. Und wenn ich in mich rein horche, merke ich – besonders aufgrund der jüngsten Ereignisse der letzten Tage – dass ich auf dem besten Weg dahin bin. Sicherlich am Anfang des Weges. Aber auf dem besten Weg. Ich glaube, dass ich losgelassen habe, nachdem die letzten Tage Fr. Schlange nochmal on top ganz bestimmte weitere Dinge tat. Ob ich die in einem eigenen Artikel beschreibe, weiß ich noch nicht. Aber sie haben mich angewidert, diese Geschehnisse. So sehr, dass ich nicht einmal mehr vom Loslassen spreche.

Ich bin inzwischen schon einen Schritt weiter als loszulassen. Ich habe bereits losgelassen. Es arbeitet viel in mir. Jeden Tag und jede Minute. Und ich spüre, dass ich wieder auf den richtigen Weg zurück komme. Der Weg, auf dem ich im Vordergrund stehe und wieder der Hauptdarsteller bin. Frei von gedanklicher Machtübertragung an einen anderen Menschen, dem Macht über mich in keiner Weise mehr zusteht und der diese obendrein auch nicht (mehr) mir gegenüber beansprucht. Also wozu das Ganze dann? Wozu so denken und fühlen, dass da Leere ist, „nur“ weil SIE nicht mehr da ist? Diese Macht über mich steht ihr nicht zu. Diese neue Leere kann aufgefüllt werden oder auch einfach als Leere akzeptiert werden. Ein Glas muss nicht immer gefüllt sein. Es kann auch einfach leer dastehen und ist trotzdem nicht traurig. Weder das Glas noch der Beobachter müssen traurig sein. Wichtig ist, dass das Glas bereit ist, gefüllt zu werden, wenn es Zeit dafür ist.

PS: Irgendwie wurde das hier jetzt – ganz ungeplant – ein bisschen ein versönlicher Artikel im Stile des Philosphischen Sonntags ©.

Als wenn ich Korbflechter wäre

Heute (in der Nacht) doch noch ein Artikel, sehr müde aber weil ich morgen vermutlich keinen schreiben werde…

Ich war heute draußen, mehrere Stunden zum Daygamen. Ich wollte wirklich was reißen. Gas geben bis zur Erschöpfung, bis zum totalen Erfolg. Ich wollte eine Datezusage.

Meine Woche ist dicht bepackt mit Terminen oder sonstigen Verpflichtungen. Also bleiben nicht viele Zeitfenster, um für einen zählbaren Erfolg zu sorgen. Heute war so eine Möglichkeit. Ich hatte früh Schluss gemacht mit der Arbeit und bin in die Stadt gefahren, um mich wie in besten Zeiten (vor 3 Jahren) in die Untiefen des Pickuppens zu begeben.

Ich rechnete mit Körben. Ich rechnete mit einigen Körben bis zum Erfolg. Ich war auf viele Körbe eingestellt. Jeder Korb ist an sich ein positives Erlebnis, denn es bringt mich (alleine schon statistisch) dem nächsten Date näher. Mit zunehmender Korbanzahl steigt die Wahrscheinlichkeit für den nächsten Treffer.

Und deshalb gab ich den gesamten Nachmittag und Abend nicht auf, bis mir der Erfolg glücken sollte. Oder? Eben nicht!

Ich holte mir 18 Stück ab

18! Satte 18! Ich könnte zum Korbflechter werden. Wer soviele Körbe bekommt, kann das zum Beruf machen!

Es gab zwei kleine Lichtblicke dabei. Einmal hatte ich eine 7,5 im Gespräch, eine echt tolle Frau. Wir lachten ab Sekunde 1 und unterhielten uns prächtig. Hauptsächlich über Mode und unsere Herkunft. Sie bewunderte meinen Mut und bedankte sich fürs Ansprechen. Sie würde sich sehr gerne mit mir treffen, sagte sie. Sie merke auch, wie gut wir uns verstehen würden. Sie könne nur leider nicht, sie heirate noch dieses Jahr. Sie entschuldigte sich mehrmals dafür, dass es zwischen uns kein Date geben könne. Sie ermutigte mich genau so weiter zu machen, so sympathisch Frauen anzusprechen. Ich beruhigte sie und erklärte, dass das doch kein Problem sei und wünschte ihr für ihre Beziehung alles Gute. Das war mal ein mega netter Korb.

Dann gab es noch ein zweites kleines Highlight. Eine 20 jährige Studentin, ich würde ihr eine 8 geben. Eine echte Waffe, wie Witz vom Olli (einfach mal auf Youtube danach suchen! Geheimtipp!) sagen würde. Auch da hat sich von Anfang an eine Verbindung ergeben, sie stellte viele Gegenfragen (ungewöhnlich!). Da es so gut lief, fragte ich sie, ob sie spontan Lust hätte mit mir ganz ungezwungen für eine halbe Stunde auf einen Kaffe zu gehen. Sie sagte sofort zu, mit dem Zusatz: „Wenn es Dir nichts ausmacht, dass ich einen Freund habe.“ Buh!

Mit dem Thema Partner von Frauen habe ich doch gerade selbst erst leidliche Erfahrung machen müssen. Als „Freund“ einfach durch einen neuen „Freund“ ausgetauscht zu werden. Ich spürte sofort eine innere Blockade bei dem Gedanken, dass sie einen Freund hatte. Mir fehlt an der Stelle auch die Erfahrung, mit so einer Situation beim Ansprechen umzugehen. Sie wäre spontan mit mir in ein Café gegangen, obwohl sie einen Freund hatte. Darauf war ich mit meinem Pickup-Werkzeugkasten nicht eingestellt. Das kommt dann wieder mit der Zahl der Approaches. Normalerweise läuft so eine Situation beim Pickuppen unter dem Motto „Sie hat einen Freund? Na und, mir egal! Ich will Dich ja nicht heiraten!“. Ich bin aber kein klassischer Pickupper. Ich habe keine Lust (mehr!) auf ausspannen und ausgespannt werden.

Im Nachgang sagte Herr van Onnetuschn am Telefon zu mir, dass ich es hätte machen sollen. Die Situation annehmen, einfach um Spaß zu haben. „Vielleicht wäre ja was gegangen!“, meinte er. Ja. Aber moralisch auch einfach irgendwie nicht in Ordnung. Andererseits weiß ich ja wie es läuft: Wenn eine Frau unzufrieden mit ihrer Beziehung ist, dann macht sie so etwas. Wenn sie glücklich wäre, gäbe es da keine Chance. Ich bin mir innerlich auch im Nachhinein uneinig, was nun „besser“ gewesen wäre – für mich. Es wäre mein erstes „Date“ (wenn auch nur ein sog. spontanes Date) nach Fr. Schlange gewesen. Ich glaube auch nicht, dass da „mehr“ draus geworden wäre. Aber zum Üben…? Hm… Immernoch uneinig innerlich. Moral gegen meine persönliche Entwicklung einzutauschen? Ich hab keine Ahnung.

Im damaligen Projekt Beziehung (Teil 1) hätte ich es gemacht. Weil ich um jeden Preis jede (!) nur erdenkliche Lernsituation annehmen wollte. Das hatte mir einen enormen Schub gegeben, was meine Persönlichkeitsentwicklung betrifft. Selbst aber das „arme Schwein“ zu sein, das betrogen wird… prägt. Ja ich weiß, Selbstmitleid schon wieder. Aber so ist doch die Realität!

Nun, das waren jedenfalls auch schon die beiden Highlights des Tages. Alle anderen Situationen waren mehr oder weniger schnell abgehandelt. Ich war aber heute auch nur direkt unterwegs, d.h. ich habe keine indirekten Ansprachen gemacht. Sämtliche Approaches im Stile von „Hi. Ich hab Dich gerade an der Rolltreppe runter fahren sehen und finde Dich extrem attraktiv. Mein Name ist…“, verbunden mit meiner ausgestreckten rechten Flosse.

Insgesamt sollte es heute 18 Körbe geben. 18? 18! 18 Körbe ohne einen einzigen zählbaren Erfolg? JA! Kein Plan warum. Ich hatte damals auch mal ein paar schlechte Tage dabei, aber 18 mal in die Mülltonne greifen zu müssen, passierte mir also nur höchst selten. In der Regel wurde Durchhaltevermögen immer vom Schicksal belohnt. Heute nicht. Obwohl ich gerade derzeit ein Erfolgserlebnis gut brauchen könnte.

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Zurück bleiben in mir folgende Erkenntnisse:

  • Keinerlei Ansprechängste (absolut hervorragende Grundvoraussetzung!)
  • Ich hab es gemacht! (Tschakka!) Und zwar immer weiter! Korb für Korb, über Stunden!
  • Ich wollte den totalen Erfolg, bis zur Erschöpfung! D.h. die Selbstmotivation ist vollkommen da.
  • Selbst die vielen Körbe haben mir insoweit gut getan, als dass sie mich von meiner gegenwärtigen Situation des kürzlichen Aus meiner Beziehung sehr abgelenkt haben. Ich fühlte mich während der Approaches wesentlich besser als zuvor. Auch jetzt, während ich diese Story schreibe, geht es mir besser als noch den halben Tag bis zum Beginn des Daygames.

Aber 18 Körbe?

Ich habe nicht alle Zahlen von damals im Kopf, meine mich aber an eine Quote von ca. 8 oder 9 zu 1 zu errinnern. D.h. auf ca. 8 oder 9 Approaches habe ich eine Telefonnummer bekommen. Entsprechend konnte ich durch zweimal Daygamen meistens 1 oder 2 Dates generieren.

Liegt es am Klamottenstil?

Beim nächsten Mal werde ich es im Businesslook versuchen, Stoffhose mit weißem Hemd. Letztes Wochenende beim Clubgamen hatte ich das so gemacht. Das war heute anders. Heute trug ich eine enge Jeans mit einem dunklen Hemd über der Hose. Aber auch das war nicht anders als damals, vor 3 Jahren. ich hatte eigenlich mit allen Klamotten und Farben meine Erfolge.

Keine Ahnung ob das einen Unterschied machen wird. Oder ob es an meiner mentalen Situation und demzufolgen einer möglicherweise verkorksten Ausstrahlung liegt? Wir werden sehen.

Ich gehe nun schlafen, müde vom vielen Umherlaufen. Aber auch ein bisschen stolz auf mich selbst. Immer weiter gemacht zu haben. Und irgendwann ist auch mal wieder eine dabei, mit der nicht nur eine Verbindung da ist, sondern die auch nicht vergeben ist. Über die 18 Körbe lache ich. Ich finde es tatsächlich lustig. Die Freude überwiegt alles andere deutlich. Das ist wirklich kein Problem für mich. Aber ich mache mir natürlich Gedanken, wie ich das verbessern könnte. So viel Aufwand für 0 Erfolg? Uncool.

Früher hab ich oft indirekt angesprochen. Mehr im Stil von: „Hi, dieses Dingsda, das Du da in der Hand hast… weißt Du ob das gut ist?“, beispielsweise wenn sie im Schreibwarenladen steht und gerade etwas in der Hand hält. Durch solche Ansprachen ergeben sich in der Regel längere Gespräche, falls ich der Frau dann nicht recht schnell klar mache, dass es mir eigentlich nicht um den Gegenstand geht, sondern um sie. In dieser Zeit kann ich Vertrauen aufbauen, weil sie zunächst noch nicht sofort realisiert, dass das hier ein Flirt werden soll. Der Einstieg sieht schließlich auch nicht nicht Flirten aus. Manchmal verballerte ich damals auf diese Art 5 oder gar 10 Minuten. Um dann zu erfahren, dass sie einen Freund habe und sich deswegen nicht treffen könne. Aber das Gespräch sei so sympathisch verlaufen, deswegen habe sie sich gerne mit mir unterhalten. Mich nervte das oft. Zeitverschwendung. Deswegen wollte ich heute Vollgas geben. Alles direkt machen.

Hm. Mir fehlt einfach die Übung. Ob dann direkt oder indirekt, ist wohl eine andere Frage. Vielleicht beim nächsten Mal doch wieder gemischt?

Neue Woche, neues Glück

Es ist Montag. Es ist eine neue Woche. Und damit eine neue Chance. Gute Miene zum bösen Spiel machen? Zuversicht mit Gewalt erzwingen! Ich möchte den toten Punkt überwinden. Ich fühle mich mental nach wie vor gerädert, spüre jedoch auch sehr vereinzelt aufflackernde Lichtblicke. Es existieren hier nur zwei Möglichkeiten. Entweder ich falle zurück ins Negativdenken und in depressive Stimmungen oder ich wehre mich um jeden Preis gegen die verdammten Klauen des Satans. Er versucht mich wiederkehrend zu packen und zu sich in die Hölle zu ziehen. Das spüre ich doch. Diese kalten an mir zerrenden Klauen. Darum muss ich ihm entkommen. Also strample ich und renne um mein Leben. Derzeit komme ich zwar kaum vom Fleck, solange ich jedoch rudere und strample, kann ich nicht von ihm gepackt und aufgefressen werden.

So, genug der Metaphern. Auch wenn sie noch so zutreffend meine Gegenwärtigkeit beschreiben mögen. Die letzte Woche war im Rückblick betrachtet ganz passabel. Ich war viel draußen, zwei Mal zum Clubgamen am Wochenende. Schlafmangel inklusive. Morgens kann ich nicht so lange schlafen, spätestens um 08:30 Uhr wache ich in der Regel auf, egal wann ich vorher ins Bett gegangen bin. Das ist vermutlich ein Resultat der Gewohnheiten der beiden Kinder in meiner letzten Beziehung, die Beiden standen spätestens 08:30 Uhr auf. Alles ganz normal für Kinder und natürlich vermisse ich das.  Meine innere Uhr scheint sich darauf eingestellt zu haben, über all die Monate. Entsprechend ziehe ich es vor, nicht so lange weg zu gehen.

Je später die Nacht…

Andererseits weiß ich, dass die größten Chancen der Verführung in den ganz ganz späten Nachtstunden (bzw. ganz frühen Morgenstunden) zu finden sind. Ich möchte das meines Körpers und meiner Gesundheit willen eigentlich nur nicht. Vielleicht muss ich mich aber auch dazu doch zumindest hin und wieder hinreißen lassen. Bis morgens im Club zu bleiben! So blöd das einerseits klingt und eigentlich auch ist, aber mit steigendem Alkoholpegel werden die Frauen enthemmter und öffnen sich leichter. Es ist nicht mein Alkohopegel gemeint. Ich trinke bekanntlich keinen Alkohol beim Weggehen. Auch sonst kaum. Widersprüchlich ist daran nur, dass ich genau genommen so eine Art von Frauen gar nicht an meiner Seite haben möchte… eine Frau, die bis in die Puppen feiern geht und sich mehr oder weniger zuschüttet mit Giftcocktails. Alkohol ist nun einmal ein Nervengift. Wer das für sich in größeren Mengen benötigt, auch um enthemmt zu sein, ist über all… nur nicht bei sich selbst…

Ich bin bei mir. Muss jedoch mit dem Problem der Widersprüchlichkeit zurecht kommen. Frauen kennenlernen? Ja! Wo? Gute Frage, denn nirgends außer in der Nacht beim Clubgamen ist eine höhere Dichte an attraktiven Frauen auf so engem Raum gegeben. Dichte in zweierlei Hinsicht. Das ist das Ying und Yang an der Sache. Daygamen ist im Gegensatz dazu schön und gut, allerdings muss ich viel und lange umher spazieren, um eine Frau zu erblicken, die mich optisch wirklich anspricht. Das sind die alten Vorteile und Nachteile zwischen Day- und Clubgame. Tagsüber kannst Du die „normalen“ kennen lernen, nachts dafür umso mehr oder leichter attraktive Frauen, schlicht aufgrund der vorhandenen Auswahl.

Ich denke, dass dieses Dilemma keiner Lösung zugeführt werden kann. Und so wandle ich weiterhin auf parallelen Pfaden. Tagsüber, zumindest wenn es die Zeit zulässt, werde ich das maximal Mögliche versuchen. Nachts werde ich weiterhin Bars und Clubs aufsuchen. Und so habe ich mir vorgenommen, während der Woche nach der Arbeit jeden Tag zumindest kurz in ein oder zwei Supermärkte zu marschieren, um mir dort meine tägliche Portion Körbe abzuholen. Falls ich denn überhaupt passable Frauen erblicke. Und irgendwann auch wieder einen Treffer landen. Bislang hat sich seit dem Ende der Beziehung kein Date ergeben. Zu gering war bislang auch die Zahl der angesprochenen Frauen, dessen bin ich mir bewusst. Ich muss die Schlagzahl erhöhen, das galt damals schon und ist noch heute das alles entscheidende „Allheilmittel“. Irgendwann kommt wieder der (erste) Treffer. Und für mich ist derzeit in erster Linie wichtig, mich abzulenken von meiner kurzfristigen Vergangenheit.

Wo wir wieder beim Ankämpfen wären. Ankämpfen gegen die Traurigkeit. Ankämpfen gegen die Einsamkeit. Auf einem Date bin ich zumindest physisch nicht einsam. Davon auszugehen, dass das erste nächste Date gleich mit meiner Traumfrei stattfinden würde, ist selbstredend töricht. Es werden wahrscheinlich viele Dates folgen müssen. Dazu werde ich viele Körbe entgegen nehmen müssen und auch eine Menge Dates durchlaufen. Allerdings verhielt es sich auch in der Vergangenheit so, dass mir immer wieder vereinzelte schöne Momente und Erlebnisse widerfahren sind. Diese Erlebnisse halfen mir damals – vor über 3 Jahren – über meine schwere Zeit hinweg. Und das half mir enorm. Denn auf diese Art zog ich mich weiter und weiter aus dem Treibsand heraus, der mich stark nach unten niederzuwürgen drohte.

2019-04-01

Ich werde also abends nach der Arbeit täglich zumindest für einen kurzen Abstecher in Supermärkte sehen und versuchen mein Glück zu erzwingen. Im Wissen, vermutlich zunächst gar nicht meine Traumfrau finden zu können. Weil ich dazu mental wohl noch gar nicht bereit bin. Ganz ausschließen kann ich es allerdings auch nicht. Und deshalb möchte ich offen sein für alles, am Meisten jetzt zunächst einmal für mein erstes Date nach fast 2 Jahren. Gute Miene zum bösen Spiel machen. Das Glück erzwingen. Und vielleicht auch dadurch den Erfolg herausfordern und provozieren. Alles versuchen. Wer alles versucht, kann viel verlieren. Wer nichts versucht, hat bereits alles verloren. Keine Zeit fürs Trauern verlieren, trauern kann ich später noch. Dann nämlich, wenn ich wieder einigermaßen glücklich bin, so ist die Hoffnung. Wer kann schon trauern, wenn er glücklich ist? Genau deshalb!

Tweet – Ob ich gestern noch raus bin?

Heute nur eine Art „Tweet“:

Gestern war ich mir bis zuletzt unsicher, ob ich das Haus noch in der Nacht zum Weggehen verlassen sollte. Und ich haderte lange mit mir. Alleine raus. Alleine in einen Club oder in eine Bar? In der Verfassung!?

Ich tat es. Trotz größter Unlust. Ich weiß, dass ich kämpfen muss. Also kämpfte ich. Mental in dieser Situation alleine raus zu gehen, ist echt – für mich – eine unbeschreibliche Leistung. Mich in der Nacht zurecht zu machen, ins Auto zu steigen, doch eine ganze Weile zur Location zu fahren und dann – fast – wie selbstverständlich alleine zum Clubgamen zu gehen.

Pickup-Profis sind es gewohnt alleine unterwegs zu sein. Ich war früher (im Projekt Beziehung Teil 1) oft alleine weg. Aber sind Pickup-Profis auch in der Lage alleine raus zu gehen, wenn sie gerade ihre Beziehung verloren haben? Trotz und mit dem mentalen Loch? Ein Widerspruch in sich. Entweder ist man aktiver Pickupper oder man ist in einer Beziehung. Beides gleichzeitig? Das ist wohl selten und wenn dann fußt dies auf absolutem Vertrauensmissbrauch. Nicht mein Ding. Nicht mein Verständnis. Anderes Thema.

Pickup ist ein Werkzeug für mich, predigte und predige ich stets. Ein Werkzeug, mein Werkzeug, DAS Werkzeug, auf dem Weg zur Traumfrau. Eine erfolgversprechendere Methode ist mir bis jetzt nicht bekannt.

Ich hatte ein paar lange und gute Gespräche beim Clubgamen. Sehen und gesehen werden, spielt da eine große Rolle. Ich unterhielt mich nacheinander mit zwei Frauen zu meiner linken Seite und mit drei weiteren Frauen zu meiner rechten Seite. Hab ich genossen. Sehr sogar. In erster Linie ist die Übung wichtig, wieder gut rein zu kommen in die Konversationen. Passte. Lief bei mir.

Gegen Ende meines Abends kam es zum Nummerntausch mit einer unglaublich heißen Frau, ich würde ihr eine 8 oder 8,5 geben. Und ich bin schon verdammt wählerisch. Wir hatten Spaß im Gespräch, allerdings verließ sie mit ihren 3 Freundinnen den Laden und zog dann noch weiter. Deshalb musste ich relativ kalt auf die Nummer gehen. Ein längeres Gespräch wäre schon besser gewesen. Die Nummer hat auch keinen großen Wert, das hatte ich schon im Gespür. Und eine Antwort auf meine kurze Nachricht heute Nachmittag blieb (bislang) aus. Aber darum geht es gar nicht. Raus gegangen. Aktiv gewesen. Was bewegt. Passt.

Später gab es außerdem noch einen Korb von einer anderen Frau. Eine komische Frau war das. Sah mich an wie ein Uboot, nachdem ich sie ansprach. Sogar ihre Freundin war dagegen noch gut drauf und lächelte. Einen Korb von einer Frau der Marke „eiskalt“ zu bekommen, berührt mich persönlich gar nicht. So jemanden möchte ich um Himmels willen gar nicht in einer Beziehung an meiner Seite haben. Ich besitze ja schon einen Kühlschrank.

Und so fuhr ich nach 2 Stunden wieder zurück „nach Hause“. Und bin doch echt stolz auf mich selbst. Nicht wegen den tollen und lustigen Gesprächen mit den 5 Frauen, auch nicht wegen dem Nummerntausch mit dem – vielleicht an diesem Abend – heißesten Mädchen des Clubs, sondern weil ich meinen Arsch hoch bekommen und das Haus alleine verlassen habe, um mein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Trotz und wegen meiner derzeitigen mentalen Verfassung. Weiter so. Freerider.

2019-03-31

 

Unlust vs. Selbstmotivation

Heute ist Samstag, es ist bereits abends, und ich komme gerade vom Daygamen zurück.

Ich war in der Stadt, danach außerdem mit Herrn van Onnetuschn  und seinen Bekannten auf einer Veranstaltung, und anschließend wieder in der Stadt. Ich ließ das Spiel laufen. Der erste Approach des Tages am Mittag verlief direkt mal sehr ungünstig. Die zwei Frauen kommen mir entgegen, eine sieht mir mehrmals in die Augen, ich werde langsamer und lasse sie an mir vorbeiziehen. Augenkontakt, sogar mehrmaliger ist ein sehr gutes Indiz für Interesse. Also drehe ich mich anschließend direkt um und gehe den Zweien hinterher, tippe der Linken auf die Schulter und sage: „Hey, Du hast mich im Vorbeilaufen mit Deinen Augen fast aufgefressen. Ich muss einfach mal hi sagen!“ Sieh sah mich über ihre Schulter kurz und desinteressiert an, sagte nur „Oh nein. Nee.“, oder irgend so etwas und lief mit ihrer Freundin geradewegs weiter. Ich schob hinterher: „Hey, alles okay. Was ist los? Ich beiße nicht.“

Dann drehte ich um und ging wieder in meine ursprüngliche Richtung. Komischer erster Approach. Nicht gerade ein Motivater-Approach. Normalerweise fallen die Reaktionen freundlicher aus, offener. Dabei wollte ich es dann auch fürs Erste bleiben lassen und ging zur Veranstaltung zum oben genannten Freund mit seinen Bekannten. Dort befanden sich viele Menschen, relativ dicht gedrängt. Es waren auch viele Frauen da, viele 2er und 3er Gruppen. Ich machte mich bei der Veranstaltung überwiegend auf die Suche nach einem guten Set und kam auch ganz gut in ein paar Gespräche. Allerdings funkte es für mich irgendwie nicht und ich blieb deshalb auch nicht hartnäckig in den Konversationen. Zweimal unterbrach ich selbst mit Worten wie… bla bla… „ich dreh nochmal eine Runde weiter, wir sehen uns ja noch…“.

Vielleicht hätte es bei einer geklappt, möglich. Ich weiß nicht. Ich fühle mich blockiert, gehemmt. Irgendwie lust- und kraftlos. Obwohl ich die Gespräche kann, Ansprechangst hab ich keine. Das ist an sich schon eine mega gute Grundvoraussetzung. Viel besser geht es erst mal gar nicht. Aber ich spüre trotzdem eine Art Unlust. Das ist vielleicht das, was manche meiner Freunde und Bekannten zu mir in in den letzten Tagen öfter sagten: „Sieh zu, dass Du erstmal über die Eine hinweg kommst, bevor Du Dich auf die nächste stürzt.“ Ich glaube, dass mich Fr. Schlange im Hinterkopf leider massiv begleitet. Überall, als ich heute unterwegs war, und irgendwo eine ähnliche Frisur wie ihre sah, hielt ich Ausschau nach ihr. Ob sie es sei. Verrückt. Natürlich würde sie nicht da sein wo ich bin. Es ist eine andere Stadt, ein anderer Ort. Aber ich merke, wie ich psychisch echt zu kämpfen habe. Sie hat mir echt ein Paket hinterlassen, kein schönes. Diese Zeilen zu schreiben, helfen mir allerdings sehr. Ich gehe damit in die Beobachterperspektive und merke auf diese Art, dass dies nur Gedanken sind. Psychische Hirngespinste. Wenn auch präsente Gedanken. Aber ich bin nicht meine Gedanken. Und meine Gedanken sind nicht ich. Ich bin ich. Ohne Gedanken. Alles weitere findet im Kopf statt. Das zu reflektieren hilft.

Ein Mädchen gefiel mir mega gut, eine glatte 7,5 oder 8. Die hatte ich ziemlich direkt angesprochen, das Gespräch lief auch zunächst mal richtig gut, auch noch als ihre Freundin dazu kam. Ich versuchte beide ins Gespräch zu integrieren und wollte es einfach wissen, schug deswegen direkt ein Treffen vor. Antwort: „Wir sehen uns ja sowieso noch hier, lass uns später weiter reden.“ Mir ist klar was das heißt, da bleibe ich auch nicht mehr aktiv dran. Keine Bedüftigkeit meinerseits, Frauen gibt es genug. Wenn Du nicht willst, will vielleicht eine andere.

Für heute sollte aber keine andere wollen. Ich habe es dann nach der Veranstaltung noch in der Stadt bei einer Verkäuferin in einem Kaufhaus versucht. Kurzes nettes Gespräch. Sie nahm es sehr „professionell“ auf, bedankte sich für mein Kompliment, blieb kurz im Gespräch mit mir und wimmelte mich dann direk mit den Worten „alles klar, dann wünsche ich Dir noch einen schönen Tag“ ab.

Hm. Im Gegensatz zu früher notiere ich mir nicht mehr die genaue Anzahl meiner Approaches. Heute waren es vielleicht 6 oder 7. Im Prinzip alles Körbe bzw. einen Teil der Gespräche hatte ich selbst zwischendurch abgebrochen. Das ist an sich auch noch keine schlechte Quote. Ich hatte schon Tage, an denen ich 14 Körbe nacheinander bekam. Und das 15. Set dann zu einem Date mit mehreren Folgedates und Übernachtungen usw. führte.

Natürlich reflektiere ich dennoch, was ich womöglich verbessern könnte. Um ehrlich zu sein gehe ich ganz aktiv in die Gespräche. Ich versuche es manchmal direkt und manchmal indirekt. Ich achte bereits wieder auf Details wie Stimmlage und Lautstärke (tief und laut).Aber ich bin einfach (noch?) nicht in dieser mentalen Verfassung, Glücklichkeit oder gar noch mehr als „nur“ Glücklichkeit auszustrahlen. Was soll dann schon groß heraus kommen.

Ich hatte heute sogar kurzfristig direkt vor den Augen von Herr van Onnetuschn und seinen Bekannten einen mentalen Rückfall, nasse Augen meinerseits. Er bemerkte das sofort, separierte mich und nahm mich gleich mal auf eine Runde nach draußen mit. Danke mein Freund. Keine Ahnung. Heute war (bisher?) mental nicht mein Tag.

Jetzt ist es ca. 19 Uhr und ich hatte mir für heute Nacht vorgenommen, in jedem Fall zum Clubgamen raus zu gehen. Bei so einem – Entschuldigung – gefühlten Scheißtag. Man. Ich weiß aber auch, dass ich aus dem Loch nur herauskomme, wenn ich einfach alles gebe. Vielleicht ganz besonders viel Engagement an den besonders schlechten Tagen. Selbstmotivation, selbst wenn keine Motivation aufzubringen möglich scheint.

Ich schwanke innerlich zwischen:
a) am Liebsten einfach schlafen gehen
b) einen ruhigen Abend auf der Couch alleine verbringen, vielleicht etwas persönlichkeitsentwickelndes lesen
c) mit der Familie am Abend einfach nur unterhalten
oder
d) doch meine sieben Sachen zu packen und verdammt nochmal in den Club zu fahren.

Ich sage ja sonst immer: „Wenn man Lust auf etwas hat, dann ist es sowieso einfach. Etwas zu tun, gerade wenn man gar keine Lust darauf hat, das ist die Kunst!“ Und das Schlimme ist, dass ich mir bewusst bin, dass mit schlechter Stimmung die Wahrscheinlichkeit für Erfolge massiv sinkt. Ich weiß aber auch, dass mit schlechter Stimmung Erfolge dennoch möglich sind.

Beispielsweise reicht da ein gutes erstes Eröffnungsset im Club, hatte ich früher auch schon. Ein bisschen mit ihr und ihrer Freundin gesprochen, kurze Zeit später liefen wir zu dritt aus dem Club. Davon eine der Beiden mit mir händchenhaltend. Der Abend bzw. die Nacht endete bei den Beiden in der Wohnung inkl. gemeinsamem Frühstück am nächsten Morgen. Es gab auch mal einen Artikel hier dazu, lange ist es her.

Will heißen: Schlechte Stimmung steigert das Misserfolgspotenzial. Aber schlechte Stimmung alleine ist noch kein Garant für Misserfolg. Es sind nur mehr Sets nötig. Mehr Approaches. Und genau das ist das Harte daran, wenn man, wie ich jetzt, eigentlich fast keine Lust hat überhaupt raus zu gehen. Teufelskreis. Den muss ich durchbrechen. Wir werden sehen…

2019-03-30

PS: Früher bin ich dann manchmal einfach raus gefahren, kurz in den einen Club und kurz noch in einen anderen. Einmal schnell durchschauen, ob was dabei ist. Sehen und gesehen werden. Und wieder nach Hause. Vielleicht ist das das heutige Mittel der Wahl? Hat Vorteile und Nachteile. Wenn man rausgeht, sollte man auch approachen. Wozu geht man sonst raus? Hm. Wirre Gedanken.

Ich taufe Dich auf den Namen „Fr. Schlange“

Gestern erschien mein neuester Philosophischer Sonntag ©. Darin ging es bereits fast ausschließlich um Sie. Um Verhaltensmuster. Ein Stück weit auch um Ursachenforschung. Größtenteils um Beobachtung meines Erlebten. Und auch um mein eigenes Durchleben des gerade geschehenen Crashs.

Und ich nannte sie Fr. Schlange. Die Story kann ich jetzt sicherlich nicht mehr mit einem großen Spannungsbogen aufbauen. Es geht ja zuletzt nur um sie. Ich möchte der Schlange aber dennoch einen eigenen Blogbeitrag widmen. Vielleicht mein Abschiedsbeitrag an sie. Ich weiß es nicht. Innerlich bin ich zwiegespalten. Einerseits möchte ich irgendwie verstehen lernen was denn überhaupt los war. Und was mein Anteil an der Geschichte ist. Wo ich als einer der beiden Hauptprotagonisten eigentlich geblieben bin. Andererseits habe ich Angst diese Zeilen zu schreiben, Angst davor, dass ich dadurch oder danach wieder einfach nur traurig bin und wieder ganz tief runter gezogen verharre. Ich fühle mich, als wäre ich noch immer im Traum. Ein Albtraum der ganz besonders miesen und schlechten Sorte. Als wäre ich mit dem Flieger irgendwo im Dschungel abgesetzt worden und muss nun schauen, wie ich wieder in die normale Welt zurück gelange.

Mir ist bewusst, dass ich mich damit in eine Opferrolle begebe. Dieses Mindset (neudeutsch) ist nicht sonderlich hilfreich für die erfolgsreiche Vorwärtsbewältigung, völlig klar. Es hilft mir aber im Moment auch nicht, so zu tun als müsste ich nur 3 mal laut aus dem Fenster rufen, dass ich der Größte sei und alles gut wäre. Es ist nichts gut. Gar nichts. Und ich bin nicht der Größte. Nicht mehr. Ich war es. Was sicherlich auch mitursächlich war für das Scheitern. Sie hatte mich aufgebaut, konsequent und stetig. Über die ganze Zeit der Beziehung hinweg. Natürlich wurde ich dann selbstsicher. So selbstsicher, dass ich nicht mehr realisieren konnte, dass in ihr irgendetwas einen anderen Lauf nahm, als außerhalb von ihr. Und ich mich davon entwickelte. Wie auch immer das möglich gewesen sein konnte. Es fühlte sich genau nach dem Gegenteil an.

Ein schlechtes Drehbuch

Das alleine rechtfertigt dennoch nicht die Geschichte. In Hollywood würde ich als Lektor des Drehbuchs sagen: „Ja gut, und was soll der Mist. Warum hat die Frau das getan? Sie hatte doch nie ernsthaft mit ihm über ihre Probleme geredet. Was ist das für eine einseitige Story? Wo bleibt der Gegenpart? Der Gegenschlag? Wo ist das Drama? Die Geschichte ist ja einfach aus, ohne sich nach außen hin je aufgebaut zu haben. Die Story kauft Dir niemand ab!“

Vor etwas über 2 Jahren hatte ich mal angekündigt, an wesentlichen Stellen meines Selbstfindungsweges Frauen nicht mehr anonym zu beschreiben, sondern sie zu pseudonymisieren, siehe meinen alten Beitrag Frauen in Pseudonymen. Jede Frau hat ein eigenes Gesicht, also sollen die wesentlichen Frauen auf meinem Weg auch einen eigenen Namen erhalten. Meine EX-Freundin (man beachte das große „EX“) wird nun auch mit einem eigenen Namen von mir getauft. Du bist jetzt Fr. Schlange. Und so soll es sein.

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Fr. Schlange, nenne ich sie hier, doch ohne Groll und erst recht nicht mit so etwas wie Hass in mir. Ich bin ein friedlicher und im Kern äußerst sensibler und ruhiger harmoniebedürftiger Mensch. Manchmal komme ich aus mir raus und kann auch mal stakkatoartig Plappern. Das habe ich wohl auch zu oft gemacht in der Beziehung. Aber so war ich nicht, als ich noch Pickupper war. Und auch nicht, als ich sie kennen gerlernt hatte. Meditationen sei dank. Ich hatte ich mich davon losgelöst mein eigenes Ich nach vorne zu stellen, früher war das bestimmt anders. Ich wurde wieder unbewusst und unachtsam. Niemals böse, ganz im Gegenteil. Immer mit der großen Absicht, das Beste für mein Gegenüber zu wollen. Für sie und die Kinder. In dem Fall war sie wohl leider mehr zu meinem GEGENüber als zu meinem MITüber geworden, aus ihrer Sicht. Jedenfalls zum Schluss. Und so ist Fr. Schlange mein ganz persönlicher harter Schlag im Leben, an dem ich vielleicht noch lange taumeln werde. Ich hoffe es nicht. Mike Tyson lässt grüßen. Dong!

Du hast falsch gespielt. Du hast überhaupt gespielt. Ich nicht. Nie spielt. Im Leben nicht (mehr) und mit Dir niemals. Ich habe Dich immer gefühlt und geliebt. Ich habe Dir nicht nur mein Herz geschenkt, ich habe mein Herz auch Deinen Kindern geschenkt. Die gar nicht meine waren. Aber zu meinen wurden, Schritt für Schritt immer mehr. Alles dahin. Auf und davon. So weit der Wind Dich tragen kann. Warum sagtest Du nie etwas? Warum musste es dazu kommen? Echt Antworten werde ich nie erfahren. Und selbst wenn, ist nicht gesagt, dass sie mir für die Zukunft helfen würden. Antworten erzeugen neue Fragen. Ist so.

Die nächste Frau mag vielleicht wiedrum alles an mir so lieben, wie ich bin und wer ich. Ohne oder mit Veränderungen an mir selbst, egal welchen Weg ich für mich bis dahin gehe. Keiner kann in die Zukunft sehen. Das Ende und alles war einfach nicht nötig. Das war alles so unnötig, wirklich. Dein falsches Spiel, die Hinterlistigkeit in meinem Rücken. An meinem verwundbarsten Punkt, meinem Vertrauen, hast Du zugebissen wie eine Schlange. Ich hatte von Anfang an Skepsis ob Deiner Lebenslinien, ob Deinem Verhalten und ob Deinen und damit unseren Grundvoraussetzungen.

Aber ich hatte mir durch das Pickuppen und meinen vorangegangenen Weg der Selbsterkenntnis beigebracht, mich wertfrei zu verhalten. So gut es nur geht. Nicht mehr zu (ver)urteilen, sondern zu beobachten. Zu akzeptieren was kommt im Leben. Frei, mit offenen Armen dem warmen Wind der Sonne entgegen zu gehen und dabei den wohltuenden Duft eines sonnigen Lavendelfeldes in der Nase zu spüren. Egal ob Du schon mehrmals verheiratet sein mochtest, Kinder hattest oder auch keine mehr bekommen konntest. Alles geschenkt.

Ein Wahnsinn, im Rückblick betrachtet, wie ich dafür so ins Abseits rücken musste. Da ist sie wieder, die Opferrolle, ich weiß. Tut mir leid. Aber Dein Biss in meinem Rücken sitzt hart und kam extrem platziert und plötzlich. Und ich spüre in meiner Lendenwirbelsäule noch immer die giftigen Zähne, wie sie sich durch mein offenes und frei zugängliches Fleisch gestoßen haben. Deswegen Fr. Schlange. Nur deswegen.

Ich bin Dir dankbar für alles. Selbst für den Betrug. Mehr aber für fast die gesamte Zeit. Ich weiß nicht wie lange das mit dem Schauspiel ging. Ich nehme an, dass es ein paar Monate waren. Vielleicht 2 oder 3 oder 4. Du hast sehr gut geschauspielert, so gut, dass ich es erst ca. 4 Wochen vor dem Ende merken konnte, dass irgendwas in Dir nicht ganz passt. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass Du einen Anderen parallel kennen gelernt hast und zweigleisig fährst

Aber die restlichen ca. 1,5 Jahre waren atemberaubend schön. Du warst meine Traumfrau, das definitiv. Du warst mir gegenüber vollkommen und perfekt. Das hätte ich mir nie zu träumen gewagt, dass ich so etwas je über eine Partnerin sagen würde können. Umso härter ist der Schmerz. Sogar den Betrug hätte ich Dir im Nachgang noch verzeihen können, mit harter Arbeit an uns beiden, letztlich nur im Sinne für uns beide. Auch das mag verrückt klingen, kann sich mancher Außenstehender denken. Vielleicht bin ich verrückt, ja. Aber auch hier finde ich die Ursache meiner eigenen Art in der Spiritualität und Eckhart Tolle. Es sollte jedoch nicht nur ein Betrug werden. Es sollte das werden, was Du immer tatest. Ein nahtloser Partnerwechsel. Damit war zum zweiten Mal für uns jede Chance vertan, alles gut zu machen. Die erste Chance ergab sich, als Du merktest, dass Dir irgendetwas zwischen uns nicht mehr ganz passt und Du offen und empfänglich für Gefühle mit einem anderen Menschen wurdest. Die zweite Chance ergab sich, als ich merkte, dass irgendetwas zwischen uns nicht mehr ganz passt und Du bereits starke Gefühle für einen anderen Menschen hattest. Beide Chancen ausgelassen. Und so haben wir unser gemeinsames Leben verloren. Jetzt hat wieder jeder seins.

Abschied nehmen. Alles gute für Dich. Für Euch. Ich bleibe wie ich bin. Rücksichtsvoll, menschlich. Ich habe mir nichts vorzuwerfen. War nicht perfekt und habe auch meine Macken und Kanten, das ist doch menschlich. Aber ich habe mir nichts vorzuwerfen. Das ist mein einziger echter Trost. Ich werde bestmöglich versuchen meiner nächsten Frau – wann auch immer das sein mag – wieder mit offenem Herzen und offenen Armen zu begegnen. Erfahrungen aus der Vergangenheit sind kein Garant für die Geschehnisse in der Zukunft. Ich hoffe ich kann mir in meinem eigenen Vorsatz treu sein.

Aber wo Licht, da auch Schatten

Und die Realität ist nun einmal, dass Du eine ganz besondere Frau und tolle Mutter bist. Die Realität ist nun einmal allerdings nicht nur ebenso, sondern viel mehr, dass Du eine Schlange bist. Und ziemlich sicher aufgrund bestimmter psychischer Ereignisse in Deinem Leben in das Ausleben eines Musters des ständigen Verlassens Deiner Partner verfällst. Betrug und Partnerwechsel kamen und gingen. Ich dachte und hoffte wohl auch ein Stück weit, dass ich nun der Richtige für Dich sei und Du nun angekommen wärst. Vielleicht auch, dass ich Dein Seelenverwandter bin. So vermitteltest Du mir das immer. So zeigtest Du mir das immer. So behandelten wir uns in den – aus meiner Sicht – wichtigen Dingen und Weichenstellungen im Leben. Ich weiß es ja nicht, so sagten es mir immer mein Gefühl und Deine Worte. Andererseits äußertest Du auch oft viele kleine Dinge, die Du anders machen würdest. Aber nie so deutlich, dass ich es als ernstzunehmend verstehen hätte können…

Seit dem Ende mit Dir und von Dir, habe ich gemerkt, dass ich schlagartig aus meinem unreflektierten Verhalten erwacht bin. Ich verhalte mich Dir und anderen Menschen gegenüber seit dem Knall so, wie ich eigentlich sein möchte und vor Dir gelernt habe zu sein und auch war. Ich hatte meinen Charakter tiefgehend geändert. Das geht, jeder der sich mit ganzheitlicher Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt hat, weiß das. Das erfordert allerdings auch kontinuierliche harte Arbeit an sich selbst. Viel Hingabe. Und genau da wurde ich nachlässig. Mein Fehler. Das ist zweifelsfrei. Ich bin froh, dass ich jetzt so viel lernen durfte durch Dich, wenn auch auf so bittere Art. Heute bin ich wieder ganz stark in meiner Mitte und achtsam im Umgang mit Arbeitskollegen, Eltern, Familie und Freunden. In dem Punkt hast Du mich aus meinem Winterschlaf erweckt. Dafür danke ich Dir bittersüß. Aber aufrichtig.

Wäre ich während der ganzen Beziehung so geblieben (!), hätte ich erste Anzeichen in der Beziehung viel viel früher, noch im Keimstadium, wahrgenommen. Wenn, ja wenn… ich nicht so unbewusst und unachtsam gewesen wäre. Ich werde in Zukunft wieder meditieren, um ruhiger, ausgeglichener und achtsamer zu sein. Bereits jetzt gehe ich mit Dir – in den kurzen Telefonaten wegen sachlicher Dinge – so um, wie ich in Zukunft zu allen Menschen am Liebsten immer sein möchte und alles dafür tue auch zu sein. Ich spreche ruhiger mit Dir, höre sicherlich auch mehr zu. Nehme noch mehr (!) Rücksicht auf Dich und Deine Belange, auch wenn Du mir eigentlich restlos egal sein müsstest. Ich bin Dir so dankbar für die schöne Zeit und alles was Du getan hast für mich. Für die Kinder warst Du immer eine wundervolle Mutter, was mich nur noch mehr dazu brachte, Dich zu lieben.

Ich weiß auch, dass ich fast meinen gesamten Tagesablauf und meine komplette Lebensstruktur auf Dich eingestellt habe. Job, Wohnort, usw. Ich habe damals meine Wohnung aufgegeben, um zu Dir in Deine neue Wohnung zu ziehen. Weil Du die nötige Sicherheit brauchtest, dass ich Dich mit den Kindern nicht einfach rauswerfen würde, falls es nicht geklappt hätte zwischen uns. So sagtest Du. Habe ich damalsch schon verstanden. Habe ich respektiert. Aber ich war mir bereits damals sicher, dass ich das niemals tun würde. So bin ich nicht als Mensch. Und so blieb es auch. Stattdessen musste ich nun gehen und bin derzeit dabei meine Sachen zu holen. Und stehe vor einem Scherbenhaufen. Viele hatten mir abgeraten meine Wohnung aufzugeben, damals. Was hätte ich tun sollen? Ich wollte die Nähe zu Dir. Und Du zu mir. Deswegen war uns alles Recht und gut. Jedes Mittel. Und es funktionierte. Ich wurde nur sehr schnell unbewusst und hatte mir nur anfangs sehr viel Zeit auch für die Kinder genommen. Später weniger. Aber das auch alles erst mal zu stemmen, Vollzeitarbeit und dazu ein laufendes Studium. Dazu Dich als Lebensgefährtin und noch die zwei Kinder. Ich war immer liebevoll zu Euch dreien. Ganz sicher. Ich habe mein Herz bei Euch gehabt. Aber ich bin kein Zauberer. Nur auch ich bin endlich. Meine Kräfte sind endlich.

Du sollst nicht gehen

Gestern habe ich einige Sachen aus Ihrer Wohnung abgeholt. Sie lieh mir für den Transport ihr (eigentlich unser) neues Auto. Wir kommen sachlich sehr gut miteinander aus. Immerhin. Sie kam aber immer mit allen ihren Ex-Partnern hervorragend aus. Sie ist wirklich ein guter Mensch. Streit ist nie ihre Absicht. Bleib so bitte, allen gegenüber.

Jedenfalls habe ich am Abend das Auto zurück gebracht und bin kurz in die Wohnung, um ihr den Autoschlüssel zu bringen und noch ein paar Dinge zu klären. Da war auch ihr Sohn. Er blickte mich an, blieb aber am Tisch sitzen. Sonst stand er immer auf, um mich zu umarmen zur Begrüßung. Da war in seinem Blick aber keinerlei Freude, mich zu sehen. Und er stand eben auch nicht auf. Fast ein Blick des Schocks, als ich ihm in die Augen sah.

Er hatte sich die letzten Monate von mir davon gelebt. Es fühlte sich für ihn wohl so an, als würde ich ihm seine Mama wegnehmen. Irgend etwas hat ihm missfallen. Vermutlich, dass ich überhaupt mit seiner Mama zusammen war. Der kleine Junge war es gewöhnt, dass seine Mama immer nur für ihn und höchstens noch für seine kleine Schwester da war. Nun gab es da diesen neuen Mann an der Seite seiner Mama. Aber hey, ich hab Dich immer lieb gehabt, kleiner Junge, und Dich immer gerne ins Bett gebracht und mit Dir gespielt. Ich hatte nur zu wenig mit Dir gemacht zuletzt, sehe ich auch im Nachhinein. Tut mir leid. In ein paar Jahren wirst Du alles vergessen haben, wahrscheinlich. Mich vergessen haben. Aber in ein paar Jahren würdest Du ganz sicher froh sein, wenn Du einen so klaren und strukturierten „zweiten Papa“ wie mich haben würdest. Der immer für Dich da ist, wenn es darauf ankommt. Ich hatte immer versucht Dir Werte und Halt vorzuleben. Für Dich dazu sein, wenn es schwer wurde für Dich. Zum Beispiel letztens als Dir ein Mädchen in der Schule mit der Faust aufs Auge schlug. Wir redeten und ich versuchte Dich stark zu machen. Nur so eine Erinnerung von vielen.

Und die kleine Schwester? Als sie aus dem Zimmer kam und mich sah, stürmte sie auf mich zu und rief: „Warum gehst Du? Warum bleibst Du nicht hier? Bleib bitte hier!“ Sofort hab ich sie hochgeboben und fest gehalten und gestreichelt. Ich bekomme nasse Augen, wenn ich nur daran denke. Ich habe Dich genauso lieb, wie Deinen Bruder. Und an Dir sehe ich auch, dass ich kein schlechter Mensch sein kann. Anders als Dein Bruder, hast Du mich richtig lieb. Auch Dich habe ich immer gerne auf dem Schoß gehabt und mit Dir Spaß gemacht. Ich möchte nicht mehr Worte verlieren über Dich, es macht mich traurig auch Dich loslassen zu müssen.

2019-03-25

Ich könnte gerade 100 Seiten schreiben, gefühlt. Fr. Schlange hat jetzt einen Neuen Mann. Und ich meine alte Frau nicht mehr. Eckhart Tolle würde sagen, dass Formen im Leben kommen und gehen. So ist die Natur. Eine Beziehung ist letztlich auch nur eine äußere Form. Etwas Gegenständliches. Nichts ist für die Ewigkeit. Spätestens mit dem Tod trennt es sich, jede Beziehung. Selbst riesige Bauwerke von heute, werden in wenigen hundert Jahren in der Form fast alle nicht mehr existieren. Zivilisationen gehen unter. Häuser werden abgerissen. Und eben auch Beziehungen eingerissen.

Du bist eine Schlage, zweifelsfrei. Aber ich hoffe für Dich, dass Du aus dem immerwährenden Strudel herauskommst. Und es beschert mir ein Lächeln auf mein Herz, wenn ich trotz dieser, unserer, Story weiterhin und noch mehr denn je warmherzig, rücksichtsvoll und verständnisvoll mit Dir umgehe. Ich weiß, dass ich ein wundervoller Mann und auch Zweitpapa war. Und irgendwann wieder sein werde, wenn da wieder Kinder sind oder ich welche haben würde. Nur aus einer für mich bedauernswerten Wendung im Leben bin ich scheinbar für Dich nicht mehr der passende Papa Deiner Kinder. Vielleicht siehst Du es irgendwann anders. Wer weiß. Deine Tochter sieht es bereits heute anders. Dein Sohn sah es mal anders.

Schade, einfach bitter schade. Das musste nicht sein. Ich wollte das alles nicht. Aber ich konnte aus meiner Sicht wirklich nicht mal einen Hauch dazu beitragen, dass auch Du für immer glücklich hättest bleiben oder wenigstens wieder werden können, mit mir. Ich weiß nur, dass ich in Zukunft bewusster und achtsamer in einer Beziehung werden und vor allem bleiben muss.

Das hast Du mich gelehrt. Danke Dir. Du bist also nicht nur eine Schlange. Sondern eine Schlange, die mir eine lehrreiche Lektion erteilt hat. Du bist für diesen Abschnitt meine Lehrerin auf meinem Lebensweg gewesen. Ich will nicht so viele sentimentale weitere Dinge über Dich schreiben. Du bist toll. Du warst toll. Ende.

Ich muss nach vorne schauen. Im Moment versuche ich das mit Gewalt. So sehr es nur geht. Die Wochenenden werde ich wieder unterwegs sein. Auf den Straßen die Frauen ansprechen. In den Bars und Clubs ebenso.

Am Wochenende ging es übrigens 7 zu 0 aus. Ein erwartbarer Einstieg würde ich sagen. 7 Körbe für michi. Zwei mal Clubgamen, ohne Erfolg. Aber ich bin auch im Moment ein Haufen Elend, das strahle ich vermutlich aus. Ein Schatten meiner selbst. Aber ich habe keine Ansprechangst, gar nicht. Das ist schon hervorragend. Ein voller Erfolg. Nur die Übung fehlt, das hab ich gleich gemerkt. Trotz meiner derzeitigen Verfassung bin ich am Wochenende los gezogen in die Nächte. Wo ich auch Dich mit Deinem Neuen gesehen habe. Händchen haltend und tanzend. Mann.

Aber es wird wieder funktionieren. Es wird nur dauern bei mir. Jedoch bin ich nun nicht mehr der selbe Junge von damals. Sondern Erfahrungsreicher. Ich bin schlagartig anders geworden, durch den Crash. Und jetzt wieder mehr so, wie ich vor der Beziehung war. Ruhiger als Mensch. Achtsamer. Bewusster. Und das will ich aufrecht erhalten. Fehlt nur noch mein Selbstbewusstsein von damals, das ich ebenfalls schlagartig mit dem Crash verlor.
Beides ist aber nötig für mich, Selbstbewusstsein und Bewusstsein. Und mit beidem habe ich Dich kennen gelernt. Und einige andere Frauen vor Dir. Und so wird es bestimmt wieder sein. Frauen gibt es viele. Schwierig zu finden ist nur DIE EINE.

Das hier ist ein Ruf raus in die Welt: „HIER BIN ICH! UND ICH WERDE DICH FINDEN!“

8 Nächte später

Ich habe gesehen, dass mein erster Beitrag nach langer Abwesenheit direkt mal ein paar Besucher auf meinen Blog gelockt hat. Außerdem habe ich auch schon ein paar Kommentare auf den letzten Artikel bekommen. Und einen Like. Danke Euch. Seid ehrlich, sagt was ihr denkt. Interagiert. Ich freue mich darüber und manchmal ganz besonders über die ehrlich gemeinten Kritiken. Nur daran kann jeder von uns wachsen.
Jetzt aber zum heutigen Artikel…

Es sind inzwischen 8 Nächte vergangen, seit dem großen Knall.

Das wird ein Artikel, bei dem ich einfach in mich hinein fühle. Ich habe noch keine Inhalte, ich lasse mich aus meinem Inneren leiten. Was ich schreibe, schreibe ich. Was kommt, kommt.

Wie geht es mir jetzt?

Diese Frage stellen mir fast alle, mit denen ich über das Thema spreche. Die meisten haben über Whatsapp davon erfahren, die meisten stellen diese Frage aus Höflichkeit. An einer echten Antwort sind die meisten nicht interessiert. Aber es gibt sie eben auch, die Interessierten. Die Aufrichtigen. Familie und Freunde. Und gestern war der erste Tag, an dem ich nicht mehr ganz bis zum Weinen kam. Ich hatte noch ein paar Mal über den Tag hinweg geschluchzt, jedoch nicht mehr geweint.

Gestern zum Beispiel, als ich bei meinem besten Freund Herr van Onnetuschn war. Es war 20 Uhr, und seine zwei Kids gingen ins Bett. Erst ließ ich Mama und Papa machen, dann setzte ich mich zu seiner Tochter ans Bett. Wir redeten. Sie fragte mich, wie das mit meiner Freundin beim letzten Gespräch ausgegangen sei. Ich sagte: „Nicht gut.“

Dabei merkte ich, wie ich innerlich hin und her gerissen war. Einerseits war und bin ich traurig, dass es aus ist. Dass die vermeintliche Traumfrau mir meinen persönlich größten Korb aller Zeiten gegeben hatte. Andererseits merkte ich während der Antwort, dass sie nicht ganz stimmen kann. Sofort ergänzte ich: „Aber weißt Du, es ist auch besser so. Sie hat jetzt einen Anderen und mit dem wird sie bestimmt glücklich. Das ist nicht mehr die Frau, die ich mal kennen und lieben gelernt habe. Sie hat sich verändert. So eine Frau möchte ich gar nicht mehr.“

Sie war sehr mitfühlend, sie ist ein kleines Kind und ohne inhaltlich voll zu erfassen worum es geht, tröstete sie mich und sagte: „Aber schau mal, dafür wohnst Du jetzt bei Deiner Schwester. Das ist doch auch schön.“

In diesem Moment wurden meine Augen wässrig, das Weinen konnte ich allerdings zurückhalten. Genau wie jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe. Kleines Mädchen, Du bist die Tochter meines besten Freundes und ich kenne Dich seit dem Du auf der Welt bist. Ich war damals kurz nach der Geburt im Krankenhaus, um Dich zu sehen. Wir werden vielleicht solche Gespräche im Laufe unseres Lebens gemeinsam noch öfter haben. Du wirst auch mal groß und Dir wird es vielleicht auch mal so ergehen wie mir, fast ganz sicher sogar. Jeder macht solche Erfahrungen in der einen oder anderen Form, im Leben. Oder aber in der Zwischenzeit werde ich nochmal so eine Erfahrung machen, wieder eine Beziehung, wieder glücklich – zumindest gedacht und gefühlt – und wieder das Ende. Wer weiß. Vielleicht bleibt die nächste auch für immer. Ich finde Deine mitfühlende Art so außergewöhnlich und dass Du meine Hand von Dir aus gehalten hast. Das habe ich von kleinen Kindern in der Form noch nicht gesehen. Bleib so. Du bist einfach ein tolles Mädchen.

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Ich verstehe das alles nicht, bin ich schuld?

Ich verstehe noch immer nicht, was mir widerfahren ist. Es ist weiterhin unbegreiflich surreal. Natürlich habe viel reflektiert und versucht zu reflektieren. Was schief lief oder was ich wann hätte merken oder (an mir?) ändern können. Sie ließ keine Chance dazu, sie äußerte ihre Sicht und Dinge stets nur sehr zurückhaltend oder ohne jeden Nachdruck. Ich konnte offenbar während der ganzen Zeit der Beziehung nicht merken, dass einige dieser geäußerten Wünsche oder Vorstellungen in ihr nachdrücklich brodelten. Es fühlte sich stets eher nach normalen Gesprächen an. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass irgend etwas oder gar alles so „schlimm“ für sie sei, dass sie dafür die Beziehung beenden würde. Ich habe nichts davon bemerkt.

Sie hat die „Schuld“ auf sich genommen, sie sagte, dass sie den selben Fehler machte wie in jeder vorherigen Beziehung. Sie hätte wieder einmal den Mund nicht auf gemacht und sich stattdessen still versucht ihrem Partner anzupassen, aus Liebe. Bis es irgendwann zu viel wurde und sie daraufhin – wie in der Vergangenheit auch – begonnen habe unglücklich zu werden. Sie habe ihr Leben lang nie irgend etwas klar geäußert und auf den Tisch gehauen. Es sei ihr Fehler sagte sie, sonst wäre unsere Beziehung noch genauso toll wie am Anfang. Und genau in jener Zeit habe sie jemanden kennen gelernt. Wie sie sagte, sei es aus unserer Beziehungssicht der falsche Mensch zum falschen Zeitpunkt gewesen. Sie erklärte mir den aus ihrer Sicht vermutlichen psychologischen Hintergrund. Ihr Vater war in ihrer Kindheit alkoholkrank und das führte letztlich zu ihrem Verhalten, da sie nie äußern durfte, was sie fühlte oder wollte. Es hätte sonst immer einen riesigen Ärger gegeben. Sie habe das lange nicht bemerkt, dass sie so sei. Aber nun hätten ihre Freunde sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie sich immer davon flüchte und ihre eigene Geschichte ständig wiederhole. Seit jeher. Sie trage die Schuld, wiederholte sie mehrmals. Sie wisse das. Aber es sei zu spät für uns.

Danke Dir dafür. Und ich dachte immer, wir können über alles reden. Haben wir auch immer, dachte ich. Es ist so surreal diese Zeilen gerade zu schreiben. Ich wollte diesem Menschen helfen, ich hätte ihn überall hin begleitet und alles getan. Nicht nur hätte. Ich habe es. Und das ist das Ergebnis.

Bin ich schuld? Ich spreche nie von Schuld. Schuld ist ein Ausdruck, den ich so gut wie nie verwende. Es gibt Aktionen und es gibt Reaktionen. So ist die Natur. Die Natur kennt keine Schuld. Schuld ist ein Gedankenkonstrukt, das wir uns selbst erschaffen. Das hatte ich aus meiner Zeit seit dem Ende meiner (aus jetziger Sicht) vorletzten Beziehung gelernt. Ich hatte mich auf den Weg hin zur Selbsterkenntnis begeben. Meine damaligen Leser wissen das sicherlich noch. Eckhart Tolle, ein bisschen Buddhismus und ganz viel Pickuppen. Das waren meine drei Bausteine. Und ich bin im Nachhinein so froh, dass ich mich auf diesen Weg begeben habe.

Meine Aufmerksamkeit in der Beziehung habe ich schleifen lassen. Ich habe auch meinen Körper schleifen lassen. Vorher war ich trainiert, konnte hautenge Hemden tragen. Nicht dass ich jetzt dick wäre, aber ein paar Kilo kamen dazu. So dass zumindest die engen Hemden nicht mehr passen. Aber ich habe seit dem Knall und dem Ende der Beziehung vor ein paar Tagen abgenommen. Und ich versuche die Appetitlosigkeit gerade auch positiv zu nutzen, nämlich um auch wieder überflüssige Pfude loszuwerden.

Mein Umfeld sagt mir zwar größtenteils, dass das Quatsch sei. Aber es macht einen gewaltigen Unterschied, wenn eine Frau Dich anfasst und Dein Körper bei einer Berührung auf die Brust oder den Bauch nicht nachgibt. Es macht einen Unterschied für Sie und besonders für Dich. Im Moment habe ich ca. 5 kg abgenommen. Das ist, was das Gewicht an sich betrifft, eigentlich zu viel. Aber ich fühle mich auch nicht mehr so voll, seit ich viel weniger esse. Die ersten Tage brachte ich fast gar nichts herunter. Inzwischen geht es. Ich versuche die Situation positiv zum Abnehmen zu nutzen. Und mache nebenbei leichtes Krafttraining, damit die Muskulatur nicht durch den Energieentzug komplett verschwindet. Und wenn das Fett einigermaßen weg ist, werde ich das Krafttraining intensivieren. So wie damals. Um wieder so fit zu werden, wie ich war. Und was es mir als ein Baustein ermöglicht hat, immer besser und selbstbewusster mit Frauen zu werden.

Welche Lehre ziehe ich aus der Sache mit dem Körper?

Meine Freundin. Wow, das hab ich gerade wirklich geschrieben. Shit. Es muss heißen: Meine EX-Freundin.

Also nochmal.
Meine EX-Freundin hatte echt gut gekocht und ich habe wirklich gerne und abends noch viel gegessen. Lange Arbeitstage machen leider sehr hungrig. Und dazu auch immer wieder die Worte von ihr, dass ich mit 2 oder 3 Kilo mehr genauso attraktiv sei wie ohne. Sie liebe mich so wie ich wäre. Kann sein. Möglich. Vielleicht hast Du auch da gelogen. Ich weiß eigentlich gar nicht mehr was an Dir echt war. Nicht böse, ohne groll gesagt. Wirklich nicht. Ich weiß nicht was an Dir und Deinen geäußerten Gefühlen wann überhaupt echt war und wann nicht.

Aber ich war besser in Schuss zu Beginn unserer Beziehung bzw. auch als wir uns kennen lernten. Ihre bestärkenden Worte haben mich mitunter faul gemacht. Träge. Durch lange Arbeitstage, an denen ich spät heim kam. Durch zu viel sitzen am PC, auch in der Freizeit. Ich fiel – was das betrifft – ein Stück weit in mein altes Muster zurück. So war ich ganz früher auch. Aber das ist nicht gut. Ich war glücklich und „zufrieden“ mit meiner wundervollen Frau an meiner Seite. Und wollte nur noch in ihrer Nähe sein. Das reichte mir. Hauptsache zusammen, gerne auch mit den Kindern. Natürlich. Hauptsache zusammen. Das WIE war mir wichtiger als das WO. Das OB war mir noch wichtiger. Wer mich kennt, der weiß das. Egal ob Party, Urlaub woanders oder zusammen auf der Couch. Alles egal. Hauptsache zusammen. Sie war die Seele an meiner Seite, so dachte ich. Und ich wollte an ihrer Seite sein und bleiben. Jeden Tag.

Die Lehre muss heißen: Sagt Dir Deine Frau, dass Du trotzdem gut aussiehst, dann höre genau hin. Auch wenn sie es ehrlich meinen mag, was ich im Falle meiner EX-Freundin nicht sicher sagen kann, da ich rückblickend betrachtet nicht weiß wann sie log und sich verbog, so musst Du Dir innerlich sagen: Auch wenn ich trotzdem für Dich (nur für Dich!) gut aussehen mag, so mache ich trotzdem Sport oder werde nicht träge oder behäbig.

Aus zwei Gründen ist das so wichtig:

1. Selbst wenn die Frau Dich trotzdem optisch toll findet, sinkt – wenn auch nur unterbewusst – Deine Attraktivität gegenüber trainierteren Kerlen oder generell anderen Kerlen. Selbst wenn andere Kerle auch nicht trainiert sind, so hebst Du Dich für Deine Frau im Punkt der körperlichen Attraktivität nicht von ihnen ab. Der Marktwert ist leider sehr wichtig. Selbst in scheinbar absolut intakten Beziehungen. Das ist jedenfalls meine neueste Erfahrung. Ich bin überzeugt davon, dass sich das alles nur auf der Ebene des Unterbewusstseins abspielt. Keiner würde das so direkt sagen oder zugeben, schon klar.
Fazit: Bewahre Deinen Marktwert! Auch (und vielleicht besonders?!) in intakten Beziehungen!

2. Wenn die Frau Dich abschießt, dann schießt sie Dich so ab, wie Du JETZT aussiehst. Auch wenn das Aussehen für sie keine Rolle gespielt haben sollte, so siehst Du JETZT so aus, wie Du JETZT nun einmal aussiehst. Und dann? Richtig. Dann hast Du dieselbe Situation wie ich jetzt. Ich muss wieder mühsam den Körper aufbauen. Dann besser wenigstens über die ganze Beziehung hinweg etwas Sport machen und eine Grundmuskulatur beibehalten, als danach vor einem gefühlten Scherbenhaufen zu stehen. Für die meisten Menschen ist dieser Punkt sicherlich nicht so wichtig. Die meisten Menschen geben sich irgendwann mit ihrem Körper einfach zufrieden, finden sich ab und werden unbewusst. Aber so wie Du mit Deinem Körper umgehst, so gehst Du womöglich auch mit Deiner Beziehung um. Und dann? Dann ist es auch da womöglich nur eine Frage der Zeit bis…
Das Fazit lautet also hier: Bleib körperlich in Form, denn wenn Sie Dir einen Laufpass gegeben hat (was ich ihr gegenüber nie getan hätte – ich habe sie einfach geliebt so sehr ich sie nur lieben konnte, mit allen Macken, Kanten und Fehlerchen), bist Du wenigstens noch fit und kannst wieder Gas geben.

Und welche Veränderungen spüre ich in mir?

Gestern war der erste Tag, an dem ich gedanklich nicht ausschließlich zurück blickte. Es war der erste Tag, an dem ich auch Gedanken nach vorne aufgebaut habe. Fragen wie „wie geht es jetzt weiter?“ und „wo soll, kann oder möchte ich in Zukunft wohnen?“ kamen in mir auf. Und auch die Frage „wie mache ich jetzt in Punkto Frauen weiter?“.

Das ist ein sehr gutes Zeichen, wie ich es für mich selbst empfinde. Ich bin von meiner EX-Freundin inzwischen zunehmend angewidert. Traurig, aber auch mehr und mehr angewidert. Wir kommen sachlich gut miteinander aus. Es ist noch sehr viel zu erledigen, Möbel raus, bestimmter Schriftkram usw. Aber sie ist so eiskalt zu mir, keine Frage nach „wie gehts Dir?“ oder „kommst Du einigermaßen zurecht?“. Nicht, dass es eine Rolle spielen würde für die Zukunft. Sie liegt sicherlich dem Neuen in den Armen, da lohnt sich der Blick zurück zu mir für sie sicher nicht. Warum auch. Neuer Mann, neues Glück, hießt wohl die Devise. Widerlich trotzdem. Aber vor 2 Wochen lagen wir uns noch im Arm und alles war soweit GEFÜHLT gut. Dass sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr nur in meinen Armen lag, war mir da noch nicht klar.

Und wie mache ich nun weiter? Nun. Im Moment, wie gesagt, erstmal abnehmen. Das (sicherlich verhältnismäßig kleine bisschen) Fett muss erstmal weg. Dafür tue ich im Moment alles. Ich esse weniger, aber trotzdem gesund. Obst und Gemüse. Und zusätzlich Eiweiß, gestern hab ich mir einen Magerquark besorgt. Das schmeckt immer so schön widerlich, bäh. Aber so ist das mit dem Körper nun mal. Dann werde ich noch mein Eiweißpulver aus alten Tagen aus ihrer (eigentlich bis vor kurzem unserer!) Wohnung holen. Das wird den Muskelverfall zusätzlich stoppen helfen. Ich werde zu laufen beginnen, vielleicht noch heute. Mal sehen. Wenigstens 20 Minuten. Und dann auch Krafttraining weiter intensivieren. Ich möchte meinen Körper zurück, den von damals. Auch wenn ich auf den dahin führenden Weg eigentlich keine Lust habe. Nur darum gehts ja auch im Leben. Wenn ich mich schinde, will ich es auch nutzen. Schinde ich mich nicht für etwas, nutze ich es auch nicht. Und ich glaube nicht nur, sondern bin zu 1000% überzeugt, dass ein guter Körper den Erfolg bei Frauen massiv steigert, lehrte mich meine Erfahrung.

Viele werden sich jetzt denken: NEIN! Jetzt rennt der von einer Beziehung in die nächste. Ich kann Euch beruhigen. Das habe ich nicht vor. Ich möchte abschalten können von ihr. Beim letzten Mal hat mir das Pickuppen auch mein Leben gerettet. Und ich habe das nicht verlernt, ganz im Gegenteil. Ich bin etwas angerostet, aber das wars. Ich werde meinen Körper wieder polieren und durch viele Gespräche wieder an den Punkt kommen, wo die Leichtigkeit und Lässigkeit Oberhand gewinnen. Und dieser Weg ist lang, das weiß ich ebenfalls aus Erfahrung. Bis dahin werde ich vermutlich einige Frauen kennen lernen, ja. Aber die wenigstens werden für eine Beziehung auch nur ansatzweise in Frage kommen. Beim letzten Mal hat es über 1 Jahr gedauert, bis ich meine (vermeintliche!) Traumfrau gefunden habe. Aber ich hatte sie gefunden. Jedenfalls a priori, heißt aus damaliger Sicht. Und weil das so lange dauert, muss ich eben heute schon beginnen. Ich muss erst wieder rein kommen in den Fluss. Erstmal wieder gut werden. Das dauert und dauert. Ein harter Gang, zum zweiten Mal den kompletten Jakobsweg zu laufen. Bildlich gesprochen.

Damals war es auch so, dass es lange dauerte, wie gesagt. Aber auf dem Weg zu meiner Traumfrau wurde ich immer unabhängiger vom Thema Frauen. Ich wollte zwar nach wie vor DIE EINE treffen, allerdings weniger verkrampft. Viel weniger. Ich ging damals zuletzt auch nur noch seltener raus zum Pickuppen. Und schwupp, war sie da. DIE EINE (bzw. keine!). Und so wird es wieder sein. Ich werde rausgehen und wieder Basketballspielen. Wer den Blog kennt, weiß was das heißt. Körbe kassieren. Ansprechen. Korb. Ansprechen Korb. Ansprechen. Korb. Ansprechen. Eine Nummer. Ansprechen Korb. Ansprechen Korb. Dazwischen Dates mit vielen Körben, so war es komischerweise bei mir. Daran werde ich arbeiten müssen, wobei es damals immer besser wurde. Aus Dates entwickelten sich zunehmend mehr Folgedates. Anfangs war das eine Katastrophe. Am Ende hatte ich mehrere Frauen parallel gedatet, auch öfter. Das ist das Spiel. Das ist mein Basketballspiel. Unendlich viele Körbe. Alle für mich. Aber irgendwann sitzt der eine Wurf. Und dann wird aus dem Wurf des Lebens vielleicht der Fang des Lebens. Dann presse ich den Ball da rein und der sitzt. Versprochen an mich selbst!

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Und auf was bin ich aus?

Ich bleibe meiner damaligen Devise treu. Hauptsache hübsch! Klingt stumpf. Meine ich aber so nicht. Ich möchte definitiv keine Frau unter 6,5 oder 7 als Beziehung. Nach oben offen, aber nicht nötig. Damals hatte ich alles ab 5 angesprochen. Um zu lernen. 5 ist aber schon echt mies, wie ich persönlich finde. Das ist wirklich nichts fürs optische Glücklichsein. Eine 6 ist okay. Da müssen aber wirklich die inneren Werte passen. Die Skala ist nur die Einstiegsschwelle. Ich spreche keine Frauen unter 6 mehr an. Das mache ich nicht. Das ist wirklich nichts für mich. Natürlich gibts mehr Körbe von bildhübschen Frauen. Aber das ist mir egal. Ich suche nicht die Körbe, sondern die Eine. Und das war damals auch so. Es war mir egal was die anderen Frauen davor zu mir sagten oder Dates absagten oder sich einfach dämlich verhalten hatten. Ich hatte meine Frau gefunden. Fertig aus. Klappe zu, Affe tot. Glücklich. Stempel drauf. Ende.

Natürlich sind die inneren Werte das entscheidende. Herzlichkeit spielt für mich die alles überragende Rolle. Ohne dem geht es nicht. Ohne dem wird es für mich nie eine Beziehung geben. Ich suche eine Frau. Eine echte Frau. Wer meinen Blog kennt, weiß dass ich auf keine Emanzen stehe. Das ist ein Kunstprodukt unserer Gesellschaft. Das darf heute kaum mehr einer sagen ohne mit Eiern und Tomaten beworfen zu werden. Ist mir egal. Das ist ein Kunstprodukt und das perfide ist, dass die Frauen es selbst nicht mal gemerkt haben. Dass die Industrie sie zu Melkmaschinen gemacht hat. Anderes Thema. Egal. Ich möchte eine häusliche Frau, eine die für die Familie (ich sehe auch zwei Personen als eine Familie) da ist, eine anständige und liebevolle Frau. So eine war meine EX-Freundin die allermeiste Zeit. Ich war der Mann. Sie war die Frau. Fertig. Und das hat gepasst. Und so eine suche ich wieder… nur diesmal keine falsche Schlage… sondern eine ehrliche, aufrichtige Frau. Wohl dann, Glück auf!