Film-Review „Revolver“

Nach meinem letzten Film-Review zu „The Revenant“ (Ein Film-Samstag/Sonntag), mit Leonardo DiCaprio, gibt es heute ein Film-Review zu „Revolver“, mit Jason Statham.

Jason Statham vs. Leonardo DiCaprio?

Nein nein. Das wäre ein unglicher Kampf.

DiCaprio hätte keine Chance. Das wäre wie Mann gegen Frau. Oder Tiger gegen Maus. Oder Kuchen gegen Krümel. DiCaprio ist ein Milchbub. Statham ist eine Kante.

2017-02-22

Ich spreche selbstverständlich nicht über die Privatpersonen, die kenne ich ja nicht, sondern über deren Alter Egos. Über das, was sie gemeinhin ausstrahlen und verkörpern. Es sind Schauspieler, in den Filmen. Mindestens in den Filmen sind sie Schauspieler. Ich glaube, dass wir alle mehr Schauspieler sind als uns bewusst ist. Aber das führt zu weit, das ist ein anderes Thema. Zurück zum Film.

Der Regisseur, warum nicht 08/15?

Revolver ist ein Film aus dem Jahr 2005, gedreht von Guy Ritchie, den kennt man vielleicht als Ex-Ehemann von Madonna. Oder auch durch seine Erstlingswerke „Bube, Dame, König, grAS“ oder „Snatch- Schweine und Diamanten“. Er ist definitv ein andersartiger Regisseur. Kein 08/15. Dafür polarisierend und somit echt Geschmackssache. Revolver fand ich über die gesamte Zeit hinweg außergewöhnlich. Schrille Farben, ein ständiges Spiel mit dem Licht. Mal sehr dunkel, mal völlig verzerrte Farbwerte. Außerdem gibt es kurze Comic-Szenen im Film, die den brutaleren Stellen des Films wohl die Wirkung der Gewalt nehmen sollen. Jedenfalls ist der Film anders als andere Filme.

Und der Inhalt?

Da ist der Hauptdarsteller, Jason Statham, der nach sieben Jahren aus dem Knast kommt. Es geht um illegales Glücksspiel, um Schlägertypen, um viel Kohle und echte Kerle. Es ist ein klarer Actionfilm. Auf die eigentliche Handlung will ich gar nicht so sehr eingehen, dafür ist sie zu komplex, es wird mit Rückblenden gearbeitet und Perspektivwechseln der Protagonisten. Ständig, was für ein hin und her. Da werden Zitate eingeblendet, mal hier und mal da. Komplex ist fast mehr eine Beleidigung denn eine Beschreibung des Films. Komplex ist die kleine Schwester dieses Films. Was hat mich an dem Film so fasziniert, wenn es nicht die Handlung an sich ist?

Gedanken als Lösung?

Es sind die Gedanken des Hauptdarstellers, die Erzählweise des Regisseurs. Die Gedanken der anderen Darsteller im Film.
Ab der ersten Sekunde geht es in dem Film ausschließlich um die Gefühle und Gedanken eines Mannes. Beispiel: Da hat er Angst im Fahrstuhl zu fahren und daran darf der Zuschauer teilhaben.
Da setzt sich ein gestandener Mann mit seinen Ängsten auseinander. Wägt ab zwischen Vernunft und Gefühl. Permanent. Er ist mehr am sich selbst Hinterfragen, um zu lernen. Lernen an sich selbst, durch Analyse, durch Abwägen, durch vorausschauendes Handeln. Er ist Schachspieler und Trickbetrüger in diesem Film. Das sind seine Stärken. Und er wird sich zunehmend selbst bewusst, dass das eigene Leben im Kopf beginnt und stattfindet. Dazu muss man sich mit sich selbst beschäftigen. Der härteste aller Wege. Ohne starke Gedanken und klare Absicht, gibt es keine starken und klaren Handlungen.

Gedanken um die eigene Angst als Lösung!

Das hat mir irrsinnig gut gefallen. Denn das Leben ist immer auch die Beschäftigung mit der eigenen Angst. Zu bewältigen was gerade an Aufgaben vor einem Menschen steht. Dieser Film hat mich nicht inhaltlich fasziniert, dazu ist mir die Geschichte zu abgedreht. An diesem Film hat mich die Herangehensweise des Regisseurs an das Erzählen der Geschichte fasziniert. Das ist für sich schon Geschichte genug.

Menschen mit Ängsten, Menschen mit Zweifeln und Menschen mit Selbstzweifeln, bekommen hier schonungslos einen Spiegel vorgehalten. Auch wenn es nur der Spiegel des Darstellers mit dessen Konterfei sein mag, auf den ersten Blick.
In Wahrheit hat das durchaus mit dem eigenen Leben mehr zu tun, wenn man sich darauf einlassen kann die Handlungen und Gedanken Jasons Stathams als Anlass zur Selbstreflexion des eigenen (täglichen) Handelns zu nehmen.
Vor allem auch als Ansporn zur Überwindung der eigenen Ängste…

Der Film wird erst kurz vor Ende wirklich verstehbar. Und selbst dann nicht. Und im Gegensatz zum eigenen echten Leben kann man sich den Film ein zweites mal ansehen, um ihn vollends (?) zu verstehen. Das eigene Leben kennt hingegen kein Stopp, Replay und Start. Und das ist die heimliche Kernaussage meines Artikels!

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Quid pro quo – Viel Kohle gegen einen tollen Körper

So saß ich des Abends auf der Couch und telefonierte mit meinem besten Freund. Nennen wir ihn ab heute einfach Herr van Onnetuschn.

Wer ist nochmal Herr van Onnetuschn?

Da fällt mir gerade auf: Ich gebe seit meinem Artikel Frauen in Pseudonymen jeder Dame, die mehr oder weniger (neu) in mein Leben tritt, einen Namen. Möglicherweise das eine oder andere mal auch posthum, um hier im Blog besser zwischen den verschiedenen Protagonisten und Protagonistinnen unterscheiden zu können. Meist wird es wohl mehr um die Protagonistinnen gehen. Ich bin ja nicht auf der Suche nach Mr. Right, sondern nach meiner Traumfrau. No homo.

Jedenfalls bekommt mein bester Freund nun einen Namen. Besser gesagt, er bekommt ein Pseudonym. Denn einen Namen hat er ja schon. Sonst könnte ihn ja keiner ansprechen. Es gibt inzwischen zwar einen Haufen Gesetzlose in Deutschland , aber Namenlose wahrscheinlich keine.
Außer derjenige wurde als Baby im Wald ausgesetzt und von Wölfen großgezogen. Dann ist es ein klassisches Wolfskind. Soll auch schon vorgekommen sein, der Sage nach. Wobei dann interessant wäre, ob die Wolfsmama dem Kind einen Namen gibt, in Lautform, so etwas wie „aaaaahuuuuuu“. Treiben wir es auf die Spitze: Vergeben Wölfe auch zweite Namen? Sowas wie „Eugen Thorsten“ oder „Franz Xaver“ oder „Ben Luca“ (soll übrigens der beliebteste Doppelname des Jahres 2013 sein).

So, und hiermit taufe ich Dich, mein Freund. Ab heute bist Du hier im Blog Herr van Onnetuschn. Wie ich auf diesen ganz besonderen, einzigartigen, Namen für ihn komme, kann man hier nachlesen: Und dann war da noch Valentin und ein ganz besonderer Geburtstag…
Ich muss diesen wichtigen Schritt gehen, damit Du meinen Lesern ein Begriff wirst. Immer von „einem Freund“ zu sprechen ist nicht persönlich genug. Aber als Herr van Onnetuschn habe ich Dich personifiziert. Herzlich willkommen in meinem Blog. Ich werde dafür sorgen, dass Du in allen folgenden Geschichten stets eine gute Figur abgibst. Ähh, okay, das geht jetzt zu weit. Ich kann nichts versprechen, das ich nicht auch einhalten kann. Sagen wir es so: Ich werde dafür sorgen, dass Du zumindest immer eine lustige Figur abgibst. Muss Dir reichen. 😉

Quid pro quo – oder die Frage nach einer heißen Kolumbianerin

Im Gespräch ging es ausnahmsweise mal wieder um mein Daygame. Und um einen Bericht, den ich letztens las. Geschrieben von einem fortgeschrittenen recht erfolgreichen Pickupper. Dem Bericht nach sei er in Kolumbien gewesen und könne eine solche Reise zu Pickup-Zwecken nur jedem europäischen bzw. deutschen Mann empfehlen. Denn dort sei das Verhalten der Frauen exakt umgekehrt zum Verhalten der Frauen in Deutschland gegenüber deutschen Männern.
Der Pickupper beschrieb, dass kolumbianische Frauen deutsche Männer ansprechen und auch verhältnismäßig exorbitant schnell mit ihnen in die Kiste wollen. Die Aussage des Pickuppers war im Kern: „Ich empfehle so eine Reise JEDEM deutschen Mann, einfach um mal zu sehen und nachempfinden zu können, wie sich eine Frau in Deutschland fühlen müsse.“ Wie es also hierzulande für eine Frau läuft, wenn sie ihren Fuß vor die Tür setzt. Ständig angeglotzt und oft auch angesprochen zu werden. Wenn eine Frau zum Freiwild wird. Es würde den eigenen Horizont erweitern, diese Erfahrung zu machen, so dem Bericht nach.

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Das glaube ich aufs Wort. Definitiv. Es geht auch nicht darum eine Abenteuerreise dorthin zu machen. Das war gar nicht seine Intention, denke ich. Sondern tatsächlich mal einen Rollenwechsel zu vollziehen und sich für kurze Zeit mal als das Geschlecht oben auf dem Podest zu fühlen.
Um zu…? Ja, um zurück hier in Deutschland das eigene Game voran zu bringen und besser zu werden. Auch in dem zuvor mal wieder die oft von mir besagten Grenzen überschritten zu haben und so den eigenen Horizont weiter in Richtung Sonne hoch oben zu verschieben.

Konversation zwischen Hr. van Onnetuschn und mir, über geile Körper und viel Kohle

Ich sagte zu Hr. van Onnetuschn am Telefon: „Das finde ich nachvollziehbar. Die wollen sicher einfach nur die Kohle von den Männern. Ein Europäer hat gemeinhin sicherlich mehr Kohle als ein durchschnittlicher Kolumbianer. Klar, dass die Frauen sich dann einen Deutschen angeln wollen.“

Er, wortkarg: „Ja…“

Und ich holte weiter aus: „…das ist wie bei uns hier. Du siehst eine Frau, deren Optik Du Klasse findest und sprichst sie an. Was ist – um mal ehrlich zu sein – das Ziel des Ganzen. Ganz elementar gesehen und mal frei von Moral! Zumindest mittel- bis langfristig? Klar, sie in die Kiste zu bekommen. Also worauf achtest Du bei einer Frau, wenn Du sie zum ersten Mal siehst?“

Hr. van Onnetuschn: „Auf den Körper, klar.“

Ich: „Genau. Also wir Männer schauen auf das Äußere der Frau. Die Kolumbianerinnen – laut dem Bericht des Pickuppers – auf unsere Kohle.“

Hr. van Onnetuschn haute daraufhin ganz trocken Einen raus: „Quid pro quo!“

Ich, nie lateinisch gelernt, völlig verwirrt: „Quip quo tro…was???“

„Quit pro quo!“

Kurz in den Unterricht für Anti-Lateiner: „Quid pro quo“ heißt übersetzt soviel wie „dies für das“. Dem Sinne nach ist das so zu verstehen, dass jemand für eine Leistung stets eine Gegenleistung erhalten soll.

Ist das jetzt gut oder schlecht?

Also diesen Artikel kurz zusammengefasst kann man sagen:
Männer wollen einen – ich werde mal kurz sehr direkt – geilen Körper. Dieter Bohlen würde sagen: „Hammermäßig Du!“
Frauen wollen die Kohle.
Jedenfalls die im Text genannten Kolumbianerinnen, mindestens die im Text genannten Kolumbianerinnen. 😉

Ob das gut oder schlecht ist, werde ich nicht bewerten. Weil es Nonsens ist. Als Mann weißt Du, worauf Du Dich einlässt, wenn Du „eine solche“ Frau an der Seite hast. Als Frau weißt Du aber auch was Du bekommst, wenn Du „einen solchen“ Mann an der Seite haben möchtest.
Das ist definitiv ein faires Spiel. Herr von Onnetuschn trifft ins Schwarze, wenn er dazu nur sagt „quid pro quo“.

Unlustig wird es nur, wenn der Mann dann von echter Liebe ausgeht. Oder die Frau denkt, dass sie mich über den Tisch ziehen kann. MICH jedenfalls nicht. Andere Männer vielleicht, die bilden sich dann möglicherweise persönlich etwas darauf ein. Wenn sie eine Katalog-Asiatin oder Katalog-Latina kaufen konnten. Wenn sich beide darüber im Klaren sind was da gespielt wird, dann ist das ein faires Spiel. Und damit weder gut noch schlecht. Es ist ein Spiel, dessen Spielregeln beide Parteien kennen. Beide Seiten sind volljährig. Also sollen sie spielen und glücklich dabei sein.

Darf es auch ein bisschen politisch inkorrekt werden? Die Frage hat keine Antwort verdient!

Politisch inkorrekt heißt Zensur.Da ich per se für Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt bin, darf es ein auch ein bisschen von allem sein. Auch politisch. Inkorrekt gibt es nicht. Es gibt kein politisch inkorrekt. Wer maßt sich denn schon an zu sagen was richtig oder falsch ist?
Nur eine Zensurstelle. Die gibt es hier im Blog bestimmt nicht. Und deshalb darf es auch ein bisschen politisch werden. Ob korrekt oder inkorrekt hat niemand zu entscheiden. Nicht für mich jedenfalls. Ich bin meine eigene (Moral-)Instanz. Und korrekt ist immer das, was man selbst als korrekt empfindet.

Sonderbare Paare – Hässlich trifft hübsch

Schlimm wird es erst, wenn eine Seite beginnt zu heucheln und so zu tun als ginge es um echte Liebe. Und das passiert sicher öfter als gedacht. Ich denke mir das oft, wenn ich hier bei uns im Lande unterwegs bin und dann – sorry, aber – eine wenig attraktive Frau (man könnte auch hässlich sagen) und einen ausländischen Mann, mit Migrationshintergrund aus einem weit entfernten Land, Hand in Hand spazieren gehen sehe. Nennen wir ihn politisch -un-korrekt einfach Asylant.

Ganz böses Klischee jetzt, ich weiß. Nein. Kein Klischee! Ich glaube, dass das gerade täglich mehr und mehr passiert. Ist doch völlig normal. Immer mehr zugereiste Menschen wollen auch ankommen. Und bei einigen Männern ist das wie bei den einheimischen: Die sehen gut aus. Auch wenn ich eingangs schon sagte „no homo“, aber wenn ein Typ gut aussieht, dann kann ich das auch mal sagen.

Der anderen Geschlechterrolle begegne ich dann übrigens auch, oft in den Edelschuppen in denen ich zum Bar- und Clubgamen bin. Da steht dann eine Frau an der Bar und räkelt sich. Deren ethnische Herkunft ist definitiv nicht europäisch, das ist optisch einfach nicht von der Hand zu weisen, wenn sie eine dunkle Hautfarbe hat. Spricht eben nur mit geringster Wahrscheinlichkeit für eine Herkunft innerhalb Europas. Jedenfalls häuft sich dieses Bild von Monat zu Monat zunehmend. Auch eine völlig logische Entwicklung.

Ich streite nicht ab, dass es zwischen einigen dieser Paare durchaus auch „echte Liebe“ sein kann. Aber nicht umsonst gibt es seit vielen Jahrzehnten auch den Begriff der sog. Scheinehe. Das Phänomen ist zumindest nicht von der Hand zu weisen. Da aber alle diese Menschen volljährig sind, sind sie für ihr Handeln auch selbst verantwortlich. Wenn es echte Liebe ist, dann gönne ich das jedem von Herzen. Wenn sich jemand aber wie eine Weihnachtsgans ausnehmen lassen möchte, dann gönne ich ihm oder ihr das eben auch. Das Geld verschwindet ja nicht. Es hat am Ende dann einfach nur ein Anderer. 😉

Was für die Einen ein Monatslohn, das für die Anderen nur eine Flasche Schampus

Übrigens: Ich beschreibe nur was ich sehe, nicht dass hier jemand sagt ich würde irgend wen oder irgend etwas verurteilen. Nein, mache ich nicht. Ich beschreibe. Und manchmal fange ich dann auch kurz das Denken an, wenn ich eine hübsche schwarze Frau in übertrieben engem Kleid neben einem gut betuchten Mann sehe. Beide trinken Champagner.
Was ich mir dann oft denke, ist: „Diese Flasche Champagner hier kostet mehr als das Durchschnittseinkommen eines Mannes aus den meisten afrikanischen Ländern.“
Schon krass, eigentlich. Da müssen Menschen einen vollen Monat schwer schuften. Und wir saufen so eine Monatsleistung mit ein paar Schluck Sprudelgetränk einfach weg.

Wenn man in vielen Ländern dieser Erde nicht einmal 100 Euro im Monat verdient und dann in ein Land kommt, in dem Menschen das 20-fache dessen verdienen, monatlich versteht sich, muss das schon ein Kulturschock sein.
Ich stelle mir gerade vor, dass ich in ein fremdes Land auswandere, ohne jegliches Hab und Gut und dort jeder Otto-Normal-Bürger 40.000 bis 50.000 Euro im Monat netto verdient. Irre. Jedenfalls würde mir das surreal vorkommen. Alice im Wunderland.

Und wo ich nun am Ende des Artikels angekommen bin, merke ich, dass er auch für einen allsonntaglichen Beitrag im Philosophischen Sonntag herhalten hätte können…
Es ist nur eine Frage der gewünschten Betrachtung und der Pointe!
In jedem Fall ist es aber „quid pro quo“.

Letztes Wochenziel erreicht oder verfehlt? Der Schlaf…

Am 13.02.2017 schrieb ich im Artikel Für diese Woche (KW 07/2017) gibt es nur ein Ziel, dass die Woche im Zeichen des Schlafes stehen würde.

8 Stunden Schlaf aus Prinzip!

„Im Zeichen des Schlafes“ heißt in diesem Sinne, dass mein Schlaf-Tagesziel bei mindestens 8 satten Stunden liegen sollte.
Ein Ziel festlegen? Das ist ja einfach! Die Frage ist also nur noch, ob ich dieses Ziel für letzte Woche eingehalten und somit erreicht habe. Oder nicht?

Um es vorweg zu nehmen: Nein. Aber ein bisschen auch ja. An fünf von sieben Tagen habe ich es geschafft. An zwei Tagen nicht. Zu lange war ich an den beiden Nächten wieder mal am Laptop gesessen, habe telefoniert oder allerlei anderen Unsinn veranstaltet.

Das klingt im ersten Schritt gar nicht so spektakulär. „Ja gut, hat er halt nicht so viel Schlaf gehabt, was will er uns damit sagen?“, würde in einem Hollywood-Streifen jetzt eine Stimme aus dem Off sprechen. Es geht mir mit diesem Artikel gar nicht mal nur um mich. Acht volle Stunden Schlaf sollte jeder Mensch haben, ein Drittel des Tages. Klingt vernünftig, oder? Null Komma Periode drei des Tages.

Manche Menschen schaffen nicht mal vier oder fünf

Mir ging das zwischenzeitlich auch mal sehr lange so. Tja, die lieben Frauen halt. „Bringen einen um den verdienten Schlaf“, könnte ich klagen. Depression, trifft es eher. Tat ich eine Zeit lang auch, mich darüber zu beklagen, dass mir Andere den Schlaf rauben. Heute klage ich nicht mehr. Heute weiß ich, dass ich selbst Schuld war und wieder bin, sobald ich es erneut zulassen würde.
Inzwischen kann ich wieder ganz gut schlafen, auch wenn mich alte Erinnerungen von Zeit zu Zeit einholen. Einstweilen ist mein Fokus des Schlafes jedoch auch ein anderer. Und um den sollte es im Leben immer gehen! Bei jedem Menschen. Der gesundheitliche Aspekt sollte stets an erster Stelle stehen! Viele Jahre sah ich den Schlaf als eine lästige Pflicht. „Man muss eben schlafen, damit man am nächsten Tag nicht müde ist“, war mein Denken.

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Viele Menschen leider unter Schlafmangel, aus den diversesten Gründen. Darauf möchte ich gar nicht näher eingehen. Das kann so unterschiedliche Ursachen haben, teils körperlich bedingt und teils psychisch bedingt. Es soll hier nicht um den physiologischen Abriss gehen, nichts über irgendwelche REM-Phasen, Melatonin rauf oder Serotonin runter. Wenn das jemanden interessiert, dann kann er Medizin studieren und Bücher auswendig lernen. Mir geht es stattdessen nur um den eigenen Fokus. Der mentale Aspekt! Ich hab einfach den Eindruck gewonnen, dass Schlaf im Leben der meisten Menschen nicht den verdienten Stellenwert einnimmt.

Inzwischen weiß ich, dass der Schlaf zum Wachsein gehört wie das richtige Besteck zum Auslöffeln einer Suppe. Und zwar nicht nur der, die man sich selbst zuvor eingebrockt hat. Nein, generell. Es ist wie mit Ying und Yang. Ohne gesunde Wachphase gibt es keine gesunde Schlafphase, und umgekehrt.

Aber wieviel bist Du Dir selbst wert?

Schlaf regeneriert beschädigte Körperzellen. So wie ein Muskel auch nur in der Regeneratiosphase wachsen kann und nicht bei Belastung während dem Sport. Das ist auch so ein Irrglaube. Hört man auch oft: „Ich trainiere heute hart, dann wächst mein Muskel mehr!“ Richtig wäre: „Ich trainiere heute hart, danach wächst mein Muskel mehr!“

Klingt nach einer Feinheit, diese Unterscheidung. Sie ist aber essentiell. Nicht hinsichtlich dem Verständnis für seine Auswirkung, sondern um sich selbst zu verstehen und sich den eigenen Umgang mit der körperlichen Ruhephase bewusster zu machen.

Auch wenn die Gründe für nicht guten oder nicht ausreichenden Schlaf bei jedem Mensch unterschiedlich sein mögen, so sehr sollte im eigenen Leben der Stellenwert des Schlafes einen ebenso hohen wie die Wachseinsphase einnehmen. Um nicht zu sagen: Mindestens!

Ich betrachte das ein wenig wie den Akku meines Smartphones. Hierbei ist jedem Menschen klar, dass man zunächst laden muss, um danach davon zehren zu können.
Und wie machen wir das beim Schlaf? Da wird gezehrt und gezehrt. Montag bis Freitag wird jeden Abend spät ins Bett gegangen und dann „kommt schon noch das Wochenende“. In der Realität hält das Wochenende oft jedoch auch nicht zum Schlafen her, sondern als Rechtfertigung doch einfach später ins Bett gehen zu können, „morgen kann ich ja dann ausschlafen!“.

Ich kann sagen, dass ich mich letzte Woche deutlich weniger müde gefühlt habe. Zumindest im Tagesdurchschnitt. Es ist nichts, das man sofort als ein Extrem wahrnimmt. Zu wenig Schlaf äußert sich zwar brachial durch alles überragende Müdigkeit. Ausreichend Schlaf hingegen macht sich nicht umgekehrt ebenso deutlich bemerkbar durch exorbitante Leistungsfähigkeit und Leistungssteigerung. Der Mehrwert ist nur sanft spürbar. Doch bin ich absolut davon überzeugt, dass man viele Probleme im Alltag nicht hätte, wenn man ausgeschlafen wäre. Weniger Gereiztheit, klarerer Verstand. Dazu muss man nur mal in sich hinein horchen. Aufmerksam sein, mit sich selbst. Zu sich selbst. Und man wird jederzeit spüren können, ob man genügend Schlaf hatte. Unabhängig dessen was einem der Wecker sagt, ein großer Unterschied!

Die Stimme aus dem Off!

Übrigens: Ich liebe Filme mit Stimmen aus dem Off. Denn die wahren Gedanken eines Menschen können sich so sehr von dem Gesagten unterscheiden. Mehr Schein als Sein, ist das beherrschende Thema des üblichen Alltags aller Menschen. Auch wenn es nur ein Film sein mag, so ist es ein großer Unterschied, ob ich die Gedanken des Protagonisten wahrnehme oder lediglich dessen Gespräche. Letztlich sind es die Gedanken des Regisseurs bzw. des Drehbuchautors, aber darum geht es gar nicht. Es geht um die Gedanken dahinter, die Gedanken hinter dem Gesagten.

Gestern Abend habe ich einen Film fertig gesehen (ja, bin ein Etappenschauer!), bei dem mehr aus dem Off gesprochen wird als sonst während des restlichen Films. Der Hauptdarsteller spricht in seiner Rolle fast gar nicht. Sehr wortkarg, der Typ. Dafür lässt er an seinen Gedanken umso mehr teilhaben, aus dem Off. Gefühlt in fast jeder Szene.

Welcher Film das ist? Wird noch nicht verraten! Aber es wird dazu hier noch ein Film-Review kommen. Ich habe gestern erst die letzten 30 Minuten des Films gesehen, und ich kann sagen: Mega gut! Prädikat: Außergewöhnlich! Und das, obwohl er ziemlich unbekannt ist.
Nur soviel sei vorab verraten: Er passt thematisch in diesen Blog wie die Faust aufs Auge.

Nur eines hat mich nicht verwundert: So sehr ich den Film auch mitreißend und vor allem sogar inspirierend fand, die Klette ist am Wochenende neben mir dabei weggenickt. Und so schließt sich der Kreis thematisch. Stimmen aus dem Off und der Schlaf.

Philosophischer Sonntag – Warum man nicht viel Glück braucht

Man, hast Du kein Glück gehabt!

Neulich im Telefonat mit einem Kumpel…
habe ich mich zum heutigen Philosophischen Sonntag inspirieren lassen…

… und wir kamen auf seine erfolgreich abgeleistete Theorieprüfung zu sprechen. Der junge Mann ( 😉 ) macht gerade seinen Führerschein. Stolz erzählte er mir davon, dass er seinen Theorietest bestanden hat. Weiter ging es dann um die Frage, ob er im Vorfeld viel dafür gelernt habe oder nicht.

Er sagte: „Es war klar, dass ich bestehe.“
„Ja, warum?“
„Weißt Du, meine Eltern haben mir vorher auch viel Glück gewünscht. Aber was ist Glück? Wer braucht schon Glück? Für wen soll Glück nötig sein? Glück ist etwas für Verlierer! Ich hab vorher viel gelernt, da brauche ich kein Glück!“

Manchmal haut er echte Statements raus, fast wie ein Großer! 🙂
(Anmerkung der Redaktion: Gehört hier zwar nicht inhaltlich in den Artikel, aber es unterliegt der journalistischen Freiheit des Blogbetreibers aus inhaltlichen Themen abzuschweifen und zu sagen: Ich liebe solche Ecken und Kanten an Menschen. Und noch mehr liebe ich sie, wenn sie gezeigt werden!)

Aber Recht hat er! Genau so sehe ich das auch.

Im heutigen Artikel habe ich die Pointe vorweg genommen und komme erst jetzt zu ein paar ergänzenden Worten. Normal führe ich stets zur Pointe hin, heute führe ich hinter her.

Schwein gehabt!

Glück ist etwas, das man haben kann. Oder nicht haben kann. Selten selbst beeinflussbar, echtes Glück jedenfalls. Fraglos sollte der eigene (Lebens-)Weg nicht davon abhängen. Es ist wie ein zusätzlicher Bonus. Nicht ein Bonus, sondern ein zusätzlicher Bonus. Der Bonus der Bonusse sozusagen.

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Wenn man am Jahresende einen Bonus erhält, einen finanziellen beispielsweise, dann freut man sich. Besonders wenn man damit nicht gerechnet hat. Weiß man aber im Januar schon, dass man in 11 Monaten ziemlich sicher einen Bonus bekommen wird, dann…? Ist die Überraschung weg! Der Bonus-Effekt geht verloren, bzw. erscheint nie, und der Bonus (das Geld) ist schon verplant, bevor es überhaupt auftauchen konnte. Tragisch, das nimmt dem Bonus die Magie. Und der Bonus ist an der Stelle nur eine Metapher für das Glück.

Glück kann man nicht kaufen. Glück kommt von Zeit zu Zeit und verschwindet selbstständig wieder. Man kann es aber manchmal ein bisschen (er-)zwingen. Manchmal muss man auch lange darauf warten, dass das Glück wieder zurück kehrt. Fortuna kann nicht mit allen Menschen gleichzeitig in die Kiste hüpfen. Auch wenn es so scheint, dass das Glück manchen Menschen in die Wiege gelegt wurde. In Wahrheit ist es meist anders. Meist steckt wirklich harte Arbeit dahinter, selbst wenn es so aussieht, als ob das alles nur Glück wäre. Und wenn es nur die Kunst des Umgangs mit dem in die Wiege gelegt Bekommenen ist, so ist es dennoch Arbeit und Disziplin.

Glück kommt von Zeit zu Zeit. Und dann darf man es dankbar annehmen und wirken lassen.
Und demgegenüber sollte Glück dennoch nicht nötig sein. Da hat er schon Recht, mein Kumpel. Wann immer man hart für etwas arbeitet, stellen sich die Resultate früher oder später (bei mir erfahrungsgemäß – bis auf das Thema Liebe 🙂 – eher früher als später!) von ganz alleine ein.

Pech, wie war das doch gleich?

Man kann auch mal Pech haben und ein Ding versauen. Pech ist in solchen Situationen nicht immer sehr simpel als das Gegenteil von Glück zu sehen. Pech gibt es ebenso in verschiedenen Varianten. Es gibt das gemeinhin bekannte: „Pech gehabt!“ Das kann man mit Faulheit gleichsetzen. Fast in allen Situationen liegt der Fehler im System. Also an Dir oder mir selbst. „Pech“ hat man nicht einfach, Pech erarbeitet man sich im Vorfeld. Meistens durch Faulheit, gespickt mit Unvermögen. Keine Sorge, an beidem kann man arbeiten. So hart es ist, aber es geht.

Es gibt aber auch das „echte Pech“.
Und das kann, genau wie Glück, genauso einfach von Zeit zu Zeit kommen und einem Menschen die hässliche Seite des Lebens zeigen. Selten kann man diese Art des Pechs wirklich beeinflussen. Und dennoch sollte auch aufkommendes Pech es nicht vermögen können das Leben aus der Bahn zu werfen. Dann ist man gesund. Wenn die Fundamente stimmen, kann Dir Pech genauso wenig anhaben, wie Dir Glück den alles überragenden Weitwurferfolg des Lebens bescheren kann. Es ist nur eine Illusion, an die zu viele Menschen glauben und irgendwann erkennen, dass Glück alleine nicht glücklich machen kann. Glück ist kein Selbstzweck!

Agonist und Antagonist?

Stimmen die Fundamente, blättert Dir Pech maximal ein bisschen das Makeup aus dem Gesicht.
Stimmen die Fundamente, ist Glück das i-Tüpfelchen.
Eines bedingt das Andere. Jeder Mensch hat manchmal Glück und manchmal Pech. Es ist die Kehrseite der gleichen Medaille. Lerne mit beidem umzugehen und als einen Bestandteil Deines Lebens anzunehmen.

Und darum verlasse Dich nicht aufs Glück. Glück kannst Du mitnehmen, wenn es kommt. Arbeite stattdessen hart, zuerst an Dir. Dann an Dingen. Und werde frei von Glück und von Pech. Werde stattdessen Dein eigenes Glück, täglich. Werde eine Glücksmaschine. Indem Du fleißig bist. Immer und überall. Zuerst mit Dir, danach in den Dingen im Außen. Dann wird klar, dass jede Glücksmaschine in Wahrheit eine Fleißmaschine mit eingebauter Erfolgsgarantie ist.

Stimmt schon so, Glück ist etwas, das Verlierer benötigen.
Gewinner nehmen Glück an, ohne es zu brauchen.

Ich habe nach dem Telefonat über die Aussagen meines Kumpels gegrübelt und mir bewusst gemacht, dass der tiefere Sinn daher wohl der Grund dafür ist, warum ich anderen Menschen vor anstehenden Aufgaben und Prüfungen schon seit vielen Jahren stets „viel Erfolg!“ wünsche…

Ein Leser(in) Kommentar – Danke, mit einem eigenen Artikel

Tatsächlich hab ich zunächst darüber nachgedacht, ob ich einen eigenen Artikel zu einem Kommentar einer Leserin auf meinen Artikel vom vorletzten Sonntag – Philosophischer Sonntag – Über Zeitfenster im Leben und Deine Rolle darin (Teil 2 von 2) bastle.

Es ging in diesem Artikel um aufkommende und verschwindende Zeitfenster und welche Rolle wir in diesem Leben innerhalb dieser Zeitfenster einnehmen. Es ist nicht umsonst ein Zweiteiler über zwei Philosophische Sonntage geworden. Daher empfehle ich sehr, die beiden Artikel (Teil 1 und Teil 2) von mir zu lesen. Sie stellen (m)eine Sicht auf das Leben dar. Elementar.

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Nun zum Kommentar von „lunarterminiert“ (Seelenfunkeln), den ihr exakt so auch unter dem ursprünglichen Artikel findet.

Danke schon mal vorab für Deinen ehrlichen Kommentar. Und das schätze ich am Bloggen im Allgemeinen, und an Deinen wirklich durchdachten Kommentaren im Speziellen, sehr, dass es in dieser Welt einen Rückkanal gibt. Es ist eben keine Einbahnstraße mehr, was wir hier tun.
Ein Tagebuch im Nachttisch neben dem Bett sieht hingegen niemand. Einen Blog im www sieht jeder, der ihn sehen möchte. Und jeder, der ihn finden möchte. Passendes findet übrigens immer zueinander, auch im echten Leben… früher oder später, wenn das richtige Zeitfenster da ist! 😉

Der Leserkommentar war für mich so wertvoll, dass ich auch eine sehr ausführliche Antwort darauf schrieb. Und schmunzeln musste ich innerlich, weil ich den Eindruck beim Lesen ihres Kommentars bekam, dass wir mit unserer Sicht gar nicht so weit auseinander liegen. Meine Antwort hätte aus meiner Sicht alleine schon inhaltlich fast das Potential zu einem eigenen Artikel. So viel Information steckt da drinnen, inklusive einem (Hör)Buchtipp. Deshalb will ich das in diesem Gesamtkontext mit dem ursprünglichen Artikel, dem Leserkommentar und meinem Leserkommentarkommentar gesammelt bringen.

Und nun viel Spaß! 🙂

lunarterminiert schrieb mir also, ich zitiere:

„ALSO, mich regt dieser Post immer wieder auf, seitdem ich ihn kurz nach Veröffentlichung gelesen habe! Ja, ich folge Blogs, die mich touchen. Manchmal sinds schöne Fotos oder Kopfkino, manchmal regen Blogs mich zum Nachdenken an oder bringen mich auf neue Ideen oder beleuchten ein Thema einfach mal auf andere Art und Weise als ich das tun würde. Und wenn ich meine, dass ich gern auch andere Sichtweisen aufgezeigt bekomme, dann ist es für mich elementar, dass diese vom Grundsatz her positiv/optimistisch sind. Weil für mich das Glas IMMER halbvoll ist.

Nein, mich regt nicht der Negativismus des Posts auf, sondern der Absolutismus, die Überzeugung oder auch der Unglaube dahinter. Denn man kann den Sachverhalt ebenso andersherum sehen. Was also alles passiert ist/ dass es passieren musste, damit ich an dieser Stelle (evtl. mit Mr. Right) stehe. Schon mal was von Seele gehört? Die Entwicklung der Ahnen bis zu dem Punkt, der mich gezeugt hat, dann weiter mein Weg und der des Mr. Right. Es sind immer bestimmte Erfahrungen mit absolut vorherbestimmten Menschen, die die Seele machen will. Das sieht für unser „Ameisenbewußtsein“ zusammenhanglos aus, ist aber m.E. Teil eines großen Plans. (Der normale Menschenverstand bezeichnet das immer gern als Wunder.) Und ja, ich glaube daran – die Physik übrigens auch, nennt sich determiniertes Chaos. Vielleicht schreib ich dazu mal was…nämlich, dass ich an Wunder und das Universum glaube.

PS: nicht falsch verstehen, Mr. Right ist nicht unbedingt für ein ganzes Leben gedacht, sondern solange er für die Entwicklung wichtig ist – und andersherum auch.“

Meine Antwort dazu an „lunarterminiert“:

„Vielen Dank für Deinen kritischen Kommentar. Das schätze ich an Dir.

Irgend etwas hat mein Artikel also in Dir hinterlassen. Das freut mich sehr. Egal welche Meinung Du dazu entwickelt hast. Wichtig ist für mich nur, dass ich Dich bzw. meine Leser, berühren konnte. Und wenn Du jetzt im Nachgang für DICH festgestellt hast, dass Du anders denkst, dann ist das prima. Dann hast Du nämlich so gesehen NOCH DEUTLICHER WEITERHIN DEINE Meinung. Das finde ich gut. Wichtig ist nicht ob a oder b richtig ist, sondern selbst klar zu wissen ob man a oder b möchte.

Ich verstehe Deine positive Lebenseinstellung. Und das ist wirklich toll für Dich. Früher war ich auch so. Ich nahm alles als gut an oder gut auf. Aber schlechte Dinge stimmten mich auch schnell traurig oder ich bezog sie auf mich. Und legte damit mein Schicksal in die Hände anderer. Das stürzte mich dann vor einiger Zeit geradewegs ins Verderben. Heute kann ich sagen, dass ICH mich ins Verderben stürzen ließ. Nur im Sinne dessen, dass ich Verantwortung abgegeben habe. Keine Schuldzuweisung an andere in meinem bisherigen Leben, sondern an meine eigene Entscheidung Verantwortung abzugeben. Das habe ich seither nicht mehr. Weil ich nicht mehr per se positiv auf Menschen oder Situationen zu gehe, sondern zunächst beobachtend. Erst DANACH fange ich für mich zu fühlen an. Und spüre dann ob mir etwas gut oder schlecht tut. Dank dieser Sichtweise bin ich wesentlich freier von Enttäuschungen und ermögliche mir selbst sogar MEHR Freude als früher.
Das ist ein mega komplexes Feld. Darüber hab ich heute mit der Klette auch gesprochen. Sie hat kein Wort verstanden davon. Das ist aber auch ganz normal. Das kann ich wirklich nicht in wenigen Minuten oder Worten erklären.

Ich kann Dir aber sagen, dass wenn Dich mein Denken wirklich interessiert, Du einfach mal ein Buch oder Hörbuch von Eckhart Tolle lesen oder anhören kannst. Das ist der Mann, der mich im Denken in meinem Leben mehr beeinflusst hat, als jeder Mensch vor ihm und bisher auch nach ihm. Wenn Du seine Bücher (oder zumindest eines) kennst, wirst Du mein Handeln und Denken verstehen können.

Dennoch zurück zu Deinem Kommentar:
Tatsächlich sehe ich meinen Artikel weder Pessimistisch, noch absolut. Sondern nur realistisch. Es ist keine Wertung in die eine oder andere Richtung, das was ich da beschreibe. Sondern es ist meine Beobachtung. Dass der Artikel negativ sein soll, entstammt dabei Deinem Denken. Deine Gedanken lassen ihn negativ oder positiv erscheinen, nur für Dich. Ein anderer Mensch mag da anders denken. Aber natürlich ist der Artikel im ersten Moment ein Knaller.

Dessen war ich mir vorher schon bewusst, ich denke immer voraus… 😉
Darum schrieb ich im Artikel extra dazu:

Achtung:
Ich warne an der Stelle ausdrücklich davor weiter zu lesen. Bei sensiblen Menschen mit geringem Selbstwertgefühl können die nachfolgenden Zeilen ungewünschte Nebenwirkungen auslösen. Diese beabsichtige ich zwar nicht, kann und will sie aber auch nicht verhindern. 🙂

Und jetzt zurück zum für mich wichtigsten Punkt in Deinem Kommentar:

Die Sache mit der Seele, den Ahnen und der Vorherbestimmung:
Ob Du es glaubst oder nicht – ICH SEHE DAS GENAU WIE DU!
Hammer, oder? 🙂
Und an der Stelle treffen wir uns wieder mit unseren Ansichten. Nur der Einstieg bzw. der Weg dahin ist ein anderer. Und das ist in Ordnung so.

Erst diese Woche schrieb mir eine praktizierende Buddhistin, die eine sehr gute Bekannte und mittlerweile echte Freundin (meine einzige freundschaftliche Freundin in meinem Leben!) ist, dass ich inzwischen längst ein Buddhist sei, in meinem täglichen Handeln.

Ich sehe das Leben wesentlich spiritueller als es für Außenstehende in diesem Artikel erscheinen mag.
Gerade deshalb kann ich seit einiger Zeit glücklicherweise das Werten aufhören und die Realität mehr denn bisher in meinem Leben wahrnehmen, akzeptieren und beeinflussen.
An das Universum glaube ich dabei exakt auch.
Und an das von Dir genannte Wunder ebenso, ich würde es nur anders bezeichnen. Eher als Zufall, es haben einfach die Zeitfenster übereinander gepasst…! Um im Sinne meines Artikels zu bleiben.

Aber Achtung: Ist das nicht genau Wunder genug? 😉

PS: Zum Beispiel mit Deinem halb vollen oder halb leeren Glas kann ich nur sagen wie ich es sehe.
Für mich ist das Glas weder halb voll noch halb leer. Es ist als Metapher gesagt: „einfach halb“.
An Stelle von halb voll oder halb leer ist es für mich so gesehen einfach nur „halb“. Das ist jetzt natürlich abstrakt, aber so denke ich. Die Wertung „voll“ oder „leer“ habe ich nicht mehr, seit meinem inzwischen eingeschlagenen Weg.“

Philosophischer Sonntag – Was eine gut gemeinte von einer echten Freundschaft unterscheidet

Es wird mit diesem Artikel ein sehr dünnes Eis, das ich betrete. So dünn, dass die meisten Menschen diesen Beitrag zwar komplett lesen, aber hierbei vermutlich mit ihrer Meinung aussteigen werden. Nicht beim Lesen des Artikels, denn dazu ist er viel zu interessant. Interessant anders. Aber die meisten Menschen werden im Anschluss aussteigen, und wenn nicht, dann spätetsens bei der Umsetzung.
Da ich aber nicht auf der Jagd nach möglichst viel Zustimmung bin, ist dieser Philosophische Sonntag für mich ein besonderer, und zwar in der Art, dass er nicht vergnügungssteuerpflichtig ist.

Es geht um die Frage, was eine gut gemeinte von einer echten Freundschaft unterscheidet. Klingt zunächst merkwürdig. Gut gemeinte Freundschaft? Echte Freundschaft? Was soll das?

Mir fällt immer wieder auf, dass Freunde untereinander Freundschaft still und heimlich folgendermaßen definieren: „Wenn Du in einer Sache nicht so denkst wie ich, dann sage ich Dir wie ich denke. Und ich will, dass Du in Zukunft auch so denkst wie ich. Denkst Du dann immer noch nicht so wie ich es will, dann bist Du nicht mehr mein Freund.“

Das gilt natürlich in einer Sache und Situation in aller Regel nicht für immer. Aber für wenige Minuten, beispielsweise für das Telefonat oder das eine Treffen, das soeben stattfindet. Es wird dann frostig im Miteinander. Es wird bisweilen auch leicht bissig. „Ja, musst Du selbst wissen wie Du weiter machen willst!“, kommt es dann mal um die Ecke gegiftet.
Kennt sicher jeder von uns.

Was steckt dahinter?

Es ist der Anspruch der einen Person zu glauben, dass seine eigene Meinung „besser“ sei als die des Freundes. Gut gemeint, eben. „Gut“ impliziert aber, dass die andere Meinung schlecht sei. Ist sie das wirklich…?
Sie ist anders. Punkt. Das wars. Nicht mehr als das. Sie ist anders.

Und in einer „gut gemeinten Freundschaft“ meine ich immer, dass das gut ist, was ICH FÜR GUT BEFINDE. Es wird ein allgemeingültiger Glaubenssatz, nennen wir es ein Dogma. In Wahrheit geht es in so einer Konstellation also gar nicht darum was der Freund wirklich will, gerade benötigt oder sich nur wünscht. Sondern es geht MIR in diesen Situationen darum, dem Freund das drauf zu drücken was ICH für richtig halte. Mit welcher Berechtigung? Wie kann ICH für IHN entscheiden was gut und richtig ist? Und noch weiter stellt sich die Frage: „Warum reagiere ich darauf mit Freundschaftsentzug?“

In einer Partnerschaft gibt es das übrigens mehr als genauso. Da äußert sich das dann letztlich in Liebesentzug, so gibts eben keine Streicheleinheiten, kein Kuscheln und keinen Sex mehr.

Und immer steckt das gleiche Muster dahinter. Dass man unzufrieden ist mit der Meinung des Anderen. Und es folgt Bestrafung dafür. Man kommt jedoch tatsächlich viel weniger mit der Meinung des Freundes nicht klar, als viel mehr mit sich selbst nicht.

Das mag ich näher erläutern: Wenn der Freund oder der Partner anders denkt als ich, dann ist das nicht schlechter oder besser. Komme ich mit der Meinung des anderen nicht klar, dann ist das MEIN Problem. Nicht seines. Denn er hat seine Meinung ja. Und die ist offenbar anders als meine. Und damit kommt wer von uns beiden nicht klar? Nochmal, richtig, ich! Also habe ICH ein Problem damit. Nicht er. Er bittet lediglich um Hilfe und Unterstützung.

Ich bin da längst anders. Komplett anders. Dank diesem langen Weg, den ich in den letzten Jahren eingeschlagen habe. Den kann ich als Weg zur eigenen Unabhängigkeit und Zufriedenheit nur gut heißen.

Wenn ein Freund eine andere Meinung hat als ich, dann nehme ich das wahr. Ich nehme es einfach nur wahr, indem ich es bemerke. Punkt. Und dann überlege und mitfühle und nachfrage, warum er so denkt. Um IHN zu VERSTEHEN.
Und wenn es anschließend darum geht, was für ihn gut oder schlecht ist, dann frage ich mich nicht in erster Linie was ICH für GUT oder SCHLECHT halte, sondern was ER für gut oder schlecht hält. Um zu…?

Und jetzt kommt der große Unterschied zwischen einigen wenigen und den meisten Freundschaften. Es ist hart das zu hören, ja ich weiß. Aber so funktioniert die Realität nun mal. Hart und ungerecht. Aber lieber echt, als gut gemeint. 😉

Der Unterschied ist nun, nachdem ich verstanden habe wie mein Freund (oder auch mein Partner) denkt, dass ich alles daran setze ihn in seinem Glauben zu bestärken und zu unterstützen. Er benötigt ganz offenbar Unterstützung. Und nicht in erster Linie immer einen klugen Ratschlag und Trick siebzehn. Keine Klugscheißereien. Das Hineinfühlen in die Situation des Anderen ist schon an sich so komplex, dass mir ein Urteil aus der Ferne gar nicht zusteht. Nicht weil es mir per se nicht zustehen würde, sondern weil ich die Situation AUS SEINER SICHT gar nicht EINFACH MAL SO nachempfinden kann.
Unterstützen kann ich nur etwas, das schon als Idee bei ihm vorhanden ist. Anderenfalls müsste ich etwas neu erschaffen. Das ist aber nicht gefragt in diesem Moment. Es geht darum für ihn da zu sein und seine Wünsche und sein Bedürfnis zu verstehen, mitzufühlen, sich einzufühlen und ihm dabei die Hand zu halten und ihm den Rücken zu stärken, bei allem was er als nächstes tut.

Das hat mit Kopf durch die Wand übrigens nichts zu tun. Denn wenn er seine Meinung ändert, von sich aus, weil er eine andere Einsicht erlangt (vielleicht auch auf einen von ihm erbetenen Ratschlag hin), dann werde ich wiederum seine Hand halten und ihm seinen Rücken stärken, wieder hinter ihm stehen. So lange, bis er die belastende Situation für sich vollständig auflösen konnte.

Es klingt bis hier hin abstrakt. Darum will ich ein Beispiel bringen.
Die meisten Menschen erfahren mindestens einen, meistens mehrmals im Leben, einen Trennungsschmerz nach dem Ende einer Partnerschaft. Und dann entsteht, zumindest wenn man derjenige ist, der das Ende nicht wollte – meistens aber für beide – eine Situation der Sehnsucht und der Leere. Und wenn man dann mit Freunden und der Familie spricht, hört man ganz ganz häufig den Spruch: „Andere Mütter haben auch schöne Töchter/Söhne!“

Was für ein Quatsch in dieser Situation! Das ist genau das Gegenteil dessen, was derjenige wirklich in diesem Moment benötigt. Er benötigt keine Ablenkung und keinen Ausweg in dieser Phase. Das kann erst später folgen. In diesem Moment ist nur pures Verständnis gefragt. Nicht mehr. Pures Verständnis und Mitgefühl in der Trauer.
Und wenn sich die Person einbildet, dass es noch nicht das wirkliche Ende der Beziehung ist, dann sollte man die Person bestärken und ihr Mut machen, um alles zu versuchen, um den eigenen Gedanken und Gefühlen nach zu gehen.
Auch wenn es relativ aussichtslos erscheint, dass man den alten Partner wieder zurück bekommt. Auch wenn MIR in diesem Moment klar ist, dass das vermutlich (!) nichts bringen wird.

Warum?

Weil es eines Tages – und das kann sehr lange dauern – so weit sein wird, dass die Person VON SICH AUS sagt, dass es nun genug ist. Genug gekämpft, genug gelitten, genug versucht.

Und meine Aufgabe als Freund ist es dann wiederum nur da zu sein, die Hand zu halten und hinter ihm zu stehen. Nicht mehr. Sicher nicht mehr. Aber eben auch nicht weniger.

Wann immer Du im nächsten Gespräch mit einem Freund oder mit dem Partner, sei es ein Telefonat oder persönlich, so eine Situation aufkommen bemerkst… derart, dass Dein Gegenüber eine Meinung zu einem Thema äußert und um Hilfe bittet, sei einfach nur für ihn da. Missachte nicht sein Denken, nicht sein (bisheriges!) Handeln. Nicht seine Absicht zum zukünftigen Handeln. Sei einfach da, halte seine Hand.

2017-02-12

Und um es mit einem sehr lebendigen Beispiel abzuschließen. Vielleicht hattest Du mal oder hast einen Hund oder kennst das Miteinander zwischen einem Hund und seinem Besitzer sehr gut. Wie reagiert der Hund auf alle Launen, positive und negative, des Menschen an seiner Seite?
Der Hund ist einfach für den Menschen da! Es ist für den Hund nicht wichtig, wie der Mensch denkt, was er denkt und warum. Der Hund hat kein Ego. Der Hund hat keine Meinung dazu. Und erst recht will er dem Menschen an der Seite seine Meinung in diesen Momenten nicht aufdrücken. Er legt sich still neben ihn, wenn er merkt, dass etwas gerade bei seinem menschlichen Freund nicht stimmt. Und ist einfach für ihn da…

Das ist für mich echte Freundschaft.

Der besondere Kick im Orangensanft

Gestern saß ich am Abend auf der Couch. Ursprünglich war Bar- und Clubgame geplant. Hatte ich hier sogar angekündigt. Und dann hat mir der heilige St. Erkälterus einen Strich durch die Rechnung gemacht, sich am Tag zuvor schon angekündigt und gestern dann vollends zugeschlagen. Autsch in der Nase.

Es könnte schlimmer sein, es ist aushaltbar. Aber wir Männer jammern bekanntlich liebevoll gerne, wenn wir krank sind. Oder auch nur kränkeln. Genug Melankolie, wir wollen mal nicht übertreiben jetzt.
Also saß ich alleine auf meiner schönen Couch. Der Fernseher lief nicht. Ich chattete ein wenig in Whatsapp mit Freunden und Bekannten und mit der Familie. Und irgendwann hatte ich Durst. Einfach nur durst. Mir fiel auf, dass ich den Tag über schon zu wenig getrunken hatte.

„Trink was“, hört man doch an jeder Ecke. Man soll immer trinken, trinken, trinken. Trinken ist total in. Es gibt gefühlt jede Woche fünf neue Softdrinks, Säfte oder allerlei anderes flüssiges Zeug mit den wildesten Geschmäckern. Es ist wohl so eine Boomphase der Getränkeindustrie. Es sei ihnen vergönnt. Ich frage mich nur wer diesen ganzen Mist kauft. Für mich habe ich aus all dem neumodischen Gesöff nichts entdecken können, und zwar schon die letzten Jahre nicht. Habt Ihr etwas leckeres für Euch gefunden? Ich nicht.

Und gestern hatte ich ganz besonders Lust auf etwas mit Geschmack. Jetzt könnte man zur Cola greifen oder zu irgend einer anderen Süßstoff-verseuchten Plörre. Einfach mal nicht nur Wasser. Dachte ich mir auch. Hauptsache mal nicht wieder nur Wasser. Also?
Also ab zum Kühlschrank. Da gibts bei mir immer irgend etwas Leckeres. Und mir kamen direkt zwei Netze voll mit Orangen entgegen. Was daran liegt, dass ich das zweite Netz gekauft hatte, obwohl ich noch über ein ganz volles im Kühlschrank hatte. Die waren so herrlich toll reduziert, 50%. Wer mich kennt, der weiß, dass ich so mal ungefähr der größte Schnäppchenjäger der Menschheitsgeschichte bin.

Also ab und raus aus dem Kühlschrank mit den kleinen und großen orangen Orangen. Und rein in die Presse. Drei Orangen mit dem Schwert geteilt, wie St. Martin seinen Mantel. Nur gerechter! Denn ich bekam beide Hälften der Orangen. Aller drei orangen Orangen sogar! Alleine, nur für mich. Und zu guter letzt ab damit in ein großes Glas. Mmmhhh…

Kennt Ihr dieses Gefühl von frisch gepresstem Orangensaft am Gaumen?
Wie fühlt es sich an?
Sehr süß. Wann immer ich frisch gepressten O-Saft trank, fühlte es sich ziemlich süß an. Und wenn man ehrlich ist, irgendwie ist das dann auch ein Stück weit einfach nur… süß! Und sonst nix. Fiel mir bisher auch nicht groß auf. Dass da kein Pep dahinter war. Es ist doch nur Orangensaft.

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Und jetzt kommt der Clou.
Achtung. Anschnallen!

Gestern hab ich nach den drei orangen Orangen einfach noch eine halbe gelbe Zitrone mit rein gepresst. Und siehe da! Ein Unterschied wie Tag und Nacht! Immer noch süß, aber nicht mehr pappsüß.
Prädikat: Besonders empfehlenswert!

Natürlich weiß ich nicht, ob das der Beginn einer Kochserie wird. Vielleicht werde ich mit meinem Blog eines Tages auch Chefkoch überholen. Keine Ahnung. Jedenfalls geht es mal mit einer Orange, halt, mit drei Orangen, geht es mal los. Und dazu kommt eine halbe Zitrone.

Einfach lecker. Und still. Am Abend. Alleine. Auf der Couch. Frieden.

PS: Chefkoch habe ich längst überholt. Bei mir gibts es wesentlich mehr Rezepte. Jedenfalls zum Thema „wie lerne ich eine Frau bzw. einen Mann kennen“. Das sind mehr Rezepte, als es bei Chefkoch mit ziemlicher Sicherheit je der Fall sein wird. Es ist also alles eine Frage des Blickwinkels! 😉