Welcome back to 2020! – Teil 2 von 2

In meinem letzten Artikel (Welcome back to 2020! – Teil 1 von 2) beschäftigten wir uns (wieder einmal, ich weiß) mit dem Stellenwert der eigenen Persönlichkeit und der Entwicklung selbiger. Sich damit aktiv auseinanderzusetzen, anstatt passiv verlebt zu werden. Dabei versuchte ich herauszustellen, dass Du ein Rohdiamant bist und selbst entscheidest, wie Du die Welt sehen möchtest und sie deshalb als Resultat auch so sehen wirst. Nicht umgekehrt. Was alle immer glauben. Irrglaube-Alarm! Dementsprechend kannst Du erkennen, dass es sehr wohl möglich ist, sich auf Zufriedenheit und auch auf Erfolg… ja… regelrecht zu… programmieren.

Die Kurzformel könnte auch lauten: „Glück ist ein Zufall, den nur der Faule benötigt.“ (Das ist eigentlich die heimliche Weiterentwicklung meines damaligen Artikels Philosophischer Sonntag – Warum man nicht viel Glück braucht.) Glück zu empfinden, ist hingegen die Kunst und sollte jeder lernen. Glück haben und Glück empfinden sind zweierlei. Glück zu empfinden ist erlernbar, wie ich gerade in meinem Leben selbst nochmal feststellen darf. Es liegt also an Dir selbst, was Du daraus machst, wie ich mit dem ersten Teil dieses Zweiteilers ausdrücken wollte. Ja gut, und dann ging es auch noch ein wenig um die Frage, was sich bei mir zuletzt in Sachen Partnerschaft und Traufrauensuche getan hat. „Nichts“, lautete die Kurzantwort. Und um es mit den berühmt gewordenen damaligen Worten Klaus Wowereits bei seinem Outing zu sagen: „Und das ist auch gut so!“

Als ich diesen Zweiteiler fertig schrieben hatte, war mir klar, dass ich das so unmöglich veöffentlichen könnte. Es wurden am Ende über 8000 Wörter. Damit hätte ich dann auch dem treuesten und an seiner eigenen Weiterentwicklung interessiertesten Leser zuviel zugemutet. Darum habe ich mich entschieden wesentliche Teile aus diesem zweiten Teil auszulagern und einen eigenen Artikel zu bringen. Der die Tage dann mal kommt. Du wirst den Bruch nicht merken. Der Inhalt bleibt gleich, der wird zu 100% geliefert. Versprochen! 😉

Warum ich Frauen weniger sexy finde und keine rote Clownsnase trage

Ich kündigte beim letzen Mal an, dass ich heute etwas zu meiner momentanen Motivation berichten würde. Die letztlich sicherlich auch dafür sorgt, dass ich Frauen gar nicht mehr so sexy finde. Im Moment sind andere Dinge sexier. Was ganz gut ist, denn das würde mir sonst nur massiv Zeit und Nerven für die Angelegenheiten rauben, deren Stellenwert für mich einfach höher ist. Und im Moment benötige ich einfach einen kühlen, sachlichen und analytischen Kopf. Und das war und ist meine größte Stärke. Schon immer. Auch wenn ich lange gebraucht habe, das zu erkennen. Der Mentor fehlte einfach. Bis Youtube daher kam und diesen leeren Platz besetzte. Jeder ehrgeizige Mensch hat einen Mentor verdient. Ich hoffe, dass ich irgendwann einen persönlichen haben werde.

Jeder hat Stärken. Vielleicht bist Du Dir Deiner bewusst? Das wäre prima. Dann spiele sie aus. Ich hatte in meiner letzten Partnerschaft in vielen Bereichen meine ursprünglichen Ambitionen beiseite geschoben. Was im Nachgang sehr schade ist, mich allerdings andererseits erst genau hier her gebracht hat. Hast Du plötzlich nicht nur eine Freundin, sondern eine echte Partnerin, und das auch noch mit wirklichen Gefühlen… man könnte es „Liebe“ nennen… dann geraten Dinge und ursprüngliche eigene Ambitionen in den Hintergrund. Zumindest wenn Du Deine Themen nicht im Fokus behältst. Wer kennt das nicht? Da lernen wir einen tollen Menschen kennen und verlieben uns (Hormone sei un-dank!) und wollen plötzlich alles vergessen und die Welt um uns herum aus anderen Augen betrachten. Kannst Du machen, defintiv. Aber irgendwann holt Dich die Realität ein. Und dann ist die Partnerin, gerne auch mit 2 Kindern (wenn auch nicht die eigenen) einfach weg. Und mit dazu der so lieb gewonnene kleine Hund. Den ich wirklich vermisse. Im Gegensatz zu seinem Frauchen.

Nun, und die eigenen Stärken und Ambitionen verblassen im Alltag des Familienlebens. Was nutzt es Dir, wenn Du der größte Analytiker vor dem Herrn bist. Youtube-Videos in der Regel mit 1,5-facher Geschwindigkeit schaust, weil Du Dich bei einfachem Sprechtempo der Menschen so langweilst, dass Du dazu neigst nebenbei sinnfremde Dinge zu tun, nur weil Du es aufgrund des gefühlten Informationsstaus sonst kaum aushältst? Du sitzt mit Deiner Freundin/Partnerin/Frau/Angebeteten oder was auch immer am Esstisch oder gehst Hand in Hand spazieren am See. Was bringen Dir Deine Fähigkeiten und Begabungen denn in dem Moment? Sie sind in dem Moment nicht wichtig, Du solltest Dich total auf Deine Partnerin konzentrieren. Das ist selbstverständlich. Aber die anderen Dinge sind gleichsam ein Teil von Dir. Und Du solltest sie trotz allem Familienleben hegen und pflegen! Lass Dir niemals das Gegenteil einreden!

Ich schreibe das hier nicht nieder, weil ich mich selbst geil finde. Ehrlich nicht. Es ist eher ein bisschen jammern, gepaart mit dem ehrgeizigen Versuch, einen Einblick in meine Welt zu bieten. Ob und dass ich mich selbst toll finde, das ist inzwischen seit langer Zeit auch ohne Blog dankenswerterweise so. Dafür schreibe ich sicher nicht, auch wenn das sicher nicht jeder Leser glauben mag. Ich hoffe Du schon. Es ist vielmehr so, dass ich weiß, dass es einzelnen Menschen da draußen in der einen oder anderen Sache genauso ergeht wie mir.

In einer Sache ergeht es sogar ganz sicher fast allen Menschen genauso wie es mir die längste Zeit im Leben ging: Ihnen fehlt das totale Selbstbewusstsein, weil sie von Kindheit an klein gemacht werden. Dank der systemischen Macht, bei der einfach alle mitmachen, unbewusst und ohne je auszubrechen. Nach unten treten und nach oben Speichellecken. Das ist das alte „Erfolgsrezept“. Kaum einer, der Dir beisteht, wenn Du etwas „Verrücktes“ tust und ausbrechen möchtest. Jeder weiß es, aber keiner macht es anders. Alle machen schön brav mit. „Ach, das klappt doch nie! Das ist ja verrückt!“, wie oft ich das gehört habe. Lächerlich. Einfach lächerlich. Was ist schon „verrückt“? Wer hat das Recht das zu bestimmen? Verrückt kommt von „verrücken“. Man verrückt einfach den Status Quo. Und schon ist man verrückt. Das ist ja einfach.

Eine kleine Botschaft von mir an alle, die mir das im Leben so oder so ähnlich schon einmal oder gar mehrmals gesagt haben, besonders in Bezug auf dieses Projekt hier und meinen ursprünglichen Selbstversuch „wieder eine Freundin zu finden“. Denn das waren die naive Initialzündung für das größte Projekt meines Lebens und der Stein, den ich seither ins Rollen gebracht habe: Lächerlich war nie, was ich versucht habe. Lächerlich ist wenn dann Eure Art gewesen, Eure Art die Welt zu betrachten. Und das alleine macht Euch ein gutes Stück weit lächerlich. Aber wenn Du jeden Tag mit einer roten Clownsnase durch die Welt laufen möchtest… bitteschön. Mach Dich zum Hampelmann, auch wenn das gesellschaftlich gemeingefährlich ist. Im Kino läuft gerade Joker. Ich möchte weder so sein noch so werden. Von den Typen haben wir schon genug.

Ich bin das Gegenteil dessen und versuche, mit den Worten von Tobias Beck gesprochen, anderen Menschen einfach nur Konfetti ins Leben zu streuen. Es ist erstaunlich, wie erfolgreich sich die meisten Menschen generell gegen so etwas wehren können. Wer vertritt denn die „systemische Macht“? Letztlich alle, von Anfag an, die eigenen Eltern, fremde Erzieher in der Kita oder im Kindergarten, dann die Lehrer in der Schule, später die Ausbilder oder Dozenten an der Uni. Und später die Chefs. Sicherlich auch (falsche) Freunde. Was soll da anderes heraus kommen, als am langen Ende ein gebrochener kleiner Mensch, der in Wahrheit so unendlich toll ist und es nur nicht weiß, weil es ihm niemand je gesagt hat! Schluss damit. Du bist toll. Versteh das endlich! Aber Du bekommst es nicht in den Schoß gelegt oder in den Hintern gepustet.

Schneide Dir mal besser nicht in den Finger

Und da ist es nur folgerichtig, dass aus einer gerade erst keimenden Sonnenblume ganz schnell ein verwelktes kleines Ding wird. Ehe Du in Deinem Leben auch nur dazu in die Lage gekommen bist, all Deine Energie zu nutzen, um Deine Potentiale zu entfalten, bist Du gefühlt bereits unter der Haube. Das soll keine Abwägung und Bewertung sein. Es ist kein „für“ Deine Potentiale und „gegen“ die eigene Familie oder die Partnerin. Es ist eine nüchterne Feststellung. Es gibt kein Gut und kein Schlecht. Bedenke nur: Was auch immer Du tust, Du wirst genau darin besser oder zumindest erfahrener darin. Beschäftigst Du Dich gerne mit Deiner Partnerin und Deiner Familie, dann wirst Du im Idealfall ein toller Partner und Familienvater. Die Chance ist zumindest da. Wenn ich mir die meisten Paare und Eltern ansehe, möchte ich mir eigentlich am Liebsten gleich wieder selbst widersprechen. Aber gut, Du verstehst was ich meine.

Was ist die Alternative? Und wenn Du Dich stattdessen auf Deine Fähigkeiten, Stärken, Hobbys und Bedürfnisse konzentrierst…? Dann bleibt natürlich weniger Zeit für andere Dinge. Aber Du wirst dann sicherlich in den Dingen „besser“, mit denen Du Dich auseinandersetzt. Das Leben ist so einfach, wenn wir verstehen würden, dass es ein einfaches Ursache-Wirkungs-Geflecht ist. Schon in der Bibel steht doch irgendwo, dass man die Früchte ernten wird, deren Samen man zuvor eingepflanzt hat. Das ist Ursache-Wirkung. Und warum verhalten wir uns gefühlt alle so, als würde das einfachste Lebensgesetz nicht existieren? Wir tun so, als wäre alles ein Zufall und wir dementsprechend für nichts verantworlich.

Es gibt keine Zufälle. Für gar nichts. Es gibt Ursachen, die zu Wirkungen führen. Ich weiß, dass das allgemein nicht ins Weltbild passen soll. Denn das würde ja bedeuten, dass man manchmal „selbst Schuld“ sein würde und es würde außerdem bedeuten, dass man Verantwortung für den selbst verursachten Mist zu tragen hätte. Plötzlich ergeben Konzepte wie ein religiöser Glaube keinen Sinn mehr. Der Papst wäre arbeitslos und mit ihm die ganzen Geistlichen und der gesamte kirchliche Luxus-Hofstaat. Gilt natürlich für alle Religionen. Guten Morgen. Und lass die frische Luft herein. Heute ist ein schöner Tag. Übernimm Verantwortung für diesen tollen Tag. Es ist Deiner.

„Schuld“ ist kein guter Begriff. Aber wenn Du es sehr extrem ausdrücken möchtest… ja, dann bist Du fast immer „Schuld“ an allem, das Dir widerfährt. Da Du in irgend einer Art immer an der Ursachensetzung beteiligt warst. Und dort, wo Du vielleicht wirklich einmal nichts Negatives zur Ursache beigetragen hast, ist es zumindest jeden Moment an der Zeit zu verstehen, dass Du (trotzdem) die volle Verantwortung dafür zu tragen hast. Ob Du möchtest oder nicht. Es spielt keine Rolle.

Ein Beispiel. Du stehst in der Küche und schneidest eine Zwiebel. Hast Du Dir dabei schon einmal in den Finger geschnitten, weil Du mit dem Messer abgerutscht bist? Ganz sicher. War das Pech? Sicher? Oder war es Unbewusstheit und Unachtsamkeit? Ganz sicher! Bitte nicht so salopp. Was heißt schon „unachtsam“? Achtsam zu sein heißt, den Messergriff bewusst mit der Hand und den Fingern zu umschließen, den Gegendruck beim Schneiden der Zwiebel bewusst wahrzunehmen. Bei jedem einzelnen Schnitt. Tun wir das wirklich? Wann immer wir solche Dinge in dieser völligen Achtsamkeit verrichten, sind Unfälle und damit „Pech“ nahezu ausgeschlossen. Das möchte ich also damit ausdrücken, wenn ich sage, dass wir die Ursachen für die daraus resultierenden Auswirkungen selbst setzen. Also bitte nicht danach beschweren.

2020-02-09

Über Politik und… Realitätsverleugnung

Ab Mitte 2018 – damals noch in der Beziehung mit Fr. Schlange – verbrachte ich wieder mehr und mehr Zeit am PC. Die sich um Recherchen zum politischen Weltgeschehen und vor allem dem Trauerspiel der absichtlichen (!) Staatenlosigkeit zum Thema Offene-Grenze-Hallo-Und-Herzlich-Willkommen-Für-Alle-Mentalität drehte. Das war zu der Zeit, als zumindest hin und wieder noch irgendwo über Vergewaltigungen und Messerstechereien berichtet wurde. Inzwischen ist es ja restlos friedlich hier und allen geht es gut. Straftaten gibt es nicht. Mama Merkel sei Dank. *Hust*

Aber ich bin ja nicht absichtlich blind und ignorant und deswegen per se schon kein links-grüner Faschist. D.h. ich sehe die Realität so wie sie ist und mache sie mir nicht wie Pipi Langstrumpf. Ändert nämlich auch nichts daran, dass Ursachen gesetzt werden und deren Auswirkungen real sind. Vielleicht mal an der Stelle ein passendes Zitat von Ayn Rand, das mir gerade einfällt, ich gebe es aus dem Kopf wieder (kurz mal auf Wikipedia nachgelesen: Das war wohl eine russisch-amerikanische Bestsellerautorin jüdischer Herkunft): „Du kannst die Realität verleugnen, aber damit kannst Du trotzdem nicht die Auswirkungen der Verleugnung der Realität verhindern.“

Das ganze Nachrichtenzeug ziehte mich damals zwangsläufig herunter. Ich fand es unerträglich, was jeden Tag zu lesen war (selten auf den Seiten der Propaganda-Mainstream-Medien). Über allerlei vergewaltigende Männer(horden) oder den flächendeckenden Einsatz von Meinungsverstärkern (Messer). Wenn irgendwo ein Deutscher einen Pups lässt, echauffiert sich die Einheitspresse und bekommt im Chor die geschauspielerte Schnappatmung. Die Leserschaft wird glücklicherweise inzwischen intelligenter und hinterfragt mehr, sieht man an den in den Keller rauschenden Auflagenzahlen der Lügenpresse (Online und Print). Aber diese hinterfragende Lesergruppe ist einfach noch viel zu klein. Wenn hingegen irgendwo eine Frau vergewaltigt wird, dann ist über die Herkunft des oder der Täter nichts zu lesen.

Manchmal heißt es dann „ein 16 jähriger Hamburger hat…“, woran man sofort erkennt: Das war alles, aber kein Deutscher. Sonst würd es dabei stehen. Auf die Deutschen wird immer schön drauf gehauen. „Ein 16 jähriger Hamburger“ ist Orwellsches Neusprech. In Wahrheit ist der vermutlich 20, weil er bei der illegalen Einreise falsche Angaben zu seinem Alter gemacht hat. Es lebt sich mit den Jugendtarifen in Deutschland einfach noch gleich viel angenehmer. Aber sei es drum. Das Alter ist geschenkt. Was kostet schon die Welt. Der Gabentisch ist reich gedeckt. Das einzig Wahre ist vermutlich, dass er derzeit in Hamburg lebt, deswegen ist es ein Hamburger. Das würde man ihm optisch aber nie zutrauen, ein Waschechter solcher zu sein. Das würde vermutlich auch eine blinde Oma erkennen können. Damit meine ich diese alten Menschen, Du weißt schon, das sind diese angeblichen Umweltsäue, wie sie der WDR per Kinderchor tituliert. Es ist beschämend! Auch wenn das ein jüngeres Ereignis und nicht aus 2018 ist, aber das ist gerade präsent. Also bringe ich es.

Merke:

  1. Wann immer die Nationalität eines Täters in einem Pressebericht nicht dabei steht, kannst Du zu 99,99% davon ausgehen, dass es kein Deutscher war. Besonders wenn nur sein aktueller Wohnort angegeben ist („der 16 jährige Hamburger…“), denn das suggeriert dem (leider oft ungebildeten und unhinterfragenden) Leser, dass es sich um eine „ganz normale“ Straftat handelt, die so oder in der Art in dem Land sowieso immer schon stattfand. So unter 16 jährigen waschechten Hamburger Jungs. Ja nee, is klar.
  2. Wann immer als Nationalität „der Deutsche…“ dabei steht, lese den Artikel aufmerksam und suche, ob Du den Vornamen des Täters (der Täter! denn oft treten die ja im Clan auf) findest. Wenn nicht? Dann war es zu 99,99% kein Deutscher. Oder kennst Du viele gebürtige deutsche Eltern, die Ihren Kindern arabische oder afrikanische Namen geben? Ich nicht.
    Gut, was ist schon deutsch. Reicht hierfür ein Pass? Reicht dafür hier geboren zu sein? Reicht dafür ein deutscher Elternteil oder müssen es zwei sein? Geschenkt. Sich zumindest mal darüber Gedanken zu machen, das ist schon ein riesiger Gewinn. Aber stattdessen verteilt man doppelte Staatsbürgerschaften wie Toilettenpapier. Manche von den Staatsbürgerschaftsempfängern spielen dann zwar sogar für die hiesige Fußballnationalmannschaft, während sie sich allerdings lieber werbewirksam mit der Regierung ihres wahren „Vaterlandes“ ablichten lassen.

Von der Politik zu den Finanzen

So, der kurze politische Ausritt musste sein. Du wirst später erkennen warum. Also weiter im Text. Diese Art der zunehmend propagandistischen Hofberichterstattung begann mich mehr und mehr herunter zu ziehen. Ich stellte bei all meinen Recherchen allerdings fest, dass die Auswirkung solcher links-grünen (Geld- und Kultur-)Vernichtungsmaßnahmen im Wesentlichen nur ein Problem der ungebildeten Volksschichten ist. Und auch der Nullzins trifft nur den Kleinsparer. Der Großadel macht es anders. Geld verlieren kann nur jemand, der sich dem politischen Diktat unterwerfen muss. Also Otto Normalbürger. Weil er „alternativlos“ ist und hier leben muss. Und eigentlich auch möchte, schließlich ist es seine Heimat.

Aber es ist nun einmal so, die Auswirkungen dieser ganzen Zwangsmaßnahmen führen nicht zu Problemen bei international aufgestellten Organisationen, Firmen und Personen. Die passen sich an, schneller als Du „muh“ oder „mäh“ sagen kannst. Sie beobachten die Ursachen, erkennen und bewerten die Auswirkungen und schlagen dann Profit daraus. Persönlich herunterziehen lassen die sich ganz sicher nicht. Deswegen bezahlt Starbucks in Deutschland keinen Cent Steuern auf ihre Gewinne. Amazon und Apple machen es nicht anders. Anders gesagt, zwei Dinge:

  1. Ob Dich die Nachrichten persönlich herunterziehen und damit auch Auswirkungen auf Dein (Familien-)Leben und Deine Laune bekommen, ist eine Frage der eigenen (Un-)Achtsamkeit, keine Frage der Medien. Eine (Mainstream-)Zeitung macht Propaganda, gut und (un)schön. Aber deswegen musst Du den Dreck nicht an Dich heran lassen. Lösung: Achtsam sein, so wie beim Schneiden der Zwiebel beim Festhalten des Messers. Dann hat auch der vermeintlich stärkste linke deutschlandhassende Redakteur keine Chance mehr gegen Dich.
  2. Beobachte die Gegebenheiten. Schau Dir also die Ursachen an. Und sieh Dir an, was daraus wird.
    Das will der typische linke Antifa-Steinewerfer nicht wahr haben, der „normale“ typische Linke oder Sehr-Gutmensch-Grüne auch nicht. Der klassische CDU’ler ist inzwischen linker als die Linken, außer er gehört zur WerteUnion. Dann ist er aber auch nur halb Fisch und halb Fleisch und labert nur herum, „mimimi“. Der von der FDP würde zwar gerne, der darf aber generell nix zu solchen Themen sagen. Von der SPD spreche ich gar nicht, die ist tot.
    Und aus all Deinen Beobachtungen kannst Du Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen schließen. Um selbst davon zu profitieren. Egal ob es dabei um das Thema (un)bezahlbaren Wohnraum oder um den p(!)ösen Diesel geht. Oder um Klimapakete, die uns einfach nur die Steuern aus der Tasche ziehen sollen, um sie Konzernen zuzuschanzen, die sich wiederum genau zu dem Zweck vorher selbst irgendwie einen grünen Anstrich verpassen.

Gerade zum zweiten Punkt bin ich damals noch nicht in der Tiefe vorgedrungen. Ich war noch in der Phase des „sich ärgerns“. Rückblickend betrachtet. Damals habe ich es einfach unreflektiert nicht wahrgenommen. Vermutlich hatte es also auch einen – wenn sicher nur kleinen – Einfluss darauf, dass Fr. Schlange sich nun lieber mit einem kletternden Abenteurer und selbsternannten Waldschrat abgibt. Beim Klettern ist Politik unwichtig und im Wald ist zwar alles Grün, aber da kann der Wald ja nix dafür.

Ich wollte „meine“ Familie also so gut es geht nach vorne bringen. So nahm ich mir vor, dass ich das Thema finanzielle Unabhängigkeit wieder verstärkt in den Fokus rücken muss. Ich hatte mich schon immer für Finanzen interessiert, handelte schon immer Aktien oder anderes Börsenzeug. Allerdings nicht mit Summen, die für die Familienplanung elementar wären. Ich wollte nun endlich auf die „Erfolgsspur“ kommen. Also schmiedete ich einen Plan. Der gepfeffert war…

Finanzen kommen, Frau geht

Und genau darum geht es hier. Es geht um die Frage, was mich derzeit umtreibt. Mich nächtelang beschäftigt, so dass ich teilweise meine 8-Stunden-Schlaf-Regel breche. Es geht um Finanzen. Um Börse. Ums Geld verdienen. Darum, ob ich weiter meckern und mich über die Politik und die Dummheit einer breiten Masse aufregen sollte. Oder ob ich das Heft stattdessen für mein eigenes Leben (und damals das meiner Familie) in die Hand nehmen sollte, mit dem Meckern aufhöre und „einfach“ Geld verdiene. Beim Meckern helfen analytische Fähigkeiten und Antizipationsfähigkeit.

Aber es bringt Dir im Endeffekt nichts. Wenn Du diskutierst, diskutierst Du entweder mehrheitlich mit ungebildeten und verkappten Linken oder Grünen und kommst sowieso auf keinen „grünen“ Zweig. Das ist ja gerade der Kern dieser Menschen, dass sie für Sach(!)argumente unzugänglich sind. Sie ticken in ihrer politischen Weltanschauung wie andere Menschen religiös sind. Deswegen ist da kein Durchkommen. Es ist also verschwendete Lebensmühe. Und mit den Anderen, also mit Libertären (Freiheitlichen) oder zumindest politisch bürgerlichen Menschen brauche ich nicht zu diskutieren, da haben wir sowieso größtenteils die gleiche Meinung. Das ist also alles nur bla bla. Da stelle ich mir die Frage, was nutzt mir das?

Da fällt mir gerade der kurze Witz ein, woran man einen Veganer erkennt.
Er sagt es Dir.

Nicht falsch verstehen, ich habe gar nichts gegen Veganer. Aber in der breiten Masse folgen die doch leider einer rücksichtslosen links-rot-grüne Lebensweise, die nur mit Verboten für alle anderen Menschen arbeitet. Wo CO2 giftig sein soll. Wo alle einfach herzlich willkommen sind, egal wer das ist, Straftäter und Terroristen gleichermaßen. Wo ich Menschen aus Unrechtsstaaten so lange hierher importiere, dass nicht aus deren Unrechtsstaaten je ein Rechtsstaat werden würde, sondern umgekehrt. Liebe Grüne, wie ist das denn nochmal in der Natur, wenn ich zu einem Korb vieler frischer Äpfel einen faulenden lege? Heilen die frischen den faulenden oder faulen dann alle, und zwar in kürzester Zeit? Wahnsinn.

Und wie ich das Thema Finanzen angegangen bin, darum geht es beim nächsten Artikel. Für diesen Zweiteiler soll es das mal gewesen sein. Jetzt weißt Du, womit ich mich derzeit beschäftige. Jede verdammte Minute. Ich lese Bücher, schaue Videos, studiere und vergleiche Bilanzen und Geschäftsberichte. Analysiere. Das ist jetzt ein gewaltiger Sprung in der Story. Da fehlt der Mittelteil, nämlich der Weg vom plötzlichen Verlust der Beziehung zum aktuellen Hauptbetätigungsfeld, den Finanzen. Der Beginn lief tatsächlich nahezu zeitgleich ab. Ich entdeckte meine Passion fürs Geldverdienen wieder und musste zeitgleich meine Beziehung aufgeben. Du erhältst im Leben also das Eine und gibst dafür das Andere ab. Es ist immer ein Kommen und ein Gehen. Toll ist das nicht immer. Aber es ist die Realität.

Die Zusammenfassung dieses Artikels lautet also: Ich habe Dinge (Nachrichten) derart an mich herangelassen, dass sie mich heruntergezogen haben. So weit, dass es vermutlich Auswirkungen auf meine Laune hatte. Weil ich nicht ins Handeln gekommen bin. Meckern macht schlapp. Die gleichen Fakten existieren heute noch immer. Es wird genauso gemeuchelt und vergewaltigt. Oder mit Mama Merkels Hilfe eine ganze Nation in den Untergang geführt, das hatte so perfide zuletzt nur Adolf geschafft. Aber ich lasse das alles nicht mehr so an mich heran. Stattdessen analysiere ich nur noch Dinge und komme ins Handeln. Ich lasse Dinge, die mich nicht unmittelbar nach vorne bringen, einfach beiseite. Ich nehme sie zwar wahr, überlege mir aber noch nicht einmal mehr was „wir“ als Gesellschaft oder „ich“ als Einzelner dagegen tun können. Stattdesen überlege ich mir nur noch, wie ich mit der Masse mitschwimmen kann, ausschließlich um davon zu profitieren.

Denn eines ist klar: Je mehr wir die Quote der Analphabeten hier künstlich erhöhen und je mehr fremde Personen wir in die soziale Hängematte legen, desto tiefer sinkt das Gesamtniveau. Macht es das jetzt für den smarten und ehrgeizigen Menschen einfacher sich durchzusetzen oder schwieriger? Wenn in einer Schulklasse fast keiner deutsch spricht, wie einfach hat es dann ein deutsch sprechendes Kind eine gute Note zu schreiben? Einfacher oder schwieriger? Na also. So muss man das sehen, überall stecken Chancen. 😉

Aus meiner Sicht gibt es einen Markt für das Getummel mehrheitlicher Unintelligenz. Das ist der Finanzmarkt. Es ist zugleich dennoch der intelligenteste Markt der Welt. Da wie überall das Defizit einer breiten Masse durch eine Minderheit einfach ausgeglichen wird. Anders gesagt: An der Börse machen sich ca. 20% die Taschen voll, während 80% auf Dauer verlieren. Das ist Champions League. Sobald Du da einen Euro reinsetzt, trittst Du sofort gegen die Besten der Besten an. Ca. 75% des Handels an der Börse findet automatisiert durch Computer statt. Die sind schneller als Du und schneller als der Schatten von Lucky Luke.

Trotzdem spiele ich da mit. Weil es eine Herausforderung ist, in diesem Haifischbecken bestehen zu können. Endlich mal eine Challenge. Endlich mal messen mit den Besten. Endlich mal nicht mehr nur so tun müssen als ob. Und vor allem: Mir von keinem halbstarken Chef oder sonstwem sagen lassen müssen was gut oder falsch ist. Hier kann ich eigenverantworlich sein. Und den Beweis erbringen, ob ich den Mund nicht zu voll nehme. Wem beweisen? Na mir. Anderen gegenüber muss ich nichts beweisen. Du auch nicht. Meinen wir immer. Ist aber nicht so. Kommt sowieso nicht an beim Gegenüber. Entweder „war es sowieso schon immer klar, ich habe es doch gesagt!“ oder das Gegenüber ist still. Auf das Niveau solltest Du Dich nie begeben. Lass die Anderen quatschen, fertig.

Finanzmärkte kennen keine Arroganz

An den Finanzmärkten lehnt Dich niemand persönlich ab. Da kommt keiner und labert Dich dumm voll. Ob Du „gut“ oder „smart“ bist, siehst Du an Deiner Handelsbilanz, abzüglich Kosten und Steuern. Das ist der Return. Daran siehst Du zu jeder Sekunde, wie „gut“ oder „clever“ Du bist, ganz emotionslos. Da ist niemand dazwischen, der Dir den Tag versaut. Wenn dann hast Du ihn Dir selbst versaut. So einfach ist das. Und deswegen macht mir das derzeit so viel Spaß. Endlich mal weg von dieser ganzen zwischenmenschlichen Bewerterei. „Oh, Du bist aber überheblich!“ oder „wenn man Dich nicht kennen würde, würde man meinen, dass Du arrogant wärst“, das sind Sprüche, die ich in meinem Leben öfter gehört habe.

Was sagt das über mich aus? Nichts. Es sagt gar nichts aus, außer vielleicht, dass das Gegenüber mir nicht folgen kann. Es sagt also mehr über ihn aus als über mich. Komischerweise finde ich immer die Menschen am Interessantesten, die andere als arrogant empfinden. Es gibt arrogante Schwachköpfe, zweifelsfrei. Von denen spreche ich nicht. Aber ein Mensch ist selten so etwas wie „arrogant“ ohne Grund. So einen ähnlichen Vorwurf musste ich mir letztens auch von Fr. Respektina machen lassen, als sie mich mal wieder mit Vorwürfen per Textnachrichten vollgeballert hat. Und ich nur sagte: „Es tut mir leid, dass Du das so empfindest. Aber wenn Du Dich nicht nur mir gegenüber so destruktiv verhältst, dann wirst Du nicht nur in Bezug auf mich zwischenmenschliche Schwierigkeiten haben. Denke bitte darüber nach.“

Als Antwort kam, dass ich nicht das Recht hätte, über sie zu urteilen. Stimmt. Das Recht habe ich nicht. Aber ich gebe von Herzen gerne gut gemeinte Ratschläge. Auch ungefragte. Warum? Weil ich es kann. Das reicht als Erklärung. Bin ich deshalb arrogant? Meinetwegen. Wichtiger finde ich allerdings, für andere Menschen da zu sein. Und Menschen, die für andere „da“ sind, geben in irgend einer Art etwas (von sich). Vielleicht weil sie etwas zu geben haben. Vielleicht weil sie es einfach können. Gebende Charaktere sind mir lieber als nehmende, auch wenn das nicht zum Zeitgeist passt. Alle wollen immer und wollen und wollen. Und wenn man dann mal seinen Mund aufmacht und etwas sagt, gilt man schnell als arrogant oder überheblich.

Wenn ich mir ein Youtube-Video eines Coaches ansehe, egal ob zu den Themen Finanzen, Pickup, Persönlichkeitsentwicklung, dann halte ich manchmal 2 Stunden lang meine Klappe. Und höre einfach zu, einfach so. Und sage gar nichts. Weil ich nichts zu sagen habe. Der Coach schon. Er ist besser in einer Sache als ich. Ist er deswegen arrogant? Nur weil er „besser“ ist? Zu erkennen, dass jemand in einer Sache besser ist als man selbst, das ist die Kunst. Sich auch einfach mal hinten anstellen können. Egofrei. Und deswegen versuche ich im Moment alles aufzusaugen, was es aufzusaugen gibt. Mit starkem Fokus auf die Finanzwelt.

Fazit: Den Weg zur finanziellen Freiheit kannst Du Dir nicht durch Reden ebnen, sondern nur durch Handeln. Ignoriere Dinge, die Du nicht ändern kannst. Versuche stattdessen direkt oder indirekt von allem zu profitieren. Begreife Ärgernisse als Chancen. Und wenn Dich Deine Partnerin verlässt, besinne Dich spätestens dann wieder auf das, was Du – ganz unabhängig einer Partnerin – gerne tust. Und sei es nur Geld verdienen, um nicht ein Leben lang für Andere schuften zu müssen. Geld verdienen verträgt sich übrigens prima mit Frugalismus… 😉

PS: Sparquote vom Nettoverdienst? Derzeit ca. 40%. Und das ganz ohne mir von irgendwem anhören zu müssen, dass ich zu knickrig wäre. Singlesein hat auch sein Gutes. 😉

PPS: Beim nächsten Mal gibts dann den angesprochenen fehlenden Mittelteil. Also was genau geschah, kurz bevor Fr. Schlange es beendete. Wie ich also meinen Wiedereinstieg in die Finanzwelt fand. Und warum genau ich nun so viel zu tun habe. So viel, dass ich keine Zeit und keine Lust dazu habe, eine Partnerin kennenzulernen. Und warum ich mich stattdessen aktuell lieber mit der Gründung einer Kapitalgesellschaft beschäftige.

PPPS: Ob es hier deswegen keine Frauengeschichten mehr geben wird? Weniger, vermutlich. Aber keine Sorge, ich werde trotzdem hin und wieder noch rausgehen. Und dann umso härter malochen, damit ich immer noch Geschichten erlebe, die ich dann hier zum Besten geben kann! Einfach als Ausgleich. Denn auch Frauen sind die Realität. Genau wie Männer.

Welcome back to 2020! – Teil 1 von 2

Es ist mehr ein „Willkommen zurück“ denn ein einfaches „Willkommen“, schließlich ist das Jahr 2020 nun schon 33 Tage alt und die Hürde für mich persönlich war online größer, die Rückkehr hierher zu nehmen, als offline und real ins Jahr 2020 zu starten. Denn das Jahr läuft soweit ganz gut an bei mir. Ich hoffe bei Dir auch. Deshalb hatte ich nicht so das Bedürfnis etwas zu schreiben, aber ich war und bin derzeit auch ziemlich ausgelastet mit diversen Themen. Näheres dazu folgt…

Also herzlich willkommen zurück hier und natürlich auch willkommen im Jahr 2020, danke, dass Du weiterhin meinen Weg begleitest und teilhast bei den Abenteuern des jungen Padawan. Dass Du dabei bist, wenn ein junger Wortakrobat die Leserschaft beschäftigt, nicht nur aufgrund der zugegeben langen Artikel. Sondern stellenweise auch mal zu entzweien vermag, dabei stets unterhält, aber auch zum Nachdenken anregt und es schafft, am Ende doch immer wieder alle zu vereinen. 😉

Das Spiel mit den Reizen

Warum? Weil zwar vieles von dem, das ich so den lieben langen Tag schreibe oder tue, provoziert. Wer mich kennt, weiß allerdings, dass ich stets aus dem Herzen spreche. Und dabei in guter Absicht unterwegs bin. Ich habe im Laufe dieses Blogs selbst erst gelernt zu verstehen, dass es doch genau darum geht. Zu provozieren. Nicht Dich. Sondern mich. Mich zur besten Version meines Ichs zu provozieren. Wenn Persönlichkeitsentwicklung „bleib einfach da wo Du gerade bist“ bedeuten würde, müssten sie das Lexikon umschreiben. „Entwicklung“ bedeutet etwas zu verändern. Mich. Meine Persönlichkeit.

Das geht nur durch das Setzen neuer Reize. Bewusste neue Reize. Sich selbst nicht nur ein bisschen kitzeln. Sondern zwicken. Aufschrecken. Erschrecken. Gelegentlich auch aufschreien. Aber stets einen Schritt wacher zu werden und weiter zu kommen. Darum geht es hier. Und ich glaube inzwischen nicht nur, sondern weiß, dass das den Kern dieses Blogs ausmacht. Das hat sich entwickelt, natürlich. Wenn ich schreibe, schreibe ich mit Freude. Ich habe keine Werbeeinnahmen und vertreibe keine Produkte. Was ich mache, mache ich aus meiner Mitte.

Und ich denke, dass das die authentischste Variante ist, die ein Mensch von sich präsentieren und von sich geben kann. Und was ich die letzten wenigen Jahre erlebt habe, war oft polarisierend. Was daran liegt, dass ich in die teilweise hellen, aber oft auch sehr dunklen Geisteswinkel der Gesellschaft und ihrer Individuen vorgedrungen bin. Wer mehr als 1000 Frauen auf der Straße, in Bars oder in Cafés, in Discotheken oder auf Veranstaltungen angesprochen hat, unzählige Dates und Fehlversuche hinter sich hat… ja der ist noch lange nicht am Ziel. 1000 ist noch gar nichts, Freunde! Aber eines kann ich sicher sagen: Ich hatte so viele schöne Momente und bin in Siebenmeilenstifeln nur so gen Horizont marschiert. Dabei habe ich nicht sie gefunden, die Traumfrau. Aber mich. Den Traummann.

Ist die Traumfrau, die ich auf meinem Weg zu finden glaubte, an meiner Seite? Jetzt in diesem Moment? Nein. Gibt es sie zumindest? Sicher. Irgendwo bestimmt. 1000 sind erst der Anfang. Wie einst Udo Jürgens sang, „… ein Augenblick, ein Stundenschlag, 1000 Jahre… sind ein Tag…!“

Dankbar bin ich um die vielen schönen Dinge des Lebens und ich habe erkannt, dass ich meinen Teil davon zurückgeben möchte. Ausdruck meines Tuns ist dieser Blog. Du kennst bestimmt mein Motto: Wenn ich es schaffe, damit auch nur einen einzigen Menschen positiv mitzunehmen und ihm einen Anschub in eine gute Richtung zu geben, dann reicht mir das. Dann bin ich an der Stelle glücklich.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass es mich sehr freut, dass die Aufrufzahlen dieses Blogs selbst in meiner immerhin über zweimonatigen Abwesenheit nicht in den Keller gerauscht sind. Dazu gabs auf meinen letzten Artikel erst die Tage einen Kommentar und den dezenten Hinweis, dass ich hier doch mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben möge.

Das tue ich hiermit! 🙂 Es geht mir gut. Sehr gut. Ganz ohne Frau.

Geschichten von und mit Fr. Respektina

Nun, ich könnte sicherlich gar nicht alles niederschriftlich aufholen, um nachträglich für eine lückenlose Chronik zu sorgen. Möchte ich auch gar nicht. Ich war in all der Zeit ganz sicher nicht untätig, deswegen versuche es das Wichtigste kompakt (wie Du weißt, kann ich keine kurzen Artikel schreiben!) zu transportieren. Auch wenn es nur in einen Zweiteiler passt. Ich liebe Mehrteiler! Aber auch das weißt Du ja schon.

Manch einer fragt sich vielleicht, was mit Fr. Respektina passiert ist. Oder auch ob nichts passiert ist. Schließlich geht es hier ja immer noch primär um Frauen und deren Stellenwert in meinem Leben. Also fangen wir mit diesem Part an. Die lieben Frauen. Nun, Fr. Respektina lebt noch. Wir hatten – trotz all meiner Skepsis – immer wieder ca. alle 2 Wochen auch mal etwas Zeit zusammen verbracht. Wenn ihre Kinder anderweitig untergebracht waren. Nun ist aber Funkstille. Ich habe sie gelöscht, mal wieder.

Mal wieder?

Nun, das klingt komplizierter als es ist. Mir war das schon mehrfach genug des Guten. Jedoch kam die liebe Dame immer wieder mit allerlei Enschuldigungen und ausgestreckten Armen um die Ecke. Wie ich nun nachträglich sagen kann, ist sie ein eher (selbst-)zerstörerischer Mensch. Gut, das sind die meisten Menschen. Leider. Das alleine macht die Sache weder kompliziert noch unerträglich. Schließlich darf ein jeder sich noch selbst überlegen, ob er mit einer solchen Person seine Zeit verbringen möchte. Soll ich zuerst von mir oder von ihr berichten? Nun, der Esel nennt sich immer zuerst. Also fang ich mit mir an. Ih-ah.

Wie Du sicher weißt, mangelt es mir weder an Selbstvertrauen und spätestens aufgrund der glorreichen Lehren aus meiner letzten Beziehung – Ruhe in Frieden (also die Beziehung, nicht die Fr. Schlange) – auch nicht mehr an Achtsamkeit und Bewusstsein. D.h. was ich tue, tue ich inzwischen sehr sehr reflektiert. Was ich nicht tue, tue ich genauso reflektiert. Wenn ich also meine Zeit mit einem zerstörerischen Menschen verbringe, soll das was sein? Ich will es mal so sagen, es ist eine Herausforderung und eine Möglichkeit selbst zu weiter zu wachsen. Ich will nicht in alle Details eingehen, dafür ist sie weder interessant noch herausfordernd genug, die Gute. Nur stell Dir einmal vor, dass Du Samstag Abend bei Dir auf der Coach liegst. In Ruhe und Gemütlichkeit. Und nun komme ich daher und drücke Dir ungefragt und plötzlch eine heiße Kartoffel in die Hand. Ist das dann easy cheesy, wenn Du Dir gerade die Pfoten verbrennst? Oder hast Du dann zumindest kurzfristig eine echte Herausforderung an der Backe? Bizarres Beispiel, findest Du? Fr. Respektina ist als Person nicht minder bizarr. Nur dass sie Dir ständig heiße Kartoffeln in die Hand drückt. Und Du zunächst eben gar nicht weißt, was Du damit anfangen sollst.

Aber die Marktwirtschaft funktioniert so. Angebot und Nachfrage. Gibt es eine Nachfrage (wenn auch nur auf meiner Seite) für eine Heiße-Kartoffel-Herausforderungs-Bewältigungsmaschine, dann gibt es früher oder später auch einen Erfinder für solch ein Gerät. Und irgendwann kommt das Ding zur Marktreife. Und am Ende wird jemand reich damit. Ich bin nun Nachfrager (Kunde), Erfinder und Produzent dieser Maschine. Und die funktioniert wie eine eins. Und kann und wird ziemlich sicher nicht nur treue Dienste bei Fr. Respektina geleistet haben. Es gibt weit mehr Frauen da draußen mit einem… sagen wir… Problem bezüglich der eigenen Persönlichkeit. Die Meisten haben keine Persönlichkeit, das alleine wäre jedoch gar nicht schlimm. Problematisch wird es aber immer dann, wenn ein kleines Ding meint sich aufführen zu müssen wie ein Elefant. Und dann unbedingt im Porzellanladen die Sau herauslassen möchte. Die Frage, die Du Dir als Mann dann stellen musst, ist die: Möchte ich der Eigentümmer des Prozellanladens sein oder lieber ein Dompteur?

Okay, ich gebe zu, das ist alle sehr kryptisch niedergeschrieben. Einfach gesagt: Wenn jemand einen an der Waffel hat, dann musst Du erstmal damit umgehen können. Das ist wirklich eine Herausforderung. Erstens das zu erkennen, zweitens das zu meistern. Ich habe das alles als eine Challange an und gegen mich selbst gesehen. Es hatte teilweise etwas Meditatives an sich. Eine Weile lang war ich mir nicht sicher, was das alles soll und woher ihre „ich habe zwei Masken, die setze ich abwechseln auf, aber mein wahres Gesicht siehst Du nie“-Attitüde stammt. Bis ich langsam begriffen habe: Das sind keine zwei Masken. Das ist sie. Einfach so. Sie hat einfach einen Dachschaden. Vielleicht aufgrund ihrer letzten Trennung. Vielleicht ist es aber auch der Grund für ihre letzte Trennung. Nach allem was ich von ihr kennengelernt habe, könnte ich ihren Ex-Mann jedenfalls gut verstehen. Das ist nicht negativ gemeint, ehrlich nicht. Ich habe es immer gut mit ihr gemeint. Zu Weihnachten habe ich ihr, aus ganz bestimmtem Grund, ein Buch von Eckhart Tolle geschenkt. Hätte sie es lieber mal gelesen. Besser 100 mal. Es gibt aber auch sehr hoffnungslose Fälle. Da nützt selbst Eckhart Tolle nichts mehr, wie ich später gemerkt habe. Was mir für sie leid tut. Um mich geht es gar nicht.

Also alles gut. Ich habe einfach lernen wollen und die Herausforderung angenommen, einen neuen Menschen- bzw. Charaktertyp kennenlernen zu dürfen. Darum geht es doch. Wachsen. Besser werden. Es ist als wenn Du keinen Bock auf Kitesurfen hast, aber Dich selbst zwingst es dennoch immer wieder zu tun. Nicht verhaftet. Völlig bewusst. Probiere es aus! Ersetze Kitesurfen durch irgendwas, das Du eigentlich bizarr findest. Teste es mal. Und mache jeden Schritt bewusst. Mir hat das viel gegeben! So einfach ist das. „Die Wegen des Herrn sind unergründlich“, heißt es doch. Dasselbe gilt für die Frauen, aus meiner kleinen maskulinen Sicht. Aber man kann besser werden. Und üben, üben, üben. Darum ging es mir. Dass sie nicht ernsthaft eine Frau fürs Leben sein würde, ja nicht mal für einen Lebensabschnitt taugen, war mir schnell klar. Nur anders herum wohl nicht. Obwohl ich klare Ansagen gemacht habe. Vielleicht hat gerade das für eine magnetenhafte Anziehung gesorgt? Was weiß ich. Das war keine Absicht von mir. Ein Stück weit ist ja alles lustig. Aber irgendwann ist auch wieder gut.

Ein paar Tage Dolce Vita

Übrigens war ich nach Neujahr ein paar Tage mit ihr in Italien. Haha. Was Du Dir jetzt wohl denkst? „Wie kann der Typ mit dieser Frau auch noch in den Urlaub fahren, wo er doch kaum etwas von ihr hält?“ Nun, ich liebe dieses Land. Das ist doch Grund genug. Da ich Mailand immer schon einmal sehen wollte, nahm ich die Gelegenheit wahr, mir die Stadt mit ihr ein paar Tage anzusehen. Bot sich einfach an. Natürlich im Wissen, dass das keine Sache für die Ewigkeit sein oder bleiben wird. Entweder es macht „bumm“, wenn Du Zeit mit einer Frau verbringst, und zwar von Anfang an… oder es wird niemals „bumm“ machen. Und es machte niemals „bumm“, von Anfang an nicht. Aber es muss auch nicht immer „bumm“ machen, wie ich gelernt habe.

Erlaube mir den klaren Vergleich: Gehst Du hin und wieder ins Kino bzw. schaust Du über einen der Streaming-Anbieter Filme/Serien an? Ja? Vermutlich doch. Also. Gehört Dir deswegen das Kino oder der Streaming-Anbieter? Nein. Vermutlich nich. Vielleicht hast Du ein paar Aktien von Netflix oder Amazon, aber deswegen gehört Dir der Laden nicht. Ist die Zeit des Film/Serien-Sehens (trotzdem) schön? Ja. Na also. Mir muss nicht gleich das ganze Kino gehören, nur um mal einen Film genießen zu können. Ist jede Stelle an jedem Film toll? Ist alles immer super-spannend? Nein. Kann ein Film am Ende sich trotzdem gelohnt haben? Auch wenn man dafür 10 Euro Eintritt los ist und nicht alle Stellen super toll fand? Ja? Na also. So einfach ist das.

Vielleicht fragst Du Dich jetzt immer noch, warum ich – nach all meiner Erkenntnisse über sie – mit ihr dennoch ein paar Tage weggefahren bin. Es ist eigentlich ganz einfach, weil nicht alles immer so oder immer so ist. Nicht alles an ihr ist schlecht. Nicht alles an ihr ist gut. Der Fokus ist die Frage. Dein Fokus. Wie Du die Welt siehst, hat nichts damit zu tun wie die Welt ist. Es hat alleine damit zu tun wie Du die Welt sehen möchtest. Und wenn Du Dinge bewusst tust, findest Du auch beim Schleppen von Steinen in einem sibirischen Gulag positive Dinge daran. Jedenfalls Dinge, die Dich reifen lassen. Der einzige Unterschied ist natürlich, dass ich meine Dinge freiwillig machen oder beenden kann. Deswegen verbietet sich dabei der Vergleich zu Menschen, die gezwungenermaßen in einem sibirischen Gulag Steine schleppen mussten. Aber Du verstehst, was ich meine. Es kann sehr meditativ sein, wie ich schon schrieb. Probiere es aus. Aber mache es bewusst, mache es achtsam. Und Du wirst oft Schmunzeln können und immer wieder eigene Denkmuster erkennen. Die Du teilweise überwinden kannst oder überwinden möchtest. Jedenfalls wenn Du reifen willst.

Das hier mag ein Blog sein, der eigentlich das Thema Frau in den Vordergrund rückt. Aber auf meinem Weg habe ich erkannt, dass es niemals um Frauen geht. Oder um Männer. Sondern um Dich selbst. Es geht um Dich und Deine Persönlichkeit. Arbeite an Deiner Persönlichkeit oder Du gehst als ungeschliffener Rohdiamant in die Holzkiste, 2 Meter tief unter der Erde. Eines Tages zwar erst. Aber das ist gewiss. Es ist Deine Wahl.

Vielleicht noch ein paar Worte, was das Ganze aus ihrer Sicht so „erstrebenswert“ machte, Zeit mit mir zu verbringen. Es gehören ja immer 2 zu einer Sache zwishen Mann und Frau. Nun, ihren Äußerungen nach fand/findet sie mich wohl attraktiv, meine klaren Meinungen und Positionen zu bestimmten Dingen und meine klare Lebensführung toll. Aber sie war eben auf einer anderen Straße unterwegs als ich. Ich habe sowieso ständig versucht die Geschwindigkeit für sie zu drosseln. Damit sie hinterher kommt. Darum geht es mir gar nicht. Mir ist das egal, ob eine Frau mir voraus oder hinterher ist. Ich schaffe beides, wenn nötig. Tempo aufnehmen oder bremsen. Aber sie findet es, ihrer Aussage nach, „besonders“, dass mich nichts aus der Ruhe bringt und dass ich weiß was ich im Leben möchte und meine Ziele so klar verfolge.

Fels in der Brandung. Klar. „Danke Pickup“, wie ich immer sage. Du warst meine Einstiegsdroge. Nun bin ich süchtig, süchtig nach mehr. Mehr Persönlichkeit. Mehr Werkzeuge. Mehr Plan. Mehr Kompass. Mehr Richtung. Mehr Themen. Mehr Abwechselung. Mehr von allem. Aber nicht mehr mehr Frauen.

2020-02-02

Was ich nicht mehr brauche: Ablenkung, Zurückhaltung, manipulieren lassen, unbewusst wie ein Gummiball durch den Raum gekickt zu werden und solche Dinge. Ich denke nicht nur – nein ich bin zu 100% überzeugt! – dass das Dinge sind, denen die meisten Menschen völlig unbewusst unterliegen. Ein Leben lang, vermutlich. Manche kommen am Sterbebett zur Einsicht, dass sie nie ein echtes Leben gelebt haben. Sondern immer nur das der anderen Menschen um sie herum. Ich bin nun kein Teenager mehr, aber ich bin so froh, dass ich das selbst lernen durfte und zumindest statistisch noch einigermaßen viel Zeit vor mir habe, um meine Erkenntnisse auch in die tägliche Anwendung zu bringen.

Herz schlägt Verstand und Intelligenz

Lotusblume sagte einmal vor ein paar Jahren zu mir: „Eine Frau hat es mit Dir auch nicht einfach beim Kennenlernen, Du bist so weit, dass sich eine Frau auch mal überfordert fühlen kann, weil sie Dir nicht hinterher kommt.“

Das stimmt, den Eindruck habe ich auch immer. Damit solltest Du, liebe Lotusblume, definitiv immer Recht behalten, bis heute. Bis jetzt habe ich keine Frau in meinem Leben kennengelernt, die mir in sachlichen Dingen insgesamt voraus wäre. Aber das ist nicht schlimm, wichtig ist für mich nur, dass sie ihr Herz am rechten Fleck hat. Und idealerweise dabei keinen Sprung in der Schüssel. Und diese Kombination – man mag es nicht meinen – ist schon außergewöhnlich exquisit. Natürlich ist „Sprung in der Schüssel“ sehr plakativ ausgedrückt. Man könnte es auch milder als „unreflektiert“, „(selbst-)zerstörerisch“, „unbewusst“, „egoistisch“ und „kurzfristig denkend“ titulieren. Mir geht es also eher um die Bereiche Herz und Bauchgefühl. Ich meine nicht einfach „dumm“. Dumm ist relativ, wie alles. Dumm darf ein Mensch doch sein, warum nicht. Dumm ist nicht böse. Aber böse ist böse. Herzlos ist böse. Lieb soll sie sein, wenigstens das. (Ja ja, und Hauptsache hübsch! 😉 )

Und andere (Männer) suchen was? Einen Titel soll sie haben. Studiert muss sie sein. Vorzeigbare Intelligenz aufweisen. Idealerweise eigenes Geld verdienen. Eine finanziell gute Partie sein. Ich schei** auf all diese Dinge. Die Gesellschaft ist völlig verrückt geworden. Anders kann ich es nicht sagen. Ich werde dabei auch nicht satt, das ständig zu wiederholen.

Ich denke Du verstehst was ich meine. Aber je mehr Zeit vergeht und je mehr ich seit einigen Monaten überhaupt nicht (!) mehr auf der Suche nach einer Partnerin bin – wie ich selbst gemerkt habe -, desto deutlicher erkenne ich die großen „Grundprobleme“ unserer Gesellschaft. Wenn man sich selbst herauszieht aus dem alltäglichen „Klein-Klein“ und in die Meta-Ebene geht, werden so viele Dinge so unwichtig. Und gleichzeitig so klar. So deutlich. Nichts „muss“ mehr. Plötzlich bist Du nicht mehr gefangen in Deinem eigenen Korsett, sondern kannst Dein Leben aktiv selbst gestalten und nur noch Dinge zulassen, die Du für zulassungswürdig erachtest. Dazu gehören auch Frauen. Die letzten sprach ich im letzten Jahr an. Das ist eine ziemlich lange Pause. Fehlt mir etwas? Mitnichten.

Ein Date mit einem jungen Mädchen

Achja, aber das nur der Vollständigkeithalber, ich hatte zwischendurch auch mal ein anderes Date. Mit einer Blonden. Totale Ausnahme für mich. Ich glaube, dass ich sie hier mal erwähnt hatte. Blutjung das Ding. Aber schon Mama. Natürlich. Wer meine Storys kennt, weiß, dass ich zuletzt immer an Mamas gerate. Egal welchen Alters. Hauptsache Kinder im Schlepptau. Nun, zumindest war sie hübsch.

Ich habe ja die letzten Monate öfter mal Frauen gedatet, die älter waren. Und im Projekt Beziehung Teil 1 meistens Frauen, die knapp jünger waren als ich. Deutlich jüngere Frauen waren eher eine Seltenheit. Aber ich muss sagen: Hat was. Immernoch.

So saßen wir in einer Bar, die ich ganz gerne zum ersten Date aufsuche. Ich mache es kurz. Wir unterhielten uns über dies und das. Wie Du vielleicht weißt, stehe ich nicht auf Blond. Aber James Bond spielte auch mal den Fim „Sag niemals nie“. Offen bleiben. Und sie hatte ein ganz hübsches Gesicht, tolle lange Haare und einen heißen Körper. Genug Argumente, um ein wenig Zeit bei ein paar Getränken miteinander zu verbringen. Sie bemühte sich sichtlich mir klar zu machen, dass der Altersunterschied für sie keine Rolle spiele und sie sowieso lieber mit Älteren Zeit verbringe. Bla bla bla. Nun. Ich hatte das gar nicht zum Thema gemacht. Ist doch süß, die Kleine. Immerhin. Alles gut und schön. Aber das ändert nichts daran, dass sie eher vom Typ „Checker-Tussi“ war. Und ich stehe nicht auf so eine Art von Frauen. Da können sie den tollsten Hintern der Welt haben. Da sie aber noch als Beimischung eine Portion Überheblichkeit – mit welcher Berechtigung?! – mitbrachte, war das Thema für mich zumindest aus der Sicht erledigt.

Es war ein unterhaltsames Date. Mehr wurde nicht daraus. Auch wenn wir uns noch ein paar mal schrieben, aber da sie unmittelbar nach dem Date für 2 Wochen in den Urlaub fuhr, hat sich das Ganze verlaufen und ich habe mich da auch nicht angestrengt, um noch etwas daraus zu machen. Sie ist nicht mein Typ, maximal hübsch, aber nicht mehr. Toll trotzdem, auch mal wieder mit so einem Mädchen (Frau?) ein Date zu verbringen und – zugegeben – mich an einer meiner Haupt-Locations blicken zu lassen. Das Leben ist kein Zufall, auch wenn wir das glauben. Nimm Dein Schicksal selbst in die Hand und gestalte es. Sozialer Status spielt definitiv eine Rolle. Manche der Bedienungen in der Bar kennen mich. Und wenn sie mich sehen, sehen sie mich dort in der Bar gerne in Begleitung. Das hat schon alles seinen Sinn.

Die Guten gab es früher einmal

Ich kann die ganzen Älteren (so alt bin ich nun aber wirklich nicht!) verstehen, die gerne eine jüngere Frau an der Seite haben. Das hat was. Aber früher oder später geht es meistens doch auseinander, aufgrund des Altersunterschieds. Siehe Sky du Mont und seine Ex-Frau Mirja. Mal nur als Beispiel, nicht um zu verallgemeinern. Aber irgendwann ist der Frau der Typ dann doch zu alt. Spielt das für mich eine Rolle? Nein, nicht mehr. In meiner Welt – wo ich endlich aus der Matrix heraus bin – ist mir sowieso klar, dass fast keine Beziehungen auf ewig halten. Warum also dann nicht „Hauptsache hübsch“ potenzieren zu „Hauptsache hübsch-hübsch“? Eben.

Nimm das leben wie ein Konsument eines Streaming-Anbieters und alles ist gut. So sind die Zeichen der Zeit. Du kannst Dich nicht dagegen stellen. Es ist wie nach Gold zu suchen, in einem Claim, das schon restlos leer gebuddelt wurde. Die tollen Frauen (bzw. falls Du eine Frau bist, gilt das natürlich auch umgekehrt für Dich in Bezug auf die Männer) sind eben schon vor Jahrenzehnten vergeben worden. Das war vor meiner Zeit. Die Zeiten sind vorbei. Nun gibt es leider nur noch diesen neumodischen Rest dieser unreflektierten und unbewussten Reste-Nullwerte-Gesellschaft. Paradoxe Beispiele? Jute-Beutel tragen, weil Plastik schädlich ist, freitags demonstrieren, obwohl der Masse stattdessen ein bisschen Bildung in der Zeit in der Schule ganz gut tun würde. Sehr-Gutmenschen gegenüber allem und jedem sein, nur nicht denen gegenüber, die eine abweichende Meinung haben. CO2 soll Gift sein, aber das IPhone, das ist gesund. Ich kann da echt nur lachen und gehe konsequent meinen eigenen Weg: „You’ve mastered the selfie. Now master the self!“

Und das bringt mich schon zum nächsten großen Thema, das allerdings in Teil 2 dieses Artikels fortgesetzt wird. Es ist DAS große Thema für mich seit den letzten Monaten. Besonders in meiner Abwesenheit hier im Blog, hat sich da einiges getan. Es ist außerdem DAS Thema, das mich derzeit täglich enorm motiviert. Mehr als der Sport und die Ernährung und zigfach mehr als das Thema Frauen. Was kann das sein? Sei gespannt… 😉

PS: Keine Sorge, ich bin nicht frustriert. Überhaupt nicht. Nicht, dass da etwas falsch verstanden wird. Ich hab den geilsten Werkzeugkoffer aller Zeiten bei mir. Wann immer ich möchte, kann ich mich dessen bedienen und mir holen was ich will. Frauen gibt es genug. Sie kommen und gehen. Bleiben tun sie selten. Leider. Und wenn dann sind es die, die Du nicht unbedingt bei Dir haben möchtest. Spielt keine Rolle. Mein Werkzeugkoffer bleibt. Mir. Den nimmt mir keiner. Und ich habe gerade erst erkannt, dass da noch viel coolere andere Dinge drinnen sind, als nur eine eins zu eins Anleitung alá „wie spreche ich eine Frau an“. Definitv ein Level-Up zur Zeit bei mir. Mega! Zeit wurde es, zu erkennen, dass es Wichtigeres im Leben gibt, als die Suche nach der Traumfrau… to be continued…

Wie aus Fr. Respektina Fr. Unrespektina wurde

So, Schreibpause von 6 Wochen vorbei. Endlich ein neuer Beitrag von mir. Ich lebe noch.

Ich weiß gar nicht so recht wo ich anfangen soll, denn das soll ja nicht ein kilometerlanger Artikel werden. Auch wenn es am Ende doch über 4500 Wörter sind. Andererseits passieren in so einem relativ langen Zeitlauf auch genügend Dinge, um wesentliche davon herauszupicken und daraus eine erzählenswerte Story zu basteln.

Wie Du weißt, hatte ich vor einigen Wochen Fr. Respektina kennen gelernt. Ihr Name ist dabei Programm. WAR, besser gesagt. Was war passiert? Nun… nach ein paar Dates… bzw. eigentlich schon nach dem zweiten, musste (aus Sicht der Kennenlernphase) / durfte (aus restlicher Sicht meines Lebens) ich mich für einen 2-wöchigen Urlaub in die Türkei verabschieden. Blieb zum „Kennenlernen“ also nur noch Videochat. Was ich grundsätzlich ganz cool finde.

Nun, es ist relativ normal, dass Menschen gerade am Anfang etwas „gehemmt“ oder „distanziert“ oder „reserviert“ sind. Aber es gibt eben neben allgemeingültigen Verhaltensmustern auch so etwas wie Bauchgefühl und Instinkt. Im Allgemeinen können wir „das Bauchgefühl“ gar nicht so genau erfassen oder erklären. Wir spüren es einfach. Was übrigens wissenschaftlich belegt inzwischen einen Großteil dieses sog. „Bauchgefühls“ ausmacht, ist Lebenserfahrung. Tatsächlich. Es ist also nicht eine rein sprituelle oder gar esoterische Sache. Spiritualität spielt da sicher auch mit rein. Kann, jedenfalls. Wenn Du offen für so etwas bist und gelernt hast nicht nur durch die Augen zu sehen. Man kann auch Energien spüren. Auch das führt zu einem „Bauchgefühl“. Anderes Thema.

Mein Bauchgefühl sagte mir von Anfang an: Interessante Frau. Sehr respektvoll. Humor. Intelligent. Sehr standardkonform zwar (mit anderen Worten: „Etwas langweilig“), aber zumindest teilweise wertkonservativ (heute schon wieder etwas Besonderes!). Ich bin so außergewöhnlich abweichend vom Mainstream, dass ich das Defizit einer Frau in diesem Bereich sicher mehrfach ausgleichen kann. Und die Eine oder Andere damit ganz sicher auch verschrecke. Und auch verschrecken möchte! Beispielsweise alle Möchtegern-Alice-Schwarzer-Doubles oder sonstigen Power-Emanzen und Divers-Versteher(innen – ich hasse diese Vergewaltigung der deutschen Sprache… „innen“…).

Jedenfalls ist sie eine Frau, eher vom alten Schlag. Das machte sie per se schon sympathisch. Ja, tatsächlich. So einfach geht das bei mir. Ein bisschen Frau sein, fertig ist das Erfolgsrezept. Ansprüche meinerseits an eine Frau? In Wahrheit knapp über der Absatzhöhe meiner Herrenschuhe. Da ich keine High Heels trage, fallen sie also sehr gering aus. Die niedrige Erwartungshaltung sehe ich allerdings gar nicht als Hindernis an oder gar als mangelnde Selbstachtung. Im Gegenteil, eigentlich ist alles doch so einfach in einer Partnerschaft.

Heruntergebrochen ist es doch nichts anderes als die Botschaft (an sich selbst und den Partner): „Ich will nicht alleine sein und ich will Körperlichkeit.“ Ist es mehr? Faktisch nicht. Um nicht alleine zu sein, holen sich viele einen Hund. Des Deutschen liebster Freund. Körperlichkeit gibt es für Normaltickende allerdings nur zwischen Menschen. Deshalb fällt der Hund da raus. Und mit einem Partner hast Du 2 in 1. Du musst nicht alleine sein und kannst obendrein körperlich werden. Bist Du neu in diesem Blog, dann denkst Du Dir vielleicht: „Wie flach ist der Typ denn?!“ Nein, bin ich nicht. Weder weil ich keinen dicken Bauch habe noch weil ich gelernt habe Dinge auch mal nüchtern zu sehen. Es ist wirklich so simpel wie einleuchtend: „Hast Du keine Erwartungshaltung, kannst Du auch nicht enttäuscht werden.“ Also hab Geduld, lies Dir meine Artikel lieber komplett durch. Du wirst vielleicht überrascht sein, wie wenig flach sie sind.

Das mit der Erwartungshaltung stimmt ja in Wahrheit nicht ganz. Meine fast einzige Erwartungshaltung kennt Ihr ja und davon weiche ich nicht ab: „Hauptsache hübsch!“ Ich stehe dazu mehr denn je, denn ich habe – auch Dank Fr. Respektina – wieder einmal gelernt, dass es das Einzige ist, das (wenigstens für die wenigen nächsten Jahre) unter allen normalen Umständen (tragische Schicksalsschläge wie entstellende Autounfälle mal beiseite gelassen) bleibt. Und mehr als ein paar wenige Jahre würde ich heute gar nicht mehr planen. Ich finde eine Planung auf 1 Jahr schon schwierig. Komm lieber im Jetzt an. Und jetzt darf sie gerne hübsch sein.

Dass sie keine Alice Schwarzer sein soll, sehe ich außerdem nicht als Anspruch, sondern als natürliche Grundbedingung. Ich würde schließlich auch kein Gift trinken, selbst wenn ich Durst habe. Das lasse ich nicht als Anspruchsaspekt gelten, sorry. 🙂 Ein bisschen Natur zwischen Mann und Frau darf auch noch sein, wir müssen nicht überall einen grünen Ökofaschisten-Aufkleber drauf kleben. Ich packe mein Obst wirklich gerne in eine saubere Plastiktüte, anstatt es hüllenlos auf ein versifftes Kassenband zu legen. Hüllenlos ist etwas, das zwischen Mann und Frau sein darf. Aber nicht bei Essen und Trinken, damit spielt man nicht. Hat Mama mir auch schon immer gesagt. Wie komme ich jetzt nur auf diesen Themenwechsel?

Wie alt ist Dein Auto?

Der Unterschied ist übrigens, dass ich diese unglaublichen Plastikberge an Abfall auch ganz korrekt in einer Mülltonne entsorge. Ich werfe außer Obst- oder Gemüsereste nie etwas in die Natur. Ganz im Gegenteil, ich sammle sogar die eine oder andere Pfandflasche auf. Oder Dose. Meistens Red Bull, denn die Jugend hat es ja (dicke in der Tasche oder in der Hose, was weiß ich).

Das Problem ist doch ein Anderes, oder! Wie alt ist Dein Auto? Du hast keines? Sehr gut. Umwelttechnisch bin ich auf Deiner Seite, jedenfalls moralisch. Aber angenommen Du hast eines und statistisch ist das sehr wahrscheinlich… wie alt ist es? Ich habe neulich die Diskussion über die Plastiktüten im Supermarkt mit meinen Arbeitskollegen (und innen – wieder dieses „innen“ an dieser Stelle) geführt. Schnell war ich der Plastik-Buhmann. „Hoecker, Sie sind raus!“, hat es sozusagen geheißen. Für die ganz ganz junge Generation, das war eine Kunstfigur in der ProSieben-Sendung „Switch“.

Zurück zu Deinem Auto. Wie alt ist es? In Deutschland wird ein Auto ca. 7 Jahre alt, bevor es ins Ausland wandert. Auswandert sozusagen. Auf Rädern. Nicht in Booten übers Mittelmeer. Meines ist inzwischen über 4 mal so alt. 4 mal??? Was??? Ja, richtig. Mal 4. Also 4 mal 7 ist dann kein feiner Sand, sondern 28. Und jetzt meine Gegenfrage: Wieviele Plastiktüten darf ich also in meinem restlichen Leben noch ver(sch)wenden (ich verschwende sie nicht!) und korrekt entsorgen (! was ich immer tue), bevor ich auch nur auf 1% der Rohstoffverschwendung komme, die Du statistisch gesehen mit Deiner Karre durch Deinen ökologischen Fußabdruck hinterlässt? Ich kann das schwer in Plastik umrechnen, ich bin nicht vom Fach. Aber wenn ich bedenke viele Bauteile so ein Auto hat, plus die Entsorgung des ganzen Altmetalls und Schrotts… puh… ich glaub ich könnte sämtliche Plastiktüten aller Supermärkte aus einem ganzen Bundesland zusammensammeln und würde noch nicht annähernd auf den Rohstoffverbrauch von 4 Fahrzeugen kommen.

Das ist aber keine Anklage an Jungwagen-Fahrer (ohne -innen, es reicht langsam!). Ich gönne jedem sein neues Auto. Ich sage es immer so: Wir sind nicht der Gegenpart zur Natur. Wir sind Teil der Natur. Ein Konzept, das die wenigsten Menschen verstanden haben. Die meisten neumodischen Öko-Menschen sehen die Menschheit als „ein Virus in der Natur“. Selbsthass, sozusagen. Aus den Augen von Mr. Smith aus dem Film „Matrix“. Mag sein, aber das ändert nichts daran, dass wir Teil von ihr sind, der Natur. Bitte darüber nachdenken. Wir sind nicht „auf der anderen Seite“ gegenüber der Natur. Wir sind Teil davon. Wie die Pflanzen und Tiere. Und ich sehe es als legitim an, dass wir die Ressourcen dieser Erde auch verwenden dürfen, ohne „sch“. Nicht hemmungslos und auch nicht absichtlich böse. Aber natürlich dürfen wir Benzin verfahren. Natürlich dürfen wir neue Autos produzieren. Ob es dann alle paar Jahre ein neues sein muss, soll jeder für sich entscheiden. Man kann das durch steuerliche (Nicht-)Anreize regeln. Aber mir braucht niemand eine Bergpredigt zum Thema Umwelt halten. Ich werfe keinen Plastik in die Gegend. Und auch keine Mc Donald’s Tüten aus dem Auto. Weil ich diesen Mist gar nicht erst kaufe. Du? Und solange das der Fall ist, mag ich möglichst unversifftes Obst bei mir zu Hause auf dem Teller haben. Und dafür werde ich solange Plastiktüten verwenden, solange es erlaubt ist. Notfalls bringe ich meine eigenen mit. So teuer sind die nicht. Aber ich werde definitiv keine Mehrweg-Jutebeutel verwenden. Und wenn ich meine Plastiktüten dafür aus dem Ausland importieren muss!

Also wie Du siehst, alles relativ. Bitte immer bei den großen „Umweltsünden“ anfangen. Eigenes Auto? Jedes Jahr ein neues Handy? Vielleicht sogar ein Elektrofahrzeug? Pfui! Mein Wunsch an Dich: Lass mir bitte meine wenigen Plastiktüten und ich bin glücklich. 😉

Zurück zu Fr. Respektina

Was mir nach dem zweiten Date allerdings zunehmend merkwürdig vorkam: Ihre sehr zurückhaltende und bisweilen sogar etwas kalte Art. Sie schaffte es bis zuletzt auch nicht aufzutauen. Ganz im Gegenteil. Was ich anfangs als respektvoll verstand, entpuppte sich nachträglich betrachtet eher als „ich lasse niemanden an mich heran“-Syndrom. Okay, läuft bei Dir. Aber nicht bei mir.

Ich versuchte es mehrfach und klingelte immer wieder mal leise oder auch lauter, um zu verstehen zu geben, dass das so nichts wird mit dem Kennenlernen. Wenn man jemanden nicht an sich heranlassen und ihn kaum am Alltag teilhaben lassen möchte… dann wird das nichts. Es ist für mich nicht normal, dass man auf WhatsApp-Nachrichten eine Reaktionszeit von oft mehreren Stunden bis zu einem halben Tag hat. Und auch nicht, dass ein Rückruf mehrere Stunden dauern kann. Ja gut, ist schon normal. Aber dann ist die Frau für mich eben nicht ganz normal. Oder so eingespannt, dass ich nicht der Einzige bin. Und diesen Eindruck vermittelte sie mir relativ früh. Ich bin natürlich hellhörig inzwischen, dank der „tollen“ Erfahrung mit Fr. Schlange. Und ich höre das Gras wachsen.

Gras kann man wachsen hören, man muss sich nur in die Horizontale begeben und mit dem Ohr ganz nah ran gehen. Und still sein und horchen. Dem Gegenüber einfach mal zuhören, was ich durchaus kann, auch wenn Du mir das nicht sofort glauben magst… 🙂 Und ich höre genau hin, wenn eine Frau etwas äußert, das mich an ihrer Integrität zweifeln lässt. Bzw. auch einfach auf sog. „Red Flags“. Das sind Warnzeichen einer Frau, die darauf hindeuten, dass „etwas nicht stimmt“. Im Nachgang muss ich sagen, dass ich gar nicht mehr glaube, dass „ich nicht der Einzige war“. Sie ist einfach abwesend. Erst zählen ihre Kinder. Dann was weiß ich. Und wenn dann irgendwann mal Zeit ist, kommt noch ein bisschen die neue Bekanntschaft. Jeder hat eben seine eigene Prioritätenliste. Sei es der Dame gegönnt. Hab ich auch schon ganz anders erlebt. Da war die Lücke zwischen den Kindern und „der neuen Bekanntschaft“ faktisch nicht vorhanden. Andere Mütter sind nicht nur auch hübsch, sondern bekommen auch beides unter einen Hut. Eigene Kinder und neue Bekanntschaft. Nicht alle, aber es gibt sie. 😉

Ich habe mit solchen Dingen inzwischen doch längst meinen eigenen Frieden gemacht. Du kannst Deine Umgebung nicht oder nur kaum beeinflussen, das ist Fakt. Aber was Du kannst, ist Dich selbst beeinflussen und Deinen Umgang und Deine Denkweise in Bezug auf die Umgebung. Du kannst Dir Deine eigene Umgebung kreieren! Im Sinne von: Aussuchen! Und in solchen Situationen „ziehe ich mich mental aus der Situation heraus“. Ich könnte jetzt viele Beispiele nennen, die ihr Auftreten für mich einfach absurd erscheinen ließen. Aber ich möchte es bei zwei belassen, nur um ein wenig den Geschmack zu vermitteln. „Wir haben uns erst 2 mal getroffen und ansonsten sehen wir uns jeden Tag per Videochat. Ich kann da keine Bindung aufbauen oder Dich auf diese Art kennenlernen.“ Das war vor ein paar Wochen, im Urlaub. Falscher Fokus. Einfach falscher Fokus, Mädchen!

Witzig fand ich übrigens oft, dass sie mir klar machen wollte, dass ich „auch nicht viel anders bin als die anderen Männer“. Das fand ich wirklich lustig. Wirklich lustig. Ich kehrte bei ihr immer die Besonderheiten heraus und „hob sie“ damit. Sie tat eher das Gegenteil. Aber das ist vermutlich so eine Unterwerfungstaktik von gescheiterten Persönlichkeiten, mal ganz hart ausgedrückt. Später dazu mehr. Jedenfalls kann ich dazu nur sagen: Gute Menschen werden Dich immer eher motivieren, loben und das Gute in der Dir sehen. Andere sind eben eher gleichmacherisch veranlagt. Kennt man ja aus dem Job. Viele Kollegen können sich nur dadurch in den Vordergrund stellen, indem sie Andere in den Hintergrund (d)rücken. Bin ich froh, solche Dinge erkennen zu können. Das ist so wertvoll. So wertvoll! Danke an alle meine Lehrer. 🙂

Benjamin Franklin soll einmal gesagt haben: „Wer im Leben selbst kein Ziel hat, kann wenigstens das Vorankommen der anderen stören.“

Weiteres Beispiel, gerade erst vor wenigen Tagen geschehen: Da jammert sie mir vor, wieviele Freiheiten ich doch hätte. Ich könnte tun und lassen was ich will und weggehen wann ich möchte. Und meine Zeit verbringen mit wem ich möchte. „Aber ich, ich habe hier zwei Kinder und mein Alltag ist von morgens bis abends ausgefüllt und ich habe keine Möglichkeit mich einmal zurück zu ziehen. Man kann Dein Leben nicht mit meinem Vergleichen! Es ist nicht einfach, was ich hier jeden Tag tue!“

Okay, Quizfrage: Wenn Du so etwas von jemandem hörst… wieviel „Lust“ hast Du dann noch diesen Menschen ernsthaft kennenlernen… Achtung… zu WOLLEN?

Gandhi sagte einmal: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir von der Welt wünschst.“

Und ich wünsche mir im Moment nicht mal eine Veränderung von der Welt, sondern bin schon zufrieden wenn ich mich selbst verändere. Und das habe ich. Was meinst Du wie meine Gegenreaktion ausfiel? Rechtfertigungen? Nein. Entschuldigungen? Nein, sicher nicht. Irgend ein anderes Gesülze, „wie schwer ich es doch auch hätte im Leben“? Sorry, nicht mein Weg. 🙂

Ich habe folgendes gesagt: „Sieh mal, Dein Fokus ist aus meiner Sicht stark verschoben. Natürlich hast Du mit den Kindern sehr viel Verantwortung. Und Du kannst nicht jederzeit alles tun und lassen was Du für Dich alleine möchtest. Ich würde es aber an Deiner Stelle wesentlich neutraler sehen. Dass die Kinder da sind, ist Fakt. Für mich klingt da aber von Dir mehr Negatives heraus als Positives. Sieh es einmal andersherum: Ich bin alleine. Ich habe keine Kinder. Somit habe ich auch den ganzen Tag niemanden um mich herum, der zu mir sagt: „Papa, ich hab Dich lieb.“. Das heißt, wenn das bei Dir auch so wäre, dann wärst Du immer alleine und müsstest alles mit Dir selbst ausmachen. Das ist für mich kein Problem, weil ich mental damit mehr als nur gut klar komme. Ich sehe die guten Seiten daran. Aber würdest Du lieber jeden Tag alleine zu Hause sein wollen oder hat es stattdessen doch etwas unendlich Schönes, dass Du da zwei kleine Jungs neben Dir hast, die Dich auch auf Deinem Lebensweg überall begleiten? Nicht nur Du sie. Sondern sie auch Dich?!“

Frage 1 in den Raum geworfen: Warum tust Du es dann, mit mir videofonieren? Wenn Dir das nichts bringt. Wieso dann das alles? Wieso „ein bisschen kennenlernen“, wenn doch eigentlich gar keine Zeit ist. Weil nur die Kinder wichtig sind und Du sowieso kein eigenes Leben hast… Liegt es wirklich an der mangelnden Zeit? 😉
Frage 2: Warum setzt Du Deinen Fokus ständig auf Dinge, die „nicht gut sind“? Anstatt Dich auf die Dinge zu konzentrieren, die gut sind.

So wie ich die letzten Monate (zum Glück wieder) drauf bin, leuchtet Negativität auf meinem Radar in meiner Umgebung sofort rot auf. Es blinkt. Und macht sogar einen schrillen Pfeifton dazu. Ich kann mich davor nicht verschließen und das auch nicht übersehen. Aber sie ist nun einmal ein Mensch, der nicht nur langweilig ist. Sondern auch negativ. Und irgendwann ist zuviel einfach zuviel. Für mich. Und ich ziehe inzwischen sehr gerne Leinen, meistens Reißleinen.

Wie Eckhart Tolle oder Coach Cecil das sehen würden

Eckhart Tolle würde sagen: „Das Leben ist immer problematisch, wenn wir es als etwas Problematisches sehen wollen! 2 Kinder zu haben ist zunächst einfach so wie es ist. Du hast 2 Kinder. Das ist nicht gut. Und nicht schlecht. Es sind 2 Kinder. Das ist alles. Die Frage ist, wie Du es betrachten möchtest. Ein Mensch wird sich sehr darüber freuen. Ein anderer wird es als Last sehen. Die Kinder können nichts dafür. Es ist Dein Denken. Deswegen ist Denken nicht gut. Denke nicht. Fühle. Dann ergibt sich der Rest automatisch.“

Coach Cecil hat mich durch einen Spruch von ihm vor einigen Wochen auf etwas gebracht, das ich abartig wertvoll finde. Er sagt immer, wenn er Menschen sieht, die an sich oder an etwas zweifeln: „Stell Dir die Frage: Gibt es wenigstens EINEN EINZIGEN Menschen auf der Welt, der das anders sieht als Du? Der damit gut klar kommt? Gibt es so jemanden?“

Adaptiert würde es also heißen: „Gibt es auf der Welt WENIGSTENS EINE EINZIGE FRAU, die alleine zwei Kinder erzieht und damit glücklich ist bzw. es wenigstens gut annimmt? Kannst Du Dir das vorstellen? Oder meinst Du, dass ALLE alleinerziehenden Mamas per se unglücklich sind? Alle. Restlos alle?!“

Das ist auch der größte Tipp, den ich an der Stelle geben kann. Wann immer Du mit einer Situation nicht so gut klar kommst, dann stell Dir die Frage, ob es WENIGSTENS EINEN Menschen auf der Welt gibt, der das anders sieht als Du. Und wenn Du das mit „ja“ beantworten kannst, dann renn los! Verdammt nochmal. Renn!

Wenn Du genau hinsiehst, stellst Du übrigens einen elementaren Unterschied zwischen Eckhart Tolle und beispielsweise Coach Cecil fest. Deswegen liebe ich beide so von Herzen. Der Erste schaltet seine Gedanken restlos aus. Der fühlt und spürt nur noch was ist. Der denkt nicht darüber nach, ob 2 Kinder nun problematisch sind. Probleme entstehen im Kopf, nicht in der Realität. Die Realität kennt das Vorhandensein von 2 Kindern. Punkt. Mehr nicht.

Coach Cecil ist dagegen wesentlich mehr auf der Motivationsschiene unterwegs. Der hat Power und Antrieb und „will“ einfach. Egal was. Er schiebt an. Immer. Das ist der Unterschied zu Tolle. Tolle, ich sage es mal so, „hat das gar nicht mehr nötig“. Ohne ihn als jemanden darstellen zu wollen, der sich „als etwas Besseres sieht“. Das ist mitnichten der Fall. Er hat es nur verstanden, dass Bewertungen subjektiv sind. Und Bewertungen ändern sich. Du änderst Dich. Ich ändere mich. Und damit ändern sich im Laufe eines Lebens, oft innerhalb weniger Tage oder Stunden, manchmal innerhalb von Minuten, komplette Ansichten über ein und dieselbe Sache. Das kennst Du sicher. Es reicht ein einfaches „Entschuldigung“ manchmal aus und Du bist Deinem Gegenüber nicht mehr böse. Was hat es an der Realität geändert? Nichts. Was hat sich als Einziges geändert? Dein Denken.

Ich sage nicht, dass Tolle das Maß aller Dinge ist. Nur Tolle, Tolle, Tolle wäre mir zu „langweilig“, da es wertvolle Gehirnkapazitäten ungenutzt lässt. Nur Coach Cecil wäre mir zu aufgedreht, zuviel „immer das Maximum herausholen wollen“. Ich finde eine Mischung perfekt.

Und so bin ich es auch bei Fr. Respektina angegangen. Ich habe die Frau einfach machen lassen. Beispielsweise an einem Wochenende, als wir uns trafen. Am nächsten Tag wollte sie am Abend etwas mit ihrer Freundin machen. Also… wie soll ich das ausdrücken… bin ich eben wieder gefahren. Klar, Frau möchte auch was mit ihrer Freundin machen. Verständlich.

Aber wie war das mit der Zeit und den 2 Kindern nochmal? „Keine Zeit wegen Kindern.“ Achso. Kennenlernen wolltest Du mich aber auch? Hä?! Wie nun. Also ich würde eine Frau, die ich kennenlernen möchte und die Gelegenheit hätte, ein ganzes Wochenende mit ihr zu verbringen, nicht „einfach nach Hause schicken“.

Jetzt denkst Du Dir vielleicht: „Wie hast Du Dich in dem Moment gefühlt?“ Nun, ich habe mich gar nicht irgendwie gefühlt. In dem Moment war ich Tolle. Nicht denken, einfach akzeptieren was ist. Heim fahren. Bzw. in die Stadt fahren oder mit Freunden treffen. Was auch immer. Ein Mann (! einen Pipi zu haben reicht dafür nicht) hat immer etwas zu tun und kommt immer gut mit sich selbst zurecht. Aber was ich bis dahin eben auch längst nicht mehr war: Gefühlsmäßig bei ihr. Nicht nur an diesem Tag nicht mehr. Schon Wochen vorher nicht mehr.

Akzeptieren was ist

Wenn mir eine Frau nicht das Gefühl gibt, dass ich absolut richtig an ihrer Seite bin, dann kann ich (wahrscheinlich aufgrund hunderter Körbe auf der Straße, in Bars, in Clubs oder auch auf ersten Dates) einfach abschalten. Dann lasse ich einfach laufen was passiert. Ich achte dann nur noch auf eine Sache. Und das bringt Dich vermutlich zur zweiten Frage: „Warum zum Teufel verbringst Du mit dieser Frau dann noch Zeit?“ Habe ich Recht? Keine Erkenntnisse ohne Selbstreflexion… 😉

Das ist nicht schwer zu beantworten. Die reale Zeit mit ihr ist schön. Sie ist in der Realität gar nicht so kalt wie sie es am Telefon oder in der Distanz ist. Sie ist zwar mental immer noch zurückhaltend, aber sie gibt (gab) mir in der unmittelbaren Nähe ein anderes Gefühl. Und ich bin inzwischen eben soweit zu wissen, dass ich mir die Welt nicht einfach bauen kann wie sie mir gefällt. Ich kann nur andere Menschen und andere Umgebungen anziehen. Meine kleine Welt in mir kann ich verändern, ja, aber nicht wie die anderen Menschen in dieser kleinen Welt sind. Das bedeutet, dass ich akzeptieren muss was ist. Das heißt konkret in Bezug auf diese Frau, dass ich die Distanz einfach „laufen lasse“, mental abwesend. Und die Zeit in der unmittelbaren Nähe – also in der Realität – „genieße“. Dazu kommt ein weiterer wesentlicher Punkt: Lernen. Ich nehme sie und ihren Charakter auf eine Art an, die mich herausfordert. Ich möchte wachsen. Und dabei lernen mit Menschen klarzukommen, die „anders“ sind als ich. Wenn auch „ganz anders“. Mit Gleichgesinnten ist es einfach. Aber unterhalte Dich mal mit Menschen, für die blau in ihrer Welt braun ist. Oder mit Menschen, die tatsächlich der Meinung sind, dass die Erde eine Scheibe ist. Oder unterhalte Dich mal mit Veganern. Coach Cecil nennt diese einingen wenigen Bestimmten davon auch „Veganatiker“. Viel Spaß. Wenn Du das aushältst, kannst Du nur wachsen. 🙂

Mein Fokus lautet dann nicht: „Ohje, ich will sie unbedingt kennenlernen und sie verhält sich nicht so wie ich mir das vorstelle. Ich muss sie dazu bringen, dass sie mich mehr sehen will oder mehr Nähe möchte. Oder mich öfter anruft.“

Mein Fokus ist dann einfach: „Wunderbar, dann sehen wir uns einfach alle 2 Wochen für 1 Tag. Die restliche Zeit ist ihr offensichtlich relativ „egal“ was ich tue. Telefoniert wird höchstens einmal am Abend. Untertags gibt es schnell ein oder zwei Alibi-WhatsApp-Nachrichten von ihr. Perfekt, dann kann ich meine restliche Zeit frei, ungezwungen und entspannt für mich nutzen.“

Gleiche Situation. Nur ein ganz anderes Mindset. Oder? Ich tue das was mir gut tut. Und die Zeit auf den Dates mit ihr macht mir durchaus Spaß. Tatsächlich. Und nur darum geht es. Die Zeit gut zu nutzen. Sie ist endlich. Auch wenn sie nicht die Frau meines Lebens sein wird, das weiß ich auch. Aber wir Menschen besuchen ja hin und wieder auch gute Kinofilme. Vielleicht sehen wir uns den neuesten James Bond oder Herr der Ringe an. Ohne gleichzeitig zu denken, dass wir jemals James Bond werden würden. Oder wie Legolas. Oder? Genieße das Leben wie es kommt! Es ist kurz. Macht Dir keine Gedanken um Dinge, die Du nicht ändern kannst. Aber ändere die Dinge, die Du ändern kannst. Sei eine Mischung aus Tolle und Cecil.

Und allmählich wurde sie zu Fr. Unrespektina

Dieses Kapitel mache ich kurz. Denn die meisten Weisheiten habe ich für mich aus der Story bis zu diesem Punkt gezogen. Jetzt kommt nur noch der Knall. Wie an Silvester. Wenn die Sektkorken fliegen. Oder eine Fensterscheibe klirrend zu bruch geht. Ansichtssache. 🙂

Sie wurde die letzten Wochen zunehmend… „fordernder“… ohne jedoch zugleich auch nur einen Hauch mehr zu „liefern“. Ich drücke das bewusst so kalt und hart aus, denn es ist nicht meine Art. Es ist mein Empfinden auf Ihr Verhalten. Ich sage es mal so, wenn Du bei Amazon etwas in den Warenkorb legst, dann bezahlst Du dafür und bekommst einen Tag später die Lieferung. Richtig? Gut.

Fr. Unrespektina ist aber nicht Amazon. Meint sie vielleicht. Sie legt manchmal etwas in den Warenkorb, bezahlt nicht dafür und erwartet am nächsten Tag dennoch die Lieferung. Gut? Naja. Kauf auf Kredit. Normal inzwischen. Man kann ja auch mal einen Kredit gewähren. Soweit also so gut. Nun kommt die Absurdität. Hast Du jemals etwas bei Amazon NICHT in den Warenkorb gelegt und NICHT bezahlt und dann trotzdem erwartet, dass am nächsten Tag die Lieferung kommt? Hä?!

Was soll denn bitteschön geliefert werden? Ich weiß, dass das sehr abstrakt klingt. Aber nimm es einfach so an. Es sind so viele Kleinigkeiten. Sie wolle mich mehr sehen, beispielsweise. „Okay, aber Du weißt schon, dass Du Dir dafür auch die Zeit nehmen musst. Du machst doch am Samstagabend etwas mit Deinen Freundinnen anstatt mit mir?!“ Das ist jetzt nur ein kleines Beispiel. Absurd. Sag ich doch! 😉

Einmal hat sie den Vogel abgeschossen

Sie hielt mir einmal so eine eingangs dieses Artikels genannte Bergpredigt. Ein Monolog. Ich ließ sie natürlich reden. Da sie sonst so still ist. Wenn sie dann mal spricht, soll sie ruhig reden. Gedanklich war ich – wieder einmal – längst weg. Denn die Zeit mit ihr war bislang schön. Aber eben nur die in der direkten Nähe. Sobald Distanz da war und wir uns nicht mehr in räumlicher Nähe zueinander befanden, schob sie Drama.

Kennst Du das, wenn jemand in der totalen Emotionalität solche Dinge sagt wie „Gib doch zu, dass Du das extra deswegen gemacht hast, weil…?!“ Kennst Du sicher. Vielleicht auch von Dir selbst. Aber mal ehrlich… was bringt das? Ich kann da nur müde lächeln. Manchmal nicht einmal mehr das. Was soll ich auf Suggestivfragen antworten? „Ja!“? Oder „nein!“? Ich ziehe mich stattdessen einfach zurück und sage dazu gar nichts mehr. Und das wiederum hat sie dazu bewogen das Telefonat einfach eigenständig zu beenden. Tüüüt. Tüüüt. Tüüüt. Davor fielen noch ein paar komische Wörter, die ich selbst vom Hörensagen kenne, aber nie nutze.

„Okaaaaaay“, dachte ich mir. Was macht man? Man greift zum Telefon und ruft die Dame an, möglicherweise um sich zu entschuldigen. Wofür? Egal. Hauptsache entschuldigen! Dackelblick aufsetzen. Bücken. Kriechen. Dann kommt schon wieder alles ins Lot. Richtig? Hast Du ihn erkannt, wer das ist? Darf ich vorstellen: Der moderne Mann von heute. 🙂

Du kannst Dir denken, dass ich als völlig unmoderner Mann anders reagiert habe. Wie? Nun, ich mag re-agieren gar nicht. Ich mag agieren. Ich habe also gar nicht re-agiert. Und da sie mich gelangweilt hat, habe ich auch nicht agiert. Stattdessen habe ich es einfach gut sein lassen und mich schöneren Dingen gewidmet. Beispielsweise meine Finanzen. Darum geht es bestimmt in einem der nächsten Artikel im Detail. Denn ich habe derzeit viel damit zu tun und bin hochgradig beschäftigt. Deswegen gibts hier auch kaum neue Blogbeiträge. Obwohl ich Euch wirklich vermisst habe. Also nicht Euch, liebe Blogbeiträge. Sondern Euch, liebe Leser. Ob nun mit Pipi oder ohne. Beide Geschlechter gleichermaßen. Einfach „Leser“.

Und es kam, wie es kommen musste. Sie schrieb mir am nächsten Tag. Sie habe es nicht so gemeint. Und bla bla. Und nachdem ich auch da noch nicht gleich geantwortet habe (sie erwartet schnelle Antworten, hat aber selbst eine halbtägige Reaktionsszeit), klingelte auch schon das Telefon. Sie hat sich mehrfach entschuldigt und wollte natürlich wissen, warum ich mich nicht mehr gemeldet hätte. „Nun, Du hast Worte benutzt, die ich gegenüber einer Frau niemals verwende. Egal ob Du die Worte einfach in den Raum wirfst oder mich direkt damit meinst, spielt für mich keine Rolle. So kannst Du meinetwegen mit jedem Menschen dieser Erde sprechen, aber nicht mit mir.“ Damit war mein Statement platziert.

2019-11-19

Ein wenig kam mir das auch so vor, als hätte ich den Bösewicht aus einem Comic demaskiert. Ab dem Tag war sie „sehr freundlich“ und sehr bemüht wieder Fr. Respektina zu sein und ihr „Un“ wieder abzulegen. Aber „dumm ist nur, wer Dummes tut“, sagte Forrest Gump. Und ich bin nicht dumm, d.h. wenn Du einen Bösewicht demaskierst, bedeutet das nicht, dass er nie wieder seine Maske aufsetzen wird. Es heißt nur, dass er sie im Moment nicht mehr auf hat. Stell die Uhr danach und Du kannst Dir sicher sein, dass es irgendwann wieder von vorne los geht. Natürlich sollte ich Recht behalten. 😉

Ich mache es nun kurz. Sie weiß aus meiner Sicht nicht was sie will, in ihrem Leben. Sie jammert zwar nach außen selten, aber innerlich ist sie – glaube ich – hoch unzufrieden. Natürlich sind eine gescheiterte Ehe und 2 Kinder kein Zuckerschlecken. Aber ich komme selbst aus einer ähnlichen Situation und stehe mit beiden Beinen wieder gerade da. Ihr Situation ist deutlich länger her. Es geht dabei nicht um mich. Ich will damit nur sagen: Es liegt nun einmal an Dir selbst, was Du aus Deiner Situation tust. Du kannst Dich hinstellen und jammern oder Du richtest Dich auf und gehst nach vorne.

Jetzt bin ich aber kein Arsch und kein Egoist. Jeder der mich kennt, weiß, dass ich eine stark ausgeprägte Helferader habe. Ich habe ihr natürlich versucht das Eine oder Andere zu zeigen. Einstellungsfragen. Mindset. Zuletzt nannte sich mich – ironisch gemeint, aber eben auch nicht sonderlich anerkennend – „Coach“. Ich musste innerlich lächeln. Denn die Frage ist für mich nicht, wie sie mich sieht. Sie ist einfach blind, ganz sachlich betrachtet. Die Frage ist für mich viel mehr, ob ich so wirken möchte. Und mir ist es allemale lieber, wie ein „Coach“ zu wirken anstatt wie ein umherfliegender Fluffi-Gummiball, der noch nicht einmal auf Orientierungssuche ist.

Ich kann mein Bestes geben, jedem gegenüber. Das tue ich. Aber ich kann nicht die ganze Welt retten. Und manchmal kann ich auch nicht einmal der Welt nur ein wenig helfen. Nicht einmal einem einzelnen Menschen. Schade eigentlich. Aber ich kann ganz bei mir bleiben. Mich nicht triggern lassen. Wozu auch. Um (wieder) so zu werden wie die anderen 99%? Ich denke mir einfach: Wer sich meinem Weg anschließen möchte, ist herzlich eingeladen. Für alle anderen Damen gilt: Such Dir Deinen eigenen Boxsack für Deine Probleme.

Mir geht es auch alleine gut! 🙂

PS: Seit gestern ist der Kontakt zwischen uns beendet. Sie stellte mir ein paar Suggestivfragen. Ich habe freundlicherweise dennoch geantwortet, mit dem Hinweis, dass ich der Meinung bin, dass meine Antworten sowieso nicht so ankommen werden, wie ich es beabsichtige. Und? Natürlich nicht. Aber es ist eben auch ein sehr schönes Gefühl, wieder Ruhe zu haben. So schön die gemeinsame Zeit (in unmittelbarer Nähe) auch gewesen sein mag. Immer nur stundenweise James Bond oder Herr der Ringe Filme anzusehen ist auf Dauer einfach nix. Besonders nicht, wenn es immer die gleiche Folge ist. So spannend ist das dann doch wieder nicht.

PPS: Und die Moral von der Geschicht‘?
Verwechsle Respekt mit einem psychischen Knacks nicht! 😉

PPPS: Vielen Dank Euch allen, jedem Einzelnen. Seit gestern habe ich 50 Follower. Unglaublich. Das habe ich mir nie gedacht, dass eines Tages 50 Menschen meine Geschichten mögen würden. Und ich mache keinerlei Werbung dafür, unter dem Aspekt sind das immerhin ca. 3 Fußballmannschaften. Wow! Und ich stehe echt gerne da vorne. Für mich, aber auch für Euch. Danke und meinen tiefen Respekt für Eure Entscheidung, die hier durchaus kontroversen Ansichten (fernab des Mainstreams) offenbar nicht nur auszuhalten, sondern vermutlich sogar ein großes Stück weit ganz gut zu finden. Das ist definitiv nicht „normal“ und erfordert Mut von Dir. Mach weiter so und glaube an Dich! Du bist auf dem richtigen Weg!

Wie es um Fr. Respektina bestellt ist

Es ist schon mega spät, jetzt, während ich diesen Artikel beginne zu schreiben. Es ist fast 0 Uhr. Und ein Telefonat mit Fr. Respektina ist gerade zuende gegangen.

Das heute wird ein etwas anderer Artikel. Es ist kein poetischer. Es ist wird einer aus der Praxis. Und es wird ein Artikel aus der Kategorie #Mindset.

Wie läuft das denn derzeit mit Fr. Respektina?

Mir geht es weniger um die Details der letzten Tage mit Fr. Respektina. Letztens verbrachte ich einen Abend bei Ihr zu Hause. Es war schön. Punkt. Mehr aber auch nicht, um ehrlich zu sein. Erwarte ich generell Weltwunder? Nein. Aber irgendwie dann doch schon ein besonderes Etwas. Ich will es aber auch nicht schlecht reden. Es war schön. Und… Punkt.

Dann hatten wir vor, aufgrund des Feiertags, uns nochmals zu sehen. Es kam ihr etwas dazwischen, wofür sie nichts kann. Jedenfalls wurde es nichts. Wir sahen uns nicht. Kommt vor. Nicht so wichtig, aus Sicht des langes Laufs. Aber wer betrachtet schon den langen Lauf, in einer Zeit, in der keiner mehr läuft. Und lange schon gar nicht.

So… da fällt mir gerade etwas ein. Letztens haben wir uns ausgesprochen, darüber wie unsere Vorstellungen von diesem „Kennenlernen“ sind. Wir hatten beide das Gefühl falsch verstanden zu werden. Da mir egal ist, ob ich eine Frau loslassen muss, gibt es bei nur geradeaus und klare Ansagen. Immer Vollgas, aber dosiert. Es stand kurzzeitig auf der Kippe, um ehrlich zu sein. Ich war kurz davor die Flinte ins Korn zu werfen. Im Laufe der Aussprache konnten wir unsere Ansichten dann jedoch doch übereinander bringen, bzw. besser gesagt sogar klarstellen, dass wir uns bislang in manchen Dingen missverstanden hatten. Und der Plan war fortan: Wir wollen einander kennenlernen, ehrlich und mit so viel möglicher gemeinsamer Zeit wie möglich.

Klingt ja alles fein, oder? Abwarten! 😉
Fr. Respektina schreibt nicht viel. WhtasApp und so. Sie telefoniert auch nicht viel. Außer unsere abendlichen Videofonate. Aber untertags…? Existiert sie für mich quasi nicht. Ist sie bei Anrufen von mir fast nie greifbar. Ruft sie maximal zurück, mit mehr oder weniger starker Verzögerung. Wie bei einer Zeitverschiebung zwischen Mexiko und Berlin. Zu ganz bestimmten Zeiten ruft sie auch mal von sich aus an. In einem ganz schmalen Zeitkorridor, an dem sie „bei ihrem durchgetakteten Tag überhaupt einmal kurz dazu kommt“. Achso. Ja, stimmt ja. Nachvollziehbar. Sie hat ja nur 24 Stunden. Und ich habe bei meinen Tagen wahrscheinlich noch mal einige Stunden mehr als sie. Was auch der Grund dafür ist, dass ich viel mehr Zeit dazu habe, mal kurz eine Nachricht zu schreiben oder warum ich lieber Telefoniere als nichts voneinander zu hören oder zu lesen. Mein Tag hat eben mehr als 24 Stunden, wusste ich bisher nur noch nicht. Danke für die Aufklärung.

Warum viele sog. „Coaches“ trotz ihrem Erfolg für mich keine sind

Es gibt doch dafür Zeitmanagement, oder? Um solche Probleme des Alltags zu meistern. Aber halt, wie gute Coaches heute sagen: „Zeit kann man nicht managen.“ Man kann seine 24 Stunden nur so aufteilen, wie man es für richtig hält. Manche Menschen bekommen dann Zeit ab. Andere eben nicht. Das ist kein Managen, denn wir haben immer genau 24 Stunden! Also auch ich. Aber eben auch Fr. Respektina. Haben die meisten Menschen aber nicht verstanden. Deswegen erzählen die meisten Coaches noch immer von der Mär des Zeitmanagements. Da sieht man mal, wie selbst hochbezahlte Coaches Zeug plappern, ohne sich Gedanken zu machen. Das ist wie mit dem Quantensprung und genauso wie mit der Olympiade. Ich lache mich jedes mal wieder halbtot, wenn Menschen davon sprechen. Okay ich gebe es zu, der Letzte hier ist nur für Hartgesottene nachzuvollziehen. 😉

Egal, es dürfen auch mal kleine Rätsel eingebaut werden. Habe ich hier übrigens noch nie gemacht. Aber coole Sache, eigentlich. Rätsel in meine Artikel einzubauen. Das würde es sogar noch interaktiver machen. Leider habe ich nicht genug Leser, die Zuschriften wären deshalb extrem rar. Aber eine mega Idee eigentlich, die Youtuber machen das inzwischen so, dass sie ganz viele Dinge verlosen. Verlosen finde ich aber albern. Da kann ja jeder teilnehmen. Wie blinde Passagiere. Aber irgend eine NGO kommt dann schon und rettet Dich. Und bringt Dir auch noch Deinen Gewinn von der Verlosung vorbei. Nun, Rätsel sind cooler! #RätselSindCooler

Die Aussprache

Ach, das war wieder so ein Gedankenausflug. Zurück zum Text. Der Tag nach der Aussprache war wie ausgewechselt. Plötzlich flatterten die Textnachrichten nur so rein. Wir telefonierten untertags. Wow. Geht doch. Doch halt?! Ja?! Zu früh gefreut… die nächsten Tage liefen wieder wie alles beim Alten. Kaum Nachrichten. Und der Gipfel war heute. In der Früh zwei kurze Nachrichten zugeflattert bekommen und den restlichen Tag keinerlei Interaktion. Nichts. Als wäre sie gestorben. Bis spät abends. Oder solche Dinge wie letztens auch schon mehrmals, dass Fr. Respektina plötzlich an einem Samstag Abend „einfach eingeschlafen ist“, obwohl wir gerade eben kurz aus dem Auto heraus telefoniert hatten und vereinbarten, dass wir in 15 Minuten in Ruhe weiter sprechen würden, wenn wir beide zu Hause angekommen sein würden. Es war noch nicht einmal 22 Uhr. Ja ne, ist klar.

Ja, lieber Bachelor vom Projekt Beziehung… „Du machst Dir da aber viel zu viel Kopf um die Sache“, höre ich es gerade beim einen oder anderen Leser laut Denken. Oder… alternativ auch: „Du stresst Dich da aber ganz schön rein! Bleib mal locker. Wie oft habt Ihr Euch bislang erst gesehen…?“ Yes. Wenn ich das Spiel nur inzwischen nicht genauso verdammt gut beherrschen würde. Es ist nie nur „ein Ding alleine“, sondern es ist die Mischung aus dem Gesamtverhalten, das mich misstrauisch werden lässt. Parallelen zu Fr. Kaufhaus werden sichtbar. Parallelen zu Fr. Schlange kommen ebenfalls hoch, wie kann es anders sein. Parallelen zu meinem eigenen Fehlverhalten, viele Jahre vor Fr. Schlange, triggert das in mir ebenfalls. Nur dass ich damals auf der „falschen Seite“ stand. Ich kenne das Spiel inzwischen aus zwei Perspektiven. Aus der Perspektive des Gelackmeierten und aus der Sicht des Lackmeierers. Für mich persönlich habe ich vor ein paar Jahren bereits beschlossen nie wieder irgendwen zu lackieren. Versprochen an mich selbst! Es muss auch wenigstens noch ein paar wenige ehrliche Menschen auf dieser Welt geben. In der trostlosen Zeit des Datinglebens.

Aber ich bin eben sensibel, wenn es… nennen wir es diplomatisch… „Ungereimtheiten“ gibt. Und das habe ich heute – leider wieder mal nur per Videochat – angesprochen. Sie hat ja kaum Zeit, die Gute. Und dabei habe ich der lieben Fr. Respektina etwas erklärt. Ich sagte ihr, dass ich ihr Lächeln süß finden würde, wie am ersten Tag. Dass sie eine intelligente Frau sei. Und attraktiv. Sie hätte mich nicht nötig. Sie würde ganz bestimmt immer wieder jemanden kennenlernen können. Sie sah mich etwas fragend an. Ich merkte, dass sie heute wie ausgewechselt war. Ich nehme ihr ehrlich gesagt kein Wort ab, von dem was sie erzählte. Details spielen keine Rolle. Sie wirkt einfach unglaubwürdig. Sich den ganzen Tag nicht zu melden, obwohl wenige Tage vorher noch vereinbart war, dass wir das fortan anders handhaben würden. Wasser predigen, Wein trinken? Ja sicher. Nicht mit mir.

Und dann holte ich kurz aus und teilte ihr unmissverständlich noch etwas mit. Nichts mehr über sie, denn das tat ich ja gerade. Ein paar Komplimente verteilen. Jetzt ging es uns mich! Und ich erklärte: „Mädchen, sieh mal. Es geht hier um Dich. Mach was Dich glücklich macht, kümmere Dich um Dich. Ich spiele keine Rolle. Sieh zu, dass Du glücklich bist. Was auch immer Dich glücklich macht. Kümmere Dich nicht um mich. Du bist eine selbstständige Frau. Und ich schaffe es auch alleine, in der Pfanne ein Spiegelei zu braten. Das bekomme ich gerade noch so in meinem Leben hin. Und weil das so ist, kann ich Dir sagen, dass ich bestimmte Dinge nicht mache. Und auch nicht nötig habe. Ich tue dann einfach das was ich früher immer tat. Ich bin dann eben wieder Freitag und Samstag nachts in dem Club A, dem Club B und in der Bar C. Da gibt es genug Mädchen, die nur spielen wollen. Ich will nicht spielen. Aber da gibt es genug davon. Ich bin kein Spieler. Aber ich komme damit klar. Mach Dir also um mich keine Sorgen. Aber sei Dir bitte klar, dass es das dann für mich war, wenn ich das Gefühl habe, gespielt zu werden.“

Ich weiß nicht ob meine Message wirklich angekommen ist. Wenn jemand spielt, spielt er. Manchmal ist ein Mensch auch in einer Situation, in der er mental nicht anders kann. Aber das ist nicht mein Problem. Ich kann mental anders. Ganz anders. Wie sagt Coach Cecil immer: #MentalIsAlles! 😉

So und darum sollte es mir im heutigen Artikel auch gehen: Was interessiert mich die eine Frau, die mir nicht das Gefühl geben kann, dass ich DER EINE bin. Suche ich IRGENDEINE? Nein. Suche ich DIE EINE? Absolut! Vielleicht interpretiere ich Dinge falsch. Vielleicht „meint sie es gar nicht so“. Darauf geschi**en. Es geht hier um mich und meine Gefühle. Es geht darum, wie Dinge bei MIR ankommen. Und letztlich, ob ich mich damit wohl und glücklich fühle. Mich interessiert nicht, ob sie den Nachbarn von gegenüber glücklich macht, ihren Chef oder sonstwen. Es geht um mich. Und das Recht nehme ich mir nicht nur heraus, sondern ich habe es gepachtet. Erbpacht. Notariell bestätigt.

Es ist ein extrem gutes Gefühl jederzeit eine Frau loslassen zu können. Ehrlich gesagt bringt es fast einen Hauch von Spaß mit sich, eine Frau loszulassen. Aber nur dann, wenn sie einfach nichts für mich ist. So wie Fr. Kaufhaus. Ihr einfach sagen zu können: „Es ist Zeit zu gehen!“. Weil ich mir nichts erhoffe. Wieso auch. Hoffnung ist etwas für die Menschen, die auf Glück angewiesen sind. In gesundheitlichen Angelegenheiten ist das manchmal nötig. Aber nicht wenn es um Beziehungen geht. Sind wir alle nur Dreck füreinander, oder wie? Ich mache mich nie wieder abhängig von irgend einer Frau. Jedes Nahrungsmittel hat ein eingebautes Ablaufdatum. Das gilt auch für Beziehungen, geplante Obsoleszenz, sozusagen. Sogar für die Phase des Kennenlernens gilt das. Nix mit Romantik, ja. Leider. So ist das Leben. #Redpill

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Aber was will ich mit all dem sagen? Einfach: Du kannst andere Menschen und ihr (Miss-)Verhalten nicht ändern. Du kannst unaufrichtige Menschen nicht korrigieren. Du kannst selbst ehrliche Menschen nicht korrigieren. Die sind zwar ehrlich, aber sie verhalten sich nicht so, wie es Dir gut tut. Du empfindest Dinge oder Verhaltensweisen dieser Menschen als „irgendwie nicht richtig“. Aber was kannst Du ändern? „Dein Denken!“, würden manche Persönlichkeitstrainierte jetzt sagen. „Klar, Du kannst jederzeit ändern WIE Du eine Situation betrachtest!“. Mental und so. Mindset und so. Das ist keine schlechte Aussage. Keine schlechte Antwort bzw. kein schlechter Rat. Aber ich gehe einen riesigen Schritt weiter: Ich will hier gar nichts daran kändern WIE ich es betrachte. Wenn MIR etwas nicht gut tut oder es sich FÜR MICH nicht gut anfühlt, dann ändere ich nicht meine Ansicht oder mein Gefühl. Weil ich weiß was ich will! Das ist der springende Punkt! Ich hoffe Du weißt das für Dich auch.

Sondern?

Ich kann die Situation nicht ändern. Das ist richtig. Ich könnte mein Denken aber ändern. Das ist auch richtig. Will ich aber nicht, haben wir gerade festgestellt. Also bleibt? Ich ändere nicht die Situation. Ich ändere den Menschen. Ich lasse los. Und suche mir einen neuen Lieblingsmenschen. So einfach ist das. Und früher hätte mir Pickup dazu geholfen. Da ich mich heute aber nicht mehr als Pickupper sehe, weil ich es „auch ganz natürlich“ schaffe neue Frauen kennenzulernen, ist es irgendwie einfacher als je zuvor. Ich kann das leider noch nicht statistisch unterlegen, seit Fr. Schlange. Seit dem Projekt Beziehung Teil 2. Das muss ich aber auch nicht. Ich beweise niemandem etwas, außer mir selbst. Es gibt keine Rechenschaft abzulegen. Fakefreie Zone.

Ich sagte anfangs, dass das ein mentaler Artikel wird. Darum geht es bei mir ja seit Monaten. Gehirnwäsche der besonderen Art. Der bisweilen sogar brutalen Art. Einmal spülen bitte. Reset. Nie ganz fertig, aber immer auf dem Weg. Und es ist ein so unglaublich unglaublich unglaublich befreiendes Gefühl… jederzeit… loslassen zu können. Aber nicht zu müssen. Und wenn es soweit ist, ist da eine Leere. Frei nach Eckhart Tolle. Stille, die entsteht durch die Leere. Und die Leere kann wieder mit wundervollen Dingen und Menschen gefüllt werden.

Morgen wollen wir uns treffen. Ich bin auf alles vorbereitet. Nach dem „heftigen“ Telefonat heute rechne ich mit allem. Auch mit einer Absage. Ideal, dann kann ich am Abend weggehen. Club A oder Club B oder Bar C, Ihr wisst schon… und wenn nicht? Dann verbringe ich die Zeit mit einem Menschen, bei dem ich mir nicht sicher bin, was er eigentlich möchte. Spielen oder künstlich gebremste Kennenlernphase spielen. Beides ist mir zu doof. Ich mache trotzdem mit. Mental bin ich aber nicht mehr dabei. Ich mime den stillen Teilhaber. Einfach nur zum Spaß. Um wieder einmal neue verrückte Facetten eines verrückten Lebens kennenzulernen. Wer weiß wozu das gut ist. Ich lasse mich also spielen. Meint sie. Meine aber nicht ich. Eigentlich cool, oder? Mental ist alles! 😉

Und das ist auch die Quintessenz des Artikels: Sieh zu, dass Du alleine klar kommst. Und zwar immer. Jederzeit. Überall. Lerne das Spiel. Lerne zu sehen, wirklich zu sehen, wenn jemand meint Dich zu spielen. Wie ein Computerspiel. Lerne zu sehen wenn Dich jemand verar***** möchte. Ob es tatsächlich so ist? Spielt keine Rolle. Es geht um Dein Gefühl. Deine Ansicht. Deine Sicht der Dinge. Es geht darum, ob die Frau Dir ein gutes Gefühl geben kann. Kann sie? Fein! Kann sie nicht? Lass sie los. Oder spiel mit. Aber lass Dich nicht spielen.

Und dafür ist es einfach nur Gold Wert, Optionen zu haben. Bzw. generieren zu können. Es gibt bei ca. 8 Milliarden Menschen auf der Welt, davon ca. 4 Milliarden Frauen, davon vielleicht 1 Milliarde im für mich interessanten und gebährfähigen Alter, garantiert IRGENDWO… DIE EINE… die cool ist. Die nicht spielen möchte. Bei der ich ich sein kann. Die einfach sie ist. Fertig aus, Mickey Maus. So einfach ist das. Dazu muss ich einfach nur etwas länger weiter meinen Weg gehen. Wird bestimmt noch cool. Freuen wir uns auf viele weitere Geschichten hier.

PS: Mit Fr. Distanz habe ich mich letztens nicht getroffen, wegen Fr. Respektina. Obwohl sie es mir angeboten hatte, weil sie relativ in der Nähe zu einer Schulung in einem Hotel war. Aber das ist es immer, was ich sage: „Mache Dir keine ernsthaften Gedanken zu irgendeiner Frau, solange Du nicht jeden Tag Deine Nächte mit ihr verbringst.“ Wenn sie die Richtige wäre und ist, dann ist sie nicht dort und Du bist da. Sondern sie ist neben Dir. Bedingungslos. Das alles ohne Mindfu**, auf Neudeutsch. Nicht nötig.

PPS: Ich hätte den Abend mit Fr. Distanz verbringen und ihr Angebot annehmen sollen, an dem Abend, wo es mal keine Distanz gab. 😉

PPPS: Mit Fr. Distanz habe ich seit ein paar Tagen wieder intensiveren Kontakt. Sie ist einfach cool, ich mag sie wirklich. Sie erzählt viel. Sie hat einen frechen und coolen Humor. So können sich Dinge ändern. Ich hatte sie schon fast ganz abgestoßen, nachdem sie – für mich gefühlt – nicht genug Interesse zeigte. Seither ist sie es, die ständig Kontakt sucht. Im November bin ich zwar erst wieder in ihrer Stadt. Aber inzwischen sind wir so weit, dass ich doch „bitte wieder dieses fliederfarbene Hemd“ tragen solle. Und wir könnten bei ihr kochen… danke, geht doch. Gute Frau.

PPPPS: Loslassen (können) ist der Schlüssel zu allem. Das ist so wertvoll. Aber es dauerte ein ganzes „verdammtes“ Projekt Beziehung inklusive Fr. Schlange lang, bis ich das begriffen habe. #MGTOW

Warum kleine Krankheiten gut sind

Mein letzter Artikel ist 2 Wochen alt. Den hatte ich noch im Urlaub geschrieben, als es mir körperlich ganz gut ging. Ging? Dazu später mehr.

Ich beschrieb darin ein paar Unterschiede zwischen dem Urlaubsland und meiner Heimat. Insbesondere was die Frische und Schmackhaftigkeit des Obstes und Gemüses betrifft. Ich hatte mitten in den Text auch ein kleines „Kochrezept“ eingebaut, besser gesagt ein Salatrezept. Außerdem erklärte ich, wieso ich für gewöhnlich ausschließlich bei Aldi und Lidl einkaufe. Desweiteren erklärte ich, wieso Hilfe für Menschen vor Ort die einzig sinnvolle Variante von Hilfe ist (kleiner Einschub: Willst Du einem hungernden Menschen helfen, so kaufe ihm keinen Fisch, sondern eine Angel!).

Deshalb wurde ich auch kurz ungehalten und politisch. Darüberhinaus zeichnete ich ein Bild über die von mir erwartete zukünftige wirtschaftliche Entwicklung deutschlands. Zudem widmete ich auch Fr. Respektina und Fr. Distanz jeweils eigene Absätze und versuchte mögliche psychologische Gründe für das Verhalten von Fr. Distanz zu beleuchten. Sigmund Freud ist ja bekanntlich mein Freund. Mit n.

Außerdem gab es auch wieder einmal eine meiner vielen Weisheiten zum Mitschreiben, Merken und Einrahmen. Da sie so elementar ist, wiederhole ich sie gerne. Ich zitiere mich also selbst, was ich recht witzig finde: „Eine Frau liebt niemals Dich, sie liebt nur Deinen Lifestyle!“
Ich ging auch der moralischen Frage nach, ob es „okay“ sei mehrere Frauen gleichzeitig zu daten. Und zu guter Letzt kündigte ich an, wieder zurück zu Hause, „Intensivwochen“ einlegen zu wollen, was das Thema „Frauen kennenlernen“ betrifft. Beendet hatte ich den Artikel mit der Ankündigung, aufgrund meiner derzeitigen herausragenden mentalen Verfassung, „anderen Menschen Konfetti ins Leben streuen zu wollen“.

Wie Du siehst, sind das schon verdammt viele Inhalte. Ich stehe auf Vielfalt, in allgemeinen Zeiten der Einfältigkeit. 🙂

Zwischen Hitze, Kälte und der Suche nach gesunden Lebensmitteln

Nun, inzwischen bin ich wieder zu Hause. Aber der Reihe nach. Ich bin die letzten paar Tage vor Antritt meines Rückfluges erkrankt. Vermutlich deshalb, weil die Kombination aus Hitze (schwitzen) mit Kälte (Klimaanlagen bzw. offene Balkontüren mit Windstößen) nicht sehr gut ist. Ich liebe Hitze, das macht mir nichts aus. Allerdings schlief ich nachts immer mit freiem Oberkörper bei offener Balkontüre. Das bin ich so nicht gewöhnt. Und auch untertags sind sämtliche Geschäfte, Busse und Wohnungen in der Regel klimatisiert. Von Klimaanlagen halte ich grundsätzlich gar nichts. Es gibt ein viel besseres Rezept gegen Hitze an Stelle von Klimaanlagen, ein viel nachhaltigeres: Abnehmen! Wenn ich eine Speck-Robbe wäre, wäre mir auch sofort zu (!) heiß, sobald die Temperaturen über 20 Grad steigen. Wenn wir so einen niedlichen Pinguin bei 35 Grad bei uns in den Schatten stellen, freut der sich sicher auch nicht. Hören die Übergewichtigen sicher nicht gerne, ist aber die Realität. Fett wärmt, deswegen sind Robben so niedlich dick. Wir allerdings haben Jacken. Und leben nicht mehr in Höhlen. Deswegen müssen wir auch nicht dick sein. Und niedlich sieht das bei Menschen sowieso nicht aus.

Natürlich ist das Problem der Übergewichtigkeit auch in Südländern weit verbreitet. Übrigens gibt es dort keinen Skyr (Magerquark). Auch sonst war es für mich sehr schwer, bewusst (!) proteinhaltige Lebensmittel zu bekommen. Es gibt beispielsweise keinen Mozarella light (bzw. die bessere Variante davon, beispielsweise bei Lidl: Skyrella). Es gibt eben auch keinen Magerquark. Von körnigem Frischkäse brauchen wir auch nicht zu sprechen. Das ist schon schade. Da tut sich der ernährungsbewusste Westeuropäer schon schwer. Und bei gleichzeitig wachsendem Anteil an Menschen mit Übergewicht in der Gesellschaft, steigt glücklicherweise auch der Anteil der ernährungsbewussten Menschen in der Gesellschaft. Was mich sehr freut einerseits. Was ich aber schade finde andererseits. Auch hier verschwindet zunehmend die „Mittelschicht“. Es gibt nur noch ein „entweder oder“. Entweder bist Du Fett oder Du bist schlank und sportlich. Absolut nötig ist weder das Eine noch das Andere. Die Mitte wäre für die Masse okay. Die Mitte gibt es aber kaum mehr. Gilt übrigens auch im Politischen.

Weil ich nicht anders kann, auch ein paar Statements zur aktuellen politischen Lage

Die Masse ist doof links-grün versifft, verblendet und schafft Deutschland ab. Das ist soweit nichts Neues. Früher hätte ich noch „doof links-rot-grün versifft“ gesagt, aber Rot spielt ja keine Rolle mehr. Grün ist ja das neue Rot, nur im Quadrat. Jedenfalls rennt die dämliche Masse derzeit hysterisch einer total durchgeknallten armen kleinen Gretel hinterher, die mehr denn je dringend psychologische Betreuung benötigen würde anstatt schamlos für irgendwelche Progapanda-Reden missbraucht zu werden. Dann gibt es noch ein paar wenige aufrichtige Gallier, die es gut meinen und versuchen dem gesamten satanischen Wahnsinn verzweifelt ein paar AFD’ler in den Weg zu stellen. Die letzte Bastion sozusagen. Und dann gibt es noch eine kleinste Menge an Wählern (Nicht-Wählern!), die das Ganze sowieso für ein ganz groß angelegtes abgekartetes Laienschauspiel halten. Ich glaube ich brauche nicht erwähnen zu welcher Gruppe ich mich zähle? Du kennst mich, nehme ich an. 🙂

Viel mehr möchte ich zu dem Thema eigentlich gar nicht sagen. Es ist jedes Wort zu schade darum. Aber eines vielleicht, ja: In Frankreich gehen die Bürger seit Monaten in Gelbwesten auf die Straße, unter anderem um wegen zu hoher Kosten für die Energie (vor allem Benzin!) zu protestieren. Und in Deutschland? In Deutschland gehen die Leute auf die Straße wofür? Um für (!) höhere (!) Kosten zu protestieren. Es kann ja nicht teuer genug sein. Strom, Benzin, Öl. Eine persönliche Message an die Anhänger dieses Wahns: Ihr habt sie doch nicht mehr alle! Deutschland wird gerade wirtschaftlich voll gegen die Wand gefahren und Ihr protestiert aufgrund völlig unwissenschaftlicher Propaganda-Thesen (menschengemachte Klimaerwärmung) für höhere Kosten und damit für noch mehr Knete für die Reichen. Man man man. Aber ich prognostiziere Euch etwas: Das Lachen wird Euch noch vergehen. Aber dann jammert bitte nicht eines Tages im Stile von: „Ja wir wussten es damals nicht besser und haben geglaubt, dass…“

Bulls**t! Alle Infos sind (relativ) frei verfügbar im Netz. Alle. Einfach selbst recherchieren! Nichts anderes tue ich auch. Dabei wären und sind die üblichen zu stellenden Fragen seit Jahrhunderten immer dieselben und so einfach. Das ganze absurde Schauspiel wäre und ist so einfach zu durchschauen, wenn die Menschen die richtigen Fragen stellen würden:

  1. Wem (!) nützt das und wer hat etwas davon, dass die Leute das denken, was sie denken?
  2. Wieviel verdienen diese Menschen damit (an uns)?
  3. Welche Agenda (!) verfolgen die Eigentümer dieser Konzerne neben dem Geldverdienen ganz besonders?
  4. Warum (!) sollen die Menschen das Denken was sie derzeit denken (beispielsweise das Märchen der menschengemachten Klimaerwärmung)? Was bringt es den adressierten Personen aus Frage 1? Was ist damit langfristig geplant und gesellschaftlich möglich, was vorher nicht möglich war?

Zurück zur Gesundheit

2 oder 3 Absätze zur Politik müssen manchmal drinnen sein. 😉 Jetzt geht es wieder weiter im eigentlichen Thema. Nämlich der Gesundheit. Jedenfalls hatte ich im Urlaub noch leichtes Fieber bekommen, dazu Husten, Schnupfen, Schwindel und Schlappheit. Und in dem Zustand bin ich auch zurück geflogen. Nicht sehr angenehm. Ich war froh, als ich endlich zu Hause ankam. Das war letzte Woche. Und ich merkte, dass ich so unmöglich wieder arbeiten gehen könnte. Also bin ich seither krankgeschrieben. Vermutlich kann ich ab nächster Woche wieder arbeiten. Klingt alles nicht so spannend, ich weiß. Aber…! Aber?

Ja. Aber aber! 🙂 Die Erkenntnisse, die ich aus dieser Krankenzeit gewinnen konnte, finde ich hochgradig spannend. Mit Krankenzeit meine ich tatsächlich die Zeit der Krankheit. Nicht die generell kranke Zeit, in der wir leben. 😉

Inwiefern? Nun, bei zuletzt aller Euphorie, bei allen guten Vorhaben, auch bei den sich abzeichnenden Erfolgen, sei es körperlich aufgrund des Sports oder auch in Sachen Frauen, bei allen finanziellen Erfolgen in letzter Zeit, bei der Freude über die Urlaube (Spanien und Türkei) und das Abschalten, bei allen eigenen Entwicklungen in mentaler Hinsicht, besonders was das Kapitel Fr. Schlange betrifft, bei allen Lehren und gezogenen Konsequenzen aus dem Wissen der Persönlichkeitsentwicklung, vergaß ich dennoch etwas.

Es war nicht die Achtsamkeit und auch nicht die Bewusstheit. Bewusst zu sein. Achtsam zu sein. Ich bin seit einiger Zeit – so kann ich schon behaupten – hellwach. Extrem bewusst und auch sehr achtsam im Umgang mit meinen Mitmenschen. Aber etwas habe ich völlig außen vor gelassen. Und das ist die Dankbarkeit.

Die oft vergessene Dankbarkeit

Dankbar zu sein für die kleinen Dinge des Lebens. Es geht nicht um Freude. Es geht wirklich einfach nur darum dankbar zu sein. Besonders was die eigene Gesundheit betrifft. Ich hatte im Urlaub trainiert, recht fleißig sogar. Aber seit fast 2 Wochen mache ich inzwischen keinen Sport mehr. Dazu kommt auch noch ein muskuläres Problem an einem Arm. Ich hoffe, dass das bald ausheilt. Mache bereits jeden Tag Dehnübungen. Aber die fast 2 Wochen ohne Training inzwischen werfen mich in meinem Fortschrittsplan ziemlich zurück. Zu Unrecht, könnte ich sagen. Aber wer hat schon das Recht immer gesund zu sein? Ist es nicht vielmehr so, dass wir verdammt froh sein können, wenn es uns körperlich gut geht? Gesundheit ist kein Recht. Es ist ein Prädikat. Etwas, wofür wir dankbar sein sollten. Darüber hatte ich mir kaum Gedanken gemacht in den letzten Monaten. Natürlich tue ich vieles dafür, um gesund zu sein oder gesund zu bleiben. Gute Ernährung und eine Reihe von passenden Nahrungsergänzungsmitteln. Aber von Dankbarkeit um den Stutus Quo fehlte jede Spur.

Und das ist auch der Grund, warum kleine Krankheiten gut sind. Wie es im Titel heißt. Wenn wir außer Gefecht gesetzt werden, wird uns etwas genommen, Gesundheit. Wenn wir außer Gefecht gesetzt werden, wird uns etwas gegeben, Zeit. Zeit zum Nachdenken. Zeit zum Innehalten. Zeit dankbar zu sein. Nicht nur für die Gesundheit, sondern für viele Dinge.

Wir Menschen neigen dazu uns in Dinge, Ansichten oder Situationen festzufahren. Ich glaube davon kann jeder ein Lied singen. Wir sind von Zeit zu Zeit verhaftet in sicher geglaubgter Ausweglosigkeit. Wir verharren in ungesunden Job-Konstellationen. Tolerieren Kollegen oder Chefs, die uns nicht gut tun. Halten aus. Harren aus. „Weil es eben nicht anders geht.“ Doch, geht sehr wohl anders! Wir verharren in ungesunden Beziehungen, weil wir meinen, dass dieser eine Mensch der einzig wahre Richtige ist. Das zu glauben ist völlig okay. Aber nicht, wenn uns dieser Mensch längst nicht mehr gut tut. Das ist sehr ironisch für mich, warum? Weil ich es sogar insofern sehr gut kenne, wie es ist, wenn ich glaube, dass ein Mensch mir sehr gut (!) tut und der (!) Richtige für mich ist und an dessen Seite bin und bleibe und sich dann erst ganz am Schluss mit dem Zeigerdrehen auf Punkt 12:00 Uhr herausstellt, dass es der Falsche (!) ist. Dass der ganze Mensch durch und durch falsch ist. Klassischer Fall von „einem Schwindel aufgesessen“. Andere verharren sogar unfreiwillig freiwillig in schlechten, ungesunden oder giftigen Beziehungen. Das tat ich gar nicht. Und dennoch war es eine schlechte Situation, festzustellen erst am Ende möglich. Das ist Ironie.

Jedenfalls sehen wir oft den Wald vor lauter Bäumen nicht (mehr). Am Wenigsten sehen wir die sich immer (!) bietenden unendlichen Möglichkeiten im Leben. Wir kennen nur das was wir haben. Wir kennen unsere Wohnung, unseren Job, unsere Freunde, unsere Familie und unser Auto. Das wars. Ende. Aber andere Menschen haben andere Wohnungen, andere Jobs, andere Freunde, andere Autos. Viel größere, teurere oder hübschere. 😉 Wir betrachten uns viel zu sehr aus unserer eigenen Perspektive, wenn wir auf uns selbst schauen, auch wenn jedes Sehen perspektivisches Sehen ist (Philosophischer Sonntag – Perspektivisches Sehen).

Dabei gibt es doch auch dabei andere Möglichkeiten, oder nicht? Können wir nicht auch aus unserer eigenen Perspektive auf Andere schauen anstatt immer nur auf uns selbst? Oder – womöglich viel wertvoller ! – aus der Perspektive Anderer auf uns selbst zu blicken! Um daraus Schlüsse zu ziehen. Zum Beispiel was gut ist oder schlecht, für uns selbst. Reflektieren. Und um letztlich dankbar dafür zu sein, was wir haben. Das geht bei der Gesundheit los.

Ich neige ja in letzter Zeit oft dazu groß zu denken. Und das ist auch richtig. Aber es gibt auch eine Kehrseite. Wachstum ist nicht alles. Zufriedenheit und Dankbarkeit mit dem, was wir bereits besitzen, ist ebenso wichtig. Das vergessen wir oft. Wer setzt sich schon bewusst auf die Couch, schließt die Augen und visualisiert die Dinge, für die er tiefgründig dankbar ist?

Ein Plädoyer für die Dankbarkeit

Kleine Krankheiten können uns ganz schön ärgern. Sie können uns zurückwerfen. (Trainings-)Pläne durchkreuzen. Aber wozu sie in erster Linie im Stande sind, ist uns wieder ein bisschen mehr zur Besinnung zu bringen. Durch Zeit. Zeit nachzudenken. Krankheit lähmt in gewisser Weise. Meist nur körperlich, selten auch geistig. Vielleicht ist es ganz sinnvoll, die körperliche Lähmung zu nutzen, um den Geist stärker zu aktivieren. Ich jedenfalls habe gemerkt wieviel mir meine Gesundheit bedeutet. In einer Art zu Hause gefangen zu sein, fehlt mir der Freigang. Normalerweise gehe ich ca. 2 mal wöchentlich joggen. Jeweils ca. 7,5 bis 10 km. Daran ist aktuell noch nicht zu denken. Es fehlt mir. Obwohl ich das Joggen ansich nicht mag. Aber ich weiß um die positiven Effekte. Ich bin dankbar um sie. Sie bringen mich voran. Genau wie mein Krafttraining. Ich mag es nicht. Aber ich bin dankbar um die positiven Effekte. Sie bringen mich voran.

Das Leben kann zu schön sein um wahr zu sein. Etwas, das wir oft übersehen. Weil wir zwar einerseits vielleicht achtsam sind und bewusst. Aber wenn wir nicht auch dankbar sind, wissen wir doch gar nicht was uns wirklich wichtig ist und schätzenswert. Das ist heute also ganz bewusst ein Plädoyer für die Dankbarkeit.

Was ist eigentlich mit Fr. Respektina?

Jetzt ging es doch heute sehr stark um politische und spirituelle Themen. Dabei gibt es doch auch noch andere interessante Themen und Fragen. Beispielsweise die brennende Frage was mit Fr. Respektina ist, nicht wahr? Obwohl es mir nicht gut ging – und ihr übrigens auch nicht – trafen wir uns am Wochenende bei ihr zu Hause. Das war dann Date Nummer 3. Das wäre natürlich einen eigenen Artikel wert. Ich will das eigentlich auch gar nicht so kurz abhandeln, andererseits verspüre ich im Moment wirklich nicht den Drang viel dazu im Detail zu sagen. Keine Ahnung warum. Ganz wertfrei.

Gut, eine Sache vielleicht doch. Etwas Übergeordnetes. Nicht direkt Fr. Respektina betreffend. Sondern mich. Ich kenne mich ja doch selbst ganz gut, nun schon ein paar Jahre. Und ich weiß, dass ich manchmal wie ein kleines Kind sein kann. Wie ein Kind, das in der Früh auf dem Weg in die Schule zum Schulbus spaziert. Und dabei zu sehr auf den Boden sieht und nach Käfern, Steinchen oder anderen Ablenkerchen Ausschau hält. Mit dem Effekt hin und wieder zu spät zum Schulbus zu gelangen und selbigen zu verpassen. So oder so ähnlich habe ich mich selbst auch dabei ertappt, dass es mir mit Fr. Respektina anfängt zu ergehen. Sie ist zwar kein Käfer, auch kein Steinchen. Aber ein Ablenkerchen, gewissermaßen. Wenn auch eine willkommene Ablenkung. Aber eine Ablenkung. Wovon? Nun. Das zu reflektieren ist eine Kunst und zugleich nicht so einfach.

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Aber kurz gesagt: Eine Ablenkung von meinem Weg. Und die letzten Jahre ging es viel darum eine Traumfrau zu finden, was mir auch vermeintlich gelang, für diese da zu sein und „meine Sachen gut zu machen“. Aber „meine Sachen“ bezog sich dabei oft gar nicht auf mich, wie ich später feststellte. Besser müsste es also heißen „meine Sachen für die Traumfrau gut zu machen“. Und das reicht jetzt auch einmal. Es ist an der Zeit mich um mich zu kümmern. Ich wiederhole mich da gerne.

Es geht um meine Gesundheit, meinen Körper, meine Ernährung, meinen Sport, meine Persönlichkeitsentwicklung, meine Ziele, meine Träume und meinen Weg. Ich muss versuchen mich in erster Linie nicht ablenken zu lassen. Damit ich mich nicht wieder verliere. Ich weiß wie ich bin und sein kann und ehe ich mich sonst versehe, bin ich in einer Situation, die mit wacheren Augen vorhersehbar gewesen wäre. Auf diese Erkenntnis bin ich gestoßen, da mich derzeit nichts davon abbringen kann in mich hinein zu horchen. Da ich zu Hause bin. Keine Arbeit, keine Kollegen, keine Besuche bei Freunden und erst Recht kein Clubbesuche. Es ist Stille und Zeit.

Ich verschließe mich nicht vor dem Guten. Allerdings ist die Versuchung einfach groß, dass ich mich ablenken lasse. Ablenken von meinem Weg. Den ich mir sehr mühsam über Monate aufgebaut habe und bei dem ich spüre, dass ich noch lange nicht am Ziel bin. Es fängt gerade erst an Spaß zu machen. Ich habe gesät und bis zur Ernte darf nicht nur, sondern muss genügend Zeit vergehen. In Ruhe. Keine Hektik. Ich bin im perfekten Alter. Niemand hetzt hier. Mit gar nichts. Und hetzen lassen tue ich mich sowieso nie wieder. Geduld, junger Padawan. 🙂

PS: Da vorne ist der Schulbus. Und da gehe ich jetzt schnurstracks darauf zu und steige ein. Ohne mich ablenken zu lassen. Nächster Halt, erstmal: Dankbarkeit.

Grüße aus dem Urlaub und Parallelgeschichten

So, zunächst mal Werbung in eigener Sache. Mein letzter Artikel hat so gar nicht eingeschlagen wie eine Bombe. Extrem wenige Aufrufe. Warum? Ich kann nur mutmaßen, aber vermutlich lag es am von mir gewählten Titel:
„Philosophischer Sonntag – Wem wir uns überlegen fühlen sollten“

Ja, ich weiß, klingt provokativ. Vielleicht auch alleine schon durch den philosophischen Touch abschreckend für Manche. Nun, meine Philosophischen Sonntage sind Kult und deswegen auch nicht verhandelbar! 🙂 Aber hey, gerade dieser Beitrag ist viel mehr eine Überraschungskiste. Der Titel lockt definitiv auf die falsche Fährte. Mein Tipp: Einfach lesen, wenn Du es noch nicht getan hast. Du wirst überrascht sein und vermutlich wirst Du auch wirklich etwas für Dich mitnehmen können. Wenn Du es möchtest. Wie immer.

Und jetzt geht es um heute um die neuesten Lach- und Sachgeschichten. Und um Grüße aus dem Urlaub, mit interessanten Parallelgeschichten.

Grüße aus dem Urlaub!

Ich bin ja nun schon eine Woche im Urlaub. Wo? Irgendwo in einem moslemischen Land. Sicher keine Pauschalreise. Stattdessen Urlaub in einer Metropole. Mitten im Herzen des Landes. Ganz ohne Fertigessen. Kein Hotel. Kein immer gleiches übertriebenes Buffet, von dem man sich nach 3 Tagen komplett satt gesehen hat und doch in Wahrheit sowieso nur wieder und wieder nach denselben paar Gerichten greift. Überflüssig! Ich koche lieber selbst. Und bin frei.

Muss ich Angst haben bei der Rückreise direkt am Flughaften verhaftet zu werden? Wenn ich den Aussagen mancher Arbeitskollegen glauben schenken würde, ja. Dann wäre ich aber bei der Einreise in das Land hier her schon weggesperrt worden. So schlimm soll es hier sein. Angeblich. Davon bekomme ich allerdings gar nichts mit. Alle sind super freundlich und zuvorkommend.

Exklusiv an (die glücklicherweise wenigen) Dauernörgler: Kommt davon, wenn man (West-)Medien zuviel (überhaupt!!!) Glauben schenkt. Immer schön in der eigenen Filterblase leben. Alle sind buh und bäh, nur das eigene Land und die eigene Region ist toll. Die EU sowieso. Reiten auf dem hohen Ross. Erhaben über allem. Beim Deutschlandlandlied die erste Strophe ablehnen, sich aber gedankenverhaftet der ganzen Welt gegenüber genau so verhalten. Ohne es selbst zu merken. Wie doppelmoralisch! Aber gut, jedem wie er möchte.

Ich finde Land und Leute hier super. Die Kultur mag ich. Es ist anders, alles anders. Nachts wirst Du manchmal vom lauten Gebet geweckt. Ich liebe das frische Obst und Gemüse. Die Gurken schmecken hier nach Gurke. Nicht nach grüner Masse mit Wasser. Sondern tragen diesen typischen Gurkengeschmack in sich. Sensationell. Das Gleiche gilt für die Karotten. Sie schmecken viel süßer als zu Hause. Und was ich einfach nur liebe: Frische rote Beete. Hmmm… Aufgeschnitten in Scheiben. Darüber etwas Olivenöl. Viel Zitronensaft. Viel frisch gepressten Knoblauch dazu. Salz und Pfeffer. Einfach nur himmlisch.

Heute also mal kein Beautytipp, sondern ein einfaches Rezept. Kochrezept dazu zu sagen, wäre übertrieben. Die Frage ist nur: Wo zum Teufel nochmal bekommt man in Deutschland frische rote Beete?! Meistens gibt es doch diese vorgekochten abgepackten Dinger. Bei Lidl und Aldi. Die sind auch gut. Aber eben nicht frisch. Vermutlich müsste ich dazu in den Edeka gehen, nehme ich an. Oder zu speziellen Gemüsehändlern? In Läden wie Edeka bin ich so gut wie nie. Die Auswahl in diesen Märkten ist mir einfach zu dekadent. Dreiunddrölfzig verschiedene Ketchups oder 700 verschiedene Joghurts und 67 verschiedene Olivenölsorten! Gehts noch?! Wozu?! Und das Ganze dann auch noch völlig überteuert. Aber Auswahl kostet eben, zunächst Lagerfläche. Danach Dein Geld.

Toll ist hier im Land, dass der Euro (die butterweiche Schrottwährung) noch einen Gegenwert hat. Übrigens tausche ich wieder (!) seit geraumer Zeit sukzessive größere Teile meiner Finanzen in Sachwerte. Ursprünglich hatte ich mit der Knete etwas anderes vor, daraus wurde allerdings nichts. Hauptsache raus aus dem Euro. Alles ist besser als das. Anderes Thema, egal. Ich kann da draußen so günstig essen und trinken, dass das Selbstkochen kaum lohnt. Für mich alleine. Denn ich esse anders als die Anderen, bekanntlich. Viel Protein, viel Gemüse, keine oder möglichst wenig Kohlenhydrate.

Bei einem wirklich üppigen Essen mit Fisch bzw. Fleisch und viel Gemüse und Salaten liege ich inklusive Wasser bei ca. 5 Euro. Und der schwarze Tee danach ist auch schon inklusive. Verrückt. Das ist der Grund, warum ich so gerne Urlaub in Ländern mache, wo das Hintragen unseres Geldes den Menschen vor Ort tatsächlich etwas bringt. Hilfe vor Ort anstatt scheinheilig im eigenen Land vom Sessel aus dem grotesken Wahn zu fröhnen als Gutmenschen-Deutschland die ganze Welt retten zu wollen. Und alle zu uns einzuladen, die über Jahrtausende auch ganz gut in ihrer Heimat gelebt haben. Wie wäre es mit weniger Schwingen der Moralkeule und dafür tatsächlich mehr Unterstützung der Menschen vor Ort? So wäre jedem geholfen und jeder Mensch könnte ganz natürlich in seiner Heimat bleiben und selbige behalten.

Letztens war ich doch auf Mallorca. Dort ist alles so teuer wie in Deutschland. Dort sind die Menschen genauso satt wie wir. Dort, wo ich gerade bin, ist das noch anders. Und das wird vermutlich noch einige Jahre anhalten. Das Land befindet sich gerade in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. In einer, die Deutschland demnächst auch blühen wird, so meine Prognose. Wenn auch nicht vergleichbar. Aus anderen Gründen. Dafür aber nachhaltiger und verheerender, so ebenfalls meine Prognose. Ich jedenfalls liebe dieses Land und die Menschen. Willkommen in der Türkei. Viele Grüße von hier.

Wie geht es Fr. Respektina?

Nun der lieben Fr. Respektina geht es ganz gut. Bevor ich in den Urlaub gestartet bin, hatten wir noch zwei Dates. Davon hatte ich berichtet. Und wäre ich nicht in den Urlaub aufgebrochen, wäre wohl mindestens noch ein Date gefolgt. Ich denke immer nur von Date zu Date. Von Tag zu Tag. Außer in Finanzanlagen, da wäre das eine schlechte Devise. In anderen Lebensbereichen ist es allerdings ein Erfolgsrezept, kurzfristig zu denken. Zu viele Unbekannte halten zuviele unverhoffte Ereignisse bereit.

Mein Urlaub dauert 2 Wochen. Und es ist schon eine komische Situation, nach zwei echt tollen Dates dann eine „Pause“ zu machen. Machen zu müssen, besser gesagt. Ich finde sie nach wie vor cool. Sie ist so sehr anders als all die anderen Frauen, die ich auf meinem Weg bis hier her kennen gelernt habe. Bei der Aussage bleibe ich. Sie ist einfach anders. Für mich auch noch nicht vollkommen zu durchschauen. Vielleicht auch deshalb so interessant? Sie ist ziemlich ruhig, dafür extrem aufmerksam. Sie ist klug, hat einen tollen Humor. Und sie gibt mir das Gefühl, mir folgen zu können. Wie selten! Wie selten!

Ich hatte zwar die Befürchtung, dass wir uns in den 2 Wochen etwas aus den Augen verlieren würden. Das geht ja in der heutigen Zeit so schnell, durch die immerwährende Beliebigkeit. Tatsächlich kam es anders. Wir telefonieren täglich. Meistens videofonieren wir dabei. So ist es ein Kennenlernen auf Raten. Aus der Distanz heraus. Nachdem das nun einige Tage schon so geht, muss ich ehrlich sagen, dass ich sie schon wieder gerne in echt sehen möchte. Der Urlaub bremst also das Kennerlernen etwas im Tempo, allerdings ist es offensichtlich kein Hindernis. Meine Rede ist ja immer: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und Manche finden Wege, Andere finden Gründe. Ich bin für die Wege.

War da nicht auch noch Fr. Distanz?

Apropos Entfernung und Distanz. Wie skurril. Aber ja, Fr. Distanz kann irgendwie dann doch nicht ganz loslassen. Und sie würde mich gerne weiterhin beim nächsten beruflichen Termin treffen, auch wenn das doch noch einige Wochen dauern würde. Dazwischen wäre sie sogar demnächst mal ganz in meiner Nähe und könnte sogar „plötzlich“ für ein Wochenende da bleiben. Sie sei sich etwas unsicher, ob das nicht „zuviel“ wäre, da wir uns doch gerade erst ein oder zwei Mal gedatet hätten. Wir telefonierten gestern Abend relativ lange und sprachen auch darüber.

Es war ihr Wunsch zu telefonieren, da sie das derzeit zwischen uns beschäftige. Sie wisse nicht so recht, „was das da zwischen uns ist“ und wie wir damit umgehen sollten. Für mich ist das alles kein großes Ding. Wozu auch. Ehrlich gesagt hatte ich das schon abgehakt. Witzig finde ich das schon. Sie macht sich Gedanken um Dinge, die mir total unwichtig sind. Und das gab ich ihr auch durch mehrere Whatsapp-Nachrichten zu verstehen. Ich habe es wirklich aufrichtig versucht ihr klar zu machen, dass für mich gar kein Kontakt nötig ist und dennoch alles okay sei zwischen uns. Irgendwie kommt sie damit allerdings nicht so recht klar, habe ich den Eindruck. Sie wolle das nicht einfach so stehen lassen. Sie finde mich nach wie vor interessant, würde mich gerne kennenlernen, „nur nicht so schnell“, finde meine Augen toll, meine Stimme und meine Art. Hm. Danke. Du hast Geschmack. 😉

An solchen Beispielen erkenne ich, wie unterschiedlich weit wir Menschen sind. Ich glaube, dass solche Situationen viel mit der Angst zu tun haben. Mit Ängsten Dinge oder Menschen zu verlieren bzw. verlieren zu können. Der Verlust ist in der Regel nicht das größte Problem. Das größte Problem ist in der Regel die Angst vor Verlust. Ist ein Verlust erst eingetreten, füllen wir das entstandene Vakuum nach einer gewissen Weile wieder auf die eine oder andere Art. Ich muss ehrlicherweise dazu sagen, dass ich inzwischen doch auf Verlust und Loslassen programmiert bin. Zig Dates sind die besten Lehrmeister. Das habe ich nicht vergessen und an Fähigkeit aus dem Projekt Beziehung Teil 1 behalten. Aber gerade für nicht so stark erfahrungsgeprägte Menschen kann ich verstehen, dass eine „ungeklärte Situation“ Kopfzerbrechen bereitet.

Grotesk ist das aus meinem Mindset heraus natürlich schon. Denn die Frau macht sich Gedanken um Nonsense. Um Dinge, die gar nicht real sind. Weder empfinde ich etwas für sie. Noch sie für mich, vermutlich. Und dennoch mag sie mich nicht einfach gehen lassen, habe ich den Eindruck. Ich bin jedoch nicht auf sie angewiesen. Weder auf sie noch auf sonst jemandem. Ich fühle mich nur einem Menschen auf der Welt gegenüber verpflichtet: Mir selbst! Fairerweise muss ich dazu sagen: Falls ich wieder in einer Beziehung sein sollte, dann auch wieder meiner Partnerin gegenüber. Allerdings beim nächsten Mal defintiv ebenfalls aus einem anderen Mindset heraus. Die letzte Erfahrung war es nicht wert. Ich handelte völlig blind. Die naive bedingungslose Liebe gibt es nicht. Darüber hatte ich vor etlichen Wochen nach dem Ende der Beziehung berichtet. Ich habe mir hinter die Löffel geschrieben und verinnerlicht: „Eine Frau liebt niemals Dich, sie liebt nur Deinen Lifestyle!“

Schade? Traurig? Irgendwie doof? Mag alles sein. Aber so funktioniert die menschliche Psyche. Kurzer Schwenk: Wie sonst kann es sein, dass ich mir kurz nach dem Ende der Beziehung mit Fr. Schlange einen Korb nach dem anderen eingefangen habe?! Und demgegenüber die letzten Wochen aus wenigen Gesprächen mit Frauen einen „Kontakt“ nach dem anderen herstellen konnte? Bin ich ein anderer Mensch? Nein! Bin ich ein anderer Mensch? Ja! Also nein und ja! Ich bin Derselbe, aber ich bin nicht mehr Derselbe. Körperlich mag ich gleich geblieben sein, aber selbst das stimmt nicht. Ich bin in der körperlichen Höchstform meines Lebens. Der Körperfettanteil müsste inzwischen bei ca. 14 % liegen. Keine Sorge, quetschen wir schon auch noch unter die 10! 😉 Aber egal, lassen wir den Körper einmal beiseite. Die optische Hülle ist doch einigermaßen gleich geblieben. Deswegen bin ich noch derselbe Mensch. Aber der Geist, die Aussttrahlung und die Lebenseinstellung sind Neu. So wie sie vor Fr. Schlange schon einmal waren, nur jetzt eben potenziert. Und das ist der Schlüssel zu allem. Das hat einen Magneteffekt. Ich merke das doch. Und das ist keine Einbildung.

Obwohl mich das Thema eigentlich langweilte, ließ ich mich also auf ein Gespräch mit Fr. Distanz ein. Eine Frau, der ich „zu zweit weg“ wohne, hat eine Einstellung zum Leben, „die mir zu weit weg“ ist. So einfach. Aber andererseits ist sie schon ein guter Mensch. Und im Moment fühle ich mich noch niemandem verpflichtet, also handhabe ich es so wie im Projekt Beziehung Teil 1. Ich bleibe offen für die Situationen des Lebens. Ohne Absicht und ohne Plan. Genau das könnte jetzt dann allerdings etwas kompliziert werden.

Denn einerseits habe ich meine Zeit (wenn auch nicht immer physisch präsent) in den letzten Wochen doch relativ intensiv mit Fr. Respektina verbracht, andererseits ist das eine Sache, bei der ich in Wahrheit noch nicht einmal sagen kann, dass wir „ganz am Anfang“ stehen. Genau genommen haben wir uns doch erst zwei mal gedatet. Das ist, verglichen mit all meiner bisherigen Erfahrung, schlicht und ergreifend noch gar nichts. Andererseits schwingt da irgendwie so ein Gefühl mit, dass es eben doch mehr… werden… könnte. Und das spüre ich bei ihr auch, sonst würde ich das alles mit ihr nicht tun.

Die Frage ist also, wie das gehen soll. Ein Wochenende mit einer Frau zu verbringen, während ich intensiv mit einer anderen Frau in Kontakt bin. Ein Abend ist kein Problem. Ein Date noch weniger. Aber ein ganzes Wochenende? Die Moral lasse ich mal gänzlich beiseite. Die bringt an der Stelle nichts. Es lohnt sich nicht über Moral Gedanken zu machen, solange man nicht in einer festen Beziehung ist. So sehe ich das. Sonst zerbrichst Du Dir den Kopf über etwas, worüber die Frau sich womöglich selbst gar keinen Kopf zerbricht. Mal sehen wie sich das nach dem Urlaub mit Fr. Respektina weiter entwickelt, evtl. sage ich das mit Fr. Distanz auch einfach ab. In dem Fall bin ich lieber nicht der Lidl oder Aldi, sondern der Edeka mit der vielen Auswahl. Auch wenn es zwar kein Geld, aber viel Energie kostet. 🙂 Wer sagt denn übrigens nicht, dass die beiden Damen ihrerseits nicht parallel daten? Weiß ich es?! Nein. Ich weiß sogar umgekehrt aus totaler Gewissheit, dass es Frauen gibt, die trotz laufender Beziehung parallel daten. 😉 Und Dich dann verlassen. Einfach so. Schwuppdiwupp. Trallala. Wie Pipi Langstrumpf.

Also Fr. Distanz hat für mich sicherlich keinen hohen Stellenwert, eigentlich gar keinen. Aber so lange nicht klar ist, was mit Fr. Respektina oder sonst einer Frau ernsthaft passiert, so lange nehme ich das ganze Datingding auch nicht wirklich ernst. Sondern betrachte es mit Humor und Neugierde. Zwei der schönsten Antriebe im Leben.

Wieder zurück zu Hause

Soweit bin ich noch nicht. Ich genieße noch meine Tage hier im Urlaub. Allerdings bin ich mir bewusst, dass ich bald wieder zurück sein werde. Dabei bin ich etwas hin und her gerissen wie ich mit dem Thema Dating weiter machen soll. Meine Akkus sind echt aufgefüllt. Ich hatte darüber auch schon öfter hier geschrieben. Deswegen bin ich im letzten Urlaub auf Mallorca auch beim Sport gewesen, während mein Miturlauber um die Häuser zog. Ich tat das bewusst. Ich ging ins Meer, ich ging spazieren. Ich sah viele schöne Frauen. Gut, tendenziell sind sie nicht gerade die hellsten am Ballermann. Gilt für Frauen wie Männer. Wer fährt schon an den Ballermann? Gut, ich war auch da. Aber ich gehe auch im Hemd auf eine Hartz-IV-Party. Mir egal. Jedenfalls habe ich auf Mallorca viel geschaut und wenig gemacht. Vielleicht kann man auch „Appetit holen“ dazu sagen? Keine Ahnung.

Jedenfalls habe ich mir vorgenommen zu Hause hin und wieder eine Spaßwoche einzulegen. Ich habe vor, mir zwischendurch eine Woche herauszupicken, in der ich bei jeder Gelegenheit Frauen anspreche. Ganz wie früher. Einfach so. Nur um dann wieder ein paar Wochen komplette Pause zu machen. So wie zuletzt. Einfach so. Ich habe nämlich festgestellt, dass eine Partnerin nicht das Glück der Erde ist. War ja in meiner letzten Partnerschaft auch nicht so. Ganz im Gegenteil. Es war nur eine Illusion. Am Ende gibts die Faust aufs Auge. Aber ich habe etwas gelernt, besonders dank Fr. Respektina: Die Interaktion mit Menschen, besonders Frauen, bringt mir viele tolle Dinge. Freude, Spaß, Spannung, Spiel und Überraschungen. Es ist das Salz in der Suppe. Eine Beziehung ist das Eine. Nicht unbedingt nötig, schon gar nicht um jeden Preis. Aber neben Fitness, Ernährung und Persönlichkeitsentwicklung ist die Zeit mit einer tollen Frau ein weiterer Baustein des Lebens. Und irgendwann wird auch die dabei sein, die die letzte ist, in diesem Projekt Beziehung.

Deswegen freue ich mich darauf, mich auch in diesem Thema endlich selbst von der Leine zu lassen. Genug Akkus aufgeladen. Genug umgesehen. Genug Appetit geholt. Genug zugesehen, abgewartet. Erkennen, erwachen, verändern! Es ist Zeit den Lifestyle auf die nächste Stufe zu bringen, zurück dahin wo ich damals war. Und noch weiter! Frauen lieben Deinen Lifestyle, nicht Dich. Aber sie sind toll. Sie können unheimlich tolle Lehrer sein. Wie Fr. Respektina. Sie sind ein Aspekt des Lebens. Ein wichtiger. Die Balance ist entscheidend. Die letzten Monate habe ich meinen Geist und meinen Körper gereinigt. Jetzt ist es Zeit… und ich zitiere da gerne Tobias Beck… ANDEREN MENSCHEN KONFETTI INS LEBEN ZU STREUEN!!!

2019-09-12

PS: Die Energie ist da. Die Fähigkeiten sind es auch. Also ist es doch echt an der Zeit auch auf der Ebene den buddhistischen Ansatz zu leben und anderen Menschen eine tolle Zeit zu bescheren. Gerne dürfen sie weiblich sein. Und hübsch. 😉

Philosophischer Sonntag – Wem wir uns überlegen fühlen sollten

Es wird einmal wieder Zeit für den nächsten Philosophischen Sonntag. Der ist ja inzwischen wirklich zu einer Rarität geworden. Bei sonst so aller gelebten Sachlichkeit und der energiegeballten Lebenseinstellung „nach vorne, nach vorne, nach vorne!“ zu gehen, ist es mehr als ratsam zwischenzeitlich auch mal inne zu halten. Um wieder mehr aus der Mitte sprechen zu können. Von irgendwo zwischen Bauch und Herz. Nicht aus dem Kopf. Das ist wirklich nötig, aleine schon um unsere Mitte mit unserem Verstand abzugleichen. Denn dieser spielt uns manchmal gerne Streiche. Und oft merken wir es gar nicht.

Philosophischer_Sonntag

Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich täglich auf einem schmalen Grat wandere, wenn es darum geht die richtige Balance zu finden zwischen Hochmut und Demut. Ziehen wir einmal zwischen diesen beiden Extremen des Sozialverhaltens eine gedachte Linie. Eine Grenze. Dabei möchte ich weder ein Stück weiter auf der einen Seite wandern noch ein bisschen weiter auf der anderen Seite. Aus meiner Sicht ist der gesündeste Ort die ausgeglichene Mitte. Wo ich es sonst strikt ablehne, erhält genau an der Stelle der Begriff „Linientreue“ ausnahmsweise eine positive Notation.

Wo genau verläuft die Grenze?

Das individuell zu beantworten ist unmöglich. Für jeden von uns wird sie woanders liegen. Hilfreich ist hier allerdings in jedem Fall wieder allgemeingültige Verhaltensweisen zu verstehen. Uns selbst zu verstehen. Unsere Psyche und die Psyche der Anderen. Deswegen nehme ich Dich mit auf einen kurzen Ausflug. Komm mit.

Wo die Grenze zwischen Hochmut und Demut liegt, ist sehr individuell. Für die meisten Menschen liegt sie aus meiner Sicht aufgrund unserer Erziehung und Kultur in einem ungesunden Maße verschoben zu weit auf der Seite des Demuts. Evolutionär bedingt können Menschen bei Gefahr nur mittels instinktiver Reflexe reagieren. Flucht, Angriff oder Starre. In der Moderne jedenfalls entscheiden sich die meisten Menschen für die Flucht. Beispielsweise bei einer Straßenschlägerei. Kaum einer würde sich als Unbeteiligter mitten ins Getümmel stürzen. Was sicherlich auch vernünftig ist. Aber es ist eben keine starke Wahl. Es ist eine vernünftige Wahl. Wahrscheinlich auch eine gute Wahl. Aber nicht stark im Sinne von kräftig.

So tickt allerdings unsere gesamte Gesellschaft. Und eben nicht nur bei Straßenschlägereien, sondern leider auch im Job. In Anlageentscheidungen. In der Beziehung. In Freundschaften. In der Familie. In Nachbarschaften usw. „Nur nichts falsch machen!“, lautet die Standardparole. Meine lautet anders, und das tue ich auch offen kund. Sowohl im Job als auch sonstwo: „Wo ich bin ist vorne!“ Und nicht immer ist Flucht die beste Variante. Und erstrecht nicht die vernünftigste. Selten sogar nur! Oft wäre die Starre, im Sinne von „einfach aushalten“ deutlich besser. Nicht immer müssen wir uns verstellen und davonlaufen, um zu überleben. Das war früher. Heute ist Angriff aus meiner Sicht oft die bessere Variante. Da wir selbst bei Niederlagen höchstens ein bisschen Geld verlieren würden. Aber sicher nicht mehr gleich unser Leben. Proaktiv ersetzt reaktiv. Gilt überall, wie gesagt. Auch in der Partnerwahl und in Beziehungen.

Wir sind geprägt und durchsetzt von Angst. Angst den Job zu verlieren. Angst unseren Partner zu verlieren. Angst, dass unser Umfeld uns nicht mehr mag. Im Endeffekt ist der Urinstinkt des Menschen sein Überlebenswille. Was einerseits unsere Erhaltung garantiert, uns andererseits aber brutal hemmt uns selbst zu entfalten. Ein Beispiel? Wenn wir uns selbst in Situationen aufkommender Angst ehrlich die Frage stellen: „Und warum habe ich Angst davor ?“, dann würden wir feststellen, dass wir letztlich Angst haben zu sterben. Das ist die Kehrseite unseres Urinstinktes. Das ist die Basis von allem.

– Warum sagst Du Deinem Chef nie Deine Meinung, obwohl Dir danach ist?
– Weil Du Angst hast, dass Du Deinen Job verlieren könntest.
– Warum hast Du Angst Deinen Job zu verlieren?
– Weil Du Dir dann Deine Kredite auf Dein Haus und Dein Auto nicht mehr leisten kannst. Und Deine Frau (oder Deinen Mann) und Kinder auch nicht mehr. Und Dein eigenes Leben genausowenig.
– Und warum hast Du Angst davor?
– Weil Du Deinen schuldfinanzierten materiellen Mist dann verlieren würdest und Deine geliebten Menschen dann gehen könnten und Du alleine wärst.
– Warum hast Du Angst davor?
– Weil Du dann nichst mehr hättest, woran Du Dich festhalten kannst.
– Und warum hast Du Angst davor?
– Weil Du dann nichts mehr zu Essen kaufen könntest und mental schwach wirst.
– Und waurm hast Du Angst davor?
– Weil Du dann vereinsamen und verhungern würdest.
– Und warum hast Du Angst davor?
– Weil Du dann stirbst!

Zwischen Hochmut und Demut und Angst

Wie immer habe ich soeben ein bisschen ausgeholt. Aber es ist Sonntag. Da sollten wir in Ruhe tun. Uns Zeit nehmen. Es liegt also an Dir, wo Du Deine Grenze ziehst. Aber Du solltest verstanden haben, dass das hauptsächlich an Deinem Umfeld und an Deiner Erziehung liegt. Eine Frau in einem Café anzusprechen, auf sie zuzugehen, während das 20 andere Personen mitbekommen, ist das nun hochmütig oder demütig? Ist es auch hochmütig eine Frau anzusprechen, die „viel besser“ aussieht, als ich? Oder muss ich demütig sein, „so eine attraktive Frau“ überhaupt sprechen zu dürfen, da sie sich sonst doch nur mit Instagram-Models abgibt?

Es sind die falschen Fragen! Falscher Kontext! Es erfordert Mut, das ja. Aber es ist weder Hochmut noch Demut im Spiel. Es gibt hierbei kein Über- oder Unterordnungsverhältnis. Da würdest Du mir vermutlich zustimmen. Aber aus welchem Grund sollte man eine Frau nicht in einem Café ansprechen? Es ist die eigene Angst. Und das hat erstmal nichts mit Hochmut und Demut zu tun. Da würdest Du mir vermutlich ebenfalls zustimmen. Wie wäre das, wenn jemand anderen Menschen davon erzählt, dass er letzte Woche richtig dick Geld verdient hat? Wie wirkt das? Hochmütig? Demütig? Weder noch? Die Frage ist doch, warum derjenige das erzählt? Vielleicht ist er ein Trainer und möchte gerade Anderen genau das beibringen?! Achso…

Vielleicht denkst Du Dir gerade auch einfach nur: „Was will er mir damit sagen? Die Fragen haben doch nichts mit der Sache zu tun!“ Ja. Eben. Sie haben nichts mit der Sache zu tun. Ob also jemand hochmütig oder demütig ist, entscheidest Du für Dich. Und derjenige für sich. Das muss sich nicht decken. Wenn jemand Dir einen Spiegel vorhält und Dir zeigt, dass Du auf dem Holzweg bist… ist derjenige dann hochmütig? Besonders weil er sich erlaubt ungefragt Ratschläge zu erteilen? Ja? Okay. Für einen Anderen ist er einfach nur mutig, weil er sich der Gefahr aussetzt, dass Du ihn dafür verurteilst. Und sein Angebot zu lernen lieber ausschlägst.

Manche verwenden an Stelle des Begriffs „Hochmut“ auch den Begriff „Arroganz“, das geht uns für gewöhnlich leichter über die Lippen. Es ist der gefühlt modernere Begriff. „Man, ist der aber arrogant!“ oder „Hochmut kommt vor dem Fall!“. Ich glaube, dass wir uns alle selbst solche Dinge öfter haben sagen hören. Im Laufe unseres Lebens. Ist es nicht so? Die Frage ist doch, ob solche Aussagen nicht in Wahrheit pauschale Werturteile über Menschen darstellen, die wir in den seltensten Fällen gar nicht wirklich kennen. Wir maßen uns damit Urteile an über Lebewesen mit Gefühlen und Gedanken. Menschen haben Gefühle. Wir degradieren sie pauschal zu bloßen Objekten, wenn wir ihnen den Stempel „arrogant!“ aufdrücken. Was abgestempelt ist, kann weg. Oder?

Nicht meine Art. Nicht meine Variante. Was tun wir denn in so einem Moment in Wahrheit? Wir verhalten uns nicht anders als die Person, der wir vorwerfen sich „falsch“ zu verhalten. Wir bescheinigen ihr beispielsweise Arroganz und merken im selben Atemzug nicht, dass es die höchste Form der Missachtung ist, einen einzelnen konkreten Menschen pauschal zu verurteilen mit einem Prädikat, das uns selbst in diesem Moment wesentlich treffender beschreibt. Man könnte auch sagen: „Zeigst Du mit dem Finger auf jemanden, dann bedenke, dass dabei gleichzeitig 4 Finger auf Dich zeigen!“

Irren ist menschlich. Wir alle neigen dazu, zu urteilen. Besonders gegenüber unbekannten (Menschen-)Massen. „Die sind alle nicht klug!“, denken wir uns manchmal. Und meinen in Wahrheit „Die sind alle nicht so klug wie ich!“. Wir denken manchmal auch „die leben alle so unbewusst und ungesund!“ und meinen in Wahrheit „die leben alle so unbewusst und ungesund, im Gegensatz zu mir!“. Das ist doch alles normal, dass wir Dinge oder Abläufe in Beziehung zu uns selbst setzen. Selbstverständlich pauschalisieren wir mit solchen Aussagen. Aber die Frage ist eine andere.

Der Unterschied zwischen universell und individuell

Der Unterschied ist doch, dass wir damit niemanden persönlich adressieren. Wir sollten Menschen individuell betrachten, wenn es um einzelne geht. Wir können pauschalisieren, wenn es um Massen geht. So funktioniert Statistik. Sonst müsste die Auswertung einer Befragung von 1000 Personen grafisch auch auf 1000 Seiten abgebildet werden. Für jeden Befragten eine eigene Auswertung.  Was würde das aussagen? Nichts. Sprechen wir über Phänomene, helfen uns Pauschalisierungen. Sprechen wir über Individuen, schaden sie uns. Jeder Mensch ist einzigartig. Einzigartig wundervoll. Die meisten Menschen sind sich dessen nur selbst nicht bewusst. Dafür gibt es aber auch Blogs wie diesen. Sich bewusst zu werden. „Jeder bekommt die Medien, die er verdient hat.“, ist auch so einer meiner Lieblingssprüche. Wobei ich das sonst immer auf die üblichen Medien beziehe. Die Schlafschafe schauen Mainstreammedien. Während einer Minderheit klar ist, dass die Masse immer Unrecht hat. Deswegen liest sie eben andere Medien. Es liegt an jedem selbst zu tun was er für richtig hält. Das ist letztlich auch eine pauschalisierende Aussage. Aber so funktioniert das Leben nun einmal. Ich habe es nicht erfunden.

Oder anders gesagt: Es ist zulässig, von vielen gleichartigen einzelnen Individuen auf Eigenschaften einer Ähnlichkeitsgruppe zu schließen. Dann clustern wir. Wir bilden Gruppen, in dem wir ähnliche „Objekte“ zusammenfassen. Das können Menschen mit bestimmten Eigenschaften oder Fähigkeiten oder Verhaltensweisen sein. Ein Cluster könnte sein: „Der überwiegende Teil der Männer trägt mindestens Schuhgröße 40.“ Mit dieser Aussage sind wahrscheinlich 95% aller Männer erfasst (nur eine Schätzung!). Damit bilden wir ein Cluster (eine Gruppe) und packen dort pauschal diese breite Masse der Männer hinein. Dass wir damit nicht alle abdecken, nehmen wir billigend in Kauf. Anders wäre das Leben nicht gestalt- und handhabbar. Wir benötigen Gesetzmäßigkeiten, die auf Ähnlichkeiten und Wiederholungen basieren. Wenn Du beim Hautarzt einen Termin möchtest, dann tust Du das, weil Du ein Problem mit Deiner Haut hast. Und nicht mit den Zähnen. Sonst wärst Du zum Zahnarzt gegangen. Wir schreiben also der Gruppe der Hautärzte bestimmte Eigenschaften zu, beispielsweise Hauterkrankungen behandeln zu können. Zahnärzten schreiben wir andere Eigenschaften zu. Für gewöhnlich ist die Gruppe der Hautärzte in der Lage Hautkrankheiten zu behandeln. Und die Gruppe der Zahnärzte hat die Fähigkeit Zahnerkrankungen zu behandeln. Dabei gibt es dann jeweils gute und schlechte. Sind alle guten Hautärzte auch sportlich? Oder reisen sie gerne? Oder essen sie viel Fisch?

Mach niemals umgekeht den Fehler, aus einer bestimmten Gruppe (einem Cluster) auf einzelne Individuen in anderen Kontexten zu schließen. Auch dazu neigen wir sehr gerne. Das kann uns allerdings Kopf und Kragen kosten. Beispielsweise gehen wir davon aus, dass Menschen, die regelmäßig Fastfood konsumieren, eher krank, faul und depressiv… und übergewichtig sind. Was mit Sicherheit zweifelsfrei stimmen wird. Allerdings heißt das nicht umgekehrt, dass sich in diesem Cluter nicht Personen befinden können, die beispielsweise Profifußballer sind. Oder Literaturnobelpreisträger. Oder Dein Partner, der so viele wundervolle Eigenschaften in sich trägt.

Die Ausage, dass viel Fastfood fett macht, ist sicher richtig. Pauschalisierend, aber wahr! Aber die Aussage, dass Fastfood-Esser keine guten Angler, Schreiner oder Verkäufer sein können, wäre absurd. Mir ist klar, dass das alles völlig logisch erscheint und für viele Menschen eigentlich keinen eigenen Artikel wert wäre. Ist es doch, sage ich! Denn wir sind viel zu schnell und zu platt und zu pauschal, wenn es darum geht, wie wir mit einzelnen anderen Menschen umgehen. Wie wir sie zuerst BEurteilen, um sie im nächsten Atemzug zu VERurteilen. Und uns damit selbst der Möglichkeit berauben, wundervolle Möglichkeiten und Eigenschaften anderer Menschen entdecken zu könen. Und daraus zu lernen.

Wann ist jemand für Dich hochmütig oder demütig?

Ob jemand für Dich also hochmütig oder demütig ist oder sogar aus Deinem Idealbild heraus genau auf dem schmalen Grat wandert und die perfekte Balance hält, kann ich Dir also nicht beantworten. Beim besten Willen nicht. Aber ich kann mein Bestes geben darzustellen, welchen Regeln Du Dich selbst unterwirfst und warum Du den Grat für Dich genau dort verlaufen lässt wo Du ihn verlaufen lässt. Es ist Deine Entscheidung, dass Du Dinge als hochmütig betrachtest, die ich vielleicht als relativ demütig ansehe. Oder umgekehrt.

Jeder von uns ist anders. Das ist immer so und nicht neu. Aber uns das bewusst zu machen ist so wichtig. Das entscheidet über die tägliche Lebensqualität. Aus meiner Sicht gibt es hierfür 2 grundlegende Dinge zu befolgen und Dir wird es weder passieren, dass Du zu hochmütig noch zu demütig wirst. Und das sind die Achtsamkeit und die Bewusstheit. Das sind Dinge, auf die mich vor ein paar Jahren Eckhart Tolle brachte. Andere wiederum lassen sich eher von Thích Nhất Hạnh inspirieren. Viele Wege führen zum Ziel.

Du solltest Dir also, anstatt mit dem Finger auf Andere zu zeigen und sie als hochmütig zu be- und verurteilen, gewahr sein, dass Du dabei mit 4 Fingern auf Dich zeigst. Du solltest Dir lieber die Frage stellen, ob Du ein freier Mensch bist. Gedankenfrei. Ob Du es Dir selbst erlaubst frei zu denken. Frei von Konventionen. Ob Du den Verlauf des schmalens Grats zwischen Hochmut und Demut wirklich bewusst festgelegt hast. Oder ist Dir das von der Gesellschaft bzw. durch die Erziehung so beigebracht worden? Beschäftige Dich lieber mit Dir selbst als mit anderen Menschen. Kehre vor Deinem eigenen Teppich, dort ist in aller Regel gut zu kehren. Deswegen bin ich so gerne mein härtester Richter. Mein nörgelndster Kritiker. Mein unzufriedenster Erzieher. Wenn ich mir die Zeit nehme mich mit mir zu beschäftigen, brauche ich mich nicht mehr so viel mit anderen Menschen beschäftigen. Höchstens hier im Blog. Aber das ist in Wahrheit auch nur ein Tagebuch, indem es um mich geht.

Und ich möchte den heutigen Artikel mit einem Zitat abschließen. Einem, das ich gestern Nacht entdeckt habe. Das mich wirklich aus den Socken gehauen hat. Weil es sich so wunderbar natürlich richtig für mich anfühlt und gleichzeitig auch schon lange mein täglicher Antrieb ist. Aber ich hätte es nicht besser in Worte fassen können. Darum verneige ich mich dafür vor dem Literaturnobelpreisträger Ernest Hemingway:

„Es hat nichts Edles, sich seinen Mitmenschen überlegen zu fühlen. Wahrhaft edel ist, wer sich seinem früheren Ich überlegen fühlt.“

PS: Dass Manches von mir manchmal hochmütig wirken mag, verstehe ich. Das liegt am definierten jeweiligen Verlauf des Grats zwischen Hochmut und Demut jedes Einzelnen. Wie mir in diesem Artikel heute hoffentlich herauszuarbeiten gelungen ist. Aber es geht für mich um nichts Geringeres als das Besagte in diesem Zitat. Jeden Tag die neue beste Version von mir selbst zu sein! Ich kann mir nichts davon kaufen klüger zu sein als Andere. Oder schöner. Oder reicher. Oder trainierter. Oder was weiß ich. Aber ich gehe jeden Tag in eine neue Herausforderung. Die Challange gegen mich selbst, besser zu werden! Dass ich dabei automatisch den Einen oder Anderen überholen werde, liegt in der Natur der Sache. Aber es ist mir einfach egal. Es ist mir egal! Ich kehre vor meinem Teppich. Der ist schmutzig genug. Jetzt ist damit auch die Antwort auf den Titel des heutigen Artikels gegeben. Wem wir uns überlegen fühlen sollten.

Von 2 Dates und Marktwerten (Teil 3 von 3)

Im zweiten Teil dieser Serie (Von 2 Dates und Marktwerten (Teil 2 von 3)) behandelten wir das Thema Marktwerte von Frauen und Männern auf dem Datingmarkt. Außerdem gab ich sehr konkrete Ratschläge allgemeiner Art, für beide Geschlechter, um sich auf dem Tummelplatz der Liebenden bestmöglich positionieren zu können. Keine Platitüden, sondern harte Fakten. Dabei gab es sehr konkrekte Hinweise dazu, warum Vorsorge besser als Nachsorge ist. Ich schrieb außerdem zwei sehr persönliche Botschaften an alle Menschen meines bisherigen Lebensweges und außerdem an Eckhart Tolle. Desweiteren distanzierte ich mich von diesen ganzen psychologischen Verhaltensmustern und Gesetzmäßigkeiten des Datingmarktes. Es ist allerdings wichtig zu verstehen wie dieser funktioniert, was dort passiert und warum das alles so wirkt. Ablehnung bringt uns alle schließlich keinen Schritt weiter. Und zu guter Letzt gab es dann die Details des Date-Reviews mit Fr. Distanz.

Heute geht es um das Date 2 der inzwischen vergangenen Woche. Das mir viel gegeben hat. Auf ganz eigene Weise. Viel Spaß, wenn Du erfahren möchtest warum. Und wir gehen dabei auch der Frage nach, wie meine Fremdwahrnehmung derzeit aussieht. Über mich selbst – die Selbstwahrnehmung – gibt es ja ständig ellenlange Berichte von mir. Die Frage ist doch: Wie sehen mich Andere? Besonders außerhalb dieses Blogs.

Warum mir wichtig ist, wie mich Andere sehen

Ist das nicht ein Widerspruch, da ich doch sonst immer so felsenfest behaupte, mich nicht von außen triggern zu lassen und auf ablehnende Meinungen anderer Personen keinen Pfifferling zu geben? Mitnichten. Es ist kein Widerspruch, ganz einfach: Es gibt 2 Perspektiven. Die beiden oben genannten, Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung. Die zweifellos wichtigere der beiden ist das Selbstbild und die Selbstwahrnehmung. Weil wir subjektive Wesen sind und jeder Mensch für sich selbst denken und handeln muss. Niemand blickt aus den Augen Anderer (vom Themenfeld „Remote Viewing“ einmal abgesehen, aber damit habe ich mich noch nie beschäftigt). Wir sind keine Maschinen, denn die besitzen keine Selbstwahrnehmung. Jedenfalls noch nicht. Aber wir, wir schon.

Warum ist mir nun die Fremdwahrnehmung wichtig? Ist sie und ist sie auch wiederum nicht!
Hä? Wie nun?! Ganz einfach, wir nehmen zwei Fallkonstellationen an.

Beispiel 1:
Du tust etwas, von dem Du völlig überzeugt bist, etwas das Dir Spaß macht. Wir nehmen an Du bist beim Tanzen. Du tanzt für Dein Leben gerne. Du machst und tust und bist in Deinem Element. Du hast die größte Freude. Und nun kommt jemand (meistens ein Niemand) und erklärt Dir, dass Du „falsch“ tanzen würdest. Dass es „lächerlich“ aussehen würde. Dass „man so nicht tanzt“. Und sowieso wärst Du so gar nicht im Takt.

Lösung:
Gib genau null Komma gar nichts auf die Meinung dieser anderen Person! Diese Art von Meinungsäußerungen begegnen mir täglich. Überall. In der Arbeit, privat, in der Familie, ganz ganz selten selbst auch unter Freunden, hier im Blog auch. Es ist menschlich. Überall. Aber was bringt Dir das, Dir eine ablehnende Meinung zu etwas anhören… ja sogar anhören zu MÜSSEN… während Du zeitgleich die größte Freude im Leben daran hast, das zu tun was Du tust?! Nichts. Gib einfach nichts darauf. Hör es Dir am Besten gar nicht erst an, aber manchmal ist es aus sozialen Gründen nicht möglich vollkommen die Scheuklappen hoch zu ziehen. Manchmal müssen wir so einen Mist über uns ergehen lassen. Gut, dann lass Dein Gegenüber eben palavern. Geht auch vorbei. Mein Rat: Bleib bei Dir. Lass Dich nicht triggern. So lange Du Spaß und Freude daran hast, was Du tust… solange mach genau das weiter. Und je größer die Ablehnung ist, desto eher solltest Du Dir darüber im Klaren werden, dass Du mit großer Wahrscheinlichkeit alles richtig machst! Die Masse hast fast immer Unrecht! Bitte merken. Es gelten bis zum Anschlag zwei essentielle Devisen, womöglich zwei der wertvollsten Ratschläge fürs Leben:

  1. Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten!
  2. Das Feedback des Anderen sagt mehr über den Anderen aus als über Dich!

Denk darüber nach. Macht frei. Deswegen perlt negatives Feedback, das rein auf Meinungsäußerungen (!) basiert, an mir ab wie Regen von einem frisch gewachsten Lamborghini.

Und nun zur zweiten Fallkonstellation. Wo die Meinung Anderer und Dein Fremdbild plötzlich elementar wichtig werden.

Beispiel 2:
Wir nehmen wieder das Beispiel Tanzen. Du tanzt wieder für Dein Leben gerne und hast die größte Freude daran. Nun bist Du also auf dem Parkett und tanzt in einem Wettbewerb, die Weltmeisterschaft meinetwegen. Jetzt mag Deine Selbstwahrnehmung konstant gleich geblieben sein. Du empfindest Dich selbst womöglich als den besten Tänzer des Wettbewerbs, vielleicht sogar als den besten Tänzer der Welt. Alles gut. Nur hast Du jetzt eine entscheidende Komponente in diesem Fallbeispiel verändert bzw. unterliegst anderen Gesetzmäßigkeiten: Du hängst hier unmittelbar von der Gunst und dem Geschmack der Jury ab. Du magst aus eigener Selbstwahrnehmung heraus noch so toll tanzen. Das spielt aber für diesen Fall keinerlei Rolle. Faktisch ist es sogar umgekehrt: Du könntest Dich selbst als den miserabelsten Tänzer der Welt betrachten und erfüllt sein von Selbstzweifeln. Wichtig? Faktisch betrachtet nicht. Wichtig ist nur wie Dich die Anderen sehen, die Jury. Jetzt rückt das Fremdbild in den Fokus.

Lösung:
Spannend. Bevor Du überhaupt irgend etwas tust, musst Du zunächst verstanden haben auf welchem Terrain Du Dich bewegst. Spielst Du in Fallbeispiel 1 oder in Fallbeispiel 2? Ich behaupte: Die meisten Menschen merken gar nicht um was es gerade geht. Sie verhalten sich stets gleich. Sie „sind halt wie sie sind“. Klar, ist auch eine Möglichkeit. Eine kluge? Rhetorische Frage!
Du musst verstehen und wissen in wessen Show Du gerade spielst. Das Leben ist eine einzige Show. Und nichts ist schlimmer, als nicht verstanden zu haben, dass Du den ganzen Tag in ganz verschiedenen Shows spielst. Shows, deren Regeln NICHT Du machst. Du kannst entweder nach den Regeln des Regisseurs spielen und in dessen abgestecktem Rahmen gewinnen oder Du wirst täglich Deinen Kopf gegen Beton schlagen und Dich wundern, warum sich nie etwas für Dich zum Positiven ändert. „Ja, aber ich habe doch mein Bestes gegeben und verstehe nicht, warum ich so schlecht abgeschnitten habe!“ Kennst Du so vielleicht auch noch ganz gut aus Deiner Schulzeit? Aufwachen! Halloooo! Ja. Du sagst es doch. „Dein“ Bestes. Das ist aber nicht unbedingt auch „das Beste“ für den Regisseur oder für die Jury. Du hast das falsche Mindset! Eigentlich hast Du gar keins. Du bist ein unbewusster unreflektierender kleiner Junge (oder ein unreflektierendes kleines Mädchen). Nimm den Lolly aus dem Mund. Werde erwachsen. Und falls Du bereits erwachsen bist und noch tiefer in die Materie eintauchen möchtest, dann beschäftige Dich auf philosophischer Ebene gerne einmal mit dem sog. Höhengleichnis von Platon. Wikipedia oder so, zum Einstieg.

Zusammenfassung:
Feststellen, in wessen Show ich mich befinde! Sich selbst Fragen stellen: Wer ist hier der Regisseur? Nach wessen Pfeife soll ich tanzen? Wem muss meine Nase gefallen? Für wen hab ich hier zu performen? Dann schalte Deine Selbstwahrnehmung am Besten völlig aus. Sei einfach. Mach einfach. Fast wie eine Maschine. Du tust das gerade für Andere, nicht für Dich. Dein Lohn kommt danach. Wenn Du die Goldmedaille nach Deiner Performance und für Deine Show erhalten hast. Dann erst schlägt Deine Stunde.

Mir kann keiner erzählen, dass das Tanzen hier im Vordergrund steht. Du musst ja nicht zu diesem Wettbewerb fahren. Du kannst schließlich auch alleine zu Hause vor Deinem Spiegel tanzen. Dieselbe Choreografie. Oder nicht? Ich höre den Einen oder Anderen jetzt schon sagen: „Ja, aber mir ist das egal wie die Jury mich findet. Ich gebe mein Bestes, wenn es der Jury reicht, dann ist gut, wenn nicht, dann eben nicht. Mir egal. Hauptsache Spaß!“ Vergiss es, Du bist ein Narr, wenn Du so denkst. Damit nimmst Du Dich doch selbst nicht mehr ernst. Du hast den Kontext in diesem Fall nicht verstanden. Du befindest Dich in diesem Beispiel gerade in Fallkonstellation 1. Aber jeder halbwegs nicht komplett benebelte Mensch fährt nicht zu einem Wettbewerb ohne ihn nicht auch gewinnen oder bestmöglich abschneiden zu wollen. Also hör auf Dir in die Tasche zu lügen. Wenn Du wirklich kein Interesse am Ergebnis hast, dann bleib zu Hause. Und mache den Platz frei für Andere, die den Wettbewerb ernster nehmen. Aber davon gehe ich bei Dir einfach nicht aus. Sonst wärst Du nicht hier auf meinem Blog, richtig?! Richtig?! RICHTIG! 😉

Was hat das alles mit mir zu tun?

Wenn ich eine Frau date, dann muss mir die Frau gefallen. Keine Frage. Aber es gehören immer 2 Personen zu dieser Show. Es gibt 2 Regisseure. D.h. ich muss auch der Frau gefallen. Es ist – gar nicht einmal auf eine einzelne Frau bezogen – nichts anderes als ein Wettbewerb. Der Dating-Wettbewerb. Du kannst hier immer „so sein wie Du bist“ und hoffen, dass irgend eine Jury Dich toll findet. Oder Du kannst speziell für den Wettbewerb trainieren. Entscheide selbst. Ich kann nur sagen, dass ich durch den Weg der Persönlichkeitsentwicklung und die vielen Tränen und den Schweiß, den das Ganze mich gekostet hat, viel weiter gekommen bin als in meinem gesamten Leben zuvor ohne all die Anstrengung. Mach bitte nicht den Fehler zu glauben, dass ich mich verstellen würde, um einer Frau zu gefallen. Sicher nicht.

Das sind getrennte Dinge. Aber wenn ich weiß, dass Frauen nun einmal nichts von Politik, der Börse oder der Wirtschaft hören wollen, dann erzähle ich ihnen davon auch nichts, jedenfalls nicht beim ersten Date. Habe ich früher gemacht, hat aber so gar nichts gebracht. Wenn ich inzwischen (zig Dates weiter in der Entwicklung) weiß, dass Frauen emotionale Wesen sind (exorbitant stärker als Männer), dann spreche ich doch lieber über Freiheit, Wünsche, Abenteuer, Sehnsüchte. Das triggert andere Gehirnregionen. Und jetzt könntest Du wieder sagen: „Oh mein Gott!!! Du bist ja so ein abgestumpfter Pickupper, der Dinge nur sagt, damit sie der Frau gefallen. Du spielst ja mit der Frau! Widerlich! Du bist ein menschenverachtender kleiner Manipulator!“ Ich spiele gar nichts. Und menschenverachtend bin ich sicher nicht. Falls Du so denken solltest, was ich nicht glaube… aber falls, dann scroll nochmal hoch, was waren oben die beiden essentiellen Ratschläge, die ich gab? 🙂 Ratschlag 2 lautete: Das Feedback des Anderen sagt mehr über den Anderen aus als über Dich!

Sollte also jemand tatsächlich auf solche absurden Gedanken kommen, dann könnte ich das nicht ernst nehmen. Sorry. Aber ich weiß ja, dass hier durchaus auch mal ganz vereinzelt (zum Glück nur vereinzelt!) Beta-Männer mitlesen oder Möchtegern-Alpha-Frauen. Ich will für diese kleine Minderheit (!) nur klarstellen, dass ich NICHT so denke. Okay? Alles gut. Dann können wir jetzt fortfahren. Also nicht Ford fahren, sondern fortfahren. Danke. 🙂

Weiter in der Story: Ich habe mich entwickelt. Inzwischen macht es mir einfach mehr Spaß mit Frauen über Sehnsüchte, Kindheitsträume, Wünsche, Abenteuer und Reisen zu sprechen. Und über die Börse spreche ich mit anderen Menschen. So easy. Das ist die Lösung. Ich sorge weniger mehr „künstlich“ für Knistern auf Dates. Eine riesige Schwäche war das von mir früher, deshalb haben so viele Dates am Anfang kein Folgedate ergeben. Bin ich mir heute jedenfalls sicher. Ich brauchte ca. 50 erste Dates (haha, ein Filmtitel!), um das zu verstehen. Weil ich zu wenig selbstkritisch war. Ich hatte es einfach nicht verstanden. „Ich war einfach ich selbst“, so wie die ganzen tollen klugen Ratschläge von Freunden und der Familie für gewöhnlich lauten. Mit dieser Herangehensweise gewinnst Du allerdings keinen Blumentopf. Nicht einmal eine Plastikrose auf dem Volksfest. Ich hatte viele Frauen angesprochen und dementsprechend viele Dates erreicht. Ehrlich gesagt waren da Mega-Granaten dabei. Optische Sahne-Hasen. Ganz viele 7er, einige 8er, ein paar 9er. Eine 10 habe ich in meinem Leben noch nie vergeben, da bin ich zu kritisch glaube ich. 🙂 Und die Dates liefen immer relativ ähnlich ab, ich dachte mir immer nur „ich könnte einfach ich selbst sein“. Kannst Du. Aber so verlierst Du!

Das läuft überall im Leben so

Nehmen wir an, Du möchtest Geld verdienen. Und Du hast die Idee des Jahrtausends und hast einen wahnsinnig tollen neuen Kühlschrank entwickelt. Den Fluxbox-Kühlschrank-1000. Den hast Du konzeptioniert, entwickelt und produziert. Nun gehts ans Marketing und an den Vertrieb. Wie machst Du das? Ich würde mir erst einmal Gedanken machen wo Du gerade stehst. Bist Du in der Wüste oder in der Antarktis?! Ich hoffe Du verstehst die Metapher. Und ich merke, dass die meisten Menschen schlichtweg nicht das Bewusstsein besitzen, um sich über so etwas Gedanken zu machen. Die Meisten möchten Kühlschränke in der Antarktis verkaufen. Da es „sowieso schon so kalt ist!“ Hääää?! Waaaas?! Was ist das für eine Logik? Kühlschränke verkaufen wo es „sowieso schon so kalt ist“?! Waaaas? Erde an Kühlschrank-Verkäufer: „Housten, wir haben ein Problem!“

Versteh mich nicht falsch, Dein Kühlschrank ist bestimmt gut. Du bist studiert, ein echt kluges Kerlchen oder eine kluge Kerline. Aber es ist die falsche Show! Aufwachen. Nimm die Kiste mit, geh in die Wüste und Du wirst der reichste Mann von Babylon! Dein Produkt ist doch gut. Alles steckt doch längst in Dir. Aber Du musst Deine Qualitäten an den Markt adaptieren. Und nicht versuchen den Markt an Deine Qualitäten zu adaptieren. Das schaffst Du nicht. Der Markt ist der Markt. Der hat eigene Regeln. Du bist nicht der Erfinder und auch nicht der Regisseur des Marktes, merk Dir das! Aber vielleicht schadet es Dir auch nicht, wenn Du erst Deine eigenen 50 ersten Dates haben musst, um das zu verstehen! 😉 Ich zeige Dir hier nur die Abkürzung, das ist alles. Nimm es als Angebot an. Oder geh Deinen Weg weiter. Feel free.

Echte Verhaltensänderung ist möglich. Persönlichkeitsänderung. Sonst würde ich das alles doch nicht machen. Du wirst von Tag zu Tag besser. Du musst Dich mit dem von Dir gewünschten Thema in der Tiefe beschäftigen. Also habe ich angefangen zu studieren. Thema: „Wie lerne ich eine Frau kennen?“ Anfangs war es eher eine Therapie für mich, mit dem Pickuppen zu beginnen. Daraus wurde ein Selbststudium. Inzwischen könnte ich vielleicht sogar schon Dozent sein. Vielleicht bin ich es auch schon, wer weiß. Es macht mir Spaß. Und ich weiß, dass das funktioniert, was ich tue. Ich bin nur „beziehungsunerfahren“, aber nicht datingunerfahren. Das sind zwei verschiedene Dinge. Und ich bin stolz darauf, kein abgestumpfter Holzklotz zu sein. In mein Herz sind bisher nur sehr wenige Menschen hinein gekommen. Wer kann das schon von sich behaupten. Selbstwert. Selbstachtung.

Wie lief das Date 2 dieser Woche?

Ich habe bis jetzt noch kein Wort über die Frau verloren. Es gab dafür eine lange Herleitung. Du wirst später verstehen warum. Zuerst möchte ich ihr einen Namen geben, aus Respekt ihr gegenüber. Weil ich ihre Art respektvoll fand, sehr sehr respektvoll. So eine Frau habe ich so noch nie erlebt. Sie ist feminin, sie ist höflich, gut erzogen, extrem darauf bedacht, dass auch ich mich wohl fühlte. Aber das Herausragende war ihre respektvoll zurückhaltende Art. Sie war sehr darauf bedacht nichts Falsches zu sagen. Keine blöden Sprüche, kein dummes Getue. Das Gegenteil eines normalen Dates. So noch nie erlebt. Danke an den Himmel dafür, dass ich das auch noch mal erleben durfte.

Deswegen nenne ich Dich – aus respekt – einfach Fr. Respektina. 🙂

Das Date war für mich sehr besonders, da ich viel über mich lernen durfte. Und den Spiegel vorgehalten bekam. Warum? Ich frage Frauen auf Dates sehr gerne spielerisch (wichtig!) solche Dinge wie:

  • Wann war Dir klar, dass ich Interesse an Dir haben könnte?
  • Wann warst Du Dir sogar sicher, dass ich Interesse an Dir habe?
  • Wann war Dir klar, dass ich Dich wiedersehen möchte?

Und umgekehrt auch:

  • Wann hast Du Dir gedacht, dass Du mich sympathisch findest?
  • Wann hast Du Dir gedacht, dass Du mich wiedersehen wollen würdest?
  • Hättest Du mich nach einem Date gefragt, wenn ich es nicht getan hätte? Und wenn ja, wann?

Fragen dieser Art liefern Antworten, die Du von niemand anderem dieser Welt bekommen kannst. Es ist kein „was wäre wenn“, sondern Du bekommst direktes Feedback. Ich kann Dir das nur empfehlen mir gleich zu tun. Das sind Antworten, bei denen Du extrem gut zuhören musst. Halt Deine Klappe und höre Deinem Gegenüber einfach zu! Jetzt lernst Du extrem viel über Dich. Über Deine Fremdwahrnehmung! Bingo! Genau darum die lange Herleitung! Meine Texte sind kein Selbstzweck, jede Zeile ist es wert gelesen zu werden. Geduld zahlt sich hier aus. 😉

Ich kann Dir auch versichern, dass es unendlich viel Spaß macht über diese Fragen zu sprechen. Für beide ist es in der Regel eine „knisternde“ Situation, die „Wahrheit“ Preis zu geben. So war das auch an dem Tag. Wir haben gelacht, wir haben überlegt. Wir haben zugegeben. Wir waren verwundert. Wir waren überrascht. Wir haben uns gefreut. Und dabei geflirtet.

Du kannst also ein tolles Date verbringen und etwas über Dich lernen und auch dem Anderen die Möglichkeit bieten, über sich zu lernen. Und es muss nicht über Börse, Finanzen und Politik gehen. Auch wenn Du für diese Themen brennst. Es gibt also auch andere Themen, die Spaß machen. Für die Du brennen kannst. Und wenn Du damit das Ziel erreichen kannst, nämlich mit dem anderen Menschen eine tolle Zeit zu verbringen, dann tu das. Deswegen hast Du Dich weder verstellt noch bist Du ein routinierter Pickupper gewesen, der irgendwen manipuliert hat. Das wird den Pickuppern für gewöhnlich gerne vorgeworfen. Ich kann mich dem allgemeinen Vorwurf nicht einmal erwehren. Aber für mich gilt dieser Mist nicht. Ich bin ich. Mir egal, was irgendwelche anderen Typen tun.

Und wie ist nun mein Fremdbild?

Wie mich Fr. Distanz sieht, hatte ich ja schon in den beiden letzten Artikeln angerissen. Fr. Respektina hatte ich ja auf der Terasse eines Lokals angesprochen. Sie saß mit ihren beiden Freundinnen an einem 4er Tisch. Ich saß am Nachbartisch, alleine. Mit meinen Kopfhörern beim Youtube-Vorträge-Hören.

Und jetzt beschreibe ich zunächst das Ganze aus meinem Selbstbild, die Ich-Perspektive:
Ich setzte mich an den Tisch, es hätte auch andere freie Tische gegeben. Aber ich setze mich immer gerne in die direkte Nähe von Frauen. Besonders wenn sie ohne männliche Begleitung sind. Ich sprach sie sehr früh schon sehr allgemein an. „Guten Appetit“, oder „was habt Ihr da in Euren Gläsern? Kenne ich noch gar nicht!“ (es war Lillet Wild Berry). Einfacher Smalltalk. Dabei versuche ich mich auf alle 3 Damen gleichermaßen zu konzentrieren und dabei allen 3 in die Augen zu blicken. In dem Fall gefiel mir nur die spätere Fr. Respektina. Dennoch unterhalte ich mich erst einmal mit allen weiter. Mache zwischendurch auch Pausen, habe wieder meine Kopfhörer eingesetzt und weiter meinen Youtube-Vortrag angehört. Nur keine Bedürftigkeit. Bis jetzt ist ja nichts passiert, Angel auswerfen und nicht gleich wie wild versuchen sofort einzuholen. Einfach mal 2 Schritte zurück treten. Nach ein paar Minuten, als die Gerichte serviert wurden, habe ich mich wieder ins Gespräch begeben. Plötzlich passierte etwas seltenes: Fr. Respektina stellte mir vereinzelt Fragen. Das ist immer ein starkes Interessenssignal. Ich sprach etwas mehr mit ihr, danach wieder mehr mit den Anderen. Und gegen Ende wieder mehr mit ihr. Dabei drehte ich mich etwa zu Beginn des letzten Drittels der gesamten Konversationszeit etwas in ihre Richtung, da sie mir schräg gegenüber saß. Ich drehte also Füße und Körper in ihre Richtung und unterhielt mich weiterhin mit ihr und vereinzelt auch mit den anderen beiden Damen.

Und nun beschreibe ich das aus meinem Fremdbild, also aus der Fr. Respektina-Perspektive:
Ich sei von Anfang an sehr charmant gewesen, überhaupt nicht aufdringlich. Auch als ich mich zwischendurch wieder meinen Kopfhörern gewidmet hätte, fand sie das nicht merkwürdig, sondern unaufdringlich und gut. Dass ich ihnen auch genug Freiraum gegeben hatte, sich wieder untereinander zu beschäftigen. Sie hätte mich sehr früh schon als sehr sympathisch empfunden. Ihr habe gefallen, wie ich mich mit allen unterhalten habe, welche Fragen ich gestellt hätte und welche Themen ich angerissen hätte. Sie fand mich charmant, aber gleichzeitig sehr direkt und offen. Das schätze sie sehr, wenn ein Mann auch direkt sei. Ihr sei klar gewesen, dass ich Interesse an ihr hatte, ab dem Zeitpunkt, an dem ich begonnen hatte, ihr erste konkrete Fragen zu stellen, beispielsweise über ihren Wohnort und ihre Gegend. Bis dahin sei ihr das nicht klar gewesen, da ich mich mit allen 3 gleichermaßen unterhalten hätte. Übers Feiern und Weggehen am Wochenende und sonstige allgemeine Themen. Als ich allerdings anfing, mich etwas mehr ihr zu widmen, spürte sie ein intensiveres Interesse meinerseits. Außerdem hätte sie dieses Lächeln in meinem Blick bemerkt. Sie sei sehr aufmerksam und achte sehr auf ihr Bauchgefühl. Ihr wäre sehr früh (!) bereits klar gewesen, dass sie auf ein Date-Angebot von mir eingehen würde. Und absolut sicher, dass ich starkes Interesse an ihr gehabt habe, sei sie sich gewesen, als ich mich mit meinem Körper etwas in ihre Richtung drehte. Sowohl mit den Beinen als auch mit dem Oberkörper. Sie hätte es toll gefunden, dass ich sie ganz konkret nach einem Date gefragt hätte. Und sie habe sich über mein Kompliment bezüglich ihres süßen Lächelns gefreut.

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Was lerne ich daraus?

Nicht neu daran ist für mich wieder einmal die totale Bestätigung dafür erhalten zu haben, was der vermutlich wichtigste Leitsatz eines Mannes auf dem Weg zu seiner Traumfrau ist: ATTRACTION ISN’T A CHOICE!
Bitte aufschreiben. Merken. Einrahmen. Laminieren. Übers Bett hängen!

Dieses Date war für mich ein 6er im Lotto!
Selbstbild und Fremdbild passen hier zu 100% überein! Wie die Faust aufs Auge! Bingo!

Nicht nur, dass ich mich so verhielt, wie ich mich verhalten wollte und wie ich auch bin. Sondern es kam auch genau so an, wie ich möchte, dass ich ankommen soll. Außerdem bemerkte sie sowohl, dass ich mal ihr und mal der ganzen Gruppe mehr Aufmerksamkeit zukommen ließ als auch, dass ich meine Körpersprache und Haltung ihr zuwendete. All das tat ich bewusst. Ich ging absichtlich nicht von Anfang an nur auf sie ein, sondern unterhielt mich sogar sehr bewusst stärker mit einer ihrer Freundinnen. Wobei diese Freundin gar nicht mein Typ war.

Exakt! Genau darum ging es mir. Genau das wollte ich erreichen. Sowohl die Show mit der Verteilung meiner Aufmerksamkeit den Dreien bzw. ihr gegenüber als auch der sehr bewusste und gezielte Einsatz meiner Körpersprache waren von mir genau so gewollt und bezweckt. Und genau so kam es auch noch „charmant“, „offen“ und gleichzeitig „direkt“ an.

Nochmal, für mich ist dieses Date ein 6er im Lotto. Weil ich in dieser frühen Phase des Projekts Beziehung Teil 2 erfahren durfte, dass mein Selbstbild das repräsentiert, was an Fremdbild auch gut ankommt. Man nennt das „kongruent sein“. Authentisch. Man tut das was man tut nicht verstellt, sondern „weil man so ist“. Perfekt. Das ist für mich die größte Motivation auf meinem aktuellen Weg. Es ist für mich wie eine Auszeichnung. Dass meine Körpersprache, meine Gesprächsthemen und meine Art genau das repräsentieren was es repräsentieren soll. Eine charmante und zugleich männliche Art. James Bond näher als einem Rocker. Ihr war also von Anfang an klar, dass das eine Sache zwischen Mann und Frau werden würde. Und genau das ist mir wichtig. Dass ich als Mann wirke, nicht als Nice-Guy. Können Rocker bestimmt auch, aber ich mag es eben lieber geschüttelt, nicht gerührt.

Und gleichzeitig merke ich damit, dass mein derzeitiges starkes Mindset genau das Richtige ist. Innere Stärke strahlt aus. Zieht an. Ohne überheblich zu sein. Ich kann innerlich extrem stark sein und nach außen hin total charmant wirken. Das widerspricht sich gar nicht. Ich würde es umgekehrt behaupten: Vielleicht ist das Eine auch die Bedingung für das Andere? Zumindest wenn es authentisch sein soll. Sich selbst permanent Fragen zu stellen und neugierig zu sein, spornt mich total an. Nur dadurch kann ich lernen und als Mensch wachsen.

Wie ging oder geht es mit ihr weiter?

Um ehrlich zu sein ist mir das in der Phase nicht wichtig. Dafür habe ich zu viele erste Dates gehabt. Ich finde sie toll, das Date verflog zeitlich gefühlt wie der Wind. Es machte Spaß. Sie ist eine wirklich „andersartige“ Frau, positiv gesprochen. Aber es gibt auch hier rote Flaggen. Marktwerttechnisch betrachtet ist das nämlich wieder meine alt bekannte Nummer: Frau mit Kind(ern). Ohje. Was ist da nur los?! Was soll das, liebes Schicksal?! Warum wirfst Du mir immer Frauen mit Kindern auf den Weg?!

Aber gut, spielt sowieso nur eine untergeordnete Rolle. Der Kontakt war zunächst danach nur sehr kurz und knapp, auch wenn sie sich unmittelbar nach dem Date für den tollen Abend bedankte. Irgend etwas wirkte auf mich seither erstmal merkwürdig. Ein Telefonversuch blieb unbeantwortet. Am nächsten Tag die kurze Nachricht, dass sie schon geschlafen hätte. Auch wenn noch die Frage angehängt war, was ich denn so gemacht hätte. Jedoch kein Rückruf. Komisch, wenn ich mehr Interesse habe, dann rufe ich zurück. Oder nicht? Ich glaube ich bin einfach anders als alle anderen. Egal, geschenkt. Aber auf nochmalige Nachfrage zu telefonieren, kam Stunden später nur, dass sie unterwegs sei. Gut, auch geschenkt. Aber dann bin ich auch geschenkt. Und eigentlich war für Sonntag ein Date vereinbart. Aber ohne eine Uhrzeit oder einen Ort auszumachen, empfinde ich das nicht als große Bemühung ihrerseits. Wirkt einfach desinteressiert.

Es ist immer so: Es ist immer irgendwas, mein alt bekannter Spruch hier. Es kann noch so gut laufen auf dem Date. Aber irgendetwas stimmt danach meistens nicht mehr. Wer weiß, vielleicht nimmt sie so ein Date auch einfach nicht so ernst wie ich. Ich bin da anders. Für mich ist ein Date ein Date. Und nicht ein „ich habe mir mal kurz die Zähne geputzt“ oder „Moment, ich muss noch schnell den Müll herunter bringen“. Es ist für die meisten Menschen wohl eher mehr Pflicht als Sahnehübchen des Lebens, so ein Date. Kommt mir so vor. Es ist für mich schon ein Unterschied, ob ich mit einem Menschen Zeit verbringe oder nicht. Und Menschen lässt man nicht stehen.

Jetzt mal etwas, das ich bisher noch nie in einem meiner Artikel gemacht habe. Ich unterbreche mal kurz, rufe sie mal eben an und schreibe dann hier weiter. Live-Event! 😉

So, Telefonat vorbei. Sie hob sogar ab, Weltwunder. Also sie hätte sich nichts dabei gedacht, dass sie so kurz geantwortet hätte. Sie würde mich gerne heute sehen (zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels ist es Sonntag). Sie war sich auch nicht sicher, ob ich denn schon wach sei, da ich an den Wochenenden gerne auch feiern gehen würde. Sie entschuldigte sich dafür, dass das wohl falsch bei mir angekommen sei. Ihre Absicht sei nicht gewesen mir den Eindruck zu vermitteln, dass sie kein Interesse mehr an einem weiteren Date hätte. Da haben wir sie wieder, die Fr. Respektina. Entschuldigung sagen kann sie also. Nun, ich habe ihr am Telefon schon gesagt, dass ich damit rechnete, dass das Date heute nicht mehr zustande kommt. Und ich meine Zeit einigermaßen einplanen müsse, da ich so viele Dinge zu tun hätte. Also erklärte ich ihr, dass ich in jedem Fall zunächst noch Sport machen würde und kochen und wir uns dann erst am späten Nachmittag treffen könnten.

Was genau so stimmt. Sport und Ernährung sind sowieso die beiden größten Zeitfresser. Danach Lesen und Weiterbildung. Danach meine Finanzen. Dann ist der Tag auch ohne Date ganz gut vorbei. Wenn ich da noch ein Date reinquetschen soll, möchte ich das gerne schon einen Tag vorher wissen, besser zwei. Ich bin nicht Netflix und ich bin kein Stream, der auf Abruf bereit steht. Was ist nur aus dieser Welt geworden?!

PS: Das zweite Date mit Fr. Respektina war ebenfalls echt toll. Ich will mal noch nicht zuviele Worte darüber verlieren. Sie ist und bleibt eine interessante Frau. Etwas geheimnisvoll. Meine ersten Eindrücke haben sich bestätigt. Sie ist respektvoll. Respektina passt so. Sie bringt die klassischen femininen Attribute einer Südländerin mit. Gepaart mit deutschen Tugenden. Ideale Konstellation. War vermutlich nicht das letzte Date. Und so wie ich das sehe, sucht sie ebenfalls etwas Festes. Ob ich überhaupt schon wieder eine Beziehung möchte? Puh! Aber ich werde jetzt erstmal in den Urlaub fliegen. Komisch irgendwie, in dieser frühen Phase des Kennenlernens.

PPS: Ich würde sie schon gerne wiedersehen. Ich mag sie. Ich finde sie cool, obwohl sie gar nicht cool wirkt. Sie ist natürlich und fast komplett ungeschminkt. Das alleine macht sie schon sympathisch.

PPPS: Ihr seht also: Wie gering meine Ansprüche eigentlich sind, ist schon der Wahnsinn. Ich freue mich wie ein kleiner Junge im Süßigkeitenladen, wenn ich einfach mal einen normalen Menschen daten darf. Traurig, dass ich das so sagen muss. Schön, dass ich es gerade deswegen nach langer Zeit mal wieder erleben darf.

PPPPS: Vergleiche zwischen vergangenen Partnerinnen soll man nicht tun. Ganz vermeiden kann das aber auch niemand, glaube ich. Fakt ist aber: Im Gegensatz zu Fr. Schlange habe ich sie nicht in einem Edel-Club kennen gelernt. Sondern einfach im Alltag (Essen in einem Lokal). Das wäre ja schon mal ein besseres Omen, um nicht wieder von einem Party-Girl restlos über den Tisch gezogen zu werden. 😉 Andererseits bezweifle ich, dass mir das je wieder in der Form passieren könnte. Schließlich sind wir hier in Teil 2 und nicht mehr in Teil 1. Teil 1 handelte darum wie ich eine Frau kennen lerne. Das kann ich inzwischen. Teil 2 geht nicht mehr darum. Teil 2 geht darum, wie ich mit meiner Traumfrau glücklich bleiben kann. Nicht nur werden. Sondern bleiben. Andere Show, anderes Spielfeld. Vorhang zu. Danke.

Von 2 Dates und Marktwerten (Teil 2 von 3)

Gestern gab es Teil 1 dieses 3-Teilers (Von 2 Dates und Marktwerten (Teil 1 von 3)), darin ging es unter anderem um das erste von 2 meiner Dates dieser Woche, um Fr. Distanz. Außerdem drehte es sich darum, welchen kognitiven Verzerrungen wir Menschen gerne im Lebenserfahrungsprozess unterliegen. Darüber hinaus erklärte ich, warum der von mir so geschätzte Eckhart Tolle nicht mit allem Recht hat (sorry, lieber Eckhart) und außerdem beleuchtete ich die Eigenschaften, die einen qualitativen Mann auszeichnen. Ich zählte dabei „harte Fakten“ auf und verglich dies mit einem Quartett-Spiel. Du kennst ja diese Spielkarten, bei denen es um größere Traktoren, schnellere Flugzeuge oder auch PS-stärkere Autos geht. Ich versuchte das auf die Marktwerte und Gesetzmäßigkeiten des Datingmarktes zu adaptieren und meine gegenwärtige Situation realistisch einzuschätzen. „Positionierung im Markt“, würde ein Vertriebler dazu sagen. Du bist das Produkt, in dem Fall respektive ich.

Heute geht es um die andere Hälfte der Wahrheit, nämlich den Marktwert der Frauen. Um diesen ins Verhältnis zu dem der Männer zu setzen. Verkreuzen, sozusagen. Schnittmengen bilden. Natürlich geht es dabei auch noch weiterhin ein wenig um Fr. Distanz. Im dritten Teil dieser Miniserie werde ich mein zweites Date dieser Woche in den Fokus rücken, Geduld und jetzt erst einmal viel Spaß! 🙂

Ein kurzer Exkurs in die Marktwerte von Mann und Frau

Nun, weil ich immer wieder schmunzeln muss darüber, was Frauen manchmal (nicht alle!) von sich halten. Wie sie ihren Marktwerk völlig überschätzen und den Marktwert mancher Männer völlig unterschätzen. Als wären wir Männer alle gleich. Okay, ich gebe es zu. Wir sind alle gleich. Aber psssssst, ich verrate Dir was: Manche von uns sind gleicher! 😉

Das hätte jetzt einen eigenen Artikel verdient, wahrscheinlich ein 5-Teiler. Ich kann es nur kurz anreißen, was nun kommt: Der Marktwertk einer Frau ist aufgrund ihrer Schönheit (und das ist der wichtigste Aspekt aus Sicht eines Mannes, evulutionär bedingt) am Höchsten bis ca. zu ihrem 25. Lebensjahr. Spätestens ab ca. 30 nimmt der Marktwert alleine schon biologisch bedingt langsam ab, da hier zunehmend Themen wie Risikoschwangerschaft eine Rolle spielen und erste Falten den Körper zieren. Der Körper verliert langsam aber stetig seine Makellosigkeit. Der Marktwerk eines Mannes ist bis zu seinem 25. Lebensjahr hingegen extrem flach, praktisch nicht vorhanden. Warum? Harte Fakten: Kein Geld, keine Bildung, keine Erfolge, noch (!) kein gut bezahlter Job (= keine Sicherheiten), keinerlei Persönlichkeit. Aber der Marktwert wird zunehmend steigen, da sich der Mann in all diesen Bereichen entwickeln wird. Den Höhepunkt erreicht er dann bis ca. 35 und ist in der Spitze bei ca. 40.

Für junge Frauen ist das Aussehen eines Mannes überproportional wichtig, nimmt aber an Stellenwert im Laufe der ihr verbleibenden wenigen nächsten „hochpreisigen“ Jahre drastisch ab und der soziale Status eines Mannes spielt für die „langsam alternde“ Frau zunehmend die elementare Rolle in der Partnerwahl (Stichwort Hypergamie). D.h. nun kann der Alpha-Mann im „guten“ Alter zunehmend Punkten. Dabei spielt das Aussehen des Mannes nicht mehr die erste Rolle, da für die Frauen dessen Status wichtiger geworden ist. Das sind Kurvenverläufe, die sich irgendwann kreuzen. Die Marktwertkurve der Frau gegenüber der Marktwertkurve des Mannes. Deswegen bekommen Top-Männer jenseits der 30 auch noch immer Sahne-Hasen um die 25 (oder jünger). Während ein Top-Mann ab Ende 20 bis ca. 40 (oder sogar 45) es wirklich nicht nötig hat, sich an irgend eine sich selbst im Marktwerkt überschätzende alleinerziehende Mama fest zu tackern. Und sei sie optisch noch so heiß. Das ist jetzt mal wieder Realtalk, wie man in Neudeutsch sagt. Aber es ist sooo sooo wichtig. Bitte.

Ich war mir beim Schreiben dieses Artikels nicht ganz schlüssig, wie klipp und klar ich alles formulieren soll, damit ich auf den Punkt bringte worum es geht. Für gewöhlich gilt die Formel: Je klarer meine Artikel formuliert sind, desto mehr Leser fühlen sich tendenziell auf die Füße getreten. Das ist aber nicht meine Absicht. Meine Absicht ist, dass Du, wenn Du etwas für Dich mitnehmen möchtest (das ist Deine Entscheidung und hängt von Deiner inneren Einstellung ab!), etwas für Dich mitnehmen kannst. Wenn Du Dir dabei auf die Füße getreten fühlst, ist mir das relativ egal. Ich freue mich aber, wenn Du für Dich einen Mehrwert siehst. Was, wenn Du Dich in all diesen Dingen schon auskennst? Sehr gut, dann freue Dich, dass es hier einen Blog-Autor gibt, der so tickt wie Du. 🙂 Wenn aber stattdessen alles immer schön „smooth“ formuliert ist, dann wirken solche Artikel zwar „schön rund“, ziehen vielleicht auch viele Leser an, allerdings bleiben beim Leser kognitiv nur Dinge haften, die uns herausfordern. Und deshalb habe ich mich entschieden, nachträglich noch die zwei folgenden Absätze einzubauen. Disclaimer: Ich möchte niemandem auf die Füße treten, wenn es aber nötig ist, um Mehrwerte für Dich zu schaffen, dann nehme ich das aus reiner Nächstenliebe in Kauf. Um es mal sentimental auszudrücken. 🙂 Es muss auch niemand Danke sagen. Ich mache das pro bono, kostenlos. Kommt von Herzen. 🙂

Die ultimativen Tipps an Dich, als Mann!

Absatz 1:
Also eine kurze knackige Zusammenfassung: Junge Frauen sind hübsch und wollen Spaß. Deshalb nehmen sie sich im Teenageralter und bis ca. 25 nur die extrem attraktiven Jungs. In dem Alter spielen Geld und Sicherheit für eine Frau keine Rolle, die geistige Reife ist einfach noch nicht vorhanden. Schnee von morgen, gell. Aber der Schnee von morgen wird schneller der Schnee von heute, als man (Frau!) glaubt. Männer in dem gleichen Alter sehen das ganz ähnlich. Deswegen kannst Du in dem Alter als Mann hauptsächlich nur dann punkten, wenn Du gut aussiehst. Bist Du als Mann kein Top-Modell und steckst gerade noch maximal in den frühen 20ern, dann hast Du ein „kleines Problem“. Aber für Dich gilt in dem Fall: Geduld! Deine Zeit wird kommen! Jenfalls wenn Du clever bist! Das Erfolgsrezept: Arbeite an Dir! Job, Bildung und Persönlichkeit sind essentiell. Das sind die Schlüssel! Ich wünsche Dir an der Stelle das Beste, denn es liegt alleine in Deiner Hand, mit wievielen heißen Hasen Du Dich fortan abgeben kannst. Beweg Deinen Arsch und alles kommt ins Lot. Vertrau mir! 😉

Die ultimativen Tipps an Dich, als Frau!

Absatz 2:
Bist Du eine Frau, ebenfalls maximal 25 oder höchtens Ende 20. Was gilt dann für Dich? Nun, das musst Du selbst entscheiden. 🙂 Aber Du kannst das clever angehen oder Dich treiben lassen und mal sehen was kommt, da Du ja so unglaublich attraktiv bist und Dir alle Männer hinterher hecheln. Instagram-Kussmund-Selfie-Fake-Generation eben. Dann wirst Du aber irgendwann aufwachen und merken, dass sich das Blatt gewendet hat. Da Du inzwischen Falten, aber noch immer keinen qualitativen Partner an Deiner Seite hast. Dann ist der Zug ziemlich abgefahren. Denn die richtig guten Männer haben sich inzwischen Dein Alter-Ego in der 25-Jahre-alt-Variante geholt und brauchen Dich mit Deinen inzwischen 35 Jahren nicht mehr. Pech gehabt, könnte man sagen. Oder einfach nicht nachgedacht, würde ich sagen. Deswegen mein Rat an Dich: Sei clever! Nutze Deine Blütezeit durchaus zum Feiern und Spaß haben und Männer kennen lernen, damit Du herausfindest, was zu Dir passt. Aaaaaber schmeiß Dich nicht für jeden Typen weg. Springe nicht mit jedem in die Kiste. Du ruinierst damit Deine eigene Selbstwahrnehmung und degradierst Dich zu einem Objekt. Mehr mehr mehr ist nicht besser besser besser. Eher anders herum. Achte auf Deine Qualität. Sorge vor, d.h. achte auf Deine Bildung und Ausbildung. Warum? Wenn Deine spätere Beziehung (womöglich sogar noch mit Kindern) sich trennt, dann hast Du ein zweites Standbein und kannst immer noch beruflich versuchen Glück zu empfinden, voran zu kommen oder zumindest später immer noch für Dich selbst sorgen. Spielst Du allerdings immer nur auf „faule hübsche Hausmama“, die ja bisher immer nur die tollsten (attraktivsten) Typen hatte, dann könntest Du Dich ziemlich verzocken. Nicht gut. Dann ist nämlich vielleicht irgendwann aus irgend einem Grund der Mann weg und wenn die Kinder auch noch aus dem Haus sind, hast Du ein Problem. Das merkst Du aber nicht jetzt, sondern erst mit 40 oder 45 aufwärts. Wer will Dich dann noch?! Sicher kein qualitativer Mann. Harte Worte, aber denk darüber nach. Ich würde das ernst nehmen. Also ist was das Beste für Dich? Aus meiner Sicht: Bildung und Ausbildung (durchaus ein Studium), ohne sich darin zu verbeißen und eine Karriere anzustreben. Es geht nur darum, „sicherheitshalber“ schon einmal einen Motorradführerschein zu machen, ohne zunächst ernsthaft vor zu haben überhaupt Motorrad zu fahren. Lass den Schein in der Schublade. Vielleicht brauchst Du ihn später mal. Vertrau mir! 😉 So und dann? Dann solltest Du bereits in den 20ern, idealerweise sogar Mitte der 20er nach einem qualitativen Mann Ausschau halten. Der kann gerne 30, 35 oder auch 40 sein. Spielt keine Rolle. Jetzt bekommst Du das Beste, was Du bekommen kannst. Wer gibt Dir denn die Garantie, dass dieser tolle feierlaunige gel-geschleckte Sunny-Boy-20-jährige-Surfertyp, in den Du sooooo verliebt bist, Dir auch in 5 oder 10 Jahren noch gefällt? Dass er nicht beim Feiern kleben bleiben wird, nichts in der Birne hat und dementsprechend auch nicht an seiner Weiterentwicklung arbeiten wird…? Niemand. Es kann Dir also passieren, dass dieser Typ „dumm“ bleibt oder „faul“, vielleicht beides. Dann hast Du einen toll aussehenden „Mann“ an Deiner Seite, der sich auf seinem Aussehen ausruht. Und ausruht… und ausruht… Und links und rechts von allen qualitativen Männern überholt wird. Deine Freundinnen werden ein paar Jahre später ein erfülltes und tolles Leben haben und Du? Du hast bis dahin im ungünstigen Falle vielleicht einen dickbäuchigen und faulen Nichtsnutz zu Hause auf der Couch liegen. Der früher mal ganz attraktiv war und vielleicht auch noch (bis auf seinen Bauch) ist. So schleimig wie das Gel in seinem Haar. Kein Geld, kein Bock, keine Perspektive. Herzlichen Glückwunsch. Überlege Dir also gut, ob Du Dich in dem Alter an einen Schönling binden möchtest, wenn er sonst nichts zu bieten hat. In die Zukunft kann niemand sehen, klar. Mir ist das egal. Musst Du selbst wissen. Ich würde es anders machen. Nochmal: Hab Spaß und geh feiern, aber übertreibe es nicht. Besonders was Deine Körperlichkeit betrifft, Du wirst dabei sonst seelisch verkümmern. Was ist denn später einmal für Dich anderenfalls noch das Besondere an Sex?! Generation Tinder macht viel kaputt. Kümmere Dich neben dem Feiern um Deine (Aus-)Bildung und sieh zu, dass Du rechtzeitig den Absprung vom Feiern schaffst. Dass Du Dir bis Mitte 20 und aller spätestens bis Ende 20 einen tollen Mann an die Seite ziehst. Einen qualitativen Mann. Was einen qualitativen Mann auszeichnet? Lies Teil 1, da habe ich das (ja, auch mich selbst) beschrieben. Lies meinen Blog. Dann weißt Du was Qualität ist und wie jemand mit Qualität tickt. 😉

Warum es Ausnahmemänner gibt und eine sehr persönliche Botschaft an alle Menschen meines Lebensweges

Power-Emanzen (alá Alice Schwarzer) dürfen jetzt ihre Keulen rausholen und mich mit Steinen bewerfen, aber die Gesetzmäßigkeiten der Natur werden sie niemals verändern können. Ich habe die Natur nicht erschaffen. Ich bin nicht der Erfinder der Botschaft. Ich bin nur der Überbringer, ein einfacher Beobachter. Steinigt nicht den Botschafter, es würde den falschen Treffen. Manches hätte ich mir auch gerne anders gewünscht. Beispielsweise die Schei** mit der Hypergamie. Ich wurde selbst Opfer davon, weil ich mich zu wenig mit dem Thema beschäftigt hatte. Mein Fehler. Wenn man irgendwo mitspielen möchte, sollte man auch die Spielmechanismen verstanden haben. Hatte ich bis dahin nicht. Falls ich mal dem Schöpfer begegnen sollte, werde ich ein ernstes Wort mit ihm reden und ihm erklären, dass er sich in manchen Dingen vertan hat. Versprochen! Bis dahin gelten allerdings die gegenwärtigen natürlichen Gesetze weiter. Schlucken und das Beste daraus machen oder sich aufreiben und versuchen wider die Natur zu arbeiten? Dumme Frage von mir. Nächste Frage!

So. Nun begegne ich also einer Frau, die bereits ein Kind hat. So auch Date 1 dieser Woche. Das ist rein marktwerttechnisch betrachtet schlecht. Standpunktfrage, klar. Aus meiner Sicht ist das jedenfalls schon mal nicht gut. Für sie müsste es hingegen ein Jackpot sein (Stichwort: Was sagten wir, zeichnet nochmal einen qualitativen Mann aus?!). Kein Mann hat in der Regel Lust auf ein „Kuckuckskind“. Es gibt aber viele „Ausnahmemänner“, das sind die, die in der Regel sonst keine Alternativen haben. Deswegen sind es keine Ausnahmen, sondern eher die „Normalos“. Für die ist eine Frau mit Kind das Einzige, was für sie greifbar und realistisch ist.

Ich bin sicher eine Ausnahme von der Ausnahme. Ausnahme der „Normalos“, sozusagen. Warum? Ich habe Alternativen, wenn ich will, sogar fast auf Knopfdruck, jedenfalls wenn ich es absolut provoziere. Aber ich brauche das nicht und bin trotzdem offen für Frauen mit Kindern. Weil für mich diese ganze Marktwertschei** so ein Dummfug ist und ich mich als ein Seelenwesen betrachte. Ich fühle mit dem Herzen, nicht mit dem Kopf. Ich finde den Teil unserer gesellschaftlichen Abläufe hochgradig dumm und den Hauptgrund für großes Unglück der Meisten. Hypergamie und dieser ganze Rotz. Ich würde am Liebsten einfach nur eine liebe, moralisch integre Frau an meiner Seite haben. Gerne darf sie attraktiv sein, klar. Aber in erster Linie sollte sie moralisch einwandfrei sein, Herz und Seele besitzen. Mein Pendant. Zu finden extrem schwierig. Gelang mir in meinem Leben erst einmal. Damals war ich selbst aber noch nicht so weit, das zu erkennen. Unreife gepaart mit Unbewusstheit. Deswegen ließ ich meine damlige Partnerin ziehen. Deswegen ist daraus damals das Projekt Beziehung (Teil 1) entstanden. Und deswegen bin ich heute anders als früher, sehr viel anders. So gesehen war es eine schmerzvolle, aber notwendige und im Ergebnis sehr gute Entwicklung für mich.

Eine persönliche Botschaft an alle Menschen, mit denen ich in meinem Leben je zu tun hatte: Danke an alle Menschen, die Anteil an meiner Entwicklung bis hier her hatten. Ich denke da an ganz wundervolle Menschen. Die für mich da waren, in besonderen Zeiten. In Hochphasen, genauso wie in den Tiefs. Besonders in den Tiefs. Der größte Dank gilt meinen Eltern, die immer für mich da waren und es noch immer sind.
Ich danke den guten von Euch allen, genauso wie den schlechten Menschen meines Lebensweges. Ihr habt mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Und ich finde mich so gut wie noch nie zuvor, so wie ich jetzt bin. Die guten von Euch verehre ich, selbst wenn ich keinen Kontakt mehr zu Euch haben sollte. Und manche tollen Menschen verliert man leider im Laufe des Lebens. Ich denke da besonders an meinen Opa, Du bist zu früh gegangen. Und den schlechten von Euch danke ich ebenfalls und lächle Euch durch meinen Rückspiegel zu!

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Zurück zum Thema: Was mich von „Normalos“ unterscheidet, jetzt in Bezug auf mein Date 1 dieser Woche:

  1. Ich habe „jederzeit“ Alternativen, wenn ich möchte. Pickup hat mein Leben definitiv auf ein neues Level gehoben. Damals schon. Und heute nochmals auf eine ganze andere Art. Was hauptsächlich an meinen „neuen“ bzw. anderen Trainern liegt. So ist beispielsweise auch Date 2 entstanden, kommt in Teil 3 dieser Serie.
  2. Ich denke dennoch anders als Andere. Eine Frau mit Kind ist für mich nicht „mehr“ oder „weniger“ Wert. Das sind Kategorien, die auf dem Datingmarkt gelten. Aber ich übernehme nicht die Kategorien der Masse für mich. Ich mache meine eigenen Regeln. Ich date nach eigenen Maßstäben und bewerte nach eigenen Kriterien, aber ich verurteile nicht pauschal.

Es hat ehrlicherweise gesagt allerdings auch meist handfeste Gründe, warum eine Frau beispielsweise schon 1 oder 2 mal verheiratet war und mehrere Kinder hat und mit keinem der Partner mehr zusammen ist. Naiv wäre es zu glauben, dass sie immer „nur Pech“ hatte, die liebe Dame. Systemisch bedingt lohnt es sich hier genau hinzusehen, wo der Fehler im Detail steckt. Es waren sicher nicht alle ihre Männer dumm, blöd, faul, missachtend oder sonst etwas. Und „einfach so“ lebt sich auch niemand auseinander, auch wenn das immer so gesagt wird. Da sind einfach 2 extrem unbewusste Menschen zusammen gewesen. Natürlich „lebt man“ sich dann auseinander. Wer ist denn „man“? Übernimm Verantwortung für Dich selbst!

Ich wünschte, ich könnte mit diesem Wissen zurück in Teil 1 reisen, besser noch weiter zurück. Meine treuen Leser wissen sicher warum… Fr. Schlange… der Grund für das Projekt Beziehung Teil 2. Es gilt aber auch hier nie zu pauschalisieren. Es gilt wachsam zu sein, die kindliche Naivität abzulegen. Und jetzt in Teil 2 bin ich soweit. Ich habe es verstanden! *Die Hände in Richtung Himmel zusammen faltend*
Und manchmal sollte man auch nicht auf Eckhart Tolle hören. Nicht alles ist immer „gut so“ wie es ist. Deshalb hätte ich mich auch nicht blind auf eine Frau mit 2 Kindern einlassen dürfen, die 2 mal verheiratet war. Es hat, wie gesagt, Gründe. Ich hätte die äußeren Umstände und ihr Umfeld stärker in meiner Entscheidungsfindung beachten müssen. Es gab klare rote Flaggen. Ich habe sie übersehen, wahrscheinlich übersehen wollen. Nicht-Danke Eckhart. Aber es sind nicht andere „Schuld“. Selbstverantwortung ist das Stichwort. Ich hatte eine Wahl getroffen. Und selbst wenn die Frau mir ein Bein abgehackt hätte, so bliebe doch die Tatsache, dass ICH mich für diese Frau entschieden hatte. Zum Glück ließ sie mein Bein ganz. Nur das Herz ist vernarbt. Aber das wird schon wieder, bin auf gutem Wege! 😉

Eine persönliche Botschaft an Eckhart Tolle

Lieber Eckhart, ich habe das noch nie so gesagt, aber heute ist es soweit: Ich respektiere Dich sehr und Du hast mir damals in meiner schwersten Zeit mein Leben gerettet. Dafür danke ich Dir von Herzen. Aber alle Gedanken immer auszuschalten und alles anzunehmen was kommt, ist nicht pauschal richtig und gut. Manche Pilze sind nämlich verdammt giftig! Auch wenn sie toll aussehen und für sie mein Spruch „Hauptsache hübsch“ absolut gelten mag. Auch wenn Du der Millionenbestseller-Autor bist und ich nur ein popeliger Blog-Autor mit aus Sicht vereinzelter Menschen angeblich wirren Phantasien (aber einem großen Herzen!), in dem Punkt bist Du weiterhin der Naive. Während ich mich weiterentwickeln durfte/musste. Dank meiner hoffnungslos kindlichen Blindheit (bedingt durch Deine Lehren) habe ich den für mich bislang giftigsten Pilz der Erde geschluckt. Das ist kein Vorwurf an Dich, ehrlich. Als positiven Ausfluss meiner eigenen Naivität gibt es jetzt einen Teil 2. Ich übernehme die volle Verantwortung für mein vergangenes und zukünftiges Handeln. Und falls Du möchtest, können wir uns jederzeit einmal treffen, um über diese Punkte ins Gespräch zu gehen und die Frage zu klären, ob immer „alles ist wie es ist“ und „gut so ist, wie es ist, weil es gar nicht anders sein kann“. Ist es nämlich nicht. 😉

Weiter im Text

Aber das bedeutet umgekehrt nicht, dass ich gezielt nach Frauen mit Kindern suche. Der Rückschluss ist unzulässig. Jetzt datet ein Mann mit all den genannten qualitativen Eigenschaft (siehe Teil 1 dieser 3er-Serie) eine Frau (egal welchen Alters), die bereits ein Kind hat, und angenommen die Frau wäre bereits jenseits der 25… und trifft auf einen Mann, der in der Blütezeit seines Lebens steht und all die oben genannten Voraussetzungen mitbringt… dann?

Dann muss ich mich schon fragen, was in den Gedanken einer Frau vorgeht, die sich nicht schleunigst so einen Typen krallt?! Wahnsinn. Aufwachen bitte. Liebe solche Frauen, ein ganz gut gemeinter Appell an Euch: Kommt bitte etwas von Eurem hohen Ross herunter. Bist du 20, okay, dann sei arrogant oder leg Deinen Fokus auf was auch immer Du für nötig erachtest. Dann tu auf Diva. Nimm Dir die Typen, die Dir nur schnellen Spaß garantieren und sonst nix auf dem Kasten haben. Aber bist Du älter, womöglich mit Kind… dann bitte… und das meine ich absolut ehrlich und wirklich gutmütig… dann bitte bitte schätze Deinen Marktwert realistisch ein! Lies Bücher zu dem Thema. Lass Dich beraten. Beschäftige Dich damit. Was auch immer. Frag mich, sicher auch eine gute Wahl. Egal was. Aber tu etwas! Ansonsten wirst Du entweder einen Typen bekommen, den Du eigentlich gar nicht möchtest und irgendwann aus purer Verzweiflung an Deine Seite holst oder aber Du bleibt die meiste Zeit Deines Lebens Alleinerziehend bzw. ab den 40ern dann für immer Solo. Wahnsinn.

Warum sie nun Fr. Distanz heißen soll?

Nun… wir sehen uns beruflich bedingt nur alle paar Monate. Das Date lief insgesamt recht zurückhaltend ab, keine Körperlichkeiten. Ich hab es aber auch nicht (mehr) nötig zu „eskalieren“. Nichts mehr davon. Ich mache das worauf ich Bock habe. Wenn ich ihre Hand halten will, dann tue ich es. Wenn nicht, dann nicht. Aber ich achte darauf, was für Signale ich bekomme. Anders als als Pickup-Anfänger. Ich sehe mich aber nicht mehr wirklich als Pickupper. Und in dem Fall gab es keine Anzeichen. Und so schlug ich ihr vor meiner Abreise noch vor, dass wir uns früher als erst in ein paar Monaten wieder sehen könnten. Und dann kam von ihr… „Naja weißt Du. Die Distanz zwischen uns ist schon sehr groß. Das sind jetzt nicht die besten Voraussetzungen, um da irgendwas zusammen zu starten. Ich möchte meinen Partner schon in meiner Nähe haben. Wir sehen uns ja dann, wenn Du das nächste Mal wieder hier bist und wir können ja auch dazwischen öfter mal privat telefonieren. Für mich ist das Tempo gerade gut so.“

Deswegen könnte Fr. Distanz auch Fr. Tempo heißen, bzw. Fr. Nicht-Tempo. Oder Fr. Schnecke? Aber ich habe mich für ersteres entschieden.

Frage von mir in die Runde: Was denken Frauen sich, wenn sie so etwas sagen?! Soll ich jetzt halb gar und lauwarm auf dem Abstellgleis warten, bis ich wieder mal oder überhaupt auf den Zug aufspringen darf? Bis der Schaffner dann in seine Trillerpfeife pustet?!

Ernsthaft?!

Jetzt verstehst Du vielleicht, warum ich meine Aspekte in den Ring geworfen habe. Alles was ich als Paket mitbringe. Jetzt ergibt sich hoffentlich ein Gesamtbild. Ich brauche niemanden. Ganz im Gegenteil. Als ich abreiste, wusste ich, dass ich am nächsten Tag vermutlich wieder ein Date haben würde („vermutlich“, weil man nie sicher sagen kann, ob es nicht kurz davor abgesagt wird). Date 2 dieser Woche. Ich bin ein Mann. Ein Mann hat Auswahl, ein qualitativer Mann! Kein Normalo. Kein Angsthase. Kein Herumsitzer. Aber jeder Mann, der einigermaßen was in der Birne hat, auf sich achtet und sich nicht gleich ins Hemd macht, wenn er auf Menschen zugehen muss… tut mir leid… derjenige hat so ein Ding nicht nötig. Was er aber noch weniger hat: Zeit zu warten. Ein Mann wartet nicht. Ein Mann macht. Nimmt sich was er für gut hält. Und wenn er es nicht bekommt, zieht er weiter.

Ich habe ihr natürlich erklärt, dass sich solche Dinge dann immer verlaufen würden, wenn viel Zeit verstreicht und ich da auch nicht fixiert sei. Es sei für mich okay, wenn eben nichts entstünde. „Wenn nicht, nicht. Ist doch okay. Wir müssen uns ja auch nicht gezwungen beim nächsten Mal wieder treffen.“

Der sofortige und geordnete Rückzug

Für mich waren ihre Worte jedenfalls ein großer Abtörner. Ich habe innerlich gespürt, wie es in mir das getriggert hat, was ich früher Dank der vielen Körbe (besonders nach Dates!) entwickelt habe: Die einzigartige Fähigkeit eine Frau sofort loszulassen (ehrlicher Zusatz: Zumindest wenn ich sie noch nicht liebe), sobald ich den Hauch von mangelnder Anziehung ihrerseits verspüre. Ich zog mich innerlich also stark zurück, was mein Interesse an ihr betrifft. Das ist wie bei einer zarten Pflanze, wenn sie gerade erst dabei ist überhaupt zu keimen… und sie dann schon verwelken soll. Passt. Sparen wir uns den ganzen Zyklus der Keimung, des Austriebs und der Blüte. Spart Energie für andere Pflanzen. 😉

Das Leben ist wie es ist und es kommt wie es kommen soll. Und mein Spruch von früher gilt ja noch immer: „Und so packe ich meine Sachen und ziehe weiter…“

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Für die Einen ist Distanz ein Grund. Für die anderen eine Herausforderung und Chance. Ich sehe nur Chancen im Leben, Fr. Schlange hat mich da dankenswerterweise aufgeweckt. Ich war (war!) Dank Teil 1 schon so und jetzt bin ich es mehr als je zuvor wieder.

Auf dem Weg zurück, bald angekommen, erhielt ich am Abend noch eine Nachricht von ihr auf mein Handy. Ob ich gut angekommen sei. Ich antwortete kurz angebunden mit wenigen Worten. So bin ich, wenn ich merke, dass es sich nicht mehr lohnt für eine Sache zu investieren: Lasse ich los. Auf Abstellgleise stellen Dich nur solche Menschen, die sich nicht entscheiden können. Die Gleise sind überall voll davon, von armen Zügen, die gerade nicht für die Deutsche Bahn im Einsatz sind. Hier geht es aber nicht um Züge, sondern um Menschen und deren Gefühle. Wir kennen nie die wahren Beweggründe, warum Menschen uns auf Abstellgleise stellen. Spielt aber auch keine Rolle. Es ist mir egal, warum eine Frau dies oder das tut. Wichtiger ist das Wissen um das Thema der falschen oder richtigen Zeitfenster (zwei meiner besten Artikel aus meiner Sicht, aus dem Jahr 2017: Philosophischer Sonntag – Über Zeitfenster im Leben und Deine Rolle darin (Teil 1 von 2) und Philosophischer Sonntag – Über Zeitfenster im Leben und Deine Rolle darin (Teil 2 von 2)).

Am nächsten Tag, gestern, erhielt ich erneut eine Nachricht. Wie es mir gehe, ob ich das gemeinsame Eis vom Nachmittag schon wieder abtrainiert hätte. Lustig, ein bisschen frech, ihr Humor ist schon gut. Passt ja alles. Ich las die Nachricht allerdings erst nach meinem Date Nummer 2 dieser Woche, mitten in der Nacht. Und da der Artikel so lange geworden ist, gibts die Fortsetzung dieses Artikels und die Story mit Date Nummer 2 dieser Woche in nächsten und abschließenden dritten Teil… 🙂

PS: Ist doch interessant, oder? Ich fahre das Interesse stark zurück – nicht gespielt -, Fr. Distanz schreibt aber trotzdem weiter von sich aus Nachrichten und fragt nach mir. Wie war das noch gleich…? Es würde sich doch „eigentlich gar nicht lohnen“, so in etwa, dass wir da etwas gemeinsam „versuchen würden“. Aber ja, immer schön warm halten. Wie alte Bratwürste in der Auslage beim Metzger. Die schon schrumpelig sind. Die mag zwar niemand wirklich kaufen. Aber manchmal kommt ein sehr hungriger Handwerker herein und ist froh, wenn er überhaupt etwas zum Beißen bekommt. Nicht wahr? Ich bin aber kein Handwerker und hungrig auch nicht. Ich habe genug zu Essen und – wenn ich möchte – auch die Auswahl zwischen anderen Gerichten. Auch solchen, deren Marktwert oberhalb von Bratwürsten liegt. Ich liebe Metaphern!

PPS: Als ich diesen Artikel gestern schon fertig stellte, kam nochmal eine Nachricht von ihr. Ich antworte wieder nur kurz. Andererseits bin ich aber auch ein Mann der klaren Worte und da sie um ein Telefonat fragte, kam ich dem nach. Es wurde ein langes Telefonat. Wir sprachen offen über alles, es war ein gutes Gespräch. Wir kennen uns ja nun auch schon eine Weile, da fallen solche Gespräche leichter. Für sie sei tatsächlich die Distanz der Hauptgrund, warum das zwischen uns aus ihrer Sicht nichts werden würde. Würde ich in ihrer Stadt wohnen, sähe alles anders aus. Sie fände mich sehr attraktiv, meine Augen und auch meine Sportlichkeit würden ihr sehr gefallen, sie fände auch meine Art gut, wie ich gekleidet sei und meine Lebenseinstellung brächte sie auch im Nachgang immer positiv ins Nachdenken. Aha, okay. Aber die Distanz verhindere für sie, dass sie überhaupt mehr investieren möchte. Ich erklärte ihr, dass das für mich vollkommen in Ordnung sei, wenn sie das so sähe. Fairerweise erkläre ich – gut gemeint für sie – auch, dass ich mich an ihrer Stelle im Leben mehr auf die Chancen konzentrieren würde als auf Hürden und Hindernisse. Aber da ich keine weiblichen Freundschaften pflege, teilte ich ihr mit, dass für mich dann die privaten Telefonate und Nachrichten zukünftig zu Ende seien. Auch die beruflichen Korrespondenzen würde ich wieder auf das reduzieren, das Berufliche. Das respektierte sie, auch wenn sie es schade fände. Ich erklärte ihr, dass ich das aus Prinzip machen würde, da ich mich grundsätzlich lieber einer Sache verschreiben würde. Nämlich meiner Partnerin bzw. der Energie auf dem Weg zur nächsten Partnerin. Ich sagte ihr auch klar, dass ich anstelle mit ihr zu telefonieren ein Date mit einer anderen Frau haben könnte. Ganz wertneutral betrachtet, brächte mich das weiter. Sie verstand das alles. Und hätte ich den Eindruck gehabt, dass sie nicht dennoch ein guter Mensch sei, hätte ich von all dem nichts erklärt. Aber ich mag sie, sie ist ein lieber Mensch. Wenn auch etwas unbewusst und vermutlich beziehungstechnisch betrachtet deshalb nicht auf meiner Wellenlänge. Sie ist schon eher „einfach“ und manchmal als Typ sogar eher negativ eingestellt. So wie die meisten Menschen. Das langweilt mich eher. Das zeigt ja auch das Beispiel mit der Distanz. Mir wäre die Distanz egal. Dann ziehe ich eben um, was ist schon dabei. Aber wenn alles immer nur Gründe sind, anstatt Herausforderungen, dann sind derartige Menschen für mich einfach nicht die richtigen. Das spüre ich selbst ja im Gespräch schon. Ich bin es auch leid, irgend eine Frau erst mental „anheben“ zu müssen, damit sie gerade aus laufen kann. Ich bin weder Missionar noch heiliger Samariter. Und so „packe ich einfach wie immer meine Sachen und ziehe weiter“, Du weißt ja. 🙂
Und nun wird es witzig, Achtung: In wenigen Monaten bin ich beruflich bedingt erneut in ihrer Stadt. Sie würde mich dennoch sehr gerne an dem Abend wieder treffen. Ich entgegnete, dass ich mich nie freundschaftlich mit einer Frau treffen würde. Ich würde Frauen daten, nicht weniger. Freundschaft zwischen Mann und Frau käme für mich nicht in Frage. Grüße an Lotusblume, Du bist die einzige Ausnahme! 😉 Sie verstand das und sagte mir, dass sie mich auch nicht nur freundschaftlich treffen wollen würde. WHAT?! Freunde… Freunde…

Von 2 Dates und Marktwerten (Teil 1 von 3)

Was für ein dickes Ding! 2 Dates in einer Woche. Premiere seit… ich kann mich nicht mehr daran erinnern! Ca. 2 Jahre ist das jedenfalls bestimmt schon her, eher länger. Gestern schrieb ich in meinem Projekt Beziehung WhatsApp Chat: „Back in Business“, versehen mit einem: 🙂
Das könnte heute wieder ein langer Artikel werden, nur als Vorwarnung. Aber viele Gedanken bringen viele Worte. Und Spaß macht es mir ja auch. So kann ich den Gedankenballast aus meinem Kopf bringen und für den Einen oder Anderen Leser einen Mehrwert schaffen. Das ist das Ziel.

In Wahrheit bin ich noch gar nicht so weit „zurück im Geschäft“ zu sein, will ich auch eigentlich noch gar nicht sein. Ich will erstmal meinen anstehenden Urlaub angehen. Weiter Kraft tanken, weiter meinen Weg für die anstehenden zukünftigen Irrungen und Wirrungen des Lebens ebnen und mich erst noch von der gesamten Frauenwelt gern haben lassen. Aber ich bin eben kein frustrierter kleiner Junge, der sich absichtlich vor Möglichkeiten des Lebens verschließt. Umgekehrt bin ich auch nicht (mehr, wie kurz nach der vergangenen Trennung) auf dem Trip irgendwem oder mir selbst ein „jetzt erst Recht“ beweisen zu wollen. Weder noch. Ich fühle mich richtig gut derzeit. Es gibt keinen Grund etwas daran zu verändern. Never change a running system, oder? Ganz im Gegenteil: Ich pumpe einfach immer weiter Additive in den Tank. Ziel? Kein Ziel. Einfach mal sehen. Sinn? Kein Sinn. Sinnlos? Sicher nicht. Irgendwo dazwischen. Einfach tun und beobachten was passiert. Irgendwann explodiert das Ding und dann wooohooo! 🙂

Aber dabei vergessen die meisten Menschen einen wesentlichen Aspekt: Es ist ein himmelschreiender Unterschied, wie es IN MIR aussieht oder wie ich mich in der Realität nach außen gebe. Und das heißt nicht irgend etwas vorzuspielen oder so zu tun als sei man jemand anders. Ich rede vom Mindset, der inneren Einstellung: „Ich bin noch nicht perfekt, aber verdammt gut! Gib Gas!“ Die äußere Einstellung sagt: „Das hat nichts mit anderen Menschen zu tun. Ich begegne jedem in Offenheit, in Demut und in Achtsamkeit.“

Lass es mich so sagen: Der Blog hier ist eine Art Gedanken-Tagebuch und drückt das aus, was IN MIR vorgeht. Jetzt denkst Du Dir vielleicht: „Das Eine hängt aber direkt mit dem Anderen zusammen.“ Ja und nein. Eher nein. Wieviel von dem, was Du im Stillen denkst und fühlst, lässt Du tatsächlich den ganzen Tag anderen Menschen gegenüber frei? Fast gar nichts. Du lächelst Deinem Chef ins Gesicht, obwohl Du ihm am Liebsten sagen würdest, dass er Dich mal mal gern haben kann. Du sagst einer Frau in einer Alltagssituation vielleicht: „Oh, danke sehr, Sie sind sehr freundlich!“ und denkst Dir in Wahrheit: „Man, bist Du heiß. Ich würde Dir jetzt am Liebsten die Kleidung vom Leib reißen!“

Das Eine und das Andere sind zwei verschiedene Dinge, fast immer. Michael Schuhmacher wurde sicherlich nicht zigfach Weltmeister, weil er davon ausging, dass er ein ganz passabler Rennfahrer sei, der „schon irgendwie heil ins Ziel kommen wird“. Das wäre absurd zu glauben. Ich würde meinen Allerwertesten darauf verwetten, dass das eher in die Richtung ging: „Ich bin hier der beste Rennfahrer, die Nummer 1 und den Pott hole ich mir. Keine Diskussion und jetzt Vollgas!“ Dass er mit der Einstellung nicht nur beruflich an den Start ging, sondern auch privat, zeigt sein tragischer Unfall beim Skifahren. Immer auf Speed. Immer das Maximum. Aber ich verrate Dir etwas: Lieber gehe ich drauf dabei, das Maximale versucht zu haben, anstatt innerhalb der Mittelmäßigkeit der trägen Masse in der Versenkung zu verschwinden. Lieber sterbe ich an einer Überdosis als an einem schleichenden Siechtum. Aber feel free, jeder wie er will. Und manche, wie sie können.

Ist Michael Schuhmacher trotzdem immer smart und sympathisch aufgetreten und so wahrgenommen worden? Die Antwort ist klar. Das ist aus meiner Sicht der wesentliche Schlüssel zu Glück und Zufriedenheit im Leben: Zu wissen woher man kommt, wer man ist und wohin man möchte. Und dennoch alle Menschen mit Respekt zu behandeln. Dann kannst Du auch der Größte sein, ganz getrost. Wenn auch nur für Dich selbst. Nicht-Reaktiv sein und bleiben! 😉

Aber in einem späteren Teil dieser 3er-Serie kommt nochmal etwas zu dem Thema, wie ich derzeit wahrgenommen werde. Ganz außerhalb des Blogs. Inbesondere von der Frauenwelt. Ich durfte gestern auf Date 2 extrem viel über mich lernen. Weltklasse! Aber erst noch Geduld, wir machen das schön der Reihe nach. Erstmal zu Date 1.

Date 1 der Woche

Das erste Date fand während einer beruflichen Reise in ihrer Stadt statt. Stadt statt. Stadt Stadt Stadt. Hä.
Ich möchte zu dem Date gar nicht viele Worte verlieren. Aber einen Namen möchte ich ihr geben, weil es sein könnte, dass sie hier in irgend einer Form nochmal auftaucht. Ich kann es nicht ausschließen. Lass mich kurz überlegen… hm… was würde passen…

*Fanfare* Ich taufe Dich auf den Namen Fr. Distanz! *Fanfare*

Okay, zugegeben, klingt etwas steril. Aber es hat seine Berechtigung. Später dazu mehr. Wir verstanden uns vor dem Date gut, sonst wäre es schließlich nie zu dem Date gekommen. Wir verstanden uns während dem Date gut. Wir werden uns auch zukünftig gut verstehen, davon gehe ich aus. Aber das ist eben zu wenig für…? Ja für was eigentlich.

Das Date war unspektakulär. Obwohl ich mein Bestes gab, wirklich. Ich fand sie vorher schon sehr süß und ging über viele Monate nicht aktiver auf sie zu, da ich in einer (scheinbar!) glücklichen Beziehung war. Ich blieb ihr gegenüber stets korrekt, charmant, aber professionell und zurückhaltend, weil es aus meiner Sicht keinen Grund für Fremdspiele in einer laufenden Beziehung für mich gibt. Überlasse ich gerne meiner vergangenen Partnerin und meinen zukünftigen Partnerinnen. Grüße gehen raus an Euch, rückwärts und vorwärts. Macht ruhig immer weiter so. Viel Spaß dabei. Lasst es immer ordentlich krachen. Nur verkracht Euch nicht. 😉

Ich ging also fortan offen ran. Wirklich offen. Aber warum sollte ich Dich mit Details langweilen, wenn es einfach unspektakulär war. Es war witzig, wir haben gelacht. Wir hatten auch tiefgehende Gesprächsthemen. Aber ja… interessanter sind meine übergeordneten Gedanken zu diesem Date, die übrigens stellvertretend stehen für alle Dates „dieser Art“. Spektakulär ist ein Date für mich, wenn emotional etwas passiert. In irgend einer Form. Es ist aber nichts passiert, ein bisschen flirty war es, mehr nicht.

Was heißt „Date dieser Art“? Nun, ich habe nicht viel Erfahrung darin Frauen zu daten, die ich „vorher schon irgendwie kannte“. Ein klassischer Pickupper hat fast sämtliche seiner Dates aufgrund kurzfristiger Bekanntschaften. Man spricht die Frau auf der Straße an, in Cafés oder Bars oder Clubs oder im Supermarkt oder oder oder. Du verstehst das Prinzip. Ein Pickupper ist aber im echten Leben auch ein Mensch und nicht nur ein Pickupper. Also hat er auch Freunde (hoffentlich!), Familie (noch mehr hoffentlich!) und einen Job (das ist jetzt Ansichtssache, ob hoffentlich oder nicht!). In Deutschland bekommen bestimmte Personengruppen sowieso alles geschenkt, mies erwischt es nur die Fleißigen oder diejenigen mit körperlichem Handicap (schlimm genug!) oder alte Menschen (bricht mir immer das Herz die Renter Flaschen sammeln zu sehen). Anderes Thema, sei es drum. Nun, jedenfalls habe ich das alles, Freunde, Familie und Job. Und mein Date habe ich über den beruflichen Weg erreicht.

Das ist nichts Kurzfristiges. D.h. man hat auf diese Art „zwangsläufig“ die Möglichkeit den Anderen näher kennen zu lernen. Eher mit der Geschwindigkeit eines tropfenden Wasserhahns als mit der Geschwindigkeit einer außer Kontrolle geratenen Achterbahn. Aber das muss ja nicht negativ sein. Im Gegenteil. Die meisten Beziehungen entstehen aufgrund Bekanntschaften, Freundschafen, familiärem Umkreis oder beruflichen Situationen. Ein Pickupper würde sagen: Social Game. Die wenigsten Beziehungen entstehen, weil sich die zwei Turteltauben in einem Club kennen lernen. Einfach mal umhören. Mache ich regelmäßig, weil es mich immer interessiert. 90% sind aus dem Social Game entstanden. Eher mehr.

Das steht für Beständigkeit, Ruhe und gesundes „Zusammenwachsen“. Aspekte, die mal eben in einem 10 Minuten Gespräch auf der Straße gar nicht existieren können. D.h. man hat sich im sozialen Kreis regelmäßig gesehen, man hat sich regelmäßig gesprochen, man weiß wie der Andere tickt, zumindest in bestimmten Ausschnitten des Lebens. Was es dafür nicht gibt: Einen Überraschungseffekt. Es ist kein großes Paket, aus dem plötzlich ein Clown springt. Es ist stattdessen eine Show, in der jeder bereits seine festen Plätze kennt, die Eintrittskarten sind bezahlt und das Popcorn steht sogar schon mit der Cola am Platz. Das ist weder gut noch schlecht. Und erst recht weder besser noch schlechter als eine Frau „mal schnell im Vorbeifliegen“ kennen zu lernen. Es ist anders. Punkt.

Und mit diesem „Anders“ durfte ich mich nun in meinem Leben auseinandersetzen. Natürlich kommen in mir dann Fragen auf wie:

  • Was ist, wenn das hier nichts wird, wir aber weiterhin zusammen arbeiten müssen? Selbst wenn wir in unterschiedlichen Städten arbeiten?
  • Was ist, wenn das hier zwischen uns irgendwie „aus dem Ruder läuft“ und ich gar nichts mehr mit der Person zu tun haben möchte? Vielleicht weil es sich auch aufgrund irgendwelcher Umstände auf die sonstige berufliche Situation auswirken könnte?
  • Was ist, wenn ich mich Hals über Kopf in die Frau verliebe und sie hunderte Kilometer weit weg lebt? Habe ich Lust auf eine Fernbeziehung?

Es gibt für solche Fragen im Vorfeld nur eine Lösung: Die Fragen aufkommen lassen und keine Antwort suchen! Einfach in den Nebel hinein spazieren und schauen auf welcher Seite man wieder herauskommt. Easy cheesy. Ich mache mir im Vorfeld keine Gedanken mehr darüber „was wäre wenn“. Es interessiert mich nicht. Das hier ist ein Spiel und kein fertig geschriebenes Drehbuch. In einem freien Spiel steht der Ausgang der Partie selten bis gar nicht fest, außerdem gibt es coole, böse und bisweilen auch blöde Ereigniskarten und manchmal wird auch noch von einer Seite geschummelt. Also gilt mein Grundsatzmotto: „Reinschleichen, Auftrag ausführen, rausschleichen!“ Smart statt hart, James Bond Style.

Gedanken ausschalten, eine Hommage an Eckhart Tolle und was die Börse mit Frauengeschichten zu tun hat

Diese ganze Gedankenspinnerei macht doch kirre. Und ja, ich habe in meinem Leben bereits (leidliche) Erfahrung mit der Situation machen müssen wie es ist, wenn zwischen einer Frau und mir beruflich bedingt Nähe entsteht. Das ging ziemlich schlecht aus. Wie Du vielleicht weißt, bin ich stark analytisch veranlagt. Finanzen und Börse sind meine Hobbies. Ist das wichtig? Elementar! Warum? Einfach: Wenn wir bei einem einzelnen Eregnis (eine schlechte Erfahrung mit einer Kollegin!) auf allgemeingültige Aussagen (Finger weg von Kolleginnen!) schließen, dann unterliegen wir einem Denkfehler erster Güte.

Wenn ich an der Börse meine Anlageentscheidungen danach treffen würde, was einmal (!) irgendwo funktioniert oder nicht funktioniert hat, dann wäre ich nach kürzester Zeit pleite. Ein (!) Ereignis sagt GAR NICHTS aus. Lies den Absatz nochmal bitte.

Ich wiederhole mich gerne, denn das ist der größte Denkfehler der bereiten Masse. Von einem (!) Ereignis auf immer (!) zu schließen. Wenn Du einmal Kaviar probierst und er schmeckt Dir, isst Du dann ab jetzt jeden Tag Kaviar? Morgens, mittags und abends!? Wenn Du einmal Deine Haare pink färbst und es gefällt Dir, läufst Du dann den Rest Deines Lebens mit pinken Haaren herum? Wenn Du einmal ein Auto kaufst und Du hattest Pech und es war ein Sonntagsauto, kaufst Du dann den Rest Deines Lebens keine Autos mehr?

Ich hoffe ich konnte den Schwachsinn der allgemeinen Denkmuster klar genug herausstellen. Das ist übrigens zugleich der beste Trost für „missratene Lebenssituationen“. Es war nur eine (!) Situation. Sieh es locker. Beim nächsten Mal kann es ganz anders sein. Vielleicht sogar schlimmer, kann man nicht wissen. Aber Du kannst davon ausgehen. Kalkuliere es ein. Schlimmer geht immer. 😉
Jeder Mensch ist anders. Jede Situation ist individuell. Und die statistische Aussagekraft bei einer Grundgesamtheit von 1… ist?! NICHTS! Null. Nada. Niente. Nothing. Ins Klo damit. Falls ich jetzt in Dir ein „aber, aber…!“ ausgelöst haben sollte… such gerne mal im Internet nach „kognitive Verzerrung“, da gibts die wissenschaftliche Erklärung dazu.

Selbst allerdings keinem Irrglauben zu unterliegen, erfordert in der Konsequenz natürlich manchmal sich bewusst erneut in Situationen begeben zu müssen, die „einem bekannt vorkommen“. Beispielsweise weil (obwohl!) ich einmal eine schlechte (okay, sehr schlechte!) Erfahrung mit einer Kollegin machte. Aber der von außen getriggerte Mensch, wir nennen ihn „der Reaktive“, wird eine solche Situation scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Ein Mensch, der sich nicht blind von äußeren Faktoren triggern lässt, wir nennen ihn „der Nicht-Reaktive“, geht durch so eine Situation durch als wäre es das erste Mal. Gar nicht mal im Sinne von: „Wir sehen mal, ob es diesmal ANDERS wird.“ Sondern im Sinne von: „Das hier ist EINE Situation. Ich schaue was ich daraus machen kann. Fertig.“

Über den Marktwert (von Männern und Frauen) auf dem Datingmarkt

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie Menschen sich selbst auf dem großen Tummelplatz des Datingmarktes einstufen. Wie ich schon sagte, möchte ich über das Date mit Fr. Distanz inhaltlich nicht viele Wort verlieren. Sie ist eine liebe Frau, ja. Sie ist eine Mama, ja. Du weißt ja… ich und meine Mamas… als wäre ich ein Magnet für alle Mamas! Warum nur? Strahle ich solche Papa-Attribute aus, oder was?! Ja gut, ein verdammt guter Papa wäre ich sicher auch. Was soll ich noch alles sein. Wahnsinn. Tausendsassa. 🙂

Jetzt gehen wir es mal ganz einfach und analystisch an, vollkommen realistisch, so wie ich es gestern auch in den Family&Friends-Chat geschrieben habe:

  • Ich bin ein Mann in einem dem Datingmarkt entsprechend hervorragenden (!) Alter
  • Ich bin gebildet, nicht nur Schulklug, sondern Straßenschlau (danke Bodo Schäfer), also beides
  • Ich bin sportlich (wieder sehr! Date Nummer 2 nannte mich „Sportskanone“)
  • Ich habe ein gutes Auskommen (Tendenz steigend, nachdem ich wieder Zeit für meine Kernthemen Börse und Finanzen habe und nicht mehr Aushilfs-Und-Wegwerf-Papa spielen muss)
  • Ich bin körperlich gesund und emotional stabil
  • Ich kleide mich richtig gut, gute Garderobe. Details sind aufeinander abgestimmt. Eigentlich müsste ein Blinder mit Gehstock erkennen, dass ich Stil habe.
  • Ich bin gepflegt. Sowohl meine Klamotten (z. B. saubere weiße Sneakers! Wieviele Typen tragen schmutzige Schuhe?! Pfui! Widerlich!) als auch ich.
  • Ich habe keine Kinder und war auch noch nie verheiratet (keine Altlasten!)
  • Und vor allem: Ich bin derzeit in einer mentalen Verfassung, die ich auf dem Level noch nie zuvor hatte. Mir geht es gut. Ich kann Bäume ausreißen. Gefühlt gehört mir derzeit die Welt. Auch hier: Tendenz steigend. Ich greife gerade nach den Sternen, als nächstes ist der Mond dran! 😉 Ich brauche nichts und niemanden. Aber 1 + 1 darf dennoch gerne 3 ergeben. Offen für das Gute. Verschlossen für Nonsense.

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Wo sind nun bitte die negativen Aspekte an mir?!

In der Auflistung fehlt Dir vielleicht der Punkt „Aussehen“?! Oder „Charakter“ und „Verhalten“ oder solche Dinge? Geschmacksache, ich kann nicht beeinflussen was anderen Menschen gefällt oder nicht. Ich kann nur das tun, was ich für richtig halte. Und ich halte für vollkommen goldrichtig was ich tue. Das trifft nicht immer auf die Vergangenheit zu. Aber das ist auch nicht jetzt und damit auch nicht die Realität. Real ist, was jetzt und hier passiert. Und hier fühlt sich alles was ich tue richtig an. An diesen Dingen kann ich nichts ändern bzw. möchte es auch gar nicht. Gilt für mein Verhalten gleichfalls. Ich wünschte mehr Menschen wären wie ich, warum sollte ich mich also anders verhalten als genau so wie ich bin? Wäre ja geradezu paradox.

Silikonbrüste bringen bei mir außerdem nichts, bin ja ein Mann. Und einen Fake-Sixpack brauche ich auch nicht, den habe ich bald ganz natürlich. 😉 Größe, Hauttyp, Gesicht usw. sind natürlich vorgegeben. Hier zu versuchen etwas zu tun, wäre wider die Natur. Das ist fake, darauf stehe ich auch nicht. Realistisch gesehen bin ich bestimmt keine 10. Sonst wäre ich längst Instagram-Model. Aber ganz sicher bin ich auch keine 5. Alles letztlich nicht so wichtig, im Denken bin ich nämlich schon ein ganz Großer! 😉 Genau darauf kommt es im Leben an, Mindset.

Es geht mir in der Aufzählung auch eher um „Fakten“ und weniger um „weiche Komponenten“ wie Charaktereigenschaften. Die sind einfach Geschmackssache, das überlasse ich der Frau. So ein bisschen wie beim Quartett. „Mein Auto hat 512 PS und ist stärker als Deines, Du hast nur 388 PS!“ oder „Mein Auto ist älter, deswegen gewinnt meine Karte!“. Das sind Fakten. Da kann man nicht diskutieren. Da gilt ja auch kein „Mein Auto hat die schönere Farbe!“, oder? So schon mal jemanden Quartett spielen sehen? Ich nicht.

Warum zähle ich all das auf?

Fortsetzung folgt, es bleibt und wird weiter spannend… 😉

PS: Mein erster 3-Teiler nach langer Zeit! YEAH!