Zwischen Aufarbeitung und Vorwärtsblick

Derzeit befinde ich mich ziemlich genau in der Mitte zwischen Aufarbeitung und Vorwärtsblick. Aufarbeitung dabei nicht rückwärtsgewandt, sondern selbst diese bereits vorwärtsgerichtet.

Ich merke, wie ich DEN totalen Knockout inzwischen weggesteckt habe. Ich brauchte ein paar Tage zum Realisieren, in dieser Zeit taumelte ich. Dann fiel ich. Dort blieb ich ein paar Tage liegen. Es kam nur kein Ringrichter. Niemand zählte mich an. Ich lag einfach da. In den folgenden Tage startete ich mehrere Aufstehversuche. Ich konnte mich immer wieder aufrichten, jedoch nicht auf den Beinen halten, die Nachwirkung des Knockouts sollte mich immer wieder einholen und erneut fallen lassen. Inzwischen stehe ich. Bislang ohne Rückfall. Auch das bin ich, inzwischen. Dank Teil 1 des Projekts Beziehung. Es hatte aus mir einen Mann gemacht.

Auch dank der lieben, gut gemeinten und aufrichtigen Kommentare zweier meiner Follower, reflektiere ich derzeit mein eigenes Verhalten in der Beziehung. Danke an Euch beide! Reflektieren tue ich fast gar nicht mehr aus der Perspektive „was hätte ich besser machen können oder müssen… damit ich die Frau und die Beziehung zu ihr hätte halten können?“ Das wäre rückwärtsgewandt. Negativ perspektivisch. Sondern ich bin inzwischen in der Perspektive „was habe ich getan, was ich selbst gar nicht bewusst wollte… und was möchte ich beim nächsten mal definitiv anders machen, um die beste Version aller Zeiten von mir selbst zu werden, zu sein und zu bleiben?“.

Ich bin zwar ein enormer Herzmensch. Aber auch ein Kopfmensch. Mein Kopf funktionierte immer schon weit über die Maßen hinaus hervorragend, eine echte Stärke. Deshalb spürte ich irgendwann auch, dass ich an meinem Herz-Dasein arbeiten möchte. Das war der Anstoß zum Projekt Beziehung (Teil 1). Es gelang mir. Wie ihr wisst, aufgrund fortwährend täglicher harter Arbeit an meiner Persönlichkeit. Ich änderte meinen Charakter, Stück für Stück. Das ist möglich. Mir muss niemand sagen, dass das nicht geht. Es geht! Und zwar sowas von! Die Frage ist nur, ob man dies dann konsequent für den Rest des Lebens beibehält oder wieder ins Unbewusste zurück fällt.

Ich hatte mich nie verstellt, vor meiner gerade zerstörten Beziehung. Ich war einfach so geworden wie ich war. Gut drauf, offen auf Menschen zugehend, wurde beliebt. Weil ich diese Geber-Mentalität ausstrahlte, die die Menschen so sehr an anderen Menschen lieben. Wenn ich auf mich selbst rückblicke, erkenne ich mich damals als einen Positiv-Energielieferanten. Ich hatte täglich Spaß, nahm alles mit Humor. Natürlich wirkte es irgendwann mal zwischendurch auch ein wenig unreal, denn das Leben ist nicht nur super lila laune mäßig. Aber die Hormone suggerierten mir das.

Spaß auf der einen Seite, bestehende Sehnsüchte auf der anderen

Und die Hormone bestimmten die aktuelle Verfassung. Es wurde zu einem Selbstläufer. So vergingen die Tage. Gefüllt mit Spaß und Freude im Leben. Mit vielen Menschen, neue Bekannte, auch viele männliche neue Bekannte. Rational betrachtet entwickelte ich meine Persönlichkeit hin zu einem besseren Selbst. Nur DIE Partnerin fehlte noch. Klar hätte ich noch ein paar Jahre Pickuppen können. Weiter schön Spaß haben. Kuriose, aberwitzige Dinge erleben usw. In mir steckte jedoch – wie heute wieder – die tiefe Sehnsucht nach meiner seelenverwandten Partnerin, sie zu finden!

Die Frage ist daher für mich, was ich aus der vergangenen gescheiterten Beziehung mitnehmen kann! Nicht von Fr. Schlange, sie ist so weit weg von mir wie der Mars von der Erde. Sondern aus den Erkenntnissen meines Ichs. Was habe ICH getan, und zwar unabhängig davon, ob SIE darauf reagierte und DESWEGEN irgendwann anfing mich zu betrügen und zu hintergehen, anzulügen und ein großes Stück weit auszunutzen. Nein, das ist nicht der Punkt. Die Frage ist: Was habe ICH getan, was ICH gar nicht hätte tun wollen, wenn ich in den Momenten meines Lebens BEWUSST gelebt und achtsamer gewesen wäre.

Nach hinten können wir nichts verändern! Aber nach vorne!

Ich bin so schonungslos offen im Umgang mit mir selbst, wie ich es auch von anderen Menschen einfordere. In meinem Umfeld weise ich andere Menschen gerne auf Verbesserungspotenziale hin. Das Recht nehme ich mir deshalb heraus, weil ich gleichzeitig mir selbst gegenüber mein größer Kritiker bin. Und ich jeden Rat und jede Kritik annehme, wenn ich darin erkenne, dass sie aufrichtig gemeint ist oder mir helfen kann. Zumindest sollten wir alle darüber nachdenken, ablehnen geht später immer noch.

Ich lamentiere nicht mehr herum und trauere, weil ich mich hier oder da „falsch“ verhalten habe gegenüber Fr. Schlange. Egal wie ich wann und wo gehandelt habe, ich tat alles aus einem reinen Herzen heraus und immer in zutiefst absolut positiver Intention. Selbst wenn ich nicht mehr der totale Positiv-Energielieferant war. Vermutlich sogar stellenweise das Gegenteil. Ich saugte bestimmt Energie ab, von ihr oder mittelbar auch von ihrem Umfeld. Sie wurde über die letzten Monate selbst immer weniger gut gelaunt, allerdings für mich alles in einem ganz normalen Maße. Es fühlte sich für mich eher „nach dem echten Leben an“. Ankommen in der Wirklichkeit. Weniger feiern und trallalala. Einfach das normale Leben. Aber normal ist vielen eben nicht gut genug.

Was ist schon normal?

Normal ist für mich Geborgenheit und Stabilität, beispielsweise. Werte zählen nicht für alle Menschen gleichermaßen. Für manche Menschen ist normal vielleicht auch, rum zu springen wie ein aufgeschrecktes Huhn. Von Kiste zu Kiste zu hüpfen, immer auf der Jagd nach Bestätigung und Anerkennung. In Wahrheit sind das aus meiner Sicht ganz starke negative Komplexe mit ganz bestimmten Ursachen. Die es dringend zu ergründen  bedüfte. Wozu ich bedingungslos bereits gewesen wäre. Aber das ist nicht mehr mein Problem.

Es geht nicht darum. Denn ich habe in der Aufarbeitung meiner jüngsten Lebensgeschichte erkannt, dass immer 2 Personen zu einer Beziehung gehören. Und beispielsweise schätzte meine Followerin Greenhory in einem ihrer Kommentare auf meinen Artikel „Wieso ist da ein Loch?“ ein, dass es sich zwischen Fr. Schlange und mir um eine toxische Beziehung gehandelt haben müsse. Wenn ich ihre beiden Kommentare korrekt verstanden habe, dann sei ich mehr Opfer innerhalb der Beziehung gewesen. Sie schrieb: „Du wurdest benutzt, benutzt dazu, ihre Grossartigkeit zu bestätigen.“

Dieser Hinweis von Dir hat mich inspiriert. Danke! Und das jedenfalls ist mit Sicherheit richtig. Ich kann sicher sagen, dass ich ihre Großartigkeit zu jeder Zeit bestätigt habe. Ab dem ersten Tag. Ich fand sie schließlich auch großartig. Ich tat allerdings eben nie etwas, um mich umgekehrt mit ihr großartig zu fühlen. Ich nahm ihr nichts. Ich gab immer. Diese Geber-Mentalität – da ist sie wieder. Ganz objektiv betrachtet kann das aber umgekehrt nicht gegolten haben, jedenfalls ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr. Kein normal tickender Mensch verlässt seinen Partner, wenn er mit ihm glücklich ist. D.h., dass sie nicht (mehr) glücklich war. Seitensprünge kommen in vielen Beziehungen vor, meistens erfährt der Partner davon auch nie etwas. Und so gesehen ist es dann für beide „nicht schlimm“, je nach moralischer Veranlagung des Fremdgehers eben. Aber seinen Partner zu verlassen, ist schon eine andere Hausnummer.

Natürlich bestätigte sie auch meine Großartigkeit über fast die gesamte Zeit. Sie hob mein Selbstwertgefühl auf ein ganz neues Level. Hollywood-reif inszeniert, muss ich im Nachgang erkennen. Sie hat das Talent für Titanic Teil 2. Wenn Leonardo DiCaprio in Teil 1 überlebt hätte, dann würden sie ihn nach einer erneuten herzzerreißenden Romanze in Teil 2 definitiv absichtlich unter Wasser drücken. So ist das doch eigentlich mit mir gewesen, oder?

Ziemlich sicher aber auch aufgrund ihres zusätzlichen Schubs bezüglich meines Selbstwertgefühls fällt es mir nach fast 2 Jahren Pickup-Pause so leicht, alle Frauen anzusprechen. Besonders die heißen Frauen. Ich merke richtig, wie in mir ein Feuer brodelt mir die Körbe ganz besonders von den optischen Leckerbissen abzuholen. Umgekehrt wird mir – etwas übertrieben gesagt – fast übel beim Gedanken, wenn ich eine optische Durschnittsfrau ansprechen müsste. Eine 5 geht heute gar nicht mehr. Ich schaffe das nicht mal um wieder zu üben. Ich schaffe das mental nicht mehr. Ich hatte vorher eine optische und noch viel mehr charismatische Sahne-Frau. Eine, nach der sich jeder Mann umdreht, wenn sie in den Raum kommt. Nicht so sehr alleine wegen der Optik. Aber das Charisma war schon… stark. Erfolge schaffen eben Ansprüche. Deswegen kann ich mich derzeit unmöglich mit dem Durchschnitt zufrieden geben, so meine derzeitige Gefühlswelt.

Sorry, aber notwendigerweise Off-Topic

Auch wenn es jetzt etwas Off-Topic wird, aber dazu fällt mir noch was ein. Mein Motto war ja damals – wie heute – „Hauptsache hübsch!“. Das hatte ich damals ja meiner Mama und jedem gesagt, der mich fragte was für eine Frau ich denn überhaupt suche. Ich hatte das hier auch schon beschrieben. Geld hab ich „genug“. Intelligent genug fühle ich mich auch, jedenfalls schaffte ich es bislang ganz gut meinen Namen fehlerfrei auf Geschäftsbriefe zu kritzeln ohne mich zu verschreiben. Ich kann Haushalt, bügeln, kochen, putzen. Das ganze Programm. Wenn es mir darum gehen würde, dass ich das nicht könnte, würde ich mir 2 mal pro Woche eine Haushaltshilfe holen. Dafür brauche ich keine Frau an meiner Seite. „Hauptsache hübsch“, ist natürlich etwas provokant. In Wahrheit müsste es heißen und heißt es auch: „Sie muss liebevoll und ein Herzmensch sein.“ Das ist meine oberste Prämisse. Aber natürlich gefolgt von einem „dabei aber Hauptsache hübsch!“.

Warum?

Ganz einfach zu erklären, wie wir jetzt erst wieder mit Fr. Schlange sehen. Wenn sie nur durchschnittlich gut ausgesehen hätte (oder womöglich gar hässlich), wäre jetzt vielleicht genauso Schluss gewesen. Schließlich gehen die unterschiedlichsten Beziehungen auseinander. Nicht nur die mit hübschen Frauen! So aber konnte ich mich jeden Tag darüber freuen sie anzusehen. Und der wichtigste Indikator für die Attraktivität einer Frau ist für mich: Wenn ich mich morgens (!!!) umdrehe und der Frau in die Augen sehe, wie ich mich dann fühle? Bei ihr dachte ich mir jeden Tag: Du bist es!

So. Und so blöd das klingt… aber wie wir sehen vergeht gerne mal alles. Die angebliche Liebe (Herz) vergeht. Geld kann gehen. Menschen werden nachlässig. Den Haushalt hatte sie immer perfekt gemacht, wofür ich ihr stets Respekt zollte. Aber all diese Dinge sind es eben nicht, die hängen bleiben. Wer denkt an die toll geputzte Küche zurück? Niemand. Wer an das tolle Essen? Vielleicht manchmal, okay. Aber am Ende bleibt was in mir zurück? Nicht der tolle Haushalt, den ich doch selbst verrichten kann und vor ihr auch verrichtet hatte. Nicht das Geld, das sie im Übrigen auch nicht hatte. Nicht die Kinder, die auch nicht einmal meine waren (und wovon eines mich auch nicht mehr wollte – irrerweise!). Nicht das Herzliche, denn mein Herz hat sie mit Füßen getreten und zerfetzt. Nein, was übrig bleibt ist eine Erkenntnis: Ich hatte eine echt heiße Frau an meiner Seite. Das klingt plump. Ist so aber gar nicht gemeint!

Warum?

Auch hier ganz einfach. Wieviele Männer geben sich mit Durschnittstussen zufrieden? Mangels Alternativen, vor allem aufgrund fehlenden Selbstwertgefühls. Mein Selbstwertgefühl war vor Fr. Schlange schon enorm. Mein Selbstwertgefühl ist – mit ein paar Wochen Abstand nach dem Aus – REIN AUF MICH SELBST BEZOGEN irgendwie sogar größer als vor Fr. Schlange. Weil ich weiß, dass ich aktiv war und mir meine „Traumfrau“ eigenständig in mein Leben zog. DAS ist es, was bleibt. Zu wissen, dass ich „gut genug“ bin für heiße Frauen. Kochen können viele oder auch viele nicht. Intelligent sind – zumindest vergleichweise – viele nicht. Das ist aber alles auch nicht wichtig, aus meiner Sicht. Herzmensch muss sie sein, sonst würde ich gar nicht mit ihr in eine Beziehung gehen können, das ist der kleinste gemeinsame Nenner, aber auch der wichtigste! Ja gut, und dann bleibt da nur noch…? Dass sie Hauptsache hübsch war. Die liebe Fr. Schlange.

Es geht dabei auch wieder gar nicht um Fr. Schlange, sondern um die mentale Einstellung in Richtung der nächsten Frau. Ich kann heiße Frauen haben. Punkt. Viel Arbeit, ja. Zuviel Arbeit? Nein! Das ist es wert, weil es eines der wenigen Dinge ist, die positiv zurück bleiben. „Schönheit vergeht“, klar. Stimmt schon auch. Aber so alt bin ich noch nicht. Da sowieso alles vergeht, selbst das Leben an sich, spielt unter dem Strich alles keine Rolle, ganz genau genommen. Herr van Onnetuschn sagt ja immer: „Am Ende kommen wir alle in dieselbe Holzkiste!“
Recht hat er unter dem Strich damit absolut. Alles ist relativ.

Zurück zum eigentlichen Thema

Die Aufarbeitung. Ich möchte für mich mitnehmen was nur möglich ist aus meiner Erfahrung und mich auf- und nach vorne richten. Ich will wieder zu mir finden. Gestern hatte ich ein gutes Telefonat mit einem alten Freund. Auch ein Spiritueller. Tut gut, solche Gespräche. Er sagte so ungefähr etwas wie: „Das ist wieder typisch von Dir. Kaum ist es aus, machst Du mit dem Pickuppen weiter. Mit dem Kopf durch die Wand!“ und „Komm erstmal zu Dir, finde die Ruhe, fühle in Dich hinein und lasse alle Gefühle zu. Geh in die Beobachterperspektive und komm mit Dir selbst absolut ins Reine, danach kannst Du weitermachen. Das ist sonst auch nicht fair der neuen Frau gegenüber, wenn Du Dich jetzt nur ablenken möchtest.“

Ja. Ich will nur in kein mentales Loch geraten und ich bin ein extremer Kämpfer geworden, durch das Projekt Beziehung Teil 1. Aufgeben kommt nicht mehr in Frage. Weil ich weiß, dass ich mir den Erfolg erarbeitet hatte – damals – und ihn mir auch heute wieder jederzeit erarbeiten kann. Und gerade auch das Erarbeiten-Möchten wieder zurück kehrt.

2019-04-11

Ich gebe zu, dass meine erste Reaktion, sofort wieder alle Frauen anzusprechen, tatsächlich eine Kompentation war. Deshalb hagelte es auch erstmal nur Körbe, vermute ich. 18 nacheinander an einem Tag sind mir vorher noch nie gelungen, so schlecht war ich nie. Aber kein Wunder, in der Verfassung.

Also nehme ich all Eure Hinweise an. Finde jetzt erstmal überwiegend zu mir zurück und den Spaß an Dingen, ganz ohne Frauen. Werde dennoch nebenbei Pickuppen, auch wenn ich weiß, dass keine großen Erfolge mit „ein bisschen Pickuppen“ möglich sind. Üben darf ich ja, so ist es ja nicht. 😉

PS: Am Wochenende hole ich meine restlichen Sachen und Möbel aus unserer (ehemaligen) gemeinsamen Wohnung. Ich sagte ihr, dass sie nicht anwesend sein sollte, damit wir einander nicht mehr sehen müssten. Dann werde ich diese Frau zumindest geplant vermutlich nur noch einmal wieder sehen, nämlich zum gemeinsamen Entsorgen restlicher Teile aus Keller und Speicher. Ich bin froh, wenn wir uns so wenig wie möglich wieder sehen. So sehr ich sie geliebt hatte, so sehr (oder umso mehr!) ist das alles aus meiner Sicht nicht im Ansatz gerechtfertigt, was passiert ist. Ich will damit nichts mehr zu tun haben. Das ist Vergangenheit. Und zwar eine von Lügen, Schauspiel und Betrug geprägte Vergangenheit.
Lebe wohl! Werde glücklich! Mach fortan ohne mich (und dafür mit so viel besseren Menschen) all die tollen Dinge, die Du mit mir niemals tun konntest und nie hättest tun können, weil ich ein so unglaublich schlechter, böser, dreister, spaßbefreiter, dummer, fauler, eiskalter Mensch war, bin, geblieben wäre und weiterhin sowieso für immer sein würde. Und sowieso nie bereit war auch nur auf einen Deiner Wünsche einzugehen. 😉

Aber hey! Die nächste Frau – hoffentlich dann die letzte in meinem Leben – werde ich wieder auf Händen tragen! Vermutlich mehr als je zuvor, wenn auch auf eine etwas andere Art. Ich werde mehr im Moment leben als bislang und mehr bei mir selbst bleiben. Nichts weniger als das hat die Traumfrau 2.0 verdient. Die nächste Frau kann nichts für die Charakterzüge von Fr. Schlange und ihre Art, stets den einfachsten, kürzesten aber auch kurzgedachtesten Weg zu wählen und so in einem Hamsterrad zu laufen. Keine Macht der Vergangenheit! Aber ich werde darauf achten nicht nur fürsorglich zu sein, sondern immer wieder Reize zu setzen in der Beziehung. Ich werde mir mindestens ein gemeinsames Hobby mit ihr suchen, vielleicht klettern. Um selbst nicht wieder einzurosten und mich auch nicht (selbst?) zu betaisieren. Bewusst und achtsam bleiben! Weil ich es mir selbst wert bin! Und dann werde ich sehen, ob die nächste Frau keine Schlange, sondern vielleicht eine echte Königin sein wird. Um das Projekt Beziehung in Teil 2 zum krönenden Abschluss zu bringen! 😉

PPS: Für Kommentare bin ich immer dankbar. Nur keine Zurückhaltung. Wir Menschen lernen aneinander! Danke.

Wild tanzende Frauen haben manchmal einen an der Klatsche

Es war Wochenende, und ich war mal wieder beim Clubgamen. Ja, ich weiß… Asche auf mein Haupt… ich war Clubgamen, obwohl ich doch wissen müsste, dass da nur… diese eine „besondere“ Sorte von Frauen anzutreffen ist.

Ich weiß, ich weiß. Wie mir auch mal mein damaliger Physio sagte: „Sie gehen doch auch nicht in den Penny, um Kavier zu kaufen“.

Gut, stimmt schon. Deswegen werde ich in Zukunft auch öfter auf ganz unterschiedliche Veranstaltungen gehen. Um mehr die „normalen“ Frauen kennenzulernen. Das ist dann zwar fast nur übers Daygamen möglich, aber die Trefferchance auf „die Richtige“ ist dabei sicher höher als beim Clubgamen. Alternativ sollte ich vielleicht öfter ins Bars gehen, anstatt in Clubs. Nur in Bars ist einfach wenig Bewegung. Da kannst Du rein, sprichst eine oder zwei Frauen – möglichst unbemerkt – an, aber dann bist Du eben auch schon „verbrannt“. Von Tisch zu Tisch zu springen, ist nicht möglich. Schwierige Sache. Hm.

Die heißeste oder zumindest auffälligste Frau im Club

Egal. Also am Wochenende war ich mal wieder in einem Club. Und ich ging erstmal eine kleine Runde umher, langsam. Beobachtend. Und dann fiel mir eine echt heiße 7,5 oder 8 auf. Wie sie da mit ihren Freundinnen tanzte. Lasziv. Hm. Drum herum viele Typen. Allerdings stehen die alle nur mit ihren Getränken um die Frauen-Traube und tun…? Nichts! Richtig. So sind sie, die Supertypen. Fast alle gleich. Nach außen hin optisch auf „dicker Macker“ machen, aber in der Realität nur glotzen statt ansprechen und handeln können.

Ich bin anders. Ich sah mich um. Langsame Bewegungen. Möglichst erhaben. Keine hektischen Dinge tun, keine Unruhe ausstrahlen. Die Situation im Club mit der lauten Musik und der Hollywood-Umgebung zwischen all den Gören einfach aufsaugen und wirken lassen. In die Mentalität der Situation eintauchen.

Na gut, dann stellte ich mich in die Nähe von ihr. Vielleicht 2 Meter entfernt. Uns trennte ein Tisch. Nicht zu viel Abstand, auch nicht zu wenig. Unsere Blicke trafen sich zum ersten Mal. Den Augenkontakt nahm ich bewusst an. Und der hielt schon mal erstaunlich lange. Kein kurzer Blick, sondern schon eher dieses typische „Abchecken“. Sie strahlte mich an. Ich grinste zurück. „Guter Start in die Nacht“, dachte ich mir. Ich beobachtete die restliche Szenerie. Drehte mich auch mal um, lief nochmal ein paar Meter in die eine und in die andere Richtung und sah mich nach weiteren Frauen um. Ist ja immer das gleiche Schauspiel: Sehen und gesehen werden. Jedenfalls in der „ehrenwerten Gesellschaft.“ Hier kennt man sich.

Ich kam wieder in ihre Nähe und nahm nochmals Blickkontakt auf. Sie tanzte wie wild. Fast in Extase. Eigentlich irgendwie auch übertrieben. Die auffälligste Person im Laden. Natürlich richten sich dann alle anderen Blicke ebenfalls auf sie. Aber ich spürte da etwas. Also blieb ich in der Situation, lächelte ihr zwischendurch zu und gestikulierte mit ihr. Spätestens an Gegengesten sieht man, ob die Frau interessiert ist. Es entstand eine kleine Körpersprachen-Interaktion. Na gut. Das war das Zeichen zum Starten für mich. Der Startschuss zum Ansprechen.

Plötzlich kam die Bedienung mit der Rechnung an ihren Tisch. Alle zückten ihre Handtaschen und legten zusammen. Ich dachte mir: „Okay, dann lass sie das Finanzielle mal machen, danach aber keine Zeit mit dem Ansprechen verlieren, bevor sie sonst weg ist!“

Und… Action!

Gesagt, getan. Als sie ihre Kohle los war, ging ich an mitten durch die ganzen Typen, zielgerade auf die heiße Frau zu und quatschte sie an. Das hätte ich schließlich nicht zulassen können, dass sie den Laden verlässt, ohne mir wenigstens einen Korb abzuholen.

Sie war ab Sekunde eins total „on“. Lächelte mich an, strahlte. Ich kam ihr sofort auch körperlich sehr nahe. Direkt in die sogenannte intime Zone, also Abstand unter 30 cm. Alpha-Verhalten. Stärke zeigen.

Ich sagte ihr, dass ich sie heiß finde, weil sie im Gegensatz zu den meisten anderen Frauen hier im Laden so eine Freude und Spaß ausstrahle. Kurzer Smalltalk. Ich stellte mich vor, hielt ihre Hand etwas länger als üblich und küsste sie direkt auf die linke und rechte Wange. Etwas, das eher selten passiert. Direkt zum Start zwei Küsschen, weil man sich vorstellt? Das ist wirklich selten. Andererseits hatten mich unsere Blickkontakte und nonverbalen Gesten vorher eindeutig gepushed. Sie war in guter Laune, natürlich auch alkoholisiert. Nachdem ich geklärt hatte, dass sie noch nicht geht, sondern weiter tanzen wollte, hatte ich keine Eile mehr. Sie sagte zu mir: „Wir gehen gleich zum Tanzen in den anderen Bereich, kommst Du mit?“

Bingo. Mega Ding! Was willst Du mehr?! Ich sagte ihr zu, in ein paar Minuten nachzukommen. Sie könne ruhig schon vorgehen. „Nur nicht bedürftig sein“, lautet die Devise.

Seht her, seht her! Wer ist die Schönste im ganzen Land?

Als ich kurze Zeit später in den anderen Bereich wechselte, befand sie sich bereits wieder mit einer ihrer Freundinnen tanzend auf einem leicht erhöhten Podest. Ich dachte mir nur: „Na gut, so eine bist Du also. Tanzen auf dem Boden reicht Dir nicht. Es muss Dich also wirklich jeder hier erhöht sehen und wahrnehmen können!?“

Ich bin von der Seite auf sie zugegangen, hab sie an der Schulter gestreichelt und kurz auf ihre Reaktion gewartet. Sie streckte mir die Hand aus, um mir zu signalisieren, dass ich ebenfalls aufs den Vorsprung steigen sollte. Die Hand nahm ich und stieg hoch. Ich kam ihr nahe, fasste ihr an die Hüften und tanzte relativ eng mit ihr. Das ging vielleicht nur 1 oder 2 Minuten so. Ihre Freundin befand sich neben uns und tanzte ebenfalls.

2019-04-09

„Endlich“ wieder mal ein kleines „Highlight“ beim Clubgamen. Eine Interaktion mit einer doch ganz heißen Frau. Ich spürte aber auch, dass mir das Ergebnis gar nicht so wichtig war. Ich freute mich schlicht über die Interaktion. Irgendwie auch klar, nach den vielen Körben aus dem letzten Daygame. Clubgame war ja noch nie meine ganz ganz große Stärke. Auch wenn ich Fr. Schlange dabei kennen gelernt hatte. Und auch die eine oder andere Dame. Aber meine Stärke ist es eben trotzdem nicht. Ich habe mir damals über die Zeit aber auch da ein ganz passables Game antrainiert.

Und dann? Ja. Haha! Es ist immer irgendwas…

Wir tanzten also Hüfte an Hüfte. Dann nahm ich ihre beiden Hände, um einen anderen Tanzmove zu bringen. Und kurz darauf drehte sie sich zu ihrer Freundin – mit dem Rücken zu mir – und tanzte lasziv mit dieser weiter. Ließ mich kurzerhand links liegen. Hab ich so auch noch nicht erlebt, allerdings habe ich auch noch nicht oft mit „fremden“ Frauen getanzt. Nach so viel Anziehung zu Beginn, im Gespräch und auch noch bis gerade… war ich etwas irritiert. Ich tanzte dann noch kurz neben den beiden weiter und stieg wieder vom Podest. War mir echt egal, ich war nur verwundert.

Anschließend ging ich wieder zu meinem Wingman zurück. Es wurde auch Zeit nach Hause zu gehen. Also drehte ich im Club noch eine Runde und vor Verlassen des Clubs ging ich nochmal zurück zur Fr. „Ich genieße kurz Deine Aufmerksamkeit – aber eigentlich bist Du mir egal“. Ich stieg wieder hoch auf den Vorsprung und sagte zu ihr: „Hey, ich muss leider los. Aber komm jetzt kurz mal mit raus, dann können wir noch 2 Minuten quatschen, bevor ich weg bin.“

Sie antwortete mir: „Nein nein, ich bleib hier.“ Damit hatte ich gerechnet, ohne es allerdings im Gesamtkontext nachvollziehen zu können. Also sagte ich: „Okay, dann machs gut. Bis irgendwann mal.“ Sie lächelte und sagte zuerst „schön Dich kennen gelernt zu haben“, gefolgt von einem verschmitzten „… hey… und behalte mich in guter Erinnerung! Wir sehen uns bestimmt mal wieder hier!“ Wir gaben uns zum Abschied wieder zwei Küsschen auf die Wange. Ende.

Hä?! Hast Du noch alle Latten am Zaun? Ich soll Dich in „guter Erinnerung“ behalten?! Hahaha. Du musst ja echt meinen, dass Dir jeder hinterher hechelt. Was für ein verkorkstes Selbstbild. Wieso in guter Erinnerung behalten? Aufgrund von was? Wegen zwei Bussis und ein paar gemeinsamen Hüftschwüngen?! Woran soll ich mich denn erinnern? Hä?! 🙂

Du Freak und Effekt-Hascherin! Eine klassische sog. Attention-Bi***!

Und die Moral von der Geschicht‘:
Gute Frauen gibt es in solchen Edel-Clubs eben (fast?!) nicht! 😉

PS: Alles gut! Es geht immer ums Machen. Ich habe gemacht! Auch wenn nicht viel Zählbares heraus kam. Aber hey, ich habe die auffälligste Frau im Club angesprochen. Das wurde sicher wahrgenommen, nicht nur von ihr… Sozialer Status und so… Ich habe mit der auffälligsten Frau im Club zumindest kurz Spaß gehabt und getanzt. Ja, war nicht lange und wurde gleich wieder abgeschoben. Aber es geht um den inneren Erfolg. Die Tussi ist mir egal. Wichtig ist, dass ICH aktiv war. Und dann wird da an einem anderen Tag auch wieder eine Frau sein, die länger mit mir… interagiert… und… tanzt… oder so… 🙂

Ich kämpfe…

Die letzten 2 Wochen habe ich relativ gut abgenommen. Meine etwas engeren Hemden passen mir wieder, die ganz engen noch nicht. Zu meinen besten Zeiten trug ich nicht Slim Fit sondern Superslim Fit. Da will ich wieder hin.

Mit meinem Körper…

Ich mache jeden Tag Sport. Abwechselnd leichtes Krafttraining und Ausdauer, um weiter Fett zu verbrennen. Der Appetit kommt auch langsam wieder, wenn auch nur sehr langsam. Ich versuche dennoch allem zu widerstehen, was mich von meinem Ziel abhält. Klappt ganz gut bisher. Mein Ziel ist, mir wieder den Körper von vor 3 Jahren zu erarbeiten. Ich bin mir sicher, dass das Aussehen einen relativ großen Anteil an meinem Erfolg auf dem Weg zu meiner Traumfrau (für die ich bekanntlich wohl irgendwann aber nicht mehr der Traummann war) geleistet hatte. Auch wenn sie es in Gesprächen stets rational abstritt, vielmehr wäre ich „einfach so heiß“ (gewesen), unabhängig von meinem Körper.

Viele Dates damals, viele coole Erlebnisse. Und ein schöner Körper gibt auch Selbstvertrauen, das ist keine Frage. Wie ich heute feststelle, handelt es sich dabei um Selbstvertrauen auf einer anderen Ebene. Mental bin ich selbstbewusst genug im „echten Leben“, viele meinen sogar ich hätte manchmal einen Hang zum übertriebenen Selbstbewusstsein. In sachlichen Dingen des Alltags mag das stimmen. In meinen Lebenszielen mag das auch stimmen oder besser gesagt gestimmt haben.

In Bezug auf das andere Geschlecht sieht da die Welt anders aus. In der Beziehung hatte ich dieses Selbstbewusstsein ebenfalls voll und ganz gegenüber meiner Partnerin. Ich bestätigte sie immer wieder für ihre Optik, ganz besonders im natürlichen Zustand, d.h. ohne Schminke oder Haarspray usw. Sie tat das umgekehrt ebenfalls, selbst als ich ein paar Kilo zunahm. Wieso sollte ich da mein Selbstbewusstsein verlieren. Jetzt jedoch, wo ich wieder alleine dastehe, sieht die Sache anders aus. Meine geliebten Klamotten passen nicht mehr so wie früher, also muss ich auf weiter geschnittene Hemden oder Pullover zurückgreifen. Das ist eigentlich nicht meins.

Aktuell denke ich darüber nach, mich für ein Fitnessstudio anzumelden. Bislang trainierte ich stets mit dem eigenen Körpergewicht und Kurzhanteln zu Hause. Damals und heute wieder. Erfolge sind damit zweifelsfrei möglich, jedoch nicht so effizient. Mehr Geräte = mehr Möglichkeiten = mehr/schnellerer Erfolg. So lautet die Formel. Ich habe sowohl Ausdauersport (ohne Ball) als auch Krafttraining aber noch nie gemocht. Auch heute nicht. Ich tue das – wenn ich ganz ehrlich bin – auch nicht für mich. Sonst hätte ich das in der Beziehung auch nicht so schleifen lassen oder aufgegeben. Als ich das Gefühl hatte, dass es „einfach passt“ zwischen uns, sah ich keinen weiteren Sinn mehr in dieser unnatürlichen Körperschinderei. Ein kleines bisschen Rückentraining usw. schadet niemandem, im Gegenteil. Aber Gewichte stemmen? Regelmäßig eine Dreiviertelstunde joggen gehen? Ich ging lieber mit meinem Mädchen händchenhaltend spazieren oder führte tolle Gespräche mit ihr über alles Mögliche.

Selbst Schuld, könnte ich mir sagen. Aber kein Mensch weiß, wie lange eine Beziehung hält. Ich ging von der Ewigkeit aus. Und die letzten Wochen vor meinem aktuellen unfreiwilligen Single-Status hatte ich bereits wieder mit leichtem Lauftraining begonnen, ich hatte sie sogar gefragt, ob wir das zusammen machen wollten. Wir joggten auch insgesamt vielleicht nur zwei oder drei Mal in der ganzen Zeit der Beziehung miteinander. Schade eigentlich. Ich hätte mit ihr zusammen eine andere gemeinsame Sportart heraussuchen und finden „sollen“. Gemeinsame Erlebnisse schaffen, das kam zu kurz. Stattdessen zuviel Alltag.

Sie liebte das Klettern. Ich hätte hier bewusster und aufmerksamer sein müssen. Es soll nicht nur melancholisch klingen, was ich hier gerade schreibe. Es steckt auch eine ganze Portion Zuversicht für die Zukunft drinnen, auch wenn man dafür etwas unter die Fassade blicken muss. Ich merke ja, wie das Traurigsein stetig einem „nach vorne Blicken“ weicht. Aussagen wie „ich hätte dies oder jenes tun sollen“ sind der Ursprung. Nicht unerwähnt lassen möchte ich dabei, dass Ursprünge und Ursachen auch Folgen haben. Und so kann ich derlei Aussagen einfach ergänzen und abschließen mit „und beim nächsten Mal achte ich da von Anfang bis Ende drauf!“. Dann wird die Sache hoffentlich schon rund werden, sein und vor allem bleiben. Dann wird aus Melancholie Zuversicht und ein echter Beziehungsvorsatz.

Gemeinsamer Sport bietet unschätzbare Vorteile. Man ist zusammen, hat gemeinsam Spaß, trainiert zugleich den Körper, für sich selbst und gleichfalls auch für den Partner. Attraktivität und so. Dabei werden Glückshormone ausgeschüttet, wo wir wieder beim Thema Hormone wären. Und gegen positive Hormone können wir Menschen uns nicht wehren. Wir müssen ihnen folgen.

Und darum werde ich auch die nächsten Wochen ins Solarium gehen. Sonne (selbst künstliche) sorgt auch hier für einen positiveren Hormonhaushalt. Vor wenigen Wochen wollte Fr. Schlange wieder ins Solarium gehen, ich riet ihr ab. Es sei schädlich für die Haut und außerdem hätten wir zwei uns doch, zumal sie für mich so oder so die attraktivste Frau der Welt sei. Waren meine Worte. Absurd. Heute möchte ich selbst ins Solarium. Im Wissen, dass es schädlich ist für die Haut. Aber im Wissen, dass es – in mildem Maße – die optische Attraktivität für die potentielle neue Partnerin steigert. Plötzlich ist man angebräunt. Und das heißt? Ja klar, das heißt, dass dieser Typ bestimmt ganz abenteuerlustig und viel draußen ist und viel Sport macht. Ein echt heißer aufregender Kerl. Man man man. Wieder dieses Hollywood.

Und ich spiele mit, zwangsläufig. Ich fühle mich derzeit in einer Situation, in der es sich für mich anfühlt, als würde mir jemand unentwegt zurufen: „Schach!“ Und nach Schach kommt matt. Und das will ich nicht. Ich kämpfe so gut ich kann. Wieder auf allen Ebenen. Körperlich. Kleidung. Verhalten. Aufmerksamkeit. Ich gehe raus, wie damals. Aber vor allem geht es um die Lebenseinstellung. Und die muss ich positivieren. Muss ich nicht nur, möchte ich auch. Das Leben ist schön. Punkt. Muss ich nur noch an den Punkt kommen. Ich kämpfe. Ich kämpfe. Ich kämpfe. Und ich werde es schaffen, weil ich vor meiner Beziehung so war. Jeden Tag draußen unterwegs, immer auf der Suche nach meiner Traumfrau. Und so will ich wieder sein, positiv. Denn das bin ich. Ich wurde nur behäbig in der – vielleicht auch durch die – Beziehung. Ich wiederhole mich, ich weiß, aber es ist elementar selbst zu verstehen und einzusehen, dass ich behäbig wurde. So bin ich eigentlich nicht (mehr). So war ich vorher nicht. Warum sonst habe ich all das hier zugelassen? Keine Ahnung was in mich gekehrt war. Ich will zurück zu mir.

Um was es jetzt geht…

Die Traumfrau war die 1. Traumfrau im Projekt Beziehung, das Ganze ist bekanntlich gescheitert. Und nun geht es darum, die 2. Traumfrau zu finden. Oder besser gesagt die „richtige 1. Traumfrau“. Die echte Traumfrau konnte die 1. kaum gewesen sein, wenn ich nach nicht einmal 2 Jahren auf dem kalten Tablett abserviert werde. Ich bin ein Romantiker und für mich sollte eine Liebe ein Leben lang halten, wenn sich beide wirlich darum bemühen. Selten hält die erste Liebe ein Leben lang, allerdings lernen wir aus unseren Erlebnissen. Deshalb war es auch nicht unsere erste Liebe. Wir sind keine Teens mehr. Und ich hatte genug in meinem bisherigen Leben gelernt, um diese Frau nie wieder alleine lassen zu wollen.

Es fehlte wohl das beiderseitige Bemühen. Das miteinander Sprechen über die „wahren Probleme“. Ich tat das immer, allerdings gibt es für mich keine „Probleme“ im Leben. So ernst ich oft wirken mag, so sehr bin ich aber auch nicht durch „Probleme“ klein zu kriegen. Ich nehme das sachlich, gehe aktiv damit um und wische sie meist mit einem Handstreich vom Tisch. So bin ich. Ich bin ruhig und gelassen, selbst in vermeintlich hektischen Situationen oder Lebensherausforderungen. Bis jetzt fand ich in meinem Leben noch immer ein vernünftige und meist sogar sehr gute Lösung für allerlei Herausforderungen. Deswegen spreche ich auch stets die Kleinigkeiten offen an, in einer Beziehung gleichfalls wie in einer Freundschaft oder in der Familie. Es sind wohl nicht alle Menschen so. Und so entfremdet sich irgendwann der Eine vom Anderen. Oder besser auf mich zutreffend, die Eine von mir.
Aber es wird schon, gestern war ich  zum ersten Mal seit Ende der ersten Reise zu meiner Traumfrau zum Daygamen draußen. Ich wohne nicht mehr so zentral in der Stadt wie früher. Entsprechend habe ich ein mittelschweres Problem leicht an einen Ort zu gelangen, wo eine ausreichend große Fluktuation vorherrscht. Fluktuation an potentiellen Traumfrauen. Also fuhr ich extra zu einem bekannten großen Möbelhaus und machte einen Themenabend daraus, unter dem Motto: „Finde Deine schwedische Traumfrau!“

Leider war es während der Woche. Es war nicht viel los. Und wenn jemand unterwegs war, dann Pärchen. Eine Konversation mit zwei Mädls habe ich nach dem zweiten Rundlauf durch das ganze Gebäude endlich starten können. Indirekter Approach (indirektes Ansprechen). Es war nett. Unterhalten über einen Flauscheteppich, den die Eine in der Hand hielt. Sie suchten gerade ein paar Dinge für die neue Wohnung der Freundin und ihren Freund, meinte die Eine über die Andere. Dazu hätten sie beide ihre Männer zu Hause gelassen. Bumm. Okay. Danke. Tschüsschen und so. Nett wars.

Ich hatte mich doch so einigermaßen halb in Schale geworfen. Lederjacke, Hemd, enge Jeans. Und mein Lieblingsparfüm. Und ein bisschen Bestätigung bekam ich dann doch auch. Ich folgte gemütlich und lächelnd dem vorgesehenen Pfad des Möbelhauses. Jeder kennt doch diese Pfeile am Boden. Jedenfalls sah ich aus einiger Entfernung eine recht hübsche Frau zu meiner rechten Seite an einem Regel stehen. Und zu meiner linken den ihr zugehörigen Mann, gedankenversunken umherblickend. Hm. Okay. Scanner wieder ausgeschaltet. Kurz bevor ich dann auf Höhe der Frau angelangt bin, drehte sie sich, um zu ihrem Mann auf der anderen Seite des Ganges zurück zu gehen. Sie sah mich. Und sah mich einmal von oben nach unten wieder zurück nach oben an. Du Schlingel. Aber danke für Dein stilles Kompliment!

An dem Abend gestern kam nichts Zählbares heraus. Ich führte insgesamt nur zwei kurze Gespräche. Aber ich kann es noch. Ich weiß nicht warum, aber ich war extrem locker in den Gesprächen. Ich fühlte mich, als wäre eigentlich alles egal. Kein zwanghaftes Verhalten. Adrenalin war allerdings dabei. Es ging schon im Auto auf dem Weg dorthin los. Ich spürte, wie ich wacher wurde und besser gelaunt. Daygamen ist eben ein Hormonbooster. Es tat gut zu sehen, dass ich es auch untertags noch genauso kann. Ich hatte ehrlich gesagt sogar das Gefühl, dass ich irgendwie „besser“ als früher war. Nicht was den Werkzeugkasten und alle Kniffe und Tricks betrifft. Da muss ich erst wieder rein kommen. Sondern die innere Einstellung war anders. Schwer zu beschreiben gerade. Vielleicht resultiert es aus der Haltung heraus, dass ich mir denke: „Ich hatte fast 2 Jahre eine wundervolle Frau (zumindest habe ICH das über sie gedacht!) an meiner Seite und ES hat schon einmal geklappt. Dann klappt es auch wieder!“

Ich weiß noch, wie ich während dem Projekt Beziehung Teil 1 (also damals) oft meinen Freund Herr van Onnetuschn fragte: „Sag mal, glaubst Du, dass ich sie irgendwann finde oder dass ich noch jahrelang weiter pickuppen gehen und mich knechten muss? Kann doch nicht sein oder. Irgendwann finde ich sie doch bestimmt endlich mal??!!“ Ich bin mir nicht sicher, ob er auch nicht irgendwann genervt von meinen vielen kleinen Geschichten war. Aber er äußerte stets die (zwangsläufige?) Zuversicht, dass es bestimmt bald so weit sein würde. Es könne nicht mehr so lange dauern, wenn wir bedenken würden, wieviel ich bereits erlebt hätte. Ich solle nur dran bleiben, meinte er. Ich blieb dran. Und es dauerte tatsächlich – so gesehen – nicht mehr lange. Besser wäre im Nachgang betrachtet (falsche Sicht, ich weiß!), wenn es noch etwas länger gedauert hätte (das Single-Dasein) und dafür die (oder eine andere) Beziehung länger (oder für immer?!) gehalten hätte. Spekulation.

Und diese damalige Einstellung zeigt, dass für mich DIE Traumfrau durchs Pickuppen zu finden, noch nicht Realität gewesen war. Ich hatte viele potentielle Damen gefunden und gedated. Aber nicht die Eine, mit der ich in eine Beziehung gehen wollte und schon gar nicht die Eine, mit der es auch klappen sollte. Jetzt ist das Mindset ein anderes. Ich weiß, dass es einmal geklappt hat. Ich hatte heiße Frauen kennengelernt. Ich weiß, dass ich auch heiße Frauen haben kann. Nicht nur kennenlernen. Ich hatte eine heiße Frau, die – für mich – heißeste, und ich habe sie zwar wieder verloren…

…aber eine ausgereifte Methode sorgt für reproduzierbaren Erfolg. Ich habe das Pickuppen. Es ist in mir. Alles was die Traumfrau 2.0 tun muss, ist da draußen zu sein und sich ansprechen zu lassen. Um der Zwischenüberschrift die Antwort zu liefern, geht es also darum, weiter zu machen und die Eine zu finden. So einfach eigentlich. Jedoch keinen Ersatz. Sondern die Eine. Das Leben ist zu kurz, um noch länger aufeinander warten zu müssen. Ich bin hier. Sie ist dort, wo auch immer. Lass Dich finden!

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Heute ist Freitag. Heute ist der Beginn des Wochenendes. Jeder Tag kann der Tag sein, an dem das Projekt Beziehung Teil 2 ebenfalls wieder zuende geht. Aber nicht mehr der Blog als Ganzes (!). Und jeder Tag ist der erste Tag vom Rest unseres Lebens. Also keine Zeit verlieren. Auch wenn ich mich wirklich motivieren muss, raus zu gehen. Aber ich werde rausgehen und ihrem stillen Ruf folgen. Denn sie ist bestimmt da draußen in der Welt und denkt sich: „Wie gerne hätte ich einen tollen Mann an meiner Seite!“ Und was ja dann doch noch immer in jeder Beziehung bei mir der Fall war, dass ich hören durfte: „Ich bin so froh, dass wir uns gefunden haben! Auf Dich habe ich gewartet!“

Hört vermutlich jeder Mann, schon klar. Aber ich bin überzeugt davon, dass die Frauen das zumindest in diesem Moment des Aussprechens auch tatsächlich so fühlen. Geschichte wiederholt sich. Beziehungsanfänge wiederholen sich. Beziehungen generell kommen und gehen. Ich möchte keine Beziehungsanfänge mehr. Auch keine kommenden und gehenden Beziehungen. Ich möchte die eine Beziehung. Es muss nicht die perfekte sein. Ich bin genügsam, auf eine Art. Aber menschlich tiefgreifend zu mir stehen, sollte sie. Selbstverständlich eigentlich. Möchte Mann meinen.

Manchmal hilft also der Blick nach vorne nur ein bisschen. Aber der Blick zwei Schritte weiter, um in der gedanklichen Zukunft gleich wieder einen Schritt rückwärts zu denken („Ich bin so froh, dass wir uns gefunden haben!“) ist der bessere Blick nach vorne. So wird der Erfolg von morgen schon mental in der Gegenwart greifbar. Träumerei ist das nicht. Ich weiß, dass ich Erfolg haben werde. Weil ich Erfolg haben möchte. Und mich dafür schinden werde. Dazu muss der Körper wieder her. Proteinpulver hab ich mir gestern schon bestellt, meine alte (noch ungeöffnete) Packung lief 12/2017 ab. Das neue soll nicht mehr ablaufen müssen, auch mit Beziehung nicht! 😉

PS: Danke an Starks7 (starksdreams.wordpress.com) für Deinen verdammt guten Kommentar auf meinen letzten Artikel (Beim Tanzen sieht man sich immer zweimal…). Wir sollten uns mal privat schreiben, nicht nur um über Werder zu philosophieren… 😉

Ich taufe Dich auf den Namen „Fr. Schlange“

Gestern erschien mein neuester Philosophischer Sonntag ©. Darin ging es bereits fast ausschließlich um Sie. Um Verhaltensmuster. Ein Stück weit auch um Ursachenforschung. Größtenteils um Beobachtung meines Erlebten. Und auch um mein eigenes Durchleben des gerade geschehenen Crashs.

Und ich nannte sie Fr. Schlange. Die Story kann ich jetzt sicherlich nicht mehr mit einem großen Spannungsbogen aufbauen. Es geht ja zuletzt nur um sie. Ich möchte der Schlange aber dennoch einen eigenen Blogbeitrag widmen. Vielleicht mein Abschiedsbeitrag an sie. Ich weiß es nicht. Innerlich bin ich zwiegespalten. Einerseits möchte ich irgendwie verstehen lernen was denn überhaupt los war. Und was mein Anteil an der Geschichte ist. Wo ich als einer der beiden Hauptprotagonisten eigentlich geblieben bin. Andererseits habe ich Angst diese Zeilen zu schreiben, Angst davor, dass ich dadurch oder danach wieder einfach nur traurig bin und wieder ganz tief runter gezogen verharre. Ich fühle mich, als wäre ich noch immer im Traum. Ein Albtraum der ganz besonders miesen und schlechten Sorte. Als wäre ich mit dem Flieger irgendwo im Dschungel abgesetzt worden und muss nun schauen, wie ich wieder in die normale Welt zurück gelange.

Mir ist bewusst, dass ich mich damit in eine Opferrolle begebe. Dieses Mindset (neudeutsch) ist nicht sonderlich hilfreich für die erfolgsreiche Vorwärtsbewältigung, völlig klar. Es hilft mir aber im Moment auch nicht, so zu tun als müsste ich nur 3 mal laut aus dem Fenster rufen, dass ich der Größte sei und alles gut wäre. Es ist nichts gut. Gar nichts. Und ich bin nicht der Größte. Nicht mehr. Ich war es. Was sicherlich auch mitursächlich war für das Scheitern. Sie hatte mich aufgebaut, konsequent und stetig. Über die ganze Zeit der Beziehung hinweg. Natürlich wurde ich dann selbstsicher. So selbstsicher, dass ich nicht mehr realisieren konnte, dass in ihr irgendetwas einen anderen Lauf nahm, als außerhalb von ihr. Und ich mich davon entwickelte. Wie auch immer das möglich gewesen sein konnte. Es fühlte sich genau nach dem Gegenteil an.

Ein schlechtes Drehbuch

Das alleine rechtfertigt dennoch nicht die Geschichte. In Hollywood würde ich als Lektor des Drehbuchs sagen: „Ja gut, und was soll der Mist. Warum hat die Frau das getan? Sie hatte doch nie ernsthaft mit ihm über ihre Probleme geredet. Was ist das für eine einseitige Story? Wo bleibt der Gegenpart? Der Gegenschlag? Wo ist das Drama? Die Geschichte ist ja einfach aus, ohne sich nach außen hin je aufgebaut zu haben. Die Story kauft Dir niemand ab!“

Vor etwas über 2 Jahren hatte ich mal angekündigt, an wesentlichen Stellen meines Selbstfindungsweges Frauen nicht mehr anonym zu beschreiben, sondern sie zu pseudonymisieren, siehe meinen alten Beitrag Frauen in Pseudonymen. Jede Frau hat ein eigenes Gesicht, also sollen die wesentlichen Frauen auf meinem Weg auch einen eigenen Namen erhalten. Meine EX-Freundin (man beachte das große „EX“) wird nun auch mit einem eigenen Namen von mir getauft. Du bist jetzt Fr. Schlange. Und so soll es sein.

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Fr. Schlange, nenne ich sie hier, doch ohne Groll und erst recht nicht mit so etwas wie Hass in mir. Ich bin ein friedlicher und im Kern äußerst sensibler und ruhiger harmoniebedürftiger Mensch. Manchmal komme ich aus mir raus und kann auch mal stakkatoartig Plappern. Das habe ich wohl auch zu oft gemacht in der Beziehung. Aber so war ich nicht, als ich noch Pickupper war. Und auch nicht, als ich sie kennen gerlernt hatte. Meditationen sei dank. Ich hatte ich mich davon losgelöst mein eigenes Ich nach vorne zu stellen, früher war das bestimmt anders. Ich wurde wieder unbewusst und unachtsam. Niemals böse, ganz im Gegenteil. Immer mit der großen Absicht, das Beste für mein Gegenüber zu wollen. Für sie und die Kinder. In dem Fall war sie wohl leider mehr zu meinem GEGENüber als zu meinem MITüber geworden, aus ihrer Sicht. Jedenfalls zum Schluss. Und so ist Fr. Schlange mein ganz persönlicher harter Schlag im Leben, an dem ich vielleicht noch lange taumeln werde. Ich hoffe es nicht. Mike Tyson lässt grüßen. Dong!

Du hast falsch gespielt. Du hast überhaupt gespielt. Ich nicht. Nie spielt. Im Leben nicht (mehr) und mit Dir niemals. Ich habe Dich immer gefühlt und geliebt. Ich habe Dir nicht nur mein Herz geschenkt, ich habe mein Herz auch Deinen Kindern geschenkt. Die gar nicht meine waren. Aber zu meinen wurden, Schritt für Schritt immer mehr. Alles dahin. Auf und davon. So weit der Wind Dich tragen kann. Warum sagtest Du nie etwas? Warum musste es dazu kommen? Echt Antworten werde ich nie erfahren. Und selbst wenn, ist nicht gesagt, dass sie mir für die Zukunft helfen würden. Antworten erzeugen neue Fragen. Ist so.

Die nächste Frau mag vielleicht wiedrum alles an mir so lieben, wie ich bin und wer ich. Ohne oder mit Veränderungen an mir selbst, egal welchen Weg ich für mich bis dahin gehe. Keiner kann in die Zukunft sehen. Das Ende und alles war einfach nicht nötig. Das war alles so unnötig, wirklich. Dein falsches Spiel, die Hinterlistigkeit in meinem Rücken. An meinem verwundbarsten Punkt, meinem Vertrauen, hast Du zugebissen wie eine Schlange. Ich hatte von Anfang an Skepsis ob Deiner Lebenslinien, ob Deinem Verhalten und ob Deinen und damit unseren Grundvoraussetzungen.

Aber ich hatte mir durch das Pickuppen und meinen vorangegangenen Weg der Selbsterkenntnis beigebracht, mich wertfrei zu verhalten. So gut es nur geht. Nicht mehr zu (ver)urteilen, sondern zu beobachten. Zu akzeptieren was kommt im Leben. Frei, mit offenen Armen dem warmen Wind der Sonne entgegen zu gehen und dabei den wohltuenden Duft eines sonnigen Lavendelfeldes in der Nase zu spüren. Egal ob Du schon mehrmals verheiratet sein mochtest, Kinder hattest oder auch keine mehr bekommen konntest. Alles geschenkt.

Ein Wahnsinn, im Rückblick betrachtet, wie ich dafür so ins Abseits rücken musste. Da ist sie wieder, die Opferrolle, ich weiß. Tut mir leid. Aber Dein Biss in meinem Rücken sitzt hart und kam extrem platziert und plötzlich. Und ich spüre in meiner Lendenwirbelsäule noch immer die giftigen Zähne, wie sie sich durch mein offenes und frei zugängliches Fleisch gestoßen haben. Deswegen Fr. Schlange. Nur deswegen.

Ich bin Dir dankbar für alles. Selbst für den Betrug. Mehr aber für fast die gesamte Zeit. Ich weiß nicht wie lange das mit dem Schauspiel ging. Ich nehme an, dass es ein paar Monate waren. Vielleicht 2 oder 3 oder 4. Du hast sehr gut geschauspielert, so gut, dass ich es erst ca. 4 Wochen vor dem Ende merken konnte, dass irgendwas in Dir nicht ganz passt. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass Du einen Anderen parallel kennen gelernt hast und zweigleisig fährst

Aber die restlichen ca. 1,5 Jahre waren atemberaubend schön. Du warst meine Traumfrau, das definitiv. Du warst mir gegenüber vollkommen und perfekt. Das hätte ich mir nie zu träumen gewagt, dass ich so etwas je über eine Partnerin sagen würde können. Umso härter ist der Schmerz. Sogar den Betrug hätte ich Dir im Nachgang noch verzeihen können, mit harter Arbeit an uns beiden, letztlich nur im Sinne für uns beide. Auch das mag verrückt klingen, kann sich mancher Außenstehender denken. Vielleicht bin ich verrückt, ja. Aber auch hier finde ich die Ursache meiner eigenen Art in der Spiritualität und Eckhart Tolle. Es sollte jedoch nicht nur ein Betrug werden. Es sollte das werden, was Du immer tatest. Ein nahtloser Partnerwechsel. Damit war zum zweiten Mal für uns jede Chance vertan, alles gut zu machen. Die erste Chance ergab sich, als Du merktest, dass Dir irgendetwas zwischen uns nicht mehr ganz passt und Du offen und empfänglich für Gefühle mit einem anderen Menschen wurdest. Die zweite Chance ergab sich, als ich merkte, dass irgendetwas zwischen uns nicht mehr ganz passt und Du bereits starke Gefühle für einen anderen Menschen hattest. Beide Chancen ausgelassen. Und so haben wir unser gemeinsames Leben verloren. Jetzt hat wieder jeder seins.

Abschied nehmen. Alles gute für Dich. Für Euch. Ich bleibe wie ich bin. Rücksichtsvoll, menschlich. Ich habe mir nichts vorzuwerfen. War nicht perfekt und habe auch meine Macken und Kanten, das ist doch menschlich. Aber ich habe mir nichts vorzuwerfen. Das ist mein einziger echter Trost. Ich werde bestmöglich versuchen meiner nächsten Frau – wann auch immer das sein mag – wieder mit offenem Herzen und offenen Armen zu begegnen. Erfahrungen aus der Vergangenheit sind kein Garant für die Geschehnisse in der Zukunft. Ich hoffe ich kann mir in meinem eigenen Vorsatz treu sein.

Aber wo Licht, da auch Schatten

Und die Realität ist nun einmal, dass Du eine ganz besondere Frau und tolle Mutter bist. Die Realität ist nun einmal allerdings nicht nur ebenso, sondern viel mehr, dass Du eine Schlange bist. Und ziemlich sicher aufgrund bestimmter psychischer Ereignisse in Deinem Leben in das Ausleben eines Musters des ständigen Verlassens Deiner Partner verfällst. Betrug und Partnerwechsel kamen und gingen. Ich dachte und hoffte wohl auch ein Stück weit, dass ich nun der Richtige für Dich sei und Du nun angekommen wärst. Vielleicht auch, dass ich Dein Seelenverwandter bin. So vermitteltest Du mir das immer. So zeigtest Du mir das immer. So behandelten wir uns in den – aus meiner Sicht – wichtigen Dingen und Weichenstellungen im Leben. Ich weiß es ja nicht, so sagten es mir immer mein Gefühl und Deine Worte. Andererseits äußertest Du auch oft viele kleine Dinge, die Du anders machen würdest. Aber nie so deutlich, dass ich es als ernstzunehmend verstehen hätte können…

Seit dem Ende mit Dir und von Dir, habe ich gemerkt, dass ich schlagartig aus meinem unreflektierten Verhalten erwacht bin. Ich verhalte mich Dir und anderen Menschen gegenüber seit dem Knall so, wie ich eigentlich sein möchte und vor Dir gelernt habe zu sein und auch war. Ich hatte meinen Charakter tiefgehend geändert. Das geht, jeder der sich mit ganzheitlicher Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt hat, weiß das. Das erfordert allerdings auch kontinuierliche harte Arbeit an sich selbst. Viel Hingabe. Und genau da wurde ich nachlässig. Mein Fehler. Das ist zweifelsfrei. Ich bin froh, dass ich jetzt so viel lernen durfte durch Dich, wenn auch auf so bittere Art. Heute bin ich wieder ganz stark in meiner Mitte und achtsam im Umgang mit Arbeitskollegen, Eltern, Familie und Freunden. In dem Punkt hast Du mich aus meinem Winterschlaf erweckt. Dafür danke ich Dir bittersüß. Aber aufrichtig.

Wäre ich während der ganzen Beziehung so geblieben (!), hätte ich erste Anzeichen in der Beziehung viel viel früher, noch im Keimstadium, wahrgenommen. Wenn, ja wenn… ich nicht so unbewusst und unachtsam gewesen wäre. Ich werde in Zukunft wieder meditieren, um ruhiger, ausgeglichener und achtsamer zu sein. Bereits jetzt gehe ich mit Dir – in den kurzen Telefonaten wegen sachlicher Dinge – so um, wie ich in Zukunft zu allen Menschen am Liebsten immer sein möchte und alles dafür tue auch zu sein. Ich spreche ruhiger mit Dir, höre sicherlich auch mehr zu. Nehme noch mehr (!) Rücksicht auf Dich und Deine Belange, auch wenn Du mir eigentlich restlos egal sein müsstest. Ich bin Dir so dankbar für die schöne Zeit und alles was Du getan hast für mich. Für die Kinder warst Du immer eine wundervolle Mutter, was mich nur noch mehr dazu brachte, Dich zu lieben.

Ich weiß auch, dass ich fast meinen gesamten Tagesablauf und meine komplette Lebensstruktur auf Dich eingestellt habe. Job, Wohnort, usw. Ich habe damals meine Wohnung aufgegeben, um zu Dir in Deine neue Wohnung zu ziehen. Weil Du die nötige Sicherheit brauchtest, dass ich Dich mit den Kindern nicht einfach rauswerfen würde, falls es nicht geklappt hätte zwischen uns. So sagtest Du. Habe ich damalsch schon verstanden. Habe ich respektiert. Aber ich war mir bereits damals sicher, dass ich das niemals tun würde. So bin ich nicht als Mensch. Und so blieb es auch. Stattdessen musste ich nun gehen und bin derzeit dabei meine Sachen zu holen. Und stehe vor einem Scherbenhaufen. Viele hatten mir abgeraten meine Wohnung aufzugeben, damals. Was hätte ich tun sollen? Ich wollte die Nähe zu Dir. Und Du zu mir. Deswegen war uns alles Recht und gut. Jedes Mittel. Und es funktionierte. Ich wurde nur sehr schnell unbewusst und hatte mir nur anfangs sehr viel Zeit auch für die Kinder genommen. Später weniger. Aber das auch alles erst mal zu stemmen, Vollzeitarbeit und dazu ein laufendes Studium. Dazu Dich als Lebensgefährtin und noch die zwei Kinder. Ich war immer liebevoll zu Euch dreien. Ganz sicher. Ich habe mein Herz bei Euch gehabt. Aber ich bin kein Zauberer. Nur auch ich bin endlich. Meine Kräfte sind endlich.

Du sollst nicht gehen

Gestern habe ich einige Sachen aus Ihrer Wohnung abgeholt. Sie lieh mir für den Transport ihr (eigentlich unser) neues Auto. Wir kommen sachlich sehr gut miteinander aus. Immerhin. Sie kam aber immer mit allen ihren Ex-Partnern hervorragend aus. Sie ist wirklich ein guter Mensch. Streit ist nie ihre Absicht. Bleib so bitte, allen gegenüber.

Jedenfalls habe ich am Abend das Auto zurück gebracht und bin kurz in die Wohnung, um ihr den Autoschlüssel zu bringen und noch ein paar Dinge zu klären. Da war auch ihr Sohn. Er blickte mich an, blieb aber am Tisch sitzen. Sonst stand er immer auf, um mich zu umarmen zur Begrüßung. Da war in seinem Blick aber keinerlei Freude, mich zu sehen. Und er stand eben auch nicht auf. Fast ein Blick des Schocks, als ich ihm in die Augen sah.

Er hatte sich die letzten Monate von mir davon gelebt. Es fühlte sich für ihn wohl so an, als würde ich ihm seine Mama wegnehmen. Irgend etwas hat ihm missfallen. Vermutlich, dass ich überhaupt mit seiner Mama zusammen war. Der kleine Junge war es gewöhnt, dass seine Mama immer nur für ihn und höchstens noch für seine kleine Schwester da war. Nun gab es da diesen neuen Mann an der Seite seiner Mama. Aber hey, ich hab Dich immer lieb gehabt, kleiner Junge, und Dich immer gerne ins Bett gebracht und mit Dir gespielt. Ich hatte nur zu wenig mit Dir gemacht zuletzt, sehe ich auch im Nachhinein. Tut mir leid. In ein paar Jahren wirst Du alles vergessen haben, wahrscheinlich. Mich vergessen haben. Aber in ein paar Jahren würdest Du ganz sicher froh sein, wenn Du einen so klaren und strukturierten „zweiten Papa“ wie mich haben würdest. Der immer für Dich da ist, wenn es darauf ankommt. Ich hatte immer versucht Dir Werte und Halt vorzuleben. Für Dich dazu sein, wenn es schwer wurde für Dich. Zum Beispiel letztens als Dir ein Mädchen in der Schule mit der Faust aufs Auge schlug. Wir redeten und ich versuchte Dich stark zu machen. Nur so eine Erinnerung von vielen.

Und die kleine Schwester? Als sie aus dem Zimmer kam und mich sah, stürmte sie auf mich zu und rief: „Warum gehst Du? Warum bleibst Du nicht hier? Bleib bitte hier!“ Sofort hab ich sie hochgeboben und fest gehalten und gestreichelt. Ich bekomme nasse Augen, wenn ich nur daran denke. Ich habe Dich genauso lieb, wie Deinen Bruder. Und an Dir sehe ich auch, dass ich kein schlechter Mensch sein kann. Anders als Dein Bruder, hast Du mich richtig lieb. Auch Dich habe ich immer gerne auf dem Schoß gehabt und mit Dir Spaß gemacht. Ich möchte nicht mehr Worte verlieren über Dich, es macht mich traurig auch Dich loslassen zu müssen.

2019-03-25

Ich könnte gerade 100 Seiten schreiben, gefühlt. Fr. Schlange hat jetzt einen Neuen Mann. Und ich meine alte Frau nicht mehr. Eckhart Tolle würde sagen, dass Formen im Leben kommen und gehen. So ist die Natur. Eine Beziehung ist letztlich auch nur eine äußere Form. Etwas Gegenständliches. Nichts ist für die Ewigkeit. Spätestens mit dem Tod trennt es sich, jede Beziehung. Selbst riesige Bauwerke von heute, werden in wenigen hundert Jahren in der Form fast alle nicht mehr existieren. Zivilisationen gehen unter. Häuser werden abgerissen. Und eben auch Beziehungen eingerissen.

Du bist eine Schlage, zweifelsfrei. Aber ich hoffe für Dich, dass Du aus dem immerwährenden Strudel herauskommst. Und es beschert mir ein Lächeln auf mein Herz, wenn ich trotz dieser, unserer, Story weiterhin und noch mehr denn je warmherzig, rücksichtsvoll und verständnisvoll mit Dir umgehe. Ich weiß, dass ich ein wundervoller Mann und auch Zweitpapa war. Und irgendwann wieder sein werde, wenn da wieder Kinder sind oder ich welche haben würde. Nur aus einer für mich bedauernswerten Wendung im Leben bin ich scheinbar für Dich nicht mehr der passende Papa Deiner Kinder. Vielleicht siehst Du es irgendwann anders. Wer weiß. Deine Tochter sieht es bereits heute anders. Dein Sohn sah es mal anders.

Schade, einfach bitter schade. Das musste nicht sein. Ich wollte das alles nicht. Aber ich konnte aus meiner Sicht wirklich nicht mal einen Hauch dazu beitragen, dass auch Du für immer glücklich hättest bleiben oder wenigstens wieder werden können, mit mir. Ich weiß nur, dass ich in Zukunft bewusster und achtsamer in einer Beziehung werden und vor allem bleiben muss.

Das hast Du mich gelehrt. Danke Dir. Du bist also nicht nur eine Schlange. Sondern eine Schlange, die mir eine lehrreiche Lektion erteilt hat. Du bist für diesen Abschnitt meine Lehrerin auf meinem Lebensweg gewesen. Ich will nicht so viele sentimentale weitere Dinge über Dich schreiben. Du bist toll. Du warst toll. Ende.

Ich muss nach vorne schauen. Im Moment versuche ich das mit Gewalt. So sehr es nur geht. Die Wochenenden werde ich wieder unterwegs sein. Auf den Straßen die Frauen ansprechen. In den Bars und Clubs ebenso.

Am Wochenende ging es übrigens 7 zu 0 aus. Ein erwartbarer Einstieg würde ich sagen. 7 Körbe für michi. Zwei mal Clubgamen, ohne Erfolg. Aber ich bin auch im Moment ein Haufen Elend, das strahle ich vermutlich aus. Ein Schatten meiner selbst. Aber ich habe keine Ansprechangst, gar nicht. Das ist schon hervorragend. Ein voller Erfolg. Nur die Übung fehlt, das hab ich gleich gemerkt. Trotz meiner derzeitigen Verfassung bin ich am Wochenende los gezogen in die Nächte. Wo ich auch Dich mit Deinem Neuen gesehen habe. Händchen haltend und tanzend. Mann.

Aber es wird wieder funktionieren. Es wird nur dauern bei mir. Jedoch bin ich nun nicht mehr der selbe Junge von damals. Sondern Erfahrungsreicher. Ich bin schlagartig anders geworden, durch den Crash. Und jetzt wieder mehr so, wie ich vor der Beziehung war. Ruhiger als Mensch. Achtsamer. Bewusster. Und das will ich aufrecht erhalten. Fehlt nur noch mein Selbstbewusstsein von damals, das ich ebenfalls schlagartig mit dem Crash verlor.
Beides ist aber nötig für mich, Selbstbewusstsein und Bewusstsein. Und mit beidem habe ich Dich kennen gelernt. Und einige andere Frauen vor Dir. Und so wird es bestimmt wieder sein. Frauen gibt es viele. Schwierig zu finden ist nur DIE EINE.

Das hier ist ein Ruf raus in die Welt: „HIER BIN ICH! UND ICH WERDE DICH FINDEN!“

Pickup auf Spanisch

Hallo Freunde,
nach etlichen Wochen mal wieder ein Bericht von mir. Es wurde still. Und es wird erstmal relativ still bleiben. Dennoch hier einen Artikel, den ich über mehrere Wochen hinweg immer mal wieder komplettiert habe.
Es ist so viel passiert zuletzt, dass ich das nicht in einen Artikel packen könnte. Also fange ich mit diesem hier an und schieße dann in den nächsten Tagen eine kurze Zusammenfassung aller wissenswerten Randinformationen hinterher zu den letzten Wochen. So seid ihr zumindest auf dem aktuellen Stand, wenn auch nicht in der Detailtiefe. Tut mir leid, dass ich hier ziemlich kurz treten muss. Nur so viel: Es geht mir gut. Und ich freue mich wieder auf die Zeit, in der ich mehr schreiben kann… ich freue mich auf Euch. 🙂
Los gehts…

Ja, vor kurzem war ich eine ganze Woche – unglaublich, Wahnsinn, eine ganze Woche auf einmal, und dann auch noch am Stück! – im Urlaub.
Ich hab es mir geleistet. Inklusive Flug. Und mit Hotel. Sogar zum Essen gab es was. Wenn auch meist fettig und frittiert, bah!

Spontan wie ich ja inzwischen bin, habe ich gerade mal ein paar Tage vor Abflug gebucht. Auf gehts mit einem Freund nach…? Ja wohin eigentlich.

Ein Mann von Welt

Er war ja schon ein paar mal dort. Ich noch nie. Spanien sollte es werden. Genauer gesagt Mallorca! Mallorca?! Das hat mit Spanien doch nichts zu tun, oder? Da wird doch nur gesoffen und so? Ja. Auch. Nur? Nein!

Mallorca ist eine Insel, die ich bis dahin noch nie bereist hatte. Diesmal habe ich außerdem ein Reiseziel ausgesucht, das für mich noch jungfräulich war. Streng genommen habe ich es nicht mal ausgesucht, sondern bin stattdessen ganz freundschaftlich der Reiseempfehlung meines Wingmans gefolgt. Apropos jüngfräulich… ich muss natürlich dazu sagen, dass das nicht sonderlich schwer ist. Was daran liegt, dass ich bisher verhältnismäßig gesehen kaum verreist bin. Dafür bin ich völlig konträr dazu jedoch bereits einmal zu Fuß über die Alpen gelaufen. Europäischer Fernwanderweg E5… wuhuuuu. Ein Mann von Welt! Naja, nein. Reisetechnisch eher nicht. Aber dafür rede ich zumindest über die große Welt und die großen Themen der Welt schon wie ein ganz Großer. 😉

Das haben wir also ausschweifend geklärt. Ein Mann von Welt bin ich schon mal. Next Level gefällig? Klar! Auf zur Trophäe! Next stop: Elder Statesman werden!

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Next Level Pickup

Ich werde erst noch ein paar Worte zum Pickuppen schreiben, anschließend gehe ich auf Mallorca an sich ein. Es soll ja kein reiner Kultur- und Landschaftsreisebericht werden. Ich bin ja schließlich nicht der verlängerte Arm von National Geographic.

Die Reise hat mich definitiv nochmal gehoben. Mein Game. Durch neue Referenzerfahrungen. Durch andere Aktionen, verrücktere Dinge. Durch noch konsequenteres Eskalieren. Und außerdem hat es mir auch geholfen einen Teil des Ballastes in Deutschland zurück zu lassen. Eine Woche abschalten! Eine Woche saufen? Nein. Sicher nicht. Wer den Blog verfolgt, weiß ja bereits, dass ich beim Weggehen keinen Alkohol trinke. Gut, es wäre gelogen zu sagen, dass ich gar gar gar keinen Alkohol dort getrunken hätte… es war an manchen Tagen sogar mal ein Bier dabei. Den restlichen Tag gab es allerdings nur Wasser. Und das ist auch gut so. Das Leben ist ein Spiel. Und ich bin da um zu spielen. Professionelle Spieler trinken nichts. Amateure schon. Also weg mit dem Zeug und her mit dem Wasser. Gut wars. Zum Wohl!

Alle Geschichten einzeln darzustellen wäre zu aufwendig an dieser Stelle. Bis auf einen oder zwei Tage/Abende hatte ich jedenfalls täglich in Sachen Pickup genug Beschäftigung. Und auch das Kulturelle kam nicht zu kurz. Teilweise konnte ich das eine auch mit dem anderen kombinieren. Mehr dazu unten.

Die Menschen dort am Ballermann sind extrem locker drauf. Es sind sowieso fast nur Deutsche dort anzutreffen, die Verständigung ist also schon mal kein Problem. Sofern sie sich noch artikulieren können, die Suffköpfe. Hehe. Klar ist das alles eine Künstlichkeit dort, die seinesgleichen sucht. Jedem scheint die Sonne aus dem Arsch, jeder macht auf mega cool. Und ich hatte oft den Eindruck, dass – gerade die jungen Mädls – gerne mal betrunken tun, obwohl sie fast nichts gekippt hatten. Der Gruppeneffekt spielt da eine große Rolle. „Es ist halt Malle, also benehm ich mich eben auch so und mach mal einen auf Assi!“ So oder so ähnlich dürfte das Motto der meisten (jungen) Urlauber dort lauten. In Deutschland im wahren Leben ne Null, auf Malle der Star. Kam mir jedenfalls so vor. Da kann man mal die Sau raus lassen. Jemand anders sein als sonst. Klar. Kann ich aber auch haben, wenn ich zum Karneval gehe. Dafür brauch ich nicht nach Mallorca fliegen. 😉
#GesellschaftskritikAus

Um meinen persönlichen Eindruck an der Stelle etwas zurück zu nehmen und wieder objektiver zu werden: Ja, die Menschen dort sind gut drauf. Und das ist auch verdammt gut so. Natürlich hab ich das auch genutzt, um selbst zu entspannen und den Alltag aus der Heimat hinter mir zu lassen.

Es ist definitiv klar, dass die Mischung aus Alkohol, feiern, gute Laune und pickup mit konsequentem Game dort Erfolge beschert. Welcher Art auch immer. Für Anfänger, für Fortgeschrittene und für Profis gleichermaßen. Für jeden ist etwas dabei. Allerdings ist auch klar: Frauen mit Klasse sind dort selten anzutreffen. Es ist – verglichen mit dem was ich von zu Hause gewöhnt bin – schon eher eine Absteige. Aber eine rieeeesige, da gibts den Bierkönig, da gibts das Oberbayern und da gibts den Megapark. Es machte mir auch den Eindruck: „Was auf Malle passiert, bleibt auf Malle!“

Ja klar, die Traumfrau um das Projekt Beziehung zu Ende zu bringen, hab ich dort nicht gefunden. Allerdings kein Grund traurig zu sein. Der Weg ist das Ziel. Während Mallorca und auch danach – also seither – sind viele interessante Dinge passiert in meinem Leben. Insofern hat auch Mallorca seinen Anteil daran. Im Moment läufts.

Es ist schon interessant im Leben beim Frühstücken eine Frau zu sehen, die mir optisch gefällt. Und wenige Stunden später sitzen wir knutschend aufeinander.

Nirgends sonst gibt es so viele Möglichkeiten das eigene Game mal von einer ganz anderen Seite her laufen zu lassen, völligs alltagslos. Die Wahrscheinlichkeit die Traumfrau fürs Leben zu finden, ist im Ausland nun mal sehr gering. Gerade deshalb habe ich während einer Woche Urlaub auf Mallorca die Erfahrung gemacht, dass ich das Ziel an sich abermals weniger wichtig nahm. Noch deutlicher stand der Weg im Fokus. Lernen. Live. Permanent.

Ja, definitiv habe ich in Mallorca mein Game verbessert. Das sollte sich schon bald auszahlen. Dazu gibts sicher demnächst einen eigenen Artikel. Alles ist Teil von allem. Nichts ist getrennt. Wir sind nicht getrennt. Eine Handlung von heute, ist der Stein den Du ins Rollen bringst von morgen. Und das wirkt sich aus auf… alles! Nichts ist vergebens. Nie im Leben.

Als ich einen ganz normalen Menschen traf – manche würden ihn auch einen Star nennen

Da liefen mein Wingman und ich also zu zweit den Strand entlang… und sehen wenige Meter neben dem Wasser auf einer Liege einen Fußballstar. Für mich einer der ganz Großen. Und ich sagte zu meinem Wingman: „Schau mal wer da ist, das ist…“

Natürlich – ganz in Pickup-Manier – habe ich ihn angesprochen. Vor ein paar Jahren hatte ich mit diesem Fußballer bereits ein kurzes Gespräch. Er ist mir als unglaublich freundlich, lebendig und auch lebensfreudig in Erinnerung geblieben. Eine Ausnahmeerscheinung. An so einen Menschen werde ich mich immer wieder im Leben erinnern, davon gibt es nicht viele. Immer ein Lächeln auf den Lippen… wer hat das schon?

So ging ich die paar Meter auf ihn zu, habe ihn kurz begrüßt und mit ihm ein bisschen über meine Stadt gesprochen, denn er hatte bis vor nicht allzu langer Zeit mal hier gewohnt. Außerdem haben wir über unsere Begegnung von vor ein paar Jahren gequatscht. Er konnte sich daran nicht mehr direkt erinnern, nicht schlimm. Jedenfalls weiß ich, dass er hin und wieder abends auch in den Clubs unterwegs ist, in denen ich bin. Also hab ich ihm gesagt: „Wenn Du das nächste mal wieder in dem Club bist, komm ich wieder auf Dich zu.“ Er grinste breit und entgegnete: „Klar, mach das.“ Danach haben wir uns kurz abgeklatscht und ich bin weiter gezogen.

Und mein Wingman? Der hatte am Anfang gleich mal sein Handy gezückt und ihn gefragt, ob er ein Foto von ihm machen dürfte. „Oh man“, dachte ich mir nur. Natürlich wollte der „Star“ das nicht und bat darum keine Fotos zu schießen.
Das ist genau die gleiche Art von „ich stell Dich auf ein Podest!“, die alle Männer gegenüber einer gut aussehenden Frau an den Tag legen. Fürchterlich.
Er ist ein Mensch. Er ist kein Objekt. Er ist ein Mensch, der gerade Urlaub macht. Nach einer harten Saison. Der ist ein Mensch, der mal nicht der Star sein will, sondern einfach nur ein sonnentankender Strandurlauber. Und genau so hab ich ihn behandelt. Und er mich. Fertig.

Kein Podest. Kein Star. Nicht in dem Moment. Ein Mensch. Punkt.

Mit dem Roller entlang dem Unesco Weltkulturerbe

Wie oben geschrieben, habe ich auch das Pickuppen mit dem Kulturellen verbinden können.
Das liegt daran, dass ich eines abends am Ballermann ein kleines dunkelhaariges ganz süßes Mädchen gesehen habe. Sie sah mir irgendwie nicht touristisch aus. Also hab ich sie angesprochen. Sie hatte optisch etwas an sich, das mich interessiert hat. Nach zwei Sätzen war klar, dass wir auf Englisch weiter reden würden. War nicht mein erster Approach auf Englisch.
Das Gespräch war kurz, da sie nach einem harten Arbeitstag nach Hause und ich meinen Wingman nicht allzu lange alleine lassen wollte. Nummern getauscht und für den nächsten Abend direkt etwas ausgemacht.

Heraus kam ein geliehener 125er Roller und ein echt wunderschöner Tag zu zweit. Der Start war in Palma. Und es ging entlang der Küste, Straßen wie Formel-1-Rennstrecken, weit und breit kein Auto. Wer von Euch je auf Mallorca sein sollte… BITTE BITTE fahrt diese Strecke entlang! Ihr werdet an diese Empfehlung hier denken. Versprochen!

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Achja, zur Strecke. Ruhe für sich. Und nach vielen Kilometern hin und wieder mal auch ein kleines Dorf. Mediterraner Stil der kleinen Häuser am Hang. Ganz mein Geschmack. Und hinter mir die kleine Tschechin. Süß war sie. Und ich war überwältigt ob des unendlich schönen Naturbildes, das sich mir die komplette Zeit bot. Ein bisschen paradiesisch. So einen Weg entlang zu fahren, dabei festgehalten und umarmt zu werden und zu zweit die Zeit zu genießen.

Das Foto hier stammt nicht von mir, aber von der Straße aus ließ ich bei warmem Fahrtwind auf dem Roller meinen Blick immer wieder aufs Meer gleiten. Die Felsen und die Abhänge hinab. Was ich sah, sah für mich aus wie die Unwirklich selbst. Traumhaft. Als gäbe es so etwas gar nicht. So wie auf diesem Foto. Aber doch. Das war die Realität.

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Mallorca ist eine wundervolle Insel. Und jedenfalls an der Stelle gibt es keinen Alkohol aus Strohhalmen und auch keinen Ballermann. Ich war angekommen. Mit dem Mädchen auf Tour, im doppelten Sinne.

Ursprünglich hatten wir uns sogar verfahren. Wir wollten einen anderen Weg nehmen. Nur unser ausgesprochen schlechter Sinn für Navigation bescherte uns die oben eingezeichnete Route. Glücklicherweise den vermutlich schönsten Teil der Insel entlang. Denn wie ich später erfahren habe, handelt es sich bei dem Küstenstück um ein Unesco Weltkulturerbe. Passt. Dann gibt es offenbar auch andere Menschen mit tollem Geschmack. 😉

Wir trafen uns noch an einem weiteren Abend, bevor ich abreisen und unser kurzes, aber wirklich tolles Zusammentreffen hinter mir lassen musste. Was auf Malle passiert, bleibt auf Malle. Wisst Ihr noch. Oben hab ich das geschrieben. Leider trifft das auch auf die Frauen zu. Die Frauen, die Du dort triffst. Auch die bleiben auf Malle. Schade.

Auch habe ich von ihr viel über mich erfahren. Wie ich gewirkt habe. Was sie empfunden hat, als ich sie angesprochen habe. Warum dies so oder so war. Wie sie sich dabei gefühlt hat. Was sie toll an mir fand oder auch nicht so toll. Viele kleine Details. Ich frage das in den letzten Monaten öfter explizit nach. Niemand antwortet Dir auf solche Fragen ehrlicher, als ein Mensch, dem Du bereits nahe gekommen bist.

Was ich ganz nebenbei als eine große Bereicherung empfinde, ist der gemeinsame Tag auf Englisch. Das trainiert so unglaublich den Wortschatz. Für mich ehemals faulen Vokal-Pauker war das natürlich ein Offenbarungseid. Die Mädls in Tschechien können definitiv Englisch. Jedenfalls die Vokabeln besser als ich. Wo ich auch wieder merke: Es kommt auf das (Sprach-)Gefühl an. Sie hatte die Vokabeln drauf, Worte, die ich kaum benutze und selten gehört habe. Aber an der Grammatik scheiterte es regelmäßig. Ich spreche die Sprache intuitiver. Weniger gelernter. Mehr verstandener.
Und so sehe ich das auch in Bezug auf mein Thema hier im Blog. Es geht um die Intuition, nicht um das auswendig Gelernte.

Ich sagte schon vor vielen Jahren zu meinen Eltern und zu Freunden: „Ein Buch in die Hand nehmen und auswendig lernen kann jeder. Das ist nicht die Kunst.“
Deshalb langweilen mich auch Prüfungen jeder Art. Es kommt nicht auf Dein Können an. Nicht auf Dein Verstehen. Das ist beides belanglos. Jede Pappnase kann sich so lange hin setzen, bis er den letzten Rotz auch noch einigermaßen Fehlerfrei aufs Papier bringt. Das beweist gar nichts. Nichts außer die Fähigkeit stupide Zeit mit immer der selben Tätigkeit verbringen zu können. Wie ein fleischgewordener Roboter, sozusagen. Ich schweife gerade ab.
Nur das ist mir schon sehr wichtig. Auch nach tausend Approaches gibt es nicht den einen perfekten Spruch und schon gar nicht die eine perfekte Masche. Es geht um das Gefühl und die innere Haltung (zu sich selbst). Das kann man nicht trainieren. Wenn jemand ein Holzkopf ist, dann wird er es auch nach 10.000 Approaches nicht raffen. Nicht raffen worum es bei dem Ganzen geht. Und das ist der Unterschied zwischen Erfolg und… probieren. Erfolg findet im Kopf statt. Nicht durch Noten oder Bewertungen auf einem Zettel. Nicht durch die Anerkennung durch andere. Ich muss nicht auf die Anerkennung anderer warten. Ich erkenne mir meine eigene Leistung selbst am meisten an. Es ist mit Abstand einer der wesentlichsten Aspekte meiner Entwicklung im Projekt Beziehung.
Wozu noch auf einen Schulterklopfer von irgendwem hoffen und warten? Und das wünsche ich mir für jeden Menschen sehr, dass er auch auf den Weg zu dieser Erkenntnis gelangt. Es macht frei.

Danke an meinen Wingman

Auch wenn Du meine Artikel nicht liest und das hier nicht siehst… danke ich Dir trotzdem für Deine wirklich gute Idee mir das Ding mal zu zeigen. Jetzt weiß ich nicht nur wie ein Teil von Mallorca aussieht, sondern weiß auch wo ich definitiv immer wieder hin zurück kehren kann, wenn mir entweder langweilig ist oder ich einfach eine wundervolle Natur sehen möchte. Die Zeit hat mich sehr entspannt, auch wenn es phasenweise anstrengend war. Wenig Schlaf und so. Vor allem aber sind wir gesund zurück gekommen. Und mein Reisegepäck war auf dem Rückflug schwerer als zu Beginn. Gemachte Erfahrungen wiegen eben schwer. Ich hab wieder mal wichtige Schritte getan. Es geht nie um eine bestimmte Aktion. Nie um Routinen. Es geht immer um das große Ganze. Das Repertoire. Erfahrungen, die mir in den folgenden Wochen bis heute wieder Situationen beschert haben, die ich vielleicht sonst nicht in der Art bekommen hätte. Wer weiß das schon.
Ich lerne jedenfalls gerne. Und weiterhin. Übrigens: Die Cappuccini mit Dir waren lecker. Und noch dazu vor allem kostenlos. Gewusst wie. 😉

PS: Mein nächster Artikel wird ein Rundumschlag. Viele Eck- und Rahmendaten. Wenig in die Tiefe. Mehr in die Breite. Es passiert einfach viel in meinem Leben momentan. Und wenn ich nicht mehr jeden Tag schreiben kann, möchte ich Euch und mir selbst dennoch die Möglichkeit geben dennoch ein großes Stück weit an meinen Erlebnissen teilhaben zu können. Ich hoffe es geht Euch gut. Peace.

Der Tag an dem Frau Tinder Schluss machte

ist ja jetzt schon wieder ein paar Wochenenden her und… war für mich der schwärzeste Tag meines Lebens und ich habe mich seither nicht wieder von diesem Schock erholt. Noch immer sitze ich wie paralysiert dran und frage mich, was ich nur falsch gemacht habe. Ich! War ich zu offen, oder zu verschlossen oder war ich als Mensch insgesamt einfach nicht gut genug? Diese Fragen quälen mich.

So oder so ähnlich

… wäre es mir vor einem Jahr vielleicht noch gegangen. Gerade und bis hier her schrieb ein Stück weit mein altes Ich. Etwas überspitzt vielleicht schon, zugegeben. Das alte Ich existiert glücklicherweise nur noch in meinen Erinnerungen. Und ab nun schreibe ich. Mein neues selbiges. Herzlich willkommen in meinem Leben. Fr. Tinder hatte es ja ganz „anständig“, nach einer kurzen Abwesenheitspause, telefonisch beendet. Hüstel. Schrieb ich ja im letzten Vierteiler. Besser gesagt im vierten Teil des eigentlichen Dreiteilers. Genug der Verwirrung. Let’s go.

Wie ging es denn dann weiter? Nun, als sie anrief, befand ich mich gerade auf der Autobahn, das weiß ich noch genau. Warum? Es fühlte sich so befreiend an. Endlich diesen Ballast los haben. Dieses ständige Genörgle, diese ständigen Spitzen gegen meinen Humor und diese letztlich Die-Ganze-Welt-Macht-Es-Mir-So-Schwer-Mentalität zehrten einfach zu sehr an meinen Nerven. Nein Mädchen, niemand hat sich gegen Dich verschworen. Noch nicht einmal ich. Im Gegenteil, ich habe echt auf Dich geachtet so gut es nur ging. Dafür habe ich meine eigenen Sachen schleifen lassen. Aber gut, wäre es nicht so ausgegangen wie es ausging, wäre das ja auch komisch, bei diesen Voraussetzungen. Konnte ja gar nicht anders kommen. Gut so. Meine Cousine sagt bei jeder gescheiterten meiner Liebeleien immer nur vier Buchstaben, die ein Wort ergeben, und schickt mir dies als Bild im Projekt Beziehung-Family&Friends-WhatsApp-Chat:

NEXT

Damit ist wirklich alles Wichtige gesagt. Mehr bedarf es nicht. Sofort ohne Umschweife weiter machen. Gesagt, getan. Ein paar Kumpels angeschrieben, wegen abends. Einer sagte sofort zu. Ab ins Clubgame. Treffen jedoch erst um 22.30 im Club. Puh. Und bis dahin? Es war ja erst Nachmittag. Ich wurde müde. Gegen 20 Uhr hätte ich ihm am liebsten abgesagt. Und dann waren ja noch 2 Stunden drüber zu bringen. Hm, so passierte dann, was ich inzwischen durch mein Projekt gelernt hatte. „Lauf die extra Meile!“

Immer wenn Du mal überhaupt keinen Bock hast… steh auf und kämpfe! Tu etwas (es!) einfach trotzdem! Das ist der eigentliche und wahre Unterschied zwischen den erfolglosen und den erfolgreichen Menschen. Denn etwas tun, wozu man sowieso Lust hat, kann jeder… Das ist zu einfach. Billig. Alleine dieser Absatz rechtfertigt einen eigenen Artikel für einen meiner Philosophischen Sonntage. Muss zur Zeit aber warten.

Ich war pünktlich im Club, alleine. Der Wingman mit seinem Kumpel sollte bald eintreffen. Ich lief gar nicht groß umher, blieb im Eingangsbereich, sah mich wie immer scannend um. Da war nichts besonderes für den ersten Blick für mich dabei. Also bestellte ich mir schon mal zur Trauer des Tages etwas passendes, um die Schmerzen zu ertränken. Bitterlemon auf Eis, mein Lieblingsgetränk. Das haut so schön rein, wenn man down ist. Ironiemodus wieder aus. Hab ich das hier schon mal verraten? Hm. Nun ist es raus. Bitterlemon. Tatsächlich. Immer wenn ich aus gehe. Ich… was für ein Draufgänger, gell.

Da kam mein Kumpel mit seinem Kumpel auch schon. Kurze Begrüßung, abklatschen, umarmen. Kurzes Vorstellen. Und da standen zwei Mädels nur zwei Meter weg von mir. Ich sagte zu meinem Wing: „Lass uns mal weiter gehen, aber ich quatsche die beiden noch kurz an.“

Damit konnte ich nicht rechnen

Guter Einstieg. Situative Eröffnung. Und ich musste kleben bleiben. Geht auch ganz ohne Schleimspur. Die blonde Kleine fand ich süß. Die braunhaarige Freundin nicht. Typ Attention-Bit**. Dennoch waren sie im Doppelpack cool, und ich merkte, dass die Blonde – nennen wir sie Sweetie – mehr und mehr Interesse an mir hatte. Die geldgeile und nur so mit Job und Wohnung protzende Göre hingegen spürte, dass Sweetie ihr gerade den Rang abzulaufen drohte. Also erhöhte auch sie ihr Investment, köstlich. „Lass uns unbedingt mal Pizza essen gehen“, sagte sie zwischendurch. Ich dachte mir nur: „Ja, klar. Schau sie Dir an. Platz zwei reicht Dir wohl nicht.“

Also zusammen an die Bar, Sweetie war mega offen für mich. Sofort mit viel scharfem Humor, Sarkasmus, um die Ecke lachen. Danke, endlich mal. Endlich mal mein Humor bei einer Frau. Dachte ich bei Fr. Tinder ja auch, allerdings nur anfangs. Die Fassade begann ja bald zu bröckeln. Egal. Es gibt also auch Menschen neben Herrn van Onnetuschn, die mir da ähnlich sind. An der Bar kurz zusammen mit Sweetie getanzt. Ich hab einfach nur schrittweise durcheskaliert. Lehrbuchmäßig.

Dazwischen kam auch mal zur Sprache, was ich für gewöhnlich so trinken würde. Für sich und ihre Freundin bestellte Sweetie 15 Minuten später Gin Tonic. Ich tanzte weiter, inzwischen kam ein weiterer Kumpel in den Club zu uns dazu. Ich ließ die Mädels mal machen. Und als ich mich mal umdrehte, blickte mich Sweetie lächelnd an und streckte mir ein Glas mit Eis und eine Flasche…? Bitterlemon! entgegen. Wie süß. Jetzt hatte sie mich für sich gewonnen. Endgültig. Nicht wegen dem Getränk. Zwei Mark fufzig hab ich auch selbst gerade noch in der Hosentasche, aber ihre unglaubliche Aufmerksamkeit. Ich weiß liebe Leser, was ist daran schon besonders aufmerksam? Doch ist es! Das ist meine persönliche traurige Wahrheit, solchen Mädels begegne ich verdammt selten. Woran das liegt? Ich weiß es nicht. War für den Moment auch nicht wichtig. Ich genoss einfach, dass da mal eine Frau war, die zuhören, aufmerksam sein und sogar aktiv sein konnte. Natürlich gibt’s immer auch Haken. Beide rauchen. Also fragte sie mich (seltene Sache bei Frauen nach so kurzer Zeit!), ob ich mit raus kommen wolle. Klar. Draußen zu viert weiter gequatscht. Und nach den Kippen trennten sich die Wege. Von uns Vieren, nicht aber von Sweetie und mir. Wir blieben draußen und setzten uns im Außenbereich auf die Stühle.

Die Gesprächsinhalte wurden zunehmend persönlicher. Ich baute mehr und mehr emotionale und private Themen ein. Romantische Dinge zum Beispiel, da ich ja längst wusste, dass sie eher eine klassische Frau war, denn so eine neumodische Poweremanze. In ihren Augen sah ich ihr die sich langsam steigernde Erregung durch das Gespräch und durch die Körpersprache die ersten leichten „zufälligen“ Berührungen an. Und es war mir ein Hochgenuss damit zu spielen und die Situation zu kitzeln. Also küsste ich sie einfach… nicht. Sondern streichelte sie und massierte ihr den Nacken. Noch nicht genug der Sinneseindrücke und Gedankengänge für sie? Doch, bestimmt. Für mich? Nein.

Bewusst hab ich uns einen Platz in der Nähe der Türsteher ausgewählt. Warum? Damit diese mich dort auffällig mit einem Mädchen sehen. Wofür? Nun… Es ist eine harte Türe. Und nicht immer kam ich anfangs problemlos in den Schuppen. Je nachdem welcher Gorilla die Tür machte. Seit dem Abend erkennen sie mich wenigstens und ich muss nicht mehr unnötig ein paar Sekunden mit Warten verbringen, bis auch ich Einlass finde. Das ist Hollywood. Für so einen Gedankenwirrwarr habe ich neben Flirten, Streicheln, gestreichelt werden, Händchen halten und massieren Zeit? That’s it. Willkommen in der Welt der Persönlichkeitsentwicklung 2.0.

Irgendwann wird auch mir das schönste Spiel zu bunt und die Erregung zu hoch, um sie weiter leiden zu lassen, die Kleine. Also streichelte ich ihren Hals, zog sie zu mir und… Der Rest ist Geschichte.

Wieder drinnen im Club angekommen, tanzten wir nochmal kurz und ab da wusste auch Miss Geldgöre, dass sie heute nur Platz zwei bekommt. Ich wäre aber nicht längst auch ich, wenn ich nicht wüsste, dass Du Dir besonders Deinen Feind zu Deinem Freund machen musst. Sweetie war nur die eine Nacht bei Miss Geldgöre zu Besuch. Also in meiner Stadt. Inzwischen – auch doch durch meine Toleranz und Lebensfreude – kann ich aber nahezu jeden Menschen nehmen wie er ist und Spaß mit ihm haben. Also sorgte ich dafür, dass Miss Geldgöre sich dennoch wohl fühlte, auch mit Platz zwei. 😉 Und stellte ihr ein gemeinsames Pizza Essen in Aussicht. Urkomisch fand ich ihre Frage an Sweetie: „Sag mal, ist schon für Dich okay, wenn ich mit ihm mal zum Pizza Essen gehe, oder?“ Das ist mal ein Machtkampf und ein Ringen um Aufmerksamkeit par excellence. Sweetie schaute ganz schön verdattert aus der Wäsche.

Ich geb auch mal einen aus

Die Fame-Göre wollte noch in einen anderen Club zum Feiern weiter ziehen. Und so liefen wir des Weges zu dritt aus dem einen Club schnurstracks in den nächsten. Sweetie und ich dabei Hand in Hand. Sie hatte etwas an sich, das sich für mich nicht nur weiblich, sondern vor allem natürlich anfühlte. Und sie ließ nicht nur mit sich machen, wie fast alle bisherigen Frauen meines Projektes, sondern Sweetie war proaktiv. Vorwärts verteidigen, wie es in Neusprech heißt. Unsere (Angriffs-)Kriegsministerin Ursula lässt grüßen.
Zurück zum Thema, Sweetie streichelte, sie nahm meine Hand von sich aus. Im Club an der Bar angekommen, bestellte ich uns etwas zu trinken. Natürlich bezahlte diesmal ich. Revanche. Dann ist das auch in Ordnung. In meinem Leben habe ich noch nie einer Frau ein erstes Getränk ausgegeben, weil ich irgendwelche Absichten hatte. Wie billig ist das denn. Entweder bin ich der Preis oder nicht. Sicher ist der Preis aber nicht mein Geldbeutel.

Du kannst gerne…

An der Bar gaben wir uns weiter wie ein verliebtes Pärchen. Pattex in Reinkultur. Kaum drehte ich mich mal um, suchte ihre Hand meine. Ich nahm sie in den Arm und sie streichelte mich. Wir tanzten und genossen die Nähe, besonders die emotionale. Es fühlte sich an, als wäre sie seit langem meine Freundin und als wären wir seit langem schon und noch immer frisch verliebt. So etwas ist ein emotionales und auch zugleich unbeschreibliches Gefühl für mich. Endlich mal kein Hollywood. Weder für mich noch von ihr. So etwas habe ich in der Art noch nicht erlebt. Diese Nähe und dieses füreinander da sein. Kaum in Worte zu fassen in so einem kurzen Text.

Und unsere Geldgöre? Sie wollte sich unbedingt auch einen angeln. Dazwischen sagte sie zu Sweetie und mir: „Also Du bist mir so sympathisch, Du kannst gerne heute Nacht bei mir in der Wohnung bleiben, ihr seid so süß zusammen. Du bist eingeladen.“ Oh, das ist mal das Gegenteil von einem Blocker. Läuft bei Dir! Sweetie war damit kurz überfordert. Ihr Blick verriet umso mehr ihre Freude bei dem Gedanken daran, dass das kurze Märchen noch etwas andauern würde. Geldgörchen grinste ständig nur. Und sie selbst? Sie angelte sich ihren eigenen Prinzen. Bei ihr ging das ganz schnell, Hauptsache irgendwer. Hehe. Schwupp hatte sie einen. So läuft das also bei einer „Pickupperin“, ohne dass sie sich dessen bewusst ist, eine solche zu sein. Die Grundvoraussetzung dazu bringt sie mit. Die Zutaten heißen, ähhh, moment, ich überlege kurz…: „Weiblich“
Gut, das war jetzt nur eine Zutat. Reicht aber auch für eine Pickupperin. Mehr bedarf es für die Männerwelt gemeinhin nicht. Dafür hat die Evolution gesorgt. Es ist für ein Mädchen nicht schwer erfolgreich zu angeln. Da beißen irgendwelche Fische auch ganz ohne Köder an. Irgendwelche Männer… Der Unterschied zwischen Pickuppern und Pickuppern, übrigens. Einer, auf den ich großen Wert lege.

Einfach nur schweineteuer

Mit Sweetie in meinem Auto zur Geldgöre gefahren, ein Zweisitzer erlaubt nichts anderes. Die anderen beiden fuhren mit dem Taxi. Angekommen. Drei Zimmer Wohnung, 100 Quadratmeter, Bestlage. Puh. Mit meinem Wagen musste ich mich da in der Gesellschaft wahrlich nicht verstecken. Der machte sich da ganz gut. Hollywood ist Hollywood. Sweetie ist das egal. Gut so. Richtig so. Echt dekadent eigentlich, so wie sie wohnt. Die Gastgeberin. Wer aber mit 90.000 Jahresgehalt prahlt (brutto, die Zahl muss sich ja groß anhören), darf das Geld auch per Schaufel zum Fenster raus werfen. Meine Erlaubnis erteilt. Geile Wohnung, definitiv. Neubau vom Feinsten. Große lange Räume. Extra Bad im bzw. am Schlafzimmer. Küche im Wohnzimmer, versteht sich an der Stelle von selbst.

2017-05-28

Eine echte Freundin

Sweetie war die gesamte Zeit eine echte Freundin für mich. Meine. Und ich ihr Freund, vielleicht sogar ihr Mann. Aber eben nicht für ein ganzes restliches Leben. Und so blieb es bei einem wunderschönen und gefühlvollen Abend, einem gemeinsamen Einschlafen Arm in Arm, kuscheln und jedenfalls für mich dem Gefühl „es könnte so einfach sein“…

Sie wäre eine tolle Frau. Definitiv intelligent. Sehr fürsorglich, sehr aufmerksam, warmherzig. Eigenschaften einer potentiellen Traumfrau für den Bachelor vom Projekt Beziehung. Und dann folgt der nächste Morgen und der fällige Abschied. Zuvor richtete Frau Geldgöre ein Frühstück für vier her. Sehr gastfreundlich. Muss ich schon sagen. Frühstück mit vier Menschen, die ich vor wenigen Stunden noch nicht einmal kannte. Undenkbar früher für mich. Scheinbar normal heute. Der Abschied fiel kurz und herzlich aus. Die Aussicht auf einen Gegenbesuch meinerseits in ihrer Stadt inklusive. Womit ich natürlich nicht ernsthaft rechnete. Ihr wisst ja…

PS: Wer war Fr. Tinder nochmal?

PPS: In der Zwischenzeit, es war eine Woche vergangen, schrieben wir uns ein paar wenige Male… Und meine Frage nach einem konkreten Treffen am Wochenende, schob sie auf. Gerade viel zu tun und so. Wir würden das später noch klären. „Okay“, dachte ich mir. Ich weiß längst was das bedeutet. Und so war es selbstverständlich auch. Die Nummer mit dem Exfreund kam wieder aus der Schublade. Deshalb würde sich das nun für sie nicht richtig anfühlen, sich erneut zu treffen. Der Alte wäre nun wieder in ihrem Leben. Und sie meinte damit nicht den aus der Fernsehserie, glaube ich. Sie dankte mir nochmals sehr für den schönen Abend, wie auch schon mehrfach persönlich. Und das war es. Wie immer bisher. Wenn es nur nicht immer schon vorher irgendwie klar wäre. Entweder stirbt der Wellensittich einer Frau und kommt allem weiteren dazwischen oder der Exfreund, der eigentlich längst tot war, steigt aus seinem Grab und kommt dazwischen. Glaube ich ihr das? Unwichtig. Aber nein, natürlich nicht. Keiner Frau glaube ich mehr irgendwas. Generell nicht. Auch sonst keinem „neuen“ Menschen. Ich glaube nur noch was ich sehe und während dem ich selbst dabei bin. Alles andere ist, da wiederhole ich mich immer wieder allzu gerne, nicht meine Realität. Es ist die Realität der Frau. Aus der Welt von Grimms Märchen. Und auch diese (Lügen-?)Geschichten haben ihre Berechtigung auf dieser Welt. Sonst hätten viele kleine Kinder und liebevolle Eltern keine nette gemeinsame Unterhaltung und Gute Nacht Geschichten zum Einschlafen…

PPPS: Das erste Mal in meinem Leben, dass ich es erlebt habe, am selben Clubabend zur Frau heim zu fahren, während sie nicht alleine in der Wohnung ist. Premiere. Referenzerfahrung. Auch das ist möglich. Haken dran, weiter gehts.

Projekt politisch – KenFM – Me, Myself and Media 34

Endlich

Ein kleiner Artikel für mich, ein großer Artikel für die Menschheit. Und ein Link auf eine neue Folge von…

Me, Myself and Media!

Endlich, die letzte Folge ist lange her. Zu lange. Es kann gar nicht genug Alternativen zum Mainstream-Schund geben. Alles ist besser als wenig. Also besser mehr. Mehr Meinungen, mehr Ansichten, mehr Einblicke. Aber bitte andere als immer den gleichen Quatsch aus der Einerlei-Lügenpresse. Pluralismus nach vorne! Demokratie mal zur Abwechslung nicht nur wagen, sondern einfach mal machen. Wir haben viele Zeitungen, Zeitschriften und auch Radio- und Fernsehensender. Nur bringt das nichts, wenn sie eben in bester SED-Manier alle auf Linie eingenordet sind.

Natürlich geht es auch diesmal wieder darum, wie wir täglich, wöchentlich monatlich, jährlich und überhaupt übers Ohr gehauen, hinters Licht geführt und schlichtweg verarscht werden.

Was für ein Witz in Frankreich

Unter anderem geht’s um die Wahl in Frankreich. Persönlich bin ich davon überzeugt, dass das für Europa keine gute war. Die Wahl. Die Wahl an sich sowieso nicht, denn es ist letztlich keine. Weder in Frankreich noch in Deutschland noch sonst wo. Solange wir nur zwischen Pest und Cholera entscheiden dürfen. Gnädigerweise, muss man dazu sagen. Dürfen. So lange bleibt es eine Farce, auch nur im Ansatz von einer Wahl zu sprechen.

Was mich gerade an der französischen Wahl besonders negativ beeindruckt, ist der unglaubliche Ausgang. Auf der einen Seite haben wir eine Marie Le Pen, das Monster, vor dem uns alle warnen. Warum eigentlich? Aber auf der anderen Seite haben wir eben auch einen großen Teil der Bevölkerung, der die Schnauze von dieser EZB-Drangsalierungspolitik gestrichen voll hat. Die zu noch mehr Ungerechtigkeit und Verarmung führt. Und es schien von Anfang an knapp werden zu können. Die Wahl. Die eigentlich ja keine ist, wie ich schon sagte. Und dann? Kommt das Ergebnis und da steht sie. Nicht Le Pen, sondern sie, diese rein gewaschene samtweiche Kunstfigur von einem Banken-Eurokraten. Macron, wird die Marionette diesmal genannt. Der macht den Franzosen jetzt den neuen Präsidenten. Verstehe das wer will. Es soll also allen ernstes MEHR Europolitik und MEHR EU-Gemeinschaftshaftungspolitik gewählt worden sein? Wo doch alles gerade in Europa in Fetzen fliegt, was mühsam seit Ende des 2. Weltkriegs an Völkerverständigung und Frieden in Europa aufgebaut wurde?

April April – Verarschen kann ich mich auch selbst

Das wäre so in etwa wie wenn ein an Diabetes leidender Mensch sagt, dass er jetzt seine Diagnose bekommen hat und weiß, keine Cola mehr trinken zu dürfen und dies auch nicht mehr tun werden würde. Und flupp, öffnet er sich ne Flasche davon und lässt sie in sich rein laufen. Und dem davon fliegenden Kronkorken, sich noch in Zeitlupe drehend in der Luft, zwinkert er dabei zu.

Überall haben die Menschen die Nase voll von dieser inhumanen Einwanderungspolitik, wo Menschen auf den Meeren in Booten umkommen, wo Menschen in Syrien aus ihren Häusern gebombt werden (von uns! Ja, von uns. Unsere Waffen, unsere Logistik!) und wo es letztlich zu nichts als Spannungen in Frankreich, in Deutschland und sonst wo in Europa kommt. Aber gerade dann… Kommt dieser Mann in Frankreich nach vorne, der doch wieder nur eine Vergangenheit aus dem korrupten Bankensystem inne hat. Ja nee, is klar.

Die Insel der Glückseligen

Und deshalb ist es so unglaublich wichtig zu verstehen was da passiert. Ich weiß schon, uns geht’s ja gut und so. Klar. Kenne ich doch, diese Sprüche. Nur das haben sich die Griechen vor ein paar Jahren auch noch gedacht. Und die Spanier. Und die Portugiesen. Und die Italiener. Eigentlich alle in Europa. Aber ja, bei uns ist ja alles okay. Wir… Ja wir leben auf der Insel der Glückseligen. Stimmt’s? Uns in Deutschland kann nichts passieren. Logisch, schließlich haben wir ja… Äh was eigentlich, was denn, das uns so unabhängig macht vom Rest? Nichts. Wir gehören zur EU und zur EZB-Finanzpolitik genauso dazu wie alle anderen in €uro-pa. Alles ist mit allem verbunden. Nicht nur spirituell, sondern auch ganz sachlich. Ob wir wollen oder nicht. Wir sollten besser darauf Acht geben, dass aus der vermeintlichen Insel der Glückseligen am Ende nicht ganz real eine einsame wird. Die Enteignungspolitik von fleißig nach reich geht schamlos und unaufhörlich weiter. Mathematisch beleg- und nachprüfbar für jedermann. Schuldgeldsystem ist das Stichwort, das zur Quelle führt.

Deshalb ist es so wichtig, sich damit zu beschäftigen. Für Menschen, denen Nächstenliebe tatsächlich etwas bedeutet. Menschen wie mich. Aber auch genauso für Egoisten. Denn auch bei uns in good old Germany werden sich die Zeiten weiter und zunehmend negativ entwickeln. Der Turbolader ist in Deutschland freilich noch nicht gezündet. Ein bisschen hält der dumme Deutsche schon noch aus. Unmündig wie er ist. Aber auch der Egoist unter uns sollte sich aus purem Eigennutz mit dem System im Scheinsystem beschäftigen. „Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können…“

PS: Diesen Artikel habe ich vor kurzem bereits einmal online gestellt. Allerdings von meinem Tablet aus. Ich befand mich zu dem Zeitpunkt unterwegs im Urlaub. Irgendwie gabs dabei wohl Probleme. Daher auf diesem Wege nochmal neu.

Zeit für ein neues Auto

Ein später zweiter Teil.
Ca. sechs Monate ist es her. Da hatte ich mir ein neues Auto gegönnt. Und meine Beweggründe dazu geschildert (Nur ein Auto? Nur ein Sportwagen! – Warum es mir wichtig ist, authentisch zu sein!) und weitere Einblicke in meine neue Welt gegeben.

Irgendwie neu, irgendwie aber auch nicht

Das „alte“ Auto habe ich abgegeben. Und mir letzte Woche ein neues geholt. Dazwischen lagen drei Wochen ohne, jedenfalls ohne einer meiner beiden Autos.
Die Frage ist also was es diesmal wurde. Oder ist die Frage erst mal ob man wirklich nach sechs Monaten ein neues Auto braucht. Das können wir abkürzen: Nein. Natürlich nicht. Nicht nach sechs Monaten schon. Erst recht nicht, wenn ich doch noch ein zweites (altes) Auto besitze.
Für einen Menschen, der auf Nachhaltigkeit Wert legt – dazu zähle ich mich – ist das schon eine Meisterleistung der (Geld-)Verschwendung. Ja. Wenn. Wenn da nicht dieses Projekt Beziehung wäre. Und dem ordne ich alles unter, beizeiten ebenso mich selbst obendrein.

Was ist es also geworden?
Bis zuletzt war es ein Sportwagen. Den gab ich wieder ab. Nicht ganz freiwillig, mir hat das schwarze Ding wirklich gefallen. 6 Monate mit dem Wagen haben mir Spaß gemacht. Natürlich ein teurer Spaß, nach irdischen Maßstäben. Auch wenn der Spaß bezahlbar ist, Erlebnisse sind es hingegen nicht. Erlebnisse sind unbezahlbar. Die hat man oder man wünscht sie sich. Das gilt für Autos genauso wie für alles andere im Leben. Ersetze die Variable Auto nach eigenem Gusto durch einen schicken Urlaub oder ein Haus. Oder einen Partner. Die einen haben ihn, die anderen nötig.

Und diesmal… ist es wieder ein Sportwagen. Es ist dem letzten Auto verdammt ähnlich. Innen komplett, außen nicht. Was daran liegt, dass ich nur die Farbe gewechselt habe. Nicht in einer Lackiererei. Kurzerhand habe ich das Auto einfach in einer anderen Farbe neu bestellt und sonst alles identisch belassen. Premiere in meinem Leben. Zweimal nacheinander das gleiche Fahrzeug zu besitzen. Es ist aber auch zu schön, um ihm untreu zu werden. Wäre es eine Frau, würde ich ihr eine 8 geben. 😉

Wärst Du immer noch hier?

Die drei Wochen ohne Sportwagen habe ich übrigens auch gut überlebt. Im Nachgang habe ich gemerkt: „Hey, ohne dieses Auto ist es auch okay. Da kann ich auch ganz gut drauf verzichten.“ Und jetzt, wo ich es wieder habe – bzw. seinen Bruder in Blau – habe ich bei jeder Fahrt wieder gespürt: „Hammermäßig ist es schon!“, um es in Bohlen’scher Sprache auszudrücken.

Für mich nehme ich mental mit, dass es ohne teures Auto gut geht. Mit hingegen noch besser. Das sieht man – wie vieles im Leben – auch erst richtig ein, wenn man mal darauf verzichten „musste“. Zu schätzen wissen, ist das Stichwort. Lässt sich natürlich übertragen, auf all die anderen wichtigen Lebensbereiche. Ihr wisst was ich meine.

Ein teures Auto hat mich in all der Zeit nicht negativ verändert. Genauso wenig wie teure Kleidung oder sich den Luxus einer großen Wohnung für sich alleine zu gönnen. Selbst oft in teure Clubs zu gehen nicht. Oder was auch immer. Ich gehe immer noch genauso gerne in günstige Bars und liege auch genauso gerne auf der grünen Wiese und gehe spazieren. Und ich bin jederzeit bereit meine „mach-alle-Schotten-weit-auf“-Mentalität gegen die Vernunft einzutauschen. Zurückzutauschen. Wenn mir Eine einen Grund dafür gibt! Die Eine.

Und während dem Verfassen dieser Zeilen denke ich an einen schönen Song von Bushido. Man muss ihn nicht mögen, den Bushido. Manche Songs von ihm mag ich doch sehr. Aber er wirft mit seinem Text wichtige Fragen auf. Fragen, die nur jeder für sich selbst beantworten kann.

 

Film-Review „Revolver“

Nach meinem letzten Film-Review zu „The Revenant“ (Ein Film-Samstag/Sonntag), mit Leonardo DiCaprio, gibt es heute ein Film-Review zu „Revolver“, mit Jason Statham.

Jason Statham vs. Leonardo DiCaprio?

Nein nein. Das wäre ein unglicher Kampf.

DiCaprio hätte keine Chance. Das wäre wie Mann gegen Frau. Oder Tiger gegen Maus. Oder Kuchen gegen Krümel. DiCaprio ist ein Milchbub. Statham ist eine Kante.

2017-02-22

Ich spreche selbstverständlich nicht über die Privatpersonen, die kenne ich ja nicht, sondern über deren Alter Egos. Über das, was sie gemeinhin ausstrahlen und verkörpern. Es sind Schauspieler, in den Filmen. Mindestens in den Filmen sind sie Schauspieler. Ich glaube, dass wir alle mehr Schauspieler sind als uns bewusst ist. Aber das führt zu weit, das ist ein anderes Thema. Zurück zum Film.

Der Regisseur, warum nicht 08/15?

Revolver ist ein Film aus dem Jahr 2005, gedreht von Guy Ritchie, den kennt man vielleicht als Ex-Ehemann von Madonna. Oder auch durch seine Erstlingswerke „Bube, Dame, König, grAS“ oder „Snatch- Schweine und Diamanten“. Er ist definitv ein andersartiger Regisseur. Kein 08/15. Dafür polarisierend und somit echt Geschmackssache. Revolver fand ich über die gesamte Zeit hinweg außergewöhnlich. Schrille Farben, ein ständiges Spiel mit dem Licht. Mal sehr dunkel, mal völlig verzerrte Farbwerte. Außerdem gibt es kurze Comic-Szenen im Film, die den brutaleren Stellen des Films wohl die Wirkung der Gewalt nehmen sollen. Jedenfalls ist der Film anders als andere Filme.

Und der Inhalt?

Da ist der Hauptdarsteller, Jason Statham, der nach sieben Jahren aus dem Knast kommt. Es geht um illegales Glücksspiel, um Schlägertypen, um viel Kohle und echte Kerle. Es ist ein klarer Actionfilm. Auf die eigentliche Handlung will ich gar nicht so sehr eingehen, dafür ist sie zu komplex, es wird mit Rückblenden gearbeitet und Perspektivwechseln der Protagonisten. Ständig, was für ein hin und her. Da werden Zitate eingeblendet, mal hier und mal da. Komplex ist fast mehr eine Beleidigung denn eine Beschreibung des Films. Komplex ist die kleine Schwester dieses Films. Was hat mich an dem Film so fasziniert, wenn es nicht die Handlung an sich ist?

Gedanken als Lösung?

Es sind die Gedanken des Hauptdarstellers, die Erzählweise des Regisseurs. Die Gedanken der anderen Darsteller im Film.
Ab der ersten Sekunde geht es in dem Film ausschließlich um die Gefühle und Gedanken eines Mannes. Beispiel: Da hat er Angst im Fahrstuhl zu fahren und daran darf der Zuschauer teilhaben.
Da setzt sich ein gestandener Mann mit seinen Ängsten auseinander. Wägt ab zwischen Vernunft und Gefühl. Permanent. Er ist mehr am sich selbst Hinterfragen, um zu lernen. Lernen an sich selbst, durch Analyse, durch Abwägen, durch vorausschauendes Handeln. Er ist Schachspieler und Trickbetrüger in diesem Film. Das sind seine Stärken. Und er wird sich zunehmend selbst bewusst, dass das eigene Leben im Kopf beginnt und stattfindet. Dazu muss man sich mit sich selbst beschäftigen. Der härteste aller Wege. Ohne starke Gedanken und klare Absicht, gibt es keine starken und klaren Handlungen.

Gedanken um die eigene Angst als Lösung!

Das hat mir irrsinnig gut gefallen. Denn das Leben ist immer auch die Beschäftigung mit der eigenen Angst. Zu bewältigen was gerade an Aufgaben vor einem Menschen steht. Dieser Film hat mich nicht inhaltlich fasziniert, dazu ist mir die Geschichte zu abgedreht. An diesem Film hat mich die Herangehensweise des Regisseurs an das Erzählen der Geschichte fasziniert. Das ist für sich schon Geschichte genug.

Menschen mit Ängsten, Menschen mit Zweifeln und Menschen mit Selbstzweifeln, bekommen hier schonungslos einen Spiegel vorgehalten. Auch wenn es nur der Spiegel des Darstellers mit dessen Konterfei sein mag, auf den ersten Blick.
In Wahrheit hat das durchaus mit dem eigenen Leben mehr zu tun, wenn man sich darauf einlassen kann die Handlungen und Gedanken Jasons Stathams als Anlass zur Selbstreflexion des eigenen (täglichen) Handelns zu nehmen.
Vor allem auch als Ansporn zur Überwindung der eigenen Ängste…

Der Film wird erst kurz vor Ende wirklich verstehbar. Und selbst dann nicht. Und im Gegensatz zum eigenen echten Leben kann man sich den Film ein zweites mal ansehen, um ihn vollends (?) zu verstehen. Das eigene Leben kennt hingegen kein Stopp, Replay und Start. Und das ist die heimliche Kernaussage meines Artikels!

2 mal 4 zu 0 aus dem Stegreif

Mitte der Woche war es wieder so weit. Ich bin mal wieder zum Daygamen raus. Nach der Arbeit. Einfach so. Los getigert, durchs Revier. So wie die Füchse, bei den Absoluten Beginnern. Wer das Lied kennt: Füchse sind gar keine Rudeltiere! 😉

Ich war gespannt auf mich selbst

Ob es mir leicht fallen würde wieder die eine oder andere Schönheit anzusprechen. Ob ich nervös sein oder werden würde.

Grund ist, dass ich seit mehreren Wochen nicht mehr am Tag bzw. Abend unterwegs war mit diesem konkreten Ziel Frauen anzusprechen. Clubgame schon noch, Daygame aber nicht mehr. Ich hatte ein paar Wochen Pickup-Pause. Die Klette kostet einfach Zeit. Und auch sie kostet die Zeit. Nicht kosten im Negativen. Kosten im Positiven. Zeit kosten. Also das Kosten der Zeit. Nicht die Kosten der Zeit. Das ist ein feiner Unterschied. Wenn man die Zeit kostet, dann ist das etwas Schönes. Wenn Zeit etwas kostet, dann ist es nicht so schön. Manchmal kommt beides zusammen. Dann kostet es zwar Zeit, aber man kostet sie zeitgleich.
Einfach gesagt, man genießt sie. Die Zeit.

Ich lese immer wieder, dass Pickupper nach einer (mehrwöchigen) Pause wieder Ansprechängste aufbauen. Das geht so weit, dass sie dann beim erneuten ersten Mal fast wieder bei null starten müssen.
Das liegt offenbar an der zuletzt unterbliebenen Desensibilisierung des eigenen Gehirns.
Ursache ist klar: Zu wenige Reize aufgrund zu weniger Übung.
Resultat ist klar: Zu wenig Übung bringt Unsicherheit vor einer nächsten Ansprech-Situation mit sich.

Das ist wie in der Schule. Wenn Du vor einer Prüfung genug lernst, dann nimmt Dir das die Angst („ich bin gut vorbereitet“). Es ist auch wie eine normale Jobsituation zu sehen, zum Beispiel eine Verhandlung. Machst du das einmal im Jahr, dann haut Dich das schon völlig aus der Bahn, wenn Du im Privatleben auch nur im Autohaus wegen 2 Prozent hin oder her feilschen möchtest. Es treibt Dir den Puls hoch, Du wirst nervös. Alles dreht sich. Die Atemfrequenz steigt. Du wirst fahl. Verhandelst Du hingegen jeden Tag im Job, dann ist das Dein Metier und Dir kann keiner mehr etwas vormachen. Verhandeln ist Dein Lebenselexier. Du bist der Profi. So wie Leon.

Wie war das also bei mir?

Ich laufe umher, sehe die erste hübsche Frau des Abends, ein schönes braunhaariges Mädchen, geben wir ihr eine 6,5, und…?

Ich trau mich nicht sie anzusprechen!

Quatsch! Natürlich hab ich sie angesprochen! Bumm. 🙂

Direkt hin und los geht’s, in einem Kaufhaus in der Lebensmittelabteilung. Ihre Reaktion fiel für mich relativ gewohnt aus. Positiv überrascht, etwas nervös. Sie. Nicht ich. Kurzer Smalltalk, aber ihr Schokoherz in der Hand hatte schon nichts Gutes für mich verheißen sollen. Sie erzählte mir, dass das ein nachträgliches Valentinstagsgeschenk sei. Für wen? Natürlich! Für ihren Freund. Läuft bei Dir. Nicht bei mir.

Glaube ich ihr sogar. Die Sache mit dem Freund ist zu oft jedoch nur so ein Schutzding. Überflüssig aus meiner Sicht. Soll die Frau einfach sagen wenn sie keine Böcke auf den Mann hat.

Ich erfinde ja auch nicht, dass ich in einem schweren Verkehrsunfall verwickelt war, nur weil ich mal 5 Minuten zu spät zu Mama nach Hause zum Essen gekommen bin. 😉
Da sag ich auch einfach ganz ehrlich: „Mama! Ich hab keinen Bock auf Dein Essen gehabt!“
Um Himmels Willen, nein! Natürlich nicht! Abgesehen davon, dass Mama gut kochen kann und gar kein Anlass dafür besteht, würde ich so eine Aussage natürlich nie treffen. Aber ich sag Mama in diesem Fall sicher genauso wenig: „Du, ich hab unterwegs noch eine Frau kennen gelernt, die habe ich eben schnell heiraten müssen. Deshalb kann ich leider nicht zum Essen zu Dir kommen. Und zwar nie mehr wieder.“

Ihr versteht was ich meine. Ein einfaches Nein tut es auch. Ohne große erfundene-Hollywood-Drama-Geschichte. Kauft Dir sowieso keiner ab. Das Ding mit dem Freund. Warum nicht? Weil im Schnitt in den Städten Deutschlands die Single-Quote insgesamt bei mehr oder weniger 50% liegt. Wenn aber 60% oder 70% der angesprochenen Frauen vorgeblich Freunde haben, dann sind das… Moment ich rechne kurz… ungefähr 6 oder 7 von 10, anstatt 5 von 10. Da passt doch was nicht. 🙄

Und so ging das dann noch drei mal weiter

Die vierte Frau des abends kam mir auf einer Treppe entgegen. Sie hoch. Ich runter. Dabei trafen sich unsere Blicke für ca. 2 oder 3 Sekunden. Unsere Augen ließen sich dabei nicht los, stattdessen bewegten sich unsere Köpfe mit. Typischer Flirtblickkontakt.

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Und für mich das totale Startsignal die Situation beim Schopfe zu packen. Also drehe ich um, gehe ihr hinterher und spreche sie an. Es wird ein spaßiges vier oder fünf minütiges Gespräch. Bis dann wieder die Nummer mit dem Freund um die Ecke kommt. Läuft bei Dir. Nicht bei mir.
Na, sie fand es aber total toll, dass ich sie angesprochen habe. Sagte sie. Und auf meine Frage, ob sie Männer immer mit ihren Blicken derart auffressen würde, lachte sie zunächst verlegen und erklärte dann: „Nein, aber schauen darf man ja mal!“

„Schauen darf man ja mal?!“

Klar darf man. Wir leben ja nicht in Saudi-Arabien. Aber SO schauen?? Hm, wenn das Dein Freund wüsste, dann würde der Dich dafür vielleicht genauso steinigen wie die Steiniger in Stein-Arabien, äh Saudi-Arabien. Übrigens: Wenn Dein Freund das machen würde, würde mich das nicht wundern, wenn Du genauso reagieren würdest.

Davon halte ich gar nichts! Weder vom Steinigen noch vom fremd-Flirten!

Ich verstehe das gar nicht, dass Frauen (und auch Männer) ständig ihren Marktwert checken wollen. Flirten ist cool. Flirten ist Bestätigung.
Als ich allerdings lange Jahre in einer glücklichen Beziehung war, war das anders. Ich hatte meine Augen stets nur für sie, die Eine. („Die Eine oder keine. Für keine andere Frau ging ich lieber in den Bau“ – Die Firma).
Ehrlicherweise muss ich einschränkend sagen: Das ging so lange so, so lange ich glücklich war. Und das war sehr sehr lange der Fall. Bis zum Ende. Egal, wie auch immer.

Was ich damit sagen will: Wenn ich in einer glücklichen Beziehung bin, dann flirte ich nicht. Punkt. Ja, flirten ist reizvoll. Flirten ist Bestätigung. „Draußen Appetit holen, Zuhause essen.“ Kenn ich auch alle, die Sprüche. Ich halte davon aber trotzdem nix. Wenn mir meine Partnerin wichtig ist und ich sie von Herzen liebe, dann liebe ich sie. Punkt. Alles andere ist aus meiner Sicht – mit Verlaub – Bullshit.

Und so ging der Abend 4 zu 0 aus. Nicht gegen mich, sondern für mich natürlich. Endlich mal wieder ein paar Körbe. Nette Körbe zum Teil. Ja, so kann man es sagen. Vier nette Körbe, die allesamt Lust auf mehr machen. Lust auf mehr Körbe. 😉

Ich lasse extra Edward Snowden einfliegen

Zeit ist im Moment nur (m)ein Problem, denn es ist ziemlich überladen gerade bei mir. Aber dazu gibts bald auch einen Artikel. So nach dem Motto: „Die wahren Hintergründe über die Abwesenheit des jungen Pickuppers…“
Es wird eine Enthüllungsstory. Dafür lasse ich extra Edward Snowden einfliegen. Der soll vorher alles leaken, klassisch per USB-Stick. Dann erfährt die Öffentlichkeit, warum ich derzeit so im Dauerfeuer stehe. Letztens benutzte ich dafür den Begriff „Druckbetankung“, der Ausdruck gefällt mir. Aber selbst wenn Edward Snowden es schaffen sollte, die wahren Hintergründe für mein Abtauchen zurück in die Welt des Otto-Normal-Mannes (also weg vom Pickuppen) ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen, so bleibt beim Leaken dieser Story die Hauptrolle doch bei mir. Sorry Edward, auch wenn Du ein Großer bist.

Das Wundervollste kommt zum Schluss

Ich bin echt stolz auf mich. So konnte ich nicht einfach davon ausgehen und nicht damit rechnen, dass mir das erste Mal ansprechen einer Frau nach dieser langen Pause gar nichts ausmachen würde. Kein bisschen nervös. Keine Hemmung. Alles gut.
Das war meine längste Pause ohne aktives Approachen, denke ich rückblickend. Und so hab ich zumindest für mich die Gewissheit, dass mir DAS HIER keiner mehr nehmen kann. Wenn man trotz langer Pause etwas wieder aus dem Stegreif sofort abrufen kann, dann hat man es geschafft es zu einer echten eigenen Stärke zu machen. Man hat sich weiter entwickelt. Und das habe ich. Deshalb bin ich stolz auf mich. Man darf sich auch mal selbst auf die Schulter klopfen im Leben. Wenn es berechtigt ist, dann darf man das, bin ich der Meinung. Keine Ansprechangst mehr. Wer die letzten Monate meine Artikel verfolgt hat, der weiß, dass mein Hauptbestreben war, zunächst das eigene Ego systematisch aufzulösen. Insofern eine konsequente und logische Entwicklung. Wo kein Ego, da keine Ansprechängste.

PS: Gestern bin ich wieder raus, wieder 4 zu 0. Macht 8 zu 0 diese Woche bisher. Einen Unterschied zu vor ein paar Wochen oder Monaten gibt es dennoch: Ich merke, dass mir die Übung fehlt. Auch wenn man Approachen kann, kommt es doch aufs „wie“ an. Und da ist es wie beim Fußball. Erst mal wieder ein paar Tage Training, dann haue ich die Bälle auch wieder in den Winkel. Also übe, junger Padawan! Möge die Macht mit Dir sein.


Was hast Du zuletzt getan, womit Du Dich selbst positiv überrascht hast?
=> Sei stolz auf Dich und klopf Dir ruhig mal selbst auf die Schulter dafür. Ehrlich.