Pickup auf Spanisch

Hallo Freunde,
nach etlichen Wochen mal wieder ein Bericht von mir. Es wurde still. Und es wird erstmal relativ still bleiben. Dennoch hier einen Artikel, den ich über mehrere Wochen hinweg immer mal wieder komplettiert habe.
Es ist so viel passiert zuletzt, dass ich das nicht in einen Artikel packen könnte. Also fange ich mit diesem hier an und schieße dann in den nächsten Tagen eine kurze Zusammenfassung aller wissenswerten Randinformationen hinterher zu den letzten Wochen. So seid ihr zumindest auf dem aktuellen Stand, wenn auch nicht in der Detailtiefe. Tut mir leid, dass ich hier ziemlich kurz treten muss. Nur so viel: Es geht mir gut. Und ich freue mich wieder auf die Zeit, in der ich mehr schreiben kann… ich freue mich auf Euch. 🙂
Los gehts…

Ja, vor kurzem war ich eine ganze Woche – unglaublich, Wahnsinn, eine ganze Woche auf einmal, und dann auch noch am Stück! – im Urlaub.
Ich hab es mir geleistet. Inklusive Flug. Und mit Hotel. Sogar zum Essen gab es was. Wenn auch meist fettig und frittiert, bah!

Spontan wie ich ja inzwischen bin, habe ich gerade mal ein paar Tage vor Abflug gebucht. Auf gehts mit einem Freund nach…? Ja wohin eigentlich.

Ein Mann von Welt

Er war ja schon ein paar mal dort. Ich noch nie. Spanien sollte es werden. Genauer gesagt Mallorca! Mallorca?! Das hat mit Spanien doch nichts zu tun, oder? Da wird doch nur gesoffen und so? Ja. Auch. Nur? Nein!

Mallorca ist eine Insel, die ich bis dahin noch nie bereist hatte. Diesmal habe ich außerdem ein Reiseziel ausgesucht, das für mich noch jungfräulich war. Streng genommen habe ich es nicht mal ausgesucht, sondern bin stattdessen ganz freundschaftlich der Reiseempfehlung meines Wingmans gefolgt. Apropos jüngfräulich… ich muss natürlich dazu sagen, dass das nicht sonderlich schwer ist. Was daran liegt, dass ich bisher verhältnismäßig gesehen kaum verreist bin. Dafür bin ich völlig konträr dazu jedoch bereits einmal zu Fuß über die Alpen gelaufen. Europäischer Fernwanderweg E5… wuhuuuu. Ein Mann von Welt! Naja, nein. Reisetechnisch eher nicht. Aber dafür rede ich zumindest über die große Welt und die großen Themen der Welt schon wie ein ganz Großer. 😉

Das haben wir also ausschweifend geklärt. Ein Mann von Welt bin ich schon mal. Next Level gefällig? Klar! Auf zur Trophäe! Next stop: Elder Statesman werden!

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Next Level Pickup

Ich werde erst noch ein paar Worte zum Pickuppen schreiben, anschließend gehe ich auf Mallorca an sich ein. Es soll ja kein reiner Kultur- und Landschaftsreisebericht werden. Ich bin ja schließlich nicht der verlängerte Arm von National Geographic.

Die Reise hat mich definitiv nochmal gehoben. Mein Game. Durch neue Referenzerfahrungen. Durch andere Aktionen, verrücktere Dinge. Durch noch konsequenteres Eskalieren. Und außerdem hat es mir auch geholfen einen Teil des Ballastes in Deutschland zurück zu lassen. Eine Woche abschalten! Eine Woche saufen? Nein. Sicher nicht. Wer den Blog verfolgt, weiß ja bereits, dass ich beim Weggehen keinen Alkohol trinke. Gut, es wäre gelogen zu sagen, dass ich gar gar gar keinen Alkohol dort getrunken hätte… es war an manchen Tagen sogar mal ein Bier dabei. Den restlichen Tag gab es allerdings nur Wasser. Und das ist auch gut so. Das Leben ist ein Spiel. Und ich bin da um zu spielen. Professionelle Spieler trinken nichts. Amateure schon. Also weg mit dem Zeug und her mit dem Wasser. Gut wars. Zum Wohl!

Alle Geschichten einzeln darzustellen wäre zu aufwendig an dieser Stelle. Bis auf einen oder zwei Tage/Abende hatte ich jedenfalls täglich in Sachen Pickup genug Beschäftigung. Und auch das Kulturelle kam nicht zu kurz. Teilweise konnte ich das eine auch mit dem anderen kombinieren. Mehr dazu unten.

Die Menschen dort am Ballermann sind extrem locker drauf. Es sind sowieso fast nur Deutsche dort anzutreffen, die Verständigung ist also schon mal kein Problem. Sofern sie sich noch artikulieren können, die Suffköpfe. Hehe. Klar ist das alles eine Künstlichkeit dort, die seinesgleichen sucht. Jedem scheint die Sonne aus dem Arsch, jeder macht auf mega cool. Und ich hatte oft den Eindruck, dass – gerade die jungen Mädls – gerne mal betrunken tun, obwohl sie fast nichts gekippt hatten. Der Gruppeneffekt spielt da eine große Rolle. „Es ist halt Malle, also benehm ich mich eben auch so und mach mal einen auf Assi!“ So oder so ähnlich dürfte das Motto der meisten (jungen) Urlauber dort lauten. In Deutschland im wahren Leben ne Null, auf Malle der Star. Kam mir jedenfalls so vor. Da kann man mal die Sau raus lassen. Jemand anders sein als sonst. Klar. Kann ich aber auch haben, wenn ich zum Karneval gehe. Dafür brauch ich nicht nach Mallorca fliegen. 😉
#GesellschaftskritikAus

Um meinen persönlichen Eindruck an der Stelle etwas zurück zu nehmen und wieder objektiver zu werden: Ja, die Menschen dort sind gut drauf. Und das ist auch verdammt gut so. Natürlich hab ich das auch genutzt, um selbst zu entspannen und den Alltag aus der Heimat hinter mir zu lassen.

Es ist definitiv klar, dass die Mischung aus Alkohol, feiern, gute Laune und pickup mit konsequentem Game dort Erfolge beschert. Welcher Art auch immer. Für Anfänger, für Fortgeschrittene und für Profis gleichermaßen. Für jeden ist etwas dabei. Allerdings ist auch klar: Frauen mit Klasse sind dort selten anzutreffen. Es ist – verglichen mit dem was ich von zu Hause gewöhnt bin – schon eher eine Absteige. Aber eine rieeeesige, da gibts den Bierkönig, da gibts das Oberbayern und da gibts den Megapark. Es machte mir auch den Eindruck: „Was auf Malle passiert, bleibt auf Malle!“

Ja klar, die Traumfrau um das Projekt Beziehung zu Ende zu bringen, hab ich dort nicht gefunden. Allerdings kein Grund traurig zu sein. Der Weg ist das Ziel. Während Mallorca und auch danach – also seither – sind viele interessante Dinge passiert in meinem Leben. Insofern hat auch Mallorca seinen Anteil daran. Im Moment läufts.

Es ist schon interessant im Leben beim Frühstücken eine Frau zu sehen, die mir optisch gefällt. Und wenige Stunden später sitzen wir knutschend aufeinander.

Nirgends sonst gibt es so viele Möglichkeiten das eigene Game mal von einer ganz anderen Seite her laufen zu lassen, völligs alltagslos. Die Wahrscheinlichkeit die Traumfrau fürs Leben zu finden, ist im Ausland nun mal sehr gering. Gerade deshalb habe ich während einer Woche Urlaub auf Mallorca die Erfahrung gemacht, dass ich das Ziel an sich abermals weniger wichtig nahm. Noch deutlicher stand der Weg im Fokus. Lernen. Live. Permanent.

Ja, definitiv habe ich in Mallorca mein Game verbessert. Das sollte sich schon bald auszahlen. Dazu gibts sicher demnächst einen eigenen Artikel. Alles ist Teil von allem. Nichts ist getrennt. Wir sind nicht getrennt. Eine Handlung von heute, ist der Stein den Du ins Rollen bringst von morgen. Und das wirkt sich aus auf… alles! Nichts ist vergebens. Nie im Leben.

Als ich einen ganz normalen Menschen traf – manche würden ihn auch einen Star nennen

Da liefen mein Wingman und ich also zu zweit den Strand entlang… und sehen wenige Meter neben dem Wasser auf einer Liege einen Fußballstar. Für mich einer der ganz Großen. Und ich sagte zu meinem Wingman: „Schau mal wer da ist, das ist…“

Natürlich – ganz in Pickup-Manier – habe ich ihn angesprochen. Vor ein paar Jahren hatte ich mit diesem Fußballer bereits ein kurzes Gespräch. Er ist mir als unglaublich freundlich, lebendig und auch lebensfreudig in Erinnerung geblieben. Eine Ausnahmeerscheinung. An so einen Menschen werde ich mich immer wieder im Leben erinnern, davon gibt es nicht viele. Immer ein Lächeln auf den Lippen… wer hat das schon?

So ging ich die paar Meter auf ihn zu, habe ihn kurz begrüßt und mit ihm ein bisschen über meine Stadt gesprochen, denn er hatte bis vor nicht allzu langer Zeit mal hier gewohnt. Außerdem haben wir über unsere Begegnung von vor ein paar Jahren gequatscht. Er konnte sich daran nicht mehr direkt erinnern, nicht schlimm. Jedenfalls weiß ich, dass er hin und wieder abends auch in den Clubs unterwegs ist, in denen ich bin. Also hab ich ihm gesagt: „Wenn Du das nächste mal wieder in dem Club bist, komm ich wieder auf Dich zu.“ Er grinste breit und entgegnete: „Klar, mach das.“ Danach haben wir uns kurz abgeklatscht und ich bin weiter gezogen.

Und mein Wingman? Der hatte am Anfang gleich mal sein Handy gezückt und ihn gefragt, ob er ein Foto von ihm machen dürfte. „Oh man“, dachte ich mir nur. Natürlich wollte der „Star“ das nicht und bat darum keine Fotos zu schießen.
Das ist genau die gleiche Art von „ich stell Dich auf ein Podest!“, die alle Männer gegenüber einer gut aussehenden Frau an den Tag legen. Fürchterlich.
Er ist ein Mensch. Er ist kein Objekt. Er ist ein Mensch, der gerade Urlaub macht. Nach einer harten Saison. Der ist ein Mensch, der mal nicht der Star sein will, sondern einfach nur ein sonnentankender Strandurlauber. Und genau so hab ich ihn behandelt. Und er mich. Fertig.

Kein Podest. Kein Star. Nicht in dem Moment. Ein Mensch. Punkt.

Mit dem Roller entlang dem Unesco Weltkulturerbe

Wie oben geschrieben, habe ich auch das Pickuppen mit dem Kulturellen verbinden können.
Das liegt daran, dass ich eines abends am Ballermann ein kleines dunkelhaariges ganz süßes Mädchen gesehen habe. Sie sah mir irgendwie nicht touristisch aus. Also hab ich sie angesprochen. Sie hatte optisch etwas an sich, das mich interessiert hat. Nach zwei Sätzen war klar, dass wir auf Englisch weiter reden würden. War nicht mein erster Approach auf Englisch.
Das Gespräch war kurz, da sie nach einem harten Arbeitstag nach Hause und ich meinen Wingman nicht allzu lange alleine lassen wollte. Nummern getauscht und für den nächsten Abend direkt etwas ausgemacht.

Heraus kam ein geliehener 125er Roller und ein echt wunderschöner Tag zu zweit. Der Start war in Palma. Und es ging entlang der Küste, Straßen wie Formel-1-Rennstrecken, weit und breit kein Auto. Wer von Euch je auf Mallorca sein sollte… BITTE BITTE fahrt diese Strecke entlang! Ihr werdet an diese Empfehlung hier denken. Versprochen!

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Achja, zur Strecke. Ruhe für sich. Und nach vielen Kilometern hin und wieder mal auch ein kleines Dorf. Mediterraner Stil der kleinen Häuser am Hang. Ganz mein Geschmack. Und hinter mir die kleine Tschechin. Süß war sie. Und ich war überwältigt ob des unendlich schönen Naturbildes, das sich mir die komplette Zeit bot. Ein bisschen paradiesisch. So einen Weg entlang zu fahren, dabei festgehalten und umarmt zu werden und zu zweit die Zeit zu genießen.

Das Foto hier stammt nicht von mir, aber von der Straße aus ließ ich bei warmem Fahrtwind auf dem Roller meinen Blick immer wieder aufs Meer gleiten. Die Felsen und die Abhänge hinab. Was ich sah, sah für mich aus wie die Unwirklich selbst. Traumhaft. Als gäbe es so etwas gar nicht. So wie auf diesem Foto. Aber doch. Das war die Realität.

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Mallorca ist eine wundervolle Insel. Und jedenfalls an der Stelle gibt es keinen Alkohol aus Strohhalmen und auch keinen Ballermann. Ich war angekommen. Mit dem Mädchen auf Tour, im doppelten Sinne.

Ursprünglich hatten wir uns sogar verfahren. Wir wollten einen anderen Weg nehmen. Nur unser ausgesprochen schlechter Sinn für Navigation bescherte uns die oben eingezeichnete Route. Glücklicherweise den vermutlich schönsten Teil der Insel entlang. Denn wie ich später erfahren habe, handelt es sich bei dem Küstenstück um ein Unesco Weltkulturerbe. Passt. Dann gibt es offenbar auch andere Menschen mit tollem Geschmack. 😉

Wir trafen uns noch an einem weiteren Abend, bevor ich abreisen und unser kurzes, aber wirklich tolles Zusammentreffen hinter mir lassen musste. Was auf Malle passiert, bleibt auf Malle. Wisst Ihr noch. Oben hab ich das geschrieben. Leider trifft das auch auf die Frauen zu. Die Frauen, die Du dort triffst. Auch die bleiben auf Malle. Schade.

Auch habe ich von ihr viel über mich erfahren. Wie ich gewirkt habe. Was sie empfunden hat, als ich sie angesprochen habe. Warum dies so oder so war. Wie sie sich dabei gefühlt hat. Was sie toll an mir fand oder auch nicht so toll. Viele kleine Details. Ich frage das in den letzten Monaten öfter explizit nach. Niemand antwortet Dir auf solche Fragen ehrlicher, als ein Mensch, dem Du bereits nahe gekommen bist.

Was ich ganz nebenbei als eine große Bereicherung empfinde, ist der gemeinsame Tag auf Englisch. Das trainiert so unglaublich den Wortschatz. Für mich ehemals faulen Vokal-Pauker war das natürlich ein Offenbarungseid. Die Mädls in Tschechien können definitiv Englisch. Jedenfalls die Vokabeln besser als ich. Wo ich auch wieder merke: Es kommt auf das (Sprach-)Gefühl an. Sie hatte die Vokabeln drauf, Worte, die ich kaum benutze und selten gehört habe. Aber an der Grammatik scheiterte es regelmäßig. Ich spreche die Sprache intuitiver. Weniger gelernter. Mehr verstandener.
Und so sehe ich das auch in Bezug auf mein Thema hier im Blog. Es geht um die Intuition, nicht um das auswendig Gelernte.

Ich sagte schon vor vielen Jahren zu meinen Eltern und zu Freunden: „Ein Buch in die Hand nehmen und auswendig lernen kann jeder. Das ist nicht die Kunst.“
Deshalb langweilen mich auch Prüfungen jeder Art. Es kommt nicht auf Dein Können an. Nicht auf Dein Verstehen. Das ist beides belanglos. Jede Pappnase kann sich so lange hin setzen, bis er den letzten Rotz auch noch einigermaßen Fehlerfrei aufs Papier bringt. Das beweist gar nichts. Nichts außer die Fähigkeit stupide Zeit mit immer der selben Tätigkeit verbringen zu können. Wie ein fleischgewordener Roboter, sozusagen. Ich schweife gerade ab.
Nur das ist mir schon sehr wichtig. Auch nach tausend Approaches gibt es nicht den einen perfekten Spruch und schon gar nicht die eine perfekte Masche. Es geht um das Gefühl und die innere Haltung (zu sich selbst). Das kann man nicht trainieren. Wenn jemand ein Holzkopf ist, dann wird er es auch nach 10.000 Approaches nicht raffen. Nicht raffen worum es bei dem Ganzen geht. Und das ist der Unterschied zwischen Erfolg und… probieren. Erfolg findet im Kopf statt. Nicht durch Noten oder Bewertungen auf einem Zettel. Nicht durch die Anerkennung durch andere. Ich muss nicht auf die Anerkennung anderer warten. Ich erkenne mir meine eigene Leistung selbst am meisten an. Es ist mit Abstand einer der wesentlichsten Aspekte meiner Entwicklung im Projekt Beziehung.
Wozu noch auf einen Schulterklopfer von irgendwem hoffen und warten? Und das wünsche ich mir für jeden Menschen sehr, dass er auch auf den Weg zu dieser Erkenntnis gelangt. Es macht frei.

Danke an meinen Wingman

Auch wenn Du meine Artikel nicht liest und das hier nicht siehst… danke ich Dir trotzdem für Deine wirklich gute Idee mir das Ding mal zu zeigen. Jetzt weiß ich nicht nur wie ein Teil von Mallorca aussieht, sondern weiß auch wo ich definitiv immer wieder hin zurück kehren kann, wenn mir entweder langweilig ist oder ich einfach eine wundervolle Natur sehen möchte. Die Zeit hat mich sehr entspannt, auch wenn es phasenweise anstrengend war. Wenig Schlaf und so. Vor allem aber sind wir gesund zurück gekommen. Und mein Reisegepäck war auf dem Rückflug schwerer als zu Beginn. Gemachte Erfahrungen wiegen eben schwer. Ich hab wieder mal wichtige Schritte getan. Es geht nie um eine bestimmte Aktion. Nie um Routinen. Es geht immer um das große Ganze. Das Repertoire. Erfahrungen, die mir in den folgenden Wochen bis heute wieder Situationen beschert haben, die ich vielleicht sonst nicht in der Art bekommen hätte. Wer weiß das schon.
Ich lerne jedenfalls gerne. Und weiterhin. Übrigens: Die Cappuccini mit Dir waren lecker. Und noch dazu vor allem kostenlos. Gewusst wie. 😉

PS: Mein nächster Artikel wird ein Rundumschlag. Viele Eck- und Rahmendaten. Wenig in die Tiefe. Mehr in die Breite. Es passiert einfach viel in meinem Leben momentan. Und wenn ich nicht mehr jeden Tag schreiben kann, möchte ich Euch und mir selbst dennoch die Möglichkeit geben dennoch ein großes Stück weit an meinen Erlebnissen teilhaben zu können. Ich hoffe es geht Euch gut. Peace.

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Der Tag an dem Frau Tinder Schluss machte

ist ja jetzt schon wieder ein paar Wochenenden her und… war für mich der schwärzeste Tag meines Lebens und ich habe mich seither nicht wieder von diesem Schock erholt. Noch immer sitze ich wie paralysiert dran und frage mich, was ich nur falsch gemacht habe. Ich! War ich zu offen, oder zu verschlossen oder war ich als Mensch insgesamt einfach nicht gut genug? Diese Fragen quälen mich.

So oder so ähnlich

… wäre es mir vor einem Jahr vielleicht noch gegangen. Gerade und bis hier her schrieb ein Stück weit mein altes Ich. Etwas überspitzt vielleicht schon, zugegeben. Das alte Ich existiert glücklicherweise nur noch in meinen Erinnerungen. Und ab nun schreibe ich. Mein neues selbiges. Herzlich willkommen in meinem Leben. Fr. Tinder hatte es ja ganz „anständig“, nach einer kurzen Abwesenheitspause, telefonisch beendet. Hüstel. Schrieb ich ja im letzten Vierteiler. Besser gesagt im vierten Teil des eigentlichen Dreiteilers. Genug der Verwirrung. Let’s go.

Wie ging es denn dann weiter? Nun, als sie anrief, befand ich mich gerade auf der Autobahn, das weiß ich noch genau. Warum? Es fühlte sich so befreiend an. Endlich diesen Ballast los haben. Dieses ständige Genörgle, diese ständigen Spitzen gegen meinen Humor und diese letztlich Die-Ganze-Welt-Macht-Es-Mir-So-Schwer-Mentalität zehrten einfach zu sehr an meinen Nerven. Nein Mädchen, niemand hat sich gegen Dich verschworen. Noch nicht einmal ich. Im Gegenteil, ich habe echt auf Dich geachtet so gut es nur ging. Dafür habe ich meine eigenen Sachen schleifen lassen. Aber gut, wäre es nicht so ausgegangen wie es ausging, wäre das ja auch komisch, bei diesen Voraussetzungen. Konnte ja gar nicht anders kommen. Gut so. Meine Cousine sagt bei jeder gescheiterten meiner Liebeleien immer nur vier Buchstaben, die ein Wort ergeben, und schickt mir dies als Bild im Projekt Beziehung-Family&Friends-WhatsApp-Chat:

NEXT

Damit ist wirklich alles Wichtige gesagt. Mehr bedarf es nicht. Sofort ohne Umschweife weiter machen. Gesagt, getan. Ein paar Kumpels angeschrieben, wegen abends. Einer sagte sofort zu. Ab ins Clubgame. Treffen jedoch erst um 22.30 im Club. Puh. Und bis dahin? Es war ja erst Nachmittag. Ich wurde müde. Gegen 20 Uhr hätte ich ihm am liebsten abgesagt. Und dann waren ja noch 2 Stunden drüber zu bringen. Hm, so passierte dann, was ich inzwischen durch mein Projekt gelernt hatte. „Lauf die extra Meile!“

Immer wenn Du mal überhaupt keinen Bock hast… steh auf und kämpfe! Tu etwas (es!) einfach trotzdem! Das ist der eigentliche und wahre Unterschied zwischen den erfolglosen und den erfolgreichen Menschen. Denn etwas tun, wozu man sowieso Lust hat, kann jeder… Das ist zu einfach. Billig. Alleine dieser Absatz rechtfertigt einen eigenen Artikel für einen meiner Philosophischen Sonntage. Muss zur Zeit aber warten.

Ich war pünktlich im Club, alleine. Der Wingman mit seinem Kumpel sollte bald eintreffen. Ich lief gar nicht groß umher, blieb im Eingangsbereich, sah mich wie immer scannend um. Da war nichts besonderes für den ersten Blick für mich dabei. Also bestellte ich mir schon mal zur Trauer des Tages etwas passendes, um die Schmerzen zu ertränken. Bitterlemon auf Eis, mein Lieblingsgetränk. Das haut so schön rein, wenn man down ist. Ironiemodus wieder aus. Hab ich das hier schon mal verraten? Hm. Nun ist es raus. Bitterlemon. Tatsächlich. Immer wenn ich aus gehe. Ich… was für ein Draufgänger, gell.

Da kam mein Kumpel mit seinem Kumpel auch schon. Kurze Begrüßung, abklatschen, umarmen. Kurzes Vorstellen. Und da standen zwei Mädels nur zwei Meter weg von mir. Ich sagte zu meinem Wing: „Lass uns mal weiter gehen, aber ich quatsche die beiden noch kurz an.“

Damit konnte ich nicht rechnen

Guter Einstieg. Situative Eröffnung. Und ich musste kleben bleiben. Geht auch ganz ohne Schleimspur. Die blonde Kleine fand ich süß. Die braunhaarige Freundin nicht. Typ Attention-Bit**. Dennoch waren sie im Doppelpack cool, und ich merkte, dass die Blonde – nennen wir sie Sweetie – mehr und mehr Interesse an mir hatte. Die geldgeile und nur so mit Job und Wohnung protzende Göre hingegen spürte, dass Sweetie ihr gerade den Rang abzulaufen drohte. Also erhöhte auch sie ihr Investment, köstlich. „Lass uns unbedingt mal Pizza essen gehen“, sagte sie zwischendurch. Ich dachte mir nur: „Ja, klar. Schau sie Dir an. Platz zwei reicht Dir wohl nicht.“

Also zusammen an die Bar, Sweetie war mega offen für mich. Sofort mit viel scharfem Humor, Sarkasmus, um die Ecke lachen. Danke, endlich mal. Endlich mal mein Humor bei einer Frau. Dachte ich bei Fr. Tinder ja auch, allerdings nur anfangs. Die Fassade begann ja bald zu bröckeln. Egal. Es gibt also auch Menschen neben Herrn van Onnetuschn, die mir da ähnlich sind. An der Bar kurz zusammen mit Sweetie getanzt. Ich hab einfach nur schrittweise durcheskaliert. Lehrbuchmäßig.

Dazwischen kam auch mal zur Sprache, was ich für gewöhnlich so trinken würde. Für sich und ihre Freundin bestellte Sweetie 15 Minuten später Gin Tonic. Ich tanzte weiter, inzwischen kam ein weiterer Kumpel in den Club zu uns dazu. Ich ließ die Mädels mal machen. Und als ich mich mal umdrehte, blickte mich Sweetie lächelnd an und streckte mir ein Glas mit Eis und eine Flasche…? Bitterlemon! entgegen. Wie süß. Jetzt hatte sie mich für sich gewonnen. Endgültig. Nicht wegen dem Getränk. Zwei Mark fufzig hab ich auch selbst gerade noch in der Hosentasche, aber ihre unglaubliche Aufmerksamkeit. Ich weiß liebe Leser, was ist daran schon besonders aufmerksam? Doch ist es! Das ist meine persönliche traurige Wahrheit, solchen Mädels begegne ich verdammt selten. Woran das liegt? Ich weiß es nicht. War für den Moment auch nicht wichtig. Ich genoss einfach, dass da mal eine Frau war, die zuhören, aufmerksam sein und sogar aktiv sein konnte. Natürlich gibt’s immer auch Haken. Beide rauchen. Also fragte sie mich (seltene Sache bei Frauen nach so kurzer Zeit!), ob ich mit raus kommen wolle. Klar. Draußen zu viert weiter gequatscht. Und nach den Kippen trennten sich die Wege. Von uns Vieren, nicht aber von Sweetie und mir. Wir blieben draußen und setzten uns im Außenbereich auf die Stühle.

Die Gesprächsinhalte wurden zunehmend persönlicher. Ich baute mehr und mehr emotionale und private Themen ein. Romantische Dinge zum Beispiel, da ich ja längst wusste, dass sie eher eine klassische Frau war, denn so eine neumodische Poweremanze. In ihren Augen sah ich ihr die sich langsam steigernde Erregung durch das Gespräch und durch die Körpersprache die ersten leichten „zufälligen“ Berührungen an. Und es war mir ein Hochgenuss damit zu spielen und die Situation zu kitzeln. Also küsste ich sie einfach… nicht. Sondern streichelte sie und massierte ihr den Nacken. Noch nicht genug der Sinneseindrücke und Gedankengänge für sie? Doch, bestimmt. Für mich? Nein.

Bewusst hab ich uns einen Platz in der Nähe der Türsteher ausgewählt. Warum? Damit diese mich dort auffällig mit einem Mädchen sehen. Wofür? Nun… Es ist eine harte Türe. Und nicht immer kam ich anfangs problemlos in den Schuppen. Je nachdem welcher Gorilla die Tür machte. Seit dem Abend erkennen sie mich wenigstens und ich muss nicht mehr unnötig ein paar Sekunden mit Warten verbringen, bis auch ich Einlass finde. Das ist Hollywood. Für so einen Gedankenwirrwarr habe ich neben Flirten, Streicheln, gestreichelt werden, Händchen halten und massieren Zeit? That’s it. Willkommen in der Welt der Persönlichkeitsentwicklung 2.0.

Irgendwann wird auch mir das schönste Spiel zu bunt und die Erregung zu hoch, um sie weiter leiden zu lassen, die Kleine. Also streichelte ich ihren Hals, zog sie zu mir und… Der Rest ist Geschichte.

Wieder drinnen im Club angekommen, tanzten wir nochmal kurz und ab da wusste auch Miss Geldgöre, dass sie heute nur Platz zwei bekommt. Ich wäre aber nicht längst auch ich, wenn ich nicht wüsste, dass Du Dir besonders Deinen Feind zu Deinem Freund machen musst. Sweetie war nur die eine Nacht bei Miss Geldgöre zu Besuch. Also in meiner Stadt. Inzwischen – auch doch durch meine Toleranz und Lebensfreude – kann ich aber nahezu jeden Menschen nehmen wie er ist und Spaß mit ihm haben. Also sorgte ich dafür, dass Miss Geldgöre sich dennoch wohl fühlte, auch mit Platz zwei. 😉 Und stellte ihr ein gemeinsames Pizza Essen in Aussicht. Urkomisch fand ich ihre Frage an Sweetie: „Sag mal, ist schon für Dich okay, wenn ich mit ihm mal zum Pizza Essen gehe, oder?“ Das ist mal ein Machtkampf und ein Ringen um Aufmerksamkeit par excellence. Sweetie schaute ganz schön verdattert aus der Wäsche.

Ich geb auch mal einen aus

Die Fame-Göre wollte noch in einen anderen Club zum Feiern weiter ziehen. Und so liefen wir des Weges zu dritt aus dem einen Club schnurstracks in den nächsten. Sweetie und ich dabei Hand in Hand. Sie hatte etwas an sich, das sich für mich nicht nur weiblich, sondern vor allem natürlich anfühlte. Und sie ließ nicht nur mit sich machen, wie fast alle bisherigen Frauen meines Projektes, sondern Sweetie war proaktiv. Vorwärts verteidigen, wie es in Neusprech heißt. Unsere (Angriffs-)Kriegsministerin Ursula lässt grüßen.
Zurück zum Thema, Sweetie streichelte, sie nahm meine Hand von sich aus. Im Club an der Bar angekommen, bestellte ich uns etwas zu trinken. Natürlich bezahlte diesmal ich. Revanche. Dann ist das auch in Ordnung. In meinem Leben habe ich noch nie einer Frau ein erstes Getränk ausgegeben, weil ich irgendwelche Absichten hatte. Wie billig ist das denn. Entweder bin ich der Preis oder nicht. Sicher ist der Preis aber nicht mein Geldbeutel.

Du kannst gerne…

An der Bar gaben wir uns weiter wie ein verliebtes Pärchen. Pattex in Reinkultur. Kaum drehte ich mich mal um, suchte ihre Hand meine. Ich nahm sie in den Arm und sie streichelte mich. Wir tanzten und genossen die Nähe, besonders die emotionale. Es fühlte sich an, als wäre sie seit langem meine Freundin und als wären wir seit langem schon und noch immer frisch verliebt. So etwas ist ein emotionales und auch zugleich unbeschreibliches Gefühl für mich. Endlich mal kein Hollywood. Weder für mich noch von ihr. So etwas habe ich in der Art noch nicht erlebt. Diese Nähe und dieses füreinander da sein. Kaum in Worte zu fassen in so einem kurzen Text.

Und unsere Geldgöre? Sie wollte sich unbedingt auch einen angeln. Dazwischen sagte sie zu Sweetie und mir: „Also Du bist mir so sympathisch, Du kannst gerne heute Nacht bei mir in der Wohnung bleiben, ihr seid so süß zusammen. Du bist eingeladen.“ Oh, das ist mal das Gegenteil von einem Blocker. Läuft bei Dir! Sweetie war damit kurz überfordert. Ihr Blick verriet umso mehr ihre Freude bei dem Gedanken daran, dass das kurze Märchen noch etwas andauern würde. Geldgörchen grinste ständig nur. Und sie selbst? Sie angelte sich ihren eigenen Prinzen. Bei ihr ging das ganz schnell, Hauptsache irgendwer. Hehe. Schwupp hatte sie einen. So läuft das also bei einer „Pickupperin“, ohne dass sie sich dessen bewusst ist, eine solche zu sein. Die Grundvoraussetzung dazu bringt sie mit. Die Zutaten heißen, ähhh, moment, ich überlege kurz…: „Weiblich“
Gut, das war jetzt nur eine Zutat. Reicht aber auch für eine Pickupperin. Mehr bedarf es für die Männerwelt gemeinhin nicht. Dafür hat die Evolution gesorgt. Es ist für ein Mädchen nicht schwer erfolgreich zu angeln. Da beißen irgendwelche Fische auch ganz ohne Köder an. Irgendwelche Männer… Der Unterschied zwischen Pickuppern und Pickuppern, übrigens. Einer, auf den ich großen Wert lege.

Einfach nur schweineteuer

Mit Sweetie in meinem Auto zur Geldgöre gefahren, ein Zweisitzer erlaubt nichts anderes. Die anderen beiden fuhren mit dem Taxi. Angekommen. Drei Zimmer Wohnung, 100 Quadratmeter, Bestlage. Puh. Mit meinem Wagen musste ich mich da in der Gesellschaft wahrlich nicht verstecken. Der machte sich da ganz gut. Hollywood ist Hollywood. Sweetie ist das egal. Gut so. Richtig so. Echt dekadent eigentlich, so wie sie wohnt. Die Gastgeberin. Wer aber mit 90.000 Jahresgehalt prahlt (brutto, die Zahl muss sich ja groß anhören), darf das Geld auch per Schaufel zum Fenster raus werfen. Meine Erlaubnis erteilt. Geile Wohnung, definitiv. Neubau vom Feinsten. Große lange Räume. Extra Bad im bzw. am Schlafzimmer. Küche im Wohnzimmer, versteht sich an der Stelle von selbst.

2017-05-28

Eine echte Freundin

Sweetie war die gesamte Zeit eine echte Freundin für mich. Meine. Und ich ihr Freund, vielleicht sogar ihr Mann. Aber eben nicht für ein ganzes restliches Leben. Und so blieb es bei einem wunderschönen und gefühlvollen Abend, einem gemeinsamen Einschlafen Arm in Arm, kuscheln und jedenfalls für mich dem Gefühl „es könnte so einfach sein“…

Sie wäre eine tolle Frau. Definitiv intelligent. Sehr fürsorglich, sehr aufmerksam, warmherzig. Eigenschaften einer potentiellen Traumfrau für den Bachelor vom Projekt Beziehung. Und dann folgt der nächste Morgen und der fällige Abschied. Zuvor richtete Frau Geldgöre ein Frühstück für vier her. Sehr gastfreundlich. Muss ich schon sagen. Frühstück mit vier Menschen, die ich vor wenigen Stunden noch nicht einmal kannte. Undenkbar früher für mich. Scheinbar normal heute. Der Abschied fiel kurz und herzlich aus. Die Aussicht auf einen Gegenbesuch meinerseits in ihrer Stadt inklusive. Womit ich natürlich nicht ernsthaft rechnete. Ihr wisst ja…

PS: Wer war Fr. Tinder nochmal?

PPS: In der Zwischenzeit, es war eine Woche vergangen, schrieben wir uns ein paar wenige Male… Und meine Frage nach einem konkreten Treffen am Wochenende, schob sie auf. Gerade viel zu tun und so. Wir würden das später noch klären. „Okay“, dachte ich mir. Ich weiß längst was das bedeutet. Und so war es selbstverständlich auch. Die Nummer mit dem Exfreund kam wieder aus der Schublade. Deshalb würde sich das nun für sie nicht richtig anfühlen, sich erneut zu treffen. Der Alte wäre nun wieder in ihrem Leben. Und sie meinte damit nicht den aus der Fernsehserie, glaube ich. Sie dankte mir nochmals sehr für den schönen Abend, wie auch schon mehrfach persönlich. Und das war es. Wie immer bisher. Wenn es nur nicht immer schon vorher irgendwie klar wäre. Entweder stirbt der Wellensittich einer Frau und kommt allem weiteren dazwischen oder der Exfreund, der eigentlich längst tot war, steigt aus seinem Grab und kommt dazwischen. Glaube ich ihr das? Unwichtig. Aber nein, natürlich nicht. Keiner Frau glaube ich mehr irgendwas. Generell nicht. Auch sonst keinem „neuen“ Menschen. Ich glaube nur noch was ich sehe und während dem ich selbst dabei bin. Alles andere ist, da wiederhole ich mich immer wieder allzu gerne, nicht meine Realität. Es ist die Realität der Frau. Aus der Welt von Grimms Märchen. Und auch diese (Lügen-?)Geschichten haben ihre Berechtigung auf dieser Welt. Sonst hätten viele kleine Kinder und liebevolle Eltern keine nette gemeinsame Unterhaltung und Gute Nacht Geschichten zum Einschlafen…

PPPS: Das erste Mal in meinem Leben, dass ich es erlebt habe, am selben Clubabend zur Frau heim zu fahren, während sie nicht alleine in der Wohnung ist. Premiere. Referenzerfahrung. Auch das ist möglich. Haken dran, weiter gehts.

Projekt politisch – KenFM – Me, Myself and Media 34

Endlich

Ein kleiner Artikel für mich, ein großer Artikel für die Menschheit. Und ein Link auf eine neue Folge von…

Me, Myself and Media!

Endlich, die letzte Folge ist lange her. Zu lange. Es kann gar nicht genug Alternativen zum Mainstream-Schund geben. Alles ist besser als wenig. Also besser mehr. Mehr Meinungen, mehr Ansichten, mehr Einblicke. Aber bitte andere als immer den gleichen Quatsch aus der Einerlei-Lügenpresse. Pluralismus nach vorne! Demokratie mal zur Abwechslung nicht nur wagen, sondern einfach mal machen. Wir haben viele Zeitungen, Zeitschriften und auch Radio- und Fernsehensender. Nur bringt das nichts, wenn sie eben in bester SED-Manier alle auf Linie eingenordet sind.

Natürlich geht es auch diesmal wieder darum, wie wir täglich, wöchentlich monatlich, jährlich und überhaupt übers Ohr gehauen, hinters Licht geführt und schlichtweg verarscht werden.

Was für ein Witz in Frankreich

Unter anderem geht’s um die Wahl in Frankreich. Persönlich bin ich davon überzeugt, dass das für Europa keine gute war. Die Wahl. Die Wahl an sich sowieso nicht, denn es ist letztlich keine. Weder in Frankreich noch in Deutschland noch sonst wo. Solange wir nur zwischen Pest und Cholera entscheiden dürfen. Gnädigerweise, muss man dazu sagen. Dürfen. So lange bleibt es eine Farce, auch nur im Ansatz von einer Wahl zu sprechen.

Was mich gerade an der französischen Wahl besonders negativ beeindruckt, ist der unglaubliche Ausgang. Auf der einen Seite haben wir eine Marie Le Pen, das Monster, vor dem uns alle warnen. Warum eigentlich? Aber auf der anderen Seite haben wir eben auch einen großen Teil der Bevölkerung, der die Schnauze von dieser EZB-Drangsalierungspolitik gestrichen voll hat. Die zu noch mehr Ungerechtigkeit und Verarmung führt. Und es schien von Anfang an knapp werden zu können. Die Wahl. Die eigentlich ja keine ist, wie ich schon sagte. Und dann? Kommt das Ergebnis und da steht sie. Nicht Le Pen, sondern sie, diese rein gewaschene samtweiche Kunstfigur von einem Banken-Eurokraten. Macron, wird die Marionette diesmal genannt. Der macht den Franzosen jetzt den neuen Präsidenten. Verstehe das wer will. Es soll also allen ernstes MEHR Europolitik und MEHR EU-Gemeinschaftshaftungspolitik gewählt worden sein? Wo doch alles gerade in Europa in Fetzen fliegt, was mühsam seit Ende des 2. Weltkriegs an Völkerverständigung und Frieden in Europa aufgebaut wurde?

April April – Verarschen kann ich mich auch selbst

Das wäre so in etwa wie wenn ein an Diabetes leidender Mensch sagt, dass er jetzt seine Diagnose bekommen hat und weiß, keine Cola mehr trinken zu dürfen und dies auch nicht mehr tun werden würde. Und flupp, öffnet er sich ne Flasche davon und lässt sie in sich rein laufen. Und dem davon fliegenden Kronkorken, sich noch in Zeitlupe drehend in der Luft, zwinkert er dabei zu.

Überall haben die Menschen die Nase voll von dieser inhumanen Einwanderungspolitik, wo Menschen auf den Meeren in Booten umkommen, wo Menschen in Syrien aus ihren Häusern gebombt werden (von uns! Ja, von uns. Unsere Waffen, unsere Logistik!) und wo es letztlich zu nichts als Spannungen in Frankreich, in Deutschland und sonst wo in Europa kommt. Aber gerade dann… Kommt dieser Mann in Frankreich nach vorne, der doch wieder nur eine Vergangenheit aus dem korrupten Bankensystem inne hat. Ja nee, is klar.

Die Insel der Glückseligen

Und deshalb ist es so unglaublich wichtig zu verstehen was da passiert. Ich weiß schon, uns geht’s ja gut und so. Klar. Kenne ich doch, diese Sprüche. Nur das haben sich die Griechen vor ein paar Jahren auch noch gedacht. Und die Spanier. Und die Portugiesen. Und die Italiener. Eigentlich alle in Europa. Aber ja, bei uns ist ja alles okay. Wir… Ja wir leben auf der Insel der Glückseligen. Stimmt’s? Uns in Deutschland kann nichts passieren. Logisch, schließlich haben wir ja… Äh was eigentlich, was denn, das uns so unabhängig macht vom Rest? Nichts. Wir gehören zur EU und zur EZB-Finanzpolitik genauso dazu wie alle anderen in €uro-pa. Alles ist mit allem verbunden. Nicht nur spirituell, sondern auch ganz sachlich. Ob wir wollen oder nicht. Wir sollten besser darauf Acht geben, dass aus der vermeintlichen Insel der Glückseligen am Ende nicht ganz real eine einsame wird. Die Enteignungspolitik von fleißig nach reich geht schamlos und unaufhörlich weiter. Mathematisch beleg- und nachprüfbar für jedermann. Schuldgeldsystem ist das Stichwort, das zur Quelle führt.

Deshalb ist es so wichtig, sich damit zu beschäftigen. Für Menschen, denen Nächstenliebe tatsächlich etwas bedeutet. Menschen wie mich. Aber auch genauso für Egoisten. Denn auch bei uns in good old Germany werden sich die Zeiten weiter und zunehmend negativ entwickeln. Der Turbolader ist in Deutschland freilich noch nicht gezündet. Ein bisschen hält der dumme Deutsche schon noch aus. Unmündig wie er ist. Aber auch der Egoist unter uns sollte sich aus purem Eigennutz mit dem System im Scheinsystem beschäftigen. „Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können…“

PS: Diesen Artikel habe ich vor kurzem bereits einmal online gestellt. Allerdings von meinem Tablet aus. Ich befand mich zu dem Zeitpunkt unterwegs im Urlaub. Irgendwie gabs dabei wohl Probleme. Daher auf diesem Wege nochmal neu.

Zeit für ein neues Auto

Ein später zweiter Teil.
Ca. sechs Monate ist es her. Da hatte ich mir ein neues Auto gegönnt. Und meine Beweggründe dazu geschildert (Nur ein Auto? Nur ein Sportwagen! – Warum es mir wichtig ist, authentisch zu sein!) und weitere Einblicke in meine neue Welt gegeben.

Irgendwie neu, irgendwie aber auch nicht

Das „alte“ Auto habe ich abgegeben. Und mir letzte Woche ein neues geholt. Dazwischen lagen drei Wochen ohne, jedenfalls ohne eines meiner beiden Autos.
Die Frage ist also was es diesmal wurde. Oder ist die Frage erst mal ob man wirklich nach sechs Monaten ein neues Auto braucht. Das können wir abkürzen: Nein. Natürlich nicht. Nicht nach sechs Monaten schon. Erst recht nicht, wenn ich doch noch ein zweites (altes) Auto besitze.
Für einen Menschen, der auf Nachhaltigkeit Wert legt – dazu zähle ich mich – ist das schon eine Meisterleistung der (Geld-)Verschwendung. Ja. Wenn. Wenn da nicht dieses Projekt Beziehung wäre. Und dem ordne ich alles unter, beizeiten ebenso mich selbst obendrein.

Was ist es also geworden?
Bis zuletzt war es ein Sportwagen. Den gab ich wieder ab. Nicht ganz freiwillig, mir hat das schwarze Ding wirklich gefallen. 6 Monate mit dem Wagen haben mir Spaß gemacht. Natürlich ein teurer Spaß, nach irdischen Maßstäben. Auch wenn der Spaß bezahlbar ist, Erlebnisse sind es hingegen nicht. Erlebnisse sind unbezahlbar. Die hat man oder man wünscht sie sich. Das gilt für Autos genauso wie für alles andere im Leben. Ersetze die Variable Auto nach eigenem Gusto durch einen schicken Urlaub oder ein Haus. Oder einen Partner. Die einen haben ihn, die anderen nötig.

Und diesmal… ist es wieder ein Sportwagen. Es ist dem letzten Auto verdammt ähnlich. Innen komplett, außen nicht. Was daran liegt, dass ich nur die Farbe gewechselt habe. Nicht in einer Lackiererei. Kurzerhand habe ich das Auto einfach in einer anderen Farbe neu bestellt und sonst alles identisch belassen. Premiere in meinem Leben. Zweimal nacheinander das gleiche Fahrzeug zu besitzen. Es ist aber auch zu schön, um ihm untreu zu werden. Wäre es eine Frau, würde ich ihr eine 8 geben. 😉

Wärst Du immer noch hier?

Die drei Wochen ohne Sportwagen habe ich übrigens auch gut überlebt. Im Nachgang habe ich gemerkt: „Hey, ohne dieses Auto ist es auch okay. Da kann ich auch ganz gut drauf verzichten.“ Und jetzt, wo ich es wieder habe – bzw. seinen Bruder in Blau – habe ich bei jeder Fahrt wieder gespürt: „Hammermäßig ist es schon!“, um es in Bohlen’scher Sprache auszudrücken.

Für mich nehme ich mental mit, dass es ohne teures Auto gut geht. Mit hingegen noch besser. Das sieht man – wie vieles im Leben – auch erst richtig ein, wenn man mal darauf verzichten „musste“. Zu schätzen wissen, ist das Stichwort. Lässt sich natürlich übertragen, auf all die anderen wichtigen Lebensbereiche. Ihr wisst was ich meine.

Ein teures Auto hat mich in all der Zeit nicht negativ verändert. Genauso wenig wie teure Kleidung oder sich den Luxus einer großen Wohnung für sich alleine zu gönnen. Selbst oft in teure Clubs zu gehen nicht. Oder was auch immer. Ich gehe immer noch genauso gerne in günstige Bars und liege auch genauso gerne auf der grünen Wiese und gehe spazieren. Und ich bin jederzeit bereit meine „mach-alle-Schotten-weit-auf“-Mentalität gegen die Vernunft einzutauschen. Zurückzutauschen. Wenn mir Eine einen Grund dafür gibt! Die Eine.

Und während dem Verfassen dieser Zeilen denke ich an einen schönen Song von Bushido. Man muss ihn nicht mögen, den Bushido. Manche Songs von ihm mag ich doch sehr. Aber er wirft mit seinem Text wichtige Fragen auf. Fragen, die nur jeder für sich selbst beantworten kann.

 

Film-Review „Revolver“

Nach meinem letzten Film-Review zu „The Revenant“ (Ein Film-Samstag/Sonntag), mit Leonardo DiCaprio, gibt es heute ein Film-Review zu „Revolver“, mit Jason Statham.

Jason Statham vs. Leonardo DiCaprio?

Nein nein. Das wäre ein unglicher Kampf.

DiCaprio hätte keine Chance. Das wäre wie Mann gegen Frau. Oder Tiger gegen Maus. Oder Kuchen gegen Krümel. DiCaprio ist ein Milchbub. Statham ist eine Kante.

2017-02-22

Ich spreche selbstverständlich nicht über die Privatpersonen, die kenne ich ja nicht, sondern über deren Alter Egos. Über das, was sie gemeinhin ausstrahlen und verkörpern. Es sind Schauspieler, in den Filmen. Mindestens in den Filmen sind sie Schauspieler. Ich glaube, dass wir alle mehr Schauspieler sind als uns bewusst ist. Aber das führt zu weit, das ist ein anderes Thema. Zurück zum Film.

Der Regisseur, warum nicht 08/15?

Revolver ist ein Film aus dem Jahr 2005, gedreht von Guy Ritchie, den kennt man vielleicht als Ex-Ehemann von Madonna. Oder auch durch seine Erstlingswerke „Bube, Dame, König, grAS“ oder „Snatch- Schweine und Diamanten“. Er ist definitv ein andersartiger Regisseur. Kein 08/15. Dafür polarisierend und somit echt Geschmackssache. Revolver fand ich über die gesamte Zeit hinweg außergewöhnlich. Schrille Farben, ein ständiges Spiel mit dem Licht. Mal sehr dunkel, mal völlig verzerrte Farbwerte. Außerdem gibt es kurze Comic-Szenen im Film, die den brutaleren Stellen des Films wohl die Wirkung der Gewalt nehmen sollen. Jedenfalls ist der Film anders als andere Filme.

Und der Inhalt?

Da ist der Hauptdarsteller, Jason Statham, der nach sieben Jahren aus dem Knast kommt. Es geht um illegales Glücksspiel, um Schlägertypen, um viel Kohle und echte Kerle. Es ist ein klarer Actionfilm. Auf die eigentliche Handlung will ich gar nicht so sehr eingehen, dafür ist sie zu komplex, es wird mit Rückblenden gearbeitet und Perspektivwechseln der Protagonisten. Ständig, was für ein hin und her. Da werden Zitate eingeblendet, mal hier und mal da. Komplex ist fast mehr eine Beleidigung denn eine Beschreibung des Films. Komplex ist die kleine Schwester dieses Films. Was hat mich an dem Film so fasziniert, wenn es nicht die Handlung an sich ist?

Gedanken als Lösung?

Es sind die Gedanken des Hauptdarstellers, die Erzählweise des Regisseurs. Die Gedanken der anderen Darsteller im Film.
Ab der ersten Sekunde geht es in dem Film ausschließlich um die Gefühle und Gedanken eines Mannes. Beispiel: Da hat er Angst im Fahrstuhl zu fahren und daran darf der Zuschauer teilhaben.
Da setzt sich ein gestandener Mann mit seinen Ängsten auseinander. Wägt ab zwischen Vernunft und Gefühl. Permanent. Er ist mehr am sich selbst Hinterfragen, um zu lernen. Lernen an sich selbst, durch Analyse, durch Abwägen, durch vorausschauendes Handeln. Er ist Schachspieler und Trickbetrüger in diesem Film. Das sind seine Stärken. Und er wird sich zunehmend selbst bewusst, dass das eigene Leben im Kopf beginnt und stattfindet. Dazu muss man sich mit sich selbst beschäftigen. Der härteste aller Wege. Ohne starke Gedanken und klare Absicht, gibt es keine starken und klaren Handlungen.

Gedanken um die eigene Angst als Lösung!

Das hat mir irrsinnig gut gefallen. Denn das Leben ist immer auch die Beschäftigung mit der eigenen Angst. Zu bewältigen was gerade an Aufgaben vor einem Menschen steht. Dieser Film hat mich nicht inhaltlich fasziniert, dazu ist mir die Geschichte zu abgedreht. An diesem Film hat mich die Herangehensweise des Regisseurs an das Erzählen der Geschichte fasziniert. Das ist für sich schon Geschichte genug.

Menschen mit Ängsten, Menschen mit Zweifeln und Menschen mit Selbstzweifeln, bekommen hier schonungslos einen Spiegel vorgehalten. Auch wenn es nur der Spiegel des Darstellers mit dessen Konterfei sein mag, auf den ersten Blick.
In Wahrheit hat das durchaus mit dem eigenen Leben mehr zu tun, wenn man sich darauf einlassen kann die Handlungen und Gedanken Jasons Stathams als Anlass zur Selbstreflexion des eigenen (täglichen) Handelns zu nehmen.
Vor allem auch als Ansporn zur Überwindung der eigenen Ängste…

Der Film wird erst kurz vor Ende wirklich verstehbar. Und selbst dann nicht. Und im Gegensatz zum eigenen echten Leben kann man sich den Film ein zweites mal ansehen, um ihn vollends (?) zu verstehen. Das eigene Leben kennt hingegen kein Stopp, Replay und Start. Und das ist die heimliche Kernaussage meines Artikels!

2 mal 4 zu 0 aus dem Stegreif

Mitte der Woche war es wieder so weit. Ich bin mal wieder zum Daygamen raus. Nach der Arbeit. Einfach so. Los getigert, durchs Revier. So wie die Füchse, bei den Absoluten Beginnern. Wer das Lied kennt: Füchse sind gar keine Rudeltiere! 😉

Ich war gespannt auf mich selbst

Ob es mir leicht fallen würde wieder die eine oder andere Schönheit anzusprechen. Ob ich nervös sein oder werden würde.

Grund ist, dass ich seit mehreren Wochen nicht mehr am Tag bzw. Abend unterwegs war mit diesem konkreten Ziel Frauen anzusprechen. Clubgame schon noch, Daygame aber nicht mehr. Ich hatte ein paar Wochen Pickup-Pause. Die Klette kostet einfach Zeit. Und auch sie kostet die Zeit. Nicht kosten im Negativen. Kosten im Positiven. Zeit kosten. Also das Kosten der Zeit. Nicht die Kosten der Zeit. Das ist ein feiner Unterschied. Wenn man die Zeit kostet, dann ist das etwas Schönes. Wenn Zeit etwas kostet, dann ist es nicht so schön. Manchmal kommt beides zusammen. Dann kostet es zwar Zeit, aber man kostet sie zeitgleich.
Einfach gesagt, man genießt sie. Die Zeit.

Ich lese immer wieder, dass Pickupper nach einer (mehrwöchigen) Pause wieder Ansprechängste aufbauen. Das geht so weit, dass sie dann beim erneuten ersten Mal fast wieder bei null starten müssen.
Das liegt offenbar an der zuletzt unterbliebenen Desensibilisierung des eigenen Gehirns.
Ursache ist klar: Zu wenige Reize aufgrund zu weniger Übung.
Resultat ist klar: Zu wenig Übung bringt Unsicherheit vor einer nächsten Ansprech-Situation mit sich.

Das ist wie in der Schule. Wenn Du vor einer Prüfung genug lernst, dann nimmt Dir das die Angst („ich bin gut vorbereitet“). Es ist auch wie eine normale Jobsituation zu sehen, zum Beispiel eine Verhandlung. Machst du das einmal im Jahr, dann haut Dich das schon völlig aus der Bahn, wenn Du im Privatleben auch nur im Autohaus wegen 2 Prozent hin oder her feilschen möchtest. Es treibt Dir den Puls hoch, Du wirst nervös. Alles dreht sich. Die Atemfrequenz steigt. Du wirst fahl. Verhandelst Du hingegen jeden Tag im Job, dann ist das Dein Metier und Dir kann keiner mehr etwas vormachen. Verhandeln ist Dein Lebenselexier. Du bist der Profi. So wie Leon.

Wie war das also bei mir?

Ich laufe umher, sehe die erste hübsche Frau des Abends, ein schönes braunhaariges Mädchen, geben wir ihr eine 6,5, und…?

Ich trau mich nicht sie anzusprechen!

Quatsch! Natürlich hab ich sie angesprochen! Bumm. 🙂

Direkt hin und los geht’s, in einem Kaufhaus in der Lebensmittelabteilung. Ihre Reaktion fiel für mich relativ gewohnt aus. Positiv überrascht, etwas nervös. Sie. Nicht ich. Kurzer Smalltalk, aber ihr Schokoherz in der Hand hatte schon nichts Gutes für mich verheißen sollen. Sie erzählte mir, dass das ein nachträgliches Valentinstagsgeschenk sei. Für wen? Natürlich! Für ihren Freund. Läuft bei Dir. Nicht bei mir.

Glaube ich ihr sogar. Die Sache mit dem Freund ist zu oft jedoch nur so ein Schutzding. Überflüssig aus meiner Sicht. Soll die Frau einfach sagen wenn sie keine Böcke auf den Mann hat.

Ich erfinde ja auch nicht, dass ich in einem schweren Verkehrsunfall verwickelt war, nur weil ich mal 5 Minuten zu spät zu Mama nach Hause zum Essen gekommen bin. 😉
Da sag ich auch einfach ganz ehrlich: „Mama! Ich hab keinen Bock auf Dein Essen gehabt!“
Um Himmels Willen, nein! Natürlich nicht! Abgesehen davon, dass Mama gut kochen kann und gar kein Anlass dafür besteht, würde ich so eine Aussage natürlich nie treffen. Aber ich sag Mama in diesem Fall sicher genauso wenig: „Du, ich hab unterwegs noch eine Frau kennen gelernt, die habe ich eben schnell heiraten müssen. Deshalb kann ich leider nicht zum Essen zu Dir kommen. Und zwar nie mehr wieder.“

Ihr versteht was ich meine. Ein einfaches Nein tut es auch. Ohne große erfundene-Hollywood-Drama-Geschichte. Kauft Dir sowieso keiner ab. Das Ding mit dem Freund. Warum nicht? Weil im Schnitt in den Städten Deutschlands die Single-Quote insgesamt bei mehr oder weniger 50% liegt. Wenn aber 60% oder 70% der angesprochenen Frauen vorgeblich Freunde haben, dann sind das… Moment ich rechne kurz… ungefähr 6 oder 7 von 10, anstatt 5 von 10. Da passt doch was nicht. 🙄

Und so ging das dann noch drei mal weiter

Die vierte Frau des abends kam mir auf einer Treppe entgegen. Sie hoch. Ich runter. Dabei trafen sich unsere Blicke für ca. 2 oder 3 Sekunden. Unsere Augen ließen sich dabei nicht los, stattdessen bewegten sich unsere Köpfe mit. Typischer Flirtblickkontakt.

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Und für mich das totale Startsignal die Situation beim Schopfe zu packen. Also drehe ich um, gehe ihr hinterher und spreche sie an. Es wird ein spaßiges vier oder fünf minütiges Gespräch. Bis dann wieder die Nummer mit dem Freund um die Ecke kommt. Läuft bei Dir. Nicht bei mir.
Na, sie fand es aber total toll, dass ich sie angesprochen habe. Sagte sie. Und auf meine Frage, ob sie Männer immer mit ihren Blicken derart auffressen würde, lachte sie zunächst verlegen und erklärte dann: „Nein, aber schauen darf man ja mal!“

„Schauen darf man ja mal?!“

Klar darf man. Wir leben ja nicht in Saudi-Arabien. Aber SO schauen?? Hm, wenn das Dein Freund wüsste, dann würde der Dich dafür vielleicht genauso steinigen wie die Steiniger in Stein-Arabien, äh Saudi-Arabien. Übrigens: Wenn Dein Freund das machen würde, würde mich das nicht wundern, wenn Du genauso reagieren würdest.

Davon halte ich gar nichts! Weder vom Steinigen noch vom fremd-Flirten!

Ich verstehe das gar nicht, dass Frauen (und auch Männer) ständig ihren Marktwert checken wollen. Flirten ist cool. Flirten ist Bestätigung.
Als ich allerdings lange Jahre in einer glücklichen Beziehung war, war das anders. Ich hatte meine Augen stets nur für sie, die Eine. („Die Eine oder keine. Für keine andere Frau ging ich lieber in den Bau“ – Die Firma).
Ehrlicherweise muss ich einschränkend sagen: Das ging so lange so, so lange ich glücklich war. Und das war sehr sehr lange der Fall. Bis zum Ende. Egal, wie auch immer.

Was ich damit sagen will: Wenn ich in einer glücklichen Beziehung bin, dann flirte ich nicht. Punkt. Ja, flirten ist reizvoll. Flirten ist Bestätigung. „Draußen Appetit holen, Zuhause essen.“ Kenn ich auch alle, die Sprüche. Ich halte davon aber trotzdem nix. Wenn mir meine Partnerin wichtig ist und ich sie von Herzen liebe, dann liebe ich sie. Punkt. Alles andere ist aus meiner Sicht – mit Verlaub – Bullshit.

Und so ging der Abend 4 zu 0 aus. Nicht gegen mich, sondern für mich natürlich. Endlich mal wieder ein paar Körbe. Nette Körbe zum Teil. Ja, so kann man es sagen. Vier nette Körbe, die allesamt Lust auf mehr machen. Lust auf mehr Körbe. 😉

Ich lasse extra Edward Snowden einfliegen

Zeit ist im Moment nur (m)ein Problem, denn es ist ziemlich überladen gerade bei mir. Aber dazu gibts bald auch einen Artikel. So nach dem Motto: „Die wahren Hintergründe über die Abwesenheit des jungen Pickuppers…“
Es wird eine Enthüllungsstory. Dafür lasse ich extra Edward Snowden einfliegen. Der soll vorher alles leaken, klassisch per USB-Stick. Dann erfährt die Öffentlichkeit, warum ich derzeit so im Dauerfeuer stehe. Letztens benutzte ich dafür den Begriff „Druckbetankung“, der Ausdruck gefällt mir. Aber selbst wenn Edward Snowden es schaffen sollte, die wahren Hintergründe für mein Abtauchen zurück in die Welt des Otto-Normal-Mannes (also weg vom Pickuppen) ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen, so bleibt beim Leaken dieser Story die Hauptrolle doch bei mir. Sorry Edward, auch wenn Du ein Großer bist.

Das Wundervollste kommt zum Schluss

Ich bin echt stolz auf mich. So konnte ich nicht einfach davon ausgehen und nicht damit rechnen, dass mir das erste Mal ansprechen einer Frau nach dieser langen Pause gar nichts ausmachen würde. Kein bisschen nervös. Keine Hemmung. Alles gut.
Das war meine längste Pause ohne aktives Approachen, denke ich rückblickend. Und so hab ich zumindest für mich die Gewissheit, dass mir DAS HIER keiner mehr nehmen kann. Wenn man trotz langer Pause etwas wieder aus dem Stegreif sofort abrufen kann, dann hat man es geschafft es zu einer echten eigenen Stärke zu machen. Man hat sich weiter entwickelt. Und das habe ich. Deshalb bin ich stolz auf mich. Man darf sich auch mal selbst auf die Schulter klopfen im Leben. Wenn es berechtigt ist, dann darf man das, bin ich der Meinung. Keine Ansprechangst mehr. Wer die letzten Monate meine Artikel verfolgt hat, der weiß, dass mein Hauptbestreben war, zunächst das eigene Ego systematisch aufzulösen. Insofern eine konsequente und logische Entwicklung. Wo kein Ego, da keine Ansprechängste.

PS: Gestern bin ich wieder raus, wieder 4 zu 0. Macht 8 zu 0 diese Woche bisher. Einen Unterschied zu vor ein paar Wochen oder Monaten gibt es dennoch: Ich merke, dass mir die Übung fehlt. Auch wenn man Approachen kann, kommt es doch aufs „wie“ an. Und da ist es wie beim Fußball. Erst mal wieder ein paar Tage Training, dann haue ich die Bälle auch wieder in den Winkel. Also übe, junger Padawan! Möge die Macht mit Dir sein.


Was hast Du zuletzt getan, womit Du Dich selbst positiv überrascht hast?
=> Sei stolz auf Dich und klopf Dir ruhig mal selbst auf die Schulter dafür. Ehrlich.

Quid pro quo – Viel Kohle gegen einen tollen Körper

So saß ich des Abends auf der Couch und telefonierte mit meinem besten Freund. Nennen wir ihn ab heute einfach Herr van Onnetuschn.

Wer ist nochmal Herr van Onnetuschn?

Da fällt mir gerade auf: Ich gebe seit meinem Artikel Frauen in Pseudonymen jeder Dame, die mehr oder weniger (neu) in mein Leben tritt, einen Namen. Möglicherweise das eine oder andere mal auch posthum, um hier im Blog besser zwischen den verschiedenen Protagonisten und Protagonistinnen unterscheiden zu können. Meist wird es wohl mehr um die Protagonistinnen gehen. Ich bin ja nicht auf der Suche nach Mr. Right, sondern nach meiner Traumfrau. No homo.

Jedenfalls bekommt mein bester Freund nun einen Namen. Besser gesagt, er bekommt ein Pseudonym. Denn einen Namen hat er ja schon. Sonst könnte ihn ja keiner ansprechen. Es gibt inzwischen zwar einen Haufen Gesetzlose in Deutschland , aber Namenlose wahrscheinlich keine.
Außer derjenige wurde als Baby im Wald ausgesetzt und von Wölfen großgezogen. Dann ist es ein klassisches Wolfskind. Soll auch schon vorgekommen sein, der Sage nach. Wobei dann interessant wäre, ob die Wolfsmama dem Kind einen Namen gibt, in Lautform, so etwas wie „aaaaahuuuuuu“. Treiben wir es auf die Spitze: Vergeben Wölfe auch zweite Namen? Sowas wie „Eugen Thorsten“ oder „Franz Xaver“ oder „Ben Luca“ (soll übrigens der beliebteste Doppelname des Jahres 2013 sein).

So, und hiermit taufe ich Dich, mein Freund. Ab heute bist Du hier im Blog Herr van Onnetuschn. Wie ich auf diesen ganz besonderen, einzigartigen, Namen für ihn komme, kann man hier nachlesen: Und dann war da noch Valentin und ein ganz besonderer Geburtstag…
Ich muss diesen wichtigen Schritt gehen, damit Du meinen Lesern ein Begriff wirst. Immer von „einem Freund“ zu sprechen ist nicht persönlich genug. Aber als Herr van Onnetuschn habe ich Dich personifiziert. Herzlich willkommen in meinem Blog. Ich werde dafür sorgen, dass Du in allen folgenden Geschichten stets eine gute Figur abgibst. Ähh, okay, das geht jetzt zu weit. Ich kann nichts versprechen, das ich nicht auch einhalten kann. Sagen wir es so: Ich werde dafür sorgen, dass Du zumindest immer eine lustige Figur abgibst. Muss Dir reichen. 😉

Quid pro quo – oder die Frage nach einer heißen Kolumbianerin

Im Gespräch ging es ausnahmsweise mal wieder um mein Daygame. Und um einen Bericht, den ich letztens las. Geschrieben von einem fortgeschrittenen recht erfolgreichen Pickupper. Dem Bericht nach sei er in Kolumbien gewesen und könne eine solche Reise zu Pickup-Zwecken nur jedem europäischen bzw. deutschen Mann empfehlen. Denn dort sei das Verhalten der Frauen exakt umgekehrt zum Verhalten der Frauen in Deutschland gegenüber deutschen Männern.
Der Pickupper beschrieb, dass kolumbianische Frauen deutsche Männer ansprechen und auch verhältnismäßig exorbitant schnell mit ihnen in die Kiste wollen. Die Aussage des Pickuppers war im Kern: „Ich empfehle so eine Reise JEDEM deutschen Mann, einfach um mal zu sehen und nachempfinden zu können, wie sich eine Frau in Deutschland fühlen müsse.“ Wie es also hierzulande für eine Frau läuft, wenn sie ihren Fuß vor die Tür setzt. Ständig angeglotzt und oft auch angesprochen zu werden. Wenn eine Frau zum Freiwild wird. Es würde den eigenen Horizont erweitern, diese Erfahrung zu machen, so dem Bericht nach.

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Das glaube ich aufs Wort. Definitiv. Es geht auch nicht darum eine Abenteuerreise dorthin zu machen. Das war gar nicht seine Intention, denke ich. Sondern tatsächlich mal einen Rollenwechsel zu vollziehen und sich für kurze Zeit mal als das Geschlecht oben auf dem Podest zu fühlen.
Um zu…? Ja, um zurück hier in Deutschland das eigene Game voran zu bringen und besser zu werden. Auch in dem zuvor mal wieder die oft von mir besagten Grenzen überschritten zu haben und so den eigenen Horizont weiter in Richtung Sonne hoch oben zu verschieben.

Konversation zwischen Hr. van Onnetuschn und mir, über geile Körper und viel Kohle

Ich sagte zu Hr. van Onnetuschn am Telefon: „Das finde ich nachvollziehbar. Die wollen sicher einfach nur die Kohle von den Männern. Ein Europäer hat gemeinhin sicherlich mehr Kohle als ein durchschnittlicher Kolumbianer. Klar, dass die Frauen sich dann einen Deutschen angeln wollen.“

Er, wortkarg: „Ja…“

Und ich holte weiter aus: „…das ist wie bei uns hier. Du siehst eine Frau, deren Optik Du Klasse findest und sprichst sie an. Was ist – um mal ehrlich zu sein – das Ziel des Ganzen. Ganz elementar gesehen und mal frei von Moral! Zumindest mittel- bis langfristig? Klar, sie in die Kiste zu bekommen. Also worauf achtest Du bei einer Frau, wenn Du sie zum ersten Mal siehst?“

Hr. van Onnetuschn: „Auf den Körper, klar.“

Ich: „Genau. Also wir Männer schauen auf das Äußere der Frau. Die Kolumbianerinnen – laut dem Bericht des Pickuppers – auf unsere Kohle.“

Hr. van Onnetuschn haute daraufhin ganz trocken Einen raus: „Quid pro quo!“

Ich, nie lateinisch gelernt, völlig verwirrt: „Quip quo tro…was???“

„Quit pro quo!“

Kurz in den Unterricht für Anti-Lateiner: „Quid pro quo“ heißt übersetzt soviel wie „dies für das“. Dem Sinne nach ist das so zu verstehen, dass jemand für eine Leistung stets eine Gegenleistung erhalten soll.

Ist das jetzt gut oder schlecht?

Also diesen Artikel kurz zusammengefasst kann man sagen:
Männer wollen einen – ich werde mal kurz sehr direkt – geilen Körper. Dieter Bohlen würde sagen: „Hammermäßig Du!“
Frauen wollen die Kohle.
Jedenfalls die im Text genannten Kolumbianerinnen, mindestens die im Text genannten Kolumbianerinnen. 😉

Ob das gut oder schlecht ist, werde ich nicht bewerten. Weil es Nonsens ist. Als Mann weißt Du, worauf Du Dich einlässt, wenn Du „eine solche“ Frau an der Seite hast. Als Frau weißt Du aber auch was Du bekommst, wenn Du „einen solchen“ Mann an der Seite haben möchtest.
Das ist definitiv ein faires Spiel. Herr von Onnetuschn trifft ins Schwarze, wenn er dazu nur sagt „quid pro quo“.

Unlustig wird es nur, wenn der Mann dann von echter Liebe ausgeht. Oder die Frau denkt, dass sie mich über den Tisch ziehen kann. MICH jedenfalls nicht. Andere Männer vielleicht, die bilden sich dann möglicherweise persönlich etwas darauf ein. Wenn sie eine Katalog-Asiatin oder Katalog-Latina kaufen konnten. Wenn sich beide darüber im Klaren sind was da gespielt wird, dann ist das ein faires Spiel. Und damit weder gut noch schlecht. Es ist ein Spiel, dessen Spielregeln beide Parteien kennen. Beide Seiten sind volljährig. Also sollen sie spielen und glücklich dabei sein.

Darf es auch ein bisschen politisch inkorrekt werden? Die Frage hat keine Antwort verdient!

Politisch inkorrekt heißt Zensur.Da ich per se für Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt bin, darf es ein auch ein bisschen von allem sein. Auch politisch. Inkorrekt gibt es nicht. Es gibt kein politisch inkorrekt. Wer maßt sich denn schon an zu sagen was richtig oder falsch ist?
Nur eine Zensurstelle. Die gibt es hier im Blog bestimmt nicht. Und deshalb darf es auch ein bisschen politisch werden. Ob korrekt oder inkorrekt hat niemand zu entscheiden. Nicht für mich jedenfalls. Ich bin meine eigene (Moral-)Instanz. Und korrekt ist immer das, was man selbst als korrekt empfindet.

Sonderbare Paare – Hässlich trifft hübsch

Schlimm wird es erst, wenn eine Seite beginnt zu heucheln und so zu tun als ginge es um echte Liebe. Und das passiert sicher öfter als gedacht. Ich denke mir das oft, wenn ich hier bei uns im Lande unterwegs bin und dann – sorry, aber – eine wenig attraktive Frau (man könnte auch hässlich sagen) und einen ausländischen Mann, mit Migrationshintergrund aus einem weit entfernten Land, Hand in Hand spazieren gehen sehe. Nennen wir ihn politisch -un-korrekt einfach Asylant.

Ganz böses Klischee jetzt, ich weiß. Nein. Kein Klischee! Ich glaube, dass das gerade täglich mehr und mehr passiert. Ist doch völlig normal. Immer mehr zugereiste Menschen wollen auch ankommen. Und bei einigen Männern ist das wie bei den einheimischen: Die sehen gut aus. Auch wenn ich eingangs schon sagte „no homo“, aber wenn ein Typ gut aussieht, dann kann ich das auch mal sagen.

Der anderen Geschlechterrolle begegne ich dann übrigens auch, oft in den Edelschuppen in denen ich zum Bar- und Clubgamen bin. Da steht dann eine Frau an der Bar und räkelt sich. Deren ethnische Herkunft ist definitiv nicht europäisch, das ist optisch einfach nicht von der Hand zu weisen, wenn sie eine dunkle Hautfarbe hat. Spricht eben nur mit geringster Wahrscheinlichkeit für eine Herkunft innerhalb Europas. Jedenfalls häuft sich dieses Bild von Monat zu Monat zunehmend. Auch eine völlig logische Entwicklung.

Ich streite nicht ab, dass es zwischen einigen dieser Paare durchaus auch „echte Liebe“ sein kann. Aber nicht umsonst gibt es seit vielen Jahrzehnten auch den Begriff der sog. Scheinehe. Das Phänomen ist zumindest nicht von der Hand zu weisen. Da aber alle diese Menschen volljährig sind, sind sie für ihr Handeln auch selbst verantwortlich. Wenn es echte Liebe ist, dann gönne ich das jedem von Herzen. Wenn sich jemand aber wie eine Weihnachtsgans ausnehmen lassen möchte, dann gönne ich ihm oder ihr das eben auch. Das Geld verschwindet ja nicht. Es hat am Ende dann einfach nur ein Anderer. 😉

Was für die Einen ein Monatslohn, das für die Anderen nur eine Flasche Schampus

Übrigens: Ich beschreibe nur was ich sehe, nicht dass hier jemand sagt ich würde irgend wen oder irgend etwas verurteilen. Nein, mache ich nicht. Ich beschreibe. Und manchmal fange ich dann auch kurz das Denken an, wenn ich eine hübsche schwarze Frau in übertrieben engem Kleid neben einem gut betuchten Mann sehe. Beide trinken Champagner.
Was ich mir dann oft denke, ist: „Diese Flasche Champagner hier kostet mehr als das Durchschnittseinkommen eines Mannes aus den meisten afrikanischen Ländern.“
Schon krass, eigentlich. Da müssen Menschen einen vollen Monat schwer schuften. Und wir saufen so eine Monatsleistung mit ein paar Schluck Sprudelgetränk einfach weg.

Wenn man in vielen Ländern dieser Erde nicht einmal 100 Euro im Monat verdient und dann in ein Land kommt, in dem Menschen das 20-fache dessen verdienen, monatlich versteht sich, muss das schon ein Kulturschock sein.
Ich stelle mir gerade vor, dass ich in ein fremdes Land auswandere, ohne jegliches Hab und Gut und dort jeder Otto-Normal-Bürger 40.000 bis 50.000 Euro im Monat netto verdient. Irre. Jedenfalls würde mir das surreal vorkommen. Alice im Wunderland.

Und wo ich nun am Ende des Artikels angekommen bin, merke ich, dass er auch für einen allsonntaglichen Beitrag im Philosophischen Sonntag herhalten hätte können…
Es ist nur eine Frage der gewünschten Betrachtung und der Pointe!
In jedem Fall ist es aber „quid pro quo“.