Tage im Zeitraffer und Höhenflüge?

Aufgrund meiner aktuellen studentischen Tätigkeiten als eigentlich Vollzeitbeschäftigter kommen manche Dinge gerade etwas kurz. So auch meine schriftstellerischen Betätigungen. Nicht jedoch mein Kraft- und Ausdauertraining, das mich täglich ein Stück näher in Richtung meines ersten Etappenzieles schiebt: Dem Sixpack (um jeden Preis versteht sich!)!

Ich schreibe die letzten Tage wie ein wildgewordener Berserker an der Studienarbeit, die zwingend bis spätestens Freitag fertig werden muss. Naja, was muss schon. „Sollte“, ist der richtigere Begriff. Es ist eng, es ist knapp, es wird nicht das absolut optimale Ergebnis (aus eigener Sicht) werden, aber es wird vermutlich rechtzeitig irgend eine einreichbare Version werden. Immerhin. Aber ich will den Tag nicht vor dem Abend loben. Mal sehen.

Und nun noch ein paar Worte zum Wochenende: Ich war natürlich weg, wobei man das nicht direkt Clubgame nennen kann. Da es eine Tages-Veranstaltung war. Live Musik von einem DJ. Beachclub-Feeling. Schönes Wetter. Also durchaus eine Abwechslung zu meinen sonst so stattfindenen nächtlichen Ausflügen alá Batman. Natürlich habe ich ein paar Frauen angesprochen. Natürlich hat sich etwas ergeben. Zwei Telefonnummern, davon ein direkt vereinbartes Date, wobei ich aufgrund des zeitlichen Abstands nicht davon ausgehe, dass es stattfinden wird. Frauen vergessen allzugerne und zu schnell den Mann, mit dem sie sich 30 Minuten so köstlich unterhalten haben und Spaß hatten. Und der der Traummann sein könnte, auf den sie ihr Leben lang gewartet haben. 😉 Ich habe das Date bewusst erst für nächste Woche vereinbart, da ich diese Woche keine Zeit für so einen Krims-Krams habe. Studium ist mir derzeit wichtiger. Mein Körper noch mehr.

2019-06-05

Und außerdem habe ich Samstag Abend das Date mit Fr. Fashion. Wir wollen zusammen kochen. Sie besorgt den Weißwein. Ich den Rest. Lustig ist die Frau ja schon irgendwie, sie schreibt in der Abwesendheitszeit nichts bis fast nichts, angerufen hat sie mich inzwischen einmal von sich aus, aber sobald ich sie anrufe (was ich auch nur alle 2 bis 3 Tage mal tue) habe ich das Gefühl, dass ich mit einem anderen Menschen spreche. Plötzlich ist sie total aufgeschlossen, lustig, freundlich, fürsorglich („Steht unser gemeinsames Kochen am Samstag noch? Ich wollte nur sichergehen, dass das auch für Dich klappt?“… „Wollen wir zusammen einkaufen gehen? Soll ich etwas vorher besorgen?“… „Danke für Deinen Anruf!“). Passt alles gar nicht zum sonstigen WhatsApp- und Telefonieverhalten. Da soll mal einer daraus schlau werden. Für mich wirkt das so, als solle das einfach so eine relativ distanzierte Spaß-Veranstaltung zwischen uns zwei werden. So nach dem Motto: „Wenn ich Dich sehe, gibts Vollgas. Ansonsten komm ich gut ohne Dich zurecht!“ Hab ich so noch nie erlebt, aber gut… öfter mal etwas Neues. Generation Tinder eben. Dabei habe ich sie doch eigentlich ganz klassisch (?) kennen gelernt. Also einfach im Alltag angesprochen. Für mich ist das „klassisch“. Hm.

Und das vereinbarte Date für nächste Woche, also die oben zuerst genannte Frau von der Beach-Veranstaltung, fand ich im Nachhinein gar nicht so cool. Ich weiß, ich springe gerade etwas zwischen den Themen, fällt mir auf. Aber der Artikel muss schnell fertig werden. Inhalt vor Leserlichkeit. 🙂
Jedenfalls war sie cool gekleidet. Hatte ziemlich auffälligen Kopfschmuck getragen. Und die halbe Welt dort war uns am Anglotzen. War ja schon sehr cool, jedenfalls hatte ich das Gefühl, dass ich mit ihr zusammen die Attraktion des Nachmittags war. Die Blicke der vielen verschiedenen vorbeilaufenden und nebendran stehenden Frauen sind schon außergewöhnlich. Und als dann ein Mädchen kam, um mich erstmal mit einer Umarmung und einem Bussi zu begrüßen, hat auch unsere Kopfschmuck-Angebetete verstanden, dass ich kein Axtmörder sein kann.

Ich muss mir eben auch immer die auffällig(st)en Frauen zum Ansprechen heraussuchen. Tatsächlich fand ich einfach ihren Kopfschmuck witzig. Und so ergab sich ein doch recht langes Gespräch, aus dem sie einfach nicht aussteigen wollte, wie ich merkte. Und da ich alleine unterwegs war, nehme ich grundsätzlich eine interessante Unterhaltung doch gerne mit. Aber so richtig cool war die Frau dann eben nicht. Eher spießig. Etwas selbstverliebt. Sehr pseudo-emanzipiert. Und in meinen Augen eher mehr Möchtegern-Frau-Von-Welt. Ich stehe ja eigentlich gar nicht auf Frauen, die wie lackierte Drag Queens daher kommen. Aber sie hatte irgend etwas an sich, das mich im Gespräch hielt. Vielleicht war es ihre Andersartigkeit. Keine Ahung. Tatsächlich war die Konversation aber gar nicht so spannend. Deshalb überlege ich auch das Date abzusagen. Mal sehen. Meine Zeit ist mir im Moment einfach (wieder) viel mehr Wert. 🙂

Dafür hab ich auf der Veranstaltung eben auch noch eine weitere Frau kennen gelernt. Nummern getauscht und lose vereinbart, dass wir mal was Kühles trinken gehen. Mal sehen. Falls es dazu kommt, berichte ich nach. Ich habe gar nicht das Bedürfnis mehr, irgendetwas zu „müssen“ oder zwanghaft zu wollen. Wenn ich draußen unterwegs bin, habe ich wieder mehr und mehr das Gefühl, dass meine Gelassenheit gerade besser zu mir passt und die Resultate vielleicht gerade dadurch im Moment durchaus sehenswert sind.

Jedenfalls schrieb sie mir am nächsten Tag, dass sie sich sehr gefreut hätte mich kennen zu lernen (von sich aus!). Der Teil zu ihr hier ist an sich viel zu kurz in diesem Artikel. Aber ich kann gerade nicht mehr dazu sagen als: Sie ist eine hammermäßige Frau. Leider aber eben auch ein paar wenige Jahre älter als ich. Zu alt vermutlich. Aber echt ein Gerät. In jeder Hinsicht. Hm. Vorallem menschlich, interessant. Eine Frau von Format. Aber das ist eben der Unterschied zwischen so einer jüngeren Möchtegern-Frau-Von-Welt wie im oberen Beispiel und einer tatsächlichen Powerfrau. Schön, dass mir mein neuer Lebensweg ermöglicht mit allen in Kontakt zu treten. Und wen von den vielen/wenigen Damen ich am Ende date, entscheide ich. 😉

Und gestern Nacht ging ich für 60 Minuten joggen. Zum ersten Mal seit einigen Jahren. Also nicht joggen generell. Sondern volle 60 Minuten! Aber das verbrennt nach Adam Ries etwa 650 Kalorien. Und auf dem Weg zum Sixpack ist mir jede Abkürzung recht. Es ist Anfang Juni. Mitte Juli soll es mit einem Freund nach Mallorca gehen. Mega! Zeiten und Geschichten wiederholen sich (Pickup auf Spanisch). Die Resultate nach meiner letzten Mallarco-Reise waren phänomenal (so phänomenal wie bei Pietro Lombardi!). Aber bis dahin könnte ich es noch schaffen, das mit dem Waschbrettbauch. Ich gebe mein Bestes. Versprochen an mich selbst.

Mehr gibt es mangels der Zeit nicht zu sagen. Achja, aber ich merke, dass mein Selbstbewusstsein derzeit zu neuen Höhenflügen ansetzt. Vielleicht dem Kraft- und Ausdauertraining zu verdanken. Und auch Teile meines nächsten Umfeldes machen mich derzeit auf mein verändertes Verhalten aufmerksam. Ich übertreibe manchmal, heißt es hier und da. Oder ich würde wieder beginnen Sprüche zu klopfen. Ich solle nicht so selbstverliebt sein. Solches Zeug.

Ja gut, aber die Gegenfrage muss gestattet sein: Als ich vor ein paar Wochen noch traurig und weinend meine Tage verbrachte, hatte es den selben Menschen teilweise auch nicht gepasst. Was denn nun? Beides nicht recht? Was lernen wir daraus: Mach immer das, wonach Dir ist und höre nicht auf Menschen, die Dir sagen, dass Du nicht „gut“ bist, wie Du bist. Du bist gut. Punkt! Perfekt sogar. Und wenn es eine Möglichkeit gibt, noch mehr aus Dir heraus zu holen, dann hole das heraus. Leb Dein Leben. Du weißt nämlich nie, wann Du das nächste Mal wieder betrogen wirst.

Okay, der war übel. Ich gebs zu. Nein. 🙂 Vielleicht ist mein Testosteronspiegel einfach im Moment sehr hoch. Vielleicht ist es auch der wieder zurückkehrende Erfolg bei den Frauen, der mich etwas unabhängiger erscheinen und sogar werden lässt. Vielleicht ist es die Freude über meinen „neuen“ Körper. Vielleicht mein genereller neuer – aber eigentlich alter – Lifestyle. Hemden und Parfüm bei jeder Gelegenheit und die Was-Kostet-Schon-Die-Welt-Einstellung. Vielleicht ist es aber auch eine Mélange aus all den Dingen. Und dann darf ich nicht „meinen“ aktuellen Persönlichkeitstrainer vergessen. Der hat wohl derzeit den größten Einfluss auf mich. Und zur Abwechslung heißt der einmal nicht Eckhart Tolle. Möchte man nicht glauben, ist aber so. Ich fühle mich jedenfalls täglich wohler, habe das Gefühl ich könnte Bäume ausreißen und die Welt gehört mir sowieso (bald wieder).

Verrückt oder. Vor 2 Monaten war ich noch restlos am Ende. Aber so klein bekommt mich nicht einmal eine Verflossene. Ich habe schon nicht einmal mehr Lust sie bei ihrem Pseudonym zu nennen. Vergangenheit. Lehrreich. Gut so. Bin aufgewacht. Redpill. Freiheit. Also Einigkeit und Recht und Freiheit. Nicht für die BRD, sondern für mich. Gebe jeden Tag Gas als wäre es mein letzter. Jedenfalls ist jeder Tag der Erste vom Rest meines Lebens. Wird schon. „Alles auf dem Weg“, wie Herbert Grönemeyer in Mensch sagt. 😉

Gute Nacht Freunde. Hab Euch lieb. So wie Ihr seid. Und mich hab ich auch (wieder) lieb. Bald vermutlich schon wieder mehr als je zuvor. Also vorsicht! 😉

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Zwischen Studium und den Frauen und Fr. Fashion

Eigentlich hänge ich unter Hochdruck an einer Arbeit für mein derzeitiges Studium. Eigentlich, ja. Ich habe mal wieder spät begonnen. Vielleicht zu spät. Vielleicht aber auch nicht. Wir werden sehen. Wann immer es in meinem Leben zeitlich gesehen eng wurde und ich liefern musste, habe ich noch immer geliefert. Meist sogar Höchstleistungen. Fokussieren. Eingrenzen. Beschränken. Liefern. Fertig. Und bevor ich das tue, kam mir vorhin die Idee, noch eben einen Artikel raus zu donnern. Schreiben für mich selbst bereitet mir noch immer am Meisten Freude.

Die letzte Projektarbeit gab eine 1,0. Hatte ich auch recht knapp fertig gestellt. Damals hatte ich aber auch noch Lebensgefährtin und zwei Kinder „um die Ohren“. Heute bin ich auf mich alleine gestellt. Knapp ist es vielleicht gerade deshalb, weil ich die letzten Wochen eben gerade nicht mehr die mir bis dahin so lieb gewonnenen Personen um mich herum hatte. Stattdessen musste ich wieder lernen auf mich alleine gestellt zu sein. Und dafür musste ich Prioritäten ändern. Und zunächst nur mich selbst als Menschen in den Vordergrund rücken. Die entstande Leere durch das Fehlen meiner gewohnten Menschen mit mir selbst auffüllen. Und auch das Studium weiter hinten anhängen.

Und anstatt all meine Energie in mein Studium zu investieren, habe ich es ins Studium meines eigenen Körpers investiert. Ein wenig auch in Spaß und das Kennenlernen neuer Frauen, jedoch letzteres wirklich nur sehr wenig. Naja, ich finde, dass sich die neuen Prioriäten bislang gelohnt haben. Auch wenn sie zulasten des Hochschulstudiums und meiner Projektarbeiten gehen. Einen leichten Anflug eines Sixpacks kann ich jedenfalls schon erkennen. Meine Motivation ist schon gigantisch, muss ich sagen. Bezogen auf mein Körperstudium im Selbstexperiment. Ich habe noch nichts jemals so brutal durchgezogen wie das Projekt Maschine. Wenn ich bedenke, wie ich vor wenigen Monaten noch gerne abends fast rituell Chips gegessen habe. Gerne kuschelnd, beim Filmschauen. Und mir dabei in meiner Wohlfühloase namens „eigene Familie“ meiner selbst so sicher war.

Nebenbei, eine Haupterkenntnis in aller Kürze: Alles was Du besitzt, kannst Du auch wieder verlieren. So nüchtern und sachlich sollte ich das sehen. Ich bin hingefallen. Schlecht. Ich bin aufgestanden. Gut. Mund abwischen. Weiter machen. Inzwischen sehe ich es auf meiner Reise der Persönlichkeitsentwicklung selbstreflektierend so, dass ich über mich selbst lachen muss. Was auch zuletzt an den neuen Trainern liegt, denen ich folge. Sie sind so schonungslos offen und so unglaublich hart in der Selbstreflexion, dass Granit nichts dagegen ist. Ich bin beeinflussbar von guten Leuten, zum Glück. Ja, zum Glück gibt es verdammt gute Trainer da draußen in der Welt. Die einem in 2 Wochen mehr beibringen, als man selbst in mehreren Jahrzehnten lernen könnte. Und das auch noch ausschließlich durch Video-Vorträge und Podcasts. Irre.

Jedenfalls bringen diese Menschen mich zum Sinnieren über mich selbst bzw. mein Leben. Diese Gedanken führen mich bisweilen immer öfter zu inneren Dialogen gegenüber meinem Leben, im Stile von: „Was für einen dreckigen Schicksalsschlag Du mir beschert hast! Was willst Du mir damit nur sagen?! Du willst mich kleinkriegen, gibs zu! Gib es zu! Niemals! Du bist eine widerliche Hydra. Und wenn Dir verdammter Hydra noch so viele Köpfe nachnachwachsen, ich schlag sie Dir immer wieder alle ab!“

2019-05-31

Genug des Ausflugs in die griechische Mythologie. Kommen wir zurück in die Realität. Oder verschwimmen nicht längst die Grenzen zwischen Mythologie und echtem Leben? Ist das ganze Leben nicht vielleicht eine einzige Hydra? Ist das Leben nicht irgendwie ein Kampf, in dem nur die Wenigsten je zu kämpfen begonnen, sondern sich noch vor jeglichem aufkeimendem Konflikt ergeben haben? Es ist heute kein Philosophischer Sonntag, also brechen wir hier ab. Fullstop.

Ich hatte wie angekündigt mein zweites Date mit Fr. Kaufhaus. Die ich übrigens ab jetzt Fr. Fashion nenne. Weil sie für ein Modelabel arbeitet. Fr. Kaufhaus klingt so steril, finde ich. Nennen wir sie lieber Fr. Fashion.

Zum Date selbst gibt es nicht so wahnwitzig viel zu sagen. Das Sensationelle ist: Ja, tatsächlich, es gab ein Folgedate!!! Wahnsinn! Eine Frau wollte mich also wieder sehen! Das ist doch mal ein Glas Champagner wert oder? Auf mich selbst! Prost! Auf mich, den alten Langweiler.

Ach Freunde, was gibt es Köstlicheres als Sarkasmus gegen sich selbst? Einfach geil!

Wir wollen demnächst zusammen kochen. Oho. Klingt also nach einem weiteren Date. Spricht also definitiv für die Frau, dass sie mich wiedersehen möchte. Da können sich all die anderen Damen aber mal eine Scheibe abschneiden von ihr. Ich meine all die Damen, die im Projekt Beziehung (Teil 1 und 2) meinen Weg als einmalige Dates mit ihren Leichen gepflastet haben. Ich fuhr schon einen ordentlich hohen Verschleiß. Friedhof der Kuscheltiere. Fr. Fashion muss also irgend etwas an mir entdeckt haben, was es aus ihrer Sicht Wert sein muss, mich wieder sehen zu wollen. Was das wohl ist? Vielleicht steht sie auf Langweiler? Passt. Damit kann ich dienen! 🙂

Ach Freude. Ich muss mal aufhören mit diesem Sarkasmus. Nein, im Ernst. Eigentlich freue ich mich gerade wirklich nur. Über einen wesentlichen Umstand am allermeisten. Lasst es mich so sagen, ich war in Sachen Pickup doch kaum mehr aktiv. Insgesamt so wenig, wie ich in meinen Spitzenzeiten damals als kleines 2-Tages-Pensum erfüllt hatte. Und speziell die letzten 2 Wochen habe ich kaum mehr Frauen angesprochen. Insgesamt vielleicht 5, oder so? Ich beobachte viel und suche draußen sehr den Blickkontakt. Ohne aktiv zu werden. Ich lasse mehr auf mich zukommen was das Leben zu bieten hat. Dazu zählen auch die Frauen. Und ganz besonders deshalb freue ich mich, dass das Date mit Fr. Fashion so „leicht“ entstanden ist. „Leicht“ im Sinne von „Leichtigkeit“. Kein verbissenes Hinterherrennen einer jeden Frau. Keine 100-Meter-Sprints auf offener Straße, nur um die nächste Granate noch einzuholen. Das Date, bzw. nun schon das 2. Date, ergab sich also mehr aus der Ruhe. In der Ruhe liegt die Kraft, sagt man.

Ich freue mich also darüber am Meisten, dass ich mir dieses Date (und auch das mit Ms. Osteuropa) mit so viel Gelassenheit in mein Leben zog. Fast erhaben, würde ich sagen. Und neben diesem Umstand der Freude, nehme ich aus der aktuellen Situation noch ein paar weitere Erkenntnisse bzw. offene Fragen für mich ganz persönlich mit:

  1. Ich habe in ihr eine Frau getroffen, die viel schneller (!) spricht als ich. Premiere! Das ist ein bisschen anstrengend, gebe ich zu. Jedenfalls wenn es für aus meiner Sicht um nicht so spannende Themen geht. Aber was ich auch feststellen muss ist, dass ich die Anstrengung lieber habe als Langeweile durch ein einschläääääferndeeeeeees Spreeeeechtempoooooooo. Keine Sorge, ich versuche dennoch weiterhin immer überall schööööööön langsaaaaaaaam zuuuu spreeecheeeeeeen.
  2. Unser Kontakt zwischen den Dates ist schon äußerst spärlich. Das habe ich so auch noch nie erlebt. Besonders nachdem… äh… naja… es jetzt zwischen uns nicht bei einem Eskimo-Bussi geblieben ist. Das kenne ich so nicht. Normalerweise kleben sich die Frauen dann an meine Fersen. Ich denke da beispielsweise an die Klette oder auch an Fr. Schlange. Bei Fr. Schlange war es schon sehr extrem. Ich habe das jedenfalls immer so erlebt, dass die Frauen – bereits nach den ersten Dates – stark kontaktbedürftig geworden sind. Was mir immer gut gefallen hat, da ich normalerweise genauso bin. Allabendliche Telefonate waren dann Gang und Gäbe. Und auch die eine oder andere WhatsApp-Nachricht zusätzlich untertags. Fr. Fashion handhabt das anders. Sie kommt wohl auch kontaktlos oder mit spärlichem Kontakt ganz gut klar. Ich stelle das bis hier erstmal wertfrei fest. Passt. Und jetzt führt mich das zum 3. Punkt meiner Aufzählung.
  3. Werde ich gegamed (englisch „to game“ = spielen)? Ich kann mir das im Moment nur so erklären, indem ich mir selbst die Frage stelle: Wann würde ich einer Frau nur sehr spärlich oft schreiben und auch nicht jeden Hebel in Bewegung setzen, damit so schnell wie nur möglich das nächste Date zustande kommt? Na?! Interessante Frage, oder? 😉
    Ich jedenfalls würde das nur dann tun, wenn ich auf keinen Fall eine tiefere emotionale Bindung zu diesem Menschen aufbauen wollen würde. Während den Dates ist sie sehr wohl emotional und auch durchaus… sagen wir… sinnlich. Was im Umkehrschluss für mich bedeutet, dass sie jedenfalls nicht auf der Suche nach der Beziehung ihres Lebens ist. Dazu unternimmt sie für meinen Geschmack an vielen Tagen schon zu viele andere Dinge, mit wem auch immer. Daher die interessante Frage: Werde ich gegamed? Müsste ich 5 Euro wetten, würde ich es tun. Und davon ausgehen, dass ich einer von mehreren bin.

Und mit dieser Frage entlasse ich mich selbst ins Wochenende. Und schei** auf eine Antwort. 😉

PS: Jeder soll in seinem Glauben sein dürfen. Aber eines ist klar, mich gamed niemand mehr. Definitiv nicht. Gegamed wurde ich von Fr. Schlange, schon in der ersten Nacht. Das passiert mir nie wieder. Also nicht das Ding mit der ersten Nacht. Das kann schon mal wieder passieren. 🙂 Aber zu meinen, dass nur ich der Pickupper sei… Nee. Witzig ist doch: Ich pickuppe derzeit gar nicht. Ich habe längst begonnen authentisch(er) zu sein. Ich bin draußen unterwegs, ja. Aber ich mache wonach mir ist. Ich feuere keinerlei Routinen (mehr) ab, wie es im Pickup-Jargon heißt. Keine Techniken und keine Sprüche mehr. Ich komme aus meiner Mitte. Ende. Ich bin inzwischen so gut es geht einfach nur „real“. Möchte die Frau zunächst nur sprechen und sehen, ob sie überhaupt etwas für mich sein könnte. Das ist mein Mindset, inzwischen. Und das gefällt mir verdammt gut. Und die 2 Dates mit 2 verschiedenen Frauen trotz der geringen Anzahl an Damen, die ich überhaupt angesprochen habe, zeigt mir schon den richtigen Weg.
Und wenn es so ist, dass Fr. Fashion mich tatsächlich „nur“ gamed? Läuft. Leasing-Fahrzeuge fährt man auch nicht den ganzen Tag. Car2go und DriveNow sind doch das neue Prinzip oder? Schaut mal in die Großstädte! 😉 Hab ich von Fr. Schlange gelernt, der extrem-hypergamen Hydra. Redpill. MGTOW. Danke. Nachricht ins Logbuch an mich selbst: Nimm das Leben wie es kommt, Mr. Projekt Beziehung!

Date-Review mit der Frau aus dem Kaufhaus

Gestern hatte ich ein Date angekündigt. Und ja, es fand auch statt. Wunder geschehen immer wieder! 😉

Vorweg gleich mal, es wurde ein recht langes Date. So lange, dass ich am Ende die letzte Bahn verpasst habe und deshalb mit dem Taxi heim fahren musste. Ist mir noch nie passiert. Buh!

Aber jetzt mal der Reihe nach: Sie war pünktlich auf die Minute (wow!). Kurze Begrüßung, Umarmung. Sie strahlte. Und ich freute mich wirklich auf das Date. Sie hatte mir nachmittags am Telefon einfach Lust gemacht auf mehr, durch ihr Lachen und ihre freudige Art.

Fan von mir selbst

Ein witziger Einschub: Ich hatte das gar nicht als etwas „Besonderes“ angesehen, aber ich habe in meinem Handy als Hintergrundbild…? Mich selbst! Ja, tatsächlich. Ein Bild aus dem Fotoshooting kürzlich. Und ich finde meine eigenen Bilder immer noch so cool, dass ich eines davon doch glatt als Hintergrundbild eingestellt habe. Sie sah das und fragte ganz erstaunt: „Du hast ein Bild von Dir selbst als Hintergrund?!“
Ich dachte mir: „Äh. Oh. Stimmt. Hm. Kommt vielleicht komisch, haben wohl die Wenigsten. Aber ich find es Hammer!“ und antwortete: „Ja klar!“

Jetzt könnte man meinen, dass das ein riesen Thema werden würde. Ob ich selbstverliebt sein könnte. Oder überheblich. Oder oder oder. Nein, ich finde mich einfach (wieder!) toll. Punkt. Mehr nicht. So toll, dass ich doch lieber mich ansehe als irgend ein Trival oder Pseudo-Strandfoto von den Malediven. Oder ein Wappen meines Lieblings-Fußballvereins. Ich muss mich jeden Tag ertragen. Also kann ich auch einfach den Spieß umdrehen und mich selbst einfach toll finden. Ich dachte mir dann in dem Moment ehrlich, dass sie das irgendwie „abschreckt“. Tatsächlich lächelte sie nur kurz darüber und das Thema war vom Tisch und kam auch nie wieder zur Sprache. Was sie sich dazu dachte, weiß ich nicht. Vielleicht irgendwas, vielleicht auch nichts. Was ich damit sagen will ist: Steh zu Dir selbst! Und wenn Du etwas tust, sei kongruent! Wenn Du Dein Bild cool findest, dann mach das. Wenn die Frau das dämlich findet? Nicht mein Problem! Wenn sie es außergewöhnlich findet? Auch gut! Mach, worauf Du Lust hast. Das ist die Devise. Ich stelle kein Bild von mir selbst rein, UM einer Frau ZU zeigen oder auszusagen: „Ich finde mich selbst toll, sieh mal!“, sondern UM ZU…? GAR NICHTS! Kein „um zu“!

Ich vermute, dass ich wohl derzeit auch einen erhöhten Testosteronspiegel habe. Das Krafttraining ist bestimmt ein Auslöser dafür. Adrenalin mit Testosteron ist wohl teuflisch. Aber dann doch lieber auf Testo als depri. Oder? Ehrlich sein, bitte. Wenn ich mich selbst betrachte, muss ich sagen: Nach dem jüngsten dicken Beziehungaus ist das schon eine irrsinnige Leistung, nach gerade einmal 2,5 Monaten so einen Schub zu machen. Ich fühle mich, als wäre ich 10 Jahre gewachsen. Vor wenigen Wochen noch fühlte ich mich so, als wäre ich auf offener See unter gegangen. Ausgesetzt worden, ganz ohne Rettungsinsel. Einfach mit einem Arschtritt raus und über Board. Kein Mensch auf dieser Welt kann in das Innenleben eines Anderen blicken. Wahrscheinlich auch gut so. Gerade deshalb versuche ich auch selbst mein größter Motivator zu sein! Wer, wenn nicht ich selbst, kann mich am Besten aus dem Dreck ziehen?

Ich schlug also direkt eine Bar zum Einstieg vor. Eine, die sie noch nicht kannte.
Ihre Reaktion: „Ja, dann gehen wir doch da hin, was Du vorschlägst.“
Ich dachte mir: „Passt. Gutes Mädchen.“
Warum? Es ist nicht so einfach das direkt in Worte zu fassen. Aber es ein Gefühl, das die Frau einem in diesem Moment direkt zum Start vermittelt. Die Botschaft dahinter lautet sub-kommunikativ: „Du bist der Mann. Wenn Du den Weg vorgibst, folge ich Dir.“

Die letzten Wochen hatte ich ja schon immer wieder mal dazu ein paar Worte verloren, wie wichtig es aus meiner Sicht ist, dass der Mann führt und die Frau sich auch führen lassen möchte (!). Sie ist definitiv eine Frau, die kein Problem damit hat ihre Meinungen klar zu äußern und dahinter zu stehen. Auch wenn sie merkt, dass ich eine andere Meinung vertrete. Das zeugt zunächst von äußerer Sträke. Im Laufe des Dates kristallisiert sich dann doch meist heraus, dass die Frau eigentlich eine eher unsichere Persönlichkeit hat. So ist das auch bei ihr. Und das ist ganz normal. Das ist okay so. Aber vordergründig ist sie stark. D.h. als Mann darf man sich dann einfach nicht von der einen oder anderen Äußerung beeindrucken lassen. Und einfach weiter im eigenen Frame und Mindset bleiben: „Ich bin der Mann. Punkt.“
Das soweit mal nur als Gedankeneinschub.

Nun zum Date an sich.
In der ersten Bar angekommen, hielt ich ihr selbstverständlich die Türe auf. Sie: „Oh, danke. Ganz klassisch!“ Ich dachte mir nur: „Oh Wunder geschehen. Endlich wieder eine Frau, die das überhaupt bemerkt!“

Eine Frau, die nicht um Führung kämpft

Wir sprachen erstmal darüber was wir uns zum Trinken bestellen möchten und sinnierten über verschiedene Getränke. Anti-Alkoholisch? Oder lieber Weißen oder Roten. Ich legte mich auf einen Weißwein fest. Sie schwankte zunächst zwischen verschiedenen Möglichkeiten und sagte dann: „Ich kenne mich bei Weißwein nicht so aus. Ich nehme einfach das Gleiche, das Du nimmst. Ich mag ja auch wissen was Dir schmeckt!“ Der hat gesessen! Das ist ’ne Ansage. Hat mich verzückt. Nicht wegen mir, sondern wegen ihr. Sie ließ mich einfach machen. Und wann immer das in meinem bisherigen Dating-Leben passierte, dass ich machen sollte und durfte, verhieß das nur Positives. Letztlich für beide.

Wir streiften verschiedene einfache Themen und kamen dabei immer weiter zu nicht gerade typischen Dating-Themen. Ich hatte mir vorgenommen, wieder – wie auch letztens mit Ms. Osteuropa – mehr zuzuhören als zu sprechen. Und langsam zu sprechen. Der Vorsatz war nicht durchhaltbar. Zumindest ersterer. Sie stellte unentwegt Fragen. Sie zeigte so viel Interesse, dass es mir schier unmöglich war weniger zu sprechen als sie. Selbst Versuche meinerseits, das Gespräch immer wieder auf sie zu lenken, umkurvte sie hartnäckig. Ich fühlte mich etwas, als wäre ich der Star des abends. Und müsste Autogrammkarten verteilen. Ohne eigentlich der Star sein zu wollen. Ich wollte eher der genießende Mann auf den hinteren mittleren Spitzenplätzen eines großartigen Konzerts sein und mich entspannt unterhalten lassen. Mich zurücklehnen dürfen und zuhören. Aber keine Chance, die Rechnung hatte ich ohne die Frau gemacht. 🙂

Sie spiegelte meine Körpersprache beispielsweise immer wieder. Außerdem streifte sie sich immer wieder durch die Haare und spielte damit. Ich liebe glatte dunkle Haare. Und ich finde das schon ein bisschen erregend, wenn die Körpersprache der Frau so eindeutig Interesse signalisiert. Früher – in Teil 1 – habe das Spiegeln der Körpersprache teilweise bewusst selbst eingebaut. Das mache ich heute gar nicht mehr bewusst. Aber sehr wohl nehme ich bewusst wahr, wenn die Frau mich spiegelt. Ich bin im Moment. Es gelingt mir nicht ein gesamtes Date lang. Aber phasenweise immer wieder. Ich versuche so fokussiert und im Moment zu sein wie nur irgendwie möglich. Und das brachte mir am Meisten Genuss gestern, die Szenerie wahrzunehmen wie sie war.

Das Gespräch verlief intensiv, witzig. Wir verstanden uns gut. Ich hatte das Gefühl, dass sie mich anhimmelt. Das, also ich, ist übrigens der selbe Junge, der beim letzten Date mit Ms. Osteuropa offenbar nocht so total langweilig gewesen sein soll. Hm. Ich weiß nur, dass ich immer noch der selbe Mensch bin, sowohl beim letzten Date mit dieser einen anderen Frau und auch gestern beim Date mit einer weiteren Frau. Ich hatte mir für gestern Abend aber auch vorgenommen, etwas mehr für „Knistern“ und „Spannung“ zu sorgen. Es gelang mir irgendwie ganz offensichtlich auch. Aber?

Selbstläufertum!

Ja, aber! Ich muss ganz eindeutig dazu sagen: Es ist einfach merkwürdig! Gestern Abend war das Ganze irgendwie ein Selbstläufer. Ich musste keine großen Feuerwerke zünden und ständig „so tun als ob“. Und sie war dennoch gut unterhalten, sogar bisweilen fasziniert. Keine Ahnung, ob ich das hier gut genug beschreiben kann, um verständlich auszudrücken worum es mir geht. Ich möchte damit sagen: Es ist ein Irrglaub zu denken, dass man als Mann alleine (!) dafür verantwortlich sein soll, die Frau zu begeistern. Mitnichten! Gestern war es einfach gefühlt ein Selbstläufer, die Frau machte mit. Und so wurde ein Tanz daraus. Und bei Ms. Osteuropa hatte ich eher den Eindruck, dass ich ein Bildhauer sein sollte oder sein müsste. Ich, bewaffnet mit Hammer und Meißel. Und sollte aus dem Klotz im Alleingang eine Figur zaubern. Wie kühl. Wie unmöglich!

Ich konnte gestern tatsächlich viel mehr ich selbst sein, obwohl ich mir vorgenommen hatte, überhaupt nicht über „Nicht-Dating-Themen“ zu sprechen. Ich wollte unbedingt nicht der nette Mann sein, der ich eigentlich bin. Ich wollte nicht zu nett sein. Nicht zu „gewöhnlich“. Und wie kam es dann? Ich war mehr ich selbst als ich dachte. Weil sie es zuließ und selbst bei Themen, die ich umschiffen wollte, immer weiter nachhakte. Selbst als ich mehrmals etwas in der Art sagte, wie beispielsweise: „Hey, mein Job ist zwar mega spannend für mich. Und ich mache total gerne was ich tue. Aber das ist doch nichts Spannendes für Dich.“, reagierte sie immer wieder in der Art wie: „Nein nein. Ich finde das total interessant. Erzähl mir unbedingt mehr davon! Ich möchte das wissen!“ Und so ging das mit Themen wie Job bis hin zu Themen wie Spiritualität und Eckhart Tolle. Es ist selten, dass ich über Tolle spreche und meinen Weg der Persönlichkeitsentwicklung. Doch sie wollte all das erfahren, ohne zugleich zu persönlich zu den Hintergründen zu werden. Sie war neugierig, allerdings überschritt sie keine Grenzen, was meine Vergangenheit betraf. Sie blieb respektvoll und hakte nicht weiter nach, wenn ich im Abstrakten bleiben wollte. Das gefiel mir.

Ich hätte mir gewünscht mehr über sie zu erfahren. Es war nicht einfach. Sie hörte nicht auf, an meinen Worten zu kleben. Ich musste meine Themen geschickt nutzen, um dadurch auf sie zu lenken. Was ihre Ziele, Wünsche und Träume sind. So bekam ich dann ab der Hälfte des Dates doch noch die Kurve zu ihr. Das war wohl auch deshalb möglich, da wir die Örtlichkeit verlagert hatten. Von Sesseln in einer Bar in eine Location, auf der wir auf einer Couch Platz nehmen konnten. Nah beieinander.

Endlich wurde etwas auch etwas körperlicher. Ich rutschte etwas rüber zu ihr. Es gefiel mir, ihre Hand zu halten. Und es gefiel mir, einen Arm um ihren Rücken zu legen. Und es gefiel ihr, dass ich sie am Rücken streichelte und leicht massierte. Das Interessanteste aus meiner Sicht spielte sich allerdings in mir ab, in meinem Inner-Game. Nicht im Äußeren. Denn ich spürte etwas Besonderes in mir, das sich bei Ms. Osteuropa schon abzeichnete:

Ich muss nicht, aber ich kann und tue – wenn ich will

Ich war nicht so gedankenfixiert auf „was muss ich als Nächstes tun“. Ich tat einfach wonach mir war. Deshalb hielt ich auch nicht die Hand der Frau meines vorherigen Dates letztens, Ms. Osteuropa. Ich hatte bei dem Date vor einigen Tagen schlicht keine Lust beim Spazieren ihre Hand zu halten. Nicht in dem Moment. Und gestern Abend hingegen war es so, dass ich die Hand der Frau halten wollte. Und dann frage ich auch nicht um Erlaubnis, sondern tue das einfach. Weil ich es will. Weil ich es kann. Allerdings reichte mir das auch genau so, das Handhalten. Im Projekt Beziehung Teil 1 taktierte ich dagegen sehr. Legte großen Wert darauf den „richtigen“ Moment zu finden, um sie beispielsweise küssen zu können. Den frühest möglichen Zeitpunkt zu „finden“ bzw. besser gesagt „zu provozieren“. Ja, Pickup war damals eine neue Welt für mich. Und die Erfahrungen, die ich machte, waren so gesehen extrem wertvoll. Auch wenn ich aus heutiger Sicht schon extrem verkopft war. Aber ich habe mich glücklicherweise weiterentwickelt.

Gestern spürte ich, dass ich sie küssen könnte, wenn ich wollte. Auf der Couch. Vielleicht auch vorher. Aber mir war nicht danach. Ich wollte den Moment genießen. Ich wollte einfach nur genießen und Gedanken ans Taktieren kamen mir nur für Sekundenbruchteile. Ich konnte solcherlei Gedanken sofort beiseite schieben und mir selbst antworten: „Das war Teil 1, das war die Vergangenheit. Du bist jetzt einen Schritt weiter. Du brauchst gar nichts. Du musst nichts. Du machst nur noch wonach Dir ist. Sei Du selbst. Bleib Du selbst. Sei glücklich mit Dir selbst.“

Und so verging die Zeit wie im Flug und ich verpasste die letzte Bahn. Was mir noch nie passierte. Ich hatte auch übersehen mich darum zu kümmern, wann die letzte Bahn kommen würde. Also musste ich mit dem Taxi heim fahren. Was ihr auch Leid tat, dass sie ebenfalls die Uhr aus dem Blick verlor und ich nun erstmal überlegen musste, welche Optionen ich hätte, um nach Hause zu kommen. Es war spät. Die Mitarbeiter in der Bar fingen an aufzuräumen und zum Ende zu kommen. Also beschlossen wir zu zahlen und raus zu gehen und nach einem Taxi für mich zu sehen. Es regnete.

Ich schlug vor, uns nochmal kurz unterzustellen zur Verabschiedung. Wir klappten unsere Schirme zu. Und ich spürte, dass es etwas unentspannt wurde, da ich kurzzeitig etwas in Hektik geriet, als ich feststellte, dass ich meine Bahn verpasste. Eigentlich wäre es nicht der Rede Wert gewesen. Objektiv betrachtet. Allerdings bin ich in meinem Leben noch nie aufgrund so einer Situation mit dem Taxi gefahren. Klingt banal, aber ich verpasse normal keine bestimmten Uhrzeiten oder Termine. Und das löste in mir etwas aus, das ich als „ungewohnt“ beschreiben würde. Nichts Dramatisches, klar. Aber neu für mich, so eine Situation. Deshalb verlor ich kurzzeitig die Orientierung und deshalb meine Entspannung. Ich kam aus dem Bauch und dem Herz plötzlich in den Kopf. Als wäre ich mit einem Eimer kalten Wassers übergossen worden.

Etwas schade für das Ende eines schönes Dates, dachte ich mir. Also versuchte ich den Abschied möglichst sanft zu gestalten. Wir sprachen kurz über den schönen Abend. Und zum Schluss nahm ich ihre Hand, blickte ihr in die Augen, beugte mich zu ihr hinüber bzw. leicht hinunter und gab ihr ein Küsschen zum Abschied auf den Mund. Dabei spürte ich, dass sie es am Liebsten nicht bei einem einfachen Küsschen belassen würde. Aber mir war genau danach, nach einem einfachen Küsschen.

2019-05-28

Nicht, weil ich grundsätzlich mit ihr nicht mehr hätten haben wollen. Sondern weil ich es derzeit genieße, dass ich nichts mehr muss. Ich habe das Gefühl, dass nach dem Ende meiner letzten Beziehung etwas in mir gestorben ist. So ehrlich bin ich. Ein Teil von mir und ein großer Teil meines Herzens sind zumindest im Moment nicht mehr da. Vielleicht auch für immer weg, ich weiß nicht. Ich gab alles und noch mehr. Und ich verlor alles und noch mehr. Und ein großes Stück weit sehe ich keinen unmittelbaren Sinn mehr dahinter – jedenfalls im Moment – nach meiner Traumfrau zu suchen. Ich habe mehr das Bedürfnis jegliche Suche aufzugeben. Und stattdessen mich selbst zu finden. Und dabei mehr zu beobachten, was auf mich zukommt bzw. was ich anziehe. Ein großartiger Persönlichkeitscoach sagt dazu: „Wenn Du ein Magnet bist, kommen die Stecknadeln zu Dir. Und nicht der Magnet folgt den Stecknadeln! Sei ein Magnet!“

Es reicht mir, dass ich den gestrigen Abend sehr genießen konnte. Und ich hatte kein Bedürfnis, die Situation – auch nicht auf der Couch in der Bar – zu eskalieren. Jedenfalls nicht weiter als mir danach war. Es reichte mir ihre Hand zu halten und sie zu streicheln. Es reichte mir, in ihre Augen zu blicken und zu spüren, dass ihr der Abend Freude bereitete. Aber ich bin kein Schulbub mehr. Und ich brauche keinem etwas beweisen. Zuletzt nicht einmal mir selbst. Ich bin auf dem Weg mir selbst zu genügen. Das reicht. Und das fühlt sich so verdammt toll an. Ich weiß, dass ich ein großartiger Mensch bin. Daran kann auch das Beziehungsende mit Fr. Schlange nichts ändern. Ganz im Gegenteil. Das Ende an sich und die Art und Weise, wie sie es enden ließ, lassen mich zurück zu mir selbst finden. Ich bin dabei mich mit der Mannwerdung zu beschäftigen. Frauen sind dabei gar kein Baustein. Sondern vielmehr und stattdessen Früchte, die ich auf dem Weg ernten kann, wenn mir danach ist. Und ich tue nur noch wonach mir ist. Das fühlt sich natürlicher an, als alles was ich zuvor je tat.

Wir wollen uns die Woche wiedersehen und haben ein Folgedate vereinbart. Schon während dem Date wurde klar, dass wir uns wiedersehen wollen. Es freut mich sehr, dass der selbe „langweilige Mr. Projekt Beziehung“, der vorletzte Woche noch abserviert wurde aufgrund jener Langeweile, gestern Abend ganz und gar nicht langweilig zu sein schien. Ich lerne daraus, obwohl es sicherlich nicht mein erstes Date im Leben war: Es gehören einfach immer 2 Menschen dazu. Wenn die Frau mitmacht, wird es ganz automatisch ein schöner Abend. Ich bin nicht David Copperfield und kann schlicht nicht im Alleingang weiße Kaninchen aus dem Hut zaubern. Es sind 2 Menschen verantwortlich für das Geschehen. Alles andere ist eine Illusion.

Nicht Selbstreflexion, sondern Fremdreflexion

Ich fragte sie übrigens auch, wie sie es empfand, als ich sie im Kaufhaus ansprach. Sie lachte und sagte, dass sie zunächst etwas gelangweilt war. Weil viele Kunden auch einfach so ein Gespräch suchen würden. Und ich stellte wohl ähnliche Fragen, was das für Artikel seien, die sie verkaufen würden usw. Aber sie merkte schnell, dass ich echtes Interesse an ihr gehabt hätte. Sie empfand es als sehr sympathisch, wie ich sie ansprach, was und wie ich es sagte und ich sei nicht mit einem „typischen Anmachspruch“ auf sie zu gekommen. Sie fand meine Art einfach toll, sagte sie. Ihr sei relativ schnell klar geworden, dass sie sich mit mir treffen wollte. Und eine Aussage von ihr fand ich faszinierend. Ich fragte sie: „Sag mal, wann war Dir klar, dass es mir um Dich geht und ich Dich wieder sehen möchte?“
Sie: „Nach 1 Minute.“
Puh! Ich musste laut lachen und sagte zu ihr: „Was??? Nach 1 Minute war mir das selbst noch nicht einmal klar!“

Da sehen wir wieder einmal: Frauen nehmen unterbewusst und auf emotionaler Ebene offenbar mehr war, als wir Männer uns rational selbst erklären können. Was für eine Lehrstunde für mich.

Ein toller Abend. Sie sorgte für mehrere Rockstar-Momente für mich. Ich freue mich, wenn wir uns wiedersehen.

PS: Ich hatte in letzter Zeit darüber nachgedacht, mir ein paar Accessoires zu besorgen. Ein Armband, einen Ring, evtl. eine Kette. Und auch eine Uhr. Gestern unterhielten wir uns auch über ihren Schmuck. Ich fand ihren Goldschmuck wirklich schön, alles aufeinander abgestimmt. Und was sagte sie zu mir? Eine Uhr würde mir gut stehen, würde gut zu meinem Style passen. Nehm ich doch gerne an, den Hinweis.

Verschiedenes. Also dies und das. Hart, aber ehrlich.

Puh. Ein paar Tage Schreibpause. Könnte man meinen!

Ihr habt mir viele Kommentare da gelassen. Danke Euch allen dafür. Deshalb hatte ich auch ohne neue Artikel zu veröffentlich einiges zu beantworten. Es ging auf meine letzten Artikel, insbesondere zu Monogamie, Polygamie und… Teil 2 von 2, ziemlich ab. Es ging aber auch in meiner Whatsapp-Gruppe ganz gut ab, Family&Friends. Wie Ihr von früher her wisst, nehme ich nicht nur mit diesem Blog die Welt mit auf meine Reise zu meiner Traumfrau. Meine Familie und engsten Freunde eben auch parallel auf einem weiteren Kanal, live und mit mehr Details. Das wäre für hier zu persönlich. Dort mache ich mich über einzelne Situationen lustig und nehme mich auch mal selbst auf die Schippe. Jedenfalls wurde auch in unserem Familienchat diskutiert, durchaus kontrovers.

Ich glaube auch, dass die meisten Menschen tatsächlich nicht verstehen (können), worum es mir tatsächlich geht. Was ich gut nachvollziehen kann. Warum sollte man auch versuchen mich zu verstehen?

Ein Beispiel: Ich bin gerade im Stadion und schaue Fußball und dann kommt plötzlich jemand und will mir sagen, dass die Regeln in dem Spiel ganz anders auszulegen sind. Wer will das schon hören? „Der Ball soll doch einfach nur ins Eckige.“ Das tut er doch regelmäßig. Bumm. Tor. Jubeln. Flasche Bier auf. Fertig.
Was soll da jetzt jemand um die Ecke kommen und mir sagen, dass ich bisher „falsch“ unterwegs gewesen sein könnte.

Schon vergessen, dass wir schon ganz oft die Sorten und die Marken gewechselt haben?

Das Bier hat doch schon immer so gut geschmeckt! Ja, kann man so sehen. Oberflächlich betrachtet. Aber hat das Bier bisher wirklich IMMER geschmeckt? Oder war das Bier in Wahrheit in unserem Leben manchmal auch schon verdorben oder einfach abgestanden? Und wie oft haben wir auch schon die Sorte und die Marke gewechselt? Schon vergessen? Alles weg? Alles wie weggefegt? Schade. Aber ja, ich kann es verstehen.

Die Wahrheit tut eben oft weh. Und so lange das Fußballspiel sich schick ansehen lässt und das Bier gut schmeckt und alle weiter feiern, warum sollte man dann sein eigenes Handeln hinterfragen? Ist doch ganz normal. Alles läuft so vor sich hin. Es gibt doch keinen Grund sich aktiv Gedanken über sich selbst zu machen, oder? Naja… bis…? Bis eines Tages die Party aus ist und Du alleine da stehst, weil alle anderen gegangen sind.

Einfacher formuliert: Möchten die Menschen einfach keine Fehler an sich selbst feststellen müssen oder möchten sie – falls sie einen Fehler erkannt haben – einfach nichts an sich ändern müssen?

Vermutlich beides. Aber überwiegt eines? Irgendetwas muss ja der Grund sein, warum wir dazu neigen andere Meinungen pauschal als „falsch“ oder „total abgedreht“ oder „extrem“ abzutun.

Ich kann auch nur vermuten, warum die meisten Menschen so sind, dass sie sich selbst oder auch abstrakt bestimmte Themen, die sie momentan vermeintlich nicht betreffen, gar nicht erst hinterfragen. Ist es die Angst? Angst sich selbst einzugestehen, dass man falsch liegen könnte? Also ist es die Angst sich einen (Denk-)Fehler einzugestehen? Oder ist es vielmehr die Angst, die sich aus der Notwendigkeit von Folgemaßnahmen aus den identifizierten Fehlern ergibt? Könnte es sich hier um klassische Fälle einer Normopathie handeln? Einfach mal nachschlagen.

Wikipedia (Vorsicht bei politischen Themen! Wikipedia ist nicht neutral! – bei vielen wissenschaftlichen Themen allerdings durchaus zu gebrauchen) sagt dazu:
„Unter Normopathie wird eine Persönlichkeitsstörung des Menschen verstanden, die sich in einer zwanghaften Form von Anpassung an vermeintlich vorherrschende und normgerechte Verhaltensweisen und Regelwerke innerhalb von sozialen Beziehungen und Lebensräumen ausdrückt.“

Mehr will ich dazu nicht sagen. Weil es mir auch nichts bringt. Soll jeder tun was er für richtig hält. Die Quittung gibts immer am Ende. So wie beim Einkaufen. Auch wenn man das nicht wahrhaben möchte, während man seinen Warenkorb immer schön weiter voll lädt.

Woher kommen denn sonst für gewöhnlich Gedankenänderungen und daraus resultierend Verhaltensänderungen? Sie entstehen sicher nicht aus dem Nichts. Meist geht ein mehr oder weniger gravierendes Ereignis voraus, vielleicht eine gravierende Veränderung der Lebenssituation. Man selbst oder ein naher Angehöriger oder der Partner wird schwer krank oder eine Beziehung geht zuende. Solche Dinge lassen uns in der Regel umdenken, das sind Klassiker. In solchen Lebenssituationen greifen wir zu Selbsthilferatgebern. Zum Buddhismus. Zur Meditation. Zur Persönlichkeitsentwicklung. Zu was auch immer. Aber ist das wirklich nötig, immer erst auf ein tragisches Ereignis zu warten? Können wir unsere doch so zahlreich vorhandenen Gehirnzellen nicht viel früher schon anzapfen? Müssen wir uns immer allem verschließen, das eigentlich so offenbar auf der Hand liegt? Müssen wir immer erst so lange zum Brunnen gehen, bis der Krug bricht?

Ich hatte heute nicht vor einen philosophischen Artikel zu schreiben. Aber die paar Fragen da oben drängen sich ja förmlich auf, wenn ich die Reaktionen mancher meiner Leser sehe. Ich erkenne ja durchaus die guten Absichten dahinter. Aber gute Absichten alleine ändern die Realität nicht. Naja, es gibt ja auch viele zustimmende Äußerungen. Die kommen dann in der Regel allerdings nicht als Kommentare unter meine Artikel und auch weniger in meiner Whatsapp-Gruppe. Sondern die bekomme ich dann persönlich mitgeteilt. Ist doch auch okay.

Präzisierungen eines jungen Redpillers

Aber nun auch nochmal ein paar Worte zu meinen zuletzt geäußerten „neuen“ Ansichten der letzten Artikel. Ansichten, die ich jüngst durch das „Aufwachen“ erlangen habe dürfen. Ja, meine Beziehung wurde mir gegenüber beendet. Soweit mal der Fakt. Aber nein, ich werde nicht weiter machen wie bisher. Das ist auch Fakt.

Ich möchte gar nicht so viele weitere Worte zu meinen letzten Artikeln verlieren. Wem Statistiken nicht reichen als hinreichender Beleg der Realität, dem ist nicht zu helfen. Eine Scheidungsquote von ca. 50% und eine Fremdgeherquote von 50 – 70 % (je nach Umfrage) müssten jedem geblendeten Menschen reichen, um sich zumindest mal dem Fokus des Lichtstrahls zu entziehen. Man kann aber auch immer weiter hinein laufen in den Laserstrahl, dann wird man eben weggelasert. Wer mir dann noch mit „Du hattest halt mal Pech, bleib cool“ kommt,  hat nichts verstanden. Tut mir leid. Das mag ja auch okay sein für manch anderen. Aber es ist nicht mein Weg. Eine Scheidungsquote von 50%, da steckt noch nicht einmal eine Aussage dazu drinnen, wieviele Menschen sich zum x-ten Mal scheiden lassen. Das gibts nämlich auch. Ständig die Biersorten wechseln (zu müssen?). Egal.

Eines nur noch dazu: Ihr müsst Euch keine Sorgen um mich machen. 🙂 Ich bin jetzt nicht abgedreht. Ich bin nicht abgestumpft. Bin nicht total verkopft. Bin nicht psychisch krank. Bin nicht zu einem verbitterten Pickupper geworden, der es der Frauenwelt heimzahlen möchte. Nichts davon. Was soll das denn? Ich beschreibe meine Realität. Das wars. Mehr nicht. Und ich habe nirgends auch nur eine verachtende Zeile über Frauen geschrieben, nicht nach meiner Weltanschauung. Ansonsten hätte ich den Blognamen geändert, z. B. zu „Projekt Heimzahlung – Eine Reise. Meine Reise. Zu so vielen Frauen wie möglich. Benutzen und liegen lassen!“. Liebe Leser, es ist alles gut. Mir geht es (inzwischen) wieder recht gut. Ich bin gerade nur dabei meine Denkmuster zu hinterfragen und aus der Vergangenheit zu lernen.

Einstein sagte einmal:
„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

Ich bin zwar nicht Einstein, aber ich bin auch nicht wahnsinnig. Und deshalb ändere ich gerade wieder einmal alles. Und zwar dahin zurück woher ich gekommen bin. Der Punkt vor zwei Jahren. Der Punkt, an dem ich in Teil 1 bereits war. Damals war ich weiter als heute. Nicht in allen Aspekten des Lebens. Natürlich war ich ärmer in Sachen Lebens- und Beziehungserfahrung. Aber ich war glücklicher, fröhlicher, hatte mehr Kontakt zu Menschen, war öfter draußen, hatte mehr Spaß und Abwechslung, habe mein Leben genossen. War ständig unterwegs. Und das hatte sich durch die Beziehung geändert. Was per se nicht schlecht ist. Aber ICH habe mich verändert. Leider teilweise zum Negativen. Ich wurde teilweise faul, träge und vielleicht auch dadurch ein Stück weit unausstehlich (?). Aber vor allem habe ich nicht an der Entwicklung meiner Männlichkeit gearbeitet. Ich hatte meine Frau an meiner Seite, das hatte mir gereicht. Und das soll, darf und kann mir hoffentlich nicht noch einmal passieren. Den Lebenssinn auf eine Frau zu reduzieren. Ich versuche dieses mal – im Teil 2 des Projekts – so an mir zu feilen und zu schleifen, dass sich bestimmte Lebenseinstellungen betonieren. Ich will auch in Zukunft immer einen guten Körper haben, weiterhin meine Freunde regelmäßig treffen, auch mal alleine raus gehen. Egal wie toll die Frau sein mag. Es muss mir einfach egal sein. Es wird mir egal sein.

Herr van Onnetuschn sagte – auch gestern auf unserem „Männerabend“ wieder einmal zu mir: „Wir sind alleine auf die Welt gekommen und wir gehen auch wieder alleine.“

Er will damit ausdrücken, dass wir verdammt nochmal auch auf UNS SELBST achten sollen. Welche Frau bleibt an Deiner Seite, wenn Du ein Bein verlierst? Welche? Mal ehrlich? Wie lange spielt sie das Spiel mit? Okay, vielleicht geht es ja mit einer Prothese. Aber was ist wenn Du halbseitig gelähmt wirst? Was ist, wenn Du keinen Sex mehr haben kannst mit ihr? Bleibt sie dann auch noch an Deiner Seite? Sicher? Oder holt sie sich mindestens den Sex woanders? Vergiss es. Wäre ich an der Seite meiner Frau geblieben? Ja verdammt nochmal. Bis zum letzten Atemzug. So bin ich. Aber so ist nicht die Welt. Akzeptieren. Abhaken. Die Welt als das begreifen was sie ist: Eine überwiegend verkappte Gesellschaft, die nichts kann außer leasen.

Verantwortlichkeiten existieren nicht mehr. Und die Ausnahmen kannst Du nicht bewusst suchen. Die kommen dann, wenn sie kommen sollen, ins eigene Leben. Also kannst Du nur versuchen so gut es geht Spaß zu haben. So waren meine Artikel gemeint. Mehr möchte ich zu meinen Artikeln im Sinne einer Präzisierung nicht mehr hinzufügen. Versteht es wie ich es gemeint habe oder lasst es einfach. Beides für mich okay. Aber ich weiß – an einigen Reaktionen -, dass es Menschen da draußen gibt, die ich damit inspirieren konnte. Und für Euch mache ich das. Nicht für die Nein-Sager. Für Euch und mich schreibe ich diesen Blog. Und aus den selben Beweggründen lese ich Artikel anderer Menschen, die es auch höchst positiv meinen mit ihren Ideen.

Meine letzten paar Artikel sind absolut positiv gemeint, sie kommen aus einer positiven Grundeinstellung für die Zukunft aus meiner Mitte. Und wer nicht geerdet ist, für den mögen sich meine Ansichten negativ anhören. Aber was positiv und was negativ ist, ist kein Fakt, sondern erfährt diese Bewertung erst durch eigene aktive Denkprozesse. Und in den kann ich nicht eingreifen, Freunde. Das muss jeder für sich selbst entscheiden, ob für ihn das Glas halb leer oder halb voll ist. Aber für mich ist es einfach halb. Punkt. Nix leer, nix voll. Halb. Realität an Erde. Einmal aufwachen bitte. Ende.

Der neue Fokus (und ich meine nicht das Schundblatt an der Tanke)

Derzeit beschäftige ich mich höchst intensiv mit einem neuen Fokus auf dem Thema Persönlichkeitsentwicklung. Es geht nicht mehr (nur) ums Pickuppen. Das Thema „Frauen Ansprechen“ kann ich inzwischen ganz passabel. Das reicht für den Haus- und Hofgebrauch. Ich beschäftige mich derzeit damit, vom Thema „Frau kennen lernen“ Abstand zu gewinnen. Und dem Thema zwangsläufig durch die Hintertüre näher zu kommen, das wird sich ganz automatisch ergeben. Wie meine ich das?

Ich beschäftige mich derzeit damit, mein eigenes Leben zu ordnen. Selbst wieder zufrieden zu sein mit mir alleine. Mir Sinnfragen zu stellen. Mir Ziele zu setzen. Mich zu ändern. Meine Zeit auch wieder gerne alleine zu verbringen. Klar auch mit Freunden. Aber auch alleine. Ich gehe oft raus, laufe durch die Stadt. Spreche auch mal Frauen an, ja. Aber ungezwungen. Nicht so besessen oder fixiert. Eher nebenbei. Ich laufe stattdessen durch die Stadt, weil ich die Sonne genieße. Oder weil ich mich mit Parfüms beschäftige und neue Düfte in Kaufhäusern teste. Oder auch einfach so gerne spazieren gehe und mir bewusst und achtsam Dinge ansehe. Mir zwischendurch einen Espresso in einer Bar gönne, einfach so. Wenn mir danach ist. Ich bewusst Menschen beobachte. Und Blicke und Reaktionen auf meine Outfits oder mein Verhalten versuche wahrzunehmen. Frauen gaffen genauso, nur dezenter. Ich verteile auch manchmal Komplimente an Frauen und Männer, ohne eine Reaktion (zumindest bei den Frauen) abzuwarten. Geben statt nehmen. Einfach weiterlaufen. Keine Bedürftigkeit. Gebermentalität. Siegermentalität. Ich konzentiere mich auch wieder mehr auf mein Studium. Und derzeit vor allem auf meinen Kraftsport und das Projekt „Maschine“.

Das Projekt „Maschine“

Derzeit dreht sich mein Tagesablauf im Großen und Ganzen um zwei Themen:

1. Was esse ich und wann esse ich es?
2. Was und wann trainiere ich?

Ich lebe zielich wie ein Asket. Süßigkeiten gibt es gar nicht. Hab ich auch noch nie gemocht. Aber es gibt auch sonst keine Knabbereien. Dafür viele nicht so gut schmeckende Eiweißshakes. Viel Fisch. Viel Skyr (eine Art Magerquark). Viele Eier. Viel Obst. Viele Nüsse. Viel Gemüse. Und wenige Kohlenhydrate.

Es ist anstrengend. Aber es ist ein geiles Gefühl, seinen Körper zu spüren. Regelmäßig Muskelkater an Stellen, an denen ich bisher nie Muskelkater hatte. Letztens war ich zur Abwechslung im Gym. War gut. Wieder etwas andere Reize. Der Brustumfang ist schon gestiegen. Arme ebenfalls. Rücken vermutlich auch, aber das sehe ich selbst nicht so gut im Spiegel. Das Körperfett schwindet langsam. Aber von einem Sixpack fehlt noch (fast) jede Spur. Obwohl ich fast täglich Bauchmuskeln trainiere. Nur das hilft nichts, solange das Fett die Muskulatur überlagert. Mein erstes Ziel ist, den Körperfettanteil so weit runter zu bringen, dass man die Bauchmuskulatur sieht. Einmal im Leben möchte ich das auch mal an mir selbst erleben düfen. Die ganzen Fitness-Youtuber haben das auch geschafft. Und die ganzen Nasen in den Hochglanzprospekten. Es ist etwas, das ich bisher noch nie so intensiv gemacht habe, auf Ernährung und Sport Wert zu legen. Aber immer alles so zu tun wie bisher, ist ganz sicher nicht mein Anspruch.

2019-05-24

Letztens kam mir auch der Gedanke, dass ich mal Fallschirmspringen möchte. Einfach so. Weil ich es bisher noch nicht getan habe. Das reicht mir als Argument. Ken Jebsen sagt dazu immer: „In die Tür und Exit!“

Solche Dinge tat ich vor meiner Zeit meiner letzten Beziehung. Ich ging in die Tür und Exit. Regelmäßig. Ich wurde dadurch unabhängig, frei und glücklich. Ganz ohne Frau. Und was war das Resultat? Ich konnte mich vor Frauen gefühlt nicht mehr retten. Ich ging raus und wusste: Das wird wieder nicht lange dauern, dann habe ich die nächste Bekanntschaft. Und die Zahl der Dates wurde weniger, dafür die Kontakte umso intensiver. Geht auch gar nicht anders. Und die Erlebnisse wurden qualitativer, teilweise auch skurriler. Es war lustig. Es war Spaß pur. Mit diesem Thema befasse ich mich derzeit deshalb am Meisten: Mit der Wechselwirkung zwischen der Unabhängigkeit eines Mannes und seinen sich daraus zwangläufig ergebenden „Erfolgen“ bei Frauen.

Nur wenn Du in Dir selbst ein Mann bist und weißt was Du möchtest, wird eine Frau das spüren. Und ich bin noch nicht an dem Punkt, an dem ich jetzt sagen könnte: In mir ist alles 100% geordnet und gefestigt und ich weiß was ich will. Ich arbeite daran. Und ich fange bei meinem Körper an.

Ich merke, dass meine engen Poloshirts und engen Hemden einfach andere Blicke aufsich ziehen als vor ein paar Monaten noch meine Pullover. Obwohl auch die nicht hässlich waren. Aber sie waren eben nicht (haut)eng. Ich zog sie an, weil meine engen Hemden nicht mehr passten. Ich fühlte mich unwohl. Auch so etwas überträgt sich dann auf eine Beziehung. Attraktivität geht flöten. So einfach ist das. Innerliche Unattraktivität wird so zur äußerlichen Unattraktivität.

Gestern sagte Herr van Onnetuschn zu mir: „Du hast echt ganz schön abgenommen. Da im Bauchbereich ist ja nichts mehr dran. Willst Du so dünn sein?!“

Ich antworte: „Keine Sorge. Dünn ist nicht das Ziel. Das Ziel ist, dass ich meinen Sixpack sehen kann. Bis dahin kämpfe ich bis zum Umfallen. Und bei mir ist das leider auch Veranlagung, d.h. ich hatte noch nie einen ganz niedrigen Körperfettanteil. Es wird ein harter Weg.“

Aber das Krafttraining gibt mir derzeit einen Tagesablauf, Stabilität. Und es hat eben mit MIR zu tun. Und nicht mit dem Pickuppen und Erfolgen bei Frauen. Im Moment geht es mir mehr darum zurück zu mir zu finden, das hatte ich schon öfter beschrieben. Aber ich bin vor ein paar Tagen auf einen anderen Persönlichkeitsentwickler gestoßen, der mir gefühlt nochmal so richtig ins Kreuz getreten hat. Danke an der Stelle an Dich, auch wenn Du meinen Blog natürlich nicht liest. Dafür gibts viele Videos von Dir, die ich mir ansehe. Du bist ein guter Mann. Ein echter Mann. Also etwas, das ich auch noch werden möchte. Ein Mann. Daran arbeite ich.

PS: Dieser Artikel ist mal wieder lang geworden. Dafür schreibe ich aber auch nicht mehr jeden Tag. Gleicht sich also aus. 😉

PPS: Zeit für die nächste Einheit Krafttraining, Schulter und Brust. Auf gehts!

PPPS: Wer sich für die zahlreichen Kommentare meines kontrovers diskutierten Artikels interessiert, hier ist alles nachzulesen: Monogamie, Polygamie und… Teil 2 von 2. Darin bin ich nochmal auf viele inhaltliche Details eingegangen, wie ich es in einem normalen Artikel nicht tun kann. Das würde den Rahmen sprengen. Interessant und bereichernd finde ich das allemale. Ich freue mich auch über jeden Kommentar, auch wenn er noch so viel Gegenwind mitsich bringt. Meistens ist es doch so: Je heftiger der Gegenwind, desto richtiger ist der eingeschlagene Weg. Stichwort Normopathie… Peace out! 🙂

Ein Review vom Wochenende

Es war Wochenendeeeeeee. Also hieß das: Zwei Mal raus zum Clubgamen! Freitag war ich in einer Location, die ich im Teil 1 des Projekts Beziehung zuletzt besucht hatte. Also doch schon viele Monate her. Es lief coole Musik. Genau meins. R’n’B und Black. In Clubs alleine war ich eigentlich auch schon lange nicht mehr. Meistens gehe ich in Bars, wenn ich alleine bin. Die Kosten eben auch keinen Einritt und mit meinen 1 oder 2 Getränken am Abend komme ich mit unter 10 Euro gut durch. Wieso die Barbesitzer reich machen. Ich bin ja nicht zum Saufen da, sondern zum Frauen kennen lernen. Und Frauen kosten in der frühen Phase nichts. Getränke gibt man einer Frau nicht am ersten Abend aus. Außer man will dabei zusehen, wie sie das Gratisgetränk schlürft und dann husch husch verschwindet und mit einem anderen Typen Spaß hat.

Da mein Wingman dieses Wochenende körperliche Beschwerden hatte, durfe oder musste ich zwei Mal alleine das Haus verlassen. Freitag auf Samstag war dazu schon ein bisschen Aufraffen nötig, gebe ich zu. Ich lief von Bar zu Bar, um am Ende in einen Club zu gehen. So war der Plan. So hab ich es auch gemacht. Und zum Aufwärmen vor der ersten Bar direkt mal eine 4er Gruppe Mädchen angesprochen, die es sich draußen vor der Bar an einem Tisch gemütlich gemacht hatte. Ui, waren die jung. Eigentlich zu jung. Aber es waren die einzigen weiblichen Personen dort, die alleine waren. Also hab ich das Gespräch eröffnet, mich dann auch noch dazu gesetzt. Aber oh mein Gott, die waren gerade erst volljährig geworden. Gefühlte Lichtjahre Distanz.

Aber egal, wichtig ist für mich die reine Interaktion. Ein Mann muss sich auf alle Personen einlassen können. Mit allen sprechen und alle unterhalten können. Optisch waren sie auch alle nicht der Bringer, bis auf eine vielleicht. Eine 5,5 geben wir ihr mal. Sie war auch die Einzige in der Runde, die einigermaßen weit war für ihr Alter. Sie war auch die Einzige, der der Altersunterschied von ein paar Jährchen auch nichts auszumachen scheinte. Sie fragte mich viel. Zeigte viel Interesse an meinen Themen. Ich denke, dass ich es auf ein Date hätte anlegen können. Aber ich wollte nicht. Erstens war sie mir nicht attraktiv genug und zweitens vor allem zu jung. Was bringt mir das denn. Aber es war eine lustige Konversation, die sich doch bestimmt 15 oder 20 Minuten hinzog. Ein guter Einstieg in den Abend.

Ansonsten war nicht wirklich was los, also ging ich direkt in den Club. Alleine. Eintritt bezahlt. Der Laden war zu den frühen Nachtstunden noch ziemlich leer. Nun, das ist eben so. Bars sind um die Zeit schon langsam wieder leer. Clubs hingegen noch gar nicht erst voll. Im Club hab ich jedenfalls 2 Körbe mitgenommen. Nur 2? Nur 2. Es war dann schon 1:30 Uhr und ich dachte mir, dass das für heute reicht. Irgendwie hatte ich gar nicht so viel Lust etwas zu tun. Und da ich nur die Frauen anspreche, die mich irgendwie wirklich reizen… waren es in der Zeit eben nur 2. Pickuppen mit angezogener Handbremse, nenne ich das. Nennenswerte Ergebnisse gibts dann zwangsläufig natürlich eher nicht. Ich wollte danach noch in eine andere Bar, also zog ich weiter. Dort angekommen stellte ich fest, dass nichts los war. Hm. Kaum Frauen, hohe Männerquote. Also beschloss ich heim zu fahren, was solls. Der Freitag geht also eher in die Kategorie „naja, ich hab mich halt aufgerafft und bin raus“ ein. Klingt jetzt nicht so spannend, ich weiß. Aber so ist das Pickupper-Dasein nun einmal. Es ist nicht jeden Tag ein riesiges Highlight dabei.

Fliegender Wechsel von Blond auf Braun

Der Tag darauf sollte besser werden. Ich ging wieder in eine Bar. Ein bisschen umher blicken. Ein bisschen herum laufen. Und schwupp, stand ich an einem Durchgang vor einer Traube Frauen. Die erste – nennen wir sie „die Blonde“ – blickte mich direkt mit großen Augen an. Und ich hatte den Eindruck, dass sie irgend etwas sagen wollte. Also lehnte ich mich nach vorne und fragte lächelnd: „Hi. Was willst Du sagen?“
Sie antwortete: „Ach weißt Du. Es ist einfach ein komischer Laden hier!“ Ich ging drauf ein, indem ich den Zuhörer spielte. Da sie auch schon angetrunken war, kam sie in einen direkten Redefluss. Ideal. Dann hab ich schon mal zum Einstieg ein bisschen was Lockeres um mich herum, dachte ich mir. Und die anderen Frauen aus ihrer Gruppe blickten auch immer wieder rüber zu uns beiden. Witzigerweise wurde ein relativ gutes Gespräch daraus. Ich hatte sogar ein wenig das Gefühl, dass da eine echte kleine Verbindung entstanden war.

Sie wollte sich von sich aus sogar über spirituelle Themen unterhalten. Das ist selten, in einer Bar bei lauter Musik. Weiß Gott nicht der richtige Ort für so etwas, umso lustiger fand ich es allerdings. Nicht gerade Sexy Themen, aber ich versuchte das Gespräch trotz der unsexy Themen einigermaßen zu sexualisieren. Das gelang mir hauptsächlich durch den Körperkontakt. Dies fiel wohl auch den anderen Damen auf. Als es anfing für mich wirklich interessanter zu werden, stellte ich allerding fest, dass die Frau von spirituellen Themen maximal an einem lauwarmen Herbsttag etwas in der Bildzeitung gelesen hatte. Sehr tief ging das nicht. Optisch war sie nun auch nicht ganz meine Kragenweite. Aber das ist ja nicht immer das Wichtigste. Reden um zu lernen, üben um zu lernen. Darum geht es momentan wieder. Wieder rein kommen ins Business eines Pickuppers. Deshalb ist jedes Gespräch ein Gewinn. Und wenn es nur dazu dient für andere umherstehende Frauen attraktiv(er) zu wirken. Sozialer Status und so.

Und als meine – ja eigentlich eher – Möchtegern-Spirituelle zu mir sagte: „Ich glaube ich gehe jetzt mal tanzen“, antwortete ich ihr: „Tu das, tu Dir keinen Zwang an.“ Ich bin mir nicht sicher, ob sie eher damit gerechnet hatte, dass ich mich wie eine Klette an ihre Fersen hefte. Keine Ahnung. Ich blieb einfach stehen. Keine Lust zum Tanzen. Ich bin da um Frauen kennen zu lernen. Das mache ich durch Sprechen besser als durch Tanzen. So einfach ist das. Und ehe ich mich versehen konnte, kam eine andere Frau aus der Gruppe direkt zu mir rüber und nahm mich vollkommen in Beschlag. Nennen wir sie „die Braunhaarige“. Als hätte sie nur darauf gewartet, dass die Blonde aus der Gruppe endlich abzog. Witzig, diese gruppendynamischen Prozesse unter Frauen.

Direkt mal viel Körperkontakt von ihr bekommen. Viele Fragen. Total interessiert. Viel gestaunt und viel gelacht über meine Sprüche oder Storys. Alles sie. Nicht ich. Ich fand sie schon nett, klar. Und von ihrer Art her witzig bis frech. Sehr unterhaltsam. Ich mochte ihre Art. Aber der aktive Part war absolut sie. Ich nahm die Situation gerne an. Denn Plötzlich stand ich mitten in der Gruppe an einer Theke und fühlte mich etwas wie der Hahn im Korb. Ich wurde den anderen Damen in der Runde nacheinander vorgestellt, als sei ich der langjährige Bekannte oder der neue Freund. Wie auch immer. Es war einfach witzig. Und die Konversation mit der Braunhaarigen gefiel mir zunehmend besser. Irgendwann sagte sie zu mir: „Sag mal, was ist das für ein Parfüm das Du trägst. Das riecht verdammt gut!“

Ich dachte mir nur: „Was ist denn hier los?“ Das war das erste Mal in meinem Leben, dass mir eine Frau in einem Club ein Kompliment für mein Parfüm gemacht hat. Referenzerfahrung! Und Premiere! BUMM! Klingt banal, ist es aber nicht. Ich habe mich gefreut wie ein Kind, innerlich natürlich nur. Nach außen hin blieb ich souverän.

Okay, aber warum habe ich mich so gefreut?

Nun, ich habe mich erst vor wenigen Wochen – im Rahmen meines Projekts Beziehung Teil 2 – mit weiterführenden Themen der Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt. Und dabei bin ich auch in die Welt der Parfüms eingetaucht. Ich habe mir Vorträge darüber angesehen, wie und wo ein Mann Parfüm an sich auftragen sollte. Früher hatte ich einen oder höchstens zwei Sprüher mittig auf mein Hemd verteilt, zwar im Halsbereich, aber das war es dann auch. Ich bekam dafür nur nie ein Kompliment. Seit kurzem ist mir klar, dass das im Club anders ist. Dass es anders sein muss! Dort ist alles schrill, laut und jeder trägt Perfüm. Unendlich viele Sinneseindrücke. Dort muss Mann herausstechen! Also sind andere Körperstellen auch wichtig.

Welche? Ein Stoß hinter das eine Ohr. Ein zweiter Stoß hinter das andere Ohr. Ein dritter Sprüher hinten mitten zwischen Nacken und Hemd. Ein vierter und fünfter Stoß auf den Hemdkragen links und rechts. Warum? Weil eine Frau Dir beim Begrüßen gerne ein Küsschen links und rechts gibt. Und dabei was? Richtig, Dein Parfüm riecht. Aber wann die Frau den Duft noch viel besser vernimmt: Wenn sie sich im Club mit Dir unterhält. Denn wohin zeigt ihre Nase denn in dem Moment? Na entweder vorne an Dein Hemd… oder bei intensiveren Gespräch klebt sie direkt an Deinem Ohr. Also die Nase. Und die Frau. D.h. sie bekommt für ihre Ohren eine Dauerbeschallung vom DJ. Und für ihre Nase eine Dauerbeschnupperung durch mein Parfüm. Passt. Ich bin dann sozusagen Ihr DJ für die Nase.

Warum freut mich das jetzt aber so? Nicht wegen dem Kompliment an sich. Das wäre platt. Das wäre bedürftig. Ich freue mich aus einem ganz anderen Grund: Ich habe wieder einmal an mir gearbeitet. Wieder einmal mich mit weiterführenden Themen der Entwicklung beschäftigt. Hier mit dem Thema Parfüm. Und prompt (!!!) ein Kompliment dafür erhalten. Also umgehend eine Bestätigung für mein Investment erhalten. Das ist ein riesiger Benefit, wie ich finde. DAS motiviert mich. DAS treibt mich an. Ich investiere Zeit und Energie in meine eigene Ausbildung und BUMM gibts dafür eine positive Quittung.

Das Parfüm kannte sie übrigens, obwohl es kein Massenartikel ist. Das hatte mich schon sehr verwundert. Der Designer meines Parfüms ist nicht so bekannt. Das Zeug steht nicht in jedem Douglas direkt im Regal der Beststeller. Sie sagte ja, dass sie Parfüm liebt und sich da schon ein bisschen auskennt. Hat mich überrascht, Respekt. Vor ihr hatte ich noch nie eine Frau getroffen, die diesen Designer kennt. Okay okay, ich lasse es raus. Es ist „Vintage“ von John Varvatos. Ich liebe diesen Duft. Mega. Süß. Maskulin. Elegant. Einfach alles. Ich finde diesen Duft sowohl für Dates als auch im Club absolut geeignet. Geht in Richtung Tom Ford Black Orchid, nur für meinen Geschmack noch besser. Und billiger. 😉

Die Braunhaarige und ich hatten wirklich viel Spaß. Zusammen getanzt. Zusammen gelacht. Angestoßen. Hab mich auch abwechselnd mit ihren Freundinnen unterhalten. Es war eine coole Gruppe. Eine schöne Interaktion an diesem Abend, dafür dass ich mal wieder alleine unterwegs war. Die Frau stellte auch viele Fragen zu meinem Job, zu meiner Herkunft usw. Und ich merkte ihr sichtlich an, wie sie die Zweisamkeit genoss. Ich legte nun fast durchgehend meinen Arm an ihren unteren Rücken und streichelte sie dabei auch dezent. Und irgendwann – wie aus dem nichts – kam von ihr ein: „Du bist schon so ein Womanizer, richtig?!“

2019-05-08

Jackpot!!! Das ist nur ein Spruch, ja. Aber das ist NICHT nur ein Spruch! Das ist genau die Art von Ausstrahlung, für die ich derzeit trainiere. Genau DAS möchte ich subkommunizieren, wenn ich mit Frauen spreche. Ich bin nicht der Kumpel von nebenan. Ich bin zumindest der potentielle Mann der kurzzeitigen Träume, aber idealerweise der echte Traummann. Gut, dass mit dem Traummann kann die Frau ja nun nicht im Club feststellen. Aber Friendzone geht gar nicht! Und ich freute mich nun ein zweites Mal an diesem Abend mit dieser Frau wiederum auf vollkommen kindliche Art. Denn wieder bekam ich ein Feedback für mein aktuelles Verhalten. Hier meine Subkommunikaton alá „ich bin der Mann, Du bist die Frau!“.

Nun soll das Review des Wochenendes auch langsam sein Ende nehmen. Jetzt wo es begann spannend zu werden? 🙂 Ja. Denn die Frau war… ihr ahnt es… vielleicht…? Getreu meinem Dauermotto „es ist immer irgendwas“…? Sie war verheiratet. Juhu. Oh mein Gott. Immer wieder diese noch oder schon Verheirateten. Finger weg davon. Einmal die Finger verbrannt ist genug. Aber sie fand mich einfach toll. Und deshalb wollte ich ihr die Option offen lassen, dass sie sich eines Tages bei mir melden könnte… wenn es Ihre Situation dann aufgrund nicht mehr vorhandener Bindung zulässt und sie die Gelegenheit ergreifen möchte, dann ihren möglicherweise richtigen Traummann kennen zu lernen. 😉 Wir tauschten Nummern. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Für mich war das alleine deshalb ein mega Abend. Erst das Ding mit dem Parfüm und dann das Ding mit dem Womanzier. Wahnsinn. Wie ich früher schon schrieb: Es geht beim Generieren von Erfolg immer um Duplizierbarkeit und Beständigkeit. Das mit dem Parfüm ist definitiv beides, duplizierbar und beständig möglich. Das Ding mit dem Womanzier muss ich einfach wieder dermaßen ins Blut übergehen lassen, bis sämtliche Arterien auf Anschlag mit Testosteron gefüllt sind. Nächstes Ziel: Immer der Womanizer werden, sein und bleiben!

Mein erstes Fotoshooting

Heute war es soweit! Ich hatte ein ganz persönliches Fotoshooting! Premiere! Referenzerfahrung! Was für ein cooler Abend. Ein cooler Abend mit einem alten Bekannten, eigentlich wäre er ein idealer Freund. Ein aufrichtiger Mensch. Ein intellektueller Mensch. Ein hilfsbereiter Mensch. Ein Mensch, den ich gerne einen Freund nennen können würde. Er ist eher ruhig, auch eher sachlich unterwegs, sehr belesen auf den verschiedensten Gebieten. Keiner mit dem ich Feiern gehen kann. Eher mal auf einen Wein oder ein Bier in eine Kneipe, wie gestern nach dem Fotoshooting. Ja, ich hab mir gestern tatsächlich ein 0,33er Bier gegönnt.

Wir haben uns vor vielen Jahren beruflich kennen gelernt und damals regelmäßig etwas zusammen unternommen. Später haben sich unsere Wege getrennt und wir verloren uns etwas aus den Augen. Telefonieren zusammen vielleicht einmal im Jahr. Sehen uns vielleicht alle zwei Jahre. So in diesem Rythmus. Er war und ist beruflich stark eingespannt. Ich war bis vor 3 oder 4 Jahren beruflich stark eingespannt, seither nicht mehr. Prioritäten ändern sich. Meine änderten sich mehr und mehr in Richtung Privatleben: Studium und Pickuppen. Das ging ziemlich zeitlich einher, so vor ca. 3 Jahren. Ja gut, und dann kam da diese Beziehung, vor ca. 2 Jahren. Damit änderte sich alles noch mehr ins Private. Beruf? Egal (übrigens ganz schlecht, um bei Frauen zu landen! Der Beruf ist DAS Statussymbol! Bzw. die Motivation im Beruf!). Bin ich gut im Job? Weltklasse! Ich behaupte, dass mir kaum einer das Wasser reichen kann, dort wo ich arbeite. Brachte oder bringt mir das etwas? Nein! Dazu müsste ich woanders nochmal neu richtig durchstarten. Macht für mich aber keinen Sinn. Dann verdiene ich ein paar Tausender mehr im Jahr. Na und. Was ist schon Geld wert, das man mit unnützen Dinge verdient, die keinen Spaß machen. Ich habe keinen Spaß an meiner Arbeit. Arbeit an sich macht mir keinen Spaß. Spaß macht mir meine Familie, machen mir meine Freunde. Gut, meine eigene kleine Familie ist nun weg. Aber dafür geht es eben wieder mit dem Pickuppen los. Habe ich ich es ruhig und angenehm in der Arbeit? Ja! Mit „fast nichts tun“ noch immer herausragend gut zu sein, ermöglicht mir viele Freiheiten und Freizeiten. Die nutz(t)e ich. Studium und Pickuppen… und dann die Beziehung… so in diesem Kreislauf.

Aber wieso Kreislauf?

Nun, jetzt wiederholt sich die Geschichte. Ich konzentriere mich jetzt wieder mehr aufs Studium, das ich für die Beziehung und die vermeintliche Frau meiner Träume etwas nach hinten schob. Und ich konzentriere mich zunehmend mehr aufs Pickuppen. Und dann eines Tages auch wieder auf die nächste neue Beziehung… irgendwann…. wenn ich SIE finde! Und ich werde SIE finden! Ich habe noch ein paar Jährchen vor mir im Leben, glaube ich. Vor einigen Monaten sagte ich mal zu meiner EX-Freundin, als wir abends zusammen im Bett lagen:

„Weißt Du, jetzt wo ich gerade in Deinen Armen liege und ich nun weiß wie es ist mit zwei Kindern… auch wenn sie nicht meine sind… wenn ich JETZT sterben würde hier in Deinen Armen… wäre es für mich insgesamt ein schönes Leben gewesen. Ich habe so viel vor Dir erlebt, Dinge, die ich mir im Traum nicht gedacht hätte. Dich kennen gelernt zu haben und all die schöne Zeit mit Dir und den Kindern verlebt zu haben. Ich habe viele Frauen bis zu Dir kennen gelernt, seit ich mich auf meine Reise zu mir selbst begeben habe. Aber keine Frau hat meiner Seele etwas Ernsthaftes gegeben. Mit Dir ist das anders. Du bist umwerfend. Und dazu darf ich nun auch so etwas wie ein Papa sein und weiß wie es ist, Kinder groß zu ziehen und bei mir zu haben. Ich bin glücklich. Ich liebe Dich. Ich habe alles was ich brauche und möchte. Mit diesem Leben bin ich auf der Ebene durch. Wenn ich jetzt gehen müsste, würde ich glücklich von dieser Welt gehen.“

Verrückt eigentlich, wie sich alles so ändern kann. Heute habe ich das Gefühl, dass ich noch lange nicht fertig bin. Ganz anders als erst vor wenigen Monaten. Wie kommt so eine Gedankenänderung zustande? Ich weiß es nicht. Damals war ich einfach glücklich, mit ihr. Heute bin ich (noch) nicht glücklich mit mir. Aber auf dem Weg dahin. So wie damals vor ihr. Und ich werde wieder dahin kommen und glücklich sein mit mir ganz alleine. Und vermutlich werde ich dann auch wieder nicht mehr länger alleine sein. So funktionieren die Natur und die Welt. Wir bekommen oft das, was wir eigentlich gar nicht mehr brauchen.

Deswegen habe ich mich selbst ins Welpenschutzprogramm gesteckt, d.h. derzeit spreche ich fast keine Frauen an. Was wollen die auch mit einem (zwar nur noch halb) gebrochenen Mann? Macht keinen Sinn. Aber ich taue auf. Das spüre ich jeden Tag wenn ich draußen bin. Ich finde zurück zu mir und kämpfe mich täglich einen Schritt zurück ins echte Leben. Wie mein Tagesablauf derzeit aussieht, müsste ich eigentlich auch mal einen Artikel spendieren. Echt verrückt. Doch, darüber schreib ich auch mal noch etwas… nun zurück zum Fotoshooting.

Und so kam es, dass mein alter Bekannter und ich kaum mehr etwas zusammen machten. Was sehr schade ist. Aber wir sind uns noch immer sehr vertraut. Und so erzählte ich ihm vor ein paar Wochen, dass ich wieder Single bin. Und da ich wusste, dass er in seiner Freizeit unter anderem Models fotografiert, hab ich ihn einfach gefragt, ob wir uns mal auf einen Kaffee und gerne auch für ein paar Stunden zum Fotografieren treffen könnten. Er nahm sich Zeit sich in meine aktuelle Lebenssituation hineinzufinden und sagte außerdem sofort zu. Ein feiner Kerl. Einer der Marke „Freund fürs Leben“.

Gestern Abend war es dann soweit. Er und ich durch die Stadt. Er bewaffnet mit der Kamera. Ich bewaffnet mit meinem unnachahmlichen Astral-Körper – *hehehe* – und in tollen Klamotten. Ich hatte vorher schon einige seiner Aufnahmen gesehen, fotografieren kann er definitiv. Auch wenn es meistens Frauen sind. Und nur leicht bekleidet. Hm… Ich sollte vielleicht Pickup-Fotograf werden?! 🙂

2019-05-03

Ich hatte mehrere Outfits dabei. Einmal etwas Elegantes. Einmal etwas Sportliches. Wir liefen in der Stadt umher. Machten Fotos vor Gebäuden, in Gebäuden, in Bars und auf Plätzen. Das war mal wirklich eine interessante Erfahrung. Anfangs wusste ich gar nicht wie ich mich hinstellen, verhalten oder schauen soll. Viele Fotos sind nichts geworden, weil mal die Position nicht passt oder auch sehr oft mein Blick nicht passt. Woher auch wissen, wenn man nie derart fotografiert wird? Nach 1 Stunde ging es dann allmählich, ich wurde langsam warm. Und es war nichts mehr Aufregendes, sondern wurde etwas Schönes. Es fühlte sich lebendig an. Ich fühlte mich lebendig.

Ich bin gespannt auf die Ergebnisse. Und ich frage mich, was ich damit tun soll. Ich habe bisher auf jeden Fall eine echte Verwendung. So simpel es klingt: Ich werde die Fotos abwechslungsweise als Whatsapp-Profilbilder nutzen. Immerhin ist das der einzige Eindruck, den eine Frau nach einem Nummerntausch von mir erhalten kann. Und ich mag keine Selfies rein stellen, wie all die anderen Menschen. Ich leiste mir lieber einen Fotografen. Oder auch mehrere, im Laufe der Zeit. Andere Orte, andere Stilrichtungen. Das hat mich auf den Geschmack gebracht. Ist echt cool, so richtig gute Bilder von sich zu haben. Selbst gut in Szene gesetzt zu werden. Und da komme ich auch schon zur zweiten Idee.

Ich überlege mir doch tatsächlich unter meinem echten Namen einen Instagram Account zu erstellen. Ohne private Details. Keine Bilder mit Freunden oder der Familie. Nur Fotos von mir. An verschiedenen Orten in verschiedenen Outfits. Nichts Übertriebenes, aber als eine Art Visitenkarte. Falls mal jemand nach meinem Namen sucht, soll er ein paar richtig tolle Bilder finden. Derzeit findet man (sogut wie) nichts über mich im www. Bewusst und gewollt nicht. Hab ich noch nie gemocht. Datenschutz und so. Privatsphäre. Ich wollte immer schon mich und meine eigene zukünftige kleine Familie schützen. Hat mit Paranoia nichts zu tun. Es sollte nur einfach nicht jeder in mein Wohnzimmer gaffen können wie bei den Kardashians. Aber Instagram ist wohl heute so ein wichtiges Werkzeug, dass man es haben sollte, denke ich mir?! Wenn man sich dann noch von der Masse abhebt, weil man keine Poser-Fotos von sich reinstellt, sondern nur „richtige“ Bilder… dann sollte das in Ordnung sein. Und über den einen oder anderen zusätzlich Kontakt… kann man ja nicht nein sagen… Hollywood halt mal wieder.

Ich werde hier im Blog natürlich weiterhin keine Bilder, echten Orte, echte Namen usw. veröffentlichen. Sorry Freunde. 🙂 Aber ich werde meine Eindrücke von den Ergebnissen mitteilen. Ergebnisse der Bilder. Und Ergebnisse, die ich durch das Nutzen der Bilder erzielen werde. Jedenfalls bin ich gespannt zu sehen, was denn richtig gute Fotos bringen werden in meinem Spiel der Spiele… auf dem Weg zur Traumfrau.

PS: Auch wenn Du das hier nicht liest: Danke für den tollen Tag. Danke für Deine Arbeit und Deine Mühe. Du bist ein klasse Typ. Und vielleicht wird das ja noch eine richtige Freundschaft zwischen uns… und aus Dir ein großer Fotograf. Ich wünsche es Dir. 😉

Warum ich anfange Romane zu lesen

Derzeit lese ich „Der perfekte Eroberer“ von Maximilian Pütz, vom vielleicht bekanntesten und erfahrendsten Deutschen Pickup-Trainer. Mittlerweile ist er Autor dreier solcher Bücher zum Thema Pickup und Verführung.

Dieses erste Werk von ihm stammt aus dem Jahr 2011 und obwohl ich etliche Pickup-Lektüren und -Videos kenne, fasziniert mich der Inhalt dieses Buches doch enorm. Ich hatte mich mit Maximilian Pütz bislang kaum auseinander gesetzt. Der erste Eindruck sprach schon damals – vor ca. 3 Jahren – irgendwie gefühlt gegen ihn. Er ist nicht gerade der optisch Attraktivste, ganz im Gegenteil. Kommt irgendwie auch erst mal etwas plump an. Mit zunehmendem Alter wurde er etwas übergewichtig und auch sein Klamottenstil ist mit meinem nicht gerade kompatibel. Aber er verkörper etwas, das kaum ein anderer Pickup-Trainer mitbringt: Ehrlichkeit und Authentizität. Und das habe ich erst bei näherer Betrachtung vor wenigen Tagen festgestellt.

Er lebt seinen eigenen Lifestyle, schert sich nicht um die Meinung anderer Menschen und zieht sein Ding durch. Dabei scheint er sehr integer, aber humorvoll und authentisch zu sein. Das schätze ich an ihm. Es geht in seinem Werk weniger um coole Aktionen und „wie stehe ich gut da?“-Fragen. Sondern er propagiert Freiheit, eigene Gedankenfreiheit und sich anschließende Handlungsfreiheit. Jeder Mensch sollte tun und lassen was er möchte, ohne Ängste. Und was ihn für mich so außergewöhnlich lesenswert macht: Er ist ein Positivmensch, der nach dem Motto „alles darf, nichts muss“ lebt. Das finde ich tatsächlich einzigartig. Er hält die echte Liebe hoch und ist kein „möglichst viele Frauen“-Flachleger. Und an der Stelle werden wir kompatibel.

Ihm gaben und geben Beziehungen wesentlich mehr im Leben als viele One-Night-Stands, schreibt er. Das begeistert mich. Das kenne ich so in der Form von anderen Pickuppern nicht. Ich könnte fast das Gefühl bekommen, dass er der ideale Coach für das Projekt Beziehung Teil 2 sein könnte. 🙂 Und er spricht die Dinge von ihrer natürlichen Seite an. Beispiel: Er lehrt keine auswendig gelernten Floskeln, also keine Routinen, wie es im Pickup-Jargon heißt. Sondern er lebt die Authentizität mit Leib und Seele. Und seinen eigenen Erzählungen nach ist er ein hoch emotionales Wesen.

Genau an dem Punkt hat er mich erwischt. Er predigt immer wieder, DEN wesentlichen Unterschied zwischen Frauen und Männern verstehen zu lernen. Frauen sind emotionale Wesen, Männer dagegen rationale. Klingt so banal, aber was heißt das genau? Deshalb entstünden oft keine echten Flirts. Der Mann sei meist zu roboterartig. Zu sachlich. Damit am Ziel vorbei und somit langweilig, aus Sicht einer Frau. Einer der wesentlichen Aspekte in der Beziehung zwischen Mann und Frau sei seiner Erfahrung nach die Emotionalität. Der Kontakt und das Bewusstsein für die eigenen Gefühle. Nur dadurch sei es einem Mann möglich, die Gefühle einer Frau anzusprechen und ihr Herz im Sturm zu erobern. Es klingt so einfach bei ihm. Auch in seinen Videos. Ich nehme ihm das definitiv ab. Nicht ohne Grund war er bestimmt im Laufe seines Wirkens immer wieder auch Gast in Talkshows und Sendungen als „deutschlands bekanntester Verführungstrainer“.

Und neben vielen anderen Aspekten rät er dringend dazu, eben an der eigenen Emotionalität zu arbeiten. Obwohl ich das Buch erst zur Hälfte durch habe, ist es für mich jetzt schon Gold wert. Ich werde mir die anderen beiden Nachfolgewerke auch noch organisieren. Jedenfalls gibt er eine Reihe von Tipps, wie Mann an sich selbst arbeiten kann, hinsichtlich der eigenen Emotionen. Seine Ansätze sind ganzheitlich. Erstmal sollte der Mann begreifen, dass er nicht nur alleine zurecht kommen sollte, sondern lernen sollte sich selbst zu genügen. Erst wenn er glücklich mit sich selbst sei, wäre es möglich weiteres Glück durch das Hinzukommen einer Frau im eigenen Leben zu empfinden. Anderenfalls verfalle der Mann wieder in die Beta-Rolle, werde unglücklich, sehe die Beziehung und die Frau als das einzig wahre im Leben an und wundere sich dann doch nur wieder, dass es „mal wieder“ nicht geklappt habe.

Kurzer Exkurs zu mir: Ich wurde zwar nicht betaisiert, eher die Frau wurde mein Lebensmittelpunkt. Auch keine gute Voraussetzung für das Gelingen einer Beziehung. Sich selbst schleifen zu lassen bedeutet immer auch die Partnerin schleifen zu lassen. Ich denke, dass dies eine zwangsweise Folge darstellt. Eine, die wir erst ganz spät – zu spät – erkennen können.

Ich erkenne da Parallelen zu mir: Damals vor der Beziehung war ich ziemlich glücklich mit mir selbst. Natürlich dank dem Pickuppen und meinen ganzen Erfolgen. Der größte Erfolg war für mich allerdings nicht, viele Frauenkontakte zu haben, sondern es war der Durchbruch zu meinem Selbst. Ich fand mich. Ich fand keine Frauen, sondern mich. Ich habe mich entdeckt und gelernt zu verstehen wer ich bin und was ich möchte. Dabei stellte ich fest, dass eine Frau mir nicht DIE totale Erfüllung bringen muss und auch nicht kann. Tatsächlich, so war es. Es gibt nicht DIE Erfüllung, sondern wenn dann schöne und zueinander passende Lebensumstände zwischen Menschen. Menschen kommen und gehen jedoch. Oft ungewollt. Besonders dann, wenn wir den Weg zu uns selbst verlassen. So bei mir geschehen. Die Beziehung wurde also mein Lebensmittelpunkt. Und ich war als Pickupper zuvor ein guter Zuhörer geworden, ruhig, stiller als früher. Gefühlsmensch und Herzmensch. Das lernte ich. Mich mehr am Gegenüber zu erfreuen als an mir selbst. Geben statt nehmen. Etwas, das Maximilian Pütz für Essentiell hält. Ein guter Zuhörer, aufrichtig und durchdrungen voll Liebe zu sein.

2019-04-30

Diesen Weg zu mir selbst habe ich in der Beziehung verlassen. Ich hatte aufgehört der gute stille Zuhörer zu sein. Die Frau wurde also der Lebensmittelpunkt. Alles andere wurde unwichtig. Und dies, so sagt er, sei fast immer – früher oder später das Todesurteil für eine Beziehung. Es nimmt jeden Reiz aus einer Beziehung heraus. Denn das sei der Grundstein fürs Fremdgehen. Das ist jetzt vereinfacht dargestellt. Aber ich kann das bestätigen. So war es auch bei ihr. Nicht bei mir, denn ich bin anders. Ich liebe oder liebe nicht. Und wenn ich liebe, bleibe ich dabei. Aber egal. Nicht alle Menschen sind aufrichtig und Kämpfer. Anderes Thema.

Der Autor geht schonungslos offen mit dem Unterschied zwischen Frau und Mann um, beispielsweise was eine Beziehung aus deren jeweiliger Sicht unterscheidet. Ich kann nicht alle Inhalte dieses Buches an der Stelle wiedergeben. Aber ich kann sagen was ich für mich mitnehme, jetzt schon. Bei der Hälfte. Und das ist sein Tipp, an der eigenen Emotionalität zu arbeiten. Tanzen, singen, Tagebuch schreiben, sich mehr mit Kindern beschäftigen… alles Dinge, die mit Gefühlen und Emotionen zu tun haben. Tagebuch schreibe ich ja nun wirklich recht fleißig. Meine Geschichten sind nun in der Regel nicht gerade literarisch blumige Erzählungen, allerdings spiele das nicht so die Rolle. Wichtiger sei, sich mit seinen eigenen Gefühle auseinanderzusetzen. Das tue ich hier jedes Mal.

Und dann kommt ein weiterer Wichtiger Tipp: Romane lesen! Etwas, das ich bis jetzt in meinem Leben gemieden habe wie der Teufel das Weihwasser. Zeitverschwendung, dachte ich immer. Aber Maximilian Pütz hat Recht wenn er sagt: Frauen stehen auf Gefühle. Diese werden auch durch die Sprache transportiert und erzeugt. Also solle man viele Romane lesen, gerne Liebesromane. So entwickle sich das Gefühl für die emotionale Welt. Und als Mann solle man lernen, so zu sprechen wie die Schriftsteller in solchen Büchern schreiben. Nicht geschwollen, völlig klar, sondern lernen bildgewaltig zu sprechen.

Die Frau solle sich köstlich außergewöhnlich unterhalten fühlen. Die Emotionalität ist dabei nur ein Baustein. Er benennt noch weitere. Beispielsweise: Respekt vor sich und dem Gegenüber. Das ist allerdings kein Schwachpunkt von mir. Als spiritueller Mensch respektiere ich jeden. Klassendenken habe ich nicht. Ich verhalte mich einem Anzugträger gegenüber genauso wie einem Straßenverkäufer. Auch die Selbstachtung spielt da mit rein. Das ist auch keine Schwäche. Ich war auch in der Beziehung kein Beta. Und ich zeige klare Grenzen auf, wie er auch in seinem Buch fordert. Aber man solle neben all dem vor allem aufrichtig und ehrlich lieben. Und wenn ich etwas kann, dann das. Scheinbar erdrücke ich regelrecht mit Liebe. Das ist wohl eher das Manko.

Auch solle man täglich versuchen an sich zu arbeiten. Das ist keine neue Erkenntnis. Aber er gibt auch hier wertvolle Tipps: Geh auf Arbeitskollegen zu und spreche ganz bewusst Gefühle an. Drücke Dich gefühlvoll aus und äußere Deine inneren Gefühle. Gute oder schlechte gleichermaßen. Nichts sei schlimmer als ein sachlich sprechender Roboter. Frauen langweile das. Das war mir schon irgendwie immer klar. Aber ich bin schon eher ein verkopfter Mensch, wenn es um die Interaktion mit anderen Menschen geht. Ich bin zwar ein unglaublich tiefgründiger Mensch und durchlebe auch meine Gefühle. Allerdings tue ich mir im Äußeren und Zeigen teilweise schwer. Gesehen werden kann allerdings nur was ich auch ausdrücke und zeige. Also muss ich hieran arbeiten.

Gestern gleich mal meinen Kollegen auf sein tolles Parfüm angesprochen und ihm im Verlaufe des Gesprächs gesagt, dass ich ihn sehr mag und schätze für das, was er die letzten Jahre immer wieder mal für mich getan hat. Dies zauberte ihm ein Lächeln ins Gesicht. Was mich wiederum gefreut hat. Ich hatte gegeben ohne zu nehmen. Ohne zu erwarten, dass er sich „freuen soll“. Er freute sich einfach. Ein schöner kleiner Moment. Ich tue im Zwischenmenschlichen zwar fast nie etwas in einer bestimmten Erwartung, allerdings nehme ich solche Situationen auch viel zu selten bewusst wahr und erzeuge sie gleich doppelt selten.

Und so habe ich mir gestern erstmal einen Buchtipp von einem belesenen Menschen geholt und sofort das Buch „Gut gegen Nordwind“ bestellt. Bin gespannt und freue mich auf meinen ersten Roman nach vielen vielen vielen Jahren. Den letzten las ich vielleicht in der Jugend, keine Ahnung. Ich tue das, weil ich erkannt habe, dass ich hier eine Schwäche habe. Ich bin der perfekte Sachbuchleser. bzw. auch Youtube-Video-Schauer, aber mit Romanen konnte ich bisher nichts anfangen. Deswegen kann ich vielleicht auch in beruflichen Gesprächen brilliant glänzen und alles und jeden in Grund und Boden argumentieren und durch Wissen auftrumpfen. Ich weiß, dass das mein Feld ist. Aber ich weiß jetzt besser denn je, dass ich zu sachlich unterwegs bin. Ich bin gespannt wohin mich diese Reise führt. Maximilian Pütz sagt, dass die Frauen sich reihenweise in ihn verlieben würden. Obwohl er kein Athlet oder Model sei. Seine Art fasziniere die Frauen und auch Männer gleichermaßen. Ein Baustein sei eben seine ausgeprägte Gefühlsader. Das ist doch mal ein guter Ansatz für mich, denke ich mir. Wir sind alle hier auf der Welt, um Erfahrungen zu machen. Also lasse ich mich fort auf die Erfahrung „mehr Emotion und Gefühl“ ein.

PS: Viele Grüße an Lotusblume, letztens sprachen wir noch kurz über das Thema Romane. Da siehst Du mal, wie sich unser – in diesem Fall mein – Denken doch innerhalb weniger Tage ändern kann. Plötzlich bin ich offen für etwas, wogegen ich mich mein Leben lang bewusst verschloss. 🙂

PPS: Maximilian Pütz sagt auch, dass man – wenn man von seiner Freundin verlassen wurde – doch aufhören solle mit dem Quatsch sofort wieder Frauen anzusprechen. Nur weil man Pickuppen könne und es einmal gelernt habe. Stattdessen erstmal Zeit nehmen. Zu sich kommen. Die eigenen Gefühle wirklich zulassen und dadurch verarbeiten. Es sei doch echt egal ob man nun eine neue Freundin an der Seite habe oder nicht, nachdem es aus ist. Ganz im Gegenteil, wie sei denn Entwicklung möglich, fragt er, wenn ein Mann sich sofort in die nächste Beziehung stürzt. Oder auch nur in das nächste Abenteuer. Der Werkzeugkasten sei da, das sei gut. Aber manchmal solle man ihn eine Weile verschlossen im Keller stehen lassen. Hat mir gefallen, als er das in einem seiner Videos sagte. Guter Mann. Respekt vor Dir. Und ich hatte das vor kurzem selbst erkannt. Dass es besser sei, ein paar Schritte zurück zu treten. Um dann erst wieder mit Anlauf loszusprinten. Es fühlt sich richtig an, dass ich vor ein paar Wochen die Reißleine zog und erstmal bewusst nicht mehr Frauen angesprochen habe, um meine Akkus erst wieder zu laden. Noch sind sie nicht voll. Wie auch. Aber ich merke täglich mehr, dass ich frei werde im Kopf. Und der Samstag war der erste Tag in den letzten Wochen, an dem ich spürte, dass ich „Erfolg“ an dem Abend haben werde. Die Sicherheit war da, noch nicht komplett. Aber ich fühlte sie. Es wird gerade wieder ein bisschen wie früher…