Von außen nach innen

Nun nach 3 Tagen mal wieder ein Lebenszeichen von mir.

Freitag ging es mal wieder raus, Bar- und Clubgame. Eher Barhopping und Clubgame. Mehr hin und her und Wechsel der Locations. Zählbares kam nicht heraus… ja außer… Motto des Abends war: „Interaktionen üben.“

Wir waren zu zweit draußen, mein Wingman und ich eröffneten abwechselnd Sets. Ich nahm bewusst jede ansprechbare Frau als Gelegenheit zum Üben an. Die fehlenden Interaktionen in den vielen letzten Monaten fehlen mir, ich bin noch weit weg davon wieder ganz der „Alte“ zu sein. Deswegen sprach ich in den Bars alles an, was sich gerade als Gelegenheit bot. Selbst Frauen, die ein paar Jahre älter waren als ich oder die mir auch gar nicht wirklich gefielen. Oder beides. Die Gespräche hielten einige Minuten.

2 Mal geriet ich an relativ selbstbewusste Frauen, das ist ideal zur Übung. In einem Gespräch ballerte mir die Frau 2 oder 3 Statements vor den Latz, provokante Dinge. Ich nahm diese auf und konterte sie – ich würde sagen – charmant. Sofort erhielt ich die Resonanz: „Also die meisten Männer sind dann gleich weg, wenn ich so etwas bringe.“ Meine Antwort: „Die meisten Männer machen aber auch so ein Hokus-Pokus-Ding aus einem Gespräch mit einer Frau.“

Ab da hatte sie verstanden, dass ich kein Weichei bin. Die nächsten Minuten hatten wir Spaß und tauschten uns Smalltalk-mäßig aus. Alles nichts besonderes… aber irgendwie für mich schon. Für mich waren die Gespräche an dem Abend deswegen gewinnbringend, weil meine Ziele waren:

– Möglichst Lange in den Sets zu bleiben
– Langsam sprechen, mit Pausen
– Mit tiefer Stimme zu sprechen
– Nur selten Aussagen der Frau zuzustimmen, dafür mehr das Gespräch zu beobachten. Männer neigen dazu, jeder Aussage einer Frau sofort ein: „Ja, stimmt!“ und „Ja, sehe ich auch so!“ anzufügen. NEIN! Nix da, nicht an dem Abend! Möglichst auch in Zukunft nicht mehr so oft. Das sind Verhaltensweisen von „nicht trainierten“ Männern und das zeigt Bedürftigkeit.

Ich ertappte mich zuletzt immer wieder bei solchen Verhaltensweisen. Fürchterlich. 🙂 Die meisten Männer freuen sich ja wie die Schnitzel-Kinder, wenn sie mal ein Gespräch mit einer Frau führen… dürfen (!). In hatte alleine in der einen Bar 3 Gespräche selbst initiiert. Wozu dann bedürftig sein?! Das sind die psychologischen Fragen, die sich ein Pickupper stellen muss. Bzw. sich einer stellen sollte, der wieder erfolgreich werden will.

Reiten und schießen gleichzeitig?

Ein wenig fühle ich mich wie ein in die Jahre gekommener Revolverheld. Das letzte Duell lag Jahre zurück, das Schießeisen ist inzwischen etwas angerostet. Aber er kann es noch, nur fehlt ihm die Übung und er schießt derzeit öfter daneben. Reiten auf einem Gaul verlernt man nicht. Schießen auch nicht. Aber als erster ins Ziel zu reiten und dabei auch noch alles perfekt zu treffen sind wieder eine andere Stufe. Da will ich wieder (!) hin.

Viel mehr gibts zu dem Tag auch nicht zu sagen, es geht derzeit für mich stark um meine „innere Einstellung“. Die alt hergebrachten und bekannten offenen Fragen des Lebens. Klingt hochtrabend, ist es aber nicht. Es geht für mich noch immer um die selben Fragen, um die es immer ging… wenn wir uns bewusst machen, wozu wir hier sind auf dieser Welt:

– Wer bin ich? Was macht mich aus? Wer ist dieses Ich, das gerade über sich selbst nachdenkt? Wo will ich hin? Wozu bin ich da? Warum tue ich gerade dies oder das? Was bringt mir das gerade auf lange Sicht?

Am Samstag passierte etwas Erstaunliches. Es war der erste Tag, an dem ich alleine einfach so draußen herumgelaufen bin in einem großen Shopping-Center. Geschlendert. In viele verschiedene Läden gelaufen. Menschen beobachtet. Wirken lassen. In mich selbst hineingehorcht. Halt bei einem Asiaten gemacht und mir bewusst ein paar Minuten Zeit genommen um Sushi zu essen, Maki mit Avocado. Einfach so. Ich weiß, nichts besonderes an sich. Für mich derzeit schon. Es bewegt sich gerade einiges in mir und versucht neue Wege zu erfühlen und Perspektiven zu ergründen.

Vom Ergründen der Bewusstheit

Sushi ist nicht der Punkt. Sondern die Bewusstheit. Bewusst das Sushi auszuwählen, bewusst jedes Stückchen mit den Stäbchen an den Mund heranzuführen, in Ruhe zu kauen und zu essen und zu guter letzt bewusst an die Kasse zu gehen und bewusst zu bezahlen. Jedes Geldstück aus dem Geldbeutel zu holen und der Kassiererin in die Hand zu geben.

Diese Bewusstheit hatte ich früher und hatte sie in den letzten Monaten immer mehr verloren. Und nun war es Samstag so weit, dass ich zum ersten Mal seit dem Beziehungsende wieder so etwas wie Freude entwickelt habe im Alleinsein. Dieses Gefühl hielt phasenweise nur wenige Minuten an. Natürlich kommen dann wieder Trauer aufgrund der vergangenen Situation in mir auf, gepaart mit Unsicherheiten und Ängsten betreffend dem weiteren Lebensweg. Es ist für mich ein harter Cut, sachlich gesehen. Eigene Wohnung weg. Täglicher Ablauf weg. Alleine sein. Punkt. Aber hey, immerhin gelang es mir phasenweise! Ein kleiner (großer!) Fortschritt im Vergleich zu von vor 1 oder 2 Wochen.

Ich verlagere derzeit meine Wahrnehmung zunehmend von außen nach innen. Das ist der entscheidende Aspekt auf dem Weg. Natürlich spreche ich noch Frauen an. Aber ich merke, dass ich es – die letzten Tage – aus einem anderen Fokus heraus tue. Es geht mir wieder mehr um die Interaktion und das Üben. Weniger darum DIE Frau kennen zu lernen. Ich merke – auch dank wichtiger und guter Anregungen einzelner Menschen – dass ich noch gar nicht bereit bin für eine neue Beziehung. Innerlich sträubt es mich gerade beim Gedanken daran. Zu tief sitzt die jüngste Enttäuschung. Und gleichzeit spüre ich das Begehren erst einmal wieder zu mir zurück zu finden, anstatt zu versuchen mein gebrochenes Herz einer anderen Frau zu schenken. Das wäre einfach keine gute Voraussetzung für einen neuen Start. Niemandem gegenüber.

Das Ding mit der Kamera über der Schulter

Aber ich weiß, dass ich ein totaler Kämpfer bin. Und mental zum Glück reif genug, um immer wieder einen nötigen Perspektivenwechsel durchführen zu können. Immer wieder in die Beobachterrolle zu gehen. Mit der Kamera über meine Schultern zu schweben und mich zu beobachten wie ich hier gerade diese Zeilen in den Laptop tippe. Oder in einer Bar stehe und mich beim Reden mit einer Frau selbst beobachte. Es hat eine andere Qualität im Sein, zu wissen, dass mein Körper nicht ich ist. Und ich nicht meim Körper bin. Ich bin nicht mal meine Gedanken. Ich bin die Seele, manche sagen auch Energie, die meine Gedanken beobachten kann. Damit kann ich nicht mein Gehirn sein. Und erstrecht nicht mein Körper.

Das zu wissen macht mich derzeit etwas unabhängiger von meiner Vergangenheit. Auf der einen Seite. Auf der anderen Seite tut es noch immer weh, dass ich meine vermeintliche Seelenverwandte verlieren habe müssen. Es war unnötig, einfach unnötig. Andererseits war sie eben nur vermeintlich meine Seelenverwandte. Nicht in der Realität. Sie gab sich anders als sie war. In meinem Kopf habe ich aufgrund der langen Zeit jedoch nur das „tolle“ Bild und die „tollen Erinnerungen“ an sie. Wie ich schon schrieb, geht es mir dabei in erste Linie nicht darum um sie zu trauern, sondern mit mir selbst hart ins Gericht zu gehen. Und zu hinterfragen, wie ich – diese beobachtende Seele mit der Kamera auf der Schulter – dieses Gefühl überhaupt entwickeln konnte, dass sie meine Seelenverwandte sein könnte. Was habe ICH übersehen? Was habe ICH übersehen wollen? Oder konnte ich gar nicht anders als alle negativen Anzeichen (von Anfang an!) zu übersehen? Warum ließ ich mich darauf ein und was ist nötig, um dies nicht zu wiederholen?

Auch muss ich eben eingestehen, dass wir in dem Punkt auf unterschiedlichen Ebenen unterwegs waren. So funktioniert das nicht. Wenn einer links lang läuft und der andere rechts lang. Seele hin oder Seele her. Wenn nur einer in der Lage ist, die Kamera über seine Schultern zu packen und durch die Linse auf sich selbst zu blicken… während der andere irgendwelchen tollen Momenten und Ereignissen hinterherjagt, funktioniert das auf diese Art nicht. Dann sind wir Menschen einfach auf unterschiedlichen Ebenen unterwegs. Und diese nötige Tiefe in einer Beziehung kann sich gar nicht bilden.

Na klar war ich unbewusst in der Beziehung zuletzt, sage ich ja immer wieder. Aber in mir steckt sehr wohl dieses tiefe Bewusstsein, wenn es um etwas geht. Immer wenn es brenzlige Situationen gab, betreffend „wichtiger“ Dinge… die Kinder… Schule der Kinder… Sportverein der Kinder… Arbeitssituation von ihr… ihr Stress… gesundheitliche Probleme von ihr… war ich sofort auf den Punkt da. Absolut bewusst. Kamera an, auf die Schulter damit und uns am Küchentisch beobachtend. Wie wir sprachen. Stets ihre Ängste im Blick und dazu passend nach kurzem Hineinfühlen meine möglichen Lösungswege bereits in der Hinterhand.

Wie das wohl Cristiano Ronaldo macht?

Ich denke mir das so: Wenn Cristiano Ronaldo das Haus verlässt, dann hat er auch nicht immer einen Ball am Fuß und dribbelt damit zum Auto, in einen Supermarkt oder zu den Nachbarn rüber. Und auch wenn er mit seiner Frau intim wird, dribbelt er nicht mit dem Fußball aus der Dusche ins Schlafzimmer zu seiner Frau. Wo sie im Nachtkleid auf ihn wartet. Er macht nicht erst noch 3 Kopfbälle und spielt ihr dann den Ball zu, um sie dann zu küssen. Nein.

Er ist durch und durch Fußballer, aber eben im Training und auf dem Fußballplatz. Er mag eine gewaltige Kraft haben, einen gewaltigen Kopfball und einen unglaublichen Torinstinkt. Aber doch nicht IMMER?! Beim Mittagessen steht er doch nicht nach jedem Happen von seiner Gabel auf und spielt kurz einen Pass gegen die Wohnzimmerwand. Auch wenn es lustig sein mag, sich das gerade bildlich vorzustellen. Nein. Er haut den Ball in den Winkel, dann wenn es darauf ankommt. Und zwar NUR DANN! Wenn er merkt: „Meine Mannschaft braucht mich jetzt! Es steht verdamm nochmal 0 zu 0 und ich kann und werde dieses Ding für die Jungs, den Trainer und die Fans heute entscheiden!“

Dann ist er auf den Punkt da. Die Flanke kommt… und er haut das Ding Vollspann in den Winkel. In DIESEM Moment war er vollkommen bewusst. Für ihn muss der Ball aus der Flanke gefühlt in Zeitlupe auf ihn zugekommen sein. Genug Zeit, um sich 100% bewusst zu werden, was nun für ihn nötig ist. Ende.

Und so war ich auch, wann immer es wirklich nötig wurde, war ich zu 100% da. Für alle. Für sie. Für die zwei Kinder… ja… aber irgendwie nicht für mich. Und dieses zusätzliche bisschen Bewusstheit im Alltag fehlte mir. Und daran arbeite ich derzeit. Ich spüre wieder (! wie damals vor Fr. Schlange !), dass es nicht nötig sein kann und sein darf eine Frau an der Seite zu haben, NUR um glücklich zu sein. Eine Frau sollte die Ergänzung im eigenen Leben sein, niemals der Hauptaspekt. So auch die Aussagen der vielen Trainer und Persönlichkeitsentwickler. Denn ich sehe ja, was passiert, wenn die eigene Frau oder Freundin oder Lebensgefährtin oder Lebensabschnittsgefährtin (ganz modern! zum kotzen!) plötzlich die Reißleine zieht und Du nicht mehr mehr wert für sie bist, als ihr Gefühl des Triumphs durch das Aufstellen einer weiteren Trophäe in ihrem Schrank. Du bist dann eines dieser Panini-Bilder für sie geworden. In ihrem Stickeralbum. Wieder eine Kerbe mehr. Dann stehst Du gottverlassen (oder für die unreligiösen: universumsverlassen 😉 ) alleine da. Ist das wirklich nötig?

Aber ich weiß… es gibt da draußen Seelenwesen, Energiewesen. Die Themen, die mir wichtig sind… sind auch anderen (ganz wenigen zwar nur!) Menschen wichtig. Statistisch müssten davon doch 50% Frauen sein. Da es eher „weiche“ Themen sind, sollten es sogar mehr sein. Und auf dieser Ebene ist echter Austausch möglich. Eine echte Beziehung. Nur bin ich gerade noch nicht so weit, ich bin noch nicht wieder bei mir angekommen. Ich gönne mir jetzt erst einmal die Zeit zurück zu mir zu finden. Danke an Freunde, Familie und Bekannte für Eure Hinweise. Es hat einige Tage gedauert, bis ich realisiert habe, dass ich direkt nach dem Beziehungsaus auf dem Holzweg war.

Und wie es wohl weitergeht?

In mir arbeitet viel, wie ich sagte. Derzeit mache ich mir nicht nur viele Gedanken wie ich mit dem Thema Pickuppen weiter umgehen möchte… sondern auch wie ich eigentlich mein Leben strukturieren will. Es ist jetzt die Möglichkeit da, einige Dinge so umzugestalten, dass sie sich für mich gut anfühlen. Sobald es konkreter wird, tue ich das hier kund. Ein paar verrückte Ideen sind auch dabei.

Gestern holte ich mit Freunden meine restlichen Sachen aus ihrer Wohnung. Da ist auch viel auszumisten. Ballast der Vergangenheit loszuwerden. Alles Dinge, die im Alltag zu kurz kommen. Ich will wieder frei sein. Mental frei. Und dann ist da wieder Platz, um die Freiheit zu teilen. Freiheit ist möglich. Freiheit mit Vertrauen. Nicht nur Freiheit oder Vertrauen. Ich möchte nie mehr wieder das Eine gegen das Andere abwägen oder gar eintauschen müssen. Freiheit und Vertrauen gehören zusammen. Weil ich es mir wert bin. Nicht alle Menschen sind gleich, nicht alle Frauen sind gleich. Es gibt ganz ganz sicher auch Frauen mit Anstand und Moral.

Und bis dahin sehe ich jetzt erstmal zu, dass ich aus mir statt einem abgehalfterten Revolverhelden wieder einen ganz echten mache, der sich auch als Revolverheld fühlt. Revolverhelden sind gemeinhin viel und gerne alleine. Aber am Ende schnappen sie sich dann doch die Frau ihrer Träume. Damit dürfte der Weg für mich klar sein…

2019-04-15.jpg

PS: Da ich heute frei habe, mache ich mich auf den Weg in die Stadt. Mal sehen, vielleicht einen Kaffee trinken und ansonsten einfach in einen Bücherladen setzen und lesen. Ich denke da an Osho…

Werbeanzeigen

Von kleinen Schrittchen

Bis heute Morgen ging es mir mies. Ich habe schlecht geschlafen, wie seit einigen Tagen. Die Nacht von gestern auf heute war besonders übel. Ich hatte mir vor dem Einschalfen noch ein paar Videos angesehen, zum Thema Beziehungsprobleme und Pickup. Die Ansichten des Machers dieser Videos haben mir zugesagt. Ich habe mich wieder erkannt. Er wirbt dafür stets authentisch zu sein. Das auszusprechen was man fühlt. Keinen falschen Stolz oder gespielte gute Laune z.B. gegenüber dem Ex-Partner an den Tag zu legen, wenn man sich doch tatsächlich ganz anders fühlt. Man spiele sich sonst bloß selbst etwas vor, so der Coach. Auch wenn das vermutlich viele Menschen machen, aus Angst, dadurch ihre Verletzungen zu zeigen. Man solle nicht extra hart tun und sagen, dass es einem gut gehe, wenn dem nicht so sei. Und was den Ex-Partner betrifft, auch da solle man sich immer frei so verhalten, wonach einem sei. Wenn man den Ex-Partner vermisse, solle man ihm das so auch mitteilen. Frei nach dem Herzen agieren.

Ziel ist, immer auf der positiven Ebene, der Herzensebene, frei zu agieren. Sich selbst die Freiheit heraus zu nehmen das zu sagen und zu tun, wonach einem gerade ist. Wenn man sich schlecht fühlt, soll man das äußern. Wenn man sich gut fühlt, soll man sich äußern. Wenn man möchte. Nichts muss. Es geht nicht ums Hinterherrennen, sondern darum man selbst sein zu können. Immer authentisch zu sein. Egal ob man damit seine Verletzungen offen legt oder Schwächen zeigt. Denn die vermeintliche Schwäche für den einen ist für einen anderen Menschen eine unendlich große Stärke. Nach dem Motto: „Männer dürfen auch mal weinen und Schwäche zeigen, das macht sie menschlich. Und dadurch irgendwie auch menschlich männlich. Nicht nur männlich.“

Wichtig sei laut einem der Videos, das ich mir angesehen habe, sich beim Senden einer Botschaft an einen anderen Menschen vorab bereits frei vom Ergebnis macht. Immer. Das gilt für Ex-Partner wie für alle anderen menschlichen Begegnungen gleichermaßen. Dass man vorher bewusst in sich geht und sich überlegt warum man sich nun äußern möchte, also was das Ziel dahinter ist.

Danach solle ich mich frei verhalten, ganz gleich wonach mir ist. Und das tat ich. Fr. Schlange und ich telefonierten und schrieben uns die letzten Tage hin und wieder, alles rein sachliches Zeug. Möbel abholen. Versicherungskram usw. Es sind noch ein paar Dinge zu klären. Wir kommen – wie ich schon öfter schrieb – sachlich sehr gut miteinander aus. Freundlich. Noch immer habe ich das Gefühl, dass wir uns sachlich aufeinander verlassen können. Obwohl es auf der Liebesebene ein einziger Hochverrat war.

Einfach mal aufs Herz hören

Gestern Nacht vor dem Einschlafen habe ich alle Sachlichkeit einmal beiseite gelegt, auf den Rat des Persönlichkeitscoaches gehört und ihr eine kurze Nachricht geschrieben und danach sofort das Handy auf Flugmodus gestellt, wie immer vor dem Schlafengehen. Ich schrieb ihr nur drei Worte, nämlich dass sie mir fehle.

Mitten in der Nacht wachte ich auf, dachte sofort an sie und zögerte nicht lange, um zu sehen, ob sie mir antwortete. Tatsächlich. Die Antwort lautete, dass das normal sei und Zeit vergehen müsse.

Das wars. Nichts weiter. Ende. Das ist alles?! Selbst Amazon Alexa hätte mehr menschliche Wärme in ihre Antwort eingebaut. Auch wenn sie künstlich sein mag, die liebe Alexa. Mich hat die Antwort von Fr. Schlange wirklich nicht überrascht. Ich hatte mich vorher schon vom Ergebnis frei gemacht. Ich rechnete mit gar nichts. Mir war nur wichtig, mich mitzuteilen. Das tat ich. Ich war authentisch. Ich habe vermeintlich Schwäche gezeigt. Mag sein. Ich sehe es allerdings viel mehr als Stärke. Die Antwort hat weh getan, weniger die Antwort, sondern mehr die Kühle. Das Gegenteil dessen, wie diese Frau über die (fast) gesamte Beziehung hinweg zu mir war.

Sie war warmherzig, extrem warmherzig, immer darauf bedacht, dass es mir (und natürlich den Kindern) gut gehe. Sie sorgte sich um mich wenn ich Schmerzen hatte und legte großen Wert darauf zum Arzt zu gehen usw. Alles wie weggeblasen. Da ist nur noch eine Hülle. Sicherlich ist sie nur mir gegenüber so kühl. Dem Neuen gegenüber sieht das ganz sicher anders aus. Sei es ihr gegönnt. Und ihm auch. Aber ich könnte das nicht. So wenig Zwischenmenschlichkeit zu bewahren für den Menschen, dem ich vor kurzem noch so oft sagte: „Ich liebe Dich!“ Ich erwartete echt nichts. Auch keine Antwort wäre okay gewesen. Das hätte ich noch eher verstanden. Aber bin ich wirklich ein Objekt, das man einfach wegstellt und zu dem man sagt: „Das dauert bis Du mich vergisst, wird schon wieder.“ Wirklich? Ist es das, was ich mir in der ganzen Beziehungszeit mit ihr durch all meine Wärme und Aufopferung „aufgebaut“ habe? Am Ende wie ein Objekt abgestellt und ohne jedes zwischenmenschliche Taktgefühl außer Betrieb gesetzt zu werden?

Danke dafür.

Ich las die Nachricht, klappte sofort wieder meine Smartphonehülle zu, schaltete den Flugzeugmodus ein, legte das Handy weg und schlief weiter. Als ich morgens – leider wieder viel zu früh vor dem eigentlichen Wecker – aufwachte, fühlte ich mich wie gerädert und hatte sie im Kopf. Natürlich. Viel mehr aber ihre Antwort. Die Art der Anwort. Diese unglaubliche Kühle. Keinerlei menschliche Empathie. Natürlich habe ich keinen Anspruch darauf. Gar nicht. Aber ich kümmere mich derzeit auch nach wie vor „fürsorglich“ um die letzten sachlichen Aspekte der Trennung. Rufe bei Versicherungen an und mache und tue. Das ist der Dank dafür. Die harte Art gesagt zu bekommen: „Ideal, dass wir sachlich gut miteinander auskommen. Hilft ja nur. Aber zwischenmenschlich bist Du mir so egal wie ein Sack Reis in China!“

Angst vor einem Psychopathen

Dass wir sachlich miteinander umgehen können, sogar freundlich („schönen Tag“ und so) hilft ihr im Moment sicher sehr. So hat sie den Kopf frei. Sie hatte mir nach dem Ende der Beziehung gesagt, dass sie Angst vor meinen Folgereaktionen habe. Dass ich viellleicht ein „Nein“ nicht akzeptieren würde. Mensch Mädchen. Ich bin doch kein Psychopath. Ich bin – und das habe ich in der ganzen Zeit der Beziehung nie abgelegt – nach wie vor der vielleicht friedlichste Mensch in Deinem gesamten Umfeld. Ich mag unbewusst geworden sein, weil ich meine Mitte verlassen und mich selbst verloren hatte während der Beziehung. Aber ich bin ein großer Pazifist dieser Erde. Friedlichkeit ist meine Grundveranlagung, Freude mein Streben.

Seelengedanken

Nochmal, nur für Dich, auch wenn Du das nicht liest: Ich wünsche Dir alles Glück der Welt. Werde froh und glücklich, egal wie. Egal mit wem. Es gibt einen Grund warum das alles passiert ist. Meine Seele hat Dich angezogen und Deine meine. Ich verstehe den Grund dafür im Moment noch nicht. Ich verstehe den Grund für dieses vollkommen unnötige Leid nicht. Ich verstehe nicht, warum Dir, mir, uns das widerfahren ist.

Aber ich weiß, dass ich in der Vergangenheit vor Dir einen großen Fehler in meinem Leben gemacht habe, den ich bis heute noch sehr bereue. Froh und glücklich bin ich aber darüber, dass ich daraus gelernt habe. Nie wieder einem Menschen absichtlich oder mehr oder weniger unabsichtlich weh zu tun, denn mit Gefühlen anderer Menschen gehe ich nicht (mehr) leichtfertig um.
Jeder hat seine Päckchen im Leben zu tragen. Meines wog schwer. Ich glaube auch, dass diese Begegnung zwischen Dir und mir und der ganze Weg ganz ganz sicher nötig war für uns. Was Du daraus lernst weiß ich nicht. Vielleicht lernst Du etwas daraus. Vielleicht auch nicht. Du hast das nicht zum ersten Mal getan, was Du getan hast. Ich wünsche Dir, dass es Deiner Seele Frieden bringt. Mir jedenfalls gibst Du damit etwas ganz Kostbares mit, nämlich die Bewusstheit zur Selbstreflexion und Selbsterkenntnis.

Ich glaube, dass ich bis zum Beginn unserer Beziehung ein sehr negatives Karmakonto hatte. Ich glaube aber auch, dass ich in der und durch die Beziehung mein Karmakonto ziemlich in den mindestens neutralen Bereich bringen konnte. Ich habe alles gegeben für Dich und die Kinder. Alles. Und eigentlich noch mehr. Insofern ist das gut so, was ich tat. Ich bin rein. Wenn ich eine Farbe wählen dürfte, ich würde jetzt Weiß wählen.

Danke jedenfalls für Deine Antwort gestern Nacht.

Du bist nicht mehr im Ansatz der Mensch, den ich auch nur wiedererkennen kann. Das macht es mir gerade leichter loszulassen. Ich spüre, wie es mir gerade besser geht als in der Nacht und am Morgen. Ich spüre, wie es Zeit ist, loszulassen. Zeit ist, Dich allmählich vergessen zu lernen. Ich werde Erinnerungen an Dich abschließen, mir keine Bilder ansehen, keine Briefchen von früher anschauen, gar nichts davon. Ich packe alles in eine Kiste und gebe sie jemand anderem zum Verstauen. Ich will nichts davon mehr bei mir haben.

Umfeld und Vergangenheit

Und ich nehme für mich mit, dass ich bei der nächsten Frau keine Hemmungen haben darf. Damit würde ich Dir eine Macht zuteil werden lassen, die Dir nicht zusteht. Andere Frauen sind anders als Du. Nicht alle Frauen lieben den Verrat.

Ein sehr bekannter Koch, der dicke Koch im weißen Anzug mit dem vielen Ingwer, sagte einmal in einem persönlichen Gespräch zu mir: „Die Gesellschaft liebt den Verrat, aber sie hasst den Verräter.“

Dazu kann ich nur sagen: Ich mag beides nicht, weder den Verrat noch den Verräter. Ende der Durchsage.

Botschaften an Dich

Ich muss mir also bewusst sein, dass ich keine schlechten Gedanken an mangelndes Vertrauen beim Kennenlernen meiner nächsten Partnerin haben darf. Ich werde der nächsten Frau (noch) besser zuhören, vor allem über die Beziehung hinweg dies beibehalten und dabei versuchen von Anfang an hinhören, wenn es heißt die „äußeren Umstände“ zu ergründen. Ich werde nicht mehr so naiv an eine Sache herangehen, die auf lange Sicht keine Sache bleiben, sondern zu einer richtigen Lebensbeziehung werden soll. Ich werde dafür im Gegenzug von Anfang an ebenfalls offener agieren und auch meine Vergangenheit nicht verheimlichen. Etwas, das ich Dir gegenüber anfangs tat und erst Zug um Zug aufzugeben lernte. Am Ende ist es aber egal, wenn Schluss ist ist Schluss. Dann hätten wir auch einfach unsere Hüllen von Anfang an fallen lassen können und die Denkschranken aufgeben. Was solls, warum denn nicht gleich?

Es hat seinen Grund, warum ich all Deinen „Freundinnen“ und „Bekannten“ nicht traute. Von Anfang an nicht. Ich traute nicht nur ihnen nicht, sondern von Anfang an Dir nicht. Du befindest Dich aus meinem Blickwinkel in seinem Sog negativ karmatischer Menschen. Solange Du aus dem Strudel nicht heraus kommst, wird Dir das, was wir zwei erlebt haben, noch immer weiter und wieder passieren. So wie früher, so wie jetzt, auch in der Zukunft. Ich habe das nicht gewollt und mir auch nicht gewünscht. Bei Dir ist das glaube ich ganz anders. Für Dich ist es das x-te mal und stellt scheinbar Dein Lebenselexier dar. Das meine ich ganz neutral. Es ist eine Bestandsaufnahme. Mehr nicht, auch nicht weniger.

Das ist nicht meine Realität, es ist Deine. Und damit Dein Problem oder aus Deinem Blickwinkel vielleicht auch nicht Dein Problem, sondern Deine Motivation. Was auch immer Dich geritten hat, so zu sein. Tiefer konnten wir zwei leider nie auf der Ebene des Seins aufeinander zugehen, das zu ergründen. Meine Seele wäre dafür da und bereit gewesen, Dir zuzuhören. Wir Menschen sind in jeder Begegnung einander Lehrer. Ich habe von Dir gelernt. Bitterböse gelernt. Die meiste Zeit war wundervoll mit Dir, keine Frage. Vermutlich hätte es nicht lange gedauert, wenige Monate, vielleicht nur noch höchstens ein Jahr, und ich hätte um Deine Hand angehalten. So sicher war ich mir mit Dir, auch für Dich der Richtige zu sein.

Aber ich habe dank Dir gelernt, genau hinzuschauen und hinzuhören. Nicht so naiv mit den oben genannten „äußeren Umständen“ umzugehen. Es hat seinen Grund, warum all Deine Freundinnen nichts bessers zu tun haben als tagein und tagaus ihren Partnern fremd zu gehen und nur „Spaß haben zu wollen“. Und Du immer schön mittendrin. Wie eine Anführerin. Wir können uns nicht verstellen. Wer jeden Tag unter Drogenanbhängigen ist, wird nicht nur selbst einer, sondern ist es wohl längst schon. Und checkt es wohl selbst dann nicht, wenn er mal wieder nach dem Schuss benebelt in der Ecke liegt. Ich dachte, dass ich Dir helfen könnte. Was ich allerdings übersah: Es gibt gar keinen Grund für Dich, dass ich Dir helfen hätte sollen. Du willst das was Du tust mit jeder Faser Deines Körpers. Für Dich bin ich vermutlich nur eine weitere Kerbe. So wie die vielen Tatoos auf Deinem Körper. Von den meisten weiß ich bis heute nicht was sie bedeuten oder warum und woher Du sie hast. Ich hatte auch nie gefragt.

Deine Vergangenheit wollte ich respektieren und unangetastet lassen. Ich wollte Dir gegenüber wertfrei sein. Lieber mit Dir nie Deine Vergangenheit ergründen, sondern eine gemeinsame Gegenwart erschaffen. In Zukunft werde ich beachten, dass wir alle aus der Vergangenheit kommen und diese nicht einfach ablegen können. Die nächste Frau werde ich mir genau ansehen. Und ich freue mich darauf. Denn ich weiß, dass es verdammt gute Menschen da draußen gibt. Auch Frauen ohne Pseudofreundinnen und ohne Ex-Bekanntschaften. Es gibt ganz sicher solche Frauen. In meinem Umfeld und in meiner Familie wimmelt es von ihnen. Egomanie ist das, was solche Pseudofreundinnen auszeichnet. So etwas potenziert sich, wenn sie alle zusammen kommen. Du mittendrinnen. Ich konnte Dir nicht helfen. Ich sollte dir nicht helfen können. Ich brauchte Dir wohl nicht helfen. Ganz im Gegenteil, ich stand Dir offenbar für Deinen aktuellen Lebenswunsch im Weg. Du möchtest was Du tust, also tust Du was Du möchtest. Wir menschen tendieren immer dazu, das zu tun was wir wollen.

Heute ist Freitag. Und ich werde wieder raus gehen. Mal sehen wohin. Mal sehen wie lange oder wie kurz. Hauptsache raus, trotz Müdigkeit. Innerlich fühle ich mich gerade so, dass ich mich durch das Weggehen gar nicht ablenken möchte von Dir. Im Gegenteil, ich merke, wie ich in kleinen Schrittchen voran komme und merke, dass es beginnt, dass Du nicht mehr ein Teil von mir bist. Das ist es doch, was Du Dir auch wünschst. Das steckt auch in Deiner Antwort von letzter Nacht. Du bist mir fremd geworden. Schade, dass es so ist. Aber Du bist ein freier Mensch. Zumindest glaubst Du jetzt frei zu sein. Also flieg. Sei frei. Lass es Dir gut gehen.

Ich werde noch eine Weile knabbern, aber ich bin motiviert. Ich werde meine Sachen gut machen. Deine Nachricht heute Nacht war ein echtes Wachrütteln für mich. Du hast mich einmal durchgeschüttelt und fest auf den Boden gerammt.

Nun bin ich dran, selbst wenn es nur kleine Schrittchen sind. Blick geradeaus. Schultern nach hinten. Brust raus. Kinn hoch. Und dann ähnlich wie Frank Sintra, nicht „I did“ sondern „I will do it my way“.

2019-04-05

Und dann ist da noch Eckhart Tolle

Eigentlich ist er da nicht noch. Sondern immer noch.

Ich habe seine Hörbücher vor Jahren täglich, teils stundenlang, gehört. Als ich dann meine vermeintliche Traumfrau gefunden hatte, das ist nun knapp 2 Jahre her, habe ich nach wenigen Wochen damit aufgehört.

Ein Fehler. Mein Fehler. Ich wurde dadurch wieder mehr der Mensch, der ich früher – viele Jahre vorher – einmal war. Aber nicht der Mensch, der ich bis zum Beginn der Beziehung gewesen bin und der ich für den Rest meines Lebens bleiben wollte.

Fröhlich, bewusst, ruhig, achtsam, mitfühlend, zuhörend.

Wenn ich diese Eigenschaften mir so ansehe, fällt mir selbst auf, dass ich sie im Laufe der Beziehung durch völlige Unbewusstheit teilweise abgelegt hatte. Genau jene Eigenschaften, die ich mir Dank meiner neuen Lebenseinstellungen und Lebensweisen vorher monatelang durch Eckhart Tolle eingeimpft hatte.

Der Schlüssel zum Glück liegt nicht in der Verbissenheit. Auch wenn ich stets nur die Beziehung schützen wollte. Verbissenheit hilft da nicht. Klammern auch nicht. So groß die Liebe auch sein mag, so sehr muss ich lernen, dass ich sie nicht schützen kann. Die Liebe. Entweder schützen beide sie oder sie ist unschützbar. Strample und kämpfe ich noch so sehr um sie und um die Frau, wird aus dem herzlichen Versuch wahrscheinlich mehr ein Klammern. Für sie hat es sich wohl mehr nach klammern angefühlt, zuletzt.

Die Frage ist, warum ich nur so wurde? Ich war vorher nicht so. Und ich war auch zu Beginn der Beziehung nicht so. Aber da stand von Anfang an etwas im Raum, das mir nie so ganz aus dem Kopf ging, nämlich meiner Traumfrau Fr. Schlange von Anfang an nicht so recht trauen zu können. Anfangs gar nicht. Das ließ mich auch die Entwicklung meiner Gefühle für sie sehr zurückhalten und nur langsam aufbauen. Später wurde es besser. Sie ging auf meine Ängste ein. Angst sie zu verlieren, gepaart mit Ängsten durch sie verletzt zu werden. Sie ging immer wieder darauf ein und sprach mit mir darüber. Sie wollte mir helfen. Tatsächlich half sie mir auch. Und öffnete mein Herz immer weiter. Sie erklärte mir immer, dass sie Angst hätte mich zu verlieren. Dass ich einfach gehen würde, dass mir die Situation mit den beiden Kindern eines Tages zu viel werden würde. Und so weiter. Ich dachte mir innerlich immer nur: „Wenn Du mich schon richtig kennen würdest, wüsstest Du, dass ich Dich bis in die Ewigkeit begleiten werde!“

Es ist allmählich Zeit, mich mehr mit mir auseinanderzusetzen. Viel habe ich über sie nachgedacht und warum sie dies oder jenes getan haben mag. Wirklich erfahren werde ich es doch nie ganz. Manches ist auch nicht rational erklärbar. Aber ich kann zumindest bei mir beginnen. In mir wühlen, grübeln und fühlen. Versuchen herauszfinden, warum ich mich in der Beziehung so sehr aus meiner Mitte entfernt habe. Um es beim nächsten Mal besser zu machen.

Ich stieß inzwischen auf zwei Dinge:

1.
Ich wollte die Beziehung um jeden Preis nach außen schützen. Dazu zählten „falsche“ Freunde von ihr ebenso wie „alte Bekanntschaften“ ihrer Vergangenheit. Oder Lebensweisen, die ich für ungut hielt. Das ist vielleicht zu weit gedacht von mir, das geht über meinen Verantwortungskreis hinaus, könnte man sagen. Ich fand auch am Anfang recht schnell heraus, dass für sie das Thema „Hintergehen“ nicht unbekannt war. Sie spielte oft mit dem Verrat. Wie sollte ich so einem Menschen leicht trauen können? Fremdzugehen war ihr leider gar nicht fremd. Der Start stand unter „schwierigen Bedingungen“, zweifelsfrei. Mit solch einer Vorgeschichte wie ihrer, zweimalig verheiratet mit zwei Kindern. Aus einer aktuell gescheiterten Ehe kommend. Wilde Partys feiernd. Mehr mit „falschen Freunden“ unterwegs als darauf aus, auf sich selbst zu schauen und im Leben (endlich?) anzukommen. Ich wollte ihr Fels in der Brandung sein. Und war wohl – eine Zeit lang – ihr Fels in der Brandung. Ich lernte ihr sogar zunehmend zu vertrauen. Und just am Höhepunkt meines Vertrauens erfolgte ihr Verrat.

2.
Ich hatte im Laufe der Beziehung offenbar solch eine große Liebe für diese Frau entwickelt, dass ich sie nie wieder verlieren oder hergeben wollte. Daraus resultierten vermutlich Verhaltensweisen, die mir heute – jetzt – selbst fremd vorkommen. Ich hatte versucht, wann immer es ging, so sehr für sie da zu sein, wie nur menschenmöglich. Das war wohl zuviel. Ich wollte ihr zeigen, dass es ihr gut gehe mit mir. Ich ordnete Alltäglichkeiten dem Ziel unter, ein Familienleben mit möglichst viel gemeinsamer Freizeit zu ermöglichen. Beispiele? Sparsames Leben, um ihr zu ermöglichen auf ihren Teilzeitjob verzichten zu können. Unsere Ansichten ergänzten sich stets komplett, für sie war die Arbeit nur ein Mittel zum Zweck, das Mittel zum Leben. Sie wollte leben. Ich auch. Wir wollten miteinander leben. Viel Zeit miteinander verbringen können, jedoch nicht an fremden unterschiedlichen Orten in der Arbeit. Sondern für die Kinder da sein, gemeinsam Mittag- und Abendessen wann immer es möglich war. Also konzentrierte ich mich wieder auf meine Stärken und Hobbys, um uns das zu ermöglichen, die Finanzwirtschaft. Ich begann wieder mit der aktiven Geldanlage. Und es lief. Aber ich verbrachte eben auch viel Zeit am PC. Und mit vielen Nachrichten und Börseninformationen. Ich driftete für das Familienglück von ihr ab, ohne es offenbar gemerkt zu haben. Dadurch, dass sie dies auch nie äußerte, gab es für mich keine Chance, aus dem Strudel auszubrechen.

Heute, ein paar Wochen nach dem Aus, sehe ich noch immer keinerlei Nachrichten. Keine aus aller Welt und noch weniger irgendwelche von den Börsen dieser Erde. Und ich merke, dass ich wieder viel mehr draußen bin und trotz der Traurigkeit positiver gelaunt bin. Diese Nachrichten ziehen Menschen runter… außer… ja außer man ist vollkommen achtsam und bewusst. Ich ließ mich runter ziehen, meine Laune runter ziehen. Viele Negativmeldungen. Die sicherlich real sind, aber die nicht im eigenen Leben real sind. In der eigenen Wohnung wird – normalerweise – niemand abgestochen. Es bricht niemand ein. Wir zünden keine Bomben in unserer Küche oder betrügen einander finanziell. Gut, wir werden dafür in der Liebe betrogen, aber das ist ein anderes Thema. Diese vielen Horrormeldungen ließen mich in eine Richtung driften, die nicht gut war für mich. Weil mir der Ausgleich dazu fehlte. Ich grub mich zudem immer tiefer in die Finanz- und Börsenwelt ein. Zu Lasten der Beziehung und zu Lasten der Kinder. Ich tat nie etwas Böses, ich habe mir da absolut nichts vorzuwerfen. Ganz im Gegenteil. Mein Ziel war: So schnell wie möglich so viel Geld wie möglich zur Seite zu bringen, damit wir beide nurmehr so wenig wie möglich arbeiten müssten. Sie sollte in erster Linie zu Hause bleiben können. So war auch immer ihr Wunsch. Aber das echte Leben findet nicht am PC statt. Dieser Spagat gelang mir offenbar nicht.

Ich muss nach vorne blicken, trotz allem. Vor allem muss ich aus meinen Fehlern lernen. Der größte Fehler war nicht das Sitzen vor dem PC. Auch nicht meine Welt der Nachrichten und Börseninformationen. Kryptowährungen zuletzt auch sehr stark. Sondern mein Fehler war, keinerlei Ausgleich dazu geschaffen zu haben. Keine Meditationen mehr, kein Eckhart Tolle mehr. Börseninformationen auf der einen Seite sind dann okay, in Ordnung oder sogar gut, wenn wir öfter zu viert auf der anderen Seite beispielsweise zum Klettern gegangen wären. Oder andere Unternehmungen, genau wie zu Beginn der Beziehung. Gemeinsame freudige Erlebnisse schaffen. Wir gingen mit den Kindern oft raus in die Natur. Machten Lagerfeuer, genossen die Sonne. Genossen jeden Moment. Überall. Ich habe das alles verlernt zu schätzen. In den letzten Monaten immer mehr. Natürlich ärgere ich mich über mich selbst. Auch das beste Geld bringt einem Menschen kein Glück. Nicht einmal dann, wenn es eigentlich für die Frau und die eigene Familie gedacht ist. Denn plötzlich ist sie weg, die Familie.

Ich verlernte in meiner Mitte zu bleiben. Aus genau jener Mitte heraus lernte ich sie kennen. Diese Mitte habe ich ausschließlich Eckhart Tolle zu verdanken, seinen Ansichten und Einsichten. Ich möchte wieder der Mensch sein, der ich bereits war. Auf dem Weg befinde ich mich bereits. Viel draußen sein, Daygamen und Clubgamen sind dabei doch nicht wichtig. Wichtiger ist, dass ich wieder Spaß am Leben entwickle. Ohne Nachrichten und ohne Börse. Scheiß auf das Geld. Nun, komplett keinen Wert mehr aufs Geld zu legen, ist sicherlich auch keine gute Lösung. Aber der Spagat wäre und ist möglich, davon bin ich überzeugt. Der Ausgleich ist entscheidend. Den Ausgleich kreiere ich durch Achtsamkeit und Bewusstsein. Dafür hilft mir Eckhart Tolle. Ich verstehe nicht, warum ich so unachtsam wurde. Sie, meine Traumfrau, aus meinen Augen verlor. Obwohl ich doch immer in ihrer Nähe war. Immer greifbar, immer für sie da. Immer bestrebt ihr das bestmögliche Leben zu bieten. Ihr jeden Tag zu sagen, wieviel sie mir bedeutet.

Doch verlor ich meine Fröhlichkeit, ich wurde zu verbissen, denke ich. Ich wollte den totalen Erfolg. Und der sah so aus, dass ich möglichst viel zu Hause mit ihr und den Kindern gemeinsam Zeit verbringen wollte. Natürlich nicht jetzt. Schließlich erfordert dies einen langen Weg mit finanziellen Einschränkungen. Sie wollte hingegen jetzt leben, jetzt genießen. Ich verschob das stets in die Zukunft. Jetzt sparen, um später gar nicht mehr arbeiten zu müssen. Und wir tendierten wohl beide immer weiter auseinander. Ich bemerkte dies nicht. Sie schon, sie sagt nur nichts. Ich ging während der ganzen Zeit davon aus, dass ich das im Guten tue. Für uns. Ich irrte mich. Ich glaube auch, dass ich mir der Festigkeit unserer Beziehung zu sicher war.

2019-04-04

Das was ich für mich am meisten gelernt habe, jetzt schon, ist:

Verliere Dich nie selbst aus den Augen und aus Deiner Mitte. Dann wirst Du auch niemals Deine Mitmenschen aus den Augen verlieren können. Auf diesen Weg zurück zu finden, wird mir wieder Eckhart Tolle helfen. Er half mir damals. Er hilft mir jetzt wieder. Ich werde nicht nur Pickup-Videos ansehen, sondern unterwegs und überall auch wieder Eckhart Tolle hören. Es half mir damals loszulassen von meiner Vergangenheit. Es hilft mir hoffentlich auch dieses mal wieder. Ich bin sogar überzeugt davon. Vermutlich kehrt dann auch wieder die Gelassenheit auf dem Weg zu meiner Traumfrau 2.0 zurück.

Den totalen Erfolg zu wollen, ist zwar heldenhaft, aber Helden sterben bekanntlich meist einen Tod. Sie werden in Geschichtsbücher verewigt und werden zu Bronzestatuen gegossen. Wozu, was bringt ihnen das? Die Helden verlieren mit dem Tod das Wichtigste, das sie besitzen. Ihr kostbares Leben. Deshalb ist der totale Erfolg eine Illusion. Am Ende sitze ich mit Geld, das ich mit niemandem Teilen kann, an diesem Laptop. Dem Geld, das ich so gerne eintauschen würde, gegen mein geliebtes Leben von noch vor kurzem. Gegen Zeit. Gemeinsame Zeit.

Hätte es die Beziehung wirklich gerettet oder gar von Anfang an weiter in Glücklichkeit gehalten? Ich vermute es nicht. Denn ich bin nur ein Teil der Münze. Es gehören zwei Seiten zu einer Münze. Kopf und Zahl. Gleichberechtigt. Ich handelte moralisch absolut integer und für mich war mein Lebensinhalt das Familienglück. Über die Wahl meiner Mittel lässt sich streiten. Ich wünschte, sie hätte mit mir darüber gestritten. Dies tat sie nie. So konnte ich nicht – jedenfalls nicht alleine – bemerken, dass meine Mittel trügerisch für uns sein würden. Nur das alleine rechtfertigt auch keinen Verrat. Und vor dem Verrat steht die Entfernung und Entfremdung von einem Menschen. Die Entfremdung und Entmenschlichung stet am Anfang, der Verrat am Ende des Weges. Deshalb lege ich meinen Fokus in der mentalen Aufarbeitung meines jüngsten Lebensabschnittes auch nicht auf die Analyse des Endes der Geschichte. Ich versuche zur Quelle zu gelangen.

Nicht jeder muss diesen Artikel verstehen. Heute schreibe ich einen Artikel – diesen hier – mal wieder eigentlich nur für mich. Aufarbeiten. Vieles mag von außen wirr und unverständlich klingen. Aber es hilft mir. Ich blicke in Frieden auf alles. Und ich nehme mir vor, Eckhart Tolle nie wieder aus den Augen zu verlieren im Leben. Auch wenn ich seine Hörbücher schon so viele Male gehört habe. Sie erden mich. Das ist so nötig, ich hatte vollkommen die Bodenhaftung verloren. War mehr mit träumerischen Illusionen eines glücklichen Familienlebens beschäftigt, als das Familienleben real zu leben. Ich bin auf dem besten Weg zu mir selbst zurück. Noch ganz am Anfang.

Aber alles hat seinen Sinn und Zweck im Leben. Meine Seele musste offenbar auch dieses tragische Ereignis mit dem dahin führenden Weg erleben. Das akzeptieren zu können, wird mich Zeit kosten. Aber es wird mich befreien, früher oder später. Es ist nur so schade, dass meine kürzliche Traumfrau in der Zwischenzeit davongeglitten sein wird und schon ist. Sie ist nicht bei sich, obwohl sie meint ihr Glück jetzt durch die massive Lebensänderung erfahren zu können. Ob nund mit dem neuen Partner oder nicht, spielt dabei gar nicht die entscheidende Rolle. Ich wünsche es ihr von Herzen, dass es ihr gelingen mag.

Aber wer Eckhart Tolle folgen kann, weiß, dass das Glück nur im Jetzt zu finden ist. Alles was nötig ist, um glücklich zu sein, ist bereits da. Heute bin ich wieder der Mensch wie am Anfang der Beziehung. Ich bin bei mir, achtsam, ruhig, aufmerksam, bewusst. Nur diesen Menschen hat sie hergegeben. Eingetauscht, sicherlich gegen jemanden, mit dem sie im Moment mehr Spaß hat. Es wäre so einfach gewesen… ein Mensch der einmal achtsam war, kann das durch intensiven Austausch wieder werden. Ich wünschte, sie hätte sich intensiv mit mir beschäftigt. Anstatt den einfachsten aller Wege zu gehen und „lebe wohl“ zu sagen. Wie Eckhart Tolle sagt, finden wir dabei nicht das Glück. Wir tauschen dadurch nur Formen aus. Anstatt im Jetzt in die Tiefe zu gehen. Das wäre so einfach möglich, wenn wir Menschen miteinander intensiv aufeinander zugehen. Welch falsches Bild sie wohl von mir bekommen haben muss, die letzten Monate. Real betrachtet ist es nicht falsch, denn ich war wie ich war. Aber so war ich vorher nicht und so wollte ich nie wieder sein. Und ich bin es jetzt auch nicht mehr.

Das tut weh, diesen Menschen davongleiten zu sehen. In sein vermeintliches Glück. Doch das Kostbarste hatte sie doch längst. Menschen würden sich ihrem Partner zu liebe ändern, sagen sie. Oft aus Verzweiflung. Um etwas zu retten oder wieder gut zu machen. In mir merke ich, dass ich mich eigentlich gar nicht ändern muss. Sondern dass ich jetzt einfach wieder der bin, der ich davor schon war. Was ist nur geschehen, dass das aus mir wurde, ist die Frage.

Welche tiefgehenden Probleme trage ich offenbar mit meiner Seele umher? Ich stoße immer wieder auf die beiden Punkte Verlustangst und Vertrauen. Unabhängig davon, ob die Beziehung überhaupt haltbar gewesen wäre… denn es befinden sich immer zwei Protagonisten in jeder Geschichte… jeder mit seinen eigenen Problemen… muss ich dennoch an mir arbeiten. Mit Verlustangst und Vertrauen umgehen zu können, ist einfach möglich. Dazu darf nur etwas nicht aufkommen, Liebe. Ohne Liebe kann auch keine Verlustangst entstehen. Das kann ich für mich sehr gut beschreiben, denn damals beim Pickuppen war ich zwischendurch sogar immer wieder aktiv dabei mich von Menschen sehr leicht „zu trennen“ die mir nicht gut taten oder mit deren Handlungen ich nicht einverstanden war. Dies ist so leicht, da wir keine Bindung zu diesen Menschen haben. Fehlende Liebe. Aber soll es das wirklich sein? Keine Liebe mehr zu empfinden, nur damit keine Verlustangst und erst gar kein Misstrauen entstehen können.

Keine Ahnung welches Maß an Nähe in einer Beziehung „gut“ ist. Vermutlich wäre mir am Liebsten, wenn ich einen Menschen an meiner Seite hätte, der das selbe Maß an Bindung zu mir möchte wie umgekehrt auch ich. In meiner Beziehung sagte Fr. Schlange am Anfang schon immer warnend zu mir: „Du, ich sag es Dir gleich. Ich bin eine ganz schöne Klette! Magst Du sowas wirklich?“ Innerlich habe ich wie ein kleiner Junge Luftsprüge gemacht. Ja! Genau das mag ich wirklich! Genau das habe ich gesucht. Das habe ich mitunter am Meisten an Dir geschätzt und geliebt. Eine Frau, die vollständig mit und bei mir sein möchte. Am Ende hieß es dann von ihr: „Soviel Nähe wie Du möchtest… das bin ich nicht. Ich brauche meine Freiheiten.“

Oder wie Eckhart Tolle es sagt: „Formen kommen und gehen. Formen können sehr schön sein, wenn sie da sind. Und tragisch, wenn sie gehen. Aber das ist normal. Das Gegenständliche ist genau wie alles andere nicht für die Ewigkeit.“ Was gestern noch gut war, ist heute einfach zu viel. Und das ist so traurig mitzuerleben, dass anstatt zu kämpfen, mit- und füreinander, der Kampf vermieden und stattdessen weitergemacht wird wie bisher im Leben. Formen austauschen. Neuer Partner. Weiter gehts.

Für mich geht gar nichts einfach weiter. Ich tausche sie nicht aus. Auch wenn ich mich bereits wieder auf der Suche befinde. Ich tausche nichts. Gar nichts. Niemanden gegen niemanden. Ich habe sehr viele Emotionen zu geben und ein riesiges Herz. Das war immer so und so habe ich auch immer das Gefühl, dass ich es teilen möchte mit jemandem. Das war stets meine Triebfeder.

Ich habe aus meiner Vergangenheit – ein paar Jahre vor meiner jüngsten Beziehung – gelernt und mir gesagt, dass ich nie wieder meine Frau hängen lassen würde. Nie wieder, das kommt für mich nicht in Frage. Ich würde kämpfen bis zum Umfallen, um nicht auseinanderzureißen, was zusammen bleiben kann und zusammen gehört. Tränen fließen während des Schreibens dieses Artikels. Viele. Ich könnte immer weiter tippen, nur den Menschen, den es am meisten interessieren sollte, wird es nie erreichen. Dieser Mensch lebt woanders. Denkt woanders. Und hat sich losgerissen von diesem Band der Verbundenheit.

Mir bleibt für heute wirklich nichts Positives zu schreiben. Tut mir leid. Manchmal ist da nichts Positives. Heute nicht. Vielleicht morgen.

Von kleinen Rückschritten – Poesie der Verletzlichkeit

Im Leben eines jeden Menschen tun sich täglich Irrungen und Wirrungen, Absurditäten, Kuriositäten sowie auch ganz gewöhnliche Dinge. Manchmal ereignen sich es persönliche Highlights. Jeder Mensch schreibt auf seine eigene Weise Geschichte.

Heute ist für mich nicht einer solcher Tage. Ich sitze einfach nur vor dem PC, fühle mich innerlich extrem aufgewühlt. Unzufrieden mit mir selbst und meiner Situation. „Selbstmitleid!“, höre ich eine Stimme aus dem Off zu mir sprechen. Mir geht es nicht um Selbstmitleid, wirklich nicht. Ich habe heute – gerade – einen Tag des mentalen Rückfalls. Es ist kein gewöhnlicher Tag mit gewöhnlichen Dingen. Das wäre gut. Nicht einmal Absurditäten und Kuriositäten taten sich bislang auf. Es ist ein fader, bisweilen langweiliger und allen voran ein gefühlt sehr einsamer Tag. Obwohl ich im Büro sitze und genügend Kollegen da sind. Es fehlt eine Connection. Kein Verstehen und verstanden werden. Es sind eben nur Kollegen, keine Freunde. Meine Lebensgeschichte ist nicht ihre. Soll es auch nicht werden. Ich erzähle ihnen die Tage manchmal weiterhin von der Fahrt nach Hause zu den Kindern. Obwohl ich dieses Zuhause nicht mehr habe, die Kinder auch nicht.

Ich habe genau genommen in diesem Moment nicht einmal irgend etwas zu erzählen. Nicht einmal meinem Blog. Stattdessen schreibe ich gerade einfach, weil es mir hilft. Plötzlich aufkommende Gedanken zu Papier zu bringen, beruhigt. Das tat ich damals und fühlte dabei, dass ich Emotionen ablassen konnte. Keine überschwänglichen, sondern ganz normale kleine Emotionen. Die, die zerbrechliche oder gebrochene Menschen genauso in sich tragen, wie glückliche und starke.

Was ich gerade tippe, entstammt dem Jetzt. Ich versuche zu fühlen und schreibe nieder, was mir in den Sinn kommt. Es ist ein Gespräch meines Verstandes mit meinem Herzen. Keine Diskussion. Es ist ein Gespräch. Fast ein Monolog. Der Verstand schaltet sich ein und meldet sich zu Wort, will raus, will sich äußern. Will sich wichtig machen. Viel wichtiger als er ist. Gemeint ist das alt bekannte Ego. Es ist angeknackst, um nicht zu sagen richtig derbe angeschossen. Taumelnd wie ein abgehalfterter Revolverheld nach einem Herztreffer im letzten Duell mit seinem Gegenüber.

Auf der anderen Seite ist das Herz

Das sich versucht zu wehren. Es übernimmt alleine durch seine Grundveranlagung die passive Rolle. Steckt viel ein, hält aus und hält aus. Es ist das Taschentuch des Verstandes. Es fühlt und spürt und versucht gleichzeitig dem Verstand die Energie zu entziehen. Es tut weh. Zuerst wird ein Mensch im Verstande getroffen, es ist sozusagen die erste Bastion, der erste Schutzwall im Leben. Die alltäglichen kleinen Herausforderungen und Wehwehchen prallen an diesem Mauerwerk ab. Dazu ist es da, dafür ist es gut.

Doch manchmal – selten – erzielt das Leben Wirkungstreffer. Die Bastion hält nicht. Sie wird durchbrochen und durchbohrt und beginnt zu bröckeln. Plötzlich schlagen die Treffer zunehmend schutzlos ein. Einer, zwei, drei. Immer weiter. Ein ganzes (Un)Naturschauspiel, eine Welle zerstörerischer Gewalt. Stalinorgel. Jeder Treffer erzielt seine ganz besondere eigene Wirkung. Der erste kommt plötzlich und unerwartet. Trifft hart, bleibt zunächst fast unentdeckt. Die Wirkung tritt nur mit zeitlicher Verzögerung ein, ein fieser Schlag mit Langzeitwirkung. Kurzfristig nicht realisierbar. Brennt dafür umso länger wie Napalm. Qualm macht sich breit, es entsteht nur verzögert ein Schwelbrand. Das dicke Ende kommt erst noch.

Denn hinter der Bastion liegt das Herz. Ist dieser Schutzwall erst überwunden, schlagen die Geschosse auf dieses, als gäbe es keinen Morgen. Das Herz wehrt sich nicht. Es steckt nur ein, es fühlt, aber versteht nicht. Es ist den Treffern ausgeliefert, wie ein Neugeborenes seiner Umwelt. Jede noch so starke Schutzmauer wird früher oder später im Leben eingerissen werden. Je niedriger die Mauer steht, desto leichter wird sie zerstört werden können. Leider stören Menschen Mauern. Unnötig. Vertrauen ist die Quelle der Verletzlichkeit. Vertrauen wir, sind wir umso leichter verletzlich. Nur durch Vertrauen können wir aber intensiver lieben. Gefühle in der Tiefe überhaupt erst zulassen. Es ist ein Licht- und Schattenspiel zugleich. Die Liebe von gestern ist die Quelle des Vollstreckungstreffers von heute.

2019-04-02

Sogleich war es einmal umgekehrt, der Lebenstreffer von früher war die Quelle der tiefen Liebe von gestern. Als der Qualm sich etwas legt… „Licht und Schatten wechseln sich. Eines Tages wieder.“, spricht das Herz.

Neue Woche, neues Glück

Es ist Montag. Es ist eine neue Woche. Und damit eine neue Chance. Gute Miene zum bösen Spiel machen? Zuversicht mit Gewalt erzwingen! Ich möchte den toten Punkt überwinden. Ich fühle mich mental nach wie vor gerädert, spüre jedoch auch sehr vereinzelt aufflackernde Lichtblicke. Es existieren hier nur zwei Möglichkeiten. Entweder ich falle zurück ins Negativdenken und in depressive Stimmungen oder ich wehre mich um jeden Preis gegen die verdammten Klauen des Satans. Er versucht mich wiederkehrend zu packen und zu sich in die Hölle zu ziehen. Das spüre ich doch. Diese kalten an mir zerrenden Klauen. Darum muss ich ihm entkommen. Also strample ich und renne um mein Leben. Derzeit komme ich zwar kaum vom Fleck, solange ich jedoch rudere und strample, kann ich nicht von ihm gepackt und aufgefressen werden.

So, genug der Metaphern. Auch wenn sie noch so zutreffend meine Gegenwärtigkeit beschreiben mögen. Die letzte Woche war im Rückblick betrachtet ganz passabel. Ich war viel draußen, zwei Mal zum Clubgamen am Wochenende. Schlafmangel inklusive. Morgens kann ich nicht so lange schlafen, spätestens um 08:30 Uhr wache ich in der Regel auf, egal wann ich vorher ins Bett gegangen bin. Das ist vermutlich ein Resultat der Gewohnheiten der beiden Kinder in meiner letzten Beziehung, die Beiden standen spätestens 08:30 Uhr auf. Alles ganz normal für Kinder und natürlich vermisse ich das.  Meine innere Uhr scheint sich darauf eingestellt zu haben, über all die Monate. Entsprechend ziehe ich es vor, nicht so lange weg zu gehen.

Je später die Nacht…

Andererseits weiß ich, dass die größten Chancen der Verführung in den ganz ganz späten Nachtstunden (bzw. ganz frühen Morgenstunden) zu finden sind. Ich möchte das meines Körpers und meiner Gesundheit willen eigentlich nur nicht. Vielleicht muss ich mich aber auch dazu doch zumindest hin und wieder hinreißen lassen. Bis morgens im Club zu bleiben! So blöd das einerseits klingt und eigentlich auch ist, aber mit steigendem Alkoholpegel werden die Frauen enthemmter und öffnen sich leichter. Es ist nicht mein Alkohopegel gemeint. Ich trinke bekanntlich keinen Alkohol beim Weggehen. Auch sonst kaum. Widersprüchlich ist daran nur, dass ich genau genommen so eine Art von Frauen gar nicht an meiner Seite haben möchte… eine Frau, die bis in die Puppen feiern geht und sich mehr oder weniger zuschüttet mit Giftcocktails. Alkohol ist nun einmal ein Nervengift. Wer das für sich in größeren Mengen benötigt, auch um enthemmt zu sein, ist über all… nur nicht bei sich selbst…

Ich bin bei mir. Muss jedoch mit dem Problem der Widersprüchlichkeit zurecht kommen. Frauen kennenlernen? Ja! Wo? Gute Frage, denn nirgends außer in der Nacht beim Clubgamen ist eine höhere Dichte an attraktiven Frauen auf so engem Raum gegeben. Dichte in zweierlei Hinsicht. Das ist das Ying und Yang an der Sache. Daygamen ist im Gegensatz dazu schön und gut, allerdings muss ich viel und lange umher spazieren, um eine Frau zu erblicken, die mich optisch wirklich anspricht. Das sind die alten Vorteile und Nachteile zwischen Day- und Clubgame. Tagsüber kannst Du die „normalen“ kennen lernen, nachts dafür umso mehr oder leichter attraktive Frauen, schlicht aufgrund der vorhandenen Auswahl.

Ich denke, dass dieses Dilemma keiner Lösung zugeführt werden kann. Und so wandle ich weiterhin auf parallelen Pfaden. Tagsüber, zumindest wenn es die Zeit zulässt, werde ich das maximal Mögliche versuchen. Nachts werde ich weiterhin Bars und Clubs aufsuchen. Und so habe ich mir vorgenommen, während der Woche nach der Arbeit jeden Tag zumindest kurz in ein oder zwei Supermärkte zu marschieren, um mir dort meine tägliche Portion Körbe abzuholen. Falls ich denn überhaupt passable Frauen erblicke. Und irgendwann auch wieder einen Treffer landen. Bislang hat sich seit dem Ende der Beziehung kein Date ergeben. Zu gering war bislang auch die Zahl der angesprochenen Frauen, dessen bin ich mir bewusst. Ich muss die Schlagzahl erhöhen, das galt damals schon und ist noch heute das alles entscheidende „Allheilmittel“. Irgendwann kommt wieder der (erste) Treffer. Und für mich ist derzeit in erster Linie wichtig, mich abzulenken von meiner kurzfristigen Vergangenheit.

Wo wir wieder beim Ankämpfen wären. Ankämpfen gegen die Traurigkeit. Ankämpfen gegen die Einsamkeit. Auf einem Date bin ich zumindest physisch nicht einsam. Davon auszugehen, dass das erste nächste Date gleich mit meiner Traumfrei stattfinden würde, ist selbstredend töricht. Es werden wahrscheinlich viele Dates folgen müssen. Dazu werde ich viele Körbe entgegen nehmen müssen und auch eine Menge Dates durchlaufen. Allerdings verhielt es sich auch in der Vergangenheit so, dass mir immer wieder vereinzelte schöne Momente und Erlebnisse widerfahren sind. Diese Erlebnisse halfen mir damals – vor über 3 Jahren – über meine schwere Zeit hinweg. Und das half mir enorm. Denn auf diese Art zog ich mich weiter und weiter aus dem Treibsand heraus, der mich stark nach unten niederzuwürgen drohte.

2019-04-01

Ich werde also abends nach der Arbeit täglich zumindest für einen kurzen Abstecher in Supermärkte sehen und versuchen mein Glück zu erzwingen. Im Wissen, vermutlich zunächst gar nicht meine Traumfrau finden zu können. Weil ich dazu mental wohl noch gar nicht bereit bin. Ganz ausschließen kann ich es allerdings auch nicht. Und deshalb möchte ich offen sein für alles, am Meisten jetzt zunächst einmal für mein erstes Date nach fast 2 Jahren. Gute Miene zum bösen Spiel machen. Das Glück erzwingen. Und vielleicht auch dadurch den Erfolg herausfordern und provozieren. Alles versuchen. Wer alles versucht, kann viel verlieren. Wer nichts versucht, hat bereits alles verloren. Keine Zeit fürs Trauern verlieren, trauern kann ich später noch. Dann nämlich, wenn ich wieder einigermaßen glücklich bin, so ist die Hoffnung. Wer kann schon trauern, wenn er glücklich ist? Genau deshalb!

Unlust vs. Selbstmotivation

Heute ist Samstag, es ist bereits abends, und ich komme gerade vom Daygamen zurück.

Ich war in der Stadt, danach außerdem mit Herrn van Onnetuschn  und seinen Bekannten auf einer Veranstaltung, und anschließend wieder in der Stadt. Ich ließ das Spiel laufen. Der erste Approach des Tages am Mittag verlief direkt mal sehr ungünstig. Die zwei Frauen kommen mir entgegen, eine sieht mir mehrmals in die Augen, ich werde langsamer und lasse sie an mir vorbeiziehen. Augenkontakt, sogar mehrmaliger ist ein sehr gutes Indiz für Interesse. Also drehe ich mich anschließend direkt um und gehe den Zweien hinterher, tippe der Linken auf die Schulter und sage: „Hey, Du hast mich im Vorbeilaufen mit Deinen Augen fast aufgefressen. Ich muss einfach mal hi sagen!“ Sieh sah mich über ihre Schulter kurz und desinteressiert an, sagte nur „Oh nein. Nee.“, oder irgend so etwas und lief mit ihrer Freundin geradewegs weiter. Ich schob hinterher: „Hey, alles okay. Was ist los? Ich beiße nicht.“

Dann drehte ich um und ging wieder in meine ursprüngliche Richtung. Komischer erster Approach. Nicht gerade ein Motivater-Approach. Normalerweise fallen die Reaktionen freundlicher aus, offener. Dabei wollte ich es dann auch fürs Erste bleiben lassen und ging zur Veranstaltung zum oben genannten Freund mit seinen Bekannten. Dort befanden sich viele Menschen, relativ dicht gedrängt. Es waren auch viele Frauen da, viele 2er und 3er Gruppen. Ich machte mich bei der Veranstaltung überwiegend auf die Suche nach einem guten Set und kam auch ganz gut in ein paar Gespräche. Allerdings funkte es für mich irgendwie nicht und ich blieb deshalb auch nicht hartnäckig in den Konversationen. Zweimal unterbrach ich selbst mit Worten wie… bla bla… „ich dreh nochmal eine Runde weiter, wir sehen uns ja noch…“.

Vielleicht hätte es bei einer geklappt, möglich. Ich weiß nicht. Ich fühle mich blockiert, gehemmt. Irgendwie lust- und kraftlos. Obwohl ich die Gespräche kann, Ansprechangst hab ich keine. Das ist an sich schon eine mega gute Grundvoraussetzung. Viel besser geht es erst mal gar nicht. Aber ich spüre trotzdem eine Art Unlust. Das ist vielleicht das, was manche meiner Freunde und Bekannten zu mir in in den letzten Tagen öfter sagten: „Sieh zu, dass Du erstmal über die Eine hinweg kommst, bevor Du Dich auf die nächste stürzt.“ Ich glaube, dass mich Fr. Schlange im Hinterkopf leider massiv begleitet. Überall, als ich heute unterwegs war, und irgendwo eine ähnliche Frisur wie ihre sah, hielt ich Ausschau nach ihr. Ob sie es sei. Verrückt. Natürlich würde sie nicht da sein wo ich bin. Es ist eine andere Stadt, ein anderer Ort. Aber ich merke, wie ich psychisch echt zu kämpfen habe. Sie hat mir echt ein Paket hinterlassen, kein schönes. Diese Zeilen zu schreiben, helfen mir allerdings sehr. Ich gehe damit in die Beobachterperspektive und merke auf diese Art, dass dies nur Gedanken sind. Psychische Hirngespinste. Wenn auch präsente Gedanken. Aber ich bin nicht meine Gedanken. Und meine Gedanken sind nicht ich. Ich bin ich. Ohne Gedanken. Alles weitere findet im Kopf statt. Das zu reflektieren hilft.

Ein Mädchen gefiel mir mega gut, eine glatte 7,5 oder 8. Die hatte ich ziemlich direkt angesprochen, das Gespräch lief auch zunächst mal richtig gut, auch noch als ihre Freundin dazu kam. Ich versuchte beide ins Gespräch zu integrieren und wollte es einfach wissen, schug deswegen direkt ein Treffen vor. Antwort: „Wir sehen uns ja sowieso noch hier, lass uns später weiter reden.“ Mir ist klar was das heißt, da bleibe ich auch nicht mehr aktiv dran. Keine Bedüftigkeit meinerseits, Frauen gibt es genug. Wenn Du nicht willst, will vielleicht eine andere.

Für heute sollte aber keine andere wollen. Ich habe es dann nach der Veranstaltung noch in der Stadt bei einer Verkäuferin in einem Kaufhaus versucht. Kurzes nettes Gespräch. Sie nahm es sehr „professionell“ auf, bedankte sich für mein Kompliment, blieb kurz im Gespräch mit mir und wimmelte mich dann direk mit den Worten „alles klar, dann wünsche ich Dir noch einen schönen Tag“ ab.

Hm. Im Gegensatz zu früher notiere ich mir nicht mehr die genaue Anzahl meiner Approaches. Heute waren es vielleicht 6 oder 7. Im Prinzip alles Körbe bzw. einen Teil der Gespräche hatte ich selbst zwischendurch abgebrochen. Das ist an sich auch noch keine schlechte Quote. Ich hatte schon Tage, an denen ich 14 Körbe nacheinander bekam. Und das 15. Set dann zu einem Date mit mehreren Folgedates und Übernachtungen usw. führte.

Natürlich reflektiere ich dennoch, was ich womöglich verbessern könnte. Um ehrlich zu sein gehe ich ganz aktiv in die Gespräche. Ich versuche es manchmal direkt und manchmal indirekt. Ich achte bereits wieder auf Details wie Stimmlage und Lautstärke (tief und laut).Aber ich bin einfach (noch?) nicht in dieser mentalen Verfassung, Glücklichkeit oder gar noch mehr als „nur“ Glücklichkeit auszustrahlen. Was soll dann schon groß heraus kommen.

Ich hatte heute sogar kurzfristig direkt vor den Augen von Herr van Onnetuschn und seinen Bekannten einen mentalen Rückfall, nasse Augen meinerseits. Er bemerkte das sofort, separierte mich und nahm mich gleich mal auf eine Runde nach draußen mit. Danke mein Freund. Keine Ahnung. Heute war (bisher?) mental nicht mein Tag.

Jetzt ist es ca. 19 Uhr und ich hatte mir für heute Nacht vorgenommen, in jedem Fall zum Clubgamen raus zu gehen. Bei so einem – Entschuldigung – gefühlten Scheißtag. Man. Ich weiß aber auch, dass ich aus dem Loch nur herauskomme, wenn ich einfach alles gebe. Vielleicht ganz besonders viel Engagement an den besonders schlechten Tagen. Selbstmotivation, selbst wenn keine Motivation aufzubringen möglich scheint.

Ich schwanke innerlich zwischen:
a) am Liebsten einfach schlafen gehen
b) einen ruhigen Abend auf der Couch alleine verbringen, vielleicht etwas persönlichkeitsentwickelndes lesen
c) mit der Familie am Abend einfach nur unterhalten
oder
d) doch meine sieben Sachen zu packen und verdammt nochmal in den Club zu fahren.

Ich sage ja sonst immer: „Wenn man Lust auf etwas hat, dann ist es sowieso einfach. Etwas zu tun, gerade wenn man gar keine Lust darauf hat, das ist die Kunst!“ Und das Schlimme ist, dass ich mir bewusst bin, dass mit schlechter Stimmung die Wahrscheinlichkeit für Erfolge massiv sinkt. Ich weiß aber auch, dass mit schlechter Stimmung Erfolge dennoch möglich sind.

Beispielsweise reicht da ein gutes erstes Eröffnungsset im Club, hatte ich früher auch schon. Ein bisschen mit ihr und ihrer Freundin gesprochen, kurze Zeit später liefen wir zu dritt aus dem Club. Davon eine der Beiden mit mir händchenhaltend. Der Abend bzw. die Nacht endete bei den Beiden in der Wohnung inkl. gemeinsamem Frühstück am nächsten Morgen. Es gab auch mal einen Artikel hier dazu, lange ist es her.

Will heißen: Schlechte Stimmung steigert das Misserfolgspotenzial. Aber schlechte Stimmung alleine ist noch kein Garant für Misserfolg. Es sind nur mehr Sets nötig. Mehr Approaches. Und genau das ist das Harte daran, wenn man, wie ich jetzt, eigentlich fast keine Lust hat überhaupt raus zu gehen. Teufelskreis. Den muss ich durchbrechen. Wir werden sehen…

2019-03-30

PS: Früher bin ich dann manchmal einfach raus gefahren, kurz in den einen Club und kurz noch in einen anderen. Einmal schnell durchschauen, ob was dabei ist. Sehen und gesehen werden. Und wieder nach Hause. Vielleicht ist das das heutige Mittel der Wahl? Hat Vorteile und Nachteile. Wenn man rausgeht, sollte man auch approachen. Wozu geht man sonst raus? Hm. Wirre Gedanken.

Ich kämpfe…

Die letzten 2 Wochen habe ich relativ gut abgenommen. Meine etwas engeren Hemden passen mir wieder, die ganz engen noch nicht. Zu meinen besten Zeiten trug ich nicht Slim Fit sondern Superslim Fit. Da will ich wieder hin.

Mit meinem Körper…

Ich mache jeden Tag Sport. Abwechselnd leichtes Krafttraining und Ausdauer, um weiter Fett zu verbrennen. Der Appetit kommt auch langsam wieder, wenn auch nur sehr langsam. Ich versuche dennoch allem zu widerstehen, was mich von meinem Ziel abhält. Klappt ganz gut bisher. Mein Ziel ist, mir wieder den Körper von vor 3 Jahren zu erarbeiten. Ich bin mir sicher, dass das Aussehen einen relativ großen Anteil an meinem Erfolg auf dem Weg zu meiner Traumfrau (für die ich bekanntlich wohl irgendwann aber nicht mehr der Traummann war) geleistet hatte. Auch wenn sie es in Gesprächen stets rational abstritt, vielmehr wäre ich „einfach so heiß“ (gewesen), unabhängig von meinem Körper.

Viele Dates damals, viele coole Erlebnisse. Und ein schöner Körper gibt auch Selbstvertrauen, das ist keine Frage. Wie ich heute feststelle, handelt es sich dabei um Selbstvertrauen auf einer anderen Ebene. Mental bin ich selbstbewusst genug im „echten Leben“, viele meinen sogar ich hätte manchmal einen Hang zum übertriebenen Selbstbewusstsein. In sachlichen Dingen des Alltags mag das stimmen. In meinen Lebenszielen mag das auch stimmen oder besser gesagt gestimmt haben.

In Bezug auf das andere Geschlecht sieht da die Welt anders aus. In der Beziehung hatte ich dieses Selbstbewusstsein ebenfalls voll und ganz gegenüber meiner Partnerin. Ich bestätigte sie immer wieder für ihre Optik, ganz besonders im natürlichen Zustand, d.h. ohne Schminke oder Haarspray usw. Sie tat das umgekehrt ebenfalls, selbst als ich ein paar Kilo zunahm. Wieso sollte ich da mein Selbstbewusstsein verlieren. Jetzt jedoch, wo ich wieder alleine dastehe, sieht die Sache anders aus. Meine geliebten Klamotten passen nicht mehr so wie früher, also muss ich auf weiter geschnittene Hemden oder Pullover zurückgreifen. Das ist eigentlich nicht meins.

Aktuell denke ich darüber nach, mich für ein Fitnessstudio anzumelden. Bislang trainierte ich stets mit dem eigenen Körpergewicht und Kurzhanteln zu Hause. Damals und heute wieder. Erfolge sind damit zweifelsfrei möglich, jedoch nicht so effizient. Mehr Geräte = mehr Möglichkeiten = mehr/schnellerer Erfolg. So lautet die Formel. Ich habe sowohl Ausdauersport (ohne Ball) als auch Krafttraining aber noch nie gemocht. Auch heute nicht. Ich tue das – wenn ich ganz ehrlich bin – auch nicht für mich. Sonst hätte ich das in der Beziehung auch nicht so schleifen lassen oder aufgegeben. Als ich das Gefühl hatte, dass es „einfach passt“ zwischen uns, sah ich keinen weiteren Sinn mehr in dieser unnatürlichen Körperschinderei. Ein kleines bisschen Rückentraining usw. schadet niemandem, im Gegenteil. Aber Gewichte stemmen? Regelmäßig eine Dreiviertelstunde joggen gehen? Ich ging lieber mit meinem Mädchen händchenhaltend spazieren oder führte tolle Gespräche mit ihr über alles Mögliche.

Selbst Schuld, könnte ich mir sagen. Aber kein Mensch weiß, wie lange eine Beziehung hält. Ich ging von der Ewigkeit aus. Und die letzten Wochen vor meinem aktuellen unfreiwilligen Single-Status hatte ich bereits wieder mit leichtem Lauftraining begonnen, ich hatte sie sogar gefragt, ob wir das zusammen machen wollten. Wir joggten auch insgesamt vielleicht nur zwei oder drei Mal in der ganzen Zeit der Beziehung miteinander. Schade eigentlich. Ich hätte mit ihr zusammen eine andere gemeinsame Sportart heraussuchen und finden „sollen“. Gemeinsame Erlebnisse schaffen, das kam zu kurz. Stattdessen zuviel Alltag.

Sie liebte das Klettern. Ich hätte hier bewusster und aufmerksamer sein müssen. Es soll nicht nur melancholisch klingen, was ich hier gerade schreibe. Es steckt auch eine ganze Portion Zuversicht für die Zukunft drinnen, auch wenn man dafür etwas unter die Fassade blicken muss. Ich merke ja, wie das Traurigsein stetig einem „nach vorne Blicken“ weicht. Aussagen wie „ich hätte dies oder jenes tun sollen“ sind der Ursprung. Nicht unerwähnt lassen möchte ich dabei, dass Ursprünge und Ursachen auch Folgen haben. Und so kann ich derlei Aussagen einfach ergänzen und abschließen mit „und beim nächsten Mal achte ich da von Anfang bis Ende drauf!“. Dann wird die Sache hoffentlich schon rund werden, sein und vor allem bleiben. Dann wird aus Melancholie Zuversicht und ein echter Beziehungsvorsatz.

Gemeinsamer Sport bietet unschätzbare Vorteile. Man ist zusammen, hat gemeinsam Spaß, trainiert zugleich den Körper, für sich selbst und gleichfalls auch für den Partner. Attraktivität und so. Dabei werden Glückshormone ausgeschüttet, wo wir wieder beim Thema Hormone wären. Und gegen positive Hormone können wir Menschen uns nicht wehren. Wir müssen ihnen folgen.

Und darum werde ich auch die nächsten Wochen ins Solarium gehen. Sonne (selbst künstliche) sorgt auch hier für einen positiveren Hormonhaushalt. Vor wenigen Wochen wollte Fr. Schlange wieder ins Solarium gehen, ich riet ihr ab. Es sei schädlich für die Haut und außerdem hätten wir zwei uns doch, zumal sie für mich so oder so die attraktivste Frau der Welt sei. Waren meine Worte. Absurd. Heute möchte ich selbst ins Solarium. Im Wissen, dass es schädlich ist für die Haut. Aber im Wissen, dass es – in mildem Maße – die optische Attraktivität für die potentielle neue Partnerin steigert. Plötzlich ist man angebräunt. Und das heißt? Ja klar, das heißt, dass dieser Typ bestimmt ganz abenteuerlustig und viel draußen ist und viel Sport macht. Ein echt heißer aufregender Kerl. Man man man. Wieder dieses Hollywood.

Und ich spiele mit, zwangsläufig. Ich fühle mich derzeit in einer Situation, in der es sich für mich anfühlt, als würde mir jemand unentwegt zurufen: „Schach!“ Und nach Schach kommt matt. Und das will ich nicht. Ich kämpfe so gut ich kann. Wieder auf allen Ebenen. Körperlich. Kleidung. Verhalten. Aufmerksamkeit. Ich gehe raus, wie damals. Aber vor allem geht es um die Lebenseinstellung. Und die muss ich positivieren. Muss ich nicht nur, möchte ich auch. Das Leben ist schön. Punkt. Muss ich nur noch an den Punkt kommen. Ich kämpfe. Ich kämpfe. Ich kämpfe. Und ich werde es schaffen, weil ich vor meiner Beziehung so war. Jeden Tag draußen unterwegs, immer auf der Suche nach meiner Traumfrau. Und so will ich wieder sein, positiv. Denn das bin ich. Ich wurde nur behäbig in der – vielleicht auch durch die – Beziehung. Ich wiederhole mich, ich weiß, aber es ist elementar selbst zu verstehen und einzusehen, dass ich behäbig wurde. So bin ich eigentlich nicht (mehr). So war ich vorher nicht. Warum sonst habe ich all das hier zugelassen? Keine Ahnung was in mich gekehrt war. Ich will zurück zu mir.

Um was es jetzt geht…

Die Traumfrau war die 1. Traumfrau im Projekt Beziehung, das Ganze ist bekanntlich gescheitert. Und nun geht es darum, die 2. Traumfrau zu finden. Oder besser gesagt die „richtige 1. Traumfrau“. Die echte Traumfrau konnte die 1. kaum gewesen sein, wenn ich nach nicht einmal 2 Jahren auf dem kalten Tablett abserviert werde. Ich bin ein Romantiker und für mich sollte eine Liebe ein Leben lang halten, wenn sich beide wirlich darum bemühen. Selten hält die erste Liebe ein Leben lang, allerdings lernen wir aus unseren Erlebnissen. Deshalb war es auch nicht unsere erste Liebe. Wir sind keine Teens mehr. Und ich hatte genug in meinem bisherigen Leben gelernt, um diese Frau nie wieder alleine lassen zu wollen.

Es fehlte wohl das beiderseitige Bemühen. Das miteinander Sprechen über die „wahren Probleme“. Ich tat das immer, allerdings gibt es für mich keine „Probleme“ im Leben. So ernst ich oft wirken mag, so sehr bin ich aber auch nicht durch „Probleme“ klein zu kriegen. Ich nehme das sachlich, gehe aktiv damit um und wische sie meist mit einem Handstreich vom Tisch. So bin ich. Ich bin ruhig und gelassen, selbst in vermeintlich hektischen Situationen oder Lebensherausforderungen. Bis jetzt fand ich in meinem Leben noch immer ein vernünftige und meist sogar sehr gute Lösung für allerlei Herausforderungen. Deswegen spreche ich auch stets die Kleinigkeiten offen an, in einer Beziehung gleichfalls wie in einer Freundschaft oder in der Familie. Es sind wohl nicht alle Menschen so. Und so entfremdet sich irgendwann der Eine vom Anderen. Oder besser auf mich zutreffend, die Eine von mir.
Aber es wird schon, gestern war ich  zum ersten Mal seit Ende der ersten Reise zu meiner Traumfrau zum Daygamen draußen. Ich wohne nicht mehr so zentral in der Stadt wie früher. Entsprechend habe ich ein mittelschweres Problem leicht an einen Ort zu gelangen, wo eine ausreichend große Fluktuation vorherrscht. Fluktuation an potentiellen Traumfrauen. Also fuhr ich extra zu einem bekannten großen Möbelhaus und machte einen Themenabend daraus, unter dem Motto: „Finde Deine schwedische Traumfrau!“

Leider war es während der Woche. Es war nicht viel los. Und wenn jemand unterwegs war, dann Pärchen. Eine Konversation mit zwei Mädls habe ich nach dem zweiten Rundlauf durch das ganze Gebäude endlich starten können. Indirekter Approach (indirektes Ansprechen). Es war nett. Unterhalten über einen Flauscheteppich, den die Eine in der Hand hielt. Sie suchten gerade ein paar Dinge für die neue Wohnung der Freundin und ihren Freund, meinte die Eine über die Andere. Dazu hätten sie beide ihre Männer zu Hause gelassen. Bumm. Okay. Danke. Tschüsschen und so. Nett wars.

Ich hatte mich doch so einigermaßen halb in Schale geworfen. Lederjacke, Hemd, enge Jeans. Und mein Lieblingsparfüm. Und ein bisschen Bestätigung bekam ich dann doch auch. Ich folgte gemütlich und lächelnd dem vorgesehenen Pfad des Möbelhauses. Jeder kennt doch diese Pfeile am Boden. Jedenfalls sah ich aus einiger Entfernung eine recht hübsche Frau zu meiner rechten Seite an einem Regel stehen. Und zu meiner linken den ihr zugehörigen Mann, gedankenversunken umherblickend. Hm. Okay. Scanner wieder ausgeschaltet. Kurz bevor ich dann auf Höhe der Frau angelangt bin, drehte sie sich, um zu ihrem Mann auf der anderen Seite des Ganges zurück zu gehen. Sie sah mich. Und sah mich einmal von oben nach unten wieder zurück nach oben an. Du Schlingel. Aber danke für Dein stilles Kompliment!

An dem Abend gestern kam nichts Zählbares heraus. Ich führte insgesamt nur zwei kurze Gespräche. Aber ich kann es noch. Ich weiß nicht warum, aber ich war extrem locker in den Gesprächen. Ich fühlte mich, als wäre eigentlich alles egal. Kein zwanghaftes Verhalten. Adrenalin war allerdings dabei. Es ging schon im Auto auf dem Weg dorthin los. Ich spürte, wie ich wacher wurde und besser gelaunt. Daygamen ist eben ein Hormonbooster. Es tat gut zu sehen, dass ich es auch untertags noch genauso kann. Ich hatte ehrlich gesagt sogar das Gefühl, dass ich irgendwie „besser“ als früher war. Nicht was den Werkzeugkasten und alle Kniffe und Tricks betrifft. Da muss ich erst wieder rein kommen. Sondern die innere Einstellung war anders. Schwer zu beschreiben gerade. Vielleicht resultiert es aus der Haltung heraus, dass ich mir denke: „Ich hatte fast 2 Jahre eine wundervolle Frau (zumindest habe ICH das über sie gedacht!) an meiner Seite und ES hat schon einmal geklappt. Dann klappt es auch wieder!“

Ich weiß noch, wie ich während dem Projekt Beziehung Teil 1 (also damals) oft meinen Freund Herr van Onnetuschn fragte: „Sag mal, glaubst Du, dass ich sie irgendwann finde oder dass ich noch jahrelang weiter pickuppen gehen und mich knechten muss? Kann doch nicht sein oder. Irgendwann finde ich sie doch bestimmt endlich mal??!!“ Ich bin mir nicht sicher, ob er auch nicht irgendwann genervt von meinen vielen kleinen Geschichten war. Aber er äußerte stets die (zwangsläufige?) Zuversicht, dass es bestimmt bald so weit sein würde. Es könne nicht mehr so lange dauern, wenn wir bedenken würden, wieviel ich bereits erlebt hätte. Ich solle nur dran bleiben, meinte er. Ich blieb dran. Und es dauerte tatsächlich – so gesehen – nicht mehr lange. Besser wäre im Nachgang betrachtet (falsche Sicht, ich weiß!), wenn es noch etwas länger gedauert hätte (das Single-Dasein) und dafür die (oder eine andere) Beziehung länger (oder für immer?!) gehalten hätte. Spekulation.

Und diese damalige Einstellung zeigt, dass für mich DIE Traumfrau durchs Pickuppen zu finden, noch nicht Realität gewesen war. Ich hatte viele potentielle Damen gefunden und gedated. Aber nicht die Eine, mit der ich in eine Beziehung gehen wollte und schon gar nicht die Eine, mit der es auch klappen sollte. Jetzt ist das Mindset ein anderes. Ich weiß, dass es einmal geklappt hat. Ich hatte heiße Frauen kennengelernt. Ich weiß, dass ich auch heiße Frauen haben kann. Nicht nur kennenlernen. Ich hatte eine heiße Frau, die – für mich – heißeste, und ich habe sie zwar wieder verloren…

…aber eine ausgereifte Methode sorgt für reproduzierbaren Erfolg. Ich habe das Pickuppen. Es ist in mir. Alles was die Traumfrau 2.0 tun muss, ist da draußen zu sein und sich ansprechen zu lassen. Um der Zwischenüberschrift die Antwort zu liefern, geht es also darum, weiter zu machen und die Eine zu finden. So einfach eigentlich. Jedoch keinen Ersatz. Sondern die Eine. Das Leben ist zu kurz, um noch länger aufeinander warten zu müssen. Ich bin hier. Sie ist dort, wo auch immer. Lass Dich finden!

2019-03-29.jpg

Heute ist Freitag. Heute ist der Beginn des Wochenendes. Jeder Tag kann der Tag sein, an dem das Projekt Beziehung Teil 2 ebenfalls wieder zuende geht. Aber nicht mehr der Blog als Ganzes (!). Und jeder Tag ist der erste Tag vom Rest unseres Lebens. Also keine Zeit verlieren. Auch wenn ich mich wirklich motivieren muss, raus zu gehen. Aber ich werde rausgehen und ihrem stillen Ruf folgen. Denn sie ist bestimmt da draußen in der Welt und denkt sich: „Wie gerne hätte ich einen tollen Mann an meiner Seite!“ Und was ja dann doch noch immer in jeder Beziehung bei mir der Fall war, dass ich hören durfte: „Ich bin so froh, dass wir uns gefunden haben! Auf Dich habe ich gewartet!“

Hört vermutlich jeder Mann, schon klar. Aber ich bin überzeugt davon, dass die Frauen das zumindest in diesem Moment des Aussprechens auch tatsächlich so fühlen. Geschichte wiederholt sich. Beziehungsanfänge wiederholen sich. Beziehungen generell kommen und gehen. Ich möchte keine Beziehungsanfänge mehr. Auch keine kommenden und gehenden Beziehungen. Ich möchte die eine Beziehung. Es muss nicht die perfekte sein. Ich bin genügsam, auf eine Art. Aber menschlich tiefgreifend zu mir stehen, sollte sie. Selbstverständlich eigentlich. Möchte Mann meinen.

Manchmal hilft also der Blick nach vorne nur ein bisschen. Aber der Blick zwei Schritte weiter, um in der gedanklichen Zukunft gleich wieder einen Schritt rückwärts zu denken („Ich bin so froh, dass wir uns gefunden haben!“) ist der bessere Blick nach vorne. So wird der Erfolg von morgen schon mental in der Gegenwart greifbar. Träumerei ist das nicht. Ich weiß, dass ich Erfolg haben werde. Weil ich Erfolg haben möchte. Und mich dafür schinden werde. Dazu muss der Körper wieder her. Proteinpulver hab ich mir gestern schon bestellt, meine alte (noch ungeöffnete) Packung lief 12/2017 ab. Das neue soll nicht mehr ablaufen müssen, auch mit Beziehung nicht! 😉

PS: Danke an Starks7 (starksdreams.wordpress.com) für Deinen verdammt guten Kommentar auf meinen letzten Artikel (Beim Tanzen sieht man sich immer zweimal…). Wir sollten uns mal privat schreiben, nicht nur um über Werder zu philosophieren… 😉