Verschiedenes. Also dies und das. Hart, aber ehrlich.

Puh. Ein paar Tage Schreibpause. Könnte man meinen!

Ihr habt mir viele Kommentare da gelassen. Danke Euch allen dafür. Deshalb hatte ich auch ohne neue Artikel zu veröffentlich einiges zu beantworten. Es ging auf meine letzten Artikel, insbesondere zu Monogamie, Polygamie und… Teil 2 von 2, ziemlich ab. Es ging aber auch in meiner Whatsapp-Gruppe ganz gut ab, Family&Friends. Wie Ihr von früher her wisst, nehme ich nicht nur mit diesem Blog die Welt mit auf meine Reise zu meiner Traumfrau. Meine Familie und engsten Freunde eben auch parallel auf einem weiteren Kanal, live und mit mehr Details. Das wäre für hier zu persönlich. Dort mache ich mich über einzelne Situationen lustig und nehme mich auch mal selbst auf die Schippe. Jedenfalls wurde auch in unserem Familienchat diskutiert, durchaus kontrovers.

Ich glaube auch, dass die meisten Menschen tatsächlich nicht verstehen (können), worum es mir tatsächlich geht. Was ich gut nachvollziehen kann. Warum sollte man auch versuchen mich zu verstehen?

Ein Beispiel: Ich bin gerade im Stadion und schaue Fußball und dann kommt plötzlich jemand und will mir sagen, dass die Regeln in dem Spiel ganz anders auszulegen sind. Wer will das schon hören? „Der Ball soll doch einfach nur ins Eckige.“ Das tut er doch regelmäßig. Bumm. Tor. Jubeln. Flasche Bier auf. Fertig.
Was soll da jetzt jemand um die Ecke kommen und mir sagen, dass ich bisher „falsch“ unterwegs gewesen sein könnte.

Schon vergessen, dass wir schon ganz oft die Sorten und die Marken gewechselt haben?

Das Bier hat doch schon immer so gut geschmeckt! Ja, kann man so sehen. Oberflächlich betrachtet. Aber hat das Bier bisher wirklich IMMER geschmeckt? Oder war das Bier in Wahrheit in unserem Leben manchmal auch schon verdorben oder einfach abgestanden? Und wie oft haben wir auch schon die Sorte und die Marke gewechselt? Schon vergessen? Alles weg? Alles wie weggefegt? Schade. Aber ja, ich kann es verstehen.

Die Wahrheit tut eben oft weh. Und so lange das Fußballspiel sich schick ansehen lässt und das Bier gut schmeckt und alle weiter feiern, warum sollte man dann sein eigenes Handeln hinterfragen? Ist doch ganz normal. Alles läuft so vor sich hin. Es gibt doch keinen Grund sich aktiv Gedanken über sich selbst zu machen, oder? Naja… bis…? Bis eines Tages die Party aus ist und Du alleine da stehst, weil alle anderen gegangen sind.

Einfacher formuliert: Möchten die Menschen einfach keine Fehler an sich selbst feststellen müssen oder möchten sie – falls sie einen Fehler erkannt haben – einfach nichts an sich ändern müssen?

Vermutlich beides. Aber überwiegt eines? Irgendetwas muss ja der Grund sein, warum wir dazu neigen andere Meinungen pauschal als „falsch“ oder „total abgedreht“ oder „extrem“ abzutun.

Ich kann auch nur vermuten, warum die meisten Menschen so sind, dass sie sich selbst oder auch abstrakt bestimmte Themen, die sie momentan vermeintlich nicht betreffen, gar nicht erst hinterfragen. Ist es die Angst? Angst sich selbst einzugestehen, dass man falsch liegen könnte? Also ist es die Angst sich einen (Denk-)Fehler einzugestehen? Oder ist es vielmehr die Angst, die sich aus der Notwendigkeit von Folgemaßnahmen aus den identifizierten Fehlern ergibt? Könnte es sich hier um klassische Fälle einer Normopathie handeln? Einfach mal nachschlagen.

Wikipedia (Vorsicht bei politischen Themen! Wikipedia ist nicht neutral! – bei vielen wissenschaftlichen Themen allerdings durchaus zu gebrauchen) sagt dazu:
„Unter Normopathie wird eine Persönlichkeitsstörung des Menschen verstanden, die sich in einer zwanghaften Form von Anpassung an vermeintlich vorherrschende und normgerechte Verhaltensweisen und Regelwerke innerhalb von sozialen Beziehungen und Lebensräumen ausdrückt.“

Mehr will ich dazu nicht sagen. Weil es mir auch nichts bringt. Soll jeder tun was er für richtig hält. Die Quittung gibts immer am Ende. So wie beim Einkaufen. Auch wenn man das nicht wahrhaben möchte, während man seinen Warenkorb immer schön weiter voll lädt.

Woher kommen denn sonst für gewöhnlich Gedankenänderungen und daraus resultierend Verhaltensänderungen? Sie entstehen sicher nicht aus dem Nichts. Meist geht ein mehr oder weniger gravierendes Ereignis voraus, vielleicht eine gravierende Veränderung der Lebenssituation. Man selbst oder ein naher Angehöriger oder der Partner wird schwer krank oder eine Beziehung geht zuende. Solche Dinge lassen uns in der Regel umdenken, das sind Klassiker. In solchen Lebenssituationen greifen wir zu Selbsthilferatgebern. Zum Buddhismus. Zur Meditation. Zur Persönlichkeitsentwicklung. Zu was auch immer. Aber ist das wirklich nötig, immer erst auf ein tragisches Ereignis zu warten? Können wir unsere doch so zahlreich vorhandenen Gehirnzellen nicht viel früher schon anzapfen? Müssen wir uns immer allem verschließen, das eigentlich so offenbar auf der Hand liegt? Müssen wir immer erst so lange zum Brunnen gehen, bis der Krug bricht?

Ich hatte heute nicht vor einen philosophischen Artikel zu schreiben. Aber die paar Fragen da oben drängen sich ja förmlich auf, wenn ich die Reaktionen mancher meiner Leser sehe. Ich erkenne ja durchaus die guten Absichten dahinter. Aber gute Absichten alleine ändern die Realität nicht. Naja, es gibt ja auch viele zustimmende Äußerungen. Die kommen dann in der Regel allerdings nicht als Kommentare unter meine Artikel und auch weniger in meiner Whatsapp-Gruppe. Sondern die bekomme ich dann persönlich mitgeteilt. Ist doch auch okay.

Präzisierungen eines jungen Redpillers

Aber nun auch nochmal ein paar Worte zu meinen zuletzt geäußerten „neuen“ Ansichten der letzten Artikel. Ansichten, die ich jüngst durch das „Aufwachen“ erlangen habe dürfen. Ja, meine Beziehung wurde mir gegenüber beendet. Soweit mal der Fakt. Aber nein, ich werde nicht weiter machen wie bisher. Das ist auch Fakt.

Ich möchte gar nicht so viele weitere Worte zu meinen letzten Artikeln verlieren. Wem Statistiken nicht reichen als hinreichender Beleg der Realität, dem ist nicht zu helfen. Eine Scheidungsquote von ca. 50% und eine Fremdgeherquote von 50 – 70 % (je nach Umfrage) müssten jedem geblendeten Menschen reichen, um sich zumindest mal dem Fokus des Lichtstrahls zu entziehen. Man kann aber auch immer weiter hinein laufen in den Laserstrahl, dann wird man eben weggelasert. Wer mir dann noch mit „Du hattest halt mal Pech, bleib cool“ kommt,  hat nichts verstanden. Tut mir leid. Das mag ja auch okay sein für manch anderen. Aber es ist nicht mein Weg. Eine Scheidungsquote von 50%, da steckt noch nicht einmal eine Aussage dazu drinnen, wieviele Menschen sich zum x-ten Mal scheiden lassen. Das gibts nämlich auch. Ständig die Biersorten wechseln (zu müssen?). Egal.

Eines nur noch dazu: Ihr müsst Euch keine Sorgen um mich machen. 🙂 Ich bin jetzt nicht abgedreht. Ich bin nicht abgestumpft. Bin nicht total verkopft. Bin nicht psychisch krank. Bin nicht zu einem verbitterten Pickupper geworden, der es der Frauenwelt heimzahlen möchte. Nichts davon. Was soll das denn? Ich beschreibe meine Realität. Das wars. Mehr nicht. Und ich habe nirgends auch nur eine verachtende Zeile über Frauen geschrieben, nicht nach meiner Weltanschauung. Ansonsten hätte ich den Blognamen geändert, z. B. zu „Projekt Heimzahlung – Eine Reise. Meine Reise. Zu so vielen Frauen wie möglich. Benutzen und liegen lassen!“. Liebe Leser, es ist alles gut. Mir geht es (inzwischen) wieder recht gut. Ich bin gerade nur dabei meine Denkmuster zu hinterfragen und aus der Vergangenheit zu lernen.

Einstein sagte einmal:
„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

Ich bin zwar nicht Einstein, aber ich bin auch nicht wahnsinnig. Und deshalb ändere ich gerade wieder einmal alles. Und zwar dahin zurück woher ich gekommen bin. Der Punkt vor zwei Jahren. Der Punkt, an dem ich in Teil 1 bereits war. Damals war ich weiter als heute. Nicht in allen Aspekten des Lebens. Natürlich war ich ärmer in Sachen Lebens- und Beziehungserfahrung. Aber ich war glücklicher, fröhlicher, hatte mehr Kontakt zu Menschen, war öfter draußen, hatte mehr Spaß und Abwechslung, habe mein Leben genossen. War ständig unterwegs. Und das hatte sich durch die Beziehung geändert. Was per se nicht schlecht ist. Aber ICH habe mich verändert. Leider teilweise zum Negativen. Ich wurde teilweise faul, träge und vielleicht auch dadurch ein Stück weit unausstehlich (?). Aber vor allem habe ich nicht an der Entwicklung meiner Männlichkeit gearbeitet. Ich hatte meine Frau an meiner Seite, das hatte mir gereicht. Und das soll, darf und kann mir hoffentlich nicht noch einmal passieren. Den Lebenssinn auf eine Frau zu reduzieren. Ich versuche dieses mal – im Teil 2 des Projekts – so an mir zu feilen und zu schleifen, dass sich bestimmte Lebenseinstellungen betonieren. Ich will auch in Zukunft immer einen guten Körper haben, weiterhin meine Freunde regelmäßig treffen, auch mal alleine raus gehen. Egal wie toll die Frau sein mag. Es muss mir einfach egal sein. Es wird mir egal sein.

Herr van Onnetuschn sagte – auch gestern auf unserem „Männerabend“ wieder einmal zu mir: „Wir sind alleine auf die Welt gekommen und wir gehen auch wieder alleine.“

Er will damit ausdrücken, dass wir verdammt nochmal auch auf UNS SELBST achten sollen. Welche Frau bleibt an Deiner Seite, wenn Du ein Bein verlierst? Welche? Mal ehrlich? Wie lange spielt sie das Spiel mit? Okay, vielleicht geht es ja mit einer Prothese. Aber was ist wenn Du halbseitig gelähmt wirst? Was ist, wenn Du keinen Sex mehr haben kannst mit ihr? Bleibt sie dann auch noch an Deiner Seite? Sicher? Oder holt sie sich mindestens den Sex woanders? Vergiss es. Wäre ich an der Seite meiner Frau geblieben? Ja verdammt nochmal. Bis zum letzten Atemzug. So bin ich. Aber so ist nicht die Welt. Akzeptieren. Abhaken. Die Welt als das begreifen was sie ist: Eine überwiegend verkappte Gesellschaft, die nichts kann außer leasen.

Verantwortlichkeiten existieren nicht mehr. Und die Ausnahmen kannst Du nicht bewusst suchen. Die kommen dann, wenn sie kommen sollen, ins eigene Leben. Also kannst Du nur versuchen so gut es geht Spaß zu haben. So waren meine Artikel gemeint. Mehr möchte ich zu meinen Artikeln im Sinne einer Präzisierung nicht mehr hinzufügen. Versteht es wie ich es gemeint habe oder lasst es einfach. Beides für mich okay. Aber ich weiß – an einigen Reaktionen -, dass es Menschen da draußen gibt, die ich damit inspirieren konnte. Und für Euch mache ich das. Nicht für die Nein-Sager. Für Euch und mich schreibe ich diesen Blog. Und aus den selben Beweggründen lese ich Artikel anderer Menschen, die es auch höchst positiv meinen mit ihren Ideen.

Meine letzten paar Artikel sind absolut positiv gemeint, sie kommen aus einer positiven Grundeinstellung für die Zukunft aus meiner Mitte. Und wer nicht geerdet ist, für den mögen sich meine Ansichten negativ anhören. Aber was positiv und was negativ ist, ist kein Fakt, sondern erfährt diese Bewertung erst durch eigene aktive Denkprozesse. Und in den kann ich nicht eingreifen, Freunde. Das muss jeder für sich selbst entscheiden, ob für ihn das Glas halb leer oder halb voll ist. Aber für mich ist es einfach halb. Punkt. Nix leer, nix voll. Halb. Realität an Erde. Einmal aufwachen bitte. Ende.

Der neue Fokus (und ich meine nicht das Schundblatt an der Tanke)

Derzeit beschäftige ich mich höchst intensiv mit einem neuen Fokus auf dem Thema Persönlichkeitsentwicklung. Es geht nicht mehr (nur) ums Pickuppen. Das Thema „Frauen Ansprechen“ kann ich inzwischen ganz passabel. Das reicht für den Haus- und Hofgebrauch. Ich beschäftige mich derzeit damit, vom Thema „Frau kennen lernen“ Abstand zu gewinnen. Und dem Thema zwangsläufig durch die Hintertüre näher zu kommen, das wird sich ganz automatisch ergeben. Wie meine ich das?

Ich beschäftige mich derzeit damit, mein eigenes Leben zu ordnen. Selbst wieder zufrieden zu sein mit mir alleine. Mir Sinnfragen zu stellen. Mir Ziele zu setzen. Mich zu ändern. Meine Zeit auch wieder gerne alleine zu verbringen. Klar auch mit Freunden. Aber auch alleine. Ich gehe oft raus, laufe durch die Stadt. Spreche auch mal Frauen an, ja. Aber ungezwungen. Nicht so besessen oder fixiert. Eher nebenbei. Ich laufe stattdessen durch die Stadt, weil ich die Sonne genieße. Oder weil ich mich mit Parfüms beschäftige und neue Düfte in Kaufhäusern teste. Oder auch einfach so gerne spazieren gehe und mir bewusst und achtsam Dinge ansehe. Mir zwischendurch einen Espresso in einer Bar gönne, einfach so. Wenn mir danach ist. Ich bewusst Menschen beobachte. Und Blicke und Reaktionen auf meine Outfits oder mein Verhalten versuche wahrzunehmen. Frauen gaffen genauso, nur dezenter. Ich verteile auch manchmal Komplimente an Frauen und Männer, ohne eine Reaktion (zumindest bei den Frauen) abzuwarten. Geben statt nehmen. Einfach weiterlaufen. Keine Bedürftigkeit. Gebermentalität. Siegermentalität. Ich konzentiere mich auch wieder mehr auf mein Studium. Und derzeit vor allem auf meinen Kraftsport und das Projekt „Maschine“.

Das Projekt „Maschine“

Derzeit dreht sich mein Tagesablauf im Großen und Ganzen um zwei Themen:

1. Was esse ich und wann esse ich es?
2. Was und wann trainiere ich?

Ich lebe zielich wie ein Asket. Süßigkeiten gibt es gar nicht. Hab ich auch noch nie gemocht. Aber es gibt auch sonst keine Knabbereien. Dafür viele nicht so gut schmeckende Eiweißshakes. Viel Fisch. Viel Skyr (eine Art Magerquark). Viele Eier. Viel Obst. Viele Nüsse. Viel Gemüse. Und wenige Kohlenhydrate.

Es ist anstrengend. Aber es ist ein geiles Gefühl, seinen Körper zu spüren. Regelmäßig Muskelkater an Stellen, an denen ich bisher nie Muskelkater hatte. Letztens war ich zur Abwechslung im Gym. War gut. Wieder etwas andere Reize. Der Brustumfang ist schon gestiegen. Arme ebenfalls. Rücken vermutlich auch, aber das sehe ich selbst nicht so gut im Spiegel. Das Körperfett schwindet langsam. Aber von einem Sixpack fehlt noch (fast) jede Spur. Obwohl ich fast täglich Bauchmuskeln trainiere. Nur das hilft nichts, solange das Fett die Muskulatur überlagert. Mein erstes Ziel ist, den Körperfettanteil so weit runter zu bringen, dass man die Bauchmuskulatur sieht. Einmal im Leben möchte ich das auch mal an mir selbst erleben düfen. Die ganzen Fitness-Youtuber haben das auch geschafft. Und die ganzen Nasen in den Hochglanzprospekten. Es ist etwas, das ich bisher noch nie so intensiv gemacht habe, auf Ernährung und Sport Wert zu legen. Aber immer alles so zu tun wie bisher, ist ganz sicher nicht mein Anspruch.

2019-05-24

Letztens kam mir auch der Gedanke, dass ich mal Fallschirmspringen möchte. Einfach so. Weil ich es bisher noch nicht getan habe. Das reicht mir als Argument. Ken Jebsen sagt dazu immer: „In die Tür und Exit!“

Solche Dinge tat ich vor meiner Zeit meiner letzten Beziehung. Ich ging in die Tür und Exit. Regelmäßig. Ich wurde dadurch unabhängig, frei und glücklich. Ganz ohne Frau. Und was war das Resultat? Ich konnte mich vor Frauen gefühlt nicht mehr retten. Ich ging raus und wusste: Das wird wieder nicht lange dauern, dann habe ich die nächste Bekanntschaft. Und die Zahl der Dates wurde weniger, dafür die Kontakte umso intensiver. Geht auch gar nicht anders. Und die Erlebnisse wurden qualitativer, teilweise auch skurriler. Es war lustig. Es war Spaß pur. Mit diesem Thema befasse ich mich derzeit deshalb am Meisten: Mit der Wechselwirkung zwischen der Unabhängigkeit eines Mannes und seinen sich daraus zwangläufig ergebenden „Erfolgen“ bei Frauen.

Nur wenn Du in Dir selbst ein Mann bist und weißt was Du möchtest, wird eine Frau das spüren. Und ich bin noch nicht an dem Punkt, an dem ich jetzt sagen könnte: In mir ist alles 100% geordnet und gefestigt und ich weiß was ich will. Ich arbeite daran. Und ich fange bei meinem Körper an.

Ich merke, dass meine engen Poloshirts und engen Hemden einfach andere Blicke aufsich ziehen als vor ein paar Monaten noch meine Pullover. Obwohl auch die nicht hässlich waren. Aber sie waren eben nicht (haut)eng. Ich zog sie an, weil meine engen Hemden nicht mehr passten. Ich fühlte mich unwohl. Auch so etwas überträgt sich dann auf eine Beziehung. Attraktivität geht flöten. So einfach ist das. Innerliche Unattraktivität wird so zur äußerlichen Unattraktivität.

Gestern sagte Herr van Onnetuschn zu mir: „Du hast echt ganz schön abgenommen. Da im Bauchbereich ist ja nichts mehr dran. Willst Du so dünn sein?!“

Ich antworte: „Keine Sorge. Dünn ist nicht das Ziel. Das Ziel ist, dass ich meinen Sixpack sehen kann. Bis dahin kämpfe ich bis zum Umfallen. Und bei mir ist das leider auch Veranlagung, d.h. ich hatte noch nie einen ganz niedrigen Körperfettanteil. Es wird ein harter Weg.“

Aber das Krafttraining gibt mir derzeit einen Tagesablauf, Stabilität. Und es hat eben mit MIR zu tun. Und nicht mit dem Pickuppen und Erfolgen bei Frauen. Im Moment geht es mir mehr darum zurück zu mir zu finden, das hatte ich schon öfter beschrieben. Aber ich bin vor ein paar Tagen auf einen anderen Persönlichkeitsentwickler gestoßen, der mir gefühlt nochmal so richtig ins Kreuz getreten hat. Danke an der Stelle an Dich, auch wenn Du meinen Blog natürlich nicht liest. Dafür gibts viele Videos von Dir, die ich mir ansehe. Du bist ein guter Mann. Ein echter Mann. Also etwas, das ich auch noch werden möchte. Ein Mann. Daran arbeite ich.

PS: Dieser Artikel ist mal wieder lang geworden. Dafür schreibe ich aber auch nicht mehr jeden Tag. Gleicht sich also aus. 😉

PPS: Zeit für die nächste Einheit Krafttraining, Schulter und Brust. Auf gehts!

PPPS: Wer sich für die zahlreichen Kommentare meines kontrovers diskutierten Artikels interessiert, hier ist alles nachzulesen: Monogamie, Polygamie und… Teil 2 von 2. Darin bin ich nochmal auf viele inhaltliche Details eingegangen, wie ich es in einem normalen Artikel nicht tun kann. Das würde den Rahmen sprengen. Interessant und bereichernd finde ich das allemale. Ich freue mich auch über jeden Kommentar, auch wenn er noch so viel Gegenwind mitsich bringt. Meistens ist es doch so: Je heftiger der Gegenwind, desto richtiger ist der eingeschlagene Weg. Stichwort Normopathie… Peace out! 🙂

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Monogamie, Polygamie und… Teil 2 von 2

Gestern erschien Teil 1 dieses Zweiteilers, der eigentlich auch ein Drei- oder Vierteiler sein könnte oder sogar müsste (Monogamie, Polygamie und… Teil 1 von 2). Heute geht es weiter mit der Pointe und dem Abschluss einer großen Story mit ausgebreiteter gestriger Herleitung und insbesondere durch diesen zweiten Teil mit hoffentlich für Euch wirklich mehrwertspendendem Inhalt. Viel Spaß!

Was für Lehren ziehen wir aus Teil 1 des Beitrags?

Zugegeben, gestern habe ich doch nochmal relativ viel aus meinem Leben erzählt. Aber es war notwendig, um die folgenden Argumente plastisch darstellen zu können. Beispiele aus dem echten Leben sind eben keine Märchen.

Werden wir konkret und kommen zum Kern dieses Artikels. Das Prinzip der Monogamie ist etwas, das der Urzeit entstammt. Der Mann bringt das Wildschwein heim, die Frau wartet auf ihren Helden in der Höhle. Die Frau benötigt den Mann, um zu überleben. Alleine deshalb ist dafür eine Monogamie einfach zweckmäßig für die Frau. Das lassen wir als Modell mal so dahin gestellt und akzeptieren es als gegebenes Relikt. Okay? Gut. 🙂

Nun entwickelte sich die Zivilisation weiter, jedenfalls die westliche. Mit welchem Resultat? Der Mann als Ernährer wurde zunehmend unwichtiger, der Feminismus löste das bisherige Rollenbild immer weiter ab. Plötzlich soll die Frau nicht nur gleichberechtigt sein – das wäre ja gut gewesen -, sondern plötzlich soll die Frau der eigentliche Mann sein. Sie soll auch arbeiten gehen, am Besten keine Kinder mehr bekommen. Kinder sind sowieso unwichtig, notfalls importieren wir sie eben in großer Zahl aus dem Ausland. Der Deutsche braucht keine Kinder. Deutschland mit seinen Deutschen und seiner Kultur stirbt aus bzw. soll um jeden Preis ausgestorben werden. Kein Problem, als Ablösung dafür gibt es schließlich die Migration. So. Das ist jetzt mal ein politisches Statement. Lassen wir mal so stehen und nehmen auch das als Gegeben an. Okay? Nein? Auch gut. 😉

Resultat daraus ist? Die Frau ist längst nicht mehr gleichberechtigt in unserer Gesellschaft, sondern über-berechtigt. Aus unter-berechtigt wurde über-berechtigt. Und das Traurige ist: Die Frau merkt nicht einmal, dass sie der größte Verlierer dieser Entwicklung ist. Sie soll ebenfalls Karriere machen, sie soll stark sein, alleine lebt es sich auch als Frau doch sowieso viel besser. Bis irgendwann wieder die biologische Uhr dazwischen funkt und ihr so etwas wie Mutterinstinkte in das längst verloren geglaubte Bewusstsein ruft. Dann setzt die bekannte Torschlusspanik ein und plötzlich soll aus einer verkappten Karrierefrau die liebevolle Mama werden. In welcher Welt leben wir?! Geistiger Dünnschiss! Und keiner merkt es. Dafür fallen aber alle auf diesen gesellschaftlichen Trick herein. Männer und Frauen. Mann-Sein wird inzwischen verteufelt. Frau-Sein auch. Männer müssen weich(er) sein, Frauen sollen hart sein. Heraus kommt? Richtig… die Gleichmachung. Was biologisch gar nicht möglich ist. Aber die meisten Menschen merken es auch nicht, wenn geradewegs vor ihren Augen die Quadratur eines Kreises stattfindet. Das bezeichnen diese (Gut-)Menschen dann noch als Kunst. „Kann aber weg“, sage ich.

Aus Platzgründen kann ich da nicht näher darauf eingehen woher das politisch rührt, es hat rein wirtschaftspolitische und herrschaftliche Hintergründe. Aber das war in der Menschheitsgeschichte schon immer so. Oben gibt es ein paar Wenige und unten da sind wir. Anderes Thema. Würde zu weit führen, egal. Aber wen es interessiert, gerne einfach einlesen.

Kommen wir zurück zum Rollenbild von Mann und Frau. Perfekt dargestellt wird das auf natürliche Art und Weise beispielsweise in den Büchern von Eva Hermann. Tolle Frau mit tollen Gedanken. Nah an der Natur. Nah an der Weiblichkeit. Nah an der Familie. Nah am Kind. Jedenfalls sind das für diejenigen Menschen tolle Gedanken, die der damaligen Hetzjagd-Kampagne gegen Frau Hermann nicht folgten. Und ich weiß inzwischen für mich längst: Wenn in der Presse zentral gegen eine Person geschossen wird, dann ist diese Person in der Regel kein Satan, sondern eher der Heilsbringer. Aber auch das muss jeder für sich selbst bewerten. Nur wer ständig die Gedanken anderer Menschen unreflektiert als seine eigenen übernimmt, ohne es zu merken, braucht sich am Ende nicht wundern, wenn er in der Gosse landet.

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Dass das aktuelle Gesellschaftsmodell nicht funktioniert, ist jedem Menschen (Frau und Mann!) klar, der vernünftig nachdenkt. Aber die Gesellschaft hat eben das monogame Rollenbild gesprengt. Überall Pornos, Sex und Drogen. Und die staatliche Absicherung für die Frau ersetzt die damalige Situation, in der die Frau in der Höhle auf den Mann mit dem Wildschwein warten musste. Scheidung ist in. Zusammenbleiben ist out. Was daraus folgt ist klar: Die Frau kann anfangen polygam zu leben. Beobachtet mal die Werbung. Beobachtet die Zeitungsberichte. Beobachtet und nehmt das wahr, was da stattfindet. Die Familie als Konstrukt soll um jeden Preis zerstört werden. Jedenfalls bei uns im Westen.

Das Thema Seitensprünge wurde dadurch zunehmend salonfähig. Bevor mich die Frauenwelt nun zu steinigen versucht: Natürlich gingen Männer auch schon seit jeher fremd. Aber das hier ist eine Beschreibung aus Männersicht. Es geht um partnerschaftliche Betrachtungen aus dem Blickwinkel eines (aufrichtigen) Mannes, d.h. wie sich aus so einer Sicht die Damenwelt verhält. Somit aus Sicht eines Mannes, der einfach Liebe spenden und empfangen möchte. Aber als Mann in einer Welt groß werden muss, die er in weiten Teilen für falsch, verlogen und irre hält.

Die Damen konnten fortan fremd gehen, weil sie – im Gegensatz zu früher – nicht zu befürchten haben, dass der betrogene Mann mit der Keule kommt und ihr eins drüber zieht. Die Höhlenmenschen-Zeiten sind vorbei. Und so nahm das Herumgehure seinen Lauf. Wie gesagt, man betrachte sich nur einmal die Porno- und Sexspielzeugindustrie. Was es da für Zeug gibt. Und was für riesige Umsätze damit gemacht werden. Unglaublich.

Von der Monogamie zur Polygamie und zur…?

Jetzt haben wir die Themen Monogamie und Polygamie im Schnelldurchlauf abgehandelt und kommen nun zur entscheidenden letzten soziologischen gesellschaftlichen Wandlung. Der Hypergamie. Jetzt wird es wirklich interessant und spannend. Die meisten Männer da draußen haben das hier gar nicht auf dem Schirm. Und sind deshalb völlig überrascht, wenn ihre Beziehung oder gar Ehe in die Brüche geht und die Frau mit einem anderen Kerl durchbrennt. Erzählt mir bitte nichts! Ich habe das gerade erst leidvoll erleben müssen dürfen sollen. Ich weiß ein bisschen wovon ich spreche, wenigstens ein bisschen. Glücklicherweise war ich nicht in einer Ehe und ihre Kinder sind auch nicht von mir. Wirklich glücklicherweise.

Worum geht es bei der Hypergamie?

Es geht ganz einfach darum, dass die Frau letztlich fortwährend ihren Instinkten folgt und Partner-Hopping betreibt. Sie hangelt und schläft sich von Typ zu Typ, mit einem Zweck, der fast wie eine Lebensaufgabe anmutet: „Ich nehme mir den best möglichen Kerl und bleibe bei ihm, solange bis mir IRGEND ein anderer Kerl MEHR von etwas bieten kann, das ich GERADE IM MOMENT wichtiger finde.“ Und da sich die Ansprüche im Laufe der Zeit menschlicherweise ändern, ist es eben auch nur eine Frage der Zeit, bis die Frau andere Charaktermerkmale oder Statussymbole oder äußere Aspekte eines anderen Mannes „viel toller“ findet als die, die ihr (im dümmsten Falle lieber und treuer) Mann zu Hause besitzt. D.h. es ist nur eine Frage der Zeit, bis Du als Mann ausgewechselt wirst. Es ist so! Fakt.

Ich rede natürlich von Beziehungen mit „guten“ Männern. Ich rede nicht von schlagenden Männern, von Alkoholikern oder sonstigen Männern mit krankhaften Störungen. Ich rede von „einfachen“, „lieben“ und aufrichtigen „Normalos“. Um die soll es hier gehen. Um Männer, bei denen eigentlich jede Frau sagen müsste: „Toller Kerl! Fleißig, treu, intelligent…“ Tut sie aber nicht, die überwältigend große Mehrheit der Frauen. Die findet solche Männer maximal in der Anfangsphase einer Beziehung toll. Und schon bald sehr langweilig! „Zu wenig Alpha-Verhalten“, denkt sich die Frau auf Instinktebene. Gerade diese Beziehungen mit den Normalos sind leider ganz oft von vornherein zum Scheitern verurteilt. Weil die Typen einfach irgendwann „zu langweilig“ für die Frau werden. Völlig absurd, möchte man meinen. Aber ich musste auch erst jetzt meine Augen aufmachen lernen und aufwachen. Jetzt hab ich es auch verstanden. Immerhin jetzt.

Und es geht nicht nur ums Geld. Es kann auch einfach so sein, dass sie zunächst einen Typen toll findet, der keinen Wert auf Karriere legt, aber trotzdem genug verdient, dass es für sie und die Kinder bis ans Lebensende in Hülle und Fülle reicht. Der auch genug Erspartes hat. Der sein Leben im Griff hat. Der sich für die Familie Zeit nehmen möchte. Und wenn sie so jemanden JETZT GERADE toll findet, dann nimmt sie sich den. Weil sie eben gerade auch viel Zeit mit einem Typen verbringen möchte. Vielleicht weil ihr Ex-Partner sie vernachlässigt hat, jedenfalls vorgeblich. Parallelen zu meinem Fall sind hier übrigens wenn dann rein zufällig zu sehen. 😉

Und so bekommt der Mann täglich Komplimente dafür, dass er sich so viel Zeit für die Familie nimmt. Dass ihm Familie so wichtig sei usw. Und bla bla bla. Und plötzlich ist er aber irgendwann einfach „langweilig“. Warum auch immer?! Was?! Der selbe Typ, der sich so aufopferungsvoll und voller Hingabe um seine Partnerin gekümmert hat, mit dem sie täglich unendlich Spaß hatte und in den sie sich (deshalb?) Hals über Kopf verliebt hat?! Der DESHALB der tollste Mann der Welt für sie war, mit dem sie FÜR IMMER zusammen sein mochte… ja dieser Mann… ist eigentlich ja einfach nur „langweilig“ und so viel Zeit mit ihm wollte sie eigentlich von Anfang an nicht verbringen?! Geht es noch?! Erde an Mars, was läuft hier schief? Das war ihr also irgendwie sowieso schon immer zuviel Nähe??? Weniger sei da mehr für die Frau? Auch hier sind Parallelen zu meiner Story erkennbar. 😉

Und der Neue? Ja der ist vielleicht total abenteuerlustig. Der unternimmt ganz viel, jedenfalls viel mehr als der Alte. Der macht dies und das und jenes. Plötzlich ist das gemeinsame Essen am Abendtisch nicht mehr so wichtig wie früher, plötzlich ist das Abenteuer beim Kajakfahren, Seilspringen oder Wellensittich-Züchten viel cooler. Was weiß ich. Spielt ja auch keine Rolle. Das Prinzip dürfte klar geworden sein. Und die Frage ist bei so einer Frau nur: WANN empfindet sie die Aspekte, die wiederum ein ganz anderer Typ mitbringt, auch WIEDER als viel toller als die Abenteuerlustigkeit des nun bisherigen neuen Typen?! Das ist der Grund, warum Frauen immer auf der Suche sind. Warum sie nie ankommen. Besonders immer auf der Suche nach dem „noch besseren“ Mann. Und sie springen dann von einem zum anderen, wie Tarzen mit den Lianen durch den Wald. Willkommen in der völlig beschissenen Welt der Hypergamie. Die Perversion der Polygamie!

Wichtig ist dabei alles übergreifend zu verstehen: Die Frau liebt NIE Dich. Sondern sie liebt die VORTEILE, die DU ihr bietest.

Unfassbar? War es für mich zunächst auch. Dann besser den Satz bitte nochmal lesen. Und nochmal. Und dann erst im Text darunter weiter machen!

Und dies ist größtenteils dem gesellschaftlichen Wandel geschuldet. Es muss mehr, weiter und höher sein. Immer. Und wenn eines nicht mehr passt, dann wird es durch ein anderes ersetzt. Ich sage nicht, dass die Frauen das alle bewusst so ausleben. Ich glaube sogar, dass den meisten Menschen gar nicht bewusst ist, dass sie völlig unbewusst handeln. Aber es ändert nun einmal nichts daran, dass sie SO handeln. Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich. Und ich kann die ganze Theorie hinter der Hypergamie nicht im Detail beschreiben, dann müsste ich einen 100-seitigen Artikel verfassen. Bitte ggf. einfach selbst einlesen, was es mit der Hypergamie aufsich hat. Gerne auch in diesem Zusammenhang einfach nach dem Stichwort „Redpill“ suchen.

Und was soll ich als Mann oder Frau mit diesem Wissen anfangen?

Das ist die richtige Frage! Gut so! Was kann ICH nun damit tun, mit diesem Wissen? Soll ich mich umbringen, weil es offenbar die „echte Liebe“ gar nicht gibt? Doch, es gibt sie schon noch, die echte Liebe. Und zwar folgendermaßen: Ein ganz ganz kleiner Prozentsatz an Frauen (und Männern) hat es geschafft, sich von seinen Instinkten (Statusdenken, Sicherheitsdenken, Machtgehabe usw.) zu lösen und seinen Verstand zu nutzen. Zu kommunizieren. Empathisch zu sein. Und dadurch auf Werte wie Moral und Anstand, auf Beständigkeit und Zuverlässigkeit zu setzen. Das geht aber nicht durch permanente Partnerwechsel. Das funktioniert nur über echte harte Arbeit an sich selbst und mit dem Partner. Gemeinsam. Dazu muss man sich mit Themen beschäftigen, die weh tun. Sich selbst ergründen und die eigenen Lebensziele. Bewusstsein schaffen für sich und die Mitmenschen. Empathie überhaupt erst entwickeln. Ich bin zu 100% davon überzeugt, dass dies der Schlüssel ist zur langfristigen Zufriedenheit im Leben.

Jetzt kann der Mann eben versuchen SO eine Frau zu finden. Das wird natürlich sehr lange dauern, es gibt solche Frauen selten. Vielleicht wird es eine Reise, bei der das Ziel von ihm nie erreicht werden wird. Die heutige Gesellschaft macht die ständigen Partnerwechsel zu leicht. Notfalls springt der bisherige Partner als neuer Unterhaltszahler eben ein und im aller schlimmsten Notfall der Staat und alimientiert die Frau. Wozu dann beim „langweiligen“ bisherigen Partner bleiben? Ruhig öfter mal fremdvögeln und sich dabei gerne oder am Besten auch mal neu verlieben! Und nur keine Angst… kann ja nichts passieren… kann ja nur besser werden. Oder?! Der Neue ist größer oder geldiger oder lustiger oder was weiß ich.

Ganz faktisch beschrieben schläft die Frau sich im Allgemeinen hoch. Einfach mal umsehen, in der Regel hat sich da an der alt hergebrachten Wirklichkeit nichts verändert. Die Frauen sind überwältigend auffällig mit Männern in Beziehungen, die im Rang bzw. Status über ihr stehen. Warum wohl? Diesmal nicht Tarzan mit der Liane, sondern eben Jane! Da wiederhole ich mich. Mit der Liane einfach von Baum zu Baum hangeln. Bzw. als Jane einfach von Bett zu Bett hoch arbeiten. Einige pervertieren das mit purer Absicht, die meisten Frauen machen das allerdings tatsächlich schlicht unbewusst. Ich will da gar nichts überwiegend Böses unterstellen.

Die Frage ist also noch immer, was mir dieses Wissen als Mann nun nützt? Nun, es ist doch schon mal gut zu wissen, dass es im Allgemeinen keine echte Liebe gibt. Muss man eben so akzeptieren (wir klammern die 0,X % bewussten Menschen aus). Aber es gibt dafür ja den neuen Begriff der Lebensabschnittsgefährtenschaft. Wie ein Leasing-Fahrzeug. Man fährt es 2 Jahre oder 3 oder 4 und dann wird es eben ersetzt. So läuft das heute. Die Frau ersetzt Dich. Ende. Aber dieses Wissen kann der Mann auch für sich nutzen und das Beste daraus machen. Er weiß ja aufgrund des Wissens um die Ursachen auch die richtigen Gegenmittel zu finden. Hoffentlich. Redpill sei Dank.

Er muss der Frau eben ständig (nicht jeden Tag, aber oft!) ein Feuerwerk zünden. Dazu muss er zunächst an sich arbeiten und überhaupt erst einmal ein Mann werden. Das ist aber nicht damit erledigt, dass er lernt einige Frauen anzusprechen. Pickup alleine ist keine Lösung. Es ist nur ein Werkzeug auf dem weiten Weg zu sich selbst. Wie ich lernen dürfen musste. Nicht jeder Mann muss oder soll pickuppen gehen, aber wenn er sich nicht mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt, wird er verlieren. Über kurz oder lang. Ende.

Er muss einen tollen Körper haben! Krafttraining! Er muss sich kleiden, egal wann er aus dem Haus geht, als ob er auf dem Weg zum nächsten Date wäre. Egal ob seine Partnerin mitkommt oder nicht. Er sollte immer ein tolles Parfüm auftragen. Als würde er gleich die bezauberndste Frau der Welt zum romantischen Dinner einladen. Aber idealerweise ohne seine eigene Frau dabei zu haben. Mir blutet das Herz dabei, diese Zeilen schreiben zu müssen. Aber so sieht es real aus. Das habe ich erkennen müssen.

Solche Dinge nimmt die eigene Frau zu Hause wahr. Sie sieht: „Was für ein Typ?! Mega! Wie er auf sich achtet und seinen Weg geht!“ Außerdem muss er möglichst erfolgreich sein im Job. Und sich stets unabhängig zeigen. Und auch wenn er am Liebsten einfach den Abend mit der Frau kuschelnd zu Hause verbringen würde, muss er ihr einfach öfter zwischendurch klar machen: „Hör mal, ich brauche auch mal meine Zeit nur für mich. Ich möchte auch was mit meinen Freunden machen. Deswegen bin ich heute Abend erst später wieder zurück.“

Er muss sich rar machen. Und die Frau auf der anderen Seite immer wieder überraschen. Durch spontane Einladungen… wohin auch immer… ins Kino… in eine Bar… zum Tanzen… auf einen Wochenendtripp usw. Aber vor allem muss er sich „künstlich“ rar machen. Gegen jeden inneren Widerstand. Bis er diesem neuen Selbstbild am Ende tatsächlich glaubt und diesen Lifestyle tatsächlich lebt. Er muss draußen Spaß haben, besonders mit anderen Menschen – ohne seine Frau an der Seite. Diesen Lifestyle wird die Frau spüren. Sie wird merken, dass sie nur an Stelle 2 in seinem Leben steht. „Erst der Lifestyle, dann die Frau“, lautet die Devise! Und so wird sie ihm hechelnd nachlaufen, überall hin – immer. Das ist die einzig mögliche Antwort auf die Hypergamie. Nur wenn die Frau ständig das Gefühl bekommt, um Dich kämpfen zu müssen, wird sie um Dich kämpfen und Dich begehrenswert finden. Glaub es nicht, meinetwegen. Aber wundere Dich dann bitte auch nicht, wenn Du eines Tages ebenfalls (wieder?!) ersetzt wirst.

Du musst stets der best mögliche Mann sein, den die Frau bekommen kann. Dann – und nur dann – kannst Du die Frau (auch nur!) MÖGLICHST lange an Deiner Seite (be)halten. Nicht einmal dafür gibt es eine Garantie, für gar nichts. Irgendwann kommt ein Typ mit einem Ferrari um die Ecke gefahren und auch wenn er eine Wampe vor sich her schiebt und Du nicht, wird ihr möglicherweise der Ferrari einfach mehr zusagen in diesem Moment. Und das Spiel beginnt von vorne… Du wirst wieder ersetzt und es heißt wieder: „Herzlich willkommen in der Welt der Hypergamie!“ Aber zu wissen, dass eine Beziehung nur ein Zusammenkommen auf Zeit ist, zu wissen, dass ich nur ein Lebensabschnittsgefährte in den Augen der Frau bin, bringt auch Vorteile. Sich nie wieder gehen zu lassen und ständig Optionen zu haben, schafft Freiheit. Optionen haben und Optionen wahrnehmen sind zweierlei. Man(n) kann trotzdem treu sein und Rückgrat haben. Und dennoch wissen, jederzeit eine andere Frau kennen lernen zu können.

Aber wenn ich dann wieder einmal abgeschossen werde, für irgend einen Typen… der auch ganz sicher wieder nicht ihr letzter sein wird… hab ich wenigstens noch meinen trainierten Körper, meine Ausstrahlung, mein Charisma, meinen Lifestyle, meine Unabhängigkeit, meine männliche Stärke, meine eigenen Ziele und es wird nicht lange dauern und ich habe die nächste Hypergamie-Tussi an meiner Seite. Die ja durchaus auch viele Vorteile bietet. So wie ein Leasing-Fahrzeug. Nicht wahr?

Traurig? Irgendwie ja. Und irgendwie aber auch durchaus akzeptabel. Als Mann kenne ich dann die Wirkmechanismen und kann eben damit umgehen. Ich weiß, dass es eine Hülle ist, die neben mir liegt. Im besten Fall ist sie eine feminine Frau, da ich ein Alpha bin. Aber sie ist und bleibt ein instinkt-gesteuertes Wesen, das mich im Fall der Fälle am nächsten Baum aufhängen würde und meine Seele verkaufen und mich zu Satan in die Hölle schicken würde. Immerhin kann ich aber bis dahin eine schöne Zeit mit ihr haben und versuchen alle Vorteile dieser Zweisamkeit für mich zu nutzen.

Beim Autokauf ist es auch nicht anders

Wenn jemand ein Auto kauft und den heiligen Bund der Auto-Ehe eingeht, weiß er oder sie doch auch, dass es nicht das letzte Auto im Leben gewesen sein wird, oder? Dennoch erfolgt der Kauf (bzw. die Finanzierung), oder? Und dennoch macht das Fahren doch über die ganze Zeit Spaß, oder? Eben! Darum geht es. Nicht mehr, nicht weniger. Leben im Moment. Leben im Jetzt. Wo wir wieder bei Eckhart Tolle wären. Es ist eben eine Lebensabschnittsgefährtin, mehr nicht. Und was ist wenn sie doch anders tickt? Wenn sie sich vielleicht sogar mit spirituellen Themen befasst hat und selbst „die echte Liebe“ leben möchte? Wenn sie so tickt wie Du und tatsächlich für IMMER mit DIR zusammen sein möchte und alles dafür tut und dafür durch dick und dünn mit Dir gehen würde? Dann sei froh, nimm es an. Lass es zu. Vielleicht ist es tatsächlich so. Das wirst Du erst am Ende wissen, wenn sie Dich dann doch wieder nur verlassen hat. 😉

Das ist kein neu entwickelter oder entdeckter Pessimismus von mir. Ich habe einfach nur die rote Pille geschluckt und glaube an keine Zufälle mehr. Ich habe mich einfach endlich intensiv mit dem Thema Mann/Frau-Beziehungen beschäftigt. Und wer das nicht entweder längst auch getan hat oder schleunigst nachholt, wird mit großer statistischer Wahrscheinlichkeit ebenfalls (immer wieder!) sein blaues Wunder erleben. Denkt drüber nach. Seid ehrlich mit und zu Euch selbst.

Wenn also „die echte Liebe“ nur Illusion ist, dann bleibt ja nur noch „das echte Spaßhaben“ als einzige Handlungsoption. Diese Variante kann man eben greifen oder auch nicht. Es ist dann wie heiraten mit Ehevertrag.

Lasst es mich so sagen:
Als Mann sollte man nicht in ein Flugzeug mit seiner Frau einsteigen und blind los fliegen, wenn man sich nicht ganz sicher sein kann, dass sie nicht schon länger mit dem Piloten fremd vögelt. Aber noch weniger sollte Mann (!) so dumm sein und ohne Fallschirm in die Maschine steigen. Und selbst mit Fallschirm gibt es keine vollständige Sicherheit. Das einzig Sichere ist die Unsicherheit. Denn wenn sie mit dem Piloten fremd vögelt, hat sie vermutlich längst auch das Sicherungsseil deines Fallschirms durchtrennt. Das ist die Quintessenz dieser Geschichte. Auch meiner Geschichte. Dieses Artikels.

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Bildet Euch bitte fort. Bildet Euch weiter. Lest beispielsweise die Bücher von erfahrenen Pickup-Trainern oder Kiefer Art von echten Persönlichkeitsentwicklern. Egal ob Du eine Frau bist oder ein Mann. Das spielt keine Rolle. Wenn Euch Pickup-Coaches nicht so zusagen, dann gerne auch alternativ die Bücher von Beziehungstherapeuthen meinetwegen oder sonst von Menschen, die inzwischen ihre Augen geöffnet haben. Von Menschen, die sich mit Frauen, Männern und Paaren beschäftigt und deshalb die wiederkehrenden Muster verstanden haben. Die Abläufe sind immer die Gleichen. Es ist einfach zu berechenbar geworden in unserer Generation.

Aber man kann das Spiel ein Stück weit mitspielen und eine Frau an seine Seite ziehen, mit der es sich mehr lohnt zusammen anstatt Single zu sein. Eine Frau, bei der man am Ende der Beziehung wenigstens für sich sagen kann: „Wenigstens war sie hübsch!“ Das ist auch der einzige Trost, der mir in meiner ganz persönlichen Geschichte in Phase 3 geblieben ist. Passt also. Alles gut. Was solls.

Ich weiß nun, worauf ich achten muss. Nämlich weiterhin in aller erster Linie auf mich und mein Glück. Daran darf die nächste Frau dann gerne teilhaben. Falls sie „nicht SO Eine“ ist, gut. Aber wie wir wissen, sind ja alle Frauen „nicht SO Eine“. 😉 Wer sind denn dann all die SOLCHEN, wenn es nicht die eigene Frau auch ist?! Na?! Ich jedenfalls habe gelernt meine Naivität abzulegen, was dieses Thema betrifft. Ich lasse mich natürlich gerne überraschen. Es gibt ja auch einen Restprozentsatz an „erwachten“ Frauen (0,X %). Keine Frage. Natürlich würde ich mich riesig freuen, wenn ich so eine Frau kennen lernen würde. Aber es ist ja auch nicht unbedingt total verkehrt mit einer hypergamen Frau. Wie gesagt, Man(n) muss eben die Vorteile für sich aus der Partnerschaft auf Zeit zu nutzen wissen und „ihr“ Spiel vordergründig mitspielen. Um im Hintergrund der heimliche Dirigent zu bleiben. Dann kann man so eine Frau auch möglichst lange in der Beziehung haben, diese Zeit einfach intensiv nutzen und verleben. Und immer schön den Fallschirm mitnehmen… denn… Du weißt nie… ob sie nicht gerade erst aus der Kabine des Piloten zu Dir auf Deinen Schoß zurück gekehrt ist… 😉

PS: Ken Jebsen sagt immer: „Ich sehe das Leben wie ein Computerspiel! Und ich weiß ja jetzt schon, dass am Ende GAME OVER sein wird. Also scheiß drauf und mach das Beste bis dahin. Es endet sowieso tödlich!“

Wie denkt Ihr darüber? Ich freue mich über Eure Kommentare. Andere Meinungen? Gleiche Erfahrungen? Andere Ideen? Buchtipps für mich? Immer her damit! 😉

PPS: Nein, ich habe kein verkapptes Frauenbild. Bin nicht völlig frustiert. Bin auch nicht drauf und dran mir die Kugel zu geben. Es geht mir inzwischen wieder gut. Ich bin nur aufgewacht. Das ist alles. Und dafür war das Beziehungsende gut. Die Frau hat mir die Augen geöffnet und mich aus dem Tiefschlaf erwachen lassen. Es war das erst Mal in einer richtigen Beziehung für mich, dass eine Frau Schluss mit mir gemacht hat. Das kannte ich vorher nicht. Und das ist eine wertvolle Erfahrung. Keine gute, aber eine wertvolle. Aus der ich sehr wohl sehr viel gelernt habe. Und in dieser Form wird mir das Ganze nicht noch einmal passieren. Wetten?! 😉 In Zukunft weiß ich um die Wirkungsweisen der weiblichen Beziehungsmechnismen und werde sie entsprechend für mich zu nutzen wissen. Wenn ich also die Frau total toll finde, werde ich eben immer wieder für dieses „Knistern“ sorgen. Sie immer wieder überraschen. Das Spiel von Nähe und Distanz spielen. Mich rar machen, von Zeit zu Zeit. Ihr das Gefühl geben, meine wahre Nummer 2 zu sein! 😉 Und ich bin mir fast sicher, dass ich dann auch auf ganz lange Dauer ein unglaublich interessanter und begehrenswerter Mann in ihren Augen nicht nur bin, sondern BLEIBE. Verrückt, oder? Dass es so einfach ist…! Und das ist doch Trost und Seelenbalsam genug! Für denjenigen, der es endlich verstanden hat und sein Leben danach ausrichtet. Ab geht’s jetzt zum nächsten Workout… mein Körper wartet! 😉

PPPS: Zu dem Thema ist längst nicht alles gesagt. Bestimmt werde ich in irgendeiner Form noch öfter auf das Thema Hypergamie eingehen. Mal sehen. Dieser heutige Blogbeitrag hat über 4000 Wörter. Wer es bis hier her zu lesen geschafft hat, dem gebührt Respekt und Ehre! 😉

Monogamie, Polygamie und… Teil 1 von 2

Heute gibt es ernstere Kost. Es wird ein längerer Artikel. Den ich in 2 Teilen veröffentliche. Aber ich habe auch eine ganze Weile an dem Artikel geschrieben, insgesamt an zwei Tagen daran gearbeitet. Eigentlich sollte er schon letzte Woche erscheinen, aber ich kam nicht eher dazu ihn fertig zu erstellen.

Und nun…

Dieses „Wissen“ aus diesem Artikel ist so ernst, dass es jeder Mann kennen und im Bestfall die Erkenntnisse daraus in sein tägliches Handeln übernehmen sollte. Für Frauen ist das Thema nicht minder interessant, da sie dadurch die Möglichkeit erhalten, ihr eigenes Tun zu reflektieren. Und vielleicht aus dem unbewussten Hamsterrad auszubrechen. Denn um sie geht es im Kern dieses Beitrags, um die lieben Frauen. Die lieben Frauen und ihr (nicht so) liebes Verhalten. Es geht um die Themen Monogamie, Polygamie und… noch mehr. Und darum, warum Beziehungen wechseln. Und warum zumindest wir Männer damit „gerne“ Schriffbruch erleiden ohne zu verstehen woran das eigentlich (immer wieder) liegt.

Ein kleiner Disclaimer vorweg: Ich erhebe keinerlei Anspruch auf Wissenschaftlichkeit oder Faktentreue. Ganz im Gegenteil. Auf die verkopfte Wissenschaft gebe ich generell gar nichts. Denn jedenfalls auf dem Gebiet der Soziologie sind größteneils sowie nur links-rot-grün-verblendete (versiffte) Ideologen am Werk. Sie erforschen das, was an Ergebnissen schon längst feststeht. Sie finden keine (neuen echten) Ergebnisse, sondern machen eigene (konstruierte) Wege zu den bereits feststehenden Ergebnissen. Klassische Auftragsforschung heißt man das. Bleibt mir bitte fern mit dem Zeug!

Vielmehr habe ich die letzten Wochen Folgendes getan: Ich habe mir unzählige Videos zu den Themen Pickup, Beziehungen und den mit Beziehungen einhergehenden Illusionen angesehen. Dazu lese ich sehr viel. Die gesammelten neuen Eindrücke aus den letzten Wochen habe ich dann mit meinen bisherigen Lebenserfahrungen abgeglichen. Ich teile das – also mein Leben – in 4 Phasen ein, wobei die erste Phase für die Betrachtung hier keinerlei Rolle spielt:

  1. Die Zeit vor dem Pickuppen, d.h. vor dem Start des Projekts Beziehung
  2. Meine Zeit im Projekt Beziehung (Teil 1)
  3. Die Zeit in der Beziehung zu Fr. Schlange
  4. Die Zeit seit der letzten Beziehung (Projekt Beziehung Teil 2)

Den Start des Projekts Beziehung im Juli 2016 sehe ich dabei als Stunde Null an. Natürlich hatte ich damals einige Wochen vorher schon im Stillen mit dem Pickuppen begonnen, als blutiger Anfänger, ohne gleich diesen Blog zu starten. Bis ich verstanden habe, dass das Ding tatsächlich funktioniert. Und ab da gab es kein Halten mehr, ich wollte Vollgas geben und alles niederschreiben, was mir auf meinem Weg widerfuhr. Und bis zum Beginn des Pickuppens war ich noch immer ein naiver kleiner Junge, so würde ich mich rückblickend beschreiben. Davon ein Mann zu sein, war ich (noch) weit entfernt, meilenweit. Obwohl es mein Alter damals schon mit sich hätte bringen können. Ich glaubte an die bedingungslose Liebe und an das Gute in Mann und besonders Frau. Schließlich ist die Frau ein edles Wesen, emotional, nah an der Liebe. Näher als der Mann. Viel mehr Herzmensch als ein Mann. Kommt mir direkt lächerlich vor, wenn ich das hier gerade zum Besten gebe. Wie naiv, mein Denken. Damals!

Frauen sind genauso (oder mehr!) triebgesteuert wie Männer. Nur anders. Frauen sind emotional unterwegs, Männer rational. Eigentlich wäre damit schon alles gesagt. Aber wir gehen natürlich noch etwas ins Detail. Jedenfalls gehen Männer mehr mit ihrer Rationalität fremd und kehren – weil sie ihre Frauen wirklich (!) lieben – stets wieder nach Hause zurück und es ist für sie „kein Problem“. Frauen hingegen gehen erst fremd, verlieben sich dann dabei allerdings, in den Neuen natürlich, nicht in den bisherigen (alten) Typen. Und verlassen ihren Mann anschließend gerne, nachdem sie fremd gegangen sind. Männer machen aus dem Fremdgehen weiter kein großes Ding. Sie können Sex und Liebe trennen. Sie können ihre Frau lieben und dennoch mit einer anderen schlafen. Frauen sind da einfach anders, da sie eine andere Beziehung zur Sexualität verspüren, eine emotionalere. Sie sind deutlich weniger rein-körperlich gesteuert unterwegs. Männer haben eben ein drittes Bein, mit dem sie denken. Frauen nicht. Deswegen können Männer „einfach so“ fremdgehen. Frauen haben hingegen ein hochsensibles emotional tickendes Gehirn. Das aber ebenso leicht ausgetrickst werden kann. Sobald von einem Typen irgendwo ein bisschen Charme versprüht wird, erliegen sie diesem einfach. Also dem Charme, meine ich. Gut, und dem Typen auch. Beidem eigentlich. Insgesamt gesehen sind Frauen hinsichtlich Treue keinesfalls das „bessere“ Geschlecht. Fakt!

„Sie ist nicht SO Eine!“

Die Motive liegen schlicht anderen (hormonellen) Ursachen zugrunde. Im Resultat würde ich sogar so weit gehen zu sagen: Frauen sind die verlogeneren Fremdgeher(innen). Kennt Ihr solche Sprüche wie: „Das würde meine Frau nie tun! Sie ist nicht SO Eine!“ Das hebt eine Frau kognitiv aus Sicht des Mannes wieder auf ein unbeflecktes Podest. Was für eine Farce! Vorsicht lieber Mann. Wenn Du denkst bei Deiner Frau wäre alles anders… dann hast Du an der Stelle schon verloren. Dann wird es Dich mit großer Wahrscheinlichkeit eines Tages auch erwischen wie mich. Aber anders herum wird ein Schuh draus, ich sage es mal so: Wenn die Frau mit Dir in die Kiste gestiegen ist, dann tut sie das potenziell auch mit jedem anderen Typen. Du bist auch nur ein Mensch. Und Du bist nicht der Beste der Welt. Du bist ein Typ. Punkt. Heute Du. Morgen ein Anderer. Warum? Das beschreibe ich noch… bitte noch etwas Geduld… 🙂

Um mal auf meine eigene Geschichte zu schauen: Alles war schick und fein. Und ich war in einer langjährigen Beziehung, in dieser Phase 1, also in meiner ersten Beziehung. Um die es hier gar nicht schwerpunktmäßig gehen soll. Aber ein paar Worte dazu sind im Kontext nötig. Es war eine Beziehung mit allem, was sich ein naiver kleiner Junge in seiner kleinen verträumten Welt nur wünschen kann. Es war alles gut. Es gab keine bösen Wölfe und auch keine Alpträume. Und ja… dann machte es bumm. Die Hintergründe dazu spielen gerade nicht die Rolle. Aber so war es. Es änderte sich für mich gefühlt von heute auf morgen alles. Und plötzlich stand ich da, umgeben von jaulenden Wölfen mit fletschenden Zähnen und im freien Fall von Klippen und Hochhäusern. Einmal aufwachen bitte! Achso, ich täume gar nicht? Also ist das hier alles real?! Ich war „Schuld“ am Scheitern, das weiß ich aber auch. Das ist mein Paket, das ich für den Rest meines Lebens karmatisch mit mir herum tragen werde. Aber ich kämpfe wie ein Berserker daran, dass ich mein Karma wieder in den grünen Bereich schiebe. Darum habe ich auch in meiner letzten (zweiten) Beziehung (= Phase 3) alles für diese neue Frau getan, was mir menschenmöglich war. Ich wollte der beste Beziehungsmensch aller Zeiten sein, die beste Beziehungs-Version von mir selbst, sozusagen. Es gelang mir aus meiner Sicht vollkommen! Aus meiner Sicht. Aber eben nur aus meiner Sicht.

Ich mache es kurz, für alle, die meine alten Rückblenden von hier nicht kennen: Ich fiel noch während dem schleichenden Ende dieser ersten Beziehung in eine Depression, inkl. fast vollständigem Rückzug aus sämtlichen sozialen Interaktionen. Das ist inzwischen grob gesagt 3 Jahre her. Das Ganze depressive Dilemma zog sich einige Monate. Bis ich eines Tages auf das Thema Pickup gestoßen bin und mich vor allem dadurch lernte selbst aus der Lethargie zu befreien. Ich beschäftigte mich mit allen möglichen Aspekten der Persönlichkeitsentwicklung. Ziel war zunächst eine „neue“ Frau zu finden. Aber es sollte dann auch gleich meine (neue) Traumfrau werden müssen. Allerdings nun zum ersten Mal in meinem Leben durch systematisches Vorgehen. Ich reifte als Mensch und als Mann. Ich lernte den Umgang mit Frauen. Ich lernte ein Stück weit auch die Regeln der Verführung, dank Pickup.

Ich war allerdings auch noch weit weg von „sehr gut“, denn ich beschäftigte mich gerade einmal insgesamt vielleicht 1,5 Jahre mit dem Pickuppen, davon nur etwas über ein Jahr mit rein praktischer Erfahrung. Es war durchaus intenstiv, allerdings eben nicht sehr lange. Von großer Erfahrung kann also keine Rede sein. Aber für meine Verhältnisse waren das Fortschritte, die unbeschreiblich sind. Und es sollte zum Schluss auch klappen, ich lernte tatsächlich eine Traumfrau kennen. Die dann meine Traumfrau werden sollte. Um nach knapp 2 Jahren zu erkennen, dass es nicht meine Traumfrau gewesen war. Dass sie – aufgrund ihrer Art – gar keine Traumfrau sein kann. Nicht einmal für den neuen Typen an ihrer Seite.

Willkommen Aphrodite!

Der weiß nur noch nichts von seinem Glück. Aber das ist nicht mein Problem. Es ist seines bzw. es wird vermutlich eines Tages seines werden. Das wird er selbst noch sehen und erfahren (müssen). Grüße gehen raus an Dich, auch wenn Du das hier nicht liest Herr Schlangen-Mann. Genieße die süße Kost, die Dir diese Frau häppchenweise reichen wird, um Dich abhängig von ihr zu machen. Aphrodite war ein Dreck gegen sie!

2019-05-13

Dir wird es genauso gehen wie mir, wage ich zu prognostizieren. Und wenn nicht, sei es Dir gegönnt! Aber den Menschen, den Du nun an Deiner Seite hast… diese Frau… hat zwei Gesichter. Wie das bei Schlangen nun einmal so ist. Ich meine das alles wirklich nicht böse. Ich versuche stets nur meine aufrichtige Sicht zu beschreiben. Sie ist ein wundervoller Mensch. Genauso wie Volkswagen wundervolle und hervorragende Diesel baut. Wenn da nicht die Sache mit dem Betrügen und Bescheißen der Kunden gewesen wäre. Kunden zu betrügen und mit allen weiteren parallelen Handlungen in gutem Glauben zu lassen. Volkswagen hat eine tolle Welt vorgespielt und den Menschen gleichzeitig ein X für ein U vorgemacht. Und das konstant, lange und geplant. Ich kann von Glück sprechen, dass für mich keine „schlimmeren“ sachlichen Schäden hinterlassen wurden. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Das reicht. Körperliche Schäden hinterließ es leider schon, meine Hauterkrankung von damals hat sich wieder verschlimmert. Ich merke, dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Stress und dieser Krankheit gibt. Solche Ereignisse im Leben sind einfach toxisch. Und wir sind alle nur aus Fleisch und Blut. Da kann ich Mann sein so viel ich möchte. Ich bin verwundbar, ist so.

Jedenfalls lernte ich das Spiel der Verführung allmählich. Und erzielte gute bis sehr gute Resultate. Ich hatte in einem Jahr nicht nur mehr Interaktionen mit Frauen (und Männern) als in meinem ganzen bisherigen Leben zuvor, sondern auch mehr Erfolge mit Frauen als je zuvor. An die Qualität meiner ersten Beziehung (ich hatte so gesehen erst 2 in meinem Leben) kam trotzdem nie wieder etwas heran, nicht einmal die Zweite. Das liegt aber grundsätzlich weniger an den Frauen, sondern am Umstand, dass es in der „ersten echten Liebe“ bzw. ersten echten Beziehung nun einmal keine bösen Wölfe gibt. Jedenfalls war das bei mir so. Es gab eine bedingungslose Liebe auf einem weißen Feld. Da gab es keine Lebenserfahrungen, die beide Seiten bis dahin beziehungstechnisch hätten negativ prägen können. Jeder, der sich an seinen ersten Partner oder an seine erste Partnerin erinnert, weiß was ich meine. Man liebt von Herzen, ohne sich vorstellen zu können oder zu müssen, dass es je eines Tages auch wieder auseinander gehen könnte. So wie die eigene Mama immer die eigene Mama bleiben wird und der eigene Papa immer der eigene Papa bleiben wird.

Nun, das Pickuppen lehrte mich, auf den Pfad zu kommen, der schnurstracks in die Frauenwelt führt. Frauen ansprechen. Körbe kassieren. Noch mehr Frauen ansprechen. Noch mehr Körbe kassieren. Noch viel mehr Frauen ansprechen. Treffen! Bumm. Basketball spielen. Rockstar-Momente feiern. Die Zahl der Körbe wurde im Laufe der Zeit geringer. Die Treffer wurden mehr. Und die Resultate atemberaubend. Es war wie ein Rausch, der sich über Monate zog. Jeden Tag Adrenalin und Glückshormone! Ich genoss es. Ich wurde ein Mann. Dachte ich.

Aus einer Sicht heraus stimmt das auch: Ich wurde enorm selbstbewusst. Auch nach außen hin. Ich lernte auch alleine weg zu gehen, alleine in Clubs und Bars. Wer tut das schon?! Seid mal ehrlich zu Euch selbst. Wer tut das? Welcher Typ? 1 von 1000? Nee. 1 von 10.000 vielleicht. Sich stark fühlen kann jeder, aber wer kann schon stark handeln? Wer kann schon in einem Club oder in einer Bar, in der 4 Frauen exponiert an einem Tisch sitzen, direkt auf die Damen zugehen, sie ansprechen und sich „rotzfrech“ zu ihnen setzen, während der ganze Laden das mitbekommt?! Wer kann das? Verdammt Wenige! So einer wurde ich. Darauf war ich enorm stolz. Ich hatte mein Ego zerstört, was eine enorm gute Sache ist! Das schafft Freiheit! Ich hatte gelernt mir auch Körbe vor den Augen aller Menschen abholen zu können. Oder eben auch Volltreffer zu erzielen. Nur wer viel wagt, gewinnt auch viel. So läuft das Leben eben.

Der weiterhin naive Idiot

Und was ich dabei stets völlig außer Acht ließ, naiv wie ich im Kern noch immer geblieben war, ist das Thema Beziehung. Ich Idiot – muss ich heute sagen – beschäftigte mich ausschließlich mit dem Thema „Frauen verführen“, also mit der Ansprechphase des Pickuppens. Aber ich hatte keine Minute investiert in „wie kann ich eine Frau auch an meiner Seite halten“ bzw. „wie ticken Frauen in Beziehungen“ oder „wie funktionieren die Instinkte einer Frau außerhalb der ersten Anbahnungsversuche“. Das war mein großer Schwachpunkt… geblieben, muss ich leidlich eingestehen. Selbst Schuld! Da war ich noch der kleine naive Junge von damals aus Phase 1, siehe oben. In Phase 1 in meiner ersten Beziehung war das so noch okay, weil die Frau an meiner Seite genauso war wie ich. Naiv und ein Herzmensch. Ich sollte leider erst in Phase 4 spüren lernen müssen, dass ich nichts, aber auch gar nichts, in Bezug auf Beziehungen dazu gelernt hatte, trotz aller Erfolge beim Pickuppen. Aber das war ja auch logisch. Ich konnte ansprechen, ich konnte verführen. Aber ich konnte genauso gut oder schlecht eine Beziehung führen wie vorher. Eigentlich sogar schlechter. Da die neue Frau kein naives Mädchen war, sondern ein Raubtier. Aber ich war noch immer der brave Hase. Und Hasen werden von Wölfen nun einmal gerissen. So ist die Natur.

Ich verlebte also die Phase 2 (meine Zeit im Projekt Beziehung Teil 1) mit viel Spaß und Freude und lernte viel. Ich verlebte die Phase 3 (die Zeit in der Beziehung zu Fr. Schlange) aus oben genannten Gründen wieder ähnlich kindlich naiv wie meine erste Beziehung der Phase 1. Allerdings war meine Partnerin ein völlig anderer Mensch als es meine Partnerin in meiner ersten Beziehung gewesen war. Unvergleichbar. Für die Eine war ich der erste Freund, für die andere einer von vielen. Auch wenn sie sich redlich bemühte mir ein anderes Gefühl zu geben. Aber Realitäten kann man auf Dauer nicht leugnen und maximal auch nur falsch suggerieren. Das schafft nicht einmal ein super Schauspieler wie Christoph Waltz, das auf Dauer erfolgreich hinzubekommen. Trotz aller bester schauspielerischer Ausbildung. Und ich nehme die Realität sehr bewusst war. Es waren zwei völlig verschiedene Frauen und deshalb gab es auch große Unterschiede in der Beziehung. Ganz normal und auch gut so. Aber? Ja, eine hatte ein Herz aus purem Gold, die Andere – wie ich Naivling erst danach erkannte – beschäftigte sich auch mit Herzen. Allerdings nur damit, durch ihre gespitzten Krallen in regelmäßiger Abwechslung die Herzen ihrer eroberten Männer zu zerfetzten wie es sonst nur der Bombenhagel eines Krieges mit Kinderbäuchen zu schaffen vermag.

Es ist natürlich ein bisschen unfair die Rückblende alleine als Bewertungsmaßstab herzuhalten. Natürlich war Fr. Schlange im Nachgang betrachtet eine Schlange, nach dem Lug und Betrug und all den parallel stattgefundenen Handlungen ihrerseits, die mir eine weiter gefestigtere gemeinsame Zukunft suggerierten. Beispiele? Ein Wohnungskauf stand an. Der nächste gemeinsame Urlaub mit den Kindern war schon gebucht. Ein gemeinsames Auto hatten wir gerade erst erworben. Anfangs war sie ein Engel, aber auch nur, weil ich die Warnzeichen allesamt übersehen habe bzw. bewusst weggesehen habe. Eckhart Tolle hat aus mir einen bedingungslos akzeptierenden Menschen gemacht. Damit wurde ich stark verwundbar. Ich wurde ein Mensch, der eine Frau einfach nur lieben wollte und einfach nur Liebe empfangen wollte. Ich sah nur das Gute in der Frau. In Wahrheit aber sprang ich aus einem Flugzeug, ohne einen Fallschirm mitzunehmen. Mein Fehler. Einfach nur meiner. Fertig.

Und jetzt kommen wir zu den dahinter liegenden Mechanismen. Ich glaubte in Phase 1 bis 3 an die Monogamie. Ich glaubte daran, dass Partnerschaft bedeutet, dass man einander treu ist. Das bedeutet nicht, dass keiner Fehler macht. Meine Fehler in Phase 1 wiegen bis heute schwer genug. Aber wir Menschen lernen für gewöhnlich daraus. Das sollte doch der Sinn dahinter sein. Wir lernen aus unserem Handeln und den Erfahrungen. Und das Ziel einer Partnerschaft sollte die gelebte Monogamie sein. Oder was?! Was sonst wäre denn der Sinn einer festen Partnerschaft? So dachte ich. Also lebte ich so. Ich tat in Phase 3, also in der Beziehung, mehr und mehr für die Frau, ihre Kinder und die Beziehung als Ganzes. Ich schraubte meine eigenen Interessen etwas zurück, um dadurch das Wertvollste und Kostbarste im Leben zu erhalten und zu fördern, Liebe. Und gleichzeitig bereitet mir seit jeher das Geben mehr Freude als das Nehmen in einer Beziehung. Das klappte eine Weile auch. Und erfasste mich dann leider wie eine Bugwelle gegen Ende. Ich hatte mich eben nicht mit den Wirkmechanismen der menschlichen bzw. fraulichen Instinkte beschäftigt. Mein Fehler. Alleine mein Fehler.

Fortsetzung mit Teil 2 folgt…

Das Gute rausziehen und verschwinden

Heute habe ich mir ein Video von einem Fitness-Coach angesehen. Und darin hat er eine ganz interessante und perfekt zu meiner Situation passende Lebenserfahrung geschildert.

Es ging um das Thema Aussehen vs. Charakter (von Frauen)

Er trainiert Frauen und Männer und begleitet sie so auf ihrem Weg zum sportlichen Fitness-Erfolg. Dabei kam er auf die Themen Aussehen und Charakter, vorrangig der Frauen, zu sprechen. Da er hauptsächlich Frauen trainiert, hat er entsprechende Erfahrung vorzuweisen. Die Beziehung zwischen Athlet(in) und Trainer verlaufe immer wieder, so sagte er, im Prinzip nach folgendem Schema:

Eine – wie auch immer geartete – körperlich unzufriedene Frau kommt zu ihm und bittet ihn darum, dass er ihr doch bitte helfen möge auf ihrem Weg eine „sexy athletische“ Frau zu werden. Da sie in ihrem Leben unglücklich und nicht erfolgreich sei. Nie wirklich etwas gewuppt bekomme und endlich aus ihrer gefühlten Abwärtsspirale ausbrechen wolle. Mimimi und so.

Dieser Coach hat sich in der Vergangenheit jedenfalls den Ruf erarbeitet, entsprechende Resultate mit seinen Schützlingen bis hin zu Meisterschaften zu erzielen. Mit seinem eigenen Erfolg als Bodybuilder kam zunehmend auch der Erfolg als gefragter Coach. Er begleitet diese Frauen dann teilweise über mehrere Jahre auf ihrem Weg zur körperlichen Höchstleistung.

Und dann passiert etwas ganz Erstaunliches. Sobald die Frauen ein gewisses Ziel erreicht haben, nämlich einen top attraktiven Körper zu besitzen, sagen sie sich von ihm los. Plötzlich wird der Kontakt abgebrochen, da sie „ja jetzt ganz gut alleine weiter zurecht kommen“ würden. Dass die geschäftliche Beziehung zuende geht, ist nachvollziehbar. Die Athleten müssen ja für nichts bezahlen, was sie nicht auch benötigen. Ganz klar. Das ist auch gar nicht der Punkt. Der Schandfleck ist aus seiner Sicht, dass – vor allem die Frauen – ab einem gewissen Level jeglichen Kontakt abbrechen, den gesamten gemeinsamen positiven Weg vergessen und das auch recht deutlich so sagen: „Ich komm jetzt alleine zurecht und brauche Dich nicht mehr! Außerdem habe ich Dich auch immer gut bezahlt und das war echt viel Geld!“

Er sagte in seinem Video, dass das den wahren Charakter vieler Frauen immer wieder offenlegt. Zu Beginn des gemeinsamen Weges bettelten die Frauen förmlich um Unterstützung, um gemeinsam dafür zu sorgen ihr Selbstwertgefühl durch entsprechende Trainingsresulstate zu steigern. Dazu sei ein harter, steiniger, langwieriger Weg mit diversen Einschnitten nötig. Der auch zwischenzeitlich öfter zu Frust bei der Frau führt, verständlich. Es komme mitunter auch zu Reibereien. Auch verständlich, bei solch einem ambitionierten Weg.

Der komplette Tagesablauf müsse geändert werden, das Thema Ernährung rücke derart in den Vordergrund, dass die Athleten aufgrund der nötigen Disziplin und dadurch folgende positive mentale Effekte auch positive Ergebnisse für sämtliche weiteren Lebensbereiche erzielen würden. Beispielsweise wären sie motivierter im Job oder in der Stukturierung der eigenen Freizeitplanungen usw. Auch das Thema Schlaf erhalte dadurch einen völlig neuen Stellenwert. Ohne guten und gesunden Schlaf ist nun einmal kein gutes Muskelwachstum möglich. Die Frauen werden – trotz oder wegen – aller Strapazen auf ihrem Weg täglich ein Stück glücklicher und zufriedener. Plötzlich seien sie in der Männerwelt überall begehrt und auch das eigene Leben laufe insgesamt „mehr wie von alleine“.

Und irgendwann einmal hat die Frau aus dem Trainer alles herausgesaugt, was aus ihrer Sicht an positiven Dingen mitzunehmen ist. Aus einer Frau mit Speckrollen wurde am Ende eine Frau, die in Bodybuilding-Wettbewerben plötzlich um die ersten Plätze kämpft. Und dann… so sagt der Coach… und ERST DANN… zeigt sich der wahre Charakter der Person. Männer seien da anders, die äußerten sich in aller Regel über Schwierigkeiten und Meinungsverschiedenheiten bereits während des gesamten gemeinsamen Weges. Frauen hingegen sammelten und stauten Frust oder Wut über die gesamte Zeit an, bis sie einen Punkt erreicht hätten, ab dem sie auch gut alleine zurecht kommen würden und machten sich vom Acker.

Ich musste sofort an meine gegenwärtige Situation denken. Kommt mir wahnsinnig bekannt vor. Alles was ich ab und mehr noch während der Beziehung gab, war stets recht, nein, war für die Frau stets absolut perfekt! So hieß es auch immer. Sie profitierte in sämtlichen Lebensbereichen enorm von mir. Ich war für die Kinder da (ihre! Kinder), für ihre Wehwehchen, für ihre Ängste und ihre Sorgen. Probleme im Job. Probleme mit ihrer Gesundheit. Probleme mit ihrem Körper. Probleme in der Bewältigung des Alltagsstresses usw. Wer hat mich denn mal gefragt, wie gut ich zurecht komme?! Eigentlich irgendwie egal.

Dabei schob ich sie in alltäglichen – vorrangig – sachlichen Dingen ganz massiv an. Ist so, ich hab mein Leben nun einmal gut im Griff und weiß wie man gerade aus läuft ohne hinzufallen. Und das hab ich ihr eben beigebracht. Rüstzeug für die Welt. Auch für die Berufswelt. Wissen und Hintergründe zu verschiedenen enorm essentiellen Lebensbereichen. Die rote Pille sozusagen. Aufwachen aus der Matrix bitte! Mit mir geht das.

Sogar für ihre letzte Gehaltsverhandlung hab ich sie über Tage vorher gecoacht und sie vorbereitet. Erfolgreich. Natürlich. Wie kann es auch anders sein! Es ist und war immer so. Was ich tue, tue ich mit Erfolg. Ich zeigte ihr nahezu in jedem Lebensbereich, wie sie mindestens eine deutliche Verbesserung für sich und die Kinder erzielen kann, oft sogar das Optimum erreicht. Und all das saugte sie auf wie ein Schwamm. Dumm ist sie nicht. Nur unbelesen, ungeübt und methodisch ungebildet. Aber das ist alles keine Kunst. Mit einem so vorzüglichen Coach an ihrer Seite… Da könnte selbst der dümmste Pinguin innerhalb von 2 Jahren beachtliche Kunststücke vollbringen. Und irgendwann… als sie alles aus ihrer Sicht Notwendige verinnerlicht und anwendbar erlernt hatte… machte sie sich vom Acker. Genau wie die Athletinnen des Fitness-Trainers.

Jetzt ist das bei dem Fitness-Trainer allerdings eben Business und kann ein Stück weit in die professionelle Welt verortet werden. Man solle es sachlich sehen und so weiter. Klugscheißereien. Ja, mag sein. Kann man alles sachlich sehen. Aber nein, kann Man(n) nicht! Wir sind Menschen! Wir alle. Frauen und Männer. Leider vergessen das die meisten Menschen. Hey. Wir sind keine Roboter!

Die Aussagen des Fitness-Trainers gelten natürlich auch unbedingt für das „echte Leben“ gleichfalls fort. Seine Aussage war auch: „Gebe einem Mann macht und Geld. Dann siehst Du seinen wahren Charakter. Und gebe einer Frau einen tollen Körper und Schönheit. Dann siehst Du ihren wahren Charakter.“

2019-04-24

Das gilt selbstredend nicht für sämtliche seiner Athleten. Männer verspüren auch nach Ende ihrer Geschäftsbeziehung auch nach Jahren oft noch eine tiefe Dankbarkeit und sie bleiben in Kontakt. Schließlich hat der Trainer aus einer kompletten Null eine Maschine gemacht. In seltenen Fällen allerdings besteht zu Frauen noch ein langfristiger Kontakt. Das sei die Ausnahme. Oft würden von ihm trainierte Frauen eines Tages selbst Athletinnen trainieren und in die Trainer-Branche einsteigen. Das sei im übrigen nicht nur seine Erfahrung, sondern auch die befreundeter weiterer Fitness-Trainer.

Ein interessantes Phänomen, wie ich finde. Und an solchen Alltagsgeschichten sehen wir überall in der menschlichen Natur bzw. Gesellschaft diverse wiederkehrende Verhaltensmuster. Diese zu verstehen hilft enorm für das eigene Leben, davon bin ich überzeugt.

Was hat der Trainer denn für Möglichkeiten damit umzugehen?

Diese Frage stelle ich mir ernsthaft. Wenn der Trainer vorher schon weiß: „Diese Frau ist gerade mental eine Null, ein Haufen Elend, so wie sie zu Kreuze gekrochen kommt und um Hilfe bettelt.“ Da sie in ihrem Leben generell und wohl auch besonders sexuell unausgelastet bzw. frustriert ist. Von einem Trainer also für das ganze weitere Leben eine Start-Motivation erhalten möchte. Viele Tage, gar Monate oder Jahre des harten Schweißes würden dafür gemeinsam fließen müssen. Harte Arbeit. Und er ist und bleibt dabei stets ihr persönlicher Motivator. Ist da, wenn es ihr schlecht geht. Wenn sie mal keine gewünschten Resulstate erzielt. Dann baut er sie auf. Immer wieder. Allerdings im Wissen, dass die Frau dafür zwar bezahlt, sich am Ende allerdings aus dem Staub machen wird. Ohne jede Menschlichkeit walten zu lassen. Keine Dankbarkeit mehr zu empfinden und dem Menschen mit dem größten Positiv-Impuls ihres Lebens den Rücken zu kehren.

Wie soll er damit nur umgehen?

Ich finde er hat nur zwei Möglichkeiten:

  1. Er steigert sich von Anfang an immer wieder neu rein. Lässt sich wieder komplett auf jede Frau ein, als wäre es seine erste Athletin, die er auf dem Weg zur Meisterschaft formen und begleiten muss. Im Wissen, am Ende wieder das totale Brett der Undankbarkeit von ihr zu bekommen. Das kann ihm aufgrund der Erfahrung ja niemand mehr nehmen. Einmal erkannt, immer erkannt. Hier würde ich sagen, dass so ein Vorgehen einen naiven Ansatz darstellt. Er kann versuchen seine Lebensfreude aus dem gemeinsamen Erfolg zu ziehen. Obwohl er weiß, dass der Erfolgsweg endlich ist und sie ihn fallen lassen wird wie eine heiße Kartoffel. Es wäre ein bisschen der Weg einer Mutter Theresa. Hingabe. Aufopferung. Und eigentlich müsste er konsequenterweise am Ende des Erfolgsweges mit der Frau auch fast darum betteln, dass sie ihm ins Gesicht spuckt. Und lächeln und sich daran erfreuen. Ich übertreibe gerade, schon klar. Aber die Message soll ankommen. Und das tut sie so garantiert.
  2. Oder aber er geht rational damit um. Betrachtet die gemeinsame Beziehung als eine Geschäftsbeziehung. Kalkuliert klar ein, dass der Tag kommen wird, an dem die Frau sich zwischenmenschlich wie das Allerletzte verhalten wird. Nimmt sich mental selbst raus und geht auf innerliche Distanz. Er weiß sogar, dass manche Frau sich sogar nachträglich schlecht über ihn auslassen wird, um sich selbst gegenüber psychisch zu rechtfertigen, dass sie diesen Trainer nicht mehr benötigen würde. Auch das berichtete er in seinem Video. Jedenfalls würde solch eine beschreibene Vorgehensweise eines Trainers klar einem rationalen Credo folgen. Also weniger Mutter Theresa, sondern mehr homo oeconomicus. Sie bezahlt. Er trainiert sie. Fertig. Sie wird irgendwann ghosten (also einfach verschwinden), das weiß er allerdings und zieht für sich seinerseits vorrangig auch nur die Vorteile dieser Zusammenkünfte für sich heraus: Nämlich, dass sie ihm so seinen Lebensunterhalt ermöglicht. Knowhow gegen Kohle. Und das auf Zeit. Fertig. Keine weitere Zwischenmenschlichkeit. Er mag sie zwar täglich nett begrüßen und auch Witze machen und die Zeit mag sich für sie schön anfühlen, allerdings ist es im Wesentlichen von seiner Seite aus „professionell gespielt.“

Fairer Deal oder?

Genau so erging es mir eben auch. Nur dass ich die Vorstufe zu Typ 1 war, jedenfalls in Bezug auf meine Beziehung. Für mich stand gar nicht zur Debetta, dass die Frau eines Tages einfach das Spielfeld verlassen würde. Wenn es regnet. Und ich da zurück bleibe. Ich glaubte an das Gute im Menschen und daran, dass die Frau es ernst meint. Meinte sie auch. Aber eben nur Lebensabschnittsgefährten-mäßig. Bis… ja bis… der Punkt erreicht war, an dem sie alles für sich mitgenommen hatte, was sie an Nützlichem von mir mitnehmen konnte. Wir sprechen hier wohlgemerkt ausschließlich von mentalen Aspekten.

Die Frage ist doch wirklich, wie dieser Trainer nun in diesem Wissen – und er ist nicht nur ein guter Athlet, sondern auch ziemlich clever und gebildet! – weiter in seinem Leben damit umgehen mag.

Ich bin überzeugt davon, dass die Schilderungen dieses Coaches auf 95% aller Frauen im übrigen echten Leben zutreffen. Eben nicht nur im Fitness-Bereich. Denn er sprach explizit vom „Charakter“ einer Frau. Davon, dass die Frau ihr wahres Gesicht stets erst dann zeige, wenn sie einen anderen Menschen (vergleichbar einer Partnerschaft) nicht mehr benötige. Die Rede ist also nicht von einem einzelnen Verhalten, sondern tatsächlich vom Charakter dieses Menschen. Das ist keine einmalige Sache. Das ist etwas Langfristiges.

Ich habe pauschal gerade auch keine Antwort darauf. Ich weiß nur, dass ich in Zukunft deutlich weniger Typ 1 sein werde. Bestimmt werde ich auch nicht plötzlich zu Typ 2. Allerdings ist eine gesunde Mischung aus beiden Varianten wohl ganz angebracht. Damit geht das Wertvollste im Leben kaputt, nämlich die kindliche Naivität… die Romantik… die Träumerei… die Einfachheit und damit auch die Freiheit. Es ist ein Dilemma.

Typ 2 möchte ich eigentlich gar nicht werden. Versuche ich es weiter als Typ 1? Oder halte ich von Beginn an emotionale Distanz? Nein, das kann es doch auch nicht sein. Oder doch zumindest erstmal? Zumindest…? Hm… zumindest so lange ich nicht zu 100% überzeugt bin, dass es „DIE RICHTIGE“ ist. DIE EINE, die nicht „so“ ist wie die anderen. Die Eine, die loyal ist und kein Blutegel, das nur das beste für sich raus zieht und sich dann einen neuen Wirt sucht. Und genau das dachte ich ja auch in meiner Beziehung von dieser Frau. Und genau da beißt sich die Katze in den Schwanz. Zum Teufel nochmal.

Ein Song für und an meine zukünftige Traumfrau

Auch wenn wir Menschen nach außen meistens hart tun, steckt in fast jedem von uns ein kleiner weicher Kern. Das trifft auch auf Männer zu. Nicht auf alle natürlich, aber auf die meisten. Was ich schon auch glaube ist, dass die meisten auch tatsächlich nur einen kleinen weichen Kern innerhalb ihrer Umschalung in sich tragen. Denn wenn ich mir manchmal so ansehe wie Menschen miteinander umgehen… oft besonders Männer mit ihren Frauen. Respektlos. Gering- anstatt wertschätzend.

Einen weichen Kern zu besitzen bedeutet für mich nicht in erster Linie selbst verletzlich zu sein, sondern viel mehr emotional mitfühlend zu sein. Sozusagen das Herz der Frau zu spüren, es zu einem großen Teil mit meinem eigenen Fühlen zu verschmelzen. Symbiose. Ich glaube außerdem, dass ich einen besonders weichen Kern habe. Und dass es nicht nur ein weicher kleiner Kern ist, sondern ein ziemlich großer. Mit relativ wenigen Schalen drum herum. In Fragen des Alltags – fernab jeder Beziehung – sind da eine ganze Menge Verschalungen drum herum. Resistent gegen Bedrohungen von außen also. Allerdings sieht das in mir ganz anders aus, wenn es um die Liebe zu meiner Partnerin geht.

Und so kommt es auch, dass ich sehr auf romantische und ruhige Musik stehe. Auch deutsche Musik mag ich gerne. So mag ich ein paar Lieder von jemandem sehr, der sicherlich nicht jedermanns Geschmack trifft. Ich spreche von Herbert Grönemeyer.

In den letzten Monaten hörte ich sehr selten Musik. Komisch eigentlich, ist mir gar nicht so aufgefallen. Vor einigen Wochen hatte ich ein paar alte Songs von James Blunt wieder entdeckt, einem weiteren Lieblingssänger. Nur die Songs von James Blunt packe ich im Moment nicht. Das ist mir zu harter Tobak. Solche Lieder kann ich nur hören, wenn ich innerlich vollkommen zufrieden und glücklich bin. Die ziehen sonst richtig runter und das geht im Moment einfach gar nicht.

Deshalb hatte ich die Songs von James Blunt auch erst vor wenigen Wochen zum ersten Mal seit Jahren abends vor dem Einschlafen im Bett liegend und kuschelnd Fr. Schlange gezeigt. Sie weinte beim Hören dieser Songs von ihm und kannte auch nicht alle seine Lieder. Im Nachhinein ist mir auch klar, warum sie weinte. Sie war gedanklich längst nicht mehr bei mir und die Songs lösten Emotionen in ihr aus, die sie in diesem Moment nicht verbergen konnte. Ich dachte, ich hätte sie emotional damit positiv getroffen und ihr wieder eine Facette mehr von mir gezeigt. Songs gezeigt, auf die ich stehe. Sie wieder ein Stück weiter in mein Herz gelassen und vielleicht auch ihr Herz wieder ein Stückchen berührt. Gefehlt! Alles anders.

Und so blicke ich nach vorne und teile heute meine Gedanken und ein Lied in Richtung meiner nächsten Traumfrau. Meiner dann eigentlichen, wirklichen, ja echten Traumfrau, hoffe ich. Nicht wieder nur eine Zwischenetappe oder Illusion. Bitte nicht wieder eine Fata Morgana. Deswegen ist das Projekt Beziehung Teil 2 eigentlich in Wahrheit gar nicht Teil 2. Eigentlich ist es noch immer Teil 1. Bzw. einfach DAS… Projekt Beziehung.

Ich muss es eigentlich so sehen: Das Projekt Beziehung hat nie wirklich aufgehört zu existieren. Ich hatte nur eine Pause gemacht, weil die Kontrollleuchte im Auto anzeigte, dass ich rechts ran fahren soll. Ohne zu verstehen warum. Das tat ich dann eben. Ich fuhr rechts ran und blieb dort fast 2 Jahre lang am Straßenrand stehen. Bin tagein und tagaus ums Auto herum gelaufen wie ein Verrückter, habe mir über alles Gedanken gemacht und mir den Motorraum angesehen und versucht den Grund für das Aufleuchten der Warnlampe zu finden. Um den Fehler auf meinem Weg zu finden. Eigentlich sogar meinen eigenen Fehler zu finden. Ich fand ihn aber einfach nicht. Das Universum hat die Warnleuchte angeschaltet. Gut gemeint. Von Anfang an. Danke dafür. Aber ohne mir verstehen zu geben wieso. Die Lampe leuchtete einfach auf und sagte: „Fahr rechts ran.“ Und ich Idiot hab die Leuchte einfach abgeklemmt. Sich um sich selbst kümmern sieht anders aus.

Zeitverschwendung irgendwie, finde ich. Viele sagen mir auch: „Sieh es nicht so. Du hattest doch unglaublich viele schöne Momente mit ihr. Behalte die positiven Dinge in Erinnerung.“ Ja. Mag sein. Aber die derbe Enttäuschung am Ende…? Der Verrat und das Gestoßenwerden ins eiskalte Wasser lösten einen Schock in mir aus. Sich auseinanderzuleben wäre die eine Sache gewesen, akzeptabel. So ist es bestimmt bei vielen Paaren. Aber so war es nicht für mich, jedenfalls fühlte sich das so nicht an. Ganz im Gegenteil. Es standen große geplante Veränderungen bevor bzw. waren schon eingeleitet. Umzug, Auto, Urlaub. Alles. Alles in Richtung immer festerer gemeinsamer Zukunft. Allerdings wie ein ahnungsloses gutmütiges Tier einfach schutzlos zu wilden Raubkatzen ins Gehege gestoßen zu werden, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Eines, das das Prädikat „besonders widerlich“ verdient hat.

Und auch wenn ich trotz intensiver Suche den vermeintlichen Grund für das Aufleuchten der Kontrollampe nicht entdecken konnte… oder wollte… stehe ich mit dem Wagen immer noch rechts am Straßenrand. Was ich aber bemerken musste und bemerkt habe: Es ist drigend ein Ölwechsel nötig! Der läuft gerade. Das wird noch ein paar Wochen dauern vermutlich. Aber dann steige ich wieder ein und fahre los. Richtung Sonne und Leben. Und in Richtung Traumfrau.

Vielleicht nicht so verbissen wie früher, vielleicht aber auch nur nicht mehr so verbissen wie am Anfang früher. Nach 1 Jahr Pickuppen damals war ich nicht mehr verbissen. Es war wirklich nur anfangs. Es war eben alles neu für mich. Frauen ansprechen, einfach so. Einfach überall. Einfach immer. Dass es anfangs eine Verbissenheit gab, habe ich durchs Reflektieren ergründet. Was wohl der Grund war, warum meine Resultate „erst“ im Laufe der Zeit besser und intensiver wurden. Und was letztlich auch Fr. Schlange in mein Leben treten ließ. Ich zog sie aufgrund meiner damaligen extrem autarken Art an. Ich war mit mir im Reinen, happy und zufrieden. Extrem selbstbewusst. Ich war damals längst nicht mehr bedürftig. Das zeigen meine alten Artikel. Die ich mir zwischendurch gerne immer wieder durchlese. Um mich selbst wieder zu entdecken. Alleine dafür hat sich das Niederschreiben meiner Erlebnisse sehr gelohnt.

Und nun… wenn sie mir begegnet… die Frau… die Traumfrau… die ich eigentlich bereits in Teil 1 suchte… also der Teil 1, der gar nicht Teil 1 war, wie sich herausstellte… dann nehme ich sie mit. Und werde zusehen, dass sie jeden Grund von dieser Erde von mir bekommt mich nicht mehr herzugeben!

Und deswegen liebe Traumfrau, geht der Song an Dich! Ich kenne Deinen Namen nicht. Ich weiß nicht wie alt Du bist oder woher Du kommst. Ich weiß nicht, ob Du schon Kinder hast, noch Kinder bekommen kannst oder Dir Kinder wünschst. Ich wünsche mir welche. Das weiß ich, nachdem ich fast 2 Jahre merken durfte, dass mir Kinder sehr liegen und ich schon ein bisschen Papa sein durfte. Und dachte, das wars… ich bin dann eben so ein „Bonuspapa“. Hätte mir gereicht, wirklich. Sollte aber nicht sein. Deswegen ist der Bonuspapa weder mehr ein Papa noch ein Bonus. Aber ich kann Papa.

Keine Ahnung, meine Traumfrau, auf welche Musik Du stehst. Keine Ahnung welchen Charakter Du hast. Ob Du meine Eigenheiten, Ecken und Kanten nicht nur akzeptieren sondern sogar schätzen kannst. Aber eines weiß ich… ich hoffe, dass Du so ein Herzmensch bist wie ich! Dann mache ich Dich zur glücklichsten Frau der Welt. Ich kann nicht nur Papa. Ich kann auch Mann.

Und deshalb dieses Lied für Dich. Lass Dich finden und wir fahren gemeinsam Richtung Sonne ins Leben. Der Ölwechsel ist erledigt. Es kann los gehen.

Lasst die Zeilen einfach wirken! Hört Euch den Song an. Komplett. Versucht dabei zu sein, mittendrinnen! Da steckt so viel Hoffnung und Zuversicht drinnen! Oder wie Xavier Naidoo schon sang: „Volle Kraft voraus!“

Und ich empfehle den Song auf 2 Arten zu hören: Erst in seiner originalen Version und danach bitte unbedingt in dieser bestimmten Live Version und da finde ich besonders das Ende einfach herausragend. Wie Herbert Grönemeyer da ab geht, das ist genau das, wie es in mir aussieht, wenn ich an sie denke… an meine zukünftige Traumfrau! Das bin ich!

PS: Den Songtext gibts unter den Videos, so könnt ihr mitlesen…

 

 

Demo (Letzter Tag)

Weiß man, wie oft ein Herz brechen kann?
Wie viel Sinne hat der Wahn?
Lohnen sich Gefühle?

Wie viele Tränen passen in einen Kanal?
Leben wir noch mal?
Warum wacht man auf?
Was heilt die Zeit?

Ich bin dein 7. Sinn,
Dein doppelter Boden,
Dein zweites Gesicht.
Du bist eine kluge Prognose,
das Prinzip Hoffnung,
ein Leuchtstreifen aus der Nacht.
Irgendwann find und lieb ich dich …

Ich bin eine deiner Farben,
kannst mich wählen, kannst sie tragen,
Kannst sie bleichen.
Verrat dir alle Geheimzahlen,
Werd dir die kühnsten Träume ausmalen,
Werd dir erklären, wovon ich nichts versteh.

Ich bin dein 7. Sinn,
Dein doppelter Boden,
Dein zweites Gesicht.
Du bist eine sichere Prognose,
das Prinzip Hoffnung,
ein Leuchtstreifen aus der Nacht.
Irgendwann find und lieb ich dich …

Das Leben fließt rot in unseren Venen,
Ich servier dir’s auf einem goldenen Tablett.
Du holst mich aus dem grauen Tal der Tränen,
Lässt alle Wunder auf einmal geschehen,
Dass mir Hören und Sehen vergeht.

Ich bin dein 7. Sinn,
Dein doppelter Boden,
Dein zweites Gesicht.
Eine Lieblingsfarbe,
Dein sportlichster Wagen,
Dein tiefster Tauchgang,
Dein Segelflug.

Du bist eine gute Prognose,
Das Prinzip Hoffnung,
Ein Leuchtstreifen aus der Nacht.
Ich find dich und lieb dich mehr als mich.
Ich lieb dich mehr als mich.
Irgendwann find ich dich.
Ich find dich oder nicht.
Ich lieb dich mehr als mich und ich finde dich.
Ich find dich oder nicht.

Das Können von Christoph Waltz

Zur Zeit habe ich es mit der Musik. Zuletzt mit „Du Bist“ von Prinz Pi. Es war in die Vergangenheit gerichtet, beleuchtete (m)eine vergangene Frau aus meiner erst nachträglich erlangten Sicht. Aus einer für mich wohl erst nachträglich erlangbaren Sicht. Denn wie ich immer mehr für mich feststelle, ist dies eine (Ein-)Sicht, die ich tatsächlich erst nachträglich erhalten konnte. Ein perfektes Schauspiel ist nicht zu durchschauen.

Einer meiner Lieblingsschauspieler ist Christoph Waltz, seine Interpretation beispielsweise der Rolle in Django ist so genial einzigartig, dass beim Ansehen dieses Films in mir gar nicht der Gedanke aufkommen kann, dass es sich lediglich um eine gespielte Rolle von ihm handeln würde. Er verkörpert auf eine so perfekte Weise das Schauspiel, lässt die Grenzen zwischen Spiel und Realität verschwimmen. Selbst – meiner Meinung nach – als bewusster Zuschauer seiner Filme gelingt es ihm, durch seine Einzigartigkeit der Darstellung seiner Rollen wieder und wieder zu faszinieren. So sehr, dass ich ihm beim Beispiel Django tatsächlich abnehme, dass hier ein echter Kopfgeldjäger vor mir steht, spricht und tut.

Tatsächlich…? Ist es nur eine künstlerisch perfekt erschaffene Illusion! Christoph Waltz hat in seinem ganzen Leben vermutlich noch nie einem Menschen ein Haar gekrümmt. Während des Films kommt es mir jedoch vor, als wäre er der perfekte und intelligente Kopfgeldjäger. Damit gelingt ihm, was nur wenigen wirklich guten Schauspielern gelingt, nämlich die perfekte Illusion zu erschaffen.

Als Kinobesucher oder auch als Zuschauer auf meiner Couch ist mir klar, dass es sich nur um einen Film handelt. Das weiß ich vorher, bevor der Film beginnt. Dass ich es vor mir mit Schauspielern zu tun habe. Dass Christoph Waltz nur eine Rolle ausfüllt. So war das aber aus meiner Sicht nicht in meiner vergangenen Beziehung. Die Frau mag die Einzigartigkeit und das großartige Talent einer Meister-Schauspielerin in sich tragen. Das sind ganz gefährliche Waffen im Umgang mit sensiblen Menschen. Einem wie mir. Christoph Waltz mag ein Schauspieler sein, er tut dies aus Berufung und sicherlich auch um Menschen zu unterhalten. Von Berufung kann ich an der Stelle bei Fr. Schlange auch sprechen.

Es gehören allerdings immer 2 Menschen zu einem Duett. Die Frage ist immer noch aktuell, wie aus mir ein Protagonist in einem Film werden konnte. Denkfalle. Wie ist das gemeint? Nun, wenn wir uns einen Film von Christoph Waltz herauspicken, wirkt alles perfekt. Er und die Nebendarsteller spielen alle die ihnen zugewiesenen Rollen. Als Zuschauer gewinnen wir dabei nicht den Eindruck, dass sich die vielen handelnden Akteure im Film Gedanken darüber machen, welche Rolle sie spielen oder ob sie nur (Neben-)Darsteller sind. Alle tun einfach. Jeder erfüllt seine Aufgaben und füllt seine Rolle aus. So wird ein Meisterwerk daraus.

In meiner Realität stellt sich das Erlebte für mich hingegen anders dar. Zunächst fühlte sich alles vollkommen real und köstlich an. Wir nennen das Liebe. Dadurch werden wir blind. Jedenfalls wir Herzmenschen. Und dann… wurde offenbar aus der Realität, die sich Beziehung nannte, eine Fiktion. Eine Illusion. Ein Film. Ein Film in dem ich zu einem Nebendarsteller wurde. Ohne zu merken, dass die Hauptdarstellerin im Hintergrund auch die Fäden als Regisserin zieht. Und das Drehbuch heimlich umschrieb.

Ein Film, der nie mit einem Happy End abschließen sollte, da es dort oben auf der Bühne keine Traurigkeit und keinerlei Drama gab. Ohne Trauer ist kein Happy End nötig. Es konnte also kein Drama sein. Es war eher ein Familien-Abenteuerfilm. Einer, der einfach schön war wie er war. Zeichnen mit Bleistift ohne Radiergummi. Weich und sanft. Bis am Ende das Tintenfass darüber ausgeschüttet wurde.

In jeder Lebenserfahrung stecken verborgene Potenziale. Richtig betrachtet, bringen sie uns nach vorne, diese Erfahrungen. Zuviel Analyse ist aber auch nicht gut, sagt Lotusblume. Sagt übrigens nicht nur Lotusblume. Ich merke, dass mir das schwer fällt… die Situation verständnislos loszulassen. Gerade nicht zu versuchen zu verstehen. Da ich glaube, dass das Verstehen auch einen großen Beitrag für meine positive Zukunft mitsich bringt. Richtig angepackt jedenfalls.

Ein Pickup-Coach sagte in einem seiner Videos letztens: „Wenn sie Schluss mit Dir gemacht hat, dann halt in diesem Moment einfach die Klappe. Hör genau zu was sie nun sagt. Hör einfach zu und halt Deinen Mund. Das was sie da jetzt sagt ist bares Gold für Dich wert! Für Deine nächste Beziehung…!“

Und unter dem Aspekt betrachte ich auch alles. Ich analysiere nur, um mich selbst zu verstehen und vorallem um in Zukunft sofort erkennen zu können, dass ich erneut zu einem Nebendarsteller in einem der Filme von Christoph Waltz gemacht werden soll. So ist Hollywood nun einmal. Falls es jemals wieder so weit kommen würde. Hätte würde könnte. Meistens kommt ja dann doch wieder alles anders… und von Hollywood habe ich absolut genug. Mir reicht auch das einfachste Landleben. Hoffentlich…

Greenhornyme schrieb mir letztens, dass ich in dieser Frau meine „Meisterin“ gefunden hätte. Ganz ehrlich, selbst Christoph Waltz hätte in dieser Frau seine Meister-Schauspielerin gefunden. Und das ohne zu merken, dass sie zugleich auch die Regisserin des Films ist… und die Drehbuchautorin…

2019-04-16

… es wäre nicht ich, wenn nicht nach jedem Rückblick auch immer der Blick nach vorne folgen würde… Und deswegen stelle ich im nächsten Artikel ein Lied für und an meine zukünftige Traumfrau vor. Einen der für mich schönsten Songs der Welt. Ein deutsches Lied…

Wieso ist da ein Loch?

Die Frage ist doch, warum wir uns nach dem Ende einer Beziehung gefühlt in einem Loch befinden. Warum da eine Leere entstanden ist, die vermeintlich unbedingt aufgefüllt werden muss.

Heute wird das ein selbstreflexionistischer Artikel. Für meinen neuen Lebensweg ein wichtiger Artikel, ein Schrittchen nach vorne in die Freiheit.

Es ist doch so, dass nach dem Ende gefühlt ein riesiges Loch entstanden ist. Objektiv betrachtet ist das auch völlig richtig. Plötzlich darf ich zwar nicht mehr mit 3 lieb gewonnenen Menschen zusammen meine Zeit verbringen. Muss umgekehrt aber auch nicht mehr auf ihre alltäglichen Herausforderung(ch)en Rücksicht nehmen oder mich engagieren. Es wird Zeit frei. Diese neu gewonnene Zeit ist das gefühlte Loch, das durch die Abwesenheit der gewohnten Tagesabläufe entstand.

Von Würmern in Fallobst

Ich merke, dass derzeit etwas in mir vorgeht. Und ich glaube, dass es sehr gut ist für meine weitere Entwicklung. 2 Jahre zurück gedacht sah es doch so aus, dass ich mich auf dem Höhepunkt meiner Persönlichkeitsentwicklung befand. Ich war selbstbewusster als je zuvor, ich hatte mehr Dates und mehr soziale Interaktionen als je zuvor. Ich hatte viele Frauen kennen gelernt.

Gut, die meisten der betroffenen sog. Frauen würde ich für eine Beziehung nicht einmal gegen Geld haben wollen. Aber egal, darum ging es ja gar nicht. Ganz im Gegenteil, es war mir klar, dass ich all das Fallobst ein Stück weit in mein Leben herein lassen müsste, um unterscheiden können zu lernen zwischen Fallobst und echt knackigen oder gar reifen Früchten. Dass ich mich nun im Nachhinein betrachtet in meiner Erstbewertung meiner Beziehung und des damaligen Beziehungsanfangs geirrt habe, ist wieder etwas ganz anderes. Das soll nicht das Hauptthema sein. Auch da habe ich gelernt.

Ich hielt also zwar kein Fallobst für eine knackige (oder reife?) Frucht, allerdings habe ich nicht gemerkt, dass sich in der vermeintlich tollen Frucht ein paar gehörige Würmer eingenistet hatten. In Zukunft muss ich eben das Obst einmal halbieren oder vierteln und einen prüfenden Blick darauf werfen, bevor ich rein beiße. Selbst Dr. Best würde das bestimmt empfehlen.

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Fakt ist allerdings eben, dass es mir gefühlt verdammt gut ging. Ich hatte das Pickuppen sogar wieder etwas zurück gefahren, weil mir damals zwischenzeitlich sogar Beschäftigungen ohne jegliche menschliche Interaktionen begannen Spaß und Freude zu bereiten. Ich sah mir beispielsweise Filme an. Alleine. Irre, ja. Alleine! Ich schaue normal nie Filme. Wenn dann gar nicht alleine, aber damals tat ich das hin und wieder. Und es fühlte sich richtig toll an. Ich hatte meine eigene Wohnung und war zufrieden und glücklich mit meiner Freiheit. Konnte tun und lassen was ich wollte. Manchmal hatte ich Bekanntschaften, wenn sie allerdings gingen, war ich nie traurig. Denn ich wusste, dass die nächste Bekanntschaft nicht lange auf sich warten lassen würde. Und ich meinem Ziel zur Traumfrau immer näher rücken würde. Zuweilen wurden mir die Bekanntschaften auch zu anstregend, ich erinnere an „die Klette“ oder auch „Fr. Tinder“. Meine Leser von früher kennen die Storys. 😉

Nun, also ich fühlte mich gut und frei. Und dann lernte ich Fr. Schlange kennen und verbrachte mit ihr die schönste Zeit meines Lebens. Hm. Ja, dafür gab es dann zwar die ganz dicke Schaufel zum Schluss, mitten ins Gesicht. Aber eine ganze Weile war es die schönste Zeit meines Lebens, das kann ich so sagen. Sie war meine Traumfrau. Und ein ganz übler Albtraum, das wusste ich jedoch zu Beginn noch nicht. In die Zukunft kann keiner sehen, auch klar. Nicht einmal ich (da ist wieder so ein bisschen dieses übertriebene Selbstbewusstsein – ein gutes Anzeichen!).

So. Nun ist Fr. Schlange weg. bzw. Fr. Schlange ist noch da, aber ich bin weg. Eigentlich ist Fr. Schlange noch da und hat einen anderen an ihrer Seite. Hr. Schlange. Aber da tat sich in mir nach der Trennung ein großes schwarzes mentales Loch auf. Ich merke, dass ich dieses Leid zu kompensieren versuche. Selbstreflexion der schonungslosen Art. Diese Leere muss unbedingt beseitigt werden. Keine Einsamkeit mehr. Hoffentlich. Jetzt. Schnell. „Ansprechen ansprechen ansprechen“, lautet die schnelle Lösung scheinbar. Aber ist es das wirklich wert? Warum denke ich so?

Leere und Fülle

Dass eine Leere entstanden ist, ist objektiv völlig unstrittig. Der Tagesablauf hat sich vollkommen geändert. Das Einschlafen ist ein anderes. Kuscheln mit… niemandem. Das Aufwachen ist ein anderes. Kuscheln mit… niemandem. Dazwischen viel Einsamkeit, trotz der Nähe zu Freunden und zur Familie. Der Magen dreht sich um. Ein beklemmendes und bedrückendes Gefühl. Den ganzen Tag, die ganze Nacht. Aber warum?
Glücklicherweise wird es täglich ein Stück besser. Inzwischen geht es mir recht gut mit der Situation. Hat Gründe, später dazu mehr.

Kurz vor Fr. Schlange, vor ca. 2 Jahren, hatte ich doch auch keine umgedrehten Mägen ertragen müssen und keine beklemmenden Gefühle der Einsamkeit. Dieses aktuell gefühlte Loch existierte damals gar nicht. Wie kann das sein? Fr. Schlange war damals nicht da. Fr. Schlange ist heute nicht (mehr) da. Dazwischen war Fr. Schlange da, gut. Aber davor und danach (jetzt!) nicht. Trotzdem ist da Leere. Warum? Und warum muss ich diese Leere ausfüllen? Oder meinen diese ausfüllen zu müssen? Irgendwie menschlich vollkommen nachvollziehbar und doch grotesk, oder?

Das Fehlen von Fr. Schlange an meiner Seite als Leere zu empfinden bedeutet, dass sie Macht über micht erlangt hat. Zweifelsfrei. Herzensmacht. Gefühlsmacht. Seelische Macht. Diese hatte sie früher nicht über mich ausüben können, schließlich kannten wir einander noch gar nicht. Der Casus Knacktus lautet also an der Stelle also: Möchte ich aktiv und bewusst Fr. Schlange diese Macht übertragen, über meine Leere- oder Füllegefühle entscheiden zu können, entscheiden zu dürfen?

Es kann nur eine Antwort geben: Ein ganz entschiedenes NEIN, verdammt nochmal!

Ganz unabhängig davon, wie sie sich verhalten hat. Verraten und verkauft zu werden ist die dunkelste Form der Zwischenmenschlichkeit. Es ist dann nur noch ein „zwischen“, aber mit Menschlichkeit hat es nichts zu tun. Nein, ganz unabhägig davon stellt sich doch die Frage der Machtübertragung.

Wie kann eine Leere beim Verlust eines geliebten Menschen entstehen, wenn ich doch früher denselben Menschen noch gar nicht an meiner Seite hatte und diese Leere auch gar nicht empfunden hatte und gar nicht empfinden konnte? Wieso fühle ich so? Was sicher ganz normal ist, vermutlich geht es fast allen Menschen so beim Verlust eines geliebten Menschen. Der Punkt ist nur, wie ich nun damit umgehe oder umgehen möchte. Wie ich mich mental damit arrangiere.

Machtübertragung an in der eigenen Realität nicht existente Personen

Wieso sollte die vergangene (Traum)Frau in meinen Gedanken so einen hohen Stellenwert genießen, dass ich sie vermissen müsse und solle. Sie interessiert es genau genommen einen feuchten Dreck wie es mir geht. Ganz so ist es vielleicht auch (noch) nicht, aber im Prinzip ist es so. Sobald all der restliche sachliche Kram erledigt ist, ist es so. Muss es so sein und wird es so sein, alleine schon deshalb, weil ich einen Fullstop mache. Jeglichen Kontakt abbreche. Das ist meine Art im Projekt Beziehung immer gewesen.

Wieso liefere ich solch eine Veranstaltung geistiger Machtübertragung ab? Ohne wenigstens – wenn schon – Eintrittsgelder dafür zu nehmen. Ich zünde gedankliche Feuerwerke der Einsamkeit, Traurigkeit und der Würdelosigkeit. Wieso?

War ich vor Fr. Schlange einsam, traurig, würdelos? Sicher nicht! Es ging mir gut. Ich befand mich in keiner wirklich festen Beziehung, insofern gab es nicht den Halt einer echten verbundenen Zweisamkeit in meinem damaligen Leben. Somit auch sicherlich nicht die höchste Form der Zweisamkeit. Aber von Einsamkeit war ich weit weg. Fr. Schlange turnte zu diesem Zeitpunkt ebenfalls durchs Nachtleben, trotz „laufender“ Ehe. Alleine. Mit ihren so aufrichtigen Freundinnen. Ihr wisst schon, die die immer Feiern gehen wollen (und ihre Partner ebenfalls zu Hause sitzen lassen). Also diese echten wirklichen Freundinnen. Die es ganz ehrlich mit ihr meinen. Also wirlich ehrlich. Wo es nur um die Freundschaft und seelische Verbundenheit geht. Nicht ums Feiern, klar oder.

Wie sie heute immer noch sagt, sind das ihre echten vielen Freundinnen und Bekannten. Deswegen hat sie auch diese Menschen jetzt jüngst alle wieder in ihr Leben gelassen, wie sie mir erst die letzten Tage „stolz“ erzählte. Sie könne gar nicht nachvollziehen, warum sie manchen Kontakt „nur wegen mir“ abgebrochen hätte. Das hätte sie nie tun sollen, ist sie sich sicher. Klar. Ich habe ihr die besten und aufrichtigsten Freundinnen und Freunde (!) der Welt vorenthalten. Ich bin schon ein ganz schlimmer Mensch, wie konnte ich nur. Besser wäre wohl gewesen, ich hätte direkt ein paar Damen aus dem Laufhaus organisiert und mit zum Feiern in ihre Gruppe geschickt. Und wäre selbst zu Hause geblieben, wie die anderen (Ehe)Männer der Frauen-Runde. Anderes Thema. Zurück zum Text.

Objektive vs. subjektive Leere

Nun. Natürlich ist da eine Leere. Die oben beschriebene objektive Leere. Aber Zeit hat auch etwas ganz Besonderes an sich. Sie vergeht objektiv immer gleich schnell. Egal was wir tun. Ob wir Sinnvolles oder Unsinniges machen. Zeit vergeht. Und manchmal wissen wir nicht, was wir mit der Zeit anstellen sollen. Wir fangen an den Kopf gegen die Wand zu hauen, immer wieder. Weil uns langweilig ist. Oder schlimmeres. Zum Beispiel weil wir uns verlassen fühlen. Einsam sind. Alleine. Traurig.

Aber das ist nicht die objektive Leere um die es geht. Die objektive Leere füllt sich automatisch aus. Ob wir das wollen oder nicht. Egal was wir tun, 24 Stunden gehen nach einem Tag vorüber. Also ist die Frage nicht in objektiver Hinsicht zu stellen, sondern in subjektiver. Aus subjektiver Sicht empfinden wir Leere dann als Leere, wenn wir nicht wissen was wir mit der „neu gewonnenen“ Zeit überhaupt anstellen sollen? Diese zusätzliche Zeit fühlt sich so unnütz an. Am liebsten wollen wir sie gar nicht. Lieber die Zeit wieder schnell zurück bringen, an den Absender, auch ohne Pfand dafür zu bekommen. Motto: „Danke, aber diese Zeit will und brauche ich nicht.“

Zu kurz gedacht. 24 Stunden sind 24 Stunden. Völlig klar. Subjektiv liegt es jetzt an mir, was ich aus der „neuen“ Zeit mache!

Krafttraining? Lesen, wenn ja, was? Wieder Filme schauen? Vielleicht doch wieder mehr auf Studium konzentrieren? Videos über Persönlichkeitsentwicklung und Pickup schauen? Zeit mit der Familie und Freunden verbringen und all die Menschen besuchen, die in den knapp 2 Jahren mit Fr. Schlange zu kurz kamen? Allerdings nicht die falschen Freunde, ihr wisst schon, sondern die guten, die richtigen. 😉 Oder einfach raus gehen und wieder pickuppen, Basketballspielen und Körbe kassieren? Egal was. Es liegt an mir, was ich tue.

Je schneller ich verstehe, dass die neue Zeit genauso kostbar ist, wie die Zeit, die ich ausschließlich Fr. Schlange gewidmet habe, desto schneller kommt die Qualität von damals wieder zurück in mein Leben. Ein Leben in (nahezu) völliger Zufriedenheit. Nämlich deshalb, weil ich wusste, dass ich nicht unbedingt eine Partnerin brauche. Weil ich mich alleine mit mir schon außerordentlich geborgen und glücklich fühlte. Geborgenheit durch Selbstzufriedenheit.

Dahin soll es wieder gehen. Und wenn ich in mich rein horche, merke ich – besonders aufgrund der jüngsten Ereignisse der letzten Tage – dass ich auf dem besten Weg dahin bin. Sicherlich am Anfang des Weges. Aber auf dem besten Weg. Ich glaube, dass ich losgelassen habe, nachdem die letzten Tage Fr. Schlange nochmal on top ganz bestimmte weitere Dinge tat. Ob ich die in einem eigenen Artikel beschreibe, weiß ich noch nicht. Aber sie haben mich angewidert, diese Geschehnisse. So sehr, dass ich nicht einmal mehr vom Loslassen spreche.

Ich bin inzwischen schon einen Schritt weiter als loszulassen. Ich habe bereits losgelassen. Es arbeitet viel in mir. Jeden Tag und jede Minute. Und ich spüre, dass ich wieder auf den richtigen Weg zurück komme. Der Weg, auf dem ich im Vordergrund stehe und wieder der Hauptdarsteller bin. Frei von gedanklicher Machtübertragung an einen anderen Menschen, dem Macht über mich in keiner Weise mehr zusteht und der diese obendrein auch nicht (mehr) mir gegenüber beansprucht. Also wozu das Ganze dann? Wozu so denken und fühlen, dass da Leere ist, „nur“ weil SIE nicht mehr da ist? Diese Macht über mich steht ihr nicht zu. Diese neue Leere kann aufgefüllt werden oder auch einfach als Leere akzeptiert werden. Ein Glas muss nicht immer gefüllt sein. Es kann auch einfach leer dastehen und ist trotzdem nicht traurig. Weder das Glas noch der Beobachter müssen traurig sein. Wichtig ist, dass das Glas bereit ist, gefüllt zu werden, wenn es Zeit dafür ist.

PS: Irgendwie wurde das hier jetzt – ganz ungeplant – ein bisschen ein versönlicher Artikel im Stile des Philosphischen Sonntags ©.