Date-Review: Die Demo-Frau

Zugegeben, „Demo-Frau“ klingt nicht sehr charmant. Aber es ist die Wahrheit, dort habe ich sie nun einmal kennen gelernt. Auf einer großen Anti-Corona-Schwachsinns-Demo, ganz unter dem Motto „gebt uns unsere Freiheitsrechte wieder!“.

Inzwischen haben wir uns also tatsächlich wieder getroffen. Und ja… es war schön. Und… nun…das Aber? Nix im Leben gibt es ohne „Aber“, weißt Du doch als Leser meines Blogs. Also brauche ich es auch nicht verheimlichen. Das Aber kommt jetzt: Es war unspektakulär. Und dennoch gut so. Darauf gehen wir im Detail ein.

Kopf überlagert Bauch und Herz

Ich bin mir ehrlich gesagt auch nicht sicher, ob Bildung sich nicht negativ auswirkt auf die Gefühlswelt eines Menschen. Ich muss da nur auf mich selbst blicken. Bis vor ein paar Jahren war ich ausschließlich sachlich und analytisch unterwegs. Und habe dann erst vor wenigen Jahren begonnen mich ganz speziell mit allen anderen Dingen zu beschäftigen. Herz, Bauch, Gefühl, „sich leiten lassen“, „in sich hinein horchen“ usw. Und seither schlagen tatsächlich 2 „Herzen“ in mir und das ist auch gut so. Geht es um sachliche Dinge, bin ich fokussiert und rasiermesserscharf unterwegs. Mehr denn eh und je. Geht es hingegen um Menschen und „das echte Leben“, dann blende ich den Verstand so gut es geht aus und versuche durch Atemtechniken, Meditation und Entspannung eine Etage tiefer zu kommen und in die niedrigeren Frequenzbereiche einzutauchen. Bewusst zu werden. Sensibel. Klingt nach Hokus Pokus? Ist es nicht.

Das Date war für mich relativ anstrengend. Und ich habe den Spiegel vorgehalten bekommen, wie ich früher denn wohl während meiner Anfangsphase des extremen Dating-Lebens gewesen sein muss. Die liebe Demo-Frau hat nicht mehr aufgehört über Politik, Corona und die ganzen weltlichen Themen zu sprechen. Bzw. viel zu Fragen. Eigentlich wollte sie viel von mir zu diesen Themen wissen. Und es war echt schwierig für mich, die Themen umzulenken und auf die Dinge zu leiten, die bei einem Kennenlernen tatsächlich im Vordergrund stehen sollten. Immer wieder habe ich es versucht, immer wieder ist es mir nur kurz gelungen. Ich hatte den Eindruck, dass sie auf der Suche nach Halt war. Und auf der Suche nach Antworten. Jedenfalls in Bezug auf Ihre Weltanschuung. In diesen Ausnahmezeiten sind doch fast alle Menschen auf der Suche nach Halt. Vielleicht kam ich ihr da gelegen? Wer weiß. Antworten kann ich sicher liefern. Von Stabilität und Halt ganz zu schweigen. Aber es sind meine Antworten, auf meine Fragen des Lebens. Sie sind für mich gültig. Es ist meine Stabilität. Es ist mein Halt. Ob das alles auch für andere Menschen gültig ist? Darf bezweifelt werden.

Ich war früher sicher auch nicht anders als sie und habe mir – gerade in meiner Anfängerzeit als Pickupper – wohl die eine oder andere tolle Frau vergrault. Ich war viel zu verkopft unterwegs. Ich hatte viel zu sehr versucht über Rationalität eine Verbindung zu meinem Gegenüber aufzubauen, in dem ich versuchte, „gute Diskussionen“ oder „gute Gespräche“ zu kreieren. Wir könnten es auch „intellektuell“ nennen. Bis ich nach zig Dates irgendwann massiv angefangen habe zu hinterfragen, warum es so selten ein zweites Date mit mir gibt. Inzwischen ist es ja anders. Ein wenig könnte ich mich im Nachhinein ärgern… denn ich hatte echt unglaubliche Granaten gedatet. Da waren wahnsinnig attraktive Frauen dabei. Puh. Zum Glück ändern sich die Zeiten im Laufe des Lebens. Genügend Durchhaltewillen und Selbstreflexionsfähigkeit vorausgesetzt.

Heute ist mir klar, dass Du 5 Stunden vollkommenen Schwachsinn labern kannst und eine Frau sich unglaublich unterhalten fühlt, Spaß hat und Anziehung verspürt. Ging mir auch nur widerwillig in die Birne. Das mit dem Schwachsinn labern ist immer noch nicht so meins. Wenn ich das auch noch perfektionieren würde, wäre wohl kein Halten mehr. Aber irgendwo ist mir das dann doch zu albern und ich bin mir dafür ein Stück weit zu schade. Ich bin mir da also durchaus selbst treu geblieben und versuche immer den Spagat zwischen „Zirkusveranstaltung“ und „authentisch bleiben“ auf dem Drahtseil zu vollführen. Frauen sind nun einmal emotionale Wesen. Nicht umsonst bekommt der vorlaute Klassenkasper in der Regel die heißesten Hasen, kennst Du aus Deiner Schulzeit sicher. Nun, der Spagat gelingt mir inzwischen wohl recht ordentlich. Hin und wieder halte ich mal einen brennenden Reifen hin und dann gibt es ein kurzes Kunststück. Aber dann ist auch wieder gut. Ich versuche mit der Minaldosis klar zu kommen. Ganz ohne geht leider nicht.

An der Stelle an alle Frauen, die ich jemals gedatet habe und die mich kein zweites Mal mehr sehen wollten, muss ich einmal etwas loswerden. Das kommt nach reiflich tiefgreifender Selbstreflexion über die letzten Jahre von Herzen: „Es tut mir leid, dass ich so verkopft war und nicht verstanden habe, dass Kennenlernen nichts mit „sinnvollen“ Gesprächen zu tun hat. Wir Männer ticken eigentlich ganz anders als ihr. Gerade so ein verkopfter Kerl wie ich, hat „leider“ 20 oder 30 Dates benötigt, um das zu verstehen. Sorry, dass ich anstregend gewesen sein muss. Sorry, dass ich nicht für das „Knistern“ oder die „Stimmung“ sorgen konnte, in der ihr Euch immer rundum wohl, herausgefordert und geneckt gefühlt habt. Ich habe verstanden, dass brennende Reifen für Euch wichtiger sind als alles andere, jedenfalls in der Anfangsphase.“

Und das meine ich tatsächlich aufrichtig. Das Date mit der Demo-Frau war so ein Date, bei dem ich am Liebsten irgendwo den Stromstecker der Rechenmaschine getrennt hätte. Aber nicht bei mir, sondern bei ihr. Jetzt weiß ich mal, wie das ist, wenn jemand einfach nicht mit Sachlichkeit aufhören will! Echt anstregend. Und genau so anstregend war ich wohl damals gegenüber den Frauen während den vielen vielen Dates. Puh! Asche auf mein Haupt!

Das gibt es bei Frauen aber wirklich super selten und deswegen ist das für mich auch kein Problem gewesen mit ihr. Außerdem bringe ich genug Verständnis mit, weil ich mein altes Ich gut kenne und genauso war wie sie beim Date. Ich hatte nach einer Weile das Gefühl, dass es mir langsam „zu langweilig“ werden würde. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich grundsätzlich eine ausgesprochen große Leidensfähigkeit besitze. Und sicher nicht oberflächlich bin. Und dennoch wurde es irgendwann anstrengend. Weltordnung hier. Kapital dort. Gehirnwäsche hin. Corona-Fake-Virus dort. Alles okay. Alles recht. Alles auch meine Themen. Aber im Hier und Jetzt wollte ich die Frau vor mir kennen lernen und nicht weiter die Themen beackern, die ich sowieso tagein und tagaus beackere.

Hartnäckigkeit ist eine tolle Eigenschaft

Aber ich blieb hartnäckig, wie immer. Ich versuchte die Themen immer und immer und immer wieder umzulenken. Ein Versuch nach dem Anderen. Wenn Du dabei gewesen wärst, hättest Du mit mir mit gelitten und echt Mitleid empfunden. Ganz sicher. Du hättest Dich gewundert, wie ein Mensch so aufopferungsvoll all sein Bestes geben kann, um zumindest die Chance zu ermöglichen, dass sich zwei Menschen hinter ihrer Verkopftheit auch wahrnehmen können.

Und wie ich es beim letzten Mal im Artikel auch andeutete: Grüne und Linke sind nicht nur anstregend, sondern meistens hoffnungslos verloren. Wie ich herausgefunden habe, ist sie zum Glück keine Extremistin. Das ist schon sehr selten. Es gibt selten Grüne, die es Dir nicht auf die Nase binden. So wie bei Veganern. Da gibt es ja den Witz: „Woran erkennst Du einen Veganer?“…. „Er sagt es Dir!“. Kein riesiger Schenkelklopfer, aber einfach so wahr. Und bisweilen sehr nervig.

Und ja, sie ist Veganerin bzw. würde es gerne sein. Aber verhaltenstechnisch ist das noch im Rahmen. Ich „durfte“ meinen Cappuccino also trotzdem trinken. Und später hat sie sogar mitgetrunken. Coole „Veganerin“. 😉 Vegan zu sein und vegan sein zu wollen sind zweierlei. Sie hält es zumindest aktuell nicht konsequent durch. Hm. Meinetwegen. Es gibt viele Menschen, die Dinge gerne tun würden und sie dann letztlich doch nicht hinbekommen bzw. nicht durchhalten. Das ist normal. Normal ist für mich aber keine Herausforderung. Deswegen bin ich nicht normal.

Und… nach einiger Zeit sollte es sich dann doch noch lohnen, meine ganze Anstrengung und ich konnte doch noch die erste Mauer durchbrechen. Ich initiierte einen Location-Wechsel. Der Abend brach langsam an und so ging es thematisch auch mehr und mehr um uns, Ziele, Wünsche, Träume, Lebensgewohnheiten. Beziehungen, Erwartungshaltungen im Leben, Sex. Und so konnte ich auch anfangen etwas gelassener zu werden, da die bitterernsten Themen in den Hintergrund rückten. Es wurde zunehmend lustiger und sie taute langsam auf. Worüber ich sehr froh war. Die brennenden Reifen taten ihren Dienst.

Ich habe auf große Eskalationen verzichtet. Ein paar leichte Berührungen hier oder da. Aber ich stelle einfach fest, dass mir das Thema „Frauen“ bzw. das Daten einfach nicht mehr so wichtig sind wie früher. Das hatte ich in den Artikeln der letzten Monate immer wieder angerissen. Und nun, nach meinem ersten Date nach langer Zeit, auch praktisch wirklich gemerkt. Es fühlt sich gut an, nicht mehr aus einer Position des Bedürfnisses und Wollens etwas im Leben zu müssen. Sondern nur noch zu können. Und das ganz ohne Bedürfnisse und ohne Wollen. Ich will gar nichts mehr. Ich kann einfach. Und mache was ich möchte. Fertig. Kein Wollen. Und schon gar kein Müssen. Nach meinem Beziehungsende vor über 1 Jahr hat sich mein Weltbild geändert. Ich empfand seither nie wieder das Gefühl irgend etwas zu müssen oder gar unbedingt zu wollen.

Es geht mir nur noch um mich. Das ist die einzige Qualität, die ich im Leben empfinde. Und die einzige Konstante. Keine Ahnung ob ich mein Herz jemals wieder weit öffnen können werde. Wenn nicht? Na und. Es ist mir egal. Was macht es für einen Unterschied. Das Leben findet im Kopf statt. Dort werden Illusionen kreiert. Dort werden Illusionen zerstört. Kreierst Du keine Illusionen, kann sie auch niemand mehr zerstören. Und das sage ich vollkommen ohne jeden Hauch von Frust. Es ist eine nüchterne Feststellung. Du schließt ein Netflix-Abo ab, schaust ein paar Serien und wenn Du keinen Bock mehr darauf hast, dann kündigst Du es. Kein großer Deal. So läuft das heute.

In dem Moment, in dem Du anfängst zu Netflix eine emotionale Bindung aufzubauen, wird es heikel. Stell Dir mal vor, dass das Internet für 1 Tag ausfällt und Du keine neue Folge Deiner Lieblingsserie auf Netflix sehen kannst. Was dann? Stell es Dir einmal vor. Wahnsinn oder? Und genauso wie das Internet ausfallen kann, kann eine Beziehung auch plötzlich ausfallen. Nicht nur für 1 Tag. Misst Du Netflix keine große Bedeutung zu, ist es auch kein großes Ding. Früher gab es mal Netscape, heute gibt es den Firefox. Früher gab es Yahoo, heute gibt es Google. Verstehst Du was ich meine? Eins kommt, eins geht. Mach keinen großen Deal daraus. Ist viel einfacher so. Genieße Netflix, solange Du es hast. Und wenn es verschwindet? Dann steigst Du eben auf Amazon Prime oder Sky Go um. Easy cheesy.

Was übrigens eine Öko-Frau gerne an sich hat, habe ich beim Date festgestellt: Sie ist eine graue Maus. Keine Schminke, was ich sehr gut finde. Schlabber-Klamotten, was ich hingegen nicht gut finde. Und im Gesamtpaket dadurch optisch wesentlich weniger attraktiv als sie sein könnte. Schminke muss nicht sein. Aber ein wenig hier oder da kann man auch ohne Schminke einiges aus sich heraus holen. Das beginnt bei den Klamotten und endet beim Zurechtmachen der Haare.

„Hauptsache hübsch“?

Ich würde sie mal so beschreiben: Auf den ersten Blick ist sie optisch nichts Besonderes, dachte ich mir anfangs, als wir uns auf der Corona-Demo begegneten. Mir fiel nur ihre Natürlichkeit auf. Aber nach einigen Stunden verbrachter Zeit muss ich sagen: Wenn sich die Frau herausputzen würde, würde sie an meiner Seite durchaus auch als Granate durchgehen können. Ich bin leider aufgrund Corona derzeit zwar nicht, aber sonst doch viel in Clubs unterwegs (gewesen). Mit ihr bräuchte ich mich sicher nicht verstecken. Aber eben nicht in dem Aufzug. Schlabber-Wollpullover sind einfach kein optischer Augenschmaus. Das ist dann selbst für mich zuviel „Natürlichkeit“. Natur schön und gut. Aber ich trage für gewöhnlich Poloshirts oder noch lieber Hemden und mein Bart ist auf Kontur rasiert. Das Parfüm passt zum Anlass. Wenn ich einen Preis vergeben dürfte, dann würde sie von mir den Preis der attraktivsten grauen Maus aller Zeiten erhalten. Ich habe noch nie eine Frau gedatet, die sich optisch selbst so degradiert. Witzig eigentlich.

Für das Date habe ich übrigens zum ersten Mal seit Jahren kein Poloshirt oder Hemd getragen. Ich dachte mir vorher schon, dass das vollkommen overdressed wäre, in ihrer Anwesenheit. So entschied ich mich für ein V-Neck-Longsleeve, sehr figurbetont allerdings. Und eine figurbetonte Jeans. Es war schon witzig zu sehen, wie sie mir mehrmals auf den Hintern blickte und mich im Vorbeigehen musterte. Nun, Sportlichkeit und Fitness sind heute nicht „normal“. Ein Ei-Phone kann sich jeder Idiot kaufen. Aber Zeit in seinen eigenen Körper investieren? Bin wohl eine Rarität.

2020-05-27

Die „guten Gespräche“ und vielleicht auch die Optik machten dann unseren Altersunterschied aus ihrer Sicht wieder wett. Sie ist doch ein paar Jährchen jünger als ich und an ihrer körperlichen Reaktion auf meine Altersangabe war für mich klar zu sehen, dass es „erstmal“ ein Problem für sie sein könnte. Denn wenn sich Pupillen auf eine Aussage von mir plötzlich stark weiten, sagt das viel aus. Körpersprache kann man nicht verbergen. Nur ein Dummkopf bemerkt nicht, was ein Gegenüber an Signalen sendet. Körpersprache kann also nicht verbergen, wenn jemandem etwas „unangenehm“ ist oder „überraschend“ kommt. Aber Körpersprache kann auch nicht verbergen, wenn jemandem ein Hintern gefälllt. Das sehe ich. Du Schlingel!

Alles in allem ging das Date an einem Punkt zuende, an dem es gerade recht war. Die Dunkelheit setzte ein. Sie war mit dem Fahrrad da, ohne Licht natürlich. Ganz Öko. Und so vereinbarten wir ein Folgedate für nächste Woche. Und ich fand es amüsant zu sehen, dass sie beim Abschied etwas unsicher wurde… „wie“ denn nun der Abschied ausfüllen würde. Für mich stand vorher schon fest: Das gibt ein Küsschen links und rechts zum Abschied und gut is‘. Alles andere hätte ich als etwas „überzogen“ empfunden und unkalibriert, wie man das nennt. Wir umarmten uns und ich merkte, dass ich sie genauso gut auch hätte küssen können. Sie stand ziemlich wie angewurzelt da und… ja… was soll ich sagen… es gab von mir dennoch keinen Kuss. Ich spule kein Programm ab. Ich mache wonach mir ist. Und wenn mir nicht nach küssen ist, dann küsse ich nicht. Früher mag das anders gewesen sein. Da war ein Kuss aber auch noch eine Etappe, ein „Erfolg“, für mich. Heute gibt es keine Etappen mehr. Keine Schablonen mehr. Der Weg ist das Ziel.

Um noch ein Fazit zu liefern, zu diesem Date-Review, beschreibe ich sie mal, die liebe Demo-Frau, soweit ich sie bislang einschätzen kann. Wertfrei natürlich, es geht mir nicht um gut oder schlecht. Gut und schlecht sind Kategorien für Spinner. Wertfreiheit zählt! Los gehts:
Sie ist ein wesentlich attraktiveres Mädchen als sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Und als ihr selbst vielleicht auch bewusst ist. Anders herum wäre es nichts für mich. Ist also ganz okay so. Sie kann witzig sein. Sie ist lebendig und aufgeweckt. Manchmal frech. Sie ist im Leben aber auch relativ orientierungslos unterwegs. Sie stellt viele Fragen und will alles wissen. Viel über mich, viel über bestimmte Themen wie Ernährung und Politik. Sie ist gebildet, allerdings eher stark theoretischer Art. Was verständlich ist, sie ist nun einmal ein paar Jahre jünger als ich. Praxis benötigt Zeit. Passt aber auch zur heutigen „jungen Generation“. Viel kluges Schulwissen, wenig Straßenschlauheit. Keine Wertung, nur eine Feststellung. Sie hat ein süßes Gesicht und wenn sie mal nicht über Politik und Corona mit mir spricht, kann sie durchaus für gute Unterhaltung sorgen. Gefühlstechnisch ist sie leider eher kühl. Das ist dann auch aus meiner Sicht eines der größten Handicaps. Ich bin so gar nicht kühl und sehe meine Partnerin auch nicht als Informationsmedium. Für so etwas gibt es Google. Hoffe, dass sie das noch lernt. Das wünsche ich ihr. Wenn mir eines an meiner Partnerin besonders wichtig ist, dann die Warmherzigkeit. Und deshalb bin ich gespannt, wohin das führt. Zumindest ist sie „Hauptsache hübsch“, immerhin.

PS: Wohin es führen soll? Kein Plan. Ich habe kein Ziel mehr in Sachen Frauen. Vielleicht nehme ich es auch zu locker. Und wundere mich eines Tages, dass „der Zug abgefahren ist“ für mich. Und ich nicht doch noch Papa wurde. Aber auch das ist mir egal. Ich habe gelernt, dass der einzige Mensch auf dieser Erde, der immer zu 100% hinter mir steht… und mich darüber hinaus auch versteht (!)… ich selbst bin. Und deswegen kümmere ich mich um mich selbst wie um keinen Zweiten. Es ist schön, eine attraktive Frau zu daten. Zweifelsfrei. Wenn sie dazu noch jünger ist als ich, kommt das eindeutig positiv hinzu. Es gibt aus meiner Sicht keinen Grund mehr im Leben eines tollen Mannes, sich mit der Mittelmäßigkeit zufrieden zu geben. Eine Partnerin darf attraktiv sein. Oder wie Herr van Onnetuschn heute zu mir am Telefon sagte: „Du achtest so sehr auf Deinen Körper und auf Deine Ernährung, da darf die Frau auch einfach richtig gut aussehen und einen tollen Körper haben.“ Danke mein Freund. Jeder Andere erzählt mir sonst immer nur so einen Schwachsinn wie „naja, aber auf die inneren Werte kommt es an!“ Dachte ich mir beim letzten Mal in der Beziehung auch. Und plötzlich war sie weg, die Frau mit den „tollen inneren Werten“. Und was mir bis heute blieb…? Ist die Erinnerung an eine geile Optik. Der Rest war Illusion. Ich versuche daher stets beides zu bekommen. „Hauptsache hübsch“ und „tolle innere Werte“. Nichts Geringeres darf der Anspruch sein. Und nur weil die meisten Menschen körperlich wie Müllsäcke herumlaufen und sich ernähren wie aus der Restmülltonne hinter dem nächsten McDonald’s, heißt das noch lange nicht, dass jeder Mann seinen Anspruch so weit herunterschrauben muss. Optik sagt viel mehr über das Innenleben eines Menschen aus als man meint. Ist so. Denk drüber nach.

PS: Und beim nächsten Artikel erzähle ich etwas zu meiner erfolgreich absolvierten Diät (Mini Cut). Ich habe es vorbildlich durchgezogen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Es ist immer wieder ein GEILES Gefühl, Dinge durchgezogen zu haben. Gegen Widerstände, innere oder äußere. Am Ende des Tages zählt nur der Wille. Ein starker Wille ist ein Garant für ein geiles Leben. Fortwärts immer, rückwärts nimmer!

Wie aus Fr. Respektina Fr. Unrespektina wurde

So, Schreibpause von 6 Wochen vorbei. Endlich ein neuer Beitrag von mir. Ich lebe noch.

Ich weiß gar nicht so recht wo ich anfangen soll, denn das soll ja nicht ein kilometerlanger Artikel werden. Auch wenn es am Ende doch über 4500 Wörter sind. Andererseits passieren in so einem relativ langen Zeitlauf auch genügend Dinge, um wesentliche davon herauszupicken und daraus eine erzählenswerte Story zu basteln.

Wie Du weißt, hatte ich vor einigen Wochen Fr. Respektina kennen gelernt. Ihr Name ist dabei Programm. WAR, besser gesagt. Was war passiert? Nun… nach ein paar Dates… bzw. eigentlich schon nach dem zweiten, musste (aus Sicht der Kennenlernphase) / durfte (aus restlicher Sicht meines Lebens) ich mich für einen 2-wöchigen Urlaub in die Türkei verabschieden. Blieb zum „Kennenlernen“ also nur noch Videochat. Was ich grundsätzlich ganz cool finde.

Nun, es ist relativ normal, dass Menschen gerade am Anfang etwas „gehemmt“ oder „distanziert“ oder „reserviert“ sind. Aber es gibt eben neben allgemeingültigen Verhaltensmustern auch so etwas wie Bauchgefühl und Instinkt. Im Allgemeinen können wir „das Bauchgefühl“ gar nicht so genau erfassen oder erklären. Wir spüren es einfach. Was übrigens wissenschaftlich belegt inzwischen einen Großteil dieses sog. „Bauchgefühls“ ausmacht, ist Lebenserfahrung. Tatsächlich. Es ist also nicht eine rein sprituelle oder gar esoterische Sache. Spiritualität spielt da sicher auch mit rein. Kann, jedenfalls. Wenn Du offen für so etwas bist und gelernt hast nicht nur durch die Augen zu sehen. Man kann auch Energien spüren. Auch das führt zu einem „Bauchgefühl“. Anderes Thema.

Mein Bauchgefühl sagte mir von Anfang an: Interessante Frau. Sehr respektvoll. Humor. Intelligent. Sehr standardkonform zwar (mit anderen Worten: „Etwas langweilig“), aber zumindest teilweise wertkonservativ (heute schon wieder etwas Besonderes!). Ich bin so außergewöhnlich abweichend vom Mainstream, dass ich das Defizit einer Frau in diesem Bereich sicher mehrfach ausgleichen kann. Und die Eine oder Andere damit ganz sicher auch verschrecke. Und auch verschrecken möchte! Beispielsweise alle Möchtegern-Alice-Schwarzer-Doubles oder sonstigen Power-Emanzen und Divers-Versteher(innen – ich hasse diese Vergewaltigung der deutschen Sprache… „innen“…).

Jedenfalls ist sie eine Frau, eher vom alten Schlag. Das machte sie per se schon sympathisch. Ja, tatsächlich. So einfach geht das bei mir. Ein bisschen Frau sein, fertig ist das Erfolgsrezept. Ansprüche meinerseits an eine Frau? In Wahrheit knapp über der Absatzhöhe meiner Herrenschuhe. Da ich keine High Heels trage, fallen sie also sehr gering aus. Die niedrige Erwartungshaltung sehe ich allerdings gar nicht als Hindernis an oder gar als mangelnde Selbstachtung. Im Gegenteil, eigentlich ist alles doch so einfach in einer Partnerschaft.

Heruntergebrochen ist es doch nichts anderes als die Botschaft (an sich selbst und den Partner): „Ich will nicht alleine sein und ich will Körperlichkeit.“ Ist es mehr? Faktisch nicht. Um nicht alleine zu sein, holen sich viele einen Hund. Des Deutschen liebster Freund. Körperlichkeit gibt es für Normaltickende allerdings nur zwischen Menschen. Deshalb fällt der Hund da raus. Und mit einem Partner hast Du 2 in 1. Du musst nicht alleine sein und kannst obendrein körperlich werden. Bist Du neu in diesem Blog, dann denkst Du Dir vielleicht: „Wie flach ist der Typ denn?!“ Nein, bin ich nicht. Weder weil ich keinen dicken Bauch habe noch weil ich gelernt habe Dinge auch mal nüchtern zu sehen. Es ist wirklich so simpel wie einleuchtend: „Hast Du keine Erwartungshaltung, kannst Du auch nicht enttäuscht werden.“ Also hab Geduld, lies Dir meine Artikel lieber komplett durch. Du wirst vielleicht überrascht sein, wie wenig flach sie sind.

Das mit der Erwartungshaltung stimmt ja in Wahrheit nicht ganz. Meine fast einzige Erwartungshaltung kennt Ihr ja und davon weiche ich nicht ab: „Hauptsache hübsch!“ Ich stehe dazu mehr denn je, denn ich habe – auch Dank Fr. Respektina – wieder einmal gelernt, dass es das Einzige ist, das (wenigstens für die wenigen nächsten Jahre) unter allen normalen Umständen (tragische Schicksalsschläge wie entstellende Autounfälle mal beiseite gelassen) bleibt. Und mehr als ein paar wenige Jahre würde ich heute gar nicht mehr planen. Ich finde eine Planung auf 1 Jahr schon schwierig. Komm lieber im Jetzt an. Und jetzt darf sie gerne hübsch sein.

Dass sie keine Alice Schwarzer sein soll, sehe ich außerdem nicht als Anspruch, sondern als natürliche Grundbedingung. Ich würde schließlich auch kein Gift trinken, selbst wenn ich Durst habe. Das lasse ich nicht als Anspruchsaspekt gelten, sorry. 🙂 Ein bisschen Natur zwischen Mann und Frau darf auch noch sein, wir müssen nicht überall einen grünen Ökofaschisten-Aufkleber drauf kleben. Ich packe mein Obst wirklich gerne in eine saubere Plastiktüte, anstatt es hüllenlos auf ein versifftes Kassenband zu legen. Hüllenlos ist etwas, das zwischen Mann und Frau sein darf. Aber nicht bei Essen und Trinken, damit spielt man nicht. Hat Mama mir auch schon immer gesagt. Wie komme ich jetzt nur auf diesen Themenwechsel?

Wie alt ist Dein Auto?

Der Unterschied ist übrigens, dass ich diese unglaublichen Plastikberge an Abfall auch ganz korrekt in einer Mülltonne entsorge. Ich werfe außer Obst- oder Gemüsereste nie etwas in die Natur. Ganz im Gegenteil, ich sammle sogar die eine oder andere Pfandflasche auf. Oder Dose. Meistens Red Bull, denn die Jugend hat es ja (dicke in der Tasche oder in der Hose, was weiß ich).

Das Problem ist doch ein Anderes, oder! Wie alt ist Dein Auto? Du hast keines? Sehr gut. Umwelttechnisch bin ich auf Deiner Seite, jedenfalls moralisch. Aber angenommen Du hast eines und statistisch ist das sehr wahrscheinlich… wie alt ist es? Ich habe neulich die Diskussion über die Plastiktüten im Supermarkt mit meinen Arbeitskollegen (und innen – wieder dieses „innen“ an dieser Stelle) geführt. Schnell war ich der Plastik-Buhmann. „Hoecker, Sie sind raus!“, hat es sozusagen geheißen. Für die ganz ganz junge Generation, das war eine Kunstfigur in der ProSieben-Sendung „Switch“.

Zurück zu Deinem Auto. Wie alt ist es? In Deutschland wird ein Auto ca. 7 Jahre alt, bevor es ins Ausland wandert. Auswandert sozusagen. Auf Rädern. Nicht in Booten übers Mittelmeer. Meines ist inzwischen über 4 mal so alt. 4 mal??? Was??? Ja, richtig. Mal 4. Also 4 mal 7 ist dann kein feiner Sand, sondern 28. Und jetzt meine Gegenfrage: Wieviele Plastiktüten darf ich also in meinem restlichen Leben noch ver(sch)wenden (ich verschwende sie nicht!) und korrekt entsorgen (! was ich immer tue), bevor ich auch nur auf 1% der Rohstoffverschwendung komme, die Du statistisch gesehen mit Deiner Karre durch Deinen ökologischen Fußabdruck hinterlässt? Ich kann das schwer in Plastik umrechnen, ich bin nicht vom Fach. Aber wenn ich bedenke viele Bauteile so ein Auto hat, plus die Entsorgung des ganzen Altmetalls und Schrotts… puh… ich glaub ich könnte sämtliche Plastiktüten aller Supermärkte aus einem ganzen Bundesland zusammensammeln und würde noch nicht annähernd auf den Rohstoffverbrauch von 4 Fahrzeugen kommen.

Das ist aber keine Anklage an Jungwagen-Fahrer (ohne -innen, es reicht langsam!). Ich gönne jedem sein neues Auto. Ich sage es immer so: Wir sind nicht der Gegenpart zur Natur. Wir sind Teil der Natur. Ein Konzept, das die wenigsten Menschen verstanden haben. Die meisten neumodischen Öko-Menschen sehen die Menschheit als „ein Virus in der Natur“. Selbsthass, sozusagen. Aus den Augen von Mr. Smith aus dem Film „Matrix“. Mag sein, aber das ändert nichts daran, dass wir Teil von ihr sind, der Natur. Bitte darüber nachdenken. Wir sind nicht „auf der anderen Seite“ gegenüber der Natur. Wir sind Teil davon. Wie die Pflanzen und Tiere. Und ich sehe es als legitim an, dass wir die Ressourcen dieser Erde auch verwenden dürfen, ohne „sch“. Nicht hemmungslos und auch nicht absichtlich böse. Aber natürlich dürfen wir Benzin verfahren. Natürlich dürfen wir neue Autos produzieren. Ob es dann alle paar Jahre ein neues sein muss, soll jeder für sich entscheiden. Man kann das durch steuerliche (Nicht-)Anreize regeln. Aber mir braucht niemand eine Bergpredigt zum Thema Umwelt halten. Ich werfe keinen Plastik in die Gegend. Und auch keine Mc Donald’s Tüten aus dem Auto. Weil ich diesen Mist gar nicht erst kaufe. Du? Und solange das der Fall ist, mag ich möglichst unversifftes Obst bei mir zu Hause auf dem Teller haben. Und dafür werde ich solange Plastiktüten verwenden, solange es erlaubt ist. Notfalls bringe ich meine eigenen mit. So teuer sind die nicht. Aber ich werde definitiv keine Mehrweg-Jutebeutel verwenden. Und wenn ich meine Plastiktüten dafür aus dem Ausland importieren muss!

Also wie Du siehst, alles relativ. Bitte immer bei den großen „Umweltsünden“ anfangen. Eigenes Auto? Jedes Jahr ein neues Handy? Vielleicht sogar ein Elektrofahrzeug? Pfui! Mein Wunsch an Dich: Lass mir bitte meine wenigen Plastiktüten und ich bin glücklich. 😉

Zurück zu Fr. Respektina

Was mir nach dem zweiten Date allerdings zunehmend merkwürdig vorkam: Ihre sehr zurückhaltende und bisweilen sogar etwas kalte Art. Sie schaffte es bis zuletzt auch nicht aufzutauen. Ganz im Gegenteil. Was ich anfangs als respektvoll verstand, entpuppte sich nachträglich betrachtet eher als „ich lasse niemanden an mich heran“-Syndrom. Okay, läuft bei Dir. Aber nicht bei mir.

Ich versuchte es mehrfach und klingelte immer wieder mal leise oder auch lauter, um zu verstehen zu geben, dass das so nichts wird mit dem Kennenlernen. Wenn man jemanden nicht an sich heranlassen und ihn kaum am Alltag teilhaben lassen möchte… dann wird das nichts. Es ist für mich nicht normal, dass man auf WhatsApp-Nachrichten eine Reaktionszeit von oft mehreren Stunden bis zu einem halben Tag hat. Und auch nicht, dass ein Rückruf mehrere Stunden dauern kann. Ja gut, ist schon normal. Aber dann ist die Frau für mich eben nicht ganz normal. Oder so eingespannt, dass ich nicht der Einzige bin. Und diesen Eindruck vermittelte sie mir relativ früh. Ich bin natürlich hellhörig inzwischen, dank der „tollen“ Erfahrung mit Fr. Schlange. Und ich höre das Gras wachsen.

Gras kann man wachsen hören, man muss sich nur in die Horizontale begeben und mit dem Ohr ganz nah ran gehen. Und still sein und horchen. Dem Gegenüber einfach mal zuhören, was ich durchaus kann, auch wenn Du mir das nicht sofort glauben magst… 🙂 Und ich höre genau hin, wenn eine Frau etwas äußert, das mich an ihrer Integrität zweifeln lässt. Bzw. auch einfach auf sog. „Red Flags“. Das sind Warnzeichen einer Frau, die darauf hindeuten, dass „etwas nicht stimmt“. Im Nachgang muss ich sagen, dass ich gar nicht mehr glaube, dass „ich nicht der Einzige war“. Sie ist einfach abwesend. Erst zählen ihre Kinder. Dann was weiß ich. Und wenn dann irgendwann mal Zeit ist, kommt noch ein bisschen die neue Bekanntschaft. Jeder hat eben seine eigene Prioritätenliste. Sei es der Dame gegönnt. Hab ich auch schon ganz anders erlebt. Da war die Lücke zwischen den Kindern und „der neuen Bekanntschaft“ faktisch nicht vorhanden. Andere Mütter sind nicht nur auch hübsch, sondern bekommen auch beides unter einen Hut. Eigene Kinder und neue Bekanntschaft. Nicht alle, aber es gibt sie. 😉

Ich habe mit solchen Dingen inzwischen doch längst meinen eigenen Frieden gemacht. Du kannst Deine Umgebung nicht oder nur kaum beeinflussen, das ist Fakt. Aber was Du kannst, ist Dich selbst beeinflussen und Deinen Umgang und Deine Denkweise in Bezug auf die Umgebung. Du kannst Dir Deine eigene Umgebung kreieren! Im Sinne von: Aussuchen! Und in solchen Situationen „ziehe ich mich mental aus der Situation heraus“. Ich könnte jetzt viele Beispiele nennen, die ihr Auftreten für mich einfach absurd erscheinen ließen. Aber ich möchte es bei zwei belassen, nur um ein wenig den Geschmack zu vermitteln. „Wir haben uns erst 2 mal getroffen und ansonsten sehen wir uns jeden Tag per Videochat. Ich kann da keine Bindung aufbauen oder Dich auf diese Art kennenlernen.“ Das war vor ein paar Wochen, im Urlaub. Falscher Fokus. Einfach falscher Fokus, Mädchen!

Witzig fand ich übrigens oft, dass sie mir klar machen wollte, dass ich „auch nicht viel anders bin als die anderen Männer“. Das fand ich wirklich lustig. Wirklich lustig. Ich kehrte bei ihr immer die Besonderheiten heraus und „hob sie“ damit. Sie tat eher das Gegenteil. Aber das ist vermutlich so eine Unterwerfungstaktik von gescheiterten Persönlichkeiten, mal ganz hart ausgedrückt. Später dazu mehr. Jedenfalls kann ich dazu nur sagen: Gute Menschen werden Dich immer eher motivieren, loben und das Gute in der Dir sehen. Andere sind eben eher gleichmacherisch veranlagt. Kennt man ja aus dem Job. Viele Kollegen können sich nur dadurch in den Vordergrund stellen, indem sie Andere in den Hintergrund (d)rücken. Bin ich froh, solche Dinge erkennen zu können. Das ist so wertvoll. So wertvoll! Danke an alle meine Lehrer. 🙂

Benjamin Franklin soll einmal gesagt haben: „Wer im Leben selbst kein Ziel hat, kann wenigstens das Vorankommen der anderen stören.“

Weiteres Beispiel, gerade erst vor wenigen Tagen geschehen: Da jammert sie mir vor, wieviele Freiheiten ich doch hätte. Ich könnte tun und lassen was ich will und weggehen wann ich möchte. Und meine Zeit verbringen mit wem ich möchte. „Aber ich, ich habe hier zwei Kinder und mein Alltag ist von morgens bis abends ausgefüllt und ich habe keine Möglichkeit mich einmal zurück zu ziehen. Man kann Dein Leben nicht mit meinem Vergleichen! Es ist nicht einfach, was ich hier jeden Tag tue!“

Okay, Quizfrage: Wenn Du so etwas von jemandem hörst… wieviel „Lust“ hast Du dann noch diesen Menschen ernsthaft kennenlernen… Achtung… zu WOLLEN?

Gandhi sagte einmal: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir von der Welt wünschst.“

Und ich wünsche mir im Moment nicht mal eine Veränderung von der Welt, sondern bin schon zufrieden wenn ich mich selbst verändere. Und das habe ich. Was meinst Du wie meine Gegenreaktion ausfiel? Rechtfertigungen? Nein. Entschuldigungen? Nein, sicher nicht. Irgend ein anderes Gesülze, „wie schwer ich es doch auch hätte im Leben“? Sorry, nicht mein Weg. 🙂

Ich habe folgendes gesagt: „Sieh mal, Dein Fokus ist aus meiner Sicht stark verschoben. Natürlich hast Du mit den Kindern sehr viel Verantwortung. Und Du kannst nicht jederzeit alles tun und lassen was Du für Dich alleine möchtest. Ich würde es aber an Deiner Stelle wesentlich neutraler sehen. Dass die Kinder da sind, ist Fakt. Für mich klingt da aber von Dir mehr Negatives heraus als Positives. Sieh es einmal andersherum: Ich bin alleine. Ich habe keine Kinder. Somit habe ich auch den ganzen Tag niemanden um mich herum, der zu mir sagt: „Papa, ich hab Dich lieb.“. Das heißt, wenn das bei Dir auch so wäre, dann wärst Du immer alleine und müsstest alles mit Dir selbst ausmachen. Das ist für mich kein Problem, weil ich mental damit mehr als nur gut klar komme. Ich sehe die guten Seiten daran. Aber würdest Du lieber jeden Tag alleine zu Hause sein wollen oder hat es stattdessen doch etwas unendlich Schönes, dass Du da zwei kleine Jungs neben Dir hast, die Dich auch auf Deinem Lebensweg überall begleiten? Nicht nur Du sie. Sondern sie auch Dich?!“

Frage 1 in den Raum geworfen: Warum tust Du es dann, mit mir videofonieren? Wenn Dir das nichts bringt. Wieso dann das alles? Wieso „ein bisschen kennenlernen“, wenn doch eigentlich gar keine Zeit ist. Weil nur die Kinder wichtig sind und Du sowieso kein eigenes Leben hast… Liegt es wirklich an der mangelnden Zeit? 😉
Frage 2: Warum setzt Du Deinen Fokus ständig auf Dinge, die „nicht gut sind“? Anstatt Dich auf die Dinge zu konzentrieren, die gut sind.

So wie ich die letzten Monate (zum Glück wieder) drauf bin, leuchtet Negativität auf meinem Radar in meiner Umgebung sofort rot auf. Es blinkt. Und macht sogar einen schrillen Pfeifton dazu. Ich kann mich davor nicht verschließen und das auch nicht übersehen. Aber sie ist nun einmal ein Mensch, der nicht nur langweilig ist. Sondern auch negativ. Und irgendwann ist zuviel einfach zuviel. Für mich. Und ich ziehe inzwischen sehr gerne Leinen, meistens Reißleinen.

Wie Eckhart Tolle oder Coach Cecil das sehen würden

Eckhart Tolle würde sagen: „Das Leben ist immer problematisch, wenn wir es als etwas Problematisches sehen wollen! 2 Kinder zu haben ist zunächst einfach so wie es ist. Du hast 2 Kinder. Das ist nicht gut. Und nicht schlecht. Es sind 2 Kinder. Das ist alles. Die Frage ist, wie Du es betrachten möchtest. Ein Mensch wird sich sehr darüber freuen. Ein anderer wird es als Last sehen. Die Kinder können nichts dafür. Es ist Dein Denken. Deswegen ist Denken nicht gut. Denke nicht. Fühle. Dann ergibt sich der Rest automatisch.“

Coach Cecil hat mich durch einen Spruch von ihm vor einigen Wochen auf etwas gebracht, das ich abartig wertvoll finde. Er sagt immer, wenn er Menschen sieht, die an sich oder an etwas zweifeln: „Stell Dir die Frage: Gibt es wenigstens EINEN EINZIGEN Menschen auf der Welt, der das anders sieht als Du? Der damit gut klar kommt? Gibt es so jemanden?“

Adaptiert würde es also heißen: „Gibt es auf der Welt WENIGSTENS EINE EINZIGE FRAU, die alleine zwei Kinder erzieht und damit glücklich ist bzw. es wenigstens gut annimmt? Kannst Du Dir das vorstellen? Oder meinst Du, dass ALLE alleinerziehenden Mamas per se unglücklich sind? Alle. Restlos alle?!“

Das ist auch der größte Tipp, den ich an der Stelle geben kann. Wann immer Du mit einer Situation nicht so gut klar kommst, dann stell Dir die Frage, ob es WENIGSTENS EINEN Menschen auf der Welt gibt, der das anders sieht als Du. Und wenn Du das mit „ja“ beantworten kannst, dann renn los! Verdammt nochmal. Renn!

Wenn Du genau hinsiehst, stellst Du übrigens einen elementaren Unterschied zwischen Eckhart Tolle und beispielsweise Coach Cecil fest. Deswegen liebe ich beide so von Herzen. Der Erste schaltet seine Gedanken restlos aus. Der fühlt und spürt nur noch was ist. Der denkt nicht darüber nach, ob 2 Kinder nun problematisch sind. Probleme entstehen im Kopf, nicht in der Realität. Die Realität kennt das Vorhandensein von 2 Kindern. Punkt. Mehr nicht.

Coach Cecil ist dagegen wesentlich mehr auf der Motivationsschiene unterwegs. Der hat Power und Antrieb und „will“ einfach. Egal was. Er schiebt an. Immer. Das ist der Unterschied zu Tolle. Tolle, ich sage es mal so, „hat das gar nicht mehr nötig“. Ohne ihn als jemanden darstellen zu wollen, der sich „als etwas Besseres sieht“. Das ist mitnichten der Fall. Er hat es nur verstanden, dass Bewertungen subjektiv sind. Und Bewertungen ändern sich. Du änderst Dich. Ich ändere mich. Und damit ändern sich im Laufe eines Lebens, oft innerhalb weniger Tage oder Stunden, manchmal innerhalb von Minuten, komplette Ansichten über ein und dieselbe Sache. Das kennst Du sicher. Es reicht ein einfaches „Entschuldigung“ manchmal aus und Du bist Deinem Gegenüber nicht mehr böse. Was hat es an der Realität geändert? Nichts. Was hat sich als Einziges geändert? Dein Denken.

Ich sage nicht, dass Tolle das Maß aller Dinge ist. Nur Tolle, Tolle, Tolle wäre mir zu „langweilig“, da es wertvolle Gehirnkapazitäten ungenutzt lässt. Nur Coach Cecil wäre mir zu aufgedreht, zuviel „immer das Maximum herausholen wollen“. Ich finde eine Mischung perfekt.

Und so bin ich es auch bei Fr. Respektina angegangen. Ich habe die Frau einfach machen lassen. Beispielsweise an einem Wochenende, als wir uns trafen. Am nächsten Tag wollte sie am Abend etwas mit ihrer Freundin machen. Also… wie soll ich das ausdrücken… bin ich eben wieder gefahren. Klar, Frau möchte auch was mit ihrer Freundin machen. Verständlich.

Aber wie war das mit der Zeit und den 2 Kindern nochmal? „Keine Zeit wegen Kindern.“ Achso. Kennenlernen wolltest Du mich aber auch? Hä?! Wie nun. Also ich würde eine Frau, die ich kennenlernen möchte und die Gelegenheit hätte, ein ganzes Wochenende mit ihr zu verbringen, nicht „einfach nach Hause schicken“.

Jetzt denkst Du Dir vielleicht: „Wie hast Du Dich in dem Moment gefühlt?“ Nun, ich habe mich gar nicht irgendwie gefühlt. In dem Moment war ich Tolle. Nicht denken, einfach akzeptieren was ist. Heim fahren. Bzw. in die Stadt fahren oder mit Freunden treffen. Was auch immer. Ein Mann (! einen Pipi zu haben reicht dafür nicht) hat immer etwas zu tun und kommt immer gut mit sich selbst zurecht. Aber was ich bis dahin eben auch längst nicht mehr war: Gefühlsmäßig bei ihr. Nicht nur an diesem Tag nicht mehr. Schon Wochen vorher nicht mehr.

Akzeptieren was ist

Wenn mir eine Frau nicht das Gefühl gibt, dass ich absolut richtig an ihrer Seite bin, dann kann ich (wahrscheinlich aufgrund hunderter Körbe auf der Straße, in Bars, in Clubs oder auch auf ersten Dates) einfach abschalten. Dann lasse ich einfach laufen was passiert. Ich achte dann nur noch auf eine Sache. Und das bringt Dich vermutlich zur zweiten Frage: „Warum zum Teufel verbringst Du mit dieser Frau dann noch Zeit?“ Habe ich Recht? Keine Erkenntnisse ohne Selbstreflexion… 😉

Das ist nicht schwer zu beantworten. Die reale Zeit mit ihr ist schön. Sie ist in der Realität gar nicht so kalt wie sie es am Telefon oder in der Distanz ist. Sie ist zwar mental immer noch zurückhaltend, aber sie gibt (gab) mir in der unmittelbaren Nähe ein anderes Gefühl. Und ich bin inzwischen eben soweit zu wissen, dass ich mir die Welt nicht einfach bauen kann wie sie mir gefällt. Ich kann nur andere Menschen und andere Umgebungen anziehen. Meine kleine Welt in mir kann ich verändern, ja, aber nicht wie die anderen Menschen in dieser kleinen Welt sind. Das bedeutet, dass ich akzeptieren muss was ist. Das heißt konkret in Bezug auf diese Frau, dass ich die Distanz einfach „laufen lasse“, mental abwesend. Und die Zeit in der unmittelbaren Nähe – also in der Realität – „genieße“. Dazu kommt ein weiterer wesentlicher Punkt: Lernen. Ich nehme sie und ihren Charakter auf eine Art an, die mich herausfordert. Ich möchte wachsen. Und dabei lernen mit Menschen klarzukommen, die „anders“ sind als ich. Wenn auch „ganz anders“. Mit Gleichgesinnten ist es einfach. Aber unterhalte Dich mal mit Menschen, für die blau in ihrer Welt braun ist. Oder mit Menschen, die tatsächlich der Meinung sind, dass die Erde eine Scheibe ist. Oder unterhalte Dich mal mit Veganern. Coach Cecil nennt diese einingen wenigen Bestimmten davon auch „Veganatiker“. Viel Spaß. Wenn Du das aushältst, kannst Du nur wachsen. 🙂

Mein Fokus lautet dann nicht: „Ohje, ich will sie unbedingt kennenlernen und sie verhält sich nicht so wie ich mir das vorstelle. Ich muss sie dazu bringen, dass sie mich mehr sehen will oder mehr Nähe möchte. Oder mich öfter anruft.“

Mein Fokus ist dann einfach: „Wunderbar, dann sehen wir uns einfach alle 2 Wochen für 1 Tag. Die restliche Zeit ist ihr offensichtlich relativ „egal“ was ich tue. Telefoniert wird höchstens einmal am Abend. Untertags gibt es schnell ein oder zwei Alibi-WhatsApp-Nachrichten von ihr. Perfekt, dann kann ich meine restliche Zeit frei, ungezwungen und entspannt für mich nutzen.“

Gleiche Situation. Nur ein ganz anderes Mindset. Oder? Ich tue das was mir gut tut. Und die Zeit auf den Dates mit ihr macht mir durchaus Spaß. Tatsächlich. Und nur darum geht es. Die Zeit gut zu nutzen. Sie ist endlich. Auch wenn sie nicht die Frau meines Lebens sein wird, das weiß ich auch. Aber wir Menschen besuchen ja hin und wieder auch gute Kinofilme. Vielleicht sehen wir uns den neuesten James Bond oder Herr der Ringe an. Ohne gleichzeitig zu denken, dass wir jemals James Bond werden würden. Oder wie Legolas. Oder? Genieße das Leben wie es kommt! Es ist kurz. Macht Dir keine Gedanken um Dinge, die Du nicht ändern kannst. Aber ändere die Dinge, die Du ändern kannst. Sei eine Mischung aus Tolle und Cecil.

Und allmählich wurde sie zu Fr. Unrespektina

Dieses Kapitel mache ich kurz. Denn die meisten Weisheiten habe ich für mich aus der Story bis zu diesem Punkt gezogen. Jetzt kommt nur noch der Knall. Wie an Silvester. Wenn die Sektkorken fliegen. Oder eine Fensterscheibe klirrend zu bruch geht. Ansichtssache. 🙂

Sie wurde die letzten Wochen zunehmend… „fordernder“… ohne jedoch zugleich auch nur einen Hauch mehr zu „liefern“. Ich drücke das bewusst so kalt und hart aus, denn es ist nicht meine Art. Es ist mein Empfinden auf Ihr Verhalten. Ich sage es mal so, wenn Du bei Amazon etwas in den Warenkorb legst, dann bezahlst Du dafür und bekommst einen Tag später die Lieferung. Richtig? Gut.

Fr. Unrespektina ist aber nicht Amazon. Meint sie vielleicht. Sie legt manchmal etwas in den Warenkorb, bezahlt nicht dafür und erwartet am nächsten Tag dennoch die Lieferung. Gut? Naja. Kauf auf Kredit. Normal inzwischen. Man kann ja auch mal einen Kredit gewähren. Soweit also so gut. Nun kommt die Absurdität. Hast Du jemals etwas bei Amazon NICHT in den Warenkorb gelegt und NICHT bezahlt und dann trotzdem erwartet, dass am nächsten Tag die Lieferung kommt? Hä?!

Was soll denn bitteschön geliefert werden? Ich weiß, dass das sehr abstrakt klingt. Aber nimm es einfach so an. Es sind so viele Kleinigkeiten. Sie wolle mich mehr sehen, beispielsweise. „Okay, aber Du weißt schon, dass Du Dir dafür auch die Zeit nehmen musst. Du machst doch am Samstagabend etwas mit Deinen Freundinnen anstatt mit mir?!“ Das ist jetzt nur ein kleines Beispiel. Absurd. Sag ich doch! 😉

Einmal hat sie den Vogel abgeschossen

Sie hielt mir einmal so eine eingangs dieses Artikels genannte Bergpredigt. Ein Monolog. Ich ließ sie natürlich reden. Da sie sonst so still ist. Wenn sie dann mal spricht, soll sie ruhig reden. Gedanklich war ich – wieder einmal – längst weg. Denn die Zeit mit ihr war bislang schön. Aber eben nur die in der direkten Nähe. Sobald Distanz da war und wir uns nicht mehr in räumlicher Nähe zueinander befanden, schob sie Drama.

Kennst Du das, wenn jemand in der totalen Emotionalität solche Dinge sagt wie „Gib doch zu, dass Du das extra deswegen gemacht hast, weil…?!“ Kennst Du sicher. Vielleicht auch von Dir selbst. Aber mal ehrlich… was bringt das? Ich kann da nur müde lächeln. Manchmal nicht einmal mehr das. Was soll ich auf Suggestivfragen antworten? „Ja!“? Oder „nein!“? Ich ziehe mich stattdessen einfach zurück und sage dazu gar nichts mehr. Und das wiederum hat sie dazu bewogen das Telefonat einfach eigenständig zu beenden. Tüüüt. Tüüüt. Tüüüt. Davor fielen noch ein paar komische Wörter, die ich selbst vom Hörensagen kenne, aber nie nutze.

„Okaaaaaay“, dachte ich mir. Was macht man? Man greift zum Telefon und ruft die Dame an, möglicherweise um sich zu entschuldigen. Wofür? Egal. Hauptsache entschuldigen! Dackelblick aufsetzen. Bücken. Kriechen. Dann kommt schon wieder alles ins Lot. Richtig? Hast Du ihn erkannt, wer das ist? Darf ich vorstellen: Der moderne Mann von heute. 🙂

Du kannst Dir denken, dass ich als völlig unmoderner Mann anders reagiert habe. Wie? Nun, ich mag re-agieren gar nicht. Ich mag agieren. Ich habe also gar nicht re-agiert. Und da sie mich gelangweilt hat, habe ich auch nicht agiert. Stattdessen habe ich es einfach gut sein lassen und mich schöneren Dingen gewidmet. Beispielsweise meine Finanzen. Darum geht es bestimmt in einem der nächsten Artikel im Detail. Denn ich habe derzeit viel damit zu tun und bin hochgradig beschäftigt. Deswegen gibts hier auch kaum neue Blogbeiträge. Obwohl ich Euch wirklich vermisst habe. Also nicht Euch, liebe Blogbeiträge. Sondern Euch, liebe Leser. Ob nun mit Pipi oder ohne. Beide Geschlechter gleichermaßen. Einfach „Leser“.

Und es kam, wie es kommen musste. Sie schrieb mir am nächsten Tag. Sie habe es nicht so gemeint. Und bla bla. Und nachdem ich auch da noch nicht gleich geantwortet habe (sie erwartet schnelle Antworten, hat aber selbst eine halbtägige Reaktionsszeit), klingelte auch schon das Telefon. Sie hat sich mehrfach entschuldigt und wollte natürlich wissen, warum ich mich nicht mehr gemeldet hätte. „Nun, Du hast Worte benutzt, die ich gegenüber einer Frau niemals verwende. Egal ob Du die Worte einfach in den Raum wirfst oder mich direkt damit meinst, spielt für mich keine Rolle. So kannst Du meinetwegen mit jedem Menschen dieser Erde sprechen, aber nicht mit mir.“ Damit war mein Statement platziert.

2019-11-19

Ein wenig kam mir das auch so vor, als hätte ich den Bösewicht aus einem Comic demaskiert. Ab dem Tag war sie „sehr freundlich“ und sehr bemüht wieder Fr. Respektina zu sein und ihr „Un“ wieder abzulegen. Aber „dumm ist nur, wer Dummes tut“, sagte Forrest Gump. Und ich bin nicht dumm, d.h. wenn Du einen Bösewicht demaskierst, bedeutet das nicht, dass er nie wieder seine Maske aufsetzen wird. Es heißt nur, dass er sie im Moment nicht mehr auf hat. Stell die Uhr danach und Du kannst Dir sicher sein, dass es irgendwann wieder von vorne los geht. Natürlich sollte ich Recht behalten. 😉

Ich mache es nun kurz. Sie weiß aus meiner Sicht nicht was sie will, in ihrem Leben. Sie jammert zwar nach außen selten, aber innerlich ist sie – glaube ich – hoch unzufrieden. Natürlich sind eine gescheiterte Ehe und 2 Kinder kein Zuckerschlecken. Aber ich komme selbst aus einer ähnlichen Situation und stehe mit beiden Beinen wieder gerade da. Ihr Situation ist deutlich länger her. Es geht dabei nicht um mich. Ich will damit nur sagen: Es liegt nun einmal an Dir selbst, was Du aus Deiner Situation tust. Du kannst Dich hinstellen und jammern oder Du richtest Dich auf und gehst nach vorne.

Jetzt bin ich aber kein Arsch und kein Egoist. Jeder der mich kennt, weiß, dass ich eine stark ausgeprägte Helferader habe. Ich habe ihr natürlich versucht das Eine oder Andere zu zeigen. Einstellungsfragen. Mindset. Zuletzt nannte sich mich – ironisch gemeint, aber eben auch nicht sonderlich anerkennend – „Coach“. Ich musste innerlich lächeln. Denn die Frage ist für mich nicht, wie sie mich sieht. Sie ist einfach blind, ganz sachlich betrachtet. Die Frage ist für mich viel mehr, ob ich so wirken möchte. Und mir ist es allemale lieber, wie ein „Coach“ zu wirken anstatt wie ein umherfliegender Fluffi-Gummiball, der noch nicht einmal auf Orientierungssuche ist.

Ich kann mein Bestes geben, jedem gegenüber. Das tue ich. Aber ich kann nicht die ganze Welt retten. Und manchmal kann ich auch nicht einmal der Welt nur ein wenig helfen. Nicht einmal einem einzelnen Menschen. Schade eigentlich. Aber ich kann ganz bei mir bleiben. Mich nicht triggern lassen. Wozu auch. Um (wieder) so zu werden wie die anderen 99%? Ich denke mir einfach: Wer sich meinem Weg anschließen möchte, ist herzlich eingeladen. Für alle anderen Damen gilt: Such Dir Deinen eigenen Boxsack für Deine Probleme.

Mir geht es auch alleine gut! 🙂

PS: Seit gestern ist der Kontakt zwischen uns beendet. Sie stellte mir ein paar Suggestivfragen. Ich habe freundlicherweise dennoch geantwortet, mit dem Hinweis, dass ich der Meinung bin, dass meine Antworten sowieso nicht so ankommen werden, wie ich es beabsichtige. Und? Natürlich nicht. Aber es ist eben auch ein sehr schönes Gefühl, wieder Ruhe zu haben. So schön die gemeinsame Zeit (in unmittelbarer Nähe) auch gewesen sein mag. Immer nur stundenweise James Bond oder Herr der Ringe Filme anzusehen ist auf Dauer einfach nix. Besonders nicht, wenn es immer die gleiche Folge ist. So spannend ist das dann doch wieder nicht.

PPS: Und die Moral von der Geschicht‘?
Verwechsle Respekt mit einem psychischen Knacks nicht! 😉

PPPS: Vielen Dank Euch allen, jedem Einzelnen. Seit gestern habe ich 50 Follower. Unglaublich. Das habe ich mir nie gedacht, dass eines Tages 50 Menschen meine Geschichten mögen würden. Und ich mache keinerlei Werbung dafür, unter dem Aspekt sind das immerhin ca. 3 Fußballmannschaften. Wow! Und ich stehe echt gerne da vorne. Für mich, aber auch für Euch. Danke und meinen tiefen Respekt für Eure Entscheidung, die hier durchaus kontroversen Ansichten (fernab des Mainstreams) offenbar nicht nur auszuhalten, sondern vermutlich sogar ein großes Stück weit ganz gut zu finden. Das ist definitiv nicht „normal“ und erfordert Mut von Dir. Mach weiter so und glaube an Dich! Du bist auf dem richtigen Weg!

Von 2 Dates und Marktwerten (Teil 3 von 3)

Im zweiten Teil dieser Serie (Von 2 Dates und Marktwerten (Teil 2 von 3)) behandelten wir das Thema Marktwerte von Frauen und Männern auf dem Datingmarkt. Außerdem gab ich sehr konkrete Ratschläge allgemeiner Art, für beide Geschlechter, um sich auf dem Tummelplatz der Liebenden bestmöglich positionieren zu können. Keine Platitüden, sondern harte Fakten. Dabei gab es sehr konkrekte Hinweise dazu, warum Vorsorge besser als Nachsorge ist. Ich schrieb außerdem zwei sehr persönliche Botschaften an alle Menschen meines bisherigen Lebensweges und außerdem an Eckhart Tolle. Desweiteren distanzierte ich mich von diesen ganzen psychologischen Verhaltensmustern und Gesetzmäßigkeiten des Datingmarktes. Es ist allerdings wichtig zu verstehen wie dieser funktioniert, was dort passiert und warum das alles so wirkt. Ablehnung bringt uns alle schließlich keinen Schritt weiter. Und zu guter Letzt gab es dann die Details des Date-Reviews mit Fr. Distanz.

Heute geht es um das Date 2 der inzwischen vergangenen Woche. Das mir viel gegeben hat. Auf ganz eigene Weise. Viel Spaß, wenn Du erfahren möchtest warum. Und wir gehen dabei auch der Frage nach, wie meine Fremdwahrnehmung derzeit aussieht. Über mich selbst – die Selbstwahrnehmung – gibt es ja ständig ellenlange Berichte von mir. Die Frage ist doch: Wie sehen mich Andere? Besonders außerhalb dieses Blogs.

Warum mir wichtig ist, wie mich Andere sehen

Ist das nicht ein Widerspruch, da ich doch sonst immer so felsenfest behaupte, mich nicht von außen triggern zu lassen und auf ablehnende Meinungen anderer Personen keinen Pfifferling zu geben? Mitnichten. Es ist kein Widerspruch, ganz einfach: Es gibt 2 Perspektiven. Die beiden oben genannten, Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung. Die zweifellos wichtigere der beiden ist das Selbstbild und die Selbstwahrnehmung. Weil wir subjektive Wesen sind und jeder Mensch für sich selbst denken und handeln muss. Niemand blickt aus den Augen Anderer (vom Themenfeld „Remote Viewing“ einmal abgesehen, aber damit habe ich mich noch nie beschäftigt). Wir sind keine Maschinen, denn die besitzen keine Selbstwahrnehmung. Jedenfalls noch nicht. Aber wir, wir schon.

Warum ist mir nun die Fremdwahrnehmung wichtig? Ist sie und ist sie auch wiederum nicht!
Hä? Wie nun?! Ganz einfach, wir nehmen zwei Fallkonstellationen an.

Beispiel 1:
Du tust etwas, von dem Du völlig überzeugt bist, etwas das Dir Spaß macht. Wir nehmen an Du bist beim Tanzen. Du tanzt für Dein Leben gerne. Du machst und tust und bist in Deinem Element. Du hast die größte Freude. Und nun kommt jemand (meistens ein Niemand) und erklärt Dir, dass Du „falsch“ tanzen würdest. Dass es „lächerlich“ aussehen würde. Dass „man so nicht tanzt“. Und sowieso wärst Du so gar nicht im Takt.

Lösung:
Gib genau null Komma gar nichts auf die Meinung dieser anderen Person! Diese Art von Meinungsäußerungen begegnen mir täglich. Überall. In der Arbeit, privat, in der Familie, ganz ganz selten selbst auch unter Freunden, hier im Blog auch. Es ist menschlich. Überall. Aber was bringt Dir das, Dir eine ablehnende Meinung zu etwas anhören… ja sogar anhören zu MÜSSEN… während Du zeitgleich die größte Freude im Leben daran hast, das zu tun was Du tust?! Nichts. Gib einfach nichts darauf. Hör es Dir am Besten gar nicht erst an, aber manchmal ist es aus sozialen Gründen nicht möglich vollkommen die Scheuklappen hoch zu ziehen. Manchmal müssen wir so einen Mist über uns ergehen lassen. Gut, dann lass Dein Gegenüber eben palavern. Geht auch vorbei. Mein Rat: Bleib bei Dir. Lass Dich nicht triggern. So lange Du Spaß und Freude daran hast, was Du tust… solange mach genau das weiter. Und je größer die Ablehnung ist, desto eher solltest Du Dir darüber im Klaren werden, dass Du mit großer Wahrscheinlichkeit alles richtig machst! Die Masse hast fast immer Unrecht! Bitte merken. Es gelten bis zum Anschlag zwei essentielle Devisen, womöglich zwei der wertvollsten Ratschläge fürs Leben:

  1. Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten!
  2. Das Feedback des Anderen sagt mehr über den Anderen aus als über Dich!

Denk darüber nach. Macht frei. Deswegen perlt negatives Feedback, das rein auf Meinungsäußerungen (!) basiert, an mir ab wie Regen von einem frisch gewachsten Lamborghini.

Und nun zur zweiten Fallkonstellation. Wo die Meinung Anderer und Dein Fremdbild plötzlich elementar wichtig werden.

Beispiel 2:
Wir nehmen wieder das Beispiel Tanzen. Du tanzt wieder für Dein Leben gerne und hast die größte Freude daran. Nun bist Du also auf dem Parkett und tanzt in einem Wettbewerb, die Weltmeisterschaft meinetwegen. Jetzt mag Deine Selbstwahrnehmung konstant gleich geblieben sein. Du empfindest Dich selbst womöglich als den besten Tänzer des Wettbewerbs, vielleicht sogar als den besten Tänzer der Welt. Alles gut. Nur hast Du jetzt eine entscheidende Komponente in diesem Fallbeispiel verändert bzw. unterliegst anderen Gesetzmäßigkeiten: Du hängst hier unmittelbar von der Gunst und dem Geschmack der Jury ab. Du magst aus eigener Selbstwahrnehmung heraus noch so toll tanzen. Das spielt aber für diesen Fall keinerlei Rolle. Faktisch ist es sogar umgekehrt: Du könntest Dich selbst als den miserabelsten Tänzer der Welt betrachten und erfüllt sein von Selbstzweifeln. Wichtig? Faktisch betrachtet nicht. Wichtig ist nur wie Dich die Anderen sehen, die Jury. Jetzt rückt das Fremdbild in den Fokus.

Lösung:
Spannend. Bevor Du überhaupt irgend etwas tust, musst Du zunächst verstanden haben auf welchem Terrain Du Dich bewegst. Spielst Du in Fallbeispiel 1 oder in Fallbeispiel 2? Ich behaupte: Die meisten Menschen merken gar nicht um was es gerade geht. Sie verhalten sich stets gleich. Sie „sind halt wie sie sind“. Klar, ist auch eine Möglichkeit. Eine kluge? Rhetorische Frage!
Du musst verstehen und wissen in wessen Show Du gerade spielst. Das Leben ist eine einzige Show. Und nichts ist schlimmer, als nicht verstanden zu haben, dass Du den ganzen Tag in ganz verschiedenen Shows spielst. Shows, deren Regeln NICHT Du machst. Du kannst entweder nach den Regeln des Regisseurs spielen und in dessen abgestecktem Rahmen gewinnen oder Du wirst täglich Deinen Kopf gegen Beton schlagen und Dich wundern, warum sich nie etwas für Dich zum Positiven ändert. „Ja, aber ich habe doch mein Bestes gegeben und verstehe nicht, warum ich so schlecht abgeschnitten habe!“ Kennst Du so vielleicht auch noch ganz gut aus Deiner Schulzeit? Aufwachen! Halloooo! Ja. Du sagst es doch. „Dein“ Bestes. Das ist aber nicht unbedingt auch „das Beste“ für den Regisseur oder für die Jury. Du hast das falsche Mindset! Eigentlich hast Du gar keins. Du bist ein unbewusster unreflektierender kleiner Junge (oder ein unreflektierendes kleines Mädchen). Nimm den Lolly aus dem Mund. Werde erwachsen. Und falls Du bereits erwachsen bist und noch tiefer in die Materie eintauchen möchtest, dann beschäftige Dich auf philosophischer Ebene gerne einmal mit dem sog. Höhengleichnis von Platon. Wikipedia oder so, zum Einstieg.

Zusammenfassung:
Feststellen, in wessen Show ich mich befinde! Sich selbst Fragen stellen: Wer ist hier der Regisseur? Nach wessen Pfeife soll ich tanzen? Wem muss meine Nase gefallen? Für wen hab ich hier zu performen? Dann schalte Deine Selbstwahrnehmung am Besten völlig aus. Sei einfach. Mach einfach. Fast wie eine Maschine. Du tust das gerade für Andere, nicht für Dich. Dein Lohn kommt danach. Wenn Du die Goldmedaille nach Deiner Performance und für Deine Show erhalten hast. Dann erst schlägt Deine Stunde.

Mir kann keiner erzählen, dass das Tanzen hier im Vordergrund steht. Du musst ja nicht zu diesem Wettbewerb fahren. Du kannst schließlich auch alleine zu Hause vor Deinem Spiegel tanzen. Dieselbe Choreografie. Oder nicht? Ich höre den Einen oder Anderen jetzt schon sagen: „Ja, aber mir ist das egal wie die Jury mich findet. Ich gebe mein Bestes, wenn es der Jury reicht, dann ist gut, wenn nicht, dann eben nicht. Mir egal. Hauptsache Spaß!“ Vergiss es, Du bist ein Narr, wenn Du so denkst. Damit nimmst Du Dich doch selbst nicht mehr ernst. Du hast den Kontext in diesem Fall nicht verstanden. Du befindest Dich in diesem Beispiel gerade in Fallkonstellation 1. Aber jeder halbwegs nicht komplett benebelte Mensch fährt nicht zu einem Wettbewerb ohne ihn nicht auch gewinnen oder bestmöglich abschneiden zu wollen. Also hör auf Dir in die Tasche zu lügen. Wenn Du wirklich kein Interesse am Ergebnis hast, dann bleib zu Hause. Und mache den Platz frei für Andere, die den Wettbewerb ernster nehmen. Aber davon gehe ich bei Dir einfach nicht aus. Sonst wärst Du nicht hier auf meinem Blog, richtig?! Richtig?! RICHTIG! 😉

Was hat das alles mit mir zu tun?

Wenn ich eine Frau date, dann muss mir die Frau gefallen. Keine Frage. Aber es gehören immer 2 Personen zu dieser Show. Es gibt 2 Regisseure. D.h. ich muss auch der Frau gefallen. Es ist – gar nicht einmal auf eine einzelne Frau bezogen – nichts anderes als ein Wettbewerb. Der Dating-Wettbewerb. Du kannst hier immer „so sein wie Du bist“ und hoffen, dass irgend eine Jury Dich toll findet. Oder Du kannst speziell für den Wettbewerb trainieren. Entscheide selbst. Ich kann nur sagen, dass ich durch den Weg der Persönlichkeitsentwicklung und die vielen Tränen und den Schweiß, den das Ganze mich gekostet hat, viel weiter gekommen bin als in meinem gesamten Leben zuvor ohne all die Anstrengung. Mach bitte nicht den Fehler zu glauben, dass ich mich verstellen würde, um einer Frau zu gefallen. Sicher nicht.

Das sind getrennte Dinge. Aber wenn ich weiß, dass Frauen nun einmal nichts von Politik, der Börse oder der Wirtschaft hören wollen, dann erzähle ich ihnen davon auch nichts, jedenfalls nicht beim ersten Date. Habe ich früher gemacht, hat aber so gar nichts gebracht. Wenn ich inzwischen (zig Dates weiter in der Entwicklung) weiß, dass Frauen emotionale Wesen sind (exorbitant stärker als Männer), dann spreche ich doch lieber über Freiheit, Wünsche, Abenteuer, Sehnsüchte. Das triggert andere Gehirnregionen. Und jetzt könntest Du wieder sagen: „Oh mein Gott!!! Du bist ja so ein abgestumpfter Pickupper, der Dinge nur sagt, damit sie der Frau gefallen. Du spielst ja mit der Frau! Widerlich! Du bist ein menschenverachtender kleiner Manipulator!“ Ich spiele gar nichts. Und menschenverachtend bin ich sicher nicht. Falls Du so denken solltest, was ich nicht glaube… aber falls, dann scroll nochmal hoch, was waren oben die beiden essentiellen Ratschläge, die ich gab? 🙂 Ratschlag 2 lautete: Das Feedback des Anderen sagt mehr über den Anderen aus als über Dich!

Sollte also jemand tatsächlich auf solche absurden Gedanken kommen, dann könnte ich das nicht ernst nehmen. Sorry. Aber ich weiß ja, dass hier durchaus auch mal ganz vereinzelt (zum Glück nur vereinzelt!) Beta-Männer mitlesen oder Möchtegern-Alpha-Frauen. Ich will für diese kleine Minderheit (!) nur klarstellen, dass ich NICHT so denke. Okay? Alles gut. Dann können wir jetzt fortfahren. Also nicht Ford fahren, sondern fortfahren. Danke. 🙂

Weiter in der Story: Ich habe mich entwickelt. Inzwischen macht es mir einfach mehr Spaß mit Frauen über Sehnsüchte, Kindheitsträume, Wünsche, Abenteuer und Reisen zu sprechen. Und über die Börse spreche ich mit anderen Menschen. So easy. Das ist die Lösung. Ich sorge weniger mehr „künstlich“ für Knistern auf Dates. Eine riesige Schwäche war das von mir früher, deshalb haben so viele Dates am Anfang kein Folgedate ergeben. Bin ich mir heute jedenfalls sicher. Ich brauchte ca. 50 erste Dates (haha, ein Filmtitel!), um das zu verstehen. Weil ich zu wenig selbstkritisch war. Ich hatte es einfach nicht verstanden. „Ich war einfach ich selbst“, so wie die ganzen tollen klugen Ratschläge von Freunden und der Familie für gewöhnlich lauten. Mit dieser Herangehensweise gewinnst Du allerdings keinen Blumentopf. Nicht einmal eine Plastikrose auf dem Volksfest. Ich hatte viele Frauen angesprochen und dementsprechend viele Dates erreicht. Ehrlich gesagt waren da Mega-Granaten dabei. Optische Sahne-Hasen. Ganz viele 7er, einige 8er, ein paar 9er. Eine 10 habe ich in meinem Leben noch nie vergeben, da bin ich zu kritisch glaube ich. 🙂 Und die Dates liefen immer relativ ähnlich ab, ich dachte mir immer nur „ich könnte einfach ich selbst sein“. Kannst Du. Aber so verlierst Du!

Das läuft überall im Leben so

Nehmen wir an, Du möchtest Geld verdienen. Und Du hast die Idee des Jahrtausends und hast einen wahnsinnig tollen neuen Kühlschrank entwickelt. Den Fluxbox-Kühlschrank-1000. Den hast Du konzeptioniert, entwickelt und produziert. Nun gehts ans Marketing und an den Vertrieb. Wie machst Du das? Ich würde mir erst einmal Gedanken machen wo Du gerade stehst. Bist Du in der Wüste oder in der Antarktis?! Ich hoffe Du verstehst die Metapher. Und ich merke, dass die meisten Menschen schlichtweg nicht das Bewusstsein besitzen, um sich über so etwas Gedanken zu machen. Die Meisten möchten Kühlschränke in der Antarktis verkaufen. Da es „sowieso schon so kalt ist!“ Hääää?! Waaaas?! Was ist das für eine Logik? Kühlschränke verkaufen wo es „sowieso schon so kalt ist“?! Waaaas? Erde an Kühlschrank-Verkäufer: „Housten, wir haben ein Problem!“

Versteh mich nicht falsch, Dein Kühlschrank ist bestimmt gut. Du bist studiert, ein echt kluges Kerlchen oder eine kluge Kerline. Aber es ist die falsche Show! Aufwachen. Nimm die Kiste mit, geh in die Wüste und Du wirst der reichste Mann von Babylon! Dein Produkt ist doch gut. Alles steckt doch längst in Dir. Aber Du musst Deine Qualitäten an den Markt adaptieren. Und nicht versuchen den Markt an Deine Qualitäten zu adaptieren. Das schaffst Du nicht. Der Markt ist der Markt. Der hat eigene Regeln. Du bist nicht der Erfinder und auch nicht der Regisseur des Marktes, merk Dir das! Aber vielleicht schadet es Dir auch nicht, wenn Du erst Deine eigenen 50 ersten Dates haben musst, um das zu verstehen! 😉 Ich zeige Dir hier nur die Abkürzung, das ist alles. Nimm es als Angebot an. Oder geh Deinen Weg weiter. Feel free.

Echte Verhaltensänderung ist möglich. Persönlichkeitsänderung. Sonst würde ich das alles doch nicht machen. Du wirst von Tag zu Tag besser. Du musst Dich mit dem von Dir gewünschten Thema in der Tiefe beschäftigen. Also habe ich angefangen zu studieren. Thema: „Wie lerne ich eine Frau kennen?“ Anfangs war es eher eine Therapie für mich, mit dem Pickuppen zu beginnen. Daraus wurde ein Selbststudium. Inzwischen könnte ich vielleicht sogar schon Dozent sein. Vielleicht bin ich es auch schon, wer weiß. Es macht mir Spaß. Und ich weiß, dass das funktioniert, was ich tue. Ich bin nur „beziehungsunerfahren“, aber nicht datingunerfahren. Das sind zwei verschiedene Dinge. Und ich bin stolz darauf, kein abgestumpfter Holzklotz zu sein. In mein Herz sind bisher nur sehr wenige Menschen hinein gekommen. Wer kann das schon von sich behaupten. Selbstwert. Selbstachtung.

Wie lief das Date 2 dieser Woche?

Ich habe bis jetzt noch kein Wort über die Frau verloren. Es gab dafür eine lange Herleitung. Du wirst später verstehen warum. Zuerst möchte ich ihr einen Namen geben, aus Respekt ihr gegenüber. Weil ich ihre Art respektvoll fand, sehr sehr respektvoll. So eine Frau habe ich so noch nie erlebt. Sie ist feminin, sie ist höflich, gut erzogen, extrem darauf bedacht, dass auch ich mich wohl fühlte. Aber das Herausragende war ihre respektvoll zurückhaltende Art. Sie war sehr darauf bedacht nichts Falsches zu sagen. Keine blöden Sprüche, kein dummes Getue. Das Gegenteil eines normalen Dates. So noch nie erlebt. Danke an den Himmel dafür, dass ich das auch noch mal erleben durfte.

Deswegen nenne ich Dich – aus respekt – einfach Fr. Respektina. 🙂

Das Date war für mich sehr besonders, da ich viel über mich lernen durfte. Und den Spiegel vorgehalten bekam. Warum? Ich frage Frauen auf Dates sehr gerne spielerisch (wichtig!) solche Dinge wie:

  • Wann war Dir klar, dass ich Interesse an Dir haben könnte?
  • Wann warst Du Dir sogar sicher, dass ich Interesse an Dir habe?
  • Wann war Dir klar, dass ich Dich wiedersehen möchte?

Und umgekehrt auch:

  • Wann hast Du Dir gedacht, dass Du mich sympathisch findest?
  • Wann hast Du Dir gedacht, dass Du mich wiedersehen wollen würdest?
  • Hättest Du mich nach einem Date gefragt, wenn ich es nicht getan hätte? Und wenn ja, wann?

Fragen dieser Art liefern Antworten, die Du von niemand anderem dieser Welt bekommen kannst. Es ist kein „was wäre wenn“, sondern Du bekommst direktes Feedback. Ich kann Dir das nur empfehlen mir gleich zu tun. Das sind Antworten, bei denen Du extrem gut zuhören musst. Halt Deine Klappe und höre Deinem Gegenüber einfach zu! Jetzt lernst Du extrem viel über Dich. Über Deine Fremdwahrnehmung! Bingo! Genau darum die lange Herleitung! Meine Texte sind kein Selbstzweck, jede Zeile ist es wert gelesen zu werden. Geduld zahlt sich hier aus. 😉

Ich kann Dir auch versichern, dass es unendlich viel Spaß macht über diese Fragen zu sprechen. Für beide ist es in der Regel eine „knisternde“ Situation, die „Wahrheit“ Preis zu geben. So war das auch an dem Tag. Wir haben gelacht, wir haben überlegt. Wir haben zugegeben. Wir waren verwundert. Wir waren überrascht. Wir haben uns gefreut. Und dabei geflirtet.

Du kannst also ein tolles Date verbringen und etwas über Dich lernen und auch dem Anderen die Möglichkeit bieten, über sich zu lernen. Und es muss nicht über Börse, Finanzen und Politik gehen. Auch wenn Du für diese Themen brennst. Es gibt also auch andere Themen, die Spaß machen. Für die Du brennen kannst. Und wenn Du damit das Ziel erreichen kannst, nämlich mit dem anderen Menschen eine tolle Zeit zu verbringen, dann tu das. Deswegen hast Du Dich weder verstellt noch bist Du ein routinierter Pickupper gewesen, der irgendwen manipuliert hat. Das wird den Pickuppern für gewöhnlich gerne vorgeworfen. Ich kann mich dem allgemeinen Vorwurf nicht einmal erwehren. Aber für mich gilt dieser Mist nicht. Ich bin ich. Mir egal, was irgendwelche anderen Typen tun.

Und wie ist nun mein Fremdbild?

Wie mich Fr. Distanz sieht, hatte ich ja schon in den beiden letzten Artikeln angerissen. Fr. Respektina hatte ich ja auf der Terasse eines Lokals angesprochen. Sie saß mit ihren beiden Freundinnen an einem 4er Tisch. Ich saß am Nachbartisch, alleine. Mit meinen Kopfhörern beim Youtube-Vorträge-Hören.

Und jetzt beschreibe ich zunächst das Ganze aus meinem Selbstbild, die Ich-Perspektive:
Ich setzte mich an den Tisch, es hätte auch andere freie Tische gegeben. Aber ich setze mich immer gerne in die direkte Nähe von Frauen. Besonders wenn sie ohne männliche Begleitung sind. Ich sprach sie sehr früh schon sehr allgemein an. „Guten Appetit“, oder „was habt Ihr da in Euren Gläsern? Kenne ich noch gar nicht!“ (es war Lillet Wild Berry). Einfacher Smalltalk. Dabei versuche ich mich auf alle 3 Damen gleichermaßen zu konzentrieren und dabei allen 3 in die Augen zu blicken. In dem Fall gefiel mir nur die spätere Fr. Respektina. Dennoch unterhalte ich mich erst einmal mit allen weiter. Mache zwischendurch auch Pausen, habe wieder meine Kopfhörer eingesetzt und weiter meinen Youtube-Vortrag angehört. Nur keine Bedürftigkeit. Bis jetzt ist ja nichts passiert, Angel auswerfen und nicht gleich wie wild versuchen sofort einzuholen. Einfach mal 2 Schritte zurück treten. Nach ein paar Minuten, als die Gerichte serviert wurden, habe ich mich wieder ins Gespräch begeben. Plötzlich passierte etwas seltenes: Fr. Respektina stellte mir vereinzelt Fragen. Das ist immer ein starkes Interessenssignal. Ich sprach etwas mehr mit ihr, danach wieder mehr mit den Anderen. Und gegen Ende wieder mehr mit ihr. Dabei drehte ich mich etwa zu Beginn des letzten Drittels der gesamten Konversationszeit etwas in ihre Richtung, da sie mir schräg gegenüber saß. Ich drehte also Füße und Körper in ihre Richtung und unterhielt mich weiterhin mit ihr und vereinzelt auch mit den anderen beiden Damen.

Und nun beschreibe ich das aus meinem Fremdbild, also aus der Fr. Respektina-Perspektive:
Ich sei von Anfang an sehr charmant gewesen, überhaupt nicht aufdringlich. Auch als ich mich zwischendurch wieder meinen Kopfhörern gewidmet hätte, fand sie das nicht merkwürdig, sondern unaufdringlich und gut. Dass ich ihnen auch genug Freiraum gegeben hatte, sich wieder untereinander zu beschäftigen. Sie hätte mich sehr früh schon als sehr sympathisch empfunden. Ihr habe gefallen, wie ich mich mit allen unterhalten habe, welche Fragen ich gestellt hätte und welche Themen ich angerissen hätte. Sie fand mich charmant, aber gleichzeitig sehr direkt und offen. Das schätze sie sehr, wenn ein Mann auch direkt sei. Ihr sei klar gewesen, dass ich Interesse an ihr hatte, ab dem Zeitpunkt, an dem ich begonnen hatte, ihr erste konkrete Fragen zu stellen, beispielsweise über ihren Wohnort und ihre Gegend. Bis dahin sei ihr das nicht klar gewesen, da ich mich mit allen 3 gleichermaßen unterhalten hätte. Übers Feiern und Weggehen am Wochenende und sonstige allgemeine Themen. Als ich allerdings anfing, mich etwas mehr ihr zu widmen, spürte sie ein intensiveres Interesse meinerseits. Außerdem hätte sie dieses Lächeln in meinem Blick bemerkt. Sie sei sehr aufmerksam und achte sehr auf ihr Bauchgefühl. Ihr wäre sehr früh (!) bereits klar gewesen, dass sie auf ein Date-Angebot von mir eingehen würde. Und absolut sicher, dass ich starkes Interesse an ihr gehabt habe, sei sie sich gewesen, als ich mich mit meinem Körper etwas in ihre Richtung drehte. Sowohl mit den Beinen als auch mit dem Oberkörper. Sie hätte es toll gefunden, dass ich sie ganz konkret nach einem Date gefragt hätte. Und sie habe sich über mein Kompliment bezüglich ihres süßen Lächelns gefreut.

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Was lerne ich daraus?

Nicht neu daran ist für mich wieder einmal die totale Bestätigung dafür erhalten zu haben, was der vermutlich wichtigste Leitsatz eines Mannes auf dem Weg zu seiner Traumfrau ist: ATTRACTION ISN’T A CHOICE!
Bitte aufschreiben. Merken. Einrahmen. Laminieren. Übers Bett hängen!

Dieses Date war für mich ein 6er im Lotto!
Selbstbild und Fremdbild passen hier zu 100% überein! Wie die Faust aufs Auge! Bingo!

Nicht nur, dass ich mich so verhielt, wie ich mich verhalten wollte und wie ich auch bin. Sondern es kam auch genau so an, wie ich möchte, dass ich ankommen soll. Außerdem bemerkte sie sowohl, dass ich mal ihr und mal der ganzen Gruppe mehr Aufmerksamkeit zukommen ließ als auch, dass ich meine Körpersprache und Haltung ihr zuwendete. All das tat ich bewusst. Ich ging absichtlich nicht von Anfang an nur auf sie ein, sondern unterhielt mich sogar sehr bewusst stärker mit einer ihrer Freundinnen. Wobei diese Freundin gar nicht mein Typ war.

Exakt! Genau darum ging es mir. Genau das wollte ich erreichen. Sowohl die Show mit der Verteilung meiner Aufmerksamkeit den Dreien bzw. ihr gegenüber als auch der sehr bewusste und gezielte Einsatz meiner Körpersprache waren von mir genau so gewollt und bezweckt. Und genau so kam es auch noch „charmant“, „offen“ und gleichzeitig „direkt“ an.

Nochmal, für mich ist dieses Date ein 6er im Lotto. Weil ich in dieser frühen Phase des Projekts Beziehung Teil 2 erfahren durfte, dass mein Selbstbild das repräsentiert, was an Fremdbild auch gut ankommt. Man nennt das „kongruent sein“. Authentisch. Man tut das was man tut nicht verstellt, sondern „weil man so ist“. Perfekt. Das ist für mich die größte Motivation auf meinem aktuellen Weg. Es ist für mich wie eine Auszeichnung. Dass meine Körpersprache, meine Gesprächsthemen und meine Art genau das repräsentieren was es repräsentieren soll. Eine charmante und zugleich männliche Art. James Bond näher als einem Rocker. Ihr war also von Anfang an klar, dass das eine Sache zwischen Mann und Frau werden würde. Und genau das ist mir wichtig. Dass ich als Mann wirke, nicht als Nice-Guy. Können Rocker bestimmt auch, aber ich mag es eben lieber geschüttelt, nicht gerührt.

Und gleichzeitig merke ich damit, dass mein derzeitiges starkes Mindset genau das Richtige ist. Innere Stärke strahlt aus. Zieht an. Ohne überheblich zu sein. Ich kann innerlich extrem stark sein und nach außen hin total charmant wirken. Das widerspricht sich gar nicht. Ich würde es umgekehrt behaupten: Vielleicht ist das Eine auch die Bedingung für das Andere? Zumindest wenn es authentisch sein soll. Sich selbst permanent Fragen zu stellen und neugierig zu sein, spornt mich total an. Nur dadurch kann ich lernen und als Mensch wachsen.

Wie ging oder geht es mit ihr weiter?

Um ehrlich zu sein ist mir das in der Phase nicht wichtig. Dafür habe ich zu viele erste Dates gehabt. Ich finde sie toll, das Date verflog zeitlich gefühlt wie der Wind. Es machte Spaß. Sie ist eine wirklich „andersartige“ Frau, positiv gesprochen. Aber es gibt auch hier rote Flaggen. Marktwerttechnisch betrachtet ist das nämlich wieder meine alt bekannte Nummer: Frau mit Kind(ern). Ohje. Was ist da nur los?! Was soll das, liebes Schicksal?! Warum wirfst Du mir immer Frauen mit Kindern auf den Weg?!

Aber gut, spielt sowieso nur eine untergeordnete Rolle. Der Kontakt war zunächst danach nur sehr kurz und knapp, auch wenn sie sich unmittelbar nach dem Date für den tollen Abend bedankte. Irgend etwas wirkte auf mich seither erstmal merkwürdig. Ein Telefonversuch blieb unbeantwortet. Am nächsten Tag die kurze Nachricht, dass sie schon geschlafen hätte. Auch wenn noch die Frage angehängt war, was ich denn so gemacht hätte. Jedoch kein Rückruf. Komisch, wenn ich mehr Interesse habe, dann rufe ich zurück. Oder nicht? Ich glaube ich bin einfach anders als alle anderen. Egal, geschenkt. Aber auf nochmalige Nachfrage zu telefonieren, kam Stunden später nur, dass sie unterwegs sei. Gut, auch geschenkt. Aber dann bin ich auch geschenkt. Und eigentlich war für Sonntag ein Date vereinbart. Aber ohne eine Uhrzeit oder einen Ort auszumachen, empfinde ich das nicht als große Bemühung ihrerseits. Wirkt einfach desinteressiert.

Es ist immer so: Es ist immer irgendwas, mein alt bekannter Spruch hier. Es kann noch so gut laufen auf dem Date. Aber irgendetwas stimmt danach meistens nicht mehr. Wer weiß, vielleicht nimmt sie so ein Date auch einfach nicht so ernst wie ich. Ich bin da anders. Für mich ist ein Date ein Date. Und nicht ein „ich habe mir mal kurz die Zähne geputzt“ oder „Moment, ich muss noch schnell den Müll herunter bringen“. Es ist für die meisten Menschen wohl eher mehr Pflicht als Sahnehübchen des Lebens, so ein Date. Kommt mir so vor. Es ist für mich schon ein Unterschied, ob ich mit einem Menschen Zeit verbringe oder nicht. Und Menschen lässt man nicht stehen.

Jetzt mal etwas, das ich bisher noch nie in einem meiner Artikel gemacht habe. Ich unterbreche mal kurz, rufe sie mal eben an und schreibe dann hier weiter. Live-Event! 😉

So, Telefonat vorbei. Sie hob sogar ab, Weltwunder. Also sie hätte sich nichts dabei gedacht, dass sie so kurz geantwortet hätte. Sie würde mich gerne heute sehen (zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels ist es Sonntag). Sie war sich auch nicht sicher, ob ich denn schon wach sei, da ich an den Wochenenden gerne auch feiern gehen würde. Sie entschuldigte sich dafür, dass das wohl falsch bei mir angekommen sei. Ihre Absicht sei nicht gewesen mir den Eindruck zu vermitteln, dass sie kein Interesse mehr an einem weiteren Date hätte. Da haben wir sie wieder, die Fr. Respektina. Entschuldigung sagen kann sie also. Nun, ich habe ihr am Telefon schon gesagt, dass ich damit rechnete, dass das Date heute nicht mehr zustande kommt. Und ich meine Zeit einigermaßen einplanen müsse, da ich so viele Dinge zu tun hätte. Also erklärte ich ihr, dass ich in jedem Fall zunächst noch Sport machen würde und kochen und wir uns dann erst am späten Nachmittag treffen könnten.

Was genau so stimmt. Sport und Ernährung sind sowieso die beiden größten Zeitfresser. Danach Lesen und Weiterbildung. Danach meine Finanzen. Dann ist der Tag auch ohne Date ganz gut vorbei. Wenn ich da noch ein Date reinquetschen soll, möchte ich das gerne schon einen Tag vorher wissen, besser zwei. Ich bin nicht Netflix und ich bin kein Stream, der auf Abruf bereit steht. Was ist nur aus dieser Welt geworden?!

PS: Das zweite Date mit Fr. Respektina war ebenfalls echt toll. Ich will mal noch nicht zuviele Worte darüber verlieren. Sie ist und bleibt eine interessante Frau. Etwas geheimnisvoll. Meine ersten Eindrücke haben sich bestätigt. Sie ist respektvoll. Respektina passt so. Sie bringt die klassischen femininen Attribute einer Südländerin mit. Gepaart mit deutschen Tugenden. Ideale Konstellation. War vermutlich nicht das letzte Date. Und so wie ich das sehe, sucht sie ebenfalls etwas Festes. Ob ich überhaupt schon wieder eine Beziehung möchte? Puh! Aber ich werde jetzt erstmal in den Urlaub fliegen. Komisch irgendwie, in dieser frühen Phase des Kennenlernens.

PPS: Ich würde sie schon gerne wiedersehen. Ich mag sie. Ich finde sie cool, obwohl sie gar nicht cool wirkt. Sie ist natürlich und fast komplett ungeschminkt. Das alleine macht sie schon sympathisch.

PPPS: Ihr seht also: Wie gering meine Ansprüche eigentlich sind, ist schon der Wahnsinn. Ich freue mich wie ein kleiner Junge im Süßigkeitenladen, wenn ich einfach mal einen normalen Menschen daten darf. Traurig, dass ich das so sagen muss. Schön, dass ich es gerade deswegen nach langer Zeit mal wieder erleben darf.

PPPPS: Vergleiche zwischen vergangenen Partnerinnen soll man nicht tun. Ganz vermeiden kann das aber auch niemand, glaube ich. Fakt ist aber: Im Gegensatz zu Fr. Schlange habe ich sie nicht in einem Edel-Club kennen gelernt. Sondern einfach im Alltag (Essen in einem Lokal). Das wäre ja schon mal ein besseres Omen, um nicht wieder von einem Party-Girl restlos über den Tisch gezogen zu werden. 😉 Andererseits bezweifle ich, dass mir das je wieder in der Form passieren könnte. Schließlich sind wir hier in Teil 2 und nicht mehr in Teil 1. Teil 1 handelte darum wie ich eine Frau kennen lerne. Das kann ich inzwischen. Teil 2 geht nicht mehr darum. Teil 2 geht darum, wie ich mit meiner Traumfrau glücklich bleiben kann. Nicht nur werden. Sondern bleiben. Andere Show, anderes Spielfeld. Vorhang zu. Danke.

Von 2 Dates und Marktwerten (Teil 2 von 3)

Gestern gab es Teil 1 dieses 3-Teilers (Von 2 Dates und Marktwerten (Teil 1 von 3)), darin ging es unter anderem um das erste von 2 meiner Dates dieser Woche, um Fr. Distanz. Außerdem drehte es sich darum, welchen kognitiven Verzerrungen wir Menschen gerne im Lebenserfahrungsprozess unterliegen. Darüber hinaus erklärte ich, warum der von mir so geschätzte Eckhart Tolle nicht mit allem Recht hat (sorry, lieber Eckhart) und außerdem beleuchtete ich die Eigenschaften, die einen qualitativen Mann auszeichnen. Ich zählte dabei „harte Fakten“ auf und verglich dies mit einem Quartett-Spiel. Du kennst ja diese Spielkarten, bei denen es um größere Traktoren, schnellere Flugzeuge oder auch PS-stärkere Autos geht. Ich versuchte das auf die Marktwerte und Gesetzmäßigkeiten des Datingmarktes zu adaptieren und meine gegenwärtige Situation realistisch einzuschätzen. „Positionierung im Markt“, würde ein Vertriebler dazu sagen. Du bist das Produkt, in dem Fall respektive ich.

Heute geht es um die andere Hälfte der Wahrheit, nämlich den Marktwert der Frauen. Um diesen ins Verhältnis zu dem der Männer zu setzen. Verkreuzen, sozusagen. Schnittmengen bilden. Natürlich geht es dabei auch noch weiterhin ein wenig um Fr. Distanz. Im dritten Teil dieser Miniserie werde ich mein zweites Date dieser Woche in den Fokus rücken, Geduld und jetzt erst einmal viel Spaß! 🙂

Ein kurzer Exkurs in die Marktwerte von Mann und Frau

Nun, weil ich immer wieder schmunzeln muss darüber, was Frauen manchmal (nicht alle!) von sich halten. Wie sie ihren Marktwerk völlig überschätzen und den Marktwert mancher Männer völlig unterschätzen. Als wären wir Männer alle gleich. Okay, ich gebe es zu. Wir sind alle gleich. Aber psssssst, ich verrate Dir was: Manche von uns sind gleicher! 😉

Das hätte jetzt einen eigenen Artikel verdient, wahrscheinlich ein 5-Teiler. Ich kann es nur kurz anreißen, was nun kommt: Der Marktwertk einer Frau ist aufgrund ihrer Schönheit (und das ist der wichtigste Aspekt aus Sicht eines Mannes, evulutionär bedingt) am Höchsten bis ca. zu ihrem 25. Lebensjahr. Spätestens ab ca. 30 nimmt der Marktwert alleine schon biologisch bedingt langsam ab, da hier zunehmend Themen wie Risikoschwangerschaft eine Rolle spielen und erste Falten den Körper zieren. Der Körper verliert langsam aber stetig seine Makellosigkeit. Der Marktwerk eines Mannes ist bis zu seinem 25. Lebensjahr hingegen extrem flach, praktisch nicht vorhanden. Warum? Harte Fakten: Kein Geld, keine Bildung, keine Erfolge, noch (!) kein gut bezahlter Job (= keine Sicherheiten), keinerlei Persönlichkeit. Aber der Marktwert wird zunehmend steigen, da sich der Mann in all diesen Bereichen entwickeln wird. Den Höhepunkt erreicht er dann bis ca. 35 und ist in der Spitze bei ca. 40.

Für junge Frauen ist das Aussehen eines Mannes überproportional wichtig, nimmt aber an Stellenwert im Laufe der ihr verbleibenden wenigen nächsten „hochpreisigen“ Jahre drastisch ab und der soziale Status eines Mannes spielt für die „langsam alternde“ Frau zunehmend die elementare Rolle in der Partnerwahl (Stichwort Hypergamie). D.h. nun kann der Alpha-Mann im „guten“ Alter zunehmend Punkten. Dabei spielt das Aussehen des Mannes nicht mehr die erste Rolle, da für die Frauen dessen Status wichtiger geworden ist. Das sind Kurvenverläufe, die sich irgendwann kreuzen. Die Marktwertkurve der Frau gegenüber der Marktwertkurve des Mannes. Deswegen bekommen Top-Männer jenseits der 30 auch noch immer Sahne-Hasen um die 25 (oder jünger). Während ein Top-Mann ab Ende 20 bis ca. 40 (oder sogar 45) es wirklich nicht nötig hat, sich an irgend eine sich selbst im Marktwerkt überschätzende alleinerziehende Mama fest zu tackern. Und sei sie optisch noch so heiß. Das ist jetzt mal wieder Realtalk, wie man in Neudeutsch sagt. Aber es ist sooo sooo wichtig. Bitte.

Ich war mir beim Schreiben dieses Artikels nicht ganz schlüssig, wie klipp und klar ich alles formulieren soll, damit ich auf den Punkt bringte worum es geht. Für gewöhlich gilt die Formel: Je klarer meine Artikel formuliert sind, desto mehr Leser fühlen sich tendenziell auf die Füße getreten. Das ist aber nicht meine Absicht. Meine Absicht ist, dass Du, wenn Du etwas für Dich mitnehmen möchtest (das ist Deine Entscheidung und hängt von Deiner inneren Einstellung ab!), etwas für Dich mitnehmen kannst. Wenn Du Dir dabei auf die Füße getreten fühlst, ist mir das relativ egal. Ich freue mich aber, wenn Du für Dich einen Mehrwert siehst. Was, wenn Du Dich in all diesen Dingen schon auskennst? Sehr gut, dann freue Dich, dass es hier einen Blog-Autor gibt, der so tickt wie Du. 🙂 Wenn aber stattdessen alles immer schön „smooth“ formuliert ist, dann wirken solche Artikel zwar „schön rund“, ziehen vielleicht auch viele Leser an, allerdings bleiben beim Leser kognitiv nur Dinge haften, die uns herausfordern. Und deshalb habe ich mich entschieden, nachträglich noch die zwei folgenden Absätze einzubauen. Disclaimer: Ich möchte niemandem auf die Füße treten, wenn es aber nötig ist, um Mehrwerte für Dich zu schaffen, dann nehme ich das aus reiner Nächstenliebe in Kauf. Um es mal sentimental auszudrücken. 🙂 Es muss auch niemand Danke sagen. Ich mache das pro bono, kostenlos. Kommt von Herzen. 🙂

Die ultimativen Tipps an Dich, als Mann!

Absatz 1:
Also eine kurze knackige Zusammenfassung: Junge Frauen sind hübsch und wollen Spaß. Deshalb nehmen sie sich im Teenageralter und bis ca. 25 nur die extrem attraktiven Jungs. In dem Alter spielen Geld und Sicherheit für eine Frau keine Rolle, die geistige Reife ist einfach noch nicht vorhanden. Schnee von morgen, gell. Aber der Schnee von morgen wird schneller der Schnee von heute, als man (Frau!) glaubt. Männer in dem gleichen Alter sehen das ganz ähnlich. Deswegen kannst Du in dem Alter als Mann hauptsächlich nur dann punkten, wenn Du gut aussiehst. Bist Du als Mann kein Top-Modell und steckst gerade noch maximal in den frühen 20ern, dann hast Du ein „kleines Problem“. Aber für Dich gilt in dem Fall: Geduld! Deine Zeit wird kommen! Jenfalls wenn Du clever bist! Das Erfolgsrezept: Arbeite an Dir! Job, Bildung und Persönlichkeit sind essentiell. Das sind die Schlüssel! Ich wünsche Dir an der Stelle das Beste, denn es liegt alleine in Deiner Hand, mit wievielen heißen Hasen Du Dich fortan abgeben kannst. Beweg Deinen Arsch und alles kommt ins Lot. Vertrau mir! 😉

Die ultimativen Tipps an Dich, als Frau!

Absatz 2:
Bist Du eine Frau, ebenfalls maximal 25 oder höchtens Ende 20. Was gilt dann für Dich? Nun, das musst Du selbst entscheiden. 🙂 Aber Du kannst das clever angehen oder Dich treiben lassen und mal sehen was kommt, da Du ja so unglaublich attraktiv bist und Dir alle Männer hinterher hecheln. Instagram-Kussmund-Selfie-Fake-Generation eben. Dann wirst Du aber irgendwann aufwachen und merken, dass sich das Blatt gewendet hat. Da Du inzwischen Falten, aber noch immer keinen qualitativen Partner an Deiner Seite hast. Dann ist der Zug ziemlich abgefahren. Denn die richtig guten Männer haben sich inzwischen Dein Alter-Ego in der 25-Jahre-alt-Variante geholt und brauchen Dich mit Deinen inzwischen 35 Jahren nicht mehr. Pech gehabt, könnte man sagen. Oder einfach nicht nachgedacht, würde ich sagen. Deswegen mein Rat an Dich: Sei clever! Nutze Deine Blütezeit durchaus zum Feiern und Spaß haben und Männer kennen lernen, damit Du herausfindest, was zu Dir passt. Aaaaaber schmeiß Dich nicht für jeden Typen weg. Springe nicht mit jedem in die Kiste. Du ruinierst damit Deine eigene Selbstwahrnehmung und degradierst Dich zu einem Objekt. Mehr mehr mehr ist nicht besser besser besser. Eher anders herum. Achte auf Deine Qualität. Sorge vor, d.h. achte auf Deine Bildung und Ausbildung. Warum? Wenn Deine spätere Beziehung (womöglich sogar noch mit Kindern) sich trennt, dann hast Du ein zweites Standbein und kannst immer noch beruflich versuchen Glück zu empfinden, voran zu kommen oder zumindest später immer noch für Dich selbst sorgen. Spielst Du allerdings immer nur auf „faule hübsche Hausmama“, die ja bisher immer nur die tollsten (attraktivsten) Typen hatte, dann könntest Du Dich ziemlich verzocken. Nicht gut. Dann ist nämlich vielleicht irgendwann aus irgend einem Grund der Mann weg und wenn die Kinder auch noch aus dem Haus sind, hast Du ein Problem. Das merkst Du aber nicht jetzt, sondern erst mit 40 oder 45 aufwärts. Wer will Dich dann noch?! Sicher kein qualitativer Mann. Harte Worte, aber denk darüber nach. Ich würde das ernst nehmen. Also ist was das Beste für Dich? Aus meiner Sicht: Bildung und Ausbildung (durchaus ein Studium), ohne sich darin zu verbeißen und eine Karriere anzustreben. Es geht nur darum, „sicherheitshalber“ schon einmal einen Motorradführerschein zu machen, ohne zunächst ernsthaft vor zu haben überhaupt Motorrad zu fahren. Lass den Schein in der Schublade. Vielleicht brauchst Du ihn später mal. Vertrau mir! 😉 So und dann? Dann solltest Du bereits in den 20ern, idealerweise sogar Mitte der 20er nach einem qualitativen Mann Ausschau halten. Der kann gerne 30, 35 oder auch 40 sein. Spielt keine Rolle. Jetzt bekommst Du das Beste, was Du bekommen kannst. Wer gibt Dir denn die Garantie, dass dieser tolle feierlaunige gel-geschleckte Sunny-Boy-20-jährige-Surfertyp, in den Du sooooo verliebt bist, Dir auch in 5 oder 10 Jahren noch gefällt? Dass er nicht beim Feiern kleben bleiben wird, nichts in der Birne hat und dementsprechend auch nicht an seiner Weiterentwicklung arbeiten wird…? Niemand. Es kann Dir also passieren, dass dieser Typ „dumm“ bleibt oder „faul“, vielleicht beides. Dann hast Du einen toll aussehenden „Mann“ an Deiner Seite, der sich auf seinem Aussehen ausruht. Und ausruht… und ausruht… Und links und rechts von allen qualitativen Männern überholt wird. Deine Freundinnen werden ein paar Jahre später ein erfülltes und tolles Leben haben und Du? Du hast bis dahin im ungünstigen Falle vielleicht einen dickbäuchigen und faulen Nichtsnutz zu Hause auf der Couch liegen. Der früher mal ganz attraktiv war und vielleicht auch noch (bis auf seinen Bauch) ist. So schleimig wie das Gel in seinem Haar. Kein Geld, kein Bock, keine Perspektive. Herzlichen Glückwunsch. Überlege Dir also gut, ob Du Dich in dem Alter an einen Schönling binden möchtest, wenn er sonst nichts zu bieten hat. In die Zukunft kann niemand sehen, klar. Mir ist das egal. Musst Du selbst wissen. Ich würde es anders machen. Nochmal: Hab Spaß und geh feiern, aber übertreibe es nicht. Besonders was Deine Körperlichkeit betrifft, Du wirst dabei sonst seelisch verkümmern. Was ist denn später einmal für Dich anderenfalls noch das Besondere an Sex?! Generation Tinder macht viel kaputt. Kümmere Dich neben dem Feiern um Deine (Aus-)Bildung und sieh zu, dass Du rechtzeitig den Absprung vom Feiern schaffst. Dass Du Dir bis Mitte 20 und aller spätestens bis Ende 20 einen tollen Mann an die Seite ziehst. Einen qualitativen Mann. Was einen qualitativen Mann auszeichnet? Lies Teil 1, da habe ich das (ja, auch mich selbst) beschrieben. Lies meinen Blog. Dann weißt Du was Qualität ist und wie jemand mit Qualität tickt. 😉

Warum es Ausnahmemänner gibt und eine sehr persönliche Botschaft an alle Menschen meines Lebensweges

Power-Emanzen (alá Alice Schwarzer) dürfen jetzt ihre Keulen rausholen und mich mit Steinen bewerfen, aber die Gesetzmäßigkeiten der Natur werden sie niemals verändern können. Ich habe die Natur nicht erschaffen. Ich bin nicht der Erfinder der Botschaft. Ich bin nur der Überbringer, ein einfacher Beobachter. Steinigt nicht den Botschafter, es würde den falschen Treffen. Manches hätte ich mir auch gerne anders gewünscht. Beispielsweise die Schei** mit der Hypergamie. Ich wurde selbst Opfer davon, weil ich mich zu wenig mit dem Thema beschäftigt hatte. Mein Fehler. Wenn man irgendwo mitspielen möchte, sollte man auch die Spielmechanismen verstanden haben. Hatte ich bis dahin nicht. Falls ich mal dem Schöpfer begegnen sollte, werde ich ein ernstes Wort mit ihm reden und ihm erklären, dass er sich in manchen Dingen vertan hat. Versprochen! Bis dahin gelten allerdings die gegenwärtigen natürlichen Gesetze weiter. Schlucken und das Beste daraus machen oder sich aufreiben und versuchen wider die Natur zu arbeiten? Dumme Frage von mir. Nächste Frage!

So. Nun begegne ich also einer Frau, die bereits ein Kind hat. So auch Date 1 dieser Woche. Das ist rein marktwerttechnisch betrachtet schlecht. Standpunktfrage, klar. Aus meiner Sicht ist das jedenfalls schon mal nicht gut. Für sie müsste es hingegen ein Jackpot sein (Stichwort: Was sagten wir, zeichnet nochmal einen qualitativen Mann aus?!). Kein Mann hat in der Regel Lust auf ein „Kuckuckskind“. Es gibt aber viele „Ausnahmemänner“, das sind die, die in der Regel sonst keine Alternativen haben. Deswegen sind es keine Ausnahmen, sondern eher die „Normalos“. Für die ist eine Frau mit Kind das Einzige, was für sie greifbar und realistisch ist.

Ich bin sicher eine Ausnahme von der Ausnahme. Ausnahme der „Normalos“, sozusagen. Warum? Ich habe Alternativen, wenn ich will, sogar fast auf Knopfdruck, jedenfalls wenn ich es absolut provoziere. Aber ich brauche das nicht und bin trotzdem offen für Frauen mit Kindern. Weil für mich diese ganze Marktwertschei** so ein Dummfug ist und ich mich als ein Seelenwesen betrachte. Ich fühle mit dem Herzen, nicht mit dem Kopf. Ich finde den Teil unserer gesellschaftlichen Abläufe hochgradig dumm und den Hauptgrund für großes Unglück der Meisten. Hypergamie und dieser ganze Rotz. Ich würde am Liebsten einfach nur eine liebe, moralisch integre Frau an meiner Seite haben. Gerne darf sie attraktiv sein, klar. Aber in erster Linie sollte sie moralisch einwandfrei sein, Herz und Seele besitzen. Mein Pendant. Zu finden extrem schwierig. Gelang mir in meinem Leben erst einmal. Damals war ich selbst aber noch nicht so weit, das zu erkennen. Unreife gepaart mit Unbewusstheit. Deswegen ließ ich meine damlige Partnerin ziehen. Deswegen ist daraus damals das Projekt Beziehung (Teil 1) entstanden. Und deswegen bin ich heute anders als früher, sehr viel anders. So gesehen war es eine schmerzvolle, aber notwendige und im Ergebnis sehr gute Entwicklung für mich.

Eine persönliche Botschaft an alle Menschen, mit denen ich in meinem Leben je zu tun hatte: Danke an alle Menschen, die Anteil an meiner Entwicklung bis hier her hatten. Ich denke da an ganz wundervolle Menschen. Die für mich da waren, in besonderen Zeiten. In Hochphasen, genauso wie in den Tiefs. Besonders in den Tiefs. Der größte Dank gilt meinen Eltern, die immer für mich da waren und es noch immer sind.
Ich danke den guten von Euch allen, genauso wie den schlechten Menschen meines Lebensweges. Ihr habt mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Und ich finde mich so gut wie noch nie zuvor, so wie ich jetzt bin. Die guten von Euch verehre ich, selbst wenn ich keinen Kontakt mehr zu Euch haben sollte. Und manche tollen Menschen verliert man leider im Laufe des Lebens. Ich denke da besonders an meinen Opa, Du bist zu früh gegangen. Und den schlechten von Euch danke ich ebenfalls und lächle Euch durch meinen Rückspiegel zu!

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Zurück zum Thema: Was mich von „Normalos“ unterscheidet, jetzt in Bezug auf mein Date 1 dieser Woche:

  1. Ich habe „jederzeit“ Alternativen, wenn ich möchte. Pickup hat mein Leben definitiv auf ein neues Level gehoben. Damals schon. Und heute nochmals auf eine ganze andere Art. Was hauptsächlich an meinen „neuen“ bzw. anderen Trainern liegt. So ist beispielsweise auch Date 2 entstanden, kommt in Teil 3 dieser Serie.
  2. Ich denke dennoch anders als Andere. Eine Frau mit Kind ist für mich nicht „mehr“ oder „weniger“ Wert. Das sind Kategorien, die auf dem Datingmarkt gelten. Aber ich übernehme nicht die Kategorien der Masse für mich. Ich mache meine eigenen Regeln. Ich date nach eigenen Maßstäben und bewerte nach eigenen Kriterien, aber ich verurteile nicht pauschal.

Es hat ehrlicherweise gesagt allerdings auch meist handfeste Gründe, warum eine Frau beispielsweise schon 1 oder 2 mal verheiratet war und mehrere Kinder hat und mit keinem der Partner mehr zusammen ist. Naiv wäre es zu glauben, dass sie immer „nur Pech“ hatte, die liebe Dame. Systemisch bedingt lohnt es sich hier genau hinzusehen, wo der Fehler im Detail steckt. Es waren sicher nicht alle ihre Männer dumm, blöd, faul, missachtend oder sonst etwas. Und „einfach so“ lebt sich auch niemand auseinander, auch wenn das immer so gesagt wird. Da sind einfach 2 extrem unbewusste Menschen zusammen gewesen. Natürlich „lebt man“ sich dann auseinander. Wer ist denn „man“? Übernimm Verantwortung für Dich selbst!

Ich wünschte, ich könnte mit diesem Wissen zurück in Teil 1 reisen, besser noch weiter zurück. Meine treuen Leser wissen sicher warum… Fr. Schlange… der Grund für das Projekt Beziehung Teil 2. Es gilt aber auch hier nie zu pauschalisieren. Es gilt wachsam zu sein, die kindliche Naivität abzulegen. Und jetzt in Teil 2 bin ich soweit. Ich habe es verstanden! *Die Hände in Richtung Himmel zusammen faltend*
Und manchmal sollte man auch nicht auf Eckhart Tolle hören. Nicht alles ist immer „gut so“ wie es ist. Deshalb hätte ich mich auch nicht blind auf eine Frau mit 2 Kindern einlassen dürfen, die 2 mal verheiratet war. Es hat, wie gesagt, Gründe. Ich hätte die äußeren Umstände und ihr Umfeld stärker in meiner Entscheidungsfindung beachten müssen. Es gab klare rote Flaggen. Ich habe sie übersehen, wahrscheinlich übersehen wollen. Nicht-Danke Eckhart. Aber es sind nicht andere „Schuld“. Selbstverantwortung ist das Stichwort. Ich hatte eine Wahl getroffen. Und selbst wenn die Frau mir ein Bein abgehackt hätte, so bliebe doch die Tatsache, dass ICH mich für diese Frau entschieden hatte. Zum Glück ließ sie mein Bein ganz. Nur das Herz ist vernarbt. Aber das wird schon wieder, bin auf gutem Wege! 😉

Eine persönliche Botschaft an Eckhart Tolle

Lieber Eckhart, ich habe das noch nie so gesagt, aber heute ist es soweit: Ich respektiere Dich sehr und Du hast mir damals in meiner schwersten Zeit mein Leben gerettet. Dafür danke ich Dir von Herzen. Aber alle Gedanken immer auszuschalten und alles anzunehmen was kommt, ist nicht pauschal richtig und gut. Manche Pilze sind nämlich verdammt giftig! Auch wenn sie toll aussehen und für sie mein Spruch „Hauptsache hübsch“ absolut gelten mag. Auch wenn Du der Millionenbestseller-Autor bist und ich nur ein popeliger Blog-Autor mit aus Sicht vereinzelter Menschen angeblich wirren Phantasien (aber einem großen Herzen!), in dem Punkt bist Du weiterhin der Naive. Während ich mich weiterentwickeln durfte/musste. Dank meiner hoffnungslos kindlichen Blindheit (bedingt durch Deine Lehren) habe ich den für mich bislang giftigsten Pilz der Erde geschluckt. Das ist kein Vorwurf an Dich, ehrlich. Als positiven Ausfluss meiner eigenen Naivität gibt es jetzt einen Teil 2. Ich übernehme die volle Verantwortung für mein vergangenes und zukünftiges Handeln. Und falls Du möchtest, können wir uns jederzeit einmal treffen, um über diese Punkte ins Gespräch zu gehen und die Frage zu klären, ob immer „alles ist wie es ist“ und „gut so ist, wie es ist, weil es gar nicht anders sein kann“. Ist es nämlich nicht. 😉

Weiter im Text

Aber das bedeutet umgekehrt nicht, dass ich gezielt nach Frauen mit Kindern suche. Der Rückschluss ist unzulässig. Jetzt datet ein Mann mit all den genannten qualitativen Eigenschaft (siehe Teil 1 dieser 3er-Serie) eine Frau (egal welchen Alters), die bereits ein Kind hat, und angenommen die Frau wäre bereits jenseits der 25… und trifft auf einen Mann, der in der Blütezeit seines Lebens steht und all die oben genannten Voraussetzungen mitbringt… dann?

Dann muss ich mich schon fragen, was in den Gedanken einer Frau vorgeht, die sich nicht schleunigst so einen Typen krallt?! Wahnsinn. Aufwachen bitte. Liebe solche Frauen, ein ganz gut gemeinter Appell an Euch: Kommt bitte etwas von Eurem hohen Ross herunter. Bist du 20, okay, dann sei arrogant oder leg Deinen Fokus auf was auch immer Du für nötig erachtest. Dann tu auf Diva. Nimm Dir die Typen, die Dir nur schnellen Spaß garantieren und sonst nix auf dem Kasten haben. Aber bist Du älter, womöglich mit Kind… dann bitte… und das meine ich absolut ehrlich und wirklich gutmütig… dann bitte bitte schätze Deinen Marktwert realistisch ein! Lies Bücher zu dem Thema. Lass Dich beraten. Beschäftige Dich damit. Was auch immer. Frag mich, sicher auch eine gute Wahl. Egal was. Aber tu etwas! Ansonsten wirst Du entweder einen Typen bekommen, den Du eigentlich gar nicht möchtest und irgendwann aus purer Verzweiflung an Deine Seite holst oder aber Du bleibt die meiste Zeit Deines Lebens Alleinerziehend bzw. ab den 40ern dann für immer Solo. Wahnsinn.

Warum sie nun Fr. Distanz heißen soll?

Nun… wir sehen uns beruflich bedingt nur alle paar Monate. Das Date lief insgesamt recht zurückhaltend ab, keine Körperlichkeiten. Ich hab es aber auch nicht (mehr) nötig zu „eskalieren“. Nichts mehr davon. Ich mache das worauf ich Bock habe. Wenn ich ihre Hand halten will, dann tue ich es. Wenn nicht, dann nicht. Aber ich achte darauf, was für Signale ich bekomme. Anders als als Pickup-Anfänger. Ich sehe mich aber nicht mehr wirklich als Pickupper. Und in dem Fall gab es keine Anzeichen. Und so schlug ich ihr vor meiner Abreise noch vor, dass wir uns früher als erst in ein paar Monaten wieder sehen könnten. Und dann kam von ihr… „Naja weißt Du. Die Distanz zwischen uns ist schon sehr groß. Das sind jetzt nicht die besten Voraussetzungen, um da irgendwas zusammen zu starten. Ich möchte meinen Partner schon in meiner Nähe haben. Wir sehen uns ja dann, wenn Du das nächste Mal wieder hier bist und wir können ja auch dazwischen öfter mal privat telefonieren. Für mich ist das Tempo gerade gut so.“

Deswegen könnte Fr. Distanz auch Fr. Tempo heißen, bzw. Fr. Nicht-Tempo. Oder Fr. Schnecke? Aber ich habe mich für ersteres entschieden.

Frage von mir in die Runde: Was denken Frauen sich, wenn sie so etwas sagen?! Soll ich jetzt halb gar und lauwarm auf dem Abstellgleis warten, bis ich wieder mal oder überhaupt auf den Zug aufspringen darf? Bis der Schaffner dann in seine Trillerpfeife pustet?!

Ernsthaft?!

Jetzt verstehst Du vielleicht, warum ich meine Aspekte in den Ring geworfen habe. Alles was ich als Paket mitbringe. Jetzt ergibt sich hoffentlich ein Gesamtbild. Ich brauche niemanden. Ganz im Gegenteil. Als ich abreiste, wusste ich, dass ich am nächsten Tag vermutlich wieder ein Date haben würde („vermutlich“, weil man nie sicher sagen kann, ob es nicht kurz davor abgesagt wird). Date 2 dieser Woche. Ich bin ein Mann. Ein Mann hat Auswahl, ein qualitativer Mann! Kein Normalo. Kein Angsthase. Kein Herumsitzer. Aber jeder Mann, der einigermaßen was in der Birne hat, auf sich achtet und sich nicht gleich ins Hemd macht, wenn er auf Menschen zugehen muss… tut mir leid… derjenige hat so ein Ding nicht nötig. Was er aber noch weniger hat: Zeit zu warten. Ein Mann wartet nicht. Ein Mann macht. Nimmt sich was er für gut hält. Und wenn er es nicht bekommt, zieht er weiter.

Ich habe ihr natürlich erklärt, dass sich solche Dinge dann immer verlaufen würden, wenn viel Zeit verstreicht und ich da auch nicht fixiert sei. Es sei für mich okay, wenn eben nichts entstünde. „Wenn nicht, nicht. Ist doch okay. Wir müssen uns ja auch nicht gezwungen beim nächsten Mal wieder treffen.“

Der sofortige und geordnete Rückzug

Für mich waren ihre Worte jedenfalls ein großer Abtörner. Ich habe innerlich gespürt, wie es in mir das getriggert hat, was ich früher Dank der vielen Körbe (besonders nach Dates!) entwickelt habe: Die einzigartige Fähigkeit eine Frau sofort loszulassen (ehrlicher Zusatz: Zumindest wenn ich sie noch nicht liebe), sobald ich den Hauch von mangelnder Anziehung ihrerseits verspüre. Ich zog mich innerlich also stark zurück, was mein Interesse an ihr betrifft. Das ist wie bei einer zarten Pflanze, wenn sie gerade erst dabei ist überhaupt zu keimen… und sie dann schon verwelken soll. Passt. Sparen wir uns den ganzen Zyklus der Keimung, des Austriebs und der Blüte. Spart Energie für andere Pflanzen. 😉

Das Leben ist wie es ist und es kommt wie es kommen soll. Und mein Spruch von früher gilt ja noch immer: „Und so packe ich meine Sachen und ziehe weiter…“

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Für die Einen ist Distanz ein Grund. Für die anderen eine Herausforderung und Chance. Ich sehe nur Chancen im Leben, Fr. Schlange hat mich da dankenswerterweise aufgeweckt. Ich war (war!) Dank Teil 1 schon so und jetzt bin ich es mehr als je zuvor wieder.

Auf dem Weg zurück, bald angekommen, erhielt ich am Abend noch eine Nachricht von ihr auf mein Handy. Ob ich gut angekommen sei. Ich antwortete kurz angebunden mit wenigen Worten. So bin ich, wenn ich merke, dass es sich nicht mehr lohnt für eine Sache zu investieren: Lasse ich los. Auf Abstellgleise stellen Dich nur solche Menschen, die sich nicht entscheiden können. Die Gleise sind überall voll davon, von armen Zügen, die gerade nicht für die Deutsche Bahn im Einsatz sind. Hier geht es aber nicht um Züge, sondern um Menschen und deren Gefühle. Wir kennen nie die wahren Beweggründe, warum Menschen uns auf Abstellgleise stellen. Spielt aber auch keine Rolle. Es ist mir egal, warum eine Frau dies oder das tut. Wichtiger ist das Wissen um das Thema der falschen oder richtigen Zeitfenster (zwei meiner besten Artikel aus meiner Sicht, aus dem Jahr 2017: Philosophischer Sonntag – Über Zeitfenster im Leben und Deine Rolle darin (Teil 1 von 2) und Philosophischer Sonntag – Über Zeitfenster im Leben und Deine Rolle darin (Teil 2 von 2)).

Am nächsten Tag, gestern, erhielt ich erneut eine Nachricht. Wie es mir gehe, ob ich das gemeinsame Eis vom Nachmittag schon wieder abtrainiert hätte. Lustig, ein bisschen frech, ihr Humor ist schon gut. Passt ja alles. Ich las die Nachricht allerdings erst nach meinem Date Nummer 2 dieser Woche, mitten in der Nacht. Und da der Artikel so lange geworden ist, gibts die Fortsetzung dieses Artikels und die Story mit Date Nummer 2 dieser Woche in nächsten und abschließenden dritten Teil… 🙂

PS: Ist doch interessant, oder? Ich fahre das Interesse stark zurück – nicht gespielt -, Fr. Distanz schreibt aber trotzdem weiter von sich aus Nachrichten und fragt nach mir. Wie war das noch gleich…? Es würde sich doch „eigentlich gar nicht lohnen“, so in etwa, dass wir da etwas gemeinsam „versuchen würden“. Aber ja, immer schön warm halten. Wie alte Bratwürste in der Auslage beim Metzger. Die schon schrumpelig sind. Die mag zwar niemand wirklich kaufen. Aber manchmal kommt ein sehr hungriger Handwerker herein und ist froh, wenn er überhaupt etwas zum Beißen bekommt. Nicht wahr? Ich bin aber kein Handwerker und hungrig auch nicht. Ich habe genug zu Essen und – wenn ich möchte – auch die Auswahl zwischen anderen Gerichten. Auch solchen, deren Marktwert oberhalb von Bratwürsten liegt. Ich liebe Metaphern!

PPS: Als ich diesen Artikel gestern schon fertig stellte, kam nochmal eine Nachricht von ihr. Ich antworte wieder nur kurz. Andererseits bin ich aber auch ein Mann der klaren Worte und da sie um ein Telefonat fragte, kam ich dem nach. Es wurde ein langes Telefonat. Wir sprachen offen über alles, es war ein gutes Gespräch. Wir kennen uns ja nun auch schon eine Weile, da fallen solche Gespräche leichter. Für sie sei tatsächlich die Distanz der Hauptgrund, warum das zwischen uns aus ihrer Sicht nichts werden würde. Würde ich in ihrer Stadt wohnen, sähe alles anders aus. Sie fände mich sehr attraktiv, meine Augen und auch meine Sportlichkeit würden ihr sehr gefallen, sie fände auch meine Art gut, wie ich gekleidet sei und meine Lebenseinstellung brächte sie auch im Nachgang immer positiv ins Nachdenken. Aha, okay. Aber die Distanz verhindere für sie, dass sie überhaupt mehr investieren möchte. Ich erklärte ihr, dass das für mich vollkommen in Ordnung sei, wenn sie das so sähe. Fairerweise erkläre ich – gut gemeint für sie – auch, dass ich mich an ihrer Stelle im Leben mehr auf die Chancen konzentrieren würde als auf Hürden und Hindernisse. Aber da ich keine weiblichen Freundschaften pflege, teilte ich ihr mit, dass für mich dann die privaten Telefonate und Nachrichten zukünftig zu Ende seien. Auch die beruflichen Korrespondenzen würde ich wieder auf das reduzieren, das Berufliche. Das respektierte sie, auch wenn sie es schade fände. Ich erklärte ihr, dass ich das aus Prinzip machen würde, da ich mich grundsätzlich lieber einer Sache verschreiben würde. Nämlich meiner Partnerin bzw. der Energie auf dem Weg zur nächsten Partnerin. Ich sagte ihr auch klar, dass ich anstelle mit ihr zu telefonieren ein Date mit einer anderen Frau haben könnte. Ganz wertneutral betrachtet, brächte mich das weiter. Sie verstand das alles. Und hätte ich den Eindruck gehabt, dass sie nicht dennoch ein guter Mensch sei, hätte ich von all dem nichts erklärt. Aber ich mag sie, sie ist ein lieber Mensch. Wenn auch etwas unbewusst und vermutlich beziehungstechnisch betrachtet deshalb nicht auf meiner Wellenlänge. Sie ist schon eher „einfach“ und manchmal als Typ sogar eher negativ eingestellt. So wie die meisten Menschen. Das langweilt mich eher. Das zeigt ja auch das Beispiel mit der Distanz. Mir wäre die Distanz egal. Dann ziehe ich eben um, was ist schon dabei. Aber wenn alles immer nur Gründe sind, anstatt Herausforderungen, dann sind derartige Menschen für mich einfach nicht die richtigen. Das spüre ich selbst ja im Gespräch schon. Ich bin es auch leid, irgend eine Frau erst mental „anheben“ zu müssen, damit sie gerade aus laufen kann. Ich bin weder Missionar noch heiliger Samariter. Und so „packe ich einfach wie immer meine Sachen und ziehe weiter“, Du weißt ja. 🙂
Und nun wird es witzig, Achtung: In wenigen Monaten bin ich beruflich bedingt erneut in ihrer Stadt. Sie würde mich dennoch sehr gerne an dem Abend wieder treffen. Ich entgegnete, dass ich mich nie freundschaftlich mit einer Frau treffen würde. Ich würde Frauen daten, nicht weniger. Freundschaft zwischen Mann und Frau käme für mich nicht in Frage. Grüße an Lotusblume, Du bist die einzige Ausnahme! 😉 Sie verstand das und sagte mir, dass sie mich auch nicht nur freundschaftlich treffen wollen würde. WHAT?! Freunde… Freunde…

Von 2 Dates und Marktwerten (Teil 1 von 3)

Was für ein dickes Ding! 2 Dates in einer Woche. Premiere seit… ich kann mich nicht mehr daran erinnern! Ca. 2 Jahre ist das jedenfalls bestimmt schon her, eher länger. Gestern schrieb ich in meinem Projekt Beziehung WhatsApp Chat: „Back in Business“, versehen mit einem: 🙂
Das könnte heute wieder ein langer Artikel werden, nur als Vorwarnung. Aber viele Gedanken bringen viele Worte. Und Spaß macht es mir ja auch. So kann ich den Gedankenballast aus meinem Kopf bringen und für den Einen oder Anderen Leser einen Mehrwert schaffen. Das ist das Ziel.

In Wahrheit bin ich noch gar nicht so weit „zurück im Geschäft“ zu sein, will ich auch eigentlich noch gar nicht sein. Ich will erstmal meinen anstehenden Urlaub angehen. Weiter Kraft tanken, weiter meinen Weg für die anstehenden zukünftigen Irrungen und Wirrungen des Lebens ebnen und mich erst noch von der gesamten Frauenwelt gern haben lassen. Aber ich bin eben kein frustrierter kleiner Junge, der sich absichtlich vor Möglichkeiten des Lebens verschließt. Umgekehrt bin ich auch nicht (mehr, wie kurz nach der vergangenen Trennung) auf dem Trip irgendwem oder mir selbst ein „jetzt erst Recht“ beweisen zu wollen. Weder noch. Ich fühle mich richtig gut derzeit. Es gibt keinen Grund etwas daran zu verändern. Never change a running system, oder? Ganz im Gegenteil: Ich pumpe einfach immer weiter Additive in den Tank. Ziel? Kein Ziel. Einfach mal sehen. Sinn? Kein Sinn. Sinnlos? Sicher nicht. Irgendwo dazwischen. Einfach tun und beobachten was passiert. Irgendwann explodiert das Ding und dann wooohooo! 🙂

Aber dabei vergessen die meisten Menschen einen wesentlichen Aspekt: Es ist ein himmelschreiender Unterschied, wie es IN MIR aussieht oder wie ich mich in der Realität nach außen gebe. Und das heißt nicht irgend etwas vorzuspielen oder so zu tun als sei man jemand anders. Ich rede vom Mindset, der inneren Einstellung: „Ich bin noch nicht perfekt, aber verdammt gut! Gib Gas!“ Die äußere Einstellung sagt: „Das hat nichts mit anderen Menschen zu tun. Ich begegne jedem in Offenheit, in Demut und in Achtsamkeit.“

Lass es mich so sagen: Der Blog hier ist eine Art Gedanken-Tagebuch und drückt das aus, was IN MIR vorgeht. Jetzt denkst Du Dir vielleicht: „Das Eine hängt aber direkt mit dem Anderen zusammen.“ Ja und nein. Eher nein. Wieviel von dem, was Du im Stillen denkst und fühlst, lässt Du tatsächlich den ganzen Tag anderen Menschen gegenüber frei? Fast gar nichts. Du lächelst Deinem Chef ins Gesicht, obwohl Du ihm am Liebsten sagen würdest, dass er Dich mal mal gern haben kann. Du sagst einer Frau in einer Alltagssituation vielleicht: „Oh, danke sehr, Sie sind sehr freundlich!“ und denkst Dir in Wahrheit: „Man, bist Du heiß. Ich würde Dir jetzt am Liebsten die Kleidung vom Leib reißen!“

Das Eine und das Andere sind zwei verschiedene Dinge, fast immer. Michael Schuhmacher wurde sicherlich nicht zigfach Weltmeister, weil er davon ausging, dass er ein ganz passabler Rennfahrer sei, der „schon irgendwie heil ins Ziel kommen wird“. Das wäre absurd zu glauben. Ich würde meinen Allerwertesten darauf verwetten, dass das eher in die Richtung ging: „Ich bin hier der beste Rennfahrer, die Nummer 1 und den Pott hole ich mir. Keine Diskussion und jetzt Vollgas!“ Dass er mit der Einstellung nicht nur beruflich an den Start ging, sondern auch privat, zeigt sein tragischer Unfall beim Skifahren. Immer auf Speed. Immer das Maximum. Aber ich verrate Dir etwas: Lieber gehe ich drauf dabei, das Maximale versucht zu haben, anstatt innerhalb der Mittelmäßigkeit der trägen Masse in der Versenkung zu verschwinden. Lieber sterbe ich an einer Überdosis als an einem schleichenden Siechtum. Aber feel free, jeder wie er will. Und manche, wie sie können.

Ist Michael Schuhmacher trotzdem immer smart und sympathisch aufgetreten und so wahrgenommen worden? Die Antwort ist klar. Das ist aus meiner Sicht der wesentliche Schlüssel zu Glück und Zufriedenheit im Leben: Zu wissen woher man kommt, wer man ist und wohin man möchte. Und dennoch alle Menschen mit Respekt zu behandeln. Dann kannst Du auch der Größte sein, ganz getrost. Wenn auch nur für Dich selbst. Nicht-Reaktiv sein und bleiben! 😉

Aber in einem späteren Teil dieser 3er-Serie kommt nochmal etwas zu dem Thema, wie ich derzeit wahrgenommen werde. Ganz außerhalb des Blogs. Inbesondere von der Frauenwelt. Ich durfte gestern auf Date 2 extrem viel über mich lernen. Weltklasse! Aber erst noch Geduld, wir machen das schön der Reihe nach. Erstmal zu Date 1.

Date 1 der Woche

Das erste Date fand während einer beruflichen Reise in ihrer Stadt statt. Stadt statt. Stadt Stadt Stadt. Hä.
Ich möchte zu dem Date gar nicht viele Worte verlieren. Aber einen Namen möchte ich ihr geben, weil es sein könnte, dass sie hier in irgend einer Form nochmal auftaucht. Ich kann es nicht ausschließen. Lass mich kurz überlegen… hm… was würde passen…

*Fanfare* Ich taufe Dich auf den Namen Fr. Distanz! *Fanfare*

Okay, zugegeben, klingt etwas steril. Aber es hat seine Berechtigung. Später dazu mehr. Wir verstanden uns vor dem Date gut, sonst wäre es schließlich nie zu dem Date gekommen. Wir verstanden uns während dem Date gut. Wir werden uns auch zukünftig gut verstehen, davon gehe ich aus. Aber das ist eben zu wenig für…? Ja für was eigentlich.

Das Date war unspektakulär. Obwohl ich mein Bestes gab, wirklich. Ich fand sie vorher schon sehr süß und ging über viele Monate nicht aktiver auf sie zu, da ich in einer (scheinbar!) glücklichen Beziehung war. Ich blieb ihr gegenüber stets korrekt, charmant, aber professionell und zurückhaltend, weil es aus meiner Sicht keinen Grund für Fremdspiele in einer laufenden Beziehung für mich gibt. Überlasse ich gerne meiner vergangenen Partnerin und meinen zukünftigen Partnerinnen. Grüße gehen raus an Euch, rückwärts und vorwärts. Macht ruhig immer weiter so. Viel Spaß dabei. Lasst es immer ordentlich krachen. Nur verkracht Euch nicht. 😉

Ich ging also fortan offen ran. Wirklich offen. Aber warum sollte ich Dich mit Details langweilen, wenn es einfach unspektakulär war. Es war witzig, wir haben gelacht. Wir hatten auch tiefgehende Gesprächsthemen. Aber ja… interessanter sind meine übergeordneten Gedanken zu diesem Date, die übrigens stellvertretend stehen für alle Dates „dieser Art“. Spektakulär ist ein Date für mich, wenn emotional etwas passiert. In irgend einer Form. Es ist aber nichts passiert, ein bisschen flirty war es, mehr nicht.

Was heißt „Date dieser Art“? Nun, ich habe nicht viel Erfahrung darin Frauen zu daten, die ich „vorher schon irgendwie kannte“. Ein klassischer Pickupper hat fast sämtliche seiner Dates aufgrund kurzfristiger Bekanntschaften. Man spricht die Frau auf der Straße an, in Cafés oder Bars oder Clubs oder im Supermarkt oder oder oder. Du verstehst das Prinzip. Ein Pickupper ist aber im echten Leben auch ein Mensch und nicht nur ein Pickupper. Also hat er auch Freunde (hoffentlich!), Familie (noch mehr hoffentlich!) und einen Job (das ist jetzt Ansichtssache, ob hoffentlich oder nicht!). In Deutschland bekommen bestimmte Personengruppen sowieso alles geschenkt, mies erwischt es nur die Fleißigen oder diejenigen mit körperlichem Handicap (schlimm genug!) oder alte Menschen (bricht mir immer das Herz die Renter Flaschen sammeln zu sehen). Anderes Thema, sei es drum. Nun, jedenfalls habe ich das alles, Freunde, Familie und Job. Und mein Date habe ich über den beruflichen Weg erreicht.

Das ist nichts Kurzfristiges. D.h. man hat auf diese Art „zwangsläufig“ die Möglichkeit den Anderen näher kennen zu lernen. Eher mit der Geschwindigkeit eines tropfenden Wasserhahns als mit der Geschwindigkeit einer außer Kontrolle geratenen Achterbahn. Aber das muss ja nicht negativ sein. Im Gegenteil. Die meisten Beziehungen entstehen aufgrund Bekanntschaften, Freundschafen, familiärem Umkreis oder beruflichen Situationen. Ein Pickupper würde sagen: Social Game. Die wenigsten Beziehungen entstehen, weil sich die zwei Turteltauben in einem Club kennen lernen. Einfach mal umhören. Mache ich regelmäßig, weil es mich immer interessiert. 90% sind aus dem Social Game entstanden. Eher mehr.

Das steht für Beständigkeit, Ruhe und gesundes „Zusammenwachsen“. Aspekte, die mal eben in einem 10 Minuten Gespräch auf der Straße gar nicht existieren können. D.h. man hat sich im sozialen Kreis regelmäßig gesehen, man hat sich regelmäßig gesprochen, man weiß wie der Andere tickt, zumindest in bestimmten Ausschnitten des Lebens. Was es dafür nicht gibt: Einen Überraschungseffekt. Es ist kein großes Paket, aus dem plötzlich ein Clown springt. Es ist stattdessen eine Show, in der jeder bereits seine festen Plätze kennt, die Eintrittskarten sind bezahlt und das Popcorn steht sogar schon mit der Cola am Platz. Das ist weder gut noch schlecht. Und erst recht weder besser noch schlechter als eine Frau „mal schnell im Vorbeifliegen“ kennen zu lernen. Es ist anders. Punkt.

Und mit diesem „Anders“ durfte ich mich nun in meinem Leben auseinandersetzen. Natürlich kommen in mir dann Fragen auf wie:

  • Was ist, wenn das hier nichts wird, wir aber weiterhin zusammen arbeiten müssen? Selbst wenn wir in unterschiedlichen Städten arbeiten?
  • Was ist, wenn das hier zwischen uns irgendwie „aus dem Ruder läuft“ und ich gar nichts mehr mit der Person zu tun haben möchte? Vielleicht weil es sich auch aufgrund irgendwelcher Umstände auf die sonstige berufliche Situation auswirken könnte?
  • Was ist, wenn ich mich Hals über Kopf in die Frau verliebe und sie hunderte Kilometer weit weg lebt? Habe ich Lust auf eine Fernbeziehung?

Es gibt für solche Fragen im Vorfeld nur eine Lösung: Die Fragen aufkommen lassen und keine Antwort suchen! Einfach in den Nebel hinein spazieren und schauen auf welcher Seite man wieder herauskommt. Easy cheesy. Ich mache mir im Vorfeld keine Gedanken mehr darüber „was wäre wenn“. Es interessiert mich nicht. Das hier ist ein Spiel und kein fertig geschriebenes Drehbuch. In einem freien Spiel steht der Ausgang der Partie selten bis gar nicht fest, außerdem gibt es coole, böse und bisweilen auch blöde Ereigniskarten und manchmal wird auch noch von einer Seite geschummelt. Also gilt mein Grundsatzmotto: „Reinschleichen, Auftrag ausführen, rausschleichen!“ Smart statt hart, James Bond Style.

Gedanken ausschalten, eine Hommage an Eckhart Tolle und was die Börse mit Frauengeschichten zu tun hat

Diese ganze Gedankenspinnerei macht doch kirre. Und ja, ich habe in meinem Leben bereits (leidliche) Erfahrung mit der Situation machen müssen wie es ist, wenn zwischen einer Frau und mir beruflich bedingt Nähe entsteht. Das ging ziemlich schlecht aus. Wie Du vielleicht weißt, bin ich stark analytisch veranlagt. Finanzen und Börse sind meine Hobbies. Ist das wichtig? Elementar! Warum? Einfach: Wenn wir bei einem einzelnen Eregnis (eine schlechte Erfahrung mit einer Kollegin!) auf allgemeingültige Aussagen (Finger weg von Kolleginnen!) schließen, dann unterliegen wir einem Denkfehler erster Güte.

Wenn ich an der Börse meine Anlageentscheidungen danach treffen würde, was einmal (!) irgendwo funktioniert oder nicht funktioniert hat, dann wäre ich nach kürzester Zeit pleite. Ein (!) Ereignis sagt GAR NICHTS aus. Lies den Absatz nochmal bitte.

Ich wiederhole mich gerne, denn das ist der größte Denkfehler der bereiten Masse. Von einem (!) Ereignis auf immer (!) zu schließen. Wenn Du einmal Kaviar probierst und er schmeckt Dir, isst Du dann ab jetzt jeden Tag Kaviar? Morgens, mittags und abends!? Wenn Du einmal Deine Haare pink färbst und es gefällt Dir, läufst Du dann den Rest Deines Lebens mit pinken Haaren herum? Wenn Du einmal ein Auto kaufst und Du hattest Pech und es war ein Sonntagsauto, kaufst Du dann den Rest Deines Lebens keine Autos mehr?

Ich hoffe ich konnte den Schwachsinn der allgemeinen Denkmuster klar genug herausstellen. Das ist übrigens zugleich der beste Trost für „missratene Lebenssituationen“. Es war nur eine (!) Situation. Sieh es locker. Beim nächsten Mal kann es ganz anders sein. Vielleicht sogar schlimmer, kann man nicht wissen. Aber Du kannst davon ausgehen. Kalkuliere es ein. Schlimmer geht immer. 😉
Jeder Mensch ist anders. Jede Situation ist individuell. Und die statistische Aussagekraft bei einer Grundgesamtheit von 1… ist?! NICHTS! Null. Nada. Niente. Nothing. Ins Klo damit. Falls ich jetzt in Dir ein „aber, aber…!“ ausgelöst haben sollte… such gerne mal im Internet nach „kognitive Verzerrung“, da gibts die wissenschaftliche Erklärung dazu.

Selbst allerdings keinem Irrglauben zu unterliegen, erfordert in der Konsequenz natürlich manchmal sich bewusst erneut in Situationen begeben zu müssen, die „einem bekannt vorkommen“. Beispielsweise weil (obwohl!) ich einmal eine schlechte (okay, sehr schlechte!) Erfahrung mit einer Kollegin machte. Aber der von außen getriggerte Mensch, wir nennen ihn „der Reaktive“, wird eine solche Situation scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Ein Mensch, der sich nicht blind von äußeren Faktoren triggern lässt, wir nennen ihn „der Nicht-Reaktive“, geht durch so eine Situation durch als wäre es das erste Mal. Gar nicht mal im Sinne von: „Wir sehen mal, ob es diesmal ANDERS wird.“ Sondern im Sinne von: „Das hier ist EINE Situation. Ich schaue was ich daraus machen kann. Fertig.“

Über den Marktwert (von Männern und Frauen) auf dem Datingmarkt

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie Menschen sich selbst auf dem großen Tummelplatz des Datingmarktes einstufen. Wie ich schon sagte, möchte ich über das Date mit Fr. Distanz inhaltlich nicht viele Wort verlieren. Sie ist eine liebe Frau, ja. Sie ist eine Mama, ja. Du weißt ja… ich und meine Mamas… als wäre ich ein Magnet für alle Mamas! Warum nur? Strahle ich solche Papa-Attribute aus, oder was?! Ja gut, ein verdammt guter Papa wäre ich sicher auch. Was soll ich noch alles sein. Wahnsinn. Tausendsassa. 🙂

Jetzt gehen wir es mal ganz einfach und analystisch an, vollkommen realistisch, so wie ich es gestern auch in den Family&Friends-Chat geschrieben habe:

  • Ich bin ein Mann in einem dem Datingmarkt entsprechend hervorragenden (!) Alter
  • Ich bin gebildet, nicht nur Schulklug, sondern Straßenschlau (danke Bodo Schäfer), also beides
  • Ich bin sportlich (wieder sehr! Date Nummer 2 nannte mich „Sportskanone“)
  • Ich habe ein gutes Auskommen (Tendenz steigend, nachdem ich wieder Zeit für meine Kernthemen Börse und Finanzen habe und nicht mehr Aushilfs-Und-Wegwerf-Papa spielen muss)
  • Ich bin körperlich gesund und emotional stabil
  • Ich kleide mich richtig gut, gute Garderobe. Details sind aufeinander abgestimmt. Eigentlich müsste ein Blinder mit Gehstock erkennen, dass ich Stil habe.
  • Ich bin gepflegt. Sowohl meine Klamotten (z. B. saubere weiße Sneakers! Wieviele Typen tragen schmutzige Schuhe?! Pfui! Widerlich!) als auch ich.
  • Ich habe keine Kinder und war auch noch nie verheiratet (keine Altlasten!)
  • Und vor allem: Ich bin derzeit in einer mentalen Verfassung, die ich auf dem Level noch nie zuvor hatte. Mir geht es gut. Ich kann Bäume ausreißen. Gefühlt gehört mir derzeit die Welt. Auch hier: Tendenz steigend. Ich greife gerade nach den Sternen, als nächstes ist der Mond dran! 😉 Ich brauche nichts und niemanden. Aber 1 + 1 darf dennoch gerne 3 ergeben. Offen für das Gute. Verschlossen für Nonsense.

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Wo sind nun bitte die negativen Aspekte an mir?!

In der Auflistung fehlt Dir vielleicht der Punkt „Aussehen“?! Oder „Charakter“ und „Verhalten“ oder solche Dinge? Geschmacksache, ich kann nicht beeinflussen was anderen Menschen gefällt oder nicht. Ich kann nur das tun, was ich für richtig halte. Und ich halte für vollkommen goldrichtig was ich tue. Das trifft nicht immer auf die Vergangenheit zu. Aber das ist auch nicht jetzt und damit auch nicht die Realität. Real ist, was jetzt und hier passiert. Und hier fühlt sich alles was ich tue richtig an. An diesen Dingen kann ich nichts ändern bzw. möchte es auch gar nicht. Gilt für mein Verhalten gleichfalls. Ich wünschte mehr Menschen wären wie ich, warum sollte ich mich also anders verhalten als genau so wie ich bin? Wäre ja geradezu paradox.

Silikonbrüste bringen bei mir außerdem nichts, bin ja ein Mann. Und einen Fake-Sixpack brauche ich auch nicht, den habe ich bald ganz natürlich. 😉 Größe, Hauttyp, Gesicht usw. sind natürlich vorgegeben. Hier zu versuchen etwas zu tun, wäre wider die Natur. Das ist fake, darauf stehe ich auch nicht. Realistisch gesehen bin ich bestimmt keine 10. Sonst wäre ich längst Instagram-Model. Aber ganz sicher bin ich auch keine 5. Alles letztlich nicht so wichtig, im Denken bin ich nämlich schon ein ganz Großer! 😉 Genau darauf kommt es im Leben an, Mindset.

Es geht mir in der Aufzählung auch eher um „Fakten“ und weniger um „weiche Komponenten“ wie Charaktereigenschaften. Die sind einfach Geschmackssache, das überlasse ich der Frau. So ein bisschen wie beim Quartett. „Mein Auto hat 512 PS und ist stärker als Deines, Du hast nur 388 PS!“ oder „Mein Auto ist älter, deswegen gewinnt meine Karte!“. Das sind Fakten. Da kann man nicht diskutieren. Da gilt ja auch kein „Mein Auto hat die schönere Farbe!“, oder? So schon mal jemanden Quartett spielen sehen? Ich nicht.

Warum zähle ich all das auf?

Fortsetzung folgt, es bleibt und wird weiter spannend… 😉

PS: Mein erster 3-Teiler nach langer Zeit! YEAH!

Ein Date-Review mit Fr. Immobilia und die Frage „Wie bist Du denn drauf?“

Ja Freunde, gestern war es mal wieder so weit. Lange hat es gedauert, aber es gab mal wieder ein Date. Also gibt es auch wieder ein passendes Date-Review. Bei solch raren und exklusiven Events fällt es mir leicht, auch immer ein Date-Review zu schreiben. Das ist ja fast wie in der Wüste mit dem Regen, so selten sind meine Dates derzeit. Puhhhh! Maue Zeiten bringen viel Freiraum, den ich dann wenigstens auch individuell mit Reviews begleiten kann.

Nennen wir sie Fr. Immobilia, weil sie im Immobilien-Umfeld arbeitet. Ich hatte sie vor einigen Woche beim Weggehen kennengelernt. Wir waren uns auf Anhieb sympathisch, allerdings hatte ich sie deshalb angesprochen, da ich tatsächlich in dem Moment nichts besseres zu tun hatte. Es regnete und so musste in einem Zwischengang warten, als ich den Laden verlassen wollte. Da stand sie. Also nutzte ich die Gelegenheit für einen Plausch. Daraus entwickelte sich ein ganz interessantes Gespräch. Wir tauschten Nummern. Und wir hielten den Kontakt über Wochen per Text- und Sprachnachrichten. Ich hatte das in einem der letzten Artikel erwähnt.

Das Date ging ich restlos erwartungslos an. Die einzige Erwartung war: Ich freue mich darauf, dass ich mal wieder etwas Neues sehen dürfte. Sie wollte mir ihre Stadt und Gegend zeigen. Gesagt, getan. Die Fahrt zog sich, Stau sei Dank. Aber zum Glück habe ich ja kein Radio, sondern Youtube. Und so gestaltet sich auch eine längere Fahrt immer sehr abwechslungsreich. Videos zu Ernährung, zu Fitness, zu Business, zu Mindset, zu dies und das und Ananas.

Und dann kam dieser Moment des Wiedersehens. Ihr wisst schon. Man weiß nicht mehr ganz genau, wie die Person aussah… weil das letzte Mal einige Wochen her ist… und dann steht sie da. Sie lächelte, war locker gekleidet und nicht so Möchtegern-Business wie Fr. Kaufhaus vor ein paar Wochen (da gab es schwarze Stoffhose mit Bluse). Einfache Jeans, Sneakers, Träger-Top, drüber eine Jacke. Alles gut. Alles gut?

Nun ja, nicht ganz. Wo ist das Problem? Ich hatte sie attraktiver in Erinnerung. An dem Abend, als ich sie zum ersten Mal sah, hatte sie ein Kleid an. Kleider sind Biester, in der Lage viel zu kaschieren. Diesmal trug sie Jeans. Da kannst Du nicht viel kaschieren. Die Details sind jetzt gar nicht so entscheidend, weil es gar nicht nur um die Figur geht. Aber irgendwie hatte ich sie einfach anders in Erinnerung. Ich muss allerdings dazu sagen, dass es an dem ersten Abend auch in der Location ziemlich dunkel war. Und da ich gehen wollte, war ich vermutlich auch schon müde. Da haben meine Adleraugen wohl etwas versagt. Keine Ahnung.

Sie ist jedenfalls ein Paradebeispiel dafür, dass ein Mann Interesse an einer Frau entwickeln kann, die er optisch gar nicht so in Erinnerung hat. Wenn…? Ja wenn… die Frau einfach Frau ist und Mensch bleibt. Das reicht und schon baut sich Interesse auf. So war das bei mir auch dieses Mal. Aber Optik ist eben auch Optik. Und jeder der ehrlich ist, weiß das Optik den größten Teil des menschlichen Balz-Auswahlprozesses ausmacht. Wie wäre es sonst zu erklären, dass wir an 99,99% der Menschen vorbei laufen und uns nichts dabei denken. Und wenn dieses eine 0,01% neben uns läuft, ein Chemie-Hormon-Cocktail in die Birne schießt: „Wow! Was für ein Typ / was für eine Frau!“

Ist doch genau so und nicht anders. Falls Du eine Ausnahme bist, würde das bedeuten, dass Du mit jedem in die Kiste hüpfst, der neben Dir steht. Und Dir alles egal ist. Optik und so. Überbewertet! Tust Du das? Nein? Eben. Genau darum gehts. Optik ist der erste Schritt. Wenn die Hürde nicht überwunden wird – und das wird sie ganz ganz selten – kommt es nicht zu Schritt zwei.

Schritt zwei

Die Frage ist bzw. war also, wie ich mich fortan auf dem Date verhalten sollte. Ich dachte mir direkt zu Beginn: „Nicht mein Fall!“ Aber ich dachte mir auch: „Jetzt bist Du relativ weit gefahren und schon mal hier. Mach das Beste daraus. Außerdem ist sie ein lieber Mensch!“ Ein lieber Mensch definitiv. Aber reicht das? Klar, für einen halben Tag Stadtbesichtigung, gemeinsames Essen gehen, spazieren und reden. Für mehr? Leider nicht. Zur Optik kam noch ein zweites Ding hinzu, das echt wie ein Handicap wirkte. Ich sage es so: Wenn Du mit einem Menschen Sprachnachrichten austauschst, durchaus mehrminütige, allerdings höchstens 2 oder 3 am Tag, dann bleibt es stets relativ „spannend“. Bist Du nun der selben Person gegenüber, hast Du nicht nur 5 Minuten Monologe, verpackt als Sprachnachricht und schickst sie hin und her. Vielmehr findet nun eine komplette Konversation statt, über Stunden. Interaktiv. Live und in Farbe.

Bis jetzt wäre das noch alles schick. Nur was machen, wenn Frau einfach langweilig ist? Puhhhh! Ich hätte mit folgenden drei Konstellationen etwas anfangen können:

  • Attraktiv und interessant
  • Unattraktiv und interessant
  • Attraktiv und uninteressant

Aber unattraktiv UND uninteressant?! Oh mein Gott! An den ich im Übrigen gar nicht glaube. Aber „oh mein Gott!“. War sie trotzdem lieb, warmherzig, aufmerksam und all so etwas? Ja! Vielleicht auch gerade deswegen. Keine Ahnung. Und ich komme in so einer Situation echt ins Grübeln. Ich bin in erster Linie Mensch und nicht nur ein bisschen keine Maschine. Außerdem ist das hier Teil 2 und nicht mehr Teil 1, richtig? Ja. Okay. Teil 1 hätte vielleicht noch zu mir gesagt: „Brich das Date so schnell es geht ab, Zeitverschwendung!“ Teil 2 sagt mir: „Du bist NICHT mehr auf der Pseudo-Suche nach (D)einer Traumfrau. Illusionen sind etwas für bezahlte Zauberer in Zaubershows. Das hier ist keine Zaubershow. Es ist ein Date mit einer Frau, die Du weder attraktiv noch interessant findest. Dann nimm es als Chance, als Lernprozess und versuche etwas zu kreieren, dass es interessant genug macht, hier gerne ein paar Stunden Zeit zu verbringen.“

Und damit ist auch der mentale Druck raus. Du bist nicht mehr da, um eine Frau zu daten. Sondern Du bist da, um mit einem Menschen etwas Zeit zu verbringen, die Gegend zu sehen und ein paar Eindrücke aufzunehmen. Fertig. So war es dann auch, ging ganz gut. Witzig ist übrigens meine generelle Prioritätenverschiebung. Wir waren draußen essen. Die Portion war für meine Verhältnisse ziemlich klein, aber dafür teuer. Man könnte also sagen: „Nicht viel, dafür teuer!“ Ich war schon lange nicht mehr mit einer Frau zum Date beim Essen. Ich koche die letzten Monate immer selbst, zu Hause. Und ich weiß auch warum. Da sind die Portionen groß, gesund und extrem günstig. Essen ist – wenn Du dich täglich körperlich schindest – echt ein Highlight des Tages.

Der Abschied und woran ich wieder einmal erkannte, dass ich Mensch bin

Ich mache es kurz. Ich finde sie immer noch super lieb. Ich könnte mir sogar vorstellen mich nochmal mit ihr zu treffen. Einfach weil sie ein lieber Mensch ist. Und ich glaube, dass sie eine Frau ist, auf die ich mich verlassen kann. Keine Instagra-Fake-Tussi. Für einen Städtetrip übers Wochenende oder so wäre das schon okay. So im Sinne von „gute Freundin“. Was ich in meinem Leben noch nie gemacht habe. Und ich sage nicht, dass ich das mit ihr möchte. Aber die Beschreibung an der Stelle nur, um das etwas nachvollziehbar auszudrücken, wie ich sie empfinde.

Wir fuhren vom ursprünglichen Treffpunkt aus mit einem Auto, ihrem, zum Essen und zum restlichen Sightseeing. Also brachte sie mich auch wieder zurück. Dann ist dieser Moment, kurz bevor Du aus dem Auto aussteigst. Der Motor lief noch. Sie überlegte kurz, zögerte und sagte: „Warte, ich steige mit aus.“ Das sind die kleinen Dinge, die ich toll finde. Hat etwas mit Respekt zu tun. Dass man sich anständig verabschieden kann, anstatt halb gedreht von Sitz zu Sitz. Das soll ja durch die Rotation kein seitliches Bauchmuskeltraining werden.

Sie wirkte etwas unentschlossen, unsicher. Ich löste die Situation schnell auf, umarmte sie herzlich und drückte sie ein paar Sekunden lang. Ich tat wie ich empfand. Dann wechselten wir noch ein paar kurze Worte und ich fuhr zurück in Richtung Heimat.

Über das gesamte Date hinweg spürte ich ihr aufrichtiges Interesse an mir. Sie hörte stets aufmerksam zu und auch ich lehnte mich immer wieder gerne zurück und tat es ihr gleich. Auch wenn ich zwischendurch die Themen etwas lenken musste, damit es interessant blieb. So ließ ich mir beispielsweise übers Segeln erzählen, etwas, das ich zwar gerne einmal tun würde, jedoch noch nie getan habe.

Es tat mir etwas leid, zu sehen, dass da ein Mensch vor mir war, der mehr Interesse an mir hat. Dem ich dasselbe Interesse jedoch nicht entgegen bringen kann oder könnte. Ich glaube, dass ist die größte Erkenntnis des Tages für mich. Was genau? Zu sehen, dass mein Herz funktioniert. Mitgefühl. An den Anderen denken. In den Anderen hinein versetzen. Das ist nicht emotional dramatisierend zu verstehen. Sondern ganz real. Wenn ich bedenke wie herzlos viele Menschen miteinander umgehen. Sich verabreden, „mal schauen wie der Andere so ist“, aber sich dann nach wenigen Minuten auch gleich hygienisch-edelstahl-sauber aus dem Staub machen und das Gegenüber stehen lassen wie einen kalten nassen Hund. So war ich nie, nicht einmal in Teil 1. Mensch bleibt Mensch.

Sie bat mich noch Bescheid zu geben, sobald ich gut angekommen sein würde. Aufmerksam. Echtes Interesse, nenne ich das. Aber nochmal, mir würde sie kein Stück leid tun, wenn sie wäre wie 95% oder noch mehr Prozent der Frauen. Ist sie aber nicht. Sie ist defintiv Mensch. Und ich auch. Und vielleicht ist das Grund genug in Kontakt zu bleiben, ich weiß es nicht. Wir werden sehen. Viel mehr gibts zu diesem Date nicht zu sagen. Es war eine gute Erfahrung. Sich mit Frauen zu treffen ist und bleibt eine tolle Sache. Traumfrau hin oder Traumfrau her. Betrogen werden (oder worden sein) hier oder betrogen werden dort. Trennungen hin oder Trennungen her. „Jeder Mensch ist anders“, da ist schon auch etwas dran. Jede Partnerin ist ein neuer Abschnitt. Mit neuen Eigenheiten. Das muss ich nicht erst zugeben, denn das habe ich nie abgestritten. Es ist schön, wieder ein Date gehabt zu haben.

Die Zwischenmenschlichkeit darf bei allem, das ich derzeit tue, nicht zu kurz kommen. Nur Ernährung, nur Sport, nur lesen und bilden wären zu wenig. Alles gut für den Körper, für die Psyche. Aber nichts fürs Herz. Und ich weiß, dass auch mein Herz Nahrung benötigt. Wir sind eben Menschen. In diesem Dating-Wahnsinn der Generation-Tinder zumindest noch vereinzelne von uns.

Ab zum Clubgamen!

Dieser Teil des Artikels wird kürzer. Ich bin nach dem Date noch in die Stadt gefahren. Ich war zum Date präpariert und vorbereitet, hatte im Auto Wechselklamotten dabei. Unter anderem 3 Paar Schuhe, für jeden Anlass etwas. Und auch ein Hemd. Ich fahre mit dem Auto nicht außer Haus, ohne ein Hemd! Und Sonstiges zum Umziehen. Wozu transportieren wir sonst fast 2 Tonnen durch die Gegend und wirklich Sinnvolles ist in aller Regel nicht in der Karre?! Mir hat mein Kulturbeutel in der Vergagenheit auch schon das eine oder andere Mal hilfreiche Dienste erwiesen. Du gehst raus, Du bist nachts unterwegs und dann am Ende der Nacht froh, dass Du Deinen Kulturbeutel im Auto liegen hast. Kam nicht so häufig vor, bei mir. Das wäre übertrieben zu sagen. Das ist kein Pickup-Fake-Blog. Aber es ist anders: Wozu hast Du eine private Haftpflichtversicherung? Bestimmt nicht deshalb, weil Du jeden Tag fahrlässig Dinge anderer Menschen zerstörst. Du zahlt jahrelang ein. Aber falls Du mal etwas verschuldest, bist Du froh, dass Du sie hast. So ist das auch mit der Kulturtasche. 😉

Jedenfalls hab ich mich dann mit meinem Auto in der Nacht an den Straßenrand gestellt, die Schuhe und das Oberteil gewechselt und bin weiter zum Clubgamen gefahren. Parfüm habe ich natürlich auch immer dabei. Und zu diesem Abend im Club gibts nicht viel zu sagen. Ein paar bekannte Gesichter getroffen. Ein bisschen Smalltalk hier oder dort. Ich war ein paar Wochenenden nicht mehr weg zuletzt. Die Musik war mega, genau mein Geschmack. Ein bisschen tanzen. Aber im Wesentlichen das Tun, was ich sonst am Liebsten tue: Ausschau halten. Bis auf ein kurzes Gespräch mit einem Mädchen habe ich an dem Abend keine Situationen suchen können. Obwohl ich meine Runden drehte. Es gibt solche Abende. Nicht schlimm. Kein „um zu“, wie ich zuletzt immer sage. Es kommt, wie es kommt. Oder es kommt eben nichts. Fertig. Ich strahlte den Abend über trotzdem, weil ich „endlich“ mal wieder ausgegangen bin. Wurde auch mal wieder Zeit.

Ich ging also zurück zu meinem Auto, sperrte auf und setzte mich. Nahm aus meiner Tasche mein Tablet und schaltete Youtube ein. Um ein Video zu sehen bzw. zu hören. Da ich ja nun fahren würde. Dabei sah ich zwei Mädchen an meiner Motorhaube vorbei laufen. Sie hatten neben mir geparkt. Ich sah die Eine an und lächelte. Sie lächelte zurück und lachte anschließend mit ihrer Freundin gemeinsam, was durch meine geschlossene Fahrerscheibe zu hören war.
Ich öffnete das Fenster und fragete: „Mädls, was ist so lustig? Ich will mit lachen!“
Die große braunhaarige antwortete: „Schaust Du beim Fahren Videos?“
Ich lachte und entgegnete: „Schauen nicht, aber hören! Immer die Zeit sinnvoll nutzen!“
Sie: „Was ist das für ein Video?“
Ich: „Etwas zur Weiterbildung, nichts Langweiliges.“
Sie: „Wie heißt das?“
Ich: „Warte, ich zeig Dir das Tablet, dann kannst Du selbst schauen. Das Thema sagt Dir wahrscheinlich nichts.“
Sie blickte auf den Titel, las ihn zweimal, blickte kurz ungläubig und sagte: „Wie bist Du denn drauf???“
Ich musste laut lachen und sagte: „Ja klar, immer Gas geben im Leben! Wir leben nur einmal!“
Daraufhin sie: „Du schaust Dir mitten in der Nacht ein Video zum Thema Geld verdienen an?!“

2019-08-18

Ich: „Klar. Ich komme doch gerade aus dem Club. Das war Spaß, totale Entspannung für mich. Ich teile das ganz gut ein, weißt Du. Feiern war gerade! Jetzt ist auch wieder gut. Spaß auf der einen Seite, aber danach auch wieder Gas geben auf der anderen Seite! Gute Nacht Euch!“

Und so fuhr ich davon… mit einem Lächeln und der nicht ganz neuen Erkenntnis, dass Herz und Verstand in einer Person zu vereinen möglich ist. Nur hat derjenige es damit eben nicht ganz leicht auf dieser Welt…

PS: Habe jetzt angefangen Spanisch zu lernen. Gehirnnahrung und so. Damit nicht die klassiche Unterforderung droht. Ihr wisst schon. 😉

PPS: Ich habe mir nochmal Gedanken darüber gemacht für wen ich meine Artikel schreibe. Nachdem ich zuletzt sehr deutlich darauf angesprochen oder ankommentiert wurde. 🙂 Ist jetzt total aus dem Kontext gerissen an der Stelle und das Thema hat einen eigenen Artikel verdient. Werde ich noch machen. Aber ich kann das Endergebnis auch schon mal kurz vorweg nehmen. Ohne auf Details einzugehen. Denn letztens habe ich auf einen Kommentar geäußert, dass ich meine Artikel für diejenigen Menschen schreibe, die mich verstehen können. Das muss ich etwas revidieren. Ich schreibe nicht primär für die Menschen, die mich verstehen können. Die haben es zwar definitiv leichter, nachzuvollziehen was ich aussage. Nein, primär schreibe ich ganz grundsätzlich für die Menschen, die etwas Positives in den Dingen sehen MÖCHTEN, die ich schreibe. Die sich weiterentwickeln wollen. Und zwar auf eine Art, wie ich es tue. Weiterentwickeln kann man sich auch anders. Zum Beispiel jeden Tag 5 Bier trinken. Entwickelt halt eine Alkoholresistenz, ist also auch Weiterbildung. Weiterbildung der Leber in dem Fall. Bis zur Zirrhose, wenn gewünscht. Aber das ist nicht meine Art. Muss jeder für sich selbst wissen, was er tut. Fakt ist: Der Wille alleine zählt! Oder: „Mental ist alles!“ Und ob Du ein Mensch bist, der von seiner Grundeinstellung her positiv ist und etwas Positives in meinen Dingen und Artikeln sehen möchte und in der Lage ist auch tatsächlich zu sehen, das musst Du selbst entscheiden. Ich hoffe es von Herzen sehr. Ich gebe mein Bestes. MEIN Bestes, okay. Nur MEIN Bestes. Muss nicht das Beste für alle Menschen sein. Die Entscheidung kann ich Dir nicht wegnehmen. Ich kann nur positive, neue, andere und durchaus kontroverse Anschubmotivation leisten. Bisweilen auch provozieren, klar. Ein Stilmittel der Kommunikation. Mehr nicht. Es ist und bleibt jedoch eine Frage der inneren Einstellung, worin jeder Einzelne von uns etwas Positives sieht und vor allem sehen MÖCHTE. Und da es genug Menschen gibt, die Dinge nicht nur zur Unterhaltung lesen, sondern sich auch positiv weiterentwickeln wollen, werden hier noch ganz viele Artikel folgen. 😉

Eine wie (fast) alle – Fr. Fashion

Irgendwie hat es mich erst heute gepackt, einen Artikel zu schreiben. Am Wochenende kam es ja zum Date Nr. 3 mit Fr. Fashion. Der Titel verrät natürlich schon ein bisschen was. Oder auch schon fast alles. Aber ein paar Details sind auf jeden Fall berichtenswert.

Sie kam direkt zum Start mit einer tollen Story um die Ecke: „Hey, es tut mir wirklich leid und ich weiß, dass wir uns heute Abend ganz entspannt Zeit füreinander nehmen wollten. Aber meiner besten Freundin geht es nicht gut. Sie hat gestern Abend herausgefunden, dass ihr Freund sie seit einem Jahr mit einer anderen betrogen hat.“

Es ist immer irgendwas

Info und Anekdote am Rande:
Erster Gedanke dazu in mir, innerlich schmunzelnd: „Hey! Das ist die Story, die Du als Pickupper normal bringst, wenn Du so schnell es geht das Date verlassen willst.“ Dann tust Du einfach so als hätte Dir gerade Dein bester Freund geschrieben und nimmst das als Vorwand, das Date zu verlassen. Natürlich nur, wenn Dich die Frau einfach nur tierisch langweilt. Ich habe das bisher noch nie gemacht, finde es persönlich auch albern. Wenn ich keinen Bock auf eine Frau habe, dann sag ich ihr das inzwischen direkt ins Gesicht, stehe auf (…zahle meinen Teil der Rechnung…) und gehe einfach. Egal was sie sagt. Lebenszeit ist kostbar und meine eigene mir persönlich am Meisten. An der Stelle kann ich auch auf einen früheren Artikel von mir zu diesem Thema verweisen (Meine neue Art „Tschüss“ zu sagen). Hat schon fast einen philosophischen Touch.

Das Doofe war, dass wir beide bereits einen gewissen Weg auf uns genommen hatten. Hätte mir die Trulla – äh Entschuldigung, ich meine natürlich „die Liebste“ – gesagt, dass sie so eine Story im Gepäck hat, dann hätte ich das Date sofort abgeblasen. Das bringt doch nichts. Entweder hat sie Bock auf und Zeit für mich oder eben nicht. Aber es war so, dass wir nun schon voreinander standen. Sie dann direkt heim schicken wollte ich auch nicht. Sie schob nochmal ein: „Es tut mir wirklich leid. Aber wir haben ja Zeit füreinander, nur nicht ganz so lange. Wir machen es uns entspannt und genießen die Zeit, ich muss ja auch erst gegen Mitternacht los.“

Zweite innerliche Reaktion von mir: „Hm. Wahrscheinlich wartet Dein Freund zu Hause auf Dich. So selten wie Du Dich seit dem ersten Kontakt meldest bzw. auch spontan NICHT ans Handy gehst, wenn ich einmal anrufe.“

Die ganze Story mit ihr hat mir ab dem ersten Tag bis zum Himmel gestunken. Sie habe ständig viel zu tun und ihr Terminplan sei schon ziemlich voll und sie unternehme immer so viel und bla bla. Ich glaube einfach, dass sie (mindestens) einen Typen hat. War mir aber egal, weil ich es nicht weiß. Und da ich ein freier Mensch bin, schaue ich mir Dinge erstmal frei an. Ich mache mir zwar Gedanken, aber ich lebe nicht in Interpretationen.

Jedenfalls fand ich sie noch nie Weltklasse, aber interessant genug, um ihr die Chance zu lassen, mich vom Gegenteil zu überzeugen. Hat sie nicht geschafft. Soviel vorweg. 🙂
Das Date an sich lief relativ unspektakulär. Ja, gemeinsam gekocht. Wobei ich den Hauptteil der Arbeit tat. Sie stellte sich beim Vorbereiten bzw. Kochen aber auch an wie ein Pferd, das Eier legen soll. Naja, die heutige Generation halt. Außer Tiefkühlpizza in den Ofen schieben kennt die nix und kann auch nix. Das Essen war aber gut. Ist mir gut gelungen. Muss mich durchaus selbst loben. Garnelen in Knoblauch-Öl, dazu einen gemischen Salat und ein frisches dunkles Baguette. Hm. Für die Trulla hab ich meinen sonst so stringenten Ernährungsplan für den Tag aufgegeben. Abends gibts bei mir normal nur Low Carb. Ja, es war alles okay bis dahin. Wir haben gelacht, ja. Wir haben Spaß gemacht, ja. Aber spektakulär war es nicht. Muss es ja auch nicht immer sein, schon klar. Wenn…? Ja wenn da nicht diese Sache mit der Stimmung gewesen wäre…

Wenn die Zicke zickt, aber der Mann nicht mitmacht

Sie kann zwar weder Kochen, noch fleißig sein (z. B. den Tisch von sich aus decken) noch… sonstwas (okay, der ist böse *hehe*). Dafür kann sie aber ganz gut Weißwein und sonstigen Alkohol trinken… und ihn nicht (!) vertragen. Nachdem die Gute dann doch ein paar Dinger gebechert hatte, sprach sie „komplizierte Themen an“, wurde zickig und die eigentlich relativ entspannte Stimmung kippte plötzlich. Ich hätte das Kippen verhindern können. Definitiv. Ich hätte die heiklen Themen umschiffen können. Aber nee, sicher nicht, Freunde! 🙂

Ich bin nicht mehr der Pickupper aus Teil 1. Ich bin inzwischen ganz anders drauf. Ich stehe ganz anders zu meinen Themen, zu meinem Charakter und zu meinem Ich. Und mein Ich weicht nicht aus, wenn es haarig wird, nur um… ja was eigentlich? Um etwa eine Frau in die Kiste zu bekommen, die ich mindestens mal charakterlich gar nicht toll finde? Sicher nicht. 🙂 Also – darauf angesprochen – habe ich meine Ansichten rausgedonnert, wie sie gerade daher geflogen kamen. Auf jede ihrer noch so abstrusen Ansichten gab es von mir meinen passenden Standpunkt. Ehrlich und fair, die schnellste Art mich kennen zu lernen.

Beispiel? Ob ich Kinder möge? Ja ich mag Kinder, dazu stehe ich. Ihre Aussage: „Ich hasse Kinder!“ Das ist nur ein Beispiel für viele Dinge, die da an heißer Luft von ihr in den Raum geblasen wurden. Wie kann man Kinder hassen? Hä?! Jeder von uns war mal Kind. Das würde ja bedeuten, dass sie sich selbst hasst. Wobei… jetzt wird mir alles klar! 🙂

Ich wusste zwischendurch ehrlich gesagt nicht, ob ich weinen oder lachen soll. Ausbreiten und weiter ins Detail gehen möchte ich hier gar nicht, das ist sie nicht wert, die Frau. Nicht mal als gutes Date-Review taugt das. Es war einfach gehirngewaschen, Frauen sollten lieber Karriere machen und der Mann sollte zu Hause bleiben und überhaupt hätten Mütter zu Kindern keine engere Bindung als die Väter. All solches Zeug. Wenn ich noch beim Essen gewesen wäre, hätte ich mich vermutlich übergeben müssen. Blieb mir glücklicherweise erspart.

Jedenfalls zeigte sich dann ihr wahres Ich. Plötzlich meinte ich neben Alice Schwarzer zu sitzen. Pfui Teufel. Was für ein verdrehtes Weltbild. Die leichten Emanzen-Anflüge aus den ersten beiden Dates entpuppten sich als ein großes Donnerwetter. Und das ist für mich so in etwa der größte Grund einen großen Bogen um eine Frau zu machen. Danke, aber ich bin nicht schwul. Solche Frauen überlasse ich lieber den (leider vielen) anderen speichelleckenden Schoßhunden. Die dann von so einem Mistvieh in 1000 Einzelteile zerfetzt werden. Vermutlich müssen die sich bei Fr. Fashion auch nach dem Sex bedanken, erwartet sie wahrscheinlich so. Dass man im Anschluss artig „danke“ sagt. Und ihr eine Handtasche dafür kauft. Es war an diesem Abend wirklich egal was ich sagte, auf jede Aussage – sei so noch so neutral – folgten auf Krawall gepolte Widerworte.

Sie meinte jedenfalls in ihrer zunehmend mieser werdenden Stimmung mich etwas aus der Reserve locken zu können. Sorry, schaffst Du nicht! Da musst Du früher aufstehen. 🙂 Ich bin doch längst wieder täglich im Hier und Jetzt. Und ich habe abgesehen davon stets meine Beobachter-Kamera dabei. Und wann immer es brenzlig wird, wechsle ich diese Perspektive. Wenn ich mich dann beim Sprechen selbst beobachte, kann ich mit Dir Möchtegern-Power-Emanze nicht streiten. Ich kann dann innerlich nur Schmunzeln. Hm. Irgendwie war es ihr dann selbst zu doof, so dass sie mich bat irgendetwas zu tun, um die Stimmung wieder aufzuhellen.

Innerlich dachte ich mir nur: „Du langweilst mich.“ Aber ich bin eben auch kein unfreundlicher Mensch. Mama hat mich einfach zu gut erzogen, wird mir immer wieder klar. Charakterlich bin ich weitestgehend nicht geeignet für diese Welt. Geeignet für die Generation davor, ja. Nicht für die heutige allerdings. Heute gibt es nur mehr fressen und gefressen werden. Und fressen lasse ich mich von keiner Frau mehr. Die Zeiten sind vorbei. Aus. Ende. Da könnt Ihr Euch einen anderen Dummen suchen. 😉

Sie wurde dann doch noch etwas anhänglich. Aber Lust hat das in mir keine mehr ausgelöst. Überhaupt nicht. Ich machte ihr irgendwann den Vorschlag, dass es besser sei zu ihrer Freundin zu fahren, da sie doch bestimmt schon wartete.

Der Abschied viel kurz und knapp aus. Und ich verspürte wieder diesen innerlichen Frieden in unseren letzten gemeinsamen Minuten. Denselben Frieden, den ich in Teil 1 regelmäßig verspürte. Immer dann wenn ich merkte, dass es vermutlich (oder sehr sicher!) das letzte Treffen sein würde und es kein Wiedersehen mehr gäbe. Tut gut, diese Freiheit. Diese innerliche Nicht-Verhaftetheit gegenüber einer bestimmten einzelnen Frau.

Nummern zu löschen befreit

Jetzt springen wir zum nächsten Tag. Ich ging spazieren mit einem Freund. Es war schönes Wetter. Wir genossen die Sonne und schlenderten durch die Stadt. Dabei erzählte ich ihm die Story vom Vortag. Seine Reaktion: „Und ihre Nummer hast Du bei der Geschichte noch nicht gelöscht?!“ „Stimmt eigentlich, warum nicht?“, antwortete ich mich selbstfragend.

Gesagt, getan. Weg war die Nummer. Aus den Kontakten und auch der Chatverlauf aus WhatsApp. So einfach geht das heute. Das ist meine Antwort auf das ganze Dating-Gebahren einer völlig verrückten Generation.

Und zwei Tage nach dem Date war es dann soweit. Mein Telefon klingelte. Eine unbekannte Nummer. Vermutlich hatte sie bemerkt, dass ich sie gelöscht hatte. Mein WhatsApp-Profil ist so eingestellt, dass man mein Profilbild nur sieht, wenn ich die Person in meinen Kontakten eingespeichert habe. Und gerade das hatte ich bei ihr eben nicht mehr.

Sie wollte sich entschuldigen dafür, wie das Date lief. Sie sei manchmal launisch. Sie wisse auch nicht so genau was für die Stimmungsschwankung gesorgt hatte. Eigentlich finde sie mich als Mensch mega interessant und hat sich auch nach den beiden Dates total gefreut. Und auch beim Kochen sei es toll gewesen usw. bla bla bla. Aber sie hätte jetzt das Gefühl, dass ich sauer auf sie sei. Und sie wollte nachfragen.

„Ja, nachfragen? Was eigentlich?“, dachte ich mir nur. Mit 2 Tagen Abstand lässt sich einiges klarer sehen. Also nutzte ich die „überraschende“ Gelegenheit… die gar nicht so überraschend ist… denn Frauen hassen es einfach, wenn der Mann ihnen nicht hinterherdackelt… sie kommen dann doch meistens von alleine zurück gekrochen… ist nur eine Frage der Zeit… hab ich gelernt… (siehe den Brief von Fr. Tinder damals, der plötzlich in meinem Briefkasten lag, nachdem sie „Schluss gemacht“ hatte: Ein lange angekündigter Rundumschlag). Zurück zum Text: Ich nutzte also die Gelegenheit und habe ihr einfach mal alles vor den Latz geknallt, was so Sache ist.

Ich: „Erstens fand ich es nicht toll, dass Du Dich beim Herrichten, Kochen, Abräumen und Abspülen kaum beteiligt hast. Ich stehe auf Frauen, die aktiv sind. Geht gar nicht. Zweitens ist mir meine Zeit wertvoll und ich verbringe meine Zeit nur mit Menschen, die mir gut tun. Schlechte Laune ist nichts für mich. Und auf Machtspiele stehe ich nicht. Ich weiß was ich will, darum gab es von mir auch kein Streitgespräch oder eine ellenlange Diskussion an dem Abend über irgendein belangloses Thema. Du hast eine andere Meinung? Fein. Deine Sache. Akzeptiere ich. Kein Grund sauer zu werden. Aber ich stehe auf Frauen, die genug Selbstvertrauen haben, auch Frau zu sein. Die ihre Weiblichkeit an sich selbst lieben und nicht versuchen wollen einem Mann künstlich die Stirn zu bieten. Das mag bei den Meisten da draußen funktionieren, bei mir nicht. Keine Ahnung was genau an dem Abend dazu geführt hat, dass die Stimmung kippte. Ist mir auch egal, das was ich da von Dir kennengelernt habe, ist nicht das, was ich für mich in meinem Leben brauche.“

Da war sie etwas perplex, die gute Fr. Fashion. Nun, also… ob wir denn in Kontakt bleiben könnten und „einfach mal sehen, wie wir in ein paar Tagen so denken würden“, fragte sie. Ich antworte: „Wir haben die Möglichkeit uns kennenzulernen. Wenn Du mir zeigen möchtest, dass Du ein anderer Mensch bist als der, den ich an dem Abend zugesicht bekommen habe. Aber ich sammle keine Telefonnummern. Freundschaften zu Frauen gibt es bei mir nicht.“

Sie: „Ist das dann für Dich gleich endgültig aus?“

Ich: „Das hängt von Dir ab, was Du bereit bist zu investieren. Ich brauche keine lauwarmen Geschichten. Und da Dein Prinzessinnenkalender (O-Ton, ich schwörs! *hehe*) sowieso von morgens bis abends voll geplant ist (wie gesagt, meine Vermutung: Weil sie einen – mindestens einen! – Freund hat, ich würde darauf wetten!), langweilt mich das alleine schon. Wenn Du einen Menschen kennernlernen möchtest, dann musst Du Dir dafür auch die Zeit nehmen. So interessant kann ich gar nicht für Dich sein, dass Du für eine ganze Woche im Voraus nicht weißt, wann Du mal ein paar Stunden übrig hast.“

Sie: „Ja, aber ich habe halt auch viele andere Sachen zu tun und mache auch viel mit Freunden, wir sind ja gerade erst am Kennenlernen, da kann ich doch nicht einfach alles andere hinten anstellen.“

Ich musste innerlich wieder nur schmunzeln und dachte mir: „Wenn das ein Kennenlernen sein soll, also SO… ohne Zeit miteinander zu verbringen… hahaha… was für ein Paradoxon!“

Ich: „Genau da liegt das Problem. Du meinst so viel zu tun zu haben, dass eben gar keine Zeit ist einen Menschen kennen zu lernen. Ich hab auch viel zu tun und im Moment bestimmte Prioritäten, aber Zeit für ein Date alle paar Tage nehme ich mir einfach. Und deswegen verstehe ich auch nicht was Dein Anruf soll. Im Prinzip ist doch klar, dass das zwischen uns so gar nicht geht.“

Sie: „Ich wollte Dir auf jeden Fall sagen, dass Du Dir nichts Komisches denken sollst. Du hast nichts falsch gemacht oder so. Deswegen wollte ich mich auch entschuldigen, damit da nichts zwischen uns hängen bleibt.“

Ich: „Das ist nett von Dir. Aber entschuldigen brauchst Du Dich nicht. Da stehe ich drüber. Alles okay. Mach Dir keine Gedanken.“

Sie: „Ja ich möchte nur, dass wenn wir uns mal irgendwo begegnen, dass wir uns nicht einfach aus dem Weg gehen.“

Ich: „Keine Sorge. Ich sag bestimmt hallo. Aber mehr auch nicht. Bei mir gibts nur 0% oder 100%. Dazwischen ist kein Platz.“

Sie: „Du siehst das aber generell ziemlich hart.“

Ich antworte also: „Ich weiß was ich möchte und was ich nicht möchte. Deswegen wünsche Dir einfach nur leb wohl, alles Gute, pass auf Dich auf und viel Spaß noch.“

Damit war es das dann auch.

Und so ist es, wie es bisher (fast) immer war… ich packe mental wieder einmal meine Sachen und ziehe weiter…

Auswahl gibts genug. Und unter Wert verkaufe ich mich für keine Frau. Und mein Wert ist seit dem Beziehungsaus so unendlich gestiegen. Alleine schon ganz unabhängig davon, wie andere – besonders Frauen – mich sehen. Es ist mir egal. Ich bin ich. Einen Wert zu haben, impliziert Werte zu vertreten. Man kann nicht etwas wert sein, ohne Werte zu verkörpern. Die Summe der eigenen Werte machen den eigenen Gesamtwert aus. Also geht es für mich doch ganz einfach nur noch darum, der Frau zu begegnen, die in der Lage und fähig ist (geistig und mental!), Werte im Leben überhaupt entdecken zu können. Und dann muss die Eine dazu doch nur den Blick einmal auf mich richten und hinsehen. 😉

Irgendeine wird das hinbekommen. Ich bin total überzeugt davon. Geduld, junger Padawan. In diesem Sinne wünsche ich der Frau meines nächsten Dates jetzt schon einmal viel Erfolg. Gepaart mit einem Tipp nach dem Motto vom ZDF: „Mit dem Zweiten sieht man besser!“

2019-06-11

Zwischen Studium und den Frauen und Fr. Fashion

Eigentlich hänge ich unter Hochdruck an einer Arbeit für mein derzeitiges Studium. Eigentlich, ja. Ich habe mal wieder spät begonnen. Vielleicht zu spät. Vielleicht aber auch nicht. Wir werden sehen. Wann immer es in meinem Leben zeitlich gesehen eng wurde und ich liefern musste, habe ich noch immer geliefert. Meist sogar Höchstleistungen. Fokussieren. Eingrenzen. Beschränken. Liefern. Fertig. Und bevor ich das tue, kam mir vorhin die Idee, noch eben einen Artikel raus zu donnern. Schreiben für mich selbst bereitet mir noch immer am Meisten Freude.

Die letzte Projektarbeit gab eine 1,0. Hatte ich auch recht knapp fertig gestellt. Damals hatte ich aber auch noch Lebensgefährtin und zwei Kinder „um die Ohren“. Heute bin ich auf mich alleine gestellt. Knapp ist es vielleicht gerade deshalb, weil ich die letzten Wochen eben gerade nicht mehr die mir bis dahin so lieb gewonnenen Personen um mich herum hatte. Stattdessen musste ich wieder lernen auf mich alleine gestellt zu sein. Und dafür musste ich Prioritäten ändern. Und zunächst nur mich selbst als Menschen in den Vordergrund rücken. Die entstande Leere durch das Fehlen meiner gewohnten Menschen mit mir selbst auffüllen. Und auch das Studium weiter hinten anhängen.

Und anstatt all meine Energie in mein Studium zu investieren, habe ich es ins Studium meines eigenen Körpers investiert. Ein wenig auch in Spaß und das Kennenlernen neuer Frauen, jedoch letzteres wirklich nur sehr wenig. Naja, ich finde, dass sich die neuen Prioriäten bislang gelohnt haben. Auch wenn sie zulasten des Hochschulstudiums und meiner Projektarbeiten gehen. Einen leichten Anflug eines Sixpacks kann ich jedenfalls schon erkennen. Meine Motivation ist schon gigantisch, muss ich sagen. Bezogen auf mein Körperstudium im Selbstexperiment. Ich habe noch nichts jemals so brutal durchgezogen wie das Projekt Maschine. Wenn ich bedenke, wie ich vor wenigen Monaten noch gerne abends fast rituell Chips gegessen habe. Gerne kuschelnd, beim Filmschauen. Und mir dabei in meiner Wohlfühloase namens „eigene Familie“ meiner selbst so sicher war.

Nebenbei, eine Haupterkenntnis in aller Kürze: Alles was Du besitzt, kannst Du auch wieder verlieren. So nüchtern und sachlich sollte ich das sehen. Ich bin hingefallen. Schlecht. Ich bin aufgestanden. Gut. Mund abwischen. Weiter machen. Inzwischen sehe ich es auf meiner Reise der Persönlichkeitsentwicklung selbstreflektierend so, dass ich über mich selbst lachen muss. Was auch zuletzt an den neuen Trainern liegt, denen ich folge. Sie sind so schonungslos offen und so unglaublich hart in der Selbstreflexion, dass Granit nichts dagegen ist. Ich bin beeinflussbar von guten Leuten, zum Glück. Ja, zum Glück gibt es verdammt gute Trainer da draußen in der Welt. Die einem in 2 Wochen mehr beibringen, als man selbst in mehreren Jahrzehnten lernen könnte. Und das auch noch ausschließlich durch Video-Vorträge und Podcasts. Irre.

Jedenfalls bringen diese Menschen mich zum Sinnieren über mich selbst bzw. mein Leben. Diese Gedanken führen mich bisweilen immer öfter zu inneren Dialogen gegenüber meinem Leben, im Stile von: „Was für einen dreckigen Schicksalsschlag Du mir beschert hast! Was willst Du mir damit nur sagen?! Du willst mich kleinkriegen, gibs zu! Gib es zu! Niemals! Du bist eine widerliche Hydra. Und wenn Dir verdammter Hydra noch so viele Köpfe nachnachwachsen, ich schlag sie Dir immer wieder alle ab!“

2019-05-31

Genug des Ausflugs in die griechische Mythologie. Kommen wir zurück in die Realität. Oder verschwimmen nicht längst die Grenzen zwischen Mythologie und echtem Leben? Ist das ganze Leben nicht vielleicht eine einzige Hydra? Ist das Leben nicht irgendwie ein Kampf, in dem nur die Wenigsten je zu kämpfen begonnen, sondern sich noch vor jeglichem aufkeimendem Konflikt ergeben haben? Es ist heute kein Philosophischer Sonntag, also brechen wir hier ab. Fullstop.

Ich hatte wie angekündigt mein zweites Date mit Fr. Kaufhaus. Die ich übrigens ab jetzt Fr. Fashion nenne. Weil sie für ein Modelabel arbeitet. Fr. Kaufhaus klingt so steril, finde ich. Nennen wir sie lieber Fr. Fashion.

Zum Date selbst gibt es nicht so wahnwitzig viel zu sagen. Das Sensationelle ist: Ja, tatsächlich, es gab ein Folgedate!!! Wahnsinn! Eine Frau wollte mich also wieder sehen! Das ist doch mal ein Glas Champagner wert oder? Auf mich selbst! Prost! Auf mich, den alten Langweiler.

Ach Freunde, was gibt es Köstlicheres als Sarkasmus gegen sich selbst? Einfach geil!

Wir wollen demnächst zusammen kochen. Oho. Klingt also nach einem weiteren Date. Spricht also definitiv für die Frau, dass sie mich wiedersehen möchte. Da können sich all die anderen Damen aber mal eine Scheibe abschneiden von ihr. Ich meine all die Damen, die im Projekt Beziehung (Teil 1 und 2) meinen Weg als einmalige Dates mit ihren Leichen gepflastet haben. Ich fuhr schon einen ordentlich hohen Verschleiß. Friedhof der Kuscheltiere. Fr. Fashion muss also irgend etwas an mir entdeckt haben, was es aus ihrer Sicht Wert sein muss, mich wieder sehen zu wollen. Was das wohl ist? Vielleicht steht sie auf Langweiler? Passt. Damit kann ich dienen! 🙂

Ach Freude. Ich muss mal aufhören mit diesem Sarkasmus. Nein, im Ernst. Eigentlich freue ich mich gerade wirklich nur. Über einen wesentlichen Umstand am allermeisten. Lasst es mich so sagen, ich war in Sachen Pickup doch kaum mehr aktiv. Insgesamt so wenig, wie ich in meinen Spitzenzeiten damals als kleines 2-Tages-Pensum erfüllt hatte. Und speziell die letzten 2 Wochen habe ich kaum mehr Frauen angesprochen. Insgesamt vielleicht 5, oder so? Ich beobachte viel und suche draußen sehr den Blickkontakt. Ohne aktiv zu werden. Ich lasse mehr auf mich zukommen was das Leben zu bieten hat. Dazu zählen auch die Frauen. Und ganz besonders deshalb freue ich mich, dass das Date mit Fr. Fashion so „leicht“ entstanden ist. „Leicht“ im Sinne von „Leichtigkeit“. Kein verbissenes Hinterherrennen einer jeden Frau. Keine 100-Meter-Sprints auf offener Straße, nur um die nächste Granate noch einzuholen. Das Date, bzw. nun schon das 2. Date, ergab sich also mehr aus der Ruhe. In der Ruhe liegt die Kraft, sagt man.

Ich freue mich also darüber am Meisten, dass ich mir dieses Date (und auch das mit Ms. Osteuropa) mit so viel Gelassenheit in mein Leben zog. Fast erhaben, würde ich sagen. Und neben diesem Umstand der Freude, nehme ich aus der aktuellen Situation noch ein paar weitere Erkenntnisse bzw. offene Fragen für mich ganz persönlich mit:

  1. Ich habe in ihr eine Frau getroffen, die viel schneller (!) spricht als ich. Premiere! Das ist ein bisschen anstrengend, gebe ich zu. Jedenfalls wenn es für aus meiner Sicht um nicht so spannende Themen geht. Aber was ich auch feststellen muss ist, dass ich die Anstrengung lieber habe als Langeweile durch ein einschläääääferndeeeeeees Spreeeeechtempoooooooo. Keine Sorge, ich versuche dennoch weiterhin immer überall schööööööön langsaaaaaaaam zuuuu spreeecheeeeeeen.
  2. Unser Kontakt zwischen den Dates ist schon äußerst spärlich. Das habe ich so auch noch nie erlebt. Besonders nachdem… äh… naja… es jetzt zwischen uns nicht bei einem Eskimo-Bussi geblieben ist. Das kenne ich so nicht. Normalerweise kleben sich die Frauen dann an meine Fersen. Ich denke da beispielsweise an die Klette oder auch an Fr. Schlange. Bei Fr. Schlange war es schon sehr extrem. Ich habe das jedenfalls immer so erlebt, dass die Frauen – bereits nach den ersten Dates – stark kontaktbedürftig geworden sind. Was mir immer gut gefallen hat, da ich normalerweise genauso bin. Allabendliche Telefonate waren dann Gang und Gäbe. Und auch die eine oder andere WhatsApp-Nachricht zusätzlich untertags. Fr. Fashion handhabt das anders. Sie kommt wohl auch kontaktlos oder mit spärlichem Kontakt ganz gut klar. Ich stelle das bis hier erstmal wertfrei fest. Passt. Und jetzt führt mich das zum 3. Punkt meiner Aufzählung.
  3. Werde ich gegamed (englisch „to game“ = spielen)? Ich kann mir das im Moment nur so erklären, indem ich mir selbst die Frage stelle: Wann würde ich einer Frau nur sehr spärlich oft schreiben und auch nicht jeden Hebel in Bewegung setzen, damit so schnell wie nur möglich das nächste Date zustande kommt? Na?! Interessante Frage, oder? 😉
    Ich jedenfalls würde das nur dann tun, wenn ich auf keinen Fall eine tiefere emotionale Bindung zu diesem Menschen aufbauen wollen würde. Während den Dates ist sie sehr wohl emotional und auch durchaus… sagen wir… sinnlich. Was im Umkehrschluss für mich bedeutet, dass sie jedenfalls nicht auf der Suche nach der Beziehung ihres Lebens ist. Dazu unternimmt sie für meinen Geschmack an vielen Tagen schon zu viele andere Dinge, mit wem auch immer. Daher die interessante Frage: Werde ich gegamed? Müsste ich 5 Euro wetten, würde ich es tun. Und davon ausgehen, dass ich einer von mehreren bin.

Und mit dieser Frage entlasse ich mich selbst ins Wochenende. Und schei** auf eine Antwort. 😉

PS: Jeder soll in seinem Glauben sein dürfen. Aber eines ist klar, mich gamed niemand mehr. Definitiv nicht. Gegamed wurde ich von Fr. Schlange, schon in der ersten Nacht. Das passiert mir nie wieder. Also nicht das Ding mit der ersten Nacht. Das kann schon mal wieder passieren. 🙂 Aber zu meinen, dass nur ich der Pickupper sei… Nee. Witzig ist doch: Ich pickuppe derzeit gar nicht. Ich habe längst begonnen authentisch(er) zu sein. Ich bin draußen unterwegs, ja. Aber ich mache wonach mir ist. Ich feuere keinerlei Routinen (mehr) ab, wie es im Pickup-Jargon heißt. Keine Techniken und keine Sprüche mehr. Ich komme aus meiner Mitte. Ende. Ich bin inzwischen so gut es geht einfach nur „real“. Möchte die Frau zunächst nur sprechen und sehen, ob sie überhaupt etwas für mich sein könnte. Das ist mein Mindset, inzwischen. Und das gefällt mir verdammt gut. Und die 2 Dates mit 2 verschiedenen Frauen trotz der geringen Anzahl an Damen, die ich überhaupt angesprochen habe, zeigt mir schon den richtigen Weg.
Und wenn es so ist, dass Fr. Fashion mich tatsächlich „nur“ gamed? Läuft. Leasing-Fahrzeuge fährt man auch nicht den ganzen Tag. Car2go und DriveNow sind doch das neue Prinzip oder? Schaut mal in die Großstädte! 😉 Hab ich von Fr. Schlange gelernt, der extrem-hypergamen Hydra. Redpill. MGTOW. Danke. Nachricht ins Logbuch an mich selbst: Nimm das Leben wie es kommt, Mr. Projekt Beziehung!

Date-Review mit der Frau aus dem Kaufhaus

Gestern hatte ich ein Date angekündigt. Und ja, es fand auch statt. Wunder geschehen immer wieder! 😉

Vorweg gleich mal, es wurde ein recht langes Date. So lange, dass ich am Ende die letzte Bahn verpasst habe und deshalb mit dem Taxi heim fahren musste. Ist mir noch nie passiert. Buh!

Aber jetzt mal der Reihe nach: Sie war pünktlich auf die Minute (wow!). Kurze Begrüßung, Umarmung. Sie strahlte. Und ich freute mich wirklich auf das Date. Sie hatte mir nachmittags am Telefon einfach Lust gemacht auf mehr, durch ihr Lachen und ihre freudige Art.

Fan von mir selbst

Ein witziger Einschub: Ich hatte das gar nicht als etwas „Besonderes“ angesehen, aber ich habe in meinem Handy als Hintergrundbild…? Mich selbst! Ja, tatsächlich. Ein Bild aus dem Fotoshooting kürzlich. Und ich finde meine eigenen Bilder immer noch so cool, dass ich eines davon doch glatt als Hintergrundbild eingestellt habe. Sie sah das und fragte ganz erstaunt: „Du hast ein Bild von Dir selbst als Hintergrund?!“
Ich dachte mir: „Äh. Oh. Stimmt. Hm. Kommt vielleicht komisch, haben wohl die Wenigsten. Aber ich find es Hammer!“ und antwortete: „Ja klar!“

Jetzt könnte man meinen, dass das ein riesen Thema werden würde. Ob ich selbstverliebt sein könnte. Oder überheblich. Oder oder oder. Nein, ich finde mich einfach (wieder!) toll. Punkt. Mehr nicht. So toll, dass ich doch lieber mich ansehe als irgend ein Trival oder Pseudo-Strandfoto von den Malediven. Oder ein Wappen meines Lieblings-Fußballvereins. Ich muss mich jeden Tag ertragen. Also kann ich auch einfach den Spieß umdrehen und mich selbst einfach toll finden. Ich dachte mir dann in dem Moment ehrlich, dass sie das irgendwie „abschreckt“. Tatsächlich lächelte sie nur kurz darüber und das Thema war vom Tisch und kam auch nie wieder zur Sprache. Was sie sich dazu dachte, weiß ich nicht. Vielleicht irgendwas, vielleicht auch nichts. Was ich damit sagen will ist: Steh zu Dir selbst! Und wenn Du etwas tust, sei kongruent! Wenn Du Dein Bild cool findest, dann mach das. Wenn die Frau das dämlich findet? Nicht mein Problem! Wenn sie es außergewöhnlich findet? Auch gut! Mach, worauf Du Lust hast. Das ist die Devise. Ich stelle kein Bild von mir selbst rein, UM einer Frau ZU zeigen oder auszusagen: „Ich finde mich selbst toll, sieh mal!“, sondern UM ZU…? GAR NICHTS! Kein „um zu“!

Ich vermute, dass ich wohl derzeit auch einen erhöhten Testosteronspiegel habe. Das Krafttraining ist bestimmt ein Auslöser dafür. Adrenalin mit Testosteron ist wohl teuflisch. Aber dann doch lieber auf Testo als depri. Oder? Ehrlich sein, bitte. Wenn ich mich selbst betrachte, muss ich sagen: Nach dem jüngsten dicken Beziehungaus ist das schon eine irrsinnige Leistung, nach gerade einmal 2,5 Monaten so einen Schub zu machen. Ich fühle mich, als wäre ich 10 Jahre gewachsen. Vor wenigen Wochen noch fühlte ich mich so, als wäre ich auf offener See unter gegangen. Ausgesetzt worden, ganz ohne Rettungsinsel. Einfach mit einem Arschtritt raus und über Board. Kein Mensch auf dieser Welt kann in das Innenleben eines Anderen blicken. Wahrscheinlich auch gut so. Gerade deshalb versuche ich auch selbst mein größter Motivator zu sein! Wer, wenn nicht ich selbst, kann mich am Besten aus dem Dreck ziehen?

Ich schlug also direkt eine Bar zum Einstieg vor. Eine, die sie noch nicht kannte.
Ihre Reaktion: „Ja, dann gehen wir doch da hin, was Du vorschlägst.“
Ich dachte mir: „Passt. Gutes Mädchen.“
Warum? Es ist nicht so einfach das direkt in Worte zu fassen. Aber es ein Gefühl, das die Frau einem in diesem Moment direkt zum Start vermittelt. Die Botschaft dahinter lautet sub-kommunikativ: „Du bist der Mann. Wenn Du den Weg vorgibst, folge ich Dir.“

Die letzten Wochen hatte ich ja schon immer wieder mal dazu ein paar Worte verloren, wie wichtig es aus meiner Sicht ist, dass der Mann führt und die Frau sich auch führen lassen möchte (!). Sie ist definitiv eine Frau, die kein Problem damit hat ihre Meinungen klar zu äußern und dahinter zu stehen. Auch wenn sie merkt, dass ich eine andere Meinung vertrete. Das zeugt zunächst von äußerer Sträke. Im Laufe des Dates kristallisiert sich dann doch meist heraus, dass die Frau eigentlich eine eher unsichere Persönlichkeit hat. So ist das auch bei ihr. Und das ist ganz normal. Das ist okay so. Aber vordergründig ist sie stark. D.h. als Mann darf man sich dann einfach nicht von der einen oder anderen Äußerung beeindrucken lassen. Und einfach weiter im eigenen Frame und Mindset bleiben: „Ich bin der Mann. Punkt.“
Das soweit mal nur als Gedankeneinschub.

Nun zum Date an sich.
In der ersten Bar angekommen, hielt ich ihr selbstverständlich die Türe auf. Sie: „Oh, danke. Ganz klassisch!“ Ich dachte mir nur: „Oh Wunder geschehen. Endlich wieder eine Frau, die das überhaupt bemerkt!“

Eine Frau, die nicht um Führung kämpft

Wir sprachen erstmal darüber was wir uns zum Trinken bestellen möchten und sinnierten über verschiedene Getränke. Anti-Alkoholisch? Oder lieber Weißen oder Roten. Ich legte mich auf einen Weißwein fest. Sie schwankte zunächst zwischen verschiedenen Möglichkeiten und sagte dann: „Ich kenne mich bei Weißwein nicht so aus. Ich nehme einfach das Gleiche, das Du nimmst. Ich mag ja auch wissen was Dir schmeckt!“ Der hat gesessen! Das ist ’ne Ansage. Hat mich verzückt. Nicht wegen mir, sondern wegen ihr. Sie ließ mich einfach machen. Und wann immer das in meinem bisherigen Dating-Leben passierte, dass ich machen sollte und durfte, verhieß das nur Positives. Letztlich für beide.

Wir streiften verschiedene einfache Themen und kamen dabei immer weiter zu nicht gerade typischen Dating-Themen. Ich hatte mir vorgenommen, wieder – wie auch letztens mit Ms. Osteuropa – mehr zuzuhören als zu sprechen. Und langsam zu sprechen. Der Vorsatz war nicht durchhaltbar. Zumindest ersterer. Sie stellte unentwegt Fragen. Sie zeigte so viel Interesse, dass es mir schier unmöglich war weniger zu sprechen als sie. Selbst Versuche meinerseits, das Gespräch immer wieder auf sie zu lenken, umkurvte sie hartnäckig. Ich fühlte mich etwas, als wäre ich der Star des abends. Und müsste Autogrammkarten verteilen. Ohne eigentlich der Star sein zu wollen. Ich wollte eher der genießende Mann auf den hinteren mittleren Spitzenplätzen eines großartigen Konzerts sein und mich entspannt unterhalten lassen. Mich zurücklehnen dürfen und zuhören. Aber keine Chance, die Rechnung hatte ich ohne die Frau gemacht. 🙂

Sie spiegelte meine Körpersprache beispielsweise immer wieder. Außerdem streifte sie sich immer wieder durch die Haare und spielte damit. Ich liebe glatte dunkle Haare. Und ich finde das schon ein bisschen erregend, wenn die Körpersprache der Frau so eindeutig Interesse signalisiert. Früher – in Teil 1 – habe das Spiegeln der Körpersprache teilweise bewusst selbst eingebaut. Das mache ich heute gar nicht mehr bewusst. Aber sehr wohl nehme ich bewusst wahr, wenn die Frau mich spiegelt. Ich bin im Moment. Es gelingt mir nicht ein gesamtes Date lang. Aber phasenweise immer wieder. Ich versuche so fokussiert und im Moment zu sein wie nur irgendwie möglich. Und das brachte mir am Meisten Genuss gestern, die Szenerie wahrzunehmen wie sie war.

Das Gespräch verlief intensiv, witzig. Wir verstanden uns gut. Ich hatte das Gefühl, dass sie mich anhimmelt. Das, also ich, ist übrigens der selbe Junge, der beim letzten Date mit Ms. Osteuropa offenbar nocht so total langweilig gewesen sein soll. Hm. Ich weiß nur, dass ich immer noch der selbe Mensch bin, sowohl beim letzten Date mit dieser einen anderen Frau und auch gestern beim Date mit einer weiteren Frau. Ich hatte mir für gestern Abend aber auch vorgenommen, etwas mehr für „Knistern“ und „Spannung“ zu sorgen. Es gelang mir irgendwie ganz offensichtlich auch. Aber?

Selbstläufertum!

Ja, aber! Ich muss ganz eindeutig dazu sagen: Es ist einfach merkwürdig! Gestern Abend war das Ganze irgendwie ein Selbstläufer. Ich musste keine großen Feuerwerke zünden und ständig „so tun als ob“. Und sie war dennoch gut unterhalten, sogar bisweilen fasziniert. Keine Ahnung, ob ich das hier gut genug beschreiben kann, um verständlich auszudrücken worum es mir geht. Ich möchte damit sagen: Es ist ein Irrglaub zu denken, dass man als Mann alleine (!) dafür verantwortlich sein soll, die Frau zu begeistern. Mitnichten! Gestern war es einfach gefühlt ein Selbstläufer, die Frau machte mit. Und so wurde ein Tanz daraus. Und bei Ms. Osteuropa hatte ich eher den Eindruck, dass ich ein Bildhauer sein sollte oder sein müsste. Ich, bewaffnet mit Hammer und Meißel. Und sollte aus dem Klotz im Alleingang eine Figur zaubern. Wie kühl. Wie unmöglich!

Ich konnte gestern tatsächlich viel mehr ich selbst sein, obwohl ich mir vorgenommen hatte, überhaupt nicht über „Nicht-Dating-Themen“ zu sprechen. Ich wollte unbedingt nicht der nette Mann sein, der ich eigentlich bin. Ich wollte nicht zu nett sein. Nicht zu „gewöhnlich“. Und wie kam es dann? Ich war mehr ich selbst als ich dachte. Weil sie es zuließ und selbst bei Themen, die ich umschiffen wollte, immer weiter nachhakte. Selbst als ich mehrmals etwas in der Art sagte, wie beispielsweise: „Hey, mein Job ist zwar mega spannend für mich. Und ich mache total gerne was ich tue. Aber das ist doch nichts Spannendes für Dich.“, reagierte sie immer wieder in der Art wie: „Nein nein. Ich finde das total interessant. Erzähl mir unbedingt mehr davon! Ich möchte das wissen!“ Und so ging das mit Themen wie Job bis hin zu Themen wie Spiritualität und Eckhart Tolle. Es ist selten, dass ich über Tolle spreche und meinen Weg der Persönlichkeitsentwicklung. Doch sie wollte all das erfahren, ohne zugleich zu persönlich zu den Hintergründen zu werden. Sie war neugierig, allerdings überschritt sie keine Grenzen, was meine Vergangenheit betraf. Sie blieb respektvoll und hakte nicht weiter nach, wenn ich im Abstrakten bleiben wollte. Das gefiel mir.

Ich hätte mir gewünscht mehr über sie zu erfahren. Es war nicht einfach. Sie hörte nicht auf, an meinen Worten zu kleben. Ich musste meine Themen geschickt nutzen, um dadurch auf sie zu lenken. Was ihre Ziele, Wünsche und Träume sind. So bekam ich dann ab der Hälfte des Dates doch noch die Kurve zu ihr. Das war wohl auch deshalb möglich, da wir die Örtlichkeit verlagert hatten. Von Sesseln in einer Bar in eine Location, auf der wir auf einer Couch Platz nehmen konnten. Nah beieinander.

Endlich wurde etwas auch etwas körperlicher. Ich rutschte etwas rüber zu ihr. Es gefiel mir, ihre Hand zu halten. Und es gefiel mir, einen Arm um ihren Rücken zu legen. Und es gefiel ihr, dass ich sie am Rücken streichelte und leicht massierte. Das Interessanteste aus meiner Sicht spielte sich allerdings in mir ab, in meinem Inner-Game. Nicht im Äußeren. Denn ich spürte etwas Besonderes in mir, das sich bei Ms. Osteuropa schon abzeichnete:

Ich muss nicht, aber ich kann und tue – wenn ich will

Ich war nicht so gedankenfixiert auf „was muss ich als Nächstes tun“. Ich tat einfach wonach mir war. Deshalb hielt ich auch nicht die Hand der Frau meines vorherigen Dates letztens, Ms. Osteuropa. Ich hatte bei dem Date vor einigen Tagen schlicht keine Lust beim Spazieren ihre Hand zu halten. Nicht in dem Moment. Und gestern Abend hingegen war es so, dass ich die Hand der Frau halten wollte. Und dann frage ich auch nicht um Erlaubnis, sondern tue das einfach. Weil ich es will. Weil ich es kann. Allerdings reichte mir das auch genau so, das Handhalten. Im Projekt Beziehung Teil 1 taktierte ich dagegen sehr. Legte großen Wert darauf den „richtigen“ Moment zu finden, um sie beispielsweise küssen zu können. Den frühest möglichen Zeitpunkt zu „finden“ bzw. besser gesagt „zu provozieren“. Ja, Pickup war damals eine neue Welt für mich. Und die Erfahrungen, die ich machte, waren so gesehen extrem wertvoll. Auch wenn ich aus heutiger Sicht schon extrem verkopft war. Aber ich habe mich glücklicherweise weiterentwickelt.

Gestern spürte ich, dass ich sie küssen könnte, wenn ich wollte. Auf der Couch. Vielleicht auch vorher. Aber mir war nicht danach. Ich wollte den Moment genießen. Ich wollte einfach nur genießen und Gedanken ans Taktieren kamen mir nur für Sekundenbruchteile. Ich konnte solcherlei Gedanken sofort beiseite schieben und mir selbst antworten: „Das war Teil 1, das war die Vergangenheit. Du bist jetzt einen Schritt weiter. Du brauchst gar nichts. Du musst nichts. Du machst nur noch wonach Dir ist. Sei Du selbst. Bleib Du selbst. Sei glücklich mit Dir selbst.“

Und so verging die Zeit wie im Flug und ich verpasste die letzte Bahn. Was mir noch nie passierte. Ich hatte auch übersehen mich darum zu kümmern, wann die letzte Bahn kommen würde. Also musste ich mit dem Taxi heim fahren. Was ihr auch Leid tat, dass sie ebenfalls die Uhr aus dem Blick verlor und ich nun erstmal überlegen musste, welche Optionen ich hätte, um nach Hause zu kommen. Es war spät. Die Mitarbeiter in der Bar fingen an aufzuräumen und zum Ende zu kommen. Also beschlossen wir zu zahlen und raus zu gehen und nach einem Taxi für mich zu sehen. Es regnete.

Ich schlug vor, uns nochmal kurz unterzustellen zur Verabschiedung. Wir klappten unsere Schirme zu. Und ich spürte, dass es etwas unentspannt wurde, da ich kurzzeitig etwas in Hektik geriet, als ich feststellte, dass ich meine Bahn verpasste. Eigentlich wäre es nicht der Rede Wert gewesen. Objektiv betrachtet. Allerdings bin ich in meinem Leben noch nie aufgrund so einer Situation mit dem Taxi gefahren. Klingt banal, aber ich verpasse normal keine bestimmten Uhrzeiten oder Termine. Und das löste in mir etwas aus, das ich als „ungewohnt“ beschreiben würde. Nichts Dramatisches, klar. Aber neu für mich, so eine Situation. Deshalb verlor ich kurzzeitig die Orientierung und deshalb meine Entspannung. Ich kam aus dem Bauch und dem Herz plötzlich in den Kopf. Als wäre ich mit einem Eimer kalten Wassers übergossen worden.

Etwas schade für das Ende eines schönes Dates, dachte ich mir. Also versuchte ich den Abschied möglichst sanft zu gestalten. Wir sprachen kurz über den schönen Abend. Und zum Schluss nahm ich ihre Hand, blickte ihr in die Augen, beugte mich zu ihr hinüber bzw. leicht hinunter und gab ihr ein Küsschen zum Abschied auf den Mund. Dabei spürte ich, dass sie es am Liebsten nicht bei einem einfachen Küsschen belassen würde. Aber mir war genau danach, nach einem einfachen Küsschen.

2019-05-28

Nicht, weil ich grundsätzlich mit ihr nicht mehr hätten haben wollen. Sondern weil ich es derzeit genieße, dass ich nichts mehr muss. Ich habe das Gefühl, dass nach dem Ende meiner letzten Beziehung etwas in mir gestorben ist. So ehrlich bin ich. Ein Teil von mir und ein großer Teil meines Herzens sind zumindest im Moment nicht mehr da. Vielleicht auch für immer weg, ich weiß nicht. Ich gab alles und noch mehr. Und ich verlor alles und noch mehr. Und ein großes Stück weit sehe ich keinen unmittelbaren Sinn mehr dahinter – jedenfalls im Moment – nach meiner Traumfrau zu suchen. Ich habe mehr das Bedürfnis jegliche Suche aufzugeben. Und stattdessen mich selbst zu finden. Und dabei mehr zu beobachten, was auf mich zukommt bzw. was ich anziehe. Ein großartiger Persönlichkeitscoach sagt dazu: „Wenn Du ein Magnet bist, kommen die Stecknadeln zu Dir. Und nicht der Magnet folgt den Stecknadeln! Sei ein Magnet!“

Es reicht mir, dass ich den gestrigen Abend sehr genießen konnte. Und ich hatte kein Bedürfnis, die Situation – auch nicht auf der Couch in der Bar – zu eskalieren. Jedenfalls nicht weiter als mir danach war. Es reichte mir ihre Hand zu halten und sie zu streicheln. Es reichte mir, in ihre Augen zu blicken und zu spüren, dass ihr der Abend Freude bereitete. Aber ich bin kein Schulbub mehr. Und ich brauche keinem etwas beweisen. Zuletzt nicht einmal mir selbst. Ich bin auf dem Weg mir selbst zu genügen. Das reicht. Und das fühlt sich so verdammt toll an. Ich weiß, dass ich ein großartiger Mensch bin. Daran kann auch das Beziehungsende mit Fr. Schlange nichts ändern. Ganz im Gegenteil. Das Ende an sich und die Art und Weise, wie sie es enden ließ, lassen mich zurück zu mir selbst finden. Ich bin dabei mich mit der Mannwerdung zu beschäftigen. Frauen sind dabei gar kein Baustein. Sondern vielmehr und stattdessen Früchte, die ich auf dem Weg ernten kann, wenn mir danach ist. Und ich tue nur noch wonach mir ist. Das fühlt sich natürlicher an, als alles was ich zuvor je tat.

Wir wollen uns die Woche wiedersehen und haben ein Folgedate vereinbart. Schon während dem Date wurde klar, dass wir uns wiedersehen wollen. Es freut mich sehr, dass der selbe „langweilige Mr. Projekt Beziehung“, der vorletzte Woche noch abserviert wurde aufgrund jener Langeweile, gestern Abend ganz und gar nicht langweilig zu sein schien. Ich lerne daraus, obwohl es sicherlich nicht mein erstes Date im Leben war: Es gehören einfach immer 2 Menschen dazu. Wenn die Frau mitmacht, wird es ganz automatisch ein schöner Abend. Ich bin nicht David Copperfield und kann schlicht nicht im Alleingang weiße Kaninchen aus dem Hut zaubern. Es sind 2 Menschen verantwortlich für das Geschehen. Alles andere ist eine Illusion.

Nicht Selbstreflexion, sondern Fremdreflexion

Ich fragte sie übrigens auch, wie sie es empfand, als ich sie im Kaufhaus ansprach. Sie lachte und sagte, dass sie zunächst etwas gelangweilt war. Weil viele Kunden auch einfach so ein Gespräch suchen würden. Und ich stellte wohl ähnliche Fragen, was das für Artikel seien, die sie verkaufen würden usw. Aber sie merkte schnell, dass ich echtes Interesse an ihr gehabt hätte. Sie empfand es als sehr sympathisch, wie ich sie ansprach, was und wie ich es sagte und ich sei nicht mit einem „typischen Anmachspruch“ auf sie zu gekommen. Sie fand meine Art einfach toll, sagte sie. Ihr sei relativ schnell klar geworden, dass sie sich mit mir treffen wollte. Und eine Aussage von ihr fand ich faszinierend. Ich fragte sie: „Sag mal, wann war Dir klar, dass es mir um Dich geht und ich Dich wieder sehen möchte?“
Sie: „Nach 1 Minute.“
Puh! Ich musste laut lachen und sagte zu ihr: „Was??? Nach 1 Minute war mir das selbst noch nicht einmal klar!“

Da sehen wir wieder einmal: Frauen nehmen unterbewusst und auf emotionaler Ebene offenbar mehr war, als wir Männer uns rational selbst erklären können. Was für eine Lehrstunde für mich.

Ein toller Abend. Sie sorgte für mehrere Rockstar-Momente für mich. Ich freue mich, wenn wir uns wiedersehen.

PS: Ich hatte in letzter Zeit darüber nachgedacht, mir ein paar Accessoires zu besorgen. Ein Armband, einen Ring, evtl. eine Kette. Und auch eine Uhr. Gestern unterhielten wir uns auch über ihren Schmuck. Ich fand ihren Goldschmuck wirklich schön, alles aufeinander abgestimmt. Und was sagte sie zu mir? Eine Uhr würde mir gut stehen, würde gut zu meinem Style passen. Nehm ich doch gerne an, den Hinweis.

Date-Review mit Ms. Osteuropa

So Freunde, ein Date-Review steht an! Tadaaaaaa!

Es ist zwar eigentlich schon mein zweites Date im Projekt Beziehung Teil 2. Das erste Date zähle ich aber nicht, da ich es mir im strengen Sinne nicht selbst „erarbeitet“ habe. Mein Social Circle hatte da seine Finger im Spiel. Nehme ich natürlich auch gerne an, allerdings hat das nicht die Wertigkeit im Sinne echter Pickup- und Persönlichkeitsentwicklung.

Nun gut, also zum Auftakt ins Wochenende war es dann so weit. Sie war pünktlich, ich war pünktlich (sowieso, na klar!). Treffen in der Stadt. Ich lief in Richtung unseres vereinbarten Treffpunktes und sah neben vielen anderen Menschen eine Frau, die offenbar in ihr Handy blickte. Anfangs sah ich sie allerdings nur von hinten. Sah zunächst ihre sportlichen Sneakers, ihre knallenge dunkelblaue Jeans und dann wanderte mein Blick direkt nach oben und ich sah lange glatte dunkle Haare an ihrem Rücken hinab hängen. Nun musste ich sie erst einmal umkreisen und mich ihr von vorne nähern. Könnte sonst schließlich passieren, dass ich die falsche Osteuropäerin überfalle. Und das wollen wir ja nicht.

Die Begrüßung fiel freundlich aus, so würde ich es beschreiben. Allerdings auch keine große Sache, kurz ein Küsschen links und rechts. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie etwas unsicher war. Sie wollte sofort wissen was wir denn tun würden. Also schaltete ich sofort einen Gang runter. Ich hatte mir für diesen Tag sowieso vorgenommen ruhig und langsam zu agieren. Insbesondere sprachlich, da sie der deutschen Sprache nicht so mächtig ist. Übrigens zwang mich alten Schnellsprecher dieser Umstand tatsächlich bewusst auf mein Sprachtempo zu achten. Schlicht deshalb schon, da sie mich anderenfalls nicht verstand. Oft musste ich einzelne Wörter umschreiben. Das macht eine Konversation irgendwie auch lustig. Und so startete ich mit zwei angezogenen Handbremsen ins Date. Die erste Handbremse hatte ich schon selbst vorgenommen zu betätigen, die zweite bedingte ihre Nervosität.

Ganz Alpha-mäßig schlug ich also die Route vor und wollte ihr zunächst einen ruhigen und wirklich schönen Park zeigen. Wir verständigten uns auf einen kleinen Spaziergang mit anschließendem Abendessen. Passt soweit. Nun spazierten wir in einer viel belebten Fußgängerzone entlang. Und ich bemerkte zwei Dinge:

  1. Sie lief so nah neben mir, dass sich unsere Körper gefühlt bei jedem zweiten oder dritten Schritt leicht berührten. Das hatte ich so noch nie bei einem Date erlebt. Generell nie. Ein bisschen fühlte sich das so an wie Autoscooter in der Light-Variante, nur gerade aus. Aber ich fand es amüsant und Körperkontakt ist immer gut. Meinetwegen soll sie also Autoscooter mit mir spielen dürfen. 😉
  2. Ich achtete beim Spazieren bewusst auf die Blicke der anderen Menschen. Das ist etwas, das ich in meiner vorherigen Beziehung nach einiger Zeit (natürlich?) nicht mehr tat. Es war enorm! Es war extrem! Ich bekam so viele Blicke wie nie. Wenn ich alleine durch die Stadt laufe, habe ich immer wieder einmal Blickkontakt mit einzelnen Frauen. Allerdings natürlich nur sporadisch. Männer sehen mich auch mal an, allerdings (glücklicherweise! *hehe*) noch seltener. Nur an diesem Tag war das anders. So sehr, dass ich mir dachte ich wäre auf einem Präsentierteller und gerade vom 3-Sterne-Koch am Tisch des Abends auf dem Silbertablett serviert worden. Definitiv ein Zeichen, dass die Umgebung diese Frau heiß fand.

2019-05-19

Gerade zu diesem Punkt 2 komme ich am Ende nochmal zurück. Manch Einer wird sich jetzt schon denken können worauf ich genau zurück kommen werde. Jedenfalls alljene, die mein Leitmotto kennen… 😉

Zur Optik

Es war ein gutes Gefühl mit ihr Spazieren zu gehen. Sie ist eine attraktive Frau, zweifelsfrei. Eine top Figur und vor allem die glatten dunklen Haare sind eine Augenweide. So, das sage ich allerdings ohne für sie zu schwärmen. Es ist eine sujektiv-objektive Beschreibung meiner Wahrnehmung. Sie bekam von mir auf jeden Fall das Präsidat: „Definitiv ansehenswert.“

Wir lachten, wir hatten Spaß, wir unterhielten uns über alles Mögliche. Allerdings hatte ich das Date bewusst nicht „künstlich“ sexualisiert. Ich bin eher smart geblieben, da ich im Hinterkopf hatte: „Erstmal warm werden mit der Frau und ihr auch umgekehrt die Chance geben. Später beim Essen kommen wir uns sowieso näher und dann reicht das genauso noch. Jetzt erstmal die Sonne genießen, ein bisschen bewegen und im Moment sein.“

Zwischendurch legte sie ein paar Verhaltensweisen an den Tag, die ich allerdings etwas merkwürdig fand. Beispiel? Gerne. Also auf dem Weg durch die Stadt sagte ich zwischendurch zu ihr: „Sieh mal, da vorne ist eine Parfümerie. Ich wollte für mich sowieso noch nach einem echt guten Duft schauen, den ich entdeckt habe. Lass uns kurz rein gehen, wir spazieren danach einfach weiter.“

Ich hatte mir nicht viel dabei gedacht. Ich wollte einfach nach einem Parfüm schauen, fertig. Badabim Badabam Badabu. Mehr nicht. Kein Hokus-Pokus-Pickup-Trick des Jahrtausends. Möchte man meinen. Sie sagte zu. Wir gingen auf die Parfümerie zu und kurz bevor ich durch den Eingangsbereich gehen wollte, sagte sie: „Ah nein, ich möchte da doch nicht rein gehen. Ich möchte spazieren gehen.“

Ähhhh?! Hääääää? Was?! Erde an Mars. Was ist jetzt los? Es ist nur eine Parfümerie. Kein Bordell! Hallo?! Also ganz ehrlich mal, ich hab auch schon echt komische Dinge erlebt. Aber SO ETWAS noch nicht. Als hätte sie einen Geist gesehen. Als hätte ihr der Anblick der vielen Parfüms durch den Eingangsbereich einen Schreck eingejagt. Also ehrlich Freunde, wie soll Mann da reagieren?! Das ist so surreal, dass jede Reaktion eigentlich an sich schon lächerlich wirkt. Schleife ich sie rein (Alpha!), kommt das irgendwie nicht gerade einfühlsam rüber. Drehe ich stattdessen auf der Hacke um und spaziere mit ihr weiter, sieht das irgendwie nicht minder lächerlich aus. Keine Ahnung.

Ich wollte keine große Sache daraus machen und bin also nicht in den Laden, sondern drehte um. Warum beschreibe ich diese Szene?! Nun, sie ist sicherlich insgesamt nicht „so wichtig“. Allerdings ist das ein Date-Review aus Sicht eines Pickuppers, der sich im Rahmen dieses Projekts nichts mehr wünscht, als seine Traumfrau zu finden. Und deshalb halte ich es für besonders berichtenswert, auch speziell die Momente zu berichten, bei denen ich mir als normaler Mensch (?!) nur denken kann: „Sag mal… hat die Frau nen Sprung in der Schüssel?!“

Dieser Blog soll ein authentisches Abbild der Realität sein. Meiner Realität. Meiner kleinen Wahrheit, wie ich sie wahrnehme. Nicht mehr und vor allen Dingen keinesfalls weniger.

Also liefen wir wieder. Und irgendwann bekam ich Hunger, sie wollte allerdings noch weiter spazieren. „Gut“, dachte ich mir, „dann spazieren wir eben noch“. Da sie zwischendurch auch fragte, was ich heute noch vor hätte und wir beide davon sprachen, dass das heute auch noch länger dauern könnte mit unserem Treffen, ging ich weiterhin davon aus, dass wir danach noch etwas Essen gehen würden.

Sind alle Models so?

Nach fast 2 Stunden kamen wir auf das Thema Fotoshooting zu sprechen. Ich wusste, dass sie in ihrer Heimat als Model arbeitete, das erzählte sie mir beim Kennenlernen am ersten Tag. Sie war ganz stolz darauf und zeigte mir allerlei Bilder aus ihrem Handy. Jetzt muss ich sagen, dass die Frau enorm wandlungsfähig ist. Sie sah auf jedem Bild irgendwie völlig anders aus. Also das hat sie definitiv drauf. Von Prinzessin, über Diva, über verrucht bis verspielt kann sie alles mimen. Den Fotos nach zu urteilen wäre sie definitiv eine 9 oder 9,5. Eine Halbgöttin, könnte man sagen. In echt?

Hm… ja gut… eine 7 oder so?! Allerdings gelte ich im Bekanntenkreis als extrem anspruchsvoll und eine 7 bei mir ist bei vielen anderen Männern bereits eine 9 oder 10. Aber sie ist auch in echt hübsch, keine Frage. Aber was die heutige digitale Retuschearbeit zu leisten im Stande ist… nicht von dieser Welt! Wahnsinn. Photoshop ist schon ein Star! Macht aus 7 eine 9. Schwupp. Fertig. Deswegen sind mir echte Begegnungen dann doch lieber als Onlinegaming (Tinder und so Zeug). Auf Fotos kann dann doch jeder toll aussehen.

Sie zeigte mir also stolz ihre Bilder. Wir unterhielten uns darüber, ich neckte sie ein wenig zu einzelnen Fotos. Wir lachten. Ich würde sagen wir hatten Spaß. Punkt. Und ich freute mich wirklich darauf, endlich etwas Essen zu gehen. Schließlich hatte ich an dem Tag am Mittag schon mein Workout hinter mir und Sport macht bekanntlich hungrig.

Und dann kam etwas, das irgendwie doch immer kommt. Ihr ahnt es? Sehr gut. Eine Lebensweisheit hier aus dem Projekt Beziehung: „Es ist immer irgendwas!“ Hahahaha.

Sie sagte plötzlich: „Ich bin müde.“
Ich dachte mir nur: „What the f**k?!“ und sagte stattdessen: „Was?!“
Sie: „Ja, ich glaube ich bin schon etwas müde und möchte heim. Ich hatte einen anstregenden Tag.“
Ich: „Oookay. Das heißt Du möchtest nicht mehr Essen gehen?“
Daraufhin sie: „Ich würde noch mitkommen, um etwas zu trinken, aber so in ungefähr 30 Minuten würde ich dann gerne fahren.“
In mir kam nur der Gedanke hoch: „Tickt die noch ganz richtig, wie soll ich denn in 30 Minuten bestellen, essen und wieder abzischen?! Hab ich es eilig oder was?! Es ist Wochenende!“ und sagte stattdessen: „Ja, in 30 Minuten kann ich unmöglich etwas essen. Das macht keinen Sinn.“
Sie wurde kurz still, dachte nach… ich hörte das Oberstübchen in ihr rattern… und sie entschied sich, gleich zu fahren.
Sie fragte noch: „Und was machst Du dann jetzt?“
Ich dachte mir wieder: „Hä?! Was interessiert Dich das denn jetzt noch?!“ und antwortete stattdessen: „Ja, etwas essen eben. Ich habe hunger. So einfach. :-)“
Ich wie immer ganz der Gentleman, schlug vor: „Ich begleite Dich noch die paar Meter zu Deiner Bahn.“
Das lehnte sie ab.
„Okay“, sagte ich und kam ihr zur Verabschiedung etwas näher.
Sie (!) umfasste dabei mit ihren Händen meine Taille (in der Form etwas ungewöhnlich!), wir gaben uns ein Küsschen links und rechts.
Sie sagte noch: „Danke für den schönen Tag!“

Und im Prinzip war es das auch.
Hat sie mir seither geschrieben? Nein, natürlich nicht.
Und ich ihr? NEIN! Um Himmels Willen! Wer bin ich denn. Offenbar bin ich der langweiligste Dating-Partner der Welt. Solche Langweiler wie ich schreiben nichts von sich aus! 😉
„Ich bin dann mal müde“ ist die allgemeine Übersetzung von: „Ich finde Dich so scheiße langweilig, dass ich froh bin wenn ich Dich Knecht nicht mehr sehen muss!“

Hahaha. Natürlich hab ich mir danach Gedanken gemacht, was denn „dieses Mal“ wieder schief gelaufen sein könnte. Ehrlich gesagt hab ich keinen blassen Schimmer. Das Date lief aus meiner Sicht echt gut. Wir lachten viel, ich hatte zwischendurch sogar so ein Gefühl einer „echten Verbindung“. Das ist etwas, das im Flirten normal sehr wichtig ist. Allerdings basiert das mehr auf natürlicher Empfindung, weniger manipulativ. Und so etwas spürte ich an diesem Tag zumindest Abschnittsweise tatsächlich. Also echte Verbindung. Etwas, das ich relativ selten hatte auf Dates. Ich hatte Dates oft bewusst eskaliert, aber selten diese „Chemie“ in der Luft liegen gespürt. Ein wenig davon war da. Allerdings nicht durchgehend.

Nun zur Selbstreflexion

Ich kann mir nicht erklären wo das Problem lag. Jedenfalls weiß ich nur, dass ich es in den knapp 2 Stunden ganz bewusst (!) nicht eskaliert habe. Einfach deshalb, weil ich wusste – und so war es ja subkommuniziert -, dass ich beim Essen noch genug Zeit haben werde. Wir wollten etwas Essen gehen und anschließend noch irgendwo etwas trinken. Es sollte ein längerer Abend bzw. Nacht werden können. Also dachte mir: „Wozu die Eile?! Nicht nötig.“ Stattdessen wollte ich den Moment genießen. Mit ihr spazieren. Lachen. Vertrauen aufbauen. Kennenlernen.

Das extrem Merkwürdige ist auch: Unmittelbar bevor ihr einfiel, dass sie müde war, zeigte sie mir jene oben erwähnten Modelfotos. Das tat sie nicht lustlos sondern relativ freudig und fast überschwänglich. Es passte für mich einfach nicht zusammen, dieses Verhalten. Sie brach das Date aus meiner Sicht genau auf dem Höhepunkt ab. Das macht es so surreal. Unfassbar.

Hm. Vielleicht war es zu wenig Körperkontakt und ich habe es ihr zu wenig eskaliert? Vielleicht ist sie der Typ „Bordellschlampe“ und ich hätte sie sofort auf ein Hotelzimmer mitnehmen „müssen“? Keine Ahnung. Aber den Eindruck machte sie mir einfach nicht. Sie wirkte eher lieb, eher schüchtern. Weniger verrucht. Ich kann mich aber täuschen, kein Plan.

Ich kann (inzwischen) zwar längst beides, den harten Macker spielen oder einfach ich selbst sein. Und ich bin nun einmal der smarte Typ und kein Pickupper, der viele Bettgeschichten sammeln möchte. Und sie kam mir eben nicht wie eine Bordellschlampe vor. Keine Ahnung wie das bei ihr in ihrer Heimat ist. Keine Ahnung wie das die Männer dort machen. In unseren Bordellen gibt es viele Frauen aus ihrer Heimat, hab ich mir sagen lassen. Aber das heißt doch umgekehrt nicht, dass sie auch auf nichts anderes aus ist, als nach 30 Minuten mit mir aufs Hotelzimmer genommen zu werden? Hab ich es also zu wenig eskaliert? Hätte ich beim Spazieren gleich ihre Hand halten sollen?

Hm. Mir war einfach nicht danach. So einfach ist das erklärt. Mir war nicht danach das Date, also die Frau, schnell zu eskalieren. Ich wollte das Date bewusst genießen. Ich bin kein bedürftiger kleiner Junge (mehr). Und wenn mir nicht nach Händchenhalten ist, dann mache ich das nicht. Ende. Ich möchte erstmal die Frau kennen lernen, wenigstens ein paar Dinge von ihr wissen.

Wenn ich eine Frau sofort Küssen möchte, dann kann ich das im Club machen. Da muss ich nicht reden und kann sofort sexualisieren. Hatte ich auch schon oft genug. Aber das gibt mir nichts. Ich bin einfach nicht „so einer“. 😉 Nee, wirklich nicht. Ich habe echtes Interesse an meinem Gegenüber! Und ich möchte bitteschön gerne erstmal herausfinden, ob ich die Frau auch wirklich küssen usw. möchte.

Ist ja auch völlig egal. Mir fällt gerade ein… früher habe ich nach solchen Ereignissen immer die Nummern der Frauen gelöscht. Immer wenn ich das Gefühl hatte, dass da so oder so nichts mehr von ihr kommen wird. Ihre Nummer habe ich bisher noch nicht gelöscht. Warum eigentlich? Keine Ahnung, gute Frage. Glaube ich ernsthaft noch, dass sie sich wieder meldet? Unsere Ms. Osteuropa?! Nein. Und deshalb… Moment kurz…

Jetzt ist sie gelöscht. 🙂
Dann mal auf nimmer wiedersehen.

Danke Pickup, für Deine Optionen, die Du mir bietest. Nur zahlreich sind sie noch nicht wieder, denn dafür fahre ich zu geringe Schlagzahlen beim Gamen.

Aber gestern war ich auch wieder unterwegs. Zur Abwechslung Daygamen. 1 Korb und 1 Nummer mit Date sprangen dabei heraus. Geht doch. Wer war nochmal Ms. Osteuropa? Achja, stimmt. Das war eine (leider weitere) Frau mit Sprung in der Schüssel.

Nicht böse gemeint, ehrlich nicht. Aber anders als mit viel Humor kann ich das nicht mehr entgegen nehmen. Es hat sich bisher nichts verändert zu von vor 3 Jahren. Gut, ich darf jetzt auch nicht von einem Date auf alle schließen… aber es ist ein Indikator. Natürlich werde ich mir weiterhin Gedanken darum machen, warum sie offenbar zu wenig Anziehung empfunden hat für mich. Was ich denn „falsch“ gemacht habe beim Date. Aber bis auf das Eskalieren mag es mir einfach nicht so recht in die Birne gehen.

Egal. Gestern war ein guter Tag. Ich war gut drauf, fühle mich derzeit richtig wohl mit meinem „neuen“ Körper. Trage wieder enge Poloshirts und Hemden und der Treffer gestern beim Daygamen hat mir den richtigen Weg schon gezeigt: Voller Selbstvertrauen einfach weiter machen. Es gibt genug Auswahl. Und wenn die Frau den Jackpot nicht möchte, soll sie es eben bleiben lassen. Nicht mein Problem! Ihres!

PS: Ganz oben im Artikel kündigte ich an, dass ich nochmal auf Punkt 2 zurück komme. Da ging es darum, dass ich viele Blicke bekommen habe, mit Ms. Osteuropa. Von mir entgegen kommenden Frauen und Männern. Und was zeigt und sag mir das? Was bleibt „hängen“ vom Date? Was war gut? Na klar… Ihr wisst schon: Hauptsache sie war hübsch! 😉
Mehr hinterlassen Frauen leider selten, außer das Gefühl in mir, dass sie hübsch waren. Das ist einer der wenigen Dinge, die ich selbst in der Hand habe. Mir aussuchen zu können, welche Frauen ich daten möchte. Und ich bleibe dabei: Ich werde auch in Zukunft nur die hübschen daten. Alles andere ist wirklich Zeitverschwendung.

Dieses Date hat es mir wieder gezeigt: Die hübschen Frauen unterscheiden sich in keinem einzigen Merkmal von durchschnittlich attraktiven oder hässlichen Frauen. Außer in der Optik. Aber Sprünge in der Schüssel haben selbst die Hübschesten! 😉

PPS: Keine Sorge. Es überwiegt trotz dem Ende die Freude über mein erstes eigens erarbeitetes Date im Projekt Beziehung Teil 2. Wo eines ist, folgen viele weitere. Alles easy. Alles kein Problem. Ich nehme das als Erfolg mit. Dieses mal ein Date. Beim nächsten Mal ein Date mit Eskalation. Beim nächsten Mal ein Date mit Folgedate usw. und irgendwann gibts auch wieder eine länger laufende Liebesgeschichte oder gar… die nächste „Traumfrau“… So läuft das Spiel der Spiele eben. Locker sehen. Locker machen.

PPPS: Osteuropäischen Akzent finde ich immer noch nicht sexy. Danke.