Analogien und 2 in 7

Eigentlich sollte hier ein anderer Artikel erscheinen. Es sollte ein Interview veröffentlich werden. Aber das muss warten. Du kannst Dich darauf freuen, aber heute berichte ich stattdessen aus den letzten Wochen. Dazu von einem heutigen Date. Und was gerade in meinem Kopf vorgeht.

Entwicklung, Entwicklung, Entwicklung

Bislang ging ich stets davon aus, dass man sich als Anfänger in einer Thematik am meisten entwickeln würde. Inzwischen sehe ich, dass es so nicht ist. Man entwickelt sich äußerlich gesehen als totaler Neuling gefühlt am schnellsten. Was dabei jedoch übersehen wird, ist die innere Entwicklung. Ein Beispiel: Früher hatte ich Angst eine Frau anzusprechen, wie 99% aller Männer. Eher 99,9% aller Männer. Irgendwann habe ich diese Angst abgelegt und mich selbst dafür gefeiert. Das ist eine wichtige Fähigkeit, zweifelsfrei. Man könnte sagen: „Die halbe Miete ist gemacht!“ Aber so ist es nicht. In Wahrheit entwickelt man sich permanent. Inzwischen sehe ich die größte Entwicklung bei mir in geistigen Hinsicht. Mindset. Mindset. Mindset. Äußerlich ist das für andere kaum wahrnehmbar, besonders nicht für die Menschen, die mich umgeben. Innerlich bin ich gefühlt in einer Raumkapsel. Unterwegs mit Lichtgeschwindigkeit.

Was ist die letzten Monate passiert? Ich will es kurz machen. Viel Traden. Finanzen. Traden. Finanzen. Traden. Finazen. Traden. Hab ich Traden schon erwähnt? Ja? Okay. Gut. Was ist die letzten Monate nicht passiert? Frauen. Frauen. Frauen. Hab ich schon erwähnt, dass ich lange nichts mehr mit Frauen hatte? Ja? Okay. Gut. Dann ist das Thema ja geklärt. Ich habe gelebt wie ein Mönch. Von morgens bis abends mich um meine finanzielle Weiterentwicklung gekümmert und die Frauenwelt die Frauenwelt sein lassen. Man hätte meinen können, dass ich schwul geworden sei. Oder Eunuch. Es ist mir egal. Frauen waren mir egal. Sie sind es mir immer noch. Es gibt nur eine wichtigste Konstante in meinem Leben. Ich. Und es gibt eine einzige Konstante im Leben generell: Die Unstetigkeit. Jeder Tag ist anders. Jeder Moment ist anders. Jeder Mensch ist anders. Das in seiner Fülle und Tiefe zu erfassen, ist mir Entwicklung genug. Ich zähle keine Dates mehr, weil ich seit über 1 Jahr keine mehr hatte. Ich zähle nicht mehr die Anzahl der Frauen, die ich angesprochen habe. Weil ich über 1 Jahr keine mehr angesprochen habe. Ich bin derer überdrüssig geworden. Nicht aus einer Haltung des Mangels heraus, sondern aus einer Haltung der Fülle heraus. Ich habe nur noch zu geben. Aber nicht mehr jedem oder jeder. Sondern nur noch, wenn ich das Gefühl habe, dass jemand meine Zeit verdient hat. Wer hat das schon?

Ein kleiner Zettel für mich, ein großer auf meinem Weg

In den letzten Wochen wurden mir das Traden und meine 16-Stunden-Tage an den blinkenden Bildschirmen an den Börsen dieser Welt irgendwann zuviel. Eigentlich nicht zuviel. Sondern nur zu wenig an anderen Dingen. Ich mache täglich weiter meinen Sport. Ich ernähre mich gut. Ich achte auf mich wie nie. Aber ich bin einsam. Nicht aus einer Haltung der Bedürftigkeit. Sondern aus einer Haltung der Fülle. Ich bin einsam. Glücklich einsam. Aber es fehlte die Abwechslung. Also habe ich vor ca. 1 Monat angefangen wieder ein paar Frauen anzusprechen. Sehr punktuell. Wirklich nur, wenn sie mir granatenartig gefallen haben. Und oft selbst dann nicht. Wozu eigentlich auch. Ehrlich gesagt wechseln sich meine Gefühle ab. Zwischen „ein wenig Interaktion wäre mal wieder schön“ und „was willst Du denn damit, Dir kann sowieso keine folgen, in keiner Weise“. Ist das nicht traurig? Nein! Warum? Weil ich mir selbst genug bin. Das Alleinsein ist für mich ein Qualitätsmerkmal geworden. Früher wäre ich einsam einsam gewesen. Heute bin ich dankbar darum, aus der Not eine Tugend gemacht haben zu können. Ich lasse mir meine Zeit einfach nicht mehr so stehlen wie früher. Auf der Jagd nach Zahlen. Nach Dates. Nach Glücksmomenten. Nach Rockstar-Momenten. Der Moment ist stattdessen heute für mich das Glück selbst.

Aber ich bin dennoch ein Mann. Mehr als je zuvor. Ich bin weder schwul geworden noch Eunuch. Ich bin einfach nur verdammt gereift, ohne dabei alt zu werden. Zuletzt habe ich mir ein paar Telefonnummern geholt und viele gute Gespräche geführt. Übrigens nicht nur mit Frauen, sondern vor allem mit Männern. Älteren Männern. Menschen, von denen ich etwas lernen kann. Nicht von diesen jungen Gören. Letztens saß ich in meinem Lieblingscafé und unterhielt mich über 2 Stunden mit einem Rentner. Zunächst unscheinbar. Wir verstanden uns immer besser. Ich hätte sein Sohn sein können. Und mich fasziniert, dass es Menschen gibt, die ähnlich denken wie ich. Denen begegne ich sehr gerne. Aber sie sind in der Regel eben (deutlich) älter. Ich bin dankbar um Tiefgang. Den bekommst Du nicht von attraktiven gleichaltrigen Frauen. Den bekommst Du höchstens von unattraktiven – weil älteren – Frauen. Okay ja. Beispiel? Gerne.

Ich war also wieder einmal in meinem Lieblingscafé und unterhielt mich mit einer Frau und ihrer Begleitung (offenbar ein Bekannter von ihr). Lange. Hauptsächlich unterhielt ich mich mit ihm. Über Politik. Total losgelöst von Konventionen. Einfach so. Ich genieße das. Irgendwann fragte mich die Frau nach meinem Beziehungsstatus und ob ich Kinder hätte. Ich dachte mir dabei nichts. Schließlich war sie mehr als 10 Jahre älter als ich. Und vom Typ her eher auf Hartz4. Mir ist das aber egal. Ich muss niemanden heiraten und auch nicht daten. Ich kann mich einfach nur unterhalten. Und dabei versuche ich von jedem Menschen zu lernen. Das ist mein Mindset. Irgendwann ging sie ins Café, um zu bezahlen. Ich hatte meine Rechnung auch noch nicht beglichen und ging ebenfalls hinein. Hinter ihr stehend, reichte sie mir einen kleinen Zettel. Ich fragte was das sei. Sie antwortete: „Nimm einfach.“

Was hatte es damit auf sich? Es standen ihr Name und ihre Telefonnummer darauf. Mindblowing. Game Changing! Wann war mir das zuletzt passiert? In der Schule. Lange ist es her. Männern passiert das nicht häufig. Mir besonders nicht. Ich war Ewigkeiten eher introvertiert. Nicht weil ich schüchtern gewesen wäre. Das war ich nie. Sondern weil ich die Welt stets lieber mit mir selbst ausgemacht habe. Ich sah keinen Sinn in Interaktion. Das kam erst später. Mit dem Beginn des Bloggens und Pickuppens. Mit dem Beginn der Persönlichkeitsentwicklung. Natürlich ging ich auf ihr Angebot nicht ein. Sie ist deutlich älter – wie gesagt – und zudem gar nicht mein Typ. Sozial auch gar nicht in meiner Reichweite. Ich müsste mich schon stark bücken. Das würde zu nichts führen. Weder für sie noch für mich. Ich würde von ihr zugrunde gerichtet werden. Energiefresser. Das tut mir nicht gut und ihr auch nicht. Sie wäre maßlos überfordert. Ich bin nicht egoistisch. Sondern ehrlich und fair. Beziehungen zwischen Menschen (egal ob sexuell, freundschaftlich oder beruflich oder familiär) sollten auf Augenhöhe stattfinden können. Alles andere kostet wertvolle Energie, mindestens einen von beiden. Meistens beide. Sie wäre sowieso nicht ansatzweise mein Typ, wie gesagt. Aber darum geht es mir nicht. Ich nutze niemanden (mehr) aus. Und ich will nicht ausgenutzt werden. Ich lehne lieber dankend ab. Wir können uns gerne unterhalten. Aber ich verkaufe nicht (mehr) meine Seele. Nicht einmal um zu lernen. Nicht einmal mehr auf meinem Weg der Persönlichkeitsentwicklung. Nicht einmal mehr um ein guter Pickupper zu werden. Ich bin längst kein Pickupper mehr. Inzwischen bin ich nur noch. Aber kein Pickupper mehr. Und warum gab mir die Interaktion mit ihr Tiefgang? Weil sie eine besondere Frau zu sein scheint. Sie hat ganz offenbar aus einem halbstündigen Gespräch heraus meinen Wert (für sie) erkannt. Das ehrt sie. Und unterscheidet sie von vielen anderen. Weil sie die Initiative ergriffen hat. Respekt dafür. Aber unüblich und eigentlich auch nicht ihre Aufgabe, als Frau. Ich bin der Mann. Das ist mein Job. Normal, oder. Achso. Ja. Nee. Nicht (mehr) normal. #F*ckGenerationInstagram

2 in 7

Aus verschiedenen Gründen kam es bei 2 der Nummern, die ich zuletzt ausgetauscht habe, zu keinem Date. Ich mag so etwas nicht auf mir sitzen lassen. Nach über 1 Jahr Dating-Pause! Da will ich keine 2 gescheiterten Dinger. Das passt nicht in mein Weltbild und nicht in mein Mindset. Also ging ich noch öfter raus. Und sprach (wieder) mehr mit Menschen. Ich sehe ja in den letzten 4 – 6 Wochen, wie die Resonanz auf mich ausfällt. Egal ob von Männern oder Frauen und ob alt oder jung. Ich freue mich unendlich darüber, dass ich inzwischen als jemand wahrgenommen werde, der ich immer schon gerne gewesen wäre. Inzwischen bin ich das einfach. Dieser jemand. Das sage nicht ich. Sondern das merke ich. Leute lerne ich neu kennen und ein paar Tage später begegne ich ihnen erneut und sie kommen freudestrahlend auf mich zu, um mich zu begrüßen. Das ist für mich das größte Kompliment. Warum? Es sagt mir: „Du bist ein guter Kerl (geworden).“ Danke der Welt dafür. Danke mir dafür. Und danke an all die dämlichen, abartigen, ausnutzerischen, arroganten, verrückten, kranken Frauen da draußen. Dank Euch habe ich mich so entwickeln können. Ihr habt mir jeden Tag in die Fresse gehauen. Über Jahre während des Pickuppens. Von meiner letzten Beziehung rede ich gar nicht. Die hat mir nicht in die Fresse gehauen. Das wäre schön gewesen. Sie hat mir das Herz zerfetzt. Das ist aber alles völlig egal. Fakt ist: Du lernst nicht aus den guten Momenten und den wundervollen Frauen, die ich auch in großer Zahl gedatet habe. Sondern Du lernst nur von den „ich hab in die Fresse bekommen-„Momenten. Für die vielen Dates mit den wundervollen Frauen bin ich auch dankbar, klar. Aber ich war nicht reif genug. Ich habe so viele Dates vermasselt. So viele. Unglaublich. Das hätte für 2 Leben gereicht. Ich hätte 10 davon heiraten können, gefühlt. Aber ich war einfach ein kleiner dämlicher Junge, der „endlich Erfolg mit Frauen“ wollte. So geht das nicht. Werde erstmal ein Mann! Dann bekommst Du auch die Frauen. Und zu aller Perversion ist es dann so, dass Du sie nach der nötigen Entwicklung gar nicht mehr willst. Da bin ich jetzt. #Alpha

Vorletzte Woche war ich dann wieder spazieren, wie mehrmals die Woche zuletzt. Als Ausgleich zum vielen Traden vor dem PC. Du weißt schon, einsam und so. Allerdings bin ich aktuell in einer Kleinstadt. Meiner Heimatstadt. Nicht mehr in der großen Stadt. Die Auswahl an Frauen ist sehr begrenzt in so einem „Dorf“. Aber das hält mich nicht ab. Dann müssen es eben mehr Qualitätsmomente werden. Mehr Klasse, weniger Masse. Ich sah da ein junges blondes Ding auf einer Mauer am Fluss sitzen. Ich stellte mich einige Meter neben ihr mit meinem Kaffeebecher, an die Mauer lehnend, „dazu“. Und sprach sie an. Zunächst sah ich sie nur von der Seite und konnte nicht genau erkennen, wie alt sie war. Aber sie sah gepflegt aus. Das reicht mir für einen Gesprächseinstieg. Verschwinden geht immer noch, wenn es sein muss. Daraus entwickelte sich ein echt ganz gutes Gespräch, vielleicht 45 Minuten. Wir haben Nummern getauscht und ein Date vereinbart, eigentlich für dieses kommende Wochenende. Das haben wir nun aber gestern vorverlegt. Auf heute. Und das fand vorhin statt. Was soll ich sagen? Zweifelsfrei ein intelligentes Mädchen. Für ihr Alter. Toller Job. Eigenständig. Aber innerlich irgendwie „auf der Suche nach sich selbst“. Und das disqualifiziert eine Frau für mich restlos für etwas Ernstes. Leider. Ich stehe nicht auf Frauen, die Karriere bevorzugen und sich Kinder erst mit 30 oder 35 vorstellen können. Und ich stehe nicht auf Frauen, die ihre Kinder gegen Bezahlung von einer Fremden Mutter betreuen lassen möchten. Kita genannt. Ich würde an mich nur noch eine Frau wirklich heranlassen, die in ihrer femininen Ader vollends aufblühen kann. Ich brauche keine Frau mit tollem Job oder Geld. Das habe ich selbst. Nach dem Alter habe ich sie nicht gefragt. Aber es sind wohl 10 Jahre Unterschied oder so. Passt für mich total. Junges Ding.

Fakt ist aber auch, dass sie attraktiv war. Recht groß. Schlank. Sportlich. Lange blonde Haare. Eine Gazelle. Eine, mit der ich mich blicken lassen kann. Auf den Rest kann ich verzichten, weil mir das nichts gibt. Das was ich „suche“ muss diese Welt wahrscheinlich erst noch erfinden. Obwohl es so simpel wäre. Eine „einfache“ Frau. Einfach Frau. Herz. Gefühl. Wärme. Fertig. Bis auf meine erste Beziehung in meinem Leben, habe ich so etwas nie wieder erleben dürfen. Nun, egal. Fakt ist, dass es ein schönes Gefühl war mit ihr. Nicht wegen ihr. Sondern weil ich meinen Weg gehe, egal was kommt. Ich mag keine 2 „gescheiterten“ Telefonnummern oder Date-Absagen. Jedenfalls nicht für sich stehen lassen. Und insofern war das für mich ein tolles Date. Das erste seit über 1 Jahr. Ob wir uns wieder sehen? Ich weiß es nicht. Echt. Meinen Eltern schrieb ich vorhin per Telegram das was Du auf dem Screenshot sehen kannst:

Viel mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Sie war interessiert, ja. Ich auch. Weil ich mich immer für den Menschen vor mir interessiere, sonst könnte ich auch gleich zu Hause bleiben. Aber ich stehe einfach nicht auf „nichts besonderes“, selbst wenn sie attraktiv sein mag. Attraktive Frauen gibt es genug. Wenn ich wollen würde, würde ich jede Woche so ein Date haben können. Aber ich habe die Lust nicht, diese Zeit zu verschwenden. Ich erobere statt Frauen lieber die Märkte. Auf meiner Mission zur finanziellen Freiheit. Und das läuft. Aber das ist ein anderes Thema für einen anderen Artikel. Heute geht es um Frauen. Und nur am Rande um die Börse.

Warum heißt der Absatz „2 in 7“? Weil ich am Samstag noch ein Date habe. Ja. 1 Jahr keins und dann 2 in 7 Tagen. Passt. Wie ich will. Die Welt hat genug Früchte zu bieten. Sie wachsen an den Bäumen. Die meisten Früchte sind aber faul, also muss man sie wegwerfen. Und für viele (Frauen) ist man selbst der faule Apfel und wird weggeworfen. Mir total egal. Wer nicht will, der hat schon. Und ich will nur die saftigen. Im Trading gibt es eine Regel. Die steht inzwischen auf einem großen Blatt, angeklebt an der Innenseite meiner Haustüre: „Trade das was Du siehst, nicht das was Du denkst.“

Das ist so wichtig. Was für eine Regel. Die Analogie zum Daten ist einfach brachial. Ich bewerte die Frau nicht nach dem was ich mir wünsche, sondern was real und Tatsache ist. Und wenn sie ein Roboter ist, dann ist sie ein Roboter. Ich suche nicht den Sex mit Gegenständen. Was soll das. Also kann ich nur hoffen, dass das ein reines „ich muss erst auftauen“-Problem ist. Und wenn nicht, ist es mir auch egal. Es ist mir eigentlich alles egal. Genau genommen ist mir das ganze Leben inzwischen egal. Wie ich nach dem Ende meiner letzten Beziehung hier im Blog schon geschrieben habe. Das dürfte inzwischen 2 Jahre her sein, oder so. Was weiß ich. Ich finde das Leben geil, so wie es ist. Ein Spiel. Also spiele ich mit. Die Regeln mache ich. Nicht das Leben. Wo ich bin ist vorne. Aber ich nehme es nicht mehr ernst. Wozu auch. Das Leben ist endlich. Keine Zeit zu verschwenden. Ob ich sie wieder sehe? Die Gazelle? Herrn van Onnetuschn gegenüber bezifferte ich die Wahrscheinlichkeit auf 60 zu 40. Es gab zweifelsfrei Aussagen und Anzeichen ihrerseits, dass wir uns von ihrer Seite wiedersehen würden. Aber sie nimmt das Thema Dating offenbar nicht sehr ernst („ja, muss mal sehen wann ich die Zeit habe, dass wir uns wieder sehen, komme abends spät heim, nach langer Fahrt“). Ich nehme das Daten ja im Prinzip übergeordnet auch nicht ernst. Aber den konkreten Menschen gegenüber schon. Sie hat eine Chance verdient. Ob sie sie nutzen wird? To be continued…

PS: Im Gegensatz zu sonst gibt es ausnahmsweise kein PS. Aber danke, dass Du den Artikel bis zu Ende gelesen hast. Und mit mir bist. Du darfst gerne kommentieren. 😉

Die Sinnfrage und das schweizer Uhrwerk

Der letzte Artikel ist fast einen Monat her. Wie die Zeit vergeht. Und richtig vermisst habe ich das Schreiben in der Zwischenzeit nicht, da bin ich ehrlich. Selten habe ich daran gedacht, das ja. Aber den Drang verspürt, mich literarisch zu betätigen? Fehlanzeige. Heute sollte das anders sein, „es wird mal wieder Zeit“, dachte ich mir heute Vormittag.

In den letzten Wochen war ich unter anderem eine Woche auf Mallorca. Den Urlaub habe ich entgegen sämtlichen Klischees und Gewohnheiten der üblichen Sauf-Touristen nicht mit dem Saufen verbracht, sondern mit Sport, Erholung und Persönlichkeitsentwicklung… und Weiterbildung. Ich war in 7 Tagen genau 7 mal sportlich aktiv. Mal mehr, mal weniger intensiv. Aber auch zwei mal bei 37 Grad joggen. Einmal eine Stunde, einmal 45 Minuten. Im Kraftraum des Hotels war ich auch mehrmals. Und wisst Ihr was recht witzig war? Die verschiedenen Jungs, die in den Kraftraum kamen, mich beim Trainieren sahen und mir solche Dinge sagten wie „hey, was machst Du denn da?! Es ist Urlaub. Chill mal!“. Wohlgemerkt unabhängig voneinander kamen die Personen in den Kraftraum und unabhängig voneinander äußerten sie das so oder so ähnlich. Was dachte ich mir jedes mal nur: „Du musst das ja wissen, wie das geht. Du mit Deiner Wampe!“ oder alternativ auch „Du musst das ja wissen, wie das geht. Du mit Deinen Zahnstocher-Ärmchen.“ Läuft bei denen. Vielleicht sollten sie aber auch einen Fitnessratgeber veröffentlichen, klugscheißen können sie ja schon recht gut. Dumme Tipps geben auch. Läuft also doppelt bei ihnen. 🙂

Das waren für mich die richtigen Komplimente im Urlaub. Denn mit Frauen habe ich dieses mal kaum etwas zu tun gehabt. Aber solche Sprüche von faulen, bier trinkenden, teilweise übergewichtigen Möchtern-Männern, die fand ich sehr motivierend. Anschub-Motivation. Denn motiviert war und bin ich auch alleine. Aber wenn Menschen versuchen Dich runter zu ziehen, dann weißt Du, dass Du gerade alles richtig machst und voll auf Kurs bist. Danke Euch Pappnasen dafür. 😉

Gut, warum fliegt jemand auf Malle, wenn er nicht saufen möchte und auch sonst in Sachen Frauen sehr zurückhaltend ist? Nun, ich bin 3 Jahre weiter als damals bei meinem ersten Mallorca-Urlaub. Damals ging es ums Gas geben und lernen. Heute nicht mehr. Nicht dass ich ausgelernt hätte, denn das haben wir Menschen nie. Jedenfalls nicht die, die ein Erfolgs-Mindset pflegen. Aber Gas geben? Wofür? Für wen? Für mich? Um was heraus zu finden? Ob ich innerhalb eines 2-Minuten-Gesprächs eine Frau küssen kann? Oder ihre Nummer bekomme? Oder was? Damit ich dann in meiner Liste einen Strich machen kann? Neben all den anderen Strichen? Wozu? Ich bin kein Kerben-Sammler, das weiß jeder, der mich kennt. Mir war die Insel wichtig, das Wetter, die Sonne, der Strand, das Meer und einfach die tolle Insel. Mallorca ist einfach klasse, ganz ohne Ballermann.

Ich bin kein kleiner Junge und demzufolge auch kein Kerben-Sammler mehr. Vor ein paar Jahren sicher noch. Heute nicht. Ich komme zuletzt aus einem Familienleben, an dem die Dinge ihren festen Platz hatten. An dem alles einen Ablauf hatte. Und dementsprechend einen…?

Sinn!

Und da kommen wir auch genau zum Thema des heutigen Artikels: Dem Sinn?!

Welcher Sinn? War es tatsächlich so, dass das sinnvoll war, was ich vor meinem aktuellen Single-Dasein, also in der Beziehung, tat? Gaben mir der Halt, der feste Tagesablauf, die (Familien-)Aufgaben einen (Lebens-)Sinn? Wirklich?

Damals habe ich das so gesehen, in der Situation seiend. Aber heute? Aus der Retrospektive…? Ganz anders! Ich stelle mir aktuell die Sinnfrage. In jeder Hinsicht. Bitte nicht verwechseln mit Depressivität. Davon bin ich meilenweit weg. So meilenweit davon wie jeder Frau, die mir gefällt, 50 Meter hinher zu springen, um sie auf offener Straße anzusprechen. Zeiten ändern sich, damit vor allem die eigene Entwicklungsstufe und die Gedanken.

Was damals aufregend war, langweilt mich heute ein großes Stück weit. Ich hätte viel mehr Spaß daran, das anderen Menschen beizubringen, was ich gelernt habe. Egal in welchem Gebiet. Das motiviert mich. Und manchmal tue ich das auch. So zum Beispiel im Urlaub. Ich sah einen Jungen neben mir, der auf ein Mädchen stand. Aber zu schüchtern war, um sie anzusprechen. Er war angetrunken, okay. Aber er war in Ordnung. Und er wollte mit ihr tanzen, teilte er mir beinahe ratsuchend mit. Ich erwiderte: „Dann mach einfach!“ Er grinste verlegen. Ich wiederholte: „Gefällt Dir das Mädchen?“ Er: „Ja!“ Ich: „Dann überlege nicht. Geh hin, streck Deine Hand aus, lächle sie an und dreh sie einmal!“ Er schaute ungläubig. Also wiederholte ich: „Mach Dir keinen Kopf, wenn Du etwas tun möchtest, tue es einfach!“ Er konnte damit nichts anfangen. Was völlig normal und okay ist. Uns trennten ein paar Lebensjahre und außerdem – dem optischen Eindruck nach – auch erheblich unsere Charaktere. Er war „ein anderer Typ“ als ich, das meine ich nicht wertend. Aber beschreibend. Ein Typ der Kategorie: „Ich bin ein Normalo!“ Was völlig okay ist. Normalo war ich auch mal. Bis ich verstand, dass das Leben ein Spiel ist und wie Herr van Onnetuschn gerne zu sagen pflegt: „Ein großer Witz! Es ist alles ein großer Witz!“

Also stand ich auf, denn ich saß ganz gemütlich am Stand auf der Steinbank. Ich blickte ihn an und fragte: „Soll ich es Dir zeigen?“ Er: „Ja!“ Also ging ich die 3 Meter zu dem Mädchen, das sich ein wenig mit den Menschen um sie herum unterhielt. Dann lächelte ich das Mädchen an, streckte ihr meine Hand entgegen und sagte: „Gib mir Deine Hand!“ Das tat sie. Ich nahm ihre Hand und drehte sie schwungvoll, aber dezent, über ihre Schulter. Et voilà, würde ein Franzose sagen. Ich sagte dem Mädchen, dass sie das ganz toll gemacht hat, dreht mich zu dem Jungen und sagte: „Sieh, so einfach geht das. Einfach tun, nicht überlegen! Nimm Dir was Du möchtest im Leben!“ Er grinste, fasste seinen Mut zu sammen und ging auf das Mädchen zu. Sie tanzten.

Fertig. So etwas macht mir Spaß. Ich war auch immer schon lieber Fußballtrainer als Fußballspieler. Das ist einfach ein anderes Level. Fußballspielen ist langweilig, wenn Du 11 von ihnen dirigieren kannst. Wenn Du ein Orchester zum Klingen und Strahlen bringen kannst. So gilt das für alles im Leben. Ich liebe Systeme. Klein-Klein ist nur eine Weile etwas für mich. Das fordert mich zu wenig heraus und wirkt auf Dauer bisweilen sinnbefreit. So ist es gleichfalls mit dem Job. So ist es für mich ein bisschen auch in Sachen Beziehungen, glaube ich. Vielleicht muss ich lernen, mich mehr aufs Klein-Klein einzulassen? Aber irgendwie sehe ich im Leben stets das große Ganze im Fokus. Ich weiß auch nicht was richtig oder falsch ist. Ich weiß nur was mir Spaß macht und was nicht.

Und es macht mir keinen Spaß mir die 500. Telefonnummer einer Frau zu holen, „um zu“…? Um zu lernen?! Ich empfinde nicht mehr das Bedürfnis lernen zu müssen. Und „um zu“ schon gar nicht.

Was ich aber die letzten Wochen festgestellt habe, an mir selbst: Mir machen Gespräche mit Menschen (wieder? erstmals?) sehr viel Spaß. Ich unterhalte mich inzwischen auch beim Weggehen gerne mit Männern. Und ich betrachte jedes Gespräch nicht mehr so verkopft aus der Perspektive eines Mannes, der auf der Suche nach seiner Traumfrau ist. Sondern aus der Perspektive eines Mannes, der Dinge über die Welt lernen möchte. Und zuletzt habe ich – weil untertags gerade Zeit war – beispielsweise die Bundesländer eines Nachbarstaates auswendig gelernt. Und im Gespräch mit Menschen, die aus diesem Land kommen, frage ich sie immer nach bestimmten Städten ihrer Region. Inzwischen kann ich nicht nur die Bundesländer, sondern auch deren zugehörige Hauptstädte.

Klingt albern und unnütz?

Ich finde nicht. Weil? Weil aus 99% der Gesprächen bzw. Begegnungen doch sonst nichts kleben bleibt. Das heißt Du hast ein angeregtes Gespräch mit einer Frau, sie erzählt dies, das, Ananas. Okay. Gut. Und dann? Vielleicht tauscht man Nummern, okay. Vielleicht gibts ein Wiedersehen, meistens aber nicht. Frauen tauschen Nummern meistens einfach so, ganz ohne weiteren Sinn. Da ist für sie nichts dabei. Sie finden Dich für den Moment cool und wenn etwas daraus werden soll, dann kommt (meist) nichts mehr. Immer auf der Jagd nach Bestätigung. Instagram-Kussmund-Selfie-F**k-You-Generation würde ich das nennen. Natürlich frage ich im Gespräch kein Wissen ab. Das ist keine Lehrveranstaltung. Aber ich habe mir angewöhnt gut zuzuhören und Dinge aufzugreifen, die mich wirklich interessieren und nachzufragen.

Das Schöne daran ist, dass ich dabei etwas lernen kann. Und wenn es „nur“ die Hauptstädte der Bundesländer eines anderen Staates sind. Das hat den Effekt, dass ich stets neugierig bleibe, jedem Menschen gegenüber. Besonders da ich doch weiß, dass – wie gesagt – sonst nichts kleben bleiben wird. Am Ende des abends werden wir wieder auseinandergehen, vielleicht Nummern getauscht haben, aber uns vermutlich nie wieder sehen. So ist das meistens. Klar kommt es manchmal auch zu Dates, zuletzt aber eher nicht. Da gab es wieder zwei Absagen. Das letzte „echte“ Date war Frau Kaufhaus. Achja, und dann noch die eine Frau, mit der ich letztens aus der Bar und nachts noch zum Pizza essen gegangen bin und sie anschließend heim gebracht habe.

Inzwischen hatte ich aber auch mehrere Nummern getauscht, Datevorschläge gemacht und…? Nichts. Eine sagte mir wenigstens diese Woche mal sehr freundlich ab, da sie derzeit jemand anderen date und nichts parallel machen möchte. Erste Reaktion meiner Freunde/Bekannten, wenn ich ihnen das erzähle? „Wenigstens ist sie ehrlich!“, sagten zwei zu mir, unabhängig voneinander. Ich antworte: „Ob das ehrlich ist, weiß ich nicht. Das glaube ich nicht einmal. Aber es ist zumindest freundlich und höflich. Das finde ich gut.“

Schließlich hatte ich erst tags zuvor die Nummer von ihr bekommen, nachdem ich sie im Vorbeigehen auf der Straße angesprochen hatte. Ihr Parfüm hat mir einfach gefallen. Grund genug sie anzusprechen. Sie strahlte dabei wie in kleines Kind. Also habe ich den Vorschlag zu einem gemeinsamen Getränk unterbreitet. Da sie es extrem eilig hatte, musste ich schnell auf die Nummer gehen und konnte das Gespräch nicht laufen lassen. Aber sei es drum, Nummer getauscht und dann abgesagt bekommen. Ob sie nun jemand anderen aktuell datet oder nicht. Geschenkt. Mir doch egal. Die Quintessenz bleibt stets dieselbe: Die Nummer wird rausgerückt und dann passiert meist nichts mehr. Das war vor ein paar Jahren so. Das ist auch heute noch so. Gefühlt wird es sogar schlimmer, aber das kann ich noch nicht empirisch unterlegen. Ich bin ja derzeit kaum aktiv. 😉

Und dann gibt es aber auch andere Frauen. So zum Beispiel die, die ich letztens eben nach der Pizza noch nach Hause brachte. Da ich im Urlaub war, hat sich in der Zwischenzeit mit ihr auch nichts ergeben. Kein Date oder so. Es drängt mich aber auch nicht. Jedenfalls hab ich sie letztens in meiner Stammbar zufällig wieder gesehen. Natürlich bin ich zu ihr hin und sie hat sich gefreut mich zu sehen und gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd. Das wiederum hat mir große Freude bereitet. Sie kam aus dem Umarmen und mich Betatschen nicht mehr raus. Da sie allerdings mit Arbeitskolleginnen und Freunden dort war, wollte ich mich nicht so lange bei ihr aufhalten. Ich stehe da dann doch auch mehr auf Exklusivität zwischen Mann und Frau.

Und dann kam der Moment, an dem die Spotlights in der Bar an gingen. Und auf mich gerichtet wurden. Der Moment, an dem für mich die Zeit kurzzeitig komplett angehalten wurde. Das war der Zeitpunkt der Verabschiedung, als ich aus dem Gespräch raus wollte. Sie beugte sich hinüber zu mir und wollte ein Küsschen auf den Mund. Mitten in der voll besetzten Location. Für mich fühlte es sich an, als würde die Zeit angehalten werden und ich wäre plötzlich im Fokus. So als wenn der Rockstar die Bühne im Dunkeln betritt und plötzlich die Lichter angehen und ausschließlich auf ihn gerichtet werden.

Ein witziger Moment. Kopfkino. „Mache ich es oder mache ich es nicht?!“, dachte ich mir. Aber irgendwie auch doof, eine Frau „stehen zu lassen“. Gehört sich irgendwie nicht. Zumal wir uns echt gut verstehen und ich sie cool finde. Für mich wäre das an sich kein großes Ding. Aber ich bin nicht (mehr?!) der Typ, der da draußen unterwegs ist, um möglichst viele Nummern zu holen, möglichst viele Frauen zu daten und was weiß ich noch mehr. Und irgendwie fühlte sich das in dem Moment so für mich an, als wäre ich der Typ, der in der Bar herum rennt, mit allen Frauen quatscht und sich dann mal ein Küsschen hier oder dort abholt und den Macho spielt. Kopfkino eben. Das bin ich aber nicht. Ich bin James Bond näher als Don Juan. Gut, am Ende sind sie sich dann irgendwie doch wieder ganz ähnlich. Aber der Stil ist ganz sicher ein anderer. Und den von James Bond sagt mir eindeutig mehr zu. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt gut genug beschreiben konnte, was ich eigentlich aussagen möchte. Falls nicht, egal. Nicht so wild. 🙂

Solcherlei Ereignisse mischen sich derzeit manchmal in den Alltag zwischen Sport und Ernährung. Zwischen Arbeit und Schlaf. Aber was bleibt ist die Frage nach dem Sinn. Nein, ich bin nicht mies drauf. Im Gegenteil. Ich funktioniere derzeit wie ein schweizer Uhrwerk, würde ich sagen. Präzise, auf den Punkt. Aber ich sehe keinen Sinn darin. Es liegt auch nicht am Ende der jüngsten Beziehung. Denn das hatte ich mir zuerst gedacht. Zunächst dachte ich mir: „Ohje, jetzt bist Du in einem Loch!“ Das Beziehungsende war sicher der Auslöser, für das neue Denken. Klar. Aber wenn ich mir jetzt aussuchen könnte, ob ich wieder eine Beziehung möchte…? Selbst wenn ich vorher die Garantie hätte, dass es dieses mal endlich eine ehrliche, liebenswerte, tolle Frau wäre? Ich sähe darin aktuell dennoch keinen Sinn!

Genauso wenig wie beim oder im Sport. Klar stemme ich die Gewichte und gehen joggen, manchmal sogar als gäbe es keinen Morgen. Aber wozu? Ich stelle mir aktuell ständig die „Wozu-Frage“? Wie bei kleinen Kindern. Die immer nach dem Warum fragen. Die mit keiner Antwort zufrieden sind und auf jede Antwort von Dir noch genauer wissen wollen… „warum?“. Und ich habe keine Antwort. Ehrlich nicht. Ich funktioniere, ich funktioniere gut. Ich fühle mich gut. Aber ich sehe keinen Sinn darin. Weder am Ansprechen von Frauen, noch an meinem Job, noch an meiner Lebensstiuation, noch am Leben als Ganzes. Dringender nochmaliger Disclaimer: Nein, ich bin nicht depressiv! 🙂

Ich mache mir nur reale Gedanken um etwas, das für mich zunehmend wie Science Fiction wirkt. Wir haben täglich lügende, dämliche, ausgebrannte, rohe, wilde Menschen vor uns. Und selten mischen sich auch gut gelaunte, positive und tolle dazwischen. Aber ändern tut das alles nichts am Gesamtzusammenhang. Und das Ziel der Reise ist mir nicht ganz klar. Das Ziel meiner Reise. Klar ist in Wahrheit der Weg das Ziel, sagt man. Und das ist auch derzeit der einzige Aufhänger, der mich motiviert immer weiter zu machen.

Dann stemme ich eben das Gewicht. Und noch einen Satz. Und noch eine Übung. Bis der Muskel brennt und der Pump da ist. Klar wächst dadurch Muskel. Aber wozu? Klar gehe ich in die Arbeit oder betreibe mein Studium. Klar werde ich dadurch demnächst mittelbar mehr verdienen oder was auch immer. Aber wozu? Klar spreche ich hin und wieder immer noch bzw. seit Teil 1 erneut Frauen an, nicht mehr häufig, dafür mit mehr Tiefgang – aus meiner ganz eigenen Sicht. Klar kommt es dann auch zu Dates. Aber wozu? Wie gesagt, selbst wenn mir klar wäre, dass die nächste Frau vor mir meine absolute Traumfrau sein könnte oder sogar ist, und selbst wenn ich eine Gewissheit verspüren würde, dass es endlich mal ein Herzmensch wäre, der vor mir steht… ja… okay… aber das würde mir gerade dennoch keine schlüssige oder nachgehenswerte Antwort auf meine Sinnfrage liefern. Genauso wenig wie ein gestählter Körper mir diese Antwort nicht liefern kann. Dennoch trainiere ich. Dennoch gehe ich weg und mache mein Ding und spreche auch manchmal Frauen an. Dass das dann eher nebenbei passiert, spielt wirklich keine Rolle. Es ist gemütlicher, ich bin gemütlicher. Das ist aber auch schon alles.

Diese Woche habe ich zum zweiten Mal in meinem Leben das Buch „Das Café am Rande der Welt“ empfohlen bekommen, damals von Lotusblume. Diese Woche von einer Followerin. Gelesen habe ich es damals (leider?) nicht. Ich glaube, ich werde es auch dieses Mal nicht lesen. Wozu? Das selbe Wozu wie oben. 🙂

Oder aber ich mache es wie mit dem Krafttraining, der Ernährung, dem Clubgamen… und besorge und lese das Buch einfach. Einfach so. Ganz ohne den Sinn darin und erstrecht dahinter zu sehen. Einfach nur ein schweizer Uhrwerk sein?!

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Also ist der Sinn im Leben vielleicht auch nur zu erkennen, dass wir alle Uhrwerke sind? Manche kommen aus den USA, manche aus Mosambik und andere vom Asienmarkt. Aber wenn das alles schon keinen Sinn macht, dann will ich wenigstens das schweizer Uhrwerk sein und mir dabei bis in die Haarspitzen treu bleiben! Kopf hoch, Mund abwischen, weiter machen! Ganz ohne Sinn.

PS: Über Eure Meinungen zum Thema „Sinn des Lebens“ bzw. vielleicht auch nur zur Suche nach dem Sinn in meiner gegenwärtigen Lebensphase freue ich mich. Schreibt es mir gerne. Vielleicht ging es Euch auch mal so? Vielleicht immer noch? Vielleicht habe ich die rote Pille nicht nur in Sachen Mann-/Frau-Beziehungen geschluckt, sondern sogar in Bezug auf das ganze Leben? Willkommen in der Matrix? Ich weiß es nicht. Es fühlt sich komisch an. Ich kann nicht sagen, dass ich ausgebrannt bin. Ich könnte Bäume ausreißen, so gut geht es mir derzeit körperlich und mental – jedenfalls auf eine Art. Aber ich sehe keinen Sinn darin auch nur irgend etwas zu tun. Der Tiefgang fehlt. In allem. Wenn ich bei „Wer wird Millionär?“ sitzen würde, würde ich jetzt gerne Platon, Sokrates oder Shakespear anrufen wollen. Vielleicht hätten die Rat für mich? Vielleicht sollte ich es mit den Worten von Hape Kerkeling sagen? „Ich bin dann mal weg!“ Und auf der Suche nach Inspiration!

Ein ruhiges Wochenende vor dem heutigen Date

Neue Woche, neuer Start, neues Glück.

Das Wochenende war diesmal ruhig. Gar kein Clubgamen?! Exakt! Geht auch mal ohne. Samstag bin ich dafür wieder in die Stadt gefahren, um einfach nur ein bisschen herum zu laufen und zu schauen was in der Welt so los ist.
Es gibt übrigtens immer noch Menschen in der Stadt. Es stehen immer noch die selben Gebäude. Und auch ich bin immer noch ich.

Und was bietet sich da mehr an als auch den großen Sportgeschäften einen Besuch abzustatten?! Es war uhrzeittechnisch nicht mehr weit weg vom Ladenschluss. Wenig los. Kaum mehr Kunden unterwegs. Egal, dann schaue ich mir eben weniger die Kundinnen an, sondern mehr das Warenangebot. Und da war ich in diesem großen Kaufhaus in einem der oberen Etagen und laufe durch die Gänge. Und was zeigt mir mein Radar an? Oh! Glatte lange braune Haare. Und zumindest aus einigen Metern Entfernung erkenne ich schemenhaft ein sehr feines Gesicht. Ich denke mir in diesem Moment nur: „Könnte eine Granate sein!“

Ich erkenne, dass sie dort arbeitet. Also dass es keine Kundin ist. Auch gut. Also laufe ich etwas durch die Regale zwischen Klamotten und Sportartikel hindurch. Ihr etwas entgegen, um mehr von ihrem Äußeren zu erhaschen. Mein Blick ist fixiert auf ihr Gesicht. Und so erkenne ich immer besser, dass sie tatsächlich hübsch ist. Gute Sache. Der nächste Blick wandert nach unten. Und ich sehe… hm… dass sie nicht gerade die athletischste Figur der Welt ihr eigen nennen kann. Verdammt. „Aber sie sieht eigentlich so süß aus“, denke ich mir. Sie kommt mir näher, mit ein paar Klamotten in der Hand läuft sie in meine Richtung und fragt mich: „Kann ich helfen?“ Dabei strahlt sie über das gesamte Gesicht. Ich bedanke mich und lehne ab. Sie läuft ein paar Meter weiter.

Im nächsten Moment drehe ich um, laufe ihr ein paar Meter nach. Sie kommt an einem Kleiderständer zum stehen. Ideal.
Ich lächle sie an und sage: „Deine Aufmerksamkeit ist außergewöhnlich!“
Sie: „Echt? Findest Du?“
Ich: „Bin ich nicht gewöhnt! Ich bin gerade erst in Deine Nähe gekommen und Du hast mich schon wahrgenommen!“

Über das Kompliment freute sie sich sichtlich und so ergab sich ein ca. 5 minütiger Smalltalk. Woher sie kommt, was sie so macht, sie sei relativ neu in der Stadt. Und ja, sie würde sich gerne mit mir Treffen. Bumm. Passt. Ähhh ja, fast! Sie wisse ihre Nummer nicht auswendig und habe ihr Handy nicht dabei, sagte sie. Aber ganz süß lief sie schnell, um einen Zettel und einen Stift zu holen. Ich scherzte noch: „Das ist bestimmt dieser fiese Trick, den Frauen immer bringen, wenn sie sich den Typen vom Hals halten wollen!“ und zwinkerte ihr dabei zu. Sie bestritt es lächelnd.

Um 20 Uhr habe sie aus und dann schreibe sie mir gleich, sprudelte es nur so vor Energie aus ihr. Ich dachte mir: „Nehme ich Dir sogar ab. So wie Du wirkst. Müsste ich 5 Euro wetten, würde ich das tun. Ich glaube Du wirst Dich melden, so wie Du Dich über mein Erscheinen gefreut hast.“

Wir verabschiedeten uns und so stand es an dem Tag 1 zu 1. Ich spreche derzeit nicht jede Frau an, sondern nur dann, wenn es nebenbei einfach geht. Darüber habe ich ja immer wieder geschrieben. Es gibt andere Prioriäten für mich derzeit, Frauen sind es nicht primär. Ich mache gerade viel mehr die Reise zu mir selbst. Meine eigene Heldenreise. Darüber werde ich demnächst mehr berichten. Es geht um die Mannwerdung. Das ist eine Heldenreise.

An dem Tag ging es dann noch 2 zu 1 aus. D.h. ich habe 2 Frauen angesprochen, davon 1 Nummer bekommen. Das Ganze passierte Samstag. Heute ist Montag. Die Sportgeschäft-Frau meldete sich?

Nicht! Die 5 Euro hätte ich also verloren. Verrückt. Es ist einfach nicht vorhersehbar, auch wenn Du noch so sicher bist. Mein Fehler war nur, dass ich nicht direkt ein festes Date vereinbart habe. Aber es klang so sicher, dass sie sich melden würde. So sicher, dass ich das nicht für nötig hielt. Hinterher ist Mann immer klüger. Frauen ergreifen einfach keinerlei Initiative. Warum auch. Bei dem Überangebot an Männern. Prinzesschen auf der Erbse.

Wir lernen 2 Dinge daraus:

1. Wieder einmal: Auch „nicht dünne“ Frauen flaken (melden sich nicht mehr!). Wozu dann „nicht dünne“ Frauen überhaupt ansprechen?! Nonsens. Sie wissen es genauso wenig zu schätzen wie dünne Frauen. Und da ich auf figurbewusste Frauen stehe, bleibt mein Fokus auch darauf gerichtet. Wenn es sich ergibt, spreche ich zwar auch in Zukunft das eine oder andere Mal eine Frau an, die ein paar Kilo zu viel auf die Waage bringt… wenn sie ansonsten ein wahnsinnig süßes Gesicht hat und eine tolle Ausstrahlung. Aber das bringt es unter dem Strich einfach nicht.
Das ist ein fauler Kompromiss gegenüber meinen eigenen Prioritäten. Letztlich betrüge ich mich damit nur selbst und gebe Menschen eine Chance, die ich eigentlich gar nicht auswählen würde. Nur um dann immer wieder festzustellen, dass die Erweiterung des eigenen Auswahlkreises keinen Mehrwert bietet. Höchstens Kopfschütteln in mir selbst löst es aus. Mag überheblich klingen, was ich nun sage: Aber ich denke mir da tatsächlich immer: „Mensch Mädchen, sei doch froh, dass ich Dich anspreche.“ Wenn sie nun ein graziles Topmodel in Topmodel-Maßen wäre, würde ich das nicht so extrem sehen. Aber hey?! Hey! Schwamm drüber.

2. Gib nichts auf flakende Frauen. Hau ein Ei drüber. Sprich einfach mehr Frauen an. Sprich überhaupt Frauen an. So hab ich das am Wochenende zuvor gemacht. Nicht viele Frauen angesprochen, aber ÜBERHAUPT eine Frau angesprochen. Und deswegen habe ich heute Abend ein Date. Auch mit einem Mädchen, das in einem Kaufhaus arbeitet. Allerdings in einem anderen. 🙂 Hat sich auch zufällig ergeben, das Ansprechen. Auch sie wirkte süß.

Vorhin habe ich in der Mittagspause kurz mit ihr telefoniert. Sie war mega nervös am Telefon. Während dem gesamten Telefonat hat sie gelacht. Fand alles witzig was ich sagte. Wollte unbedingt genau wissen wo wir uns treffen und was wir dann machen würden usw. Sehr süß, wirklich. Ich mag aufgeregte Frauen. Ich mag es, die ihre Vorfreude, die in der Luft liegt, ebenfalls verspüren zu dürfen. Menschlichkeit. Und ich kann dann das tun, was ich am Liebsten tue. Führen. Das ist meine Rolle in dem Spiel. Das ist das, was ich kann. Und das ist das, worin ich mich wohlfühle. Einer Frau Stabilität bieten.

Und für heute gibt es einen Aspekt, der den Fokus vom Date letztens mit Ms. Osteuropa (Date-Review mit Ms. Osteuropa) erweitern soll.
Zuletzt galt mein Fokus während dem Date hauptsächlich folgenden beiden Dingen:
– Langsam sprechen
– Zuhören, die Frau (mehr) sprechen lassen
Und ich denke, dass mir beides sehr gut gelungen ist. Insofern: Check!

Und heute kommt zusätzlich hinzu:
– Für „Knistern“ sorgen, nicht zu freundlich sein! Sie zum Glühen bringen!

2019-05-27

Wie sagte Ms. Osteuropa beim letzten Date zu mir: „Ich bin müde und möchte heim.“
Das ist die freundliche Übersetzung von: „Du Nudel bist so scheiße langweilig, geh mir aus den Augen!“

Kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber als gottgegeben akzeptieren kann ich es. Den Moment einfach zulassen, wie er ist. Ohne Bewertung einfach hinnehmen. Hab ich von Eckhart Tolle gelernt. 😉 Und so besteht die einzige Herausforderung nur noch darin, das Beste daraus machen.

Und das wird mein Ziel heute sein. Warten wir es ab, wie ich mich schlagen werde. Das wäre dann mein zweites Date innerhalb der letzten 3 Wochen. Dafür, dass ich kaum draußen aktiv Frauen anspreche, ist das schon eine ganz gute Quote. Die angezogenen Handbremsen wirken also gar nicht so übel. Was dann wohl erst passiert, wenn ich sie löse und Vollgas das Gaspedal bis zum Bodenblech durchdrücke?! Kommt noch. Ich baue gerade mein Mindset auf.
Und so wie damals in Teil 1 des Projekts Beziehung mit teilweise 4 Dates (mit 4 unterschiedlichen Frauen) pro Woche, muss jetzt momentan auch nicht sein.

Überhaupt hab ich eigentlich für eine „feste“ Beziehung gar keine Zeit, wenn ich ehrlich bin. Mein Körper ist mir wichtiger. Mein Projekt „Maschine“ ist zu wichtig. Ich will den Sixpack um jeden Preis. Und bei all dem Training ist keine Zeit für irgend eine Hypergamie-Tussi, äh Entschuldigung, Hypergamie-Frau. Sorry. Das war jetzt über das Ziel hinaus geschossen, zu pauschal. Es gibt ja auch noch die 0,x % Frauen, die das Hypergamie-Spiel nicht spielen. Denen möchte ich absolut und sicher nicht Unrecht tun. Aber wo soll ich die finden? Ich drehe doch sowieso schon jeden Stein um.

PS: Wann immer ich am Tag eines Dates mit einer Frau telefoniert habe, hat bislang auch jedes Mal das Date stattgefunden. Gutes Omen für heute. Dennoch gilt: Abwarten. Könnte ja ein anderer Typ bis zum Date dazwischen funken. Der hat vielleicht ein tolleres Auto. Oder kann mehr Big Macs im Wettessen verdrücken und ist deswegen cooler oder er ist amtierender Weltmeister im Weitspucken, was weiß ich. 😉

PPS: Klingt unglaubwürdig? Keinesfalls! Ein ironisches unfassbares Beispiel gefällig? Ich hab eine meiner alten Bekanntschaften aus Teil 1 reaktivieren wollen. Eine Frau, mit der ich damals einige Wochen zu tun hatte. Ich hatte die Idee vorgebracht, mit ihr spontan in den Urlaub zu fliegen. Sie hielt das zunächst für einen Scherz. Da sie allerdings selbst sowieso auch noch in den Urlaub wollte, fand sie die Idee doch Klasse. Ich setzte mich ran und suchte ein paar mögliche Destinationen aus. Mallorca. Lissabon. Oder irgendwas in Griechenland sollte es werden. Und als ich dann kurz davor war, den Urlaub terminlich mit meinem Job zu klären… hm?
Telefonierten wir und sie sagte: „Auch wenn das jetzt doof rüber kommt, aber einer Freundin hatte ich vor Dir auch schon zugesagt, dass wir in den Urlaub fliegen könnten. Sie hatte sich nicht mehr gemeldet. Bis gestern Abend. Jetzt muss ich das erst mit ihr abklären. Sei mir nicht böse bitte.“
Ich: „Hm. Dann klär das mal alsbald. Sonst wird das nix. Wenn ich ja sage, dann ist es ein ja. Bis morgen muss ich das wissen, sonst plane ich anders.“
Am Tag darauf kam die WhatApp-Nachricht von ihr. Ich solle nicht böse sein bitte. Es sei nun gerade zeitlich dumm übereinander gelaufen.
Und am Wochenende sehe ich in ihrem WhatsApp-Profil in etwa folgenden Status: „Mit meinem Hasen in der Toskana!“, dazu viele verliebte Smileys und Herzen. Noch Worte Euer Ehren? Nein?! Gut, dann gehört der Zeuge jetzt Ihnen!

Ein Date für heute… oder nicht…?

So Freunde, hier gab es doch glatt mal wieder ein paar Tage Schreibpause. Grund ist hauptsächlich, dass ich derzeit wie ein Berserker trainiere. Krafttraining vor allem. Dazu halte ich mich aufs Äußerste an meine Ernährungsziele. D.h. ich koche fast täglich selbst für mich und muss regelmäßig entsprechende Lebensmittel einkaufen. Ich wohne zwar derzeit bei meiner Familie, natürlich wird dort auch gekocht und gegessen. Allerdings meist zu ganz anderen Uhrzeiten, nicht so regelmäßig und vor allem nicht das, was ich für mein zielgerichtetes Training brauche.

Ich fahre derzeit eine sehr eiweißreiche Schiene, das Ganze im leichten Kaloriendefizit. So dass ich einerseits Muskeln aufbaue und gleichzeitig schon Fett abnehme. In 2 Monaten habe ich jetzt ca. 5 bis 6 Kilogramm runter bekommen. Die letzten 2 Wochen änderte sich allerdings am Gewicht nichts mehr, was wohl daran liegt, dass mehr Muskelmasse dazu kam und Muskeln sind bekanntlich schwerer als Fett. Mir passen meine Slimfit-Hemden allesamt wieder. Nur die Superslimfit-Hemden noch immer nicht ganz. Dafür muss noch etwas von den Hüften runter. Dann bin ich wieder in der Form wie vor 3 Jahren. Und dabei soll es dann ja auch nicht bleiben. Mein Ziel ist eine Maschine zu werden!

Ich bin allerdings extrem erstaunt darüber, was in nur 2 Monaten an Resultaten zu erzielen möglich ist. Derzeit ordne ich dem Training alles unter. Selbst das Pickuppen. 🙂 Bin gespannt wie weit mich das bringt und wohin das führt. Ich muss allerdings auch zugeben, dass dieses viele Eiweißzeug mir echt zwischenzeitlich zum Hals heraus hängt. Und das Einzige, das mir hilft ist, dass ich mein Shirt ausziehe und mich im Spiel ansehe und so die aufgebauten Muskelpartien erblicke. Brust… Bizeps… Trizeps… Rücken… Bauch… und denke mir nur: „Wow!“

Ich trainiere ca. 5 bis 6 mal die Woche. Wechselnde Muskelgruppen. Und Bauchmuskeltraining mache ich fast täglich. Völlig irre. Zwischenzeitlich muss ich den ursprünglichen Trainingsplan etwas umgestalten, da ich nach einzelnen Trainingseinheiten oft noch Muskelkater bekomme. Das wird noch ein paar Wochen dauern, bis sich alle Muskelgruppen an die neuen Belastungen gewöhnt haben.

Und nun zum Freitag

Unterwegs mit einem Wingman. Erstmal durch die Stadt laufen. Wir waren beide gut drauf und haben uns aufeinander gefreut. Ich hatte Hunger, noch kein Abendessen intus und wollte zielgerichtet in einen Imbiss. Dann blicke ich nach rechts und siehe da, mein Wing ist schon im Gespräch mit zwei Frauen. Ich war erst etwas gelangweilt, weil ich mir dachte: „Oh je, die sehen ja mal irgendwie nicht so toll aus.“ Es täuschte etwas. Denn es war eine obdachlose Dame im Gespräch mit den zwei Frauen. Und irgendwie wirkte das auf mich wohl direkt unsexy. Als ich dann allerdings die Rechte der beiden Frauen erblickte, dachte ich mir: „Hmm… glatte dunkle Haare… eine gute Figur… ein ganz süßes Gesicht…“

2019-05-12

Mein Wing war schon mitten im Gespräch. Die Obdachlose erzählte noch kurz etwas und war dann weg. Da standen wir nun, wir vier. Ich stieg gleich mit ein, wir lachten, machten Spaß. Die zwei Mädls waren gut drauf. Zwei Au-pairs aus einem osteuropäischen Land. Gerade dabei Deutsch zu lernen. „Hm?! Mal was ganz Anderes!“, dachte ich mir. Hab ich so auch noch nicht gehabt. Ich muss ja ehrlich sagen: Einen osteuropäischen Akzent in der Stimme finde ich an Frauen irgendwie nicht so attraktiv. Keine Ahnung. Das wirkt so… äh… 😉 … sagen wir: Hart. :-p Aber auch hier sage ich mir: „Get out of your comfort zone!“

Wir 4 standen uns also gegenüber. Gegenüber von mir befand sich die unattraktivere der beiden Frauen. Rechts neben mir mein Wing. Und gegenüber meines Wings stand die Attraktive. Hm… Kommt komisch, wenn ich mit ihm einfach Platz tauschen würde. Also mussten wir zumindest ein paar Sätze so wechseln wie wir standen. Ich sprach also zum Einstieg mehr mit der Linken. Und zwischendurch unterhielten sich die beiden Frauen auch mal kurz in ihrer Muttersprache. Ich blickte meinen Wing an… und er mich… Ich rollte mit meinen Augen nach rechts zur Hübschen und deutete ihm auf diese Art mein Interesse an ihr. Er lachte nur und sagte: „Ich weiß schon!“ Wir haben beide laut los lachen müssen. An der Stelle einfach ein fettes Danke an Dich. Du bist einfach ein geiler Typ, und Deine Menschenkenntnis in Ehren!

Also schnell im Gespräch geschickt die Plätze gewechselt und fortan gehörte sie mir, die Braunhaare attraktive Osteuropäerin. Selten so ein aufgeschlossenes Gespräch mit einer Frau geführt. Ein bisschen über ihre Situation gesprochen, wo sie arbeitet, was sie tut, woher sie kommt, was sie in Deutschland für Ziele hat usw. Immer immer auch alles auf schön emotionale Art verpackt, bildgewaltige Erzählungen. Viel Geschmalze von mir. Ist ja meine aktuelle Baustelle, an der ich arbeite. Emotionaler erzählen zu lernen.

Und ab der ersten Sekunde merkte ich, wie sie sich um jeden Preis zu qualifizieren versuchte. Im Pickup bedeutet das, dass die Frau jeder meiner Aussagen zustimmt bzw. versucht meine Meinungen zu bestärken oder gar zu übertreffen. Beispiel? Ich sagte: „Ich finde deutsche Frauen oft schrecklich, die können nicht einmal kochen. Aber ich liebe gutes Essen, wenn die Frau kocht.“ Ihre Reaktion: „Ich koche sehr gerne und sehr oft!“ So in diesem Stil. Noch ein Beispiel? Ich hab hier ein noch viel Lustigeres! 🙂 Nachdem die Unterhaltung nun schon humorvoll einige Minuten lief, gingen wir zusammen ein paar Meter weiter.

Auf dem Weg lief sie neben mir und ich fragte sie, was sie essen wolle. Sie war noch unentschlossen. Daraufhin ich: „Naja, ich muss ich immer ein bisschen schauen wo es etwas für mich gibt, ich bin Vegetarier und esse deswegen kein Fleisch.“ Ihre Körpersprache verriet mir in diesem Moment, dass sie eher geschockt war. Sie fragte dementsprechend auch nach: „Was, Du isst kein Fleisch?!“ Ich sagte: „Nein, aber Fisch. Fisch mag ich! Und natürlich Gemüse und Obst!“ Und nun folgte ihre für mich sehr witzige Reaktion: Ihr geschockter Gesichtsausdruck wandelte sich zu einem Lächeln und sie strahlte mich an: „Ja. Ich liebe Gemüse und Obst.“

Hahaha. Ich dachte mir nur: „Alter, was geht denn mit der ab?!“ So etwas hast Du beim Pickuppen extrem selten, dass eine Frau Dir quasi aus den Händen frisst. So ging das noch die ganze restliche Zeit. Wir setzten uns zu viert in einen Imbiss und verbrachten immerhin fast 1,5 Stunden zusammen. Ich baute im Laufe des spontanen Dates verschiedenen Körperkontakt auf. Beispielsweise stand ich vom Tisch auf, nahm ihre Hand und sagte: „Na komm. Wir gehen vor an die Theke und holen uns etwas.“ Sie hielt meine Hand, zog sie nicht weg. Und ähnlich war es beim Herausgehen, sie hakte sich bei mir ein, nachdem ich ihr meinen Arm bot. Alles extrem gute Signale.

Ich will das jetzt hier nicht unnötig in die Länge ziehen, deswegen kürze ich etwas ab. Wir tauschten jedenfalls Telefonnummern und machten ein Date für heute aus. Sie fragte auch nochmal: „Bitte schreib mir morgen nochmal, damit ich auch weiß ob wir uns Sonntag wirklich treffen.“ Innerlich musste ich wieder schmunzeln und gab ihr zu verstehen, dass mein Wort immer zähle. Und da wir das Treffen vereinbart hätten, zähle es nun auch. Sie könne sich auf mich verlassen. Küsschen links und rechts und mein Wing und ich zogen weiter. Wir hätten auch noch zu viert zusammen bleiben können, die zwei Frauen wollten sowieso auch noch in eine Bar gehen und meine Braunhaarige fragte auch vorher schon, ob wir noch zusammen irgendwohin gehen würden.

Allerdings war mir der Abend mit meinem Wing wichtiger, ich wollte noch Spaß mit ihm haben, beim Feiern und Tanzen. Und 1,5 Stunden Spontandate reichen zum Einstieg in den Abend, so mein Gedanke. Am selben Abend habe ich ihr noch kurz in ihrer Muttersprache etwas geschrieben, eine Antwort hab ich auch erhalten. Auch ein gutes Zeichen. Vorhin hab ich ihr kurz geschrieben und darum gebeten das Date um eine halbe Stunde nach vorne zu verlegen, wenn möglich. Schauen wir mal was noch kommt. Ich rechne ja immer mit einer potenziellen Absage. Allerdings stehen in diesem Fall die Chancen gut, dass es zum Date kommt. Was statistisch dafür spricht: Die „viele“ Zeit, die wir bereits miteinander verbracht haben und der relativ intensive Körperkontakt und das aufgebaute Vertrauen.

Ich war an diesem Tag mal wieder im James Bond Style gekleidet und so realistisch bin ich dann schon auch, zu wissen, dass ich auf sie ziemlich geldig gewirkt haben könnte. Frau aus Osteuropa in einer großen deutschen Stadt. Lernt einen attraktiven Mann (ja, ich finde schon! 🙂 ) kennen, der verdammt gut gekleidet ist. Ich bilde mir da nicht ein, dass sie sich Hals über Kopf in mein Herz verliebt hat. Ihr versteht was ich meine. Aber das ist mir an der Stelle egal. Ich bin nicht naiv und nicht dumm. Und so läuft das Spiel eben. Falls das Date heute zustande kommt und je nachdem was sich daraus entwickelt, wäre es jedenfalls lustig zu sehen wie das dann in Zukunft weiter laufen soll. Schließlich wohnt sie bei einer Gastfamilie und ich… streng genommen auch… *hehe*

Wie wir den Laden gerockt haben

Mein Wing und ich kamen also in der ersten Bar an. Kurz durchlaufen, schauen. Nicht viel los. Wieder einmal viele Männer, wenige Frauen. Hm. Also weiter in den nächsten Laden. Dort waren wir noch nie, ich hatte mir aber letztes Wochenende den Tipp von zwei Frauen geholt, unbedingt mal dort vorbei zu schauen. Eher auch ein edlerer Schuppen. Wir kamen rein und BUMM standen wir erstmal gefühlt vor einer Wand. Viele Menschen, wieder viele Männer. Alle um eine Bar herum. Ich benötige für gewöhnlich immer ein paar Minuten, bis ich mich an einem neuen Ort akklimatisiere. Also erstmal zwei Getränke organisieren, ich war durstig. Keine Chance! Die Bar war komplett besetzt, die Barkeeper hoffnungslos überfordert. Hm. Dumm herumstehen wollten wir aber auch nicht. Also gingen wir ein paar Meter weiter. Da es eigentlich eine Art Restaurant ist, gab es auch einige Tische und Sitzmöglichkeiten. Dorthin verlagerten wir.

Dort – logischerweise – saßen zwar alle Personen und keiner tanzte, aber egal. Hauptsache wir bekamen erst einmal zwei Getränke. Gar nicht so einfach, möchte man meinen. Ich sprach eine Bedienung an und sagte ihr: „Ganz ehrlich, Du musst unser Leben retten. Wir versuchen verzweifelt Getränke zu bekommen.“ Daraufhin sie: „Ja, bitte an der Bar vorne.“ Worauf ich antwortete: „Keine Chance, die sind völlig überfordert. Da bekommt man in 10 Jahren keine Getränke.“ Sie entschuldigte sich und huschte schnell weiter. Hm. Abgetropft…

Also ging mein Wing zu einem Platzzuweiser und organisierte einen Tisch für 2. Da saßen wir nun und die Bedienung von gerade eben kam wieder zu mir und frage: „Okay, was wollt ihr trinken?“ Ich antworte: „Na, zwei Bitterlemon auf Eis.“ Und sie sah mich an wie ein schockiertes Huhn auf der Autobahn: „Das ist nicht euer Ernst, Leute?!“ Mein Wing und ich lachten köstlich und deshalb wiederholte ich meine Bestellung. Sie zog davon und nach kurzer Zeit hatten wir endlich unsere Getränke. Da saßen wir nun. Kurz ausruhen, anstoßen und mal sehen was das für ein Schuppen ist. Und es dauerte keine 2 Minuten und es lief ab da nur noch unsere Musik. Ein Megakracher nach dem anderen. Es hielt uns nicht auf den Stühlen wir und packten unsere Getränke, standen auf und tanzten.

Auch hier will ich es wieder etwas abkürzen. Mein Wing ist ein mega Tänzer, wenn es jemand wirklich drauf hat mit einer Frau heiß und lasziv zu tanzen, dann er. Und es sollte nicht lange dauern, bis die erste heiße Frau an der Angel war. Fortan gehörte uns der Laden und wir konnten uns vor Frauen um uns herum kaum retten. Wir tanzten, lachten und feierten mehr als alle Frauen (und die vielen Männer) in dem Schuppen zusammen. Völlig ausgelassen und mit dem breitesten Lachen der Welt. Eine Frau zwischenzeitlich zu mir: „Ihr tanzt beide so gut, ich könnte Euch stundenlang beim Tanzen zuschauen.“

Was hatte ich am Tag zuvor noch in dem Buch von Maximilian Pütz gelesen. Er schreibt darin zum Clubgamen, dass das Ziel sein muss MEHR gute Laune in einen Club zu bringen. Ausgelassener zu tanzen. Auffallend besser gelaunt zu sein als alle Anderen. Das Resultat würde sein – so er -, dass die Frauen von ganz alleine die Nähe suchen würden. Er empfiehlt beim Weggehen unbedingt einmal darauf zu achten wie sich die Frauen verhalten würden. Was daran liegt, dass Frauen dort einfach Spaß haben wollen. Bietest Du Spaß, bist Du der (Frauen-)Magnet. So einfach. Nicht nur das, ein Typ fragte mich zwischendurch auch: „Sagmal, wo bekomm ich hier ne Nase?“ Damit kann ich nicht dienen, sorry! Nicht meine Welt. 🙂

Und ich kann das nur zu 100% bestätigen, was der Pickup-Trainer da in seinem Buch schreibt! Es war geradezu pervers was da abging. Frauen sprachen uns von sich aus an. Frauen kamen in unsere Nähe. Frauen tanzten mit uns. Ich ziehe klassischerweise immer eher die ruhigeren Damen an, er mehr die heißeren (Typ: Nur für eine Nacht!), aber das ist eine gute Aufteilung. Damit kann ich sehr gut leben.

Was ist das Fazit?

  • Es war ein geiler Abend! Einer, der uns BEIDEN so viel Freude bereitet hat wie selten.
  • Manchmal muss man zwei Frauen (die Osteuropäerinnen) ziehen lassen, nicht bedürftig sein und sich alleine auf sich selbst, seinen Wing und das Feiern konzentrieren… und der Abend wird pervers gut!
  • Männer, die beim Feiern keinen Alkohol brauchen, um gut gelaunt zu sein, sind die besten! Besonders auf Bitterlemon mit Eis! Das hat dann sicherlich auch die Bedienung kapiert! 😉

PS: Soeben kam ihre Antwort. Sie müsse spontan auf das Gast-Kind aufpassen am Abend und hätte leider keine Zeit. Sie schickte noch ein kurzes Video von ihrer Fahrt aus der Bahn und fragte wie es mir geht. Daraufhin hab ich gerade mal spontan angerufen, sie hob sogar ab. Oho oho. Aufgemerkt! War ein nettes Gespräch über 15 Minuten, sie entschuldigte sich für die Absage und wir verschoben unser Treffen auf nächsten Freitag. Dort hätte sie sicher Zeit, sagte sie. Witzig fand ich ihre Frage: „Wenn wir uns Freitag erst sehen, kann ich Dir dann zwischendurch mal schreiben oder stört Dich das?“ Einfach süß, dieses Mädchen, irgendwie. Muss eben nur noch ein Treffen zustande kommen. So ganz ohne Absage und so. In echt. Und wirklich. Und real. Und so.

PPS: In letzter Zeit gehe ich mit meinen Berichten bzgl. Frauen schon öfter ins Detail. Viel mehr als damals hier im Blog. Das wird sich auch wieder ändern, wenn mehr Interaktionen mit den Frauen zustande kommen. Da kann ich nicht mehr jedes Ansprechen beschreiben, jeden Witz oder jede Anekdote zum Besten geben. Aber derzeit hilft es mir sehr, selbst zu reflektieren was passiert. Wie ich mich entwickle. Das soll die einzelnen Erlebnisse keinesfalls übergewichten, denn das wäre falsch. Keine einzige einzelne Interaktion ist so wichtig, dass sie andere überlagern sollte. Ich will bei mir bleiben. Und das für den Rest des Lebens. Und genau deswegen schreibe ich das nieder. Das geht im Moment auch nur deshalb so detailliert, da ich die Vielzahl der Optionen nicht habe. Noch nicht. Das war damals anders. Damals konnte ich mich phasenweise kaum retten vor Frauen. Aber das kommt wieder, ganz sicher. Und bis dahin kommt erstmal mein Körper dran. Heute mit Brust, Schulter und Trizeps. Und… Sixpack…!

Ende der Geschichte mit einer potentiellen Traumfrau?

Ein kurzes Statement zur einer Frau, die bisher noch keinen Namen von mir bekommen hat. Es ist mit ziemlicher Sicherheit der letzte Artikel über sie, dann bekommt sie hier „postum“ eben noch einen passenden Namen von mir.

Ich nenne sie einfach „Frau Unnahbar“.

Zuletzt schrieb ich in diesem Artikel über mein Date mit ihr:
Date-Review zu einer potentiellen Traumfrau (?)

Was ist in der Zwischenzeit passiert?
Wir hatten letzte Woche telefoniert. Etwas überraschend für mich, nach spürbar weniger Interesse ihrerseits in den folgenden Tagen nach dem Date. Dennoch schrieb sie mir, stellte weiter Fragen, wenn auch nur so selten einfallslose Dinge wie: „Wie gehts dir?“. Im Telefonat – über eine Stunde – ging es mal wieder um dies und das. Und als es am Ende darauf hinaus lief, wann wir uns wieder sehen würden, kam sie ins Herumstammeln. „Ja, also… immer wenig Zeit… bla… ich will mich da noch mit meiner Freudin treffen… ach ja, am nächsten Tag, da hab ich einen Termin am Abend, schlecht… bla… bla… bla bla bla…“.

Ganz am Ende hab ich sie auf ein Date auf letzten Freitag gestupst. Sie sagte dann fast zu meiner Überraschung zu, nach so viel Gestammel zuvor war das für mich fast nicht mehr glaubwürdig. Aber das Telefonat ging danach in Ruhe weiter, auch wenn das „Magische“ bzw. die Stimmung nicht mehr so recht aufkommen wollte. Schade, aber ich sehe es auch nicht ein ständig mehr zu geben als die Frau. Ich ziehe mich dann irgendwann eben auch mal zurück. Wenn ich merke, dass das sonst ins Ungleichgewicht geraten würde. Und das tat es durch das wenige Engagement ihrerseits in den Tagen zuvor für mich gefühlt bereits längst.

Gut, und was passierte dann am letzten Donnerstag Nachmittag?
Haha. Ja. Ihr wisst schon, genau. Richtig getippt.
Da kam die Absage. Begründung?
Die alt bekannte natürlich. „Bla bla… mir gehts nicht so gut… bla bla… ich sag dann lieber für morgen heute schon ab… Sei mir nicht böse bitte“. Ja klar. Ohne einen Vorschlag zu einem Ausweichtermin.
Toll! Sag doch einfach zu mir: „Ich hab keinen Bock mehr auf Dich, danke, tschüss.“ Nein, das kann Frau Unnahbar nicht. Glanz und Gloria gehen eben auch mal bei einer potentiellen Traumfrau verloren. In dem Moment war das für mich so. Unaufrichtigkeit mag ich nicht. Kurz gute Besserung gewünscht und nach einem Alternativdate gefragt. Wieder nur ein „bla bla“ kam daraufhin zurück und mir war alles Notwendige klar. Und seither habe ich ihr auch nichts mehr geschrieben.

Vor allem der Spruch, dass ich nicht böse sein solle. Slapstick pur! Beim nächsten Mal haue ich einem Menschen einfach direkt mit der Faust aus dem Schwung der ganzen Schulter direkt ins Gesicht, gucke dann doof und sage: „Oh tut mir leid. Sei mir bitte nicht böse, ja?“ Ich weiß nicht woran das liegt, aber es gibt wirklich so viele Menschen da draußen, die wirklich nicht mehr alle Latten am Zaun haben. Unfassbar.

2017-02-09.jpg

Okay, jedenfalls geht da mein Interesse innerhalb weniger Sekunden auf 0 zurück. Warum auch nicht. Frau Unnahbar macht so sehr auf mega erwachsen und besonders, dass sie bei all ihrer Besonderheit wohl die Besonderheit in mir nicht erkannt hat.
Das macht sie für mich sehr unbesonders. Ganz unabhängig davon wie sie mich findet, mag ich es aufgrund ihrer Art auch gar nicht mehr wissen. Das ist so ziemlich der größte Abtörner für mich. Geringes Interesse einer Frau an mir hat ja seinen Grund. Danke.

Meine liebe Cousine sagt zu mir in diesen Fällen immer:

NEXT!

Ja. Da hast Du recht. Auch in diesem Fall heißt es wie immer bisher… NEXT! 🙂

PS: Die Nummer von Fr. Unnahbar habe ich inzwischen einfach ohne weiteren Kommentar gelöscht.

Ein Sonntag aus der Fülle der gesamten Bandbreite

Ein kleiner Bericht zum gestrigen Sonntag. Der schon kein philosophischer war. Sondern einer anderer Sonntag, gespickt mit Dates. Oder auch nicht.

Das erste Date ist der Rede nicht wert.

Das zweite Date am Nachmittag war hingegen witzig. Wir lernten uns über eine Online-Single-Plattform kennen. Naja, von kennen lernen kann dabei keine Rede sein. Sagen wir mal wir haben uns dort angeschrieben. Ich hab noch einen alten Account dort und habe diesen seit vielen Monaten nicht mehr genutzt. Da sich meiner Erfahrung nach herausgestellt hat, dass die Frauen dort größtenteils nur lange Texte schreiben, aber niemanden tatsächlich kennen lernen wollen.

Im Prinzip sehe ich das inzwischen eher als Zeitverschwendung an. Nur während meiner Tage der Erkältung zuletzt, begab ich mich wieder auf die Pfade der Internet-Tugenden. Und schrieb allerlei Frauen an. Die Resonanz ist – rein quantitativ gesehen – übrigens deutlich schlechter als im Daygame. Und das ist auch der Hauptgrund für meine erwachsene Missachtung dieser Art des kennen lernens. Es ist später auf den Dates bisher immer zu stakkatoartig gewesen, für meinen Geschmack. Steril. Fast wie auf einem Bewerbungsgespräch.

Gestern war das glücklicherweise anders. Ich habe aber auch in diesem Bereich mein Game umgestellt. Weniger Euphorie auf den Dates! Also auf diesen Internet-Dates.
Sieht dann so aus:
Man trifft sich, eher so wie mit einem Kumpel. Gefühlt. Nur, dass man eher etwas mehr Wert auf Vertrauen setzt, anstatt Attraktivität. Attraktivität ist im Day- und Clubgame mega wichtig. In der ersten Phase. Da muss die Frauen denken, dass Du ein ganz toller Hecht bist, den sie da an der Angel hat. Im Onlinegame sehe ich das inzwischen ganz anders, ziemlich gelassen – fast gelangweilt.
Schlicht aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen, dass die Damen der Schöpfung auf diesem Wege schon wieder in die Tinder-Manier abgedriftet sind. Es geht vielleicht nicht ganz so schnell wie bei Tinder (wisch links, wisch rechts), aber im Endeffekt hat die Frau auch auf so einer Plattform die Auswahl zwischen tausender Männer. Nur, dass da eben ein paar Informationen zu jedem Typen stehen.
Mal ehrlich: Letztlich auch nur wisch links, wisch rechts.

Soweit zum Hintergrund.

Nun zu ihr. Sie war nervös. Sie redete wie ein Wasserfall.

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Sie fragte viel. Sie versuchte unbedingt den Gesprächsfluss am Laufen zu halten. Sie schaute abwechselnd auf ihre Kaffeetasse und dann immer wieder kurz mich an. Um zu erblicken, was ich denn von ihren Worten halte, so wirkte das auf mich. Ich merkte, dass sie in irgend einer Art interessiert war an mir. Ich merkte aber auch, dass sie eine „Langsame“ ist. So mit viel viel viel Vertrauen. Und viel viel viel benötigter Zeit. Also habe ich das getan, was ich nach mittlerweile knapp 25 Dates in den letzten Monaten ganz gut kann: Mich entspannen und zurück lehnen. Und schauen was die Zeit bringt. Mehr lauschen. Ihr zuhören, mich rausnehmen wo es möglich ist. Und mich einbringen wo es nötig ist. Für mich gefühlt mich selbst in Harmonie bringen. Harmonie mit der Situation. Da sie schüchtern ist und ich (längt) nicht (mehr), nehme ich Rücksicht auf so etwas. Also eskaliere ich nicht so hart wie sonst. Ein paar kleinere Berührungen hier und da. Und mal ein „high five“ an einer Stelle, an der es passt. Das wars. Wir standen beide unter Zeitdruck, das war von vornherein schon so vereinbart. 1,5 Stunden füreinander. Wir stellten uns schon vorher in Aussicht, dass wir uns – bei Gefallen – beim nächsten Treffen mehr Zeit nehmen würden.

Die Verabschiedung fiel von ihrer Seite sehr kurz und knapp aus. Von mir gabs ein Bussi links und eines rechts. Ich wertete den extrem kurzen Abschied nicht negativ, sondern begründete das für mich mit ihrer Schüchternheit.
Schüchtern und zugleich reden wie ein Wasserfall. Widerspricht sich das? Ist so etwas überhaupt möglich? Ja. Ist es. Es gibt zwei Sorten von schüchternen Menschen:Die, die beschämt in sich kehren, wenn sie beim Pfarrer auf dem Beichtstuhl sitzen. Und die, die ihre Nervosität mit Redefluss zu überspielen versuchen. Beide Fälle finde ich höchst lustig.
Wobei mir der erste Fall fast lieber ist. Da ich das Gespräch dann etwas mehr lenken und Vertrauen aufbauen kann. So eine Frau ist etwas leichter zu (ver)führen. Da sie sich mehr nach ihrem Gegenüber orientiert.
Die zweite Gattung hingegen hat – garnicht mal bezogen auf ihren Dating-Partner – es gefühlt einfach nur eilig mit sich selbst und will „schnell raus hier“.

Zu diesem „schnell raus hier“ fällt mir gerade noch etwas ein. Kurzer Exkurs:
Beim Daygamen gehen die meisten Pickupper sofort auf die Telefonnummer. „Hey, lass uns doch Nummern tauschen, dann können wir was für die nächsten Tage ausmachen!“, hört und sieht man oft.
Übrigens: So war ich am Anfang auch. Bis mir ein Licht aufging oder auch die Augen aufgingen! 🙂
Wichtig an diesem „schnell raus hier“ ist folgendes zu wissen: Wozu sollte man „schnell“ eine Nummer einer Frau mitnehmen, um „raus hier“ zu gehen. Wozu erst eine Nummer einer Frau bekommen, die dann erst später (!) dazu führt Zeit miteinander zu verbringen. Was für eine paradoxe Begebenheit. Sinnvoller ist es doch sofort Zeit mit der Frau zu verbringen. Wenn es beiderseits möglich ist. Das ist der Grund, warum ich lieber sofort anbiete auf einen Kaffee zu gehen. Spontan noch beim Ansprechen. Und lieber sofort ein Date für die nächsten paar Tage vereinbare. Das ist wesentlich effizienter und sinnvoller. Warum sollte man etwas, das man JETZT möchte, auf später verschieben. Unsinnig. Paradox. 🙂
Außer?! JA HALT! Außer!
Genau. Außer man ist einfach mega nervös und will „einfach nur raus hier“. Dann hat das aber nichts mit ihr oder mit sonst etwas im Leben zu tun, außer nur mit Dir selbst.

-> Arbeite an Dir selbst und an Deinen eigenen Ängsten. Nur dann kommst Du im Jetzt an. Ist mein Gedanke dazu und hat mir stets viel geholfen!

Jedenfalls zurück zur Frau, die nervös zu sein schien… Diese besagte „zweite Gattung“. Bzw. konkret zu meinem Date gestern. Sie war nett. Das kann ich sagen. Sie hat sich Mühe gegeben. Und das ist schon mal viel wert, wie ich finde.
Nach dem Treffen fuhr ich noch zu jemandem in meiner Familie. Auf einen Kaffee und ein bisschen quatschen.

Und nach ein paar Stunden kommt eine Nachricht von ihr. Mit etwa folgendem Inhalt: „Hey, es war echt nett mit Dir. Lass uns doch nochmal treffen, wenn Du auch möchtest. Und dann nehmen wir uns mehr Zeit.“

Ahja, es gibt also auch Frauen, die von sich aus schreiben. Zuerst. Von sich aus. Überhaupt schreiben. Wahnsinn.

Und dann habe ich den Abend lang gewartet, bis es 20:30 Uhr wurde. Da sie um 19 Uhr mit einer Kollegin noch zum Essen verabredet war und wir uns im Anschluss erst treffen würden. Und so fuhr ich schon mal in Richtung des vereinbarten Treffpunkts zu Date Nummer 3. Und ganz pünktlich war sie dann auch schon da. Zur Stelle.
Mit einer WhatsApp Nachricht, die da so ungefähr lautet: „Hi. Meine Kollegin kommt mit einem verspäteten Flug, so dass wir erst jetzt essen gehen.“Am Abend zuvor hatten wir noch telefoniert und sie klang völlig euphorisch. Sie freue sich auf unser Treffen, dass es endlich klappt und bla bla… haste nicht gesehn. Dann diese kurze Nachricht. Punkt 20:30 Uhr.
Das war alles. Keine weiteren Worte. Kein Anruf. Goar nüscht, würde man mancherorts sagen..

Ohne weitere Worte von mir. Nur Danke Dir!
-> Und ab dafür ins Smartphone-Nirvana!

PS: Gestern Abend hab ich mal wieder durchgefegt und 4 oder 5 Nummern gelöscht. Bei jeder einzelnen muss ich inzwischen grinsen. Ein gutes Gefühl.

Rauchen stinkt

Was für eine Erkenntnis! Aber so simpel wie sie sich anhört, ist sie auch. Rauchen stinkt. Nein, Rauch stinkt. So stimmt es. Rauchen an sich stinkt nicht. Der Rauch ist es, der stinkt.

Wie komme ich auf das Thema?
Na mein Date gestern…

Es war so mega unsexy, als sie ihre Dreh-Packung rauszog. Oder wie man dieses Ding nennt. Das ist so sagenhaft unsexy. Ehrlich. Das hat was von einem minderbemittelten Süchtigen. Ja gut, ist ja auch so. Minderbemittelt. Also wenig bemittelt. Wenig Mittel. Kein Geld. Und süchtig. Warum kein Geld? Ja gut, die Packung zum selbst drehen kann sie sich noch leisten. Sogar so ein schickes (?) Etui hatte sie dazu. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Eine Art Beutel, in das genau die Tabak-Packung passt. Und vorne ein zusätzliches Einsteckfach für die Filter und die Papers.

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Aber ehrlich mal. Nur weil ich um einen Haufen Hundekot eine rote Schleife drum rum mache, riecht er immer noch nach Exkrementen und sieht immer noch… Verzeihung… „Scheiße“ aus.

Ich verstehe das ja, wenn man als Mann mit ner Flasche Bier am Bahnhof rumlümmelt. Und sich dann seine Kippe dreht, weil es sonst nicht mehr für das kleine Pennergold reichen würde. Da ist das schon in Ordnung. Selbst drehen und Billigbier. Das passt. Das ist authentisch. Das ist ein Lifestyle!

Aber sie? Sie hat immerhin einen ganz ordentlichen Job in einer Kanzlei. Sie erzählte etwas von 2700 Euro brutto. Und wohnt noch dazu in einer WG. Also ehrlich mal… mit so viel Kohle im Monat kaufe ich mir den nächsten Trump-Tower! Und spende den Rest noch an meine Konkurrenz.

Wir unterhielten uns über Essen. Ein gutes Thema für mich. Essen liebe ich, die Esskultur ist so vielfältig auf der Erde. Es gibt so unglaublich viel auszuprobieren und zu entdecken. Gut, sie isst wohl auch ganz gerne. Im Gegensatz zu mir sieht man ihr das auch an. Was ja in Ordnung ist. Erstmal. Soweit zumindest.

Als ich sie fragte, ob sie kochen könne…? Ja… soll ich ehrlich zitieren was sie sagte? Wirklich?
Eigentlich ist es doch klar, oder? Eine junge Frau in einer Stadt. In einer WG. Raucht. Und isst gerne. Reicht doch um allerlei Schubladen aufzumachen. Oder etwa nicht?

Ihr könnt sie alle aufmachen. Jede einzelne wäre richtig. Aber gut… um für Vollständigkeit zu sorgen, zitiere ich sie:
„Kochen kann ich gar nicht. Das macht mein WG-Mitbewohner immer. Ich kann aber dafür ganz gut Salate machen. Ansonsten mache ich mir immer fertig essen.“

Na gut, Salate kann sie machen. Aber meint sie damit kochen?! Kocht man Salat? Gute Idee, muss ich mal ausprobieren. Eisbergsalat, Grünsalat, Lollo Rosso und Feldsalat einfach in einen Topf mit Wasser, auf mittlerer Stufe ca. sagen wir… 15 Minuten leicht köcheln lassen? Mit oder ohne Salz?
Pfui!
Selbst wenn jetzt der Schuhbeck mit seinem Ingwer dazu kommt. Das ist doch dann immer noch pfui! Aber gut, von mir bekommt sie dafür drei Michelin Sterne. Da bin ich mal nicht so.
Ähh nein! Pfui! Und dabei bleibts!

Aber fassen wir zusammen:
a) Sie raucht
b) Sie hat ein paar Kilo mehr auf den Rippen (oder Hüften)
c) Sie kann nicht kochen und isst zu Hause stattdessen Fertiggerichte
d) Sie trinkt an den Wochenenden gerne mal ein paar Cocktails

Quizfrage von mir:
Hängen a, b, c und d vielleicht sogar direkter miteinander zusammen als man denkt?!
Ist da Eines für das Andere verantwortlich. So eine Art Teufelskreis? Denkbar? Denkbar!

Ähhhhh… Moment. Ich überlege kurz…
JA! 😉

Als ich sagte, dass ich zwar gerne koche, nur eben nicht gerne nur für mich alleine, interessierte sie sich kurz dafür wie ich das denn stattdessen so handhaben würde mit dem Essen.
„Nun“, begann ich mit meiner kurzen und einfachen Geschichte, „ich gehe oft draußen essen, oft gerne asiatisch. Da wird zwar auch mal Glutamat rein gepackt, aber ich habe meine Adressen, da ist das Essen ganz lecker und frisches Gemüse mag ich einfach gerne!“.

„Aber das kostet doch einen Haufen Geld?“, fragte sie fast schockiert.

Was bleibt mir da anderes übrig als still zu werden, den Kopf leicht zur Seite zu neigen und sie anzulächeln.
Einen Haufen Geld???

a) Ich rauche nicht
b) Ich habe keine paar Kilo mehr auf den Rippen (also esse ich auch keine teuren Süßigkeiten oder Säfte, das unterstelle ich ihr einfach mal!)
c) Ich kann kochen, und wenn ich das tue, dann koche ich frisch. Und Gemüse ist billiger als Fertiggerichte! Dazu stehe ich!
d) Ich trinke keinen Alkohol. Also besaufe ich mich am Wochenende nicht. Das ist extrem günstig.

Quizfrage von mir:
Sehr vereinfacht, aber welcher Lebenswandel ist günstiger:
Ihre a’s, b’s, c’s und d’s oder meine 4 – 5 Asia-Imbiss-Besuche in der Woche?!

Das alles zusammen hat mich echt mal völlig aus der Lust gebracht. Am meisten aber als sie vom Rauchen zurück kam. Ich bin ja extra nicht mitgegangen, wer bin ich denn. Sicher kein (Zigaretten-)Pausen-Clown. Denn als sie zurück kam… hat es einfach nur nach Rauch gestunken. Man kann doch wenigstens schnell nen Kaugummi einwerfen oder?

Und alleine ihre Frage zuvor: „Stört es Dich, wenn ich jetzt rauche?“
Was soll ich da antworten als bekennender Nichtraucher?

Na dann, guten Appetit. 🙂

PS: Mir geht es wirklich nicht darum abzulästern über sie. Ich kenne sie ja nicht weiter. Das hier schreibe ich einfach, weil es meine Gedanken sind. Und weil es wieder mal eine kleine Geschichte aus meinem Leben ist. Über die ich erstaunt und verwundert bin. Obwohl mich so langsam doch eigentlich gar nichts mehr erstaunen und verwundern dürfte, oder? Nee, eigentlich nicht.
Ich schreibe hier, um selbst zu reflektieren. Und mir für die nächsten Male einfach klar zu werden, ob ich eine rauchende Frau überhaupt nochmal daten möchte. Ich sollte es einfach lassen.

PPS: War für mich irgendwas lehrreiches dabei, gestern? Ja klar. Immer. Bei jedem Date. Ich war noch nie so wenig angetan von einer Frau. Konnte das (kurze) Treffen relativ nüchtern durch laufen lassen. Keine Aufregung. Eher langeweile. Aber das ist gut so. Jedes Date ist ein gutes Date. Dann weiß ich die nächste Frau auf dem nächsten Date einfach wieder mehr zu schätzen. Schlechter gehts nämlich fast nicht mehr.

PPPS: Für heute Abend wäre ein anderes Date angestanden. Wäre. Ja warum „wäre“? Meine treuen Leser werden es schon ahnen. Sie ist krank geworden. In die Arbeit kann sie gehen, hat sie mir geschrieben. Aber es gehe ihr nicht gut. Nur das Date muss sie leider absagen, wir könnten das dann nächste Woche machen.

Moment mal, gestern hatte ich doch auch ein Date? Ja! Und? Was und?
Ja und?
Achso! Stimmt. Ich war auch krank und bin es immer noch. Erkältet. Ja und?
Nix und!
Aber hey, wenn ich mich nicht komplett täusche und das geträumt haben sollte, dann hatte ich gestern ein Date. Obwohl ich gekränkelt habe? Ja! Hmm…

Der alltägliche Wahnsinn geht einfach weiter… *kopfschüttel*

Jahresrückblick 2016 – Teil 2 von 2

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Auf in Teil 2 meines Jahresrückblicks! Viel Spaß! 🙂
Teil 1 gab es gestern (Jahresrückblick 2016 – Teil 1 von 2).

Ich würde mich inzwischen selbst als einen Menschen beschreiben, der seinen Charakter so tiefgreifend verändert hat, wie es eigentlich gar nicht möglich zu sein scheint. Nicht mal eben kurz ein „für Dich stelle ich mich um“. Sondern ein „das bin jetzt einfach ich“. Es ist möglich seinen Charakter zu verändern. Aber es kostet Mut und viel Zeit. Das Ergebnis ist in meinem Fall jeden Aufwand wert. Ich bin so ausgeglichen und ruhig in und mit meinem Leben geworden, dass ich in letzter Zeit öfter von fremden Menschen (meist Frauen) hörte: „Du bist schon ein sehr ruhiger Mensch.“
Das höre ich dann meist während der Dates, wenn es schon etwas persönlicher und vertrauter wurde. Wenn ich hingegen noch in der Ansprechphase bin, also im Daygame oder Clubgame, dann höre ich oft das Gegenteil. Woher denn mein Mut komme. Und ob ich immer so selbstbewusst sei. Das zeigt mir, dass ich beides kann. Energie nach außen zu bringen, um Frauen anzusprechen. Und Energie in mir wirken und ruhen zu lassen, wenn ich mit einem Menschen vertraut bin.

Meine Familie sagt zwar immer mal wieder gerne zu mir: „Du redest zu viel. Keine Frau kann Dich ersthaft wollen bei Deinem vielen bla bla bla.“
Die Frauen sagen nur das Gegenteil zu mir. Lustig eigentlich. Da sieht man mal, dass man unterschiedlich wahrgenommen wird und sich auch selbst unterschiedlich verhält. Zuhause mit der Familie und unter Freunden rede ich einfach drauf los wie mir der Schnabel gewachsen ist. Da bin ich weiterhin der, der ich immer war. Draußen hingegen sehe ich mich in einer anderen Rolle. Und ich möchte meine neue Rolle auch zu meinem generellen Leben machen.

Mein Rekord liegt bei 42 Approaches in einer Woche, in der KW 32. Mein Ziel für das neue Jahr ist erstmal 43 in einer Woche und danach noch mehr. Ich habe jetzt das Handwerkszeug gelernt oder mir selbst beigebracht. Jetzt ist es umso mehr an der Zeit den Werkzeugkasten auch konsequent einzusetzen.

Was war das „Schlimmste“, was mir in 2016 beim Pickuppen passiert ist? Das werde ich oft mal gefragt. Also richtig schlimme Dinge sind mir nie widerfahren. Ich hab noch von keiner Frau eine gedonnert bekommen. Nach mir wurde auch noch nicht getreten. Ich wurde nicht bespuckt. Solche Dinge sind was für Hollywood. Die Realität sieht so aus:

„Mensch, das ist total cool von Dir, dass Du mich so ansprichst. Endlich mal ein Mann mit Mut. Und Du hast das echt charmant gemacht. Leider hab ich einen Freund. Aber bitte mach weiter so. Die Richtige wird für Dich kommen und deshalb sprich weiterhin Frauen an!“

„Leider“ hat sie einen Freund. Hehe. Ja. Höre ich tatsächlich öfter mal. Das „leider“ ist meistens nicht mit im Satz, aber kommt schon vor. Sagt auch viel aus. 🙂

Das „Schlimmste“ was mir also widerfährt sind die Situationen, in denen eine Frau einfach weiter geht, ohne mich zu beachten. Keinerlei Gefühlsregung. Da kommt man sich etwas komisch vor. Beim ersten Mal war das echt komisch. Ich dachte sie würde mich nicht hören können und hab auch noch gefuchtelt und gefragt, ob sie taub sei. Bis mir klar wurde, dass sie einfach eine Ziege war. Mähhh.
„Schlimm“ sind auch die manchmal echt fiesen Körbe, wobei fies für mich dann fies ist, wenn sie einfach überhaupt nicht zu schätzen weiß, dass es echt Mut kostet eine Frau charmant anzusprechen. Ich spreche nicht von diesen Checker-Typen mit ihrem „hey Mädchen, Du bist geil!“, da ist mir das schon klar. Aber von einem gut gekleideten, gepflegten und durchaus charmanten Mann angesprochen zu werden… da kann man meiner Meinung nach zumindest nett „nein danke“ sagen. Aber so sind viele unserer Tussis eben. Und dementsprechend werden diese Tussis dann auch ihr (Un-)Glück finden. Ich tippe nämlich, dass diese Tussis dann genau den Typ „hey Mädchen! Du bischt geil!“-Mann abbekommen werden. Das ist dann Euer Problem, liebe Tussis, nicht mehr meins. 🙂 Darum bin ich froh um all die Frauen mit Würde, Anstand und wahrer Größe. Euch gibt es noch. Und ich begegne Euch auch zwischendurch mal, wenn auch sicher nicht täglich .
Was ist sonst noch schlimmes passiert?
Nun, die vielen Körbe, die andere Menschen drum herum mitbekommen. Die waren anfangs auch sehr schlimm. Wenn 20 Menschen sehen, dass Du direkt einen Korb kassierst. Dann ist das nicht so mega cool. Aber man wächst daran. Mehr als durch jede Beförderung im Job. Mehr als durch jeden Schulterklopfer der eigenen Eltern oder von Freunden.

Und was war das „Schönste“, das ich bisher erlebt habe?
Puh. Echt unendlich viele Situationen. Die Frauen, die ich anspreche, sind alle samt schon hübsch bis sehr hübsch. Nichts unter 5,5 oder 6. Ein Date hatte ich im Juli mit einer Frau, ihr würde ich fast eine 10 geben. Die 10 bekommt von mir normal niemand. Sie auch nicht, aber wenn es etwas geben sollte, was die Skala eigentlich hätte sprengen können, dann sie. Sie war die mit Abstand hübscheste Frau, die ich in meinem Leben je persönlich gesehen habe. Ich rede nicht von „im Fernsehen gesehen“. Sondern live, echt, in bunt und Farbe und neben mir.
Mit ihr durch die Straßen zu laufen, Händchen haltend, hatte schon etwas unendlich Anmutiges an sich. Solche Blicke bekommt man nicht mal wenn man mit einem Ferrari durch die Straßen fährt. Ob ich auf Dauer damit so leben möchte, dass sich jeder Mann auf der Straße nach mir umblickt, weil ich so eine Frau neben mir habe, weiß ich nicht. Das war schon gespenstisch. Ich hatte das Gefühl, dass jeden Moment die Paparazzi irgendwo aus der Hecke kommen. Wirklich. Genau so war es.
Es war für mich eine unendlich wichtige Referenzerfahrung. So eine Frau zu daten. Und für die Neugierigen unter Euch: Ja, und auch so eine Frau zu küssen… 🙂

Und was war das „Kurioseste“, das ich bisher erlebt habe?
So richtig kurios war eigentlich gar nichts, bei genauerem Betrachten. Alles lief eigentlich so gesehen ganz „normal“ ab. Aus heutiger Sicht. In den einzelnen Situationen hingegen gab es natürlich schon Merkwürdigkeiten, die unglaublich sind. Aber dafür gibts ja meine vielen Artikel hier. 🙂
Nicht wirklich kurios, aber inzwischen bin ich so weit, dass ich Kumpels und Freunden helfen kann Frauen kennen zu lernen. Letztens war ich mit einem Kumpel zum Clubgame unterwegs und ihm gefiel ein Mädchen. Also hab ich sie angesprochen und das Gespräch so verlaufen lassen, dass die zwei zueinander finden. Und sie haben zueinander gefunden. Wenn auch nur für eine Kurzfristigkeit, aber das ist nicht in meiner Hand. Ich bin glücklich darüber, dass ich meinen Teil zur Freude anderer Menschen beitragen kann. Das reicht mir.

Und was war das „Lehrreichste“, das ich bisher erlebt habe?
Definitiv die eigenen Grenzen auszutesten und sie auch zu verschieben. Grenzen existieren nur in unserem Kopf. Hinter den Grenzen existiert eine Freiheit, die jeder von uns alleine dadurch erlangen kann, dass er seine eigenen Grenzen erstmal nur feststellt. Und sie danach im nächsten Schritt ein klein wenig verschiebt. Das geht. Jeder für sich. Jeder hat andere Grenzen. Aber Freiheit kennt keine Grenzen. Und das war für mich das Lehrreichste. Du kannst auch mitten am Tag in einem belebten Cafe eine Frau ansprechen und Dir einen Mega-Korb abholen. Kein Problem. Eigentlich nicht. Es sind nur die eigenen Gedanken, die diese Situation so „unerträglich“ erscheinen lassen. Es war doch nur ein Korb. Das ist alles. Und bevor ich sie nicht angesprochen habe, war es eben (noch) kein Korb.
Inzwischen ärgern mich Situationen sehr, wenn ich sie auslasse. Also wenn ich eine Frau sehe, die mir gefällt und ich es nicht tue. Sie also nicht anspreche. Das geht gar nicht!!! Das kommt aber inzwischen auch fast nicht mehr vor. Jede Frau, die ich ansprechen möchte, spreche ich an. Aber in mir staut sich etwas auf, wenn ich zögere. Bis ich es dann tue und sie anspreche. Dann bin ich befreit. Also die Körbe sind inzwischen total egal geworden. Nicht anzusprechen tut hingegen weh. Das ist eine völlige Verdrehung der ursprünglichen Wahrnehmung. Es ist aber inzwischen meine Realität geworden. Gut so.

Und was war das „Lehrreichste“ auf Dates, das ich bisher erlebt habe?
Es gibt da gar kein einzelnes Ereignis. Aber das was ich am meisten gelernt habe ist die Nervosität abzulegen. Vor dem Date, wenn noch Zeit ist gehe ich zum Beispiel vor dem Date noch approachen. So kann ich Pausen sinnvoll nutzen und füllen. Praktisch. Aber besonders auch im Date. Es ist klasse zu wissen, dass man mit der Situation gut umgehen kann. Man ist gelassen. Man weiß, dass das hier nicht „mein Leben“ ist. Es ist ein Date. Und vermutlich das letzte. So wie meistens. Aber das ist okay so. Und deshalb kann ich ganz entspannt sein. Mit Abstand das Lehrreichste ist es aber bewusst und gezielt eskalieren zu können. Ich schrieb hier schon öfter drüber. Bewusst eskalieren heißt einfach in einer Begegnung, auch schon vor dem ersten Date, klar zu sub-kommunizieren. Die Frau muss wissen was das hier soll. Kein Weichei-Getue von mir. Sondern sie soll und darf klar wissen, dass das hier etwas zwischen Mann und Frau ist. Das ist enorm wichtig. Streicheln, küssen, Händchen halten. Solche Dinge. Extrem wichtig, sonst verschwendet man unendlich Zeit.
Aus der Familie und selbst aus meinem Freundeskreis sagten Menschen zu mir immer wieder mal: „Geh es ruhiger an. Gib nicht so viel Gas von Anfang an.“
Ich kann dem inzwischen entschieden widersprechen. Meine erste und einzige wirkliche Beziehung zu einem Mädchen, die vor ca. 2 Jahren auseinander ging, begann genau so. Und damals hatte ich verflucht nochmal keine Ahnung vom Pickuppen. Es war einfach in mir drinnen. Ich sah dieses unendlich süße Mädchen und war fasziniert ab der ersten Sekunde. Sie war so frei und herzlich. Für sie zählte ab der ersten Sekunde nur ich. Und sonst nichts. Und es war absolut richtig sie am ersten Tag zu küssen. Wenige Stunden später fragte sie mich: „Sag mal, sind wir jetzt eigentlich zusammen?“ Wenn ich daran denke, dann bekomme ich auch jetzt noch Gänsehaut bei dem Gedanken an damals und an sie. Ja, so einfach war das. Ab dem Zeitpunkt waren wir zusammen. Und ich teilte ab der ersten Minute alles mit ihr. Und darauf bin ich wahnsinnig stolz. Dass es von Anfang an so lief wie es lief. Und ich bin stolz auf jede Minute mit ihr und stolz auf sie.
Warum erzähle ich das?
Weil ich davon überzeugt bin, dass echte Gefühle keine Wochen brauchen. Und keine zwei oder drei oder fünf Dates. Wenn es „die Richtige“ ist, dann ist ein Date genug um „zu wissen“. Oder besser gesagt um „zu fühlen“.
Deshalb ist das Eskalieren so wichtig. Nur so kann man ganz schnell herausfinden, ob die Frau mehr für einen empfindet als einen Mann nur ein bisschen als dämlichen Zeitvertreib anzusehen. Der Kuss ist eine erste Hürde. Die im Übrigen alleine genommen auch noch nichts zählt, wie ich festgestellt habe. Aber es ist dann beim zweiten Treffen klar, dass es nicht wieder so ein Kaffeeklatsch wird wie sie es mit allen anderen Typen haben kann. Eskalation ist ein Zeichen von Männlichkeit. Und das ist mir wichtig.
Was übrigens nicht heißt, dass man jede Frau beim ersten Date küssen sollte. Es ist kein „muss“. Aber wenn man selbst etwas für sie empfindet, dann sollte man versuchen herauszfinden wo die Wahrheit liegt. Und die Wahrheit ist die Frage, ob sie Interesse an mir hat oder nicht.
Deshalb bin ich davon überzeugt, dass eine frühe Eskalation (so wie es die Date-Profis und Pickupper auch beschreiben) nur gut und richtig ist. Kein Mensch sagt, dass man weiter gehen muss beim ersten Date. Dazu bin ich gar nicht der Typ. Etwas bin ich mir selbst schon noch wert! 😉 Aber es kann auch nicht sein, dass man der nette Kumpel von nebenan ist, mit dem die Frau nach Lust und Laune mal zum Kaffee trinken geht. Nein danke. Keine Freundschaften zwischen Männer und Frauen. Nicht für mich.

Gehe ich nur nach dem Optischen?
Nein nein. Sicher nicht. Ganz im Gegenteil. Ich achte sehr gesund und bewusst auf die inneren Werte einer Frau. Die meisten Frauen haben keine, das kann ich heute getrost sagen. Da gibt es keine Werte. Es gibt ein paar antrainiere Verhaltensmuster. Aber keine echten Werte. Das macht das für mich oft auch so unnötig schwer. Weil ich nach Werten Ausschau halte. Und oft merke, dass außer Job und Geltungssucht nicht viel hinter der Fassade steckt.

Und ein guter Jahresrückblick sollte auch einen Jahresausblick beeinhalten. Der folgt dann morgen…!

Und bevor dieser Artikel zu Ende geht…

Vielen Dank liebe Frauen für dieses gemeinsame Jahr mit Euch. Vielen Dank für die vielen Gespräche mit Euch. Mit Euch meine ich die vielen Frauen, denen ich täglich draußen begegne. Ihr könnt so hart sein. Und das hat mich härter gemacht. Ihr könnt aber auch so weich sein. Und das hat mich weicher gemacht. Ihr inspiriert mich jeden Tag besser zu werden. Eure vielen Körbe sind mein Antrieb immer weiter zu machen. Eure vielen positiven Reaktionen und die Erfolge zeigen mir dagegen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich danke Euch, auch wenn ich die meisten von Euch nie wieder sehen werde (außer die Frauen, die ich schon zum zweiten oder dritten mal angesprochen habe, ohne es zu merken – haha!). In jeder Interaktion steckt etwas Einzigartiges und Tolles. In jeder, davon bin ich überzeugt. Daher genieße ich meine Zeit mit Euch so sehr. Ich genieße dadurch einfach mein Leben.

Natürlich ein großes Danke an alle meiner Leser! Ich will hier nicht zu viel schleimen. Aber es gibt ein paar treue Leser und ein paar Follower. Und es ist schön, wenn ich Euch ein Stück meines Lebens mitnehmen kann.

Und jetzt noch ein paar persönliche Worte. Sie kommen besonders aus dem Herzen.

Ich habe viele soziale Kontakte aufgebaut, unter anderem einen Menschen in den letzten Monaten kennen gelernt, mit dem ich mich echt angefreundet habe. Inzwischen sehen wir uns mehrmals die Woche. Du bist ein cooler Typ. Ich mag Dich und das weißt Du, danke für die Zeit und die vielen gemeinsamen Runden in der Stadt! Du hast mich im Sommer oft motiviert, meistens täglich. Zu einer Zeit, in der ich eigentlich noch völlig am Boden war. Du hast eine positive Ausstrahlung und Energie. Nicht nur dafür danke, sondern dafür, dass Du diese Energie mit mir teilst! Auch wenn Du zwar ein Checker bist, aber das wird sich im Laufe der Jahre schon noch ändern… Du wirst auch mal älter…! 😉

Außerdem vielen Dank auch an meinen Wingman, mit dem ich teilweise zwei oder drei mal pro Woche draußen herum hänge. Bargame, Clubgame. Du bist so einzigartig. Du bist ein Unikat. Danke für Deine Art und Dein Vertrauen mir gegenüber. Es ist schön, dass wir den Kontakt so aufbauen konnten. Danke, dass Du gerade am Anfang oft noch so geduldig Geschichten aus meiner Vergangenheit über Dich ergehen hast lassen. Im Sommer war ich echt noch mega down. Du hast den größten Anteil daran, dass ich heute wieder gerade stehen kann. Weil Du mich überall hin mitgenommen hast, in Deine Welt. Zum Teil wurde es dann auch meine Welt. Heute gehe ich in einen Laden und die Leute kennen mich und die Menschen freuen sich mich zu sehen. Dafür Danke Dir!

Danke an meinen besten Freund. Du weißt, dass Du gemeint bist. Du hast Dir schon verdammt viele Frauen-Geschichten von mir anhören müssen in den letzten Monaten. Teilweise kanntest Du die Namen der Frauen meiner Dates besser als ich. Besonders in den Wochen, in denen ich 4 Dates hatte. Du bist ein prima Manager! Danke für Deine vielen tröstenden und aufopfernden Worte. Es gab immer viel zu lachen mit Dir. Nicht nur beim Fifa spielen! Du hast selbst eine harte Zeit zuletzt durchlebt und durchlebst sie immer noch. Ich werde genauso immer für Dich da sein! Ich hab Dich lieb! 🙂

Danke auch an eine besondere Frau, zu der der Kontakt nie völlig abgebrochen ist. Du weißt, dass Du gemeint bist. Danke, dass Du mich auf einige Treffen mit wirlich liebenswerten Menschen mitgenommen hast. Du hast in mir einen Stein ins Rollen gebracht und mich ermutigt. Danke für Deine stetige Ehrlichkeit mir gegenüber. Durch Dich bin ich dem Buddhismus näher gekommen. Und damit näher zu mir. Das war zu einer Zeit, in der ich völlig depressiv war. Ich war sicher mega anstregend und echt eine Belastung damals für Dich. Du weißt aber, dass ich Dich immer sehr geschätzt habe. Und das bis heute tue. Mehr als je zuvor. Du bist eine tolle Frau mit wahnsinnig viel Energie. Sei weiterhin so liebenswürdig als Mama für Deinen Familie da. Du machst das prima! Respekt! Danke für alles und ich freue mich immer, wenn wir telefonieren oder uns auch mal wieder sehen können.

Danke an die vielen Menschen in meiner Familie. Ihr seid alle so unterschiedlich. Jeder auf seine eigene Art ist etwas Besonderes. Danke für Eure Art mit meinem jetzigen Leben so offen umzugehen und mich so zu akzeptieren wie ich inzwischen bin. Und mich meinen Weg gehen zu lassen. Ohne Druck und mit Verständnis. Eines Tages werde ich auch wieder mehr Zeit mit Euch verbringen, das wird dann der Fall sein, wenn eine Frau an meiner Seite ist, die unter anderem auch auf Familie und Geborgenheit wert legt. So wie es einmal war. Genau wie ihr viele wundervolle Kinderchen habt, so möchte ich das auch. Ich bin auch nur ein Mensch wie jeder Andere. Daher… werden wir sicher wieder mehr zusammen kommen. Irgendwann. Vielleicht auch mit meinen Kindern. Wer weiß. Gegenseitige Besuche bei ihrer Familie oder eben in unserer. Eine Frau mit Werten ist in der jetztigen Welt nur kaum zu finden, aber ich bin dran und ich werde es schaffen! Was sind schon 21 Dates? Es gibt 7 Milliarden Menschen auf der Welt. Davon ist die Hälfte weiblich. Ich hab also echt noch einen ganzen Batzen vor mir und noch viele Steine zu schleppen. Da wird schon noch die Richtige dabei sein, die mich will. Und ich sie. Also bleibt cool und habt Geduld mit mir! 😉

Danke an meine Freunde und Kumpels. Ich kann Euch fast unmöglich alle einzeln hier aufzählen. Aber ich bin um Euch dankbar und froh. Und aus jedem Kumpel kann auch ein Freund werden. Also immer herzlich willkommen! 🙂

Danke auch an alle ehemaligen Kumpels und gedachten Freunde. Mit Euch habe ich nichts mehr zu tun. Weil ich Euch vielleicht nicht mehr cool genug bin. Oder zu ehrlich. Oder komisch. Oder was weiß ich. Ich bin froh, dass Ihr inzwischen nicht mehr Teil meines Lebens seid. Heuchler brauch ich nicht. Danke für alles bisher. Und danke, dass wir nichts mehr miteinander zu tun haben. Auch wenn ihr das hier wahrscheinlich sowieso nicht lesen werdet, so desinteressiert wie ihr am Leben oder zumindest an meinem Leben seid. 😉

Ein besonderer Dank an meine Eltern. Ich liebe Euch. Damit ist alles gesagt!

Jahresrückblick 2016 – Teil 1 von 2

Das Jahr geht im zwölften Monat auf den einunddreißigsten Tag zu. Zeit für das, wofür es am Ende eines Jahres für gewöhnlich Zeit ist. Für Jahresrückblicke. Und so einen gibt es hier auch.

Zuerst aber eine wichtige Zwischenmeldung. Sozusagen als Live-Ticker:
Gestern ging mein 150. Artikel online! WAHNSINN!!!

Nun freue ich mich selbst ganz besonders auf meinen eigenen Jahresrückblick. Warum?

Weil ich ein bisschen was zur Statistik sagen werde. Zu meiner ganz persönlichen Statistik seit meinem Beginn mit dem Pickuppen. Ich habe mir meine Dates in meinen Kalender notiert. Ich habe mit notiert wieviele Frauen ich angesprochen habe und wieviele Nummern ich bekommen habe.
Nur eines vorneweg: Ein bisschen ist so eine Statistik auch immer nicht ganz die Wahrheit. Denn es ist schwierig für sich selbst eine Zählweise zu finden, die „die Wahrheit“ abbildet. Deshalb gilt für diesen Artikel, wie für alle meine Artikel und genau genommen wie für alles in meinem Leben und im Leben aller Menschen: Es ist niemals DIE Wahrheit. Es ist stehts MEINE bzw. DEINE Wahrheit.
Beispiel: Ich spreche eine Frau im Kaufhaus an, sie hält ein Parfüm in der Hand. Ich sage: „Oh, den Duft kenne ich gar nicht. Ist der eher leicht oder schwer?“ Und dann kommt zurück: „Keine Ahnung, weiß ich nicht. Bin in Eile, wollte nur kurz nach dem Preis schauen.“ Dann dreht sie sich um und geht.

Das ist jetzt ein fiktives Beispiel. Aber soll ich das tatsächlich als einen Approach zählen? Hm… Oder zählt ein Approach erst als ein Approach wenn ich bis zum Ende durch eskaliert habe? Das heißt die Absicht klar wurde, dass ich sie treffen möchte? Bzw. zumindest die Absicht klar wurde, um was es hier geht?

Gute Frage, gell. 🙂
Also fang ich lieber mit der Statistik an und sage danach was dazu.

Meine Aufzeichnungen beginnen im Juli 2016. Genau genommen am 7. Juli 2016. Es war der erste Tag, an dem ich explizit nur deshalb raus gegangen bin, um Frauen anzusprechen. Ein paar mal habe ich das schon vorher gemacht, Frauen angesprochen, jedoch eher nebenbei.

Der erste Tag startete mit 4 Frauen, wovon eine ein spontanes Date war. Guter Einstieg für einen Pickupper. Damals hab ich aber auf das sofortige spontane Date noch gar keinen Wert gelegt. Das war noch nicht in meinem Werkzeugkasten drinnen, es ergab sich tatsächlich spontan. Heute versuche ich das immer sofort zu integrieren, in jede Interaktion („Hey, lass uns doch für ein paar Minuten da vorne noch auf einen Kaffee gehen. Komm mit, die machen den besten Kaffee der Stadt!“).

Erst mal ohne viele Worte hier also meine Statistik nach Kalenderwochen, wobei die KW52 logischerweise noch nicht zu Ende war, als ich die Statistik erstellt habe. 🙂

2016-12-30

Und hier nochmal im Textformat:

KW Approaches Nummern Dates
KW27 18 5 1
KW28 9 1
KW29 16 2 1
KW30 30 9 3
KW31 35 5 2
KW32 42 9 2
KW33 26 2
KW34 22 7
KW35 17 4 1
KW36 19 2 4
KW37
KW38
KW39 1
KW40
KW41 2 2
KW42 4 1
KW43 8 4 1
KW44 5 2
KW45
KW46
KW47 2 1
KW48 9 3 1
KW49 22 2 1
KW50 14 5 2
KW51 20 4 1
KW52 10 0

Macht in der Summe 330 Approaches, zu 70 Nummern und 21 Dates!

Keine Statistik taugt etwas, wenn man sie nicht erklärt. Also gibts von mir ein paar Kommentare dazu.

  1. Ich habe nicht jedes Ansprechen als einen Approach gezählt. In vielen Fällen hat die Frau es total eilig oder wird im Gesprächseinstieg abgelenkt. Manchmal kommt auch einfach ein Freund hinzu, so dass ich dann nicht weiter mache, sondern smart aus dem Gespräch raus gehe. Ich zähle so etwas nicht als Approach, denn zu keinem Zeitpunkt hat ihr klar sein können, dass ich sie kennen lernen will. Was folgt daraus?
    => Ich habe wesentlich (!) mehr Frauen angesprochen, als diese 330.
    Ich würde sagen… fast doppelt so viele. In vielen Alltagssituationen habe ich auch Frauen angesprochen, ohne dass ich mir mehr mit ihnen vorstellen hätte können. Es ging mir dabei immer um das Üben, Üben, Üben. Ansprechen im Kaffee, ansprechen an der Supermarktkasse, ansprechen im Aufzug. Egal wo. Gerade am Anfang habe ich Menschen oft einfach nur nach der Uhrzeit gefragt. Ziel dabei ist es, dass man die Ansprechangst ablegen lernt. Es geht darum Interaktionen zu üben. Oft setze ich mich auch einfach so zu einer Frau in einem Kaffee oder in einem Imbiss  und spreche mit ihr, obwohl ich sie nicht attraktiv finde. Es geht einfach um die Interaktion. Resultat heute ist, dass ich (auf meinen Dates) ständig gesagt bekomme: „Es ist echt unglaublich wie die Zeit mit Dir vergeht, man kann sich mit Dir echt über alles unterhalten.“ Bingo. Übung macht den Meister.
    Aber ganz oft ist es auch so: Ich sehe eine Frau, spreche sie an und nach den ersten 2 oder 3 Sätzen merke ich, dass sie überhaupt nicht mein Fall ist. So etwas zähle ich nicht mehr als einen Approach, weil dann schnellst möglich raus gehe aus dem Gespräch. Zeitverschwendung.
    Oft sprechen die Frauen auch mal nicht Deutsch, dann gehe ich ebenso sofort wieder raus aus dem Gespräch. Ebenso Zeitverschwendung. Wenn ich all diese Dinge zusammen zählen würde, dann würden meine Zahlen wahrscheinlich bei ca. 600 bis 800 Approaches seit Juli 2016 liegen.
    Aber ich zähle auch in Zukunft einen Approach auch weiterhin nur dann, wenn ihr (!) klar wurde, was ich von ihr wollte.
  2. Die 21 Dates beziehen sich auf ERST-Dates. Ich habe keine Dates dazu gezählt, die ein zweites oder drittes Date waren. Das bedeutet: 21 Dates mit 21 verschiedenen Frauen. Übrigens: Ich bin meinen Handy-Kalender durchgegangen und habe mir zu den Frauen damals schon immer den Vornamen notiert, einfach nur so. Heute finde ich es lustig. Bei vielen Frauen weiß ich nicht mal mehr wie sie aussahen. Bei einigen ja, aber bei vielen nicht. 🙂
  3. Die Flake-Quote ist offenbar gar nicht mal so hoch wie gefühlt. Ich hatte mal 6 Date-Absagen in Folge, darüber hatte ich hier ja auch schon geschrieben. Aber bei 70 Nummern zu 21 Dates ist die Quote echt okay. Das heißt ich brauche knapp 4 Nummern, um zu einem Date zu kommen. Gar nicht mal so wild. Wenn man dann weiß, dass aus 330 Approaches 70 Nummern raus springen, liegen wir bei einer Nummern-Quote von knapp 1 zu 5. Wir rechnen zusammen… das ergibt also bei 4 Nummern zu einem Date und einer Approach-zu-Nummern-Quote von 1 zu 5…. also dann 20 Frauen, die ich ansprechen muss, um zu einem Date zu kommen.
    Puh, das hört sich selbst für mich gar nicht mal nach so wenig an. Andererseits ist es aber auch nicht so viel. Das schaffe ich in zwei Tagen problemlos. Allerdings brauche ich dafür schon ein paar Stunden Zeit. Und die Zeit ist immer das größte Problem. Im Sommer hatte ich viel Zeit, da bin ich meistens früh aus der Arbeit raus und habe dick Minus auf meinem Stundenkonto gemacht. Im Winter ist es früh dunkel und da geht nicht so viel. Deshalb halte ich mich dann eher in Kaufhäusern auf. Da ich aber im Winter länger arbeite, bleibt nicht so viel Zeit zum Approachen. Naja, bald steht schon wieder der Frühling vor der Türe! YES!
  4. In den Kalenderwochen 37 bis 40 hab ich fast nichts mehr gemacht. Das liegt daran, dass ich meine Zeit fast ausschließlich mit einer Frau verbracht habe. Durch die Distanz allerdings hauptsächlich übers Telefon. Zu diesem Zeitpunkt war ich draußen gar nicht mehr aktiv. Das ist der ultimative Beweis für mich, dass ich im Herzen trotz Pickup weiterhin ein absolut monogamer Mann bin. 🙂
    In der KW45 und 46 war ich im Urlaub. Vor dem Urlaub hab ich schon extra nichts mehr gemacht, weil ich wusste, dass ich sowieso keine Dates vereinbaren könnte.
  5. Man sieht auch, dass die meisten Dates am Anfang meiner „Karriere“ stattfanden. Da habe ich am meisten unternommen. Es war Sommer. Ich war jeden Tag draußen. Gegen Jahresende hin ist es etwas schwieriger, weil es kälter ist. Und ich mag die Kälte nicht. Das heißt aber nicht, dass ich fauler geworden bin. Nur ich gehe auch nicht mehr ganz so extrem auf die Masse und das „Lernen“ des Ansprechens wie zu Beginn. Inzwischen dauern bei mir die Konversationen länger. Das ist ein Grund, warum ich heute einfach selten nur noch 15 Approaches an einem Tag schaffe.

Was kann ich aus meinem eigenen Jahresrückblick rausziehen?
Ideen entstehen immer aus der eigenen inneren Tiefe. Und so ist das auch jetzt. Beim Schreiben und beim Reflektieren meiner eigenen Statistik.
Was kann ich also mitnehmen?
Und warum in Teufels Namen erstelle ich für mich selbst eine Statistik? 🙂

Eine Statistik macht das eigene Handeln objektiv messbar. Es ist zwar ein Herzensthema, diese Suche nach meiner Traumfrau. Eine Beziehung ist nichts Sachliches, jedenfalls nicht eine Liebesbeziehung.
Mir geht es erstmal darum richtig richtig gut zu werden im Umgang mit Frauen. Von anderen richtig guten Pickuppern weiß ich, dass es etwa 1 Jahr dauert, bis man kontinuierlich Erfolge hat. Und ich spreche nicht von diesen Kiddys die inzwischen in den Großstädten die Fußgängerzogenen belagern (! kein Witz!) und alles ansprechen was nicht bei drei auf dem Baum ist. Selbst einfach nur ungepflegt sind, schmutzige Schuhe tragen und außer „hey krass Alter, was geht Mann?“ nichts raus bringen.
Nachchdem ich also nicht 1 Jahr für meine ersten Erfolge gebraucht habe, bin ich insofern  wohl schon mal ein Naturtalent, denn die meisten Männer scheitern am Überwinden der sogenannten Ansprechangst. Die Hürde hab ich recht früh schon genommen, da kann ich mir selbst definitiv auf die Schulter klopfen.
Nach etwa 2 bis 3 Jahren Pickuppen ist man laut deren Berichten und aus den von mir geführten Gesprächen mit manchem „Profi“ für sich selbst so weit, dass man die aller meisten Situationen „gut“ einschätzen kann und in der Regel auch „das Beste“ rausholen kann. Also zum Beispiel eine unentschlossene Frau dazu bringen kann, dass sie mich kennen lernen möchte, anstatt beim Austauschen der Nummer doch noch zu zögern. Dass man auf einem Date für Emotionalität und „Knistern“ sorgen kann, anstatt völlig aufgeregt mit sich selbst beschäftigt zu sein. Dass man mit sog. „Shit-Tests“ einer Frau gut umgehen kann und weiß, ob das nur ein dämlicher Test ist, um aus ihrer Sicht die Spreu vom Weizen zu trennen oder ob sie hier tatsächlich einfach kein Interesse mehr an mir hat. Und abgesehen davon vor allem auch dafür sorgen kann, dass Frauen Dich tatsächlich attraktiv und begehrenswert finden und eine Beziehung mit Dir möchten.

Die Statistik werde ich weiter führen, weil ich sehen möchte, ob höhere Zahlen mir gut tun oder nicht. Mehr Approaches heißen mehr Nummern und mehr Dates. Und ich will auch im neuen Jahr meine Zahlen weiterhin schön nach oben bringen. Mein Fokus im Leben liegt im Moment nur darauf. Alle anderen Aspekte des Lebens habe ich dieser einen Sache untergeordnet. Auch wenn das Ziel nur DIE EINE FRAU ist. Aber mehr Dates erhöhen die Chancen. Daher mehr Dates nicht als Selbstzweck, sondern als Weg zum Ziel!
Deshalb achte ich sehr auf meine Ernährung, meine Kleidung, Sport und insgesamt meinen gesamten Umgang und auf mein Ausgehverhalten.

Für ein irdisches Leben ist das eine Wahnsinnsleistung, was ich da abgeliefert habe. Auch wenn ich schon oft darüber geschrieben habe, es ist in erster Linie eine mentale Leistung. Pickuppen ist mehr als „einfach mal ein paar Frauen daten“.

Pickuppen bringt Dich an den Rand der Verzweiflung und an den Rand der Hoffnungslosigkeit. An den Rand der Demütigung. An den Rand der wiederkehrenden stetigen Enttäuschung und substanziellen Energielosigkeit.

Pickuppen bringt Dich aber auch zu unglaublichem Reichtum. Reichtum an Erfahrungen. Reichtum an Dir selbst zu wachsen und zu lernen. Reichtum zu Dir selbst zu finden.

Und was ich auf jeden Fall jetzt schon sagen kann, ist, dass das Leben im Jetzt unendlich wichtig ist. Und die Kunst darin liegt das Jetzt zugleich nicht zu wichtig zu nehmen. Meint irgendwer auf der Welt im Ernst, dass ich mich an die 330 Approaches noch im Detail erinnern kann??? Sicher nicht. An ein paar vielleicht noch, weil etwas haften geblieben ist. Aber sonst? Keine Ahnung. Und deshalb sollte man das „Jetzt“ wichtig nehmen. Aber nicht die einzelnen Ereignisse im Jetzt. Ein Korb vom August interessiert heute niemanden mehr, genau genommen einen Tag später schon nicht mehr. Ach was, eine Stunde oder 10 Minuten später auch schon nicht mehr. Deshalb ist es so wichtig sich von einzelnen Situationen so frei zu machen. Es sind einzelne Ereignisse, aber man sollte sein gesamtes Leben nicht wegen einem Pups eines Vogels auf einem Ast permanent umkrempeln. Es ist nur ein Pups. Fertig. Ein Korb. Ein Pups. Ein Date. Ein Pups. Solange es nicht „die Frau“ ist, ist alles nur ein Spiel. Ich nehme mich selbst nicht mehr so wichtig. Das ist die vielleicht größte Erkenntnis auf meinem Weg.

Was das Jahr mit mir gemacht hat und ein paar andere Fragen…, darauf gehe ich morgen in Teil 2 ein. Darin geht es dann zum Beispiel auch um

Was war das „Schlimmste“, was mir in 2016 beim Pickuppen passiert ist?
Und was war das „Schönste“, das ich bisher erlebt habe?
Und was war das „Kurioseste“, das ich bisher erlebt habe?
Und was war das „Lehrreichste“, das ich bisher erlebt habe?
Und was war das „Lehrreichste“ auf Dates, das ich bisher erlebt habe?

Also Geduld, morgen gehts weiter mit Teil 2 zum Jahresrückblick 2016! 🙂

PS: Gehört hier eigentlich gar nicht rein. Aber gestern war ich wieder unterwegs. Es ging 4 zu 2 aus. Und für heute Abend hab ich gestern gleich ein Date vereinbart. Sie wollte, dass wir uns erstmal treffen, ohne Nummern auszutauschen. Hab ich in der Form noch nie erlebt. Eine Frau sagt fest ein Date zu, möchte aber die Nummer nicht hergeben. Dämlich ist das insofern, weil man sich so nicht absagen könnte, falls was dazwischen kommt. Ich bin gespannt ob sie wie vereinbart heute an dem Ort am Abend stehen wird. Wer weiß. Ich werde jedenfalls da sein. Aber das ist Pickup. 😉

Kurz vor dem Start ins Wochenende

Kurzer Wochenrückblick, obwohl die Woche noch gar nicht rum ist. Aber wer sagt schon wann eine Woche anfängt und wann sie aufhört? 😉

Montag hatte ich mein zweites Spontandate (Mein zweites Spontandate) und war draußen beim Daygamen. Das Date war für die Tonne. Aber darum ging es gar nicht. Wichtig ist, dass man Referenzerfahrungen sammelt. Damit wird das nächste Spontandate „normaler“. Dinge müssen in Fleisch und Blut übergehen. Nur darum geht es. Das ist alles. Die einzelne Frau ist beim Sammeln von Erfahrungen nicht wichtig. Wichtig ist man selbst. Die einzelne Frau ist erst dann wichtig, wenn auch ich ihr wichtig bin.

Dienstag gab es ein 2 zu 2. Ich schrieb schon über die Bedienung (Zwei sind manchmal eins zuviel) und meine Autopanne. Das 2 zu 2 war im Nachhinein betrachtet kurios.
Über das 1 zu 1 an dem Tag hab ich noch gar nichts geschrieben. Das hole ich hier nach. Es war für mich der schönste Approach des Dezembers 2016.
Ich lief in eine Drogerie, nach Feierabend. Manchmal, wenn noch etwas Zeit ist vor dem nach Hause gehen, laufe ich noch in verschiedene Läden auf dem Weg. Drogerien bieten sich da einfach an. Bitte nicht in der Kosmetikabteilung. Sondern bei den Lebensmitteln. Quinoa, Kokosblütenzucker und solche Dinge.

Denn in der Kosmetikabteilung findest Du folgenden Typ Frau (bzw. eher Kiddy-Mädchen!):
Vorwiegend südländischer Typ (schwarze Haare, braune Augen), schwarze enge Jeans oder Leggings, gefälschte schwarze Lederstiefel bzw. Sneakers mit Sneakerssocken (wie lächerlich im Winter!), viel Makeup, oft roter Lippenstift, Jacke mit gefälschtem Tierfell-Kragen. Eine ist cooler als die andere. Und alle merken sie nicht, dass sie etwas gemeinsam haben: Eine ist tussiger als die andere.

In der Lebensmittelabteilung findest Du folgenden Typ Frau (keine Kiddy-Mädchen!):

Alter ab 25, fast ausschließlich Inländerinnen, gut gekleidet in Richtung Business (top!) oder alternativ gekleidet in Naturfarben (Öko – oh je). Viel mehr kann man dazu nicht sagen, denn es ist hier komplett individuell. Jedenfalls sind die Frauen hier nicht so ekelhaft geschminkt und der Bildungsgrad ist wesentlich höher. Irgendwie aber auch logisch, eine Packung Quinoa kostet einfach mehr als eine Packung von dem sonstigen Füllstoff wie z. B. Nudeln (Lebensmittel kann man dazu nicht sagen, es ist nur ein Füllstoff!). Höhere Kosten heißt höheres Einkommen. Höheres Einkommen heißt in aller Regel (ich spreche nicht von Ausnahmen, die gibt es natürlich auch!) auch höherer Bildungsgrad. Und das kommt mir sehr entgegen, ich bin nämlich inzwischen davon überzeugt, dass die Herzlichkeit und das Menschliche einer Frau nicht vom Einkommen oder der Bildung abhängt.

Warum?
Ganz einfach: Ich habe mich in den letzten Monaten (teils bewusst und absichtlich!) mit „dämlichen“ Frauen unterhalten. Um heraus zu finden, ob diese eben menschlicher sind als die oben genannten Öko- und Business-Frauen.
Ich nehme das Ergebnis vorweg: Nein sind sie nicht!

Eine eher weniger gebildete Frau sagt zu Dir einfach: „He Alter, verpiss Disch.“
Eine gebildete Frau sagt zu Dir einfach: „Nett von Dir, ich hab schon einen Freund.“

Das Ergebnis ist das Gleiche. Also ist es nur eine Frage der Verpackung.
Da fällt mir einer meiner alten Artikel dazu sein: Philosophischer Sonntag – Der Unterschied zwischen “Du Arschloch” und “Sie Arschloch”

Das ist jetzt natürlich etwas arg überspitzt. Aber es geht hier ja um den Kern der Sache.

Das wars. Das ist alles. Und da das so zu sein scheint, halte ich mich erst mal lieber noch an die gebildeten Frauen. Dann hab ich da wenigstens nicht das Problem mit Einkommen, Unselbstständigkeit, Unzuverlässigkeit und Abhängigkeit.
Der Grund warum man dann noch zusammen kommt, sollte ausschließlich „echte Liebe“ sein (empfindet oder kennt das noch jemand auf der Welt außer mir – dieses Ding mit „echter Liebe“?!).

Deswegen findet Ihr mich jedenfalls nur in der Lebensmittelabteilung in den Drogerien. 😉
So, jetzt hab ich alle Klischees bedient. Gut gell.
Mensch bin ich froh, dass das mein eigener Blog ist. Da kann ich tun und lassen was ich will. Keine Zensur. Keine fremden Meinungen. Einfach ich. Keine Lügenpresse mit geschmierten Chef-Redakteuren. Bei gibts nur die Wahrheit. Wenn auch nur meine Wahrheit. Keine Mainstream-Artikel. Sondern das echte Leben. Und das Schreiben macht mir echt unglaublich Spaß. Hehe.

Übrigens: Falls jetzt der eine oder andere Südländer oder die eine oder andere Südländerin auf die Idee kommt, dass ich sie alle pauschal dämlich finde… nein. Stopp. Halt. Ist so nicht. Hab ich so auch nie gesagt. Aber die Tendenz zum niedrigeren Bildungsstand gibt es natürlich schon. Thilo Sarrazin lässt grüßen oder wie? Ja, vielleicht. Ich bin selbst nur halb-deutsch. Deshalb nehme ich mir das Recht raus, das zu sagen. Punkt. Wenn mir das jemand nicht glaubt, dass das so ist:
Bitte schaut mal in die Gymnasien rein. Nehmt die Gesamtzahl aller Schüler und schaut prozentual wieviele Menschen mit Migrationshintergrund in den Klassen sitzen. Dann schaut Euch den prozentualen Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund gegenüber der Gesamtbevölkerung an und man wird feststellen: Das klafft so weit auseinander wie der Termin der Fertigstellung des berliner Flughafens mit der Realität. Ist nicht meine Erfindung. Es ist die Realität.
Nicht gut, nicht schlecht. Es ist wie es ist.

Jedenfalls verlief das Gespräch mit der Frau in der Lebensmittelabteilung einer großen Drogerie-Kette wirklich toll. Es war der schönste Approach des Dezembers 2016. Sie sieht sich eine Packung Erdmandeln an. Was zum Teufel sind Erdmandeln?!
Ah, perfekter Aufhänger. Genau so spreche ich sie an. Ich stelle mich daneben und frag sie einfach was Erdmandeln sind. Kein hallo. Kein schnick-schnack. Das ist Daygame in Reinkultur.
Sie erklärt sofort viel und locker, lässig. Viel Lachen auf beiden Seiten. Und zum ersten Mal seit langem kommt in mir so ein spontanes Gefühl von „Gefühle auf den ersten Blick“ auf. Aufgrund des Gesprächs, nicht aufgrund ihres Äußeren. Sie war wirklich nett, wir haben uns sogar zufällig wild gestikulierend im Gespräch berührt. Ich musste dafür gar keine absichtlichen und künstlichen Berührungen einbauen. Solche kleinen Dinge sind es, die ich inzwischen schätze. Wir verstanden uns jedenfalls super, sie stellte viele Fragen und sie wohnt nicht weit weg. Für das Wochenende haben wir auch noch gleich ein Date vereinbart.
Da bin ich mal gespannt.

Normal schreibe ich nichts über intime Details auf meinem Weg im Projekt. Zu gestern Abend aber noch ein paar Worte. Weil es etwas „seltenes“ war.
Donnerstag:
Ich hab einen Freund zufällig bzw. sehr spontan in einer Bar getroffen. Kurze Begrüßung. Er war schon mit zwei Frauen im Gespräch, die er wohl schon kannte. Ich saß auf meinem Barhocker und tippte in meinem Handy herum. Meine Laune war da nicht so gut, ich wollte etwas Ruhe haben. Und saß da. Auf einmal kommen zwei Frauen rein in die Bar, ich hab die beiden kaum wahrgenommen. Dazu war ich zu gedankenversunken mit meinem Handy beschäftigt. Ich sah nur wie mein Wingman nun plötzlich von vier Frauen umgeben war. Hat mich gefreut, dann war er wenigstens gut unterhalten. Ich hab kurz hoch geblickt und wieder in mein Handy geschaut.Jedenfalls begrüßt mich so eine blonde große Dame dann energisch, gibt mir die Hand, stellt sich mir vor und fragt mich wie ich heiße.
Na na. Du Pickupperin, dachte ich mir.
Kurzer Smalltalk und die restliche Zeit kaute sie mir fast mein Ohr ab. Puh, hast Du viel geredet. Puh. Normal mache ich das immer, viel reden. Aber das war echt mal toll. Eine Frau die reden kann. Dann muss ich nicht immer den Pausenclown spielen. Es langweilt tierisch, dass man immer den Unterhalter mimen muss. Weil Frau
a) nicht in der Lage ist zu reden
und
b) nicht reden will
und
c) auch sonst meist irgend ein dämlicher Grund dagegen spricht, dass Frau einfach redet.

Sie war anders. Selbstbewusst, starkes auftreten. Und leicht touchy. Das Wort finde ich cool. Touchy. Das wurde mir zuletzt ein paar mal gesagt, dass ich beim Reden den Frauen gerne mal an den Oberarm fasse oder streichle usw. Dass ich „touchy“ wäre. Ja klar. Darum geht es doch! Oder wie sonst kommen die Kinder auf die Welt. Worte alleine reichen nicht.
Aber sie gestern, sie war touchy. Da wurde ich gedrückt, da wurde ich massiert. Da wurde mir in meinem Gesicht herum gestreichelt. Anschließend hab ich mich noch mit ihrer Freundin unterhalten. Nette Mädls die Beiden. Nicht mein Typ Frau, irgendwie. Aber was solls. Nette Erfahrung, dass man mit einer Frau auch einfach mal direkt los plappern kann ohne sich zurückhalten zu müssen.

Und sie wollten unbedingt noch in einen Club gehen, mein Wingman hat sich dann auch eingeschaltet und versucht mich zu überreden mit zu kommen. Aber da ich echt müde war, am nächsten Tag arbeiten musste (also heute) und zusätzlich echt keine Lust mehr hatte, bin ich nur noch die ersten Meter auf dem Weg dorthin mit gelaufen und dann nach Hause abgebogen.

Als wir draußen waren, hab ich mich kurz noch mit ihr unterhalten. Dann hab ich ihr gesagt, dass sie stehen bleiben soll. Ihre Hände gehalten. Mich vor sie gestellt, ihr in die Augen geblickt und ihr gesagt, dass sie mir einfach in die Augen schauen soll. Und dann habe ich sie geküsst.
Ganz einfach. Nicht weil ich wollte. Nicht weil ich musste. Sondern weil ich kann.

Wichtige Referenzerfahrung. Immer mitnehmen solche Dinge. Es geht darum „besser“ zu werden. In allen Belangen. Das ist das Ziel. Der Weg ist das Ziel, sagt man immer. Wenn nicht das der Weg ist, was dann.
Und es war die erste Frau meines Lebens, die ich geküsst habe… UND die zugleich GRÖßER war als ich. Premiere. Ich finde das irgendwie nicht sexy. Aber es ist wichtig für den eigenen Lernprozess, dass auch das kein Hindernis ist.

Freitag:
Für heute Abend stand eigentlich ein Date an, mit dem Mädchen, das ich letztens im Kaufhaus kennen gelernt habe. Das Date hätte schon Dienstag stattfinden sollen und wurde auf Freitag von ihr verschoben. Schon am Wochende wurde es verschoben. Begründung? Ihr dürft raten. Meine treuen Leser werden sich jetzt denken: „Klar, wieder mal ist Eine krank… oder sie musste schnell und kurzfristig in den Urlaub fahren“

Zuletzt war es ja zweimal so, dass eine Frau wegen Urlaub absagen musste. Diesmal nicht. Diesmal ist es wieder wegen Krankheit.
Sie zeigte zwar weiterhin Interesse, stellte ein paar Fragen darüber was ich so gemacht habe und schrieb ein paar Dinge darüber was sie so machte. Das übliche Blabla.
Jedenfalls findet das Date heute Abend nicht statt. Passt, dann fahre ich meine Eltern besuchen oder gehe noch in der Stadt aus. Nichts genaues weiß man noch nicht. :-p

Ihrer Aussage nach ist sie krank geschrieben zu Hause. Mag sein. Kann ich nicht prüfen. Ist mir auch egal. Fakt ist: Das Date wurde nun zwei mal verschoben, beim ersten Mal kam wenigstens noch ein Vorschlag zu einem Ausweichtermin (heute). Bei der zweiten Absage war schon kein Ausweichtermin mehr dabei. Na gut. Das ist das Problem, mit dem wir Pickupper ständig zu tun haben:
Entweder beißt der Fisch sofort an oder nie. Je länger Zeit zwischen dem ersten Ansprechen bzw. dem ersten Date und einem möglichen zweiten Date vergeht, desto unwahrscheinlicher wird es, dass es funkt.

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Ich muss nur immer lachen, weil alle Frauen immer unglaublich beschäftigt zu sein scheinen. Montag gehts nicht… weil… und Dienstag nie, weil… und Mittwoch… oh…stimmt… da bin ich noch mit den Kollegen hier und dort… und Donnerstag  hab ich immer Goldfisch-Streicheln im Frauen-Chor… und Freitag ist ja schon Wochenende, da bin ich immer unterwegs. Und Samstag und Sonntag bekomme ich Besuch aus Timbuktistan. Aber nächste Woche, JA NÄCHSTE WOCHE, da können wir mal schauen.

Mal schauen. Ja. Genau. Da können wir mal schauen. Was denn schauen eigentlich?

Ich hab auch viel zu tun. Aber ich hab auch immer Zeit. Neudeutsch würde man das wohl Zeit-Management nennen. Mädls, so wird das nix. Echt. So wird das nix. Weder mit Euch, noch für Euch. So steht ihr mit 35 noch genauso da und hetzt von einem Quatsch zum nächsten und kommt keinen Schritt weiter.

Und so gehe ich in ein Wochenende mit bereits jetzt vielen lustigen, kuriosen, komischen, ärgerlichen, aufreibenden und erwartungsvollen Erfahrungen.

Dabei nehme ich Euch mit.