Kurz vor dem Start ins Wochenende

Kurzer Wochenrückblick, obwohl die Woche noch gar nicht rum ist. Aber wer sagt schon wann eine Woche anfängt und wann sie aufhört? 😉

Montag hatte ich mein zweites Spontandate (Mein zweites Spontandate) und war draußen beim Daygamen. Das Date war für die Tonne. Aber darum ging es gar nicht. Wichtig ist, dass man Referenzerfahrungen sammelt. Damit wird das nächste Spontandate „normaler“. Dinge müssen in Fleisch und Blut übergehen. Nur darum geht es. Das ist alles. Die einzelne Frau ist beim Sammeln von Erfahrungen nicht wichtig. Wichtig ist man selbst. Die einzelne Frau ist erst dann wichtig, wenn auch ich ihr wichtig bin.

Dienstag gab es ein 2 zu 2. Ich schrieb schon über die Bedienung (Zwei sind manchmal eins zuviel) und meine Autopanne. Das 2 zu 2 war im Nachhinein betrachtet kurios.
Über das 1 zu 1 an dem Tag hab ich noch gar nichts geschrieben. Das hole ich hier nach. Es war für mich der schönste Approach des Dezembers 2016.
Ich lief in eine Drogerie, nach Feierabend. Manchmal, wenn noch etwas Zeit ist vor dem nach Hause gehen, laufe ich noch in verschiedene Läden auf dem Weg. Drogerien bieten sich da einfach an. Bitte nicht in der Kosmetikabteilung. Sondern bei den Lebensmitteln. Quinoa, Kokosblütenzucker und solche Dinge.

Denn in der Kosmetikabteilung findest Du folgenden Typ Frau (bzw. eher Kiddy-Mädchen!):
Vorwiegend südländischer Typ (schwarze Haare, braune Augen), schwarze enge Jeans oder Leggings, gefälschte schwarze Lederstiefel bzw. Sneakers mit Sneakerssocken (wie lächerlich im Winter!), viel Makeup, oft roter Lippenstift, Jacke mit gefälschtem Tierfell-Kragen. Eine ist cooler als die andere. Und alle merken sie nicht, dass sie etwas gemeinsam haben: Eine ist tussiger als die andere.

In der Lebensmittelabteilung findest Du folgenden Typ Frau (keine Kiddy-Mädchen!):

Alter ab 25, fast ausschließlich Inländerinnen, gut gekleidet in Richtung Business (top!) oder alternativ gekleidet in Naturfarben (Öko – oh je). Viel mehr kann man dazu nicht sagen, denn es ist hier komplett individuell. Jedenfalls sind die Frauen hier nicht so ekelhaft geschminkt und der Bildungsgrad ist wesentlich höher. Irgendwie aber auch logisch, eine Packung Quinoa kostet einfach mehr als eine Packung von dem sonstigen Füllstoff wie z. B. Nudeln (Lebensmittel kann man dazu nicht sagen, es ist nur ein Füllstoff!). Höhere Kosten heißt höheres Einkommen. Höheres Einkommen heißt in aller Regel (ich spreche nicht von Ausnahmen, die gibt es natürlich auch!) auch höherer Bildungsgrad. Und das kommt mir sehr entgegen, ich bin nämlich inzwischen davon überzeugt, dass die Herzlichkeit und das Menschliche einer Frau nicht vom Einkommen oder der Bildung abhängt.

Warum?
Ganz einfach: Ich habe mich in den letzten Monaten (teils bewusst und absichtlich!) mit „dämlichen“ Frauen unterhalten. Um heraus zu finden, ob diese eben menschlicher sind als die oben genannten Öko- und Business-Frauen.
Ich nehme das Ergebnis vorweg: Nein sind sie nicht!

Eine eher weniger gebildete Frau sagt zu Dir einfach: „He Alter, verpiss Disch.“
Eine gebildete Frau sagt zu Dir einfach: „Nett von Dir, ich hab schon einen Freund.“

Das Ergebnis ist das Gleiche. Also ist es nur eine Frage der Verpackung.
Da fällt mir einer meiner alten Artikel dazu sein: Philosophischer Sonntag – Der Unterschied zwischen “Du Arschloch” und “Sie Arschloch”

Das ist jetzt natürlich etwas arg überspitzt. Aber es geht hier ja um den Kern der Sache.

Das wars. Das ist alles. Und da das so zu sein scheint, halte ich mich erst mal lieber noch an die gebildeten Frauen. Dann hab ich da wenigstens nicht das Problem mit Einkommen, Unselbstständigkeit, Unzuverlässigkeit und Abhängigkeit.
Der Grund warum man dann noch zusammen kommt, sollte ausschließlich „echte Liebe“ sein (empfindet oder kennt das noch jemand auf der Welt außer mir – dieses Ding mit „echter Liebe“?!).

Deswegen findet Ihr mich jedenfalls nur in der Lebensmittelabteilung in den Drogerien. 😉
So, jetzt hab ich alle Klischees bedient. Gut gell.
Mensch bin ich froh, dass das mein eigener Blog ist. Da kann ich tun und lassen was ich will. Keine Zensur. Keine fremden Meinungen. Einfach ich. Keine Lügenpresse mit geschmierten Chef-Redakteuren. Bei gibts nur die Wahrheit. Wenn auch nur meine Wahrheit. Keine Mainstream-Artikel. Sondern das echte Leben. Und das Schreiben macht mir echt unglaublich Spaß. Hehe.

Übrigens: Falls jetzt der eine oder andere Südländer oder die eine oder andere Südländerin auf die Idee kommt, dass ich sie alle pauschal dämlich finde… nein. Stopp. Halt. Ist so nicht. Hab ich so auch nie gesagt. Aber die Tendenz zum niedrigeren Bildungsstand gibt es natürlich schon. Thilo Sarrazin lässt grüßen oder wie? Ja, vielleicht. Ich bin selbst nur halb-deutsch. Deshalb nehme ich mir das Recht raus, das zu sagen. Punkt. Wenn mir das jemand nicht glaubt, dass das so ist:
Bitte schaut mal in die Gymnasien rein. Nehmt die Gesamtzahl aller Schüler und schaut prozentual wieviele Menschen mit Migrationshintergrund in den Klassen sitzen. Dann schaut Euch den prozentualen Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund gegenüber der Gesamtbevölkerung an und man wird feststellen: Das klafft so weit auseinander wie der Termin der Fertigstellung des berliner Flughafens mit der Realität. Ist nicht meine Erfindung. Es ist die Realität.
Nicht gut, nicht schlecht. Es ist wie es ist.

Jedenfalls verlief das Gespräch mit der Frau in der Lebensmittelabteilung einer großen Drogerie-Kette wirklich toll. Es war der schönste Approach des Dezembers 2016. Sie sieht sich eine Packung Erdmandeln an. Was zum Teufel sind Erdmandeln?!
Ah, perfekter Aufhänger. Genau so spreche ich sie an. Ich stelle mich daneben und frag sie einfach was Erdmandeln sind. Kein hallo. Kein schnick-schnack. Das ist Daygame in Reinkultur.
Sie erklärt sofort viel und locker, lässig. Viel Lachen auf beiden Seiten. Und zum ersten Mal seit langem kommt in mir so ein spontanes Gefühl von „Gefühle auf den ersten Blick“ auf. Aufgrund des Gesprächs, nicht aufgrund ihres Äußeren. Sie war wirklich nett, wir haben uns sogar zufällig wild gestikulierend im Gespräch berührt. Ich musste dafür gar keine absichtlichen und künstlichen Berührungen einbauen. Solche kleinen Dinge sind es, die ich inzwischen schätze. Wir verstanden uns jedenfalls super, sie stellte viele Fragen und sie wohnt nicht weit weg. Für das Wochenende haben wir auch noch gleich ein Date vereinbart.
Da bin ich mal gespannt.

Normal schreibe ich nichts über intime Details auf meinem Weg im Projekt. Zu gestern Abend aber noch ein paar Worte. Weil es etwas „seltenes“ war.
Donnerstag:
Ich hab einen Freund zufällig bzw. sehr spontan in einer Bar getroffen. Kurze Begrüßung. Er war schon mit zwei Frauen im Gespräch, die er wohl schon kannte. Ich saß auf meinem Barhocker und tippte in meinem Handy herum. Meine Laune war da nicht so gut, ich wollte etwas Ruhe haben. Und saß da. Auf einmal kommen zwei Frauen rein in die Bar, ich hab die beiden kaum wahrgenommen. Dazu war ich zu gedankenversunken mit meinem Handy beschäftigt. Ich sah nur wie mein Wingman nun plötzlich von vier Frauen umgeben war. Hat mich gefreut, dann war er wenigstens gut unterhalten. Ich hab kurz hoch geblickt und wieder in mein Handy geschaut.Jedenfalls begrüßt mich so eine blonde große Dame dann energisch, gibt mir die Hand, stellt sich mir vor und fragt mich wie ich heiße.
Na na. Du Pickupperin, dachte ich mir.
Kurzer Smalltalk und die restliche Zeit kaute sie mir fast mein Ohr ab. Puh, hast Du viel geredet. Puh. Normal mache ich das immer, viel reden. Aber das war echt mal toll. Eine Frau die reden kann. Dann muss ich nicht immer den Pausenclown spielen. Es langweilt tierisch, dass man immer den Unterhalter mimen muss. Weil Frau
a) nicht in der Lage ist zu reden
und
b) nicht reden will
und
c) auch sonst meist irgend ein dämlicher Grund dagegen spricht, dass Frau einfach redet.

Sie war anders. Selbstbewusst, starkes auftreten. Und leicht touchy. Das Wort finde ich cool. Touchy. Das wurde mir zuletzt ein paar mal gesagt, dass ich beim Reden den Frauen gerne mal an den Oberarm fasse oder streichle usw. Dass ich „touchy“ wäre. Ja klar. Darum geht es doch! Oder wie sonst kommen die Kinder auf die Welt. Worte alleine reichen nicht.
Aber sie gestern, sie war touchy. Da wurde ich gedrückt, da wurde ich massiert. Da wurde mir in meinem Gesicht herum gestreichelt. Anschließend hab ich mich noch mit ihrer Freundin unterhalten. Nette Mädls die Beiden. Nicht mein Typ Frau, irgendwie. Aber was solls. Nette Erfahrung, dass man mit einer Frau auch einfach mal direkt los plappern kann ohne sich zurückhalten zu müssen.

Und sie wollten unbedingt noch in einen Club gehen, mein Wingman hat sich dann auch eingeschaltet und versucht mich zu überreden mit zu kommen. Aber da ich echt müde war, am nächsten Tag arbeiten musste (also heute) und zusätzlich echt keine Lust mehr hatte, bin ich nur noch die ersten Meter auf dem Weg dorthin mit gelaufen und dann nach Hause abgebogen.

Als wir draußen waren, hab ich mich kurz noch mit ihr unterhalten. Dann hab ich ihr gesagt, dass sie stehen bleiben soll. Ihre Hände gehalten. Mich vor sie gestellt, ihr in die Augen geblickt und ihr gesagt, dass sie mir einfach in die Augen schauen soll. Und dann habe ich sie geküsst.
Ganz einfach. Nicht weil ich wollte. Nicht weil ich musste. Sondern weil ich kann.

Wichtige Referenzerfahrung. Immer mitnehmen solche Dinge. Es geht darum „besser“ zu werden. In allen Belangen. Das ist das Ziel. Der Weg ist das Ziel, sagt man immer. Wenn nicht das der Weg ist, was dann.
Und es war die erste Frau meines Lebens, die ich geküsst habe… UND die zugleich GRÖßER war als ich. Premiere. Ich finde das irgendwie nicht sexy. Aber es ist wichtig für den eigenen Lernprozess, dass auch das kein Hindernis ist.

Freitag:
Für heute Abend stand eigentlich ein Date an, mit dem Mädchen, das ich letztens im Kaufhaus kennen gelernt habe. Das Date hätte schon Dienstag stattfinden sollen und wurde auf Freitag von ihr verschoben. Schon am Wochende wurde es verschoben. Begründung? Ihr dürft raten. Meine treuen Leser werden sich jetzt denken: „Klar, wieder mal ist Eine krank… oder sie musste schnell und kurzfristig in den Urlaub fahren“

Zuletzt war es ja zweimal so, dass eine Frau wegen Urlaub absagen musste. Diesmal nicht. Diesmal ist es wieder wegen Krankheit.
Sie zeigte zwar weiterhin Interesse, stellte ein paar Fragen darüber was ich so gemacht habe und schrieb ein paar Dinge darüber was sie so machte. Das übliche Blabla.
Jedenfalls findet das Date heute Abend nicht statt. Passt, dann fahre ich meine Eltern besuchen oder gehe noch in der Stadt aus. Nichts genaues weiß man noch nicht. :-p

Ihrer Aussage nach ist sie krank geschrieben zu Hause. Mag sein. Kann ich nicht prüfen. Ist mir auch egal. Fakt ist: Das Date wurde nun zwei mal verschoben, beim ersten Mal kam wenigstens noch ein Vorschlag zu einem Ausweichtermin (heute). Bei der zweiten Absage war schon kein Ausweichtermin mehr dabei. Na gut. Das ist das Problem, mit dem wir Pickupper ständig zu tun haben:
Entweder beißt der Fisch sofort an oder nie. Je länger Zeit zwischen dem ersten Ansprechen bzw. dem ersten Date und einem möglichen zweiten Date vergeht, desto unwahrscheinlicher wird es, dass es funkt.

2016-12-16.jpg

Ich muss nur immer lachen, weil alle Frauen immer unglaublich beschäftigt zu sein scheinen. Montag gehts nicht… weil… und Dienstag nie, weil… und Mittwoch… oh…stimmt… da bin ich noch mit den Kollegen hier und dort… und Donnerstag  hab ich immer Goldfisch-Streicheln im Frauen-Chor… und Freitag ist ja schon Wochenende, da bin ich immer unterwegs. Und Samstag und Sonntag bekomme ich Besuch aus Timbuktistan. Aber nächste Woche, JA NÄCHSTE WOCHE, da können wir mal schauen.

Mal schauen. Ja. Genau. Da können wir mal schauen. Was denn schauen eigentlich?

Ich hab auch viel zu tun. Aber ich hab auch immer Zeit. Neudeutsch würde man das wohl Zeit-Management nennen. Mädls, so wird das nix. Echt. So wird das nix. Weder mit Euch, noch für Euch. So steht ihr mit 35 noch genauso da und hetzt von einem Quatsch zum nächsten und kommt keinen Schritt weiter.

Und so gehe ich in ein Wochenende mit bereits jetzt vielen lustigen, kuriosen, komischen, ärgerlichen, aufreibenden und erwartungsvollen Erfahrungen.

Dabei nehme ich Euch mit.

Advertisements

Das, was zu erwarten war

Samstag Abend ging es ab in den Club. Vorgenommen und durchgezogen. Mit einem Kumpel, mit ihm ging es das erste Mal zusammen in einem Club. Er hat uns den Club ausgesucht. Und für mich war dieser Club auch das erste Mal. Ich war skeptisch darüber was mich erwarten würde. Ich hab mir vorher schon vorgestellt wie es wohl sein könnte.

Es ist ein relativ bekannter Club in der Stadt. Verrufen als Sauf-Barracke.
Was hab ich mir also im Vorfeld erwartet? Zwei Dinge:

  1. Ein extrem junges Publikum
  2. Ein Publikum,  das – gelinde gesagt – eher der sozial schwächeren Bevölkerungsschicht zuzurechnen ist

Also das Gegenteil der Locations, in denen ich mich sonst für gewöhnlich aufhalte.

Und wurden meine Erwartungen erfüllt? Nein, viel mehr sogar! Es war viel schlimmer! Das Publikum war

  1. Noch extrem viel jünger als angenommen
  2. Nicht nur der sozial schwachen Schicht zuzuordnen, sondern einfach nur asozial

Okay, was erwartet man, wenn man

  1. Dort bis 0 Uhr kostenlos in den Schuppen kommt.
  2. Die Getränke unfassbar billig sind.

Mit unfassbar billig meine ich auch unfassbar billig. Mein Lieblingsgetränk beim Weggehen ist Bitter Lemon auf Eis. Ohne Strohhalm (fürchterlich!). Dafür zahle ich sonst in der Regel etwas zwischen 3 und 4 Euro, in den Clubs in denen ich sonst bin. Nicht so dort, dort gibts das für 0,50 Euro. Das Original, ja. Tatsächlich.

2016-12-05

Und so wurde es ein billiger Abend. Ganz nach meinem Geschmack. Es war lustig mit meinem Kumpel. Er ist locker drauf, macht alles mit und lässt mir den Freiraum den ich brauche, um mein Ding durchzuziehen. Es ist ein großer Club gewesen, das bedeutet viel laufen und viel anquatschen. Also viel zu tun. Da hab ich nicht immer nur Zeit für ihn.

Gut, das viele Laufen hat geklappt. Aber das Ansprechen nicht, denn die Mädls waren mir alle extrem zu jung. Ich bin keine 18 mehr. Das gibt mir nix.
Für eine Nummer hat es gelangt, die Frau war sogar ein Jahr älter als ich. Alles in allem aber ansonsten eher mau.

Dann hab ich meinem Kumpel gesagt: „Das was ich im Club mache ist etwas Anderes als das was andere Menschen hier machen. Ich bin nicht hier um Musik zu hören oder zu feiern. Das was ich hier mache ist harte Arbeit. Herumlaufen und Ausschau halten. Und alles ansprechen was vor die Flinte kommt und oberhalb von 5 Punkten liegt.“

Aber er kennt meine Mission ja. Und er unterstützt mich dabei immer. Danke Dir!

Das unterscheidet mich sicher von 99% der anderen Jungs in dem Club. Die stehen in so einem Laden mit ihren Wodka-Bulls in der Ecke und torkeln dann durch die Gegend oder schauen wie die Mumien aus der Wäsche, zumindest nach 1 Uhr. Und dann wird zwar gegröhlt und getanzt, aber für mich ist das sinnlose Zeitverschwendung. 🙂

Aber ich hab auch getanzt, ja. Das mache ich auch zwischendurch, nur das ist nicht der Grund warum ich weggehe. Tanzen tue ich, wenn mir die Musik gefällt. Hin und wieder kamen echt coole Songs. Ansonsten war es aber die verzweifelte Suche nach Frauen, die es dort einfach nicht gibt.

Okay, das klingt jetzt alles melodramatisch. Soll es auch, „auf übertriebene Weise gefühlvoll“ klingen.

Nein nein, alles gut. Es war ein lustiger Abend mit meinem Kumpel. Danach – mitten in der Nacht oder zur frühen Morgenstunde, wie man es nimmt – ging es noch zum Runterkommen in eine große Burger-Kette. Dort hab ich dann noch eine kleine Süßigkeit gegessen, lecker lecker. Den Namen der Kette werde ich hier nicht verraten. Das liegt einfach daran, dass ich dafür nicht bezahlt werde. Also gibts auch keine Werbung von mir. Wäre ja noch schöner. Kostenlose Werbung mache ich nur, wenn ich von den Produkten und der Philosophie dahinter überzeugt bin. 😉

So jetzt war das mal ein Artikel ohne großen inhaltlichen Sinn. Aber auch der geistige Ballast darf mal raus. Während ich diesen Artikel nämlich gerade schreibe, bin ich echt müde. Also sei es mir verziehen. Und wer es inhaltlich mit Tiefe möchte, der kann gerne meinen gestrigen Artikel lesen: Philosophischer Sonntag – Es ist immer eins

PS: Für morgen bahnt sich ein Date an. Ob es zustande kommt weiß man nie. Aber es scheint wahrscheinlich zu sein. Ich habe sie letzte Woche in einem Kaufhaus angesprochen und mich mit ihr 15 Minuten unterhalten. Seither schreibt sie alle 2 Tage eine Nachricht. Die Nachrichten werden länger. Sie stellt mehr und mehr fragen. Und sie erzählt mir allerlei sinnloses aus ihrem Leben. Zwei Telefon-Versuche von mir gingen aber ins Leere. Immer wenn ich fragte, ob sie Lust hätte zu telefonieren, kamen wieder diese selten dämlichen Ausreden. Von zu feierndem Hamster-Geburtstag bis zu „bei Vollmond kann ich mich nicht richtig konzentrieren“. Ja gut, ganz so war es nicht. Aber ich halte es trotzdem einfach für dämlich. Nicht sie, sondern das Verhalten. Sie will sich mit mir auf ein Date treffen (will?), aber keine 5 Minuten telefonieren. Weil immer irgendwas ist. Es ist immer irgendwas. Ja. Klar. Verstehe das wer will. Da weißt Du worauf Du Dich zu freuen hast. Man ist dann eben „ein Nebenbei-Date“, neben all den vielen anderen ansonsten ach so schönen Dingen des Alltags. Man nimmt nicht sie mit, wie mir als Pickup-Artist gerne vorgeworfen wird. Sondern man selbst wird „nebenbei mitgenommen“. Man ist halt ein netter (?) Abend einer ansonsten echt stark eingespannten Frau. Man spielt für einen Abend einen Pausenclown. Ihren ganz persönlichen Pausenclown. So kommt mir das vor. Aber warten wir es ab. Vielleicht ist es nur ihre Art zu sagen und zu zeigen, dass sie mich interessant findet. Verstehe das wer will. 🙂

 

Gestern Clubgame und die E-Zigaretten.

Jetzt, da ich gerade beginne zu schreiben, ist es 09:13 Uhr. Ich bin um 2 Uhr ins Bett und um 8 Uhr aufgestanden. Nicht viel Schlaf. Andererseits aber auch nicht allzu spät ins Bett. Gestern war wieder eine Runde Clubgame an der Reihe. Übrigens zum ersten Mal in etwas anderen Klamotten. Wieder mal etwas Neues.
Ich hatte eine schwarze Stoffhose und ein rotes Hemd an. Gestern mal noch etwas edler und auffälliger als sonst.
Eigentlich wollte ich noch mein Sakko dazu tragen, aber das hatte ich im Auto liegen gelassen und wollte den Weg nicht wieder zurück laufen. Egal.
Die Resonanz an dem Abend lautete: Du hast Selbstbewusstsein.
Das schon, aber kann natürlich auch sein, dass man damit das eine oder andere Reh verschreckt. Hm.

Es war ein relativ kurzer, aber wie oft zuletzt auch ein lustiger Abend.

Es ging 4 zu 1 aus. Die 1 hab ich natürlich auch in der Nacht noch kurz angeschrieben. Und keine Antwort mehr erhalten. Da braucht man sich aber auch nicht wundern, wenn man nur 4 anspricht und 1 Nummer bekommt. Hätte ich 40 angesprochen, dann wäre alles okay gewesen. Dann hätte es ziemlich sicher 2 bis 3 Antworten gegeben. Nur gestern Abend war ich auch nicht alleine unterwegs, deswegen lag mein Fokus entsprechend auch nicht nur bei den Frauen. Nicht nur.

Die 4 Frauen hab ich auf der Straße angesprochen. Im Club später dann zwar auch noch zwei, allerdings hab ich da nach drei oder vier Sätzen gemerkt, dass da nichts rüber kommt. Also wende ich mich dann schnell wieder ab. Nicht mehr als sie wert sind. Diese „Versuch“ zähle ich übrigens nicht. Ich zähle nur die, bei denen ich eindeutig bis zum Ende eskaliert habe (Nummer/Date). Wenn ich zwischendurch merke, dass es eine uninteressante kleine Kühlschrank-Frau ist, dann pack ich meine sieben Sachen und mach mich wieder aus dem Staub. Ich bin der Preis. Nicht sie.

Mit zwei Mädls hab ich aber dann etwas länger an einer Bar gequatscht. Ohne irgendwelche Absichten. Obwohl, doch schon. Nur nicht mit Absicht bezogen auf sie direkt.

Bimm. Macht mein Handy gerade. Es ist 09:23 Uhr. Meine 1 von gestern antwortet. Hätte ich nicht mehr gedacht. Nachdem sie zwischenzeitlich schon mehrmals online war. Das wird hier ja fast ein Live Bericht. Okay dann springen wir zurück an die Bar.

Die zwei Mädls an der Bar, da waren wir stehen geblieben. Aber halt, da fällt mir was ein. Wir müssen nochmal kurz ausschweifen…

Also mein Wingman war hinter mir an der anderen Seite der Bar und hat sich mit einer alten reichen Dame unterhalten. Wirklich alt. Sie könnte meine Oma sein. Fast. Wahrscheinlich. Sie trug eine Cartier Uhr am Handgelenk. Geld hatte sie definitiv. Mit ihrem Nerzmantel. Und bestellte eine Flasche Schampus nach der anderen. Saufen kann sie also auch noch wie ein Loch. Und meine Hände wollte sie dann später auch nicht mehr loslassen. Das war aber nur, weil ich ihr kurz die Hand gab. Zur Begrüßung. Und da ich immer so kalte Hände habe (völlig untypisch für einen Mann, ich weiß!), hat sie kurz Mutter Teresa gespielt und mich gerettet und mir meine Hände gewärmt. Wahhh. Ein komisches Gefühl. In so einem Edel-Schuppen von einer alten Dame die Hände gewärmt zu bekommen. Ich hab mich mehrmals umgeblickt und mir gedacht was wohl die anderen Gäste denken, die mich sehen könnten. Ich junger Hüpfer bekomme da für meine zarten kleinen Hände eine Wärmflaschenkur to go. Und dann passierte das, was in meinem Kopf die letzten Wochen und Monate immer passierte:
Sofort mein völliges Bewusstsein einzuschalten und alle weiteren Gedanken über Board zu werfen. Nicht weil mir das gefallen hätte, dass die Frau meine Hände fest hielt. Sondern weil es wieder einmal ein Gedanken war der hieß: „Was denken die Anderen über mich?“

Raus! Weg damit! Bulls***. Das ist eine Katastrophe! Es ist egal was andere über mich denken! Ich schrieb hier darüber ja schon öfter, aber mir ist im Moment einfach wichtig, dass diese Gedanken mit „was denken die Anderen von mir?“ aufhören. Hin und wieder ertappe ich mich dabei. Und wenn das passiert, dann gibts nur eins: Voll dagegen und drauf. Ego zerstören, nenne ich das in meinen Artikeln immer wieder. Erst wenn der Quatsch aufhört, sich Gedanken um die Gedanken anderer Menschen zu machen, hast Du genug Selbstbewusstsein entwickelt um Raum für Deine eigenen Gedanken zu schaffen, die nur Dich betreffen und für Dich gut sind. Das ist der Weg. Und das (Zwischen-)Ziel. Das große Hauptziel steht im Titel meines Blogs. Daran ändert sich nichts. 🙂

Auch wenn ich das in dem Moment selbst irgendwie unangenehm finde, weil mir die Dame zu aufdringlich war. Aber dann hab ich das Positive für mich in den Vordergrund gerückt: Mir war echt kalt. Und ihre Hände waren warm. Und nach 1 Minute waren meine Hände auch warm. Also alles gut. Und sie hat sich gefreut wie ein Schnitzel, weil ich so kalte Hände hatte. Passt doch. Buddhistisch gesehen auch, zumindest der Teil, dass ich ihr eine Freude gemacht habe. 😉

Und nun zurück zu den zwei Mädls an der Bar. Die eine hatte so eine E-Zigarette in der Hand. Also hab ich natürlich gleich eröffnet. Ich hätte auch wegen ihrem schwarzen fein gezeichneten Rand um ihre Lippenstift-verseuchten Lippen eröffnen können. Aber ihre Lippen interessierten mich nicht. Ich mag solche Frauen nicht. Mich interessierte die E-Zigarette. Es gibt diese Dinger wohl in einer Einweg-Version. Ohne Nikotin. Das ist ja interessant. Mit irgend einem Frucht Geschmack. Die Eine der Beiden hat mich dann mal ziehen lassen. Schmeckte interessant. So ähnlich wie eine Shisha. Die Andere hat mich dann auch ihre probieren lassen. Mit Kokosgeschmack. Das fand ich echt witzig. Frei von Nikotin. Eigentlich eine ganz vernünftige Erfindung, im Gegensatz zur klassischen Zigarette. Aber für Männer ist das glaub ich eher nix. Wirkt sehr weiblich das Ganze.

2016-11-19.jpg

So ging der Abend dann auch relativ bald aus. Nur noch etwas getanzt, Musik war aber miserabel. Also war es auch gut, dass es früh nach Hause ging.

Achja: Nein! Ich hab mir von der alten Frau die Nummer nicht geholt! Pfui! Hört mal auf so ein Zeug von mir zu denken! :p
Da hab ich noch zig Jahre Zeit. Aber auf meinen Wingman ist sie echt gestanden. Haha.

Projekt politisch – Ein Kommentar zur Trump-Wahl

Heute mal ein Link zu einem Video mit politischem Statement.

Es wird der erste Beitrag in einer neuen Kategorie. Zukünftig werde ich bestimmt hin und wieder mal etwas Politisches hier bringen. Da hab ich auch viel zu sagen. Ich hab immer viel zu sagen. Und viel eigene Meinung. Die bilde ich mir immer noch selbst. Viele Quellen. Guter Journalismus vorausgesetzt.

Das nachfolgende Video ist so ein Beispiel für einen guten Journalisten. Seine Videos schaue ich mir seit langem bereits an und der Mann ist tatsächlich ein Shooting-Star am ansonsten so bewölkten Himmel der Mainstream-Lücken/Lügen-Presse. Er und sein Team sind anders. Es ist kein Auftragsjournalismus, den sie betreiben. Im Gegensatz zu den großen Schundblättern unserer Tage. Bildzeitung, Spiegel, Stern, FAZ, Süddeutsche. Das ist letztlich alles die selbe Soße. Die schreiben alle von den selben Presseagenturen ab (Reuters, dpa usw.). Daher steht auch in jedem Blatt das Gleiche. Und der mit den größten Anzeigen im Heft bestimmt auch was drinnen steht. Einfach gesagt. Aber auf so etwas habe ich keine Lust. Daher lese ich das ganze Zeug nicht (mehr) und schaue mir auch keine Tagesschau an. Ich brauche keinen Staat, der mir sagt was ich denken soll. Wo der Westen immer super ist und der Osten immer böse. Wo alle doof sind und zurückgeblieben, wenn sie nicht unser „Wertesystem“ haben. Wenn sie nicht so denken wie wir und nicht so viel leisten wie wir. Wo man automatisch ein „Verschwörungstheoretiker“ ist, wenn man nicht den selben Mist wiederholt, der einem da täglich vorgekaut als Brei serviert wird.
Denken kann ich noch immer selbst. Danke.

Übrigens: Dass etwas nicht ganz rund läuft in der aktuellen Welt, das empfinden die meisten so. Keiner hat Lust auf Krieg und auch nicht auf diese ständie Hetze. Alt gegen Jung. Asylant gegen Deutschen. Dick gegen dünn. Arbeitender gegen Hartz IV Empfänger. Den ganzen Tag werden wir gespalten und gegeneinander aufgestachelt. Das zu erkennen, ist der erste Schritt hin zu eigener Gedankenfreiheit.
Meistens bekomme ich dann – wenn ich mal etwas über meine Nachrichten-Quellen erzähle – gesagt und gefragt: „Ja, aber wer sagt Dir denn, dass diejenigen besser sind, die Du verfolgst.“

Das Wichtigste was ich in meinem Leben inzwischen glücklicherweise gelernt habe – und Pickup hat mich nochmal ein ganzes Stück weiter nach vorne katapultiert – ist:

Hör auf Dein Bauchgefühl! Ob jemand täglich aus Überzeugung die Wahrheit spricht oder sich als Marionette da oben hin stellt und von seinem Blatt Papier jeden noch so winzigen Satz ablesen muss, zeigt schon viel.

Wenn ein Politiker selbst auf Trauerreden nicht mehr frei sagen kann „ich empfinde Mitleid mit den Angehörigen und Familien“, dann ist ein Punkt erreicht, an dem ich einfach für mich feststelle, dass das nur Marionetten sind. Fleischgewordene Roboter. Aber sicher keine empathischen Wesen mit Herz und Seele.

So, genug der einleitenden Worte. Dann begebe ich mich nun mit meiner neuen Rubrik eben zum ersten Mal aufs politische Glatteis. Weil ich anders bin. Zum Glück erkennen immer mehr Menschen die Zusammenhänge. Dem Internet sei Dank. Die Userzahlen beweisen es. Und achja: Ich möchte echt noch verdammt gerne Schlittschuhlaufen lernen. 😉

KenFM ist hingegen crowdfinanziert. Ich habe hier keinen Blog um Werbung zu machen. Aber Werbung zu machen ist in meinem Blog auch nicht verboten. Ich teile gerne was ich entdecke und erlebe. Und KenFM teile ich sehr gerne, denn das ist für mich Qualitätsjournalismus im ursprünglichen Sinn. Besonders seine regelmäßig erscheinende Sendung „Me, Myself and Media“ kann ich wärmstes empfehlen. Das ist eine Nachrichtenshow, nur anders.

Auf seinem Youtube Kanal schreibt KenFM über sich selbst:

„KenFM ist ein freies Presseportal, eine Nachrichtenplattform, die bewusst das Internet als einziges Verbreitungsmedium nutzt, um das klassische Sendegebiet eines UKW Radios auf den ganzen deutschsprachigen Raum auszudehnen. […]

KenFM ist userfinanziert und somit auf die finanzielle Unterstützung der Community angewiesen. Wir verstehen KenFM daher auch nicht als unser Portal, sondern als das all derer, die uns mit ihrem Geld den Auftrag gegeben haben, im Dreck zu wühlen, die Spreu vom Weizen zu trennen. http://www.kenfm.de/unterstutze-kenfm

Nicht embeddeter Journalismus aus Berlin.
Finanziert durch den User!“

Letzte Woche bin ich im Büro von einem neuen Kollegen erst wieder „Verschwörungstheoretiker“ genannt worden. Fast schon ein Kompliment für mich. Weil es mir zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Man muss eben gegen den Storm schwimmen, um an die Quelle zu kommen. Das haben die meisten Menschen ver- oder besser gesagt nie gelernt.

In meinem heutigen Beitrag geht es um einen Kommentar zur US-Präsidentschaftswahl. Das Video hier unten ist von Ken Jebsen, dessen Videos und Beiträge ich seit vielen Monaten verfolge. Nach meiner Einschätzung einer der wenigen aufrichtigen Journalisten bei uns.

Die Ansicht, die er in dem Video vertritt, teile ich übrigens zu 100%.

Im Übrigen bin ich mir völlig bewusst, dass politische Statements immer dafür sorgen, dass sich die Lager spalten. Das ist halt so. Mir geht es aber nicht um Spaltung, sondern um das Entdecken der Hintergründe. Nicht immer ist alles so wie es scheint. Erst recht nicht deswegen, weil viele große Zeitungen und die TV-Sender das Gleiche schreiben und senden. Eine weiße Wand wird nicht dadurch blau, dass ich das mantraartig wiederhole. Genau das wird aber täglich gemacht. Und am Ende hält der Leser oder Zuschauer die weiße Wand für blau. Manche nennen das auch Gehirnwäsche.

Ich will das nur klarstellen: Ich bin nicht links, nicht rechts, nicht oben und nicht unten und auch sonst nichts außer ein Freigeist. Das heißt ich habe meine eigene Meinung zu einzelnen Themen. Keine Schubladen und keine Eintöpfe. Alles was mich interessiert ist das System zu verstehen und die Hintergründe kennen zu lernen. Und mir für mein Leben meine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen.

Wagen wir das hier einfach mal mit meinem ersten politischen Statement aus der neuen Kategorie „Projekt politisch“. Viel Spaß! 🙂

PS: Gerne bin ich für Anregungen offen. Schreibt mir einen Kommentar und teilt mir Eure Meinung mit. Das Leben ist nie nur eine Einbahnstraße.

 

Der Wert von Referenzerfahrungen

Was sind Referenzerfahrungen?
Inwiefern sind sie wichtig?
Wie helfen sie mir, nicht nur theoretisch, sondern auch konkret?

Das eigene Handeln – egal wo und wann – wird bestimmt durch mehrere Faktoren. Ich will das hier nicht wissenschaftlich aufdröseln. Sondern praktisch beleuchten. Sicherlich spielt immer der aktuelle Gemütszustand eine Rolle bei der Entscheidungsfindung für ein Handeln oder Unterlassen. Jedoch nicht nur das gegenwärtige Gemüt (Lust, Langeweile, Hunger, Erregung usw.), sondern vor allem sind wir Erfahrungswesen. Was bedeutet, dass wir das aktuelle Handeln zum großen Teil von bereits vorhandenem Wissen ableiten. Wissen sind jedoch nichts anderes als Erfahrungen.

Bis hier her klingt das theoretisch. Wir wollen nur praktisch werden.

Als kleines Kind hat sich jeder von uns bestimmt mal verbrannt. Solche Erlebnisse verankern sich unglaublich tief in uns. Ich habe mir als kleiner Junge mal die Fingerkuppen an einem gusseisernen Ofen verbrannt. Höllische Schmerzen, Brandblasen und viele Tränen später habe ich jedoch daraus gelernt, dass man bei Öfen vorsichtig sein muss. Besonders wenn sie heißt sind. 🙂
Nehmen wir also einen Herd. An modernen Herden wird angezeigt, dass eine Platte heiß ist. Wir langen dann nicht auf die jeweilige Platte. Wissen wir in diesem Moment sicher, dass die Platte heiß ist?
Ja? Nein! Wissen wir nicht. Wir schließen insofern aus vergangenen Erfahrungen (Platte ist heiß, wenn das Lämpchen brennt) auf die Gegenwart. Es kann nämlich auch das Lämpchen eine Fehlfunktion haben und der Herd ist aus.

Wir langen also nicht auf die Platte. Egal ob wir wissen, ob sie heiß ist oder nicht. Aber das Lämpchen zeigt es an, und das reicht aufgrund des eigenen Erfahrungswissens aus, um die Finger davon zu lassen. Wir handeln (bzw. unterlassen es auf die Platte zu fassen) und fühlen uns dadurch sicher. Es gibt uns Sicherheit, wenn wir auf Erfahrungen aufbauen können. Ob sie immer richtig sind oder nicht, sei dahingestellt. Das ist ein rein subjektives Empfinden.

Wenn wir mal ein Auto anlassen wollen, machen wir das in dem Erfahrungswissen aufgrund der Referenzerfahrungen, dass wenn wir den Schlüssel umdrehen, auch der Motor anspringt. Für gewöhnlich. Und wenn mal nicht, dann ärgern wir uns massiv. Aber wir hinterfragen diese Aktion nicht bei jeder erneuten Durchführung. Wir machen einfach. Und fast immer springt der Motor an.
Übrigens mag ich es inzwischen sehr, wenn ich zum Starten des Motors einen Knopf drücke. Hat auch was an sich.
Jetzt haben wir geklärt was Referenzerfahrungen sind. Wichtiges Wort!

Inwiefern ist das Ding mit den Referenzerfahrungen im Pickuppen wichtig für mich?

2016-11-11

Nun gut, wenn man zum ersten Mal eine Frau anspricht, um ihr zu sagen, dass man sie kennen lernen möchte, dann pocht das eigene Herz und bringt den Puls zum Rasen. Es drückt Dir nicht nur das Blut durch die Adern, sondern auch Adrenalin und Endorphine in den Schädel.
(Kleiner Ausflug am Rande: Einige hundert Approaches später bist Du gut, wenn Du das regelmäßig bei Deinem Gegenüber auslösen kannst, anstatt bei Dir selbst!)

Warum ist das so? Weil es etwas völlig Abgefahrenes und Neuartiges ist! Der eigene gegenwärtige Geisteszustand kennt das nicht. Und reagiert darauf mit Stress. 300 Approaches später geht es mir inzwischen so, dass ich nahezu mit einem Ruhepuls im Daygame auf eine Frau zugehen kann, um sie anzusprechen und in ein Gespräch zu bringen. Es gibt hier einige Techniken, die auf dem Weg helfen. Aber ich hab das in erster Linie dadurch gemacht, dass ich einfach immer wieder angesprochen habe. Immer wieder und wieder. Das Ansprechen wird zu einer dauerhaften einzigen Referenzerfahrung. Wie ein lang gezogener Kaugummi. Es ist nichts „besonderes“ mehr. Im Gegenteil, es wird „Normalität“. Es verschwindet die Ansprechangst und der eigene Stresspegel sinkt und sinkt. Bis fast auf ein Niveau, das einem normal entspannten Zustand gleicht.

Und das ist wichtig, um in innerer Ruhe und damit erfolgreich agieren zu können. Vor nicht allzu langer Zeit hab ich es noch ausprobiert „künstlich nervös“ zu tun, weil ich dachte, dass das nötig sei. Das ist quatsch. Völlige innere Ruhe ist wesentlich effektiver, wie ich festgestellt habe.

Und so geht das über das Bezwingen der eigenen Ansprechangst weiter über die nächsten Stufen der Erfolgsleiter. Als nächstes kommt der erste Number Close, man bekommt also das erste mal eine Telefonnummer. Wieder rast das Herz, nicht mehr wegen dem Ansprechen, sondern wegen der Frage nach der Nummer. Und so geht das weiter über die Frage nach einem Date. Und dann ist man auf dem ersten Date und frägt sich wie man die Frau begrüßen soll. Und wann man sie berühren soll. Und jeder dieser Aspekte ist ein ganz eigener Stresslevel. Man ist sich bei jedem ersten Mal unsicher und weiß nicht so recht was man tun soll, wann man es tun soll und wie man es tun soll. Und wann soll man ihre Hand halten? Und wann küssen? Oder lieber erst küssen und dann Hand halten? Und wann streicheln? Und wann dies oder wann das. Ein normaler Mensch würde hier wahrscheinlich jedes Mal vor Aufregung fast platzen. Aber dieses sogenannte Eskalieren (vom Ansprechen, „zufälligen“ Berühren, Streicheln bis zum Küssen usw.) kann man trainieren. Definitiv. Man kann ES und man kann SICH trainieren. Es wird Normalität. Aber auf eine positive Art.
Jeweils beim ersten Mal und auch noch bei den paar nächsten weiteren Malen ist es immer wieder aufregend, spannend und kribbelig.

Weil die Referenzerfahrungen bis dahin noch fehlen!
Die sind jedoch unendlich wichtig, denn nur so kann man zielgerichtet und erfolgreich fokussiert sein. Auf den Punt da. Präsent. Man kann sich konzentrieren, aber nicht mehr um rechtzeitig zu atmen und die Schnappatmung zu umgehen, sondern auf die Frau. Man kann im Jetzt sein. Bei sich und bei der Frau.

Inzwischen ist es für mich nichts Besonderes mehr eine Frau anzusprechen, jedenfalls in den allermeisten Situationen. Im Alltag ist es gar kein Problem mehr. Überhaupt nicht. Ich spreche fast täglich irgend eine Frau irgendwo im Vorbeigehen an. Auf dem Weg zur Arbeit. In der Bahn, beim Einkaufen oder wo auch immer. Die Referenzerfahrung hierzu lautet: „Es ist normal jederzeit eine Frau anzusprechen, also tu es auch diesmal. Es wäre einfach komisch und das wärst nicht mehr Du selbst, wenn Du diese Frau jetzt nicht ansprechen würdest.“

Der eigene Horizont hat sich also gewandelt. Himmel und Hölle sind vertauscht. Die ehemalige Hölle ist zum Himmel geworden. Welch eine Leistung.

Und wenn ich inzwischen Zeit mit einer Frau verbringe, dann bin ich nicht mehr nervös im Gespräch. Ich höre zu und erzähle von mir. Es spielt keine Rolle worüber es geht. Es funktioniert, ohne zu denken.

Wie die Sache mit der Herdplatte oder mit dem Anlassen des Autos.

100 Beiträge! Juhu!

Gestern ging mein 100. Beitrag online! Wow. Echt eine grandiose Leistung. Finde ich jedenfalls. Fast jeden Tag ein Artikel.  🙂

2016-11-09.jpg

Da ich seit gestern Schnupfen und Halsschmerzen habe, kommt mein Artikel heute erst später, anstatt wie sonst immer um 17:30 Uhr.
Außerdem bin ich in der Arbeit seit gestern massiv eingebunden. Ausnahmsweise. Dafür geht es meiner Abteilung gerade an den Kragen.
Mal schauen wer als Sieger und wer als Verlierer aus dem Spiel geht. Mir persönlich ist das inzwischen egal. Ich bin gewohnt zu verlieren. Den vielen Körben beim Pickup sei Dank. Nicht verwechseln, ich verliere ja nicht immer. Aber in der Mehrzahl bin ich es eben gewohnt zu verlieren. Das ist übrigens natürlich und normal. Bei jedem von uns. Wer bekommt schon öfter was er will als nicht zu bekommen was er will. Aber es geht um die Sensibilität und Wahrnehmung, zu lernen sich damit zu arrangieren. Und diese Sensibilität hab ich entwickelt in den letzten Monaten. Mit „Niederlagen“ umzugehen. Mensch bin ich froh darum. Wirklich sehr.

Andererseits weiß ich, dass in jeder Umstrukturierungsmaßnahme neue Chancen und Möglichkeiten stecken. So wie in jeder Nummer, die man von einer hübschen Frau bekommt, ebenfalls eine Chance steckt. Nicht ganz vergleichbar. Aber das Prinzip stimmt. Auf sich zukommen lassen. Sein Bestes geben, klar. Aber dann auch wieder gut sein lassen. Einer potenziellen Frau nicht hinterher laufen und auch nicht dem eigenen Job hinterher laufen. Unabhängig und frei sein, bestmöglich. Das geht. In gewissen Rahmen, aber es geht. Jedenfalls bestmöglich.

Außerdem freue ich mich auf mittlerweile 5 Follower! Herzlich willkommen! 🙂

Achja, und noch etwas ganz Unwichtiges am Rande:
Trump hat ja gewonnen. Das ist (noch) kein politischer Blog, aber ich bin einigermaßen froh, dass Trump gewonnen hat. Glück im Unglück. Clinton wäre aus meiner Sicht die schlechtere Wahl gewesen. Auch wenn unsere Mainstream-Lücken/Lügen-Presse den Trump monatelang madig geschrieben hat. Clinton hat aus meiner Sicht jedenfalls mehr Menschenleben auf dem Gewissen. Ich kenne sie nicht persönlich. Aber man sieht ja was die Administration der USA die letzen Jahre veranstaltet hat. Und Obama hat damals den Friedensnobelpreis bekommen, bevor er Frieden gebracht hat. Im Gegenteil. Heute ist die USA in mehr (Angriffs-)Kriegen verstrickt als je zuvor.

Deswegen sage ich:
Schreiben kann unsere Presse so viel sie will. Obama war auch der Heilsbringer. Angeblich. Und hat sich letztlich als das Gegenteil entpuppt.
Und deswegen sage ich auch:
Lasst den Trump erstmal machen. Abwarten. Nach frühestens vier Jahren wird abgerechnet. Nicht schon vorher. Vorher gibts nur Vorurteile. Wer will ein Vorurteiler sein? Da würde jeder sagen: „Ich nicht!“ Achso. Und was wäre das dann, wenn man Trump jetzt schon als „schlecht“ abstempelt? Ein absolutes Vorurteil. Ich kenne den Mann jedenfalls nicht persönlich, habe ihm nie die Hand gegeben. Was soll ich also für Vorurteile ihm gegenüber haben?
Abwarten. Letztlich spielt es keine große Rolle. Zu sagen hat der Trump auch nix. Der ist fast die gleiche Marionette wie Clinton. Aber wenigstens zeigt er Kante. Er ist ein Stefan Effenberg, ein Tim Wiese, ein Mario Basler, ein José Mourinho der Politik. Das ist mein Statement dazu. Glatt geschleckte Protagonisten haben wir schon genug. Nein danke.

Übrigens, was kaum jemand weiß – auch nicht die Fußball-Kenner:
José Mourinho hält die längste ungeschlagene Serie von Heimspielen eines Trainers inne (neun Jahre von 2002 bis 2011).
Das muss man sich mal vorstellen: Neun Jahre am Stück mit verschiedenen Vereinen als Trainer nicht zu verlieren?! Neun Jahre! Das ist unglaublich.
Mourinho finden viele auch nicht toll. Aber er ist einfach gut. Vielleicht überrascht uns Trump genauso. Mich würde er jedenfalls nicht überraschen. 😉

Auf der Jagd nach Anerkennung

Gestern war übrigens mal zur Ausnahme kein Philosophischer Sonntag hier. Zum ersten Mal seit Bestehen des Blogs, dass es einen Artikel an einem Sonntag gab, der nicht in die allsonntagliche Kategorie der Philosophie fiel. Premiere! Ich liebe Premieren. Es ist etwas Neues und lässt etwas Altes ab. Oder bringt etwas Neues, ohne das Alte abzulösen. Ein neuer Reiz. Einfach etwas anderes. Das mag ich.

Na dann, auf in die neue Woche. Zumindest laut unserem Kalendersystem. Denn eigentlich ist der Montag kein Anfang, weder von der Woche noch von sonst etwas. Es ist ein Tag wie jeder andere. An sich gesehen erstmal schon. Oder machen die Rehe, Füchse, Hasen und Enten da draußen in der Natur auch Wochenanfang? Oh, das wäre jetzt fast ein Artikel für gestern gewesen, jetzt wird es doch noch philosophisch. Aber heute ist gar kein philosophischer Montag. Verflixt nochmal. Passt nicht. 🙂

Gestern lese ich auf meinem Handy eine kurze WhatsApp-Antwort von so einem Huhn, das offenbar unter Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom leidet. Können Hühner eigentlich whatsappen? Echte wohl nicht. Aber sie schon. Ich habe sie vor ca. zwei Monaten in einem Schickimicki-Club kennen gelernt. Eine kurze Bekanntschaft. Ein Gespräch über vielleicht 20 Minuten. Wir hatten damals Nummern getauscht. Aber ich hatte nie wirklich ein Interesse sie zu treffen. Sie war und ist mir eigentlich zu jung. In ihrer Art hat sie sich dem Narzissmus verschrieben. Typ Kühlschrank-Frau. Jung, arrogant. Für mich schlicht naiv. Aber lassen wir ihr die tollen Auftritte in den Möchtegern-Clubs der großen Welt. Für Mailand, Madrid, Paris und London reicht es bei ihr sicher nicht. Obwohl man sich optisch mit ihr durchaus sehen lassen kann. Wenn da der Charakter nicht wäre. So, genug bashing betrieben. Kommen wir zum Geschäftlichen. Was war passiert? Ich hab mich damals am nächsten Tag nur kurz bei ihr gemeldet. Das Ding hier ist ja Experiment, mit ungewissem Ausgang aber mit der vollen Bereitschaft für allerlei Überraschungen.

Es kam eine kurze Antwort, nicht viel Interesse. Keine großen Fragen. Keine großen Gespräche. Ich hab auch nichts investiert, weil sie mich einfach nicht gereizt hat. Sie sei jedes Wochenende nur beim Feiern, Natur und Ruhe seien nicht so ihres. Wunderbar. Damit triffst Du meinen Geschmack komplett… gar nicht!
Sei es drum, jedenfalls hab ich dann Wochen später, also zuletzt, ihr mal geschrieben und direkt ohne große Umschweife nach einem Date gefragt. Es war eine Phase, in der ich kaum mehr Dates hatte – und die Phase dauert gerade übrigens immer noch an – und bevor ich komplett einroste… dachte ich mir, dass ich mal meine Karteileichen etwas re-akquiriere.
Man muss dazu sagen, dass Antworten über WhatsApp bei ihr in aller Regel zwischen 24 und 72 Stunden dauern. Obwohl sie zwischendurch oft online ist. Was mich zur Frage verleitet, ob sie

a) sich trotz ihres jungen Alters schon doof gesoffen hat und so lange Zeit braucht, um den Eingang meiner Nachrichten zu realisieren?
b) so an dem weit verbreiteten Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom-Spiel teilnimmt, das da heißt: „Schreibe einem Mann immer erst nach drei Tagen“?
c) so viele Nachrichten täglich bekommt, dass sie vor lauter bimmel-bimmel einfach überfordert ist?

Ich tippe auf eine Kombination aus a, b und c. Wahrscheinlich hab ich aber unrecht. Und es existieren wesentlich mehr solcher Gründe. Früher hieß es immer: „Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn das Licht an geht…“

2016-11-07

Also schauen wir mal weiter. Jedenfalls hatten wir einen Tag vereinbart. Es wäre letzten Dienstag gewesen. Dann kam am Dienstag Abend – 2,5 Stunden vor dem Date – eine kurze Nachricht, dass sie seit gestern (! seit gestern !) im Bett liege und erkältet sei und unser Date leider absagen müsse.
Ja klar. Mir fällt so was auch immer erst 2,5 Stunden vor dem Date ein. Halt, stimmt gar nicht. Meistens tatsächlich erst auf dem Weg dorthin. Ich steig ins Auto, fahr hin und als ich meinen linken Fuß aus meinem Wagen nehme, knall ich mit dem Kopf gegen den Türrahmen. Das ist dann immer der Moment in dem mir einfällt: „Ach was, ich bin doch erkältet. Stimmt. Ich kann heut nicht!“

Ja, ne. Is klar. Für mich übrigens keine Überraschung. Woher auch. Das ist so oft so, so unglaublich oft. Frauen sind so oft so unglaublich erkältet, haben aus dem Nichts oft plötzlich einen Freund oder fühlen sich generell total schlapp und unwohl. So oft. So oft. So oft, dass selbst die kurze Phase der Periode irgendwie als Erklärung nicht herhalten kann. Sie war mein fünftes Date, das mir eine Frau zuletzt in Folge (! in Folge !) abgesagt hat. Das würde ja bedeuten, dass alle fünf Frauen genau dann plötzlich ihre Tage bekommen haben müssten. Alle von heute auf morgen. Einfach so. Über Nacht, ohne Vorankündigung. Schwupp. Voll erwischt. Wie ein Tsunami. Gut, für die gibt es Früherkennungssysteme. Ach, egal. Lassen wir das. Ihr wisst was ich meine.

Ich schickte ihr ein lächelndes Smiley mit Daumen hoch zurück, dazu eine gute Besserung (Gelogen! Was soll sich denn bessern?!) und die Frage auf einen Gegenvorschlag. Die Antwort dauert dann von Dienstag bis Sonntag. Moment mal, das sind ja mehr als 72 Stunden! Hm. Die Frau kann also auch anders. Respekt. Sie schert aus. Aus ihrem Muster der 24 bis 72 Stunden Rückantwort-Dauer. Du bist gut. Diesmal hast Du mich echt überrascht. Denn ich hatte bereits die Stunden gezählt. Nachdem ich Dir Dienstag Abend schrieb, hab ich fest mit Freitag Abend als Zeitpunkt der Rückantwort gerechnet. Ich saß da, einsam und traurig auf einer Sitzbank am Bahnhof. Zwischen all den Obdachlosen. Ich kaufte mir schon eine Flasche von dem günstigsten Penner-Glück, Bier in der PET-Flasche. Und ich wusste auch nicht mehr wohin mit mir. Was sollte ich nur tun ohne Dich? Ich hatte wegen Dir doch schon alles vorbereitet. Die Hochzeitsreise, den schönen Wagen. Die Flitterwochen sind schon gebucht gewesen. Ich stand Abmarschbereit mit Sack und Pack am Bahnhof. Und wartete. Und wartete. Und am Freitag Abend kam sie eben nicht, die Antwort. Und dann kam Sonntag endlich die Erlösung für mich: „Danke. Passt es bei Dir Dienstag oder Donnerstag?“

Haha Schätzchen. Am Sonntag magst Du wissen ob es bei mir Dienstag oder Donnerstag geht. Nö. Sicher nicht. Dienstag gar nicht. Das ist mir zu kurzfristig und mir zu sehr am Wochenanfang. Und außerdem ist Dienstag gleich nach Montag. Und Montag ist Wochenbeginn. Da ist immer schlecht. Sagen auch die Rehe, Füchse, Hasen und die Enten. Und Donnerstag ist… hm… auch nicht so gut. Ich glaube da treffe ich mich schon mit jemand anderem. Und überhaupt. Mag ich mich eigentlich mit so einer Aufmerksamkeitsdefizit-Tante treffen? Wirklich?

Um es romantisch zu machen: „JA, ICH WILL!“
Hehe!

Warum? Ganz einfach, das Ding hier ist immer noch am Anfang. Ich sehe vier Monate als einen Anfang. Es ist immer ein Anfang, in Wahrheit. Aber für mich ist es mit dem Pickuppen und meinem neuen Lebensweg noch ganz besonders ein Anfang. Und deshalb gilt hier an der Stelle definitiv noch: „Mach Dein Ego kaputt, Junge!“

Also mach ich das. Bis es nicht mehr da ist. Und so ein Huhn wie sie kommt da gerade ideal und recht.
Hab ich überhaupt noch Lust sie zu sehen oder zu treffen? Super nicht! Aber das ist Teil des Spiels. Ich sehe diese ganzen Dinge mittlerweile als immanent. Gerne würde ich diesen ganzen Mist weg lassen, auf dem Weg zu meiner Traumfrau. Ganz offensichtlich will das aber meine Lebensgeschichte so, dass man erstmal links und rechts im zick-zack rennt. Also mach ich das einfach. Und bisher hat noch fast jede Konversation und fast jedes Date etwas Positives für mich mit sich gebracht. Meist nur Erkenntnisse, freilich. Aber immerhin. Immerhin!
Was kann Dir im Leben schon Schlimmeres passieren als ständig Dinge zu tun, die Du nicht tun willst. Und so ein Date mit so einem Huhn gehört dazu. Und in dem man mit einer gewissen Systematik da ran geht, verschwindet diese Art zu Denken allmählich. Man wird freier und duldsamer. Demütiger. Und ich mache das sicher nicht für so eine Göre. Sondern für die Frau, die ich suche. Die ich wirklich finden will. Ich will näher an die Wahrheit heran kommen. Auch wenn es nur meine sein sollte. Und die meiner Frau. Ich will versuchen das Denken auszuschalten. Ich will fühlen und spüren. Statt Denken. Deswegen ist es so wichtig jetzt erstmal das Denken abzuschalten. Und dafür hilft mir so eine Göre sehr. Danke schon mal an Dich.

Also schrieb ich ihr heute zurück, dass ich diese Woche nicht kann. Weil ihre Antwort erst nun gekommen sei (! Der geneigte Denker wird hier eine leiste Kritik meinerseits an ihrer langen Antwort-Dauer rauslesen. Ob auch ihr Intellekt dazu reicht, weiß ich allerdings nicht), wäre meine Woche schon komplett verplant. Wir könnten gerne für nächste Woche schauen. Ihr stellte ihr drei Tage zur freien Auswahl. Dazu noch die kurze Frage, ob sie denn wieder „gesund“ sei. Alibi-Frage natürlich.
Wie soll ein Mensch denn bei Dämlichkeit gesunden? Wer die Formel erfunden hat, der möge mir Bescheid geben bitte.

Nun, die Antwort habe ich heute um ca. 11 Uhr abgeschickt. Warten wir mal. Wenn ich den alten Mathematiker Carl Friedrich Gauß (* 30. April 1777 in Braunschweig, † 23. Februar 1855 in Göttingen – Gauß’sches Eliminationsverfahren und die Gauß’sche Zahlenebene) fragen würde, ob er mir bei der Berechnung der Antwort-Zeit hilft, würde er als frühestes Ergebnis Dienstag 11 Uhr nennen (also morgen) und als maximale Reaktionszeit Donnerstag 11 Uhr.
Nur um das mal objektiv zu halten. Soll ja nicht nur ständig subjektiv hier sein. Wenigstens beim Rechnen wollen wir sicherstellen, dass alles passt. Hehe.

Mal schauen wie es weiter geht. Oder auch nicht. Gelesen hat sie die Nachricht schon bald nach dem Absenden.
Neugierig sind sie ja, die Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom-Tanten. Neugierig ja. Man könnte ja was verpassen in der Generation Tinder und Facebook. Lesen ja. Antworten nein. So ist das halt, bzw. so ist sie halt.
Sie. Ja. Nicht nur sie. Leider nicht nur sie. Viele andere auch.

Ich aber nicht!