Zwischen berechtigter Subjektivität und Selbstverarschung

Vor ein paar Wochen habe ich einen Artikel vorbereitet, aber bis heute nicht in die weite Welt abgeschickt. Immer wieder kam etwas dazwischen, vor allem besseres. Deswegen gibt es heute einen kurzen Artikel, das kann ich auch, wenn es sein muss. Besser kurz als gar nicht, oder? Das bin ich Dir schuldig, immerhin hast Du mich als treuer Leser möglicherweise über die letzten Monate ein bisschen vermisst… gib es ruhig zu. Und falls nicht, freue ich mich genauso. Also dann mal los.

Eigentlich sollte es in diesem Artikel um finanzielle Themen und meine aufgekommene Asexualität gehen. Jedenfalls fühlt es sich so an. Keinerlei Interesse mehr an den weiblichen Mitgeschöpfen dieser Erde. Aber auch überhaupt keinen Groll gegen sie, falls Du Dich das fragen solltest. Ich mag alle Menschen grundsätzlich erstmal gleich gerne. Aber inzwischen einfach nicht mehr in einer Partnerschaft. Und genau genommen nicht einmal mehr für Zweckbeziehungen oder zum sonstigen Zeitvertreib. Wie konnte das geschehen?

Ich will es kurz machen, an der Stelle. Denn es soll mir heute um etwas anderes gehen. Aber dennoch ein paar wenige Worte dazu. Ich habe inzwischen einfach andere Prioritäten. Mir ist das Thema „finde Deine Traumfrau“ einfach nicht mehr wichtig. Um nicht zu sagen völlig egal. Irgendwie widert mich der Gedanke sogar ein bisschen an. Nicht wegen dem sexuellen Part, keine Sorge. Sondern wegen dem Verlust an Freiheit und Freizeit. Mein Leben ist mir inzwischen in der Form, wie ich es lebe, nahezu perfekt geworden. Jedenfalls für den Moment. Dass es anders werden wird, daran arbeite ich in Siebenmeilenstiefeln, doch dazu mehr in einem nächsten Artikel. Sehr aktiv und fleißig. Ich habe meine klaren Ziele fokussiert. Und diesen Zielen ordne ich alles unter. Anfangs habe ich meinen Wunsch nach einer neuen Partnerin bewusst unterdrückt. Inzwischen ist das nicht mehr nötig, ich verspüre diesen Wunsch einfach nicht mehr. Seit vielen Monaten.

Eine Granate zwischen den Regalen

Aber am Wochenende war es soweit. Ich erblickte nach etlichen Monaten der totalen Datelosigkeit einen weiblichen Zweibeiner in einem Supermarkt. Eine Grante vom anderen Stern. Endlich mal wieder ein optisches Aha-Erlebnis. Ich gebe zu, ein paar Mal bin ich mit meinem Einkaufswagen die Gänge auf und ab gelaufen und habe sie ziemlich gemustert. Dann kamen mir Gedanken wie: „Eigentlich könntest Du sie ansprechen“. Und ob Du es glaubst oder nicht, aber direkt hinterher folgte der Gedanke: „Oh je, am Ende kommt da wieder der gleiche bla bla Müll dabei heraus wie immer und es gehen wieder etliche Stunden verschwendeter Lebenszeit drauf. Denk an Dein Ziel, Junge! Finanziell frei wird man nicht beim Flirten!“

So. Aber Du kennst mich als den schonungslosesten Selbstreflekteur der Welt? Nein. Dann kennst Du mich nicht. Mein nächster Gedanke war nämlich: „Rede ich mir das nur ein oder traue ich mich in Wahrheit vielleicht nur nicht sie anzusprechen oder ich traue mich zwar, will aber einen Korb vermeiden?“

Wenn ich mir auch darauf möglichst ehrlich antworten würde, würde ich entschieden antworten: „Dieser Gedanke ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Ich spreche jede Frau überall und in jeder Situation an, egal warum und wie. Aber ich habe einfach keine Lust mehr auf Frauen. Nicht für die ganze nächste Weile. Genauso wenig wie in den letzten Monaten.“

Und genau darum geht es mir heute. Ich sitze gerade in einem Hotelzimmer, Auswärtstermin. Laptop auf dem Schoß, im Bett. In einer Suite, ein normales Zimmer gab es nicht mehr. Auch okay. Großes Bett. Eigenes Bad und noch einen extra Raum mit Couch und großem Fernseher. Nutze ich alles nicht. Weder die Couch noch den zweiten großen Fernseher. Genauso wenig wie den ersten Fernseher im Schlafzimmer. Ich verfolge lieber Kurse, Charts und Börsennews. Das geht per Smarthpone und am Tablet. Also ist doch die Frage, ob das Erlebnis da am Wochenende in die Kategorie der berechtigten Einwände zählt oder ob ich mich restlos selbst verar***e?

Ich hätte natürlich tatsächlich um jeden Preis den Korb vermeiden können wollen. Oder Frauen sind mir tatsächlich auch einfach schei* egal geworden. Irgend etwas muss ja in mir schlummern, das mich ziemlich an diesem Mädchen kleben ließ. Jedenfalls meine Blicke. Aber irgend etwas muss ja auch in mir schlummern, das mich davon abhielt sie anzusprechen. Und es ist doch wahnsinnig spannend zwei Dinge herauszufinden, denke ich mir:

  1. Habe ich mich nur nicht getraut? Das können wir zumindest dadurch herausfinden, dass ich beim nächsten Mal einfach ein Mädchen anspreche. Oder einfach gleich ein paar.
  2. Und wie verhalte ich mich inzwischen, wo ich ganz offensichtlich (jedenfalls subjektiv) gar kein Interesse mehr an Frauen habe. Würde mir das mehr oder weniger Erfolg bescheren als früher? Erfolg worin? Spaß? Ernsthaftigkeit? Oder was.

Alles im Leben ist subjektiv und auf alles gibt es immer erst dann eine Antwort, wenn wir es ausprobieren. Natürlich mache ich mir viele Gedanken um mich. Lieber um mich, als um andere. Die meisten Menschen machen sich nur Gedanken um andere, wie krank ist das denn. Kommen mit sich selbst nicht klar und denken nur darüber nach was andere wohl von ihnen halten. Das ist mir total egal. Ich habe dieses Denken nicht mehr, schon lange nicht. Total subjektiv würde ich sagen: „Ich hätte sie natürlich ansprechen können, genau wie jede andere.“ Aber ist das auch so?

Irgendwie bin ich ja geneigt, jetzt wo ich auch mein eigenes Leben tatsächlich nicht mehr bitter ernst nehme wie früher (Du weißt schon, die Zeit als ich noch auf der Suche nach meiner vermeintlichen Traumfrau war)… es einfach darauf ankommen zu lassen und es herauszufinden. Ich verspüre nicht den Hauch eines Bedürfnisses mir selbst beweisen zu wollen, dass ich keine Ansprechängste hätte. Ich habe sie nicht. Punkt. Kannst Du mir glauben. Glaube ich mir selbst auch. Aber ich würde trotz allem zu gerne wissen, wie die Frauenwelt darauf reagiert. Darauf, dass ich die Frauenwelt gar nicht möchte. Ich spreche im Alltag oft irgendwelche Menschen freundlich an oder halte einen kurzen Plausch mit einer Kassiererin oder auch anderen Menschen. Aber ich suche nicht mehr. Ich will nämlich nicht mehr finden. Ich habe gefunden. Mich.

Wenn Blicke auffressen

Und jetzt bleibt der offene Punkt zurück, dass ich das Mädchen im Supermakrt mit meinen Blicken wohl fast aufgefressen hatte. Und dabei nicht einmal probierte, einen Korb zu kassieren. Schön wäre es gewesen. Mal wieder so ein totaler Korb, wie in meinen besten Zeiten. Aber auch das ist mir egal. Korb oder nicht Korb. Was ändert es schon. Es kostet Zeit. Zeit ist endlich in unserem Leben. Und ich will die Zeit nutzen, für mich, um so schnell wie möglich aus dem finanziellen Hamsterrad auszubrechen. Um wertvolle Lebenszeit zurück zu gewinnen. Falls es da draußen eine Frugalistin geben sollte, die vorzugsweise jung und hübsch ist, dann wäre das ein Spiel, auf das ich mich einlassen würde. Käme dann ihrerseits noch Herz dazu, wäre sie vielleicht eine Traumfrau. Aber wie groß stehen die Chancen, so ein Mädchen kennen zu lernen? Eben. Und jede andere bis zu dieser wäre was…? Richtig, reine Zeitverschwendung.

Appetit darf man sich ja wohl noch draußen holen, oder? Gegessen wird bekanntlich zu Hause. Und wer wartet dort auf mich? Richtig, mein Ziel der finanziellen Freiheit. Also allerlei Börsencharts, Chancen-Risiko-Verhältnisse und Renditeberechnungen. Das sind seit ca. 18 Monaten meine neuen Freundinnen. Und dabei werde ich erstmal bleiben, die finde ich ziemlich cool.

PS: Vielleicht mache ich mir einen Spaß und quatschen doch mal wieder ein paar Frauen aktiv an. Nur um meinen oben gestellten Fragen an mich selbst auf den Grund zu gehen. Um nicht weiter im Zwiespielt zwischen total berechtigter Subjektiviät und Selbstverar***ung hin und her tanzen zu müssen. Zu müssen? Sicher nicht. Müssen tun wir gar nichts. Lustig wäre es aber, es herauszufinden. Und weißt Du was, irgendwie ist mir das alles egal. Letztlich selbst dieser Artikel. Ich hätte so viel zu erzählen, habe einige Erfolge in letzter Zeit für mich verbuchen können. Für mich wirklich sensationeller Art. Aber nichts, das etwas mit Frauen zu tun hätte. Es ist mir einfach nicht mehr wichtig. Das habe ich wohl schon gesagt. Ich weiß. Wie würde unser Michael jetzt sagen, Du weißt schon… der Wendler, Michael…? Eeeegaaaaaaaal… 🙂

PPS: Endlich mal wieder ein Artikel von mir. Darüber freue ich mich am meisten. Yeah! Hoffe Du auch? 😉 *highfive*

Freunde, was ist denn hier los?!

Freunde, was ist denn hier passiert?!
5 Likes auf meinen letzten Artikel?!
Was ist denn mit Euch los?! 🙂

Danke dafür erstmal.

Das schreit ja förmlich danach, dass ich das doch für den heutigen Artikel aufgreife und versuche zu interpretieren. In Form einer Like-Analyse. Und erzähle nebenbei noch etwas, das nichts damit zu tun hat. Nämlich von meinem aktuellen Diätplan. Der morgen startet. Also gibt es heute außer ein wenig Grübelei und Philosphie auch wieder etwas aus der Rubrik „Wissen und Lifestyle“, wie Simon Teichmann sagen würde. Und damit nach meinem letzten Artikel durchaus erneut etwas, das zu meinen Kernthemen passt. Das ändert natürlich nichts daran, dass das vermeintlich wirr anmutet. Was hat eine Like-Analyse mit einer Diät zu tun? Nichts. Oder doch? … Oder doch!

Nun aber erstmal das Eine, dann das Andere

Also fangen wir mit dem Like-Thema an. Ein Like ist eine Information. Wirkt wie ein Lichtschalter:
An oder aus. Kein Like = Licht aus. Like = Licht an.

In der Informatik würde man von einem booleschen Wert sprechen. Es ist die kleinst mögliche Informationseinheit. Eine sog. Aussagevariable, die nur die beiden Zustände „wahr“ oder „falsch“ zulässt. Klingt jetzt arg steril, ist mir schon klar. Ist auch nicht ganz ernst gemeint, Du kennst mich ja ein bisschen.

Aus analytischer Sicht stelle ich also fest, dass die vielen Artikel vor meinem speziellen letzten allesamt weniger Zustimmung gefunden haben und ausgerechnet der letzte Artikel deutlich positivere Resonanz erzeugte.

Woran könnte das liegen? Alle hier veröffentlichten Artikel stammen von mir selbst, ich bin also Chefredakteur, Publizist, Reporter und Schreiber in einem. Damit biete ich die personell schlankest mögliche Organisationsform auf. D.h. bei mir kann sich manch ein Unternehmensberater nicht nur eine Scheibe abschneiden. Keine unnötigen Verwaltungskosten, keine Schmiergelder, dafür immer direkte Fakten. Absolut subjektive Fakten. Und dadurch uneingeschränkt gültig, jedenfalls aus meiner Sicht. Ich präsentiere also die Dinge, so wie ich sie sehe. Nicht so wie sie mir andere vorkauen. Bei mir bist Du ja nicht bei der Lügenpresse. Deswegen ist Subjektiv das neue Objektiv. Und nochmal anders gesagt: Ich bin definitiv für Demokratie, jeder Mensch hat das Recht auf meine Meinung! 😉

Da ich eben ausschließlich Text transportiere und kein Bewegtbild (Video), müssen sie also mit fast an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an den Inhalten meiner Artikel liegen, die Likes. Die relativ hohe Zustimmung, meine ich. Du weißt schon, Licht an, statt Licht aus.

Nun, die Wochen zuvor ging es viel um das Corona-Fake-Virus und noch mehr um die wirtschaftlichen Auswirkungen des Drehbuchs durch die Herrschenden. Zu deutsch: Was uns in nächster Zeit und die vielen nächsten Jahre blüht, weil wir gerade so schön mental und finanziell durch den Fleischwolf gedreht werden. Und es gab außerdem einige Einblicke und eine Vorstellung in eines meiner liebsten Hobbys, nämlich das der täglichen intensiven Auseinandersetzung mit den Kapitalmärkten.

Aber genau für jene Artikel gab die letzten Wochen eben nur Licht aus, statt Licht an. Hab ich verstanden, ist gut.

Und in meinem letzten Beitrag ging es um zwischenmenschliche Beobachtungen der „realen“ Welt, jenseits von Drehbüchern und Kapitalmärkten. Die ich zwar für genauso real halte, aber die weitaus weniger direkt und weniger zwischenmenschlich sind. Das ist mir auch klar. Ich setzte mich also – zugegeben – nach wochenlanger Pause in Sachen Dating, Lifestyle und Persönlichkeitsentwicklung nun offenbar „endlich“ wieder mit meinen Kernkompetenzen auseinander. Das typische Mann-Frau-Ding, Aussehen, Dating, Unabhängigkeit, Mindset, Alpha hier und Status dort. Vielleicht könnte man es auch „die Reise zum wahren Selbst“ nennen, die ich hier textuell sonst bediene. Das findet also offenbar wesentlich mehr Anklang als Viren, Geld und Fleischwölfe.

Gut, das lässt mich natürlich zu dem Schluss kommen, dass Du – lieber Leser – ganz offenbar nicht hier bist, um über die Wirtschaft bzw. Börse, über die Politik sowie der Errichtung einer sozialistischen Diktatur informiert zu werden (diesmal übrigens seit zig tausenden Jahren der Menschheitsgeschichte erstmals global in einer konzertierten Aktion, da bekommt der Begriff „Globalismus“ eine noch perfidere Note als er meiner Meinung nach immer schon inne hat!). Das respektiere ich. Habe ich verstanden. Check. Okay.

Fullstop! Weiter geht’s mit der Diät…

Morgen starte ich mit einem sog. „Mini Cut“. Das wird für mich ein Experiment. Das ist eine Diätform, die für wenige Tage, maximal 10 – 14, durchgezogen werden kann. Danach würde sie ungesund werden. Nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen ist sie für einen sehr kurzen Zeitraum die idealste Variante, um einerseits so schnell wie möglich Körperfett zu verlieren und andererseits für einen maximalen Muskelerhalt zu sorgen.

Die Diät ist so effektiv wie simpel: Möglichst wenig Kalorien, aber viel Eiweiß, kein unnötiges Fett, keine unnötigen Kohlenhydrate und gleichzeitig möglichst viele Ballaststoffe. Wie sieht da die tägliche Ernährung aus?

Täglich:
– 1 kg mageres Fleisch/Fisch (–> Hühnerbrust, Thunfisch, Seelachs…)
– 1 kg Brokkoli oder Spinat
– Ca. 3g Omega 3 (nehme ich sowieso täglich in Kapselform zu mir)

Das teilt man sich dann auf 3 Portionen auf. D.h. das Kochen läuft für die Diätphase extrem einfach ab. Einmal am Tag in der Früh kochen und den restlichen Tag dann drei mal dasselbe essen. Hähnchen/Fisch und Brokkoli/Spinat. Und das über ein paar Tage hinweg, keine Abwechslung.

Klingt widerlich? Ist es ganz sicher auch. Aber ich werde es zum ersten Mal testen und hier natürlich berichten. Bin total gespannt. Kannst Du also auch sein.

Warum so viel Hähnchen bzw. magerer Fisch? Weil hier verdammt viel Eiweiß drinnen ist, ohne unnötiges Fett konsumieren zu müssen. Im Übrigen mag ich kein Fleisch und war eine ganze Weile Vegetarier (+ Fischesser). Allerdings habe ich festgestellt, dass das für den Muskelaufbau wesentlich einfacher ist, hin und wieder Fleisch mit in den Speiseplan einzubauen. Ich werde dennoch hauptsächlich auf Fisch setzen. In beiden Varianten sind jedenfalls keine Kohlenhydrate enthalten. Und Kohlenhydrate sind sowieso unnötig. Das grüne Gemüse enthält sehr viele Ballaststoffe und sorgt dafür, dass die Magen- und Verdauungsfunktionen während der Diät aufrecht erhalten bleiben. Das Omega 3 versorgt den Körper mit lebensnotwendigen Fetten. Damit solltest Du Dich idealerweise übrigens grundsätzlich beschäftigen, falls noch nicht geschehen. Auch wenn Du keine Diät machst. Mit dem Omega 3 meine ich.

Dazu kommt 5 – 6 Mal pro Woche ein möglichst kurzes und dennoch sehr intensives Krafttraining. D.h. ich werde 6 Mal pro Woche trainieren, wie jetzt auch schon. Nur die Cardio-Einheiten lasse ich voraussichtlich weg. Wenn mir danach ist, gehe ich vielleicht noch 10 Minuten nach einer Krafteinheit joggen. Aber wer weiß ob ich dazu körperlich noch im Stande sein werde. Ich behalte meinen 3er-Spilt-Plan einfach bei und trainiere weiterhin nach dem Schema Push-/Pull-/Leg. Dann ein Tag Pause und der Spaß geht von vorne los. So einfach ist das. Zumindest in der Theorie. Ich bin gespannt.

Nach 3 bis 4 Tagen soll der Körper wohl aufgrund des massiven Kaloriendefizits anfangen zu rebellieren. Das drückt er für gewöhnlich durch Müdigkeit und massiven Hunger aus. Auch hier bin ich gespannt. Wenn man es gar nicht aushält, kann man sicher mal mit ein bisschen magerem körnigen Frischkäse oder viel Salatgurke schummeln. Aber sinnvoll ist es nicht. Da jede eingesparte Kalorie pures Gold wert ist, was das Endergebnis betrifft.

Auf diese Art schaffst Du je nach individuellem täglichem Kalorienverbrauch ein Kaloriendefizit von 1000 – 1500 kcal. Das macht pro Woche mindestens 7000 kcal und damit 1 kg reines Körperfett (1kg Fett entspricht ca. 7000 kcal).

Zum Auftakt habe ich nicht vor das länger als 1 Woche durchzuziehen. Danach kommen 2 bis 3 Tage „normales“ Essen, also auch Kohlenhydrate (die ich sonst nicht esse!). Dadurch werden alle Speicher aufgefüllt und man ist wieder „startklar“ für alles Weitere. Ich werde dann anschließend wieder mit meinen täglichen 300 – 400 kcal Defizit weiter machen. D.h. die „Crash-Diät“ ist nur dazu da, um einfach ein paar unnötig lange Tage einer „langsamen Diät“ abzukürzen. Es geht jetzt auf den Sommer zu und da möchte ich, dass der Körperfettanteil am Optimum für mich liegt. Ich will in der Form meines Lebens sein. Warum? Weil gerade Krise ist. Deswegen. Das reicht als Grund. Ich habe diese Jammer-Gesellschaft satt. Es ist Corona-Krise. Aber nicht für mich. Ich lasse mich nicht negativ triggern. Pippi Langstrumpf macht sich ihre Welt auch so wie sie ihr gefällt. Gutes Vorbild. In der Krise werden Vermögen gemacht oder auch Waschbrettbäuche. Liegt an einem selbst. 😉

In der Familie sagen alle: „Was? Was willst Du denn noch abnehmen?!“ Dann hebe ich immer mein Shirt hoch und frage: „Siehst Du hier einen Sixpack? Nein? Na dann!“ Letzten Sommer ist es mir fast gelungen, allerdings hat mich eine Schulterverletzung ziemlich aus dem Tritt geworfen und ich musste das Training pausieren. Dadurch habe ich einerseits schon Muskeln verloren und oben drauf etwas Körperfett zugelegt. Normal in einer Trainingspause, wenn man nicht absolut konsequent auf seine Ernährung achtet. Alles im Rahmen, aber jetzt ist es Zeit für das nächste Level. Und die letzten Wochen war ich fleißig. Und jetzt gilt es den Turbo zu zünden.

Ich werde berichten und bin selbst ganz gespannt wie lange ich es durchhalten werde. Falls es nur 2 Tage werden sollten, dann ist das eben so. Dann bin ich auch nicht traurig. Aber 1 Woche ist das Ziel. Das Schöne ist, dass ich das nicht alleine machen muss. Wieviele zig tausend Menschen das gerade jetzt in diesem Moment auf der Welt wohl ebenfalls tun? Puh! Da bin ich also nur einer unter vielen. Außerdem wirst auch Du dabei sein, bei meiner persönlichen Challange! Hier im Blog. Herzlich willkommen und… Feuer frei!

Warum Like-Analysen und Diäten keine gegensätzlichen Themen sind

Nun, es besteht im Leben ein großer Unterschied zwischen der Erwartungshaltung von außen und der mentalen Einstellung im Inneren. Wie gesagt, bin ich inzwischen längst kein Mensch mehr, der sich wie ein Spielball über den Platz kicken lässt. Irgendwann einmal im Leben geschieht bei dem Einen oder Anderen von uns etwas, das ich „Aufwachen“ nennen würde. Mir ist das genau 2 mal in meinem Leben widerfahren. Nur nach dem ersten Mal bin ich leider wieder in meine alten Muster zurück gefallen und eingeschlafen. Seit dem letzten Beziehungsende meine ich an mir selbst erkannt zu haben, dass der Aufwachprozess nun abgeschlossen und von Dauer sein wird. Aber das werde ich die nächsten Jahre sehen. Für gewöhnlich fallen wir früher oder später alle wieder in alte Muster zurück. Bewusstsein ist das einzige Rezept und die einzige Medizin dafür.

Was ich damit sagen will? Mit dem heutigen Beitrag habe ich seit Juli 2016 insgesamt 304 Artikel veröffentlicht. 304! Lass Dir das mal auf der Zunge zergehen. Ingesamt sind in der Zeit ca. 415.000 Wörter zusammen gekommen, habe ich vorher extra nachgesehen. Ein Buch hat für gewöhnlich eine durchschnittliche Länge von ca. 100.000 Wörtern. Mein Blog entspricht also der Länge von mehr als 4 Büchern. Ohne je einen Cent dafür bekommen zu haben. Ganz im Gegenteil, es ist – jedenfalls in meinem Blog – größtenteils ein reines Geben, Geben, Geben. Eine Herzensangelegenheit. Zumindest inzwischen. In Teil 1 war ich froh und dankbar um alles, was mir der Blog und die Leser gaben. Also auch was Du mir gegeben hast. Deine Aufrufe. Deine Likes. Deine Kommentare. Der Blog gab mir letztlich Kraft, Mut, Stärke. Der Blog entstand in einer kritischen Schwächephase meines Lebens. Inzwischen ist es anders herum und ich nehme mich selbst auch so wahr. Ich bin hier um zu geben, zumindest spätestens seit dem Projekt Beziehung Teil 2.

Man soll sich nicht mit Anderen vergleichen. Aber ich bin ja nun auch schon ein paar Tage im Internet unterwegs und ich muss sagen, dass die durchschnittliche Lebensdauer eines Blogs erheblich kürzer als die bisherige Überlebenszeit meines Blogs ist. Ich hatte einmal eine Phase der Schreibpause, das gebe ich zu. Aber ich habe meinen Blog nicht abgeschaltet und ich habe auch in der Dürrephase stets auf Kommentare reagiert. Was das bedeuten soll? Ich bin hier sicher keine Eintagsfliege im Dschungel der Blogger-Szene. 415.000 Wörter in 304 Artikeln finde ich nicht sehr oft bei anderen. Und dann mit der Informationsdichte und Authentizität? Um in Metaphern zu sprechen: Kannst Du an einer Hand abzählen.

Ja, worauf will ich denn hinaus mit dem ganzen Blabla? Die Meisten von uns sehen sich ab und zu Serien an. Früher hat man sich DVD’s besorgt, heute gibts Netflix dafür. Aber wie ist das da denn? Du suchst Dir eine Serie heraus, die ungefähr Deinen Interessen entspricht, nicht wahr? Und dann siehst Du Dir die erste Folge oder auch die ersten paar an und entscheidest dann, ob Du dabei bleibst. Und im Laufe der Zeit wachsen Dir die Protagonisten irgendwie ans Herz, oder nicht? Meistens der Hauptdarsteller, manchmal auch jemand in einer Nebenrolle. Und nehmen wir an, der Hauptdarsteller sei leidenschaftlicher Musiker und die Serie drehe sich tagein und tagaus darum welche neuen Konzerte er abhalte und was er dabei so erlebe. Und plötzlich ist da ein Bruch. Er liebt die Musik zwar noch, aber er hat keine Lust mehr darauf Konzerte zu geben. Plötzlich interessiert er sich fürs Surfen. Wellenreiten. Sonne. Strand. Meinetwegen mit Cocktails und Frauen. Was machst Du dann? Kehrst Du ihm den Rücken?

Frage an Dich selbst: In was hast Du Dich in dieser Serie „verliebt“? Bist Du wegen dem Schauspieler da, weil Du den in echt so toll findest (wobei Du den persönlich vermutlich noch nie getroffen hast!)? Oder nur wegen seinen Konzerten in der Serie? Magst Du seine Musik? Oder ist es der Charakter, den der Schauspieler verkörpert, der Dir ans Herz gewachsen ist? Ich vermute letzteres. Aber eben nicht nur. Denn manchmal werden Schauspieler 1:1 in ihrer Rolle ersetzt. Und ganz selten finden wir das gut. Warum nur?

Und wie ist das bei einem Blog und seinem Schreiber? Wofür entscheidest Du Dich da? Ist es der reine Schreibstil, unabhängig der Themen des Schreibers? Sind es die Themen, unabhängig des Schreibstils? Ist es für Dich die perfekte Mischung aus beidem? Ist es vielleicht aber auch die Story hinter der Story? Geht es Dir um die reale Person? Warum liest Du seine Texte? Willst Du seine Gedanken verstehen? Warum? Warum seine und nicht die eines anderen Schreibers, die eines anderen Bloggers? Was suchst Du zu finden? Unterhaltung? Oder ist es Inspiration? Ist es Bildung? Möchtest Du nur „sehen“ und „beobachten“ oder auch etwas für Dich daraus „mitnehmen“? Daraus lernen? Lernen durch Inspiration? Nichts davon? Gut, was dann?

Es geht hier nicht um mich. Sondern um Dich. Frage Dich bitte, warum Du hier bist. Und sage es mir gerne. Ich bin gespannt, ich freue mich hier wirklich über Antworten. Eines ist klar, jeder von uns denkt anders und fühlt anders und verändert sich im Laufe der Zeit. Manche bekommen Kinder. Andere ziehen ins Ausland. Manche verlieren ihren Job. Manche werden alkoholsüchtig. Andere bauen in derselben Zeit ein Unternehmen auf. Manche von uns waren vorher Musiker und gaben Konzerte. Und wurden neuerdings zu Surfern auf Wellen, mit Cocktails unter Palmen. Ob mit oder ohne Frauen.

Das Resümee

Als Resümee kann hier doch nur stehen: Frag Dich selbst was Du an jemandem schätzt. Warum schaust Du Dir die Serie mit dem Musiker und seinen Konzerten an? Warum? Was fesselt Dich so daran? Und genau so ist es mit Bloggern, deren Artikel Du liest. Was ist es denn, warum Du ein Follower oder regelmäßiger Leser bist? Ich konzentriere mich in der Beurteilung, ob ich meine Zeit mit einem Menschen verbringen will, in erster Linie darauf, ob ich den Menschen interessant finde und ob wir uns bereichern können. Hier im Internet ist das natürlich nur abgespeckt möglich, also die Gegenseitigkeit. Hier ist das eher eindimensional. Du liest nur die Gedanken eines Anderen. Mit denen Du nicht immer konform gehen musst.

Ich respektiere jeden Leserwunsch. Aber ich schreibe in erster Linie was mich beschäftigt und umtreibt. Ich versuche damit zu geben, nicht zu nehmen. Nimm Dir das Beste für Dich heraus und lass den Lachs und den Kaviar stehen. Oder mach es anders herum, vielleicht stehst Du auf Kavier und Lachs und lässt den Rest stehen. Es ist Deine Entscheidung. Wer sagt schon was gut oder schlecht ist. Außer Du selbst. Aber stell Dir auch die Frage, warum Du Dich mit einer bestimmten Sache – wie einem Blog – beschäftigst.

Sind es meine Inhalte? Ist es mein Schreibstil? Beides? Ist es meine Art? Meine Art zu denken? Zu hinterfragen? Ist es pure Unterhaltung? Findest Du meine ironische Art oder meinen Humor toll? Wir leben. Leben und Lebendigkeit gehören zusammen. Jeder von uns entwickelt sich. Alles ändert sich. Permanent. Ich weiß, warum ich eine Serie schaue, wenn ich das mal tue. Weil mir der Protagonist ans Herz gewachsen ist. Und dann ist mir auch egal, ob er Konzerte spielt oder surft. Ich finde seine Art toll und bleibe dran oder eben nicht. Dann kann er gerne unter Palmen seinen Lebensabend verbringen oder auch eine Diät machen. Seine Art mit dem Leben umzugehen fixt mich an oder eben nicht. Aber das ist nur meine Meinung. Du wirst Deine eigenen Antworten finden.

Und deswegen bitte ich Dich genauso darum meinen Schreiberwunsch zu respektieren, wie ich Deinen Leserwunsch respektiere. 😉 Das heißt? Wenn ich von Börse und Wirtschaft berichte oder von Dates mit Frauen, dann bin das noch immer ich. Ob in einer Diät oder nicht. Immer noch ich, die ganze Zeit. Der gleiche Hauptdarsteller. Ich mag mich verändern. Aber das bin immer noch ich. Zu mir gehörte vor ein paar Jahren das Kapitel „wie spreche ich eine Frau an“. Darauf folgte das Kapitel „ich weiß jetzt wie ich eine Frau anspreche“. Danach kam „ich habe schon verdammt viele Frauen angesprochen“. Danach kam „wow, jetzt bin ich in einer Beziehung“. Danach kam „ups, jetzt hat sie mich verlassen“. Ich habe meine Traumfrau gesucht. Und letztlich doch nicht gefunden. Weil ich mich noch nicht gefunden hatte.

Jetzt bin ich erneut auf der Suche. Aber nicht mehr nach einer Traumfrau. Sondern nach Antworten des Lebens, meines Lebens. Da gehören sicherlich wieder viele Basketball-Session dazu (das ist das was ich tue, wenn ich Frauen anspreche und mir dabei viele Körbe einfange!). Viele tolle Begegnungen erlebe. Aber eben nicht nur. Ich mache auch mal eine Diät. Sei es um Körperfett zu reduzieren oder auch eine Dität, um von Frauen und dem Daten Abstand zu gewinnen. Oder versuche dem Finanzmarkt ein paar Euros zu entziehen. Oder mir Gedanken über die Politik zu machen. Manchmal gibt es mehr Dating-Themen und manchmal nicht. Zur Zeit ist mir nicht nach Daten. Tut mir leid, wenn das der Hauptgrund ist, warum Du hier mitliest. Aber ich kann Dir versichern, dass Du wieder mehr auf Deine Kosten kommen wirst. Ganz sicher. Sobald ich wieder da draußen unterwegs bin, in dieser irren Welt. Aber hierfür gibt es kein Drehbuch. Das ist der Preis, den ein Leser zu zahlen bereit sein muss. Dafür erhält er die Exklusivität stets live dabei zu sein. Sowohl an der Börse als auch bei meiner Suche nach der Traumfrau bzw. nach Antworten meines Lebens.

2020-05-14

Shakespear würde hier sagen: „Like oder nicht Like, das ist hier die Frage!“
Ich bin aber nicht Shakespear und deswegen mag das seine Frage sein. Aber es ist nicht meine. Ich suche keine Likes, sondern Antworten in meinem Leben. In meinem Leben. Aber ich nehme Likes natürlich gerne an. Weil auch sie Teil des Lebens sind. Das hier ist die wahrste Teilhabe, die Dir ein Mensch anbieten kann. Du lernst damit den Musiker und Surfer ein großes Stück weit persönlich kennen. Allerdings außerhab seiner Rolle. Du tauchst jetzt in die Gedankenwelt des Schauspielers ein. Der kein Schauspieler mehr ist. Sondern ein Mensch. Ein Schauspieler schauspielert. Er macht das, was der Regisseur möchte. Er ist nur eine bezahlte Marionette. Das hier findet unbezahlt statt. Es kommt, wie gesagt, von Herzen. Frei. Denk darüber nach und finde Deine eigenen Antworten auf all die Fragen. Danke für Deine Treue über die Zeit. Und Du kannst mir sehr gerne Deine Meinung mitteilen. Auch wenn sie hart ist. Vielleicht gerade dann. Aber treu zu sein oder zu bleiben, ist letztlich immer Deine eigene Entscheidung. Und damit auch Deine Entscheidung, welchem Blog Du ein treuer Leser sein möchtest. Und welche Artikel Du toll findest und welche nicht. Und ob Du den Blogger, ganz abseits der Datingwelt, erstmal bei seiner Diät begleitest… 😉

PS: Like oder nicht Like? Licht an oder Licht aus?

Corona Virus – Ein paar persönlichkeitsentwickelnde Einsichten

Ob der Corona Virus nun gefährlich ist oder nicht, soll gar nicht mehr das Thema sein. Wer jetzt trotz inzwischen sehr breiter Datenlage noch immer der Meinung ist, dass das Ding ernsthaft gefährlicher sein soll als eine alljährliche „normale“ Influenza, dem ist nicht mehr zu helfen. Du weißt, dass ich ein Freund klarer Worte bin. Wenn es um Frauen und Dating geht, genauso wenn es um Politik und Finanzen geht. Herumschwurbeln und heiße Luft verzapfen tun viele Menschen derzeit genug. Überall kommen die Experten aus den Löchern gekrochen, mit der Angst der Menschen ist einfach gut Geld zu verdienen. Ich stehe allerdings nicht auf Menschen, die heiße Luft verbreiten, sondern auf Fakten. Ich stehe auf empirisch bewiesene Korrelationsanalysen und auf Kausalitäten.

Fakten zahlen sich aus. In allen Lebensbereichen. Jetzt ist die Zeit kommen in der Du Dich entscheiden musst, ob Du (noch immer?) ein Schaf sein oder lieber ein Hirte werden möchtest. Entweder wirst Du die nächsten Monate zerfleischt und Deine Knochen werden verwertet oder Du gehst hier gestärkt aus der Sache heraus. Ich hoffe für Dich, dass Du zur zweiten Gruppe gehörst. Die Zeit zum Spaßen ist nach 10 tollen wirtschaftlichen Boomjahren auch für den größten Schwachkopf allmählich zu Ende. Oder wie einer meiner liebsten Investment-Experte derzeit sehr oft sagt: „Wake up! This is really really fu**ing serious shit!“

Die letzten 10 Jahre konnte wirklich jeder Geld verdienen. Die Wirtschaft hat es Dir quasi hinterher getragen. Du konntest alles kaufen was Du wolltest und Du warst immer auf der Gewinnerseite. Die meisten „einfachen“ Leute haben sich für Immobilien entschieden. Bei (Netto-Kaltmiet-)Renditen weit unter 3%. In Großstädten nahe bei 2%. Dann gibt es natürlich noch die Glücksritter, die vor ein paar Jahren auch noch schnell auf den Bitcoin-Zug aufgesprungen sind (und sich genau wie jetzt den Hintern haben versohlen lassen). Und zuguterletzt wurden die Menschen wie verrückt in ETFs getrieben. Und am Jobmarkt wurde auch dem letzten Taugenichts noch ein horrendes Gehalt bezahlt. Firmen wie BMW oder Porsche schütteten an jeden (!) Mitarbeiter jährlich Boni in zigtausender Größenordnung aus. Von Bank(st)ern rede ich erst gar nicht.

Und wohin ging das Geld? Wofür haben es die Menschen verwendet? Außer für völlig überteuerte und viel zu große Immobilien? Oder Aktien zu Höchstkursen? Für neue Smartphones, viele tolle Urlaube, jede Menge sonstigen Konsumschrott (Amazon machts möglich!) und ständig neue Autos. Von Sparen habe ich bei den Meisten in meinem Umfeld nichts gesehen. Lange Zeit gelten Menschen wie ich als Knauser, als Miesepeter oder Spar-Wahnsinnige. Sparen, weil die Zahlen auf dem Kontoauszug Menschen wie mich erhaben machen? Sicher nicht. Sparen weil die Zeit zum Shoppen gehen kommen würde. Und die beginnt jetzt!

Mir war klar warum ich tat was ich tat. Keiner kann den Zeitpunkt eines Knalls exakt vorherbestimmen. Aber jeder wäre theoretisch in der Lage mit eigenen Augen aufmerksam zu beobachten, wenn viele Idioten einen Luftballon immer weiter aufpumpen. Die Erfahrung aus mehreren tausend Jahren Geldgeschichte zeigt mir sehr klar und zeigte mir rechtzeitig: Auch dieser Ballon würde bald platzen. Ob das nun Anfang 2020 geschehen würde oder vielleicht schon im Sommer 2019 geschehen hätte können oder erst Ende 2021, das ist nicht das Thema. Keiner ist Hellseher. Aber nichts wächst für immer. Gerade Geld nicht, das kehrt immer zu seinem wahren Wert zurück. Nämlich 0. Und wenn es noch nicht einmal echtes Papiergeld ist, sondern nur auf den Konten liegt (sog. Buchgeld), dann hat es noch nicht einmal einen Heizwert.

Ich trage hier hoffentlich meinen Teil bei, um Dich auf Deinem Weg etwas zu inspirieren oder zumindest zu informieren. Du warst – zumindest wenn Du den Blog schon länger kennst – auch für mich da, als es mir mal schlecht ging. Jetzt bin ich für Dich da. So einfach ist das. Das ist Menschlichkeit. In diesen Zeiten gibt es kaum Menschen, die einem eine ehrliche und zugleich bereichernde Richtung zeigen können. Oder die zumindest standhaft sind. Es gibt einfach zu viele Quaksalver da draußen. Aber ich habe keine Lust darauf mich mit 90% der Menschen messen zu lassen. Ich will mit Gauß nichts mehr zu tun haben. Jedenfalls nicht mit seinem unteren Ende.

Früher galt für mich immer: „Irgendwie durchkommen, Hauptsache nicht unter gehen! Der minimalste Aufwand genügt!“ Heute gilt: „Hauptsache hübsch!“ und „der 2. Platz ist der erste Verlierer!“. Das ist ein großer Unterschied! Oder wie der besagte Investment-Experte von vorhin auch gerne klar macht: „Heute gilt das The-Winner-Takes-It-All-Prinzip!“ Schau Dir Amazon und Zalando an. Und sieh Dir die Papiertonnen in den Wohnanlagen an. Dann weißt Du was ich meine! Das war in den 60ern, 70ern, 80ern und 90ern noch nicht so. Da durfte jeder „ein bisschen mitmachen“ am Wirtschaftsgeschehen. Zeiten ändern sich. Zeiten ändern Dich. Oder eben nicht. Muss jeder für sich selbst wissen. Fressen oder gefressen werden.

2020-03-25

#WeStayAtHome für Irre

Für die Gruppe der Corona-Anhänger (dieser dämliche Social Media #WeStayAtHome Schwachsinn) kann ich wirklich nichts mehr tun, sorry. Die Gruppe ist aus meiner Sicht hoffnungslos auf dem Irrweg. Aber um die Gruppe geht es mir hier ja auch nicht (mehr). Man kann Irre nicht überzeugen. Bodo Schäfer hat letztens einen ganz guten Spruch auf seinem Instagram-Kanal gepostet, der hieß in etwa: „Wenn Du mit einem Idioten diskutierst, bist Du selbst einer.“ Solche Dinge merke ich mir sehr genau. Es gibt so viele Bilder mit Sprüchen in den sozialen Medien. Oft geht es um Natur und Spiritualität. Um Auszeiten. Qualitätszeiten. Und was weiß ich nicht alles. Aber die einfachsten Dinge, finde ich am Klarsten und Prägnantesten. Der Spruch von vor ein paar Zeilen ist so einer.

Deswegen würde ich mich aktuell im echten Leben niemals mit irgendwem zu dem Thema austauschen, der anderer Meinung ist als ich. Ich poste hier meine Gedanken, gebe wirklich gut gemeinte Tipps und Hinweise sowie auch manchmal – wie ich finde sehr nützliche – Ratschläge. Wenn Du die an Dich heranlässt, dann ist gut. Wenn nicht…? Mir egal. Ein paar Mal habe ich es die letzten Tage versucht. Zumeist bei Gesprächen mit Menschen, die eher wegen finanziellen „Ratschlägen“ angerufen/geschrieben haben.

Kurzer Ausflug:
Die Fragen, die mir gestellt werden, starten fast immer gleich: „Wie läuft es bei Dir gerade mit der Börse?“
Meine Gegenfrage: „Hast Du Dir meine Videos schon angesehen, die ich Dir verlinkt habe und die Du in meinen Artikeln findest?“
Antwort im Prinzip immer in etwa: „Nein, bei dem Thema bin ich mir nicht sicher. Was Du Du da schreibst oder meinst… ich weiß ja nicht, das klingt für mich übertrieben.“
Daraufhin ich meist in etwa: „Dann wirst Du auch finanziell keine richtigen Rückschlüsse treffen können. Wenn Du Dich völlig verar***en lassen möchtest, dann tu das. Wie willst Du finanziell eigene (!) und richtige Entscheidungen treffen können, wenn Du Dich noch nicht einmal ausgewogen zu einem Thema informierst und Fakten nicht an Dich heran lässt?“

Mache ich mir auf die Art Freunde? Nein. Ist mir das wichtig? Nein. Warum? Weil es mir im Leben nichts bringt, wenn Menschen immer nur schnelle Antworten und einfache Lösungen für unglaublich komplexe Sachverhalte möchten. Warum? Weil die gleichen Menschen mir nicht werden helfen können, wenn ich sie eines Tages um Rat frage oder Hilfe benötige.Warum? Weil sie in einfachen Denkmustern verhaftet sind. Das zeigt mir alleine schon die Tatsache, dass ihnen wenige Minuten des Lesens oder Videoansehens offenbar zu mühsam sind. Und das, obwohl ich sie explizit empfehle. Was für eine bessere „Vorauswahl“ kann man bekommen?

Wie Du sehr schnell sehr viel lernen kannst

Klingt das überheblich? Mag sein. Ist es aber nicht. Warum? Es ist ganz einfach so, dass wir für uns im Stillen immer so vorgehen, sobald wir Bücher oder Artikel lesen. Nehmen wir an Du möchtest mit dem Angeln beginnen. Dann kannst Du entweder von 0 starten und irgendwie versuchen Deinen ersten Fisch aus dem Wasser zu holen oder Du lässt Dich durch Bücher/Artikel/Videos/Trainer anleiten. Kluge Leute nehmen hier tatsächlich eine Abkürzung, da sie auf die Erfahrung anderer Menschen bauen. Die Frage ist doch: Warum sollte ich mir das Angeln von 0 selbst beibringen, wenn ich mir einen „Lehrer“ nehmen kann? So kann ich mir in der gleichen Zeit viele andere Fähigkeiten aneignen. Machen wir von klein auf so. Bzw. es wird mit uns so gemacht. Beispiel?

Schule. Du setzt Dich an die Bank und hörst dem Lehrer zu und lernst lesen und schreiben. Eigentlich die normalste Sache der Welt, oder? Aber sobald wir „erwachsen“ werden, legen wir bewährte Methoden ab und meinen uns täglich alles selbst heraussuchen oder uns gar nicht erst mit irgenwelchen Dingen beschäftigen zu müssen. Das ist echter Stillstand. So wäre nie die Glühbirne erfunden worden und der Mensch würde heute noch meinen die Erde sei eine Scheibe. Na bravo. Tipp also: Hör auf Leute, die sich mit einem Thema schon ausgiebig beschäftigt haben. Mache ich den ganzen Tag so. Ich sammle Infos und leite sie direkt an mein Oberstübchen und danach an mein Umfeld weiter. Das ist doch schon eine Zusammenstellung der „besten“ Quellen. Sicherlich subjektiv aus meiner Sicht. Aber dann liegt es eben an Dir, dass Du Dir diejenigen Personen aussuchst, denen Du „zutraust“, dass sie „gute“ Quellen für Dich heraussuchen. Ist das wirklich so schwer?

Das Leben ist zu komplex, um mit einfachen und aus der Hüfte geschossenen Ratschlägen Bäume ausreißen zu können. So läuft das nicht. Und ich möchte wachsen. Miteinander. Aneinander. Aber das ist kein Wachsen. Das ist die simple Abkürzung, die jeder nehmen möchte. Den Fahrstuhl anstatt die Treppen. Das lasse ich für mich mental nicht (mehr) zu. Wir haben nur ein Leben. Und jeder von uns hat nur 24 Stunden pro Tag Zeit. Irgendwann geht der letzte Tag zuende. Und ich will das Geilste rausholen, das ich bekommen kann. Und dabei möchte ich andere Menschen inspirieren und mich inspirieren lassen. Deshalb versuche ich mir in solchen Momenten des Lebens die Frage zu stellen, ob ich die Gedanken anderer Menschen an mich heranlassen möchte. Nicht nur deren Gedanken, sondern auch deren „Spirit“, deren „Mentalität“. Anders gesagt: Ist das eine Siegermentalität (das „FC Bayern Gen“ – und ich bin kein Fan dieses Vereins!), die der Mensch da vor mir mit mir teilen möchte oder will er nur Blut saugen? Blutegel gibt es genug. Fahr mal zum Amazonas. Dafür braucht man mich nicht.

Ich lasse andere zu Wort kommen

Falls Du also doch noch zu der Gruppe der Corona-Jünger gehören solltest, kannst Du spätestens jetzt aufhören weiterzulesen. Du würdest den Rest des Artikels dann weder akzeptieren noch verstehen und geschweige denn irgendwie positiv für Dich nutzen können. Ich hoffe nicht, dass Du zu dieser Gruppe gehörst. Fall doch, beschäftige Dich einfach weiter mit irgendwelchen Horror-Infizierten-Zahlen. Glaub weiter an diesen ganzen Quatsch und lass Dich am Nasenring durch die Manege ziehen. Dich selbst und auch Dich selbst mit Deinem Geldbeutel. Dann führen Dich andere Menschen eben Gassi. Dann wirst Du gelebt. So ist das eben, manchmal ist man der Hund und manchmal ist man der Baum. In dem Fall wärst Du der Baum. Und hättest Dich bewusst unterbewusst (ja, genau so!) freiwillig dafür entschieden.

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Übrigens wird im stark vom schrecklichen Corona Virus betroffenen Hohenlohekreis in Baden-Württemberg nicht mehr auf Corona getestet (https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/hohenlohekreis-in-baden-wuerttemberg-will-nicht-mehr-auf-corona-testen-kuenftig-reicht-diagnose-vom-arzt-a3193060.html). Dort reicht jetzt laut der Leiterin des Gesundheitsamtes folgendes: „Stellt ein Arzt die Symptome fest, gilt die Covid-19-Infektion als nachgewiesen“. Also ein bisschen Husten, ein bisschen Schnupfen und als Kirsche auf der Torte maximal noch ein klein wenig Fieber… und tadaaaaa Du hast Corona! Ole Ole! Na das nenne ich doch mal Wissenschaftlichkeit und Beweisführung. Soll ich weinen oder lachen? Sag Du es mir. Bitte.

Für alle anderen – und ich hoffe von Herzen, dass Du zu den Menschen gehörst, die sich bereits stets (!) aktiv selbst eine Meinung bilden oder zumindest diesen Blog lesen, weil sie sich dahingend weiter entwickeln wollen und Inspirierung suchen, empfehle ich zwei richtig gute Videos von einem verdammt guten Kerl. Genau genommen ist er Fitness-Coach. Was der – Coach Burak – von sich gibt, gerade in Bezug auf das Thema Männer/Frauen und in Bezug auf das Thema Dating, ist richtig richtig Klasse. Ich verfolge ihn seit langem und freue mich immer tierisch auf jedes Video. Derzeit gibt er auch Statements zum Corona Virus ab. Ich finde das extrem ehrenwert. Dass Menschen mit einer gewissen Reichweite (immerhin ist er selbstständig) sich in die Öffentlichkeit stellen und klar positionieren. Wer hat denn schon so viel Mumm? Schau Dir die beiden Videos einfach an. Mehr muss ich dazu nicht sagen. Es geht hier viel um Mindset und Persönlichkeit(sentwicklung). Und ich will hier im Blog auch meinen Kernthemen treu bleiben. Letztlich dreht sich alles im Leben um das eigene Denken. Sobald Du tatsächlich „frei“ wirst im Kopf (!), gehört Dir die Welt. Egal ob es Kohle, Gesundheit oder einen tollen Partner betrifft. Anderenfalls musst Du Dich mit den Resten zufrieden geben. Das gilt für alle Lebenslagen:

  • Die Reichen werfen die Knochen weg, an denen Du dann noch ein bisschen nagen darfst.
  • Die Ärzte geben Dir Medikamente, die Dich in einer Dämmerung zwischen Gesundung und Tod halten sollen.
  • Die echten Männer schnappen sich die Frauen mit Klasse, so dass Du Dich auch hier mit dem Rest zufrieden geben musst. #HauptsacheHübsch 😉

Und nun, sacken lassen bitte:

und

Dein Geld ist niemals futsch, es gehört jetzt einfach nur anderen

Seit langem schreibe ich ja immer wieder darüber, warum es so wichtig ist, finanziell frei zu werden. Gerade wenn Du abhängig beschäftigt bist. Eine krassere Versklavung ist kaum möglich. Und achja… meine Thesse zum Corona Virus kennst Du ja aus den anderen Artikeln schon. Es ist einfach nur, dass die „Großen“ wieder einmal einen richtig tollen Grund gebraucht haben, um die Finanzblase mal wieder zum Platzen zu bringen. Schön mit der Nadel in den Luftballon gestochen, sag ich nur! Bumm! 2000 war es eben eine Dotcom-Blase, 2008/2009 eine Lehman-Brothers-Pleite/Immobilienkrise und 2020 ist es eben der Corona Virus.

Mega Idee, besser gehts nicht. Warum? Nun, der Corona Virus ist doch ein idealer Grund, um sich als Hochfinanz/Regierung/Presse die Hände in Unschuld waschen zu können, oder? Die Meute feiert die Politik freiwilllig für den gesamten Abbau aller Bürgerrechte: Selbstisolation (= Knast in den eigenen 4 Wänden), Handydatenauswertung und -ortung sowie Handydatenprofiling, Social Media Einschränkungen/Sperren, Bargeldverbot und Geld drucken bis zum Abwinken. Was will man als Herrscher mehr, als eine Meute, die Dich dafür feiert was Du tust? Das ist so genial. Das hatte nicht einmal Adolf so gut hinbekommen. Jetzt hatte der aber den Göbbels für genau solche Zwecke. Nur heute ist eben 2020, da ist die Herrscherkaste propagandistisch einfach noch einen Zacken weiter. Und die Meute offenbar noch bereitwilliger auch den letzten Rotz zu glauben. Wie damals im Sportpalast, alá „Wollt ihr die totale Isolation? Wollt ihr sie, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir sie uns heute überhaupt erst vorstellen können?“. Ehrlich gesagt schaudert es mir da. Ich hoffe Dir auch.

Letztens hab ich auf Social Media einen richtig richtig guten Spruch gelesen. So eine Art von Ironie liebe ich ja: „Erst retten wir das Klima, dann retten wir die Umweltsau.“ Bei sowas könnte ich glatt eine Flasche Champagner köpfen. Das ist mein Humor! Leider geil. Wer den Hintergrund nicht versteht, gerne hier nachlesen, dann wird der Zusammenhang rasch klar: https://www.focus.de/kultur/kino_tv/meine-oma-ist-ne-alte-umweltsau-sturm-der-entruestung-nach-klima-lied-wdr-loescht-kinderchor-beitrag_id_11499595.html

Achja, die Hochfinanz… genau… da war ja noch was. Was sage ich ja seit jeher? Dass wir ausgezogen werden bis auf die Unterhosen. Seit Jahrtausenden. Die Großen verkaufen zu völlig überteuerten Preisen. Die Kleinen? Steigen oben ein und verkaufen unten. Während die Großen unten wieder zu Ramschpreisen einsammeln. Und das geht im Kreislauf so. Glaubst Du mir hoffentlich. Wenn nicht, jüngstes Beispiel: https://www.n-tv.de/wirtschaft/US-Senatoren-stossen-Aktien-rechtzeitig-ab-article21658104.html

Analogien zum Pickuppen

Wie gesagt, mir geht es ja gar nicht darum irgendwen zu bekehren. Das ist hoffnungslos. Genauso wie man niemanden einfach so zum Christentum, zum Islam oder zum Buddhismus bekehren kann. Und auch nicht davon abhalten kann, freiwillig so dämlich zu sein und Kirchensteuer zu bezahlen. Jeder tut was er tut. Entweder kommt jemand von alleine auf ein Thema, weil er sich einfach auf sein Bauchgefühl verlässt… und anfängt selbst zu recherchieren… oder derjenige wird es niemals mehr lernen. Dann hat er aber auch leider so etwas wie ein gutes Bauchgefühl abgelegt. Dann haben Erziehung und gesellschaftlicher systematischer Druck gesiegt. Ich bin da anders gepolt. Ich plädiere für Herz, Verstand und Bauchgefühl. Dann kann im Leben wirklich nichts schief gehen, jedenfalls nicht auf Dauer.

Das ist übrigens ganz genauso, wenn Du Dich für das Thema „wie lerne ich eine Frau kennen“ interessierst. Nehmen wir an Du bist ein ganz normaler Mann (die nachfolgenden Ausführungen gelten im Prinzip ähnlich auch umgekehrt, falls Du eine Frau bist), ein gutes Wesen mit tollem Charakter. Aber Du hast nie gelernt Frauen gezielt kennen zu lernen. Wie auch, „sowas ergibt sich dann schon“. Haben uns Mama und Papa und die ganze Gesellschaft doch so beigebracht, stimmts? Ja stimmt. So und dann kommt der Junge vom Projekt Beziehung und saß eines Tages zu Hause auf seiner Couch. Depressiv. Tief depressiv. Weil er die Frau seines Lebens verloren hat. Und selbst Schuld daran war. Und das nun realisiert hat, wo es schon zu spät war. Das war weit vor der Zeit dieses Blogs.

Und das ging viele Monate so. Ich hatte nur noch funktioniert. Im Kaschieren bin ich gut. Ich habe meinen Job weiterhin ziemlich professionell erledigt. Obwohl ich innerlich völlig ausgebrannt war. Zu dieser Zeit habe ich in meinem Leben vieles gelernt, obwohl ich bereits in einem Alter war, in dem man auch schon „hätte weiter sein können“. Aber dazu gab es nie Anlass. Ich war seit Jahren in einer Beziehung. Ich hatte meinen Job. Alles war fein. Aber so funktioniert das im Leben nicht. Eckhart Tolle weist immer wieder darauf hin, dass nichts für die Ewigkeit ist. Das sind nur Gedankengebilde. Nichts ist für immer. Das hatte ich bis dahin nicht begriffen. Nur deshalb konnte ich überhaupt depressiv werden. Heute weine ich darüber nicht mehr. Ich lache vielmehr über mich selbst.

Für die Dinge, die damals zum Beziehungsaus geführt haben, würde ich heute nichmal eine Minute nachdenken. Ich würde es nie wieder so weit kommen lassen, dass ich einen Menschen aus eigener Schuld „abgeben“ muss. Das würde ich nicht zulassen. Habe ich es immer in der Hand? Nein. Aber ich kann stets mein Bestes geben. So wie ich es auch in meiner letzten Beziehung tat. Hatte ich es da in der Hand? Auch nein. Da wurde ich Gassi geführt. An der Stelle war ich der Baum, nicht der Hund.

Aber ich habe die Einblicke, die Lichtblicke waren, wie sich später herausstellte, genutzt. Ich habe alles hinterfragt. Ich habe mir – aus der Einsamkeit heraus – die Frage gestellt: „Wie lerne ich wieder eine tolle Frau kenne?“. Und ich fand meine Antwort in Büchern. Und bei tollen Lehrern. Die nichts anderes taten als ihre Erfahrungen niederzuschreiben oder zu unterrichten. Ich begriff zu diesem Zeitpunkt – das ist jetzt etwa 5 Jahre her – dass nichts im Leben so ist, wie ich es bis dahin dachte. Ich lebte in einer Illusion. Wie es heute noch 99% der Menschen tun. Glücklicherweise bin ich damals aufgewacht. Ich wollte nicht wahrhaben, dass ich als Mann „einfach so“ eine Frau kennenlernen konnte, wann immer ich wollte. Wenige Monate später hatte ich Date um Date. Gut, anfangs habe ich mich wohl ziemlich doof angestellt. Normal halt. Durchschnittsmann. Aber ich wurde besser. So gut, dass die anfängliche Einsamkeit einer Anstrengung wach. Eine Anstrengung ständig von Frauen umgeben zu sein. Waren sie alle hübsch? Anfangs nicht, danach schon. Übung ist der Schlüssel. Hübsch ist kein Kriterium für Erfolg. Weder für die Frau noch für Dich. Hübschsein ist ein Gedankenkonstrukt. Wenn Du Dich davon täuschen lässt, musst Du Dich eben mit den Resten zufrieden geben.

Und das war die Geburtsstunde für mich zu verstehen, dass im Leben alles möglich ist. Wo ich mir zuvor noch in die Hosen gemacht habe, als ich nur daran dachte, eine Frau ansprechen zu müssen (!). Training, Disziplin, Tränen und Schweiß brachten mich weiter. Irgendwann war es für mich wie ein Spiel. Und irgendwann später war es kein Spiel mehr. Denn dann war das mein neues Ich. Ich musste mich nicht mehr zusammenreißen, um eine Frau anzusprechen. Ich sprach einfach alle an, wenn mir danach war. Je hübscher, desto besser. Nur keine Mittelmäßigkeit im Leben! Das sollte für uns alle gelten. Ob sie einen tollen Charakter hat, sieht man sowieso nicht auf den ersten Blick. Also gebe ich doch lieber nur den Frauen eine Chance, die mir wirklich gefallen. Macht Sinn, oder? Und so läuft das nicht nur beim Kennenlernen des vermeintlichen Traumpartners.

Es läuft auch in den Finanzen so. Was haben denn all die klugen Super- und Möchtegerninvestoren die letzten Jahre empfohlen?! „Immobilien, Immobilien, Immobilien kaufen!“ Vor 10 Jahren noch, war das kein großes Thema. Aber spätestens die letzten 2 oder 3 Jahre war das eine große Blase. Alle haben sie sich Hals über Kopf verschuldet. 90% oder 100% Finanzierungen waren eher die Regel. Der Grund, warum ich mich aus dem Thema ferngehalten habe. Und bei immer neuen Höchstständen an den Börsen auch nur einen kleinen Teil meines Kapitals dort investiert hatte. Obwohl alle weiter in Immobilien oder Aktien trällerten. Oder Bitcoins. Damals, als er fast bei 20.000 Dollar war. Ich habe mich mit Bitcoins erst beschäftigt, als sie unten bei 3.500 Dollar waren. Laufe niemals der Herde hinterher. Es ist Schwachsinn, außer Du willst der Baum sein. Denk an das Sinnbild. Ein großer Börsenlehrer propagiert immer zwei Dinge, die nötig sind: Beständigkeit und Duplizierbarkeit. Keiner muss über Nacht reich werden. Das ist etwas für Illusionäre. So wie Du auch nicht von heute auf Morgen an Deine Traumfrau gerätst. Nimm einfach die Treppen und lass den dämlichen Fahrstuhl links liegen!

Und so freue ich mich im Moment über den Ausverkauf an der Börse. Und in einigen Monaten vielleicht auch über echte Immobilien-Schnäppchen. Wie derzeit die Immobilienpreise einbrechen… gerade für Gewerbeimmobilien (Büros/Einzelhandel)… nur steht das eben auf keiner Kurstafel an der Frankfurter Börse. Aber puh! Wenn das Ganze mal ins Rollen kommt kann es sein, dass ich dann auch mal zugreife. Vielleicht auch nicht. An der Börse ist mehr zu holen. Ich habe die letzten Wochen vieles eingesammelt, was der Markt in totaler Panik abverkauft hat. Kerngesunde Unternehmen, die noch nicht einmal vom Corona Virus betroffen sind. Und besonders viele Rohstoffe und Rohstoffproduzenten. Einfach einen großen Sack rausholen und gezielt (!) alles reinrieseln lassen, was die Herde in totaler Panik und in totaler Irrationalität abstößt. Der Markt neigt zu brutalen Übertreibungen, das gilt immer in beide Richtungen. Egal ob Börse oder Corona Virus. Und diese Übertreibungen musst Du nutzen. Konträr denken! Sich trauen! Analysieren! Smart sein. Anders sein. In Krisen sind Krisenmanager gefragt. Klarer Verstand. Rationalität. Da zeigt sich erst, wie die echte Party gespielt wird. Du kannst Dir nichts davon kaufen, wenn Du immer alles tust, was alle tun. Seit ich die Börse verstanden habe, habe ich auch den Rest im Leben verstanden. Und umgekehrt.

Mir tun die Menschen leid, die ernsthaft gesundheitlich betroffen sind. Das steht außer Frage. Zum Glück sind das auch nur ganz wenige. Wieviele sind das? Ich kenne ein paar Menschen, die positiv auf den Corona Virus getestet wurden (bei bist zu 50% falsch-positiven Testergebnissen auch nicht sehr schwer!). Aber ich kenne niemanden, der derzeit mehr als ein bisschen Schnupfen hat. Und wenn wir alle Menschen testen würden, würden wir feststellen, dass sehr viele Menschen Corona positiv sind und noch nicht einmal etwas davon bemerken (wie bei jeder Grippewelle jedes Jahr). Ich kenne – so wie es Coach Burak im Video oben sagt – aber viele Menschen, die bereits jetzt in Kurzarbeit sind oder deren Unternehmen gerade massiv drohen in Schieflage zu geraten. Einige Unternehmen sind schon pleite. Vapiano beispielsweise. Oder Maredo.

Anekdote am Rande: Vor 10 Tagen wollte ich dieses Schrottunternehmen (Vapiano) leerverkaufen, ich hatte die Verkauforder schon ausgeführt. Leerverkaufen bedeutet, dass man davon profitiert wenn der Aktienkurs sinkt, anstatt wie üblich daran zu profitieren, wenn ein Aktienkurs steigt. Und dann kam von meinem Broker die Meldung, dass ich diesen Titel aus dieser bestimmten Kategorie leider nicht leerverkaufen könnte. Schade. Heute ist der Laden insolvent. Wären nette 75% Kursgewinn gewesen. Sehr häufig ist man eben auch der Baum, nicht der Hund. Aber ich habe genug andere Dinge leerverkauft in der Zeit. Man ist eben nicht immer nur der Baum.

Und es ist immer das Gleiche: Hüpfst Du bei der Party mit, weil alle hüpfen? Säufst Du Dein Bier, weil alle Bier saufen? „Gönnst“ Du Dir etwas, weil es gerade Zeit ist sich etwas zu gönnen und das alle so machen (in Wahrheit verwechselst Du „möchten“ mit „brauchen“!)? Und… sprichst Du die Frau da vorne nicht an, weil „man das nicht einfach so machen kann“? Dann hast Du definitiv Aufholpotenzial. Lerne Dich von all den Gesellschafts- und Gruppenzwängen abzukoppeln. Alleine läuft es sich auch ganz gut. Anfangs ist es hart. Irgendwann macht es nur noch Spaß! Es ist nur für eine Weile hart. Und schon bald werden sich Dir Menschen anschließen. Dann hast Du im Prinzip eine neue Gruppe gegründet. Die kleinste Gruppe beginnt aus meiner Sicht nicht bei 2, sondern bei 1. Ich bin der Startpunkt. Wo ich bin ist vorne. Alles andere kann kein Anspruch sein.

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Und – was ich schon lange nicht mehr tat – ich verlinke noch die neueste Ausgabe von „Me, Myself and Media„. Ausgabe 56. Auch da geht es um Corona. Aber auch um die Hintergründe in der Politik, der Finanzwelt und um den Abbau der Bürgerrechte. Sehr gelungen, wie immer, die neueste Folge. Aber vorsicht: Das ist definitiv nur etwas für Selbstdenker und nichts für Konformisten. Also genau das Richtige für mich. Und hoffentlich auch für Dich. Kostet Zeit, das anzusehen? Ja. Qualitätszeit. #F***OffNetflix

 

PS: Und im Moment kann ich mir kaum etwas Langweiligeres vorstellen, als mit einer Frau meine Zeit auf der Couch oder auch auf einer Party oder sogar auf einer einsamen Insel oder sonstwo verbringen… zu… müssen. Ja, richtig gelesen. Was für ein „verschwendetes“ Potential bei mir, oder? Ich könnte einfach durch die Stadt laufen, 20 Frauen ansprechen und würde vermutlich schon morgen Abend nicht alleine verbringen müssen. Gut, jetzt bei der Ausgangssperre geht es vielleicht gerade nicht so gut. Aber grundsätzlich ist das so. Nur habe ich derzeit echt besseres zu tun. Nämlich große Säcke aufspannen und das einsammeln, was die anderen Herdentiere in Panik und planlos an den Finanzmärkten abstoßen. Weil – oho oho – der Corona Virus so unglaublich gefährlich sei. Finde ich das geil? Definitiv nein. Mir tun die Menschen leid, die finanziell gerade massiv leiden und am Nasenring durch die Manege gezogen werden. Mich wird es ganz bestimmt auch treffen, wie Dich. Denn in Zukunft gibt es höhere Steuern und weniger Bürgerrechte! Aber hey. In Zeiten von #WeStayAtHome, wo in totaler Obrigkeitshörigkeit nichts mehr hinterfragt wird, kann ich auch nichts anderes tun als hier mit diesem Blog einer kleinen Menge von Menschen das Beste mitzugeben, was ich im Leisten zustande bin. Ich finde es auch nicht toll, dass nicht alle Männer die wirklich attraktiven und tollen Frauen abbekommen können. Aber muss ich deswegen ein schlechtes Gewissen haben, nur weil ich – wenn überhaupt – meine Zeit auschließlich mit attraktiven Frauen (#HauptsacheHübsch) verbringe? Definitiv nein. Und zur Zeit sowieso nicht. Ich lebe derzeit wie ein asketischer Mönch. Frauenlos. Sehr bewusst. Es gibt einfach Spannenderes als Frauen, für mich. Man kann seine Zeit – ein bisschen – mit einer Frau verbringen. Oder sie sich – lange – für sich selbst und seine Kernthemen nehmen. Frauen sind ein netter Zeitvertreib. Heutzutage, leider dazu verkommen. Keine Frage. Aber ich bin nicht darauf aus mir meine Zeit zu vertreiben. Dafür ist sie mir zu kostbar. Ich bin längst Hund und habe aufgehört der Baum sein zu wollen oder gar sein zu müssen. 😉

PPS: Ein Video, das ich die letzten Tage verlinkt habe, wurde inzwischen von Youtube gelöscht. Die Zensurwut greift mal wieder um sich, betrifft viele meiner Quellen. Das geht seit Monaten immer heftiger zu. In diesem zunehmend totalitären Staat. Der nicht Nordkorea heißt.

Ich glaub, ich muss da mal ein Video hinterher schieben

Heute mal ein Video, als Ergänzung zum gestrigen Artikel. Es ist also irgendwie ein bisschen ein Teil 2 von einem Beitrag, der gar kein Teil 1 ist. Denn er steht für sich alleine.

Der Artikel gestern war lang. Heute lasse ich einmal jemand anderen sprechen. Einen der Youtuber, die ich sonst so gerne als „meine Trainer“ bezeichne. Ich öffne also die Büchse der Pandorra. 😉 Und so hat jeder Leser auch die Chance einmal ganz konkret zu erfahren, wen ich mir da so täglich in die Birne knalle. Vielleicht mache ich das in Zukunft öfter, ich habe inzwischen eine unendlich lange Playlist mit unendlich wertvollen Videos. Die Playlist habe ich einmal angelegt, ohne genau zu wissen wofür. Aber jetzt weiß ich es. Für mich habe ich die Playlist nicht angelegt, denn ich kenne ja jedes einzelne dieser Videos. Manche schaue ich auch öfter.

Das ist das erste Mal, dass ich hier jemanden aus dem Bereich Persönlichkeitsentwicklung namentlich vorstelle, bis auf Eckhart Tolle vielleicht. Dieser jemand ist eigentlich Fitness-Trainer. Aber das Eine gehört zum Anderen. Ich bin inzwischen davon überzeugt: Ohne guten Körper kein gesunder Geist.

Fun Fact:
Oder auf mich selbst bezogen zu Teil 1: Ich hatte einen guten athletischen Körper und habe viele Frauen kennen gelernt. Dann habe ich meine vermeintliche Traumfrau gefunden und später im Laufe der Beziehung mich selbst schleifen lassen. Geistig und körperlich! Dann wollte die Frau unbedingt das Weite suchen. Ich stand aber mit meinem Körper immer noch da und mein Geist hat mich immer noch begleitet. Nun habe ich wieder einen athletischen Körper, besser als in Teil 1. Und einen ziemlich fokussierten Geist. Wie in Teil 1. Wenn das Eine mit dem Anderen korreliert, sollte bald auch wieder eine Traumfrau aufkreuzen.

Super? Es ist mir egal. Es ist mir einfach egal geworden. Ich habe mich. Das reicht.

Nun, ich will zu meinem Artikel gestern gar nichts mehr persönlich ergänzen, außer dieses Video vorzustellen. Und mein Artikel entstand umgekehrt nicht wegen diesem Video, denn ich habe das Video erst heute zum ersten Mal in meinem Leben gesehen. Aber ich sehe viele solcher Videos, lese viele Bücher von „solchen“ Menschen, die „solche“ Dinge sagen wie dieser Typ in diesem Video. Dafür bin ich all diesen Youtubern und Buchautoren dankbar. Dass es sie gibt. Weil ich von ihnen lernen darf. Weil sie mir ähnlich sind. Weil sie ähnliche Ziele haben. Und selbst wenn die Ziele abweichen: Weil sie ein ähnliches Mindset haben. Weil deren Methoden ähnlich sind.

Und genau so wie es ihre Motivation ist, das für uns zu tun… für uns Menschen, die genau das gut finden, was diese Menschen tun, genauso ist das Bloggen hier meine Motivation genau das zu tun für Menschen, die das gut finden, was ich tue.

Im Übrigen ist das was dieser Trainer zu seiner Lebensgeschichte erzählt, besonders was die Jugendzeit betrifft, zu meiner sehr ähnlich verlaufen. Nur habe ich damals nicht mit dem Basketballspielen begonnen und bin kein Basketballnationalspieler geworden. Aber inzwischen spiele ich ja auch Basketball. Wenn auch auf andere Art. 😉

Nun viel Spaß mit dem Video. Gute Unterhaltung wünsche ich dazu nicht, denn es hat mit Unterhaltung nichts zu tun. 🙂 Einfach wirken lassen. Und annehmen. Oder einfach ablehnen. Freie Wahl, wie bei Kopf oder Zahl.

Titel des Videos:

„Warum du auf NIEMANDEN HÖREN DARFST 😡‼️ Emotionales Video 😔“

PS: Ich hab auch gleich mal eine neue Kategorie gegründet: „Projekt wertvolle Videos“.

Ein ruhiges Wochenende vor dem heutigen Date

Neue Woche, neuer Start, neues Glück.

Das Wochenende war diesmal ruhig. Gar kein Clubgamen?! Exakt! Geht auch mal ohne. Samstag bin ich dafür wieder in die Stadt gefahren, um einfach nur ein bisschen herum zu laufen und zu schauen was in der Welt so los ist.
Es gibt übrigtens immer noch Menschen in der Stadt. Es stehen immer noch die selben Gebäude. Und auch ich bin immer noch ich.

Und was bietet sich da mehr an als auch den großen Sportgeschäften einen Besuch abzustatten?! Es war uhrzeittechnisch nicht mehr weit weg vom Ladenschluss. Wenig los. Kaum mehr Kunden unterwegs. Egal, dann schaue ich mir eben weniger die Kundinnen an, sondern mehr das Warenangebot. Und da war ich in diesem großen Kaufhaus in einem der oberen Etagen und laufe durch die Gänge. Und was zeigt mir mein Radar an? Oh! Glatte lange braune Haare. Und zumindest aus einigen Metern Entfernung erkenne ich schemenhaft ein sehr feines Gesicht. Ich denke mir in diesem Moment nur: „Könnte eine Granate sein!“

Ich erkenne, dass sie dort arbeitet. Also dass es keine Kundin ist. Auch gut. Also laufe ich etwas durch die Regale zwischen Klamotten und Sportartikel hindurch. Ihr etwas entgegen, um mehr von ihrem Äußeren zu erhaschen. Mein Blick ist fixiert auf ihr Gesicht. Und so erkenne ich immer besser, dass sie tatsächlich hübsch ist. Gute Sache. Der nächste Blick wandert nach unten. Und ich sehe… hm… dass sie nicht gerade die athletischste Figur der Welt ihr eigen nennen kann. Verdammt. „Aber sie sieht eigentlich so süß aus“, denke ich mir. Sie kommt mir näher, mit ein paar Klamotten in der Hand läuft sie in meine Richtung und fragt mich: „Kann ich helfen?“ Dabei strahlt sie über das gesamte Gesicht. Ich bedanke mich und lehne ab. Sie läuft ein paar Meter weiter.

Im nächsten Moment drehe ich um, laufe ihr ein paar Meter nach. Sie kommt an einem Kleiderständer zum stehen. Ideal.
Ich lächle sie an und sage: „Deine Aufmerksamkeit ist außergewöhnlich!“
Sie: „Echt? Findest Du?“
Ich: „Bin ich nicht gewöhnt! Ich bin gerade erst in Deine Nähe gekommen und Du hast mich schon wahrgenommen!“

Über das Kompliment freute sie sich sichtlich und so ergab sich ein ca. 5 minütiger Smalltalk. Woher sie kommt, was sie so macht, sie sei relativ neu in der Stadt. Und ja, sie würde sich gerne mit mir Treffen. Bumm. Passt. Ähhh ja, fast! Sie wisse ihre Nummer nicht auswendig und habe ihr Handy nicht dabei, sagte sie. Aber ganz süß lief sie schnell, um einen Zettel und einen Stift zu holen. Ich scherzte noch: „Das ist bestimmt dieser fiese Trick, den Frauen immer bringen, wenn sie sich den Typen vom Hals halten wollen!“ und zwinkerte ihr dabei zu. Sie bestritt es lächelnd.

Um 20 Uhr habe sie aus und dann schreibe sie mir gleich, sprudelte es nur so vor Energie aus ihr. Ich dachte mir: „Nehme ich Dir sogar ab. So wie Du wirkst. Müsste ich 5 Euro wetten, würde ich das tun. Ich glaube Du wirst Dich melden, so wie Du Dich über mein Erscheinen gefreut hast.“

Wir verabschiedeten uns und so stand es an dem Tag 1 zu 1. Ich spreche derzeit nicht jede Frau an, sondern nur dann, wenn es nebenbei einfach geht. Darüber habe ich ja immer wieder geschrieben. Es gibt andere Prioriäten für mich derzeit, Frauen sind es nicht primär. Ich mache gerade viel mehr die Reise zu mir selbst. Meine eigene Heldenreise. Darüber werde ich demnächst mehr berichten. Es geht um die Mannwerdung. Das ist eine Heldenreise.

An dem Tag ging es dann noch 2 zu 1 aus. D.h. ich habe 2 Frauen angesprochen, davon 1 Nummer bekommen. Das Ganze passierte Samstag. Heute ist Montag. Die Sportgeschäft-Frau meldete sich?

Nicht! Die 5 Euro hätte ich also verloren. Verrückt. Es ist einfach nicht vorhersehbar, auch wenn Du noch so sicher bist. Mein Fehler war nur, dass ich nicht direkt ein festes Date vereinbart habe. Aber es klang so sicher, dass sie sich melden würde. So sicher, dass ich das nicht für nötig hielt. Hinterher ist Mann immer klüger. Frauen ergreifen einfach keinerlei Initiative. Warum auch. Bei dem Überangebot an Männern. Prinzesschen auf der Erbse.

Wir lernen 2 Dinge daraus:

1. Wieder einmal: Auch „nicht dünne“ Frauen flaken (melden sich nicht mehr!). Wozu dann „nicht dünne“ Frauen überhaupt ansprechen?! Nonsens. Sie wissen es genauso wenig zu schätzen wie dünne Frauen. Und da ich auf figurbewusste Frauen stehe, bleibt mein Fokus auch darauf gerichtet. Wenn es sich ergibt, spreche ich zwar auch in Zukunft das eine oder andere Mal eine Frau an, die ein paar Kilo zu viel auf die Waage bringt… wenn sie ansonsten ein wahnsinnig süßes Gesicht hat und eine tolle Ausstrahlung. Aber das bringt es unter dem Strich einfach nicht.
Das ist ein fauler Kompromiss gegenüber meinen eigenen Prioritäten. Letztlich betrüge ich mich damit nur selbst und gebe Menschen eine Chance, die ich eigentlich gar nicht auswählen würde. Nur um dann immer wieder festzustellen, dass die Erweiterung des eigenen Auswahlkreises keinen Mehrwert bietet. Höchstens Kopfschütteln in mir selbst löst es aus. Mag überheblich klingen, was ich nun sage: Aber ich denke mir da tatsächlich immer: „Mensch Mädchen, sei doch froh, dass ich Dich anspreche.“ Wenn sie nun ein graziles Topmodel in Topmodel-Maßen wäre, würde ich das nicht so extrem sehen. Aber hey?! Hey! Schwamm drüber.

2. Gib nichts auf flakende Frauen. Hau ein Ei drüber. Sprich einfach mehr Frauen an. Sprich überhaupt Frauen an. So hab ich das am Wochenende zuvor gemacht. Nicht viele Frauen angesprochen, aber ÜBERHAUPT eine Frau angesprochen. Und deswegen habe ich heute Abend ein Date. Auch mit einem Mädchen, das in einem Kaufhaus arbeitet. Allerdings in einem anderen. 🙂 Hat sich auch zufällig ergeben, das Ansprechen. Auch sie wirkte süß.

Vorhin habe ich in der Mittagspause kurz mit ihr telefoniert. Sie war mega nervös am Telefon. Während dem gesamten Telefonat hat sie gelacht. Fand alles witzig was ich sagte. Wollte unbedingt genau wissen wo wir uns treffen und was wir dann machen würden usw. Sehr süß, wirklich. Ich mag aufgeregte Frauen. Ich mag es, die ihre Vorfreude, die in der Luft liegt, ebenfalls verspüren zu dürfen. Menschlichkeit. Und ich kann dann das tun, was ich am Liebsten tue. Führen. Das ist meine Rolle in dem Spiel. Das ist das, was ich kann. Und das ist das, worin ich mich wohlfühle. Einer Frau Stabilität bieten.

Und für heute gibt es einen Aspekt, der den Fokus vom Date letztens mit Ms. Osteuropa (Date-Review mit Ms. Osteuropa) erweitern soll.
Zuletzt galt mein Fokus während dem Date hauptsächlich folgenden beiden Dingen:
– Langsam sprechen
– Zuhören, die Frau (mehr) sprechen lassen
Und ich denke, dass mir beides sehr gut gelungen ist. Insofern: Check!

Und heute kommt zusätzlich hinzu:
– Für „Knistern“ sorgen, nicht zu freundlich sein! Sie zum Glühen bringen!

2019-05-27

Wie sagte Ms. Osteuropa beim letzten Date zu mir: „Ich bin müde und möchte heim.“
Das ist die freundliche Übersetzung von: „Du Nudel bist so scheiße langweilig, geh mir aus den Augen!“

Kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber als gottgegeben akzeptieren kann ich es. Den Moment einfach zulassen, wie er ist. Ohne Bewertung einfach hinnehmen. Hab ich von Eckhart Tolle gelernt. 😉 Und so besteht die einzige Herausforderung nur noch darin, das Beste daraus machen.

Und das wird mein Ziel heute sein. Warten wir es ab, wie ich mich schlagen werde. Das wäre dann mein zweites Date innerhalb der letzten 3 Wochen. Dafür, dass ich kaum draußen aktiv Frauen anspreche, ist das schon eine ganz gute Quote. Die angezogenen Handbremsen wirken also gar nicht so übel. Was dann wohl erst passiert, wenn ich sie löse und Vollgas das Gaspedal bis zum Bodenblech durchdrücke?! Kommt noch. Ich baue gerade mein Mindset auf.
Und so wie damals in Teil 1 des Projekts Beziehung mit teilweise 4 Dates (mit 4 unterschiedlichen Frauen) pro Woche, muss jetzt momentan auch nicht sein.

Überhaupt hab ich eigentlich für eine „feste“ Beziehung gar keine Zeit, wenn ich ehrlich bin. Mein Körper ist mir wichtiger. Mein Projekt „Maschine“ ist zu wichtig. Ich will den Sixpack um jeden Preis. Und bei all dem Training ist keine Zeit für irgend eine Hypergamie-Tussi, äh Entschuldigung, Hypergamie-Frau. Sorry. Das war jetzt über das Ziel hinaus geschossen, zu pauschal. Es gibt ja auch noch die 0,x % Frauen, die das Hypergamie-Spiel nicht spielen. Denen möchte ich absolut und sicher nicht Unrecht tun. Aber wo soll ich die finden? Ich drehe doch sowieso schon jeden Stein um.

PS: Wann immer ich am Tag eines Dates mit einer Frau telefoniert habe, hat bislang auch jedes Mal das Date stattgefunden. Gutes Omen für heute. Dennoch gilt: Abwarten. Könnte ja ein anderer Typ bis zum Date dazwischen funken. Der hat vielleicht ein tolleres Auto. Oder kann mehr Big Macs im Wettessen verdrücken und ist deswegen cooler oder er ist amtierender Weltmeister im Weitspucken, was weiß ich. 😉

PPS: Klingt unglaubwürdig? Keinesfalls! Ein ironisches unfassbares Beispiel gefällig? Ich hab eine meiner alten Bekanntschaften aus Teil 1 reaktivieren wollen. Eine Frau, mit der ich damals einige Wochen zu tun hatte. Ich hatte die Idee vorgebracht, mit ihr spontan in den Urlaub zu fliegen. Sie hielt das zunächst für einen Scherz. Da sie allerdings selbst sowieso auch noch in den Urlaub wollte, fand sie die Idee doch Klasse. Ich setzte mich ran und suchte ein paar mögliche Destinationen aus. Mallorca. Lissabon. Oder irgendwas in Griechenland sollte es werden. Und als ich dann kurz davor war, den Urlaub terminlich mit meinem Job zu klären… hm?
Telefonierten wir und sie sagte: „Auch wenn das jetzt doof rüber kommt, aber einer Freundin hatte ich vor Dir auch schon zugesagt, dass wir in den Urlaub fliegen könnten. Sie hatte sich nicht mehr gemeldet. Bis gestern Abend. Jetzt muss ich das erst mit ihr abklären. Sei mir nicht böse bitte.“
Ich: „Hm. Dann klär das mal alsbald. Sonst wird das nix. Wenn ich ja sage, dann ist es ein ja. Bis morgen muss ich das wissen, sonst plane ich anders.“
Am Tag darauf kam die WhatApp-Nachricht von ihr. Ich solle nicht böse sein bitte. Es sei nun gerade zeitlich dumm übereinander gelaufen.
Und am Wochenende sehe ich in ihrem WhatsApp-Profil in etwa folgenden Status: „Mit meinem Hasen in der Toskana!“, dazu viele verliebte Smileys und Herzen. Noch Worte Euer Ehren? Nein?! Gut, dann gehört der Zeuge jetzt Ihnen!

Ein ganz persönlicher Dank an den Menschen, dem ich mehr zu verdanken habe, als mir damals klar war

Gestern war ich wieder mal draußen unterwegs, mit meinem Wingman. Der, der auch damals schon oft dabei war. Damals heißt im Teil 1. Wir hatten immer viel Spaß. Er ist noch immer Lebemann, noch immer Single, aber keinesfalls einsam. Er ist wirklich ein besonderer Mensch! Im Nachhinein tut es mir echt leid, dass ich ihn während der Beziehung zeitlich einfach etwas aus den Augen verloren habe. Freunde, Familie, Job, Studium und 2 (nicht einmal eigene) Kinder und die Beziehung. Wie soll das alles gleichzeitig gehen?!

Und es wäre gegangen!

Heute weiß ich wie: Mehr mit allen gemeinsam gleichzeitig machen! Mit Freundin raus, dazu die Freunde und auch die sonstige Familie mitnehmen. Fertig. Alles ist machbar. Aber ich wollte in der Beziehung meine Zeit einfach exklusiv mit meiner neuen kleinen eigenen Familie verbringen. Zweisamkeit erleben bzw. mit den Kindern Viersamkeit erleben. Für mich heißt Liebe nun einmal Liebe. Ganz oder gar nicht. Für mich ist dann jede Minute wichtig, die totale Zweisamkeit. Ob ich das auch in Zukunft so sehen werde… ich weiß es nicht. Keine Ahnung. Vielleicht würde ich zukünftig mit weniger Zweisamkeit auskommen, auf Kosten der Liebe, vermute ich. Traurig einerseits, dieser Gedanke. Schön andererseits, wenn ich mal wieder verlassen werde, zu wissen, dass ich meine eigene Welt nicht aufgegeben habe.

Irgendwie schließt sich das für mich gegenseitig aus, Liebe gegen Unabhängigkeit einzutauschen. Ich weiß wie ich bin und was ich suche. Eine tiefe Beziehung. Eine unumstößliche Basis. Aber vernachlässigen möchte ich MICH selbst nicht mehr. Wenn ich also auch in Zukunft Sport mache und die Frau nicht dabei ist… dann ist das jedenfalls in dem Moment keine Zweisamkeit. Schwierig. Vielleicht bin ich zu extrem im Bedürfnis nach Nähe. Im Vergleich zu anderen Menschen ganz sicher sogar. Aber ich suche ja auch keine normale Frau, da ich kein normaler Mann bin.

Jedenfalls geht das alles solange gut, bis die so unglaublich tolle kleine eigene Familie sich in Luft auflöst. Dann sieht man seinen wahren Kern und seinen eigenen Wert. Und Eckhart Tolle würde sagen, dass sich in so einem Moment eine Pforte auftut. Durch die man durchgehen und sie positiv nutzen kann oder eben wie die meisten Menschen nicht. Man hat jetzt die seltene Chance der Gegenwärtigkeit, zu erkennen, wer man selbst ist und in den Moment zu gehen. Tiefe zu erspüren. Und genau das passierte bei mir. Alles um mich herum war weg. Wohnung. Frau. Kinder. Sogar der Hund. Einfach alles, jedenfalls alles was nicht mir gehörte. Und Menschen gehören uns nun einmal nicht. Sie kommen und gehen wann sie möchten. Aber was bleibt, ist das eigene Ich. Und die Sache ist in diesem Moment nur, ob das eigene Ich mir alleine reicht oder nicht. Ob ich glücklich mit mir selbst bin.

Wenn ja, mögen die Menschen um mich herum zwar gehen, aber ich genüge mir dennoch. Das war bei mir anders. Ich ließ mich so sehr auf die neue eigene Familie ein, dass ich alles vernachlässigte. Selbst mein Studium habe ich um ein Semester verlängert. Der Familie zuliebe. Und habe dabei zwar stets Glück durch die Frau und die Beziehung mit ihr empfunden, den Glauben in mir getragen, dass es mir gut gehe mit dieser Frau und den Kindern. Mit dem Hund. Der Wohnung. Und der weiteren gemeinsamen Lebensplanung.

Dabei habe ich übersehen, dass ich mich zunehmend in die mentale Abhängigkeit begab. Tolle Frau hin oder her. Aber ich habe meinen Wert verloren. Egal wie sie mich gesehen haben mag. Ich gab den Sport auf, achtete weniger auf die Ernährung, weniger auf meinen eigenen Spaß im Leben.

Richtig gemacht, hätte dann auch wiederum die Frau profitiert. Aber das ist erst in zweiter Linie interessant. Wichtig ist zunächst wie es MIR geht. Ich hatte alles an zusätzlich Dingen aus meinem Leben verbannt was mich „unnötig Zeit“ kostete. Unnötig war dabei alles, was nicht zum „sachlichen Weiterkommen“ beitrug. Mein Studium schmiss ich nicht, meine Finanzen auch nicht. Aber ich vernachlässigte Freunde und Familie und soziale Kontakte. Und meinen Körper. Mit dem Resultat den inneren eigenen Wert gen 0 zu fahren. Ein Follower schrieb letztens in einem Kommentar einen schönen Satz, den zitiere ich hier gerne und wende ihn im Sinn etwas abgewandelt an: „Ich lief lachend in die Kreissäge!“

Zurück zu meinem Wingman

Vor einigen Wochen war ich mal abends weg, das war noch in der Beziehung, und habe meinen Wingman gebeten mit dazu zu kommen. Es war echt schön, ihn wieder zu sehen. Es war zu selten. Dafür, dass wir vorher im Projekt Beziehung Teil 1 wie die kleinen Kinder oft Quatsch zusammen gemacht haben, war das einfach zu wenig Wiedersehen. Ich habe mich auch bei ihm entschuldigt dafür und ihm vor ein paar Tagen gesagt, dass ich – falls ich wieder eine Beziehung eingehe – definitiv mehr Kontakt mit ihm halten werde. Mit meiner nächsten Frau gehe ich einfach öfter aus, egal ob in Bars oder Clubs. Und dann lade ich ihn einfach öfter ein mitzukommen, hab ich mir vorgenommen. Oder auch mal so in der Stadt zusammen herum zu laufen, geht ja auch.

Also an der Stelle nochmal: Es tut mir leid, dass ich Dich etwas ins Hintertreffen geraten ließ. Das war nicht korrekt von mir. Ich war blind, ich ließ mich blind machen von dieser Frau. Mein Bewusstsein kehrte ja dank dem Beziehungsaus nun schlagartig zurück. Ich reflektiere viel und denke viel nach über mich. Nicht mehr viel über sie. Sie ist Geschichte, wie Du immer zu mir sagst: „Vergiss sie, klappe das Kapitel zu. Schau nach vorne. Vergiss sie einfach. So wie sie drauf war, war klar, dass das irgendwann passieren musste. Ich hab das gleich am Anfang schon gesagt… abwarten… wie lange das hält. Such Dir die Nächste. Ende. Weg. Aus. Abschalten! Weiter gehts.“

Du bist dank Deiner einzigarten Alleinsein-Mentalität da echt locker und verdammt abgebrüht. Ich weiß, dass Du immer schon im Leben verdammt gut alleine mit allem auskommst und dabei dennoch ein mega sozialer Mensch bist. Du bist ein klasse Typ und ein Mensch, für den ich auch jederzeit nachts aufstehen würde, um Dich aus dem größten Dreck rauszuziehen. Versprochen! 🙂

Du hast mich damals über Monate mental stark unterstützt, ohne es selbst zu merken. Ohne zu nehmen. Du hast nur gegeben. Wir sind um die Häuser gezogen und Du hast mir Deine Welt gezeigt. Die Welt des Fortgehens, Feierns oder einfach nur Spaßhabens. Egal wo. Und wenn wir uns nur zwei Fahrräder ausgeliehen haben und durch die Stadt gefahren sind. Pickupper sind oft alleine unterwegs. Aber Du bist kein Pickupper. Du bist einfach von Natur aus ein Lonesome Rider. Das macht Dich stark, da Du auf niemanden angewiesen bist. Und dank Deiner natürlichen sozialen, extrem witzigen und unterhaltsamen Art, bist Du ein Gute-Laune-Magnet für alle Menschen.

Von Deiner natürlichen lebensfreudigen Ausstrahlung hätte ich gerne eine Scheibe ab. Während Du immer lachst und strahlst und so alles anziehst, das auf gute Laune aus ist, komme ich hingegen immer über den Verstand und über Tiefe an die Menschen ran. Wir sind so unterschiedlich wie es kaum anders gehen kann. Aber ich habe von Dir enorm gelernt. Deine Art hat mich damals angesteckt. Ich wurde immer sozialer. Immer lustiger. Immer offener.

Wären wir nur ein paar Mal zusammen weg gegangen, wären es nur ein paar schöne Abende gewesen. Aber Du hast mich in einer Zeit tiefer Depression dauerhaft anschub-begleitet. Dafür kann ich Dir nur unendlich dankbar sein. Natürlich ist das auch dem Umstand zu verdanken, dass Du direkt in der Stadt wohnst und sowieso immer irgendwo dort unterwegs bist. Und ich nicht weit weg gearbeitet habe und deswegen auch fast jeden Tag in der Stadt war und wir uns an vielen Tagen in der Woche trafen. Oft einfach nur für 30 Minuten auf einen Kaffee. Manchmal auch für zig Stunden in Bars und Clubs. Du hast mir Menschen vorgestellt und mir gezeigt, wie es ist, sich in Bars und Clubs zu bewegen als wäre es das eigene Wohnzimmer.

Die ganze Innenstadt wurde deshalb damals mein Wohnzimmer. Noch heute nenne ich die Innenstadt deshalb „mein Wohnzimmer“. Auch wenn es nach fast 2 Jahren Abstinenz erst einmal wieder mein Wohnzimmer werden muss. Aber ich bin ja schon dabei. Inzwischen bin ich wieder mehrmals die Woche da. Die Menschen erkennen mich zunehmend wieder. Sie begrüßen mich, fragen mich manchmal nach Dir und bestimmt auch umgekehrt. Auch die (oftmals inzwischen neuen) Türstehen erkennen mich inzwischen langsam wieder.

Damals aber war ich nicht gut drauf, kurz vor Beginn des Projekts Beziehung. Ich war ein Haufen Elend. Völlig fertig mit mir und der Welt. Besonders mit der Frauenwelt. Die Sinnfrage an sich ergab schon keinen Sinn mehr. Ich wollte einfach nicht mehr. Aber irgendwann haben sich unsere Wege wieder gekreuzt und wir trafen uns. Zu jener Zeit hatte ich mich noch innerhalb meiner eigenen 4 Wände schon ein gutes Stück aus dem Sumpf gezogen. Eckhart Tolle und so. Aber das war eben nur zu Hause. Nicht draußen.

Ganz bestimmt hattest Du auch Deinen Spaß mit mir. Da Du doch ein Stück älter bist, konnte ich Dir vielleicht auch nochmal ein paar Aspekte aus einem „jüngeren Denken“ mitgeben oder Seiten eines angehenden Pickuppers zeigen. So wie ich das damals betrieb, war das für Dich ja auch neu. Du hast zwar auch ständig Frauen um Dich herum. Aber Du bist einfach ein Natural, wie die Pickupper das nennen. Einer, der „einfach so“ und von Natur aus mit Frauen cool ist.

Später folgte noch ein gemeinsamer Mallorca-Urlaub, den ich hier auch damals literarisch zum Besten gab. Auch dieser Urlaub schob mich im Game nochmal massiv an, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt mental und beim Pickuppen schon relativ weit gekommen war.

Deswegen lass Dir sagen: Danke für alles! Du bist ein toller Mensch!

Korb auf Knopfdruck

Und zum Abschluss noch eine kleine Erzählung zu gestern Abend/Nacht. Wir trafen uns wieder mal in der Stadt, gingen in eine Bar. Und ich hatte mir vorher gedacht… ach ja… heute ziehst Du mal einen Anzug an. Ich hatte schon im Hinterkopf, dass ich am späteren Abend noch kurz auf eine Veranstaltung in einem Edelschuppen gehen würde. Mit Gästeliste und so. Da macht sich der Anzug besser. Ein paar Mal bin ich ja auch darauf angesprochen worden. Anzug fällt auf.

Wir beobachteten die Szenerie. So standen wir dann draußen mit unseren Getränken und plötzlich kam eine Frau auf mich zu und sprach mich an. Ohje. Alarmglocken. Immer verdächtig. Sie war nicht von hier. Ursprünglich auch nicht aus diesem Land. Soweit noch nichts Auffälliges. Aber eine Frau, die Männer anspricht… ist selten. Sie mag meinen Anzug gesehen haben oder vielleicht fand sie auch meinen Wingman toll. Was weiß ich. Mein Wingman und ich hatten jedenfalls Spaß und waren gut drauf. Aber ich mag keine Frauen, die rüber kommen wie selbstbewusste Männer. Also gabs in bester Pickup-Manier von mir erstmal ein oder zwei pfeffrige Kommentare, die ihr klar zeigten: „Ich bin der Mann, Du folgst mir bzw. uns. Wenn Du Spaß haben willst, bist Du hier genau richtig. Aber es läuft nach meinen bzw. unseren Regeln.“

Sie war überhaupt nicht mein Fall. Älter als ich, raucht und war außerdem auf der Suche nach einem Typen, der ihr einen Drink ausgab. Perfekt. Da bin ich der Richtige. Komm nur her. Dann wärst Du die erste Frau in meinem Leben, der ich direkt ein Getränk ausgebe. Hahaha.

Die Konversation lief schon zwei oder drei Minuten. Ich hatte ehrlich gesagt mehr Gedanken bei meinem Handy und meiner Kohle. Du kannst ja nie wissen bei solchen Frauen. Die laufen auf Mallorca auch herum und zocken die (besoffenen) Touristen ab. Dass ich keinen Alkohol trank, sondern nur Bitterlemon auf Eis, glaubte sie mir sowieso nicht. Auch so ein Grund, warum es immer gut ist, seine Sinne beisammen zu haben. Jedenfalls lief das Gespräch auf witzige Art etwas hin und her. Da mir die Frau sowieso egal war, sexualisierte ich das Gespräch sehr schnell in Richtung Silikon-Brüste usw. Ich bin normal nicht so, aber was im Moment zählt ist nur üben üben üben. 😉

Sie irgendwann: „Kann ich mit Euch was trinken?“

Ich: „Klar. Da ist die Bar. Sie gehört Dir. Bestell Dir doch was Du möchtest!“ und habe sie dabei angegrinst.

Ihr hat das nicht so gefallen, wie ich merkte. Hahaha. Nach Zigaretten fragte sie außerdem. Hab ich auch nicht. Ob ich denn keinen Alkohol trinken würde, fragte sie.

Ich, ein bisschen wie zu einem kleinen Schulmädchen: „Nee, schau mal. Zigaretten sind pfui. Alkohol ist schädlich für den Körper. Ich bin ein extrem langweiliger Mann und deswegen achte ich auf meinen Körper. Für mich kommt so Giftzeug nicht in Frage. Ich bin mir wichtig.“

Wieder musste ich einfach nur grinsen. Es war einfach zu lustig mit so einer Frau. Ich bin mir sicher, dass diese Frau für ein paar Drinks alles gemacht hätte. Aber es ist auch lustig mit so einer Situation bewusst zu spielen.

Irgendwann verlor sie das Interesse, zum Glück. Ich holte aber auch echt alle Eiswürfel aus dem Kühlfach, bis sie das verstand. Sie tat gleich zu Beginn auf cool und schleuderte mit (eigentlich gar nicht so) witzigen Aussagen um sich. Wie gesagt, das sind gefundene Elfmeter für einen Pickupper. Da gibts auf jeden blöden Spruch direkt den Konter zurück, aber mit Topping. Am Ende war sie kleinlaut und eigentlich ganz handzahm. Perfekt. Und dann war sie auch schon weg.

Nach einer Weile zogen wir von der Location weiter, beobachteten ein paar Straßenmusiker. Und plötzlich lief da eine Granate um die Ecke. Tak tak tak tak tak. Lange glatte schwarze Haare, High Heels, enge schwarze Jeggings in Lederoptik… einen massiv knackigen Hintern… hrrrrrrrrr… von hinten mindestens eine 9.

Ich: „Schau Dir die mal an. Holla die Waldfee!“

Er: „Wo?! Ah. Mmm… aaahhhh… sprich sie an, wenn Du kannst.“

Ich dachte mir nur: *Wie, wenn ich KANN?*

Ich: „Klar kann ich, aber die ist jetzt schon fast 50 Meter weiter vorne… okay, also bis gleich.“

Ich lief der Dame schnellen Schrittes hinterher, überholte sie und ging dann von vorne auf sie zu. Erst war ich mir nicht sicher, ob sie von hier ist, so wie sie in ihrem Handy suchte und stehen blieb.

Also fragte ich zunächst: „Hi. Sprichst Du deutsch?“

Sie: „Ja, warum?“, und spricht kurz ins Telefon: „Warte mal kurz bitte. Moment.“

Ich: „Schau mal, Du bist da vorne an mir vorbeigelaufen… dabei bist Du mir wegen Deiner engen Jeggings aufgefallen…“, dabei zeige ich mit meiner Hand von oben nach unten auf ihren Körper und blicke sie dabei auch von oben nach unten und wieder nach oben an „… und deswegen muss ich Dich ansprechen, um hallo zu sagen.“

2019-04-26

Sie: „Oh… ja… aber ich muss gleich sagen… ich bin vergeben.“

Da ich keine Interessenssignale bemerken konnte, hab ich es dann dabei gut sein lassen, habe sie nur kurz gefragt was sie heute Abend noch so machen würde, hab ihr einen schönen Abend gewünscht, ihr die Hand gegeben und bin wieder zu meinem Wingman zurück.

Ein Korb auf Knopfdruck. Übrigens hatte sie von vorne ein Gesicht wie eine Puppe. Barbie-Girl. Extrem geschminkt. Sehr gewöhnungsbedüftig, wenn da mal die Sonne hoch steht und es 30 Grad hat, verläuft das ganze Plastik dieser Frau wie eine Qualle an einem Mittelmeerstrand. Aber darum geht es ja gar nicht. Der rote Buzzer wurde gedrückt und ich bin los gelaufen. Passt doch.

1 zu 0. Übrigens notiere ich seit gestern wieder offiziell alle Approaches. Mal sehen, was die Statistik in einigen Wochen sagt. Damals half mir die Statistik, um die Entwicklung nachverfolgen zu können.

Später bin ich noch kurz in den Edelschuppen, sehen und gesehen werden. Und dann nach Hause. War ein guter Abend. Denn in dem Edelschuppen habe ich mit ein paar Mädls gesprochen, die dort arbeiten. Sie standen da alle auf einem Haufen. Wie gerufen. Also hab ich den mega sozialen Typen gespielt, der alle gleichzeitig unterhält. Und dann sagt die Eine doch zu mir: „Sagmal warst Du am Wochende in der Location X?“

Ich: „Hmmm… ja… wie kommst Du darauf?“

Sie: „Ich arbeite dort und war die, die Dich an den Platz geführt hat.“

Ich: „Ohhhh, stimmt. Jetzt erinnere ich mich wieder. Mädls, Ihr müsst wissen, das war so lieb von ihr, sie hat mir einen super Platz organisiert, da ich alleine war… und nicht ganz alleine irgendwo außen sitzen wollte.“

Sie: „Jaaaa… es war ein 4er Tisch und ich hab Dir dann noch extra zwei Frauen dazu gesetzt.“

Ich: *lache*… „Hahaha. Das stimmt. Du Schlingel. Hab ich sofort gecheckt, dass das Absicht war. Aber ich sag Dir was: Das waren zwei Russinnen, die kaum deutsch konnten. Ich konnte mit denen nix anfangen.“

Sie: *lacht*

Dann noch ein kurzer Smalltalk mit allen und ja.. sie hatte irgendwie Interesse an mir, hatte ich das Gefühl. Aber da ich ja jetzt weiß wo sie arbeitet… und sie mir sagte, dass ich einfach mal vorbekommen sollte, wenn sie da arbeitet… sehen wir uns bestimmt wieder… 😉

PS: Gefühlt auf dem besten Weg zurück zur alten Stärke! Yes!

Wieso ist da ein Loch?

Die Frage ist doch, warum wir uns nach dem Ende einer Beziehung gefühlt in einem Loch befinden. Warum da eine Leere entstanden ist, die vermeintlich unbedingt aufgefüllt werden muss.

Heute wird das ein selbstreflexionistischer Artikel. Für meinen neuen Lebensweg ein wichtiger Artikel, ein Schrittchen nach vorne in die Freiheit.

Es ist doch so, dass nach dem Ende gefühlt ein riesiges Loch entstanden ist. Objektiv betrachtet ist das auch völlig richtig. Plötzlich darf ich zwar nicht mehr mit 3 lieb gewonnenen Menschen zusammen meine Zeit verbringen. Muss umgekehrt aber auch nicht mehr auf ihre alltäglichen Herausforderung(ch)en Rücksicht nehmen oder mich engagieren. Es wird Zeit frei. Diese neu gewonnene Zeit ist das gefühlte Loch, das durch die Abwesenheit der gewohnten Tagesabläufe entstand.

Von Würmern in Fallobst

Ich merke, dass derzeit etwas in mir vorgeht. Und ich glaube, dass es sehr gut ist für meine weitere Entwicklung. 2 Jahre zurück gedacht sah es doch so aus, dass ich mich auf dem Höhepunkt meiner Persönlichkeitsentwicklung befand. Ich war selbstbewusster als je zuvor, ich hatte mehr Dates und mehr soziale Interaktionen als je zuvor. Ich hatte viele Frauen kennen gelernt.

Gut, die meisten der betroffenen sog. Frauen würde ich für eine Beziehung nicht einmal gegen Geld haben wollen. Aber egal, darum ging es ja gar nicht. Ganz im Gegenteil, es war mir klar, dass ich all das Fallobst ein Stück weit in mein Leben herein lassen müsste, um unterscheiden können zu lernen zwischen Fallobst und echt knackigen oder gar reifen Früchten. Dass ich mich nun im Nachhinein betrachtet in meiner Erstbewertung meiner Beziehung und des damaligen Beziehungsanfangs geirrt habe, ist wieder etwas ganz anderes. Das soll nicht das Hauptthema sein. Auch da habe ich gelernt.

Ich hielt also zwar kein Fallobst für eine knackige (oder reife?) Frucht, allerdings habe ich nicht gemerkt, dass sich in der vermeintlich tollen Frucht ein paar gehörige Würmer eingenistet hatten. In Zukunft muss ich eben das Obst einmal halbieren oder vierteln und einen prüfenden Blick darauf werfen, bevor ich rein beiße. Selbst Dr. Best würde das bestimmt empfehlen.

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Fakt ist allerdings eben, dass es mir gefühlt verdammt gut ging. Ich hatte das Pickuppen sogar wieder etwas zurück gefahren, weil mir damals zwischenzeitlich sogar Beschäftigungen ohne jegliche menschliche Interaktionen begannen Spaß und Freude zu bereiten. Ich sah mir beispielsweise Filme an. Alleine. Irre, ja. Alleine! Ich schaue normal nie Filme. Wenn dann gar nicht alleine, aber damals tat ich das hin und wieder. Und es fühlte sich richtig toll an. Ich hatte meine eigene Wohnung und war zufrieden und glücklich mit meiner Freiheit. Konnte tun und lassen was ich wollte. Manchmal hatte ich Bekanntschaften, wenn sie allerdings gingen, war ich nie traurig. Denn ich wusste, dass die nächste Bekanntschaft nicht lange auf sich warten lassen würde. Und ich meinem Ziel zur Traumfrau immer näher rücken würde. Zuweilen wurden mir die Bekanntschaften auch zu anstregend, ich erinnere an „die Klette“ oder auch „Fr. Tinder“. Meine Leser von früher kennen die Storys. 😉

Nun, also ich fühlte mich gut und frei. Und dann lernte ich Fr. Schlange kennen und verbrachte mit ihr die schönste Zeit meines Lebens. Hm. Ja, dafür gab es dann zwar die ganz dicke Schaufel zum Schluss, mitten ins Gesicht. Aber eine ganze Weile war es die schönste Zeit meines Lebens, das kann ich so sagen. Sie war meine Traumfrau. Und ein ganz übler Albtraum, das wusste ich jedoch zu Beginn noch nicht. In die Zukunft kann keiner sehen, auch klar. Nicht einmal ich (da ist wieder so ein bisschen dieses übertriebene Selbstbewusstsein – ein gutes Anzeichen!).

So. Nun ist Fr. Schlange weg. bzw. Fr. Schlange ist noch da, aber ich bin weg. Eigentlich ist Fr. Schlange noch da und hat einen anderen an ihrer Seite. Hr. Schlange. Aber da tat sich in mir nach der Trennung ein großes schwarzes mentales Loch auf. Ich merke, dass ich dieses Leid zu kompensieren versuche. Selbstreflexion der schonungslosen Art. Diese Leere muss unbedingt beseitigt werden. Keine Einsamkeit mehr. Hoffentlich. Jetzt. Schnell. „Ansprechen ansprechen ansprechen“, lautet die schnelle Lösung scheinbar. Aber ist es das wirklich wert? Warum denke ich so?

Leere und Fülle

Dass eine Leere entstanden ist, ist objektiv völlig unstrittig. Der Tagesablauf hat sich vollkommen geändert. Das Einschlafen ist ein anderes. Kuscheln mit… niemandem. Das Aufwachen ist ein anderes. Kuscheln mit… niemandem. Dazwischen viel Einsamkeit, trotz der Nähe zu Freunden und zur Familie. Der Magen dreht sich um. Ein beklemmendes und bedrückendes Gefühl. Den ganzen Tag, die ganze Nacht. Aber warum?
Glücklicherweise wird es täglich ein Stück besser. Inzwischen geht es mir recht gut mit der Situation. Hat Gründe, später dazu mehr.

Kurz vor Fr. Schlange, vor ca. 2 Jahren, hatte ich doch auch keine umgedrehten Mägen ertragen müssen und keine beklemmenden Gefühle der Einsamkeit. Dieses aktuell gefühlte Loch existierte damals gar nicht. Wie kann das sein? Fr. Schlange war damals nicht da. Fr. Schlange ist heute nicht (mehr) da. Dazwischen war Fr. Schlange da, gut. Aber davor und danach (jetzt!) nicht. Trotzdem ist da Leere. Warum? Und warum muss ich diese Leere ausfüllen? Oder meinen diese ausfüllen zu müssen? Irgendwie menschlich vollkommen nachvollziehbar und doch grotesk, oder?

Das Fehlen von Fr. Schlange an meiner Seite als Leere zu empfinden bedeutet, dass sie Macht über micht erlangt hat. Zweifelsfrei. Herzensmacht. Gefühlsmacht. Seelische Macht. Diese hatte sie früher nicht über mich ausüben können, schließlich kannten wir einander noch gar nicht. Der Casus Knacktus lautet also an der Stelle also: Möchte ich aktiv und bewusst Fr. Schlange diese Macht übertragen, über meine Leere- oder Füllegefühle entscheiden zu können, entscheiden zu dürfen?

Es kann nur eine Antwort geben: Ein ganz entschiedenes NEIN, verdammt nochmal!

Ganz unabhängig davon, wie sie sich verhalten hat. Verraten und verkauft zu werden ist die dunkelste Form der Zwischenmenschlichkeit. Es ist dann nur noch ein „zwischen“, aber mit Menschlichkeit hat es nichts zu tun. Nein, ganz unabhägig davon stellt sich doch die Frage der Machtübertragung.

Wie kann eine Leere beim Verlust eines geliebten Menschen entstehen, wenn ich doch früher denselben Menschen noch gar nicht an meiner Seite hatte und diese Leere auch gar nicht empfunden hatte und gar nicht empfinden konnte? Wieso fühle ich so? Was sicher ganz normal ist, vermutlich geht es fast allen Menschen so beim Verlust eines geliebten Menschen. Der Punkt ist nur, wie ich nun damit umgehe oder umgehen möchte. Wie ich mich mental damit arrangiere.

Machtübertragung an in der eigenen Realität nicht existente Personen

Wieso sollte die vergangene (Traum)Frau in meinen Gedanken so einen hohen Stellenwert genießen, dass ich sie vermissen müsse und solle. Sie interessiert es genau genommen einen feuchten Dreck wie es mir geht. Ganz so ist es vielleicht auch (noch) nicht, aber im Prinzip ist es so. Sobald all der restliche sachliche Kram erledigt ist, ist es so. Muss es so sein und wird es so sein, alleine schon deshalb, weil ich einen Fullstop mache. Jeglichen Kontakt abbreche. Das ist meine Art im Projekt Beziehung immer gewesen.

Wieso liefere ich solch eine Veranstaltung geistiger Machtübertragung ab? Ohne wenigstens – wenn schon – Eintrittsgelder dafür zu nehmen. Ich zünde gedankliche Feuerwerke der Einsamkeit, Traurigkeit und der Würdelosigkeit. Wieso?

War ich vor Fr. Schlange einsam, traurig, würdelos? Sicher nicht! Es ging mir gut. Ich befand mich in keiner wirklich festen Beziehung, insofern gab es nicht den Halt einer echten verbundenen Zweisamkeit in meinem damaligen Leben. Somit auch sicherlich nicht die höchste Form der Zweisamkeit. Aber von Einsamkeit war ich weit weg. Fr. Schlange turnte zu diesem Zeitpunkt ebenfalls durchs Nachtleben, trotz „laufender“ Ehe. Alleine. Mit ihren so aufrichtigen Freundinnen. Ihr wisst schon, die die immer Feiern gehen wollen (und ihre Partner ebenfalls zu Hause sitzen lassen). Also diese echten wirklichen Freundinnen. Die es ganz ehrlich mit ihr meinen. Also wirlich ehrlich. Wo es nur um die Freundschaft und seelische Verbundenheit geht. Nicht ums Feiern, klar oder.

Wie sie heute immer noch sagt, sind das ihre echten vielen Freundinnen und Bekannten. Deswegen hat sie auch diese Menschen jetzt jüngst alle wieder in ihr Leben gelassen, wie sie mir erst die letzten Tage „stolz“ erzählte. Sie könne gar nicht nachvollziehen, warum sie manchen Kontakt „nur wegen mir“ abgebrochen hätte. Das hätte sie nie tun sollen, ist sie sich sicher. Klar. Ich habe ihr die besten und aufrichtigsten Freundinnen und Freunde (!) der Welt vorenthalten. Ich bin schon ein ganz schlimmer Mensch, wie konnte ich nur. Besser wäre wohl gewesen, ich hätte direkt ein paar Damen aus dem Laufhaus organisiert und mit zum Feiern in ihre Gruppe geschickt. Und wäre selbst zu Hause geblieben, wie die anderen (Ehe)Männer der Frauen-Runde. Anderes Thema. Zurück zum Text.

Objektive vs. subjektive Leere

Nun. Natürlich ist da eine Leere. Die oben beschriebene objektive Leere. Aber Zeit hat auch etwas ganz Besonderes an sich. Sie vergeht objektiv immer gleich schnell. Egal was wir tun. Ob wir Sinnvolles oder Unsinniges machen. Zeit vergeht. Und manchmal wissen wir nicht, was wir mit der Zeit anstellen sollen. Wir fangen an den Kopf gegen die Wand zu hauen, immer wieder. Weil uns langweilig ist. Oder schlimmeres. Zum Beispiel weil wir uns verlassen fühlen. Einsam sind. Alleine. Traurig.

Aber das ist nicht die objektive Leere um die es geht. Die objektive Leere füllt sich automatisch aus. Ob wir das wollen oder nicht. Egal was wir tun, 24 Stunden gehen nach einem Tag vorüber. Also ist die Frage nicht in objektiver Hinsicht zu stellen, sondern in subjektiver. Aus subjektiver Sicht empfinden wir Leere dann als Leere, wenn wir nicht wissen was wir mit der „neu gewonnenen“ Zeit überhaupt anstellen sollen? Diese zusätzliche Zeit fühlt sich so unnütz an. Am liebsten wollen wir sie gar nicht. Lieber die Zeit wieder schnell zurück bringen, an den Absender, auch ohne Pfand dafür zu bekommen. Motto: „Danke, aber diese Zeit will und brauche ich nicht.“

Zu kurz gedacht. 24 Stunden sind 24 Stunden. Völlig klar. Subjektiv liegt es jetzt an mir, was ich aus der „neuen“ Zeit mache!

Krafttraining? Lesen, wenn ja, was? Wieder Filme schauen? Vielleicht doch wieder mehr auf Studium konzentrieren? Videos über Persönlichkeitsentwicklung und Pickup schauen? Zeit mit der Familie und Freunden verbringen und all die Menschen besuchen, die in den knapp 2 Jahren mit Fr. Schlange zu kurz kamen? Allerdings nicht die falschen Freunde, ihr wisst schon, sondern die guten, die richtigen. 😉 Oder einfach raus gehen und wieder pickuppen, Basketballspielen und Körbe kassieren? Egal was. Es liegt an mir, was ich tue.

Je schneller ich verstehe, dass die neue Zeit genauso kostbar ist, wie die Zeit, die ich ausschließlich Fr. Schlange gewidmet habe, desto schneller kommt die Qualität von damals wieder zurück in mein Leben. Ein Leben in (nahezu) völliger Zufriedenheit. Nämlich deshalb, weil ich wusste, dass ich nicht unbedingt eine Partnerin brauche. Weil ich mich alleine mit mir schon außerordentlich geborgen und glücklich fühlte. Geborgenheit durch Selbstzufriedenheit.

Dahin soll es wieder gehen. Und wenn ich in mich rein horche, merke ich – besonders aufgrund der jüngsten Ereignisse der letzten Tage – dass ich auf dem besten Weg dahin bin. Sicherlich am Anfang des Weges. Aber auf dem besten Weg. Ich glaube, dass ich losgelassen habe, nachdem die letzten Tage Fr. Schlange nochmal on top ganz bestimmte weitere Dinge tat. Ob ich die in einem eigenen Artikel beschreibe, weiß ich noch nicht. Aber sie haben mich angewidert, diese Geschehnisse. So sehr, dass ich nicht einmal mehr vom Loslassen spreche.

Ich bin inzwischen schon einen Schritt weiter als loszulassen. Ich habe bereits losgelassen. Es arbeitet viel in mir. Jeden Tag und jede Minute. Und ich spüre, dass ich wieder auf den richtigen Weg zurück komme. Der Weg, auf dem ich im Vordergrund stehe und wieder der Hauptdarsteller bin. Frei von gedanklicher Machtübertragung an einen anderen Menschen, dem Macht über mich in keiner Weise mehr zusteht und der diese obendrein auch nicht (mehr) mir gegenüber beansprucht. Also wozu das Ganze dann? Wozu so denken und fühlen, dass da Leere ist, „nur“ weil SIE nicht mehr da ist? Diese Macht über mich steht ihr nicht zu. Diese neue Leere kann aufgefüllt werden oder auch einfach als Leere akzeptiert werden. Ein Glas muss nicht immer gefüllt sein. Es kann auch einfach leer dastehen und ist trotzdem nicht traurig. Weder das Glas noch der Beobachter müssen traurig sein. Wichtig ist, dass das Glas bereit ist, gefüllt zu werden, wenn es Zeit dafür ist.

PS: Irgendwie wurde das hier jetzt – ganz ungeplant – ein bisschen ein versönlicher Artikel im Stile des Philosphischen Sonntags ©.

Als wenn ich Korbflechter wäre

Heute (in der Nacht) doch noch ein Artikel, sehr müde aber weil ich morgen vermutlich keinen schreiben werde…

Ich war heute draußen, mehrere Stunden zum Daygamen. Ich wollte wirklich was reißen. Gas geben bis zur Erschöpfung, bis zum totalen Erfolg. Ich wollte eine Datezusage.

Meine Woche ist dicht bepackt mit Terminen oder sonstigen Verpflichtungen. Also bleiben nicht viele Zeitfenster, um für einen zählbaren Erfolg zu sorgen. Heute war so eine Möglichkeit. Ich hatte früh Schluss gemacht mit der Arbeit und bin in die Stadt gefahren, um mich wie in besten Zeiten (vor 3 Jahren) in die Untiefen des Pickuppens zu begeben.

Ich rechnete mit Körben. Ich rechnete mit einigen Körben bis zum Erfolg. Ich war auf viele Körbe eingestellt. Jeder Korb ist an sich ein positives Erlebnis, denn es bringt mich (alleine schon statistisch) dem nächsten Date näher. Mit zunehmender Korbanzahl steigt die Wahrscheinlichkeit für den nächsten Treffer.

Und deshalb gab ich den gesamten Nachmittag und Abend nicht auf, bis mir der Erfolg glücken sollte. Oder? Eben nicht!

Ich holte mir 18 Stück ab

18! Satte 18! Ich könnte zum Korbflechter werden. Wer soviele Körbe bekommt, kann das zum Beruf machen!

Es gab zwei kleine Lichtblicke dabei. Einmal hatte ich eine 7,5 im Gespräch, eine echt tolle Frau. Wir lachten ab Sekunde 1 und unterhielten uns prächtig. Hauptsächlich über Mode und unsere Herkunft. Sie bewunderte meinen Mut und bedankte sich fürs Ansprechen. Sie würde sich sehr gerne mit mir treffen, sagte sie. Sie merke auch, wie gut wir uns verstehen würden. Sie könne nur leider nicht, sie heirate noch dieses Jahr. Sie entschuldigte sich mehrmals dafür, dass es zwischen uns kein Date geben könne. Sie ermutigte mich genau so weiter zu machen, so sympathisch Frauen anzusprechen. Ich beruhigte sie und erklärte, dass das doch kein Problem sei und wünschte ihr für ihre Beziehung alles Gute. Das war mal ein mega netter Korb.

Dann gab es noch ein zweites kleines Highlight. Eine 20 jährige Studentin, ich würde ihr eine 8 geben. Eine echte Waffe, wie Witz vom Olli (einfach mal auf Youtube danach suchen! Geheimtipp!) sagen würde. Auch da hat sich von Anfang an eine Verbindung ergeben, sie stellte viele Gegenfragen (ungewöhnlich!). Da es so gut lief, fragte ich sie, ob sie spontan Lust hätte mit mir ganz ungezwungen für eine halbe Stunde auf einen Kaffe zu gehen. Sie sagte sofort zu, mit dem Zusatz: „Wenn es Dir nichts ausmacht, dass ich einen Freund habe.“ Buh!

Mit dem Thema Partner von Frauen habe ich doch gerade selbst erst leidliche Erfahrung machen müssen. Als „Freund“ einfach durch einen neuen „Freund“ ausgetauscht zu werden. Ich spürte sofort eine innere Blockade bei dem Gedanken, dass sie einen Freund hatte. Mir fehlt an der Stelle auch die Erfahrung, mit so einer Situation beim Ansprechen umzugehen. Sie wäre spontan mit mir in ein Café gegangen, obwohl sie einen Freund hatte. Darauf war ich mit meinem Pickup-Werkzeugkasten nicht eingestellt. Das kommt dann wieder mit der Zahl der Approaches. Normalerweise läuft so eine Situation beim Pickuppen unter dem Motto „Sie hat einen Freund? Na und, mir egal! Ich will Dich ja nicht heiraten!“. Ich bin aber kein klassischer Pickupper. Ich habe keine Lust (mehr!) auf ausspannen und ausgespannt werden.

Im Nachgang sagte Herr van Onnetuschn am Telefon zu mir, dass ich es hätte machen sollen. Die Situation annehmen, einfach um Spaß zu haben. „Vielleicht wäre ja was gegangen!“, meinte er. Ja. Aber moralisch auch einfach irgendwie nicht in Ordnung. Andererseits weiß ich ja wie es läuft: Wenn eine Frau unzufrieden mit ihrer Beziehung ist, dann macht sie so etwas. Wenn sie glücklich wäre, gäbe es da keine Chance. Ich bin mir innerlich auch im Nachhinein uneinig, was nun „besser“ gewesen wäre – für mich. Es wäre mein erstes „Date“ (wenn auch nur ein sog. spontanes Date) nach Fr. Schlange gewesen. Ich glaube auch nicht, dass da „mehr“ draus geworden wäre. Aber zum Üben…? Hm… Immernoch uneinig innerlich. Moral gegen meine persönliche Entwicklung einzutauschen? Ich hab keine Ahnung.

Im damaligen Projekt Beziehung (Teil 1) hätte ich es gemacht. Weil ich um jeden Preis jede (!) nur erdenkliche Lernsituation annehmen wollte. Das hatte mir einen enormen Schub gegeben, was meine Persönlichkeitsentwicklung betrifft. Selbst aber das „arme Schwein“ zu sein, das betrogen wird… prägt. Ja ich weiß, Selbstmitleid schon wieder. Aber so ist doch die Realität!

Nun, das waren jedenfalls auch schon die beiden Highlights des Tages. Alle anderen Situationen waren mehr oder weniger schnell abgehandelt. Ich war aber heute auch nur direkt unterwegs, d.h. ich habe keine indirekten Ansprachen gemacht. Sämtliche Approaches im Stile von „Hi. Ich hab Dich gerade an der Rolltreppe runter fahren sehen und finde Dich extrem attraktiv. Mein Name ist…“, verbunden mit meiner ausgestreckten rechten Flosse.

Insgesamt sollte es heute 18 Körbe geben. 18? 18! 18 Körbe ohne einen einzigen zählbaren Erfolg? JA! Kein Plan warum. Ich hatte damals auch mal ein paar schlechte Tage dabei, aber 18 mal in die Mülltonne greifen zu müssen, passierte mir also nur höchst selten. In der Regel wurde Durchhaltevermögen immer vom Schicksal belohnt. Heute nicht. Obwohl ich gerade derzeit ein Erfolgserlebnis gut brauchen könnte.

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Zurück bleiben in mir folgende Erkenntnisse:

  • Keinerlei Ansprechängste (absolut hervorragende Grundvoraussetzung!)
  • Ich hab es gemacht! (Tschakka!) Und zwar immer weiter! Korb für Korb, über Stunden!
  • Ich wollte den totalen Erfolg, bis zur Erschöpfung! D.h. die Selbstmotivation ist vollkommen da.
  • Selbst die vielen Körbe haben mir insoweit gut getan, als dass sie mich von meiner gegenwärtigen Situation des kürzlichen Aus meiner Beziehung sehr abgelenkt haben. Ich fühlte mich während der Approaches wesentlich besser als zuvor. Auch jetzt, während ich diese Story schreibe, geht es mir besser als noch den halben Tag bis zum Beginn des Daygames.

Aber 18 Körbe?

Ich habe nicht alle Zahlen von damals im Kopf, meine mich aber an eine Quote von ca. 8 oder 9 zu 1 zu errinnern. D.h. auf ca. 8 oder 9 Approaches habe ich eine Telefonnummer bekommen. Entsprechend konnte ich durch zweimal Daygamen meistens 1 oder 2 Dates generieren.

Liegt es am Klamottenstil?

Beim nächsten Mal werde ich es im Businesslook versuchen, Stoffhose mit weißem Hemd. Letztes Wochenende beim Clubgamen hatte ich das so gemacht. Das war heute anders. Heute trug ich eine enge Jeans mit einem dunklen Hemd über der Hose. Aber auch das war nicht anders als damals, vor 3 Jahren. ich hatte eigenlich mit allen Klamotten und Farben meine Erfolge.

Keine Ahnung ob das einen Unterschied machen wird. Oder ob es an meiner mentalen Situation und demzufolgen einer möglicherweise verkorksten Ausstrahlung liegt? Wir werden sehen.

Ich gehe nun schlafen, müde vom vielen Umherlaufen. Aber auch ein bisschen stolz auf mich selbst. Immer weiter gemacht zu haben. Und irgendwann ist auch mal wieder eine dabei, mit der nicht nur eine Verbindung da ist, sondern die auch nicht vergeben ist. Über die 18 Körbe lache ich. Ich finde es tatsächlich lustig. Die Freude überwiegt alles andere deutlich. Das ist wirklich kein Problem für mich. Aber ich mache mir natürlich Gedanken, wie ich das verbessern könnte. So viel Aufwand für 0 Erfolg? Uncool.

Früher hab ich oft indirekt angesprochen. Mehr im Stil von: „Hi, dieses Dingsda, das Du da in der Hand hast… weißt Du ob das gut ist?“, beispielsweise wenn sie im Schreibwarenladen steht und gerade etwas in der Hand hält. Durch solche Ansprachen ergeben sich in der Regel längere Gespräche, falls ich der Frau dann nicht recht schnell klar mache, dass es mir eigentlich nicht um den Gegenstand geht, sondern um sie. In dieser Zeit kann ich Vertrauen aufbauen, weil sie zunächst noch nicht sofort realisiert, dass das hier ein Flirt werden soll. Der Einstieg sieht schließlich auch nicht nicht Flirten aus. Manchmal verballerte ich damals auf diese Art 5 oder gar 10 Minuten. Um dann zu erfahren, dass sie einen Freund habe und sich deswegen nicht treffen könne. Aber das Gespräch sei so sympathisch verlaufen, deswegen habe sie sich gerne mit mir unterhalten. Mich nervte das oft. Zeitverschwendung. Deswegen wollte ich heute Vollgas geben. Alles direkt machen.

Hm. Mir fehlt einfach die Übung. Ob dann direkt oder indirekt, ist wohl eine andere Frage. Vielleicht beim nächsten Mal doch wieder gemischt?

Neue Woche, neues Glück

Es ist Montag. Es ist eine neue Woche. Und damit eine neue Chance. Gute Miene zum bösen Spiel machen? Zuversicht mit Gewalt erzwingen! Ich möchte den toten Punkt überwinden. Ich fühle mich mental nach wie vor gerädert, spüre jedoch auch sehr vereinzelt aufflackernde Lichtblicke. Es existieren hier nur zwei Möglichkeiten. Entweder ich falle zurück ins Negativdenken und in depressive Stimmungen oder ich wehre mich um jeden Preis gegen die verdammten Klauen des Satans. Er versucht mich wiederkehrend zu packen und zu sich in die Hölle zu ziehen. Das spüre ich doch. Diese kalten an mir zerrenden Klauen. Darum muss ich ihm entkommen. Also strample ich und renne um mein Leben. Derzeit komme ich zwar kaum vom Fleck, solange ich jedoch rudere und strample, kann ich nicht von ihm gepackt und aufgefressen werden.

So, genug der Metaphern. Auch wenn sie noch so zutreffend meine Gegenwärtigkeit beschreiben mögen. Die letzte Woche war im Rückblick betrachtet ganz passabel. Ich war viel draußen, zwei Mal zum Clubgamen am Wochenende. Schlafmangel inklusive. Morgens kann ich nicht so lange schlafen, spätestens um 08:30 Uhr wache ich in der Regel auf, egal wann ich vorher ins Bett gegangen bin. Das ist vermutlich ein Resultat der Gewohnheiten der beiden Kinder in meiner letzten Beziehung, die Beiden standen spätestens 08:30 Uhr auf. Alles ganz normal für Kinder und natürlich vermisse ich das.  Meine innere Uhr scheint sich darauf eingestellt zu haben, über all die Monate. Entsprechend ziehe ich es vor, nicht so lange weg zu gehen.

Je später die Nacht…

Andererseits weiß ich, dass die größten Chancen der Verführung in den ganz ganz späten Nachtstunden (bzw. ganz frühen Morgenstunden) zu finden sind. Ich möchte das meines Körpers und meiner Gesundheit willen eigentlich nur nicht. Vielleicht muss ich mich aber auch dazu doch zumindest hin und wieder hinreißen lassen. Bis morgens im Club zu bleiben! So blöd das einerseits klingt und eigentlich auch ist, aber mit steigendem Alkoholpegel werden die Frauen enthemmter und öffnen sich leichter. Es ist nicht mein Alkohopegel gemeint. Ich trinke bekanntlich keinen Alkohol beim Weggehen. Auch sonst kaum. Widersprüchlich ist daran nur, dass ich genau genommen so eine Art von Frauen gar nicht an meiner Seite haben möchte… eine Frau, die bis in die Puppen feiern geht und sich mehr oder weniger zuschüttet mit Giftcocktails. Alkohol ist nun einmal ein Nervengift. Wer das für sich in größeren Mengen benötigt, auch um enthemmt zu sein, ist über all… nur nicht bei sich selbst…

Ich bin bei mir. Muss jedoch mit dem Problem der Widersprüchlichkeit zurecht kommen. Frauen kennenlernen? Ja! Wo? Gute Frage, denn nirgends außer in der Nacht beim Clubgamen ist eine höhere Dichte an attraktiven Frauen auf so engem Raum gegeben. Dichte in zweierlei Hinsicht. Das ist das Ying und Yang an der Sache. Daygamen ist im Gegensatz dazu schön und gut, allerdings muss ich viel und lange umher spazieren, um eine Frau zu erblicken, die mich optisch wirklich anspricht. Das sind die alten Vorteile und Nachteile zwischen Day- und Clubgame. Tagsüber kannst Du die „normalen“ kennen lernen, nachts dafür umso mehr oder leichter attraktive Frauen, schlicht aufgrund der vorhandenen Auswahl.

Ich denke, dass dieses Dilemma keiner Lösung zugeführt werden kann. Und so wandle ich weiterhin auf parallelen Pfaden. Tagsüber, zumindest wenn es die Zeit zulässt, werde ich das maximal Mögliche versuchen. Nachts werde ich weiterhin Bars und Clubs aufsuchen. Und so habe ich mir vorgenommen, während der Woche nach der Arbeit jeden Tag zumindest kurz in ein oder zwei Supermärkte zu marschieren, um mir dort meine tägliche Portion Körbe abzuholen. Falls ich denn überhaupt passable Frauen erblicke. Und irgendwann auch wieder einen Treffer landen. Bislang hat sich seit dem Ende der Beziehung kein Date ergeben. Zu gering war bislang auch die Zahl der angesprochenen Frauen, dessen bin ich mir bewusst. Ich muss die Schlagzahl erhöhen, das galt damals schon und ist noch heute das alles entscheidende „Allheilmittel“. Irgendwann kommt wieder der (erste) Treffer. Und für mich ist derzeit in erster Linie wichtig, mich abzulenken von meiner kurzfristigen Vergangenheit.

Wo wir wieder beim Ankämpfen wären. Ankämpfen gegen die Traurigkeit. Ankämpfen gegen die Einsamkeit. Auf einem Date bin ich zumindest physisch nicht einsam. Davon auszugehen, dass das erste nächste Date gleich mit meiner Traumfrei stattfinden würde, ist selbstredend töricht. Es werden wahrscheinlich viele Dates folgen müssen. Dazu werde ich viele Körbe entgegen nehmen müssen und auch eine Menge Dates durchlaufen. Allerdings verhielt es sich auch in der Vergangenheit so, dass mir immer wieder vereinzelte schöne Momente und Erlebnisse widerfahren sind. Diese Erlebnisse halfen mir damals – vor über 3 Jahren – über meine schwere Zeit hinweg. Und das half mir enorm. Denn auf diese Art zog ich mich weiter und weiter aus dem Treibsand heraus, der mich stark nach unten niederzuwürgen drohte.

2019-04-01

Ich werde also abends nach der Arbeit täglich zumindest für einen kurzen Abstecher in Supermärkte sehen und versuchen mein Glück zu erzwingen. Im Wissen, vermutlich zunächst gar nicht meine Traumfrau finden zu können. Weil ich dazu mental wohl noch gar nicht bereit bin. Ganz ausschließen kann ich es allerdings auch nicht. Und deshalb möchte ich offen sein für alles, am Meisten jetzt zunächst einmal für mein erstes Date nach fast 2 Jahren. Gute Miene zum bösen Spiel machen. Das Glück erzwingen. Und vielleicht auch dadurch den Erfolg herausfordern und provozieren. Alles versuchen. Wer alles versucht, kann viel verlieren. Wer nichts versucht, hat bereits alles verloren. Keine Zeit fürs Trauern verlieren, trauern kann ich später noch. Dann nämlich, wenn ich wieder einigermaßen glücklich bin, so ist die Hoffnung. Wer kann schon trauern, wenn er glücklich ist? Genau deshalb!

Ich taufe Dich auf den Namen „Fr. Schlange“

Gestern erschien mein neuester Philosophischer Sonntag ©. Darin ging es bereits fast ausschließlich um Sie. Um Verhaltensmuster. Ein Stück weit auch um Ursachenforschung. Größtenteils um Beobachtung meines Erlebten. Und auch um mein eigenes Durchleben des gerade geschehenen Crashs.

Und ich nannte sie Fr. Schlange. Die Story kann ich jetzt sicherlich nicht mehr mit einem großen Spannungsbogen aufbauen. Es geht ja zuletzt nur um sie. Ich möchte der Schlange aber dennoch einen eigenen Blogbeitrag widmen. Vielleicht mein Abschiedsbeitrag an sie. Ich weiß es nicht. Innerlich bin ich zwiegespalten. Einerseits möchte ich irgendwie verstehen lernen was denn überhaupt los war. Und was mein Anteil an der Geschichte ist. Wo ich als einer der beiden Hauptprotagonisten eigentlich geblieben bin. Andererseits habe ich Angst diese Zeilen zu schreiben, Angst davor, dass ich dadurch oder danach wieder einfach nur traurig bin und wieder ganz tief runter gezogen verharre. Ich fühle mich, als wäre ich noch immer im Traum. Ein Albtraum der ganz besonders miesen und schlechten Sorte. Als wäre ich mit dem Flieger irgendwo im Dschungel abgesetzt worden und muss nun schauen, wie ich wieder in die normale Welt zurück gelange.

Mir ist bewusst, dass ich mich damit in eine Opferrolle begebe. Dieses Mindset (neudeutsch) ist nicht sonderlich hilfreich für die erfolgsreiche Vorwärtsbewältigung, völlig klar. Es hilft mir aber im Moment auch nicht, so zu tun als müsste ich nur 3 mal laut aus dem Fenster rufen, dass ich der Größte sei und alles gut wäre. Es ist nichts gut. Gar nichts. Und ich bin nicht der Größte. Nicht mehr. Ich war es. Was sicherlich auch mitursächlich war für das Scheitern. Sie hatte mich aufgebaut, konsequent und stetig. Über die ganze Zeit der Beziehung hinweg. Natürlich wurde ich dann selbstsicher. So selbstsicher, dass ich nicht mehr realisieren konnte, dass in ihr irgendetwas einen anderen Lauf nahm, als außerhalb von ihr. Und ich mich davon entwickelte. Wie auch immer das möglich gewesen sein konnte. Es fühlte sich genau nach dem Gegenteil an.

Ein schlechtes Drehbuch

Das alleine rechtfertigt dennoch nicht die Geschichte. In Hollywood würde ich als Lektor des Drehbuchs sagen: „Ja gut, und was soll der Mist. Warum hat die Frau das getan? Sie hatte doch nie ernsthaft mit ihm über ihre Probleme geredet. Was ist das für eine einseitige Story? Wo bleibt der Gegenpart? Der Gegenschlag? Wo ist das Drama? Die Geschichte ist ja einfach aus, ohne sich nach außen hin je aufgebaut zu haben. Die Story kauft Dir niemand ab!“

Vor etwas über 2 Jahren hatte ich mal angekündigt, an wesentlichen Stellen meines Selbstfindungsweges Frauen nicht mehr anonym zu beschreiben, sondern sie zu pseudonymisieren, siehe meinen alten Beitrag Frauen in Pseudonymen. Jede Frau hat ein eigenes Gesicht, also sollen die wesentlichen Frauen auf meinem Weg auch einen eigenen Namen erhalten. Meine EX-Freundin (man beachte das große „EX“) wird nun auch mit einem eigenen Namen von mir getauft. Du bist jetzt Fr. Schlange. Und so soll es sein.

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Fr. Schlange, nenne ich sie hier, doch ohne Groll und erst recht nicht mit so etwas wie Hass in mir. Ich bin ein friedlicher und im Kern äußerst sensibler und ruhiger harmoniebedürftiger Mensch. Manchmal komme ich aus mir raus und kann auch mal stakkatoartig Plappern. Das habe ich wohl auch zu oft gemacht in der Beziehung. Aber so war ich nicht, als ich noch Pickupper war. Und auch nicht, als ich sie kennen gerlernt hatte. Meditationen sei dank. Ich hatte ich mich davon losgelöst mein eigenes Ich nach vorne zu stellen, früher war das bestimmt anders. Ich wurde wieder unbewusst und unachtsam. Niemals böse, ganz im Gegenteil. Immer mit der großen Absicht, das Beste für mein Gegenüber zu wollen. Für sie und die Kinder. In dem Fall war sie wohl leider mehr zu meinem GEGENüber als zu meinem MITüber geworden, aus ihrer Sicht. Jedenfalls zum Schluss. Und so ist Fr. Schlange mein ganz persönlicher harter Schlag im Leben, an dem ich vielleicht noch lange taumeln werde. Ich hoffe es nicht. Mike Tyson lässt grüßen. Dong!

Du hast falsch gespielt. Du hast überhaupt gespielt. Ich nicht. Nie spielt. Im Leben nicht (mehr) und mit Dir niemals. Ich habe Dich immer gefühlt und geliebt. Ich habe Dir nicht nur mein Herz geschenkt, ich habe mein Herz auch Deinen Kindern geschenkt. Die gar nicht meine waren. Aber zu meinen wurden, Schritt für Schritt immer mehr. Alles dahin. Auf und davon. So weit der Wind Dich tragen kann. Warum sagtest Du nie etwas? Warum musste es dazu kommen? Echt Antworten werde ich nie erfahren. Und selbst wenn, ist nicht gesagt, dass sie mir für die Zukunft helfen würden. Antworten erzeugen neue Fragen. Ist so.

Die nächste Frau mag vielleicht wiedrum alles an mir so lieben, wie ich bin und wer ich. Ohne oder mit Veränderungen an mir selbst, egal welchen Weg ich für mich bis dahin gehe. Keiner kann in die Zukunft sehen. Das Ende und alles war einfach nicht nötig. Das war alles so unnötig, wirklich. Dein falsches Spiel, die Hinterlistigkeit in meinem Rücken. An meinem verwundbarsten Punkt, meinem Vertrauen, hast Du zugebissen wie eine Schlange. Ich hatte von Anfang an Skepsis ob Deiner Lebenslinien, ob Deinem Verhalten und ob Deinen und damit unseren Grundvoraussetzungen.

Aber ich hatte mir durch das Pickuppen und meinen vorangegangenen Weg der Selbsterkenntnis beigebracht, mich wertfrei zu verhalten. So gut es nur geht. Nicht mehr zu (ver)urteilen, sondern zu beobachten. Zu akzeptieren was kommt im Leben. Frei, mit offenen Armen dem warmen Wind der Sonne entgegen zu gehen und dabei den wohltuenden Duft eines sonnigen Lavendelfeldes in der Nase zu spüren. Egal ob Du schon mehrmals verheiratet sein mochtest, Kinder hattest oder auch keine mehr bekommen konntest. Alles geschenkt.

Ein Wahnsinn, im Rückblick betrachtet, wie ich dafür so ins Abseits rücken musste. Da ist sie wieder, die Opferrolle, ich weiß. Tut mir leid. Aber Dein Biss in meinem Rücken sitzt hart und kam extrem platziert und plötzlich. Und ich spüre in meiner Lendenwirbelsäule noch immer die giftigen Zähne, wie sie sich durch mein offenes und frei zugängliches Fleisch gestoßen haben. Deswegen Fr. Schlange. Nur deswegen.

Ich bin Dir dankbar für alles. Selbst für den Betrug. Mehr aber für fast die gesamte Zeit. Ich weiß nicht wie lange das mit dem Schauspiel ging. Ich nehme an, dass es ein paar Monate waren. Vielleicht 2 oder 3 oder 4. Du hast sehr gut geschauspielert, so gut, dass ich es erst ca. 4 Wochen vor dem Ende merken konnte, dass irgendwas in Dir nicht ganz passt. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass Du einen Anderen parallel kennen gelernt hast und zweigleisig fährst

Aber die restlichen ca. 1,5 Jahre waren atemberaubend schön. Du warst meine Traumfrau, das definitiv. Du warst mir gegenüber vollkommen und perfekt. Das hätte ich mir nie zu träumen gewagt, dass ich so etwas je über eine Partnerin sagen würde können. Umso härter ist der Schmerz. Sogar den Betrug hätte ich Dir im Nachgang noch verzeihen können, mit harter Arbeit an uns beiden, letztlich nur im Sinne für uns beide. Auch das mag verrückt klingen, kann sich mancher Außenstehender denken. Vielleicht bin ich verrückt, ja. Aber auch hier finde ich die Ursache meiner eigenen Art in der Spiritualität und Eckhart Tolle. Es sollte jedoch nicht nur ein Betrug werden. Es sollte das werden, was Du immer tatest. Ein nahtloser Partnerwechsel. Damit war zum zweiten Mal für uns jede Chance vertan, alles gut zu machen. Die erste Chance ergab sich, als Du merktest, dass Dir irgendetwas zwischen uns nicht mehr ganz passt und Du offen und empfänglich für Gefühle mit einem anderen Menschen wurdest. Die zweite Chance ergab sich, als ich merkte, dass irgendetwas zwischen uns nicht mehr ganz passt und Du bereits starke Gefühle für einen anderen Menschen hattest. Beide Chancen ausgelassen. Und so haben wir unser gemeinsames Leben verloren. Jetzt hat wieder jeder seins.

Abschied nehmen. Alles gute für Dich. Für Euch. Ich bleibe wie ich bin. Rücksichtsvoll, menschlich. Ich habe mir nichts vorzuwerfen. War nicht perfekt und habe auch meine Macken und Kanten, das ist doch menschlich. Aber ich habe mir nichts vorzuwerfen. Das ist mein einziger echter Trost. Ich werde bestmöglich versuchen meiner nächsten Frau – wann auch immer das sein mag – wieder mit offenem Herzen und offenen Armen zu begegnen. Erfahrungen aus der Vergangenheit sind kein Garant für die Geschehnisse in der Zukunft. Ich hoffe ich kann mir in meinem eigenen Vorsatz treu sein.

Aber wo Licht, da auch Schatten

Und die Realität ist nun einmal, dass Du eine ganz besondere Frau und tolle Mutter bist. Die Realität ist nun einmal allerdings nicht nur ebenso, sondern viel mehr, dass Du eine Schlange bist. Und ziemlich sicher aufgrund bestimmter psychischer Ereignisse in Deinem Leben in das Ausleben eines Musters des ständigen Verlassens Deiner Partner verfällst. Betrug und Partnerwechsel kamen und gingen. Ich dachte und hoffte wohl auch ein Stück weit, dass ich nun der Richtige für Dich sei und Du nun angekommen wärst. Vielleicht auch, dass ich Dein Seelenverwandter bin. So vermitteltest Du mir das immer. So zeigtest Du mir das immer. So behandelten wir uns in den – aus meiner Sicht – wichtigen Dingen und Weichenstellungen im Leben. Ich weiß es ja nicht, so sagten es mir immer mein Gefühl und Deine Worte. Andererseits äußertest Du auch oft viele kleine Dinge, die Du anders machen würdest. Aber nie so deutlich, dass ich es als ernstzunehmend verstehen hätte können…

Seit dem Ende mit Dir und von Dir, habe ich gemerkt, dass ich schlagartig aus meinem unreflektierten Verhalten erwacht bin. Ich verhalte mich Dir und anderen Menschen gegenüber seit dem Knall so, wie ich eigentlich sein möchte und vor Dir gelernt habe zu sein und auch war. Ich hatte meinen Charakter tiefgehend geändert. Das geht, jeder der sich mit ganzheitlicher Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt hat, weiß das. Das erfordert allerdings auch kontinuierliche harte Arbeit an sich selbst. Viel Hingabe. Und genau da wurde ich nachlässig. Mein Fehler. Das ist zweifelsfrei. Ich bin froh, dass ich jetzt so viel lernen durfte durch Dich, wenn auch auf so bittere Art. Heute bin ich wieder ganz stark in meiner Mitte und achtsam im Umgang mit Arbeitskollegen, Eltern, Familie und Freunden. In dem Punkt hast Du mich aus meinem Winterschlaf erweckt. Dafür danke ich Dir bittersüß. Aber aufrichtig.

Wäre ich während der ganzen Beziehung so geblieben (!), hätte ich erste Anzeichen in der Beziehung viel viel früher, noch im Keimstadium, wahrgenommen. Wenn, ja wenn… ich nicht so unbewusst und unachtsam gewesen wäre. Ich werde in Zukunft wieder meditieren, um ruhiger, ausgeglichener und achtsamer zu sein. Bereits jetzt gehe ich mit Dir – in den kurzen Telefonaten wegen sachlicher Dinge – so um, wie ich in Zukunft zu allen Menschen am Liebsten immer sein möchte und alles dafür tue auch zu sein. Ich spreche ruhiger mit Dir, höre sicherlich auch mehr zu. Nehme noch mehr (!) Rücksicht auf Dich und Deine Belange, auch wenn Du mir eigentlich restlos egal sein müsstest. Ich bin Dir so dankbar für die schöne Zeit und alles was Du getan hast für mich. Für die Kinder warst Du immer eine wundervolle Mutter, was mich nur noch mehr dazu brachte, Dich zu lieben.

Ich weiß auch, dass ich fast meinen gesamten Tagesablauf und meine komplette Lebensstruktur auf Dich eingestellt habe. Job, Wohnort, usw. Ich habe damals meine Wohnung aufgegeben, um zu Dir in Deine neue Wohnung zu ziehen. Weil Du die nötige Sicherheit brauchtest, dass ich Dich mit den Kindern nicht einfach rauswerfen würde, falls es nicht geklappt hätte zwischen uns. So sagtest Du. Habe ich damalsch schon verstanden. Habe ich respektiert. Aber ich war mir bereits damals sicher, dass ich das niemals tun würde. So bin ich nicht als Mensch. Und so blieb es auch. Stattdessen musste ich nun gehen und bin derzeit dabei meine Sachen zu holen. Und stehe vor einem Scherbenhaufen. Viele hatten mir abgeraten meine Wohnung aufzugeben, damals. Was hätte ich tun sollen? Ich wollte die Nähe zu Dir. Und Du zu mir. Deswegen war uns alles Recht und gut. Jedes Mittel. Und es funktionierte. Ich wurde nur sehr schnell unbewusst und hatte mir nur anfangs sehr viel Zeit auch für die Kinder genommen. Später weniger. Aber das auch alles erst mal zu stemmen, Vollzeitarbeit und dazu ein laufendes Studium. Dazu Dich als Lebensgefährtin und noch die zwei Kinder. Ich war immer liebevoll zu Euch dreien. Ganz sicher. Ich habe mein Herz bei Euch gehabt. Aber ich bin kein Zauberer. Nur auch ich bin endlich. Meine Kräfte sind endlich.

Du sollst nicht gehen

Gestern habe ich einige Sachen aus Ihrer Wohnung abgeholt. Sie lieh mir für den Transport ihr (eigentlich unser) neues Auto. Wir kommen sachlich sehr gut miteinander aus. Immerhin. Sie kam aber immer mit allen ihren Ex-Partnern hervorragend aus. Sie ist wirklich ein guter Mensch. Streit ist nie ihre Absicht. Bleib so bitte, allen gegenüber.

Jedenfalls habe ich am Abend das Auto zurück gebracht und bin kurz in die Wohnung, um ihr den Autoschlüssel zu bringen und noch ein paar Dinge zu klären. Da war auch ihr Sohn. Er blickte mich an, blieb aber am Tisch sitzen. Sonst stand er immer auf, um mich zu umarmen zur Begrüßung. Da war in seinem Blick aber keinerlei Freude, mich zu sehen. Und er stand eben auch nicht auf. Fast ein Blick des Schocks, als ich ihm in die Augen sah.

Er hatte sich die letzten Monate von mir davon gelebt. Es fühlte sich für ihn wohl so an, als würde ich ihm seine Mama wegnehmen. Irgend etwas hat ihm missfallen. Vermutlich, dass ich überhaupt mit seiner Mama zusammen war. Der kleine Junge war es gewöhnt, dass seine Mama immer nur für ihn und höchstens noch für seine kleine Schwester da war. Nun gab es da diesen neuen Mann an der Seite seiner Mama. Aber hey, ich hab Dich immer lieb gehabt, kleiner Junge, und Dich immer gerne ins Bett gebracht und mit Dir gespielt. Ich hatte nur zu wenig mit Dir gemacht zuletzt, sehe ich auch im Nachhinein. Tut mir leid. In ein paar Jahren wirst Du alles vergessen haben, wahrscheinlich. Mich vergessen haben. Aber in ein paar Jahren würdest Du ganz sicher froh sein, wenn Du einen so klaren und strukturierten „zweiten Papa“ wie mich haben würdest. Der immer für Dich da ist, wenn es darauf ankommt. Ich hatte immer versucht Dir Werte und Halt vorzuleben. Für Dich dazu sein, wenn es schwer wurde für Dich. Zum Beispiel letztens als Dir ein Mädchen in der Schule mit der Faust aufs Auge schlug. Wir redeten und ich versuchte Dich stark zu machen. Nur so eine Erinnerung von vielen.

Und die kleine Schwester? Als sie aus dem Zimmer kam und mich sah, stürmte sie auf mich zu und rief: „Warum gehst Du? Warum bleibst Du nicht hier? Bleib bitte hier!“ Sofort hab ich sie hochgeboben und fest gehalten und gestreichelt. Ich bekomme nasse Augen, wenn ich nur daran denke. Ich habe Dich genauso lieb, wie Deinen Bruder. Und an Dir sehe ich auch, dass ich kein schlechter Mensch sein kann. Anders als Dein Bruder, hast Du mich richtig lieb. Auch Dich habe ich immer gerne auf dem Schoß gehabt und mit Dir Spaß gemacht. Ich möchte nicht mehr Worte verlieren über Dich, es macht mich traurig auch Dich loslassen zu müssen.

2019-03-25

Ich könnte gerade 100 Seiten schreiben, gefühlt. Fr. Schlange hat jetzt einen Neuen Mann. Und ich meine alte Frau nicht mehr. Eckhart Tolle würde sagen, dass Formen im Leben kommen und gehen. So ist die Natur. Eine Beziehung ist letztlich auch nur eine äußere Form. Etwas Gegenständliches. Nichts ist für die Ewigkeit. Spätestens mit dem Tod trennt es sich, jede Beziehung. Selbst riesige Bauwerke von heute, werden in wenigen hundert Jahren in der Form fast alle nicht mehr existieren. Zivilisationen gehen unter. Häuser werden abgerissen. Und eben auch Beziehungen eingerissen.

Du bist eine Schlage, zweifelsfrei. Aber ich hoffe für Dich, dass Du aus dem immerwährenden Strudel herauskommst. Und es beschert mir ein Lächeln auf mein Herz, wenn ich trotz dieser, unserer, Story weiterhin und noch mehr denn je warmherzig, rücksichtsvoll und verständnisvoll mit Dir umgehe. Ich weiß, dass ich ein wundervoller Mann und auch Zweitpapa war. Und irgendwann wieder sein werde, wenn da wieder Kinder sind oder ich welche haben würde. Nur aus einer für mich bedauernswerten Wendung im Leben bin ich scheinbar für Dich nicht mehr der passende Papa Deiner Kinder. Vielleicht siehst Du es irgendwann anders. Wer weiß. Deine Tochter sieht es bereits heute anders. Dein Sohn sah es mal anders.

Schade, einfach bitter schade. Das musste nicht sein. Ich wollte das alles nicht. Aber ich konnte aus meiner Sicht wirklich nicht mal einen Hauch dazu beitragen, dass auch Du für immer glücklich hättest bleiben oder wenigstens wieder werden können, mit mir. Ich weiß nur, dass ich in Zukunft bewusster und achtsamer in einer Beziehung werden und vor allem bleiben muss.

Das hast Du mich gelehrt. Danke Dir. Du bist also nicht nur eine Schlange. Sondern eine Schlange, die mir eine lehrreiche Lektion erteilt hat. Du bist für diesen Abschnitt meine Lehrerin auf meinem Lebensweg gewesen. Ich will nicht so viele sentimentale weitere Dinge über Dich schreiben. Du bist toll. Du warst toll. Ende.

Ich muss nach vorne schauen. Im Moment versuche ich das mit Gewalt. So sehr es nur geht. Die Wochenenden werde ich wieder unterwegs sein. Auf den Straßen die Frauen ansprechen. In den Bars und Clubs ebenso.

Am Wochenende ging es übrigens 7 zu 0 aus. Ein erwartbarer Einstieg würde ich sagen. 7 Körbe für michi. Zwei mal Clubgamen, ohne Erfolg. Aber ich bin auch im Moment ein Haufen Elend, das strahle ich vermutlich aus. Ein Schatten meiner selbst. Aber ich habe keine Ansprechangst, gar nicht. Das ist schon hervorragend. Ein voller Erfolg. Nur die Übung fehlt, das hab ich gleich gemerkt. Trotz meiner derzeitigen Verfassung bin ich am Wochenende los gezogen in die Nächte. Wo ich auch Dich mit Deinem Neuen gesehen habe. Händchen haltend und tanzend. Mann.

Aber es wird wieder funktionieren. Es wird nur dauern bei mir. Jedoch bin ich nun nicht mehr der selbe Junge von damals. Sondern Erfahrungsreicher. Ich bin schlagartig anders geworden, durch den Crash. Und jetzt wieder mehr so, wie ich vor der Beziehung war. Ruhiger als Mensch. Achtsamer. Bewusster. Und das will ich aufrecht erhalten. Fehlt nur noch mein Selbstbewusstsein von damals, das ich ebenfalls schlagartig mit dem Crash verlor.
Beides ist aber nötig für mich, Selbstbewusstsein und Bewusstsein. Und mit beidem habe ich Dich kennen gelernt. Und einige andere Frauen vor Dir. Und so wird es bestimmt wieder sein. Frauen gibt es viele. Schwierig zu finden ist nur DIE EINE.

Das hier ist ein Ruf raus in die Welt: „HIER BIN ICH! UND ICH WERDE DICH FINDEN!“