Der stille Weg zurück

Der stille Weg zurück. Es ist ein Weg, der sich nach seinen ganz eigenen Gesetzen bahnt. Und zum Ziel hat, mich wieder zu mir zurück zu führen. Zurück, nur wohin zurück?

Zurück an den Ausgangspunkt der Misere! Und der Ausgangspunkt war im Prinzip die Club-Nacht des Kennenlernens der Frau aus meiner letzten Beziehung, vor ca. 2 Jahren. Da möchte ich wieder hin kommen, am Liebsten allerdings ohne die sich anschließende Schmach des weiteren gemeinsamen Lebensweges. Wenn ich die Zeit also zurückdrehen könnte, würde ich zurück springen wollen an den selben Tag… allerdings den selben Abend stattdessen in einem anderen Club verbringen. Ich betrachte die Beziehung als eine Schmach, trotz der Zeit voller toller Erlebnisse und Erfahrungen.

Warum?

Einfach weil das dicke Ende am Schluss kam. Insgesamt bringt mich die Zeit natürlich nach vorne, aber muss man wirklich jede Erfahrung im Leben machen? Muss man wirklich Bunjee Jumpen gehen, nur um „das eben auch mal gemacht zu haben“? Nein! Kein Mensch kann alles im Leben gemacht haben, was möglich ist. Man kann es sich natürlich schön reden und sich selbst suggerieren, dass es „doch als Erfahrung“ diene. Aber so sehe ich die Beziehung nicht. Kristallisiert sich für mich immer mehr heraus. Es hätte potenziell auf dieser Welt viele millionen ehrlichere Frauen gegeben. Frauen mit Charakter und Anstand. Frauen, die glücklich und froh gewesen wären, dass sie mich – so wie ich bin – „bekommen“ hätten. So eine Frau hätte es im besten Fall aus meiner Sicht werden „sollen“. Wurde es aber leider nicht.

Und nur weil es viele schöne Erlebnisse und auch viele schöne Momente in der Beziehung gab, heißt das nicht, dass das gesamte Erlebnis mit dieser Frau lebenswert war. Das war es nicht. Der Schmerz am Ende hat alles aufgewogen. Ich würde alles gerne eintauschen und zurück reisen können… Danke, aber auf diese Lebenserfahrung hätte ich gerne verzichtet! Egal wie schön die Zeiten dazwischen auch gewesen sein mögen. Das Problem dabei ist ja: Ich weiß gar nicht, ab wann sie denn nur FÜR MICH schön waren und ab wann sie eben NICHT MEHR für sie schön waren. Es ist ja auch müßig sich darüber Gedanken zu machen. Ich möchte ja bei mir bleiben, in meiner Mitte. Nicht in der Mitte anderer Menschen. Aber weil das eben nicht ergründbar ist, kann ich auch einfach ein Ei drüber hauen.

Jetzt können wir alle aber weder Zeit zurückdrehen noch sonstige Dinge ungeschehen machen. D.h. wir müssen vielmehr lernen mit den Gegebenheiten klar zu kommen, sie zu respektieren, zu akzeptieren und sie auf lange Sicht langsam aus dem eigenen Fokus dahin gleiten zu lassen… um sie… letztlich zu vergessen. Dabei helfen sicherlich neue Erfahrungen und neue Eindrücke. Aber auch die kann kein Mensch auf Knopfdruck generieren. Auch das ist wieder ein Weg für mich, bis ich wieder dahin komme, wo ich Erfahrungen und Eindrücke aktiv generieren kann.

Und so fahre ich derzeit zweigleisig

Einerseits versuche ich derzeit die angesprochenen neuen Erfahrungen und Eindrücke in meinem (neuen) Leben(sabschnitt) zu erschaffen und zu sammeln. Und andererseits versuche ich gleichzeitig zurück an die ebenfalls bereits genannte Ausgangsbasis zurück zu kehren, mental versteht sich.

Wie sah diese damalige Ausgangsbasis vor ca. 2 Jahren denn aus? Wenn wir mal nur das objektiv Beurteilbare betrachten, muss ich resümieren:

  • Ich hatte meine eigene coole große Wohnung in einer echt guten Lage in einer tollen Stadt
  • Die Wohnung ermöglichte es mir jeden Tag nach der Arbeit mich direkt ins „Getümmel“ zu stürzen (z. B. pickuppen zu gehen)
  • Ich hatte einen echt coolen Sportwagen (der allerdings zugegebenermaßen oft nur herum stand)
  • Ich hatte regelmäßig Dates, gegen Ende des Projekts Beziehung Teil 1 eher qualitativ hochwertigere als zu Beginn des Pickuppens
  • Ich hatte einen athletischen Körper, mit dem ich hochzufrieden war

Was ich allerdings viel lieber betrachten möchte, ist die subjektive mentale Situation von damals. Ich habe dazu einige meiner alten Chatverläufe aus dieser Zeit nachgelesen. Und was entdeckte ich da:

  • Ich strotzte nur vor Selbstbewusstsein
  • Ich fand meinen eigenen Lifestyle selbst schlicht und ergreifend mega gut
  • Ich hatte neben den regelmäßigen Dates vor allem auch „festere“… ja… nennen wir es „Bekanntschaften“ („Fr. Tinder“ / „Die Klette“ / und eine andere Dame aus dem Daygame, die allerdings nie einen Namen bekommen hatte)
  • Ich fühlte mich wie ein Rockstar! Und das jeden Tag! Mir gehörte die Welt.

Woher soll ein Mann wissen, welche „die Richtige“ für ihn ist?

Den letzten Aspekt aus der obigen Aufzählung möchte ich präzisieren:
Aufgrund der regelmäßigen Dates war ich auch nicht „einsam“. Ganz im Gegenteil. Teilweise war ich regelrecht froh, wenn sich eine dieser „Kontakte“ auflöste. Das lag daran, dass sie einfach nicht „die Richtigen“ für mich waren. Das war mir damals dabei stets bewusst. Allerdings brachten diese Begegnungen mir gute wertvolle Lebenserfahrungen. Ich steigerte mich nie hinein. Ich sah die Begegnungen mit den verschiedenen Frauen als wertvolle Lehrstunden meines Lebens an. Klingt poetisch, ist aber eigentlich ganz nüchtern gemeint.

Sie halfen ganz unbestreitbar beiden Seiten. Ich hatte damals viel zu geben und steckte sicherlich mit meiner positiven Lebensart an. Dafür bekam ich Lebenseindrücke und Ansichten von einer Reihe völlig unterschiedlicher Frauen zurück. Das half mir zu erkennen, was ich denn eigenlich wirklich möchte und womit ich mich wirklich wohl fühlen würde. Ja was denn eigentlich „die Richtige“ für mich wäre. Ich gebe zu, ein bisschen kostete ich das Ganze auch aus. „Spielte“ mit meinem Leben. Kein russisches Roulette, aber gewiss ein bisschen Poker. Sehr oft traf ich gar kein Blatt. Wenn ich alleine an die vielen Dates ohne Wiedersehen oder an die vielen Dateabsagen denke. Aber hin und wieder hatte ich einen Drilling (einmal sogar nicht nur im übertragenen Sinne!). Viele Rockstar-Momente. Und ganz selten dann auch mal einen Flush. Der Royal Flush allerdings steht noch aus. Der ist noch offen für meine „echte“ Traumfrau.

Wie soll ein durchschnittlicher Mann denn die Erfahrung erlangen, um so eine wesentliche Entscheidung wie wer „die richtige Frau“ im Leben ist, für sich überhaupt treffen zu können? Ohne so und so viele Frauen kennengerlernt und erlebt zu haben? Keine Chance. Vermutlich einer der Hauptgründe, warum viele Männer (und umgekehrt auch Frauen) sich mit maximal „mittelmäßigen“ Beziehungen abfinden. Am Ende verlieren nur beide Seiten. Beide Partner sind nicht glücklich, aber „es hat sich halt so ergeben“. Genau so eine Art von Beziehung wollte ich nie führen müssen. Und tat es auch nicht. Weil ich aktiv wurde und mir meine Beziehung selbst in mein Leben gezogen habe.

Ganz egal, ob sie sich dann im Nachgang als eine (einseitig) verlogene Beziehung herausstellte. Ob ich dabei verarscht wurde und menschlich respektlos behandelt wurde. Darum soll es hier nicht gehen. *Opfermodus wieder aus* Das kann man vorher nie sicher wissen. Man kann immer nur Wahrscheinlichkeiten abwägen. Und das ist das Einzige, womit ich mich noch – in Bezug auf meine vergangene Beziehung – beschäftigen möchte. Analyse der eigenen Fehler, um daraus fürs nächste Mal zu lernen. Man muss ja nicht mit Absicht zwei Mal in die gleiche Pfütze treten. Auch wenn uns dabei noch so liebevoll lächelnd täglich das Murmeltier grüßen mag.

Es geht also zusammenfassend gesagt darum, in die selbe mentale Ausgangsbasis zurück zu finden, die mir Freude in mein Leben brachte. Dazu gehört, das Selbstbewusstsein von damals wieder aufzubauen. Meinen eigenen Lifestyle (neu? oder wieder?) zu finden und danach zu leben. Und diesen dann genau so wie damals tagtäglich selbst zu feiern. Mich selbst zu feiern. Ganz, oder fast ganz, ohne Größenwahn. 😉 Meinen Körper wieder so ästhetisch aufzubauen und zu empfinden wie damals. Derzeit mache ich wieder viel Sport. Krafttraining und Ausdauer. Die meisten meiner Hemden passen mir inzwischen übrigens wieder. Die Superslim Fit Hemden noch nicht, aber die Slim Fit Hemden zumindest schon. 😉 So einfach kann man sich selbst übrigens „neu“ einkleiden. Plötzlich passen wieder viele („alte“) Hosen und Hemden. Es ist wie ein zweiter Frühling.

Und was tue ich aktuell, um „zurück“ zu mir zu finden?

Es ist eine Menge kleiner Dinge. Die Mischung macht es, denke ich.

  • Ich mache fast täglich bewusst Sport
  • Ich war zum ersten Mal im Leben beim Kosmetiker (Augenbrauen zupfen!) – also achte ich doch wieder sehr aufs Äußere
  • Ich gehe – zumindest an den freien Tagen und den letzten Feiertagen – alleine oder mit Bekannten raus, in Bars oder in Clubs
  • Ich führe vor dem Schlafengehen täglich eine Liste (eine Art Tagebuch) und notiere mir dabei mindestens 5 Dinge, die ich im Laufe des Tages gut gemacht habe. Hab ich in einem Video von einem Pickup-Coach gesehen. Vor dem Schlafengehen mache ich das deshalb, weil die Dinge sich so besser ins Unterbewusstsein einprägen. Ziel: Je öfter man sich vergegenwärtigt, dass man viele Dinge echt gut gemacht hat, desto stärker steigt das Selbstbewusstsein. Raus aus der Verlierer- oder Negativmentalität und rein in den positiven Energiefluss!
  • Ich hab mir wieder ein paar neue Klamotten gegönnt. Echt tolle Hemden. Ich trage auch wieder in der Arbeit öfter Hemden und achte generell mehr auf mein Äußeres. Das fiel und fällt auch den Kollegen auf.
  • Ich schaue täglich Videos zur Persönlichkeitsentwicklung. Themen: Selbstbewusstsein stärken, Ex-Partner loslassen, Frauen, Pickup, Lifestyle, Äußeres, Parfüm… total verschiedene wichtige Mosaik-Steine im Leben.
  • Nicht so entscheidend, aber trotzdem der Rede wert: Ich hab mir auf Tipp eines Kollegen eine Hyaluron-Hautcreme gegönnt. 35 Euro für 100ml. Soll Wunder wirken. Er schwört drauf. Ich bin gespannt. Soll wohl der letzte Schrei sein, nicht nur in Hollywood. Mal sehen. Was kostet schon die Welt.
  • usw…

Gerade zum Selbstbewusstsein kann ich sagen, dass es echt wieder am Zurückkehren ist. Vor wenigen Wochen habe ich noch massiv an mir gezweifelt und mir täglich den Kopf darüber zerbrochen, was ich denn in der Beziehung „falsch“ gemacht habe. Ich habe wirklich „Fehler“ entdeckt. Aber in erster Linie habe ich bei den meisten „Fehlern“ nur gemeint, dass es (meine) Fehler sind. Ich habe diese „Fehler“ auch völlig übergewichtet. DAS ist oder war ein wahrer Fehler. Jeder Mensch macht Dinge nicht so gut, andere dafür verdammt gut. Und in der Analyse hatte ich den Fokus fast nur auf meinen „Fehlern“, die aus meiner Sicht zum Scheitern der Beziehung führten, betrachtet.

Dabei habe ich außer Acht gelassen, dass ich mich vollkommen für die Frau, ihre Kinder und die Beziehung als Ganzes aufgeopfert habe. Tagtäglich. Aus tiefstem Herzen. Mit reiner Seele. Und DAS ist kein Fehler gewesen, sondern – davon bin ich 100% überzeugt – war und ist absolut hervorragend von mir. DAS war und ist etwas, worauf vermutlich eine große Zahl von Frauen stolz wäre. So einen Mann zu haben, der sie liebt, der für sie da ist, der 100% hinter ihr steht usw. DAS alleine sind Aspekte, die viele meiner „Fehler“ (aus Sicht der Frau) mehr als ausbügeln müssten. Aber vor allem hat die Frau nie ihren Mund aufgemacht. Und ich hatte deshalb nie die Chance etwas zu ändern. DAS ist nicht mein Fehler gewesen.

Meine rückblickenden Betrachtungen lassen mich inzwischen zunehmend sogar die Erkenntnis erlangen, dass ich… (fast) perfekt war. Das „neue“ Selbstbewusstsein trägt zu diesem „neuen“ Denken sicherlich seinen Teil bei. Deswegen arbeite ich gerade wieder jeden Tag hart an mir. Von nichts kommt nichts. Aber hey! Verdammt nochmal, ich hab mein Zeug echt gut gemacht! Ich hab mich komplett hinter die Familie gestellt, jeden Tag. Bin meinen Verpflichtungen nachgegangen und habe dabei auch die Verpflichtungen meiner Partnerin (mit ihren Kindern) stets im Blick gehabt. DAS ist doch erstmal das aller Wichtigste in einer Beziehung. Oder was?! DAS ist die Basis.

Nur Spaß und Freude zu haben geht auch. Nur Feiern geht auch. Aber das ist doch keine Basis für eine Beziehung? Das ist die Basis für eine Vielzahl One Night Stands. Genau das suchte ich aber NICHT. Und wenn die Basis erst stimmt, sollten doch danach erst für die Frau die kleinen Wehwehchen vielleicht in den Fokus rücken. Und ich finde das alles so lächerlich, also das ganze Ende der Beziehung und der vorausgegangene Betrug, dass ich das fast nicht mehr ernst nehmen kann. Ich bin froh, dass sich meine mentale Betrachtung so massiv gedreht hat. Alles andere wäre ja der Untergang!

Ich bin ein Mann. Und der bleibe ich auch. Ich bin kein Schoßhund. Und ich weiß was ich zu geben habe. Ich weiß wer ich bin. Ich hatte nur manche Aspekte in der Beziehung schleifen lassen. Ich hörte nicht mehr so gut zu und hin, das nehme ich als Verbesserungspunkt mit. Aber hauptsächlich wurde die Frau zu meinem „ein und alles“. Und DAS war sicherlich ein Fehler von mir. Denn sonst würden mir heute noch meine Superslim Fit Hemden passen und ich hätte noch immer den athletischen Körper von damals. Egal ob sie mich betrogen hat oder nicht. Was bleibt… bin ICH. Und ich bin gut. Verdammt gut. Egal was mir jemand einreden will. Punkt. Ich bin der Preis. Kein verbiegen, Prioritäten setzen! Und ich kann bei jeder Interaktion nur für die Frau gegenüber hoffen, dass sie das erkennt. Wäre gut für sie. Das muss die Einstellung sein! Ich bin kein Vampir, der Energie saugt. Ich bin bzw. werde wieder der, der Energie gibt!

2019-04-22

Das Feuer kehrt zurück

Seit ein paar Tagen merke ich, dass es wieder anfängt in mir zu brodeln. Ich spreche kaum Frauen draußen an. Nur mal wenn es sich „ergibt“, beispielsweise weil ich draußen etwas esse und am Nachbartisch eine Frau sitzt. Dabei merke ich besonders, dass ich langsam wieder in den Modus zurückkehre, der mich früher ausgemacht hat. Damals sagte ich: „Ich bin der Preis!“ Und dieses Denken ist vor ein paar Wochen noch nicht da gewesen. Ich ging draußen mit der Einstellung auf Frauen zu: „Hoffentlich findet die Frau mich toll!“ Wie bedürftig. Gar nix! Ich bin der Preis. Basta. Und ob sie cool ist oder nicht, das herauszufinden ist mein Anliegen und meine Mission. Nicht mehr und nicht weniger.

Heute hatte ich dank dem Social Game ein kleines „Date“. Mit einer 8. War nett. Aber wie Ihr ja wisst, „nett“ ist die kleine Schwester von „Arschloch“. Die Dame ist ein paar Jährchen älter als ich und hat ebenfalls… Achtung Achtung… ha ha… eine… Tochter! Tadaaaaaa. Schon wieder eine Frau mit Kind. Hehehehe. Als gäbe es keine Frauen mehr ohne Kinder und ohne Ehering. Wir haben uns gut verstanden. Aber mehr auch nicht. Ich will das Date hier nicht im Detail analysieren, allerdings hab ich recht schnell gemerkt, dass ihr Hauptaugenmerk ihre kleine Tochter ist. Danke. Läuft bei Dir. Dann werd glücklich mit Deiner Tochter. Sei Mama.

Falsches Zeitfenster. Ich suche eine Frau, eine Partnerin. Egal ob mit Kind oder nicht. Aber ich suche eine Partnerin. Das bedingt, dass die Frau auch einen Partner „aktiv“ möchte. Wenn das nicht der Fall ist, heißt es: NEXT! Trotzdem war es schön, mal wieder ein Date gehabt zu haben. Mein erstes, seit meiner letzten Beziehung. Ich gebe mir noch 1 oder 2 Wochen „Verschnauf-“ und „Selbstfindungspause“, danach gebe ich wieder Gas. Das Feuer brodelt langsam immer mehr, wie ich schon sagte. Und diese Situation will ich derzeit erstmal noch laufen lassen. Den Druck im Kessel weiter steigern.

Ich laufe ja wieder draußen herum und die letzten Tage war ich 2 mal in Clubs. Es gab über Ostern einen brutalen Männerüberschuss überall, richtig widerlich. Aber egal. Ich war draußen. Und ich habe gestern beispielsweise im Laufe des Abends mehrmals Frauen angesprochen, obwohl sie mir nicht gefallen haben. Es hatte sich einfach angeboten. Einfach so. Weil mir langweilig war und ich sowieso schon den halben Abend ohne weibliche Interaktion (aber dennoch mit Spaß) verbrachte. Da war keine Bedürftigkeit in mir. Ich hab das Gespräch gesucht, weil ICH es wollte. Weil ich Spaß wollte. Und natürlich auch ein bisschen üben wollte. Leider gab es keine hübschen Frauen. Aber ich kann nur wiederholen, was ich immer schon sagte: Die hässlichen Frauen sind auch nicht „besser“ als die Hübschen. Deswegen bleibe ich bei meiner Devise: Hauptsache hübsch! 😉

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Wild tanzende Frauen haben manchmal einen an der Klatsche

Es war Wochenende, und ich war mal wieder beim Clubgamen. Ja, ich weiß… Asche auf mein Haupt… ich war Clubgamen, obwohl ich doch wissen müsste, dass da nur… diese eine „besondere“ Sorte von Frauen anzutreffen ist.

Ich weiß, ich weiß. Wie mir auch mal mein damaliger Physio sagte: „Sie gehen doch auch nicht in den Penny, um Kavier zu kaufen“.

Gut, stimmt schon. Deswegen werde ich in Zukunft auch öfter auf ganz unterschiedliche Veranstaltungen gehen. Um mehr die „normalen“ Frauen kennenzulernen. Das ist dann zwar fast nur übers Daygamen möglich, aber die Trefferchance auf „die Richtige“ ist dabei sicher höher als beim Clubgamen. Alternativ sollte ich vielleicht öfter ins Bars gehen, anstatt in Clubs. Nur in Bars ist einfach wenig Bewegung. Da kannst Du rein, sprichst eine oder zwei Frauen – möglichst unbemerkt – an, aber dann bist Du eben auch schon „verbrannt“. Von Tisch zu Tisch zu springen, ist nicht möglich. Schwierige Sache. Hm.

Die heißeste oder zumindest auffälligste Frau im Club

Egal. Also am Wochenende war ich mal wieder in einem Club. Und ich ging erstmal eine kleine Runde umher, langsam. Beobachtend. Und dann fiel mir eine echt heiße 7,5 oder 8 auf. Wie sie da mit ihren Freundinnen tanzte. Lasziv. Hm. Drum herum viele Typen. Allerdings stehen die alle nur mit ihren Getränken um die Frauen-Traube und tun…? Nichts! Richtig. So sind sie, die Supertypen. Fast alle gleich. Nach außen hin optisch auf „dicker Macker“ machen, aber in der Realität nur glotzen statt ansprechen und handeln können.

Ich bin anders. Ich sah mich um. Langsame Bewegungen. Möglichst erhaben. Keine hektischen Dinge tun, keine Unruhe ausstrahlen. Die Situation im Club mit der lauten Musik und der Hollywood-Umgebung zwischen all den Gören einfach aufsaugen und wirken lassen. In die Mentalität der Situation eintauchen.

Na gut, dann stellte ich mich in die Nähe von ihr. Vielleicht 2 Meter entfernt. Uns trennte ein Tisch. Nicht zu viel Abstand, auch nicht zu wenig. Unsere Blicke trafen sich zum ersten Mal. Den Augenkontakt nahm ich bewusst an. Und der hielt schon mal erstaunlich lange. Kein kurzer Blick, sondern schon eher dieses typische „Abchecken“. Sie strahlte mich an. Ich grinste zurück. „Guter Start in die Nacht“, dachte ich mir. Ich beobachtete die restliche Szenerie. Drehte mich auch mal um, lief nochmal ein paar Meter in die eine und in die andere Richtung und sah mich nach weiteren Frauen um. Ist ja immer das gleiche Schauspiel: Sehen und gesehen werden. Jedenfalls in der „ehrenwerten Gesellschaft.“ Hier kennt man sich.

Ich kam wieder in ihre Nähe und nahm nochmals Blickkontakt auf. Sie tanzte wie wild. Fast in Extase. Eigentlich irgendwie auch übertrieben. Die auffälligste Person im Laden. Natürlich richten sich dann alle anderen Blicke ebenfalls auf sie. Aber ich spürte da etwas. Also blieb ich in der Situation, lächelte ihr zwischendurch zu und gestikulierte mit ihr. Spätestens an Gegengesten sieht man, ob die Frau interessiert ist. Es entstand eine kleine Körpersprachen-Interaktion. Na gut. Das war das Zeichen zum Starten für mich. Der Startschuss zum Ansprechen.

Plötzlich kam die Bedienung mit der Rechnung an ihren Tisch. Alle zückten ihre Handtaschen und legten zusammen. Ich dachte mir: „Okay, dann lass sie das Finanzielle mal machen, danach aber keine Zeit mit dem Ansprechen verlieren, bevor sie sonst weg ist!“

Und… Action!

Gesagt, getan. Als sie ihre Kohle los war, ging ich an mitten durch die ganzen Typen, zielgerade auf die heiße Frau zu und quatschte sie an. Das hätte ich schließlich nicht zulassen können, dass sie den Laden verlässt, ohne mir wenigstens einen Korb abzuholen.

Sie war ab Sekunde eins total „on“. Lächelte mich an, strahlte. Ich kam ihr sofort auch körperlich sehr nahe. Direkt in die sogenannte intime Zone, also Abstand unter 30 cm. Alpha-Verhalten. Stärke zeigen.

Ich sagte ihr, dass ich sie heiß finde, weil sie im Gegensatz zu den meisten anderen Frauen hier im Laden so eine Freude und Spaß ausstrahle. Kurzer Smalltalk. Ich stellte mich vor, hielt ihre Hand etwas länger als üblich und küsste sie direkt auf die linke und rechte Wange. Etwas, das eher selten passiert. Direkt zum Start zwei Küsschen, weil man sich vorstellt? Das ist wirklich selten. Andererseits hatten mich unsere Blickkontakte und nonverbalen Gesten vorher eindeutig gepushed. Sie war in guter Laune, natürlich auch alkoholisiert. Nachdem ich geklärt hatte, dass sie noch nicht geht, sondern weiter tanzen wollte, hatte ich keine Eile mehr. Sie sagte zu mir: „Wir gehen gleich zum Tanzen in den anderen Bereich, kommst Du mit?“

Bingo. Mega Ding! Was willst Du mehr?! Ich sagte ihr zu, in ein paar Minuten nachzukommen. Sie könne ruhig schon vorgehen. „Nur nicht bedürftig sein“, lautet die Devise.

Seht her, seht her! Wer ist die Schönste im ganzen Land?

Als ich kurze Zeit später in den anderen Bereich wechselte, befand sie sich bereits wieder mit einer ihrer Freundinnen tanzend auf einem leicht erhöhten Podest. Ich dachte mir nur: „Na gut, so eine bist Du also. Tanzen auf dem Boden reicht Dir nicht. Es muss Dich also wirklich jeder hier erhöht sehen und wahrnehmen können!?“

Ich bin von der Seite auf sie zugegangen, hab sie an der Schulter gestreichelt und kurz auf ihre Reaktion gewartet. Sie streckte mir die Hand aus, um mir zu signalisieren, dass ich ebenfalls aufs den Vorsprung steigen sollte. Die Hand nahm ich und stieg hoch. Ich kam ihr nahe, fasste ihr an die Hüften und tanzte relativ eng mit ihr. Das ging vielleicht nur 1 oder 2 Minuten so. Ihre Freundin befand sich neben uns und tanzte ebenfalls.

2019-04-09

„Endlich“ wieder mal ein kleines „Highlight“ beim Clubgamen. Eine Interaktion mit einer doch ganz heißen Frau. Ich spürte aber auch, dass mir das Ergebnis gar nicht so wichtig war. Ich freute mich schlicht über die Interaktion. Irgendwie auch klar, nach den vielen Körben aus dem letzten Daygame. Clubgame war ja noch nie meine ganz ganz große Stärke. Auch wenn ich Fr. Schlange dabei kennen gelernt hatte. Und auch die eine oder andere Dame. Aber meine Stärke ist es eben trotzdem nicht. Ich habe mir damals über die Zeit aber auch da ein ganz passables Game antrainiert.

Und dann? Ja. Haha! Es ist immer irgendwas…

Wir tanzten also Hüfte an Hüfte. Dann nahm ich ihre beiden Hände, um einen anderen Tanzmove zu bringen. Und kurz darauf drehte sie sich zu ihrer Freundin – mit dem Rücken zu mir – und tanzte lasziv mit dieser weiter. Ließ mich kurzerhand links liegen. Hab ich so auch noch nicht erlebt, allerdings habe ich auch noch nicht oft mit „fremden“ Frauen getanzt. Nach so viel Anziehung zu Beginn, im Gespräch und auch noch bis gerade… war ich etwas irritiert. Ich tanzte dann noch kurz neben den beiden weiter und stieg wieder vom Podest. War mir echt egal, ich war nur verwundert.

Anschließend ging ich wieder zu meinem Wingman zurück. Es wurde auch Zeit nach Hause zu gehen. Also drehte ich im Club noch eine Runde und vor Verlassen des Clubs ging ich nochmal zurück zur Fr. „Ich genieße kurz Deine Aufmerksamkeit – aber eigentlich bist Du mir egal“. Ich stieg wieder hoch auf den Vorsprung und sagte zu ihr: „Hey, ich muss leider los. Aber komm jetzt kurz mal mit raus, dann können wir noch 2 Minuten quatschen, bevor ich weg bin.“

Sie antwortete mir: „Nein nein, ich bleib hier.“ Damit hatte ich gerechnet, ohne es allerdings im Gesamtkontext nachvollziehen zu können. Also sagte ich: „Okay, dann machs gut. Bis irgendwann mal.“ Sie lächelte und sagte zuerst „schön Dich kennen gelernt zu haben“, gefolgt von einem verschmitzten „… hey… und behalte mich in guter Erinnerung! Wir sehen uns bestimmt mal wieder hier!“ Wir gaben uns zum Abschied wieder zwei Küsschen auf die Wange. Ende.

Hä?! Hast Du noch alle Latten am Zaun? Ich soll Dich in „guter Erinnerung“ behalten?! Hahaha. Du musst ja echt meinen, dass Dir jeder hinterher hechelt. Was für ein verkorkstes Selbstbild. Wieso in guter Erinnerung behalten? Aufgrund von was? Wegen zwei Bussis und ein paar gemeinsamen Hüftschwüngen?! Woran soll ich mich denn erinnern? Hä?! 🙂

Du Freak und Effekt-Hascherin! Eine klassische sog. Attention-Bi***!

Und die Moral von der Geschicht‘:
Gute Frauen gibt es in solchen Edel-Clubs eben (fast?!) nicht! 😉

PS: Alles gut! Es geht immer ums Machen. Ich habe gemacht! Auch wenn nicht viel Zählbares heraus kam. Aber hey, ich habe die auffälligste Frau im Club angesprochen. Das wurde sicher wahrgenommen, nicht nur von ihr… Sozialer Status und so… Ich habe mit der auffälligsten Frau im Club zumindest kurz Spaß gehabt und getanzt. Ja, war nicht lange und wurde gleich wieder abgeschoben. Aber es geht um den inneren Erfolg. Die Tussi ist mir egal. Wichtig ist, dass ICH aktiv war. Und dann wird da an einem anderen Tag auch wieder eine Frau sein, die länger mit mir… interagiert… und… tanzt… oder so… 🙂

Als wenn ich Korbflechter wäre

Heute (in der Nacht) doch noch ein Artikel, sehr müde aber weil ich morgen vermutlich keinen schreiben werde…

Ich war heute draußen, mehrere Stunden zum Daygamen. Ich wollte wirklich was reißen. Gas geben bis zur Erschöpfung, bis zum totalen Erfolg. Ich wollte eine Datezusage.

Meine Woche ist dicht bepackt mit Terminen oder sonstigen Verpflichtungen. Also bleiben nicht viele Zeitfenster, um für einen zählbaren Erfolg zu sorgen. Heute war so eine Möglichkeit. Ich hatte früh Schluss gemacht mit der Arbeit und bin in die Stadt gefahren, um mich wie in besten Zeiten (vor 3 Jahren) in die Untiefen des Pickuppens zu begeben.

Ich rechnete mit Körben. Ich rechnete mit einigen Körben bis zum Erfolg. Ich war auf viele Körbe eingestellt. Jeder Korb ist an sich ein positives Erlebnis, denn es bringt mich (alleine schon statistisch) dem nächsten Date näher. Mit zunehmender Korbanzahl steigt die Wahrscheinlichkeit für den nächsten Treffer.

Und deshalb gab ich den gesamten Nachmittag und Abend nicht auf, bis mir der Erfolg glücken sollte. Oder? Eben nicht!

Ich holte mir 18 Stück ab

18! Satte 18! Ich könnte zum Korbflechter werden. Wer soviele Körbe bekommt, kann das zum Beruf machen!

Es gab zwei kleine Lichtblicke dabei. Einmal hatte ich eine 7,5 im Gespräch, eine echt tolle Frau. Wir lachten ab Sekunde 1 und unterhielten uns prächtig. Hauptsächlich über Mode und unsere Herkunft. Sie bewunderte meinen Mut und bedankte sich fürs Ansprechen. Sie würde sich sehr gerne mit mir treffen, sagte sie. Sie merke auch, wie gut wir uns verstehen würden. Sie könne nur leider nicht, sie heirate noch dieses Jahr. Sie entschuldigte sich mehrmals dafür, dass es zwischen uns kein Date geben könne. Sie ermutigte mich genau so weiter zu machen, so sympathisch Frauen anzusprechen. Ich beruhigte sie und erklärte, dass das doch kein Problem sei und wünschte ihr für ihre Beziehung alles Gute. Das war mal ein mega netter Korb.

Dann gab es noch ein zweites kleines Highlight. Eine 20 jährige Studentin, ich würde ihr eine 8 geben. Eine echte Waffe, wie Witz vom Olli (einfach mal auf Youtube danach suchen! Geheimtipp!) sagen würde. Auch da hat sich von Anfang an eine Verbindung ergeben, sie stellte viele Gegenfragen (ungewöhnlich!). Da es so gut lief, fragte ich sie, ob sie spontan Lust hätte mit mir ganz ungezwungen für eine halbe Stunde auf einen Kaffe zu gehen. Sie sagte sofort zu, mit dem Zusatz: „Wenn es Dir nichts ausmacht, dass ich einen Freund habe.“ Buh!

Mit dem Thema Partner von Frauen habe ich doch gerade selbst erst leidliche Erfahrung machen müssen. Als „Freund“ einfach durch einen neuen „Freund“ ausgetauscht zu werden. Ich spürte sofort eine innere Blockade bei dem Gedanken, dass sie einen Freund hatte. Mir fehlt an der Stelle auch die Erfahrung, mit so einer Situation beim Ansprechen umzugehen. Sie wäre spontan mit mir in ein Café gegangen, obwohl sie einen Freund hatte. Darauf war ich mit meinem Pickup-Werkzeugkasten nicht eingestellt. Das kommt dann wieder mit der Zahl der Approaches. Normalerweise läuft so eine Situation beim Pickuppen unter dem Motto „Sie hat einen Freund? Na und, mir egal! Ich will Dich ja nicht heiraten!“. Ich bin aber kein klassischer Pickupper. Ich habe keine Lust (mehr!) auf ausspannen und ausgespannt werden.

Im Nachgang sagte Herr van Onnetuschn am Telefon zu mir, dass ich es hätte machen sollen. Die Situation annehmen, einfach um Spaß zu haben. „Vielleicht wäre ja was gegangen!“, meinte er. Ja. Aber moralisch auch einfach irgendwie nicht in Ordnung. Andererseits weiß ich ja wie es läuft: Wenn eine Frau unzufrieden mit ihrer Beziehung ist, dann macht sie so etwas. Wenn sie glücklich wäre, gäbe es da keine Chance. Ich bin mir innerlich auch im Nachhinein uneinig, was nun „besser“ gewesen wäre – für mich. Es wäre mein erstes „Date“ (wenn auch nur ein sog. spontanes Date) nach Fr. Schlange gewesen. Ich glaube auch nicht, dass da „mehr“ draus geworden wäre. Aber zum Üben…? Hm… Immernoch uneinig innerlich. Moral gegen meine persönliche Entwicklung einzutauschen? Ich hab keine Ahnung.

Im damaligen Projekt Beziehung (Teil 1) hätte ich es gemacht. Weil ich um jeden Preis jede (!) nur erdenkliche Lernsituation annehmen wollte. Das hatte mir einen enormen Schub gegeben, was meine Persönlichkeitsentwicklung betrifft. Selbst aber das „arme Schwein“ zu sein, das betrogen wird… prägt. Ja ich weiß, Selbstmitleid schon wieder. Aber so ist doch die Realität!

Nun, das waren jedenfalls auch schon die beiden Highlights des Tages. Alle anderen Situationen waren mehr oder weniger schnell abgehandelt. Ich war aber heute auch nur direkt unterwegs, d.h. ich habe keine indirekten Ansprachen gemacht. Sämtliche Approaches im Stile von „Hi. Ich hab Dich gerade an der Rolltreppe runter fahren sehen und finde Dich extrem attraktiv. Mein Name ist…“, verbunden mit meiner ausgestreckten rechten Flosse.

Insgesamt sollte es heute 18 Körbe geben. 18? 18! 18 Körbe ohne einen einzigen zählbaren Erfolg? JA! Kein Plan warum. Ich hatte damals auch mal ein paar schlechte Tage dabei, aber 18 mal in die Mülltonne greifen zu müssen, passierte mir also nur höchst selten. In der Regel wurde Durchhaltevermögen immer vom Schicksal belohnt. Heute nicht. Obwohl ich gerade derzeit ein Erfolgserlebnis gut brauchen könnte.

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Zurück bleiben in mir folgende Erkenntnisse:

  • Keinerlei Ansprechängste (absolut hervorragende Grundvoraussetzung!)
  • Ich hab es gemacht! (Tschakka!) Und zwar immer weiter! Korb für Korb, über Stunden!
  • Ich wollte den totalen Erfolg, bis zur Erschöpfung! D.h. die Selbstmotivation ist vollkommen da.
  • Selbst die vielen Körbe haben mir insoweit gut getan, als dass sie mich von meiner gegenwärtigen Situation des kürzlichen Aus meiner Beziehung sehr abgelenkt haben. Ich fühlte mich während der Approaches wesentlich besser als zuvor. Auch jetzt, während ich diese Story schreibe, geht es mir besser als noch den halben Tag bis zum Beginn des Daygames.

Aber 18 Körbe?

Ich habe nicht alle Zahlen von damals im Kopf, meine mich aber an eine Quote von ca. 8 oder 9 zu 1 zu errinnern. D.h. auf ca. 8 oder 9 Approaches habe ich eine Telefonnummer bekommen. Entsprechend konnte ich durch zweimal Daygamen meistens 1 oder 2 Dates generieren.

Liegt es am Klamottenstil?

Beim nächsten Mal werde ich es im Businesslook versuchen, Stoffhose mit weißem Hemd. Letztes Wochenende beim Clubgamen hatte ich das so gemacht. Das war heute anders. Heute trug ich eine enge Jeans mit einem dunklen Hemd über der Hose. Aber auch das war nicht anders als damals, vor 3 Jahren. ich hatte eigenlich mit allen Klamotten und Farben meine Erfolge.

Keine Ahnung ob das einen Unterschied machen wird. Oder ob es an meiner mentalen Situation und demzufolgen einer möglicherweise verkorksten Ausstrahlung liegt? Wir werden sehen.

Ich gehe nun schlafen, müde vom vielen Umherlaufen. Aber auch ein bisschen stolz auf mich selbst. Immer weiter gemacht zu haben. Und irgendwann ist auch mal wieder eine dabei, mit der nicht nur eine Verbindung da ist, sondern die auch nicht vergeben ist. Über die 18 Körbe lache ich. Ich finde es tatsächlich lustig. Die Freude überwiegt alles andere deutlich. Das ist wirklich kein Problem für mich. Aber ich mache mir natürlich Gedanken, wie ich das verbessern könnte. So viel Aufwand für 0 Erfolg? Uncool.

Früher hab ich oft indirekt angesprochen. Mehr im Stil von: „Hi, dieses Dingsda, das Du da in der Hand hast… weißt Du ob das gut ist?“, beispielsweise wenn sie im Schreibwarenladen steht und gerade etwas in der Hand hält. Durch solche Ansprachen ergeben sich in der Regel längere Gespräche, falls ich der Frau dann nicht recht schnell klar mache, dass es mir eigentlich nicht um den Gegenstand geht, sondern um sie. In dieser Zeit kann ich Vertrauen aufbauen, weil sie zunächst noch nicht sofort realisiert, dass das hier ein Flirt werden soll. Der Einstieg sieht schließlich auch nicht nicht Flirten aus. Manchmal verballerte ich damals auf diese Art 5 oder gar 10 Minuten. Um dann zu erfahren, dass sie einen Freund habe und sich deswegen nicht treffen könne. Aber das Gespräch sei so sympathisch verlaufen, deswegen habe sie sich gerne mit mir unterhalten. Mich nervte das oft. Zeitverschwendung. Deswegen wollte ich heute Vollgas geben. Alles direkt machen.

Hm. Mir fehlt einfach die Übung. Ob dann direkt oder indirekt, ist wohl eine andere Frage. Vielleicht beim nächsten Mal doch wieder gemischt?

Tweet – Ob ich gestern noch raus bin?

Heute nur eine Art „Tweet“:

Gestern war ich mir bis zuletzt unsicher, ob ich das Haus noch in der Nacht zum Weggehen verlassen sollte. Und ich haderte lange mit mir. Alleine raus. Alleine in einen Club oder in eine Bar? In der Verfassung!?

Ich tat es. Trotz größter Unlust. Ich weiß, dass ich kämpfen muss. Also kämpfte ich. Mental in dieser Situation alleine raus zu gehen, ist echt – für mich – eine unbeschreibliche Leistung. Mich in der Nacht zurecht zu machen, ins Auto zu steigen, doch eine ganze Weile zur Location zu fahren und dann – fast – wie selbstverständlich alleine zum Clubgamen zu gehen.

Pickup-Profis sind es gewohnt alleine unterwegs zu sein. Ich war früher (im Projekt Beziehung Teil 1) oft alleine weg. Aber sind Pickup-Profis auch in der Lage alleine raus zu gehen, wenn sie gerade ihre Beziehung verloren haben? Trotz und mit dem mentalen Loch? Ein Widerspruch in sich. Entweder ist man aktiver Pickupper oder man ist in einer Beziehung. Beides gleichzeitig? Das ist wohl selten und wenn dann fußt dies auf absolutem Vertrauensmissbrauch. Nicht mein Ding. Nicht mein Verständnis. Anderes Thema.

Pickup ist ein Werkzeug für mich, predigte und predige ich stets. Ein Werkzeug, mein Werkzeug, DAS Werkzeug, auf dem Weg zur Traumfrau. Eine erfolgversprechendere Methode ist mir bis jetzt nicht bekannt.

Ich hatte ein paar lange und gute Gespräche beim Clubgamen. Sehen und gesehen werden, spielt da eine große Rolle. Ich unterhielt mich nacheinander mit zwei Frauen zu meiner linken Seite und mit drei weiteren Frauen zu meiner rechten Seite. Hab ich genossen. Sehr sogar. In erster Linie ist die Übung wichtig, wieder gut rein zu kommen in die Konversationen. Passte. Lief bei mir.

Gegen Ende meines Abends kam es zum Nummerntausch mit einer unglaublich heißen Frau, ich würde ihr eine 8 oder 8,5 geben. Und ich bin schon verdammt wählerisch. Wir hatten Spaß im Gespräch, allerdings verließ sie mit ihren 3 Freundinnen den Laden und zog dann noch weiter. Deshalb musste ich relativ kalt auf die Nummer gehen. Ein längeres Gespräch wäre schon besser gewesen. Die Nummer hat auch keinen großen Wert, das hatte ich schon im Gespür. Und eine Antwort auf meine kurze Nachricht heute Nachmittag blieb (bislang) aus. Aber darum geht es gar nicht. Raus gegangen. Aktiv gewesen. Was bewegt. Passt.

Später gab es außerdem noch einen Korb von einer anderen Frau. Eine komische Frau war das. Sah mich an wie ein Uboot, nachdem ich sie ansprach. Sogar ihre Freundin war dagegen noch gut drauf und lächelte. Einen Korb von einer Frau der Marke „eiskalt“ zu bekommen, berührt mich persönlich gar nicht. So jemanden möchte ich um Himmels willen gar nicht in einer Beziehung an meiner Seite haben. Ich besitze ja schon einen Kühlschrank.

Und so fuhr ich nach 2 Stunden wieder zurück „nach Hause“. Und bin doch echt stolz auf mich selbst. Nicht wegen den tollen und lustigen Gesprächen mit den 5 Frauen, auch nicht wegen dem Nummerntausch mit dem – vielleicht an diesem Abend – heißesten Mädchen des Clubs, sondern weil ich meinen Arsch hoch bekommen und das Haus alleine verlassen habe, um mein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Trotz und wegen meiner derzeitigen mentalen Verfassung. Weiter so. Freerider.

2019-03-31

 

Unlust vs. Selbstmotivation

Heute ist Samstag, es ist bereits abends, und ich komme gerade vom Daygamen zurück.

Ich war in der Stadt, danach außerdem mit Herrn van Onnetuschn  und seinen Bekannten auf einer Veranstaltung, und anschließend wieder in der Stadt. Ich ließ das Spiel laufen. Der erste Approach des Tages am Mittag verlief direkt mal sehr ungünstig. Die zwei Frauen kommen mir entgegen, eine sieht mir mehrmals in die Augen, ich werde langsamer und lasse sie an mir vorbeiziehen. Augenkontakt, sogar mehrmaliger ist ein sehr gutes Indiz für Interesse. Also drehe ich mich anschließend direkt um und gehe den Zweien hinterher, tippe der Linken auf die Schulter und sage: „Hey, Du hast mich im Vorbeilaufen mit Deinen Augen fast aufgefressen. Ich muss einfach mal hi sagen!“ Sieh sah mich über ihre Schulter kurz und desinteressiert an, sagte nur „Oh nein. Nee.“, oder irgend so etwas und lief mit ihrer Freundin geradewegs weiter. Ich schob hinterher: „Hey, alles okay. Was ist los? Ich beiße nicht.“

Dann drehte ich um und ging wieder in meine ursprüngliche Richtung. Komischer erster Approach. Nicht gerade ein Motivater-Approach. Normalerweise fallen die Reaktionen freundlicher aus, offener. Dabei wollte ich es dann auch fürs Erste bleiben lassen und ging zur Veranstaltung zum oben genannten Freund mit seinen Bekannten. Dort befanden sich viele Menschen, relativ dicht gedrängt. Es waren auch viele Frauen da, viele 2er und 3er Gruppen. Ich machte mich bei der Veranstaltung überwiegend auf die Suche nach einem guten Set und kam auch ganz gut in ein paar Gespräche. Allerdings funkte es für mich irgendwie nicht und ich blieb deshalb auch nicht hartnäckig in den Konversationen. Zweimal unterbrach ich selbst mit Worten wie… bla bla… „ich dreh nochmal eine Runde weiter, wir sehen uns ja noch…“.

Vielleicht hätte es bei einer geklappt, möglich. Ich weiß nicht. Ich fühle mich blockiert, gehemmt. Irgendwie lust- und kraftlos. Obwohl ich die Gespräche kann, Ansprechangst hab ich keine. Das ist an sich schon eine mega gute Grundvoraussetzung. Viel besser geht es erst mal gar nicht. Aber ich spüre trotzdem eine Art Unlust. Das ist vielleicht das, was manche meiner Freunde und Bekannten zu mir in in den letzten Tagen öfter sagten: „Sieh zu, dass Du erstmal über die Eine hinweg kommst, bevor Du Dich auf die nächste stürzt.“ Ich glaube, dass mich Fr. Schlange im Hinterkopf leider massiv begleitet. Überall, als ich heute unterwegs war, und irgendwo eine ähnliche Frisur wie ihre sah, hielt ich Ausschau nach ihr. Ob sie es sei. Verrückt. Natürlich würde sie nicht da sein wo ich bin. Es ist eine andere Stadt, ein anderer Ort. Aber ich merke, wie ich psychisch echt zu kämpfen habe. Sie hat mir echt ein Paket hinterlassen, kein schönes. Diese Zeilen zu schreiben, helfen mir allerdings sehr. Ich gehe damit in die Beobachterperspektive und merke auf diese Art, dass dies nur Gedanken sind. Psychische Hirngespinste. Wenn auch präsente Gedanken. Aber ich bin nicht meine Gedanken. Und meine Gedanken sind nicht ich. Ich bin ich. Ohne Gedanken. Alles weitere findet im Kopf statt. Das zu reflektieren hilft.

Ein Mädchen gefiel mir mega gut, eine glatte 7,5 oder 8. Die hatte ich ziemlich direkt angesprochen, das Gespräch lief auch zunächst mal richtig gut, auch noch als ihre Freundin dazu kam. Ich versuchte beide ins Gespräch zu integrieren und wollte es einfach wissen, schug deswegen direkt ein Treffen vor. Antwort: „Wir sehen uns ja sowieso noch hier, lass uns später weiter reden.“ Mir ist klar was das heißt, da bleibe ich auch nicht mehr aktiv dran. Keine Bedüftigkeit meinerseits, Frauen gibt es genug. Wenn Du nicht willst, will vielleicht eine andere.

Für heute sollte aber keine andere wollen. Ich habe es dann nach der Veranstaltung noch in der Stadt bei einer Verkäuferin in einem Kaufhaus versucht. Kurzes nettes Gespräch. Sie nahm es sehr „professionell“ auf, bedankte sich für mein Kompliment, blieb kurz im Gespräch mit mir und wimmelte mich dann direk mit den Worten „alles klar, dann wünsche ich Dir noch einen schönen Tag“ ab.

Hm. Im Gegensatz zu früher notiere ich mir nicht mehr die genaue Anzahl meiner Approaches. Heute waren es vielleicht 6 oder 7. Im Prinzip alles Körbe bzw. einen Teil der Gespräche hatte ich selbst zwischendurch abgebrochen. Das ist an sich auch noch keine schlechte Quote. Ich hatte schon Tage, an denen ich 14 Körbe nacheinander bekam. Und das 15. Set dann zu einem Date mit mehreren Folgedates und Übernachtungen usw. führte.

Natürlich reflektiere ich dennoch, was ich womöglich verbessern könnte. Um ehrlich zu sein gehe ich ganz aktiv in die Gespräche. Ich versuche es manchmal direkt und manchmal indirekt. Ich achte bereits wieder auf Details wie Stimmlage und Lautstärke (tief und laut).Aber ich bin einfach (noch?) nicht in dieser mentalen Verfassung, Glücklichkeit oder gar noch mehr als „nur“ Glücklichkeit auszustrahlen. Was soll dann schon groß heraus kommen.

Ich hatte heute sogar kurzfristig direkt vor den Augen von Herr van Onnetuschn und seinen Bekannten einen mentalen Rückfall, nasse Augen meinerseits. Er bemerkte das sofort, separierte mich und nahm mich gleich mal auf eine Runde nach draußen mit. Danke mein Freund. Keine Ahnung. Heute war (bisher?) mental nicht mein Tag.

Jetzt ist es ca. 19 Uhr und ich hatte mir für heute Nacht vorgenommen, in jedem Fall zum Clubgamen raus zu gehen. Bei so einem – Entschuldigung – gefühlten Scheißtag. Man. Ich weiß aber auch, dass ich aus dem Loch nur herauskomme, wenn ich einfach alles gebe. Vielleicht ganz besonders viel Engagement an den besonders schlechten Tagen. Selbstmotivation, selbst wenn keine Motivation aufzubringen möglich scheint.

Ich schwanke innerlich zwischen:
a) am Liebsten einfach schlafen gehen
b) einen ruhigen Abend auf der Couch alleine verbringen, vielleicht etwas persönlichkeitsentwickelndes lesen
c) mit der Familie am Abend einfach nur unterhalten
oder
d) doch meine sieben Sachen zu packen und verdammt nochmal in den Club zu fahren.

Ich sage ja sonst immer: „Wenn man Lust auf etwas hat, dann ist es sowieso einfach. Etwas zu tun, gerade wenn man gar keine Lust darauf hat, das ist die Kunst!“ Und das Schlimme ist, dass ich mir bewusst bin, dass mit schlechter Stimmung die Wahrscheinlichkeit für Erfolge massiv sinkt. Ich weiß aber auch, dass mit schlechter Stimmung Erfolge dennoch möglich sind.

Beispielsweise reicht da ein gutes erstes Eröffnungsset im Club, hatte ich früher auch schon. Ein bisschen mit ihr und ihrer Freundin gesprochen, kurze Zeit später liefen wir zu dritt aus dem Club. Davon eine der Beiden mit mir händchenhaltend. Der Abend bzw. die Nacht endete bei den Beiden in der Wohnung inkl. gemeinsamem Frühstück am nächsten Morgen. Es gab auch mal einen Artikel hier dazu, lange ist es her.

Will heißen: Schlechte Stimmung steigert das Misserfolgspotenzial. Aber schlechte Stimmung alleine ist noch kein Garant für Misserfolg. Es sind nur mehr Sets nötig. Mehr Approaches. Und genau das ist das Harte daran, wenn man, wie ich jetzt, eigentlich fast keine Lust hat überhaupt raus zu gehen. Teufelskreis. Den muss ich durchbrechen. Wir werden sehen…

2019-03-30

PS: Früher bin ich dann manchmal einfach raus gefahren, kurz in den einen Club und kurz noch in einen anderen. Einmal schnell durchschauen, ob was dabei ist. Sehen und gesehen werden. Und wieder nach Hause. Vielleicht ist das das heutige Mittel der Wahl? Hat Vorteile und Nachteile. Wenn man rausgeht, sollte man auch approachen. Wozu geht man sonst raus? Hm. Wirre Gedanken.

Ich kämpfe…

Die letzten 2 Wochen habe ich relativ gut abgenommen. Meine etwas engeren Hemden passen mir wieder, die ganz engen noch nicht. Zu meinen besten Zeiten trug ich nicht Slim Fit sondern Superslim Fit. Da will ich wieder hin.

Mit meinem Körper…

Ich mache jeden Tag Sport. Abwechselnd leichtes Krafttraining und Ausdauer, um weiter Fett zu verbrennen. Der Appetit kommt auch langsam wieder, wenn auch nur sehr langsam. Ich versuche dennoch allem zu widerstehen, was mich von meinem Ziel abhält. Klappt ganz gut bisher. Mein Ziel ist, mir wieder den Körper von vor 3 Jahren zu erarbeiten. Ich bin mir sicher, dass das Aussehen einen relativ großen Anteil an meinem Erfolg auf dem Weg zu meiner Traumfrau (für die ich bekanntlich wohl irgendwann aber nicht mehr der Traummann war) geleistet hatte. Auch wenn sie es in Gesprächen stets rational abstritt, vielmehr wäre ich „einfach so heiß“ (gewesen), unabhängig von meinem Körper.

Viele Dates damals, viele coole Erlebnisse. Und ein schöner Körper gibt auch Selbstvertrauen, das ist keine Frage. Wie ich heute feststelle, handelt es sich dabei um Selbstvertrauen auf einer anderen Ebene. Mental bin ich selbstbewusst genug im „echten Leben“, viele meinen sogar ich hätte manchmal einen Hang zum übertriebenen Selbstbewusstsein. In sachlichen Dingen des Alltags mag das stimmen. In meinen Lebenszielen mag das auch stimmen oder besser gesagt gestimmt haben.

In Bezug auf das andere Geschlecht sieht da die Welt anders aus. In der Beziehung hatte ich dieses Selbstbewusstsein ebenfalls voll und ganz gegenüber meiner Partnerin. Ich bestätigte sie immer wieder für ihre Optik, ganz besonders im natürlichen Zustand, d.h. ohne Schminke oder Haarspray usw. Sie tat das umgekehrt ebenfalls, selbst als ich ein paar Kilo zunahm. Wieso sollte ich da mein Selbstbewusstsein verlieren. Jetzt jedoch, wo ich wieder alleine dastehe, sieht die Sache anders aus. Meine geliebten Klamotten passen nicht mehr so wie früher, also muss ich auf weiter geschnittene Hemden oder Pullover zurückgreifen. Das ist eigentlich nicht meins.

Aktuell denke ich darüber nach, mich für ein Fitnessstudio anzumelden. Bislang trainierte ich stets mit dem eigenen Körpergewicht und Kurzhanteln zu Hause. Damals und heute wieder. Erfolge sind damit zweifelsfrei möglich, jedoch nicht so effizient. Mehr Geräte = mehr Möglichkeiten = mehr/schnellerer Erfolg. So lautet die Formel. Ich habe sowohl Ausdauersport (ohne Ball) als auch Krafttraining aber noch nie gemocht. Auch heute nicht. Ich tue das – wenn ich ganz ehrlich bin – auch nicht für mich. Sonst hätte ich das in der Beziehung auch nicht so schleifen lassen oder aufgegeben. Als ich das Gefühl hatte, dass es „einfach passt“ zwischen uns, sah ich keinen weiteren Sinn mehr in dieser unnatürlichen Körperschinderei. Ein kleines bisschen Rückentraining usw. schadet niemandem, im Gegenteil. Aber Gewichte stemmen? Regelmäßig eine Dreiviertelstunde joggen gehen? Ich ging lieber mit meinem Mädchen händchenhaltend spazieren oder führte tolle Gespräche mit ihr über alles Mögliche.

Selbst Schuld, könnte ich mir sagen. Aber kein Mensch weiß, wie lange eine Beziehung hält. Ich ging von der Ewigkeit aus. Und die letzten Wochen vor meinem aktuellen unfreiwilligen Single-Status hatte ich bereits wieder mit leichtem Lauftraining begonnen, ich hatte sie sogar gefragt, ob wir das zusammen machen wollten. Wir joggten auch insgesamt vielleicht nur zwei oder drei Mal in der ganzen Zeit der Beziehung miteinander. Schade eigentlich. Ich hätte mit ihr zusammen eine andere gemeinsame Sportart heraussuchen und finden „sollen“. Gemeinsame Erlebnisse schaffen, das kam zu kurz. Stattdessen zuviel Alltag.

Sie liebte das Klettern. Ich hätte hier bewusster und aufmerksamer sein müssen. Es soll nicht nur melancholisch klingen, was ich hier gerade schreibe. Es steckt auch eine ganze Portion Zuversicht für die Zukunft drinnen, auch wenn man dafür etwas unter die Fassade blicken muss. Ich merke ja, wie das Traurigsein stetig einem „nach vorne Blicken“ weicht. Aussagen wie „ich hätte dies oder jenes tun sollen“ sind der Ursprung. Nicht unerwähnt lassen möchte ich dabei, dass Ursprünge und Ursachen auch Folgen haben. Und so kann ich derlei Aussagen einfach ergänzen und abschließen mit „und beim nächsten Mal achte ich da von Anfang bis Ende drauf!“. Dann wird die Sache hoffentlich schon rund werden, sein und vor allem bleiben. Dann wird aus Melancholie Zuversicht und ein echter Beziehungsvorsatz.

Gemeinsamer Sport bietet unschätzbare Vorteile. Man ist zusammen, hat gemeinsam Spaß, trainiert zugleich den Körper, für sich selbst und gleichfalls auch für den Partner. Attraktivität und so. Dabei werden Glückshormone ausgeschüttet, wo wir wieder beim Thema Hormone wären. Und gegen positive Hormone können wir Menschen uns nicht wehren. Wir müssen ihnen folgen.

Und darum werde ich auch die nächsten Wochen ins Solarium gehen. Sonne (selbst künstliche) sorgt auch hier für einen positiveren Hormonhaushalt. Vor wenigen Wochen wollte Fr. Schlange wieder ins Solarium gehen, ich riet ihr ab. Es sei schädlich für die Haut und außerdem hätten wir zwei uns doch, zumal sie für mich so oder so die attraktivste Frau der Welt sei. Waren meine Worte. Absurd. Heute möchte ich selbst ins Solarium. Im Wissen, dass es schädlich ist für die Haut. Aber im Wissen, dass es – in mildem Maße – die optische Attraktivität für die potentielle neue Partnerin steigert. Plötzlich ist man angebräunt. Und das heißt? Ja klar, das heißt, dass dieser Typ bestimmt ganz abenteuerlustig und viel draußen ist und viel Sport macht. Ein echt heißer aufregender Kerl. Man man man. Wieder dieses Hollywood.

Und ich spiele mit, zwangsläufig. Ich fühle mich derzeit in einer Situation, in der es sich für mich anfühlt, als würde mir jemand unentwegt zurufen: „Schach!“ Und nach Schach kommt matt. Und das will ich nicht. Ich kämpfe so gut ich kann. Wieder auf allen Ebenen. Körperlich. Kleidung. Verhalten. Aufmerksamkeit. Ich gehe raus, wie damals. Aber vor allem geht es um die Lebenseinstellung. Und die muss ich positivieren. Muss ich nicht nur, möchte ich auch. Das Leben ist schön. Punkt. Muss ich nur noch an den Punkt kommen. Ich kämpfe. Ich kämpfe. Ich kämpfe. Und ich werde es schaffen, weil ich vor meiner Beziehung so war. Jeden Tag draußen unterwegs, immer auf der Suche nach meiner Traumfrau. Und so will ich wieder sein, positiv. Denn das bin ich. Ich wurde nur behäbig in der – vielleicht auch durch die – Beziehung. Ich wiederhole mich, ich weiß, aber es ist elementar selbst zu verstehen und einzusehen, dass ich behäbig wurde. So bin ich eigentlich nicht (mehr). So war ich vorher nicht. Warum sonst habe ich all das hier zugelassen? Keine Ahnung was in mich gekehrt war. Ich will zurück zu mir.

Um was es jetzt geht…

Die Traumfrau war die 1. Traumfrau im Projekt Beziehung, das Ganze ist bekanntlich gescheitert. Und nun geht es darum, die 2. Traumfrau zu finden. Oder besser gesagt die „richtige 1. Traumfrau“. Die echte Traumfrau konnte die 1. kaum gewesen sein, wenn ich nach nicht einmal 2 Jahren auf dem kalten Tablett abserviert werde. Ich bin ein Romantiker und für mich sollte eine Liebe ein Leben lang halten, wenn sich beide wirlich darum bemühen. Selten hält die erste Liebe ein Leben lang, allerdings lernen wir aus unseren Erlebnissen. Deshalb war es auch nicht unsere erste Liebe. Wir sind keine Teens mehr. Und ich hatte genug in meinem bisherigen Leben gelernt, um diese Frau nie wieder alleine lassen zu wollen.

Es fehlte wohl das beiderseitige Bemühen. Das miteinander Sprechen über die „wahren Probleme“. Ich tat das immer, allerdings gibt es für mich keine „Probleme“ im Leben. So ernst ich oft wirken mag, so sehr bin ich aber auch nicht durch „Probleme“ klein zu kriegen. Ich nehme das sachlich, gehe aktiv damit um und wische sie meist mit einem Handstreich vom Tisch. So bin ich. Ich bin ruhig und gelassen, selbst in vermeintlich hektischen Situationen oder Lebensherausforderungen. Bis jetzt fand ich in meinem Leben noch immer ein vernünftige und meist sogar sehr gute Lösung für allerlei Herausforderungen. Deswegen spreche ich auch stets die Kleinigkeiten offen an, in einer Beziehung gleichfalls wie in einer Freundschaft oder in der Familie. Es sind wohl nicht alle Menschen so. Und so entfremdet sich irgendwann der Eine vom Anderen. Oder besser auf mich zutreffend, die Eine von mir.
Aber es wird schon, gestern war ich  zum ersten Mal seit Ende der ersten Reise zu meiner Traumfrau zum Daygamen draußen. Ich wohne nicht mehr so zentral in der Stadt wie früher. Entsprechend habe ich ein mittelschweres Problem leicht an einen Ort zu gelangen, wo eine ausreichend große Fluktuation vorherrscht. Fluktuation an potentiellen Traumfrauen. Also fuhr ich extra zu einem bekannten großen Möbelhaus und machte einen Themenabend daraus, unter dem Motto: „Finde Deine schwedische Traumfrau!“

Leider war es während der Woche. Es war nicht viel los. Und wenn jemand unterwegs war, dann Pärchen. Eine Konversation mit zwei Mädls habe ich nach dem zweiten Rundlauf durch das ganze Gebäude endlich starten können. Indirekter Approach (indirektes Ansprechen). Es war nett. Unterhalten über einen Flauscheteppich, den die Eine in der Hand hielt. Sie suchten gerade ein paar Dinge für die neue Wohnung der Freundin und ihren Freund, meinte die Eine über die Andere. Dazu hätten sie beide ihre Männer zu Hause gelassen. Bumm. Okay. Danke. Tschüsschen und so. Nett wars.

Ich hatte mich doch so einigermaßen halb in Schale geworfen. Lederjacke, Hemd, enge Jeans. Und mein Lieblingsparfüm. Und ein bisschen Bestätigung bekam ich dann doch auch. Ich folgte gemütlich und lächelnd dem vorgesehenen Pfad des Möbelhauses. Jeder kennt doch diese Pfeile am Boden. Jedenfalls sah ich aus einiger Entfernung eine recht hübsche Frau zu meiner rechten Seite an einem Regel stehen. Und zu meiner linken den ihr zugehörigen Mann, gedankenversunken umherblickend. Hm. Okay. Scanner wieder ausgeschaltet. Kurz bevor ich dann auf Höhe der Frau angelangt bin, drehte sie sich, um zu ihrem Mann auf der anderen Seite des Ganges zurück zu gehen. Sie sah mich. Und sah mich einmal von oben nach unten wieder zurück nach oben an. Du Schlingel. Aber danke für Dein stilles Kompliment!

An dem Abend gestern kam nichts Zählbares heraus. Ich führte insgesamt nur zwei kurze Gespräche. Aber ich kann es noch. Ich weiß nicht warum, aber ich war extrem locker in den Gesprächen. Ich fühlte mich, als wäre eigentlich alles egal. Kein zwanghaftes Verhalten. Adrenalin war allerdings dabei. Es ging schon im Auto auf dem Weg dorthin los. Ich spürte, wie ich wacher wurde und besser gelaunt. Daygamen ist eben ein Hormonbooster. Es tat gut zu sehen, dass ich es auch untertags noch genauso kann. Ich hatte ehrlich gesagt sogar das Gefühl, dass ich irgendwie „besser“ als früher war. Nicht was den Werkzeugkasten und alle Kniffe und Tricks betrifft. Da muss ich erst wieder rein kommen. Sondern die innere Einstellung war anders. Schwer zu beschreiben gerade. Vielleicht resultiert es aus der Haltung heraus, dass ich mir denke: „Ich hatte fast 2 Jahre eine wundervolle Frau (zumindest habe ICH das über sie gedacht!) an meiner Seite und ES hat schon einmal geklappt. Dann klappt es auch wieder!“

Ich weiß noch, wie ich während dem Projekt Beziehung Teil 1 (also damals) oft meinen Freund Herr van Onnetuschn fragte: „Sag mal, glaubst Du, dass ich sie irgendwann finde oder dass ich noch jahrelang weiter pickuppen gehen und mich knechten muss? Kann doch nicht sein oder. Irgendwann finde ich sie doch bestimmt endlich mal??!!“ Ich bin mir nicht sicher, ob er auch nicht irgendwann genervt von meinen vielen kleinen Geschichten war. Aber er äußerte stets die (zwangsläufige?) Zuversicht, dass es bestimmt bald so weit sein würde. Es könne nicht mehr so lange dauern, wenn wir bedenken würden, wieviel ich bereits erlebt hätte. Ich solle nur dran bleiben, meinte er. Ich blieb dran. Und es dauerte tatsächlich – so gesehen – nicht mehr lange. Besser wäre im Nachgang betrachtet (falsche Sicht, ich weiß!), wenn es noch etwas länger gedauert hätte (das Single-Dasein) und dafür die (oder eine andere) Beziehung länger (oder für immer?!) gehalten hätte. Spekulation.

Und diese damalige Einstellung zeigt, dass für mich DIE Traumfrau durchs Pickuppen zu finden, noch nicht Realität gewesen war. Ich hatte viele potentielle Damen gefunden und gedated. Aber nicht die Eine, mit der ich in eine Beziehung gehen wollte und schon gar nicht die Eine, mit der es auch klappen sollte. Jetzt ist das Mindset ein anderes. Ich weiß, dass es einmal geklappt hat. Ich hatte heiße Frauen kennengelernt. Ich weiß, dass ich auch heiße Frauen haben kann. Nicht nur kennenlernen. Ich hatte eine heiße Frau, die – für mich – heißeste, und ich habe sie zwar wieder verloren…

…aber eine ausgereifte Methode sorgt für reproduzierbaren Erfolg. Ich habe das Pickuppen. Es ist in mir. Alles was die Traumfrau 2.0 tun muss, ist da draußen zu sein und sich ansprechen zu lassen. Um der Zwischenüberschrift die Antwort zu liefern, geht es also darum, weiter zu machen und die Eine zu finden. So einfach eigentlich. Jedoch keinen Ersatz. Sondern die Eine. Das Leben ist zu kurz, um noch länger aufeinander warten zu müssen. Ich bin hier. Sie ist dort, wo auch immer. Lass Dich finden!

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Heute ist Freitag. Heute ist der Beginn des Wochenendes. Jeder Tag kann der Tag sein, an dem das Projekt Beziehung Teil 2 ebenfalls wieder zuende geht. Aber nicht mehr der Blog als Ganzes (!). Und jeder Tag ist der erste Tag vom Rest unseres Lebens. Also keine Zeit verlieren. Auch wenn ich mich wirklich motivieren muss, raus zu gehen. Aber ich werde rausgehen und ihrem stillen Ruf folgen. Denn sie ist bestimmt da draußen in der Welt und denkt sich: „Wie gerne hätte ich einen tollen Mann an meiner Seite!“ Und was ja dann doch noch immer in jeder Beziehung bei mir der Fall war, dass ich hören durfte: „Ich bin so froh, dass wir uns gefunden haben! Auf Dich habe ich gewartet!“

Hört vermutlich jeder Mann, schon klar. Aber ich bin überzeugt davon, dass die Frauen das zumindest in diesem Moment des Aussprechens auch tatsächlich so fühlen. Geschichte wiederholt sich. Beziehungsanfänge wiederholen sich. Beziehungen generell kommen und gehen. Ich möchte keine Beziehungsanfänge mehr. Auch keine kommenden und gehenden Beziehungen. Ich möchte die eine Beziehung. Es muss nicht die perfekte sein. Ich bin genügsam, auf eine Art. Aber menschlich tiefgreifend zu mir stehen, sollte sie. Selbstverständlich eigentlich. Möchte Mann meinen.

Manchmal hilft also der Blick nach vorne nur ein bisschen. Aber der Blick zwei Schritte weiter, um in der gedanklichen Zukunft gleich wieder einen Schritt rückwärts zu denken („Ich bin so froh, dass wir uns gefunden haben!“) ist der bessere Blick nach vorne. So wird der Erfolg von morgen schon mental in der Gegenwart greifbar. Träumerei ist das nicht. Ich weiß, dass ich Erfolg haben werde. Weil ich Erfolg haben möchte. Und mich dafür schinden werde. Dazu muss der Körper wieder her. Proteinpulver hab ich mir gestern schon bestellt, meine alte (noch ungeöffnete) Packung lief 12/2017 ab. Das neue soll nicht mehr ablaufen müssen, auch mit Beziehung nicht! 😉

PS: Danke an Starks7 (starksdreams.wordpress.com) für Deinen verdammt guten Kommentar auf meinen letzten Artikel (Beim Tanzen sieht man sich immer zweimal…). Wir sollten uns mal privat schreiben, nicht nur um über Werder zu philosophieren… 😉

Beim Tanzen sieht man sich immer zweimal…

Die letzten Tage habe ich sehr viel geschrieben, so viel, dass ich nicht mehr weiß, ob ich diese „nette“ Anekdote schon zum Besten gab. Im Detail tat ich das sicher nicht, daran könnte ich mich erinnern. Aber vielleicht hatte ich es erwähnt? Ich weiß nicht genau. Egal, los geht’s.

Am letzten Wochenende bin ich zum Clubgamen raus gegangen, wie ich im letzten Artikel schon erwähnte. Sehr viel ist dabei jedoch für mich nicht rum gekommen. Aber hey, es war mein erstes Mal seit ca. 2 Jahren. Bis auf die Erkenntnis, dass ich es im Kern „noch kann“. Es. Das Ansprechen von Frauen. Allerdings hatte ich das „Vergnügen“ in der Location Fr. Schlange zu begegnen. Sie hatte mir gegenüber im „Abschiedsgespräch“ angedeutet, dass sie plane, an jenem Tag des Wochenendes mit „ihren Freundinnen“ dorthin zum Tanzen gehen zu wollen. Ich antwortete, dass ich das ebenfalls vorhätte. Genau genommen hatte ich das vorher schon mit meinem Wingman so vereinbart, ohne zu diesem Zeitpunkt das Vorhaben von Fr. Schlange zu kennen. Ihre Reaktion darauf fiel nicht sehr glücklich aus, genau genommen sagte sie halb schockiert: „Nein, tu das nicht!“

Ich entgegnete, dass es mir egal sei, ob sie auch dort wäre oder nicht. Wir würden uns aus dem Weg gehen und das wäre auch schon alles, ergänzte ich.
Nun, Angst zu haben, ist ein Gefühl, dass ich in meinem Leben grundsätzlich lieber anderen überlasse. Besonders egal ist mir, wer irgendwo „auch noch da ist“ wo ich bin. Selbst wenn es meine EX-Freundin zusammen mit dem Papst wäre.
An just jenem Abend sollte ich sehen, wer „ihre Freundinnen“ sind. Die Freundinnen waren zwei Personen. Freundin Nummer 1 war jene Freundin, in deren Haus wir erst vor wenigen Wochen noch gemeinsam ins neue Jahr hinein feierten. Ironie des Lebens.

Bevor es im Text weiter geht, noch ein Hinweis an Fr. Schlange persönlich

Ich weiß nicht, ob Fr. Schlange meinen Blog kennt. Sie weiß seit kurzem, dass ich einen Blog betrieben hatte. Das sagte ich ihr, nachdem sie sich von mir trennte bzw. ich herausfand, dass sie innerlich längst getrennt war und äußerlich bereits neu vergeben war. Urgs. Wir hatten ein einigermaßen menschliches gutes Gespräch zum Abschied. Was von ihren Ausführungen wahr oder unwahr ist, kann ich allerdings überhaupt nicht beurteilen, besonders nicht nach all den Umständen. Fr. Schlange gab im Gespräch zu, dass sie vor einigen Wochen/Monaten meinen einzigen kleinen abgesperrten Rollcontainer in unserer Wohnung geöffnet hatte. Sie fand daran Erinnerungen aus meiner Vergangenheit vor. Sie entschuldigte sich für das Verhalten, teilte mir jedoch mit, dass sie das Aufgefundene sehr verletzt habe. Ja hallo, aber das war alles aus meiner längst abgeschlossenen Vergangenheit?! Nichts davon aus der Gegenwart, alles weit zurück liegend. Und sie muss das Interpretieren angefangen haben, ob ich noch an meiner Ex-Freundin hängen würde usw. Nein, tue ich nicht! Sie ist längst glücklich vergeben und das freut mich menschlich unendlich.

Aber es ist auch nicht auszuschließen, dass Fr. Schlange in der Beziehung meine elektronischen Geräte durchleuchtet haben könnte. Dann wäre sie auf diesen Blog gestoßen. Sie bat mich außerdem, ihr die Adresse dieses Blogs zu verraten, damit sie wenigstens in Zukunft wisse, wie es mir gehe. „Nein!“, sagte ich entschieden und ergänzte: „Ich halte es so wie immer, wenn es aus ist, ist es aus. Dann regeln wir eine gewisse Zeit noch das Sachliche und dann bin ich weg. Wenn Du mich aus Deinem Leben wirfst, werde ich mit Dir nichts mehr zu tun haben. Wenn ich es Dir jetzt nicht wert bin, dass Du an meiner Seite sein möchtest, dann brauchst Du mich auch nicht zukünftig zur Gewissensberuhigung. Außerdem wird sich meine nächste Partnerin darauf verlassen können, dass ich zu meiner Ex-Freundin keinerlei Kontakt mehr pflege. Ich bin ein treuer Mensch.“

Ein paar Tage später sagte sie mir, dass sie nach meinem Blog gesucht, ihn aber nicht gefunden habe. Ich kommentierte: „Den wirst Du auch nie finden. Keine Namen, keine Orte, keine Daten.“

Liebe Fr. Schlange, falls Du diesen Blog doch eines Tages finden solltest oder ihn bereits kennst oder mitliest, dann soll es halt so sein. Dann lernst Du mich wenigstens quasi postum kennen, nach dem Tod unserer Beziehung. In der Beziehung war ich es Dir vermutlich nicht wert genug, mich wirklich richtig kennen lernen zu wollen. Eine Rolle für uns spielt das nicht mehr. Aber ich war die letzten Monate immer mehr dabei Dir aus meiner Vergangenheit zu erzählen, das ganze Pickup-Ding und so. Ich hatte angefangen Dir zu vertrauen, in jeder Hinsicht. Auch was Deine Vergangenheit mit dem anderen Geschlecht betrifft. Denn diese ist schon sehr speziell. Und GENAU zu diesem Zeitpunkt, hast Du angefangen Dich zu entfernen. Und ich hab es nicht gemerkt. Es war nicht zu vermeiden für mich, ich musste und sollte in diese Falle hinein laufen. Opferrolle schon wieder, ich weiß. Aber sei es drum. Falls Du also hier mitliest, dann wünsche ich Dir viel Spaß dabei. Es wird meine Zukunft nicht beeinflussen.

Und wer war Freundin Nummer 2?

Freundin Nummer 2 war sehr unweiblich und hatte einen Bart. Außerdem verhielten sich Freundin Nummer 2 und Fr. Schlange äußerst turteltäubchenmäßig-verliebt miteinander. Händchenhaltend und eng tanzend. Vor wenigen Wochen hingegen erst waren Fr. Schlange, Freundin Nummer 1 und ich noch gemeinsam in derselben Location zum Feiern. Alles schien ganz normal für mich, zu jenem Zeitpunkt. Keinerlei Verdacht auf Abnormalitäten.

Danke für Deine Loyalität, Fr. Freundin Nummer 1. Und ich dachte, dass wir uns immer einigermaßen sympathisch waren. Immerhin hatten wir uns die letzten Monate ein paar Mal gezielt als zwei 2er-Pärchen getroffen, weil ich mich auch mit Deinem Ehemann gut verstand. So schnell verfliegt für Dich also eine menschliche Beziehung in die Bedeutungslosigkeit. Hauptsache Du hast wieder jemanden zum regelmäßigen Feiern und Spaß haben, dafür gehst Du auch über Leichen. In dem Fall über meine. Insgesamt gingen wir (Fr. Freundin Nummer 1 mit Fr. Schlange und mir) zusammen zwar „nur“ zwei oder drei Mal zum Tanzen, in der Zeit der Beziehung, allerdings machte es mir immer Spaß mit Dir und Euch. Dir sicher auch, wie Du auch immer sagtest.

Mir ist schon klar, dass Freundinnen zusammenhalten. So wie Freunde zusammenhalten. Nichts anderes ist zu erwarten. Allerdings scheint Dir das alles nicht sehr viel auszumachen bzw. scheinst Du solch einer „Menschenaustausch-Aktion“ wenig Bedeutung beizumessen. Zwischenmenschlich traurig. Es stand nämlich der Plan im Raum, den nächsten Urlaub – womöglich im Sommer – gemeinsam zu viert zu verbringen. Weil Fr. Schlange und Du so gerne Zeit miteinander verbringen und der Ehemann von Fr. Freundin Nummer 1 auch mich sehr sympathisch finde. Deshalb sollte es ein 4er Urlaub werden (die Kinder wären derweil woanders geparkt worden).

Ich sagte spontan mein Einverständnis zu. Warum auch nicht. „Deine Freunde sind auch meine Freunde“, lautet meine Grunddevise im Leben. Denkfalle. Aus Sicht von Fr. Freundin Nummer 1 muss es dann wohl aber heißen: „Heute Du an unserer Seite, morgen schon ein Anderer.“

Danke. Dazu kann ich nur eines sagen: Das lässt tief auf Deinen Charakter blicken. Dein Ehemann tut mir leid. Der arme Mensch ist wirklich ein gerader Kerl, finde ich. Ob Du das auch bist, kann ich nur stark bezweifeln. Also kein Kerl natürlich, wenn dann eine Kerlin. Aber vom Geradesein bist Du, glaube ich, ein Stück weit weg. Ein Rückgrat zu besitzen, sieht anders aus.

Ich musste zuletzt erkennen, dass neben Fr. Freundin Nummer 1 auch die anderen sog. Freundinnen von Fr. Schlange offenbar nicht allzu viel von mir halten. Da war niemand, der irgendetwas in meine Richtung unternahm, um die Beziehung „zu versuchen zu retten“. Der Versuch zählt, sagt man im Leben. Nichts zu versuchen, zählt auch. Nur in die andere Richtung. Dann kann auch nichts Positives dabei herauskommen. Wieder etwas gelernt im Leben:

Freundinnen der Partnerin sind wohl selten auch Freunde von mir.

Es gilt aus Sicht der Freundinnen (von Fr. Schlange) eher die Devise: „Hauptsache meine Freundin verbringt Zeit mit mir, so wie ich das will, dann ist mir egal wen sie an ihrer Seite hat. Soll sie ihn notfalls zum Mond schießen. Und jetzt ab zum Feiern!“

Was fällt an dieser Devise einem klar denkenden und vor allem mitfühlenden Menschen auf? #EgoismusRegiert

Keine gute Grundzutat für eine aufrichtige Freundschaft, selbst unter Frauen. Meiner bescheidenen Meinung nach. Aber wie schrieb mir Lotusblume (Was bisher geschah… Fr. Tinder und ich – Teil 1 von 3) letztens zu diesem Thema per Whatsapp: „Zeig mir Deine Freunde, dann weiß ich wie Du tickst.“

Und dann ist da noch die Fr. Freundin Nummer 2

Über sie, bzw. besser gesagt über ihn, verliere ich gar keine Worte. Nicht wert. Das ist auch schon der ganze Absatz zu dieser Person. Ich kenne Dich nicht. Was ich (sogar direkt von Dir persönlich per Sprachnachricht) gesagt bekommen und sonst von Dir gehört und gesehen habe, erübrigt alle weiteren Worte meinerseits. Aber ich bin an jenem Abend dennoch zu Euch dreien gekommen und habe Euch allen kurz und sachlich die Hand gegeben und bin weiter gelaufen. Rückgrat haben nicht alle. Stolz und Ehre erstrecht nicht.

Aber ich habe mein Rückgrat noch. Und Stolz und Ehre kenne ich nicht nur vom Hörensagen.

Diese Austauschbarkeit innerhalb weniger Wochen ist in meinem Falle eine lehrreiche Erfahrung im Leben. Danke an Euch drei. Fr. Freundin Nummer 1, die wir auch Fr. Schlagen-Freundin nennen könnten. Oder Fr. Freundin-Schlange. Ja, Schlange trifft auch auf Dich zu. Nicht nur auf Fr. Schlange. Ich möchte nicht wissen was Deinem Ehemann mit Dir widerfährt. Wenn Du einen Betrug in Deinem engsten Freundinnenkreis gut heißen kannst und Dich aktiv an der Unterstützung beteiligst. Wenn Du, wie letztens, nach dem gemeinsamen Weggehen noch alleine im Club geblieben bist. Ich kann nur vermuten warum. Egal.

Wie gesagt, wir sind keine Kinder mehr. Wir alle machen und machten Fehler im Leben. Aber wir sollten irgendwann etwas dazu lernen. Dieses Stadium hast Du scheinbar übersprungen, bislang. Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. 1 Euro und ab damit ins Phrasenschwein, aber warten wir doch einfach. Auch wenn ich den Ausgang dieser – Deiner – (Ehe- und Lebens-)Geschichte nicht mehr mitbekommen werde. Sie interessiert mich auch nicht mehr. Das ist bereits jetzt Vergangenheit für mich. Es ist dann Dein Problem. Aber ich glaube an so etwas wie Karma.

Dann ist da noch Fr. Schlange, die mit Fr. Freundin Nummer 2 (das ist die mit dem Bart und dem halb-maskulinen Aussehen!) verliebt tanzte und händchenhaltend an mir vorbeilief. Nun, zu Fr. Schlange verliere ich zumindest in diesem Artikel auch nicht mehr viele Worte. Nur das: Was Du mit der – unserer, inzwischen ehemaligen – Beziehung getan hast… kann eigentlich nur sprachlos machen. Ich bin Dir nicht böse, wie ich Dir auch in meiner ersten Reaktion sagte. Tanz Du mit Deiner „Freundin Nummer 2“ in die Nacht hinein und sei verliebt. Genieß die Zeit. Sei glücklich. Das hat nichts mehr mit mir zu tun. Genießt Euer Leben, Eure neue Beziehung und Eure Liebe.

Und so ging Eure Nacht, die ihr unter Euch „Freundinnen“ feiern wolltet, irgendwann auch zu Ende.

Meine Nacht irgendwann auch. Danke an meinen Wingman für den tollen Abend und die ehrlichen und harten Gespräche und Deine Kritik zu mir als Person (in Bezug auf meine EX-Beziehung). Ehrliche und aufrichtig gemeinte Hinweise können Menschen nur bereichern. Und ich höre mir solcherlei Hinweise sehr genau an, um daraus zu lernen. Und ich habe bereits jetzt enorm gelernt.

(Umsetzen muss ich es nur noch, im Kleinen, im „Alltäglichen“, ich weiß, liebe Lotusblume… ich weiß. Ich werde mein Bestes geben. Danke für unser Telefonat und auch für Deine aufrichtigen, irgendwie tröstenden und zugleich zukunftsweisenden Worte. Es tat und tut gut. Wie immer. Danke.)

Und zum Abschluss dieses heutigen Artikels noch ein krönendes Häubchen:
Es tat auf eine bittere Art gut, Euch alle drei zu sehen. Referenzerfahrung. Das lässt mich bis jetzt noch mehr mental massiven Abstand zur Situation gewinnen. Abstand zu unserer ehemaligen Beziehung gewinnen. Surreal. Immer noch surreal, das alles. Aber ich war da. Ich war tanzen und hatte meinen Spaß.

Fr. Schlange sagte zu mir am Ende der Beziehung, dass wir nicht zueinander passen würden. Hätte sie „die letzten Monate erkannt“. Weil ich unter anderem nicht gerne tanzen gehen würde und oft ernst sei. Übersetzt gesagt, sei ich wohl langweilig geworden. Mag sein. Für Dich vielleicht. Aber wer war der Mann, der in dieser Nacht so viel tanzte wie in den letzten 4 oder 5 Jahren zuvor nicht mehr, selbst nicht zu meinen besten Pickup-Zeiten…? Haltung annehmen!

2019-03-28