Quid pro quo – Viel Kohle gegen einen tollen Körper

So saß ich des Abends auf der Couch und telefonierte mit meinem besten Freund. Nennen wir ihn ab heute einfach Herr van Onnetuschn.

Wer ist nochmal Herr van Onnetuschn?

Da fällt mir gerade auf: Ich gebe seit meinem Artikel Frauen in Pseudonymen jeder Dame, die mehr oder weniger (neu) in mein Leben tritt, einen Namen. Möglicherweise das eine oder andere mal auch posthum, um hier im Blog besser zwischen den verschiedenen Protagonisten und Protagonistinnen unterscheiden zu können. Meist wird es wohl mehr um die Protagonistinnen gehen. Ich bin ja nicht auf der Suche nach Mr. Right, sondern nach meiner Traumfrau. No homo.

Jedenfalls bekommt mein bester Freund nun einen Namen. Besser gesagt, er bekommt ein Pseudonym. Denn einen Namen hat er ja schon. Sonst könnte ihn ja keiner ansprechen. Es gibt inzwischen zwar einen Haufen Gesetzlose in Deutschland , aber Namenlose wahrscheinlich keine.
Außer derjenige wurde als Baby im Wald ausgesetzt und von Wölfen großgezogen. Dann ist es ein klassisches Wolfskind. Soll auch schon vorgekommen sein, der Sage nach. Wobei dann interessant wäre, ob die Wolfsmama dem Kind einen Namen gibt, in Lautform, so etwas wie „aaaaahuuuuuu“. Treiben wir es auf die Spitze: Vergeben Wölfe auch zweite Namen? Sowas wie „Eugen Thorsten“ oder „Franz Xaver“ oder „Ben Luca“ (soll übrigens der beliebteste Doppelname des Jahres 2013 sein).

So, und hiermit taufe ich Dich, mein Freund. Ab heute bist Du hier im Blog Herr van Onnetuschn. Wie ich auf diesen ganz besonderen, einzigartigen, Namen für ihn komme, kann man hier nachlesen: Und dann war da noch Valentin und ein ganz besonderer Geburtstag…
Ich muss diesen wichtigen Schritt gehen, damit Du meinen Lesern ein Begriff wirst. Immer von „einem Freund“ zu sprechen ist nicht persönlich genug. Aber als Herr van Onnetuschn habe ich Dich personifiziert. Herzlich willkommen in meinem Blog. Ich werde dafür sorgen, dass Du in allen folgenden Geschichten stets eine gute Figur abgibst. Ähh, okay, das geht jetzt zu weit. Ich kann nichts versprechen, das ich nicht auch einhalten kann. Sagen wir es so: Ich werde dafür sorgen, dass Du zumindest immer eine lustige Figur abgibst. Muss Dir reichen. 😉

Quid pro quo – oder die Frage nach einer heißen Kolumbianerin

Im Gespräch ging es ausnahmsweise mal wieder um mein Daygame. Und um einen Bericht, den ich letztens las. Geschrieben von einem fortgeschrittenen recht erfolgreichen Pickupper. Dem Bericht nach sei er in Kolumbien gewesen und könne eine solche Reise zu Pickup-Zwecken nur jedem europäischen bzw. deutschen Mann empfehlen. Denn dort sei das Verhalten der Frauen exakt umgekehrt zum Verhalten der Frauen in Deutschland gegenüber deutschen Männern.
Der Pickupper beschrieb, dass kolumbianische Frauen deutsche Männer ansprechen und auch verhältnismäßig exorbitant schnell mit ihnen in die Kiste wollen. Die Aussage des Pickuppers war im Kern: „Ich empfehle so eine Reise JEDEM deutschen Mann, einfach um mal zu sehen und nachempfinden zu können, wie sich eine Frau in Deutschland fühlen müsse.“ Wie es also hierzulande für eine Frau läuft, wenn sie ihren Fuß vor die Tür setzt. Ständig angeglotzt und oft auch angesprochen zu werden. Wenn eine Frau zum Freiwild wird. Es würde den eigenen Horizont erweitern, diese Erfahrung zu machen, so dem Bericht nach.

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Das glaube ich aufs Wort. Definitiv. Es geht auch nicht darum eine Abenteuerreise dorthin zu machen. Das war gar nicht seine Intention, denke ich. Sondern tatsächlich mal einen Rollenwechsel zu vollziehen und sich für kurze Zeit mal als das Geschlecht oben auf dem Podest zu fühlen.
Um zu…? Ja, um zurück hier in Deutschland das eigene Game voran zu bringen und besser zu werden. Auch in dem zuvor mal wieder die oft von mir besagten Grenzen überschritten zu haben und so den eigenen Horizont weiter in Richtung Sonne hoch oben zu verschieben.

Konversation zwischen Hr. van Onnetuschn und mir, über geile Körper und viel Kohle

Ich sagte zu Hr. van Onnetuschn am Telefon: „Das finde ich nachvollziehbar. Die wollen sicher einfach nur die Kohle von den Männern. Ein Europäer hat gemeinhin sicherlich mehr Kohle als ein durchschnittlicher Kolumbianer. Klar, dass die Frauen sich dann einen Deutschen angeln wollen.“

Er, wortkarg: „Ja…“

Und ich holte weiter aus: „…das ist wie bei uns hier. Du siehst eine Frau, deren Optik Du Klasse findest und sprichst sie an. Was ist – um mal ehrlich zu sein – das Ziel des Ganzen. Ganz elementar gesehen und mal frei von Moral! Zumindest mittel- bis langfristig? Klar, sie in die Kiste zu bekommen. Also worauf achtest Du bei einer Frau, wenn Du sie zum ersten Mal siehst?“

Hr. van Onnetuschn: „Auf den Körper, klar.“

Ich: „Genau. Also wir Männer schauen auf das Äußere der Frau. Die Kolumbianerinnen – laut dem Bericht des Pickuppers – auf unsere Kohle.“

Hr. van Onnetuschn haute daraufhin ganz trocken Einen raus: „Quid pro quo!“

Ich, nie lateinisch gelernt, völlig verwirrt: „Quip quo tro…was???“

„Quit pro quo!“

Kurz in den Unterricht für Anti-Lateiner: „Quid pro quo“ heißt übersetzt soviel wie „dies für das“. Dem Sinne nach ist das so zu verstehen, dass jemand für eine Leistung stets eine Gegenleistung erhalten soll.

Ist das jetzt gut oder schlecht?

Also diesen Artikel kurz zusammengefasst kann man sagen:
Männer wollen einen – ich werde mal kurz sehr direkt – geilen Körper. Dieter Bohlen würde sagen: „Hammermäßig Du!“
Frauen wollen die Kohle.
Jedenfalls die im Text genannten Kolumbianerinnen, mindestens die im Text genannten Kolumbianerinnen. 😉

Ob das gut oder schlecht ist, werde ich nicht bewerten. Weil es Nonsens ist. Als Mann weißt Du, worauf Du Dich einlässt, wenn Du „eine solche“ Frau an der Seite hast. Als Frau weißt Du aber auch was Du bekommst, wenn Du „einen solchen“ Mann an der Seite haben möchtest.
Das ist definitiv ein faires Spiel. Herr von Onnetuschn trifft ins Schwarze, wenn er dazu nur sagt „quid pro quo“.

Unlustig wird es nur, wenn der Mann dann von echter Liebe ausgeht. Oder die Frau denkt, dass sie mich über den Tisch ziehen kann. MICH jedenfalls nicht. Andere Männer vielleicht, die bilden sich dann möglicherweise persönlich etwas darauf ein. Wenn sie eine Katalog-Asiatin oder Katalog-Latina kaufen konnten. Wenn sich beide darüber im Klaren sind was da gespielt wird, dann ist das ein faires Spiel. Und damit weder gut noch schlecht. Es ist ein Spiel, dessen Spielregeln beide Parteien kennen. Beide Seiten sind volljährig. Also sollen sie spielen und glücklich dabei sein.

Darf es auch ein bisschen politisch inkorrekt werden? Die Frage hat keine Antwort verdient!

Politisch inkorrekt heißt Zensur.Da ich per se für Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt bin, darf es ein auch ein bisschen von allem sein. Auch politisch. Inkorrekt gibt es nicht. Es gibt kein politisch inkorrekt. Wer maßt sich denn schon an zu sagen was richtig oder falsch ist?
Nur eine Zensurstelle. Die gibt es hier im Blog bestimmt nicht. Und deshalb darf es auch ein bisschen politisch werden. Ob korrekt oder inkorrekt hat niemand zu entscheiden. Nicht für mich jedenfalls. Ich bin meine eigene (Moral-)Instanz. Und korrekt ist immer das, was man selbst als korrekt empfindet.

Sonderbare Paare – Hässlich trifft hübsch

Schlimm wird es erst, wenn eine Seite beginnt zu heucheln und so zu tun als ginge es um echte Liebe. Und das passiert sicher öfter als gedacht. Ich denke mir das oft, wenn ich hier bei uns im Lande unterwegs bin und dann – sorry, aber – eine wenig attraktive Frau (man könnte auch hässlich sagen) und einen ausländischen Mann, mit Migrationshintergrund aus einem weit entfernten Land, Hand in Hand spazieren gehen sehe. Nennen wir ihn politisch -un-korrekt einfach Asylant.

Ganz böses Klischee jetzt, ich weiß. Nein. Kein Klischee! Ich glaube, dass das gerade täglich mehr und mehr passiert. Ist doch völlig normal. Immer mehr zugereiste Menschen wollen auch ankommen. Und bei einigen Männern ist das wie bei den einheimischen: Die sehen gut aus. Auch wenn ich eingangs schon sagte „no homo“, aber wenn ein Typ gut aussieht, dann kann ich das auch mal sagen.

Der anderen Geschlechterrolle begegne ich dann übrigens auch, oft in den Edelschuppen in denen ich zum Bar- und Clubgamen bin. Da steht dann eine Frau an der Bar und räkelt sich. Deren ethnische Herkunft ist definitiv nicht europäisch, das ist optisch einfach nicht von der Hand zu weisen, wenn sie eine dunkle Hautfarbe hat. Spricht eben nur mit geringster Wahrscheinlichkeit für eine Herkunft innerhalb Europas. Jedenfalls häuft sich dieses Bild von Monat zu Monat zunehmend. Auch eine völlig logische Entwicklung.

Ich streite nicht ab, dass es zwischen einigen dieser Paare durchaus auch „echte Liebe“ sein kann. Aber nicht umsonst gibt es seit vielen Jahrzehnten auch den Begriff der sog. Scheinehe. Das Phänomen ist zumindest nicht von der Hand zu weisen. Da aber alle diese Menschen volljährig sind, sind sie für ihr Handeln auch selbst verantwortlich. Wenn es echte Liebe ist, dann gönne ich das jedem von Herzen. Wenn sich jemand aber wie eine Weihnachtsgans ausnehmen lassen möchte, dann gönne ich ihm oder ihr das eben auch. Das Geld verschwindet ja nicht. Es hat am Ende dann einfach nur ein Anderer. 😉

Was für die Einen ein Monatslohn, das für die Anderen nur eine Flasche Schampus

Übrigens: Ich beschreibe nur was ich sehe, nicht dass hier jemand sagt ich würde irgend wen oder irgend etwas verurteilen. Nein, mache ich nicht. Ich beschreibe. Und manchmal fange ich dann auch kurz das Denken an, wenn ich eine hübsche schwarze Frau in übertrieben engem Kleid neben einem gut betuchten Mann sehe. Beide trinken Champagner.
Was ich mir dann oft denke, ist: „Diese Flasche Champagner hier kostet mehr als das Durchschnittseinkommen eines Mannes aus den meisten afrikanischen Ländern.“
Schon krass, eigentlich. Da müssen Menschen einen vollen Monat schwer schuften. Und wir saufen so eine Monatsleistung mit ein paar Schluck Sprudelgetränk einfach weg.

Wenn man in vielen Ländern dieser Erde nicht einmal 100 Euro im Monat verdient und dann in ein Land kommt, in dem Menschen das 20-fache dessen verdienen, monatlich versteht sich, muss das schon ein Kulturschock sein.
Ich stelle mir gerade vor, dass ich in ein fremdes Land auswandere, ohne jegliches Hab und Gut und dort jeder Otto-Normal-Bürger 40.000 bis 50.000 Euro im Monat netto verdient. Irre. Jedenfalls würde mir das surreal vorkommen. Alice im Wunderland.

Und wo ich nun am Ende des Artikels angekommen bin, merke ich, dass er auch für einen allsonntaglichen Beitrag im Philosophischen Sonntag herhalten hätte können…
Es ist nur eine Frage der gewünschten Betrachtung und der Pointe!
In jedem Fall ist es aber „quid pro quo“.

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Tag 1 nach 200. The Day After.

Gestern gab es ein Jubiläum, dank meines 200. Artikels am 200. Lebenstag dieses Blogs.
Heute ist Tag 1 danach. The Day After, sozusagen.

Gestern stellte ich die mehr oder weniger rethorische Frage, ob es in 400 Tagen dann 400 Artikel sein werden.

Nichts Genaues weiß man nicht, was ich aber sicher weiß ist, dass sich das Projekt Beziehung inzwischen zunehmend in eine andere Richtung entwickelt. Sogar in viele verschiedene andere Richtungen. Es läuft nicht mehr auf Schienen. Weder als Blog, noch als Projekt an sich. Da der Blog aber nur Symbol meines Leben ist, heißt das wohl, dass mein Leben weniger starr verläuft.
Es verläuft also nicht diametral zu vorher, sondern eher sternförmig. Aus einem Punkt entwickeln sich permament viele neue Dinge und Verzweigungen.
Viele neue Ideen. Viele neue Einflüsse. Eines ergibt das Andere… ergibt das Nächste.

Vorgestern fuhr ich spät abends mit dem Auto auf der Autobahn. In Richtung nach Hause. Und ich drehte die Musik auf und genoss die Zeit alleine. Das mache ich in letzter Zeit öfter, bewusst und genießend Musik im Auto zu hören. Besonders wenn ich von irgendwoher auf der Rückfahrt bin.

Was sich geändert hat in mir, im Vergleich zu von vor ein paar Monaten: Ich fühlte mich so toll alleine – auch, aber nicht nur – in diesen Momenten. Ich verspürte tiefe Dankbarkeit meinem Leben gegenüber, dass ich in diesem Moment nicht zu zweit im Auto sitzen… ja… musste. Nein, ich durfte… alleine sein. Welch ein tragisch schöner Moment.
Alleine sein als Zukunftsmodell?

Soweit würde ich nicht gehen. Es ist nur eine Phase. Diese Phase des Alleinseins. Aber ich merke, dass sie mir inzwischen gut tut, die Alleinseinsphase. Und ich besser und lieber… und irgendwie auch immer mehr.. alleine bin.

Vor ca. 1 Jahr noch wusste ich mit meiner ganzen Freizeit nichts anzufangen. Ich hatte auf nichts Lust und war zu nichts zu gebrauchen. Wie ein Schluck Wasser in der Kurve, saß ich meist da. Elendig, aus heutiger Sicht. Was für ein Anblick muss das für Außenstehende gewesen sein.

Heute ist das anders. Ich habe wieder einen Tagesablauf, der sich darüber hinaus auch stetig ändert. Vor ein paar Monaten noch war ich jeden Tag draußen beim Daygamen. Heute empfinde ich selbst das nicht mehr als oberstes Ziel und Hauptkriterium zur Bemessung des Glücklichkeitsgrades meines Tages. Umso glücklicher bin ich über alles, was ich gelernt habe. Besser gesagt mir selbst beigebracht habe.
Wieder einmal habe ich mir selbst bewiesen, dass man sich selbst der beste Lehrer ist. Ich werde wohl immer ein Autodidakt bleiben.

Wann immer ich mir extra meinen Blaumann angezogen und meinen Werkzeugkoffer gepackt habe, um auf den Straßen deutschlands zu daygamen und allerlei Frauen anzusprechen, so war ich doch ein gewöhnlicher Handwerker.
Wenn man sich extra einen Blaumann anzieht, weil man heute Handwerker sein will, dann ist man ein gewöhnlicher Handwerker, dann ist das ein Job.
Wenn aber ein Handwerker auch ohne Blaumann handwerkt, dann ist er kein gewöhnlicher Handwerker mehr, dann ist das (s)eine Passion.

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Das ist der Unterschied.

Was ich mit diesem Artikel sagen möchte, hoffe ich, habe ich zum Ausdruck bringen können. Falls nicht:
Ich habe es im Laufe und auch dank dieses Projekts geschafft, unabhängig und frei zu werden, so frei, dass ich jederzeit alles tun und lassen kann was ich möchte. In erster Linie jede Frau anzusprechen und kennen zu lernen. Wann und wo immer ich will. Das ist ein unglaublicher Fortschritt in Sachen eigenes Ego und in der eigenen Wahrnehmung der Welt. Und heute brauche ich vom Gefühl her selbst genau das nicht mehr, Frauen anzusprechen. Ich brauche es nicht mehr. Ich habe mich also nicht nur vom Ego weitestgehend frei gemacht, sondern vom Gamen oben drauf gleich mit dazu. Freiheit in der Freiheit. Dabei ist das Projekt Beziehung doch als persönliches Freiheitsprojekt gestartet. Che, lass Dich herzlich grüßen.

Und gerade höre ich ein Lied, das ich sehr liebe. Es passt gerade gut, also verlinke ich es hier rein. Ich liebe R’n’B. Schon immer. So wie dieses Lied:


Werde ich jetzt mit dem Daygamen und Clubgamen aufhören?

NEIN! Sicher nicht.
Jetzt gehts doch erst richtig los. Aber auf einem vollkommen anderen mentalen Level.

Ich bin inzwischen an dem Punkt, an dem ich lieber alleine bin als zu zweit. Und es wird spannend sein zu beobachten wie sich das auf mein Game auswirkt. So wie mit der Klette, als ich ihr schon vor Wochen versuchte klar zu machen, dass wir uns total gegensätzlich sind und eigentlich gar nicht zueinander passen.
Aber ihren Namen „Klette“ bekam sie ja nun nicht sinnbefreit von mir. Ob das (auch?) an meiner zwischenzeitlich anderen Ausstrahlung liegt, dass sie so klettet?
Das sind Fragen, die mich interessieren und beschäftigen. Auch wenn sie eher subjektiver oder philosophischer Natur sind.

Nun ja, jedenfalls… wir sehen uns draußen, mit Werkzeugkoffer, aber inzwischen ohne Blaumann!

Stille Zeit, heilige Zeit?

Heilige Zeit nicht, stille Zeit ja.
Und das, obwohl Weihnachten lange rum ist. Und die nächste Weihnachtszeit noch weiter weg.

Still ist sie deshalb weitestgehend, die Zeit, da ich momentan nicht aktiv am Daygamen bin. Ausschließlich an den Wochenenden meist einmal am Clubgamen. Wenige Approaches bedeuten auch wenige Treffer und damit auch noch weniger Dates.

Hatte in letzter Zeit einfach andere Prioritäten. Dennoch brodelt es in mir. Das merke ich mit jedem Tag, den ich draußen bin, stärker. So wie gestern. Als ich draußen war zu einem Termin.
Der Reihe nach:
Erst mal ein neues Auto bestellen, das alte geht zurück. Sechs Monate waren genug, jedenfalls laut Vertrag. Ich hätte ihn ja behalten, den schicken Sportwagen. Einerseits. Andererseits hab ich mir den Gleichen einfach nochmal bestellt. Aber hey, diesmal in einer anderen Farbe. Das ist doch mal was! 😉
So, danach war ich in einem Cafe und habe mir einen Kartoffelsalat mit Semmel gegönnt. Gut, ist aber auch schwer als Vegetarier, dass man irgendwas passendes Fleischloses zum Kartoffelsalat bekommt. Also gabs zumindest eine knusprige Kaisersemmel dazu. Das ist jetzt nicht so spektakulär. Aber nach einigen Minuten setzten sich zwei Mädchen auf die Couch, die wenige Meter von mir entfernt stand.

Die Rechte der Beiden war mal nicht hübsch, die Linke umso mehr. Eigentlich nicht mein Favorit, blond. Hm. Aber süß, irgendwie süß. Und ich spürte in mir die Flamme flackern. Der letzte Approach war am Wochenende. Freitag Abend. Drei an der Zahl, nicht gerade viel. Aber dafür aus vollem Herzen. Okay, 3 zu 0. Dafür waren sie alle wirklich hübsch, die Damen. Da nehme ich auch gerne drei Körbe mit.

Jedenfalls hab ich also mit meinem Kartoffelsalat und meiner Knuspersemmel vor meinem Teller gesessen. Und habe überlegt und mehrmals genau hingesehen. Das ist einer jener Momente, den ich immer wieder mal erlebe. Eine Frau gefällt mir und ich komme ins Zögern. Nein nein, keine Sorge. Nicht wegen der Frage, ob ich sie denn ansprechen kann. In solchen Alltagssituationen habe ich keine Ansprechangst mehr, die mich zurückhalten könnte. Sondern es ist ein Abwägen und Nachdenken bzw. Fühlen, „ob sie denn die eine welche unglaubliche sensationelle richtige Frau für mich sein KÖNNTE?!“. Und oft ist es dann so, dass irgendwas in mir sagt: „Nee, die ist es nicht.“
In diesem Fall war sie mir einen Tick zu jung. Alles andere hätte gepasst. Aber sie war zu jung, also eher noch Mädchen als Frau. Obwohl sie natürlich dennoch schon eine Frau war.

Warum ich das hier überhaupt erwähne? Ist es denn überhaupt erwähnenswert? Wo ich doch sonst zig Frauen am Tag einfach anspreche, ohne es hier groß zu thematisieren.
Für mich ist es erwähnenswert. Denn es zeigt mir, dass ich sehr wohl vor jeder Frau eine bewusste Entscheidung treffe. Vor einigen Wochen habe ich mich auf eine Frau eingelassen, mit der ich nach dem Ansprechen nur ganz kurz weiter gesprochen habe. Zeitmangel. Nur kurz die Nummern ausgetauscht und dann wochenlang langsam kennen gelernt. Hauptsächlich übers Telefon und übers Chatten. Da sie relativ weit weg wohnt. Und erst als wir unser erstes Date hatten, merkte ich: „Sie sieht erstens gar nicht so toll aus wie ich dachte oder in Erinnerung hatte. Und zweitens passt sie charakterlich gar nicht zu mir.“
Das will ich unter allen erdenklichen Umständen zur Widerholung vermeiden. Deshalb gilt für mich inzwischen die Devise:

  1. Gefällt mir eine Frau SOFORT sehr gut, dann spreche ich sie auch SOFORT an.
  2. Gefällt mir eine Frau irgendwie, aber ich muss da erst zwei mal hin und her überlegen und mehrmals hinsehen, dann nehme ich mir auch die Zeit genauer hinzusehen, bevor ich sie schlussendlich anspreche – oder auch nicht anspreche.

In diesem Fall habe ich die Situation sein gelassen. Es hätte alles gepasst, sie war mir zwar optisch etwas zu jung, aber das alleine wäre kein Kriterium. Ich versuche dann kurz zu spüren, ob es trotz des vermuteten Altersunterschiedes „passen könnte“. Und in dem Fall habe ich nichts gespürt, also hab ich es sein gelassen.

So sehr ich Pickup in meinen Alltag integriert habe, genauso sehr merke ich auch, dass es im Alltag zu wenige Situationen gibt, die mich dazu bewegen eine Frau anzusprechen. Warum? Schlicht weil es nicht genügend Frauen im Alltag gibt, die mir über den Weg laufen und mir gleichzeitig wirklich gefallen.
Und ich merke noch eine Veränderung: Die Auswahl der Frauen wird für mich immer geringer. Scheinbar steigt mein Anspruch. Ich habe also offenbar inzwischen ein anderes Schleppnetz, eines der Art, mit dem es nicht mehr so viel Beifang gibt.

2017-02-07

Aus dem Alltag heraus ist das zu wenig. Wenigstens zweimal pro Woche sollte man schon zum Daygamen raus gehen, um wirklich Resultate zu erzielen. Da es abends aber immer so früh dunkel wird, ist das für mich ein Grund nicht so oft draußen zu sein. Dunkel und kalt stellen für mich zwei Komponenten dar, die gemischt einen Zwei-Komponenten-Kleber ergeben, aber einen, der mich dann zu Hause festhält.
Es ist im Winter einfach doof. Bleiben fast nur Bahnhöfe und Einkaufspassagen. Dort sind die Frauen aber meist in Hektik, das ist manchmal richtig nervig.

Jedoch ist es nun mal so wie es ist. Und da hilft kein Meckern. Da hilft nur raus gehen und so lange herum laufen, bis da wieder Eine auftaucht, die es wert sein könnte.

Das eine mal Clubgamen pro Wochenende ist einfach zu wenig. Das ist nix. Außerdem treffe ich mich auch noch mehr oder weniger regelmäßig mit der Klette. Da fallen dann potentiell ca. zwei Tage pro Woche weg, um aktiver zu sein, als ich es zur Zeit bin.

Was steht diese Woche noch auf dem Plan?
Heute ein Termin in Sachen Weiterbildung. Mehr dazu mal demnächst.
Donnerstag wieder ein Date mit der Klette.
Freitag möchte ich am Abend wieder bar- und clubgamen und außerdem mich dabei mit meinem besten Freund treffen.
Samstag bin ich auf einen Geburtstag eingeladen, auch von und bei einem Freund.
Samstag Abend und/oder Sonntag dann wieder ein Date mit der Klette, aller Voraussicht nach.

Das ist für diese laufende Woche schon mal keine gute Voraussetzung, um wieder aktiver Approachen zu gehen. Wird schwer bis fast unmöglich, bleibt ja dann nur der Freitag Abend. Hm. Manchmal liegen die Vorsätze und die Möglichkeiten in der Realität weit auseinander.
Aber hey, es ist immer so im Leben wie man es sich macht. In dem Fall liegt der Fokus eben zu wenig auf dem Appoachen.
Freitag gebe ich dafür Gas! Yes!

Und bevor jemand auf die Idee kommt und mir vorwirft „Ja, aber ist doch klar, wenn Du Dich zwei mal die Woche mit der Klette triffst, dass Dir diese Zeit dann woanders fehlt.“, kann ich vorab nur sagen: „Ja, stimmt schon. Es ist nur schade, sie ist einfach nicht meine Traumfrau. Obwohl sie sich wirklich um mich bemüht. Dennoch ist die Zeit mit ihr auch schön.“

Man kann nicht alles haben im Leben. Manchmal sogar nur wenig. Und manchmal auch fast gar nix. Aber auch diese Zeit geht vorüber. Und dann kommt etwas Neues. Vielleicht in einem der nächsten Approaches auch wieder mal ein Date. Das letzte Date mit einer „neuen“ Frau ist ja schon wieder länger her. Schlecht. Wer rastet, der rostet, heißt es. Was Pickup betrifft ist das definitiv richtig.
Entwicklung findet nur statt, wenn man aktiv bleibt. Aktiv ist vorne! Nicht auf der Stelle!

Aber wie heißt es so schön: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt! 😉

Von der Kunst immer wieder aufzustehen

Gestern der Artikel war sehr tiefgründig und ließ einen detaillierten Einblick direkt in meine Herzens- und Gedankenwelt zu.
Aufgrund eines Ereignisses, das nichts anderes ist als ein Korb. Ein Korb wie viele andere Körbe auch.

Das Problem war nicht das Mädchen. Das Problem sind und waren nur meine Gedanken und mein Umgang mit ihrem Verhalten. Ihr Verhalten wurde zu meinem Verhalten. Oder anders gesagt: Ich reagierte zu sehr auf ihr Verhalten. Deshalb stand ich am Ende mir selbst im Weg. Meinen eigenen Gedanken im Weg.

Gestern habe ich in einem Buchladen – gibts tatsächlich noch (!) – ein Buch aufgeschlagen und eine Textzeile daraus sprang mir ins Auge. Es ging um die Beziehung zwischen Mann und Frau. Und ich habe da etwas ganz Elementares entdeckt:

„Wir wissen nicht, was andere Menschen denken oder fühlen, wir interpretieren ihr Verhalten und sind dann wegen unserer eigenen Gedanken beleidigt.“

Ich habe selten in einem Buch einen Satz gelesen, der so vieles mit so wenigen Worten so exakt beschreibt!

Was hat das also mit den Körben zu tun und mit der Kunst immer wieder aufzustehen?

Nun, jeder Korb einer Frau ist ein Korb einer Frau. Per se nicht weniger. Jedoch auch nicht mehr. Es ist EIN Korb EINER Frau. Punkt. Na und. Darüber nachzudenken lohnt sich nicht. Überhaupt nicht. Du wirst die Wahrheit für ihre Beweggründe niemals erfahren. Alles was Du beeinflussen kannst, ist die Zahl der Körbe bzw. damit einhergehend die Zahl der „Treffer“, um irgendwann den ganz großen Fang zu landen. Oder Dich fangen zu lassen. Also auch nur so eine Frage der Ansichtsweise. 😉

Gestern hagelte es Körbe. Was für ein Basketballspiel. 10 zu 0 ging der Tag aus. Irgendwann war es selbst mir dann genug. Nicht weil ich am Boden gewesen wäre, sondern weil es Kraft kostet. Das hab ich ja schon öfter geschrieben, dass es Kraft kostet. Und ich bin schon wieder echt happy darüber, dass ich gestern so Gas gegeben habe.

Nach dem 8 zu 0 war es mir eigentlich schon genug. Aber dann kamen mir eben noch im Laufe meines Rückweges nach Hause zwei Frauen entgegen. Das mache ich in letzter Zeit öfter, dass ich dann nochmal approache, obwohl ich keine Lust mehr habe. Es geht einfach darum sich trotz der inneren Einstellung aufzuraffen und weiter zu machen. Einfach immer weiter zu machen. Egal welche inneren oder äußeren Einflüsse vorherrschen mögen. Man muss es schaffen, dass sich Ergebnisse im Leben einstellen, auch ohne vorher wochenlang wie verrückt auf den einen speziellen Marathon trainiert zu haben. Man muss immer performen können. Zumindest auf einem ganz passablen Niveau. Aber die „guten Tage“, an denen man mit einem high-energy-level unterwegs ist, gibt es sowieso auch. Es ist daher eher die Kunst auch an den miesen Tagen Leistung abzuliefern. Und zwar Leistung unabhängig von den Resultaten.

Es darf keine Rolle spielen, ob es an einem Tag ein spontanes Date gab. Oder eine oder mehr Telefonnummern. Oder ob ein oder zwei feste Dates vereinbart wurden. Einfach ansprechen, ansprechen, ansprechen. Bis der Akku leer ist. Und dann gehen immer noch ein oder zwei Approaches, zumindest auf dem Rückweg.

Gestern war ich übrigens im Solarium. Vor ein paar Tagen war ich zum ersten Mal. Gestern zum zweiten Mal. Leichte Stufe. 13 und 15 Minuten. Und als ich am Abend zu Hause in den Spiegel sah, stellte ich fest, dass ich dunkler geworden bin. Ein lustiges Gefühl. Irgendwie gefällt mir das unter der Sonnenbank sein an sich auch. Es soll ja das Glückshormon Serotonin produzieren. Auch wenn ich auf der anderen Seite weiß, dass das für die Haut schädlich ist, was da im Solarium passiert. Klar ist aber auch, dass ein bisschen Bräune attraktiver ist, als farblich ein holländischer Lochkäse zu sein. Sorry nach Holland, aber Euer Käse ist echt hell. 😉
Zurück zu der Theorie, dass Solarium-Bräune schädlich für den Körper wäre. Und Hautkrebs verursachen würde. Ja, mag sein. Kann gut sein. Wahrscheinlich stimmt das sogar. Macht jedenfalls Sinn, es ist Kunstlicht. Und alles was künstlich auf uns einwirkt, kann per se eigentlich nicht gesund sein. Nur jetzt kommt ein entscheidender Aspekt, der dabei vergessen wird. Und ich stelle den mal nur als Hypothese dagegen, denn das wird leider immer allzu leicht vergessen:

Wenn die Solarium-Bräune ein Mosaiksteinchen auf meinem Weg zum Projektziel ist, dann kostet mich das vielleicht ein Stück meiner Gesundheit, möglicherweise bekomme ich dann (früher?) Hautkrebs. Der Gefahr bin ich mir total bewusst. Andererseits stellt kein Mensch den anderen Aspekt dagegen: Weiterhin monatelang bei Wind und Wetter draußen herum zu irren und sich einen Korb nach dem anderen abzuholen. Das kostet auch Energie. Und zwar richtig richtig dicke. Da frägt keiner. Das frägt sich selbst auch niemand, wenn er in einer ähnlichen Situation wäre wie ich.

Das soll jetzt nicht überdramatisiert dargestellt werden. Es ist nur ein bisschen Solarium-Bräune. Aber es ist eine Grundsatzfrage: Gebe ich in manchen Aspekten meines Lebens bewusst ein Stück meiner Gesundheit auf? Zum Beispiel auch wenn ich samstags bis spät Nachts draußen unterwegs bin und dann am nächsten Tag mit Kopfschmerzen aufwache, aufgrund des Schlafmangels. Gesund ist das sicher nicht! Aber was ist die Alternative? Zu Hause sitzen und Trübsal blasen? Was würde mich das kosten? Letztlich doch genauso ein Stück meiner Gesundheit.

Die selben Depressionen, die ich vor meinem Projekt über viele Monate bereits hatte. Nein danke. Nicht mehr. Dann geb ich lieber von hinten ein Stück meines Lebens ab und weiß, dass ich auf meinem Weg wenigstens immer tun konnte was zu dem jeweiligen Zeitpunkt gut war und mir Spaß gemacht hat. Anstatt dauer-gefrustet durch die Gegend zu laufen und alleine aufgrund dessen hinten heraus einige Lebensjahre zu verlieren.

Über Sonnenbänke macht man sich Sorgen. Über Alkoholkonsum auch. Aber über Depressionen und den damit einhergehenden Verlust der Lebensqualität und dann auch Lebensquantität macht man sich gemeinhin keine Gedanken.

Ob das nun so oder so richtig oder falsch ist, werden wir nie erfahren. Keiner von uns. Es sind Gedanken. Mehr nicht.

Alles was ich sagen kann:
Vorgestern war ich noch etwas down, aufgrund der Geschichte mit meinem letzten Date. Gestern habe ich schon nicht mal mehr Lust gehabt mit Anderen darüber zu sprechen. Auch wenn mich ein Kumpel und ein paar aus der Familie danach gefragt haben, was denn wohl geschehen sei, mit diesem einen Mädchen und mir. Ich hatte am folgenden Tag nicht mal mehr Lust darüber zu sprechen. Sehr gut so. Es ist keine Sekunde an weiteren Gedanken wert. Keine Sekunde.

Stattdessen mache ich mir Gedanken um die Kunst immer wieder aufzustehen, so wie es die Artikelüberschrift verrät. Wie gelingt mir das? Nach so einem Rückschlag (siehe Artikel gestern) wieder aufzustehen? Nun, ganz genau kann ich es nicht erklären. Gestern holte ich mir aber schon wieder 10 Körbe ab. Ich hab einfach weiter gemacht. Äußere Einflüsse dürfen keine Auswirkung auf das eigene Innere haben. Erst dann ist man frei. Frei VON außen. Frei FÜR innen.

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Vermutlich besteht die Kunst darin sich etwas vorgenommen zu haben. Ein Ziel. Und das Ziel hab ich fest im Blick und laufe darauf zu. Auch wenn ich weiß, dass ich dafür einmal durch die Wüste laufen muss. Und vielleicht am Ende vertrocknet ankomme. Oder auch unterwegs umkippe. Wer weiß das schon. Aber das Ziel ist da. Es ist präsent. Es ist klar und es ist am meisten mir selbst klar. Meine Familie weiß Bescheid, dass das mein einziger Fokus im Moment ist. Und dem ordne ich erstmal alles unter.

Jeder Gang vor die Haustüre ist ein potentieller nächster Approach.

Ihr müsst also vielleicht noch eine ganze Weile geduldig mit mir sein, liebe Familie. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Ich hätte das ganze Ding auch schon gerne hinter mir. Aber es soll wohl noch nicht sein. Also mache ich weiter.

Die Kunst besteht darin immer weiter zu machen und sich selbst nicht beirren zu lassen. Einfach immer weiter Gas geben. Anstatt Gedanken für das warum und wieso zu verschwenden. MACHEN statt denken. MACHEN statt reden. MACHEN statt zweifeln.

Und wenn man wie gestern mit einem 10 zu 0 heim geht, dann kann man wahnsinnig stolz auf sich selbst sein. Dass man etwas 10 mal gemacht hat. Anstatt 10 mal zu hadern oder Ausflüchte zu finden.

Die Kunst immer wieder aufzustehen ist also nicht weniger als das Selbstverständnis ein Macher zu sein!

Ideen zu einer neuen Rubrik

Am Wochenende habe ich mir Gedanken gemacht zu einer möglichen neuen Rubrik hier im Blog.

Ich würde sie „Projekt on Tour“ nennen. Aufhänger ist ein festes Programm. An bestimmten Orten.

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Zum Beispiel: „Projekt on Tour – Museum“
Dann nehme ich mir für den Tag vor ein (oder mehrere?) Museum zu besuchen, nicht wegen dem Museum, sondern natürlich wegen den Frauen, die möglicherweise dort sind. Es gibt sicherlich Orte, die für so eine Tour geeigneter sind als andere.

Ein Konzert von Andreas Gabalier wird sicherlich mehr (?) und andere (!) Frauen anziehen als ein Konzert von Howard Carpendale.

Da man das aber vorher nie wissen kann, sollte man sich das einfach anschauen.

Ich stelle mir das so vor, dass ich mir eine Tour vornehme, beispielsweise eine Museums-Tour und das einfach teste. Es geht mir dabei im Kern um zwei Ding:

  1. Ein Location-Wechsel. Mal was anderes als immer die gleichen Orte, an denen ich sonst beim Daygamen bin.
  2. Mir die Möglichkeit eröffnen ganz andere (?) Frauen kennen zu lernen. In einem Museum sind charakterlich im Schnitt sicherlich andere Frauen unterwegs als auf einer Landwirtschaftsmesse. Davon gehe ich einfach aus und vermutlich liege ich da auch nicht wirklich falsch mit dieser Einstellung.

Es gibt potenziell unendlich viele Möglichkeiten. Ein Frauen-Fußballspiel besuchen, fällt mir gerade noch ein.

Und wenn sich dann ein Ding als „sinnvoll“ herausstellt, dann nehme ich das in ein Programm auf. Ein Programm, das ich mir selbst vorgebe und ausfeile. Ich möchte weiter kommen. Dazu braucht es einen Plan und neue Anreize. Immer in die Innenstadt fahren geht nicht. Ich kenne da fast schon jeden Winkel und das langweilt dann nach einer Zeit.

Man wird wieder erkannt, man kennt die Umgebung, man fühlt sich fast schon heimisch. Das will ich alles gar nicht in einer Linie. Mein Ziel ist das was oben in der Überschrift steht. Auf direktem Wege. Und ich will mich weiterentwickeln. Also will ich neue Situationen schaffen und mich selbst immer wieder neu herausfordern.

Es gibt viele Möglichkeiten, sicher auch jahreszeitabhängig. Jetzt ist erst mal Winter. Neulich war ich an einem großen Bahnhof, obwohl es oben bitter kalt war, war es unten in der Passage angenehm warm. Zumindest so warm, dass ich mich dort problemlos stundenlang aufhalten kann. Und das ist dann ein guter Ort, aus der Perspektive. Problem dabei ist nur, dass die Frauen es alle unglaublich eilig haben. Und ich möchte Frauen treffen, die gerade Zeit haben und entspannt sind. Also ist ein Bahnhof nicht wirklich ein perfekter Ort. Es gibt dort zu wenige Stellen an denen sich Frauen aufhalten ohne Geld auszugeben. Es gibt Imbisse, klar. Aber da kann man sich nicht dauerhaft hin setzen ohne etwas zu bestellen.

Gestern Nachmittag war ich in einem großen Kaufhaus und bin in die Bastel- und Papierabteilung gegangen. Da sind ganz anständig aussende Frauen unterwegs gewesen. Normale und natürliche Frauen. Für mich normale Frauen. Für andere vielleicht langweilig?! Ich weiß es nicht.

Mein Date von vorgestern hab ich zum Beispiel in diesem einen Kaufhaus angesprochen. Sie war gerade auf der Suche nach kleinen Papiertütchen, um daraus für ihre Schwester einen Weihnachtskalender zu machen. Nette Idee. Sehr menschlich, wie ich finde.

Bin ich aber einen Stock nach oben gegangen – in die Kosmetikabteilung – dann trifft eine andere Welt auf Dich. Plötzlich siehst Du nur noch Pastik-verschmierte-Tussen. Eine hat die Haare schöner als die Andere. Fürchterlich. Pfui. Bah.

Und so bieten sich unzählige Möglichkeiten. Ich möchte und werde mich auf Tour begeben. Mir neue Orte anschauen und Neues ausprobieren. Und dann „gute Orte“ in mein eigenes Programm aufnehmen.

Ich habe es die letzten 6 oder 8 Wochen gemerkt, es war zu viel Herumgestochere. Es muss jetzt wieder alles etwas klarer kanalisiert werden. Das hier ist ein Zufallsspiel, davon bin ich mehr überzeugt als am Anfang. Alles was in meiner Macht liegt sollte ich versuchen für mich positiv zu beeinflussen.

Und andere weit fortgeschrittene Pickup Artists sagen deutlich, dass das Wichtigste ist:

Fahre hohe Zahlen! Sind sie noch nicht hoch, dann fahre sie hoch!

Und ich will dem Ganzen die Beliebigkeit nehmen, dafür die Beständigkeit und Duplizierbarkeit zufügen.

Ich liebe diese beiden Begriffe. Sie stammen aus „Das große Buch der Markttechnik“ von Michael Voigt. Erfolg sollte beständig, also dauerhaft angelegt sein. Nicht ein „mal ja“ und dann wieder ein „mal nein“. Der Erfolg sollte immer… da… sein. Immer präsent. Und er sollte duplizierbar sein. Was bedeutet, dass man den Erfolg immer wieder wiederholen können sollte.

Und das unterscheidet den erfolgreichen Pickupper von einem „normalen Menschen“. Ein normaler Mensch lernt auch mal eine Frau kennen. Er wird sich auch mal verlieben. Er wird vielleicht (!) auch mal „die Richtige“ finden. Und heiraten und Kinder bekommen. Und vielleicht auch glücklich damit werden. Aber es wird immer ein „vielleicht“ sein. Und es wird vor allem immer ein „ich muss warten, bis ich mal wieder eine Frau kennen lerne“ sein. Diese Glückskomponente will ich nicht. Zufall wird es immer sein. Aber kein Glück. Es ist ein großer Unterschied zwischen Glück und Zufall. Zufall ist beeinflussbar. Glück nicht. Das ist wie an der Börse. Aber das würde jetzt zu weit führen. Zumindest hab ich damit auch anklingeln lassen, dass ich mich für Finanzen interessiere. Ja, tue ich. Und es gibt unglaublich erstaunliche Parallelen zwischen Trading und Pickuppen. Trading hat auch nichts mit Glück zu tun, sondern mit Zufällen. Und Du spielst in beiden Fällen mit oder gegen Deine Emotionen. Wie man es nimmt! 😉

Date, die Zweite

Für heute steht ein Date an.
Eigentlich wäre es ja schon letzten Dienstag gewesen, dachte ich. So war es vorletzten Freitag ausgemacht, dachte ich.
Da Madame aber noch mal eben schnell eine Woche Urlaub auf Mallorca verbracht hat, konnte das Treffen nicht stattfinden. Muss mir zwar irgendwie entgangen sein, das Ganze Ding mit dem Urlaub. Aber wer weiß.

Schauen wir mal ob der zweite Versuch heute klappt. 19 Uhr ist ausgemacht. In der Stadt.

Ich gehe von meiner siebten Absage der siebten Frau in Folge aus. Weil das Investment von ihr bis hier her zu gering ist, nach meinem Geschmack.

Je mehr eine Frau investiert, desto eher kannst Du davon ausgehen, dass sie echtes Interesse hat und Dich nicht nur nebenbei mitnimmt wie ein Flugblatt. Um es dann einige Meter weiter in die Papiertonne zu treten.

Schauen wir mal, morgen wissen wir mehr. Und was ist, wenn sie wie die Anderen plötzlich ganz starke „mir-gehts-nicht-gut-Attitüden“ hat und absagt? Halt. Mir-gehts-nicht-gut ist ja aktuell nicht der Hauptgrund für die vielen Absagen. Zuletzt war es zwei Mal Urlaub und Geschäftsreise im Ausland. Reise verdrängt Krankheit. Egal. Es ist sowie immer irgendwas. Reise. Urlaub. Kopfweh. Bauchweh. Tsunami. Erdbeben. Irgendwas ist immer.
Was ist dann?
Dann bin ich dennoch in der Stadt, zum Approachen. Es ist Weihnachtszeit. Da ist viel los. Auch wenn es schon so früh dunkel ist.

Ich sollte einen eigenen Artikel machen, über die Weihnachtszeit. Und meine Erfahrungen mit dem Pickuppen. Vielleicht sind da die Frauen ja anders drauf. Weihnachten ist doch ein besinnliches Fest. Besinnen. Sich besinnen. Dass man zu zweit im Leben besser durch kommt als alleine. Topf mit Deckel ist besser. Besonders wenn man wie ich gestern Kürbisrisotto im Thermomix macht und es dann überall herum spritzt. Weil der kleine Messbecher nicht oben drauf gesetzt war, stand aber so im Rezept.
Ja, stand so im Rezept. Ist aber trotzdem Mist so. Selbst wenn es da doch geschrieben steht. Das macht es auch nicht besser.

Topf sucht Deckel. Immer noch. Auch in der (Vor-)Weihnachtszeit.

2016-11-29_2

Die Zahlen sind zu niedrig!

Gestern schrieb ich darüber, dass meine Zahlen zu niedrig sind.

Um das Ganze Vorhaben nicht nur im worteichen aber ansonsten sehr heißem luftleeren Raum verstummen zu lassen, habe ich natürlich gleich eine Aktion eingeläutet. Ich werde mich Samstag mit einem Kumpel treffen, um gemeinsam pickuppen zu gehen. Er macht das Ganze schon seit ca. drei Jahren. Dabei verfolgt er zwar eine völlig andere Zielrichtung als ich, aber das hat ja auch mit mir nichts zu tun. 🙂

Anfangs hat er mir einige Tipps gegeben und mir gesagt worauf es aus seiner Sicht ankommt. Die Tipps hab ich dankend und gerne angenommen. Auch wenn es mir gar nicht möglich war seine Tipps wirklich in die Praxis umzusetzen.

Ich weiß noch wie ich wie ein kleiner Junge gefragt habe: „Sag mal, was ist denn ein guter Spruch zur Eröffnung?“

Alleine die Frage! Unglaublich!
Was ist ein GUTER Spruch zur Eröffnung?

Ich weiß noch was er mir sagte: „Es spielt keine Rolle!“

Damit war ich alles andere als zufrieden, das weiß ich noch genau. Unbedingt wollte ich wissen was er denn immer so sagt. Und dann hat er mir klar gemacht, dass er nichts festes im Gepäck hat und einfach immer los plappert was ihm in den Sinn kommt, was ihm gerade einfällt. „Hi, wie gehts?“ zum Beispiel.

Das wollte ich nicht glauben. Ich konnte es nicht glauben. Zu sehr war ich noch am runterbeten auswendig gelernter Standardsprüche. Zu sehr war ich noch nervös und froh darüber mich zu trauen überhaupt eine Frau anzusprechen. Ein paar Monate später kann ich seine Sätze von damals sehr gut nachvollziehen.

Heute eröffne ich auch irgendwie. Irgendwo. Irgendwann. Frei nach Nena. Aus fast jeder Situation mache ich eine situative Eröffnung. Hat sie einen lila Regenschirm in der Hand, dann gibts etwas über lila Regenschirme. Beobachtet sie gerade einen Regenwurm in der Paarung, dann gibts ein Regenwurm-Paarungsgespräch. Moment mal, paaren sich Regenwürmer einfach so? Interessante Frage, finde ich. Siehst Du. Schon bist Du im Gespräch…

Weiter im Text. 🙂

Morgen gehen wir jedenfalls – wenn das Date nicht abgesagt wird (!!! HAHA !!!) – in die Stadt zum Pickuppen. Und von dort aus dann vielleicht noch weiter in Kaufhäuser oder Passagen. Mal sehen. Spontan.

Wichtig ist im Leben in Ebbe-Phasen: Werde Dir klar warum gerade so eine Phase ist. Analysiere sie. Werde Dir bewusst wo die guten und die schlechten Faktoren liegen. Und dann nimm Dir etwas vor. Etwas, das dafür sorgt, dass Du aus der Ebbe raus kommst in die Flut. Und das Wichtigste dabei: Zeige Aktion. Nimm das Heft Deines Lebens in die Hand und tu was. Tu meinetwegen vielleicht auch nicht gleich das „Richtige“. Aber tu was.

Jeder noch so dämliche oder misslungene Approach ist ein guter Approach. Weil Du etwas getan hast. Es ist wie mit dem Joggen. Gehst Du 10 Minuten joggen und hörst dann einfach auf, weil Du keine Lust mehr hast, dann ist das definitiv besser als die 10 Minuten gar nicht erst raus gegangen zu sein. Sei froh über die 10 Minuten! Und meistens ist es doch so: Ist man erst mal dabei, dann laufen die restlichen 50 Minuten fast von alleine. Und ehe Du Dich versiehst hast Du 1 Stunde hinter Dir. Oder vielleicht 3 Telefonnummern und 3 Dates mehr.

Und das ist mein Ziel. Die Traumfrau kommt zwar um die Ecke gelaufen und sie kommt von ganz alleine um die Ecke gelaufen. Du musst sie jedoch ansprechen, um sie kennen zu lernen! Anders geht es nicht!
Aber während ich diese Zeilen auf meiner Couch zu Hause schreibe, bin ich mir sicher, dass sie nicht bei mir vor der Tür stehen wird und einfach so bei mir klingelt um zu sagen: „Hey, ich weiß nicht wer Du bist. Aber ich hab einfach mal aus Spaß bei Dir geklingelt, um zu schauen wer hier wohnt. Jetzt wo ich Dich sehe… willst Du mich heiraten?“

2016-11-25

Das ist was für Hollywood. Briefträger und Paketboten machen das da vielleicht so. Herzlich willkommen in der Realität. Hier läuft das anders. Du bewegst Deinen Hintern nach draußen, undzwar egal wie schlecht das Wetter ist! Regnet es, dann geh in eine Passage. Manchmal – so wie jetzt – fallen mir alte Storys von mir ein…
Ich hatte mal einen Regentag, der war unglaublich zermürbend. Er ging damals 14 zu 1 aus. Erst die Nummer 14 brachte mir eine Telefonnummer ein. Daraus wurde dann ein Date. Aber nicht mehr. Selbst das Date war wohl das mieseste, das ich je hatte. Insofern 13 Körbe an einem Regentag. Mit einer Telefonnummer, das zum schlechtesten Date geführt hat, das ich je hatte. Es war der nervigste Pickup-Tag seit meinem Beginn (Selbstmotivation, vom 06.08.2016).

Und ist das heute noch wichtig? Sicher nicht. War es wichtig dennoch immer weiter zu machen? Absolut! Hätte ich irgendwann aufhören sollen? Höchstens wenn die Müdigkeit einsetzt. Und selbst dann sollte man weiter pickuppen gehen. Pickup ist nicht nur für Hoch-Phasen. Pickup ist etwas für alle Lebenslagen. Deine Partnerin oder Dein Partner wird Dich auch nicht immer nur freudig und strahlend erleben, insofern ist das natürlich, dass man auch mal müde ist oder mies drauf. Wichtig ist ausschließlich seinen inneren Schweinehund an den Rand der inneren Explosion zu quetschen und ihm zu sagen: „Jetzt erst recht!“

Samstag. Pickuppen zu zweit.
Und was ist wenn mein Wingman unser „Date“ absagt?
Dann gehe ich alleine raus. So viel steht fest! Der Samstag gehört mir!