Weil ich gerade einfach Lust habe zu schreiben…

Ich sage es mal so… seit Monaten gehe ich meinen ganz eigenen Weg. Tagein und tagaus geht es für mich nur um das Thema Fortbildung, Investments und Börse. Ja und Sport, nicht zu vergessen. Für einen ganz persönlichen Jahresrückblick ist es wohl noch ein paar Tage zu früh. Aber eines kann ich jetzt schon sagen: Es ist bis jetzt das beste Jahr meines Lebens! Aus zwei Perspektiven… aber nicht aus allen. Oder doch?

Der Herrscher über die Fernbedienung

Die letzten Monate waren durchaus turbulent, was weniger an meinem Innenleben lag. Das bewegt sich seit geraumer Zeit auf einer antrainierten emotionalen Nulllinie. Würde man mich an ein Emotionen-EKG anschließen, könnte es durchaus einen durchgehenden Piep-Ton geben. Bin ich so langweilig geworden? Mitnichten. Aber ich trainiere mich und meine (Nicht-)Emotionen, was das Außen betrifft. Ich versuche sozusagen soweit es geht mit meinen Gedanken und Emotionen in mich zu kehren. Am meisten aus mir heraus gehe ich nur in meinem Job, da schaffe ich es noch nicht so konsequent das zu unterlassen. Wenn wieder einmal in unendlich langen Meetings (und inzwischen Telkos) nur heiße Luft verzapft wird. Und an den wenigen interessanten Stellen die Anderen regelmäßig durch Inkompetenz glänzen. Hier muss ich definitiv besser werden, was meine Emotionalität betrifft. Es gelingt mir zuweilen sogar, in diesen Momenten ebenfalls auf der emotionalen Nulllinie zu balancieren. Aber eben nicht immer.

Grüße gehen an der Stelle raus an Eckhart Tolle. Du wärst wirklich Stolz auf mich. Nicht im Job. Aber im Privatleben. Das beste Training ist dabei tatsächlich mein tägliches Agieren an den Finanzmärkten. Wie meine ich das? Die Einflüsse auf die vielen Kursgeschehen stammen – da stimmt mir sicher jeder zu – nicht von mir. D.h. ich beeinflusse die Börse nicht. Gegenfrage: Warum sollte das dann im restlichen Leben anders sein? Und da beginnt für die meisten Menschen das Problem, so sehe ich es jedenfalls. Die meisten Menschen nehmen sich selbst viel zu wichtig und sehen sich selbst als den Mittelpunkt der Erde. Gerne verweise ich dazu auf einen meiner früheren Artikel (Philosophischer Sonntag – Wo ist der Mittelpunkt der Erde?). Diese Ansichtsweise führt jedenfalls regelmäßig zu Niederlagen. Denn genauso wenig wie an der Börse, setzen wir nicht die hauptsächlichen Ursachen für das initiale Geschehen im restlichen Leben um uns herum. Ja, ich weiß um Bruce Lipton und Joe Dispenza, keine Sorge. Quantenphysik und so. Der Einfluss der eigenen Gedanken auf die sich daraus ergebende Materie. Gedanken erschaffen Materie. Alles schön und recht. Aber das meine ich nicht. Will heißen: Du kannst zwar die Fernbedienung bedienen, was aber in dem Programm läuft, das bestimmst ganz sicher nicht Du. Und dieses Verständnis ist den meisten nicht klar.

Ich würde mich an der Stelle sogar auf eine Diskussion mit Anhängern von Dispenza und Lipton einlassen, keine Frage. Aber bleiben wir beim Börsengeschehen, dann ist das so: Ich komme mit einem kleinen bisschen Geld um die Ecke. Und dieses bisschen Geld bewegt den Kurs nicht (nahezu nicht!). Kommt aber ein Zuckerberg, Buffet oder Musk um die Ecke, mit einem großen Geldkoffer… hm… dann sieht das anders aus. Eine große Kauforder und der Kurs geht massiv in die Höhe. Jedenfalls geht es hier in meinem Beispiel um eine Analogie zwischen dem Kapitalmarkt und dem „echten“ Leben. Insofern versuche ich immer weiter zu lernen und zu verstehen, dass ich maximal der Herrscher über die Fernbedienung bin. Nicht aber der Programmdirektor von ARD, ZDF oder sonstiger Lügenpresse. Das ist wichtig, mag es noch so plump klingen. Wenn Du sehr bewusst darauf achtest, wirst Du nämlich genau wie ich feststellen, dass wir die Ursachen für Erfolge oder Misserfolge im eigentlichen Sinne viel zu häufig bei uns selbst suchen. Das ist aber nicht korrekt, jedenfalls nicht was den wahren Ursprung des Ganzen betrifft. Nochmal: Der Ursprung bist nicht Du. Der Ursprung liegt irgendwo im Außen. Nicht im Innen. Alles was wir tun können und sollten, ist ein guter Herrscher über die Fernbedienung zu sein. Und damit haben die meisten Menschen schon die größten Probleme. Sie verwechseln das Werkzeug, also die Fernbedienung, mit dem Gefühl eines tatsächlichen Einflusses auf das Fernsehprogramm. Klingt abstrakt? Is‘ aber so. Denk‘ drüber nach.

Kurzer Exkurs zum Thema Dating und Partnerschaft: Du kannst Dein Gegenüber nicht verbiegen. Und wenn es Dir doch gelingen sollte, ist das auf Dauer für Deinen Partner und Dich nicht gesund sowie karmatisch alles andere als gut. Es gibt in Wahrheit und aus einer Fülle heraus keinen Grund sein Gegenüber ändern zu wollen. Dein Gegenüber ist Dein Gegenüber. Dein Gegenüber bist nicht Du. Du hast aber ein viel mächtigeres Werkzeug an der Hand, mit dem Du selbst bestimmen kannst, wie Dein Gegenüber ist. Besser gesagt „wer“ Dein Gegenüber ist. Das geht Dank der Fernbedienung. Du musst Dich nicht treten, nicht drangsalieren, nicht verar***en, nicht unterdrücken und nicht klein halten lassen. Ja nicht einmal heiraten lassen musst Du Dich. Tust Du es dennoch, verstehst Du das Spiel mit der Fernbedienung nur noch nicht und wirst wieder der Spielball anderer. Es sind zwei Dinge, die also zusammen kommen: Das Nichtwissen um das Spiel der Fernbedienung und das Nichtwissen um die bewusste Wahrnehmung der Emotionalität. Seinen Werkzeugkoffer nicht zu kennen, ist das Eine. Dabei aber auch noch so emotional verhaftet zu sein und sich zu lassen, ist etwas ganz Anderes. Für beides bist Du alleine verantwortlich. Nicht er, nicht sie, nicht ich. Nur Du.

99% gegenüber 1%

Das bedeutet also, dass ich mir täglich versuche bewusst zu machen, dass ich mein Leben im Inneren leben… ja nicht nur muss… sondern tatsächlich wenn überhaupt auch maximal nur kann. Das wiederum bringt mich an den Punkt zu verstehen, dass das Außen – also externe Ereignisse – weder von mir abhängen noch durch mich beeinflusst werden können. Was ich aber beeinflussen kann, ist meine Art darauf zu reagieren. Und jetzt wird es spannend. Und der beste Lehrmeister für mich sind hierfür die Finanzmärkte. Du kommst also ins „Casino“, setzt Dich an den Tisch und musst ab der ersten Minute verstehen, dass Du keinen Einfluss darauf hast, ob die Kugel als nächtes bei Rot oder Schwarz liegt. Das dauert lange, das zu begreifen. Wir sind alle so Ego-verdorben und ich-bezogen, dass sich die Balken biegen. Hätte mir das vielleicht mal früher jemand gesagt… hätte ich mir viele Jahre der Mühe erspart und wäre schneller an den jetzigen Punkt gelangt. Was das Geld betrifft und noch mehr was das Thema Frauen und Beziehungen betrifft.

Du hast aber eine ganz reale Möglichkeiten als Sieger aus dem Casino (hier als Metapher für die Börse) zu gehen. Ich will sie Dir gerne nennen. Ich kaufe mir einfach das Casino oder jedenfalls Anteile daran. Nur ein Idiot setzt sich an den Tisch, um zu spielen. Es gibt immer 99% der Menschen auf der einen Seite und 1% auf der anderen. Die Einen zocken, die Anderen kaufen sich das Casino. Das ist in jeder Lebenslage so. Um ein paar Prozent hin oder her bezüglich der Verteilung wollen wir hier nicht streiten. Aber wie hoch ist der Anteil von Unternehmern gegenüber Angestellten und Beamten, also von Sklavenhaltern gegenüber Sklaven? Wie hoch ist der Anteil der Corona-Gläubigen gegenüber den Selbstdenkern (hierfür reichen ja Grundkenntnisse zu den einfachen Grundrechenarten)? Wie hoch ist der Anteil der Milliardäre gegenüber den Armen und dem Mittelstand? Wie oft wird Bayern München Meister, im Vergleich zu Schalke 04, dem Hamburger SV oder dem Freiburger SC? Es ist immer das gleiche Spiel. 99% gegen 1%. Ob Du zu den 99% gehörst, ist zunächst in aller Regel angeboren. Aber kein dauerhaftes Schicksal, definitiv nicht. Das eigene Leben habe ich mir nicht selbst gegeben. Nur irgendwann sollte ich verstehen, dass ich mir einfach die Fernbedienung schnappen und umschalten kann.

Es verschafft unendlichen Seelenfrieden, immer weniger von äußeren Dingen beeinflussbar zu sein. Vermutlich würden mir an der Stelle 99 von 100 Menschen zustimmen und für sich selbst proklamieren, dass sie sich nicht von außen triggern ließen. Aber ist es wirklich so? Ganz sicher nicht. Eher umgekehrt. 1 von 100 vielleicht, das muss dann aber schon ein buddhistischer Mönch in einem tibetanischen Kloster sein. Der Rest der Menschen ist ein Spielball des Lebens, gesteuert von Fremden, ohne es je zu merken. Aber eben der Spielball anderer. Jemand drückt ein paar Knöpfe hier und ein paar Knöpfe da und schon gehst Du in die Luft wie ein Hefekloß. Triggerpunkte mögen toll sein, für Triggerer. Aber nicht für Dich, wenn Du der Getriggerte bist. Wer ist schon gerne der Spielball anderer? Schau einfach mal, wie es jetzt wieder an Weihnachten abläuft. Wenn irgendwer in der Runde „alte Geschichten“ hervorholt oder „unliebsame“ Themen anspricht. Gerade an Weihnachten kommen ja bekanntlich die schlimmsten Familienstreits hoch. Genau das meine ich. „Schön“ an- und ausgetriggert, „schön“ triggern lassen, besser gesagt.

Ich bin noch lange nicht am Ziel angelangt. Momentan sehe ich mich auf einem guten Weg, sehr gut mit mir selbst klar zu kommen und meine eigenen Gedanken und Gefühle ganz gut beherrschen zu können. Das ist Arbeit genug. Sobald ich in Interaktion mit anderen trete, bin ich aber eben noch lange nicht am Ziel. Das kannst Du aber trainieren, versuche ich auch jeden Tag. Beispielsweise in der Arbeit. Da hast Du einen Hohlkopf vor Dir und Du kommst mit Deinen Argumenten einfach nicht durch…? Prima. Trainiere! Trainiere emotionslos zu bleiben. Heute glaube ich erkannt zu haben, dass das der Schlüssel zum Seelenfrieden ist. Eben weil Du das Außen nicht ändern kannst. Sehr wohl aber die Fernbedienung bedienen, also schalte einfach das Programm um und sei glücklich. Beschäftige Dich mit einem anderen Thema. Lass den Kollegen stehen, wer ist das schon. Und da ist die Analogie zur Börse: Ob die Aktie steigt oder fällt kannst Du nicht beeinflussen. Aber wenn sie gegen Dich läuft, trenne Dich von ihr. Und spring auf den nächsten Zug auf, der Dich so weit befördert, dass es dicke reicht.

Und das ganz ohne Frau

An mein letztes Date kann ich mich kaum mehr erinnern, so lange ist es her. Und noch nie habe ich das so wenig vermisst. Aus meiner ganz eigenen Sicht der Dinge fühle ich mich so glücklich wie noch nie. In totaler Ruhe. Auf dem höchsten körperlichen Fitnesslevel aller Zeiten. Finanziell so erfolgreich wie noch nie zuvor. Und Single. Was will man(n) mehr? Eine Frau? Vielleicht. Jetzt? Nein.

Vorgestern an der Schlage im Supermarkt war es dann mal wieder so weit. Nach zig Monaten Pause hab ich es dann mal wieder getan. Eine Frau angesprochen, mit der tatsächlichen Aussicht sie kennenlernen zu wollen. Also nicht nur für einen beiläufigen Plausch. Nein! Doch! Oh! Sie war ganz offensichtlich mit ihrer Mutter unterwegs. Und ich nahm Blickkontakt zu ihr auf. Das ist nicht so leicht, man muss dafür schon ganz bewusst an dem Maulkorb alias Stofflappen vorbei sehen, um die potentielle Schönheit einer Frau trotzdem noch zu erkennen. Das hat was von einem Ratespiel. Nicht so krass wie bei einer Burka. Aber ähnlich. Die Augen darf man noch sehen. Den Rest muss man sich dazu denken. Na gut, sie hatte eine lange Jacke an. Und irgendwie sah mir die Hose ein wenig sportlich… äh… naja… sehr sportlich aus. Man könnte auch schlicht und ergreifend Jogginghose dazu sagen. Du weißt ja was Karl Lagerfeld dazu zu sagen hatte, nehme ich an?

„Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“

Karl Lagerfeld

Ja, dem schließe ich mich komplett an (außer zum Joggen natürlich). Aber wir leben nun einmal in einer Checker-Generation. Check one. Check two. Check nix. Aber da bin ich ja mal nicht so. Die Augen haben mir gefallen. Und ich bemerkte, dass sie auch öfter zu mir blickte. Unsere Blicke trafen sich im Laufe von 2 oder 3 Minuten zwischen den Regalen mehrmals. Echt schöne Augen. Groß. Braun. Durchaus anziehend. Die Jogginghose sprach – das muss ich zu ihrer Ehrenrettung dazu sagen – eher dafür, dass sie wenigstens eine „natürliche“ Frau sein könnte. Was mir grundsätzlich sehr sympathisch ist. Wir wollen ja eines Tages kein Tube Makeup heiraten. Bzw. ich jedenfalls eigentlich gar nicht (mehr)… heiraten… aber egal.

Und dann stand ich mit meinem Wagen in der Schlange. Und sie kam alleine mit ihrem Wagen angelaufen und reihte sich hinter mir ein. Gut. Da kann ich dann auch nicht mehr anders. Extra hin laufen tu‘ ich inzwischen ehrlich gesagt nicht mehr. Seit Monaten spreche ich keine Frau mehr aktiv an. Und dann noch extra hin laufen? Nee. Käse. Aber wenn sie dann schon mal direkt hinter mir ist? Geschenkt. Ich musste ja sowieso warten. Na gut, und das Spannendste für mich war tatsächlich die Beobachtung meines Innenlebens. „Endlich“ mal wieder eine Frau ansprechen. Und was spürte ich da, im Innenleben? Ehrlich gesagt diesen Piep-Ton, vom Anfang des Artikels. Du weißt schon, dieses Emotions-EKG mit Nulllinie. Ist das schlecht? Sicher nicht. Es heißt einfach nur, dass ich gut trainiert bin. Wenn mir inzwischen größere Trades an der Börse emotional kaum mehr etwas ausmachen, dann tut es das so ein winziges kleines Gespräch mit… – ja, mit wem eigentlich?- … sicher zweimal nicht.

Und das ist mir persönlich auch das Wichtigste an der Story. Der Rest verlief ganz nett, aber mehr auch nicht. Ich habe sie auf ihre Augen angesprochen. Eher nebenbei, sicher nicht plump. Dass sie mir aufgefallen sei usw. Sie freute sich sichtlich. Glaube ich ihr, schließlich hatte sie auch den charmantesten Mann der Stadt vor sich. Jedenfalls nahm ich kurz meine Maske (also den Maulkorb) ab und bat sie es mir gleich zu tun. Naja, der mega Fang des Jahrtausends wäre es nicht gewesen. Aber schon okay. Nun, noch ein kurzer Smalltalk. Dann kam schon ihre Mutter hinzu, die irgendwie auch schon in der Schlange anstand. Nur weiter vorne. Also folgte sie ihrer Mutter nach und war dann auch schon aus meiner Sphäre raus. Als sie zahlte, blickte sie sich noch einmal nach mir um und nickte mir zu. An ihren Augenwinkeln erkannte ich, dass sie gelächelt haben muss. So romantisch unromantisch geht also diese kleine Supermarkt-Geschichte zu Ende. Ohne dass daraus etwas geworden wäre.

Aber was bleibt ist die Erkenntnis, dass das Leben ein Wechselspiel ist. Früher war ich schüchtern, hatte Angst Frauen anzusprechen. Hatte mir aber unbedingt meine Traumfrau an meine Seite gewünscht. Heute bin ich alles andere als schüchtern. Ängste Frauen anzusprechen kenne ich ehrlich gesagt nicht einmal mehr. Emotionale Nulllinie und so. Aber nichts liegt mir ferner als eine Frau an der Backe zu haben. Jedenfalls als feste Partnerin. Ich bin zu 100% fokussiert auf mein Ziel. Und das heißt finanzielle Freiheit. Vor einiger Zeit hatte ich mir innerlich einen festen Betrag als Ziel gesetzt. Sozusagen die Summe an Geldvermögen, aus dessen Zinsen/Gewinnen ich zukünftig leben könnte, ohne mich weiter in einem Job knechten lassen zu müssen. Natürlich möchte ich dann auswandern, in ein Niedrigsteuerland (Zypern oder Georgien stehen aktuell auf meiner Beobachtungsliste). Ich bin an meinem Ziel noch lange nicht angelangt, aber auf einem guten Weg. Dazu gerne mal in einem der nächsten Artikel mehr. Was ich mir allerdings heute schon sagen kann: Der ursprünglich angepeilte Betrag ist mir inzwischen zu unrealistisch niedrig angesetzt, mit dem heutigen und jetzigen Wissen. Ich werde das – so meine Prognose – wesentlich schneller erreichen, als ich vielleicht noch letztes Jahr dachte. Ziele sollten nicht zu einfach erreichbar sein.

Genauso wie ich mich als Mann nicht mit einer 5 zufrieden geben würde. Es lohnt sich einfach nicht. Es würde nicht zum Verhältnis passen. Ich habe mehrere Jahre meines Lebens in das Training und in die Frage „wie lerne ich eine Frau kennen?“ investiert. Und tatsächlich von Fallobst bis zu modelmäßigen Frauen viel erlebt. In investierter Zeit gerechnet bin ich inzwischen auf dem Themengebiet „Kapitalmärkte“ noch weiter. Und deswegen kann ich mich nicht mehr im Ententempo fortbewegen. Es würde der investierten Zeit nicht gerecht werden. Erfolg setzt sich in erster Linie in Form von Fleiß durch. Wissen ist nicht angeboren, sondern erlernt. Wissen alleine reicht aber nicht. Talent auch nicht. Es ist die harte Knochenarbeit, die zum Ziel führt. Stehen die Treppen und den Aufzug zur Auswahl, nehme ich immer die Treppen. Niemand hat auf Dauer Glück. Und falls hier irgend ein Gutmenschen-Öko-Sozialist mitliest, an Dich sei gesagt: Nein, ich sitze nicht auf einem hohen Ross. Denn ich bin mir bewusst, dass Erfolg nicht gepachtet ist. Erfolg ist eine Kosequenz aus dem täglichen Einsatz. Und dennoch gibt es Misserfolge im Leben. Genauso wie Du eines Tages Deinen Parnter verlieren wirst (und ich meine nicht durch einen natürlichen Tod) – Stichwort Hypergamie (in Bezug auf Frauen) -, genauso wirst Du auch mal finanziell in den Dreck greifen. Das gehört alles dazu. Die Frage ist doch nur, was Du dann in dieser Situation tust, wenn Du Deine vermeintliche Traumfrau (mein Beileid für Dein Matrix-Gefangenen-Denken an der Stelle, hatte ich früher auch) verlierst. Oder was Du tust, wenn Du einen großen Betrag in den Sand gesetzt hast. Ich weiß jedenfalls was mir hilft. Es ist mein emotionales EKG. Das muss erstmal auf der Nulllinie sein, um von dort aus zu agieren. Und dann tue ich das, was ich seit meinem intensiven Einsatz am Kapitalmarkt tue: Die Fernbedienung benutzen.

Ich bin nicht das Pferd. Ich bin nicht die (Traum-)Frau. Ich bin nicht der Dreck, in den ich zweifelsfrei einmal vom „hohen Ross“ (sehe ich persönlich übrigens nicht als hohes Ross, sondern als ein Ross das mir ob der geleisteten Arbeit schlicht zusteht) fallen kann und auch werde. Aber ich habe die Fähigkeit meine Gedanken zu kontrollieren und im richtigen Moment das Programm zu wechseln. Um mich nicht in Selbstmitleid im Dreck zu suhlen. Sondern es im Falle eines Beziehungsendes mit Humor zu nehmen. Und mich daraüber zu freuen, dass ich danach wieder Single bin (wie jetzt, und das geht bald schon 2 Jahre so). Und im Falle eines Investment-Fehlschlages es vielleicht weniger mit Humor zu nehmen, sondern mehr als Lektion zu begreifen und den nächsten Trade oder das nächste Investment einfach besser zu analysieren. Und das ist mein persönlich größter Lernfortschritt dieses Jahres, vielleicht der größte meines ganzen bisherigen Lebens. Das Wissen um die Fernbedienung und die Notwendigen der emotionalen Nulllinie. Jedenfalls wenn Du Herr Deines eigenen selbstbestimmten und erfüllten Lebens sein möchtest.


PS: Es bedeutet nicht, keine Emotionen mehr empfinden zu sollen. Im Gegenteil. Emotionen sind das, was uns Menschen von Robotern unterscheidet. Es geht darum, die Schönheit der Momente zu leben. In Bewusstsein und in tiefer Emotion der Dankbarkeit und Liebe. Das kommt aus dem Innen. Nicht aus dem Außen. Das Außen darf Dich nicht triggern. Das ist der wesentliche Unterschied. Lässt Du Dich von außen triggern, bist Du verloren. Schönheit kommt von innen, sagt man. Das ist mit den eigenen Emotionen nicht anders. Emotionen aus dem Außen getriggert sind nicht schön. Meint man vielleicht. Sie sind jedoch der langfristige Untergang. Einfach weil auf Siege immer auch Niederlagen folgen. Mach Dich frei davon, Deinen Selbstwert von außen lenken zu lassen und Siege und Niederlagen von außen an Dich „herantragen zu lassen“.
PPS: Wenn Dir das alles zu verworren klingt, lies einfach Eckhart Tolle. Am besten mehrmals. Das hier ist meine eigene Interpretation seiner Lehren. Und der nahezu aussichtslose Versuch, das in eine Symbiose zwischen einem Börsen- und einem Datingleben zusammenzutragen. Meinem Börsen- und Datingleben.
PPPS: Frohe Weihnachten. Und lass Dich nicht triggern. 😉

3 Kommentare zu „Weil ich gerade einfach Lust habe zu schreiben…

  1. Moin 😉,
    Dein Vergleich mit der Fernbedienung hinkt etwas, ist aber nachvollziehbar. Auch, dass sich die Mehrheit der Menschen Zuviel Bedeutung beimisst ✅. Emotionen mit etwas Abstand zu betrachten, ist ebenfalls eine gute Sache, um Triggerpunkte zu erkennen. ABER *grins* Du gehst das alles sehr kopflastig an. Denn in dem, was einen triggert, ist Heilung enthalten. Wenn ich mich auf Spurensuche begebe, mich darauf einlasse, dass nicht der Andere, der mit dem Brett vorm Kopf ist, sondern da etwas in mir wachsen möchte.
    Du betätigst Dich gerade als Schöpfer Deiner Zukunft(spläne). Aber was dann? Meinst Du wirklich, Dein Leben dann (zum Zeitpunkt der finanziellen Unabhängigkeit) mit Sport ausfüllen zu können???
    Nicht nur an den Märkten gilt, einmal mehr aufzustehen, als man in den Dreck gefallen ist. Das gilt fürs ganze Leben. Und eben auch für Beziehungen – ein Bereich, in dem wir die meisten Erfahrungen sammeln dürfen.
    Ich vermute, dass Du mit Deinen Emotionen auch Dein Herzchakra auf Eis gelegt hast. Und glaub mir, keine Frau wird versuchen, da mit ner Brechstange ranzukommen.
    Rumi:
    „Deine Aufgabe ist nicht die Liebe zu suchen, sondern nur all die Hindernisse in dir zu suchen und zu finden, die du dagegen aufgebaut hast.“

    Ich wünsche Dir noch einen schönen 2. Feiertag 🎄😃

    Gefällt 1 Person

    1. Danke, deswegen bin ich froh, dass es so herzlastige Menschen wie Dich gibt. Wäre tragisch, wenn alle wären wie ich. 🙂 In meinem direkten persönlichen Umfeld gibt es da auch ein paar Herzmenschen. Ich versuche also nur als ausgleichendes Element für eine Balance zu sorgen. 😉

      Dir auch frohe Weihnachten und alles Liebe.

      PS: Die Frage nach Deinem „was dann?“ kann ich recht einfach beantworten, ich mache das alles nicht zum Selbstzweck. Auch wenn das so rüber kommen mag. Es ist vielmehr so: Es gibt Dinge, die mir sehr viel Spaß machen und die mit Geld nichts zu tun haben. Beispielsweise würde ich mich gerne wieder als (Fußball-)Trainer mit Jugendlichen engagieren. Aber nicht nur so „ein bisschen“ und nebenbei für 2 oder 3 Abende pro Woche. Ich würde da gerne etwas erschaffen, aufbauen. Und unabhängig davon würde ich gerne reisen, was in meinem Leben zu kurz kam. Das ließe sich prima verbinden. Beispielsweise als (Jugend-)Trainer im Ausland, gerne in einem nicht so privilegierten Land. Alles Dinge, die nichts mit Geld zu tun haben, aber Geld (und freie Zeit!) dringend benötigen. Ich habe genügend Pläne, möchte Sprachen lernen und Kulturen kennenlernen. Nur nichts widerstrebt mir mehr, als sinnlose Arbeit gegen Bezahlung zu tun. Wo es genügend sinnvolle Arbeit auf dieser Erde gibt, die nicht bezahlt wird.
      Also versuche ich mir die Brücke selbst zu schlagen, also sinnvolle unbezahlte Arbeit durch Bezahlung (Zinsen/Gewinne) ohne aktive Arbeit zu ermöglichen. Dies ortsunabhängig und skalierbar (was das Trading prima erlaubt). Letztlich geht es darum mir Zeit zu „erkaufen“, meine Lebenszeit. Die ich deutlich besser nutzen kann, als 40 Stunden pro Woche für ein krankes System zu arbeiten. Das ist das Ding dahinter. So tief bin ich in das Thema wohl hier im Blog noch nicht eingestiegen, aber das ist definitiv einen Artikel wert. Danke für die Inspiration. 😉

      Gefällt 2 Personen

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