Warum mir (wieder!) einmal die Knie weich wurden

Es geht um eine Geschichte von Samstagnacht. Diese möchte ich zum Besten geben. Also tue ich es. Viel Spaß und gute Unterhaltung. 🙂

Zunächst ging es mit meinem Wingman in eine Tanzbar. Es war voll, endlich mal. Zuletzt ging ich an einem Freitag aus und ich weiß nicht wie es in Deiner Stadt ist, aber hier bei mir kommt es mir so vor, als wenn die jungen Menschen ihr Ausgehverhalten restlos auf Samstag konzentrieren. Es ist freitags verhältnismäßig gähnende Leere, jedenfalls in den von mir bevorzugten Läden. Und wenn Du dann auch sowieso nur noch sehr selten ausgehst, ist es doppelt hart, wenn es an einem Freitag Abend leer ist. Immerhin ist der Aufwand der Gleiche, ob Du Freitag oder Samstag am Start bist.

Samstag war jedenfalls viel los und das ist immer gut, da lässt es sich besser unter die Masse mischen. Du kennst ja eines meiner Mottos: Reinschleichen, Auftrag ausführen, rausschleichen. Grüße an Sean Connery. 😉

Der „ich hab die Haare schön“-Contest

Und da saßen sie, die Beiden. An der Bar. Eine etwas naja… sagen wir… wohlproportionierter… und Eine eher zierlich. Welche wohl mein Geschmack ist…? Nun, ich stehe eigentlich nicht auf blond. Aber ich bin auch nicht übertrieben oberflächlich. „Jede Frau hat eine Chance verdient“, muss das Motto sein. Und „Hauptsache hübsch“ kann Frau auch in blond sein. Kann. Nun. Ich wollte eigentlich nur ein wenig Quatschen.

Da sie beide lange blonde Haare hatten, allerdings unterschiedlich lange, war mein Eröffner genauso einfach wie unterhaltsam: „Macht ihr Zwei einen Haar-Contest, wer die längeren blonden Haare hat?!“ Auf so einen Spruch siehst Du sofort was Sache ist. Du wirst Dir vielleicht denken: „Was ist das für ein plumpes Ding?!“ Nun, darum geht es aber nicht. Ich sag es anders herum: Du kannst auch wie Einstein mit der Erklärung der Relativitästheorie einsteigen, aber wenn sie Dich schei** findet, findet sie Dich schei**. Over und aus. Deswegen ist das Wichtigste: Machen! Egal was, egal welche Eröffnung, egal was Du sagst und tust. Sprich sie einfach an. Je weniger Du überlegst, desto einfacher. Nimm das Erste, das Dir in den Sinn kommt.

Ich unterhielt mich eine Weile mit der… sagen wir… Wohlproportionierten und merke was? Natürlich… dass die Kleine daneben das nicht gewohnt ist. Wenig Beachtung für sie, viel Beachtung für ihre Freundin. Sind aber auch ungeduldig, manche Mädls. Nun, irgendwann habe ich dann übergeleitet und mich mehr mit der Anderen unterhalten, der zierlichen Kleinen, die mit den längeren blonden Haaren. Ehrlich gesagt war sie schon einigermaßen angetrunken, aber es war noch ganz erträglich. Es ging recht schnell um die Themen Liebe, Partnerschaft, Kinder und Sex. Moment mal… Kinder?! Ja. Du ahnst es. Wenn Du die Artikel der letzten Monate etwas verfolgt hast… dann weißt Du, dass ich von irgend einem Heiratsgott mit einem Fluch belegt wurde. Und der heißt: „Du wirst fortan nur noch Frauen mit Kindern kennenlernen!“

Wenn ich den Typen mal treffe, der dafür verantwortlich ist… dann gibts zwischen die Hörner!

Jetzt ist sie zwar mega jung gewesen, auch echt attraktiv… aber da war sie eben doch schon Mama. Und? Ja. Getrennt. Natürlich. Wahnsinn. Was ist nur los mit der Welt. Ihr seid verrückt geworden. Alle haben sie Kinder. Alle sind sie getrennt. Und ich war lange Single bzw. bin es wieder. Habe keine Kinder und keine Frau. Wieso versucht die Natur (oder das Schicksal?) immer Menschen zusammen zu bringen, die nicht zueinander passen? Wie wäre es mal damit einfach Tetris zu spielen?

Also: Ich bin Single, unverheiratet, ohne Kinder. Gibt es vielleicht eine Frau auf der Welt, idealerweise auch ohne Kinder, die einfach nur frei und glücklich in einer Partnerschaft leben möchte? Irgendwooooo da drauuuuußeeeeeen??? Halloooooooo. Kann mich jemaaaaand höööööööreeeeeeen?

Falls ja: Hier bin ich. Falls nein: Ich finde Dich auch so. Versprochen. Dauert nur etwas in diesem ganzen Dschungel!

Nun, das Gespräch wurde langsam zum Flirt und das lief dann vielleicht eine Viertelstunde. Eigentlich wollte ich aber in den nächsten Laden, in meine Lieblingslocation. Und meinen Wingman wollte ich auch nicht die ganze Zeit alleine an der Bar lassen. Er hat mich zwar zwischendurch ständig ermuntert ordentlich Gas bei der jungen Blonden zu geben, aber ich habe ihm immer wieder gesagt: „Ich bin nicht der von früher. Ich möchte mich nur ein wenig mit den Mädchen unterhalten. Alles ohne Stress. Hauptsache ein bisschen Interaktion und Spaß. Und was dabei rauskommt, sehen wir dann. Also mach Dich locker. Sie ist zwar süß, aber übertreib es mal nicht. Es gibt viele tolle Frauen. ;-)“

Nun, wir haben noch Nummern getauscht. Und dann gings auch schon auf in den nächsten Laden. War jedenfalls bis hierhin ein guter Einstieg für den Abend, alles schön locker, so gefällt mir das am Besten. Besonders wichtig ist für mich gerade zum (Wieder-)Einstieg immer eine schnelle Interaktionen zu suchen. Ich habe kein Problem mit Ansprechängsten. Das existiert bei mir gar nicht mehr, wie ich immer wieder feststelle. Die Übung ist natürlich eine andere Sache, da bin ich inzwischen ziemlich raus. Aber dafür bringe ich eine ordentliche Portion Natürlichkeit mit. Und das ist wesentlich mehr wert, kann ich jedem Mann gleichfalls nur wünschen.

Location Nr. 2

Es war voll. Der eine oder andere Star war auch da. Die Teenies tuscheln dann immer so witzig hinter vorgehaltener Hand. Mir ist das egal. Mich interessieren Stars genauso viel wie Nicht-Stars, kein Unterschied. Deswegen quatsche ich den Einen oder Anderen auch mal an, wenn ich gerade Lust darauf habe, wie zum Beispiel damals auf Mallorca (Pickup auf Spanisch).

Frauen waren Samstag extrem viele am Start und wie immer dort extrem herausgeputzt. Einfach toll zu sehen, dieses Schaulaufen der Elfen und Gazellen. Und irgendwo dazwischen ich. Mein Sternzeichen ist ja Löwe. Passt also! 😉

Ich lief ein wenig mit meinem Wingman umher. Die eine oder andere Begrüßung hier oder dort… aber ich merke, dass die Weggeh-Pause in den letzten Monaten auch nicht an mir spurlos vorüber gegangen ist. Denn viele neue Gesichter sind mir eben unbekannt. Aber an der Türe ist noch immer dieses süße kleine Mädchen, das sich jedes Wochenende um den Einlass kümmert. Ich könnte sie ja direkt heiraten. Würde ich tun. Zum Verlieben, diese Frau. Eine mega Figur und ein zuckersüßes Gesicht. Und in ihrer Art dezent. Auf den ersten Blick jedenfalls ein Sahnestück. Ich werd das langsam angehen. Immer wenn ich zuletzt den Laden betreten habe, bin ich ein wenig später auf sie zu, um mich kurz mit ihr zu unterhalten. Inzwischen erkennt sie mich beim Einlass, was manchmal auch seine Vorteile hat. Besonders wenn der Laden manchmal brechend voll ist und die Gorillas an der Türe sonst doof Fragen stellen oder Probleme machen. So ist das halt in In-Schuppen.

Jedenfalls ging ich irgendwann zum Tanzen. Es war um die frühen Stunden noch nicht so voll. Es tanzten ein paar Frauen, und mein Wingman ist, was das Tanzen betrifft, immer recht zurückhaltend. Also bleibt nur alleine zu tanzen oder nicht zu tanzen. Und es gibt nichts affigeres denn als Mann nur da zu stehen und nichts zu tun und auf die Tanzfläche zu glotzen. Also bewege ich mich eben auch, aber von Stimmung möchte ich noch nicht sprechen. Ich bin ja kein Roboter, der von 0 auf 100 in 3 Sekunden springt. Zumal ich mich Samstag auch etwas müde gefühlt habe. Vielleicht vom Krafttraining am Nachmittag? Es war eine lange Einheit, die schlaucht schon.

Und so lief auch die passende Musik, genau das, worauf ich stehe. Black und R’n’B. Während sich die Tanzfläche langsam etwas füllte, sah ich sie. Eine Frau in einem weißen langen Kleid. Braune lange Haare. Tolle Figur. Süßes Gesicht. Wow. Das weiße Kleid hat es mir angetan, glaube ich. In der Regel laufen die meisten Frauen dort herum wie Damen vom horizontalen Gewerbe. Und das ist definitiv nicht mein Fall. Sie aber hatte Stil. Das war mein erster Gedanke. Sie bewegte sich grazil. Tanzte. Ich tanzte auch. Ich lächelte sie an, vielleicht aus 5 Metern Entfernung. Sie lächelte zurück. Passt.

Also sagte ich zu meinem Wingman: „Sieh mal, die in dem weißen Kleid. Das ist genau mein Fall. Und Lächeln kann sie auch. Mal sehen ob sie mit raus kommt.“

Und so ging das noch einige Minuten, tanzen, lächeln, tanzen. Und irgendwann war es dann soweit, ich bin hin und habe ihr genau das gesagt, was mir auch zuerst in den Kopf kam, als ich sieh sah: „Hi, ich finde, dass Du hier im Gegensatz zu vielen wirklich Stil hast. Lass uns mal kurz raus gehen. Hier ist es sehr laut, draußen können wir in Ruhe sprechen. Ich entführe Dich auch nicht, versprochen! ;-)“

Sie reagierte positiv und kam mit. Ihre beiden Freundinnen blieben derweil da. Das ist oft das größte Hindernis, die (lieben?) Freundinnen. Oft einfach nur zum Auf-den-Mond-Schießen. Draußen auf dem Gang konnten wir uns zumindest kurz in Ruhe unterhalten. Ich habe meine Stärken nicht auf dem Parkett. Sondern beim Quatschen. Und welcher Löwe begibt sich ohne Schlittschuhe schon aufs Glatteis, um eine Gazelle zu jagen? Schon mal Gazellen auf Eis gesehen? Eben.

Wie kann sie nur so eine Figur haben?

Nun, was hatte sie zu sagen? Das „Was“ war nicht so entscheidend. Das „Wie“ war entscheidender. Und was soll ich dazu sagen? Ich stehe nicht auf osteuropäischen Akzent. Ehrlich nicht. Das hab ich hier schon öfter gesagt. Hm. Ich finde, dass die Frauen aus diesen Ländern – möglicherweise gerade aufgrund ihres (unsexy) Akzents – wirken wie ein alter Kühlschrank mit defektem Eisfach. Obwohl sie sichtlich bemüht war Interesse zu zeigen. Das kommt dann bei mir nur immer nicht so an, keine Ahnung warum. Nun, dann hab ich mich darauf fokussiert meine Vorurteile beiseite zu schieben und den Menschen so zu nehmen wie er war. Kurzer Smalltalk. Was sie hier so macht und so. Bla bla. Und…? Ja, jetzt darfst Du raten, was die Frau so wenig von den anderen Damen unterscheidet, die ich zuletzt kennenlernte. Du ahnst es? Ja? Glückwünsch. Wieder einmal eine Mama. Aber mit verdammt heißer Figur.

Ich könnte mich langsam wirklich wegwerfen. Nichts gegen Euch Mamas. Es gibt bestimmt unendlich tolle Frauen da draußen, die Kinder haben. Meine eigene Mama zum Beispiel. 🙂 Mit einer Mama war ich ja selbst knappe 2 Jahre zusammen. Aber hey. Es ist jetzt Zeit für etwas Neues für mich. Etwas Eigenes. Ich dachte, ich hätte karmatisch das Thema „kümmere Dich auch mal um eine alleinstehende Frau mit Kindern, ganz aufopferungsvoll“ endgültig abgehakt. Ich hatte mein Bestes gegeben und das hatte dieser einen Dame nicht gereicht. Aber dass ich dann nur noch Frauen mit Kindern kennenlernen würde, seit einigen Monaten… das langweilt mich inzwischen wirklich. Denn ich merke ja, wie es das Kennenlernen extrem verkompliziert. Für eine Frau mit Kind ist das Kind die absolute Nummer 1 im Leben. Passt ja. Aber dann ist da eben kein Platz für einen Mann. Das ist jedenfalls meine Erfahrung inzwischen. Natürlich kann das klappen. Das sind allerdings die wenigsten Frauen, wirklich bereit einen neuen Mann gleichwertig zum eigenen Kind kennenzulernen. Oder zumindest kennenelernen zu wollen. Denn beim Wollen fängt alles an. Aber Du hast da einfach die Situation und Hürde vor Dir, der Frau beweisen zu müssen, dass Du „es ernst meinst“. So jedenfalls ihre Erwartungshaltung. Für gewöhnlich. Und ich verstehe, dass die meisten Männer keinen Bock auf fremde Kinder haben, das kommt ja noch erschwerend hinzu.

Der Unterschied zwischen Mathematik und Physik im Balzverhalten

Also fasse ich mal den Regelfall zusammen: Einerseits haben die meisten Männer schon mal grundsätzlich keinen Bock auf fremde Kinder. Das ist sicherlich „oberflächlich“, klar. Wir vergeben hier mal an der Stelle ein Minus, okay? Gut. Notiert. So. Und dann kommt der Gegenpart. Und der heißt Frau mit Kind. Und da sieht – nach meiner Erfahrung – die Welt meist so aus, dass die Frau eben ihr Kind (manchmal auch mehrere) mit weitem Abstand auf Platz 1 der Prioritätenskala stellt. Danach kommt, wie gesagt, lange nichts. Dann kommt sie. Gleich dahinter kommen ihre ganz ganz tollen vielen Freundinnen. Dann kommt wieder lange nichts (bestimmt auch aufgrund schlechter Erfahrungen) und irgendwann kommt ihr echtes (?) Interesse an die Reihe, nämlich das, einen Mann kennenlernen zu wollen. Was vergeben wir hierfür? Richtig, wieder ein Minus.

Du ahnst auch hier vielleicht, worauf ich hinaus möchte. Es ist Mathe angesagt. Und die Grundrechenarten sind doch ganz einfach, möchte man meinen. Minus und Minus ergibt? Richtig, Plus. Läuft bei Dir. Nicht! Denn es ist nicht Mathe, sondern Physik. Es geht ja nicht um Roboter, Algorythmen und Strom an oder Strom aus. Es ist Physik angesagt, vielleicht gemischt mit viel Biologie. Und in der Physik ergeben Minus und Minus? Ganz klar zwei sich einander abstoßende Teilchen.

Und das ist auch schon das Geheimnis, warum das Kennenlern-Ding zwischen Mann und Frau mit Kind nicht wirklich funktioniert. Jedenfalls meistens nicht. Und wenn dann nur mit Sand im Getriebe. Du hast auf der einen Seite den Mann, der stark veranlagt ist mit seinem dritten Bein zu denken, eine Hand stets allerdings nicht am Revolver hat, sondern schützend um seinen Geldbeutel. Und auf der anderen Seite ist die Frau mit dem Kind auf dem Arm oder an der Hand, die in erster Linie Interesse an Deinem Geldbeutel hat. Und wenn dann noch Zeit ist, vielleicht auch an Deinem dritten Bein.

Seien wir mal ehrlich, so läuft die Nummer doch. Männer sind sexuell gesteuert. Frauen hingegen sind ausgeprägte Sicherheits-Fanatikerinnen. Das meine ich beides nicht wertend, schon gar nicht mit „ab“ davor. Es ist einfach eine Feststellung. Aber wenn sich eine der beiden Seiten nicht bewegt, wird nichts passieren können. Das verstehen sie irgendwie nur alle nicht. Weder die Männer noch die Frauen. Darum: „Lieber Mann, nimm mal für einen kurzen Moment die Hand von Deinem Geldbeutel. Du musst ihn ja nicht herausrücken, aber Du musst auch nicht so tun als ginge es im ganzen Leben nur um Kohle.“ Und mein Rat an die Frauen: „Lasst doch mal kurz das ganze Sicherheitsdenken und den langen Lauf links liegen, nur kurz. Schenk dem Mann wirklich einmal echte Aufmerksamkeit, ganz ohne Vorurteile. Und gehe mal auf ihn zu, ohne ihm von Anfang an klar zu machen, dass erst Deine Kinder kommen. Achja, und frag ihn mal einfach nicht direkt nach seinem Beruf. Mensch!“

Ich sage nicht, dass es nicht fiese Männer oder Frauen gibt. Beides ist real. Aber es gibt eben auch echt tolle Kerle. Und die lassen dann vielleicht aufgrund schlechter Erfahrungen die tollen Frauen mit Kindern unbeachtet. Ich könnte aufgrund meiner eigenen Erfahrungen stark dazu tendieren. Aber ich rufe mir immer wieder ins Bewusstsein: „Nein Junge, Du wirst nicht so oberflächlich wie all die anderen Typen. Und auch wenn gefühlt 90% aller alleinerziehenden Mamas mit Kindern einen an der Klatsche haben, Du suchst die anderen 10%!“

Ich weiß schon, harte Aussage. Das mit der Klatsche. Aber sieh es mal nüchtern: Warum geht eine Frau nachts aus? Richtig, im Endeffekt auch nur um einen Mann kennenzulernen. In Wahrheit ist das so. Da kann mir jeder erzählen was er will. „Ich will ja nur mal wieder tanzen oder tolle Musik hören…“, bla bla bla. Erzähl das wem Du willst. Mir nicht. Ist aber auch egal. Fakt ist aber: Die Frauen (mit Kindern, aber ohne Mann) gehen nachts aus. Und wenn man sie dann anspricht, sind sie genauso „offen“ wie die Frauen ohne Kinder. Ist so. Meine Erfahrung. Nach ein paar hundert angesprochenen Frauen (wir gehen mit Sicherheit inzwischen steil auf die Vierstelligkeit zu!), kann ich schon von einer statistischen Signifikanz sprechen.

„Hauptsache hübsch“ vs. „Hauptsache ohne Kinder“

Was lerne ich daraus? Es ist wie mit meinem Leitspruch „Hauptsache hübsch“, den könnte (!) ich bedenkenlos ergänzen um „Hauptsache ohne Kinder“. Warum? Nun, hässliche Frauen sind genauso gnadenlos beim Körbeverteilen wie die Top Models. Und Mütter sind oft genauso verschlossen wie Nicht-Mütter. Was habe ich also davon, wenn ich versuche eine Mama kennenzulernen? Richtig, nicht viel. Und spätestens seit Anbeginn der Mannwerdung sollte Dir das Leitmotiv eines selbstbewussten Mannes klar sein. Er sollte sich nämlich stets bei allem im Leben die Frage stellen: „Was habe ich davon?“

Aber falls Du eine Frau mit Kindern bist: Verstehe Du bitte auch, dass ich genauso keinen Bock habe, mit allen 08/15-Männern in einen Topf geworfen zu werden. Nein, ich will nicht nur Sex. Stell Dir mal vor! Unglaublich, oder? Ja, ich würde mich wirklich freuen, wenn ich mal eine Frau finde, die ich „echte Liebe“ nennen könnte. Nein, ich würde Dein Kind nicht vernachlässigen. Ja, ich würde Dich trotzdem lieben. Aber ich habe einfach keine Lust mehr darauf unter Generalverdacht gestellt zu werden: „Der will doch bloß das Eine, wie alle anderen.“ Es gehören immer Zwei dazu. Zu allem. Das ist immer so. In jedem Thema. Du bekommst das, was Du aussendest. Wenn Du den Männern immer erst ein Stöckchen hinhältst, über das sie springen können müssen, damit Du sie an Dich heran lässt…. dann ist das Deine Sache. Aber ich bin kein Dressurpferd und ich springe nicht über Stöckchen. Ende der Ansage.

Nun, in Bezug auf die Frau in dem weißen Kleid ist das nicht so wichtig. Ich wollte die paar Gedankengänge da oben nur einschieben. Jedenfalls finde ich erfreulich, dass sie mit dem Thema Kind gleich von sich aus herauskam. Schön, wenn eine Frau so offen damit umgeht. Aber natürlich fehlte nicht die Aussage: „Ich komme super zurecht, alleien mit dem Kind.“ Da war er wieder, der Standardspruch aller alleinerziehenden Frauen. Wir unterhielten uns noch kurz und sie fragte, ob ich wieder mit rein zum Tanzen kommen wollte. Ich ging mit, obwohl ich auf Tanzen zu zweit keine Lust hatte.

Warum? Nicht meine Stärke. Da fehlt mir jede Übung. Alleine tanzen ist total mein Ding. Zu zweit? Puh. Der Löwe auf dem Eis… ohne Schlittschuhe… beim Gazellen jagen? Du erinnerst Dich…

Sie ging zu ihren Freundinnen und setzt sich erstmal. Es war inzwischen auch recht voll und irgendwie fühlte ich mich Fehl am Platz. Zumal ich mir nicht sicher sein konnte, wie stark ihr Interesse in diesem Moment war. Sie wollte schließlich wieder rein zum Tanzen. Sie fragte zwar, ob ich mitkommen würde. Aber das alleine heißt noch nicht viel. Nachdem sie mich ihren Freundinnen auch nicht vorstellte, wollte ich deren Runde auch nicht kalt sprengen. Also sagte ich ihr ins Ohr: „Ich lass Dich mal mit Deinen Freundinnen alleine und schaue später nochmal vorbei, habt Ihr derweil Spaß. Ich schaue nochmal raus.“

Grund war auch, dass ich in der Zwischenzeit eine süße Blonde gesehen hatte, die an mir vorbei ging. Wobei sich unsere Blicke etwas länger trafen. Das ist immer das Startsignal. Dann mache ich mich auf den Weg… für gewöhnlich… außer ich werde von einer Frau in einem weißen Kleid aufgehalten… 🙂

Draußen sah ich sie dann, die Blonde. Sitzend mit einer Freundin und einem mindestens dreimal so alten Mann neben sich. Wir sahen uns erneut an, aber wenn besetzt ist, ist besetzt. Pech gehabt. Ihres natürlich. Nicht meines.

Plötzlich wirst Du an der Hand gepackt und durch den Club gezogen

Ich lief erstmal weiter umher, einige Minuten. Irgendwann machte ich mich auf einem Zwischengang wieder auf in Richtung Tanzfläche und wer lief einige Meter neben mir zufällig des Weges? Die Dame im weißen Kleid. Ich hatte sie im Augenwinkel gesehen, aber ich wollte ihr das nicht zu verstehen geben, also drehte ich mich bewusst etwas zur Seite. Manchmal muss man den Köder auswerfen und warten. Ich wollte bewusst sehen, ob sie einfach an mir vorbeilaufen oder mich ansprechen würde. Dann weißt Du wenigstens was Sache ist. Und? Sie sprach mich an. Was ich hier machen würde und ob ich Lust hätte zu tanzen. Ähhh… ja…

Und ehe ich antworten konnte, fasste sie meine Hand, zog mich hinter sich her durch den Gang auf die Tanzfläche. Mitten ins Getümmel. Alter Schwede. Die hat mich wirklich ganz schön auf die Tanzfläche gezerrt. Wenn die so robust auch beim Kinderwagenschieben ist, dann Gnade dem Baby Gott. Da war sie also, die Situation, auf die ich so gerne verzichte. Eine Frau und ich beim Tanzen. Ja verdammt nochmal, ich gebe es zu: Das ist nicht meine Stärke, okay?! 🙂

Und sie schaffte das, was zuletzt eine Frau im Januar 2017 schaffte (Samstag bin ich an meine Grenze gestoßen – Teil 1 von 2 und Samstag bin ich an meine Grenze gestoßen – Teil 2 von 2). Ich wurde nervös. Ja, tatsächlich. Das passiert mir wirklich nur beim Tanzen. Mir würde nichts Anderes einfallen, das mich in der Interaktion mit einer Frau sonst nervös macht. Aber es ist schon für einen ungeübten Zu-Zweit-Tänzer eine heftige Herausforderung, wenn die Dame Dich in die Mitte der gefüllten Tanzfläche zieht und ihren Körper an Dich presst.

2019-11-26

Ich habe das natürlich genossen, aber genauso ungeschickt habe ich mich vermutlich angestellt. Keine Ahnung. Rythmusgefühl habe ich, aber nicht für zwei. Doof. Und irgendwie schade. Denn Tanzen ist Körpersprache. Und wir Menschen funktionieren so. Körpersprache ist so viel wichtiger als das Geblubber und Gebrabbel. Deswegen sind Berührungen bei einem Date so wichtig, nur nicht aufgesetzt oder übertrieben dürfen sie sein. Und auch so wichtig ist der Blickkontakt, ohne zu sprechen.

Nun, es hat dennoch Spaß gemacht. Mein Wingman hat sich derweil vor Freude nicht mehr eingekriegt. Er weiß ja, dass ich Tanzen mit einer Frau (mit der ich noch nicht zusammen bin) ziemlich… naja… fast… hasse. Andererseits war es natürlich toll, mit einer heißen Frau auf der Tanzfläche gemeinsam die Hüften zu schwingen.

Für mich war an dem Abend schon jetzt mehr erreicht als vorgenommen. Ich bin einfach zu wenig unterwegs in den letzten Monaten, als dass ich riesige Ergebnisse am ersten Abend erwarten würde. Dennoch war der gestrige ein guter. Später haben wir noch Nummern getauscht und über ein mögliches Date gesprochen. Ob was dabei herauskommt? Keine Ahnung. Letztlich nicht wichtig. Es kommt wie es kommt.

Fazit für den Abend?

  1. Samstags weg zu gehen ist besser als freitags! Unbedingt öfter machen! Ich muss Samstag wieder zu einem festen Standard-Ausgeh-Tag machen, so wie früher.
  2. Es gibt anscheinend nur noch Frauen mit Kindern für mich, keine Ahnung warum. Aber es nervt. Daran kann ich nichts ändern. Außer die Schlagzahl zu erhöhen. Also: Mehr Frauen ansprechen! Dann gibts auch mehr ohne Kinder.
  3. Auch ich stoße gelegentlich noch an Grenzen. Wenigstens kenne ich sie. Die Grenze ist: Ich bin ein schlechter Zu-Zweit-Tänzer. Da bin ich sehr selbstkritisch. Lohnt es sich aber wirklich hier Zeit zu investieren? Hm… wenn ich so überlege, wie oft ich mit fremden Frauen tanze…? Dann ist die Zeit anderweitig besser aufgehoben. Man(n) kann nicht alles haben und muss nicht in allem perfekt sein.
  4. Der Abend lief bombenmäßig. Und so, wie ich es seit Monaten vermutete und immer wieder bestätigt bekam (zuletzt auch mit Fr. Respektina): Ich strahle zur Zeit scheinbar etwas aus, das für verdammt gute Ergebnisse sorgt. Und diese Phase sollte ich dringend nutzen, um mehr daraus zu machen. Es wäre echt schade darum. Insofern werde ich die nächsten Wochen(enden) definitiv Gas geben. Weihnachten steht vor der Türe. Weihnachtsmärkte, Kaufhäuser… ich komme! 🙂

Wie aus Fr. Respektina Fr. Unrespektina wurde

So, Schreibpause von 6 Wochen vorbei. Endlich ein neuer Beitrag von mir. Ich lebe noch.

Ich weiß gar nicht so recht wo ich anfangen soll, denn das soll ja nicht ein kilometerlanger Artikel werden. Auch wenn es am Ende doch über 4500 Wörter sind. Andererseits passieren in so einem relativ langen Zeitlauf auch genügend Dinge, um wesentliche davon herauszupicken und daraus eine erzählenswerte Story zu basteln.

Wie Du weißt, hatte ich vor einigen Wochen Fr. Respektina kennen gelernt. Ihr Name ist dabei Programm. WAR, besser gesagt. Was war passiert? Nun… nach ein paar Dates… bzw. eigentlich schon nach dem zweiten, musste (aus Sicht der Kennenlernphase) / durfte (aus restlicher Sicht meines Lebens) ich mich für einen 2-wöchigen Urlaub in die Türkei verabschieden. Blieb zum „Kennenlernen“ also nur noch Videochat. Was ich grundsätzlich ganz cool finde.

Nun, es ist relativ normal, dass Menschen gerade am Anfang etwas „gehemmt“ oder „distanziert“ oder „reserviert“ sind. Aber es gibt eben neben allgemeingültigen Verhaltensmustern auch so etwas wie Bauchgefühl und Instinkt. Im Allgemeinen können wir „das Bauchgefühl“ gar nicht so genau erfassen oder erklären. Wir spüren es einfach. Was übrigens wissenschaftlich belegt inzwischen einen Großteil dieses sog. „Bauchgefühls“ ausmacht, ist Lebenserfahrung. Tatsächlich. Es ist also nicht eine rein sprituelle oder gar esoterische Sache. Spiritualität spielt da sicher auch mit rein. Kann, jedenfalls. Wenn Du offen für so etwas bist und gelernt hast nicht nur durch die Augen zu sehen. Man kann auch Energien spüren. Auch das führt zu einem „Bauchgefühl“. Anderes Thema.

Mein Bauchgefühl sagte mir von Anfang an: Interessante Frau. Sehr respektvoll. Humor. Intelligent. Sehr standardkonform zwar (mit anderen Worten: „Etwas langweilig“), aber zumindest teilweise wertkonservativ (heute schon wieder etwas Besonderes!). Ich bin so außergewöhnlich abweichend vom Mainstream, dass ich das Defizit einer Frau in diesem Bereich sicher mehrfach ausgleichen kann. Und die Eine oder Andere damit ganz sicher auch verschrecke. Und auch verschrecken möchte! Beispielsweise alle Möchtegern-Alice-Schwarzer-Doubles oder sonstigen Power-Emanzen und Divers-Versteher(innen – ich hasse diese Vergewaltigung der deutschen Sprache… „innen“…).

Jedenfalls ist sie eine Frau, eher vom alten Schlag. Das machte sie per se schon sympathisch. Ja, tatsächlich. So einfach geht das bei mir. Ein bisschen Frau sein, fertig ist das Erfolgsrezept. Ansprüche meinerseits an eine Frau? In Wahrheit knapp über der Absatzhöhe meiner Herrenschuhe. Da ich keine High Heels trage, fallen sie also sehr gering aus. Die niedrige Erwartungshaltung sehe ich allerdings gar nicht als Hindernis an oder gar als mangelnde Selbstachtung. Im Gegenteil, eigentlich ist alles doch so einfach in einer Partnerschaft.

Heruntergebrochen ist es doch nichts anderes als die Botschaft (an sich selbst und den Partner): „Ich will nicht alleine sein und ich will Körperlichkeit.“ Ist es mehr? Faktisch nicht. Um nicht alleine zu sein, holen sich viele einen Hund. Des Deutschen liebster Freund. Körperlichkeit gibt es für Normaltickende allerdings nur zwischen Menschen. Deshalb fällt der Hund da raus. Und mit einem Partner hast Du 2 in 1. Du musst nicht alleine sein und kannst obendrein körperlich werden. Bist Du neu in diesem Blog, dann denkst Du Dir vielleicht: „Wie flach ist der Typ denn?!“ Nein, bin ich nicht. Weder weil ich keinen dicken Bauch habe noch weil ich gelernt habe Dinge auch mal nüchtern zu sehen. Es ist wirklich so simpel wie einleuchtend: „Hast Du keine Erwartungshaltung, kannst Du auch nicht enttäuscht werden.“ Also hab Geduld, lies Dir meine Artikel lieber komplett durch. Du wirst vielleicht überrascht sein, wie wenig flach sie sind.

Das mit der Erwartungshaltung stimmt ja in Wahrheit nicht ganz. Meine fast einzige Erwartungshaltung kennt Ihr ja und davon weiche ich nicht ab: „Hauptsache hübsch!“ Ich stehe dazu mehr denn je, denn ich habe – auch Dank Fr. Respektina – wieder einmal gelernt, dass es das Einzige ist, das (wenigstens für die wenigen nächsten Jahre) unter allen normalen Umständen (tragische Schicksalsschläge wie entstellende Autounfälle mal beiseite gelassen) bleibt. Und mehr als ein paar wenige Jahre würde ich heute gar nicht mehr planen. Ich finde eine Planung auf 1 Jahr schon schwierig. Komm lieber im Jetzt an. Und jetzt darf sie gerne hübsch sein.

Dass sie keine Alice Schwarzer sein soll, sehe ich außerdem nicht als Anspruch, sondern als natürliche Grundbedingung. Ich würde schließlich auch kein Gift trinken, selbst wenn ich Durst habe. Das lasse ich nicht als Anspruchsaspekt gelten, sorry. 🙂 Ein bisschen Natur zwischen Mann und Frau darf auch noch sein, wir müssen nicht überall einen grünen Ökofaschisten-Aufkleber drauf kleben. Ich packe mein Obst wirklich gerne in eine saubere Plastiktüte, anstatt es hüllenlos auf ein versifftes Kassenband zu legen. Hüllenlos ist etwas, das zwischen Mann und Frau sein darf. Aber nicht bei Essen und Trinken, damit spielt man nicht. Hat Mama mir auch schon immer gesagt. Wie komme ich jetzt nur auf diesen Themenwechsel?

Wie alt ist Dein Auto?

Der Unterschied ist übrigens, dass ich diese unglaublichen Plastikberge an Abfall auch ganz korrekt in einer Mülltonne entsorge. Ich werfe außer Obst- oder Gemüsereste nie etwas in die Natur. Ganz im Gegenteil, ich sammle sogar die eine oder andere Pfandflasche auf. Oder Dose. Meistens Red Bull, denn die Jugend hat es ja (dicke in der Tasche oder in der Hose, was weiß ich).

Das Problem ist doch ein Anderes, oder! Wie alt ist Dein Auto? Du hast keines? Sehr gut. Umwelttechnisch bin ich auf Deiner Seite, jedenfalls moralisch. Aber angenommen Du hast eines und statistisch ist das sehr wahrscheinlich… wie alt ist es? Ich habe neulich die Diskussion über die Plastiktüten im Supermarkt mit meinen Arbeitskollegen (und innen – wieder dieses „innen“ an dieser Stelle) geführt. Schnell war ich der Plastik-Buhmann. „Hoecker, Sie sind raus!“, hat es sozusagen geheißen. Für die ganz ganz junge Generation, das war eine Kunstfigur in der ProSieben-Sendung „Switch“.

Zurück zu Deinem Auto. Wie alt ist es? In Deutschland wird ein Auto ca. 7 Jahre alt, bevor es ins Ausland wandert. Auswandert sozusagen. Auf Rädern. Nicht in Booten übers Mittelmeer. Meines ist inzwischen über 4 mal so alt. 4 mal??? Was??? Ja, richtig. Mal 4. Also 4 mal 7 ist dann kein feiner Sand, sondern 28. Und jetzt meine Gegenfrage: Wieviele Plastiktüten darf ich also in meinem restlichen Leben noch ver(sch)wenden (ich verschwende sie nicht!) und korrekt entsorgen (! was ich immer tue), bevor ich auch nur auf 1% der Rohstoffverschwendung komme, die Du statistisch gesehen mit Deiner Karre durch Deinen ökologischen Fußabdruck hinterlässt? Ich kann das schwer in Plastik umrechnen, ich bin nicht vom Fach. Aber wenn ich bedenke viele Bauteile so ein Auto hat, plus die Entsorgung des ganzen Altmetalls und Schrotts… puh… ich glaub ich könnte sämtliche Plastiktüten aller Supermärkte aus einem ganzen Bundesland zusammensammeln und würde noch nicht annähernd auf den Rohstoffverbrauch von 4 Fahrzeugen kommen.

Das ist aber keine Anklage an Jungwagen-Fahrer (ohne -innen, es reicht langsam!). Ich gönne jedem sein neues Auto. Ich sage es immer so: Wir sind nicht der Gegenpart zur Natur. Wir sind Teil der Natur. Ein Konzept, das die wenigsten Menschen verstanden haben. Die meisten neumodischen Öko-Menschen sehen die Menschheit als „ein Virus in der Natur“. Selbsthass, sozusagen. Aus den Augen von Mr. Smith aus dem Film „Matrix“. Mag sein, aber das ändert nichts daran, dass wir Teil von ihr sind, der Natur. Bitte darüber nachdenken. Wir sind nicht „auf der anderen Seite“ gegenüber der Natur. Wir sind Teil davon. Wie die Pflanzen und Tiere. Und ich sehe es als legitim an, dass wir die Ressourcen dieser Erde auch verwenden dürfen, ohne „sch“. Nicht hemmungslos und auch nicht absichtlich böse. Aber natürlich dürfen wir Benzin verfahren. Natürlich dürfen wir neue Autos produzieren. Ob es dann alle paar Jahre ein neues sein muss, soll jeder für sich entscheiden. Man kann das durch steuerliche (Nicht-)Anreize regeln. Aber mir braucht niemand eine Bergpredigt zum Thema Umwelt halten. Ich werfe keinen Plastik in die Gegend. Und auch keine Mc Donald’s Tüten aus dem Auto. Weil ich diesen Mist gar nicht erst kaufe. Du? Und solange das der Fall ist, mag ich möglichst unversifftes Obst bei mir zu Hause auf dem Teller haben. Und dafür werde ich solange Plastiktüten verwenden, solange es erlaubt ist. Notfalls bringe ich meine eigenen mit. So teuer sind die nicht. Aber ich werde definitiv keine Mehrweg-Jutebeutel verwenden. Und wenn ich meine Plastiktüten dafür aus dem Ausland importieren muss!

Also wie Du siehst, alles relativ. Bitte immer bei den großen „Umweltsünden“ anfangen. Eigenes Auto? Jedes Jahr ein neues Handy? Vielleicht sogar ein Elektrofahrzeug? Pfui! Mein Wunsch an Dich: Lass mir bitte meine wenigen Plastiktüten und ich bin glücklich. 😉

Zurück zu Fr. Respektina

Was mir nach dem zweiten Date allerdings zunehmend merkwürdig vorkam: Ihre sehr zurückhaltende und bisweilen sogar etwas kalte Art. Sie schaffte es bis zuletzt auch nicht aufzutauen. Ganz im Gegenteil. Was ich anfangs als respektvoll verstand, entpuppte sich nachträglich betrachtet eher als „ich lasse niemanden an mich heran“-Syndrom. Okay, läuft bei Dir. Aber nicht bei mir.

Ich versuchte es mehrfach und klingelte immer wieder mal leise oder auch lauter, um zu verstehen zu geben, dass das so nichts wird mit dem Kennenlernen. Wenn man jemanden nicht an sich heranlassen und ihn kaum am Alltag teilhaben lassen möchte… dann wird das nichts. Es ist für mich nicht normal, dass man auf WhatsApp-Nachrichten eine Reaktionszeit von oft mehreren Stunden bis zu einem halben Tag hat. Und auch nicht, dass ein Rückruf mehrere Stunden dauern kann. Ja gut, ist schon normal. Aber dann ist die Frau für mich eben nicht ganz normal. Oder so eingespannt, dass ich nicht der Einzige bin. Und diesen Eindruck vermittelte sie mir relativ früh. Ich bin natürlich hellhörig inzwischen, dank der „tollen“ Erfahrung mit Fr. Schlange. Und ich höre das Gras wachsen.

Gras kann man wachsen hören, man muss sich nur in die Horizontale begeben und mit dem Ohr ganz nah ran gehen. Und still sein und horchen. Dem Gegenüber einfach mal zuhören, was ich durchaus kann, auch wenn Du mir das nicht sofort glauben magst… 🙂 Und ich höre genau hin, wenn eine Frau etwas äußert, das mich an ihrer Integrität zweifeln lässt. Bzw. auch einfach auf sog. „Red Flags“. Das sind Warnzeichen einer Frau, die darauf hindeuten, dass „etwas nicht stimmt“. Im Nachgang muss ich sagen, dass ich gar nicht mehr glaube, dass „ich nicht der Einzige war“. Sie ist einfach abwesend. Erst zählen ihre Kinder. Dann was weiß ich. Und wenn dann irgendwann mal Zeit ist, kommt noch ein bisschen die neue Bekanntschaft. Jeder hat eben seine eigene Prioritätenliste. Sei es der Dame gegönnt. Hab ich auch schon ganz anders erlebt. Da war die Lücke zwischen den Kindern und „der neuen Bekanntschaft“ faktisch nicht vorhanden. Andere Mütter sind nicht nur auch hübsch, sondern bekommen auch beides unter einen Hut. Eigene Kinder und neue Bekanntschaft. Nicht alle, aber es gibt sie. 😉

Ich habe mit solchen Dingen inzwischen doch längst meinen eigenen Frieden gemacht. Du kannst Deine Umgebung nicht oder nur kaum beeinflussen, das ist Fakt. Aber was Du kannst, ist Dich selbst beeinflussen und Deinen Umgang und Deine Denkweise in Bezug auf die Umgebung. Du kannst Dir Deine eigene Umgebung kreieren! Im Sinne von: Aussuchen! Und in solchen Situationen „ziehe ich mich mental aus der Situation heraus“. Ich könnte jetzt viele Beispiele nennen, die ihr Auftreten für mich einfach absurd erscheinen ließen. Aber ich möchte es bei zwei belassen, nur um ein wenig den Geschmack zu vermitteln. „Wir haben uns erst 2 mal getroffen und ansonsten sehen wir uns jeden Tag per Videochat. Ich kann da keine Bindung aufbauen oder Dich auf diese Art kennenlernen.“ Das war vor ein paar Wochen, im Urlaub. Falscher Fokus. Einfach falscher Fokus, Mädchen!

Witzig fand ich übrigens oft, dass sie mir klar machen wollte, dass ich „auch nicht viel anders bin als die anderen Männer“. Das fand ich wirklich lustig. Wirklich lustig. Ich kehrte bei ihr immer die Besonderheiten heraus und „hob sie“ damit. Sie tat eher das Gegenteil. Aber das ist vermutlich so eine Unterwerfungstaktik von gescheiterten Persönlichkeiten, mal ganz hart ausgedrückt. Später dazu mehr. Jedenfalls kann ich dazu nur sagen: Gute Menschen werden Dich immer eher motivieren, loben und das Gute in der Dir sehen. Andere sind eben eher gleichmacherisch veranlagt. Kennt man ja aus dem Job. Viele Kollegen können sich nur dadurch in den Vordergrund stellen, indem sie Andere in den Hintergrund (d)rücken. Bin ich froh, solche Dinge erkennen zu können. Das ist so wertvoll. So wertvoll! Danke an alle meine Lehrer. 🙂

Benjamin Franklin soll einmal gesagt haben: „Wer im Leben selbst kein Ziel hat, kann wenigstens das Vorankommen der anderen stören.“

Weiteres Beispiel, gerade erst vor wenigen Tagen geschehen: Da jammert sie mir vor, wieviele Freiheiten ich doch hätte. Ich könnte tun und lassen was ich will und weggehen wann ich möchte. Und meine Zeit verbringen mit wem ich möchte. „Aber ich, ich habe hier zwei Kinder und mein Alltag ist von morgens bis abends ausgefüllt und ich habe keine Möglichkeit mich einmal zurück zu ziehen. Man kann Dein Leben nicht mit meinem Vergleichen! Es ist nicht einfach, was ich hier jeden Tag tue!“

Okay, Quizfrage: Wenn Du so etwas von jemandem hörst… wieviel „Lust“ hast Du dann noch diesen Menschen ernsthaft kennenlernen… Achtung… zu WOLLEN?

Gandhi sagte einmal: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir von der Welt wünschst.“

Und ich wünsche mir im Moment nicht mal eine Veränderung von der Welt, sondern bin schon zufrieden wenn ich mich selbst verändere. Und das habe ich. Was meinst Du wie meine Gegenreaktion ausfiel? Rechtfertigungen? Nein. Entschuldigungen? Nein, sicher nicht. Irgend ein anderes Gesülze, „wie schwer ich es doch auch hätte im Leben“? Sorry, nicht mein Weg. 🙂

Ich habe folgendes gesagt: „Sieh mal, Dein Fokus ist aus meiner Sicht stark verschoben. Natürlich hast Du mit den Kindern sehr viel Verantwortung. Und Du kannst nicht jederzeit alles tun und lassen was Du für Dich alleine möchtest. Ich würde es aber an Deiner Stelle wesentlich neutraler sehen. Dass die Kinder da sind, ist Fakt. Für mich klingt da aber von Dir mehr Negatives heraus als Positives. Sieh es einmal andersherum: Ich bin alleine. Ich habe keine Kinder. Somit habe ich auch den ganzen Tag niemanden um mich herum, der zu mir sagt: „Papa, ich hab Dich lieb.“. Das heißt, wenn das bei Dir auch so wäre, dann wärst Du immer alleine und müsstest alles mit Dir selbst ausmachen. Das ist für mich kein Problem, weil ich mental damit mehr als nur gut klar komme. Ich sehe die guten Seiten daran. Aber würdest Du lieber jeden Tag alleine zu Hause sein wollen oder hat es stattdessen doch etwas unendlich Schönes, dass Du da zwei kleine Jungs neben Dir hast, die Dich auch auf Deinem Lebensweg überall begleiten? Nicht nur Du sie. Sondern sie auch Dich?!“

Frage 1 in den Raum geworfen: Warum tust Du es dann, mit mir videofonieren? Wenn Dir das nichts bringt. Wieso dann das alles? Wieso „ein bisschen kennenlernen“, wenn doch eigentlich gar keine Zeit ist. Weil nur die Kinder wichtig sind und Du sowieso kein eigenes Leben hast… Liegt es wirklich an der mangelnden Zeit? 😉
Frage 2: Warum setzt Du Deinen Fokus ständig auf Dinge, die „nicht gut sind“? Anstatt Dich auf die Dinge zu konzentrieren, die gut sind.

So wie ich die letzten Monate (zum Glück wieder) drauf bin, leuchtet Negativität auf meinem Radar in meiner Umgebung sofort rot auf. Es blinkt. Und macht sogar einen schrillen Pfeifton dazu. Ich kann mich davor nicht verschließen und das auch nicht übersehen. Aber sie ist nun einmal ein Mensch, der nicht nur langweilig ist. Sondern auch negativ. Und irgendwann ist zuviel einfach zuviel. Für mich. Und ich ziehe inzwischen sehr gerne Leinen, meistens Reißleinen.

Wie Eckhart Tolle oder Coach Cecil das sehen würden

Eckhart Tolle würde sagen: „Das Leben ist immer problematisch, wenn wir es als etwas Problematisches sehen wollen! 2 Kinder zu haben ist zunächst einfach so wie es ist. Du hast 2 Kinder. Das ist nicht gut. Und nicht schlecht. Es sind 2 Kinder. Das ist alles. Die Frage ist, wie Du es betrachten möchtest. Ein Mensch wird sich sehr darüber freuen. Ein anderer wird es als Last sehen. Die Kinder können nichts dafür. Es ist Dein Denken. Deswegen ist Denken nicht gut. Denke nicht. Fühle. Dann ergibt sich der Rest automatisch.“

Coach Cecil hat mich durch einen Spruch von ihm vor einigen Wochen auf etwas gebracht, das ich abartig wertvoll finde. Er sagt immer, wenn er Menschen sieht, die an sich oder an etwas zweifeln: „Stell Dir die Frage: Gibt es wenigstens EINEN EINZIGEN Menschen auf der Welt, der das anders sieht als Du? Der damit gut klar kommt? Gibt es so jemanden?“

Adaptiert würde es also heißen: „Gibt es auf der Welt WENIGSTENS EINE EINZIGE FRAU, die alleine zwei Kinder erzieht und damit glücklich ist bzw. es wenigstens gut annimmt? Kannst Du Dir das vorstellen? Oder meinst Du, dass ALLE alleinerziehenden Mamas per se unglücklich sind? Alle. Restlos alle?!“

Das ist auch der größte Tipp, den ich an der Stelle geben kann. Wann immer Du mit einer Situation nicht so gut klar kommst, dann stell Dir die Frage, ob es WENIGSTENS EINEN Menschen auf der Welt gibt, der das anders sieht als Du. Und wenn Du das mit „ja“ beantworten kannst, dann renn los! Verdammt nochmal. Renn!

Wenn Du genau hinsiehst, stellst Du übrigens einen elementaren Unterschied zwischen Eckhart Tolle und beispielsweise Coach Cecil fest. Deswegen liebe ich beide so von Herzen. Der Erste schaltet seine Gedanken restlos aus. Der fühlt und spürt nur noch was ist. Der denkt nicht darüber nach, ob 2 Kinder nun problematisch sind. Probleme entstehen im Kopf, nicht in der Realität. Die Realität kennt das Vorhandensein von 2 Kindern. Punkt. Mehr nicht.

Coach Cecil ist dagegen wesentlich mehr auf der Motivationsschiene unterwegs. Der hat Power und Antrieb und „will“ einfach. Egal was. Er schiebt an. Immer. Das ist der Unterschied zu Tolle. Tolle, ich sage es mal so, „hat das gar nicht mehr nötig“. Ohne ihn als jemanden darstellen zu wollen, der sich „als etwas Besseres sieht“. Das ist mitnichten der Fall. Er hat es nur verstanden, dass Bewertungen subjektiv sind. Und Bewertungen ändern sich. Du änderst Dich. Ich ändere mich. Und damit ändern sich im Laufe eines Lebens, oft innerhalb weniger Tage oder Stunden, manchmal innerhalb von Minuten, komplette Ansichten über ein und dieselbe Sache. Das kennst Du sicher. Es reicht ein einfaches „Entschuldigung“ manchmal aus und Du bist Deinem Gegenüber nicht mehr böse. Was hat es an der Realität geändert? Nichts. Was hat sich als Einziges geändert? Dein Denken.

Ich sage nicht, dass Tolle das Maß aller Dinge ist. Nur Tolle, Tolle, Tolle wäre mir zu „langweilig“, da es wertvolle Gehirnkapazitäten ungenutzt lässt. Nur Coach Cecil wäre mir zu aufgedreht, zuviel „immer das Maximum herausholen wollen“. Ich finde eine Mischung perfekt.

Und so bin ich es auch bei Fr. Respektina angegangen. Ich habe die Frau einfach machen lassen. Beispielsweise an einem Wochenende, als wir uns trafen. Am nächsten Tag wollte sie am Abend etwas mit ihrer Freundin machen. Also… wie soll ich das ausdrücken… bin ich eben wieder gefahren. Klar, Frau möchte auch was mit ihrer Freundin machen. Verständlich.

Aber wie war das mit der Zeit und den 2 Kindern nochmal? „Keine Zeit wegen Kindern.“ Achso. Kennenlernen wolltest Du mich aber auch? Hä?! Wie nun. Also ich würde eine Frau, die ich kennenlernen möchte und die Gelegenheit hätte, ein ganzes Wochenende mit ihr zu verbringen, nicht „einfach nach Hause schicken“.

Jetzt denkst Du Dir vielleicht: „Wie hast Du Dich in dem Moment gefühlt?“ Nun, ich habe mich gar nicht irgendwie gefühlt. In dem Moment war ich Tolle. Nicht denken, einfach akzeptieren was ist. Heim fahren. Bzw. in die Stadt fahren oder mit Freunden treffen. Was auch immer. Ein Mann (! einen Pipi zu haben reicht dafür nicht) hat immer etwas zu tun und kommt immer gut mit sich selbst zurecht. Aber was ich bis dahin eben auch längst nicht mehr war: Gefühlsmäßig bei ihr. Nicht nur an diesem Tag nicht mehr. Schon Wochen vorher nicht mehr.

Akzeptieren was ist

Wenn mir eine Frau nicht das Gefühl gibt, dass ich absolut richtig an ihrer Seite bin, dann kann ich (wahrscheinlich aufgrund hunderter Körbe auf der Straße, in Bars, in Clubs oder auch auf ersten Dates) einfach abschalten. Dann lasse ich einfach laufen was passiert. Ich achte dann nur noch auf eine Sache. Und das bringt Dich vermutlich zur zweiten Frage: „Warum zum Teufel verbringst Du mit dieser Frau dann noch Zeit?“ Habe ich Recht? Keine Erkenntnisse ohne Selbstreflexion… 😉

Das ist nicht schwer zu beantworten. Die reale Zeit mit ihr ist schön. Sie ist in der Realität gar nicht so kalt wie sie es am Telefon oder in der Distanz ist. Sie ist zwar mental immer noch zurückhaltend, aber sie gibt (gab) mir in der unmittelbaren Nähe ein anderes Gefühl. Und ich bin inzwischen eben soweit zu wissen, dass ich mir die Welt nicht einfach bauen kann wie sie mir gefällt. Ich kann nur andere Menschen und andere Umgebungen anziehen. Meine kleine Welt in mir kann ich verändern, ja, aber nicht wie die anderen Menschen in dieser kleinen Welt sind. Das bedeutet, dass ich akzeptieren muss was ist. Das heißt konkret in Bezug auf diese Frau, dass ich die Distanz einfach „laufen lasse“, mental abwesend. Und die Zeit in der unmittelbaren Nähe – also in der Realität – „genieße“. Dazu kommt ein weiterer wesentlicher Punkt: Lernen. Ich nehme sie und ihren Charakter auf eine Art an, die mich herausfordert. Ich möchte wachsen. Und dabei lernen mit Menschen klarzukommen, die „anders“ sind als ich. Wenn auch „ganz anders“. Mit Gleichgesinnten ist es einfach. Aber unterhalte Dich mal mit Menschen, für die blau in ihrer Welt braun ist. Oder mit Menschen, die tatsächlich der Meinung sind, dass die Erde eine Scheibe ist. Oder unterhalte Dich mal mit Veganern. Coach Cecil nennt diese einingen wenigen Bestimmten davon auch „Veganatiker“. Viel Spaß. Wenn Du das aushältst, kannst Du nur wachsen. 🙂

Mein Fokus lautet dann nicht: „Ohje, ich will sie unbedingt kennenlernen und sie verhält sich nicht so wie ich mir das vorstelle. Ich muss sie dazu bringen, dass sie mich mehr sehen will oder mehr Nähe möchte. Oder mich öfter anruft.“

Mein Fokus ist dann einfach: „Wunderbar, dann sehen wir uns einfach alle 2 Wochen für 1 Tag. Die restliche Zeit ist ihr offensichtlich relativ „egal“ was ich tue. Telefoniert wird höchstens einmal am Abend. Untertags gibt es schnell ein oder zwei Alibi-WhatsApp-Nachrichten von ihr. Perfekt, dann kann ich meine restliche Zeit frei, ungezwungen und entspannt für mich nutzen.“

Gleiche Situation. Nur ein ganz anderes Mindset. Oder? Ich tue das was mir gut tut. Und die Zeit auf den Dates mit ihr macht mir durchaus Spaß. Tatsächlich. Und nur darum geht es. Die Zeit gut zu nutzen. Sie ist endlich. Auch wenn sie nicht die Frau meines Lebens sein wird, das weiß ich auch. Aber wir Menschen besuchen ja hin und wieder auch gute Kinofilme. Vielleicht sehen wir uns den neuesten James Bond oder Herr der Ringe an. Ohne gleichzeitig zu denken, dass wir jemals James Bond werden würden. Oder wie Legolas. Oder? Genieße das Leben wie es kommt! Es ist kurz. Macht Dir keine Gedanken um Dinge, die Du nicht ändern kannst. Aber ändere die Dinge, die Du ändern kannst. Sei eine Mischung aus Tolle und Cecil.

Und allmählich wurde sie zu Fr. Unrespektina

Dieses Kapitel mache ich kurz. Denn die meisten Weisheiten habe ich für mich aus der Story bis zu diesem Punkt gezogen. Jetzt kommt nur noch der Knall. Wie an Silvester. Wenn die Sektkorken fliegen. Oder eine Fensterscheibe klirrend zu bruch geht. Ansichtssache. 🙂

Sie wurde die letzten Wochen zunehmend… „fordernder“… ohne jedoch zugleich auch nur einen Hauch mehr zu „liefern“. Ich drücke das bewusst so kalt und hart aus, denn es ist nicht meine Art. Es ist mein Empfinden auf Ihr Verhalten. Ich sage es mal so, wenn Du bei Amazon etwas in den Warenkorb legst, dann bezahlst Du dafür und bekommst einen Tag später die Lieferung. Richtig? Gut.

Fr. Unrespektina ist aber nicht Amazon. Meint sie vielleicht. Sie legt manchmal etwas in den Warenkorb, bezahlt nicht dafür und erwartet am nächsten Tag dennoch die Lieferung. Gut? Naja. Kauf auf Kredit. Normal inzwischen. Man kann ja auch mal einen Kredit gewähren. Soweit also so gut. Nun kommt die Absurdität. Hast Du jemals etwas bei Amazon NICHT in den Warenkorb gelegt und NICHT bezahlt und dann trotzdem erwartet, dass am nächsten Tag die Lieferung kommt? Hä?!

Was soll denn bitteschön geliefert werden? Ich weiß, dass das sehr abstrakt klingt. Aber nimm es einfach so an. Es sind so viele Kleinigkeiten. Sie wolle mich mehr sehen, beispielsweise. „Okay, aber Du weißt schon, dass Du Dir dafür auch die Zeit nehmen musst. Du machst doch am Samstagabend etwas mit Deinen Freundinnen anstatt mit mir?!“ Das ist jetzt nur ein kleines Beispiel. Absurd. Sag ich doch! 😉

Einmal hat sie den Vogel abgeschossen

Sie hielt mir einmal so eine eingangs dieses Artikels genannte Bergpredigt. Ein Monolog. Ich ließ sie natürlich reden. Da sie sonst so still ist. Wenn sie dann mal spricht, soll sie ruhig reden. Gedanklich war ich – wieder einmal – längst weg. Denn die Zeit mit ihr war bislang schön. Aber eben nur die in der direkten Nähe. Sobald Distanz da war und wir uns nicht mehr in räumlicher Nähe zueinander befanden, schob sie Drama.

Kennst Du das, wenn jemand in der totalen Emotionalität solche Dinge sagt wie „Gib doch zu, dass Du das extra deswegen gemacht hast, weil…?!“ Kennst Du sicher. Vielleicht auch von Dir selbst. Aber mal ehrlich… was bringt das? Ich kann da nur müde lächeln. Manchmal nicht einmal mehr das. Was soll ich auf Suggestivfragen antworten? „Ja!“? Oder „nein!“? Ich ziehe mich stattdessen einfach zurück und sage dazu gar nichts mehr. Und das wiederum hat sie dazu bewogen das Telefonat einfach eigenständig zu beenden. Tüüüt. Tüüüt. Tüüüt. Davor fielen noch ein paar komische Wörter, die ich selbst vom Hörensagen kenne, aber nie nutze.

„Okaaaaaay“, dachte ich mir. Was macht man? Man greift zum Telefon und ruft die Dame an, möglicherweise um sich zu entschuldigen. Wofür? Egal. Hauptsache entschuldigen! Dackelblick aufsetzen. Bücken. Kriechen. Dann kommt schon wieder alles ins Lot. Richtig? Hast Du ihn erkannt, wer das ist? Darf ich vorstellen: Der moderne Mann von heute. 🙂

Du kannst Dir denken, dass ich als völlig unmoderner Mann anders reagiert habe. Wie? Nun, ich mag re-agieren gar nicht. Ich mag agieren. Ich habe also gar nicht re-agiert. Und da sie mich gelangweilt hat, habe ich auch nicht agiert. Stattdessen habe ich es einfach gut sein lassen und mich schöneren Dingen gewidmet. Beispielsweise meine Finanzen. Darum geht es bestimmt in einem der nächsten Artikel im Detail. Denn ich habe derzeit viel damit zu tun und bin hochgradig beschäftigt. Deswegen gibts hier auch kaum neue Blogbeiträge. Obwohl ich Euch wirklich vermisst habe. Also nicht Euch, liebe Blogbeiträge. Sondern Euch, liebe Leser. Ob nun mit Pipi oder ohne. Beide Geschlechter gleichermaßen. Einfach „Leser“.

Und es kam, wie es kommen musste. Sie schrieb mir am nächsten Tag. Sie habe es nicht so gemeint. Und bla bla. Und nachdem ich auch da noch nicht gleich geantwortet habe (sie erwartet schnelle Antworten, hat aber selbst eine halbtägige Reaktionsszeit), klingelte auch schon das Telefon. Sie hat sich mehrfach entschuldigt und wollte natürlich wissen, warum ich mich nicht mehr gemeldet hätte. „Nun, Du hast Worte benutzt, die ich gegenüber einer Frau niemals verwende. Egal ob Du die Worte einfach in den Raum wirfst oder mich direkt damit meinst, spielt für mich keine Rolle. So kannst Du meinetwegen mit jedem Menschen dieser Erde sprechen, aber nicht mit mir.“ Damit war mein Statement platziert.

2019-11-19

Ein wenig kam mir das auch so vor, als hätte ich den Bösewicht aus einem Comic demaskiert. Ab dem Tag war sie „sehr freundlich“ und sehr bemüht wieder Fr. Respektina zu sein und ihr „Un“ wieder abzulegen. Aber „dumm ist nur, wer Dummes tut“, sagte Forrest Gump. Und ich bin nicht dumm, d.h. wenn Du einen Bösewicht demaskierst, bedeutet das nicht, dass er nie wieder seine Maske aufsetzen wird. Es heißt nur, dass er sie im Moment nicht mehr auf hat. Stell die Uhr danach und Du kannst Dir sicher sein, dass es irgendwann wieder von vorne los geht. Natürlich sollte ich Recht behalten. 😉

Ich mache es nun kurz. Sie weiß aus meiner Sicht nicht was sie will, in ihrem Leben. Sie jammert zwar nach außen selten, aber innerlich ist sie – glaube ich – hoch unzufrieden. Natürlich sind eine gescheiterte Ehe und 2 Kinder kein Zuckerschlecken. Aber ich komme selbst aus einer ähnlichen Situation und stehe mit beiden Beinen wieder gerade da. Ihr Situation ist deutlich länger her. Es geht dabei nicht um mich. Ich will damit nur sagen: Es liegt nun einmal an Dir selbst, was Du aus Deiner Situation tust. Du kannst Dich hinstellen und jammern oder Du richtest Dich auf und gehst nach vorne.

Jetzt bin ich aber kein Arsch und kein Egoist. Jeder der mich kennt, weiß, dass ich eine stark ausgeprägte Helferader habe. Ich habe ihr natürlich versucht das Eine oder Andere zu zeigen. Einstellungsfragen. Mindset. Zuletzt nannte sich mich – ironisch gemeint, aber eben auch nicht sonderlich anerkennend – „Coach“. Ich musste innerlich lächeln. Denn die Frage ist für mich nicht, wie sie mich sieht. Sie ist einfach blind, ganz sachlich betrachtet. Die Frage ist für mich viel mehr, ob ich so wirken möchte. Und mir ist es allemale lieber, wie ein „Coach“ zu wirken anstatt wie ein umherfliegender Fluffi-Gummiball, der noch nicht einmal auf Orientierungssuche ist.

Ich kann mein Bestes geben, jedem gegenüber. Das tue ich. Aber ich kann nicht die ganze Welt retten. Und manchmal kann ich auch nicht einmal der Welt nur ein wenig helfen. Nicht einmal einem einzelnen Menschen. Schade eigentlich. Aber ich kann ganz bei mir bleiben. Mich nicht triggern lassen. Wozu auch. Um (wieder) so zu werden wie die anderen 99%? Ich denke mir einfach: Wer sich meinem Weg anschließen möchte, ist herzlich eingeladen. Für alle anderen Damen gilt: Such Dir Deinen eigenen Boxsack für Deine Probleme.

Mir geht es auch alleine gut! 🙂

PS: Seit gestern ist der Kontakt zwischen uns beendet. Sie stellte mir ein paar Suggestivfragen. Ich habe freundlicherweise dennoch geantwortet, mit dem Hinweis, dass ich der Meinung bin, dass meine Antworten sowieso nicht so ankommen werden, wie ich es beabsichtige. Und? Natürlich nicht. Aber es ist eben auch ein sehr schönes Gefühl, wieder Ruhe zu haben. So schön die gemeinsame Zeit (in unmittelbarer Nähe) auch gewesen sein mag. Immer nur stundenweise James Bond oder Herr der Ringe Filme anzusehen ist auf Dauer einfach nix. Besonders nicht, wenn es immer die gleiche Folge ist. So spannend ist das dann doch wieder nicht.

PPS: Und die Moral von der Geschicht‘?
Verwechsle Respekt mit einem psychischen Knacks nicht! 😉

PPPS: Vielen Dank Euch allen, jedem Einzelnen. Seit gestern habe ich 50 Follower. Unglaublich. Das habe ich mir nie gedacht, dass eines Tages 50 Menschen meine Geschichten mögen würden. Und ich mache keinerlei Werbung dafür, unter dem Aspekt sind das immerhin ca. 3 Fußballmannschaften. Wow! Und ich stehe echt gerne da vorne. Für mich, aber auch für Euch. Danke und meinen tiefen Respekt für Eure Entscheidung, die hier durchaus kontroversen Ansichten (fernab des Mainstreams) offenbar nicht nur auszuhalten, sondern vermutlich sogar ein großes Stück weit ganz gut zu finden. Das ist definitiv nicht „normal“ und erfordert Mut von Dir. Mach weiter so und glaube an Dich! Du bist auf dem richtigen Weg!