Warum kleine Krankheiten gut sind

Mein letzter Artikel ist 2 Wochen alt. Den hatte ich noch im Urlaub geschrieben, als es mir körperlich ganz gut ging. Ging? Dazu später mehr.

Ich beschrieb darin ein paar Unterschiede zwischen dem Urlaubsland und meiner Heimat. Insbesondere was die Frische und Schmackhaftigkeit des Obstes und Gemüses betrifft. Ich hatte mitten in den Text auch ein kleines „Kochrezept“ eingebaut, besser gesagt ein Salatrezept. Außerdem erklärte ich, wieso ich für gewöhnlich ausschließlich bei Aldi und Lidl einkaufe. Desweiteren erklärte ich, wieso Hilfe für Menschen vor Ort die einzig sinnvolle Variante von Hilfe ist (kleiner Einschub: Willst Du einem hungernden Menschen helfen, so kaufe ihm keinen Fisch, sondern eine Angel!).

Deshalb wurde ich auch kurz ungehalten und politisch. Darüberhinaus zeichnete ich ein Bild über die von mir erwartete zukünftige wirtschaftliche Entwicklung deutschlands. Zudem widmete ich auch Fr. Respektina und Fr. Distanz jeweils eigene Absätze und versuchte mögliche psychologische Gründe für das Verhalten von Fr. Distanz zu beleuchten. Sigmund Freud ist ja bekanntlich mein Freund. Mit n.

Außerdem gab es auch wieder einmal eine meiner vielen Weisheiten zum Mitschreiben, Merken und Einrahmen. Da sie so elementar ist, wiederhole ich sie gerne. Ich zitiere mich also selbst, was ich recht witzig finde: „Eine Frau liebt niemals Dich, sie liebt nur Deinen Lifestyle!“
Ich ging auch der moralischen Frage nach, ob es „okay“ sei mehrere Frauen gleichzeitig zu daten. Und zu guter Letzt kündigte ich an, wieder zurück zu Hause, „Intensivwochen“ einlegen zu wollen, was das Thema „Frauen kennenlernen“ betrifft. Beendet hatte ich den Artikel mit der Ankündigung, aufgrund meiner derzeitigen herausragenden mentalen Verfassung, „anderen Menschen Konfetti ins Leben streuen zu wollen“.

Wie Du siehst, sind das schon verdammt viele Inhalte. Ich stehe auf Vielfalt, in allgemeinen Zeiten der Einfältigkeit. 🙂

Zwischen Hitze, Kälte und der Suche nach gesunden Lebensmitteln

Nun, inzwischen bin ich wieder zu Hause. Aber der Reihe nach. Ich bin die letzten paar Tage vor Antritt meines Rückfluges erkrankt. Vermutlich deshalb, weil die Kombination aus Hitze (schwitzen) mit Kälte (Klimaanlagen bzw. offene Balkontüren mit Windstößen) nicht sehr gut ist. Ich liebe Hitze, das macht mir nichts aus. Allerdings schlief ich nachts immer mit freiem Oberkörper bei offener Balkontüre. Das bin ich so nicht gewöhnt. Und auch untertags sind sämtliche Geschäfte, Busse und Wohnungen in der Regel klimatisiert. Von Klimaanlagen halte ich grundsätzlich gar nichts. Es gibt ein viel besseres Rezept gegen Hitze an Stelle von Klimaanlagen, ein viel nachhaltigeres: Abnehmen! Wenn ich eine Speck-Robbe wäre, wäre mir auch sofort zu (!) heiß, sobald die Temperaturen über 20 Grad steigen. Wenn wir so einen niedlichen Pinguin bei 35 Grad bei uns in den Schatten stellen, freut der sich sicher auch nicht. Hören die Übergewichtigen sicher nicht gerne, ist aber die Realität. Fett wärmt, deswegen sind Robben so niedlich dick. Wir allerdings haben Jacken. Und leben nicht mehr in Höhlen. Deswegen müssen wir auch nicht dick sein. Und niedlich sieht das bei Menschen sowieso nicht aus.

Natürlich ist das Problem der Übergewichtigkeit auch in Südländern weit verbreitet. Übrigens gibt es dort keinen Skyr (Magerquark). Auch sonst war es für mich sehr schwer, bewusst (!) proteinhaltige Lebensmittel zu bekommen. Es gibt beispielsweise keinen Mozarella light (bzw. die bessere Variante davon, beispielsweise bei Lidl: Skyrella). Es gibt eben auch keinen Magerquark. Von körnigem Frischkäse brauchen wir auch nicht zu sprechen. Das ist schon schade. Da tut sich der ernährungsbewusste Westeuropäer schon schwer. Und bei gleichzeitig wachsendem Anteil an Menschen mit Übergewicht in der Gesellschaft, steigt glücklicherweise auch der Anteil der ernährungsbewussten Menschen in der Gesellschaft. Was mich sehr freut einerseits. Was ich aber schade finde andererseits. Auch hier verschwindet zunehmend die „Mittelschicht“. Es gibt nur noch ein „entweder oder“. Entweder bist Du Fett oder Du bist schlank und sportlich. Absolut nötig ist weder das Eine noch das Andere. Die Mitte wäre für die Masse okay. Die Mitte gibt es aber kaum mehr. Gilt übrigens auch im Politischen.

Weil ich nicht anders kann, auch ein paar Statements zur aktuellen politischen Lage

Die Masse ist doof links-grün versifft, verblendet und schafft Deutschland ab. Das ist soweit nichts Neues. Früher hätte ich noch „doof links-rot-grün versifft“ gesagt, aber Rot spielt ja keine Rolle mehr. Grün ist ja das neue Rot, nur im Quadrat. Jedenfalls rennt die dämliche Masse derzeit hysterisch einer total durchgeknallten armen kleinen Gretel hinterher, die mehr denn je dringend psychologische Betreuung benötigen würde anstatt schamlos für irgendwelche Progapanda-Reden missbraucht zu werden. Dann gibt es noch ein paar wenige aufrichtige Gallier, die es gut meinen und versuchen dem gesamten satanischen Wahnsinn verzweifelt ein paar AFD’ler in den Weg zu stellen. Die letzte Bastion sozusagen. Und dann gibt es noch eine kleinste Menge an Wählern (Nicht-Wählern!), die das Ganze sowieso für ein ganz groß angelegtes abgekartetes Laienschauspiel halten. Ich glaube ich brauche nicht erwähnen zu welcher Gruppe ich mich zähle? Du kennst mich, nehme ich an. 🙂

Viel mehr möchte ich zu dem Thema eigentlich gar nicht sagen. Es ist jedes Wort zu schade darum. Aber eines vielleicht, ja: In Frankreich gehen die Bürger seit Monaten in Gelbwesten auf die Straße, unter anderem um wegen zu hoher Kosten für die Energie (vor allem Benzin!) zu protestieren. Und in Deutschland? In Deutschland gehen die Leute auf die Straße wofür? Um für (!) höhere (!) Kosten zu protestieren. Es kann ja nicht teuer genug sein. Strom, Benzin, Öl. Eine persönliche Message an die Anhänger dieses Wahns: Ihr habt sie doch nicht mehr alle! Deutschland wird gerade wirtschaftlich voll gegen die Wand gefahren und Ihr protestiert aufgrund völlig unwissenschaftlicher Propaganda-Thesen (menschengemachte Klimaerwärmung) für höhere Kosten und damit für noch mehr Knete für die Reichen. Man man man. Aber ich prognostiziere Euch etwas: Das Lachen wird Euch noch vergehen. Aber dann jammert bitte nicht eines Tages im Stile von: „Ja wir wussten es damals nicht besser und haben geglaubt, dass…“

Bulls**t! Alle Infos sind (relativ) frei verfügbar im Netz. Alle. Einfach selbst recherchieren! Nichts anderes tue ich auch. Dabei wären und sind die üblichen zu stellenden Fragen seit Jahrhunderten immer dieselben und so einfach. Das ganze absurde Schauspiel wäre und ist so einfach zu durchschauen, wenn die Menschen die richtigen Fragen stellen würden:

  1. Wem (!) nützt das und wer hat etwas davon, dass die Leute das denken, was sie denken?
  2. Wieviel verdienen diese Menschen damit (an uns)?
  3. Welche Agenda (!) verfolgen die Eigentümer dieser Konzerne neben dem Geldverdienen ganz besonders?
  4. Warum (!) sollen die Menschen das Denken was sie derzeit denken (beispielsweise das Märchen der menschengemachten Klimaerwärmung)? Was bringt es den adressierten Personen aus Frage 1? Was ist damit langfristig geplant und gesellschaftlich möglich, was vorher nicht möglich war?

Zurück zur Gesundheit

2 oder 3 Absätze zur Politik müssen manchmal drinnen sein. 😉 Jetzt geht es wieder weiter im eigentlichen Thema. Nämlich der Gesundheit. Jedenfalls hatte ich im Urlaub noch leichtes Fieber bekommen, dazu Husten, Schnupfen, Schwindel und Schlappheit. Und in dem Zustand bin ich auch zurück geflogen. Nicht sehr angenehm. Ich war froh, als ich endlich zu Hause ankam. Das war letzte Woche. Und ich merkte, dass ich so unmöglich wieder arbeiten gehen könnte. Also bin ich seither krankgeschrieben. Vermutlich kann ich ab nächster Woche wieder arbeiten. Klingt alles nicht so spannend, ich weiß. Aber…! Aber?

Ja. Aber aber! 🙂 Die Erkenntnisse, die ich aus dieser Krankenzeit gewinnen konnte, finde ich hochgradig spannend. Mit Krankenzeit meine ich tatsächlich die Zeit der Krankheit. Nicht die generell kranke Zeit, in der wir leben. 😉

Inwiefern? Nun, bei zuletzt aller Euphorie, bei allen guten Vorhaben, auch bei den sich abzeichnenden Erfolgen, sei es körperlich aufgrund des Sports oder auch in Sachen Frauen, bei allen finanziellen Erfolgen in letzter Zeit, bei der Freude über die Urlaube (Spanien und Türkei) und das Abschalten, bei allen eigenen Entwicklungen in mentaler Hinsicht, besonders was das Kapitel Fr. Schlange betrifft, bei allen Lehren und gezogenen Konsequenzen aus dem Wissen der Persönlichkeitsentwicklung, vergaß ich dennoch etwas.

Es war nicht die Achtsamkeit und auch nicht die Bewusstheit. Bewusst zu sein. Achtsam zu sein. Ich bin seit einiger Zeit – so kann ich schon behaupten – hellwach. Extrem bewusst und auch sehr achtsam im Umgang mit meinen Mitmenschen. Aber etwas habe ich völlig außen vor gelassen. Und das ist die Dankbarkeit.

Die oft vergessene Dankbarkeit

Dankbar zu sein für die kleinen Dinge des Lebens. Es geht nicht um Freude. Es geht wirklich einfach nur darum dankbar zu sein. Besonders was die eigene Gesundheit betrifft. Ich hatte im Urlaub trainiert, recht fleißig sogar. Aber seit fast 2 Wochen mache ich inzwischen keinen Sport mehr. Dazu kommt auch noch ein muskuläres Problem an einem Arm. Ich hoffe, dass das bald ausheilt. Mache bereits jeden Tag Dehnübungen. Aber die fast 2 Wochen ohne Training inzwischen werfen mich in meinem Fortschrittsplan ziemlich zurück. Zu Unrecht, könnte ich sagen. Aber wer hat schon das Recht immer gesund zu sein? Ist es nicht vielmehr so, dass wir verdammt froh sein können, wenn es uns körperlich gut geht? Gesundheit ist kein Recht. Es ist ein Prädikat. Etwas, wofür wir dankbar sein sollten. Darüber hatte ich mir kaum Gedanken gemacht in den letzten Monaten. Natürlich tue ich vieles dafür, um gesund zu sein oder gesund zu bleiben. Gute Ernährung und eine Reihe von passenden Nahrungsergänzungsmitteln. Aber von Dankbarkeit um den Stutus Quo fehlte jede Spur.

Und das ist auch der Grund, warum kleine Krankheiten gut sind. Wie es im Titel heißt. Wenn wir außer Gefecht gesetzt werden, wird uns etwas genommen, Gesundheit. Wenn wir außer Gefecht gesetzt werden, wird uns etwas gegeben, Zeit. Zeit zum Nachdenken. Zeit zum Innehalten. Zeit dankbar zu sein. Nicht nur für die Gesundheit, sondern für viele Dinge.

Wir Menschen neigen dazu uns in Dinge, Ansichten oder Situationen festzufahren. Ich glaube davon kann jeder ein Lied singen. Wir sind von Zeit zu Zeit verhaftet in sicher geglaubgter Ausweglosigkeit. Wir verharren in ungesunden Job-Konstellationen. Tolerieren Kollegen oder Chefs, die uns nicht gut tun. Halten aus. Harren aus. „Weil es eben nicht anders geht.“ Doch, geht sehr wohl anders! Wir verharren in ungesunden Beziehungen, weil wir meinen, dass dieser eine Mensch der einzig wahre Richtige ist. Das zu glauben ist völlig okay. Aber nicht, wenn uns dieser Mensch längst nicht mehr gut tut. Das ist sehr ironisch für mich, warum? Weil ich es sogar insofern sehr gut kenne, wie es ist, wenn ich glaube, dass ein Mensch mir sehr gut (!) tut und der (!) Richtige für mich ist und an dessen Seite bin und bleibe und sich dann erst ganz am Schluss mit dem Zeigerdrehen auf Punkt 12:00 Uhr herausstellt, dass es der Falsche (!) ist. Dass der ganze Mensch durch und durch falsch ist. Klassischer Fall von „einem Schwindel aufgesessen“. Andere verharren sogar unfreiwillig freiwillig in schlechten, ungesunden oder giftigen Beziehungen. Das tat ich gar nicht. Und dennoch war es eine schlechte Situation, festzustellen erst am Ende möglich. Das ist Ironie.

Jedenfalls sehen wir oft den Wald vor lauter Bäumen nicht (mehr). Am Wenigsten sehen wir die sich immer (!) bietenden unendlichen Möglichkeiten im Leben. Wir kennen nur das was wir haben. Wir kennen unsere Wohnung, unseren Job, unsere Freunde, unsere Familie und unser Auto. Das wars. Ende. Aber andere Menschen haben andere Wohnungen, andere Jobs, andere Freunde, andere Autos. Viel größere, teurere oder hübschere. 😉 Wir betrachten uns viel zu sehr aus unserer eigenen Perspektive, wenn wir auf uns selbst schauen, auch wenn jedes Sehen perspektivisches Sehen ist (Philosophischer Sonntag – Perspektivisches Sehen).

Dabei gibt es doch auch dabei andere Möglichkeiten, oder nicht? Können wir nicht auch aus unserer eigenen Perspektive auf Andere schauen anstatt immer nur auf uns selbst? Oder – womöglich viel wertvoller ! – aus der Perspektive Anderer auf uns selbst zu blicken! Um daraus Schlüsse zu ziehen. Zum Beispiel was gut ist oder schlecht, für uns selbst. Reflektieren. Und um letztlich dankbar dafür zu sein, was wir haben. Das geht bei der Gesundheit los.

Ich neige ja in letzter Zeit oft dazu groß zu denken. Und das ist auch richtig. Aber es gibt auch eine Kehrseite. Wachstum ist nicht alles. Zufriedenheit und Dankbarkeit mit dem, was wir bereits besitzen, ist ebenso wichtig. Das vergessen wir oft. Wer setzt sich schon bewusst auf die Couch, schließt die Augen und visualisiert die Dinge, für die er tiefgründig dankbar ist?

Ein Plädoyer für die Dankbarkeit

Kleine Krankheiten können uns ganz schön ärgern. Sie können uns zurückwerfen. (Trainings-)Pläne durchkreuzen. Aber wozu sie in erster Linie im Stande sind, ist uns wieder ein bisschen mehr zur Besinnung zu bringen. Durch Zeit. Zeit nachzudenken. Krankheit lähmt in gewisser Weise. Meist nur körperlich, selten auch geistig. Vielleicht ist es ganz sinnvoll, die körperliche Lähmung zu nutzen, um den Geist stärker zu aktivieren. Ich jedenfalls habe gemerkt wieviel mir meine Gesundheit bedeutet. In einer Art zu Hause gefangen zu sein, fehlt mir der Freigang. Normalerweise gehe ich ca. 2 mal wöchentlich joggen. Jeweils ca. 7,5 bis 10 km. Daran ist aktuell noch nicht zu denken. Es fehlt mir. Obwohl ich das Joggen ansich nicht mag. Aber ich weiß um die positiven Effekte. Ich bin dankbar um sie. Sie bringen mich voran. Genau wie mein Krafttraining. Ich mag es nicht. Aber ich bin dankbar um die positiven Effekte. Sie bringen mich voran.

Das Leben kann zu schön sein um wahr zu sein. Etwas, das wir oft übersehen. Weil wir zwar einerseits vielleicht achtsam sind und bewusst. Aber wenn wir nicht auch dankbar sind, wissen wir doch gar nicht was uns wirklich wichtig ist und schätzenswert. Das ist heute also ganz bewusst ein Plädoyer für die Dankbarkeit.

Was ist eigentlich mit Fr. Respektina?

Jetzt ging es doch heute sehr stark um politische und spirituelle Themen. Dabei gibt es doch auch noch andere interessante Themen und Fragen. Beispielsweise die brennende Frage was mit Fr. Respektina ist, nicht wahr? Obwohl es mir nicht gut ging – und ihr übrigens auch nicht – trafen wir uns am Wochenende bei ihr zu Hause. Das war dann Date Nummer 3. Das wäre natürlich einen eigenen Artikel wert. Ich will das eigentlich auch gar nicht so kurz abhandeln, andererseits verspüre ich im Moment wirklich nicht den Drang viel dazu im Detail zu sagen. Keine Ahnung warum. Ganz wertfrei.

Gut, eine Sache vielleicht doch. Etwas Übergeordnetes. Nicht direkt Fr. Respektina betreffend. Sondern mich. Ich kenne mich ja doch selbst ganz gut, nun schon ein paar Jahre. Und ich weiß, dass ich manchmal wie ein kleines Kind sein kann. Wie ein Kind, das in der Früh auf dem Weg in die Schule zum Schulbus spaziert. Und dabei zu sehr auf den Boden sieht und nach Käfern, Steinchen oder anderen Ablenkerchen Ausschau hält. Mit dem Effekt hin und wieder zu spät zum Schulbus zu gelangen und selbigen zu verpassen. So oder so ähnlich habe ich mich selbst auch dabei ertappt, dass es mir mit Fr. Respektina anfängt zu ergehen. Sie ist zwar kein Käfer, auch kein Steinchen. Aber ein Ablenkerchen, gewissermaßen. Wenn auch eine willkommene Ablenkung. Aber eine Ablenkung. Wovon? Nun. Das zu reflektieren ist eine Kunst und zugleich nicht so einfach.

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Aber kurz gesagt: Eine Ablenkung von meinem Weg. Und die letzten Jahre ging es viel darum eine Traumfrau zu finden, was mir auch vermeintlich gelang, für diese da zu sein und „meine Sachen gut zu machen“. Aber „meine Sachen“ bezog sich dabei oft gar nicht auf mich, wie ich später feststellte. Besser müsste es also heißen „meine Sachen für die Traumfrau gut zu machen“. Und das reicht jetzt auch einmal. Es ist an der Zeit mich um mich zu kümmern. Ich wiederhole mich da gerne.

Es geht um meine Gesundheit, meinen Körper, meine Ernährung, meinen Sport, meine Persönlichkeitsentwicklung, meine Ziele, meine Träume und meinen Weg. Ich muss versuchen mich in erster Linie nicht ablenken zu lassen. Damit ich mich nicht wieder verliere. Ich weiß wie ich bin und sein kann und ehe ich mich sonst versehe, bin ich in einer Situation, die mit wacheren Augen vorhersehbar gewesen wäre. Auf diese Erkenntnis bin ich gestoßen, da mich derzeit nichts davon abbringen kann in mich hinein zu horchen. Da ich zu Hause bin. Keine Arbeit, keine Kollegen, keine Besuche bei Freunden und erst Recht kein Clubbesuche. Es ist Stille und Zeit.

Ich verschließe mich nicht vor dem Guten. Allerdings ist die Versuchung einfach groß, dass ich mich ablenken lasse. Ablenken von meinem Weg. Den ich mir sehr mühsam über Monate aufgebaut habe und bei dem ich spüre, dass ich noch lange nicht am Ziel bin. Es fängt gerade erst an Spaß zu machen. Ich habe gesät und bis zur Ernte darf nicht nur, sondern muss genügend Zeit vergehen. In Ruhe. Keine Hektik. Ich bin im perfekten Alter. Niemand hetzt hier. Mit gar nichts. Und hetzen lassen tue ich mich sowieso nie wieder. Geduld, junger Padawan. 🙂

PS: Da vorne ist der Schulbus. Und da gehe ich jetzt schnurstracks darauf zu und steige ein. Ohne mich ablenken zu lassen. Nächster Halt, erstmal: Dankbarkeit.

14 Kommentare zu „Warum kleine Krankheiten gut sind

    1. Danke erstmal, bin schon fast wieder komplett fit! 🙂

      Du hast Recht, dass der Lifestyle Ausdruck der eigenen Persönlichkeit ist. Sollte jedenfalls bei einem mental gesunden Menschen so sein, dass er so lebt „wie er auch tatsächlich ist und fühlt“.

      Aber ich finde, dass das Eine nicht das Andere ausschließt. Also wenn ich Dir folge, kann das Argument lauten: Ich habe einen Lifestyle, der Ausdruck meiner Persönlichkeit ist. Aber was die Frau liebt, ist nicht Deine Persönlichkeit bzw. Du als Mensch. Sondern das was Du ausdrückst und woran sie direkt partizipieren kann.

      Änderst Du Deinen Lifestyle, warum auch immer, rennt die Frau davon.
      Ändert die Frau ihre Ansichten über den von ihr gewünschten Lifestyle, rennt sie ebenfalls davon.

      Ist ja nicht so, dass ich das so oder so ähnlich noch nicht erlebt hätte. 😉

      Ich finde also, dass Deine Frage gar nicht meiner Ansicht widerspruchen muss. Korrigiere mich gerne, wenn ich etwas falsch verstanden habe.

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      1. Zum Beispiel: Du lernst eine hübsche, gepflegte und weibliche Frau kennen und verliebst dich in sie. Aus irgendeinem Grund beschließt sie eines Tages, dass sie nicht mehr das „nette Frauchen“ sein will und beginnt, sich mit Feminismus zu beschäftigen und nach und nach ihre Einstellung zu so einigen Themen zu ändern und auch ihr Verhalten. So wie ich dich anhand deiner Blogbeiträge einschätze, wäre das der absolute Supergau für dich. Würdest du über kurz oder lang nicht auch daran zweifeln, ob sie noch die „richtige“ Frau für dich ist? Was ich damit sagen will, ist, dass Änderungen des Lifestyles fast immer auch mit einer Veränderung der Persönlichkeit und der Lebenseinstellung einhergeht.

        Oder aber du führst eine Frau zu Beginn immer megaschick in teure Cocktailbars aus, um sie zu beeindrucken. Aber eigentlich bist du mehr der Typ für Feierabendbierchen in der Stammkneipe. Es gibt natürlich Frauen, die sich für beides begeistern können, aber wenn sie wirklich nur auf Schickimicki steht, dann geht das auf Dauer doch in die Hose, selbst wenn sie dich „als Mensch“ noch so toll findet.

        Oder meintest du eher Lebensstandard anstatt Lifestyle?

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        1. Puh, das ist eine berechtigte Frage. Und einfach zu beantworten ist sie auch nicht. Ich könnte jetzt ganz einfach mit „ja“ oder „nein“ antworten. Aber das wäre sehr undifferenziert und würde der Sache nicht gerecht werden.
          Ich will das mal zweigeteilt betrachten:

          1. Das Konzept des Feminismus lehne ich restlos ab. Das mal ganz grundsätzlich. Es ist unnatürlich und führt zu den derzeitigen Problem zwischen Mann und Frau in der westlichen Welt. Ich bin ein Verfechter der Polarität. D.h. es braucht einen überwiegend starken männlichen und einen überwiegend starken weiblichen Pol in einer Beziehung, damit diese gut funktionieren kann. Inzwischen füllen viele Männer den weiblichen Part aus, das halte ich für unnatürlich und ungesund, ist aber möglich. Hauptsache die Polarität ist gegeben.

          Das führt dazu, dass ich tatsächlich keine Feministin an meine Seite lassen würde. Ich empfinde aber eine feminine Frau nicht als „nettes Frauchen“. Ich trage kein derartiges patriarchisches Weltbild in mir. In meiner Welt ist eine Frau der sanfte Part der Beziehung und bringt andere Stärken ein als ein Mann, wobei keiner besser als der andere ist. Die beiden sind einfach nur anders. Und auf diesen Unterschied lege ich Wert. Polarität eben, anstatt Gleichmacherei. Nichts anderes ist der Feminismus nämlich. Alle sollen alles gleich „gut“ können. Das geht gar nicht. Vielleicht spendiere ich dem Thema mal einen eigenen Artikel, wäre angebracht. 🙂

          Natürlich begegnen mir da draußen auch Frauen, die stark feministisch veranlagt sind. Ein Paradebeispiel war vor einigen Wochen war Fr. Kaufhaus. Da habe ich es aber sehr schnell beendet. Das bringt nichts. Für mich ist das genauso toxisch wie wenn die Frau Drogen nehmen würde. Das kommt für mich nicht in Frage. Es gibt Prinzipien. 🙂

          Daraus ergibt sich, dass ich niemals mit einer solchen Frau eine Beziehung eingehen könnte und würde. Eher würde ich meine Seele dem Satan verkaufen! Was aber auch auf das Gleiche herauslaufen würde, entweder die Seele an Satan oder aber an die Feministin zu verkaufen. In beiden Fällen würde ein „männerlicher“ Mann (Polarität) in der Hölle landen. 😉

          Jetzt kann es aber natürlich sein, dass eine Frau sich charakterlich verändert. Das ist mir in all meiner Zeit nie untergekommen. Charakteränderungen finden tatsächlich höchst selten statt. Eine feminine Frau wird tendenziell immer feminin bleiben, weil sie wesentlich vom Elternhaus geprägt wurde. Wenn sie das Glück hatte und ihr Vater ein echter Mann war und ihre Mutter eine echte Frau, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie dieses Rollenverständnis als „gut“ und „natürlich“ ansieht. Aber gehen wir davon aus, dass sie sich tatsächlich ändern sollte… ja gut… also das ist ja auch kein Prozess von heute auf morgen.
          Ich würde viel, sehr viel, mit der Frau sprechen und ihren Weg soweit ich nur kann begleiten. Aber ab einem gewissen Punkt ist es nicht mehr so sehr meine Wahl, sondern ihre. Denn sie lehnt ja damit automatisch umgekehrt auch mein Beziehungsverständnis ab und somit mich. Es ist ja eine wechselseitige Betrachtung nötig, oder? Also irgendwas muss sie ja geritten haben, dass sie plötzlich alle Werte und Charakterzüge, die sie auch an mir sehr geschätzt hat, über Board werfen möchte. Und ich kann nur versuchen das zu ergründen und mit ihr wieder auf einen guten gemeinsamen Weg zu kommen. Aber wenn sie partout den Grünen beitreten, ein Refugee-Welcome-Camp errichten, mir mein Auto wegnehmen und mir vorschreiben möchte, dass ich nur noch mit überschlagenen Beinen zu sitzen habe, dann ist das ein Eingriff in meine Freiheit. Und das würde ich mir natürlich nicht bieten lassen. Da müsste ich ja völlig verrückt sein. 🙂 Bei fast 8 Milliarden Menschen auf der Welt, gibt es für mich ganz sicher irgend eine Frau, die ähnlich tickt wie ich… da mache ich mir perspektivisch keine Sorgen. Das sehe ich also ganz gelassen. Ich kenne meinen Wert. Und ich werde eine Frau finden, die auch ihren Wert kennt. Nicht irgend ein Konzept, sondern ihren Wert. Das ist ein Unterschied.

          Also es ist wirklich eher ein theoretische Betrachtung, Deine Frage zu beantworten, als tatsächlich eine praxisnahe realistische. Glaube ich jedenfalls. Aber um es am Ende auf ein simples „ja“ oder „nein“ runter zu reduzieren (was ich eigentlich nicht möchte, denn dafür ist das Thema zu komplex), dann „ja, ich würde sie verlassen“. Aus reinem Selbstschutz. Und auch ihr zuliebe, denn ich würde sie definitiv nicht länger glücklich machen können.

          2. Du Deinem zweiten Absatz: Das ist ja auch gerade der Grund, warum ich mich mit Persönlichkeitsentwicklung befasse. Dazu gehört auch, zu seinen Fehlern oder Wünschen zu stehen. Auch zu seinen Vorzügen natürlich. Aber ich würde mit einer Frau nicht megaschick ausgehen, nur um sie zu beeindrucken beispielsweise. Ganz im Gegenteil. Meistens handhabe ich das bei meinen Dates eher so, dass es relativ „kostengünstig“ abläuft. Meistens gehe ich spazieren, wir holen uns ein Getränk irgendwo und setzen uns in einen Park. Erst später, wenn der kleine Hunger kommt, gehen wir dann etwas in einem Imbiss oder Lokal essen. Aber das ist nicht immer der Fall, weil bis dahin meist schon klar ist, dass „sie es nicht ist“. Und dann lasse ich los. In Teil 1 war ich anders drauf, da wollte ich Erfolg. Was auch immer „Erfolg“ für jeden einzelnen von uns bedeuten mag. Aber jetzt in Teil 2 hat sich vieles verändert. Ich bin im Kern eigentlich kein Pickupper mehr. Wirklich nicht. Inzwischen bin ich einfach nur noch. Bin, im Sinne von „sein“. Dann kommt der Rest von ganz alleine.

          Aber wichtig ist aus meiner Sicht, dass man sich nicht verstellt und so gibt wie man ist. Ich gehe viel in teuren Läden aus, das ja. Aber nicht jede Frau die sich dort herumtreibt, möchte nur teuer ausgehen. Fr. Respektina beispielsweise habe ich auf der Terasse eines Lokals kennen gelernt. Sie am Tisch mit ihren Freundinnen und ich am Nachbartisch, alleine. Daraus hab ich ein Gespräch eingeleitet und schwupp, alles gut. 🙂

          Ich bin sogar froh, wenn die Frau keine Tussi in Highheels ist, die nichts anderes möchte als den großen finanziellen Fang ihres Lebens zu machen. Ich stand immer schon auf sehr natürliche Frauen. Die gibt es auch zu genüge. Meistens sind sie nur nicht oft draußen unterwegs, habe ich leider festgestellt. Wäre auch komisch wenn es anders wäre, eine eher häusliche Frau ist nun einmal nicht jeden Tag in der Discothek. Das ist ein bisschen ein Dilemma für mich. Aber deswegen nehme ich inzwischen eben auch gerne alle möglichen Situationen draußen im Alltag wahr, um eher über den Weg eine Frau mit Klasse kennenzulernen.

          Zu Deiner Abschlussfrage mit Lebensstandard oder Lifestyle. Hm. Im Sinne der Hypergamie ist der Lebensstandard natürlich eine wichtige Sache. Eine Frau datet für gewöhnlich „nach oben“. Toller Lebensstandard ist somit ein Faktor, um Frauen von hohem sozialen Status kennen zu lernen. Ob das dann auch tolle Frauen sind, ist eine andere Frage. Das Eine und das Andere sind verschiedene Aspekte. Fr. Schlange war eine Frau von hohem sozialen Status, gleichzeitig war sie sehr feminin. Es gibt also viele verschiedene Varianten. Aber ein hoher Lebensstandard ist definitiv ein Garant für mehr Erfolg, wenn eine Frau erstmal in Dein Leben eingetraucht ist und beispielsweise zum ersten Mal bei Dir zu Hause war und sieht wie Du lebst oder mit welchen Menschen Du Dich umgibst. Direkt das Gleiche ist das aus meiner Sicht nicht. Aber es gibt Überschneidungen zwischen diesen beiden Bereichen. Was ja aktuell sehr im Trend ist, ist beispielsweise das Thema Vanlife. Leben in einem Van oder Wohnwagen. Das ist eine bestimmte Art von Lifestyle. Aber das ist kein hoher Lebensstandard.
          So gesehen beziehe ich mein Zitat also tatsächlich mehr auf Lifestyle. Sie muss mögen WIE ich lebe. Wenn sie das mag, dann mag sie mich. Einfach betrachtet. Aber die Reihenfolge ist eben so:
          1. Sie mag meine Art zu leben.
          2. Deswegen (!) mag sie mich.

          Das sagt das Zitat also aus.
          Und ich glaube die meisten Männer gehen anders herum davon aus. Sie meinen, dass die Frau total nur den Kerl liebt und dann schon zwangsläufig akzeptiert WIE er lebt, weil sie ihn ja liebt.
          Das glaube ich nämlich im Überwiegenden nicht. 🙂

          Also ist für mich das Fazit: Sei authentisch. Sei Du selbst. Steh zu Dir und Deinen Wünschen und Stärken. Auch zu Deinen Schwächen. Bleib bei Dir. Sei stark. Verstell Dich niemals, nicht mal für die vermeintlich tollste Frau der Welt. Und dann hast Du damit auch so gesehen gar kein echtes Problem. Ob sie nun mich liebt oder meinen Lifestyle und deswegen bei mir ist… ist dann nicht so wichtig. Die Wirkungsweisen von dem Ganzen zu verstehen halte ich für wichtig. Und dafür werbe ich hier mit dem Blog natürlich auch ein Stück weit. 😉

          Aber das waren wirklich gute Anregungen. Danke dafür.

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          1. Aber das ist ja der Punkt! Dein Lifestyle ändert sich, wenn du dich änderst. Wenn sie deinen Lifestyle nicht mehr mag, dann mag sie dich im Grunde genommen nicht mehr. (Umgekehrt ist es meiner Ansicht nach nicht anders.) Und dann ist eine Trennung auch völlig legitim und sinnvoll. Daher bin ich auch ein ganz großer Verfechter von Authentizität 🙂

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