Die Sinnfrage und das schweizer Uhrwerk

Der letzte Artikel ist fast einen Monat her. Wie die Zeit vergeht. Und richtig vermisst habe ich das Schreiben in der Zwischenzeit nicht, da bin ich ehrlich. Selten habe ich daran gedacht, das ja. Aber den Drang verspürt, mich literarisch zu betätigen? Fehlanzeige. Heute sollte das anders sein, „es wird mal wieder Zeit“, dachte ich mir heute Vormittag.

In den letzten Wochen war ich unter anderem eine Woche auf Mallorca. Den Urlaub habe ich entgegen sämtlichen Klischees und Gewohnheiten der üblichen Sauf-Touristen nicht mit dem Saufen verbracht, sondern mit Sport, Erholung und Persönlichkeitsentwicklung… und Weiterbildung. Ich war in 7 Tagen genau 7 mal sportlich aktiv. Mal mehr, mal weniger intensiv. Aber auch zwei mal bei 37 Grad joggen. Einmal eine Stunde, einmal 45 Minuten. Im Kraftraum des Hotels war ich auch mehrmals. Und wisst Ihr was recht witzig war? Die verschiedenen Jungs, die in den Kraftraum kamen, mich beim Trainieren sahen und mir solche Dinge sagten wie „hey, was machst Du denn da?! Es ist Urlaub. Chill mal!“. Wohlgemerkt unabhängig voneinander kamen die Personen in den Kraftraum und unabhängig voneinander äußerten sie das so oder so ähnlich. Was dachte ich mir jedes mal nur: „Du musst das ja wissen, wie das geht. Du mit Deiner Wampe!“ oder alternativ auch „Du musst das ja wissen, wie das geht. Du mit Deinen Zahnstocher-Ärmchen.“ Läuft bei denen. Vielleicht sollten sie aber auch einen Fitnessratgeber veröffentlichen, klugscheißen können sie ja schon recht gut. Dumme Tipps geben auch. Läuft also doppelt bei ihnen. 🙂

Das waren für mich die richtigen Komplimente im Urlaub. Denn mit Frauen habe ich dieses mal kaum etwas zu tun gehabt. Aber solche Sprüche von faulen, bier trinkenden, teilweise übergewichtigen Möchtern-Männern, die fand ich sehr motivierend. Anschub-Motivation. Denn motiviert war und bin ich auch alleine. Aber wenn Menschen versuchen Dich runter zu ziehen, dann weißt Du, dass Du gerade alles richtig machst und voll auf Kurs bist. Danke Euch Pappnasen dafür. 😉

Gut, warum fliegt jemand auf Malle, wenn er nicht saufen möchte und auch sonst in Sachen Frauen sehr zurückhaltend ist? Nun, ich bin 3 Jahre weiter als damals bei meinem ersten Mallorca-Urlaub. Damals ging es ums Gas geben und lernen. Heute nicht mehr. Nicht dass ich ausgelernt hätte, denn das haben wir Menschen nie. Jedenfalls nicht die, die ein Erfolgs-Mindset pflegen. Aber Gas geben? Wofür? Für wen? Für mich? Um was heraus zu finden? Ob ich innerhalb eines 2-Minuten-Gesprächs eine Frau küssen kann? Oder ihre Nummer bekomme? Oder was? Damit ich dann in meiner Liste einen Strich machen kann? Neben all den anderen Strichen? Wozu? Ich bin kein Kerben-Sammler, das weiß jeder, der mich kennt. Mir war die Insel wichtig, das Wetter, die Sonne, der Strand, das Meer und einfach die tolle Insel. Mallorca ist einfach klasse, ganz ohne Ballermann.

Ich bin kein kleiner Junge und demzufolge auch kein Kerben-Sammler mehr. Vor ein paar Jahren sicher noch. Heute nicht. Ich komme zuletzt aus einem Familienleben, an dem die Dinge ihren festen Platz hatten. An dem alles einen Ablauf hatte. Und dementsprechend einen…?

Sinn!

Und da kommen wir auch genau zum Thema des heutigen Artikels: Dem Sinn?!

Welcher Sinn? War es tatsächlich so, dass das sinnvoll war, was ich vor meinem aktuellen Single-Dasein, also in der Beziehung, tat? Gaben mir der Halt, der feste Tagesablauf, die (Familien-)Aufgaben einen (Lebens-)Sinn? Wirklich?

Damals habe ich das so gesehen, in der Situation seiend. Aber heute? Aus der Retrospektive…? Ganz anders! Ich stelle mir aktuell die Sinnfrage. In jeder Hinsicht. Bitte nicht verwechseln mit Depressivität. Davon bin ich meilenweit weg. So meilenweit davon wie jeder Frau, die mir gefällt, 50 Meter hinher zu springen, um sie auf offener Straße anzusprechen. Zeiten ändern sich, damit vor allem die eigene Entwicklungsstufe und die Gedanken.

Was damals aufregend war, langweilt mich heute ein großes Stück weit. Ich hätte viel mehr Spaß daran, das anderen Menschen beizubringen, was ich gelernt habe. Egal in welchem Gebiet. Das motiviert mich. Und manchmal tue ich das auch. So zum Beispiel im Urlaub. Ich sah einen Jungen neben mir, der auf ein Mädchen stand. Aber zu schüchtern war, um sie anzusprechen. Er war angetrunken, okay. Aber er war in Ordnung. Und er wollte mit ihr tanzen, teilte er mir beinahe ratsuchend mit. Ich erwiderte: „Dann mach einfach!“ Er grinste verlegen. Ich wiederholte: „Gefällt Dir das Mädchen?“ Er: „Ja!“ Ich: „Dann überlege nicht. Geh hin, streck Deine Hand aus, lächle sie an und dreh sie einmal!“ Er schaute ungläubig. Also wiederholte ich: „Mach Dir keinen Kopf, wenn Du etwas tun möchtest, tue es einfach!“ Er konnte damit nichts anfangen. Was völlig normal und okay ist. Uns trennten ein paar Lebensjahre und außerdem – dem optischen Eindruck nach – auch erheblich unsere Charaktere. Er war „ein anderer Typ“ als ich, das meine ich nicht wertend. Aber beschreibend. Ein Typ der Kategorie: „Ich bin ein Normalo!“ Was völlig okay ist. Normalo war ich auch mal. Bis ich verstand, dass das Leben ein Spiel ist und wie Herr van Onnetuschn gerne zu sagen pflegt: „Ein großer Witz! Es ist alles ein großer Witz!“

Also stand ich auf, denn ich saß ganz gemütlich am Stand auf der Steinbank. Ich blickte ihn an und fragte: „Soll ich es Dir zeigen?“ Er: „Ja!“ Also ging ich die 3 Meter zu dem Mädchen, das sich ein wenig mit den Menschen um sie herum unterhielt. Dann lächelte ich das Mädchen an, streckte ihr meine Hand entgegen und sagte: „Gib mir Deine Hand!“ Das tat sie. Ich nahm ihre Hand und drehte sie schwungvoll, aber dezent, über ihre Schulter. Et voilà, würde ein Franzose sagen. Ich sagte dem Mädchen, dass sie das ganz toll gemacht hat, dreht mich zu dem Jungen und sagte: „Sieh, so einfach geht das. Einfach tun, nicht überlegen! Nimm Dir was Du möchtest im Leben!“ Er grinste, fasste seinen Mut zu sammen und ging auf das Mädchen zu. Sie tanzten.

Fertig. So etwas macht mir Spaß. Ich war auch immer schon lieber Fußballtrainer als Fußballspieler. Das ist einfach ein anderes Level. Fußballspielen ist langweilig, wenn Du 11 von ihnen dirigieren kannst. Wenn Du ein Orchester zum Klingen und Strahlen bringen kannst. So gilt das für alles im Leben. Ich liebe Systeme. Klein-Klein ist nur eine Weile etwas für mich. Das fordert mich zu wenig heraus und wirkt auf Dauer bisweilen sinnbefreit. So ist es gleichfalls mit dem Job. So ist es für mich ein bisschen auch in Sachen Beziehungen, glaube ich. Vielleicht muss ich lernen, mich mehr aufs Klein-Klein einzulassen? Aber irgendwie sehe ich im Leben stets das große Ganze im Fokus. Ich weiß auch nicht was richtig oder falsch ist. Ich weiß nur was mir Spaß macht und was nicht.

Und es macht mir keinen Spaß mir die 500. Telefonnummer einer Frau zu holen, „um zu“…? Um zu lernen?! Ich empfinde nicht mehr das Bedürfnis lernen zu müssen. Und „um zu“ schon gar nicht.

Was ich aber die letzten Wochen festgestellt habe, an mir selbst: Mir machen Gespräche mit Menschen (wieder? erstmals?) sehr viel Spaß. Ich unterhalte mich inzwischen auch beim Weggehen gerne mit Männern. Und ich betrachte jedes Gespräch nicht mehr so verkopft aus der Perspektive eines Mannes, der auf der Suche nach seiner Traumfrau ist. Sondern aus der Perspektive eines Mannes, der Dinge über die Welt lernen möchte. Und zuletzt habe ich – weil untertags gerade Zeit war – beispielsweise die Bundesländer eines Nachbarstaates auswendig gelernt. Und im Gespräch mit Menschen, die aus diesem Land kommen, frage ich sie immer nach bestimmten Städten ihrer Region. Inzwischen kann ich nicht nur die Bundesländer, sondern auch deren zugehörige Hauptstädte.

Klingt albern und unnütz?

Ich finde nicht. Weil? Weil aus 99% der Gesprächen bzw. Begegnungen doch sonst nichts kleben bleibt. Das heißt Du hast ein angeregtes Gespräch mit einer Frau, sie erzählt dies, das, Ananas. Okay. Gut. Und dann? Vielleicht tauscht man Nummern, okay. Vielleicht gibts ein Wiedersehen, meistens aber nicht. Frauen tauschen Nummern meistens einfach so, ganz ohne weiteren Sinn. Da ist für sie nichts dabei. Sie finden Dich für den Moment cool und wenn etwas daraus werden soll, dann kommt (meist) nichts mehr. Immer auf der Jagd nach Bestätigung. Instagram-Kussmund-Selfie-F**k-You-Generation würde ich das nennen. Natürlich frage ich im Gespräch kein Wissen ab. Das ist keine Lehrveranstaltung. Aber ich habe mir angewöhnt gut zuzuhören und Dinge aufzugreifen, die mich wirklich interessieren und nachzufragen.

Das Schöne daran ist, dass ich dabei etwas lernen kann. Und wenn es „nur“ die Hauptstädte der Bundesländer eines anderen Staates sind. Das hat den Effekt, dass ich stets neugierig bleibe, jedem Menschen gegenüber. Besonders da ich doch weiß, dass – wie gesagt – sonst nichts kleben bleiben wird. Am Ende des abends werden wir wieder auseinandergehen, vielleicht Nummern getauscht haben, aber uns vermutlich nie wieder sehen. So ist das meistens. Klar kommt es manchmal auch zu Dates, zuletzt aber eher nicht. Da gab es wieder zwei Absagen. Das letzte „echte“ Date war Frau Kaufhaus. Achja, und dann noch die eine Frau, mit der ich letztens aus der Bar und nachts noch zum Pizza essen gegangen bin und sie anschließend heim gebracht habe.

Inzwischen hatte ich aber auch mehrere Nummern getauscht, Datevorschläge gemacht und…? Nichts. Eine sagte mir wenigstens diese Woche mal sehr freundlich ab, da sie derzeit jemand anderen date und nichts parallel machen möchte. Erste Reaktion meiner Freunde/Bekannten, wenn ich ihnen das erzähle? „Wenigstens ist sie ehrlich!“, sagten zwei zu mir, unabhängig voneinander. Ich antworte: „Ob das ehrlich ist, weiß ich nicht. Das glaube ich nicht einmal. Aber es ist zumindest freundlich und höflich. Das finde ich gut.“

Schließlich hatte ich erst tags zuvor die Nummer von ihr bekommen, nachdem ich sie im Vorbeigehen auf der Straße angesprochen hatte. Ihr Parfüm hat mir einfach gefallen. Grund genug sie anzusprechen. Sie strahlte dabei wie in kleines Kind. Also habe ich den Vorschlag zu einem gemeinsamen Getränk unterbreitet. Da sie es extrem eilig hatte, musste ich schnell auf die Nummer gehen und konnte das Gespräch nicht laufen lassen. Aber sei es drum, Nummer getauscht und dann abgesagt bekommen. Ob sie nun jemand anderen aktuell datet oder nicht. Geschenkt. Mir doch egal. Die Quintessenz bleibt stets dieselbe: Die Nummer wird rausgerückt und dann passiert meist nichts mehr. Das war vor ein paar Jahren so. Das ist auch heute noch so. Gefühlt wird es sogar schlimmer, aber das kann ich noch nicht empirisch unterlegen. Ich bin ja derzeit kaum aktiv. 😉

Und dann gibt es aber auch andere Frauen. So zum Beispiel die, die ich letztens eben nach der Pizza noch nach Hause brachte. Da ich im Urlaub war, hat sich in der Zwischenzeit mit ihr auch nichts ergeben. Kein Date oder so. Es drängt mich aber auch nicht. Jedenfalls hab ich sie letztens in meiner Stammbar zufällig wieder gesehen. Natürlich bin ich zu ihr hin und sie hat sich gefreut mich zu sehen und gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd. Das wiederum hat mir große Freude bereitet. Sie kam aus dem Umarmen und mich Betatschen nicht mehr raus. Da sie allerdings mit Arbeitskolleginnen und Freunden dort war, wollte ich mich nicht so lange bei ihr aufhalten. Ich stehe da dann doch auch mehr auf Exklusivität zwischen Mann und Frau.

Und dann kam der Moment, an dem die Spotlights in der Bar an gingen. Und auf mich gerichtet wurden. Der Moment, an dem für mich die Zeit kurzzeitig komplett angehalten wurde. Das war der Zeitpunkt der Verabschiedung, als ich aus dem Gespräch raus wollte. Sie beugte sich hinüber zu mir und wollte ein Küsschen auf den Mund. Mitten in der voll besetzten Location. Für mich fühlte es sich an, als würde die Zeit angehalten werden und ich wäre plötzlich im Fokus. So als wenn der Rockstar die Bühne im Dunkeln betritt und plötzlich die Lichter angehen und ausschließlich auf ihn gerichtet werden.

Ein witziger Moment. Kopfkino. „Mache ich es oder mache ich es nicht?!“, dachte ich mir. Aber irgendwie auch doof, eine Frau „stehen zu lassen“. Gehört sich irgendwie nicht. Zumal wir uns echt gut verstehen und ich sie cool finde. Für mich wäre das an sich kein großes Ding. Aber ich bin nicht (mehr?!) der Typ, der da draußen unterwegs ist, um möglichst viele Nummern zu holen, möglichst viele Frauen zu daten und was weiß ich noch mehr. Und irgendwie fühlte sich das in dem Moment so für mich an, als wäre ich der Typ, der in der Bar herum rennt, mit allen Frauen quatscht und sich dann mal ein Küsschen hier oder dort abholt und den Macho spielt. Kopfkino eben. Das bin ich aber nicht. Ich bin James Bond näher als Don Juan. Gut, am Ende sind sie sich dann irgendwie doch wieder ganz ähnlich. Aber der Stil ist ganz sicher ein anderer. Und den von James Bond sagt mir eindeutig mehr zu. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt gut genug beschreiben konnte, was ich eigentlich aussagen möchte. Falls nicht, egal. Nicht so wild. 🙂

Solcherlei Ereignisse mischen sich derzeit manchmal in den Alltag zwischen Sport und Ernährung. Zwischen Arbeit und Schlaf. Aber was bleibt ist die Frage nach dem Sinn. Nein, ich bin nicht mies drauf. Im Gegenteil. Ich funktioniere derzeit wie ein schweizer Uhrwerk, würde ich sagen. Präzise, auf den Punkt. Aber ich sehe keinen Sinn darin. Es liegt auch nicht am Ende der jüngsten Beziehung. Denn das hatte ich mir zuerst gedacht. Zunächst dachte ich mir: „Ohje, jetzt bist Du in einem Loch!“ Das Beziehungsende war sicher der Auslöser, für das neue Denken. Klar. Aber wenn ich mir jetzt aussuchen könnte, ob ich wieder eine Beziehung möchte…? Selbst wenn ich vorher die Garantie hätte, dass es dieses mal endlich eine ehrliche, liebenswerte, tolle Frau wäre? Ich sähe darin aktuell dennoch keinen Sinn!

Genauso wenig wie beim oder im Sport. Klar stemme ich die Gewichte und gehen joggen, manchmal sogar als gäbe es keinen Morgen. Aber wozu? Ich stelle mir aktuell ständig die „Wozu-Frage“? Wie bei kleinen Kindern. Die immer nach dem Warum fragen. Die mit keiner Antwort zufrieden sind und auf jede Antwort von Dir noch genauer wissen wollen… „warum?“. Und ich habe keine Antwort. Ehrlich nicht. Ich funktioniere, ich funktioniere gut. Ich fühle mich gut. Aber ich sehe keinen Sinn darin. Weder am Ansprechen von Frauen, noch an meinem Job, noch an meiner Lebensstiuation, noch am Leben als Ganzes. Dringender nochmaliger Disclaimer: Nein, ich bin nicht depressiv! 🙂

Ich mache mir nur reale Gedanken um etwas, das für mich zunehmend wie Science Fiction wirkt. Wir haben täglich lügende, dämliche, ausgebrannte, rohe, wilde Menschen vor uns. Und selten mischen sich auch gut gelaunte, positive und tolle dazwischen. Aber ändern tut das alles nichts am Gesamtzusammenhang. Und das Ziel der Reise ist mir nicht ganz klar. Das Ziel meiner Reise. Klar ist in Wahrheit der Weg das Ziel, sagt man. Und das ist auch derzeit der einzige Aufhänger, der mich motiviert immer weiter zu machen.

Dann stemme ich eben das Gewicht. Und noch einen Satz. Und noch eine Übung. Bis der Muskel brennt und der Pump da ist. Klar wächst dadurch Muskel. Aber wozu? Klar gehe ich in die Arbeit oder betreibe mein Studium. Klar werde ich dadurch demnächst mittelbar mehr verdienen oder was auch immer. Aber wozu? Klar spreche ich hin und wieder immer noch bzw. seit Teil 1 erneut Frauen an, nicht mehr häufig, dafür mit mehr Tiefgang – aus meiner ganz eigenen Sicht. Klar kommt es dann auch zu Dates. Aber wozu? Wie gesagt, selbst wenn mir klar wäre, dass die nächste Frau vor mir meine absolute Traumfrau sein könnte oder sogar ist, und selbst wenn ich eine Gewissheit verspüren würde, dass es endlich mal ein Herzmensch wäre, der vor mir steht… ja… okay… aber das würde mir gerade dennoch keine schlüssige oder nachgehenswerte Antwort auf meine Sinnfrage liefern. Genauso wenig wie ein gestählter Körper mir diese Antwort nicht liefern kann. Dennoch trainiere ich. Dennoch gehe ich weg und mache mein Ding und spreche auch manchmal Frauen an. Dass das dann eher nebenbei passiert, spielt wirklich keine Rolle. Es ist gemütlicher, ich bin gemütlicher. Das ist aber auch schon alles.

Diese Woche habe ich zum zweiten Mal in meinem Leben das Buch „Das Café am Rande der Welt“ empfohlen bekommen, damals von Lotusblume. Diese Woche von einer Followerin. Gelesen habe ich es damals (leider?) nicht. Ich glaube, ich werde es auch dieses Mal nicht lesen. Wozu? Das selbe Wozu wie oben. 🙂

Oder aber ich mache es wie mit dem Krafttraining, der Ernährung, dem Clubgamen… und besorge und lese das Buch einfach. Einfach so. Ganz ohne den Sinn darin und erstrecht dahinter zu sehen. Einfach nur ein schweizer Uhrwerk sein?!

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Also ist der Sinn im Leben vielleicht auch nur zu erkennen, dass wir alle Uhrwerke sind? Manche kommen aus den USA, manche aus Mosambik und andere vom Asienmarkt. Aber wenn das alles schon keinen Sinn macht, dann will ich wenigstens das schweizer Uhrwerk sein und mir dabei bis in die Haarspitzen treu bleiben! Kopf hoch, Mund abwischen, weiter machen! Ganz ohne Sinn.

PS: Über Eure Meinungen zum Thema „Sinn des Lebens“ bzw. vielleicht auch nur zur Suche nach dem Sinn in meiner gegenwärtigen Lebensphase freue ich mich. Schreibt es mir gerne. Vielleicht ging es Euch auch mal so? Vielleicht immer noch? Vielleicht habe ich die rote Pille nicht nur in Sachen Mann-/Frau-Beziehungen geschluckt, sondern sogar in Bezug auf das ganze Leben? Willkommen in der Matrix? Ich weiß es nicht. Es fühlt sich komisch an. Ich kann nicht sagen, dass ich ausgebrannt bin. Ich könnte Bäume ausreißen, so gut geht es mir derzeit körperlich und mental – jedenfalls auf eine Art. Aber ich sehe keinen Sinn darin auch nur irgend etwas zu tun. Der Tiefgang fehlt. In allem. Wenn ich bei „Wer wird Millionär?“ sitzen würde, würde ich jetzt gerne Platon, Sokrates oder Shakespear anrufen wollen. Vielleicht hätten die Rat für mich? Vielleicht sollte ich es mit den Worten von Hape Kerkeling sagen? „Ich bin dann mal weg!“ Und auf der Suche nach Inspiration!

23 Kommentare zu „Die Sinnfrage und das schweizer Uhrwerk

    1. Das sehe ich eher als Motivation, anstatt als Antwort auf die Frage nach dem Sinn. 😉

      Es endet irgendwann, passt. Immerhin. Daumen hoch dafür. Aber ich mag keine Dinge, die einen Selbstzweck in sich tragen oder gar ausschließlich zu diesem Zweck bestehen.
      Wenn ich überlege, dass es sein könnte, dass ich in der gegenwärtigen sinnsuchenden mentalen Verfassung verweilen muss oder werde… noch viele Jahrzehnte… puh! Ich hoffe nicht. Es ist echt frustrierend sinnlos!

      Aber danke, dass Du mich zum schmunzeln gebracht hast. 😉

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      1. Aber mal ernsthaft:
        Mir erscheint es überaus überheblich, zu denken, dass es für den Menschen einen anderen Lebenssinn geben sollte als für alle anderen Spezies, einschließlich Pflanzen. Es geht um die Erhaltung der Spezies. Der Mensch ist in dieser Hinsicht ein überzüchtetes, nahezu gescheitertes Experiment.

        Übrigens, echt nicht deprimiert? Mir erscheinst du zwar nicht suizidal, aber immerhin lebensmüde. Nicht sehr attraktiv… 😜

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        1. Rein „irdisch“ betrachtet hast Du natürlich Recht. Die Fortpflanzung und somit der Erhalt der eigenen Art sind der Selbstzweck. Jedem Lebewesen wohnt ein natürlicher Selbsterhaltungstrieb inne, keine Frage.

          Es gibt aber auch eine andere Betrachtungsweise, eine übergeordnetere. Nenne es spirituell. Oder auch: „Was haben sich diejenigen dabei gedacht, die das Ganze erschaffen haben?“
          Und demnach geht es eher darum Erfahrungen zu machen. Wer an die Reinkarnation glaubt, geht auch davon aus, dass das hier stets nur eine Zwischenstation ist. Eine, auf der wir nur Erfahrungen sammeln. Um dann wieder zurück zu kehren in einen neuen Körper und durch diesen Kreislauf versuchen eine „bessere Version“ von uns selbst zu werden.

          Wie auch immer. Darauf wollte ich ursprünglich gar nicht hinaus. Ich wollte das gar nicht so theoretisch betrachten.

          Mir geht es um den pragmatischen Ansatz: Ich lebe jetzt und hier. Und jetzt und hier sehe ich gerade keinen Sinn für das alles, noch weniger für das große Ganze. Denn am Ende wartet die Holzkiste auf uns und ob ich nun dazwischen 3 mal verheiratet war oder gar nicht. Ob ich nun 2 Kinder hatte oder keines. Wie auch immer. Ich sehe darin aktuell keinen tieferen Sinn.

          Es treibt mich nicht (mehr) an da raus zu gehen und nach meiner Traumfrau Ausschau zu halten. Ich gehe raus, aber mehr als Selbstzweck, um nicht einfach nur zu Hause zu sitzen, nicht nur Sport zu machen oder mich nicht nur um Persönlichkeitsentwicklung zu kümmern. Extreme sind nie gut. Das ist alles, das ist der einzige Grund, warum ich doch hin und wieder mal auf Frauen zugehe. Aber ich brenne nicht (mehr) dafür. Höchstens kurzfristig und kurzzeitig, wenn mir das Gespräch und die Frau dahinter gefällt. Selten genug ist das.

          Und nein, ich bin nicht deprimiert. Aber lebensmüde ein wenig schon, da hast Du wohl wieder Recht. Einfach des Lebens müde. Oder viel mehr des Lebenssinns müde. Ich sehe vor Müdigkeit ob all der vergangenen Ereignisse keinen Sinn mehr motiviert weiter zu machen.

          Was in meinem Artikel vermutlich nicht klar genug heraus kam, was mir aber noch gerade einfällt: Wir können noch so viele Studiengänge abschließen, noch so viele tolle Menschen kennen lernen und mit ihnen in die Kiste hüpfen oder sonst was, wir können noch so viel Materielles anhäufen… mag ja alles sein. Aber wozu? Was bringt es? Spaß? Vielleicht. Wie lange hält der? Ein paar Minuten oder Stunden? Okay.
          Eine neue Beziehung? Wie lange hält die? Ein paar Monate oder Jahre? Vielleicht. Okay. Und dann? Wieder der Mist von vorne? Wieder die ganzen Mühen.

          Ich gaube es ist nicht so einfach, dass ich meine Gedanken tatsächlich verständlich genug herüber bringe, insbesondere aus 2 Gründen:

          1. Die meisten Menschen machen sich überhaupt keine Gedanken über so etwas wie einen Lebenssinn. Sie leben einfach irgendwie in den Tag. Die sterben irgendwann und im Prinzip war es ihnen egal was dazwischen passiert ist. Beispiel: Sie gehen mit ihrem Körper und ihrem Geist um als wäre es ein Ersatzteillager. Mit ihrem Geldbeutel gehen sie so um, als könnte man in den aller anderen hinein greifen und sich von dort etwas heraus nehmen, wenn man es braucht (Stichwort „soziale Hängematte“). Dass diese Menschen mich nicht verstehen können, ist mir klar. Wie auch.
          2. Es gibt Menschen, die sehen für sich so etwas wie einen echten Sinn. Diese Menschen werden mich auch nicht verstehen können, vermutlich. Das ist so wie wenn ich denen erzählen würde, dass ich es liebe nackt durch die Stadt zu laufen (was ich nicht tue, nur ein Beispiel! 🙂 ). Sie könnten nicht nachvollziehen, dass mir das womöglich Spaß macht und mich antreibt. Es wäre außerhalb ihrer Vorstellungskraft. Und so glaube ich, ist es auch mit der Lebensmüdigkeit, wie Du es nennst. Solange jemand seines Lebens nicht müde ist, kann er nicht nachvollziehen, dass es ein anderer ist.

          Die einzigen Menschen, die das tatsächlich verstehen können, sind vermutlich Personen, denen es einmal (oder mehrmals?) im Leben so erging wie mir und die da wieder „raus“ gekommen sind… oder… aber gelernt haben sich damit zu arrangieren. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob man da überhaupt wieder „heraus“ kommen kann. Einmal verstanden zu haben, dass alles egal ist… was soll einen dann wieder in die – aus meiner jetzigen Perspektive betrachtet – Naivität der Lebensanschauung zurück bringen können? Höchstens ein Zauberer vermag dazu im Stande sein.

          Wie auch immer, fakt ist, dass ich mit der gegenwärtigen Situation umgehen muss und das auch gute. Und da ich mich selbst als schweizer Uhrwerk verstehe, nehme ich die Herausforderung an. Notfalls auch noch ein paar Jahrzehnte so weiter zu machen, ganz ohne Sinn.

          Ob das attraktiv ist für andere (Frauen)? Wenn ich damit offen umgehe, vermutlich nicht. Aber das ist etwas, das aus oben genannten Gründen sowieso 99% der Menschen nicht nachvollziehen können. Also ist es besser die Klappe zu dem Thema zu halten. Ich werde einen Teufel tun und darüber mit jemandem da draußen sprechen, dem ich nicht vertraue.
          Abgesehen davon ist es mir total egal, ob mich jemand attraktiv findet. Ich finde mich selbst extrem attraktiv, das Gesamtpaket ist unglaublich einzigartig. 😉 Und das ist nicht so dahin gesagt, sondern das glaube ich inzwischen nicht nur wieder, sondern weiß es. Mehr als je zuvor. Insofern… was solls. Was juckt mich der Rest der Welt.

          Und das, was andere Menschen als attraktiv empfinden könnten… hm… das bringe ich im von mir beeinflussbaren Umfang vollständig mit. Daran arbeite ich sowieso jeden Tag. Der Körper ist clean. Der Geist ist ebenfalls rein. Der Geldbeutel ist auch nicht leer. Ich muss mir da also keine Sorgen machen, ganz egal was andere von mir halten. Wenn ich da draußen unterwegs bin und mich mit anderen Typen vergleiche, dann sehe ich kaum Konkurrenz. Rein aus meiner eigenen Perspektive, das ist natürlich total subjektiv. Aber lass sie nur ihren Mund aufmachen und ich würde mir regelmäßig am Liebsten die flache Hand auf die Stirn schlagen. Heiße Luft ist ein Kompliment für das, was da aus den Mündern kommt. Es ist einfach beschämend und großenteils blamabel. „Dumm geboren und nix dazu gelernt“, trifft es meist ganz gut.

          Mir fehlen die Kontakte zu „echten Typen“. Mein Netzwerk ist zwar relativ groß, aber „echte Typen“ sind da selten. Vielleicht ist das ein Ansatzpunkt für mich, auf die Suche zu gehen, hm…

          Jetzt bin ich aber abgeschweift, abgeschwiffen. Wie sagt man das richtig? Egal. 🙂

          Ich bleibe also weiter offen für Vorschläge zu meinem Grundthema… und danke für Deine direkte Art! 🙂

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          1. Puh, eine Replik so lang wie ein eigener Beitrag… Ich bringe dich immerhin zum Nachdenken, gut so 😉

            Du willst also eine pragmatische Antwort auf eine spirituelle Frage? Aber Erhaltung der Art ist dir zu profan? Wie wär’s mit 42? 😉

            Ob du verheiratet warst oder Kinder großgezogen hast, wird für dich selber einen großen Unterschied gemacht haben, auch wenn es die Welt nicht schert. (Übrigens sagen viele Menschen, dass sie durch ihre Kinder erst einen Sinn in ihrem Dasein gefunden haben.) Und wenn deine Haltung momentan ist, dass du am Ende ja doch in der Kiste endest, dann ist die Aussage, dass der Sinn des Lebens darin besteht, zu enden, gar nicht mal so falsch…

            Wenn es dich gerade nicht drängt, deine Traumfrau zu suchen, dann lass es doch. Wo ist das Problem? Es gibt spannendere Hobbies 😉

            Ich finde es überaus attraktiv, wenn es in den Augen meines Gesprächspartners während des Erzählens funkelt, ob vor Freude, Leidenschaft oder Wut ist nebensächlich. Lebensmüdigkeit ist das Gegenteil davon. Aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung.

            Findest du nicht nicht, dass du dir zu viele Gedanken über andere machst? Was kümmert’s dich? Komm doch erstmal mit deiner eigenen Baustelle klar, bevor du dich darüber auslässt, ob andere Menschen ihr Leben (in deinen Augen) sinnvoll leben, bzw., ob sie überhaupt darüber nachdenken.

            Ich glaube, es heißt abgeschwiffelt und nichts für ungut, das Internet verführt zu gnadenloser Direktheit 😀

            Ach ja! Hast du nun oder hast du nicht? Sie geküsst? Die Pizzalady?

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            1. Ja sag mal… halloooo! Natürlich bringst Du mich zum Nachdenken! 🙂
              Das ist doch der Sinn des Ganzen hier.

              Nun, um genau zu sein arbeite ich doch derzeit sowieso gar nicht massiv daran meine Traumfrau zu finden. Gestern saß ich beispielsweise in einem Café, alleine. Ich habe zwei Americano und ein Stück Schokokuchen (ja, trotz Projekt Maschine!) genossen. Und mir ein Hörbuch angehört. Nach einer Weil kamen zwei Frauen in die Location haben sich einen Tisch vor mich gesetzt. Die Dunkelhaarige war eine Granate. Ich würde ihr eine glatte 9 geben. Ausstrahlung, gepflegt, sicher auch nicht arm. Es war auch nicht gerade ein günstiges Café, aber in solchen Läden halte ich mich für gewöhnlich sowieso am Liebsten auf. Ich steh einfach auf das Ambiente. Sie sprachen teilweise deutsch, teilweise aber auch russisch.
              Ich hab das dann so auch in den Familien- und Freundeschat vom Projekt Beziehung geschrieben. „Früher hätte ich sie angesprochen. Heute…?“ Hm. Auf jeden Versuch des Augenkontakts ist sie nicht eingegangen, auch beim Aufstehen als ich langsam an ihr vorbei bin nicht. Dann lass ich es eben. Ich muss es nicht herausprovozieren, wenn es sich beiläufig ergibt okay… aber extra an den Tisch gehen… und sie ansprechen…? Nicht mehr nötig. Wozu? 😉

              Den Punkt mit der Ausstrahlung finde ich gut. Da hast Du Recht. Ich glaube aber, dass ich es wirklich nicht schaffe mit meinem Artikel und auch mit den Kommentaren hier meine Innenwelt transparent und wirklich nachvollziehbar zu beschreiben. Wenn wir beide uns gegenüber sitzen würden, würdest Du das Strahlen in meinen Augen sehen. Ich freue mich über so viele Dinge. Über das schöne Wetter, über das gemeinsame Getränk mit Dir. Vielleicht ist es auch Dein Parfüm, das mir gefällt und mir Gesprächsthema genug wäre. Wie Du dazu gekommen bist Dir exakt dieses Parfüm auszusuchen, mit was für Erinnerungen Du das Parfüm verbindest… solche Dinge. Oder Deine Kindheit, Deine Erfahrungen oder Wünsche und Träume. Warum Du heute die bist, die Du bist. Genauso würde ich Dir von mir erzählen.
              Aber einen „Sinn“ hat das alles für mich auf einer ganz anderen Ebene alles nicht (mehr). Ich bin nicht einmal traurig darüber. Ich nehme es einfach hin, ganz real. Was dann gar nichts mit Dir bzw. meiner nächsten potenziellen Partnerin zu tun hätte.

              Im Kern gebe ich Dir völlig Recht, dass es wichtiger für mich sein sollte, mich um mich selbst zu kümmern, anstatt mir Gedanken um Andere zu machen. Guter Aspekt. Den Input nehme ich mit. Deswegen bin ich immer wieder dankbar um Feedback. Es zeigt ein bisschen den Spiegel auf. Und ich schau da sehr gerne rein, besonders dann wenn das Fremdbild nicht mit dem Selbstbild übereinzustimmen scheint. 😉
              Auf der anderen Seite ist es doch so, dass ich kein Eremit bin und auch nicht so lebe. D.h. jeden Tag umgeben mich Menschen und ein bisschen muss ich ja dann doch auch mal auf die anderen Blicken. Jedenfalls dann, wenn ich mit ihnen interagieren möchte. Klar könnte ich ausschließlich auf mich selbst schauen. Aber ich bin doch auch nur Teil der Gesellschaft. Und nur wenn ich mir die Augen zuhalten und so tun würde, als gäbe es nur mich… lässt das all die anderen Menschen nicht verschwinden. Auf unserem Lebensweg begegnen uns Menschen. Wir sprechen mit ihnen. Manchmal auch mehr. Also mache ich mir zwangsläufig auch Gedanken um sie. Um einzelne Menschen genauso wie um die Gesellschaft. Ohne die gesellschaftlichen Zusammenhänge zu verstehen, werde ich einzelne Menschen nicht verstehen können. Das wird jetzt fast ein wenig philosophisch. Einfach gesagt: Wenn ich Glück oder Spaß darin finden möchte, mich mit anderen Menschen zu umgeben, dann sollte ich mir auch um sie Gedanken machen. Nur wenn ich das tue, kann Tiefe entstehen. Und ich denke genauso gerne ganz praktisch über Menschen nach wie auch auf abstrakter Ebene.
              Aber ja. Du hast Recht. Ich muss mich um meine Baustelle kümmern. Aber noch mehr?! Dann geht es ja nur noch um mich?! 😉

              Keine Sorge, Danke für Deine Direktheit!

              PS: Habe ich nun oder habe ich nun nicht, sie geküsst? 🙂 Kam das gar nicht zwischen den Zeilen heraus… cool, dass Du nachfragst. Ich habe. Ich habe sie geküsst. Asche auf mein Haupt. Ich bin ein Mensch der nur schwer nein sagen kann, besonders dann, wenn ich anderen damit eine Freude mache. Dieser Charakterzug hat Vor- und Nachteile.

              PPS: Pizzalady ist ein cooler Name. Gefällt mir! 🙂 Falls die Frau hier nochmal in einem Artikel vorkommen sollte, bekommt sie den Namen von Dir, liebe Taufpatin Suzie! 😉

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              1. Ich fürchte, ich kann dir nicht ganz folgen. Du strahlst mich an, willst alles über mein Parfüm und mich wissen, findest die Unterhaltung mit mir (selbstverständlich 😉 ) hochinteressant… – um dann auf irgendeiner anderen Ebene den Sinn darin zu vermissen? Welche Ebene meinst du denn? Ist es nicht Sinn genug, mich und die Geschichte meines Parfüms kennengelernt zu haben? Und welchen Sinn hätte es früher einmal für dich gehabt?

                Mein Kommentar kam aber auch falsch rüber. Ich meinte natürlich nicht, dass du nur noch um dich selbst kreisen sollst. Aber, wie soll ich’s sagen… Du klingst wie eine alte, griesgrämige und intolerante Meckerziege, so wie du manchmal über deine Mitmenschen herziehst. So, da hast du’s direkt auf die zwölf… 🙂

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                1. Wie ich ja schon mehrmals geschrieben habe, ist es für mich sehr schwer das zu transportieren, was ich tatsächlich meine. Ich merke anhand sämtlicher Kommentare, hier und aus meinem persönlichen Umfeld, dass die meisten Menschen diese Situation offenbar noch nie hatten. Und deswegen nicht nachvollziehen können.

                  Daraus folgt, dass Aspekte wie „Spaß“ oder „Erfahrungen machen im Leben“ schnell verwechselt werden mit so etwas wie einem langfristigen Lebenssinn.

                  Aber um dennoch konkret auf Deine Fragen einzugehen:
                  Es macht mir großen Spaß Dich kennen zu lernen, okay. Und alles Mögliche über Dich zu erfahren und Dich auch an meiner Gedankenwelt teilhaben zu lassen. Es bringt Dir und mir Spaß, Abwechslung, Freude, ein interessantes Gespräch und so weiter und so fort. Wir hätten einen schönen Tag oder einen schönen Abend. Vielleicht entstünde etwas daraus. Wie auch immer. Oder auch nicht. Aber es wäre aus meiner Sicht insgesamt – übergeordnet betrachtet – doch relativ „beliebig“.
                  Früher hätte ich dahinter gesehen, dass ich mich in Dich verlieben könnte. Und Du Dich in mich. Und hätte wie ein kleiner Junge mit blühendem Herzen und strahlenden Augen in Dir meine „Aufgabe“ im Leben gesehen. Mich um meine geliebte Partnerin zu kümmern und „ein schönes Leben“ mit ihr zu führen. Nenne es durchaus „verträumt“ und „naiv“, diese Ansichten. Andere sagen „romantisch“ dazu. Wie auch immer.
                  Heute sehe ich das so für mich nicht mehr. Nicht, dass ich die Gefühle und dieses Empfinden nicht wieder zurück haben wollen würde, nein, ich weiß ja dass ich irgendwann wieder eine tolle Frau kennen lernen werde. Aber es wird eben wieder „irgend eine tolle Frau“ sein. Der Zauber ist weg. Der Zauber der Besonderheit. Der Zauber der Einzigartigkeit. Es ist eher wie eine Schallplatte. Heute die, morgen die. Und da ich einfach anders bin, rechne ich stark damit, dass ich die Schallplatte sein werde, die ersetzt werden wird. Das langweilgt mich ziemlich.

                  Und jetzt kommt die Quintessenz!
                  Du könntest nun sagen: „Achso, sieh mal, dann bist Du vermutlich einfach gefrustet von der Frauenwelt! Du bist verletzt, enttäuscht, gedemütigt usw.! Aber hey, Kopf hoch! Die nächste Frau vielleicht wird anders sein und Du wirst bekommen, was Du Dir immer gewünscht hast!“
                  Ja, danke für die Aufmunterung, in diesem Fall.
                  Aber?!
                  Ja aber: Es geht mir dabei gar nicht mehr um das Thema Frauen. Ich fühle inzwischen so in Bezug auf das ganze Leben!
                  Wo ich in Bezug auf meine Traumfrau noch „den Sinn des Lebens“ in einer glücklichen Zweisamkeit sah… ich war und bin immer schon ein starker Familienmensch… sehe ich diesen Sinn weder mehr in der Zweisamkeit, noch in einem tollen Job, noch beim Reisen, noch beim Erfahrungen sammeln, noch bei was weiß ich nicht alles.

                  Aber wie gesagt: Das kann man glaube ich nicht einfach nachvollziehen. Wenn mir das jemand vor 1 Jahr so gesagt hätte, ich hätte ihn auch nicht verstanden. Ich hatte ja meine Traumfrau und das war mein Sinn des Lebens. Heute ist nicht nur meine sicher geglaubte Traumfrau weg (Illusion!), sondern UNABHÄNGIG DAVON auch der Sinn des Lebens. Das ist der springende Punkt.

                  Also Du siehst: Ich hab es jetzt wirklich nochmal so gut es mir nur möglich ist versucht zu beschreiben, wohlwissend, dass es fast nicht möglich sein wird, das wirklich nachvollziehbar zu schaffen. Aber wenn Du eines Tages an einem ähnlichen Punkt sein solltest wie ich – was ich Dir oder allen anderen Menschen gar nicht wünsche – dann bin ich jederzeit gerne bereit mit Dir darüber auch bei einem Kaffee und persönlich zu sprechen, denn „erst“ DANN ist das Thema auch für Dich genauso wichtig und präsent wie für mich derzeit. 😉

                  PS: Alte griesgrämige intolerante Meckerziege? :-p Ich werde ja immer wieder einmal als überheblich mit leichtem/starkem Hang zur Arroganz beschrieben. Das liegt aber aus meiner Sicht eher am Mindset der anderen Menschen. Die Meisten gönnen einem nicht einmal den Dreck unter den Fingernägeln. Wenn ich eine starke Person sehe, freue ich mich für sie und denke mir: „Der/Die hat es geschafft! Richtig so!“ Aber das ist eine deutsche Mentalität. Das sehe ich auch hier an den Kommentaren. Egal zu welchem Artikel. Meist kommen eher ablehnende Haltungen. Wo sind die ganzen positiven Kommentare? Ich weiß, Du hattest gestern einen geschrieben, danke nochmal dafür. Eine tolle Abwechslung, die mich wirklich gefreut hat!
                  Aber ich habe ja doch auch mehr Leser als die wenigen Kommentar-Schreiber hier. Das sehe ich ja auch an den Aufrufzahlen. Wenn das alles immer so „negativ“, „andersartig“ oder bisweilen sogar „abartig“ sein soll, wie das manchmal aus den Leserkommentaren herauslesbar ist… dann frage ich mich, warum doch einige Leser freiwillig diesen Blog lesen. Und das schon über lange Zeit. Ich würde mir wirklich wünschen, dass Menschen mehr Positives in den Dingen sehen lernen. Und es gibt sie auch, die Menschen, die sich die positiven Dinge heraus ziehen, das weiß ich. Nur die schreiben selten Kommentare, eher gar nicht.

                  Denn in Wahrheit ist es so: Wann immer wir etwas Negatives in Anderen sehen… dann… sagt das der Wortlaut schon: „ICH bin es, der etwas Negatives im Anderen sieht! ICH!“ Es sind MEINE Gedanken, die etwas positiv oder negativ erscheinen lassen. Wenn also Menschen hauptsächlich Negatives in Artikeln finden, dann sagt das jedenfalls für mich mehr über deren Mindset aus, als über meines. Ich weiß wie ich ticke und ich weiß was ich transportieren möchte. Aber ich weiß auch, dass das Meiste davon nicht oder „falsch“ ankommen wird… weil die Mindsets nicht kompatibel sind. Bzw. die meisten Menschen sich gar keine Gedanken um „Mindsets“ oder eine gesunde Lebenseinstellung machen. Sie leben einfach. Bis die Klappe zu fällt. Aber ich weiß eben auch, dass es Menschen da draußen gibt, die hinter – auch meinen – Zeilen sehr genau und feinfühlig etwas sehen können, das den anderen verborgen bleibt. Und für sie und für mich schreibe ich diesen Blog in erster Linie. 🙂

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                  1. Es gibt da ein wunderbares Zitat, das in etwa lautet: Du musst schon sagen, was du meinst, sonst wirst du niemals meinen, was du sagst. Ich weiß nur leider nicht mehr, woher ich das Zitat habe. Mit anderen Worten, wenn du nicht klar ausdrücken kannst, worum es dir geht, kannst du schwerlich erwarten, dass dein Gesprächspartner, oder in diesem Fall deine Leser nachvollziehen können, worum es dir geht. Und wenn du nur für diejenigen schreibst, die sich zwischen deinen Zeilen schon alles zusammenreimen können, so wäre das in meinen Augen sehr schade.
                    Ich für meinen Teil lese immer noch deine Artikel, obwohl mir deine teilweise überhebliche und unbescheidene Art nicht gefällt (ich meine, neben einer Scheibe Brot wirkt jeder hochbegabt), weil ich an dem Tag das erste Mal über deinen Blog gestolpert bin, als du den ersten Artikel über die gescheiterte Beziehung veröffentlicht hast. Es gibt auf deutsch keinen passenden Ausdruck, daher auf englisch: since then, I cared. Ich hoffe und warte auf den Tag, an dem du einen Artikel veröffentlichst, der mir zeigt, dass es dir wieder gut geht, wirklich gut. Das ist eigentlich verrückt, weil ich dich nicht kenne und es mir egal sein könnte, ist es aber nicht. 🙂

                    Aber nochmal zurück zum Thema: Ich denke, deine Schlussfolgerung ist falsch. Im Gegensatz zu dir glaube ich schon, dass nahezu jeder Mensch ab einem gewissen Lebensalter, oder besser einer gewissen Lebenserfahrung, schon einmal eine mehr oder weniger gravierende Sinn- oder Lebenskrise erlebt hat. Und wie hier schon häufiger angemerkt wurde, ist es höchst individuell, welchen Sinn man in seinem Leben sieht, und ob man einen braucht, um ein erfülltes Leben zu leben. Ich bezweifele, dass es einen übergeordneten, allgemeingütigen Lebenssinn geben kann (außer dem der Fortpflanzung zur Erhaltung der Art). Und wenn es ihn gäbe, wäre es immer noch eine Entscheidung, ob man sich diesem Sinn unterwirft oder nicht. Wenn ich also beispielsweise etwas flapsig auf die Frage nach dem übergeordneten Sinn reagiere, dann, weil ich der Überzeugung bin, dass es keinen gibt und eigentlich nicht glaube, dass du diese Frage ernst meinst. Ich versuche mich jetzt auch einmal an einer Metapher, die vielleicht ein wenig überspitzt ist, aber auf mich wirkt deine Infragestellung der Sinnhaftigkeit des gesamten Lebens so exaltiert, als hättest du soeben festgestellt, dass es den Weihnachtsmann in Wirklichkeit gar nicht gibt und nun den gesamten Sinn des Weihnachtsfest in Frage stellen würdest. Und wenn du schonmal dabei bist, das Weihnachtsfest anzuzweifeln, eigentlich das gesamte Christentum auf den Prüfstand stellst. Naja gut, die Argumentationskette ist legitim, aber reichlich überspannt.
                    Aber dass du anscheinend das erste Mal mit Anlauf und beidarmig bis zum Hals ins Klo gegriffen hast, war mir nicht wirklich bewusst und zeigt mir, dass du entweder doch um einiges jünger bist, als ich vermutet hatte oder aber bisher ausschließlich auf der Sonnenseite des Lebens getanzt hast.

                    So, und jetzt konkret zu unserem imaginären Rendezvous…
                    Nun ja, es wäre tatsächlich beliebig. 🙂 Bis man feststellt, dass es das nicht mehr ist. Was soll man mehr darüber nachdenken?
                    Ok, du hast deine Unschuld und deinen Idealismus verloren, deinen Glauben an die eine große wahre Liebe. Das tut mir wirklich sehr leid für dich, ehrlich. Ich kann mich gar nicht erinnern, ob ich je daran geglaubt habe. Vielleicht kann ich die Erschütterung, die du dadurch erlebt hast, nicht wirklich nachempfinden.

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                    1. Ich meine das Nachfolgende nicht provokant, überhaupt nicht. Auch wenn es vermutlich, ebenso wie viele Artikel von mir, für Dich so ankommen wird. Dennoch gehe ich gerne auf den Aspekt der Unbescheidenheit und Überheblichkeit ein, im Wissen, hier mit Dir nicht auf einen Nenner kommen zu können. Das ist aber gar nicht mein Ziel. Vielmehr geht es mir darum, Deine berechtigten Fragen oder Äußerungen transparent aufzugreifen, da Deine und meine Kommentare auch von anderen Lesern gelesen werden. Und ich weiß, dass sowohl meine Artikel als auch meine Kommentare dem einen oder anderen mehr bieten, als zum Beispiel „nur“ die oben genannten Gefühle auszulösen.

                      Und nochmal: In erster Linie schreibe ich für diese Menschen und nicht für Menschen, die alles anders sehen (als ich). Man kann Menschen nicht „umdrehen“, was man aber kann: Ihnen einen Anschub geben. Darum geht es mir. Wenn ich auch nur einem Menschen auf der Welt mit diesem Blog helfen kann, dann habe ich ein wundervolles Ziel erreicht. Es ist müßig und sogar sinnlos zu versuchen stets allen gefallen zu wollen.

                      Womit wir auch schon zur eigentlichen Antwort kommen: Wenn ich teilweise überheblich oder unbescheiden in meinen Artikel wirke, dann weiß ich, dass ich mindestens grundsätzlich noch auf dem richtigen Weg bin. Das mit Abstand Letzte, das ich sein möchte, ist ein introvertierter schüchterner Mensch, der sein leben passiv verlebt und sich täglich von den äußeren Umständen und Menschen wie ein Gummiball durch den Raum schießen lässt. Ich glaube sehr wohl, dass das auf die Masse der Menschen zutrifft (Achtung: Überheblichkeitsgefahr! 😉 ). Anders gesagt: Wenn ich das von Dir geäußerte auch im echten Leben ausstrahle, dann ist mir das in jedem Fall lieber, als bemitleidet – aber unbeachtet – in der Ecke sitzen zu müssen (weil keiner mit mir spielen will).

                      Auch genau darum geht es bei der Persönlichkeitsentwicklung. Seine eigene (!) Persönlichkeit (!) zu entwickeln. Und dann auch danach zu handeln! Genau darum geht es also hier. Aufzustehen, sich aufzurichten, und ins tatsächliche Handeln zu kommen und etwas aus sich zu machen.
                      Ganz einfach gesagt: Habe ich die Wahl zwischen Löwe und Gazelle, dann bin ich definitiv der Löwe.
                      Ob das dann so oder so wirkt, ist mir ziemlich egal. Ich weiß welche Resultate ich durch meine charakterlichen Veränderungen in den letzten Jahren auf allen Ebenen meinen Lebens erzielen konnte. Und da sind nicht nur Löwenanteile dabei. Eckhart Tolle hat ganz stark auch die Ruhepole in mir getriggert und entwickeln lassen. Aber ich bin davon überzeugt, dass beides geht: Ein ausgeglichener harmonischer Mensch und gleichzeitig stark zu sein. Dass das nach außen manchmal „überstark“ oder „möchtegernstark“ wirken mag… wird so sein, unvermeidbar. Auf manche.
                      Aber genau diese Art von Männern ziehen feminine Frauen an. Und da es hier thematisch in erster Linie um Frauen geht, und für mich beziehungstechnisch nur feminine Frauen in Frage kommen, ist das für mich ideal so. Darum geht es also genau. Nicht falsch verstehen: Ich will weder arrogant wirken noch sein. Aber wenn das so rüber kommt ist das für mich definitiv richtiger als das Gegenteil dessen. Und die aus meiner Sicht „besten“ Frauen picken sich die Alphas, nicht die Betas. Ganz einfach herunter gebrochen. Wenn ich also durch meine Art besonders Feministinnen abstoßen würde (wie letztens Fr. Kaufhaus), dann ist das perfekt so für mich. Ich könnte nie in einer Beziehung sein mit einer Frau, die meint der Mann zu sein oder sein zu müssen. Egal ob sie nun selbst für ihre Art die Ursache gesetzt hat oder sich durch die Gesellschaft dazu machen ließ, das ist mir egal. Ich kann nicht die ganze Welt retten. Ich kann aber nach natürlich gesunden Frauen Ausschau halten.

                      Deine Geschichte mit dem Weihnachtsmann finde ich übrigens gut und passend. Hat mir gefallen. Und ja, so ähnlich denke und ticke ich. Ich bin kein wischi-waschi Mitläufer-Typ, der immer schön zusieht „in der Mitte der Gesellschaft gut durchzukommen“. Das Gegenteil ist der Fall. Ich ecke öfter mal an, durchaus mit Freude. Aber nie absichtlich und böse. Nie „um zu“. Sondern ich bin wie ich bin. Oder besser gesagt: Ich habe mich weiter entwickelt, wie ich mich eben weiter entwickelt habe und werden wollte. Und ich sehe ja, dass das alle – auf welchem Gebiet auch immer – erfolgreichen Menschen/Männer gleichfalls tun. Wer hat die meisten Frauen? Der schüchterne Typ in der Ecke oder der, der jedes Mal die heißeste Braut im Laden anspricht? Um auch mal in Geschichten zu sprechen. Hier geht es ja ums Kennenlernen einer Frau. Die Traumfrau zu finden. Also passt die Geschichte ganz gut dazu. Ich könnte Dir aber auch ähnliche Fragen stellen wenn es um Themen geht wie: „Wer hat die meiste Kohle?“.

                      Und nein, ich habe nicht zum ersten Mal ins Klo gegriffen und war bisher auch nicht nur auf der Sonnenseite des Lebens. Weil das nicht so ist, ist dieser Blog überhaupt erst entstanden. Wenn Dich die Gründe für den Beginn dieses Blogs interessieren, dann lies doch einfach mal ganz oben „Über diese Webseite“ oder meine allerersten Artikel. Dann wird klar, warum dieser Blog im Juli 2016 das Licht der Welt erblickt hat. Nur so.
                      Ob ich jünger bin als Du glaubst, weiß ich nicht. Aber lass es mich so sagen: Nicht jeder Mann schmeißt sich für jede Frau einfach so weg. Das mag auf 99% zutreffen, auf mich tut es das nicht. 😉 Um es anders zu sagen: Ich hatte erst 2 „echte“ Beziehungen. In Zeitläufen gerechnet kann das nun sehr lange sein oder auch sehr kurz. Das überlasse ich Deiner Phantasie. Für die zweite Beziehung jedenfalls wäre der Zeitlauf aus meinen Artikeln hier einigermaßen exakt nachvollziehbar.

                      Und es findet gerade eine Wandlung in mir statt. Natürlich weg vom Glauben an die „wahre Liebe“. Beim ersten Mal dachte ich noch, dass es ein Unfall gewesen ist. Nachdem – wenn auch aus anderen Gründen bzw. auf andere Art – das nun zum zweiten Mal passiert ist, habe ich verstehen gerlernt, dass das Teil des Systems (zwischen Mann und Frau) ist. Genau deswegen komme ich inzwischen ja „so gut“ damit klar. Ich habe verstanden, dass es Teil eines Spiels – des Spiels! – ist. Es geht gar nicht darum „den Partner fürs Leben“ zu finden, für fast niemanden. Es geht den Meisten darum einfach nur nicht alleine sein zu wollen und „Hauptsache irgendwen“ neben sich zu haben. Das siehst Du dann daran, dass die meisten längeren Beziehungen laufen wie Arsch mit Hose. Sieh Dich mal im Kaffee um. Die Paare sitzen beide am Tisch und spielen in ihren Handys herum, anstatt sich für und miteinander zu interessieren. Irre. Für die meisten Menschen sind wir maximal Lebensabschnittsgefährten. Das muss man einfach verstanden haben. Du bist eine Ware wie ein Leasingfahrzeug. Kannst Du dies und das bieten, ja? „Gut, dann liebe ich Dich! Du bist der Tollste für mich!“
                      Und ich bin ehrlich gesagt verdammt froh darum, endlich aus der Bubble aufgewacht zu sein. Jetzt kann ich wenigstens gleichberechtigt mitspielen. Redpill sei dank.

                      Und auch wenn nun nicht nur mein Glaube an „die wahre Liebe“, sondern auch mein Glaube an „den Sinn“ des Lebens weg ist, wäre ich nicht ich, wenn ich nicht längst schon wieder auf dem Weg wäre mir meine nächsten Herausforderungen zu suchen, selbst zu erschaffen, anzugehen, umzusetzen und zu versuchen abermals andere Menschen dabei mitzunehmen und zu inspirieren. Das bin ich. Selbst ohne jeden Sinn.

                      Peace

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                    2. Wusste ich nicht, danke für den Hinweis.

                      Aber bei mir wäre das sowieso anders, da bringe ganz sicher ich die Gazelle erlegt, bereits ausgenommen und somit kochbereit meiner Löwendame… 😉

                      Andere dürfen das aber gern anders machen. Das ist doch das Schöne auf der Welt. Zu jedem Ying gibt es ein Yang. Wenigstens auf die übergeordneten kosmischen (physikalischen) Gesetzmäßigkeiten können wir uns verlassen. 🙂

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  1. Ich mochte jetzt nicht den gesamten Kommikram durchlesen – der Artikel war ja schön umfangreich genug 😉.
    Du hast weder eine Depression noch bist Du des Lebens müde. Du hast eine Sinnkrise und die betrifft „normale“ Menschen immer mal wieder, besonders nach einschneidenden Ereignissen wie Trennung (ach neee 😆), Krankheit oder anderen Härtesituationen.

    Der Sinn des Lebens ist …
    es zu leben.
    Leben ist ein Tu-Wort. Heißt, auch die Amöbenhafte Masse da draußen, die nicht bewusst reflektiert, macht dann doch genau das, was und ausmacht, eben leben. Naja, so einfach dann doch nicht 😉.
    Vllt hilft es ja, sich zu fragen, was man im Leben unbedingt NICHT verpassen möchte. Und diese Frage kann Dir weder ein Buch noch andere Menschen beantworten. Also viel Spaß 😃👍🏻
    Liebe Grüße aus dem Norden

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    1. Das ist ein interessanter Einwand von Dir, die Frage an sich selbst zu richten und sich zu Fragen, was ich denn nicht verpassen möchte. Und die Antworten daraus als möglichen Anlass zur Motivation zu nutzen und so auf seinen eigenen Sinn zu kommen.

      Darum ging es mir jedoch nicht. Ich merke aus den Kommentaren hier und aus dem Freundes-/Familien-/Bekanntekreis, dass mein Artikel oft nicht so verstanden wurde, wie ich beabsichtigt hatte, dass er ankommen soll. Die konkrete Frage nach dem Sinn des Lebens kann kein anderer außer ich mir selbst beantworten. Das war nicht mein Ziel. Das wäre die sog. Inhaltsebene. „Soll ich dies oder soll ich das?“ Das ist nicht zielführend, da jeder seinen Sinn im Leben individuell festlegt. Der Sinn des Einen wird selten gleichfalls der Sinn des Anderen sein. Mein Ziel mit dem Artikel ging in eine andere Richtung: Es gibt Menschen, die bestimmt in einer ähnlichen Situation wie ich waren. Allgemein gesagt: Menschen, die ebenfalls keinen wirklichen Sinn im Leben sehen. Die Frage ist jetzt für mich als neugieriger Mensch, wie diese anderen Menschen damit umgegangen sind?
      Fragen wie: „Was haben diese Menschen gemacht, um wieder einen Sinn zu finden?“ oder auch alternativ: „Wie schaffen es diese Menschen Jahrzehnte ‚weiter zu machen‘, ganz ohne Sinn? Und dabei dennoch glücklich sind.“
      Mir geht es also viel mehr um eine übergeordnete Perspektive. Es ist keine Frage danach ob mir Schokoeis oder Vanille besser schmeckt. Es geht um die systematische „Bewältigung“ der Herausforderung an sich selbst, „sinnlos“ mit dem weiteren Leben umzugehen.

      Ich bin mir sicher, dass mehr Menschen in so einer Situation wie ich steckten. Die Betonung liegt dabei in der Vergangenheitsform. SteckTEN. Was haben diese Menschen getan? Und einfach nur zu sagen: „Sie haben sich neu verliebt!“ kann es einfach nicht sein. Das glaube ich nicht. Dann hatten sie vorher nicht die mentale Situation in der ich nun bin. Das geht weiter über „ich wurde verlassen und sehe keinen Sinn mehr“ hinaus, viel weiter. Es ist die rote Pille in Bezug auf das ganze Leben, die ich geschluckt habe. Nicht mehr nur in Bezug auf Frauen. Frauen bieten mir zumindest derzeit maximal Spaß und Zeitvertreib, aber keinen Sinn und ich „befürchte“, dass sich das auch nicht mehr ändern wird. Selbst wenn ich eine vermeintliche neue „Traumfrau“ kennen lernen würde. Das ist sozusagen mein „Problem“ bzw. ich würde es eher „Herausforderung“ nennen.

      Ich finde es nämlich spannend das herauszufinden, wie ich mit meiner Lebensanschauung nun umgehen werde. Mein Mindset ist unglaublich stark und ich weiß, dass ich das in dem Zustand auch bis ins hohe Alter durchhalten würde. Aber mir ist das zu wenig. Ein gewisser Sinn wäre schon toll. Und den möchte ich finden. Das ist alles. 🙂

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      1. Ah ok, andere Perspektive krieg ich hin. Ich antworte mal mit einem Zitat meines 22(!!!) jährigen Sohnes: „…jedes ‚problem‘ ist einfach nur eine weitere Lehre, und wenn man diese bewerkstelligt wird man immer (!) belohnt durch ein hoch…“
        Heißt, auf eine Sinnleere folgt eine Sinnfülle. Und es ist das einzige Rezept, daran zu glauben, dass unser Leben in jedem Bereich in Wellen abläuft. Warum sollte also ausgerechnet bei Dir auf das Wellental nicht ein Wellenberg folgen?
        LG

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        1. Das sehe ich genau wie Dein Sohn. Die alten Bauern sagten auch immer: „Auf Regen folgt Sonnenschein.“
          Zu lernen und Belohnungen zu erhalten ist das Eine.
          Aber ob das auch tatsächlich einen Sinn stiftet? Ich glaube, dass wir schnell Dinge verwechseln.
          Simpel gesagt: Spaß ist etwas anderes als Sinn.
          Ich kann eine Flasche Wein trinken und habe einen Rausch und möglicherweise viel Spaß dabei. Sinnvoll ist das allerdings aus meiner Perspektive nicht. Und was den langen Lauf des Lebens betrifft: Ganz sicher nicht!

          Ich freue mich für den Jungen, dass er so motiviert ist und hinter seinen (kleinen/großen) Dingen seinen täglichen Antrieb sieht und Motivation schöpft. Ich befürchte nur, dass er noch nicht bis zur Sinnfrage vorgestoßen ist. Dafür hat er auch noch ein paar Jahre Zeit. Und dann würde mich seine Ansicht bzw. Deine dazu nochmal interessieren… 😉
          Dann ist er an dem Punkt angelangt, an dem ich gerade bin: Ich bin top motiviert, mache meine Dinge mit Herzblut, freue mich über vieles… aber sehe keinen Sinn dahinter.

          Aber auf die nächste kommende Welle, wie Du sagst, freue ich mich natürlich. Wobei ich mich nicht so fühle als dass ich mich gerade im Wellental befinden würde. Ich bin zwar noch leicht mitgenommen, aber ansonsten ziemlich glücklich mit mir selbst und ziemlich motiviert. Wir werden sehen. Und sobald ich eine Antwort auf mein Grundproblem gefunden habe, gibits hier besitmmt einen Artikel. 😉

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  2. Ich verstehe dich nicht ganz, so wie du es beschreibst scheinst du nicht konsequent;
    Auf der einen Seite stellst du die Selbstverbesserung und einen (wahrscheinlich und hoffentlich gesunden) Egoismus derart als Mantra in dein Leben, dass es dich schon fast wieder einschränkt.
    Auf der anderen Seite sprichst du, wenn auch ungewollt und nur unterschwellig, fast schon abfällig über deine Mitmenschen – inklusive potentieller Partner. Dann erzählst du, wie erfüllend du es findest, Menschen zu coachen.

    Schon klar, ich habe dich gerade nicht sehr schmeichelhaft reduziert – aber deine Frage nach dem Sinn kannst du damit eventuell selbst beantworten.
    Wie @greenhornyme so schön sagt, „Leben ist ein Tu-Wort“ – mir gefällt da der Begriff Karma…
    Ich glaube die Rolle des Mentors führt eher zum Erfolg des „Projekts“, als die des Solisten;

    So, ich hoffe du bekommst das als ersten Kommentar nicht in den falschen Hals – ansonsten bin ich ja eh nur ein Lauch aus dem Internet ohne Lebenserfahrung 😉 der dein Blog liest…

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    1. Hi RiesenGremlin!
      Über Deinen Kommentar hab ich mich echt gefreut, ich mag das sehr, wenn Menschen aus sich heraus gehen. 😉

      Interessant sind die vielen Annahmen, die Du dabei triffst. Entweder kennst Du nicht sehr viele Artikel von mir oder aber Du hast eine ganz eigene Art diese aufzufassen. Was ich im Übrigen spannend finde, nicht falsch verstehen.
      Wir sind Menschen und als Menschen ticken wir alle unterschiedlich. Was ich insofern gut finde, als dass wir uns dadurch gegenseitig inspirieren und bereichern können.

      Nun konkret:
      Den Egoismus stelle ich tatsächlich nicht als Mantra in meinen Lebensmittelpunkt. Die Persönlichkeitsentwicklung schon eher, aber das ist ja auch Geschmackssache, die meisten Menschen wollen sich nicht entwickeln. Denen reicht das bisschen Persönlichkeit, das sie bereits per Geburt mitbringen. Dann lernen sie vielleicht noch zu laufen und zu sprechen usw. und das wars dann. Mir reicht das nicht ganz. 🙂
      Zurück zum Egoismus: Mag sein, dass das so rüber kommt in manchen Artikeln. Aber ich glaube eher, dass Du tatsächlich nur wenige kennst. Im Prinzip bin ich ein Mensch, der sich wesentlich mehr am Geben als am Nehmen erfreut. Was ich insbesondere in Beziehungen festgestellt habe und mich ziemlich gegen die Wand laufen lässt, sobald es da Probleme gibt. Die Bereitschaft zur Aufopferung nahm bei mir in der Vergangenheit ungesunde Ausmaße an. Ebenso verhalte ich mich gegenüber meinem engsten Umfeld. Aber in Bezug auf den Rest der Welt… gut meinetwegen… da bin ich vielleicht etwas egoistischer als der Schnitt. Da wir aber alle energetisch haushalten müssen, kümmer(t)e ich mich mit Leidenschaft lieber um meine Partnerin (und auch ihre Kinder), Freunde und Familie. Da bleibt mir keine Energie und Zeit mehr um mich um unbekannte Menschen zu kümmern. Andere machen das sicher anders, die gehen für irgend ein Pseudo-CO2-Thema oder Pro-Flüchtlinge oder sonst etwas auf die Straße, aber ihre eigenen Eltern rufen sie wochenlang nicht an und mit ihrem Partner haben sie auch nur vor Ewigkeiten zuletzt gemeinsam zu Abend gegessen bzw. sind zusammen eingeschlafen. Wenn das also eine Anklage sein könnte (was ich nicht so auffasse!), dann würde ich mich in dem Punkt für voll schuldig bekennen! Und ich wäre stolz darauf! 😉

      Ob ich über meine Mitmenschen abfällig spreche, kann man sicher so und so interpretieren. Aber das ist wieder eine Frage des Standpunktes. Nehmen wir an Du wärst Reinhold Messner (ob andere dabei der Meinung wären Du wärst in Wahrheit Papa Schlumpf sei dahin gestellt), jedenfalls bist Du aus Deiner Sicht der Welt Reinhold Messner. Und nun sollst Du Dich übers Bergsteigen unterhalten. Es gibt ein einige Kletterer, klettern ist ja derzeit sehr in, die in irgendwelchen Hallen ein paar Meter hoch und runter turnen. Gut. Aber aus dem Blickwinkel von Reinhold Messer… sind das „Kletterer“? Manche meiner Aussagen oder Geschichten mögen als abwertend interpretierbar sein, aber ich lade Dich gerne dazu ein, einmal die andere Perspektive einzunehmen. Meine.
      Es geht mir also nie darum irgendwen abzuwerten, sondern um eine Standpunktfeststellung. Und nochmal: Ob ich für den Rest der Welt Reinhold Messner bin oder Papa Schlumpf oder nur die Gebrüder Grimm… das ist mir echt ziemlich egal. Es geht um meine Sicht der Dinge. Und wenn Du Dich für Reinhold Messner hältst, dann gilt das. Jedenfalls für Dich. 😉

      Das ist dennoch nicht das Maß der Dinge. Es gibt zig weitere tolle Bergsteiger. Und auch ein Reinhold Messner hat das Klettern oder Bergsteigen nicht erfunden. Aber die Luft da oben wird dann einfach buchstäblich dünn. Und so ist das für mich auch. Ich höre jedem gespannt zu, der mich inspirieren kann oder von dem ich etwas lernen kann… nur sind diese Menschen so verdammt selten. Ein Segen, dass es für diesen Zweck inzwischen Youtube gibt.

      Ich bin übrigens gerne Mentor, klar. Als Fußballtrainer geht das recht einfach. Aber in der realen sonstigen Welt? Kaum einer hört sich einen Ratschlag an. Kaum einer will etwas lernen. Auch schon gar nicht wenn es um ihre Persönlichkeit geht. Wen soll ich da coachen, ohne mich zugleich aufzudrängen? 😉
      Stattdessen bin ich aktuell viel mehr damit beschäftigt mich selbst coachen zu lassen. Auf allen Ebenen. Wenn ich kein Mentor sein kann, dann bin ich gerne Schüler. Aber dabei habe ich auch den Anspruch die besten Lehrer zu bekommen. Reinhold Messner zum Beispiel, um in dieser Metapher zu bleiben. Und wieviele Reinhold Messners gibt es? Jedenfalls im Vergleich zu allen Nicht-Reinhold-Messnerns? 😉
      Ich hoffe Du verstehst die Botschaft. Es ist ein Grundsatzproblem, für mich. Und das schon seit der Kindheit.

      Und zum Abschluss noch: Ich bekomme Deinen Kommentar nicht in den falschen Hals. Ich hoffe, Du meinen auch nicht. Ich mag es um die Ecke zu denken und dementsprechend fallen auch meine Antworten aus. Die manchmal zynisch und sarkastisch sind, aber immer gut gemeint. Also alles gut. Hau raus, was immer in Dir steckt. Von Ja-Sagern alleine lernt man nix. Deswegen höre ich genau hin, wenn mir jemand versucht direkt auf die 12 zu geben! 😉

      Deine letzten paar Worte allerdings finde ich nicht so rühmlich, um ehrlich zu sein. Denn es zeugt nicht von einem ausgeprägten Selbstbild, bzw. nicht einmal von einem „normalen“ Selbstbild, wenn Du meine(n) Artikel dahingehend auffasst selbst „ein Lauch“ zu sein. Maximal stelle ich bestimmte Thesen in den Raum. Ob sie dann auf Dich zutreffen, das musst alleine Du entscheiden. Ich kenne Dich persönlich nicht (oder doch? 😉 ), also kann ich mir kein Urteil darüber anmaßen, ob Du nun ein Lauch bist oder nicht. Und ob Du Lebenserfahrung hast, weiß ich auch nicht. Aber wir sehen und hören immer das, was wir sehen und hören wollen. Also einfach gesagt:
      Ich freue mich darüber, wenn Du meine Artikel liest und noch mehr freue ich mich darüber, wenn Du etwas daraus für Dich positiv (!) mitnimmst. Du weißt ja: Mentor sein und so! 😉
      Ich hab nichts davon, wenn Du aus meinen – zugegeben, durchaus langen – Artikeln nichts weiter für Dich herausziehen kannst als eine Projektion auf Dich selbst, wonach Du ein Lauch wärst oder keine Lebenserfahrung besitzen würdest.

      Komm schon. Das ist zu plump. Da steckt wirklich mehr in meinen Artikeln! Und auch mehr in Dir!
      Tipp: Schau gerne mal in die Kategorie „Philosophischer Sonntag“, vielleicht sagen Dir die Artikel mehr zu! 😉

      Beste Grüße

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      1. Ich habe wirklich noch nicht alle deine Einträge gelesen, arbeite mich aber langsam zurück. Der Philosophische Sonntag kommt oben auf die Liste.
        Der letzte Abschnitt enthielt eine gewisse Selbstironie – ich mach‘ mein Ding.
        Es freut mich, dass du Feedback so offen aufnimmst (unabhängig von wem es kommt).

        Egoismus war natürlich ein überspitzter Begriff gleich zu Anfang; Aber was ist dein Endziel bei der Persönlichkeitsentwicklung? Wie viel davon ist Unnahbarkeit aus Selbstschutz? Aus deiner Antwort würde ich schliessen, dass du nicht nur alleine auf einem Gipfel hocken willst, sondern dein „engstes Umfeld“ auch direkt davon profitieren soll.
        Wenn das Projekt Beziehung 2.0 nicht schon in einer sehr konkreten Phase ist, musst du dieses Umfeld irgendwann für mindestens eine Person aus dem „Rest der Welt“ öffnen.
        Eventuell habe ich deinen Ton missverstanden, solche Labels wie „Normalo“ hören sich halt endgültig und neutral bis negativ an.
        In den letzten Paar Einträgen kam es leider so rüber, als würde dir bei jeder „Kandidatin“ etwas fehlen. Vielleicht ist es dem etwas abstrakten, anonymen Schreibstil zu den Dates geschuldet. Vielleicht ist es auch Zurückhaltung deinerseits, ein Warten auf deren Beitrag zu deiner Persönlichkeitsentwicklung. Aber dann muss die Frage ja lauten: warum soll Frau in dich investieren?

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        1. Sehr gut, sehr gut! Mit diesem Kommentar von Dir kann ich wirklich arbeiten. Danke dafür! 🙂
          Du stellst richtig gute Fragen. Du forderst heraus. Das ist genau das, was mich hier so motiviert einen Blog zu betreiben!

          Ich will direkt mal darauf eingehen:
          „Aber was ist dein Endziel bei der Persönlichkeitsentwicklung? Wie viel davon ist Unnahbarkeit aus Selbstschutz?“
          -> Nun, ich weiß nur warum ich damals (Teil 1) mit diesem Projekt begonnen habe. Ich wollte um jeden Preis meine Traumfrau finden. Ich sah den Sinn des Lebens und die tägliche Motivation darin, mit (m)einer geliebten Partnerin das Glück der Welt gemeinsam zu ergründen und zu erarbeiten. Das wollte ich erreichen. Da ich stark an die Grundsätze der Polarität glaube und gleichzeitig auch um meine eigenen Stärken und Schwächen weiß, ist mir bewusst, dass ich alleine nicht so weit kommen kann wie zu zweit. Alleine das Thema Kinder erfordert nun einmal zwei Menschen. Ich weiß also, dass 1 + 1 mit der richtigen Partnerin 3 ergibt. Und zu meinen Stärken zählen nicht die feminen Eigenschaften und Fähigkeiten einer Frau. Ich bringe viel Rationales mit, viel Analytik, viel Beharrlichkeit, viel (Willens-)Stärke, Ausdauer, viel Wissen und eine große Neugierde im kognitiven Bereich usw. Aber ich bringe nicht so ausgeprägt die klassisch femininen Attribute mit. Ich kann manchmal kühl wirken und sein. Was mir dagegen immer gut getan hat, waren dann die warmen, weichen und emotional einfühlsamen Gegenpole einer Frau. Gleichzeitig biete ich der Frau mit meinen Eigenschaften die von ihr benötigten Gegenpole wie Schutz, Stärke und Planungssicherheit usw.

          Das Endziel der Persönlichkeitsentwicklung war also kurz gesagt: Traumfrau finden!
          Und unnahbar bin ich eigentlich nicht, ich weiß nicht wie Du das genau meinst. Ich lasse jeden Menschen an mich heran. Ganz im Gegenteil: Ich gehe doch selbst aktiv auf Menschen zu. 🙂

          Das Finden der Traumfrau gelang mir dann nach einer Weile auch. Jedenfalls dachte ich das. Im Endeffekt war es eine große Verarschung und Illusion zu glauben, dass es meine Traumfrau war. Träume zerplatzen manchmal wie Seifenblasen. Das war meine ganz persönliche zerplatzte Seifenblase, fast filmreif. Aber wir lernen ja aus allem. 😉
          Und ich bin nicht mehr in der Opferrolle, das hat nachvollziehbarerweise ein paar Wochen gedauert. Aber ich glaube, dass ich doch sehr gut aus dem Quark gekommen bin. 😉

          Natürlich bin ich nach dem Ende der letzten Beziehung kurzzeitig wieder in die Opferrolle geschlüpft, Leid und Wut und Trauer usw. Aber inzwischen bin ich da wieder raus und ich weiß, dass die Persönlichkeitsentwicklung mir viel mehr bietet, als „wie lerne ich meine Traumfrau kennen“. Stattdessen ist es eine grundsätzliche Herangehensweise an die Themen des Lebens und das Leben als Ganzes. Frauen sind „nur“ ein kleiner Teil davon. Und sollten nie den Mittelpunkt darstellen. Das war also ein Irrglaube, wie ich das in Teil 1 sah.

          Einfach gesagt: Selbst wenn Du jeden Tag Sex mit einer Frau hast, wie lange dauert das täglich? Okay, die genauen Zeitangaben lassen wir jetzt mal weg… 😉 Aber wir sind uns einig, dass der größte Teil des Tages nicht aus Sex besteht. Und auch nicht aus Kuscheln. Bedeutet umgekehrt, dass ich die restliche Zeit aber nicht umgekehrt betrachtet „einsam“ sein möchte. Nur weil ich gerade keinen Sex habe oder nicht kuschle. Und genau hier liegt einer der Schlüssel der Persönlichkeitsentwicklung. Die meisten Menschen fühlen sich unendlich einsam, wenn sie nicht umgeben von Menschen sind. Egal ob es die Partnerin oder andere Menschen sind. Wenn nicht der Fernseher, Spotify oder irgend ein anderer Humbug läuft. Das ist traurig. Denn das sind alles Dinge, die uns „unterhalten“ sollen. „Unterhalten“ kommt von „unten halten“. Das möchte ich nicht.
          Es ist für uns alle viel mehr möglich als sich unten halten zu lassen.

          Das ist also auch schon die Zielbeschreibung: Es geht in Teil 2 nicht mehr darum dank der Persönlichkeitsentwicklung meine Traumfrau zu finden. An dieses Konzept einer Traumfrau glaube ich inzwischen nur noch in Märchen oder mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit, die ziemlich gegen 0 geht. Stichwort „Hypergamie“. Hierzu hatte ich vor kurzem einen Zweiteiler veröffentlicht. Der ebenfalls kontrovers diskutiert wurde. Der aber die Realität beschreibt. Nicht wie ICH sie sehe, sondern wie sie tatsächlich ist. Aber das würde an der Stelle zu weit führen. 🙂

          Es geht also in Teil 2 – anders als es der Titel des Projekts Beziehung eigentlich aussagt – inzwischen in erster Linie darum alleine glücklich zu sein und dennoch offen für die Zweisamkeit zu bleiben. Wenn es kommt, kommt es wie es kommen soll. Natürlich trage ich meine Anteile bei, um zumindest potenziell die Chancen für das Kennenlernen einer wirklich tollen Frau zu erhöhen. Aber ich habe gelernt, dass wir nicht alles beeinflussen können und selbst die tollste Traumfrau sich später als zerplatzte Seifenblase und Wunschdenken herausstellen kann. Die Dich dem mentalen Abgrund näher bringt, als sie es je zu leisten im Stande war Dich in den Himmel zu heben.

          Du schreibst:
          „In den letzten Paar Einträgen kam es leider so rüber, als würde dir bei jeder „Kandidatin“ etwas fehlen.“
          und
          „Aber dann muss die Frage ja lauten: warum soll Frau in dich investieren?“

          In letztlich absoluter Konsequenz lautet die Aussage in Wahrheit vielmehr: Nicht MIR fehlt etwas bei den Kandidatinnen, sondern IHNEN fehlt etwas an mir. Es ist doch so, dass ich auf die Frauen zugehe. Dann werden Nummern getauscht, Dates vereinbart. Oft genug bleibt es beim ersten Date, oft genug wird das Date sogar abgesagt. Somit hat IHR etwas an MIR nicht gepasst. Was auch immer das gewesen sein mag. Ich war ihr nicht wertvoll genug. So einfach ist das erklärt. Ich bin selten so, dass ich eine Frau nach dem ersten Date nicht mehr sehen möchte. Das ist wirklich selten. Meistens entdecke ich irgend etwas, das mich zumindest interessiert. Frauen sind da anders. Entweder es funkt oder Du bist raus aus der Show. Ende. Das ist auch und besonders der heutigen schnelllebigen Zeit geschuldet.

          Die einzige Möglichkeit diesem Dilemma zu entgegnen ist, eine Show zu veranstalten. Dabei hilft die Persönlichkeitsentwicklung. Du weißt wie Du Dich kleiden musst, wie Du sprechen musst, was Dich attraktiv erscheinen lässt usw. Aber all das verbessert nur Deine „Ausbeute“. Obwohl es mir um gar keine Ausbeute geht. Ich bin ein Mensch, der am liebsten auf Seelen- und Herzebene einem anderen Menschen begegnet.

          Warum soll die Frau also in mich investieren? Gute Frage. Tun doch auch die Wenigsten. Und das ist kein exklusives Problem von mir. Das geht den meisten Männern so. Dass sie sich alle Arme und Beine ausreißen können und von der Frau bzw. den Frauen einfach nicht wahrgenommen werden wollen.
          Nein, es gibt bis auf einen, keinen Grund, dass eine Frau in mich investiert. Und der ist nichts anderes als mich wirklich kennen lernen zu wollen. Das ist in seiner reinen Form wirklich selten, trotz den Dates. Ich habe mehr das Gefühl, dass das für die meisten Frauen eher ein Zeitvertreib ist und ihrer Selbstbestätigung dient. Das geht beim Nummerntausch los und endet bei der Dateabsage. Ich will keine Frau an meiner Seite haben, die „in mich investiert“, weil ich ein tolles Auto fahre oder weil ich einen Sixpack habe oder was weiß ich. Sondern weil sie MICH toll findet, damit meine ich meinen Charakter und meine Seele.

          Es ist schwierig zu beantworten. Ich glaube es gibt hierfür keine eindeutige Antwort. Ich weiß nur was ich kann und was ich mitbringe und das biete ich an. Und letztlich muss der Köder dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Dabei hilft die Persönlichkeitsentwicklung. Aber ob der gefangene Fisch dann auch mir als Angler schmeckt, das ist eine ganz andere Frage. Tatsächlich kommt es bei mir meistens gar nicht so weit, dass ich mir diese Frage stellen kann. Meistens ist davor schon aus irgend einem Grund schluss gewesen. Aber das galt eher in Teil 1. Ich weiß mangels der Fallzahlen nicht wie es nun in Teil 2 wird. Gegen Ende von Teil 1 war „die Ausbeute“ ja auch schon deutlich besser. Ich hatte damals so viele Gelegenheiten und Bekanntschaften, dass ich manchmal gar keine Lust mehr hatte noch raus zu gehen. Dafür hat das Ganze hier tatsächlich etwas gebracht und mich in dieser Hollywood-Welt zwischen Mann und Frau stark reifen und mich verbessern lassen.

          Gegen Ende von Teil 1 hatte ich mich jedenfalls soweit entwickelt, dass ich wohl so attraktiv war, dass ich meine potenzielle Traumfrau gefunden zu haben schien. Und das sah sie wohl auch umgekehrt so. Und genau für DIE EINE tat ich all das in Teil 1, was ich tat. Mir sind die anderen Milliarden Frauen egal, wenn es die eine Richtige sein würde. Aber diese zu finden, das war ein langer Weg. Und gegen Ende hinterließ – wie gesagt – auch das sicher geglaubte Ziel in mir tiefe Spurrillen und Furchen, trotz all der tollen Erlebnisse in Teil 1 vor der Beziehung und auch in der Beziehung.

          Es ist ein Markt. Angebot und Nachfrage. Ich kann die Ware (also mich) nur anbieten. Mehr geht nicht. Alles andere ist bei uns (zurecht) strafrechtlich nicht erlaubt und entspräche auch nicht dem Stil der Zeit. Insofern sind die Mittel überschaubar. Fazit: Mach das Beste aus Dir selbst, sei die beste Version von Dir selbst, geh maximal aktiv auf Frauen zu und sieh was passiert.

          Mehr kann ich nicht tun. Mehr kannst Du nicht tun.

          Und inzwischen sehe ich selbst darin kaum einen Sinn. Es ist wie ein Millionär zu sein und einfach keine Lust mehr zu haben sich auch noch irgend etwas Weiteres leisten zu wollen. Der Millionär weiß, dass er sich kaufen kann was er möchte. Aber es reicht ihm das zu wissen. Ich hoffe ich kann die Metapher gut genug rüber bringen.
          Ich bin irgendwie satt von all dem Zeug, auch wenn es manchmal Spaß macht. Aber Spaß ist etwas Kurzfristiges und ich suche nach dem Sinn. Das ist langfristig angelegt.
          Insofern ist das für mich gerad eine echte Herausforderung für mein Leben, weit über die Frage hinaus, wie ich nun meine nächste Traumfrau finde. Es geht nicht mehr um die eine mögliche Traumfrau. Es geht jetzt um mich.

          Oder wie siehst Du das? 😉

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  3. Das war das Beste, das ich bisher von dir gelesen habe. So klar formuliert, so präzise auf den Punkt gebracht und in seiner Einfachheit so ergreifend. Ich wünsche dir von Herzen, dass du eine Frau findest – nein, kennenlernst – die dich so wie du bist, toll und liebenswert findet. Aber du hast vollkommen recht, dass keine Beziehung der Welt eine Garantie für Dauerhaftigkeit mitbringt. Mit einer Ausnahme: die zu dir selbst. Daher ist es umso wichtiger, dass du deine Persönlichkeit in erster Linie für dich selbst entwickelst.

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