Von 2 Dates und Marktwerten (Teil 2 von 3)

Gestern gab es Teil 1 dieses 3-Teilers (Von 2 Dates und Marktwerten (Teil 1 von 3)), darin ging es unter anderem um das erste von 2 meiner Dates dieser Woche, um Fr. Distanz. Außerdem drehte es sich darum, welchen kognitiven Verzerrungen wir Menschen gerne im Lebenserfahrungsprozess unterliegen. Darüber hinaus erklärte ich, warum der von mir so geschätzte Eckhart Tolle nicht mit allem Recht hat (sorry, lieber Eckhart) und außerdem beleuchtete ich die Eigenschaften, die einen qualitativen Mann auszeichnen. Ich zählte dabei „harte Fakten“ auf und verglich dies mit einem Quartett-Spiel. Du kennst ja diese Spielkarten, bei denen es um größere Traktoren, schnellere Flugzeuge oder auch PS-stärkere Autos geht. Ich versuchte das auf die Marktwerte und Gesetzmäßigkeiten des Datingmarktes zu adaptieren und meine gegenwärtige Situation realistisch einzuschätzen. „Positionierung im Markt“, würde ein Vertriebler dazu sagen. Du bist das Produkt, in dem Fall respektive ich.

Heute geht es um die andere Hälfte der Wahrheit, nämlich den Marktwert der Frauen. Um diesen ins Verhältnis zu dem der Männer zu setzen. Verkreuzen, sozusagen. Schnittmengen bilden. Natürlich geht es dabei auch noch weiterhin ein wenig um Fr. Distanz. Im dritten Teil dieser Miniserie werde ich mein zweites Date dieser Woche in den Fokus rücken, Geduld und jetzt erst einmal viel Spaß! 🙂

Ein kurzer Exkurs in die Marktwerte von Mann und Frau

Nun, weil ich immer wieder schmunzeln muss darüber, was Frauen manchmal (nicht alle!) von sich halten. Wie sie ihren Marktwerk völlig überschätzen und den Marktwert mancher Männer völlig unterschätzen. Als wären wir Männer alle gleich. Okay, ich gebe es zu. Wir sind alle gleich. Aber psssssst, ich verrate Dir was: Manche von uns sind gleicher! 😉

Das hätte jetzt einen eigenen Artikel verdient, wahrscheinlich ein 5-Teiler. Ich kann es nur kurz anreißen, was nun kommt: Der Marktwertk einer Frau ist aufgrund ihrer Schönheit (und das ist der wichtigste Aspekt aus Sicht eines Mannes, evulutionär bedingt) am Höchsten bis ca. zu ihrem 25. Lebensjahr. Spätestens ab ca. 30 nimmt der Marktwert alleine schon biologisch bedingt langsam ab, da hier zunehmend Themen wie Risikoschwangerschaft eine Rolle spielen und erste Falten den Körper zieren. Der Körper verliert langsam aber stetig seine Makellosigkeit. Der Marktwerk eines Mannes ist bis zu seinem 25. Lebensjahr hingegen extrem flach, praktisch nicht vorhanden. Warum? Harte Fakten: Kein Geld, keine Bildung, keine Erfolge, noch (!) kein gut bezahlter Job (= keine Sicherheiten), keinerlei Persönlichkeit. Aber der Marktwert wird zunehmend steigen, da sich der Mann in all diesen Bereichen entwickeln wird. Den Höhepunkt erreicht er dann bis ca. 35 und ist in der Spitze bei ca. 40.

Für junge Frauen ist das Aussehen eines Mannes überproportional wichtig, nimmt aber an Stellenwert im Laufe der ihr verbleibenden wenigen nächsten „hochpreisigen“ Jahre drastisch ab und der soziale Status eines Mannes spielt für die „langsam alternde“ Frau zunehmend die elementare Rolle in der Partnerwahl (Stichwort Hypergamie). D.h. nun kann der Alpha-Mann im „guten“ Alter zunehmend Punkten. Dabei spielt das Aussehen des Mannes nicht mehr die erste Rolle, da für die Frauen dessen Status wichtiger geworden ist. Das sind Kurvenverläufe, die sich irgendwann kreuzen. Die Marktwertkurve der Frau gegenüber der Marktwertkurve des Mannes. Deswegen bekommen Top-Männer jenseits der 30 auch noch immer Sahne-Hasen um die 25 (oder jünger). Während ein Top-Mann ab Ende 20 bis ca. 40 (oder sogar 45) es wirklich nicht nötig hat, sich an irgend eine sich selbst im Marktwerkt überschätzende alleinerziehende Mama fest zu tackern. Und sei sie optisch noch so heiß. Das ist jetzt mal wieder Realtalk, wie man in Neudeutsch sagt. Aber es ist sooo sooo wichtig. Bitte.

Ich war mir beim Schreiben dieses Artikels nicht ganz schlüssig, wie klipp und klar ich alles formulieren soll, damit ich auf den Punkt bringte worum es geht. Für gewöhlich gilt die Formel: Je klarer meine Artikel formuliert sind, desto mehr Leser fühlen sich tendenziell auf die Füße getreten. Das ist aber nicht meine Absicht. Meine Absicht ist, dass Du, wenn Du etwas für Dich mitnehmen möchtest (das ist Deine Entscheidung und hängt von Deiner inneren Einstellung ab!), etwas für Dich mitnehmen kannst. Wenn Du Dir dabei auf die Füße getreten fühlst, ist mir das relativ egal. Ich freue mich aber, wenn Du für Dich einen Mehrwert siehst. Was, wenn Du Dich in all diesen Dingen schon auskennst? Sehr gut, dann freue Dich, dass es hier einen Blog-Autor gibt, der so tickt wie Du. 🙂 Wenn aber stattdessen alles immer schön „smooth“ formuliert ist, dann wirken solche Artikel zwar „schön rund“, ziehen vielleicht auch viele Leser an, allerdings bleiben beim Leser kognitiv nur Dinge haften, die uns herausfordern. Und deshalb habe ich mich entschieden, nachträglich noch die zwei folgenden Absätze einzubauen. Disclaimer: Ich möchte niemandem auf die Füße treten, wenn es aber nötig ist, um Mehrwerte für Dich zu schaffen, dann nehme ich das aus reiner Nächstenliebe in Kauf. Um es mal sentimental auszudrücken. 🙂 Es muss auch niemand Danke sagen. Ich mache das pro bono, kostenlos. Kommt von Herzen. 🙂

Die ultimativen Tipps an Dich, als Mann!

Absatz 1:
Also eine kurze knackige Zusammenfassung: Junge Frauen sind hübsch und wollen Spaß. Deshalb nehmen sie sich im Teenageralter und bis ca. 25 nur die extrem attraktiven Jungs. In dem Alter spielen Geld und Sicherheit für eine Frau keine Rolle, die geistige Reife ist einfach noch nicht vorhanden. Schnee von morgen, gell. Aber der Schnee von morgen wird schneller der Schnee von heute, als man (Frau!) glaubt. Männer in dem gleichen Alter sehen das ganz ähnlich. Deswegen kannst Du in dem Alter als Mann hauptsächlich nur dann punkten, wenn Du gut aussiehst. Bist Du als Mann kein Top-Modell und steckst gerade noch maximal in den frühen 20ern, dann hast Du ein „kleines Problem“. Aber für Dich gilt in dem Fall: Geduld! Deine Zeit wird kommen! Jenfalls wenn Du clever bist! Das Erfolgsrezept: Arbeite an Dir! Job, Bildung und Persönlichkeit sind essentiell. Das sind die Schlüssel! Ich wünsche Dir an der Stelle das Beste, denn es liegt alleine in Deiner Hand, mit wievielen heißen Hasen Du Dich fortan abgeben kannst. Beweg Deinen Arsch und alles kommt ins Lot. Vertrau mir! 😉

Die ultimativen Tipps an Dich, als Frau!

Absatz 2:
Bist Du eine Frau, ebenfalls maximal 25 oder höchtens Ende 20. Was gilt dann für Dich? Nun, das musst Du selbst entscheiden. 🙂 Aber Du kannst das clever angehen oder Dich treiben lassen und mal sehen was kommt, da Du ja so unglaublich attraktiv bist und Dir alle Männer hinterher hecheln. Instagram-Kussmund-Selfie-Fake-Generation eben. Dann wirst Du aber irgendwann aufwachen und merken, dass sich das Blatt gewendet hat. Da Du inzwischen Falten, aber noch immer keinen qualitativen Partner an Deiner Seite hast. Dann ist der Zug ziemlich abgefahren. Denn die richtig guten Männer haben sich inzwischen Dein Alter-Ego in der 25-Jahre-alt-Variante geholt und brauchen Dich mit Deinen inzwischen 35 Jahren nicht mehr. Pech gehabt, könnte man sagen. Oder einfach nicht nachgedacht, würde ich sagen. Deswegen mein Rat an Dich: Sei clever! Nutze Deine Blütezeit durchaus zum Feiern und Spaß haben und Männer kennen lernen, damit Du herausfindest, was zu Dir passt. Aaaaaber schmeiß Dich nicht für jeden Typen weg. Springe nicht mit jedem in die Kiste. Du ruinierst damit Deine eigene Selbstwahrnehmung und degradierst Dich zu einem Objekt. Mehr mehr mehr ist nicht besser besser besser. Eher anders herum. Achte auf Deine Qualität. Sorge vor, d.h. achte auf Deine Bildung und Ausbildung. Warum? Wenn Deine spätere Beziehung (womöglich sogar noch mit Kindern) sich trennt, dann hast Du ein zweites Standbein und kannst immer noch beruflich versuchen Glück zu empfinden, voran zu kommen oder zumindest später immer noch für Dich selbst sorgen. Spielst Du allerdings immer nur auf „faule hübsche Hausmama“, die ja bisher immer nur die tollsten (attraktivsten) Typen hatte, dann könntest Du Dich ziemlich verzocken. Nicht gut. Dann ist nämlich vielleicht irgendwann aus irgend einem Grund der Mann weg und wenn die Kinder auch noch aus dem Haus sind, hast Du ein Problem. Das merkst Du aber nicht jetzt, sondern erst mit 40 oder 45 aufwärts. Wer will Dich dann noch?! Sicher kein qualitativer Mann. Harte Worte, aber denk darüber nach. Ich würde das ernst nehmen. Also ist was das Beste für Dich? Aus meiner Sicht: Bildung und Ausbildung (durchaus ein Studium), ohne sich darin zu verbeißen und eine Karriere anzustreben. Es geht nur darum, „sicherheitshalber“ schon einmal einen Motorradführerschein zu machen, ohne zunächst ernsthaft vor zu haben überhaupt Motorrad zu fahren. Lass den Schein in der Schublade. Vielleicht brauchst Du ihn später mal. Vertrau mir! 😉 So und dann? Dann solltest Du bereits in den 20ern, idealerweise sogar Mitte der 20er nach einem qualitativen Mann Ausschau halten. Der kann gerne 30, 35 oder auch 40 sein. Spielt keine Rolle. Jetzt bekommst Du das Beste, was Du bekommen kannst. Wer gibt Dir denn die Garantie, dass dieser tolle feierlaunige gel-geschleckte Sunny-Boy-20-jährige-Surfertyp, in den Du sooooo verliebt bist, Dir auch in 5 oder 10 Jahren noch gefällt? Dass er nicht beim Feiern kleben bleiben wird, nichts in der Birne hat und dementsprechend auch nicht an seiner Weiterentwicklung arbeiten wird…? Niemand. Es kann Dir also passieren, dass dieser Typ „dumm“ bleibt oder „faul“, vielleicht beides. Dann hast Du einen toll aussehenden „Mann“ an Deiner Seite, der sich auf seinem Aussehen ausruht. Und ausruht… und ausruht… Und links und rechts von allen qualitativen Männern überholt wird. Deine Freundinnen werden ein paar Jahre später ein erfülltes und tolles Leben haben und Du? Du hast bis dahin im ungünstigen Falle vielleicht einen dickbäuchigen und faulen Nichtsnutz zu Hause auf der Couch liegen. Der früher mal ganz attraktiv war und vielleicht auch noch (bis auf seinen Bauch) ist. So schleimig wie das Gel in seinem Haar. Kein Geld, kein Bock, keine Perspektive. Herzlichen Glückwunsch. Überlege Dir also gut, ob Du Dich in dem Alter an einen Schönling binden möchtest, wenn er sonst nichts zu bieten hat. In die Zukunft kann niemand sehen, klar. Mir ist das egal. Musst Du selbst wissen. Ich würde es anders machen. Nochmal: Hab Spaß und geh feiern, aber übertreibe es nicht. Besonders was Deine Körperlichkeit betrifft, Du wirst dabei sonst seelisch verkümmern. Was ist denn später einmal für Dich anderenfalls noch das Besondere an Sex?! Generation Tinder macht viel kaputt. Kümmere Dich neben dem Feiern um Deine (Aus-)Bildung und sieh zu, dass Du rechtzeitig den Absprung vom Feiern schaffst. Dass Du Dir bis Mitte 20 und aller spätestens bis Ende 20 einen tollen Mann an die Seite ziehst. Einen qualitativen Mann. Was einen qualitativen Mann auszeichnet? Lies Teil 1, da habe ich das (ja, auch mich selbst) beschrieben. Lies meinen Blog. Dann weißt Du was Qualität ist und wie jemand mit Qualität tickt. 😉

Warum es Ausnahmemänner gibt und eine sehr persönliche Botschaft an alle Menschen meines Lebensweges

Power-Emanzen (alá Alice Schwarzer) dürfen jetzt ihre Keulen rausholen und mich mit Steinen bewerfen, aber die Gesetzmäßigkeiten der Natur werden sie niemals verändern können. Ich habe die Natur nicht erschaffen. Ich bin nicht der Erfinder der Botschaft. Ich bin nur der Überbringer, ein einfacher Beobachter. Steinigt nicht den Botschafter, es würde den falschen Treffen. Manches hätte ich mir auch gerne anders gewünscht. Beispielsweise die Schei** mit der Hypergamie. Ich wurde selbst Opfer davon, weil ich mich zu wenig mit dem Thema beschäftigt hatte. Mein Fehler. Wenn man irgendwo mitspielen möchte, sollte man auch die Spielmechanismen verstanden haben. Hatte ich bis dahin nicht. Falls ich mal dem Schöpfer begegnen sollte, werde ich ein ernstes Wort mit ihm reden und ihm erklären, dass er sich in manchen Dingen vertan hat. Versprochen! Bis dahin gelten allerdings die gegenwärtigen natürlichen Gesetze weiter. Schlucken und das Beste daraus machen oder sich aufreiben und versuchen wider die Natur zu arbeiten? Dumme Frage von mir. Nächste Frage!

So. Nun begegne ich also einer Frau, die bereits ein Kind hat. So auch Date 1 dieser Woche. Das ist rein marktwerttechnisch betrachtet schlecht. Standpunktfrage, klar. Aus meiner Sicht ist das jedenfalls schon mal nicht gut. Für sie müsste es hingegen ein Jackpot sein (Stichwort: Was sagten wir, zeichnet nochmal einen qualitativen Mann aus?!). Kein Mann hat in der Regel Lust auf ein „Kuckuckskind“. Es gibt aber viele „Ausnahmemänner“, das sind die, die in der Regel sonst keine Alternativen haben. Deswegen sind es keine Ausnahmen, sondern eher die „Normalos“. Für die ist eine Frau mit Kind das Einzige, was für sie greifbar und realistisch ist.

Ich bin sicher eine Ausnahme von der Ausnahme. Ausnahme der „Normalos“, sozusagen. Warum? Ich habe Alternativen, wenn ich will, sogar fast auf Knopfdruck, jedenfalls wenn ich es absolut provoziere. Aber ich brauche das nicht und bin trotzdem offen für Frauen mit Kindern. Weil für mich diese ganze Marktwertschei** so ein Dummfug ist und ich mich als ein Seelenwesen betrachte. Ich fühle mit dem Herzen, nicht mit dem Kopf. Ich finde den Teil unserer gesellschaftlichen Abläufe hochgradig dumm und den Hauptgrund für großes Unglück der Meisten. Hypergamie und dieser ganze Rotz. Ich würde am Liebsten einfach nur eine liebe, moralisch integre Frau an meiner Seite haben. Gerne darf sie attraktiv sein, klar. Aber in erster Linie sollte sie moralisch einwandfrei sein, Herz und Seele besitzen. Mein Pendant. Zu finden extrem schwierig. Gelang mir in meinem Leben erst einmal. Damals war ich selbst aber noch nicht so weit, das zu erkennen. Unreife gepaart mit Unbewusstheit. Deswegen ließ ich meine damlige Partnerin ziehen. Deswegen ist daraus damals das Projekt Beziehung (Teil 1) entstanden. Und deswegen bin ich heute anders als früher, sehr viel anders. So gesehen war es eine schmerzvolle, aber notwendige und im Ergebnis sehr gute Entwicklung für mich.

Eine persönliche Botschaft an alle Menschen, mit denen ich in meinem Leben je zu tun hatte: Danke an alle Menschen, die Anteil an meiner Entwicklung bis hier her hatten. Ich denke da an ganz wundervolle Menschen. Die für mich da waren, in besonderen Zeiten. In Hochphasen, genauso wie in den Tiefs. Besonders in den Tiefs. Der größte Dank gilt meinen Eltern, die immer für mich da waren und es noch immer sind.
Ich danke den guten von Euch allen, genauso wie den schlechten Menschen meines Lebensweges. Ihr habt mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Und ich finde mich so gut wie noch nie zuvor, so wie ich jetzt bin. Die guten von Euch verehre ich, selbst wenn ich keinen Kontakt mehr zu Euch haben sollte. Und manche tollen Menschen verliert man leider im Laufe des Lebens. Ich denke da besonders an meinen Opa, Du bist zu früh gegangen. Und den schlechten von Euch danke ich ebenfalls und lächle Euch durch meinen Rückspiegel zu!

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Zurück zum Thema: Was mich von „Normalos“ unterscheidet, jetzt in Bezug auf mein Date 1 dieser Woche:

  1. Ich habe „jederzeit“ Alternativen, wenn ich möchte. Pickup hat mein Leben definitiv auf ein neues Level gehoben. Damals schon. Und heute nochmals auf eine ganze andere Art. Was hauptsächlich an meinen „neuen“ bzw. anderen Trainern liegt. So ist beispielsweise auch Date 2 entstanden, kommt in Teil 3 dieser Serie.
  2. Ich denke dennoch anders als Andere. Eine Frau mit Kind ist für mich nicht „mehr“ oder „weniger“ Wert. Das sind Kategorien, die auf dem Datingmarkt gelten. Aber ich übernehme nicht die Kategorien der Masse für mich. Ich mache meine eigenen Regeln. Ich date nach eigenen Maßstäben und bewerte nach eigenen Kriterien, aber ich verurteile nicht pauschal.

Es hat ehrlicherweise gesagt allerdings auch meist handfeste Gründe, warum eine Frau beispielsweise schon 1 oder 2 mal verheiratet war und mehrere Kinder hat und mit keinem der Partner mehr zusammen ist. Naiv wäre es zu glauben, dass sie immer „nur Pech“ hatte, die liebe Dame. Systemisch bedingt lohnt es sich hier genau hinzusehen, wo der Fehler im Detail steckt. Es waren sicher nicht alle ihre Männer dumm, blöd, faul, missachtend oder sonst etwas. Und „einfach so“ lebt sich auch niemand auseinander, auch wenn das immer so gesagt wird. Da sind einfach 2 extrem unbewusste Menschen zusammen gewesen. Natürlich „lebt man“ sich dann auseinander. Wer ist denn „man“? Übernimm Verantwortung für Dich selbst!

Ich wünschte, ich könnte mit diesem Wissen zurück in Teil 1 reisen, besser noch weiter zurück. Meine treuen Leser wissen sicher warum… Fr. Schlange… der Grund für das Projekt Beziehung Teil 2. Es gilt aber auch hier nie zu pauschalisieren. Es gilt wachsam zu sein, die kindliche Naivität abzulegen. Und jetzt in Teil 2 bin ich soweit. Ich habe es verstanden! *Die Hände in Richtung Himmel zusammen faltend*
Und manchmal sollte man auch nicht auf Eckhart Tolle hören. Nicht alles ist immer „gut so“ wie es ist. Deshalb hätte ich mich auch nicht blind auf eine Frau mit 2 Kindern einlassen dürfen, die 2 mal verheiratet war. Es hat, wie gesagt, Gründe. Ich hätte die äußeren Umstände und ihr Umfeld stärker in meiner Entscheidungsfindung beachten müssen. Es gab klare rote Flaggen. Ich habe sie übersehen, wahrscheinlich übersehen wollen. Nicht-Danke Eckhart. Aber es sind nicht andere „Schuld“. Selbstverantwortung ist das Stichwort. Ich hatte eine Wahl getroffen. Und selbst wenn die Frau mir ein Bein abgehackt hätte, so bliebe doch die Tatsache, dass ICH mich für diese Frau entschieden hatte. Zum Glück ließ sie mein Bein ganz. Nur das Herz ist vernarbt. Aber das wird schon wieder, bin auf gutem Wege! 😉

Eine persönliche Botschaft an Eckhart Tolle

Lieber Eckhart, ich habe das noch nie so gesagt, aber heute ist es soweit: Ich respektiere Dich sehr und Du hast mir damals in meiner schwersten Zeit mein Leben gerettet. Dafür danke ich Dir von Herzen. Aber alle Gedanken immer auszuschalten und alles anzunehmen was kommt, ist nicht pauschal richtig und gut. Manche Pilze sind nämlich verdammt giftig! Auch wenn sie toll aussehen und für sie mein Spruch „Hauptsache hübsch“ absolut gelten mag. Auch wenn Du der Millionenbestseller-Autor bist und ich nur ein popeliger Blog-Autor mit aus Sicht vereinzelter Menschen angeblich wirren Phantasien (aber einem großen Herzen!), in dem Punkt bist Du weiterhin der Naive. Während ich mich weiterentwickeln durfte/musste. Dank meiner hoffnungslos kindlichen Blindheit (bedingt durch Deine Lehren) habe ich den für mich bislang giftigsten Pilz der Erde geschluckt. Das ist kein Vorwurf an Dich, ehrlich. Als positiven Ausfluss meiner eigenen Naivität gibt es jetzt einen Teil 2. Ich übernehme die volle Verantwortung für mein vergangenes und zukünftiges Handeln. Und falls Du möchtest, können wir uns jederzeit einmal treffen, um über diese Punkte ins Gespräch zu gehen und die Frage zu klären, ob immer „alles ist wie es ist“ und „gut so ist, wie es ist, weil es gar nicht anders sein kann“. Ist es nämlich nicht. 😉

Weiter im Text

Aber das bedeutet umgekehrt nicht, dass ich gezielt nach Frauen mit Kindern suche. Der Rückschluss ist unzulässig. Jetzt datet ein Mann mit all den genannten qualitativen Eigenschaft (siehe Teil 1 dieser 3er-Serie) eine Frau (egal welchen Alters), die bereits ein Kind hat, und angenommen die Frau wäre bereits jenseits der 25… und trifft auf einen Mann, der in der Blütezeit seines Lebens steht und all die oben genannten Voraussetzungen mitbringt… dann?

Dann muss ich mich schon fragen, was in den Gedanken einer Frau vorgeht, die sich nicht schleunigst so einen Typen krallt?! Wahnsinn. Aufwachen bitte. Liebe solche Frauen, ein ganz gut gemeinter Appell an Euch: Kommt bitte etwas von Eurem hohen Ross herunter. Bist du 20, okay, dann sei arrogant oder leg Deinen Fokus auf was auch immer Du für nötig erachtest. Dann tu auf Diva. Nimm Dir die Typen, die Dir nur schnellen Spaß garantieren und sonst nix auf dem Kasten haben. Aber bist Du älter, womöglich mit Kind… dann bitte… und das meine ich absolut ehrlich und wirklich gutmütig… dann bitte bitte schätze Deinen Marktwert realistisch ein! Lies Bücher zu dem Thema. Lass Dich beraten. Beschäftige Dich damit. Was auch immer. Frag mich, sicher auch eine gute Wahl. Egal was. Aber tu etwas! Ansonsten wirst Du entweder einen Typen bekommen, den Du eigentlich gar nicht möchtest und irgendwann aus purer Verzweiflung an Deine Seite holst oder aber Du bleibt die meiste Zeit Deines Lebens Alleinerziehend bzw. ab den 40ern dann für immer Solo. Wahnsinn.

Warum sie nun Fr. Distanz heißen soll?

Nun… wir sehen uns beruflich bedingt nur alle paar Monate. Das Date lief insgesamt recht zurückhaltend ab, keine Körperlichkeiten. Ich hab es aber auch nicht (mehr) nötig zu „eskalieren“. Nichts mehr davon. Ich mache das worauf ich Bock habe. Wenn ich ihre Hand halten will, dann tue ich es. Wenn nicht, dann nicht. Aber ich achte darauf, was für Signale ich bekomme. Anders als als Pickup-Anfänger. Ich sehe mich aber nicht mehr wirklich als Pickupper. Und in dem Fall gab es keine Anzeichen. Und so schlug ich ihr vor meiner Abreise noch vor, dass wir uns früher als erst in ein paar Monaten wieder sehen könnten. Und dann kam von ihr… „Naja weißt Du. Die Distanz zwischen uns ist schon sehr groß. Das sind jetzt nicht die besten Voraussetzungen, um da irgendwas zusammen zu starten. Ich möchte meinen Partner schon in meiner Nähe haben. Wir sehen uns ja dann, wenn Du das nächste Mal wieder hier bist und wir können ja auch dazwischen öfter mal privat telefonieren. Für mich ist das Tempo gerade gut so.“

Deswegen könnte Fr. Distanz auch Fr. Tempo heißen, bzw. Fr. Nicht-Tempo. Oder Fr. Schnecke? Aber ich habe mich für ersteres entschieden.

Frage von mir in die Runde: Was denken Frauen sich, wenn sie so etwas sagen?! Soll ich jetzt halb gar und lauwarm auf dem Abstellgleis warten, bis ich wieder mal oder überhaupt auf den Zug aufspringen darf? Bis der Schaffner dann in seine Trillerpfeife pustet?!

Ernsthaft?!

Jetzt verstehst Du vielleicht, warum ich meine Aspekte in den Ring geworfen habe. Alles was ich als Paket mitbringe. Jetzt ergibt sich hoffentlich ein Gesamtbild. Ich brauche niemanden. Ganz im Gegenteil. Als ich abreiste, wusste ich, dass ich am nächsten Tag vermutlich wieder ein Date haben würde („vermutlich“, weil man nie sicher sagen kann, ob es nicht kurz davor abgesagt wird). Date 2 dieser Woche. Ich bin ein Mann. Ein Mann hat Auswahl, ein qualitativer Mann! Kein Normalo. Kein Angsthase. Kein Herumsitzer. Aber jeder Mann, der einigermaßen was in der Birne hat, auf sich achtet und sich nicht gleich ins Hemd macht, wenn er auf Menschen zugehen muss… tut mir leid… derjenige hat so ein Ding nicht nötig. Was er aber noch weniger hat: Zeit zu warten. Ein Mann wartet nicht. Ein Mann macht. Nimmt sich was er für gut hält. Und wenn er es nicht bekommt, zieht er weiter.

Ich habe ihr natürlich erklärt, dass sich solche Dinge dann immer verlaufen würden, wenn viel Zeit verstreicht und ich da auch nicht fixiert sei. Es sei für mich okay, wenn eben nichts entstünde. „Wenn nicht, nicht. Ist doch okay. Wir müssen uns ja auch nicht gezwungen beim nächsten Mal wieder treffen.“

Der sofortige und geordnete Rückzug

Für mich waren ihre Worte jedenfalls ein großer Abtörner. Ich habe innerlich gespürt, wie es in mir das getriggert hat, was ich früher Dank der vielen Körbe (besonders nach Dates!) entwickelt habe: Die einzigartige Fähigkeit eine Frau sofort loszulassen (ehrlicher Zusatz: Zumindest wenn ich sie noch nicht liebe), sobald ich den Hauch von mangelnder Anziehung ihrerseits verspüre. Ich zog mich innerlich also stark zurück, was mein Interesse an ihr betrifft. Das ist wie bei einer zarten Pflanze, wenn sie gerade erst dabei ist überhaupt zu keimen… und sie dann schon verwelken soll. Passt. Sparen wir uns den ganzen Zyklus der Keimung, des Austriebs und der Blüte. Spart Energie für andere Pflanzen. 😉

Das Leben ist wie es ist und es kommt wie es kommen soll. Und mein Spruch von früher gilt ja noch immer: „Und so packe ich meine Sachen und ziehe weiter…“

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Für die Einen ist Distanz ein Grund. Für die anderen eine Herausforderung und Chance. Ich sehe nur Chancen im Leben, Fr. Schlange hat mich da dankenswerterweise aufgeweckt. Ich war (war!) Dank Teil 1 schon so und jetzt bin ich es mehr als je zuvor wieder.

Auf dem Weg zurück, bald angekommen, erhielt ich am Abend noch eine Nachricht von ihr auf mein Handy. Ob ich gut angekommen sei. Ich antwortete kurz angebunden mit wenigen Worten. So bin ich, wenn ich merke, dass es sich nicht mehr lohnt für eine Sache zu investieren: Lasse ich los. Auf Abstellgleise stellen Dich nur solche Menschen, die sich nicht entscheiden können. Die Gleise sind überall voll davon, von armen Zügen, die gerade nicht für die Deutsche Bahn im Einsatz sind. Hier geht es aber nicht um Züge, sondern um Menschen und deren Gefühle. Wir kennen nie die wahren Beweggründe, warum Menschen uns auf Abstellgleise stellen. Spielt aber auch keine Rolle. Es ist mir egal, warum eine Frau dies oder das tut. Wichtiger ist das Wissen um das Thema der falschen oder richtigen Zeitfenster (zwei meiner besten Artikel aus meiner Sicht, aus dem Jahr 2017: Philosophischer Sonntag – Über Zeitfenster im Leben und Deine Rolle darin (Teil 1 von 2) und Philosophischer Sonntag – Über Zeitfenster im Leben und Deine Rolle darin (Teil 2 von 2)).

Am nächsten Tag, gestern, erhielt ich erneut eine Nachricht. Wie es mir gehe, ob ich das gemeinsame Eis vom Nachmittag schon wieder abtrainiert hätte. Lustig, ein bisschen frech, ihr Humor ist schon gut. Passt ja alles. Ich las die Nachricht allerdings erst nach meinem Date Nummer 2 dieser Woche, mitten in der Nacht. Und da der Artikel so lange geworden ist, gibts die Fortsetzung dieses Artikels und die Story mit Date Nummer 2 dieser Woche in nächsten und abschließenden dritten Teil… 🙂

PS: Ist doch interessant, oder? Ich fahre das Interesse stark zurück – nicht gespielt -, Fr. Distanz schreibt aber trotzdem weiter von sich aus Nachrichten und fragt nach mir. Wie war das noch gleich…? Es würde sich doch „eigentlich gar nicht lohnen“, so in etwa, dass wir da etwas gemeinsam „versuchen würden“. Aber ja, immer schön warm halten. Wie alte Bratwürste in der Auslage beim Metzger. Die schon schrumpelig sind. Die mag zwar niemand wirklich kaufen. Aber manchmal kommt ein sehr hungriger Handwerker herein und ist froh, wenn er überhaupt etwas zum Beißen bekommt. Nicht wahr? Ich bin aber kein Handwerker und hungrig auch nicht. Ich habe genug zu Essen und – wenn ich möchte – auch die Auswahl zwischen anderen Gerichten. Auch solchen, deren Marktwert oberhalb von Bratwürsten liegt. Ich liebe Metaphern!

PPS: Als ich diesen Artikel gestern schon fertig stellte, kam nochmal eine Nachricht von ihr. Ich antworte wieder nur kurz. Andererseits bin ich aber auch ein Mann der klaren Worte und da sie um ein Telefonat fragte, kam ich dem nach. Es wurde ein langes Telefonat. Wir sprachen offen über alles, es war ein gutes Gespräch. Wir kennen uns ja nun auch schon eine Weile, da fallen solche Gespräche leichter. Für sie sei tatsächlich die Distanz der Hauptgrund, warum das zwischen uns aus ihrer Sicht nichts werden würde. Würde ich in ihrer Stadt wohnen, sähe alles anders aus. Sie fände mich sehr attraktiv, meine Augen und auch meine Sportlichkeit würden ihr sehr gefallen, sie fände auch meine Art gut, wie ich gekleidet sei und meine Lebenseinstellung brächte sie auch im Nachgang immer positiv ins Nachdenken. Aha, okay. Aber die Distanz verhindere für sie, dass sie überhaupt mehr investieren möchte. Ich erklärte ihr, dass das für mich vollkommen in Ordnung sei, wenn sie das so sähe. Fairerweise erkläre ich – gut gemeint für sie – auch, dass ich mich an ihrer Stelle im Leben mehr auf die Chancen konzentrieren würde als auf Hürden und Hindernisse. Aber da ich keine weiblichen Freundschaften pflege, teilte ich ihr mit, dass für mich dann die privaten Telefonate und Nachrichten zukünftig zu Ende seien. Auch die beruflichen Korrespondenzen würde ich wieder auf das reduzieren, das Berufliche. Das respektierte sie, auch wenn sie es schade fände. Ich erklärte ihr, dass ich das aus Prinzip machen würde, da ich mich grundsätzlich lieber einer Sache verschreiben würde. Nämlich meiner Partnerin bzw. der Energie auf dem Weg zur nächsten Partnerin. Ich sagte ihr auch klar, dass ich anstelle mit ihr zu telefonieren ein Date mit einer anderen Frau haben könnte. Ganz wertneutral betrachtet, brächte mich das weiter. Sie verstand das alles. Und hätte ich den Eindruck gehabt, dass sie nicht dennoch ein guter Mensch sei, hätte ich von all dem nichts erklärt. Aber ich mag sie, sie ist ein lieber Mensch. Wenn auch etwas unbewusst und vermutlich beziehungstechnisch betrachtet deshalb nicht auf meiner Wellenlänge. Sie ist schon eher „einfach“ und manchmal als Typ sogar eher negativ eingestellt. So wie die meisten Menschen. Das langweilt mich eher. Das zeigt ja auch das Beispiel mit der Distanz. Mir wäre die Distanz egal. Dann ziehe ich eben um, was ist schon dabei. Aber wenn alles immer nur Gründe sind, anstatt Herausforderungen, dann sind derartige Menschen für mich einfach nicht die richtigen. Das spüre ich selbst ja im Gespräch schon. Ich bin es auch leid, irgend eine Frau erst mental „anheben“ zu müssen, damit sie gerade aus laufen kann. Ich bin weder Missionar noch heiliger Samariter. Und so „packe ich einfach wie immer meine Sachen und ziehe weiter“, Du weißt ja. 🙂
Und nun wird es witzig, Achtung: In wenigen Monaten bin ich beruflich bedingt erneut in ihrer Stadt. Sie würde mich dennoch sehr gerne an dem Abend wieder treffen. Ich entgegnete, dass ich mich nie freundschaftlich mit einer Frau treffen würde. Ich würde Frauen daten, nicht weniger. Freundschaft zwischen Mann und Frau käme für mich nicht in Frage. Grüße an Lotusblume, Du bist die einzige Ausnahme! 😉 Sie verstand das und sagte mir, dass sie mich auch nicht nur freundschaftlich treffen wollen würde. WHAT?! Freunde… Freunde…

Von 2 Dates und Marktwerten (Teil 1 von 3)

Was für ein dickes Ding! 2 Dates in einer Woche. Premiere seit… ich kann mich nicht mehr daran erinnern! Ca. 2 Jahre ist das jedenfalls bestimmt schon her, eher länger. Gestern schrieb ich in meinem Projekt Beziehung WhatsApp Chat: „Back in Business“, versehen mit einem: 🙂
Das könnte heute wieder ein langer Artikel werden, nur als Vorwarnung. Aber viele Gedanken bringen viele Worte. Und Spaß macht es mir ja auch. So kann ich den Gedankenballast aus meinem Kopf bringen und für den Einen oder Anderen Leser einen Mehrwert schaffen. Das ist das Ziel.

In Wahrheit bin ich noch gar nicht so weit „zurück im Geschäft“ zu sein, will ich auch eigentlich noch gar nicht sein. Ich will erstmal meinen anstehenden Urlaub angehen. Weiter Kraft tanken, weiter meinen Weg für die anstehenden zukünftigen Irrungen und Wirrungen des Lebens ebnen und mich erst noch von der gesamten Frauenwelt gern haben lassen. Aber ich bin eben kein frustrierter kleiner Junge, der sich absichtlich vor Möglichkeiten des Lebens verschließt. Umgekehrt bin ich auch nicht (mehr, wie kurz nach der vergangenen Trennung) auf dem Trip irgendwem oder mir selbst ein „jetzt erst Recht“ beweisen zu wollen. Weder noch. Ich fühle mich richtig gut derzeit. Es gibt keinen Grund etwas daran zu verändern. Never change a running system, oder? Ganz im Gegenteil: Ich pumpe einfach immer weiter Additive in den Tank. Ziel? Kein Ziel. Einfach mal sehen. Sinn? Kein Sinn. Sinnlos? Sicher nicht. Irgendwo dazwischen. Einfach tun und beobachten was passiert. Irgendwann explodiert das Ding und dann wooohooo! 🙂

Aber dabei vergessen die meisten Menschen einen wesentlichen Aspekt: Es ist ein himmelschreiender Unterschied, wie es IN MIR aussieht oder wie ich mich in der Realität nach außen gebe. Und das heißt nicht irgend etwas vorzuspielen oder so zu tun als sei man jemand anders. Ich rede vom Mindset, der inneren Einstellung: „Ich bin noch nicht perfekt, aber verdammt gut! Gib Gas!“ Die äußere Einstellung sagt: „Das hat nichts mit anderen Menschen zu tun. Ich begegne jedem in Offenheit, in Demut und in Achtsamkeit.“

Lass es mich so sagen: Der Blog hier ist eine Art Gedanken-Tagebuch und drückt das aus, was IN MIR vorgeht. Jetzt denkst Du Dir vielleicht: „Das Eine hängt aber direkt mit dem Anderen zusammen.“ Ja und nein. Eher nein. Wieviel von dem, was Du im Stillen denkst und fühlst, lässt Du tatsächlich den ganzen Tag anderen Menschen gegenüber frei? Fast gar nichts. Du lächelst Deinem Chef ins Gesicht, obwohl Du ihm am Liebsten sagen würdest, dass er Dich mal mal gern haben kann. Du sagst einer Frau in einer Alltagssituation vielleicht: „Oh, danke sehr, Sie sind sehr freundlich!“ und denkst Dir in Wahrheit: „Man, bist Du heiß. Ich würde Dir jetzt am Liebsten die Kleidung vom Leib reißen!“

Das Eine und das Andere sind zwei verschiedene Dinge, fast immer. Michael Schuhmacher wurde sicherlich nicht zigfach Weltmeister, weil er davon ausging, dass er ein ganz passabler Rennfahrer sei, der „schon irgendwie heil ins Ziel kommen wird“. Das wäre absurd zu glauben. Ich würde meinen Allerwertesten darauf verwetten, dass das eher in die Richtung ging: „Ich bin hier der beste Rennfahrer, die Nummer 1 und den Pott hole ich mir. Keine Diskussion und jetzt Vollgas!“ Dass er mit der Einstellung nicht nur beruflich an den Start ging, sondern auch privat, zeigt sein tragischer Unfall beim Skifahren. Immer auf Speed. Immer das Maximum. Aber ich verrate Dir etwas: Lieber gehe ich drauf dabei, das Maximale versucht zu haben, anstatt innerhalb der Mittelmäßigkeit der trägen Masse in der Versenkung zu verschwinden. Lieber sterbe ich an einer Überdosis als an einem schleichenden Siechtum. Aber feel free, jeder wie er will. Und manche, wie sie können.

Ist Michael Schuhmacher trotzdem immer smart und sympathisch aufgetreten und so wahrgenommen worden? Die Antwort ist klar. Das ist aus meiner Sicht der wesentliche Schlüssel zu Glück und Zufriedenheit im Leben: Zu wissen woher man kommt, wer man ist und wohin man möchte. Und dennoch alle Menschen mit Respekt zu behandeln. Dann kannst Du auch der Größte sein, ganz getrost. Wenn auch nur für Dich selbst. Nicht-Reaktiv sein und bleiben! 😉

Aber in einem späteren Teil dieser 3er-Serie kommt nochmal etwas zu dem Thema, wie ich derzeit wahrgenommen werde. Ganz außerhalb des Blogs. Inbesondere von der Frauenwelt. Ich durfte gestern auf Date 2 extrem viel über mich lernen. Weltklasse! Aber erst noch Geduld, wir machen das schön der Reihe nach. Erstmal zu Date 1.

Date 1 der Woche

Das erste Date fand während einer beruflichen Reise in ihrer Stadt statt. Stadt statt. Stadt Stadt Stadt. Hä.
Ich möchte zu dem Date gar nicht viele Worte verlieren. Aber einen Namen möchte ich ihr geben, weil es sein könnte, dass sie hier in irgend einer Form nochmal auftaucht. Ich kann es nicht ausschließen. Lass mich kurz überlegen… hm… was würde passen…

*Fanfare* Ich taufe Dich auf den Namen Fr. Distanz! *Fanfare*

Okay, zugegeben, klingt etwas steril. Aber es hat seine Berechtigung. Später dazu mehr. Wir verstanden uns vor dem Date gut, sonst wäre es schließlich nie zu dem Date gekommen. Wir verstanden uns während dem Date gut. Wir werden uns auch zukünftig gut verstehen, davon gehe ich aus. Aber das ist eben zu wenig für…? Ja für was eigentlich.

Das Date war unspektakulär. Obwohl ich mein Bestes gab, wirklich. Ich fand sie vorher schon sehr süß und ging über viele Monate nicht aktiver auf sie zu, da ich in einer (scheinbar!) glücklichen Beziehung war. Ich blieb ihr gegenüber stets korrekt, charmant, aber professionell und zurückhaltend, weil es aus meiner Sicht keinen Grund für Fremdspiele in einer laufenden Beziehung für mich gibt. Überlasse ich gerne meiner vergangenen Partnerin und meinen zukünftigen Partnerinnen. Grüße gehen raus an Euch, rückwärts und vorwärts. Macht ruhig immer weiter so. Viel Spaß dabei. Lasst es immer ordentlich krachen. Nur verkracht Euch nicht. 😉

Ich ging also fortan offen ran. Wirklich offen. Aber warum sollte ich Dich mit Details langweilen, wenn es einfach unspektakulär war. Es war witzig, wir haben gelacht. Wir hatten auch tiefgehende Gesprächsthemen. Aber ja… interessanter sind meine übergeordneten Gedanken zu diesem Date, die übrigens stellvertretend stehen für alle Dates „dieser Art“. Spektakulär ist ein Date für mich, wenn emotional etwas passiert. In irgend einer Form. Es ist aber nichts passiert, ein bisschen flirty war es, mehr nicht.

Was heißt „Date dieser Art“? Nun, ich habe nicht viel Erfahrung darin Frauen zu daten, die ich „vorher schon irgendwie kannte“. Ein klassischer Pickupper hat fast sämtliche seiner Dates aufgrund kurzfristiger Bekanntschaften. Man spricht die Frau auf der Straße an, in Cafés oder Bars oder Clubs oder im Supermarkt oder oder oder. Du verstehst das Prinzip. Ein Pickupper ist aber im echten Leben auch ein Mensch und nicht nur ein Pickupper. Also hat er auch Freunde (hoffentlich!), Familie (noch mehr hoffentlich!) und einen Job (das ist jetzt Ansichtssache, ob hoffentlich oder nicht!). In Deutschland bekommen bestimmte Personengruppen sowieso alles geschenkt, mies erwischt es nur die Fleißigen oder diejenigen mit körperlichem Handicap (schlimm genug!) oder alte Menschen (bricht mir immer das Herz die Renter Flaschen sammeln zu sehen). Anderes Thema, sei es drum. Nun, jedenfalls habe ich das alles, Freunde, Familie und Job. Und mein Date habe ich über den beruflichen Weg erreicht.

Das ist nichts Kurzfristiges. D.h. man hat auf diese Art „zwangsläufig“ die Möglichkeit den Anderen näher kennen zu lernen. Eher mit der Geschwindigkeit eines tropfenden Wasserhahns als mit der Geschwindigkeit einer außer Kontrolle geratenen Achterbahn. Aber das muss ja nicht negativ sein. Im Gegenteil. Die meisten Beziehungen entstehen aufgrund Bekanntschaften, Freundschafen, familiärem Umkreis oder beruflichen Situationen. Ein Pickupper würde sagen: Social Game. Die wenigsten Beziehungen entstehen, weil sich die zwei Turteltauben in einem Club kennen lernen. Einfach mal umhören. Mache ich regelmäßig, weil es mich immer interessiert. 90% sind aus dem Social Game entstanden. Eher mehr.

Das steht für Beständigkeit, Ruhe und gesundes „Zusammenwachsen“. Aspekte, die mal eben in einem 10 Minuten Gespräch auf der Straße gar nicht existieren können. D.h. man hat sich im sozialen Kreis regelmäßig gesehen, man hat sich regelmäßig gesprochen, man weiß wie der Andere tickt, zumindest in bestimmten Ausschnitten des Lebens. Was es dafür nicht gibt: Einen Überraschungseffekt. Es ist kein großes Paket, aus dem plötzlich ein Clown springt. Es ist stattdessen eine Show, in der jeder bereits seine festen Plätze kennt, die Eintrittskarten sind bezahlt und das Popcorn steht sogar schon mit der Cola am Platz. Das ist weder gut noch schlecht. Und erst recht weder besser noch schlechter als eine Frau „mal schnell im Vorbeifliegen“ kennen zu lernen. Es ist anders. Punkt.

Und mit diesem „Anders“ durfte ich mich nun in meinem Leben auseinandersetzen. Natürlich kommen in mir dann Fragen auf wie:

  • Was ist, wenn das hier nichts wird, wir aber weiterhin zusammen arbeiten müssen? Selbst wenn wir in unterschiedlichen Städten arbeiten?
  • Was ist, wenn das hier zwischen uns irgendwie „aus dem Ruder läuft“ und ich gar nichts mehr mit der Person zu tun haben möchte? Vielleicht weil es sich auch aufgrund irgendwelcher Umstände auf die sonstige berufliche Situation auswirken könnte?
  • Was ist, wenn ich mich Hals über Kopf in die Frau verliebe und sie hunderte Kilometer weit weg lebt? Habe ich Lust auf eine Fernbeziehung?

Es gibt für solche Fragen im Vorfeld nur eine Lösung: Die Fragen aufkommen lassen und keine Antwort suchen! Einfach in den Nebel hinein spazieren und schauen auf welcher Seite man wieder herauskommt. Easy cheesy. Ich mache mir im Vorfeld keine Gedanken mehr darüber „was wäre wenn“. Es interessiert mich nicht. Das hier ist ein Spiel und kein fertig geschriebenes Drehbuch. In einem freien Spiel steht der Ausgang der Partie selten bis gar nicht fest, außerdem gibt es coole, böse und bisweilen auch blöde Ereigniskarten und manchmal wird auch noch von einer Seite geschummelt. Also gilt mein Grundsatzmotto: „Reinschleichen, Auftrag ausführen, rausschleichen!“ Smart statt hart, James Bond Style.

Gedanken ausschalten, eine Hommage an Eckhart Tolle und was die Börse mit Frauengeschichten zu tun hat

Diese ganze Gedankenspinnerei macht doch kirre. Und ja, ich habe in meinem Leben bereits (leidliche) Erfahrung mit der Situation machen müssen wie es ist, wenn zwischen einer Frau und mir beruflich bedingt Nähe entsteht. Das ging ziemlich schlecht aus. Wie Du vielleicht weißt, bin ich stark analytisch veranlagt. Finanzen und Börse sind meine Hobbies. Ist das wichtig? Elementar! Warum? Einfach: Wenn wir bei einem einzelnen Eregnis (eine schlechte Erfahrung mit einer Kollegin!) auf allgemeingültige Aussagen (Finger weg von Kolleginnen!) schließen, dann unterliegen wir einem Denkfehler erster Güte.

Wenn ich an der Börse meine Anlageentscheidungen danach treffen würde, was einmal (!) irgendwo funktioniert oder nicht funktioniert hat, dann wäre ich nach kürzester Zeit pleite. Ein (!) Ereignis sagt GAR NICHTS aus. Lies den Absatz nochmal bitte.

Ich wiederhole mich gerne, denn das ist der größte Denkfehler der bereiten Masse. Von einem (!) Ereignis auf immer (!) zu schließen. Wenn Du einmal Kaviar probierst und er schmeckt Dir, isst Du dann ab jetzt jeden Tag Kaviar? Morgens, mittags und abends!? Wenn Du einmal Deine Haare pink färbst und es gefällt Dir, läufst Du dann den Rest Deines Lebens mit pinken Haaren herum? Wenn Du einmal ein Auto kaufst und Du hattest Pech und es war ein Sonntagsauto, kaufst Du dann den Rest Deines Lebens keine Autos mehr?

Ich hoffe ich konnte den Schwachsinn der allgemeinen Denkmuster klar genug herausstellen. Das ist übrigens zugleich der beste Trost für „missratene Lebenssituationen“. Es war nur eine (!) Situation. Sieh es locker. Beim nächsten Mal kann es ganz anders sein. Vielleicht sogar schlimmer, kann man nicht wissen. Aber Du kannst davon ausgehen. Kalkuliere es ein. Schlimmer geht immer. 😉
Jeder Mensch ist anders. Jede Situation ist individuell. Und die statistische Aussagekraft bei einer Grundgesamtheit von 1… ist?! NICHTS! Null. Nada. Niente. Nothing. Ins Klo damit. Falls ich jetzt in Dir ein „aber, aber…!“ ausgelöst haben sollte… such gerne mal im Internet nach „kognitive Verzerrung“, da gibts die wissenschaftliche Erklärung dazu.

Selbst allerdings keinem Irrglauben zu unterliegen, erfordert in der Konsequenz natürlich manchmal sich bewusst erneut in Situationen begeben zu müssen, die „einem bekannt vorkommen“. Beispielsweise weil (obwohl!) ich einmal eine schlechte (okay, sehr schlechte!) Erfahrung mit einer Kollegin machte. Aber der von außen getriggerte Mensch, wir nennen ihn „der Reaktive“, wird eine solche Situation scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Ein Mensch, der sich nicht blind von äußeren Faktoren triggern lässt, wir nennen ihn „der Nicht-Reaktive“, geht durch so eine Situation durch als wäre es das erste Mal. Gar nicht mal im Sinne von: „Wir sehen mal, ob es diesmal ANDERS wird.“ Sondern im Sinne von: „Das hier ist EINE Situation. Ich schaue was ich daraus machen kann. Fertig.“

Über den Marktwert (von Männern und Frauen) auf dem Datingmarkt

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie Menschen sich selbst auf dem großen Tummelplatz des Datingmarktes einstufen. Wie ich schon sagte, möchte ich über das Date mit Fr. Distanz inhaltlich nicht viele Wort verlieren. Sie ist eine liebe Frau, ja. Sie ist eine Mama, ja. Du weißt ja… ich und meine Mamas… als wäre ich ein Magnet für alle Mamas! Warum nur? Strahle ich solche Papa-Attribute aus, oder was?! Ja gut, ein verdammt guter Papa wäre ich sicher auch. Was soll ich noch alles sein. Wahnsinn. Tausendsassa. 🙂

Jetzt gehen wir es mal ganz einfach und analystisch an, vollkommen realistisch, so wie ich es gestern auch in den Family&Friends-Chat geschrieben habe:

  • Ich bin ein Mann in einem dem Datingmarkt entsprechend hervorragenden (!) Alter
  • Ich bin gebildet, nicht nur Schulklug, sondern Straßenschlau (danke Bodo Schäfer), also beides
  • Ich bin sportlich (wieder sehr! Date Nummer 2 nannte mich „Sportskanone“)
  • Ich habe ein gutes Auskommen (Tendenz steigend, nachdem ich wieder Zeit für meine Kernthemen Börse und Finanzen habe und nicht mehr Aushilfs-Und-Wegwerf-Papa spielen muss)
  • Ich bin körperlich gesund und emotional stabil
  • Ich kleide mich richtig gut, gute Garderobe. Details sind aufeinander abgestimmt. Eigentlich müsste ein Blinder mit Gehstock erkennen, dass ich Stil habe.
  • Ich bin gepflegt. Sowohl meine Klamotten (z. B. saubere weiße Sneakers! Wieviele Typen tragen schmutzige Schuhe?! Pfui! Widerlich!) als auch ich.
  • Ich habe keine Kinder und war auch noch nie verheiratet (keine Altlasten!)
  • Und vor allem: Ich bin derzeit in einer mentalen Verfassung, die ich auf dem Level noch nie zuvor hatte. Mir geht es gut. Ich kann Bäume ausreißen. Gefühlt gehört mir derzeit die Welt. Auch hier: Tendenz steigend. Ich greife gerade nach den Sternen, als nächstes ist der Mond dran! 😉 Ich brauche nichts und niemanden. Aber 1 + 1 darf dennoch gerne 3 ergeben. Offen für das Gute. Verschlossen für Nonsense.

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Wo sind nun bitte die negativen Aspekte an mir?!

In der Auflistung fehlt Dir vielleicht der Punkt „Aussehen“?! Oder „Charakter“ und „Verhalten“ oder solche Dinge? Geschmacksache, ich kann nicht beeinflussen was anderen Menschen gefällt oder nicht. Ich kann nur das tun, was ich für richtig halte. Und ich halte für vollkommen goldrichtig was ich tue. Das trifft nicht immer auf die Vergangenheit zu. Aber das ist auch nicht jetzt und damit auch nicht die Realität. Real ist, was jetzt und hier passiert. Und hier fühlt sich alles was ich tue richtig an. An diesen Dingen kann ich nichts ändern bzw. möchte es auch gar nicht. Gilt für mein Verhalten gleichfalls. Ich wünschte mehr Menschen wären wie ich, warum sollte ich mich also anders verhalten als genau so wie ich bin? Wäre ja geradezu paradox.

Silikonbrüste bringen bei mir außerdem nichts, bin ja ein Mann. Und einen Fake-Sixpack brauche ich auch nicht, den habe ich bald ganz natürlich. 😉 Größe, Hauttyp, Gesicht usw. sind natürlich vorgegeben. Hier zu versuchen etwas zu tun, wäre wider die Natur. Das ist fake, darauf stehe ich auch nicht. Realistisch gesehen bin ich bestimmt keine 10. Sonst wäre ich längst Instagram-Model. Aber ganz sicher bin ich auch keine 5. Alles letztlich nicht so wichtig, im Denken bin ich nämlich schon ein ganz Großer! 😉 Genau darauf kommt es im Leben an, Mindset.

Es geht mir in der Aufzählung auch eher um „Fakten“ und weniger um „weiche Komponenten“ wie Charaktereigenschaften. Die sind einfach Geschmackssache, das überlasse ich der Frau. So ein bisschen wie beim Quartett. „Mein Auto hat 512 PS und ist stärker als Deines, Du hast nur 388 PS!“ oder „Mein Auto ist älter, deswegen gewinnt meine Karte!“. Das sind Fakten. Da kann man nicht diskutieren. Da gilt ja auch kein „Mein Auto hat die schönere Farbe!“, oder? So schon mal jemanden Quartett spielen sehen? Ich nicht.

Warum zähle ich all das auf?

Fortsetzung folgt, es bleibt und wird weiter spannend… 😉

PS: Mein erster 3-Teiler nach langer Zeit! YEAH!

2 Dates in einer Woche?

Jetzt, wo ich beginne diesen Artikel zu schreiben, ist es 23:35 Uhr. Montag. Gehen wir es mal rückwärts an. Ich komme gerade vom Duschen. Und davor vom Joggen. 1 Stunde. Und davor? Von der Arbeit. Und davor? Vom Krafttraining, 1 Stunde. Brust und Trizeps.

Was?! 2 Mal Training an einem Tag?

Jop! In letzter Zeit schiebe ich zwischendurch hin und wieder eine zweite Einheit Sport am Tag ein. Warum? Weil es mir so viel Spaß macht?! Super nicht! Ich finde sowohl Joggen als auch Krafttraining ziemlich stumpf. Aber der Mehrwert kommt eben erst danach bzw. dadurch. Nicht beim Sport. Warum also dann 2 Einheiten pro Tag? Nun… ich bin insgesamt mit dem bisherigen Resultat ziemlich zufrieden. Aber nicht mit dem aktuellen Fortschritt. Das geht mir zu träge. Der Sixpack kommt gefühlt im Schneckentempo. Und das auch nur, wenn ich den Zeitraffer auf Turbo stelle. Das ist mir einfach zu langsam. Kann ja nicht wahr sein.

Es ist aber auch echt eine krasse Nummer, über viele Wochen im Kaloriendefizit zu leben. Inzwischen schaffe ich das schon nicht mehr täglich. Der Hunger holt mich gelegentlich ein und da ich ein Genussesser bin, ist das doppelt hart. Nun, gestern war ich beim Schwimmen und in der Sauna. Gut, das Schwimmen fiel ziemlich kurz aus. Das mache ich noch weniger gerne als Joggen und Krafttraining. Hauptaugenmerk lag auf dem Entspannen und den Saunagängen.

Und ich sah mich im Schwimmbad um. Und sah was? Größtenteils übergewichtige Menschen. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass es auch ein Freibad gegeben hätte. Dort waren wahrscheinlich die heißen Hasen, leicht bekleidet, Eine athletischer als die Andere. Aber da gibt es eben keine Sauna. Also blieb nur die Wahl ins Schwimmbad zu gehen. Ich bin selten in Freibädern, also ist das nur so eine Vermutung. Aber warum geht ein Mensch ins Freibad? Vermutlich um seinen Ferrari zur Schau zu stellen. Respektive sein Fahrgestell bzw. seine Fahrgestellin. Ich würde 5 Euro – nein halt, 100 Euro ! – wetten, dass das durchschnittliche Körpergewicht der über 18 Jährigen in Freibädern deutlich niedriger als das der Menschen in Hallenbädern ist. Ich habe keinen Beweis dafür, nur so eine Vermutung. Wieder so eine meiner bekannten kruden Thesen. Aber ganz vermutlich eben auch wieder zu 99% wahr. Vielleicht könnt Ihr aus Erfahrung etwas dazu sagen? Ich bin so selten beim Schwimmen, keine Ahnung. Aber wäre nur logisch.

Und da mir also die Sache mit dem Sixpack einfach zu langsam vonstatten geht, drücke ich etwas auf den Turbo und bringe zusätzlichen Druck in den Kessel. Manch Einer hält meinen Ehrgeiz inzwischen für übertrieben. Aber der Gewöhnungseffekt tritt inzwischen auch in meinem engsten Umfeld ein. So dass es „ganz normal“ geworden ist, dass ich „schon wieder“ Sport treibe. Steter Tropfen höhlt den Stein, heißt es. Betriebsblindheit würde man das im Job nennen. Der Fleißige ist eben immer fleißig und der Faule immer faul, beides doch längst nicht mehr der Rede wert, oder. Kennst Du bestimmt auch bei Dir aus dem Job. Man ist halt da. Inventar. Dabei rufen die Guten jeden Tag Höchstleistung ab. Ein roter Teppich gehört ihnen dafür eigentlich ausgerollt. In der Realität gibt es aber eher einen Arschtritt für die Fleißigen, dazu mehr Arbeit. Und die Faulen werden noch mehr in Ruhe gelassen. Wissenschaftliche Studien zeigen immer wieder klar, dass in Unternehmen 80% der Arbeit von nur 20% der Belegschaft gemacht wird. Nicht meine Zahlen. Ist aber so. Pareto gilt überall. Und deswegen sind mir der größte Lohn und die größten Anerkennungen meine eigenen. Macht frei. Ausprobieren!

Im Hallenbad gestern gab es nichts fürs männliche Auge. Viele Mütter mit Kindern. Einige Paare. Ich ging aber auch nicht zum Schwimmen, um jemanden kennen zu lernen. Allerdings ließ ich mich durchaus motivieren, als ich insgesamt gerade einmal 2 (!) athletische Männer gesehen habe. Und ich dachte mir: „Dahin will ich auch noch kommen! Schön niedriger Körperfettanteil. Ordentlicher Oberkörper. Sichtbare Bauchmuskulatur. Guter Mann. Top Typ.“

Hinter so etwas steckt richtig viel Arbeit. Früher hätte ich das nicht für möglich gehalten, jemals selbst zu erreichen. Ehrlich gesagt hatte ich das auch nie im Fokus. Heute weiß ich es gewiss, dass ich es schaffen werde. Zeitweise stecken da eben auch 2 Einheiten pro Tag drinnen. Von nichts kommt nichts. Mich hat das jedenfalls enorm motiviert zu sehen, dass es Menschen gibt, die das bereits geschafft haben. Die bereits da sind, wohin ich noch kommen möchte. Inzwischen habe ich einen echten Respekt vor solchen Menschen. Es geht nicht um ihren Körper. Es geht um den Aufwand, die Zeit und die Schinderei, die sie betreiben, um in solch eine brutale Form zu kommen. „Meine“ Trainer sagen ja einheitlich man solle als Anfänger langsam tun. Wenn man jahrelang kaum Sport getrieben hatte, sollten zu Beginn 2 oder höchstens 3 Einheiten wöchentlich reichen. Da sonst erfahrungsgemäß die Motivation abnehmen würde und die Gefahr drohe nachzulassen oder gar aufzuhören. Glaube ich gerne. Gilt aber ganz offensichtlich nicht für mich. Ich war schon immer ein Extremist. In allem. Begeistert mich etwas… begeistert mich etwas! Ende. So einfach. Nicht quatschen, machen!
Solche Menschen haben Energie. Und ich rede nicht von den Disko-Pumpern mit fetten Oberarmen, nach vorne gewölbter Brust und Schultern (muskuläre Disbalance) sowie einem Ranzen unten dran. Gerne dunklen Typs mit schwarzem Bart, südländischer Phänotypus. Ja ja, meine Stereotype, ich weiß. Wie immer. Ist aber so und selten anders. Egal. Ich spreche auch nicht von steroiden Bodybuildern. Sondern von natürlicher Athletik, so etwas:

2019-08-27

Früher wäre ich an ihnen vorbei gelaufen. Vor 10 Jahren hätte ich mir vielleicht sogar noch gedacht: „So ein Schönling!“ Heute würde ich mich vor jedem verneigen, der das geschafft hat. Da steckt so viel Arbeit drinnen, wie sich andere Menschen in ihrem gesamten Berufsleben nicht machen. Fall sie jemals überhaupt arbeiten gehen. Ach Gott, lassen wir das.

Immer gut anziehen, immer ein gutes Parfüm auftragen!

Das wäre kein echter Blog, wenn ich dem Zeitgeist entsprechend nicht auch mal (Beauty-)Tipps raushauen würde. 🙂 Und so war ich gestern eher sportlich gekleidet. Kurze Hose (super selten bei mir!) und ein hautenges Shirt. Dazu eines meiner Lieblingsparfüms. Warum ist das so wichtig? Nun, Geduld!

Nach 3 ausgiebigen Saunagängen mit einem Aufguss (mein erster im Leben, echt mega!) war es irgendwann auch wieder Zeit den Weg nach Hause zu bestreiten. Ich zog mich also an und sprühte nochmal 2 Stöße von meinem Parfüm auf. Meinem Liebglingsparfüm. John Varvatos – Vintage. Beauty Tipp 1! 😉 Kennst Du diese kleinen Fläschen zum selbst Nachfüllen und mitnehmen? Man zieht den Kopf der originalen Parfümflasche ab, so dass nur noch dieser weiße „Strohhalm“ heraus ragt. Dann setzt man sein „Reise-Nachfüll-Fläschchen“ oben drauf und pumpt sich auf die Art jedes gewünschte Parfüm im Hosentaschenformat selbst um. Das mobile Parfümfläschchen ist dabei kleiner als ein Lippenstift. Und inzwischen gehört dieses Utensil zu meinem festen Repertoire. Eigentlich immer in Griffweite. Genial. Also nichts zum Hineinkippen, sondern tatsächlich zum „abpumpen“. Sifft nicht, läuft nicht aus. Weltklasse. 8 Euro bei Müller. Gut, 7,99 Euro. Erbsenzähler. Gut investiertes Geld! Und das Richtige für den Mann von heute. Also liebe Beauty-Bloggerinnen, was Ihr könnt, kann ich auch. Das war Beauty-Tipp Nr. 2! 😉

Auf dem Weg nach Hause kam mir die Idee mich noch irgendwo zu einem Mahl niederzulassen. Zur Feier des Tages. Immerhin war Sonntag. Grund genug zu feiern. In aller Ruhe. Ein Tag zur Entspannung. Das Ende der Woche. Der letzte Tag von 7. Sozusagen der Gute-Nacht-Tag von 7. Und so fuhr ich noch zu einem Griechen. Ich setzte mich an einen 4er-Tisch im Terassenbereich. Neben mir saßen am Nachbartisch bereits 3 Frauen. Als die Bedienung kam fragte sie uns: „Gehören Sie zusammen?!“ Ich antworte sogleich: „Noch nicht!“, und lachte dabei schelmisch. Das wiederum fanden auch die 3 Frauen recht amüsant. Ab da war das Eis gebrochen und wir unterhielten uns über Diverses. Gut, in Wahrheit brauche ich keine Eisbrecher mehr. Aber sagt man doch so, „das Eis brechen“. Wenn wir davon ausgehen, dass die Titanic nicht gesprengt worden ist, sondern der offiziellen Theorie bzw. Geschichtsschreibung glauben schenken möchten, dann wäre ich, wäre ich die Titanic, einfach durch den Einblock durch gefahren. Aber das kommt nicht gut an beim Eisblock. Und in so einem Fall auch nicht bei den Frauen. Also bricht man das Eis erst. Für gewöhnlich. So auch da.

Wo sie herkommen, was sie gemacht haben. Woher ich komme usw. Das Übliche. Dabei versuchte ich allen 3 gleichermaßen Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und interesierte mich für sie. Obwohl mir tatsächlich nur die Eine gefiel. Wirklich gefiel. Was für eine süße Frau. Und nach ein paar Statements meinerseits kam von ihr auch schon aktiv die erste Frage an mich. Gutes Zeichen, machen Frauen selten. Ich nahm die Situation gerne an, unterhielt mich dennoch weiter mit allen gleichermaßen. Und das war nicht kalkuliert gespielt, sondern inzwischen ist das integraler Bestandteil von mir. Ich bin mir natürlich um die Wirkung bewusst in dem Moment. Aber ich spiele nicht damit. Es ist wie zu atmen. Jeder tut es, aber darüber nachzudenken ist nicht nötig. Automatismus.

Das ging so über das ganze Essen hinweg. Und irgendwann war es dann so weit. Ich drehte mich etwas in Richtung der Braunhaarigen (wie immer!), grinste sie an und sagte: „Ich finde Dein Lächeln so mega süß!“, verzögerte kurz, bis sie das Kompliment aufgenommen hatte, und schob hinterher: „Wir sollten unbedingt mal zusammen etwas trinken gehen!“. Sie reagierte spontan und freudig, sagte sofort zu. Anschließend unterhielten wir uns alle noch etwas über dies und das. Nichts Dramatisches. Keine große Zaubershow. Später tauschten wir noch Nummern und vereinbarten direkt für diese Woche ein Date am Abend. Was mir an ihr besonders gefiel? Ihre natürliche Art. Kaum Schminke. Und vor allem? Ihre wahnsinnig feminine Art. Ich bin überwältigt, wenn ich so etwas erleben „darf“, muss ich beinahe sagen. Keine Power-Möchtegern-Emanze. Einfach eine liebe Frau, dem ersten Eindruck nach. Und es blieb mir nicht verborgen, dass sie ursprünglich auch nichtdeutsche Wurzeln haben musste. Ich hatte richtig geraten. Südländisch. Perfekt. Absolut perfekt. So. Genug glorifiziert. Jedenfalls schrieb ich sie noch am Abend kurz an und heute Früh kam auch eine Antwort von ihr, sogar mit einer Frage, was ich noch so gemacht hätte. Oho! Warten wir es ab. Ende der Woche wissen wir mehr. Ich rechne mit einer Dateabsage. Wie immer! 😉

Was ist nun mit dem Style?

Was hat die ganze Story mit den Klamotten und dem Parfüm zu tun? Ganz einfach: Ich rechnete sicher nicht damit, dass ich nach der Sauna in einem Griechischen Restaurant 3 Frauen begegnen würde, wovon mir eine unheimlich gefallen könnte. In der Regel habe ich solche Situationen derzeit auch kaum, da ich sie nicht aktiv suche. Aber ich weiß auch, dass sie manchmal aus heiterem Himmel zugeflogen kommen. Wie ein 10 Euro Schein, der vor Dir auf dem Boden liegt. Einfach so. Und wenn Du ihn haben möchtest, musst Du ihn nur aufheben. So ist das auch beim Frauen Kennenlernen. Das Gute beim Essen in dieser Situation war natürlich, dass keiner einfach „weglaufen“ kann. So ist genügend Zeit um sich etwas „kennen zu lernen“. Perfekt für mich. Und ich fühlte mich wohl in meinen Klamotten, obwohl es ausnahmsweise definitiv kein James Bond Style war. Spielt aber keine Rolle. Ich hatte meine Klamotten bewusst ausgewählt für den Tag. Und mein Parfüm hat sie vielleicht auch bei der Verabschiedung vernommen. Falls nicht? Nicht schlimm. Es hat jedenfalls unmöglich geschadet. 😉
Wir merken uns: Bist Du ein Mann, dann ziehe Dich immer gut an! Mindestens aber wähle Deine Klamotten bewusst aus. Einfach irgend etwas über den Körper zu ziehen, nur damit da draußen niemand Deinen Pipi nackig sieht, ist zu wenig. Außer Du bist glücklich vergeben. Dann kannst Du Dich anziehen wie Du möchtest und einfach gehen lassen. Allerdings musst Du dabei in Kauf nehmen, dass Du auf die Art früher oder später wieder Single wirst. Aber das führt jetzt hier zu weit, ich hatte vor einigen Wochen mehr zu dem Thema geschrieben. Stichwort: „Bleib attraktiv für Deine Partnerin, sonst ist sie es früher oder später die längste Zeit gewesen… Deine Partnerin.“

Und das zweite Date?

Das ist eigentlich das erste. Das habe ich heute Abend, also Dienstag. Und zwar diesmal… wie soll ich sagen… eher aus dem sozialen Kreis. Nun, wir kennen uns schon bestimmt seit 2 Jahren. Wir haben beruflich miteinander zu tun, wobei sie in einer anderen Stadt arbeitet. Anfangs – vor vielen Monaten – telefonierten wir immer dann, wenn es einen beruflichen Anlass dazu gab. Das hat sich im Laufe der Zeit etwas gewandelt. Inzwischen telefonieren wir zwar immer noch nur, wenn es einen beruflichen Anlass gibt, allerdings nutzen wir beide regelmäßig gerne Gelegenheiten, um einen solchen beruflichen Anlass zu konstruieren. Dann plaudern wir ein wenig über das Berufliche und recht schnell geht es um Urlaub, Familie, Freizeit, Wünsche, Ziele, Sport usw. Habe ich in der Form auch noch nie erlebt. Auf die Art ein Date zu erreichen. Fast nur übers Telefon und ein paar mal Hände schütteln?! Was mich dazu neigen lässt zu meinen, dass ich wohl besser spreche als ich aussehe. Haha! 🙂

Und alle paar Monate bin ich dann auch mal in ihrer Stadt, ebenfalls beruflich bedingt. Natürlich lasse ich es mir nicht nehmen auch bei ihr im Büro freundlich anzuklopfen und der lieben Frau hallo zu sagen. Wenn ich sowieso in den Nachbarabteilungen Termine habe. Übrigens waren wir ewig lang per Sie. Vor ein paar Monaten erst habe ich ihr dann persönlich das Du angeboten. Interessant sind doch auch wieder 2 Dinge an Ihr, neben ihrer humorvollen und charmanten sowie extrem aufmerksamen Art: Erstens ist sie ein paar Jährchen älter als ich, was ich niemals dachte. Ich ging davon aus, dass sie ein paar Jahre jünger als ich wäre. Offenbar hat sie da extrem gute Gene. Und zweitens ist sie Mama. Tadaaaaaa. Ich und meine Mamas. Mann!!! Warum immer ich?! Warum müssen Mamas immer so süß sein?!

Was das allerdings in einem Mann auslöst, wenn man sich über so lange Zeit langsam und Zug um Zug kennen lernt…? Langsam verstehe ich, warum so viele Beziehungen oder Techtelmechtel im beruflichen Umfeld entstehen. Man ist lange Zeit fast „gezwungen“ mit der anderen Person Zeit zu verbringen. Und dabei lernt man sich kennen. Irgendwann stellt man fest, dass man sich sympathisch findet. So war das hier in meinem Fall. Also die Sache mit der Sympathie. Zu Beginn war das ganz anders. Ich bin – beruflich bedingt – ihr gegenüber eher aufgetreten wie die Axt im Walde. Aber keiner hat gesagt, dass man mich nicht auch weich klopfen kann. Nun, außerdem wusste ich bereits, dass sie ein Kind hat. Aber ich bin da ja nicht so. Mütter mit Kindern haben genauso einen tollen Mann verdient!

Und so gehe ich mit verschiedenen Gedanken in die anstehenden Situationen:

1. Wieviele der 2 Dates werden tatsächlich stattfinden? Beim heutigen rechne ich fest damit. Beim zweiten bin ich mir da nicht sicher, wie immer. Das ist erfahrungsgemäß auch reine „Glückssache“. Ein Spiel mit dem Zufall. Meistens kommt doch die Absage oder nicht mal die.

2. Falls beide stattfinden, wäre das die erste Woche mit mehr als 1 Date seit…? Über 2 Jahren! Wahnsinn. Witzig ist für mich ja, dass ich solche Situationen derzeit gar nicht bewusst suche. Wenn sich eine Chance ergibt, nehme ich sie gerne wahr. Bin ja sowieso alleine unterwegs, 1 + 0 = 1. Aber aus 1 + 1 kann ja auch mehr als 2 werden. Insofern gibts immer etwas zu gewinnen. Offen bleiben. Tschakka!

3. Frage ich mich, was wohl passieren würde, wenn ich wieder aktiv pickuppen gehe. Dabei weniger dieser Pickupper zu sein wie damals, sondern mehr aus meiner Mitte heraus. So wie ich momentan eben drauf bin. Ich sprühe vor Energie, das hatte ich zuletzt schon geschrieben. Was passiert erst, wenn ich diese Energie einsetzen würde, um wieder so richtig aktiv Alltagssituationen mit Frauen zu suchen? Gesetz der Resonanz. Mir geht es derzeit echt gut. Ich fühle mich ziemlich frei und unabhängig. Um nicht zu sagen: Großartig. Mein Sport ist mein täglicher Antrieb. Die Frauen sind es nicht. Aber ich merke, dass es Spaß macht, beides. Und ich glaube, dass Spaß eine gute Voraussetzung ist, um ganz passabel Frauen kennen zu lernen. Ich gehe sogar davon aus, dass ich mich – dank meiner aktuellen Verfassung – kaum vor Dates retten könnte, wenn ich wieder richtig aktiv pickuppen gehen würde. Die Aussage setzt natürlich die Messlatte schon ziemlich hoch. Aber genau darum geht es im Leben: Seine Komfortzone immer wieder ein Stück weiter zu verschieben. Natürliches Wachstum. Aber dann seinem eigenen Anspruch auch gerecht zu werden. Exakt daran scheitern doch die Meisten! Ist es nicht so? Arrogant ist für mich, wer ein Maulheld ist. Ein Star ist für mich, wer ankündigt und dabei Wort hält! Warum ist der stille Macher für mich kein Star? Nun, er kann in Ruhe machen. Ohne Publikum. Wenn ihm etwas gelingt, ist gut. Wenn nicht, hat nie jemand etwas davon erfahren und er kann seinen Misserfolg unter dem Teppich für sich behalten. Das ist für mich ein bisschen wie Angsthasenfußball. Auf sicher spielen. Möglichst kein Tor kassieren. Nichts für mich. Aber immerhin hat er es probiert, das muss man anerkennen, der gemeine Angsthase. Die Meisten machen nicht mal das. Weder ankündigen noch überhaupt ausprobieren und starten.

Muhammad Ali, übrigens einer meiner größten Vorbilder seit Kindheitstagen, hat in seinen 20ern regelmäßig die Runde angekündigt, in der er seinen Gegner ins K.O. schicken würde. Er hatte dabei erwiesenermaßen atemberaubende Wahrsagerqualitäten. Was ihn zum Erzfeind Vieler und außerdem unabhängig davon in Bezug auf seine Äußerungen bezüglich der Schwarzenrechte zum Verhassten des Establishments machte. Jahrzehnte später wurde er zum Sportler des Jahrhunderts gekürt und durfte das Olympische Feuer entzünden. Du verstehst worauf ich hinaus möchte, hoffe ich. Ganz ohne Überheblichkeit oder Größenwahn. Man kann von sich überzeugt sein und trotzdem ganz real bleiben. Natürlich. Die Frage ist nur was Andere als „natürlich“ an Anderen empfinden. Unwichtig. Lass Dich nicht ungewollt triggern von außen, ganz ganz essientiell im Leben! Wichtig ist nur wie Du Dich fühlst. Was Du an Dir selbst als natürlich empfindest. Damit glaube ich, haben die meisten Menschen ein Problem. Sie versuchen in Raster zu passen und „der Norm“ zu entsprechen. Ohne zu merken, dass wir alle einzigartig sind. Und ich glaube – nein, ich bin überzeugt davon -, dass in jedem von uns etwas Einzigartiges steckt. Jeder müsste nur endlich mal seine Angst über Board werfen und schwimmen. Das ist alles. Und das aktive Pickuppen habe ich mir für die Zeit nach meinem im Kürze anstehenden Urlaub vorgenommen. Nicht um meine Traumfrau zu finden. Sondern einfach nur… zum Spaß. Irgendwo will die ganze Energie hin. Und ich merke, dass ich derzeit in einer echt guten Ausgangslage bin. Nur Finanzen, Persönlichkeitsentwicklung und Sport sind mir zu wenig. Vorhin beim Joggen habe ich übrigens gespürt, dass demnächst irgendwelche großartigen Dinge passieren werden. Eine oder mehrere große Veränderungen stehen an. Ich weiß noch nicht wie und ich weiß noch nicht was. Aber ich fühle mich wie eine Kugel, die auf einer Steinschleuder nach hinten gezogen wird. Immer weiter gespannt. Um ehrlich zu sein habe ich sogar das Gefühl ich sei die Kugel und gleichzeitig derjenige, der die Steinschleuder spannt. Verrückt. Und irgendwann fliege ich los. Und ich glaube es ist nicht mehr lange hin. Beschreiben kann ich es nicht, aber es wird etwas Großes und vielleicht sogar Großartiges passieren. Ich freue mich jedenfalls darauf, auch ohne zu wissen was da genau kommt.

PS: Nur so ein Gefühl. Aber ein sehr reales! To be continued… 😉

Das für mich jetzt schon wertvollste Video des Jahres 2019

Nachdem ich letztens schon etwas von Coach Cecil verlinkt habe (Ich glaub, ich muss da mal ein Video hinterher schieben), gibts heute noch ein Video von ihm. Eines von Format, aber richtig satt. Für mich das jetzt schon wertvollste Video des Jahres 2019.

Warum?

Aus mehreren Gründen. Erstens ist der Typ mir von seiner Art her verdammt ähnlich und das ist per se schon mal sensationell selten. So selten, dass ich mich dann freue wie ein Honigkuchenpferd. Und ich mag seine didaktische Art, die mir ebenfalls verdammt ähnelt. Geschmacksache natürlich. Kantig! Wenn er mal ins Argumentieren kommt, dann rollt der Zug. Und wenn er von etwas überzeugt ist, steckt er in eine Sache ganz offenbar viel Herzblut hinein. Und dann… kommt noch dazu, dass er einfach ein absoluter Experte auf seinem Gebiet ist. So empfinde ich das. Ich ziehe meinen Hut vor Menschen mit soviel Rückgrat. Man muss das auch aushalten, sich einer breiten Öffentlichkeit dermaßen kontrovers und teils provokativ zu stellen. Eben nicht nur inhaltlich, sondern auch didaktisch. Immer mitten auf die 12. Gerade aus.

Immerhin hat er auf Youtube doch über 100.000 Follower und verdient sein Geld mit dem was er tut. Da kann eine „falsche“ Art auch Geld kosten. Weil sich der eine oder andere Zuschauer auf den kleinen Zeh getreten fühlt. Ich bin wirklich beeindruckt von diesem Mann und wünsche mir mehr Menschen von dieser Sorte. Inhaltlicher Tiefgang, absolutes Detailwissen, gepaart mit energiegeladenem Selbstvertrauen und Handeln aus Überzeugung. Respekt. Ein echter Kerl.

Nun zum Inhaltlichen: Ich halte mich seit ca. 2 Monaten ganz intensiv an seine Empfehlungen in Sachen Ernährung. Low Carb einerseits. Vitamine und Mineralstoffe andererseits. Und nach gerade einmal 8 oder 9 Wochen kann ich noch nicht aus jahrelanger eigener Erfahrung berichten, dass das funktioniert, was dieser Mann erzählt.

Aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass es zumindest seit 2 Monaten funktioniert. Ich bin fitter als je zuvor. Ich bin energiegeladener als je zuvor. Ich bin positiver als je zuvor. Ich habe das Gefühl, dass mein Selbstbewusstsein auf Anschlag läuft. Ist das irgend ein Psycho-Zeug und reine Einbildung? Nein. Glaube ich nicht. Das hat ganz sicher etwas mit Hormonen zu tun. Testosteron, Serotonin, Dopamin usw. Emotionen werden maßgeblich durch den Hormonhaushalt im Körper beeinflusst bzw. ausgelöst. Dinge, die in der Schulmedizin großenteils unbekannte Themenfelder sind. Und bei Otto-Normal-Verbraucher umso mehr.

Deswegen soll man bei langanhaltender Niedergeschlagenheit auch „einfach mal lächeln“, „das Leben leicht nehmen“, „wird schon wieder“ usw. Wer kennt das nicht? Was für ein Quatsch. Ein Blutbild und eine Analyse des Hormonhaushalts wären fast immer sinnvoller. In aller Regel sind Menschen, die depressiv sind, in irgend einer Art massiv unterversorgt. Und damit meine ich nicht Luft und Liebe.

Ich war vor einigen Monaten auch öfter nicht so gut gelaunt. Obwohl ich doch allen Grund dazu gehabt hätte. Familienleben und so. Alltag und so. Normal halt. Und so. Nee! Nix is normal. Wenn man sich nicht bewegt, wenn man dann noch das Falsche isst (Kohlenhydrate = Zucker) und dann auch noch die falschen Menschen (egal ob Freizeit oder Job) um sich herum hat und sich dann auch noch mit Negativmeldungen beschäftigt (Nachrichten zum Beispiel), dann ist doch klar was im Körper passiert. Man baut ab, bekommt eine Matschbirne und einen Matschkörper.

Die volle Ladung!

Beispielsweise knalle ich mir derzeit 10.000 Einheiten Vitamin D3 rein, täglich. Früher (Teil 1) waren es 1.000 pro Tag. Ich ballere mir morgens außerdem den von ihm empfohlenen Vitamin-Cocktail rein (zu finden in seiner Playlist, für alle Interessierten). Ich mache gerne Werbung für Weltklasse-Menschen. Ohne ihn persönlich zu kennen zwar, aber soviel traue ich mir zu sagen zu.

Vitamin C, Spirulina, Astaxanthin, Multivitamin, Vitamin D3. Alles in Tablettenform, bis auf das Vitamin D3, das nehme ich flüssig. Verrückt, oder? Total ungesund und vollkommen magenschädlich, oder? 🙂 Das musste ich mir zu Beginn im nächsten Umfeld hauptsächlich anhören. Menschen haben doch alle Meinungen. Aber was sollte einem mehr wert sein? Die Meinung anderer oder das Wissen anderer? Gratwanderung. Das Wissen anderer kann man nutzen oder nicht, das ist neutral. Aber die Meinung anderer, die muss man aushalten können. Fortgeschrittene ignorieren sie einfach, ist noch besser. Mein Tipp.

2019-08-22

Unwissenheit schützt aber vor Strafe nicht. Und die „Strafe“ für chronischen Vitamin- und Mineralstoffmangel bekommen wir Menschen früher oder später mit der harten Keule unseres eigenen Organismusses übergebraten. Es ist nur eine Frage der Zeit. Aber dafür sind wir allesamt anderweitig bestens versorgt. Überversorgt! Vor allem mit Kohlenhydraten und dann ganz speziell noch mit der perversesten Form davon, Zucker.

Ich hab das einfach umgedreht und eingetauscht. Ich lasse den Zucker und die Kohlenhydrate weg und esse dafür viel Gemüse und nehme dazu noch die Vitamine und Mineralstoffe. Also das Gegenteil der bisherigen Ernährung. Ich aß so gerne Nudeln… lecker! Esse ich heute auch noch gerne, habe ich aber seit vielen Wochen nicht mehr gemacht. Wozu. Machen krank, dick, träge. Passt nicht mehr in mein Weltbild. Letztens habe ich eine Postkarte in einer Bar entdeckt. Die habe ich mitgenommen. Ihr kennt bestimmt diese Kartenständer, in denen viele verschiedene Postkarten stecken. Meistens mit witzigen Sprüchen drauf. Auf meiner steht: „Alles Gute zur Trennung!“ Wie wahr, ich musste so schmunzeln. Endlich bin ich (wieder) aufgewacht. Nicht wegen der Postkarte, natürlich. Danke dafür.

Dass ich ziemlich intensiv Sport treibe, ist auch bekannt. Und nein, ich habe den Sixpack noch immer nicht erreicht. Aber Freunde, es ist auch wirklich verdammt hart. Wirklich, wirklich. Es ist verdammt hart. 🙂 Aber ich komme meinem Ziel immer näher. Es geht sehr langsam. Aber es geht. Ich komme Stück für Stück ran ans Ziel. Und ich werde alles tun, aber nicht aufgeben.

2 Möglichkeiten: Kognitive Dissonanz oder Weiterentwicklung!

Und jetzt verliere ich für heute mal nicht mehr viele weitere Worte. Für alle Menschen, denen ihre Gesundheit und auch ihr Mindset (ja, neudeutsch) wichtig sind, können das Video einfach wirken lassen. Und gegen ihre eigene Lebenserfahrung abgleichen. Und bitte einfach selbst weiter recherchieren. Und für manche ist das, was „Experten“ oder „Trainer“ sagen eben nur eine Meinung. Und für manche andere ist es Wissen. Entscheide selbst. Kognitive Dissonanz oder echte Weiterentwicklung. Viel Spaß.

Titel:
„„UNGLAUBLICH!“ Wenn GESUNDE Ernährung zur KRANKHEIT wird‼️ MEDIEN-MANIPULATION & ORTHOREXIA“

Ein Date-Review mit Fr. Immobilia und die Frage „Wie bist Du denn drauf?“

Ja Freunde, gestern war es mal wieder so weit. Lange hat es gedauert, aber es gab mal wieder ein Date. Also gibt es auch wieder ein passendes Date-Review. Bei solch raren und exklusiven Events fällt es mir leicht, auch immer ein Date-Review zu schreiben. Das ist ja fast wie in der Wüste mit dem Regen, so selten sind meine Dates derzeit. Puhhhh! Maue Zeiten bringen viel Freiraum, den ich dann wenigstens auch individuell mit Reviews begleiten kann.

Nennen wir sie Fr. Immobilia, weil sie im Immobilien-Umfeld arbeitet. Ich hatte sie vor einigen Woche beim Weggehen kennengelernt. Wir waren uns auf Anhieb sympathisch, allerdings hatte ich sie deshalb angesprochen, da ich tatsächlich in dem Moment nichts besseres zu tun hatte. Es regnete und so musste in einem Zwischengang warten, als ich den Laden verlassen wollte. Da stand sie. Also nutzte ich die Gelegenheit für einen Plausch. Daraus entwickelte sich ein ganz interessantes Gespräch. Wir tauschten Nummern. Und wir hielten den Kontakt über Wochen per Text- und Sprachnachrichten. Ich hatte das in einem der letzten Artikel erwähnt.

Das Date ging ich restlos erwartungslos an. Die einzige Erwartung war: Ich freue mich darauf, dass ich mal wieder etwas Neues sehen dürfte. Sie wollte mir ihre Stadt und Gegend zeigen. Gesagt, getan. Die Fahrt zog sich, Stau sei Dank. Aber zum Glück habe ich ja kein Radio, sondern Youtube. Und so gestaltet sich auch eine längere Fahrt immer sehr abwechslungsreich. Videos zu Ernährung, zu Fitness, zu Business, zu Mindset, zu dies und das und Ananas.

Und dann kam dieser Moment des Wiedersehens. Ihr wisst schon. Man weiß nicht mehr ganz genau, wie die Person aussah… weil das letzte Mal einige Wochen her ist… und dann steht sie da. Sie lächelte, war locker gekleidet und nicht so Möchtegern-Business wie Fr. Kaufhaus vor ein paar Wochen (da gab es schwarze Stoffhose mit Bluse). Einfache Jeans, Sneakers, Träger-Top, drüber eine Jacke. Alles gut. Alles gut?

Nun ja, nicht ganz. Wo ist das Problem? Ich hatte sie attraktiver in Erinnerung. An dem Abend, als ich sie zum ersten Mal sah, hatte sie ein Kleid an. Kleider sind Biester, in der Lage viel zu kaschieren. Diesmal trug sie Jeans. Da kannst Du nicht viel kaschieren. Die Details sind jetzt gar nicht so entscheidend, weil es gar nicht nur um die Figur geht. Aber irgendwie hatte ich sie einfach anders in Erinnerung. Ich muss allerdings dazu sagen, dass es an dem ersten Abend auch in der Location ziemlich dunkel war. Und da ich gehen wollte, war ich vermutlich auch schon müde. Da haben meine Adleraugen wohl etwas versagt. Keine Ahnung.

Sie ist jedenfalls ein Paradebeispiel dafür, dass ein Mann Interesse an einer Frau entwickeln kann, die er optisch gar nicht so in Erinnerung hat. Wenn…? Ja wenn… die Frau einfach Frau ist und Mensch bleibt. Das reicht und schon baut sich Interesse auf. So war das bei mir auch dieses Mal. Aber Optik ist eben auch Optik. Und jeder der ehrlich ist, weiß das Optik den größten Teil des menschlichen Balz-Auswahlprozesses ausmacht. Wie wäre es sonst zu erklären, dass wir an 99,99% der Menschen vorbei laufen und uns nichts dabei denken. Und wenn dieses eine 0,01% neben uns läuft, ein Chemie-Hormon-Cocktail in die Birne schießt: „Wow! Was für ein Typ / was für eine Frau!“

Ist doch genau so und nicht anders. Falls Du eine Ausnahme bist, würde das bedeuten, dass Du mit jedem in die Kiste hüpfst, der neben Dir steht. Und Dir alles egal ist. Optik und so. Überbewertet! Tust Du das? Nein? Eben. Genau darum gehts. Optik ist der erste Schritt. Wenn die Hürde nicht überwunden wird – und das wird sie ganz ganz selten – kommt es nicht zu Schritt zwei.

Schritt zwei

Die Frage ist bzw. war also, wie ich mich fortan auf dem Date verhalten sollte. Ich dachte mir direkt zu Beginn: „Nicht mein Fall!“ Aber ich dachte mir auch: „Jetzt bist Du relativ weit gefahren und schon mal hier. Mach das Beste daraus. Außerdem ist sie ein lieber Mensch!“ Ein lieber Mensch definitiv. Aber reicht das? Klar, für einen halben Tag Stadtbesichtigung, gemeinsames Essen gehen, spazieren und reden. Für mehr? Leider nicht. Zur Optik kam noch ein zweites Ding hinzu, das echt wie ein Handicap wirkte. Ich sage es so: Wenn Du mit einem Menschen Sprachnachrichten austauschst, durchaus mehrminütige, allerdings höchstens 2 oder 3 am Tag, dann bleibt es stets relativ „spannend“. Bist Du nun der selben Person gegenüber, hast Du nicht nur 5 Minuten Monologe, verpackt als Sprachnachricht und schickst sie hin und her. Vielmehr findet nun eine komplette Konversation statt, über Stunden. Interaktiv. Live und in Farbe.

Bis jetzt wäre das noch alles schick. Nur was machen, wenn Frau einfach langweilig ist? Puhhhh! Ich hätte mit folgenden drei Konstellationen etwas anfangen können:

  • Attraktiv und interessant
  • Unattraktiv und interessant
  • Attraktiv und uninteressant

Aber unattraktiv UND uninteressant?! Oh mein Gott! An den ich im Übrigen gar nicht glaube. Aber „oh mein Gott!“. War sie trotzdem lieb, warmherzig, aufmerksam und all so etwas? Ja! Vielleicht auch gerade deswegen. Keine Ahnung. Und ich komme in so einer Situation echt ins Grübeln. Ich bin in erster Linie Mensch und nicht nur ein bisschen keine Maschine. Außerdem ist das hier Teil 2 und nicht mehr Teil 1, richtig? Ja. Okay. Teil 1 hätte vielleicht noch zu mir gesagt: „Brich das Date so schnell es geht ab, Zeitverschwendung!“ Teil 2 sagt mir: „Du bist NICHT mehr auf der Pseudo-Suche nach (D)einer Traumfrau. Illusionen sind etwas für bezahlte Zauberer in Zaubershows. Das hier ist keine Zaubershow. Es ist ein Date mit einer Frau, die Du weder attraktiv noch interessant findest. Dann nimm es als Chance, als Lernprozess und versuche etwas zu kreieren, dass es interessant genug macht, hier gerne ein paar Stunden Zeit zu verbringen.“

Und damit ist auch der mentale Druck raus. Du bist nicht mehr da, um eine Frau zu daten. Sondern Du bist da, um mit einem Menschen etwas Zeit zu verbringen, die Gegend zu sehen und ein paar Eindrücke aufzunehmen. Fertig. So war es dann auch, ging ganz gut. Witzig ist übrigens meine generelle Prioritätenverschiebung. Wir waren draußen essen. Die Portion war für meine Verhältnisse ziemlich klein, aber dafür teuer. Man könnte also sagen: „Nicht viel, dafür teuer!“ Ich war schon lange nicht mehr mit einer Frau zum Date beim Essen. Ich koche die letzten Monate immer selbst, zu Hause. Und ich weiß auch warum. Da sind die Portionen groß, gesund und extrem günstig. Essen ist – wenn Du dich täglich körperlich schindest – echt ein Highlight des Tages.

Der Abschied und woran ich wieder einmal erkannte, dass ich Mensch bin

Ich mache es kurz. Ich finde sie immer noch super lieb. Ich könnte mir sogar vorstellen mich nochmal mit ihr zu treffen. Einfach weil sie ein lieber Mensch ist. Und ich glaube, dass sie eine Frau ist, auf die ich mich verlassen kann. Keine Instagra-Fake-Tussi. Für einen Städtetrip übers Wochenende oder so wäre das schon okay. So im Sinne von „gute Freundin“. Was ich in meinem Leben noch nie gemacht habe. Und ich sage nicht, dass ich das mit ihr möchte. Aber die Beschreibung an der Stelle nur, um das etwas nachvollziehbar auszudrücken, wie ich sie empfinde.

Wir fuhren vom ursprünglichen Treffpunkt aus mit einem Auto, ihrem, zum Essen und zum restlichen Sightseeing. Also brachte sie mich auch wieder zurück. Dann ist dieser Moment, kurz bevor Du aus dem Auto aussteigst. Der Motor lief noch. Sie überlegte kurz, zögerte und sagte: „Warte, ich steige mit aus.“ Das sind die kleinen Dinge, die ich toll finde. Hat etwas mit Respekt zu tun. Dass man sich anständig verabschieden kann, anstatt halb gedreht von Sitz zu Sitz. Das soll ja durch die Rotation kein seitliches Bauchmuskeltraining werden.

Sie wirkte etwas unentschlossen, unsicher. Ich löste die Situation schnell auf, umarmte sie herzlich und drückte sie ein paar Sekunden lang. Ich tat wie ich empfand. Dann wechselten wir noch ein paar kurze Worte und ich fuhr zurück in Richtung Heimat.

Über das gesamte Date hinweg spürte ich ihr aufrichtiges Interesse an mir. Sie hörte stets aufmerksam zu und auch ich lehnte mich immer wieder gerne zurück und tat es ihr gleich. Auch wenn ich zwischendurch die Themen etwas lenken musste, damit es interessant blieb. So ließ ich mir beispielsweise übers Segeln erzählen, etwas, das ich zwar gerne einmal tun würde, jedoch noch nie getan habe.

Es tat mir etwas leid, zu sehen, dass da ein Mensch vor mir war, der mehr Interesse an mir hat. Dem ich dasselbe Interesse jedoch nicht entgegen bringen kann oder könnte. Ich glaube, dass ist die größte Erkenntnis des Tages für mich. Was genau? Zu sehen, dass mein Herz funktioniert. Mitgefühl. An den Anderen denken. In den Anderen hinein versetzen. Das ist nicht emotional dramatisierend zu verstehen. Sondern ganz real. Wenn ich bedenke wie herzlos viele Menschen miteinander umgehen. Sich verabreden, „mal schauen wie der Andere so ist“, aber sich dann nach wenigen Minuten auch gleich hygienisch-edelstahl-sauber aus dem Staub machen und das Gegenüber stehen lassen wie einen kalten nassen Hund. So war ich nie, nicht einmal in Teil 1. Mensch bleibt Mensch.

Sie bat mich noch Bescheid zu geben, sobald ich gut angekommen sein würde. Aufmerksam. Echtes Interesse, nenne ich das. Aber nochmal, mir würde sie kein Stück leid tun, wenn sie wäre wie 95% oder noch mehr Prozent der Frauen. Ist sie aber nicht. Sie ist defintiv Mensch. Und ich auch. Und vielleicht ist das Grund genug in Kontakt zu bleiben, ich weiß es nicht. Wir werden sehen. Viel mehr gibts zu diesem Date nicht zu sagen. Es war eine gute Erfahrung. Sich mit Frauen zu treffen ist und bleibt eine tolle Sache. Traumfrau hin oder Traumfrau her. Betrogen werden (oder worden sein) hier oder betrogen werden dort. Trennungen hin oder Trennungen her. „Jeder Mensch ist anders“, da ist schon auch etwas dran. Jede Partnerin ist ein neuer Abschnitt. Mit neuen Eigenheiten. Das muss ich nicht erst zugeben, denn das habe ich nie abgestritten. Es ist schön, wieder ein Date gehabt zu haben.

Die Zwischenmenschlichkeit darf bei allem, das ich derzeit tue, nicht zu kurz kommen. Nur Ernährung, nur Sport, nur lesen und bilden wären zu wenig. Alles gut für den Körper, für die Psyche. Aber nichts fürs Herz. Und ich weiß, dass auch mein Herz Nahrung benötigt. Wir sind eben Menschen. In diesem Dating-Wahnsinn der Generation-Tinder zumindest noch vereinzelne von uns.

Ab zum Clubgamen!

Dieser Teil des Artikels wird kürzer. Ich bin nach dem Date noch in die Stadt gefahren. Ich war zum Date präpariert und vorbereitet, hatte im Auto Wechselklamotten dabei. Unter anderem 3 Paar Schuhe, für jeden Anlass etwas. Und auch ein Hemd. Ich fahre mit dem Auto nicht außer Haus, ohne ein Hemd! Und Sonstiges zum Umziehen. Wozu transportieren wir sonst fast 2 Tonnen durch die Gegend und wirklich Sinnvolles ist in aller Regel nicht in der Karre?! Mir hat mein Kulturbeutel in der Vergagenheit auch schon das eine oder andere Mal hilfreiche Dienste erwiesen. Du gehst raus, Du bist nachts unterwegs und dann am Ende der Nacht froh, dass Du Deinen Kulturbeutel im Auto liegen hast. Kam nicht so häufig vor, bei mir. Das wäre übertrieben zu sagen. Das ist kein Pickup-Fake-Blog. Aber es ist anders: Wozu hast Du eine private Haftpflichtversicherung? Bestimmt nicht deshalb, weil Du jeden Tag fahrlässig Dinge anderer Menschen zerstörst. Du zahlt jahrelang ein. Aber falls Du mal etwas verschuldest, bist Du froh, dass Du sie hast. So ist das auch mit der Kulturtasche. 😉

Jedenfalls hab ich mich dann mit meinem Auto in der Nacht an den Straßenrand gestellt, die Schuhe und das Oberteil gewechselt und bin weiter zum Clubgamen gefahren. Parfüm habe ich natürlich auch immer dabei. Und zu diesem Abend im Club gibts nicht viel zu sagen. Ein paar bekannte Gesichter getroffen. Ein bisschen Smalltalk hier oder dort. Ich war ein paar Wochenenden nicht mehr weg zuletzt. Die Musik war mega, genau mein Geschmack. Ein bisschen tanzen. Aber im Wesentlichen das Tun, was ich sonst am Liebsten tue: Ausschau halten. Bis auf ein kurzes Gespräch mit einem Mädchen habe ich an dem Abend keine Situationen suchen können. Obwohl ich meine Runden drehte. Es gibt solche Abende. Nicht schlimm. Kein „um zu“, wie ich zuletzt immer sage. Es kommt, wie es kommt. Oder es kommt eben nichts. Fertig. Ich strahlte den Abend über trotzdem, weil ich „endlich“ mal wieder ausgegangen bin. Wurde auch mal wieder Zeit.

Ich ging also zurück zu meinem Auto, sperrte auf und setzte mich. Nahm aus meiner Tasche mein Tablet und schaltete Youtube ein. Um ein Video zu sehen bzw. zu hören. Da ich ja nun fahren würde. Dabei sah ich zwei Mädchen an meiner Motorhaube vorbei laufen. Sie hatten neben mir geparkt. Ich sah die Eine an und lächelte. Sie lächelte zurück und lachte anschließend mit ihrer Freundin gemeinsam, was durch meine geschlossene Fahrerscheibe zu hören war.
Ich öffnete das Fenster und fragete: „Mädls, was ist so lustig? Ich will mit lachen!“
Die große braunhaarige antwortete: „Schaust Du beim Fahren Videos?“
Ich lachte und entgegnete: „Schauen nicht, aber hören! Immer die Zeit sinnvoll nutzen!“
Sie: „Was ist das für ein Video?“
Ich: „Etwas zur Weiterbildung, nichts Langweiliges.“
Sie: „Wie heißt das?“
Ich: „Warte, ich zeig Dir das Tablet, dann kannst Du selbst schauen. Das Thema sagt Dir wahrscheinlich nichts.“
Sie blickte auf den Titel, las ihn zweimal, blickte kurz ungläubig und sagte: „Wie bist Du denn drauf???“
Ich musste laut lachen und sagte: „Ja klar, immer Gas geben im Leben! Wir leben nur einmal!“
Daraufhin sie: „Du schaust Dir mitten in der Nacht ein Video zum Thema Geld verdienen an?!“

2019-08-18

Ich: „Klar. Ich komme doch gerade aus dem Club. Das war Spaß, totale Entspannung für mich. Ich teile das ganz gut ein, weißt Du. Feiern war gerade! Jetzt ist auch wieder gut. Spaß auf der einen Seite, aber danach auch wieder Gas geben auf der anderen Seite! Gute Nacht Euch!“

Und so fuhr ich davon… mit einem Lächeln und der nicht ganz neuen Erkenntnis, dass Herz und Verstand in einer Person zu vereinen möglich ist. Nur hat derjenige es damit eben nicht ganz leicht auf dieser Welt…

PS: Habe jetzt angefangen Spanisch zu lernen. Gehirnnahrung und so. Damit nicht die klassiche Unterforderung droht. Ihr wisst schon. 😉

PPS: Ich habe mir nochmal Gedanken darüber gemacht für wen ich meine Artikel schreibe. Nachdem ich zuletzt sehr deutlich darauf angesprochen oder ankommentiert wurde. 🙂 Ist jetzt total aus dem Kontext gerissen an der Stelle und das Thema hat einen eigenen Artikel verdient. Werde ich noch machen. Aber ich kann das Endergebnis auch schon mal kurz vorweg nehmen. Ohne auf Details einzugehen. Denn letztens habe ich auf einen Kommentar geäußert, dass ich meine Artikel für diejenigen Menschen schreibe, die mich verstehen können. Das muss ich etwas revidieren. Ich schreibe nicht primär für die Menschen, die mich verstehen können. Die haben es zwar definitiv leichter, nachzuvollziehen was ich aussage. Nein, primär schreibe ich ganz grundsätzlich für die Menschen, die etwas Positives in den Dingen sehen MÖCHTEN, die ich schreibe. Die sich weiterentwickeln wollen. Und zwar auf eine Art, wie ich es tue. Weiterentwickeln kann man sich auch anders. Zum Beispiel jeden Tag 5 Bier trinken. Entwickelt halt eine Alkoholresistenz, ist also auch Weiterbildung. Weiterbildung der Leber in dem Fall. Bis zur Zirrhose, wenn gewünscht. Aber das ist nicht meine Art. Muss jeder für sich selbst wissen, was er tut. Fakt ist: Der Wille alleine zählt! Oder: „Mental ist alles!“ Und ob Du ein Mensch bist, der von seiner Grundeinstellung her positiv ist und etwas Positives in meinen Dingen und Artikeln sehen möchte und in der Lage ist auch tatsächlich zu sehen, das musst Du selbst entscheiden. Ich hoffe es von Herzen sehr. Ich gebe mein Bestes. MEIN Bestes, okay. Nur MEIN Bestes. Muss nicht das Beste für alle Menschen sein. Die Entscheidung kann ich Dir nicht wegnehmen. Ich kann nur positive, neue, andere und durchaus kontroverse Anschubmotivation leisten. Bisweilen auch provozieren, klar. Ein Stilmittel der Kommunikation. Mehr nicht. Es ist und bleibt jedoch eine Frage der inneren Einstellung, worin jeder Einzelne von uns etwas Positives sieht und vor allem sehen MÖCHTE. Und da es genug Menschen gibt, die Dinge nicht nur zur Unterhaltung lesen, sondern sich auch positiv weiterentwickeln wollen, werden hier noch ganz viele Artikel folgen. 😉

Und ab in den nächsten Urlaub sowie sonstige Gedanken zu attraktiven Frauen

Ich war ja vor ein paar Wochen erst auf Mallorca. Nun gehts bald schon wieder ins nächste Urlaubsziel. Wieso auch nicht, so ganz frei und ungebunden. Ich kann mir kaufen was ich möchte, was für eine Freiheit! Und vor allem: Ich kaufe mir nicht, was ich nicht möchte. Was für eine Freiheit! Warum das so wichtig für mich ist? Nun, gibt es keine eigene kleine Familie mehr, kann sich auch der Fokus wieder verschieben. Und für mich sind die Finanzen nun wieder im Vordergrund. Und da fahre ich derzeit wieder auf der Überholspur. Frugalismus und so.

Warum Umrechnungskurse sexy sind

Im Prinzip mache ich das mit dem Urlaub gerne so: Ich schaue, wo der Umrechnungskurs gerade recht günstig zum Euro steht. Und dann kommen überhaupt nur jene Länder in Frage, in denen 1 Euro mehr wert ist als 1 Euro. Jedenfalls dort gegenüber hier. Als Sparfuchs ist mir das einfach viel wert. Ich mache nämlich gerne Urlaub. Und für mich ist die Sonne von Thailand (ohne je dort gewesen zu sein), die Sonne von den Malediven (ohne je dort gewesen zu sein) oder die Sonne von Südafrika (ohne je dort gewesen zu sein) noch immer die gleiche Sonne wie die, die in all den anderen Ländern dieser Welt scheint. Merkwürdig, aber wahr. Und mein Spruch von früher gilt auch noch immer: „Egal wo Du bist, Du nimmst Dich immer selbst mit.“

Wer mich kennt, der weiß, dass Zeit für mich alles entscheidend ist im Leben. Wir gehen generell viel zu sorglos damit um. Geld ist aber Lebenszeit. Gespeicherte Lebenszeit. Weiß fast niemand, interessiert auch fast niemanden. Außer die, die es haben. Und die, die es noch haben wollen. Die die keins haben, für die ist Geld maximal ein Tauschmittel, für die total Unbewussten sogar eines mit Überziehungsfunktion. Die leben dann in der Zukunft.

England wäre übrigens derzeit eine „günstige“ Reise-Option:

2019-08-12

Quelle: Google Finance (nicht dass ich auf meinem Blog Quellenagaben für wichtig erachte, aber die vielen Projektarbeiten im Studium haben mich das Zitieren irgendwie angewöhnen lassen 🙂 Das wirkt dann gleich viel seriöser. Wenn da Google steht. Google ist nämlich nicht nur seriös, sondern Google weiß alles. Und deswegen ist Google gut. Eigene Erfahrungen sind nicht gut, die sind böse. Deswegen gilt das auch nicht, wenn man sich selbst zitiert. Jedenfalls nicht als seriös. Und auch nicht als gut. Ich bin da ja anders, wenn ich die Wahl habe Google zu vertrauen oder meiner Erfahrung, dann würde ich immer meine Erfahrung wählen. Bauch und Herz anstatt Kopf. Aber in der Wissenschaft zählt das nix. Da zählen nur „Fakten“. Gerne auch alternative selbige. Wobei vieles Fake-News sind. Fake-Fakten. Aber die zählen eben gerne mehr als echte Erfahrungen. Vielleicht ist das der Grund, warum so viele Wissenschaftler/Professoren sich kaum die Schuhe binden können ohne sich einen Knoten in die Hände zu machen? Schon eine witzige Zunft. Bodo Schäfer nennt das dann „Schulklug“ anstatt „Straßenschlau“.)

Schweiz und England – zwei Gegensätze

Die Schweiz wäre ein perfektes Gegenbeispiel. Die Schweizer sind aus meiner Sicht ein Paradebeispiel für ein vergleichweise „intelligentes“ Volk. Nicht umsonst zählen die Schweizer zu den wohlhabendsten Menschen dieser Welt. Woran das wohl liegt. Hm… gut, aber das würde jetzt wieder stark ins Politische und Wirtschaftliche abdriften. Und eigentlich sollte es ja hier um Frauen gehen.

Ich tue mir damit nur derzeit sehr schwer, weil es da sogut wie nichts zu berichten gibt. Neben Sport und Ernährung und Finanzen habe ich einfach keine Zeit und noch viel weniger Lust mich um das andere Geschlecht zu kümmern.

Egal, England war das Thema. Da ist der Euro so viel wert wie vor ca. 10 Jahren zuletzt. Gut, England ist jetzt vergleichweise generell eher ein teures Plaster… und abgesehen davon ist England nun nicht mein Wunsch-Reiseziel Nummer 1. Aber es gibt ja genug Insel-Fans. Für die wäre das was. Würde mich mal interessieren, wieviele Menschen sich über Umrechnungskurse Gedanken machen und sich ihr Reiseland nach Kaufkraft ihrer eigenen Währung heraussuchen.

Und wenn ich für das gleiche Geld 2 Urlaube machen kann, dann mache ich gerne… trotzdem nur einen! 🙂 Und den Rest lege ich zur Seite. „Das haben wir schon immer so gemacht!“, bekommt in diesem Zusammenhang wenigstens einen Sinn.

Da ich es gerne heiß mag, generell im Leben, habe ich mir natürlich auch ein heißes Land herausgesucht. Es ist ja auch Sommer, da darf man gerne mal in Länder fliegen, die noch heißer sind. Ja hallo! Sommer ist Sommer. Aber mehr Sommer ist mehr Sommer. Also Meer-Sommer mit mehr Sommer.

Viel mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Ich freue mich drauf. Und nehme natürlich auch meinen Laptop mit. Um meine letzte Projektarbeit fertig zu stellen. Der Projektarbeit ist es nämlich egal, von wo aus sie geschrieben wird. Mir aber nicht. Und wenn ich damit fertig bin, dann steht nur noch die Masterarbeit an. Das Erste, was ich mir im Urlaub suchen werde, ist aber nicht der perfekte Ort zum Schreiben. Sondern gute Möglichkeiten zum Trainieren. Es bleibt dabei: Fit bleiben im Kopf, Fit bleiben im Körper. Alles andere ist momentan einfach niedriger priorisiert.

Warum? „Weil ich es kann“

Was der Grund für meinen erneuten Urlaub ist, wo ich doch sonst immer mit Urlaubsreisen recht sparsam umgegangen bin? Nun… weil ich es kann. Punkt. Und weil es alleine anstatt zu viert einfach viel günstiger ist. Auch so ein Vorteil des Single-Daseins. Alles eine Frage der Betrachtung. Oder wie der Coach aus dem letzten Artikel immer so schön sagt: „Mental ist alles!“

Damit mir keiner vorwerfen kann, dass ich in Sachen Frauen eingerostet sei… gibts zum Schluss dieses Artikels doch noch etwas aus der wunderbaren Welt der Frauen. Ich werde am Wochenende eine Frau besuchen, die ich vor einigen Wochen beim Weggehen kennen gelernt habe. Seither haben wir fast täglich Kontakt. Uns aber noch nicht wieder gesehen, da sie relativ weit weg wohnt. Den Kontakt haben wir dennoch auf eine für mich so noch nie dagewesene Art gehalten… wir tauschen 1 mal bis öfter täglich Text- und Sprachnachrichten aus. Wir sind uns dadurch über die vielen Wochen relativ vertraut geworden, ohne dass wir extrem in die Tiefe gegangen sind. Gefühle habe ich keine für sie. Aber ein gewisses Vertrauen. Interessant eigentlich. Hatte ich so echt noch nie. Wir erzählen uns was wir täglich so tun und erleben. Schicken uns Fotos von dem was uns so widerfährt und was wir erleben. Unsere Ansichten stimmen interessanterweise größtenteils überein. Und was mir an ihr gefällt: Sie hat Anstand und ist oldschool. Frau eben. 😉

Da es so mit der Frauen-Schlagzahl so bescheiden aussieht, derzeit bei mir… habe ich mir für die Zeit nach meinem Urlaub etwas vorgenommen. Ich merke nämlich, dass ich die alten Frauengeschichten von früher (Ihr wisst schon, die vielen Kuriositäten!) etwas vermisse. Obwohl ich derzeit keinen tieferen Sinn mehr darin sehe mich ernsthaft um eine neue Beziehung zu bemühen. 😉 Aber ich vermisse den Spaß daran, an den Geschichten und Geschehnissen. Es geht mir nicht um die Frauen. Es geht mir um den reinen Spaß. Es ist einfach lustig Dateabsagen zu bekommen. Es ist witzig, dass Frauen sich einfach nicht mehr melden. Es ist amüsant, dass Frauen auf Dates wie ausgewechselt sind. Aber manchmal ist es auch toll zu sehen, wenn eine Frau tatsächlich nicht nur biologisch eine Frau ist. Und dann wird es für mich spannend.

Aber ganz unabhängig davon, ob dann daraus etwas wird oder nicht… vermisse ich einfach ein bisschen den Spaß an der Sache. Ich glaube ich würde in Zukunft wesentlich weniger ernsthaft daten als früher. Früher habe ich gedated „um zu“. Traumfrau und so Zeug. Bla bla. Heute nicht mehr. Heute würde ich daten und mal sehen. Fertig. Und deswegen habe ich nach meinem Urlaub Folgendes vor: Ich werde mir einen Spaß daraus machen und wieder ein bisschen pickuppen gehen, wie in alten Zeiten. So richtig, Ihr wisst schon… Eine nach der Anderen ansprechen, bei jeder Gelegenheit. Zig Körbe pro Tag. So richtig klassisch. Basketball eben. Auf der Straße, in Cafés, in Kaufhäusern. Überall. Einfach so.

Und das möchte ich in Form von „Intensivwochen“ machen. Also zwischendurch einfach eine ganze Woche pickuppen. Und dann wieder Pause. Warum? Weil ich es kann. Punkt. Dann gibts hier auch wieder mehr Frauengeschichten und ich muss nicht mehr aushilfsweise so viel über meinen Weg der Persönlichkeitsentwicklung schreiben. Ich glaube nämlich, dass ich damit weniger den Nerv der Leserschaft treffe. Also Euren. Ist aber nur so ein Gefühl, bis jetzt. Interpretiere ich einfach in die Kommentare und in diverse Gespräche. Also werde ich wieder versuchen etwas mehr Pickup-Kost zu liefern. Mehr Unterhaltung. Mehr Netflix sozusagen.

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Obwohl es immer auch eine Frage des eigenen Anspruchs eines Autors ist: Möchte ich möglichst massentauglich schreiben oder möchte ich das schreiben, wozu ICH Bock habe? Vielleicht gelingt ein Spagat. Früher haben mir die vielen Stunden des Schreibens literarischer Frauengeschichten Spaß bereitet. Heute finde ich persönlich das etwas stumpf. Es wiederholt sich doch irgendwie, oder nicht?

Eigentlich ist es doch immer das Gleiche

Frau ansprechen… bla bla… Korb…
Frau ansprechen… bla bla… Korb… oh Wunder!
Frau ansprechen… bla bla… Korb…

Und nach der x-ten Schleife gibts eben auch mal einen Treffer. Dann bekommst Du ihre Nummer oder gehst direkt mit ihr auf ein kleines spontanes Date. Hast Du ihre Nummer, gibts vielleicht (neben all den Absagen!) auch ein Folgedate. Und dann meistens kein zweites. Nach dem ersten Date wars das dann. Bei mir jedenfalls. So. Und manchmal, aber nur manchmal, gibts viele Folgedates. Und dazwischen kannst Du viel… „Spaß“ haben… wenn Dir Spaß wichtig ist. Was – darauf bezogen – nicht mein Ding ist. Ich bin mir noch immer etwas wert, auch als Mann.

Aber ob es die „Traumfrau“ ist, habe ich bis jetzt noch immer am selben Abend gemerkt. In 99,9% der Fälle war sie es nicht. Einmal war sie es. Habe ich zumindest anfänglich gedacht. Und mich Hals über Kopf verliebt und mich in eine Beziehung gestürzt, die viel mehr einer Ehe glich. Und so läuft nun einmal der Kreislauf des Lebens. Aufs und Abs. Früher oder später kommt die Niederlage, ganz gewiss. Keiner gewinnt auf Dauer. Das gehört dazu. Und am Bittersten kommen die unterwartetsten Schläge. Dann, wenn Du die Deckung unten hast. Und Dich der Uppercut trifft, wie man im Boxen sagt.

Korb… Korb… Korb… Treffer. Wozu der Treffer führt, ist am Anfang nicht bekannt. Das Einzige, das sicher ist: Du wirst Treffer haben. Und je höher die Schlagzahl, desto mehr Treffer. Nur Treffer für was? Und das muss jeder für sich selbst beantworten. Die Einen wollen lernen, das war mein Hauptaspekt zu Beginn des Teil 1, damals. Dann kommt die Phase, in der Du beginnst langsam auszukosten, was Du gelernt hast. Und dann stellt sich die entscheidende Frage, die die meisten Pickupper wahrscheinlich für sich anders beantworten als ich. Nämlich: Möchte ich das Auskosten zum Selbstzweck… naja… aus meiner Sicht „degradieren“? Ich nicht. Also habe ich die Phase des Auskostens parallel zur immer währenden Phase der Traumfrauen-Suche laufen lassen. Ich hatte also mein übergeordnetes Ziel. Immer.

Was heiße Frauen und Lamborghinis gemeinsam haben

Keine Ahnung wie das heute wäre. Wo ich doch gar nicht aktiv auf Traumfrauen-Suche bin und auch gar nicht sein möchte. Noch nicht. Irgendwann vielleicht wieder. Irgendwie ein witziger Gedanke, wieder so viele Dates zu haben. Mehrere pro Woche. Aber darauf hätte ich auch keine Lust mehr. Das ist einfach zu anstrengend. Eins pro Woche reicht. Wahrscheinlich habe ich damals tatsächlich – gerade am Anfang – ziemlich bedürftig gewirkt. Je attraktiver die Frau war zumindest, ganz bestimmt. Aber wenn Du einmal mehrere heiße Frauen gedatet hast, dann lässt das nach. Inzwischen sehe ich es eben anders herum: Sieht sie nicht heiß aus oder hat etwas extrem Anziehendes an sich, dann ist sie mir es einfach nicht wert. Die treuen Leser von früher wissen ja: Körbe von hässlichen Frauen sind auch nicht anders als Körbe von attraktiven.

Und es macht definitiv mehr Spaß attraktive Frauen zu daten. So wie es mehr Spaß macht Lamborghini zu fahren als Opel. Ein Lügner, wer das Gegenteil behauptet. Behaupte ich. Und gestern habe ich in meinen Projekt Beziehung WhatsApp-Familienchat geschrieben, dass ich schlicht und ergreifend keine Lust mehr auf dieses ewige Mittelmaß in allen Lebenslagen habe. Klar hatte ich attraktive Frauen kennen gelernt. Aber die nächste Beziehung soll dahingehend alles toppen, so mein Vorhaben. Mittelmaß im Job, Mittelmaß in den Finanzen. Überall soll man „gut dabei“ sein. Nein danke. „Gut dabei“ ist einfach beschissen zu wenig, entschuldigt die Wortwahl. Sagt mal, wie oft leben wir eigentlich? 10 Mal? Das hier ist keine Generelaprobe. Es ist zum Teufel nochmal die Uraufführung. Die einzige. Danach kommt keine Vorstellung mehr. Das wars dann. Irgendwann gehen die Lichte aus und Ende. Und darum gibt es jetzt wieder Vollgas.

Und falls ich mich mit meinem Ziel übernehme? Sagt wer? Was, wenn irgendwer aus seinem Loch gekrochen kommt und mir sagen möchte: „Hör mal, bist Du Dir wirklich sicher, dass sie wirklich so attraktiv sein muss. Kann sie nicht auch etwas weniger attraktiv sein, das erhöht doch Deine Chancen, wenn Du nicht so hohe Ansprüche hast!“ Behaltet das bitte für Euch. 🙂 Soviel vorweg. Das ist einfach Quatsch. Das Selbstbild ist entscheidend. Gegenfrage: Gibt es da draußen attraktive Frauen in Beziehungen? Gibt es heiße Frauen in Beziehungen? Gibt es so etwas? Oder sind alle hässlich und „normal“ attraktiv? Nein?! Ja?! Eben.

Und wenn ich bis zum Rest meines Lebens gar keine Frau mehr hätte. Mir egal, dann werde ich eben zur neuen ewigen Jungfrau. Aber ich schmeiße mich fürs Mittelmaß nicht weg. Nur um nicht alleine zu sein? Nein danke. Die Devise hat beim letzten Mal auch vorzüglich funktioniert: „Hauptsache hübsch!“ Und davon weiche ich nicht ab. Weil es am Ende sowieso egal ist. Schluss wird mit jeder irgendwann sein (sagt die Statistik!) und die Holzkiste kommt am Ende auch sowieso, sagt Herr van Onnetuschn. Aber Lamborghini fahren ist eben Lamborghini fahren, sage ich. Und das meine ich nicht nur in Bezug auf Beziehungen, sondern in Bezug auf das ganze Leben. Job, Finanzen, Gesundheit, Körper, Lebenserfahrungen, Spaß. Einfach alles. Und Lamborghinis sind selten, vergleichsweise. Trotzdem gibt es sie, oder? Und es gibt Menschen, die sie fahren, oder? Eben. 😉

PS: Heute kein PS.

Ich glaub, ich muss da mal ein Video hinterher schieben

Heute mal ein Video, als Ergänzung zum gestrigen Artikel. Es ist also irgendwie ein bisschen ein Teil 2 von einem Beitrag, der gar kein Teil 1 ist. Denn er steht für sich alleine.

Der Artikel gestern war lang. Heute lasse ich einmal jemand anderen sprechen. Einen der Youtuber, die ich sonst so gerne als „meine Trainer“ bezeichne. Ich öffne also die Büchse der Pandorra. 😉 Und so hat jeder Leser auch die Chance einmal ganz konkret zu erfahren, wen ich mir da so täglich in die Birne knalle. Vielleicht mache ich das in Zukunft öfter, ich habe inzwischen eine unendlich lange Playlist mit unendlich wertvollen Videos. Die Playlist habe ich einmal angelegt, ohne genau zu wissen wofür. Aber jetzt weiß ich es. Für mich habe ich die Playlist nicht angelegt, denn ich kenne ja jedes einzelne dieser Videos. Manche schaue ich auch öfter.

Das ist das erste Mal, dass ich hier jemanden aus dem Bereich Persönlichkeitsentwicklung namentlich vorstelle, bis auf Eckhart Tolle vielleicht. Dieser jemand ist eigentlich Fitness-Trainer. Aber das Eine gehört zum Anderen. Ich bin inzwischen davon überzeugt: Ohne guten Körper kein gesunder Geist.

Fun Fact:
Oder auf mich selbst bezogen zu Teil 1: Ich hatte einen guten athletischen Körper und habe viele Frauen kennen gelernt. Dann habe ich meine vermeintliche Traumfrau gefunden und später im Laufe der Beziehung mich selbst schleifen lassen. Geistig und körperlich! Dann wollte die Frau unbedingt das Weite suchen. Ich stand aber mit meinem Körper immer noch da und mein Geist hat mich immer noch begleitet. Nun habe ich wieder einen athletischen Körper, besser als in Teil 1. Und einen ziemlich fokussierten Geist. Wie in Teil 1. Wenn das Eine mit dem Anderen korreliert, sollte bald auch wieder eine Traumfrau aufkreuzen.

Super? Es ist mir egal. Es ist mir einfach egal geworden. Ich habe mich. Das reicht.

Nun, ich will zu meinem Artikel gestern gar nichts mehr persönlich ergänzen, außer dieses Video vorzustellen. Und mein Artikel entstand umgekehrt nicht wegen diesem Video, denn ich habe das Video erst heute zum ersten Mal in meinem Leben gesehen. Aber ich sehe viele solcher Videos, lese viele Bücher von „solchen“ Menschen, die „solche“ Dinge sagen wie dieser Typ in diesem Video. Dafür bin ich all diesen Youtubern und Buchautoren dankbar. Dass es sie gibt. Weil ich von ihnen lernen darf. Weil sie mir ähnlich sind. Weil sie ähnliche Ziele haben. Und selbst wenn die Ziele abweichen: Weil sie ein ähnliches Mindset haben. Weil deren Methoden ähnlich sind.

Und genau so wie es ihre Motivation ist, das für uns zu tun… für uns Menschen, die genau das gut finden, was diese Menschen tun, genauso ist das Bloggen hier meine Motivation genau das zu tun für Menschen, die das gut finden, was ich tue.

Im Übrigen ist das was dieser Trainer zu seiner Lebensgeschichte erzählt, besonders was die Jugendzeit betrifft, zu meiner sehr ähnlich verlaufen. Nur habe ich damals nicht mit dem Basketballspielen begonnen und bin kein Basketballnationalspieler geworden. Aber inzwischen spiele ich ja auch Basketball. Wenn auch auf andere Art. 😉

Nun viel Spaß mit dem Video. Gute Unterhaltung wünsche ich dazu nicht, denn es hat mit Unterhaltung nichts zu tun. 🙂 Einfach wirken lassen. Und annehmen. Oder einfach ablehnen. Freie Wahl, wie bei Kopf oder Zahl.

Titel des Videos:

„Warum du auf NIEMANDEN HÖREN DARFST 😡‼️ Emotionales Video 😔“

PS: Ich hab auch gleich mal eine neue Kategorie gegründet: „Projekt wertvolle Videos“.

Was ist mit anderen Meinungen? Mein Meta-Meta-Ebenen-Prinzip!

Nur allzu gerne beschäftige ich mich mental, wie jeder – der mich kennt – weiß. Gehirnnahrung, wie Walnüsse. Es macht einfach Spaß auf diese knusprigen Hülsenfrüchte zu beißen und diese nussige Geschmacksexplosion auf dem Gaumen entfalten zu lassen. Genauso bereit es mir große Freude, in jede Art mentaler Herausforderung oder Themenstellung sprichwörtlich hinein zu beißen.

2019-08-09

Vielleicht hat das Eine auch unmittelbar mit dem Anderen zu tun. Die richtige Ernährung setzt körperliche Energie frei. Wenn ich vergleiche, meine Situation vor ein paar Monaten, wird mir das ein Stück weit klar. Damals ernährte ich mich stark kohlenhydratlastig und auch sonst nicht nur gesund, vollwertig und bewusst. Sowohl mittags im Job als auch abends zu Hause. Ich bin Vegetarier (der allerdings Fisch isst), wenn man sich dann keine Gedanken um seine Makronährstoffe (Protein/Kohlenhydrat/Fett) macht, kommt man schnell in ein ungesundes Verhältnis und liefert seinem Körper vieles, nur nicht das was er benötigt. Oft gab es abends beispielsweise Nudeln, weil ich sie einfach geliebt habe. Oder ein frisches Brot mit knuspriger Rinde. Davon konnte ich nie genug bekommen.

Inzwischen bin ich bei Low Carb, manche sagen auch „zuckerreduziert“, das klingt für die auf diesem Gebiet weniger Interessierten („Ernährungsunreflektierte“, würde ich dazu sagen) etwas kompatibler. Glaubenssätze und so. Wobei das inzwischen besser wird, stelle ich fest. Die Zahl der dummen Sprüche nimmt über die letzten Jahre ab, wenn ich irgendwo nur Fisch mit Gemüse esse. Kollegen, Bekannte, Familie. Den Meisten fehlen zwar weiterhin ihre Kartoffeln, Nudeln oder das Brot bei so einer Komposition. Aber zumindest tun sie das sachlicher kund als noch vor einiger Zeit. Danke dafür. Die Zeit schreitet voran und manchmal ist man auf der (Zeit-)Achse einfach weiter vorne. Als Juri Gagarin als erster Mensch im Weltall war, haben ihn die anderen auf der Erde vermutlich auch ungläubig angesehen und vielleicht das gesamte Vorhaben spöttisch oder argwöhnisch betrachtet. Heute sind Reisen in den Weltraum fast eine massentouristische Attraktion.

Und warum komme ich auf dieses Thema? Nun, vor einigen Monaten begann einer meiner Kollegen morgens bereits Gemüse zu essen, mit Käse. Mittags Fisch, mit Gemüse. Dazwischen öfter Äpfel. Aber das klassische Brot gab es bei ihm nicht. Er sagte, er wolle abnehmen. Damals entgegnete ich: „Sag mal, wie machst Du das? Ich würde nie satt werden davon, wenn da keine Nudeln oder kein Brot dabei sind!“ Er sagte immer nur: „Ach, das geht schon. Man gewöhnt sich daran.“ Ich glaubte ihm kein Wort. Heute weiß ich: Nicht der Verzicht auf Kohlenhydrate macht Heißhunger, sondern die Kohlenhydrate ansich lösen den nächsten Heißhunger danach aus. Es ist also nicht die Lösung, Kohlenhydrate zu essen, um „nicht mehr hungrig“ zu sein. Sondern Kohlenhydrate lösen Hunger aus, Insulintal und so weiter. Ihr wisst schon.

Lange Rede, kurzer Sinn: Nachdem er mich in der Arbeit regelmäßig Skyr (so etwas wie Magerquark!) essen sieht, war er ganz interessiert. Inzwischen isst er zu all seinem Gemüse, dem Käse und Fisch und seinen Äpfeln fast täglich Skyr. Er wollte genau wissen, was ich seit kurzem „anders“ mache, weil ich:
a) Abgenommen hätte
b) Athletischer aussehen würde

Öfter mal was Neues, oder einfach ANDERS!

Ich sagte ihm, dass ich ALLES anders mache. So ist es tatsächlich. Alles anders als vorher. Und wenn ich „alles“ sage, meine ich das auch. Ich war in einem relativ gemütlichen Zustand, es ging mir „ganz gut“. Kennt Ihr Menschen, die auf die Frage „wie geht es Dir?“ mit „ganz gut“ antworten. Standard. In Wahrheit ging es mir – aus heutiger Sicht – gar nicht gut. Ich war vollgepumpt mit Kohlenhydraten, die mich schlapp machten. Deswegen nahm ich im Laufe der Beziehung auch etwas zu und reduzierte gleichzeitig meine Bewegung. Ein Teufelskreis. Dann bist Du zu Hause vielleicht nicht immer so gut drauf. Das spürt Deine Partnerin. Gut, dann gibt es solche und solche. Die Einen arbeiten dann mit Dir, die anderen dann irgendwann gegen Dich. Aber darum soll es jetzt nicht gehen. Schnee von gestern. 🙂

Jedenfalls mache ich seither alles anders, nicht nur im Bereich der Ernährung. Die Ernährung ist einer meiner Liebings-Lebensmittelpunkte geworden. Genau wie der Sport. Genau wie wieder viel viel mehr zu lesen. Genau wie mein völlig anderer Fokus auf die Persönlichkeitsentwicklung und Weiterbildung, vor allem im menschlichen/charakterlichen Bereich. „Persönlichkeit kommt vor Frauen“, könnte man meine Prioritätenverschiebung auch nennen.

Und so habe ich mich zuletzt in meinem Artikel „Die Sinnfrage und das schweizer Uhrwerk“ mit meiner gegenwärtigen mentalen Situation beschäftigt. Das Fazit lautete im Prinzip, dass ich keinen tiefergehenden Sinn mehr im bzw. am Leben sehe. Und dennoch top motiviert weiter mache, wie ein schweizer Uhrwerk. Vielleicht sind die Walnüsse Schuld daran.

Und es kam wie es kommen musste. Viele Gespräche dazu, persönliche. Und auch viele Kommentare hier. Euch allen danke ich dafür. Zusammen mit meinen Antworten hat es der letzte Artikel auf 23 Kommentare gebracht. Das ist, glaube ich, hier noch nie dagewesen. Ihr bereichert mich ungemein, auf unterschiedliche Art. Die „lieben“ Kommentare freuen mich, die „harten“ Kommentare bringen mich zum Nachdenken, die „ablehenden“ Kommentare treiben mich weiter an, genau so weiter zu machen wie bisher, und ich weiß insbesondere an denen, dass ich richtig bin. Nur die zustimmenden Kommentare sind äußerst selten. Aber das ist nicht so schlimm, die meiste Zustimmung gebe ich mir sowieso stets selbst. Also bleibt wie Ihr seid, haut rein in die Tasten, was immer ihr denkt. Ich freue mich über jede Eurer Meinungen. Und wenn es neben vielen Meinungen auch die einen oder anderen faktischen oder sachlichen Ratschläge (Buchtipps. Videos, Vorträge, Veranstaltungen, Orte, was auch immer) in die Kommentare oder Gespräche schaffen, freue ich mich besonders. Denn Meinungen sind… ja… Meinungen. Aber Meinungen sind nicht die Realität. Meinungen sind Glaubenssätze. Glaubenssätze sind nicht die Realität. Glaubenssätze sind Teil einer Realität. Mehr nicht. Die Realität ist komplexer als ein einzelner Glaubenssatz. Und die wechseln manchmal. Hat auch was mit dem Alter und der Reife zu tun. Wie oft ich wohl meine Glaubenssätze noch wechseln werde…?

Die Einen glauben dies, die Anderen das

So wie ich vor kurzem meinem Kollegen nicht glaubte, dass man von Gemüse, Fisch, Käse und Äpfeln in der Früh, mittags und abends satt werden und lange bleiben könne. Das war mein Glaubenssatz: „Kohlenhydrate machen und halten satt!“

Heute weiß ich, dass das – gelinge gesagt – Bulls*** ist. So ist das mit vielen Meinungen. Gelegenheitlich höre ich auch nicht gut genug hin, wenn andere Menschen andere Meinungen haben, das ist die Kehrseite der Medaille. Ich hätte früher auf meinen Kollegen hören können oder sollen, um früher an den Punk zu kommen, an dem er damals schon war. Dafür bin ich heute auf diesem Gebiet weiter als er. Er isst inzwischen zusätzlich Skyr und auch Eier. Und Leinsamen, Chiasamen und knusprig-knackige Nüsse. Und vielerlei weiteres Zeug. Ob er das wohl von mir aufgeschnappt hat…? Hmm…

So ist das nun einmal. Wir tun was wir tun. Wir essen was wir essen. Aber in der Regel tun und essen wir nur das, was wir kennen. Was der Bauer nicht kennt… Ich bin aber kein Bauer. Und was ich nicht kenne, macht mich in der Regel neugierig. Jedenfalls spätestens seit Teil 2 hier! Auch damals schon in Teil 1. Und dazwischen wurde ich wieder unbewusst. Selbst Schuld!

Und um auf meinen letzten Artikel zurück zu kommen… ich bin neugierig zu entdecken, ob es mir gelingt (wieder) einen Sinn im Leben zu finden oder aber überzeugt sinnlos weiter zu machen. Wie ein schweizer Uhrwerk. Ist doch geil, ist wie Sport. Du hast heute keinen Bock und tust es trotzdem. Du fühlst Dich danach oft gut, weil Du es getan hast. Oft aber auch nicht besser oder anders als vorher. Aber Du hast es getan. Und das unterscheidet den Macher vom Mit-Sich-Machen-Lasser.

Wir haben immer 2 grundsätzliche Möglichkeiten im Leben

Wir tun Dinge „einfach“. Wir tun „einfache“ Dinge. Und die meisten tun „einfache Dinge“ „einfach“. Das sind, wenn sie ausschließlich „einfache Dinge“ „einfach“ tun, die Mit-Sich-Machen-Lasser. Die gehen auf die Straße und demonstrieren gegen CO2 oder Pro-Asyl oder was weiß ich nicht alles, wovon sie sich das Hirn durch Medien oder ihr Umfeld weichkochen haben lassen. Anstatt selbst zu denken und zu recherchieren. Ich will da jetzt gar nicht tiefer einsteigen, ein bisschen provokante Thesen in den Raum stellen und dann verschwinden macht mehr Spaß. 🙂
Jedenfalls tun diese Menschen Dinge recht unreflektiert. Die Gründe sind vielfältig, meist Stress und Bequemlichkeit. Gerne in Kombination. „Einfache Dinge“ möglichst „einfach“ tun. Gut, klar. Führt auch zum Tod. Immerhin.

Und dann gibts die andere Möglichkeit im Leben: Du machst meinetwegen auch nur „einfache Dinge“ ganz „einfach“ oder herausfordernde Dinge ganz einfach oder auch ganz kompliziert. Völlig egal. Aber jetzt kommt der entscheidende Punkt: Du denkst darüber nach was Du tust. Du reflektierst und Du machst somit die Dinge bewusst. So werden „einfache Dinge“ zu „reflektierten einfachen Dingen“. Oder „einfaches“ Tun wird zu „reflektiert einfaches Tun“. Bewusst eben. Das ist DER wesentliche Schlüssel im mentalen Bereich. Die Meta-Ebene.

Und dann kommen die Gegenmeinungen

Die Frage ist, wozu die Gegenmeinungen kommen. Zur 1. Möglichkeit oder zur 2.? Sprechen Menschen mit Dir über „einfache Dinge“ „einfach“? Oder sprechen sie mit Dir reflektiert über „einfache Dinge“? Und auch über Dinge, „reflektiert einfach“? Hier weiß ich sehr genau zu unterscheiden. Und hier weiß ich auch, warum ich Kritik kaum mehr an mich heranlasse. Ich klopfe Aussagen, ganz besonders wenn sie „einfache“ Glaubenssätze – sind, nach diesen zwei Kategorien ab. Und fast immer – das ist aber ganz natürlich – bewegen wir uns im Rahmen der 1. Möglichkeit. Wir sind so. Wir sind Menschen, wir sind nicht immer super bewusst.

Aber mein Ziel ist es, das möglichst oft zu sein. Besonders wenn es für mich wichtig wird. Und wenn mich ein Thema interessiert, zum Beispiel über den Sinn des Lebens nachzudenken, dann passe ich schon sehr genau auf. Der lange Lauf zählt für mich. Und das ist kein Widerspruch zum „Leben im Jetzt“ (Eckhart Tolle). Denn jeder lange Lauf beginnt immer im Jetzt. Jeder neue Moment ist Teil des langen Laufes. Und wenn wir jetzt nicht anfangen, wird es weder ein Lauf und erstrecht noch kein langer.

Jetzt kannst Du aber nicht immer den eigenen Maßstab an alle anderen anlegen. Gut, kannst Du schon. Aber die Erwartungshaltung ist nicht erfüllbar. Kein Mensch ist exakt auf dem Stand des Anderen. Das geht gar nicht. Das mag bisweilen Frust erzeugen. Frust, nicht verstanden zu werden. Das mag sich mein Kollege auch gedacht haben, als ich ihm damals schockiert entgegnete: „Ohne Brot wirst Du satt davon?!“

Achtung, Meta-Ebene: Die Frage ist also, wie gehe ICH damit um, wenn andere Menschen andere Meinungen haben? Andere Glaubenssätze. Soll ich diese annehmen? Sollen ich mich beeinflussen lassen (was ein Stück weit mindestens unterbewusst sowieso passiert)? Soll ich das gegen meine Meinungen und Glaubenssätze abgleichen? Was ist richtig und was ist falsch? Willkommen in der Welt der Persönlichkeitsentwicklung.

Und jetzt sind wir in der Meta-Meta-Ebene

Du machst nicht mehr einfache Dinge einfach. Du machst sie nicht einmal mehr reflektiert, Meta-Ebene. Sondern Du denkst über die Meta-Ebene nach. Meta-Meta. Meta im Quadrat, könnte man sagen. Hoch 2. Mit Stern. Am Horizont.

Kein Mensch kann sagen was richtig und falsch ist. Jeder muss einen Weg im Leben finden mit den Dingen dieser Welt zurecht zu kommen. Ich glaube aber nicht nur, sondern bin davon überzeugt, dass die meisten Menschen in Möglichkeit 1 (siehe oben) feststecken und da auch nie herauskommen. Sie glauben es vielleicht, manchmal Möglichkeit 2 wahrzunehmen. Aber jedem das Seine. Es muss Gazellen geben, die gefressen werden. Und es muss Löwen geben. So ist die Natur. Ob das gerecht ist? Hat niemand versprochen! Ob das sinnvoll ist? Ich finde das Leben – zumindest derzeit – an sich bereits ziemlich sinnlos. Wie können dann einzelne Teile des großen Ganzen sinnvoll sein? Fehlanzeige.

Ich kann aber sagen, was FÜR MICH richtig oder falsch ist. Und das sind ganz wenige einfache Punkte.

  1. Bleibe ich nicht in Möglichkeit 1 kleben, Tat ich früher, brauche ich heute nicht mehr. Sondern ich versuche immer (was kaum ganz gelingt, außer vielleicht Eckhart Tolle 🙂 ) möglichst rasch in Möglichkeit 2 zu kommen. Danke liebe Walnüsse (nur als Metapher, macht bitte nicht im nächsten Supermarkt das Regal mit den Walnüssen leer!).
  2. Mache ich mir Gedanken um meine Gedanken und gehe in die Meta-Meta-Ebene. Und checke die Meinungen und Glaubenssätze anderer Menschen, egal ob Buchautoren, Youtuber oder persönliche Gesprächspartner oder Blog-Kommentatoren dahingehend gegen meine eigenen ab. Mache mir Gedanken um deren Gedanken, im Abgleich gegen meine Gedanken. Und denke darüber nach, warum sie so denken, was sie antreibt, wie sie auf ihre Meinungen gekommen sind und ob deren Quellen „gültig“ sind.

Gut, wie wird da jetzt ein Schuh draus?

Wenn ich feststelle, dass wir auf unterschiedlichen Ebenen miteinander sprechen, macht es keinen Sinn. Das ist so wie wenn Einer Englisch spricht und Einer Französisch. Und dabei meinen sich miteinander unterhalten zu können. Mag lustig sein, bringt aber nix. Gut, Italienisch und Spanisch finde ich noch sexy, selbst wenn ich kein Wort verstehen würde. Aber Englisch und Französisch sind wirklich nur noch von slawischen Sprachen zu unterbieten, wenn es um das Sexappeal geht. 😉 Auch wenn ja alle immer auf die französische Sprache abfahren, besonders die Männer, hab ich mir sagen lassen.

Also prüfe ich einfach die Ebenen. Und auf der Meta-Ebene miteinander zu sprechen ist nicht nötig, um sich zu entwickeln. Es reicht auch die einfache Kommunikation nach Möglichkeit 1. Aber ich versuche zumindest auf der Ebene zueinander zu finden oder es eben bleiben zu lassen. Das ist schon mal essentiell. Ohne die selbe Ebene geht gar nichts. Du kannst nicht mit jemandem, der mit seiner Bierflasche und Chips in der Hand vor Dir sitzt und sich dessen nicht bewusst ist, dass er das gerade tut, darüber sprechen, ob er das bewusst tut oder nicht. Wenn er es nicht bewusst tut, was er tut, macht es keinen Sinn. Er wird Dir nicht folgen können. Aber so kannst Du Dir einen Feind erzeugen, wenn Du mit ihm darüber sprichst. Das ja. Erstrebenswert? Nee.

Also: Ebenen-Check!

Jetzt kommt das Aber!

Selbst wenn Dein Gegenüber auf einer Ebene mit Dir spricht, so bleiben die meisten Kommunikationen dennoch oft „unnachhaltig“ für einen selbst. Was woran liegt?

Und das ist genau mein Problem! Es ist meines, okay. Es muss nicht Deines sein. Es ist meines. Mein Problem. Etwas, das ich seit meiner Kindheit habe. Damit muss ich alleine klar kommen. Und das ist hart genug. Glückwunsch an alle, die dieses Problem nicht kennen. Kommt von Herzen, wirklich. Diese Menschen sind auf eine Art gesegnet. Aber dennoch möchte ich nicht den Platz mit ihnen tauschen. Auch wenn es „einfacher“ ist. Da ich dann ebenso die „einfachen“ Dinge „einfach“ tun könnte. Will ich aber gar nicht! Insofern betrachte ich es weniger als Problem denn als Gabe. Inzwischen ist es eine Gabe für mich. Glaubenssätze? Auf den Kopf gestellt!

Und ich kann nur für mich sprechen, nochmal! Ich kann nur für mich sprechen. Was andere tun, tun andere. Ich weiß jedenfalls, dass das Ebenen-Modell nicht ausreicht, um für mich selbst sagen zu können, dass ich eine gute Kommunikation hatte. Wenn es um die Kommunikation als Selbstzweck geht, mag das noch ausreichen. Aber ich will lernen. Ich will reflektieren. Ich will besser werden. In allen Bereich, auf allen Ebenen.

Und wie erreiche ich das? Das ist ja mein Problem. Das ist mir interaktiv super selten möglich! Ich versuche mich stets an Menschen (und natürlich deren Meinungen und Glaubenssätzen!) zu orientieren, die etwas BESSER können als ich und WEITER sind. „Lerne von den Besten“, ist das Motto. Orientiere Dich an ihnen, sauge auf wie ein Schwamm, passe es an Dich und Deine Ziele an und dann… VOLLGAS!

Einfach gesagt gibt es also zwei Probleme, mit denen ich persönlich stets zu kämpfen habe:

  1. Bin ich nur selten mit Menschen auf der selben Ebene. Und gemeinsam auf der Meta-Ebene schon gar nur super super selten. Also folgen zwangsläufig Gespräche nach dem Schema: „Findest Du die Grünen besser oder die Roten?“, Fuck off! Weder noch! Du wirst von beiden verarscht, checkst Du das nicht?!“ Meta-Ebene ist DA und „einfache Dinge“ „einfach“ tun ist DORT. Geht einfach nicht. Und immer nur „einfach“ mag ich nicht. Ich brauche Walnüsse. Bitte die extra knusprigen!
  2. Selbst wenn wir auf der selben Ebene sind, wobei es nicht um eine Wertung dessen geht, ob es gerade „nur“ um „einfache Dinge“ geht, ist mein Gegenüber höchst selten „besser“ in einem Gebiet. Ja ich weiß, klingt überheblich. Sei es drum, lassen wir das einfach mal so stehen. Kurz mal drauf gepfiffen, wonach es nun für Dich klingt und wie es Dich triggert, okay? 🙂 Danke. Also weiter im Text… Deswegen suche ich mir ständig Herausforderungen. Weil ich gemerkt habe, dass ich mich dann zwangsläufig mit Dingen beschäftigen muss, in denen sich ANDERE besser auskennen. Gehirnnahrung. Meine Walnüsse, sozusagen.

    Anders gesagt: Menschen, die etwas auf einem bestimmten Gebiet wirklich richtig richtig gut können oder wissen, sind generell vergleichweise selten. Es gibt nicht viele Christiano Ronaldos, nur als Beispiel. Eigentlich nur einen. Das ist der Haken. Oder wie ist es beispielsweise beim Musizieren…? Wieviele Menschen können ein Musikinstrument zumindest einigermaßen „gut“ spielen? Wenige überhaupt, im Vergleich zum Rest der Bevölkerung. Und wieviele davon sind zumindest sogar „richtig gut“? Fast keiner. Das ist ja genau mein Problem, das weiß ich aber inzwischen (!) auch. Wie soll ich also die richtig guten Musiker finden? Wenn ich selbst doch schon ganz ordentlich spielen kann. Die Luft wird einfach verdammt dünn. Ich hoffe, ich konnte das klar genug herüber bringen. 🙂 Und dann kommt noch abschließend besonders erschwerend hinzu, dass Einen selbst auch das interessieren muss, was der Andere so toll kann. Mich interessiert angeln nicht, ich würde dem amtierenden Weltmeister zwar zuhören, aber ich würde nicht brennen dafür. Schwierig.

    Eine kleine Ergänzung noch an der Stelle sei mir erlaubt: Das Paradoxe ist außerdem: Wir entwickeln uns ja weiter. Präziser gesagt: Wir wollen uns weiter entwickeln. Aber unser Umfeld bleibt für gewöhnlich das Gleiche. Das kann eigentlich fast gar nicht mit Dir korrelieren. Das schließt sich fast gegenseitig aus. Deswegen entwickeln wir uns auch kaum. Zu diesem Zweck gibt es Bücher, das Internet, Vorträge usw. Gäbe es das nicht… puh! Ich wäre verloren. Die Menschen, denen wir begegnen, die etwas VIEL besser als wir können… für diese Menschen sind alle anderen umgekehrt aber zu weit weg von ihnen. Für sie lohnt es sich schlicht nicht sich mit Dir zu beschäftigen. Sie haben nichts davon ihre Zeit mit Dir zu verbringen. Deswegen kommen wir kaum an „Stars“ heran. Damit meine ich aber nicht die Promis, sondern die echten Stars. Die, die wirklich etwas können. Nicht die, die doof und einfach nur bekannt sind. Was bleibt? Hoch hangeln! Wie bei einer Leiter. Frauen können das im Allgemeinen sehr gut in Sachen Beziehungen. Ich habe dazu letztens ein paar Artikel verfasst. Hypergamie. 😉 Okay, okay. Ich hör schon auf. Ein bisschen Zynismus muss sein.

Und übrigens geht es ganz sicher nicht nur mir so. Ich weiß, dass es da draußen in der Welt auch andere wie mich gibt. Aber sie sind selten. Selten begegne ich solchen, zum Beispiel beim Weggehen und in Gesprächen. Aber die Luft wird rein quantitativ verdammt dünn da oben. Und dann passiert es eben umgekehrt auch schnell, dass mein Gegenüber merkt, dass er mit mir dasselbe Problem hat, wie ich sonst überall mit den Anderen. Das ist wie es ist, aber es ist ein echtes Problem, diese Gabe. Für alle Beteiligten. Wir sind immer bestrebt danach wachsen zu können. Jeder auf seine eigene Art.

Und ich bin froh, dass ich zumindest in der Lage bin, mir über Ebenen, Meta-Ebenen und Meta-Meta-Ebenen Gedanken zu machen. Auch wenn ich dabei Gefahr laufe, als „überheblich“ oder sonst etwas bezeichnet oder wahrgenommen zu werden. Ich glaube, dass vieles verwechselt wird. Ich spreche mit jedem Menschen. Aber? Aber (!) ich muss nicht alles an mich heran lassen, was andere äußern. Es sind ihre Gedanken, ihre Glaubenssätze. Sollen sie danach leben und glücklich werden. Passt. Und wenn ich sehe, dass ein Mensch irgend etwas besser kann als ich, auf einem Gebiet, das mich interessiert… dann versuche ich mit ihm auf derselben Ebene zu kommunizieren, damit Kommuniaktion rein faktisch überhaupt möglich ist. Wie gesagt, auf Englisch mit jemandem zu sprechen, der nur Französich spricht, macht keinen Sinn. Und wenn die Ebenen stimmen, höre ich gespannt zu und halte gerne meine Klappe. Aber das ist so selten. Lasst die Taschentücher stecken. Ich habe einigermaßen gelernt damit umzugehen. 🙂

Und fast zum Schluss vielleicht noch ein Filmtipp, der ganz gut zum Thema passt. „Inception“, mit Leonardo DiCaprio. Da geht es ein bisschen um so etwas ähnliches, auch um Ebenen. Wer den Film nicht kennt oder nochmal auf eine andere Art nachvollziehen können möchte, was ich hier in genau 3978 Wörtern von mir gegeben habe… einfach anschauen. Und gerne berichten! Sowohl vom Film als auch von Euren Meinungen und Ideen zu diesem Artikel oder wonach Euch sonst so der Sinn steht. Feuer frei.

Warum ich zwar provoziere, aber gerade darin der Mehrwert liegt

Da meine – zugegeben – provokanten Artikel hin und wieder auch gerne mal etwas anders verstanden werden können, als sie eigentlich gemeint sind… erlaubt mir nur eine kleine Präzisierung: Es gibt nicht per se „solche“ und „solche“ Menschen. Sondern nur „solche“ und „solche“ Situationen. Wir sind einander alle Lehrer und Schüler. Wechselseitig! Das wechselt je nach Situation ständig, das ist ganz wichtig zu betonen! Es geht nicht um Überheblichkeit oder Dinge besser zu wissen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Es geht darum, Dinge die man selbst eben gerade NICHT besser weiß, an sich heran zu lassen und an Anderen zu wachsen. Deswegen bin ich offen für Input. Aber ich weiß eben auch sehr genau und strikt auszusortieren. Ich bin kein Gummiball für alle Anderen und diese Erkenntnis wünsche ich jedem, auch für sich selbst zu erlangen.

Jede Materie entstammt Gedanken. Nichts was existiert, existiert ohne vorangegangene Gedanken Anderer. Ein Auto ist ein Auto, weil sich jemand dachte eines zu bauen und es dann auch tatsächlich gebaut hat. Deswegen gibt es immer Menschen, die etwas besser können als man selbst! Weil nicht jeder von uns Autobauer ist und mit Vornamen „Volks“ und mit Nachnamen „Wagen“ heißt. Aber je nach Standpunkt „wird manchmal die Luft eben dünn“. Und ich stehe zu 100% dazu, dass ich das Problem schon immer hatte und vermutlich in exzessiver(er) Form immer weiter haben und noch ausbauen werde. Aber ich bin so reflektiert und gehe damit um. Aktiv. Proaktiv. Meta-Meta. 😉

Fazit, ganz allgemein: Achte auf die Ebene, in der Du mit Deinem Gegenüber sprichst. Und jedenfalls wenn es Dir nicht um reine Unterhaltung geht, dann sieh zu, dass Dein Gegenüber in einem Thema (materiell oder kognitiv) etwas „besser“ kann als Du oder zumindest etwas so kann, wie Du es auch können möchtest. Und ganz wichtig dabei: Lerne „NEIN“ zu sagen und verwirf ablehnende Meinungen umgehend, wenn sie von Menschen mit anderen Zielen stammen. Wenn deren Ziele nicht zu Deinen passen. Und wenn es Dich faktisch in keiner Form weiter bringt. Denke daran: Es sind die Glaubenssätze anderer Menschen, nicht Deine!

Und deshalb zum Abschluss noch ein bekanntes Zitat, das ich mir stets vor Augen führe. Im Projekt Beziehung Teil 2 mehr als je zuvor! Ich dachte auch lange Zeit es geht „einfach“. Geht es nicht! In Wahrheit nicht. Früher oder später macht es bumm… aber das muss jeder für sich selbst herausfinden und dann entweder daraus lernen oder „einfach“ immer weiter „einfache Dinge“ machen. Und dann auch nur das, ganz unreflektiert.

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Und ich erlaube mir hier noch eine Zeile von mir persönlich zu ergänzen:

Achte auf die Menschen, mit denen Du Dich umgibst, denn sie sind Deine Lehrer!

Es liegt an Dir alleine mit was oder wem Du Dich umgibst. Du hast die Wahl. Mach das Beste daraus!

Und in diesem Sinne wünsche ich viel Glück den Einen (Philosophischer Sonntag – Warum man nicht viel Glück braucht). Und viel Erfolg den Anderen. Und nun ran an den Speck! Sonst gibts auf die (Wal-)Nüsse! 😉

Die Sinnfrage und das schweizer Uhrwerk

Der letzte Artikel ist fast einen Monat her. Wie die Zeit vergeht. Und richtig vermisst habe ich das Schreiben in der Zwischenzeit nicht, da bin ich ehrlich. Selten habe ich daran gedacht, das ja. Aber den Drang verspürt, mich literarisch zu betätigen? Fehlanzeige. Heute sollte das anders sein, „es wird mal wieder Zeit“, dachte ich mir heute Vormittag.

In den letzten Wochen war ich unter anderem eine Woche auf Mallorca. Den Urlaub habe ich entgegen sämtlichen Klischees und Gewohnheiten der üblichen Sauf-Touristen nicht mit dem Saufen verbracht, sondern mit Sport, Erholung und Persönlichkeitsentwicklung… und Weiterbildung. Ich war in 7 Tagen genau 7 mal sportlich aktiv. Mal mehr, mal weniger intensiv. Aber auch zwei mal bei 37 Grad joggen. Einmal eine Stunde, einmal 45 Minuten. Im Kraftraum des Hotels war ich auch mehrmals. Und wisst Ihr was recht witzig war? Die verschiedenen Jungs, die in den Kraftraum kamen, mich beim Trainieren sahen und mir solche Dinge sagten wie „hey, was machst Du denn da?! Es ist Urlaub. Chill mal!“. Wohlgemerkt unabhängig voneinander kamen die Personen in den Kraftraum und unabhängig voneinander äußerten sie das so oder so ähnlich. Was dachte ich mir jedes mal nur: „Du musst das ja wissen, wie das geht. Du mit Deiner Wampe!“ oder alternativ auch „Du musst das ja wissen, wie das geht. Du mit Deinen Zahnstocher-Ärmchen.“ Läuft bei denen. Vielleicht sollten sie aber auch einen Fitnessratgeber veröffentlichen, klugscheißen können sie ja schon recht gut. Dumme Tipps geben auch. Läuft also doppelt bei ihnen. 🙂

Das waren für mich die richtigen Komplimente im Urlaub. Denn mit Frauen habe ich dieses mal kaum etwas zu tun gehabt. Aber solche Sprüche von faulen, bier trinkenden, teilweise übergewichtigen Möchtern-Männern, die fand ich sehr motivierend. Anschub-Motivation. Denn motiviert war und bin ich auch alleine. Aber wenn Menschen versuchen Dich runter zu ziehen, dann weißt Du, dass Du gerade alles richtig machst und voll auf Kurs bist. Danke Euch Pappnasen dafür. 😉

Gut, warum fliegt jemand auf Malle, wenn er nicht saufen möchte und auch sonst in Sachen Frauen sehr zurückhaltend ist? Nun, ich bin 3 Jahre weiter als damals bei meinem ersten Mallorca-Urlaub. Damals ging es ums Gas geben und lernen. Heute nicht mehr. Nicht dass ich ausgelernt hätte, denn das haben wir Menschen nie. Jedenfalls nicht die, die ein Erfolgs-Mindset pflegen. Aber Gas geben? Wofür? Für wen? Für mich? Um was heraus zu finden? Ob ich innerhalb eines 2-Minuten-Gesprächs eine Frau küssen kann? Oder ihre Nummer bekomme? Oder was? Damit ich dann in meiner Liste einen Strich machen kann? Neben all den anderen Strichen? Wozu? Ich bin kein Kerben-Sammler, das weiß jeder, der mich kennt. Mir war die Insel wichtig, das Wetter, die Sonne, der Strand, das Meer und einfach die tolle Insel. Mallorca ist einfach klasse, ganz ohne Ballermann.

Ich bin kein kleiner Junge und demzufolge auch kein Kerben-Sammler mehr. Vor ein paar Jahren sicher noch. Heute nicht. Ich komme zuletzt aus einem Familienleben, an dem die Dinge ihren festen Platz hatten. An dem alles einen Ablauf hatte. Und dementsprechend einen…?

Sinn!

Und da kommen wir auch genau zum Thema des heutigen Artikels: Dem Sinn?!

Welcher Sinn? War es tatsächlich so, dass das sinnvoll war, was ich vor meinem aktuellen Single-Dasein, also in der Beziehung, tat? Gaben mir der Halt, der feste Tagesablauf, die (Familien-)Aufgaben einen (Lebens-)Sinn? Wirklich?

Damals habe ich das so gesehen, in der Situation seiend. Aber heute? Aus der Retrospektive…? Ganz anders! Ich stelle mir aktuell die Sinnfrage. In jeder Hinsicht. Bitte nicht verwechseln mit Depressivität. Davon bin ich meilenweit weg. So meilenweit davon wie jeder Frau, die mir gefällt, 50 Meter hinher zu springen, um sie auf offener Straße anzusprechen. Zeiten ändern sich, damit vor allem die eigene Entwicklungsstufe und die Gedanken.

Was damals aufregend war, langweilt mich heute ein großes Stück weit. Ich hätte viel mehr Spaß daran, das anderen Menschen beizubringen, was ich gelernt habe. Egal in welchem Gebiet. Das motiviert mich. Und manchmal tue ich das auch. So zum Beispiel im Urlaub. Ich sah einen Jungen neben mir, der auf ein Mädchen stand. Aber zu schüchtern war, um sie anzusprechen. Er war angetrunken, okay. Aber er war in Ordnung. Und er wollte mit ihr tanzen, teilte er mir beinahe ratsuchend mit. Ich erwiderte: „Dann mach einfach!“ Er grinste verlegen. Ich wiederholte: „Gefällt Dir das Mädchen?“ Er: „Ja!“ Ich: „Dann überlege nicht. Geh hin, streck Deine Hand aus, lächle sie an und dreh sie einmal!“ Er schaute ungläubig. Also wiederholte ich: „Mach Dir keinen Kopf, wenn Du etwas tun möchtest, tue es einfach!“ Er konnte damit nichts anfangen. Was völlig normal und okay ist. Uns trennten ein paar Lebensjahre und außerdem – dem optischen Eindruck nach – auch erheblich unsere Charaktere. Er war „ein anderer Typ“ als ich, das meine ich nicht wertend. Aber beschreibend. Ein Typ der Kategorie: „Ich bin ein Normalo!“ Was völlig okay ist. Normalo war ich auch mal. Bis ich verstand, dass das Leben ein Spiel ist und wie Herr van Onnetuschn gerne zu sagen pflegt: „Ein großer Witz! Es ist alles ein großer Witz!“

Also stand ich auf, denn ich saß ganz gemütlich am Stand auf der Steinbank. Ich blickte ihn an und fragte: „Soll ich es Dir zeigen?“ Er: „Ja!“ Also ging ich die 3 Meter zu dem Mädchen, das sich ein wenig mit den Menschen um sie herum unterhielt. Dann lächelte ich das Mädchen an, streckte ihr meine Hand entgegen und sagte: „Gib mir Deine Hand!“ Das tat sie. Ich nahm ihre Hand und drehte sie schwungvoll, aber dezent, über ihre Schulter. Et voilà, würde ein Franzose sagen. Ich sagte dem Mädchen, dass sie das ganz toll gemacht hat, dreht mich zu dem Jungen und sagte: „Sieh, so einfach geht das. Einfach tun, nicht überlegen! Nimm Dir was Du möchtest im Leben!“ Er grinste, fasste seinen Mut zu sammen und ging auf das Mädchen zu. Sie tanzten.

Fertig. So etwas macht mir Spaß. Ich war auch immer schon lieber Fußballtrainer als Fußballspieler. Das ist einfach ein anderes Level. Fußballspielen ist langweilig, wenn Du 11 von ihnen dirigieren kannst. Wenn Du ein Orchester zum Klingen und Strahlen bringen kannst. So gilt das für alles im Leben. Ich liebe Systeme. Klein-Klein ist nur eine Weile etwas für mich. Das fordert mich zu wenig heraus und wirkt auf Dauer bisweilen sinnbefreit. So ist es gleichfalls mit dem Job. So ist es für mich ein bisschen auch in Sachen Beziehungen, glaube ich. Vielleicht muss ich lernen, mich mehr aufs Klein-Klein einzulassen? Aber irgendwie sehe ich im Leben stets das große Ganze im Fokus. Ich weiß auch nicht was richtig oder falsch ist. Ich weiß nur was mir Spaß macht und was nicht.

Und es macht mir keinen Spaß mir die 500. Telefonnummer einer Frau zu holen, „um zu“…? Um zu lernen?! Ich empfinde nicht mehr das Bedürfnis lernen zu müssen. Und „um zu“ schon gar nicht.

Was ich aber die letzten Wochen festgestellt habe, an mir selbst: Mir machen Gespräche mit Menschen (wieder? erstmals?) sehr viel Spaß. Ich unterhalte mich inzwischen auch beim Weggehen gerne mit Männern. Und ich betrachte jedes Gespräch nicht mehr so verkopft aus der Perspektive eines Mannes, der auf der Suche nach seiner Traumfrau ist. Sondern aus der Perspektive eines Mannes, der Dinge über die Welt lernen möchte. Und zuletzt habe ich – weil untertags gerade Zeit war – beispielsweise die Bundesländer eines Nachbarstaates auswendig gelernt. Und im Gespräch mit Menschen, die aus diesem Land kommen, frage ich sie immer nach bestimmten Städten ihrer Region. Inzwischen kann ich nicht nur die Bundesländer, sondern auch deren zugehörige Hauptstädte.

Klingt albern und unnütz?

Ich finde nicht. Weil? Weil aus 99% der Gesprächen bzw. Begegnungen doch sonst nichts kleben bleibt. Das heißt Du hast ein angeregtes Gespräch mit einer Frau, sie erzählt dies, das, Ananas. Okay. Gut. Und dann? Vielleicht tauscht man Nummern, okay. Vielleicht gibts ein Wiedersehen, meistens aber nicht. Frauen tauschen Nummern meistens einfach so, ganz ohne weiteren Sinn. Da ist für sie nichts dabei. Sie finden Dich für den Moment cool und wenn etwas daraus werden soll, dann kommt (meist) nichts mehr. Immer auf der Jagd nach Bestätigung. Instagram-Kussmund-Selfie-F**k-You-Generation würde ich das nennen. Natürlich frage ich im Gespräch kein Wissen ab. Das ist keine Lehrveranstaltung. Aber ich habe mir angewöhnt gut zuzuhören und Dinge aufzugreifen, die mich wirklich interessieren und nachzufragen.

Das Schöne daran ist, dass ich dabei etwas lernen kann. Und wenn es „nur“ die Hauptstädte der Bundesländer eines anderen Staates sind. Das hat den Effekt, dass ich stets neugierig bleibe, jedem Menschen gegenüber. Besonders da ich doch weiß, dass – wie gesagt – sonst nichts kleben bleiben wird. Am Ende des abends werden wir wieder auseinandergehen, vielleicht Nummern getauscht haben, aber uns vermutlich nie wieder sehen. So ist das meistens. Klar kommt es manchmal auch zu Dates, zuletzt aber eher nicht. Da gab es wieder zwei Absagen. Das letzte „echte“ Date war Frau Kaufhaus. Achja, und dann noch die eine Frau, mit der ich letztens aus der Bar und nachts noch zum Pizza essen gegangen bin und sie anschließend heim gebracht habe.

Inzwischen hatte ich aber auch mehrere Nummern getauscht, Datevorschläge gemacht und…? Nichts. Eine sagte mir wenigstens diese Woche mal sehr freundlich ab, da sie derzeit jemand anderen date und nichts parallel machen möchte. Erste Reaktion meiner Freunde/Bekannten, wenn ich ihnen das erzähle? „Wenigstens ist sie ehrlich!“, sagten zwei zu mir, unabhängig voneinander. Ich antworte: „Ob das ehrlich ist, weiß ich nicht. Das glaube ich nicht einmal. Aber es ist zumindest freundlich und höflich. Das finde ich gut.“

Schließlich hatte ich erst tags zuvor die Nummer von ihr bekommen, nachdem ich sie im Vorbeigehen auf der Straße angesprochen hatte. Ihr Parfüm hat mir einfach gefallen. Grund genug sie anzusprechen. Sie strahlte dabei wie in kleines Kind. Also habe ich den Vorschlag zu einem gemeinsamen Getränk unterbreitet. Da sie es extrem eilig hatte, musste ich schnell auf die Nummer gehen und konnte das Gespräch nicht laufen lassen. Aber sei es drum, Nummer getauscht und dann abgesagt bekommen. Ob sie nun jemand anderen aktuell datet oder nicht. Geschenkt. Mir doch egal. Die Quintessenz bleibt stets dieselbe: Die Nummer wird rausgerückt und dann passiert meist nichts mehr. Das war vor ein paar Jahren so. Das ist auch heute noch so. Gefühlt wird es sogar schlimmer, aber das kann ich noch nicht empirisch unterlegen. Ich bin ja derzeit kaum aktiv. 😉

Und dann gibt es aber auch andere Frauen. So zum Beispiel die, die ich letztens eben nach der Pizza noch nach Hause brachte. Da ich im Urlaub war, hat sich in der Zwischenzeit mit ihr auch nichts ergeben. Kein Date oder so. Es drängt mich aber auch nicht. Jedenfalls hab ich sie letztens in meiner Stammbar zufällig wieder gesehen. Natürlich bin ich zu ihr hin und sie hat sich gefreut mich zu sehen und gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd. Das wiederum hat mir große Freude bereitet. Sie kam aus dem Umarmen und mich Betatschen nicht mehr raus. Da sie allerdings mit Arbeitskolleginnen und Freunden dort war, wollte ich mich nicht so lange bei ihr aufhalten. Ich stehe da dann doch auch mehr auf Exklusivität zwischen Mann und Frau.

Und dann kam der Moment, an dem die Spotlights in der Bar an gingen. Und auf mich gerichtet wurden. Der Moment, an dem für mich die Zeit kurzzeitig komplett angehalten wurde. Das war der Zeitpunkt der Verabschiedung, als ich aus dem Gespräch raus wollte. Sie beugte sich hinüber zu mir und wollte ein Küsschen auf den Mund. Mitten in der voll besetzten Location. Für mich fühlte es sich an, als würde die Zeit angehalten werden und ich wäre plötzlich im Fokus. So als wenn der Rockstar die Bühne im Dunkeln betritt und plötzlich die Lichter angehen und ausschließlich auf ihn gerichtet werden.

Ein witziger Moment. Kopfkino. „Mache ich es oder mache ich es nicht?!“, dachte ich mir. Aber irgendwie auch doof, eine Frau „stehen zu lassen“. Gehört sich irgendwie nicht. Zumal wir uns echt gut verstehen und ich sie cool finde. Für mich wäre das an sich kein großes Ding. Aber ich bin nicht (mehr?!) der Typ, der da draußen unterwegs ist, um möglichst viele Nummern zu holen, möglichst viele Frauen zu daten und was weiß ich noch mehr. Und irgendwie fühlte sich das in dem Moment so für mich an, als wäre ich der Typ, der in der Bar herum rennt, mit allen Frauen quatscht und sich dann mal ein Küsschen hier oder dort abholt und den Macho spielt. Kopfkino eben. Das bin ich aber nicht. Ich bin James Bond näher als Don Juan. Gut, am Ende sind sie sich dann irgendwie doch wieder ganz ähnlich. Aber der Stil ist ganz sicher ein anderer. Und den von James Bond sagt mir eindeutig mehr zu. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt gut genug beschreiben konnte, was ich eigentlich aussagen möchte. Falls nicht, egal. Nicht so wild. 🙂

Solcherlei Ereignisse mischen sich derzeit manchmal in den Alltag zwischen Sport und Ernährung. Zwischen Arbeit und Schlaf. Aber was bleibt ist die Frage nach dem Sinn. Nein, ich bin nicht mies drauf. Im Gegenteil. Ich funktioniere derzeit wie ein schweizer Uhrwerk, würde ich sagen. Präzise, auf den Punkt. Aber ich sehe keinen Sinn darin. Es liegt auch nicht am Ende der jüngsten Beziehung. Denn das hatte ich mir zuerst gedacht. Zunächst dachte ich mir: „Ohje, jetzt bist Du in einem Loch!“ Das Beziehungsende war sicher der Auslöser, für das neue Denken. Klar. Aber wenn ich mir jetzt aussuchen könnte, ob ich wieder eine Beziehung möchte…? Selbst wenn ich vorher die Garantie hätte, dass es dieses mal endlich eine ehrliche, liebenswerte, tolle Frau wäre? Ich sähe darin aktuell dennoch keinen Sinn!

Genauso wenig wie beim oder im Sport. Klar stemme ich die Gewichte und gehen joggen, manchmal sogar als gäbe es keinen Morgen. Aber wozu? Ich stelle mir aktuell ständig die „Wozu-Frage“? Wie bei kleinen Kindern. Die immer nach dem Warum fragen. Die mit keiner Antwort zufrieden sind und auf jede Antwort von Dir noch genauer wissen wollen… „warum?“. Und ich habe keine Antwort. Ehrlich nicht. Ich funktioniere, ich funktioniere gut. Ich fühle mich gut. Aber ich sehe keinen Sinn darin. Weder am Ansprechen von Frauen, noch an meinem Job, noch an meiner Lebensstiuation, noch am Leben als Ganzes. Dringender nochmaliger Disclaimer: Nein, ich bin nicht depressiv! 🙂

Ich mache mir nur reale Gedanken um etwas, das für mich zunehmend wie Science Fiction wirkt. Wir haben täglich lügende, dämliche, ausgebrannte, rohe, wilde Menschen vor uns. Und selten mischen sich auch gut gelaunte, positive und tolle dazwischen. Aber ändern tut das alles nichts am Gesamtzusammenhang. Und das Ziel der Reise ist mir nicht ganz klar. Das Ziel meiner Reise. Klar ist in Wahrheit der Weg das Ziel, sagt man. Und das ist auch derzeit der einzige Aufhänger, der mich motiviert immer weiter zu machen.

Dann stemme ich eben das Gewicht. Und noch einen Satz. Und noch eine Übung. Bis der Muskel brennt und der Pump da ist. Klar wächst dadurch Muskel. Aber wozu? Klar gehe ich in die Arbeit oder betreibe mein Studium. Klar werde ich dadurch demnächst mittelbar mehr verdienen oder was auch immer. Aber wozu? Klar spreche ich hin und wieder immer noch bzw. seit Teil 1 erneut Frauen an, nicht mehr häufig, dafür mit mehr Tiefgang – aus meiner ganz eigenen Sicht. Klar kommt es dann auch zu Dates. Aber wozu? Wie gesagt, selbst wenn mir klar wäre, dass die nächste Frau vor mir meine absolute Traumfrau sein könnte oder sogar ist, und selbst wenn ich eine Gewissheit verspüren würde, dass es endlich mal ein Herzmensch wäre, der vor mir steht… ja… okay… aber das würde mir gerade dennoch keine schlüssige oder nachgehenswerte Antwort auf meine Sinnfrage liefern. Genauso wenig wie ein gestählter Körper mir diese Antwort nicht liefern kann. Dennoch trainiere ich. Dennoch gehe ich weg und mache mein Ding und spreche auch manchmal Frauen an. Dass das dann eher nebenbei passiert, spielt wirklich keine Rolle. Es ist gemütlicher, ich bin gemütlicher. Das ist aber auch schon alles.

Diese Woche habe ich zum zweiten Mal in meinem Leben das Buch „Das Café am Rande der Welt“ empfohlen bekommen, damals von Lotusblume. Diese Woche von einer Followerin. Gelesen habe ich es damals (leider?) nicht. Ich glaube, ich werde es auch dieses Mal nicht lesen. Wozu? Das selbe Wozu wie oben. 🙂

Oder aber ich mache es wie mit dem Krafttraining, der Ernährung, dem Clubgamen… und besorge und lese das Buch einfach. Einfach so. Ganz ohne den Sinn darin und erstrecht dahinter zu sehen. Einfach nur ein schweizer Uhrwerk sein?!

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Also ist der Sinn im Leben vielleicht auch nur zu erkennen, dass wir alle Uhrwerke sind? Manche kommen aus den USA, manche aus Mosambik und andere vom Asienmarkt. Aber wenn das alles schon keinen Sinn macht, dann will ich wenigstens das schweizer Uhrwerk sein und mir dabei bis in die Haarspitzen treu bleiben! Kopf hoch, Mund abwischen, weiter machen! Ganz ohne Sinn.

PS: Über Eure Meinungen zum Thema „Sinn des Lebens“ bzw. vielleicht auch nur zur Suche nach dem Sinn in meiner gegenwärtigen Lebensphase freue ich mich. Schreibt es mir gerne. Vielleicht ging es Euch auch mal so? Vielleicht immer noch? Vielleicht habe ich die rote Pille nicht nur in Sachen Mann-/Frau-Beziehungen geschluckt, sondern sogar in Bezug auf das ganze Leben? Willkommen in der Matrix? Ich weiß es nicht. Es fühlt sich komisch an. Ich kann nicht sagen, dass ich ausgebrannt bin. Ich könnte Bäume ausreißen, so gut geht es mir derzeit körperlich und mental – jedenfalls auf eine Art. Aber ich sehe keinen Sinn darin auch nur irgend etwas zu tun. Der Tiefgang fehlt. In allem. Wenn ich bei „Wer wird Millionär?“ sitzen würde, würde ich jetzt gerne Platon, Sokrates oder Shakespear anrufen wollen. Vielleicht hätten die Rat für mich? Vielleicht sollte ich es mit den Worten von Hape Kerkeling sagen? „Ich bin dann mal weg!“ Und auf der Suche nach Inspiration!