4231 Wörter voller Impressionen und wie immer ein bisschen Polarisation

Es ist Sonntag, Freunde. Und ich sitze auf der Couch, habe mir vorhin zum Frühstück ein großes Müsli gemacht. Ohne Zucker, klar. Mit Nüssen, Erdbeeren und Skyr. Natürlich alles aufs Gramm genau getracked (myfitnesspal). Alles für den totalen (körperlichen) Erfolg! Tatsächlich ist es gerade so, dass ich nichts zu tun habe, jedenfalls nicht gezwungenermaßen. Und so habe ich gerade Zeit und auch Lust zu schreiben. Der letzte Artikel kam Dienstag. Wird also wieder Zeit! Ich habe Urlaub und den genieße ich bereits die ganze Woche.
Montag bis Freitag lief das bei mir in etwa so ab (manchmal in wechselnder Reihenfolge):

1. Aufstehen mit mindestens 8 Stunden Schlaf im Gepäck
2. Leichtes joggen oder spazieren gehen
3. Frühstück vorbereiten, jede Zutat abwiegen und in meine App eintragen
4. Einkaufen fahren sowie mich um meine Persönlichkeitsentwicklung kümmern 😉
5. Mittagessen vorbereiten, meistens eine große Portion Fisch mit viel grünem Gemüse (Low Carb)
6. Intensives Krafttraining
7. Relaxen und mich um meine Persönlichkeitsentwicklung kümmern 😉
8. Abendessen vorbereiten, wie immer alles genau abwiegen und tracken
9. Erneut einen Spaziergang einlegen
10. Mir vor dem Schlafen nochmal ein paar Dinge aus der Welt der Persönlichkeitsentwicklung reinziehen – von nichts kommt nichts
11. Gute Nacht und bubu

Leben und Freiheit oder Arbeiten

Der Urlaub tut mir gut und ich stelle mir vor wie es wäre, wenn ich nie wieder arbeiten gehen würde oder müsste. Es wäre meins, definitiv. Der Tagesablauf ist einfach genial. Ich kann tun und lassen was ich will. Und das Genialste ist: Ich bin derzeit komplett alleine und fühle mich damit (fast) so wohl wie damals im Projekt Beziehung Teil 1, jedenfalls wie damals in den letzten Monaten vor dem Beginn meiner vergangenen Beziehung.

Keiner der mich weckt, obwohl ich schlafen möchte („Ich kann nicht länger schlafen und einfach nur liegen bleiben mag ich nicht, morgens mag ich raus und aktiv sein“). Also musste ich oft alleine wach werden und alleine aufstehen. Kein Unterschied zu jetzt. 🙂 Keiner der mir – wie auch immer geartet – suggeriert, ich müsste nun über den Tag verteilt noch dies oder das tun. Weder muss ich einkaufen fahren noch muss ich irgend auch etwas mit meiner Partnerin unternehmen. Ich brauche noch nicht einmal mehr eine Schwiegermutter in spe ertragen, die mir mit ihren linksgrün-verblendeten Ansichten den Nerv zu rauben im Stande war. Oder irgendwelche (für mich) fremden Freundinnen meiner Partnerin ertragen oder akzeptieren, die ich einfach charakterlich widerlich fand, nur um nicht zu sagen, dass sie eigentlich teuflisch sind.

Ich muss gar nichts. Überhaupt nichts. Was für eine neue Freiheit. Ich mache hier auch keine gute Mine zum ansonsten bösen Spiel, definitiv nicht. Ich fühle so. Und ich spüre, dass ich mich ganz gut aus dem Loch der vergangenen 3 Monate herausgezogen habe. Das Bewusstsein reift in mir, dass trotz vieler (vermeintlich) schöner eiten mit S und mit Z in einer Beziehung rückblickend betrachtet dann doch nicht immer alles so toll war. Menschen neigen – dazu gibt es Studien – in der Retrospektive dazu, die negativen Erlebnisse zu vergessen und nurmehr die positiven in Erinnerung zu behalten. Mir geht es gerade aber umgekehrt. Gut so.

Nichts ist wertvoller als das eigene Leben. Und das ganz unabhängig von einer Partnerin. Doch ist man in einer Partnerschaft, gerät das leicht in Vergessenheit. Plötzlich ist sie (oder er) es, nach der man sich richtet. Auf den man Rücksicht nimmt, ohne dass auf einen selbst auch Nachsicht genommen wird. Es war bei mir – aus heutiger Sicht – ein ungesundes Maß der Aufopferung, Fürsorge und Energie, das ich gegeben hatte. Und dieses Maß ist ganz offensichtlich verpufft. Nach dem Energieerhaltungssatz kann Energie sich ja nie auflösen, sondern sich nur umwandeln. Die Frage ist, in was sich all meine Energie wohl umgewandelt haben mag. Karmatisch gesehen habe ich einem anderen Menschen wahrscheinlich massiv Anschub im Leben geleistet. Ist doch positiv, wenn auch hauptsächlich nicht für mich. Denn ich bin dabei ausgebrannt und dementsprechend leer geworden. Das hat dazu geführt, dass ich mich gehen lassen habe und weniger auf mich achtete. Weniger Energie hatte, um die schönen Dinge des Lebens (auch mit Partnerin) zu genießen.

Es ist doch verrückt. Vor 3 Monaten musste ich mir mehr oder weniger sagen lassen, dass ich langweilig (geworden?) sei. Heute – wenn ich draußen unterwegs bin – höre ich von allen möglichen Menschen wieder das Gegenteil. Es ist absurd, wirklich. Es ist so als würde ich mich hinstellen und sagen: „Oh mein Auto ist schmutzig. Ja dann ab in die Schrottpresse damit. Ich kaufe mir ein neues!“ Ihr versteht was ich meine, oder? Hoffe ich. Wie wäre es stattdessen – gerade in Partnerschaften – mit einfachen Runderneuerungen? Einfach mal den Schmutz abwaschen und den Ballast über Board werfen? Miteinander reden? Nee? Okay. Danke. Also dann lieber ein neues Auto. Viel Spaß damit. Am Besten schneller, höher, weiter. Am Ende gehts gegen den Brückenpfeiler. Aber das ist dann nicht mehr mein Problem. Good luck.

Und diese Leere, die in mir entstanden war, fülle gerade ich gerade wieder auf. Mit dem verdammt nochmal Besten was diese Welt zu bieten hat. Und das sind ein gesunder Geist und ein gesunder Körper. Meine Ernährung ist auf den Punkt da. Gut, am Wochenende habe ich einmal etwas gesündigt und mir ein paar Schlücke Alkohol gegönnt, aber dazu später mehr. Ansonsten aber hätte ich das, was ich derzeit tue, vor 3 Monaten noch als „krank“ bezeichnet. Ich esse Dinge, die mir nicht schmecken und das ganz ohne jegliche masochistische Ader. Ich esse es, weil mein Körper es für das Muskelwachstum und die gleichzeitge Reduzierung des Körperfettanteils benötigt. Kabeljau ist hin und wieder schon okay. Aber 300 Gramm davon, mit 200 Gramm Brokkoli und 200 Gramm Blumenkohl? Mehrmals die Woche? Lecker geht anders.

Ich spüre, dass ich sehr relaxed bin, die Tage. Ich spüre auch, dass ich Energie habe. Die ich allerdings auch nur dosiert einsetze. Urlaub ist zur Erholung da. Oder auch zur Selbstfindung. 😉 Wie auch immer. Glücklicherweise hab ich noch eine weitere Woche Urlaub. Und nächsten Monat schon wieder. Dann geht es wieder einmal nach Mallorca. Gebucht ist schon. Und bis dahin will ich ihn erreichen, den Sixpack. Sorry Freunde, wenn ich mich hier manchmal wiederhole. Sixpack und so. Aber das ist eben derzeit die Priorität und es fühlt sich einfach mega an, wenn….?

Ein riesiger erster Meilenstein

Wenn ich dieses Wochenende zum ersten Mal seit 2,5 Jahren meine Superslimfithemden beim Clubgamen tragen konnte! Wahnsinn. Was für ein Gefühl. Slimfit ging ja die letzten Wochen schon. Aber Superslimfit!? WAS FÜR EIN MEILENSTEIN! Das hat etwas Göttliches. Etwas Erhabenes, Übersinnliches! Okay, Schluss. Genug! 🙂 Dazu diese leichte körperliche Bräune. Das Hemd umgeschlagen und hochgekrempelt, die Unterarme liegen frei. Kann nicht jeder tragen, denn bei den Meisten sitzt vorne dran eben ein (kleiner bis großer) Ranzen. Und einer von diesen Jeden war ich, jedenfalls die letzten 1,5 Jahre. Das erste halbe Jahr der Beziehung ging noch. Aber dann… hm… Gewichtszunahme sei Undank. Aber jetzt bin ich wieder back im Business und das ohne auch nur einen Hauch von etwas geschenkt bekommen zu haben. Fast jeden Tag intensives Krafttraining, gekoppelt mit einem stringent verfolgten (leichten!) Kaloriendefizit. So kann das der Körper auch auf Wochen (oder Monate) sehr gut fahren. Das Muskelwachstum hält sich dann zwar etwas in Grenzen, aber es ist da. Und gleichzeitig verabschiedet sich das Fett immer weiter. Es geht auf diese Art nur langsam, aber es schmilzt dahin. Auf sehr gesunde Art. Und das ist der Hauptzweck, gesund zu sein!

Jetzt am Wochenende war ich zweimal draußen. Freitag mit einem Freund. Gestern alleine. Der wesentliche Unterschied zu früher ist, dass ich innerlich nicht mehr verspüre herumrennen zu müssen wie ein aufgeschrecktes Huhn. Ich komme in den Laden und drehe ein oder zwei Runden. Beobachte. Schaue, ob es eine interessante Frau gibt. Manchmal ja, oft nein. Dabei versuche ich mehr zu spüren. Weniger zu schauen. Ich schaue mehr durch das Herz und den Bauch und weniger durch die Augen. Natürlich laufen da viele heiße Hasen herum. Aber irgendwie wirken die meisten Menschen leer. Wenn ich in ihre Augen blicke, habe ich das Gefühl ich könnte die Schädelrückseite sehen. Egal. Solange der Alkohol flaschenweise fließt und sie meinen den Abend genießen zu können, soll es ihre Sache sein. Meine ist es nicht.

Und so stehen mein Wingman und ich da und unterhalten uns und schauen uns die Menschen an. Irgendwie hatte ich Lust zu tanzen. Die ganze Woche relaxen und entspannen ist cool. Nur unendlich kann ich den Fluss der Energie auch nicht stauen. Ich bin kein Staudamm. Wahrscheinlich ist es mehr das Testosteron, das mich energiegeladen macht. Ich beschließe an die Bar zu gehen und zwei Getränke zu bestellen. Bestellen zu wollen, jedenfalls. Und manchmal ist es nicht so einfach auch tatsächlich Getränke bestellen zu können. In der heutigen Zeit sind aufmerksame Barkeeper selten. Mehr ist auch nicht zu erwarten, bei 8,50 Euro Mindestlohn. Dafür gibt es eben nur Fallobst. Selbst in einem Edelschuppen. Der Dame zu meiner Rechten tue ich das mit einem Lächeln kund.

Und sie ergreift die Initiative, will mir helfen, kümmert sich um mich um zieht mich in ein… letztlich… mehrstündiges Gespräch. So schnell geht das. Ich muss aber dazu sagen: An dem Abend hatte ich glaube ich innerlich das Gefühl, dass mir die Welt gehört. Wie früher. Es war der erste Abend seit langem, wie ich oben schrieb, an dem mir meine alten Klamotten wieder gepasst haben. Und ein weißes hochgekrempeltes hautenges Hemd über einem gebräunten Körper ist einfach zeitlos schön. Für mich jedenfalls. Aber vermutlich nicht nur für mich. Und vermutlich nicht nur mein Hemd.

2019-06-16

Ich, die alte Seele

Wie sagte sie im Laufe unserer Konversation so schön zu mir: „Hier im Club sind so viele Menschen, wenn Du Dich umsiehst. Aber sie interessieren mich kein Stück. Alle selbstverliebt und unecht.“

Was soll ich dazu sagen? Stimmt. 🙂

Ich: „Klar. Mir geht es nicht anders. Aber ich versuche jeden Tag das Beste aus dem zu machen, was die Welt zu bieten hat. Und an jedem Ort dieser Welt gibt es vielleicht 1 oder 2 Prozent Menschen, die richtig Klasse sind.“

Sie: „Deswegen bist Du jetzt vermutlich auch hier neben mir.“

Ich muss dazu sagen, dass mir so etwas viel mehr bedeutet als auf meinen Körper angesprochen zu werden. Das ist mir nämlich ein paar Stunden vorher passiert. Ich war in einem Café in einem lockeren Gespräch mit einem Ehepaar, beide um die 50. Er sagte zu mir: „Du siehst echt fit aus und hast einen athletischen Körper.“ War defintiv ein nettes Gespräch und ich habe wieder eine interessante Bekanntschaft schließen können. Sie haben einen Laden in der Stadt. Nächste Woche schaue ich dort mal vorbei. Ich spreche mit jedem. Und aus jedem Gespräch kann etwas Gutes erwachsen. Auch wenn es nicht immer die nächste Traum-Beziehung ist. Die meistens sowieso mehr Traum ist als Beziehung. Aber das intensivieren wir jetzt nicht. Wir wollen ja positiv bleiben. 😉

Tags zuvor habe ich einem Fitnesstrainer auf Youtube gespannt zugehört. Er erzählte darüber, warum es sich lohnen würde fit zu sein und zu trainieren. Er sagte ganz simpel: „[…] Du wirst einfach anders wahrgenommen. Ich finde das auch nicht immer toll, dass die Menschen so oberflächlich sind. Aber ich kann es Euch definitiv sagen, Du wirst ANDERS behandelt. Die Leute begegnen Dir mit mehr Respekt. Egal ob beim Einkaufen oder sonstwo. Und auch die Frauen reagieren anders. Es lohnt sich. Trainiere! Schinde Dich. Du wirst dafür belohnt. […]“

Und bumm. Am nächsten Tag hatte ich mein erstes „Kompliment“ bekommen. Wenn auch von dem Mann (und dann auch von seiner Frau). Aber umso aufrichtiger war das Kompliment. Ein Mann hat es nicht nötig einem anderen Mann ein Fake-Kompliment zu machen. Das machen nur Frauen. 😉 So etwas motiviert mich natürlich. Es ist der Lohn für wochenlangen Verzicht, viel Schweiß (im wahrsten Sinne des Wortes!) und eine totale Aufopferung. Nur diesmal ist all die Aufopferung nicht für meine hypergame Partnerin, sondern für mein monogames Selbst. Und das ist nicht fake. Das ist real. Und wie ich auch früher (Projekt Beziehung Teil 1) schon immer sagte und dummerweise dann leider in der Beziehung außer Acht ließ: „Alles was Dir am Ende bleibt, bist Du selbst. Die meisten Partnerschaften gehen früher oder später zuende. Aber was Dir bleibt bist du selbst. Dein Körper. Dein Charakter. Deine Persönlichkeit und dein Lifestyle.“

Ich hatte vermutlich Teil 1 gebraucht, um mich in diese Welt einzuarbeiten. Ich hatte vermutlich die gescheiterte Beziehung gebraucht, um zu verstehen, dass ich von meinem Weg aus Teil 1 nie wieder abzubringen sein darf. Nicht einmal dann, wenn ich denke, dass es „DIE EINE“ wäre. Vielleicht gerade dann nicht. Das Leben haut Dir am meisten dann mitten auf die 12, wenn Du es am Wenigsten erwartest. Dolchstoßlegende.

Aber wir waren bei der Frau an der Bar, also zurück zum Thema. Wie Ihr wisst, springe ich gerne in meinen Storys. Macht mir Spaß und ich sprudle immer nur vor Gedanken. Deswegen gibt es auch immer wieder so ein buntes Potpourri. Erfordert Aufmerksamkeit beim Lesen. Aber glaubt mir, nicht nur von Euch. Das Schreiben setzt auch Aufmerksamkeit voraus. 😉

Sie erzählte viel von sich, wir lachten viel. Ich genoss – was ich beim Weggehen höchst selten tue – einen Schluck Alkohol. Weißwein. Chardonnay. Wenn ich einfach sagen soll, was ich in diesem Moment mit dieser Frau verspürte, dann war es weder Lust. Noch war es irgendein Pickup-Ding. Ich genoss die warme Luft. Ich genoss den Ausklang des Abends und ich genoss das Gespräch. Wirklich. Und ich spürte, dass Ihr Interesse sich mit mir zu unterhalten authentisch war. Und ich spürte auch mehr als nur das Interesse an einem Gespräch mit mir. Aber das war mir nicht wichtig. Echt nicht. Was ehrlicherweise wohl auch daran liegt, dass sie ein paar Jahre älter ist als ich.

Der Unterschied zwischen Alt und Jung (Second-Hand oder nicht)

Und das Projekt Beziehung Teil 2 hat, das muss ich schon deutlich sagen – wenn auch nicht mehr alleinig – das Ziel meine Traumfrau zu mir zu führen. Und auch gewisse Rahmenbedingungen müssen dazu stimmen. Ich möchte nicht unbedingt wieder eine Frau an meiner Seite, die älter ist als ich. Ich möchte ganz gerne Papa werden, wie Ihr wisst. Und ich denke dass das einfacher mit einer jüngeren Frau ist. Wie hat Lotusblume vor vielen Wochen zu mir so schön gesagt: „Ich meine das nicht negativ, aber Du hast jetzt die einmalige Chance eine Frau kennen zu lernen, die auch von den Randbedingungen her zu Dir passt. Und Du musst nicht wieder eine Secondhand-Frau nehmen.“ Ja, ich höre Dir immer sehr genau zu. Und so etwas sitzt. Den Rat beherzige ich. Danke.

Es ist immer eine Abwägungssache. Und es gibt kein Richtig oder Falsch im Leben, nie. Jüngere Frauen sind „noch nicht so weit“, dafür sind sie aber auch noch nicht so verdorben. Wurden von den Männern noch nicht so zerstört. Ältere Frauen sind „schon weiter“ oder „sehr weit“, dafür meinen (!!!) sie zu wissen was sie wollen und bekommen können, haben schon einiges erlebt und verhalten sich deshalb unabhängiger und Du bist eben… einer von… ganz vielen… in ihrem Leben. Jetzt kannst Du Dir natürlich aussuchen was Dir lieber ist. Wie bei Herzblatt, damals:

  • Die Junge, die Dir irgendwann sagt: „Ach weißt Du was, ich möchte nochmal einen anderen Mann. Ich bin noch jung. Und die Zeit mit Dir war schön, Du bist meine längste und intensivste Beziehung gewesen. Aber es wird Zeit, nochmal etwas Neues zu sehen. Tut mir leid.“
  • Oder die Ältere, die Dir irgendwann sagt: „Ach weißt Du was, ich hatte schon so viele Typen und so viel erlebt. Du kennst das ja auch, manchmal trennt man sich eben einfach. Da müssen wir doch keine große Sache daraus machen. Ist ja nicht das erste Mal im Leben. Ich habe das bisher immer gut hinbekommen und jetzt ist es eben wieder soweit. Hak es ab. Danke und tschüsschen.“

Als Mann hast Du da die freie Wahl. Und ganz unabhängig davon was Lotusblume sagte, kann ich für mich nur sagen: Die Junge Frau ist wenigstens jung. Ihr kennt ja mein Motto: „Hauptsache hübsch.“ Das ist auch wirklich der einzige Unterschied aus meiner Sicht, zwischen einer Jungen und einer Älteren. Unter dem Strich jedenfalls. Also ganz ganz unter dem Strich. Denn alles andere kannst Du gar nicht beeinflussen. Es gibt „reife“ junge Frauen und unglaublich kindische/naive ältere Frauen. Ältere Frauen sind auch attraktiv, keine Frage. Oftmals auf ihre ganz eigene Art. Kommen mehr über das Charisma. Aber ich bin nicht alt. Alt im Kopf vielleicht. Oldschool, würde ich sagen. Und da kommen wir auch schon zum nächsten Punkt im Gespräch mit der Frau an der Bar.

Es ging ums Alter, sie hat das Thema angeschnitten. Und sie war sehr überrascht, dass ich „so jung“ sei. Hahaha. Da bist Du nicht die erste Frau, die das sagt und denkt. Ich sagte nur: „Geht mir immer so. Bin ich gewöhnt. Wenn es um gute Gespräche geht, kann ich mit ganz jungen Frauen auch nichts anfangen. Nicht einmal mit Gleichaltrigen.“

(Kleiner Gedankeneinschub: Genau da steckt seit jeher mein Dilemma! Aber das ist ein anderes Thema)

Sie: „Kann ich verstehen. Ich will das jetzt nicht ausbreiten und Dich auch nicht verschrecken, aber… Du bist eben eine alte Seele.“

Und dann ging es im weiteren Verlauf hautpsächlich um Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung usw. Ein bisschen auch um ihre Hobbys und ihren Job und ihre vielen Reisen. Um ihre Erfahrungen des Lebens. Alles Dinge, die mich wirklich interessierten. Ich hatte einfach nur Lust zuzuhören und nur zwischendurch das Gespräch auf die für mich interessanten Pfade zu lenken. Aber Ihr müsst Euch das so vorstellen: Ich habe derzeit zwar schon Lust, eine Frau kennen zu lernen, mit der mehr ist als nur ein bisschen Körperlichkeit. Aber ich muss nicht. Ich muss gar nichts und für niemanden.

Deswegen konnte ich zuletzt Fr. Fashion auch nach Hause komplimentieren, selbst wenn sie anfängt körperlich zu werden. Mein Körper und ich sind der Preis. Der Jackpot. Versteh das, liebe Frau. Gut. Oder lass es. Dein Problem. Jedenfalls sitze ich da an der Bar mit einer wirklich interessanten Frau. Wir trinken Weißwein. Natürlich werden wir beobachtet. Sie war definitiv eine auffällige Frau. Attraktiv auch, keine Frage. Eine mit Charisma. Und das genieße ich. Mir egal wie alt sie in dem Moment ist. Weil ich keine Hintergedanken habe. In Teil 1 hätte ich jetzt verkopft überlegt was meine nächsten „Moves“ sein müssten, „um zu“. Ist inzwischen anders. Es kommt wie es kommt und ich lasse los, noch bevor ich je zugepackt habe.

Wie sie auch zu mir sagte: „Mach Dich frei im Kopf. Leb nach Deinem Bauch. Kann Dir doch total egal sein was irgend eine Frau von Dir denkt und ob sie Dich toll findet oder nicht. Sei Du selbst. Wenn sie das nicht checkt, wer Du bist… dann lass es ihr Problem sein. Fertig.“

Recht hat sie. Und nach einigen Minuten kam auch mein Wingman mit dazu. Wir sind das gewöhnt, dass einer von uns auch mal mit irgend einer Frau oder sonstwem versumpfen kann. Alles kein Stress und darüber bin ich sehr froh. Irgendwer hatte an der Bar übrigens so eine teure Flasche Champagner stehen lassen, im Eiskübel. Ich wusste gar nicht was das für ein Zeug ist. Hab mir dann den Preis auf der Karte angesehen. Dachte mir nur: „Oh mein Gott. So viel Geld gebe ich vielleicht in 3 Monaten insgesamt beim Weggehen aus.“ Nachdem die Flasche so alleine herumstand, bin ich da nicht so. Der arme Chamapgner möchte sicher auch Gesellschaft. Also hab ich mir nach meinem Weißwein noch ein kleines Gläschen davon gegönnt. Was soll ich sagen? Er schmeckt echt köstlich. Und warum? Weil er köstlich kostenlos war. Hahaha! Der billige Perlwein aus dem Aldi ist auch nicht anders.

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Mal ehrlich Freunde: Wer ist so doof und lässt einen dreistelligen Betrag für so eine kleine Flasche sprudeligen Traubensaftes über den Tresen rollen? Ich will es für mich nicht ganzlich ausschließen. Aber ich weiß wann ich das tun würde. Ab wann. Für mich kommt das jemals nur dann in Frage, wenn meine Zinseinkünfte in der Zeit, die ich benötige, um die Flasche zu leeren, höher sind als der Preis der Flasche. So einfach. Dann bezahlt sich das Ding von alleine. Frugalismus nennt man das, par excellence. (Kleiner Einschub für die Experten: Eigentlich bezahlt sich die Flasche dann auch nicht „von alleine“. Bezahlen tut das immer die steuerzahlende Bevölkerungsschicht. Also wir doofe Deppen aus der „Mittelschicht“. Es gibt ja bekanntlich Doofe. Und es gibt Deppen. Aber die mit Abstand Dümmsten sind wir doofe Deppen. Aber das ist nur etwas für eingefleischte Makroökonomen und das Fass will ich hier nicht weiter aufmachen. Außer es interessiert Euch. Dann ab in die Kommentare damit! 😉 )

Nach einer Weile sind wir dann zusammen aus dem Club raus, es war spät. Ich war müde. Aber ich hatte Hunger. Sie auch. Wir beschlossen noch zusammen ein Stück Pizza essen zu gehen. Ich freue mich immer wieder, wenn ich alleine (oder mit einem Wingman) in einen Club gehe und dann mit einer Frau raus gehe. Kommt nicht immer vor. Aber meistens bisher dann, wenn ich es am Wenigsten „erwartet“ habe. Lehrte mich Teil 1. Und „manchmal“ (einmal!) entsteht dann auch eine fast 2-jährige Beziehung daraus. Was das für Konsequenzen hatte, wissen wir. Aber ja. Ich will es wohl einfach nicht einsehen! 😉

Nein, es ist alles okay. Ich weiß ja jetzt wie das Ding läuft. Es ist alles viel lustiger, wenn wir verstehen was da eigentlich stattfindet. Ein Mann sollte das Spiel einfach mitspielen (lernen). Wichtig ist nur Eines: Er sollte – im Gegensatz zu den anderen 99% (und das meine ich nicht abwertend, sondern aufrichtig mitleidig!) – nur verstanden haben, dass es ein Spiel ist. Es ist in aller aller Regel nur ein Spiel. Außer Du hast das unendliche Glück und hast eine Ausnahme-Frau an Deiner Seite. Das Problem ist nur: Das weißt Du nicht. Du denkst es. ja. Aber Du weißt es nicht. Ich dachte das auch. Und dann…? Ja…

Ein bisschen Redpill, aber sehr praxisnah

Und wenn Du Fußball schaust, ist Dir auch bewusst, dass es nur ein Spiel ist. Ja, es mag Krieg sein. 90 Minuten brennt der Rasen. Aber eigentlich ist Dir bewusst, dass am Ende alle nach Hause gehen und aus ist. Fertig. Es ist nur ein Spiel. Wenn Du aber für Deinen Verein lebst, Dich aufopferst, Dir beide Beine ausreißt, überall hin auf die Auswärtsspiele mitfährst, Dir jedes verdammte neue Trikot in jeder neuen Saison kaufst und Dir auch sonst jedes neue Fanutensil holst… dann? Ja dann bist Du einfach ein Opfer. Fertig. Und so sehe ich das inzwischen einfach auch in Punkto Beziehungen. Es ist ein Spiel.

Ich mag mich hier wiederholen, gegenüber manchen anderen Artikeln. Und niemand muss meiner Ansicht folgen. Es kann gerne jeder seine eigene Realität wahrnehmen oder meinen wahrzunehmen und sich seine Realität selbst basteln. Aber ich sehe das ganz nüchtern: Wieviele Partnerschaften hattest DU schon Deinem Leben? Damit meine ich nicht nur richtig feste mit zusammen wohnen usw., sondern sagen wir alles was über rein körperliche Dinge hinausging. Also all die Beziehungen zu Menschen, die etwas in Deinem Herzen ausgelöst haben. Denk drüber nach! Sei ehrlich zu Dir selbst. Bist Du noch immer mit Deinem ersten Partner zusammen? Ja? Dann Glückwunsch.

Kleine Wette: 100 Euro gegen 25 Euro

Ich würde mit jedem Leser hier um einen 100er wetten, dass es nicht so ist. Und wenn es nicht Deine erste Partnerin ist, möchte ich nur 25, okay? Hey, komm schon. Das ist ein fairer Deal! 1:4 gegen mich! Ich zahle Dir 100, wenn Du noch mit Deinem ersten Partner zusammen bist, aber ich bekomme von Dir nur 25, wenn nicht. Deal? Nein? Warum nicht?! Warum nicht, warum wohl nicht?!

Und ich würde verdammt reich damit werden. Trotz dem Verhältnis 1:4. Vermutlich selbst bei einem Verhältnis von 1:10 oder 1:20! Fast lächerlich mutet das für mich inzwischenfast schon an, diese ganzen „das ist meine große Liebe“-Sprüche. Aufwachen bitte. Das Beziehungsende ist (fast) immer vorprogrammiert. Irgendwann findest Du „den Einen“, klar. Aber der Verschleiß davor? Bitte nicht übersehen. Der wird immer ausgeblendet. „Der Eine“ oder „die Eine“ waren alle davor auch. Merkst Du etwas? Illusion!

Oder ist es nicht viel eher so, dass Du wirklich erstmal die Liste rückwärts durchgehen musst, um Dich an den Ersten zu erinnern? Bingo. Jetzt weißt Du was ich meine. Willkommen in der Realität. Nichts ist für die Ewigkeit. Leider. Ich wünschte es bräuchte keine rote Pille. Dann könnte ich auch noch der Prinz sein, der einfach mit seiner Prinzessin gen Horizont reitet.

Ganz Gentleman-Like hab ich die Frau natürlich auch nach Hause gebracht. Wir lassen die Geschichte hier mal enden. Am nächsten Tag schrieb sie mich mittags an, bedankte sich für den schönen Abend. Ja Freunde, von sich aus. Ja. Ja. Wirklich. Gibt es. Und dass ich sie doch mal in der Arbeit (eigener Laden) besuchen kommen sollte, sie würde sich freuen. Das ist doch mal… nett! 🙂 Hab wohl einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Vermutlich hinterlasse ich den immer. Nur die wenigsten Frauen sind in der Lage den zu erkennen.

PS: Das Pizzaessen mitten in der Nacht war nicht gut. Hat mein täglichen Vorhaben bezüglich des Kaloriendefizits für den Tag ad absurdum geführt. Aber ich bin ja lernfähig. Also hab ich mir für gestern Abend mein Essen einfach in den Club mitgenommen. Geile Sache. Fisch mit Spaghetti und Tomatensoße. Dazu ein kleines Stück Kuchen. WAS??? Spaaaaß! 🙂 Ich hatte mir einfach von zu Hause einen Proteinriegel in die Jacke gesteckt. Und so klappte das gestern auch mit dem Kaloriendefizit wieder. 😉

PPS: Hab meine Note für meine Projektarbeit im Studium inzwischen bekommen. Ging echt schnell. Ich hatte anfangs nicht damit gerechnet, dass sie so ausfallen würde, wie sie nun ausfiel. Dafür war die Zeit einfach zu knapp, dachte ich. Es steckte nicht wirklich viel Arbeit drinnen, zeitlich gesehen. Inhaltlich gesehen habe ich aber wohl (wieder einmal) geliefert. 1,3. Fast perfekt. Aber nur fast. 😉

4 Kommentare zu „4231 Wörter voller Impressionen und wie immer ein bisschen Polarisation

  1. Hi xy 🙂
    Hmmm, wie war das mit der Wette? 😉
    Du weißt ja wie alt ich bin.
    Ich bin jetzt seit ca. 1 1/2 Jahren Single. Davor war ich fast 24 Jahre mit meinem Noch-Mann zusammen (davon 17 Jahre verheiratet). Ok, dieses Jahr sind wir 18 Jahre verheiratet, aber nicht mehr zusammen 😀
    Also bin ich mit meinem Noch-Mann zusammen gekommen, als ich 16 war.
    Natürlich war er nicht mein allererster Freund, aber kann man die Beziehung vorher wirklich als Beziehungen bezeichnen?

    Soviel mal dazu. Bis ich dazu noch ausführlicher auf Deine eMail antworten werde.
    Noch einen schönen Urlaub! 🙂

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    1. Hi Vanessa!
      Naja was soll ich dazu sagen…? 🙂
      Es ist eine mega lange Zeit bei Dir gewesen, auf die Du unabhängig davon, was zur Trennung führte, absolut stolz sein kannst. Du bist ganz offensichtlich nicht so sprunghaft wie die meisten Menschen in unserer Generation. Und das ist einfach top!
      Bewahre Dir das unbedingt! Das ist endlos wertvoll und hebt Dich von 90% der anderen Frauen ab. Wer ist schon so lange mit seinem ersten richtigen Partner zusammen?

      Dennoch steht unter dem Strich (leider?), dass auch Du nicht mehr mit Deinem ersten Partner zusammen bist. Und genau das wollte ich mit dem Absatz im Artikel aussagen…

      Für mich ist daher wichtig, einfach der Sache realistisch ins Auge zu blicken und mich nicht mehr so leicht und frei mental auf eine Frau einzulassen, sondern immer weiter (auch) meine eigenen Themen im Fokus zu behalten.
      Da ich ein Mensch bin, der von sich aus, unter allen normalen Umständen diese Welt, nie wieder eine Beziehung beenden wird… weiß ich also mehr oder weniger sicher, dass ich wieder „der Depp“ sein werde, mit dem es beendet werden wird. Ich bin anders als andere. Für mich gilt (inzwischen längst!) die Devise:
      Einmal Partnerin, immer Partnerin!
      Ich habe das einmal in meinem Leben leider anders gemacht, das ist ein paar Jahre her und ich bereue es noch heute. Aber ich habe daraus gelernt und für mich kommt das nie mehr in Frage. Ich schaue mir eine Frau genau an und wenn ich überzeugt bin, dann bleibe ich bei ihr. Beim nächsten Mal dann auch hoffentlich „bis dass der Tod uns scheidet….“ 😉
      Du siehst also, ganz konnte mir nicht einmal Fr. Schlange meine romantische Ader zerstören.

      Und wieviele Frauen sehen das genauso wie ich? Hm… (gilt natürlich auch umgekehrt aus Sicht der Frauen, aber ich spreche ja aus meiner Sicht)…

      Danke für die Urlaubswünsche! Dir auch eine schöne Zeit… 🙂

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      1. Hi xy,
        Du bist also überzeugt davon, dass auf jeden Fall die Frau die Beziehung beenden wird?! Du kannst Dir unter keine Umständen vorstellen, dass Du nochmal jemals eine Beziehung beenden wirst? Auch nicht, wenn Du total unglücklich in und mit der Beziehung bist und Du wirklich schon alles versucht hast, sich aber nichts ändert?

        Der Grund meiner Trennung war keine Untreu oder sonst irgendein schwerwiegender Vorfall gewesen. Wir haben uns in diesen fast 24 Jahre schlichtweg auseinander gelebt.
        Ich meine, ich war 16 und er war 18. Wir sind quasi zusammen erwachsen geworden. In so einer langen Zeit kann man sich definitiv in unterschiedliche Richtungen entwickeln. Auch, wenn ich immer davon ausgegangen bin, dass wir bis zu unserem Lebensende zusammenbleiben werden.
        Aber irgendwann ging es einfach nicht mehr. Und man wird unglücklich. Wir beide. Und wir haben auch mit Paartherapie versucht, unsere Ehe zu retten.
        Schlußendlich war ich es, die den Schlussstrich gezogen hat. Denn ich habe meinen Mann nicht mehr geliebt.
        Er hat mich noch geliebt, war aber auch sehr unglücklich in der Beziehung gewesen. Aber er sagte zu mir, dass er sich trotzdem nie von mir getrennt hätte. Und das ist etwas, was ich absolut nicht nachvollziehen kann. Er wäre lieber bis an sein Lebensende unglücklich gewesen…
        Er ist nun schon bald 1 Jahr mit seiner Freundin zusammen und ich bin immer noch Single…
        Aber wir sind nach wie vor gute Freunde. Das hat uns schon immer ausgezeichnet. Wir waren ein super Team!

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        1. Hi Vanessa,
          das ist keine einfache Frage, die Du mir da eingangs stellst. So wie Du die Frage formulierst, bin ich natürlich verleitet zu sagen: „Na guuuuut, so eindeutig hab ich das nun auch wieder nicht gemeint.“
          Nichts im Leben ist absolut. Nichts im Leben ist unwiderruflich und unumstößlich, am Wenigsten unsere Vorsätze.

          Deshalb möchte ich Dir die Frage so gar nicht beantworten, weil sie gar nicht beantwortbar ist, aus meiner Sicht. Vielmehr gibt es daher eher Handlungsoptionen oder Handlungsalternativen. Und meine sieht so aus: Wenn ich mich für eine Frau entscheide, dann hat das einen Grund. Und zwar einen sehr gewichtigen. Dann habe ich mich entschieden. Punkt. Zumindest zunächst einmal. Aber eher für immer. Ich habe den Fehler einmal in meinem Leben gemacht, mich von meiner Partnerin „davon zu leben“ bzw. wir haben uns auseinander gelebt. Vielleicht gibt es da Ähnlichkeiten zu Deiner vergangenen Situation mit Deinem ersten richtigen Partner und späteren Mann. Bei mir war es ebenfalls die erste richtige Beziehung. Damals war ich – so gesehen – jung und naiv. Ich kannte nichts anderes als sie und war überall, nur nicht bei mir selbst.

          Heute würde ich mich selbst als wesentlich näher in und an meiner Mitte beschreiben. Ich weiß was ich will und ich weiß, dass Gefühle kommen und gehen. Nennen wir es eher „Launen“. Solange ich also das Gefühl habe, dass meine Partnerin zu mir steht und mich liebt, so lange werde ich um diese Kostbarkeit dieser Erde kämpfen. Auseinanderleben sollte eigentlich gar nicht passieren können, wenn man für sich selbst – eine gewisse Reife vorausgesetzt – erkannt hat, dass „eine andere Frau“ eben nichts weiter ist als „eine andere Frau“. Sie ist per se weder besser noch schlechter. Sondern zunächst nur anders. Und meistens merken wir erst später, was wir an „guten Seiten“ einfach aufgegeben haben, für das vermeintlich „bessere“. So sah ich das damals noch nicht. Zumindest sah ich die Option auf etwas „Passenderes“. Rückblickend betrachtet habe ich mich zwar persönlich extrem weiter entwickelt, nach meiner ersten Beziehung. Jetzt kommt das Aber: Ich könnte getrost auf all das, was ich danach erleben musste oder durfte – je nach Betrachtung – gerne verzichten. Keine Frau war mir je wieder so nahe wie meine erste Partnerin. Das konnte ich aber damals nicht wissen. Jung und naiv wie ich war. Wie wir wohl alle einmal waren. Ich habe mich die nächsten Jahre ausschließlich mit meinen Gefühlen und Gedanken beschäftigt und woher es denn kommt, dass wir Menschen meinen, dass ein Partner für uns „nicht mehr der Richtige ist“. Und ich habe für mich gelernt, dass das seltenst der Fall sein kann. Viel mehr haben wir es einfach „vergessen“ oder „verlernt“ mit ihm zu sprechen. Problemen, aber auch Gemeinsamkeiten, aktiv zu begegnen. Wir sind faul und träge geworden. Im Einzelfall mag es Ausnahmen geben, die zu beendeten Beziehungen führen. Aber in der Regel beenden wir Beziehungen einfach deshalb, weil wir uns „nicht mehr glücklich fühlen“. Das ist mir zu simpel. Am Ende zwar nachvollziehbar. Aber wo liegt die Ursache?

          Dann machen wir einen Partnertausch. Ich hätte aber bei mir selbst nicht beobachten können, dass das, was danach kam, „besser“ gewesen wäre. Im Besten Fall waren die Frauen „anders“, im ungünstigsten Falle waren sie in den meisten Hinsichten Welten hinterher. Jedenfalls auf Herzebene. Und das ist für mich das Einzige, das heute mehr zählt. Ich habe es in meinen Beiträgen oft thematisiert: Ich brauche keine Frau die wahnsinnig Kohle verdient oder mir die Welt erklärt. Ich wäre sehr froh über eine Frau, die das mitbringt, was eine Frau und das Frausein in erster Linie auszeichnet: Herzlichkeit, Wärme, Nähe, Emotionalität. Das sind keine typisch maskulinen Eigenschaften. Ich bin überzeugt vom Prinzip der Polarität. Aber ich weiß auch, dass das reine Ersetzen des Einen gegen den Anderen keinerlei Mehrwert bietet. Ganz einfach gesagt: Heute ersetzt Du die Nr. 1, und morgen wird die Nr. 2 ebenfalls veraltet sein. Und das zieht sich dann durch. Partnerwechsel am Fließband. Henry Ford hat das zwar für die Automobilproduktion ganz gut konstruiert, aber wir sind Menschen, da brauch es keine Fließbänder. Kann für mich nicht die Lösung sein. Durfte ich nun aber aus der gegenteiligen Perspektive zuletzt erleben. Auch eine Erfahrung. Ersetzt zu werden wie ein Turnschuh. Aber ohne selbst das Gefühl gehabt zu haben, abgelaufen zu sein.

          Wie auch immer. Es gibt hier also keine endgültige und absolute Antwort von mir. Sondern ein „es kommt darauf an“. Tendenziell gehe ich aber nicht davon aus, dass die Frau – für die ich mich tiefgehend entschieden habe – „plötzlich“ oder „schleichend“ so etwas wie „langweilig“ für mich werden wird. Ich bin inzwischen bewusst genug, um so etwas zu erkennen. Ich würde rechtzeitig und von Anfang an aktiv dafür sorgen, dass so etwas nicht passiert. Das hat auch etwas mit Loyalität zu tun. Miteinander sprechen. Ich hatte nun leider eine andere Erfahrung machen müssen, aber da hatte ich auch keinerlei Chance bekommen gegenzusteuern. Insofern… beim nächsten Mal werde ich von Anfang an mehr für Gemeinsamkeiten sorgen. Dann wird auch nichts lanweilig und ich muss natürlich dabei auch ein wenig darauf hoffen, dass ich an eine Frau gerate, die es wenigstens auch ein bisschen so sieht wie ich. Sonst dreht sich das Karussel nur weiter und es gibt eben einen neuen Partner, der wieder einmal einfach nur „anders“ ist. Herzlichen Glückwunsch dann auch an mich selbst.

          Die Realität ist so: Ob Du Deinen Partner als „toll“ oder „nicht toll“ empfindest, liegt an Deiner eigenen Wahrnehmung. Eckhart Tolle lässt grüßen. Das war mein Lehrer, über lange Zeit. Und ich habe gelernt an meiner eigenen Wahrnehmung zu arbeiten, anstatt nach einem „besseren“ Partner zu suchen. Du bekommst das, was Du ausstrahlst. Du bekommst das, was Du gibst. Also gib viel und gütig. Und wenn es „die Richtige“ ist, dann wird das so schon passen.

          Nun auch ein paar Worte zu Deiner Vergangenheit, die Du oben kurz beschreibst. Dass Dein Expartner sich nie von Dir getrennt hätte, kann ich gut nachvollziehen. Wir Männer sind da tatsächlich anders als Frauen. Wir Männer haben ein Beschützergen in uns. Wenn wir eine Frau wirklich lieben, dann geben wir sie nicht einfach auf. Dann bleiben wir ihr mindestens seelisch treu (was unmoralisches Fremdgehen nicht ausschließt, fairerweise erwähnt). Aber ich verstehe da seine Sicht. Kenne ich aus eigener Erfahrung, dieses Gefühl. Da spielen allerdings auch Ängste mit, so etwas wie „vielleicht bekomme ich nach ihr nie wieder eine gute Frau“.

          Deshalb bin ich für mich sehr froh, dass ich auf das Pickuppen gestoßen bin. Das ist ca. 3 Jahre her. Inzwischen denke ich nicht nur, sondern weiß, dass ich genug Auswahl habe und mir die Frauen in mein Leben ziehen kann, die ich möchte. Und ich weiß dank dessen – und das ist viel wichtiger (!) -, dass ich gar keine Frau brauche, um glücklich und erfüllt zu sein. Vielmehr ist es so, dass mir eine tolle Frau noch die perfekten paar Prozente im Rahmen der Zufriedenheit spendet. Die Spitze des Eisbergs bildet, sozusagen. Meines Eisbergs. Aber ich weiß demgegenüber auch, dass das meistens (! oder fast immer !) nur zeitweise ist. Früher oder später… wird sie es beenden. Redpill und Hypergamie lassen grüßen. Eigene Artikel gibts dazu ja. 😉
          Und der Fall danach ist oft verdammt tief. Jedenfalls dann, wenn Du Dich vollkommen auf diese Frau eingelassen hast. So wie es mir zuletzt geschehen ist. Fürs nächste Mal weiß ich damit besser umzugehen. Erfahrungen sind wichtig. Und es liegt an jedem Menschen selbst, daraus zu lernen. Ich habe daraus gelernt.

          Und ich hoffe sehr, dass Du Deine Vergangenheit in dem Punkt gut aufarbeiten konntest und für Dich das Wichtige an Erkenntnissen mit genommen hast. Idealerweise passiert Dir das Gleiche nicht noch einmal. Idealerweise bekommst Du beim nächsten Mal das, was Du Dir wünschst.

          Ich weiß für mich, nach all den Erlebnissen, dass ich zuerst bei mir beginnen muss zu suchen, um Fehler zu entdecken. Nicht bei anderen. Nicht bei meiner Partnerin, die mich „vielleicht nicht mehr glücklich macht“. Sondern meine Wahrnehmung zu hinterfragen. Nach dem Motto: „Wie komme ich darauf, dass ich das denke, was ich gerade denke“. Beobachterrolle. Ganz oft stelle ich dann fest, dass mein Gegenüber gar nichts dafür kann, was ich gerade denke. Ursache und Wirkung habe ich stattdessen in der Vergagenheit oft selbst gesetzt und gemeint, dass „mein Partner Schuld hat“. Liebe Deinen Partner dafür wie er ist (oder trenne Dich von ihm, klar). Aber mit der zweiten Option steht nur in den Sternen geschrieben, ob die wahre Ursache nicht an uns selbst lag. Und wir nur „fälschlich“ den Partner verlassen haben.

          Harter Stoff. Wir können uns dazu gern auch persönlich austauschen, kein Thema. Ich denke das sprengt etwas den Rahmen für den Blog hier. 🙂

          Alles Liebe für Dich
          xy

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