Der Himmel soll warten

Heute nur ein ganz kleiner Beitrag von mir.

Gestern Nacht, auf dem Weg nach Hause von einer Bar… habe ich ein Lied von früher wieder entdeckt. Mein Smartphone ist für mich längst mehr ein Abspielgerät für Youtube-Videos denn ein Kommunikationsmedium geworden. Der Rum war übrigens verdammt gut und teuer. Plantation Pineapple. Ein Hochgenuss, Prädikat: Besonders empfehlenswert! Diese Ananas-Note. Meine Flasche zu Hause ist vor ein paar Wochen zuneige gegangen. Genuss-Trinker. Einmal im Monat vielleicht.

Die Location war hammermäßig, ein Rum passt dort einfach wie die Faust aufs Auge. Erhaben. Etwas laut da vielleicht, aber Musik muss auch mal hinten anstehen können, wenn dafür die Menschen gut gekleidet und gepflegt sind. Vor allem die Damen. Da passe ich hin. Wobei ich gestern abwechslungsweise mal kein Hemd und auch kein Poloshirt getragen habe. Stattdessen ein Henley, langärmlig. Hauteng. Gut so. Wobei ich im Vergleich zu vielen Typen in solchen Locations noch immer ein Lauch bin. Ärmchen wie Zahnstocher. Selbstwahrnehmung. Auch so eine Sache im Auge des Betrachters. Für die Einen top, für die anderen ein Lauch. Für mich selbst…? Irgendwo auf dem Weg.

Es gibt eine eindeutige Korrelation zwischen Körper und Geld. Da kann mir jemand sagen was er will. Wenn ich in diesen Edel-Schuppen unterwegs bin, ist es fast immer das Gleiche: Die Typen sind braun gebrannt (sicherlich Solarium-Bräune), haben einen trainierten Körper, tragen enge stylische Klamotten, sehen ultra-gepflegt aus und vor allem strahlen sie diese „mir gehört die Welt“-Botschaft aus. Nicht alle, natürlich nicht. Aber einige. Und in deren Nähe – meistens direkt daneben – hält sich eine Frau auf. Meistens nicht nur eine.

Mein Lied von gestern Abend, einfach gut zuhören und genießen:

Klar, ein paar Tage alt. Spielt aber keine Rolle. Der Text ist Hammer. Die Message stimmt. Auch die passt wie die Faust auf (mein) Auge. Ich hab derzeit einfach wieder richtig Lust. Lust zu leben. Lust das auszuprobieren was ich vorher noch nie tat. Das herauszufinden, was ich vorher noch nie herausgefunden habe. Dinge zu machen, die andere sich nicht trauen oder zu denen sie zu schwach sind. Wobei das total egal ist. Was andere tun interessiert mich insofern nicht. Ich möchte Dinge tun, einfach so. Nicht einmal deshalb weil sie sinnvoll sein können. Sondern weil ich es kann. Können will. Mir selbst zeigen möchte, dass das Leben ein großer Witz ist. Und das meine einzige Antwort sein kann. Wie Herr van Onnetuschn manchmal sagt: „Das Leben ist ein großer Witz.“ Du hast Recht. Mehr ist es tatsächlich nicht. Sehe ich inzwischen auch so. Und wie Peter Maffay sagt, wollte ich auch nie derart erwachsen sein, wie ich mich heute fühle. Ich wollte erwachsen sein, aber nicht auf diese Art werden. Es war ein Frontalaufprall. Ich dachte, dass das Leben einem einen Streich spielt. Einen bitteren. Das ist schon ein paar Jahre her.

Dass das Leben Streiche wiederholt, wie nun zuletzt, war mir damals nicht klar. Im Gegenteil, ich schloss das für mich restlos aus. Einmal Unglück zu haben, sollte reichen. Einmal ins Unglück geraten und dem Unglück entgegen treten, sollte reichen. Oder? Heute verstehe ich, dass es noch nicht einmal Wiederholungen sind. Das Leben an sich ist ein einziger Streich. Es ist System. Von Menschen geschaffen. Ich mag ein Gesellschaftskritiker sein, ja. Wenn ein stiller Beobachter ein Gesellschaftskritiker ist, dann bin ich gerne Gesellschaftskritiker. Es ist einfach absurd, wenn das Leben so einfach sein könnte und wir Menschen es uns anstatt einfach zu machen, gegenseitig Stöcke in die Speichen stecken. Und Knüppel zwischen die Beine werfen.

Sido sagt das in dem Lied schon ganz richtig: „…Heute will ich mit Frauchen im ’nem Haus leben und gesund bleiben…“
Will ich das wirklich? Der nächste Streich?!

Es gibt so viele Dinge im Leben, die ich beeinflussen kann. Dinge, bei denen sich Ehrlichkeit auszahlt. Krafttraining zum Beispiel. Selbst im Job ist es ziemlich beeinflussbar. Aber bleiben wir beim Krafttraining. Wenn Du systematisch trainierst, wirst Du stärker. Das Muskelwachstum setzt ein. Dazu Proteine und Du wirst Dein Lauch-Dasein hinter Dir lassen. Ganz sicher. Egal was Andere sagen oder denken. Denken und sagen spielt keine Rolle. Tun spielt eine Rolle. Gewichte stemmen. Nicht planlos, sondern mit Plan. Und die Resultate werden kommen. Nötig? Nein. Machbar? Ja. Sinnvoll? Bedingt. Spaßbringend? Nicht wirklich. Trotzdem tun? Definitiv. Warum? Ausprobieren.

PS: Apropos Solarium-Bräune… bin auf dem Weg. Einmal die Woche. 😉 Danach Schulter, Brust und Trizeps Workout. Danach viel grünes Gemüse und Fisch. Bis dahin ist es schon später Nachmittag. So gehen die Stunden auch langsam vorbei. Einfach tun. Nicht hadern, weder mit der Gesellschaft noch mit dem eigenen Leben. Handeln! Aktiv sein! Einfach tun. Sinn? Egal. Unsinn? Egal. Einfach tun. Projekt Maschine. Es ist sowieso alles ein großer Witz, nicht wahr? Nein?! Sicher…? Abwarten. 😉

PPS: Nein, ich bin nicht frustriert. Enttäuscht vom Leben. Das ja. Aber ich habe dafür die Chance bekommen es als das zu sehen was es ist: Ein großer Witz, der am Ende ganz sicher tödlich ausgeht. Dazwischen gibt es manchmal schöne und manchmal böse Ereignisse. Wenn Ihr nicht nur wisst, sondern Euch tatsächlich komplett gewahr seid, dass es allerdings enden wird… dass vor allem das Leben enden wird… welche Einschränkungen solltet Ihr dann noch in dieser begrenzten Zeit für Euch in Kauf nehmen? Eben. Also streif den Ballast ab und flieg! Seit mir klar geworden ist, dass das alles ein großer Witz ist, fällt es mir leichter die Pointen des Alltags zu erkennen und mit zu lachen. Schauen wir mal wie ich das in ein paar Monaten sehe. Im Prinzip sind es keine Enttäuschungen. Erst unsere Bewertung lässt Ereignisse zu Enttäuschungen werden. Es sind Ereignisse. Die wir uns selbst ins Leben holen. Dafür gibts Quittungen. Wie an der Kasse. Auch wenn Du die selten möchtest, reicht sie Dir die Kassiererin meistens trotzdem ungefragt. 😉

Sich jeden Tag neu zu motivieren

Wenn ich da draußen in der Welt unterwegs bin, habe ich das Gefühl, dass die alle gerne wollten, aber es nicht tun. Sie wollen immer alles Mögliche. „Ich hätte gern dies und ich hätte gern das…“, aber was genau tun sie dafür?! Nichts. Schön wärs. „Nichts“, wäre ja noch gut. Nein. Die Menschen tun alles dafür, dass sie noch weiter von ihren Träumen und Zielen weg kommen.

Beispiel?

In den vielen Gesprächen, die ich derzeit wieder vermehrt beim Weggehen führe, geht es wiederkehrend um ähnliche Themen. DAS Hauptthema ist oft das Körperliche. Da wird berichtet von Rückenschmerzen. Oder dass sich ein „paar“ Gramm zuviel auf die Hüften abgelegt hätten. Gerne auch beides in Kombination. Und während die Menschen das erzählen, schlürfen sie an ihrem Sahne-Cocktail, alternativ auch gerne einem Zucker-Cocktail (Mojito oder so). Gift also. Purem Gift.

Was für ein psychologisches Laienschauspiel. Ich wünsche mir A und tue GLEICHZEITIG B. Verrückt, oder? Und so geht es dann weiter mit der Ernährung im Allgemeinen. Wenn ich schon übergewichtig bin und vor allem, wenn ich DAS schon erkannt habe (sehr gut, immerhin!)… warum stoppe ich es dann nicht zumindest? Warum schaufele ich mir weiter kiloweise Zeug in den Magen, das das Gegenteil dessen bewirkt, was ich mir erträume?

Soll es hier heute um Ernährung gehen? Nein. Es soll darum gehen, warum Menschen A wünschen und gleichzeitig B tun. Und viel wichtiger für mich persönlich ist dabei das Thema Mann-/Frau-Beziehung. Denn dort findet das Gleiche in grün statt.

Frau wünscht sich tatsächlich (in der Regel!) A: „Ich wünsche mir einen lieben, einen netten, einen fürsorglichen, einen romantischen tollen Mann.“

Frau handelt (in der Regel!) hingegen B: „Der Typ da vorne ist mega. Der hat einen irren Körper und sein Style ist einfach cool. Die Tattoos und dieser gebräunte Teint. Hmmm… und wie der die Menschen um sich herum in seinen Bann zieht… was für ein MANN!“

Sie wünschen sich den Versorger. Sie schnappen sich (denken sie! In Wahrheit werden sie geschnappt, ohne es zu merken 😉 ) allerdings den Alpha. Der Versorger ist recht selten ein Alpha. Der Alpha versorgt nicht, außer sich selbst. Er ist, wenn ich ihm symbolisch einen Beruf zuordnen müsste, der Party-Organisator. Du kannst Gast auf seiner Party sein, klar. Da bist Du sogar durchaus willkommen. Nur solltest Du als Gast auf seiner Party eben wissen, dass er außer Dir noch viele andere Gäste „betreut“. Und vor allem, dass das hier nicht die einzige Party ist, die er „organisiert“. Im Sport würde man sagen: Du bist also sicher nicht DAS alles entscheidende Endspiel für ihn. Du bist noch nicht einmal wichtiger Teil des Turniers für ihn. Du bist nur eine Partie in einer Reihe von Turnieren. Du bist also noch nicht einmal die Kategorie 2 für ihn. Du bist auf 3 oder 4. Also sei am Ende nicht traurig, dass Du zwar den trainierten Alpha hast, aber als leere Hülle hinterlassen wirst.

Bewusstheit würde hier helfen. Schau mal genau hin.

Dunning-Kruger-Effekt

Dieses weibliche Verhalten ist definitiv ein Widerspruch in sich. Für die „moderne“ Frau. Für die Frau, die meint. Die meint dies oder dies zu brauchen und deshalb dies oder das zu tun. Ja. Meint sie. Weil sie nullkommanull bewusst lebt. Und das ist es auch, was sie am aller Meisten ablehnen würde, wenn man es ihr vorhält und sie darauf anspricht. „Nein, also ich bin nicht so. Ich mache meine Sachen immer sehr bewusst.“ Ja, ganz sicher. So bewusst, wie der Teenager total erfolgreich in seinem Job ist. Träum‘ weiter. Mein‘ weiter.

Andererseits sind es sowieso immer die anderen Menschen, die viel dümmer sind als man selbst. Man selbst ist stets viel weiter. Man selbst „ist nicht so wie die Anderen“. Da schließe ich mich und mein Denken schon mit ein, keine Sorge. Gelegentlich neige ich auch zu geistigen Höhenflügen und verliere dabei den Erdboden aus den Augen. Sagt man mir gemeinhin nach. Jedem von uns geht es manchmal so. Gut, vielleicht nicht ganz so extrem… 😉 Aber ich mache mir zumindest Gedanken darüber. Und ich bin mir bewusst, dass es da draußen auch tolle Menschen gibt, die auf vielen Gebieten mir weit voraus sind. Auch wenn ich das leider selten erlebe, dass ich Menschen treffe, die mir in Gebieten, die mich auch wirklich interessieren, ernsthaft voraus sind. Das liegt aber an meinem Naturell. Wenn mich etwas interessiert, mache ich es selbst schon zu 110%. Da wird es natürlich schwer, andere zu finden, die mir etwas beibringen können. Zu denen ich thematisch aufblicken kann.

Es ist allerdings ein großer Irrglaube zu meinen, dass man selbst IMMER besser ist als all die Anderen. Dunning-Kruger-Effekt. Wikipedia sagt dazu: „Als Dunning-Kruger-Effekt wird die systematische fehlerhafte Neigung relativ inkompetenter Menschen bezeichnet, das eigene Wissen und Können zu überschätzen und die Kompetenz anderer zu unterschätzen.“

Bin ich gerade selbst dem Dunning-Kruger-Effekt unterlegen? Mit meinen letzten paar Sätzen, zwei Absätze zuvor? Wer weiß. Aber ich mache mir Gedanken darum. Ich bin mir bewusst. Ich denke. Also bin ich. Hat dochmal jemand gesagt, oder? Viele Grüße, René Descartes.

1 + 1 = 3

Unbestreitbar klar sein muss und ist mir, dass andere Menschen eben ANDERE Dinge ganz toll können. Deshalb suche ich als Mann – so sehe ich mich selbst ! – eine feminine Frau. Meinen Gegenpart. Menschen sollten sich ergänzen. Ich glaube an die Polarität und die Erfüllung durch das Prinzip 1 + 1 = 3. Deshalb wünsche ich mir eine Frau, die zu ihrer Weiblichkeit steht und genug Selbstvertrauen hat, sich und ihre feminine Seite auszuleben. Selbstvertrauen, das nötig ist in einer Welt mit verquerten Werten. Solchen Werten, die systematisch künstlich gezüchtet wurden von Männern in Anzügen, die nur das Ziel hatten und haben, allen Frauen einen Schnurbart zu verpassen und sie so in den Kampf gegen die ursprünglichen Männer, die mit den echten Bärten, zu schicken. Verlieren tun am Ende beide. Die mit den aufgeklebten Bärten, weil sie nicht merken, dass sie Fasching spielen. Und die mit den echten Bärten, weil sie nicht merken, dass sie längst rasiert wurden.

Dieses ganze Gebahren ergibt sich erst aus der totalen Unbewusstheit. Der kollektiven Unbewusstheit einer ganzen Gesellschaft und vor allem der aktuellen Generation von Frauen (und Männern). Alles soll ablenken. Alles ist schnelllebig. Alles muss rasend stattfinden. Langsam und in Ruhe gibt es kaum mehr. Ständig läuft der Fernseher oder das Radio. Wer hält es 30 Minuten zu Hause im Wohnzimmer ohne jeden Ton aus? Wo doch bekannt sein müsste, selbst den Letzten, dass eine Fülle nur aus einer Stille entstehen kann. Wie sagt Eckhart Tolle auch so schön: „Musik, wie wir sie wahrnehmen, kann nur deshalb entstehen, weil zwischen den einzelnen Tönen gerade keine Töne stattfinden. Weil dort Stille ist. Weil da ganz viele kleine Pausen sind.“

Es ist keine Frage der Betrachtung. Sondern es ist die Betrachtung an sich, die überhaupt nötig ist. Zu verstehen bedingt zu betrachten. Betrachte ich nicht, verstehe ich nicht. Betrachte ich nicht, nehme ich nichts wahr. Betrachte ich nicht, bin ich unbewusst. Und aus einer Unbewusstheit heraus tue ich Dinge, ohne sie zu merken. Wenn ich Dich frage, was Du gestern Abend gegessen hast? Was dann? Ich muss auch kurz überlegen. Kurz, ja. Aber ich kann Dir fast aufs Gramm genau sagen was ich gegessen habe. Und in welcher Reihenfolge. Weil ich es bewusst tue. Weil ich nicht rein schaufele. Ich weiß welches Lied ich gestern beim Spazieren gehen gehört habe. Weil ich EIN Lied gehört habe, das ICH hören wollte. Weil nicht das (Internet-)Radio nebenbei läuft.

Und wenn Du überlegst, was Du gestern Abend gegessen hast… das ist doch nicht lange her… was war es? War es wenigstens in Ruhe oder eher hektisch? War es Kreuz und quer oder „geordnet“? War es so, dass es nach dem „ich bin satt“ später nochmal etwas gab? Das ist keine Anklage. Ich bin kein Richter. Ich bin nur der Beobachter. Und ich beobachte genau dieses Verhalten jeden Tag da draußen bei der Masse der Menschen. Auch wenn ich in Metaphern spreche, spreche ich hintergründig über das Verhalten von Mann und Frau beim Kennenlernen.

Es ist kein Klagen. Es ist ein beobachten. Und beobachten macht bewusst. Bewusst zu sein, ermöglicht zu erkennen. Den Unterschied zu erkennen. Und für sich selbst herausfinden zu können, was ICH in meinem Leben an meine Seite lassen möchte. Nichts zu beobachten ist auch möglich. Dann hast Du irgendwen oder besser gesagt irgendetwas an Deiner Seite, früher oder später. Dann lebst Du kein Leben, sondern wirst gelebt. Ohne es zu merken. Ja gut, dann ist es so gesehen gar nicht schlimm. Provokativ gesagt: Wenn Du nicht wenigstens bemerkst oder sogar weißt, dass Du überhaupt existierst, spielt es auch keine Rolle, wenn Du verschwunden bist oder Deine Existenz nur anderen dient.

Auch gestern war ich wieder unterwegs. Es war ein schöner Abend, nicht sehr lange, aber spaßig. Sehr unterhaltsam. Gespickt mit Unterhaltungen. Ich war in einer Bar, wie meistens. 😉 Und dort über den Abend hinweg durchgehend in Gesprächen mit Frauen. Es war fast wie beim Speed-Daten, obwohl ich da noch nie mitgemacht habe. Wäre das etwas für mich? Hm. Egal.

Rein in die Bar, direkt von einer Frau angelächelt worden. Zurück gelächt, dabei kurz und schnell die Augenbrauen hochgezogen. „Hab Dich gesehen und finde Dich attraktiv“, heißt Mann das. An ihr vorbei gelaufen, mit dem Rücken zu ihr gestellt. Sie war in ihrer Frauen-Gruppe. Nur kein Stress. Also drehe ich mich einige Sekunden später in Ruhe um und spreche sie an. Ich merke, dass da grundsätzlich Interesse ist. Aber ich merke auch, dass sie nicht mein Fall ist. Jedenfalls nicht ernsthaft. Meistens reichen ein paar wenige Aussagen, die mich zu einem „sie ist es nicht“ führen.

Vor allem merke ich aber, dass ich anders wahrnehme als früher. Früher hätte ich „durcheskaliert“ bis zum Ende. Egal „wie“ die Frau ist. Um zu? Um zu sehen, wo das Ende liegt. Ob das Ende ein Korb ist. Oder ihre Nummer. Oder eine Nummer.

Vom Teenager-Dasein

Heute ist das anders. Ich bin mir zu wertvoll geworden für so Manches. Projekt Beziehung Teil 1 war für meine persönliche Entwicklung sicher nötig. Ich habe mir Fähigkeiten beigebracht und trainiert, von denen ich heute enorm profitiere. Aber ich merke jedes Mal wieder, auch gestern Nacht, dass es längst Zeit ist für Teil 2. Sowohl im Projekt Beziehung als auch vor allem was meine Persönlichkeit betrifft. Gefühlt war ich in Teil 1 der Teenager, der da raus geht, um die Welt zu entdecken und sich selbst zu finden. Beides ist mir gelungen. Allerdings nur auf dem Niveau eines Teenagers. Für einen Teenager war ich dann recht weit, so gesehen. Aber ist sich ein Teenager denn bewusst darüber, dass er „nur“ ein Teenager im Vergleich zu Anderen ist? Machen sich Teenager darüber Gedanken? Hast Du Dir früher darüber Gedanken gemacht, dass Du noch „klein“ bist?

Gestern hat sich neben mir in der Bar ein junger Kerl, einer dieser Teenager, mit zwei Mädchen unterhalten. Ich hörte ihn sagen: „Ich bin zur Zeit echt erfolgreich in meinem Job. Und Ihr, was arbeitet Ihr?“ Typische Standard-Frage, die ich nie stelle. Mich interessiert ihr (Scheiß-)Job nicht. Ich verdiene mein eigenes Geld. Womit sie ihres verdient, interessiert mich doch nicht am Anfang. Jetzt könnte man einwerfen: „Ja, aber der Job ist doch auch Teil des Lebens dieser Person. Warum interessiert Dich das denn nicht?“ Es interessiert mich deshalb vorwiegend nicht, weil die wenigsten Menschen in unserer (westlichen) Gesellschaft den Job machen, der ihnen Spaß macht. Mir kann keiner erzählen, dass Akten sortieren geil ist. Mir kann auch keiner erzählen, dass Putzen gehen geil ist. Mir kann auch keiner erzählen, dass… Steuererklärungen zu erstellen… befriedigt. Wir Menschen haben keine Berufe. Wir haben Einkommensquellen. Wir sind Maschinen geworden (geblieben), in einer Zeit, in der das aufgrund des technologischen Fortschritts gar nicht nötig wäre.

Es ist ein totales Privileg von nur 1% der Menschen, den Job auszuführen, der ihnen wirklich Spaß macht. Im Sinne echter Berufung. Ein Job, bei dem Arbeit und Freizeit verschwimmen. Aber wenn ein Teenager etwas von Erfolg im Beruf schwafelt, spätestens dann wird klar, warum Bewusstsein nötig ist. Ein Teenager ist ein Teenager. Woher soll er wissen, dass er „nur“ ein Teenager ist. Das ist keine Abwertung, definitiv nicht. Es geht nicht um eine Bewertung im Sinne von „gut“ und „schlecht“, sondern um die Beobachtung und Wahrnehmung dessen, wo vorne und hinten oder oben und unten sind. Standortbestimmung. Es muss als Rennfahrer doch mein Ziel sein zu wissen, in der wievielten Runde ich mich befinde, oder? Wenn ich das nicht weiß und einfach immer weiter fahre, werde ich nie bemerken, dass das Rennen längst aus ist und ich noch immer stur weiter Runden drehe. Kann man machen, aber so wird man selten als Sieger aus dem Rennen gehen. Dass das „alle“ so machen, macht es nicht richtiger. Schwarmintelligenz funktioniert nur bei Tieren.

Und für mich ist dieser Teil 2 meines eigenen Lebensprojektes nötig. Witzigerweise heißt das Projekt zwar immer noch Beziehung. Aber gerade das ist für mich ziemlich in der Prioritätenskala nach unten gerutscht. Erst komme ich. Dann kommt mein Sport (Projekt Maschine). Dann kommt lange nichts. Und dann kommt der (inzwischen) stille Wunsch eine Partnerin fürs Leben zu finden. Und dazwischen kommen allerdings noch meine Familie und meine Freunde.

Vorgestern bin ich nachts nach 0 Uhr heim gekommen und hatte an dem Tag noch nicht trainiert. Also hab ich wenigstens noch 10 Minuten die Bauchmuskulatur bearbeitet. Ein gutes Gefühl. Ausreden gelten nicht. Und dass „die Anderen“ doch auch (fast) alle dick sind, interessiert mich nicht. Ich war früher auch unbewusst. Meine Beziehung hatte mich dazu gebracht. Ich hatte angefangen mein Leben nicht mehr bewusst zu leben. Ein Stück weit wurde ich gelebt. Das ist nun zum Glück vorbei. Und ich hoffe und arbeite hart daran, dass mir das nie wieder passiert. Besonders dann nicht, wenn ich „die Eine“ gefunden habe. Ich bin ein toller Mensch. Einer, der alleine schon so toll ist, dass er „die Eine“ nicht benötigt, um komplett zu sein.

2019-06-20

Auch das musste ich erkennen lernen. Halt, ich durfte es (erneut) erkennen lernen. Aber ich hatte es nach Teil 1 leider vergessen. Die Frau hatte mich eben blind gemacht. Mein Fehler. Als Mann bin ich heute nur bereit für eine Frau, die aus 1 + 1 eben genauso 3 machen möchte. Und dann sollen auch noch Kinder dazu kommen… 1 + 1 + 1 wäre dann 4, usw.

Teenager mit Falten

Es war gut gestern Nacht. Die Gespräche mit den Frauen machten Spaß. Es macht Spaß, aus dieser Location ein Stück weit mein Wohnzimmer zu machen. Und dieses Spiel mit dem sozialen Status ist pervers. Sprichst Du mit einer Frau nach der anderen, wobei Du die Frauen durchgehend zum Lachen bringst und die ganze Gruppe unterhältst… und die Frauen instiktiv Deine Nähe suchen… dann ist das schon cool. Pervers bleibt es trotzdem. Es ist natürlich ein dämliches „sehen und gesehen werden“. Es ist ein besonderes Gefühl, sich mit einer Frau eng an eng zu unterhalten und dabei gleichzeitig den eigenen Blick schweifen zu lassen und dabei die Blicke anderer Frauen zu treffen. Manchmal grinsen sie einen dann an, ganz als würden sie Dir sagen wollen: „Ich find Dich heiß.“ Ja, kann sein. Vielleicht bilde ich mir das auch ein. Aber eines ist klar: Ich kann nicht überall sein. Aber ich werde wieder da sein. Schon beim nächsten Mal. 😉

Und so hast Du viele viele Gespräche, tauschst Nummern. Spielst das Spiel wie immer ein Stück weit mit. Auch wenn Du merkst, dass „die Eine“ bisher nicht dabei ist. Klar, das Projekt Beziehung Teil 2 läuft ja auch erst seit kurzem. Die Ergebnisse sind jetzt schon verdammt gut. Fast so als hätte ich die Pause durch die letzte Beziehung nie gehabt. Aber es kostet auch Kraft. Die vielen Gespräche. Immer wieder zu erkennen, dass ich mich mit Teenagern unterhalte. Obwohl die Frauen manchmal schon Falten haben. Dunning-Kruger-Effekt? Oder auch nicht! Was solls.

Worauf es also ankommt? Sich jeden Tag neu zu motivieren! Mein HIIT-Training steht an. 30 Minuten für mich. Nur für mich. Und dazu brauche ich keine Frau.

4231 Wörter voller Impressionen und wie immer ein bisschen Polarisation

Es ist Sonntag, Freunde. Und ich sitze auf der Couch, habe mir vorhin zum Frühstück ein großes Müsli gemacht. Ohne Zucker, klar. Mit Nüssen, Erdbeeren und Skyr. Natürlich alles aufs Gramm genau getracked (myfitnesspal). Alles für den totalen (körperlichen) Erfolg! Tatsächlich ist es gerade so, dass ich nichts zu tun habe, jedenfalls nicht gezwungenermaßen. Und so habe ich gerade Zeit und auch Lust zu schreiben. Der letzte Artikel kam Dienstag. Wird also wieder Zeit! Ich habe Urlaub und den genieße ich bereits die ganze Woche.
Montag bis Freitag lief das bei mir in etwa so ab (manchmal in wechselnder Reihenfolge):

1. Aufstehen mit mindestens 8 Stunden Schlaf im Gepäck
2. Leichtes joggen oder spazieren gehen
3. Frühstück vorbereiten, jede Zutat abwiegen und in meine App eintragen
4. Einkaufen fahren sowie mich um meine Persönlichkeitsentwicklung kümmern 😉
5. Mittagessen vorbereiten, meistens eine große Portion Fisch mit viel grünem Gemüse (Low Carb)
6. Intensives Krafttraining
7. Relaxen und mich um meine Persönlichkeitsentwicklung kümmern 😉
8. Abendessen vorbereiten, wie immer alles genau abwiegen und tracken
9. Erneut einen Spaziergang einlegen
10. Mir vor dem Schlafen nochmal ein paar Dinge aus der Welt der Persönlichkeitsentwicklung reinziehen – von nichts kommt nichts
11. Gute Nacht und bubu

Leben und Freiheit oder Arbeiten

Der Urlaub tut mir gut und ich stelle mir vor wie es wäre, wenn ich nie wieder arbeiten gehen würde oder müsste. Es wäre meins, definitiv. Der Tagesablauf ist einfach genial. Ich kann tun und lassen was ich will. Und das Genialste ist: Ich bin derzeit komplett alleine und fühle mich damit (fast) so wohl wie damals im Projekt Beziehung Teil 1, jedenfalls wie damals in den letzten Monaten vor dem Beginn meiner vergangenen Beziehung.

Keiner der mich weckt, obwohl ich schlafen möchte („Ich kann nicht länger schlafen und einfach nur liegen bleiben mag ich nicht, morgens mag ich raus und aktiv sein“). Also musste ich oft alleine wach werden und alleine aufstehen. Kein Unterschied zu jetzt. 🙂 Keiner der mir – wie auch immer geartet – suggeriert, ich müsste nun über den Tag verteilt noch dies oder das tun. Weder muss ich einkaufen fahren noch muss ich irgend auch etwas mit meiner Partnerin unternehmen. Ich brauche noch nicht einmal mehr eine Schwiegermutter in spe ertragen, die mir mit ihren linksgrün-verblendeten Ansichten den Nerv zu rauben im Stande war. Oder irgendwelche (für mich) fremden Freundinnen meiner Partnerin ertragen oder akzeptieren, die ich einfach charakterlich widerlich fand, nur um nicht zu sagen, dass sie eigentlich teuflisch sind.

Ich muss gar nichts. Überhaupt nichts. Was für eine neue Freiheit. Ich mache hier auch keine gute Mine zum ansonsten bösen Spiel, definitiv nicht. Ich fühle so. Und ich spüre, dass ich mich ganz gut aus dem Loch der vergangenen 3 Monate herausgezogen habe. Das Bewusstsein reift in mir, dass trotz vieler (vermeintlich) schöner eiten mit S und mit Z in einer Beziehung rückblickend betrachtet dann doch nicht immer alles so toll war. Menschen neigen – dazu gibt es Studien – in der Retrospektive dazu, die negativen Erlebnisse zu vergessen und nurmehr die positiven in Erinnerung zu behalten. Mir geht es gerade aber umgekehrt. Gut so.

Nichts ist wertvoller als das eigene Leben. Und das ganz unabhängig von einer Partnerin. Doch ist man in einer Partnerschaft, gerät das leicht in Vergessenheit. Plötzlich ist sie (oder er) es, nach der man sich richtet. Auf den man Rücksicht nimmt, ohne dass auf einen selbst auch Nachsicht genommen wird. Es war bei mir – aus heutiger Sicht – ein ungesundes Maß der Aufopferung, Fürsorge und Energie, das ich gegeben hatte. Und dieses Maß ist ganz offensichtlich verpufft. Nach dem Energieerhaltungssatz kann Energie sich ja nie auflösen, sondern sich nur umwandeln. Die Frage ist, in was sich all meine Energie wohl umgewandelt haben mag. Karmatisch gesehen habe ich einem anderen Menschen wahrscheinlich massiv Anschub im Leben geleistet. Ist doch positiv, wenn auch hauptsächlich nicht für mich. Denn ich bin dabei ausgebrannt und dementsprechend leer geworden. Das hat dazu geführt, dass ich mich gehen lassen habe und weniger auf mich achtete. Weniger Energie hatte, um die schönen Dinge des Lebens (auch mit Partnerin) zu genießen.

Es ist doch verrückt. Vor 3 Monaten musste ich mir mehr oder weniger sagen lassen, dass ich langweilig (geworden?) sei. Heute – wenn ich draußen unterwegs bin – höre ich von allen möglichen Menschen wieder das Gegenteil. Es ist absurd, wirklich. Es ist so als würde ich mich hinstellen und sagen: „Oh mein Auto ist schmutzig. Ja dann ab in die Schrottpresse damit. Ich kaufe mir ein neues!“ Ihr versteht was ich meine, oder? Hoffe ich. Wie wäre es stattdessen – gerade in Partnerschaften – mit einfachen Runderneuerungen? Einfach mal den Schmutz abwaschen und den Ballast über Board werfen? Miteinander reden? Nee? Okay. Danke. Also dann lieber ein neues Auto. Viel Spaß damit. Am Besten schneller, höher, weiter. Am Ende gehts gegen den Brückenpfeiler. Aber das ist dann nicht mehr mein Problem. Good luck.

Und diese Leere, die in mir entstanden war, fülle gerade ich gerade wieder auf. Mit dem verdammt nochmal Besten was diese Welt zu bieten hat. Und das sind ein gesunder Geist und ein gesunder Körper. Meine Ernährung ist auf den Punkt da. Gut, am Wochenende habe ich einmal etwas gesündigt und mir ein paar Schlücke Alkohol gegönnt, aber dazu später mehr. Ansonsten aber hätte ich das, was ich derzeit tue, vor 3 Monaten noch als „krank“ bezeichnet. Ich esse Dinge, die mir nicht schmecken und das ganz ohne jegliche masochistische Ader. Ich esse es, weil mein Körper es für das Muskelwachstum und die gleichzeitge Reduzierung des Körperfettanteils benötigt. Kabeljau ist hin und wieder schon okay. Aber 300 Gramm davon, mit 200 Gramm Brokkoli und 200 Gramm Blumenkohl? Mehrmals die Woche? Lecker geht anders.

Ich spüre, dass ich sehr relaxed bin, die Tage. Ich spüre auch, dass ich Energie habe. Die ich allerdings auch nur dosiert einsetze. Urlaub ist zur Erholung da. Oder auch zur Selbstfindung. 😉 Wie auch immer. Glücklicherweise hab ich noch eine weitere Woche Urlaub. Und nächsten Monat schon wieder. Dann geht es wieder einmal nach Mallorca. Gebucht ist schon. Und bis dahin will ich ihn erreichen, den Sixpack. Sorry Freunde, wenn ich mich hier manchmal wiederhole. Sixpack und so. Aber das ist eben derzeit die Priorität und es fühlt sich einfach mega an, wenn….?

Ein riesiger erster Meilenstein

Wenn ich dieses Wochenende zum ersten Mal seit 2,5 Jahren meine Superslimfithemden beim Clubgamen tragen konnte! Wahnsinn. Was für ein Gefühl. Slimfit ging ja die letzten Wochen schon. Aber Superslimfit!? WAS FÜR EIN MEILENSTEIN! Das hat etwas Göttliches. Etwas Erhabenes, Übersinnliches! Okay, Schluss. Genug! 🙂 Dazu diese leichte körperliche Bräune. Das Hemd umgeschlagen und hochgekrempelt, die Unterarme liegen frei. Kann nicht jeder tragen, denn bei den Meisten sitzt vorne dran eben ein (kleiner bis großer) Ranzen. Und einer von diesen Jeden war ich, jedenfalls die letzten 1,5 Jahre. Das erste halbe Jahr der Beziehung ging noch. Aber dann… hm… Gewichtszunahme sei Undank. Aber jetzt bin ich wieder back im Business und das ohne auch nur einen Hauch von etwas geschenkt bekommen zu haben. Fast jeden Tag intensives Krafttraining, gekoppelt mit einem stringent verfolgten (leichten!) Kaloriendefizit. So kann das der Körper auch auf Wochen (oder Monate) sehr gut fahren. Das Muskelwachstum hält sich dann zwar etwas in Grenzen, aber es ist da. Und gleichzeitig verabschiedet sich das Fett immer weiter. Es geht auf diese Art nur langsam, aber es schmilzt dahin. Auf sehr gesunde Art. Und das ist der Hauptzweck, gesund zu sein!

Jetzt am Wochenende war ich zweimal draußen. Freitag mit einem Freund. Gestern alleine. Der wesentliche Unterschied zu früher ist, dass ich innerlich nicht mehr verspüre herumrennen zu müssen wie ein aufgeschrecktes Huhn. Ich komme in den Laden und drehe ein oder zwei Runden. Beobachte. Schaue, ob es eine interessante Frau gibt. Manchmal ja, oft nein. Dabei versuche ich mehr zu spüren. Weniger zu schauen. Ich schaue mehr durch das Herz und den Bauch und weniger durch die Augen. Natürlich laufen da viele heiße Hasen herum. Aber irgendwie wirken die meisten Menschen leer. Wenn ich in ihre Augen blicke, habe ich das Gefühl ich könnte die Schädelrückseite sehen. Egal. Solange der Alkohol flaschenweise fließt und sie meinen den Abend genießen zu können, soll es ihre Sache sein. Meine ist es nicht.

Und so stehen mein Wingman und ich da und unterhalten uns und schauen uns die Menschen an. Irgendwie hatte ich Lust zu tanzen. Die ganze Woche relaxen und entspannen ist cool. Nur unendlich kann ich den Fluss der Energie auch nicht stauen. Ich bin kein Staudamm. Wahrscheinlich ist es mehr das Testosteron, das mich energiegeladen macht. Ich beschließe an die Bar zu gehen und zwei Getränke zu bestellen. Bestellen zu wollen, jedenfalls. Und manchmal ist es nicht so einfach auch tatsächlich Getränke bestellen zu können. In der heutigen Zeit sind aufmerksame Barkeeper selten. Mehr ist auch nicht zu erwarten, bei 8,50 Euro Mindestlohn. Dafür gibt es eben nur Fallobst. Selbst in einem Edelschuppen. Der Dame zu meiner Rechten tue ich das mit einem Lächeln kund.

Und sie ergreift die Initiative, will mir helfen, kümmert sich um mich um zieht mich in ein… letztlich… mehrstündiges Gespräch. So schnell geht das. Ich muss aber dazu sagen: An dem Abend hatte ich glaube ich innerlich das Gefühl, dass mir die Welt gehört. Wie früher. Es war der erste Abend seit langem, wie ich oben schrieb, an dem mir meine alten Klamotten wieder gepasst haben. Und ein weißes hochgekrempeltes hautenges Hemd über einem gebräunten Körper ist einfach zeitlos schön. Für mich jedenfalls. Aber vermutlich nicht nur für mich. Und vermutlich nicht nur mein Hemd.

2019-06-16

Ich, die alte Seele

Wie sagte sie im Laufe unserer Konversation so schön zu mir: „Hier im Club sind so viele Menschen, wenn Du Dich umsiehst. Aber sie interessieren mich kein Stück. Alle selbstverliebt und unecht.“

Was soll ich dazu sagen? Stimmt. 🙂

Ich: „Klar. Mir geht es nicht anders. Aber ich versuche jeden Tag das Beste aus dem zu machen, was die Welt zu bieten hat. Und an jedem Ort dieser Welt gibt es vielleicht 1 oder 2 Prozent Menschen, die richtig Klasse sind.“

Sie: „Deswegen bist Du jetzt vermutlich auch hier neben mir.“

Ich muss dazu sagen, dass mir so etwas viel mehr bedeutet als auf meinen Körper angesprochen zu werden. Das ist mir nämlich ein paar Stunden vorher passiert. Ich war in einem Café in einem lockeren Gespräch mit einem Ehepaar, beide um die 50. Er sagte zu mir: „Du siehst echt fit aus und hast einen athletischen Körper.“ War defintiv ein nettes Gespräch und ich habe wieder eine interessante Bekanntschaft schließen können. Sie haben einen Laden in der Stadt. Nächste Woche schaue ich dort mal vorbei. Ich spreche mit jedem. Und aus jedem Gespräch kann etwas Gutes erwachsen. Auch wenn es nicht immer die nächste Traum-Beziehung ist. Die meistens sowieso mehr Traum ist als Beziehung. Aber das intensivieren wir jetzt nicht. Wir wollen ja positiv bleiben. 😉

Tags zuvor habe ich einem Fitnesstrainer auf Youtube gespannt zugehört. Er erzählte darüber, warum es sich lohnen würde fit zu sein und zu trainieren. Er sagte ganz simpel: „[…] Du wirst einfach anders wahrgenommen. Ich finde das auch nicht immer toll, dass die Menschen so oberflächlich sind. Aber ich kann es Euch definitiv sagen, Du wirst ANDERS behandelt. Die Leute begegnen Dir mit mehr Respekt. Egal ob beim Einkaufen oder sonstwo. Und auch die Frauen reagieren anders. Es lohnt sich. Trainiere! Schinde Dich. Du wirst dafür belohnt. […]“

Und bumm. Am nächsten Tag hatte ich mein erstes „Kompliment“ bekommen. Wenn auch von dem Mann (und dann auch von seiner Frau). Aber umso aufrichtiger war das Kompliment. Ein Mann hat es nicht nötig einem anderen Mann ein Fake-Kompliment zu machen. Das machen nur Frauen. 😉 So etwas motiviert mich natürlich. Es ist der Lohn für wochenlangen Verzicht, viel Schweiß (im wahrsten Sinne des Wortes!) und eine totale Aufopferung. Nur diesmal ist all die Aufopferung nicht für meine hypergame Partnerin, sondern für mein monogames Selbst. Und das ist nicht fake. Das ist real. Und wie ich auch früher (Projekt Beziehung Teil 1) schon immer sagte und dummerweise dann leider in der Beziehung außer Acht ließ: „Alles was Dir am Ende bleibt, bist Du selbst. Die meisten Partnerschaften gehen früher oder später zuende. Aber was Dir bleibt bist du selbst. Dein Körper. Dein Charakter. Deine Persönlichkeit und dein Lifestyle.“

Ich hatte vermutlich Teil 1 gebraucht, um mich in diese Welt einzuarbeiten. Ich hatte vermutlich die gescheiterte Beziehung gebraucht, um zu verstehen, dass ich von meinem Weg aus Teil 1 nie wieder abzubringen sein darf. Nicht einmal dann, wenn ich denke, dass es „DIE EINE“ wäre. Vielleicht gerade dann nicht. Das Leben haut Dir am meisten dann mitten auf die 12, wenn Du es am Wenigsten erwartest. Dolchstoßlegende.

Aber wir waren bei der Frau an der Bar, also zurück zum Thema. Wie Ihr wisst, springe ich gerne in meinen Storys. Macht mir Spaß und ich sprudle immer nur vor Gedanken. Deswegen gibt es auch immer wieder so ein buntes Potpourri. Erfordert Aufmerksamkeit beim Lesen. Aber glaubt mir, nicht nur von Euch. Das Schreiben setzt auch Aufmerksamkeit voraus. 😉

Sie erzählte viel von sich, wir lachten viel. Ich genoss – was ich beim Weggehen höchst selten tue – einen Schluck Alkohol. Weißwein. Chardonnay. Wenn ich einfach sagen soll, was ich in diesem Moment mit dieser Frau verspürte, dann war es weder Lust. Noch war es irgendein Pickup-Ding. Ich genoss die warme Luft. Ich genoss den Ausklang des Abends und ich genoss das Gespräch. Wirklich. Und ich spürte, dass Ihr Interesse sich mit mir zu unterhalten authentisch war. Und ich spürte auch mehr als nur das Interesse an einem Gespräch mit mir. Aber das war mir nicht wichtig. Echt nicht. Was ehrlicherweise wohl auch daran liegt, dass sie ein paar Jahre älter ist als ich.

Der Unterschied zwischen Alt und Jung (Second-Hand oder nicht)

Und das Projekt Beziehung Teil 2 hat, das muss ich schon deutlich sagen – wenn auch nicht mehr alleinig – das Ziel meine Traumfrau zu mir zu führen. Und auch gewisse Rahmenbedingungen müssen dazu stimmen. Ich möchte nicht unbedingt wieder eine Frau an meiner Seite, die älter ist als ich. Ich möchte ganz gerne Papa werden, wie Ihr wisst. Und ich denke dass das einfacher mit einer jüngeren Frau ist. Wie hat Lotusblume vor vielen Wochen zu mir so schön gesagt: „Ich meine das nicht negativ, aber Du hast jetzt die einmalige Chance eine Frau kennen zu lernen, die auch von den Randbedingungen her zu Dir passt. Und Du musst nicht wieder eine Secondhand-Frau nehmen.“ Ja, ich höre Dir immer sehr genau zu. Und so etwas sitzt. Den Rat beherzige ich. Danke.

Es ist immer eine Abwägungssache. Und es gibt kein Richtig oder Falsch im Leben, nie. Jüngere Frauen sind „noch nicht so weit“, dafür sind sie aber auch noch nicht so verdorben. Wurden von den Männern noch nicht so zerstört. Ältere Frauen sind „schon weiter“ oder „sehr weit“, dafür meinen (!!!) sie zu wissen was sie wollen und bekommen können, haben schon einiges erlebt und verhalten sich deshalb unabhängiger und Du bist eben… einer von… ganz vielen… in ihrem Leben. Jetzt kannst Du Dir natürlich aussuchen was Dir lieber ist. Wie bei Herzblatt, damals:

  • Die Junge, die Dir irgendwann sagt: „Ach weißt Du was, ich möchte nochmal einen anderen Mann. Ich bin noch jung. Und die Zeit mit Dir war schön, Du bist meine längste und intensivste Beziehung gewesen. Aber es wird Zeit, nochmal etwas Neues zu sehen. Tut mir leid.“
  • Oder die Ältere, die Dir irgendwann sagt: „Ach weißt Du was, ich hatte schon so viele Typen und so viel erlebt. Du kennst das ja auch, manchmal trennt man sich eben einfach. Da müssen wir doch keine große Sache daraus machen. Ist ja nicht das erste Mal im Leben. Ich habe das bisher immer gut hinbekommen und jetzt ist es eben wieder soweit. Hak es ab. Danke und tschüsschen.“

Als Mann hast Du da die freie Wahl. Und ganz unabhängig davon was Lotusblume sagte, kann ich für mich nur sagen: Die Junge Frau ist wenigstens jung. Ihr kennt ja mein Motto: „Hauptsache hübsch.“ Das ist auch wirklich der einzige Unterschied aus meiner Sicht, zwischen einer Jungen und einer Älteren. Unter dem Strich jedenfalls. Also ganz ganz unter dem Strich. Denn alles andere kannst Du gar nicht beeinflussen. Es gibt „reife“ junge Frauen und unglaublich kindische/naive ältere Frauen. Ältere Frauen sind auch attraktiv, keine Frage. Oftmals auf ihre ganz eigene Art. Kommen mehr über das Charisma. Aber ich bin nicht alt. Alt im Kopf vielleicht. Oldschool, würde ich sagen. Und da kommen wir auch schon zum nächsten Punkt im Gespräch mit der Frau an der Bar.

Es ging ums Alter, sie hat das Thema angeschnitten. Und sie war sehr überrascht, dass ich „so jung“ sei. Hahaha. Da bist Du nicht die erste Frau, die das sagt und denkt. Ich sagte nur: „Geht mir immer so. Bin ich gewöhnt. Wenn es um gute Gespräche geht, kann ich mit ganz jungen Frauen auch nichts anfangen. Nicht einmal mit Gleichaltrigen.“

(Kleiner Gedankeneinschub: Genau da steckt seit jeher mein Dilemma! Aber das ist ein anderes Thema)

Sie: „Kann ich verstehen. Ich will das jetzt nicht ausbreiten und Dich auch nicht verschrecken, aber… Du bist eben eine alte Seele.“

Und dann ging es im weiteren Verlauf hautpsächlich um Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung usw. Ein bisschen auch um ihre Hobbys und ihren Job und ihre vielen Reisen. Um ihre Erfahrungen des Lebens. Alles Dinge, die mich wirklich interessierten. Ich hatte einfach nur Lust zuzuhören und nur zwischendurch das Gespräch auf die für mich interessanten Pfade zu lenken. Aber Ihr müsst Euch das so vorstellen: Ich habe derzeit zwar schon Lust, eine Frau kennen zu lernen, mit der mehr ist als nur ein bisschen Körperlichkeit. Aber ich muss nicht. Ich muss gar nichts und für niemanden.

Deswegen konnte ich zuletzt Fr. Fashion auch nach Hause komplimentieren, selbst wenn sie anfängt körperlich zu werden. Mein Körper und ich sind der Preis. Der Jackpot. Versteh das, liebe Frau. Gut. Oder lass es. Dein Problem. Jedenfalls sitze ich da an der Bar mit einer wirklich interessanten Frau. Wir trinken Weißwein. Natürlich werden wir beobachtet. Sie war definitiv eine auffällige Frau. Attraktiv auch, keine Frage. Eine mit Charisma. Und das genieße ich. Mir egal wie alt sie in dem Moment ist. Weil ich keine Hintergedanken habe. In Teil 1 hätte ich jetzt verkopft überlegt was meine nächsten „Moves“ sein müssten, „um zu“. Ist inzwischen anders. Es kommt wie es kommt und ich lasse los, noch bevor ich je zugepackt habe.

Wie sie auch zu mir sagte: „Mach Dich frei im Kopf. Leb nach Deinem Bauch. Kann Dir doch total egal sein was irgend eine Frau von Dir denkt und ob sie Dich toll findet oder nicht. Sei Du selbst. Wenn sie das nicht checkt, wer Du bist… dann lass es ihr Problem sein. Fertig.“

Recht hat sie. Und nach einigen Minuten kam auch mein Wingman mit dazu. Wir sind das gewöhnt, dass einer von uns auch mal mit irgend einer Frau oder sonstwem versumpfen kann. Alles kein Stress und darüber bin ich sehr froh. Irgendwer hatte an der Bar übrigens so eine teure Flasche Champagner stehen lassen, im Eiskübel. Ich wusste gar nicht was das für ein Zeug ist. Hab mir dann den Preis auf der Karte angesehen. Dachte mir nur: „Oh mein Gott. So viel Geld gebe ich vielleicht in 3 Monaten insgesamt beim Weggehen aus.“ Nachdem die Flasche so alleine herumstand, bin ich da nicht so. Der arme Chamapgner möchte sicher auch Gesellschaft. Also hab ich mir nach meinem Weißwein noch ein kleines Gläschen davon gegönnt. Was soll ich sagen? Er schmeckt echt köstlich. Und warum? Weil er köstlich kostenlos war. Hahaha! Der billige Perlwein aus dem Aldi ist auch nicht anders.

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Mal ehrlich Freunde: Wer ist so doof und lässt einen dreistelligen Betrag für so eine kleine Flasche sprudeligen Traubensaftes über den Tresen rollen? Ich will es für mich nicht ganzlich ausschließen. Aber ich weiß wann ich das tun würde. Ab wann. Für mich kommt das jemals nur dann in Frage, wenn meine Zinseinkünfte in der Zeit, die ich benötige, um die Flasche zu leeren, höher sind als der Preis der Flasche. So einfach. Dann bezahlt sich das Ding von alleine. Frugalismus nennt man das, par excellence. (Kleiner Einschub für die Experten: Eigentlich bezahlt sich die Flasche dann auch nicht „von alleine“. Bezahlen tut das immer die steuerzahlende Bevölkerungsschicht. Also wir doofe Deppen aus der „Mittelschicht“. Es gibt ja bekanntlich Doofe. Und es gibt Deppen. Aber die mit Abstand Dümmsten sind wir doofe Deppen. Aber das ist nur etwas für eingefleischte Makroökonomen und das Fass will ich hier nicht weiter aufmachen. Außer es interessiert Euch. Dann ab in die Kommentare damit! 😉 )

Nach einer Weile sind wir dann zusammen aus dem Club raus, es war spät. Ich war müde. Aber ich hatte Hunger. Sie auch. Wir beschlossen noch zusammen ein Stück Pizza essen zu gehen. Ich freue mich immer wieder, wenn ich alleine (oder mit einem Wingman) in einen Club gehe und dann mit einer Frau raus gehe. Kommt nicht immer vor. Aber meistens bisher dann, wenn ich es am Wenigsten „erwartet“ habe. Lehrte mich Teil 1. Und „manchmal“ (einmal!) entsteht dann auch eine fast 2-jährige Beziehung daraus. Was das für Konsequenzen hatte, wissen wir. Aber ja. Ich will es wohl einfach nicht einsehen! 😉

Nein, es ist alles okay. Ich weiß ja jetzt wie das Ding läuft. Es ist alles viel lustiger, wenn wir verstehen was da eigentlich stattfindet. Ein Mann sollte das Spiel einfach mitspielen (lernen). Wichtig ist nur Eines: Er sollte – im Gegensatz zu den anderen 99% (und das meine ich nicht abwertend, sondern aufrichtig mitleidig!) – nur verstanden haben, dass es ein Spiel ist. Es ist in aller aller Regel nur ein Spiel. Außer Du hast das unendliche Glück und hast eine Ausnahme-Frau an Deiner Seite. Das Problem ist nur: Das weißt Du nicht. Du denkst es. ja. Aber Du weißt es nicht. Ich dachte das auch. Und dann…? Ja…

Ein bisschen Redpill, aber sehr praxisnah

Und wenn Du Fußball schaust, ist Dir auch bewusst, dass es nur ein Spiel ist. Ja, es mag Krieg sein. 90 Minuten brennt der Rasen. Aber eigentlich ist Dir bewusst, dass am Ende alle nach Hause gehen und aus ist. Fertig. Es ist nur ein Spiel. Wenn Du aber für Deinen Verein lebst, Dich aufopferst, Dir beide Beine ausreißt, überall hin auf die Auswärtsspiele mitfährst, Dir jedes verdammte neue Trikot in jeder neuen Saison kaufst und Dir auch sonst jedes neue Fanutensil holst… dann? Ja dann bist Du einfach ein Opfer. Fertig. Und so sehe ich das inzwischen einfach auch in Punkto Beziehungen. Es ist ein Spiel.

Ich mag mich hier wiederholen, gegenüber manchen anderen Artikeln. Und niemand muss meiner Ansicht folgen. Es kann gerne jeder seine eigene Realität wahrnehmen oder meinen wahrzunehmen und sich seine Realität selbst basteln. Aber ich sehe das ganz nüchtern: Wieviele Partnerschaften hattest DU schon Deinem Leben? Damit meine ich nicht nur richtig feste mit zusammen wohnen usw., sondern sagen wir alles was über rein körperliche Dinge hinausging. Also all die Beziehungen zu Menschen, die etwas in Deinem Herzen ausgelöst haben. Denk drüber nach! Sei ehrlich zu Dir selbst. Bist Du noch immer mit Deinem ersten Partner zusammen? Ja? Dann Glückwunsch.

Kleine Wette: 100 Euro gegen 25 Euro

Ich würde mit jedem Leser hier um einen 100er wetten, dass es nicht so ist. Und wenn es nicht Deine erste Partnerin ist, möchte ich nur 25, okay? Hey, komm schon. Das ist ein fairer Deal! 1:4 gegen mich! Ich zahle Dir 100, wenn Du noch mit Deinem ersten Partner zusammen bist, aber ich bekomme von Dir nur 25, wenn nicht. Deal? Nein? Warum nicht?! Warum nicht, warum wohl nicht?!

Und ich würde verdammt reich damit werden. Trotz dem Verhältnis 1:4. Vermutlich selbst bei einem Verhältnis von 1:10 oder 1:20! Fast lächerlich mutet das für mich inzwischenfast schon an, diese ganzen „das ist meine große Liebe“-Sprüche. Aufwachen bitte. Das Beziehungsende ist (fast) immer vorprogrammiert. Irgendwann findest Du „den Einen“, klar. Aber der Verschleiß davor? Bitte nicht übersehen. Der wird immer ausgeblendet. „Der Eine“ oder „die Eine“ waren alle davor auch. Merkst Du etwas? Illusion!

Oder ist es nicht viel eher so, dass Du wirklich erstmal die Liste rückwärts durchgehen musst, um Dich an den Ersten zu erinnern? Bingo. Jetzt weißt Du was ich meine. Willkommen in der Realität. Nichts ist für die Ewigkeit. Leider. Ich wünschte es bräuchte keine rote Pille. Dann könnte ich auch noch der Prinz sein, der einfach mit seiner Prinzessin gen Horizont reitet.

Ganz Gentleman-Like hab ich die Frau natürlich auch nach Hause gebracht. Wir lassen die Geschichte hier mal enden. Am nächsten Tag schrieb sie mich mittags an, bedankte sich für den schönen Abend. Ja Freunde, von sich aus. Ja. Ja. Wirklich. Gibt es. Und dass ich sie doch mal in der Arbeit (eigener Laden) besuchen kommen sollte, sie würde sich freuen. Das ist doch mal… nett! 🙂 Hab wohl einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Vermutlich hinterlasse ich den immer. Nur die wenigsten Frauen sind in der Lage den zu erkennen.

PS: Das Pizzaessen mitten in der Nacht war nicht gut. Hat mein täglichen Vorhaben bezüglich des Kaloriendefizits für den Tag ad absurdum geführt. Aber ich bin ja lernfähig. Also hab ich mir für gestern Abend mein Essen einfach in den Club mitgenommen. Geile Sache. Fisch mit Spaghetti und Tomatensoße. Dazu ein kleines Stück Kuchen. WAS??? Spaaaaß! 🙂 Ich hatte mir einfach von zu Hause einen Proteinriegel in die Jacke gesteckt. Und so klappte das gestern auch mit dem Kaloriendefizit wieder. 😉

PPS: Hab meine Note für meine Projektarbeit im Studium inzwischen bekommen. Ging echt schnell. Ich hatte anfangs nicht damit gerechnet, dass sie so ausfallen würde, wie sie nun ausfiel. Dafür war die Zeit einfach zu knapp, dachte ich. Es steckte nicht wirklich viel Arbeit drinnen, zeitlich gesehen. Inhaltlich gesehen habe ich aber wohl (wieder einmal) geliefert. 1,3. Fast perfekt. Aber nur fast. 😉

Eine wie (fast) alle – Fr. Fashion

Irgendwie hat es mich erst heute gepackt, einen Artikel zu schreiben. Am Wochenende kam es ja zum Date Nr. 3 mit Fr. Fashion. Der Titel verrät natürlich schon ein bisschen was. Oder auch schon fast alles. Aber ein paar Details sind auf jeden Fall berichtenswert.

Sie kam direkt zum Start mit einer tollen Story um die Ecke: „Hey, es tut mir wirklich leid und ich weiß, dass wir uns heute Abend ganz entspannt Zeit füreinander nehmen wollten. Aber meiner besten Freundin geht es nicht gut. Sie hat gestern Abend herausgefunden, dass ihr Freund sie seit einem Jahr mit einer anderen betrogen hat.“

Es ist immer irgendwas

Info und Anekdote am Rande:
Erster Gedanke dazu in mir, innerlich schmunzelnd: „Hey! Das ist die Story, die Du als Pickupper normal bringst, wenn Du so schnell es geht das Date verlassen willst.“ Dann tust Du einfach so als hätte Dir gerade Dein bester Freund geschrieben und nimmst das als Vorwand, das Date zu verlassen. Natürlich nur, wenn Dich die Frau einfach nur tierisch langweilt. Ich habe das bisher noch nie gemacht, finde es persönlich auch albern. Wenn ich keinen Bock auf eine Frau habe, dann sag ich ihr das inzwischen direkt ins Gesicht, stehe auf (…zahle meinen Teil der Rechnung…) und gehe einfach. Egal was sie sagt. Lebenszeit ist kostbar und meine eigene mir persönlich am Meisten. An der Stelle kann ich auch auf einen früheren Artikel von mir zu diesem Thema verweisen (Meine neue Art „Tschüss“ zu sagen). Hat schon fast einen philosophischen Touch.

Das Doofe war, dass wir beide bereits einen gewissen Weg auf uns genommen hatten. Hätte mir die Trulla – äh Entschuldigung, ich meine natürlich „die Liebste“ – gesagt, dass sie so eine Story im Gepäck hat, dann hätte ich das Date sofort abgeblasen. Das bringt doch nichts. Entweder hat sie Bock auf und Zeit für mich oder eben nicht. Aber es war so, dass wir nun schon voreinander standen. Sie dann direkt heim schicken wollte ich auch nicht. Sie schob nochmal ein: „Es tut mir wirklich leid. Aber wir haben ja Zeit füreinander, nur nicht ganz so lange. Wir machen es uns entspannt und genießen die Zeit, ich muss ja auch erst gegen Mitternacht los.“

Zweite innerliche Reaktion von mir: „Hm. Wahrscheinlich wartet Dein Freund zu Hause auf Dich. So selten wie Du Dich seit dem ersten Kontakt meldest bzw. auch spontan NICHT ans Handy gehst, wenn ich einmal anrufe.“

Die ganze Story mit ihr hat mir ab dem ersten Tag bis zum Himmel gestunken. Sie habe ständig viel zu tun und ihr Terminplan sei schon ziemlich voll und sie unternehme immer so viel und bla bla. Ich glaube einfach, dass sie (mindestens) einen Typen hat. War mir aber egal, weil ich es nicht weiß. Und da ich ein freier Mensch bin, schaue ich mir Dinge erstmal frei an. Ich mache mir zwar Gedanken, aber ich lebe nicht in Interpretationen.

Jedenfalls fand ich sie noch nie Weltklasse, aber interessant genug, um ihr die Chance zu lassen, mich vom Gegenteil zu überzeugen. Hat sie nicht geschafft. Soviel vorweg. 🙂
Das Date an sich lief relativ unspektakulär. Ja, gemeinsam gekocht. Wobei ich den Hauptteil der Arbeit tat. Sie stellte sich beim Vorbereiten bzw. Kochen aber auch an wie ein Pferd, das Eier legen soll. Naja, die heutige Generation halt. Außer Tiefkühlpizza in den Ofen schieben kennt die nix und kann auch nix. Das Essen war aber gut. Ist mir gut gelungen. Muss mich durchaus selbst loben. Garnelen in Knoblauch-Öl, dazu einen gemischen Salat und ein frisches dunkles Baguette. Hm. Für die Trulla hab ich meinen sonst so stringenten Ernährungsplan für den Tag aufgegeben. Abends gibts bei mir normal nur Low Carb. Ja, es war alles okay bis dahin. Wir haben gelacht, ja. Wir haben Spaß gemacht, ja. Aber spektakulär war es nicht. Muss es ja auch nicht immer sein, schon klar. Wenn…? Ja wenn da nicht diese Sache mit der Stimmung gewesen wäre…

Wenn die Zicke zickt, aber der Mann nicht mitmacht

Sie kann zwar weder Kochen, noch fleißig sein (z. B. den Tisch von sich aus decken) noch… sonstwas (okay, der ist böse *hehe*). Dafür kann sie aber ganz gut Weißwein und sonstigen Alkohol trinken… und ihn nicht (!) vertragen. Nachdem die Gute dann doch ein paar Dinger gebechert hatte, sprach sie „komplizierte Themen an“, wurde zickig und die eigentlich relativ entspannte Stimmung kippte plötzlich. Ich hätte das Kippen verhindern können. Definitiv. Ich hätte die heiklen Themen umschiffen können. Aber nee, sicher nicht, Freunde! 🙂

Ich bin nicht mehr der Pickupper aus Teil 1. Ich bin inzwischen ganz anders drauf. Ich stehe ganz anders zu meinen Themen, zu meinem Charakter und zu meinem Ich. Und mein Ich weicht nicht aus, wenn es haarig wird, nur um… ja was eigentlich? Um etwa eine Frau in die Kiste zu bekommen, die ich mindestens mal charakterlich gar nicht toll finde? Sicher nicht. 🙂 Also – darauf angesprochen – habe ich meine Ansichten rausgedonnert, wie sie gerade daher geflogen kamen. Auf jede ihrer noch so abstrusen Ansichten gab es von mir meinen passenden Standpunkt. Ehrlich und fair, die schnellste Art mich kennen zu lernen.

Beispiel? Ob ich Kinder möge? Ja ich mag Kinder, dazu stehe ich. Ihre Aussage: „Ich hasse Kinder!“ Das ist nur ein Beispiel für viele Dinge, die da an heißer Luft von ihr in den Raum geblasen wurden. Wie kann man Kinder hassen? Hä?! Jeder von uns war mal Kind. Das würde ja bedeuten, dass sie sich selbst hasst. Wobei… jetzt wird mir alles klar! 🙂

Ich wusste zwischendurch ehrlich gesagt nicht, ob ich weinen oder lachen soll. Ausbreiten und weiter ins Detail gehen möchte ich hier gar nicht, das ist sie nicht wert, die Frau. Nicht mal als gutes Date-Review taugt das. Es war einfach gehirngewaschen, Frauen sollten lieber Karriere machen und der Mann sollte zu Hause bleiben und überhaupt hätten Mütter zu Kindern keine engere Bindung als die Väter. All solches Zeug. Wenn ich noch beim Essen gewesen wäre, hätte ich mich vermutlich übergeben müssen. Blieb mir glücklicherweise erspart.

Jedenfalls zeigte sich dann ihr wahres Ich. Plötzlich meinte ich neben Alice Schwarzer zu sitzen. Pfui Teufel. Was für ein verdrehtes Weltbild. Die leichten Emanzen-Anflüge aus den ersten beiden Dates entpuppten sich als ein großes Donnerwetter. Und das ist für mich so in etwa der größte Grund einen großen Bogen um eine Frau zu machen. Danke, aber ich bin nicht schwul. Solche Frauen überlasse ich lieber den (leider vielen) anderen speichelleckenden Schoßhunden. Die dann von so einem Mistvieh in 1000 Einzelteile zerfetzt werden. Vermutlich müssen die sich bei Fr. Fashion auch nach dem Sex bedanken, erwartet sie wahrscheinlich so. Dass man im Anschluss artig „danke“ sagt. Und ihr eine Handtasche dafür kauft. Es war an diesem Abend wirklich egal was ich sagte, auf jede Aussage – sei so noch so neutral – folgten auf Krawall gepolte Widerworte.

Sie meinte jedenfalls in ihrer zunehmend mieser werdenden Stimmung mich etwas aus der Reserve locken zu können. Sorry, schaffst Du nicht! Da musst Du früher aufstehen. 🙂 Ich bin doch längst wieder täglich im Hier und Jetzt. Und ich habe abgesehen davon stets meine Beobachter-Kamera dabei. Und wann immer es brenzlig wird, wechsle ich diese Perspektive. Wenn ich mich dann beim Sprechen selbst beobachte, kann ich mit Dir Möchtegern-Power-Emanze nicht streiten. Ich kann dann innerlich nur Schmunzeln. Hm. Irgendwie war es ihr dann selbst zu doof, so dass sie mich bat irgendetwas zu tun, um die Stimmung wieder aufzuhellen.

Innerlich dachte ich mir nur: „Du langweilst mich.“ Aber ich bin eben auch kein unfreundlicher Mensch. Mama hat mich einfach zu gut erzogen, wird mir immer wieder klar. Charakterlich bin ich weitestgehend nicht geeignet für diese Welt. Geeignet für die Generation davor, ja. Nicht für die heutige allerdings. Heute gibt es nur mehr fressen und gefressen werden. Und fressen lasse ich mich von keiner Frau mehr. Die Zeiten sind vorbei. Aus. Ende. Da könnt Ihr Euch einen anderen Dummen suchen. 😉

Sie wurde dann doch noch etwas anhänglich. Aber Lust hat das in mir keine mehr ausgelöst. Überhaupt nicht. Ich machte ihr irgendwann den Vorschlag, dass es besser sei zu ihrer Freundin zu fahren, da sie doch bestimmt schon wartete.

Der Abschied viel kurz und knapp aus. Und ich verspürte wieder diesen innerlichen Frieden in unseren letzten gemeinsamen Minuten. Denselben Frieden, den ich in Teil 1 regelmäßig verspürte. Immer dann wenn ich merkte, dass es vermutlich (oder sehr sicher!) das letzte Treffen sein würde und es kein Wiedersehen mehr gäbe. Tut gut, diese Freiheit. Diese innerliche Nicht-Verhaftetheit gegenüber einer bestimmten einzelnen Frau.

Nummern zu löschen befreit

Jetzt springen wir zum nächsten Tag. Ich ging spazieren mit einem Freund. Es war schönes Wetter. Wir genossen die Sonne und schlenderten durch die Stadt. Dabei erzählte ich ihm die Story vom Vortag. Seine Reaktion: „Und ihre Nummer hast Du bei der Geschichte noch nicht gelöscht?!“ „Stimmt eigentlich, warum nicht?“, antwortete ich mich selbstfragend.

Gesagt, getan. Weg war die Nummer. Aus den Kontakten und auch der Chatverlauf aus WhatsApp. So einfach geht das heute. Das ist meine Antwort auf das ganze Dating-Gebahren einer völlig verrückten Generation.

Und zwei Tage nach dem Date war es dann soweit. Mein Telefon klingelte. Eine unbekannte Nummer. Vermutlich hatte sie bemerkt, dass ich sie gelöscht hatte. Mein WhatsApp-Profil ist so eingestellt, dass man mein Profilbild nur sieht, wenn ich die Person in meinen Kontakten eingespeichert habe. Und gerade das hatte ich bei ihr eben nicht mehr.

Sie wollte sich entschuldigen dafür, wie das Date lief. Sie sei manchmal launisch. Sie wisse auch nicht so genau was für die Stimmungsschwankung gesorgt hatte. Eigentlich finde sie mich als Mensch mega interessant und hat sich auch nach den beiden Dates total gefreut. Und auch beim Kochen sei es toll gewesen usw. bla bla bla. Aber sie hätte jetzt das Gefühl, dass ich sauer auf sie sei. Und sie wollte nachfragen.

„Ja, nachfragen? Was eigentlich?“, dachte ich mir nur. Mit 2 Tagen Abstand lässt sich einiges klarer sehen. Also nutzte ich die „überraschende“ Gelegenheit… die gar nicht so überraschend ist… denn Frauen hassen es einfach, wenn der Mann ihnen nicht hinterherdackelt… sie kommen dann doch meistens von alleine zurück gekrochen… ist nur eine Frage der Zeit… hab ich gelernt… (siehe den Brief von Fr. Tinder damals, der plötzlich in meinem Briefkasten lag, nachdem sie „Schluss gemacht“ hatte: Ein lange angekündigter Rundumschlag). Zurück zum Text: Ich nutzte also die Gelegenheit und habe ihr einfach mal alles vor den Latz geknallt, was so Sache ist.

Ich: „Erstens fand ich es nicht toll, dass Du Dich beim Herrichten, Kochen, Abräumen und Abspülen kaum beteiligt hast. Ich stehe auf Frauen, die aktiv sind. Geht gar nicht. Zweitens ist mir meine Zeit wertvoll und ich verbringe meine Zeit nur mit Menschen, die mir gut tun. Schlechte Laune ist nichts für mich. Und auf Machtspiele stehe ich nicht. Ich weiß was ich will, darum gab es von mir auch kein Streitgespräch oder eine ellenlange Diskussion an dem Abend über irgendein belangloses Thema. Du hast eine andere Meinung? Fein. Deine Sache. Akzeptiere ich. Kein Grund sauer zu werden. Aber ich stehe auf Frauen, die genug Selbstvertrauen haben, auch Frau zu sein. Die ihre Weiblichkeit an sich selbst lieben und nicht versuchen wollen einem Mann künstlich die Stirn zu bieten. Das mag bei den Meisten da draußen funktionieren, bei mir nicht. Keine Ahnung was genau an dem Abend dazu geführt hat, dass die Stimmung kippte. Ist mir auch egal, das was ich da von Dir kennengelernt habe, ist nicht das, was ich für mich in meinem Leben brauche.“

Da war sie etwas perplex, die gute Fr. Fashion. Nun, also… ob wir denn in Kontakt bleiben könnten und „einfach mal sehen, wie wir in ein paar Tagen so denken würden“, fragte sie. Ich antworte: „Wir haben die Möglichkeit uns kennenzulernen. Wenn Du mir zeigen möchtest, dass Du ein anderer Mensch bist als der, den ich an dem Abend zugesicht bekommen habe. Aber ich sammle keine Telefonnummern. Freundschaften zu Frauen gibt es bei mir nicht.“

Sie: „Ist das dann für Dich gleich endgültig aus?“

Ich: „Das hängt von Dir ab, was Du bereit bist zu investieren. Ich brauche keine lauwarmen Geschichten. Und da Dein Prinzessinnenkalender (O-Ton, ich schwörs! *hehe*) sowieso von morgens bis abends voll geplant ist (wie gesagt, meine Vermutung: Weil sie einen – mindestens einen! – Freund hat, ich würde darauf wetten!), langweilt mich das alleine schon. Wenn Du einen Menschen kennernlernen möchtest, dann musst Du Dir dafür auch die Zeit nehmen. So interessant kann ich gar nicht für Dich sein, dass Du für eine ganze Woche im Voraus nicht weißt, wann Du mal ein paar Stunden übrig hast.“

Sie: „Ja, aber ich habe halt auch viele andere Sachen zu tun und mache auch viel mit Freunden, wir sind ja gerade erst am Kennenlernen, da kann ich doch nicht einfach alles andere hinten anstellen.“

Ich musste innerlich wieder nur schmunzeln und dachte mir: „Wenn das ein Kennenlernen sein soll, also SO… ohne Zeit miteinander zu verbringen… hahaha… was für ein Paradoxon!“

Ich: „Genau da liegt das Problem. Du meinst so viel zu tun zu haben, dass eben gar keine Zeit ist einen Menschen kennen zu lernen. Ich hab auch viel zu tun und im Moment bestimmte Prioritäten, aber Zeit für ein Date alle paar Tage nehme ich mir einfach. Und deswegen verstehe ich auch nicht was Dein Anruf soll. Im Prinzip ist doch klar, dass das zwischen uns so gar nicht geht.“

Sie: „Ich wollte Dir auf jeden Fall sagen, dass Du Dir nichts Komisches denken sollst. Du hast nichts falsch gemacht oder so. Deswegen wollte ich mich auch entschuldigen, damit da nichts zwischen uns hängen bleibt.“

Ich: „Das ist nett von Dir. Aber entschuldigen brauchst Du Dich nicht. Da stehe ich drüber. Alles okay. Mach Dir keine Gedanken.“

Sie: „Ja ich möchte nur, dass wenn wir uns mal irgendwo begegnen, dass wir uns nicht einfach aus dem Weg gehen.“

Ich: „Keine Sorge. Ich sag bestimmt hallo. Aber mehr auch nicht. Bei mir gibts nur 0% oder 100%. Dazwischen ist kein Platz.“

Sie: „Du siehst das aber generell ziemlich hart.“

Ich antworte also: „Ich weiß was ich möchte und was ich nicht möchte. Deswegen wünsche Dir einfach nur leb wohl, alles Gute, pass auf Dich auf und viel Spaß noch.“

Damit war es das dann auch.

Und so ist es, wie es bisher (fast) immer war… ich packe mental wieder einmal meine Sachen und ziehe weiter…

Auswahl gibts genug. Und unter Wert verkaufe ich mich für keine Frau. Und mein Wert ist seit dem Beziehungsaus so unendlich gestiegen. Alleine schon ganz unabhängig davon, wie andere – besonders Frauen – mich sehen. Es ist mir egal. Ich bin ich. Einen Wert zu haben, impliziert Werte zu vertreten. Man kann nicht etwas wert sein, ohne Werte zu verkörpern. Die Summe der eigenen Werte machen den eigenen Gesamtwert aus. Also geht es für mich doch ganz einfach nur noch darum, der Frau zu begegnen, die in der Lage und fähig ist (geistig und mental!), Werte im Leben überhaupt entdecken zu können. Und dann muss die Eine dazu doch nur den Blick einmal auf mich richten und hinsehen. 😉

Irgendeine wird das hinbekommen. Ich bin total überzeugt davon. Geduld, junger Padawan. In diesem Sinne wünsche ich der Frau meines nächsten Dates jetzt schon einmal viel Erfolg. Gepaart mit einem Tipp nach dem Motto vom ZDF: „Mit dem Zweiten sieht man besser!“

2019-06-11

Tage im Zeitraffer und Höhenflüge?

Aufgrund meiner aktuellen studentischen Tätigkeiten als eigentlich Vollzeitbeschäftigter kommen manche Dinge gerade etwas kurz. So auch meine schriftstellerischen Betätigungen. Nicht jedoch mein Kraft- und Ausdauertraining, das mich täglich ein Stück näher in Richtung meines ersten Etappenzieles schiebt: Dem Sixpack (um jeden Preis versteht sich!)!

Ich schreibe die letzten Tage wie ein wildgewordener Berserker an der Studienarbeit, die zwingend bis spätestens Freitag fertig werden muss. Naja, was muss schon. „Sollte“, ist der richtigere Begriff. Es ist eng, es ist knapp, es wird nicht das absolut optimale Ergebnis (aus eigener Sicht) werden, aber es wird vermutlich rechtzeitig irgend eine einreichbare Version werden. Immerhin. Aber ich will den Tag nicht vor dem Abend loben. Mal sehen.

Und nun noch ein paar Worte zum Wochenende: Ich war natürlich weg, wobei man das nicht direkt Clubgame nennen kann. Da es eine Tages-Veranstaltung war. Live Musik von einem DJ. Beachclub-Feeling. Schönes Wetter. Also durchaus eine Abwechslung zu meinen sonst so stattfindenen nächtlichen Ausflügen alá Batman. Natürlich habe ich ein paar Frauen angesprochen. Natürlich hat sich etwas ergeben. Zwei Telefonnummern, davon ein direkt vereinbartes Date, wobei ich aufgrund des zeitlichen Abstands nicht davon ausgehe, dass es stattfinden wird. Frauen vergessen allzugerne und zu schnell den Mann, mit dem sie sich 30 Minuten so köstlich unterhalten haben und Spaß hatten. Und der der Traummann sein könnte, auf den sie ihr Leben lang gewartet haben. 😉 Ich habe das Date bewusst erst für nächste Woche vereinbart, da ich diese Woche keine Zeit für so einen Krims-Krams habe. Studium ist mir derzeit wichtiger. Mein Körper noch mehr.

2019-06-05

Und außerdem habe ich Samstag Abend das Date mit Fr. Fashion. Wir wollen zusammen kochen. Sie besorgt den Weißwein. Ich den Rest. Lustig ist die Frau ja schon irgendwie, sie schreibt in der Abwesendheitszeit nichts bis fast nichts, angerufen hat sie mich inzwischen einmal von sich aus, aber sobald ich sie anrufe (was ich auch nur alle 2 bis 3 Tage mal tue) habe ich das Gefühl, dass ich mit einem anderen Menschen spreche. Plötzlich ist sie total aufgeschlossen, lustig, freundlich, fürsorglich („Steht unser gemeinsames Kochen am Samstag noch? Ich wollte nur sichergehen, dass das auch für Dich klappt?“… „Wollen wir zusammen einkaufen gehen? Soll ich etwas vorher besorgen?“… „Danke für Deinen Anruf!“). Passt alles gar nicht zum sonstigen WhatsApp- und Telefonieverhalten. Da soll mal einer daraus schlau werden. Für mich wirkt das so, als solle das einfach so eine relativ distanzierte Spaß-Veranstaltung zwischen uns zwei werden. So nach dem Motto: „Wenn ich Dich sehe, gibts Vollgas. Ansonsten komm ich gut ohne Dich zurecht!“ Hab ich so noch nie erlebt, aber gut… öfter mal etwas Neues. Generation Tinder eben. Dabei habe ich sie doch eigentlich ganz klassisch (?) kennen gelernt. Also einfach im Alltag angesprochen. Für mich ist das „klassisch“. Hm.

Und das vereinbarte Date für nächste Woche, also die oben zuerst genannte Frau von der Beach-Veranstaltung, fand ich im Nachhinein gar nicht so cool. Ich weiß, ich springe gerade etwas zwischen den Themen, fällt mir auf. Aber der Artikel muss schnell fertig werden. Inhalt vor Leserlichkeit. 🙂
Jedenfalls war sie cool gekleidet. Hatte ziemlich auffälligen Kopfschmuck getragen. Und die halbe Welt dort war uns am Anglotzen. War ja schon sehr cool, jedenfalls hatte ich das Gefühl, dass ich mit ihr zusammen die Attraktion des Nachmittags war. Die Blicke der vielen verschiedenen vorbeilaufenden und nebendran stehenden Frauen sind schon außergewöhnlich. Und als dann ein Mädchen kam, um mich erstmal mit einer Umarmung und einem Bussi zu begrüßen, hat auch unsere Kopfschmuck-Angebetete verstanden, dass ich kein Axtmörder sein kann.

Ich muss mir eben auch immer die auffällig(st)en Frauen zum Ansprechen heraussuchen. Tatsächlich fand ich einfach ihren Kopfschmuck witzig. Und so ergab sich ein doch recht langes Gespräch, aus dem sie einfach nicht aussteigen wollte, wie ich merkte. Und da ich alleine unterwegs war, nehme ich grundsätzlich eine interessante Unterhaltung doch gerne mit. Aber so richtig cool war die Frau dann eben nicht. Eher spießig. Etwas selbstverliebt. Sehr pseudo-emanzipiert. Und in meinen Augen eher mehr Möchtegern-Frau-Von-Welt. Ich stehe ja eigentlich gar nicht auf Frauen, die wie lackierte Drag Queens daher kommen. Aber sie hatte irgend etwas an sich, das mich im Gespräch hielt. Vielleicht war es ihre Andersartigkeit. Keine Ahung. Tatsächlich war die Konversation aber gar nicht so spannend. Deshalb überlege ich auch das Date abzusagen. Mal sehen. Meine Zeit ist mir im Moment einfach (wieder) viel mehr Wert. 🙂

Dafür hab ich auf der Veranstaltung eben auch noch eine weitere Frau kennen gelernt. Nummern getauscht und lose vereinbart, dass wir mal was Kühles trinken gehen. Mal sehen. Falls es dazu kommt, berichte ich nach. Ich habe gar nicht das Bedürfnis mehr, irgendetwas zu „müssen“ oder zwanghaft zu wollen. Wenn ich draußen unterwegs bin, habe ich wieder mehr und mehr das Gefühl, dass meine Gelassenheit gerade besser zu mir passt und die Resultate vielleicht gerade dadurch im Moment durchaus sehenswert sind.

Jedenfalls schrieb sie mir am nächsten Tag, dass sie sich sehr gefreut hätte mich kennen zu lernen (von sich aus!). Der Teil zu ihr hier ist an sich viel zu kurz in diesem Artikel. Aber ich kann gerade nicht mehr dazu sagen als: Sie ist eine hammermäßige Frau. Leider aber eben auch ein paar wenige Jahre älter als ich. Zu alt vermutlich. Aber echt ein Gerät. In jeder Hinsicht. Hm. Vorallem menschlich, interessant. Eine Frau von Format. Aber das ist eben der Unterschied zwischen so einer jüngeren Möchtegern-Frau-Von-Welt wie im oberen Beispiel und einer tatsächlichen Powerfrau. Schön, dass mir mein neuer Lebensweg ermöglicht mit allen in Kontakt zu treten. Und wen von den vielen/wenigen Damen ich am Ende date, entscheide ich. 😉

Und gestern Nacht ging ich für 60 Minuten joggen. Zum ersten Mal seit einigen Jahren. Also nicht joggen generell. Sondern volle 60 Minuten! Aber das verbrennt nach Adam Ries etwa 650 Kalorien. Und auf dem Weg zum Sixpack ist mir jede Abkürzung recht. Es ist Anfang Juni. Mitte Juli soll es mit einem Freund nach Mallorca gehen. Mega! Zeiten und Geschichten wiederholen sich (Pickup auf Spanisch). Die Resultate nach meiner letzten Mallarco-Reise waren phänomenal (so phänomenal wie bei Pietro Lombardi!). Aber bis dahin könnte ich es noch schaffen, das mit dem Waschbrettbauch. Ich gebe mein Bestes. Versprochen an mich selbst.

Mehr gibt es mangels der Zeit nicht zu sagen. Achja, aber ich merke, dass mein Selbstbewusstsein derzeit zu neuen Höhenflügen ansetzt. Vielleicht dem Kraft- und Ausdauertraining zu verdanken. Und auch Teile meines nächsten Umfeldes machen mich derzeit auf mein verändertes Verhalten aufmerksam. Ich übertreibe manchmal, heißt es hier und da. Oder ich würde wieder beginnen Sprüche zu klopfen. Ich solle nicht so selbstverliebt sein. Solches Zeug.

Ja gut, aber die Gegenfrage muss gestattet sein: Als ich vor ein paar Wochen noch traurig und weinend meine Tage verbrachte, hatte es den selben Menschen teilweise auch nicht gepasst. Was denn nun? Beides nicht recht? Was lernen wir daraus: Mach immer das, wonach Dir ist und höre nicht auf Menschen, die Dir sagen, dass Du nicht „gut“ bist, wie Du bist. Du bist gut. Punkt! Perfekt sogar. Und wenn es eine Möglichkeit gibt, noch mehr aus Dir heraus zu holen, dann hole das heraus. Leb Dein Leben. Du weißt nämlich nie, wann Du das nächste Mal wieder betrogen wirst.

Okay, der war übel. Ich gebs zu. Nein. 🙂 Vielleicht ist mein Testosteronspiegel einfach im Moment sehr hoch. Vielleicht ist es auch der wieder zurückkehrende Erfolg bei den Frauen, der mich etwas unabhängiger erscheinen und sogar werden lässt. Vielleicht ist es die Freude über meinen „neuen“ Körper. Vielleicht mein genereller neuer – aber eigentlich alter – Lifestyle. Hemden und Parfüm bei jeder Gelegenheit und die Was-Kostet-Schon-Die-Welt-Einstellung. Vielleicht ist es aber auch eine Mélange aus all den Dingen. Und dann darf ich nicht „meinen“ aktuellen Persönlichkeitstrainer vergessen. Der hat wohl derzeit den größten Einfluss auf mich. Und zur Abwechslung heißt der einmal nicht Eckhart Tolle. Möchte man nicht glauben, ist aber so. Ich fühle mich jedenfalls täglich wohler, habe das Gefühl ich könnte Bäume ausreißen und die Welt gehört mir sowieso (bald wieder).

Verrückt oder. Vor 2 Monaten war ich noch restlos am Ende. Aber so klein bekommt mich nicht einmal eine Verflossene. Ich habe schon nicht einmal mehr Lust sie bei ihrem Pseudonym zu nennen. Vergangenheit. Lehrreich. Gut so. Bin aufgewacht. Redpill. Freiheit. Also Einigkeit und Recht und Freiheit. Nicht für die BRD, sondern für mich. Gebe jeden Tag Gas als wäre es mein letzter. Jedenfalls ist jeder Tag der Erste vom Rest meines Lebens. Wird schon. „Alles auf dem Weg“, wie Herbert Grönemeyer in Mensch sagt. 😉

Gute Nacht Freunde. Hab Euch lieb. So wie Ihr seid. Und mich hab ich auch (wieder) lieb. Bald vermutlich schon wieder mehr als je zuvor. Also vorsicht! 😉