Zwischen Studium und den Frauen und Fr. Fashion

Eigentlich hänge ich unter Hochdruck an einer Arbeit für mein derzeitiges Studium. Eigentlich, ja. Ich habe mal wieder spät begonnen. Vielleicht zu spät. Vielleicht aber auch nicht. Wir werden sehen. Wann immer es in meinem Leben zeitlich gesehen eng wurde und ich liefern musste, habe ich noch immer geliefert. Meist sogar Höchstleistungen. Fokussieren. Eingrenzen. Beschränken. Liefern. Fertig. Und bevor ich das tue, kam mir vorhin die Idee, noch eben einen Artikel raus zu donnern. Schreiben für mich selbst bereitet mir noch immer am Meisten Freude.

Die letzte Projektarbeit gab eine 1,0. Hatte ich auch recht knapp fertig gestellt. Damals hatte ich aber auch noch Lebensgefährtin und zwei Kinder „um die Ohren“. Heute bin ich auf mich alleine gestellt. Knapp ist es vielleicht gerade deshalb, weil ich die letzten Wochen eben gerade nicht mehr die mir bis dahin so lieb gewonnenen Personen um mich herum hatte. Stattdessen musste ich wieder lernen auf mich alleine gestellt zu sein. Und dafür musste ich Prioritäten ändern. Und zunächst nur mich selbst als Menschen in den Vordergrund rücken. Die entstande Leere durch das Fehlen meiner gewohnten Menschen mit mir selbst auffüllen. Und auch das Studium weiter hinten anhängen.

Und anstatt all meine Energie in mein Studium zu investieren, habe ich es ins Studium meines eigenen Körpers investiert. Ein wenig auch in Spaß und das Kennenlernen neuer Frauen, jedoch letzteres wirklich nur sehr wenig. Naja, ich finde, dass sich die neuen Prioriäten bislang gelohnt haben. Auch wenn sie zulasten des Hochschulstudiums und meiner Projektarbeiten gehen. Einen leichten Anflug eines Sixpacks kann ich jedenfalls schon erkennen. Meine Motivation ist schon gigantisch, muss ich sagen. Bezogen auf mein Körperstudium im Selbstexperiment. Ich habe noch nichts jemals so brutal durchgezogen wie das Projekt Maschine. Wenn ich bedenke, wie ich vor wenigen Monaten noch gerne abends fast rituell Chips gegessen habe. Gerne kuschelnd, beim Filmschauen. Und mir dabei in meiner Wohlfühloase namens „eigene Familie“ meiner selbst so sicher war.

Nebenbei, eine Haupterkenntnis in aller Kürze: Alles was Du besitzt, kannst Du auch wieder verlieren. So nüchtern und sachlich sollte ich das sehen. Ich bin hingefallen. Schlecht. Ich bin aufgestanden. Gut. Mund abwischen. Weiter machen. Inzwischen sehe ich es auf meiner Reise der Persönlichkeitsentwicklung selbstreflektierend so, dass ich über mich selbst lachen muss. Was auch zuletzt an den neuen Trainern liegt, denen ich folge. Sie sind so schonungslos offen und so unglaublich hart in der Selbstreflexion, dass Granit nichts dagegen ist. Ich bin beeinflussbar von guten Leuten, zum Glück. Ja, zum Glück gibt es verdammt gute Trainer da draußen in der Welt. Die einem in 2 Wochen mehr beibringen, als man selbst in mehreren Jahrzehnten lernen könnte. Und das auch noch ausschließlich durch Video-Vorträge und Podcasts. Irre.

Jedenfalls bringen diese Menschen mich zum Sinnieren über mich selbst bzw. mein Leben. Diese Gedanken führen mich bisweilen immer öfter zu inneren Dialogen gegenüber meinem Leben, im Stile von: „Was für einen dreckigen Schicksalsschlag Du mir beschert hast! Was willst Du mir damit nur sagen?! Du willst mich kleinkriegen, gibs zu! Gib es zu! Niemals! Du bist eine widerliche Hydra. Und wenn Dir verdammter Hydra noch so viele Köpfe nachnachwachsen, ich schlag sie Dir immer wieder alle ab!“

2019-05-31

Genug des Ausflugs in die griechische Mythologie. Kommen wir zurück in die Realität. Oder verschwimmen nicht längst die Grenzen zwischen Mythologie und echtem Leben? Ist das ganze Leben nicht vielleicht eine einzige Hydra? Ist das Leben nicht irgendwie ein Kampf, in dem nur die Wenigsten je zu kämpfen begonnen, sondern sich noch vor jeglichem aufkeimendem Konflikt ergeben haben? Es ist heute kein Philosophischer Sonntag, also brechen wir hier ab. Fullstop.

Ich hatte wie angekündigt mein zweites Date mit Fr. Kaufhaus. Die ich übrigens ab jetzt Fr. Fashion nenne. Weil sie für ein Modelabel arbeitet. Fr. Kaufhaus klingt so steril, finde ich. Nennen wir sie lieber Fr. Fashion.

Zum Date selbst gibt es nicht so wahnwitzig viel zu sagen. Das Sensationelle ist: Ja, tatsächlich, es gab ein Folgedate!!! Wahnsinn! Eine Frau wollte mich also wieder sehen! Das ist doch mal ein Glas Champagner wert oder? Auf mich selbst! Prost! Auf mich, den alten Langweiler.

Ach Freunde, was gibt es Köstlicheres als Sarkasmus gegen sich selbst? Einfach geil!

Wir wollen demnächst zusammen kochen. Oho. Klingt also nach einem weiteren Date. Spricht also definitiv für die Frau, dass sie mich wiedersehen möchte. Da können sich all die anderen Damen aber mal eine Scheibe abschneiden von ihr. Ich meine all die Damen, die im Projekt Beziehung (Teil 1 und 2) meinen Weg als einmalige Dates mit ihren Leichen gepflastet haben. Ich fuhr schon einen ordentlich hohen Verschleiß. Friedhof der Kuscheltiere. Fr. Fashion muss also irgend etwas an mir entdeckt haben, was es aus ihrer Sicht Wert sein muss, mich wieder sehen zu wollen. Was das wohl ist? Vielleicht steht sie auf Langweiler? Passt. Damit kann ich dienen! 🙂

Ach Freude. Ich muss mal aufhören mit diesem Sarkasmus. Nein, im Ernst. Eigentlich freue ich mich gerade wirklich nur. Über einen wesentlichen Umstand am allermeisten. Lasst es mich so sagen, ich war in Sachen Pickup doch kaum mehr aktiv. Insgesamt so wenig, wie ich in meinen Spitzenzeiten damals als kleines 2-Tages-Pensum erfüllt hatte. Und speziell die letzten 2 Wochen habe ich kaum mehr Frauen angesprochen. Insgesamt vielleicht 5, oder so? Ich beobachte viel und suche draußen sehr den Blickkontakt. Ohne aktiv zu werden. Ich lasse mehr auf mich zukommen was das Leben zu bieten hat. Dazu zählen auch die Frauen. Und ganz besonders deshalb freue ich mich, dass das Date mit Fr. Fashion so „leicht“ entstanden ist. „Leicht“ im Sinne von „Leichtigkeit“. Kein verbissenes Hinterherrennen einer jeden Frau. Keine 100-Meter-Sprints auf offener Straße, nur um die nächste Granate noch einzuholen. Das Date, bzw. nun schon das 2. Date, ergab sich also mehr aus der Ruhe. In der Ruhe liegt die Kraft, sagt man.

Ich freue mich also darüber am Meisten, dass ich mir dieses Date (und auch das mit Ms. Osteuropa) mit so viel Gelassenheit in mein Leben zog. Fast erhaben, würde ich sagen. Und neben diesem Umstand der Freude, nehme ich aus der aktuellen Situation noch ein paar weitere Erkenntnisse bzw. offene Fragen für mich ganz persönlich mit:

  1. Ich habe in ihr eine Frau getroffen, die viel schneller (!) spricht als ich. Premiere! Das ist ein bisschen anstrengend, gebe ich zu. Jedenfalls wenn es für aus meiner Sicht um nicht so spannende Themen geht. Aber was ich auch feststellen muss ist, dass ich die Anstrengung lieber habe als Langeweile durch ein einschläääääferndeeeeeees Spreeeeechtempoooooooo. Keine Sorge, ich versuche dennoch weiterhin immer überall schööööööön langsaaaaaaaam zuuuu spreeecheeeeeeen.
  2. Unser Kontakt zwischen den Dates ist schon äußerst spärlich. Das habe ich so auch noch nie erlebt. Besonders nachdem… äh… naja… es jetzt zwischen uns nicht bei einem Eskimo-Bussi geblieben ist. Das kenne ich so nicht. Normalerweise kleben sich die Frauen dann an meine Fersen. Ich denke da beispielsweise an die Klette oder auch an Fr. Schlange. Bei Fr. Schlange war es schon sehr extrem. Ich habe das jedenfalls immer so erlebt, dass die Frauen – bereits nach den ersten Dates – stark kontaktbedürftig geworden sind. Was mir immer gut gefallen hat, da ich normalerweise genauso bin. Allabendliche Telefonate waren dann Gang und Gäbe. Und auch die eine oder andere WhatsApp-Nachricht zusätzlich untertags. Fr. Fashion handhabt das anders. Sie kommt wohl auch kontaktlos oder mit spärlichem Kontakt ganz gut klar. Ich stelle das bis hier erstmal wertfrei fest. Passt. Und jetzt führt mich das zum 3. Punkt meiner Aufzählung.
  3. Werde ich gegamed (englisch „to game“ = spielen)? Ich kann mir das im Moment nur so erklären, indem ich mir selbst die Frage stelle: Wann würde ich einer Frau nur sehr spärlich oft schreiben und auch nicht jeden Hebel in Bewegung setzen, damit so schnell wie nur möglich das nächste Date zustande kommt? Na?! Interessante Frage, oder? 😉
    Ich jedenfalls würde das nur dann tun, wenn ich auf keinen Fall eine tiefere emotionale Bindung zu diesem Menschen aufbauen wollen würde. Während den Dates ist sie sehr wohl emotional und auch durchaus… sagen wir… sinnlich. Was im Umkehrschluss für mich bedeutet, dass sie jedenfalls nicht auf der Suche nach der Beziehung ihres Lebens ist. Dazu unternimmt sie für meinen Geschmack an vielen Tagen schon zu viele andere Dinge, mit wem auch immer. Daher die interessante Frage: Werde ich gegamed? Müsste ich 5 Euro wetten, würde ich es tun. Und davon ausgehen, dass ich einer von mehreren bin.

Und mit dieser Frage entlasse ich mich selbst ins Wochenende. Und schei** auf eine Antwort. 😉

PS: Jeder soll in seinem Glauben sein dürfen. Aber eines ist klar, mich gamed niemand mehr. Definitiv nicht. Gegamed wurde ich von Fr. Schlange, schon in der ersten Nacht. Das passiert mir nie wieder. Also nicht das Ding mit der ersten Nacht. Das kann schon mal wieder passieren. 🙂 Aber zu meinen, dass nur ich der Pickupper sei… Nee. Witzig ist doch: Ich pickuppe derzeit gar nicht. Ich habe längst begonnen authentisch(er) zu sein. Ich bin draußen unterwegs, ja. Aber ich mache wonach mir ist. Ich feuere keinerlei Routinen (mehr) ab, wie es im Pickup-Jargon heißt. Keine Techniken und keine Sprüche mehr. Ich komme aus meiner Mitte. Ende. Ich bin inzwischen so gut es geht einfach nur „real“. Möchte die Frau zunächst nur sprechen und sehen, ob sie überhaupt etwas für mich sein könnte. Das ist mein Mindset, inzwischen. Und das gefällt mir verdammt gut. Und die 2 Dates mit 2 verschiedenen Frauen trotz der geringen Anzahl an Damen, die ich überhaupt angesprochen habe, zeigt mir schon den richtigen Weg.
Und wenn es so ist, dass Fr. Fashion mich tatsächlich „nur“ gamed? Läuft. Leasing-Fahrzeuge fährt man auch nicht den ganzen Tag. Car2go und DriveNow sind doch das neue Prinzip oder? Schaut mal in die Großstädte! 😉 Hab ich von Fr. Schlange gelernt, der extrem-hypergamen Hydra. Redpill. MGTOW. Danke. Nachricht ins Logbuch an mich selbst: Nimm das Leben wie es kommt, Mr. Projekt Beziehung!

4 Kommentare zu „Zwischen Studium und den Frauen und Fr. Fashion

  1. Vllt hat Fr Fashion einfach nur gute Freundinnen, die ihr raten, nicht ständig den Kontakt zu suchen, weil das Männer abschreckt. Die interessant für Dich sein möchte, weil sie sich WIRKLICH für Dich interessiert. Klar ist das ein bisschen Taktik, ein wenig Spiel, aber das ist die weibliche Rolle in dem Stück: DU „darfst“ werben, und sie ist passiv. Genau das, was Du doch wolltest😉. Vergiss nicht, die Frau muss auswählen dürfen, wen sie „einlässt“, und mir gefällt sehr, dass Du sie als emotional beschreibst – absolut gut für Dich Analysten und Rationalisten 😜.
    Ach ja, das Leben ist kein Kampf, es zeigt Dir nur (und manchmal unsanft) Deinen Weg😉. Deine sich evtl selbst erfüllenden Prophezeiungen stören noch, aber ich bin gespannt, was da noch läuft.
    LG

    Gefällt 1 Person

    1. Das mit den guten Freundinnen sehe ich anders. Vielleicht bin ich auch anders als andere Typen. Aber ich finde nichts an einer Frau attraktiver als Handlungsfreudigkeit. D.h. eine Frau, die mir oft schreibt, mich oft anruft oder mich sehen möchte, zeigt mir dadurch ihr Interesse. Bei mir ist das eher so, dass mich das total langweilt, wenn eine Frau sich so selten bis kaum oder auch einen oder zwei Tage gar nicht meldet.
      Eigentlich ist es ganz einfach: Wenn es wirklich funkt, hält es doch beide nicht mehr auf den Stühlen. So ist doch die Realität.

      Aber ich nehme natürlich das Positive an der Situation an. D.h. ich spiele eben den Car2go Wagen. Den man nur zahlt, wenn man ihn auch nutzt. Und um den man sich auch nur solange kümmern muss, wie man ihn gebucht hat. Ich hab damit kein Problem. Es muss halt nur klar sein, dass es so ein Car2go Ding ist und kein Autokauf fürs Leben. 😉
      Aber das ist ja inzwischen nicht mehr ein Problem. Ich hab das Spiel ja verstanden.

      Morgen gehts für mich auf eine Open Air Veranstaltung. Ganz ohne Fr. Fashion. Was weiß ich wo sie während dessen ist. Mir egal. Ich geh weiter meinen Weg und werde irgendwann auch noch die Frau finden, die bereits nach dem ersten oder zweiten Date jede Minute mit mir verbringen möchte. 😉

      Was das Emotionale betrifft, gebe ich Dir vollkommen Recht. Deswegen waren bisher alle meine längeren Bekanntschaften und besonders Beziehungen ausnahmslos Frauen, die sehr aus dem Bauch und dem Herzen agieren. Ich stehe nicht auf pseudo-emanzipierte kopflastige Frauen, wie Du ja weißt.

      Schauen wir mal, gespannt bin ich auch. 😉

      Liebe Grüße

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    1. Das kann gut sein. Ich hoffe ich ziehe nicht die für mich „zu entspannten“ an. 😉
      Ich bin ja ein Mensch der sehr auf Nähe steht. Andere würden sagen, dass ich einen Hang zu zuviel Nähe mitbringe. Aber es gibt ja für jeden Topf einen Deckel, sagt der Volksmund. 🙂

      Viele Grüße

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