Monogamie, Polygamie und… Teil 1 von 2

Heute gibt es ernstere Kost. Es wird ein längerer Artikel. Den ich in 2 Teilen veröffentliche. Aber ich habe auch eine ganze Weile an dem Artikel geschrieben, insgesamt an zwei Tagen daran gearbeitet. Eigentlich sollte er schon letzte Woche erscheinen, aber ich kam nicht eher dazu ihn fertig zu erstellen.

Und nun…

Dieses „Wissen“ aus diesem Artikel ist so ernst, dass es jeder Mann kennen und im Bestfall die Erkenntnisse daraus in sein tägliches Handeln übernehmen sollte. Für Frauen ist das Thema nicht minder interessant, da sie dadurch die Möglichkeit erhalten, ihr eigenes Tun zu reflektieren. Und vielleicht aus dem unbewussten Hamsterrad auszubrechen. Denn um sie geht es im Kern dieses Beitrags, um die lieben Frauen. Die lieben Frauen und ihr (nicht so) liebes Verhalten. Es geht um die Themen Monogamie, Polygamie und… noch mehr. Und darum, warum Beziehungen wechseln. Und warum zumindest wir Männer damit „gerne“ Schriffbruch erleiden ohne zu verstehen woran das eigentlich (immer wieder) liegt.

Ein kleiner Disclaimer vorweg: Ich erhebe keinerlei Anspruch auf Wissenschaftlichkeit oder Faktentreue. Ganz im Gegenteil. Auf die verkopfte Wissenschaft gebe ich generell gar nichts. Denn jedenfalls auf dem Gebiet der Soziologie sind größteneils sowie nur links-rot-grün-verblendete (versiffte) Ideologen am Werk. Sie erforschen das, was an Ergebnissen schon längst feststeht. Sie finden keine (neuen echten) Ergebnisse, sondern machen eigene (konstruierte) Wege zu den bereits feststehenden Ergebnissen. Klassische Auftragsforschung heißt man das. Bleibt mir bitte fern mit dem Zeug!

Vielmehr habe ich die letzten Wochen Folgendes getan: Ich habe mir unzählige Videos zu den Themen Pickup, Beziehungen und den mit Beziehungen einhergehenden Illusionen angesehen. Dazu lese ich sehr viel. Die gesammelten neuen Eindrücke aus den letzten Wochen habe ich dann mit meinen bisherigen Lebenserfahrungen abgeglichen. Ich teile das – also mein Leben – in 4 Phasen ein, wobei die erste Phase für die Betrachtung hier keinerlei Rolle spielt:

  1. Die Zeit vor dem Pickuppen, d.h. vor dem Start des Projekts Beziehung
  2. Meine Zeit im Projekt Beziehung (Teil 1)
  3. Die Zeit in der Beziehung zu Fr. Schlange
  4. Die Zeit seit der letzten Beziehung (Projekt Beziehung Teil 2)

Den Start des Projekts Beziehung im Juli 2016 sehe ich dabei als Stunde Null an. Natürlich hatte ich damals einige Wochen vorher schon im Stillen mit dem Pickuppen begonnen, als blutiger Anfänger, ohne gleich diesen Blog zu starten. Bis ich verstanden habe, dass das Ding tatsächlich funktioniert. Und ab da gab es kein Halten mehr, ich wollte Vollgas geben und alles niederschreiben, was mir auf meinem Weg widerfuhr. Und bis zum Beginn des Pickuppens war ich noch immer ein naiver kleiner Junge, so würde ich mich rückblickend beschreiben. Davon ein Mann zu sein, war ich (noch) weit entfernt, meilenweit. Obwohl es mein Alter damals schon mit sich hätte bringen können. Ich glaubte an die bedingungslose Liebe und an das Gute in Mann und besonders Frau. Schließlich ist die Frau ein edles Wesen, emotional, nah an der Liebe. Näher als der Mann. Viel mehr Herzmensch als ein Mann. Kommt mir direkt lächerlich vor, wenn ich das hier gerade zum Besten gebe. Wie naiv, mein Denken. Damals!

Frauen sind genauso (oder mehr!) triebgesteuert wie Männer. Nur anders. Frauen sind emotional unterwegs, Männer rational. Eigentlich wäre damit schon alles gesagt. Aber wir gehen natürlich noch etwas ins Detail. Jedenfalls gehen Männer mehr mit ihrer Rationalität fremd und kehren – weil sie ihre Frauen wirklich (!) lieben – stets wieder nach Hause zurück und es ist für sie „kein Problem“. Frauen hingegen gehen erst fremd, verlieben sich dann dabei allerdings, in den Neuen natürlich, nicht in den bisherigen (alten) Typen. Und verlassen ihren Mann anschließend gerne, nachdem sie fremd gegangen sind. Männer machen aus dem Fremdgehen weiter kein großes Ding. Sie können Sex und Liebe trennen. Sie können ihre Frau lieben und dennoch mit einer anderen schlafen. Frauen sind da einfach anders, da sie eine andere Beziehung zur Sexualität verspüren, eine emotionalere. Sie sind deutlich weniger rein-körperlich gesteuert unterwegs. Männer haben eben ein drittes Bein, mit dem sie denken. Frauen nicht. Deswegen können Männer „einfach so“ fremdgehen. Frauen haben hingegen ein hochsensibles emotional tickendes Gehirn. Das aber ebenso leicht ausgetrickst werden kann. Sobald von einem Typen irgendwo ein bisschen Charme versprüht wird, erliegen sie diesem einfach. Also dem Charme, meine ich. Gut, und dem Typen auch. Beidem eigentlich. Insgesamt gesehen sind Frauen hinsichtlich Treue keinesfalls das „bessere“ Geschlecht. Fakt!

„Sie ist nicht SO Eine!“

Die Motive liegen schlicht anderen (hormonellen) Ursachen zugrunde. Im Resultat würde ich sogar so weit gehen zu sagen: Frauen sind die verlogeneren Fremdgeher(innen). Kennt Ihr solche Sprüche wie: „Das würde meine Frau nie tun! Sie ist nicht SO Eine!“ Das hebt eine Frau kognitiv aus Sicht des Mannes wieder auf ein unbeflecktes Podest. Was für eine Farce! Vorsicht lieber Mann. Wenn Du denkst bei Deiner Frau wäre alles anders… dann hast Du an der Stelle schon verloren. Dann wird es Dich mit großer Wahrscheinlichkeit eines Tages auch erwischen wie mich. Aber anders herum wird ein Schuh draus, ich sage es mal so: Wenn die Frau mit Dir in die Kiste gestiegen ist, dann tut sie das potenziell auch mit jedem anderen Typen. Du bist auch nur ein Mensch. Und Du bist nicht der Beste der Welt. Du bist ein Typ. Punkt. Heute Du. Morgen ein Anderer. Warum? Das beschreibe ich noch… bitte noch etwas Geduld… 🙂

Um mal auf meine eigene Geschichte zu schauen: Alles war schick und fein. Und ich war in einer langjährigen Beziehung, in dieser Phase 1, also in meiner ersten Beziehung. Um die es hier gar nicht schwerpunktmäßig gehen soll. Aber ein paar Worte dazu sind im Kontext nötig. Es war eine Beziehung mit allem, was sich ein naiver kleiner Junge in seiner kleinen verträumten Welt nur wünschen kann. Es war alles gut. Es gab keine bösen Wölfe und auch keine Alpträume. Und ja… dann machte es bumm. Die Hintergründe dazu spielen gerade nicht die Rolle. Aber so war es. Es änderte sich für mich gefühlt von heute auf morgen alles. Und plötzlich stand ich da, umgeben von jaulenden Wölfen mit fletschenden Zähnen und im freien Fall von Klippen und Hochhäusern. Einmal aufwachen bitte! Achso, ich täume gar nicht? Also ist das hier alles real?! Ich war „Schuld“ am Scheitern, das weiß ich aber auch. Das ist mein Paket, das ich für den Rest meines Lebens karmatisch mit mir herum tragen werde. Aber ich kämpfe wie ein Berserker daran, dass ich mein Karma wieder in den grünen Bereich schiebe. Darum habe ich auch in meiner letzten (zweiten) Beziehung (= Phase 3) alles für diese neue Frau getan, was mir menschenmöglich war. Ich wollte der beste Beziehungsmensch aller Zeiten sein, die beste Beziehungs-Version von mir selbst, sozusagen. Es gelang mir aus meiner Sicht vollkommen! Aus meiner Sicht. Aber eben nur aus meiner Sicht.

Ich mache es kurz, für alle, die meine alten Rückblenden von hier nicht kennen: Ich fiel noch während dem schleichenden Ende dieser ersten Beziehung in eine Depression, inkl. fast vollständigem Rückzug aus sämtlichen sozialen Interaktionen. Das ist inzwischen grob gesagt 3 Jahre her. Das Ganze depressive Dilemma zog sich einige Monate. Bis ich eines Tages auf das Thema Pickup gestoßen bin und mich vor allem dadurch lernte selbst aus der Lethargie zu befreien. Ich beschäftigte mich mit allen möglichen Aspekten der Persönlichkeitsentwicklung. Ziel war zunächst eine „neue“ Frau zu finden. Aber es sollte dann auch gleich meine (neue) Traumfrau werden müssen. Allerdings nun zum ersten Mal in meinem Leben durch systematisches Vorgehen. Ich reifte als Mensch und als Mann. Ich lernte den Umgang mit Frauen. Ich lernte ein Stück weit auch die Regeln der Verführung, dank Pickup.

Ich war allerdings auch noch weit weg von „sehr gut“, denn ich beschäftigte mich gerade einmal insgesamt vielleicht 1,5 Jahre mit dem Pickuppen, davon nur etwas über ein Jahr mit rein praktischer Erfahrung. Es war durchaus intenstiv, allerdings eben nicht sehr lange. Von großer Erfahrung kann also keine Rede sein. Aber für meine Verhältnisse waren das Fortschritte, die unbeschreiblich sind. Und es sollte zum Schluss auch klappen, ich lernte tatsächlich eine Traumfrau kennen. Die dann meine Traumfrau werden sollte. Um nach knapp 2 Jahren zu erkennen, dass es nicht meine Traumfrau gewesen war. Dass sie – aufgrund ihrer Art – gar keine Traumfrau sein kann. Nicht einmal für den neuen Typen an ihrer Seite.

Willkommen Aphrodite!

Der weiß nur noch nichts von seinem Glück. Aber das ist nicht mein Problem. Es ist seines bzw. es wird vermutlich eines Tages seines werden. Das wird er selbst noch sehen und erfahren (müssen). Grüße gehen raus an Dich, auch wenn Du das hier nicht liest Herr Schlangen-Mann. Genieße die süße Kost, die Dir diese Frau häppchenweise reichen wird, um Dich abhängig von ihr zu machen. Aphrodite war ein Dreck gegen sie!

2019-05-13

Dir wird es genauso gehen wie mir, wage ich zu prognostizieren. Und wenn nicht, sei es Dir gegönnt! Aber den Menschen, den Du nun an Deiner Seite hast… diese Frau… hat zwei Gesichter. Wie das bei Schlangen nun einmal so ist. Ich meine das alles wirklich nicht böse. Ich versuche stets nur meine aufrichtige Sicht zu beschreiben. Sie ist ein wundervoller Mensch. Genauso wie Volkswagen wundervolle und hervorragende Diesel baut. Wenn da nicht die Sache mit dem Betrügen und Bescheißen der Kunden gewesen wäre. Kunden zu betrügen und mit allen weiteren parallelen Handlungen in gutem Glauben zu lassen. Volkswagen hat eine tolle Welt vorgespielt und den Menschen gleichzeitig ein X für ein U vorgemacht. Und das konstant, lange und geplant. Ich kann von Glück sprechen, dass für mich keine „schlimmeren“ sachlichen Schäden hinterlassen wurden. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Das reicht. Körperliche Schäden hinterließ es leider schon, meine Hauterkrankung von damals hat sich wieder verschlimmert. Ich merke, dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Stress und dieser Krankheit gibt. Solche Ereignisse im Leben sind einfach toxisch. Und wir sind alle nur aus Fleisch und Blut. Da kann ich Mann sein so viel ich möchte. Ich bin verwundbar, ist so.

Jedenfalls lernte ich das Spiel der Verführung allmählich. Und erzielte gute bis sehr gute Resultate. Ich hatte in einem Jahr nicht nur mehr Interaktionen mit Frauen (und Männern) als in meinem ganzen bisherigen Leben zuvor, sondern auch mehr Erfolge mit Frauen als je zuvor. An die Qualität meiner ersten Beziehung (ich hatte so gesehen erst 2 in meinem Leben) kam trotzdem nie wieder etwas heran, nicht einmal die Zweite. Das liegt aber grundsätzlich weniger an den Frauen, sondern am Umstand, dass es in der „ersten echten Liebe“ bzw. ersten echten Beziehung nun einmal keine bösen Wölfe gibt. Jedenfalls war das bei mir so. Es gab eine bedingungslose Liebe auf einem weißen Feld. Da gab es keine Lebenserfahrungen, die beide Seiten bis dahin beziehungstechnisch hätten negativ prägen können. Jeder, der sich an seinen ersten Partner oder an seine erste Partnerin erinnert, weiß was ich meine. Man liebt von Herzen, ohne sich vorstellen zu können oder zu müssen, dass es je eines Tages auch wieder auseinander gehen könnte. So wie die eigene Mama immer die eigene Mama bleiben wird und der eigene Papa immer der eigene Papa bleiben wird.

Nun, das Pickuppen lehrte mich, auf den Pfad zu kommen, der schnurstracks in die Frauenwelt führt. Frauen ansprechen. Körbe kassieren. Noch mehr Frauen ansprechen. Noch mehr Körbe kassieren. Noch viel mehr Frauen ansprechen. Treffen! Bumm. Basketball spielen. Rockstar-Momente feiern. Die Zahl der Körbe wurde im Laufe der Zeit geringer. Die Treffer wurden mehr. Und die Resultate atemberaubend. Es war wie ein Rausch, der sich über Monate zog. Jeden Tag Adrenalin und Glückshormone! Ich genoss es. Ich wurde ein Mann. Dachte ich.

Aus einer Sicht heraus stimmt das auch: Ich wurde enorm selbstbewusst. Auch nach außen hin. Ich lernte auch alleine weg zu gehen, alleine in Clubs und Bars. Wer tut das schon?! Seid mal ehrlich zu Euch selbst. Wer tut das? Welcher Typ? 1 von 1000? Nee. 1 von 10.000 vielleicht. Sich stark fühlen kann jeder, aber wer kann schon stark handeln? Wer kann schon in einem Club oder in einer Bar, in der 4 Frauen exponiert an einem Tisch sitzen, direkt auf die Damen zugehen, sie ansprechen und sich „rotzfrech“ zu ihnen setzen, während der ganze Laden das mitbekommt?! Wer kann das? Verdammt Wenige! So einer wurde ich. Darauf war ich enorm stolz. Ich hatte mein Ego zerstört, was eine enorm gute Sache ist! Das schafft Freiheit! Ich hatte gelernt mir auch Körbe vor den Augen aller Menschen abholen zu können. Oder eben auch Volltreffer zu erzielen. Nur wer viel wagt, gewinnt auch viel. So läuft das Leben eben.

Der weiterhin naive Idiot

Und was ich dabei stets völlig außer Acht ließ, naiv wie ich im Kern noch immer geblieben war, ist das Thema Beziehung. Ich Idiot – muss ich heute sagen – beschäftigte mich ausschließlich mit dem Thema „Frauen verführen“, also mit der Ansprechphase des Pickuppens. Aber ich hatte keine Minute investiert in „wie kann ich eine Frau auch an meiner Seite halten“ bzw. „wie ticken Frauen in Beziehungen“ oder „wie funktionieren die Instinkte einer Frau außerhalb der ersten Anbahnungsversuche“. Das war mein großer Schwachpunkt… geblieben, muss ich leidlich eingestehen. Selbst Schuld! Da war ich noch der kleine naive Junge von damals aus Phase 1, siehe oben. In Phase 1 in meiner ersten Beziehung war das so noch okay, weil die Frau an meiner Seite genauso war wie ich. Naiv und ein Herzmensch. Ich sollte leider erst in Phase 4 spüren lernen müssen, dass ich nichts, aber auch gar nichts, in Bezug auf Beziehungen dazu gelernt hatte, trotz aller Erfolge beim Pickuppen. Aber das war ja auch logisch. Ich konnte ansprechen, ich konnte verführen. Aber ich konnte genauso gut oder schlecht eine Beziehung führen wie vorher. Eigentlich sogar schlechter. Da die neue Frau kein naives Mädchen war, sondern ein Raubtier. Aber ich war noch immer der brave Hase. Und Hasen werden von Wölfen nun einmal gerissen. So ist die Natur.

Ich verlebte also die Phase 2 (meine Zeit im Projekt Beziehung Teil 1) mit viel Spaß und Freude und lernte viel. Ich verlebte die Phase 3 (die Zeit in der Beziehung zu Fr. Schlange) aus oben genannten Gründen wieder ähnlich kindlich naiv wie meine erste Beziehung der Phase 1. Allerdings war meine Partnerin ein völlig anderer Mensch als es meine Partnerin in meiner ersten Beziehung gewesen war. Unvergleichbar. Für die Eine war ich der erste Freund, für die andere einer von vielen. Auch wenn sie sich redlich bemühte mir ein anderes Gefühl zu geben. Aber Realitäten kann man auf Dauer nicht leugnen und maximal auch nur falsch suggerieren. Das schafft nicht einmal ein super Schauspieler wie Christoph Waltz, das auf Dauer erfolgreich hinzubekommen. Trotz aller bester schauspielerischer Ausbildung. Und ich nehme die Realität sehr bewusst war. Es waren zwei völlig verschiedene Frauen und deshalb gab es auch große Unterschiede in der Beziehung. Ganz normal und auch gut so. Aber? Ja, eine hatte ein Herz aus purem Gold, die Andere – wie ich Naivling erst danach erkannte – beschäftigte sich auch mit Herzen. Allerdings nur damit, durch ihre gespitzten Krallen in regelmäßiger Abwechslung die Herzen ihrer eroberten Männer zu zerfetzten wie es sonst nur der Bombenhagel eines Krieges mit Kinderbäuchen zu schaffen vermag.

Es ist natürlich ein bisschen unfair die Rückblende alleine als Bewertungsmaßstab herzuhalten. Natürlich war Fr. Schlange im Nachgang betrachtet eine Schlange, nach dem Lug und Betrug und all den parallel stattgefundenen Handlungen ihrerseits, die mir eine weiter gefestigtere gemeinsame Zukunft suggerierten. Beispiele? Ein Wohnungskauf stand an. Der nächste gemeinsame Urlaub mit den Kindern war schon gebucht. Ein gemeinsames Auto hatten wir gerade erst erworben. Anfangs war sie ein Engel, aber auch nur, weil ich die Warnzeichen allesamt übersehen habe bzw. bewusst weggesehen habe. Eckhart Tolle hat aus mir einen bedingungslos akzeptierenden Menschen gemacht. Damit wurde ich stark verwundbar. Ich wurde ein Mensch, der eine Frau einfach nur lieben wollte und einfach nur Liebe empfangen wollte. Ich sah nur das Gute in der Frau. In Wahrheit aber sprang ich aus einem Flugzeug, ohne einen Fallschirm mitzunehmen. Mein Fehler. Einfach nur meiner. Fertig.

Und jetzt kommen wir zu den dahinter liegenden Mechanismen. Ich glaubte in Phase 1 bis 3 an die Monogamie. Ich glaubte daran, dass Partnerschaft bedeutet, dass man einander treu ist. Das bedeutet nicht, dass keiner Fehler macht. Meine Fehler in Phase 1 wiegen bis heute schwer genug. Aber wir Menschen lernen für gewöhnlich daraus. Das sollte doch der Sinn dahinter sein. Wir lernen aus unserem Handeln und den Erfahrungen. Und das Ziel einer Partnerschaft sollte die gelebte Monogamie sein. Oder was?! Was sonst wäre denn der Sinn einer festen Partnerschaft? So dachte ich. Also lebte ich so. Ich tat in Phase 3, also in der Beziehung, mehr und mehr für die Frau, ihre Kinder und die Beziehung als Ganzes. Ich schraubte meine eigenen Interessen etwas zurück, um dadurch das Wertvollste und Kostbarste im Leben zu erhalten und zu fördern, Liebe. Und gleichzeitig bereitet mir seit jeher das Geben mehr Freude als das Nehmen in einer Beziehung. Das klappte eine Weile auch. Und erfasste mich dann leider wie eine Bugwelle gegen Ende. Ich hatte mich eben nicht mit den Wirkmechanismen der menschlichen bzw. fraulichen Instinkte beschäftigt. Mein Fehler. Alleine mein Fehler.

Fortsetzung mit Teil 2 folgt…