Ein Review vom Wochenende

Es war Wochenendeeeeeee. Also hieß das: Zwei Mal raus zum Clubgamen! Freitag war ich in einer Location, die ich im Teil 1 des Projekts Beziehung zuletzt besucht hatte. Also doch schon viele Monate her. Es lief coole Musik. Genau meins. R’n’B und Black. In Clubs alleine war ich eigentlich auch schon lange nicht mehr. Meistens gehe ich in Bars, wenn ich alleine bin. Die Kosten eben auch keinen Einritt und mit meinen 1 oder 2 Getränken am Abend komme ich mit unter 10 Euro gut durch. Wieso die Barbesitzer reich machen. Ich bin ja nicht zum Saufen da, sondern zum Frauen kennen lernen. Und Frauen kosten in der frühen Phase nichts. Getränke gibt man einer Frau nicht am ersten Abend aus. Außer man will dabei zusehen, wie sie das Gratisgetränk schlürft und dann husch husch verschwindet und mit einem anderen Typen Spaß hat.

Da mein Wingman dieses Wochenende körperliche Beschwerden hatte, durfe oder musste ich zwei Mal alleine das Haus verlassen. Freitag auf Samstag war dazu schon ein bisschen Aufraffen nötig, gebe ich zu. Ich lief von Bar zu Bar, um am Ende in einen Club zu gehen. So war der Plan. So hab ich es auch gemacht. Und zum Aufwärmen vor der ersten Bar direkt mal eine 4er Gruppe Mädchen angesprochen, die es sich draußen vor der Bar an einem Tisch gemütlich gemacht hatte. Ui, waren die jung. Eigentlich zu jung. Aber es waren die einzigen weiblichen Personen dort, die alleine waren. Also hab ich das Gespräch eröffnet, mich dann auch noch dazu gesetzt. Aber oh mein Gott, die waren gerade erst volljährig geworden. Gefühlte Lichtjahre Distanz.

Aber egal, wichtig ist für mich die reine Interaktion. Ein Mann muss sich auf alle Personen einlassen können. Mit allen sprechen und alle unterhalten können. Optisch waren sie auch alle nicht der Bringer, bis auf eine vielleicht. Eine 5,5 geben wir ihr mal. Sie war auch die Einzige in der Runde, die einigermaßen weit war für ihr Alter. Sie war auch die Einzige, der der Altersunterschied von ein paar Jährchen auch nichts auszumachen scheinte. Sie fragte mich viel. Zeigte viel Interesse an meinen Themen. Ich denke, dass ich es auf ein Date hätte anlegen können. Aber ich wollte nicht. Erstens war sie mir nicht attraktiv genug und zweitens vor allem zu jung. Was bringt mir das denn. Aber es war eine lustige Konversation, die sich doch bestimmt 15 oder 20 Minuten hinzog. Ein guter Einstieg in den Abend.

Ansonsten war nicht wirklich was los, also ging ich direkt in den Club. Alleine. Eintritt bezahlt. Der Laden war zu den frühen Nachtstunden noch ziemlich leer. Nun, das ist eben so. Bars sind um die Zeit schon langsam wieder leer. Clubs hingegen noch gar nicht erst voll. Im Club hab ich jedenfalls 2 Körbe mitgenommen. Nur 2? Nur 2. Es war dann schon 1:30 Uhr und ich dachte mir, dass das für heute reicht. Irgendwie hatte ich gar nicht so viel Lust etwas zu tun. Und da ich nur die Frauen anspreche, die mich irgendwie wirklich reizen… waren es in der Zeit eben nur 2. Pickuppen mit angezogener Handbremse, nenne ich das. Nennenswerte Ergebnisse gibts dann zwangsläufig natürlich eher nicht. Ich wollte danach noch in eine andere Bar, also zog ich weiter. Dort angekommen stellte ich fest, dass nichts los war. Hm. Kaum Frauen, hohe Männerquote. Also beschloss ich heim zu fahren, was solls. Der Freitag geht also eher in die Kategorie „naja, ich hab mich halt aufgerafft und bin raus“ ein. Klingt jetzt nicht so spannend, ich weiß. Aber so ist das Pickupper-Dasein nun einmal. Es ist nicht jeden Tag ein riesiges Highlight dabei.

Fliegender Wechsel von Blond auf Braun

Der Tag darauf sollte besser werden. Ich ging wieder in eine Bar. Ein bisschen umher blicken. Ein bisschen herum laufen. Und schwupp, stand ich an einem Durchgang vor einer Traube Frauen. Die erste – nennen wir sie „die Blonde“ – blickte mich direkt mit großen Augen an. Und ich hatte den Eindruck, dass sie irgend etwas sagen wollte. Also lehnte ich mich nach vorne und fragte lächelnd: „Hi. Was willst Du sagen?“
Sie antwortete: „Ach weißt Du. Es ist einfach ein komischer Laden hier!“ Ich ging drauf ein, indem ich den Zuhörer spielte. Da sie auch schon angetrunken war, kam sie in einen direkten Redefluss. Ideal. Dann hab ich schon mal zum Einstieg ein bisschen was Lockeres um mich herum, dachte ich mir. Und die anderen Frauen aus ihrer Gruppe blickten auch immer wieder rüber zu uns beiden. Witzigerweise wurde ein relativ gutes Gespräch daraus. Ich hatte sogar ein wenig das Gefühl, dass da eine echte kleine Verbindung entstanden war.

Sie wollte sich von sich aus sogar über spirituelle Themen unterhalten. Das ist selten, in einer Bar bei lauter Musik. Weiß Gott nicht der richtige Ort für so etwas, umso lustiger fand ich es allerdings. Nicht gerade Sexy Themen, aber ich versuchte das Gespräch trotz der unsexy Themen einigermaßen zu sexualisieren. Das gelang mir hauptsächlich durch den Körperkontakt. Dies fiel wohl auch den anderen Damen auf. Als es anfing für mich wirklich interessanter zu werden, stellte ich allerding fest, dass die Frau von spirituellen Themen maximal an einem lauwarmen Herbsttag etwas in der Bildzeitung gelesen hatte. Sehr tief ging das nicht. Optisch war sie nun auch nicht ganz meine Kragenweite. Aber das ist ja nicht immer das Wichtigste. Reden um zu lernen, üben um zu lernen. Darum geht es momentan wieder. Wieder rein kommen ins Business eines Pickuppers. Deshalb ist jedes Gespräch ein Gewinn. Und wenn es nur dazu dient für andere umherstehende Frauen attraktiv(er) zu wirken. Sozialer Status und so.

Und als meine – ja eigentlich eher – Möchtegern-Spirituelle zu mir sagte: „Ich glaube ich gehe jetzt mal tanzen“, antwortete ich ihr: „Tu das, tu Dir keinen Zwang an.“ Ich bin mir nicht sicher, ob sie eher damit gerechnet hatte, dass ich mich wie eine Klette an ihre Fersen hefte. Keine Ahnung. Ich blieb einfach stehen. Keine Lust zum Tanzen. Ich bin da um Frauen kennen zu lernen. Das mache ich durch Sprechen besser als durch Tanzen. So einfach ist das. Und ehe ich mich versehen konnte, kam eine andere Frau aus der Gruppe direkt zu mir rüber und nahm mich vollkommen in Beschlag. Nennen wir sie „die Braunhaarige“. Als hätte sie nur darauf gewartet, dass die Blonde aus der Gruppe endlich abzog. Witzig, diese gruppendynamischen Prozesse unter Frauen.

Direkt mal viel Körperkontakt von ihr bekommen. Viele Fragen. Total interessiert. Viel gestaunt und viel gelacht über meine Sprüche oder Storys. Alles sie. Nicht ich. Ich fand sie schon nett, klar. Und von ihrer Art her witzig bis frech. Sehr unterhaltsam. Ich mochte ihre Art. Aber der aktive Part war absolut sie. Ich nahm die Situation gerne an. Denn Plötzlich stand ich mitten in der Gruppe an einer Theke und fühlte mich etwas wie der Hahn im Korb. Ich wurde den anderen Damen in der Runde nacheinander vorgestellt, als sei ich der langjährige Bekannte oder der neue Freund. Wie auch immer. Es war einfach witzig. Und die Konversation mit der Braunhaarigen gefiel mir zunehmend besser. Irgendwann sagte sie zu mir: „Sag mal, was ist das für ein Parfüm das Du trägst. Das riecht verdammt gut!“

Ich dachte mir nur: „Was ist denn hier los?“ Das war das erste Mal in meinem Leben, dass mir eine Frau in einem Club ein Kompliment für mein Parfüm gemacht hat. Referenzerfahrung! Und Premiere! BUMM! Klingt banal, ist es aber nicht. Ich habe mich gefreut wie ein Kind, innerlich natürlich nur. Nach außen hin blieb ich souverän.

Okay, aber warum habe ich mich so gefreut?

Nun, ich habe mich erst vor wenigen Wochen – im Rahmen meines Projekts Beziehung Teil 2 – mit weiterführenden Themen der Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt. Und dabei bin ich auch in die Welt der Parfüms eingetaucht. Ich habe mir Vorträge darüber angesehen, wie und wo ein Mann Parfüm an sich auftragen sollte. Früher hatte ich einen oder höchstens zwei Sprüher mittig auf mein Hemd verteilt, zwar im Halsbereich, aber das war es dann auch. Ich bekam dafür nur nie ein Kompliment. Seit kurzem ist mir klar, dass das im Club anders ist. Dass es anders sein muss! Dort ist alles schrill, laut und jeder trägt Perfüm. Unendlich viele Sinneseindrücke. Dort muss Mann herausstechen! Also sind andere Körperstellen auch wichtig.

Welche? Ein Stoß hinter das eine Ohr. Ein zweiter Stoß hinter das andere Ohr. Ein dritter Sprüher hinten mitten zwischen Nacken und Hemd. Ein vierter und fünfter Stoß auf den Hemdkragen links und rechts. Warum? Weil eine Frau Dir beim Begrüßen gerne ein Küsschen links und rechts gibt. Und dabei was? Richtig, Dein Parfüm riecht. Aber wann die Frau den Duft noch viel besser vernimmt: Wenn sie sich im Club mit Dir unterhält. Denn wohin zeigt ihre Nase denn in dem Moment? Na entweder vorne an Dein Hemd… oder bei intensiveren Gespräch klebt sie direkt an Deinem Ohr. Also die Nase. Und die Frau. D.h. sie bekommt für ihre Ohren eine Dauerbeschallung vom DJ. Und für ihre Nase eine Dauerbeschnupperung durch mein Parfüm. Passt. Ich bin dann sozusagen Ihr DJ für die Nase.

Warum freut mich das jetzt aber so? Nicht wegen dem Kompliment an sich. Das wäre platt. Das wäre bedürftig. Ich freue mich aus einem ganz anderen Grund: Ich habe wieder einmal an mir gearbeitet. Wieder einmal mich mit weiterführenden Themen der Entwicklung beschäftigt. Hier mit dem Thema Parfüm. Und prompt (!!!) ein Kompliment dafür erhalten. Also umgehend eine Bestätigung für mein Investment erhalten. Das ist ein riesiger Benefit, wie ich finde. DAS motiviert mich. DAS treibt mich an. Ich investiere Zeit und Energie in meine eigene Ausbildung und BUMM gibts dafür eine positive Quittung.

Das Parfüm kannte sie übrigens, obwohl es kein Massenartikel ist. Das hatte mich schon sehr verwundert. Der Designer meines Parfüms ist nicht so bekannt. Das Zeug steht nicht in jedem Douglas direkt im Regal der Beststeller. Sie sagte ja, dass sie Parfüm liebt und sich da schon ein bisschen auskennt. Hat mich überrascht, Respekt. Vor ihr hatte ich noch nie eine Frau getroffen, die diesen Designer kennt. Okay okay, ich lasse es raus. Es ist „Vintage“ von John Varvatos. Ich liebe diesen Duft. Mega. Süß. Maskulin. Elegant. Einfach alles. Ich finde diesen Duft sowohl für Dates als auch im Club absolut geeignet. Geht in Richtung Tom Ford Black Orchid, nur für meinen Geschmack noch besser. Und billiger. 😉

Die Braunhaarige und ich hatten wirklich viel Spaß. Zusammen getanzt. Zusammen gelacht. Angestoßen. Hab mich auch abwechselnd mit ihren Freundinnen unterhalten. Es war eine coole Gruppe. Eine schöne Interaktion an diesem Abend, dafür dass ich mal wieder alleine unterwegs war. Die Frau stellte auch viele Fragen zu meinem Job, zu meiner Herkunft usw. Und ich merkte ihr sichtlich an, wie sie die Zweisamkeit genoss. Ich legte nun fast durchgehend meinen Arm an ihren unteren Rücken und streichelte sie dabei auch dezent. Und irgendwann – wie aus dem nichts – kam von ihr ein: „Du bist schon so ein Womanizer, richtig?!“

2019-05-08

Jackpot!!! Das ist nur ein Spruch, ja. Aber das ist NICHT nur ein Spruch! Das ist genau die Art von Ausstrahlung, für die ich derzeit trainiere. Genau DAS möchte ich subkommunizieren, wenn ich mit Frauen spreche. Ich bin nicht der Kumpel von nebenan. Ich bin zumindest der potentielle Mann der kurzzeitigen Träume, aber idealerweise der echte Traummann. Gut, dass mit dem Traummann kann die Frau ja nun nicht im Club feststellen. Aber Friendzone geht gar nicht! Und ich freute mich nun ein zweites Mal an diesem Abend mit dieser Frau wiederum auf vollkommen kindliche Art. Denn wieder bekam ich ein Feedback für mein aktuelles Verhalten. Hier meine Subkommunikaton alá „ich bin der Mann, Du bist die Frau!“.

Nun soll das Review des Wochenendes auch langsam sein Ende nehmen. Jetzt wo es begann spannend zu werden? 🙂 Ja. Denn die Frau war… ihr ahnt es… vielleicht…? Getreu meinem Dauermotto „es ist immer irgendwas“…? Sie war verheiratet. Juhu. Oh mein Gott. Immer wieder diese noch oder schon Verheirateten. Finger weg davon. Einmal die Finger verbrannt ist genug. Aber sie fand mich einfach toll. Und deshalb wollte ich ihr die Option offen lassen, dass sie sich eines Tages bei mir melden könnte… wenn es Ihre Situation dann aufgrund nicht mehr vorhandener Bindung zulässt und sie die Gelegenheit ergreifen möchte, dann ihren möglicherweise richtigen Traummann kennen zu lernen. 😉 Wir tauschten Nummern. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Für mich war das alleine deshalb ein mega Abend. Erst das Ding mit dem Parfüm und dann das Ding mit dem Womanzier. Wahnsinn. Wie ich früher schon schrieb: Es geht beim Generieren von Erfolg immer um Duplizierbarkeit und Beständigkeit. Das mit dem Parfüm ist definitiv beides, duplizierbar und beständig möglich. Das Ding mit dem Womanzier muss ich einfach wieder dermaßen ins Blut übergehen lassen, bis sämtliche Arterien auf Anschlag mit Testosteron gefüllt sind. Nächstes Ziel: Immer der Womanizer werden, sein und bleiben!