Dialog mit Herrn van Onnetuschn, persönliche Einblicke und Erkenntnisse

Gleich vorab: Das wird ein längerer Artikel, knapp über 3000 Wörter. Aber ein inhaltlich wertvoller. Da das mein Tagebuch ist hier, nehme ich mir die Freiheit heraus alles nieder zu schreiben, was mir wichtig erscheint. Und dieser Artikel ist ein kleiner Meilenstein, in meiner mentalen Problem-Bewältigung, wie ich nach Fertigstellung des Artikels gemerkt habe. Deshalb habe ich ihn auch nicht gesplittet. Und es gilt noch immer was ich damals sagte: Eines Tages zeige ich diesen Blog meinem Sohn oder meiner Tochter. Dich muss und werde ich mir aber erst noch hart erarbeiten. Für Dich werde ich erst noch meine Frau finden müssen. Diesen Artikel widme ich Dir, kleiner Junge oder kleines Mädchen! Wenn Du alt genug bist, wirst Du das alles lesen. Und mich und alles verstehen. Warum ich so war und warum ich so wurde. Und warum ich bis dahin der Papa wurde, den Du nun hast. Ich freu mich auf Dich.

 

Gestern Abend war ich mit Herrn van Onnetuschn draußen, um Fußball zu schauen. Kein Pickuppen, einfach nur Fußball. Zur zweiten Halbzeit kam auch noch ein weiterer Freund dazu. Lustig wars. Gut, der Elfmeter jetzt nicht. Aber der Abend. Richtiger Männerabend. Verrückt. Kannte ich gar nicht mehr, sowas.

Und nun zum Gespräch, das ich auf der Rückfahrt mit Herrn van Onnetuschn führte. Wir telefonierten, da wir beide mit dem Auto in getrennte Richtungen unterwegs waren.

Ich sagte in etwa zu ihm: „Das ist so krass! Ich hab die alten Chats gelesen. Und ob Du es glaubst oder nicht, aber ich hab das alles verdrängt, was damals passiert ist. Irgendwie gar nicht mehr in mir präsent! Kommt mir so fremd vor!“

Er: „Was meinst Du?“

Ich: „Schau mal, kurz bevor ich sie (Fr. Schlange) kennengerlernt habe… ich hatte ständig ganz unterschiedliche Erlebnisse, Spaß und auch Frauen um mich herum. Stellenweise wurde es mir sogar zuviel. Manchmal war ich regelrecht froh, wenn ich mit einer keinen Kontakt mehr hatte.“

Er: „Ja!“

Ich: „Weißt Du noch die Eine verrückte Pferdetussi… die ich im Club kennen gelernt und zu ihr nach Hause gebracht habe, über Nacht dort war… und ein paar Tage später war sie über Nacht bei mir. Ich fand sie ab dem ersten Moment scheiße. Optisch war sie echt okay. Aber charakterlich echt scheiße. Immer schlecht drauf und so. Und ich war damals mega auf Eckhart Tolle… Ego ausblenden… einfach tun… Menschen akzeptieren wie sie sind… das Gute sehen… bla bla… und ich hab einfach immer gelächelt und sie einfach dummlabern lassen.“

Er: *Lacht*

Ich: „Und als sie über Nacht bei mir war und am nächsten Morgen in die Arbeit musste… und meine Wohnung verließ… hatte ich im Gespür, dass wir uns nie wieder sehen würden. Wir verabschiedeten uns und sie ging die Treppen runter. Ich machte die Türe zu und dachte mir: Endlich ist sie weg.“

Er: *Lacht wieder*

Ich: „Und ich wusste: Ich werde mich nicht bei ihr melden. Und ich spürte, dass auch sie sich nicht mehr bei mir melden würde. Zusätzlich hoffte ich das auch. So eine schräge Frau. Ein richtiger Energiefresser. So eine komische Frau hab ich nie wieder kennen gelernt.“

Gedankeneinschub:

Es war übrigens meine erste und bis jetzt einzige blonde Frau in meinem Leben, mit der ich mich nicht nur unterhalten habe. Auch merkwürdig eigentlich. Offenbar stehe ich auf dunkel. Obwohl es mir eigentlich egal ist.

 

Er: „Du hattest ja noch mehr Frauen zu dem Zeitpunkt, kann ich mich erinnern.“

Ich: „Ja. Es war eigentlich immer irgendwas los. Ich hab das damals gar nicht so wahrgenommen. Ich hab einfach gemacht. Hat sich frei und gut angefühlt. Und irgendwann war sie einfach da, „die Richtige“. Naja. Dachte ich halt.“

Er: „Das wird auch wieder so sein!“

Ich: „Ob Du es mir glaubst oder nicht. Aber anfangs hatte ich gar keine intenstiven Gefühle für sie. Sie war echt mehrere Wochen lang für mich gefühlt ziemlich nur Eine von Vielen. Klar fand ich sie heiß und es machte einfach Spaß mit ihr, ihre Art und so. Aber wenn ich so überlege… alleine die ganzen Begleitumstände und ihre Lebenssituation waren schon… scheiße. Aber sie war die erste und einzige Frau, die sich in Projekt Beziehung Teil 1 wirklich richtig richtig intenstiv um mich bemüht hat und jede Minute mit mir verbringen wollte. Sie hatte ja sogar extra ihre Kinder stundenweise betreuen lassen, damit wir uns irgendwie sehen können. Und deshalb hab ich mich dann irgendwann recht schnell in sie verliebt. Aber das lag an IHR. Nicht an mir. Ich war es doch gewohnt, dass es recht bald wieder auseinander geht. Weil es immer irgendwie nicht ganz passte. Und es wäre mir echt egal gewesen damals. Wenn es nach kurzer Zeit nix mehr gewesen wäre. Wirklich! Das ist so. Ich kann das gar nicht glauben, aber es war so!“

Er: „Und dann hast Du Fr. Schlange gehabt. Ich weiß noch. Du hast sogar zu Beginn Deiner Beziehung zu mir gesagt: „Weißt Du, eigentlich muss ich gar nicht in dieser Beziehung sein. Ich könnte alle haben. Wann ich will. Irgend eine oder eine andere.“

Ich: „Habe ich das IN DER BEZIEHUNG wirklich zu Dir gesagt? Hör auf!“

Er: „Jaaaa!!! Es war wirklich so. Du warst schon in Deiner Beziehung. Es war noch ganz am Anfang. Aber Du sagtest zu mir: „Ich vermisse es schon irgendwie, dass ich jetzt so festgelegt und eingeschränkt bin!““

Ich: „Das ist doch total verrückt. ICH???!!!“

Er: „Ja, glaub es mir halt. Ich weiß es noch ganz genau!“

Ich: „Da siehst Du mal. Was ist nur aus mir geworden in der Zeit?! Ich hab echt viel verdrängt und vergesse manchmal wirklich Dinge, die länger her sind. Ich bin so froh, dass Du mir solche Dinge von früher erzählst. Danke!“

Herr van Onnetuschn: „Ja, Du sagtest sogar wörtlich damals zu mir, IN Deiner Beziehung mit ihr: „Sex mit anderen Frauen wäre auch mal wieder schön.““

Ich: „Hahahaha. Das kann sein. Hab ich anfangs vielleicht echt mal gedacht und gesagt, aber Du weißt ja, dass das in der Beziehung nie ein Thema für mich gewesen wäre.“

Er: „Als ihr noch nicht in der Beziehung gewesen seid… sondern in der Kennernlernphase… da hattest Du doch auch andere Frauen weiter parallel kennen gelernt!“

Ich: „Das stimmt. Ich kann mich an einmal erinnern, da weiß ich gar nicht mehr genau wie ich das gemacht hatte. Ich hatte Besuch von der Einen aus dem Land X, Du weißt schon, über Nacht und am nächsten Tag wollte ich mich zu einem weiteren Date mit Fr. Schlange treffen… Abends telefonierten wir zu dem Zeitpunkt schon recht regelmäßig, also Fr. Schlange und ich… und deshalb hatte ich ein organisatorisches Problem, wie ich das gebacken bekommen soll. Eine zu Besuch über Nacht da, kann aber nicht parallel mit Fr. Schlange telefonieren und soll sie am nächsten Tag treffen, ohne dass es wiederum die andere mitbekommt. Aber irgendwie hab ich das gelöst. Lustig eigentlich, im Nachhinein und so wertvoll, dass wir darüber reden und ich mich dank Dir daran erinnern kann!“

Gedankeneinschub:

Ich verfolgte damals die Devise: Ich date so lange jede Frau, die mir gefällt… bis? Ja bis mir DIE EINE das klare Signal gibt, dass sie eine Beziehung möchte. Das war zu diesem Zeitpunkt noch nicht der Fall. Es war in diesem Stadium noch nicht so weit. Erst als es hieß: „Ich möchte mit Dir zusammen sein!“ habe ich sofort sämtliche anderen Kontakte abgebrochen. Tatsächlich sofort. Keine weiteren Dates mehr. Keine weiteren Frauen mehr angesprochen. Nix. Ende. Das ist mir wichtig klarzustellen. Ich habe Prinzipien und die werde ich auch in Zukunft einhalten. Ich bin kein 08/15-Pickupper gewesen und will ich auch nie werden. Sex ist nicht das Wichtigste im Leben. Und Sex mit möglichst vielen verschiedenen Frauen hat mir im Nachgang gesehen nicht mehr Spaß gebracht als in einer festen monogamen Beziehung. Das ist höchstens dann anders, wenn dieser Aspekt in der Beziehung mal zu kurz kommen sollte. Dann stimmt aber generell etwas nicht. Ich will meine Traumfrau kennen lernen. Ende. Und auf dem Weg dahin habe ich damals alles getan, was ich tun konnte, um zu sagen: „Ich lern was!“ So sehe ich das jetzt auch wieder. Ich starte nicht bei 0. Völlig klar.

Aber ich bin auch noch nicht wie damals bei 60 oder 70 Prozent. Auch damals war ich noch nicht ganz oben angelangt auf der Erfahrungs-Skala. Noch lange nicht bei 100. Ich war schon weit, würde ich sagen. Aber da gibt es auch immer noch Potenzial nach oben. Das kann man nur erreichen, wenn man alle Erfahrungen bewusst macht und annimmt. Seine Komfortzone erweitert und sich seinen Ängsten stellt. Die Größte Entwicklung im Leben ist immer nur dort möglich, wovor man die meisten Hemmungen hat. Bitte merken! Manchmal fühlte ich mich auch ein bisschen schäbig, das gebe ich schon zu. Bei dem Zeug, das ich teilweise mitgemacht und getan habe… manches tat ich einfach nur um zu lernen. Es gehört dazu, wie für ein kleines Kind das Laufen lernen und dabei hinzufallen. Nicht jedes Date war schön. Auch nicht jeder Kuss war schön. Und manches andere auch nicht.

Aber ich wusste: Ich werde eine wirklich attraktive Frau nie kennen lernen, wenn ich davor nicht alles tue, um die „attraktiven“ Frauen für mich „normal“ erscheinen zu lassen und sie mental vom Podest zu ziehen. Das ist der größte Unterschied zwischen allen (!) normalen (!) Männern und erfolgreichen Pickuppern. Es gibt keine Supergirls. Es gibt Frauen, tolle Frauen. Aber sie sind nicht toller als ich. Um nicht zu sagen: Ich bin Superman und dann schauen wir mal, ob sie auch toll ist. So wird ein Schuh draus. Mindestens mal Augenhöhe bitte. Und das geht nicht, wenn man nie tolle Frauen um sich herum hat. Um sich zu entwickeln als Mann, reicht es einfach nicht, es immer nur beim miteinander sprechen zu belassen. Irgendwie auch klar. Es ist wie eine Fremdsprache lernen. Eine Sprache kann man ein Stück weit autodidaktisch lernen, aber die Kultur wird man nur in dem Land erfahren!

Heute weiß ich: Es reicht nicht, nur ein oder zwei mal im Leben eine tolle Frau in einer Beziehung gehabt zu haben. Besonders nicht wenn es eine extrovertierte Frau ist. Damals dachte ich mir: „Geil, jetzt hab ich alles erreicht, mit dieser Einen.“ Ich war ein Narr! Muss ich heute sagen!!! Ich hatte noch gar nicht begriffen, dass das „Bekommen“ nichts mit dem „auch halten Können“ zu tun hat. Ich war gut im Bekommen, aber noch immer der total naive kleine Junge wenn es darum ging, eine Frau zu halten. Und das kann gleich 5 mal nicht gelingen, wenn es um eine attraktive und gar extrovertierte Frau geht.

Eine, um die auch andere Typen wie die Scheißhausfliegen kreisen. Eine, die überall auffällt. Eine, die selbst jedes Gespräch sucht. Solche Frauen sind eigentlich – aus meiner heutigen Sicht – einfach scheiße (in einer Beziehung). Denn ich brauche keine Puppe zum Angeben. War auch damals nicht mein Ziel. Ich hatte das nur nicht gekannt, dass eine Frau so sein könnte. Extrovertiert. Und wie ich damit umzugehen hätte. Ich war einfach nur ein kleiner Junge in solchen Sachen. Heute weiß ich was ich zu tun hätte, wenn sich so etwas wiederholt. Referenzerfahrung. Heute kenne ich die sich anbahnenden Anzeichen von „Unzufriedenheit“ in so einer Grazie. Ich würde das auf 10 km gegen den Wind riechen, wenn so eine Frau gedanklich nicht mehr ganz bei mir in der Beziehung wäre.

Ich möchte eine herzliche Frau, eine die nicht mit dem nächsten in die Kiste hüpft, obwohl sie in einer Beziehung ist. Eine Frau, die auch mal zufrieden ist im Leben mit dem was sie hat. Und mit dem was ich ihr biete. Und nicht nach anderen schaut und ständig alle Gespräche sucht… Hätte ich einen 911er Porsche gehabt, wäre es ihr irgendwann auch nicht mehr Recht gewesen und sie hätte sich einen Typen mit einem Ferrari geholt. So sind solche Frauen leider. Nichts genügt je. Nichts ist gut genug. Und der liebevolle Mann sowieso nicht.

Ich bin anders. Mir hat alles an dieser Frau genügt. Inklusiver sämtlicher negativer Aspekte. Egal ob äußerlich oder innerlich. Jeder hat „Fehler“, aber ich habe an mir über lange Zeit daran gearbeitet nicht mehr alles an anderen Menschen als Fehler zu sehen. Für mich war sie perfekt. Egal ob sie eine 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 war. Selbst wenn sie nur eine 5 gewesen wäre. Für mich wäre nie in Frage gekommen auch nur einmal eine 10 anzusprechen. Die 5 hat mir genügt. Warum auch nicht?! Was soll das?! Das nennt man Treue. Das nenne ich auch Liebe. Das ist – denke ich – einer der Hauptunterschiede zwischen den ganzen üblichen Pickuppern und mir. Es gibt auch ein paar feine Kerle da draußen beim Pickuppen. Aber die meisten – die ich auch draußen treffe – sind unaufrichtig. Den Frauen gegenüber und sich selbst gegenüber. Sie spielen etwas und tun so als ob. Aber es ist ihr leben. Sollen sie machen. Das Recht hat jeder, das zu tun was er möchte.

 

Er: „Siehst Du. Das dauert jetzt einfach nur, bis Du da wieder hin kommst. Und ich weiß, dass Du da wieder hin kommst. Du bist noch jung. Also wir beide sind noch jung. Auch wenn Du jetzt 2 Jahre der (Stief-)Familienvater warst. Aber so traurig es klingt… ich bin so froh für Dich, dass Du mit einer anderen Frau doch noch Papa werden kannst.“

Ich: *Schweigen*… „Du hast Recht. Ich möchte auch Papa werden. Jetzt erst Recht, wo ich einmal gesehen habe wie das so ist mit 2 Kindern.“

2019-04-25

Er: „Eben. Und jetzt kümmere Dich erstmal darum, dass Du zumindest wieder den ersten Erfolg einfährst. Arbeite Dich wieder rein. Lern Eine kennen. Egal ob sie nur ne 5 ist oder nicht.“

Ich: „Wäh! Ne 5?! Niemals!“

Er: „Ist doch egal! Einfach nur so! Und dann kannst Du Dir wieder die Hübschen holen!“

Ich: „Hm…“ *Stille* „Ja, vielleicht hast Du doch Recht.“

Er: „Das ist doch nur so. Hab Deinen Spaß. Dann kommt auch das Selbstvertrauen zurück und Du merkst wieder, dass Du alle haben kannst.“

Ich: „Ja. Es ist doch irre wirklich. Ich habe das Gefühl, dass der Typ damals ein anderer war als ich heute. Das ist doch total verrückt. Das war ICH. Kein anderer. Ich war das. Ich bin raus… und wusste an jedem Tag… egal ob ich daygamen war oder in Clubs oder Bars… ich wusste, dass ich fast an jedem Abend mindestens mit einer oder zwei Telefonnummern heim kommen würde.“

Er: „Ja siehst Du!“

Ich: „Ja, und was noch viel verrückter war: Gegen Ende waren es nicht mal mehr die Telefonnummern. Ich hatte die Frauen immer öfter gerade erst kennen gelernt und noch am selben Tag oder in der selben Nacht bei mir oder bei ihr in der Wohnung. Dazu kommt, dass ich auch immer weniger Frauen ansprechen musste, um solche Resultate zu haben.“

Er: „Da kommst Du wieder hin, ganz sicher!“

Ich: „Ja und das aller Irrste ist, dass ich darüber nicht einmal mehr nachdenken musste. Ich hab einfach gemacht. Wenn ich wollte, hab ich welche angesprochen, sogar immer weniger Frauen… und dabei gleichzeitig immer konstantere und schnellere Ergebnisse erzielt. Ich war in diesem Rockstar-Modus. Gar kein Zweifel daran, dass ich heute Nacht keine kennen lernen würde. Ich ging schon raus mit der Sicherheit: Achja, mal sehen wen ich heute kennen lerne. Ganz selten, dass den ganzen Abend nix rum gekommen ist. Da muss ich schon sehr faul gewesen sein und gar keine angesprochen haben. Und selbst dann… hab ich manchmal nur eine angesprochen und BUMM. So war es auch mit Fr. Schlange. Einziger Approach an dem Abend. Volltreffer.“

Gedankeneinschub:

Das ist doch wirklich nicht normal. Ich hab das alles vergessen. Das ist – auch wo ich diese Zeilen schreibe – so surreal und unglaublich für mich selbst zu beleuchten. Und ich weiß nicht, warum es mir so schwer fällt auch zu verstehen und zu erkennen, dass ich dieser Mensch einmal war. Es geht mir gar nicht darum, wieviele Frauen ich kennen gelernt habe. Oder ob sie alle eine 5 oder 6 oder 8 oder 9 oder sonst etwas waren. Es geht mir um die reine Selbstreflexion. Und ich kann mich schon irgendwie an mich selbst erinnern, an meine Person von damals. Aber es fühlt sich weit weg an. Fremd. Ich stelle mir dabei die Frage: „Wer war das denn? ICH?! Kann doch gar nicht sein!“

Herr van Onnetuschn wieder: „Also bleib jetzt cool. Arbeite wieder dafür. Schnapp mal irgendwas, was vor die Flinte kommt und bau Dich auf. Hab einfach Spaß. Denk nicht an die nächste Beziehung. Genieße Dein Leben jetzt. Und wenn Du 1 Jahr brauchst, bis Du die Richtige findest. Oder 2 oder 3. Egal. Genieße einfach. Du bist jung genug, um noch Papa in einem guten Alter zu werden. Mach einfach.“

Ich: „Du hast Recht. Ich bin ja auch schon dabei. Ich trainiere momentan viel. Achte wie ein Besessener auf meine Ernährung. Hab mein Essverhalten komplett umgestellt. Low Carb und extrem viel Eiweiß. Ich achte wieder zu 110% auf mein Äußeres. Und mein Ziel ist, körperlich eine Maschine zu werden. Nicht mehr nur athletisch wie damals. Ich geb Vollgas!“

Er: „Richtig so, ich bin jetzt zu Hause angekommen. Gute Nacht mein Freund, es war ein cooler Abend!“

Ich: „Auf jeden Fall, gute Nacht!“

 

PS: Mir ging es damals im Projekt Beziehung Teil 1 nie darum, irgendwelche intimen Details zu berichten. Das tat ich auch fast nie. So gut wie nie ging es darum wo ich über Nacht war oder nicht. Wen ich mitgenommen hatte oder nicht. Auch wenn diese Geschichten mitunter bestimmt am Interessantesten für viele Leser sein mögen. Aber ich bin kein Angeber und kein Prahler. Besonders weil ich solche Erfolge nicht einmal über lange Zeit nachweisen konnte. Ich war Anfänger-Pickupper mit einer sehr guten Entwicklung, wie ich meine. Vergleichsweise zu dem, was Pickup-Trainer aus ihrer Erfahrung so berichten. Ich war auf meinem persönlichen Höhepunkt, als ich eine Beziehung eingegangen bin. Aber dieser Höhepunkt hielt eben nicht mehrere Jahre an, wie bei anderen. Ich hatte die guten Ergebnisse erst die letzten 2, 3 oder maximal 4 Monate vor Beginn der Beziehung erzielt. Am Intensivsten wirklich erst unmittelbar vor der Beziehung.

Was ich damit sagen will?

Es ist eigentlich gar nicht auszumalen was wohl damals gewesen wäre, wenn ich diese Beziehung nicht eingegangen wäre. Wen hätte ich noch alles kennen gelernt? Wieviele „noch“ attraktiviere Frauen hätte ich gedatet? Wir können mal spinnen… was wäre die nächste „Stufe“ gewesen? Irgendwann auch mal an einen Star heran zu kommen. Eine Frau, die in der Öffentlichkeit bekannt ist. Das ist nur ein Beispiel. Dort wo ich mich umtreibe, gibt es immer wieder solche Personen. Ich bin kein Hartz4-Pickupper. Und die besten Pickupper deutschlands lernen auch regelmäßig Playboy-Models kennen. Auch nur ein Beispiel. Kommt es mir darauf an? Nein, sicher nicht. Das wisst Ihr auch. Mir ging es immer nur um mich und meine Entwicklung. Aber als Pickupper eine Entwicklung zu durchlaufen… bedeutet umgekehrt aus meiner Sicht keine Beziehung haben zu können. Entweder oder. Beziehungstechnisch habe ich kaum Erfahrung vorzuweisen. Eine lange und eine kurze Beziehung… hm… macht…? 2. Nicht gerade viel. Heißt umgekehrt nicht, dass ich nun viele weitere Beziehungen haben möchte. Mir hätte die letzte bis für mein Lebensende gereicht.

Aber ich denke, dass dieser jüngste Crash notwendig war – aus reiner Pickupper-Sicht. Denn dadurch habe ich aufgezeigt bekommen was notwendig ist, um SO eine Frau zu halten. Und wenn ich SO eine Frau halten kann, kann ich auch DIE EINE halten, die weder gleich die Beine für alle breit macht noch ständig auf der Suche nach neuen Typen ist. Das ist dann wie im Fußball. Dann hast Du Dich als das kleine Werder Bremen ganz hoch gekämpft und gelernt gegen Bayern München zu gewinnen. Selbst wenn die mal wieder einen Hoyzer-Elfmeter geschenkt bekommen.

Mir geht es also wirklich nur um die Selbstreflexion und darum wieder ein Mann zu werden. Immerhin sind mir durch die widerliche Beziehungs-Story meine Cojones abgerissen worden. Und die suche ich gerade wieder. Wird schon! Versprochen! 😉