Von kleinen Schrittchen

Bis heute Morgen ging es mir mies. Ich habe schlecht geschlafen, wie seit einigen Tagen. Die Nacht von gestern auf heute war besonders übel. Ich hatte mir vor dem Einschalfen noch ein paar Videos angesehen, zum Thema Beziehungsprobleme und Pickup. Die Ansichten des Machers dieser Videos haben mir zugesagt. Ich habe mich wieder erkannt. Er wirbt dafür stets authentisch zu sein. Das auszusprechen was man fühlt. Keinen falschen Stolz oder gespielte gute Laune z.B. gegenüber dem Ex-Partner an den Tag zu legen, wenn man sich doch tatsächlich ganz anders fühlt. Man spiele sich sonst bloß selbst etwas vor, so der Coach. Auch wenn das vermutlich viele Menschen machen, aus Angst, dadurch ihre Verletzungen zu zeigen. Man solle nicht extra hart tun und sagen, dass es einem gut gehe, wenn dem nicht so sei. Und was den Ex-Partner betrifft, auch da solle man sich immer frei so verhalten, wonach einem sei. Wenn man den Ex-Partner vermisse, solle man ihm das so auch mitteilen. Frei nach dem Herzen agieren.

Ziel ist, immer auf der positiven Ebene, der Herzensebene, frei zu agieren. Sich selbst die Freiheit heraus zu nehmen das zu sagen und zu tun, wonach einem gerade ist. Wenn man sich schlecht fühlt, soll man das äußern. Wenn man sich gut fühlt, soll man sich äußern. Wenn man möchte. Nichts muss. Es geht nicht ums Hinterherrennen, sondern darum man selbst sein zu können. Immer authentisch zu sein. Egal ob man damit seine Verletzungen offen legt oder Schwächen zeigt. Denn die vermeintliche Schwäche für den einen ist für einen anderen Menschen eine unendlich große Stärke. Nach dem Motto: „Männer dürfen auch mal weinen und Schwäche zeigen, das macht sie menschlich. Und dadurch irgendwie auch menschlich männlich. Nicht nur männlich.“

Wichtig sei laut einem der Videos, das ich mir angesehen habe, sich beim Senden einer Botschaft an einen anderen Menschen vorab bereits frei vom Ergebnis macht. Immer. Das gilt für Ex-Partner wie für alle anderen menschlichen Begegnungen gleichermaßen. Dass man vorher bewusst in sich geht und sich überlegt warum man sich nun äußern möchte, also was das Ziel dahinter ist.

Danach solle ich mich frei verhalten, ganz gleich wonach mir ist. Und das tat ich. Fr. Schlange und ich telefonierten und schrieben uns die letzten Tage hin und wieder, alles rein sachliches Zeug. Möbel abholen. Versicherungskram usw. Es sind noch ein paar Dinge zu klären. Wir kommen – wie ich schon öfter schrieb – sachlich sehr gut miteinander aus. Freundlich. Noch immer habe ich das Gefühl, dass wir uns sachlich aufeinander verlassen können. Obwohl es auf der Liebesebene ein einziger Hochverrat war.

Einfach mal aufs Herz hören

Gestern Nacht vor dem Einschlafen habe ich alle Sachlichkeit einmal beiseite gelegt, auf den Rat des Persönlichkeitscoaches gehört und ihr eine kurze Nachricht geschrieben und danach sofort das Handy auf Flugmodus gestellt, wie immer vor dem Schlafengehen. Ich schrieb ihr nur drei Worte, nämlich dass sie mir fehle.

Mitten in der Nacht wachte ich auf, dachte sofort an sie und zögerte nicht lange, um zu sehen, ob sie mir antwortete. Tatsächlich. Die Antwort lautete, dass das normal sei und Zeit vergehen müsse.

Das wars. Nichts weiter. Ende. Das ist alles?! Selbst Amazon Alexa hätte mehr menschliche Wärme in ihre Antwort eingebaut. Auch wenn sie künstlich sein mag, die liebe Alexa. Mich hat die Antwort von Fr. Schlange wirklich nicht überrascht. Ich hatte mich vorher schon vom Ergebnis frei gemacht. Ich rechnete mit gar nichts. Mir war nur wichtig, mich mitzuteilen. Das tat ich. Ich war authentisch. Ich habe vermeintlich Schwäche gezeigt. Mag sein. Ich sehe es allerdings viel mehr als Stärke. Die Antwort hat weh getan, weniger die Antwort, sondern mehr die Kühle. Das Gegenteil dessen, wie diese Frau über die (fast) gesamte Beziehung hinweg zu mir war.

Sie war warmherzig, extrem warmherzig, immer darauf bedacht, dass es mir (und natürlich den Kindern) gut gehe. Sie sorgte sich um mich wenn ich Schmerzen hatte und legte großen Wert darauf zum Arzt zu gehen usw. Alles wie weggeblasen. Da ist nur noch eine Hülle. Sicherlich ist sie nur mir gegenüber so kühl. Dem Neuen gegenüber sieht das ganz sicher anders aus. Sei es ihr gegönnt. Und ihm auch. Aber ich könnte das nicht. So wenig Zwischenmenschlichkeit zu bewahren für den Menschen, dem ich vor kurzem noch so oft sagte: „Ich liebe Dich!“ Ich erwartete echt nichts. Auch keine Antwort wäre okay gewesen. Das hätte ich noch eher verstanden. Aber bin ich wirklich ein Objekt, das man einfach wegstellt und zu dem man sagt: „Das dauert bis Du mich vergisst, wird schon wieder.“ Wirklich? Ist es das, was ich mir in der ganzen Beziehungszeit mit ihr durch all meine Wärme und Aufopferung „aufgebaut“ habe? Am Ende wie ein Objekt abgestellt und ohne jedes zwischenmenschliche Taktgefühl außer Betrieb gesetzt zu werden?

Danke dafür.

Ich las die Nachricht, klappte sofort wieder meine Smartphonehülle zu, schaltete den Flugzeugmodus ein, legte das Handy weg und schlief weiter. Als ich morgens – leider wieder viel zu früh vor dem eigentlichen Wecker – aufwachte, fühlte ich mich wie gerädert und hatte sie im Kopf. Natürlich. Viel mehr aber ihre Antwort. Die Art der Anwort. Diese unglaubliche Kühle. Keinerlei menschliche Empathie. Natürlich habe ich keinen Anspruch darauf. Gar nicht. Aber ich kümmere mich derzeit auch nach wie vor „fürsorglich“ um die letzten sachlichen Aspekte der Trennung. Rufe bei Versicherungen an und mache und tue. Das ist der Dank dafür. Die harte Art gesagt zu bekommen: „Ideal, dass wir sachlich gut miteinander auskommen. Hilft ja nur. Aber zwischenmenschlich bist Du mir so egal wie ein Sack Reis in China!“

Angst vor einem Psychopathen

Dass wir sachlich miteinander umgehen können, sogar freundlich („schönen Tag“ und so) hilft ihr im Moment sicher sehr. So hat sie den Kopf frei. Sie hatte mir nach dem Ende der Beziehung gesagt, dass sie Angst vor meinen Folgereaktionen habe. Dass ich viellleicht ein „Nein“ nicht akzeptieren würde. Mensch Mädchen. Ich bin doch kein Psychopath. Ich bin – und das habe ich in der ganzen Zeit der Beziehung nie abgelegt – nach wie vor der vielleicht friedlichste Mensch in Deinem gesamten Umfeld. Ich mag unbewusst geworden sein, weil ich meine Mitte verlassen und mich selbst verloren hatte während der Beziehung. Aber ich bin ein großer Pazifist dieser Erde. Friedlichkeit ist meine Grundveranlagung, Freude mein Streben.

Seelengedanken

Nochmal, nur für Dich, auch wenn Du das nicht liest: Ich wünsche Dir alles Glück der Welt. Werde froh und glücklich, egal wie. Egal mit wem. Es gibt einen Grund warum das alles passiert ist. Meine Seele hat Dich angezogen und Deine meine. Ich verstehe den Grund dafür im Moment noch nicht. Ich verstehe den Grund für dieses vollkommen unnötige Leid nicht. Ich verstehe nicht, warum Dir, mir, uns das widerfahren ist.

Aber ich weiß, dass ich in der Vergangenheit vor Dir einen großen Fehler in meinem Leben gemacht habe, den ich bis heute noch sehr bereue. Froh und glücklich bin ich aber darüber, dass ich daraus gelernt habe. Nie wieder einem Menschen absichtlich oder mehr oder weniger unabsichtlich weh zu tun, denn mit Gefühlen anderer Menschen gehe ich nicht (mehr) leichtfertig um.
Jeder hat seine Päckchen im Leben zu tragen. Meines wog schwer. Ich glaube auch, dass diese Begegnung zwischen Dir und mir und der ganze Weg ganz ganz sicher nötig war für uns. Was Du daraus lernst weiß ich nicht. Vielleicht lernst Du etwas daraus. Vielleicht auch nicht. Du hast das nicht zum ersten Mal getan, was Du getan hast. Ich wünsche Dir, dass es Deiner Seele Frieden bringt. Mir jedenfalls gibst Du damit etwas ganz Kostbares mit, nämlich die Bewusstheit zur Selbstreflexion und Selbsterkenntnis.

Ich glaube, dass ich bis zum Beginn unserer Beziehung ein sehr negatives Karmakonto hatte. Ich glaube aber auch, dass ich in der und durch die Beziehung mein Karmakonto ziemlich in den mindestens neutralen Bereich bringen konnte. Ich habe alles gegeben für Dich und die Kinder. Alles. Und eigentlich noch mehr. Insofern ist das gut so, was ich tat. Ich bin rein. Wenn ich eine Farbe wählen dürfte, ich würde jetzt Weiß wählen.

Danke jedenfalls für Deine Antwort gestern Nacht.

Du bist nicht mehr im Ansatz der Mensch, den ich auch nur wiedererkennen kann. Das macht es mir gerade leichter loszulassen. Ich spüre, wie es mir gerade besser geht als in der Nacht und am Morgen. Ich spüre, wie es Zeit ist, loszulassen. Zeit ist, Dich allmählich vergessen zu lernen. Ich werde Erinnerungen an Dich abschließen, mir keine Bilder ansehen, keine Briefchen von früher anschauen, gar nichts davon. Ich packe alles in eine Kiste und gebe sie jemand anderem zum Verstauen. Ich will nichts davon mehr bei mir haben.

Umfeld und Vergangenheit

Und ich nehme für mich mit, dass ich bei der nächsten Frau keine Hemmungen haben darf. Damit würde ich Dir eine Macht zuteil werden lassen, die Dir nicht zusteht. Andere Frauen sind anders als Du. Nicht alle Frauen lieben den Verrat.

Ein sehr bekannter Koch, der dicke Koch im weißen Anzug mit dem vielen Ingwer, sagte einmal in einem persönlichen Gespräch zu mir: „Die Gesellschaft liebt den Verrat, aber sie hasst den Verräter.“

Dazu kann ich nur sagen: Ich mag beides nicht, weder den Verrat noch den Verräter. Ende der Durchsage.

Botschaften an Dich

Ich muss mir also bewusst sein, dass ich keine schlechten Gedanken an mangelndes Vertrauen beim Kennenlernen meiner nächsten Partnerin haben darf. Ich werde der nächsten Frau (noch) besser zuhören, vor allem über die Beziehung hinweg dies beibehalten und dabei versuchen von Anfang an hinhören, wenn es heißt die „äußeren Umstände“ zu ergründen. Ich werde nicht mehr so naiv an eine Sache herangehen, die auf lange Sicht keine Sache bleiben, sondern zu einer richtigen Lebensbeziehung werden soll. Ich werde dafür im Gegenzug von Anfang an ebenfalls offener agieren und auch meine Vergangenheit nicht verheimlichen. Etwas, das ich Dir gegenüber anfangs tat und erst Zug um Zug aufzugeben lernte. Am Ende ist es aber egal, wenn Schluss ist ist Schluss. Dann hätten wir auch einfach unsere Hüllen von Anfang an fallen lassen können und die Denkschranken aufgeben. Was solls, warum denn nicht gleich?

Es hat seinen Grund, warum ich all Deinen „Freundinnen“ und „Bekannten“ nicht traute. Von Anfang an nicht. Ich traute nicht nur ihnen nicht, sondern von Anfang an Dir nicht. Du befindest Dich aus meinem Blickwinkel in seinem Sog negativ karmatischer Menschen. Solange Du aus dem Strudel nicht heraus kommst, wird Dir das, was wir zwei erlebt haben, noch immer weiter und wieder passieren. So wie früher, so wie jetzt, auch in der Zukunft. Ich habe das nicht gewollt und mir auch nicht gewünscht. Bei Dir ist das glaube ich ganz anders. Für Dich ist es das x-te mal und stellt scheinbar Dein Lebenselexier dar. Das meine ich ganz neutral. Es ist eine Bestandsaufnahme. Mehr nicht, auch nicht weniger.

Das ist nicht meine Realität, es ist Deine. Und damit Dein Problem oder aus Deinem Blickwinkel vielleicht auch nicht Dein Problem, sondern Deine Motivation. Was auch immer Dich geritten hat, so zu sein. Tiefer konnten wir zwei leider nie auf der Ebene des Seins aufeinander zugehen, das zu ergründen. Meine Seele wäre dafür da und bereit gewesen, Dir zuzuhören. Wir Menschen sind in jeder Begegnung einander Lehrer. Ich habe von Dir gelernt. Bitterböse gelernt. Die meiste Zeit war wundervoll mit Dir, keine Frage. Vermutlich hätte es nicht lange gedauert, wenige Monate, vielleicht nur noch höchstens ein Jahr, und ich hätte um Deine Hand angehalten. So sicher war ich mir mit Dir, auch für Dich der Richtige zu sein.

Aber ich habe dank Dir gelernt, genau hinzuschauen und hinzuhören. Nicht so naiv mit den oben genannten „äußeren Umständen“ umzugehen. Es hat seinen Grund, warum all Deine Freundinnen nichts bessers zu tun haben als tagein und tagaus ihren Partnern fremd zu gehen und nur „Spaß haben zu wollen“. Und Du immer schön mittendrin. Wie eine Anführerin. Wir können uns nicht verstellen. Wer jeden Tag unter Drogenanbhängigen ist, wird nicht nur selbst einer, sondern ist es wohl längst schon. Und checkt es wohl selbst dann nicht, wenn er mal wieder nach dem Schuss benebelt in der Ecke liegt. Ich dachte, dass ich Dir helfen könnte. Was ich allerdings übersah: Es gibt gar keinen Grund für Dich, dass ich Dir helfen hätte sollen. Du willst das was Du tust mit jeder Faser Deines Körpers. Für Dich bin ich vermutlich nur eine weitere Kerbe. So wie die vielen Tatoos auf Deinem Körper. Von den meisten weiß ich bis heute nicht was sie bedeuten oder warum und woher Du sie hast. Ich hatte auch nie gefragt.

Deine Vergangenheit wollte ich respektieren und unangetastet lassen. Ich wollte Dir gegenüber wertfrei sein. Lieber mit Dir nie Deine Vergangenheit ergründen, sondern eine gemeinsame Gegenwart erschaffen. In Zukunft werde ich beachten, dass wir alle aus der Vergangenheit kommen und diese nicht einfach ablegen können. Die nächste Frau werde ich mir genau ansehen. Und ich freue mich darauf. Denn ich weiß, dass es verdammt gute Menschen da draußen gibt. Auch Frauen ohne Pseudofreundinnen und ohne Ex-Bekanntschaften. Es gibt ganz sicher solche Frauen. In meinem Umfeld und in meiner Familie wimmelt es von ihnen. Egomanie ist das, was solche Pseudofreundinnen auszeichnet. So etwas potenziert sich, wenn sie alle zusammen kommen. Du mittendrinnen. Ich konnte Dir nicht helfen. Ich sollte dir nicht helfen können. Ich brauchte Dir wohl nicht helfen. Ganz im Gegenteil, ich stand Dir offenbar für Deinen aktuellen Lebenswunsch im Weg. Du möchtest was Du tust, also tust Du was Du möchtest. Wir menschen tendieren immer dazu, das zu tun was wir wollen.

Heute ist Freitag. Und ich werde wieder raus gehen. Mal sehen wohin. Mal sehen wie lange oder wie kurz. Hauptsache raus, trotz Müdigkeit. Innerlich fühle ich mich gerade so, dass ich mich durch das Weggehen gar nicht ablenken möchte von Dir. Im Gegenteil, ich merke, wie ich in kleinen Schrittchen voran komme und merke, dass es beginnt, dass Du nicht mehr ein Teil von mir bist. Das ist es doch, was Du Dir auch wünschst. Das steckt auch in Deiner Antwort von letzter Nacht. Du bist mir fremd geworden. Schade, dass es so ist. Aber Du bist ein freier Mensch. Zumindest glaubst Du jetzt frei zu sein. Also flieg. Sei frei. Lass es Dir gut gehen.

Ich werde noch eine Weile knabbern, aber ich bin motiviert. Ich werde meine Sachen gut machen. Deine Nachricht heute Nacht war ein echtes Wachrütteln für mich. Du hast mich einmal durchgeschüttelt und fest auf den Boden gerammt.

Nun bin ich dran, selbst wenn es nur kleine Schrittchen sind. Blick geradeaus. Schultern nach hinten. Brust raus. Kinn hoch. Und dann ähnlich wie Frank Sintra, nicht „I did“ sondern „I will do it my way“.

2019-04-05

6 Kommentare zu „Von kleinen Schrittchen

  1. Moin,
    ja, da bin ich wieder. Hab Deine Beiträge erstmal nur mit gelesen und hatte von Beginn an eine Vermutung, die sich immer mehr erhärtet. Erst wollte ich Dir den Kopf waschen – und das werde ich i-wann auch noch tun! – aber erstmal tut hier (psychologische) Aufklärung not. Außerdem hat Starck7 mit der Kopfwäsche ja schon begonnen (guter Junge – ich bin einiges älter, ich darf das sagen und außerdem WERDERFAN, hallo, gehts noch ??? 😉 ). Vielleicht erstmal nur soviel zum Nachdenken:
    Du meinst, im Nachtleben Deiner Traumfrau zu begegnen. Dabei bist Du gar kein Partygänger. Sie sollte sich am besten auch nur widerwillig in Clubs aufhalten. Ok, wie hoch ist die Chance, dass sich 2, denen das Clubleben widerstrebt, an einem Freitag(oderso)-abend in einem Club treffen??? *augenroll*

    LG vom moondatenden Greenhorny, die seit 1 Jahr „angekommen“ ist

    Gefällt 1 Person

    1. Hi! Freut mich sehr zu hören, dass es Dir gut geht. Freut mich riesig für Dich. Und freut mich, wieder etwas von Dir zu lesen. Deinen (neuen) Blog werde ich mir heute gleich noch anschauen und bestimmt auch bald kommentieren. Deine Artikel fand ich damals immer wieder einfach gut, auch weil wir an sich in vielen Teilbereichen ähnliche Ansichten vertreten. Zumindest war das damals so. Aber ich gehe davon aus, dass es noch immer so ist. Dein Blog wird mir die Antwort verraten. 😉

      Zu Deinem kurzen Hinweis fallen mir spontan 2 Dinge ein. Und Spontanität ist bei der Lösungsfindung oft die beste Wahl, da sie aus dem Herzen kommt. Weniger aus dem Verstand.

      1. Ich habe von Anfang an nicht nur Clubgame betrieben, sondern bin überall unterwegs (gewesen). Auf der Straße. In Bars. In Cafés. In der S-Bahn. Im Bekanntenkreis. Sogar „Empfehlungen“ und „Vermittlungen“ meiner Mutter habe ich aktiv angenommen. Wie cool ist das denn, die Mama geht aktiv für den Sohn ein Stück weit mit „pickuppen“. Klingt verrückt. Aber ich war um jede Aktion dankbar. Und aus allen Aktionen wurde etwas. Ich habe Frauen kennen gelernt, über die unterschiedlichsten Kanäle. Und ich rede jetzt nicht von flüchtigen Dingen und kurzen Dates. Sondern da waren ein paar Frauen dabei, mit denen ich doch zumindest mehrere Wochen „Kontakt“ hatte. Teilweise auch intensiveren. Mir fallen da spontan ein: Fr. Tinder (mein einziges Tinder-Match, habe nie wieder etwas danach über Tinder gemacht – bis heute), die Klette (über eine Online-Single-Börse kennen gelernt – hab ich auch komplett aufgegeben, ist einfach nur teuer und bringt nicht viel – meiner Meinung nach). Dann hatte ich eine Frau, die ich auf einem Volksfest – man könnte sagen im Daygame – angesprochen habe. Daraus wurde doch eine einige Wochen andauernde Sache, zu ihr habe ich heute noch sehr losen Kontakt. Und dann war da Fr. Schlange – meine vermeintliche Traumfrau – sie habe ich im Clubgame kennen gelernt. Das waren – wenn ich niemanden vergessen habe – die Frauen, mit denen es in dem einen Jahr Pickuppen „intensiver“ war. Ich habe viel darüber nachgedacht, aber das sind 4 ganz unterschiedliche Weisen gewesen, Frauen zu begegnen. Alle haben „funktioniert“. Ich habe mich also nie aufs Clubgamen beschränkt. Eigentlich bin ich vom Typ her eher der smarte intelligente Typ, der eher übers Reden zum Erfolg kommt als über die Sause-Brause-Feier-Mentalität im Club. Klar. Da hast Du recht.

      2. Völlig verrückterweise habe ich meine „Traumfrau“ (Fr. Schlange) eben genau im Clubgame kennengelernt. Verrückt! Aber wahr. Es ging sehr schnell. Kennenlernen in der ersten Nacht. Natürlich nicht die beste Voraussetzung, könnte man klassisch sagen. Aber ich wollte um jeden Preis wertfrei leben. Und natürlich kann ich mir heute alles selbst vorwerfen und sagen: „Wie konntest Du nur auf diese Frau hereinfallen und Dich so verarschen lassen?“ Aber das Verrücke ist: Sie war über (ja fast) die gesamte Zeit der Beziehung eine umwerfende Familienfrau. Sie war eine wundervolle Mutter zu ihren Kindern und eine absolut himmlische Mischung als Partnerin. Es hat alles gestimmt. Nähe, Wärme, alles. Alle eigentschaften einer absolut perfekten Beziehung. Und so hat sie auch für alle Menschen in meinem Umfeld ausgesehen. Die gesamte Familie war eingebunden, Elternbesuche von ihr alleine usw. Alles absolut intakt.
      Sie hat eben ihre – ich würde sagen – nymphomanische Ader oder ihren psychologischen Knacks, der sie immer wieder fremdgehen ließ und lässt. Aber das sind zwei Gesichter. Ich ging wohl fälschlich davon aus, dass unser „perfektes“ Familienleben sie (endlich?) zum Umdenken und „Erkennen“ gebracht hat. So waren doch auch immer ihre Worte. Sie sei endlich angekommen und fühle sich so richtig mit mir.
      Alles bla bla heute. Ich weiß. Im Nachgang zählt das alles nichts. Sie hat mich am Ende belogen und betrogen und geschauspielert wie es nicht einmal mit einem Oscar auch nur ansatzweise gewürdigt werden könnte.

      Schwer. Ich nehme ja jeden Rat an, ich mache mir über alles Gedanken. Aber ich tue mir schwer tatsächlich einen „Fehler“ in meiner Vorgehensweise auf dem Weg zu meiner Traumfrau zu erkennen, besonders aufgrund dem oben genannten ersten Punkt (-> ich hab mich nie aufs Clubgamen beschränkt, im Gegenteil).

      Was ich mir für die Zukunft vorgenommen habe: Ich werde mehr auf spirituelle Messen oder Veranstaltungen gehen und dort „Daygamen“. Mehr unter Gleichgesinnten versuchen zu sein. Mehr fällt mir echt nicht ein. Ansonsten bleibt nur zu Hause sitzen und warten, bis die Traumfrau zum Fenster rein geflogen kommt, aber daran glaube ich nicht. 🙂

      Echt doof. Ich hab doch auch keine Ahnung. Ich kann nur versuchen die Wahrscheinlichkeiten zu erhöhen, dass es wieder klappt. Und potenziell kann die Traumfrau überall sein und „auf den Richtigen warten“. Deswegen ist mein Ansatz: „Mach alles und nimm jede Situation an. Sprich jede Frau an, egal wo und wann.“

      Was meinst Du dazu, oder habe ich Dich falsch verstanden?

      Gefällt 1 Person

    1. Hi.
      Ich verstehe Deine Frage leider nicht. Es war von mir aus kein Signal, sondern eine reine Gefühlsäußerung. Wie ich im Artikel auch dargestellt habe. Etwas senden ohne zu erwarten etwas zu empfangen. Ohne eine Erwartung an eine Reaktion. Den Flugmodus schalte ich beim Schlafengehen immer ein, machen die meisten Menschen nicht und lassen sich stattdessen nachts ihr Hirn grillen. Nicht so mein Fall. 😉

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