Neue Woche, neues Glück

Es ist Montag. Es ist eine neue Woche. Und damit eine neue Chance. Gute Miene zum bösen Spiel machen? Zuversicht mit Gewalt erzwingen! Ich möchte den toten Punkt überwinden. Ich fühle mich mental nach wie vor gerädert, spüre jedoch auch sehr vereinzelt aufflackernde Lichtblicke. Es existieren hier nur zwei Möglichkeiten. Entweder ich falle zurück ins Negativdenken und in depressive Stimmungen oder ich wehre mich um jeden Preis gegen die verdammten Klauen des Satans. Er versucht mich wiederkehrend zu packen und zu sich in die Hölle zu ziehen. Das spüre ich doch. Diese kalten an mir zerrenden Klauen. Darum muss ich ihm entkommen. Also strample ich und renne um mein Leben. Derzeit komme ich zwar kaum vom Fleck, solange ich jedoch rudere und strample, kann ich nicht von ihm gepackt und aufgefressen werden.

So, genug der Metaphern. Auch wenn sie noch so zutreffend meine Gegenwärtigkeit beschreiben mögen. Die letzte Woche war im Rückblick betrachtet ganz passabel. Ich war viel draußen, zwei Mal zum Clubgamen am Wochenende. Schlafmangel inklusive. Morgens kann ich nicht so lange schlafen, spätestens um 08:30 Uhr wache ich in der Regel auf, egal wann ich vorher ins Bett gegangen bin. Das ist vermutlich ein Resultat der Gewohnheiten der beiden Kinder in meiner letzten Beziehung, die Beiden standen spätestens 08:30 Uhr auf. Alles ganz normal für Kinder und natürlich vermisse ich das.  Meine innere Uhr scheint sich darauf eingestellt zu haben, über all die Monate. Entsprechend ziehe ich es vor, nicht so lange weg zu gehen.

Je später die Nacht…

Andererseits weiß ich, dass die größten Chancen der Verführung in den ganz ganz späten Nachtstunden (bzw. ganz frühen Morgenstunden) zu finden sind. Ich möchte das meines Körpers und meiner Gesundheit willen eigentlich nur nicht. Vielleicht muss ich mich aber auch dazu doch zumindest hin und wieder hinreißen lassen. Bis morgens im Club zu bleiben! So blöd das einerseits klingt und eigentlich auch ist, aber mit steigendem Alkoholpegel werden die Frauen enthemmter und öffnen sich leichter. Es ist nicht mein Alkohopegel gemeint. Ich trinke bekanntlich keinen Alkohol beim Weggehen. Auch sonst kaum. Widersprüchlich ist daran nur, dass ich genau genommen so eine Art von Frauen gar nicht an meiner Seite haben möchte… eine Frau, die bis in die Puppen feiern geht und sich mehr oder weniger zuschüttet mit Giftcocktails. Alkohol ist nun einmal ein Nervengift. Wer das für sich in größeren Mengen benötigt, auch um enthemmt zu sein, ist über all… nur nicht bei sich selbst…

Ich bin bei mir. Muss jedoch mit dem Problem der Widersprüchlichkeit zurecht kommen. Frauen kennenlernen? Ja! Wo? Gute Frage, denn nirgends außer in der Nacht beim Clubgamen ist eine höhere Dichte an attraktiven Frauen auf so engem Raum gegeben. Dichte in zweierlei Hinsicht. Das ist das Ying und Yang an der Sache. Daygamen ist im Gegensatz dazu schön und gut, allerdings muss ich viel und lange umher spazieren, um eine Frau zu erblicken, die mich optisch wirklich anspricht. Das sind die alten Vorteile und Nachteile zwischen Day- und Clubgame. Tagsüber kannst Du die „normalen“ kennen lernen, nachts dafür umso mehr oder leichter attraktive Frauen, schlicht aufgrund der vorhandenen Auswahl.

Ich denke, dass dieses Dilemma keiner Lösung zugeführt werden kann. Und so wandle ich weiterhin auf parallelen Pfaden. Tagsüber, zumindest wenn es die Zeit zulässt, werde ich das maximal Mögliche versuchen. Nachts werde ich weiterhin Bars und Clubs aufsuchen. Und so habe ich mir vorgenommen, während der Woche nach der Arbeit jeden Tag zumindest kurz in ein oder zwei Supermärkte zu marschieren, um mir dort meine tägliche Portion Körbe abzuholen. Falls ich denn überhaupt passable Frauen erblicke. Und irgendwann auch wieder einen Treffer landen. Bislang hat sich seit dem Ende der Beziehung kein Date ergeben. Zu gering war bislang auch die Zahl der angesprochenen Frauen, dessen bin ich mir bewusst. Ich muss die Schlagzahl erhöhen, das galt damals schon und ist noch heute das alles entscheidende „Allheilmittel“. Irgendwann kommt wieder der (erste) Treffer. Und für mich ist derzeit in erster Linie wichtig, mich abzulenken von meiner kurzfristigen Vergangenheit.

Wo wir wieder beim Ankämpfen wären. Ankämpfen gegen die Traurigkeit. Ankämpfen gegen die Einsamkeit. Auf einem Date bin ich zumindest physisch nicht einsam. Davon auszugehen, dass das erste nächste Date gleich mit meiner Traumfrei stattfinden würde, ist selbstredend töricht. Es werden wahrscheinlich viele Dates folgen müssen. Dazu werde ich viele Körbe entgegen nehmen müssen und auch eine Menge Dates durchlaufen. Allerdings verhielt es sich auch in der Vergangenheit so, dass mir immer wieder vereinzelte schöne Momente und Erlebnisse widerfahren sind. Diese Erlebnisse halfen mir damals – vor über 3 Jahren – über meine schwere Zeit hinweg. Und das half mir enorm. Denn auf diese Art zog ich mich weiter und weiter aus dem Treibsand heraus, der mich stark nach unten niederzuwürgen drohte.

2019-04-01

Ich werde also abends nach der Arbeit täglich zumindest für einen kurzen Abstecher in Supermärkte sehen und versuchen mein Glück zu erzwingen. Im Wissen, vermutlich zunächst gar nicht meine Traumfrau finden zu können. Weil ich dazu mental wohl noch gar nicht bereit bin. Ganz ausschließen kann ich es allerdings auch nicht. Und deshalb möchte ich offen sein für alles, am Meisten jetzt zunächst einmal für mein erstes Date nach fast 2 Jahren. Gute Miene zum bösen Spiel machen. Das Glück erzwingen. Und vielleicht auch dadurch den Erfolg herausfordern und provozieren. Alles versuchen. Wer alles versucht, kann viel verlieren. Wer nichts versucht, hat bereits alles verloren. Keine Zeit fürs Trauern verlieren, trauern kann ich später noch. Dann nämlich, wenn ich wieder einigermaßen glücklich bin, so ist die Hoffnung. Wer kann schon trauern, wenn er glücklich ist? Genau deshalb!

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