Warum ich anfange Romane zu lesen

Derzeit lese ich „Der perfekte Eroberer“ von Maximilian Pütz, vom vielleicht bekanntesten und erfahrendsten Deutschen Pickup-Trainer. Mittlerweile ist er Autor dreier solcher Bücher zum Thema Pickup und Verführung.

Dieses erste Werk von ihm stammt aus dem Jahr 2011 und obwohl ich etliche Pickup-Lektüren und -Videos kenne, fasziniert mich der Inhalt dieses Buches doch enorm. Ich hatte mich mit Maximilian Pütz bislang kaum auseinander gesetzt. Der erste Eindruck sprach schon damals – vor ca. 3 Jahren – irgendwie gefühlt gegen ihn. Er ist nicht gerade der optisch Attraktivste, ganz im Gegenteil. Kommt irgendwie auch erst mal etwas plump an. Mit zunehmendem Alter wurde er etwas übergewichtig und auch sein Klamottenstil ist mit meinem nicht gerade kompatibel. Aber er verkörper etwas, das kaum ein anderer Pickup-Trainer mitbringt: Ehrlichkeit und Authentizität. Und das habe ich erst bei näherer Betrachtung vor wenigen Tagen festgestellt.

Er lebt seinen eigenen Lifestyle, schert sich nicht um die Meinung anderer Menschen und zieht sein Ding durch. Dabei scheint er sehr integer, aber humorvoll und authentisch zu sein. Das schätze ich an ihm. Es geht in seinem Werk weniger um coole Aktionen und „wie stehe ich gut da?“-Fragen. Sondern er propagiert Freiheit, eigene Gedankenfreiheit und sich anschließende Handlungsfreiheit. Jeder Mensch sollte tun und lassen was er möchte, ohne Ängste. Und was ihn für mich so außergewöhnlich lesenswert macht: Er ist ein Positivmensch, der nach dem Motto „alles darf, nichts muss“ lebt. Das finde ich tatsächlich einzigartig. Er hält die echte Liebe hoch und ist kein „möglichst viele Frauen“-Flachleger. Und an der Stelle werden wir kompatibel.

Ihm gaben und geben Beziehungen wesentlich mehr im Leben als viele One-Night-Stands, schreibt er. Das begeistert mich. Das kenne ich so in der Form von anderen Pickuppern nicht. Ich könnte fast das Gefühl bekommen, dass er der ideale Coach für das Projekt Beziehung Teil 2 sein könnte. 🙂 Und er spricht die Dinge von ihrer natürlichen Seite an. Beispiel: Er lehrt keine auswendig gelernten Floskeln, also keine Routinen, wie es im Pickup-Jargon heißt. Sondern er lebt die Authentizität mit Leib und Seele. Und seinen eigenen Erzählungen nach ist er ein hoch emotionales Wesen.

Genau an dem Punkt hat er mich erwischt. Er predigt immer wieder, DEN wesentlichen Unterschied zwischen Frauen und Männern verstehen zu lernen. Frauen sind emotionale Wesen, Männer dagegen rationale. Klingt so banal, aber was heißt das genau? Deshalb entstünden oft keine echten Flirts. Der Mann sei meist zu roboterartig. Zu sachlich. Damit am Ziel vorbei und somit langweilig, aus Sicht einer Frau. Einer der wesentlichen Aspekte in der Beziehung zwischen Mann und Frau sei seiner Erfahrung nach die Emotionalität. Der Kontakt und das Bewusstsein für die eigenen Gefühle. Nur dadurch sei es einem Mann möglich, die Gefühle einer Frau anzusprechen und ihr Herz im Sturm zu erobern. Es klingt so einfach bei ihm. Auch in seinen Videos. Ich nehme ihm das definitiv ab. Nicht ohne Grund war er bestimmt im Laufe seines Wirkens immer wieder auch Gast in Talkshows und Sendungen als „deutschlands bekanntester Verführungstrainer“.

Und neben vielen anderen Aspekten rät er dringend dazu, eben an der eigenen Emotionalität zu arbeiten. Obwohl ich das Buch erst zur Hälfte durch habe, ist es für mich jetzt schon Gold wert. Ich werde mir die anderen beiden Nachfolgewerke auch noch organisieren. Jedenfalls gibt er eine Reihe von Tipps, wie Mann an sich selbst arbeiten kann, hinsichtlich der eigenen Emotionen. Seine Ansätze sind ganzheitlich. Erstmal sollte der Mann begreifen, dass er nicht nur alleine zurecht kommen sollte, sondern lernen sollte sich selbst zu genügen. Erst wenn er glücklich mit sich selbst sei, wäre es möglich weiteres Glück durch das Hinzukommen einer Frau im eigenen Leben zu empfinden. Anderenfalls verfalle der Mann wieder in die Beta-Rolle, werde unglücklich, sehe die Beziehung und die Frau als das einzig wahre im Leben an und wundere sich dann doch nur wieder, dass es „mal wieder“ nicht geklappt habe.

Kurzer Exkurs zu mir: Ich wurde zwar nicht betaisiert, eher die Frau wurde mein Lebensmittelpunkt. Auch keine gute Voraussetzung für das Gelingen einer Beziehung. Sich selbst schleifen zu lassen bedeutet immer auch die Partnerin schleifen zu lassen. Ich denke, dass dies eine zwangsweise Folge darstellt. Eine, die wir erst ganz spät – zu spät – erkennen können.

Ich erkenne da Parallelen zu mir: Damals vor der Beziehung war ich ziemlich glücklich mit mir selbst. Natürlich dank dem Pickuppen und meinen ganzen Erfolgen. Der größte Erfolg war für mich allerdings nicht, viele Frauenkontakte zu haben, sondern es war der Durchbruch zu meinem Selbst. Ich fand mich. Ich fand keine Frauen, sondern mich. Ich habe mich entdeckt und gelernt zu verstehen wer ich bin und was ich möchte. Dabei stellte ich fest, dass eine Frau mir nicht DIE totale Erfüllung bringen muss und auch nicht kann. Tatsächlich, so war es. Es gibt nicht DIE Erfüllung, sondern wenn dann schöne und zueinander passende Lebensumstände zwischen Menschen. Menschen kommen und gehen jedoch. Oft ungewollt. Besonders dann, wenn wir den Weg zu uns selbst verlassen. So bei mir geschehen. Die Beziehung wurde also mein Lebensmittelpunkt. Und ich war als Pickupper zuvor ein guter Zuhörer geworden, ruhig, stiller als früher. Gefühlsmensch und Herzmensch. Das lernte ich. Mich mehr am Gegenüber zu erfreuen als an mir selbst. Geben statt nehmen. Etwas, das Maximilian Pütz für Essentiell hält. Ein guter Zuhörer, aufrichtig und durchdrungen voll Liebe zu sein.

2019-04-30

Diesen Weg zu mir selbst habe ich in der Beziehung verlassen. Ich hatte aufgehört der gute stille Zuhörer zu sein. Die Frau wurde also der Lebensmittelpunkt. Alles andere wurde unwichtig. Und dies, so sagt er, sei fast immer – früher oder später das Todesurteil für eine Beziehung. Es nimmt jeden Reiz aus einer Beziehung heraus. Denn das sei der Grundstein fürs Fremdgehen. Das ist jetzt vereinfacht dargestellt. Aber ich kann das bestätigen. So war es auch bei ihr. Nicht bei mir, denn ich bin anders. Ich liebe oder liebe nicht. Und wenn ich liebe, bleibe ich dabei. Aber egal. Nicht alle Menschen sind aufrichtig und Kämpfer. Anderes Thema.

Der Autor geht schonungslos offen mit dem Unterschied zwischen Frau und Mann um, beispielsweise was eine Beziehung aus deren jeweiliger Sicht unterscheidet. Ich kann nicht alle Inhalte dieses Buches an der Stelle wiedergeben. Aber ich kann sagen was ich für mich mitnehme, jetzt schon. Bei der Hälfte. Und das ist sein Tipp, an der eigenen Emotionalität zu arbeiten. Tanzen, singen, Tagebuch schreiben, sich mehr mit Kindern beschäftigen… alles Dinge, die mit Gefühlen und Emotionen zu tun haben. Tagebuch schreibe ich ja nun wirklich recht fleißig. Meine Geschichten sind nun in der Regel nicht gerade literarisch blumige Erzählungen, allerdings spiele das nicht so die Rolle. Wichtiger sei, sich mit seinen eigenen Gefühle auseinanderzusetzen. Das tue ich hier jedes Mal.

Und dann kommt ein weiterer Wichtiger Tipp: Romane lesen! Etwas, das ich bis jetzt in meinem Leben gemieden habe wie der Teufel das Weihwasser. Zeitverschwendung, dachte ich immer. Aber Maximilian Pütz hat Recht wenn er sagt: Frauen stehen auf Gefühle. Diese werden auch durch die Sprache transportiert und erzeugt. Also solle man viele Romane lesen, gerne Liebesromane. So entwickle sich das Gefühl für die emotionale Welt. Und als Mann solle man lernen, so zu sprechen wie die Schriftsteller in solchen Büchern schreiben. Nicht geschwollen, völlig klar, sondern lernen bildgewaltig zu sprechen.

Die Frau solle sich köstlich außergewöhnlich unterhalten fühlen. Die Emotionalität ist dabei nur ein Baustein. Er benennt noch weitere. Beispielsweise: Respekt vor sich und dem Gegenüber. Das ist allerdings kein Schwachpunkt von mir. Als spiritueller Mensch respektiere ich jeden. Klassendenken habe ich nicht. Ich verhalte mich einem Anzugträger gegenüber genauso wie einem Straßenverkäufer. Auch die Selbstachtung spielt da mit rein. Das ist auch keine Schwäche. Ich war auch in der Beziehung kein Beta. Und ich zeige klare Grenzen auf, wie er auch in seinem Buch fordert. Aber man solle neben all dem vor allem aufrichtig und ehrlich lieben. Und wenn ich etwas kann, dann das. Scheinbar erdrücke ich regelrecht mit Liebe. Das ist wohl eher das Manko.

Auch solle man täglich versuchen an sich zu arbeiten. Das ist keine neue Erkenntnis. Aber er gibt auch hier wertvolle Tipps: Geh auf Arbeitskollegen zu und spreche ganz bewusst Gefühle an. Drücke Dich gefühlvoll aus und äußere Deine inneren Gefühle. Gute oder schlechte gleichermaßen. Nichts sei schlimmer als ein sachlich sprechender Roboter. Frauen langweile das. Das war mir schon irgendwie immer klar. Aber ich bin schon eher ein verkopfter Mensch, wenn es um die Interaktion mit anderen Menschen geht. Ich bin zwar ein unglaublich tiefgründiger Mensch und durchlebe auch meine Gefühle. Allerdings tue ich mir im Äußeren und Zeigen teilweise schwer. Gesehen werden kann allerdings nur was ich auch ausdrücke und zeige. Also muss ich hieran arbeiten.

Gestern gleich mal meinen Kollegen auf sein tolles Parfüm angesprochen und ihm im Verlaufe des Gesprächs gesagt, dass ich ihn sehr mag und schätze für das, was er die letzten Jahre immer wieder mal für mich getan hat. Dies zauberte ihm ein Lächeln ins Gesicht. Was mich wiederum gefreut hat. Ich hatte gegeben ohne zu nehmen. Ohne zu erwarten, dass er sich „freuen soll“. Er freute sich einfach. Ein schöner kleiner Moment. Ich tue im Zwischenmenschlichen zwar fast nie etwas in einer bestimmten Erwartung, allerdings nehme ich solche Situationen auch viel zu selten bewusst wahr und erzeuge sie gleich doppelt selten.

Und so habe ich mir gestern erstmal einen Buchtipp von einem belesenen Menschen geholt und sofort das Buch „Gut gegen Nordwind“ bestellt. Bin gespannt und freue mich auf meinen ersten Roman nach vielen vielen vielen Jahren. Den letzten las ich vielleicht in der Jugend, keine Ahnung. Ich tue das, weil ich erkannt habe, dass ich hier eine Schwäche habe. Ich bin der perfekte Sachbuchleser. bzw. auch Youtube-Video-Schauer, aber mit Romanen konnte ich bisher nichts anfangen. Deswegen kann ich vielleicht auch in beruflichen Gesprächen brilliant glänzen und alles und jeden in Grund und Boden argumentieren und durch Wissen auftrumpfen. Ich weiß, dass das mein Feld ist. Aber ich weiß jetzt besser denn je, dass ich zu sachlich unterwegs bin. Ich bin gespannt wohin mich diese Reise führt. Maximilian Pütz sagt, dass die Frauen sich reihenweise in ihn verlieben würden. Obwohl er kein Athlet oder Model sei. Seine Art fasziniere die Frauen und auch Männer gleichermaßen. Ein Baustein sei eben seine ausgeprägte Gefühlsader. Das ist doch mal ein guter Ansatz für mich, denke ich mir. Wir sind alle hier auf der Welt, um Erfahrungen zu machen. Also lasse ich mich fort auf die Erfahrung „mehr Emotion und Gefühl“ ein.

PS: Viele Grüße an Lotusblume, letztens sprachen wir noch kurz über das Thema Romane. Da siehst Du mal, wie sich unser – in diesem Fall mein – Denken doch innerhalb weniger Tage ändern kann. Plötzlich bin ich offen für etwas, wogegen ich mich mein Leben lang bewusst verschloss. 🙂

PPS: Maximilian Pütz sagt auch, dass man – wenn man von seiner Freundin verlassen wurde – doch aufhören solle mit dem Quatsch sofort wieder Frauen anzusprechen. Nur weil man Pickuppen könne und es einmal gelernt habe. Stattdessen erstmal Zeit nehmen. Zu sich kommen. Die eigenen Gefühle wirklich zulassen und dadurch verarbeiten. Es sei doch echt egal ob man nun eine neue Freundin an der Seite habe oder nicht, nachdem es aus ist. Ganz im Gegenteil, wie sei denn Entwicklung möglich, fragt er, wenn ein Mann sich sofort in die nächste Beziehung stürzt. Oder auch nur in das nächste Abenteuer. Der Werkzeugkasten sei da, das sei gut. Aber manchmal solle man ihn eine Weile verschlossen im Keller stehen lassen. Hat mir gefallen, als er das in einem seiner Videos sagte. Guter Mann. Respekt vor Dir. Und ich hatte das vor kurzem selbst erkannt. Dass es besser sei, ein paar Schritte zurück zu treten. Um dann erst wieder mit Anlauf loszusprinten. Es fühlt sich richtig an, dass ich vor ein paar Wochen die Reißleine zog und erstmal bewusst nicht mehr Frauen angesprochen habe, um meine Akkus erst wieder zu laden. Noch sind sie nicht voll. Wie auch. Aber ich merke täglich mehr, dass ich frei werde im Kopf. Und der Samstag war der erste Tag in den letzten Wochen, an dem ich spürte, dass ich „Erfolg“ an dem Abend haben werde. Die Sicherheit war da, noch nicht komplett. Aber ich fühlte sie. Es wird gerade wieder ein bisschen wie früher…

„Ich bin echt froh, wieder Single zu sein!“

Das Zitat der Artikelüberschrift stammt von gestern Nacht aus meinem Munde. Und es lässt erahnen, dass es gestern ein guter Abend war. Einer, den ich mit Siebenmeilenstiefeln verleben durfte.

Aber der Reihe nach. Erstmal duschen, fertig machen und anziehen. Gestern sollte es mal wieder elegant werden. Also schnappte ich mir etwas ganz Klassisches. Extrem klassisch. James-Bond-Style. Letztens habe ich übrigens in einem Video gesehen, dass psychologisch die Farbkominationen blau mit weiß oder schwarz mit weiß optimal sein sollen, was den Erfolg beim Ansprechen von Frauen betrifft. Noch besser soll es allerdings mit einem lilanen Oberteil funktionieren. Hätten diverse Studien ergeben.

Also hab ich mir die Woche gleich mal zwei dezent lilafarbene Hemden bestellt. Ich werde berichten, ob es etwas bringt, nachdem ich sie mal draußen tragen konnte… 😉 Beim Weggehen sehe ich Hemden oder Oberteile in lilatönen extrem selten an Männern. Die Herren der Schöpfung meinen wohl damit etwas homoartig rüber zu kommen. Mir egal. Ich verlasse mich da lieber auf die Wissenschaft. Und wenn die Wissenschaft sagt: „Lila ist DIE Top-Farbe, was die Resultate betrifft!“, dann mach ich das. Ich würde mir auch ein Clowns-Kostüm anziehen, dem Erfolg ordne ich alles unter.

Jedenfalls ging es erstmal in eine Tanzbar. Auf dem Weg dorthin liegt ein Imbiss. Mein Wingman war bereits dort, also kam ich mit dazu. Er war schon am Essen, ich hingegen hatte eigentlich nur einen kleinen Hunger. Und selbst wenn es ein großer gewesen wäre, hätte ich nichts Ernstes gegessen. Derzeit läuft im Projekt Beziehung parallel das Projekt „Maschine“. Und das heißt: Kraftraining und Fettreduzierung. Gut, von Krafttraining sieht man bei mir jetzt noch nicht wirklich viel. Aber die Fettreduzierung hat schon ganz gut angeschlagen. Anfangs bekam ich keinen Bissen runter, aufgrund der Trauer. Inzwischen esse ich teilweise extra mehr – extrem eiweißreich -, um schnellstmöglich wahrnehmbare Resultate zu erzielen. Ich bekomme auch von meiner Schwester gesagt: „Du bist extrem diszipliniert! Wahnsinn!“

Ja. Das bin ich. DAS bin ICH. Wenn ich etwas will, tue ich es. Und ordne dem alles unter. Am Ende sogar mich selbst, wenn es sein muss. „Ich lebe nur einmal“, denke ich mir. Und in diesem Leben möchte ich einmal auch eine Maschine sein. Ich werde bestimmt kein Bodybuilder werden und möchte das auch gar nicht. Aber einmal im Leben möchte ich eine Phase auskosten können, in der ich das ganze Hemd ausfülle und es keine Falten wirft. Warten wir es ab.

Jedenfalls bestellte ich mir einen kleinen Salat. An den Straßenverkauf kamen zwei Damen und bestellten etwas. Mein Wingman: „Hey, schau mal da. Die sind was für Dich!“

Ich: „Ja, die Rechte schon. Die Linke nicht.“

Er: „Mach!“

Und ich lief… einmal aus dem Laden raus, rum ums Eck und direkt drauf zu. Mit hoher Energie in die Gesprächseröffnung… Ich war einfach verdammt gut drauf an dem Abend. Obwohl bisher noch gar nichts los war… außer…? Ja… außer, meinem James-Bond-Style natürlich. Sie kamen nicht von hier, müssen jetzt dann auch gleich zum Bus und dann zum Zug. Egal. Die Eine eine 6,5 oder 7, sah süß aus, das Mädchen. „Würde ich heiraten“, dachte ich mir. Nach ganz kurzem Smalltalk (wo geht ihr hin, was macht ihr so…), sagte sie: „Ich komme aus der Stadt X.“

Ich: „Oh mein Gott, d.h. wenn wir heiraten muss einer von uns auf jeden Fall umziehen, so weit ist das weg!“

Sie: *lacht*

Und in dem Stil ging das noch 1 oder 2 Minuten, es war eine kurze Konversation, da sie schnell weiter mussten und ich auch in die Tanzbar wollte. Ich sagte ihr: „Hey, hör mal. Ich weiß nicht wann ich in Deiner Stadt bin oder wann Du wieder hier bist. Aber vielleicht bin ich genau der Mann, auf den Du Dein ganzes Leben gewartet hast! Und deshalb sollten wir uns wiedersehen! Lass uns Nummern tauschen.“

Sie: „Ich gebe meine Nummer nicht einfach her, aber lass uns Facebook-Kontakte tauschen.“

Ich: „Ich habe kein Facebook, so ein Zeug brauche ich nicht. Das ist nichts für echte Männer. Ich schau Dir lieber in die Augen beim Sprechen.“

Sie: „Was? Echt? Du hast kein Facebook???“

Ich: „Nee, ich steh darauf, wenn wir Menschen ehrlich sind. Wenn es passt, passt es. Wenn nicht, nicht. Auch okay. Deswegen bin ich immer persönlich.“

Sie: „Die Nummer gebe ich nicht einfach so her…“

Dabei merkte ich ihr ihre Unsicherheit an, aber da sie schnell weiter mussten, konnte ich jetzt kein Vertrauen aufbauen und sie auf die Art für mich gewinnen. Ich hatte das zu akzeptieren. Passt. Also sagte ich, was ich immer sagte, wenn eine Frau keine eindeutige positive Rückmeldung gibt: „Mädls, alles klar. Dann wünsche ich Euch noch einen schönen Abend“, dabei streichelte ich beide gleichzeitig an ihren Schultern und drehte mich direkt um und ging wieder in den Laden zurück, ohne auf eine Reaktion zu warten. Dort angekommen, waren mein Wingman und die Mitarbeiter im Laden ganz gespannt, was denn nun herausgekommen sei. „Nichts“, sagte ich, „ich habe kein Facebook, und wenn die Frau nur irgendwas über Facebook machen möchte, dann… weg damit.“

Ich aß also erst mal weiter meinen Salat. Und nach… hmmm… 2 oder 3 Minuten rief mich einer der Mitarbeiter und deutete mir, dass ich raus kommen solle. Und da sah ich wieder sie. Sie war zurück gekommen und führte das Gespräch fort: „Ich hab es mir nochmal überlegt. Du hast mich so sympathisch angesprochen, dass ich das jetzt nicht einfach so stehen lassen möchte. Gib mir Du doch Deine Nummer, dann kann ich mich bei Dir melden.“

BÄÄÄM. Hab ich so noch NIE erlebt. Dass eine Frau NACH einem Gespräch nochmal ZURÜCK kommt, um sich von MIR die Nummer zu holen. Ich war erstmal innerlich platt und erklärte ihr nochmal: „Sieh mal, ist doch alles cool. Ich bin da echt ganz relaxed. Wir schauen einfach wie es passt und alles ist in Ordnung. Auch wenn Du nicht willst, ist das doch auch kein Ding. Dann sagst Du das einfach und die Welt dreht sich einfach weiter für uns. Aber es ist halt eine einmalige Möglichkeit, die wir nutzen können uns kennen zu lernen. So sehe ich das.“

Ich hab dann auch gar nicht weiter nach ihrer Nummer gefragt, sondern ihr einfach meine Gegeben. Hat mir in dem Moment gereicht. Auch wenn mir in dem Moment klar war, dass das wie – FAST – immer ablaufen wird: Die Frau wird sich nicht mehr melden. Tat sie im Übrigen bis heute auch nicht. Ganz normal. So sind Frauen. Sich immer alle Optionen offen halten, immer ja keine Entscheidung treffen. Nicht festlegen. Lieber zögern. Genetik sei dank.

Völlig egal. Ich nehme für mich mit:

a) Ich hab eine hübsche Frau angesprochen, die meine Art und mich definitiv „sympathisch“ fand. Das ist ein super Feedback, seit den vielen Körben nach dem Beziehungsaus.
b) Sie kam von SICH AUS zurück, um sich MEINE Nummer zu holen. Noch NIE erlebt. Referenzerfahrung!

Mit dieser Motivation und der guten Laune ging es dann erst in die Tanzbar, wo sich allerdings für mich nichts ergab. Und anschließend zogen wir weiter in eine andere Bar. Dort sollte der Abend dann noch verrückter werden.

Wir kommen also dort an, ich bin vielleicht 5 Meter im Laden und sehe direkt zwei Frauen an der Bar lächeln. Ich habe noch nicht mal ein Drittel der Location wahrgenommen, tatsächlich erst frisch dort rein, außer eben dieses Lächeln der einen Frau. Ich grinse sie an, sie grinst zurück. Passt. Läuft bei Dir. Direkt drauf und los.

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Gesprächseröffnung. Und was sehe ich? Die Linke eine 6, die Rechte eine 8. Die Rechte war definitiv eine Granate, allerdings auch arrogant, selbstverliebt, extrem geschmikt… und… mal wieder eine Mama. Hahahahaha. Die Arroganz löste sich dann doch recht bald auf, nachdem sie merkte, dass ich anders bin. Ich unterhielt mich auch mehr mit der 6. Charakterlich allerdings beide nicht mein Fall. Aber sie waren zumindest nett. Ihr wisst ja was das heißt, „nett“, die kleine Schwester von Arschloch. 😉

Unwichtig. Ich hatte zwei attraktive Frauen vor mir und blieb in diesem Set doch recht lange, keine Ahnung… aber bestimmt 15 oder 20 Minuten, vielleicht sogar 30? Ich hatte kein Zeitgefühl. Gutes Aufwärmprogramm für den Abend, dachte ich mir. Ich wäre länger im Set geblieben, allerdings wollten sie einen Locationwechsel. Dort wollte bzw. konnte ich allerdings nicht mit hin. Und so trennten sich die Wege. „Nicht wild“, dachte ich mir. Wir würden uns dann später evtl. nochmal sehen. Und wenn nicht? Who cares. Übrigens sahen wir uns auch nicht mehr… Wichtig ist für mich immer nur, dass ich in den Gesprächen besser werde. Und ein Gespräch so lange unterhaltsam mit einer 8 zu führen, ist gut. Irgendwann ist wieder eine 8 oder 9 extrem angetan von mir und dann hätte ich keinerlei Erfahrung mit so einer Granate umzugehen. DARUM geht es. Üben üben üben.

Im Tanzbereich war derweil mein Wingman schon am Anbandeln mit einem Tross aus 4 Frauen. Alle älter als ich. Eine davon eine Granate. Die anderen 3 eher Fallobst. Eins von dem Fallobst hatte mein Wingman schon an der Angel. Und als ich dazu kam, leitete er die Szene irgendwie auf mich um. Mann! Was soll das?! Plötzlich fing sie an, mich zu umgarnen. Ich dachte mir nur: „Oh je, bitte nicht!“ Nun, zunächst einmal war sie deutlich älter als ich und außerdem optisch gar nichts. Aber ich erinnerte mich an die letzten Gespräche mit meinem Wing und Herrn van Onnetuschn. Besonders Herr van Onnetuschn sagte ja zu mir, dass ich für kleine Erfolge sorgen solle. Hm… muss ich das wirklich wörtlich nehmen?! „Was weiß ich“, dachte ich mir. „Im Zweifel ja.“ Ihr Säcke! Das bekommt ihr zurück!

Und so ließ ich mich von ihr separieren, sie packte meine Hand und zog mich auf eine Couch und ähhh… ja… hmm… zum Glück blieb es beim Knutschen. Scheiß drauf. Ich ging danach direkt zum Mundwaschen. Hahaha. Schäbig irgendwie, andererseits ging es mir doch gar nicht darum! Es ging um EIN Erfolgserlebnis. Es war die erste Frau, die ich nach meiner Beziehung geküsst habe. So muss ich das sehen. Außerdem wollte sie unbedingt mich. Nicht umgekehrt. Ja, ich war zig Ligen über ihr. Aber hey. Egal. Entschuldigung. Nennt es schäbig. Okay. Das Argument nehme ich an. Aber ich tat es nur für DAS Erfolgserlebnis. Alles ist besser als gar nichts. Und Herr van Onnetuschn sagte ja: „Hol Dir was vor die Flinte kommt, dann kannst Du dir auf diese Art auch wieder die heißen Frauen erarbeiten.“

Gut, also ich beließ es beim Knutschen und wir verständigten uns darauf, dass es das für den Abend auch gewesen sein wird. Sie hielt sich an den Deal und ließ mich fortan im in der Location in Ruhe. Passt. Mein Wingman hat sich derweil tot gelacht. Blöd nur, dass ich mir sämtliche Chancen bei der heißen Granaten-Freundin in dem Moment natürlich verspielt hatte. Pech gehabt. Man(n) kann nicht immer alles haben, auch wenn man will. Aber ich hatte Spaß, das ist die Hauptsache. Und ich hatte in diesem Moment – in Summe mit dem Erlebnis vor dem Imbiss – ein leichtes (! nur ein leichtes !) Gefühl wie früher… einer dieser Rockstar-Momente… und donnerte meinem Wingman entgegen: „Ich bin echt froh, wieder Single zu sein!“
Klar sagte ich das bestimmt auch teilweise aus der Laune heraus. Allerdings nicht nur! Vielmehr überkam mich in diesem Moment das Bewusstsein darüber, was ich eigentlich wieder in meinem Leben zurück gewonnen habe, nachdem meine Beziehung ins Aus lief: Meine Freiheit und Lebensfreude.
Dieses Gefühl, so war mir klar, würde ich beim nächsten Mal wieder in die Beziehung mitnehmen und DIESES MAL auch bewusst über die gesamte Beziehung HALTEN!
Ich spürte in dieser Situation: „Ich bin auf dem richtigen Weg zurück zu mir!“

Mein Wingman ging dann etwas später. Und obwohl ich an dem Abend keine passende Dame mehr für mich ausmachte, verließ ich den Laden – sogar – später als gewöhnlich. Ich packte meinen Mantel, ging in Richtung Ausgang und…

Dann standen da zwei Frauen. Eine blickte mir tief in die Augen und sagte: „Hi. Wir kennen uns!“

Darauf hin dachte ich mir nur: „Du bist eine 4 oder 4,5. Woher soll ich Dich denn kennen? Solche Frauen wie Dich spreche ich nie an! Ich kann Dich nicht kennen. Du willst mich doch nur angraben!“

Also antwortete ich: „Echt?! Cool. Kann sein. Bin oft unterwegs. Erzähl mal wo Du Dich immer so rumtreibst, dann sag ich Dir, ob wir uns von dort irgendwoher kennen!“

Sie: „Äh… ich weiß es nicht. Aber ich kenne Dich. Wir haben uns schon einmal gesehen!“

Ich: „Das ist spannend. Erzähl mir mehr davon!“

Sie: „Hmm… ich hab auch etwas getrunken… deswegen erinnere ich mich gerade nicht so gut daran.“

Ich: „Das merke ich. Schau, ich trinke keinen Alkohol.“

Sie zu ihrer Freundin: „Oh je, er sagt er merkt, dass wir Alkohol getrunken haben.“

In mir meldete sich wieder der kleine Aufpasser und flüsterte mir gedanklich zu: „Gott bewahre, was ist das denn hier. Kannst Du nicht einfach hübsch sein?!“ (Ihr kennt ja mein Motto: „Hauptsache hübsch!“ 🙂 )

Kurzer Smalltalk mit ihr und der Freundin, anschließend wollte sie auf die Toilette. Ich bot ihr meinen Arm zum Einhaken und sagte: „Das machen wir ganz oldschool, ich bring Dich hin, komm.“

Als wir uns vor dem Damenbereich trennen mussten, sagte sie: „Wartest Du hier auf mich?“

Ich dachte mir wieder nur: „Süß ist sie ja schon, die Kleine. Hahaha.“

Ich antworte: „Das sehen wir dann. Vielleicht bin ich noch hier. Vielleicht auch nicht. Geh Du mal. Lass Dich überraschen!“

Derweil quatschte ich mit ihrer Freundin, die irgendwie auch von mir angetan zu sein schien und mich auf meine Klamotten und meinen Beruf ansprach. Das war dann das… ich glaube… dritte Mal… an dem Abend, dass mich jemand auf meinen Kleidungsstil ansprach. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich mich gestern fühlte wie ein Halbgott. Ich fühlte mich wohl in meiner Haut und wohl mit meinem Style. Ich glaube, dass es – wenn es um die Eleganz geht – niemanden männlichen sonst dort gab, der mir das Wasser reichen hätte können. James Bond eben. Klar sind andere Typen muskulöser, einer trug sogar einen quitsch-bunten Anzug. Klar machen einige auf Fasching. Andere haben Tattoos und tun so als wären sie Rambo. Oder die Checker vom Neckar. Aber James Bond? Keiner! Außer mir. Das ist eine andere Liga. Einen Porsche fahren kann jeder. Aber Aston Martin?!

Als die Kleine wieder zurück war, streichelte sie mich kurz Rücken und ich scherzte mit ihr noch ein bisschen herum. Wir gingen langsam ein paar Meter weiter. Und ich dachte mir: „Hm. Auch sie ist nicht wirklich hübsch. Aber es ist später und ich will nach Hause. Ich mach jetzt einfach was nach dem Motto: High risk, high benefit!“ Also nahm ich ihre Hände, drehte sie und drückte sie leicht an die Wand und kam ihr näher.

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Dabei bemerkte ich, dass es für einen Kuss für sie zu früh war. Sie drehte ihren Kopf leicht weg. Also küsste ich an ihrem Hals entlang und stoppte, bevor ich zum Mund kam. Es war zu früh für den Kissclose. Definitiv. Es war unkalibriert. Aber es war mir egal. Ich wollte heim. Und was hatte ich zu verlieren? Eine 4,5? Eine 4,5 kann ich nicht verlieren. Die kann man höchstens gewinnen, aber niemals verlieren.

Sie war überrascht, irgendwie angetan… aber es war noch zu früh. Ich hätte ein paar Minuten mit ihr tanzen oder durch ein Gespräch weiter Vertrauen aufbauen müssen und dann hätte ich das gut durchziehen können… da bin ich mir ganz sicher. Aber das war mir alles egal. Es ging mir nur um eins: Ich wollte meine Komfortzone verlassen. Dinge tun, die ich normal nicht tun würde. Dinge, die ich fast 2 Jahre nicht mehr tat. Dinge, die in den nächsten Wochen und Monaten enorm wichtig sein werden für meine Entwicklung. Heute die 4,5. Morgen eine 6. Übermorgen eine 8. Und die wird dann vielleicht die Mutter meiner Kinder. Egal ob ich sie nun im Club kennenlerne (eher unwahrscheinlich) oder beim Daygamen (eher dort).

Ich ging mit den beiden Frauen noch ein paar Meter, umfasste sie von hinten an ihren Schultern und sprach ihr leise ins Ohr. Sie war etwas verdattert darüber, dass ich gehe. So ist das Leben eben. Mann kann nicht alles haben. Frau aber auch nicht.

Auf dem Heimweg fühlte ich mich, als hätte ich einen riesen Sprung gemacht. Und auch am Tag danach fühlt es sich jetzt so an:

  1. Hat eine Frau eine Nummer aktiv von mir gewollt und kam deshalb extra zu mir zurück.
  2. Hatte ich wieder eine Frau geküsst. Egal wie toll oder nicht toll sie nun war.
  3. Hat mich eine zweite Frau angegraben und ich habe meine Komfortzone durch hartes Eskalieren gesprengt, im Wissen sie vermutlich zu verlieren. Ich bin sozusagen ein Stück weit durch die Angst gegangen einen Move zu machen. Ich hab den Move gemacht. Passt. Bei der Richtigen würde ich das etwas kalibrierter tun und dann wird das optimal sein.

Ein verrückter Abend!

Und das coolste ist: Noch auf dem Weg von der ersten Tanzbar zur zweiten Location sagte ich zu meinem Wingman noch: „Heute Abend wird ein guter Abend! Ich hab richtig Lust etwas zu tun!“
Sollte ja auch genau so kommen.

Kann so weitergehen… wird so weitergehen! Gas geben! Immer der Traumfrau entgegen. Beim Fallobst gehts halt erstmal los. Wieder ran kämpfen…! 😉

Ein ganz persönlicher Dank an den Menschen, dem ich mehr zu verdanken habe, als mir damals klar war

Gestern war ich wieder mal draußen unterwegs, mit meinem Wingman. Der, der auch damals schon oft dabei war. Damals heißt im Teil 1. Wir hatten immer viel Spaß. Er ist noch immer Lebemann, noch immer Single, aber keinesfalls einsam. Er ist wirklich ein besonderer Mensch! Im Nachhinein tut es mir echt leid, dass ich ihn während der Beziehung zeitlich einfach etwas aus den Augen verloren habe. Freunde, Familie, Job, Studium und 2 (nicht einmal eigene) Kinder und die Beziehung. Wie soll das alles gleichzeitig gehen?!

Und es wäre gegangen!

Heute weiß ich wie: Mehr mit allen gemeinsam gleichzeitig machen! Mit Freundin raus, dazu die Freunde und auch die sonstige Familie mitnehmen. Fertig. Alles ist machbar. Aber ich wollte in der Beziehung meine Zeit einfach exklusiv mit meiner neuen kleinen eigenen Familie verbringen. Zweisamkeit erleben bzw. mit den Kindern Viersamkeit erleben. Für mich heißt Liebe nun einmal Liebe. Ganz oder gar nicht. Für mich ist dann jede Minute wichtig, die totale Zweisamkeit. Ob ich das auch in Zukunft so sehen werde… ich weiß es nicht. Keine Ahnung. Vielleicht würde ich zukünftig mit weniger Zweisamkeit auskommen, auf Kosten der Liebe, vermute ich. Traurig einerseits, dieser Gedanke. Schön andererseits, wenn ich mal wieder verlassen werde, zu wissen, dass ich meine eigene Welt nicht aufgegeben habe.

Irgendwie schließt sich das für mich gegenseitig aus, Liebe gegen Unabhängigkeit einzutauschen. Ich weiß wie ich bin und was ich suche. Eine tiefe Beziehung. Eine unumstößliche Basis. Aber vernachlässigen möchte ich MICH selbst nicht mehr. Wenn ich also auch in Zukunft Sport mache und die Frau nicht dabei ist… dann ist das jedenfalls in dem Moment keine Zweisamkeit. Schwierig. Vielleicht bin ich zu extrem im Bedürfnis nach Nähe. Im Vergleich zu anderen Menschen ganz sicher sogar. Aber ich suche ja auch keine normale Frau, da ich kein normaler Mann bin.

Jedenfalls geht das alles solange gut, bis die so unglaublich tolle kleine eigene Familie sich in Luft auflöst. Dann sieht man seinen wahren Kern und seinen eigenen Wert. Und Eckhart Tolle würde sagen, dass sich in so einem Moment eine Pforte auftut. Durch die man durchgehen und sie positiv nutzen kann oder eben wie die meisten Menschen nicht. Man hat jetzt die seltene Chance der Gegenwärtigkeit, zu erkennen, wer man selbst ist und in den Moment zu gehen. Tiefe zu erspüren. Und genau das passierte bei mir. Alles um mich herum war weg. Wohnung. Frau. Kinder. Sogar der Hund. Einfach alles, jedenfalls alles was nicht mir gehörte. Und Menschen gehören uns nun einmal nicht. Sie kommen und gehen wann sie möchten. Aber was bleibt, ist das eigene Ich. Und die Sache ist in diesem Moment nur, ob das eigene Ich mir alleine reicht oder nicht. Ob ich glücklich mit mir selbst bin.

Wenn ja, mögen die Menschen um mich herum zwar gehen, aber ich genüge mir dennoch. Das war bei mir anders. Ich ließ mich so sehr auf die neue eigene Familie ein, dass ich alles vernachlässigte. Selbst mein Studium habe ich um ein Semester verlängert. Der Familie zuliebe. Und habe dabei zwar stets Glück durch die Frau und die Beziehung mit ihr empfunden, den Glauben in mir getragen, dass es mir gut gehe mit dieser Frau und den Kindern. Mit dem Hund. Der Wohnung. Und der weiteren gemeinsamen Lebensplanung.

Dabei habe ich übersehen, dass ich mich zunehmend in die mentale Abhängigkeit begab. Tolle Frau hin oder her. Aber ich habe meinen Wert verloren. Egal wie sie mich gesehen haben mag. Ich gab den Sport auf, achtete weniger auf die Ernährung, weniger auf meinen eigenen Spaß im Leben.

Richtig gemacht, hätte dann auch wiederum die Frau profitiert. Aber das ist erst in zweiter Linie interessant. Wichtig ist zunächst wie es MIR geht. Ich hatte alles an zusätzlich Dingen aus meinem Leben verbannt was mich „unnötig Zeit“ kostete. Unnötig war dabei alles, was nicht zum „sachlichen Weiterkommen“ beitrug. Mein Studium schmiss ich nicht, meine Finanzen auch nicht. Aber ich vernachlässigte Freunde und Familie und soziale Kontakte. Und meinen Körper. Mit dem Resultat den inneren eigenen Wert gen 0 zu fahren. Ein Follower schrieb letztens in einem Kommentar einen schönen Satz, den zitiere ich hier gerne und wende ihn im Sinn etwas abgewandelt an: „Ich lief lachend in die Kreissäge!“

Zurück zu meinem Wingman

Vor einigen Wochen war ich mal abends weg, das war noch in der Beziehung, und habe meinen Wingman gebeten mit dazu zu kommen. Es war echt schön, ihn wieder zu sehen. Es war zu selten. Dafür, dass wir vorher im Projekt Beziehung Teil 1 wie die kleinen Kinder oft Quatsch zusammen gemacht haben, war das einfach zu wenig Wiedersehen. Ich habe mich auch bei ihm entschuldigt dafür und ihm vor ein paar Tagen gesagt, dass ich – falls ich wieder eine Beziehung eingehe – definitiv mehr Kontakt mit ihm halten werde. Mit meiner nächsten Frau gehe ich einfach öfter aus, egal ob in Bars oder Clubs. Und dann lade ich ihn einfach öfter ein mitzukommen, hab ich mir vorgenommen. Oder auch mal so in der Stadt zusammen herum zu laufen, geht ja auch.

Also an der Stelle nochmal: Es tut mir leid, dass ich Dich etwas ins Hintertreffen geraten ließ. Das war nicht korrekt von mir. Ich war blind, ich ließ mich blind machen von dieser Frau. Mein Bewusstsein kehrte ja dank dem Beziehungsaus nun schlagartig zurück. Ich reflektiere viel und denke viel nach über mich. Nicht mehr viel über sie. Sie ist Geschichte, wie Du immer zu mir sagst: „Vergiss sie, klappe das Kapitel zu. Schau nach vorne. Vergiss sie einfach. So wie sie drauf war, war klar, dass das irgendwann passieren musste. Ich hab das gleich am Anfang schon gesagt… abwarten… wie lange das hält. Such Dir die Nächste. Ende. Weg. Aus. Abschalten! Weiter gehts.“

Du bist dank Deiner einzigarten Alleinsein-Mentalität da echt locker und verdammt abgebrüht. Ich weiß, dass Du immer schon im Leben verdammt gut alleine mit allem auskommst und dabei dennoch ein mega sozialer Mensch bist. Du bist ein klasse Typ und ein Mensch, für den ich auch jederzeit nachts aufstehen würde, um Dich aus dem größten Dreck rauszuziehen. Versprochen! 🙂

Du hast mich damals über Monate mental stark unterstützt, ohne es selbst zu merken. Ohne zu nehmen. Du hast nur gegeben. Wir sind um die Häuser gezogen und Du hast mir Deine Welt gezeigt. Die Welt des Fortgehens, Feierns oder einfach nur Spaßhabens. Egal wo. Und wenn wir uns nur zwei Fahrräder ausgeliehen haben und durch die Stadt gefahren sind. Pickupper sind oft alleine unterwegs. Aber Du bist kein Pickupper. Du bist einfach von Natur aus ein Lonesome Rider. Das macht Dich stark, da Du auf niemanden angewiesen bist. Und dank Deiner natürlichen sozialen, extrem witzigen und unterhaltsamen Art, bist Du ein Gute-Laune-Magnet für alle Menschen.

Von Deiner natürlichen lebensfreudigen Ausstrahlung hätte ich gerne eine Scheibe ab. Während Du immer lachst und strahlst und so alles anziehst, das auf gute Laune aus ist, komme ich hingegen immer über den Verstand und über Tiefe an die Menschen ran. Wir sind so unterschiedlich wie es kaum anders gehen kann. Aber ich habe von Dir enorm gelernt. Deine Art hat mich damals angesteckt. Ich wurde immer sozialer. Immer lustiger. Immer offener.

Wären wir nur ein paar Mal zusammen weg gegangen, wären es nur ein paar schöne Abende gewesen. Aber Du hast mich in einer Zeit tiefer Depression dauerhaft anschub-begleitet. Dafür kann ich Dir nur unendlich dankbar sein. Natürlich ist das auch dem Umstand zu verdanken, dass Du direkt in der Stadt wohnst und sowieso immer irgendwo dort unterwegs bist. Und ich nicht weit weg gearbeitet habe und deswegen auch fast jeden Tag in der Stadt war und wir uns an vielen Tagen in der Woche trafen. Oft einfach nur für 30 Minuten auf einen Kaffee. Manchmal auch für zig Stunden in Bars und Clubs. Du hast mir Menschen vorgestellt und mir gezeigt, wie es ist, sich in Bars und Clubs zu bewegen als wäre es das eigene Wohnzimmer.

Die ganze Innenstadt wurde deshalb damals mein Wohnzimmer. Noch heute nenne ich die Innenstadt deshalb „mein Wohnzimmer“. Auch wenn es nach fast 2 Jahren Abstinenz erst einmal wieder mein Wohnzimmer werden muss. Aber ich bin ja schon dabei. Inzwischen bin ich wieder mehrmals die Woche da. Die Menschen erkennen mich zunehmend wieder. Sie begrüßen mich, fragen mich manchmal nach Dir und bestimmt auch umgekehrt. Auch die (oftmals inzwischen neuen) Türstehen erkennen mich inzwischen langsam wieder.

Damals aber war ich nicht gut drauf, kurz vor Beginn des Projekts Beziehung. Ich war ein Haufen Elend. Völlig fertig mit mir und der Welt. Besonders mit der Frauenwelt. Die Sinnfrage an sich ergab schon keinen Sinn mehr. Ich wollte einfach nicht mehr. Aber irgendwann haben sich unsere Wege wieder gekreuzt und wir trafen uns. Zu jener Zeit hatte ich mich noch innerhalb meiner eigenen 4 Wände schon ein gutes Stück aus dem Sumpf gezogen. Eckhart Tolle und so. Aber das war eben nur zu Hause. Nicht draußen.

Ganz bestimmt hattest Du auch Deinen Spaß mit mir. Da Du doch ein Stück älter bist, konnte ich Dir vielleicht auch nochmal ein paar Aspekte aus einem „jüngeren Denken“ mitgeben oder Seiten eines angehenden Pickuppers zeigen. So wie ich das damals betrieb, war das für Dich ja auch neu. Du hast zwar auch ständig Frauen um Dich herum. Aber Du bist einfach ein Natural, wie die Pickupper das nennen. Einer, der „einfach so“ und von Natur aus mit Frauen cool ist.

Später folgte noch ein gemeinsamer Mallorca-Urlaub, den ich hier auch damals literarisch zum Besten gab. Auch dieser Urlaub schob mich im Game nochmal massiv an, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt mental und beim Pickuppen schon relativ weit gekommen war.

Deswegen lass Dir sagen: Danke für alles! Du bist ein toller Mensch!

Korb auf Knopfdruck

Und zum Abschluss noch eine kleine Erzählung zu gestern Abend/Nacht. Wir trafen uns wieder mal in der Stadt, gingen in eine Bar. Und ich hatte mir vorher gedacht… ach ja… heute ziehst Du mal einen Anzug an. Ich hatte schon im Hinterkopf, dass ich am späteren Abend noch kurz auf eine Veranstaltung in einem Edelschuppen gehen würde. Mit Gästeliste und so. Da macht sich der Anzug besser. Ein paar Mal bin ich ja auch darauf angesprochen worden. Anzug fällt auf.

Wir beobachteten die Szenerie. So standen wir dann draußen mit unseren Getränken und plötzlich kam eine Frau auf mich zu und sprach mich an. Ohje. Alarmglocken. Immer verdächtig. Sie war nicht von hier. Ursprünglich auch nicht aus diesem Land. Soweit noch nichts Auffälliges. Aber eine Frau, die Männer anspricht… ist selten. Sie mag meinen Anzug gesehen haben oder vielleicht fand sie auch meinen Wingman toll. Was weiß ich. Mein Wingman und ich hatten jedenfalls Spaß und waren gut drauf. Aber ich mag keine Frauen, die rüber kommen wie selbstbewusste Männer. Also gabs in bester Pickup-Manier von mir erstmal ein oder zwei pfeffrige Kommentare, die ihr klar zeigten: „Ich bin der Mann, Du folgst mir bzw. uns. Wenn Du Spaß haben willst, bist Du hier genau richtig. Aber es läuft nach meinen bzw. unseren Regeln.“

Sie war überhaupt nicht mein Fall. Älter als ich, raucht und war außerdem auf der Suche nach einem Typen, der ihr einen Drink ausgab. Perfekt. Da bin ich der Richtige. Komm nur her. Dann wärst Du die erste Frau in meinem Leben, der ich direkt ein Getränk ausgebe. Hahaha.

Die Konversation lief schon zwei oder drei Minuten. Ich hatte ehrlich gesagt mehr Gedanken bei meinem Handy und meiner Kohle. Du kannst ja nie wissen bei solchen Frauen. Die laufen auf Mallorca auch herum und zocken die (besoffenen) Touristen ab. Dass ich keinen Alkohol trank, sondern nur Bitterlemon auf Eis, glaubte sie mir sowieso nicht. Auch so ein Grund, warum es immer gut ist, seine Sinne beisammen zu haben. Jedenfalls lief das Gespräch auf witzige Art etwas hin und her. Da mir die Frau sowieso egal war, sexualisierte ich das Gespräch sehr schnell in Richtung Silikon-Brüste usw. Ich bin normal nicht so, aber was im Moment zählt ist nur üben üben üben. 😉

Sie irgendwann: „Kann ich mit Euch was trinken?“

Ich: „Klar. Da ist die Bar. Sie gehört Dir. Bestell Dir doch was Du möchtest!“ und habe sie dabei angegrinst.

Ihr hat das nicht so gefallen, wie ich merkte. Hahaha. Nach Zigaretten fragte sie außerdem. Hab ich auch nicht. Ob ich denn keinen Alkohol trinken würde, fragte sie.

Ich, ein bisschen wie zu einem kleinen Schulmädchen: „Nee, schau mal. Zigaretten sind pfui. Alkohol ist schädlich für den Körper. Ich bin ein extrem langweiliger Mann und deswegen achte ich auf meinen Körper. Für mich kommt so Giftzeug nicht in Frage. Ich bin mir wichtig.“

Wieder musste ich einfach nur grinsen. Es war einfach zu lustig mit so einer Frau. Ich bin mir sicher, dass diese Frau für ein paar Drinks alles gemacht hätte. Aber es ist auch lustig mit so einer Situation bewusst zu spielen.

Irgendwann verlor sie das Interesse, zum Glück. Ich holte aber auch echt alle Eiswürfel aus dem Kühlfach, bis sie das verstand. Sie tat gleich zu Beginn auf cool und schleuderte mit (eigentlich gar nicht so) witzigen Aussagen um sich. Wie gesagt, das sind gefundene Elfmeter für einen Pickupper. Da gibts auf jeden blöden Spruch direkt den Konter zurück, aber mit Topping. Am Ende war sie kleinlaut und eigentlich ganz handzahm. Perfekt. Und dann war sie auch schon weg.

Nach einer Weile zogen wir von der Location weiter, beobachteten ein paar Straßenmusiker. Und plötzlich lief da eine Granate um die Ecke. Tak tak tak tak tak. Lange glatte schwarze Haare, High Heels, enge schwarze Jeggings in Lederoptik… einen massiv knackigen Hintern… hrrrrrrrrr… von hinten mindestens eine 9.

Ich: „Schau Dir die mal an. Holla die Waldfee!“

Er: „Wo?! Ah. Mmm… aaahhhh… sprich sie an, wenn Du kannst.“

Ich dachte mir nur: *Wie, wenn ich KANN?*

Ich: „Klar kann ich, aber die ist jetzt schon fast 50 Meter weiter vorne… okay, also bis gleich.“

Ich lief der Dame schnellen Schrittes hinterher, überholte sie und ging dann von vorne auf sie zu. Erst war ich mir nicht sicher, ob sie von hier ist, so wie sie in ihrem Handy suchte und stehen blieb.

Also fragte ich zunächst: „Hi. Sprichst Du deutsch?“

Sie: „Ja, warum?“, und spricht kurz ins Telefon: „Warte mal kurz bitte. Moment.“

Ich: „Schau mal, Du bist da vorne an mir vorbeigelaufen… dabei bist Du mir wegen Deiner engen Jeggings aufgefallen…“, dabei zeige ich mit meiner Hand von oben nach unten auf ihren Körper und blicke sie dabei auch von oben nach unten und wieder nach oben an „… und deswegen muss ich Dich ansprechen, um hallo zu sagen.“

2019-04-26

Sie: „Oh… ja… aber ich muss gleich sagen… ich bin vergeben.“

Da ich keine Interessenssignale bemerken konnte, hab ich es dann dabei gut sein lassen, habe sie nur kurz gefragt was sie heute Abend noch so machen würde, hab ihr einen schönen Abend gewünscht, ihr die Hand gegeben und bin wieder zu meinem Wingman zurück.

Ein Korb auf Knopfdruck. Übrigens hatte sie von vorne ein Gesicht wie eine Puppe. Barbie-Girl. Extrem geschminkt. Sehr gewöhnungsbedüftig, wenn da mal die Sonne hoch steht und es 30 Grad hat, verläuft das ganze Plastik dieser Frau wie eine Qualle an einem Mittelmeerstrand. Aber darum geht es ja gar nicht. Der rote Buzzer wurde gedrückt und ich bin los gelaufen. Passt doch.

1 zu 0. Übrigens notiere ich seit gestern wieder offiziell alle Approaches. Mal sehen, was die Statistik in einigen Wochen sagt. Damals half mir die Statistik, um die Entwicklung nachverfolgen zu können.

Später bin ich noch kurz in den Edelschuppen, sehen und gesehen werden. Und dann nach Hause. War ein guter Abend. Denn in dem Edelschuppen habe ich mit ein paar Mädls gesprochen, die dort arbeiten. Sie standen da alle auf einem Haufen. Wie gerufen. Also hab ich den mega sozialen Typen gespielt, der alle gleichzeitig unterhält. Und dann sagt die Eine doch zu mir: „Sagmal warst Du am Wochende in der Location X?“

Ich: „Hmmm… ja… wie kommst Du darauf?“

Sie: „Ich arbeite dort und war die, die Dich an den Platz geführt hat.“

Ich: „Ohhhh, stimmt. Jetzt erinnere ich mich wieder. Mädls, Ihr müsst wissen, das war so lieb von ihr, sie hat mir einen super Platz organisiert, da ich alleine war… und nicht ganz alleine irgendwo außen sitzen wollte.“

Sie: „Jaaaa… es war ein 4er Tisch und ich hab Dir dann noch extra zwei Frauen dazu gesetzt.“

Ich: *lache*… „Hahaha. Das stimmt. Du Schlingel. Hab ich sofort gecheckt, dass das Absicht war. Aber ich sag Dir was: Das waren zwei Russinnen, die kaum deutsch konnten. Ich konnte mit denen nix anfangen.“

Sie: *lacht*

Dann noch ein kurzer Smalltalk mit allen und ja.. sie hatte irgendwie Interesse an mir, hatte ich das Gefühl. Aber da ich ja jetzt weiß wo sie arbeitet… und sie mir sagte, dass ich einfach mal vorbekommen sollte, wenn sie da arbeitet… sehen wir uns bestimmt wieder… 😉

PS: Gefühlt auf dem besten Weg zurück zur alten Stärke! Yes!

Dialog mit Herrn van Onnetuschn, persönliche Einblicke und Erkenntnisse

Gleich vorab: Das wird ein längerer Artikel, knapp über 3000 Wörter. Aber ein inhaltlich wertvoller. Da das mein Tagebuch ist hier, nehme ich mir die Freiheit heraus alles nieder zu schreiben, was mir wichtig erscheint. Und dieser Artikel ist ein kleiner Meilenstein, in meiner mentalen Problem-Bewältigung, wie ich nach Fertigstellung des Artikels gemerkt habe. Deshalb habe ich ihn auch nicht gesplittet. Und es gilt noch immer was ich damals sagte: Eines Tages zeige ich diesen Blog meinem Sohn oder meiner Tochter. Dich muss und werde ich mir aber erst noch hart erarbeiten. Für Dich werde ich erst noch meine Frau finden müssen. Diesen Artikel widme ich Dir, kleiner Junge oder kleines Mädchen! Wenn Du alt genug bist, wirst Du das alles lesen. Und mich und alles verstehen. Warum ich so war und warum ich so wurde. Und warum ich bis dahin der Papa wurde, den Du nun hast. Ich freu mich auf Dich.

 

Gestern Abend war ich mit Herrn van Onnetuschn draußen, um Fußball zu schauen. Kein Pickuppen, einfach nur Fußball. Zur zweiten Halbzeit kam auch noch ein weiterer Freund dazu. Lustig wars. Gut, der Elfmeter jetzt nicht. Aber der Abend. Richtiger Männerabend. Verrückt. Kannte ich gar nicht mehr, sowas.

Und nun zum Gespräch, das ich auf der Rückfahrt mit Herrn van Onnetuschn führte. Wir telefonierten, da wir beide mit dem Auto in getrennte Richtungen unterwegs waren.

Ich sagte in etwa zu ihm: „Das ist so krass! Ich hab die alten Chats gelesen. Und ob Du es glaubst oder nicht, aber ich hab das alles verdrängt, was damals passiert ist. Irgendwie gar nicht mehr in mir präsent! Kommt mir so fremd vor!“

Er: „Was meinst Du?“

Ich: „Schau mal, kurz bevor ich sie (Fr. Schlange) kennengerlernt habe… ich hatte ständig ganz unterschiedliche Erlebnisse, Spaß und auch Frauen um mich herum. Stellenweise wurde es mir sogar zuviel. Manchmal war ich regelrecht froh, wenn ich mit einer keinen Kontakt mehr hatte.“

Er: „Ja!“

Ich: „Weißt Du noch die Eine verrückte Pferdetussi… die ich im Club kennen gelernt und zu ihr nach Hause gebracht habe, über Nacht dort war… und ein paar Tage später war sie über Nacht bei mir. Ich fand sie ab dem ersten Moment scheiße. Optisch war sie echt okay. Aber charakterlich echt scheiße. Immer schlecht drauf und so. Und ich war damals mega auf Eckhart Tolle… Ego ausblenden… einfach tun… Menschen akzeptieren wie sie sind… das Gute sehen… bla bla… und ich hab einfach immer gelächelt und sie einfach dummlabern lassen.“

Er: *Lacht*

Ich: „Und als sie über Nacht bei mir war und am nächsten Morgen in die Arbeit musste… und meine Wohnung verließ… hatte ich im Gespür, dass wir uns nie wieder sehen würden. Wir verabschiedeten uns und sie ging die Treppen runter. Ich machte die Türe zu und dachte mir: Endlich ist sie weg.“

Er: *Lacht wieder*

Ich: „Und ich wusste: Ich werde mich nicht bei ihr melden. Und ich spürte, dass auch sie sich nicht mehr bei mir melden würde. Zusätzlich hoffte ich das auch. So eine schräge Frau. Ein richtiger Energiefresser. So eine komische Frau hab ich nie wieder kennen gelernt.“

Gedankeneinschub:

Es war übrigens meine erste und bis jetzt einzige blonde Frau in meinem Leben, mit der ich mich nicht nur unterhalten habe. Auch merkwürdig eigentlich. Offenbar stehe ich auf dunkel. Obwohl es mir eigentlich egal ist.

 

Er: „Du hattest ja noch mehr Frauen zu dem Zeitpunkt, kann ich mich erinnern.“

Ich: „Ja. Es war eigentlich immer irgendwas los. Ich hab das damals gar nicht so wahrgenommen. Ich hab einfach gemacht. Hat sich frei und gut angefühlt. Und irgendwann war sie einfach da, „die Richtige“. Naja. Dachte ich halt.“

Er: „Das wird auch wieder so sein!“

Ich: „Ob Du es mir glaubst oder nicht. Aber anfangs hatte ich gar keine intenstiven Gefühle für sie. Sie war echt mehrere Wochen lang für mich gefühlt ziemlich nur Eine von Vielen. Klar fand ich sie heiß und es machte einfach Spaß mit ihr, ihre Art und so. Aber wenn ich so überlege… alleine die ganzen Begleitumstände und ihre Lebenssituation waren schon… scheiße. Aber sie war die erste und einzige Frau, die sich in Projekt Beziehung Teil 1 wirklich richtig richtig intenstiv um mich bemüht hat und jede Minute mit mir verbringen wollte. Sie hatte ja sogar extra ihre Kinder stundenweise betreuen lassen, damit wir uns irgendwie sehen können. Und deshalb hab ich mich dann irgendwann recht schnell in sie verliebt. Aber das lag an IHR. Nicht an mir. Ich war es doch gewohnt, dass es recht bald wieder auseinander geht. Weil es immer irgendwie nicht ganz passte. Und es wäre mir echt egal gewesen damals. Wenn es nach kurzer Zeit nix mehr gewesen wäre. Wirklich! Das ist so. Ich kann das gar nicht glauben, aber es war so!“

Er: „Und dann hast Du Fr. Schlange gehabt. Ich weiß noch. Du hast sogar zu Beginn Deiner Beziehung zu mir gesagt: „Weißt Du, eigentlich muss ich gar nicht in dieser Beziehung sein. Ich könnte alle haben. Wann ich will. Irgend eine oder eine andere.“

Ich: „Habe ich das IN DER BEZIEHUNG wirklich zu Dir gesagt? Hör auf!“

Er: „Jaaaa!!! Es war wirklich so. Du warst schon in Deiner Beziehung. Es war noch ganz am Anfang. Aber Du sagtest zu mir: „Ich vermisse es schon irgendwie, dass ich jetzt so festgelegt und eingeschränkt bin!““

Ich: „Das ist doch total verrückt. ICH???!!!“

Er: „Ja, glaub es mir halt. Ich weiß es noch ganz genau!“

Ich: „Da siehst Du mal. Was ist nur aus mir geworden in der Zeit?! Ich hab echt viel verdrängt und vergesse manchmal wirklich Dinge, die länger her sind. Ich bin so froh, dass Du mir solche Dinge von früher erzählst. Danke!“

Herr van Onnetuschn: „Ja, Du sagtest sogar wörtlich damals zu mir, IN Deiner Beziehung mit ihr: „Sex mit anderen Frauen wäre auch mal wieder schön.““

Ich: „Hahahaha. Das kann sein. Hab ich anfangs vielleicht echt mal gedacht und gesagt, aber Du weißt ja, dass das in der Beziehung nie ein Thema für mich gewesen wäre.“

Er: „Als ihr noch nicht in der Beziehung gewesen seid… sondern in der Kennernlernphase… da hattest Du doch auch andere Frauen weiter parallel kennen gelernt!“

Ich: „Das stimmt. Ich kann mich an einmal erinnern, da weiß ich gar nicht mehr genau wie ich das gemacht hatte. Ich hatte Besuch von der Einen aus dem Land X, Du weißt schon, über Nacht und am nächsten Tag wollte ich mich zu einem weiteren Date mit Fr. Schlange treffen… Abends telefonierten wir zu dem Zeitpunkt schon recht regelmäßig, also Fr. Schlange und ich… und deshalb hatte ich ein organisatorisches Problem, wie ich das gebacken bekommen soll. Eine zu Besuch über Nacht da, kann aber nicht parallel mit Fr. Schlange telefonieren und soll sie am nächsten Tag treffen, ohne dass es wiederum die andere mitbekommt. Aber irgendwie hab ich das gelöst. Lustig eigentlich, im Nachhinein und so wertvoll, dass wir darüber reden und ich mich dank Dir daran erinnern kann!“

Gedankeneinschub:

Ich verfolgte damals die Devise: Ich date so lange jede Frau, die mir gefällt… bis? Ja bis mir DIE EINE das klare Signal gibt, dass sie eine Beziehung möchte. Das war zu diesem Zeitpunkt noch nicht der Fall. Es war in diesem Stadium noch nicht so weit. Erst als es hieß: „Ich möchte mit Dir zusammen sein!“ habe ich sofort sämtliche anderen Kontakte abgebrochen. Tatsächlich sofort. Keine weiteren Dates mehr. Keine weiteren Frauen mehr angesprochen. Nix. Ende. Das ist mir wichtig klarzustellen. Ich habe Prinzipien und die werde ich auch in Zukunft einhalten. Ich bin kein 08/15-Pickupper gewesen und will ich auch nie werden. Sex ist nicht das Wichtigste im Leben. Und Sex mit möglichst vielen verschiedenen Frauen hat mir im Nachgang gesehen nicht mehr Spaß gebracht als in einer festen monogamen Beziehung. Das ist höchstens dann anders, wenn dieser Aspekt in der Beziehung mal zu kurz kommen sollte. Dann stimmt aber generell etwas nicht. Ich will meine Traumfrau kennen lernen. Ende. Und auf dem Weg dahin habe ich damals alles getan, was ich tun konnte, um zu sagen: „Ich lern was!“ So sehe ich das jetzt auch wieder. Ich starte nicht bei 0. Völlig klar.

Aber ich bin auch noch nicht wie damals bei 60 oder 70 Prozent. Auch damals war ich noch nicht ganz oben angelangt auf der Erfahrungs-Skala. Noch lange nicht bei 100. Ich war schon weit, würde ich sagen. Aber da gibt es auch immer noch Potenzial nach oben. Das kann man nur erreichen, wenn man alle Erfahrungen bewusst macht und annimmt. Seine Komfortzone erweitert und sich seinen Ängsten stellt. Die Größte Entwicklung im Leben ist immer nur dort möglich, wovor man die meisten Hemmungen hat. Bitte merken! Manchmal fühlte ich mich auch ein bisschen schäbig, das gebe ich schon zu. Bei dem Zeug, das ich teilweise mitgemacht und getan habe… manches tat ich einfach nur um zu lernen. Es gehört dazu, wie für ein kleines Kind das Laufen lernen und dabei hinzufallen. Nicht jedes Date war schön. Auch nicht jeder Kuss war schön. Und manches andere auch nicht.

Aber ich wusste: Ich werde eine wirklich attraktive Frau nie kennen lernen, wenn ich davor nicht alles tue, um die „attraktiven“ Frauen für mich „normal“ erscheinen zu lassen und sie mental vom Podest zu ziehen. Das ist der größte Unterschied zwischen allen (!) normalen (!) Männern und erfolgreichen Pickuppern. Es gibt keine Supergirls. Es gibt Frauen, tolle Frauen. Aber sie sind nicht toller als ich. Um nicht zu sagen: Ich bin Superman und dann schauen wir mal, ob sie auch toll ist. So wird ein Schuh draus. Mindestens mal Augenhöhe bitte. Und das geht nicht, wenn man nie tolle Frauen um sich herum hat. Um sich zu entwickeln als Mann, reicht es einfach nicht, es immer nur beim miteinander sprechen zu belassen. Irgendwie auch klar. Es ist wie eine Fremdsprache lernen. Eine Sprache kann man ein Stück weit autodidaktisch lernen, aber die Kultur wird man nur in dem Land erfahren!

Heute weiß ich: Es reicht nicht, nur ein oder zwei mal im Leben eine tolle Frau in einer Beziehung gehabt zu haben. Besonders nicht wenn es eine extrovertierte Frau ist. Damals dachte ich mir: „Geil, jetzt hab ich alles erreicht, mit dieser Einen.“ Ich war ein Narr! Muss ich heute sagen!!! Ich hatte noch gar nicht begriffen, dass das „Bekommen“ nichts mit dem „auch halten Können“ zu tun hat. Ich war gut im Bekommen, aber noch immer der total naive kleine Junge wenn es darum ging, eine Frau zu halten. Und das kann gleich 5 mal nicht gelingen, wenn es um eine attraktive und gar extrovertierte Frau geht.

Eine, um die auch andere Typen wie die Scheißhausfliegen kreisen. Eine, die überall auffällt. Eine, die selbst jedes Gespräch sucht. Solche Frauen sind eigentlich – aus meiner heutigen Sicht – einfach scheiße (in einer Beziehung). Denn ich brauche keine Puppe zum Angeben. War auch damals nicht mein Ziel. Ich hatte das nur nicht gekannt, dass eine Frau so sein könnte. Extrovertiert. Und wie ich damit umzugehen hätte. Ich war einfach nur ein kleiner Junge in solchen Sachen. Heute weiß ich was ich zu tun hätte, wenn sich so etwas wiederholt. Referenzerfahrung. Heute kenne ich die sich anbahnenden Anzeichen von „Unzufriedenheit“ in so einer Grazie. Ich würde das auf 10 km gegen den Wind riechen, wenn so eine Frau gedanklich nicht mehr ganz bei mir in der Beziehung wäre.

Ich möchte eine herzliche Frau, eine die nicht mit dem nächsten in die Kiste hüpft, obwohl sie in einer Beziehung ist. Eine Frau, die auch mal zufrieden ist im Leben mit dem was sie hat. Und mit dem was ich ihr biete. Und nicht nach anderen schaut und ständig alle Gespräche sucht… Hätte ich einen 911er Porsche gehabt, wäre es ihr irgendwann auch nicht mehr Recht gewesen und sie hätte sich einen Typen mit einem Ferrari geholt. So sind solche Frauen leider. Nichts genügt je. Nichts ist gut genug. Und der liebevolle Mann sowieso nicht.

Ich bin anders. Mir hat alles an dieser Frau genügt. Inklusiver sämtlicher negativer Aspekte. Egal ob äußerlich oder innerlich. Jeder hat „Fehler“, aber ich habe an mir über lange Zeit daran gearbeitet nicht mehr alles an anderen Menschen als Fehler zu sehen. Für mich war sie perfekt. Egal ob sie eine 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 war. Selbst wenn sie nur eine 5 gewesen wäre. Für mich wäre nie in Frage gekommen auch nur einmal eine 10 anzusprechen. Die 5 hat mir genügt. Warum auch nicht?! Was soll das?! Das nennt man Treue. Das nenne ich auch Liebe. Das ist – denke ich – einer der Hauptunterschiede zwischen den ganzen üblichen Pickuppern und mir. Es gibt auch ein paar feine Kerle da draußen beim Pickuppen. Aber die meisten – die ich auch draußen treffe – sind unaufrichtig. Den Frauen gegenüber und sich selbst gegenüber. Sie spielen etwas und tun so als ob. Aber es ist ihr leben. Sollen sie machen. Das Recht hat jeder, das zu tun was er möchte.

 

Er: „Siehst Du. Das dauert jetzt einfach nur, bis Du da wieder hin kommst. Und ich weiß, dass Du da wieder hin kommst. Du bist noch jung. Also wir beide sind noch jung. Auch wenn Du jetzt 2 Jahre der (Stief-)Familienvater warst. Aber so traurig es klingt… ich bin so froh für Dich, dass Du mit einer anderen Frau doch noch Papa werden kannst.“

Ich: *Schweigen*… „Du hast Recht. Ich möchte auch Papa werden. Jetzt erst Recht, wo ich einmal gesehen habe wie das so ist mit 2 Kindern.“

2019-04-25

Er: „Eben. Und jetzt kümmere Dich erstmal darum, dass Du zumindest wieder den ersten Erfolg einfährst. Arbeite Dich wieder rein. Lern Eine kennen. Egal ob sie nur ne 5 ist oder nicht.“

Ich: „Wäh! Ne 5?! Niemals!“

Er: „Ist doch egal! Einfach nur so! Und dann kannst Du Dir wieder die Hübschen holen!“

Ich: „Hm…“ *Stille* „Ja, vielleicht hast Du doch Recht.“

Er: „Das ist doch nur so. Hab Deinen Spaß. Dann kommt auch das Selbstvertrauen zurück und Du merkst wieder, dass Du alle haben kannst.“

Ich: „Ja. Es ist doch irre wirklich. Ich habe das Gefühl, dass der Typ damals ein anderer war als ich heute. Das ist doch total verrückt. Das war ICH. Kein anderer. Ich war das. Ich bin raus… und wusste an jedem Tag… egal ob ich daygamen war oder in Clubs oder Bars… ich wusste, dass ich fast an jedem Abend mindestens mit einer oder zwei Telefonnummern heim kommen würde.“

Er: „Ja siehst Du!“

Ich: „Ja, und was noch viel verrückter war: Gegen Ende waren es nicht mal mehr die Telefonnummern. Ich hatte die Frauen immer öfter gerade erst kennen gelernt und noch am selben Tag oder in der selben Nacht bei mir oder bei ihr in der Wohnung. Dazu kommt, dass ich auch immer weniger Frauen ansprechen musste, um solche Resultate zu haben.“

Er: „Da kommst Du wieder hin, ganz sicher!“

Ich: „Ja und das aller Irrste ist, dass ich darüber nicht einmal mehr nachdenken musste. Ich hab einfach gemacht. Wenn ich wollte, hab ich welche angesprochen, sogar immer weniger Frauen… und dabei gleichzeitig immer konstantere und schnellere Ergebnisse erzielt. Ich war in diesem Rockstar-Modus. Gar kein Zweifel daran, dass ich heute Nacht keine kennen lernen würde. Ich ging schon raus mit der Sicherheit: Achja, mal sehen wen ich heute kennen lerne. Ganz selten, dass den ganzen Abend nix rum gekommen ist. Da muss ich schon sehr faul gewesen sein und gar keine angesprochen haben. Und selbst dann… hab ich manchmal nur eine angesprochen und BUMM. So war es auch mit Fr. Schlange. Einziger Approach an dem Abend. Volltreffer.“

Gedankeneinschub:

Das ist doch wirklich nicht normal. Ich hab das alles vergessen. Das ist – auch wo ich diese Zeilen schreibe – so surreal und unglaublich für mich selbst zu beleuchten. Und ich weiß nicht, warum es mir so schwer fällt auch zu verstehen und zu erkennen, dass ich dieser Mensch einmal war. Es geht mir gar nicht darum, wieviele Frauen ich kennen gelernt habe. Oder ob sie alle eine 5 oder 6 oder 8 oder 9 oder sonst etwas waren. Es geht mir um die reine Selbstreflexion. Und ich kann mich schon irgendwie an mich selbst erinnern, an meine Person von damals. Aber es fühlt sich weit weg an. Fremd. Ich stelle mir dabei die Frage: „Wer war das denn? ICH?! Kann doch gar nicht sein!“

Herr van Onnetuschn wieder: „Also bleib jetzt cool. Arbeite wieder dafür. Schnapp mal irgendwas, was vor die Flinte kommt und bau Dich auf. Hab einfach Spaß. Denk nicht an die nächste Beziehung. Genieße Dein Leben jetzt. Und wenn Du 1 Jahr brauchst, bis Du die Richtige findest. Oder 2 oder 3. Egal. Genieße einfach. Du bist jung genug, um noch Papa in einem guten Alter zu werden. Mach einfach.“

Ich: „Du hast Recht. Ich bin ja auch schon dabei. Ich trainiere momentan viel. Achte wie ein Besessener auf meine Ernährung. Hab mein Essverhalten komplett umgestellt. Low Carb und extrem viel Eiweiß. Ich achte wieder zu 110% auf mein Äußeres. Und mein Ziel ist, körperlich eine Maschine zu werden. Nicht mehr nur athletisch wie damals. Ich geb Vollgas!“

Er: „Richtig so, ich bin jetzt zu Hause angekommen. Gute Nacht mein Freund, es war ein cooler Abend!“

Ich: „Auf jeden Fall, gute Nacht!“

 

PS: Mir ging es damals im Projekt Beziehung Teil 1 nie darum, irgendwelche intimen Details zu berichten. Das tat ich auch fast nie. So gut wie nie ging es darum wo ich über Nacht war oder nicht. Wen ich mitgenommen hatte oder nicht. Auch wenn diese Geschichten mitunter bestimmt am Interessantesten für viele Leser sein mögen. Aber ich bin kein Angeber und kein Prahler. Besonders weil ich solche Erfolge nicht einmal über lange Zeit nachweisen konnte. Ich war Anfänger-Pickupper mit einer sehr guten Entwicklung, wie ich meine. Vergleichsweise zu dem, was Pickup-Trainer aus ihrer Erfahrung so berichten. Ich war auf meinem persönlichen Höhepunkt, als ich eine Beziehung eingegangen bin. Aber dieser Höhepunkt hielt eben nicht mehrere Jahre an, wie bei anderen. Ich hatte die guten Ergebnisse erst die letzten 2, 3 oder maximal 4 Monate vor Beginn der Beziehung erzielt. Am Intensivsten wirklich erst unmittelbar vor der Beziehung.

Was ich damit sagen will?

Es ist eigentlich gar nicht auszumalen was wohl damals gewesen wäre, wenn ich diese Beziehung nicht eingegangen wäre. Wen hätte ich noch alles kennen gelernt? Wieviele „noch“ attraktiviere Frauen hätte ich gedatet? Wir können mal spinnen… was wäre die nächste „Stufe“ gewesen? Irgendwann auch mal an einen Star heran zu kommen. Eine Frau, die in der Öffentlichkeit bekannt ist. Das ist nur ein Beispiel. Dort wo ich mich umtreibe, gibt es immer wieder solche Personen. Ich bin kein Hartz4-Pickupper. Und die besten Pickupper deutschlands lernen auch regelmäßig Playboy-Models kennen. Auch nur ein Beispiel. Kommt es mir darauf an? Nein, sicher nicht. Das wisst Ihr auch. Mir ging es immer nur um mich und meine Entwicklung. Aber als Pickupper eine Entwicklung zu durchlaufen… bedeutet umgekehrt aus meiner Sicht keine Beziehung haben zu können. Entweder oder. Beziehungstechnisch habe ich kaum Erfahrung vorzuweisen. Eine lange und eine kurze Beziehung… hm… macht…? 2. Nicht gerade viel. Heißt umgekehrt nicht, dass ich nun viele weitere Beziehungen haben möchte. Mir hätte die letzte bis für mein Lebensende gereicht.

Aber ich denke, dass dieser jüngste Crash notwendig war – aus reiner Pickupper-Sicht. Denn dadurch habe ich aufgezeigt bekommen was notwendig ist, um SO eine Frau zu halten. Und wenn ich SO eine Frau halten kann, kann ich auch DIE EINE halten, die weder gleich die Beine für alle breit macht noch ständig auf der Suche nach neuen Typen ist. Das ist dann wie im Fußball. Dann hast Du Dich als das kleine Werder Bremen ganz hoch gekämpft und gelernt gegen Bayern München zu gewinnen. Selbst wenn die mal wieder einen Hoyzer-Elfmeter geschenkt bekommen.

Mir geht es also wirklich nur um die Selbstreflexion und darum wieder ein Mann zu werden. Immerhin sind mir durch die widerliche Beziehungs-Story meine Cojones abgerissen worden. Und die suche ich gerade wieder. Wird schon! Versprochen! 😉

Das Gute rausziehen und verschwinden

Heute habe ich mir ein Video von einem Fitness-Coach angesehen. Und darin hat er eine ganz interessante und perfekt zu meiner Situation passende Lebenserfahrung geschildert.

Es ging um das Thema Aussehen vs. Charakter (von Frauen)

Er trainiert Frauen und Männer und begleitet sie so auf ihrem Weg zum sportlichen Fitness-Erfolg. Dabei kam er auf die Themen Aussehen und Charakter, vorrangig der Frauen, zu sprechen. Da er hauptsächlich Frauen trainiert, hat er entsprechende Erfahrung vorzuweisen. Die Beziehung zwischen Athlet(in) und Trainer verlaufe immer wieder, so sagte er, im Prinzip nach folgendem Schema:

Eine – wie auch immer geartete – körperlich unzufriedene Frau kommt zu ihm und bittet ihn darum, dass er ihr doch bitte helfen möge auf ihrem Weg eine „sexy athletische“ Frau zu werden. Da sie in ihrem Leben unglücklich und nicht erfolgreich sei. Nie wirklich etwas gewuppt bekomme und endlich aus ihrer gefühlten Abwärtsspirale ausbrechen wolle. Mimimi und so.

Dieser Coach hat sich in der Vergangenheit jedenfalls den Ruf erarbeitet, entsprechende Resultate mit seinen Schützlingen bis hin zu Meisterschaften zu erzielen. Mit seinem eigenen Erfolg als Bodybuilder kam zunehmend auch der Erfolg als gefragter Coach. Er begleitet diese Frauen dann teilweise über mehrere Jahre auf ihrem Weg zur körperlichen Höchstleistung.

Und dann passiert etwas ganz Erstaunliches. Sobald die Frauen ein gewisses Ziel erreicht haben, nämlich einen top attraktiven Körper zu besitzen, sagen sie sich von ihm los. Plötzlich wird der Kontakt abgebrochen, da sie „ja jetzt ganz gut alleine weiter zurecht kommen“ würden. Dass die geschäftliche Beziehung zuende geht, ist nachvollziehbar. Die Athleten müssen ja für nichts bezahlen, was sie nicht auch benötigen. Ganz klar. Das ist auch gar nicht der Punkt. Der Schandfleck ist aus seiner Sicht, dass – vor allem die Frauen – ab einem gewissen Level jeglichen Kontakt abbrechen, den gesamten gemeinsamen positiven Weg vergessen und das auch recht deutlich so sagen: „Ich komm jetzt alleine zurecht und brauche Dich nicht mehr! Außerdem habe ich Dich auch immer gut bezahlt und das war echt viel Geld!“

Er sagte in seinem Video, dass das den wahren Charakter vieler Frauen immer wieder offenlegt. Zu Beginn des gemeinsamen Weges bettelten die Frauen förmlich um Unterstützung, um gemeinsam dafür zu sorgen ihr Selbstwertgefühl durch entsprechende Trainingsresulstate zu steigern. Dazu sei ein harter, steiniger, langwieriger Weg mit diversen Einschnitten nötig. Der auch zwischenzeitlich öfter zu Frust bei der Frau führt, verständlich. Es komme mitunter auch zu Reibereien. Auch verständlich, bei solch einem ambitionierten Weg.

Der komplette Tagesablauf müsse geändert werden, das Thema Ernährung rücke derart in den Vordergrund, dass die Athleten aufgrund der nötigen Disziplin und dadurch folgende positive mentale Effekte auch positive Ergebnisse für sämtliche weiteren Lebensbereiche erzielen würden. Beispielsweise wären sie motivierter im Job oder in der Stukturierung der eigenen Freizeitplanungen usw. Auch das Thema Schlaf erhalte dadurch einen völlig neuen Stellenwert. Ohne guten und gesunden Schlaf ist nun einmal kein gutes Muskelwachstum möglich. Die Frauen werden – trotz oder wegen – aller Strapazen auf ihrem Weg täglich ein Stück glücklicher und zufriedener. Plötzlich seien sie in der Männerwelt überall begehrt und auch das eigene Leben laufe insgesamt „mehr wie von alleine“.

Und irgendwann einmal hat die Frau aus dem Trainer alles herausgesaugt, was aus ihrer Sicht an positiven Dingen mitzunehmen ist. Aus einer Frau mit Speckrollen wurde am Ende eine Frau, die in Bodybuilding-Wettbewerben plötzlich um die ersten Plätze kämpft. Und dann… so sagt der Coach… und ERST DANN… zeigt sich der wahre Charakter der Person. Männer seien da anders, die äußerten sich in aller Regel über Schwierigkeiten und Meinungsverschiedenheiten bereits während des gesamten gemeinsamen Weges. Frauen hingegen sammelten und stauten Frust oder Wut über die gesamte Zeit an, bis sie einen Punkt erreicht hätten, ab dem sie auch gut alleine zurecht kommen würden und machten sich vom Acker.

Ich musste sofort an meine gegenwärtige Situation denken. Kommt mir wahnsinnig bekannt vor. Alles was ich ab und mehr noch während der Beziehung gab, war stets recht, nein, war für die Frau stets absolut perfekt! So hieß es auch immer. Sie profitierte in sämtlichen Lebensbereichen enorm von mir. Ich war für die Kinder da (ihre! Kinder), für ihre Wehwehchen, für ihre Ängste und ihre Sorgen. Probleme im Job. Probleme mit ihrer Gesundheit. Probleme mit ihrem Körper. Probleme in der Bewältigung des Alltagsstresses usw. Wer hat mich denn mal gefragt, wie gut ich zurecht komme?! Eigentlich irgendwie egal.

Dabei schob ich sie in alltäglichen – vorrangig – sachlichen Dingen ganz massiv an. Ist so, ich hab mein Leben nun einmal gut im Griff und weiß wie man gerade aus läuft ohne hinzufallen. Und das hab ich ihr eben beigebracht. Rüstzeug für die Welt. Auch für die Berufswelt. Wissen und Hintergründe zu verschiedenen enorm essentiellen Lebensbereichen. Die rote Pille sozusagen. Aufwachen aus der Matrix bitte! Mit mir geht das.

Sogar für ihre letzte Gehaltsverhandlung hab ich sie über Tage vorher gecoacht und sie vorbereitet. Erfolgreich. Natürlich. Wie kann es auch anders sein! Es ist und war immer so. Was ich tue, tue ich mit Erfolg. Ich zeigte ihr nahezu in jedem Lebensbereich, wie sie mindestens eine deutliche Verbesserung für sich und die Kinder erzielen kann, oft sogar das Optimum erreicht. Und all das saugte sie auf wie ein Schwamm. Dumm ist sie nicht. Nur unbelesen, ungeübt und methodisch ungebildet. Aber das ist alles keine Kunst. Mit einem so vorzüglichen Coach an ihrer Seite… Da könnte selbst der dümmste Pinguin innerhalb von 2 Jahren beachtliche Kunststücke vollbringen. Und irgendwann… als sie alles aus ihrer Sicht Notwendige verinnerlicht und anwendbar erlernt hatte… machte sie sich vom Acker. Genau wie die Athletinnen des Fitness-Trainers.

Jetzt ist das bei dem Fitness-Trainer allerdings eben Business und kann ein Stück weit in die professionelle Welt verortet werden. Man solle es sachlich sehen und so weiter. Klugscheißereien. Ja, mag sein. Kann man alles sachlich sehen. Aber nein, kann Man(n) nicht! Wir sind Menschen! Wir alle. Frauen und Männer. Leider vergessen das die meisten Menschen. Hey. Wir sind keine Roboter!

Die Aussagen des Fitness-Trainers gelten natürlich auch unbedingt für das „echte Leben“ gleichfalls fort. Seine Aussage war auch: „Gebe einem Mann macht und Geld. Dann siehst Du seinen wahren Charakter. Und gebe einer Frau einen tollen Körper und Schönheit. Dann siehst Du ihren wahren Charakter.“

2019-04-24

Das gilt selbstredend nicht für sämtliche seiner Athleten. Männer verspüren auch nach Ende ihrer Geschäftsbeziehung auch nach Jahren oft noch eine tiefe Dankbarkeit und sie bleiben in Kontakt. Schließlich hat der Trainer aus einer kompletten Null eine Maschine gemacht. In seltenen Fällen allerdings besteht zu Frauen noch ein langfristiger Kontakt. Das sei die Ausnahme. Oft würden von ihm trainierte Frauen eines Tages selbst Athletinnen trainieren und in die Trainer-Branche einsteigen. Das sei im übrigen nicht nur seine Erfahrung, sondern auch die befreundeter weiterer Fitness-Trainer.

Ein interessantes Phänomen, wie ich finde. Und an solchen Alltagsgeschichten sehen wir überall in der menschlichen Natur bzw. Gesellschaft diverse wiederkehrende Verhaltensmuster. Diese zu verstehen hilft enorm für das eigene Leben, davon bin ich überzeugt.

Was hat der Trainer denn für Möglichkeiten damit umzugehen?

Diese Frage stelle ich mir ernsthaft. Wenn der Trainer vorher schon weiß: „Diese Frau ist gerade mental eine Null, ein Haufen Elend, so wie sie zu Kreuze gekrochen kommt und um Hilfe bettelt.“ Da sie in ihrem Leben generell und wohl auch besonders sexuell unausgelastet bzw. frustriert ist. Von einem Trainer also für das ganze weitere Leben eine Start-Motivation erhalten möchte. Viele Tage, gar Monate oder Jahre des harten Schweißes würden dafür gemeinsam fließen müssen. Harte Arbeit. Und er ist und bleibt dabei stets ihr persönlicher Motivator. Ist da, wenn es ihr schlecht geht. Wenn sie mal keine gewünschten Resulstate erzielt. Dann baut er sie auf. Immer wieder. Allerdings im Wissen, dass die Frau dafür zwar bezahlt, sich am Ende allerdings aus dem Staub machen wird. Ohne jede Menschlichkeit walten zu lassen. Keine Dankbarkeit mehr zu empfinden und dem Menschen mit dem größten Positiv-Impuls ihres Lebens den Rücken zu kehren.

Wie soll er damit nur umgehen?

Ich finde er hat nur zwei Möglichkeiten:

  1. Er steigert sich von Anfang an immer wieder neu rein. Lässt sich wieder komplett auf jede Frau ein, als wäre es seine erste Athletin, die er auf dem Weg zur Meisterschaft formen und begleiten muss. Im Wissen, am Ende wieder das totale Brett der Undankbarkeit von ihr zu bekommen. Das kann ihm aufgrund der Erfahrung ja niemand mehr nehmen. Einmal erkannt, immer erkannt. Hier würde ich sagen, dass so ein Vorgehen einen naiven Ansatz darstellt. Er kann versuchen seine Lebensfreude aus dem gemeinsamen Erfolg zu ziehen. Obwohl er weiß, dass der Erfolgsweg endlich ist und sie ihn fallen lassen wird wie eine heiße Kartoffel. Es wäre ein bisschen der Weg einer Mutter Theresa. Hingabe. Aufopferung. Und eigentlich müsste er konsequenterweise am Ende des Erfolgsweges mit der Frau auch fast darum betteln, dass sie ihm ins Gesicht spuckt. Und lächeln und sich daran erfreuen. Ich übertreibe gerade, schon klar. Aber die Message soll ankommen. Und das tut sie so garantiert.
  2. Oder aber er geht rational damit um. Betrachtet die gemeinsame Beziehung als eine Geschäftsbeziehung. Kalkuliert klar ein, dass der Tag kommen wird, an dem die Frau sich zwischenmenschlich wie das Allerletzte verhalten wird. Nimmt sich mental selbst raus und geht auf innerliche Distanz. Er weiß sogar, dass manche Frau sich sogar nachträglich schlecht über ihn auslassen wird, um sich selbst gegenüber psychisch zu rechtfertigen, dass sie diesen Trainer nicht mehr benötigen würde. Auch das berichtete er in seinem Video. Jedenfalls würde solch eine beschreibene Vorgehensweise eines Trainers klar einem rationalen Credo folgen. Also weniger Mutter Theresa, sondern mehr homo oeconomicus. Sie bezahlt. Er trainiert sie. Fertig. Sie wird irgendwann ghosten (also einfach verschwinden), das weiß er allerdings und zieht für sich seinerseits vorrangig auch nur die Vorteile dieser Zusammenkünfte für sich heraus: Nämlich, dass sie ihm so seinen Lebensunterhalt ermöglicht. Knowhow gegen Kohle. Und das auf Zeit. Fertig. Keine weitere Zwischenmenschlichkeit. Er mag sie zwar täglich nett begrüßen und auch Witze machen und die Zeit mag sich für sie schön anfühlen, allerdings ist es im Wesentlichen von seiner Seite aus „professionell gespielt.“

Fairer Deal oder?

Genau so erging es mir eben auch. Nur dass ich die Vorstufe zu Typ 1 war, jedenfalls in Bezug auf meine Beziehung. Für mich stand gar nicht zur Debetta, dass die Frau eines Tages einfach das Spielfeld verlassen würde. Wenn es regnet. Und ich da zurück bleibe. Ich glaubte an das Gute im Menschen und daran, dass die Frau es ernst meint. Meinte sie auch. Aber eben nur Lebensabschnittsgefährten-mäßig. Bis… ja bis… der Punkt erreicht war, an dem sie alles für sich mitgenommen hatte, was sie an Nützlichem von mir mitnehmen konnte. Wir sprechen hier wohlgemerkt ausschließlich von mentalen Aspekten.

Die Frage ist doch wirklich, wie dieser Trainer nun in diesem Wissen – und er ist nicht nur ein guter Athlet, sondern auch ziemlich clever und gebildet! – weiter in seinem Leben damit umgehen mag.

Ich bin überzeugt davon, dass die Schilderungen dieses Coaches auf 95% aller Frauen im übrigen echten Leben zutreffen. Eben nicht nur im Fitness-Bereich. Denn er sprach explizit vom „Charakter“ einer Frau. Davon, dass die Frau ihr wahres Gesicht stets erst dann zeige, wenn sie einen anderen Menschen (vergleichbar einer Partnerschaft) nicht mehr benötige. Die Rede ist also nicht von einem einzelnen Verhalten, sondern tatsächlich vom Charakter dieses Menschen. Das ist keine einmalige Sache. Das ist etwas Langfristiges.

Ich habe pauschal gerade auch keine Antwort darauf. Ich weiß nur, dass ich in Zukunft deutlich weniger Typ 1 sein werde. Bestimmt werde ich auch nicht plötzlich zu Typ 2. Allerdings ist eine gesunde Mischung aus beiden Varianten wohl ganz angebracht. Damit geht das Wertvollste im Leben kaputt, nämlich die kindliche Naivität… die Romantik… die Träumerei… die Einfachheit und damit auch die Freiheit. Es ist ein Dilemma.

Typ 2 möchte ich eigentlich gar nicht werden. Versuche ich es weiter als Typ 1? Oder halte ich von Beginn an emotionale Distanz? Nein, das kann es doch auch nicht sein. Oder doch zumindest erstmal? Zumindest…? Hm… zumindest so lange ich nicht zu 100% überzeugt bin, dass es „DIE RICHTIGE“ ist. DIE EINE, die nicht „so“ ist wie die anderen. Die Eine, die loyal ist und kein Blutegel, das nur das beste für sich raus zieht und sich dann einen neuen Wirt sucht. Und genau das dachte ich ja auch in meiner Beziehung von dieser Frau. Und genau da beißt sich die Katze in den Schwanz. Zum Teufel nochmal.

Der stille Weg zurück

Der stille Weg zurück. Es ist ein Weg, der sich nach seinen ganz eigenen Gesetzen bahnt. Und zum Ziel hat, mich wieder zu mir zurück zu führen. Zurück, nur wohin zurück?

Zurück an den Ausgangspunkt der Misere! Und der Ausgangspunkt war im Prinzip die Club-Nacht des Kennenlernens der Frau aus meiner letzten Beziehung, vor ca. 2 Jahren. Da möchte ich wieder hin kommen, am Liebsten allerdings ohne die sich anschließende Schmach des weiteren gemeinsamen Lebensweges. Wenn ich die Zeit also zurückdrehen könnte, würde ich zurück springen wollen an den selben Tag… allerdings den selben Abend stattdessen in einem anderen Club verbringen. Ich betrachte die Beziehung als eine Schmach, trotz der Zeit voller toller Erlebnisse und Erfahrungen.

Warum?

Einfach weil das dicke Ende am Schluss kam. Insgesamt bringt mich die Zeit natürlich nach vorne, aber muss man wirklich jede Erfahrung im Leben machen? Muss man wirklich Bunjee Jumpen gehen, nur um „das eben auch mal gemacht zu haben“? Nein! Kein Mensch kann alles im Leben gemacht haben, was möglich ist. Man kann es sich natürlich schön reden und sich selbst suggerieren, dass es „doch als Erfahrung“ diene. Aber so sehe ich die Beziehung nicht. Kristallisiert sich für mich immer mehr heraus. Es hätte potenziell auf dieser Welt viele millionen ehrlichere Frauen gegeben. Frauen mit Charakter und Anstand. Frauen, die glücklich und froh gewesen wären, dass sie mich – so wie ich bin – „bekommen“ hätten. So eine Frau hätte es im besten Fall aus meiner Sicht werden „sollen“. Wurde es aber leider nicht.

Und nur weil es viele schöne Erlebnisse und auch viele schöne Momente in der Beziehung gab, heißt das nicht, dass das gesamte Erlebnis mit dieser Frau lebenswert war. Das war es nicht. Der Schmerz am Ende hat alles aufgewogen. Ich würde alles gerne eintauschen und zurück reisen können… Danke, aber auf diese Lebenserfahrung hätte ich gerne verzichtet! Egal wie schön die Zeiten dazwischen auch gewesen sein mögen. Das Problem dabei ist ja: Ich weiß gar nicht, ab wann sie denn nur FÜR MICH schön waren und ab wann sie eben NICHT MEHR für sie schön waren. Es ist ja auch müßig sich darüber Gedanken zu machen. Ich möchte ja bei mir bleiben, in meiner Mitte. Nicht in der Mitte anderer Menschen. Aber weil das eben nicht ergründbar ist, kann ich auch einfach ein Ei drüber hauen.

Jetzt können wir alle aber weder Zeit zurückdrehen noch sonstige Dinge ungeschehen machen. D.h. wir müssen vielmehr lernen mit den Gegebenheiten klar zu kommen, sie zu respektieren, zu akzeptieren und sie auf lange Sicht langsam aus dem eigenen Fokus dahin gleiten zu lassen… um sie… letztlich zu vergessen. Dabei helfen sicherlich neue Erfahrungen und neue Eindrücke. Aber auch die kann kein Mensch auf Knopfdruck generieren. Auch das ist wieder ein Weg für mich, bis ich wieder dahin komme, wo ich Erfahrungen und Eindrücke aktiv generieren kann.

Und so fahre ich derzeit zweigleisig

Einerseits versuche ich derzeit die angesprochenen neuen Erfahrungen und Eindrücke in meinem (neuen) Leben(sabschnitt) zu erschaffen und zu sammeln. Und andererseits versuche ich gleichzeitig zurück an die ebenfalls bereits genannte Ausgangsbasis zurück zu kehren, mental versteht sich.

Wie sah diese damalige Ausgangsbasis vor ca. 2 Jahren denn aus? Wenn wir mal nur das objektiv Beurteilbare betrachten, muss ich resümieren:

  • Ich hatte meine eigene coole große Wohnung in einer echt guten Lage in einer tollen Stadt
  • Die Wohnung ermöglichte es mir jeden Tag nach der Arbeit mich direkt ins „Getümmel“ zu stürzen (z. B. pickuppen zu gehen)
  • Ich hatte einen echt coolen Sportwagen (der allerdings zugegebenermaßen oft nur herum stand)
  • Ich hatte regelmäßig Dates, gegen Ende des Projekts Beziehung Teil 1 eher qualitativ hochwertigere als zu Beginn des Pickuppens
  • Ich hatte einen athletischen Körper, mit dem ich hochzufrieden war

Was ich allerdings viel lieber betrachten möchte, ist die subjektive mentale Situation von damals. Ich habe dazu einige meiner alten Chatverläufe aus dieser Zeit nachgelesen. Und was entdeckte ich da:

  • Ich strotzte nur vor Selbstbewusstsein
  • Ich fand meinen eigenen Lifestyle selbst schlicht und ergreifend mega gut
  • Ich hatte neben den regelmäßigen Dates vor allem auch „festere“… ja… nennen wir es „Bekanntschaften“ („Fr. Tinder“ / „Die Klette“ / und eine andere Dame aus dem Daygame, die allerdings nie einen Namen bekommen hatte)
  • Ich fühlte mich wie ein Rockstar! Und das jeden Tag! Mir gehörte die Welt.

Woher soll ein Mann wissen, welche „die Richtige“ für ihn ist?

Den letzten Aspekt aus der obigen Aufzählung möchte ich präzisieren:
Aufgrund der regelmäßigen Dates war ich auch nicht „einsam“. Ganz im Gegenteil. Teilweise war ich regelrecht froh, wenn sich eine dieser „Kontakte“ auflöste. Das lag daran, dass sie einfach nicht „die Richtigen“ für mich waren. Das war mir damals dabei stets bewusst. Allerdings brachten diese Begegnungen mir gute wertvolle Lebenserfahrungen. Ich steigerte mich nie hinein. Ich sah die Begegnungen mit den verschiedenen Frauen als wertvolle Lehrstunden meines Lebens an. Klingt poetisch, ist aber eigentlich ganz nüchtern gemeint.

Sie halfen ganz unbestreitbar beiden Seiten. Ich hatte damals viel zu geben und steckte sicherlich mit meiner positiven Lebensart an. Dafür bekam ich Lebenseindrücke und Ansichten von einer Reihe völlig unterschiedlicher Frauen zurück. Das half mir zu erkennen, was ich denn eigenlich wirklich möchte und womit ich mich wirklich wohl fühlen würde. Ja was denn eigentlich „die Richtige“ für mich wäre. Ich gebe zu, ein bisschen kostete ich das Ganze auch aus. „Spielte“ mit meinem Leben. Kein russisches Roulette, aber gewiss ein bisschen Poker. Sehr oft traf ich gar kein Blatt. Wenn ich alleine an die vielen Dates ohne Wiedersehen oder an die vielen Dateabsagen denke. Aber hin und wieder hatte ich einen Drilling (einmal sogar nicht nur im übertragenen Sinne!). Viele Rockstar-Momente. Und ganz selten dann auch mal einen Flush. Der Royal Flush allerdings steht noch aus. Der ist noch offen für meine „echte“ Traumfrau.

Wie soll ein durchschnittlicher Mann denn die Erfahrung erlangen, um so eine wesentliche Entscheidung wie wer „die richtige Frau“ im Leben ist, für sich überhaupt treffen zu können? Ohne so und so viele Frauen kennengerlernt und erlebt zu haben? Keine Chance. Vermutlich einer der Hauptgründe, warum viele Männer (und umgekehrt auch Frauen) sich mit maximal „mittelmäßigen“ Beziehungen abfinden. Am Ende verlieren nur beide Seiten. Beide Partner sind nicht glücklich, aber „es hat sich halt so ergeben“. Genau so eine Art von Beziehung wollte ich nie führen müssen. Und tat es auch nicht. Weil ich aktiv wurde und mir meine Beziehung selbst in mein Leben gezogen habe.

Ganz egal, ob sie sich dann im Nachgang als eine (einseitig) verlogene Beziehung herausstellte. Ob ich dabei verarscht wurde und menschlich respektlos behandelt wurde. Darum soll es hier nicht gehen. *Opfermodus wieder aus* Das kann man vorher nie sicher wissen. Man kann immer nur Wahrscheinlichkeiten abwägen. Und das ist das Einzige, womit ich mich noch – in Bezug auf meine vergangene Beziehung – beschäftigen möchte. Analyse der eigenen Fehler, um daraus fürs nächste Mal zu lernen. Man muss ja nicht mit Absicht zwei Mal in die gleiche Pfütze treten. Auch wenn uns dabei noch so liebevoll lächelnd täglich das Murmeltier grüßen mag.

Es geht also zusammenfassend gesagt darum, in die selbe mentale Ausgangsbasis zurück zu finden, die mir Freude in mein Leben brachte. Dazu gehört, das Selbstbewusstsein von damals wieder aufzubauen. Meinen eigenen Lifestyle (neu? oder wieder?) zu finden und danach zu leben. Und diesen dann genau so wie damals tagtäglich selbst zu feiern. Mich selbst zu feiern. Ganz, oder fast ganz, ohne Größenwahn. 😉 Meinen Körper wieder so ästhetisch aufzubauen und zu empfinden wie damals. Derzeit mache ich wieder viel Sport. Krafttraining und Ausdauer. Die meisten meiner Hemden passen mir inzwischen übrigens wieder. Die Superslim Fit Hemden noch nicht, aber die Slim Fit Hemden zumindest schon. 😉 So einfach kann man sich selbst übrigens „neu“ einkleiden. Plötzlich passen wieder viele („alte“) Hosen und Hemden. Es ist wie ein zweiter Frühling.

Und was tue ich aktuell, um „zurück“ zu mir zu finden?

Es ist eine Menge kleiner Dinge. Die Mischung macht es, denke ich.

  • Ich mache fast täglich bewusst Sport
  • Ich war zum ersten Mal im Leben beim Kosmetiker (Augenbrauen zupfen!) – also achte ich doch wieder sehr aufs Äußere
  • Ich gehe – zumindest an den freien Tagen und den letzten Feiertagen – alleine oder mit Bekannten raus, in Bars oder in Clubs
  • Ich führe vor dem Schlafengehen täglich eine Liste (eine Art Tagebuch) und notiere mir dabei mindestens 5 Dinge, die ich im Laufe des Tages gut gemacht habe. Hab ich in einem Video von einem Pickup-Coach gesehen. Vor dem Schlafengehen mache ich das deshalb, weil die Dinge sich so besser ins Unterbewusstsein einprägen. Ziel: Je öfter man sich vergegenwärtigt, dass man viele Dinge echt gut gemacht hat, desto stärker steigt das Selbstbewusstsein. Raus aus der Verlierer- oder Negativmentalität und rein in den positiven Energiefluss!
  • Ich hab mir wieder ein paar neue Klamotten gegönnt. Echt tolle Hemden. Ich trage auch wieder in der Arbeit öfter Hemden und achte generell mehr auf mein Äußeres. Das fiel und fällt auch den Kollegen auf.
  • Ich schaue täglich Videos zur Persönlichkeitsentwicklung. Themen: Selbstbewusstsein stärken, Ex-Partner loslassen, Frauen, Pickup, Lifestyle, Äußeres, Parfüm… total verschiedene wichtige Mosaik-Steine im Leben.
  • Nicht so entscheidend, aber trotzdem der Rede wert: Ich hab mir auf Tipp eines Kollegen eine Hyaluron-Hautcreme gegönnt. 35 Euro für 100ml. Soll Wunder wirken. Er schwört drauf. Ich bin gespannt. Soll wohl der letzte Schrei sein, nicht nur in Hollywood. Mal sehen. Was kostet schon die Welt.
  • usw…

Gerade zum Selbstbewusstsein kann ich sagen, dass es echt wieder am Zurückkehren ist. Vor wenigen Wochen habe ich noch massiv an mir gezweifelt und mir täglich den Kopf darüber zerbrochen, was ich denn in der Beziehung „falsch“ gemacht habe. Ich habe wirklich „Fehler“ entdeckt. Aber in erster Linie habe ich bei den meisten „Fehlern“ nur gemeint, dass es (meine) Fehler sind. Ich habe diese „Fehler“ auch völlig übergewichtet. DAS ist oder war ein wahrer Fehler. Jeder Mensch macht Dinge nicht so gut, andere dafür verdammt gut. Und in der Analyse hatte ich den Fokus fast nur auf meinen „Fehlern“, die aus meiner Sicht zum Scheitern der Beziehung führten, betrachtet.

Dabei habe ich außer Acht gelassen, dass ich mich vollkommen für die Frau, ihre Kinder und die Beziehung als Ganzes aufgeopfert habe. Tagtäglich. Aus tiefstem Herzen. Mit reiner Seele. Und DAS ist kein Fehler gewesen, sondern – davon bin ich 100% überzeugt – war und ist absolut hervorragend von mir. DAS war und ist etwas, worauf vermutlich eine große Zahl von Frauen stolz wäre. So einen Mann zu haben, der sie liebt, der für sie da ist, der 100% hinter ihr steht usw. DAS alleine sind Aspekte, die viele meiner „Fehler“ (aus Sicht der Frau) mehr als ausbügeln müssten. Aber vor allem hat die Frau nie ihren Mund aufgemacht. Und ich hatte deshalb nie die Chance etwas zu ändern. DAS ist nicht mein Fehler gewesen.

Meine rückblickenden Betrachtungen lassen mich inzwischen zunehmend sogar die Erkenntnis erlangen, dass ich… (fast) perfekt war. Das „neue“ Selbstbewusstsein trägt zu diesem „neuen“ Denken sicherlich seinen Teil bei. Deswegen arbeite ich gerade wieder jeden Tag hart an mir. Von nichts kommt nichts. Aber hey! Verdammt nochmal, ich hab mein Zeug echt gut gemacht! Ich hab mich komplett hinter die Familie gestellt, jeden Tag. Bin meinen Verpflichtungen nachgegangen und habe dabei auch die Verpflichtungen meiner Partnerin (mit ihren Kindern) stets im Blick gehabt. DAS ist doch erstmal das aller Wichtigste in einer Beziehung. Oder was?! DAS ist die Basis.

Nur Spaß und Freude zu haben geht auch. Nur Feiern geht auch. Aber das ist doch keine Basis für eine Beziehung? Das ist die Basis für eine Vielzahl One Night Stands. Genau das suchte ich aber NICHT. Und wenn die Basis erst stimmt, sollten doch danach erst für die Frau die kleinen Wehwehchen vielleicht in den Fokus rücken. Und ich finde das alles so lächerlich, also das ganze Ende der Beziehung und der vorausgegangene Betrug, dass ich das fast nicht mehr ernst nehmen kann. Ich bin froh, dass sich meine mentale Betrachtung so massiv gedreht hat. Alles andere wäre ja der Untergang!

Ich bin ein Mann. Und der bleibe ich auch. Ich bin kein Schoßhund. Und ich weiß was ich zu geben habe. Ich weiß wer ich bin. Ich hatte nur manche Aspekte in der Beziehung schleifen lassen. Ich hörte nicht mehr so gut zu und hin, das nehme ich als Verbesserungspunkt mit. Aber hauptsächlich wurde die Frau zu meinem „ein und alles“. Und DAS war sicherlich ein Fehler von mir. Denn sonst würden mir heute noch meine Superslim Fit Hemden passen und ich hätte noch immer den athletischen Körper von damals. Egal ob sie mich betrogen hat oder nicht. Was bleibt… bin ICH. Und ich bin gut. Verdammt gut. Egal was mir jemand einreden will. Punkt. Ich bin der Preis. Kein verbiegen, Prioritäten setzen! Und ich kann bei jeder Interaktion nur für die Frau gegenüber hoffen, dass sie das erkennt. Wäre gut für sie. Das muss die Einstellung sein! Ich bin kein Vampir, der Energie saugt. Ich bin bzw. werde wieder der, der Energie gibt!

2019-04-22

Das Feuer kehrt zurück

Seit ein paar Tagen merke ich, dass es wieder anfängt in mir zu brodeln. Ich spreche kaum Frauen draußen an. Nur mal wenn es sich „ergibt“, beispielsweise weil ich draußen etwas esse und am Nachbartisch eine Frau sitzt. Dabei merke ich besonders, dass ich langsam wieder in den Modus zurückkehre, der mich früher ausgemacht hat. Damals sagte ich: „Ich bin der Preis!“ Und dieses Denken ist vor ein paar Wochen noch nicht da gewesen. Ich ging draußen mit der Einstellung auf Frauen zu: „Hoffentlich findet die Frau mich toll!“ Wie bedürftig. Gar nix! Ich bin der Preis. Basta. Und ob sie cool ist oder nicht, das herauszufinden ist mein Anliegen und meine Mission. Nicht mehr und nicht weniger.

Heute hatte ich dank dem Social Game ein kleines „Date“. Mit einer 8. War nett. Aber wie Ihr ja wisst, „nett“ ist die kleine Schwester von „Arschloch“. Die Dame ist ein paar Jährchen älter als ich und hat ebenfalls… Achtung Achtung… ha ha… eine… Tochter! Tadaaaaaa. Schon wieder eine Frau mit Kind. Hehehehe. Als gäbe es keine Frauen mehr ohne Kinder und ohne Ehering. Wir haben uns gut verstanden. Aber mehr auch nicht. Ich will das Date hier nicht im Detail analysieren, allerdings hab ich recht schnell gemerkt, dass ihr Hauptaugenmerk ihre kleine Tochter ist. Danke. Läuft bei Dir. Dann werd glücklich mit Deiner Tochter. Sei Mama.

Falsches Zeitfenster. Ich suche eine Frau, eine Partnerin. Egal ob mit Kind oder nicht. Aber ich suche eine Partnerin. Das bedingt, dass die Frau auch einen Partner „aktiv“ möchte. Wenn das nicht der Fall ist, heißt es: NEXT! Trotzdem war es schön, mal wieder ein Date gehabt zu haben. Mein erstes, seit meiner letzten Beziehung. Ich gebe mir noch 1 oder 2 Wochen „Verschnauf-“ und „Selbstfindungspause“, danach gebe ich wieder Gas. Das Feuer brodelt langsam immer mehr, wie ich schon sagte. Und diese Situation will ich derzeit erstmal noch laufen lassen. Den Druck im Kessel weiter steigern.

Ich laufe ja wieder draußen herum und die letzten Tage war ich 2 mal in Clubs. Es gab über Ostern einen brutalen Männerüberschuss überall, richtig widerlich. Aber egal. Ich war draußen. Und ich habe gestern beispielsweise im Laufe des Abends mehrmals Frauen angesprochen, obwohl sie mir nicht gefallen haben. Es hatte sich einfach angeboten. Einfach so. Weil mir langweilig war und ich sowieso schon den halben Abend ohne weibliche Interaktion (aber dennoch mit Spaß) verbrachte. Da war keine Bedürftigkeit in mir. Ich hab das Gespräch gesucht, weil ICH es wollte. Weil ich Spaß wollte. Und natürlich auch ein bisschen üben wollte. Leider gab es keine hübschen Frauen. Aber ich kann nur wiederholen, was ich immer schon sagte: Die hässlichen Frauen sind auch nicht „besser“ als die Hübschen. Deswegen bleibe ich bei meiner Devise: Hauptsache hübsch! 😉

Ein Song für und an meine zukünftige Traumfrau

Auch wenn wir Menschen nach außen meistens hart tun, steckt in fast jedem von uns ein kleiner weicher Kern. Das trifft auch auf Männer zu. Nicht auf alle natürlich, aber auf die meisten. Was ich schon auch glaube ist, dass die meisten auch tatsächlich nur einen kleinen weichen Kern innerhalb ihrer Umschalung in sich tragen. Denn wenn ich mir manchmal so ansehe wie Menschen miteinander umgehen… oft besonders Männer mit ihren Frauen. Respektlos. Gering- anstatt wertschätzend.

Einen weichen Kern zu besitzen bedeutet für mich nicht in erster Linie selbst verletzlich zu sein, sondern viel mehr emotional mitfühlend zu sein. Sozusagen das Herz der Frau zu spüren, es zu einem großen Teil mit meinem eigenen Fühlen zu verschmelzen. Symbiose. Ich glaube außerdem, dass ich einen besonders weichen Kern habe. Und dass es nicht nur ein weicher kleiner Kern ist, sondern ein ziemlich großer. Mit relativ wenigen Schalen drum herum. In Fragen des Alltags – fernab jeder Beziehung – sind da eine ganze Menge Verschalungen drum herum. Resistent gegen Bedrohungen von außen also. Allerdings sieht das in mir ganz anders aus, wenn es um die Liebe zu meiner Partnerin geht.

Und so kommt es auch, dass ich sehr auf romantische und ruhige Musik stehe. Auch deutsche Musik mag ich gerne. So mag ich ein paar Lieder von jemandem sehr, der sicherlich nicht jedermanns Geschmack trifft. Ich spreche von Herbert Grönemeyer.

In den letzten Monaten hörte ich sehr selten Musik. Komisch eigentlich, ist mir gar nicht so aufgefallen. Vor einigen Wochen hatte ich ein paar alte Songs von James Blunt wieder entdeckt, einem weiteren Lieblingssänger. Nur die Songs von James Blunt packe ich im Moment nicht. Das ist mir zu harter Tobak. Solche Lieder kann ich nur hören, wenn ich innerlich vollkommen zufrieden und glücklich bin. Die ziehen sonst richtig runter und das geht im Moment einfach gar nicht.

Deshalb hatte ich die Songs von James Blunt auch erst vor wenigen Wochen zum ersten Mal seit Jahren abends vor dem Einschlafen im Bett liegend und kuschelnd Fr. Schlange gezeigt. Sie weinte beim Hören dieser Songs von ihm und kannte auch nicht alle seine Lieder. Im Nachhinein ist mir auch klar, warum sie weinte. Sie war gedanklich längst nicht mehr bei mir und die Songs lösten Emotionen in ihr aus, die sie in diesem Moment nicht verbergen konnte. Ich dachte, ich hätte sie emotional damit positiv getroffen und ihr wieder eine Facette mehr von mir gezeigt. Songs gezeigt, auf die ich stehe. Sie wieder ein Stück weiter in mein Herz gelassen und vielleicht auch ihr Herz wieder ein Stückchen berührt. Gefehlt! Alles anders.

Und so blicke ich nach vorne und teile heute meine Gedanken und ein Lied in Richtung meiner nächsten Traumfrau. Meiner dann eigentlichen, wirklichen, ja echten Traumfrau, hoffe ich. Nicht wieder nur eine Zwischenetappe oder Illusion. Bitte nicht wieder eine Fata Morgana. Deswegen ist das Projekt Beziehung Teil 2 eigentlich in Wahrheit gar nicht Teil 2. Eigentlich ist es noch immer Teil 1. Bzw. einfach DAS… Projekt Beziehung.

Ich muss es eigentlich so sehen: Das Projekt Beziehung hat nie wirklich aufgehört zu existieren. Ich hatte nur eine Pause gemacht, weil die Kontrollleuchte im Auto anzeigte, dass ich rechts ran fahren soll. Ohne zu verstehen warum. Das tat ich dann eben. Ich fuhr rechts ran und blieb dort fast 2 Jahre lang am Straßenrand stehen. Bin tagein und tagaus ums Auto herum gelaufen wie ein Verrückter, habe mir über alles Gedanken gemacht und mir den Motorraum angesehen und versucht den Grund für das Aufleuchten der Warnlampe zu finden. Um den Fehler auf meinem Weg zu finden. Eigentlich sogar meinen eigenen Fehler zu finden. Ich fand ihn aber einfach nicht. Das Universum hat die Warnleuchte angeschaltet. Gut gemeint. Von Anfang an. Danke dafür. Aber ohne mir verstehen zu geben wieso. Die Lampe leuchtete einfach auf und sagte: „Fahr rechts ran.“ Und ich Idiot hab die Leuchte einfach abgeklemmt. Sich um sich selbst kümmern sieht anders aus.

Zeitverschwendung irgendwie, finde ich. Viele sagen mir auch: „Sieh es nicht so. Du hattest doch unglaublich viele schöne Momente mit ihr. Behalte die positiven Dinge in Erinnerung.“ Ja. Mag sein. Aber die derbe Enttäuschung am Ende…? Der Verrat und das Gestoßenwerden ins eiskalte Wasser lösten einen Schock in mir aus. Sich auseinanderzuleben wäre die eine Sache gewesen, akzeptabel. So ist es bestimmt bei vielen Paaren. Aber so war es nicht für mich, jedenfalls fühlte sich das so nicht an. Ganz im Gegenteil. Es standen große geplante Veränderungen bevor bzw. waren schon eingeleitet. Umzug, Auto, Urlaub. Alles. Alles in Richtung immer festerer gemeinsamer Zukunft. Allerdings wie ein ahnungsloses gutmütiges Tier einfach schutzlos zu wilden Raubkatzen ins Gehege gestoßen zu werden, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Eines, das das Prädikat „besonders widerlich“ verdient hat.

Und auch wenn ich trotz intensiver Suche den vermeintlichen Grund für das Aufleuchten der Kontrollampe nicht entdecken konnte… oder wollte… stehe ich mit dem Wagen immer noch rechts am Straßenrand. Was ich aber bemerken musste und bemerkt habe: Es ist drigend ein Ölwechsel nötig! Der läuft gerade. Das wird noch ein paar Wochen dauern vermutlich. Aber dann steige ich wieder ein und fahre los. Richtung Sonne und Leben. Und in Richtung Traumfrau.

Vielleicht nicht so verbissen wie früher, vielleicht aber auch nur nicht mehr so verbissen wie am Anfang früher. Nach 1 Jahr Pickuppen damals war ich nicht mehr verbissen. Es war wirklich nur anfangs. Es war eben alles neu für mich. Frauen ansprechen, einfach so. Einfach überall. Einfach immer. Dass es anfangs eine Verbissenheit gab, habe ich durchs Reflektieren ergründet. Was wohl der Grund war, warum meine Resultate „erst“ im Laufe der Zeit besser und intensiver wurden. Und was letztlich auch Fr. Schlange in mein Leben treten ließ. Ich zog sie aufgrund meiner damaligen extrem autarken Art an. Ich war mit mir im Reinen, happy und zufrieden. Extrem selbstbewusst. Ich war damals längst nicht mehr bedürftig. Das zeigen meine alten Artikel. Die ich mir zwischendurch gerne immer wieder durchlese. Um mich selbst wieder zu entdecken. Alleine dafür hat sich das Niederschreiben meiner Erlebnisse sehr gelohnt.

Und nun… wenn sie mir begegnet… die Frau… die Traumfrau… die ich eigentlich bereits in Teil 1 suchte… also der Teil 1, der gar nicht Teil 1 war, wie sich herausstellte… dann nehme ich sie mit. Und werde zusehen, dass sie jeden Grund von dieser Erde von mir bekommt mich nicht mehr herzugeben!

Und deswegen liebe Traumfrau, geht der Song an Dich! Ich kenne Deinen Namen nicht. Ich weiß nicht wie alt Du bist oder woher Du kommst. Ich weiß nicht, ob Du schon Kinder hast, noch Kinder bekommen kannst oder Dir Kinder wünschst. Ich wünsche mir welche. Das weiß ich, nachdem ich fast 2 Jahre merken durfte, dass mir Kinder sehr liegen und ich schon ein bisschen Papa sein durfte. Und dachte, das wars… ich bin dann eben so ein „Bonuspapa“. Hätte mir gereicht, wirklich. Sollte aber nicht sein. Deswegen ist der Bonuspapa weder mehr ein Papa noch ein Bonus. Aber ich kann Papa.

Keine Ahnung, meine Traumfrau, auf welche Musik Du stehst. Keine Ahnung welchen Charakter Du hast. Ob Du meine Eigenheiten, Ecken und Kanten nicht nur akzeptieren sondern sogar schätzen kannst. Aber eines weiß ich… ich hoffe, dass Du so ein Herzmensch bist wie ich! Dann mache ich Dich zur glücklichsten Frau der Welt. Ich kann nicht nur Papa. Ich kann auch Mann.

Und deshalb dieses Lied für Dich. Lass Dich finden und wir fahren gemeinsam Richtung Sonne ins Leben. Der Ölwechsel ist erledigt. Es kann los gehen.

Lasst die Zeilen einfach wirken! Hört Euch den Song an. Komplett. Versucht dabei zu sein, mittendrinnen! Da steckt so viel Hoffnung und Zuversicht drinnen! Oder wie Xavier Naidoo schon sang: „Volle Kraft voraus!“

Und ich empfehle den Song auf 2 Arten zu hören: Erst in seiner originalen Version und danach bitte unbedingt in dieser bestimmten Live Version und da finde ich besonders das Ende einfach herausragend. Wie Herbert Grönemeyer da ab geht, das ist genau das, wie es in mir aussieht, wenn ich an sie denke… an meine zukünftige Traumfrau! Das bin ich!

PS: Den Songtext gibts unter den Videos, so könnt ihr mitlesen…

 

 

Demo (Letzter Tag)

Weiß man, wie oft ein Herz brechen kann?
Wie viel Sinne hat der Wahn?
Lohnen sich Gefühle?

Wie viele Tränen passen in einen Kanal?
Leben wir noch mal?
Warum wacht man auf?
Was heilt die Zeit?

Ich bin dein 7. Sinn,
Dein doppelter Boden,
Dein zweites Gesicht.
Du bist eine kluge Prognose,
das Prinzip Hoffnung,
ein Leuchtstreifen aus der Nacht.
Irgendwann find und lieb ich dich …

Ich bin eine deiner Farben,
kannst mich wählen, kannst sie tragen,
Kannst sie bleichen.
Verrat dir alle Geheimzahlen,
Werd dir die kühnsten Träume ausmalen,
Werd dir erklären, wovon ich nichts versteh.

Ich bin dein 7. Sinn,
Dein doppelter Boden,
Dein zweites Gesicht.
Du bist eine sichere Prognose,
das Prinzip Hoffnung,
ein Leuchtstreifen aus der Nacht.
Irgendwann find und lieb ich dich …

Das Leben fließt rot in unseren Venen,
Ich servier dir’s auf einem goldenen Tablett.
Du holst mich aus dem grauen Tal der Tränen,
Lässt alle Wunder auf einmal geschehen,
Dass mir Hören und Sehen vergeht.

Ich bin dein 7. Sinn,
Dein doppelter Boden,
Dein zweites Gesicht.
Eine Lieblingsfarbe,
Dein sportlichster Wagen,
Dein tiefster Tauchgang,
Dein Segelflug.

Du bist eine gute Prognose,
Das Prinzip Hoffnung,
Ein Leuchtstreifen aus der Nacht.
Ich find dich und lieb dich mehr als mich.
Ich lieb dich mehr als mich.
Irgendwann find ich dich.
Ich find dich oder nicht.
Ich lieb dich mehr als mich und ich finde dich.
Ich find dich oder nicht.

Das Können von Christoph Waltz

Zur Zeit habe ich es mit der Musik. Zuletzt mit „Du Bist“ von Prinz Pi. Es war in die Vergangenheit gerichtet, beleuchtete (m)eine vergangene Frau aus meiner erst nachträglich erlangten Sicht. Aus einer für mich wohl erst nachträglich erlangbaren Sicht. Denn wie ich immer mehr für mich feststelle, ist dies eine (Ein-)Sicht, die ich tatsächlich erst nachträglich erhalten konnte. Ein perfektes Schauspiel ist nicht zu durchschauen.

Einer meiner Lieblingsschauspieler ist Christoph Waltz, seine Interpretation beispielsweise der Rolle in Django ist so genial einzigartig, dass beim Ansehen dieses Films in mir gar nicht der Gedanke aufkommen kann, dass es sich lediglich um eine gespielte Rolle von ihm handeln würde. Er verkörpert auf eine so perfekte Weise das Schauspiel, lässt die Grenzen zwischen Spiel und Realität verschwimmen. Selbst – meiner Meinung nach – als bewusster Zuschauer seiner Filme gelingt es ihm, durch seine Einzigartigkeit der Darstellung seiner Rollen wieder und wieder zu faszinieren. So sehr, dass ich ihm beim Beispiel Django tatsächlich abnehme, dass hier ein echter Kopfgeldjäger vor mir steht, spricht und tut.

Tatsächlich…? Ist es nur eine künstlerisch perfekt erschaffene Illusion! Christoph Waltz hat in seinem ganzen Leben vermutlich noch nie einem Menschen ein Haar gekrümmt. Während des Films kommt es mir jedoch vor, als wäre er der perfekte und intelligente Kopfgeldjäger. Damit gelingt ihm, was nur wenigen wirklich guten Schauspielern gelingt, nämlich die perfekte Illusion zu erschaffen.

Als Kinobesucher oder auch als Zuschauer auf meiner Couch ist mir klar, dass es sich nur um einen Film handelt. Das weiß ich vorher, bevor der Film beginnt. Dass ich es vor mir mit Schauspielern zu tun habe. Dass Christoph Waltz nur eine Rolle ausfüllt. So war das aber aus meiner Sicht nicht in meiner vergangenen Beziehung. Die Frau mag die Einzigartigkeit und das großartige Talent einer Meister-Schauspielerin in sich tragen. Das sind ganz gefährliche Waffen im Umgang mit sensiblen Menschen. Einem wie mir. Christoph Waltz mag ein Schauspieler sein, er tut dies aus Berufung und sicherlich auch um Menschen zu unterhalten. Von Berufung kann ich an der Stelle bei Fr. Schlange auch sprechen.

Es gehören allerdings immer 2 Menschen zu einem Duett. Die Frage ist immer noch aktuell, wie aus mir ein Protagonist in einem Film werden konnte. Denkfalle. Wie ist das gemeint? Nun, wenn wir uns einen Film von Christoph Waltz herauspicken, wirkt alles perfekt. Er und die Nebendarsteller spielen alle die ihnen zugewiesenen Rollen. Als Zuschauer gewinnen wir dabei nicht den Eindruck, dass sich die vielen handelnden Akteure im Film Gedanken darüber machen, welche Rolle sie spielen oder ob sie nur (Neben-)Darsteller sind. Alle tun einfach. Jeder erfüllt seine Aufgaben und füllt seine Rolle aus. So wird ein Meisterwerk daraus.

In meiner Realität stellt sich das Erlebte für mich hingegen anders dar. Zunächst fühlte sich alles vollkommen real und köstlich an. Wir nennen das Liebe. Dadurch werden wir blind. Jedenfalls wir Herzmenschen. Und dann… wurde offenbar aus der Realität, die sich Beziehung nannte, eine Fiktion. Eine Illusion. Ein Film. Ein Film in dem ich zu einem Nebendarsteller wurde. Ohne zu merken, dass die Hauptdarstellerin im Hintergrund auch die Fäden als Regisserin zieht. Und das Drehbuch heimlich umschrieb.

Ein Film, der nie mit einem Happy End abschließen sollte, da es dort oben auf der Bühne keine Traurigkeit und keinerlei Drama gab. Ohne Trauer ist kein Happy End nötig. Es konnte also kein Drama sein. Es war eher ein Familien-Abenteuerfilm. Einer, der einfach schön war wie er war. Zeichnen mit Bleistift ohne Radiergummi. Weich und sanft. Bis am Ende das Tintenfass darüber ausgeschüttet wurde.

In jeder Lebenserfahrung stecken verborgene Potenziale. Richtig betrachtet, bringen sie uns nach vorne, diese Erfahrungen. Zuviel Analyse ist aber auch nicht gut, sagt Lotusblume. Sagt übrigens nicht nur Lotusblume. Ich merke, dass mir das schwer fällt… die Situation verständnislos loszulassen. Gerade nicht zu versuchen zu verstehen. Da ich glaube, dass das Verstehen auch einen großen Beitrag für meine positive Zukunft mitsich bringt. Richtig angepackt jedenfalls.

Ein Pickup-Coach sagte in einem seiner Videos letztens: „Wenn sie Schluss mit Dir gemacht hat, dann halt in diesem Moment einfach die Klappe. Hör genau zu was sie nun sagt. Hör einfach zu und halt Deinen Mund. Das was sie da jetzt sagt ist bares Gold für Dich wert! Für Deine nächste Beziehung…!“

Und unter dem Aspekt betrachte ich auch alles. Ich analysiere nur, um mich selbst zu verstehen und vorallem um in Zukunft sofort erkennen zu können, dass ich erneut zu einem Nebendarsteller in einem der Filme von Christoph Waltz gemacht werden soll. So ist Hollywood nun einmal. Falls es jemals wieder so weit kommen würde. Hätte würde könnte. Meistens kommt ja dann doch wieder alles anders… und von Hollywood habe ich absolut genug. Mir reicht auch das einfachste Landleben. Hoffentlich…

Greenhornyme schrieb mir letztens, dass ich in dieser Frau meine „Meisterin“ gefunden hätte. Ganz ehrlich, selbst Christoph Waltz hätte in dieser Frau seine Meister-Schauspielerin gefunden. Und das ohne zu merken, dass sie zugleich auch die Regisserin des Films ist… und die Drehbuchautorin…

2019-04-16

… es wäre nicht ich, wenn nicht nach jedem Rückblick auch immer der Blick nach vorne folgen würde… Und deswegen stelle ich im nächsten Artikel ein Lied für und an meine zukünftige Traumfrau vor. Einen der für mich schönsten Songs der Welt. Ein deutsches Lied…

Von außen nach innen

Nun nach 3 Tagen mal wieder ein Lebenszeichen von mir.

Freitag ging es mal wieder raus, Bar- und Clubgame. Eher Barhopping und Clubgame. Mehr hin und her und Wechsel der Locations. Zählbares kam nicht heraus… ja außer… Motto des Abends war: „Interaktionen üben.“

Wir waren zu zweit draußen, mein Wingman und ich eröffneten abwechselnd Sets. Ich nahm bewusst jede ansprechbare Frau als Gelegenheit zum Üben an. Die fehlenden Interaktionen in den vielen letzten Monaten fehlen mir, ich bin noch weit weg davon wieder ganz der „Alte“ zu sein. Deswegen sprach ich in den Bars alles an, was sich gerade als Gelegenheit bot. Selbst Frauen, die ein paar Jahre älter waren als ich oder die mir auch gar nicht wirklich gefielen. Oder beides. Die Gespräche hielten einige Minuten.

2 Mal geriet ich an relativ selbstbewusste Frauen, das ist ideal zur Übung. In einem Gespräch ballerte mir die Frau 2 oder 3 Statements vor den Latz, provokante Dinge. Ich nahm diese auf und konterte sie – ich würde sagen – charmant. Sofort erhielt ich die Resonanz: „Also die meisten Männer sind dann gleich weg, wenn ich so etwas bringe.“ Meine Antwort: „Die meisten Männer machen aber auch so ein Hokus-Pokus-Ding aus einem Gespräch mit einer Frau.“

Ab da hatte sie verstanden, dass ich kein Weichei bin. Die nächsten Minuten hatten wir Spaß und tauschten uns Smalltalk-mäßig aus. Alles nichts besonderes… aber irgendwie für mich schon. Für mich waren die Gespräche an dem Abend deswegen gewinnbringend, weil meine Ziele waren:

– Möglichst Lange in den Sets zu bleiben
– Langsam sprechen, mit Pausen
– Mit tiefer Stimme zu sprechen
– Nur selten Aussagen der Frau zuzustimmen, dafür mehr das Gespräch zu beobachten. Männer neigen dazu, jeder Aussage einer Frau sofort ein: „Ja, stimmt!“ und „Ja, sehe ich auch so!“ anzufügen. NEIN! Nix da, nicht an dem Abend! Möglichst auch in Zukunft nicht mehr so oft. Das sind Verhaltensweisen von „nicht trainierten“ Männern und das zeigt Bedürftigkeit.

Ich ertappte mich zuletzt immer wieder bei solchen Verhaltensweisen. Fürchterlich. 🙂 Die meisten Männer freuen sich ja wie die Schnitzel-Kinder, wenn sie mal ein Gespräch mit einer Frau führen… dürfen (!). In hatte alleine in der einen Bar 3 Gespräche selbst initiiert. Wozu dann bedürftig sein?! Das sind die psychologischen Fragen, die sich ein Pickupper stellen muss. Bzw. sich einer stellen sollte, der wieder erfolgreich werden will.

Reiten und schießen gleichzeitig?

Ein wenig fühle ich mich wie ein in die Jahre gekommener Revolverheld. Das letzte Duell lag Jahre zurück, das Schießeisen ist inzwischen etwas angerostet. Aber er kann es noch, nur fehlt ihm die Übung und er schießt derzeit öfter daneben. Reiten auf einem Gaul verlernt man nicht. Schießen auch nicht. Aber als erster ins Ziel zu reiten und dabei auch noch alles perfekt zu treffen sind wieder eine andere Stufe. Da will ich wieder (!) hin.

Viel mehr gibts zu dem Tag auch nicht zu sagen, es geht derzeit für mich stark um meine „innere Einstellung“. Die alt hergebrachten und bekannten offenen Fragen des Lebens. Klingt hochtrabend, ist es aber nicht. Es geht für mich noch immer um die selben Fragen, um die es immer ging… wenn wir uns bewusst machen, wozu wir hier sind auf dieser Welt:

– Wer bin ich? Was macht mich aus? Wer ist dieses Ich, das gerade über sich selbst nachdenkt? Wo will ich hin? Wozu bin ich da? Warum tue ich gerade dies oder das? Was bringt mir das gerade auf lange Sicht?

Am Samstag passierte etwas Erstaunliches. Es war der erste Tag, an dem ich alleine einfach so draußen herumgelaufen bin in einem großen Shopping-Center. Geschlendert. In viele verschiedene Läden gelaufen. Menschen beobachtet. Wirken lassen. In mich selbst hineingehorcht. Halt bei einem Asiaten gemacht und mir bewusst ein paar Minuten Zeit genommen um Sushi zu essen, Maki mit Avocado. Einfach so. Ich weiß, nichts besonderes an sich. Für mich derzeit schon. Es bewegt sich gerade einiges in mir und versucht neue Wege zu erfühlen und Perspektiven zu ergründen.

Vom Ergründen der Bewusstheit

Sushi ist nicht der Punkt. Sondern die Bewusstheit. Bewusst das Sushi auszuwählen, bewusst jedes Stückchen mit den Stäbchen an den Mund heranzuführen, in Ruhe zu kauen und zu essen und zu guter letzt bewusst an die Kasse zu gehen und bewusst zu bezahlen. Jedes Geldstück aus dem Geldbeutel zu holen und der Kassiererin in die Hand zu geben.

Diese Bewusstheit hatte ich früher und hatte sie in den letzten Monaten immer mehr verloren. Und nun war es Samstag so weit, dass ich zum ersten Mal seit dem Beziehungsende wieder so etwas wie Freude entwickelt habe im Alleinsein. Dieses Gefühl hielt phasenweise nur wenige Minuten an. Natürlich kommen dann wieder Trauer aufgrund der vergangenen Situation in mir auf, gepaart mit Unsicherheiten und Ängsten betreffend dem weiteren Lebensweg. Es ist für mich ein harter Cut, sachlich gesehen. Eigene Wohnung weg. Täglicher Ablauf weg. Alleine sein. Punkt. Aber hey, immerhin gelang es mir phasenweise! Ein kleiner (großer!) Fortschritt im Vergleich zu von vor 1 oder 2 Wochen.

Ich verlagere derzeit meine Wahrnehmung zunehmend von außen nach innen. Das ist der entscheidende Aspekt auf dem Weg. Natürlich spreche ich noch Frauen an. Aber ich merke, dass ich es – die letzten Tage – aus einem anderen Fokus heraus tue. Es geht mir wieder mehr um die Interaktion und das Üben. Weniger darum DIE Frau kennen zu lernen. Ich merke – auch dank wichtiger und guter Anregungen einzelner Menschen – dass ich noch gar nicht bereit bin für eine neue Beziehung. Innerlich sträubt es mich gerade beim Gedanken daran. Zu tief sitzt die jüngste Enttäuschung. Und gleichzeit spüre ich das Begehren erst einmal wieder zu mir zurück zu finden, anstatt zu versuchen mein gebrochenes Herz einer anderen Frau zu schenken. Das wäre einfach keine gute Voraussetzung für einen neuen Start. Niemandem gegenüber.

Das Ding mit der Kamera über der Schulter

Aber ich weiß, dass ich ein totaler Kämpfer bin. Und mental zum Glück reif genug, um immer wieder einen nötigen Perspektivenwechsel durchführen zu können. Immer wieder in die Beobachterrolle zu gehen. Mit der Kamera über meine Schultern zu schweben und mich zu beobachten wie ich hier gerade diese Zeilen in den Laptop tippe. Oder in einer Bar stehe und mich beim Reden mit einer Frau selbst beobachte. Es hat eine andere Qualität im Sein, zu wissen, dass mein Körper nicht ich ist. Und ich nicht meim Körper bin. Ich bin nicht mal meine Gedanken. Ich bin die Seele, manche sagen auch Energie, die meine Gedanken beobachten kann. Damit kann ich nicht mein Gehirn sein. Und erstrecht nicht mein Körper.

Das zu wissen macht mich derzeit etwas unabhängiger von meiner Vergangenheit. Auf der einen Seite. Auf der anderen Seite tut es noch immer weh, dass ich meine vermeintliche Seelenverwandte verlieren habe müssen. Es war unnötig, einfach unnötig. Andererseits war sie eben nur vermeintlich meine Seelenverwandte. Nicht in der Realität. Sie gab sich anders als sie war. In meinem Kopf habe ich aufgrund der langen Zeit jedoch nur das „tolle“ Bild und die „tollen Erinnerungen“ an sie. Wie ich schon schrieb, geht es mir dabei in erste Linie nicht darum um sie zu trauern, sondern mit mir selbst hart ins Gericht zu gehen. Und zu hinterfragen, wie ich – diese beobachtende Seele mit der Kamera auf der Schulter – dieses Gefühl überhaupt entwickeln konnte, dass sie meine Seelenverwandte sein könnte. Was habe ICH übersehen? Was habe ICH übersehen wollen? Oder konnte ich gar nicht anders als alle negativen Anzeichen (von Anfang an!) zu übersehen? Warum ließ ich mich darauf ein und was ist nötig, um dies nicht zu wiederholen?

Auch muss ich eben eingestehen, dass wir in dem Punkt auf unterschiedlichen Ebenen unterwegs waren. So funktioniert das nicht. Wenn einer links lang läuft und der andere rechts lang. Seele hin oder Seele her. Wenn nur einer in der Lage ist, die Kamera über seine Schultern zu packen und durch die Linse auf sich selbst zu blicken… während der andere irgendwelchen tollen Momenten und Ereignissen hinterherjagt, funktioniert das auf diese Art nicht. Dann sind wir Menschen einfach auf unterschiedlichen Ebenen unterwegs. Und diese nötige Tiefe in einer Beziehung kann sich gar nicht bilden.

Na klar war ich unbewusst in der Beziehung zuletzt, sage ich ja immer wieder. Aber in mir steckt sehr wohl dieses tiefe Bewusstsein, wenn es um etwas geht. Immer wenn es brenzlige Situationen gab, betreffend „wichtiger“ Dinge… die Kinder… Schule der Kinder… Sportverein der Kinder… Arbeitssituation von ihr… ihr Stress… gesundheitliche Probleme von ihr… war ich sofort auf den Punkt da. Absolut bewusst. Kamera an, auf die Schulter damit und uns am Küchentisch beobachtend. Wie wir sprachen. Stets ihre Ängste im Blick und dazu passend nach kurzem Hineinfühlen meine möglichen Lösungswege bereits in der Hinterhand.

Wie das wohl Cristiano Ronaldo macht?

Ich denke mir das so: Wenn Cristiano Ronaldo das Haus verlässt, dann hat er auch nicht immer einen Ball am Fuß und dribbelt damit zum Auto, in einen Supermarkt oder zu den Nachbarn rüber. Und auch wenn er mit seiner Frau intim wird, dribbelt er nicht mit dem Fußball aus der Dusche ins Schlafzimmer zu seiner Frau. Wo sie im Nachtkleid auf ihn wartet. Er macht nicht erst noch 3 Kopfbälle und spielt ihr dann den Ball zu, um sie dann zu küssen. Nein.

Er ist durch und durch Fußballer, aber eben im Training und auf dem Fußballplatz. Er mag eine gewaltige Kraft haben, einen gewaltigen Kopfball und einen unglaublichen Torinstinkt. Aber doch nicht IMMER?! Beim Mittagessen steht er doch nicht nach jedem Happen von seiner Gabel auf und spielt kurz einen Pass gegen die Wohnzimmerwand. Auch wenn es lustig sein mag, sich das gerade bildlich vorzustellen. Nein. Er haut den Ball in den Winkel, dann wenn es darauf ankommt. Und zwar NUR DANN! Wenn er merkt: „Meine Mannschaft braucht mich jetzt! Es steht verdamm nochmal 0 zu 0 und ich kann und werde dieses Ding für die Jungs, den Trainer und die Fans heute entscheiden!“

Dann ist er auf den Punkt da. Die Flanke kommt… und er haut das Ding Vollspann in den Winkel. In DIESEM Moment war er vollkommen bewusst. Für ihn muss der Ball aus der Flanke gefühlt in Zeitlupe auf ihn zugekommen sein. Genug Zeit, um sich 100% bewusst zu werden, was nun für ihn nötig ist. Ende.

Und so war ich auch, wann immer es wirklich nötig wurde, war ich zu 100% da. Für alle. Für sie. Für die zwei Kinder… ja… aber irgendwie nicht für mich. Und dieses zusätzliche bisschen Bewusstheit im Alltag fehlte mir. Und daran arbeite ich derzeit. Ich spüre wieder (! wie damals vor Fr. Schlange !), dass es nicht nötig sein kann und sein darf eine Frau an der Seite zu haben, NUR um glücklich zu sein. Eine Frau sollte die Ergänzung im eigenen Leben sein, niemals der Hauptaspekt. So auch die Aussagen der vielen Trainer und Persönlichkeitsentwickler. Denn ich sehe ja, was passiert, wenn die eigene Frau oder Freundin oder Lebensgefährtin oder Lebensabschnittsgefährtin (ganz modern! zum kotzen!) plötzlich die Reißleine zieht und Du nicht mehr mehr wert für sie bist, als ihr Gefühl des Triumphs durch das Aufstellen einer weiteren Trophäe in ihrem Schrank. Du bist dann eines dieser Panini-Bilder für sie geworden. In ihrem Stickeralbum. Wieder eine Kerbe mehr. Dann stehst Du gottverlassen (oder für die unreligiösen: universumsverlassen 😉 ) alleine da. Ist das wirklich nötig?

Aber ich weiß… es gibt da draußen Seelenwesen, Energiewesen. Die Themen, die mir wichtig sind… sind auch anderen (ganz wenigen zwar nur!) Menschen wichtig. Statistisch müssten davon doch 50% Frauen sein. Da es eher „weiche“ Themen sind, sollten es sogar mehr sein. Und auf dieser Ebene ist echter Austausch möglich. Eine echte Beziehung. Nur bin ich gerade noch nicht so weit, ich bin noch nicht wieder bei mir angekommen. Ich gönne mir jetzt erst einmal die Zeit zurück zu mir zu finden. Danke an Freunde, Familie und Bekannte für Eure Hinweise. Es hat einige Tage gedauert, bis ich realisiert habe, dass ich direkt nach dem Beziehungsaus auf dem Holzweg war.

Und wie es wohl weitergeht?

In mir arbeitet viel, wie ich sagte. Derzeit mache ich mir nicht nur viele Gedanken wie ich mit dem Thema Pickuppen weiter umgehen möchte… sondern auch wie ich eigentlich mein Leben strukturieren will. Es ist jetzt die Möglichkeit da, einige Dinge so umzugestalten, dass sie sich für mich gut anfühlen. Sobald es konkreter wird, tue ich das hier kund. Ein paar verrückte Ideen sind auch dabei.

Gestern holte ich mit Freunden meine restlichen Sachen aus ihrer Wohnung. Da ist auch viel auszumisten. Ballast der Vergangenheit loszuwerden. Alles Dinge, die im Alltag zu kurz kommen. Ich will wieder frei sein. Mental frei. Und dann ist da wieder Platz, um die Freiheit zu teilen. Freiheit ist möglich. Freiheit mit Vertrauen. Nicht nur Freiheit oder Vertrauen. Ich möchte nie mehr wieder das Eine gegen das Andere abwägen oder gar eintauschen müssen. Freiheit und Vertrauen gehören zusammen. Weil ich es mir wert bin. Nicht alle Menschen sind gleich, nicht alle Frauen sind gleich. Es gibt ganz ganz sicher auch Frauen mit Anstand und Moral.

Und bis dahin sehe ich jetzt erstmal zu, dass ich aus mir statt einem abgehalfterten Revolverhelden wieder einen ganz echten mache, der sich auch als Revolverheld fühlt. Revolverhelden sind gemeinhin viel und gerne alleine. Aber am Ende schnappen sie sich dann doch die Frau ihrer Träume. Damit dürfte der Weg für mich klar sein…

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PS: Da ich heute frei habe, mache ich mich auf den Weg in die Stadt. Mal sehen, vielleicht einen Kaffee trinken und ansonsten einfach in einen Bücherladen setzen und lesen. Ich denke da an Osho…

Du bist

Vor ein paar Tagen wollte ich hier ein Lied vorstellen, das ich bereits vor einigen Jahren entdeckt hatte. Es ist von Prinz Pi. Es gefiel mir immer sehr, passte jedoch inhaltlich nie wirklich zu mir oder zu einer meiner Lebenssituationen. Nie dachte ich, dass ich einmal so eine Frau kennen lernen würde. So eine Frau, deren Lebenssituation zu meiner werden würde und deren Art so sein würde, wie sie von Prinz Pi Revue passierend besungen wird. Worum ich jetzt und heute froh wäre, wenn dies noch immer für mich gelten würde. Was würde ich dafür geben! Aber hilft nicht. Realität ist Realität!

Nur so ist es eben nicht… Heute passt der Song zu meinen jüngsten Ereignissen wie die Faust aufs Auge oder die Hand Bud Spencers gegen die Backe der vielen dumpfen Hohlköpfe. Ich wurde selbst so einer, irgendwie. Ein dumpfer Hohlkopf. Ursache und Wirkung darf ich dabei nicht außer Acht lassen. Wir Menschen müssen Verantwortung tragen (lernen) für das was wir selbst verursacht haben. Erst wurde ich ein dumpfer Hohlkopf… diese verdammt Unbewusstheit ließ ich wie einen Satan wieder Besitz über mich ergreifen.

Das Bild hier passt zu Dir. Das beschreibt Dich vollständig!

2019-04-12

Aber als wäre mein gesamter steiniger lehrreicher Weg der Persönlichkeitsentwicklung für den Allerwertesten gewesen. Mensch! Wie konnte ich in alte Muster zurückfallen! Damit meine ich noch nicht einmal mein teilweise unbewusstes Verhalten und die Unachtsamkeit gegenüber Fr. Schlange im Alltag der Beziehung. Sondern viel mehr sogar muss ich diese Selbstreflexion auf MICH und MEINE Wahrnehmung beziehen: Hätte ich die vielen negativen Vorzeichen nicht bewusster wahrnehmen müssen?! Früher die Reißleine ziehen?! Sie gar nicht erst so sehr in mein Leben lassen?! Ihr nicht mein gesamtes Herz schenken, mich völlig blank ziehen (lassen)?!

Ich hatte so viele Frauen ge-nextet. So viele! Permanenter Nachschub sicherte mir meine Unabhängigkeit und Freiheit auf dem Weg zur Traumfrau. Es gab nie einen Grund die „Nächstbeste“ zu nehmen. Warum habe ich mich aber für sie entschieden?! Nicht die Entscheidung an sich sehe ich so selbstkritisch, sondern…

WARUM ICH DIE NEGATIVEN VORZEICHEN ALLE AUSGEBLENDET HABE! Selbst dann in der Beziehung! Ich hatte ihr anfangs die ersten Unwahrheiten verziehen und auch sonst völlig wertfrei über alle Vorgeschichten hinweg gesehen. WARUM? Und immer weiter hinter ihr gestanden. Warum?! Ich könnte gerade meinen Kopf stundenlang gegen die Wand hauen. Nicht wegen Fr. Schlange! Sondern wegen mir selbst. Meine Entscheidungen sind die Ursache für mein eigenes Schicksal! Ich! Nicht sie. Sie ist egal. Was sie tat, tat sie. Nicht ich. Aber was ICH tat oder eben NICHT tat, das muss ich hinterfragen!

Warum? Damit mir das nicht einfach so wieder passiert!

Wie konnte aus einem so starken Mann ein völlig naiver kleiner Junge werden. Nur weil sie mir schöne Augen gemacht hat?! Mensch! Schäm Dich, Du Hohlkopf!
Folgerichtig, dass ich dafür die harte Faust aufs Auge bzw. die flache Hand Bud Spencers gegen meine Backe durchgezogen bekommen musste.

Nun zum Song

Nicht jeder mag deutschen Rap. Egal. Darum soll es hier nicht gehen. Wer sich für meine Ansichten und für die Gefühlswelt bezüglich Fr. Schlange interessiert, hört sich dennoch genau jedes Wort des Songs an und lässt einfach wirken. Darin steckt ein Großteil der Wahrheit, die Fr. Schlange ausmacht. Wer partout keinen Deutschrap mag, kann sich alternativ den Songtext darunter durchlesen. Das ist dann für die notorischen „solche Musik mag ich nicht!“-Neinsager.

Nun, viel „Spaß“. Aber vor allem ist dies ein weiteres Mosaiksteichen im Verstehen meiner aktuellen Situation. Für mich ein musikalischer Ausdruck meines selbst gewählten und ver“schuld“eten Schicksals, wie Prinzi Pi für sich selbst resümiert.

Die ganz besonders zutreffenden Zeilen des Songtextes habe ich in Blau markiert. Hier erkenne ich sie oder mich oder uns beide komplett wieder. Leider.
Und der Refrain passt insgesamt so sehr! Deswegen habe ich ihn in rot markiert.

 

Prinz Pi – Du bist

Ich komme wie Jimmy, gehe wie Kurt
Mit einem Knall so laut das ihn jeder hört
Altes Manowar Shirt, die Jeans mit Loch
Chucks war’n weiß, sind grau, viel gerockt
Stets mit Andrew aus Illinois in die Base
Stets mit meiner Entourage, Vinnie Chase
Blauer Stern der Jugend, Verrückte am abhäng‘
Unschuld bleibt sitzen auf der Rückbank des Mustang
Leb die Raubkopie von dem Traum der Angst
Dreh‘ mein eigenen Film, schreib mein eigenes Lied
Herz schlägt manisch seinen eigenen Beat
Viele gekriegt, viele verbraucht, Eine geliebt

Du hast die hohen Schuhe an
und trägst deine Tattoos um die Schultern und den Hals wie ein seidenes Tuch
Ich bin verliebt wie ein Junge mit dem Bauch und darunter
Weiß unter deinem Kleid warten tausende Wunder
Meine Eltern ha’m gewarnt, meine Freunde geflucht
Doch die Schrift auf deinem Rücken ist mein heiliges Buch
Ich bin das Wild in dem Scheinwerferlicht deines Blicks

Ich hab den Glauben doch mir fehlen die Beweise für dich
Die Nächte sind gegen Ende intensiver denn je
Zeit war nie so zäh wie warten drauf dich wieder zu sehen
Auf dem Boden von der Flasche liegt ein tieferer See,
als man glaubt, wenn man taucht, ist die Liebe zu seh’n
Meine Sonnenbrille sitzt im Gesicht wie geklebt
Die Kompassnadel dreht weg vom richtigen Weg
Meine Beine die sind müde von den Treppen der Frauen
Sie applaudieren immernoch für den lächelnden Clown
Und…

Du bist, alles für mich, alles das was mir Angst macht
Meine silberne Kugel, mein Kryptonit und mein Anthrax
Du bist, das was ich vom Schicksal verlangt hab
Die Patrone für mein Kopf in der Kammer der Pumpgun

Wenn der Whiskey mir nicht hilft fahr ich Nachts ohne Licht,
durch die Vorstadt auf der Suche nach dem was du nicht bist
Die Sms die ich will hast du nie abgeschickt
Unter der Laterne wartet meine Seele auf dich
Deine Augen lügen nie, nur dein Mund ist ein Dieb
Der jeden Coup mit ei’m Lächeln und ein Kuss unterschrieb
In dei’m Bett bin ich sicher vor den Klippen der Welt
Meine Rebellion ist an dein‘ Lippen zerschellt
Du bist der Abspann vom Film und ich sitze noch da
Du bist besser als du glaubst, auch wenn du es nicht magst
Ich weiß alle deine komischen Geschichten sind wahr
Der Tag hat gestimmt es war nur nicht das richtige Jahr
Was du denkst oder fühlst hast du niemals gesagt
Wir liegen auf der Decke und ich rieche dein Haar
Ich bin zuhause wo du bist, egal welches Hotel
Dein dunkler Zauber lenkt die Zeit darum fließt sie so schnell
Und…

Du bist, alles für mich, alles das was mir Angst macht
Meine silberne Kugel, mein Kryptonit und mein Anthrax
Du bist, das was ich vom Schicksal verlangt hab
Die Patrone für mein Kopf in der Kammer der Pumpgun

Meine Finger, erinnern jede Narbe von dir
Deine Augen lassen Dinge ihre Farbe verlier’n
Du lehrst mich die Wunder die die Welt mir verschwieg
Seit der Typ mit den Tafeln von dem Berg runter stieg
Die Bilder auf deiner Haut sind die Karte zu dir
Auch wenn dein Bus nie kommen wird, ich warte noch hier
Melancholie ist die Lederjacke meines Vereins
Ich trag sie weil das Leder meine Zeilen beweist
Du bist das Logo meines Clubs, die Hymne der Guten
Die traurige, rauchige Stimme der Jugend
Der Sound der Nacht, Stille und Gebell von ei’m Hund
Besser Rebell ohne Grund, als Rebell ohne Mund!
Und…

Du bist, alles für mich, alles das was mir Angst macht
Meine silberne Kugel, mein Kryptonit und mein Anthrax
Du bist, das was ich vom Schicksal verlangt hab
Die Patrone für mein Kopf in der Kammer der Pumpgun