Tweet – Ob ich gestern noch raus bin?

Heute nur eine Art „Tweet“:

Gestern war ich mir bis zuletzt unsicher, ob ich das Haus noch in der Nacht zum Weggehen verlassen sollte. Und ich haderte lange mit mir. Alleine raus. Alleine in einen Club oder in eine Bar? In der Verfassung!?

Ich tat es. Trotz größter Unlust. Ich weiß, dass ich kämpfen muss. Also kämpfte ich. Mental in dieser Situation alleine raus zu gehen, ist echt – für mich – eine unbeschreibliche Leistung. Mich in der Nacht zurecht zu machen, ins Auto zu steigen, doch eine ganze Weile zur Location zu fahren und dann – fast – wie selbstverständlich alleine zum Clubgamen zu gehen.

Pickup-Profis sind es gewohnt alleine unterwegs zu sein. Ich war früher (im Projekt Beziehung Teil 1) oft alleine weg. Aber sind Pickup-Profis auch in der Lage alleine raus zu gehen, wenn sie gerade ihre Beziehung verloren haben? Trotz und mit dem mentalen Loch? Ein Widerspruch in sich. Entweder ist man aktiver Pickupper oder man ist in einer Beziehung. Beides gleichzeitig? Das ist wohl selten und wenn dann fußt dies auf absolutem Vertrauensmissbrauch. Nicht mein Ding. Nicht mein Verständnis. Anderes Thema.

Pickup ist ein Werkzeug für mich, predigte und predige ich stets. Ein Werkzeug, mein Werkzeug, DAS Werkzeug, auf dem Weg zur Traumfrau. Eine erfolgversprechendere Methode ist mir bis jetzt nicht bekannt.

Ich hatte ein paar lange und gute Gespräche beim Clubgamen. Sehen und gesehen werden, spielt da eine große Rolle. Ich unterhielt mich nacheinander mit zwei Frauen zu meiner linken Seite und mit drei weiteren Frauen zu meiner rechten Seite. Hab ich genossen. Sehr sogar. In erster Linie ist die Übung wichtig, wieder gut rein zu kommen in die Konversationen. Passte. Lief bei mir.

Gegen Ende meines Abends kam es zum Nummerntausch mit einer unglaublich heißen Frau, ich würde ihr eine 8 oder 8,5 geben. Und ich bin schon verdammt wählerisch. Wir hatten Spaß im Gespräch, allerdings verließ sie mit ihren 3 Freundinnen den Laden und zog dann noch weiter. Deshalb musste ich relativ kalt auf die Nummer gehen. Ein längeres Gespräch wäre schon besser gewesen. Die Nummer hat auch keinen großen Wert, das hatte ich schon im Gespür. Und eine Antwort auf meine kurze Nachricht heute Nachmittag blieb (bislang) aus. Aber darum geht es gar nicht. Raus gegangen. Aktiv gewesen. Was bewegt. Passt.

Später gab es außerdem noch einen Korb von einer anderen Frau. Eine komische Frau war das. Sah mich an wie ein Uboot, nachdem ich sie ansprach. Sogar ihre Freundin war dagegen noch gut drauf und lächelte. Einen Korb von einer Frau der Marke „eiskalt“ zu bekommen, berührt mich persönlich gar nicht. So jemanden möchte ich um Himmels willen gar nicht in einer Beziehung an meiner Seite haben. Ich besitze ja schon einen Kühlschrank.

Und so fuhr ich nach 2 Stunden wieder zurück „nach Hause“. Und bin doch echt stolz auf mich selbst. Nicht wegen den tollen und lustigen Gesprächen mit den 5 Frauen, auch nicht wegen dem Nummerntausch mit dem – vielleicht an diesem Abend – heißesten Mädchen des Clubs, sondern weil ich meinen Arsch hoch bekommen und das Haus alleine verlassen habe, um mein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Trotz und wegen meiner derzeitigen mentalen Verfassung. Weiter so. Freerider.

2019-03-31