Tweet – Ob ich gestern noch raus bin?

Heute nur eine Art „Tweet“:

Gestern war ich mir bis zuletzt unsicher, ob ich das Haus noch in der Nacht zum Weggehen verlassen sollte. Und ich haderte lange mit mir. Alleine raus. Alleine in einen Club oder in eine Bar? In der Verfassung!?

Ich tat es. Trotz größter Unlust. Ich weiß, dass ich kämpfen muss. Also kämpfte ich. Mental in dieser Situation alleine raus zu gehen, ist echt – für mich – eine unbeschreibliche Leistung. Mich in der Nacht zurecht zu machen, ins Auto zu steigen, doch eine ganze Weile zur Location zu fahren und dann – fast – wie selbstverständlich alleine zum Clubgamen zu gehen.

Pickup-Profis sind es gewohnt alleine unterwegs zu sein. Ich war früher (im Projekt Beziehung Teil 1) oft alleine weg. Aber sind Pickup-Profis auch in der Lage alleine raus zu gehen, wenn sie gerade ihre Beziehung verloren haben? Trotz und mit dem mentalen Loch? Ein Widerspruch in sich. Entweder ist man aktiver Pickupper oder man ist in einer Beziehung. Beides gleichzeitig? Das ist wohl selten und wenn dann fußt dies auf absolutem Vertrauensmissbrauch. Nicht mein Ding. Nicht mein Verständnis. Anderes Thema.

Pickup ist ein Werkzeug für mich, predigte und predige ich stets. Ein Werkzeug, mein Werkzeug, DAS Werkzeug, auf dem Weg zur Traumfrau. Eine erfolgversprechendere Methode ist mir bis jetzt nicht bekannt.

Ich hatte ein paar lange und gute Gespräche beim Clubgamen. Sehen und gesehen werden, spielt da eine große Rolle. Ich unterhielt mich nacheinander mit zwei Frauen zu meiner linken Seite und mit drei weiteren Frauen zu meiner rechten Seite. Hab ich genossen. Sehr sogar. In erster Linie ist die Übung wichtig, wieder gut rein zu kommen in die Konversationen. Passte. Lief bei mir.

Gegen Ende meines Abends kam es zum Nummerntausch mit einer unglaublich heißen Frau, ich würde ihr eine 8 oder 8,5 geben. Und ich bin schon verdammt wählerisch. Wir hatten Spaß im Gespräch, allerdings verließ sie mit ihren 3 Freundinnen den Laden und zog dann noch weiter. Deshalb musste ich relativ kalt auf die Nummer gehen. Ein längeres Gespräch wäre schon besser gewesen. Die Nummer hat auch keinen großen Wert, das hatte ich schon im Gespür. Und eine Antwort auf meine kurze Nachricht heute Nachmittag blieb (bislang) aus. Aber darum geht es gar nicht. Raus gegangen. Aktiv gewesen. Was bewegt. Passt.

Später gab es außerdem noch einen Korb von einer anderen Frau. Eine komische Frau war das. Sah mich an wie ein Uboot, nachdem ich sie ansprach. Sogar ihre Freundin war dagegen noch gut drauf und lächelte. Einen Korb von einer Frau der Marke „eiskalt“ zu bekommen, berührt mich persönlich gar nicht. So jemanden möchte ich um Himmels willen gar nicht in einer Beziehung an meiner Seite haben. Ich besitze ja schon einen Kühlschrank.

Und so fuhr ich nach 2 Stunden wieder zurück „nach Hause“. Und bin doch echt stolz auf mich selbst. Nicht wegen den tollen und lustigen Gesprächen mit den 5 Frauen, auch nicht wegen dem Nummerntausch mit dem – vielleicht an diesem Abend – heißesten Mädchen des Clubs, sondern weil ich meinen Arsch hoch bekommen und das Haus alleine verlassen habe, um mein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Trotz und wegen meiner derzeitigen mentalen Verfassung. Weiter so. Freerider.

2019-03-31

 

Unlust vs. Selbstmotivation

Heute ist Samstag, es ist bereits abends, und ich komme gerade vom Daygamen zurück.

Ich war in der Stadt, danach außerdem mit Herrn van Onnetuschn  und seinen Bekannten auf einer Veranstaltung, und anschließend wieder in der Stadt. Ich ließ das Spiel laufen. Der erste Approach des Tages am Mittag verlief direkt mal sehr ungünstig. Die zwei Frauen kommen mir entgegen, eine sieht mir mehrmals in die Augen, ich werde langsamer und lasse sie an mir vorbeiziehen. Augenkontakt, sogar mehrmaliger ist ein sehr gutes Indiz für Interesse. Also drehe ich mich anschließend direkt um und gehe den Zweien hinterher, tippe der Linken auf die Schulter und sage: „Hey, Du hast mich im Vorbeilaufen mit Deinen Augen fast aufgefressen. Ich muss einfach mal hi sagen!“ Sieh sah mich über ihre Schulter kurz und desinteressiert an, sagte nur „Oh nein. Nee.“, oder irgend so etwas und lief mit ihrer Freundin geradewegs weiter. Ich schob hinterher: „Hey, alles okay. Was ist los? Ich beiße nicht.“

Dann drehte ich um und ging wieder in meine ursprüngliche Richtung. Komischer erster Approach. Nicht gerade ein Motivater-Approach. Normalerweise fallen die Reaktionen freundlicher aus, offener. Dabei wollte ich es dann auch fürs Erste bleiben lassen und ging zur Veranstaltung zum oben genannten Freund mit seinen Bekannten. Dort befanden sich viele Menschen, relativ dicht gedrängt. Es waren auch viele Frauen da, viele 2er und 3er Gruppen. Ich machte mich bei der Veranstaltung überwiegend auf die Suche nach einem guten Set und kam auch ganz gut in ein paar Gespräche. Allerdings funkte es für mich irgendwie nicht und ich blieb deshalb auch nicht hartnäckig in den Konversationen. Zweimal unterbrach ich selbst mit Worten wie… bla bla… „ich dreh nochmal eine Runde weiter, wir sehen uns ja noch…“.

Vielleicht hätte es bei einer geklappt, möglich. Ich weiß nicht. Ich fühle mich blockiert, gehemmt. Irgendwie lust- und kraftlos. Obwohl ich die Gespräche kann, Ansprechangst hab ich keine. Das ist an sich schon eine mega gute Grundvoraussetzung. Viel besser geht es erst mal gar nicht. Aber ich spüre trotzdem eine Art Unlust. Das ist vielleicht das, was manche meiner Freunde und Bekannten zu mir in in den letzten Tagen öfter sagten: „Sieh zu, dass Du erstmal über die Eine hinweg kommst, bevor Du Dich auf die nächste stürzt.“ Ich glaube, dass mich Fr. Schlange im Hinterkopf leider massiv begleitet. Überall, als ich heute unterwegs war, und irgendwo eine ähnliche Frisur wie ihre sah, hielt ich Ausschau nach ihr. Ob sie es sei. Verrückt. Natürlich würde sie nicht da sein wo ich bin. Es ist eine andere Stadt, ein anderer Ort. Aber ich merke, wie ich psychisch echt zu kämpfen habe. Sie hat mir echt ein Paket hinterlassen, kein schönes. Diese Zeilen zu schreiben, helfen mir allerdings sehr. Ich gehe damit in die Beobachterperspektive und merke auf diese Art, dass dies nur Gedanken sind. Psychische Hirngespinste. Wenn auch präsente Gedanken. Aber ich bin nicht meine Gedanken. Und meine Gedanken sind nicht ich. Ich bin ich. Ohne Gedanken. Alles weitere findet im Kopf statt. Das zu reflektieren hilft.

Ein Mädchen gefiel mir mega gut, eine glatte 7,5 oder 8. Die hatte ich ziemlich direkt angesprochen, das Gespräch lief auch zunächst mal richtig gut, auch noch als ihre Freundin dazu kam. Ich versuchte beide ins Gespräch zu integrieren und wollte es einfach wissen, schug deswegen direkt ein Treffen vor. Antwort: „Wir sehen uns ja sowieso noch hier, lass uns später weiter reden.“ Mir ist klar was das heißt, da bleibe ich auch nicht mehr aktiv dran. Keine Bedüftigkeit meinerseits, Frauen gibt es genug. Wenn Du nicht willst, will vielleicht eine andere.

Für heute sollte aber keine andere wollen. Ich habe es dann nach der Veranstaltung noch in der Stadt bei einer Verkäuferin in einem Kaufhaus versucht. Kurzes nettes Gespräch. Sie nahm es sehr „professionell“ auf, bedankte sich für mein Kompliment, blieb kurz im Gespräch mit mir und wimmelte mich dann direk mit den Worten „alles klar, dann wünsche ich Dir noch einen schönen Tag“ ab.

Hm. Im Gegensatz zu früher notiere ich mir nicht mehr die genaue Anzahl meiner Approaches. Heute waren es vielleicht 6 oder 7. Im Prinzip alles Körbe bzw. einen Teil der Gespräche hatte ich selbst zwischendurch abgebrochen. Das ist an sich auch noch keine schlechte Quote. Ich hatte schon Tage, an denen ich 14 Körbe nacheinander bekam. Und das 15. Set dann zu einem Date mit mehreren Folgedates und Übernachtungen usw. führte.

Natürlich reflektiere ich dennoch, was ich womöglich verbessern könnte. Um ehrlich zu sein gehe ich ganz aktiv in die Gespräche. Ich versuche es manchmal direkt und manchmal indirekt. Ich achte bereits wieder auf Details wie Stimmlage und Lautstärke (tief und laut).Aber ich bin einfach (noch?) nicht in dieser mentalen Verfassung, Glücklichkeit oder gar noch mehr als „nur“ Glücklichkeit auszustrahlen. Was soll dann schon groß heraus kommen.

Ich hatte heute sogar kurzfristig direkt vor den Augen von Herr van Onnetuschn und seinen Bekannten einen mentalen Rückfall, nasse Augen meinerseits. Er bemerkte das sofort, separierte mich und nahm mich gleich mal auf eine Runde nach draußen mit. Danke mein Freund. Keine Ahnung. Heute war (bisher?) mental nicht mein Tag.

Jetzt ist es ca. 19 Uhr und ich hatte mir für heute Nacht vorgenommen, in jedem Fall zum Clubgamen raus zu gehen. Bei so einem – Entschuldigung – gefühlten Scheißtag. Man. Ich weiß aber auch, dass ich aus dem Loch nur herauskomme, wenn ich einfach alles gebe. Vielleicht ganz besonders viel Engagement an den besonders schlechten Tagen. Selbstmotivation, selbst wenn keine Motivation aufzubringen möglich scheint.

Ich schwanke innerlich zwischen:
a) am Liebsten einfach schlafen gehen
b) einen ruhigen Abend auf der Couch alleine verbringen, vielleicht etwas persönlichkeitsentwickelndes lesen
c) mit der Familie am Abend einfach nur unterhalten
oder
d) doch meine sieben Sachen zu packen und verdammt nochmal in den Club zu fahren.

Ich sage ja sonst immer: „Wenn man Lust auf etwas hat, dann ist es sowieso einfach. Etwas zu tun, gerade wenn man gar keine Lust darauf hat, das ist die Kunst!“ Und das Schlimme ist, dass ich mir bewusst bin, dass mit schlechter Stimmung die Wahrscheinlichkeit für Erfolge massiv sinkt. Ich weiß aber auch, dass mit schlechter Stimmung Erfolge dennoch möglich sind.

Beispielsweise reicht da ein gutes erstes Eröffnungsset im Club, hatte ich früher auch schon. Ein bisschen mit ihr und ihrer Freundin gesprochen, kurze Zeit später liefen wir zu dritt aus dem Club. Davon eine der Beiden mit mir händchenhaltend. Der Abend bzw. die Nacht endete bei den Beiden in der Wohnung inkl. gemeinsamem Frühstück am nächsten Morgen. Es gab auch mal einen Artikel hier dazu, lange ist es her.

Will heißen: Schlechte Stimmung steigert das Misserfolgspotenzial. Aber schlechte Stimmung alleine ist noch kein Garant für Misserfolg. Es sind nur mehr Sets nötig. Mehr Approaches. Und genau das ist das Harte daran, wenn man, wie ich jetzt, eigentlich fast keine Lust hat überhaupt raus zu gehen. Teufelskreis. Den muss ich durchbrechen. Wir werden sehen…

2019-03-30

PS: Früher bin ich dann manchmal einfach raus gefahren, kurz in den einen Club und kurz noch in einen anderen. Einmal schnell durchschauen, ob was dabei ist. Sehen und gesehen werden. Und wieder nach Hause. Vielleicht ist das das heutige Mittel der Wahl? Hat Vorteile und Nachteile. Wenn man rausgeht, sollte man auch approachen. Wozu geht man sonst raus? Hm. Wirre Gedanken.

Ich kämpfe…

Die letzten 2 Wochen habe ich relativ gut abgenommen. Meine etwas engeren Hemden passen mir wieder, die ganz engen noch nicht. Zu meinen besten Zeiten trug ich nicht Slim Fit sondern Superslim Fit. Da will ich wieder hin.

Mit meinem Körper…

Ich mache jeden Tag Sport. Abwechselnd leichtes Krafttraining und Ausdauer, um weiter Fett zu verbrennen. Der Appetit kommt auch langsam wieder, wenn auch nur sehr langsam. Ich versuche dennoch allem zu widerstehen, was mich von meinem Ziel abhält. Klappt ganz gut bisher. Mein Ziel ist, mir wieder den Körper von vor 3 Jahren zu erarbeiten. Ich bin mir sicher, dass das Aussehen einen relativ großen Anteil an meinem Erfolg auf dem Weg zu meiner Traumfrau (für die ich bekanntlich wohl irgendwann aber nicht mehr der Traummann war) geleistet hatte. Auch wenn sie es in Gesprächen stets rational abstritt, vielmehr wäre ich „einfach so heiß“ (gewesen), unabhängig von meinem Körper.

Viele Dates damals, viele coole Erlebnisse. Und ein schöner Körper gibt auch Selbstvertrauen, das ist keine Frage. Wie ich heute feststelle, handelt es sich dabei um Selbstvertrauen auf einer anderen Ebene. Mental bin ich selbstbewusst genug im „echten Leben“, viele meinen sogar ich hätte manchmal einen Hang zum übertriebenen Selbstbewusstsein. In sachlichen Dingen des Alltags mag das stimmen. In meinen Lebenszielen mag das auch stimmen oder besser gesagt gestimmt haben.

In Bezug auf das andere Geschlecht sieht da die Welt anders aus. In der Beziehung hatte ich dieses Selbstbewusstsein ebenfalls voll und ganz gegenüber meiner Partnerin. Ich bestätigte sie immer wieder für ihre Optik, ganz besonders im natürlichen Zustand, d.h. ohne Schminke oder Haarspray usw. Sie tat das umgekehrt ebenfalls, selbst als ich ein paar Kilo zunahm. Wieso sollte ich da mein Selbstbewusstsein verlieren. Jetzt jedoch, wo ich wieder alleine dastehe, sieht die Sache anders aus. Meine geliebten Klamotten passen nicht mehr so wie früher, also muss ich auf weiter geschnittene Hemden oder Pullover zurückgreifen. Das ist eigentlich nicht meins.

Aktuell denke ich darüber nach, mich für ein Fitnessstudio anzumelden. Bislang trainierte ich stets mit dem eigenen Körpergewicht und Kurzhanteln zu Hause. Damals und heute wieder. Erfolge sind damit zweifelsfrei möglich, jedoch nicht so effizient. Mehr Geräte = mehr Möglichkeiten = mehr/schnellerer Erfolg. So lautet die Formel. Ich habe sowohl Ausdauersport (ohne Ball) als auch Krafttraining aber noch nie gemocht. Auch heute nicht. Ich tue das – wenn ich ganz ehrlich bin – auch nicht für mich. Sonst hätte ich das in der Beziehung auch nicht so schleifen lassen oder aufgegeben. Als ich das Gefühl hatte, dass es „einfach passt“ zwischen uns, sah ich keinen weiteren Sinn mehr in dieser unnatürlichen Körperschinderei. Ein kleines bisschen Rückentraining usw. schadet niemandem, im Gegenteil. Aber Gewichte stemmen? Regelmäßig eine Dreiviertelstunde joggen gehen? Ich ging lieber mit meinem Mädchen händchenhaltend spazieren oder führte tolle Gespräche mit ihr über alles Mögliche.

Selbst Schuld, könnte ich mir sagen. Aber kein Mensch weiß, wie lange eine Beziehung hält. Ich ging von der Ewigkeit aus. Und die letzten Wochen vor meinem aktuellen unfreiwilligen Single-Status hatte ich bereits wieder mit leichtem Lauftraining begonnen, ich hatte sie sogar gefragt, ob wir das zusammen machen wollten. Wir joggten auch insgesamt vielleicht nur zwei oder drei Mal in der ganzen Zeit der Beziehung miteinander. Schade eigentlich. Ich hätte mit ihr zusammen eine andere gemeinsame Sportart heraussuchen und finden „sollen“. Gemeinsame Erlebnisse schaffen, das kam zu kurz. Stattdessen zuviel Alltag.

Sie liebte das Klettern. Ich hätte hier bewusster und aufmerksamer sein müssen. Es soll nicht nur melancholisch klingen, was ich hier gerade schreibe. Es steckt auch eine ganze Portion Zuversicht für die Zukunft drinnen, auch wenn man dafür etwas unter die Fassade blicken muss. Ich merke ja, wie das Traurigsein stetig einem „nach vorne Blicken“ weicht. Aussagen wie „ich hätte dies oder jenes tun sollen“ sind der Ursprung. Nicht unerwähnt lassen möchte ich dabei, dass Ursprünge und Ursachen auch Folgen haben. Und so kann ich derlei Aussagen einfach ergänzen und abschließen mit „und beim nächsten Mal achte ich da von Anfang bis Ende drauf!“. Dann wird die Sache hoffentlich schon rund werden, sein und vor allem bleiben. Dann wird aus Melancholie Zuversicht und ein echter Beziehungsvorsatz.

Gemeinsamer Sport bietet unschätzbare Vorteile. Man ist zusammen, hat gemeinsam Spaß, trainiert zugleich den Körper, für sich selbst und gleichfalls auch für den Partner. Attraktivität und so. Dabei werden Glückshormone ausgeschüttet, wo wir wieder beim Thema Hormone wären. Und gegen positive Hormone können wir Menschen uns nicht wehren. Wir müssen ihnen folgen.

Und darum werde ich auch die nächsten Wochen ins Solarium gehen. Sonne (selbst künstliche) sorgt auch hier für einen positiveren Hormonhaushalt. Vor wenigen Wochen wollte Fr. Schlange wieder ins Solarium gehen, ich riet ihr ab. Es sei schädlich für die Haut und außerdem hätten wir zwei uns doch, zumal sie für mich so oder so die attraktivste Frau der Welt sei. Waren meine Worte. Absurd. Heute möchte ich selbst ins Solarium. Im Wissen, dass es schädlich ist für die Haut. Aber im Wissen, dass es – in mildem Maße – die optische Attraktivität für die potentielle neue Partnerin steigert. Plötzlich ist man angebräunt. Und das heißt? Ja klar, das heißt, dass dieser Typ bestimmt ganz abenteuerlustig und viel draußen ist und viel Sport macht. Ein echt heißer aufregender Kerl. Man man man. Wieder dieses Hollywood.

Und ich spiele mit, zwangsläufig. Ich fühle mich derzeit in einer Situation, in der es sich für mich anfühlt, als würde mir jemand unentwegt zurufen: „Schach!“ Und nach Schach kommt matt. Und das will ich nicht. Ich kämpfe so gut ich kann. Wieder auf allen Ebenen. Körperlich. Kleidung. Verhalten. Aufmerksamkeit. Ich gehe raus, wie damals. Aber vor allem geht es um die Lebenseinstellung. Und die muss ich positivieren. Muss ich nicht nur, möchte ich auch. Das Leben ist schön. Punkt. Muss ich nur noch an den Punkt kommen. Ich kämpfe. Ich kämpfe. Ich kämpfe. Und ich werde es schaffen, weil ich vor meiner Beziehung so war. Jeden Tag draußen unterwegs, immer auf der Suche nach meiner Traumfrau. Und so will ich wieder sein, positiv. Denn das bin ich. Ich wurde nur behäbig in der – vielleicht auch durch die – Beziehung. Ich wiederhole mich, ich weiß, aber es ist elementar selbst zu verstehen und einzusehen, dass ich behäbig wurde. So bin ich eigentlich nicht (mehr). So war ich vorher nicht. Warum sonst habe ich all das hier zugelassen? Keine Ahnung was in mich gekehrt war. Ich will zurück zu mir.

Um was es jetzt geht…

Die Traumfrau war die 1. Traumfrau im Projekt Beziehung, das Ganze ist bekanntlich gescheitert. Und nun geht es darum, die 2. Traumfrau zu finden. Oder besser gesagt die „richtige 1. Traumfrau“. Die echte Traumfrau konnte die 1. kaum gewesen sein, wenn ich nach nicht einmal 2 Jahren auf dem kalten Tablett abserviert werde. Ich bin ein Romantiker und für mich sollte eine Liebe ein Leben lang halten, wenn sich beide wirlich darum bemühen. Selten hält die erste Liebe ein Leben lang, allerdings lernen wir aus unseren Erlebnissen. Deshalb war es auch nicht unsere erste Liebe. Wir sind keine Teens mehr. Und ich hatte genug in meinem bisherigen Leben gelernt, um diese Frau nie wieder alleine lassen zu wollen.

Es fehlte wohl das beiderseitige Bemühen. Das miteinander Sprechen über die „wahren Probleme“. Ich tat das immer, allerdings gibt es für mich keine „Probleme“ im Leben. So ernst ich oft wirken mag, so sehr bin ich aber auch nicht durch „Probleme“ klein zu kriegen. Ich nehme das sachlich, gehe aktiv damit um und wische sie meist mit einem Handstreich vom Tisch. So bin ich. Ich bin ruhig und gelassen, selbst in vermeintlich hektischen Situationen oder Lebensherausforderungen. Bis jetzt fand ich in meinem Leben noch immer ein vernünftige und meist sogar sehr gute Lösung für allerlei Herausforderungen. Deswegen spreche ich auch stets die Kleinigkeiten offen an, in einer Beziehung gleichfalls wie in einer Freundschaft oder in der Familie. Es sind wohl nicht alle Menschen so. Und so entfremdet sich irgendwann der Eine vom Anderen. Oder besser auf mich zutreffend, die Eine von mir.
Aber es wird schon, gestern war ich  zum ersten Mal seit Ende der ersten Reise zu meiner Traumfrau zum Daygamen draußen. Ich wohne nicht mehr so zentral in der Stadt wie früher. Entsprechend habe ich ein mittelschweres Problem leicht an einen Ort zu gelangen, wo eine ausreichend große Fluktuation vorherrscht. Fluktuation an potentiellen Traumfrauen. Also fuhr ich extra zu einem bekannten großen Möbelhaus und machte einen Themenabend daraus, unter dem Motto: „Finde Deine schwedische Traumfrau!“

Leider war es während der Woche. Es war nicht viel los. Und wenn jemand unterwegs war, dann Pärchen. Eine Konversation mit zwei Mädls habe ich nach dem zweiten Rundlauf durch das ganze Gebäude endlich starten können. Indirekter Approach (indirektes Ansprechen). Es war nett. Unterhalten über einen Flauscheteppich, den die Eine in der Hand hielt. Sie suchten gerade ein paar Dinge für die neue Wohnung der Freundin und ihren Freund, meinte die Eine über die Andere. Dazu hätten sie beide ihre Männer zu Hause gelassen. Bumm. Okay. Danke. Tschüsschen und so. Nett wars.

Ich hatte mich doch so einigermaßen halb in Schale geworfen. Lederjacke, Hemd, enge Jeans. Und mein Lieblingsparfüm. Und ein bisschen Bestätigung bekam ich dann doch auch. Ich folgte gemütlich und lächelnd dem vorgesehenen Pfad des Möbelhauses. Jeder kennt doch diese Pfeile am Boden. Jedenfalls sah ich aus einiger Entfernung eine recht hübsche Frau zu meiner rechten Seite an einem Regel stehen. Und zu meiner linken den ihr zugehörigen Mann, gedankenversunken umherblickend. Hm. Okay. Scanner wieder ausgeschaltet. Kurz bevor ich dann auf Höhe der Frau angelangt bin, drehte sie sich, um zu ihrem Mann auf der anderen Seite des Ganges zurück zu gehen. Sie sah mich. Und sah mich einmal von oben nach unten wieder zurück nach oben an. Du Schlingel. Aber danke für Dein stilles Kompliment!

An dem Abend gestern kam nichts Zählbares heraus. Ich führte insgesamt nur zwei kurze Gespräche. Aber ich kann es noch. Ich weiß nicht warum, aber ich war extrem locker in den Gesprächen. Ich fühlte mich, als wäre eigentlich alles egal. Kein zwanghaftes Verhalten. Adrenalin war allerdings dabei. Es ging schon im Auto auf dem Weg dorthin los. Ich spürte, wie ich wacher wurde und besser gelaunt. Daygamen ist eben ein Hormonbooster. Es tat gut zu sehen, dass ich es auch untertags noch genauso kann. Ich hatte ehrlich gesagt sogar das Gefühl, dass ich irgendwie „besser“ als früher war. Nicht was den Werkzeugkasten und alle Kniffe und Tricks betrifft. Da muss ich erst wieder rein kommen. Sondern die innere Einstellung war anders. Schwer zu beschreiben gerade. Vielleicht resultiert es aus der Haltung heraus, dass ich mir denke: „Ich hatte fast 2 Jahre eine wundervolle Frau (zumindest habe ICH das über sie gedacht!) an meiner Seite und ES hat schon einmal geklappt. Dann klappt es auch wieder!“

Ich weiß noch, wie ich während dem Projekt Beziehung Teil 1 (also damals) oft meinen Freund Herr van Onnetuschn fragte: „Sag mal, glaubst Du, dass ich sie irgendwann finde oder dass ich noch jahrelang weiter pickuppen gehen und mich knechten muss? Kann doch nicht sein oder. Irgendwann finde ich sie doch bestimmt endlich mal??!!“ Ich bin mir nicht sicher, ob er auch nicht irgendwann genervt von meinen vielen kleinen Geschichten war. Aber er äußerte stets die (zwangsläufige?) Zuversicht, dass es bestimmt bald so weit sein würde. Es könne nicht mehr so lange dauern, wenn wir bedenken würden, wieviel ich bereits erlebt hätte. Ich solle nur dran bleiben, meinte er. Ich blieb dran. Und es dauerte tatsächlich – so gesehen – nicht mehr lange. Besser wäre im Nachgang betrachtet (falsche Sicht, ich weiß!), wenn es noch etwas länger gedauert hätte (das Single-Dasein) und dafür die (oder eine andere) Beziehung länger (oder für immer?!) gehalten hätte. Spekulation.

Und diese damalige Einstellung zeigt, dass für mich DIE Traumfrau durchs Pickuppen zu finden, noch nicht Realität gewesen war. Ich hatte viele potentielle Damen gefunden und gedated. Aber nicht die Eine, mit der ich in eine Beziehung gehen wollte und schon gar nicht die Eine, mit der es auch klappen sollte. Jetzt ist das Mindset ein anderes. Ich weiß, dass es einmal geklappt hat. Ich hatte heiße Frauen kennengelernt. Ich weiß, dass ich auch heiße Frauen haben kann. Nicht nur kennenlernen. Ich hatte eine heiße Frau, die – für mich – heißeste, und ich habe sie zwar wieder verloren…

…aber eine ausgereifte Methode sorgt für reproduzierbaren Erfolg. Ich habe das Pickuppen. Es ist in mir. Alles was die Traumfrau 2.0 tun muss, ist da draußen zu sein und sich ansprechen zu lassen. Um der Zwischenüberschrift die Antwort zu liefern, geht es also darum, weiter zu machen und die Eine zu finden. So einfach eigentlich. Jedoch keinen Ersatz. Sondern die Eine. Das Leben ist zu kurz, um noch länger aufeinander warten zu müssen. Ich bin hier. Sie ist dort, wo auch immer. Lass Dich finden!

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Heute ist Freitag. Heute ist der Beginn des Wochenendes. Jeder Tag kann der Tag sein, an dem das Projekt Beziehung Teil 2 ebenfalls wieder zuende geht. Aber nicht mehr der Blog als Ganzes (!). Und jeder Tag ist der erste Tag vom Rest unseres Lebens. Also keine Zeit verlieren. Auch wenn ich mich wirklich motivieren muss, raus zu gehen. Aber ich werde rausgehen und ihrem stillen Ruf folgen. Denn sie ist bestimmt da draußen in der Welt und denkt sich: „Wie gerne hätte ich einen tollen Mann an meiner Seite!“ Und was ja dann doch noch immer in jeder Beziehung bei mir der Fall war, dass ich hören durfte: „Ich bin so froh, dass wir uns gefunden haben! Auf Dich habe ich gewartet!“

Hört vermutlich jeder Mann, schon klar. Aber ich bin überzeugt davon, dass die Frauen das zumindest in diesem Moment des Aussprechens auch tatsächlich so fühlen. Geschichte wiederholt sich. Beziehungsanfänge wiederholen sich. Beziehungen generell kommen und gehen. Ich möchte keine Beziehungsanfänge mehr. Auch keine kommenden und gehenden Beziehungen. Ich möchte die eine Beziehung. Es muss nicht die perfekte sein. Ich bin genügsam, auf eine Art. Aber menschlich tiefgreifend zu mir stehen, sollte sie. Selbstverständlich eigentlich. Möchte Mann meinen.

Manchmal hilft also der Blick nach vorne nur ein bisschen. Aber der Blick zwei Schritte weiter, um in der gedanklichen Zukunft gleich wieder einen Schritt rückwärts zu denken („Ich bin so froh, dass wir uns gefunden haben!“) ist der bessere Blick nach vorne. So wird der Erfolg von morgen schon mental in der Gegenwart greifbar. Träumerei ist das nicht. Ich weiß, dass ich Erfolg haben werde. Weil ich Erfolg haben möchte. Und mich dafür schinden werde. Dazu muss der Körper wieder her. Proteinpulver hab ich mir gestern schon bestellt, meine alte (noch ungeöffnete) Packung lief 12/2017 ab. Das neue soll nicht mehr ablaufen müssen, auch mit Beziehung nicht! 😉

PS: Danke an Starks7 (starksdreams.wordpress.com) für Deinen verdammt guten Kommentar auf meinen letzten Artikel (Beim Tanzen sieht man sich immer zweimal…). Wir sollten uns mal privat schreiben, nicht nur um über Werder zu philosophieren… 😉

Beim Tanzen sieht man sich immer zweimal…

Die letzten Tage habe ich sehr viel geschrieben, so viel, dass ich nicht mehr weiß, ob ich diese „nette“ Anekdote schon zum Besten gab. Im Detail tat ich das sicher nicht, daran könnte ich mich erinnern. Aber vielleicht hatte ich es erwähnt? Ich weiß nicht genau. Egal, los geht’s.

Am letzten Wochenende bin ich zum Clubgamen raus gegangen, wie ich im letzten Artikel schon erwähnte. Sehr viel ist dabei jedoch für mich nicht rum gekommen. Aber hey, es war mein erstes Mal seit ca. 2 Jahren. Bis auf die Erkenntnis, dass ich es im Kern „noch kann“. Es. Das Ansprechen von Frauen. Allerdings hatte ich das „Vergnügen“ in der Location Fr. Schlange zu begegnen. Sie hatte mir gegenüber im „Abschiedsgespräch“ angedeutet, dass sie plane, an jenem Tag des Wochenendes mit „ihren Freundinnen“ dorthin zum Tanzen gehen zu wollen. Ich antwortete, dass ich das ebenfalls vorhätte. Genau genommen hatte ich das vorher schon mit meinem Wingman so vereinbart, ohne zu diesem Zeitpunkt das Vorhaben von Fr. Schlange zu kennen. Ihre Reaktion darauf fiel nicht sehr glücklich aus, genau genommen sagte sie halb schockiert: „Nein, tu das nicht!“

Ich entgegnete, dass es mir egal sei, ob sie auch dort wäre oder nicht. Wir würden uns aus dem Weg gehen und das wäre auch schon alles, ergänzte ich.
Nun, Angst zu haben, ist ein Gefühl, dass ich in meinem Leben grundsätzlich lieber anderen überlasse. Besonders egal ist mir, wer irgendwo „auch noch da ist“ wo ich bin. Selbst wenn es meine EX-Freundin zusammen mit dem Papst wäre.
An just jenem Abend sollte ich sehen, wer „ihre Freundinnen“ sind. Die Freundinnen waren zwei Personen. Freundin Nummer 1 war jene Freundin, in deren Haus wir erst vor wenigen Wochen noch gemeinsam ins neue Jahr hinein feierten. Ironie des Lebens.

Bevor es im Text weiter geht, noch ein Hinweis an Fr. Schlange persönlich

Ich weiß nicht, ob Fr. Schlange meinen Blog kennt. Sie weiß seit kurzem, dass ich einen Blog betrieben hatte. Das sagte ich ihr, nachdem sie sich von mir trennte bzw. ich herausfand, dass sie innerlich längst getrennt war und äußerlich bereits neu vergeben war. Urgs. Wir hatten ein einigermaßen menschliches gutes Gespräch zum Abschied. Was von ihren Ausführungen wahr oder unwahr ist, kann ich allerdings überhaupt nicht beurteilen, besonders nicht nach all den Umständen. Fr. Schlange gab im Gespräch zu, dass sie vor einigen Wochen/Monaten meinen einzigen kleinen abgesperrten Rollcontainer in unserer Wohnung geöffnet hatte. Sie fand daran Erinnerungen aus meiner Vergangenheit vor. Sie entschuldigte sich für das Verhalten, teilte mir jedoch mit, dass sie das Aufgefundene sehr verletzt habe. Ja hallo, aber das war alles aus meiner längst abgeschlossenen Vergangenheit?! Nichts davon aus der Gegenwart, alles weit zurück liegend. Und sie muss das Interpretieren angefangen haben, ob ich noch an meiner Ex-Freundin hängen würde usw. Nein, tue ich nicht! Sie ist längst glücklich vergeben und das freut mich menschlich unendlich.

Aber es ist auch nicht auszuschließen, dass Fr. Schlange in der Beziehung meine elektronischen Geräte durchleuchtet haben könnte. Dann wäre sie auf diesen Blog gestoßen. Sie bat mich außerdem, ihr die Adresse dieses Blogs zu verraten, damit sie wenigstens in Zukunft wisse, wie es mir gehe. „Nein!“, sagte ich entschieden und ergänzte: „Ich halte es so wie immer, wenn es aus ist, ist es aus. Dann regeln wir eine gewisse Zeit noch das Sachliche und dann bin ich weg. Wenn Du mich aus Deinem Leben wirfst, werde ich mit Dir nichts mehr zu tun haben. Wenn ich es Dir jetzt nicht wert bin, dass Du an meiner Seite sein möchtest, dann brauchst Du mich auch nicht zukünftig zur Gewissensberuhigung. Außerdem wird sich meine nächste Partnerin darauf verlassen können, dass ich zu meiner Ex-Freundin keinerlei Kontakt mehr pflege. Ich bin ein treuer Mensch.“

Ein paar Tage später sagte sie mir, dass sie nach meinem Blog gesucht, ihn aber nicht gefunden habe. Ich kommentierte: „Den wirst Du auch nie finden. Keine Namen, keine Orte, keine Daten.“

Liebe Fr. Schlange, falls Du diesen Blog doch eines Tages finden solltest oder ihn bereits kennst oder mitliest, dann soll es halt so sein. Dann lernst Du mich wenigstens quasi postum kennen, nach dem Tod unserer Beziehung. In der Beziehung war ich es Dir vermutlich nicht wert genug, mich wirklich richtig kennen lernen zu wollen. Eine Rolle für uns spielt das nicht mehr. Aber ich war die letzten Monate immer mehr dabei Dir aus meiner Vergangenheit zu erzählen, das ganze Pickup-Ding und so. Ich hatte angefangen Dir zu vertrauen, in jeder Hinsicht. Auch was Deine Vergangenheit mit dem anderen Geschlecht betrifft. Denn diese ist schon sehr speziell. Und GENAU zu diesem Zeitpunkt, hast Du angefangen Dich zu entfernen. Und ich hab es nicht gemerkt. Es war nicht zu vermeiden für mich, ich musste und sollte in diese Falle hinein laufen. Opferrolle schon wieder, ich weiß. Aber sei es drum. Falls Du also hier mitliest, dann wünsche ich Dir viel Spaß dabei. Es wird meine Zukunft nicht beeinflussen.

Und wer war Freundin Nummer 2?

Freundin Nummer 2 war sehr unweiblich und hatte einen Bart. Außerdem verhielten sich Freundin Nummer 2 und Fr. Schlange äußerst turteltäubchenmäßig-verliebt miteinander. Händchenhaltend und eng tanzend. Vor wenigen Wochen hingegen erst waren Fr. Schlange, Freundin Nummer 1 und ich noch gemeinsam in derselben Location zum Feiern. Alles schien ganz normal für mich, zu jenem Zeitpunkt. Keinerlei Verdacht auf Abnormalitäten.

Danke für Deine Loyalität, Fr. Freundin Nummer 1. Und ich dachte, dass wir uns immer einigermaßen sympathisch waren. Immerhin hatten wir uns die letzten Monate ein paar Mal gezielt als zwei 2er-Pärchen getroffen, weil ich mich auch mit Deinem Ehemann gut verstand. So schnell verfliegt für Dich also eine menschliche Beziehung in die Bedeutungslosigkeit. Hauptsache Du hast wieder jemanden zum regelmäßigen Feiern und Spaß haben, dafür gehst Du auch über Leichen. In dem Fall über meine. Insgesamt gingen wir (Fr. Freundin Nummer 1 mit Fr. Schlange und mir) zusammen zwar „nur“ zwei oder drei Mal zum Tanzen, in der Zeit der Beziehung, allerdings machte es mir immer Spaß mit Dir und Euch. Dir sicher auch, wie Du auch immer sagtest.

Mir ist schon klar, dass Freundinnen zusammenhalten. So wie Freunde zusammenhalten. Nichts anderes ist zu erwarten. Allerdings scheint Dir das alles nicht sehr viel auszumachen bzw. scheinst Du solch einer „Menschenaustausch-Aktion“ wenig Bedeutung beizumessen. Zwischenmenschlich traurig. Es stand nämlich der Plan im Raum, den nächsten Urlaub – womöglich im Sommer – gemeinsam zu viert zu verbringen. Weil Fr. Schlange und Du so gerne Zeit miteinander verbringen und der Ehemann von Fr. Freundin Nummer 1 auch mich sehr sympathisch finde. Deshalb sollte es ein 4er Urlaub werden (die Kinder wären derweil woanders geparkt worden).

Ich sagte spontan mein Einverständnis zu. Warum auch nicht. „Deine Freunde sind auch meine Freunde“, lautet meine Grunddevise im Leben. Denkfalle. Aus Sicht von Fr. Freundin Nummer 1 muss es dann wohl aber heißen: „Heute Du an unserer Seite, morgen schon ein Anderer.“

Danke. Dazu kann ich nur eines sagen: Das lässt tief auf Deinen Charakter blicken. Dein Ehemann tut mir leid. Der arme Mensch ist wirklich ein gerader Kerl, finde ich. Ob Du das auch bist, kann ich nur stark bezweifeln. Also kein Kerl natürlich, wenn dann eine Kerlin. Aber vom Geradesein bist Du, glaube ich, ein Stück weit weg. Ein Rückgrat zu besitzen, sieht anders aus.

Ich musste zuletzt erkennen, dass neben Fr. Freundin Nummer 1 auch die anderen sog. Freundinnen von Fr. Schlange offenbar nicht allzu viel von mir halten. Da war niemand, der irgendetwas in meine Richtung unternahm, um die Beziehung „zu versuchen zu retten“. Der Versuch zählt, sagt man im Leben. Nichts zu versuchen, zählt auch. Nur in die andere Richtung. Dann kann auch nichts Positives dabei herauskommen. Wieder etwas gelernt im Leben:

Freundinnen der Partnerin sind wohl selten auch Freunde von mir.

Es gilt aus Sicht der Freundinnen (von Fr. Schlange) eher die Devise: „Hauptsache meine Freundin verbringt Zeit mit mir, so wie ich das will, dann ist mir egal wen sie an ihrer Seite hat. Soll sie ihn notfalls zum Mond schießen. Und jetzt ab zum Feiern!“

Was fällt an dieser Devise einem klar denkenden und vor allem mitfühlenden Menschen auf? #EgoismusRegiert

Keine gute Grundzutat für eine aufrichtige Freundschaft, selbst unter Frauen. Meiner bescheidenen Meinung nach. Aber wie schrieb mir Lotusblume (Was bisher geschah… Fr. Tinder und ich – Teil 1 von 3) letztens zu diesem Thema per Whatsapp: „Zeig mir Deine Freunde, dann weiß ich wie Du tickst.“

Und dann ist da noch die Fr. Freundin Nummer 2

Über sie, bzw. besser gesagt über ihn, verliere ich gar keine Worte. Nicht wert. Das ist auch schon der ganze Absatz zu dieser Person. Ich kenne Dich nicht. Was ich (sogar direkt von Dir persönlich per Sprachnachricht) gesagt bekommen und sonst von Dir gehört und gesehen habe, erübrigt alle weiteren Worte meinerseits. Aber ich bin an jenem Abend dennoch zu Euch dreien gekommen und habe Euch allen kurz und sachlich die Hand gegeben und bin weiter gelaufen. Rückgrat haben nicht alle. Stolz und Ehre erstrecht nicht.

Aber ich habe mein Rückgrat noch. Und Stolz und Ehre kenne ich nicht nur vom Hörensagen.

Diese Austauschbarkeit innerhalb weniger Wochen ist in meinem Falle eine lehrreiche Erfahrung im Leben. Danke an Euch drei. Fr. Freundin Nummer 1, die wir auch Fr. Schlagen-Freundin nennen könnten. Oder Fr. Freundin-Schlange. Ja, Schlange trifft auch auf Dich zu. Nicht nur auf Fr. Schlange. Ich möchte nicht wissen was Deinem Ehemann mit Dir widerfährt. Wenn Du einen Betrug in Deinem engsten Freundinnenkreis gut heißen kannst und Dich aktiv an der Unterstützung beteiligst. Wenn Du, wie letztens, nach dem gemeinsamen Weggehen noch alleine im Club geblieben bist. Ich kann nur vermuten warum. Egal.

Wie gesagt, wir sind keine Kinder mehr. Wir alle machen und machten Fehler im Leben. Aber wir sollten irgendwann etwas dazu lernen. Dieses Stadium hast Du scheinbar übersprungen, bislang. Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. 1 Euro und ab damit ins Phrasenschwein, aber warten wir doch einfach. Auch wenn ich den Ausgang dieser – Deiner – (Ehe- und Lebens-)Geschichte nicht mehr mitbekommen werde. Sie interessiert mich auch nicht mehr. Das ist bereits jetzt Vergangenheit für mich. Es ist dann Dein Problem. Aber ich glaube an so etwas wie Karma.

Dann ist da noch Fr. Schlange, die mit Fr. Freundin Nummer 2 (das ist die mit dem Bart und dem halb-maskulinen Aussehen!) verliebt tanzte und händchenhaltend an mir vorbeilief. Nun, zu Fr. Schlange verliere ich zumindest in diesem Artikel auch nicht mehr viele Worte. Nur das: Was Du mit der – unserer, inzwischen ehemaligen – Beziehung getan hast… kann eigentlich nur sprachlos machen. Ich bin Dir nicht böse, wie ich Dir auch in meiner ersten Reaktion sagte. Tanz Du mit Deiner „Freundin Nummer 2“ in die Nacht hinein und sei verliebt. Genieß die Zeit. Sei glücklich. Das hat nichts mehr mit mir zu tun. Genießt Euer Leben, Eure neue Beziehung und Eure Liebe.

Und so ging Eure Nacht, die ihr unter Euch „Freundinnen“ feiern wolltet, irgendwann auch zu Ende.

Meine Nacht irgendwann auch. Danke an meinen Wingman für den tollen Abend und die ehrlichen und harten Gespräche und Deine Kritik zu mir als Person (in Bezug auf meine EX-Beziehung). Ehrliche und aufrichtig gemeinte Hinweise können Menschen nur bereichern. Und ich höre mir solcherlei Hinweise sehr genau an, um daraus zu lernen. Und ich habe bereits jetzt enorm gelernt.

(Umsetzen muss ich es nur noch, im Kleinen, im „Alltäglichen“, ich weiß, liebe Lotusblume… ich weiß. Ich werde mein Bestes geben. Danke für unser Telefonat und auch für Deine aufrichtigen, irgendwie tröstenden und zugleich zukunftsweisenden Worte. Es tat und tut gut. Wie immer. Danke.)

Und zum Abschluss dieses heutigen Artikels noch ein krönendes Häubchen:
Es tat auf eine bittere Art gut, Euch alle drei zu sehen. Referenzerfahrung. Das lässt mich bis jetzt noch mehr mental massiven Abstand zur Situation gewinnen. Abstand zu unserer ehemaligen Beziehung gewinnen. Surreal. Immer noch surreal, das alles. Aber ich war da. Ich war tanzen und hatte meinen Spaß.

Fr. Schlange sagte zu mir am Ende der Beziehung, dass wir nicht zueinander passen würden. Hätte sie „die letzten Monate erkannt“. Weil ich unter anderem nicht gerne tanzen gehen würde und oft ernst sei. Übersetzt gesagt, sei ich wohl langweilig geworden. Mag sein. Für Dich vielleicht. Aber wer war der Mann, der in dieser Nacht so viel tanzte wie in den letzten 4 oder 5 Jahren zuvor nicht mehr, selbst nicht zu meinen besten Pickup-Zeiten…? Haltung annehmen!

2019-03-28

Womit ich mich aktuell voll ballere…

… sicherlich nicht mit Alkohol. Da habe ich mich nie geändert. Besonders nicht wenn ich das Haus verlasse, beispielsweise zum Feiern. Wenn ich bei mir selbst sein und bleiben will, dann geht das in der reinsten Form der Persönlichkeitsentwicklung nur ohne giftige Chemiecocktails.

In der Beziehung hingegen hatte ich mich etwas an Fr. Schlange angepasst. Sie trank abends gerne ein Glas Rotwein. Und meist trank ich mit. Rotwein trank ich früher höchstens wenn einmal Besuch kam. Mit Fr. Schlange war es nie viel und alles im Rahmen, aber dennoch habe ich immer wieder darauf geachtet, dass es auch mal alkoholische Pause-Tage gibt. Meinen Appellen folgte sie stets, manchmal allerdings mit etwas Widerwillen oder Unverständnis. Ich dachte dabei auch nur an das Gute. Meine Begründung ist ganz einfach, so hatte ich das stets kommuniziert: „Sieh mal, ab und an ein Glas ist doch okay. Aber jeden Tag Alkohol finde ich nicht gut. Auch wenn es jeden Tag nicht viel Alkohol ist. Wichtig ist mir nur, dass es Dir gut geht. Körperlich. Du hast genug Stress mit der Arbeit und den Kindern und dem Haushalt. Da hilft Alkohol nicht. Außerdem ist Schlaf sehr wichtig. So bleiben wir beide länger gesund und haben ein Leben lang mehr voneinander. Vertrau mir einfach.“

Manche würden alleine das – mich – langweilig nennen. Ich wusste aber wofür ich in der Beziehung stehe. Wofür meine Beziehung stehen sollte. Für Zweisamkeit und Glücklichsein. Gesund zu sein und gesund zu bleiben, sind die Grundvoraussetzungen dafür.
Nenn mich langweilig. Okay. Aber ich weiß, dass es Frauen gibt, die so ticken wie ich. Frauen, die auch keinen Alkohol trinken (besonders nicht regelmäßig) und früh schlafen gehen wollen. Und sie haben aus meiner Sicht Recht damit. Egal. Ich fand immer, dass es eine gute Balance war in der Beziehung. Ich fühlte mich stets wohl mit dem Maß. Alles in Maßen.

Alkohol ist es also nicht, sondern?

Ich tue das, was ich damals tat. D.h. ich beschäftige mich derzeit mit meinem Mindset. Meiner inneren Einstellung zum Leben. Hauptsächlich um aus dem derzeitigen Tief herauszukommen. Und weiterführend besonders, um mich wieder gerade zu machen und aus der neuen (Negativ-)Lebenserfahrung heraus weiter ein Stück nach vorne zu schieben. So höre ich mir morgens auf dem Weg im Auto und abends vor dem Einschlafen auf der Couch Vorträge/Videos zum weiten Feld der Persönlichkeitsentwicklung an.

Da ich mir gleich die totale Kante gebe, sind das momentan ausschließlich Pickup-Videos. Ich folge einem bestimmten Pickup-Coach, das tat ich damals und das tue ich jetzt wieder. Der Typ war damals exzellent, heute ist er noch besser. Ich sehe mir all seine Videos nochmal an. Obwohl ich sie damals schon gesehen hatte. Es geht dabei gleichermaßen um einfache Themen („Wie spreche ich eine Frau auf der Straße an?“) wie um weiterführende Themen („Wie werde ich mental so frei, dass ich die Bedürftigkeit ablegen lerne und mich unabhängig von Reaktionen der Frauen mache?“).

Diese Videos ballere ich mir rein. Ich bin so froh, dass ich davon einen ganzen Vorrat habe. Das reicht für Tage, wenn nicht für Wochen der mentalen Weiterbildung. Oder besser gesagt zur mentalen „Zurückbildung“, dorthin wo ich herkomme. Wo ich schon mal war. Wohin ich wieder will. Ich will zurück zu mir. Gehirnwäsche alá Pickup.

2019-03-27

Dass ich Frauen nach wie vor ansprechen kann, habe ich mir am Wochenende erfolgreich bewiesen. Die meisten Gespräche verliefen kurz und schmerzlos, unerfolgreich aus der Perspektive. Das wäre jedoch zu kurz gedacht, alleine es weiterhin fast ohne Aufregung getan zu haben, ist ein Achtungserfolg für mich. Ich habe mich also in dem Punkt „Schüchternheit“ in den ca. zwei Jahren der Beziehung nicht zurück entwickelt. Wieso auch, ich wurde immer stark geredet durch Fr. Schlange. Ich wurde stärker als je zuvor, das alles korrelierte leider nur mit einem Rückfall in die Unbewusstheit. Es gibt da einen Spruch, den ich mir im Leben gemerkt habe, als ich ihn hörte. Der trifft hier unglaublich exakt auf mich zu:

Disziplin schafft Erfolg, Erfolg zerstört Disziplin!

Und so war das mit dem Starkreden durch Fr. Schlange. Als ich sie kennen gelernt hatte, war ich diszipliniert bis in die Fußspitzen. Ich war auf dem Höhepunkt meines Pickupper-Daseins. Ich hatte bis dahin für meine Verhältnisse extrem viel im Umgang mit Frauen gelernt. Ich hatte aufregende und extrem horizonterweiternde Erfahrungen gemacht. Rockstar-Momente gesammelt. Aber ich war wach wie ein Jäger, der auf das Rascheln im Gebüsch wartet. Nur um zuzuschlagen, sobald sich der Hase aus dem Dickicht wagt.

Und diese Wachheit, dieses Bewusstsein, diese Achtsamkeit… und all diese Dinge… gingen durch das Starkredenlassen in mir schleichend flöten. Es ärgert mich im Nachgang schon. Natürlich ist das, was Fr. Schlange aufgrund ihrer offensichtlichen charakterlichen Veranlagung tat, mit einer Beziehung aus tiefer Verbundenheit und purer Liebe unvereinbar. Aber sie sprach mich eben stets stark. Und ein selbstsicherer Mann war ich vor ihr, wie gesagt, definitiv. Nun wurde ich in der Beziehung noch selbstsicherer. Und nach fest kommt ab, heißt es. So war es wohl auch bei mir. Nach selbstsicher kommt selbstherrlich, kommt selbstverliebt. Ich bin kritisch mit mir, vielleicht der größte Kritiker dieser Erde. Vielleicht auch zu kritisch. Bestimmt sogar. Aber ich bin da um zu lernen, das ist der Grund unseres irdischen Seins, so meine derzeitige Annahme zum Sinn des Lebens.

Sie hat unbewusst meine Disziplin zerstört, und genau jenes hat uns letztlich beiden geschadet. Komischerweise hat sie mich im Alltag selten gelobt für konkrete einzelne meiner Taten, was ich sogar oft angesprochen habe. Sie habe wohl Probleme damit, Leistungen anderer wirklich anzuerkennen, teilte ich ihr immer wieder mit. Aber abends beim Einschlafen flüsterte sie mir immer wieder mal ins Ohr, dass sie mich so stark finde und es so klasse sei, dass ich im Leben einfach wisse, welcher der richtige Weg wäre. Erfolg zerstört Disziplin. Wer weiß, vielleicht sind das gerade alles völlig unnötige Gedanken meinerseits. Vermutlich sind sie das. Hätte dies gepasst, dann hätte stattdessen einfach etwas anderes nicht gepasst. Es ist immer irgendwas (siehe Philosophischer Sonntag – Es ist immer irgendwas).

Die Sache mit dem Werkzeugkasten

Zuletzt am Wochenende… eine Interaktion mit einer Frau in einer Bar dauerte etwas länger, vielleicht ein paar Minuten. Und ich merkte regelrecht, wie mich das innerlich etwas aufblühen ließ. Ich gab ihr meine Nummer, wir sprachen darüber uns Freitag oder Samstag zu treffen. Mir war allerdings noch im Gespräch klar, dass es dazu nie kommen würde. Selbstverständlich meldete sie sich auch nicht mehr. Früher habe ich meine Nummer nie herausgegeben, wenn die Frau ihre nicht ebenfalls herausgeben wollte. So ist der Deal. Das ist ein recht deutliches Zeichen für: „Eigentlich habe ich kein Interesse an Dir, aber es ist schon irgendwie ein geiles Gefühl, dass ich die Aufmerksamkeit von Dir bekomme!“

Solche kleinen Situationen sind es, die ich wieder neu handzuhaben „lernen“ muss. Früher war ich in solchen Situationen souveräner, habe die Situationen oft drehen können, bzw. habe einfach mit ihrem Handy meine Nummer angerufen und die Situation so einfach überspielt. Das erfordert viel Sourveränität und Wissen, einfaches Handwerkszeug. Diesen Werkzeugkasten hatte ich vor Fr. Schlange, also vor meiner letzten Beziehung, immer dabei. Aber Dank und für Fr. Schlange habe ich ihn vor fast zwei Jahren in hohem Bogen bei voller Fahrt aus dem Fenster geworfen: „Tschüss, ich brauche Dich nicht mehr, Du Pickup-Werkzeugkasten! Du hast mir gute Dienste erwiesen und mir meine Traumfrau geschenkt, dazu zwei liebe Kinder. Ich habe was ich möchte. Danke!“

Heute weiß ich, dass ich den Werkzeugkasten nicht komplett hätte hinfort werfen sollen. Er hatte mir nie etwas getan. Ganz im Gegenteil. Er hatte (!) mich zu einem selbstbewussten und sourveränen Mann gemacht. Dank viel Fleiß bin ich zu einem Mann geworden. Vom Jungen zum Mann gereift. Es ist nur ein Werkzeugkasten. Aber hey, es ist ein verdammt guter Werkzeugkasten! Ich hätte Elemente dieses Repertoires beibehalten sollen, auch in der Beziehung. Eine Beziehung besteht genauso wie die Kennenlernphase aus Attraktivität und Anziehung. Ich ging immer davon aus, dass beides bis zuletzt vorhanden war. So fühlte es sich doch an, wohl nur für mich.

Pickup-Elemente beizubehalten schadet sicher nicht. Im Gegenteil, es kann immer wieder einen Kick in die Beziehung bringen. Dieser Kick ging ihr wohl verloren. Mir nicht. Ich war glücklich als „Familien(stief)papa“. Ich bin keine 14 mehr. Ich brauche nicht jeden Tag Halli Galli. Keine Kunstwelt, keine Traumwelt. Ich genieße lieber die Realität und diese findet im Hier und im Jetzt statt. Nicht nur „dort“ auf der Jagd nach dem stets neuen Ereignis. Einmal im Monat einen größeren Ausflug zu unternehmen oder ein größeres Ereignis reicht mir völlig. Die restliche Zeit ging ich lieber mit ihr (und den Kindern und dem Hund) spazieren oder wir unterhielten uns am Tisch über alles, bis auf Gott. Und über die Welt.

In Zukunft werde ich bewusst darauf achten, immer wiederkehrend Reize innerhalb der Beziehung zu setzen. Pickupper sind schließlich beim Pickuppen auch nicht „zufrieden mit dem gegenwärtigen Zustand“, sondern sie wollen die neue Frau erobern. Ich glaube, dass – bei aller Verliebtheit oder bei allem Gefühl der zweisamen Glücklichkeit – solcherlei Reize ein Erfolgsgarant für die Beständigkeit einer Beziehung sein können. So wie sie Erfolg in der Eroberung einer neuen Partnerin bringen. Unerwartete Aktion zu bringen. Der Partnerin z.B. zwei Karten für eine Veranstaltung in die Hand zu drücken und zu sagen: „Zieh Dich an, mach Dich fertig, wir fahren in einer Stunde los, Überraschung!“ Wie gerne hätte ich das im Nachgang betrachtet öfter getan, wenn das doch alles wäre, nur um eine tolle Beziehung zusammen zu halten. Zu selten tat ich so etwas in der Art, und zu wenig spontan und dadurch erzeugte es wohl keinen Reiz. Aber wie sollte ich auch daran denken, wenn ich doch der festen Meinung war, dass für sie alles perfekt gewesen sei zwischen uns so wie ES war, so wie ICH war.

Öfter mal Überraschung schreien und auf Überraschung tun?!

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Eigentlich irgendwie auch irre, dass ich als Mann in einer Beziehung versuchen „muss“ künstlich Spannung rein zu bringen. Ich bin der Typ, der viel lieber zu Hause kuschelt anstatt mich mit Ihr in einer Menschenmenge durch irgend eine Show unterhalten zu lassen. Ich mag beides, aber ich mag das Gemeinsame. Irgendwie egal wo, aber gerne auch einfach zu Hause bzw. bei einfachen Dingen. Zusammen Essen gehen ist mir lieber als Party. Schade ist aber, dass man(n) wohl auf solche Dinge achten muss. Für mich ist die reine Zweisamkeit (oder Viersamkeit mit zwei Kindern) Spannung genug. Es gibt jeden Tag doch so viel zu entdecken am Anderen. Jeden Tag. Nur wenn man sich nicht mehr beachtet, entsteht Langeweile. Das liegt doch an uns selbst, wie wir das Leben betrachten, und unsere Umgebung.

Aber muss man(n) das wirklich?

Oder gibt es nicht genauso auch Partnerinnen, die ihr Glück nicht durch das Verleben von Ereignissen (letztlich auch nur eine Form des Materialismusses), sondern durch das Sein als solches empfinden? Gemeinsames Sein. Hand in Hand. Ich bin mir sicher, dass es solche Frauen gibt. Ich bin mir allerdings auch sehr sicher, dass sie in der totalen Minderheit sind. In unserer heutigen Gesellschaft muss alles bunt und schrill sein. Alles muss blinken und sich bewegen. Regungslosigkeit, beispielsweise Arm in Arm liegend auf dem Bett, reicht wohl nur den Wenigsten (Frauen wie Männern gleichermaßen), um das Gefühl zu verspüren, nicht gerade irgendetwas „zu verpassen“.

Schließlich könnte die Frau ja auch gerade am Strand auf Hawaii in der ach so tollen Sonne liegen oder beim Abfeiern in der Discothek tanzen oder sonst etwas tun. Was für eine Oberflächlichkeit, bei genauer Betrachtung. Was für eine Illusion, genau genommen eine totale Lächerlichkeit. Alles gehört zum Leben, auch tanzen. Auch in den Urlaub zu fahren. Auch mal Geld für Unnötiges auszugeben. Völlig klar. Aber für mich ist dieser Materialismus im Kern ein Graus. Lenkt er doch nur vom Wesentlichen ab. Von der Beziehung zwischen zwei Menschen auf Seelenebene. Dort Du und hier ich. Und das möchte ich immer zusammen bringen. In aller Tiefgründigkeit, so dass daraus ein WIR wird. Kommen sogar noch Kinder hinzu, potenziert sich ansonsten sogar diese Künstlichkeit.

Ich bin mir nicht sicher, was nun richtig ist für meine nächste Beziehung. Ein bisschen fühlt sich das wie Manipulation an, wenn ich durch Voraussehen „künstlich“ Reize in der Beziehung setze. Keine Ahnung was nun richtig oder falsch ist. Ich bin mir ganz ganz sicher, dass ich das in Zukunft beherzigen und umsetzen könnte. Solcherlei Künstlichkeiten einzubringen, um sie „glücklich zu halten“. Aber ob es „mit der Richtigen“ wirklich nötig ist, um ihr wenigstens dann zu genügen?

In kleinen Schritten nach vorne

Gestern gab es so eine Art Abschiedsartikel für die vergangene Frau meiner Träume, kurz meiner Traumfrau. Oder auch einfach nur für Fr. Schlange. Es war eine Hommage.

Als ich nun diese Zeilen schreibe, ist es Nacht. Die Nacht vor Veröffentlichung des Artikels. Gerade bin ich fertig geworden mit dem Krafttraining. Ich kann noch nicht viel machen, da ich sofort Muskelkater bekomme. Also muss ich zunächst noch leicht trainieren. Ich spüre die Muskelgruppen, die ich zu aktivieren versuche. Da die Bauchmuskeln und dort die Oberarme. Es brennt, aber es brennt nur leicht. Ein bisschen Wissen um Trainingslehre schadet ja mal nicht.

Es fühlt sich gut an, wieder was zu tun für mich selbst. Lauf- und Krafttraining schüttet bekanntlich Glückshormone aus. Und ich bin davon überzeugt, dass das einer der Schlüssel für das Glücklichsein ist. Der Hormonhaushalt. Wir achten gemeinhin zu wenig darauf. Zu wenig Schlaf. Zu viel schlechter Konsum, beispielsweise negative Filme oder zu viele negative Nachrichten. Ich hatte in den letzten Monaten zu viele Nachrichten konsumiert. Auch das hat mich runter gezogen. Obwohl ich erfolgreich in meinen Finanzaktivität war. Wer mich kennt, weiß, dass Finanzen mein Hobby ist. Negativmeldung über Negativmeldung ziehen einen Menschen allerdings runter.

Darum habe ich meinen Nachrichtenkonsum – sicherlich zwangsläufig ob der aktuellen Umstände der Trennung – erheblich gen null reduziert. Es interessiert mich derzeit überhaupt nichts Sachliches. Keine Nachrichten und auch keine Vorträge oder Videos, die ich sonst in hoher Zahl konsumiert habe. Zumindest von der Seite prasselt nun nichts mehr auf mich ein, was mir das letzte bisschen Hoffnung auf gute Laune rauben könnte. Stattdessen spüre ich gerade nach dem Krafttraining meinen Körper. Der Rücken war dran, morgen wird er danke sagen. Und ich spüre vor allem, was mir gut tut.

Ich denke zwischendurch natürlich oft an Fr. Schlange, immer wieder. Aber ich merke auch, dass ich umso stärker an sie denke, je öfter ich aktiv über sie nachdenke. Soll heißen: Gedanken verstärken Gedanken. Das kann jeder positiv oder auch negativ nutzen. Gedanken werden ein Stück weit immer auch Realität. Und negative Gedanken bedeuten nicht sofort, dass die Gedanken Realität werden. Allerdings führen die negativen Gedanken zu einer negativ wahrgenommenen Realität. Die eigentlich gar nicht so negativ ist. Der eigene Filter liegt nur darüber. Grauschleiher, könnte man sagen. Das war wohl auch nicht sehr positiv für meine Beziehung. Da hat auch das liebe Geld nichts genützt. Obwohl ich es immer nur in unserem Sinne tat. Damit sie nicht mehr arbeiten gehen muss und stattdessen für die Familie da sein konnte. Wie sie es eigentlich auch wollte. Aber ja, ich sage ja… verdrehte Welt.

Auch so ein Ding für die Zukunft, der Nachrichtenkonsum wird erheblich reduziert. Ich schaue normalerweise sehr viele Youtube Videos aller Art, Bildungsfernsehen 2.0. Auf einen schlechten Nachrichtenkonsum muss erst mal eine Meditation folgen. Reinigen des (Unter-)Bewusstseins. So werde ich das angehen. Damit es mich nicht wieder in einen Strudel nach unten zieht. Nicht mehr. Damit ich das Leben wieder lockerer sehe. Sie hatte mich oft gemahnt, Fr. Schlange. Ich säße zu viel vor dem PC und schaute zuviele solcher Videos an. Ja, stimmt. Was soll ich sagen. Stimmt schon. War mir aber eben nicht bewusst. Hättest Du mir auch das mal deutlicher gesagt…

Jedenfalls tut das Training gut. Wir waren bei den Glückshormonen stehen geblieben. Da wollte ich noch ergänzen, dass der Hormonhaushalt für fast alles verantwortlich ist. Davon bin ich inzwischen überzeugt. Beispiel gefällig? Ist eine Frau verliebt, hat sich objektiv an der vorhergehenden Situation kaum etwas geändert. Es ist nur ein „Gefühl“ des Verliebtseins. Aber dieses Gefühl wird ausgelöst durch eine massive Veränderung des Hormonhaushalts. Und der führt zu völlig anderem Verhalten. Wir verlassen plötzlich unsere Partner, obwohl wir lange mit ihnen zusammen waren. Obwohl der Partner gestern noch der gleiche (eigentlich?) tolle Mensch war und ist, soll er es heute plötzlich nicht mehr sein. Objektiv betrachtet kann das gar nicht sein. Aber die Hormone lassen einen glauben, dass so sei. Liebe macht eben blind. Wenn auch nur einen der beiden Beteiligten, leider.

Am Partner selbst hatte sich über die gesamte Zeit hinweg betrachtet doch nur kaum etwas verändert, man selbst sorgt jedoch für die Veränderung. Innerhalb weniger Tage oder Wochen. Dafür werfen wir lange bestehende Liebesbeziehungen einfach in den Mülleimer. Und so eine Veränderung erfolgt selten aus rationalen Beweggründen. Ein Mensch ist verliebt, also wirft er den Verstand über Board, sich selbst auch, indem er springt. Ohne zu wissen, ob das Wasser da unten seicht oder tief genug ist. Manchmal landen wir dann weich, manchmal härter als wir denken. So ging es mir vor meiner Zeit des Pickuppens, vor Fr. Schlange. In Nachgang betrachtet, habe ich mich selbst nicht wieder erkannt damals in meinem Leben und meinem Verhalten. Ich bin mir auch da sicher, dass es bei mir Hormone waren. Ihr Biester. Aber ich habe daraus gelernt. Mit Menschen spielt man nicht.

Jedenfalls geht es mir gerade ganz passabel. Obwohl? Ja obwohl sich objektiv doch kaum etwas verändert hat. Ich bin nach wie vor verlassen von meiner Traumfrau. Ich wohne auf einer Couch in einem kleinen Zimmer anstatt einer recht geräumigen eigenen Wohnung. Ich habe die gewohnten Menschen nicht mehr um mich herum. Vor allem die (durchaus lauten) Kinder nicht mehr. Und dennoch geht es mir gerade relativ gesehen ganz okay. Vermutlich hat das Krafttraining eine mitentscheidende Rolle gespielt für diesen kurzen (?) Moment. Denke ich mal.

Ich werde am Wochenende wieder Gas geben, ich weiß nur noch nicht wo und wann. Aber bestimmt zum Daygamen raus gehen und vermutlich auch an einem Abend zum Clubgamen. Harte Schule. Alleine. Derzeit habe ich nur wenige Bekannte oder Freunde, die menschliche Positivenergielieferanten sind. Die mir wirklich gut tun. Ein paar Bekanntschaften habe ich auch schleifen lassen, natürlich um für meine (neue) wundervolle (?) Familie da gewesen zu sein. Aber die übrig gebliebenen Bekannten sind entweder in ihrem Alltagstrott gefangen (so wie ich es bis vor kurzem war) oder mögen das Weggehen grundsätzlich nicht. Die meisten sind in Beziehungen und sehen keinen Bedarf aus zu gehen. So wie ich vor kurzem. Bleibt nur alleine raus zu gehen. Harte Schule, wie gesagt. Aber ich bin ein Kämpfer, wenn ich was tue, dann richtig. Die Frau kommt nicht zugeflogen. Also muss ich zur Frau fliegen.

2019-03-26

Letztes Wochenende war ich bereits zwei Mal zum Clubgamen draußen. Einmal sechs Stunden Schlaf und einmal fünf. Zu wenig. Die Schlafdevise hat sich nie geändert. Das Ziel sind stets acht Stunden. Deshalb bin ich auch heute noch etwas gerädert vom Wochenende. Aber wer schön sein will muss leiden. Wer eine Schönheit neben sich haben will, noch mehr. Ich bin mir sicher, dass neue Bekanntschaften mich ablenken. Das hat schon mal so geklappt. Und irgendwann wurde aus einer Phase der Ablenkung eine neue Lebensphase des Glücklichseins, nämlich als ich Fr. Schlage kennen lernte. Damals war sie noch nicht Fr. Schlange. Ganz im Gegenteil. Aber ich habe sie aus einer Phase der Ablenkung und Selbstfindung heraus kennen gelernt. In dem Moment weiß man nicht, ob es noch immer „nur“ eine Frau auf dem Weg zu der EINEN Frau sein wird. Es fühlt sich beim Kennenlernen erstmal so an wie immer, ich rechne immer mit dem Schlimmsten und bin gleichzeitig stets offen für das Beste und maximal Mögliche.

In der Realität sehe ich die meisten Frauen nach dem ersten Date nie wieder. Da ist meine Quote schon erstaunlich schlecht gewesen in meinem vorhergehenden Pickupper-Dasein. Aber die Quote wurde damals zunehmend besser. Wie ich vor ein paar Artikeln schon schrieb, hatte ich zuletzt kurz vor Fr. Schlange (vor ca. 2 Jahren) teilweise mehrere Dates gleichzeitg in der selben Woche. Wobei es sich nicht um neue, sondern um Folgedates handelte. Es war irgendwie im Nachgang betrachtet eine coole Zeit. Ich war aber eben auch köperlich und mental top fit und voll gepumpt mit Hormonen ganz positiver Art. Und da will ich wieder hin. Wenn ich schon keine (Traum-)Frau neben mir und bei mir habe, dann soll das Leben wenigstens wieder Spaß machen. Und ich glaube, dass es das schon sehr bald wieder tun kann.

Jetzt, während ich das schreibe, spüre ich schon erste positive Veränderungen in mir selbst. „Gut so, Junge!“, höre ich mich mit mir selbst sprechen. Eigentlich spreche ich mit dem Artikel. Mit meinem Blog. Meinem Seelenbegleiter. Mal sehen wie weit mich das aktuelle Gefühl trägt.

Denn vorgestern Nacht bin ich zwischendurch einmal wach geworden, ich weiß nicht wie spät es es war. Ich bin mit meinem linken Bein gegen etwas gestoßen und leicht aufgewacht. Dann habe ich mich auf meine linke Seite drehen und meinen rechten Arm darum legen wollen, umarmen. Es war nur niemand da. Sie war nicht mehr da. Sie ist nicht mehr da. Es waren die Rückenlehnen der Couch, auf der ich schlafe. Diese lassen sich nur schlecht umarmen. Bitter. Das Unterbewusstsein lässt sich eben nicht sofort auf die Realität nachziehen.

Das tat ich oft in der Nacht, dass ich mein Mädchen umarmt habe, wenn ich aufgewacht bin. Vorbei die Zeit. Aber ich habe meine Arme noch. Und ich kann noch umarmen. Ganz sicher sogar. Fehlt nur noch die Frau dazu. Meine Arme spüre ich bereits wieder, dem Muskelkater sei Dank. Die Arme sind so gesehen noch schlapp. Mein Herz auch. Aber es wird. Und wenn beides wieder im Lot ist, werde ich meinen Arm auch nicht mehr um die Couchpolsterung legen müssen…

Ich taufe Dich auf den Namen „Fr. Schlange“

Gestern erschien mein neuester Philosophischer Sonntag ©. Darin ging es bereits fast ausschließlich um Sie. Um Verhaltensmuster. Ein Stück weit auch um Ursachenforschung. Größtenteils um Beobachtung meines Erlebten. Und auch um mein eigenes Durchleben des gerade geschehenen Crashs.

Und ich nannte sie Fr. Schlange. Die Story kann ich jetzt sicherlich nicht mehr mit einem großen Spannungsbogen aufbauen. Es geht ja zuletzt nur um sie. Ich möchte der Schlange aber dennoch einen eigenen Blogbeitrag widmen. Vielleicht mein Abschiedsbeitrag an sie. Ich weiß es nicht. Innerlich bin ich zwiegespalten. Einerseits möchte ich irgendwie verstehen lernen was denn überhaupt los war. Und was mein Anteil an der Geschichte ist. Wo ich als einer der beiden Hauptprotagonisten eigentlich geblieben bin. Andererseits habe ich Angst diese Zeilen zu schreiben, Angst davor, dass ich dadurch oder danach wieder einfach nur traurig bin und wieder ganz tief runter gezogen verharre. Ich fühle mich, als wäre ich noch immer im Traum. Ein Albtraum der ganz besonders miesen und schlechten Sorte. Als wäre ich mit dem Flieger irgendwo im Dschungel abgesetzt worden und muss nun schauen, wie ich wieder in die normale Welt zurück gelange.

Mir ist bewusst, dass ich mich damit in eine Opferrolle begebe. Dieses Mindset (neudeutsch) ist nicht sonderlich hilfreich für die erfolgsreiche Vorwärtsbewältigung, völlig klar. Es hilft mir aber im Moment auch nicht, so zu tun als müsste ich nur 3 mal laut aus dem Fenster rufen, dass ich der Größte sei und alles gut wäre. Es ist nichts gut. Gar nichts. Und ich bin nicht der Größte. Nicht mehr. Ich war es. Was sicherlich auch mitursächlich war für das Scheitern. Sie hatte mich aufgebaut, konsequent und stetig. Über die ganze Zeit der Beziehung hinweg. Natürlich wurde ich dann selbstsicher. So selbstsicher, dass ich nicht mehr realisieren konnte, dass in ihr irgendetwas einen anderen Lauf nahm, als außerhalb von ihr. Und ich mich davon entwickelte. Wie auch immer das möglich gewesen sein konnte. Es fühlte sich genau nach dem Gegenteil an.

Ein schlechtes Drehbuch

Das alleine rechtfertigt dennoch nicht die Geschichte. In Hollywood würde ich als Lektor des Drehbuchs sagen: „Ja gut, und was soll der Mist. Warum hat die Frau das getan? Sie hatte doch nie ernsthaft mit ihm über ihre Probleme geredet. Was ist das für eine einseitige Story? Wo bleibt der Gegenpart? Der Gegenschlag? Wo ist das Drama? Die Geschichte ist ja einfach aus, ohne sich nach außen hin je aufgebaut zu haben. Die Story kauft Dir niemand ab!“

Vor etwas über 2 Jahren hatte ich mal angekündigt, an wesentlichen Stellen meines Selbstfindungsweges Frauen nicht mehr anonym zu beschreiben, sondern sie zu pseudonymisieren, siehe meinen alten Beitrag Frauen in Pseudonymen. Jede Frau hat ein eigenes Gesicht, also sollen die wesentlichen Frauen auf meinem Weg auch einen eigenen Namen erhalten. Meine EX-Freundin (man beachte das große „EX“) wird nun auch mit einem eigenen Namen von mir getauft. Du bist jetzt Fr. Schlange. Und so soll es sein.

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Fr. Schlange, nenne ich sie hier, doch ohne Groll und erst recht nicht mit so etwas wie Hass in mir. Ich bin ein friedlicher und im Kern äußerst sensibler und ruhiger harmoniebedürftiger Mensch. Manchmal komme ich aus mir raus und kann auch mal stakkatoartig Plappern. Das habe ich wohl auch zu oft gemacht in der Beziehung. Aber so war ich nicht, als ich noch Pickupper war. Und auch nicht, als ich sie kennen gerlernt hatte. Meditationen sei dank. Ich hatte ich mich davon losgelöst mein eigenes Ich nach vorne zu stellen, früher war das bestimmt anders. Ich wurde wieder unbewusst und unachtsam. Niemals böse, ganz im Gegenteil. Immer mit der großen Absicht, das Beste für mein Gegenüber zu wollen. Für sie und die Kinder. In dem Fall war sie wohl leider mehr zu meinem GEGENüber als zu meinem MITüber geworden, aus ihrer Sicht. Jedenfalls zum Schluss. Und so ist Fr. Schlange mein ganz persönlicher harter Schlag im Leben, an dem ich vielleicht noch lange taumeln werde. Ich hoffe es nicht. Mike Tyson lässt grüßen. Dong!

Du hast falsch gespielt. Du hast überhaupt gespielt. Ich nicht. Nie spielt. Im Leben nicht (mehr) und mit Dir niemals. Ich habe Dich immer gefühlt und geliebt. Ich habe Dir nicht nur mein Herz geschenkt, ich habe mein Herz auch Deinen Kindern geschenkt. Die gar nicht meine waren. Aber zu meinen wurden, Schritt für Schritt immer mehr. Alles dahin. Auf und davon. So weit der Wind Dich tragen kann. Warum sagtest Du nie etwas? Warum musste es dazu kommen? Echt Antworten werde ich nie erfahren. Und selbst wenn, ist nicht gesagt, dass sie mir für die Zukunft helfen würden. Antworten erzeugen neue Fragen. Ist so.

Die nächste Frau mag vielleicht wiedrum alles an mir so lieben, wie ich bin und wer ich. Ohne oder mit Veränderungen an mir selbst, egal welchen Weg ich für mich bis dahin gehe. Keiner kann in die Zukunft sehen. Das Ende und alles war einfach nicht nötig. Das war alles so unnötig, wirklich. Dein falsches Spiel, die Hinterlistigkeit in meinem Rücken. An meinem verwundbarsten Punkt, meinem Vertrauen, hast Du zugebissen wie eine Schlange. Ich hatte von Anfang an Skepsis ob Deiner Lebenslinien, ob Deinem Verhalten und ob Deinen und damit unseren Grundvoraussetzungen.

Aber ich hatte mir durch das Pickuppen und meinen vorangegangenen Weg der Selbsterkenntnis beigebracht, mich wertfrei zu verhalten. So gut es nur geht. Nicht mehr zu (ver)urteilen, sondern zu beobachten. Zu akzeptieren was kommt im Leben. Frei, mit offenen Armen dem warmen Wind der Sonne entgegen zu gehen und dabei den wohltuenden Duft eines sonnigen Lavendelfeldes in der Nase zu spüren. Egal ob Du schon mehrmals verheiratet sein mochtest, Kinder hattest oder auch keine mehr bekommen konntest. Alles geschenkt.

Ein Wahnsinn, im Rückblick betrachtet, wie ich dafür so ins Abseits rücken musste. Da ist sie wieder, die Opferrolle, ich weiß. Tut mir leid. Aber Dein Biss in meinem Rücken sitzt hart und kam extrem platziert und plötzlich. Und ich spüre in meiner Lendenwirbelsäule noch immer die giftigen Zähne, wie sie sich durch mein offenes und frei zugängliches Fleisch gestoßen haben. Deswegen Fr. Schlange. Nur deswegen.

Ich bin Dir dankbar für alles. Selbst für den Betrug. Mehr aber für fast die gesamte Zeit. Ich weiß nicht wie lange das mit dem Schauspiel ging. Ich nehme an, dass es ein paar Monate waren. Vielleicht 2 oder 3 oder 4. Du hast sehr gut geschauspielert, so gut, dass ich es erst ca. 4 Wochen vor dem Ende merken konnte, dass irgendwas in Dir nicht ganz passt. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass Du einen Anderen parallel kennen gelernt hast und zweigleisig fährst

Aber die restlichen ca. 1,5 Jahre waren atemberaubend schön. Du warst meine Traumfrau, das definitiv. Du warst mir gegenüber vollkommen und perfekt. Das hätte ich mir nie zu träumen gewagt, dass ich so etwas je über eine Partnerin sagen würde können. Umso härter ist der Schmerz. Sogar den Betrug hätte ich Dir im Nachgang noch verzeihen können, mit harter Arbeit an uns beiden, letztlich nur im Sinne für uns beide. Auch das mag verrückt klingen, kann sich mancher Außenstehender denken. Vielleicht bin ich verrückt, ja. Aber auch hier finde ich die Ursache meiner eigenen Art in der Spiritualität und Eckhart Tolle. Es sollte jedoch nicht nur ein Betrug werden. Es sollte das werden, was Du immer tatest. Ein nahtloser Partnerwechsel. Damit war zum zweiten Mal für uns jede Chance vertan, alles gut zu machen. Die erste Chance ergab sich, als Du merktest, dass Dir irgendetwas zwischen uns nicht mehr ganz passt und Du offen und empfänglich für Gefühle mit einem anderen Menschen wurdest. Die zweite Chance ergab sich, als ich merkte, dass irgendetwas zwischen uns nicht mehr ganz passt und Du bereits starke Gefühle für einen anderen Menschen hattest. Beide Chancen ausgelassen. Und so haben wir unser gemeinsames Leben verloren. Jetzt hat wieder jeder seins.

Abschied nehmen. Alles gute für Dich. Für Euch. Ich bleibe wie ich bin. Rücksichtsvoll, menschlich. Ich habe mir nichts vorzuwerfen. War nicht perfekt und habe auch meine Macken und Kanten, das ist doch menschlich. Aber ich habe mir nichts vorzuwerfen. Das ist mein einziger echter Trost. Ich werde bestmöglich versuchen meiner nächsten Frau – wann auch immer das sein mag – wieder mit offenem Herzen und offenen Armen zu begegnen. Erfahrungen aus der Vergangenheit sind kein Garant für die Geschehnisse in der Zukunft. Ich hoffe ich kann mir in meinem eigenen Vorsatz treu sein.

Aber wo Licht, da auch Schatten

Und die Realität ist nun einmal, dass Du eine ganz besondere Frau und tolle Mutter bist. Die Realität ist nun einmal allerdings nicht nur ebenso, sondern viel mehr, dass Du eine Schlange bist. Und ziemlich sicher aufgrund bestimmter psychischer Ereignisse in Deinem Leben in das Ausleben eines Musters des ständigen Verlassens Deiner Partner verfällst. Betrug und Partnerwechsel kamen und gingen. Ich dachte und hoffte wohl auch ein Stück weit, dass ich nun der Richtige für Dich sei und Du nun angekommen wärst. Vielleicht auch, dass ich Dein Seelenverwandter bin. So vermitteltest Du mir das immer. So zeigtest Du mir das immer. So behandelten wir uns in den – aus meiner Sicht – wichtigen Dingen und Weichenstellungen im Leben. Ich weiß es ja nicht, so sagten es mir immer mein Gefühl und Deine Worte. Andererseits äußertest Du auch oft viele kleine Dinge, die Du anders machen würdest. Aber nie so deutlich, dass ich es als ernstzunehmend verstehen hätte können…

Seit dem Ende mit Dir und von Dir, habe ich gemerkt, dass ich schlagartig aus meinem unreflektierten Verhalten erwacht bin. Ich verhalte mich Dir und anderen Menschen gegenüber seit dem Knall so, wie ich eigentlich sein möchte und vor Dir gelernt habe zu sein und auch war. Ich hatte meinen Charakter tiefgehend geändert. Das geht, jeder der sich mit ganzheitlicher Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt hat, weiß das. Das erfordert allerdings auch kontinuierliche harte Arbeit an sich selbst. Viel Hingabe. Und genau da wurde ich nachlässig. Mein Fehler. Das ist zweifelsfrei. Ich bin froh, dass ich jetzt so viel lernen durfte durch Dich, wenn auch auf so bittere Art. Heute bin ich wieder ganz stark in meiner Mitte und achtsam im Umgang mit Arbeitskollegen, Eltern, Familie und Freunden. In dem Punkt hast Du mich aus meinem Winterschlaf erweckt. Dafür danke ich Dir bittersüß. Aber aufrichtig.

Wäre ich während der ganzen Beziehung so geblieben (!), hätte ich erste Anzeichen in der Beziehung viel viel früher, noch im Keimstadium, wahrgenommen. Wenn, ja wenn… ich nicht so unbewusst und unachtsam gewesen wäre. Ich werde in Zukunft wieder meditieren, um ruhiger, ausgeglichener und achtsamer zu sein. Bereits jetzt gehe ich mit Dir – in den kurzen Telefonaten wegen sachlicher Dinge – so um, wie ich in Zukunft zu allen Menschen am Liebsten immer sein möchte und alles dafür tue auch zu sein. Ich spreche ruhiger mit Dir, höre sicherlich auch mehr zu. Nehme noch mehr (!) Rücksicht auf Dich und Deine Belange, auch wenn Du mir eigentlich restlos egal sein müsstest. Ich bin Dir so dankbar für die schöne Zeit und alles was Du getan hast für mich. Für die Kinder warst Du immer eine wundervolle Mutter, was mich nur noch mehr dazu brachte, Dich zu lieben.

Ich weiß auch, dass ich fast meinen gesamten Tagesablauf und meine komplette Lebensstruktur auf Dich eingestellt habe. Job, Wohnort, usw. Ich habe damals meine Wohnung aufgegeben, um zu Dir in Deine neue Wohnung zu ziehen. Weil Du die nötige Sicherheit brauchtest, dass ich Dich mit den Kindern nicht einfach rauswerfen würde, falls es nicht geklappt hätte zwischen uns. So sagtest Du. Habe ich damalsch schon verstanden. Habe ich respektiert. Aber ich war mir bereits damals sicher, dass ich das niemals tun würde. So bin ich nicht als Mensch. Und so blieb es auch. Stattdessen musste ich nun gehen und bin derzeit dabei meine Sachen zu holen. Und stehe vor einem Scherbenhaufen. Viele hatten mir abgeraten meine Wohnung aufzugeben, damals. Was hätte ich tun sollen? Ich wollte die Nähe zu Dir. Und Du zu mir. Deswegen war uns alles Recht und gut. Jedes Mittel. Und es funktionierte. Ich wurde nur sehr schnell unbewusst und hatte mir nur anfangs sehr viel Zeit auch für die Kinder genommen. Später weniger. Aber das auch alles erst mal zu stemmen, Vollzeitarbeit und dazu ein laufendes Studium. Dazu Dich als Lebensgefährtin und noch die zwei Kinder. Ich war immer liebevoll zu Euch dreien. Ganz sicher. Ich habe mein Herz bei Euch gehabt. Aber ich bin kein Zauberer. Nur auch ich bin endlich. Meine Kräfte sind endlich.

Du sollst nicht gehen

Gestern habe ich einige Sachen aus Ihrer Wohnung abgeholt. Sie lieh mir für den Transport ihr (eigentlich unser) neues Auto. Wir kommen sachlich sehr gut miteinander aus. Immerhin. Sie kam aber immer mit allen ihren Ex-Partnern hervorragend aus. Sie ist wirklich ein guter Mensch. Streit ist nie ihre Absicht. Bleib so bitte, allen gegenüber.

Jedenfalls habe ich am Abend das Auto zurück gebracht und bin kurz in die Wohnung, um ihr den Autoschlüssel zu bringen und noch ein paar Dinge zu klären. Da war auch ihr Sohn. Er blickte mich an, blieb aber am Tisch sitzen. Sonst stand er immer auf, um mich zu umarmen zur Begrüßung. Da war in seinem Blick aber keinerlei Freude, mich zu sehen. Und er stand eben auch nicht auf. Fast ein Blick des Schocks, als ich ihm in die Augen sah.

Er hatte sich die letzten Monate von mir davon gelebt. Es fühlte sich für ihn wohl so an, als würde ich ihm seine Mama wegnehmen. Irgend etwas hat ihm missfallen. Vermutlich, dass ich überhaupt mit seiner Mama zusammen war. Der kleine Junge war es gewöhnt, dass seine Mama immer nur für ihn und höchstens noch für seine kleine Schwester da war. Nun gab es da diesen neuen Mann an der Seite seiner Mama. Aber hey, ich hab Dich immer lieb gehabt, kleiner Junge, und Dich immer gerne ins Bett gebracht und mit Dir gespielt. Ich hatte nur zu wenig mit Dir gemacht zuletzt, sehe ich auch im Nachhinein. Tut mir leid. In ein paar Jahren wirst Du alles vergessen haben, wahrscheinlich. Mich vergessen haben. Aber in ein paar Jahren würdest Du ganz sicher froh sein, wenn Du einen so klaren und strukturierten „zweiten Papa“ wie mich haben würdest. Der immer für Dich da ist, wenn es darauf ankommt. Ich hatte immer versucht Dir Werte und Halt vorzuleben. Für Dich dazu sein, wenn es schwer wurde für Dich. Zum Beispiel letztens als Dir ein Mädchen in der Schule mit der Faust aufs Auge schlug. Wir redeten und ich versuchte Dich stark zu machen. Nur so eine Erinnerung von vielen.

Und die kleine Schwester? Als sie aus dem Zimmer kam und mich sah, stürmte sie auf mich zu und rief: „Warum gehst Du? Warum bleibst Du nicht hier? Bleib bitte hier!“ Sofort hab ich sie hochgeboben und fest gehalten und gestreichelt. Ich bekomme nasse Augen, wenn ich nur daran denke. Ich habe Dich genauso lieb, wie Deinen Bruder. Und an Dir sehe ich auch, dass ich kein schlechter Mensch sein kann. Anders als Dein Bruder, hast Du mich richtig lieb. Auch Dich habe ich immer gerne auf dem Schoß gehabt und mit Dir Spaß gemacht. Ich möchte nicht mehr Worte verlieren über Dich, es macht mich traurig auch Dich loslassen zu müssen.

2019-03-25

Ich könnte gerade 100 Seiten schreiben, gefühlt. Fr. Schlange hat jetzt einen Neuen Mann. Und ich meine alte Frau nicht mehr. Eckhart Tolle würde sagen, dass Formen im Leben kommen und gehen. So ist die Natur. Eine Beziehung ist letztlich auch nur eine äußere Form. Etwas Gegenständliches. Nichts ist für die Ewigkeit. Spätestens mit dem Tod trennt es sich, jede Beziehung. Selbst riesige Bauwerke von heute, werden in wenigen hundert Jahren in der Form fast alle nicht mehr existieren. Zivilisationen gehen unter. Häuser werden abgerissen. Und eben auch Beziehungen eingerissen.

Du bist eine Schlage, zweifelsfrei. Aber ich hoffe für Dich, dass Du aus dem immerwährenden Strudel herauskommst. Und es beschert mir ein Lächeln auf mein Herz, wenn ich trotz dieser, unserer, Story weiterhin und noch mehr denn je warmherzig, rücksichtsvoll und verständnisvoll mit Dir umgehe. Ich weiß, dass ich ein wundervoller Mann und auch Zweitpapa war. Und irgendwann wieder sein werde, wenn da wieder Kinder sind oder ich welche haben würde. Nur aus einer für mich bedauernswerten Wendung im Leben bin ich scheinbar für Dich nicht mehr der passende Papa Deiner Kinder. Vielleicht siehst Du es irgendwann anders. Wer weiß. Deine Tochter sieht es bereits heute anders. Dein Sohn sah es mal anders.

Schade, einfach bitter schade. Das musste nicht sein. Ich wollte das alles nicht. Aber ich konnte aus meiner Sicht wirklich nicht mal einen Hauch dazu beitragen, dass auch Du für immer glücklich hättest bleiben oder wenigstens wieder werden können, mit mir. Ich weiß nur, dass ich in Zukunft bewusster und achtsamer in einer Beziehung werden und vor allem bleiben muss.

Das hast Du mich gelehrt. Danke Dir. Du bist also nicht nur eine Schlange. Sondern eine Schlange, die mir eine lehrreiche Lektion erteilt hat. Du bist für diesen Abschnitt meine Lehrerin auf meinem Lebensweg gewesen. Ich will nicht so viele sentimentale weitere Dinge über Dich schreiben. Du bist toll. Du warst toll. Ende.

Ich muss nach vorne schauen. Im Moment versuche ich das mit Gewalt. So sehr es nur geht. Die Wochenenden werde ich wieder unterwegs sein. Auf den Straßen die Frauen ansprechen. In den Bars und Clubs ebenso.

Am Wochenende ging es übrigens 7 zu 0 aus. Ein erwartbarer Einstieg würde ich sagen. 7 Körbe für michi. Zwei mal Clubgamen, ohne Erfolg. Aber ich bin auch im Moment ein Haufen Elend, das strahle ich vermutlich aus. Ein Schatten meiner selbst. Aber ich habe keine Ansprechangst, gar nicht. Das ist schon hervorragend. Ein voller Erfolg. Nur die Übung fehlt, das hab ich gleich gemerkt. Trotz meiner derzeitigen Verfassung bin ich am Wochenende los gezogen in die Nächte. Wo ich auch Dich mit Deinem Neuen gesehen habe. Händchen haltend und tanzend. Mann.

Aber es wird wieder funktionieren. Es wird nur dauern bei mir. Jedoch bin ich nun nicht mehr der selbe Junge von damals. Sondern Erfahrungsreicher. Ich bin schlagartig anders geworden, durch den Crash. Und jetzt wieder mehr so, wie ich vor der Beziehung war. Ruhiger als Mensch. Achtsamer. Bewusster. Und das will ich aufrecht erhalten. Fehlt nur noch mein Selbstbewusstsein von damals, das ich ebenfalls schlagartig mit dem Crash verlor.
Beides ist aber nötig für mich, Selbstbewusstsein und Bewusstsein. Und mit beidem habe ich Dich kennen gelernt. Und einige andere Frauen vor Dir. Und so wird es bestimmt wieder sein. Frauen gibt es viele. Schwierig zu finden ist nur DIE EINE.

Das hier ist ein Ruf raus in die Welt: „HIER BIN ICH! UND ICH WERDE DICH FINDEN!“

Philosophischer Sonntag – Perspektivisches Sehen

Wieder mal irre.
Heute der erste Philosophische Sonntag © seit dem 16. April 2017 (Prä Philisophischer Sonntag – Einblicke eines ungewöhnlichen Schreibers). Wow.

Wenn ich meinen damaligen Artikel so lese, merke ich eigentlich wie gut in Form ich war. Mental und auch im Schreibstil. Wahnsinn im Vergleich zu jetzt gerade. Übung macht wohl auch da den Meister. Ein Schreiberling muss schreiben. Nicht nur eine Beziehung führen. Sonst wird er zum geübten und guten Beziehungsführer und weniger zum guten Schreiberling. Oder aber er ist am Ende beides nicht mehr. Kann auch passieren. Frau Schlange sei Dank. Wer Frau Schlange sein soll, dürfte klar sein. Dazu kommt noch ein extra Artikel.

Ich musste mehrmals selbst schmunzeln, über meinen eigenen bald 2 Jahre alten oben verlinkten Text. Da will ich mental wieder hin kommen. In diese Leichtigkeit. Dieses Selbstbild. Dieses Selbstbewusstsein. Es sollte vom damaligen Artikel an nur noch einen guten Monaten dauern, und ich hatte meine Traumfrau kennen gelernt. Und so soll es wieder sein. Bereit werden durch sich selbst bereit machen.

Nun, zurück zum Text.

Wahrheiten ändern sich

Früher hatte ich bereits darüber geschrieben, dass jeder Mensch sein eigener Mittelpunkt der Erde ist (Philosophischer Sonntag – Wo ist der Mittelpunkt der Erde?). Und genauso bildet sich auch jeder Mensch seine eigene Wahrheit.

Wie ich auf dieses Thema komme? Freitag Nachmittag hatten meine EX-Freundin und ich kurz gechattet. Ein paar sachliche Dinge eigentlich, zum Beispiel die Stornierung unserer erst vor wenigen Wochen gebuchten Urlaubsreise (wie surreal!). Aber es kamen auch ein paar Wortwechsel über uns und die Vergangenheit dazu. Und es ist erschreckend klar zu sehen, wie Wahrheiten sich ändern können. Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 – 1900) sagte einmal sinngemäß: „Jedes Sehen ist perspektivisches Sehen.“

Und es ist erstaunlich zu beobachten, wie menschliches Sehen sich so verändern kann. Besser gesagt wie aus dem Sehen ein Interpretieren wird. Aus meiner Sicht wirkt es, als würde sich aus ihrer Sicht das Sehen in ein Bestimmte-Dinge-Dazu-Erfinden-Und-Andere-Dinge-Wegerfinden verändern. Bzw. es hat sich schon verändert. Da werden Dinge mit Dingen gerechtfertigt, die nichts miteinander zu tun haben. Da werden Argumente a posteriori vorgebracht, d.h. erst durch nachträglich erlangtes Wissen rückwirkend gerechtfertigt.
Beispiel: „Es war falsch von mir, dass ich Dich angelogen und betrogen habe. Aber als ich jetzt am Ende festgestellt habe, dass Du das und jenes getan oder nicht hast, zeigt es einfach, dass wir nicht füreinander bestimmt waren.“

Was für ein – philosophisch unsauber ausgedrückt – Bullshit par excellence.

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Das ist als wenn ein Räuber in eine Tankstelle kommt und dem Kassier eine Pistole an den Kopf hält und sagt: „Tut mir leid, dass ich das hier tue. Ich war jahrelang Dein Kunde und habe hier immer getankt. Dann habe ich VOR EINIGER ZEIT herausgefunden, dass Ihr das Benzin immer um 1 Cent teurer verkauft als die Konkurrenz. Ich bin zwar trotzdem WEITER zu DIR zum Tanken gekommen und habe deswegen NIE etwas zu Dir gesagt, aber wegen dieser Sache war es IMMER falsch, dass ich Euer Kunde war.“

Das ist kein perspektivisches Sehen mehr. Nicht im von Nietzsche gemeinten Sinne. Allerdings ist es verdrehtes Sehen. Selbst erfundenes Sehen.

Ich würde behaupten, sogar sich selbst gegenüber rechtfertigendes nachträgliches perspektivisch geändertes Sehen.

Meine Philosophischen Sonntage © zeichneten sich gemeinhin durch Harmonie und Leichtigkeit aus. Dieser hier ist anders. Er ist sicherlich ein ganzes Stück weit emotional geladen. Unüblich für einen Philosophischen Sonntag. Aber es ist wie es ist und was raus muss, muss raus.

Und die Moral von der Geschicht‘?
Verdreh‘ wenigstens Dein eigenes Sehen nicht.

Und die zweite Moral von der Geschicht‘?
Ärgere Dich über Unwahrheiten anderer nicht.

PS: Wenn es nur so einfach wäre…

8 Nächte später

Ich habe gesehen, dass mein erster Beitrag nach langer Abwesenheit direkt mal ein paar Besucher auf meinen Blog gelockt hat. Außerdem habe ich auch schon ein paar Kommentare auf den letzten Artikel bekommen. Und einen Like. Danke Euch. Seid ehrlich, sagt was ihr denkt. Interagiert. Ich freue mich darüber und manchmal ganz besonders über die ehrlich gemeinten Kritiken. Nur daran kann jeder von uns wachsen.
Jetzt aber zum heutigen Artikel…

Es sind inzwischen 8 Nächte vergangen, seit dem großen Knall.

Das wird ein Artikel, bei dem ich einfach in mich hinein fühle. Ich habe noch keine Inhalte, ich lasse mich aus meinem Inneren leiten. Was ich schreibe, schreibe ich. Was kommt, kommt.

Wie geht es mir jetzt?

Diese Frage stellen mir fast alle, mit denen ich über das Thema spreche. Die meisten haben über Whatsapp davon erfahren, die meisten stellen diese Frage aus Höflichkeit. An einer echten Antwort sind die meisten nicht interessiert. Aber es gibt sie eben auch, die Interessierten. Die Aufrichtigen. Familie und Freunde. Und gestern war der erste Tag, an dem ich nicht mehr ganz bis zum Weinen kam. Ich hatte noch ein paar Mal über den Tag hinweg geschluchzt, jedoch nicht mehr geweint.

Gestern zum Beispiel, als ich bei meinem besten Freund Herr van Onnetuschn war. Es war 20 Uhr, und seine zwei Kids gingen ins Bett. Erst ließ ich Mama und Papa machen, dann setzte ich mich zu seiner Tochter ans Bett. Wir redeten. Sie fragte mich, wie das mit meiner Freundin beim letzten Gespräch ausgegangen sei. Ich sagte: „Nicht gut.“

Dabei merkte ich, wie ich innerlich hin und her gerissen war. Einerseits war und bin ich traurig, dass es aus ist. Dass die vermeintliche Traumfrau mir meinen persönlich größten Korb aller Zeiten gegeben hatte. Andererseits merkte ich während der Antwort, dass sie nicht ganz stimmen kann. Sofort ergänzte ich: „Aber weißt Du, es ist auch besser so. Sie hat jetzt einen Anderen und mit dem wird sie bestimmt glücklich. Das ist nicht mehr die Frau, die ich mal kennen und lieben gelernt habe. Sie hat sich verändert. So eine Frau möchte ich gar nicht mehr.“

Sie war sehr mitfühlend, sie ist ein kleines Kind und ohne inhaltlich voll zu erfassen worum es geht, tröstete sie mich und sagte: „Aber schau mal, dafür wohnst Du jetzt bei Deiner Schwester. Das ist doch auch schön.“

In diesem Moment wurden meine Augen wässrig, das Weinen konnte ich allerdings zurückhalten. Genau wie jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe. Kleines Mädchen, Du bist die Tochter meines besten Freundes und ich kenne Dich seit dem Du auf der Welt bist. Ich war damals kurz nach der Geburt im Krankenhaus, um Dich zu sehen. Wir werden vielleicht solche Gespräche im Laufe unseres Lebens gemeinsam noch öfter haben. Du wirst auch mal groß und Dir wird es vielleicht auch mal so ergehen wie mir, fast ganz sicher sogar. Jeder macht solche Erfahrungen in der einen oder anderen Form, im Leben. Oder aber in der Zwischenzeit werde ich nochmal so eine Erfahrung machen, wieder eine Beziehung, wieder glücklich – zumindest gedacht und gefühlt – und wieder das Ende. Wer weiß. Vielleicht bleibt die nächste auch für immer. Ich finde Deine mitfühlende Art so außergewöhnlich und dass Du meine Hand von Dir aus gehalten hast. Das habe ich von kleinen Kindern in der Form noch nicht gesehen. Bleib so. Du bist einfach ein tolles Mädchen.

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Ich verstehe das alles nicht, bin ich schuld?

Ich verstehe noch immer nicht, was mir widerfahren ist. Es ist weiterhin unbegreiflich surreal. Natürlich habe viel reflektiert und versucht zu reflektieren. Was schief lief oder was ich wann hätte merken oder (an mir?) ändern können. Sie ließ keine Chance dazu, sie äußerte ihre Sicht und Dinge stets nur sehr zurückhaltend oder ohne jeden Nachdruck. Ich konnte offenbar während der ganzen Zeit der Beziehung nicht merken, dass einige dieser geäußerten Wünsche oder Vorstellungen in ihr nachdrücklich brodelten. Es fühlte sich stets eher nach normalen Gesprächen an. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass irgend etwas oder gar alles so „schlimm“ für sie sei, dass sie dafür die Beziehung beenden würde. Ich habe nichts davon bemerkt.

Sie hat die „Schuld“ auf sich genommen, sie sagte, dass sie den selben Fehler machte wie in jeder vorherigen Beziehung. Sie hätte wieder einmal den Mund nicht auf gemacht und sich stattdessen still versucht ihrem Partner anzupassen, aus Liebe. Bis es irgendwann zu viel wurde und sie daraufhin – wie in der Vergangenheit auch – begonnen habe unglücklich zu werden. Sie habe ihr Leben lang nie irgend etwas klar geäußert und auf den Tisch gehauen. Es sei ihr Fehler sagte sie, sonst wäre unsere Beziehung noch genauso toll wie am Anfang. Und genau in jener Zeit habe sie jemanden kennen gelernt. Wie sie sagte, sei es aus unserer Beziehungssicht der falsche Mensch zum falschen Zeitpunkt gewesen. Sie erklärte mir den aus ihrer Sicht vermutlichen psychologischen Hintergrund. Ihr Vater war in ihrer Kindheit alkoholkrank und das führte letztlich zu ihrem Verhalten, da sie nie äußern durfte, was sie fühlte oder wollte. Es hätte sonst immer einen riesigen Ärger gegeben. Sie habe das lange nicht bemerkt, dass sie so sei. Aber nun hätten ihre Freunde sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie sich immer davon flüchte und ihre eigene Geschichte ständig wiederhole. Seit jeher. Sie trage die Schuld, wiederholte sie mehrmals. Sie wisse das. Aber es sei zu spät für uns.

Danke Dir dafür. Und ich dachte immer, wir können über alles reden. Haben wir auch immer, dachte ich. Es ist so surreal diese Zeilen gerade zu schreiben. Ich wollte diesem Menschen helfen, ich hätte ihn überall hin begleitet und alles getan. Nicht nur hätte. Ich habe es. Und das ist das Ergebnis.

Bin ich schuld? Ich spreche nie von Schuld. Schuld ist ein Ausdruck, den ich so gut wie nie verwende. Es gibt Aktionen und es gibt Reaktionen. So ist die Natur. Die Natur kennt keine Schuld. Schuld ist ein Gedankenkonstrukt, das wir uns selbst erschaffen. Das hatte ich aus meiner Zeit seit dem Ende meiner (aus jetziger Sicht) vorletzten Beziehung gelernt. Ich hatte mich auf den Weg hin zur Selbsterkenntnis begeben. Meine damaligen Leser wissen das sicherlich noch. Eckhart Tolle, ein bisschen Buddhismus und ganz viel Pickuppen. Das waren meine drei Bausteine. Und ich bin im Nachhinein so froh, dass ich mich auf diesen Weg begeben habe.

Meine Aufmerksamkeit in der Beziehung habe ich schleifen lassen. Ich habe auch meinen Körper schleifen lassen. Vorher war ich trainiert, konnte hautenge Hemden tragen. Nicht dass ich jetzt dick wäre, aber ein paar Kilo kamen dazu. So dass zumindest die engen Hemden nicht mehr passen. Aber ich habe seit dem Knall und dem Ende der Beziehung vor ein paar Tagen abgenommen. Und ich versuche die Appetitlosigkeit gerade auch positiv zu nutzen, nämlich um auch wieder überflüssige Pfude loszuwerden.

Mein Umfeld sagt mir zwar größtenteils, dass das Quatsch sei. Aber es macht einen gewaltigen Unterschied, wenn eine Frau Dich anfasst und Dein Körper bei einer Berührung auf die Brust oder den Bauch nicht nachgibt. Es macht einen Unterschied für Sie und besonders für Dich. Im Moment habe ich ca. 5 kg abgenommen. Das ist, was das Gewicht an sich betrifft, eigentlich zu viel. Aber ich fühle mich auch nicht mehr so voll, seit ich viel weniger esse. Die ersten Tage brachte ich fast gar nichts herunter. Inzwischen geht es. Ich versuche die Situation positiv zum Abnehmen zu nutzen. Und mache nebenbei leichtes Krafttraining, damit die Muskulatur nicht durch den Energieentzug komplett verschwindet. Und wenn das Fett einigermaßen weg ist, werde ich das Krafttraining intensivieren. So wie damals. Um wieder so fit zu werden, wie ich war. Und was es mir als ein Baustein ermöglicht hat, immer besser und selbstbewusster mit Frauen zu werden.

Welche Lehre ziehe ich aus der Sache mit dem Körper?

Meine Freundin. Wow, das hab ich gerade wirklich geschrieben. Shit. Es muss heißen: Meine EX-Freundin.

Also nochmal.
Meine EX-Freundin hatte echt gut gekocht und ich habe wirklich gerne und abends noch viel gegessen. Lange Arbeitstage machen leider sehr hungrig. Und dazu auch immer wieder die Worte von ihr, dass ich mit 2 oder 3 Kilo mehr genauso attraktiv sei wie ohne. Sie liebe mich so wie ich wäre. Kann sein. Möglich. Vielleicht hast Du auch da gelogen. Ich weiß eigentlich gar nicht mehr was an Dir echt war. Nicht böse, ohne groll gesagt. Wirklich nicht. Ich weiß nicht was an Dir und Deinen geäußerten Gefühlen wann überhaupt echt war und wann nicht.

Aber ich war besser in Schuss zu Beginn unserer Beziehung bzw. auch als wir uns kennen lernten. Ihre bestärkenden Worte haben mich mitunter faul gemacht. Träge. Durch lange Arbeitstage, an denen ich spät heim kam. Durch zu viel sitzen am PC, auch in der Freizeit. Ich fiel – was das betrifft – ein Stück weit in mein altes Muster zurück. So war ich ganz früher auch. Aber das ist nicht gut. Ich war glücklich und „zufrieden“ mit meiner wundervollen Frau an meiner Seite. Und wollte nur noch in ihrer Nähe sein. Das reichte mir. Hauptsache zusammen, gerne auch mit den Kindern. Natürlich. Hauptsache zusammen. Das WIE war mir wichtiger als das WO. Das OB war mir noch wichtiger. Wer mich kennt, der weiß das. Egal ob Party, Urlaub woanders oder zusammen auf der Couch. Alles egal. Hauptsache zusammen. Sie war die Seele an meiner Seite, so dachte ich. Und ich wollte an ihrer Seite sein und bleiben. Jeden Tag.

Die Lehre muss heißen: Sagt Dir Deine Frau, dass Du trotzdem gut aussiehst, dann höre genau hin. Auch wenn sie es ehrlich meinen mag, was ich im Falle meiner EX-Freundin nicht sicher sagen kann, da ich rückblickend betrachtet nicht weiß wann sie log und sich verbog, so musst Du Dir innerlich sagen: Auch wenn ich trotzdem für Dich (nur für Dich!) gut aussehen mag, so mache ich trotzdem Sport oder werde nicht träge oder behäbig.

Aus zwei Gründen ist das so wichtig:

1. Selbst wenn die Frau Dich trotzdem optisch toll findet, sinkt – wenn auch nur unterbewusst – Deine Attraktivität gegenüber trainierteren Kerlen oder generell anderen Kerlen. Selbst wenn andere Kerle auch nicht trainiert sind, so hebst Du Dich für Deine Frau im Punkt der körperlichen Attraktivität nicht von ihnen ab. Der Marktwert ist leider sehr wichtig. Selbst in scheinbar absolut intakten Beziehungen. Das ist jedenfalls meine neueste Erfahrung. Ich bin überzeugt davon, dass sich das alles nur auf der Ebene des Unterbewusstseins abspielt. Keiner würde das so direkt sagen oder zugeben, schon klar.
Fazit: Bewahre Deinen Marktwert! Auch (und vielleicht besonders?!) in intakten Beziehungen!

2. Wenn die Frau Dich abschießt, dann schießt sie Dich so ab, wie Du JETZT aussiehst. Auch wenn das Aussehen für sie keine Rolle gespielt haben sollte, so siehst Du JETZT so aus, wie Du JETZT nun einmal aussiehst. Und dann? Richtig. Dann hast Du dieselbe Situation wie ich jetzt. Ich muss wieder mühsam den Körper aufbauen. Dann besser wenigstens über die ganze Beziehung hinweg etwas Sport machen und eine Grundmuskulatur beibehalten, als danach vor einem gefühlten Scherbenhaufen zu stehen. Für die meisten Menschen ist dieser Punkt sicherlich nicht so wichtig. Die meisten Menschen geben sich irgendwann mit ihrem Körper einfach zufrieden, finden sich ab und werden unbewusst. Aber so wie Du mit Deinem Körper umgehst, so gehst Du womöglich auch mit Deiner Beziehung um. Und dann? Dann ist es auch da womöglich nur eine Frage der Zeit bis…
Das Fazit lautet also hier: Bleib körperlich in Form, denn wenn Sie Dir einen Laufpass gegeben hat (was ich ihr gegenüber nie getan hätte – ich habe sie einfach geliebt so sehr ich sie nur lieben konnte, mit allen Macken, Kanten und Fehlerchen), bist Du wenigstens noch fit und kannst wieder Gas geben.

Und welche Veränderungen spüre ich in mir?

Gestern war der erste Tag, an dem ich gedanklich nicht ausschließlich zurück blickte. Es war der erste Tag, an dem ich auch Gedanken nach vorne aufgebaut habe. Fragen wie „wie geht es jetzt weiter?“ und „wo soll, kann oder möchte ich in Zukunft wohnen?“ kamen in mir auf. Und auch die Frage „wie mache ich jetzt in Punkto Frauen weiter?“.

Das ist ein sehr gutes Zeichen, wie ich es für mich selbst empfinde. Ich bin von meiner EX-Freundin inzwischen zunehmend angewidert. Traurig, aber auch mehr und mehr angewidert. Wir kommen sachlich gut miteinander aus. Es ist noch sehr viel zu erledigen, Möbel raus, bestimmter Schriftkram usw. Aber sie ist so eiskalt zu mir, keine Frage nach „wie gehts Dir?“ oder „kommst Du einigermaßen zurecht?“. Nicht, dass es eine Rolle spielen würde für die Zukunft. Sie liegt sicherlich dem Neuen in den Armen, da lohnt sich der Blick zurück zu mir für sie sicher nicht. Warum auch. Neuer Mann, neues Glück, hießt wohl die Devise. Widerlich trotzdem. Aber vor 2 Wochen lagen wir uns noch im Arm und alles war soweit GEFÜHLT gut. Dass sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr nur in meinen Armen lag, war mir da noch nicht klar.

Und wie mache ich nun weiter? Nun. Im Moment, wie gesagt, erstmal abnehmen. Das (sicherlich verhältnismäßig kleine bisschen) Fett muss erstmal weg. Dafür tue ich im Moment alles. Ich esse weniger, aber trotzdem gesund. Obst und Gemüse. Und zusätzlich Eiweiß, gestern hab ich mir einen Magerquark besorgt. Das schmeckt immer so schön widerlich, bäh. Aber so ist das mit dem Körper nun mal. Dann werde ich noch mein Eiweißpulver aus alten Tagen aus ihrer (eigentlich bis vor kurzem unserer!) Wohnung holen. Das wird den Muskelverfall zusätzlich stoppen helfen. Ich werde zu laufen beginnen, vielleicht noch heute. Mal sehen. Wenigstens 20 Minuten. Und dann auch Krafttraining weiter intensivieren. Ich möchte meinen Körper zurück, den von damals. Auch wenn ich auf den dahin führenden Weg eigentlich keine Lust habe. Nur darum gehts ja auch im Leben. Wenn ich mich schinde, will ich es auch nutzen. Schinde ich mich nicht für etwas, nutze ich es auch nicht. Und ich glaube nicht nur, sondern bin zu 1000% überzeugt, dass ein guter Körper den Erfolg bei Frauen massiv steigert, lehrte mich meine Erfahrung.

Viele werden sich jetzt denken: NEIN! Jetzt rennt der von einer Beziehung in die nächste. Ich kann Euch beruhigen. Das habe ich nicht vor. Ich möchte abschalten können von ihr. Beim letzten Mal hat mir das Pickuppen auch mein Leben gerettet. Und ich habe das nicht verlernt, ganz im Gegenteil. Ich bin etwas angerostet, aber das wars. Ich werde meinen Körper wieder polieren und durch viele Gespräche wieder an den Punkt kommen, wo die Leichtigkeit und Lässigkeit Oberhand gewinnen. Und dieser Weg ist lang, das weiß ich ebenfalls aus Erfahrung. Bis dahin werde ich vermutlich einige Frauen kennen lernen, ja. Aber die wenigstens werden für eine Beziehung auch nur ansatzweise in Frage kommen. Beim letzten Mal hat es über 1 Jahr gedauert, bis ich meine (vermeintliche!) Traumfrau gefunden habe. Aber ich hatte sie gefunden. Jedenfalls a priori, heißt aus damaliger Sicht. Und weil das so lange dauert, muss ich eben heute schon beginnen. Ich muss erst wieder rein kommen in den Fluss. Erstmal wieder gut werden. Das dauert und dauert. Ein harter Gang, zum zweiten Mal den kompletten Jakobsweg zu laufen. Bildlich gesprochen.

Damals war es auch so, dass es lange dauerte, wie gesagt. Aber auf dem Weg zu meiner Traumfrau wurde ich immer unabhängiger vom Thema Frauen. Ich wollte zwar nach wie vor DIE EINE treffen, allerdings weniger verkrampft. Viel weniger. Ich ging damals zuletzt auch nur noch seltener raus zum Pickuppen. Und schwupp, war sie da. DIE EINE (bzw. keine!). Und so wird es wieder sein. Ich werde rausgehen und wieder Basketballspielen. Wer den Blog kennt, weiß was das heißt. Körbe kassieren. Ansprechen. Korb. Ansprechen Korb. Ansprechen. Korb. Ansprechen. Eine Nummer. Ansprechen Korb. Ansprechen Korb. Dazwischen Dates mit vielen Körben, so war es komischerweise bei mir. Daran werde ich arbeiten müssen, wobei es damals immer besser wurde. Aus Dates entwickelten sich zunehmend mehr Folgedates. Anfangs war das eine Katastrophe. Am Ende hatte ich mehrere Frauen parallel gedatet, auch öfter. Das ist das Spiel. Das ist mein Basketballspiel. Unendlich viele Körbe. Alle für mich. Aber irgendwann sitzt der eine Wurf. Und dann wird aus dem Wurf des Lebens vielleicht der Fang des Lebens. Dann presse ich den Ball da rein und der sitzt. Versprochen an mich selbst!

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Und auf was bin ich aus?

Ich bleibe meiner damaligen Devise treu. Hauptsache hübsch! Klingt stumpf. Meine ich aber so nicht. Ich möchte definitiv keine Frau unter 6,5 oder 7 als Beziehung. Nach oben offen, aber nicht nötig. Damals hatte ich alles ab 5 angesprochen. Um zu lernen. 5 ist aber schon echt mies, wie ich persönlich finde. Das ist wirklich nichts fürs optische Glücklichsein. Eine 6 ist okay. Da müssen aber wirklich die inneren Werte passen. Die Skala ist nur die Einstiegsschwelle. Ich spreche keine Frauen unter 6 mehr an. Das mache ich nicht. Das ist wirklich nichts für mich. Natürlich gibts mehr Körbe von bildhübschen Frauen. Aber das ist mir egal. Ich suche nicht die Körbe, sondern die Eine. Und das war damals auch so. Es war mir egal was die anderen Frauen davor zu mir sagten oder Dates absagten oder sich einfach dämlich verhalten hatten. Ich hatte meine Frau gefunden. Fertig aus. Klappe zu, Affe tot. Glücklich. Stempel drauf. Ende.

Natürlich sind die inneren Werte das entscheidende. Herzlichkeit spielt für mich die alles überragende Rolle. Ohne dem geht es nicht. Ohne dem wird es für mich nie eine Beziehung geben. Ich suche eine Frau. Eine echte Frau. Wer meinen Blog kennt, weiß dass ich auf keine Emanzen stehe. Das ist ein Kunstprodukt unserer Gesellschaft. Das darf heute kaum mehr einer sagen ohne mit Eiern und Tomaten beworfen zu werden. Ist mir egal. Das ist ein Kunstprodukt und das perfide ist, dass die Frauen es selbst nicht mal gemerkt haben. Dass die Industrie sie zu Melkmaschinen gemacht hat. Anderes Thema. Egal. Ich möchte eine häusliche Frau, eine die für die Familie (ich sehe auch zwei Personen als eine Familie) da ist, eine anständige und liebevolle Frau. So eine war meine EX-Freundin die allermeiste Zeit. Ich war der Mann. Sie war die Frau. Fertig. Und das hat gepasst. Und so eine suche ich wieder… nur diesmal keine falsche Schlage… sondern eine ehrliche, aufrichtige Frau. Wohl dann, Glück auf!

Einmal Papa… und zurück

Hallo Freunde!

Es ist vollkommen verrückt, mein letzter Artikel ist vom August 2017. Jetzt ist der 20. März 2019. Dazwischen liegen ganze 589 Tage. Es ist unfassbar für mich. Was ist passiert? Wo war ich so lange?

Es gibt einen wundervollen Grund, warum ich so lange abwesend war. Tatsächlich ist es mir doch gelungen meine Traumfrau zu finden. Ich sollte glücklich sein. Ich sollte glücklich werden. Ich wurde glücklich.

Doch der Reihe nach…

Ich habe sie im Club kennen gelernt. Und im letzten veröffentlichten Artikel (vom August 2017) war mal kurz die Rede von Ihr. Bis dahin hatte ich 46 Dates mit ihr gezählt. Nie hatte ich im Projekt Beziehung mehr mit einer Frau. Es wurden unzählige mehr, wir zogen zusammen. Es wurden fast zwei Jahre Beziehung daraus.

Das Projekt war damit für mich zu Ende. Ich ließ den Stift fallen, den Stift des Pickuppers. Ein paar andere Dates hatte ich noch parallel zu ihr, anfangs. Als ich aber merkte, dass es eine Beziehung werden könnte, habe ich alles andere sofort gestoppt. Ich wurde wieder ich. Der feinfühle, treue, sensible und liebevolle Mensch. Kein Partygänger mehr. Kein Draufgeher mehr.

Das Projekt Beziehung war zu Ende. Dieser Blog war zu Ende. Und damit war auch das Projekt erfolgreich zu Ende gegangen. Dachte ich. Ich hatte eigentlich nie wieder wirklich vor, hier etwas von mir und meinen Lebensgeschichten zu schreiben. Es war meine Vergangenheit und der Blog war mein Tröster, mein Aufmunterer, meine Motivation und Zeitweise mein hauptsächlicher Lebensinhalt. Nie als Selbstzweck, sondern stets als mein Wegbegleiter bis zum scheinbar immer näher zu kommenden Ziel. Das Ziel war sie. Und ich fand sie. Doch es sollte alles anders kommen.

Sie war Mama und ich wurde ein bisschen Papa

Sie war Mama, Mama mit zwei Kindern. War das ein Problem für mich? Kein Problem! Ich hatte mir damals gesagt: Ich mache diesen Blog solange, bis ich meine Traumfrau finde. Sie war meine Traumfrau, sie wurde zu meiner Traumfrau. Ich habe mich wirklich in sie verliebt und sie sich in mich. Zum ersten Mal seit vielen Jahren hatte ich mich wirklich verliebt und war wieder richtig glücklich. Mit allen Umständen. Egal was kam. Ich habe alles akzeptiert an ihr, bedingungslos. Ich habe alles aufgegeben für sie. Meine eigene tolle sehr günstige Wohnung in einer großen Stadt und bin mit zu Ihr aufs Land raus gezogen.

Ihre beiden Kinder habe ich im Laufe der Zeit immer besser in mein Leben integrieren gelernt. Ich bin schließlich fast über Nacht Papa geworden. Und das dazu noch doppelt. Das war für mich nicht leicht. Manche haben mir abgeraten, Sätze wie „Was willst Du mit einer Frau, die zwei Kinder hat?“, hörte ich oft. Alles war mir egal. Ich war auf meiner Reise angekommen. Ich fand die Frau einfach Weltklasse. Vielleicht gegen jede Vernunft. Die Art wie ich sie kennen gelernt hatte und auch die Umstände, sollten die Geschichte anfangs nicht unter einem guten Stern stehen lassen. Scheinbar. Es war mir egal. Ich hatte zu mir gefunden und im Laufe meiner unzähligen Geschichten hier im Blog gelernt, Menschen zu akzeptieren wie sie sind und mich auf sie einzustellen. Danke Eckhart Tolle. Sie hatte mir mit ihrer unglaublich fröhlichen, lebendigen, aufgeweckten und unglaublich süßen Art einfach mein Herz entführt.

Ich liebte mein neues Leben. Ich war glücklich, wirklich sehr sehr glücklich mit ihr. Alles schien perfekt. Sicherlich gab es auch mal kleine Meinungsverschiedenheiten, aber nie ein böses Wort. Es war fast immer sehr harmonisch, wir lachten, hatten Spaß und erzählten uns. Wir redeten oft und viel. Im Nachhinein betrachtet sieht das allerdings ein bisschen anders aus. Vielleicht dazu mal mehr, in einem anderen Artikel.

Und letzten Donnerstag hat es mir den Boden unter den Füßen weggerissen

Die ganze Geschichte ließe sich gar nicht in einen Artikel packen. Und im Moment bin ich auch nicht in der mentalen Verfassung, einen literarisch hoch anspruchsvollen Artikel zu schreiben. Stattdessen mache ich gerade das, was ich damals auch schon tat. Damals als es mir noch schlecht ging und ich den Blog startete. Also noch weit bevor ich meine (vermeintliche) Traumfrau fand. Ich schrieb mir einfach von der Seele was ich fühlte. So tue ich es auch jetzt. Das hilft mir.

Die traumhafte Beziehung war tatsächlich nur ein Traum. Ein Luftschloss. In Wolken aufgelöst. Ich habe sie verloren und sie mich. Sie wollte mich verlieren, ich sie nicht. So spielt das Schicksal. Es traf mich wie ein Brett. Die letzten paar Wochen wurde sie kühler und in sich gekehrter. Anfangs vermutete ich Stress, sie äußerte dies auch vor einigen Monaten schon. (Halbtags-)Arbeit, Kinder, Haushalt und Beziehung sind nun mal für eine Frau echt viel. Sie war tatsächlich eine Frau nach klassischer Art. Mit Klasse. Auf allen Ebenen. Tüchtig, fleißig, liebevoll. Eine tolle Mama und eine tolle Partnerin.

Um es kurz zu sagen… sie hat die letzten Wochen und Monate jemand anderen kennen gelernt. Parallel zu mir. Weil sie unglücklich gewesen sei. Sie wisse, dass sie Schuld sei. Sie hielt ihre Gedanken und Gefühle stets zurück, anstatt sie zu äußern. Anstatt in der Beziehung zu sprechen. Miteinander. Anstatt jeder für sich zu laufen. Sie hat die Beziehung geradewegs mit 180 km/h gegen einen Betonpfeiler gedonnert. Dann ist sie ausgestiegen und in das Auto eines anderes eingestiegen.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich mich immer äußere. Ich bin direkt. Bisweilen auch sehr direkt. Aber ich hätte diese Frau vermutlich niemals verlassen. Ich bin ein kämpfer. Eher hätte ich mir nächtelang die Seele aus dem Leib gequatscht, nur um zu versuchen zu retten was möglich ist. Doch stopp! So war es für mich gar nicht! Ich war glücklich! Für mich schien es die perfekte Beziehung zu sein. Jeden Abend zusammen eingekuschelt einschlafen. Es fühlte sich so an als wäre ich endlich endlich endlich angekommen.

Angekommen bin ich auch, nämlich jetzt am Ende der Beziehung. Und sie ist angekommen am Beginn einer neuen. Es tut weh und es ist schwer meine Gefühle in Worte zu fassen. Ich wurde so sehr überrascht und es fühlt sich noch immer an, als hätte mir jemand meine Frau bei einem Autounfall entrissen.

Es tut einfach weh und es tut mir unendlich leid, dass das geschehen ist. Nicht nur für mich, sondern in erster Linie für sie und für uns. Ich war überzeugt von unserer neuen kleinen Familie. Alles war so makellos. Und nicht nur ich glaubte stets, dass ich der Richtige für sie sei. Sie selbst sagte es auch immer so. Und das ganze Umfeld, jedenfalls meiner Familie und meiner Freunde… muss ich wohl nachträglich erkennen.

Sie spielte ein Spiel, die letzten Monate. Und ich habe es erst spät bemerkt. Zu spät. Jedenfalls habe ich zu spät bemerkt, dass sie tief in sich nicht mehr glücklich war. Ich war mit mir selbst beschäftigt und habe ihre wenigen still geäußerten Wünsche überhört oder überhören wollen. Sie bestärkte mich durchgehend in der Beziehung. Ich sei so toll und so stark und wisse immer den Weg. Sie fühle sich so geborgen und beschützt. Natürlich mache ich dann einfach weiter mit allem und fühle mich bestätigt. Meine das Richtige für uns und für sie zu tun.

Doch in ihr sah es wohl anders aus. Ich werde es nie wirklich ergründen können. Aber es tat mir weh, wie sie gestern bei unserem „Abschiedsgespräch“ wirkte. Kühl. Mit den Gedanken bei einem anderen Menschen. Nicht mehr hier. Nicht mehr jetzt. Nicht mehr mit mir. Ich kannte sie so nie. Und ich habe für mich entschieden, dass ich diese Frau auch am Liebsten nicht mehr kennen möchte. Diese Leere und Kühle waren mir neu. Völlig fremd.

Ich habe mich getäuscht. Ich habe mich in Dir so tief getäuscht wie noch nie in meinem Leben bei einem Menschen. Jeder Mensch erlebt schlimme Dinge in seinem Leben, so war es auch bei mir vor der Zeit dieses Blogs. Aber so sehr getäuscht in einem Menschen habe ich mich nie, bzw. habe ich mich nie lassen. Alles eine Frage der Betrachtung. Ich denke ich habe mich täuschen lassen.
So wie sich die Männer vor Dir täuschen ließen. Es war eine wundervolle Zeit, aber ich weiß nicht, was und wann davon DU überhaupt DU warst. Sie habe sich aus Liebe so verhalten wie sie dachte, dass sie mir gefalle. Sagte sie. Verrückt. Ich wünschte, Du hättest je den Mund aufgemacht. Zum ersten Mal im Leben. Und nicht wieder in einer Beziehung Dich in Dich selbst zurück gezogen. Um dann erneut fremd zu gehen. Es war nicht Dein erstes Mal. Aber ich wünsche Dir, dass es das letzte Mal war. Sei frei. Schwebe davon, mein Mädchen. Ich wünsche Dir alles Gute. Mir fehlen die Worte.

Für den Moment reicht das.

Und was ist mein Anteil daran?

Ich werde mich sehr damit beschäftigen was ich „falsch“ gemacht habe und was ich beim nächsten Mal in einer Beziehung besser machen möchte. Ich bin nicht unfehlbar. Ganz im Gegenteil. Ich wurde sehr unbewusst. Unachtsam. Und auf eine gewissen Art auch unaufmerksam. Meine Fehler.

So war ich am Anfang nicht. So war ich auch in meiner Zeit als Pickupper nicht. Ich war der wachste Mensch der Welt. Aufmerksam. Auf jede Kleinigkeit achtend. Und dann ließ ich mich gehen… offensichtlich…

Gibt es denn von meinen Followern von damals noch aktive Leser hier? Liest diesen Artikel jemand? Oder ist es da inzwischen genauso still wie ich hier im Blog lange war und so still wie es in meinem Herzen derzeit ist…?

Doch ein Pickupper gibt nicht auf. Mental bin ich gerade zwar überfahren. Aber ich bin bereits dabei mich wieder auf mein altes Leben vorzubereiten. Mein Leben als (nicht mehr ganz) junger Pickupper. Volle Kraft voraus. Projekt Beziehung Teil 2 wird in Kürze starten. Bis dahin werde ich meine Erlebnisse erstmal verarbeiten müssen. Ob nun in Form von Beiträgen oder indem ich das alleine mit mir ausmache. Wir werden sehen. Ich nehme ich Euch wieder mit. Wer möchte ist herzlich eingeladen mir wieder über die Schulter zu schauen. Mein Schreibstil ist nicht mehr der Gleiche. Ich werde mich erst wieder hinein finden müssen. Und dazu muss sich auch erstmal das Dickicht der Trauer lösen. Ich werde daran arbeiten. Das bin ich mir schuldig.

Danke an meinen besten Freund, Herr van Onnetuschn (siehe Quid pro quo – Viel Kohle gegen einen tollen Körper). Danke, dass Du mir Deine Couch leihst. Danke an meine Familie. Danke an meine Schwester, dass Du mir Deine (eigentlich meine 🙂 ) Couch leihst. Danke an meine Eltern, dass Ihr für mich da seid. Danke an alle, die mich nicht fallen lassen. Ich habe Euch unendlich lieb.