Was bisher geschah… Fr. Tinder und ich – Teil 2 von 3

Heute gibts Teil 2 zu Was bisher geschah… Fr. Tinder und ich – Teil 1 von 3.

Erst Nähe zu einem Menschen ermöglicht echtes kennenlernen

Erst wenn man einen Menschen doch mal über längere Zeit gesehen und erlebt hat, lernt man ihn wirklich kennen. Es ist mir zu müßig hier über Macken oder sonst etwas Negatives zu Fr. Tinder zu schreiben. Jeder Mensch hat seine guten und schlechten Seiten. Aber eines ist einfach für mich im Moment klar:
Die Zeit ist bei mir so sehr knapp im Moment, dass es mich gerade einholt und hier fängt das Dilemma an. Die Zeit mit Fr. Tinder ist so ausgiebig gewesen in letzter Zeit, dass ich keine mehr für mich und noch weniger für meine sachlich zu erledigenden Dinge hatte. Sogar Briefe liegen noch immer ungeöffnet herum. Nicht erst seit gestern. So etwas kann auch mal nach hinten los gehen. Mindestens aber beschert es im Nachgang doppelte Arbeit.

Es ist zu viel. Job. Studium. Und eine… (ja was eigentlich ?)… Partnerin in spe? Aber zuviel ist es nur, wenn… ja wenn es nicht genau passt. Und seit dem vorletzten Wochenende, an dem wir durchgehend zusammen waren, wandelt sich mein Bild ein wenig. Oder auch viel. Das weiß ich noch nicht abschließend.

Ich spüre, dass ich mich zunehmend eingeengt fühle. Und das erzeugt Stress in mir. Es sind so viele kleine Dinge. Ob wir heute dies und noch das tun. Noch da oder dort hin fahren, ins Grüne. Und ja, morgen auch. Morgen dann erst dies und dann das und dann jenes und kochen auch noch. Und noch spazieren, aber nicht nur kurz.
Ich dachte mir innerlich nur: „Oh mein Gott, wann soll ein normaler Mensch das alles nur tun???!!!“

Zuviel ist zuviel

Es ist zuviel. Zuviel ist zuviel. Ich brauche mit Vollzeitjob und Studium auch mal wenigstens einen Tag am Wochenenende, an dem ich nichts, aber auch gar nichts, tun MUSS. Tun dürfen und können ist ja gut, aber das Gefühl etwas tun zu müssen?! Nein. Nicht mehr. Nein danke. Ich habe eine lange Zeit meines Single-Daseins damit verbracht zu lernen alleine klar zu kommen. Ohne, dass da jemand für mich da ist und Rücksicht auf mich nimmt. Mir einfach auch mal hilft bei meinen Dingen. Mich tröstet, wenn ich schwach bin. Mir Kraft gibt, wenn mich mal mein Mut verlässt. Mein Lachen teilt, wenn ich mich freue. Mich in den Arm nimmt, wenn ich mir Zweisamkeit wünsche. Ich habe gelernt zu verzichten. Das Leben als Asket hat seine harten Seiten. Aber Asket zu sein, heißt für mich auch mit dem Minimalsten im Leben auszukommen zu lernen und gelernt zu haben.

Und das Minimalste im Leben, es ist DAS Minimum (Tautologie!), ist man selbst!

Und Fr. Tinder legt großen Wert auf Ausgeglichenheit und Harmonie. Ich stehe auch auf Harmonie und Ausgeglichenheit. Aber nicht als Selbstzweck. Wenn ich sehe und merke, dass ich zeitlich unter Druck gerate, weil ich kaum mehr mein Zeug schaffe und sie lieber weiter schön ins Grüne fahren will, dann ist das das Eine. Wenn ich aber dann auch mal klar äußere, dass es mir zuviel wird und ich dann gesagt bekomme, dass ich „so einen unausgeglichenen Ton“ an den Tag lege und sie das gerade nicht gut findet, dann ist das das Andere.
Nur mit Meditieren und „ommmmm“ alleine erledigen sich die Alltagsdinge auch nicht. Buddhismus hin und Meditieren her. Irgendwo ist auch wieder gut. Und da ist für mich schon noch ein Unterschied zwischen Spiritualität und einem irdischen Leben in sachlicher Nüchternheit.

Und wenn ich auch nicht meine Gefühle oder Emotionen äußern soll oder darf, dann ist für mich die Herrlichkeit der Meditation an einem Punkt angelangt, der nur mehr auf philosophischer Ebene wirkt. Aber nicht in der Realität. Nicht für mich. Und die heißt für mich im Moment nun mal: Arbeit, Studium, viele angestaute unerledigte Dinge und ja… dann irgendwo ganz am Ende auch vielleicht ein bisschen ich?!

Und so bleibt ein bittersüßer Nachgeschmack nach einem eigentlich schönen Wochenende.
Wenn? Ja wenn da nicht auch ihre Ansicht bestünde, dass ich nicht ausgeglichen und entspannt genug wäre.

Und natürlich war es schön, dass sie teilweise das Frühstück hergerichtet hat. Oder dann mittags sogar (?) komplett (?) für uns gekocht hat. Und zwischendurch auch mal abgespült hat. Aber hey. Das darf sie auch, wenn sie ein paar Tage bei mir ist. Ich würde das nicht anders machen, wenn ich irgendwo zu Besuch bin. Doch halt, würde ich schon. Ich würde mehr machen. Viel mehr. Und das ist es, was ich für mich mitnehme:

Für sie und für uns habe ich mein Bestes gegeben, und meine Zeit, die ich eigentlich gar nicht habe. Auch weil ich eine Hausarbeit fürs Studium schreiben muss, mit meinem Kommilitonen zusammen.
Aber im Endeffekt habe ich mehr Arbeit Zuhause gehabt, als sie da war. Mehr Geschirr, mehr Wäsche, mehr Einkauf, mehr Zeug aufräumen, mehr dies und mehr das. Mehr Ausflüge hier und mehr Spazieren und mehr dies und mehr das. Mehr dies und mehr das, sagte ich ja schon. Aber wo ist mein Mehrwert, außer das Gefühl ständig irgendwas tun zu (fasch schon) müssen?! Ja natürlich habe ich die Zeit draußen genossen mit ihr, auch das Kochen und die Gespräche und die Zweisamkeit.

Aber meine Reifen am Auto haben sich nicht von alleine gewechselt. Also bin ich wieder über meinen Schatten gesprungen und habe den Reifenwechsel auf während der Woche verschoben. Und das Auto aber natürlich davor und danach schon dafür verwendet sie abzuholen, irgendwohin zu bringen oder heim zu fahren. Dafür reichen die Winterreifen. Wenn…? Ja wenn da nicht einfach schon der Sommer wäre bzw. der Frühling. Und der bringt nun mal einen Reifenwechsel mit sich.

Gewünscht hätte ich mir: „Hey, sieh mal. Ich weiß, dass Du einen Haufen Zeug im Haushalt zu tun hast. Geh Du Reifen wechseln, ich mache derweil hier oben die Sachen, die ich machen kann.“

Eigentlich darf das aus meiner Sicht nicht mal ein Wunsch sein, es ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Aber nicht mehr in der heutigen Zeit, da ist scheinbar alles anders.
Wenigstens hat mein Freund Herr van Onnetuschn in diesem Punkt wirklich viele Sorgen weniger. Seine bessere Hälfte kümmert sich zu Hause wirklich reizend um alles und sorgt dafür, dass er wiederum mit klarem Kopf für sie da sein kann. Liebe Freundin von Herr van Onnetuschn, ich find Dich cool. Wenn wir manchmal zu dritt draußen sind und uns über meine mehr oder weniger „phänomenalen“ Dates unterhalten, dann finde ich es einfach nur hammermäßig wenn Du dann auf meine Erzählungen gut gemeint raus donnerst: „Hau sie weg! Geht gar nicht! Wie, sie kümmert sich nicht um den Haushalt???!!!“

An der Stelle ein Bussi für Dich! Dafür, dass du bist wie du bist.
Und eines an Herr van Onnetuschn, damit Du Dich nicht vernachlässigt fühlst. 🙂

Versteht mich nicht falsch: Eine Frau, die auch nur halb so viel für ihren Mann macht wie Fr. van Onnetuschn ( 😉 ) würde mir völlig reichen! Wirklich. Irgendwas mache ich gehörig falsch! 🙂

Ist Gegenseitigkeit denn wirklich so ein Fremdwort in der heutigen Welt geworden?

Ich fühle mich einfach so, wie es das Bild hier ausdrückt:

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Woran erkennst Du gute Zweisamkeit?

„Gute“ Zweisamkeit?! Ja! Ganz einfach…

Wahrscheinlich kann ich das hier im Artikel gar nicht ganz rüber bringen, wie es ablief. Aber eines möchte ich einfach sagen: Wenn ich zu zweit bin, dann sollte sich das für mich doch besser anfühlen als alleine zu sein, nicht wahr?! Oder hab ich da etwas falsch verstanden zum Thema Beziehung bzw. Partnerschaft?! Und richtig richtig gut hat es sich für mich nur an den Tagen angefühlt, an denen wir uns nur begrenzt sahen. Nun übers Wochenende haben wir viel Zeit miteinander verbracht und es wurde zunehmend einengend.

Natürlich hat sie ihre sehr lieben Seiten. Die ich toll finde, allesamt!

Und am dem Montag morgen nach dem Wochenende gingen wir noch gemeinsam aus dem Haus. Zur Bahn. In der Wohnung war sie bereits etwas genervt, weil ich ihr nicht ausgeglichen genug war, wie sie sagte. Und in mir kam ein Gefühl des Abschieds auf, ich merkte, dass sie irgendwie froh zu sein schien, dass sie wieder gehen „durfte“?! Obwohl sie mir am Abend zuvor noch das Gegenteil mitteilte. Ich hab keine Ahnung womit ich es hier zu tun habe. Ich weiß nur, dass Stress in mir nichts positives bringt. Und ich will auch mal sagen dürfen, wenn ich etwas – mit Verlaub – SCH**** finde. Deswegen mag ich den Menschen doch genauso. Aber warum sollte ich mein Ich unterdrücken?

Wenn ich merke, dass eine Frau ins Schwimmen kommt, aus welchen Gründen auch immer, dann würde ich alles für sie tun, um ihr zu helfen. Und wenn es einfach kleine Dinge im Haushalt sind. Oder schon mal etwas vorarbeiten oder sonst etwas für sie draußen erledigen. Egal was. Aber ich würde sie nicht alleine damit lassen und gleichzeitig die gesamte Zeit für mich einfordern. Ganz im Gegenteil. Das hat mir einfach gefehlt.

Natürlich komme ich da schon selbst ins Straucheln, wenn ich mir Gedanken darüber machen muss, ob ich in dem Fall alleine besser lebe als zu zweit?! Irre.

Ich merke, dass der Artikel ab der Hälfte mehr Frustbewältigung und Stressabbau ist. Und weniger eine kleine Geschichte der Poesie. Dabei kann ich einfach auch nicht meine vollständigen Beweggründe darstellen, weil ich gar nicht auf alle Details eingehen kann. Besonders kann ich nicht fein genug abzeichnen, was in mir so viele Gefühle des Unbehagens auslöste. Es waren teilweise die Gespräche mit ihr, teilweise die Gesprächsinhalte. Und dennoch, ich muss einfach auch ehrlich sagen: Sie ist lieb. Sicher nicht nur wegen ihrer süßen Stimme. Sie ist zwischendurch einfach unglaublich lieb, sie kann so sanft und gutmütig sein. Das ist es, was es so schwer für mich macht. Sonst wäre das alles kein Problem, dann wüsste ich ja was zu tun wäre. Dann würde ich das tun, was ich immer tue, seit Beginn des Projekts Beziehung. Meine Sachen packen und weiter ziehen.
Ich sitze noch immer auf meiner Couch. Der Artikel ist fertig.

Und das Einzige, das bleibt… ist… dass mich schreiben beruhigt.

Fortsetzung folgt…

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33 Kommentare zu „Was bisher geschah… Fr. Tinder und ich – Teil 2 von 3

  1. Sehr reflektiert, und viel Wahrheit drin. Wobei „erste Wochenenden“ immer ihre Besonderheiten haben. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Fortsetzung, auch wenn ich befürchte, dass es nicht unbedingt ein Happy End mit einem verträumt-verliebten Pärchen im Sonnenuntergang wird 😉

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    1. Teil 3 ist noch nicht geschrieben, Teil 3 entsteht gerade live. Und werde ich dann noch niederschreiben. Ich versuche in diesem Thema nämlich nicht zu launisch zu agieren und reflektiere bewusst und mit etwas Abstand in meinen Artikeln. Fr. Tinder ist nun auch im Gegensatz zu vielen anderen „Dates“ keine Eintagsfliege. Die vielen Eintagsfliegen vorher kann ich auch in einem kurzen schnellen Artikel unmittelbar am Tag nach dem Date abfrühstücken.

      Das ist hier anders, deshalb will ich da selbst ganz gerne für mich eine Beobachterrolle einnehmen. Gar nicht so einfach. Aber der Vorteil ist, das hab ich bereits bemerkt, man sieht in der Rückschau auch deutlicher wieder die positiven Dinge an der anderen Person.
      In der Kurzfristigkeit würden die positiven Aspekte sonst manchmal untergehen, habe ich für mich selbst festgestellt.

      Ich freue mich auch auf die Fortsetzung… genauso wie Du! 😉

      Dir schon mal einen schönen Start in den Freitag und damit ins (fast schon) Wochenende!

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      1. Ich wünsche dir für Teil 3 alles Gute, vielleicht wird es ja doch ein Happy End 🙂 Ich hatte meines schon, aber dann kam die Katastrophe im letzten Herbst, und in Folge dessen das Ende vom Happy End.

        Daher freue ich mich immer umso mehr, wenn es bei anderen Menschen ein Happy End gibt! 🙂

        Dir auch ein schönes Wochenende!

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        1. Das Ding mit der Katastrophe kenne ich sehr gut. Es hat ewig gedauert bei mir, bis ich wieder soviel Kraft gefunden hatte, um überhaupt wieder am Leben teilzunehmen.
          Deshalb will ich Dir gerne etwas auch zu Deiner Situation sagen, wenn auch nur allgemein…
          Mein Projekt war nicht der Anfang für mich, sondern kam mir erst unterstützend zur Seite, als ich den Entschluss gefasst habe: „Raus aus der Opferrolle, rein in die Eigenverantwortung“.
          Seither ist es eine Achterbahnfahrt, aber mit verbundenen Augen.
          Wooooooohoooooooo…
          Alles zusammen gefasst kann ich nur sagen: Machen! Einfach machen. Egal was. Einfach machen. Motion creates emotion.
          Alles ist besser als einzusinken, aufzugeben oder sonst was. Auch wenn der Kopf nicht oben gehalten werden kann, eines ist Gewiss: In 5 Jahren sieht das jetzige Jetzt aus der eigenen Perspektive ganz anders aus.
          Wenn du zurück denkst: Was für einen Stellenwert hat dein Jetzt im Vergleich zu von vor 5 Jahren? Relativ wenig. Anders gesagt: Durchhalten, denn es kommen bessere Zeiten. Mindestens aber andere Zeiten. Und das Leid jetzt wird einen anderen Stellenwert und Kontext erfahren.
          Mir hat diese Sichtweise sehr geholfen, um erstmal weiter zu laufen, soweit die Füße tragen… Ich glaube ich habe vor einiger Zeit mal einen Artikel zum Thema „Momentum“ geschrieben… Peace!

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          1. Wow, das ist sehr tiefgründig, und ich danke dir dafür! Ich werde den anderen Beitrag mal raussuchen und lesen, aber jetzt gehe ich laufen, auch wenn das Laufen bei mir vermutlich zum Teil auch immer ein Weglaufen ist 😉

            Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und dass du tolle Erlebnisse mit tollen Menschen haben wirst! 🙂

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            1. Ich habe gerade festgestellt, dass ich tatsächlich noch keinen eigenen Artikel zum Thema „Momentum“ geschrieben habe. Sorry für den falschen Verweis. 🙂 Das resultiert daraus, dass ich mir einen solchen Artikel vorgenommen hatte, schon vor langer Zeit. Und vorbereitet habe ich den auch schon. Nur fertig und veröffentlich ist er noch nicht. Das sollte ich nochmal aufgreifen. Entweder als „während-der-Woche“-Artikel oder auch für meinen Philosophischen Sonntag. Mal sehen. Geduld bitte.

              Komme gerade auch vom Joggen zurück. Es muss nicht immer ein Weglaufen sein. Aber auch Weglaufen ist zwischendurch erlaubt, solange es kein dauerhafter Selbstzweck ist. Wichtig ist aus meiner Sicht nur zu wissen wo die Hauptstraße ist und dementsprechend immer wieder dahin zurück zu finden. Mit anderen Worten: Verliere Dich im Weglaufen nicht. Noch anders ausgedrückt: Wer die Kraft zum Davonlaufen hat, der hat sie auch um besser als je zuvor weiter zu machen! Kopf hoch!

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              1. Lass dir Zeit, ich folge dir (im Blog, nicht beim Laufen 😉 ) und freue mich schon mal prophylaktisch auf den entsprechenden Artikel!

                Ich vermute, dass ich laufe um die Hauptstraße wieder zu finden. Die ist nämlich nicht so einfach zu finden, wenn man sie einmal verlassen hat. Aber das Leben findet ja trotzdem statt, insofern laufe (und flirte und lächle und vögle) ich einfach weiter 😉

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    1. Ha! Erwischt!
      Tja, das ist die Frage. Oder sollte das da bei Dir statt einem Fragezeichen vielleicht ein Ausrufezeichen sein?! 🙂

      Um ehrlich zu sein kann ich das nur schwer selbst beurteilen, ob ich „zu“ lieb bin. Ich bin und gebe mich privat so wie ich einfach bin, da bin ich ich selbst, jedenfalls nach und nach öffne ich mich. Ob das nun zu lieb ist oder nicht, gute Frage. Man sagt mir – aus meiner Vergangenheit – nach, ich würde „zu viel“ machen, bezogen auf meine Partnerin.

      Mag schon sein, weiß ich nicht. Andererseits denke ich mir immer: „Sei so zu ihr, wie Du möchtest, dass sie zu Dir ist.“
      Immanuel Kant hat das schon ganz richtig erkannt, finde ich.

      Aber dass man (und damit ich) damit in den aller meisten Fällen eine Bruchlandung hinlegt, ist mir inzwischen längst klar. Das ist oft ein ungleicher Vergleich (haha!), wenn man einen Käfer gegen einen Porsche im 0 auf 100 Wettrennen gegeneinander antreten lässt.
      Ich weiß aber – und bin 100% davon überzeugt – dass es auch Porsches da draußen irgendwo gibt. Und wenn es wenigstens ein Golf für mich werden würde, wäre ich ja schon total zufrieden und würde drei Kreuze machen. Und das alles meine ich wirklich nicht überheblich, ganz im Gegenteil. Ehrlich. Ich glaube, dass ich da noch maßlos untertreibe…
      Gibt es denn nicht wenigstens statistisch gesehen mehr als nur einen Golf unter 80 Millionenen Autos da draußen? 😉

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  2. Puh… das klingt nach einer ziemlich engen Kiste für die kurze Zeit, die ihr euch ja vermutlich erst kennen könnt. Da kann ich verstehen, dass du dich etwas eingeengt fühlst. Vielleicht solltet ihr einfach mal einen Gang zurückschalten, alles etwas langsamer und entspannter angehen lassen. Lieber weniger Zeit miteinander verbringen und da dann den Kopf wirklich frei haben für den anderen. Nicht noch an den Reifenwechsel oder die Hausarbeit denken müssen. Dann kann man die gemeinsame Zeit doch auch ganz anders genießen. Ich finde, grade in der Anfangszeit ist weniger oft mehr. Andererseits: Wenn es sich jetzt schon so für dich anfühlt, musst du dich natürlich fragen, ob das irgendwohin führt.
    Good Luck in jedem Fall! 🙂

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  3. Ich sehe in der Gesamtstory einen Overload. Du pumpst euer Verhältnis voll – mit einem Übermaß an Nähe, Emotionen, Tiefe.

    Es geht los mit der (zu) intensiven Tinder-Phase und den stundenlangen Chats & Telefonaten. An dem Erwartungsdruck wäre das 1. Date fast zerbrochen. Die Müdigkeit (der Alltag) holt euch hier im Laufe der vielen Stunden ein – am nächsten Morgen hat sie irgendein merkwürdiges Gefühl bei der Sache und lässt sich erst nach einer Weile Bedenkzeit wieder auf dich ein.

    Dann telefoniert ihr selbst zwischen euren Dates täglich stundenlang. Das ist aktuell schön und zum Genießen, aber wie lange wollt ihr das noch so durchziehen? Die regelmäßigen geilen Endlostelefonate gehören nun quasi schon zur Erwartungshaltung mit dazu. Das Qualitätsprogramm wirst du auf Dauer aber gar nicht so durchziehen können. Und sie auch nicht.

    Denn nun holt euch sogar schon früher als erwartet der richtige Alltag ein. Warum lässt du das zu? Bestes Beispiel: (Ich weiß nicht, wie clean du dich ernähren willst, aber) Warum habt ihr überhaupt Zeit zum Kochen? Ihr solltet einfach Sex wie die Karnickel haben und zwischendurch mal ’ne Pizza bestellen! Stattdessen sehe ich immer nur: kochen, abwaschen, Küche aufräumen und saubermachen … Du hast doch so schon genug Stress gerade und ziehst sie da noch mit rein, anstatt wenigstens mit ihr zusammen abzuschalten.

    Ein gesundes Nähe-Distanz-Verhältnis wird immer und überall empfohlen. Um sich genug Zeit für sich zu nehmen, sich nicht gegenseitig auf den Sack zu gehen und den anderen vor allem auch vermissen zu lernen – damit die Qualitätszeit dann umso toller wird. Gezieltes Beziehungsdating ist schön und gut, aber du merkst selbst schon, dass es gerade zu viel ist. Die Lösung hat tinderundsowas bereits formuliert. Da ihr offen und ehrlich miteinander kommuniziert, dürfte dieser „Schritt zurück“ nicht zu Missverständnissen führen.

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    1. So. Nun komme ich endlich dazu auch Dir zu antworten. Hatte mal wieder viel um die Ohren die letzten beiden Tage.

      Erstmal vielen Dank für Dein ausführliches Feedback und Deine Meinung! Genauso gerne gehe ich auf Deine gut gemeinten Hinweise ein.
      Das Ding mti der Nähe, den Emotionen und der Tiefe ist von mir gar nicht mal künstlich so vollgepumpt. Das bin tatsächlich ich. Keine Ahnung was ich da tun soll, ich weiß, dass das manche Frauen auch „verschreckt“. Andererseits habe ich in meinem Leben aber auch die Erfahrung gemacht, dass es Frauen gab, die genau das an mir sehr geschätzt haben. Allen voran meine langjähige frühere Beziehung. Das zu ändern würde bedeuten, dass ich mich ändere. Obwohl Du natürlich Recht hast: Es künstlich vollzupumpen wäre verkehrt. Das tue ich aber nicht. Bei mir ist das nur so, dass ich mich noch nichtmal sehr öffne und man schon den Eindruck gewinnen kann, dass ich „übermäßig“ viel Nähe usw. erzeuge. Wenn ich ehrlich bin: Es ist anders. Ich hab mit Nähe, Emotionen und diesen Dingen noch nicht mal angefangen. Das ist wohl auch einer der Gründe, warum mir viele Frauen so „kalt“ erscheinen. Aber das ist so, wie wenn Du ein Kamel in die Antarktis schicken würdest. Natürlich kommt ihm da alles andere als die Wüste als verdammt kalt vor. Das ist mein Schicksal, damit habe ich aber gelernt zu leben. Deshalb suche ich das eine andere Kamel, das auch so fühlt wie ich. Die Eisbären sortiere ich längst aus. 🙂

      Die vielen Telefonate und Chats, ja da gebe ich Dir ebenfalls Recht. Da ist manchmal weniger auch mehr. Habe ich inzwischen wieder etwas runter gefahren. Nicht mehr so oft, nicht mehr so lang. Und ich lebe immer noch. 😉

      Deine ganzheitliche Betrachtung ist einfach sensationell. Clean ernähren… ja… schon. Ernährung spielt für mich tatsächlich ne große Rolle. Allerdings bin ich da sehr unkompliziert. Hauptsache „gesund“. 😉 Pizza gibts deshalb für mich dementsprechend nur ausnahmsweise. Und gerade in der Anfangsphase mit ihr auf den ersten Dates fast schon zu oft. 😉
      Das Ding mit dem Sex wie die Karnickel, da musste ich natürlich lachen. *hehe* Was meinst Du denn warum mir das in dem Kontext mit der ganzen Kocherei und dem Spazieren und was weiß ich noch alles so überladen vorkommt?! 😉

      Den Begriff „Qualitätszeit“ kannte ich noch nicht. Greife ich für mich auf!

      Dir wünsche ich eine gute Woche.
      Und hey, Werder hat ja schon wieder gewonnen. Hoffe Du hast nicht zu viel gefeiert. 😉

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      1. Ist mir schon bewusst. Und dass man nach charakterlich passenden Matches screent, halte ich natürlich auch für richtig. Außer man selbst ist scheiße – dann darf und sollte man sich vorher gern noch ändern. 😉 Hier nicht der Fall.
        Aber es stellte sich eben für uns Leser die Frage: Tut dir dieser ganze Invest (aktuell) denn auch wirklich gut? Du klingst im aktuellen Teil immerhin etwas ausgebrannt, und das schwappt folglich auch auf sie/euch über.

        Das Samstagsspiel hatte eine fantastische Schlussphase! Ansonsten blieb wenig Zeit zur Regeneration, und aktuell haue ich auch schon wieder engagiert in die Tasten, um meinen Freitagabend zu verschriftlichen. Danke, dir auch eine gute Woche!

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  4. Also sogar ohne Kontaktlinsen kann ich das Fragezeichen erkennen 😉. Und ja, ich wollte Dein Hinterfragen anregen. Nirgends kann man mehr lernen in puncto Persönlichkeitsentwicklung als in Beziehungen – ja, ich weiß, Videos dazu sind toll, aber ob man wirklich verinnerlicht hat, was man meint, gelernt zu haben, das ergibt sich erst im realen Belastungstest. Freundschaften sind dann auch nochmal anders als Partnerschaften.
    Die Idee den anderen so zu behandeln, wie man das selbst gern möchte, befürworte ich vom Grundsatz her, ABER 🙄 der andere muss merken und wertschätzen können, was für ihn gemacht wird. Nur dann zahlt man sozusagen auf das Beziehungskonto ein. Denn jeder hat andere neuralgische Punkte, die ihm zeigen, dass das Gegenüber liebevoll und zugewandt ist. Für den einen sind das kleine Überraschungsmomente im Alltag (Post its mit kleinen Botschaften z.B.), für den anderen zählt viel mehr das häusliche Miteinander und jmd. Drittes mag einfach Blumen.
    Heißt, diese speziellen Ausrichtungen zählen doppelt auf dem Beziehungskonto. Das kann man klären im Gespräch, denn für jmd wie mich wären ständige Whattsupp-Nachrichten eher ein Zeichen von Kontrollsucht (erst Recht, wenn auch sofortige Antwort erwartet wird), für andere Frauen ist das sozusagen Grundvoraussetzung für ne Beziehung.
    So und überhaupt wäre es auch relativ einfach, jedoch neigt man in Partnerschaften zu falschen Kompromissen. Was ein echter Kompromiss ist, ist denke ich klar: jeder äußert seinen Wunsch und hinterher einigt man sich auf eine Lösung, die in der Mitte liegt und beide glücklich macht – Pluspunkte auf beiden Seiten fürs Beziehungskonto.
    Ein falscher Kompromiss dagegen erzeugt das Gegenteil. Den kennzeichnet übrigens, dass jeder der Partner gedanklich Rücksicht nimmt auf den anderen und schon von vornherein einen Kompromiss anbietet, den der Partner aber nicht erkennt. Beispiel: ich denke, dass mein Partner gern Actionfilme schaut, möchte mit ihm ins Kino und ich selbst steh auf Romantik. Ich schlage ihm also Kino und einen Film vor, von dem ich DENKE, dass er ihn mag. Und er? Denkt ähnlich und schlägt mir auch was vor, was irgendwie in meine Richtung geht. Dann einigen wir uns auf einen der vorgeschlagenen Filme und letztendlich gehen wir beide in einen Film, den eigentlich keiner sehen wollte. Danach Grummeln beide innerlich.

    Ich glaube deshalb nicht, dass es um den Porsche oder den Golf geht, Hauptsache beide haben das Kommunikationsmodul (K.I.T.T. 😂).

    Oder Du kannst es Dir einfach machen, denn eigentlich hast Du die Anlagen dazu: lies Paul Kaufmanns Blog (ludersindmirwillkommen ). Da ging’s in einem der letzten Beiträge um Kommunikation zwischen Mann und Frau und wie es einfacher geht. Ich verrate nur soviel: Der Mann führt! Ist das nicht auch eigentlich Pick up Message? Dabei geht’s aber nicht darum ein Machtgefälle aufzubauen, sondern einfach die unterschiedlichen Konstrukte Mann und Frau ihren Besonderheiten entsprechend gerecht zu werden.
    Link folgt sicher erst morgen, wenn ich aus der hügeligen Ecke hier wieder heil zurück bin (diesmal nur mit 130 PS 😒) im Flachland.

    PS: Hatte ich erwähnt, dass ich Deine kleinen größenwahnsinnigen Höhenflüge mag *grins*
    Hab einen entspannten Tag und liebe Morgengrüsse.

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    1. Es tut mir leid! Dieser tolle Kommentar von Dir landete im Spam-Ordner. Habe ich erst jetzt entdeckt. Da ist noch ein anderer von Dir. Den schaue ich mir auch gleich noch an.
      Vielen Dank, dass Du Dir daraufhin nochmal die Mühe gemacht hast, Deine Gedanken erneut mit uns zu teilen!

      Von falschen Kompromissen hat niemand was, da gebe ich Dir vollkommen Recht.

      Und vom Grundsatz her bin ich jemand, der eher mehr Nachrichten schickt als weniger. 😉
      Aber genauso gut komme ich auch klar, wenn es mal keine gibt, weil beide ihren Dingen nachgehen. Kleine Aufmerksamkeiten sind mir sehr wichtig. Die gibt es mit vielen Menschen nicht.

      Was mir am besten gefallen hat war das hier von Dir:
      „ABER 🙄 der andere muss merken und wertschätzen können, was für ihn gemacht wird. Nur dann zahlt man sozusagen auf das Beziehungskonto ein.“
      Genau das ist der Punkt.
      Ich beschreibe so etwas gerne als „Gefühlskälte“ und tituliere andere Menschen dann innerlich gerne als Kühlschränke. Tatsächlich können sie natürlich nichts dafür. Ein Kühlschrank kann nichts dafür, dass er als Kühlschrank aus der Fabrik kam. Ein menschlicher Kühlschrank hingengen…? Na gut, ein bisschen vielleicht schon.
      Immer wieder bekomme ich gesagt wie warmherzig ich sei, dass das so gut tue. Diese Aufmerksamkeit, diese vielen kleinen Gesten und das ständige „mitdenken“.
      Nur was nützt es, wenn der andere mit seinem 130 PS Auto auf der rechten Spur fährt und denkt er rast. Und dann kommst Du auf der linken Spur mit Deinem 300 PS Auto. Klar rast der Rechte Wagen immer noch. Im Vergleich zu einem Esel mit Anhänger. Und im Vergleich zu einem Elektrofahrrad. Aber im Vergleich zu Dir?! Ich bezweifle es. Alles ist relativ. Und daran scheitert es bei mir innerlich oft. Ein Dilemma scheint das zu sein. Aber eines, an das ich mich gewöhnt habe.

      Ich schätze, dass Du da sehr ähnlich wie ich veranlagt bist. Nach all Deinen Texten kann das gar nicht anders sein. Du bist verdammt tiefsinnig, scharfsinnig und ich glaube eine sehr starke „Geberin“. Dem sind nicht alle Menschen gewachsen. Das ist eben unser Schicksal. 🙂

      PS: Was für größenwahnsinnige Höhenflüge meinst Du??? 🙂
      Das hab ich ehrlich gesagt schon öfter mal gehört… *hehe*

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  5. Bin grad etwas gefrustet, weil megakommi geschrieben und wp hat ihn einfach geschluckt 🙄. Dafür hab ich jetzt mein Haferl aus und keine Zeit mehr zum Schreiben, folgt morgen. Wenn ich mit nur 130 PS jemals zuhause ankommen sollte 😁. Bin noch in Südbayern, aber Wooooo sind hier eigentlich die Berge😳😳😳? Kann nur besser werden, wünsch Dir einen schön entspannten und sonnigen Freitag.

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  6. Wahrscheinlich bin ich schon zu spät dran und dieses Wochenende ist schon Teil 3 passiert (wird ja vielleicht sogar wieder pünktlich um 17 Uhr veröffentlicht?)… Aber ich finde, es hört sich an, als hättest du aktuell garkeine Zeit für eine Beziehung? Mit neu begonnenem Studium und Vollzeitjob hättest du dich erstmal in die Routine arbeiten können, bevor du mit dem daten weiter machst. Aber weil „hätte“ ein blödes Wort ist und es jetzt schon so weit gekommen ist, teile ich die Meinung mit Tinderundsowas und Starks: ehrlich miteinander kommunizieren damit ein „Schritt zurück“ nicht zu Missverständnissen führt.

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    1. Du bist genau rechtzeitig, alles gut! 🙂
      Es gibt den Teil 3 noch nicht, der ist noch gerade am Entstehen. Dazu gibts morgen oder übermorgen einen Artikel, dann ist diese kleine Miniserie auch abgeschlossen.

      Die Frage, ob ich Zeit für eine Beziehung habe… die ist gut. Wirklich gut. Ich glaube es ist so: Die Zeit für eine Beziehung habe ich 100% sicherlicher. Nur die Zeit zum Kennenlernen nicht wirklich. Jedenfalls mit diesem kaugummiartigen ausgedehnten künstlichen „alles langsam“ nicht. So bin ich aber, so fühlt sich das für mich jedes Mal an. Früher schon, vor vielen Jahren. Wenn es mit einem Menschen passt, dann spüre ich das nach 5 Minuten und nicht erst nach 5 Monaten. Das kann ich aber auch nicht anders als mit Intuition erklären. Es ist etwas, das ich einfach spüre.
      Wenn sich das mit dem Kennenlernen in den Alltag integrieren ließe, im Sinne von „wir wohnen zusammen“, dann wäre das etwas völlig anderes. Dann würden die Dinge ineinander übergehen. Dann würden sich die Frau und ich nicht nur langsam kennenlernen, sondern bereits kennen und wir könnten uns gegenseitig im Alltag unter die Arme greifen. Beispiel: Aktuell ist es so, dass (egal mit wem oder welches Date) ich mir die Zeit immer „exklusiv“ für die eine Frau nehmen „muss“. Dann bleibt alles andere auf der Strecke und das macht es kompliziert und knapp. Schön finde ich es, wenn jeder auch mal seinen eigenen Sachen nachgehen kann und beide füeinander trotzdem „räumlich zusammen“ sind. Das ist aber eben nur ein Privileg einer Partnerschaft in der gleichen Wohnung.
      Das ist ein Dilemma, das ich derzeit in dem Stadium auch nicht lösen können werde. Mit keiner Frau. Es gibt eben mit jedem Menschen diese Kennenlernphase. Natürlich ist sie auch schön und gut. Nur im Normalfall hat jeder dafür auch Zeit. Zeit ist nur in meinem Fall so knapp, dass das Kennenlernen zum Spießrutenlauf wird.
      Es wird deshalb bei mir erstmal immer eine Kompromissgeschichte werden, solange Job und Studium zusammen treffen.

      Und in der Tat habe ich mit Fr. Tinder bereits über verschiedene Themen, die einige Eurer verschiedenen Tipps beinhalten, gesprochen. Da ich natürlich gemerkt habe, dass das sonst einfach gar nicht geht, rein faktisch schon nicht.

      Ich finde Eure vielen lieben Kommentare wirklich sensationell. Nie hätte ich gedacht, dass mir das persönlich so viel gibt, wie es inzwischen tut. Viele gute Anregungen und viele „neutrale“ und ehrliche Tipps. Danke auch Dir dafür sehr.

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  7. Ich kann mich meinen Vorkommentatoren leider so gar nicht anschließen. Mit der Sache, dass Du zu lieb bist – und ich sehe auch ohne Kontaktlinsen da eindeutig ein Fragezeichen, dass dich zum Nachdenken anregen sollte 😉 . Hier hat eindeutig zuviel Kommunikation von der falschen Seite statt gefunden. Deshalb Praktische Beziehungstipps mal nicht von der Mongöttin, sondern vom Paul, denn der weiß, wie es läuft – auch wenn keine Kaninchen sondern Heringe im Spiel sind:

    https://ludersindmirwillkommen.wordpress.com/2015/12/29/von-maennern-und-heringen/

    Lies den Artikel bitte wirklich, denn es entlastet Dich und sie ebenso, wenn Du Deine Rolle als Mann annimmst. Eigentlich ist das doch auch ein Grundprinzip des Pick up, oder irre ich da??? Ich glaub es gerade nicht, dass ich hier einem Pick upper seine eigenen Prinzipien in Erinnerung rufen muss – verliebte Männer sag ich da nur *augenroll* 😉

    Worüber aber gesprochen werden muss, sind die Sachen, die jeder von Euch als liebevolle Zuwendung empfindet, denn da spüre ich eine gewisse Unzufriedenheit von Dir ausgehend. Das Beziehungskonto macht sich besser, wenn es positiv gefüllt ist. Für den einen ist das die kleine Aufmerksamkeit wie Post its mit Botschaften oder Blümchen, für den anderen eine helfende Hand im Haushalt oder aufmerksames Zuhören. Das was dem einen als liebevolle Geste erscheint, muss für den anderen nicht offensichtlich und schon gar keine Liebe sein. Zählt aber letztendlich doppelt und dreifach auf dem Beziehungskonto, wenn man dem anderen AUF DESSEN ART die eigene Liebe zeigt. Meist zeigt man die nämlich so, wie man selbst es auch gezeigt haben möchte. Deshalb stimme ich auch Kant nur in Maßen zu. Seine Betrachtungsweise ist aber sicher gut fürs Karma 😉 .
    Auch wenn das jetzt alles etwas spät kam, hoffe ich, dass da ne Menge happy end kommt – die Hoffnung stirbt zuletzt. Denn ich bin überzeugt, dass mit ein bisschen Toleranz auch ein Porsche und ein Supra ein Superpaar abgeben würden *grins*
    Liebe Abendgrüße

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    1. Genau das schätze ich an Dir, wie Du ja weißt. Immer wieder nochmal Deine andere Draufsicht, hin und her, anders herum, einfach durchgeschüttelt und dann wieder aufgerichtet! 🙂

      Natürlich habe ich den Artikel gelesen, inhaltlich exakt getroffen. Er und auch Du haben natürlich vollkommen Recht, das sehe ich auch so.
      Du hast auch damit Recht, dass ein Grundprinzip eines Pickuppers es natürlich ist, die Führung zu übernehmen. Tatsächlich habe ich den Pfad mit zunehmender Vertrautheit in dieser Geschichte etwas verlassen. In der Realität ist das dann so, dass dem Partner oder der Partnerin gar nicht bewusst ist, was man mit diesen kleinen Diskussionen eigentlich auslöst. Und einem selbst auch nicht, wenn man nicht mehr ganz bei sich ist, und genau da fängt das Dilemma dann an. So kommen Missverständnisse bzw. auch unnötige Gespräche zustande.

      Und doch ist es super von Dir daran erinnert zu werden und abzugleichen was in der Zwischenzeit passiert ist. Instinktiv habe ich nämlich genau das was Du mir empfiehlst gemacht. Ihr ziemlich klar und deutlich gesagt was wir ändern sollten und bin dabei die ersten notwendigen Schritte voran gegangen.

      Das „mit auf dessen Art“ hast Du wunderschön gesagt. Genau so sehe ich das auch. Genau darum geht es. Nur mit „ich, ich, ich“ funktioniert keine Beziehung bzw. auch kein Dialog. Glücklich machen und selbst glücklich gemacht werden hat besonders viel mit „sich auf den anderen einlassen“ zu tun.

      Schön, dass Du mir zumindest karmatisch (sagt man das so?) einen positiven Effekt zusprichst! 😉

      Es tut auch mal konstruktiv gut verbal von Dir die Beine weggehauen zu bekommen. Aber witzig ist es auch für mich, dass ausgerechnet eine Frau sagt: „Sei mal Mann!“. Gefällt mir.
      Dieses Rollenverständnis hatte ich viele Jahre in einer Beziehung. Da hat das aber auch gut gepasst, ohne dass ich mich oder sie verbiegen musste. Es hängt wirklich immer von der Konstellation ab. Ein Mensch der so ist, ist gegenüber einem anderen Menschen ganz anders. Es ist einfach anders. In so vielen Dingen.
      Plötzlich hast Du eine Frau Dir, die (über-)emanzipiert ist. Und dann?! Wenn man das nicht gewöhnt ist, dann ist das erstmal echt ein Problem. Damit musste ich in den ersten Dates zu Beginn meines Projekts echt umgehen lernen. Die meisten Frauen da draußen sind eben nicht das was ich gewöhnt war. Es hat mein Weltbild verschoben, so sehr, dass ich mich selbst erstmal neu ausrichten musste.
      Und natürlich gilt das auch generell: Jeder Mensch ist anders.
      Das merk(t)e ich bei jedem Date in den letzten Monaten. Kein einziges Date konnte ich mit einem anderen vergleichen. Jedes Mädchen, jede Frau, hatte ihre Eigenheiten – natürlich, wir sind Menschen. Aber so dermaßen eigen??? Das war ich nicht gewöhnt und hätte ich nach so einer langen Zeit einer intensiven Beziehung zu einer Frau nicht mehr für möglich gehalten. Ich ging immer davon aus: „So in etwa wird das bei anderen Paaren auch sein.“ Weit gefehlt. Es ist anders. Ganz anders. Und das hat mich sehr geprägt, denn im Grundsatz vermisse ich genau das sehr, was ich mal hatte. Über den Punkt, dass es genau diese Person sein muss (im Sinne von Trauer), bin ich größtenteils hinweg. Irgendwie nicht im Herzen, sondern im Kopf (im Sinne von: „Ich denke nicht mehr an Dich und versuche Dich zu vergessen!“) Aber diese Art der Beziehung vermisse ich sehr. Schade, dass man selbst immer erst im Nachhinein schlauer ist. Man kann seine Erfahrungen nach einem Beziehungsende nur mitnehmen, aber eben nicht die Partnerin.

      PS: Es kommt nicht zu spät. Nie.
      Das Ende des letzten Mals ist immer der Anbeginn eines neuen Mals… mit wem auch immer.
      Peace und eine schöne Woche!

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      1. Da habe ich diese Woche ja ganze Arbeit geleistet: Dir die Beine weggehauen (sei froh, nicht mehr 😉 ) und den Helden entmannt (sagt er *ggg* ). Der ist aber auch ein Sensibelchen. Ok genug der Späße.
        Also diese andere Sicht der Dinge mach ich ja nicht extra, da kann ich nichts dafür, aber es freut mich ungemein, dass Du das wertschätzt. Genauso wie ich die Gedankengänge Deinerseits in den Beiträgen schätze (auch wenn ich manches absolut nicht so sehen will), aber dazu im nächsten Kommi/nächsten Beitrag mehr.
        Dass jede Beziehung mehr ist als die Summe der beiden Menschen, zeigt sich mir in der Praxis und ebenso oft in speziellen Partnerschaftshoroskopen (Composit). Wie der Name es andeutet ist jedes Paar eine bestimmte und individuelle Komposition. Zusammen wirkt man nach außen anders, lebt gemeinsam den speziellen Geist der Beziehung. Das finde ich außerordentlich spannend. Auch dass man bei jedem Menschen andere „neuralgische“ Punkte berührt ohne es bewußt zu wollen. Manches davon ist sicher förderlich, anderes einengend. Ich würde aber im übrigen niemandem raten, eine Beziehung aufgrund eines „schlechtgestellten“ Horoskops bleiben zu lassen. Meine Sicht ist auch da ein wenig anders. Ein Geburtsradix hat genauso wie alle anderen Horoskozeichnungen auch eine „freie“ Mitte. Diese steht für mich dafür, dass der Mensch sich seiner Anlagen bewußt werden, sich mit seinen Schwächen aussöhnen und seine inneren Konflikte in die Mitte bringen sollte. Sozusagen ein Kompromiss mit sich selbst. Bei einem „schlechten“ Horoskop zweier Partner – also wenn die Planeten in Spannungsaspekten stehen, geht es genauso darum, inwieweit sie bei kritischen Themen bereit sind, aufeinander zuzugehen und sich in der Mitte zu treffen. Und so erfordert eben jede Beziehung eine andere Form von Arbeit an sich selbst *klugscheißerorden sicherhab*.
        Wenn Du schreibst, dass Du die Art Deiner vergangenen Beziehung vermisst (und letztendlich die Partnerin auch), dann ist für mich nicht ganz klar, warum man sich getrennt hat. Ist auch nicht wichtig an dieser Stelle. Irgendetwas wird unrund gelaufen sein. Heißt, dass es da Potential für Verbesserungen gibt. Hast Du die mal für Dich definiert? Visualisieren finde ich enorm wichtig in dem Zusammenhang.
        Was mir aber z.B. sehr schwer fällt, weil ich hin und her gerissen bin. Sicher hätte ich gern jmd. (siehe Adel Tawil „Ist da jemand?“), aber mein momentaner Status gefällt mir auch ganz gut und ich hätte natürlich Angst, dass mich ein Partner einengen könnte. Der Deal ist und bleibt nunmal Freiheit gegen Sicherheit. Egal wieviel Romatikguss man daraufschüttet.

        „Es ist nie zu spät“ Berufs-Optimismus oder Durchhalteparole? ;-P

        Ich denke, es kommt alles so, wie es kommen soll.

        Liebe Grüße

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        1. Das ist der zweite Kommentar von Dir, der leider im Spam landete. Auch diesen hab ich jetzt erst freischalten können. Sorry auch hierfür!

          Das mit diesem Horoskop-Dings, darüber schreib ich Dir nochmal per Email speziell. Das interessiert mich schon. Alleine weil so viele Frauen in den Gesprächen die ich da draußen immer habe, über Sternzeichen sprechen. Da will ich mich auf jeden Fall mal aufschlauen. Und nebenbei von Dir vielleicht etwas fürs Leben lernen. 🙂

          Es gibt Potential für Verbesserung, natürlich. Visualisiert habe ich alle Gründe. Über eine leider viel zu lange Zeit. So lange, bis die „Verbindung“ zu ihr letztlich gekappt war. Dafür übernehme ich die volle Verantwortung, keine Frage. Aber ja, Deinen gut gemeinten Ratschlag habe ich über viele Monate hin und her durchexerziert. Inklusive Kopf zerbrechen, millionen vergossener Tränen und was weiß ich noch alles. Es ist nicht rückgängig zu machen, aber genau wie Du sagst habe ich daran gelernt und gebe seither stets mein Bestes, um die gleichen Fehler in einer Beziehung nicht erneut zu machen. Früher war ich nicht so bewusst wie heute. Soviel kann ich dazu sagen. Und das führte letztlich zum Ende. Dazwischen ist natürlich viel passiert, klar. Aber das ist immer so, wenn eine Beziehung zu Ende geht, dass „dazwischen“ noch viel passiert ist.

          Und… ja… definitiv Durchhalteparole!
          Aber aus einer ganz positiven Grundeinstellung heraus. 🙂
          So gesehen also von beidem etwas.

          Du machst so viele Fässer auf mit Deinen Kommentaren, dass das schon eine lange Email an Dich wird. Ich brauch nur noch etwas Zeit dafür… 🙂
          Viele Grüße zurück!
          Und ich hoffe, dass die Kommentare nicht mehr in den Spam-Ordner gehen. Besonders Deine nicht!

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          1. Hey, ich sag nie wieder zu jemandem: „Lass Dir Zeit!“ *grins* …und bei Fässern solltest Du Dir besser nen LKW zulegen als den chicen Sportwagen, passt mehr rein. *schlaubergerguck*
            (Nee, lass mal lieber. Ich erinner mich gerade an jemanden, dem ich zum Lebewohl ein: „Hättest Du mal den AMG nicht verkauft, dann wärst Du nicht so ein Arsch geworden!!!“ mit auf den Weg gegeben habe. Ja, ich kann nicht nur mit Wattebäuschen werfen *schluck*.)

            Das Visualisieren meinte ich etwas anders – nicht rückblickend, sondern, was sein kann, soll, darf – eben was man möchte. Aber das hast Du mit Deinen folgenden Artikeln beantwortet. Und ich denke, dass noch mindestens ein Kommi im Spam rumdümpelt. Nur so als Hinweis. LG

            Gefällt 1 Person

            1. Ich hab gerade nochmal nachgesehen. Der Spamordner ist leer.
              Nur die anderen Kommentare aus den letzten Tagen von Dir hatte ich noch nicht freigeschaltet. Jetzt hab ich aber aufgeholt, alle freigeschaltet und beantwortet.
              In Zukunft werde ich die wieder sofort freischalten, auch erstmal ohne Kommentar. Bis Zeit dafür ist.

              Schönen Sonntag!

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              1. Alles gut, meine Intention war nicht, zu drängen. WordPress hat nur ab und zu Aussetzer so wie gestern bei einigen mit lieben Bloggern. Wir vermuteten gestern sogar Viren, weil nicht nur ganze Kommis sondern auch einzelne Buchstaben „gefressen“ wurden.

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