2 mal 4 zu 0 aus dem Stegreif

Mitte der Woche war es wieder so weit. Ich bin mal wieder zum Daygamen raus. Nach der Arbeit. Einfach so. Los getigert, durchs Revier. So wie die Füchse, bei den Absoluten Beginnern. Wer das Lied kennt: Füchse sind gar keine Rudeltiere! 😉

Ich war gespannt auf mich selbst

Ob es mir leicht fallen würde wieder die eine oder andere Schönheit anzusprechen. Ob ich nervös sein oder werden würde.

Grund ist, dass ich seit mehreren Wochen nicht mehr am Tag bzw. Abend unterwegs war mit diesem konkreten Ziel Frauen anzusprechen. Clubgame schon noch, Daygame aber nicht mehr. Ich hatte ein paar Wochen Pickup-Pause. Die Klette kostet einfach Zeit. Und auch sie kostet die Zeit. Nicht kosten im Negativen. Kosten im Positiven. Zeit kosten. Also das Kosten der Zeit. Nicht die Kosten der Zeit. Das ist ein feiner Unterschied. Wenn man die Zeit kostet, dann ist das etwas Schönes. Wenn Zeit etwas kostet, dann ist es nicht so schön. Manchmal kommt beides zusammen. Dann kostet es zwar Zeit, aber man kostet sie zeitgleich.
Einfach gesagt, man genießt sie. Die Zeit.

Ich lese immer wieder, dass Pickupper nach einer (mehrwöchigen) Pause wieder Ansprechängste aufbauen. Das geht so weit, dass sie dann beim erneuten ersten Mal fast wieder bei null starten müssen.
Das liegt offenbar an der zuletzt unterbliebenen Desensibilisierung des eigenen Gehirns.
Ursache ist klar: Zu wenige Reize aufgrund zu weniger Übung.
Resultat ist klar: Zu wenig Übung bringt Unsicherheit vor einer nächsten Ansprech-Situation mit sich.

Das ist wie in der Schule. Wenn Du vor einer Prüfung genug lernst, dann nimmt Dir das die Angst („ich bin gut vorbereitet“). Es ist auch wie eine normale Jobsituation zu sehen, zum Beispiel eine Verhandlung. Machst du das einmal im Jahr, dann haut Dich das schon völlig aus der Bahn, wenn Du im Privatleben auch nur im Autohaus wegen 2 Prozent hin oder her feilschen möchtest. Es treibt Dir den Puls hoch, Du wirst nervös. Alles dreht sich. Die Atemfrequenz steigt. Du wirst fahl. Verhandelst Du hingegen jeden Tag im Job, dann ist das Dein Metier und Dir kann keiner mehr etwas vormachen. Verhandeln ist Dein Lebenselexier. Du bist der Profi. So wie Leon.

Wie war das also bei mir?

Ich laufe umher, sehe die erste hübsche Frau des Abends, ein schönes braunhaariges Mädchen, geben wir ihr eine 6,5, und…?

Ich trau mich nicht sie anzusprechen!

Quatsch! Natürlich hab ich sie angesprochen! Bumm. 🙂

Direkt hin und los geht’s, in einem Kaufhaus in der Lebensmittelabteilung. Ihre Reaktion fiel für mich relativ gewohnt aus. Positiv überrascht, etwas nervös. Sie. Nicht ich. Kurzer Smalltalk, aber ihr Schokoherz in der Hand hatte schon nichts Gutes für mich verheißen sollen. Sie erzählte mir, dass das ein nachträgliches Valentinstagsgeschenk sei. Für wen? Natürlich! Für ihren Freund. Läuft bei Dir. Nicht bei mir.

Glaube ich ihr sogar. Die Sache mit dem Freund ist zu oft jedoch nur so ein Schutzding. Überflüssig aus meiner Sicht. Soll die Frau einfach sagen wenn sie keine Böcke auf den Mann hat.

Ich erfinde ja auch nicht, dass ich in einem schweren Verkehrsunfall verwickelt war, nur weil ich mal 5 Minuten zu spät zu Mama nach Hause zum Essen gekommen bin. 😉
Da sag ich auch einfach ganz ehrlich: „Mama! Ich hab keinen Bock auf Dein Essen gehabt!“
Um Himmels Willen, nein! Natürlich nicht! Abgesehen davon, dass Mama gut kochen kann und gar kein Anlass dafür besteht, würde ich so eine Aussage natürlich nie treffen. Aber ich sag Mama in diesem Fall sicher genauso wenig: „Du, ich hab unterwegs noch eine Frau kennen gelernt, die habe ich eben schnell heiraten müssen. Deshalb kann ich leider nicht zum Essen zu Dir kommen. Und zwar nie mehr wieder.“

Ihr versteht was ich meine. Ein einfaches Nein tut es auch. Ohne große erfundene-Hollywood-Drama-Geschichte. Kauft Dir sowieso keiner ab. Das Ding mit dem Freund. Warum nicht? Weil im Schnitt in den Städten Deutschlands die Single-Quote insgesamt bei mehr oder weniger 50% liegt. Wenn aber 60% oder 70% der angesprochenen Frauen vorgeblich Freunde haben, dann sind das… Moment ich rechne kurz… ungefähr 6 oder 7 von 10, anstatt 5 von 10. Da passt doch was nicht. 🙄

Und so ging das dann noch drei mal weiter

Die vierte Frau des abends kam mir auf einer Treppe entgegen. Sie hoch. Ich runter. Dabei trafen sich unsere Blicke für ca. 2 oder 3 Sekunden. Unsere Augen ließen sich dabei nicht los, stattdessen bewegten sich unsere Köpfe mit. Typischer Flirtblickkontakt.

2017-02-25.jpg

Und für mich das totale Startsignal die Situation beim Schopfe zu packen. Also drehe ich um, gehe ihr hinterher und spreche sie an. Es wird ein spaßiges vier oder fünf minütiges Gespräch. Bis dann wieder die Nummer mit dem Freund um die Ecke kommt. Läuft bei Dir. Nicht bei mir.
Na, sie fand es aber total toll, dass ich sie angesprochen habe. Sagte sie. Und auf meine Frage, ob sie Männer immer mit ihren Blicken derart auffressen würde, lachte sie zunächst verlegen und erklärte dann: „Nein, aber schauen darf man ja mal!“

„Schauen darf man ja mal?!“

Klar darf man. Wir leben ja nicht in Saudi-Arabien. Aber SO schauen?? Hm, wenn das Dein Freund wüsste, dann würde der Dich dafür vielleicht genauso steinigen wie die Steiniger in Stein-Arabien, äh Saudi-Arabien. Übrigens: Wenn Dein Freund das machen würde, würde mich das nicht wundern, wenn Du genauso reagieren würdest.

Davon halte ich gar nichts! Weder vom Steinigen noch vom fremd-Flirten!

Ich verstehe das gar nicht, dass Frauen (und auch Männer) ständig ihren Marktwert checken wollen. Flirten ist cool. Flirten ist Bestätigung.
Als ich allerdings lange Jahre in einer glücklichen Beziehung war, war das anders. Ich hatte meine Augen stets nur für sie, die Eine. („Die Eine oder keine. Für keine andere Frau ging ich lieber in den Bau“ – Die Firma).
Ehrlicherweise muss ich einschränkend sagen: Das ging so lange so, so lange ich glücklich war. Und das war sehr sehr lange der Fall. Bis zum Ende. Egal, wie auch immer.

Was ich damit sagen will: Wenn ich in einer glücklichen Beziehung bin, dann flirte ich nicht. Punkt. Ja, flirten ist reizvoll. Flirten ist Bestätigung. „Draußen Appetit holen, Zuhause essen.“ Kenn ich auch alle, die Sprüche. Ich halte davon aber trotzdem nix. Wenn mir meine Partnerin wichtig ist und ich sie von Herzen liebe, dann liebe ich sie. Punkt. Alles andere ist aus meiner Sicht – mit Verlaub – Bullshit.

Und so ging der Abend 4 zu 0 aus. Nicht gegen mich, sondern für mich natürlich. Endlich mal wieder ein paar Körbe. Nette Körbe zum Teil. Ja, so kann man es sagen. Vier nette Körbe, die allesamt Lust auf mehr machen. Lust auf mehr Körbe. 😉

Ich lasse extra Edward Snowden einfliegen

Zeit ist im Moment nur (m)ein Problem, denn es ist ziemlich überladen gerade bei mir. Aber dazu gibts bald auch einen Artikel. So nach dem Motto: „Die wahren Hintergründe über die Abwesenheit des jungen Pickuppers…“
Es wird eine Enthüllungsstory. Dafür lasse ich extra Edward Snowden einfliegen. Der soll vorher alles leaken, klassisch per USB-Stick. Dann erfährt die Öffentlichkeit, warum ich derzeit so im Dauerfeuer stehe. Letztens benutzte ich dafür den Begriff „Druckbetankung“, der Ausdruck gefällt mir. Aber selbst wenn Edward Snowden es schaffen sollte, die wahren Hintergründe für mein Abtauchen zurück in die Welt des Otto-Normal-Mannes (also weg vom Pickuppen) ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen, so bleibt beim Leaken dieser Story die Hauptrolle doch bei mir. Sorry Edward, auch wenn Du ein Großer bist.

Das Wundervollste kommt zum Schluss

Ich bin echt stolz auf mich. So konnte ich nicht einfach davon ausgehen und nicht damit rechnen, dass mir das erste Mal ansprechen einer Frau nach dieser langen Pause gar nichts ausmachen würde. Kein bisschen nervös. Keine Hemmung. Alles gut.
Das war meine längste Pause ohne aktives Approachen, denke ich rückblickend. Und so hab ich zumindest für mich die Gewissheit, dass mir DAS HIER keiner mehr nehmen kann. Wenn man trotz langer Pause etwas wieder aus dem Stegreif sofort abrufen kann, dann hat man es geschafft es zu einer echten eigenen Stärke zu machen. Man hat sich weiter entwickelt. Und das habe ich. Deshalb bin ich stolz auf mich. Man darf sich auch mal selbst auf die Schulter klopfen im Leben. Wenn es berechtigt ist, dann darf man das, bin ich der Meinung. Keine Ansprechangst mehr. Wer die letzten Monate meine Artikel verfolgt hat, der weiß, dass mein Hauptbestreben war, zunächst das eigene Ego systematisch aufzulösen. Insofern eine konsequente und logische Entwicklung. Wo kein Ego, da keine Ansprechängste.

PS: Gestern bin ich wieder raus, wieder 4 zu 0. Macht 8 zu 0 diese Woche bisher. Einen Unterschied zu vor ein paar Wochen oder Monaten gibt es dennoch: Ich merke, dass mir die Übung fehlt. Auch wenn man Approachen kann, kommt es doch aufs „wie“ an. Und da ist es wie beim Fußball. Erst mal wieder ein paar Tage Training, dann haue ich die Bälle auch wieder in den Winkel. Also übe, junger Padawan! Möge die Macht mit Dir sein.


Was hast Du zuletzt getan, womit Du Dich selbst positiv überrascht hast?
=> Sei stolz auf Dich und klopf Dir ruhig mal selbst auf die Schulter dafür. Ehrlich.

Advertisements

6 Kommentare zu „2 mal 4 zu 0 aus dem Stegreif

  1. Herrlich, hab mich wieder köstlich amüsiert. Also zählen kannst Du x-))) Ich mag Deinen Schreibstil mit den ganzen Gedankensprüngen, Drehungen und Pirouetten. Macht Spass 😀 und es war wieder was zum Nachdenken dabei. Frag nicht, störst mich beim Denken und es reicht doch, dass Du mein so schön konstruiertes Männerbild an einer Stelle mächtig bröckeln läßt. Träum gut heut nacht, hoffentlich nicht von Körbchen, die Dir in die Arme springen 😉 ….äh, naja, zumindest nicht ohne Inhalt *grins*

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen Dank, freut mich, dass Du „mich“ gerne liest. Bei Dir gilt das ja besonders im doppelten Sinne. 😉
      Bei Dir auf dem Blog werde ich auch noch einige ältere Artikel lesen, dazu kam ich nur noch nicht. Ups. Folgt aber noch… Mein eigener Blog hier verschlingt mit den täglichen Artikeln echt viel Zeit. Und Zeit ist bei mir im Moment darüber hinaus sehr knapp. Muss etwas haushalten damit, sonst gehts an die Substanz.
      Dir wünsche ich Dir noch einen schönen restlichen Sonntag Abend. 🙂

      Gefällt 1 Person

  2. Die „Ich-hab-nen-Freund-Ausrede“ habe ich bisher nur ein einziges Mal benutzt. Der Kerl ging mir tierisch auf die Nerven. Anders wäre ich ihn nicht losgeworden. Hätte ich gesagt „ich hab kein Bock auf dich“, hätte er das nicht akzeptiert. Deswegen benutzen vielleicht manche Frauen direkt die Ausrede. Keine Ahnung.

    Cool, dass du nach deiner Pause kaum Probleme hattest! 🙂 Dann bin ich mal gespannt auf die nächsten Day-/Club-Game-Beitrage. Und auf die Snowdon-Enthüllung!

    Gefällt 1 Person

    1. Oh, ja… es gibt bestimmt Typen, die einfach nichts verstehen wollen. Aufdringlichkeit ist schon so ne Sache für sich. Hoffe, dass Dir das nicht allzu oft passiert. Ein wenig hat man es auch selbst in der Hand und kann das steuern, denke ich.
      Draußen beim Ansprechen und Beobachten merke ich oft, wie manche Frauen versuchen sich Männer fern zu halten. Da wird dann auf „eiskalt“ gemacht. Viele Männer schreckt das sofort ab. Mich nicht mehr. Aber ich hab dann eben auch direkt kein Interesse mehr. Weil ich keine Schauspielerin finden möchte, die erst Spielchen spielen will. Aber wenn Du wirklich nichts von einem Typen möchtest, dann ist das eine gute Möglichkeit, denke ich. Die meisten Männer tun extrem auf stark, da steckt dann aber nichts dahinter. Selbstbewusstsein oft sowieso nicht, jedenfalls in Gegenwart einer „starken Frau“. Die weichen Männer kannst Du damit sofort aussortieren und die harten Männer meistens genauso.
      Mich beeindruckt so etwas allerdings inzwischen nicht mehr, ich mach mir stattdessen einen Spaß draus und approache direkt vor den Augen einer „eiskalten“ Frau einfach die nächste.
      Aber „normale“ Männer solltest Du auf die Art fernhalten können. Hart sein, kalt sein, nötigenfalls auch mal heftig werden. Und schwupp, sind sie so peinlich berührt, dass sie Leine ziehen. 🙂

      Bei mir ist das inzwischen anders: Beim kleinsten Anzeichen, dass das Mädchen sich unwohl fühlt bzw. schon so komisch rum tut…. und schon bin ich schnell weg.
      Beim kleinsten „ich hab nen Freund“, bin ich inzwischen ebenfalls sofort weg. Nötigenfalls unterbreche ich sie auch – was ich normal im Leben nie mache (!) – und sage so etwas wie: „Passt. Alles gut. Schönen Abend noch.“ und gehe einfach. Habe darüber auch mal einen Artikel geschrieben vor einiger Zeit. „Meine neue Art „Tschüss“ zu sagen“.

      Freue mich sehr, dass Du so fleißig hier mitliest. Und freue mich auch über Deine Kommentare. 🙂
      Schönen Sonntag Abend und alles gute für die neue Woche für Dich.

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s