Und dann war da noch Valentin und ein ganz besonderer Geburtstag…

Und dann war da doch noch etwas. Genau, Valentinstag. Also schreibe ich natürlich auch ein paar Zeilen zum Valentinstag.

Wenn heute Weihnachten gewesen wäre, dann hätte ich über Weihnachten und den tieferen Sinn und Unsinn der Großindustrie dahinter geschrieben. Moment, ich erinnere mich… Das habe ich sogar schon mal. Hier: Philosophischer Sonntag – Weihnachten 🙂

Okay. Mist. Ich probiere es nochmal. Neustart.

Wenn heute Ostern gewesen wäre, dann hätte ich über Ostern ein paar Worte verloren. Und wenn heute der Tag der Deutschen Einheit gewesen wäre, dann hätte ich auch dazu etwas in die Tasten hauen können. Ist aber nicht, weder Ostern noch Tag der Deutschen Einheit. Hm… Ich hätte aber auch über Mario Draghi und die für den kleinen Mann (also Dich und mich) desaströse – weil enteignende – EZB-Politik referieren können.

Oder auch über das Paarungsverhalten von thailändischen Erdmännchen in der Regenzeit. Wobei ich gar nicht genau weiß, ob es in Thailand Erdmännchen gibt. Aber das spielt ja auch erst mal keine Rolle. Machen unsere (meine sind es nicht!) Journalisten mit der Politik auch nicht anders, einfach darüber etwas zu schreiben, wozu sie keinen Hauch von Ahnung haben. Besonders nicht über Politik und Wirtschaft. Nicht mal einen blassen Schimmer. Oder sie sind bösartig?
Wenn das Geld nur nicht so verlockend wäre… Aber ich will keinem Journalisten etwas unterstellen. Mit meinem Blog bin ich ja streng genommen auch einer. So einer. So ein Journalist. Da fällt mir ein Zitat ein… „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“. Der Zweck heiligt offebar alle Mittel.
Damit ist doch alles dazu gesagt.

Da fällt mir ferner noch ein, dass ich mit meinem Blog im Gegensatz zu denen gar kein Geld verdiene. Hm. Könnte man mir natürlich jetzt vorwerfen, dass ich dann wohl ehrlich bin mit dem was ich hier schreibe. Schließlich verdiene ich ja nix damit. Tragisch, aber ja. So ist es. Wenn das die Anklage ist…? Dann bekenne ich mich schuldig im Sinne der Anklage! 🙂

Da kann das ja wirklich nicht schlimm sein, wenn ich Fake-News über Erdmännchen in Thailand verbreite. Oder? Fr. Dr. Schlaftablette (manche sagen auch Fr. Ferkel zu ihr, jedoch nur, um jegliche Namensähnlichkeit zu vermeiden), komme ich jetzt ins Gefängnis?
Eigentlich nicht, oder? Also noch nicht. Denn bis jetzt hab ich doch nur angekündigt, dass ich über thailändische Erdmännchen schreiben könnte. Ist der Versuch also hier auch schon strafbar? Bezogen auf die Fake-News. Und ist der Versuch dann darüber hinaus auch noch dazu schon strafbar, wenn ich etwas nur im Konjunktiv halb angekündigt habe? Denn ich hab ja nix über thailändische Erdmännchen geschrieben. Aber ich könnte.
Irre! Also nicht die Erdmännchen, die können nix dafür.

Da fällt mir ein Witz ein. Zum Konjunktiv.

Ein Finanzbeamter macht Außenkontrolle bei einem Bauern und stellt fest, dass dieser eine Schnapsbrennanlage besitzt.
Beamter: „Guter Mann, dafür müssen Sie aber Steuern zahlen!“
Bauer: „Aber wieso, ich brenne doch gar keinen Schnaps!“
Beamter: „Möglich, aber sie besitzen das Gerät dafür!“
Tags darauf geht der Bauer in die Stadt und direkt zum Finanzamt, zum selben Beamten: „Ich möchte gern Kindergeld beantragen!“
Beamter: „Wieso, Sie haben doch gar keine Kinder?“
Bauer: „Aber ich habe das Gerät dafür!“

So viel zum Thema „ich könnte, wenn ich wollte“.

Und Nu?

Zurück zum Valentinstag.

Da hab ich heute ein nettes kleines Video aus Österreich gesehen.
Darin fragt sie ihn: „Schatz, heute ist doch Valentinstag!“
Er: „Heißt Du Valentin?“
Sie: „Nein!“
Er: „Na dann halt Dei Goschn!“

Ich lass das mal so unkommentiert stehen. 😉

Und jetzt wird es persönlich.

An der Stelle Grüße ich meinen besten Freund, da vorne den, denn der hat heute Geburtstag.
„Hallo Werner!!!“ 😉
Nein, er heißt nicht Werner. Aber er weiß was ich meine, gell Jung!
Wir kennen uns seit vielen Jahren, genau genommen seit der ersten Klasse. Außer meiner Familie gibt es niemanden auf der Welt, der mich länger kennt als er. Wir haben den größten Quatsch schon miteinander gemacht. Und ich bin froh, dass er in meiner Gegenwart noch immer das kleine Kind von früher ist. Geht mir dann genauso, ich kann mit Dir Facetten des Lebens ausleben, die sonst für immer verborgen bleiben würden. In seiner Gegenwart kann ich versuchen erwachsen zu sein so sehr ich nur will, es gelingt einfach nicht.
Das wird bisweilen aberwitzig, wenn Menschen in unserer unmittelbaren Umgebung Dinge sagen und wir beide uns nur ansehen und innerlich fast platzen, weil wir uns am liebsten einfach nur laut und herzlich kringelig lachen würden.
So viele verschiedene Szenen verbinden wir mit dem Alltag, dass wir mittlerweile einfach wissen wann es dem anderen gerade gut oder schlecht geht. Die Stimme reicht. Das erste „hallo“ am Telefon reicht aus, um zu wissen in welcher Lage der Andere gerade ist.

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Ich richte jetzt ein paar Worte persönlich an Dich:

Du bist mir in meinem Leben so sehr ans Herz gewachsen, dass es mir an vielen Stellen mehr gibt, als es eine Frau je könnte. Du hast über all die Jahre die eine oder andere Frau (inzwischen viele Frauen 😉 ), aber auch den einen oder anderen Freund, an meiner Seite kommen und auch gehen sehen. Wir haben Dinge füreinander getan, die andere nie füreinander tun würden.

Legendär sind zum Beispiel unsere Fifa-Nachmittage. Damals. Du wohntest zusammen mit Deiner Freundin und ich kam mittags zu Dir. Wir setzten uns gleich an die Konsole und zockten los. Deine Freundin verließ kurz darauf das Haus, um zur Arbeit zu gehen. Spätschicht. Als sie am Abend heim kam, fand sie uns noch immer sitzend und hochkonzentriert Fifa spielend in Eurem Wohnzimmer vor. Wir zockten weiter, bis es spät Abends wurde und sie ins Bett ging. Das hielt uns nicht davon ab, einfach immer weiter zu spielen. Und als sie morgens aufstand, saßen wir noch immer da und spielten.

Was auch immer wieder in mir aufkommt und legendär ist, war Deine Show auf meinem Besichtigungstermin mit einer Wohnungsverkäuferin. Ich hatte damals vor eine Wohnung zu kaufen und ich wollte, dass Du mitkommst. Du sagtest noch vorher zu mir am Telefon: „Soll ich mitkommen, ohne duschen?“ Und keine Ahnung, ob Du dann bis zum Termin noch geduscht hast oder nicht, ich weiß es nicht mehr. Ist auch egal.
Jedenfalls trafen wir dann draußen die Verkäuferin, um uns die Wohnung zeigen zu lassen. Und ich stellte mich ganz normal vor und reichte der Dame die Hand. Daraufhin stellte sie sich Dir vor und fragte Dich wer Du seist. Und dann hast Du Einen rausgelassen: „Guten Tag, mein Name ist van Onnetuschn.“
Ich stand da und verstand die Welt nicht mehr. Hey! Das war ein Besichtigungstermin für eine Wohnung mit echter Kaufabsicht! Ich musste mich so dermaßen zusammen reißen, dass ich nicht vollends sämtliche Mundflüssigkeit auf den Asphalt vor mir auspustete.

Du bist ein irrer Vogel!

Das waren Zeiten, total verrückt. Wir hatten so viel Spaß. Damals war ich Single. Das war noch vor meiner Zeit meiner langen Beziehung. An die sich schlussendlich nach einem harten Leidensweg dieses Projekt Beziehung anschloss. Die beiden Frauen haben wir heute beide nicht mehr. Du Deine lange Beziehung nicht mehr, ich meine nicht mehr.
Aber geblieben ist unsere Freundschaft. Die für mich eine besondere ist, so besonders, dass ich dafür keine Worte finden könnte, um die tiefe Dankbarkeit und Anerkennung für Dich als Mensch auszudrücken.

Und ich will nicht nur in der Vergangenheit und in unseren entfernten Erinnerungen schwelgen. Auch heute gehen wir miteinander um wie schon immer. Auch heute noch schaffen wir neue Erinnerungen. Auch wenn die Zeit miteinander knapper geworden ist. Zeit ist das Kostbarste, das wir haben. Jeder von uns. Deshalb genieße ich es immer sehr, wenn wir uns sehen. Auch wenn wir keine Kinder mehr sind, versuche ich es in Deiner Gegenwart so gut es geht zu bleiben. Du bist kein Alltag. Du bist außergewöhnlich!

Wenn ich Dich nachts anrufe und wirklich brauche, bist Du wenige Minuten später da. So wie letztens, als mir bei meinem alten Auto (ja, ich hab zwei) die Batterie leer ging. Und es echt kalt war und ich mich einfach nur richtig mies gefühlt habe. Zwar in der Stadt, aber innerlich einfach alleine am Straßenrand.

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute zum Geburtstag. Bleib einfach nur wie Du bist. Du bist für mich perfekt so.

Du bist längst mein Bruder und ich hab Dich unglaublich lieb. 🙂

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4 Kommentare zu „Und dann war da noch Valentin und ein ganz besonderer Geburtstag…

  1. Ich kann kein Pokerface, heißt, meine Mimik wechselte eben von:
    1. Fragezeichen im Gesicht (was will er mit Erdmännchen???)
    2. Entsetzen (Oh Gott, lass ihn NIE auf einen Journalisten treffen – Journalisten hassen Blogger und verachten sie dafür, dass sie ihre Tätigkeit journalistisch nennen)
    3.totale Verwirrung (Häää Erdmännchen und Fake-News? )
    4. abfälliges Augenrollen (Boah, typischer Männerwitz)
    5. Verklärtheit (oh wie schön ist doch echte Freundschaft)
    6. gutmütiges Augenrollen (Fifa-Gezocke – wie die Kinder)
    7. prustendes Gelächter wegen Hr. van Onnetuschn
    8. und ganz lange Pippi in den Augen.
    …weißte Bescheid.

    Also an dieser Stelle auch von mir:
    Alles alles Gute unbekannterweise an Werner. Möge er den Tag genießen und die Nacht natürlich auch und sich feiern lassen ! ❤ Liebe Grüße von der Mondgöttin

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  2. Du bist einfach nur cool! 🙂
    Deine Kommentare mag ich immer sehr, weil sie mich zum Lachen und manchmal auch zum Nachdenken bringen. Das schaffen nicht viele Menschen bei mir… umso mehr genieße ich das dann.
    Ich hab ihm übrigens natürlich Deine Geburtstagsgrüße ausgerichtet. 😉

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    1. Danke, mir gehts ähnlich mit Deinen Artikeln. Du bist grad echt harte Konkurrenz für die Gilmore Girls 😉 .
      Ich hab noch was vergessen, sieh es bitte nur als Tipp: als Blogger unterliegst Du wirklich dem Telemediengesetz (TMG) bist also Journalist im weitesten Sinne. Guck Dir mal mein Impressum an, bzw. informier Dich. Vor allem, weil Du ab und zu sicher Links teilst (Musik, etc.), wenn hinter besagtem Link auf einmal „Schweinkram“ auftaucht (wg. Domainverkauf), dann ist das nicht nur blöd für Deine Leser, sondern dann kann man Dich haftbar machen wegen der Verbreitung, wenn Du nicht entsprechend vorgesorgt hast.

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  3. Danke für den Tipp. Tatsächlich habe ich vor dem ersten Tag dieses Blogs über das Thema Impressum nachgedacht und mich bisher entschieden es weg zu lassen. Bewusst.
    Das Problem am Impressum ist: Man kann damit kaum mehr anonym bleiben. Echter Name usw…
    Werde mich aber dazu informieren in nächster Zeit, ob es Auswege gibt aus diesem Dilemma.
    Anonymität ist mir wichtig. Denn es geht mir hier nicht um mich als explizite Person, sondern um den Geist dahinter, so war mein ursprüngliches Ansinnen und so ist es zumindest auch noch heute.
    Aber ich finde schon irgend einen Kniff, wie immer im Leben. 😉

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