Stille Zeit, heilige Zeit?

Heilige Zeit nicht, stille Zeit ja.
Und das, obwohl Weihnachten lange rum ist. Und die nächste Weihnachtszeit noch weiter weg.

Still ist sie deshalb weitestgehend, die Zeit, da ich momentan nicht aktiv am Daygamen bin. Ausschließlich an den Wochenenden meist einmal am Clubgamen. Wenige Approaches bedeuten auch wenige Treffer und damit auch noch weniger Dates.

Hatte in letzter Zeit einfach andere Prioritäten. Dennoch brodelt es in mir. Das merke ich mit jedem Tag, den ich draußen bin, stärker. So wie gestern. Als ich draußen war zu einem Termin.
Der Reihe nach:
Erst mal ein neues Auto bestellen, das alte geht zurück. Sechs Monate waren genug, jedenfalls laut Vertrag. Ich hätte ihn ja behalten, den schicken Sportwagen. Einerseits. Andererseits hab ich mir den Gleichen einfach nochmal bestellt. Aber hey, diesmal in einer anderen Farbe. Das ist doch mal was! 😉
So, danach war ich in einem Cafe und habe mir einen Kartoffelsalat mit Semmel gegönnt. Gut, ist aber auch schwer als Vegetarier, dass man irgendwas passendes Fleischloses zum Kartoffelsalat bekommt. Also gabs zumindest eine knusprige Kaisersemmel dazu. Das ist jetzt nicht so spektakulär. Aber nach einigen Minuten setzten sich zwei Mädchen auf die Couch, die wenige Meter von mir entfernt stand.

Die Rechte der Beiden war mal nicht hübsch, die Linke umso mehr. Eigentlich nicht mein Favorit, blond. Hm. Aber süß, irgendwie süß. Und ich spürte in mir die Flamme flackern. Der letzte Approach war am Wochenende. Freitag Abend. Drei an der Zahl, nicht gerade viel. Aber dafür aus vollem Herzen. Okay, 3 zu 0. Dafür waren sie alle wirklich hübsch, die Damen. Da nehme ich auch gerne drei Körbe mit.

Jedenfalls hab ich also mit meinem Kartoffelsalat und meiner Knuspersemmel vor meinem Teller gesessen. Und habe überlegt und mehrmals genau hingesehen. Das ist einer jener Momente, den ich immer wieder mal erlebe. Eine Frau gefällt mir und ich komme ins Zögern. Nein nein, keine Sorge. Nicht wegen der Frage, ob ich sie denn ansprechen kann. In solchen Alltagssituationen habe ich keine Ansprechangst mehr, die mich zurückhalten könnte. Sondern es ist ein Abwägen und Nachdenken bzw. Fühlen, „ob sie denn die eine welche unglaubliche sensationelle richtige Frau für mich sein KÖNNTE?!“. Und oft ist es dann so, dass irgendwas in mir sagt: „Nee, die ist es nicht.“
In diesem Fall war sie mir einen Tick zu jung. Alles andere hätte gepasst. Aber sie war zu jung, also eher noch Mädchen als Frau. Obwohl sie natürlich dennoch schon eine Frau war.

Warum ich das hier überhaupt erwähne? Ist es denn überhaupt erwähnenswert? Wo ich doch sonst zig Frauen am Tag einfach anspreche, ohne es hier groß zu thematisieren.
Für mich ist es erwähnenswert. Denn es zeigt mir, dass ich sehr wohl vor jeder Frau eine bewusste Entscheidung treffe. Vor einigen Wochen habe ich mich auf eine Frau eingelassen, mit der ich nach dem Ansprechen nur ganz kurz weiter gesprochen habe. Zeitmangel. Nur kurz die Nummern ausgetauscht und dann wochenlang langsam kennen gelernt. Hauptsächlich übers Telefon und übers Chatten. Da sie relativ weit weg wohnt. Und erst als wir unser erstes Date hatten, merkte ich: „Sie sieht erstens gar nicht so toll aus wie ich dachte oder in Erinnerung hatte. Und zweitens passt sie charakterlich gar nicht zu mir.“
Das will ich unter allen erdenklichen Umständen zur Widerholung vermeiden. Deshalb gilt für mich inzwischen die Devise:

  1. Gefällt mir eine Frau SOFORT sehr gut, dann spreche ich sie auch SOFORT an.
  2. Gefällt mir eine Frau irgendwie, aber ich muss da erst zwei mal hin und her überlegen und mehrmals hinsehen, dann nehme ich mir auch die Zeit genauer hinzusehen, bevor ich sie schlussendlich anspreche – oder auch nicht anspreche.

In diesem Fall habe ich die Situation sein gelassen. Es hätte alles gepasst, sie war mir zwar optisch etwas zu jung, aber das alleine wäre kein Kriterium. Ich versuche dann kurz zu spüren, ob es trotz des vermuteten Altersunterschiedes „passen könnte“. Und in dem Fall habe ich nichts gespürt, also hab ich es sein gelassen.

So sehr ich Pickup in meinen Alltag integriert habe, genauso sehr merke ich auch, dass es im Alltag zu wenige Situationen gibt, die mich dazu bewegen eine Frau anzusprechen. Warum? Schlicht weil es nicht genügend Frauen im Alltag gibt, die mir über den Weg laufen und mir gleichzeitig wirklich gefallen.
Und ich merke noch eine Veränderung: Die Auswahl der Frauen wird für mich immer geringer. Scheinbar steigt mein Anspruch. Ich habe also offenbar inzwischen ein anderes Schleppnetz, eines der Art, mit dem es nicht mehr so viel Beifang gibt.

2017-02-07

Aus dem Alltag heraus ist das zu wenig. Wenigstens zweimal pro Woche sollte man schon zum Daygamen raus gehen, um wirklich Resultate zu erzielen. Da es abends aber immer so früh dunkel wird, ist das für mich ein Grund nicht so oft draußen zu sein. Dunkel und kalt stellen für mich zwei Komponenten dar, die gemischt einen Zwei-Komponenten-Kleber ergeben, aber einen, der mich dann zu Hause festhält.
Es ist im Winter einfach doof. Bleiben fast nur Bahnhöfe und Einkaufspassagen. Dort sind die Frauen aber meist in Hektik, das ist manchmal richtig nervig.

Jedoch ist es nun mal so wie es ist. Und da hilft kein Meckern. Da hilft nur raus gehen und so lange herum laufen, bis da wieder Eine auftaucht, die es wert sein könnte.

Das eine mal Clubgamen pro Wochenende ist einfach zu wenig. Das ist nix. Außerdem treffe ich mich auch noch mehr oder weniger regelmäßig mit der Klette. Da fallen dann potentiell ca. zwei Tage pro Woche weg, um aktiver zu sein, als ich es zur Zeit bin.

Was steht diese Woche noch auf dem Plan?
Heute ein Termin in Sachen Weiterbildung. Mehr dazu mal demnächst.
Donnerstag wieder ein Date mit der Klette.
Freitag möchte ich am Abend wieder bar- und clubgamen und außerdem mich dabei mit meinem besten Freund treffen.
Samstag bin ich auf einen Geburtstag eingeladen, auch von und bei einem Freund.
Samstag Abend und/oder Sonntag dann wieder ein Date mit der Klette, aller Voraussicht nach.

Das ist für diese laufende Woche schon mal keine gute Voraussetzung, um wieder aktiver Approachen zu gehen. Wird schwer bis fast unmöglich, bleibt ja dann nur der Freitag Abend. Hm. Manchmal liegen die Vorsätze und die Möglichkeiten in der Realität weit auseinander.
Aber hey, es ist immer so im Leben wie man es sich macht. In dem Fall liegt der Fokus eben zu wenig auf dem Appoachen.
Freitag gebe ich dafür Gas! Yes!

Und bevor jemand auf die Idee kommt und mir vorwirft „Ja, aber ist doch klar, wenn Du Dich zwei mal die Woche mit der Klette triffst, dass Dir diese Zeit dann woanders fehlt.“, kann ich vorab nur sagen: „Ja, stimmt schon. Es ist nur schade, sie ist einfach nicht meine Traumfrau. Obwohl sie sich wirklich um mich bemüht. Dennoch ist die Zeit mit ihr auch schön.“

Man kann nicht alles haben im Leben. Manchmal sogar nur wenig. Und manchmal auch fast gar nix. Aber auch diese Zeit geht vorüber. Und dann kommt etwas Neues. Vielleicht in einem der nächsten Approaches auch wieder mal ein Date. Das letzte Date mit einer „neuen“ Frau ist ja schon wieder länger her. Schlecht. Wer rastet, der rostet, heißt es. Was Pickup betrifft ist das definitiv richtig.
Entwicklung findet nur statt, wenn man aktiv bleibt. Aktiv ist vorne! Nicht auf der Stelle!

Aber wie heißt es so schön: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt! 😉