Frauen in Pseudonymen

Kurz „die Klette“, anstatt „ich habe Samstag Abend in einem Club eine Frau kennen gelernt, blond, mittellange Haare, wir unterhielten uns toll über dies oder das… usw…. die Frau…. die Frau… die Frau“.

Schluss. Aus. Nix mehr nur „die Frau“. Aus und vorbei mit der Anonymisierung. Ich werde Frauen ab jetzt nicht mehr anonymisieren, sondern pseudonymisieren. Das ist so für uns leichter zu überblicken.

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Ab jetzt ist es also „die Klette“. Und das bleibt sie dann auch. 🙂
Oder „Dr. Steelhammer“ für jemanden wie Wladimir Klitschko. Wobei ich natürlich hoffe, dass ich niemals eine Frau kennen lerne, die Wladimir Klitschko ähnelt. Ich möchte nachts in Ruhe einschlafen und morgens in Ruhe aufwachen dürfen. Und keine Frau an meiner Seite, die mich auch nur entfernt an Dr. Steelhammer erinnert. Hm, kam aber auch schon vor. Aus vielen verschiedenen Gründen. Manche Frauen sind riesig. Andere Frauen extrem muskulös (eher selten, zum Glück) oder haben einen Akzent wie die Mama von Wladimir Klitschko. Oder haben breite Schultern wie ein Stier. Okay gut, ich kenne die Mama von Wladimir Klitschko nicht. Aber ich kann mir vorstellen, wie sie klingen könnte. Und die ist bestimmt auch in echt so ulkig, wie ich mir gerade vorstelle, dass sie dank ihrem Akzent klingen müsste.

Manche Frauen ähneln aber auch „Iron“ Mike Tyson. Die können Dir direkt im ersten Satz schon mal einen Haken auf die Zwölf verpassen. Oder in die Leber. Immer feste druff! Bis jetzt zum Glück ausschließlich verbal. Man(n) schlägt schließlich keine Frauen. Frauen aber bitte Man(n) auch nicht. Manchmal knabbern aber welche an meinem Ohr. Dann muss ich ihr ganz devot den „The Real Deal“, den Evander Holyfield machen. Gehört sich so im Profisport. Der eine hält sein Ohr hin, der andere beißt ein Stück ab. Gut, ist jetzt schon Jahre her. Aber das Prinzip bleibt das Gleiche.

Wie bin ich auf die Idee mit den Pseudonymen gekommen? Ich hab das so auf ein paar Blogs meiner Leser gesehen. Hier sind ja verhältnismäßig viele Frauen unterwegs, was mich sehr freut. Und dank meiner unglaublichen Inspirationsfreudigkeit, immer in zwei Richtungen betrachtet, übernehme ich gute Dinge von Seiten anderer Menschen gerne. Was man aufschnappt kann man auch verwerten. Menschen sind Nachahmer. Warum das Rad neu erfinden. Jeder Mensch muss seine eigenen Fußstapfen in den Schnee setzen, anstatt in fremde Fußstapfen zu treten. Aber niemand hat gesagt, dass man deswegen auch für jede Wanderung durch den Schnee gleich seine eigenen Schuhe erfinden muss. Das eine und das andere schließt sich nicht aus.

Jedenfalls machen das die weiblichen Blogger (ich bleibe hier beim generischen Maskulinum, obwohl ich explizit beide Geschlechter meine, da ich den Gender-Mainstream als Firlefanz ablehne) gerne so. Da heißt ein Typ dann „Mr. Gemüselasagne“, weil er so gut Gemüselasagne kochen kann. Da musste ich schmunzeln. Hat mir gefallen. Daumen hoch.

Ich werde mir auch lustige Namen einfallen lassen. Versprochen! 🙂
Irgend etwas Markantes, Einzigartiges oder Lustiges hat jede Frau an sich. Da werde ich schon immer etwas individuell Passendes finden!
Das Sympathische daran ist für mich, dass ich meine Storys so auch einfacher fortsetzen kann. Nach dem einen oder anderen Date gibt es nämlich auch mal ein Folge oder Folge-Folge- oder Folge-Folge-Folge-Date. Und selten, aber manchmal, auch mehr. Pseudonyme sind eingängiger als Anonyme. Vielleicht bringt mich das aber auch ein Stückchen weiter auf der Erfolgsleiter, wenn ich Frauen eigene Namen gebe. Ja. Jetzt weiß ich es. Das ist der wahre Grund für mein bisheriges Scheitern! Ich hatte bisher versäumt jeder Frau einen eingängigen Namen zu verpassen.

Man(n) lernt eben nie aus.

Und deswegen treffe ich mich heute Abend erst mal weder mit „der Klette“. 😉

8 Kommentare zu „Frauen in Pseudonymen

  1. Jaaaa, Pseudonyme sind eine tolle Sache. Einerseits. Zur Unterscheidung. Aber andererseits…steckt man denjenigen im Moment der Begriffsfindung in eine Schublade. Hätte ich also über mein Date mit der „Spinatrolle“ geschrieben (was sich im Vergleich zur Gemüselasagne noch weniger schmeichelhaft anhört), wäre ich hinterher niemals auf die Idee gekommen, mich noch ein 2. oder 3. Mal mit ihm zu treffen. Bei einem Dr. Steelhammer würde ich das selbstverständlich *ganzbreitgrins*. Und ich lass mich gern berichtigen, aber „die Klette“ hört sich wenig positiv an. Meine Dates bekommen ihre Pseudonyme erst im Nachhinein. Ich bin aber anscheinend konsequenter (oder höre mehr auf mein „intuitives Bauchgefühl“ 😉 ) als Du, denn ich weiß meist nach dem ersten Date – wann es NICHT passt.
    Trotzdem wünsch ich Dir einen amüsanten Abend, denn sonst gäbs ja hier keinen Blogeintrag dazu 😀 – ich bin da vollkommen uneigennützig.

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      1. Bei mir wars ne Spinatrolle in der Mittagspause, und ich war ausnahmsweise froh, als die rum war: er hat die gesamte Zeit nur von seinen Kids geredet. Doch, ich mag Kinder (hab ja selbst welche), aber dann soll er ein Date nicht mit dem Elternstammtisch verwechseln 😉 . Gibt echt Typen, da kannste nur mit dem Kopf schütteln. Weiterhin viel Glück beim Froschmarathon ❤

        Gefällt 2 Personen

  2. Schubladen-Denken lehne ich weitestgehend ab. Es gibt nur Ausnahmefälle oder Situationen, in denen die Schubladen tatsächlich passen. Dann nutze ich sie aber auch gerne. In diesem Fall mit „die Klette“ ist das tatsächlich gar nicht wertend gemeint. Es ist weder positiv noch negativ gemeint. Sie klettet einfach. Und da passte das Wort „Klette“ für mich einfach so ideal.
    In Deinem Fall mit dem Herrn Spinatrolle ist das ja anders… außer er bereitet Dir ständig eine Spinatrolle zu?! 🙂 Meine Klette allerdings klettet permanent. Wie ein Klettverschluss. Schlimmer noch. 🙂

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    1. Ja das Problem haben meine Freunde und meine Familie stellenweise auch. Zur Zeit nicht so sehr, da ich weniger aktiv draußen unterwegs bin. Aber das wird wieder kommen und gibts wieder ein riesiges Durcheinander für alle. *hehe*
      Daher sind die Synonyme eine tolle Sache.
      Und Du, Du hast scheinbar sehr neugierige Mitbewohner! 😉

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