Meine Cranio-Sacral-Therapie

Gestern sollte es hier schon um den Weg zurück zu mir selbst gehen. Zurück zu meinem Körper. Der Reihe nach.

Cranio was??? Montag. Montag war ich bei einer Physiotherapeutin mit ostheopatischem Ansatz. Und auch heute.
Vor einigen Wochen gingen insgesamt 8 andere Behandlungen bei einem Heilpraktischer zu Ende. Mit Akupunktur und Schröpfen. Die Gespräche mit dem Heilpraktiker taten gut. Die Massagen auch. Aber ein Erfolg stellte sich nicht ein.

Mein rechter Bereich zwischen Nacken und Schulter schmerzt noch immer. Um genau zu sein sogar mehr als je zuvor.

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Sport zu machen ist für mich nach wie vor ausgeschlossen, jedenfalls Fitness. Alles was diesen Muskelbereich beanspruchen würde, bleibt tabu. Und so baut sich mein mühsam antrainierter Adonis-Stahlkörper (*hüstel*) zusehens ab. Was für ein enormer Aufwand zuvor. Was für ein schneller Abbau danach. Immer mitten in die hässliche Visage des harten Schweißtreibens. So ist das Leben. Keiner sagte, dass irgend ein Aufwand sich je lohnen würde. Es gibt keine Garantie. Nicht für ein zusammen bleiben mit dem Partner. Und noch viel weniger für ein gesundes zusammen bleiben mit dem eigenen Körper. Alles ist vergänglich. Alles ist endlich. Manches hält halt länger. Am Ende löst sich jedoch alles gleichermaßen auf. Am Ende kehrt alles zu seinem Ursprung zurück. Dazwischen kann man ein paar Ausrufezeichen und ein paar Marker setzen. Größere und Kleinere, aber das wars.

Und so kann ich es nicht mit meinen Muskelschmerzen nach über 4 Monaten einfach dabei auf sich beruhen lassen. Und hab mit einer Therapie bei der eben besagten Ostheopatin angefangen. Als nächsten Schritt mach meinem Heilpraktiker.

Vor Weihnachten hatte ich meine erste Behandlung. Montag war die zweite. Und in der zweiten Behandlung kam sie recht schnell auf die möglichen Ursachen zu sprechen. Um es kurz zu sagen: Sie sieht die Hauptursache in meinem seelischen und psychischen Zustand. Ich sei vollkommen verspannt und körperlich aus dem Gleichgewicht geraten. Wir unterhielten uns über meine Erlebnisse (ganz unabhängig vom Pickup – das war nicht das Thema), möglichen weiteren Ursachen aus meinem bisherigen Leben und meine gegenwärtige Situation. Sie erklärte mir, dass ich alleine anhand meiner Aussagen und Antworten auf ihre Fragen selbst schon aufzeigen würde, was konkret aus dem Ruder gelaufen sein musste.

Sie sagte: „Bei allem Arbeiten auf ihrer psychischen Ebene, bei allen Bemühungen am Auflösen Ihres bisherigen Ego-Denkens und all Ihrer an sich sehr tollen Arbeit in diesen Bereichen, haben Sie eines völlig vergessen. Ihren Körper mitzunehmen. Ihr Körper ist keine Maschine. Er muss nicht einfach nur funktionieren und für Ihren Verstand oder Ihre Psyche da sein. Ihr Körper ist das Wichtigste, das Sie besitzen.“

Ich spürte ihre offenbar warmen Hände nicht an meinen Füßen unten, während der Behandlung. Als sie ihre Hände an meinem Bauch und Oberkörper einsetzte, spürte ich hingegen eine wohltuende Wärme. Ihrer Aussage nach seien die Hände allerdings auch schon vorher so warm gewesen. Ich würde also meine eigenen Füße tatsächlich nicht mehr richtig spüren. Der Körper sei nicht nur verspannt, sondern völlig vom Weg abgekommen.

Die nächsten Behandlungen wird es daher erstmal um meine ganzheitliche Entspannung gehen. Erst im Anschluss wird man sich um mein eigentliches Problem kümmern. Nämlich meine Muskelschmerzen am Nacken.

Keine guten Aussichten irgendwie. Es stimmt mich seit Montag nachdenklich. Meine Gesamtsituation sowieso schon lange, nun aber spezieller aus körperlicher Sicht. Deshalb bin ich seither auch mental etwas geschafft, kann man sagen. Und das ist noch untertrieben. In der Arbeit verspüre ich keinerlei Antrieb mehr. Dort aber schon lange nicht. Lediglich im persönlichen privaten Bereich fühle ich mich insgesamt auf einem guten Weg, wenn auch die momentane Situation nicht zufriedenstellend ist. Daran arbeite ich aber. Insofern sehe ich meinen Job als Hobby. Und den Rest meines Lebens als Berufung.

Sie gab mir den Ratschlag zu meditieren. Allerdings nicht außen, sondern innen. Keine Gedanken während der Meditation. Keine Beschäftigung mit Problemen. Keine Ideenfindung. Sondern lediglich die Konzentration auf mich selbst. Meine Atmung. Das Spüren meines Körpers. Überhaupt sollte in nächster Zeit nur noch mein Körper im Vordergrund stehen.

Wird nicht leicht. Hoffentlich bringe ich die nötige Stärke auf. Ich geb aber mein Bestes. Versprochen an mich selbst.

Ein Kommentar zu „Meine Cranio-Sacral-Therapie

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