Web 2.0 und unsere Möglichkeiten

Heute gibt es von mir ein paar Gedanken zum Thema Web 2.0. Wobei ich den Hauptteil einem Mann überlassen möchte, der die Dinge wie kein zweiter auf den Punkt zu bringen vermag.

Es handelt sich um Peter Kruse (* 30. Januar 1955 in Osnabrück; † 1. Juni 2015). Wikipedia schreibt über ihn: „[…] Er beschäftigte sich mit Ordnungsbildungsprozessen im menschlichen Gehirn. Seine Forschung bewegte sich an der Schnittstelle von Neurophysiologie und Experimentalpsychologie. […]“

In diesem kurzen Video (3:33 Minuten) spricht er als Experte im Bundestag zum Thema Web 2.0 bzw. die weitere Entwicklung – so auch der sozialen Medien.

Ich halte diesen kurzen Beitrag für essentiell, wenn nicht sogar existenziell! So weit gehe ich. Ich gehe nicht davon aus, dass der Mann ein Systemkritiker ist. Denn dazu stand er als Honorarprofessor selbst für den Staat in Lohn und Brot und hat in dieser Funktion sicher sehr von den Gesetzmäßigkeiten profitiert. Das mindert allerdings nicht seine absolut messerscharfe Analyse, in der er mit einem präzisen Skalpell abschichtet und dem System selbst klar vor Augen führt, an welchem Punkt es steht und damit wir stehen.

Ein Weckruf unserer Zeit. In den Händen der „richtigen“ Menschen ein Segen. In den Händen der „falschen“ Menschen hingegen ein Stein des Anstoßes hin zu noch mehr (!) Überwachung, Repression und Drangsalierung. Durch meinen Blog hier sehe ich mich inzwischen durchaus dem Journalismus nahe. Auch wenn ich mich nicht als Journalisten sehe, sondern „nur“ als Blogger. Durch meine Regelmäßigkeit des Bloggens wird mir jedoch deutlich bewusst, wie wichtig die freie Meinungsäußerung ist.

Ich will auch in Zukunft schreiben können was ich denke. Frei von Zensur.

Und dazu ist für mich das Internet neben der Befriedigung der menschlichen Grundbedürfnisse in Sachen Wohlstand (elektrisches Licht, Wärme, Feuer, Nahrung) die größte Errungenschaft in der Zivilisation der Menschheit überhaupt.

Als ich das Video zum ersten Mal sah, war ich fasziniert ob der Präzision dieses Mannes. In seiner Art zu sprechen und der Exaktheit in der Anwendung der deutschen Sprache. Was mich zusätzlich inhaltlich dazu brachte, mir das Video mehrmals anzusehen.

Es passiert mir nicht oft, dass ich anderen fasziniert lauschen kann. Denn dazu haben die meisten Menschen nach meinem Geschmack tatsächlich zu wenig zu sagen. Auch wenn sie reden, mitunter viel. Viel ist aber nicht besser. Auch so ein Grund, warum das Internet für mich ein wahnsinnig bereichernder Faktor meines Lebens schon immer war, mehr und mehr wurde und immer noch ist und bleiben wird. Durch die Vernetzung der Menschen ist ein Wissens- und Erfahrungstransfer untereinander möglich, der jeden Einzelnen von uns in Windeseile nach vorne katapultieren kann. Selbstverständlich gibt es viel Schindluder in den Untiefen des Internets. Atemberaubend sind für mich hingegen die schier unendlichen positiven Möglichkeiten, die dieses Medium bietet. Ich nutze es inzwischen für so viele Dinge.

Ja, auch als Informationsplattform und Weiterbildungsplattform zum Thema Pickup.
Ja, auch als Informationsplattform zur Finanzwirtschft und Geopolitik (zwei meiner großen Leidenschaften!).
Ja, auch um mich sonst einfach im Leben von anderen Menschen inspirieren zu lassen.

Und noch vor 1 Jahr hätte ich nicht gedacht, dass ich mal einen eigenen Blog betreibe. Heute lese ich viele verschiedene Blogs anderer „einfacher“ Menschen wie ich. Und ziehe für mich daraus mehr Nutzen, als aus sämtlichen (Mainstream-)Tageszeitungen und (Mainstream-)Nachrichtensendungen.
„Einfache Menschen“ wie Du und ich sind ehrlich. Sind offen. Sind natürlich subjektiv, verkaufen es aber auch so. Und machen nicht auf objektiv und arbeiten stattdessen im Hintergrund für einen Gönner.Ich habe hier keinen Gönner. Niemanden der mir sagt was ich schreiben oder nicht soll. Und niemanden aus meinem Umfeld, der wirklich mitsprechen könnte in meinem Thema.

Im Gegenteil. Erst am Esstisch am Wochenende sagte mein Papa zu mir: „Ich glaube, dass Du auf dem Weg, auf dem Du gerade bist, Deine Traumfrau nicht finden können wirst.“
Ähnliches sagte auch eine mir gute Bekannte neulich mehrmals zu mir.

Was hat das mit dem Web 2.0 zu tun?
Nichts unmittelbar, allerdings mittelbar. Denn ich habe mit dem Blog die Möglichkeit jeden Tag das zu schreiben was mir auf der Seele liegt. Und meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Verpflichtungslos. Für mich als Schreiber. Für Euch als Leser. Jeder kann selbst entscheiden, ob das was hier steht für ihn ganz persönlich wertvoll genug ist, um (regelmäßig) gelesen zu werden.
Ich bin ein Mensch der Freiwilligkeit. Inzwischen längst. Dank all der einschneidenden Ereignisse, beginnend vor über zwei Jahren in meinem Leben. Inzwischen weiß ich, dass Freiheit viel mit Freiwilligkeit zu tun hat.

Und alles was ich täglich tue, mache ich freiwillig. Zu keinem Artikel und zu keinem Approach wurde ich je gezwungen. Wenn dann durch mich und von mir selbst. Nenne es Motivation.

Die beiden Menschen, die mir klar machen wollten, dass ich durch das Pickuppen keine „vernünftige“ oder „zu mir passende“ Frau finden könne, meinen es ganz sicher gut mit mir. Im Moment sehe ich den Weg hier tatsächlich als den Richtigen für mich an. Das kann sich ändern. Tatsächlich denke ich im Moment über andere Möglichkeiten in meinem Leben nach, um dem Alltag eine Wendung zu geben. Mir fehlen im Moment tatsächlich die Herausforderungen. Auf allen Ebenen. Pickup ist eine neue Herausforderung für mich, ich merke aber, wie sie mich zunehmend weniger herausfordert. Ich bin inzwischen längst mehr am Verfeinern denn am Entdecken.

Die anfängliche Euphorie ist natürlich weniger geworden, klar. Ca. 25 Dates bisher haben mich aber in einem anderen Aspekt wesentlich weiter gebracht, auch wenn DIE Traumfrau noch nicht dabei war. Nämlich mich zu mir selbst zu bringen. Darüber werde ich morgen etwas schreiben.

Und ohne dem Web 2.0 gäbe es für Euch und auch für mich keine Blogs. Nicht fremde Blogs, nicht Eure Blogs und auch nicht meinen Blog. Daher finde ich das Wissen um das Verständnis der Mechanismen „dahinter“ so wertvoll.

Herr Kruse analysiert.
Und ich habe mir meine ganz eigenen Gedanken dazu gemacht. Wie seht Ihr das?