Warum es gut ist auch mal erkältet zu sein

Am Wochenende (eigentlich schon zwei Tage vor Silvester) fing es an, dass ich mich etwas schlapper und schwächer fühle. Eine leichte Erkältung hat sich breit gemacht. Normalerweise hat man dann allen Grund Trübsal zu blasen. Zurecht, wie ich finde. Man ist eben einfach schlapp, hat Kopfschmerzen, schläft schlecht. Dann kommen noch ein bisschen Rückenschmerzen hinzu. Oh ja. Jammer Jammer.

Okay, genug der Männerei. Genug Weichei-Dasein. Wenn ich jetzt noch eine Frau an meiner Seite hätte, dann würde ich das noch ein wenig fortführen. Aber da ich alleine bin, muss ich jetzt meine Jammer-Zeit etwas kürzer halten und stattdessen weiter machen! 😉

Da fällt mir gerade auf… es tut schon gut, wenn man mal in den Arm genommen wird. Achja. Lang ist es her, jedenfalls verbunden mit echten Gefühlen.

Gut, also. Genug jetzt. Auf gehts. Auf gehts, wozu? Zur Frage warum eine Erkältung mir auch gut tut. Ich glaube, dass es mehrere Gründe sind. Aber die zwei wichtigsten Aspekte greife ich hier heraus:

  1. Man kommt wieder näher zu sich selbst. In der Welt der Suche nach dem Glück im Außen (finden einer „tollen“ Frau), ist es eine gute Sache, wenn man auch mal gezwungen wird wieder etwas kürzer zu treten und sich wieder mehr auf sich selbst zu fokussieren. Das sah bei mir so aus, dass ich die letzten Tage zwei ausführliche Entspannungsbäder genosssen habe. Kräuterbad, heißes Wasser. Bis die Haut an den Füßen und an den Fingern schrumpelig wurde. Ich musste zwischendurch sogar einmal heißes Wasser nachlaufen lassen, weil ich so lang in der Wanne gelegen bin. Es soll ja ein heißes Bad sein.

    Auf der Packung von diesem Eukalyptus-Bad steht übrigens drauf, dass man nach dem Einlassen nur etwa 10 – 20 Minuten in der Wanne verbringen soll. „Wollt ihr mich auf den Arm nehmen?“, denke ich mir da!

    So viel heißes Wasser für 10 – 20 Minuten Entspannung? So lang brauche ich ja fast schon, bis ich realisiert habe, dass ich jetzt in der Wanne liege. Und da bei mir immer die Alarmleuchten süßer nicht blinken könnten, wittere ich hinter allem eine Verschwörung.

    Meine These: Die Hersteller von diesen Bäder-Essenzen arbeiten mit den monopolisierten Wasserbetreibern zusammen.

    Mein Tipp also an die Hersteller von diesen Bäder-Essenzen: Schreibt doch einfach auf die Packung, dass man erst die Wanne randvoll mit Wasser machen sollte. Im Anschluss dann das Badeöl einlassen. Und noch bevor man sich in die Wanne legt, einfach den Wasserstopper beim Abfluss rausnehmen. Tadaaaa! Fertig ist die Verschwendug. Bravo.

    2017-01-05
    Auf die Art könnt ihr mehr Badeöl verkaufen und außerdem eine Umsatzsteigerung beim Wasser-Monopolisten bewirken. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Clever, gell?! Da fällt mir gerade ein, dass ich wohl besser auch Berater werden sollte. Ob ich dann auch wöchentlich diese kleinen (oder großen) schwarzen Geldkoffer bekomme? Manche nennen sie Werbegeschenke. Andere nennen sie Beraterhonorar. Ich nenne es schlichtweg Schmiergeld. Was??? Hat er wirklich Schmiergeld gesagt? Ja hat er!

    Jedenfalls tut so ein Bad gut. Zumindest wenn man den Packungsangaben keinen Glauben schenkt. Und durchaus auch mal 1,5 Stunden in der Wanne liegen bleibt. Da ich immer noch so verkopft bin, schaue ich mir dazu Youtube-Videos an. Fachliteratur versteht sich. Wenn sie nicht so verdammt bildend wären, würde ich wahrscheinlich nebenbei meditieren (nebenbei Meditieren! 😉 ). Nur sauge ich im Moment alles auf was es zum Thema Pickup gibt. Ich merke, dass meine Grund-Motivation von Tag zu Tag steigt. Auch wenn gleichzeitig die akute Motivation natürlich von Tag zu Tag schwankt. An manchen Tagen habe ich mehr Lust Frauen kennen zu lernen und raus zu gehen. An anderen Tagen habe ich inzwischen weniger Lust als zu Beginn. Jedenfalls ist eine Erkältung dafür gut, dass man auch mal wieder zu sich selbst zurück findet. Seinem Körper etwas Gutes tut. Und seinem Geist auch.

  2. Der Abstand zum Pickuppen sorgt kurzfristig für Distanz, logisch. Gleich im Anschluss brennt dafür das Feuer wieder umso mehr. Wie meine ich das? Samstag Nacht (Silvester) habe ich 15 Frauen angesprochen. Und Dienstag zwei. Dazwischen ist nichts mehr passiert. Weil ich fast ausschließlich zu Hause war. Gut, dazwischen war am Dienstag noch ein Date. Aber das zählt nicht als „neue Frauen kennen lernen“. Ich hatte sie ja schon einige Tage zuvor kennen gelernt.
    Es sind also ein paar Tage ohne neue Approaches vergangen. Und diese Distanz vom Pickuppen sorgt dafür, dass das Verlangen und die Lust wieder ansteigen. Ich brenne innerlich noch nicht wieder zu 100%, was aber an der eingeschränkten körperlichen Möglichkeit liegt. Sondern ich spüre, dass ich nach der kurzen (Zwangs-)Pause sogar ziemlich sicher über den 100% liegen werde.

    Ich freue mich schon wie ein Honigkuchenpferd darauf neue Frauen kennen zu lernen. Sobald ich gesund bin, versteht sich. Jeden Tag entwickle ich mich weiter, auch in der Pausenzeit. Neue Videos. Neue Bücher. Neue Literatur. Neue eigene Gedanken. Und das alles will in der Praxis erprobt und getestet werden. Dazu gute Gespräche. Letztens erst mit einem Freund. Wir unterhielten uns über den Sinn und Unsinn von Beziehungen. Und darüber wie es mir aktuell nach 22 Dates aus den letzten Monaten geht. Er hörte eine Grundunzufriedenheit bei mir heraus. Gut, dass Du mir das sagst. Unzufriedenheit ist ein Antrieb. Er sorgt dafür, dass wir unsere Komfortzone verlassen. Ich will Neues ausprobieren. Eine leicht veränderte bzw. kalibriertere Art des Ansprechens. Und außerdem dabei noch mehr bei der Frau sein. Im Gespräch und gefühlsmäßig. Mich mehr in sie hinein versetzen. Darüber hab ich auch schon öfter geschrieben, auch wenn es länger her ist.

    Gerade am Anfang macht man sehr schnell meilenweite Fortschritte. Aber auch jetzt, nach ein paar Monaten, merke ich, dass noch immer weitere Meilen an Fortschritt möglich sind. Immer weiter. „Bei der Frau sein“ ist nicht gleich „bei der Frau sein“. So wie ein 100-Meter-Läufer mit 12 Jahren eine andere Geschwindigkeit und Zeit laufen kann, als 10 Jahre später. Obwohl sie beide wahnsinnig schnell sein mögen. Jeweils für ihr Alter. Für ihre Reife. Beide sind tolle Läufer. Aber der 22 jährige vormals kleine Junge ist nun ein Sprinter. Und aus seiner Sicht ist er früher gekrochen.
    Deswegen verschiebe ich so gerne meine Grenzen. Damit sich der Horizont erweitert. Ich fuhr früher einen Sportwagen und es machte Spaß mit über 200 über die Autobahn zu jagen. Klar. Danach folgten viele mehr oder weniger langsame Autos. Und seitdem ich seit kurzem weider einen Sportwagen habe, weiß ich erst wieder zu schätzen wie schnell 200 auf der Autobahn sind. Besonders wenn Du dann nochmal aufs Gaspedal drückst und es Dich immer noch in den Sitz schiebt.

    Es ist also immer eine Frage des Standpunktes. Der Bezugspunkt ist entscheidend. Und der Bezugspunkt solltest immer Du selbst sein. Aus Deiner Sicht. Nicht aus Sicht anderer. Eifere keinem anderen hinterher. Sondern sei Dein eigener Eifer-Anker, wenn Du es so sehen willst. Sei Dein eigener Bezugspunkt!

    Und so merke ich das Kribbeln in mir. Ich spüre, dass ich langsam wieder brenne raus zu gehen. Trotz dem Schnee. Natürlich. Schnee passt perfekt zum Pickuppen. Es ist schweinekalt. Okay, das ist echt nix für mich. Aber Schnee ist so perfekt zum Pickuppen. Er ist einfach weiß! Grund genug, toll oder?
    Und was hat das mit dem Pickuppen zu tun? Nichts! Es gibt es niemals einen Grund nicht pickuppen zu gehen. Es gibt keine zu kleine Stadt. Es gibt keinen zu weißen Schnee. Es gibt gar nichts, maximal Ausreden. Zumindest raus gehen und es versuchen kannst Du immer, überall und zu jeder Zeit!

    Das nächste Ding dazu wird ein Coaching werden. Das habe ich mir fest vorgenommen. Nach einigen Monaten autodidaktischer Praxiserfahrung, die sich wirklich sehen lassen kann, ist es an der Zeit einen kleinen Turbo zu zünden. Und was bietet sich da besser an als von einem Profi zu lernen. Auch wenn es Geld kostet. Nein, halt. Gerade weil es Geld kostet. Nichts schätzt man doch im Leben mehr, als die Dinge, für die man selbst hart arbeiten musste.

    Und um beim Beispiel mit dem Auto zu bleiben:
    Um einen Sportwagen wirklich schätzen zu können, sollte man auch mal spazieren gegangen und Rad gefahren sein!

Und schließen möchte ich heute mit einem Stück aus einem wundervollen Lied von Xavier Naidoo ein, das ich hier zitiere. Es passt einfach perfekt zu meiner gegenwärtigen Situation. Es ist aus dem Song „Das Aufgebot“…

Danke Xavier!

[…]
Hier kommt das Aufgebot

Du hast aufgeholt
Du bist ausgeruht
Und bist frei

Man hat sich ausgetobt
Und dein Haus zerbombt
Du bist rausgekommen
Und bist frei

Du hast nicht aufgehört
Wurdest nicht zerstört
Hast dich ausgesöhnt
Und bist frei

Nie wieder kommt dir dein Ego in die Quere
Du bist frei
Und hoffst, dass auch ein Wunsch frei wäre
Doch sie zu
Dass du tust
Was du tun musst
Du brauchst keinen Wunsch
Stell dir vor es ist Kunst
Setze alle deine Sinne in Kraft
Niemand wird begreifen wie du es machst
Und niemand wird es bezweifeln wenn du es sagst
Komm sag’s
Komm sag’s
[…]