Jahresrückblick 2016 – Teil 1 von 2

Das Jahr geht im zwölften Monat auf den einunddreißigsten Tag zu. Zeit für das, wofür es am Ende eines Jahres für gewöhnlich Zeit ist. Für Jahresrückblicke. Und so einen gibt es hier auch.

Zuerst aber eine wichtige Zwischenmeldung. Sozusagen als Live-Ticker:
Gestern ging mein 150. Artikel online! WAHNSINN!!!

Nun freue ich mich selbst ganz besonders auf meinen eigenen Jahresrückblick. Warum?

Weil ich ein bisschen was zur Statistik sagen werde. Zu meiner ganz persönlichen Statistik seit meinem Beginn mit dem Pickuppen. Ich habe mir meine Dates in meinen Kalender notiert. Ich habe mit notiert wieviele Frauen ich angesprochen habe und wieviele Nummern ich bekommen habe.
Nur eines vorneweg: Ein bisschen ist so eine Statistik auch immer nicht ganz die Wahrheit. Denn es ist schwierig für sich selbst eine Zählweise zu finden, die „die Wahrheit“ abbildet. Deshalb gilt für diesen Artikel, wie für alle meine Artikel und genau genommen wie für alles in meinem Leben und im Leben aller Menschen: Es ist niemals DIE Wahrheit. Es ist stehts MEINE bzw. DEINE Wahrheit.
Beispiel: Ich spreche eine Frau im Kaufhaus an, sie hält ein Parfüm in der Hand. Ich sage: „Oh, den Duft kenne ich gar nicht. Ist der eher leicht oder schwer?“ Und dann kommt zurück: „Keine Ahnung, weiß ich nicht. Bin in Eile, wollte nur kurz nach dem Preis schauen.“ Dann dreht sie sich um und geht.

Das ist jetzt ein fiktives Beispiel. Aber soll ich das tatsächlich als einen Approach zählen? Hm… Oder zählt ein Approach erst als ein Approach wenn ich bis zum Ende durch eskaliert habe? Das heißt die Absicht klar wurde, dass ich sie treffen möchte? Bzw. zumindest die Absicht klar wurde, um was es hier geht?

Gute Frage, gell. 🙂
Also fang ich lieber mit der Statistik an und sage danach was dazu.

Meine Aufzeichnungen beginnen im Juli 2016. Genau genommen am 7. Juli 2016. Es war der erste Tag, an dem ich explizit nur deshalb raus gegangen bin, um Frauen anzusprechen. Ein paar mal habe ich das schon vorher gemacht, Frauen angesprochen, jedoch eher nebenbei.

Der erste Tag startete mit 4 Frauen, wovon eine ein spontanes Date war. Guter Einstieg für einen Pickupper. Damals hab ich aber auf das sofortige spontane Date noch gar keinen Wert gelegt. Das war noch nicht in meinem Werkzeugkasten drinnen, es ergab sich tatsächlich spontan. Heute versuche ich das immer sofort zu integrieren, in jede Interaktion („Hey, lass uns doch für ein paar Minuten da vorne noch auf einen Kaffee gehen. Komm mit, die machen den besten Kaffee der Stadt!“).

Erst mal ohne viele Worte hier also meine Statistik nach Kalenderwochen, wobei die KW52 logischerweise noch nicht zu Ende war, als ich die Statistik erstellt habe. 🙂

2016-12-30

Und hier nochmal im Textformat:

KW Approaches Nummern Dates
KW27 18 5 1
KW28 9 1
KW29 16 2 1
KW30 30 9 3
KW31 35 5 2
KW32 42 9 2
KW33 26 2
KW34 22 7
KW35 17 4 1
KW36 19 2 4
KW37
KW38
KW39 1
KW40
KW41 2 2
KW42 4 1
KW43 8 4 1
KW44 5 2
KW45
KW46
KW47 2 1
KW48 9 3 1
KW49 22 2 1
KW50 14 5 2
KW51 20 4 1
KW52 10 0

Macht in der Summe 330 Approaches, zu 70 Nummern und 21 Dates!

Keine Statistik taugt etwas, wenn man sie nicht erklärt. Also gibts von mir ein paar Kommentare dazu.

  1. Ich habe nicht jedes Ansprechen als einen Approach gezählt. In vielen Fällen hat die Frau es total eilig oder wird im Gesprächseinstieg abgelenkt. Manchmal kommt auch einfach ein Freund hinzu, so dass ich dann nicht weiter mache, sondern smart aus dem Gespräch raus gehe. Ich zähle so etwas nicht als Approach, denn zu keinem Zeitpunkt hat ihr klar sein können, dass ich sie kennen lernen will. Was folgt daraus?
    => Ich habe wesentlich (!) mehr Frauen angesprochen, als diese 330.
    Ich würde sagen… fast doppelt so viele. In vielen Alltagssituationen habe ich auch Frauen angesprochen, ohne dass ich mir mehr mit ihnen vorstellen hätte können. Es ging mir dabei immer um das Üben, Üben, Üben. Ansprechen im Kaffee, ansprechen an der Supermarktkasse, ansprechen im Aufzug. Egal wo. Gerade am Anfang habe ich Menschen oft einfach nur nach der Uhrzeit gefragt. Ziel dabei ist es, dass man die Ansprechangst ablegen lernt. Es geht darum Interaktionen zu üben. Oft setze ich mich auch einfach so zu einer Frau in einem Kaffee oder in einem Imbiss  und spreche mit ihr, obwohl ich sie nicht attraktiv finde. Es geht einfach um die Interaktion. Resultat heute ist, dass ich (auf meinen Dates) ständig gesagt bekomme: „Es ist echt unglaublich wie die Zeit mit Dir vergeht, man kann sich mit Dir echt über alles unterhalten.“ Bingo. Übung macht den Meister.
    Aber ganz oft ist es auch so: Ich sehe eine Frau, spreche sie an und nach den ersten 2 oder 3 Sätzen merke ich, dass sie überhaupt nicht mein Fall ist. So etwas zähle ich nicht mehr als einen Approach, weil dann schnellst möglich raus gehe aus dem Gespräch. Zeitverschwendung.
    Oft sprechen die Frauen auch mal nicht Deutsch, dann gehe ich ebenso sofort wieder raus aus dem Gespräch. Ebenso Zeitverschwendung. Wenn ich all diese Dinge zusammen zählen würde, dann würden meine Zahlen wahrscheinlich bei ca. 600 bis 800 Approaches seit Juli 2016 liegen.
    Aber ich zähle auch in Zukunft einen Approach auch weiterhin nur dann, wenn ihr (!) klar wurde, was ich von ihr wollte.
  2. Die 21 Dates beziehen sich auf ERST-Dates. Ich habe keine Dates dazu gezählt, die ein zweites oder drittes Date waren. Das bedeutet: 21 Dates mit 21 verschiedenen Frauen. Übrigens: Ich bin meinen Handy-Kalender durchgegangen und habe mir zu den Frauen damals schon immer den Vornamen notiert, einfach nur so. Heute finde ich es lustig. Bei vielen Frauen weiß ich nicht mal mehr wie sie aussahen. Bei einigen ja, aber bei vielen nicht. 🙂
  3. Die Flake-Quote ist offenbar gar nicht mal so hoch wie gefühlt. Ich hatte mal 6 Date-Absagen in Folge, darüber hatte ich hier ja auch schon geschrieben. Aber bei 70 Nummern zu 21 Dates ist die Quote echt okay. Das heißt ich brauche knapp 4 Nummern, um zu einem Date zu kommen. Gar nicht mal so wild. Wenn man dann weiß, dass aus 330 Approaches 70 Nummern raus springen, liegen wir bei einer Nummern-Quote von knapp 1 zu 5. Wir rechnen zusammen… das ergibt also bei 4 Nummern zu einem Date und einer Approach-zu-Nummern-Quote von 1 zu 5…. also dann 20 Frauen, die ich ansprechen muss, um zu einem Date zu kommen.
    Puh, das hört sich selbst für mich gar nicht mal nach so wenig an. Andererseits ist es aber auch nicht so viel. Das schaffe ich in zwei Tagen problemlos. Allerdings brauche ich dafür schon ein paar Stunden Zeit. Und die Zeit ist immer das größte Problem. Im Sommer hatte ich viel Zeit, da bin ich meistens früh aus der Arbeit raus und habe dick Minus auf meinem Stundenkonto gemacht. Im Winter ist es früh dunkel und da geht nicht so viel. Deshalb halte ich mich dann eher in Kaufhäusern auf. Da ich aber im Winter länger arbeite, bleibt nicht so viel Zeit zum Approachen. Naja, bald steht schon wieder der Frühling vor der Türe! YES!
  4. In den Kalenderwochen 37 bis 40 hab ich fast nichts mehr gemacht. Das liegt daran, dass ich meine Zeit fast ausschließlich mit einer Frau verbracht habe. Durch die Distanz allerdings hauptsächlich übers Telefon. Zu diesem Zeitpunkt war ich draußen gar nicht mehr aktiv. Das ist der ultimative Beweis für mich, dass ich im Herzen trotz Pickup weiterhin ein absolut monogamer Mann bin. 🙂
    In der KW45 und 46 war ich im Urlaub. Vor dem Urlaub hab ich schon extra nichts mehr gemacht, weil ich wusste, dass ich sowieso keine Dates vereinbaren könnte.
  5. Man sieht auch, dass die meisten Dates am Anfang meiner „Karriere“ stattfanden. Da habe ich am meisten unternommen. Es war Sommer. Ich war jeden Tag draußen. Gegen Jahresende hin ist es etwas schwieriger, weil es kälter ist. Und ich mag die Kälte nicht. Das heißt aber nicht, dass ich fauler geworden bin. Nur ich gehe auch nicht mehr ganz so extrem auf die Masse und das „Lernen“ des Ansprechens wie zu Beginn. Inzwischen dauern bei mir die Konversationen länger. Das ist ein Grund, warum ich heute einfach selten nur noch 15 Approaches an einem Tag schaffe.

Was kann ich aus meinem eigenen Jahresrückblick rausziehen?
Ideen entstehen immer aus der eigenen inneren Tiefe. Und so ist das auch jetzt. Beim Schreiben und beim Reflektieren meiner eigenen Statistik.
Was kann ich also mitnehmen?
Und warum in Teufels Namen erstelle ich für mich selbst eine Statistik? 🙂

Eine Statistik macht das eigene Handeln objektiv messbar. Es ist zwar ein Herzensthema, diese Suche nach meiner Traumfrau. Eine Beziehung ist nichts Sachliches, jedenfalls nicht eine Liebesbeziehung.
Mir geht es erstmal darum richtig richtig gut zu werden im Umgang mit Frauen. Von anderen richtig guten Pickuppern weiß ich, dass es etwa 1 Jahr dauert, bis man kontinuierlich Erfolge hat. Und ich spreche nicht von diesen Kiddys die inzwischen in den Großstädten die Fußgängerzogenen belagern (! kein Witz!) und alles ansprechen was nicht bei drei auf dem Baum ist. Selbst einfach nur ungepflegt sind, schmutzige Schuhe tragen und außer „hey krass Alter, was geht Mann?“ nichts raus bringen.
Nachchdem ich also nicht 1 Jahr für meine ersten Erfolge gebraucht habe, bin ich insofern  wohl schon mal ein Naturtalent, denn die meisten Männer scheitern am Überwinden der sogenannten Ansprechangst. Die Hürde hab ich recht früh schon genommen, da kann ich mir selbst definitiv auf die Schulter klopfen.
Nach etwa 2 bis 3 Jahren Pickuppen ist man laut deren Berichten und aus den von mir geführten Gesprächen mit manchem „Profi“ für sich selbst so weit, dass man die aller meisten Situationen „gut“ einschätzen kann und in der Regel auch „das Beste“ rausholen kann. Also zum Beispiel eine unentschlossene Frau dazu bringen kann, dass sie mich kennen lernen möchte, anstatt beim Austauschen der Nummer doch noch zu zögern. Dass man auf einem Date für Emotionalität und „Knistern“ sorgen kann, anstatt völlig aufgeregt mit sich selbst beschäftigt zu sein. Dass man mit sog. „Shit-Tests“ einer Frau gut umgehen kann und weiß, ob das nur ein dämlicher Test ist, um aus ihrer Sicht die Spreu vom Weizen zu trennen oder ob sie hier tatsächlich einfach kein Interesse mehr an mir hat. Und abgesehen davon vor allem auch dafür sorgen kann, dass Frauen Dich tatsächlich attraktiv und begehrenswert finden und eine Beziehung mit Dir möchten.

Die Statistik werde ich weiter führen, weil ich sehen möchte, ob höhere Zahlen mir gut tun oder nicht. Mehr Approaches heißen mehr Nummern und mehr Dates. Und ich will auch im neuen Jahr meine Zahlen weiterhin schön nach oben bringen. Mein Fokus im Leben liegt im Moment nur darauf. Alle anderen Aspekte des Lebens habe ich dieser einen Sache untergeordnet. Auch wenn das Ziel nur DIE EINE FRAU ist. Aber mehr Dates erhöhen die Chancen. Daher mehr Dates nicht als Selbstzweck, sondern als Weg zum Ziel!
Deshalb achte ich sehr auf meine Ernährung, meine Kleidung, Sport und insgesamt meinen gesamten Umgang und auf mein Ausgehverhalten.

Für ein irdisches Leben ist das eine Wahnsinnsleistung, was ich da abgeliefert habe. Auch wenn ich schon oft darüber geschrieben habe, es ist in erster Linie eine mentale Leistung. Pickuppen ist mehr als „einfach mal ein paar Frauen daten“.

Pickuppen bringt Dich an den Rand der Verzweiflung und an den Rand der Hoffnungslosigkeit. An den Rand der Demütigung. An den Rand der wiederkehrenden stetigen Enttäuschung und substanziellen Energielosigkeit.

Pickuppen bringt Dich aber auch zu unglaublichem Reichtum. Reichtum an Erfahrungen. Reichtum an Dir selbst zu wachsen und zu lernen. Reichtum zu Dir selbst zu finden.

Und was ich auf jeden Fall jetzt schon sagen kann, ist, dass das Leben im Jetzt unendlich wichtig ist. Und die Kunst darin liegt das Jetzt zugleich nicht zu wichtig zu nehmen. Meint irgendwer auf der Welt im Ernst, dass ich mich an die 330 Approaches noch im Detail erinnern kann??? Sicher nicht. An ein paar vielleicht noch, weil etwas haften geblieben ist. Aber sonst? Keine Ahnung. Und deshalb sollte man das „Jetzt“ wichtig nehmen. Aber nicht die einzelnen Ereignisse im Jetzt. Ein Korb vom August interessiert heute niemanden mehr, genau genommen einen Tag später schon nicht mehr. Ach was, eine Stunde oder 10 Minuten später auch schon nicht mehr. Deshalb ist es so wichtig sich von einzelnen Situationen so frei zu machen. Es sind einzelne Ereignisse, aber man sollte sein gesamtes Leben nicht wegen einem Pups eines Vogels auf einem Ast permanent umkrempeln. Es ist nur ein Pups. Fertig. Ein Korb. Ein Pups. Ein Date. Ein Pups. Solange es nicht „die Frau“ ist, ist alles nur ein Spiel. Ich nehme mich selbst nicht mehr so wichtig. Das ist die vielleicht größte Erkenntnis auf meinem Weg.

Was das Jahr mit mir gemacht hat und ein paar andere Fragen…, darauf gehe ich morgen in Teil 2 ein. Darin geht es dann zum Beispiel auch um

Was war das „Schlimmste“, was mir in 2016 beim Pickuppen passiert ist?
Und was war das „Schönste“, das ich bisher erlebt habe?
Und was war das „Kurioseste“, das ich bisher erlebt habe?
Und was war das „Lehrreichste“, das ich bisher erlebt habe?
Und was war das „Lehrreichste“ auf Dates, das ich bisher erlebt habe?

Also Geduld, morgen gehts weiter mit Teil 2 zum Jahresrückblick 2016! 🙂

PS: Gehört hier eigentlich gar nicht rein. Aber gestern war ich wieder unterwegs. Es ging 4 zu 2 aus. Und für heute Abend hab ich gestern gleich ein Date vereinbart. Sie wollte, dass wir uns erstmal treffen, ohne Nummern auszutauschen. Hab ich in der Form noch nie erlebt. Eine Frau sagt fest ein Date zu, möchte aber die Nummer nicht hergeben. Dämlich ist das insofern, weil man sich so nicht absagen könnte, falls was dazwischen kommt. Ich bin gespannt ob sie wie vereinbart heute an dem Ort am Abend stehen wird. Wer weiß. Ich werde jedenfalls da sein. Aber das ist Pickup. 😉

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